Wild Bunch AGBerlinHALBJAHRESFINANZBERICHT 2021HIGHLIGHTSUMSATZ scrollen
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EINFÜHRUNGDie Wild Bunch AG (Wild Bunch) ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die Gruppe ist ein unabhängiges, europäisches Film- und TV-Serien-Verleih- und Produktionsunternehmen, das sich aktiv im Bereich Contenterwerb, Film- und TV-Serien-Finanzierung, Koproduktion, Film- und TV-Serien-Verleih sowie Weltvertrieb betätigt und derzeit eine Filmbibliothek mit rund 2.500 Filmtiteln verwaltet. Der geographische Fokus der Geschäftstätigkeiten liegt auf den Ländern Frankreich, Deutschland/Österreich, Italien und Spanien. Wild Bunch ist damit die einzige Independent-Gruppe, die mit ihren Gesellschaften und Marken gleichzeitig in der Film- und TV-Serienproduktion und deren Vertrieb in diesen Ländern präsent ist und somit über ein europaweites Netzwerk verfügt. Zusätzlich bedient die Gruppe mit seinen internationalen Vertriebslabels sowie im Direktvertrieb auch weltweit den Unterhaltungsmarkt. Der Halbjahresfinanzbericht 2021 der Wild Bunch AG erfüllt die Anforderungen der anzuwendenden Vorschriften des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) und umfasst nach § 115 WpHG einen verkürzten Konzernhalbjahresabschluss, einen Konzernzwischenlagebericht sowie eine Versicherung des gesetzlichen Vertreters. Der Konzernhalbjahresabschluss 2021 ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind, erstellt worden. Der Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 gelesen werden. Dieser beinhaltet eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen und ist unter www.wildbunch.eu/de/investor-relations/publikationen/ in der Rubrik Finanzberichte veröffentlicht. KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT1.1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS, KONZERNSTRATEGIE UND -STEUERUNGÄnderungen in der Konzernstruktur haben sich im ersten Halbjahr 2021 nicht ergeben. Betreffend der Konzernstrategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Konzernlage- und Lagebericht 2020 in der Fassung des am 30. April 2021 veröffentlichten Geschäftsberichts 2020. 1.2 WESENTLICHE OPERATIVE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR 2021In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021 agierte die Wild Bunch Gruppe immer noch in einem von der Coronapandemie massiv beeinflussten Entertainment- und Media-Markt. Als Reaktion auf diese Krise und angesichts ihrer Auswirkungen auf das operative Geschäft hat Wild Bunch in den ersten sechs Monaten 2021 alle möglichen Anstrengungen unternommen und wird dies auch weiterhin tun, um die negativen Folgen der Coronapandemie so weit wie möglich abzuschwächen. Dazu gehört ebenso der Versuch, die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen der Regierungen in den Ländern unserer Kernmärkte zu nutzen wie auch unser starkes und intensives Bemühen, das vorhandene Inventar unserer Filmbibliothek an diejenigen Abnehmer zu verkaufen, die am wenigsten unter der Situation leiden. Kinoverleih Die Kinos in unseren vier Kernmärkten waren je nach Land von Januar bis April oder Mai geschlossen. Unter länderspezifisch unterschiedlich strengen Auflagen, wie zum Beispiel Ausgangssperren ab 21 Uhr, begrenzter Sitzplatzkapazität, Maskenpflicht, Mindestabstand und Hygienevorschriften öffneten die Kinos wieder. Es scheint so, dass nach der Wiedereröffnung der Kinos die Besucher noch immer zurückhaltend sind, und daher die Einspielergebnisse enttäuschend sind. Der Kinostart großer Hollywood-Blockbusterstreifen steht noch bevor, was sich ebenfalls auf die Besucherzahlen von Independent-Filmen auswirken dürfte. Wild Bunch arbeitete und arbeitet weiterhin an der Optimierung seiner Kinostartstrategie bzw. an der Suche nach Alternativen, wie Direktverkäufen an elektronische Plattformen. Weltvertrieb Die Coronapandemie führte auch im ersten Halbjahr 2021 zu einer Absage oder Verschiebung einiger für die Wild Bunch Gruppe wichtiger Märkte und Festivals, wie zum Beispiel der Berlinale oder den Internationalen Filmfestspielen von Cannes. Diese Märkte sind aber wichtige Events für den Verkauf und Erwerb von Filmen. Selbst wenn die Betreiber digitale Märkte organisiert haben, waren solche Initiativen weniger effizient. Hinzu kommt, dass auch lokale Verleiher, die Filme für einen Kinostart in 2020 bzw. 2021 erwarben, mit der Schließung der Kinos konfrontiert waren, weiter dazu neigten, die Auslieferung einiger Filme zu verschieben oder zu stornieren. Wild Bunch TV Auch die Aktivitäten von Wild Bunch TV wurden weiterhin durch