![]() Wüstenrot & Württembergische AGStuttgartKonzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010KONZERNPROFILGeschäftsmodellDie Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist "Der Vorsorge-Spezialist" für die vier
Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung
in allen Lebenslagen. 1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische
entstanden, verbindet der Konzern heute die beiden Geschäftsfelder BausparBank und
Versicherung als gleich starke Säulen und bietet Vorsorgelösungen aus einer Hand für
Privat- und Gewerbekunden. Dieses Geschäftsmodell hat sich auch in der Finanzkrise
bewährt: So konnten wir 2010 unsere Wachstumsstrategie fortsetzen: Im Bausparen ist
Wüstenrot im Neugeschäft nach Bausparsumme auf Platz zwei vorgerückt. Die Versicherungen
rangieren nach Bruttobeitragseinnahmen unter den Top Ten der Lebens- und Kompositversicherer. Die W&W-Gruppe ist in Deutschland mit Standorten in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe,
München und Bad Vilbel vertreten. Der Kernmarkt der Gruppe sind die Privat- und Gewerbekunden
in Deutschland. Im Ausland ist W&W über die tschechischen Wüstenrot-Gesellschaften
in Prag aktiv. Dort verwirklichen wir das Geschäftsmodell als "Der Vorsorge-Spezialist"
ebenfalls über eine Bausparkasse, eine Pfandbriefbank sowie eine Lebens- und Schaden-/Unfallversicherung. Gesteuert wird die W&W-Gruppe durch die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische
AG (W&W AG) mit Sitz in Stuttgart. Hauptanteilseignerin ist die Wüstenrot Holding
AG. Sie hält 67,19 % der Anteile. Die Holding selbst ist zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen
Wüstenrot Stiftung, die Projekte in den Bereichen Planen, Bauen und Wohnen fördert.
Der Arbeit der Wüstenrot Stiftung widmet dieser Geschäftsbericht ein Sonderkapitel
ab Seite 12. Dieser stabile Eigentümerhintergrund trägt stark zur Vertrauensbildung
bei Anlegern und Kunden bei. Die W&W-Gruppe ist ein Finanzkonglomerat im aufsichtsrechtlichen Sinn. Neben der Steuerung des W&W-Konzerns umfasst die Geschäftstätigkeit der Wüstenrot
& Württembergische AG das Rückversicherungsgeschäft für die Versicherungen der Gruppe. Das Management Board ist das zentrale Koordinierungsgremium. Ihm gehören die vier
Vorstandsmitglieder der W&W AG sowie jeweils der Leiter des Geschäftsfelds BausparBank
bzw. Versicherung an. Unsere 100-%-Tochterunternehmen Wüstenrot Bausparkasse AG und
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank bilden das Geschäftsfeld BausparBank. Zum Geschäftsfeld
Versicherung zählen die Württembergische Lebensversicherung AG, die Karlsruher Lebensversicherung
AG, die ARA Pensionskasse AG, die Württembergische Versicherung AG und die Württembergische
Krankenversicherung AG. Mit der rückwirkend zum 1. Januar 2010 erfolgten Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar
AG durch Wüstenrot hat die W&W-Gruppe ihr Bauspargeschäft weiter gestärkt und neue
Vertriebskanäle erschlossen. Mit dem Kauf verbunden ist eine langfristige und exklusive
Kooperation von Wüstenrot mit der Commerzbank AG, der Allianz und der Oldenburgischen
Landesbank im Bausparbereich. Der Vertriebsstart mit diesen Kooperationspartnern hat
die Erwartungen bereits übertroffen. ProduktangebotDer Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische bietet ein umfassendes Angebot
an Vorsorgeprodukten. Diese bilden wichtige Bestandteile der maßgeschneiderten Lösungen
für die Beratung "aus einer Hand" rund um die Bausteine:
Die folgende Tabelle zeigt einen Ausschnitt aus dem Produktportfolio der W&W-Gruppe,
das von den Außendienstorganisationen von Wüstenrot und der Württembergischen im Rahmen
des Cross-Selling angeboten wird. ABSICHERUNG
Den Lebensstandard im Alter erhalten
Vorsorge für den Pflegefall treffen
Sich gegen die finanziellen Folgen von Unfällen schützen
Sich gegen die finanziellen Folgen von Krankheit schützen
Sich gegen die finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit schützen
Die Familie absichern
RISIKOSCHUTZ
Sachvermögen absichern - Sicherheit rund ums Wohnen
Sachvermögen absichern - Sicherheit rund ums Kfz
Schutz gegen die finanziellen Folgen von Haftungsschäden
Gewerbekunden
Zinssicherheit
WOHNEIGENTUM
Eigenkapital ansparen
Wohneigentum realisieren
Wohneigentum erhalten und modernisieren
VERMÖGENSBILDUNG
Jederzeit zahlungsfähig sein
Vermögen für finanzielle Ziele bilden
Vorhandenes Vermögen rentabel und sicher anlegen
VertriebswegemixDie W&W-Gruppe erreicht ihre Kunden über einen Multikanalvertrieb und setzt bei dem
Vertrieb ihrer Produkte vor allem auf die Kompetenz und die Verlässlichkeit persönlicher
Beratung. Hauptsäulen der Vertriebskraft sind daher die beiden Ausschließlichkeitsvertriebe
von Wüstenrot und Württembergische mit 6 000 Beratern, die gemeinsam rund sechs Millionen
Kunden betreuen. Durch den Kauf der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) 2010 hat die W&W-Gruppe weitere
attraktive Vertriebskanäle für die Bausparprodukte hinzugewonnen. Allein mit dem Kauf
der ADB wurde der Vertrieb durch die Kooperation mit 1 200 Commerzbank-Filialen, die
Allianz Vertriebsorganisation mit über 10 000 Agenten sowie die rund 170 Filialen
der Oldenburgischen Landesbank gestärkt. Bereits durch den Kauf der Vereinsbank Victoria Bauspar AG im Jahr 2009 und die daraus
entstandenen Kooperationen hat Wüstenrot seine Vertriebskraft gestärkt. 600 Filialen
der HypoVereinsbank und über 13 000 Vertriebsmitarbeiter der ERGO verkaufen Produkte
von Wüstenrot. Ein weiterer wichtiger Vertriebskanal sind unabhängige Vermittler. Seit 2007 bietet
die Württembergische Vertriebsservice GmbH Maklern und Mehrfachagenten ein umfassendes
Versicherungsangebot. Die bundesweite Vertriebsstruktur gewährleistet eine serviceorientierte
und professionelle Unterstützung der über 5 200 freien Vermittler. Ergänzt wird das Vertriebskonzept durch Kooperationen mit Banken und anderen Versicherungsaußendiensten
sowie Direkt-Aktivitäten wie das Online-Banking der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank.
Insgesamt hat die W&W-Gruppe über ihren Multikanalvertrieb derzeit Kontaktmöglichkeiten
zu rund 40 Millionen potenziellen Kunden in Deutschland. Besonders wichtig ist der W&W-Gruppe die Beratungsqualität ihrer Außendienste. Bereits
seit 2008 können sich Außendienstpartner von Wüstenrot und Württembergische zum "Zertifizierten
Vorsorge-Spezialisten" (ZVS) qualifizieren. Die praxisnahe Weiterbildung am Institut
für Private Finanzplanung an der Universität Passau (ifp) erfolgt berufsbegleitend.
Um die Bedürfnisse der Kunden rund um die vier Vorsorgebausteine Absicherung, Wohneigentum,
Risikoschutz und Vermögensbildung genau abzudecken, erwerben die "Zertifizierten Vorsorge-Spezialisten"
hohe Kompetenz und Fachwissen in Spezialbereichen wie Vermögensmanagement und Altersvorsorge
sowie für Kunden-Vorsorgeanalysen. Die Zahl der Produkte, welche die beiden Ausschließlichkeitsorganisationen von Wüstenrot
und Württembergische wechselseitig vermittelt haben, stieg 2010 weiter an. So hat
Wüstenrot 499,2 (Vj. 473,8) Mio € in der Lebensversicherung nach Nettobewertungssumme
sowie 11,7 (Vj. 11,3) Mio € Neugeschäft (Jahresbestandsbeitrag) in der Sachversicherung
abgeschlossen. Umgekehrt trug die Württembergische 2010 zum Bausparneugeschäft der
Wüstenrot 696,4 (Vj. 575,2) Mio € eingelöste Bausparsumme bei. Ziel ist es, die Schnittmenge
der gemeinsamen Kunden beider Geschäftsfelder bis 2012 von derzeit 7 % auf über 10
% zu steigern. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Wüstenrot & Württembergische AG verfolgt eine nachhaltig angelegte Personalpolitik.
Sie setzt auf Motivation, leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie persönliche
und fachliche Weiterentwicklung im Interesse ihrer Kunden und des langfristigen Unternehmenserfolges.
Viele Zusatzleistungen, eine leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie hohe soziale
Standards machen das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber. Die Qualität und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gewinnung,
Förderung und Bindung von Leistungsträgern haben strategische Bedeutung für die Wüstenrot
& Württembergische AG. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens hängt von den Menschen
ab, die bereit sind, ihre Kompetenz, Leidenschaft und ihren Gestaltungswillen einzubringen
und damit ein wichtiges Fundament zu schaffen. Unsere gemeinsame Unternehmenskultur,
welche die Stärken der Wüstenrot & Württembergische AG kombiniert, ist die Triebfeder
für eine permanente wettbewerbsorientierte Anpassung an den Markt. Zum 31. Dezember 2010 waren im W&W-Konzern 10 117 (Vj. 9 819) Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter beschäftigt, gerechnet nach der Anzahl der Arbeitsverträge ohne Ausbildungsverträge.
Das Zielbild "Der Vorsorge-Spezialist" wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
im Innen- und Außendienst gelebt. Sie bieten optimale Vorsorge-Lösungen und beste
Beratung aus einer Hand. MITARBEITER IM W&W-KONZERNzum 31.12.2010![]() TALENTFÖRDERUNGDie Förderung von Führungskräften und qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften hat für
uns eine besondere Bedeutung. Unsere Nachwuchsförderung beginnt bei der Ausbildung
von jungen Menschen in einer Vielzahl von interessanten Berufen. Nachwuchskräfte haben
die Möglichkeit, über Studiengänge an den dualen Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe
und Mannheim eine akademische Laufbahn mit deutlichem Praxisbezug einzuschlagen oder
über ein breit gefächertes Traineeprogramm die eigene Karriereentwicklung voranzutreiben. Besonderes Augenmerk gilt unseren Potenzialträgern, die innerhalb des Premium Talent
Programms eine intensive und herausfordernde Entwicklung ihrer fachlichen und persönlichen
Kompetenzen erfahren. Unser jährlich wiederkehrender Gesamtprozess der Potenzialentwicklung gewährleistet
eine systematische Führungskräfteentwicklung auf allen Hierarchiestufen und über die
Grenzen des Geschäftsbereichs hinweg. Talentförderung bedeutet für uns kontinuierliche
Entwicklung in fachlicher und persönlicher Hinsicht, die Möglichkeit, Herausforderungen
zu meistern und den eigenen Gestaltungsspielraum zu erweitern. VERZAHNUNG VON W&W UND WISSENSCHAFT
Aufgabenvielfalt bedeutet für uns Perspektiven schaffen. Auch deshalb lehren unsere
Führungskräfte an Hochschulen und leben auf diese Weise den Austausch von Wirtschaft
und Wissenschaft. An ausgewählten regionalen Hochschulen, deren Studienangebote die
Schlüsselpositionen der Konzernmutter W&W abdecken, erleichtern sie Absolventen den
Einstieg ins Berufsleben und gewinnen neue Mitarbeiter für die W&W-Gruppe. Im Geschäftsjahr
2010 haben wir unsere Kooperationen mit Hochschulen weiter ausgebaut. Ebenso fördern
wir Doktoranden mit Stipendien. Das erste Promotionsstipendium ist bei der W&W 2010
vergeben worden. ALLIANZ DRESDNER BAUSPAR AG INTEGRIERTIm Geschäftsjahr 2010 hat die Wüstenrot Bausparkasse AG die Allianz Dresdner Bauspar
AG (ADB) erworben. Jeder Mitarbeiter der Allianz Dresdner Bauspar AG hat ein Übernahme-Angebot
erhalten. Das Zusammenwachsen von Unternehmen ist immer ein Einschnitt für die Beschäftigten.
Um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Schritt zu erleichtern, hat die
W&W-Gruppe bei der Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG Integrationsmaßnahmen
durchgeführt. Auch bei der Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG war auf
betriebsbedingte Kündigungen verzichtet worden. FAMILIE UND BERUF IM EINKLANGDie W&W-Gruppe unterstützt ihre Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu
bringen. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren Maßnahmen zur Vereinbarkeit
von Familie und Beruf sorgt die W&W für ihre Mitarbeiter vor. So ermöglicht beispielsweise
das am Standort Ludwigsburg im Jahr 2010 eingerichtete Eltern-Kind-Büro Mitarbeitern
die Betreuung ihrer Kinder im Notfall. Am Standort Stuttgart gibt es diese Möglichkeit
bereits. BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENTDas neu konzipierte und konzernweit gebündelte betriebliche Gesundheitsmanagement
bildet eine Grundlage der attraktiven Rahmenbedingungen der W&W-Gruppe. Maßgeschneidert
auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter bietet der Konzern ein umfangreiches und wechselndes
Programm zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen an. Den Auftakt machten drei Gesundheitstage
an den großen Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe. Unter dem Motto "Mach
mit. Bleib fit!" wurden die Mitarbeiter zu konkreten Mitmach-Aktionen eingeladen und
konnten sich an vielen Ständen über interessante Themen informieren. Die ersten Aktionswochen
standen für unsere Mitarbeiter anschließend mit mehreren Veranstaltungen im Zeichen
eines gesunden Rückens. STRATEGISCHE NEUAUSRICHTUNG DER PERSONALARBEITDie Steigerung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit fest im Blick, hat die W&W-Gruppe
mit einer im Jahr 2010 erarbeiteten und verabschiedeten Personalstrategie den entscheidenden
Grundstein zum weiteren Ausbau dieser Ziele gelegt. Unter der Leitlinie "Wertschöpfung
& Wertschätzung" werden insbesondere die verbesserte Steuerbarkeit der Ressource Personal,
der Ausbau innovativer Rahmenbedingungen für die Arbeit sowie die Bindung und Förderung
von Talenten zukünftig die Schwerpunkte der Personalarbeit bilden. Damit wird ein
wichtiger Beitrag zur Steigerung der Mitarbeiterleistung und Führungsfähigkeit geleistet. Der demografische Wandel und die geografischen Populationsveränderungen erfordern
strategisches Agieren am internen und externen Arbeitsmarkt. Mit der strategischen
Neuausrichtung der Personalarbeit wird es möglich sein, diesen zunehmenden Herausforderungen
noch besser zu begegnen und die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber positiv
zu beeinflussen. Mit der Definition der W&W-Arbeitgebermarke, die sich aus der Positionierung als "Der
Vorsorge-Spezialist" ableitet, wurde ergänzend dazu die Basis für Maßnahmen im Bereich
des Employer-Brandings geschaffen. DANK AN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITERUnseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für
ihren Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr.
Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der Wüstenrot & Württembergische
AG entscheidend. Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen
der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive
Begleitung zukunftssichernder Maßnahmen. Vorsorge und VerantwortungVerantwortliches Handeln sowie gesellschaftliches Engagement haben in der W&W-Gruppe
eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Für Kunden,
Anteilseigner, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir nachhaltig
wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig verpflichtet sich die gesamte W&W-Gruppe,
bewusst mit ihrem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld umzugehen. Geschichte und Tätigkeitsfelder der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen basieren auf
sozialen Grundideen. Das Geschäftsmodell hält diese Historie lebendig, denn das unternehmerische
Handeln steht auch heute im Dienst der Gesellschaft. Wüstenrot und Württembergische
helfen dabei, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen, also die finanzielle
Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit und das erworbene
Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben im Alter vorzusorgen.
Indem die W&W-Gruppe diese Komponenten in ihre Unternehmensphilosophie integriert,
schaffen wir eine besonders starke Schutzgemeinschaft. Diesem Grundverständnis von gesellschaftlicher Verantwortung entspricht die Wüstenrot
Stiftung, die hinter unserer Mehrheitseigentümerin, der Wüstenrot Holding AG, steht.
Sie fördert Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und
Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Bildung und Erziehung. Ein Porträt
der Stiftung befindet sich in diesem Geschäftsbericht ab Seite 12. Die W&W-Gruppe ergänzt dieses Engagement vor allem durch Unterstützung des Stifterverbands
für die Deutsche Wissenschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, der Festspielhäuser
in Ludwigsburg und Baden-Baden sowie der Bachakademie Stuttgart. Zusammen mit der
Stadt Stuttgart fördert W&W den 2010 erstmals vergebenen Preis "Partner für Sicherheit"
zur Kriminalitätsvorbeugung. Unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber kommen wir mit sicheren Arbeitsplätzen,
familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und zahlreichen Ausbildungs- und Förderprogrammen
nach. Zur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Bereits im
Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. 2010
haben die Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe diese Auszeichnung ebenfalls erhalten.
ECOfit ist ein Förderprogramm des Umweltministeriums Baden-Württemberg zum betrieblichen
Klima- und Umweltschutz. Konzernweit gültige Umweltleitlinien rufen zum sparsamen Umgang mit Ressourcen auf
und sensibilisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für umweltbewusstes Handeln.
Zudem fordern sie, ökologische Aspekte in unserer Anlagestrategie und bei unseren
Produkten zu berücksichtigen. Seit 2009 werden alle Geschäftsberichte der W&W-Unternehmen auf Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft gedruckt. Die Auflagenhöhe wird ständig überprüft. Das Gütesiegel "CO2 -kompensiert" stellt darüber hinaus sicher, dass die bei der Herstellung der Berichte entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden. RatingsDie Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat im Dezember 2010 alle Ratings der W&W-Gruppe
bestätigt. Auch der stabile Ausblick bleibt für sämtliche Konzernbereiche erhalten.
Honoriert wurden insbesondere die erzielten Fortschritte im Risikomanagement sowie
die Zukäufe von VVB und ADB im Geschäftsfeld BausparBank. Die Agentur erwartet hier
in den nächsten Jahren von der W&W-Gruppe, dass sich die Nachhaltigkeit der neuen
Vertriebskanäle bestätigt. Im Geschäftsfeld Versicherung wird nach wie vor die Württembergische
Versicherung AG als stabile Ertragsquelle angesehen. Insgesamt wurden die Fortschritte
im Cross-Selling von S&P gewürdigt. Die Rating-Agentur FitchRatings (Fitch) hat im Januar 2011 zunächst die Bewertung
der Versicherungsunternehmen der W&W-Gruppe bestätigt. Die Ratings der übrigen Konzernunternehmen
standen zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts noch aus. Die Bestätigung der
Ratings für die Württembergische Lebensversicherung AG, die Württembergische Versicherung
AG, die Württembergische Krankenversicherung AG sowie für die Wüstenrot & Württembergische
AG reflektiert insbesondere die verbesserte Profitabilität der gesamten Gruppe. Fitch
begrüßte zudem den Abbau risikoreicher Kapitalanlagen im Versicherungssegment sowie
die komfortable Kapitalausstattung des gesamten Konzerns. Im Bereich der Personenversicherung
hat Fitch das verbesserte Kapitalanlageergebnis - und damit die Erholung des Rohüberschusses
- positiv beurteilt. Honoriert wurde auch, dass die Württembergische Versicherung
AG im Jahr 2010 ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erzielen konnte. Einen
Schlüsselfaktor für eine mögliche Heraufstufung der Ratings sieht Fitch in der erfolgreichen
Durchführung des Zukunftsprogramms "W&W 2012". RATINGS
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Darüber hinaus erhalten die Württembergische Lebensversicherung AG, die Württembergische
Versicherung AG und die Württembergische Krankenversicherung AG weiterhin das Finanzstärkesiegel
von Fitch, das nur an Versicherungsgesellschaften mit starker Finanzkraft verliehen
wird. AktieDie Aktie der W&W AG konnte sich 2010 deutlich von der Entwicklung im Finanzsektor
abheben und verzeichnete auf Jahressicht einen Kursanstieg von 13,4 % - ohne Berücksichtigung
der Gewinnausschüttung von 0,60 €. Ausgehend von einem Jahresendkurs 2009 von 16,75
€ erreichte unser Wert dabei bis Mitte April seinen Jahreshöchstkurs von 22,60 €.
Nach diesem ausgeprägten Zuwachs kam es im weiteren Verlauf zu einer technischen Gegenbewegung,
sodass die W&W das Jahr 2010 mit einem Kurs von 19,00 € beendete. Der Prime-Branchenindex
Banken verzeichnete im Berichtsjahr dagegen einen Kursverlust von 11,4 %, während
der Prime-Branchenindex Versicherungen mit einem Anstieg von 3,6 % zumindest ein kleines
Kursplus verbuchen konnte. Die im Vergleich zu den Indizes sehr positive Kursentwicklung
der Wüstenrot & Württembergische AG reflektiert die in den vergangenen Jahren erzielten
Restrukturierungserfolge des Konzerns. Auch das aktuelle Zukunftsprogramm "W&W 2012"
wird die positiven Geschäftsaussichten unserer Gruppe stützen und der Aktie damit
zukünftig weiteres Kurspotenzial eröffnen. DIVIDENDEDie Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 ermöglicht es der W&W AG, die Dividende weiterhin
auf einem attraktiven Niveau zu halten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung
am 1. Juni 2011 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,50 €
je Aktie auszuschütten. INVESTOR RELATIONSDer Aktionärskreis der W&W AG ist im Geschäftsjahr 2010 stabil geblieben. Ankeraktionär
ist die Wüstenrot Holding AG, die 67,19 % der Anteile besitzt. Ein wichtiger Baustein
unserer Investor Relations ist der persönliche Kontakt zu den Aktionären, wozu rund
7 400 Privatanleger und 140 institutionelle Investoren gehören. AKTIENENTWICKLUNG IM VERGLEICH (INDEXIERT)2010![]() AKTIONÄRSSTRUKTUR
in % des Grundkapitals![]() ANLEGER INLAND/AUSLAND
in % des Grundkapitals![]() Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir intensiv mit Vertretern des Kapitalmarkts
kommuniziert. Auf Roadshows und in zahlreichen Einzelgesprächen haben wir Investoren
und Finanzanalysten über unsere Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie und
unsere Positionierung als Vorsorge-Spezialist sowie den Zukauf der Allianz Dresdner
Bauspar AG unterrichtet. Eine wichtige Plattform für den direkten Dialog mit den Aktionären war die Hauptversammlung.
Dort war insgesamt 95,87 % des stimmberechtigten Kapitals vertreten. AKTIENKENNZAHLENscroll
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1
XETRA.
WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliches UmfeldMit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % hat die deutsche Wirtschaft
im Jahr 2010 die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Stütze dieser erfreulichen
Entwicklung war erneut ein lebhaftes Exportgeschäft, das besonders von der hohen Nachfrage
der Schwellenländer profitierte und zweistellige Zuwachsraten erreichte. BRUTTOINLANDSPRODUKT DEUTSCHLAND
in %![]() Durch den sich verbessernden Geschäftsausblick erhöhten Unternehmen ihre Investitionsausgaben.
Auch der Konsum, der sich in den letzten Jahren eher enttäuschend entwickelt hatte,
zeigte erste Anzeichen einer Belebung. Wichtigste Ursache hierfür war die überraschend
erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland. Die Arbeitslosenquote verringerte
sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf ein Niveau, welches dem vor der
Wirtschafts- und Finanzkrise entspricht. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte sogar
ein neues Rekordhoch. ARBEITSLOSENQUOTE
Januar 2009 bis Dezember 2010 in %![]() KapitalmärkteRENTENMÄRKTE IM ZINSTIEFDie Zinsen am deutschen Rentenmarkt tendierten bis in den Sommer 2010 hinein deutlich
abwärts. So gaben zehnjährige Bundesanleihen ausgehend von einem Jahresendwert 2009
von 3,39 % bis Ende August 2010 auf ein Tief von rund 2,10 % nach. Für diesen Zinsrückgang
gab es mehrere Gründe: Zum einen spitzte sich die Verschuldungskrise in einigen EWU-Ländern
zu und führte zu einer deutlich steigenden Risikoaversion bei den internationalen
Kapitalanlegern. Diese bevorzugten Wertpapiere mit der höchsten Bonität und kauften
verstärkt Bundesanleihen, sodass deren Kurse stiegen und die Renditen entsprechend
sanken. Zum anderen betonten führende Notenbanken wiederholt, sie wollten aufgrund
der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und geringer Inflationsgefahren noch
längere Zeit an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalten, wodurch die Rentenmärkte
gestärkt wurden. Zudem trübten sich ab Mitte des Jahres die Konjunkturindikatoren
in den USA und China ein. Dies führte an den internationalen Anleihemärkten zu Spekulationen,
dass die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession abrutschen könne. Die Wahrscheinlichkeit
einer deflationären Preisentwicklung wurde zunehmend höher eingeschätzt. In solch
einem wirtschaftlichen Umfeld besitzen Anleihen eine besonders hohe Attraktivität
und wurden verstärkt gekauft. Erst gegen Ende des Jahres stabilisierten sich die Renditen
und zogen wieder an, sodass die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen zum Jahresende
2010 wieder bei 2,96 % lag. Zentrale Ursachen des Zinsanstiegs in den letzten Monaten
des Jahres waren eine Aufhellung der Konjunkturperspektiven in Deutschland und den
USA, Unsicherheiten durch die europäischen Staatsverschuldungen sowie Gewinnmitnahmen
am Anleihemarkt nach den erzielten Kursgewinnen. DEUTSCHE BUNDESANLEIHEN MIT 10-JÄHRIGER LAUFZEITin %![]() Auch die Renditen von Anleihen mit kürzerer Laufzeit sanken in der ersten Jahreshälfte
deutlich. So fiel die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von 1,33 % zum Jahresende
2009 im Juni 2010 auf einen Tiefstwert von nur noch 0,46 %. Zum Jahresende erfolgte
dann auch in diesem Laufzeitbereich ein Zinsanstieg, sodass die Zwei-Jahres-Rendite
das Jahr 2010 bei 0,86 % beendete. DEUTSCHE BUNDESANLEIHEN MIT 2-JÄHRIGER LAUFZEIT
in %![]() AKTIENMÄRKTE IM SPANNUNGSFELD GEGENSÄTZLICHER EINFLUSSFAKTORENDie Entwicklung der europäischen Aktienmärkte war im vergangenen Jahr von gegensätzlichen
Einflussfaktoren geprägt. Einerseits belasteten ein nur verhaltener Konjunkturaufschwung
nach Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und die sich zuspitzende Verschuldungskrise
in der Europäischen Währungsunion die Kursentwicklung. Andererseits stiegen die Unternehmensgewinne
durch umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und eine sehr gute Geschäftsentwicklung
in den Schwellenländern. Dadurch erreichte der europäische Aktienindex Euro Stoxx
50 Anfang des Jahres sein Jahreshoch mit 3 018 Punkten, sank allerdings zum Höhepunkt
der EWU-Krise Ende Mai auf ein Tief von 2 489 Punkten. In der zweiten Hälfte des Jahres
setzte eine verhaltene Kurserholung ein, sodass der Euro Stoxx 50 das Jahr bei 2 793
Punkten beendete. Im Kalenderjahr 2010 ergab sich damit ein Kursverlust von 5,8 %.
Der führende deutsche Aktienindex DAX erzielte dagegen einen beachtlichen Kursgewinn
von gut 16 %. Er profitierte davon, dass die in ihm gelisteten Unternehmen besonders
exportorientiert und kaum direkt von der Verschuldungskrise der EWU-Peripherieländer
betroffen sind. Im Unterschied zur Entwicklung des DAX verzeichnet der Prime Branchenindex
Banken im Jahr 2010 einen Kursverlust von 11,4 %. Ursächlich waren zum einen künftige
Regulierungsvorschriften, die den Kapitalbedarf der Finanzinstitute deutlich erhöhen
werden. Zum anderen senkten Sorgen über den Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen
die Ertragsaussichten der Investoren. BranchenentwicklungGESCHÄFTSFELD BAUSPARBANKDie deutschen Bausparkassen hatten 2010 einen deutlichen Zuwachs im Bausparneugeschäft
gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2009 das
Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Jahr 2008 deutlich
abgesunken war. Insgesamt wurden in der Branche 3,6 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme
von 105,4 Mrd € abgeschlossen. Die Stückzahl stieg um 9,8 % und die Bausparsumme um
10,9 % gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten.
Insgesamt wurden in der Branche 366 000 geförderte Verträge mit einer Bausparsumme
von 12,6 Mrd € vermittelt. Dies waren 8,4 % bzw. 14,0 % mehr als im Vorjahr. Die Auszahlungen
der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2010 auf rund 30 Mrd € gesunken. Das
ist ein Minus von 9 % zum Vorjahr. Auch im Gesamtmarkt entwickelte sich das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung rückläufig.
Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 185 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch
genommen. Dies sind 5,2 % weniger als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang dürfte
die um den Jahreswechsel 2009/2010 zu spürende Zurückhaltung der Verbraucher bezüglich
längerfristiger Anlageinvestitionen gewesen sein. Außerdem dürfte sich das Prolongationsgeschäft,
das sich aufgrund von Vorzieheffekten deutlich rückläufig entwickelt hat, negativ
auf das Baufinanzierungsneugeschäft ausgewirkt haben. Grundsätzlich zeigten die Rahmenbedingungen aber eine positive Entwicklung. Die Wohnungsbauinvestitionen
in Deutschland sind um 4,4 % auf rund 121,9 Mrd € gewachsen, während sie im Vorjahr
um 1,2 % gesunken sind. Positiv dürften sich die im Berichtsjahr verbesserten Arbeitsplatz-
und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Neubau- und Bestandsmaßnahmen ausgewirkt
haben. Die Wohnungsbaufertigstellungen nahmen 2010 nach einer Schätzung des ifo Instituts
erstmals seit vier Jahren wieder zu. Insgesamt wurden 178 000 Wohnungen fertiggestellt,
12 % mehr als im Jahr zuvor. Von den Fertigstellungen entfielen 155 000 auf Wohnungen
in neu errichteten Wohngebäuden. Das sind 13,6 % mehr als 2009. Die Zahl der neu fertiggestellten
Ein- und Zweifamilienhäuser legte im gleichen Zeitraum um 7,3 % auf 90 000 Einheiten
zu. Die Fertigstellungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen auf 65 000,
dies waren 23,6 % mehr als im Vorjahr. Positiv entwickelte sich der Markt für Wohnimmobilien. Laut einer Prognose des GEWOS
Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 2 %
auf 575 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien hat sich damit zu einem stabilisierenden
Faktor der Wohnungswirtschaft entwickelt. GESCHÄFTSFELD VERSICHERUNG
Die Versicherungswirtschaft konnte sich im Jahr 2010 insgesamt positiv entwickeln.
Hauptursachen dafür waren in erster Linie die auf Sicherheit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik
und die an die Marktveränderungen angepasste attraktive Produktlandschaft der Versicherungsunternehmen,
die das Vertrauen der Kunden in die Versicherungswirtschaft weiter stabilisierten. Im Jahr 2010 war das Neugeschäft im Bereich der Lebensversicherung wie im Jahr 2009
dominiert von Einmalbeiträgen. Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat es sich nach einem Plus von 58,7 % im Vorjahr
nochmals um 33,9 % auf 26,4 (Vj. 19,7) Mrd € gesteigert. Die verstärkte Nachfrage
nach Einmalbeitragsprodukten mit hohen garantierten Leistungen war auf den anhaltend
niedrigen Kapitalmarktzins und den daraus resultierenden Mangel an vergleichbaren
alternativen Anlagemöglichkeiten zurückzuführen. Der Neuzugang von Lebensversicherungen
mit laufender Beitragszahlung blieb im Jahr 2010 dagegen mit 5 656,5 Mio € um 2,7
% unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert von 5 812,0 Mio €. Die Kunden waren zurückhaltend
beim Abschluss langfristiger Verträge. Die erfolgreiche Neugeschäftsentwicklung sorgte bei den gebuchten Bruttobeiträgen
der Lebensversicherung für ein Wachstum von 7,1 % auf 87,2 (Vj. 81,4) Mrd €. Dabei
mussten die laufenden gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr erneut ein leichtes
Minus von 1,5 % hinnehmen und erreichten 60,5 (Vj. 61,4) Mrd €. Die Schaden-/Unfallversicherung war im Geschäftsjahr 2010 von dem anhaltenden und
intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz war bei
den privaten Haushalten nach wie vor beständig, da sie von der Finanz- und Wirtschaftskrise
kaum betroffen waren. Grund hierfür war die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt im
Zusammenspiel mit einer moderaten Inflationsrate. Dennoch ist in zahlreichen Versicherungssparten
ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge
Grenzen setzt. Die Beitragseinnahmen sind in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbands
der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) um ca. 0,7 % gestiegen und liegen
bei 55,1 (Vj. 54,7) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung,
der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einer Beitragssteigerung von knapp 0,6 % auf
20,2 (Vj. 20,1) Mrd €. Besonders in der Vollkaskoversicherung wurden Beitragssteigerungen
erzielt, die den weiteren Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht überkompensieren. In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung verschlechterte sich die Schadenentwicklung.
Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2010 nach Schätzungen des
GDV von 41,9 Mrd € um 3,1 % auf 43,2 Mrd €. Dabei sorgten auch der Orkan "Xynthia", die lange Frostperiode sowie die Hochwasser-
und Starkregenereignisse im Sommer für Zusatzbelastungen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote
erhöhte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 um 1,5 Prozentpunkte auf 80,0 %. Für das Gesundheitswesen war auch 2010 wieder ein sehr bewegtes Jahr. Insbesondere
das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) sowie das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz
(AMNOG) brachten sowohl für gesetzlich als auch privat Versicherte zahlreiche Neuerungen.
Verglichen mit den im Koalitionsvertrag ursprünglich fixierten Vorhaben fällt die
Bilanz für die private Krankenversicherung (PKV) allerdings eher gemischt aus. Vor
allem beim wettbewerbsverzerrenden Angebot von Zusatzversicherungen durch die gesetzliche
Krankenversicherung (GKV) hat der Gesetzgeber im Wesentlichen alles beim Alten belassen.
Für die Privatversicherten bringen die Neuregelungen des vergangenen Jahres jedoch
zunächst einmal positive Veränderungen. So wurde im Rahmen des GKV-FinG die 2007 eingeführte
Drei-Jahres-Frist für Angestellte beim Wechsel von der GKV in die PKV wieder zurückgenommen. Für viele freiwillig gesetzlich Versicherte ist damit der Wechsel in eine private
Krankenversicherung schneller möglich. Mit dieser Maßnahme setzt der Gesetzgeber einen
wichtigen Impuls für die Wahlfreiheit der Versicherten und für den Systemwettbewerb
zwischen PKV und GKV. Eine zusätzliche Verbesserung ist die Verringerung der Mindestbindungsfrist
bei Abschluss eines Wahltarifs in der GKV. In vielen Fällen wird diese Frist von drei
auf ein Jahr vermindert. Eine weitere wichtige Neuerung bringt auch das AMNOG mit sich. Hierdurch werden Privatpatienten
ebenfalls von den Arzneimittelrabatten profitieren, die auch für die GKV gelten. Außerdem
wird die PKV bei neuen Medikamenten in die Preisverhandlungen der GKV eingebunden.
Dies wird sich positiv auf die künftige Kostendynamik in der PKV auswirken. Im Jahr
2010 wirkte sich die Drei-Jahres-Wartefrist nach wie vor negativ auf das Neugeschäft
aus. So halbierte sich der Nettoneuzugang im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
auf 44 500 Personen. Am 30. Juni 2010 betrug damit die Anzahl der vollversicherten
Personen 8,86 Millionen. In der Zusatzversicherung erhöhte sich der Bestand im ersten
Halbjahr 2010 um 77 000 auf 21,56 Millionen Versicherungen. GESCHÄFTSENTWICKLUNGÜberblick über das GeschäftsjahrDer Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat sein Gewinnziel 2010
deutlich übererfüllt. Die Stuttgarter Finanzdienstleistungsgruppe weist für das Geschäftsjahr
2010 einen IFRS-Konzernüberschuss in Höhe von 188,2 (Vj. 222,1) Mio € aus. Damit wird
das Ziel von 140 Mio € deutlich übertroffen. Zu diesem Ergebnis haben beide Geschäftsfelder
- BausparBank und Versicherung - entscheidend beigetragen. Die W&W-Gruppe hat 2010 im Neugeschäft im Inland über alle Produktsparten hinweg zugelegt.
Beim Bausparen wuchs das Brutto-Neugeschäft um 33,5 % auf das Rekord-Ergebnis von
14,7 Mrd €. Seit Beginn des Erneuerungskurses 2006 konnte das Bausparneugeschäft von
Wüstenrot verdoppelt werden. In der Baufinanzierung erzielte die W&W im Neugeschäft
ein Wachstum von 9,8 % auf 6,0 Mrd €. Ebenfalls positiv verlief die Entwicklung im Geschäftsfeld Versicherung. Im Schaden-/Unfallgeschäft
konnten Marktanteile gewonnen werden. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 1,5
% auf 1,3 Mrd €. Im Bereich Lebensversicherungen erzielte W&W einen Zuwachs von 4,6
% auf einen gebuchten Bruttobeitrag von 2,5 Mrd €. Die guten Neugeschäftszahlen sind auch Indiz für die Leistungsfähigkeit des eigenen
Außendienstes und für das Potenzial des Multikanalvertriebs. Die erfreuliche Geschäftsentwicklung und die neue Substanz des Unternehmens tragen
zur Sicherung der Arbeitsplätze bei. Zudem ermöglicht das Wachstum besonders im Bereich
Baufinanzierung die Schaffung neuer Stellen. Der Konzernüberschuss beinhaltet Integrationsaufwendungen für die beiden neu hinzugekommenen
Bausparkassen: Die Victoria Vereinsbank Bauspar AG (VVB) wurde 2009 und die Allianz
Dresdner Bauspar AG (ADB) 2010 erworben. Außerdem ist der Erstkonsolidierungseffekt
infolge des Erwerbs der ADB enthalten. Darüber hinaus wirken sich die Investitionen
in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aus. Es zielt auf eine nachhaltige Stärkung der
Ertragskraft ab. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageERTRAGSLAGEKonzerngesamtergebnisKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDer Konzernüberschuss beträgt 188,2 (Vj. 222,1) Mio €. Er setzt sich aus folgenden
Einzelergebnissen zusammen: Das Finanzergebnis des W&W-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2010 um 169,9 Mio € auf
1 684,6 (Vj. 1 514,7) Mio €. Folgende Effekte sind dabei zu berücksichtigen: Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erhöhte sich deutlich um
296,1 Mio € auf 724,8 (Vj. 428,7) Mio €. Der Vorjahreswert war von den Auswirkungen
der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt und lag daher auf einem deutlich niedrigeren
Niveau. Insbesondere das Veräußerungsergebnis hat sich verbessert. Das Ergebnis aus
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva
betrug - 64,3 (Vj. 163,9) Mio €. Hier machte sich insbesondere die Wertentwicklung
von Derivaten im Rahmen wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen bemerkbar. Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital stieg leicht auf
1 065,7 (Vj. 1 047,6) Mio €. Infolge geringerer Impairments ist der Risikovorsorgeaufwand
um 76,1 Mio € auf 49,7 (Vj. 125,8) Mio € gesunken. Der Vorjahreswert war aufgrund der Finanzmarktkrise deutlich erhöht. Die verdienten Beiträge wuchsen im Geschäftsjahr 2010 um 14,5 Mio € auf 3 782,0 (Vj.
3 767,5) Mio €. Dies ist Ausdruck des insgesamt gestiegenen Bestandes im Geschäftsfeld
Versicherung. Die Leistungen aus Versicherungsverträgen lagen 2010 bei 3 943,8 (Vj. 3 728,2) Mio
€. Im Segment Schaden/Unfallversicherung machten sich höhere Geschäftsjahresschäden
bemerkbar. Das Segment Personenversicherung verzeichnete erhöhte Zuführungen zu den
versicherungstechnischen Rückstellungen, da sich das Neugeschäft gesteigert und das
Finanzergebnis deutlich verbessert hat. 2010 beliefen sich die Verwaltungsaufwendungen auf 1 136,9 (Vj. 1 041,7) Mio €. Durch
die Übernahmen der VVB sowie der ADB stieg die Zahl der Mitarbeiter und damit der
Personalaufwand. In diesem Zusammenhang fallen außerdem Integrationsaufwendungen an,
besonders für die Migration der IT-Systeme. Darüber hinaus wirkten sich Investitionen
in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aus. Den gestiegenen Verwaltungsaufwendungen standen im Sonstigen Ergebnis zwei Faktoren
gegenüber: Für das laufende Jahr gab es einen positiven Effekt aus dem Kauf der Allianz
Dresdner Bauspar AG (ADB) und für das Vorjahr aus dem Erwerb der Vereinsbank Victoria
Bauspar AG (VVB). 2010 wurden durch die Erstkonsolidierung der ADB 98,4 (Vj. VVB 17,0)
Mio € als Ertrag erfasst. Das Sonstige Ergebnis erhöhte sich dadurch um 64,5 Mio €
auf 168,1 (Vj. 103,6) Mio €. VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGDas Konzerngesamtergebnis (sogenanntes "total comprehensive income"), das sich aus
dem Konzernüberschuss zuzüglich der im Eigenkapital erfassten Ergebnisse zusammensetzt,
beträgt 240,4 (Vj. 285,3) Mio €. Die direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen sind mit 52,2 (Vj. 63,2)
Mio € weiterhin positiv. Der Effekt aus der erfolgsneutralen Bewertung von Zins-Swaps
in effektiven Sicherungsbeziehungen hat sich deutlich auf 82,3 (Vj. - 33,4) Mio €
erhöht. Dies ist insbesondere auf Bewertungsgewinne bei Receiver Swaps zurückzuführen.
Durch den Erhalt von fixen Zahlungsströmen stieg deren Wert vor dem Hintergrund der
Zinsentwicklung im vergangenen Jahr. Die Bewertungsgewinne aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen beliefen sich auf 27,5 (Vj. 26,7) Mio €. Gegenläufig entwickelte
sich das erfolgsneutrale Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung mit
- 39,6 (Vj. 106,7). Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsrückstellungen
wurden in Höhe von - 24,1 (Vj. - 37,8) Mio € erfasst. Ursächlich hierfür ist ein gegenüber
dem Vorjahr um 25 Basispunkte geringerer Abzinsungssatz. SEGMENT BAUSPARBANKDas Segment BausparBank wird maßgeblich beeinflusst von den Tochterunternehmen Wüstenrot
Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Das Neugeschäft konnte durch den Zukauf der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) sowie
durch organisches Wachstum deutlich gesteigert werden. Das Segmentergebnis lag mit
118,6 (Vj. 112,6) Mio € leicht über dem Vorjahreswert. Von der Konzernbilanzsumme in Höhe von 76,0 Mrd € entfallen 39,9 (Vj. 34,4) Mrd €
auf das Segment BausparBank. Das Segmentvermögen besteht überwiegend aus Baudarlehen
sowie Kapitalanlagen in festverzinsliche Wertpapiere. Die Passivseite wird im Wesentlichen
durch die aus Kundeneinlagen resultierenden Verbindlichkeiten dominiert. Die ADB wurde im dritten Quartal 2010 auf die Wüstenrot Bausparkasse AG verschmolzen.
Aufgrund des Kontrollübergangs am 7. Juli 2010 ist lediglich das im zweiten Halbjahr
erwirtschaftete IFRS-Ergebnis der ADB mit enthalten. NeugeschäftDas Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme stieg um 33,5 % auf 14,7 (Vj. 11,0) Mrd €, wovon 2,7 Mrd €1 auf die Allianz Dresdner Bauspar AG entfallen. Durch das überdurchschnittliche Wachstum erhöhte sich der Marktanteil von 11,6 % auf 13,9 %. Diese positive Entwicklung schlägt sich auch im eingelösten Neugeschäft nach Bausparsumme nieder, das im Geschäftsjahr 2010 um 35,9 % auf 11,4 (Vj. 8,4) Mrd € gestiegen ist. Zu diesem Wert hat die ADB 2,3 Mrd €1 beigesteuert. Das Kreditneugeschäft stieg um 12,2 % auf 4 154,7 (3 703,8) Mio €. Die hierin enthaltenen Anschlussfinanzierungen beliefen sich auf 483,2 (Vj. 654,6) Mio €, das neu abgeschlossene Kreditgeschäft verbuchte einen Zuwachs um 20,4 % auf 3 671,5 (Vj. 3 049,2) Mio €. Davon entfallen 252,8 Mio €1 auf die ADB. Segmentübergreifend erreichte das Neugeschäft in der Baufinanzierung im W&W-Konzern
6 031,6 (Vj. 5 492,0) Mio €. Darin sind auch Hypothekendarlehen der Württembergische
Lebensversicherung AG in Höhe von 330,8 (Vj. 353,7) Mio € sowie Auszahlungen aus Bauspardarlehen
über 1 118,6 (Vj. 1 011,5) Mio € enthalten. Mit 5 604,1 (Vj. 5 069,1) Mio € entfällt
der Großteil des Neugeschäfts in der Baufinanzierung auf das Inland. Der Anteil der
Allianz Dresdner Bauspar AG beträgt 399,2 Mio €. Die tschechische Bausparkasse und
Hypothekenbank, deren Geschäftsaktivitäten in "Alle sonstigen Segmente" enthalten
sind, trugen 427,5 (Vj. 422,9) Mio € bei.
1
Wert für das Gesamtjahr 2010.
ErtragslageDas Finanzergebnis im Segment BausparBank lag bei 420,6 (Vj. 440,2) Mio €. Es setzt
sich im Wesentlichen aus den nachfolgenden Komponenten zusammen: Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung stieg um 27,5 Mio € auf 219,9
(Vj. 192,4) Mio €. Begünstigt wurde dies durch gewachsene Veräußerungserträge, da
sich das Zinsniveau positiv auf die Marktwerte von festverzinslichen Rentenpapieren
im Kapitalanlagebestand ausgewirkt hat. Außerdem sorgte ein insgesamt größerer Durchschnittsbestand
der Kapitalanlagen verfügbar zu Veräußerung für höhere Zinserträge. Das Ergebnis aus
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva
verringerte sich auf - 42,8 (Vj. 6,1) Mio €. Dieses Ergebnis spiegelt die Entwicklung
von Derivaten wider, die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden.
Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital reduzierte sich
von 276,7 Mio € auf 262,2 Mio €. Zins- und volumenbedingt niedrigere Refinanzierungskosten
konnten das durch höhere Zinsbonusrückstellungen gesunkene Ergebnis nicht kompensieren:
Einerseits verringerten sich die Abzinsungssätze infolge der Marktentwicklung. Auf
der anderen Seite wurden aufgrund der aktuellen Niedrigzinssituation im Markt die
höher verzinsten Bausparguthaben in geringerem Umfang abgerufen. Dies führt zu einem
gestiegenen Bonuspotenzial, dem wir durch eine höhere Rückstellung Rechnung getragen
haben. Durch das deutlich verbesserte Bausparneugeschäft hat sich der Provisionsaufwand erhöht.
Daher ist das Provisionsergebnis auf - 22,2 (Vj. - 9,7) Mio € gesunken. Die Übernahme der Geschäftsbetriebe von VVB und ADB ließ den Verwaltungsaufwand auf
403,1 (326,7) Mio € ansteigen. Hier wirkten sich die höhere Mitarbeiterzahl und IT-Integrationsaufwendungen
aus. Dabei ist zu beachten, dass die VVB im Vorjahreswert ab dem zweiten Halbjahr,
im aktuellen Wert jedoch für das gesamte Jahr enthalten ist. Die Aufwendungen der
ADB sind ab Juli 2010 erfasst. Diesem Aufwand stehen im Sonstigen Ergebnis Erstkonsolidierungserträge
aus den beiden Akquisitionen gegenüber. Darüber hinaus erfolgten im Rahmen des Zukunftsprogramms
"W&W 2012" weitere Investitionen in die langfristige Absicherung des Wachstums. Das Sonstige Ergebnis wurde stark vom Erwerb der ADB beeinflusst. Aus der Differenz
zwischen Kaufpreis und dem erworbenen Nettovermögen der ADB ergibt sich ein Erstkonsolidierungsertrag
in Höhe von 98,4 Mio €, der im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen wird. Außerdem ergab
sich ein positiver Effekt aus der Auflösung einer Eventualverbindlichkeit bezüglich
der Rechtmäßigkeit von Abschlussgebühren in Höhe von 23,4 Mio €. Dadurch stieg das
Sonstige Ergebnis von 49,6 Mio € auf 126,9 Mio €. In der Vorjahreszahl ist ein Ertrag
in Höhe von 17,0 Mio € im Rahmen der Übernahme der VVB enthalten. Bedingt durch den Erstkonsolidierungseffekt aus dem Erwerb der ADB, der einen nicht
steuerpflichtigen Ertrag darstellt, ergibt sich im Segment ein verhältnismäßig geringer
Steueraufwand von 3,7 Mio €. SEGMENT PERSONENVERSICHERUNGDas Segment Personenversicherung setzt sich im Wesentlichen aus der Württembergische
Lebensversicherung AG, der Karlsruher Lebensversicherung AG, der ARA Pensionskasse
AG und der Württembergische Krankenversicherung AG zusammen. Das Segment weist eine anteilige Bilanzsumme von 30,6 (Vj. 30,0) Mrd € aus. Davon
entfielen auf der Aktivseite 18,6 (Vj. 18,2) Mrd € auf Forderungen und weitere 6,9
(Vj. 7,0) Mrd € auf Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung. Die Passivseite wird
mit 27,6 (Vj. 26,8) Mrd € von den versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert. NeugeschäftDie Neubeiträge stiegen im Segment Personenversicherung deutlich um insgesamt 141,9
Mio € von 700,6 Mio auf 842,5 Mio €. Die darin enthaltenen Einmalbeiträge und laufenden
Beiträge haben sich wie folgt entwickelt: Die Einmalbeiträge stiegen deutlich von 526,4 Mio € auf 671,4 Mio €. 41,6 Mio € davon
entfallen auf die Rückdeckungsversicherung zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverträge
innerhalb der W&W-Gruppe. Grundsätzlich achten wir bei der Zeichnung von Einmalbeitragsgeschäft
auf dessen Kollektivverträglichkeit. Die laufenden Neubeiträge konnten mit 171,1 (Vj.
174,2) Mio € trotz des schwierigen Marktumfelds fast auf Vorjahresniveau gehalten
werden. Gemessen am Annual Premium Equivalent (APE) hat sich das Neugeschäft gegenüber
dem Vorjahr um 5,0 % auf 238,1 (Vj. 226,8) Mio € erhöht. Das Neugeschäft in der Krankenversicherung konnte leicht auf 16,5 (Vj. 16,2) Mio €
gesteigert werden. Die Zahl der Versicherten erreichte im Berichtsjahr 227 125 (Vj.
194 390). Davon waren 23 198 (Vj. 22 011) Personen in der Krankheitskostenvollversicherung
versichert. scroll
ErtragslageDer Überschuss im Segment Personenversicherung entwickelte sich im Jahr 2010 positiv.
Aufgrund eines verbesserten Finanzergebnisses hat sich der Segmentüberschuss von 16,7
Mio € im Vorjahr auf 39,6 Mio € deutlich erhöht. Das Finanzergebnis stieg um 173,1 Mio € auf 1 180,7 (Vj. 1 007,6) Mio €. Im Detail
ergeben sich folgende Entwicklungen: Besonders erfreulich verlief das Ergebnis aus
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, das um 271,3 Mio € auf 482,4 ( Vj. 211,1)
Mio € angewachsen ist. Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war ein verbessertes Veräußerungsergebnis.
Während im Vorjahr durch den Abbau des Aktienengagements noch verstärkt Veräußerungsverluste
zu verzeichnen waren, konnten 2010 aufgrund des niedrigen Zinsniveaus Veräußerungsgewinne
aus dem Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren erzielt werden. Gegenläufig entwickelte
sich das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva
und Finanzpassiva. Es ging auf - 2,5 (Vj. 176,5 ) Mio € zurück. Dies ist überwiegend
auf realisierte Ergebnisse aus Derivaten zurückzuführen, die der wirtschaftlichen
Absicherung von Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken dienen. Auch die Bewertungserträge
aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
waren aufgrund der sehr differenzierten und wenig dynamischen Entwicklung der internationalen
Aktienmärkte rückläufig. Durch Veräußerungsgewinne aus Namensschuldverschreibungen
und Schuldscheindarlehen erhöhte sich das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten
und Nachrangkapital von 707,8 Mio € auf 713,0 Mio €. Der Risikovorsorgeaufwand reduzierte
sich um 80,2 Mio € auf 7,9 (Vj. 88,1) Mio € hauptsächlich aufgrund geringerer Abschreibungen
auf Rententitel. Das Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien stieg um 3,6 Mio € auf
24,3 (Vj. 20,7) Mio €. Im Berichtsjahr konnten die laufenden Aufwendungen gesenkt
und die Erträge aus Vermietung und Verpachtung erhöht werden. Das Provisionsergebnis lag mit - 139,3 (Vj. -137,2) Mio € knapp unter dem Vorjahresniveau.
Die Provisionsaufwendungen für Abschlussprovisionen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft haben sich aufgrund des besseren Neugeschäfts erhöht. Darüber
hinaus stiegen die Provisionsaufwendungen aus dem Investmentgeschäft durch die höhere
Inanspruchnahme konzerninterner Beratungsleistungen in diesem Segment. Unter Berücksichtigung der Beitragsüberträge, der Rückversicherungsbeiträge sowie
der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen die verdienten
Nettobeiträge bei 2 531,6 (Vj. 2 494,2) Mio €. Das Beitragswachstum war vor allem
durch das höhere Einmalbeitragsgeschäft geprägt. Aufgrund der Erholung an den Kapitalmärkten konnten den Versicherungskunden 2010 höhere
Leistungen gutgeschrieben werden. Die Leistungen aus Versicherungsverträgen stiegen
von 3 102,3 Mio € auf 3 250,4 Mio € an. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
(brutto) wurden 357,5 (Vj. 177,9) Mio € zugeführt. Wegen des gestiegenen Einmalbeitragsgeschäfts
beträgt die erfolgswirksame Veränderung der Deckungsrückstellung 592,0 (Vj. 453,4)
Mio €. Die Veränderung der Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungen war
im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die hierin unter anderem enthaltenen nicht realisierten
Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen, die zur Bedeckung fondsgebundener Lebensversicherungsverträge
dienen, gingen aufgrund der weniger dynamischen Entwicklung der internationalen Aktienmärkte
zurück. Der Verwaltungsaufwand lag bei 287,8 (Vj. 274,4) Mio €. Der darin enthaltene Sachaufwand
hat sich aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach konzerninternen Dienstleistungen
erhöht. Auch außerordentliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte vergrößerten
2010 den Verwaltungsaufwand. Das Sonstige Ergebnis ging von - 3,1 Mio € auf - 6,1
Mio € zurück. SEGMENT SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNGDieses Segment wird im Wesentlichen von der Württembergische Versicherung AG repräsentiert.
Einem Neugeschäftswachstum sowie einem gestiegenen Finanzergebnis stehen höhere Schadenleistungen
für unsere Kunden gegenüber. Das Segmentvermögen betrug 3,7 (Vj. 3,7) Mrd €. Es wird
auf der Passivseite von den versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert. NeugeschäftIm Jahr 2010 ist es gelungen, das Neugeschäft weiter zu steigern. Gemessen am Jahresbestandsbeitrag
erhöhte es sich um 6,2 % auf 195,5 (Vj. 184,1) Mio €. Wachstumsimpulse gingen insbesondere
von der Kraftfahrtversicherung aus. Das Storno im Bestand ging um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Somit konnte nach
2009 im zweiten Jahr in Folge wieder ein Beitragswachstum erzielt werden. Die Brutto-Beitragseinnahmen
im Inland erhöhten sich um 1,8 % auf 1 325,1 (Vj. 1 302,1) Mio €. In der Kraftfahrtversicherung
stiegen die gebuchten Bruttobeiträge trotz des anhaltenden Preiswettbewerbs um 4,0
% auf 530,3 (Vj. 509,7) Mio €. Im Privatkundengeschäft blieben die Beitragseinnahmen
auf dem Niveau des Vorjahres. Im Firmenkundengeschäft konnte bei den gebuchten Beitragseinnahmen ein Zuwachs auf
279,3 (Vj. 276,8) Mio € erzielt werden. ErtragslageIm Geschäftsjahr 2010 lag das Segmentergebnis bei 26,5 (Vj. 81,1) Mio €. Gestiegenen
Kapitalerträgen standen erhöhte Schadenaufwendungen gegenüber. Das Finanzergebnis
verbesserte sich deutlich dank der Erholung der Kapitalmärkte auf 63,9 (Vj. 38,8)
Mio €. Verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen: Das Ergebnis aus Finanzanlagen
verfügbar zur Veräußerung stieg um 9,2 auf 27,7 (Vj. 18,5) Mio €. Dies resultiert
zum einen aus geringeren Abschreibungen und zum anderen aus Währungskursgewinnen aus
Kapitalanlagen, welche zur Deckung von Versicherungsgeschäft in Fremdwährung dienen.
Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva
und Finanzpassiva betrug - 5,1 (Vj. - 16,0) Mio €. Der Vorjahreswert war geprägt durch
Veräußerungsverluste sowie Bewertungsaufwendungen im Handelsbestand. Das Ergebnis
aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital stieg um 12,2 Mio € auf 49,0
(Vj. 36,8) Mio €, da festverzinsliche Wertpapiere einen höheren Verkaufserlös erzielten.
