![]() Wüstenrot & Württembergische AGStuttgartKonzern- und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009KonzernlageberichtDie W&W-Gruppe im ProfilKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitDie W&W-Gruppe ist "DER Vorsorge-Spezialist" für Vermögensbildung, Wohneigentum, finanzielle Absicherung und Risikoschutz in allen Lebenslagen. 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der Konzern mit Sitz in Stuttgart heute die Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleich starke Säulen. Sie werden unter dem Dach einer strategischen Management Holding geführt. Diese Holding ist die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Hauptanteilseigner und damit Ankeraktionär der W&W AG ist mit 67,32 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. Diese befindet sich zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung (Gemeinschaft der Freunde Deutscher Eigenheimverein e.V.). Das Management Board ist das zentrale Koordinierungsgremium des W&W-Konzerns. Im Management Board sind neben dem Vorstand der W&W AG auch die Leiter der beiden Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung vertreten. Große strategische Beteiligungen der W&W AG sind die Wüstenrot Bausparkasse AG, die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, die börsennotierte Württembergische Lebensversicherung AG und die Württembergische Versicherung AG. Zu den kleineren strategischen Beteiligungen der W&W AG gehören die W&W Asset Management GmbH, die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, die W&W Informatik GmbH, die Württembergische Krankenversicherung AG, die W&W Service GmbH und die tschechischen Wüstenrot-Gesellschaften in Prag. Das Produktangebot der W&W-Gruppe richtet sich an Privat- und Gewerbekunden im Kernmarkt Deutschland. Im Ausland konzentriert sich der Konzern strategisch auf Tschechien, das trotz zunehmenden Wettbewerbs beträchtliche Wachstumschancen bietet. Die W&W-Gruppe genießt das Vertrauen ihrer sechs Millionen Kunden. Es gründet sich auf die Kompetenz, das Engagement und die Kundennähe von über 6 000 zumeist selbstständigen Außendienst-Partnern und gut 9 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innendienst. Durch die Kombination der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung können sie alle finanziellen Vorsorge-Bedürfnisse aus einer Hand erfüllen. Die W&W-Gruppe hat sich als größter unabhängiger und kundenstärkster Finanzdienstleister Baden-Württembergs etabliert und konnte sich in beiden Geschäftsfeldern einen Platz unter den besten zehn Unternehmen im deutschen Markt sichern: Im Bausparen erreichte Wüstenrot Platz 2 im Neugeschäft nach der Brutto-Bausparsumme. In der privaten Baufinanzierung gehört Wüstenrot zu den Top Ten in Deutschland. Die Württembergische Lebensversicherung AG belegt Platz 8 nach gebuchten Bruttobeiträgen und die Württembergische Versicherung AG liegt auf Platz 10, ebenfalls nach gebuchten Bruttobeiträgen. Vorsorge von Anfang anVerantwortungsbewusstsein, Stabilität und Verlässlichkeit - diese Werte sind vor dem Hintergrund der Finanzkrise aktuell wie kaum zuvor. Für Wüstenrot und Württembergische haben sie Tradition: im Bereich Wohneigentum seit dem Gründungsjahr von Wüstenrot 1921; im Bereich Versicherung mit der 1828 gegründeten Feuer-Versicherung. Heute bietet die W&W-Gruppe ein modernes Vorsorge-Paket aus einer Hand, das aus vier Bedarfsfeldern besteht. Auch das Bildkonzept dieses Geschäftsberichts zeigt unter dem Motto "Wüstenrot & Württembergische. Gemeinsam sind wir der Vorsorge-Spezialist" die Produktvielfalt der W&W-Gruppe. Die vier Bedarfsfelder des Konzerns werden dabei durch Symbole repräsentiert, die sich auf dem Titelbild sowie auf den Schmuckseiten im Innenteil wiederfinden. Die Vermögensbildung umfasst sichere, moderne Produkte wie Giro- und Tagesgeldkonten, Online-Banking oder Spar- und Entnahmepläne von Investmentfonds, die verlässliche Möglichkeiten für Zahlungsverkehr und Geldanlage bieten. Wohneigentum zu schaffen und zu erhalten, reicht vom Ansparen des Eigenkapitals über die Finanzierung der eigenen vier Wände oder von Modernisierungen bis hin zum dafür notwendigen Versicherungsschutz. Das Bedarfsfeld Absicherung beinhaltet alle Lösungen zum Schutz der privaten Versorgung -von der Renten- über die Kranken- und Pflegeversicherung, die Unfallversicherung bis hin zur Lebensversicherung. Der Risikoschutz ergänzt das Vorsorgeangebot. Er beinhaltet alle Produkte und Lösungen rund um Versicherungsfälle und Schadenregulierung, zum Beispiel Wohngebäude-, Hausrat-, Kfz- oder Haftpflichtversicherung sowie Rechtsschutzversicherung. Die Kunden können hierbei, passend zu ihrem jeweiligen Bedarf, geschäftsfeldübergreifend von der Vielfalt des Konzernangebots und der aufeinander abgestimmten Produkte profitieren. Der Produktmix wird permanent weiterentwickelt und den Anforderungen des Marktes und der Kunden angepasst. Hier einige Beispiele:
Die W&W-Gruppe bedient ihre Kunden über einen Multikanalvertrieb. Wüstenrot und Württembergische setzen dabei auf die Kompetenz und Verlässlichkeit persönlicher Beratung: Die 6 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst sind bundesweit die direkten Ansprechpartner für die Kunden. Sie sind die Hauptsäulen unseres Vertriebs. Aber auch der Verkauf über unabhängige Vermittler ist wichtig, um weitere Interessentengruppen zu erreichen. Vor zwei Jahren wurde dafür mit der Württembergische Vertriebsservice GmbH für Makler und freie Vermittler eine eigene Vertriebsgesellschaft gegründet, die Verträge in den Bereichen Lebensversicherung sowie Schaden-/Unfallversicherung abschließt. Insgesamt pflegt die Maklergesellschaft des W&W-Konzerns mehr als 4 000 aktive Verbindungen zu freien Vertriebspartnern. Hinzu kommen Direkt-Aktivitäten wie beispielsweise das Online-Banking der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie der Produktvertrieb über externe Kreditinstitute und andere Finanzdienstleister. Der Zukauf der Vereinsbank Victoria Bauspar AG eröffnet der W&W-Gruppe zudem den Vertriebsweg für Bausparprodukte über die HypoVereinsbank sowie die ERGO-Gruppe. Sowohl das Geschäftsfeld BausparBank als auch die Versicherer der W&W-Gruppe verfügen jeweils über rund drei Millionen Kunden, von denen gut die Hälfte zwei oder mehr Verträge im Konzern abgeschlossen haben. Die W&W-Gruppe konnte die Zahl der Produkte, die die beiden Vertriebe von Wüstenrot und Württembergische wechselseitig vermittelt haben, von 230 000 im Jahr 2006 auf 486 159 im Jahr 2009 mehr als verdoppeln. Im Jahr 2009 hat der Wüstenrot Vertrieb 473,8 Mio € an Lebensversicherungssumme sowie 11,3 Mio € Neugeschäft für die Sachversicherungen abgeschlossen. Umgekehrt trug der Außendienst der Württembergischen 2009 zum Bausparneugeschäft der Wüstenrot 672,3 Mio € Bausparsumme bei. Vorsorge braucht guten Service. In der bundesweit durchgeführten, repräsentativen KUBUS-Studie 2009 bewerteten die Kunden ihren "telefonischen Kontakt" zum Kundenservice der Württembergischen mit "hervorragend". Die Note "sehr gut" erhielt das Dialog Center von Wüstenrot. Dieselbe Note vergaben die Kunden auch für "Beratung und Angebot" beider Unternehmen sowie für die "Betreuungsqualität" der Versicherung. Strategische AusrichtungIm Jahr 2006 hat die W&W-Gruppe den Erneuerungskurs "W&W 2009" gestartet. W&W ist mit diesem Programm angetreten für:
Auf dieser Basis hat der W&W-Konzern trotz der Finanzkrise und des schwachen wirtschaftlichen Umfelds sein Kernziel erreicht und die Eigenkapitalrendite (ROE)1 nach Steuern von 2,0 % im Jahr 2006 auf 9,1 % im Jahr 2009 gesteigert. Damit konnte ein Konzern-Jahresüberschuss von rund 222 Mio € erwirtschaftet werden. Dazu hat das Segment BausparBank 112,6 Mio € beigetragen, die Versicherungssegmente haben 97,5 Mio € erwirtschaftet. Innerhalb der gesamten W&W-Gruppe wurden zahlreiche Bereiche geprüft und mit dem Drei-Jahres-Programm optimiert:
Seit dem Frühjahr 2009 wurde daran gearbeitet, den Kurs von "W&W 2009" mit einem neuen Programm fortzuführen. Diese zweite Etappe auf dem Weg zum Vorsorge-Spezialisten mit dem Titel "W&W 2012" zielt verstärkt auf profitables Wachstum ab. Damit streben wir ab 2012 ein nachhaltiges organisches Ergebnis von 250 Mio € pro Jahr nach Steuern an. Der nächste Strategie-Schritt "W&W 2012" baut auf "W&W 2009" auf:
Bis 2012 wollen wir Folgendes erreichen:
Als "DER Vorsorge-Spezialist" wollen wir einen neuen unverwechselbaren Akzent im Geschäft der finanziellen Vorsorge setzen. Damit bietet sich für uns ein großes Potenzial, das wir mit unserem neuen Zukunftsprogramm "W&W 2012" erschließen wollen. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterFür ihre tägliche Arbeit hat sich die W&W-Gruppe hohe Maßstäbe gesetzt, denn nur durch beste Beratung sind optimale Vorsorge-Lösungen möglich. Leistung und Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst folgen gemeinsamen Prinzipien, die in unserem Leitbild definiert sind. Wir vertreten eine klare Haltung und ziehen alle an einem Strang - dies gewährt ein positives Kundenecho. Dieser hohe Anspruch bestimmt unsere Arbeit. Spitzenleistung soll sich bei der W&W aber auch lohnen. Deshalb wurde im Berichtsjahr eine erfolgsabhängige Vergütung basierend auf der Konzern-Eigenkapitalrendite (ROE) vereinbart. Damit wird im gesamten Konzern einheitlich erstmalig im April 2010 eine Gratifikation ausgezahlt, die vom Unternehmenserfolg der W&W des Jahres 2009 abhängig ist. Umfassendes AusbildungsangebotZum 31. Dezember 2009 waren in der W&W-Gruppe 9 819 (Vj. 9 806) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, gerechnet nach der Anzahl der Arbeitsverträge. Die 479 (Vj. 515) Auszubildenden des Konzerns sind vorwiegend in kaufmännischen Berufen tätig. Ergänzt wird das Ausbildungsangebot durch verschiedene Studiengänge an den dualen Hochschulen Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim. Mit ausgewählten Hochschulen unserer Region, deren Studienangebote zu unseren Aufgabenfeldern passen, haben wir Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Die W&W nimmt schon früh Kontakt zu den Studierenden auf und signalisiert Interesse an Spitzenkräften. Mit dem Preis "Bester Absolvent" fördern wir zum Beispiel an der Hochschule Pforzheim Spitzenleistungen im Bereich Wirtschaft. In unserem eigenen Schulungszentrum geben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst die Chance, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Wir sehen in einem aktuellen und breit gefächerten Weiterbildungsangebot eine Investition in die Zukunft. ![]() Soziale VerantwortungMit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mit einer betrieblichen Altersversorgung unterstützen wir das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine wichtige Rolle nehmen dabei unsere familienfreundlichen Angebote ein. Dazu gehören die betriebliche Verlängerung der gesetzlichen Elternzeit um zwölf Monate, Teilzeitmodelle sowie Telearbeit während der Elternzeit. Ein weiteres Beispiel ist auch das im Oktober 2009 am Standort Stuttgart als Pilotprojekt auf den Weg gebrachte Eltern-Kind-Büro, das unseren Beschäftigten im Notfall eine Tagesbetreuung ihrer Kinder ermöglicht. Dieses Angebot soll auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Mitarbeiterkommunikation im FokusIm Januar 2009 waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Innen- und Außendienst im Rahmen der ersten W&W-Innovationsmesse aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Im Vordergrund standen betriebswirtschaftliche Aspekte, doch sollten die Vorschläge nicht nur innovativ und neuartig sein, sondern auch Kreativität beweisen und nicht zuletzt dazu dienen, das Zielbild vom Vorsorge-Spezialisten umzusetzen. Insgesamt wurden rund 400 Innovationsideen eingereicht, aus denen Fachgutachter und eine unternehmensübergreifende Jury letztlich zehn Messeaussteller bestimmten. Auf der Messe, die an den Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe stattfand, kürten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die W&W-Innovation 2009. Die meisten Stimmen erhielt die Idee, die Dachflächen von W&W-Gebäuden in Zukunft für die Nutzung von Sonnenenergie einzusetzen. Im Februar 2009 startete die Intranet-Plattform "Direkt zum Management Board". Hier können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Vorstand in Kontakt treten und Fragen stellen. Alle Leser können darüber abstimmen, welche drei Anliegen der Vorstand beantworten soll. Kommunikation wird so demokratisiert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von Betroffenen zu Beteiligten. Wie schon im Vorjahr haben wir im Oktober den Innendienst der W&W-Gruppe und parallel dazu die Außendienste befragt. Es ging dabei unter anderem um die allgemeine Zufriedenheit, die Zusammenarbeit und um das Zielbild "W&W - DER Vorsorge-Spezialist". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen das Zusammenwachsen und befürworten das Zielbild. Besser beurteilt als im Vorjahr wird, dass Wüstenrot und Württembergische nach außen mehr wie ein Unternehmen agieren. Personalwesen konzernweit aufgestelltSeit dem 1. Januar 2009 vereint die neue Abteilung Konzernpersonal die bisherigen Personalfunktionen von Wüstenrot und der Württembergischen. Ziel ist es, die Personalarbeit konzernweit einheitlich zu steuern. Durch eine Neustrukturierung und Standardisierung laufen die Routineprozesse der Personalarbeit jetzt über das Intranet und damit schneller und effizienter ab. Wichtige Elemente sind dabei das Personal-Portal mit zahlreichen Funktionen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Service-Center "Personal Direkt" für die Anliegen aller Konzernangehörigen und die Personalberatung für Führungskräfte. Neue FührungsstrukturZum 1. August 2009 wurde die Führungsstruktur des W&W-Konzerns gestrafft. Damit ist die Verknüpfung der Vorstands-Gremien weiterentwickelt worden, die vor drei Jahren im Rahmen des Restrukturierungsprogramms eingeleitet wurde. So ist Klaus Peter Frohmüller, bisher im Vorstand der W&W AG zuständig für Operations, zusätzlich in dieser Funktion in die Geschäftsleitungen der Württembergischen Versicherungen und des Geschäftsfelds BausparBank eingetreten. Die Zuständigkeit für das Personal wurde bei Dr. Michael Gutjahr gebündelt, der in den Vorstand der W&W AG berufen wurde. Er verantwortet dieses Ressort seither nicht mehr nur bei den Württembergischen Versicherungen, sondern auch in der W&W AG und in den Geschäftsleitungen des Geschäftsfelds BausparBank. Württembergische mit neuem VorstandsvorsitzendenSeit 1. Januar 2010 ist Norbert Heinen neuer Vorstandsvorsitzender der Württembergischen Versicherungen und Leiter des Geschäftsfelds Versicherung der W&W. Er folgte auf Dr. Wolfgang Oehler, der in den Ruhestand getreten ist. Konzernbetriebsrat konstituiertErstmals seit der Fusion von Wüstenrot und Württembergische im Jahr 1999 hat sich im Dezember 2009 ein Konzernbetriebsrat konstituiert. Ihm gehören Vertreter der Tochtergesellschaften der W&W AG an. Anfang 2010 hat der Konzernbetriebsrat seine Arbeit aufgenommen. Die Rechte der einzelnen Betriebsräte in den jeweiligen Unternehmen bleiben weiterhin erhalten. Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an ArbeitnehmervertreterUnseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der W&W-Gruppe entscheidend. Unser ganz besonderer Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen der leitenden Angestellten. Nur auf Basis der gemeinsamen, engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit war es möglich, die zahlreichen zukunftssichernden Maßnahmen fristgerecht und erfolgreich umzusetzen. Vorsorge und VerantwortungAls Vorsorge-Spezialist stellt die W&W-Gruppe ihr unternehmerisches Handeln in den Dienst gesellschaftlicher Verantwortung. So helfen Wüstenrot und Württembergische, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen: die finanzielle Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit und das erworbene Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben im Alter vorzusorgen. Indem die W&W-Gruppe diese Komponenten in ihrem Geschäftsmodell kombiniert, schafft sie eine besonders starke Schutzgemeinschaft. Über die eigentliche Geschäftstätigkeit hinaus sieht sich die W&W-Gruppe in der Verantwortung für ihr soziales und kulturelles Umfeld. Die Mehrheitsaktionärin der W&W AG ist die Holding der Wüstenrot Stiftung. Die Stiftung ist gemeinnützig tätig und setzt den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Gebiet des "Planens, Bauens und Wohnens". So setzte die Wüstenrot Stiftung zum Beispiel den ehemaligen Kanzlerbungalow in Bonn wieder instand, sodass er nun als Museum der breiten Öffentlichkeit zugänglich ist. Die W&W-Gruppe unterstützt zudem unter anderem den Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, die diakonische Einrichtung Karlshöhe Ludwigsburg, die Ludwigsburger Schlossfestspiele sowie zahlreiche kleinere Projekte. Ihrer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber kommt die W&W-Gruppe durch familienfreundliche Maßnahmen nach, aber auch durch ihre zahlreichen Ausbildungs- und Förderprogramme. Im Rahmen der Initiative "Fair Company" der Verlagsgruppe Handelsblatt setzt sich der Konzern beispielsweise für qualitativ hochwertige Hochschulpraktika mit fairer Bezahlung ein. Engagement für den UmweltschutzZur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt durch betrieblichen Umweltschutz einzusetzen. Bereits im Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. Der nächste Schritt, konzernweit gültige Umweltleitlinien zu schaffen, sowie die Zertifizierung der weiteren Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe, wird gegenwärtig von der W&W Service GmbH geprüft und soll 2010 abgeschlossen werden. Der vorliegende Geschäftsbericht ist ein weiterer Beleg dafür, wie sich die W&W für den Klimaschutz stark macht. Wie das Umweltsiegel des Forest Stewardship Councils (FSC) bestätigt, werden alle Geschäftsberichte der Unternehmen der W&W-Gruppe auf Papier gedruckt, das in nachhaltiger Holzwirtschaft produziert wurde. Das weitere Gütesiegel "Print CO2-kompensiert" stellt zudem sicher, dass die bei der Produktion des W&W-Geschäftsberichts entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden. Über "Go-Green", das Klimaschutzprogramm der Deutschen Post, erfolgt schließlich der CO2-neutrale Versand des Geschäftsberichts. Für die Folgejahre ist geplant, die Maßnahmen auf alle Konzerngeschäftsberichte auszudehnen. Ratings der W&W-GruppeDie unabhängigen Rating-Agenturen Standard & Poor's (S&P) sowie FitchRatings (Fitch) haben im Dezember 2009 alle Ratings der W&W-Gruppe bestätigt. Ebenfalls bekräftigt wurde der stabile Ausblick für sämtliche Konzernbereiche. S&P honorierte insbesondere die sehr gute operative Performance der Württembergische Versicherung AG, die mit einer starken Reservierungspolitik verbunden ist. Im Geschäftsfeld BausparBank wurde die gute Vertriebsleistung hervorgehoben. Für das Cross-Selling-Geschäft des W&W-Konzerns sieht S&P noch Optimierungsbedarf. Fitch begründet seine Rating-Bestätigung mit dem Erfolg des Restrukturierungsprogramms sowie mit der guten Ergebnisentwicklung im Jahr 2009. Auch die verbesserte Schaden-Kostenquote der Württembergische Versicherung AG trug zu dem Rating bei. Die Versicherungstöchter der W&W-Württembergische Lebensversicherung AG, Württembergische Versicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG -erhalten weiterhin das Finanzstärkesiegel von Fitch, das nur an Versicherungsgesellschaften mit starker Finanzkraft verliehen wird. Ratingsscroll
Die W&W-AktieDie W&W AG ist mit ihrer gleichwertigen Kombination aus Bauspar- und Versicherungsgeschäft einzigartig im Markt. Deshalb ist auch die W&W-Aktie nur schwer mit anderen Bank- oder Versicherungswerten vergleichbar. Es gibt keine weitere börsennotierte Bausparkasse. Große Versicherungstitel verfügen in der Regel über einen deutlich höheren Streubesitz. Der Großteil der Aktien der W&W AG liegt hingegen in fester Hand, allein die Wüstenrot Holding hält 67,32 % der Anteile, der Streubesitz liegt bei nur 6,1 %. Dies beeinträchtigt in starkem Maße die Handelbarkeit der Aktie. Daher sind Kursveränderungen der W&W-Aktie aufgrund der geringeren Liquidität nicht direkt mit denjenigen von Werten mit größerer Marktkapitalisierung und Streubesitz vergleichbar. Obwohl die W&W-Aktie im Gegensatz zu anderen Unternehmen der Branche selbst vor dem Hintergrund der Finanzkrise steigende Gewinne und ein solides Wachstum vorweisen konnte, hat die Aktie das Jahr 2009 mit einem Kursrückgang von 7,2 % auf zuletzt 16,75 € beendet. Der Prime-Branchenindex Banken stieg 2009 aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung zahlreicher Banken weit überdurchschnittlich um 55,2 %, was aber durch einen Basiseffekt begründet ist, da der Bankindex 2008 aufgrund der Finanzkrise um 70 % zurückgegangen war. Der Prime-Branchenindex Versicherungen verzeichnete 2009 ein leichtes Kursplus von 9,8 %. Betrachtet man den Zeitraum der Finanzkrise zwischen 2008 und 2009, ergibt sich für die W&W-Aktie ein Kursverlust von 15,2 %. Damit entwickelte sich der Wert deutlich stabiler als der Prime-Branchenindex Versicherungen, der um 33,4 % nachgab. Noch besser fällt die Entwicklung der W&W-Aktie im Vergleich zum Prime-Branchenindex Banken aus, der im selben Zeitraum 57,1 % verlor. Die Kursentwicklung der W&W AG spiegelt nach unserer Einschätzung nicht die fundamentale Entwicklung der W&W AG wider. Das Unternehmen hat sich erfolgreich als solider und stabiler Vorsorge-Spezialist am Markt positioniert. Die W&W AG hat ihre Restrukturierung erfolgreich umgesetzt und damit die Ertragskraft des Unternehmens gestärkt. Das neu aufgesetzte Wachstumsprogramm "W&W 2012" zielt darauf ab, das Erreichte abzusichern und bildet die Grundlage für weiteres erfolgreiches Wachstum. ![]() DividendeDer Vorstand der W&W AG wird der Hauptversammlung am 10. Juni 2010 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 0,50 (Vj. 0,50) € sowie einen Dividendenbonus von 0,10 € je Aktie auszuschütten. Kapitalerhöhung und neue AktionärsstrukturIm Rahmen einer Kapitalerhöhung hat die W&W AG zum 7. August 2009 durch Ausgabe von 5 749 538 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien ihr Grundkapital um 30,1 Mio € auf 481,1 Mio € erhöht. Bei einem Emissionspreis von 15 € je Aktie wurde ein Betrag von 86,2 Mio € erlöst. Damit ist es der W&W AG möglich, am Konsolidierungsprozess der Finanzdienstleistungsbranche weiter aktiv teilzunehmen. Mehrheitsaktionärin der W&W AG ist mit 67,32 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. Weitere Anteilseigner sind die Landesbank Baden-Württemberg mit 9,37 %, die UniCredit S.p.A. mit 7,54 %, die L-Bank mit 4,99 % sowie die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG mit 4,68 %. Der Streubesitz liegt bei 6,10 %. Die W&W-Aktie im Überblickscroll
scroll
1
XETRA. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldDie deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2009 infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise den schärfsten Einbruch der Nachkriegsgeschichte. Nach einem ungewöhnlich starken Rückgang der Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 erzielte die Wirtschaft ab dem zweiten Quartal wieder positive Zuwachsraten. Hierzu trugen die konsumstützenden Maßnahmen der Bundesregierung bei, wie zum Beispiel die Umweltprämie für Kraftfahrzeuge. Auch die sich allmählich wieder stabilisierende Auslandsnachfrage nach deutschen Exportgütern kam der deutschen Wirtschaft zugute. Trotz der Erholung im Jahresverlauf ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes insgesamt um 5 % im Vergleich zum Jahr 2008 zurück. ![]() KapitalmärkteRentenmärkte mit moderatem ZinsanstiegAusgehend von einem Jahresendwert 2008 von 2,95 % sorgten erste Verbesserungen bei führenden Konjunkturindikatoren wie zum Beispiel dem ifo-Geschäftsklimaindex Mitte 2009 für einen Renditeanstieg auf rund 3,7 % - den Jahreshöchstwert. Aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) blieben die kurzfristigen Zinsen -und damit die Refinanzierungskosten beispielsweise von Banken -auf absehbare Zeit niedrig. Zusammen mit einer extrem großzügigen Liquiditätsversorgung des Finanzsystems durch die Notenbank entstand so ein hoher Anlagebedarf bei den Akteuren am Anleihemarkt. Da gleichzeitig die Zinsstrukturkurve im historischen Vergleich sehr steil war, richtete sich das Kaufinteresse insbesondere auf Anleihen mit längeren Restlaufzeiten, sodass deren Renditen im Jahresverlauf wieder sanken. Begünstigt wurde dies auch durch die am Rentenmarkt vorliegenden Inflationserwartungen. Einige Akteure an den Anleihemärkten sahen für die nächsten Quartale sogar gewisse Deflationsrisiken. Zum Jahresende 2009 lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen schließlich bei 3,27 % und damit trotz der im Jahresverlauf erfolgten konjunkturellen Erholung nur gut 30 Basispunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres. Bei kürzeren Laufzeiten etablierte sich vor dem Hintergrund eines konstant niedrigen Leitzinsniveaus von 1 % in den ersten neun Monaten des Jahres ein Abwärtstrend, der die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von etwa 1,75 % zu Jahresbeginn auf nur noch rund 1,3 % Ende 2009 fallen ließ. ![]() Aktienmärkte mit massiver KurserholungDie europäischen Aktienmärkte setzten in den ersten Monaten des Jahres 2009 ihren im Vorjahr begonnenen Abwärtstrend - bedingt durch die tiefe Rezession -zunächst fort. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 fiel nach einem Indexstand von 2 448 Punkten zum Jahresende 2008 bis Mitte März auf einen Tiefststand von 1 810 Punkten. Massive konjunkturelle Unterstützung seitens der Politik und der Notenbanken, eine Erholung wichtiger Konjunkturindikatoren sowie Berichte verschiedener Großbanken über einen positiven Geschäftsverlauf sorgten jedoch für einen Stimmungsumschwung. Im Ergebnis verzeichneten die europäischen Aktienmärkte bis Ende 2009 eine ausgeprägte Kursrallye und konnten die Verluste des ersten Quartals mehr als ausgleichen. Mit einem Stand von 2 965 Punkten zum Jahresende 2009 erzielte der Dow Jones Euro Stoxx 50 ausgehend von der Talsohle im März einen Kursgewinn von beinahe 60 % und seit Jahresbeginn von 21 %. Der DAX verbesserte sich nach einem Jahresschlusskurs 2008 von 4 810 Punkten um 24 % und erreichte zum 31. Dezember 2009 einen Stand von 5 957 Punkten. BranchenentwicklungBausparen und BaufinanzierungIm Jahr 2009 ist bei den Wohnungsbauinvestitionen ein Minus zu verzeichnen. Mit 119,2 Mrd € nahmen sie um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. 2008 hatte es noch einen Zuwachs von 0,5 % gegeben. Negativ dürften sich im Berichtsjahr die schlechteren Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Wohnungsbauleistungen, insbesondere nach Neubauleistungen, ausgewirkt haben. Die Wohnungsbaufertigstellungen gingen 2009 weiter zurück und erreichten nach einer Schätzung des ifo Instituts einen neuen Tiefpunkt. Insgesamt wurden nur noch 162 000 Wohnungen fertiggestellt, 7,9 % weniger als im Jahr zuvor. Damit sank die Zahl der Fertigstellungen auf das tiefste Niveau seit den Nachkriegsjahren. Von den Fertigstellungen entfielen 141 000 auf Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden, was einen Rückgang um 7,3 % bedeutet. Die Zahl der neu fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser ging im gleichen Zeitraum um 10,8 % auf 86 000 Einheiten zurück. Dagegen stagnierte die Zahl der fertiggestellten Mehrfamilienhäuser mit 55 000 auf einem im Langfristvergleich äußerst niedrigen Niveau. Positiv entwickelte sich jedoch der Markt für Bestandsimmobilien. Laut einer Schätzung des GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 1,7 % auf 547 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien hat sich zu einem stabilisierenden Faktor der Wohnungswirtschaft entwickelt. Das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung entwickelte sich 2009 äußerst positiv. Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 195 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch genommen. Dies sind 10,7 % mehr als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Anstieg dürfte die Nachfrage nach Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sein, die speziell auch unter energetischen Gesichtspunkten getätigt wurden. Auch nutzten viele Immobilieneigentümer das günstige Zinsniveau zur Umschuldung bestehender Wohnungsbaukredite. ![]() Die deutschen Bausparkassen hatten 2009 einen deutlichen Rückgang im Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt wurden in der Branche 3,3 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von 95,0 Mrd € abgeschlossen. Dies bedeutet einen Rückgang bei der Stückzahl um 25 % und bei der Bausparsumme um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2008 gab es Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der Neuregelung der Wohnungsbauprämie zum 1. Januar 2009. Für bis Ende 2008 abgeschlossene Verträge galt noch die alte Regelung, nach der mit Wohnungsbauprämie besparte Bausparverträge nach Ablauf der Bindungsfrist von sieben Jahren frei verwendet werden durften. 2009 wirkten sich diese Vorzieheffekte negativ auf das Neugeschäft der Bausparbranche aus. Positiv entwickelte sich das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten, die Ende 2008 von den Bausparkassen in den Markt eingeführt wurden. Bausparen wurde damit als Altersvorsorgeprodukt anerkannt und anderen Formen der Altersvorsorge gleichgestellt. Die Auszahlungen der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2009 gesunken. Ausgezahlt wurden rund 34 Mrd €. Das ist ein Minus von 18 % zum Vorjahr. VersicherungenDie Geschäftsentwicklung der Versicherungswirtschaft war im Krisenjahr 2009 stabil. Aufgrund ihrer vorsichtigen Kapitalanlagepolitik war die Branche in geringerem Maße als beispielsweise die Banken von den durch die Krise ausgelösten Turbulenzen an den Kapitalmärkten betroffen. LebensversicherungNach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) verzeichnete die Lebensversicherung ein Beitragswachstum von 6,6 % auf 81,4 (Vj. 76,3) Mrd €. Die Zunahme konnte erzielt werden, obwohl die Unternehmen hohe Beitragsabläufe zu verkraften hatten, da im Jahr 2009 bei vielen Verträgen aus dem Jahr 2004 die fünfjährige Beitragszahlungsdauer endete. Besonders erfolgreich waren die Lebensversicherer bei Verträgen gegen Einmalbeitrag, die mit einem Plus von 59,3 % auf 19,9 (Vj. 12,7) Mrd € den Rückgang von 3,5 % bei den laufenden Beiträgen auf 61,4 (Vj. 63,6) Mrd € mehr als ausgeglichen haben. Das erfolgreiche Einmalbeitragsgeschäft prägte auch die Entwicklung des Neuzugangs der Branche mit einem Plus von 59,3 % auf 19,7 (Vj. 12,4) Mrd €. Für die Anlage größerer Einmalbeträge wählten die Verbraucher in der Wirtschaftskrise offenbar verstärkt die sichere Kapitalanlage der Lebensversicherer. Beim Abschluss von Verträgen, die mit langfristigen Zahlungsverpflichtungen verbunden sind, waren sie hingegen zurückhaltend. So ging der Neuzugang bei Lebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung um 15,4 % auf 5 812,0 (Vj. 6 867,0) Mio € zurück. Das durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägte Verbraucherverhalten schlug sich auch nieder in der Aufteilung des Neugeschäfts nach der Art der Versicherungsverträge. Der Anteil der Rentenversicherungen stieg - gemessen an der Anzahl der Neuverträge - von 31,1 % auf 35,2 % an. Fondsgebundene Versicherungen reduzierten sich deutlich auf 21,2 (Vj. 26,4) %. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Riester-Verträge ging im vergangenen Jahr nach ersten Angaben des GDV von 1,6 auf 1,2 Millionen um 26,1 % zurück. Bei den Basis-Renten wurden rund 234 064 Neuverträge abgeschlossen. Nach 284 346 Verträgen im Vorjahr ist dies ein Rückgang um 17,7 %. Schaden-/UnfallversicherungDie Nachfrage nach Versicherungsschutz war trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds insbesondere bei den privaten Haushalten robust. Bei Verträgen im Firmengeschäft mit umsatzorientierter Prämienberechnung führte die schlechte wirtschaftliche Lage der Unternehmen insgesamt zu einem Beitragsabrieb in der Branche. In zahlreichen Versicherungssparten ist ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge Grenzen setzt. In der Schaden-/Unfallversicherung war das Jahr 2009 von dem anhaltenden, intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Beitragseinnahmen blieben in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des GDV mit einem Plus von 0,2 % nahezu unverändert bei 54,7 (Vj. 54,6) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung, der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einem Beitragsrückgang um 1,5 % auf 20,1 (Vj. 20,4) Mrd €. Die Kaskosparten konnten zwar von der "Abwrackprämie" profitieren. Der Prämienzuwachs reichte aber nicht aus, um den deutlichen Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht zu kompensieren. Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2009 nach Schätzungen des GDV von 41,9 Mrd € um 2,1 % auf 42,8 Mrd €. Obwohl im Jahr 2009 keine größeren überregionalen Elementarereignisse eingetreten sind, erhöhte sich die Geschäftsjahres-Schadenquote im Vergleich zum Jahr 2008 um 1,2 Prozentpunkte auf rund 80 %. KrankenversicherungZum 1. Januar 2009 traten wesentliche, für die privaten Krankenversicherungen (PKV) relevante Regelungen des Wettbewerbstärkungsgesetzes in Kraft. Zum Beispiel wurde für das Neugeschäft die Übertragbarkeit eines Teils der Alterungsrückstellung eingeführt, was in der Vollversicherung die Einführung einer neuen Tarifwelt erforderlich machte. Daneben konnten Versicherte, die vor dem 1. Januar 2009 eine Krankheitskostenvollversicherung abgeschlossen haben, einmalig den Versicherer unter Mitnahme der Alterungsrückstellung im Umfang des Basistarifs wechseln. Dieses Wechselrecht wurde nur vereinzelt in Anspruch genommen. Umschichtungen der Bestände zwischen den PKV-Unternehmen hielten sich somit in Grenzen. Der Nettoneuzugang erhöhte sich im 1. Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 400 auf 98 800 Personen. Am 30. Juni 2009 betrug damit die Anzahl der vollversicherten Personen 8,74 Millionen. Dieser Anstieg beruht weitgehend auf einmaligen Effekten. Neben der zum 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Pflicht zur Versicherung haben auch die Einführung des Gesundheitsfonds und die damit für viele gesetzlich Versicherte verbundenen Beitragserhöhungen zahlreiche gesetzlich Krankenversicherte zum Wechsel in die private Krankenversicherung bewegt. Infolge des Bestandswachstums durch den Neuzugang und aufgrund von Beitragsanpassungen erhöhten sich die Beitragseinnahmen 2009 gegenüber 2008 um 4,0 % auf 31,5 Mrd €. Dabei entfallen auf die Krankenversicherung 29,4 Mrd € (plus 3,7 %) und auf die Pflegepflichtversicherung 2,1 Mrd € (plus 6,6 %). Dabei lag die Steigerung der Aufwendungen für die Versicherungsleistungen mit 6,0 % deutlich über der Zunahme der Beitragseinnahmen. GeschäftsentwicklungÜberblick über das GeschäftsjahrKonzern-Jahresüberschuss deutlich gesteigertWachstum, Effizienz und Profitabilität - die W&W-Gruppe hält Kurs: Es ist dem W&W-Konzern gelungen, in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das Kernziel des Restrukturierungsprogramms "W&W 2009" einer Eigenkapitalrendite (ROE) von 9,0 % mit 9,1 % sogar leicht zu übertreffen. Zu diesem Ergebnis haben beide Geschäftsfelder maßgeblich beigetragen. Das neue Zukunftsprogramm "W&W 2012" definiert die weitere strategische Ausrichtung. "Sichern, verbessern, ausbauen" lauten die drei Schlüsselbegriffe, die für "W&W 2012" stehen. Die W&W-Gruppe am Markt, in der Serviceeffizienz und in der Ertragskraft weiter nach vorn zu bringen, ist dabei das Ziel. Für das IFRS-Konzernergebnis nach Steuern hat sich der Konzern im Rahmen von "W&W 2012" ab 2012 einen jährlichen nachhaltigen Konzern-Jahresüberschuss von 250 Mio € vorgenommen. KonzerngesamtergebnisKonzern-Gewinn- und VerlustrechnungDer in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2009 erfasste Konzern-Jahresüberschuss beträgt 221,7 (Vj. 67,1) Mio €. Er setzt sich aus folgenden Einzelergebnissen zusammen: FinanzergebnisDas Finanzergebnis des W&W-Konzerns verbesserte sich zum 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 1 051,8 Mio € auf 1 513,9 (Vj. 462,1) Mio €. Dabei sind folgende wesentliche Effekte zu berücksichtigen: Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung stieg im Berichtszeitraum um 1 125,5 Mio €. Der Vorjahresvergleichswert war- bedingt durch die Turbulenzen an den Kapitalmärkten -von Abschreibungen (Impairments) sowie höheren Veräußerungsverlusten geprägt. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva verringerte sich um 154,0 Mio € auf 163,9 (Vj. 317,9) Mio €. Der Rückgang ist auf die Wertentwicklung von wirtschaftlichen Sicherungsinstrumenten zurückzuführen. Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erhöhte sich um 144,5 Mio € auf 1 047,6 (Vj. 903,1) Mio €. Dies wurde durch zinsgünstige Refinanzierungsmöglichkeiten aufgrund des deutlich gesunkenen Zinsniveaus im Jahresverlauf ermöglicht. Der Risikovorsorgeaufwand ist insbesondere durch Abschreibungen auf Finanzanlagen um 73,3 Mio € auf 125,8 Mio € angestiegen. Ergebnis aus ImmobilienDas Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien stieg um 13,3 Mio € auf 23,0 (Vj. 9,7) Mio €. Es ist geprägt von der Entwicklung im Segment Personenversicherung. Geringere laufende Aufwendungen sowie niedrigere Abschreibungen und ein besseres Veräußerungsergebnis führten hier zu einem höheren Ergebnis. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis verbesserte sich um 30,7 Mio € auf -347,6 (Vj. -378,3) Mio €. Diese Entwicklung wird von dem Segment BausparBank sowie von den beiden Versicherungssegmenten gleichermaßen getragen. Auf die Gründe für den Anstieg wird in den Erläuterungen zu den einzelnen Segmenten näher eingegangen. Verdiente BeiträgeDie verdienten Beiträge stiegen um 83,1 Mio € auf 3 767,5 (Vj. 3 684,4) Mio €. Dies ist insbesondere auf höhere Einmalbeiträge im Segment Personenversicherung zurückzuführen. Auch im Segment Schaden/Unfall gelang es 2009 insbesondere in den Bereichen Kraftfahrt und Firmenkunden, zu einer Steigerung im Neugeschäft und damit auch zu einem Beitragsanstieg zu kommen. Im Vorjahr kam es aufgrund der Veräußerung des Versicherungsgeschäfts der englischen Niederlassung WürttUK zu einem Beitragsrückgang. Leistungen aus VersicherungsverträgenDie Leistungen aus Versicherungsverträgen stiegen im Geschäftsjahr 2009 insgesamt um 936,0 Mio € von 2 791,9 Mio € auf 3 727,9 Mio € an. Einerseits sind die Leistungen im Schaden-/Unfallbereich infolge der positiven Schadenabwicklung im In- und Ausland zurückgegangen. Andererseits wurde dieser Effekt durch die höhere Zuführung zu den versicherungstechnischen Rückstellungen im Segment Personenversicherung überkompensiert. Hintergrund ist die vertraglich vereinbarte Beteiligung der Versicherungsnehmer an dem gesteigerten Finanzergebnis. VerwaltungsaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen stiegen um 32,4 Mio € auf 1 041,7 (Vj. 1 009,3) Mio €. Dies liegt vor allem an Beitragserhöhungen des Pensionssicherungsvereins, den Integrationskosten für die 2009 zugekaufte Vereinsbank Victoria Bauspar AG sowie an zusätzlichen IT-Investitionen. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis verringerte sich um 21,8 Mio € von 125,4 Mio € auf 103,6 Mio €. Während es im Segment BausparBank aufgrund des Erstkonsolidierungseffektes der neu erworbenen Vereinsbank Victoria Bauspar AG zu einem Anstieg kam, führten höhere Aufwendungen für konzernexterne Fonds-Anteilseigner im Segment Personenversicherung sowie geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen im Geschäftsbereich "Alle sonstigen Segmente" insgesamt gesehen zu einem Rückgang. Verkürzte Konzern-GesamtergebnisrechnungDie noch nicht realisierten, direkt im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnisse erhöhten sich um 210,0 Mio € von -165,9 Mio € auf 44,1 Mio €. Im Einzelnen ergaben sich folgende Änderungen: Infolge der sich im Jahresverlauf erholenden Kapitalmärkte verbesserte sich insbesondere das Bewertungsergebnis der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung von -162,2 Mio € auf 106,7 Mio €. Die Bewertungsgewinne aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen beliefen sich auf 7,6 (Vj. -2,4) Mio €. Der Effekt aus der erfolgsneutralen Bewertung von Zins-Swaps in effektiven Sicherungsbeziehungen belief sich auf -33,4 (Vj. -18,1) Mio €. Weiterhin wurden versicherungsmathematische Verluste aus den Pensionsrückstellungen in Höhe von 37,8 (Vj. 17,1) Mio € im Eigenkapital erfasst. Ursächlich hierfür ist vor allem ein gegenüber dem Vorjahr um 75 Basispunkte geringerer Abzinsungssatz. KonzerngesamtergebnisDas neu auszuweisende Konzerngesamtergebnis (sogenanntes "total Comprehensive income") im Geschäftsjahr 2009 beträgt 265,8 (Vj. -98,9) Mio €. Es setzt sich aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 221,7 (Vj. 67,1) Mio € sowie aus den direkt im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnissen in Höhe von 44,1 (Vj. -165,9) Mio € zusammen. Finanz- und Vermögenslage des KonzernsGrundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie strategische und taktische Asset-Allocation wird im W&W-Konzern dezentral innerhalb eines zentral vorgegebenen Rahmens gesteuert. Die Einzelunternehmen handeln hier eigenverantwortlich. Die Abstimmung zwischen den Unternehmen erfolgt über koordinierte Abstimmrunden. Übergreifendes Ziel ist es, das Vermögen so sicher und rentabel wie möglich anzulegen und gleichzeitig zu jedem Zeitpunkt Liquidität und Flexibilität zu wahren. Dabei sollen die Anlagen angemessen gemischt und gestreut werden, um so die Finanzkraft des Konzerns zu sichern und den Wert der Finanzanlagen zu steigern. LiquiditätDie Liquidität der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Eine ausführliche Darstellung befindet sich im Risikobericht. KapitalflussrechnungAus operativer Geschäftstätigkeit ergab sich 2009 ein Mittelzufluss von 3 590,2 (Vj. 2 260,2) Mio € sowie für die Investitionstätigkeit einschließlich Investitionen in Kapitalanlagen ein Mittelabfluss von 3 836,2 (Vj. 2 082,2) Mio €. Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 31,5 (Vj. 115,7) Mio €. Daraus ergab sich im Berichtsjahr im Saldo eine zahlungswirksame Veränderung von -277,5 (Vj. 62,4) Mio €. Zur weiteren Information wird auf die Kapitalflussrechnungverwiesen. RefinanzierungDas Gesamtvolumen der Kundeneinlagen der W&W-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 13,9 % auf 23 769,8 (Vj. 20 865,8) Mio €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem Zugang der Einlagen der Vereinsbank Victoria Bauspar AG. Die begebenen Schuldverschreibungen sind um 749,8 Mio € auf 1 293,5 (Vj. 2 043,3) Mio € zurückgegangen. Ursache hierfür ist die eingeschränkte Neuemissionstätigkeit vor dem Hintergrund erhöhter Refinanzierungsaufschläge als Folge der Finanzkrise. Dieser Entwicklung wurde mit einer verstärkten Refinanzierung über Offenmarktgeschäfte mit der Europäischen Zentralbank begegnet. ![]() EigenkapitalDie W&W AG als Holdinggesellschaft steuert die Eigenkapitalausstattung in der Gruppe. Grundsätzlich orientiert sich die Eigenkapitalausstattung der Tochterunternehmen mindestens an den vorgegebenen regulatorischen Anforderungen. Intern hat der W&W-Konzern für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, die deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegen, um der Gruppe und den Einzelgesellschaften eine hohe Stabilität zu sichern. ![]() Zum 31. Dezember 2009 betrug das nach IFRS ermittelte Eigenkapital des W&W-Konzerns 2 647,3 Mio €. Zum Vorjahresende hatte das Eigenkapital bei 2 337,6 Mio € gelegen. Die wesentlichen Eigenkapitalveränderungen ergeben sich aus dem höheren Konzernüberschuss und der im Berichtsjahr durchgeführten Kapitalerhöhung der W&W AG. Gegenläufig wirkt die Ausschüttung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008. Weitere Effekte sind aus der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung sowie aus der Eigenkapital-Veränderungsrechnung ersichtlich. BewertungsreservenVor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hielt die Europäische Zentralbank an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Dies hatte zur Folge, dass das Zinsniveau im kurz- und mittelfristigen Bereich niedrig war und damit die Refinanzierungskosten gering blieben. Durch Veränderungen der Zinsstrukturkurven und die Kapitalanlagetätigkeit konnten die Bewertungsreserven auf der langfristig festgeschriebenen Aktivseite erhöht werden. Umgekehrt führte diese Entwicklung zu höheren negativen Bewertungsreserven auf der langfristig festgeschriebenen Passivseite. Detaillierte Informationen zu den Reserven befinden sich in den einzelnen Erläuterungen zu den jeweiligen Aktiv- und Passivpositionen im Konzernanhang. Vermögenslage und KapitalstrukturBilanzstrukturscroll
Die Konzern-Bilanzsumme der W&W-Gruppe stieg im zurückliegenden Geschäftsjahr um 5,1 Mrd € auf 69,5 (Vj. 64,4) Mrd €. Auf der Aktivseite überwiegen Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden. Der Anstieg auf der Aktivseite ist auf einen Anstieg der festverzinslichen Wertpapiere innerhalb der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung zurückzuführen. Auf der Passivseite dominieren die versicherungstechnischen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Hier haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sowie die versicherungstechnischen Rückstellungen erhöht. Zum 31. Dezember 2009 betrug das Nachrangkapital im W&W-Konzern 430,7 (Vj. 468,2) Mio €. Davon entfielen auf Genussrechtskapital 74,5 (Vj. 79,8) Mio €, emittiert von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, sowie 356,2 (Vj. 388,4) Mio € auf nachrangige Verbindlichkeiten, ebenfalls begeben von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie von der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Württembergische Lebensversicherung AG, der Württembergische Versicherung AG und der Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag. Die Rückstellungen für Pensionen und andere langfristige Verbindlichkeiten betrugen 1 179,0 (Vj. 1 060,0) Mio €. Detailangaben zur Struktur der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Restlaufzeiten werden im Konzernanhang zum Konzernabschluss dargestellt. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene GeschäfteNennenswerte nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte, beispielsweise im Rahmen von Asset-Backed-Securities-Transaktionen, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder Haftungsverhältnisse gegenüber nicht einbezogenen Zweckgesellschaften haben im W&W-Konzern im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht bestanden. Investitionen und BeteiligungenBis 2012 soll das 2009 erreichte Ergebnis nachhaltig gesichert und der W&W-Konzern im Markt als "DER Vorsorge-Spezialist" erkannt werden. Dazu sind in den kommenden Jahren noch folgende Investitionen vorgesehen:
![]() ![]() Die Investitionen in die besondere Leistungsfähigkeit als "DER Vorsorge-Spezialist" gehen in folgende Richtung:
Zur Erschließung weiterer Vertriebswege wurden über die Wüstenrot Bausparkasse AG mit Wirkung zum 8. Juli 2009 sämtliche Aktien an der Vereinsbank Victoria Bauspar AG erworben. Die Verschmelzung auf die Wüstenrot Bausparkasse AG wurde zum 29. September 2009 vollzogen. Für die Entwicklung einfacherer Produkte wurde im August 2009 die W&W Europe Life Ltd. mit Sitz in Dublin gegründet. Sie wird voraussichtlich 2010 ihren Geschäftsbetrieb aufnehmen. SegmentüberblickMit der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 werden ab dem Geschäftsjahr 2009 die Segmente in unseren Finanzberichten anders dargestellt. Die bisherigen Segmente Bausparen und Bankgeschäft wurden entsprechend der internen Berichterstattung zum Segment BausparBank zusammengefasst. Über die Segmente Personenversicherung und Schaden-/ Unfallversicherung ist nach IFRS 8 aufgrund der gesonderten internen Berichterstattung sowie der unterschiedlichen Struktur des Geschäfts weiterhin getrennt zu berichten. Die drei Segmente BausparBank, Personenversicherung und Schaden-/Unfallversicherung bilden damit das Kerngeschäft des W&W-Konzerns. Weitere Geschäftsbereiche sind in "Alle sonstigen Segmente" zusammengefasst. Darin sind neben der W&W AG unter anderem auch die Investmentgesellschaften sowie die tschechischen Gesellschaften enthalten. Über die bisherigen Segmente Investmentprodukte und Holding/Rückversicherung wird nicht mehr separat berichtet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Durch die neue Aufteilung der Segmente ist eine Vergleichbarkeit mit der Segmentberichterstattung im Geschäftsbericht des Vorjahres nur eingeschränkt möglich. Ertragslage der Segmente im EinzelnenEine tabellarische Übersicht zum Segmentbericht befindet sich im Konzernanhang ab Seite 114. Segment BausparBankDie Tochterunternehmen Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank bilden das Geschäftsfeld BausparBank und werden, soweit rechtlich zulässig, gemeinsam gesteuert. Von der Gesamtbilanzsumme des W&W-Konzerns in Höhe von 69,5 Mrd € entfallen 34,4 (Vj. 30,4) Mrd € auf das Segment BausparBank. Das Segmentvermögen besteht überwiegend aus Baudarlehen sowie Kapitalanlagen in festverzinsliche Wertpapiere. Auf der Passivseite überwiegen die aus Kundeneinlagen resultierenden Verbindlichkeiten. Mit Wirkung zum 8. Juli 2009 hat die Wüstenrot Bausparkasse AG sämtliche Aktien an der Vereinsbank Victoria Bauspar AG erworben. Die im Folgenden für das laufende Jahr genannten Werte zur Ertragslage im Segment BausparBank enthalten daher neben den Ergebnissen der Wüsten rot Bank AG Pfandbriefbank auch die Werte der fusionierten Wüstenrot Bausparkasse AG. GeschäftsentwicklungDas Brutto-Bausparneugeschäft nach Bausparsumme stieg um 9,75 % auf 11,0 Mrd €, wovon 1 026 Mio € auf die ehemalige Vereinsbank Victoria Bauspar AG entfallen. Mit dieser Entwicklung setzt sich die W&W positiv vom Markt ab, der im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 14,7 % zurückgegangen ist. Dadurch konnten weiter Marktanteile gewonnen und die Marktposition konnte ausgebaut werden. Der kumulierte Marktanteil stieg um 2,6 % auf 11,6 (Vj. 9,0) %. Diese positive Entwicklung schlägt sich zeitversetzt auch im eingelösten Neugeschäft nieder. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg das eingelöste Neugeschäft nach Bausparsumme um 5,61 % auf 8,4 Mrd €, wovon wiederum 912 Mio € die Vereinsbank Victoria Bauspar AG beigesteuert hat. Das Kreditneugeschäft hat sich im Segment BausparBank um 8,47 % auf 3 703,8 (Vj. 3 414,7) Mio € erhöht. Die darin enthaltenen Prolongationen beliefen sich auf 654,6 (Vj. 944,1) Mio €. Das abgeschlossene reine Kreditneugeschäft lag bei 3 049,2 (Vj. 2 470,6) Mio €. Davon entfallen 36,6 Mio € auf die Vereinsbank Victoria Bauspar AG. Segmentübergreifend erreichte das Neugeschäft in der privaten Baufinanzierung im gesamten W&W-Konzern 5 492,0 (Vj. 5 391,6) Mio €. Darin sind auch Hypothekendarlehen der Württembergische Lebensversicherung AG sowie Auszahlungen aus Bauspardarlehen enthalten. Mit 5 069,1 (Vj. 4 987,0) Mio € entfällt der Großteil davon auf das Inland. Der Anteil der Vereinsbank Victoria Bauspar AG beträgt 130,0 Mio €. Die tschechische Bausparkasse und Hypothekenbank, deren Geschäftsaktivitäten in "Alle sonstigen Segmente" enthalten sind, trugen 422,9 (Vj. 404,6) Mio € bei. ![]() Ertragslage im SegmentDas Ergebnis des Segments zum 31. Dezember 2009 stieg um 83,6 Mio € von 29,0 Mio € auf 112,6 Mio €. Das Finanzergebnis verbesserte sich um 85,2 Mio € auf 440,2 (Vj. 355,0) Mio €. Die darin enthaltenen Bestandteile haben sich wie folgt entwickelt: Im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung haben höhere Bestände das insgesamt geringere Zinsniveau im Jahresverlauf überkompensiert und zu einer Steigerung um 6,7 Mio € auf 192,4 (Vj. 185,7) Mio € geführt. Das Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen verringerte sich um 6,4 Mio € auf -0,2 (Vj. 6,2) Mio € aufgrund der zeitanteiligen Auflösung negativer Neubewertungsrücklagen in Bezug auf geschlossene Swaps. Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital konnte um 93,3 Mio € auf 276,7 (Vj. 183,4) Mio € gesteigert werden. Dies ist zum einen auf geringere Bonusaufwendungen für Bauspareinlagen zurückzuführen, da im Bausparkollektiv bestimmte Vertragsänderungen nur noch unter Bonusverzicht möglich sind. Zum anderen ist diese Entwicklung mit den infolge des geringeren Zinsniveaus gesunkenen Refinanzierungskosten, insbesondere durch zinsgünstige Offenmarktgeschäfte, zu erklären. Im Rahmen der eingetrübten Wirtschaftslage wurde der Risikovorsorgeaufwand um 7,3 Mio € auf 34,8 (Vj. 27,5) Mio € angehoben. Das Provisionsergebnis verbesserte sich um 17,1 Mio € auf -9,7 (Vj. -26,8) Mio €. Hintergrund ist ein positiver Effekt aus der Entwicklung der Rückstellung für Abschlussgebühren-Rückerstattung sowie höhere Provisionsrückbuchungen gegenüber unseren Vertriebspartnern. ![]() Bei den Verwaltungsaufwendungen war ein Anstieg um 9,8 Mio € auf 326,7 (Vj. 316,9) Mio € zu verzeichnen. Die Reduzierung bei den Personalaufwendungen wurde durch rückläufige Dienstleistungserträge, Sachaufwendungen in Zusammenhang mit der Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG sowie die höheren Beiträge an den Pensionssicherungsverein über kompensiert. Das sonstige Ergebnis erhöhte sich um 30,2 Mio € auf 49,6 (Vj. 19,4) Mio €. Ursächlich hierfür sind der gemäß IFRS 3 zu vereinnahmende passivische Unterschiedsbetrag in Höhe von 17 Mio € durch den Erwerb der Vereinsbank Victoria Bauspar AG sowie Erträge aus der Anpassung von Eventualverbindlichkeiten. Im Unterschied zum Vorjahr ist der Steueraufwand im laufenden Geschäftsjahr nicht durch Steuererträge für Vorjahre beeinflusst. Segment PersonenversicherungDieses Segment setzt sich im Wesentlichen aus der Württembergische Lebensversicherung AG, der Karlsruher Lebensversicherung AG, der ÄRA Pensionskasse AG sowie der Württembergische Krankenversicherung AG zusammen. Das Segment weist eine anteilige Bilanzsumme von 30,0 (Vj. 29,2) Mrd € aus. Davon entfielen auf der Aktivseite 18,2 (Vj. 18,2) Mrd € auf die Bilanzposition "Forderungen" und 7,0 (Vj. 6,6) Mrd € auf die Anlagekategorie "Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung". Die Passivseite wird mit 26,8 (Vj. 26,0) Mrd € von den versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert. GeschäftsentwicklungDie Neubeiträge stiegen im Segment Personenversicherung marktüberdurchschnittlich um insgesamt 182,8 Mio € von 517,8 Mio auf 700,6 Mio €, wodurch der Beitragsrückgang gestoppt werden konnte. Die Einmalbeiträge und laufenden Neubeiträge haben sich wie folgt entwickelt:
Gemessen am Annual Premium Equivalent (APE) lag das Neugeschäft unter dem Vorjahr. Da beim APE die laufenden Beiträge in vollem Umfang, die Einmalbeiträge aber nur zu 10 % berücksichtigt werden, ging das APE im Segment Personenversicherung von 236,3 Mio € auf 226,8 Mio € zurück- ein Minus von 4,0 %. Aufgrund der positiven Entwicklung bei den Einmalbeiträgen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge im Segment Personenversicherung um 98,4 Mio € von 2 340,0 auf 2 438,4 Mio €. scroll