die Coronapandemie beeinträchtigt. Als TV-Vertrieb, der internationale TV-Serien verkauft, war Wild Bunch TV ebenfalls von der Verschiebung oder digitalen Ersatzveranstaltungen verschiedener wichtiger internationaler Märkte betroffen (zum Beispiel Séries Mania, NATPE) und musste sich an den alternativen Vermarktungsweg der digitalen Märkte neu ausrichten und anpassen. Dank einer erneuerten Produktpalette gelang Wild Bunch TV diese Anpassung jedoch und konnte neue TV-Serien international verkaufen und seine Aktivitäten aufrechterhalten. Elektronischer Vertrieb, Home Entertainment und TV-Lizenzen Weltweit blieben in der ersten Hälfte des Jahres 2021 der elektronische Vertrieb und, in geringerem Maße, der TV-Verkauf die zwei starken Bereiche unserer operativen Aktivitäten. Im Zusammenhang mit der Coronapandemie benötigten die Fernsehanstalten nach wie vor fertiggestellte Inhalte. Die traditionellen TV-Verkaufsaktivitäten wurden jedoch weiterhin durch die Verringerung der Werbeaktivitäten und -einnahmen im Free-TV und durch die Probleme, mit denen Pay-TV-Anbieter in vielen Gebieten konfrontiert sind (z.B. SVOD-Wettbewerb, Streichung von Sportprogrammen), beeinträchtigt. Weltweit blieben VOD und SVOD in den Kernmärkten von Wild Bunch in der ersten Hälfte des Jahres 2021 starke Segmente unserer operativen Geschäftsaktivitäten. Kurzfristig während der Coronapandemie, aber auch langfristig, erlebt die Branche weiter eine signifikante Verschiebung des Inhaltekonsums mit einer hohen Nachfrage nach Streaming-Diensten. So hat die Gruppe in Frankreich drei neue AVOD-Kanäle (Advertising Video-on-Demand ─ werbefinanziertes Streaming) unter dem Namen WILD SIDE TV gestartet. Wild Side TV wurde auf Samsung TV Plus, Molotov und Pluto TV eingeführt und bietet fast 100 Filme pro Monat, die von mehr als 20 Millionen Menschen in Frankreich gesehen werden können. Überzeugt von dem enormen Wachstum von AVOD vor dem Hintergrund der starken Zunahme der OTT-Nutzung und dem einfachen Zugang, wird Wild Bunch diesen innovativen Ansatz zukünftig weiter verstärkt verfolgen, um die Inhalte der Filmbibliothek einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. FilmoTV FilmoTV, die VOD/SVOD-Plattform der Wild Bunch Gruppe in Frankreich, schließt nahtlos an das erfolgreiche Jahr 2020 an und entwickelte sich in der ersten Hälfte des Jahres dynamisch weiter. Neben der Einführung einer neuen Website zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit wurden auch Erfolge in der Verbreitung des Dienstes erzielt. So konnte der Ausbau der Präsenz auf Amazon Prime Video erzielt werden. Weiterhin gelang in Frankreich der Start auf der führenden Streaming-Plattform Molotov, die Integration in die SFR-Kino-Bouquets und der Start auf der Free OTT Box "Pop" als eingebetteter Dienst in der Free Video Plattform. Produktions- und Koproduktionsaktivitäten In der ersten Hälfte des Jahres 2021 wurden auch die Produktions- und Koproduktionsaktivitäten der Wild Bunch Gruppe von der Coronapandemie beeinträchtigt. Hohe Corona-Hygieneauflagen und Sicherheitsmaßnahmen führen bei den wiederaufgenommen Produktions-aktivitäten zu höherem Aufwand. Nichtsdestotrotz hat Wild Bunch sein Portfolio mit äußerst attraktiven Projekten weiterentwickelt. So wurde beispielsweise die TV-Serie NUDES, die erste Produktion von BIM Produzione in Koproduktion mit Rai Fiction, im April 2021 auf der Free-on-Demand-Plattform von RaiPlay gestartet und war die umsatzstärkste RaiPlay-Originalserie des Jahres. In Deutschland agiert Wild Bunch Germany über das Label Senator Film Produktion im Rahmen seiner Film- und TV-Serien-Produktionsaktivitäten. Derzeit befinden sich mehr als 15 Projekte in der Vorbereitung oder Produktion, darunter Serien bzw. TV-Spielfilme sowie Animationsfilme und Spielfilme für eine Kinoauswertung. Im März wurde die Senator Koproduktion TASTE auf der Berlinale mit dem Spezialpreis der Jury in der Sektion "Encounters" ausgezeichnet. Die Netflix-Produktion PREY konnte fristgerecht fertiggestellt werden und wird im September auf der Plattform weltweit veröffentlicht. Im zweiten Halbjahr wird zudem die zweite Staffel der Erfolgsserie WARTEN AUF'N BUS fertiggestellt. In 2022 werden voraussichtlich vier Projekte der Senator Film Produktion in Dreh gehen. 