Demgegenüber führten ein geringeres Zinsniveau sowie ein geringerer Forderungsbestand
zu leicht rückläufigen Zinserträgen. Das Provisionsergebnis beträgt - 174,3 (Vj. - 160,8) Mio €. Die Ursache dafür sind
höhere Provisionsaufwendungen infolge des ausgebauten Neugeschäfts sowie geringere
Provisionserträge aus dem in Rückversicherung gegebenen Geschäft. Die verdienten Nettobeiträge entwickelten sich weiterhin gut. Sie stiegen durch den
Bestandszuwachs aus dem verbesserten Neugeschäft um 16,6 Mio € auf 1 082,4 (Vj. 1
065,8) Mio €. Die Leistungen aus Versicherungsverträgen stiegen aufgrund erhöhter Geschäftsjahresschäden
deutlich auf 597,9 (Vj. 509,5) Mio €. Als größtes Schadenereignis ist das Sturmtief
Xynthia zu nennen, darüber hinaus waren insbesondere im Bereich Kraftfahrt höhere
Schäden zu verzeichnen. Zudem ist das Abwicklungsergebnis aus Vorjahresschäden um
50,2 Mio € zurückgegangen. Der Verwaltungsaufwand sank leicht auf 337,7 (348,1) Mio €. Der Rückgang ist auf gestiegene
Dienstleistungserträge gegenüber anderen Konzernunternehmen zurückzuführen, die nicht
dem Segment Schaden-/Unfallversicherung zugeordnet sind. Personal- und Sachaufwendungen
blieben konstant. Das rückläufige Sonstige Ergebnis von 11,8 (Vj. 30,9) Mio € wurde beeinflusst von
Währungskursverlusten aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die jedoch durch
Währungskursgewinne im Finanzergebnis ausgeglichen wurden. Darüber hinaus war das
Vorjahr durch einen Einmaleffekt aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen
gekennzeichnet. ALLE SONSTIGEN SEGMENTEIn "Alle sonstigen Segmente" sind Geschäftsbereiche zusammengefasst, die keinem anderen
Segment zugeordnet werden können. Maßgeblich für die Entwicklung sind die W&W AG,
die W&W Asset Management GmbH sowie die tschechischen Gesellschaften (Bausparkasse,
Lebensversicherung und Hypothekenbank) des Konzerns. Die Bilanzsumme des Segments
beträgt 5,4 (Vj. 5,1) Mrd €. ErtragslageNach Steuern ergibt sich ein Überschuss von 113,9 (Vj. 79,1) Mio €. Dazu haben die
oben genannten Unternehmen wie folgt beigetragen: die W&W AG 107,5 (Vj. 44,2) Mio
€, die W&W Asset Management 10,8 (Vj. 19,0) Mio € sowie die tschechischen Tochtergesellschaften
mit 13,5 (Vj. 11,6) Mio €. Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum bei 159,9 (Vj. 159,9) Mio €. Es enthält
im Wesentlichen die Dividendenerträge aus vollkonsolidierten Tochterunternehmen der
W&W AG. Diese werden zunächst im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
erfasst und später in der Überleitung auf das Konzerngesamtergebnis konsolidiert. Das Provisionsergebnis erhöhte sich um 12,7 Mio € auf - 20,4 (Vj. - 33,1) Mio €. Hier
machte sich der geringere Provisionsaufwand infolge der Aufgabe des konzernexternen
aktiven Rückversicherungsgeschäftes bemerkbar. Die Versicherungsleistungen stiegen
auf 151,0 (Vj. 123,3) Mio €. Der Vorjahreswert enthält ein höheres Abwicklungsergebnis
aus der Auflösung von Schadenrückstellungen aufgrund der Abwicklung des aktiven Rückversicherungsgeschäfts. Der Verwaltungsaufwand lag bei 100,7 (Vj. 92,8) Mio €. Hintergrund des leicht höheren
Wertes ist die Zentralisierung konzernübergreifender Tätigkeiten und die dadurch gestiegene
Mitarbeiterzahl der W&W AG. Das Sonstige Ergebnis erhöhte sich um 7,9 Mio € auf 27,4
(Vj. 19,5) Mio €. Eine tabellarische Übersicht aller Segmente des W&W-Konzerns befindet sich im Anhang
ab Seite 136. FINANZLAGEKapitalstrukturInfolge des Geschäftsmodells als Finanzdienstleistungsgruppe dominieren auf der Passivseite
die versicherungstechnischen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden. KAPITALSTRUKTUR 2010
in Mio €![]() Die versicherungstechnischen Rückstellungen - einschließlich derjenigen für fondsgebundene
Lebensversicherungen - betragen insgesamt 29,8 (Vj. 29,1) Mrd €. Davon entfallen 24,5
(Vj. 24,0) Mrd € auf die Deckungsrückstellung, 1,7 (Vj. 1,8) Mrd € auf die Rückstellung
für Beitragsrückerstattung und 2,3 (Vj. 2,4) Mrd € auf die Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend
um Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 27,5 (Vj. 23,8) Mrd €. Darin sind
insbesondere Einlagen aus dem Bauspargeschäft sowie Spareinlagen enthalten. Detailangaben zur Struktur der Passivseite sowie zu den Restlaufzeiten können dem
Anhang zum Konzernabschluss entnommen werden. LiquiditätDie Liquidität der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen war im Berichtsjahr jederzeit
gewährleistet. Wir gewinnen Liquidität aus unserem operativen Versicherungs-, Bauspar-
und Bankgeschäft sowie aus Finanzierungsmaßnahmen. Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement
sind im Risikobericht enthalten. In der Kapitalflussrechnung ergab sich aus operativer Geschäftstätigkeit ein Mittelzufluss
von 1 781,9 (Vj. 3 590,2) Mio € sowie für die Investitionstätigkeit einschließlich
Investitionen in Kapitalanlagen ein Mittelabfluss von 1 294,5 (Vj. 3 836,3) Mio €.
Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 87,5 (Vj. 31,5)
Mio €. Daraus ergab sich im Berichtsjahr im Saldo eine zahlungswirksame Veränderung
von 399,9 Mio €. Zur weiteren Information wird auf die Kapitalflussrechnung im Anhang
verwiesen. RefinanzierungDas Gesamtvolumen der Kundeneinlagen der W&W-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 15,7
% auf 27 510,5 (Vj. 23 769,8) Mio €, im Wesentlichen bedingt durch die von der Allianz
Dresdner Bauspar AG (ADB) hinzugekommenen Einlagen. Die begebenen Schuldverschreibungen
sind auf 1 448,5 (Vj. 1 293,5) Mio € gestiegen. Die Refinanzierungsaufschläge für
Hypothekenpfandbriefe reduzierten sich im Jahresverlauf teilweise wieder auf das Niveau
von vor Beginn der Finanzmarktkrise. Die im Vorjahr noch verstärkte Refinanzierung
über Offenmarktgeschäfte mit der Europäischen Zentralbank konnte dadurch wieder zurückgefahren
werden. GESAMTVOLUMEN KUNDENEINLAGEN
in Mrd €![]() Zum 31. Dezember 2010 betrug das emittierte Nachrangkapital im W&W-Konzern 448,6 (Vj.
430,7) Mio €. Davon entfielen auf Genussrechtskapital 74,4 (Vj. 74,4) Mio €, emittiert
von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, sowie 374,2 (Vj. 356,2) Mio € auf nachrangige
Verbindlichkeiten, ebenfalls begeben von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie
von der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Württembergische Lebensversicherung AG, der
Württembergische Versicherung AG. Investitionen und BeteiligungenZur Erschließung weiterer Vertriebswege wurden über die Wüstenrot Bausparkasse AG
mit Wirkung zum 7. Juli 2010 sämtliche Aktien an der Allianz Dresdner Bauspar AG erworben. VERMÖGENSLAGEVermögensstrukturDie Konzern-Bilanzsumme der W&W-Gruppe stieg im zurückliegenden Geschäftsjahr um 6,4
Mrd € auf 76,0 (Vj. 69,6) Mrd € insbesondere aufgrund der von der Allianz Dresdner
Bauspar AG übernommenen Vermögenswerte. Auf der Aktivseite überwiegen Finanzanlagen
verfügbar zur Veräußerung, Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden. KONZERNBILANZSUMME
in Mrd €![]() EigenkapitalDie W&W AG als Holdinggesellschaft steuert die Eigenkapitalausstattung in der Gruppe.
Grundsätzlich orientiert sich die Eigenkapitalausstattung der Tochterunternehmen mindestens
an den vorgegebenen regulatorischen Anforderungen. Im aufsichtsrechtlichen Umfeld
werden durch Basel III sowie durch Solvency II langfristig strengere Eigenkapitalvorschriften
erwartet. Intern hat der W&W-Konzern daher bereits für die großen Tochtergesellschaften
sowie auf Gruppenebene Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, die deutlich über den derzeitigen
gesetzlichen Anforderungen liegen, um der Gruppe und den Einzelgesellschaften eine
hohe Stabilität zu sichern. BILANZIELLES EIGENKAPITALin Mrd €![]() Zum 31. Dezember 2010 erreichte das Eigenkapital des W&W-Konzerns 2 844,3 Mio € nach
2 666,9 Mio € zum 31. Dezember 2009. Hierin sind im Wesentlichen der Konzernüberschuss
zum 31. Dezember 2010 sowie die im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnisse in Höhe
von insgesamt 240,4 Mio € berücksichtigt. Gegenläufig wirkte die Dividendenausschüttung
über 58,9 Mio €. Sonstige Effekte haben das Eigenkapital um weitere 4,1 Mio € verringert. Die Effekte sind im Detail aus der verkürzten Gesamtergebnisrechnung sowie aus der
Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Anhang ersichtlich. BewertungsreservenBewertungsreserven können entstehen, wenn der aktuelle Fair Value eines Vermögenswertes
("beizulegender Zeitwert") über dem Wert liegt, mit dem er in der Bilanz ausgewiesen
wird ("Buchwert"). Bewertungsreserven haben wir insbesondere bei Forderungen sowie
bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Sie belaufen sich zum 31. Dezember
2010 auf 1 833,8 (Vj. 1 486,6) Mio €. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hielt die Europäische Zentralbank
an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Dies hatte ein im historischen Vergleich sehr
niedriges Zinsniveau zur Folge. Insbesondere die beizulegenden Zeitwerte von festverzinslichen
Wertpapieren profitierten von dieser Entwicklung, da die Höhe der Zinszahlungen durch
die Zinsfestschreibung nicht von sinkenden Umlaufrenditen betroffen ist. Umgekehrt
führte diese Entwicklung zu negativen Bewertungsreserven auf der langfristig festgeschriebenen
Passivseite sowie zu geringeren Renditen bei der Neuanlage von fälligen oder frei
gewordenen Kapitalmitteln. Detaillierte Informationen zu den Reserven befinden sich in den einzelnen Erläuterungen
zu den jeweiligen Aktiv- und Passivpositionen im Anhang. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene GeschäfteNennenswerte nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte, beispielsweise im Rahmen
von Asset-Backed-Securities-Transaktionen, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder
Haftungsverhältnisse gegenüber nicht einbezogenen Zweckgesellschaften haben im W&W-Konzern
im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht bestanden. ZUSAMMENFASSUNG ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
Im Jahr 2010 weist der W&W-Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 188,2 Mio €
aus. Das Planziel von 140 Mio € konnte deutlich übertroffen werden. Damit sind wir
auf einem guten Weg, das erstmals für das Jahr 2012 avisierte Ergebnis von 250 Mio
€ nachhaltig zu erreichen. Das IFRS-Ergebnis je Aktie lag auf Konzernebene bei 1,88
(Vj. 2,40) €. Alle Segmente schreiben deutlich positive Ergebnisse und verzeichnen eine wachsende
Neugeschäftsentwicklung. Im Segment BausparBank konnte nicht zuletzt durch den Erwerb
der Allianz Dresdner Bauspar AG ein weiteres Gewinn- und Neugeschäftwachstum erzielt
werden. Im Bereich der Versicherungen hat sich besonders das Segment Personenversicherung
wieder von der Finanzmarktkrise erholt und konnte das Finanzergebnis deutlich steigern.
In der Schaden-/Unfallversicherung macht sich vor allem die gestiegene Schadenbelastung
im vergangenen Geschäftsjahr bemerkbar. Im Ausland konzentriert sich der W&W-Konzern weiterhin auf Tschechien. Die im Bereich
"Alle sonstige Segmente" enthaltenen tschechischen Gesellschaften, die Bausparkasse,
Hypothekenbank und Lebensversicherung, haben jeweils positive Beiträge zum Konzernergebnis
geleistet. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGIm Zusammenhang mit der Erfüllung des Geschäftszwecks werden die erforderlichen Methoden,
Abläufe und Produkte permanent optimiert. Risikoforschung betreiben wir durch Identifikation von Megatrends im Rahmen unseres
Emerging-Risk-Management-Prozesses. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Risikobericht
ab Seite 41. Detaillierte Angaben zu neu entwickelten Produkten befinden sich im Kapitel "Produktangebot"
ab Seite 18. Darüber hinaus betreibt die W&W-Gruppe keine Forschung und Entwicklung. SONSTIGE ANGABENNachtragsberichtVorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der W&W
AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis
zur Aufstellung des Konzernabschlusses nicht eingetreten. Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGBGemäß § 315 Abs. 4 HGB sind - soweit für die Wüstenrot & Württembergische AG relevant
- folgende Aussagen zum 31. Dezember 2010 zu machen: Das Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 €
ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen
Aktienrecht (§ 67 AktG) gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär
nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem
für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Insgesamt
sind 1 568 Aktien vom Stimmrechtsausschluss im Sinne des § 136 Abs. 1 AktG erfasst,
da Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Inhaber dieser Aktien sind. Weitergehende
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen
nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre
am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60
AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien
abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung
seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen. Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,19 % der Anteile
die Wüstenrot Holding AG. 8,97 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank Baden-Württemberg,
7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,67 % im Besitz
der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,64
%. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen
bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht. Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 6 Abs. 1
der Satzung, §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG sowie §§ 121a Abs. 1,
7a, 13d VAG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 124 Abs. 2 Satz 2,
133 Abs. 1, 179 ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs.
2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher
Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht
das Gesetz - wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes
vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung
ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen,
zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen
Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden
Befugnisse. Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit
Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer,
auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens
69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009).
Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das
gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien
von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden,
sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre
in den folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten
der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die
für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen. Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung
für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen,
die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern
getroffen wurden. Für weitere Einzelheiten wird auf den Vergütungsbericht verwiesen. VergütungsberichtUnter Beachtung der seit Sommer 2009 in Kraft getretenen zahlreichen neuen rechtlichen
Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate
Governance Kodex (DCGK) hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2010 eine neue
Ausgestaltung der Vergütungssystematik für den Vorstand beginnend ab dem Geschäftsjahr
2010 beschlossen. In Übereinstimmung mit dem DCGK werden im Folgenden die Grundzüge
des neuen Vergütungssystems für den Vorstand und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen
Komponenten erläutert. Im Einklang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK wird
künftig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente
vom Aufsichtsratsplenum beschlossen. Der Personalausschuss, dem der Beschluss nach
alter Rechtslage oblag, führt alle für den Beschluss notwendigen Vorbereitungen durch.
Das Aufsichtsratsplenum prüft das Vergütungssystem mindestens einmal jährlich. VORSTANDDas Vergütungssystem des Vorstands setzt sich zusammen aus einer erfolgsunabhängigen
und einer erfolgsabhängigen Komponente im Verhältnis 4 zu 1. Die erfolgsunabhängige
Komponente ist eine fixe Vergütung, die aus einem Festgehalt (pensionsberechtigt)
und einer Zulage besteht. Die erfolgsabhängige Komponente wird in Form einer Zieltantieme
gewährt. Die erfolgsabhängige Tantieme ist an ein Zielvereinbarungssystem gekoppelt. Die für
ein abgelaufenes Geschäftsjahr zugeteilte Höhe der Tantieme eines Vorstandsmitglieds
hängt von der jeweiligen Erreichung der betreffenden Unternehmensziele und Individualziele
ab. Die Bandbreite der Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 %. Die Unternehmensziele
entsprechen der vom Aufsichtsrat der W&W AG verabschiedeten Jahresplanung. Die Individualziele
werden zwischen dem einzelnen Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Das
gesamte Konzept erlaubt eine erfolgsabhängige und an operationalen Zielgrößen orientierte
Bemessung des variablen Vergütungsbestandteils und somit eine in höherem Maße leistungsorientierte
Vergütung. Die für die Zielvereinbarungen 2010 geltenden Zielgrößen klassifizieren sich in kurz-,
mittel- und langfristige Ziele und richten sich nach Kennzahlen wie Jahresergebnis,
Verwaltungskosten, Nettovertriebsleistung, wertorientierte Beitragssumme, Cross-Selling-Punkten
sowie individuellen Zielen. Die Gewichtung der Zielgrößen innerhalb der erfolgsabhängigen
Vergütung ist durch verstärkte Berücksichtigung von Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Die Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung erfolgt teilweise gestreckt: 50 % werden
im Folgejahr nach Feststellung des Zielerreichungsgrades sofort ausgezahlt, die anderen
50 % des erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteiles werden über einen Zeitraum von
drei Jahren zurückbehalten und unter den Vorbehalt von Verfallsklauseln gestellt.
Die Auszahlung des zurückgehaltenen Betrages erfolgt nur, wenn der W&W-Konzern in
den betreffenden drei Jahren ein durchschnittliches IFRS-Ergebnis nach Steuern in
Höhe von 100 Mio € p. a. und in keinem der drei Jahre einen Verlust ausweist. Liegt
das durchschnittliche Konzernergebnis unterhalb der Schwelle von 100 Mio € p. a. oder
weist der Konzern in einem oder mehreren Jahren einen Verlust aus, so verfällt der
zurückgehaltene Betrag für das betreffende Geschäftsjahr endgültig und vollständig.
Die gestreckte Auszahlung betrifft erstmals die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile
des Geschäftsjahres 2010, die im Jahr 2011 bzw. 2014 zur Auszahlung anstehen. Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen im W&W-Konzern nicht. Als Nebenleistungen erhalten die Vorstände einen Dienstwagen, eine Gruppenunfallversicherung
sowie eine Reisegepäckversicherung. Die Gesellschaft hat gemäß aktienrechtlicher Anforderungen eine Versicherung zur Absicherung
eines jeden Vorstandsmitglieds gegen Risiken aus dessen beruflicher Tätigkeit für
die Gesellschaft abgeschlossen. Die Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 %
des Schadens, maximal aber 150 % der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds
vor. Mit allen Vorstandsmitgliedern wurden Abfindungsobergrenzen in Höhe von maximal zwei
Jahresgehältern vereinbart. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel,
die eine Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall einer Übernahme
enthält. Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder erfolgt seit 2007 über eine beitragsorientierte
Versorgungszusage. Dies betrifft ein Vorstandsmitglied. Für ein früher bestelltes
Vorstandsmitglied gilt noch die seinerzeit übliche leistungsorientierte Versorgungszusage
in Form eines Festbetrages, der überwiegend vom vorherigen Arbeitgeber getragen wird.
Mit zwei Vorstandsmitgliedern ist keine Altersversorgung vereinbart. Hiervon erhält
ein Vorstandsmitglied seine Altersversorgung von einem anderen Konzernunternehmen. Das Ruhegehalt wird, soweit vereinbart, grundsätzlich gewährt mit Vollendung des 65.
Lebensjahres, bei einem Vorstandsmitglied ab dem 62. Lebensjahr sowie bei vorzeitigem
Ausscheiden ab dem 61. Lebensjahr und im Falle der Dienstunfähigkeit. Bei der leistungsorientierten
Vergütungszusage erhöht sich das Ruhegehalt bei einer Erhöhung des Festgehalts bzw.
bei einer Erhöhung der Tarifgehälter des privaten Bankgewerbes, wobei die Erhöhung
nach Beginn der Versorgungszusage auf den Anstieg des Preisindexes für die Lebenshaltung
zuzüglich 2 % begrenzt ist. Bei der beitragsorientierten Versorgungszusage werden
die Leistungen gem. § 16 Abs. 3 BetrAVG um 1 % jährlich angepasst. Die Versorgung
umfasst eine Witwen-/Witwerrente in Höhe von 60 % des Ruhegehalts und eine Waisenrente
von in der Regel 20 %. Bei der leistungsorientierten Versorgungszusage werden Versorgungsansprüche
auf betriebliche Altersversorgungsleistungen gegen Dritte angerechnet. Die Ansprüche
auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung sind unverfallbar. Ein Vorstandsmitglied
erhält bei Nichtverlängerung des Dienstvertrages über die zweite Amtszeit hinaus,
ohne dass es hierfür einen wichtigen Grund gegeben hat, ein Übergangsgeld in Höhe
der Berufsunfähigkeitsrente von 89 Tsd €. AUFSICHTSRATDie Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen
für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie eine
erfolgsbezogene Tantieme. Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung
beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende,
die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre
ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden
das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache. Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht
sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende
beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten
Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache. Detaillierte Angaben enthält der ausführliche Vergütungsbericht im Anhang ab Seite
235. RISIKOBERICHT
Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W-Gruppe) bildet nach den Bestimmungen
des Kreditwesengesetzes, des Versicherungsaufsichtsgesetzes und der Finanzkonglomeraterichtlinie
ein Finanzkonglomerat. Daraus resultieren besondere Anforderungen an das Risikomanagement
und -controlling. Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen ist die Wüstenrot &
Württembergische AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb
des Finanzkonglomerats Standards im Risikomanagement zu definieren und weiterzuentwickeln
sowie zu kontrollieren, ob diese eingehalten werden. Nachfolgend werden die Grundsätze und Gestaltungselemente des Risikomanagementansatzes
in der W&W-Gruppe sowie die generelle Handhabung der wesentlichen Risiken innerhalb
unseres Konzerns beschrieben. Weitere Analysen und Darstellungen der Risikosituation
der W&W-Gruppe, welche sich aus internationalen Rechnungslegungsstandards ergeben,
sind ab Seite 200 "Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen"
im Konzernanhang zu entnehmen. Wir verweisen zusätzlich auf die Lageberichterstattung
unserer Gruppenunternehmen. Risikomanagement in der W&W-GruppeEs ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung, Risiken gezielt und kontrolliert
zu übernehmen und damit die gesetzten Renditeziele zu erreichen. In der W&W-Gruppe besteht ein übergreifendes Risikomanagement- und -controllingsystem,
das die nach den jeweiligen Geschäftserfordernissen ausgerichteten Systeme und Methoden
der Einzelunternehmen konsistent verbindet. Unter Risikomanagement verstehen wir die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen
und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung sowie zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen
Betätigung. Das Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Aufgabe,
Risiken zu erfassen, zu analysieren, zu bewerten und zu kommunizieren sowie die Maßnahmen
zur Risikosteuerung zu überwachen. AUFGABE UND ZIEL
Es ist das Ziel des Risikomanagements, die nachhaltige Wertschöpfung für die Aktionäre
zu fördern und sicherzustellen, dass die Ansprüche von Kunden und Fremdkapitalgebern
jederzeit erfüllbar sind. Das Risikomanagement überwacht die Risikotragfähigkeit und
das Risikoprofil der W&W-Gruppe. Es hat die Aufgabe, Steuerungs- und Handlungsimpulse
zu liefern, wenn vom gewünschten Risikoprofil abgewichen wird oder wenn die Risikotragfähigkeit
unter definierte Schwellenwerte fällt. Das Risikomanagement trägt damit zur Sicherung
der Unternehmensfortführung bei. Es soll darüber hinaus die Reputation der W&W-Gruppe als Vorsorge-Spezialist schützen.
Der Ruf der Gruppe als solider, verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner unserer
Kunden ist ein wesentlicher Faktor für unseren nachhaltigen Erfolg. RISK MANAGEMENT FRAMEWORKDie Risikostrategie der W&W-Gruppe legt Mindestanforderungen an die risikopolitische
Ausrichtung und den risikopolitischen Rahmen der W&W-Gruppe fest. RISK MANAGEMENT FRAMEWORKÜberblick![]() Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie, beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen
Risiken in unserer Gruppe. Sie definiert Ziele, Risikotoleranz, Limite, Maßnahmen
und Instrumente, um eingegangene oder zukünftige Risiken zu handhaben. Die Risikostrategie
der W&W-Gruppe wird durch den Vorstand der W&W AG beschlossen und mindestens einmal
jährlich im Aufsichtsrat erörtert. Grundsätzlich wird angestrebt, die Geschäftschancen
mit den damit verbundenen Risiken auszubalancieren, wobei stets im Vordergrund steht,
den Fortbestand der Gruppe und ihrer Unternehmen dauerhaft zu sichern. Ziel ist es,
bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken weitestgehend zu vermeiden. Grundsätzlich sind die Einzelunternehmen des Finanzkonglomerats in das konzernweite
Risikomanagementsystem nach den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen
eingebunden. Jedoch variieren Umfang und Intensität der Risikomanagementaktivitäten,
abhängig vom Risikogehalt der betriebenen Geschäfte (Proportionalitätsprinzip). In unserer Group Risk Policy definieren wir differenzierte Anforderungsprofile, um
sowohl die spezifischen Risikomanagement-Erfordernisse in den Einzelunternehmen als
auch die Voraussetzungen für die ganzheitliche Konzernrisikosteuerung abzubilden. RISK GOVERNANCE/RISIKOGREMIENUnsere Risk Governance ist in der Lage, unsere gruppenweiten und auf Einzelunternehmensebene
bezogenen Risiken zu steuern und gleichzeitig sicherzustellen, dass unser Gesamtrisikoprofil
mit den risikostrategischen Zielsetzungen übereinstimmt. Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten
Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG ist oberstes
Entscheidungsgremium der W&W-Gruppe in Risikofragen. Das Management Board fungiert
als Koordinationsgremium und dient zur Integration der Geschäftsfelder. Der Vorstand
der W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung
die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen
im Risikomanagement fest. Einmal jährlich vergewissern sich der Prüfungsausschuss der W&W AG sowie die Prüfungsausschüsse
der großen Einzelgesellschaften, ob die Organisation des Risikomanagements in den
jeweiligen Verantwortungsbereichen angemessen ist. Der Aufsichtsrat informiert sich im Zuge eines Standardtagesordnungspunktes "Risikomanagement"
regelmäßig über die aktuelle Risikosituation. Das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements
unterstützt den Vorstand und das Management Board in Risikofragen. Ständige Mitglieder
des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten Chief Risk
Officer (CRO) auch die CROs der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung sowie
der Leiter der Abteilung Konzernrisikomanagement. Das Gremium findet sich einmal pro
Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Das Group Board
Risk überwacht das Risikoprofil der W&W-Gruppe, deren angemessene Kapitalisierung
und die Liquiditätsausstattung. Darüber hinaus berät es über konzernweite Standards
zur Risikoorganisation, den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente
im Risikomanagement und schlägt diese den Vorständen der Gruppe zur Entscheidung vor. Die folgende Grafik veranschaulicht, wie die verantwortlichen Gremien bei risikobezogenen
Entscheidungen zusammenwirken. RISK-BOARD-STRUKTURÜberblick![]() Das Konzernrisikomanagement berät und unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche
Risikomanagement-Standards festzulegen. Es entwickelt unternehmensübergreifende Methoden
und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung.
Darüber hinaus fertigt die Abteilung qualitative und quantitative Risikoanalysen an.
Die in der W&W AG angesiedelte Abteilung Konzernrisikomanagement ist zuständig sowohl
für die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe als
auch für die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft. Zur gruppenweiten Liquiditätssteuerung ist ein Group Liquidity Committee etabliert.
Dieses setzt sich aus Vertretern der Einzelunternehmen zusammen. Es ist für die übergreifende
Liquiditätssteuerung des Konzerns zuständig und arbeitet Empfehlungen für die Sitzungen
des Group Board Risk aus. Als zentrales Gremium dient das Group Compliance Committee der Verknüpfung von Rechtsabteilung,
Compliance, Revision und Risikomanagement. Der Compliance-Beauftragte berichtet dem
Vorstand und dem Group Board Risk jeweils direkt über Compliance-Risiken. Weiterführende
Informationen zu unserer Corporate Governance sowie zur Zusammensetzung des Committees
finden sich im Lagebericht der W&W AG auf Seite 284. Analog der W&W AG haben die Einzelgesellschaften mit fachbereichsübergreifend besetzten
Risikogremien und Risikocontrollingeinheiten hierfür geeignete Organisationsstrukturen
geschaffen. In den Geschäftsfeldern werden regelmäßig Risk Boards einberufen, um die
jeweilige Risikolage zu beurteilen. Im Geschäftsfeld Versicherung steuert und überwacht das Risk Board Versicherungen
Risiken im Geschäftsfeld Versicherungen. Im Geschäftsfeld BausparBank ist ein Risk
Board BausparBank etabliert. Die Teilnahme der verantwortlichen Vorstände und betroffenen
Fachabteilungen gewährleistet neben der Integration einzelgesellschaftlicher Sachverhalte
einen schnellen Informationsaustausch sowie rasches Handeln. Risikorelevante Sachverhalte
unserer ausländischen Tochterunternehmen integrieren wir durch eine prozessuale Vernetzung
sowie eine direkte Berichtslinie an das Group Board Risk. Flexible Risikokommissionen mit themenspezifischer Besetzung ermöglichen schnelle
Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Ereignisse. Die folgende Grafik veranschaulicht die Verantwortlichkeiten der Gremien für risikobezogene
Entscheidungen. RISIKOGREMIENÜberblick![]() Die für die dezentrale Risikosteuerung verantwortlichen operativen Geschäftseinheiten
entscheiden bewusst darüber, Risiken einzugehen oder zu vermeiden. Dabei beachten
sie die zentral vorgegebenen Standards, Risikolimite und Anlagelinien sowie die festgelegten
Risikostrategien. Durch festgelegte Berichtsformen und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe
Kommunikation zwischen den Risikogremien, ihren Risikocontrollingeinheiten und der
Geschäftsleitung auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Unternehmensebene. Das Prinzip der Funktionstrennung setzen wir durch eine strikte Trennung von risikonehmenden
(z. B. Kapitalanlagen, aktive Rückversicherung) und risikoüberwachenden Einheiten
(Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement) um. Funktionsfähigkeit, Angemessenheit
und Effektivität unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch interne Revisionen
überprüft. Die externe Revision überprüft die Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems. GRENZEN DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMSEin gutes und effektives Risikomanagement verbessert die Umsetzung von geschäfts-
und risikostrategischen Zielvorgaben. Es kann jedoch keine vollständige Sicherheit
gewährleisten, da der Wirksamkeit des Risikomanagements Grenzen gesetzt sind: Prognoserisiko.Das Risikomanagement basiert zu einem wesentlichen Teil auf Prognosen zukünftiger
Entwicklungen. Auch wenn die verwendeten Prognosen neuere Erkenntnisse regelmäßig
einbeziehen, gibt es keine Garantie dafür, dass sich zukünftige Entwicklungen - vor
allem künftige Extremereignisse - immer im Prognoserahmen des Risikomanagements bewegen. Modellierungsrisiko.Zur Risikomessung und -steuerung werden überwiegend branchenübliche Modelle verwendet.