Ertragslage im SegmentDas Ergebnis des Segments zum 31. Dezember 2009 stieg um 3,3 Mio € von 13,4 Mio auf 16,7 Mio €. Maßgeblich dafür war unter anderem der Anstieg in den Beitragseinnahmen aufgrund des gestiegenen Neugeschäfts. Das Finanzergebnis zeigte sich mit 1 007,2 (Vj. 119,1) Mio € deutlich verbessert. Positiv entwickelte sich das "Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung". Hier sind die Aufwendungen für Abschreibungen und die Veräußerungsverluste deutlich zurückgegangen. Diese Finanzanlagekategorie stieg im Ergebnis um 1 030,7 Mio € von -819,6 Mio € auf +211,1 Mio €. Das Ergebnis der Finanzanlagen in der Kategorie "Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva" beträgt 176,5 (Vj. 309,0) Mio €. Dieser Rückgang von 132,5 Mio € ergab sich hauptsächlich aus der Wertentwicklung der wirtschaftlichen Sicherungsinstrumente im Aktien-, Zins- und Währungsbereich. Das "Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital" zeigte sich mit 707,8 (Vj. 661,3) Mio € durch ein gestiegenes Veräußerungsergebnis leicht verbessert. Dies wurde trotz eines anhaltend niedrigen Zinsniveaus erreicht. Durch die deutlich angestiegenen Risiken im Bankensektor waren Zinsausfälle bei Anlagen in nachrangige Finanzinstrumenten zu verzeichnen. Der Risikovorsorgeaufwand stieg aufgrund von Abschreibungen auf Forderungen von 24,2 Mio € auf 88,1 Mio €. Ursächlich hierfür waren insbesondere Abschreibungen auf um klassifizierte Wertpapiere in Höhe von 71,1 Mio € sowie auf Nachranganleihen von Banken. Das Ergebnis aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien stieg um 16,1 Mio € von 4,6 Mio € auf 20,7 Mio €. Im Berichtsjahr sind sowohl geringere laufende Aufwendungen als auch niedrigere Abschreibungen angefallen. Darüber hinaus kam es zu einem besseren Veräußerungsergebnis. ![]() Der Provisionsaufwand ist rückläufig, was mit dem geringeren Neugeschäft auf Basis laufender Beiträge zusammenhängt. Insgesamt ergab sich ein Provisionsergebnis von -137,2 (Vj. -152,4) Mio €. Unter Berücksichtigung der Beitragsüberträge, der Rückversicherungsbeiträge sowie der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen die verdienten Nettobeiträge bei 2 494,2 (Vj. 2 380,4) Mio €. Das Beitragswachstum wurde vor allem durch das gestiegene Geschäft mit Einmalbeiträgen gefördert. Aufgrund der guten Entwicklung des Finanzergebnisses konnten wir unseren Versicherungskunden wieder höhere Leistungen gutschreiben. Namhafte Beträge sind der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt worden. Der Bestand erhöhte sich um 236,8 Mio € von 1 605,2 Mio € auf 1 842,0 Mio €. Auch die Deckungsrückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungen profitierte von der Aufwärtsentwicklung an den Kapitalmärkten. War die Entwicklung des Bestandes 2008 noch rückläufig, so stieg er 2009 von 516,8 Mio € auf 728,8 Mio €. Insgesamt erhöhten sich somit die Leistungen aus Versicherungsverträgen um 998,9 Mio € von 2 103,0 Mio € auf 3 101,9 Mio €. Die Verwaltungsaufwendungen sind geringfügig um 4,1 Mio € von 270,3 auf 274,4 Mio € angestiegen. Der darin enthaltene Personalaufwand hat sich aufgrund von Einmaleffekten und zusätzlichen Kapazitäten im Bankenvertrieb erhöht. Der Saldo aus Sachaufwendungen, Abschreibungen und Dienstleistungserträgen ist dagegen gesunken. Das sonstige Ergebnis ist von 40,0 Mio € auf -3,1 Mio € zurückgegangen. Durch die positive Entwicklung an den Finanzmärkten kam es zu erfreulichen Ergebnissen der im Segment enthaltenen Fonds, an denen auch die konzernexternen Anteilseigner partizipieren. Dies führte zu einem höheren Aufwand im sonstigen Ergebnis. Der Steuerertrag in Höhe von 11,1 Mio € resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von passiven latenten Steuerschulden. Segment Schaden-/UnfallversicherungDieses Segment wird im Wesentlichen von der Württembergische Versicherung AG repräsentiert. Die Bilanzsumme des Segments betrug 3,7 (Vj. 3,8) Mrd € und wird auf der Aktivseite von Kapitalanlagen, auf der Passivseite von versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert. GeschäftsentwicklungIm Jahr 2009 ist es gelungen, den Beitragsrückgang zu stoppen. Das Neugeschäft gemessen am Jahresbestandsbeitrag stieg im Segment bis zum Jahresende um 27,8 Mio € auf 184,1 (Vj. 156,3) Mio €. Dazu hat die 2007 gegründete Württembergische Vertriebsservice GmbH für Makler und freie Vermittler mit einem Beitragswachstum um 17,7 Mio € beigetragen. Insbesondere die Bereiche Kraftfahrt und Firmenkunden haben sich erfreulich entwickelt. Dadurch wurde nach Jahren des Rückgangs im Jahr 2009 ein Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge um 18,1 Mio € von 1 286,5 auf 1 304,6 Mio € erzielt. Alle Vertriebskanäle trugen zu dieser deutlichen Steigerung des inländischen Geschäfts bei. Ertragslage im SegmentDas Ergebnis des Segments zum 31. Dezember 2009 stieg von 16,1 Mio € auf 80,8 Mio €. Dafür waren ganz maßgeblich die rückläufigen Versicherungsleistungen verantwortlich. Das Finanzergebnis zeigte sich mit 38,4 (Vj. 34,4) Mio € leicht verbessert, hat aber aufgrund der 2009 anhaltenden Finanzkrise das Niveau früherer Jahre noch nicht wieder erreicht. Positiv entwickelte sich das "Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung". Hier sind die Aufwendungen für Abschreibungen und die Veräußerungsverluste deutlich zurückgegangen, das Ergebnis aus diesen Finanzanlagen erhöhte sich um 45,1 Mio € von -26,6 Mio € auf +18,5 Mio €. Aufgrund der gestiegenen Aktienkurse ging das Ergebnis aus Derivaten zur wirtschaftlichen Absicherung in der Position "Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva" stark zurück; das Ergebnis der Finanzanlagen in dieser Kategorie betrug -16,0 (Vj. +13,5) Mio €, entsprechend einem Rückgang von 29,5 Mio €. Im "Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital" spiegelt sich zum einen das anhaltend niedrige Zinsniveau wider, zum anderen sind die Erträge aus Veräußerung zurückgegangen. Insgesamt ergab sich ein Ergebnis von 36,8 (Vj. 47,7) Mio €. Das Provisionsergebnis betrug -160,8 (Vj.-175,9) Mio €. Wesentliche Posten in diesem Saldo sind die als Provisionserträge erhaltenen Rückversicherungsprovisionen für das in Rückdeckung gegebene Rückversicherungsgeschäft und die als Provisionsaufwand enthaltenen und an die Vermittler gezahlten Provisionen. Maßgeblich für die Entlastung des negativen Provisionsergebnisses gegenüber dem Vorjahr sind die erhaltenen Rückversicherungsprovisionen, die sich erhöht haben. Da wir 2008 strategiekonform die aktive Zeichnung des Auslandsgeschäft aufgegeben hatten, ergab sich aufgrund fehlender Beitragsüberträge aus dem Vorjahr noch einmal ein Rückgang bei den verdienten Nettobeiträgen von 1 093,4 auf 1 065,8 Mio €. Erfreulich zeigte sich auch dieses Jahr der Schadenverlauf. Die Leistungen sanken von 610,3 auf 509,5 Mio €. Die Gründe für diese Entwicklung sind neben der positiven Schadenabwicklung eine geringere Belastung aus Elementarschäden. Die Verwaltungsaufwendungen sind von 350,6 Mio € auf 348,1 Mio € zurückgegangen. Das sonstige Ergebnis ging von 38,7 Mio € auf 30,9 Mio € zurück. Hier macht sich ein rückläufiges Währungsergebnis aus versicherungstechnischen Rückstellungen bemerkbar. Alle sonstigen SegmenteIn "Alle sonstigen Segmente" sind Geschäftsbereiche zusammengefasst, die keinem anderen Segment zuzuordnen sind. Die Entwicklung wird grundlegend bestimmt von der W&W AG, der W&W Asset Management GmbH sowie den tschechischen Gesellschaften (Bausparkasse, Hypothekenbank, Lebensversicherung). Die Bilanzsumme des Segments beträgt 5,1 (Vj. 5,1) Mrd €. Ertragslage im SegmentNach Steuern ergibt sich ein Segmentüberschuss in Höhe von 79,1 (Vj. 66,0) Mio €. Dazu haben die oben genannten Unternehmen wie folgt beigetragen: W&W AG 44,2 (Vj. 39,6) Mio €, die W&W Asset Management GmbH 19,0 (Vj. 2,8) Mio € sowie die tschechischen Gesellschaften 11,6 (Vj. 8,9) Mio €. Das Finanzergebnis betrug 159,9 (Vj. 109,2) Mio €. Es ist von höheren Beteiligungserträgen der W&W AG geprägt, die in der Überleitung zum Konzerngesamtergebnis wieder konsolidiert werden. Das Provisionsergebnis verschlechterte sich um 13,3 Mio € von -19,8 Mio € auf -33,1 Mio €, vorwiegend durch einen höheren Provisionsaufwand bei der W&W AG. Die Versicherungsleistungen gingen um 22,0 Mio € von 145,3 Mio € auf 123,3 Mio € zurück. Hier macht sich bei der W&W AG die positive Abwicklung des ehemaligen aktiven Rückversicherungsgeschäfts bemerkbar. Der Anstieg im Verwaltungsaufwand um 9,5 Mio € von 83,3 Mio € auf 92,8 Mio € ist auf höhere IT-Aufwendungen zurückzuführen. Das Sonstige Ergebnis ging um 18,0 Mio € von 37,5 Mio € auf 19,5 Mio € zurück. Im Vorjahr waren hier Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. Zusammenfassung zur Finanz-, Vermögens- und ErtragslageDer W&W-Konzern hat in der Finanzkrise an Glaubwürdigkeit gewonnen. 2009 haben wir ein Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 221,7 Mio € erzielt. Dies entspricht einer Eigenkapitalrendite von 9,1 %. Damit haben wir die 9 % Eigenkapitalrendite, die wir uns bereits im Jahr 2006 für 2009 vorgenommen hatten, sogar leicht übertroffen. Das Ergebnis je Aktie lag 2009 auf Konzernebene bei 2,40 (Vj. 0,69) €. Im Segment BausparBank sind wir 2009 nicht zuletzt durch die Verschmelzung der Wüstenrot Bausparkasse AG mit der Vereinsbank Victoria Bauspar AG weiter gewachsen. Das Segment hat sich sowohl im Neugeschäft als auch im Überschuss positiv entwickelt. Im Bereich der Versicherungen hat sich besonders das Segment Personenversicherung merklich von der Finanzkrise erholt. In der Schaden-/Unfallversicherung macht sich vor allem die geringere Schadenbelastung bemerkbar. Beide Segmente schreiben deutlich positive Ergebnisse. Im Ausland konzentriert sich der W&W-Konzern weiterhin auf Tschechien. Die im Bereich "Alle sonstigen Segmente" enthaltenen tschechischen Gesellschaften haben jeweils positive Beiträge zum Konzernüberschuss geleistet. Forschung und EntwicklungMittel zur Forschung und Entwicklung investieren wir insbesondere in die Analyse des heutigen und zukünftigen Bedarfs unserer Kunden. In diesem Zusammenhang werden die erforderlichen Methoden, Abläufe und Produkte permanent optimiert. Auch die Produktpalette wird fortlaufend im Hinblick auf die Marktanforderungen und Kundenwünsche ergänzt. Details zum Produktmix des W&W-Konzerns befinden sich im Kapitel "Vorsorge von Anfang an" dieses Lageberichts. Sonstige AngabenNachtragsberichtDie Schadenlast für den W&W-Konzern aus dem Sturmtief "Xynthia" vom Schadentag 28. Februar 2010 beläuft sich vermutlich auf 7 bis 11 Mio € nach Steuern. Diese Schätzung ist aufgrund des erst kürzlich zurückliegenden Schadenereignisses noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 € ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen Aktienrecht gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienbuch eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Weitergehende Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60 AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen. Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,32 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. 9,37 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank Baden-Württemberg, 7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,68 % im Besitz der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,10 %. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 133 Abs. 1,179 ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht das Gesetz - wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden Befugnisse. Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen. Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden. Detaillierte Angaben enthält der ausführliche Vergütungsbericht im Konzernanhang ab Seite 210. VergütungsberichtDas Vergütungssystem des Vorstands der W&W AG besteht aus einem Festgehalt, einer festen Zulage und einer erfolgsabhängigen Tantieme. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen nicht. Für die Altersversorgung bestehen unterschiedliche Regelungen, die im Anhang näher erläutert sind. Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme. Außerdem erhalten die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats im Falle der Tätigkeit als Aufsichtsrat von Konzernunternehmen weitere Aufsichtsratsvergütungen von diesen Gesellschaften. RisikoberichtDie Wüstenrot& Württembergische-Gruppe (W&W-Gruppe) bildet nach den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes ein Finanzkonglomerat. Hierdurch ergeben sich - neben den branchenspezifischen Bestimmungen für unsere Geschäftsfelder oder einzelne Konzerngesellschaften -für die gesamte Gruppe besondere Anforderungen an das Risikomanagement und -Controlling. Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen ist die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb des Finanzkonglomerats interne und externe Standards im Risikomanagement zu definieren, ihre Einhaltung zu kontrollieren und weiterzuentwickeln. Ziele und Grundsätze des RisikomanagementsIn unserer Gruppe besteht ein übergreifendes Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das die nach den jeweiligen Geschäftserfordernissen ausgerichteten Systeme und Methoden der Einzelunternehmen standardisiert und verbindet. Dadurch gelingt es uns, sowohl den Ansprüchen an eine übergreifende Risikosicht als auch den spezifischen Unternehmensanforderungen gerecht zu werden. Unter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung und zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung verstanden. Risiko wird definiert als Gefahr, dass die W&W-Gruppe ihre Ziele nicht erreichen bzw. ihre Strategien nicht erfolgreich umsetzen kann. Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Erfassung, Analyse, Bewertung und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung getroffener Maßnahmen zur Risikosteuerung. Im Nachfolgenden werden die Grundsätze und Gestaltungselemente des Risikomanagementansatzes in der W&W-Gruppe sowie die generelle Handhabung der wesentlichen Risiken innerhalb unseres Konzerns beschrieben. Deren unternehmensspezifische Ausgestaltung und Umsetzung finden sich in den Risikoberichten der einzelnen Konzerngesellschaften wieder. Hinsichtlich der quantitativen Analyse und Darstellung der Risikosituation in der W&W-Gruppe verweisen wir auf Seite 174 "Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen" im Konzernanhang. Auf einige spezifische Sachverhalte und Tabellen in unserem Konzernanhang weisen wir im Folgenden gesondert hin. Unser Risikomanagement zielt darauf ab, die Finanzkraft der W&W-Gruppe zu sichern und die Entscheidungsträger bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Unser Verständnis von Risikomanagement geht dabei über die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften hinaus. Wir sehen Risikomanagement als elementaren Bestandteil der Unternehmenskultur und möchten durch eine effektive Risikoorganisation sowie bedarfsgerechte Risikoinstrumente und -verfahren Mehrwert schaffen. Die Risikostrategie legt die risikopolitische Ausrichtung der W&W-Gruppe und den Rahmen für das Risikomanagement fest. Abgeleitet aus der übergeordneten Geschäftsstrategie beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen Risiken in unserer Gruppe. Sie definiert Ziele, Maßnahmen und Instrumente für den Umgang mit eingegangenen oder zukünftigen Risiken. Grundsätzlich wird dabei eine angemessene Balance zwischen der Wahrnehmung von Geschäftschancen und den damit verbundenen Risiken angestrebt, wobei stets im Vordergrund steht, den Fortbestand der Gruppe und ihrer Unternehmen dauerhaft zu sichern. Ziel ist es, bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken zu vermeiden. Organisation des RisikomanagementsDie Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG und das Management Board sind die obersten Entscheidungsgremien der W&W-Gruppe in Risikofragen. Die Risikostrategie der W&W-Gruppe wird jährlich im Aufsichtsrat erörtert. In jährlichem Turnus befasst sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates mit der Angemessenheit der Organisation des Risikomanagements. Der Vorstand der W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen im Risikomanagement fest. Deren operative Umsetzung und Kontrolle wird zentral durch den Chief Risk Officer (CRO) der Gruppe gesteuert. Zur Unterstützung des Vorstands und des Management Boards in Risikofragen fungiert das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements und zur Überwachung des Risikoprofils in der W&W-Gruppe. Ständige Mitglieder des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten CRO die leitenden Risikomanager der Geschäftsfelder sowie der Leiter des Konzernrisikomanagements. Die Vorstände tagen in einem zweiwöchigen Turnus, das Group Board Risk findet sich einmal pro Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Sondersitzungen wurden anlässlich aktueller Themen 2009 zwei Mal anberaumt. Das Group Board Risk überwacht die angemessene Kapitalisierung und Liquiditätsausstattung sowie das Risikoprofil der W&W-Gruppe und ihrer Einzelgesellschaften und gewährleistet, dass beide Elemente in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Seine Aufgabe ist es, für ein umfassendes Risikobewusstsein in unserer Gruppe zu sorgen und die Risikokontrolle weiter zu verbessern. Darüber hinaus berät das Group Board Risk über konzernweite Standards zur Risikoorganisation (zum Beispiel Risk Policy), den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente im Risikomanagement und schlägt diese den Gremien der Gruppe zur Entscheidung vor. Das Konzernrisikomanagement unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche Standards festzulegen. Die Zuständigkeit der in der W&W AG angesiedelten Abteilung Konzernrisikomanagement erstreckt sich sowohl auf die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe, als auch auf die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft. Das Konzernrisikomanagement entwickelt unternehmensübergreifende Methoden und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung. Ferner führt das Konzernrisikomanagement qualitative und quantitative Risikoanalysen anhand einer systematischen regelmäßigen Bewertung durch und berichtet an den Vorstand der W&W AG. Entsprechend der zunehmenden Bedeutung des Liquiditätsrisikomanagements wurden die gruppenweite Liquiditätssteuerung und das Controlling von Liquiditätsrisiken sowie die vorhandenen Steuerungs- und Überwachungsinstrumente gestärkt. In diesem Zusammenhang haben wir zur Integration unserer Governance-Strukturen ein Konzern-Liquiditäts-Komitee etabliert. Im Rahmen der festgelegten Risikostrategien und Richtlinien steuern und überwachen die Geschäftsfelder und operativen Einzelgesellschaften ihre Risiken eigenverantwortlich. Analog der W&W AG haben die Einzelgesellschaften mit fachbereichsübergreifend besetzten Risikogremien und Risikocontrollingeinheiten hierfür geeignete Organisationsstrukturen geschaffen. Im Geschäftsfeld Versicherung steuert und überwacht das Württ Board Risk versicherungsspezifische Risiken. Im Geschäftsfeld BausparBanktagen regelmäßig das Kreditrisikokomitee und das Asset Liability Comitee. Durch festgelegte Berichtsformen und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe Kommunikation zwischen den Risikocontrollingeinheiten und der Geschäftsleitung auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Unternehmensebene. Das Prinzip der Funktionstrennung setzen wir durch eine strikte Trennung von risikonehmenden (Kapitalanlagen, Rückversicherung) und risikoüberwachenden Einheiten (Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement) um. Ergänzend verweisen wir auf die Lageberichterstattung unserer Gruppenunternehmen. Die Funktionsfähigkeit, Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und setzt sich aus der Risikosteuerung, dem Risikocontrolling und der internen Revision zusammen. Unter Risikosteuerung verstehen wir die operative Umsetzung der Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten. Die für die Risikosteuerung verantwortlichen Geschäftseinheiten treffen Entscheidungen zur bewussten Übernahme oder Vermeidung von Risiken. Dabei beachten sie die zentral vorgegebenen Rahmenbedingungen und Risikolimite. Das Risikocontrolling ist für die Risikoidentifikation, die Risikoinventarisierung, Messung und Bewertung, die Risikoüberwachung sowie für die Risikoberichterstattung verantwortlich. Im Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren unsere Einzelgesellschaften eingegangene oder potenzielle Risiken regelmäßig. Die erkannten Gefahren werden anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit beurteilt. Hierzu gehört auch einzuschätzen, ob Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation (Risikokonzentrationen) wesentlichen Charakter annehmen können. Um einen besseren Überblick über unsere Risiken zu erhalten, fassen wir gleichartige Risiken konzerneinheitlich zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W-Gruppe haben wir einheitlich nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert:
Die Strukturierung in einzelne Risikobereiche dient dazu, potenzielle Gefahren systematisch zu erfassen. Die eingesetzten Instrumente und Messmethoden werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert. Bei der quantitativen Beurteilung und Bewertung von Risiken setzen wir je nach Art des Risikos verschiedene Risikomessverfahren ein. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer Verfahren und des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Derzeit ermitteln wir Marktpreis-, Adressrisiken sowie versicherungstechnische Risiken in der Sachversicherung mit diesem Ansatz. Für die übrigen Risikobereiche verwenden wir analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche Standardverfahren. Szenarioanalysen- und Stresstests sowie Kennzahlenanalysen ergänzen das Instrumentarium. Die Entscheidung über Risikonahme erfolgt im Rahmen der in der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder sowohl dezentral durch die Geschäftsfelder als auch in der W&W AG. Auf Grundlage der Konzernrisikostrategie bzw. der Risikostrategie der Einzelunternehmen steuert der jeweilige Fachbereich in unseren operativen Einzelgesellschaften die Risikoposition. Als Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis nach Steuern Risikogrößen wie die aufsichtsrechtliche und ökonomische Konzernrisikotragfähigkeit sowie geschäftsfeldspezifische Kennzahlen herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung noch besser zu verknüpfen, führen wir ergänzende Analysen zur Unterstützung von Entscheidungen mit einem RORAC-Ansatz durch. Die Einhaltung der risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben sowie die Angemessenheit und Güte der Risikosteuerung werden laufend überwacht. Aus den Überwachungsaktivitäten für quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die zu einem frühzeitig korrigierenden Eingreifen und somit zur Erreichung der in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele führen. Um die Handlungsempfehlungen zu kontrollieren, ist ein Maßnahmen-Controlling eingerichtet. Wesentliche Grundlage für die konzernweite Überwachung unserer Risikosituation und die ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital ist unser internes Risikotragfähigkeitsmodell, welches wir beständig optimieren und erweitern. In unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell werden die nach einheitlichem Ansatz ermittelten Risiken zum Risikokapitalbedarf aggregiert und den zur Verfügung stehenden Mitteln gegenübergestellt. Dabei werden die Gesellschaften W&W AG, Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Württembergische Lebensversicherung AG und Württembergische Versicherung AG zunächst getrennt voneinander modelliert und anschließend zur Konzernsicht zusammengefasst. Zum Halbjahr 2009 wurde die Württembergische Krankenversicherung AG auf Basis einer individuellen Risikomessung einbezogen. Risiken der übrigen, nicht gesondert modellierten Einzelgesellschaften sowie strategische Risiken werden durch einen pauschalen Ansatz bewertet. Die Fähigkeit der W&W-Gruppe und ihrer wesentlichen Einzelgesellschaften, die eingegangenen Risiken mit ausreichend Kapital zu unterlegen, wird dadurch laufend überwacht. Zusätzlich überwachen wir die Risikotragfähigkeit mittels externer Risikokapitalmodelle, zum Beispiel solcher der Finanzaufsicht oder unabhängiger Rating-Agenturen. Alle wesentlichen Risiken unseres Konzerns werden zeitnah und regelmäßig an den Vorstand und den Aufsichtsrat der W&W AG sowie das Management Board unserer Gruppe kommuniziert. Das konzernweite Berichtssystem zum frühzeitigen Erkennen von Handlungsbedarf wird ergänzt durch ein implementiertes Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation. Neue Gefahren oder außerordentliche Veränderungen der Risikosituation, die unsere festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, werden dadurch sehr kurzfristig durch die operativen Einheiten und das Konzernrisikomanagement an den Vorstand der W&W AG sowie das Management Board der Gruppe berichtet. Wesentliche RisikenDie Risikosituation in der W&W-Gruppe stellt sich, gegliedert nach Bereichen, wie folgt dar: MarktpreisrisikenUnter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen ergeben. Marktpreisrisiken stellen den beherrschenden Risikobereich dar. Zum großen Gewicht der Marktpreisrisiken tragen vor allem die Kapitalanlagen unserer Versicherungsgesellschaften bei. Da diese überwiegend in verzinsliche Wertpapiere investiert sind, nimmt das Zinsänderungsrisiko innerhalb der Marktpreisrisiken die größte Bedeutung ein. Investments in Substanzwerte wie Aktien, Immobilien und Beteiligungen ergänzen das Portfolio. In der BausparBank entstehen darüber hinaus Marktpreisrisiken durch das Kreditgeschäft, durch Kundeneinlagen sowie in geringem und streng limitiertem Umfang durch Eigenhandelsaktivitäten. Bei unseren Kapitalanlagen verfolgen wir eine sicherheitsorientierte Anlagepolitik. Im Vordergrund steht, ausreichende Liquidität zu wahren und die erforderlichen Mindestverzinsungen sicherzustellen. Chancen nutzen wir im Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Besondere Aufmerksamkeit gilt ferner der Zinsentwicklung. Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig insbesondere für die Wüstenrot Bausparkasse AG und die Württembergische Lebensversicherung AG Ergebnisrisiken entstehen, da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen getätigt werden können, gleichzeitig aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Garantierisiko) gegenüber den Kunden erfüllt werden müssen. Dem Garantierisiko begegnen wir durch aktives Risikomanagement im Rahmen der Durationssteuerung sowie einer dynamischen Produkt- und Tarifpolitik. Im Rahmen des Aktiv-Passiv-Managements wird das intensive Zusammenspiel zwischen Kapitalanlage auf der einen und Kalkulation/Versicherungstechnik auf der anderen Seite aufeinander abgestimmt. Der Konzern gewährleistet so auch langfristig garantierte Leistungsverpflichtungen. Die Risiken aus Zinsänderungen sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite werden bei uns im Rahmen der Marktpreisrisiken modelliert und mit den dort beschriebenen Instrumenten bewertet. Zusätzlich zur Risikosteuerung auf Gesamtbankebene im Geschäftsfeld BausparBank unterhält die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank ein auf das Pfandbriefgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement. Basis hierzu sind die Vorgaben des Pfandbriefgesetzes. Das wesentliche Instrument zur Steuerung und Begrenzung der Zinsänderungsrisiken innerhalb der Deckungsmasse ist die barwertige Deckungsrechnung. Die Effekte möglicher Marktpreisszenarien auf das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns werden im Konzernanhang ab Seite 174 dargestellt und eingehend erläutert. Für die in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell einbezogenen Konzernunternehmen bewerten wir die Marktpreisrisiken der Zinspapiere sowie der zinsabhängigen Passivpositionen barwertig, d. h. unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell. Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitätsanalysen, welche die Wertänderungen der Portfolien in Abhängigkeit zu Marktschwankungen aufzeigen. Neben unserem konzernweiten Blickwinkel messen auch die Einzelgesellschaften ihre Marktpreisrisiken im Zuge von vertieften Betrachtungen mit vergleichbaren Verfahren. Im Rahmen ihrer regelmäßig aktualisierten Kapitalanlagestrategien legen die Konzerngesellschaften eine angemessene Mischung und Streuung ihrer Wertpapiere nach Art, Regionen und Risikoklassen fest. Die strategischen Anlageziele werden laufend überwacht und durch Limitsysteme begrenzt. Um Marktpreisrisiken zu steuern, wurden von den Unternehmen der W&W-Gruppe im Jahr 2009 derivative Finanzinstrumente in Form von Swaps, Optionen, Futures oder Devisentermingeschäften eingesetzt. Einzelheiten hierzu finden sich im Konzernanhang ab Seite 166. Die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften für solche Geschäfte wurden eingehalten. Offene Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds sowie Fremdwährungsanleihen unserer Versicherungsunternehmen können zu Währungsrisiken führen. Dem begegnen die Fondsmanager, indem sie die Devisenkurserwartungen regelmäßig überprüfen und kurssichernde oder risikoreduzierende Maßnahmen einsetzen. Versicherungstechnische Verbindlichkeiten in fremder Währung bedecken wir mit geeigneten Kapitalanlagen derselben Währung, sodass durch die weitestgehend kongruente Bedeckung aus diesen Geschäften nur begrenzt Währungsrisiken entstehen. AdressrisikenUnter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben. Risiken aus dem Ausfall eines Geschäftspartners ergeben sich für unseren Konzern aus dem Kundenkreditgeschäft der Kreditinstitute. Adressrisiken können ferner aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren sowie Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen. Im Kundenkreditgeschäft schließt unsere strategische Ausrichtung auf Wohnungsbaukredite bestandsgefährdende Einzelkredite aus, sodass Gefahren vornehmlich durch kollektive und strukturelle Risiken im Kreditportfolio drohen. Derzeit sind noch keine Anzeichen für signifikante Risiken in unseren Kundenkreditportfolien erkennbar. Die notwendige Bildung von zusätzlicher Risikovorsorge infolge der aktuellen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere bei einem nachhaltigen Anstieg der Arbeitslosigkeit, könnte allerdings zeitverzögert auftreten. Durch sorgfältige Kreditprüfungs- und Scoring-Verfahren, klare Annahmerichtlinien, die dingliche Besicherung der Kredite, die Überwachung und Limitierung diverser Risikoindikatoren sowie ein ausgefeiltes System, das Wertberichtigungen automatisch ermittelt, überwachen und steuern wir die Kreditrisiken. Bewertet werden die Kreditrisiken mit unserem Kreditportfoliomodell. Für die in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell auf Konzernebene einbezogenen Konzernunternehmen werden die gehaltenen Rentenpapiere barwertig bewertet, d.h. unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells. Die Verlustverteilung wird mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Das stochastische Modell stützt sich auf Marktdaten (beispielsweise von Rating-Agenturen) und berücksichtigt sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Bonitätsklassen. Durch die breite Streuung der Anlagearten unter Berücksichtigung der für die jeweiligen Geschäftszweige geltenden einschlägigen aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie eine sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner werden die Adressrisiken begrenzt. Der Bildung von Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen bei einem Emittenten wird unter anderem mit Linien begegnet, die das maximal erlaubte Anlagevolumen pro Emittent beschränken. Bei der Beurteilung von Emittenten und der Festlegung von Linien bedient sich die W&W-Gruppe der Einschätzungen internationaler Rating-Agenturen, die durch eigene Risikoeinstufungen ergänzt werden. Die Auswahl der Vertragspartner und Wertpapiere beschränkt sich im Wesentlichen auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich. Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten werden einer fortlaufenden Überprüfung unterzogen. Drohenden Ausfällen aus Kundengeschäften, Kapitalanlagen oder aus dem Rückversicherungsgeschäft wird in der Ergebnisrechnung durch die angemessene Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vorgehensweise zur Bildung von Risikovorsorge und Wertberichtigungen sowie deren Entwicklung 2009 sind im Konzernanhang auf den Seiten 94 und 122 dargestellt. Auf Seite 185 sind unsere Vermögenswerte nach Ratingklassen und Fälligkeitsstrukturen dargestellt. Nach wie vor bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte Ausfallrisiken für ungedeckte und nachrangige Engagements, insbesondere von Kapitalanlagen im Finanzsektor. Unser Exposure weist jedoch generell eine gute Besicherungsstruktur auf. Unsere Kapitalanlagen bei Finanzinstituten sind im Wesentlichen durch Staats- und Gewährträgerhaftung oder Pfandrechte besichert. Bei der Allokation der sonstigen, ungedeckten und nachrangigen Engagements legen wir bei Erwerb hohe Qualitätsansprüche (erstklassige Bonitäten, Investmentgrade-Bereich) bei der Auswahl unserer Vertragspartner an. Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige Forderungen) verringerten sich im Jahresverlauf um 180 Mio € auf ca. 1 Mrd € und nehmen somit lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres Kapitalanlageportfolios ein. Aufgrund der Nichtbedienung von nachrangigen Engagements wurden unsere Versicherungsunternehmen von einigen Kreditinstituten über die Nichtbedienung fälliger Zinszahlungen informiert. Die zu verzeichnenden Zinsausfälle im Berichtsjahr betragen insgesamt 12,4 Mio €. Bei den betroffenen Emittenten handelt es sich im Wesentlichen um die Landesbank Baden Württemberg, die Bayerische Landsbank und die Commerzbank. Weitere zukünftige Ausfälle sind nicht auszuschließen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise belastet die Situation der öffentlichen Haushalte massiv und nachhaltig. Ausgelöst durch Rating-Herabstufungen und die Diskussionen über erforderliche Stützungsmaßnahmen für Staaten mit erhöhten Verschuldungsgraden, war bei den Risikoaufschlägen für Staatsanleihen ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Unser Exposure in Staatsanleihen bei den sich insbesondere in der Diskussion befindenden Ländern Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien beläuft sich auf insgesamt ca. 1,1 Mrd € (davon mit ca. 655 Mio € überwiegend in Italien investiert). Trotz der zur Jahresmitte einsetzenden Kurserholungen für Verbriefungstransaktionen haben wir im Jahresverlauf Abschreibungen auf unsere Investments in einem ABS-Fonds vorgenommen. Insgesamt jedoch haben sich die stillen Lasten aufgrund vorgenommener Abschreibungen und der verbesserten Wertentwicklung im Vergleich zum Vorjahresende signifikant reduziert. Gruppenübergreifend werden Investments genau beobachtet und analysiert, um Risiken, die sich aus der Entwicklung der Märkte ergeben können, frühzeitig zu identifizieren und um Gegensteuerungsmaßnahmen ergreifen zu können. Im Zusammenhang mit der Finanzkrise wurde das Rating einiger Emittenten, zu denen die W&W-Gruppe Geschäftsbeziehungen unterhält, herabgestuft. Ansteigende Ausfallwahrscheinlichkeiten führen zu abnehmenden Rating-Einstufungen und somit zu einem Anstieg des vorzuhaltenden Risikokapitalbedarfs. Als Steuerungsinstrumentarium ermöglicht unser kontinuierlich weiterentwickeltes Kreditportfoliomodell, Kreditlinien an Rating-Veränderungen dynamisch anzupassen. KonzentrationsrisikenUnter Konzentrationsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich entweder durch Kumulation gleichartiger Risiken oder aber durch Kumulation verschiedener Risiken, bezogen auf eine einzelne Adresse, ergeben können und dabei groß genug sind, die Solvabilität oder die allgemeine Finanzlage unseres Konzerns zu gefährden. Typischerweise entstehen Konzentrationsrisiken aus Adressrisiken, aus Marktpreisrisiken, aus versicherungstechnischen Risiken, aus Liquiditätsrisiken oder deren Kombination. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet, nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, zum Beispiel eines Emittenten, oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter Schwellenwerte unserer Organisationseinheit Konzernrisikomanagement angezeigt werden. Dort laufen die Konzentrationsmeldungen aller Einzelgesellschaften ein, sodass aggregierte Betrachtungen für den gesamten Konzern erfolgen können. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und Liniensystemen, klar definierten Annahme- und Zeichnungsrichtlinien im Kredit- und Versicherungsgeschäft sowie den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes begrenzen wir Konzentrationsrisiken. Aufgrund der bestehenden aufsichtsrechtlichen Reglementierungen (Anlageverordnungen für Versicherungen und Bausparkassen) und hoher interner Bonitätsansprüche ist die W&W-Gruppe im Bereich Finanzinstitute exponiert investiert. Demzufolge trägt die W&W-Gruppe neben dem unternehmensspezifischen Risiko insbesondere das systemische Risiko des Finanzsektors. Durch staatliche Garantie- und Unterstützungsmaßnahmen sowie durch überwiegend positiv ausgefallene Unternehmensnachrichten einiger systemrelevanter Institute im Finanzsektor hat sich die Ausfallwahrscheinlichkeit bedeutender Finanzinstitute, mit denen die W&W-Gruppe Geschäftsbeziehungen unterhält, aus heutiger Sicht verringert. Versicherungstechnische RisikenUnter versicherungstechnischen Risiken werden mögliche Verluste verstanden, die sich - bei vorab kalkulierten Prämien -aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Schäden, Leistungen und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben. Die W&W-Gruppe betreibt das Erstversicherungsgeschäft im Segment der Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherung nahezu ausschließlich für private und gewerbliche Kunden im Inland. Nach Verkauf der Neugeschäftsaktivitäten ihrer englischen Niederlassung Württ-UK zeichnet die Württembergische Versicherung AG keine industriellen Großrisiken oder Rückversicherungen mehr. Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird somit nur noch in sehr begrenztem Umfang von der W&W AG in Form der Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben. Durch die bereits vor einigen Jahren erfolgte weitgehende Aufgabe des konzernfremden aktiven Rückversicherungsgeschäfts bei der W&W AG sowie den Verkauf der Württ-UK wurde die internationale Risikoexposition unseres Konzerns deutlich reduziert. Die Erneuerungsrechte der englischen Niederlassung der Württembergische Versicherung AG ab 1. Januar 2008 wurden Ende des Jahres 2007 verkauft. Das vor dem 31. Dezember 2007 gezeichnete Portfolio verbleibt bei der Württembergischen und wird mittels eines Servicevertrags durch die Antares Underwriting Services Ltd. abgewickelt. Es ergeben sich spezifische Abwicklungsrisiken. Die vertraglich vereinbarten risikobegrenzenden Maßnahmen werden im Rahmen des Risikomanagements laufend nachgehalten. Abwicklungsrisiken aus den Altgeschäften wurden durch die Bildung angemessener Rückstellungen abgesichert. Aufgrund unserer Geschäftsausrichtung mit Fokus auf das Firmen- und Privatkundengeschäft bestehen keine bestandsgefährdenden Gefahren aus großen Einzelrisiken. Die Versicherung von Terrorrisiken wurde aus den Verträgen weitgehend ausgeschlossen oder durch Weitergabe an den Spezialversicherer Extremus beschränkt. Kumulrisiken drohen in erster Linie aus Elementarereignissen wie Sturm, Hagel, Überschwemmung, die in den letzten Jahren in ihrer Häufigkeit und ihrer Schadenbelastung allerdings zugenommen haben. In der Schaden-/Unfallversicherung werden die versicherungstechnischen Risiken barwertig bewertet, d.h. unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell. Mögliche Verlustverteilungen werden mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Die stochastische Modellierung wird ergänzt durch Schadenszenarien, die den Eintritt diverser großer Elementarereignisse unterstellen. Um Risiken aus Katastrophen-, Elementar- oder Kumulereignissen abzuschätzen, bedient sich die W&W-Gruppe zudem der Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter Rückversicherungsunternehmen und -makler. Die Ergebnisse fließen in unser stochastisches Modell ein. Zur Begrenzung der versicherungstechnischen Risiken auf Brutto- und Nettobasis, d.h. vor und nach Rückversicherung, werden verschiedene Instrumente und Maßnahmen eingesetzt, die insgesamt zu einem wirksamen und angemessenen Schutz führen. Unsere Tarif- und Zeichnungspolitik ist risiko- und ertragsorientiert ausgerichtet und wird durch entsprechende Anreizsysteme für den Außendienst unterstützt. Die Preiskalkulation erfolgt auf Basis aktuarieller Berechnungen und statistischer Analysen der vorhandenen Bestände und Kosten. Risiken werden nach festgelegten Richtlinien und unter Beachtung von spartenbezogen definierten Höchstzeichnungssummen gezeichnet. Dem Elementarschadenrisiko wird mit risikogerechten Tarifen und angepassten Vertragsbedingungen für kritische Elementarzonen sowie Risikoausschlüssen begegnet. Neben dem Risikoausgleich durch unseren Sparten- und Produktmix sorgen ein effizientes Schadenmanagement und eine vorsichtige Schadenreservierungspolitik für eine Begrenzung unseres versicherungstechnischen Risikos auf Bruttobasis. Die Angemessenheit der Reserven wird regelmäßig über aktuarielle Gutachten sowie Sensitivitätsanalysen überprüft. Die Entwicklung der Schadenreserven lässt sich anhand der im Konzernanhang ab Seite 140 abgebildeten Schadenabwicklungsdreiecke nachvollziehen. Insgesamt zeigt diese Übersicht, dass bislang stets angemessene Schadenreserven gebildet wurden. Bezüglich der Nettoschaden- und Nettoabwicklungsquoten verweisen wir auf den Konzernanhang. Die Sicherheitsvorkehrungen werden auf Nettobasis durch den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes für Einzelrisiken und spartenübergreifende Kumulrisiken abgerundet. Das Rückversicherungsprogramm wird jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit an die Geschäftsplanung angepasst. Weitere Einzelheiten zu den versicherungstechnischen Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung und den eingesetzten Instrumenten, sie zu minimieren, finden sich im Konzernanhang ab Seite 102. In der Lebens- und Krankenversicherung resultieren versicherungstechnische Risiken im Besonderen aus Kostenrisiken und biometrischen Risiken. Die Risiken unterliegen längerfristigen Veränderungstrends und werden durch exogene Einflüsse wie etwa die Sterblichkeit, die Lebenserwartung oder den medizinischen Fortschritt beeinflusst. Darüber hinaus bestehen auch kurzfristige Schwankungs- und Irrtumsrisiken. Diese Risiken werden laufend durch aktuarielle Analysen überwacht. Deren Ergebnisse werden in den versicherungsmathematischen Modellen zur Produkt- und Tarifgestaltung berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen enthalten Sicherheitszuschläge, die kleinere Schwankungen in den Kalkulationsannahmen zu Biometrie, Zins und Kosten ausgleichen können. Neben eigenen Erkenntnissen stützt sich die W&W-Gruppe zur Abschätzung der versicherungstechnischen Risiken auch auf Branchenempfehlungen und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung. Um dem Trend steigender Lebenserwartung gerecht zu werden, wurden die Sicherheitsmargen für das Langlebigkeitsrisiko in den Deckungsrückstellungen weiter erhöht. Die verwendeten Rechnungsgrundlagen werden sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch von der Deutschen Aktuarvereinigung als angemessen angesehen. Neben der risikoadäquaten Tarif- und Zeichnungspolitik und der vorsichtigen und angemessenen Bildung unserer Rückstellungen wird das Risiko auf Nettobasis durch die Rückdeckung von Einzel- und Kumulrisiken bei Rückversicherern mit hoher Bonität begrenzt. Darüber hinaus existieren umfassende Controllingmaßnahmen auf Risiko-, Produkt- und Vertriebsebene sowie eine enge Abstimmung zwischen Versicherungstechnik und Kapitalanlage. Weitere Ausführungen zu den versicherungstechnischen Risiken des Lebensversicherungsgeschäfts und den eingesetzten Instrumenten, sie zu minimieren, sowie der Struktur unserer Deckungsrückstellungen finden sich im Konzernanhang ab Seite 103. KollektivrisikenUnter den bauspartechnischen Kollektivrisiken sind mögliche Verluste zu verstehen, die sich durch nicht zinsinduzierte Änderungen im Kundenverhalten und unter Ausnutzung der bestehenden Produktoptionen ergeben können. Solche Änderungen können beispielsweise der Abbruch bzw. die Unterbrechung der Sparerleistung, die über Plan liegende Inanspruchnahme des Bonuszinses oder die Tarifwahl bzw. ein Tarifwechsel sein. Um die Kollektivrisiken zu bewerten, setzen die Wüstenrot Bausparkasse AG sowie die tschechische Wüstenrot stavebni sporitelna a.s. statistisch gestützte Simulationen ein, in denen ein gewandeltes Kundenverhalten durch gezielte Veränderungen der relevanten Kollektivparameter abgebildet wird. Die Parameter werden regelmäßig mit der Ist-Entwicklung abgeglichen, um so frühzeitig Abweichungen zu erkennen. Sind nachhaltige Abweichungen festzustellen, so fließen diese in die Parametrisierung des Modells ein. Auswirkungen auf die langfristigen Modellergebnisse werden analysiert und bei wesentlichen Abweichungen kommuniziert. Die Quantifizierung erfolgt bar-wertig unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme auf Basis eines Value-at-Risk-Ansatzes, zu dessen Parametrisierung sowohl historische Entwicklungen als auch Prognoseergebnisse des bauspartechnischen Simulationsmodells herangezogen werden. Die Ergebnisse der Simulationsrechnungen fließen in die Tarif- und Produktentwicklung ein und versetzen uns frühzeitig in die Lage, mögliche Störungen eines angemessenen Verhältnisses zwischen Spar- und Darlehensseite erkennen und steuern zu können. Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen ebenfalls zu den operationellen Risiken. Im Berichtsjahr kam es wegen systemtechnischer und prozessualer Umstellungen sowie hoher Neugeschäftsaktivität im Kreditservicecenter des Geschäftsfeldes BausparBank zu Arbeitsrückständen in der Antragsbearbeitung und Darlehensauszahlung. Durch umgehend eingeleitete Sofortmaßnahmen verläuft der Rückstandsabbau mittlerweile planmäßig. Das im Jahresverlauf zunehmende Risiko einer flächendeckenden H1N1-Pandemie haben wir aufmerksam verfolgt. Zur Abwehr von Pandemierisiken haben wir diverse präventive Vorsorgemaßnahmen getroffen und darüber hinaus weitere optionale Maßnahmenpläne erarbeitet, welche uns bei akutem Bedarf zur Verfügung stehen. Seit Anfang 2009 werden die Risikoinventare aller wesentlichen Einzelunternehmen in einer konzernweit einheitlichen Softwareanwendung erfasst. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenpotenzials eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine Risikomatrix. Auf Basis der hieraus gewonnenen Informationen über die Risikosituation in den Einzelunternehmen wird das Reporting operationeller Risiken an die Managementeinheiten ergänzt und damit die proaktive Steuerung und Überwachung gefördert. Aufbauend auf der Risikoinventur werden Szenarienanalysen zur Einschätzung der Gefährdungslage und der Sensibilität von operationellen Risiken erstellt. Darüber hinaus sind in der W&W-Gruppe eine Reihe von Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien und betrieblichen Regelungen vereinbart sowie Verfahren, Systeme und Kontrollen eingerichtet, die darauf ausgerichtet sind, einen ordnungsgemäßen, effizienten und störungsfreien Arbeitsablauf zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und eine angemessene Risikokultur zu etablieren, die potenzielle Schwächen und Lücken frühzeitig erkennen lässt und schnelle Abhilfe ermöglicht. Im vergangenen Jahr wurde weiterhin konzernweit an der Optimierung der internen Kontrollsysteme gearbeitet. Das Business-Continuity-Management wird 2010 konsequent ausgebaut. Regelmäßige Qualitätskontrollen sowie die Information und laufende Qualifikation unserer Mitarbeiter wahren das erreichte Sicherheitsniveau und bilden die Basis für weitere Verbesserungen. IT-Entwicklung, IT-Betrieb und IT-Service sind bei der W&W Informatik GmbH gebündelt. Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch die IT-Risiken der betreuten Einzelunternehmen abbildet und die regelmäßig berichtet werden. Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme, die redundante Auslegung der internen und externen Telekommunikationsstruktur sowie weitere Schutzmaßnahmen minimieren das IT-Ausfallrisiko. Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Als zentrales Gremium zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien fungiert das Group Compliance Committee. Weiterführende Informationen zu unserer Corporate Governance sowie zur Zusammensetzung des Committees befinden sich auf Seite 255 des Lageberichts der W&W AG. Strategische RisikenUnter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus einer strategischen Fehlausrichtung des Konzerns oder einzelner Unternehmen bzw. einem Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele, also dem allgemeinen Geschäftsrisiko resultieren. Strategische Risiken beinhalten neben den Gefahren aus der Veränderung des rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeldes auch die Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, Ertrags- und Kostenrisiken sowie Reputationsrisiken. Aufgrund der Finanzkrise und deren Auswirkung auf die konjunkturellen Rahmenbedingungen sehen wir uns verstärkt Ertrags- und Reputations- sowie Vertriebsrisiken ausgesetzt. Zur Erreichung unserer ambitionierten Zielvorgaben arbeiten wir weiterhin mit Nachdruck an den bereits zu verzeichnenden Cross-Selling-Erfolgen. Detailliertere Angaben finden sich in der Segmentberichterstattung und dem Prognosebericht. Die exogenen Markteinflüsse werden von uns intensiv beobachtet und analysiert. Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken sowie unsere Handlungsoptionen. Wir streben an, strategische Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung entwickeln und einleiten zu können. Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir geschäftsfeldübergreifend in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell, indem wir dafür einen angemessenen Pauschalbetrag bereitstellen. Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte, durch die erhöhte Anforderungen an die Transparenz, Dokumentation und Kommunikation sowie an die Kontrolle der betrieblichen Tätigkeit gestellt werden. Wir nehmen diese Herausforderung gerne an und sehen uns mit der W&W-Gruppe gut vorbereitet, um die Anforderungen erfolgreich umzusetzen. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen, dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeitsrisiko), um unsere Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, allen finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik basiert primär auf der jederzeitigen Sicherstellung der Liquidität. Zur Stärkung unserer Governance-Strukturen wurde im Berichtsjahr ein Konzern-Liquiditäts-Komitee etabliert. Darüber hinaus wird die Liquiditätslage regelmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Auf Basis eines wöchentlichen Berichts aller wesentlichen Unternehmen der W&W-Gruppe stellen wir eine aktuelle Sicht auf unsere Liquiditätslage sicher. Die kontinuierliche Überwachung der Liquiditätspläne der Konzernunternehmen erfolgt in der Abteilung Konzernrisikomanagement. Die bereits umgesetzte aufbau- und ablauforganisatorische Optimierung des konzernweiten Liquiditätsrisikomanagements führt zu mehr Transparenz und Prozesssicherheit. Ein neu konzipierter konsolidierter Liquiditätsplan ermöglicht eine gruppenweite Sicht auf unsere Liquiditätslage. Die laufenden Zahlungsmittelbestände werden primär in Eigenverantwortung der Einzelunternehmen gesteuert, die zur Überwachung der Liquiditätsziele die in der Zukunft zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenüberstellen. Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen werden die Anlage- oder Finanzierungsentscheidungen abgeleitet. Mit Sensitivitätsanalysen untersuchen wir die Auswirkungen und Deckungsmöglichkeiten besonderer Verhaltensweisen von Kapitalmärkten und Kunden. Durch Notfallpläne und Liquiditätspuffer stellen wir sicher, auch solche außergewöhnlichen Situationen bewältigen zu können. Die Laufzeitstruktur unserer Finanzinstrumente sowie unserer versicherungstechnischen Rückstellungen haben wir im Konzernanhang ab Seite 166 dargestellt. Das Refinanzierungsvolumen unserer Kreditinstitute ist über ein diversifiziertes Funding-Potenzial gesichert. Im Zuge der Diversifizierung des Funding-Potenzials erschließen unsere Kreditsinstitute neue Refinanzierungsquellen und tätigen unverändert in beträchtlichem Umfang Offenmarktgeschäfte mit der Europäischen Zentralbank (EZB). Durch Vorhalten eines definierten Anteils an notenbank- und repofähigen Wertpapieren guter Bonität erhalten wir uns Flexibilität in der Refinanzierung und verringern somit unser Refinanzierungsrisiko. Das deutliche Einlagenwachstum unserer Spar- und Termineinlagen konnten wir zur Substitution insbesondere von kurzfristigen, ungedeckten Refinanzierungen nutzen. Neben der Optimierung unserer Refinanzierungsstruktur profitieren wir somit zusätzlich durch die Reduzierung unserer Refinanzierungskosten. Im Jahr 2010 werden unsere Kreditinstitute durch die Einführung eines Refinanzierungsregisters die Refinanzierungsbasis weiter ausbauen. Unsere Versicherungsunternehmen weisen, bedingt durch die Gegebenheiten des Geschäftsmodells, das durch kontinuierlich fließende Beitragseinnahmen sowie durch Rückflüsse aus Kapitalanlagen gekennzeichnet ist, einen in der Regel permanent positiven Liquiditätssaldo aus. Die eingerichteten Systeme unserer Einzelunternehmen sind in der Lage, durch vorausschauende Planung und operative Cash-Disposition Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management der W&W AG gemeldet. Sofern ein Unternehmen bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, stehen gemäß Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Als Finanzkonglomerat profitieren wir gerade in angespannten Märkten von der Diversifikation unserer Refinanzierungsquellen. Die Möglichkeit der Bündelung unserer Konzernliquidität erweist sich hierbei als Wettbewerbsvorteil. Nicht zuletzt bedingt durch unser Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und diversifizierte Liquiditätsbasis. Auf Einzel- und Gruppenebene ist derzeit keine Gefährdung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar. Weiterentwicklungen im RisikomanagementIm Jahr 2009 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften weiter auszubauen. Neben der Einstellung von weiteren hoch qualifizierten Mitarbeitern haben wir in technische Systeme, wie z.B. verbesserte Simulationsmodelle, Projekte zur Prozessoptimierung und nicht zuletzt in die weitere Integration unserer Datenbasis investiert. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Weiterentwicklung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells. Dieses wurde durch ein konzerneinheitliches Limitsystem ergänzt, das zur systematischen Überwachung von Risikobereichen je Geschäftsfeld und Einzelunternehmen beiträgt. Ergänzt wird dieses durch ein System von Frühwarnindikatoren, das in unser Risikoberichtswesen integriert ist. Durch die konzernweite Anwendung des modularen Risikoberichtswesens wurde die Aussagekraft der Risikoberichterstattung weiter verbessert. Der Einsatz eines neu entwickelten Kreditrisikomodells erleichtert und optimiert die einheitliche Messung und Steuerung von Kreditrisiken im Eigen- und Kundenkreditgeschäft. Darüber hinaus nutzen wir das Kreditportfoliomodell zur laufenden Überprüfung der Portfoliostruktur hinsichtlich Bonität und Diversifikation. Das Liquiditätsmanagement der W&W-Gruppe wurde weiter vereinheitlicht und konzernweit integriert. Ein adäquates Reporting- und Frühwarnsystem wurde installiert, um gruppenweite Synergien auszuschöpfen. Maßnahmen zur weiteren Optimierung sind durch die verantwortlichen Konzerneinheiten bereits aufgesetzt. Zur Umsetzung der Neufassung und Erweiterung der Mindestanforderungen für das Risikomanagement von Banken wurden sowohl in den Kreditinstituten als auch in den übergreifenden Konzernfunktionen entsprechende Projekte durchgeführt. Für die Aufnahme neuer Produkte und neuer Märkte wurde ein konzernweit harmonisierter Neue-Produkte-Prozess verabschiedet, um möglichst hohe einheitliche Qualitätsstandards bei der Risikoanalyse von Produkteinführungen und der Erschließung neuer Märkte zu gewährleisten. Auf Solvency II bereiten wir uns mit dem Start eines entsprechenden Querschnittsprojekts vor. Mit einer konzernweiten organisatorischen Integration des Wertpapier-Risikomanagements in einem zentralen Wertpapier Middle- und Backoffice streben wir im Jahr 2010 neben einer zentralen Koordination des Wertpapiermanagements weitere Verbesserungen im Berichtswesen sowie in der Modell- und Datenqualität an. Zusammenfassung und AusblickDie W&W-Gruppe verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das es ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten und zu steuern. Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten. Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Risikolage des Konzerns und der Einzelunternehmen Rechnung. Die vorgesehenen Maßnahmen unterstreichen die Bedeutung eines stark ausgeprägten Enterprise-Risk-Managements für die W&W-Gruppe. Die Ordnungsmäßigkeit, Funktionsfähigkeit und Angemessenheit unseres Risikomanagement- und Risikocontrollingsystems werden regelmäßig durch die interne Revision geprüft. Im Jahr 2009 war ebenso wie im Vorjahr für den Konzern stets eine ausreichende Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Modell verfügten wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken mit hoher Sicherheit bedecken zu können. Auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Solvabilität wurden jederzeit erfüllt. Eine Übersicht der aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalausstattung ist im Konzernanhang unter Ziffer 10 a dargestellt. Zum Berichtszeitpunkt sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der W&W-Gruppe gefährden. In den letzten Jahren sind die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement von Unternehmen beständig gestiegen. Die internationalen Finanzmärkte stehen vor einer Neuordnung. Als Konsequenz der globalen Finanzkrise haben Regierungen und Aufsichtsbehörden bereits eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen initiiert. Weitere Regulierungsansätze werden gegenwärtig auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene diskutiert. Den Entwicklungen tragen Aufsichtsbehörden und externe Partner wie etwa Rating-Agenturen durch neue und erweiterte gesetzliche Vorgaben bzw. gesteigerte Anforderungen Rechnung. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die nächsten Jahre eine weitere Zunahme nationaler und internationaler Anforderungen zum Ausbau des Risikomanagements sowie der Überwachungs- und Controllinginstrumente. Die Veränderungen im internen und externen Umfeld verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig und flexibel reagieren zu können. Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement wollen wir im Geschäftsjahr 2010 kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten entlang unseres Risikomanagementprozesses definiert. Insgesamt ist die W&W-Gruppe durch ihr Entwicklungsprogramm gut gerüstet, die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen. In einem anhaltend schwierigen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld sehen wir für die W&W-Gruppe als wesentliche Einzelrisiken das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko sowie das Zinsänderungsrisiko sowohl im Falle einer lang anhaltenden Niedrigzinsphase als auch im Falle stark und schnell ansteigender Zinsen. Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGBAufgaben und Organisation des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDas interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess umfasst die vom Vorstand im Konzern eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands gerichtet sind:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Der Vorstand hat insbesondere die dem Ressort Finanzen der W&W AG unterstellten Abteilungen Konzernrisikomanagement und Konzernrechnungswesen sowie die dem Vorstandsvorsitzenden unterstellte Konzernrevision mit der Verantwortlichkeit für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Konzern betraut. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind die vollkonsolidierten Gesellschaften eingebunden. Der IFRS-Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden insbesondere von der Abteilung Konzernrechnungswesen erstellt, die im Wesentlichen die Bereiche Grundsatzfragen Rechnungslegung/Meldewesen, Rechnungswesen Konzern sowie Steuern umfasst. Die Abteilung Konzernrisikomanagement ist für das konzernweite Risikomanagementsystem sowie für den Risikobericht zuständig (vgl. hierzu den Risikobericht auf Seite 37). Als Teil des internen Kontrollsystems prüft die Konzernrevision entsprechend den Regelungen der MaRisk risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat die Konzernrevision ein vollständiges und uneingeschränktes Informations- und Eingriffsrecht über die Aktivitäten, Prozesse sowie die IT-Systeme unserer vollkonsolidierten Gesellschaften. Neben dem Vorstand als Gremium mit Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss mit eigenständigen Prüfungstätigkeiten betraut. Der Aufsichtsrat besitzt unmittelbar gegenüber der Konzernrevision unter Einbeziehung des Vorstands ein Auskunftsrecht. Ferner prüft der Konzernabschlussprüfer prozessunabhängig die Konzernrechnungslegung. Dessen Prüfungstätigkeit umfasst insbesondere die Prüfung der Berichtspakete der vollkonsolidierten Gesellschaften und Investmentfonds. Die Aufgaben des Konzernabschlussprüfers umfassen im Rahmen und für die Zwecke der Prüfung des Konzernabschlusses auch eine Einschätzung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Der zu erstellende Prüfungsbericht des Konzernabschlussprüfers wird dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsIm Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess bei den vollkonsolidierten Gesellschaften erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts beeinflussen können. Die wesentlichen Merkmale sind:
Wesentliche Rechnungslegungs- und KonsolidierungsprozesseDie Erfassung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten erfolgt bei den vollkonsolidierten Gesellschaften im Wesentlichen durch lokale Buchhaltungssysteme (3-Kreis-Buchhaltung), überwiegend SAP-Systeme, unter Berücksichtigung konzerneinheitlicher Bilanzierungsrichtlinien. Zur Erstellung des Konzernabschlusses werden die in den lokalen Buchhaltungssystemen enthaltenen Informationen zu Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten bei den vollkonsolidierten Gesellschaften jeweils zu Konzernmeldedaten aggregiert. Für einige vollkonsolidierte Gesellschaften übernimmt die W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg, zentral die Verwaltung der Kapitalanlagen sowie deren Transformation zu Konzernmeldedaten. Diese Konzernmeldedaten werden durch zusätzliche Informationen zu standardisierten Berichtspaketen auf der Ebene der jeweiligen vollkonsolidierten Gesellschaft erweitert und anschließend manuell und maschinell plausibilisiert. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit der standardisierten Berichtspakete sind die jeweiligen vollkonsolidierten Gesellschaften verantwortlich. Der Abschlussprüfer der jeweiligen vollkonsolidierten Gesellschaft prüft darüber hinaus die standardisierten Berichtspakete. Anschließend werden die standardisierten Berichtspakete in SAP EC-CS zentral durch die Abteilung Konzernrechnungswesen erfasst und einer Validierung unterzogen. In SAP EC-CS werden sämtliche Konsolidierungsschritte zur Erstellung des Konzernabschlusses, wie beispielsweise die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung oder die Zwischenergebniseliminierung, zunächst mittels Testläufen und danach effektiv durch die Abteilung Konzernrechnungswesen vorgenommen und dokumentiert. Im Rahmen der einzelnen Konsolidierungsschritte sind systemimmanente Plausibilitätsprüfungen und Validierungen enthalten. Die gesamten quantitativen Informationen der einzelnen Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich der quantitativen Anhangangaben werden im Wesentlichen aus SAP EC-CS generiert. Auch die einzelnen Konsolidierungsschritte werden durch den Konzernabschlussprüfer geprüft. Die Erfassung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten bei den vollkonsolidierten Investmentfonds erfolgt bei der jeweiligen externen Kapitalanlagegesellschaft. Die jeweilige externe Kapitalanlagegesellschaft oder die W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg, erstellt die Konzernmeldedaten für die vollkonsolidierten Investmentfonds, die anschließend zu standardisierten Berichtspaketen weiterverarbeitet und danach plausibilisiert werden. Der Abschlussprüfer prüft auch diese standardisierten Berichtspakete prozessunabhängig. PrognoseberichtErwartete wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldDie Konjunkturaussichten der Wirtschaftsforschungsinstitute für 2010 sind verhalten optimistisch. Im ersten Halbjahr werden für die deutsche Wirtschaft höhere Wachstumsraten erwartet, die auch von den schwachen Vorjahreszahlen profitieren. Positive Impulse kommen zunächst aus dem weiter anziehenden Exportgeschäft - besonders im Handel mit den asiatischen Schwellenländern. Für eine weitere Belebung sorgen auch die Lagerbestände. Sie wurden von den Unternehmen während der Rezession deutlich reduziert und werden nun wieder aufgefüllt. Zudem wirken die von der Politik beschlossenen Konjunkturprogramme im Bereich der öffentlichen Investitionen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Konjunkturdynamik nachlassen. Insgesamt wird für 2010 mit einer Zuwachsrate von 1,25 % gerechnet. Am Arbeitsmarkt, der erst mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Konjunkturentwicklung reagiert, muss von spürbar ansteigenden Arbeitslosenzahlen ausgegangen werden. In der Folge werden die real verfügbaren Einkommen der Privathaushalte eher stagnieren. Für 2011 wird eine anhaltende Erholung der Weltwirtschaft erwartet, von der Deutschland über steigende Exporte profitieren sollte. Das Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich um 25 bis 50 Basispunkte über den Prognosen für 2010 liegen. ![]() KapitalmärkteAngesichts des stabilisierten Bankensystems, der positiveren Stimmung an den Kapitalmärkten sowie der verbesserten Konjunktur sind wir der Ansicht, dass die EZB die Liquiditätsversorgung des Finanzsystems im Jahresverlauf 2010 nach und nach reduzieren wird. Erste moderate Leitzinserhöhungen könnten zum Jahresende folgen. Dies wird insgesamt zu begrenzt ansteigenden Renditen an den Anleihemärkten führen. Obwohl sich das konjunkturelle Umfeld im Laufe des Jahres 2010 voraussichtlich weiter stabilisieren wird und die Unternehmensgewinne Zuwächse erreichen dürften, ist das Kurspotenzial der europäischen Aktienmärkte begrenzt. Ihr Kursniveau am 31. Dezember 2009 spiegelt bereits die verbesserten Rahmendaten wider. Die vermutlich restriktivere Politik der Notenbanken wird die Aktienmärkte im Jahr 2010 tendenziell belasten. Auch die infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise verhaltenen mittelfristigen Wachstumsaussichten und die ausgeprägte Zurückhaltung der Kapitalanleger schränken die Aussicht auf deutlich steigende Aktienkurse ein. Im Jahr 2011 besteht zunächst noch die Aussicht auf weiter ansteigende Zinsen. Ein unterdurchschnittliches Wachstum in den Industrienationen, eine gemäßigte Inflationsentwicklung und eine nur vorsichtige, schrittweise Straffung der Geldpolitik seitens der Zentralbanken könnten den Zinsanstieg jedoch einschränken. Bei einer voraussichtlich volatilen Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2011 wird das Potenzial für anhaltende Kurszuwächse insgesamt als gering eingeschätzt. Finanz- und Ertragslage des W&W-KonzernsDas zentrale Ziel des im Jahr 2006 gestarteten Programms "W&W 2009" war es, 2009 eine Eigenkapitalrendite nach Steuern (ROE) von 9 % zu erreichen. Dieses Ziel haben wir mit 9,1 % sogar leicht übertroffen. Weitere Erfolge des Programms sind, dass wir wieder Marktanteile hinzugewinnen konnten, dass wir die Effizienz gesteigert und das Risikomanagement deutlich gestärkt haben. Schließlich haben wir es mit "W&W 2009" geschafft, in der Finanzkrise zu bestehen und unsere Chancen als "DER Vorsorge-Spezialist" im Markt zu nutzen. Mit "W&W 2009" haben wir die Voraussetzung für die nächsten Maßnahmen geschaffen, die wir nun aktiv angehen wollen. Der nächste Strategie-Schritt heißt "W&W 2012". Er baut auf "W&W 2009" auf, indem wir uns dort stabilisieren, wo wir Erfolge aufweisen, und uns verbessern, wo wir noch Rückstände haben. Die Finanzkraft für die dazu erforderlichen Zukunftsinvestitionen müssen wir selbst erwirtschaften. Investieren werden wir vor allem:
Das in diesem Rahmen geplante Wachstum wird geprägt durch die weitere Stärkung unserer Produktfelder Bausparen und Schaden-/Unfallversicherung, kombiniert mit einem fokussierten Vorstoß in den wachsenden Bereich der privaten Vorsorge mit Lebens-/Rentenversicherungen und Anlageangeboten von Bankeinlagen bis zu Fondsprodukten. Die Kundenbetreuung stellen wir über einen Multikanalvertrieb sicher. Unsere Kunden sprechen wir über sechs Vertriebswege an. Im Zentrum unseres Vertriebs stehen weiter unsere beiden namhaften Außendienste mit ihrem großen Potenzial. Vorgesehen sind Investitionen in die Außendienste sowie ein weiterer Auf- und Ausbau ergänzender Vertriebswege wie Makler, Banken, andere Finanzdienstleister oder Direktaktivitäten. Basierend auf unserer Vorsorgeberatung wollen wir den Kunden unsere passgenauen Produkte und Produktkombinationen aus beiden Geschäftsfeldern vermitteln und darüber hinaus mit einzigartigen Vorsorgeleistungen, die nur "DER Vorsorge-Spezialist" bietet, neue Maßstäbe setzen. Ab 2012 haben wir uns zum Ziel gesetzt, ein nachhaltiges jährliches Konzernergebnis von rund 250 Mio € nach Steuern zu erwirtschaften. Durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ergeben sich deutlich mehr Unsicherheiten bezüglich der Zukunftsprognosen. Besonders eine abweichende Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung kann sich auf die prognostizierten Entwicklungen der W&W-Gruppe auswirken. Bedingt durch unser solides Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und diversifizierte Liquiditätsbasis. Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, dass wir unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen können. Dies wird auch durch Liquiditätsplanungen sichergestellt. Die Liquiditätslage wird ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", auf Seite 46 beschrieben. Für die Jahre 2010 und 2011 zeigen unsere Liquiditätspläne unverändert eine angemessene Liquiditätsaustattung. Entwicklung der SegmenteSegment BausparBankDie Marktbedingungen für Immobilienfinanzierungen sind nach wie vor schwierig. Die sich verschlechternden Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven dürften zu einer zunehmend abwartenden Haltung der Verbraucher führen, die Investitionsentscheidungen eher verschieben werden. Darüber hinaus stellen die hohe Wettbewerbsintensität sowie der anhaltende Margendruck eine Herausforderung dar. Wachstumschancen sehen wir unverändert in dem attraktiven Markt der privaten Altersvorsorge durch die Einbeziehung des Bausparens und der Baufinanzierung in die Riester-Förderung. Aus dem Inkrafttreten des Bürgerentlastungsgesetzes ergeben sich zusätzliche Marktchancen, die wir konsequent nutzen wollen. Weiteres Wachstumspotenzial bietet sich zudem im boomenden Renovierungs- und Modernisierungsmarkt. Im Bankgeschäft erwarten wir neben einer verstärkten Nachfrage nach soliden und sicheren Anlageprodukten auch einen steigenden Bedarf an einfachen, standardisierten und transparenten Produkten. Wüstenrot bietet eine breite Palette attraktiver Bauspar-, Baufinanzierungs- und Bankprodukte, um diesen Marktentwicklungen und den dahinterstehenden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden. Für 2010 wird angestrebt, das Bausparneugeschäft bei der Wüstenrot Bausparkasse AG weiter zu steigern. Positive Effekte erwarten wir dabei sowohl aus dem stetig erweiterten Cross-Selling, dem Riester-Bausparen sowie aus den neuen Vertriebskooperationen mit der HypoVereinsbank und der ERGO-Versicherungsgruppe. In der Immobilienfinanzierung wollen wir im Verbund zwischen Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und Wüstenrot Bausparkasse AG unseren Kunden die jeweils optimalen bauspargestützten oder bausparunabhängigen Finanzierungsprodukte anbieten. Hier wollen wir das Neugeschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen. Im Bankbereich haben wir 2009 mit unserem Produktbündel aus kostenfreiem Girokonto und attraktiven Tagesgeld- bzw. Termingeldkonten ein Wachstum bei den Kundeneinlagen erzielt. Dies wollen wir 2010 weiter ausbauen. Aufgrund der neu eingeführten Einlagenprodukte und des ausgestalteten Online-Auftritts rechnen wir 2010 erneut mit einem Bestandswachstum. Für 2010 erwarten wir für das Segment Bauspar Bank ein leicht ansteigendes Finanzergebnis. Den weiterhin bestehenden Belastungen aus Bonusaufwendungen für frühere Tarifgenerationen stehen Verbesserungen gegenüber, die wir durch die sukzessive Umschichtung auf Tarife mit niedriger Basisverzinsung erreichen. Fortschritte ergeben sich durch die wachsenden Einlagenbestände und die dadurch optimierte Refinanzierungsstruktur bei der Bank. Bei der Kreditrisikovorsorge sehen wir sowohl bei der Bausparkasse als auch bei der Bank trotz des weiterhin sehr schwierigen konjunkturellen Umfeldes aufgrund unserer Risikostruktur keinen gravierenden Veränderungen entgegen. Die deutlich verbesserten Prozesse und Systeme zur Risikobewertung und -Steuerung tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu identifizieren und einzugrenzen. Im Verwaltungsaufwand rechnen wir für 2010 mit zusätzlichen Belastungen, die vorwiegend im Zusammenhang mit IT-Investitionen und Projekten für "W&W 2012" stehen. Insgesamt wird das Segmentergebnis 2010 - auch wegen der geplanten Investitionen für "W&W 2012" - das Vorjahresniveau nicht erreichen. Für 2011 prognostizieren wir ein Ergebnis auf dem Niveau von 2010. Neben der unverändert hohen Wettbewerbsintensität bestehen Ergebnisrisiken durch eine abweichende Entwicklung des Zinsniveaus. Zudem können sich Risiken für unsere Geschäftsentwicklung aus einer schwächeren konjunkturellen Entwicklung ergeben. Segment PersonenversicherungDer Bedarf an privater Altersvorsorge wird unseres Erachtens 2010 weiterhin hoch bleiben. Hierzu tragen unter anderem die demografische Entwicklung und die zunehmende Eigenverantwortung für die Altersvorsorge bei. Infolge der Finanzkrise bevorzugen die Verbraucher risikoarme Anlageformen. Zur sicheren, transparenten und langfristig stabilen privaten Altersvorsorge werden die Produkte der Lebensversicherungen daher auch in den nächsten Jahren im Fokus der Verbraucher stehen. Da durch die wirtschaftliche Entwicklung die finanziellen Spielräume für die eigene Altersvorsorge zurückgehen, müssen zukünftig verstärkt Produkte bereitgestellt werden, die eine umfassende Vorsorge ermöglichen und gleichzeitig ausreichend Flexibilität besitzen, um sich an unterschiedliche Lebens- und Erwerbsphasen anzupassen. Für das Jahr 2010 erwarten wir - ein konstantes Einmalbeitragsgeschäft vorausgesetzt - ein ansteigendes Neugeschäft bei unseren Lebensversicherungen. Zum einen werden wir unsere Vertriebsstrukturen noch besser unterstützen und das Cross-Selling innerhalb des Konzerns intensivieren. Zum anderen werden wir unsere erfolgreiche Produktpolitik - wie mit der 2009 eingeführten, mehrfach ausgezeichneten Produktinnovation "Genius Privat-Rente" - fortsetzen. Maßgeblich ist dabei auch in Zukunft, uns ganzheitlich an den Bedürfnissen unserer Kunden auszurichten. Unsere Kapitalanlagepolitik ist nicht zuletzt wegen der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten von konsequenter Risikoorientierung geprägt. Durch ein effizientes, zeitnah reagierendes Risikomanagement sehen wir die Chance, ein stabiles und marktgerechtes Finanzergebnis zu erzielen, das von externen Faktoren weniger stark beeinflusst wird. Die im vergangenen Jahr deutlich verbesserte Reserveposition soll gefestigt werden. Durch die Investitionen in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" werden die Verwaltungskosten kurzfristig ansteigen. Die privaten Krankenversicherungen sind weiterhin stark vom gesetzlichen Umfeld abhängig. Mit der neuen bürgerlichen Koalition zeichnet sich ein erster Richtungswechsel ab. Hierzu sieht der Koalitionsvertrag bereits konkrete Vorhaben vor, beispielsweise die Abschaffung der Drei-Jahres-Wartefrist, die Beschränkung der gesetzlichen Krankenkassen beim Angebot von Wahl- und Zusatztarifen oder den Einstieg in eine ergänzende kapitalgedeckte Pflegeversicherung. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir die Wachstumschancen in der privaten Vollversicherung für die Württembergische Krankenversicherung AG mit vorsichtigem Optimismus. Deutliches Potenzial sehen wir in der Zusatzversicherung, vor allem in der Pflegeversicherung. Insgesamt rechnen wir für das Segment Personenversicherung 2010 und 2011 mit einem Anstieg des Segmentergebnisses. Risiken für die aufgezeigte Entwicklung ergeben sich, wenn sich die Kapitalmärkte negativ entwickeln oder Adressausfallrisiken in erheblichem Umfang eintreten (vgl. Risikobericht, Kapitel "Adressrisiken", Seite 41). Eine abflauende konjunkturelle Entwicklung würde das Erreichen unserer Neugeschäftsziele gefährden. In der Krankenversicherung ergeben sich wirtschaftliche Risiken aus Gesetzesänderungen zum Nachteil der privaten Krankenversicherung. Segment Schaden-/UnfallversicherungFür die Branche "Schaden-/Unfallversicherung" sind eine sinkende Bestandsfestigkeit und eine weiter steigende Preissensibilität zu erwarten. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) geht davon aus, dass das Beitragsaufkommen 2010 um 0,5 % unter Vorjahr liegen wird. Auch vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise werden die privaten Haushalte bei kaum steigenden Realeinkommen abermals eine Überprüfung der Ausgaben für Versicherungsschutz vornehmen bzw. sich beim Neuabschluss zurückhalten. In der Kraftfahrtversicherung wird wettbewerbsgetrieben ein erneuter Rückgang der Prämien erwartet. Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds erwarten wir für 2010, im Neugeschäft das Wachstum von 2009 fortzuführen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir die Württembergische Ausschließlichkeitsorganisation ausbauen, den strategischen Vertriebsweg Makler weiter voranbringen und den Wüstenrot-Außendienst noch stärker für das Cross-Selling im Schaden- und Unfallgeschäft sensibilisieren. Unsere Produktpalette werden wir durch weitere Produktinnovationen, z. B. in privater Haftpflicht, Rechtsschutz oder in Kraftfahrt, weiterhin optimal an die Marktanforderungen anpassen. Neben Wachstum ist ein weiteres Kernelement des Programms "W&W 2012", die Effizienz und die Rentabilität zu steigern. Durch die geplante Überführung unserer Versicherungsbestände in ein einheitliches Verwaltungssystem sowie durch die Bündelung zentraler Dienstleistungen in der W&W Service GmbH wollen wir mit einer deutlichen Kostenreduktion dazu beitragen. Dem stehen jedoch zu Beginn höhere Investitionen, zum Beispiel in unsere IT-Systeme, gegenüber. 2010 wollen wir auch die Effizienz unserer Organisationsgeschäftsstellen im Vertrieb erhöhen. Das Segmentergebnis 2010 wird aufgrund der geplanten Investitionen im Rahmen von "W&W 2012" unterhalb des Vorjahresniveaus liegen. 2011 rechnen wir wieder mit einem Segmentergebnis über dem Wert von 2010. Ergebnisrisiken können sich aus einer Abweichung der Erwartungen und der tatsächlichen Entwicklung an den Kapitalmärkten durch entsprechende Auswirkungen auf unsere Kapitalanlagen ergeben. Zudem entstehen Risiken aus dem anhaltend intensiven Preiswettbewerb. Darüber hinaus haben wir für unsere Planungen einen normalisierten Schadenverlauf unterstellt. Außergewöhnliche Schadenereignisse können zu Ergebnisbelastungen führen. Alle sonstigen SegmenteDie in diesem Segment enthaltenen Gesellschaften sind auf Seite 34 dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Entwicklungen für das Segmentergebnis erläutert. Die Investmentbranche geht aufgrund der erwarteten leicht steigenden Zinsen und des vermuteten moderaten Wirtschaftswachstums davon aus, dass sich der 2009 begonnene positive Trend beim Fondsabsatz in den Folgejahren fortsetzt. Weitere Ansatzpunkte für den Fondsabsatz ergeben sich aus den seit Januar 2010 wirkenden steuerlichen Entlastungen ("Bürgerentlastungsgesetz"), aus weiterhin niedrigen Zinsen im Tages- und Termingeldbereich und aus hohen Fälligkeitssummen im Lebensversicherungsgeschäft. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für unsere Investmentgesellschaften 2010 und 2011 mit einer Steigerung des Bruttofondsabsatzes sowie einer weiteren Erhöhung des verwalteten Fondsvolumens. Letzteres wird sich positiv auf den Provisionsüberschuss auswirken. Ergebnisrisiken bei den Investmentgesellschaften ergeben sich aus der verschlechterten Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung und dem dadurch rückläufigen verwalteten Fondsvolumen. Während der Bausparmarkt in Tschechien zumindest teilweise von der geänderten Anlagepräferenz der Verbraucher zu sicheren und kalkulierbaren Finanzprodukten profitiert, gehen wir für den gesamten Baufinanzierungsmarkt krisenbedingt weiterhin von einem schwierigen Umfeld aus. Für die Wüstenrot stavebni sporitelna a.s. rechnen wir nach dem deutlichen Neugeschäftsanstieg 2009 für 2010 mit einem Bausparneugeschäft auf Vorjahreshöhe. Die im Vorjahr durchgeführten Umstrukturierungsmaßnahmen im Vertrieb werden die Neugeschäftserwartung unterstützen. Die seit 2008 rückläufige Entwicklung des tschechischen Hypothekenmarktes wird sich voraussichtlich auch 2010 fortsetzen. Im Jahr 2009 ist es bei der Wüstenrot hypoteční banka a.s. gelungen, in diesem rückläufigen Marktumfeld das eigene Neugeschäft konstant zu halten. Dies wird auch für die Folgejahre mindestens angestrebt. Die private Altersvorsorge ist auch in Tschechien weiterhin ein attraktiver Wachstumsmarkt. Die demografische Entwicklung und die mangelhafte staatliche Versorgung erfordern zunehmend eine zusätzliche individuelle Altersvorsorge. Infolge der Finanzkrise wuchs einerseits die Nachfrage nach Produkten mit garantierten Leistungen, andererseits sinken jedoch die finanziellen Spielräume für die individuelle Altersvorsorge. Aufgrund der umgesetzten Vertriebsmaßnahmen und der geplanten sukzessiven Anpassung der Tarife an die Markterfordernisse wird 2010 mit einem Neugeschäftswachstum bei der Wüstenrot životní pojišt'ovna a.s. gerechnet. Demzufolge erwarten wir für die tschechischen Gesellschaften für 2010 einen Ergebnisanstieg gegenüber 2009. Für 2011 rechnen wir gegenüber dem Vorjahr mit einem stabilen Ergebnis. In Tschechien bestehen insbesondere Ergebnisrisiken durch eine Änderung der staatlichen Förderung beim Bausparen. Zudem bestehen bei der tschechischen Hypothekenbank Risiken aus eingeschränkten Refinanzierungsmöglichkeiten und den damit verbundenen Refinanzierungskosten. Bei der W&W AG wird die Ertragslage maßgeblich von den Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen bestimmt. Deren Ergebnisentwicklung ist in den jeweiligen Segmenten erläutert. Die Beteiligungserträge werden im Konzernabschluss im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Zusätzlich ergeben sich bei der W&W AG Ergebnisbeiträge aus der Tätigkeit als Rückversicherung. Das konzernexterne Rückversicherungsgeschäft befindet sich in Abwicklung, externes Neugeschäft wird nicht mehr gezeichnet. Das noch gezeichnete Geschäft ergibt sich aus konzerninternem Rückversicherungsgeschäft, welches im Gesamtkonzern konsolidiert wird. Unter der Prämisse eines gewöhnlichen Schadenverlaufs für 2010 und 2011 wird weiterhin ein positives versicherungstechnisches Ergebnis prognostiziert, zu dem auch das in Abwicklung befindliche Geschäft anteilig beiträgt. GesamtaussageDas 2006 aufgesetzte Programm "W&W 2009" für mehr Wachstum, Effizienz und Rentabilität haben wir erfolgreich abgeschlossen. Unser Kernziel einer Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern von 9 % haben wir mit 9,1 % sogar leicht übertroffen. Die erfolgreiche Umsetzung von "W&W 2009" hat dazu geführt, dass wir wieder Marktanteile hinzugewinnen konnten, dass wir begonnen haben, die Effizienz zu steigern, und dass das Risikomanagement deutlich gestärkt wurde. Schließlich haben wir es geschafft, in der Finanzkrise zu bestehen und eigene Vorteile zu nutzen. Damit haben wir die Basis für unseren nächsten Strategieschritt "W&W 2012" gelegt. Mit "W&W 2012" wollen wir den Konzern in den kommenden drei Jahren dort stabilisieren, wo wir Erfolge aufweisen, uns verbessern, wo wir noch Rückstände haben. Der Markt der privaten Altersvorsorge ist aufgrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Eigenverantwortung für die Altersvorsorge weiterhin vielversprechend. Zudem bevorzugen die Verbraucher infolge der Finanzkrise sichere Anlage- und Vorsorgeprodukte. Hierfür bietet die W&W-Gruppe ein attraktives und umfassendes Produktportfolio, welches ganzheitlich an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet ist und den Erfordernissen ideal entspricht. Dies wollen wir durch weitere Produktinnovationen auch zukünftig sicherstellen. Zudem wollen wir unsere Vertriebskraft weiter ausbauen. Vor diesem Hintergrund ergeben sich Wachstumschancen, die wir 2010 und 2011 im Bausparen, im Bankbereich, in der Lebensversicherung und auch in der Schaden-/Unfallversicherung nutzen wollen. Ziel ist es, ab 2012 jährlich ein nachhaltiges Ergebnis von 250 Mio € nach Steuern zu erwirtschaften. Dafür investieren wir in den nächsten drei Jahren zusätzlich rund 280 Mio €. Die Investitionen führen folglich zu niedrigeren Ergebnissen in den Jahren 2010 und 2011. Dabei sollen 2010 140 Mio € und 2011 180 Mio € nicht unterschritten werden. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDer vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu aktualisieren, besteht nicht. KonzernabschlussKonzernbilanzAktiva scroll
1
Siehe nummerierte Erläuterungen im Konzernanhang
ab Seite 117. Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern
zusammengefasst. Konzern-GesamtergebnisrechnungKonzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund geänderten
Ausweises der Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung. Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern
zusammengefasst. Verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
scroll
scroll
scroll
Konzern-KapitalflussrechnungDurch die Konzern-Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestands im W&W-Konzern während des Geschäftsjahrs dargestellt. Zu diesem Zweck werden drei Zahlungsströme ermittelt. Das sind die Zahlungsströme aus operativer Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode ermittelt. Die Position Sonstige Anpassungen enthält die Umgliederung der zahlungswirksam vereinnahmten Zinsen und Dividenden sowie der Zins- und Ertragsteuerzahlungen im Geschäftsjahr. Der Zahlungsmittelbestand im Geschäftsjahr besteht aus der Bilanzposition Barreserve in Höhe von 110,3 (Vj. 146,5) Mio € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich fälligen Guthaben bei Banken und Sparkassen in Höhe von 581,5 (Vj. 822,9) Mio € (vgl. dazu Note Nr. 1 und Note Nr. 5). In der Barreserve sind der Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen enthalten, welche eine Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Die Beträge des Zahlungsmittelbestands, über die der W&W-Konzern nicht frei verfügen kann, belaufen sich auf 94,3 (Vj. 69,3) Mio €. Die Verfügungsbeschränkung besteht aufgrund der Pflicht zur Mindestreservehaltung bei der Europäischen Zentralbank bzw. bei der tschechischen Nationalbank. Der Zahlungsstrom aus operativer Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen geprägt durch die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten sowie den Anstieg der Forderungen an Kunden. Im Zahlungsstrom aus der Investitionstätigkeit stiegen die Investitionsauszahlungen gegenüber dem Vorjahr an, die geringeren Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr führten dazu, dass der Zahlungsstrom aus Investitionstätigkeit weiterhin negativ ist. Der Zahlungsstrom aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich durch die Kapitalmaßnahme im Berichtsjahr. Insgesamt lag der Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2009 mit 691,9 (Vj. 969,4) Mio € aufgrund weiterhin gestiegener Investitionen unter dem Vorjahreswert. Der Kaufpreis für die VVB im Geschäftsjahr betrug 79,0 Mio € und stellte in dieser Höhe einen Abgang an liquiden Mitteln dar. Die übernommenen flüssigen Mittel betrugen 24,4 Mio €. Der Verkaufspreis der Anteile an der bis 2008 nach der Equity-Methode bilanzierten Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH betrug 4,5 Mio €. Für den Erwerb des Geschäftsbetriebs "Depotverwaltung W&W" wurden 185 Tsd € gezahlt. Die übernommenen flüssigen Mittel betrugen 2,4 Mio €. Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Konzern-Kapitalflussrechnung (Fortsetzung)scroll
KonzernanhangAllgemeine AngabenDer Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG hat die Zustimmung zur Publikation des Konzernabschlusses am 5. März 2010 erteilt. Der Konzernabschluss wird den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 10. Juni 2010 zur Genehmigung vorgelegt. Grundlagen des KonzernabschlussesRechnungslegungsvorschriftenAngewendete International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen (IFRIC)Die W&W AG hat ihren Konzernabschluss auf der Grundlage des § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards nach den IFRS - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind -erstellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen Standards und Interpretationen wurden beachtet, soweit sie bereits verpflichtend anzuwenden und für den W&W-Konzern relevant waren. Der Konzernabschluss der W&W AG erfüllt sämtliche Anforderungen der IFRS. Unser Konzernabschluss beinhaltet:
Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. Erstmalig im Geschäftsjahr angewendete International Financial Reporting Standards (IFRS)Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2009 hat der W&W-Konzern die folgenden Standards erstmalig verpflichtend angewendet.
IAS 1 (rev. 2007) Darstellung des Abschlusses: Durch die erstmalige Anwendung von IAS 1 ist mit Beginn des Geschäftsjahrs eine Gesamtergebnisrechnung als obligatorischer Abschlussbestandteil darzustellen. Darin wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern auf das Gesamtergebnis der Periode übergeleitet, welches nicht anteilseignerbezogene Eigenkapitalveränderungen beinhaltet. Der W&W-Konzern hat von dem Wahlrecht, die Gesamtergebnisrechnung in zwei getrennten Aufstellungen abzubilden, Gebrauch gemacht. Die Bezeichnungen der bisherigen Abschlussbestandteile wurden beibehalten. Für die einzelnen Komponenten der nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen sind die korrespondierenden Ertragsteuereffekte und Anpassungen infolge von Umgliederungen anzugeben. Darüber hinaus wird die Eigenkapitalveränderungsrechnung nun als separater Teil des Abschlusses gezeigt. Die Änderungen des IAS 1 betrafen ausschließlich den Ausweis und hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns. IAS 32 (rev. 2008) Finanzinstrumente: Darstellung und IAS 1 (rev. 2008) Darstellung des Abschlusses: Die Änderungen betreffen im Wesentlichen Fragen zur Abgrenzung von Eigen- und Fremd kapital. Durch die Änderung von IAS 32 werden insbesondere kündbare Finanzinstrumente, die derzeit die Definition einer finanziellen Verbindlichkeit erfüllen, zukünftig unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital klassifiziert. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns. IFRS 7 (rev. 2009) Finanzinstrumente: Angaben: Die Änderungen des IFRS 7 verlangen zusätzliche Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie zum Liquiditätsrisiko. Insbesondere ist in einer dreistufigen Hierarchie darzustellen, inwieweit beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten auf Basis von veröffentlichten Marktpreisen oder unter Verwendung von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren ermittelt worden sind. Die erstmalige Anwendung dieser Änderungen erforderte die Erweiterung der Anhangangaben im W&W-Konzernabschluss und hatte keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns. IFRS 8 (2006) Geschäftssegmente: IFRS 8 ersetzt die bislang gültige Vorschrift IAS 14 zur Segmentberichterstattung und basiert auf dem Management-Ansatz. Maßgeblich für die Segmentabgrenzung und die Angaben für die Segmente sind danach die Informationen, die vom Management für Zwecke der Ressourcenallokation und Leistungsbeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. Entsprechend den Übergangsvorschriften wurden die Vorjahresvergleichswerte innerhalb der Segmentberichterstattung ebenfalls nach IFRS 8 ermittelt. Die Änderungen des IFRS 8 betrafen ausschließlich den Ausweis und hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns. Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2008): Der IASB hat im Rahmen seines Annual Improvements Projekts im Mai 2008 eine Vielzahl kleinerer Änderungen einer Reihe von bestehenden Standards verabschiedet. Ein Großteil der Änderungen ist erstmals auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Für den W&W-Konzern ergab sich insbesondere Anpassungsbedarf aus der Änderung des Anhangs zu IAS 18. Die Effekte dieser Änderung auf den W&W-Konzernabschluss sind im Abschnitt Änderungen von Rechnungslegungsmethoden dargestellt. Die übrigen im Zuge des Annual Improvements Projekts 2008 geänderten Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns. Folgende geänderte Standards, die im Geschäftsjahr 2009 erstmals verpflichtend zu beachten waren, hatten keine Relevanz für den W&W-Konzernabschluss:
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Internationale Reporting Standards (IFRS)Nachfolgend werden nur diejenigen International Financial Reporting Standards aufgeführt, die eine Relevanz für den W&W-Konzern haben könnten. Darüber hinaus wurden vom IASB noch weitere IFRS veröffentlicht, die für den W&W-Konzern jedoch keine Relevanz haben, da im Konzern keine in den Anwendungsbereich dieser Regelungen fallenden Sachverhalte vorliegen. Dies betrifft die Standards: IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung, IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards und IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung. Auf eine freiwillige Anwendung der veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden IFRS wurde verzichtet. IAS 24 (rev. 2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen: Am 4. November 2009 wurde der überarbeitete IAS 24 veröffentlicht. Die Änderungen führen zu Erleichterungen in den Berichtspflichten von Regierungen nahe stehenden Unternehmen. Darüber hinaus wurde die Definition eines nahe stehenden Unternehmens oder einer nahe stehenden Person überarbeitet. Der geänderte Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung auf zukünftige W&W-Konzernabschlüsse werden derzeit geprüft. IAS 39 (rev. 2008) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen: Im Juli 2008 hat das IASB Änderungen zum IAS 39 hinsichtlich der zulässigen Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen veröffentlicht. Darin werden die Bedingungen für die Absicherung von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und der Verwendung von Optionen zur Absicherung einseitiger Risiken konkretisiert. Die klarstellenden Änderungen zielen insbesondere darauf ab, dass lediglich Cashflow- oder Fair-Value-Änderungen eines Grundgeschäfts über oder unterhalb eines bestimmten Preises oder einer anderen Variablen als Sicherungsgeschäft klassifiziert und abgebildet werden können. Die Änderungen an IAS 39 treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen, und sind rückwirkend anzuwenden. Sie werden voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns haben. IFRS 3 (rev. 2008) Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 (rev. 2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS: Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 und IAS 27 Wesentliche Änderungen des IFRS 3 betreffen insbesondere die bilanzielle Behandlung von nicht beherrschenden Anteilseignern, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben sowie die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Mit der Überarbeitung des IAS 27 wurden die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern eines Konzerns und Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen führen, geändert. Auswirkungen von Anteilsveräußerungen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, sind zukünftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Demgegenüber sind die Auswirkungen bei Anteilsverkäufen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, erfolgswirksam zu erfassen. Die geänderten Standards sind im Wesentlichen prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns werden insbesondere von Art und Umfang künftiger Transaktionen abhängen. Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2009): Im April 2009 hat das IASB im Rahmen seines Annual Improvements Projekts Änderungen bestehender IFRS veröffentlicht. Sofern im jeweiligen Standard nicht gesondert geregelt, treten die Änderungen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht durch die EU steht noch aus. Aus der entsprechenden Anwendung erwartet der W&W-Konzern keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. IFRS 9 (2009) Financial Instruments: Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 Financial Instruments herausgegeben, der den ersten Teil des dreiphasigen Projekts zur Ersetzung von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung darstellt. IFRS 9 enthält neue Vorschriften für die Klassifizierung sowie Bewertung von Finanzinstrumenten und gilt zunächst nur für finanzielle Vermögenswerte. Finanzinstrumente sind danach in zwei Klassifizierungskategorien eingeteilt: Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Klassifizierung erfolgt auf Basis des Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte und der vertraglichen Zahlungsstrom-Eigenschaften des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Eine Umklassifizierung zwischen der Fair-Value-Kategorie und fortgeführten Anschaffungskosten ist dann zwingend vorzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ändert. Die bisherige Cost Exemption für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich zu ermitteln ist, entfällt. Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handelsabsicht besteht, enthält der Standard ein unwiderrufliches Wahlrecht, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Instrumente erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen, jedoch mit dem Verbot, Wertminderungen oder spätere Veräußerungsergebnisse erfolgswirksam darzustellen. Erhaltene Dividenden sind in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Es besteht weiterhin ein unwiderrufliches Wahlrecht, bei der erstmaligen Erfassung finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch ein Accounting Mismatch vermieden oder wesentlich verringert wird. Bei der erstmaligen Anwendung dieses Standards gilt diese Fair-Value-Option auch für finanzielle Verbindlichkeiten, ungeachtet der Tatsache, dass diese ansonsten vom Anwendungsbereich dieses IFRS ausgenommen sind. Eine bilanzielle Trennung von finanziellem Basisvertrag und eingebettetem Derivat, wie im IAS 39 enthalten, erfolgt nicht. Der Klassifizierungsansatz ist auf das gesamte strukturierte Instrument anzuwenden. Der neue Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der W&W-Konzern prüft derzeit mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Darstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Er wurde in tausend Euro erstellt. Für eine bessere Übersicht werden die Erläuterungen grundsätzlich in Millionen oder Milliarden Euro angegeben. Aufgrund der Rundungen können sich Abweichungen zu den ausgewiesenen, nicht gerundeten Beträgen ergeben. Änderungen von RechnungslegungsmethodenUm die Transparenz und insbesondere die Vergleichbarkeit der Berichterstattung weiter zu verbessern, haben wir im Berichtszeitraum folgende Ausweisänderungen in der Gesamtergebnisrechnung bzw. der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen: Das Ergebnis aus Sonstige Steuern wird nicht mehr in der Position Steuern, sondern in der Position Sonstiges Ergebnis ausgewiesen. Die Position Steuern, die nunmehr nur noch die Steuern vom Ertrag enthält, wurde entsprechend in Ertragsteuern umbenannt. Ferner wird das Fremdwährungsergebnis aus Finanzinstrumenten anstatt in der Position Sonstiges Ergebnis nunmehr in den jeweiligen Positionen des Finanzergebnisses ausgewiesen. Durch diese Ausweisänderung wird erreicht, dass die Fremdwährungsergebnisse aus Finanzinstrumenten verursachungsgerecht im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Da in dieser Position gegebenenfalls auch die Ergebnisbeiträge entsprechender Sicherungsinstrumente aus wirtschaftlichen Absicherungen ausgewiesen werden, führt dies zu einer Verbesserung der Aussagekraft des Abschlusses. Für die genannten Ausweisänderungen wurden die Vergleichsinformationen entsprechend angepasst. Das Konzernergebnis hat sich durch diese Umgliederungen nicht verändert. Im Rahmen des Annual Improvements Projekts 2008 wurde der Wortlaut des Anhangs zu IAS 18 an die im Anhang zu IAS 39 enthaltene Definition von Transaktionskosten angepasst. Kosten der Darlehensbegebung dürfen nunmehr nur noch aktiviert werden, soweit sie dieser Definition entsprechen. Die Änderungen im Anhang zu IAS 18 wurden gemäß den Regelungen des IAS 8 retrospektiv umgesetzt. Dementsprechend wurden die zum 31. Dezember 2008 aktivierten direkten Kosten der Darlehensbegebung unter Berücksichtigung von latenten Steuern mit den Gewinnrücklagen verrechnet und die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2008 und Zahlenwerte der Vergleichsperiode um die Auswirkungen aus dieser Standardänderung angepasst. Infolgedessen haben sich auch die Angaben zum Ergebnis je Aktie geändert. Die Änderungen der Rechnungslegungsmethoden wirken sich auf die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2008 folgendermaßen aus: Anpassungsbeträge im Bereich der Konzernbilanz-Aktivascroll
Anpassungsbeträge im Bereich der Konzernbilanz-Passivascroll
Anpassungsbeträge im Bereich der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2008scroll
KonsolidierungKonsolidierungskreisDer Konzernabschluss umfasst die Jahresabschlüsse der Wüstenrot & Württembergische AG sowie aller wesentlichen Tochterunternehmen, Publikums- und Spezialfonds sowie der wesentlichen assoziierten Unternehmen. Eine vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes des W&W-Konzerns ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Aufstellung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen befindet sich auf den Seiten 217 ff. scroll
Änderungen im KonsolidierungskreisErstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden die im Geschäftsjahr 2009 neu gegründeten Gesellschaften W&W Europe Life Ltd., (Irland), City-Immobilien GmbH, Stuttgart, sowie der Spezialfonds BWInvest-WVCorp Bonds Fonds, Stuttgart. Die bis 2008 im Wege der Equity-Bilanzierung einbezogene Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, ist aufgrund ihrer Veräußerung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Im Zuge der Anwachsung an die W&W AG, ist die Wüstenrot GmbH & Co. Grundstücks-KG, Ludwigsburg, ebenfalls aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die Vereinsbank Victoria Bauspar AG, München, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 28. August 2009 auf die Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg, verschmolzen. Die Gesellschaft ist infolgedessen aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Die folgenden Spezialfonds werden ebenfalls nicht mehr in den Konsolidierungskreis einbezogen, da sie aufgelöst oder auf andere vollkonsolidierte Spezialfonds übertragen wurden:
Aufgrund der Neuausgabe von Anteilen des W&W Euro-Corporate Bond Fonds an externe Investoren reduzierte sich die Beteiligungsquote des W&W-Konzerns. Dies hatte die Entkonsolidierung des Publikumsfonds zur Folge. Des Weiteren haben im Berichtszeitraum die folgenden Umbenennungen von Spezialfonds stattgefunden:
OffenlegungDie Wüstenrot & Württembergische AG wird gemäß § 264 b Nr. 3 HGB den Konzernabschluss 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichen. KonsolidierungsgrundsätzeDer Konzernabschluss wird nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung bewertet und den Kosten des Erwerbs gegenübergestellt (Kaufpreisallokation). Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird in der Periode seiner Entstehung ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairmenttest). Bestehen Anzeichen für eine mögliche Wertminderung, findet auch unterjährig eine Überprüfung der Werthaltigkeit statt. Bei der Feststellung einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile an den beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden unter der Position Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital ausgewiesen. Die Anteile Konzernfremder an den Gewinnen und Verlusten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in der Position Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der zum 1. Januar 2004 nach HGB vollkonsolidierten Unternehmen wurden gemäß IFRS 1 erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge sowie Zwischengewinne und Zwischenverluste werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Alle wesentlichen assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Sofern bei einem Unternehmen, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, von den IFRS-Konzernvorgaben abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung finden, werden Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Anteile an Tochterunternehmen, die aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, sind unter der Position Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. StichtagDie Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens, der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden mit Ausnahme der W&W Asset Management AG, Luxemburg (in Liquidation), auf den Stichtag 31. Dezember 2009 erstellt. Im Fall der W&W Asset Management AG, Luxemburg (i. L), endet das Geschäftsjahr zum 30. November 2009. Aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten wurde auf die Erstellung eines Zwischenabschlusses verzichtet. WährungsumrechnungDie funktionale Währung und die Berichtswährung der W&W AG ist der Euro. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gebucht. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften abweichen, werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind, werden ebenfalls zum Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls (historischer Kurs) bewertet. Die Umrechnungsdifferenzen von in fremder Währung gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen klassifiziert wurden, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Andere Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. In den Konzernabschluss einbezogene Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode mit dem Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Diese Umrechnungsdifferenzen werden in der Periode, in der das betreffende Tochterunternehmen veräußert wird, ergebniswirksam dargestellt. Die Wechselkurse wichtiger Währungen veränderten sich wie folgt: Währungscroll
1
. Zum 31. Dezember 2008 wurde die Währung
auf Euro umgestellt. UnternehmenszusammenschlüsseDie Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg, hat mit Wirkung zum 8. Juli 2009 100 % der stimmberechtigten Aktien an der Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) erworben. Die VVB ist eine private Bausparkasse mit Sitz in München und wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 28. August 2009 auf die Wüsten rot Bausparkasse AG verschmolzen. Mit dem Erwerb der VVB geht eine mehrjährige Vertriebskooperation mit der HypoVereinsbank und Gesellschaften der ERGO Versicherungsgruppe einher, welche die Plattform für weiteres Wachstum bildet und dazu dient, die Marktstellung der Wüstenrot Bausparkasse AG weiter zu stärken. Die Kosten der Akquisition setzen sich aus einem in bar entrichteten Kaufpreis in Höhe von 79,0 Mio € und direkt zurechenbaren Kosten von 0,2 Mio € zusammen. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden folgende Klassen von Vermögenswerten, Schulden und Eventualschulden erworben: Aktiva scroll
Der Betrag an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des erworbenen Unternehmens besteht aus der Bilanzposition Barreserve in Höhe von 6 Tsd € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich fälligen Guthaben in Höhe von 24,4 Mio €. Im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2009 wurde dargestellt, welche vorläufigen Auswirkungen aus dem Erwerb der VVB erwartet werden. Im Rahmen der Durchführung der endgültigen Erstkonsolidierung zum 8. Juli 2009 ergaben sich anschließend Anpassungen, sodass die oben dargestellten Werte von den im Halbjahresfinanzbericht dargestellten Werten teilweise abweichen. Aus der Identifizierung und angepassten Bewertung der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ergibt sich nun ein Überschuss über die Anschaffungskosten in Höhe von 17,0 Mio €. Der im Halbjahresfinanzbericht ausgewiesene erwartete passive Unterschiedsbetrag von 10,9 Mio € hat sich damit um 6,1 Mio € erhöht. Der passive Unterschiedsbetrag korrespondiert im Wesentlichen mit Migrationsaufwendungen im IT-Bereich und Restrukturierungsaufwendungen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3.41(b) nicht anzusetzen sind. Der passive Unterschiedsbetrag wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung im Sonstigen Ergebnis als Ertrag erfasst. Nach der Erstkonsolidierung der VVB sind im Verlauf des dritten und vierten Quartals 2009 Gerichtsurteile zugunsten der beklagten Bausparkassen ergangen, weshalb im Rahmen der Fortschreibung die Höhe der Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Darlehens- und Abschlussgebühren in Höhe von 14,1 Mio € zum 31. Dezember 2009 ertragswirksam angepasst werden musste. Die VVB hat im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2009 einen Überschuss nach HGB in Höhe von 1,3 Mio € nach Steuern erwirtschaftet. Die VVB wurde nach dem Kontrollübergang im dritten Quartal 2009 auf die Wüstenrot Bausparkasse AG verschmolzen. Damit einhergehend wurde die gesamte Buchhaltung in die entsprechenden Prozesse der Wüstenrot Bausparkasse AG integriert. Die Angabe des Gewinns oder Verlusts der ehemaligen VVB seit dem Erwerbszeitpunkt sowie die Angabe der Gesamterlöse und des Erfolgs des zusammengeschlossenen Unternehmens für die Berichtsperiode unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt am 1. Januar 2009 wäre, sind somit nicht möglich. Die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg, hat den Geschäftsbetrieb "Depotverwaltung W&W" von der Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, mit Vertrag vom 18. Mai 2009 erworben. Dieser Geschäftsbetrieb verwaltet Wertpapierdepots der Kunden des W&W-Konzerns. Die gesamten Anschaffungskosten des Erwerbs des Geschäftsbetriebs betragen 240 Tsd € und wurden bar bezahlt. Sie setzen sich aus dem entrichteten Kaufpreis in Höhe von 185 Tsd € sowie aus direkt zurechenbaren Kosten in Höhe von 55 Tsd € zusammen. Wesentlicher Faktor für die Höhe des Kaufpreises ist die vertragliche Vereinbarung, dass die Übertragung der Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Geschäftsbetriebs zum gemeinen Wert erfolgt. Im Rahmen des Erwerbs des Geschäftsbetriebs wurden folgende Klassen von Vermögenswerten und Schulden erworben. Aktiva scroll
Der Betrag an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des erworbenen Unternehmens besteht aus den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich fälligen Guthaben in Höhe von 2,4Mio €. Da es sich bei den erworbenen Forderungen und Verbindlichkeiten im Wesentlichen um kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten handelt, stimmen die Buchwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden mit ihren beizulegenden Zeitwerten überein. Aus dem Erwerb dieses Geschäftsbetriebs resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 72 Tsd € als Differenz zwischen den gesamten Anschaffungskosten und dem erworbenen neu bewerteten Nettovermögen. Wesentlicher Faktor für die Höhe des Geschäfts- oder Firmenwerts sind die ansatzpflichtigen Anschaffungsnebenkosten. Aus Gründen der vergleichsweise geringen Materialität und unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten wurde der Geschäfts- oder Firmenwert zum 30. Juni 2009 erfolgswirksam abgeschrieben und im Verwaltungsaufwand erfasst. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtszeitraums beinhaltet seit dem Erwerbszeitpunkt einen Gewinn des erworbenen Geschäftsbetriebs in Höhe von 71 Tsd € nach Steuern. Wäre der Erwerb des Geschäftsbetriebs "Depotverwaltung W&W" zum 1. Januar 2009 erfolgt, hätten sich für den Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2009 zusätzliche Provisionserträge in Höhe von 406 Tsd € und ein Gewinn nach Steuern in Höhe von 168 Tsd € sowie für den Geschäftsbetrieb und den W&W-Konzern zusammen Provisionserträge von 202 412 Tsd € und ein Gewinn in Höhe von 221 861 Tsd € ergeben. Die Berücksichtigung der VVB bei dieser Angabe ist nicht möglich. Schätzungen und Annahmen bei der BilanzierungDie im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung nach IFRS notwendigen Schätzungen und Annahmen erfolgen im Einklang mit dem jeweiligen Standard. Die Schätzungen werden fortlaufend aktualisiert. Sie basieren auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung angemessen berücksichtigt. Tatsächliche Ergebnisse können jedoch von den Schätzungen abweichen. Sofern Schätzungen in größerem Umfang erforderlich waren, wird darüber im Folgenden bei den betreffenden Positionen und in den Notesangaben einzelner Bilanzposten informiert. Die wesentlichen Schätzungen betreffen die beizulegenden Zeitwerte und Wertminderungen von Finanzinstrumenten, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft, die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, die Deckungsrückstellung, die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die latenten Steuern. Im Berichtszeitraum wurde für die Ermittlung des Wertminderungsbedarfs von Wertpapieren des W&W Global Strategies Asset-Backed-Securities Fund eine Schätzungsänderung durchgeführt. Aus dieser Änderung ergibt sich auf das Gesamtjahr bezogen eine um rund 3,3 Mio € geringere Netto-Ergebnisbelastung. Finanzinstrumente sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem VersicherungsgeschäftKlassenUnter Berücksichtigung der Charakteristika der Finanzinstrumente und der unterschiedlichen Arten der anzugebenden Informationen wurden die Finanzinstrumente wie nachfolgend dargestellt in Klassen zusammengefasst. Die Klassen von Finanzinstrumenten spiegeln sich in der Struktur bzw. den Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wider.