1.3 ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNSGESAMTAUSSAGE Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2021 war weiterhin durch die Auswirkungen der Coronapandemie geprägt. Der Umsatz ging im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020 wie erwartet leicht zurück. Durch geringere Herstellkosten und geringere administrative Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) deutlich, blieb aber weiterhin negativ. ERTRAGSLAGE DES KONZERNS Die Umsatzerlöse der Wild Bunch Gruppe sanken im ersten Halbjahr 2021 um 15,6 % auf T€ 21.375 (6M 2020: T€ 25.333). Die Schließung der Kinos führte zu einem Einbruch der Kinoerlöse. Die Erlöse im Bereich internationaler Vertrieb litten unter der Absage zahlreicher Filmmärkte sowie der TV-Vertrieb unter der Zurückhaltung vieler Sender bei der Anschaffung von Filmen und Produktionen. Das Bruttoergebnis betrug T€ 5.548 (6M 2020: T€ 4.071) und das operative Ergebnis (EBIT) lag mit T€ -2.124 deutlich über dem Wert der Vergleichsperiode (6M 2020: T€ -4.078) aber immer noch im negativen Bereich. Das Konzernergebnis in den ersten sechs Monaten 2021 lag bei T€ -5.817 nach T€ -5.948 im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht in etwa den Erwartungen des Vorstands. Im Einzelnen ist des Weiteren auf folgende Entwicklungen hinzuweisen: Im ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete der Wild Bunch-Konzern Betriebserträge von T€ 22.384 (6M 2020: T€ 26.045). Die Betriebserträge, d.h. die Umsatzerlöse sowie die sonstigen filmbezogenen Erlöse, sanken um 14 %. Auf das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion entfiel ein Umsatz von T€ 18.995 (6M 2020: T€ 22.534), das Segment Sonstige erzielte in den ersten sechs Monaten 2021 Umsatzerlöse von T€ 2.380 (6M 2020: T€ 2.799). Die in Folge der Coronapandemie gestiegene Anzahl an Abonnenten bei FilmoTV hat sich weiterhin noch nicht spürbar in den Umsätzen des ersten Halbjahres niedergeschlagen. Im Wesentlichen aus Filmfördermitteln erzielte der Konzern in den ersten sechs Monaten 2021 sonstige filmbezogene Erlöse von T€ 1.009 (6M 2020: T€ 712). Die Herstellungskosten waren im ersten Halbjahr 2021 auswertungsbedingt um 23,4 % niedriger und betrugen T€ 16.836 (6M 2020: T€ 21.974). Die Verwaltungsaufwendungen reduzierten sich weiter auf T€ 8.006 (6M 2020: T€ 8.930). Das Finanzergebnis lag mit T€ -3.582 deutlich unter dem Vorjahreswert von T€ -1.795. Das Finanzergebnis des Vorjahres beinhaltet einen Einmalertrag von T€ 1.300 aus der verminderten Rückzahlung des Darlehens der Bank Leumi. Auch nach Bereinigung um diesen Sondereffekt war das Finanzergebnis aufgrund von höheren Zinsaufwendungen ca. 16 % niedriger als im Vorjahr. Der Ergebnisanteil Anteilseigner stieg um T€ 43 auf T€ -6.003 (6M 2020: T€ -6.046) und lag damit weitgehend im Rahmen der Erwartungen des Vorstands. Das Ergebnis je Aktie betrug wie im Vorjahr € -0,25 (6M 2020: € -0,25). VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2021 betrug T€ 189.111 und lag damit um 7,8 % unter dem Wert zum 31. Dezember 2020 mit T€ 205.168. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen leicht um T€ 290 auf T€ 131.953 (31.12.2020: T€ 131.663), wovon T€ 55.129 auf immaterielle Vermögenswerte entfielen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen das Filmvermögen. Die kurzfristigen Vermögenswerte verminderten sich um T€ 16.347 auf T€ 57.158 (31.12.2020: T€ 73.506), im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte. Der Bestand an liquiden Mitteln war mit T€ 21.753 rund T€ 7.125 niedriger als im Vorjahr (31.12.2020: T€ 28.878) im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in neues Filmvermögen. Der Bestand an liquiden Mitteln enthält € 8,8 Mio., die als Sicherheit für den Kredit der Commerzbank AG verpfändet sind. Über diesen Betrag kann die Gesellschaft nicht frei verfügen. Dieser Betrag wurde der Gesellschaft von der Voltaire Finance B.V. im Geschäftsjahr 2020 als kurzfristiges Darlehen zur Verfügung gestellt. Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2021 beträgt 13,1 % nach 14,9 % zum 31. Dezember 2020. Die Verminderung der Eigenkapitalquote resultiert im Wesentlichen aus dem Verlust im ersten Halbjahr 2021. Die langfristigen Verbindlichkeiten betrugen zum 30. Juni 2021 T€ 75.492 (31.12.2020: T€ 74.529) und beinhalten im Wesentlichen die langfristigen Finanzverbindlichkeiten aus den Darlehen der Voltaire Finance B.V. in Höhe von nominal € 66,5 Mio. (31.12.2020: € 66,5 Mio.). Mit Vereinbarung vom 15. April 2021 wurde die Stundung der Verpflichtung zur Zahlung aller bisher aufgelaufener Zinsen bis zum 31. Dezember 2022 verlängert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen insgesamt T€ 88.831 (31.12.2020: T€ 99.989). Dabei haben sich die Bankverbindlichkeiten insgesamt um T€ 1.782 vermindert. FINANZLAGE DES KONZERNS Im ersten Halbjahr 2021 erwirtschaftete der Wild Bunch-Konzern einen operativen Cashflow von T€ 1.369 (6M 2020: T€ 12.282). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Geschäftsaktivitäten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf T€ -9.619 (6M 2020: T€ -9.497). Hierbei investierte das Unternehmen hauptsächlich in Filmverwertungsrechte, die vor allem in den kommenden Jahren über die einzelnen Wertschöpfungsketten verwertet werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist einem Mittelzufluss in Höhe von T€ 395 auf (6M 2020: Mittelabfluss T€ 2.790). Insgesamt betrug die Nettoverschuldung des Konzerns (Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquide Mittel ohne Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16) zum 30. Juni 2021 T€ 85.432 (31.12.2020: T€ 76.940). 1.4 PROGNOSEBERICHTDie aus der Coronapandemie entstandene Situation macht deutlich, dass Wild Bunch nicht in der Lage sein wird, seine Investitionen, Veröffentlichungen und Verkäufe von Filmen und Fernsehserien zu steigern. Der Vorstand geht derzeit davon aus, dass sich die Situation der Kinos und der internationalen Absatzmärkte bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 aufgrund der großen Anzahl von Filmen, die während der Corona-Pandemie nicht ausgewertet wurden und somit heute zu einem "Stau" und Wettbewerb insbesondere gegenüber Blockbustern führt, wenn überhaupt, nur leicht verbessern wird. Der Vorstand ist immer noch optimistisch hinsichtlich der Wiederaufnahme und Ausweitung der Produktionsaktivitäten in den einzelnen Kernmärkten zur Schaffung neuer filmischer Inhalte für den Vertrieb in den kommenden Jahren. Zusammenfassend, erwarten wir für das Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz leicht unterhalb dem des Jahres 2020. Das EBIT wird voraussichtlich in einer Bandbreite von ca. T€ -8.000 bis -10.000 liegen. Außerdem wurde angenommen, dass sich die Nettoverschuldung deutlich über dem Niveau des Vorjahres einstellen wird. Auch hier ist zu berücksichtigen, dass das tatsächliche Ergebnis in hohem Maße von Ereignissen abhängt, die sich der Kontrolle des Unternehmens entziehen und deren Eintreten weltweit unbekannt ist. 1.5 CHANCEN- UND RISIKOBERICHTIm Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 sind bestimmte Risiken dargestellt, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Fortführung des Unternehmens haben könnten. Ferner haben wir dort unsere wesentlichsten Chancen sowie die Ausgestaltung unseres Risikomanagementsystems beschrieben. Da die weitere Entwicklung der Coronapandemie in den Kernmärkten, in denen Wild Bunch tätig ist, gegenwärtig nicht absehbar ist, lassen sich auch ihre Folgen zurzeit nicht solide abschätzen. Aus diesem Grund ist der Inhalt dieses Risikoberichts mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Wild Bunch geht jedoch davon aus, dass insbesondere folgende, im Geschäftsbericht 2020 berichtete Kategorien von Risiken infolge der Coronapandemie besonders immanent sind: Vertriebsrisiken, das Risiko des Zugangs zu neuen Filmrechten, das Risiko verringerter Konsumausgaben aufgrund von wirtschaftlicher Unsicherheit, höhere regulatorische Anforderungen durch nationale Pandemie-Gesetzgebungen, Ausfallrisiken bei Kunden und Geschäftspartnern, Liquiditätsrisiken und das Risiko eines zusätzlichen Finanzierungsbedarfs sowie im Vergleich zum Jahresende 2020 Wertminderungsrisiken bei Vermögenswerten. Die jeweilige Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken sind nicht genau einschätzbar. Jedoch kann die Wild Bunch Gruppe nicht ausschließen, dass bei einem oder mehreren Risiken eine sehr hohe Auswirkung sehr wahrscheinlich ist. Hintergrund der Unsicherheit ist, dass Dauer und Ausmaß der Coronapandemie sowie der Beginn und die Stärke einer nachfolgenden Erholungsphase gegenwärtig nicht abschätzbar sind. Die Einschätzung der im Chancenbericht 2020 genannten Chancen hat sich nicht grundlegend verändert. Auf Basis der aktuell vorliegenden Informationen und Einschätzungen, insbesondere der Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen Schadenshöhe und der Wirkung der getroffenen Gegenmaßnahmen, ist der Vorstand der Wild Bunch AG unverändert der Überzeugung, dass neben den dargestellten bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken aktuell keine Risiken bekannt sind, die einen den Bestand des Konzerns gefährdenden Charakter aufweisen. Sollten sich die erwarteten Ergebnisbeiträge von erworbenen und noch zu erwerbenden Film-verwertungsrechten nicht wie geplant entwickeln und das operative Geschäft der Tochtergesellschaften deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben, hängt die Fortführung der