Die Modelle nutzen Annahmen, um die Komplexität der Wirklichkeit zu reduzieren. Sie
bilden nur die als wesentlich betrachteten Zusammenhänge ab. Insofern besteht sowohl
das Risiko der Wahl ungeeigneter Annahmen als auch ein Abbildungsrisiko, wenn relevante
Zusammenhänge unzureichend in den Modellen reflektiert werden. Die W&W-Gruppe mindert
die Modellrisiken durch eine sorgfältige Model Governance. Durch eine Model Change
Policy wird die Modellentwicklung einer standardisierten und nachvollziehbaren Dokumentation
unterzogen. Die Policy regelt die Prozesse bei Änderungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells
auf Ebene der W&W-Gruppe, inklusive der für seine Kalibrierung in den Einzelunternehmen
vorgehaltenen Verfahren, Modelle und Daten. Modelländerungen werden anhand ihrer Bedeutung
in Kategorien nach Wesentlichkeit klassifiziert. Für jede Kategorie sind spezifische
Anzeige- und Genehmigungspflichten vorgesehen. Entsprechend der Klassifizierung werden
strukturierte Änderungs- und Informationsprozesse durchlaufen. Die Übernahme wesentlicher
Modelländerungen in das interne Risikotragfähigkeitsmodell bedarf einer Genehmigung
durch das Group Board Risk. Validierungs- und Backtestingverfahren werden eingesetzt,
um Modellrisiken zu begrenzen. Die Maßnahmen mindern das Modellierungsrisiko in der
Risikomessung und -steuerung. Sie können es jedoch nicht vollständig kompensieren. Mensch.Darüber hinaus kann die den unternehmerischen Entscheidungsprozessen immanente menschliche
Urteilsbildung trotz der implementierten Kontrollmaßnahmen (internes Kontrollsystem,
z. B. 4-Augen-Prinzip) fehlerhaft sein, sodass in der Unberechenbarkeit des menschlichen
Handelns ein Risiko besteht. Ebenso besteht ein Risiko in der Unwägbarkeit der Richtigkeit
der getroffenen Entscheidungen (menschliches Verhaltensrisiko). Aufgrund dessen sind - ungeachtet der grundsätzlichen Eignung unseres Risikomanagementsystems
- Umstände denkbar, unter denen Risiken nicht rechtzeitig identifiziert werden oder
eine angemessene Reaktion darauf nicht zeitnah erfolgt. Risikomanagement-ProzessDer Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und
umfasst in einem Regelkreislauf Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikonahme
und Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikoberichterstattung. RISIKOMANAGEMENT-KREISLAUFProzessschritte![]() RISIKOIDENTIFIKATIONIm Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren unsere
Einzelgesellschaften regelmäßig eingegangene oder potenzielle Risiken. Über einen
implementierten Relevanzfilter werden Risiken in wesentliche und unwesentliche Risiken
klassifiziert. Bei der Einschätzung beurteilen wir, inwiefern Einzelrisiken in ihrem
Zusammenwirken oder durch Kumulation (Risikokonzentrationen) wesentlichen Charakter
annehmen können. RISIKOBEURTEILUNGJe nach Art des Risikos setzten wir verschiedene Risikomessverfahren ein, um diese
quantitativ zu evaluieren. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer
Verfahren und unter Anwendung des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Derzeit ermitteln
wir Marktpreis- und Adressrisiken (mit Ausnahme der Forderungsausfallrisiken aus Rückversicherung)
sowie versicherungstechnische Risiken in der Sachversicherung mit diesem Ansatz. Für
die übrigen Risikobereiche verwenden wir analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche
Standardverfahren sowie Expertenschätzungen. So werden beispielsweise die im Rahmen
der Risikoinventur identifizierten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten
und Schadenpotenzialen bewertet. Im Rahmen von risikobereichsbezogenen und risikobereichsübergreifenden
Stressszenarien werden regelmäßig Sensitivitäts- und Szenarioanalysen durchgeführt.
Kennzahlenanalysen ergänzen das Instrumentarium der Risikobeurteilung. RISIKONAHME UND RISIKOSTEUERUNGUnter Risikosteuerung verstehen wir, die Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten
operativ umzusetzen. Die Entscheidung über die Risikonahme erfolgt im Rahmen der in
der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder sowohl dezentral durch die Geschäftsfelder
als auch durch die W&W AG. Auf der Grundlage der Risikostrategie steuern die jeweiligen
Fachbereiche in unseren operativen Einzelgesellschaften deren Risikopositionen. Um
die Risikosteuerung zu stützen, werden Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit-
und Liniensysteme eingesetzt. Als wesentliche Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis Risikogrößen wie die
aufsichtsrechtliche und ökonomische Risikotragfähigkeit sowie geschäftsfeldspezifische
Kennzahlen herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung im Sinne der wertorientierten
Steuerung zu verknüpfen und unsere Entscheidungen zu fundieren, führen wir ergänzende
Analysen mit einem RORAC-Ansatz durch. RISIKOÜBERWACHUNGWir überwachen laufend, ob die risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben
eingehalten werden und ob die Qualität und Güte der Risikosteuerung angemessen ist.
Aus diesen Kontrollaktivitäten über quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken
werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, sodass wir frühzeitig korrigierend eingreifen
und somit die in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele erreichen können.
Die in den Risikogremien vereinbarten Handlungsempfehlungen werden von den Risikocontrollingeinheiten
nachgehalten und überprüft. Wesentliche Grundlage für die konzernweite Überwachung
unseres Gesamtrisikoprofils und die ökonomische Kapitalisierung ist unser internes
Risikotragfähigkeitsmodell. Die Fähigkeit der W&W-Gruppe und ihrer wesentlichen Einzelgesellschaften,
die eingegangenen Risiken mit ausreichend Kapital zu unterlegen, wird durch das Risikomanagement
laufend verfolgt. Ergänzend überwachen wir die Risikotragfähigkeit mittels aufsichtsrechtlicher
Verfahren (z. B. Basel II, Solvency I). Die Entwicklung der zukünftigen aufsichtsrechtlichen
Modelle im Versicherungsbereich verfolgen wir im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency
II. RISIKOBERICHTERSTATTUNGAlle wesentlichen Risiken unseres Konzerns werden zeitnah und regelmäßig an den Vorstand
und das Management Board unserer Gruppe sowie den Aufsichtsrat der W&W AG kommuniziert.
Das konzernweite Risikoberichtssystem wird ergänzt durch ein Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation.
Von neuen Gefahren oder außerordentlichen Veränderungen der Risikosituation, die unsere
festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, erfahren der Vorstand der W&W
AG sowie das Management Board der Gruppe dadurch sehr zeitnah. Kapitalmanagement in der W&W-GruppeIn den Einzelunternehmen und in der W&W AG wird Risikokapital vorgehalten. Es dient
dazu, Verluste zu decken, falls eingegangene Risiken schlagend werden. Das Risikomanagement
steuert und überwacht das Verhältnis von Risikokapital und Risikokapitalbedarf, der
sich aus der Gefahr von Verlusten bei eingegangenen Risiken ergibt (Kapitaladäquanz,
Risikotragfähigkeit). Die Steuerung erfolgt parallel aus zwei Blickwinkeln: Bei der aufsichtsrechtlichen Kapitaladäquanz wird das Verhältnis von regulatorisch
benötigtem Kapital zu den regulatorisch anerkannten Solvabilitätsanforderungen betrachtet.
Hierzu sind die Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes
(VAG) sowie aus der Finanzkonglomerate-Solvabilitätsverordnung (FkSolV) und der Solvabilitätsverordnung
(SolvV) anzuwenden. Im Rahmen der ökonomischen Kapitaladäquanz wird - basierend auf einem internen Risikotragfähigkeitsmodell
- ein ökonomischer Risikokapitalbedarf ermittelt und dem vorhandenen ökonomischen
Kapital gegenübergestellt. ZIELSETZUNGUnser Kapitalmanagement zielt darauf ab:
AUFSICHTSRECHTLICHE KAPITALADÄQUANZAus den aufsichtsrechtlichen Vorschriften ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung. Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkennziffern der wesentlichen
Unternehmen: UNTERNEHMENscroll
1
Aufsichtsrechtliche erforderliche Sollgröße > 100
Im Berichtsjahr 2010 haben ebenso wie Im Vorjahr alle Unternehmen der W&W-Gruppe,
die der Beaufsichtigung unterliegen, die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen
erfüllt. Neben der Aufsicht auf Ebene des einzelnen Unternehmens unterstehen die Versicherungen
des W&W-Konzerns einer zusätzlichen Aufsicht, da sie zusammen eine Versicherungsgruppe
bilden. Im Berichtsjahr 2010 hat die Versicherungsgruppe ebenso wie im Vorjahr die
aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen eingehalten. Für die Versicherungsgruppe
mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bedeckungssatz
von 247 % (Vorjahr 243 %). Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben
für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt
werden. Ob den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen entsprochen wird, hat die Wüstenrot
& Württembergische AG der BaFin und der Deutschen Bundesbank jährlich bis spätestens
zum 30. September des Folgejahres für das abgelaufene Geschäftsjahr in einer entsprechenden
Meldung nachzuweisen. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe die
aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die verfügbaren Eigenmittel des W&W-Konzerns 2 811
Mio € (31. Dezember 2009: 2 611 Mio €). Das Finanzkonglomerat erreichte zum Stichtag
31. Dezember 2010 einen Bedeckungssatz von 133 % (31. Dezember 2009: 129 %). AUFSICHTSRECHTLICHE SOLVABILITÄTin Mio €![]() Für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene werden Zielsolvabilitätsquoten
festgelegt. Die Zielsolvabilitätsquote für das Finanzkonglomerat ist auf 120 % bis
130 % festgelegt. Interne Berechnungen, die auf Basis der vorläufigen Daten für 2010
sowie auf den Hochrechnungen bzw. Planungen für 2011 und 2012 beruhen, zeigen, dass
den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Eigenmittelausstattung im Finanzkonglomerat
W&W-Gruppe entsprochen wird. Um den potenziellen Kapitalbedarf für die W&W-Gruppe zu antizipieren, beobachten wir
intensiv die aktuellen Regulierungsvorschläge, um proaktiv auf steigende regulatorische
Kapitalanforderungen reagieren zu können. Insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen
aus Solvency II und Basel III eruieren wir Optionen zur Reduzierung unseres Kapitalisierungsrisikos.
Zur Quantifizierung der Kapitalisierungsrisiken entwickeln wir verschiedene Szenarien,
die aktuelle und sehr bedeutende Regulierungsvorschläge für die W&W-Gruppe aufgreifen. ÖKONOMISCHE KAPITALADÄQUANZZur quantitativen Beurteilung des Gesamtrisikoprofils der W&W-Gruppe haben wir ein
konzernweites barwertorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell entwickelt. Basierend
auf den Berechnungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells wird das zur Verfügung
stehende Risikokapital allokiert und entsprechende Limite werden abgeleitet. Der Limitprozess im W&W-Konzern basiert auf einem iterativen Bottom-up-/Top-down-Prozess.
In diesem determiniert die W&W-Gruppe im Dialog mit den Einzelunternehmen den maximalen
Risikokapitalbedarf auf Einzelunternehmensebene und Risikobereichsebene. Nach Verabschiedung
der Limite auf Vorstandsebene erfolgt die operative Umsetzung der Limite im Risikomanagementkreislauf.
Die bemessenen Risikokapitalanforderungen werden den abgeleiteten Limiten gegenübergestellt,
um sicherzustellen, dass die Risikonahme die dafür vorgesehenen Kapitalbestandteile
nicht überschreitet. Die Verantwortung für die Umsetzung und Limitüberwachung liegt
bei den jeweiligen dezentralen Risikocontrollingeinheiten und der Abteilung Konzernrisikomanagement
für die Gruppensicht. Die im Konzernlagebericht 2010 erstmaligen quantitativen Angaben zum Risikoprofil
und zur Risikotragfähigkeitsquote stellen eine über die gesetzlichen Vorschriften
hinausgehende freiwillige Angabe dar. Wir verstehen diese als einen zusätzlichen Beitrag
zu einer transparenten Risikokommunikation gegenüber unseren Kunden, Aktionären und
weiteren Stakeholdern. Die Risikolage wird auf Basis der für die interne Risikosteuerung
und Risikoberichterstattung von der Unternehmensleitung verwendeten Daten dargestellt.
Die nach einheitlichem Ansatz ermittelten wesentlichen Risiken werden zu einem Risikokapitalbedarf
aggregiert und den finanziellen Mitteln gegenübergestellt, die zur Risikoabdeckung
zur Verfügung stehen. Bei der Risikotragfähigkeitsmessung werden die Gesellschaften W&W AG, Wüstenrot Bausparkasse
AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Württembergische Lebensversicherung AG, Württembergische
Versicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG zunächst getrennt voneinander
modelliert und anschließend zur Konzernsicht aggregiert. Risiken der übrigen, nicht
gesondert modellierten Einzelgesellschaften sowie strategische Risiken werden durch
einen pauschalen Ansatz bewertet. Value at Risk.Die Risikomessung erfolgt mit dem Value-at-Risk-Ansatz. Das Risiko wird dabei als
die negative Abweichung des Verlustpotenzials vom statistischen Erwartungswert bei
gegebenem Sicherheitsniveau gemessen. Der Value at Risk gibt somit an, welchen Wert
der unerwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von
Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Risikohorizont
nicht überschreiten wird. In Anlehnung an Solvency II verwendet die Gruppe in der
VaR-Messung seit 2010 ein Konfidenzniveau von 99,5 %. Der Risikohorizont bildet den
Zeitraum, innerhalb dessen mögliche Ereignisse und ihr Einfluss auf die Risikotragfähigkeit
des Unternehmens betrachtet werden. Die Risikotragfähigkeit des W&W-Konzerns wird
auf einem Risikohorizont von einem Jahr weitgehend stochastisch ermittelt. Einzige
Ausnahme bildet das Marktpreisrisiko der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, bei der
der Risikohorizont, wie für Handelsbücher marktüblich, zehn Tage beträgt. Die Gruppenkonsolidierung
der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank erfolgt dessen ungeachtet auf einem einjährigen
Risikohorizont. Die W&W-Gruppe strebt im Rahmen ihrer Risikostrategie eine Risikotragfähigkeitsquote
von über 125 % an. Unsere Berechnungen auf Basis des internen Risikotragfähigkeitsmodells
auf Gruppenebene weisen zum Stichtag 31. Dezember 2010 aus, dass hinreichend finanzielle
Mittel zur Verfügung stehen, um unsere Risiken abzudecken. Die Risikotragfähigkeitsquote
beträgt 337 %. Risikoprofil und wesentliche RisikenUnser interner Risikokapitalbedarf verteilt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt: RISIKOPROFIL W&W-GRUPPEin %![]() Geprägt von Zinsänderungsrisiken beanspruchen Marktpreisrisiken 25 % des internen
Risikokapitals. Der übrige Anteil entfällt auf versicherungstechnische Risiken (12
%), operationelle Risiken (9 %) sowie Kollektivrisiken (6 %). Um unsere Risiken transparent darzustellen, fassen wir gleichartige Risiken konzerneinheitlich
zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W-Gruppe haben wir einheitlich
nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert:
Adressrisiken stellen wegen der Exposures in unseren Kapitalanlagebeständen und unserer
Kundenkreditaktivitäten mit rund 48 % den beherrschenden Risikobereich dar. RISIKOLANDSCHAFT DER W&W-GRUPPEÜberblick Risikobereiche![]() MARKTPREISRISIKEN
Unter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit
über die zukünftige Entwicklung von Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen
ergeben. MARKTPREISRISIKO
Systematisierung![]() Zinsänderungs-/Zinsgarantierisiken.Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig Ergebnisrisiken entstehen,
da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen erfolgen können, gleichzeitig
aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Zinsgarantierisiko)
gegenüber den Kunden erfüllt werden müssen. Bei Zinssenkungen reagieren langlaufende
Verpflichtungen mit stärkeren Wertänderungen als die Kapitalanlagen mit der Folge
von sinkenden ökonomischen Eigenmitteln. In der W&W-Gruppe unterliegen allen voran die Wüstenrot Bausparkasse AG und die Württembergische
Lebensversicherung AG Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Durch risikomindernde
Maßnahmen, beispielsweise die sukzessiv verlängerte Duration unserer zinstragenden
Aktiva, wurde unsere Zinssensitivität erheblich reduziert. Trotz des gegen Ende 2010 zu verzeichnenden Zinsanstiegs beobachten wir das weiterhin
als niedrig einzuschätzende Zinsniveau kritisch. Beteiligungsrisiko.Wertänderungen bei Beteiligungen führen zu Beteiligungsrisiken. Innerhalb der Gruppe
halten die W&W AG, die Württembergische Lebensversicherung AG und die Württembergische
Versicherung AG bedeutende Beteiligungen. Gerade für die W&W AG stellt das strategische
Beteiligungsportfolio ein wesentliches Risiko dar. Aktienrisiko.Plötzliche und starke Kursrückgänge an den Aktienmärkten können die Risikotragfähigkeit
der aktieninvestierten Konzerngesellschaften in Form von ergebniswirksamen Abschreibungen
beeinträchtigen. Von den Gesellschaften der W&W-Gruppe halten unsere inländischen
Versicherungsgesellschaften nennenswerte Aktienportfolien. Das hohe Sicherungsniveau
unserer Versicherungsgesellschaften in dieser Assetkategorie wurde 2010 beibehalten.
An der Erholung der Aktienmärkte im Jahresverlauf konnten wir partizipieren. Fremdwährungsrisiken.Aus offenen Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds sowie
Fremdwährungsanleihen unserer Versicherungsunternehmen können Fremdwährungsrisiken
resultieren. Fremdwährungsanlagen sind für unser Gesamtanlageportfolio nur von untergeordneter
Bedeutung. Entsprechend unserer strategischen Ausrichtung konzentrieren wir unser
Fremdwährungsexposure auf Dänische Kronen, US-Dollar, Britische Pfund und Japanische
Yen. Im Rahmen von einzelnen Fondsmandaten sind wir mit einem kleinen Anteil in weiteren
Währungen engagiert. Die überwiegenden Teile unseres Fremdwährungsexposures sind gegen
Wechselkursschwankungen abgesichert. Immobilienpreisrisiko.Plötzliche und starke Rückgänge der Immobilienpreise können die Ergebnissituation
und die Risikotragfähigkeit unserer in Immobilien investierenden Konzerngesellschaften
beeinträchtigen. Innerhalb des Konzerns halten die W&W AG, die Württembergische Lebensversicherung
AG und die Württembergische Versicherung AG in größerem Umfang Immobilienbestände
in Direktanlagen sowie über Fondsmandate und Beteiligungen. Unsere diversifizierten
Immobilienportfolios ergänzen unser Kapitalanlageportfolio. Das Risiko schätzen wir
aufgrund unserer fast ausschließlichen Investmenttätigkeit in I-a-Lagen als grundsätzlich
gering ein. Strategische Asset-Allocation.Die Grundlage unserer Kapitalanlagepolitik bildet die strategische Asset-Allocation.
Die Gesellschaften legen hierbei Wert auf eine angemessene Mischung und Streuung von
Assetklassen. Für die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank definiert eine Handelsstrategie
den zulässigen Rahmen für Handelsaktivitäten. Bei unseren Kapitalanlagen verfolgen
wir eine sicherheitsorientierte Anlagepolitik. Im Vordergrund stehen die Ziele, ausreichende
Liquidität zu wahren und die erforderlichen Mindestverzinsungen sicherzustellen. Chancen
nutzen wir im Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses.
Für die Unternehmen der W&W-Gruppe gilt der Grundsatz, dass Marktpreisrisiken nur
übernommen werden, wenn sie innerhalb der gesetzten Limitkonzeptionen liegen und die
damit verbundenen Chancen abgewogen wurden. Auf die Geschäfts- und Risikopolitik unserer
Beteiligungen wirken wir durch Vertretung in den Aufsichtsgremien ein. Die Positionen
werden in der Regel von Vorstandsmitgliedern wahrgenommen. Um Fremdwährungsrisiken
einzugrenzen, investieren wir schwerpunktmäßig in Kapitalanlageprodukte innerhalb
des Euro-Raumes. Der Fokus unserer Immobilienanlagen liegt auf Direktanlagen im Inland
mit stabiler Wertentwicklung und hoher Fungibilität. Organisation.Der Gesamtvorstand sowie der Prüfungsausschuss verabschieden die strategische Asset-Allocation.
Die operative Steuerung erfolgt in den Front-Office-Einheiten. Diese mandatieren die
operativen Abteilungen Immobilien, Hypotheken und die W&W Asset Management GmbH sowie
gegebenenfalls externe Fondsmanager mit deren Umsetzung. Die geringfügigen und stringent
limitierten Handelsaktivitäten sind im Treasury der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
gebündelt. Das Immobilien-Portfoliomanagement entwickelt für die Assetklasse Immobilien
Investitionskonzepte. Unsere strategischen Beteiligungsaktivitäten betreut der Bereich
Konzerncontrolling. Die dezentralen und zentralen Risikocontrollingeinheiten agieren
jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung
sind hier ebenfalls die übergeordneten Methoden- sowie Modellkompetenzen angesiedelt.
Zwischen risikonehmenden und risikoüberwachenden Einheiten besteht Funktionstrennung.
Dies spiegelt sich ebenfalls in der Ressortverteilung im Vorstand wider. Internes Risikotragfähigkeitsmodell.Die Risiken aus Zinsänderungen sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite
werden bei uns im Rahmen des internen Modells quantifiziert. Für die in unser internes
Risikotragfähigkeitsmodell einbezogenen Konzernunternehmen bewerten wir die Marktpreisrisiken
der Zinspapiere sowie der zinsabhängigen Passivpositionen ökonomisch, das heißt, wir
berücksichtigen zukünftige Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell.
Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Beteiligungs-,
Aktien- und Immobilienrisiken werden ebenfalls mittels Monte-Carlo-Simulationen quantifiziert.
Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitätsanalysen, welche
die Wertänderungen der Portfolien abhängig von Marktschwankungen aufzeigen. Unternehmensspezifische Verfahren.Neben unserem konzernweiten Blickwinkel vertiefen die Einzelgesellschaften die Betrachtung
ihrer Marktpreisrisiken mit vergleichbaren Verfahren. Zusätzlich zur Risikosteuerung
auf Gesamtbankebene im Geschäftsfeld BausparBank unterhält die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
ein auf das Pfandbriefgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement gemäß § 27 Pfandbriefgesetz.
Im Geschäftsfeld Versicherung setzten die Gesellschaften ein bilanzorientiertes Puffermodell
ein, mit dem berechnet und analysiert wird, ob der geplante respektive der jeweils
aktuell hochgerechnete Jahresüberschuss erreichbar ist. In der Württembergische Versicherung
AG wird das Modell im Jahresverlauf eingeführt. Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.Wir betrachten aus Gruppensicht regelmäßig ökonomische Stressszenarien, um Zinssensitivitäten
zu erkennen und um die Entwicklungen an den Aktien- und Immobilenmärkten unter veränderten
Annahmen zu simulieren. Die Effekte möglicher Marktpreisszenarien auf das Ergebnis
und das Eigenkapital des Konzerns werden nach IFRS-Rechnungslegung im Anhang unseres
Geschäftsberichts ab Seite 202 dargestellt und erläutert. Asset-Liability-Management.Im Rahmen des Asset-Liability-Managements werden die Asset- und Liability-Positionen
so gesteuert und überwacht, dass die Vermögensanlagen den Verbindlichkeiten und dem
Risikoprofil des Unternehmens entsprechen. Dem Zinsgarantierisiko begegnen wir durch
Durationssteuerung sowie eine dynamische Produkt- und Tarifpolitik. Langfristig garantierte
Leistungsverpflichtungen werden somit angemessen in der Steuerung berücksichtigt. Finanzinstrumente.In der strategischen und taktischen Asset-Allocation haben die Unternehmen der W&W-Gruppe
im Jahr 2010 derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Einzelheiten hierzu finden sich
im Anhang ab Seite 200. Beteiligungscontrolling.Die Beteiligungen unterliegen einem stringenten Controlling, welches unter anderem
die jährliche Planung von Mindestdividenden, eine mittelfristige Wirtschaftsplanung,
unterjährige Hochrechnungen und monatliche Soll-Ist-Abgleiche umfasst. Auf sich abzeichnende
Beteiligungsrisiken kann somit frühzeitig reagiert werden. Kongruente Bedeckung.Versicherungstechnische Verbindlichkeiten in fremder Währung bedecken wir mit geeigneten
Kapitalanlagen derselben Währung, sodass durch die weitestgehende Kongruenz aus diesen
Positionen nur begrenzt Währungsrisiken entstehen. Monitoring.Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten beobachten wir laufend, um zeitnah unsere
Positionierung sowie unsere Sicherungen adjustieren zu können. Neue-Produkte-Prozess.Neuartige Produkte (Aktiv- und Passivprodukte) durchlaufen vor ihrer Einführung einen
Neue-Produkte-Prozess, um insbesondere die sachgerechte Abbildung im Rechnungswesen
und in den Risikocontrollingsystemen sicherzustellen. Risikokapitalbedarf.Das Zinsänderungsrisiko nimmt innerhalb der Marktpreisrisiken die größte Bedeutung
ein, da die Kapitalanlagen unserer Einzelgesellschaften überwiegend in verzinsliche
Wertpapiere investiert sind und auf der Passivseite Garantien und Optionen Zinsänderungsrisiken
unterliegen. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil 13,3 %. RISIKOPROFIL MARKTPREISRISIKENin %![]() Mit einer Gewichtung von 7,4 % folgen Beteiligungsrisiken. Etwa 3 % beziehen sich
auf das Aktienkursrisiko, 1,1 % auf das Immobilienrisiko. Die Marktpreisrisiken standen 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie.
Die Limite wurden eingehalten. ADRESSRISIKEN
Unter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder
der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben. ADRESSENRISIKOSystematisierung![]() Adressrisiken können aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren sowie
Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen.
Ferner können Risiken für unseren Konzern aus dem Ausfall von Geschäftspartnern aus
dem Kundenkreditgeschäft der Kreditinstitute und der Württembergische Lebensversicherung
AG folgen. Die für die W&W-Gruppe gewichtigsten Adressausfallrisiken aus Kundenkrediten
bestehen in der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, der
Württembergische Lebensversicherung AG sowie der Wüstenrot - stavební spořitelna a.s.
Gegenüber Forderungsausfallrisiken aus Kapitalanlagen (Eigengeschäft) sind neben den
genannten Gesellschaften im Wesentlichen die W&W AG, die Württembergische Versicherung
AG sowie die Wüstenrot - stavební spořitelna a.s exponiert. Forderungsausfallrisiken
gegenüber unseren Vertragspartnern in der Rückversicherung können bei der W&W AG sowie
der Württembergische Versicherung AG zum Tragen kommen. Eigengeschäft.Die Bonitätsstruktur unseres Rentenportfolios ist gemäß unserer strategischen Ausrichtung
mit 98,2 % der Anlagen im Investmentgradebereich konservativ ausgerichtet. RATING (MOODY'S-SKALA)scroll
Auf Seite 209 sind unsere gesamten Vermögenswerte nach Rating-Klassen und Fälligkeitsstrukturen
den internationalen Rechnungslegungsanforderungen folgend visualisiert. Unser Kapitalanlage-Exposure weist generell eine gute Besicherungsstruktur auf, wobei
die Kapitalanlagen bei Finanzinstituten überwiegend durch Staats- und Gewährträgerhaftung
oder Pfandrechte besichert sind. SENIORITÄTscroll
Länderrisiken.Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit
der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Die hohe Staatsverschuldung
vieler Mitgliedsländer der Europäischen Union setzte den Anleihemarkt erheblich unter
Druck. Die aufgrund der ausgeweiteten Risikoaufschläge deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten
verschärften die ohnehin prekäre Haushaltslage einiger Staaten enorm. Inwiefern sich
die implementierten Garantiemaßnahmen und der eingerichtete EU-Rettungsschirm nachhaltig
auf die Finanzmärkte auswirken, bleibt abzuwarten. ENTWICKLUNG RISIKOAUFSCHLÄGEBasispunkte![]() Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen bei den genannten Ländern beläuft sich zum 31.
Dezember 2010 nach Marktwerten auf etwa 1,45 Mrd € (davon Italien rund 0,86 Mrd €). EXPOSURE SCHULDENKRISEscroll
Die Exposures umfassen sowohl die direkten als auch die indirekt über Fondsinvestments
gehaltenen Bestände. Gegenüber dem Vorjahr haben wir das Exposure um 0,25 Mrd € (15
%) reduziert. Dies entspricht weniger als 4 % unserer Rentenportfolios. 8,8 % der
Bestände sind in Fälligkeiten bis 2013 investiert. 91,2 % der Bestände sind in Fälligkeiten
2014 und später investiert. Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen
Limitierungen und einer fortlaufenden Beobachtung. Nachrangexposure.Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige
Forderungen) verringerten sich im Jahresverlauf um 115 Mio € auf 885 Mio € (Vorjahr
ca. 1 Mrd €) und machen somit lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres
Kapitalanlageportfolios aus. Da nachrangige Engagements nicht bedient wurden, informierten
einige institutionelle Kreditnehmer unsere Versicherungsunternehmen über ausbleibende
fällige Zinszahlungen. Die zu verzeichnenden Zinsausfälle im Berichtsjahr betragen
insgesamt 11,7 Mio € (Vorjahr 12,4 Mio €). Bei den betroffenen Emittenten handelt
es sich im Wesentlichen um die Landesbank Baden Württemberg, die Bayerische Landesbank
sowie die Commerzbank AG. Nach wie vor bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte
Ausfallrisiken für ungedeckte und nachrangige Engagements, besonders für Kapitalanlagen
im Finanzsektor. Weitere Zinsausfälle und Nennwertherabsetzungen (Haircuts) können
derzeit nicht ausgeschlossen werden. Verbriefungen.Die Kurserholungen für Verbriefungstransaktionen setzte sich im Jahresverlauf fort.
Die stillen Lasten auf unsere Investments in einem ABS-Fonds haben sich aufgrund der
verbesserten Wertentwicklung im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduziert. Kundenkreditgeschäft.Wegen unserer strategischen Ausrichtung gefährden vornehmlich kollektive und strukturelle
Risiken unsere Kreditportfolien. Die Risikovorsorgequoten und die Kreditausfälle verlaufen
stabil im Rahmen der Planung. In unseren Kundenkreditportfolien sind derzeit keine
Anzeichen für signifikante Risiken erkennbar. Rückversicherung.Die Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft bleiben konstant auf niedrigem
Niveau. Derzeit sind keine materiellen Risiken abzusehen. Diversifikation und Kerngeschäft.Adressrisiken begrenzen wir durch sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner
sowie durch breit diversifizierte Anlagen. Dabei berücksichtigen wir die für die jeweiligen
Geschäftszweige geltenden Kapitalanlagevorschriften. Die Vertragspartner und Wertpapiere
beschränken sich vornehmlich auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich.