Grundsätze der Bewertung und des Ausweises von FinanzinstrumentenAlle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verpflichtungen einschließlich der derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in der Bilanz erfasst. Zugänge und Abgänge von Finanzinstrumenten werden grundsätzlich am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ausgenommen davon sind derivative Finanzinstrumente, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald die vertraglichen Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument auslauten oder sofern das Finanzinstrument übertragen wird und die Kriterien für einen Abgang erfüllt sind. BarreserveIn dieser Position werden der Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel öffentlicher Stellen mit einer Laufzeit von unter drei Monaten ausgewiesen. Die Bestände der Barreserve sind zum Nennwert bilanziert. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzaktivaHandelsaktivaAls Handelsaktiva werden Finanzinstrumente erfasst, die mit der Absicht zur Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise erworben werden. Darüber hinaus werden die positiven Marktwerte von Derivaten, welche nicht als Sicherungsgeschäft im Rahmen von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, in dieser Position verbucht. Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort dargestellt. Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzaktivaIn Ausübung der Fair-Value-Option werden strukturierte Produkte als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, sofern eine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vom Basisvertrag besteht. Ferner werden unter der Unterposition Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungsverträgen aktiviert, um so das Auftreten eines Accounting Missmatchs zu vermeiden, der anderenfalls dadurch verursacht würde, dass die Veränderungen des Bilanzwerts der Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Alle realisierten und nicht realisierten Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Transaktionskosten werden zum Transaktionszeitpunkt erfolgswirksam direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Finanzanlagen verfügbar zur VeräußerungDiese Position beinhaltet alle nicht derivativen Finanzinstrumente, die keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Im W&W-Konzern handelt es sich bei dieser Position im Wesentlichen um Beteiligungen, Aktien, Investmentanteile, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden -gegebenenfalls unter Berücksichtigung von latenten Steuern und der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung-grundsätzlich in der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung und im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Eine erfolgswirksame Realisierung von Gewinnen und Verlusten findet grundsätzlich erst bei Verkauf statt. Direkt zuordenbare Transaktionskosten, Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung verbucht. Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Diese Zinsabgrenzung wird zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen. Liegen objektive Hinweise auf Wertminderungen vor, werden die bisher im Eigenkapital angesetzten kumulierten Verluste in Höhe der Wertminderungen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Besteht eine effektive Sicherungsbeziehung zu einem derivativen Finanzinstrument im Rahmen eines Fair-Value-Hedges, so wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen erfasst. Wertaufholungen bei Schuldtiteln werden erfolgswirksam, Wertaufholungen bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Objektive Hinweise für das Vorliegen eines Wertminderungsbedarfs für Fremdkapitalinstrumente sind signifikante finanzielle Schwierigkeiten, Vertragsbruch, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens sowie das Verschwinden eines aktiven Markts für finanzielle Vermögenswerte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Emittenten. Für Eigenkapitalinstrumente liegt eine Wertminderung (Impairment) auch dann vor, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder länger anhaltend unter die Anschaffungskosten fällt. Bei zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten wird eine Wertminderung angenommen, wenn der beizulegende Zeitwert zum Bewertungsstichtag um mindestens 20 % unter den Anschaffungskosten liegt. Eine Wertminderung ist außerdem gegeben, wenn der beizulegende Zeitwert in einem Zeitraum von zwölf Monaten permanent die Anschaffungskosten unterschreitet. ForderungenDiese Position enthält alle nicht derivativen Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Im W&W-Konzern sind in dieser Kategorie vor allem Bauspardarlehen, Baudarlehen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen enthalten. Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in Folgeperioden zu den unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelten fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Transaktionskosten, Agien und Disagien sowie abgegrenzte Gebühren werden mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erfasst. Gebühren, die nicht Bestandteil des Effektivzinses sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung erfasst. Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt und zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Depotforderungen und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden zu Nominalwerten bilanziert. Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. In den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer werden Abschlusskosten als noch nicht fällige Ansprüche gegen Versicherungsnehmer ausgewiesen, die unter Anwendung des Zillmerverfahrens ermittelt wurden. Zu jedem Abschlussstichtag sowie bei Hinweisen auf Wertminderungen werden die Forderungen auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Entsprechend werden gegebenenfalls Wertberichtigungen gebildet. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne außerplanmäßige Abschreibungen ergeben hätten. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung gelten dabei diejenigen, die unter Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen sind. Positive Marktwerte aus SicherungsbeziehungenDiese Position beinhaltet die positiven Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente in einer nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannten Sicherungsbeziehung eingebunden sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzpassivaHandelspassivaIn der Position Handelspassiva werden die negativen Marktwerte von Derivaten, die nicht als Sicherungsgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ausgewiesen. Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Aufwendungen und Erträge aus Finanzinstrumenten sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort ausgewiesen. Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzpassivaIn Ausübung der Fair-Value-Option werden finanzielle Verbindlichkeiten, bei denen es sich um strukturierte Produkte handelt, als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen, sofern eine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vom Basisvertrag bestünde. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Alle realisierten und nicht realisierten Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam im Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Anfallende Transaktionskosten werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung abgebildet. VerbindlichkeitenDiese Position beinhaltet insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten sowie die verbrieften Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Transaktionskosten, Agien und Disagien werden mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Geschäfts verteilt. Gebühren, die nicht bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes zu berücksichtigen sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt der Vereinnahmung erfasst. Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Diese Zinsabgrenzung wird zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind zum einen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, bei denen es sich um im Voraus empfangene Beiträge handelt, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Zum anderen werden noch nicht ausgezahlte Versicherungsleistungen, verzinslich angesammelte Überschussanteile sowie nicht abgehobene Beitragsrückerstattungen erfasst. Des Weiteren werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsvermittlern sowie Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dargestellt. Diese Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Negative Marktwerte aus SicherungsbeziehungenDiese Position beinhaltet die negativen Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. NachrangkapitalIm Nachrangkapital werden die nachrangigen Verbindlichkeiten und das Genussrechtskapital zusammengefasst. Der erstmalige Ansatz von Nachrangkapital erfolgt zu den Anschaffungskosten und die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Diese Zinsabgrenzung wird bei der betreffenden Position ausgewiesen. Bewertung zum beizulegenden ZeitwertFür die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten findet das im Folgenden beschriebene Vorgehen Anwendung, unabhängig davon, welcher Kategorie oder Klasse das Finanzinstrument zugeordnet ist bzw. ob der ermittelte beizulegende Zeitwert für die Bewertung in der Bilanz oder die Information im Anhang herangezogen wird. Für die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wird eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Finanzinstrumente, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, sind mit dem notierten Börsen- oder Marktpreis für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet worden (Stufe 1). Erfolgt keine Preisstellung auf aktiven Märkten, wird der beizulegende Zeitwert von vergleichbaren Finanzinstrumenten abgeleitet oder durch die Anwendung von anerkannten Bewertungsmodellen mit am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern (z. B. Zins, Währungskurs, Volatilität) bestimmt (Stufe 2). Wenn eine Bewertung über Börsen- oder Marktpreise oder mittels eines Bewertungsmodells mit am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Inputfaktoren nicht oder nicht vollständig möglich ist, werden für die Bewertung von Finanzinstrumenten auch nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhende Faktoren (nicht beobachtbare Inputfaktoren) herangezogen (Stufe 3). Mit notierten Börsen- oder Marktpreisen werden Wertpapiere - Eigen- wie auch Fremdkapitaltitel -der Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen bewertet. Börsen- oder marktgehandelte Derivate werden gleichfalls mit ihrem Börsen- oder Marktpreis bewertet. Die in Stufe 2 und 3 verwendeten Bewertungsmethoden umfassen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle wie die Barwertmethode, bei der die künftig erwarteten Zahlungsströme mit den für die entsprechende Restlaufzeit, Kreditrisiken und Märkte geltenden, am Bewertungsstichtag aktuellen Zinssätzen und Zinsstrukturkurven diskontiert werden. Diese Bewertungsmethode wird für die Bewertung von Wertpapieren mit vereinbarten Zahlungsströmen in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva sowie für Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung verwendet. Ferner findet sie Verwendung für die Bewertung von Zins-Swaps und nicht optionalen Termingeschäften (z. B. Devisentermingeschäfte), die in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen ausgewiesen werden. Finanzinstrumente der Bilanzpositionen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital, deren beizulegende Zeitwerte im Anhang angegeben werden, werden ebenfalls mittels der Barwertmethode bewertet. Die beizulegenden Zeitwerte von Optionen werden mit den für die jeweiligen Arten und den zugrunde liegenden Basiswerten von Optionen entsprechenden allgemein anerkannten Optionspreismodellen (Black 76 für Zinsoptionen, Black Scholes für Aktienoptionen) und den diesen zugrunde liegenden allgemein anerkannten Annahmen berechnet. Der Wert von Optionen bestimmt sich insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, -Zinssatz oder -index, dem risikolosen Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontrakts. Die mittels Optionspreismodellen bewerteten Optionen befinden sich in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen. Nicht an einem aktiven Markt notierte Asset-Backed-Securities werden - bei Vornahme einer Durchschau auf die der Verbriefung zugrunde liegenden Finanzinstrumente- unter Verwendung allgemein anerkannter Modelle, so der Barwertmethode, bewertet. Dabei werden die Spezifika der einzelnen Tranchen (z. B. Absicherung, vorzeitige Tilgung, erwartete Ausfallrate, Höhe des Verlusts, Zinsstrukturkurve) berücksichtigt. Die für die Bewertung herangezogenen Annahmen werden anhand externer Quellen verifiziert, soweit diese vorhanden sind. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten werden Spreads berücksichtigt, die die am Finanzmarkt beobachtbaren Bonitäts- und Liquiditätrisiken beinhalten. Die Ermittlung des Spreads erfolgt mittels eines Vergleichs von Referenzkurven mit den entsprechenden risikolosen Geldmarkt- und Swapkurven des Finanzinstruments. Für das Kundenkreditgeschäft wird ein an der eigenen Risikovorsorgequote orientierter Risikoaufschlag herangezogen. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen in etwa dem Buchwert, was vor allem durch die kurze Laufzeit dieser Instrumente begründet ist. Diese Finanzinstrumente sind in der Bilanzpositione Barreserve ausgewiesen. Zusammengesetzte Finanzinstrumente bzw. strukturierte Produkte werden als Ganzes oder durch die Aggregation der Bewertungsergebnisse der einzelnen Bestandteile bewertet. Die Bewertungsergebnisse werden maßgeblich durch die zugrunde gelegten Annahmen beeinflusst, insbesondere durch die Festlegung der Zahlungsströme und der Diskontierungsfaktoren. Bilanzierung von SicherungszusammenhängenDer Fair-Value-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche die Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanziellen Vermögenswerts, einer bilanziellen Verbindlichkeit oder einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung oder eines genau bezeichneten Teils davon, die auf ein genau bestimmtes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben kann, absichert. Im Berichtszeitraum wurden neben der Designation individueller Sicherungsbeziehungen Designationen von Sicherungsbeziehungen auf Portfoliobasis vorgenommen. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um die auf das abgesicherte Risiko entfallenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in seinem Wert angepasst. Nach der Auflösung einer Sicherungsbeziehung wird die Anpassung des Buchwerts des Grundgeschäfts gegebenenfalls über die Restlaufzeit amortisiert. Die kumulierten und dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts für das Portfolio finanzieller Vermögenswerte werden innerhalb des Bilanzpostens Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment ausgewiesen. Die bestehenden Fair-Value-Hedges dienen zur Verminderung des Zinsänderungsrisikos. Als Sicherungsgeschäft zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos in Form von Wertverlusten aufgrund eines veränderten Zinsniveaus werden ausschließlich Zins-Swaps designiert. Der Cashflow-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme, die sich auf das Ergebnis der Periode auswirken können, absichert. Das Risiko schwankender Zahlungsströme kann sich aus bilanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aber auch aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktionen ergeben. Der effektive Teil der Wertänderungen des Sicherungsinstruments wird in der Gesamtergebnisrechnung in der Position Bewertungsgewinne/-verluste aus Cashflow-Hedges erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der ineffektive Teil des Hedges ausgewiesen. Im Eigenkapital wird der effektive Teil der Wertänderungen des Sicherungsinstruments in der Neubewertungsrücklage für Cashflow-Hedges dargestellt. Cashflow-Hedges werden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus Zinszahlungsstromschwankungen (Zahlungsstromrisiken) werden ausschließlich Zins-Swaps eingesetzt. Strukturierte ProdukteStrukturierte Produkte sind Vermögenswerte bzw. Schulden, die hinsichtlich ihrer Verzinsung, Laufzeit oder Rückzahlung besondere Ausstattungsmerkmale aufweisen. Ein strukturiertes Produkt setzt sich zusammen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem (oder mehreren) die Zahlungsströme des Basisvertrags modifizierenden eingebetteten Derivat(en). Der Basisvertrag und die derivative(n) Komponente(n) sind untrennbar miteinander verbunden. Grundsätzlich werden strukturierte Produkte gemäß den für den Basisvertrag geltenden Ausweis- und Bewertungsvorschriften im Abschluss abgebildet. Beim Vorliegen bestimmter, im IAS 39.11 festgelegter Bedingungen werden jedoch der Basisvertrag und die in diesen eingebetteten Derivate separat im Abschluss nach den für diese geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln ausgewiesen. Diese Bedingungen sind:
In Ausübung der Fair-Value-Option werden strukturierte Produkte als zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten ausgewiesen, sofern eine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vom Basisvertrag bestünde. WertminderungenDer W&W-Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob und inwieweit bei einem finanziellen Vermögenswert eine Wertminderung (Impairment) eingetreten ist oder eine Uneinbringlichkeit vorliegt. Es werden ausschließlich finanzielle Vermögenswerte untersucht, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Bemessung der Wertminderung erfolgt nach konzerneinheitlichen Grundsätzen. Die konzerneinheitlichen Grundsätze zur Bestimmung von Wertberichtigungen sind auch im Abschnitt Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen dargestellt. Der Prozess der Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt werden die finanziellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung gegeben sind. Werden objektive Hinweise auf Wertminderungen festgestellt, wird anhand der erwarteten künftigen Zahlungsströme die Höhe der erfolgs- bzw. aufwandswirksam zu erfassenden Wertminderung bestimmt. Die Höhe der Wertberichtigung wird bei Finanzinstrumenten der Kategorie Forderungen aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme - unter Berücksichtigung der Sicherheiten -ermittelt. Bei Finanzinstrumenten der Kategorie verfügbar zur Veräußerung wird sie als Differenz aus dem beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert der Finanzinstrumente berechnet. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn ein oder mehrere Ereignisse nach dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts eingetreten sind, objektive Hinweise auf eine Wertminderung gegeben sind und das Ereignis eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die künftigen Zahlungsströme des Vermögenswerts hat. Objektive Hinweise sind insbesondere:
Die Berücksichtigung der Wertminderungen erfolgt differenziert. Wertminderungen für Buchforderungen werden offen in der Bilanzposition Risikovorsorge auf der Aktivseite von den Forderungen in Abzug gebracht. Für wertpapiernahe finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter anderen Bilanzpositionen auszuweisen sind (z. B. Namensschuldverschreibungen, Namensgenussscheine, stille Einlagen), werden die Wertminderungen direkt von den Buchwerten in Abzug gebracht. Bei festgestellten Wertminderungen werden bei Buchforderungen Einzelwertberichtigungen und pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet. Einzelwertberichtigungen dienen der Abdeckung akuter Adressenausfallrisiken für den Fall, dass es wahrscheinlich ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsleistungen vertragskonform erbracht werden können. Für nicht einzelwertberichtigte Buchforderungen werden Wertminderungen auf Portfoliobasis gebildet. Portfoliowertberichtigungen für Bonitätsrisiken sollen die zum Bilanzstichtag bereits eingetretenen, jedoch noch nicht bekannten Wertminderungen im Kreditportfolio abdecken. Werden weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erwartet, wird eine Forderung als uneinbringlich klassifiziert. Uneinbringliche Forderungen, die bereits wertberichtigt sind, werden über den Verbrauch der Wertberichtigung ausgebucht. Bestehen für uneinbringliche Forderungen keine Wertberichtigungen, werden diese direkt erfolgs- bzw. aufwandswirksam abgeschrieben. Eingehende Zahlungen auf bereits abgeschriebene Forderungen werden erfolgs- bzw. ertragswirksam erfasst. Nach der Bildung von Einzelwertberichtigungen kann sich im Rahmen der Folgebewertung eine Wertaufholung ergeben, sodass die gebildeten Einzelwertberichtigungen teilweise oder vollständig erfolgswirksam aufgelöst werden müssen. Bei den unter Forderungen ausgewiesenen wertberichtigten Beständen sind nicht mehr die tatsächlichen Zinszahlungen als Zinsertrag zu erfassen oder abzugrenzen, sondern der Zinsertrag aus der Barwertveränderung (Barwerteffekt, Zinseffekt bzw. Unwinding). Dieser wird als Reduzierung der vorgenommenen Wertberichtigung dargestellt. Für die Portfolien mit eingetretenen, aber noch nicht erkannten Ausfallereignissen werden weiterhin die tatsächlich gezahlten Zinsen als Zinsertrag erfasst. Die Zinserträge aus den Barwertveränderungen werden im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital dargestellt. Zuführungen zu Wertberichtigungen und Direktabschreibungen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Position Risikovorsorge der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Sonstige BilanzpositionenZur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenEin langfristiger Vermögenswert oder eine Veräußerungsgruppe werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wird und einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig repräsentiert, dessen Geschäftstätigkeit und dessen Zahlungsströme für unternehmerische und rechnungslegungstechnische Zwecke von den fortgeführten Aktivitäten klar abgegrenzt werden können, Teil eines einzelnen, abgestimmten Veräußerungsplans sind oder ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde. Diese Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden in der Bilanz in der Position Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und die damit in Verbindung stehenden Schulden in der Position Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wenn der Buchwert höher ist als der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, wird der Differenzbetrag in der betreffenden Periode erfolgswirksam erfasst. Eine planmäßige Abschreibung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte findet nicht statt. Das Ergebnis aus der Bewertung von als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen wird im entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche nach Steuern ausgewiesen. Nach der Equity-Methode bilanzierte FinanzanlagenDie Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Zeitpunkt der Anschaffung zu Anschaffungskosten in der Konzernbilanz angesetzt. In den Folgejahren wird der bilanzierte Equity-Wert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen des Beteiligungsunternehmens fortgeschrieben. Das anteilige Jahresergebnis des Beteiligungsunternehmens fließt in die Position Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein. Bestehen Anzeichen für eine Wertminderung der Anteile an einem nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen, werden diese einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen und gegebenenfalls wird eine Wertminderung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt bei Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung. Wertminderungen und Wertaufholungen werden erfolgswirksam in der Position Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen erfasst. Veräußerungsgewinne und -verluste aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen werden ebenfalls im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen dargestellt. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie Position Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfasst Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Die erstmalige Bewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Einbezug von Transaktionskosten. Die Bilanzierung und Bewertung bei Anschaffung oder Herstellung und in Folgeperioden erfolgen nach dem Anschaffungskostenmodell und sind unter der Position Sachanlagen und Vorräte beschrieben. Die im Konzernanhang ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte der Einzelimmobilien werden anhand der Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Verfahren) ermittelt. Dabei werden die im zehnjährigen Prognosezeitraum erwarteten Erträge (Mieten, sonst. Einnahmen) und Aufwände (Instandhaltung, nicht umgelegte Bewirtschaftungskosten, Leerstandskosten, Kosten der Wiedervermietung) sowie ein im letzten Prognosejahr erwarteter Verkaufserlös auf den heutigen Barwert abgezinst. Erträge und Aufwände werden individuell betrachtet, d. h., jeder gewerbliche Mietvertrag und jede Baumaßnahme wird einzeln beplant. Ebenso werden Leerstandszeiträume, Maklerkosten etc. im gewerblichen Bereich für jede Mieteinheit gesondert angesetzt. Bei Wohnimmobilien werden marktgestützte Annahmen über die Veränderung der Durchschnittsmieten aller Wohneinheiten über den Prognosezeitraum zugrunde gelegt, hier wird aufgrund der Gleichartigkeit der Mieteinheiten auf eine individuelle Beplanung verzichtet. Als interner Zinsfuß findet der Zinssatz einer risikolosen Geldanlage zuzüglich eines Risikozuschlags Anwendung. In Abhängigkeit von ihrer Risikoklasse beträgt der Risikozuschlag für Immobilien zwischen 100 Basispunkten (beispielsweise für Wohnimmobilien in besten Lagen) und 250 Basispunkten (beispielsweise für Bürostandorte und -lagen ohne erkennbare Vorteile/ Stärken). Daraus resultiert ein Zinsfuß zwischen 5,00 und 6,50 %. Die Wertermittlungen werden von kaufmännischen und technischen Mitarbeitern (Portfoliomanagern, Controllern, Architekten und Ingenieuren) aus der Immobiliensparte des Konzerns durchgeführt. Bei der Bewertung werden die Annahmen des Managements berücksichtigt. Bei fremdgemanagten Immobilienanlagen wird der beizulegende Zeitwert von externen Gutachtern ermittelt. Das Vorliegen einer Wertminderung wird bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien auf Basis einer Cashflow-Bewertung untersucht. Dabei wird zum Bilanzstichtag jeweils überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag im Rahmen der oben genannten Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt. Liegt dieser Wert unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erziel baren Betrag vorgenommen. Sogenannte qualifizierte Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, lagen im Berichtszeitraum im W&W-Konzern nicht vor. Ein beträchtlicher Zeitraum liegt nach unserer Beurteilung widerlegbar vermutet vor, falls der Erwerb, der Bau oder die Herstellung voraussichtlich mehr als ein Jahr erfordern wird. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDer Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird aktivisch ausgewiesen. Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Rückversicherungsverträge transferieren signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind Versicherungsverträge im Sinne von IFRS 4. Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird entsprechend den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen ermittelt (vgl. auch Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen). immaterielle VermögenswerteDer Position Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte zuzuordnen. Zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zählen insbesondere Computersoftware sowie Bestandswerte von erworbenen Versicherungsbeständen. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses und dem angesetzten Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in seiner Nutzungsdauer zeitlich unbestimmt. Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter außerplanmäßiger Abschreibungen. Die Wertminderungsaufwendungen resultieren aus einem mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest auf Basis zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit setzt der W&W-Konzern im Fall der Württembergische Lebensversicherung AG die rechtliche Einheit an. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (Impairmenttest) wird der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem Buchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) verglichen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist dabei das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sowie dem Nutzungswert. Im W&W-Konzern wurde zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr als erzielbarer Betrag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Dieser wurde auf Basis des Börsenkurses zum Bilanzstichtag unter Einbeziehung von geschätzten Veräußerungskosten ermittelt. Im W&W-Konzern wird als Buchwert das IFRS-Eigenkapital desjeweiligen Tochterunternehmens verwendet. Übersteigt der Buchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) den erzielbaren Betrag, erfolgt eine entsprechende Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes. Vorgenommene Abschreibungen werden nicht rückgängig gemacht. Die auf den Geschäfts- oder Firmenwert entfallende außerplanmäßige Abschreibung wegen Wertminderung wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Anschaffungskostenmodell) bewertet und über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Prozess der Herstellung zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die selbst erstellte oder erworbene Software wird grundsätzlich über eine Dauer von drei bis acht Jahren linear abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte wird jährlich zum Bilanzstichtag und immer dann, wenn Anzeichen einer Wertminderung vorliegen, untersucht. Beim Vorliegen einer Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag durchgeführt. Der Bestandswert von erworbenen Lebensversicherungsverträgen wird mit dem Barwert der erwarteten Netto-Zahlungsströme aus den erworbenen Versicherungsverträgen (PVFP Present Value of Future Profits) zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Dieser Bestandsbarwert bestimmt sich als Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Der Bestandswert wird linear abgeschrieben. Zu jedem Bilanzstichtag wird eine Werthaltigkeitsprüfung des Bestandswerts durchgeführt. Beim Vorliegen einer Wertminderung wird abgeschrieben. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sachanlagen und VorräteIn der Position Sachanlagen und Vorräte werden eigengenutzte Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Vorräte sowie sonstige Anlagen ausgewiesen. Eigengenutzte Immobilien sind Grundstücke und Gebäude, die von Konzernunternehmen genutzt werden. Die Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Einbezug von Transaktionskosten und unter Zuhilfenahme von externen öffentlich bestellten Gutachtern angesetzt (Anschaffungskostenmodell). Die Anschaffungskosten beinhalten Gegenleistungen, die aufgebracht werden, um einen Vermögenswert zu erwerben und in einen vom Management beabsichtigten betriebsbereiten Zustand zu bringen, nicht abzugsfähige Umsatzsteuer sowie sonstige Abgaben im Zusammenhang mit dem Anschaffungsvorgang, gemindert um Preisnachlässe. Die Herstellungskosten werden auf der Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Der Umfang der Herstellungskosten ist durch die Kosten bestimmt, die bis zur betriebsbereiten Fertigstellung aufgewendet werden (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen (Anschaffungskostenmodell). Jeder Teil einer Immobilie mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum Wert der gesamten Immobilie wird getrennt planmäßig abgeschrieben. Dabei werden mindestens die Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik unterschieden. Die individuelle Nutzungsdauer der Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik wird von Architekten und Ingenieuren aus der Immobiliensparte des W&W-Konzerns geschätzt und beträgt bei Wohnimmobilien für den Bestandteil Rohbau maximal 80 Jahre und bei Gewerbeimmobilien maximal 40 Jahre. Für den Bestandteil Innenausbau/Technik wird von einer maximalen Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen. Die planmäßige Abschreibung der beiden Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik erfolgt linear über die erwarteten jeweiligen Restnutzungsdauern. Bei dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Es erfolgt eine Abschreibung auf den erzielbaren Betrag (höherer Wert aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert). Der Nutzungswert wird als Barwert der prognostizierten Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung und dem späteren Abgang des Vermögenswerts ermittelt. Die Diskontierungszinssätze berücksichtigen die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken beziehungsweise den Verzinsungsanspruch. Die Diskontierungszinssätze werden an jedem Abschlussstichtag an die aktuellen Bedingungen angepasst. Bezogen auf die Sachanlagen ergibt sich der Nutzungswert aus dem Barwert der Zahlungsüberschüsse, die aus dem jeweiligen Vermögenswert generiert werden. Hinsichtlich des erzielbaren Betrags besteht eine ereignisbezogene Ermittlungspflicht, wonach der erzielbare Betrag nur zu bestimmen ist, wenn am Abschlussstichtag Anhaltspunkte für eine außerplanmäßige Wertminderung vorliegen. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags werden die Annahmen des Managements berücksichtigt. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wird zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung wird über die geschätzte Nutzungsdauer linear bis zu maximal 23 Jahren vorgenommen. Erworbene EDV-Anlagen werden über eine geschätzte Nutzungsdauer von bis zu maximal acht Jahren linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen beim Vorliegen einer Wertminderung durchgeführt. Sofern es sich bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung um Kunstgegenstände handelt, wird überwiegend eine unbegrenzte Nutzungsdauer angenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauerhaften Wertminderungen vorgenommen. Es erfolgt eine Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird im Rahmen der Abschlusserstellungen überprüft. Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts erfasst. Abschreibungen von eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstigen Anlagen werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Erträge aus eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstigen Anlagen werden als sonstige Erträge dargestellt. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet. Zu den Anschaffungskosten gehören alle Kosten des Erwerbs. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigstellungsbezogenen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht austauschbarer und spezieller Vorräte werden durch Einzelzuordnung bestimmt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten austauschbarer Vorräte werden entweder nach dem First-In-First-Out-Verfahren (FIFO) oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. LeasinggeschäftBei Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen. Bei Operating-Leasingverhältnissen bleiben dagegen alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber. Die gezahlten Leasingraten aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Bei Vorliegen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses wird der Leasinggegenstand aktiviert und in entsprechender Höhe eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die aktivierten Leasinggegenstände werden nach den gleichen Grundsätzen abgeschrieben wie andere gleichartige Vermögenswerte, die sich im Eigentum des W&W-Konzerns befinden. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten erfolgswirksam in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen werden. Leasinggegenstände werden, wie die Sachanlagen, zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorliegen einer außerplanmäßigen Wertminderung hin überprüft. Steuererstattungsansprüche, latente Steuererstattungsansprüche, Steuerschulden und latente SteuerschuldenDie laufenden Steuererstattungsansprüche und -schulden werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung erwartet bzw. voraussichtlich eine Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde geleistet wird. Latente Steuererstattungsansprüche und -schulden werden aufgrund der zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerbilanzwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen gebildet. Die Berechnung der latenten Steuerabgrenzung erfolgt grundsätzlich mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit von deren künftiger Verwertbarkeit ausgegangen wird. Versicherungstechnische RückstellungenSoweit dies nach IFRS 4 zulässig ist, wurden für die Abbildung versicherungsspezifischer Geschäftsvorfälle grundsätzlich die lokalen Rechnungslegungsvorschriften der jeweiligen Konzernunternehmen angewendet. Bei den deutschen Konzernunternehmen sind dies primär die Vorschriften der §§ 341 ff. HGB sowie der RechVersV. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden auf der Passivseite brutto ausgewiesen, d. h. vor Abzug des Anteils, der auf Rückversicherer entfällt. Der Rückversicherungsanteil wird entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt und auf der Aktivseite gesondert dargestellt. Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Versicherungsverträge transferieren ein signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind somit Versicherungsverträge im Sinne von IFRS 4. Für die nach nationalen Vorschriften in der Schaden- und Unfallversicherung zu bildenden Schwankungsrückstellungen sowie die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen besteht nach IFRS 4 ein Passivierungsverbot. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Rückstellungen nach den Angaben der Vorversicherer gebildet. Soweit solche Angaben nicht vorlagen, wurden die Rückstellungen aus uns zugänglichen Daten ermittelt. Im Fall von Mitversicherungen und Pools, bei denen die Führung in den Händen fremder Gesellschaften gelegen hat, wurde entsprechend vorgegangen. Die Beitragsüberträge entsprechen dem Teil der gebuchten Beiträge, der einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellt. Die Beitragsüberträge werden für jeden Versicherungsvertrag entweder taggenau oder monatsgenau abgegrenzt. Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft werden die Beitragsüberträge nach den Angaben der Vorversicherer ermittelt. Beitragsüberträge in der Transportversicherung sind dem Posten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" zugeordnet. Die Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung wird nach aktuariellen Grundsätzen einzelvertraglich prospektiv unter Berücksichtigung des Beginnjahres oder -monats als Barwert der künftigen garantierten Versicherungsleistungen abzüglich des Barwerts der künftigen Nettobeiträge ermittelt. Für die beitragsfreie Zeit wird innerhalb der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet, die nach heutigem Ermessen ausreichend hoch angesetzt ist. Bei der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung werden nur eventuelle Garantieanteile berücksichtigt. Einmalige Abschlusskosten in der Lebens- und Krankenversicherung werden nach dem Zillmerverfahren berücksichtigt. In der Lebensversicherung entsprechen der angewendete Rechnungszins und die biometrischen Rechnungsgrundlagen im Allgemeinen denen, die auch in die Berechnung der Tarifbeiträge eingeflossen sind. Als Rechnungszins wurde der höchste Wert verwendet, der nach gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zulässig war. Es wurden Zinssätze zwischen 2,25 % und 4 % herangezogen. Der durchschnittliche Rechnungszins der Deckungsrückstellung beträgt 3,5 %. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden branchenübliche, von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlene Tafeln verwendet; in Ausnahmefällen kamen eigene, auf Erfahrungswerten beruhende Tafeln zur Anwendung. Für Rentenversicherungen, deren ursprüngliche Rechnungsgrundlagen keine ausreichenden Sicherheitsmargen mehr enthalten, werden die von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) herausgegebenen, als ausreichend angesehenen Rechnungsgrundlagen verwendet. Im Geschäftsjahr 2009 wurde das Sicherheitsniveau erneut erhöht, da von der Arbeitsgruppe "Biometrische Rechnungsgrundlagen" der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) aufgrund der aktuellen Trendentwicklung des Sterblichkeitsniveaus der Rentenversicherten diese Anpassung empfohlen wurde. Die Erhöhung betrug ein Zwanzigstel der Differenz zwischen den Sterbetafeln DAV2004RBestand und DAV2004RB20, wobei Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt wurden. Als Deckungsrückstellung wurde der um fünf Zwanzigstel linear interpolierte Wert zwischen der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004RBestand und der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004RB20 ausgewiesen. Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen wurden kollektiv gegen die aktuell gültigen Rechnungsgrundlagen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) abgeglichen und gegebenenfalls wurde eine zusätzliche Deckungsrückstellung gebildet. Für Pflegerentenzusatzversicherungen werden Rechnungsgrundlagen verwendet, die gemäß der im Geschäftsjahr 2008 von der DAV verabschiedeten Richtlinie "Reservierung von Pflegerenten(zusatz)versicherungen des Bestandes" als ausreichend angesehen werden. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung angesetzten Rechnungsgrundlagen werden jährlich unter der Berücksichtigung der von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen Rechnungsgrundlagen und der im Bestand beobachteten Entwicklungen auf ausreichende Sicherungsmargen überprüft. Im Erläuterungsbericht des verantwortlichen Aktuars gemäß § 11a Abs. (3) Nr. 2 VAG wird nachgewiesen, dass alle Rechnungsgrundlagen gemäß aufsichts- und handelsrechtlichen Bestimmungen ausreichend vorsichtig gewählt sind. In der Krankenversicherung beträgt der Rechnungszins der Deckungsrückstellung 3,5 %. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichten Sterbetafeln verwendet. In der Krankenversicherung werden zur Berechnung der Deckungsrückstellung unter anderem Annahmen zu Ausscheidewahrscheinlichkeiten sowie zu den aktuellen und den mit zunehmendem Alter steigenden Krankheitskosten getroffen. Diese Annahmen basieren auf eigenen Erfahrungen bzw. auf branchenweit erhobenen Referenzwerten. Die Rechnungsgrundlagen werden im Rahmen von Beitragsanpassungen regelmäßig überprüft und mit Zustimmung des Treuhänders gegebenenfalls angepasst. Neue Tarife werden nur eingeführt, sofern die Angemessenheit der zu verwendenden Rechnungsgrundlagen vom neuen Treuhänder bestätigt wird. Die Deckungsrückstellung wird jährlich einem Angemessenheitstest unterzogen, gegebenenfalls wird die Deckungsrückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung) wird für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen resultieren. Darin enthalten sind auch die voraussichtlichen Aufwendungen für die Schadenregulierung. Die Höhe bzw. die Auszahlungszeitpunkte der Versicherungsleistungen sind noch ungewiss. Die Rückstellung für Spätschäden wurde aus den Datengrundlagen vorangegangener Geschäftsjahre sowie aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt. Die Berechnung der Spätschadenrückstellung erfolgt dabei nach einem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen Verfahren. In diesem werden die gemeldeten Schäden des Bilanzjahrs nach Zahl und Aufwand auf ihre jeweiligen Eintrittsjahre verteilt und zu den Geschäftsjahresschäden der entsprechenden Jahre ins Verhältnis gesetzt. Durch die Anwendung dieser Relationen auf den durchschnittlichen Stückkostenaufwand für erledigte Geschäftsjahresschäden ergeben sich die voraussichtlichen Stückkostensätze für die nach dem Berichtsjahr gemeldeten, aber im Bilanzjahr eingetreten Schäden, aus denen durch Multiplikation mit den zu erwartenden Stückzahlen die Spätschadenrückstellung berechnet wird. Die Schadenrückstellungen werden, abgesehen von der Renten-Deckungsrückstellung in der Sachversicherung, nicht diskontiert. In der Krankenversicherung werden die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle auf der Basis der Geschäftsjahresschäden des Bilanzjahrs hochgerechnet. Die Grundlage für die Hochrechnung ist das durchschnittliche Verhältnis der Vorjahresschäden zu den zugehörigen Geschäftsschäden der drei dem Bilanzstichtag vorausgegangenen Geschäftsjahre. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde gemäß den steuerlichen Vorschriften nach dem koordinierten Ländererlass vom 22. Februar 1973 ermittelt. Die Renten-Deckungsrückstellung in der Sachversicherung wird einzelvertraglich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und analog der Deckungsrückstellung nach der prospektiven Methode berechnet. Es wurden die von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln DAV HUR 2006 verwendet, die angemessene Sicherheitsspannen enthalten. Der ab 1. Januar 2007 geltende Höchstrechnungszins in Höhe von 2,25 % wurde für die Rentenverpflichtungen verwendet. Künftige Verwaltungskosten wurden mit 2 % der Renten-Deckungsrückstellung bewertet, dieser Satz ist als ausreichend vorsichtig anzusehen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zu jedem Bilanzstichtag einem Angemessenheitstest unterzogen. Dabei werden für die versicherungstechnischen Rückstellungen auch erwartete Kapitalanlageerträge berücksichtigt. Gegebenenfalls wird die Rückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst bzw. ergänzend eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), erfolgsabhängig und erfolgsunabhängig, besteht aus zwei Teilen. Dem ersten Teil (nach nationalen Vorschriften zugewiesene Beträge), der tatsächlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung, wird der Teil des Überschusses des jeweiligen Versicherungsunternehmens zugeführt, der auf die Versicherungsnehmer entfällt, aber nicht direkt gutgeschrieben wird. Bei der Zuweisung wurden die gesetzlichen Mindestanforderungen beachtet. Der zweite Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, enthält die auf die Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den kumulierten Bewertungsunterschieden zwischen den Jahresabschlüssen der Einzelgesellschaften nach nationalem Recht und dem Konzernabschluss gemäß IFRS. Diese temporären Bewertungsunterschiede werden mit dem Anteil in die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung eingestellt, mit dem die Versicherungsnehmer bei der Realisierung mindestens beteiligt sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko der Versicherungsnehmer trägt, werden einzelvertraglich nach der retrospektiven Methode ermittelt. Dabei werden die eingehenden Beiträge, soweit sie nicht für Garantien verwendet werden, in Fondsanteilen angelegt. Die Risiko- und Kostenanteile werden - gegebenenfalls unter Verrechnung mit den entsprechenden Überschussanteilen - monatlich dem Fondsguthaben entnommen. Die Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit § 341d HGB zum beizulegenden Zeitwert der zum Bilanzstichtag auf die Versicherungsverträge entfallenden Fondsanteile. Der Bilanzwert dieser Position entspricht dem Bilanzwert der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen innerhalb der Position Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten u.a. die Stornorückstellungen, die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen und gegebenenfalls die Drohverlustrückstellung. In der Schaden-/Unfallversicherung wird die Stornorückstellung für die voraussichtlich wegen Wegfalls oder Verminderung des technischen Risikos zurückzugewährenden Beiträge gebildet. In der Krankenversicherung wird die Stornorückstellung auf der Grundlage der negativen Teile der Alterungsrückstellung sowie der über den tariflichen Alterungsrückstellungen liegenden Teile der Übertragungswerte berechnet. Andere RückstellungenRückstellungen für PensionenDie betriebliche Altersversorgung im W&W-Konzern wird sowohl in Form von Beitragszusagen als auch in Form von Leistungszusagen durchgeführt. Vor der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2002 wurden bei den Wüstenrot-Gesellschaften (Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüsten rot Bank AG Pfandbriefbank, Wüsten rot Immobilien GmbH, Wüsten rot Haus- und Städtebau GmbH und Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH) allen Mitarbeitern leistungsorientierte Pensionszusagen erteilt. Bei der Württembergische Versicherung AG, Württembergische Lebensversicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG wurden als Grundversorgung Beitragszusagen (Pensionskasse der Württembergischen) erteilt. Darüber hinaus erhielten Führungskräfte und Vorstände bzw. Geschäftsführer Pensionszusagen (Leistungszusagen). Bei der Wüstenrot & Württembergische AG, der W&W Informatik GmbH und der W&W Asset Management GmbH wurden sowohl Leistungs- als auch Beitragszusagen erteilt. Für Neueintritte ab 2002 wird die Grundversorgung konzerneinheitlich über die ÄRA Pensionskasse AG finanziert (Beitragszusagen). Die Führungskräfte und Vorstände bzw. Geschäftsführer erhalten Pensionszusagen (beitragsorientierte Leistungszusagen), die bei der ÄRA Pensionskasse AG rückgedeckt sind. Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (Rücklage aus Pensionsverpflichtungen). Aufwendungen und Erträge aus Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand (Dienstzeitaufwand) bzw. im Ergebnis aus Forderungen, Verpflichtungen und Nachrangkapital (Zinsaufwand) ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in voller Höhe erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, sofern die Anwartschaften unverfallbar sind. Anderenfalls wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum vereinnahmt. Für die beitragsorientierten Zusagen wird ein fester Beitrag, in Abhängigkeit vom Gehalt, an die ARA Pensionskasse AG, die Pensionskasse der Württembergischen oder die Württembergische Lebensversicherung AG gezahlt. Der Anspruch des Leistungsempfängers richtet sich gegen die Pensionskasse bzw. die Versicherungsgesellschaft. Die Verpflichtung des Arbeitgebers ist mit der Zahlung der Beiträge abgegolten. Daher werden für derartige Zusagen im Konzern keine Pensionsrückstellungen gebildet. Es werden dafür beim jeweiligen Versorgungsträger Deckungsrückstellungen gebildet. Für beitragsorientierte Pläne zu zahlende Beiträge werden aufwandswirksam als Personalaufwand erfasst, wenn diese Beiträge fällig sind. Vorauszahlungen auf Beiträge werden aktiviert, sofern diese Vorauszahlungen zu einer Rückerstattung oder einer Verringerung künftiger Zahlungen führen werden. Ruckstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an ArbeitnehmerZu den anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer zählen die Zusagen für Vorruhestand, Altersteilzeitvereinbarungen, die Gewährung von Leistungen aus Anlass von Dienstjubiläen, langfristige Erwerbsunfähigkeitsleistungen, Sterbegelder sowie andere soziale Leistungen. Im Rahmen der Bilanzierung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer entstehen grundsätzlich keine versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, sodass die ausgewiesenen Rückstellungen dem Barwert der Verpflichtungen entsprechen. Für die Bewertung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wird gleichfalls ein der Laufzeit der Verpflichtungen entsprechender Rechnungszinssatz herangezogen. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen werden unter der Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags bewertet und bilanziert, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, welche auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich sind. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis der bestmöglichen Schätzung bestimmt. Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn diese zuverlässig ermittelt werden können. Sie werden nicht mit Erstattungsansprüchen verrechnet. Die ermittelten Verpflichtungen werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, diskontiert, soweit die sich daraus ergebenden Effekte wesentlich sind. Rückstellungen für Restrukturierungen werden angesetzt, wenn ein detaillierter formaler Restrukturierungsplan genehmigt wurde und die darin enthaltenen wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen öffentlich verkündet wurden oder mit dem Beginn der Umsetzung des Restrukturierungsplans bereits begonnen wurde. Rückstellungen für die Rückerstattung von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht werden gebildet, wenn sich aus abgeschlossenen Bausparverträgen bei Vorliegen bestimmter vertraglich vereinbarter Kriterien (z. B. Darlehensverzicht) die Verpflichtung ergibt, die Abschlussgebühren den Bausparkunden zu erstatten. Unter der Annahme des maximal bis zum Abschlussstichtag erdienten Rückerstattungsanspruchs von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht der Bausparkunden wird eine Barwertrechnung auf der Basis einer wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung von statistischen Daten aus der Vergangenheit durchgeführt, welche die bestmögliche Schätzung der künftigen Außenverpflichtung darstellt. Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags ergeben sich insbesondere aus den festgelegten Annahmen hinsichtlich der verwendeten Inputparameter wie der statistischen Daten, des Kündigungsverhaltens oder der Darlehensverzichtsquote. Rückstellungen für Zinsbonusoptionen werden passiviert, wenn in abgeschlossenen Bausparverträgen die Verpflichtung zur Zahlung von Zinsboni an die Bausparkunden enthalten ist. Unter der Annahme der maximal bis zum Abschlussstichtag erdienten Zinsboni, die potenziell zur Auszahlung gelangen können, wird eine Barwertrechnung auf der Grundlage einer wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung durchgeführt, welche die bestmögliche Schätzung der künftigen Außenverpflichtung darstellt. Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags können sich vor allem aus den festgelegten Annahmen hinsichtlich der verwendeten Inputparameter wie des Kündigungsverhaltens oder des Bonusinanspruchnahmeverhaltens ergeben. Eventualschulden wurden gemäß IFRS 3 im Zuge des Erwerbs der Vereinsbank Victoria Bauspar AG im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Darlehens- und Abschlussgebühren angesetzt. Unsicherheiten hinsichtlich des Verpflichtungsbetrags bestehen insbesondere für die zugrunde gelegte Wahrscheinlichkeit für den ungewissen Ausgang des Klageverfahrens dem Grunde und der Zeit nach sowie für die zugrunde gelegten Wahrscheinlichkeiten für Rückforderungen der Bausparkunden. Die übrigen Rückstellungen beinhalten beispielsweise Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die gebildet werden, wenn aus einem schwebenden Geschäft ein Verpflichtungsüberschuss resultiert. EigenkapitalDiese Position umfasst das eingezahlte Kapital, das erwirtschaftete Kapital bzw. die anderen Rücklagen sowie den Anteil anderer Gesellschafter am Eigenkapital. Das eingezahlte Kapital besteht aus dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage. Das gezeichnete Kapital ergibt sich aus Namensstückaktien, welche voll eingezahlt sind. Die Kapitalrücklage errechnet sich aus dem Aufgeld (Agio), das bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wird. Das erwirtschaftete Kapital bzw. die sonstigen Rücklagen setzen sich aus der Neubewertungsrücklage, der Rücklage aus der Währungsumrechnung, der Rücklage aus Pensionsverpflichtungen und den Gewinnrücklagen zusammen. In der Neubewertungsrücklage werden die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sowie derivativer Finanzinstrumente, welche zum Cashflow-Hedging eingesetzt werden und die Kriterien des Hedge-Accountings erfüllen, nach der Berücksichtigung latenter Steuer und im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung nach der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung abgebildet. Die Umrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden in der Rücklage aus Währungsumrechnung erfasst. Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital stellen die proportionalen Minderheitenanteile am Eigenkapital dar. Echte WertpapierpensionsgeschäfteDer W&W-Konzern tritt im Rahmen von Pensionsgeschäften als Pensionsgeber auf. Die in Pension gegebenen Wertpapiere werden weiterhin entsprechend der bisherigen Kategorisierung in der Bilanz ausgewiesen. Gleichzeitig wird eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des erhaltenen Betrags passiviert. Ergibt sich ein eventueller Unterschiedsbetrag zwischen dem bei Übertragung erhaltenen und dem bei späterer RückÜbertragung zu leistenden Betrag, wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verbindlichkeit erfolgswirksam zugeschrieben. Die laufenden Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Regeln für die entsprechende Wertpapierkategorie abgebildet. WertpapierleiheBei Wertpapierleihegeschäften tritt der W&W-Konzern als Verleiher der Wertpapiere auf. Für die Wertpapierleihe werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet wie bei den echten Pensionsgeschäften. TreuhandgeschäfteTreuhandvermögen und -Verbindlichkeiten werden außerhalb der Bilanz im Anhang ausgewiesen. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Bestehen durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des W&W-Konzerns stehen. Der Abfluss von Ressourcen, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, ist nicht wahrscheinlich oder die Höhe der Verpflichtung kann nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Ist der Abfluss von Ressourcen nicht unwahrscheinlich, werden im Anhang Angaben zu diesen Eventualverbindlichkeiten gemacht. Angaben zu ausgewählten Positionen der Konzerngewinn- und VerlustrechnungFinanzergebnisDas Finanzergebnis des W&W-Konzerns setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dies ist das Ergebnis aus:
Ferner ist im Finanzergebnis der Risikovorsorgeaufwand berücksichtigt. Im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden die Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie die laufenden Erträge (Zinsen und Dividenden) ausgewiesen. Dividenden werden nach dem Zuflussprinzip vereinnahmt. Der Ausweis des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva umfasst neben realisierten und nicht realisierten Gewinnen und Verlusten auch Zinsen und Dividenden aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva sowie andere Erträge und Aufwendungen. In der Position Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen werden die Ergebnisse aus Grund- und Sicherungsgeschäften von Fair-Value-Hedges erfasst. Darüber hinaus werden hier die ergebniswirksamen Effekte aus dem ineffektiven Teil des Sicherungsgeschäfts und aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage für Cashflow-Hedges verbucht. Im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital werden Zinserträge und Zinsaufwendungen periodengerecht dargestellt. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst. Zinserträge aus Finanzierungsleasing werden dergestalt über die Grundmietzeit vereinnahmt, dass eine konstante Periodenrendite aus der Nettobarinvestition erzielt wird. Der Risikovorsorgeaufwand umfasst Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis und Direktabschreibungen. Der Risikovorsorgeaufwand bezieht die Risiken aus dem Kreditgeschäft, aus dem Erst- und Rückversicherungsgeschäft und dem sonstigen Geschäft ein. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis beinhaltet die Provisionserträge aus dem Bauspar-, Bank-, Rückversicherungs- und Investmentgeschäft sowie Provisionsaufwendungen aus dem Bauspar-, Bank-, Erst- und Rückversicherungs- sowie dem Investmentgeschäft, soweit diese nicht im Rahmen der Berechnung des Effektivzinses berücksichtigt werden. Provisionserträge werden zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung und Provisionsaufwendungen zum Zeitpunkt des Bezugs der Dienstleistung erfolgswirksam erfasst. Im Erstversicherungsgeschäft werden keine Provisionserträge ausgewiesen, da den Kunden die mit dem Abschluss einer Versicherung verbundenen Kosten nicht gesondert in Rechnung gestellt werden. Verdiente Beiträge (brutto)Als Beitragseinnahmen aus dem selbst abgeschlossenen und übernommenen Versicherungsgeschäft werden grundsätzlich sämtliche Erträge erfasst, die sich aus dem Vertragsverhältnis mit den Versicherungsnehmern über die Gewährung von Versicherungsschutz ergeben. Die Beiträge werden für jeden Versicherungsvertrag abgegrenzt. Die verdienten Beiträge (netto) ergeben sich nach Abzug der Anteile der Rückversicherer von den verdienten Beiträgen (brutto). Leistungen aus Versicherungsverträgen (brutto)Die Leistungen aus Versicherungsverträgen umfassen die Zahlungen aus Versicherungsfällen sowie die Veränderung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, der Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge sowie der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen. Darüber hinaus wird unter den Leistungen aus Versicherungsverträgen die Zuführung zur handelsrechtlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung erfasst. Die Aufwendungen für Schadenregulierung werden unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Veränderungen der Rückstellungfür latente Beitragsrückerstattung, die auf Veränderungen aufgrund ergebniswirksamer Umbewertungen zwischen nationalen Vorschriften und IFRS beruhen, werden ebenfalls innerhalb der Leistungen aus Versicherungsverträgen erfasst. Die Bildung und Auflösung einer Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten verfügbar zur Veräußerung und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sowie den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen geschehen grundsätzlich erfolgsneutral. VerwaltungsaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen im W&W-Konzern setzen sich aus den Personalaufwendungen, Sachaufwendungen und Abschreibungen zusammen. Die Zuordnung der Aufwendungen des W&W-Konzerns in Sach- und Personalaufwendungen erfolgt nach den Grundsätzen des Gesamtkostenverfahrens. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteuern ausgewiesen und im Anhang nach tatsächlichen und latenten Steuern unterschieden. Soweit der Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche betrifft, ist er in der Position Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche nach Steuern enthalten. SegmentberichterstattungDie Segmentinformationen wurden in Übereinstimmung mit IFRS 8 Geschäftssegmente auf Basis des internen Berichtswesens erstellt, das dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig dazu dient, die Geschäftsentwicklung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen -sogenannter Management Approach. Chief Operating Decision Maker im W&W-Konzern ist das Management Board. Die berichtspflichtigen Segmente wurden auf der Basis sowohl von Produkten und Dienstleistungen als auch nach regulatorischen Anforderungen identifiziert. Diesbezüglich wurden im Segment Personenversicherung und Schaden-/Unfallversicherung einzelne operative Segmente zusammengefasst. Im Folgenden sind die Produkte und Dienstleistungen aufgelistet, mit denen die berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht nicht. BausparBankDer Bereich BausparBank umfasst eine breite Auswahl an Bauspar- und Bankprodukten im Wesentlichen für Privatkunden, z. B. Bausparverträge, Vorausdarlehen und Zwischenkredite, Spar- und Geldanlageprodukte, Girokonten, Tagesgeldkonten, Maestro- und Kreditkarten, Hypothekendarlehen und Bankdarlehen. PersonenversicherungDas Segment Personenversicherung bietet eine Vielzahl von Lebens- und Krankenversicherungsprodukten für Einzelpersonen und Gruppen an, einschließlich klassischer und fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherungen, Risikolebensversicherungen, klassische und fondsgebundene Riester-Rente und Basis-Rente, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie private Krankenvoll- und -Zusatzversicherungen und Pflegeversicherungen. Schaden-/UnfallversicherungIm Segment Schaden-/Unfallversicherung wird eine umfangreiche Palette von Versicherungsprodukten für Privat- und Firmenkunden angeboten, darunter Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-, Hausrat-, Wohngebäude-, Rechtsschutz-, Transport- und technische Versicherungen. Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird wie in Vorjahren am Segmentergebnis nach IFRS gemessen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Alle übrigen Geschäftsaktivitäten des W&W-Konzerns, wie beispielsweise zentrale Konzernfunktionen, Asset-Management-Aktivitäten, Bauträgertätigkeiten sowie das Angebot von Bauspar-, Bank- und Versicherungsprodukten außerhalb Deutschlands wurden unter Alle Sonstigen Segmente zusammengefasst. In der Spalte Konsolidierung/Überleitung werden Konsolidierungsmaßnahmen ausgewiesen, die zur Überleitung auf die Konzernwerte erforderlich sind. Die Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Segmentgewinn- und Verlustrechnungscroll
scroll
scroll
1
Einschließlich Dienstleistungs- und Mieterträgen
mit anderen Segmenten. Angaben nach Regionen (Konzern)scroll
1
Erlöse wurden gemäß dem Sitzland der operativen
Einheiten zugeordnet. Erläuterungen zur Konzernbilanz(1) Barreservescroll
Guthaben bei Zentralnotenbanken, bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel öffentlicher Stellen stammen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich aus dem Bestand der Bausparkassen und Banken des W&W-Konzerns. Die gesetzlich vorgeschriebenen Guthaben bei den nationalen Notenbanken, die den jeweiligen Rücklagenvorschriften unterliegen, beliefen sich auf 94,3 (Vj. 69,3) Mio € zum 31. Dezember 2009. Die Vorschriften zum Mindestreservesoll wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Bei den Schuldtiteln öffentlicher Stellen handelt es sich um staatliche Schuldverschreibungen und Treasury-Bills, jeweils mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten. Der beizulegende Zeitwert der Barreserve beträgt 110,3 (Vj. 146,5) Mio € und entspricht dem Buchwert. (2) Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräusserungsgruppenscroll
Im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung nicht strategiekonformer Beteiligungen wurde im Vorjahr die Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Aus der Folgebewertung der Beteiligung resultierte im Berichtsjahr 2009 eine Wertaufholung in Höhe von 1,0 Mio €. Die Beteiligung wurde im Verlauf des Geschäftsjahrs veräußert und war bis zu ihrer Veräußerung im Segment Alle sonstigen Segmente ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2009 enthält die Position als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ebenso wie im Vorjahr eine vom CS-WV Immofonds (Segment Personenversicherung) gehaltene Immobilie. Aufgrund der im Geschäftsjahr 2009 bestehenden Unsicherheiten an den Finanz- und Immobilienmärkten konnten die ursprünglichen Verkaufsabsichten nicht innerhalb von zwölf Monaten umgesetzt werden. Nachdem eine Beruhigung der Märkte eingetreten ist, soll die Immobilie nunmehr im ersten Quartal 2010 veräußert werden. Die im Vorjahr als zur Veräußerung gehaltenen sonstigen Aktiva sind während des Berichtszeitraums planmäßig abgegangen. Wesentlicher Bestandteil dieser Position war ein Areal mit stillzulegendem Verwaltungsgebäude aus dem Segment BausparBank. Die Veräußerung an einen Investor erfolgte am 30. Dezember 2009. Darüber hinausgehend enthielt diese Position zwei weitere Immobilien aus Alle sonstigen Segmente, die am 28. Juli 2009 und am 27. August 2009 veräußert wurden. Der Verkauf der Immobilien diente der Optimierung des Asset-Portfolios im W&W-Konzern. (3) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktivascroll
Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen, welche als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva designiert wurden, ist in Höhe von 19,1 (Vj. 43,8) Mio € auf die Veränderung des Kreditrisikos zurückzuführen. Die daraus resultierende kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwerts beträgt 24,7 Mio €. Die Bestimmung der bonitätsinduzierten Veränderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über eine Differenzenermittlung unter Verwendung der Credit-Spread-Änderung im Berichtsjahr. (4) Finanzanlagen verfügbar zur Veräusserungscroll
scroll
Anteile am gesonderten Sicherungsvermögen des Sicherungsfonds der Lebensversicherer, das getrennt vom Vermögen der Protektor Lebensversicherungs-AG geführt wird, werden als Namensgenussrecht mit einem Buchwert in Höhe von 23,3 (Vj. 20,3) Mio € in der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2009 betrugen die noch nicht eingeforderten Kapitaleinzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften im W&W-Konzern 204,5 (Vj. 161,5) Mio €. (5) Forderungenscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Der Posten sonstige Forderungen enthält unter anderem Forderungen aus Grundstücksverkäufen, Mietverhältnissen, Vorauszahlungen auf Versicherungsleistungen, Forderungen im Zusammenhang mit der Abwicklung von Hypotheken sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der W&W-Konzern hat in Übereinstimmung mit den Regelungen des geänderten IAS 39 (2008) mit Wirkung zum 1. Juli 2008 als verfügbar zur Veräußerung kategorisierte Wertpapiere mit einem Buchwert (zugleich beizulegender Zeitwert) von 325,5 Mio € in die Kategorie Forderungen umklassifiziert, da er die Absicht hat und in der Lage ist, diese Finanzinstrumente auf absehbare Zeit zu halten. Zum 31. Dezember 2009 beträgt der (Netto-) Buchwert dieser Wertpapiere 302,7 (Vj. 324,5) Mio €, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf 185,6 (Vj. 155,1) Mio €. Der W&W-Konzern hat im laufenden und im vorangegangenen Geschäftsjahr für die umklassifizierten Bestände die nachfolgend dargestellten Aufwendungen und Erträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. scroll
Im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum Zeitpunkt der Umklassifizierung am 1. Juli 2008 wurden für die umklassifizierten Bestände in der Neubewertungsrücklage negative Wertänderungen in Höhe von 9,9 Mio € erfasst. Bei Verzicht auf die Umklassifizierung wären im zweiten Halbjahr 2008 durch die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nach latenter Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) und nach latenter Steuer zusätzlich 20,7 Mio € an negativen Wertänderungen in der Neubewertungsrücklage sowie negative Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 2,7 Mio € zu erfassen gewesen. Für das Geschäftsjahr 2009 wären nach latenter RfB und nach latenter Steuer positive Wertänderungen in Höhe von 2,8 Mio € in der Neubewertungsrücklage zu erfassen gewesen sowie negative Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 11,0 Mio €. Die Effektivzinssätze der umklassifizierten Finanzinstrumente lagen zum Stichtag der Umklassifizierung zwischen 1,9 % und 12,7 %, bei erwarteten, zukünftigen, undiskontierten Rückzahlungen in Höhe von 702,5 Mio €. (6) RisikovorsorgeDurch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis wird im Abschluss den Adressrisiken aus Forderungen Rechnung getragen. Wertveränderungen des Geschäftsjahrs 2009scroll
scroll
Wertveränderungen des Geschäftsjahrs 2008scroll
scroll
(7) Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungenscroll
Der Anstieg der positiven Markwerte aus Cashflow-Hedges resultiert überwiegend aus neu designierten Sicherungsbeziehungen bei der Wüstenrot Bausparkasse AG. (8) Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagenscroll
In den folgenden Tabellen werden für die sich am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen die gesamten Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Jahresergebnisse der jeweiligen Gesellschaft und nicht allein der auf den W&W-Konzern entfallende Anteil dargestellt: 2009scroll
2008scroll
Für die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile assoziierter Unternehmen im W&W-Konzern sind keine öffentlich notierten Marktpreise verfügbar. (9) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDer beizulegende Zeitwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt zum Jahresende 1 528,9 (Vj. 1 574,1) Mio €. Es existierten keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oder der Verfügbarkeit über Erträge und Veräußerungserlöse. Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen, zu entwickeln, oder solche für Reparaturen, Instandhaltung oder Verbesserungen bestehen nicht. scroll
scroll
Ebenso wie im Vorjahr beinhalten die Zugänge in den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien keine Nachaktivierungen. (10) Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungenscroll
Weitere Erläuterungen befinden sich bei den entsprechenden Passivpositionen ab Note Nr. 18. (11) Immaterielle Vermögenswertescroll
Der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 57,3 (Vj. 57,3) Mio € entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Württembergische Lebensversicherung AG. Auf den Geschäfts- oder Firmenwert sind weder in der Vergangenheit noch in der laufenden Berichtsperiode außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen worden. Entwicklung der immateriellen Vermögenswertescroll
Zwischen der Wüstenrot Holding AG und der W&W AG besteht eine Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung. Der Buchwert des daraus resultierenden Markenrechts beträgt zum 31. Dezember 2009 28,9 (Vj. 30,5) Mio €. Das Markenrecht besitzt eine begrenzte Nutzungsdauer und wird über 20 Jahre linear abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer beträgt 18 Jahre. Dem aktivierten Markenrecht steht eine finanzielle Verbindlichkeit gegenüber der Wüstenrot Holding AG zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 30,1 (Vj. 31,2) Mio € gegenüber. Die Summe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2009 erfasst wurden, beträgt 39,0 (Vj. 32,3) Mio €. Es gibt keine Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. (12) Sachanlagen und Vorrätescroll
Beschränkungen von Verfügungsrechten bestanden nicht. Die Ausgaben für Sachanlagen im Bau betrugen 0,0 (Vj. 0,2) Mio €. Es liegen keine Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen vor. Im Leasingvermögen sind Immobilien in Höhe von 30,7 (Vj. 31,2) Mio € enthalten. Die Vorräte in Höhe von 67,3 (Vj. 84,4) Mio € stammen aus dem Bauträgergeschäft und enthalten vor allem zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Bauten sowie Grundstücke mit unfertigen Bauten. Der Buchwert der Vorräte, die zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt wurden, beträgt 2,8 (Vj. 3,6) Mio €. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 0,1 (Vj. 0,7) Mio € vorgenommen. Außerdem fielen Wertaufholungen in Höhe von 0,0 (Vj. 0,1) Mio € an. Die Aufwendungen für den Verbrauch an Vorräten in der Berichtsperiode betrugen 13,6 (Vj. 0,0) Mio €. Sind bei der Überprüfung der Werthaltigkeit von eigengenutzten Immobilien Nutzungswerte herangezogen worden, so wurden im Geschäftsjahr und im Vorjahr Abzinsungssätze angewandt, die innerhalb der Bandbreite zwischen 4,5 % und 6,5 % liegen. Aufgrund einer Anpassung in der Anlagenbuchhaltung wurden die Bruttobuchwerte sowie die kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen des Vorjahrs bei den eigengenutzten Immobilien in Höhe von jeweils 18,5 Mio € und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von jeweils 3,6 Mio € angepasst. Eine Auswirkung auf die Nettobuchwerte ergab sich nicht. Sachanlagenscroll
(13) SteuererstattungsansprücheDie Steuererstattungsansprüche betreffen die laufenden Steuerforderungen und werden voraussichtlich in Höhe von 33,3 (Vj. 31,3) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert. (14) Latente SteuererstattungsansprücheLatente Steuererstattungsansprüche wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Die Bildung latenter Steuern auf Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen erfolgte in Höhe von 38,0 (Vj. 21,9) Mio € erfolgsneutral. Bei latenten Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 80,8 (Vj. 59,8) Mio € sowie latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3,9 (Vj. 36,4) Mio € wird davon ausgegangen, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge betreffend die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 39,1 (Vj. 51,8) Mio € wurden keine latenten Steuern angesetzt, da mittelfristig nicht von deren Verwertung ausgegangen werden kann. (15) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassivascroll
(16) Verbindlichkeitenscroll
scroll
Von den Anderen Verbindlichkeiten aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind 2 474,0 (Vj. 854,9) Mio € täglich fällig, 4 746,5 (Vj. 5 315,0) Mio € haben eine vereinbarte Laufzeit. Von den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 606,6 (Vj. 648,4) Mio € auf Versicherungsnehmer und 48,9 (Vj. 48,2) Mio € auf Versicherungsvermittler. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem erhaltene Anzahlungen in Höhe von 13,4 (Vj. 11,7) Mio €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 52,2 (Vj. 24,1) Mio € sowie Verbindlichkeiten im Personalbereich in Höhe von 71,8 (Vj. 72,3) Mio € enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen belaufen sich auf 30,7 (Vj. 31,2) Mio €. (17) Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungenscroll
Der Anstieg der negativen Marktwerte aus Fair-Value-Hedges ist überwiegend auf neu designierte Portfolio-Fair-Value-Sicherungsbeziehungen bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank zurückzuführen. (18) Versicherungstechnische Rückstellungenscroll
Beitragsüberträgescroll
Deckungsrückstellungscroll
Deckungsrückstellung nach Art der Lebensversicherung betriebenes Geschäftscroll
Alterungsrückstellung im Bereich der Krankenversicherungscroll
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung wie folgt entwickelt: scroll
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich Schaden-/Unfall- und Rückversicherung wie folgt entwickelt: scroll
Die nachfolgend dargestellten Schadendreiecke (brutto und netto) zeigen den Abwicklungsverlauf der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden-/ Unfall- und Rückversicherung. Dabei wird, ausgehend von der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, zum jeweiligen Bilanzstichtag durch Angabe des Rückversicherungsanteils und die Reduktion um die Rückstellungfür Schadenregulierungsaufwendungen (ebenfalls je nach Darstellung brutto oder netto) auf die jeweilige Brutto- bzw. Netto-Rückstellung übergeleitet. Bruttoschadendreieck1scroll
scroll
Nettoschadendreieck1scroll
scroll
Rückstellung für Beitragsrückerstattungscroll
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungenscroll
(19) Andere RückstellungenRückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an ArbeitnehmerDie Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 1 179,0 (Vj. 1 060,0 ) Mio €. Davon entfallen 1 073,9 (Vj. 948,8) Mio € auf Rückstellungen für Pensionen und 105,0 (Vj. 111,2 ) Mio € auf Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. Für die Bewertung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wurden den kürzeren Laufzeiten der Verpflichtungen entsprechende Rechnungszinssätze herangezogen, die denen des Vorjahrs entsprechen (Zusagen für Vorruhestand 4,5 %, Altersteilzeitverträge 4,5 %, Jubiläumsleistungen 5 %). Rückstellungen für PensionenDie Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts, des Planvermögens, des ungetilgten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands sowie der Pensionsrückstellung ist nachfolgend dargestellt: scroll
Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pläne gelten folgende Annahmen: scroll
Die den Pensionsverpflichtungen zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen zu Rechnungszins und Rententrend wurden im Geschäftsjahr 2009 den Marktverhältnissen bzw. der Inflationsentwicklung angepasst. Auf Basis von Pensionsrückstellungen in Höhe von 1 075 (Vj. 950) Mio € und bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen hätte eine Erhöhung des Rechnungszinses um 0,25 % eine Verringerung der Pensionsrückstellungen um 35,4 (Vj. 31,3) Mio € und eine Verringerung des Rechnungszinses um 0,25 % eine Erhöhung der Pensionsrückstellungen um 37,3 (Vj. 33) Mio € zur Folge. Als biometrische Annahmen wurden wie im Vorjahr die Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Der Barwert der Leistungsverpflichtung, der Zeitwert des Planvermögens, die Über-/Unterdeckung der Pläne und die jeweiligen erfahrungsbedingten Anpassungen haben sich in den Jahren 2005 bis 2009 wie folgt entwickelt: scroll
Für das Geschäftsjahr 2010 werden direkte Rentenzahlungen für die Pensionspläne in Höhe von 49,6 (Vj. 45,9) Mio € erwartet. Sonstige Rückstellungen2009scroll
2008scroll
Die erwartete Fälligkeit der in der Bilanz erfassten Beträge gliedert sich wie folgt: 2009scroll
2008scroll
(20) SteuerschuldenDie Steuerschulden betreffen die abgegrenzten laufenden Steuern und werden voraussichtlich in Höhe von 149,9 (Vj. 20,2) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert. (21) Latente Steuerschuldenscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Bei latenten Steuerschulden in Höhe von 34,5 (Vj. 37,7) Mio € wird davon ausgegangen, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden. (22) Übrige PassivaDiese Position enthält Rückstellungen für die Vollverzinsung von Steuerverpflichtungen aufgrund von Risiken aus Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 9,6 (Vj. 4,4) Mio € und passivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 5,4 (Vj. 3,1) Mio €. (23) Nachrangkapitalscroll
Das Nachrangkapital ist in der Berichterstattung über die Liquiditätsrisiken (Note-Nr. 51) unter der Berücksichtigung bestehender früherer Rückführungsmöglichkeiten vor Endfälligkeit abgebildet. Der W&W-Konzern hat im Berichtszeitraum nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 11,5 Mio € zurückerworben. Die nachrangigen Verbindlichkeiten werden durch den Rückkauf um 17,9 Mio € vermindert. Daraus resultierten ein einmaliger Ertrag in Höhe von 6,4 Mio € und eine nachhaltige Reduzierung der Zinsaufwendungen um 1,0 Mio € pro Jahr. Unternehmen des W&W-Konzerns haben verschiedene Nachrangkapitalemissionen sowie Genussscheine begeben. Emissionen mit einem Emissionsvolumen von über 35,0 Mio € werden nachfolgend dargestellt: ISINscroll
2009 wurden keine neuen Nachrangkapitaltitel emittiert. Die im Geschäftsjahr 2009 erworbene VVB hatte in der Vergangenheit eine Nachranganleihe mit einem Nominalvolumen in Höhe von 10,0 Mio € emittiert, die nun als Folge des Unternehmenserwerbs im W&W-Konzernabschluss unter dem Nachrangkapital ausgewiesen wird. Das Finanzinstrument hat eine fixe Verzinsung von 5,36 % und weist eine Endfälligkeit zum 24. November 2016 auf. (24) Eigenkapitalscroll
Für das Geschäftsjahr 2009 wird eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,50 € sowie ein Dividendenbonus von 0,10 €je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Auszahlung von 55,2 Mio €. Vom handelsrechtlichen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2008 in Höhe von 43,6 Mio € wurden 43,1 Mio € zur Zahlung einer Dividende von 0,50 €je Aktie verwendet. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 20. Mai 2009. Der verbleibende Betrag in Höhe von 0,5 Mio € wurde auf neue Rechnung in das Jahr 2009 vorgetragen. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91 992 662 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien, die in voller Höhe eingezahlt sind. Rechtlich handelt es sich um Stammaktien. Hieraus ergeben sich Stimm- und Dividendenrechte, das Recht auf einen Anteil am Liquidationserlös und Bezugsrechte. Vorzugsrechte sowie Beschränkungen existieren nicht. Entwicklung der im Umlauf befindlichen AktienDer Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG hat am 16./17. Juli 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von 451 Mio € auf 481 Mio € zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgte zu dem Zweck, die Finanz- und Investitionskraft der Gesellschaft zu stärken. Durch die Kapitalmaßnahme flossen der W&W AG brutto insgesamt 86,2 Mio € zu, wobei direkt zurechenbare Transaktionskosten in Höhe von 220 Tsd € als Abzug vom Eigenkapital bilanziert wurden. Die damit verbundenen und direkt im Eigenkapital erfassten Ertragsteuern betragen 66 Tsd €. scroll
Zum Ende des Geschäftsjahrs 2009 bestand ein noch nicht genutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 69,9 Mio €. Der Vorstand der W&W-AG ist ermächtigt, dieses bis zum 2. Juni 2014 zu nutzen. Anteile anderer Gesellschafter am EigenkapitalDie Anteile nicht beherrschender bzw. anderer Gesellschafter gliedern sich wie folgt: scroll
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(25) Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräusserungscroll
Die Wertminderungen von Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung entfallen auf folgende Klassen von Finanzinstrumenten: scroll
(26) Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagenscroll
(27) Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassivascroll
(28) Ergebnis aus Sicherungsbeziehungenscroll
(29) Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapitalscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. In den Zinsaufwendungen für Nachrangkapital sind 5,5 (Vj. 6,9) Mio € für Genussscheine und 19,3 (Vj. 20,7) Mio € für nachrangige Verbindlichkeiten enthalten. (30) Risikovorsorgeaufwandscroll
Die Aufwendungen aus der Risikovorsorge entfallen auf folgende Klassen von Finanzinstrumenten: scroll
(31) Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilienscroll
Im Ergebnis aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sind direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen für Reparatur, Instandhaltung und Verwaltung sowie Abschreibungen in Höhe von 64,1 (Vj. 75,5) Mio € enthalten. Davon entfallen 51,1 (Vj. 65,8) Mio € auf Objekte, mit denen Mieteinnahmen erzielt wurden, 13,0 (Vj. 9,7) Mio € entfallen auf Objekte, mit denen keine Mieteinnahmen erzielt wurden. (32) Provisionsergebnisscroll
1
Vorjahreszahl angepasst wegen Änderung des
IAS 18. In den Provisionserträgen sind Erträge aus Treuhandtätigkeiten oder anderweitigen treuhänderischen Funktionen, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung einzelner Personen, Treuhandeinrichtungen, Pensionsfonds oder anderer Institute in Höhe von 0,3 (Vj. 0,8) Mio € enthalten. In den Provisionserträgen sind 11,2 (Vj. 11,0) Mio € und in den Provisionsaufwendungen 4,9 (Vj. 7,1) Mio € enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Die Anpassung gemäß IAS 8.42 hatte keine Auswirkungen auf das Provisionsergebnis. Ursache war, dass Aufwendungen und Erträge aus Provisionen in Höhe von jeweils 42,2 Mio €, die aus einer konzerninternen Transaktion resultierten, nicht zum Einbezug in die Aufwands- und Ertragskonsolidierung gekennzeichnet worden waren. (33) Verdiente Beiträge (netto)Lebens-/Krankenversicherungscroll
Schaden-/Unfall-/Rückversicherungscroll
(34) Leistungen aus Versicherungsverträgen (netto)Die Leistungen aus Versicherungsverträgen des selbst abgeschlossenen Geschäfts werden ohne Schadenregulierungskosten ausgewiesen. Diese sind in den Verwaltungsaufwendungen enthalten. Die Versicherungsleistungen für das übernommene Geschäft sowie die Anteile der Rückversicherer an den Versicherungsleistungen können sowohl Schadenszahlungen als auch Regulierungskosten umfassen. In der Position Veränderung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird neben der Zuführung zur nach nationalen Vorschriften zu bildenden Rückstellungfür Beitragsrückerstattung auch die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung ausgewiesen. Lebens-/Krankenversicherungscroll
Schaden-/Unfall-/Rückversicherungscroll
(35) Verwaltungsaufwendungenscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Im Berichtszeitraum wurden 16,2 (Vj. 19,5 ) Mio € an Beiträgen für beitragsorientierte Pläne gezahlt. Ferner wurden Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 41,4 (Vj. 41,5) Mio € gezahlt. Die Verwaltungsaufwendungen enthalten 8,5 (Vj. 11,6) Mio € Personalaufwendungen für Altersteilzeit und Vorruhestand. (36) Bewertungsergebnis von langfristigen Vermögenswerten und Veräusserungsgruppen, die als zur Veräusserung gehalten klassifiziert werdenWeder im Berichtszeitraum noch im Vorjahr ergaben sich Bewertungsaufwendungen aus zur Veräußerung gehaltenen Immobilien. Bei den zur Veräußerung gehaltenen Anteilen an assoziierten Unternehmen beträgt das Bewertungsergebnis im Berichtszeitraum 1,0 (Vj.-1,7) Mio €. (37) Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen für die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 7,0 (Vj. 0,0) Mio € enthalten. (38) Ertragsteuernscroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen den zu erwartenden Steuern vom Einkommen und Ertrag und den tatsächlich im Konzernabschluss ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag: scroll
Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Ertragsteuersatz von 30,58 % setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbeertragsteuer von 14,75 %. Die Steuersätze entsprechen somit denen des vorangegangenen Berichtsjahres. In der folgenden Tabelle sind die steuerlichen Effekte auf die Komponenten des direkt im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnisses dargestellt: scroll
scroll
(39) Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient von Konzernjahresüberschuss und gewichtetem Durchschnitt der Aktienzahl ermittelt: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Derzeit existieren keine verwässernden potenziellen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht somit dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(40) Angaben zur Bewertung zum beilzulegenden ZeitwertFür die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wurde eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen: Stufe 1:Hier werden Finanzinstrumente eingestuft, die mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preisen bewertet werden. Stufe 2:Werden für die Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells Inputfaktoren herangezogen, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen, werden die so bewerteten Finanzinstrumente dieser Stufe zugewiesen. Stufe 3:Finanzinstrumente, deren Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells jedoch überwiegend nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren) erfolgt, werden dieser Stufe zugewiesen. Die Stufe, dem das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit zugeordnet ist, wird auf Basis des in der Hierarchie niedrigsten Inputfaktors vorgenommen, der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts insgesamt bedeutsam ist. Zu diesem Zweck wird die Bedeutung eines Inputfaktors im Verhältnis zum beizulegenden Zeitwert in seiner Gesamtheit beurteilt. Zur Beurteilung der Bedeutung eines einzelnen Inputfaktors werden die spezifischen Merkmale des Vermögenswerts bzw. der Verbindlichkeit analysiert. Bewertungshierarchiescroll
Im Berichtsjahr wurden festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen in Höhe von 779 Tsd € aus Stufe 1 in Stufe 2 umgegliedert. Aus Stufe 2 wurden 584 Tsd € in Stufe 1 umgewidmet. Diese Transfers sind auf Veränderung der Marktaktivitäten zurückzuführen. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in Stufe 3 ausgewiesen werden2009scroll
Realisierte Gewinne und Verluste der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Auswirkungen alternativer Annahmen bei Finanzinstrumenten in Stufe 3Mittels der durchgeführten Analysen sollen die Auswirkungen möglicher alternativer Bewertungen aufgezeigt werden. Die Annahmen und Parameter zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden in der Analyse unabhängig voneinander bzw. ohne die Berücksichtigung von Korrelationen simuliert. (1) Den bedeutendsten Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben die erwarteten Zahlungsströme und der Diskontierungszinssatz. Daher werden die Anteile an Unternehmen, für die Bewertungsinformationen über die Zahlungsströme und Diskontierungszinssätze vorliegen, einschließlich der selbst betreuten Beteiligungen im Immobilienbereich, wie folgt analysiert:
Somit ergeben sich für die Anteile an Unternehmen Diskontierungszinssätze, die sich in einer Bandbreite von 5 % bis 12 % befinden. (2) Für Investitionen in Finanzinstrumente, deren Bepreisung durch Dritte erfolgt und für die somit kein Datenzugang für die Analyse der Bewertungsparameter gegeben ist, erfolgt der Ausweis einer vorteilhaften und einer nachteiligen Veränderung des beizulegenden Zeitwerts über eine Veränderung des gesamten beizulegenden Zeitwerts um +/-10 %. Bei diesen Investitionen handelt es sich zu einem wesentlichen Teil um Private Equity und von Konzernfremden betreute Beteiligungen im Immobilienbereich. Die beizulegenden Zeitwerte werden regelmäßig mittels einer Vielzahl und einer Kombination verschiedener Bewertungsmethoden ermittelt (z. B. Discounted-Cashflow-Analysen, Transaktionspreise, Referenzierungen auf den aktuellen beizulegenden Zeitwert anderer, im Wesentlichen gleicher Investitionen). Nettoauswirkung nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitragsrückerstattungscroll
(41) Derivative Finanzinstrumente (einschliesslich Restlaufzeitengliederung)Restlaufzeit 2009scroll
scroll
Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden. Restlaufzeit 2008scroll
scroll
Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden. (42) Weitere Angaben zu SicherungsbeziehungenDie nachfolgende Tabelle gibt die Restlaufzeiten der Cashflow-Hedges an: scroll
Das Laufzeitband 1 bis 5 Jahre unterteilt sich dabei wie folgt: scroll
Die erwarteten Einzahlungen (+) bzw. Auszahlungen (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges stellen sich wie folgt dar: scroll
Die erwarteten Gewinne (+) bzw. Verluste (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges stellen sich wie folgt dar: scroll
Aus dem ineffektiven Teil von Cashflow-Hedges resultierte im Berichtszeitraum ein Ergebnis von 723 Tsd € (Vj. -775 Tsd €). (43) WertpapierleiheFolgende Wertpapiere wurden im Rahmen von Wertpapierleihegeschäften verliehen: scroll
(44) WertpapierpensionsgeschäfteZum 31. Dezember 2009 betrug der Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere der Klasse Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 1 462,1 (Vj. 230,2) Mio €. Daraus resultierten für den W&W-Konzern als Pensionsgeber Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 484,4 (Vj. 224,1) Mio €. (45) Treuhandgeschäfte im BankgeschäftDie nicht in der Bilanz auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten folgenden Umfang: scroll
(46) Ergänzende Angaben zur Wirkung von Finanzinstrumenten in der Gewinn- und Verlustrechnung und im EigenkapitalDie Nettogewinne und -verluste je Kategorie von Finanzinstrumenten, die in der folgenden Tabelle abgebildet sind, setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
Für finanzielle Vermögenswerte und -Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt der Gesamtzinsertrag 2 433,4 (Vj. 2 582,1) Mio € und der Gesamtzinsaufwand 1 023,9 (Vj. 1 302,8) Mio €. Aus der Währungsumrechnung dieser finanziellen Vermögenswerte und -Verbindlichkeiten resultieren Währungserträge in Höhe von 86,6 (Vj. 185,5) Mio € und Währungsaufwendungen in Höhe von 67,5 (Vj. 193,2) Mio €. Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen(47) RisikomanagementDer W&W-Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement mit einem Risikomanagementprozess, der in Form eines iterativen Regelkreislaufs organisiert ist. Dieses Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das dazu geeignet ist, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen und - soweit möglich - zu bewerten, ist im Risikobericht des Lageberichts ab Seite 37 im Detail dargestellt. Dort sind auch die Strategien, Ziele und Verfahren zur Steuerung von Risiken sowie die Methoden zur Bemessung der Risiken und die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems im Berichtszeitraum beschrieben. Die Kollektivrisiken, operationellen Risiken und strategischen Risiken werden ebenfalls im Risikobericht des Lageberichts behandelt. Weiterführende qualitative und quantitative Angaben zu den Marktpreisrisiken, Adressrisiken, versicherungstechnischen Risiken und Liquiditätsrisiken befinden sich in den folgenden Abschnitten. (48) MarktpreisrisikenZinsänderungsrisikenDas Zinsänderungsrisiko als eine Form der Marktpreisrisiken beschreibt die Gefahr, dass sich durch die Veränderung der Marktzinsen negative Einflüsse auf erwartete Ergebnisse bzw. den Wert der Vermögenswerte und Schulden des W&W-Konzerns ergeben können. Das Zinsänderungsrisiko setzt sich zusammen aus dem Zinsspannen- und dem Marktwertrisiko, sodass ergebniswirksame Effekte einerseits aus einer Veränderung der Bruttozinsspanne und andererseits aus den zinsinduzierten Marktwertänderungen der Vermögenswerte und Schulden resultieren. Das Zinsspannen- bzw. Einkommensrisiko, die auch als Zahlungsstrom- oder Ertragsänderungsrisiko bezeichnete Gefahr, drückt sich dadurch aus, dass eine Veränderung der Marktzinsen das Zinsergebnis und damit den Periodenerfolg belasten kann. Eine besondere Rolle spielt dabei die Zinselastizität. Der Marktwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld errechnet sich aus den abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen. Eine Veränderung der Marktzinsen führt zu veränderten Abzinsungsfaktoren, wodurch sich der Wert eines Aktivums vermindern und der eines Passivums erhöhen kann. Dadurch können das Ergebnis und/oder das Eigenkapital in der laufenden und in den folgenden Perioden belastet werden. Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig insbesondere für die Wüstenrot Bausparkasse AG und die Württembergische Lebensversicherung AG Ergebnisrisiken entstehen, da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen getätigt werden können, gleichzeitig aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Garantierisiko) gegenüber den Kunden erfüllt werden müssen. Dem Garantierisiko begegnen die W&W-Unter-nehmen durch aktives Risikomanagement im Rahmen der Durationssteuerung sowie der dynamischen Produkt- und Tarifpolitik. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden im W&W-Konzern Finanzderivate eingesetzt. Bei den derivativen Steuerungsinstrumenten handelt es sich insbesondere um Zins-Swaps, Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps, Floors, Collars), Zinsoptionen (Swaptions) sowie Futures und Forwards. Neben der überwiegenden Absicherung von Zinsänderungsrisiken dient ihr Einsatz auch zur Verminderung von Risikokonzentrationen. Sie werden als wirtschaftliche Sicherungsgeschäfte im Risikomanagement- und -Controllingprozess abgebildet. Liegen für diese wirtschaftlichen Absicherungen die Voraussetzungen des Hedge-Accountings vor, werden diese Sicherungsbeziehungen auch im IFRS-Konzernabschluss als solche abgebildet. Im Bank- und Versicherungsgeschäft werden festverzinsliche Forderungen und im Bankgeschäft darüber hinaus festverzinsliche Wertpapierbestände der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung gegen Vermögenswertverluste sowohl auf Einzelgeschäftsebene als auch Portfolioebene abgesichert (Fair-Value-Hedge). Die Einführung des Portfolio-Fair-Value-Hedges erfolgte 2009. Außerdem werden im Bankgeschäft variabel verzinsliche Forderungen und Wertpapiere der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie variabel verzinsliche Schulden gegen ergebnisbeeinträchtigende Zahlungsstromschwankungen abgesichert (Cashflow-Hedge). Die Auswirkungen einer möglichen Erhöhung bzw. Verringerung des Zinsniveaus um 100 bzw. 200 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve) auf das Konzernergebnis sowie auf das Konzerneigenkapital sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Nach wie vor besteht vor dem Hintergrund der Finanzkrise trotz erster positiver Anzeichen Unsicherheit bezüglich einer nachhaltigen Konjunkturerholung. Inflationäre Tendenzen könnten bei entsprechender Geld- und Fiskalpolitik durchaus einen dynamischen Zinsanstieg nach sich ziehen. Weitere Zinsrückgänge sind aufgrund der Unwägbarkeiten in der wirtschaftlichen Entwicklung jedoch nicht auszuschließen. Dabei wurden die Auswirkungen der latenten Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt. Die wesentlichen Veränderungen der Auswirkungen sind auf Positionierungen im Geschäftsfeld BausparBank zurückzuführen. Die Einführung des Portfolio-Fair-Value-Hedges bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank im Jahr 2009 führte dazu, dass insbesondere zur Zinssicherung von Darlehen überwiegend Festzinszahler-Swaps abgeschlossen wurden. Durch diesen Effekt hat sich die Sensitivität und die damit verbundene Auswirkung auf das Konzernergebnis in allen Zinsszenarien erheblich reduziert. 2009 wurde der Bestand an Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erheblich aufgebaut, sodass die Sensitivität hinsichtlich der Auswirkungen auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis deutlich zugenommen hat. Bei Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, besteht in Bezug auf das Periodenergebnis sowie auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis kein vermögenswertorientiertes Zinsänderungsrisiko. Grundgeschäfte, die individuell oder auf Portfolioebene Gegenstand einer Fair-Value-Hedge-Beziehung sind, werden in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nettoauswirkung nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitrags Rückerstattungscroll
Preisänderungsrisiken von EigenkapitalinstrumentenDas Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten ist einerseits die allgemeine Gefahr, dass sich aufgrund von Marktbewegungen das Vermögen und damit das Ergebnis und/oder das Eigenkapital nachteilig verändern können. Andererseits beinhaltet es auch das spezifische Risiko, das durch emittentenbezogene Aspekte geprägt ist. Im W&W-Konzern wird das Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten im Wesentlichen durch das Aktienkursrisiko geprägt. Das Aktienkursrisiko ist das Risiko, dass sich Verluste aus der Veränderung der Kurse aus offenen Aktienpositionen ergeben. Die Steuerung des Preisänderungsrisikos von Eigenkapitalinstrumenten mittels Finanzderivaten erfolgt durch Aktienoptionen und Futures. Daneben werden zur Umsetzung bestimmter Anlagestrategien in Fondsvermögen und zur Erzielung von Zusatzerträgen Finanzderivate, insbesondere Aktienoptionen, eingesetzt. Bei den Bausparkassen und Banken im W&W-Konzern werden die Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften im Sinne der MaRisk und auf Basis von Value-at-Risk-Ansätzen, Stressszenarien sowie internen Limitsystemen überwacht und gesteuert. Zur Begrenzung des Marktpreisrisikos sind unternehmensspezifische interne Limitsysteme eingerichtet. Die individuellen Limite werden unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsverlaufs anhand des Risikodeckungspotenzials festgelegt. Die Einhaltung dieser festgelegten Limite wird in den Einzelunternehmen laufend überwacht. Szenarioanalysen und die Einrichtung von Limitsystemen dienen ebenfalls der Vermeidung von Risikokonzentrationen. Die Versicherungen im W&W-Konzern analysieren die Wertänderungen des Kapitalanlageportfolios auf Basis von Simulationen und Stressszenarien. In der folgenden Übersicht ist dargestellt, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Verringerung der Marktwerte von Eigenkapitalinstrumenten um 10 % , 20 % bzw. 30 % auf die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis hätte. Dabei wurden die Auswirkungen nach latenter Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen nach Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung dargestellt. Sollten negativ ausfallende ökonomische Fundamentaldaten Befürchtungen einer längerfristigen Rezession schüren, ist resultierend aus dem möglichen Rückschlagspotenzial von einem steigenden Aktienrisiko auszugehen. Sollte sich die konjunkturelle Lage jedoch nachhaltig stabilisieren, würde dies positive Signale für die Aktienmärkte darstellen. Demnach wären weitere Kurssteigerungen möglich. Die Darstellung lässt erkennen, dass sich negative Preisänderungsrisiken von Eigenkapitalinstrumenten maßgeblich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. Positive Preisänderungen wirken sich vornehmlich auf das Eigenkapital aus, da sie größtenteils auf die Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung entfallen und sich somit in der Neubewertungsrücklage niederschlagen. Betrachtet man die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis in Summe, wird deutlich, dass sich bei einer Erhöhung der Marktwerte eine geringere positive Wertänderung als im Vorjahr ergibt. Gleichzeitig werden die Auswirkungen einer Verringerung der Marktwerte abgeschwächt. Die Effekte spiegeln unsere greifenden Sicherungsstrategien sowie die Verringerung der Bestände an Eigenkapitalinstrumenten wider. Nettoauswirkung nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitragsrückerstattungscroll
WährungskursrisikenDas Währungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich Verluste aus der Veränderung der Wechselkurse ergeben. Das Ausmaß dieses Risikos hängt von der Höhe der offenen Positionen und vom Kursänderungspotenzial der betreffenden Währung ab. Der W&W-Konzern betreibt sein Geschäft überwiegend in Deutschland. In geringerem Umfang ist der W&W-Konzern über Niederlassungen bzw. über Tochtergesellschaften im Ausland tätig. Aus diesen Aktivitäten resultieren partiell Wechselkursrisiken. Währungsrisiken im Bereich der Kapitalanlagen resultieren ferner aus offenen Devisenpositionen und bestehen im Wesentlichen in den global ausgerichteten Investmentfonds. Im Rahmen fortlaufend überprüfter Devisenkurserwartungen durch das Fondsmanagement werden Währungsrisiken systematisch erfasst und analysiert. Bei Bedarf werden zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken und zur Verminderung von Risikokonzentrationen risikoreduzierende Maßnahmen, wie etwa der Abschluss von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften, ergriffen. Die Auswirkungen einer Erhöhung bzw. Verringerung der wesentlichen Wechselkurse auf die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Dabei wurden die Auswirkungen der latenten Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt. Das dargestellte Wechselkursrisiko resultiert sowohl aus aktivischen als auch passivischen Positionen und bezieht nur monetäre Vermögenswerte ein, d. h. Zahlungsmittel und Ansprüche, die auf Geldbeträge lauten, sowie Verpflichtungen, die mit einem festen oder bestimmbaren Geldbetrag beglichen werden müssen. Wechselkursrisiken aus Eigenkapitalinstrumenten (nicht monetäre Vermögenswerte) werden nicht einbezogen. Nettoauswirkung nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitragsrückerstattungscroll
Das Fremdwährungsrisiko einer strategischen Fremdwährungsposition in Dänischen Kronen bei den Versicherungsunternehmen resultiert aus Wechselkursschwankungen, die sich erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen, wobei diese Währung eine geringe Schwankungsbreite gegenüber dem Euro aufweist. Aus der überarbeiteten, strategischen Sicherungspositionierung resultiert gegenüber dem Vorjahr ein kalkuliertes, erhöhtes Wechselkursrisiko. Darüber hinaus dienen Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken und zur Vermeidung von Risikokonzentrationen. (49) AdressrisikenDas Adressrisiko ist ein wesentliches branchentypisches Risiko, welches die Konzernunternehmen übernehmen. Als Adressrisiko wird das Risiko eines Verlusts oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls eines Vertragspartners bezeichnet. Der Begriff des Adressrisikos umfasst vor allem die folgenden Ausprägungen: Kreditrisiko:Das Kreditrisiko ist die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, nachdem an diesen Leistungen in Form von liquiden Mitteln, Wertpapieren oder Dienstleistungen erbracht wurden (z. B. Risiko des Ausfalls eines Forderungsschuldners oder eines Anleiheemittenten; Verwertungsrisiko bei gestellten Sicherheiten). Kontrahentenrisiko:Das Kontrahentenrisiko ist die Gefahr, dass durch den Ausfall eines Vertragspartners ein unrealisierter Gewinn aus schwebenden Geschäften nicht mehr vereinnahmt werden kann (z. B. Ausfall eines Swapkontrahenten bei einem Swap mit einem positiven Marktwert). Länderrisiko:Kreditrisiko oder Kontrahentenrisiko, welches nicht durch die individuellen Verhältnisse des Vertragspartners selbst, sondern durch seine Tätigkeit im Ausland entsteht. Ursache für dieses Risiko können krisenhafte politische oder ökonomische Entwicklungen in diesem Land sein, welche zu Transferproblemen und damit zu zusätzlichen Adressrisiken führen. Adressrisiken resultieren im W&W-Konzern insbesondere aus dem Kreditgeschäft der Bausparkassen und Banken, aus der Kapitalanlagetätigkeit sowie dem Erst- und Rückversicherungsgeschäft der Versicherungsunternehmen (Forderungsausfallrisiko). Bei der Steuerung der Adressrisiken werden die gesetzlichen bzw. aufsichtsrechtlichen Vorschriften beachtet. Durch die breite Streuung der Anlagearten sowie eine sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner werden Adressrisiken begrenzt. Der Bildung von Klumpenrisiken durch Konzentration großer oder verschiedener Anlagen bei einem Emittenten wird mit Linien, die das maximal erlaubte Anlagevolumen pro Emittent beschränken, begegnet. Neben der Einstufung durch internationale Rating-Agenturen stellt die interne Beurteilung ein maßgebliches Auswahlkriterium dar. Bei der Auswahl der Vertragspartner und Wertpapiere beschränkt sich der W&W-Konzern im Wesentlichen auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich. Der weitaus überwiegende Anteil der Rentenpapiere besitzt ein Rating von "A" oder besser. Zusätzlich ist ein Großteil der im Bestand befindlichen Rentenpapiere durch öffentliche Gewährträgerhaftung bzw. Einlagensicherungssysteme geschützt. Aufgrund der bestehenden aufsichtsrechtlichen Reglementierungen (Anlageverordnungen für Versicherungsunternehmen und Bausparkassen) und hoher, interner Bonitätsansprüche trägt der W&W-Konzern neben dem unternehmensspezifischen Risiko insbesondere das systemische Risiko des Finanzsektors. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht auf Seite 37. Im W&W-Konzern bestehen Forderungen an Kunden überwiegend im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Darlehen sind zu einem Großteil grundpfandrechtlich besichert. Das Gewerbefinanzierungsgeschäft wurde 2004 eingestellt. Der W&W-Konzern begegnet den Kreditrisiken im Wohnungsfinanzierungsgeschäft neben der Risikoanalyse und Risikosteuerung der operativen Einheiten auf Portfolioebene durch ein Antragsscoring und laufende Bonitätsprüfungen. Im Girogeschäft wird das eingesetzte Antrags-Scoring durch ein Verhaltens-Scoring ergänzt. Die Messung der Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft erfolgt durch ein stochastisches Kreditportfoliomodell. Zusätzlich werden die Kreditrisiken auf Gruppenebene im Rahmen der regelmäßigen Kreditrisikoberichterstattung, die den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) entspricht, analysiert, überwacht und an den Vorstand kommuniziert. Die Emittenten- bzw. Kontrahentenlinien aus Handelsgeschäften im Sinne der MaRisk werden für alle inländischen Kreditinstitute sowie für die Wüstenrot & Württembergische AG unternehmensübergreifend festgelegt. Alle Geschäftspartner werden nach Bonität in Risikoklassen eingeteilt und mit einer entsprechenden Ausfallwahrscheinlichkeit bewertet. Auf dieser Basis werden die Kreditlinien für Wertpapier- und Handelsgeschäfte vergeben. Die Integration der in den Versicherungsunternehmen bestehenden Systematik wird im Rahmen der Weiterentwicklung der Adressrisikosteuerung vorangetrieben. Konzentrationsrisiken aus Handelsgeschäften werden konzernübergreifend aggregiert und überwacht. Der W&W-Konzern überwacht die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen an Versicherungsnehmer, Vermittler und Rückversicherer mithilfe von EDV-technisch gestützten Außenstandskontrollen. Bei den Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern beträgt die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre zum Bilanzstichtag 0,1 %. Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre der Forderungen gegenüber Vermittlern beläuft sich auf 3,0 %. Forderungen aus der Rückversicherung stellen aufgrund der hohen Bonität der Rückversicherer kein wesentliches Risiko dar. Für die Bemessung der Risikovorsorge gelten die folgenden konzerneinheitlichen Kriterien: Für wesentliche unter Forderungen ausgewiesene finanzielle Vermögenswerte (signifikante Forderungshöhe) werden Wertminderungen auf Einzelebene ermittelt. Für Forderungen von untergeordneter Bedeutung werden pauschalierte Wertminderungen auf Portfoliobasis gebildet. Die Ermittlung der Wertminderungen erfolgt auf der Ebene von Forderungsportfolien mit gleichen Risikocharakteristika (z. B. Kreditart, Verzugsstatus, Ausfallwahrscheinlichkeit) und basiert auf einer Barwertbetrachtung. Hierfür werden für die einzelnen finanziellen Vermögenswerte eines Portfolios die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme insbesondere unter Berücksichtigung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt. Für jedes gebildete Portfolio wird unter Berücksichtigung von historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten der Barwert der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt und mit dem aktuellen Buchwert verglichen. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen auf noch nicht fällige Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer basieren auf historischen Erfahrungswerten. Aufgelöst wird eine Wertminderung, wenn die objektiven Hinweise auf die Wertminderung entfallen, eine unerwartete Rückzahlung erfolgt oder der erzielbare Betrag steigt. Letzteres kann beispielsweise durch eine Erhöhung oder frühere Fälligkeit der Rückzahlungen bedingt sein. Daneben werden Abschreibungen von Forderungen vorgenommen, wenn die Einschätzung des Kreditrisikomanagements ergibt, dass die finanziellen Vermögenswerte uneinbringlich sind. Grundsätzlich erfolgt eine Direktabschreibung, wenn alle wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur Rückführung der Forderung erfolglos waren. Rückversicherungsverträge bestehen bei bonitätsmäßig einwandfreien Adressen des Rückversicherungsmarkts, sodass das Ausfallrisiko signifikant reduziert wird (siehe "Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft nach Ratingklassen", Tabelle Seite 185 ff.). Das maximale Adressrisiko aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierten Finanzaktiva beträgt 750,3 (Vj. 546,1) Mio €. Es wird nicht durch den Einsatz von Kreditderivaten weiter verringert. Da die Geschäftstätigkeit des W&W-Konzerns sich im Wesentlichen auf das Inland beschränkt, ist das Länderrisiko als gering einzustufen. Ausländische Geschäfte werden überwiegend in Ländern der Europäischen Union sowie weitestgehend in Ländern mit einem stabilen politischen und ökonomischen Umfeld getätigt. Zur Beimischung und Diversifikation unseres Renten-Portfolios werden in global ausgerichteten Investmentfonds gezielt Anlagen in Rentenpapiere von Schwellenländern getätigt. Unsere Systematik zur Steuerung von Länderrisiken stärken wir durch den Einsatz einer unabhängigen, den Anforderungen von Basel II entsprechenden Länderrisikodatenbank. Durch die genannten Verfahren und Steuerungsmaßnahmen vermeiden bzw. minimieren wir Risikokonzentrationen. Zum Bilanzstichtag werden in der Konzernbilanz die folgenden, einem Adressrisiko unterliegenden finanziellen Vermögenswerte sowie die aus Erst- und RückVersicherungsverträgen resultierenden, einem Adressrisiko unterliegenden Vermögenswerte ausgewiesen. Bestehende Sicherheiten, die das Adressrisiko mindern, sind in der folgenden Darstellung nicht berücksichtigt. 2009scroll
2008scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Unter den überfälligen, nicht einzelwertgeminderten Vermögenswerten werden nicht nur überfällige Ratenzahlungen, sondern es wird auch die jeweils zugrunde liegende Gesamtforderung erfasst. Bestehende Ausfallrisiken werden durch die Hereinnahme von dinglichen Sicherheiten -vornehmlich im Immobilienfinanzierungsbereich -minimiert. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, die Württembergische Lebensversicherung AG sowie die tschechischen Kreditinstitute betreiben Baufinanzierungsgeschäft, das in der Regel dinglich besichert ist. Diese Besicherung führt zu einer bedeutenden Minimierung des möglichen Forderungsausfalls. Die Darlehen der Württembergische Lebensversicherung AG sind zu 100 % grundpfandrechtlich besichert. Des Weiteren haben Konzernunternehmen bilanzunwirksame Geschäfte abgeschlossen, aus denen ebenfalls Adressrisiken resultieren. Hierzu zählen zum einen die von Konzernunternehmen ausgesprochenen unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 1 313,1 (Vj. 975,9) Mio € sowie Bürgschaften mit einem maximalen Adressrisiko in Höhe von 19,4 (Vj. 7,2) Mio €. Das Adressrisiko aus Bürgschaften ermittelt sich aus dem maximalen Haftungsvolumen abzüglich der für die Adressrisiken gebildeten Rückstellungen. Die Bilanzwerte der Baudarlehen, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die andernfalls Überfällig oder wertgemindert wären, betragen zum Bilanzstichtag 1,4 (Vj. 20,8) Mio €. Diese Darlehen sind nahezu vollständig durch Grundpfandrechte gesichert. In der folgenden Tabelle sind die Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, nach externen Ratingklassen untergliedert. 2009scroll
scroll
2008scroll
scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Zum Bilanzstichtag waren im W&W-Konzern finanzielle Vermögenswerte mit einem Bilanzwert in Höhe von 1 081,8 (Vj. 1 252,7) Mio € überfällig, jedoch nicht einzeln wertgemindert. Die Fälligkeitsstruktur dieser finanziellen Vermögenswerte ist in der unten angefügten Tabelle dargestellt: scroll