Gesellschaft im bisherigen Geschäftsumfang trotz der abgeschlossenen Finanzierungsverträge sowie trotz der von Investorenseite zur Verfügung gestellten Finanzmitteln wesentlich davon ab, dass die Aufnahme weiterer Finanzmittel gelingt. Im Berichtszeitraum wurden keine weiteren bedeutsamen Risiken und Chancen identifiziert, die über die Risiken und Chancen hinausgehen, die im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 sowie in diesem Halbjahresfinanzbericht dargestellt sind. Weitere Risiken und Chancen, die uns derzeit nicht bekannt sind oder die wir gegenwärtig als unwesentlich einschätzen, könnten ebenfalls unsere Geschäftstätigkeiten sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Wir verweisen auch auf die Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen am Ende dieses Berichtes. KonzernhalbjahresabschlussKonzern-Gewinn und Verlustrechnungscrollen
Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnungscrollen
Verkürzte Konzernbilanz - Aktivascrollen
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Anhang1. Allgemeine AngabenGegenstand dieses verkürzten Konzernhalbjahresabschlusses zum 30. Juni 2021 sind die Wild Bunch AG und ihre Tochterunternehmen (das Unternehmen, die Gesellschaft oder Wild Bunch). Dieser Konzernhalbjahresabschluss ist in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der EU anzuwenden sind. Der Konzernhalbjahresabschluss soll im Zusammenhang mit dem Wild Bunch IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gelesen werden. Die im Konzernhalbjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 zur Anwendung kamen. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu. Der Halbjahresfinanzbericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht unterzogen noch entsprechend § 317 HGB geprüft. Er wurde am 29. September 2021 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. 1.1 Grundlagen der Aufstellung des verkürzten Konzernhalbjahresabschlusses 2021Die von der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung ("DPR") am 28. Juli 2020 angekündigte Stichprobenprüfung des Konzernabschluss der Wild Bunch AG zum 31. Dezember 2019 (Prüfung nach § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 HGB) fand mit Unterbrechungen im Wesentlichen in der Zeit von Oktober 2020 bis Juni 2021 statt und führte im Juli 2021 zu Fehlerfeststellungen seitens der DPR. Diese betreffen die folgenden Sachverhalte: scrollen
Die in Bezug auf die in der Konzernbilanz zum 31.12.2019 angesetzten latenten Steuern erfolgte Prüfung, beendete die DPR ohne, dass sich daraus Feststellungen ergeben haben. Zudem gab es keine Fehlerfeststellung in Bezug auf die Prüffelder Angabe der Ultimate Controlling Party nach IAS 24.13 und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Gesellschaft hat der DPR am 3. September 2021 fristgemäß mitgeteilt, dass sie den getroffenen Feststellungen nicht zustimmt. Parallel dazu prüfte die DPR seit ihrer Ankündigung vom 17. Dezember 2020 im ersten Halbjahr 2021 im Wege einer anlassbezogenen Prüfung nach § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr. 1 HGB auch den verkürzten Konzernabschluss der Wild Bunch AG zum 30. Juni 2020. Anlass der Prüfung waren Zweifel an der bilanziellen Abbildung der Geschäfts- und Firmenwerte und Filmtitel sowie der aktiven latenten Steuern. In diesem Prüfverfahren traf die DPR am 28. Juli 2021 vorläufige und am 14. September 2021 endgültige Feststellungen hinsichtlich der Bewertung der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Bewertung der bilanzierten Filmverleihrechte. Der Vorstand der Wild Bunch AG hat der DPR mit Schreiben vom 23. September 2021 mitgeteilt, dass er den getroffenen Feststellungen auf den verkürzten Konzernabschluss der Wild Bunch AG zum 30. Juni 2020 nicht zustimmt. Die Nichteinverständniserklärung der Wild Bunch AG mit den Fehlerfeststellungen der DPR führt dazu, dass sich in beiden Verfahren ein eigenes Fehlerfeststellungsverfahren bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) anschließt. Der Vorstand der Wild Bunch AG hat angeregt, beide Verfahren bei der BaFin kraft Sachzusammenhang nunmehr zusammenzuziehen und gemeinsam zu führen. Üblicherweise erstreckt die BaFin ihre eigene Prüfung regelmäßig auf die Bereiche, in denen Anhaltspunkte für Fehler in der Rechnungslegung vorliegen bzw. Fehler, welche die DPR gegebenenfalls bereits auf erster Stufe Fehler in der Rechnungslegung festgestellt hat. Die BaFin ist jedenfalls nicht gehindert, den Prüfungsumfang zu erweitern, wenn sich im Lauf der Prüfung weiterer Prüfungsbedarf ergibt, weil sich weitere Anhaltspunkte für