Im Kundenkreditgeschäft fokussieren wir uns maßgeblich auf dinglich besicherte Baufinanzierungskredite
für Privatkunden. Unsere strategische Ausrichtung auf Wohnungsbaukredite schließt
bestandsgefährdende Einzelkredite aus. Die Adressrisiken steuern die Risikogremien
der Geschäftsfelder strategisch und strukturell auf Basis der in der Risikostrategie
verabschiedeten Vorgaben. Für unsere Kreditinstitute konkretisieren Kreditrisikostrategien
die risikostrategischen Rahmenvorgaben. Organisationsstruktur.Im Kundenkreditgeschäft erfolgt die operative Risikosteuerung durch die Kreditbereiche
sowie durch die Marktfolgeeinheiten unserer Tochtergesellschaften. Die Rückversicherungsaktivitäten
sind in der Rückversicherungseinheit der Württembergische Versicherung AG gebündelt.
Die operative Steuerung unserer Eigengeschäftsaktivitäten obliegt unserer Front-Office-Einheit
im Treasury des Geschäftsfeldes BausparBank sowie der Finanzsteuerung des Geschäftsfeldes
Versicherung. Die zuständigen Risikocontrollingbereiche fungieren jeweils als unabhängige
Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung besitzen die Bereiche
zusammen mit dem Konzernrisikomanagement übergeordnete Methoden- sowie Modellkompetenzen.
Durch sorgfältige Kreditprüfungs- und Scoring-Verfahren, klare Annahmerichtlinien,
dinglich besicherte Kredite, diverse überwachte und limitierte Risikoindikatoren sowie
ein ausgefeiltes System, das Wertberichtigungen gegebenenfalls automatisch ermittelt,
kontrollieren und steuern wir die Kreditrisiken. Kreditportfoliomodell.Im Banken- und Versicherungsbereich überwachen wir Kreditrisiken aus Eigengeschäftsaktivitäten
nicht nur auf Einzelebene, sondern bewerten sie auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell.
Für die in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell einbezogenen Konzernunternehmen
werden die gehaltenen Rentenpapiere ökonomisch bewertet, das heißt unter Berücksichtigung
zukünftiger Zahlungsströme und mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells.
Die Verlustverteilung wird mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Das stochastische
Modell stützt sich auf Marktdaten und bezieht sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als
auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Bonitätsklassen mit ein.
Als Steuerungsinstrumentarium ermöglicht unser kontinuierlich weiterentwickeltes Kreditportfoliomodell,
Kreditlinien an Rating-Veränderungen dynamisch anzupassen. Die Kundenkreditbestände
im Geschäftsfeld BausparBank werden ebenfalls mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells
bewertet. Hierbei wird ein analytischer Ansatz verwendet. Es ist geplant, die Kundenkreditbestände
der Württembergische Lebensversicherung AG in die analytische Modellierung einzubeziehen. Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.Im Risikobereich Adressrisiken betrachten wir auf Gruppenebene regelmäßig Stress-Szenarien,
anhand derer wir die Auswirkungen veränderter Parameterannahmen sowie simulierter
Ausfälle wesentlicher Kontrahenten und Rückversicherungspartner auf unser Adressrisikoprofil
analysieren. Risikoklassifizierungs- und Scoringverfahren.Kreditrisiken im Privatkundengeschäft steuern und beobachten wir mit Antrags- und
Verhaltensscoringverfahren. Das im Geschäftsfeld BausparBank implementierte Risikoklassifizierungsverfahren
ermöglicht, die Kundenkreditportfolien durch eine Einteilung in Risikoklassen anhand
von Verlustpotenzialen zu steuern. Limit und Anlageliniensystematik.Um Emittenten zu beurteilen und Linien festzulegen, bedient sich die W&W-Gruppe der
Einschätzungen internationaler Rating-Agenturen, die durch eigene Risikoeinstufungen
ergänzt werden. Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten werden ständig
überprüft. Länderrisiken werden mit einer Systematik zur Überwachung und Steuerung
von Länderlimiten beurteilt. Linien für einzelne Länder werden anhand volkswirtschaftlicher
Rahmendaten (zum Beispiel Staatsverschuldung, Bruttoinlandsprodukt) sowie externer
und interner Bonitätseinschätzungen abgeleitet. Sicherheitenmanagement.Das Sicherheitenmanagement ist integraler Bestandteil im Kreditmanagementprozess der
kreditvergebenden Einzelunternehmen innerhalb der W&W-Gruppe. An die Qualität der
hereingenommenen Sicherheiten legen unsere Kreditrisikocontrollingeinheiten strenge
Maßstäbe an. Als Immobilensicherheiten dienen überwiegend Grundpfandrechte. Des Weiteren
nutzen wir Bürgschaften und finanzielle Sicherheiten. Um das Kontrahentenrisiko für
Handelsgeschäfte zu minimieren, werden in der Regel Barsicherheiten hereingenommen.
Grundlage bilden Rahmenverträge mit den jeweiligen Kontrahenten, die auf marktüblichen
Standards wie dem ISDA Master Agreement oder dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte
basieren. Monitoring.Um Risiken, die sich aus der Entwicklung der Kapitalmärkte ergeben können, frühzeitig
zu identifizieren, beobachten und analysieren wir unsere Investments genau. Hierbei
stützen wir uns auf die in der W&W Asset Management GmbH vorhandene volkswirtschaftliche
Expertise. Die Auslastung der Limite und Anlagelinien wird durch die dezentralen Risikocontrollingeinheiten
sowie übergreifend durch das Konzernrisikomanagement überwacht. Risikovorsorge.Drohenden Ausfällen aus Kundengeschäften, Kapitalanlagen oder aus dem Rückversicherungsgeschäft
wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Vorgehensweise zur
Bildung von Risikovorsorge und Wertberichtigungen sowie deren Entwicklung 2010 sind
im Anhang unseres Geschäftsberichts auf den Seiten 116 ff. und 205 dargestellt. Risikokapitalbedarf.Risiken aus unseren Eigengeschäftsaktivitäten stellen den größten Anteil am Risikokapitalbedarf
für Adressrisiken dar. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil
35,1 %. RISIKOPROFIL ADRESSRISIKENin %![]() Adressrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft beanspruchen 13,3 %. Forderungsausfallrisiken
im Rückversicherungsgeschäft nehmen lediglich einen Anteil von 0,3 % ein. Die Adressrisiken
standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden
eingehalten. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN
Versicherungstechnische Risiken setzen sich in erster Linie aus biometrischen Risiken
(Lebens- und Krankenversicherung) sowie aus den Prämien- und Reserverisiken (Schaden-
und Unfallversicherung) zusammen. Darunter verstehen wir mögliche Verluste, die sich
- bei vorab kalkulierten Prämien - aus ungewissen künftigen Entwicklungen von Schäden,
Leistungen und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben. VERSICHERUNGSTECHNISCHES RISIKOSystematisierung![]() Das Zinsgarantierisiko der Lebensversicherung ist sowohl als versicherungstechnisches
Risiko als auch als Marktpreisrisiko anzusehen. Es wird in enger Abstimmung zwischen
Versicherungstechnik und Kapitalanlage untersucht und unter der Rubrik Marktpreisrisiken
ab Seite 50 beschrieben. Zur Darstellung der Risiken aus unserem Versicherungsbestand
verweisen wir zusätzlich auf die Darstellungen im Konzernanhang auf Seite 214. Bezüglich
der Nettoschaden- und Nettoabwicklungsquoten verweisen wir auf den Konzernanhang,
Seite 164. In der Schaden-/Unfallversicherung ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken
aus dem Prämien- und Reserverisiko. Prämienrisiko.Sinkende oder nicht bedarfsgerecht kalkulierte Prämien können bei stabiler oder wachsender
Kosten- und Schadenentwicklung zu nicht auskömmlichen Prämien führen. Ein wesentlicher
Teil des Prämienrisikos resultiert aus Elementar-, Kumul- und Katastrophenereignissen.
Stornorisiken werden ebenfalls bei den Prämienrisiken betrachtet. Kumulrisiken drohen
in erster Linie durch Elementarereignisse, wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung. Im
Jahresverlauf 2010 ereigneten sich mit Sturm Xynthia und einigen regionalen Unwettern
mehrere Kumul- und Elementarschäden größeren Ausmaßes, die allerdings innerhalb der
kalkulierten Grenzen blieben. Reserverisiko.Im Fall einer nicht angemessenen Schadenreservierung besteht ein Reserverisiko. Die
Abwicklung von Schadenfällen kann zeitlich und in ihrer Höhe schwanken, sodass bei
hohen Volatilitäten die gebildeten Reserven für Schadenleistungen möglicherweise nicht
ausreichen. Die Württembergische Versicherung AG haftet trotz eingestellter Neuzeichnungen
der Niederlassung UK für das bis einschließlich 2007 gezeichnete Geschäft. Das daraus
resultierende Reserverisiko ist rückläufig, aber aufgrund des Volumens an abzuwickelnden
Schadenreserven noch erheblich. Die Entwicklung der Schadenreserven lässt sich anhand
der im Konzernanhang ab Seite 162 abgebildeten Schadenabwicklungsdreiecke nachvollziehen.
Wie diese Übersicht insgesamt zeigt, wurden bislang stets angemessene Schadenreserven
gebildet. In der Lebens- und Krankenversicherung ergeben sich versicherungstechnische Risiken
im Wesentlichen aus biometrischen Risiken. Biometrisches Risiko.Biometrische Risiken erfolgen aus der Abweichung der erwarteten von der tatsächlich
eintretenden biometrischen Entwicklung. Sie werden durch exogene Einflüsse, wie etwa
die Lebenserwartung, die Sterblichkeit, die Invaliditätswahrscheinlichkeit sowie den
medizinischen Fortschritt, beeinflusst. Die Risiken erwachsen sowohl aus kurzfristigen
Schwankungen als auch aus längerfristigen Veränderungstrends. Fokus Inlandsgeschäft.Die W&W-Gruppe betreibt das Erstversicherungsgeschäft im Segment der Lebens-, Kranken-
und Schaden-/Unfallversicherung für private und gewerbliche Kunden im Inland. Die
eingestellten Neuzeichnungen in der Niederlassung UK der Württembergische Versicherung
AG zum Ende 2007 haben die internationale Risikoexposition unseres Konzerns deutlich
reduziert. Die Unternehmen der W&W-Gruppe gehen den internen Bestimmungen folgend
nur solche Versicherungsgeschäfte ein, deren Risiken überwiegend kalkulierbar und
in der Höhe nicht existenzgefährdend sind. Optimierungen im Kosten- und Schadenmanagement
unterstützen dies. Nicht beeinflussbare zufallsabhängige Risiken sind durch geeignete
und angemessene Sicherungsinstrumente (z. B. Rückversicherung) zu begrenzen. Geringe industrielle Risiken.Nur in geringem und genau definiertem Umfang werden in der Schaden/Unfallversicherung
auch industrielle Risiken gezeichnet. Unsere Geschäftsausrichtung fokussiert sich
auf das Firmen- und Privatkundengeschäft, sodass wir unseren Bestand nicht durch große
Einzelrisiken gefährden. Aktives Rückversicherungsgeschäft.Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird nur noch
sehr begrenzt von der W&W AG betrieben, die sich an einigen deutschen Marktpools beteiligt.
Terrorrisiken wurden aus den Verträgen weitgehend ausgeschlossen oder an den Spezialversicherer
Extremus weitergeleitet. Organisationsstruktur.Das Risikomanagement der Segmente Lebens-, Kranken- und Schaden/Unfallversicherung
ist eng mit dem Konzernrisikomanagement verzahnt und durch unternehmensübergreifende
Gremien in das Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe eingebunden. Innerhalb der Segmente
werden risikorelevante Sachverhalte und Analyseergebnisse im vierteljährlich erstellten
Risikobericht im Vorstand sowie in regelmäßig zusammentreffenden Gremien und in diversen
Arbeitsgruppen und Projekten erörtert. Controllingeinheiten messen die versicherungstechnischen
Risiken. Ökonomisches Modell.Um versicherungstechnische Risiken zu messen, verwenden wir ein ökonomisches Modell,
welches auf einem Value-at-Risk-Ansatz basiert. In der Schaden- und Unfallversicherung
erfolgt die Berechnung mit Monte-Carlo-Simulationen. Zur Abschätzung von Katastrophenereignissen
greift die W&W-Gruppe auf Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter Rückversicherungsunternehmen
und -makler zurück. Diese Resultate fließen in unser stochastisches Modell ein. Limitierung.Der Verlust aus versicherungstechnischen Risiken wird über vorgegebene Risikolimite
begrenzt. Die Limitauslastung wird laufend überwacht. Tarif- und Zeichnungspolitik.Grundsätze und Ziele der Zeichnungspolitik sowie die Definition zulässiger Geschäfte
und der zugehörigen Verantwortlichkeiten werden in Strategien sowie in Zeichnungsrichtlinien
dokumentiert und mindestens jährlich überprüft. Unsere Tarif- und Zeichnungspolitik
ist risiko- und ertragsorientiert ausgerichtet. Sie wird durch entsprechende Anreizsysteme
für den Außendienst unterstützt. Risiken werden nach festgelegten Richtlinien und
unter Beachtung von spartenbezogen definierten Höchstzeichnungssummen gezeichnet.
Dem Elementarschadenrisiko wird mit risikogerechten Tarifen, angepassten Vertragsbedingungen
für kritische Elementarzonen sowie Risikoausschlüssen begegnet. Schadenmanagement.Neben dem Risikoausgleich durch unseren Sparten- und Produktmix begrenzen ein effizientes
Schadenmanagement und eine vorsichtige Schadenreservierungspolitik das versicherungstechnische
Brutto-Risiko. Aktuarielle Gutachten.Ob die Reserven in der Schaden-/ Unfallversicherung ausreichen, um dem Reserverisiko
zu begegnen, überprüfen regelmäßig angefertigte aktuarielle Gutachten. Auch die versicherungstechnischen
Risiken in der Lebens- und Krankenversicherung unterliegen laufend einer aktuariellen
Analyse. Um diese Risiken möglichst exakt einzuschätzen, stützt sich die W&W-Gruppe
auf Branchenempfehlungen und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung. Die Ergebnisse
werden in versicherungsmathematischen Modellen zur Produkt- und Tarifgestaltung berücksichtigt.
Die Rechnungsgrundlagen enthalten Sicherheitszuschläge, die schwankende Kalkulationsannahmen
bezüglich Biometrie, Zins und Kosten ausgleichen können. Bei langfristigen Änderungstrends
werden die Rückstellungen durch Reserven verstärkt. Unsere Rechnungsgrundlagen werden
von der Aufsichtsbehörde, dem Treuhänder beziehungsweise von der Deutschen Aktuarvereinigung
als angemessen angesehen. Rückversicherung.Ein angemessener Rückversicherungsschutz für Einzelrisiken sowie für spartenübergreifende
Kumulrisiken reduziert die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung.
Das Rückversicherungsprogramm wird jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit
angepasst. Dabei wird auf die Bonität der Rückversicherer großer Wert gelegt. Controlling.Grundsätzlich wird die versicherungstechnische Entwicklung über ein stringentes Controlling
von Prämien, Kosten, Schäden und Leistungen laufend analysiert und überwacht. Die
Run-off-Risiken der ehemaligen Niederlassung Württ UK werden mittels eines Servicevertrages
durch die Antares Underwriting Services Ltd. unter enger Aufsicht und Steuerung der
Württembergische Versicherung AG abgewickelt. Wir überwachen die Abwicklungsrisiken
durch ein Mandat im Antares Board, externe Run-off-Reviews und kontinuierliche Prüfung
der Schadenreserven durch den Antares-Chefaktuar (Run-off-Reserve-Reviews). Reservierung.Für eingetretene Schadenfälle bilden die W&W-Versicherer rechtzeitig angemessene Vorsorge
in Form von Einzel- und Pauschalrückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen
werden ab Seite 158 erläutert. Zur Struktur unserer Deckungsrückstellungen verweisen
wir auf unsere Darstellungen auf den Seiten 159 und 217. Weitere Ausführungen zu den versicherungstechnischen Risiken finden sich im Konzernanhang
ab Seite 218 (Schaden/Unfallversicherung) beziehungsweise ab Seite 214 (Lebens- und
Krankenversicherungsgeschäft). Risikokapitalbedarf.Die Grafik im Kapitel Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite
49) veranschaulicht die Gewichtung des für versicherungstechnische Risiken erforderlichen
Risikokapitals. Zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W-Gruppe tragen die versicherungstechnischen
Risiken insgesamt einen Anteil von 12 % bei. Hauptrisikoträger ist die Württembergische
Versicherung AG, gefolgt von der Württembergische Lebensversicherung AG und der W&W
AG. Die versicherungstechnischen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang
mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten. KOLLEKTIVRISIKEN
Unter bauspartechnischen Kollektivrisiken sind mögliche Abweichungen vom erwarteten
Ergebnis zu verstehen, die aufgrund der nicht marktzinsabhängigen Veränderung des
Kundenverhaltens bezüglich der Ausübung von Optionsrechten aus den Bausparverträgen
entstehen. Solche Abweichungen können beispielsweise vermehrte Kündigungen oder eine
Zunahme der Darlehensverzichte sein. Bemessen am anteiligen Risikokapital sind die
reinen Kollektivrisiken auf Gruppenebene eher nachrangig. Für unsere Bausparkassen,
die Wüstenrot Bausparkasse AG sowie die tschechische Wüstenrot - stavební spořitelna
a.s., haben Kollektivrisiken gleichwohl eine herausgehobene Relevanz. Nach der Vereinsbank
Victoria Bauspar AG ist das Kollektiv der Allianz Dresdner Bausparkasse ebenfalls
erfolgreich in den Bestand der Wüstenrot Bausparkasse AG integriert worden. Die Kollektivrisikostrategie definiert den Umgang der Bausparkassen mit den daraus
resultierenden Risiken. Dabei wird das marktpreisinduzierte Risiko aus dem Bausparkollektiv
im Rahmen des Marktpreisrisikos erfasst. Ausgewogenheit.Für unser Kollektiv streben wir eine angemessene Relation zwischen Spar- und Darlehenskunden
sowie ein angemessenes Fristenverhältnis zwischen Aktiv- und Passivseite an. Ein aktives
Bestandsmanagement soll dies unterstützen. Die Tarifgestaltung und Kreditvergabe erfolgen
risiko- und kostenorientiert, dabei werden die festgelegten internen Richtlinien eingehalten. Organisationsstruktur.Die strategische Steuerung der Kollektivrisiken liegt in der Verantwortung der zuständigen
Vorstände. Die Organisationseinheit Bausparmathematik ist dafür zuständig, die Kollektivrisiken
in der Wüstenrot Bausparkasse AG zu messen. Die Überwachung im Rahmen der Risikotragfähigkeit
erfolgt im Risikocontrolling. Bauspartechnische Simulation.Um die Kollektivrisiken zu bewerten, setzen die Wüstenrot Bausparkasse AG sowie die
tschechische Wüstenrot stavební spořitelna a.s. statistisch gestützte Simulationen
ein, in denen ein gewandeltes Kundenverhalten durch gezielte Veränderungen der relevanten
Kollektivparameter abgebildet wird. Die Parameter werden regelmäßig mit der Ist-Entwicklung
abgeglichen, um so frühzeitig Abweichungen zu erkennen. Sind nachhaltige Abweichungen
festzustellen, so fließen diese in die Parametrisierung des Modells ein. Auswirkungen
auf die langfristigen Modellergebnisse werden analysiert und bei wesentlichen Abweichungen
kommuniziert. Die Quantifizierung erfolgt barwertig und berücksichtigt zukünftige
Zahlungsströme basierend auf einem Value-at-Risk-Ansatz. Zu dessen Parametrisierung
werden sowohl historische Entwicklungen als auch Prognoseergebnisse des bauspartechnischen
Simulationsmodells herangezogen. Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.Die Ergebnisse der Simulationsrechnungen fließen in die Tarif- und Produktentwicklung
ein und versetzen uns frühzeitig in die Lage, mögliche Störungen eines angemessenen
Verhältnisses zwischen Spar- und Darlehensseite erkennen und steuern zu können. Bestandsmanagement.Unsere Bausparkassen sind sich der eingeschränkten bzw. stark zeitverzögerten Steuerungsmaßnahmen
für Kollektivrisiken bewusst. Kollektivrisiken können daher nur durch Bestandsmaßnahmen,
wie z. B. Tarifwechselaktionen, aktiv gesteuert werden. Limitierung.Das Verlustrisiko aus Kollektivrisiken wird über die Vorgabe von Risikolimiten begrenzt
und deren Einhaltung laufend überwacht. Im Rahmen der ordentlichen Berichterstattung
über die Gesamtrisikolage wird regelmäßig über die wesentlichen Kollektivrisiken sowie
die Risikolimitauslastung berichtet. Monitoring.Das Kollektivrisiko aus der Abweichung der tatsächlichen von den prognostizierten
Verhaltensweisen der Bausparer wird durch eine laufende Beobachtung des Bausparverhaltens
sichergestellt. Die Entwicklung des Kollektives wird anhand verschiedener Kennzahlen
verfolgt. Risikokapitalbedarf.Die Grafik im Kapitel Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite
49) veranschaulicht die Gewichtung des für Kollektivrisiken reservierten Risikokapitals.
Insgesamt tragen Kollektivrisiken mit 6 % zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W-Gruppe
bei. Hauptrisikoträger ist die Wüstenrot Bausparkasse AG. Die tschechische Wüstenrot
- stavební spořitelna a.s. berücksichtigen wir bei den Marktpreisrisiken bei der Modellierung
unserer Beteiligungsrisiken. Die Kollektivrisiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie.
Die Limite wurden eingehalten. OPERATIONELLE RISIKEN
Unter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit
oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern
getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen ebenfalls
dazu. OPERATIONELLES RISIKO
Systematisierung![]() Operationelle Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit von Unternehmen
unvermeidlich. Prinzipiell sind sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe gegenüber
operationellen Risiken exponiert. Um operationelle Risiken zu erfassen, schätzen Experten
diese quartalsweise im Rahmen der Risikoinventur ein. Das Profil der operationellen Risiken der W&W-Gruppe stellt sich wie folgt dar: RISIKOPROFIL OPERATIONELLE RISIKEN
in %![]() Prozessrisiken.Aufgrund des deutlich überplanmäßigen Neugeschäftseingangs sind die Arbeitsstände
in der Antragsbearbeitung und Darlehensauszahlung im Kreditservicecenter des Geschäftsfeldes
BausparBank erhöht. Hieraus können bei nicht adäquater Prozesssteuerung Verzögerungen
in der Kreditbearbeitung auftreten. Die bereits implementierten Gegensteuerungsmaßnahmen
werden derzeit durch erweitertes Controlling sowie durch Aufstockung des Personals
intensiviert. Die Integration der Allianz Dresdner Bauspar AG und der Vereinsbank
Victoria Bauspar AG stellten gesonderte Herausforderungen an unser Prozessmanagement. Rechtsrisiken.Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende
europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte sowie
von Offenlegungsanforderungen. Die in der Kredit- und Versicherungsbranche anhängigen
Rechtsverfahren können zu nachträglichen finanziellen Rückforderungen führen. Systemrisiko.Systemrisiken entstehen infolge des vollständigen beziehungsweise des teilweisen Ausfalls
(ITAusfallrisiko) sowie der Unangemessenheit von internen Systemen, technischen Einrichtungen
und DV-Anwendungen. Trotz bereits erreichter Erfolge in der Systemkonsolidierung erschwert
es die heterogene, von Fusionen geprägte IT-Landschaft, die Systempflege sowie Daten
zusammenzufassen, zu analysieren und Prozessabläufe zu automatisieren. Unsere Gegenmaßnahmen besitzen hohe Priorität, um mangelnder Kosteneffizienz sowie
den Informationsdefiziten bzgl. bereichs- und unternehmensübergreifender Betrachtungen
zu begegnen. Personalrisiko.Integrationsprojekte, interne Reorganisationsvorhaben, regulatorische Neuerungen der
Finanzwirtschaft, verbunden mit unseren ambitionierten Zielsetzungen, verlangen unseren
Mitarbeitern Bestleistungen ab und können zu erhöhten Personalauslastungen führen.
Um unsere Mitarbeiter zu unterstützen, setzten wir auf ein effektives Personalmanagement Minimierung und Akzeptanz.Der Vorstand der W&W-Gruppe legt die Strategie und die Rahmenbedingungen für das Management
operationeller Risiken fest. Durch ihren heterogenen Charakter sind diese in bestimmten
Fällen jedoch nicht vollständig zu vermeiden. Daher ist es unser Ziel, operationelle
Risiken zu minimieren. Die Restrisiken akzeptieren wir. Konsistente Prozesse, einheitliche
Standards und ein implementiertes internes Kontrollsystem sollen das effektive Management
operationeller Risiken ermöglichen. Organisationsstruktur.Operationelle Risiken werden grundsätzlich dezentral gemanagt und sind Aufgabe der
verantwortlichen Organisationseinheiten. Die Federführung zur Identifizierung und
Steuerung von Rechtsrisiken liegt vorrangig im Bereich Konzernrecht. Als zentrales
Gremium für Compliance-relevante Sachverhalte ist das Group Compliance Committee etabliert.
Steuerrisiken werden vom Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und gehandhabt.
Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch
die System- und IT-Risiken der betreuten Einzelunternehmen abbildet und lenkt. Unser
Business-Continuity-Management ist zentral in der Wüstenrot und Württembergische Servicegesellschaft
mbH gebündelt und sorgt dafür, dass auch bei einer gravierenden Störung des Geschäftsbetriebes
die kritischen Geschäftsprozesse aufrechterhalten und fortgeführt werden. Internes Risikotragfähigkeitsmodell.Unser internes Modell berücksichtigt den Risikokapitalbedarf für operationelle Risken.
Für unsere Kreditinstitute erfolgt die Ermittlung auf Basis des Standardansatzes gemäß
Basel II. Für die Versicherungen wird der Ansatz der jeweils aktuellsten Quantitativen
Auswirkungsstudie (QIS) gemäß Solvency II verwendet. Risk-Assessment-Prozess.Die Risikoinventare aller wesentlichen Einzelunternehmen werden in einer Softwareanwendung
systematisch erfasst und bewertet. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit
und des Schadenpotenziales eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine
Risikomatrix. Das operationelle Risikoprofil wird von den Risikocontrollingeinheiten
konsolidiert und den Risikogremien regelmäßig zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf
die Risikoinventur werden Szenarienanalysen erstellt, um die Gefährdungslage und Sensitivität
von operationellen Risiken einzuschätzen. Die hohe organisatorische Durchdringung
der Risk-Assessments trägt wesentlich zur Förderung der Risikokultur in der W&W-Gruppe
bei. Schadensfalldatenbank.Im Geschäftsfeld BausparBank befindet sich eine Schadensfalldatenbank im Einsatz,
um operationelle Schadenereignisse zu erfassen und zu evaluieren. Internes Kontroll-System.Für den Geschäftsbetrieb wesentliche Prozessabläufe und Kontrollmechanismen werden
im internen Kontrollsystem der W&W-Gruppe nach einheitlichen Standards systematisch
dokumentiert, regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Softwareanwendung Risk and
Compliance Manager unterstützt bei der Prozessmodellierung und Kontrolldokumentation
systemtechnisch. In anderen Systemen befindliche Kontrolldokumentationen werden schrittweise
in die neue Anwendung überführt. Durch die Verknüpfung von Prozessen und Risiken sowie
die Identifikation von Schlüsselkontrollen werden operationelle Risiken adressiert. Personalmanagement.Der Erfolg der W&W-Gruppe hängt wesentlich von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern
ab. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei,
ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben gerecht zu werden. Über Mitarbeiterbefragungen
sowie Kommunikationsplattformen versuchen wir, auf mögliche Änderungen in der Verbundenheit
unserer Mitarbeiter rechtzeitig zu reagieren, um die Identifikation mit der W&W-Gruppe
zu festigen. Um das Fluktuationsrisiko zu handhaben, analysieren wir regelmäßig die
quantitative und qualitative Fluktuation. Auf die Engpässe in der Kreditbearbeitung
haben wir neben prozessualen Verbesserungen zusätzlich mit aufgestockten Personalkapazitäten
in den Kreditabteilungen reagiert. Business-Continuity-Management.Um unseren Geschäftsbetrieb bei Prozess- und Systemausfällen zu sichern und fortzuführen,
wurden gruppenübergreifend in einer Auswirkungsanalyse kritische Prozesse identifiziert.