scroll
Einzeln wertgeminderte Vermögenswertescroll
Der wesentliche Teil der überfälligen, nicht einzeln wertgeminderten Vermögenswerte entfällt auf Forderungen aus Baudarlehen, die im Wesentlichen grundpfandrechtlich besichert sind. Zum Bilanzstichtag bestanden einzeln wertgeminderte Vermögenswerte mit einem Bilanzwert von 835,2 (Vj. 386,9) Mio €. Die Bruttobuchwerte der entsprechenden Vermögenswerte, die bis zum Bilanzstichtag vorgenommenen Direktabschreibungen und die bis zum Bilanzstichtag gebildeten Einzelwertberichtigungen sind in der Tabelle dargestellt. Einzeln wertgeminderte Vermögenswertescroll
(50) Versicherungstechnische RisikenPersonenversicherungsgeschäftDarstellung des VersicherungsbestandsIm W&W-Konzern wird das Personenversicherungsgeschäft mit den Versicherungsarten Lebensversicherung mit Kapital- und Risikoversicherung, Rentenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung und Krankenversicherung betrieben. Bei den Lebensversicherungsbeständen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Fondsgebundene Kapital- und Rentenversicherungen sind mit den auf die Versicherungen entfallenden Fondsanteilen kongruent bedeckt. Aktives Rückversicherungsgeschäft wird nur noch in vernachlässigbarer Größenordnung betrieben. Risiken des Versicherungsbestands und das RisikomanagementsystemCharakteristisch für die Lebensversicherung ist die Langfristigkeit der eingegangenen Verpflichtungen. Die Kalkulation der garantierten Leistungen erfolgt mit vorsichtigen Annahmen. Im Zeitablauf können sich die Rechnungsgrundlagen deutlich ändern, sodass wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen können. Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft bestehen im Wesentlichen aus dem biometrischen Risiko, Zinsrisiko und Kostenrisiko. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen wie zum Beispiel Sterblichkeit, Lebenserwartung oder Invalidisierungswahrscheinlichkeiten unterliegen sowohl kurzfristigen Schwankungs- und Irrtumsrisiken als auch längerfristigen Veränderungstrends. Diese Risiken kontrollieren wir laufend durch aktuarielle Analysen und Prüfungen. Für die Produktentwicklung berücksichtigen wir mögliche Änderungen durch entsprechende versicherungsmathematische Modellierungen. Die Beurteilung der Lebenserwartung (Langlebigkeitsrisiko) ist für die Deckungsrückstellung in der Rentenversicherung von besonderer Bedeutung. Ergänzend zur Beobachtung der eigenen Ergebnisse stützten wir uns zur Stabilisierung der Informationsbasis auch auf Erkenntnisse, Hinweise und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Aufgrund des noch nicht ausreichend abgeschwächten Trends bei der Sterblichkeitsverbesserung haben die Lebensversicherungs-Gesellschaften die Sicherheitsmargen für das Langlebigkeitsrisiko in der Deckungsrückstellung im Geschäftsjahr 2009 erneut erhöht. Zukünftige Erkenntnisse zur Sterblichkeitsentwicklung oder eine von der DAV empfohlene, erneute Stärkung der Sicherheitsmargen können zukünftig zu weiteren Zuführungen zur Deckungsrückstellung führen. Die Rechnungsgrundlagen werden sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) als angemessen beurteilt. In der internen Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde findet ein jährlicher Abgleich mit den tatsächlichen Ergebnissen statt. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen vorhandenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- und/oder Zinserwartung wird durch eine Anpassung der zukünftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer die Ergebniswirkung deutlich vermindert. Die Risiken werden durch geeignete passive Rückversicherungsverträge limitiert, die bei Rückversicherungsgesellschaften mit erstklassigen Bonitäten im Investment-Grade abgeschlossen sind. SensitivitätsanalyseIn der Lebensversicherung werden bei der Kalkulation der garantierten Leistung mit hohen Sicherheitsmargen versehene Rechnungsgrundlagen verwendet, um der Langfristigkeit Rechnung zu tragen. Durch die ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden nicht benötigte Sicherheitsmargen an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Schwankungen werden durch eine Reduzierung oder Erhöhung der Zuführung zu der für die zukünftige Überschussbeteiligung vorgesehenen Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgeglichen, bei längerfristigen Änderungen wird zusätzlich die Überschussbeteiligung entsprechend angepasst. Biometrisches RisikoEine Erhöhung der Sterblichkeit wirkt bei Todesfallversicherungen (Kapital- und Risikolebensversicherungen) negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung, bei Rentenversicherungen wirkt sie hingegen positiv. Die erwarteten Sterblichkeiten sind durch die vorhandenen Sicherheitsmargen deutlich berücksichtigt, eine Änderung führt in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem vorab beschriebenen Mechanismus bereits brutto lediglich zu marginalen Auswirkungen, wenn sie nicht komplett aufgefangen werden. Durch die abgeschlossene passive Rückversicherung wird diese Auswirkung weiter reduziert. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung unterliegt die Invalidisierungswahrscheinlichkeit zusätzlich zu medizinischen und juristischen Veränderungen auch sozialen und konjunkturellen Entwicklungen. Die in der Kalkulation enthaltenen Sicherheitsmargen sind auch hier noch deutlich vorhanden, sodass die unterlegten Erwartungen einen positiven Ertrag erbringen werden. Eine realistisch angenommene Änderung der Invalidisierungswahrscheinlichkeit führt weder brutto noch netto zu mehr als marginalen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Im Bereich der Krankenversicherung wird dem Risiko, das aus dem Anstieg der Pro-Kopf-Schäden resultiert, gegebenenfalls durch eine Anpassung der Prämie Rechnung getragen. Es hat somit keine nennenswerte Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. StornorisikoDie Veränderung der Stornoquoten in der Vergangenheit zeigt keine starken Schwankungen, sodass nur leichte Änderungen als realistisch einzustufen sind und daher die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung unerheblich sind. Negative Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich zudem nur in den ersten Jahren nach Abschluss des Vertrags, solange noch nicht fällige Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer ausgewiesen werden, die nach Storno nicht mehr realisierbar sind. Den Stornierungen wird durch die Bildung einer angemessenen Wertberichtigung Rechnung getragen. Der Bildung der Wertberichtigungen werden vorsichtige Annahmen, die auf den Erfahrungen der Vorjahre basieren, zugrunde gelegt. Bei einem Rückkauf in späteren Jahren ergibt sich aus Stornoabschlägen eine positive Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung, da in den Rückstellungen mindestens der Rückkaufswert enthalten ist, sodass der in der Regel durch Stornoabschläge geminderten Auszahlung die Auflösung der Rückstellung entgegensteht. Fondsgebundene Versicherungen sind kongruent mit den entsprechenden Fonds bedeckt, zusätzlich übernommene Garantiezusagen sind zusätzlich in der Deckungsrückstellung berücksichtigt worden. Die Erhöhung bzw. Reduzierung des Stornos führt zu keiner nennenswerten Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung. Durch ein erhöhtes Stornoverhalten der Kunden kann es zu größeren Liquiditätsabflüssen als erwartet kommen. RisikokonzentrationenVersicherungstechnische Risikokonzentrationen in der Kranken- oder Lebensversicherung resultieren aus regionalen Risikokonzentrationen sowie bei entsprechender Höhe der versicherten Risiken aus einzelnen Versicherungsverträgen. Der Entstehung von regionalen Risikokonzentrationen begegnen die Personenversicherer durch den bundesweiten Vertrieb ihrer Versicherungsprodukte. Die Risikokonzentration aus einzelnen Versicherungsverträgen (Klumpenrisiko) wird durch passive Rückversicherungsverträge mit erstklassigen Rückversicherern reduziert. Verbleibende Risikokonzentrationen ergeben sich aus den jeweiligen versicherten Risiken, dem Todesfall-, dem Langlebigkeits- und dem Invaliditätsrisiko. Zur Verdeutlichung der bestehenden Risikokonzentration wird nachfolgend die Deckungsrückstellung nach dem versicherten Risiko aufgeteilt. Deckungsrückstellung nach Art des versicherten Risikosscroll
Aus einzelnen Versicherungsverträgen resultieren weder auf Brutto- noch Nettobasis wesentliche Risikokonzentrationen. Dies wird in der folgenden Übersicht deutlich, in der die Brutto-Deckungsrückstellung der Erstversicherer nach der Versicherungssumme (bei Rentenversicherungen 12-fache Jahresrente) der zugrunde liegenden Versicherungsverträge untergliedert ist. Deckungsrückstellung für Versicherungsverträge mit einer Versicherungssumme vonscroll
Risiken aus in Versicherungsverträgen enthaltenen Optionen und Garantien
Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft/RückversicherungsgeschäftDarstellung des VersicherungsbestandsDie Schaden-/Unfallversicherung wird im Inland durch die Württembergische Versicherung AG betrieben. Die Württembergische Versicherung AG versichert Risiken mit Schwerpunkt im privaten und gewerblichen Bereich und betreibt dabei die klassischen Sparten Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Unfallversicherung und Wohngebäudeversicherung. Nach Verkauf ihrer englischen Niederlassung WürttUK zeichnet die Württembergische Versicherung AG seit 2008 keine industriellen Großrisiken oder Rückversicherungen mehr. Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird somit nur noch in sehr begrenztem Umfang von der Wüsten rot & Württembergische AG in Form der Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben. Durch die bereits vor einigen Jahren erfolgte weitgehende Aufgabe des konzernfremden aktiven Rückversicherungsgeschäfts bei der Wüstenrot & Württembergische AG sowie den Verkauf der WürttUK wurde die internationale Risikoexposition des W&W-Konzerns deutlich reduziert. Die Erneuerungsrechte der englischen Niederlassung der Württembergische Versicherung AG ab 1. Januar 2008 wurden Ende des Jahres 2007 verkauft. Das vor dem 31. Dezember 2007 gezeichnete Portfolio verbleibt bei der Württembergische Versicherung AG und wird mittels eines Servicevertrags durch die Antares Underwriting Services Ltd. abgewickelt. Es ergeben sich spezifische Abwicklungsrisiken. Die vertraglich vereinbarten risikobegrenzenden Maßnahmen werden im Rahmen des Risikomanagements laufend nachgehalten. Gegen die Abwicklungsrisiken aus den Altgeschäften hat sich der W&W-Konzern durch die Bildung angemessener Rückstellungen abgesichert. Risiken des Versicherungsbestands und das RisikomanagementsystemVersicherungstechnische Risiken entstehen aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, in deren Folge unerwartete Schaden- und Leistungsverpflichtungen zu einer negativen Ertragssituation führen können. Im Bereich der Sachversicherung sind versicherungstechnische Risiken überwiegend kurzfristiger Natur, da die Schadenregulierung in der Regel zügig erfolgen kann. Bei schwerwiegenden Personenschäden in den Bereichen Allgemeine Haftpflicht und Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sowie in der Unfallversicherung unterliegen die Risiken auch exogenen Entwicklungen wie etwa dem medizinischen Fortschritt und der damit verbundenen Lebenserwartung. Zudem werden sie von der Entwicklung gesetzlicher Schadenersatz- und Haftungsregelungen beeinflusst. Die Württembergische Versicherung AG selektiert ihre Risiken durch eine risiko- und kostenorientierte Tarifgestaltung und Zeichnungspolitik. Die Preiskalkulation erfolgt auf Basis aktuarieller Berechnungen und statistischer Analysen der vorhandenen Bestände und Kosten. Die Produktgestaltung basiert im Wesentlichen auf marktüblichen Bedingungen und Regelungen und schließt - soweit in der Vertragsgestaltung möglich - schwer kalkulierbare Risiken aus, für die keine ausreichende Schadenhistorie vorliegt (zum Beispiel Terror, Asbest). Die Zeichnung der Risiken erfolgt nach festgelegten Richtlinien und unter Beachtung von definierten Höchstzeichnungssummen. Im Elementarschadenbereich erfolgt die Risikoselektion und Preisgestaltung unter Nutzung von Zoneneinteilungssystemen, sodass schadenexponierte Objekte nicht oder nur zu angemessenen Preisen versichert werden. Die Zeichnungsrichtlinien werden regelmäßig überarbeitet und deren Einhaltung wird laufend überwacht. Das Schadenmanagement wird laufend optimiert. Vorsorgende Kundenberatung verringert die Schadenwahrscheinlichkeit, eine schnelle und unkomplizierte Schadenabwicklung minimiert die Kosten. Die Bearbeitung der Schadenfälle erfolgt durch qualifiziertes und spezialisiertes Fachpersonal. Ferner verfügt die Württembergische Versicherung AG über einen umfassenden und angemessenen RückVersicherungsschutz zur Begrenzung negativer Auswirkungen aus Groß-, Kumul- oder Longtailschäden. Das Rückversicherungsprogramm wird unter Beachtung der Risikotragfähigkeit jährlich überprüft und an die jeweilige Geschäftsplanung angepasst. Die passive Rückversicherung wird bei mehreren Rückversicherern erstklassiger Bonität plaziert. Für bekannte oder absehbare versicherungstechnische Risiken wird durch rechtzeitige und angemessene Rückstellungsbildung in Form von Einzel- und Pauschalrückstellungen eine ausreichende Risikovorsorge getroffen. SensitivitätsanalyseDie Zeichnung von Risiken erfolgt ausschließlich auf Grundlage aktuarieller und statistischer Analysen. Dies bedeutet, dass die Württembergische Versicherung AG ausreichende Sicherheitszuschläge zur Abdeckung von Risikoschwankungen in ihre Tarife einkalkuliert hat. Um die Auskömmlichkeit der Rückstellungen zu überprüfen, werden aktuarielle Gutachten sowie regelmäßige Simulations- und Stressrechnungen eingesetzt. Bei der Reservierung der Schadenfälle verfolgt die Württembergische Versicherung AG eine konservative Politik mit dem Ziel, den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die Rückstellungen werden auf Spartenebene regelmäßig über das interne Risikotragfähigkeitsmodell auf ihre Angemessenheit untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung führten zu der Erkenntnis, dass die Württembergische Versicherung AG im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung über ein auskömmliches Reservenpolster verfügt. Bei nicht erwartungsgemäßer Schaden- oder Kostenentwicklung kann es zu negativen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung kommen. Die Messung der versicherungstechnischen Risiken erfolgt über branchenübliche statistischanalytische Faktorenmodelle oder unternehmensbezogene stochastische Modelle. Zudem werden Schadenszenarioanalysen durchgeführt. Bei nicht erwartungsgemäßer Schaden- oder Kostenentwicklung kann es zu negativen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung kommen. Diese werden im versicherungstechnischen Risiko erfasst. Die Messung der versicherungstechnischen Risiken erfolgt über branchenübliche statistisch-analytische Faktorenmodelle oder unternehmensbezogene stochastische Modelle. Zudem werden Schadenszenarioanalysen durchgeführt. RisikokonzentrationenRisikokonzentrationen resultieren primär aus den in den verschiedenen Sparten versicherten Risiken. Zur Verdeutlichung der bestehenden Risikokonzentrationen wird nachfolgend die Schadenrückstellung nach Sparten untergliedert. Dabei ist der durch einen breit diversifizierten Spartenmix gekennzeichnete Bestand zu erkennen, der zu einer Verringerung der Risikoexpositionen beiträgt. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
(51) LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditätsrisiken können auch daraus resultieren, dass ein Vermögenswert nicht rechtzeitig innerhalb kurzer Frist zu seinem beizulegenden Zeitwert veräußert werden kann oder liquide Mittel nur zu ungünstigeren Konditionen als erwartet beschafft werden können. Liquiditätsrisiken setzen sich damit aus dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit, dem Marktliquiditätsrisiko und dem Refinanzierungsrisiko zusammen. Als Finanzdienstleistungsunternehmen unterliegen eine Reihe von Konzernunternehmen spezifischen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die sicherstellen sollen, dass die betreffenden Unternehmen gegenwärtigen oder zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen können. Diesen aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden die Konzernunternehmen zu jedem Zeitpunkt gerecht. Zur Überwachung und Steuerung der Liquiditätsrisiken werden die in der Zukunft erwarteten Zahlungsströme den vorhandenen Finanzierungsmitteln in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenübergestellt. Im Rahmen einer standardisierten Liquiditätsplanung prognostizieren die Einzelgesellschaften zukünftige Geldzu- und -abflüsse. Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt und aufeinander abgestimmt. Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen werden die Anlage- oder Finanzierungsentscheidungen abgeleitet. Mit Sensitivitätsanalysen untersuchen wir die Auswirkungen und Deckungsmöglichkeiten besonderer Verhaltensweisen von Kapitalmärkten und Kunden. Notfallpläne stellen die Bewältigung auch außergewöhnlicher Situationen sicher. Damit wird der Konzentration von Risiken, welche die Liquidität im Konzern gefährden, begegnet. Entsprechend der zunehmenden Bedeutung des Liquiditätsrisikomanagements wurde zur Stärkung der Governance-Strukturen ein Konzern-Liquiditäts-Komitee etabliert. Als wesentliches Steuerungs- und Überwachungsinstrumentarium auf Konzernebene dient ein wöchentliches Liquiditätsreporting. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden umgehend an das Konzernrisikomanagement gemeldet. Darüber hinaus wird im Rahmen der quartärlichen Risikoberichterstattung regelmäßig über die wesentlichen Liquiditätsrisiken berichtet. Das aktive Liquiditätsrisikomanagement erfolgt weitestgehend auf Grundlage von Zahlungsströmen. Die Darstellung der Restlaufzeitengliederung erfolgt bilanzgrößenorientiert. Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2009 ausgewählter Finanzinstrumente dargestellt: Restlaufzeitengliederung 2009scroll
Die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente von über einem bis einschließlich fünf Jahre gliedern sich zum Bilanzstichtag 2009 für wesentliche Positionen in folgende Jahresbänder: Restlaufzeitengliederung 2009scroll
Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2008 ausgewählter Finanzinstrumente dargestellt: Restlaufzeitengliederung 2008scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Restlaufzeitengliederung 2008Passiva scroll
Die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente von über einem bis einschließlich fünf Jahre gliedern sich zum Bilanzstichtag 2008 für wesentliche Positionen in folgende Jahresbänder: Restlaufzeitengliederung 2008scroll
1
Vorjahreszahl angepasst aufgrund von Änderung
des IAS 18. Passiva scroll
In der folgenden Übersicht sind zum Bilanzstichtag für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente die zukünftigen vertraglich vereinbarten Bruttoauszahlungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt dargestellt. Für die aus Versicherungsverträgen resultierenden Passivposten ist die erwartete Fälligkeitsstruktur aufgezeigt: Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme 2009scroll
scroll
1
Negative Beträge ergeben sich aus Netto-Zahlungsmittelzuflüssen. Voraussichtliche Fälligkeit der in der Bilanz erfassten Beträge 2009scroll
scroll
Vertraglich vereinbarte Zahlungsströme 2008scroll
scroll
Voraussichtliche Fälligkeit der in der Bilanz erfassten Beträge 2008scroll
scroll
KapitalmanagementDie Wüstenrot & Württembergische AG steuert als Holdinggesellschaft die Eigenkapitalausstattung des W&W-Konzerns. Sie nimmt einerseits Dividenden bzw. Ergebnisabführungen ein und führt andererseits Eigenkapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen durch und vergibt Darlehen an die Konzernunternehmen. Hauptziele des Kapitalmanagements sind eine effiziente Allokation und eine adäquate Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals. Um dies sicherzustellen, werden Eigenkapitalrendite (ROE)-Vorgaben für den W&W-Konzern und die einzelnen Tochterunternehmen festgelegt, die auf Basis des jeweiligen IFRS-Eigenkapitals abgeleitet werden. Zum 31. Dezember 2009 betrug das nach IFRS ermittelte Eigenkapital des W&W-Konzerns 2 647,3 (Vj. 2 337,6) Mio €. Die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalbestandteile sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Weitere Ziele der Eigenkapitalsteuerung sind einerseits die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit auf Basis der internen Risikotragfähigkeitsmodelle des W&W-Konzerns sowie andererseits die Erfüllung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen, die sich unter anderem aus den Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie aus der Finanzkonglomeratesolvabilitätsverordnung (FkSolV) ergeben. Darüber hinaus hat der W&W-Konzern für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen proaktiv zu antizipieren. Eine weitere Anforderung an die Kapitalausstattung besteht darin, dass der W&W-Konzern insgesamt wie auch die einzelnen Tochterunternehmen über ein ausreichendes Eigenkapital verfügen, das im Finanzstärkerating mindestens eine Einstufung unter "A" ermöglicht. Im Rahmen einer effizienten Eigenkapitalsteuerung setzt der W&W-Konzern darüber hinaus Nachrangkapital für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen ein. (52) Aufsichtsrechtliche SolvabilitätDie Versicherungsgesellschaften sowie die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute der W&W-Gruppe unterliegen auf Ebene des einzelnen Unternehmens der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank gemäß VAG, KWG bzw. den jeweiligen Regelungen im Sitzland der beaufsichtigten ausländischen Unternehmen der W&W-Gruppe. Aus dieser Beaufsichtigung ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung dieser Unternehmen. Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass alle beaufsichtigten Tochterunternehmen mindestens mit den Eigenmitteln ausgestattet sind, die sie zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen benötigen. In dieser Hinsicht bilden das Eigenkapital und das Nachrang- bzw. Genussrechtskapital entsprechend den aufsichtsrechtlichen Normen die Grundlage dieses Kapitalmanagements. Bei der Wüsten rot Bank AG Pfandbriefbank werden nachrangige Verbindlichkeiten den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet. Diese erfüllen die Bedingungen des §10 Abs. 5a KWG. Die nachrangigen Verbindlichkeiten der Württembergische Versicherung AG und der Württembergische Lebensversicherung AG werden gemäß § 53c Abs. 3 Nr. 3b VAG den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet. Außerdem kann Genussrechtskapital der zusätzlichen Verstärkung des haftenden Eigenkapitals dienen, wenn es unter anderem mit einer Fälligkeit des RückZahlungsanspruchs von mindestens zwei Jahren die Bedingungen des § 10 Abs. 5 KWG und erfüllt. Im Berichtsjahr 2009 haben alle Unternehmen der W&W-Gruppe, die der Beaufsichtigung unterliegen, die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkennziffern der wesentlichen Unternehmen: scroll
Neben der Aufsicht auf Ebene des einzelnen Unternehmens unterliegen die Versicherungen des W&W-Konzerns einer zusätzlichen Aufsicht, da sie zusammen eine Versicherungsgruppe bilden. Im Berichtsjahr 2009 hat die Versicherungsgruppe die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Für die Versicherungsgruppe mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bedeckungssatz von 243 %. Mit Bescheid vom 23. Februar 2007 hat die BaFin die W&W-Gruppe als Finanzkonglomerat eingestuft und die Wüstenrot & Württembergische AG zum übergeordneten Unternehmen bestimmt. Daher hat die Wüstenrot & Württembergische AG sicherzustellen, dass die aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört unter anderem, dass das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe zu jeder Zeit über eine Eigenmittelausstattung verfügt, die den aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen genügt. Im Geschäftsjahr 2008 hat das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Für das Finanzkonglomerat mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bedeckungssatz von 127 %. Interne Berechnungen auf Basis der vorläufigen Daten für 2009 sowie auf Basis der Hochrechnung bzw. Planung für 2009 und 2010 zeigen, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Eigenmittelausstattung im Finanzkonglomerat W&W-Gruppe erfüllt werden. (53) RisikotragfähigkeitsmodelleZur Zusammenführung der auf Unternehmensebene beobachteten Risiken zu einer quantitativen Beurteilung des Gesamtrisikoprofils wurde ein konzernweites risiko- und barwertorientiertes Risikotragfähigkeitssystem entwickelt, welches nach erfolgter Validierung beständig optimiert und erweitert wird. Hierbei werden die wesentlichen Risiken des W&W-Konzerns zu einem Gesamtwert aggregiert und den zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln gegenübergestellt. Unser internes Modell weist zum 31. Dezember 2009 auf Gruppenebene aus, dass analog der Vorjahre hinreichend finanzielle Mittel für die Abdeckung unserer Risiken zur Verfügung stehen. Das Modell ermöglicht eine quantitative Einschätzung aller wesentlichen Risiken und bildet somit das Gesamtrisikoprofil im W&W-Konzern und bei den Einzelunternehmen ab. Dem Management wird frühzeitig Handlungsbedarf in Sachen Risikosteuerung angezeigt und Hinweise für risikoausgleichende oder risikovermindernde Maßnahmen werden gegeben. Das Modell liefert die Basis für die Definition von Risikolimiten und dient damit dem Ziel einer risikoorientierten Unternehmenssteuerung. RenditezieleFür das Jahr 2009 wurde für den W&W-Konzern insgesamt ein ROE-Ziel von 9,0 % (nach Steuern) gesetzt. Durch unterjährige Hochrechnungen und Plan-Ist-Vergleiche im Jahresverlauf wird sichergestellt, dass Abweichungen auf dem Weg zum ROE-Ziel im Konzern bzw. in den Geschäftsfeldern erkannt und entsprechende Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Dafür wird das ROE-Ziel für den Gesamtkonzern auf die operativen Geschäftsfelder des W&W-Konzerns heruntergebrochen. (54) Externes RatingDer W&W-Konzern strebt hinsichtlich des Finanzstärke-Ratings mindestens eine Einstufung mit "A" an. Daher ist es das Ziel der Eigenkapitalsteuerung der Wüstenrot & Württembergische AG, den Gesamtkonzern sowie die einzelnen Tochterunternehmen mit dem hierfür erforderlichen Eigenkapital auszustatten. Bezüglich der aktuellen Ratings der W&W-Gruppe wird auf den Konzernlagebericht (Seite 19) verwiesen. Sonstige Angaben(55) Als Sicherheit übertragene VermögenswerteFür folgende Verbindlichkeiten wurden Vermögenswerte als Sicherheit übertragen: scroll
Nachstehende Vermögenswerte sind als Sicherheit übertragen worden: scroll
Forderungen an Kreditinstitute wurden als Sicherheit für Wertpapier- und Termingeschäfte abgetreten. Bei den unter den Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesenen Beständen handelt es sich um Sicherheiten für Offenmarktgeschäfte, die bei der Europäischen Zentralbank hinterlegt wurden. Die Forderungen an Kunden beinhalten im Wesentlichen erstrangige Wohnungsbaudarlehen. Die zugrunde liegenden Rahmenvereinbarungen sehen grundsätzlich die Abtretung der Darlehen an die refinanzierenden Banken vor. Ferner sind bei den deutschen Erstversicherern des W&W-Konzerns die versicherungstechnischen Passiva entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen durch die dem Sicherungsvermögen zugeordneten Vermögenswerte (Finanzinstrumente sowie Immobilien) bedeckt. Die dem Sicherungsvermögen zugeordneten Vermögenswerte stehen vorrangig für die Befriedigung der Ansprüche der Versicherungsnehmer zur Verfügung. (56) LeasinggeschäfteIm Geschäftsjahr 2009 und im Vorjahr wurden Geschäfte im Bereich Finanzierungs-Leasing sowie Operating-Leasing ausschließlich als Leasingnehmer getätigt. scroll
scroll
Finanzierungs-Leasingverhältnisse bestehen nur für Immobilien. Die Leasingverträge für Gebäude haben bei Vertragsabschluss eine Laufzeit von 22,5 Jahren. Am Ende der Laufzeit sind Kaufoptionen vereinbart. Unkündbare Untermietverhältnisse aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen bestehen nicht. Operating-Leasingverhältnisse bestehen für Großrechner, großrechnernahe Hard- und Software, Drucker und Kopierer sowie für Pkw. Die Verträge haben Laufzeiten von bis zu viereinhalb Jahren, entsprechend der Nutzungsdauer der Geräte. Der Anstieg bei den Mindestleasingzahlungen ist insbesondere auf einen aufgestockten Leasingvertrag der W&W Informatik GmbH für Hard- und Software zurückzuführen. Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Operating-Leasings Mindestleasingzahlungen in Höhe von 16,8 (Vj. 19,0) Mio € geleistet. Bedingte Mietzahlungen im Bereich Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing lagen weder im Geschäftsjahr 2009 noch im Vorjahr vor. Für diese Geschäfte lagen auch keine durch Leasingvereinbarung auferlegten Beschränkungen vor. (57) Eventualverbindlichkeiten und andere VerpflichtungenEventualverbindlichkeitenscroll
Eventualverbindlichkeiten aus dem Bankgeschäftscroll
Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind Restverpflichtungen aus zugesagten, aber noch nicht oder nicht in vollem Umfang in Anspruch genommenen Darlehen und Kontokorrentkreditlinien. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei unwiderruflichen Kreditzusagen aufgrund der kurzen Laufzeiten nur in geringem Umfang. Die Wüsten rot Bank AG Pfandbriefbank und die Wüsten rot Bausparkasse AG sind der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen. Darüber hinaus ist die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank Mitglied des Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes, durch den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gedeckt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse AG ist des Weiteren Mitglied im Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e.V. Aufgrund der Mitwirkung an Einlagensicherungsfonds bzw. an Entschädigungseinrichtungen ergeben sich für die Mitgliedsinstitute im Bedarfsfall Nachschussverpflichtungen. Inanspruchnahmen aus Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen bestanden am 31. Dezember 2009 wie bereits im Vorjahr nicht. Eventualverbindlichkeiten aus dem VersicherungsgeschäftAufgrund der Mitgliedschaft beim Verein Verkehrsopferhilfe e. V. bestehen bei einigen Versicherungsunternehmen im W&W-Konzern Verpflichtungen, diesem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend ihrem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben. Aus der Mitgliedschaft beim Institute of London Underwriters (ILU) ergibt sich eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von maximal 0,6 (Vj. 0,6) Millionen GBP für die Württembergische Versicherung AG für den Fall, dass das ILU seinen Verbindlichkeiten nicht bzw. nur teilweise nachkommen kann. Die Württembergische Versicherung AG hat ein dementsprechendes Akkreditiv zugunsten der ILU eingerichtet. Deutsche Lebensversicherer und Krankenversicherer sind gemäß §§ 124 ff. VAG zu einer Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Die ARA Pensionskasse AG ist gemäß § 124 Abs. 2 VAG als freiwilliges Mitglied dem Sicherungsfonds für die Lebensversicherer beigetreten. Der Sicherungsfonds der Lebensversicherer erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 %o der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen für die Personenversicherer des W&W-Konzerns 0,4 (Vj. 6,9) Mio €. Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 %o der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 24,6 (Vj. 27,0) Mio €. Zusätzlich haben sich die Lebensversicherer und die Pensionskasse des W&W-Konzerns verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 222,2 (Vj. 249,6 ) Mio €. Regressverzicht und FreistellungserklärungGemäß bestehender Regressverzichts- und Freistellungserklärung verzichtet die Gesellschaft bei Inanspruchnahme wegen eines Beratungsfehlers des Vertreters im Zusammenhang mit der Vermittlung eines von ihr vertriebenen Versicherungsprodukts oder einer nachfolgenden Betreuung auf etwaige Regressansprüche gegenüber dem Vertreter, sofern kein vorsätzliches Verhalten vorliegt und der Schaden nicht durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt ist. Auch bezüglich der Eigenhaftung des Vertreters bei der Vermittlung von Versicherungs- oder Finanzdienstleistungsprodukten einer Versicherungsgesellschaft des W&W-Konzerns, eines Kooperationspartners einer dieser Versicherungsgesellschaften oder im Zuge einer weiteren Beratung für eine dieser Gesellschaften bzw. Kooperationspartner liegt im Falle eines Beratungsfehlers eine Freistellung vonseiten der Gesellschaft vor. Die Mindestversicherungssumme ist begrenzt auf 200 Tsd €je Schadenfall und insgesamt auf 300 Tsd € pro Jahr, bei Schäden im Zusammenhang mit Beratungsfehlern bei der Versicherungsvermittlung auf 1 000 Tsd €je Schadenfall bzw. 1 500 Tsd € pro Jahr. (58) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenKonzernobergesellschaftHauptaktionär der Wüstenrot & Württembergische AG ist die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg. Sie besitzt 67,32 % des Aktienkapitals der Wüstenrot & Württembergische AG. Weitere Aktionäre sind die Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, mit 9,37 %, die UniCredit S.p.A., Mailand, mit 7,54 %, die Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG, Zürich, mit 4,68 % sowie die Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank), Stuttgart, mit 4,99 %. Der restliche Anteil in Höhe von 6,10 % befindet sich in Streubesitz. Angaben zur Vergütung des Vorstands (Vergütungsbericht)Das Vergütungssystem des Vorstands besteht aus einem Festgehalt, einer festen Zulage und einer erfolgsabhängigen Tantieme. Die erfolgsabhängige Tantieme ist an ein Zielvereinbarungssystem gekoppelt. Die für ein abgelaufenes Geschäftsjahr zur Auszahlung kommende Tantieme eines Vorstandsmitglieds hängt von der jeweiligen Erreichung der betreffenden Unternehmensziele und Individualziele ab. Die Unternehmensziele entsprechen der vom Aufsichtsrat der W&W AG verabschiedeten Jahresplanung. Die Individualziele werden zwischen dem einzelnen Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Grundsätzlich behält sich der Aufsichtsrat bzw. der Personalausschuss für die endgültige Festlegung des jeweiligen Tantiemebetrags einen Ermessensspielraum vor. Das gesamte Konzept erlaubt eine erfolgsabhängige und an operationalen Zielgrößen orientierte Bemessung des variablen Vergütungsbestandteils und somit eine in hohem Maße leistungsorientierte Vergütung. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen im W&W-Konzern nicht. AltersversorgungEs bestehen unterschiedliche Regelungen zur Altersversorgung mit den Vorstandsmitgliedern. Ein Vorstandsmitglied verfügt über eine ausschließlich beitragsorientierte Versorgungszusage. Für ein früher bestelltes Vorstandsmitglied gilt die seinerzeit vereinbarte Versorgungszusage, bei der sich das Ruhegehalt prozentual am Festgehalt bemisst und überwiegend vom vorherigen Arbeitgeber getragen wird. Mit zwei Vorstandsmitgliedern ist keine Altersvorsorge vereinbart, davon verfügt ein Vorstandsmitglied jedoch über eine feste Leistungszusage von einem anderen Konzernunternehmen. Das vereinbarte Ruhegehalt wird grundsätzlich gewährt mit Vollendung des 65. Lebensjahrs, bei vorzeitigem Ausscheiden ab dem 61. Lebensjahr und im Falle der Dienstunfähigkeit. Für ein früher bestelltes Vorstandsmitglied wurde die Gewährung des Ruhegehalts ab dem 62. Lebensjahr vereinbart, dies gilt auch im Falle des vorzeitigen Ausscheidens und der Dienstunfähigkeit. Der für die Versorgungszusagen im Berichtsjahr zu leistende Dienstzeitaufwand betrug 220 (Vj. 163) Tsd €. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand fiel nicht an. Bei diesen Leistungen handelt es sich um langfristige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Es gibt keine Leistungen, die von einem Dritten einem Vorstandsmitglied im Hinblick auf seine Tätigkeit für den Konzern zugesagt oder im Geschäftsjahr oder Vorjahr gewährt worden sind. Sachbezüge/NebenleistungenAls Nebenleistungen erhalten die Vorstände einen Dienstwagen, eine Gruppenunfallversicherung sowie eine Reisegepäckversicherung. Sonstige VereinbarungenMit Herrn Dr. Michael Gutjahr und Herrn Klaus Peter Frohmüller wurden anlässlich der Änderung der Governance-Strukturen im W&W-Konzern zum 1. August 2009 und der damit einhergehenden Vertragsabschlüsse Abfindungs-Caps für den Fall der vorzeitigen Vertragsbeendigung ohne wichtigen Grund vereinbart. In diesem Fall entsprechen die Zahlungen an die Vorstandsmitglieder einschließlich Nebenleistungen jeweils maximal dem Wert von zwei Jahresvergütungen (Abfindungs-Cap) und überschreiten nicht die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Maßgebend für die Berechnung des Abfindungs-Caps ist die gesamte für das Kalenderjahr gezahlte Vergütung (Festgehalt, Zulage und erfolgsabhängige Tantieme), das dem Kalenderjahr, in dem die Vorstandstätigkeit endet, vorausging. Bei Herrn Klaus Peter Frohmüller besteht daneben eine Change-of-Control-Klausel. Sollten sich die Anteilsverhältnisse an der Gesellschaft dahin ändern, dass ein Aktionär, der heute keine oder weniger als 50 Prozent der Aktien hält, mehr als 50 Prozent der Aktien erwirbt, so ist Herr Frohmüller berechtigt, das Anstellungsverhältnis durch einseitige Erklärung vorzeitig zu beenden. In diesem Fall erhält er eine Einmalzahlung für die vorzeitige Vertragsbeendigung in Höhe der bis zum regulären Vertragsende zu zahlenden Vergütung, maximal aber 150 % des Abfindungs-Caps. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2006 unterbleibt gemäß § 286 Abs. 5 HGB die individualisierte Angabe der Bezüge von Vorstandsmitgliedern für fünf Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2006. Der Aufwand für die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 betrug 2 496 (Vj. 2 906) Tsd €. Die Aufteilung dieser kurzfristig fälligen Leistungen in erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Bezüge ist in der folgenden Tabelle dargestellt. scroll
Für variable Bezüge wurden im Geschäftsjahr Rückstellungen in Höhe von 1 213 (Vj. 1 250) Tsd € gebildet. Von den sonstigen Bezügen entfallen 254 (Vj. 312) Tsd € auf die Vergütung für die Tätigkeit als Aufsichtsräte in Konzernunternehmen. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt 2 279 (Vj. 2 072) Tsd € ausbezahlt, wobei 1 554 (Vj. 1 293) Tsd € auf erfolgsunabhängige Bezüge, 640 (Vj. 731) Tsd € auf erfolgsabhängige Bezüge und 85 (Vj. 47) Tsd € auf Nebenleistungen entfallen. Für die 2009 ausbezahlten Bezüge war in Höhe von 1 250 Tsd € bereits im Geschäftsjahr 2008 eine Rückstellung gebildet worden. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine sonstigen nicht ausbezahlten Bezüge, in Ansprüche anderer Art umgewandelten Bezüge, zur Erhöhung anderer Ansprüche verwendeten Bezüge oder weiteren Bezüge, die bisher in keinem Jahresabschluss angegeben wurden, gewährt oder gezahlt. An Vorstände sind unverändert keine Vorschüsse oder Kredite vergeben. Haftungsverhältnisse bestanden nicht. Die Gesamtbezüge von früheren Vorständen betrugen im Geschäftsjahr 1 788 (Vj. 1 977) Tsd €. Davon entfielen 202 (Vj. 225) Tsd € auf Hinterbliebenenbezüge. Weitere Belastungen des W&W-Konzerns durch Leistungen an frühere Vorstände, Aufsichtsräte und deren Hinterbliebene durch Abfindungen, Ruhegehälter, Hinterbliebenenbezüge oder sonstige Leistungen verwandter Art bestanden im Geschäftsjahr nicht. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 19 485 (Vj. 19 086) Tsd € zurückgestellt. Die Amtszeit des Vorstandsvorsitzenden Dr. Alexander Erdland endet 02/2011, die des Vorstandsmitglieds Klaus Peter Frohmüller 09/2011 und die der Vorstandsmitglieder Dr. Michael Gutjahr und Dr. Jan Martin Wicke in 08/2012; in allen Fällen vorbehaltlich einer Vertragsverlängerung. Angaben zur Vergütung des AufsichtsratsDie Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme. Die nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare Festvergütung beträgt 7,5 Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 Tsd €je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrags. Für Ausschussvorsitzende beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten Erhöhungsbetrags, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache. Für das Geschäftsjahr 2009 erhielten die Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG von der Gesellschaft eine Gesamtvergütung von 512 (Vj. 469) Tsd €. Davon entfallen auf die Festvergütung 222,3 (Vj. 200) Tsd € sowie 38 (Vj. 59) Tsd € aus weiteren Konzernmandaten. Für die Tantiemen des Geschäftsjahrs 2009, die im Folgejahr 2010 ausgezahlt werden, hat die Gesellschaft entsprechend dem Dividendenvorschlag 252,2 (Vj. 210) Tsd € zurückgestellt. Ehemalige Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG erhielten von der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 eine zeitanteilige Vergütung von 19,7 Tsd €. Bei diesen Leistungen handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen. Die Auslagen und die auf die Aufsichtsratsvergütung entfallende Mehrwertsteuer werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zusätzlich auf Antrag erstattet. Sie sind jedoch nicht in den genannten Aufwendungen enthalten. Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG wurden in Höhe von 536 (Vj. 593) Tsd € gewährt. Die Darlehen wurden von Konzernunternehmen gewährt. Die Zinssätze liegen zwischen 3,3 % und 6,3 %. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden Kredite in Höhe von 18 (Vj. 83) Tsd € zurückgeführt. Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen wurden nicht eingegangen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats bestehen im W&W-Konzern nicht. Für Aufsichtsräte oder deren Hinterbliebene mussten keine Rückstellungen für laufende Pensionen oder Anwartschaften gebildet werden. Für persönlich erbrachte Leistungen wie Beratungs- oder Vermittlungsleistungen wurden von der Gesellschaft an Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt. Namescroll
Gesamtvergütung für Personen in SchlüsselpositionenDie Gesamtvergütung für Personen des Konzernmanagements in Schlüsselpositionen (Management Board und Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG) betrug 4 191 (Vj. 3 538) Tsd €. Davon entfallen auf kurzfristig fällige Leistungen 3 845 (Vj. 3 375) Tsd € und auf langfristig fällige Leistungen 346 (Vj. 163) Tsd € und auf Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 276 (Vj. 0) Tsd €. Weitere AngabenIm Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen wurden Geschäfte mit Mitgliedern des Konzernmanagements in Schlüsselpositionen der Wüstenrot & Württembergische AG getätigt. Es handelt sich dabei um Geschäftsbeziehungen in den Bereichen Bauspar- und Bankgeschäft sowie Lebens- und Schadenversicherung. Das Prämienvolumen dieser Transaktionen belief sich auf 65,9 (Vj. 62) Tsd €. Darüber hinaus fand im Berichtsjahr eine Transaktion im Bauträgergeschäft in Höhe von 830 (Vj. 0) Tsd € statt. Alle Geschäfte fanden auf Basis markt üblicher Konditionen zu branchenüblichen Vorzugskonditionen statt. Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden UnternehmenDie Unternehmen der W&W-Gruppe unterhalten diverse geschäftliche Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen. Zwischen der Wüstenrot Holding AG und der W&W AG besteht eine Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung. Für die Nutzung der Wüstenrot-Kennzeichen entrichtet die W&W-AG an die Wüstenrot Holding AG ein jährliches Entgelt in Höhe von 2,5 Mio € zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Aus der Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung resultiert zum 31. Dezember 2009 eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von 30,1 (Vj. 31,2) Mio € gegenüber der Wüstenrot Holding AG. Darüber hinaus beschränken sich die Geschäftsbeziehungen zur Wüstenrot Holding AG auf in Anspruch genommene Bankdienstleistungen der Wüsten rot Bank AG Pfandbriefbank. Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt. Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber den weiteren nahe stehenden Unternehmen basieren ebenfalls auf in Anspruch genommenen Bankdienstleistungen und in geringerem Umfang auf in Anspruch genommenen sonstigen Dienstleistungen, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt werden. Die Salden der Forderungen und Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar: scroll
Aufwendungen und Erträge aus Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und sonstigen nahe stehenden PersonenEbenso wie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen und sonstigen nahe stehenden Personen resultieren die Aufwendungen (-) und Erträge (+) im Wesentlichen aus Bank- und aus sonstigen Dienstleistungsverträgen, die zu marktüblichen Konditionen abgewickelt wurden. scroll
(59) Anzahl der MitarbeiterIm W&W-Konzern waren zum 31. Dezember 2009- in aktiven Arbeitskapazitäten gerechnet -8 267 (Vj. 8 134) Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter betrug zum Stichtag 9 819 (Vj. 9 806). Im Jahresdurchschnitt 2009 waren 8 157 (Vj. 8 265) Mitarbeiter beschäftigt. Dieser Durchschnitt berechnet sich als arithmetisches Mittel der Quartalsendwerte in aktiven Arbeitskapazitäten zwischen dem 31. März 2009 und dem 31. Dezember 2009 bzw. der jeweiligen Vorjahresperiode. Die Veränderung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist zu einem überwiegenden Teil auf den Abbau von Mitarbeiterkapazitäten bei der Wüstenrot Bausparkasse AG sowie der Württembergische Versicherung AG zurückzuführen. Von den im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeitern entfielen auf das Segment BausparBank 2 108 (Vj. 2 406), auf das Segment Personenversicherung 961 (Vj. 959), auf das Segment Schaden-/Unfallversicherung4 134 (Vj. 4 227) und auf alle sonstigen Segmente 953 (Vj. 672) Mitarbeiter. (60) WirtschaftsprüferDer Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Abschlussprüfung des Konzernabschlusses beauftragt. Für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden für das Geschäftsjahr im W&W-Konzern 4 694 (Vj. 4 838) Tsd € berechnet. Davon entfielen 3 316 (Vj. 3 509) Tsd € auf Abschlussprüfungsleistungen, 1 132 (Vj. 796) Tsd € auf andere Bestätigungsleistungen, 0 (Vj. 17) Tsd € auf Steuerberatungsleistungen und 246 (Vj. 516) Tsd € auf sonstige Leistungen. (61) Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie Schadenlast für den W&W-Konzern aus dem Sturmtief "Xynthia" vom Schadentag 28. Februar 2010 beläuft sich vermutlich auf 7 bis 11 Mio € nach Steuern. Diese Schätzung ist aufgrund des erst kürzlich zurückliegenden Schadenereignisses noch mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. (62) Corporate Governance KodexVorstände und Aufsichtsräte unserer börsennotierten Gesellschaften, Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, und Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten der W&W-Gruppe unter www.ww-ag.com/corporate-governance zugänglich gemacht. (63) KonzernzugehörigkeitDer Konzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, ist ein Teilkonzernabschluss und wird in den Konzernabschluss der Wüsten rot Holding AG, Ludwigsburg, die die Mehrheit an der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, hält, einbezogen. Der Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, und der Teilkonzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen UnternehmenNeben der Muttergesellschaft Wüstenrot & Württembergische AG bilden die folgenden Tochterunternehmen sowie Publikums- und Spezialfonds den Konsolidierungskreis. Des Weiteren werden die nachfolgend aufgeführten assoziierten Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. TochterunternehmenName und Sitzscroll
1
Anteil am Kapital = unmittelbar und mittelbar
gehaltene Anteile einschließlich mittelbarer Fremdanteile. Publikums- und SpezialfondsName und Sitzscroll
Nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene UnternehmenName und Sitzscroll
1
Anteil am Kapital = unmittelbar und mittelbar
gehaltene Anteile einschließlich mittelbarer Fremdanteile. Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 (2) HGB der Wüstenrot & Württembergische AGStand: 31.12.2009scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Stuttgart, den 5. März 2010 Dr. Alexander Erdland Klaus Peter Frohmüller Dr. Michael Gutjahr Dr. Jan Martin Wicke Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss- bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 16. März 2010 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Werner Hölzl, Wirtschaftsprüfer Reinhard Knüdeler, Wirtschaftsprüfer Lagebericht W&W AGWirtschaftliche Rahmen BedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldDie deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2009 infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise den schärfsten Einbruch der Nachkriegsgeschichte. Nach einem ungewöhnlich starken Rückgang der Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 erzielte die Wirtschaft ab dem zweiten Quartal wieder positive Zuwachsraten. Hierzu trugen die konsumstützenden Maßnahmen der Bundesregierung bei, wie zum Beispiel die Umweltprämie für Kraftfahrzeuge. Auch die sich allmählich wieder stabilisierende Auslandsnachfrage nach deutschen Exportgütern kam der deutschen Wirtschaft zugute. Trotz der Erholung im Jahresverlauf ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt infolge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes insgesamt um 5 % im Vergleich zum Jahr 2008 zurück. KapitalmärkteRentenmärkte mit moderatem ZinsanstiegAusgehend von einem Jahresendwert 2008 von 2,95 % sorgten erste Verbesserungen bei führenden Konjunkturindikatoren wie zum Beispiel dem ifo-Geschäftsklimaindex Mitte 2009 für einen Renditeanstieg auf rund 3,7 % - den Jahreshöchstwert. Aufgrund der extrem expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) blieben die kurzfristigen Zinsen - und damit die Refinanzierungskosten beispielsweise von Banken -auf absehbare Zeit niedrig. Zusammen mit einer extrem großzügigen Liquiditätsversorgung des Finanzsystems durch die Notenbank entstand so ein hoher Anlagebedarf bei den Akteuren am Anleihemarkt. Da gleichzeitig die Zinsstrukturkurve im historischen Vergleich sehr steil war, richtete sich das Kaufinteresse insbesondere auf Anleihen mit längeren Restlaufzeiten, sodass deren Renditen im Jahresverlauf wieder sanken. Begünstigt wurde dies auch durch die am Rentenmarkt vorliegenden Inflationserwartungen. Einige Akteure an den Anleihemärkten sahen für die nächsten Quartale sogar gewisse Deflationsrisiken. Zum Jahresende 2009 lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen schließlich bei 3,27 % und damit trotz der im Jahresverlauf erfolgten konjunkturellen Erholung nur gut 30 Basispunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres. Bei kürzeren Laufzeiten etablierte sich vor dem Hintergrund eines konstant niedrigen Leitzinsniveaus von 1 % in den ersten neun Monaten des Jahres ein Abwärtstrend, der die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von etwa 1,75 % zu Jahresbeginn auf nur noch rund 1,3 % Ende 2009 fallen ließ. Aktienmärkte mit massiver KurserholungDie europäischen Aktienmärkte setzten in den ersten Monaten des Jahres 2009 ihren im Vorjahr begonnenen Abwärtstrend - bedingt durch die tiefe Rezession - zunächst fort. Der Dow Jones Euro Stoxx 50 fiel nach einem Indexstand von 2 448 Punkten zum Jahresende 2008 bis Mitte März auf einen Tiefststand von 1 810 Punkten. Massive konjunkturelle Unterstützung seitens der Politik und der Notenbanken, eine Erholung wichtiger Konjunkturindikatoren sowie Berichte verschiedener Großbanken über einen positiven Geschäftsverlauf sorgten jedoch für einen Stimmungsumschwung. Im Ergebnis verzeichneten die europäischen Aktienmärkte bis Ende 2009 eine ausgeprägte Kursrallye und konnten die Verluste des ersten Quartals mehr als ausgleichen. Mit einem Stand von 2 965 Punkten zum Jahresende 2009 erzielte der Dow Jones Euro Stoxx 50, ausgehend von der Talsohle im März, einen Kursgewinn von beinahe 60 % und seit Jahresbeginn von 21 %. Der DAX verbesserte sich nach einem Jahresschlusskurs von 4 810 Punkten um 24 % und erreichte zum 31. Dezember 2009 einen Stand von 5 957 Punkten. BranchenentwicklungBausparen und BaufinanzierungIm Jahr 2009 ist bei den Wohnungsbauinvestitionen ein Minus zu verzeichnen. Mit 119,2 Mrd € nahmen sie um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab. 2008 hatte es noch einen Zuwachs von 0,5 % gegeben. Negativ dürften sich im Berichtsjahr die schlechteren Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Wohnungsbauleistungen, insbesondere nach Neubauleistungen, ausgewirkt haben. Die Wohnungsbaufertigstellungen gingen 2009 weiter zurück und erreichten nach einer Schätzung des ifo Instituts einen neuen Tiefpunkt. Insgesamt wurden nur noch 162 000 Wohnungen fertiggestellt, 7,9 % weniger als im Jahr zuvor. Damit sank die Zahl der Fertigstellungen auf das tiefste Niveau seit den Nachkriegsjahren. Von den Fertigstellungen entfielen 141 000 auf Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden, was einen Rückgang um 7,3 % bedeutet. Die Zahl der neu fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser ging im gleichen Zeitraum um 10,8 % auf 86 000 Einheiten zurück. Dagegen stagnierte die Zahl der fertiggestellten Mehrfamilienhäuser mit 55 000 auf einem im Langfristvergleich äußerst niedrigen Niveau. Positiv entwickelte sich jedoch der Markt für Bestandsimmobilien. Laut einer Schätzung des GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 1,7 % auf 547 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien hat sich zu einem stabilisierenden Faktor der Wohnungswirtschaft entwickelt. Das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung entwickelte sich 2009 äußerst positiv. Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 195 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch genommen. Dies sind 10,7 % mehr als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Anstieg dürfte die Nachfrage nach Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sein, die speziell auch unter energetischen Gesichtspunkten getätigt wurden. Auch nutzten viele Immobilieneigentümer das günstige Zinsniveau zur Umschuldung bestehender Wohnungsbaukredite. Die deutschen Bausparkassen hatten 2009 einen deutlichen Rückgang im Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Vorjahr zu verzeichnen. Insgesamt wurden in der Branche 3,3 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von 95,0 Mrd € abgeschlossen. Dies bedeutet einen Rückgang bei der Stückzahl um 25 % und bei der Bausparsumme um 15 % gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2008 gab es Vorzieheffekte im Zusammenhang mit der Neuregelung der Wohnungsbauprämie zum 1. Januar 2009. Für bis Ende 2008 abgeschlossene Verträge galt noch die alte Regelung, nach der mit Wohnungsbauprämie besparte Bausparverträge nach Ablauf der Bindungsfrist von sieben Jahren frei verwendet werden durften. 2009 wirkten sich diese Vorzieheffekte negativ auf das Neugeschäft der Bausparbranche aus. Positiv entwickelte sich das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten, die Ende 2008 von den Bausparkassen in den Markt eingeführt wurden. Bausparen wurde damit als Altersvorsorgeprodukt anerkannt und anderen Formen der Altersvorsorge gleichgestellt. Die Auszahlungen der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2009 gesunken. Ausgezahlt wurden rund 34 Mrd €. Das ist ein Minus von 18 % zum Vorjahr. VersicherungenDie Geschäftsentwicklung der Versicherungswirtschaft war im Krisenjahr 2009 stabil. Aufgrund ihrer vorsichtigen Kapitalanlagepolitik war die Branche weniger von den durch die Krise ausgelösten Turbulenzen an den Kapitalmärkten betroffen. LebensversicherungNach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) verzeichnete die Lebensversicherung ein Beitragswachstum von 6,6 % auf 81,4 (Vj. 76,3) Mrd €. Die Zunahme konnte erzielt werden, obwohl die Unternehmen hohe Beitragsabläufe zu verkraften hatten, da im Jahr 2009 bei vielen Verträgen aus dem Jahr 2004 die fünfjährige Beitragszahlungsdauer endete. Besonders erfolgreich waren die Lebensversicherer bei Verträgen gegen Einmalbeitrag, die mit einem Plus von 59,3 % auf 19,9 (Vj. 12,7) Mrd € den Rückgang von 3,5 % bei den laufenden Beiträgen auf 61,4 (Vj. 63,6) Mrd € mehr als ausgeglichen haben. Das erfolgreiche Einmalbeitragsgeschäft prägte auch die Entwicklung des Neuzugangs der Branche mit einem Plus von 59,3 % auf 19,7 (Vj. 12,4) Mrd €. Für die Anlage größerer Einmalbeträge wählten die Verbraucher in der Wirtschaftskrise offenbar verstärkt die sichere Kapitalanlage der Lebensversicherer. Beim Abschluss von Verträgen, die mit langfristigen Zahlungsverpflichtungen verbunden sind, waren sie hingegen zurückhaltend. So ging der Neuzugang bei Lebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung um 15,4 % auf 5 812,0 (Vj. 6 867,0) Mio € zurück. Das durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägte Verbraucherverhalten schlug sich auch nieder in der Aufteilung des Neugeschäfts nach der Art der Versicherungsverträge. Der Anteil der Rentenversicherungen stieg - gemessen an der Anzahl der Neuverträge - von 31,1 % auf 35,2 % an. Fondsgebundene Versicherungen reduzierten sich deutlich auf 21,2 (Vj. 26,4) %. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Riester-Verträge ging im vergangenen Jahr nach ersten Angaben des GDV von 1,6 auf 1,2 Millionen um 26,1 % zurück. Bei den Basis-Renten wurden rund 234 064 Neuverträge abgeschlossen. Nach 284 346 Verträgen im Vorjahr ist dies ein Rückgang um 17,7 %. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Riester-Verträge ging im vergangenen Jahr nach ersten Angaben des GDV von 1,6 auf 1,2 Millionen um 25,9 % zurück. Bei den Basis-Renten wurden rund 232 700 Neuverträge abgeschlossen. Nach 284 300 Verträgen im Vorjahr ist dies ein Rückgang um 18,2 %. Schaden-/UnfallversicherungDie Nachfrage nach Versicherungsschutz war trotz des unsicheren wirtschaftlichen Umfelds insbesondere bei den privaten Haushalten robust. Bei Verträgen im Firmengeschäft mit umsatzorientierter Prämienberechnung führte die schlechte wirtschaftliche Lage der Unternehmen insgesamt zu einem Beitragsabrieb in der Branche. In zahlreichen Versicherungssparten ist ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge Grenzen setzt. In der Schaden-/Unfallversicherung war das Jahr 2009 von dem anhaltenden, intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Beitragseinnahmen blieben in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des GDV mit einem Plus von 0,2 % nahezu unverändert bei 54,7 (Vj. 54,6) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung, der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einem Beitragsrückgang um 1,5 % auf 20,1 (Vj. 20,4) Mrd €. Die Kaskosparten konnten zwar von der "Abwrackprämie" profitieren. Der Prämienzuwachs reichte aber nicht aus, um den deutlichen Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht zu kompensieren. Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2009 nach Schätzungen des GDV von 41,9 Mrd € um 2,1 % auf 42,8 Mrd €. Obwohl im Jahr 2009 keine größeren überregionalen Elementarereignisse eingetreten sind, erhöhte sich die Geschäftsjahres-Schadenquote im Vergleich zum Jahr 2008 um 1,2 Prozentpunkte auf rund 80 %. KrankenversicherungZum 1. Januar 2009 traten wesentliche, für die privaten Krankenversicherungen (PKV) relevante Regelungen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes in Kraft. Zum Beispiel wurde für das Neugeschäft die Übertragbarkeit eines Teils der Alterungsrückstellung eingeführt, was in der Vollversicherung die Einführung einer neuen Tarifwelt erforderlich machte. Daneben konnten Versicherte, die vor dem 1. Januar 2009 eine Krankheitskostenvollversicherung abgeschlossen hatten, einmalig den Versicherer unter Mitnahme der Alterungsrückstellung im Umfang des Basistarifs wechseln. Dieses Wechselrecht wurde nur vereinzelt in Anspruch genommen. Umschichtungen der Bestände zwischen den PKV-Unternehmen hielten sich somit in Grenzen. Der Nettoneuzugang erhöhte sich im 1. Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 75 400 auf 98 800 Personen. Am 30. Juni 2009 betrug damit die Anzahl der vollversicherten Personen 8,74 Millionen. Dieser Anstieg beruht weitgehend auf einmaligen Effekten. Neben der zum 1. Januar 2009 in Kraft getretenen Pflicht zur Versicherung haben auch die Einführung des Gesundheitsfonds und die damit für viele gesetzlich Versicherte verbundenen Beitragserhöhungen zahlreiche gesetzlich Krankenversicherte zum Wechsel in die private Krankenversicherung bewegt. Infolge des Bestandswachstums durch den Neuzugang und aufgrund von Beitragsanpassungen erhöhten sich die Beitragseinnahmen 2009 gegenüber 2008 um 4,0 % auf 31,5 Mrd €. Dabei entfallen auf die Krankenversicherung 29,4 Mrd € (plus 3,7 %) und auf die Pflegepflichtversicherung 2,1 Mrd € (plus 6,6 %). Dabei lag die Steigerung der Aufwendungen für die Versicherungsleistungen mit 6,0 % deutlich über der Zunahme der Beitragseinnahmen. GeschäftsentwicklungVermögens-, Finanz- und ErtragslageDer Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische hat das Geschäftsjahr 2009 trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erfolgreich abgeschlossen. Wesentlichen Anteil am verbesserten Jahresüberschuss hatten die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses, das sich um 61,9 Mio € erhöhte, sowie ein Ertrag über 12,4 Mio € aus der Anwachsung der Wüstenrot GmbH & Co. Grundstücks-KG (GKG) an die W&W AG zum 30. Dezember 2009. Dieser ist im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Jahresergebnis und DividendenvorschlagIm Berichtsjahr 2009 stieg der nach HGB ermittelte Jahresüberschuss der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) auf 115,1 (Vj. 97,5) Mio €. Dieses Jahresergebnis ermöglicht es dem Unternehmen, der Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 €je Aktie zuzüglich eines Dividendenbonus von 0,10 € je Anteilsschein vorzuschlagen. Nach Einstellung von 50 Mio € in die Gewinnrücklagen beträgt der Bilanzgewinn 65,7 Mio €. KapitalanlagenDie W&W AG verfolgt traditionell eine risikobewusste und auf hohe Schuldnerqualität ausgerichtete Kapitalanlagepolitik. Im Geschäftsjahr waren daher keine Forderungsausfälle zu verzeichnen und auch für 2010 sind keine nennenswerten Ausfälle zu prognostizieren. Angesichts der schwierigen Situation der Finanzmärkte wurden die Aktien-Engagements im Anlageportfolio reduziert. Die Aktienquote der W&W AG beläuft sich zum Jahresende 2009 auf 0,4 (Vj. 0,9) %. Trotz der Kapitalmarktkrise steigerte sich das Kapitalanlageergebnis auf 238,4 (Vj. 176,6) Mio €. Dies ist vor allem den um 125,7 Mio € gestiegenen Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen insbesondere der Württembergische Versicherung AG, der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und der W&W Asset Management GmbH zuzurechnen. Die anderen Ertragspositionen waren dagegen rückläufig. Die Ursache hierfür liegt vor allem in der Kapitalmarktkrise und dem damit verbundenen niedrigen Zinsniveau. Die höheren Aufwendungen aus Kapitalanlagen sind durch Abschreibungen bedingt. Diese sind von 16,1 Mio € auf 49,4 Mio € gestiegen. Größter Posten war die Anpassung des Wertansatzes der Wüstenrot Bank AG Pfand-briefbank um 45,2 Mio €. Der gesamte Bestand der Kapitalanlagen verringerte sich um 354,2 Mio € auf 2,656 (Vj. 3,011) Mrd €. Der Rückgang des Kapitalanlageergebnisses resultiert aus dem mit der RückÜbertragung der Pensionsrückstellungen für die drei Tochterunternehmen Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und W&W Asset Management GmbH verbundenen liquiden Ausgleich. Der Beteiligungsbuchwert der GKG in Höhe von 96,2 Mio € wurde aufgrund der Anwachsung an die W&W AG ausgebucht. Im Gegenzug erhielt die W&W AG die Vermögensgegenstände und Schulden der GKG. Die W&W AG hält somit wieder Grundstücke und Gebäude in Höhe von 88,5 (Vj. 0) Mio € in ihrem Bestand. Bedingt durch die Finanzkrise beliefen sich die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen insgesamt auf 919 (Vj. 1 146) Mio €. Diese entfallen in Höhe von 865,5 (Vj. 1 117,5) Mio € hauptsächlich auf Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen, mit 26,6 (Vj. 18,5) Mio € auf Fonds und in Höhe von 13,3 (Vj. 8,4) Mio € auf Namensschuldverschreibungen/Schuldscheindarlehen. Seitens der W&W AG konnte weiterhin darauf verzichtet werden, den § 341b Abs. 2 HGB anzuwenden. Rückversicherung/Versicherungstechnisches ErgebnisDas Ergebnis vor Schwankungsrückstellung in Höhe von 15,5 Mio € liegt um 2,9 Mio € über dem des Vorjahres von 12,4 Mio €. Dies hat verschiedene Ursachen: Das gebuchte Bruttoprämienvolumen stieg im abgelaufenen Berichtsjahr um 5,0 % auf 252,7 (Vj. 240,7) Mio €. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die höheren Beitragseinnahmen der Württembergische Versicherung AG und das damit verbundene gestiegene Rückversicherungsabgabevolumen zurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge verringerten sich leicht durch das eingestellte Geschäft der Londoner Niederlassung der Württembergische Versicherung AG und die dadurch weggefallenen eingehenden Beitragsüberträge. Sie verminderten sich um 0,5 % auf 203,6 (Vj. 204,7) Mio €. Die Nettoaufwendungen für Versicherungsleistungen reduzierten sich von 139,5 Mio € im Vorjahr auf 115,2 Mio € im Geschäftsjahr 2009. Dies verbesserte die Netto-Schadenquote auf 56,6 (Vj. 68,2) % und ist sowohl auf den günstigen Schadenverlauf bei der Württembergische Versicherung AG zurückzuführen als auch auf die positive Abwicklung des konzernfremden Rückversicherungsgeschäfts, das sich im Run-off befindet. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung sind gegenüber dem Vorjahr (54,7 Mio €) infolge eines konzerninternen proportionalen RückVersicherungsvertrags auf 73,7 Mio € gestiegen. Die Netto-Kostenquote wuchs infolgedessen auf 36,2 (Vj. 26,7) % an. Der Schwankungsrückstellung wurden 1,5 (Vj. Entnahme 9,1) Mio € zugeführt. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen summieren sich nunmehr auf 38,4 (Vj. 36,9) Mio €, das entspricht 18,9 (Vj. 18,0) % der verdienten Nettobeiträge. Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung ergibt sich ein versicherungstechnischer Gewinn von 13,9 (Vj. 21,6) Mio €. In den Sparten Feuer sowie sonstige Sachversicherungen stiegen die Bruttobeiträge deutlich von 78,4 Mio € auf 89,8 Mio €. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 0,2 Mio € ergibt sich ein versicherungstechnischer Verlust von 0,5 (Vj. Gewinn 4,6) Mio €. In den Kraftfahrt-Sparten nahmen die Bruttobeiträge auf 80,4 (Vj. 79,0) Mio € zu. Der Verlust nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 6,4 Mio € lag bei 9,9 (Vj. 2,8) Mio €. In der Sparte Haftpflicht sind die Bruttobeiträge leicht auf 28,1 (Vj. 28,3) Mio € gefallen. Nach Schwankungsrückstellung ergab sich ein Gewinn in Höhe von 5,8 (Vj. 4,0) Mio €. In der Sparte Unfall blieben die Bruttobeiträge unverändert bei 19,3 Mio €. Der Gewinn nach Schwankungsrückstellung lag mit 9,7 Mio € über dem des Vorjahres (6,0 Mio €). Die Beiträge in der Transport- und Luftfahrtkasko-Versicherung erhöhten sich etwas von 2,1 Mio € auf 2,6 Mio €. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellung ergibt einen Gewinn von 5,5 (Vj. 1,7) Mio €. Bei den sonstigen Versicherungszweigen (größtenteils Rechtsschutzversicherung) gingen die Bruttobeiträge leicht von 24,4 Mio € auf 23,8 Mio € zurück. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellung beträgt 0,1 (Vj. 0,6) Mio €. Die Lebensversicherung weist bei leicht verringerten Bruttobeiträgen von 8,7 (Vj. 9,1) Mio € einen Gewinn in Höhe von 3,3 (Vj. 7,5) Mio € aus. SteueraufwandDas Ergebnis der W&W AG vor Steuern beträgt im Jahr 2009 193,5 (Vj. 150,7) Mio €, das ist ein Plus von 28,4 %. Der Steueraufwand der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei 78,4 Mio €, gegenüber 53,2 Mio € im Vorjahr. Hierzu trägt vor allem das gestiegene Ergebnis der Gesellschaft bei. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie W&W AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2009 durchschnittlich 298 (Vj. 164) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Ermittlung der Anzahl erfolgt dabei nach dem sogenannten Produktivkonzept (auf Vollzeit umgerechnete Arbeitsverhältnisse). Für ihre tägliche Arbeit hat sich die W&W AG hohe Maßstäbe gesetzt, denn nur durch beste Beratung sind optimale Vorsorge-Lösungen möglich. Leistung und Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst folgen gemeinsamen Prinzipien, die in unserem Leitbild definiert sind. Wir vertreten eine klare Haltung und ziehen alle an einem Strang - dies gewährt ein positives Kundenecho. Dieser hohe Anspruch bestimmt unsere Arbeit. Spitzenleistung soll sich bei der W&W aber auch lohnen. Deshalb wurde im Berichtsjahr eine erfolgsabhängige Vergütung basierend auf der Konzern-Eigenkapitalrendite (ROE) vereinbart. Damit wird im gesamten Konzern einheitlich erstmalig im April 2010 eine Gratifikation ausgezahlt, die vom Unternehmenserfolg der W&W des Jahres 2009 abhängig ist. Umfassendes AusbildungsangebotDie 479 (Vj. 515) Auszubildenden des Konzerns sind vorwiegend in kaufmännischen Berufen tätig. Ergänzt wird das Ausbildungsangebot durch verschiedene Studiengänge an den dualen Hochschulen Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim. Die W&W AG selbst bildet keine Auszubildenden aus. Mit ausgewählten Hochschulen unserer Region, deren Studienangebote unsere Schlüsselpositionen abdecken, haben wir Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Die W&W nimmt schon früh Kontakt zu den Studierenden auf und signalisiert Interesse an Spitzenkräften. Mit dem Preis "Bester Absolvent" fördern wir zum Beispiel an der Hochschule Pforzheim Spitzenleistungen im Bereich Wirtschaft. In unserem eigenen Schulungszentrum geben wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst die Chance, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Wir sehen in einem aktuellen und breit gefächerten Weiterbildungsangebot eine Investition in die Zukunft. Soziale VerantwortungMit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie mit einer betrieblichen Altersversorgung unterstützen wir das hohe Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine wichtige Rolle nehmen dabei unsere familienfreundlichen Angebote ein. Dazu gehören die betriebliche Verlängerung der gesetzlichen Elternzeit um zwölf Monate, Teilzeitmodelle sowie Telearbeit während der Elternzeit. Ein weiteres Beispiel ist auch das im Oktober 2009 am Standort Stuttgart als Pilotprojekt auf den Weg gebrachte Eltern-Kind-Büro, das unseren Beschäftigten im Notfall eine Tagesbetreuung ihrer Kinder ermöglicht. Dieses Angebot soll auf weitere Standorte ausgeweitet werden. Mitarbeiterkommunikation im FokusIm Januar 2009 waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Innen- und Außendienst im Rahmen der ersten W&W-Innovationsmesse aufgerufen, ihre Ideen einzureichen. Im Vordergrund standen betriebswirtschaftliche Aspekte, doch sollten die Vorschläge nicht nur innovativ und neuartig sein, sondern auch Kreativität beweisen und nicht zuletzt dazu dienen, das Zielbild vom Vorsorge-Spezialisten umzusetzen. Insgesamt wurden rund 400 Innovationsideen eingereicht, aus denen Fachgutachter und eine unternehmensübergreifende Jury letztlich zehn Messeaussteller bestimmten. Auf der Messe, die an den Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe stattfand, kürten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die W&W-Innovation 2009. Die mit Abstand meisten Stimmen erhielt die Idee, die Dachflächen von W&W-Gebäu-den in Zukunft für die Nutzung von Sonnenenergie einzusetzen. Im Februar 2009 startete die Intranet-Plattform "Direkt zum Management Board". Hier können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Vorstand in Kontakt treten und Fragen stellen. Alle Leser können darüber abstimmen, welche drei Anliegen der Vorstand beantworten soll. Kommunikation wird so demokratisiert, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von Betroffenen zu Beteiligten. Wie schon im Vorjahr haben wir im Oktober den Innendienst der W&W-Gruppe und parallel dazu die Außendienste befragt. Es ging dabei unter anderem um die allgemeine Zufriedenheit, die Zusammenarbeit und um das Zielbild "W&W - DER Vorsorge-Spezialist". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßen das Zusammenwachsen und befürworten das Zielbild. Besser beurteilt als im Vorjahr wird, dass Wüstenrot und Württembergische nach außen wie ein Unternehmen agieren. Personalwesen konzernweit aufgestelltSeit dem 1. Januar 2009 vereint die neue Abteilung Konzernpersonal die bisherigen Personalfunktionen von Wüstenrot und der Württembergischen. Ziel ist es, die Personalarbeit konzernweit einheitlich zu steuern. Durch eine Neustrukturierung und Standardisierung laufen die Routineprozesse der Personalarbeit jetzt über das Intranet und damit schneller und effizienter ab. Wichtige Elemente sind dabei das Personal-Portal mit zahlreichen Funktionen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das Service-Center "Personal Direkt" für die Anliegen aller Konzernangehörigen und die Personalberatung für Führungskräfte. Neue FührungsstrukturZum 1. August 2009 wurde die Führungsstruktur des W&W-Konzerns gestrafft. Damit ist die Verknüpfung der Vorstands-Gremien weiterentwickelt worden, die vor drei Jahren im Rahmen des Restrukturierungsprogramms eingeleitet wurde. So ist Klaus Peter Frohmüller, bisher im Vorstand der W&W AG zuständig für Operations, zusätzlich in dieser Funktion in die Geschäftsleitungen der Württembergischen Versicherungen und des Geschäftsfelds BausparBank eingetreten. Die Zuständigkeit für das Personal wurde bei Dr. Michael Gutjahr gebündelt, der in den Vorstand der W&W AG berufen wurde. Er verantwortet dieses Ressort seither nicht mehr nur bei den Württembergischen Versicherungen, sondern auch in der W&W AG und in den Geschäftsleitungen des Geschäftsfelds BausparBank. Konzernbetriebsrat konstituiertErstmals seit der Fusion von Wüstenrot und Württembergische im Jahr 1999 hat sich im Dezember 2009 ein Konzernbetriebsrat konstituiert. Ihm gehören Vertreter der Tochtergesellschaften der W&W AG an. Anfang 2010 hat der Konzernbetriebsrat seine Arbeit aufgenommen. Die Rechte der einzelnen Betriebsräte in den jeweiligen Unternehmen bleiben weiterhin erhalten. Dank an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie an ArbeitnehmervertreterUnseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der W&W-Gruppe entscheidend. Unser ganz besonderer Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen der leitenden Angestellten. Nur auf Basis der gemeinsamen, engagierten und vertrauensvollen Zusammenarbeit war es möglich, die zahlreichen zukunftssichernden Maßnahmen fristgerecht und erfolgreich umzusetzen. Vorsorge und VerantwortungDie W&W AG stellt ihr unternehmerisches Handeln in den Dienst gesellschaftlicher Verantwortung. So helfen Wüstenrot und Württembergische, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen: die finanzielle Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit und das erworbene Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben im Alter vorzusorgen. Engagement für den UmweltschutzZur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt durch betrieblichen Umweltschutz einzusetzen. Bereits im Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. Der nächste Schritt, konzernweit gültige Umweltleitlinien zu schaffen, sowie die Zertifizierung der weiteren Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe, wird gegenwärtig von der W&W Service GmbH geprüft und soll 2010 abgeschlossen werden. Der vorliegende Geschäftsbericht ist ein weiterer Beleg dafür, wie sich die W&W für den Klimaschutz stark macht. Wie das Umweltsiegel des Forest Stewardship Councils (FSC) bestätigt, werden alle Geschäftsberichte der Unternehmen der W&W-Gruppe auf Papier gedruckt, das in nachhaltiger Holzwirtschaft produziert wurde. Das weitere Gütesiegel "Print CO2 kompensiert" stellt zudem sicher, dass die bei der Produktion des W&W-Geschäftsberichts entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden. Über "GoGreen", das Klimaschutzprogramm der Deutschen Post, erfolgt schließlich der CO2-neutrale Versand des Geschäftsberichts. Für die Folgejahre ist geplant, diese Maßnahmen auf alle Konzerngeschäftsberichte auszudehnen. Sonstige AngabenNachtragsberichtEs sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden. Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDie Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, hält mit 67,32 % die Mehrheit an der W&W AG, Stuttgart. Die Wüstenrot Holding AG erstellt ihrerseits einen Konzernabschluss, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist. Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Darin hat die Wüstenrot & Württembergische AG abschließend erklärt, dass sie bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Unternehmen oder der mit ihr verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGBDas Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 € ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen Aktienrecht gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienbuch eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Weitergehende Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60 AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen. Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,32 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. 9,37 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank Baden-Württemberg, 7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,68 % im Besitz der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,10 %. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 133 Abs. 1,179ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht das Gesetz- wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden Befugnisse. Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden. Für weitere Einzelheiten wird auf den Vergütungsbericht ab Seite 210 verwiesen. KapitalerhöhungIm Rahmen einer Kapitalerhöhung hat die W&W AG zum 7. August 2009 durch Ausgabe von 5 749 538 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien ihr Grundkapital um 30,1 Mio € auf 481,1 Mio € erhöht. Bei einem Emissionspreis von 15 €je Aktie wurde ein Betrag von 86,2 Mio € erlöst. Damit ist es der W&W AG möglich, am Konsolidierungsprozess der Finanzdienstleistungsbranche weiter aktivteilzunehmen. RisikoberichtDie Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W-Gruppe) bildet nach den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes ein Finanzkonglomerat. Hierdurch ergeben sich -neben den branchenspezifischen Bestimmungen für unsere Geschäftsfelder oder einzelne Konzerngesellschaften -für die gesamte Gruppe besondere Anforderungen an das Risikomanagement und -Controlling. Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen ist die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb des Finanzkonglomerats interne und externe Standards im Risikomanagement zu definieren, ihre Einhaltung zu kontrollieren und weiterzuentwickeln. Das Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem der W&W AG ist daher eng mit dem Überwachungssystem für den Konzern verzahnt und im Hinblick auf viele Prozesse, Verfahren und Methoden deckungsgleich gestaltet. Ziele und Grundsätze des RisikomanagementsUnter Risikomanagement wird die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung und zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung verstanden. Risiko definieren wir als Gefahr, dass die W&W-Gruppe ihre gesetzten Ziele nicht erreichen bzw. ihre Strategien nicht erfolgreich umsetzten kann. Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Erfassung, Analyse, Bewertung und Kommunikation von Risiken sowie die Überwachung getroffener Maßnahmen zur Risikosteuerung. Unser Risikomanagement zielt darauf ab, die Finanzkraft der W&W AG zu sichern und die Entscheidungsträger bei der Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Unser Verständnis von Risikomanagement geht dabei über die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften deutlich hinaus. Wir sehen Risikomanagement als elementaren Bestandteil der Unternehmenskultur und möchten durch eine effiziente Risikoorganisation sowie bedarfsgerechte Risikoinstrumente und -verfahren Mehrwert schaffen. Die Risikostrategie legt die risikopolitische Ausrichtung der W&W-Gruppe und den Rahmen für das Risikomanagement fest. Abgeleitet aus der übergeordneten Geschäftsstrategie beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen Risiken im Unternehmen. Sie definiert Ziele, Maßnahmen und Instrumente für den Umgang mit eingegangenen oder zukünftigen Risiken. Grundsätzlich wird dabei eine angemessene Balance zwischen der Wahrnehmung von Geschäftschancen und den damit verbundenen Risiken angestrebt, wobei stets der Fortbestand des Unternehmens im Vordergrund steht. Ziel ist es, bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken zu vermeiden. Organisation des RisikomanagementsDie Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG und das Management Board sind die obersten Entscheidungsgremien der W&W-Gruppe in Risikofragen. Die Risikostrategie wird jährlich im Aufsichtsrat erörtert. In jährlichem Turnus befasst sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mit der Angemessenheit der Organisation des Risikomanagements. Der Vorstand der W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen im Risikomanagement fest. Deren operative Umsetzung und Kontrolle wird zentral durch den Chief Risk Officer (CRO) der Gruppe gesteuert. Zur Unterstützung des Vorstands und des Management Boards in Risikofragen fungiert das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements und zur Überwachung des Risikoprofils in der W&W-Gruppe. Ständige Mitglieder des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten CRO die leitenden Risikomanager der Geschäftsfelder sowie der Leiter des Konzernrisikomanagements. Die Vorstände tagen in einem zweiwöchigen Turnus, das Group Board Risk findet sich einmal pro Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Sondersitzungen wurden anlässlich aktueller Themen 2009 zwei Mal anberaumt. Das Group Board Risk überwacht die angemessene Kapitalisierung und Liquiditätsausstattung sowie das Risikoprofil der W&W-Gruppe und ihrer Einzelgesellschaften und gewährleistet, dass beide Elemente in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. Seine Aufgabe ist es, für ein umfassendes Risikobewusstsein in unserer Gruppe zu sorgen und die Risikokontrolle weiter zu verbessern. Darüber hinaus berät das Group Board Risk über konzernweite Standards zur Risikoorganisation (zum Beispiel Risk Policy), den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente im Risikomanagement und schlägt diese dem Vorstand der W&W AG zur Entscheidung vor. Das Konzernrisikomanagement unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche Standards festzulegen. Die Zuständigkeit der in der W&W AG angesiedelten Abteilung Konzernrisikomanagement erstreckt sich sowohl auf die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe als auch auf die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft. Das Konzernrisikomanagement entwickelt unternehmensübergreifende Methoden und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung. Ferner führt das Konzernrisikomanagement qualitative und quantitative Risikoanalysen anhand einer systematischen regelmäßigen Bewertung durch und berichtet an den Vorstand der W&W AG. Durch festgelegte Berichtsformen und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe Kommunikation zwischen den Risikocontrollingeinheiten und der Geschäftsleitung. Die Funktionsfähigkeit, Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und setzt sich aus der Risikosteuerung, dem Risikocontrolling und der internen Revision zusammen. Unter Risikosteuerung verstehen wir die operative Umsetzung der Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten. Die für die Risikosteuerung verantwortlichen Geschäftseinheiten treffen Entscheidungen zur bewussten Übernahme oder Vermeidung von Risiken. Dabei beachten sie die zentral vorgegebenen Rahmenbedingungen und Risikolimite. Das Risikocontrolling ist für die Risikoidentifikation, die Risikoinventarisierung, Messung und Bewertung, die Risikoüberwachung sowie für die Risikoberichterstattung verantwortlich. Im Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren wir eingegangene oder potenzielle Risiken regelmäßig. Die erkannten Risiken werden anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit für die W&W AG beurteilt. Hierzu gehört auch die Einschätzung, ob Einzelrisiken, die isoliert betrachtet von nachrangiger Bedeutung sind, in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation im Zeitverlauf wesentlichen Charakter annehmen können (Risikokonzentrationen). Um einen besseren Überblick über unsere Risiken zu erhalten, fassen wir gleichartige Risiken konzerneinheitlich zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W AG haben wir nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert:
Die Strukturierung in einzelne Risikobereiche dient dazu, potenzielle Gefahren systematisch zu erfassen. Die eingesetzten Instrumente und Messmethoden werden in den nachfolgenden Abschnitten näher erläutert. Bei der quantitativen Beurteilung und Bewertung von Risiken setzen wir je nach Art des Risikos verschiedene Risikomessverfahren ein. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer Verfahren und des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Derzeit ermitteln wir Marktpreis-, Adress- und versicherungstechnische Risiken mit diesem Ansatz. Für die übrigen Risikobereiche werden analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche Standardverfahren verwendet. Szenario- und Stresstests sowie Kennzahlenanalysen ergänzen das Instrumentarium. Die Entscheidung über Risikonahme erfolgt im Rahmen der in der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder dezentral durch die jeweiligen Fachbereiche und ist funktional getrennt von der Risikoüberwachung. Auf Grundlage der Konzernrisikostrategie steuern die Fachbereiche die jeweiligen Risikopositionen. Als Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis nach Steuern und im Bereich der Rückversicherung die Combined Ratio Risikogrößen wie die aufsichtsrechtliche und ökonomische Risikotragfähigkeit herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung noch besser zu verknüpfen, führen wir ergänzende Analysen zur Unterstützung von Entscheidungen mit einem RORAC-Ansatz durch. Die Einhaltung der risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben sowie die Angemessenheit und Güte der Risikosteuerung werden laufend überwacht. Aus den Überwachungsaktivitäten für quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die zu einem frühzeitig korrigierenden Eingreifen und somit zur Erreichung der in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele führen. Um die Handlungsempfehlungen zu kontrollieren, ist ein Maßnahmencontrolling eingerichtet. Wesentliche Grundlage für die Überwachung unserer Risikosituation und die ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital ist unser internes Risikotragfähigkeitsmodell, welches wir beständig optimieren und erweitern. In diesem Modell werden die nach einheitlichem Ansatz ermittelten Risiken zum Risikokapitalbedarf aggregiert und den zur Verfügung stehenden Mitteln gegenübergestellt. Strategische Risiken werden in unserem Modell durch einen pauschalen Ansatz berücksichtigt. Die Fähigkeit der W&W AG, die eingegangenen Risiken mit ausreichend Kapital zu unterlegen, wird dadurch laufend überwacht. Zusätzlich überwachen und sichern wir die Risikotragfähigkeit mittels externer Risikokapitalmodelle, zum Beispiel solcher der Finanzaufsicht oder unabhängiger Rating-Agenturen. Alle wesentlichen Risiken der W&W AG werden zeitnah an den Vorstand und den Aufsichtsrat sowie das Management Board unserer Gruppe kommuniziert. Das konzernweite Berichtssystem zum frühzeitigen Erkennen von Handlungsbedarf wird ergänzt durch ein implementiertes Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation. Neue Gefahren oder außerordentliche Veränderungen der Risikosituation, die unsere festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, werden dadurch sehr kurzfristig durch die operativen Einheiten und das Konzernrisikomanagement an den Vorstand der W&W AG sowie das Management Board der Gruppe berichtet. Wesentliche RisikenDie Risikosituation der W&W AG stellt sich gegliedert nach Bereichen wie folgt dar: MarktpreisrisikenUnter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Marktrisikofaktoren wie beispielsweise Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen ergeben. Der überwiegende Teil unserer Kapitalanlagen besteht in Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen. Ihr Anteil am Buchwert der gesamten Kapitalanlagen beträgt 63,8 (Vj. 58,4) %. Die finanzielle Stabilität und Werthaltigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften und damit deren Dividendenfähigkeit stehen im Fokus unseres Risikomanagements. Die Chancen und Risiken der künftigen Ertragsentwicklung unserer wesentlichen Beteiligungen werden in Wirtschaftsplanungen, unterjährigen Ergebnishochrechnungen und in Mittelfristrechnungen bewertet und analysiert. Die Ergebnisse fließen in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell ein. Zusätzlich zu den Prognoserechnungen erfolgt durch Szenarioanalysen eine Abschätzung potenzieller Ergebnisrisiken der Einzelgesellschaften. Im Rahmen von Szenarien im Schaden-, Aktien- und Rentenbereich werden positive und negative Auswirkungen auf die Jahresergebnisse und Reserven der jeweiligen Gesellschaften betrachtet. Im Schadenszenario wird bei der W&W AG als Konzernrückversicherer sowie bei unserem Schaden-Unfall-Versicherer Württembergische Versicherung AG der Eintritt diverser großer Elementarereignisse unterstellt. Im Aktien- und Rentenszenario werden, ausgehend von den Hochrechnungs- und Planungsprämissen, die Auswirkungen einer 10-prozentigen, 20-prozentigen und 30-prozentigen Indexverschlechterung bzw. die Auswirkungen einer Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um +/-100 Basispunkte und +/-200 Basispunkte simuliert. Bei wesentlichen Risiken werden risikoadäquate Maßnahmen eingeleitet und deren Umsetzung wird überwacht. Neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen stellen Wertpapiere mit 31,4 (Vj. 40,2) % am Buchwert der gesamten Kapitalanlagen eine wesentliche Anlagekategorie dar. Bei den Wertpapieren verfolgen wir eine sicherheitsorientierte Anlagepolitik, in deren Vordergrund die Wahrung ausreichender Liquidität steht. Chancen nutzen wir im Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Die Marktpreisrisiken unserer Wertpapiere bewerten wir barwertig, also unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, auf Basis eines Value-at-Risk-Modells. Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitäts- und Durationsanalysen, welche die Wertänderungen des Portfolios in Abhängigkeit zu Marktschwankungen bzw. die mittlere Kapitalbindungsdauer aufzeigen. Die Marktwerte unserer Aktienbestände (abzüglich der über Futures verkauften Aktienexposures) haben sich aufgrund von erhöhten, präventiven Sicherungsmaßnahmen verringert. Für unsere Bestände mit einem Marktwert von 44,1 (Vj. 56,9) Mio € ergaben sich zum 31. Dezember 2009 bei einer Indexschwankung des Euro Stoxx 50 folgende Marktwertveränderungen: scroll
Für die festverzinslichen Wertpapiere mit einem Marktwert von 822,3 (Vj. 928,6) Mio € ergaben sich zum 31. Dezember 2009 bei einer Parallelverschiebung der Swap-Zinskurve folgende Marktwertveränderungen: scroll
Der Rückgang der festverzinslichen Wertpapiere steht in Zusammenhang mit der RückÜbertragung von Pensionsrückstellungen an die Wüstenrot Bausparkasse AG, die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie die W&W Asset Management GmbH. Unsere Verbindlichkeiten aus Rückversicherungsgeschäften bedecken wir mit geeigneten Kapitalanlagen. Dazu stimmen wir Währungen und Durationen aufeinander ab. Die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung für die zur Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva vorgesehenen Kapitalanlagen stellen wir durch regelmäßige Kontrollen und Analysen sicher. Direktanlagen in Fremdwährungen tätigen wir ausschließlich zur kongruenten Bedeckung der versicherungstechnischen Passiva, d. h. wir bedecken unsere versicherungstechnischen Verbindlichkeiten in fremder Währung mit Kapitalanlagen derselben Währung. Hierdurch ergeben sich für uns nur sehr begrenzte Währungsrisiken. Daneben können offene Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds zu Währungsrisiken führen. Dem begegnen die Fondsmanager durch eine regelmäßige Überprüfung der Devisenkurserwartungen und durch den Einsatz kurssichernder oder risikoreduzierender Maßnahmen. Im Rahmen der regelmäßig aktualisierten Kapitalanlagestrategie legen wir eine angemessene Mischung und Streuung unserer Wertpapiere nach Art, Regionen und Risikoklassen fest. Die strategischen Anlageziele werden laufend überwacht und durch Limitsysteme begrenzt. Derivative Finanzinstrumente wie Swaps, Optionen, Futures oder Devisentermingeschäfte wurden im Direktbestand im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 nicht eingesetzt. AdressrisikenUnter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben. Für die W&W AG, die selbst keine Kundenkredite vergibt, können Adressrisiken insbesondere aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren entstehen. Ferner können Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen. In unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell bewerten wir unsere Rentenpapiere barwertig, d. h. unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells. Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Unser stochastisches Modell stützt sich auf Marktdaten, beispielsweise von Rating-Agenturen, und berücksichtigt sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Bonitätsklassen. Durch die breite Streuung der Anlagearten sowie eine sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner begrenzen wir die Adressrisiken. Der Bildung von Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen bei einem Emittenten wird unter anderem mit Linien begegnet, die das maximal erlaubte Anlagevolumen pro Emittent beschränken. Bei der Beurteilung von Emittenten und der Festlegung von Linien bedienen wir uns der Einschätzungen internationaler Rating-Agenturen, die wir durch eigene Risikoeinstufungen ergänzen. Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten unterziehen wir einer fortlaufenden Überprüfung. Bei der Auswahl unserer Vertragspartner und Wertpapiere beschränken wir uns im Wesentlichen auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich. Im Geschäftsjahr waren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. So verfügten zum 31. Dezember 2009 rund 86 (Vj. 84) % unserer Rentendirektanlagen mindestens über ein "A"-Rating. Moody'sscroll
Die indirekt über unsere Fonds gehaltenen Rententitel besitzen ebenfalls zu einem hohen Anteil ein gutes bis sehr gutes Rating. Auch unsere Retrozessionäre verfügen über sehr gute Bonitäten. Zum Ende der Berichtsperiode bestanden die ausgewiesenen Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 177,2 (Vj. 180,9) Mio € zu 85 (Vj. 94) % gegenüber Gesellschaften mit einem "A"-Rating oder besser. Von den ausgewiesenen Forderungen gegenüber Rückversicherern waren zum Bilanzstichtag 0,4 (Vj. 1,7) Mio € länger als 90 Tage ausstehend. Deren Begleichung wird jedoch im Jahr 2010 erwartet. Standard & Poor'sscroll
Von Rückversicherern mit einem "BBB"-Rating oder schwächer verlangen wir in der Regel Depoteinlagen für die übernommenen versicherungstechnischen Rückstellungen. Das Ausfallrisiko von Forderungen gegenüber Rückversicherern schätzen wir daher als gering ein. Im Geschäftsjahr waren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen. Drohenden Ausfällen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die angemessene Bildung von Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Nach wie vor bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte Ausfallrisiken für ungedeckte und nachrangige Engagements, insbesondere von Kapitalanlagen im Finanzsektor. Unser Exposure weist jedoch generell eine gute Besicherungsstruktur auf. Unsere Kapitalanlagen bei Finanzinstituten sind im Wesentlichen durch Staats- und Gewährträgerhaftung oder Pfandrechte besichert. Bei der Allokation der sonstigen, ungedeckten und nachrangigen Engagements legen wir bei Erwerb hohe Qualitätsansprüche (erstklassige Bonitäten, Investmentgradebereich) bei der Auswahl unserer Vertragspartner an. Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige Forderungen) belaufen sich zum Jahresende auf ca. 31 Mio € und betragen somit lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres Kapitalanlageportfolios. Aufgrund der Nichtbedienung eines nachrangigen Engagements wurden wir von der Landesbank Baden-Württemberg über die Nichtbedienung fälliger Zinszahlungen informiert. Der zu verzeichnende Zinsausfall im Berichtsjahr beträgt insgesamt 0,3 Mio €. Weitere zukünftige Ausfälle sind nicht auszuschließen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise belastet die Situation der öffentlichen Haushalte massiv und nachhaltig. Ausgelöst durch Rating-Herabstufungen und Diskussionen über erforderliche Stützungsmaßnahmen für Staaten mit erhöhten Verschuldungsgraden, war bei den Risikoaufschlägen für Staatsanleihen ein deutlicher Risikoaufschlag zu beobachten. Unser Exposure bei den sich insbesondere in der Diskussion befindenden Ländern beträgt 5,1 Mio € (Spanien) sowie 10,6 Mio € (Italien). Staatsanleihen der Länder Portugal, Irland und Griechenland befinden sich nicht in unserem Portfolio. KonzentrationsrisikenUnter Konzentrationsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich entweder durch Kumulation gleichartiger Risiken oder aber durch Kumulation verschiedener Risiken bezogen auf eine einzelne Adresse ergeben können und dabei groß genug sind, die Solvabilität oder die allgemeine Finanzlage unseres Unternehmens zu gefährden. Typischerweise entstehen Konzentrationsrisiken aus Adressrisiken, aus Marktpreisrisiken, aus versicherungstechnischen Risiken, aus Liquiditätsrisiken oder deren Kombination. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet, nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, wie zum Beispiel einem Emittenten, oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter Schwellenwerte unserer Organisationseinheit Konzernrisikomanagement angezeigt werden. Dort laufen auch Konzentrationsmeldungen der übrigen Einzelgesellschaften ein, sodass aggregierte Betrachtungen für den gesamten Konzern erfolgen können. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und Liniensystemen, klar definierte Zeichnungsrichtlinien im Rückversicherungsgeschäft sowie den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes begrenzen wir Konzentrationsrisiken. Ein Konzentrationsrisiko existiert gegenüber der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) aufgrund bestehender Rückversicherungsforderungen sowie gehaltener Aktieninvestments. Das Konzentrationsrisiko konnten wir durch den sukzessiven Abbau unserer Aktienposition bei der Swiss Re deutlich reduziert. Versicherungstechnische RisikenUnter versicherungstechnischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich - bei vorab kalkulierten Prämien -aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben. Die W&W AG betreibt selbst kein Erstversicherungsgeschäft. Im Rahmen unserer Tätigkeit als Rückversicherer übernehmen wir jedoch versicherungstechnische Risiken unserer Einzelgesellschaften, in erster Linie von der Württembergische Versicherung AG. Gegen die übernommenen Risiken sichern wir uns größtenteils bei externen Rückversicherungspartnern ab. Der auf eigenes Risiko übernommene Anteil ist durch die finanziellen Mittel der Gesellschaft gedeckt. Mit Ausnahme der Beteiligung an einigen deutschen Marktpools übernehmen wir seit mehreren Jahren auch keine Versicherungsrisiken von Dritten mehr. Die Beschränkung auf konzerninterne Geschäfte ermöglicht einen genauen und langjährigen Einblick in die Vertragsbestände unserer Erstversicherer, sodass wir die übernommenen Versicherungsrisiken gut einschätzen können. Die Prämien werden nach marktüblichen Verfahren und zu marktüblichen Preisen kalkuliert. Wir bewerten die versicherungstechnischen Risiken bar-wertig, d. h. unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme, auf Basis eines Value-at-Risk-Modells. Mögliche Verlustverteilungen werden mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Unsere stochastische Modellierung wird durch Schadenszenarien ergänzt. Bei diesen wird der Eintritt diverser großer Elementarereignisse wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung unterstellt. Für die Abschätzung von Risiken aus Katastrophen-, Elementar- oder Kumulereignissen bedienen wir uns zudem der Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter externer Rückversicherungsunternehmen und -makler. Die Ergebnisse fließen in unser stochastisches Modell ein. Unsere eher konservative Rückversicherungspolitik zielt auf stabile versicherungstechnische Ergebnisse bei der W&W AG ab. Dazu gehören eine vorsichtige Reservenbildung sowie ein hoher Retrozessionsschutz gegen große Einzelschäden oder Elementar- und Kumulschäden. In den regelmäßig überarbeiteten Zeichnungsrichtlinien ist klar festgelegt, welche Haftungen auf den Selbstbehalt der W&W AG eingegangen werden dürfen. Das Rückversicherungsprogramm passen wir jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit an die Geschäftsplanung an. Die langfristige Entwicklung der Nettoschadenquoten (Quotient der Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle zu den Nettoprämien) und der Nettoabwicklungsquoten (Quotient der Nettoabwicklungsergebnisse von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zu den Eingangsschadenrückstellungen) stellt sich für die W&W AG wie folgt dar: scroll
Operationelle RisikenUnter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen wir ebenfalls zu den operationellen Risiken. Seit Anfang 2009 wird das Risikoinventar der W&W AG in einer konzernweit einheitlichen Softwareanwendung erfasst. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenpotenzials eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine Risikomatrix. Auf Basis der hieraus gewonnenen Informationen über die Risikosituation in den Einzelunternehmen wird das Reporting operationeller Risiken an die Managementeinheiten ergänzt und damit die proaktive Steuerung und Überwachung gefördert. Aufbauend auf der Risikoinventur werden Szenarienanalysen zur Einschätzung der Gefährdungslage und der Sensibilität von operationellen Risiken erstellt. Darüber hinaus sind in der W&W AG eine Reihe von Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien und betrieblichen Regelungen vereinbart sowie Verfahren, Systeme und Kontrollen eingerichtet, die darauf ausgerichtet sind, einen ordnungsgemäßen, effizienten und störungsfreien Arbeitsablauf zu gewährleisten. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und eine angemessene Risikokultur zu etablieren, die potenzielle Schwächen und Lücken frühzeitig erkennen lässt und schnelle Abhilfe ermöglicht. Im vergangenen Jahr haben wir weiterhin konzernweit an der Optimierung unserer internen Kontrollsysteme gearbeitet. Das Business-Continuity-Management wird 2010 konsequent ausgebaut. Regelmäßige Qualitätskontrollen sowie die Information und laufende Qualifikation unserer Mitarbeiter wahren das erreichte Sicherheitsniveau und bilden die Basis für weitere Verbesserungen. IT-Entwicklung, IT-Betrieb und IT-Service sind bei der W&W Informatik GmbH gebündelt. Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch die IT-Risiken unserer Gesellschaft abbildet und die uns regelmäßig berichtet werden. Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme, die redundante Auslegung der internen und externen Telekommunikationsstruktur sowie weitere Schutzmaßnahmen minimieren das IT-Ausfallrisiko. Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Als zentrales Gremium zur Überwachung der Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien fungiert das Group Compliance Committee. Strategische RisikenUnter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus einer strategischen Fehlausrichtung des Konzerns oder einzelner Unternehmen bzw. einem Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele, also dem allgemeinen Geschäftsrisiko resultieren. Strategische Risiken beinhalten neben den Gefahren aus der Veränderung des rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfelds auch die Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, Ertrags- und Kostenrisiken sowie Reputationsrisiken. Die exogenen Markteinflüsse werden von uns intensiv beobachtet und analysiert. Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken sowie unsere Handlungsoptionen hierauf. Wir streben an, strategische Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung entwickeln und einleiten zu können. Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell durch Bereitstellung eines angemessenen Pauschalbetrags für diese Risiken. Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte, durch die erhöhte Anforderungen an die Transparenz, Dokumentation und Kommunikation sowie Kontrolle der betrieblichen Tätigkeit gestellt werden. Die W&W AG als übergeordnetes Unternehmen unseres Finanzkonglomerats ist hiervon insofern in besonderem Maße betroffen, da wir über geeignete organisatorische Maßnahmen die konzernweite Einhaltung der geforderten Standards sicherstellen müssen. Wir nehmen diese Herausforderung gerne an und verfügen über geeignete Strukturen zur erfolgreichen Umsetzung. LiquiditätsrisikenUnter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen, dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeit), um unsere Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Unser Risiko- und Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik basiert primär auf der jederzeitigen Sicherstellung der Liquidität. Zur Stärkung unserer Governance-Strukturen wurde im Berichtsjahr ein Konzern-Liquiditäts-Komitee etabliert. Darüber hinaus wird die Liquiditätslage standardmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Zur Überwachung unserer Liquiditätsziele stellen wir die in der Zukunft zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenüber. Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen werden Anlage- oder Finanzierungsentscheidungen abgeleitet. Mit Sensitivitätsanalysen untersuchen wir die Auswirkungen und Deckungsmöglichkeiten besonderer Verhaltensweisen von Kapitalmärkten und Kunden. Notfallpläne und Liquiditätspuffer stellen die Bewältigung auch solcher außergewöhnlichen Situationen sicher. Durch die eingerichteten Systeme sind wir in der Lage, eventuelle Zahlungsstromschwankungen frühzeitig zu erkennen und ihnen mit geeigneten Maßnahmen zu begegnen. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management gemeldet. Sofern wir bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen können, stehen gemäß Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Als übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen profitieren wir insbesondere in angespannten Märkten von der Diversifikation unserer Refinanzierungsquellen. Die mögliche Bündelung unserer Konzernliquidität erweist sich hierbei als Wettbewerbsvorteil. Auf Ebene der W&W AG ist analog der Betrachtung auf Gruppenebene derzeit keine Gefährdung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar. Der zunehmenden Bedeutung des Liquiditätsmanagements entsprechend werden wir das Konzernliquiditätsmanagement sukzessive weiterentwickeln. Weiterentwicklungen im RisikomanagementIm Jahr 2009 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften weiter auszubauen. Neben der Einstellung von weiteren hoch qualifizierten Mitarbeitern haben wir in technische Systeme, wie z. B. verbesserte Simulationsmodelle, Projekte zur Prozessoptimierung und nicht zuletzt in die weitere Integration unserer Datenbasis investiert. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Weiterentwicklung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells. Dieses wurde durch ein konzerneinheitliches Limitsystem ergänzt, das zur systematischen Überwachung von Risikobereichen je Geschäftsfeld und Einzelunternehmen beiträgt. Ergänzt wird dieses durch ein System von Frühwarnindikatoren, das in unser Risikoberichtswesen integriert ist. Durch die konzernweite Anwendung des modularen Risikoberichtswesens wurde die Aussagekraft der Risikoberichterstattung weiter verbessert. Der Einsatz eines neu entwickelten Kreditrisikomodells erleichtert und optimiert die einheitliche Messung und Steuerung von Kreditrisiken im Eigen- und Kundenkreditgeschäft. Darüber hinaus nutzen wir das Kreditportfoliomodell zur laufenden Überprüfung der Portfoliostruktur hinsichtlich Bonität und Diversifikation. Das Liquiditätsmanagement der W&W-Gruppe wurde weiter vereinheitlicht und konzernweit integriert. Ein adäquates Reporting- und Frühwarnsystem wurde installiert, um gruppenweite Synergien auszuschöpfen. Maßnahmen zur weiteren Optimierung sind durch die verantwortlichen Konzerneinheiten bereits aufgesetzt. Zur Umsetzung der Neufassung und Erweiterung der Mindestanforderungen für das Risikomanagement von Banken wurden sowohl in den Kreditinstituten als auch in den übergreifenden Konzernfunktionen entsprechende Projekte durchgeführt. Für die Aufnahme neuer Produkte und neuer Märkte wurde ein konzernweit harmonisierter Neue-Produkte-Prozess verabschiedet, um möglichst hohe einheitliche Qualitätsstandards bei der Risikoanalyse von Produkteinführungen und der Erschließung neuer Märkte zu gewährleisten. Auf Solvency II bereiten wir uns mit dem Start eines entsprechenden Querschnittsprojekts vor. Mit einer konzernweiten organisatorischen Integration des Wertpapier-Risikomanagements in einem zentralen Wertpapier Middle- und Backoffice streben wir im Jahr 2010 neben einer zentralen Koordination des Wertpapiermanagements weitere Verbesserungen im Berichtswesen sowie in der Modell- und Datenqualität an. Zusammenfassung und AusblickDie W&W AG verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das es ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten und zu steuern. Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten. Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Risikolage der W&W AG Rechnung. Die Ordnungsmäßigkeit, Funktionsfähigkeit und Angemessenheit unseres Risikomanagement- und Risikocontrollingsystems werden regelmäßig durch die interne Revision geprüft. Im Jahr 2009 war für die W&W AG stets eine ausreichende Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Modell verfügten wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken auch im Falle ihres gleichzeitigen Eintritts mit hoher Sicherheit bedecken zu können. Auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Solvabilität wurden jederzeit erfüllt. Zum 31. Dezember 2009 ergaben sich folgende Werte: Aufsichtsrechtliche Solvabilitätscroll
In den letzten Jahren sind die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement von Unternehmen beständig gestiegen. Die internationalen Finanzmärkte stehen vor einer Neuordnung. Als Konsequenz der globalen Finanzkrise haben Regierungen und Aufsichtsbehörden bereits eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen initiiert. Weitere Regulierungsansätze werden gegenwärtig auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene diskutiert. Den Entwicklungen tragen Aufsichtsbehörden und externe Partner wie etwa Rating-Agenturen durch neue und erweiterte gesetzliche Vorgaben bzw. gesteigerte Anforderungen Rechnung. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für die nächsten Jahre eine anhaltende Zunahme nationaler und internationaler Anforderungen zum Ausbau des Risikomanagements sowie der Überwachungs- und Controllinginstrumente. Diese Maßnahmen erfordern nochmals verstärkte Anstrengungen im Risikomanagement. Die Veränderungen im internen und externen Umfeld verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig und flexibel reagieren zu können. Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement wollen wir im Geschäftsjahr 2010 kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten entlang unseres Risikomanagement-Prozesses definiert. Neben der permanenten Weiterentwicklung und Verfeinerung der vorhandenen Verfahren, Systeme und Methoden arbeiten wir weiter an der Verbreitung konzernweiter Standards. Ferner werden wir unverändert die weitere Optimierung der Risikomessung und den Ausbau der internen Risikotragfähigkeitsmodelle vorantreiben. In einem anhaltend schwierigen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld sehen wir für die W&W AG als wesentliches Einzelrisiko das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko. Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems gemäß § 289 Abs. 5 HGBAufgaben und Organisation des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und RisikomanagementsystemsDas interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands gerichtet sind:
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Der Vorstand hat insbesondere die über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis der Württembergische Versicherung AG unterstellte Abteilung Rechnungswesen mit der Durchführung sowie die Abteilung Konzernrevision mit der Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems betraut. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis insbesondere von der Abteilung Rechnungswesen der Württembergische Versicherung AG erstellt. Die Abteilung Konzernrisikomanagement ist für das Risikomanagementsystem sowie für den Risikobericht zuständig (vgl. hierzu den Risikobericht ab Seite 236). Als Teil des internen Kontrollsystems prüft die Revision entsprechend den Regelungen der MaRisk risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat die Revision ein vollständiges und uneingeschränktes Informations- und Eingriffsrecht über die Aktivitäten, Prozesse sowie die IT-Systeme. Neben dem Vorstand als Gremium mit Bezug auf den Rechnungslegungsprozess ist auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss mit eigenständigen Prüfungstätigkeiten betraut. Der Aufsichtsrat besitzt unmittelbar gegenüber der Revision unter Einbeziehung des Vorstands ein Auskunftsrecht (vgl. hierzu auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB im Lagebericht auf Seite 251). Der Abschlussprüfer ist in die prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten unserer Gesellschaft einbezogen. Die Aufgaben des Abschlussprüfers umfassen im Rahmen und für die Zwecke der Prüfung des Jahresabschlusses auch eine Einschätzung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems. Der zu erstellende Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wird dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen kontroll- und RisikomanagementsystemsIm Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Regelungskonformität des Jahresabschlusses und des Lageberichts beeinflussen können. Die wesentlichen Merkmale sind:
Wesentliche RechnungslegungsprozesseDie Erfassung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten erfolgt mit unterschiedlichen Systemen, welche über automatisierte Schnittstellen auf Konten des Buchhaltungssystems SAP gebucht werden. Wesentliche Vorsysteme sind das Wertpapierverwaltungssystem SimCorpDimension, die Bestandsführungssysteme für die Versicherungsverträge, die Provisionsabrechnungssysteme sowie die Kundenkontokorrente. In allen Systemen werden die gültigen Bilanzierungsvorschriften beachtet. Die Verwaltung und Verantwortung der Kapitalanlagen sowie die Abstimmung mit dem Hauptbuch werden von der im W&W-Konzern befindlichen Gesellschaft W&W Asset Management GmbH im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung übernommen. Die von den jeweiligen Vorsystemen bereitgestellten Daten werden anschließend von der Abteilung Rechnungswesen kontrolliert und plausibilisiert. Darüber hinaus werden diese Daten ebenso wie die direkt im Hauptbuch getätigten Buchungen durch den Abschlussprüfer prozessunabhängig geprüft. PrognoseberichtErwartete wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliches UmfeldDie Konjunkturaussichten der Wirtschaftsforschungsinstitute für 2010 sind verhalten optimistisch. Im ersten Halbjahr werden für die deutsche Wirtschaft höhere Wachstumsraten erwartet, die auch von den schwachen Vorjahreszahlen profitieren. Positive Impulse kommen zunächst aus dem weiter anziehenden Exportgeschäft - besonders im Handel mit den asiatischen Schwellenländern. Für eine weitere Belebung sorgen auch die Lagerbestände. Sie wurden von den Unternehmen während der Rezession deutlich reduziert und werden nun wieder aufgefüllt. Zudem wirken die von der Politik beschlossenen Konjunkturprogramme im Bereich der öffentlichen Investitionen. Bereits in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Konjunkturdynamik nachlassen. Insgesamt wird für 2010 mit einer Zuwachsrate von 1,25 % gerechnet. Am Arbeitsmarkt, der erst mit einer zeitlichen Verzögerung auf die Konjunkturentwicklung reagiert, muss von spürbar ansteigenden Arbeitslosenzahlen ausgegangen werden. In der Folge werden die real verfügbaren Einkommen der Privathaushalte eher stagnieren. Für 2011 wird eine anhaltende Erholung der Weltwirtschaft erwartet, von der Deutschland über steigende Exporte profitieren sollte. Das Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich um 25 bis 50 Basispunkte über den Prognosen für 2010 liegen. KapitalmärkteAngesichts des stabilisierten Bankensystems, der positiveren Stimmung an den Kapitalmärkten sowie der verbesserten Konjunktur sind wir der Ansicht, dass die EZB die Liquiditätsversorgung des Finanzsystems im Jahresverlauf 2010 nach und nach reduzieren wird. Erste moderate Leitzinserhöhungen könnten zum Jahresende folgen. Dies wird insgesamt zu begrenzt ansteigenden Renditen an den Anleihemärkten führen. Obwohl sich das konjunkturelle Umfeld im Laufe des Jahres 2010 voraussichtlich weiter stabilisieren wird und die Unternehmensgewinne Zuwächse erreichen dürften, ist das Kurspotenzial der europäischen Aktienmärkte begrenzt. Ihr Kursniveau am 31. Dezember 2009 spiegelt bereits die verbesserten Rahmendaten wider. Die vermutlich restriktivere Politik der Notenbanken wird die Aktienmärkte im Jahr 2010 tendenziell belasten. Auch die infolge der Wirtschafts- und Finanzkrise verhaltenen mittelfristigen Wachstumsaussichten und die ausgeprägte Zurückhaltung der Kapitalanleger schränken die Aussicht auf deutlich steigende Aktienkurse ein. Im Jahr 2011 besteht zunächst noch die Aussicht auf weiter ansteigende Zinsen. Ein unterdurchschnittliches Wachstum in den Industrienationen, eine gemäßigte Inflationsentwicklung und eine nur vorsichtige, schrittweise Straffung der Geldpolitik seitens der Zentralbanken könnten den Zinsanstieg jedoch einschränken. Bei einer voraussichtlich volatilen Entwicklung der Aktienmärkte im Jahr 2011 wird das Potenzial für anhaltende Kurszuwächse insgesamt als gering eingeschätzt. Finanz- und Ertragslage der W&W AGDie Ertragslage der W&W AG als Management Holding der W&W-Gruppe wird wesentlich durch die Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen bestimmt. Da die einzelnen Geschäftsfelder neben den allgemeinen auch spezifische Rahmenbedingungen aufweisen, erfolgt bei der Prognose eine entsprechende Unterscheidung nach diesen Geschäftsfeldern. Zudem haben das konzerninterne sowie das sich in Abwicklung befindliche konzernexterne Rückversicherungsgeschäft Einfluss auf die Ertragslage. Unter der Prämisse eines gewöhnlichen Schadenverlaufs für 2010 und 2011 erwarten wir ein weiterhin positives versicherungstechnisches Ergebnis, zu dem auch das in Abwicklung befindliche konzernfremde Rückversicherungsgeschäft beiträgt. Geschäftsfeldübergreifend werden wir in den kommenden drei Jahren den nächsten Strategieschritt "W&W 2012" angehen. Dieser baut auf dem erfolgreich abgeschlossenen Programm "W&W 2009" auf. Mit "W&W 2012" wollen wir uns dort absichern, wo wir Erfolge aufweisen, uns verbessern, wo wir noch Rückstände haben, und dort ausbauen, wo wir uns weiter steigern müssen. Für das Jahr 2010 rechnen wir bei der W&W AG mit einem Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen für "W&W 2012" belasten 2010 und auch 2011 die Ergebnisse der Tochterunternehmen. Dies wirkt sich in der W&W AG zum Teil zeitversetzt aus, da Dividenden erst im Folgejahr vereinnahmt werden. Für die W&W AG erwarten wir für die beiden Folgejahre vor diesem Hintergrund ein Ergebnis auf Höhe des Vorjahres. Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, dass wir unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen können. Dies ist durch unsere Liquiditätsplanung für die nächsten zwei Jahre sichergestellt. Die Liquiditätslage wird ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", auf Seite 243 beschrieben. Risiken für die beschriebenen Erwartungen ergeben sich insbesondere aus der Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Kapitalmärkte (Zinsniveau, Aktienkurse) und aus dem Schadenverlauf. Entwicklung der GeschäftsfelderBausparBankDie Rahmenbedingungen für das Geschäftsfeld BausparBank sind von verschiedenen Entwicklungen geprägt. Wachstumschancen ergeben sich unverändert in dem attraktiven Markt der privaten Altersvorsorge durch die Einbeziehung des Bausparens und der Baufinanzierung in die Riester-Förderung. Weiteres Potenzial bietet sich im wachsenden Renovierungs- und Modernisierungsmarkt sowie aus dem Bürgerentlastungsgesetz. Zudem erwarten wir weiterhin eine verstärkte Nachfrage nach soliden und sicheren Anlageprodukten. Das Marktumfeld für private Immobilienfinanzierungen wird aufgrund der Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven der Verbraucher sowie aufgrund des Wettbewerbsdrucks schwierig bleiben. In diesem Umfeld wollen wir 2010 im Bausparneugeschäft mit unseren attraktiven Produkten weiter wachsen und wie bereits 2009 unseren Marktanteil ausbauen. Hierzu beitragen sollen der Ausbau des Cross-Sellings, unser Riester-Bausparen sowie die neuen Vertriebskooperationen mit der HypoVereinsbank und der ERGO-Versicherungsgruppe. In der Immobilienfinanzierung wollen wir das Neugeschäftsvolumen gegenüber 2009 leicht erhöhen. Das 2009 erzielte Wachstum bei den Kundeneinlagen mit unserem Produktbündel aus kostenfreiem Girokonto und attraktiven Tages- bzw. Termingeldkonten wollen wir 2010 ausbauen. Im Zinsüberschuss wirken sich die wachsenden Einlagenbestände und die damit verbundene verbesserte Refinanzierungsstruktur der Bank positiv aus. Der sukzessiven Umschichtung des Bauspargeschäfts auf Tarife mit niedriger Basisverzinsung stehen Bonusaufwendungen früherer Tarifgenerationen gegenüber. Bei der Kreditrisikovorsorge erwarten wir trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds keine größeren Veränderungen. Die deutlich verbesserten Prozesse und Systeme zur Risikobewertung und -steuerung tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu identifizieren und einzugrenzen. Der Verwaltungsaufwand wird durch die Zukunftsinvestitionen des Programms "W&W 2012" sowie die Integration der Bestände der Vereinsbank Victoria Bauspar AG ansteigen. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsfeld BausparBank 2010 ein Ergebnis unter Vorjahresniveau. VersicherungAufgrund der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Eigenverantwortung für die private Altersvorsorge bleibt der Bedarf an Altersvorsorgeprodukten weiterhin hoch. Die sicheren und langfristig stabilen Produkte der Lebensversicherungen werden daher auch in den nächsten Jahren im Fokus der Verbraucher stehen. In der Schaden-/Unfallversicherung wird eine sinkende Bestandsfestigkeit und eine weiter steigende Preissensibilität bei bereits hoher Wettbewerbsintensität erwartet, sodass der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für den Markt von um 0,5 % sinkenden Beitragseinnahmen ausgeht. In diesem Umfeld erwarten wir für 2010 einen Anstieg des Neugeschäfts bei unseren Lebensversicherungen. Dazu beitragen werden die Stärkung unserer Vertriebsstrukturen mittels verbesserter Vertriebsunterstützung, die Intensivierung des Cross-Sellings innerhalb des Konzerns sowie die Fortsetzung unserer erfolgreichen Produktpolitik. In der Schaden-/Unfallversicherung haben wir uns trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds für 2010 zum Ziel gesetzt, im Neugeschäft das Wachstum von 2009 fortzuführen. Neben den bereits für die Lebensversicherung genannten Maßnahmen wollen wir hierzu den strategischen Vertriebsweg Makler weiter voranbringen. Durch die erforderlichen Investitionen für den Strategie-Schritt "W&W 2012" wird der Verwaltungsaufwand temporär ansteigen. Unsere Kapitalanlagepolitik ist nicht zuletzt wegen der weiterhin unsicheren Situation an den Finanzmärkten von konsequenter Risikoorientierung geprägt. Durch ein effizientes, zeitnah reagierendes Risikomanagement sehen wir die Chance, ein stabiles und marktgerechtes Finanzergebnis zu erzielen. Für die Schadenentwicklung haben wir einen normalen Verlauf unterstellt. Das Ergebnis des Geschäftsfelds Versicherung wird 2010 durch die Zukunftsinvestitionen für das Programm "W&W 2012" nicht die Höhe des Vorjahres erreichen. Sonstige GeschäftsaktivitätenFür die W&W Asset Management GmbH ist 2010 wie für die gesamte Investmentbranche aufgrund des erwarteten moderaten Wirtschaftswachstums, der wieder besseren Stimmung an den Kapitalmärkten, der weiterhin niedrigen Zinsen für Spareinlagen und der steuerlichen Entlastungen ("Bürgerentlastungsgesetz") von einer positiven Neugeschäftsentwicklung auszugehen. Der erwartete Anstieg des Fondsvolumens wird sich positiv auf den Provisionsüberschuss auswirken. In Tschechien besteht weiterhin ein hoher Bedarf an individueller Altersvorsorge sowie eine verstärkte Nachfrage nach sicheren und kalkulierbaren Finanzprodukten aufgrund der Finanzkrise. Andererseits sinken aufgrund der Krise die finanziellen Spielräume der Verbraucher bei gleichzeitig unsicheren Zukunftsperspektiven. In diesem Marktumfeld wollen wir in der Lebensversicherung im Neugeschäft wachsen und rechnen im Bausparen nach dem deutlichen Neugeschäftsanstieg 2009 für 2010 mit einem Neugeschäft auf Vorjahreshöhe. Für die Hypothekenbank streben wir an, das Neugeschäft konstant zu halten. Wir erwarten 2010 eine positive Ergebnisentwicklung für unsere tschechischen Gesellschaften. GesamtaussageIn den kommenden drei Jahren werden wir den nächsten Strategieschritt "W&W 2012" angehen. Dieser baut auf dem erfolgreich abgeschlossenen Programm "W&W 2009" auf. Mit "W&W 2012" wollen wir uns dort absichern, wo wir Erfolge aufweisen, uns verbessern, wo wir noch Rückstände haben, und dort ausbauen, wo wir uns weiter steigern müssen. Mit unserem attraktiven und umfassenden Produktportfolio, welches ganzheitlich an den Bedürfnissen unserer Kunden ausgerichtet ist, ergeben sich 2010 Wachstumschancen, die wir nutzen wollen. Für das Jahr 2010 rechnen wir bei der W&W AG mit einem Jahresüberschuss auf dem Niveau des Vorjahres. Auch für die beiden Folgejahre prognostizieren wir konstante Jahresergebnisse. Ziel ist es, dass wir bis 2012 als Wüstenrot und Württembergische mit unserem Leistungsversprechen als "DER Vorsorge-Spezialist" in Deutschland und Tschechien bekannt und erlebbar sind. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDer vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen. Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis der zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu aktualisieren, besteht nicht. Erklärung zur Unternehmensführung/Corporate GovernanceCorporate Governance steht in der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) und im gesamten W&W-Konzern für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle der Unternehmen. Das uns von den Anlegern, den Finanzmärkten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit entgegengebrachte Vertrauen wollen wir bestätigen und kontinuierlich stärken. Dabei sind gute Beziehungen zu den Aktionären, eine transparente und zeitnahe Berichterstattung sowie die effektive Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat wesentliche Faktoren. Arbeitsweise und Zusammensetzung der GremienDer Vorstand leitet die W&W AG in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Seine wesentlichen Aufgaben liegen in der strategischen Ausrichtung und Steuerung des W&W-Konzerns einschließlich der Einhaltung und Überwachung eines effizienten Risikomanagementsystems. Er sorgt für ein angemessenes und wirksames internes Revisions- und Kontrollsystem. Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Vorstands ist in der Geschäftsordnung geregelt. Bereits im Zuge des Erneuerungsprogramms "W&W 2009" wurde eine Board Struktur eingeführt. Die zentralen Führungsgremien der W&W-Gruppe sind: Management Board, Division Boards und Group Boards. Der Vorstand der W&W AG bildet zusammen mit dem Leiter des Geschäftsfelds BausparBank und dem Leiter des Geschäftsfelds Versicherung das Management Board. Es ist das zentrale Koordinationsgremium der W&W-Gruppe. Das Management Board befasst sich unter anderem mit der Konzernsteuerung sowie der Festlegung und Fortentwicklung der Geschäftsstrategie für den Konzern. Darüber hinaus dient es dem fachlichen Austausch zwischen dem Vorstand und den Leitern der Geschäftsfelder bei der Integration der Geschäftsfelder in die Konzernstrategie. Die Division Boards koordinieren geschäftsfeldspezifische Fragestellungen, während die Group Boards geschäftsfeldübergreifende Initiativen in den Bereichen Vertrieb, Operations und Risiko abstimmen. Zur weiteren Optimierung der Führungs- und Entscheidungsprozesse wurden im Sommer 2009 die Vorstandsgremien im Konzern stärker verzahnt. In dem Zusammenhang werden die Schlüsselfunktionen Personal und Operations in allen großen Gesellschaften der W&W-Gruppe soweit aufsichtsrechtlich zulässig auf Leitungsebene von einer Person wahrgenommen. Klaus Peter Frohmüller, Chief Operating Officer und Vorstandsmitglied der W&W AG, wurde zusätzlich Vorstandsmitglied der Württembergischen Versicherungen sowie Generalbevollmächtigter der Wüstenrot Bausparkasse AG und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Parallel wurde die Zuständigkeit für Personal bei Dr. Michael Gutjahr gebündelt. Wie bisher schon im Vorstand der Württembergischen Versicherungen hat Dr. Gutjahr das Ressort Personal auch bei der W&W AG, der Wüstenrot Bausparkasse AG und als Generalbevollmächtigter bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank übernommen. Dieses optimierte Führungsprofil ist ein entscheidender Eckpfeiler des nächsten Strategieschritts, die W&W-Gruppe noch stärker als "DER Vorsorge-Spezialist" zu positionieren. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegt die Federführung für den Vorstand in der Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Er hält mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig Kontakt und berät mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der Gesellschaft. Er informiert den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung der W&W-Gruppe mit dem Aufsichtsrat ab. Darüber hinaus berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Planung, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens. Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Aufsichtsrats ist ebenfalls in einer Geschäftsordnung geregelt. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 eine Effizienzprüfung anhand eines intern erstellten Fragebogens durchgeführt. Im Mittelpunkt standen dabei die Themenkomplexe Information des Aufsichtsrats, Aufsichtsratssitzungen, Ausschüsse, Struktur des Aufsichtsrats und Interessenkonflikte/Sonstiges. Die Auswertung wurde in der Frühjahrssitzung des Aufsichtsrats vorgestellt. Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft entstehen können, werden dem Aufsichtsrat gegenüber zu Händen des Aufsichtsratsvorsitzenden offengelegt und in den Bericht des Aufsichtsrats aufgenommen. Der Aufsichtsrat hat gemäß Ziffer 5.4.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex festgestellt, dass ihm eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Der Aufsichtsrat der W&W AG hat die folgenden vier ständigen Ausschüsse eingerichtet: PrüfungsausschussDie Sitzungen des Prüfungsausschusses finden halbjährlich zur Vorbereitung der Bilanz- und Planungssitzungen des Aufsichtsrats statt. Halbjahresfinanzberichte werden mit dem Vorstand in Telefonkonferenzen erörtert. Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck hat er die Aufgabe, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung vorab zu prüfen. Er erörtert zudem wesentliche Änderungen von Prüfungs- und Bilanzierungsmethoden. Die Prüfung der Honorarvereinbarung und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers fällt ebenso in den Aufgabenbereich des Ausschusses wie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte. Darüber hinaus erfüllt der Prüfungsausschuss alle Aufgaben, die ihm aufgrund von gesetzlichen Neuregelungen im Geschäftsjahr 2009 auferlegt wurden. Weiterhin befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Risikostrategie auch im Hinblick auf die Konsistenz mit der Geschäftsstrategie sowie mit dem Risikomanagement. Er lässt sich über die Arbeit der internen Revision und des Compliance-Beauftragten berichten. Zudem befasst sich der Ausschuss mit allen ihm gesetzlich zugewiesenen Aufgaben. Darüber hinaus tritt der Ausschuss bei Bedarf zusammen. Im Geschäftsjahr 2009 fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und eine Telefonkonferenz statt. Der Prüfungsausschuss besteht aus acht Mitgliedern, von denen jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter sind. Mitglieder Ulrich Ruetz (Vorsitzender) Peter Braun Wolfgang Dahlen Dr. Rainer Hägele Dr. Reiner Hagemann (unabhängiger Finanzexperte) Kirsten Hermann Hans Dietmar Sauer Christian Zahn PersonalausschussDer Personalausschuss hält mindestens eine Sitzung pro Kalenderjahr ab und tritt darüber hinaus nach Bedarf zusammen. Zentrale Aufgabe des Personalausschusses ist die Vorbereitung der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden des Vorstands. Er beschließt über den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungs- und Pensionsverträge der Vorstandsmitglieder. Dies gilt nicht für die Festsetzung der Vergütung und Entscheidungen nach § 87 Abs. 2 Satz 1 und 2 AktG (VorstAG); über diese beschließt der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss. Der Personalausschuss besteht aus jeweils zwei Mitgliedern der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Vorsitzender des Ausschusses. Mitglieder Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender) Rolf Henrich Joachim E. Schielke Frank Weber VerwaltungsausschussDen Verwaltungsausschuss bilden jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter. Der Ausschuss tritt bei Bedarf zusammen, beispielsweise zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Mitglieder Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender) Christian Brand Ulrich Ruetz Dr. Rainer Hägele Rolf Henrich Walter Specht Frank Weber Matthias Schell VermittlungsausschussDarüber hinaus verfügt der Aufsichtsrat über den nach dem Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) zu bildenden Vermittlungsausschuss. Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Personalvorschläge, wenn die für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden ist. Dem Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter kraft Amtes sowie jeweils ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer gewähltes weiteres Mitglied an. Mitglieder Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender) Rolf Henrich Dr. Wolfgang Knapp Walter Specht EntsprechenserklärungMit dem erstmals 2002 von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz formulierten Kodex-zuletzt geändert am 18. Juni 2009-sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung für nationale und internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Der Kodex enthält Empfehlungen und Anregungen für den Umgang mit den Aktionären, für das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, für hohe Transparenz und für eine informative Rechnungslegung. Im Fokus der diesjährigen Aktualisierung standen die auch durch die Finanzkrise bedingten aktuellen Herausforderungen für eine gute Corporate Governance und aktuelle Gesetzesvorhaben wie das am 5. August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Die Umsetzung des Corporate Governance Kodex bei der W&W AG wurde auch in diesem Jahr von Vorstand und Aufsichtsrat überprüft und angepasst. Am 14. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat der W&W AG die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben und darin die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 18. Juni 2009 als verbindlich anerkannt. Dabei haben Vorstand und Aufsichtsrat der W&W AG Folgendes erklärt: Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 5. August 2009 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 wurde und wird mit nachstehenden Ausnahmen entsprochen:
Für den Zeitraum seit Abgabe der vorhergehenden Entsprechenserklärung im September 2008 bis zum 4. August 2009 hat die W&W AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 mit den vorgenannten Einschränkungen und den nachfolgenden Einschränkungen entsprochen:
Die Empfehlung, dass das Aufsichtsratsplenum über das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente entscheiden soll, ist im Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 nicht mehr enthalten, weil dies nunmehr gemäß § 107 Abs. 3 Satz 3 des Aktiengesetzes in der Fassung des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 zwingend vorgeschrieben ist. Ziffer 3.8 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 enthielt die Empfehlung, dass auch für den Fall, dass die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung abschließt, ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll. Hiervon ist die W&W AG abgewichen, denn ein erheblicher Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichheitssatzes jeweils nur einheitlich sein kann, hätte Vorstandsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen sehr unterschiedlich getroffen. Die Vereinbarung eines angemessenen Selbstbehalts für Vorstandsmitglieder ist im Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 nicht mehr als Empfehlung enthalten, weil ein Selbstbehalt für Vorstandsmitglieder von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds schon gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 des Aktiengesetzes in der Fassung des am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung vom 31. Juli 2009 zwingend vorgeschrieben ist. Die D&O-Versicherung wird für die Vorstände an diese gesetzlichen Vorgaben innerhalb der hierfür vorgesehenen Übergangsfristen angepasst. Bis zu dieser Anpassung enthält die D&O-Versicherung für die Vorstände keinen Selbstbehalt. Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde den Aktionären und der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft unter www.ww-ag.com/corporate-governance unverzüglich und dauerhaft zugänglich gemacht. Zugleich sind die Entsprechenserklärungen aus den Jahren 2003 bis 2008 ebenfalls im Netz abrufbar. Über wesentliche Termine werden unsere Aktionäre regelmäßig mit einem Finanzkalender unterrichtet, der in diesem Geschäftsbericht sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht ist. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, die Geschäftsberichte und Zwischenberichte sowie Presseinformationen und Ad-hoc-Mitteilungen sind ebenfalls auf der Website verfügbar. Unsere Kommunikation hat den Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Interessentengruppen zeitnah über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Angaben zu UnternehmensführungspraktikenComplianceDie W&W AG wirkt auf die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch eine konzernweite Compliance-Organisation hin. Zur Steigerung der Effizienz der Compliance wurde ein "Group Compliance Committee" eingerichtet, das sich aus dem Leiter Konzernrecht, dem Leiter Konzern-Risikomanagement, dem Konzern-Compliance-Beauftragten sowie dem Konzern-Beauftragten für Geldwäsche und Wertpapiercompliance und dem Leiter der Konzernrevision zusammensetzt. Das Gremium tagt regelmäßig, mindestens einmal im Monat, und tritt bei Bedarf auch ad hoc zusammen. Dies gewährleistet die enge Zusammenarbeit und den laufenden Informationsaustausch zwischen den relevanten Compliance-Bereichen im Konzern. Im Jahr 2009 wurde ein interner Verhaltenskodex für die W&W-Gruppe erarbeitet. Der Verhaltenskodex ist im Dezember 2009 konzernweit in Kraft getreten und gilt für alle Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch ein gleichzeitig veröffentlichtes Handbuch, das unter anderem konkrete Beispiele für Konfliktsituationen und ihre Lösungen bietet. Zudem wurde die Einrichtung eines (Konzern-)Ombudsmannes für die Mitarbeiter der W&W-Gruppe zur Unterstützung von Hinweismöglichkeiten bei gewichtigen und strafrechtlich bedeutsamen Vorgängen eingeführt. Führungskräfte und Mitarbeiter werden anhand von ausführlichen Dokumentationen über Regelungen im Insiderrecht und im Kartellrecht unterrichtet. Anhand von Beispielen und Selbstkontrollmöglichkeiten werden die Rechtsgebiete verständlich für die praktische Umsetzung vermittelt. TochterunternehmenDas börsennotierte Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG, die Württembergische Lebensversicherung AG, hat am 7. Dezember 2009 ebenfalls eine Entsprechenserklärung abgegeben. Auch unsere nicht börsennotierten inländischen Tochterunternehmen beachten grundsätzlich die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex. VergütungsberichtDas Vergütungssystem des Vorstands der W&W AG besteht aus einem Festgehalt, einer festen Zulage und einer erfolgsabhängigen Tantieme. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen nicht. Für die Altersversorgung bestehen unterschiedliche Regelungen, die im Anhang näher erläutert sind. Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme. Detaillierte Angaben enthält der Vergütungsbericht im Anhang. Jahresabschluss W&W AGBilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangErläuterungen zum JahresabschlussDie Wüstenrot & Württembergische AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach den gesetzlichen Vorgaben des Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsrecht - VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV). Bewertungsmethoden AktivaImmaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um die auch steuerlich zulässigen Abschreibungen. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die zulässigen linearen bzw. degressiven planmäßigen Abschreibungen, oder mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen haben wir zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um Abschreibungen gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit §253 Abs. 2 Satz 3 HGB. Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere Wertpapiere sind nach dem Niederstwertprinzip bewertet, und zwar in der Weise, dass pro Gattung Durchschnittskurse gebildet wurden. Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und -darlehen sowie übrige Ausleihungen sind mit den Nennwerten bewertet. Agio- und Disagiobeträge werden durch aktive und passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeiten verteilt. Einlagen bei Kreditinstituten sowie die Depotforderungen und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit den Nennbeträgen angesetzt. Die anderen Kapitalanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Zins- und Mietforderungen sowie die sonstigen Forderungen sind mit Nennbeträgen bewertet. Für die Zeitwerte der übrigen zu Anschaffungskosten bilanzierten Kapitalanlagen wurde der Börsenkurswert angesetzt. Bei verbundenen Unternehmen und Beteiligungen legen wir den Ertragswert oder den Börsenkurswert zugrunde. Die Zeitwerte der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten wurden mittels des Ertragswerts berechnet. Sachanlagen und die sonstigen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die steuerlich zulässigen Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis 150 € wurden im Jahr ihrer Anschaffung in voller Höhe im Aufwand erfasst. Für mittelwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150 € und 1 000 € wurde ein Sammelposten gebildet, der linear über fünf Jahre abgeschrieben wird. Bewertungsmethoden PassivaDie Beitragsüberträge des übernommenen Geschäfts wurden nach den Angaben der Vorversicherer und unter Beachtung der aufsichtsbehördlichen Vorschriften angesetzt. Die Deckungsrückstellung für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr und für das Lebensgeschäft wurde gemäß Angabe der Vorversicherer eingestellt. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das übernommene Geschäft wurden nach den Angaben der Vorversicherer berechnet, gegebenenfalls ergänzt um eigene Erkenntnisse. Die in dem Posten D. IV enthaltene Schwankungsrückstellung wurde nach der Anlage zu § 29 RechVersV gebildet. Die Rückstellung für Atomanlagen und die Großrisikenrückstellung für die Produkt-Haftpflichtversicherung von Pharma-Risiken wurden nach § 30 RechVersV gebildet. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den Angaben der Vorversicherer gebildet, gegebenenfalls ergänzt um eigene Erkenntnisse. Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurde den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt. Die Dotierung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte zum versicherungsmathematischen Teilwert auf Basis der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,0 (Vj. 5,0) %. Für am Abschlussstichtag bestehende rechtliche Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wird unter Berücksichtigung der Arbeitgeberaufwendungen zur Sozialversicherung eine Rückstellung in Höhe des Barwerts der künftigen Aufstockungsleistungen und des Erfüllungsrückstands aus vorgeleisteter Arbeit des Arbeitnehmers passiviert. Der Rechnungszinssatz beträgt 4,5 %. Biometrische Faktoren werden bei der Bemessung der Rückstellung über einen pauschalen Abschlag in Höhe von 2 % abgebildet. Erstattungsansprüche gegenüber der Agentur für Arbeit werden im Falle der Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes mit dem Barwert der Verpflichtung saldiert. Der Betrag der sonstigen Rückstellungen richtet sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Bedarf. Die Depotverbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der zum Nominalwert bewerteten Anleihen, mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt. Grundlagen der WährungsumrechnungDie Forderungen und Verbindlichkeiten des Vorjahrs und die Bilanzposten per Bilanzstichtag wurden zum EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die aus dem Vorjahr übernommenen Beitragsüberträge und Schadenreserven wurden zum Bilanzstichtag mit dem EZB-Referenzkurs neu bewertet. Die bei den Kapitalanlagen geführten Posten in fremder Währung werden grundsätzlich nach den Regeln der Einzelbewertung entsprechend dem Niederstwertprinzip in Euro bewertet. Daneben befolgen wir bei unseren größten Fremdwährungspositionen das Prinzip der kongruenten Bedeckung je Währung. Soweit danach Kapitalanlagen in fremder Währung zur Abdeckung bestimmter versicherungstechnischer Verpflichtungen in fremder Währung gehalten werden, sind sie zum Kurs am Bilanzstichtag angesetzt. Die Umsätze der aktiven Rückversicherung buchen wir während des Jahres in Originalwährung. Die entsprechenden Aufwendungen und Erträge wurden mit demselben Kurs in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aufwendungen und Erträge des nichtversicherungstechnischen Bereichs sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet. Periodengerechte Buchung von Erträgen und AufwendungenDas konzernfremde aktive Rückversicherungsgeschäft wird zeitversetzt im Folgejahr gebucht, während das von verbundenen Unternehmen übernommene Geschäft im Berichtsjahr erfasst wird. Aufgrund der zeitversetzten Buchung wurden 2009 für 2008 Beitragseinnahmen in Höhe von 9,8 Mio € erfasst. Erläuterungen AktivaA. Immaterielle VermögensgegenständeUnter diesem Posten weisen wir entgeltlich erworbene Versicherungsbestände aus, die entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben werden. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt. B. KapitalanlagenDie Entwicklung der Kapitalanlagen ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Kursverluste sind mit 3,1 (Vj. Kursverluste 5,6) Mio € bzw. Kursgewinne mit 0,5 (Vj. Kursgewinne 5,4) Mio € bei den Ab- bzw. Zuschreibungen aufgeführt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Währungsschwankungen bei den Posten "Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" erfasst. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenAufgrund der Anwachsung der Wüstenrot GmbH & Co. Grundstücks-KG (GKG) zum 30. Dezember 2009 hat die W&W AG zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 Grundstücke und Gebäude in Höhe von 88,5 (Vj. 0) Mio € in ihrem Bestand. Dieser enthält konzerneigengenutzte Grundstücke und Gebäude (87,8 Mio €) in Ludwigsburg (Hohenzollernstraße 46), Kornwestheim (Tambour) und Gronau (Büchenstraße 40) sowie fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude (0,7 Mio €) in Ludwigsburg (Hohenzollernstraße 39 und 41) und Kornwestheim (landwirtschaftliche Flächen). Für die Grundstücke und Gebäude in der Hohenzollernstraße 39 und 41 in Ludwigsburg, die landwirtschaftlichen Flächen in Kornwestheim und die Büchenstraße in Gronau wurden zum Ende des Jahres 2009 Ertragswertberechnungen zur Ermittlung des Zeitwerts durchgeführt. Bei den Grundstücken und Gebäuden in der Hohenzollernstraße 46 in Ludwigsburg und im Tambour in Kornwestheim wurden die Zeitwerte aus dem Gutachten der Firma Brett von Ende 2007 übernommen. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenIm Bestand sind keine Anteile börsennotierter Gesellschaften enthalten, die mehr als 5 % des Grundkapitals der Gesellschaft betragen. Die Angaben zum Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB werden in einer gesonderten Aufstellung beim Handelsregister in Stuttgart hinterlegt. Diese Aufstellung entspricht den Anforderungen des Corporate Governance Kodex 7.1.4. III. Sonstige Kapitalanlagen3. Sonstige Ausleihungenscroll
Von den Sonstigen Ausleihungen wurden aufgrund der Rückzahlung zum Nennwert Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 15,0 Mio € und einem Zeitwert von 14,2 Mio € nicht abgeschrieben (Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB). 4. Einlagen bei KreditinstitutenWir haben zum Ende des Berichtsjahrs 120,6 (Vj. 227,7) Mio € bei verbundenen Unternehmen angelegt. Zeitwert der KapitalanlagenBewertungsreserven zum 31.12.2009scroll
Im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen ergeben sich Bewertungsreserven in Höhe von 34,59 %. C. ForderungenII. Sonstige ForderungenAußer den Forderungen aus dem allgemeinen Abrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen werden hier im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit 186,7 (Vj. 61,0) Mio € und aus Steuererstattungsansprüchen mit 47,3 (Vj. 50,3) Mio € ausgewiesen. E. RechnungsabgrenzungspostenII. Sonstige RechnungsabgrenzungenHier sind die Agiobeträge aus dem Erwerb von Schuldscheindarlehen in Höhe von 0,9 (Vj. 0,1) Mio € und aus dem Erwerb von Namensschuldverschreibungen in Höhe von 1,1 (Vj. 1,1) Mio € enthalten. Erläuterungen PassivaA. EigenkapitalI. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital von 481,1 (Vj. 451,0) Mio € ist eingeteilt in 91 992 622 (Vj. 86 243 084) auf den Namen lautende Stückaktien. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung hat die W&W AG zum 7. August 2009 durch Ausgabe von 5 749 538 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien ihr Grundkapital um 30,1 Mio € auf 481,1 Mio € erhöht. Bei einem Emissionspreis von 15 € je Aktie wurde ein Betrag von 86,2 Mio € erlöst. II. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 979,3 (Vj. 923,1) Mio € und betrifft das Agio aus der Kapitaleinlage. Die Erhöhung um 56,2 Mio € resultiert aus der am 7. August 2009 durchgeführten Kapitalerhöhung. III. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen sind aufgrund der Einstellung von 50 Mio € aus dem Jahresüberschuss 2009 auf 206,5 (Vj. 156,5) Mio € gestiegen. IV. BilanzgewinnNach Einstellung von 50 Mio € in die Gewinnrücklagen durch den Vorstand ergibt sich ein Bilanzgewinn von 65,6 (Vj. 43,6) Mio €. In diesem ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 0,5 (Vj. 0,2) Mio € enthalten. B. Sonderposten mit RücklageanteilDer Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG über 9,5 Mio € wurde im Geschäftsjahr komplett aufgelöst. D. Andere RückstellungenI. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenNeben den Pensionsrückstellungen für die Wüstenrot & Württembergische AG und Mitarbeiter der ehemaligen Württembergische Feuerversicherung AG und der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot GmbH werden hier die Pensionsrückstellungen für 10 (Vj. 12) Tochterunternehmen ausgewiesen. Für diese hat die Wüstenrot & Württembergische AG gegen Leistung einer einmaligen Ausgleichszahlung in Höhe des damaligen Teilwerts ihren Schuldbeitritt zu deren Pensionszusagen erklärt und im Innenverhältnis gegenüber diesen Gesellschaften die Erfüllung dieser Pensionsverpflichtungen übernommen. Die Veränderung der Anzahl der Tochterunternehmen resultiert aus der RückÜbertragung der bisher bei der W&W AG bilanzierten Pensionsrückstellungen für die Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und W&W Asset Management GmbH sowie aus der hinzugekommenen Bilanzierung der Pensionsrückstellungen der neu gegründeten W&W Service GmbH. III. Sonstige RückstellungenEnthalten sind hier Rückstellungen für den Personalbereich mit 7,3 (Vj. 6,2) Mio €, für den Jahresabschluss mit 1,0 (Vj. 1,0) Mio €, für vertragliche Risiken mit 8,9 (Vj. 7,9) Mio € und Sonstige Rückstellungen in Höhe von 14,3 (Vj. 14,0) Mio €. F. Andere VerbindlichkeitenIII. Sonstige VerbindlichkeitenEs bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4,2 (Vj. 131,4) Mio €, Lieferanten- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von 1,7 (Vj. 0,1) Mio € und Verbindlichkeiten aus Beiträgen an den Pensionssicherungsverein in Höhe von 0,6 (Vj. -) Mio €. G. RechnungsabgrenzungspostenHier sind ausschließlich Disagiobeträge für Schuldscheindarlehen in Höhe von 22 (Vj. 49) Tsd € enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungI. Versicherungstechnische Rechnung2. Technischer Zinsertrag f.e.R.Hierunter werden gemäß § 38 RechVersV die Zinsen auf Renten- und Beitragsdeckungsrückstellungen nach Abzug des Anteils der Rückversicherer ausgewiesen. Ferner umfasst die Position die Zinsen auf die Deckungsrückstellung für das in Rückdeckung übernommene Lebensversicherungsgeschäft. 4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R.b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleAus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergaben sich Gewinne in Höhe von 36,1 (Vj. 21,4) Mio €. 6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R.Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betragen 85,4 (Vj. 63,7) Mio €, davon entfallen 84,8 (Vj. 62,9) auf die Abschlusskosten und 0,6 (Vj. 0,8) Mio € auf den Verwaltungsaufwand. II. Nichtversicherungstechnische Rechnung1. Erträge aus Kapitalanlagenb) Erträge aus anderen Kapitalanlagenscroll
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagenscroll
f) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit RücklageanteilDurch die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil gemäß § 6b EStG ergab sich ein Ertrag von 9,5 (Vj. 0) Mio €. 2. Aufwendungen für Kapitalanlagenb) Abschreibungen auf KapitalanlagenVom ausgewiesenen Betrag entfallen 48,0 (Vj. 7,3) Mio € auf Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB, davon 48,0 (Vj. 2,6) Mio € auf verbundene Unternehmen. c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagenscroll
4. Sonstige ErträgeNeben Dienstleistungserträgen mit 37,1 (Vj. 17,6) Mio € sind hier Erträge aus der Auflösung nicht mehr benötigter Rückstellungen mit 1,6 (Vj. 12,1) Mio €, Währungskursgewinne mit 5,4 (Vj. 14,7) Mio € sowie Zinserträge mit 0,5 (Vj. 0,4) Mio € enthalten. 5. Sonstige AufwendungenDie wesentlichen Posten sind hier Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 41,8 (Vj. 37,8) Mio €, Verwaltungsaufwendungen von 67,5 (Vj. 48,1) Mio €, Zinsaufwendungen mit 0,7 (Vj. 1,0) Mio €, Währungskursverluste mit 5,5 (Vj. 4,5) Mio € sowie Aufwand für Rückstellungsbildung über 0,4 (Vj. 0,1) Mio €. 7. Außerordentlicher ErtragAus der Anwachsung der Wüstenrot GmbH & Co. Grundstücks-KG (GKG) ergab sich ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 12,4 (Vj. 0) Mio €. 9. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer hier ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 78,4 Mio € betrifft im Wesentlichen das laufende Geschäftsjahr. Sonstige PflichtangabenMandateMitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB): a) Konzernmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten b) Drittmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten c) Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien Mitglieder des Aufsichtsrats der W&W AGHans Dietmar Sauer, VorsitzenderEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg b) Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Vorsitzender Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, Vorsitzender ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen Rolf Henrich, Stellvertretender Vorsitzender1Leitender Handlungsbevollmächtigter der Württembergische Versicherung AG Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Württembergische Versicherungen a) Württembergische Versicherung AG, Stuttgart b) Pensionskasse der Württembergische VVaG, Stuttgart Christian BrandVorsitzender des Vorstands Landeskreditbank Baden-Württemberg- Förderbank b) Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH & Co KG, Wasseralfingen Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg KfW Bankengruppe, Frankfurt/Main c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Mainz Sächsische Aufbaubank-Förderbank, Dresden Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Bregenz Hans-Peter Braun1Abteilungsleiter W&W Service GmbH Wolfgang Dahlen1Organisationsbereichsleiter der Württembergische Versicherung AG Stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Württembergische Versicherungen Gunter ErnstEhemaliger Bereichsvorstand der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG b) DAB-Bank-AG, München Gütermann AG, Gutach Dr. Rainer Hägele(ab 19. Mai 2009) Rechtsanwalt, Ministerialdirektor a.D., Finanzministerium Baden-Württemberg Dr. Reiner HagemannEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG, ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz AG b) E.ON Energie AG, München Hochtief Facility Management GmbH, Essen VHV Allgemeine Versicherung AG, Hannover VHV Holding AG, Hannover VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung AG, Hannover Kirsten Hermann1Fachspezialistin Kundenservice Wüstenrot Bausparkasse AG Dr. Wolfgang Knapp(ab 19. Mai 2009) Rechtsanwalt M.C.L. Avocat, Cleary Gottlieb LLP, Brüssel b) Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg Ulrich RuetzEhemaliger Vorsitzender des Vorstands der BERU AG b) Eisenwerke Fried. Wilh. Düker GmbH & Co KGaA, Laufach MAXXTEC AG, Sinsheim Progress-Werke Oberkirch AG, Oberkirch Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg c) Weber-Hydraulik GmbH, Güglingen SUMIDA Corp., Tokyo, Japan Matthias Schell1Abteilungsleiter Konzernrechnungswesen Wüstenrot & Württembergische AG Helmut Schieber(bis 19. Mai 2009) Ehemaliger Präsident der Landeszentralbank in Baden-Württemberg Joachim E. SchielkeVorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergische Bank Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg b) Dürr AG, Stuttgart ICS Informatik Consulting Systems AG, Stuttgart Paul Hartmann AG, Heidenheim a.d. Brenz c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, Vorsitzender LHI Leasing GmbH, München, Vorsitzender MKB Mittelrheinische Bank GmbH, Koblenz, Vorsitzender MMV Leasing GmbH, Koblenz, Vorsitzender Allgaier Werke GmbH, Uhingen Behr Verwaltung GmbH, Stuttgart Kaufland Stiftung & Co KG, Neckarsulm Lidl Stiftung & Co KG, Neckarsulm LBBW Equity Partners GmbH & Co. KG, München LBBW Equity Partner Verwaltungs-GmbH, München Berthold Leibinger GmbH, Ditzingen Trumpf GmbH & Co. KG, Ditzingen Walter Specht1Betriebsratsvorsitzender, W&W Service GmbH Professor Dr. Adolf Wagner(bis 19. Mai 2009) Ehemaliger Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Universität Leipzig, Prorektor der Universität Leipzig Frank Weber1Vorsitzender des Betriebsrats der Württembergische Versicherungen, Standort Karlsruhe a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart Christian Zahn1Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bundesverwaltung Mitglieder des Vorstands der W&W AGDr. Alexander Erdland, VorsitzenderKonzernentwicklung und Kommunikation, Konzern Recht und Compliance, Konzernvorstandsstab, Konzernrevision, Kunden-, Produkt- und Vertriebsmanagement a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender Württembergische Versicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg, Vorsitzender Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg, Vorsitzender c) Wüstenrot hypoteční banka a.s., Prag, Vorsitzender Wüstenrot pojišt'ovna a.s., Prag, Vorsitzender Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag, Vorsitzender Wüstenrot životni pojišt'ovna a.s., Prag, Vorsitzender Wüstenrot Verwaltungs- und Dienstleistungen GmbH, Salzburg Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen. m.b.H., Salzburg Klaus Peter FrohmüllerKonzernorganisation und Services, Kapitalanlagen W&W AG a) W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg, Vorsitzender W&W Service GmbH, Stuttgart, Vorsitzender b) V-Bank AG, München c) Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Ludwigsburg Dr. Michael Gutjahr, ArbeitsdirektorArbeitsdirektor, Konzernpersonal c) Antares Holding Ltd., Bermuda Antares Reinsurance Ltd., Bermuda Auto-Staiger Verwaltungs-GmbH, Stuttgart Dr. Jan Martin WickeKonzerncontrolling, Konzernrechnungswesen, Konzernrisikomanagement a) Württembergische Versicherung AG, Stuttgart Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, Stellvertretender Vorsitzender Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg b) V-Bank AG, München, Vorsitzender c) W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg, Vorsitzender Wüstenrot pojišt'ovna a.s., Prag, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats Wüstenrot životni pojišt'ovna a.s., Prag, Stellvertretender Vorsitzender Wüstenrot hypoteční banka a.s., Prag, Stellvertretender Vorsitzender Ergänzende AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenAuf noch nicht eingeforderte Kapitaleinzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Aktien bestehen finanzielle Verpflichtungen von 53,7 Mio €. Gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V. hat die Wüstenrot & Württembergische AG eine Erklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, diesen von allen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen des Einlagensicherungsfonds zugunsten der Wüstenrot BankAG Pfandbriefbank entstehen. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft haben wir eine anteilige Bürgschaft in Höhe von 1,4 % für den Fall übernommen, dass eines der übrigen Poolmitglieder zahlungsunfähig wird. Die Württembergische Versicherung AG hat durch ein Release & Hold Harmless Agreement vom 20. Oktober 1993 das Risiko aus dem durch die Wüstenrot & Württembergische AG über einen Londoner Makler gezeichneten Vertrag übernommen. Daher weist die Württembergische Versicherung AG Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 35,9 Mio € aus. Im Außenverhältnis haftet die Wüstenrot & Württembergische AG für diese Verpflichtungen. Genehmigtes KapitalDer Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistenden Einlage, festzusetzen. ArbeitnehmerWir haben während des Geschäftsjahrs durchschnittlich 298 (Vj. 164) Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Konzernstabsabteilungen beschäftigt. Die Ermittlung der Anzahl erfolgte dabei nach dem sogenannten Produktivkonzept, das Arbeitsverhältnisse ohne Bezüge nicht berücksichtigt. Corporate Governance KodexVorstand und Aufsichtsrat unserer Gesellschaft haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten des Unternehmens zugänglich gemacht. Außerdem befindet sich diese Erklärung im Geschäftsbericht. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und UnternehmenGeschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Soweit es sich um Mitarbeiter handelt, werden branchenübliche Vorzugskonditionen verwandt. Der seit Oktober 2001 bestehende Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Wüstenrot & Württembergische AG und der Württembergische Krankenversicherung AG wurde zum Ende des Geschäftsjahres im gegenseitigen Einvernehmen aufgehoben. Auf eine Ergebnisabführung für 2009 hat die Wüstenrot & Württembergische AG verzichtet. Die im Jahr 2005 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Württembergische Versicherung AG und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank bestehen weiterhin. Zudem wurden im Jahr 2008 für das Jahr 2009 Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der W&W Informatik GmbH, W&W Asset Management GmbH und der W&W Service GmbH geschlossen. KonzernzugehörigkeitDie Wüsten rot Holding AG, Ludwigsburg, hält die Mehrheit der Anteile an unserer Gesellschaft. Der Konzernabschluss der Wüsten rot Holding AG sowie der Teilkonzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Aufwand für den AbschlussprüferDie Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in den Angaben des W&W-Konzernabschlusses enthalten. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie diesen Personengruppen gewährte Vorschüsse und Kredite (Vergütungsbericht)Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die von der Wüstenrot & Württembergische AG ausbezahlten Bezüge des Vorstands 2 147 Tsd €. Ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Bezüge in Höhe von 1 788 Tsd €. Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder der W&W AG 474,5 Tsd €. Für Leistungen an frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen gebildet. Diese belaufen sich zum Bilanzstichtag bei einem zugrunde gelegten Zinssatz von 5,0 % auf 16 647 Tsd €. Gegenüber den Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats bestehen von der W&W AG keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und Krediten. Der Aktienbesitz der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder unserer Gesellschaft übersteigt 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien nicht. Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der Wüstenrot & Württembergische AG übersteigt in der Summe ebenfalls nicht 1 % der von uns ausgegebenen Aktien. Einzelangaben Aktivascroll
scroll
In den Zuschreibungen sind Währungskursgewinne auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,2 Mio € und aus Einlagen an Kreditinstituten in Höhe von 0,3 Mio € enthalten. In den Abschreibungen sind Währungskursverluste aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,5 Mio €, auf Inhaberschuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0,2 Mio € und aus Einlagen bei Kreditinstituten in Höhe 2,4 Mio € enthalten. Anlage zum AnhangProvisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungenscroll
Einzelangaben Gewinn- und Verlustrechnungscroll
GewinnverwendungVorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsDer Bilanzgewinn beträgt 65 653 870,91 €. Wir beantragen, ihn wie folgt zu verwenden: scroll
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES GEMÄSS § 285 Nr. 11 HGBDER WÜSTENROT & WÜRTTEMBERGISCHE AG PER 31.12.2009scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Stuttgart, den 17. Februar 2010 Dr. Alexander Erdland Klaus Peter Frohmüller Dr. Michael Gutjahr Dr. Jan Martin Wicke Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 16. März 2010 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Werner Hölzl, Wirtschaftsprüfer Reinhard Knüdeler, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsIm Rahmen seines Erneuerungsprogramms hat der W&W-Konzern den ersten Abschnitt "W&W 2009" zur Stärkung von Wachstum, Effizienz und Rentabilität erfolgreich umgesetzt. Die Grundlage für die weitere Entwicklung der Gruppe als "DER Vorsorge-Spezialist" ist gelegt worden. Mit dem Folgeprogramm "W&W 2012" sollen die Erfolge verstetigt, noch bestehende Rückstände behoben und weitere Potenziale genutzt werden. Der Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen. Es bestehen vier Ausschüsse des Aufsichtsrats: Prüfungsausschuss, Personalausschuss, Vermittlungsausschuss und Verwaltungsausschuss. Nähere Ausführungen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen. Im Jahr 2009 fanden zwei Sitzungen und eine Telefonkonferenz des Prüfungsausschusses statt. Der Personalausschuss kam zu zwei Sitzungen zusammen. In den Ausschusssitzungen wurden die den jeweiligen Aufgaben zugehörigen Themen ausführlich erörtert. Der Aufsichtsrat befasste sich im vergangenen Jahr in vier ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung, die jeweils schriftlich vorbereitetet waren, eingehend mit der Entwicklung der Gesellschaft sowie des Konzerns. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich stets aktuell und umfassend über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der strategischen Ausrichtung der Gruppe, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements, des Ratings der Konzerngesellschaften sowie der Finanzkrise und der damit zusammenhängenden Eintrübung der Konjunktur im In- und Ausland. Die Geschäfts- und die Risikostrategie wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und mit diesem erörtert. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht der internen Revision sowie dem Prüfungsausschuss den Bericht des Compliance-Beauftragten erstattet und den Vorsitzenden des Aufsichtsrats laufend und unverzüglich über alle wesentlichen geschäftspolitischen Maßnahmen informiert. Der Vorstand ist seinen gegenüber dem Aufsichtsrat bestehenden gesetzlichen und statutarischen Informationspflichten in vollem Umfang nachgekommen. Im Vordergrund der Aufsichtsratssitzungen der Wüstenrot & Württembergische AG als strategischer Management Holding stand der erfolgreiche Abschluss des Gesamtprogramms "W&W 2009". Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Befassung mit dem Zukunftsprogramm "W&W 2012". Hier wurden mit dem Aufsichtsrat die strategischen Initiativen eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat wurde hierüber und in Angelegenheiten von für das Unternehmen grundlegender Bedeutung vom Vorstand stets umfassend informiert. Aufgrund der geleisteten Arbeit und erheblicher Anstrengungen sind die Wüstenrot & Württembergische AG und der Konzern auf dem Weg zu höherer Effizienz und verbesserter Rentabilität ein wesentliches Stück vorangekommen. Das Thema "Risikomanagement" wurde ausführlich behandelt, hierzu wurden Risikoberichte erstellt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben. In Bezug auf das konzernweite Risikomanagement und die Risikomodellierung konnten in diesem Zusammenhang weitere Verbesserungen erzielt werden. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den einzelnen Segmenten wurde ausführlich behandelt. Dem Aufsichtsrat wurden zudem innovative Produkte und Umsetzungskonzepte aus dem Geschäftsfeld Versicherung vorgestellt. Im Geschäftsfeld BausparBank standen die positive Entwicklung des Neugeschäfts, der Erwerb der Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) und die Situation in der Kreditbearbeitung besonders im Blickpunkt. Die Vertriebsvorstände der Geschäftsfelder berichteten über die weitere Entwicklung der Neuausrichtung des Vertriebs. Auch der Verlauf der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und die zu erwartenden Auswirkungen auf den Konzern wurden im Aufsichtsrat besprochen. Im Rahmen der Befassung mit dem Beteiligungsmanagement wurde insbesondere Augenmerk auf die Neuausrichtung des tschechischen Beteiligungsmanagements gelegt. Die Vorstandsberichterstattung erstreckte sich zudem auf aktuelle Personalfragen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über den aktuellen Stand des Rating-Prozesses und die Ergebnisse der Management-Meetings mit den Rating-Agenturen. In seiner außerordentlichen Aufsichtsratssitzung im Juli 2009 befasste sich der Aufsichtsrat mit Vorstandsangelegenheiten in Verbindung mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance und der Kapitalerhöhung. Sämtliche nach dem Gesetz und den Regularien der Gesellschaft zustimmungspflichtigen Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt, wobei auf folgende besonders wichtige Themen hingewiesen werden soll:
Den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft. Jahresabschluss und Lagebericht ebenso wie Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind vollständig und stimmen mit den Einschätzungen des Vorstands in den gemäß § 90 AktG dem Aufsichtsrat zu erteilenden Berichten überein. Der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Ergebnisses entspricht einer konsequenten Bilanzpolitik unter Berücksichtigung der Liquiditätslage und der geplanten Investitionen der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an. Die vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 und den Lagebericht sowie den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen hat die Prüfungsgesellschaft dem Aufsichtsrat schriftlich und mündlich berichtet. Der Prüfungsbericht ist jedem Mitglied des Aufsichtsrats zugegangen. Die Prüfungsgesellschaft stand darüber hinaus für Fragen sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 22. März 2010 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 30. März 2010 sowie in der Vorbereitungszeit der Sitzungen zur Verfügung. Der vorgelegte Prüfungsbericht entspricht den gesetzlichen Anforderungen des § 321 HGB und wurde vom Aufsichtsrat im Rahmen seiner eigenen Abschlussprüfung berücksichtigt. Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde dem Aufsichtsrat und dem Abschlussprüfer vom Vorstand unverzüglich nach dessen Aufstellung zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und den Bericht des Abschlussprüfers geprüft. Der Bericht entspricht den gesetzlichen Vorgaben und gibt die bestehenden Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen vollständig und inhaltlich richtig wieder. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat überein. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und hat in seiner Sitzung vom 30. März 2010 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss gilt damit gemäß § 172 Satz 1 AktG als festgestellt. Der stellvertretende Vorsitzende Bernd Steuer ist mit Wirkung zum 31. Dezember 2008 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für ihn ist seit dem 1. Januar 2009 Kirsten Hermann ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats; das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden hat zum 1. Januar 2009 Rolf Henrich übernommen. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2009 endete die Amtszeit der acht durch die Hauptversammlung gewählten Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat, von denen sechs wiedergewählt wurden. Für die nicht mehr zur Wahl gestandenen Aufsichtsratsmitglieder Prof. Dr. Adolf Wagner und Helmut Schieber wurden Dr. Rainer Hägele und Dr. Wolfgang Knapp mit Wirkung zum 19. Mai 2009 zu neuen Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Dr. Michael Gutjahr ist seit dem 1. August 2009 weiteres Mitglied des Vorstands und als Arbeitsdirektor zuständig für das Ressort Personal. Zu weiteren personellen Veränderungen ist es sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand im Laufe des Geschäftsjahres 2009 nicht gekommen. Im Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet. Der Prüfer hat während der Abschlussprüfung keine Tatsachen festgestellt, die eine Unrichtigkeit der Entsprechenserklärung ergeben hätten. Anzeigepflichtige Interessenskonflikte hat es im Jahr 2009 nicht gegeben. Das vergangene Jahr hat hohe Anforderungen an Management und Belegschaft gestellt. Der Aufsichtsrat dankt Vorständen, Führungskräften, Betriebsräten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihren persönlichen Einsatz und ihren Beitrag zur Erreichung der gemeinsamen Ziele.
Stuttgart, den 30. März 2010 Der Aufsichtsrat Hans Dietmar Sauer, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||