Fehler in der Rechnungslegung ergeben. Der Vorstand der Wild Bunch AG rechnet insgesamt nicht mit einem kurzfristigen Abschluss dieser beiden Verfahren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass beide Verfahren auch bei der BaFin zu Fehlerfeststellungen führen und daher Fehlerkorrekturen nach IAS 8 resultierend aus den Prüfungsfeststellungen zum Konzernabschluss zum 31.12.2019 als auch zum verkürzten Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 in zukünftigen Konzernabschlüssen erforderlich sein könnten. Es besteht somit das Risiko, dass sich das Konzernergebnis 2019 und/oder das Halbjahreskonzernergebniss 2020, und somit das jeweilige ausgewiesene Eigenkapital, nachträglich aufgrund einer Korrektur in der Bewertung des Geschäfts- oder Firmenwertes bzw. der bilanzierten Filmverleihrechte vermindert. Aufgrund der erfolgten Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts im Konzernabschluss 2020 könnte sich im Falle einer Fehlerkorrektur in 2019 eine Verbesserung des veröffentlichen Konzernergebnisses 2020 ergeben. Aufgrund der von der DPR vorgebrachten Bedenken in Bezug auf die angewandten Bewertungsmethoden für den Geschäfts- oder Firmenwert und die bilanzierten Filmverleihrechte besteht im Falle einer Bestätigung der Ergebnisse aus den DPR Untersuchungen das Risiko, dass sich der zum 30. Juni 2021 ausgewiesene Buchwert der Filmverleihrechte und des Geschäfts- oder Firmenwerts (über die zum 31. Dezember 2020 erfolgte außerplanmäßige Abschreibung hinaus) vermindert und somit das Eigenkapital im vorliegenden Abschluss zum 30. Juni 2021 zu hoch ausgewiesen ist. Zur möglichen Fehlerhöhe hat sich die DPR nicht geäußert. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bisher angewandten Bewertungsmethoden sachgerecht sind und hat daher bisher keine alternativen Bewertungsmethoden entwickelt und simuliert. Die Gesellschaft ist derzeit belastete Partei eines Bußgeldverfahrens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die BaFin wirft der Gesellschaft vor, den Halbjahresabschluss für das 1. Halbjahr 2016 schuldhaft verspätet veröffentlicht zu haben und hat gegen die Gesellschaft ein Bußgeld ausgesprochen. Gegen den Bußgeldbescheid der BaFin wehrt sich die Gesellschaft gerichtlich, wobei der Termin für eine Hauptverhandlung für den Beginn des 3. Quartals 2021 terminiert ist. Der Vorstand rechnet mit dem Abschluss des Verfahrens bis zum Jahresende 2021. Für den Fall eines für die Gesellschaft negativen Ausgangs des Verfahrens, hat der Vorstand bereits in Vorjahren angemessene Rückstellungen gebildet und überwacht deren Höhe fortlaufend auf Grundlage der Entwicklung des Verfahrens. 2. Änderungen wesentlicher Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFolgende neue oder überarbeitete für den Konzernabschluss der Wild Bunch AG möglicherweise relevanten Standards und Interpretationen, die in der Berichtsperiode noch nicht verpflichtend anzuwenden waren oder noch nicht von der Europäischen Kommission übernommen wurden, werden nicht vorzeitig angewandt: scrollen
Der Konzern beabsichtigt diese Standards und Interpretationen ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens anzuwenden. Die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns werden voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein. 3. Ermessensausübungen und SchätzunsicherheitenBei der Erstellung des Konzernhalbjahresnabschlusses wurden vom Management Einschätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen getroffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Schulden sowie die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Aufgrund der derzeit unabsehbaren Folgen der Coronapandemie unterliegen diese Einschätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Einschätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen abweichen. Diese Abweichungen können einen erheblichen Einfluss auf den Zwischenabschluss des Konzerns haben. Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte Nach IAS 36 werden jährliche Wertminderungstests unterzogen. Bei Vorliegen eines Hinweises einer möglichen Wertminderung wird außerplanmäßig ein Wertminderungstest durchgeführt. Wertminderungstests für die Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Ebene derselben zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen. Aufgrund der Coronapandemie wurden Wertminderungen zum 31. Dezember 2020 in Höhe von T€ 54.798 erfasst. Zum 30. Juni 2021 lagen keine Anzeichen für eine Wertminderung vor. 4. KonsolidierungskreisDie Zusammensetzung des Konsolidierungskreises des Wild Bunch-Konzerns hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.12.2020 nicht verändert. Die Wild Bunch S.A., Paris, Frankreich hat ihre Anteile an der Elle Driver SAS, Paris, Frankreich, von 97,51 % zum 31. Dezember 2020 auf 100 % erhöht; die Konsolidierungsmethode bleibt unverändert. 5. FinanzinstrumenteIn den nachfolgenden Tabellen sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien dargestellt. Die in der Konzernbilanz zum 30. Juni 2021 bzw. 31. Dezember 2020 ausgewiesenen Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, stimmen jeweils im Wesentlichen mit den beizulegenden Zeitwerten ("Fair Values") überein. scrollen