Die bereits entwickelten Notfallpläne unterliegen regelmäßigen Funktionsprüfungen. Organisationsleitlinien.Um operationelle Risiken zu begrenzen, existieren Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien
und umfassende betrieblichen Regelungen. IT-Risikomanagement.Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme bilden
die Grundlage für das effektive Management von Systemrisiken. Der optimierte Einsatz
unserer EDV-Systeme trägt zur Reduktion komplexer IT-Infrastruktur bei. Das zusätzlich
aufgebaute System- und Anwendungs-Know-how hilft, IT-Engpässe zu vermeiden. Ein weiterentwickeltes
Informationssicherheitsmanagementsystem sowie das für Systemausfälle vorgesehene Notfallmanagement
minimieren das IT-Ausfallrisiko. Monitoring und Kooperation.Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der
Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Unsere Rechtsabteilung
verfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden relevante Gesetzesvorhaben, die
Entwicklung der Rechtsprechung sowie neue Vorgaben der Aufsichtsbehörden. Risikokapitalbedarf.Der für operationelle Risiken bemessene Risikokapitalbedarf verläuft entsprechend
der gewählten Messmethodik über Standardansätze relativ konstant. Die Grafik im Kapitel
Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite 49) veranschaulicht
die Gewichtung des für operationelle Risiken reservierten Risikokapitals. Insgesamt
tragen operationelle Risiken in der Gruppe mit 9 % zum gesamten Risikokapitalbedarf
bei. Die operationellen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der
Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten. STRATEGISCHE RISIKEN
Unter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus Entscheidungen
des Managements hinsichtlich der Geschäftsstrategie oder deren Ausführung bzw. einem
Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele resultieren. Strategische Risiken
beinhalten neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko, den Gefahren aus einem veränderten
rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeld auch die Risiken auf den Absatz-
und Beschaffungsmärkten, Kosten- und Ertragsrisiken sowie Reputationsrisiken. STRATEGISCHES RISIKO
Systematisierung![]() Strategische Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit sowie Veränderungen
im Branchenumfeld unvermeidlich. Sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe sind gegenüber
strategischen Risiken exponiert. Als strategische Obergesellschaft ist die W&W AG
besonders gegenüber strategischen Risiken exponiert. Experten schätzen im Rahmen der Risikoinventur die Gesamtheit aller strategischen
Risiken quartalsmäßig ein. Das Profil der strategischen Risiken der W&W-Gruppe stellt
sich wie folgt dar: Kosten- und Ertragsrisiken.Unsere wesentlichen Ertragsrisiken bestehen aus potenziellen Unterschreitungen der
geplanten wirtschaftlichen Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Aufgrund des Volumens
der Kapitalanlagen sind unsere Versicherungsgesellschaften, vor allem die Württembergische
Lebensversicherung AG, gegenüber dieser Risikoart besonders exponiert. Vor diesem
Hintergrund stellt die Erreichung der gesetzten Renditeziele hohe Anforderungen an
unsere strategische Asset-Allocation sowie unsere Front-Office-Einheiten. Potenzielle
Überschreitungen von Personal- und Sachkosten bergen weitere Kosten- und Ertragsrisiken. Geschäftsrisiken.Im regulatorischen Umfeld beobachten wir steigende Anforderungen an die Kapitalisierung
und Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen. Insgesamt
erwarten wir aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (Solvency II, Basel
III) deutlich steigende Kapitalanforderungen. Durch die anstehende Überarbeitung der
Finanzkonglomeraterichtlinie könnten zusätzliche Anforderungen an die Kapitalausstattung
sowie die Aufbau- und Ablauforganisation der W&W-Gruppe entstehen. Reputationsrisiken.Würde der Ruf des Unternehmens oder der Marke beschädigt, besteht das Risiko, direkt
oder künftig Geschäftsvolumen zu verlieren. Dadurch könnte der Unternehmenswert verringert
werden. Als Vorsorge-Spezialist sind wir in besonderem Maße bei den Kunden auf unsere
Reputation als solide, sichere Unternehmensgruppe angewiesen. Prämisse Existenz.Grundsätzlich sollen keine existenzgefährdenden Einzelrisiken eingegangen werden.
Die Risiken werden minimiert durch eine bedarfs- und kostenorientierte Wachstumspolitik.
Risikokosten werden grundsätzlich kalkulatorisch berücksichtigt. Fokus Kerngeschäft.Die W&W-Gruppe konzentriert sich auf den deutschen und tschechischen Markt im Privat-
und Gewerbekundengeschäft (bei Versicherungen) und möchte durch eine umfassende und
zielgruppengerechte Produktpolitik eine größere Marktdurchdringung erreichen, das
vorhandene Kundenpotenzial besser ausschöpfen sowie die Kundenbindung ausbauen. Hierdurch
soll ein dauerhaft profitables, risikoarmes Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielt
werden. Vertrauensbasis.Da der Erfolg der Gruppe vom Vertrauen der vorhandenen und potenziellen Kunden in
die Leistungsfähigkeit der W&W-Gruppe abhängt, ist es entscheidend, das positive Image
durch verantwortungsvolles und kundenorientiertes Handeln weiter zu stärken und Entwicklungen
zum Schaden der Reputation der Marken abzuwenden. Programm "W&W 2012".Das Zukunftsprogramm "W&W 2012" legt, abgestimmt auf diese strategischen Ziele, die
Schwerpunkte auf die fünf Erfolgsschlüssel "Wachstum", "Werthaltigkeit", "Nachhaltigkeit",
und "Wahrnehmung als der Vorsorge Spezialist" sowie auf "ein überdurchschnittliches
Risikomanagement". Die ambitionierten Ziele des Programms unterliegen aufgrund einer
Vielzahl interner und externer Einflussfaktoren diversen strategischen Risiken. Durch
vorausschauende Beurteilung der für unser Geschäftsmodell kritischen Erfolgsfaktoren
versuchen wir, unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir streben an, strategische
Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung
entwickeln und einleiten zu können. Organisationsstruktur.Grundsätze und Ziele der Geschäftspolitik sowie der hieraus abgeleiteten Vertriebs-
und Umsatzziele sind in der Geschäftsstrategie und den Vertriebsplanungen enthalten.
Die Steuerung der Geschäftsrisiken obliegt dem Gesamtvorstand. Abhängig von der Tragweite
einer Entscheidung ist gegebenenfalls die Abstimmung mit dem Aufsichtsrat notwendig.
Unsere operativen Einheiten identifizieren und bewerten Reputationsrisiken innerhalb
ihrer Geschäftsprozesse. Um Rechtsverstöße zu vermeiden und aufzudecken, haben wir
ein Group Compliance Committee etabliert. Unser Verhaltenskodex, zu dem wir unter
anderem auch interne Schulungen durchführen, formuliert die wesentlichen Regeln und
Grundsätze für rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter. Risikotragfähigkeitsmodell.Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie
Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir geschäftsfeldübergreifend
in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell, indem wir dafür einen angemessenen
Anteil am Risikodeckungspotenzial bereitstellen. Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken
sowie unsere Handlungsoptionen. Im Zuge unseres Kapitalmanagements werden verschiedene
Szenarien entwickelt, um Kapitalisierungsrisiken der W&W-Gruppe zu quantifizieren,
und entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Emerging-Risk-Management.Im Sinne eines Frühwarnsystems zur Identifikation von Megatrends dient unser Emerging-Risk-Management
dazu, strategische Risiken rechtzeitig herauszukristallisieren und Gegenmaßnahmen
einzuleiten. Projektcontrolling.Ob das Programm "W&W 2012" realisierbar ist, unterliegt sowohl einer Vielzahl von
internen als auch externen Einflussfaktoren. Diese Risiken werden laufend über Programm-
und Projektberichte überwacht, die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegt werden. Fraudprevention.Um Betrugsrisiken vorzugreifen, hat die W&W-Gruppe das Projekt "Fraud Prevention"
initiiert. In diesem Rahmen wurden Maßnahmen erarbeitet, um gesetzliche Vorgaben sowie
regulatorische Anforderungen über Kontrollen und technische Sicherungssysteme einzuhalten
sowie die Mitarbeiter für das Thema Betrugsprävention zu sensibilisieren. Durch implementierte
und dokumentierte Prozesskontrollen, die Fraud-relevante Handlungen vermeiden und
reduzieren helfen, wird Reputationsschäden entgegengewirkt. Business-Continuity-Management.Im Rahmen des BCM wird durch die bewusste Implementierung der Kategorie "Außenwirkungen"
die Identifikation der für Reputationsrisiken sensiblen Prozesse erreicht. Aufgesetzte
Wiederherstellungspläne mildern mögliche Folgeschäden beim Eintritt von Reputationsrisiken
ab. LIQUIDITÄTSRISIKEN
Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen können,
dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs-
und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeitsrisiko),
um unsere fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. LIQUIDITÄTSRISIKOSystematisierung![]() Wie die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 gezeigt hat, stellt ein plötzliches
Austrocknen der institutionellen Refinanzierungsquellen eine ernste Bedrohung besonders
für Kreditinstitute dar. Als Finanzdienstleistungsunternehmen unterliegt eine Reihe von W&W-Unternehmen spezifischen
gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die sicherstellen sollen, gegenwärtige
oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Das Geschäftsfeld
BausparBank bedarf geschäftsmodellbedingt einer besonders sorgfältigen Refinanzierungs-
und Liquiditätssteuerung. Zahlungsunfähigkeitsrisiko.Die Liquiditätsplanung ermöglicht die Steuerung und Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit
der W&W-Gruppe. Ein konsolidierter Liquiditätsplan ermöglicht eine gruppenweite Sicht
auf unsere Liquiditätslage: Zum 31. Dezember 2010 weist die auf zwölf Monate ausgelegte Planung finanzielle Mittel
von durchschnittlich 2,83 Mrd € aus. KONSOLIDIERTE LIQUIDITÄTSPLANUNGNetto-Liquidität in Mrd €![]() Refinanzierungsrisiko.Um die Kreditnachfrage zu befriedigen und Kredite auszureichen, bedürfen unsere Kreditinstitute
einer fortlaufenden Refinanzierung. Unsere Versicherungsunternehmen weisen einen in
der Regel positiven Liquiditätssaldo aus. Dies ist bedingt durch die Gegebenheiten
des Geschäftsmodells, das durch kontinuierlich fließende Beitragseinnahmen sowie durch
Rückflüsse aus Kapitalanlagen gekennzeichnet ist. Das Refinanzierungsvolumen unserer
Kreditinstitute ist über ein diversifiziertes Funding-Potenzial gesichert. Marktliquiditätsrisiko.Marktliquiditätsrisiken entstehen hauptsächlich wegen unzulänglicher Markttiefe oder
Marktstörungen in Krisensituationen. Bei Eintritt können Kapitalanlagen überhaupt
nicht, nur in geringfügigen Volumina beziehungsweise unter Inkaufnahme von Abschlägen
veräußert werden. Die derzeitige Lage an den Kapitalmärkten lässt keine akuten materiellen
Marktliquiditätsrisiken für die Kapitalanlagen der W&W-Gruppe erkennen. Prämisse Liquidität.Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen
jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik liegt
unter anderem darauf, die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Bestehende gesetzliche, aufsichtsrechtliche und interne Bestimmungen sind dabei ständig
und dauerhaft zu erfüllen. Die eingerichteten Systeme sollen durch vorausschauende
Planung und operative Cash-Disposition Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen. Absehbaren
Liquiditätsengpässen ist durch geeignete Maßnahmen frühzeitig zu begegnen. Die Möglichkeit,
bei Bedarf unsere Konzernliquidität zu bündeln, sehen wir als Wettbewerbsvorteil. Organisationsstruktur.Die laufenden Zahlungsmittelbestände werden primär in Eigenverantwortung der Einzelunternehmen
gesteuert. Die Abteilung Konzernrisikomanagement überwacht und konsolidiert die Liquiditätspläne
kontinuierlich. Für das gruppenweite Controlling von Liquiditätsrisiken sowie die
Liquiditätssteuerung ist das Group Liquidity Committee zuständig. Die Liquiditätslage
wird regelmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Bei Bedarf werden
Steuerungsmaßnahmen veranlasst. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden
im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management der W&W AG gemeldet. Nettoliquidität und Liquiditäts-Gaps.Durch regelmäßige Aufstellung der uns zur Verfügung stehenden Nettoliquidität sowie
der Berechnung von Liquiditäts-Gaps bewerten wir Liquiditätsrisiken. Um die Liquiditäts-Gaps
zu ermitteln, stellen wir unser Fundingpotenzial den benötigten Refinanzierungsmitteln
gegenüber. Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.Im Risikobereich Liquiditätsrisiken betrachten wir aus Gruppensicht regelmäßig Stressszenarien,
anhand derer wir unter anderem die Auswirkungen veränderter Geldzu- und -abflüsse,
simulierter Abschläge auf unsere Fundingpotenziale, veränderte Refinanzierungskosten
sowie unsere Notfallliquidität analysieren. An die Ergebnisse der Liquiditätsstressszenarien
sind gegebenenfalls Notfallmaßnahmen gekoppelt. Liquiditätsplanung.Anhand eines wöchentlichen Reportings aller wesentlichen Unternehmen der W&W-Gruppe
stellen wir eine aktuelle Einschätzung unserer Liquiditätslage sicher. Um die Liquiditätsziele
zu überwachen, werden die künftig zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz
gegenübergestellt. Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung.
Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt.
Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen leiten wir Anlageoder Finanzierungsentscheidungen
ab. Notfallmaßnahmen.Durch Notfallpläne und die Überwachung von Liquiditätspuffern stellen wir sicher,
auch solche außergewöhnlichen Situationen bewältigen zu können. Sofern ein Unternehmen
bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, stehen gemäß
Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Diversifikation.Als Finanzkonglomerat profitieren wir gerade in angespannten Märkten von der Diversifikation
unserer Refinanzierungsquellen. Neben der Verringerung des Refinanzierungsrisikos
profitieren wir im Zuge der Diversifizierung des Funding-Potenzials zusätzlich durch
die Reduzierung unserer Refinanzierungskosten. Durch einen definierten Anteil an notenbank-
und repofähigen Wertpapieren guter Bonität erhalten sich unsere Kreditinstitute Flexibilität
in der Refinanzierung. Spar- und Termineinlagen nutzen wir, um vor allem kurzfristige,
ungedeckte Refinanzierungen zu substituieren. Aspekte der Laufzeitendiversifikation
fließen in unsere Kapitalanlagepolitik ein. Die Laufzeitstruktur unserer Finanzinstrumente
haben wir im Anhang unseres Geschäftsberichts ab Seite 211 dargestellt. Ausgewählte RisikokomplexeEMERGING RISKSEmerging Risks beschreiben Zustände, Entwicklungen oder Trends, welche die finanzielle
Stärke, die Wettbewerbsposition oder die Reputation der Gruppe oder eines Einzelunternehmens
zukünftig signifikant in ihrem Risikoprofil beeinflussen können. Die Unsicherheit
hinsichtlich Schadenpotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit ist in der Regel sehr
hoch. Die Gefahr entsteht aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, beispielsweise
etwa wirtschaftlicher, geopolitischer, gesellschaftlicher, technologischer oder umweltbedingter
Natur. Das Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe umfasst entsprechend dem Umfang unseres
Geschäftsmodells einen Emerging-Risk-Management-Prozess. Dieser soll die angemessene
Identifikation von Megatrends sicherstellen. Emerging Risks frühzeitig wahrzunehmen,
angemessen zu analysieren und adäquat zu managen, begrenzt das Risiko und erschließt
komparative Wettbewerbsvorteile. Im Zuge der Diversität des Finanzkonglomerates unterstützen interne Sensoren (z. B.
unser makroökonomisches Research, die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung)
das frühzeitige Erkennen von Emerging Risks. Ergänzend erschließen wir externe Know-how-Quellen.
Unser Key-Emerging-Risk ist die demografische Entwicklung. Der Herausforderung, dem
demografischen Wandel zu begegnen, gehört zur Kernkompetenz des VorsorgeSpezialisten
W&W. KONZENTRATION VON RISIKENUnter Risikokonzentrationen verstehen wir mögliche Verluste, die sich durch kumulierte
Risiken ergeben können. Wir unterscheiden zwischen "Intra"-Konzentrationen (Gleichlauf
von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart) und "Inter"-Konzentrationen (Gleichlauf
von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten oder Risikobereiche hinweg). Solche
Risikokonzentrationen können aus der Kombination von Risikoarten, wie z. B. Adressrisiken,
Marktpreisrisiken, versicherungstechnischen Risiken oder Liquiditätsrisiken, entstehen.
Hier sind beispielsweise Liquiditätsrisiken zu nennen, die gemeinsam mit Naturkatastrophen
auftreten können. Bei der Steuerung unseres Risikoprofils achten wir darauf, in der Regel große Einzelrisiken
zu vermeiden, um ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Daneben wird im
Rahmen unserer Risikosteuerung ein angemessenes Verhältnis des Risikokapitalbedarfes
der Risikobereiche angestrebt, das unsere Anfälligkeit gegenüber einzelnen Risiken
weiter mindert. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und
Liniensystemen, klar definierte Annahme- und Zeichnungsrichtlinien im Kredit- und
Versicherungsgeschäft sowie den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes
bei verschiedenen Anbietern guter Bonität streben wir an, Konzentrationsrisiken bestmöglich
zu begrenzen. Im Kundengeschäft wird auf eine breit aufgestellte sowie regional diversifizierte
Kundenstruktur abgezielt. Über mehrere Vertriebswege erreichen wir unsere Kunden mit
einem vielfältigen Produktspektrum. Die W&W-Gruppe ist aufgrund bestehender aufsichtsrechtlicher Reglementierungen (Anlageverordnungen
für Versicherungen und Bausparkassen) und hoher interner Bonitätsansprüche stark im
Bereich Finanzinstitute investiert. Demzufolge trägt die W&W-Gruppe neben dem Kreditrisiko
der einzelnen Adresse besonders das systemische Risiko des Finanzsektors. Unsere Kundenkreditportfolien
weisen wegen ihrer hohen Granularität dagegen keine nennenswerten Konzentrationsrisiken
auf. Bei der Bewertung unserer Kreditrisiken auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell
berücksichtigen wir sowohl im Eigen- als auch im Kundenkreditgeschäft Konzentrationsaspekte.
Dabei werden z. B. Kreditforderungen an einzelne Schuldner und Schuldnergruppen überwacht
und beschränkt. Hierfür wird ein übergreifendes Limitsystem eingesetzt, das Kredit-
und Kontrahentenrisiken der Gesamtgruppe adäquat kontrolliert. Unverhältnismäßig große
Einzelrisiken, die zu unakzeptablen Verlusten führen können, werden einzeln streng
beobachtet und unterliegen einem globalen Limitsystem. Im Eigengeschäft begegnen wir Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen
bei einem Emittenten mit einem übergreifenden Anlageliniensystem. Dadurch stellen
wir sicher, dass Adressrisiken der W&W-Gruppe auch unter Risikokonzentrationsaspekten
adäquat kontrolliert werden. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet,
nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, zum Beispiel eines Emittenten,
oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter
Schwellenwerte dem Konzernrisikomanagement der W&W-Gruppe angezeigt werden. Um Risikokonzentrationen zu erkennen, sind regelmäßig unternehmensübergreifende, interdisziplinäre
Betrachtungen erforderlich, die in den etablierten Prozessabläufen nicht enthalten
sind. Wir führen deshalb kontinuierlich Analysen im Rahmen von übergreifenden Workshops
durch, um genau solche Risikokonzentrationen aufzuspüren und systematisch zu vermeiden. Risikobereichsübergreifende Stressszenarien ermöglichen es, Risikokonzentrationen
zu erfassen. Beispielsweise können abrupte Änderungen der Stresstestergebnisse Hinweise
auf Risikokonzentrationen geben. Auf Produkt- und Vertriebsebene existieren umfassende
Controllingmaßnahmen, um Konzentrationen zu begrenzen. DIVERSIFIKATIONAls Vorsorge-Spezialist mit einer breiten Produktpalette, die sich über verschiedene
Geschäftssegmente und Regionen erstreckt, ist die Diversifikation für unser Geschäftsmodell
enorm bedeutend. Diversifikation zwischen Regionen und Geschäftssegmenten unterstützt
uns dabei, unsere Risiken effizient zu handhaben, weil sie den wirtschaftlichen Einfluss
eines einzelnen Ereignisses beschränkt. Zudem trägt sie zu einem insgesamt relativ
stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei. Das Ausmaß, in dem der Diversifikationseffekt
realisiert werden kann, hängt einerseits von der Korrelation zwischen den Risiken
ab und andererseits von der relativen Konzentration innerhalb eines Risikobereiches.
Diversifikation verstehen wir als einen der strategischen Erfolgsfaktoren des Vorsorge-Spezialisten. Bewertung des GesamtrisikoprofilsIm Jahr 2010 war für die W&W-Gruppe stets eine ausreichende interne und aufsichtsrechtliche
Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell verfügten
wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken mit hoher Sicherheit
bedecken zu können. Die Szenariorechnungen lassen ebenfalls keine Anzeichen für eine
unmittelbar aufkommende Gefahrenlage für die W&W-Gruppe erkennen. Auch die aufsichtsrechtlichen
Anforderungen an die Solvabilität haben wir jederzeit erfüllt. Nicht zuletzt bedingt durch unser Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und
diversifizierte Liquiditätsbasis. Auf Gruppenebene ist derzeit keine Gefährdung der
laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar. In einem anhaltend volatilen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld besteht auch für die
W&W-Gruppe das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko. Daneben kommt dem Zinsgarantierisiko
eine herausgehobene Bedeutung zu. Zunehmendes Gefahrenpotenzial sehen wir in möglichen
Nennwertherabsetzungen bei Staats- und Nachranganleihen. Trotz der derzeit ausgewogenen Risikotragfähigkeit auf Basis des internen Risikotragfähigkeitmodells
erwarten wir deutlich höhere Kapitalanforderungen aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen
Entwicklungen (z. B. Solvency II, Basel III, Erneuerung Finanzkonglomeraterichtlinie).
Die Veränderungen im regulatorischen Umfeld verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig
und flexibel reagieren zu können. Die W&W-Gruppe verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das
es innerhalb der betrachteten Grenzen ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen
Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten, zu steuern und zu kommunizieren. Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten. Zum Berichtszeitpunkt
sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der W&W-Gruppe gefährden. Weiterentwicklungen und AusblickDurch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und
Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und
deren Auswirkungen auf die Risikolage des Konzerns und der Einzelunternehmen Rechnung. Im Jahr 2010 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres
Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften
weiter auszubauen. Einen Schwerpunkt bildete dabei die weitere Integration unserer
Datenbasis. Neben der Optimierung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells bereiten
wir uns mit einem erweiterten, funktionsübergreifenden Projekt auf Solvency II vor.
2010 haben wir die Vorbereitungen getroffen, um das Wertpapier-Risikomanagement konzernweit
in einem zentralen Wertpapier-Middle-Office organisatorisch zusammenzufassen. Eine systematische Fortentwicklung des bestehenden konzerneinheitlichen Risikomanagements
soll auch zukünftig die stabile und nachhaltige Entfaltung der W&W-Gruppe sichern. Die von der Rating-Agentur Standard & Poor's weiter verbesserte Einschätzung für das
Enterprise Risk Management der W&W-Gruppe würdigt die bisher erreichten Fortschritte
in unserem Risikomanagement. Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement
wollen wir im Geschäftsjahr 2011 kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben
wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten
entlang unseres Risikomanagementprozesses definiert. Dabei fokussieren wir uns auf folgende Themen:
Darüber hinaus bereitet sich die W&W-Gruppe durch umfangreiche konzernweite Projekte
gezielt auf künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen vor:
Insgesamt ist die W&W-Gruppe gut gerüstet, die internen und externen Anforderungen
an das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen. Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess
umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Der Vorstand hat insbesondere die dem Ressort Finanzen
der W&W AG unterstellten Abteilungen Konzernrisikomanagement und Konzernrechnungswesen
sowie die dem Vorstandsvorsitzenden unterstellte Konzernrevision mit der Verantwortlichkeit
für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Konzern betraut. Auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss übernehmen eigenständige
Prüfungstätigkeiten. Ferner prüft der Konzernabschlussprüfer prozessunabhängig den
Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Im Konzern sind organisatorische Maßnahmen getroffen bzw. Verfahren implementiert,
die die Überwachung und Steuerung von Risiken im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess
bzw. die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Es werden solche
Komponenten des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet,
die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts beeinflussen
können. Die wesentlichen Komponenten sind:
Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien wurden in allen
Rechnungslegungsprozessen umfangreiche Kontrolltätigkeiten durchgeführt. Der Konzernabschluss
wird auf Grundlage von geprüften IFRS-Packages der einbezogenen Tochtergesellschaften
und Investmentfonds erstellt. PROGNOSEBERICHTGesamtaussageDie Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der W&W-Gruppe
in den kommenden zwei Jahren sind insgesamt gut. Der anhaltende Trend zu sicheren
und kalkulierbaren Anlageformen, besonders auch zur Altersvorsorge einschließlich
Riester-Vorsorge, und der nach wie vor hohe Bedarf an Modernisierungen im Immobiliensektor
wirkten sich positiv auf das Neugeschäft aus. Weiterhin sehen wir einen steigenden
Bedarf an transparenten Bankprodukten, den wir mit unseren Angeboten im Bereich Top
Giro, Top Tagesgeld, Top Termingeld flex und Top Depot abdecken. Hinzu kommt das große
Potenzial, das wir dank unserer neuen exklusiven und langfristigen Vertriebs-Kooperationen
im Bausparbereich haben. Chancen sehen wir auch im Ausbau unseres Maklerneugeschäfts
in der Kraftfahrt- und Firmenkundenversicherung. Als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen
in der Finanzbranche erheblich. Vor allem "Basel III" und "Solvency II" betreffen
die W&W-Gruppe. Wir erwarten steigende Eigenmittelanforderungen und zusätzliche Kostenbelastungen
durch die erweiterten regulatorischen Pflichten. Vor dem Hintergrund dieser geänderten
Rahmenbedingungen und der dadurch bestärkten Einsparziele werden wir weiterhin in
unsere Unternehmensgruppe investieren. Ziel ist es, ab 2012 ein nachhaltiges jährliches Ergebnis von 250 Mio € nach Steuern
zu erwirtschaften. Für das Jahr 2011 sollte dabei ein Ergebnis nach Steuern von 180
Mio € nicht unterschritten werden. Risiken für die Entwicklung sehen wir in einer hohen Volatilität der Zinsmärkte, einem
dauerhaften Niedrigzinsszenario sowie in Adressausfallrisiken z. B. bei Staatsanleihen
aus dem Euroraum. Darüber hinaus hängt das Ergebnis der Sachversicherung zum einen
von der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts ab, zum anderen wird deren zukünftige
Ertragslage maßgeblich von der Anzahl und Höhe der Schäden beeinflusst. Erwartete wirtschaftliche RahmenbedingungenGESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICKDie Konjunkturprognosen für 2011 fallen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr etwas
moderater aus. Sie lassen jedoch immer noch ein solides Wirtschaftswachstum erwarten.
So spricht die jüngst schwächere Konjunkturdynamik in Ländern wie China dafür, dass
sich der deutsche Export im laufenden Jahr weniger schwungvoll als im Vorjahr entwickelt.
Ähnliches gilt für die Unternehmensinvestitionen. Hier dürften die Zuwachsraten niedriger
ausfallen. Die weiter steigende Beschäftigung sowie eine Zunahme der verfügbaren Einkommen
der Privathaushalte werden den Konsum beleben. In Deutschland wird 2011 mit einem
Anstieg der Wirtschaftsleistung um gut 2 % gerechnet. Im Jahr 2012 dürfte die deutsche
Wirtschaft aufgrund auslaufender Basiseffekte und einer allmählich restriktiver werdenden
Geldpolitik weiter an Dynamik verlieren und nur noch eine Wachstumsrate im Bereich
des langfristigen Durchschnitts von knapp 1,5 % erzielen. Dabei wird die private Konsumnachfrage
aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus und anziehender Löhne der wichtigste Wachstumsträger
sein. REAL VERFÜGBARE EINKOMMEN IN DEUTSCHLANDVergleich zum Vorjahr in %![]() KAPITALMÄRKTEDie stabilisierte Konjunktur dürfte 2011 - ausgehend von dem im langfristigen Vergleich
immer noch sehr niedrigen Zinsniveau - für steigende Renditen sorgen. Eine anhaltend
niedrige Inflation sollte das Ausmaß des Zinsanstiegs allerdings begrenzen. Hierzu
beitragen werden auch die weiterhin unsichere künftige Entwicklung in den EWU-Peripheriestaaten
sowie die in den großen Industrienationen auf Rekordtief verharrenden Leitzinsen.
Im Jahr 2012 werden dann Leitzinserhöhungen der EZB insbesondere im kürzeren und mittelfristigen
Laufzeitenbereich für einen Zinsanstieg sorgen, sodass sich die Zinsstrukturkurve
wieder abflachen dürfte. An den europäischen Aktienmärkten besteht im Jahr 2011 aufgrund der guten Entwicklung
der Unternehmensgewinne Potenzial für moderate Kurssteigerungen. Zwar wird der Anstieg
der Unternehmensgewinne voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im Vorjahr,
jedoch sollte eine sich im Laufe des Jahres stabilisierende Konjunktur die Risikobereitschaft
der Anleger wieder erhöhen. Dies wird unserer Meinung nach zu einem stärkeren Kaufinteresse
bei Aktien führen. Im Jahr 2012 ist dann vor dem Hintergrund der zuvor erzielten Kursgewinne
und einer restriktiveren Geldpolitik in den USA und der EWU nur noch mit einer Seitwärtsbewegung
bei den führenden Aktienindizes zu rechnen. BRANCHENENTWICKLUNGGeschäftsfeld BausparBankDie 2010 eingeleitete Trendwende im Wohnungsneubau wird sich 2011 voraussichtlich
fortsetzen. Das ifo Institut rechnet mit einem Zuwachs bei den Wohnungsbaufertigstellungen
auf rund 191 000 Einheiten. Dies betrifft Ein- und Zweifamilienhäuser und Wohnungen
in Mehrfamiliengebäuden gleichermaßen. Der Markt für Wohnimmobilien wird sich 2011 nach einer Prognose des GEWOS Instituts
für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stabil entwickeln. Die Zahl der Käufe und
das Transaktionsvolumen dürften leicht über dem des Vorjahres liegen. Stabilisierender
Faktor wird aufgrund einer erhöhten Nachfrage nach energetischen Gebäudesanierungen
das Modernisierungs- und Ausbausegment bleiben. Profitieren werden potenzielle Finanzierer auch von den niedrigen Zinsen für Hypothekarkredite
und den günstigen Einstiegspreisen. Das Bausparneugeschäft wird sich 2011 voraussichtlich auf Vorjahresniveau weiter positiv
entwickeln. In der Erwartung steigender Zinsen anerkennen viele Verbraucher das Bausparen
mit seinen niedrigen und damit kalkulierbaren Darlehenszinsen. Sollten die Zinsen
niedrig bleiben, ist vor allem gefördertes Bausparen vorteilhaft. Auch die steigende
Zahl von Energiesparmaßnahmen wird sich auf das Bausparen und das Finanzierungsgeschäft
positiv auswirken. Für das Jahr 2012 wird im Bauspar- und Baufinanzierungsneugeschäft eine stabile Entwicklung
mit einem leicht ansteigendem Abschlussvolumen erwartet. Geschäftsfeld VersicherungDas Vertrauen in die Versicherungswirtschaft ist im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise
intakt geblieben. Die Branche konnte ihre Wettbewerbsposition sogar stärken. Für 2011
wird neben einer verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte auch eine
weitere wirtschaftliche Stärkung im Unternehmenssektor erwartet. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) prognostiziert
im Bereich der Lebensversicherung langfristig eine weiter steigende Nachfrage nach
kapitalgedeckter Altersvorsorge. Eine Prognose der Einmalbeitragseinnahmen ist nach
den starken Jahren 2009 und 2010 schwierig. Der GDV geht davon aus, dass sich das
Neugeschäft gegen laufenden Beitrag leicht verbessern wird. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen
rechnet der GDV mit einem starken Rückgang um etwa 3,5 %. Hauptursache dafür ist ein
deutlicher Anstieg der ablaufenden Verträge. Dies betrifft vor allem steuerfreie Versicherungen,
die 1999 im Vorgriff auf zu erwartende Steueränderungen besonders zahlreich abgeschlossen
wurden. Die laufenden Beitragseinnahmen werden voraussichtlich knapp unter dem Vorjahresniveau
liegen. Für 2012 gehen wir davon aus, dass die Beitragseinnahmen der Branche der Lebensversicherungen,
Pensionskassen und Pensionsfonds gegenüber 2011 stabil bleiben. Unserer Einschätzung
nach werden dabei fondsgebundene Versicherungen eine höhere Bedeutung gewinnen. In der Schaden- und Unfallversicherung setzen der hohe Grad der Marktdurchdringung
und die Preissensibilität der Versicherungsnehmer einem Wachstum auch weiterhin enge
Grenzen. Insgesamt erwartet der GDV hier 2011 ein gegenüber dem Vorjahr um 1 % höheres
Beitragsaufkommen. Im Segment Kraftfahrtversicherung wird branchenweit mit einem Ende
des Preissenkungszyklus im Neugeschäft gerechnet. Die wachsende Bedeutung der Direktversicherer
hingegen belastet das Preisniveau. Insgesamt wird für 2011 mit einem Beitragswachstum
von 0,5 % gerechnet. Im Bereich der übrigen Schaden- und Unfallversicherungen erwarten
wir keinen Rückgang der Beitragseinnahmen. In der allgemeinen Haftpflichtversicherung
und in der privaten Sachversicherung ist 2011 beispielsweise ein Plus von 1,5 % abzusehen. Für 2012 erwarten wir ebenfalls ein Beitragswachstum von insgesamt 1 % in der Schaden-
und Unfallversicherung. Geschäftsstrategie2011 und 2012 konzentrieren wir unsere Anstrengungen darauf, die bisher durch unser
erfolgreiches Programm "W&W 2009" erreichten Etappenziele zu sichern und Wachstum,
Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit weiter zu stärken. Das Zukunftsprogramm "W&W 2012"
definiert 180 Mio € Ergebnis nach Steuern als Ziel für 2011 und 250 Mio € als Ziel
für 2012. Wir sind zuversichtlich, beide Vorhaben zu erreichen. Im Jahr 2011 erwarten
wir aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung inzwischen, das anteilige
Ziel übertreffen zu können, sofern außergewöhnliche Belastungen infolge extremer Schadenereignisse
oder besonderer Kapitalmarktsituationen ausbleiben. Erklärtes Ziel ist außerdem ein
dauerhaft profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Ab 2012 wollen wir die
Wettbewerbs-Benchmarks vergleichbarer Mitbewerber bei Kosten- und Service-Standards
durchgängig erreichen und ein überdurchschnittliches Risikomanagement etablieren.
Und nicht zuletzt soll Wüstenrot & Württembergische im Markt ab Ende 2012 als "Der
Vorsorge-Spezialist" erlebbar sein. Allerdings wird als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise die Regulierung in der
Finanzbranche erheblich verschärft. Vor allem die Vorgaben aus "Basel III" und "Solvency
II" zur Eigenkapitalausstattung werden die W&W-Gruppe betreffen. Vor dem Hintergrund
dieser geänderten Rahmenbedingungen und der dadurch bestärkten Einsparziele werden
wir weiterhin in unsere Unternehmensgruppe investieren. Im Vertrieb steht die Stärkung unserer beiden Ausschließlichkeitsorganisationen hin
zum Vorsorge-Spezialisten im Zentrum unserer Aktivitäten. Durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen
und neue Beratungssoftware wollen wir dem Kunden zukünftig eine optimierte und eine
noch bedarfsorientiertere Beratung rund um die vier Vorsorge-Bausteine Absicherung,
Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung bieten. Darüber hinaus wollen wir
unsere Multikanalstrategie weiterentwickeln. Aufseiten der BausparBank gilt es, die
neuen Kooperationen mit der HypoVereinsbank, Commerzbank, Oldenburgische Landesbank
sowie ERGO und Allianz nach dem erfolgreichen Start nachhaltig zu festigen und weiter
auszubauen. Im Zusammenhang mit größeren finanziellen Spielräumen der Privathaushalte sehen wir
die Chance, unsere Stellung als kompetenter Berater und Anbieter weiter zu stärken
und uns als "Der Vorsorge-Spezialist" im Markt zu positionieren. Mit einem attraktiven
Leistungsspektrum wollen wir uns auch künftig an den Vorsorgezielen unserer Kunden
ausrichten. Künftige Vermögens-, Finanz- und ErtragslageSEGMENT BAUSPARBANKErwartete EntwicklungDas Bausparen hat sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise als sichere und stabile
Anlageform bewährt. Durch den staatlich geförderten Wohn-Riester ist Bausparen als
Grundbaustein der privaten Altersvorsorge sehr attraktiv. Gerade mit Blick auf die
stärkere Notwendigkeit, privat für das Alter vorzusorgen, schätzen die Bürger den
Wert der eigenen Immobilie. Um eine hohe Wertbeständigkeit dieser Anlageform zu erreichen,
sind fortlaufende Modernisierungen notwendig, darunter auch in Energiesparmaßnahmen.
Diese rücken durch steigende Energiepreise und geplante gesetzliche Anforderungen
immer stärker in den Fokus. Ausgestaltung und Flexibilität der Bausparverträge und
der Baufinanzierung kommen diesen Vorhaben entgegen. Weiterhin sehen wir im Markt
einen steigenden Bedarf an einfachen und transparenten Bankprodukten, den wir mit
unseren mehrfach ausgezeichneten Einlagenprodukten Top Giro, Top Tagesgeld, Top Termingeld
flex und Top Depot erfolgreich abdecken. Die Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) zum 7. Juli 2010 stärkt unser
Wachstum. Durch den Kauf haben wir neue Vertriebskanäle für unsere Bausparprodukte
erschlossen. Wir erwarten in den nächsten zwei Jahren ein steigendes Bausparneugeschäft
der Wüstenrot Bausparkasse AG. Das Wachstum wird dabei sowohl von unseren Ausschließlichkeitsvertrieben
als auch von unseren Partnervertrieben getragen. In der Immobilienfinanzierung können die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und die
Wüstenrot Bausparkasse AG den Kunden passende Produkte anbieten. 2010 wurde in der
privaten Immobilienfinanzierung - bedingt durch das niedrige Zinsniveau - ein überdurchschnittliches
Volumen erreicht. Für die nächste Zukunft gehen wir von einer stabilen Fortentwicklung
aus. Durch die neu gegründete W&W Produktions GmbH in Berlin wollen wir unsere Kreditbearbeitungskapazitäten
erweitern und damit die Servicequalität für die Kunden und Finanzierungsvermittler
verbessern. Wir streben im Kreditgeschäft ein angemessenes Risiko-Rendite-Verhältnis
an. Durch das steigende Bausparneugeschäft und die wachsenden Einlagenbestände rechnen
wir mit einem verbesserten Finanzergebnis. Zudem resultieren höhere Erträge aus den
übernommenen Kapitalanlagen der ADB, die 2011 erstmals für das volle Jahr GuV-wirksam
werden. Die in der Vergangenheit eingeführten Prozesse und Systeme zur Risikobewertung und
Risikosteuerung wollen wir auch in Zukunft weiterentwickeln. Dies wird sich zusammen
mit der konjunkturellen Erholung positiv auf das Segment niederschlagen. Da die Aufwendungen der ADB 2011 erstmals für das komplette Geschäftsjahr zu berücksichtigen
sind, wird der Verwaltungsaufwand im Segment BausparBank zunehmen. Nach der zum Jahreswechsel
erfolgreich abgeschlossenen Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB)
werden wir uns auf die Integration der 2010 erworbenen und deutlich größeren ADB konzentrieren.
Dafür werden auch Integrationskosten anfallen, besonders im IT-Bereich. Innerhalb
des konzernweiten Zukunftsprogramms "W&W 2012" arbeiten wir außerdem an weiteren Effizienzsteigerungen. 2011 wird das Segmentergebnis deutlich unter dem des Vorjahres liegen. 2010 war hier
aufgrund des ADB-Kaufes ein Sondereffekt zu verzeichnen, da mit der Erstkonsolidierung
Bewertungsreserven der übernommenen Gesellschaft aufgedeckt und gewinnerhöhend vereinnahmt
wurden. Für 2012 rechnen wir durch Wirkungen des Zukunftsprogramms "W&W 2012" mit
einem Ergebnisanstieg auf das Niveau von 2010. Chancen und RisikenChancen ergeben sich aus der weiterhin positiven konjunkturellen Entwicklung, verbunden
mit den entsprechenden Tendenzen der Anleihe- und Kapitalmärkte. Weitere Impulse gehen
vom steigenden Bedarf an privater Altersvorsorge und der möglichen Einführung des
Bildungssparens über Bausparkassen aus, sofern die Rahmenbedingungen dafür geschaffen
werden, dass Bausparkassen entsprechende Produkte anbieten können. Risiken für die Entwicklung des Segments BausparBank sehen wir in einer hohen Volatilität
der Zinsmärkte, einem dauerhaften Niedrigzinsszenario sowie in Adressausfallrisiken
z. B. bei Staatsanleihen aus dem Euroraum. Die weitere Entwicklung der Schuldensituation
der EWU-Peripheriestaaten könnte sich negativ auf die Konjunktur, besonders auf die
Finanzwirtschaft, auswirken. Obwohl sich die wirtschaftliche Situation seit dem Ausbruch
der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich verbessert hat, sind eine Verlangsamung
des Wirtschaftswachstums und eine damit einhergehende Verschlechterung der Einkommensperspektiven
unserer Kunden ein latentes Risiko. Herausforderungen ergeben sich auch aus zusätzlichen
regulatorischen Anforderungen, wie zum Beispiel aus Basel III. SEGMENT PERSONENVERSICHERUNGErwartete EntwicklungAuch in Zukunft gewinnt die private Altersvorsorge vor dem Hintergrund des demografischen
Wandels immer mehr an Bedeutung. Die Kunden schätzen risikoadäquate, transparente
Anlageprodukte. Sie wünschen Sicherheit und Flexibilität. Unsere Produkte decken bereits
heute diese Anforderungen voll und ganz ab. Wir sind überzeugt, das Potenzial aus der zunehmend notwendigen zusätzlichen Altersabsicherung
verstärkt nutzen zu können, und gehen sowohl für 2011 als auch für 2012 von einem
leichten Wachstum im Neugeschäft gegen laufende Beiträge aus. Bei den Einmalbeiträgen
erwarten wir im Jahr 2011 gemäß Branchentrend und dem bewusst gesteuerten Neugeschäft
gegen Einmalbeitrag einen Rückgang gegenüber dem Jahr 2010, während 2012 gegenüber
2011 mit einem leichten Anstieg zu rechnen ist. Unter diesen Voraussetzungen gehen
wir davon aus, dass die gebuchten Bruttobeiträge bis zum Jahr 2012 wieder an das Niveau
des Jahres 2009 heranreichen werden. Die zukünftige Ertragslage wird wesentlich von der Entwicklung der Kapitalmärkte bestimmt,
die schwer zu prognostizieren ist. Unsere Kapitalanlagestrategie unterliegt daher
weiterhin einer konsequenten Risikoorientierung. Unser effizientes Risikomanagement,
welches zeitnahe Reaktionen auf Marktschwankungen sicherstellt, wird uns auch in den
nächsten Jahren ein solides und marktgerechtes Kapitalanlageergebnis ermöglichen,
mit dem wir unsere Garantieverpflichtungen erfüllen können. Die Investitionen in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" werden 2011 mit steigenden Kosten
verbunden sein. Mittelfristig rechnen wir jedoch mit sinkenden Kosten, wodurch die
Verwaltungskostenquote (gemäß GDV-Kennzahlendefinition) nachhaltig und dauerhaft ab
2012 unter 3 % liegen sollte. Die private Krankenversicherung wird weiterhin stark von den politischen Entscheidungen
beeinflusst. In den Vollkostentarifen erwarten wir 2011 einen positiven Effekt aus
der Abschaffung der Drei-Jahres-Wartefrist. Positiv sehen wir auch die zukünftige
Entwicklung für unsere Wahl- und Zusatztarife, besonders in der Pflegeversicherung. Als Ziele für das Segment Personenversicherung wurden für 2011 29 Mio € und für 2012
36 Mio € Ergebnis geplant. Wir sind zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen. Voraussetzung
sind das Ausbleiben von Pandemien und vor allem eine positive Kapitalmarktentwicklung.
Unter der Annahme einer sehr guten Kapitalmarktentwicklung ist sogar das Ergebnis
des Jahres 2010 möglich. Chancen und RisikenDer finanzielle Vorsorgebedarf durch die demografische Entwicklung stützt die Nachfrage
nach Personenversicherungen. Im Zusammenhang mit größeren finanziellen Spielräumen
der Privathaushalte sehen wir die Chance, unsere Stellung als kompetenter Berater
und Anbieter weiter auszubauen und uns klar als "Der Vorsorge-Spezialist" im Markt
zu positionieren. Mit unserem attraktiven Leistungsspektrum wollen wir uns auch zukünftig
an den Vorsorgezielen unserer Kunden ausrichten. Trotz unseres insgesamt positiven Ausblicks für die nächsten Jahre birgt das Geschäftsmodell
der Personenversicherung Risiken aus der Zins- und Aktienkursentwicklung sowie in
Bezug auf Adressrisiken z. B. aus Staatsanleihen oder Refinanzierungstiteln von Banken.
Unsicherheiten für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergeben sich zudem aus den
Regulierungsvorschriften für die Branche, unter anderem im Zusammenhang mit Solvency
II. Die Auswirkungen aus der Absenkung des Rechnungszinses auf das Neugeschäft stellen
eine weitere Herausforderung für 2011 und die Folgejahre dar. Eine deutliche Abschwächung
der gesamtwirtschaftlichen Lage würde die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten beeinträchtigen.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Personenversicherung könnte darüber hinaus durch
das politische Umfeld beeinflusst werden. SEGMENT SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNGErwartete EntwicklungObwohl sich die Konjunktur belebt, hält der Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung
unvermindert an. Das starke Kostenbewusstsein und die hohe Preissensitivität beeinflussen
die Beitragsentwicklung. Dennoch gehen wir auf dem Kraftfahrtversicherungsmarkt trotz
des hohen Wettbewerbsdrucks von leichten Preiserhöhungen im Neugeschäft aus. Im Segment Schaden-/Unfallversicherung erwarten wir insgesamt ein Wachstum über dem
Marktdurchschnitt. Erfolg versprechend ist hierbei der Ausbau des Maklerneugeschäfts
im Kraftfahrt- und Firmenkundengeschäft. Außerdem wollen wir den Vertrieb über die
Württembergische Ausschließlichkeitsorganisation in ertragreichen Sparten forcieren
und den Bestand sichern, indem wir die bereits guten Stornoquoten durch gezielte Aktionen
weiter verringern. Durch eine verbesserte Risikoselektion und bereits begonnene Sanierungsmaßnahmen rechnen
wir mit einer verbesserten Geschäftsjahresschadenhäufigkeit und -quote. Durch weitere
Prozessoptimierungen soll der Verwaltungsaufwand reduziert werden. Wir sind zuversichtlich,
unser strategisches Ziel einer Combined Ratio von unter 96 % erreichen zu können. Das erwartete Ergebnis wird neben dem Aufwand für Schäden auch von der Entwicklung
an den Kapitalmärkten beeinflusst. Aufgrund unserer Einschätzung der Kapitalmärkte
erwarten wir ein stabiles und marktgerechtes Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau
oder leicht darüber. Der bisher nach Plan verlaufende Run-off des Geschäfts der ehemaligen Württ UK soll
auch 2011 erfolgreich fortgesetzt werden. Die daraus resultierenden Risiken werden
durch eine enge Run-off-Steuerung begrenzt. Bedingt durch das Beitragswachstum, niedrigere Verwaltungskosten sowie durch einen
geringeren Schadenaufwand wird das Segmentergebnis für das Jahr 2011 deutlich steigen.
Für 2012 rechnen wir mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2011. Chancen und RisikenDie Stärkung des Vertriebs der W&W-Gruppe bietet uns gute Chancen, unseren Marktanteil
auszubauen. Außerdem sehen wir eine Möglichkeit, die Profitabilität zu steigern, umso
mehr, sofern sich die Kapitalmärkte besser entwickeln als prognostiziert und das Schadenvolumen
unter Plan bleibt. Die Entwicklung des Versicherungsgeschäfts und die zukünftige Ertragslage hängen maßgeblich
von der Anzahl und Höhe der Schäden sowie von der Kapitalmarktentwicklung ab. Trotz
unseres insgesamt positiven Ausblicks für die nächsten Jahre resultieren aus dem Geschäftsmodell
der Schaden-/Unfallversicherung Risiken aus der Zins- und Aktienkursentwicklung sowie
aus Adressrisiken z. B. bei Staatsanleihen oder Refinanzierungstiteln von Banken.
Darüber hinaus liegt unseren Planungen ein normalisierter Schadenverlauf zugrunde.
Außergewöhnliche Schadenereignisse können die prognostizierten Ergebnisse erheblich
belasten. ALLE SONSTIGEN SEGMENTEErwartete EntwicklungDie in diesem Segment enthaltenen Gesellschaften sind auf Seite 34 dargestellt. Im
Folgenden werden die wesentlichen Entwicklungen für das Segmentergebnis erläutert. INVESTMENTFONDSGESCHÄFT
Auf Basis der sich stabilisierenden Konjunktur und des Aufwärtstrends an den Kapitalmärkten
wird sich die Investmentbranche voraussichtlich positiv entwickeln. Entsprechend rechnen
wir für unsere Gesellschaften in den nächsten zwei Jahren mit einem steigenden Bruttofondsabsatz.
Außerdem erwarten wir einen Volumenanstieg der Assets under Management, was den Provisionsüberschuss
erhöhen wird. 2011 wird der Ergebnisbeitrag der Investmentgesellschaften auf dem Niveau
von 2010 liegen. Im darauffolgenden Jahr rechnen wir mit einem steigenden Ergebnis. TSCHECHIENDie erwartete Entwicklung des tschechischen Bausparmarktes wird weiterhin geprägt
von einer massiven Verschlechterung der staatlichen Förderung und der damit verbundenen
Unsicherheit bei den Kunden. Aus diesem Grund werden sich 2011 die Neugeschäftszahlen
der Vorjahre nicht wiederholen. Unter der Voraussetzung, dass die Regierung keine
weiteren Belastungen für das Bausparen vorschlägt, gehen wir mittelfristig von einer
Stabilisierung des Neugeschäfts auf niedrigerem Niveau aus. Die rückläufige Entwicklung des tschechischen Hypothekenmarktes in den letzten Jahren
hat sich 2010 fortgesetzt. Für 2011 und 2012 sind wir vorsichtig optimistisch und
gehen nun von einer leicht positiven Marktentwicklung aus. Mit dem erfolgreich um
Sparprodukte erweiterten Angebot ist es der Wüstenrot hypoteční banca a.s. gelungen,
eine zusätzliche, vom Finanzmarkt unabhängige Refinanzierungsquelle zu erschließen.
Diese wird in den Folgejahren die geplante Ausweitung des Kreditgeschäfts unterstützen. Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise und das aktuelle Zinsniveau belasten das tschechische
Lebensversicherungsgeschäft. Die Wüstenrot životní pojišt`ovna a.s. hat 2010 zahlreiche
Produkte den Markterfordernissen angepasst. Dies sollte sich 2011 in den Neugeschäfts-
und Ergebniszahlen positiv auswirken. Insgesamt erwarten wir für die tschechischen Gesellschaften Im Jahr 2011 trotz der
Herausforderung im Neugeschäft ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2010. Hierbei
steht den umfangreichen Investitionen, insbesondere in die Konsolidierung der IT,
ein Anstieg des Zinsüberschusses bei der tschechischen Bausparkasse gegenüber. Ab
2012 werden auch die erstmals zu erwartenden Einspareffekte aus der IT-Konsolidierung
positiv zu den Ergebnissen beitragen. W&W AGBei der W&W AG wird die Ertragslage maßgeblich von den Dividenden und Ergebnisabführungen
der Tochterunternehmen bestimmt. Deren Ergebnisentwicklung ist in den jeweiligen Segmenten
erläutert. Die Beteiligungserträge werden im Konzernabschluss im Rahmen der Konsolidierung
eliminiert. Einfluss auf das Ergebnis der W&W AG haben die Erträge aus der Rückversicherung. Das
konzernfremde Rückversicherungsgeschäft befindet sich in Abwicklung, externes Neugeschäft
wird nicht mehr gezeichnet. Das konzerninterne Rückversicherungsgeschäft wird im Gesamtkonzern
konsolidiert. Unter der Voraussetzung eines normalen Schadenverlaufs in den Jahren
2011 und 2012 erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag aus der Versicherungstechnik. Chancen und RisikenDas Ergebnis des Segments "Sonstiges" ist naturgemäß von einer Vielzahl von Faktoren
abhängig, weil die darin zusammengefassten Geschäftsaktivitäten heterogen sind. Haupteinflussfaktor
ist die Kapitalmarktentwicklung, welche sich sowohl positiv als auch negativ auf die
Ergebnisse der W&W Asset Management GmbH, der tschechischen Gesellschaften und der
W&W AG auswirken kann. Die tschechischen Gesellschaften unterliegen darüber hinaus
besonderen Risiken aus der Regulierung und Förderung von Finanzprodukten in Tschechien.
Die geplante Erweiterung des Produktspektrums bietet Chancen, in dem geänderten Marktumfeld
Marktanteile zu gewinnen. Risiken für den Geschäftsbereich können aus der geplanten
Konsolidierung der IT-Anwendungslandschaft resultieren. SEGMENTÜBERGREIFENDUnser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, dass wir unseren finanziellen
Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen können. Auf Basis der Liquiditätsplanungen
für die Jahre 2011 und 2012 ergeben sich stets ausreichende Liquiditätsmittel. Die
Liquiditätslage wird ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken",
auf Seite 65 beschrieben. Die W&W-Gruppe als Finanzkonglomerat verfügt über eine solide
Kapitalausstattung. Auf Basis unserer Planungen ist die Solvabilität für die Gruppe
und die Einzelunternehmen gewährleistet. Vorbehalt bei ZukunftsaussagenDer vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete
Aussagen und Informationen. Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum
heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können
mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch
mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit
der W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit
erwarteten Ergebnissen abweichen. Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht
übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen
und zu aktualisieren, besteht nicht. KONZERNBILANZ
AKTIVAscroll
1
Siehe nummerierte Erläuterungen im Konzernanhang ab Seite 139.
Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern
zusammengefasst. PASSIVAscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern
zusammengefasst. KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern
zusammengefasst. VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
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1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGDurch die Konzern-Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestands
im W&W-Konzern während des Geschäftsjahrs dargestellt. Zu diesem Zweck werden drei
Cashflows ermittelt. Das sind die Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit, aus
der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt.
Die Position Sonstige Anpassungen enthält die Umgliederung der zahlungswirksam vereinnahmten
Zinsen und Dividenden sowie der Zins- und Ertragsteuerzahlungen im Geschäftsjahr. Der Zahlungsmittelbestand im Geschäftsjahr besteht aus der Bilanzposition Barreserve
in Höhe von 171,7 (Vj. 110,3) Mio € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute
enthaltenen täglich fälligen Guthaben bei Banken und Sparkassen in Höhe von 918,7
(Vj. 581,5) Mio € (vgl. dazu Note Nr. 1 und Note Nr. 5). In der Barreserve sind der
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern
sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen enthalten, welche eine Ursprungslaufzeit von
bis zu drei Monaten haben. Die Beträge des Zahlungsmittelbestands, über die der W&W-Konzern nicht frei verfügen
kann, belaufen sich auf 105,4 (Vj. 94,3) Mio €. Die Verfügungsbeschränkung besteht
aufgrund der Pflicht zur Mindestreservehaltung bei der Europäischen Zentralbank bzw.
bei der tschechischen Nationalbank. Insgesamt lag der Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2010 mit 1 090,4 (Vj. 691,9)
Mio € aufgrund der gestiegenen Investitionseinzahlungen deutlich über dem Vorjahreswert.
Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit des Berichtszeitraumes lag unter dem
Vorjahresniveau und war insbesondere geprägt durch die Zunahme des Forderungsbestandes
gegenüber Kunden. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit stiegen die Einzahlungen
aus Abgängen von Finanzanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr stark an, während die
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr
nahezu unverändert blieben, sodass der Cashflow aus der Investitionstätigkeit insgesamt
deutlich angestiegen ist. Der Kaufpreis für die ADB im Geschäftsjahr 2010 betrug 130,0 Mio € einschließlich
des auf die zurückerworbene Namensschuldverschreibung entfallenden Kaufpreisanteils
in Höhe von 22,0 Mio € und stellte in Höhe von 108,0 Mio € das gesamte gezahlte Entgelt
für die Übernahme der Beherrschung dar (vgl. dazu auch Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse
Seite 103 ff.). Die übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen
75,9 Mio €. KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
KONZERNANHANGAllgemeine AngabenDer vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Wüstenrot & Württembergische
AG am 4. März 2011 zur Veröffentlichung freigegeben und am 25. März 2011 durch den
Aufsichtsrat gebilligt. Den Aktionären wird der Konzernabschluss auf der ordentlichen Hauptversammlung am
1. Juni 2011 vorgelegt. GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSESRechnungslegungsvorschriftenANGEWENDETE INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) UND INTERPRETATIONEN (IFRIC)Die W&W AG hat ihren Konzernabschluss auf der Grundlage des § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung
mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des
Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards
nach den IFRS - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - erstellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt
der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses von der Europäischen Kommission
für die Anwendung in der EU übernommenen Standards und Interpretationen wurden beachtet,
soweit sie bereits verpflichtend anzuwenden und für den W&W-Konzern relevant waren.
Der Konzernabschluss der W&W AG erfüllt sämtliche Anforderungen der IFRS. Unser Konzernabschluss beinhaltet:
Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt. ERSTMALIG IM GESCHÄFTSJAHR ANGEWENDETE INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 waren folgende geänderte Standards und Interpretationen
erstmalig verpflichtend anzuwenden:
IFRS 3 (rev. 2008) Unternehmenszusammenschlüsse: Am 10. Januar 2008 veröffentlichte
das IASB den überarbeiteten Standard IFRS 3. Die Änderungen des IFRS 3 betreffen insbesondere
die Bilanzierung von nicht beherrschenden Anteilen, die Abbildung von sukzessiven
Unternehmenserwerben sowie die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und
Anschaffungsnebenkosten. Die erstmalige Anwendung des geänderten IFRS 3 (rev. 2008) hatte folgende Auswirkungen
auf die Bilanzierung des im Berichtszeitraum erfolgten Erwerbs der Allianz Dresdner
Bauspar AG (ADB):
Aus den folgenden Änderungen und Verbesserungen von Rechnungslegungsstandards und
Interpretationen resultieren keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Abbildung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns: IFRS 1 (rev. 2008); (rev. 2009) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting
Standards: Die am 27. November 2008 vom IASB veröffentlichten Änderungen des IFRS
1 betreffen ausschließlich den formalen Aufbau des Standards, während dessen Inhalt
unverändert geblieben ist. Durch die neue Struktur soll die Verständlichkeit und Anwendbarkeit
des Standards verbessert werden. Darüber hinaus wurde der IFRS 1 am 23. Juli 2009
um weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender ergänzt. Die Ausnahmen gelten
der retrospektiven Anwendung der IFRS und sollen unnötige Kosten oder Belastungen
bei der Umstellung auf IFRS vermeiden. IFRS 2 (rev. 2009) Anteilsbasierte Vergütung: Das IASB hat am 18. Juni 2009 Änderungen
zu IFRS 2 veröffentlicht, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen
mit Barausgleich im Konzern klargestellt wird. IFRS 5 (Annual Improvements Projekt 2008) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen: Durch die Änderungen vom 22. Mai 2008 wird festgelegt, dass
auch bei Rückbehalt eines Minderheitsanteils an einem zur Veräußerung vorgesehenen
Tochterunternehmen dessen Vermögenswerte oder Schulden vollständig und nicht nur quotal
als zur Veräußerung bestimmt qualifiziert werden. IAS 27 (rev. 2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS: Am 10. Januar
2008 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten IAS 27. Mit der Überarbeitung dieses
Standards wurden die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen mit nicht beherrschenden
Anteilseignern eines Konzerns und Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei
einem Tochterunternehmen führen, geändert. Anteilsveräußerungen, die nicht zum Verlust
der Beherrschung führen, sind zukünftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen
zu bilanzieren. Demgegenüber sind die Auswirkungen bei Anteilsverkäufen, die zu einem
Verlust der Beherrschung führen, erfolgswirksam zu erfassen. IAS 39 (rev. 2008) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Am 31. Juli 2008 hat das
IASB Änderungen zum IAS 39 hinsichtlich der zulässigen Grundgeschäfte im Rahmen von
Sicherungsbeziehungen veröffentlicht. Darin werden die Bedingungen für die Absicherung
von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und die Verwendung von Optionen zur Absicherung
einseitiger Risiken konkretisiert. Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2009):
Am 16. April 2009 hat das IASB im Rahmen seines Annual Improvements Projekts eine
Vielzahl kleinerer Änderungen bestehender IFRS veröffentlicht. Ziel dieser Änderungen
ist es, den Inhalt der Vorschriften zu konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen
zwischen Standards zu beseitigen. IFRIC 12 (2006) Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen: IFRIC 12 wurde am 30. November
2006 herausgegeben und regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen zwischen der öffentlichen
Hand und einem privaten Betreiber über die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen
für private Kunden. Die dafür genutzte Infrastruktur bleibt in der Verfügungsmacht
der öffentlichen Hand. IFRIC 15 (2008) Vereinbarungen zum Bau von Immobilien: Die Interpretation IFRIC 15
wurde am 3. Juli 2008 vom IFRIC veröffentlicht. Sie regelt den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung
für bereits vor Fertigstellung verkaufte Immobilien und legt fest, unter welchen Bedingungen
die Ertragserfassung entweder nach IAS 11 oder nach IAS 18 zu erfolgen hat. IFRIC 16 (2008) Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb:
Am 3. Juli 2008 wurde IFRIC 16 herausgegeben. Die Interpretation befasst sich mit
der Währungskurssicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb
und stellt klar, was als Fremdwährungsrisiko anzusehen ist und welches Konzernunternehmen
das entsprechende Sicherungsinstrument halten darf. IFRIC 17 (2008) Sachausschüttungen an Eigentümer: Die Interpretation wurde am 27.