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6. FinanzergebnisDas Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scrollen
7. SegmentberichterstattungWild Bunch ist unverändert in die folgenden zwei berichtspflichtigen Geschäftssegmente unterteilt: scrollen
Das Segment Internationaler Vertrieb und Verleih sowie Filmproduktion beinhaltet zum einen den Weltvertrieb und die Auswertung von Filmen in Kinos in Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland und Österreich sowie die Auswertung von Kinofilmen im Fernsehen und auf Video und DVD und zum anderen die Filmproduktion. Die Betriebsergebnisse der Geschäftseinheiten werden jeweils vom Vorstand überwacht, um Entscheidungen über die Verteilung der Ressourcen zu fällen und um die Ertragskraft der Einheiten zu bestimmen. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses beurteilt und in Übereinstimmung mit dem Ergebnis im Konzernabschluss bewertet. scrollen
8. Wesentliche Geschäfte mit nahestehenden PersonenAls nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen oder Personen, die den Wild Bunch Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, insbesondere nicht konsolidierte Tochtergesellschaften, zu Anschaffungskosten oder at-equity einbezogene Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Wild Bunch AG sowie ihre Familienangehörigen. Die Gesellschaft betrachtet die Voltaire Finance B.V. ("Voltaire"), Schiphol, Niederlande und deren Muttergesellschaft, die Tennor Holding B.V. ("Tennor"), Schiphol, Niederlande als nahestehende Unternehmen. Voltaire hielt zum 30. Juni 2021 und zum 31. Dezember 2020 insgesamt 96,9 % der Stimmrechte der Gesellschaft. Des Weiteren betrachtet die Gesellschaft Herrn Lars Windhorst als nahestehende Person und "ultimate controlling party", da er nach Information der Gesellschaft Tennor beherrscht. Voltaire hat der Gesellschaft verschiedene Darlehen über insgesamt nominal € 75,3 Mio. (31.12.2020: nominal € 75,3 Mio.) zur Verfügung gestellt. Des Weiteren haben die Gesellschaft und Voltaire vereinbart, dass Voltaire die Verpflichtung zur Zahlung aller bisher aufgelaufener Zinsen bis zum 31. Dezember 2022 verzinslich stundet. Die Voltaire Finance B.V. hat der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2020 ein kurzfristiges Darlehen über € 8,8 Mio. zur Verfügung gestellt. Dieses Darlehen wird mit 1 % p.a. verzinst. Des Weiteren hat Voltaire zugunsten der Wild Bunch AG eine unbefristete, selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft bzw. Garantie über den gesamten Betrag des Kreditrahmens von € 35,0 Mio. übernommen. Betreffend der Transaktion der Gesellschaft mit Voltaire wird auf die Abschnitte 3.10. und 3.14. des Konzernanhangs im am 30. April 2021 veröffentlichten Geschäftsbericht 2020 der Wild Bunch Gruppe verwiesen. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 fanden neben Gehaltszahlungen an den Vorstand der Wild Bunch AG und den satzungsmäßigen Vergütungen an die Aufsichtsräte die nachfolgenden Transaktionen und Geschäftsbeziehungen mit folgenden nahestehenden Personen und Unternehmen statt: Mit dem assoziierten Unternehmen Circuito Cinema s.r.l., Rom, Italien, bestanden zum 30. Juni 2021 bei dem Konzernunternehmen BIM s.r.l., Rom, Italien, Darlehen und Forderungen in Höhe von T€ 297 (31.12.2020: T€ 297). Des Weiteren bestanden gegenüber Circuito Cinema Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 12,5 (31.12.2020: T€ 30). Circuito Cinema rechnete im ersten Halbjahr 2021 Kinoerlöse in Höhe von T€ 23,3 (6M 2020: T€ 31) mit der Gesellschafterin BIM s.r.l. ab. Circuito Cinema erbrachte im ersten Halbjahr 2021 Dienstleistungen im Rahmen der Vermarktung von Filmen für die Gesellschafterin BIM s.r.l. in Höhe von T€ 0,4 (6M 2020: T€ 35). Die BIM Distribuzione s.r.l. hat im Geschäftsjahr 2017 eine Bürgschaft in Höhe von T€ 600 für einen Bankkredit, den die Circuito Cinema s.r.l. von der Banca Nazionale del Lavoro erhalten hat, übernommen, die weiterhin besteht. Die Wild Bunch S.A. hat zum 30. Juni 2021 Forderungen von T€ 1.044 (31.12.2020: T€ 1.572) gegen die Wild Bunch International S.A., Paris, Frankreich. Die Forderungen resultieren aus im Rahmen eines Shared Service Agreements von der Wild Bunch S.A. erbrachten administrativen Dienstleistungen. Des Weiteren weist die Wild Bunch S.A. Verbindlichkeiten gegenüber der Wild Bunch International S.A. von T€ 727 (31.12.2020: T€ 1.262) aus. Die Verbindlichkeiten resultieren aus Gebühren gemäß der zwischen den Parteien bestehenden Vertriebsvereinbarung. Im Berichtszeitraum erbrachte die Wild Bunch International S.A. im Zusammenhang mit der Vermarktung von Filmen Dienstleistungen in Höhe von T€ 77. Des Weiteren hat die Wild Bunch S.A. in den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres 2021 insgesamt Kosten in Höhe von T€ 218 für Administrationskosten an die Wild Bunch International S.A. weiterbelastet. Die Wild Bunch Germany GmbH hat zum 30. Juni 2021 Verbindlichkeiten von T€ 40 (31.12.2020: T€ 82) gegen die Wild Bunch International S.A. Die Vértigo Films S.L., Madrid, Spanien, hat ebenfalls Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2021 in Höhe von T€ 89 gegenüber der Wild Bunch International S.A. Darüber hinaus bestehen keine wesentlichen Transaktionen mit den anderen assoziierten Unternehmen. Allen Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen wurden marktübliche Konditionen zugrunde gelegt. 9. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 30. Juni 2021 hatte der Konzern folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen und Eventualverbindlichkeiten: scrollen
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Die finanziellen Verpflichtungen aus Minimumgarantien zum 30. Juni 2021 sind überwiegend mit einer Restlaufzeit von unter fünf Jahren ausgewiesen, die Fertigstellungstermine für die einzelnen Filme sind jedoch oft mit Unsicherheiten behaftet und können sich zum Teil deutlich verzögern. Darüber hinaus bestehen Eventualverbindlichkeiten aus erfolgsbedingt rückzahlbaren Fördermitteldarlehen im Zusammenhang mit der Produktions- und Verleihförderung von T€ 10.402 (31.12.2020: T€ 10.389). Diese Fördermittel sind jedoch nur aus anteiligen zukünftigen Erlösen, die die Kosten übersteigen, zurückzuführen. Derzeit geht die Gesellschaft nicht davon aus, dass diese Fördermittel zurückgeführt werden müssen. 10. Ereignisse nach dem BilanzstichtagNach dem Bilanzstichtag zum 30. Juni 2021 sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung mit erheblichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage von Wild Bunch eingetreten.
Berlin, den 29. September 2020 Wild Bunch AG Vincent
Grimond
Versicherung des gesetzlichen VertretersIch versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Berlin, den 29. September 2020 Wild Bunch AG Vincent
Grimond
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN UND HINWEISEDieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Wild Bunch betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Diese Aussagen sind erkennbar an Formulierungen wie "erwarten", "wollen", "antizipieren", "beabsichtigen", "planen", "glauben", "anstreben", "einschätzen", "werden" und "vorhersagen" oder an ähnlichen Begriffen. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Erwartungen und bestimmten Annahmen des Wild Bunch-Managements, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von Wild Bunch liegen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Abschnitt Risiken des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder Ungewissheiten realisieren, sollten behördliche Entscheidungen, Einschätzungen oder Auflagen anders als erwartet ausfallen oder sollte es sich erweisen, dass die zugrundeliegenden Erwartungen nicht eintreten beziehungsweise Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse von Wild Bunch (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von denjenigen Ergebnissen abweichen, die ausdrücklich oder implizit in der zukunftsgerichteten Aussage genannt worden sind. Wild Bunch übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu korrigieren. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Dokument nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Dieses Dokument liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor. Bei Abweichungen ist die deutsche Fassung des Dokuments maßgeblich und der englischen Übersetzung vor. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den in diesem Dokument enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. IMPRESSUM
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