November 2008 veröffentlicht und regelt insbesondere den Ansatz und die Bewertung
von Dividendenverpflichtungen in Form von Sachdividenden. Die Dividendenverpflichtung
ist zu dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem die Ausschüttung nicht mehr im Ermessen des
Unternehmens steht, und zum beizulegenden Zeitwert der zu übertragenden Nettovermögenswerte
zu bewerten. Der Unterschiedsbetrag zwischen geleisteter Dividende und dem Buchwert
des zu übertragenden Vermögenswerts ist erfolgswirksam zu erfassen. IFRIC 18 (2009) Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden: Am 29. Januar
2009 wurde die Interpretation IFRIC 18 verabschiedet. Diese behandelt Vereinbarungen,
bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Sachanlagen oder aber Zahlungsmittel zum
Erwerb oder Bau von Sachanlagen erhält. Letztere dienen der Anbindung des Kunden an
ein bestehendes Netz bzw. der dauerhaften Versorgung des Kunden mit Gütern oder Dienstleistungen. VERÖFFENLICHTE, ABER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTENDie nachfolgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet,
sind aber bisher noch nicht in Kraft getreten. Von ihrer freiwilligen vorzeitigen
Anwendung wurde abgesehen. Die Umsetzung im W&W-Konzern erfolgt zum Zeitpunkt der
verpflichtenden Anwendung.
IFRS 7 (rev. 2010) Finanzinstrumente: Angaben: Die Neuregelungen vom 7. Oktober 2010
beinhalten zusätzliche Angabepflichten bei Übertragungen finanzieller Vermögenswerte,
einschließlich möglicher Effekte aus jeglichen Risiken, die bei der übertragenden
Gesellschaft verbleiben. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die
am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die geänderten Vorschriften können zukünftig
im Zusammenhang mit der Übertragung von Vermögenswerten zusätzliche Anhangangaben
erforderlich machen. IFRS 9 (rev. 2010) Finanzinstrumente: Die Veröffentlichung des IFRS 9 erfolgte am
12. November 2009 und war gleichzeitig das Ende der ersten von insgesamt drei Phasen
zur Ersetzung von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 regelt bisher
nur die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Die beiden übrigen Phasen, in denen die Impairment-Vorschriften von Finanzinstrumenten
und die Regelungen zum Hedge-Accounting überarbeitet werden, wurden noch nicht finalisiert. Nach den neuen Vorschriften des IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte zwei Bewertungskategorien
zuzuordnen: Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und Finanzinstrumenten,
die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine Folgebewertung zu fortgeführten
Anschaffungskosten ist für Schuldinstrumente möglich, sofern das Geschäftsmodell des
Unternehmens das Halten des finanziellen Vermögenswerts zur Vereinnahmung vertraglicher
Zahlungsströme vorsieht, diese Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten erfolgen
und ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag
darstellen. Finanzinstrumente, die diese Bedingungen nicht erfüllen, sind zum beizulegenden
Zeitwert zu bewerten. Eine Umklassifizierung zwischen den Kategorien ist dann zwingend
vorzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen
Vermögenswerte ändert. Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handelsabsicht
besteht, enthält der Standard ein unwiderrufliches Wahlrecht, die Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts dieser Instrumente erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen, jedoch mit
dem Verbot, Wertminderungen oder spätere Veräußerungsergebnisse erfolgswirksam darzustellen.
Erhaltene Dividenden sind in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Es besteht
weiterhin ein unwiderrufliches Wahlrecht, bei der erstmaligen Erfassung finanzielle
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu
bewerten, wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz vermieden
oder wesentlich verringert werden. Eine bilanzielle Trennung von finanziellem Basisvertrag
und eingebettetem Derivat, wie im IAS 39 enthalten, erfolgt nicht. Der Klassifizierungsansatz
ist auf das gesamte strukturierte Instrument anzuwenden. Am 28. Oktober 2010 wurde
der IFRS 9 um Regelungen für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten
und um Vorschriften für die Ausbuchung von Finanzinstrumenten ergänzt. Mit Ausnahme
der Regelungen für freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
wurden die Vorschriften unverändert aus dem derzeitigen IAS 39 übernommen. IFRS 9
tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Aus
der Anwendung des IFRS 9 werden sich hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung
von Finanzinstrumenten und der bilanziellen Abbildung von Hedge-Beziehungen sowohl
Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns
als auch auf die Darstellung im Konzernabschluss der W&W AG ergeben. Aus den folgenden Änderungen und Verbesserungen von Rechnungslegungsstandards und
Interpretationen werden keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Abbildung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns erwartet: IFRS 1 (rev. 2010) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards:
Durch die Änderung vom 28. Januar 2010 können nun auch IFRS-Erstanwender die Befreiung
von Vergleichsangaben für die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und für das Liquiditätsrisiko
in Anspruch nehmen. Am 20. Dezember 2010 hat das IASB zwei kleinere Änderungen an
IFRS 1 veröffentlicht. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt
"1. Januar 2004". Daneben wurden Regeln für die Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen
aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, sämtlichen IFRS-Vorschriften gerecht
zu werden. Die Änderungen treten zum 1. Juli 2010 bzw. zum 1. Juli 2011 in Kraft. IAS 12 (rev. 2010) Ertragsteuern: Am 20. Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung
an IAS 12 veröffentlicht. Die Änderung bietet eine praktische Lösung für die Frage,
ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert
wird. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar
2012 beginnen. IAS 24 (rev. 2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen:
Am 4. November 2009 wurde der überarbeitete IAS 24 veröffentlicht. Die Änderungen
führen zu Erleichterungen in den Berichtspflichten von Regierungen nahe stehenden
Unternehmen. Darüber hinaus wurde die Definition von nahe stehenden Unternehmen und
Personen grundlegend überarbeitet. Der geänderte Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden,
die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. IAS 32 (rev. 2009) Finanzinstrumente: Darstellung: Der IASB hat am 8. Oktober 2009
Änderungen des IAS 32 bezüglich der Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht.
Die Neuerungen regeln die Bilanzierung beim Emittenten von Bezugsrechten, Optionen
und Optionsscheinen auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten,
die nicht auf die funktionale Währung lauten. Der überarbeitete Standard ist verpflichtend
anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2010):
Am 6. Mai 2010 wurde der dritte Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS veröffentlicht.
Hierdurch werden an sechs Standards und an einer Interpretation kleinere Änderungen
vorgenommen. Sofern im jeweiligen Standard nicht gesondert geregelt, treten die Änderungen
für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. IFRIC 14 (rev. 2009) Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften
und ihre Wechselwirkung: Die Änderung des IFRIC 14 ist von Relevanz, sofern ein Unternehmen
im Zusammenhang mit seinen leistungsorientierten Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen
gegenüber einem externen Pensionsvermögen zu erfüllen hat und Beitragsvorauszahlungen
leistet. Sie ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011
beginnen. IFRIC 19 (2009) Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente:
Die Interpretation wurde am 26. November 2009 vom IFRIC veröffentlicht und gibt Bilanzierungshinweise
für den Fall, dass ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit
durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre
anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Darstellung des AbschlussesDer Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben
erfolgt gerundet auf tausend Euro. Für eine bessere Übersicht werden die Erläuterungen
grundsätzlich in Millionen oder Milliarden Euro angegeben. Aufgrund der Rundungen
können sich Abweichungen zu den ausgewiesenen, nicht gerundeten Beträgen ergeben. Änderungen von RechnungslegungsmethodenUm die Transparenz und die Vergleichbarkeit der Berichterstattung weiter zu verbessern,
werden im Konzernabschluss 2010 die ergebnisneutral erfassten Bewertungseffekte innerhalb
der Gesamtergebnisrechnung erstmals brutto ausgewiesen. Ausgehend von dieser Bruttoveränderung
werden die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung und die latenten Steuern
offen abgesetzt. Die Darstellung der Vorjahreswerte wurde entsprechend angepasst.
Auswirkungen auf das Konzerngesamtergebnis waren hiermit nicht verbunden. KONSOLIDIERUNGKonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss einbezogen werden neben der Wüstenrot & Württembergische AG
alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen. Eine Übersicht des Anteilsbesitzes sämtlicher Gesellschaften, an denen innerhalb des
W&W-Konzerns mehr als 5 % gehalten werden, befindet sich auf den Seiten 240 ff. scroll
Änderungen im KonsolidierungskreisNeu in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden im ersten bzw. dritten Quartal 2010
die Spezialfonds LBBW AM-WV P&F, Stuttgart sowie AGI BSW 1 und AGI BSW 2, Frankfurt. Im Zuge des Erwerbs der Allianz Dresdner Bauspar AG sind ebenfalls im dritten Quartal
zunächst die beiden Publikumsfonds Allianz BSK Rentenfonds sowie Allianz BSK Rentenfonds
Plus, Frankfurt, einbezogen worden. Beide Fonds wurden im selben Quartal aufgelöst
und sind dementsprechend aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Das bislang im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochterunternehmen W&W Asset
Management AG, Luxemburg, ist aufgrund seiner Liquidation im ersten Quartal 2010 aus
dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Ebenfalls aufgelöst und somit aus dem Konsolidierungskreis
ausgeschieden ist im zweiten Quartal 2010 der Spezialfonds DEVIF-Fonds Nr. 13, Frankfurt.
Ferner wurde aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen im vierten Quartal der Publikumsfonds
Credit Suisse-WV Immofonds, Frankfurt, entkonsolidiert. Des Weiteren haben im Berichtszeitraum die folgenden Umbenennungen von Spezialfonds
stattgefunden:
KonsolidierungsgrundsätzeGrundlage des W&W-Konzernabschlusses sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der Wüstenrot & Württembergische
AG, der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen. TOCHTERUNTERNEHMENTochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern in der Lage ist, die
Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu beherrschen. Der beherrschende Einfluss
beruht dabei in der Regel auf der direkten oder indirekten Stimmrechtsmehrheit an
der Tochtergesellschaft. Zweckgesellschaften werden in den Konsolidierungskreis einbezogen,
sofern der W&W-Konzern aus deren Tätigkeit mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen
ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss. In den Konzernabschluss einbezogen werden Tochterunternehmen, sofern deren Einfluss
auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns nicht
von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt mit dem Zeitpunkt der
Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall. Die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode.
Zum Erwerbszeitpunkt wird die übertragene Gegenleistung dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt
bestehenden und gemäß IFRS 3 bewerteten Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte,
der übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten gegenübergestellt. Ein sich
ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter
den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Ein passivischer Unterschiedsbetrag
wird in der Periode seiner Entstehung nach einer erneuten Beurteilung, ob alle erworbenen
Vermögenswerte und alle Schulden richtig identifiziert wurden, und nach einer erneuten
Überprüfung aller angewendeten Verfahren im Sonstigen Ergebnis als Ertrag erfasst. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit
überprüft (Impairmenttest). Bestehen Anzeichen für eine mögliche Wertminderung, findet
auch unterjährig eine Überprüfung der Werthaltigkeit statt. Zum Zweck der Überprüfung
auf eine Wertminderung wird der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss
erworben wurde, mindestens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Sofern
im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden
Einheit inklusive Geschäfts- oder Firmenwert geringer ist als der Buchwert der Einheit,
wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert dieser Einheit erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am erworbenen anteiligen Nettovermögen
werden unter der Position Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital ausgewiesen.
Die Anteile Konzernfremder an den Gewinnen und Verlusten der in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen werden in der Position Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes
Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen
Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge sowie Zwischengewinne
und Zwischenverluste werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung
und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. ASSOZIIERTE UNTERNEHMENAssoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen der Konzern in der Lage
ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens maßgeblich zu beeinflussen,
ohne die Kontrolle zu besitzen. Der maßgebliche Einfluss beruht dabei regelmäßig auf
einem direkten oder indirekten Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % an dem Unternehmen. Assoziierte Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns sind, werden ab dem Zeitpunkt der Erlangung
des maßgeblichen Einflusses unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen. Die Einbeziehung endet mit dem Wegfall des maßgeblichen Einflusses. Im Rahmen der Equity-Methode werden die Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren
Anschaffungskosten in den Konzernabschluss aufgenommen und nach dem Erwerbszeitpunkt
um die Veränderung des Konzern-Anteils am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis
des assoziierten Unternehmens angepasst. Sofern bei einem Unternehmen, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss
einbezogen wird, von den IFRS-Konzernvorgaben abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anwendung finden, werden Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden vorgenommen. Abweichend von der Equity-Bilanzierung sind Anteile an assoziierten Unternehmen nach
Maßgabe des IFRS 5 zu bilanzieren, soweit sie als Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert werden. StichtagDie Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens, der einbezogenen Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen werden auf den Stichtag 31. Dezember 2010 erstellt. WährungsumrechnungDie funktionale Währung und die Berichtswährung der W&W AG ist der Euro. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls
gebucht. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die von der funktionalen Währung der
jeweiligen Konzerngesellschaften abweichen, werden mit dem Referenzkurs der Europäischen
Zentralbank (EZB) zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht
monetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind, werden ebenfalls zum
Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Sonstige
nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls
(historischen Kurs) bewertet. Die Umrechnungsdifferenzen von in fremder Währung gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten
der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden erfolgsneutral im Eigenkapital
erfasst. Andere Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. In den Konzernabschluss einbezogene Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen,
deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 nach der modifizierten
Stichtagskursmethode mit dem Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Die Aufwendungen und Erträge der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale
Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die
Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung
im Eigenkapital erfasst und bei Abgang des betreffenden Tochterunternehmens ergebniswirksam
vereinnahmt. Die Wechselkurse wichtiger Währungen veränderten sich wie folgt: WÄHRUNGscroll
UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEErwerb der Allianz Dresdner Bausparkasse AG, Bad Vilbel, ÜberblickDie W&W AG hat über ihr Tochterunternehmen, die Wüstenrot Bausparkasse AG (BSW), Ludwigsburg,
mit Wirkung zum 7. Juli 2010 100 % der stimmberechtigten Aktien an der Allianz Dresdner
Bauspar AG (ADB) von der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, erworben und damit die
Beherrschung über dieses Unternehmen erlangt. Die ADB ist eine private Bausparkasse
mit Sitz in Bad Vilbel. Mit dem Erwerb der ADB geht eine mehrjährige Vertriebskooperation mit der Commerzbank
AG sowie mit den Unternehmen des Allianz-Konzerns einher. Durch die Kooperation werden
weiteres Wachstum und eine Stärkung der Marktposition der BSW erreicht. Im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2010 wurde dargestellt, welche Auswirkungen
zum damaligen Zeitpunkt aus dem Erwerb der ADB erwartet wurden. Im Rahmen der Kaufpreisallokation
ergaben sich anschließend im zweiten Halbjahr 2010 verschiedene Anpassungen, sodass
die nachfolgend dargestellten Beträge von den im Konzernanhang des Halbjahresfinanzberichts
dargestellten Beträgen teilweise abweichen. Abwicklung von vor dem Kontrollübergang bestehenden Geschäftsbeziehungen zwischen ADB und WBPDie ADB hielt zum Erwerbszeitpunkt eine von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank (WBP)
emittierte Namensschuldverschreibung in ihrem Bestand. Insofern bestand bereits vor
dem Unternehmenserwerb zwischen dem W&W-Konzern und der ADB eine Beziehung (s. g.
"pre-exisiting relationship"). Aus Konzernsicht kam es damit im Rahmen des Unternehmenserwerbs
der ADB zum Rückkauf einer von einem Konzernunternehmen emittierten Namensschuldverschreibung,
der gemäß IFRS 3.51, 3.52(a) als gesonderte Transaktion und nicht als Bestandteil
des Unternehmenserwerbs abzubilden ist (s. g. "settlement of a pre-existing relationship").
Der Buchwert der bei der WBP unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
ausgewiesenen Namensschuldverschreibung betrug zum Erwerbszeitpunkt 20,0 Mio €; ihr
beizulegender Zeitwert betrug zum selben Zeitpunkt 22,0 Mio €. Im Rahmen der bilanziellen
Abbildung des Rückkaufs wurde davon ausgegangen, dass die Namensschuldverschreibung
zum beizulegenden Zeitwert von 22,0 Mio € zurückerworben wurde und dass der Kaufpreis
als Bestandteil des für die ADB entrichteten Kaufpreises in bar bezahlt wurde. Der
Rückerwerb der Namensschuldverschreibung führte dementsprechend zu einer Verringerung
der Barreserve um 22,0 Mio €, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um
20,0 Mio € sowie zu einem Abgangsverlust in Höhe von 2,0 Mio €, der in der Position
Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erfasst wurde. Abschlusskosten
oder sonstige Kosten sind im Zusammenhang mit der Abwicklung der bestehenden Geschäftsbeziehung
nicht entstanden. Beizulegender Zeitwert der übertragenen GegenleistungDie BSW hat für 100 % der stimmberechtigten Anteile an der ADB einen Kaufpreis in
Höhe von 130,0 Mio € in bar entrichtet. Gleichzeitig wurde im Unternehmenskaufvertrag vereinbart, dass die BSW das Recht hat,
im Jahr 2013 einen Teil des Kaufpreises - von 0,0 Mio € bis maximal 30,0 Mio € - zurückzufordern,
sofern die im Rahmen der Vertriebskooperation vereinbarten Zielerreichungsgrade für
vorher festgelegte Vertriebsleistungen nicht erreicht werden (s. g. "Clawback-Vereinbarung").
Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung betrug zum Erwerbszeitpunkt
2,1 Mio €. Er wurde unter Verwendung des Barwertverfahrens auf Basis einer aus Vergangenheitsdaten
abgeleiteten mathematischen Verteilung der möglichen Zielerreichung sowie unter Verwendung
von aktuellen Diskontierungszinssätzen ermittelt. Zum 31. Dezember 2010 hat sich der
beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung auf 1,9 Mio € reduziert. Die Differenz
in Höhe von 0,2 Mio € wurde als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Die Bandbreite der Zahlungen (0,0 bis 30,0 Mio €) hat sich nicht verändert. Auf Basis des in bar entrichteten Kaufpreises in Höhe von 130,0 Mio €, von dem der
auf die zurückerworbene Namensschuldverschreibung entfallende Kaufpreisanteil in Höhe
von 22,0 Mio € sowie der beizulegende Zeitwert der Clawback-Regelung von 2,1 Mio €
abzuziehen sind, ergibt sich zum Erwerbszeitpunkt ein beizulegender Zeitwert der gesamten
übertragenen Gegenleistung in Höhe von 105,9 Mio €. Die mit dem Unternehmenserwerb verbundenen Nebenkosten betragen 1,5 Mio € und wurden
in der Position Verwaltungsaufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst. Erworbene Vermögenswerte und übernommene SchuldenIm Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden die folgenden Klassen von erworbenen
Vermögenswerten und übernommenen Schulden mit den nachstehenden Beträgen erfasst: AKTIVAscroll
PASSIVAscroll
Der Betrag an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des erworbenen Unternehmens
besteht aus dem in der Bilanzposition Barreserve ausgewiesenen Kassenbestand in Höhe
von 13,9 Mio € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich
fälligen Guthaben in Höhe von 62,0 Mio €. Der Posten immaterielle Vermögenswerte enthält Software in Höhe von 0,4 Mio € und
erworbene Kundenbeziehungen in Höhe von 7,8 Mio €. Die erworbenen Forderungen bestehen aus den Klassen Forderungen an Kreditinstitute
und Forderungen an Kunden: ERWORBENE FORDERUNGENscroll
Im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wurden zum Erwerbszeitpunkt
wegen der Erhebung von Abschlussgebühren eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von
15,2 Mio € sowie wegen der Erhebung von Darlehensgebühren eine Eventualverbindlichkeit
in Höhe von 5,7 Mio € angesetzt. Unsicherheiten bestanden im Zusammenhang mit diesen
Eventualverbindlichkeiten insbesondere im Hinblick auf den zum Erwerbszeitpunkt ungewissen
Ausgang der Klagen, im Hinblick auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Klagen sowie
im Hinblick auf die ggf. zu erwartenden Rückforderungen von Bausparkunden. Die Eventualverbindlichkeiten
wurden unter dem Posten Sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Passiver UnterschiedsbetragAus der Differenz zwischen dem erworbenen Nettovermögen der ADB, d. h. dem Saldo von
erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten,
sowie dem beizulegenden Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung ergibt sich
ein Überschuss in Höhe von 98,4 Mio €. Für die Höhe des passiven Unterschiedsbetrags
sind mehrere Gründe verantwortlich: Zum einen führten das niedrige Zinsniveau und
dessen Entwicklung seit dem Abschluss des Kaufvertrags zur Aufdeckung von stillen
Reserven bei den Finanzinstrumenten. Zum anderen werden bedingt durch Differenzen
in der Rechnungslegung zwischen HGB und IFRS verschiedene Umgliederungen von Bilanzposten
erforderlich, die das erworbene Eigenkapital nach IFRS signifikant erhöhen. Hierzu
zählen im Wesentlichen der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung, die Vorsorge
für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB sowie der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken
nach § 340g HGB; dabei stellt insbesondere der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung
keinen Finanzmittelfonds dar, über den der Erwerber verfügen kann, da er ausschließlich
der Wahrung der Belange der Bausparer im Kollektiv dient. Darüber hinaus dürfen Migrationsaufwendungen
im IT-Bereich, Investitionen in Marketing und Vertrieb sowie Integrationskosten im
Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3.11 nicht angesetzt werden. Der passive
Unterschiedsbetrag wurde nach einer nochmaligen Überprüfung der Kaufpreisallokation
unter den sonstigen Erträgen im Sonstigen Ergebnis erfasst. Erlöse sowie Gewinn des erworbenen UnternehmensDie ADB wurde nach dem erfolgten Kontrollübergang im dritten Quartal 2010 auf die
BSW verschmolzen. Damit einhergehend wurde die gesamte Buchhaltung in die entsprechenden
Prozesse der BSW integriert. Die Angabe der Erlöse sowie des Gewinns der ehemaligen
ADB seit dem Erwerbszeitpunkt war infolgedessen nicht möglich. Da die IFRS-Meldedaten der ADB bis zum Kontrollübergang partiell durch deren Muttergesellschaft
erstellt wurden, waren die nach IFRS ermittelten Erlöse sowie das IFRS-Ergebnis der
ADB für die Zeit bis zum Kontrollübergang nicht verfügbar; eine Angabe des IFRS-Erlöses
sowie des IFRS-Ergebnisses, das angefallen wäre, wenn der Erwerb der ADB bereits zum
1. Januar 2010 erfolgt wäre, war infolgedessen ebenfalls nicht möglich. SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUNGDie Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen,
die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Erträge
und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen
und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger
Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Bestehende Unsicherheiten
werden bei der Wertermittlung in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards angemessen
berücksichtigt. Tatsächliche Ergebnisse können jedoch von den Schätzungen abweichen. Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft.
Die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in
der die Änderung der Schätzung erfolgt. Sofern Schätzungen in größerem Umfang erforderlich
waren, wird darüber bei der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
sowie in den Notesangaben einzelner Bilanzposten näher informiert. Schätzungen und Annahmen wurden unter anderem den folgenden wesentlichen Sachverhalten
zugrunde gelegt: ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERT FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITENDer beizulegende Zeitwert von nicht auf einem aktivem Markt gehandelten finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wird anhand anerkannter Bewertungsverfahren
ermittelt. Dazu gehören beispielsweise das Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) und
Options-Preis-Modelle. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den zu treffenden
Annahmen beeinflusst. Nähere Erläuterungen hierzu enthält der Abschnitt Bewertung
zum beizulegenden Zeitwert. ERMITTLUNG VON WERTMINDERUNGEN (IMPAIRMENTS)Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Forderungen sowie Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung werden in regelmäßigen Abständen auf objektive Hinweise für das Vorliegen
einer Wertminderung untersucht. Schätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Impairmentermittlung
ergeben sich bei Forderungen insbesondere in Bezug auf die Höhe und den zeitlichen
Anfall der zugrunde liegenden Cashflows. Einzelheiten zur Wertminderung von Finanzinstrumenten
finden sich in den Abschnitten Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Forderungen
sowie Wertminderungen. Bildung von RückstellungenVERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGENDeckungsrückstellung
Die Deckungsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden als Saldo
des Barwertes der künftigen Verpflichtungen abzüglich des Barwertes der künftigen
Beiträge ermittelt. Bei der Festlegung werden grundsätzlich die Annahmen über Kosten,
Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen verwendet, wie sie
zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Veränderungen der Kosten, der
Sterblichkeit sowie der Anlagerenditen, die am Kapitalmarkt erwirtschaftet werden,
können dazu führen, dass die Rechnungsgrundlagen angepasst und die Deckungsrückstellung
erhöht werden muss. Rückstellung für noch nicht abgewickelte VersicherungsfälleDie Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)
wird für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die aus bis zum Bilanzstichtag
eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen resultieren. Schätzunsicherheiten
bestehen insbesondere im Hinblick auf Höhe und Zeitpunkt der zukünftigen Schadenzahlungen. ANDERE RÜCKSTELLUNGENRückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an ArbeitnehmerBei der Berechnung von Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige
Leistungen an Arbeitnehmer sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Prämissen
wie z. B. Rechnungszins, Gehaltssteigerungen, künftige Rentensteigerungen und Sterblichkeit
notwendig. Sonstige RückstellungenRückstellungen werden gebildet, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige
faktische oder rechtliche Verpflichtung gegenüber Dritten resultiert, die künftig
wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, der sich zuverlässig schätzen lässt.
Soweit die Auswirkungen des Zinseffekts wesentlich sind, erfolgt die Bildung der Rückstellungen
gemäß IAS 37 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Inanspruchnahme. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe
dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich
ist. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen werden durch die getroffenen
Annahmen bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit, erwarteter Zahlungen und des zugrunde
liegenden Abzinsungssatzes determiniert. Sofern die genannten Kriterien zur Bildung von Rückstellungen nicht erfüllt sind,
werden die entsprechenden Verpflichtungen als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Im W&W- Konzern werden Rückstellungen für Zinsbonusoptionen gebildet, soweit die Verpflichtung
zur Zahlung von Zinsboni in Bausparverträgen enthalten ist. Unsicherheiten bei der
Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags ergeben sich vor allem aus den Annahmen
zu Kündigungsverhalten oder Bonusinanspruchnahmeverhalten. Weitere Informationen zu allen genannten Rückstellungsarten finden sich in den Abschnitten
Andere Rückstellungen und Versicherungstechnische Rückstellungen. Bilanzierung von UnternehmenszusammenschlüssenIm Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen werden sämtliche identifizierbaren
Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum beizulegenden
Zeitwert am Erwerbsstichtag angesetzt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte
dieser Posten werden ebenfalls Schätzungen herangezogen. Eine besondere Bedeutung
kommt dabei u. a. den Prognosen der zukünftig zu erwartenden Cashflows und der Ermittlung
des Diskontierungssatzes zu. Einzelheiten finden sich im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse. FINANZINSTRUMENTE SOWIE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFTKlassenUnter der Berücksichtigung der Charakteristika der Finanzinstrumente und der unterschiedlichen
Arten der nach den IFRS anzugebenden Informationen wurden die Finanzinstrumente wie
nachfolgend dargestellt in Klassen zusammengefasst. Die Klassen von Finanzinstrumenten
spiegeln sich in der Struktur bzw. den Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung
wider. (1) BARRESERVE (2) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA (3) FINANZANLAGE VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG
(4) FORDERUNGEN
(5) POSITIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN (6) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZPASSIVA (7) VERBINDLICHKEITEN
(8) NEGATIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN (9) NACHRANGKAPITAL Grundsätze der Bewertung und des Ausweises von FinanzinstrumentenAlle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verpflichtungen einschließlich aller
derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in der Bilanz erfasst. Zugänge und Abgänge von Finanzinstrumenten werden grundsätzlich am Erfüllungstag mit
dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ausgenommen davon sind derivative Finanzinstrumente,
die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst werden.
Eine Ausbuchung erfolgt, sobald die vertraglichen Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument
auslaufen oder sofern das Finanzinstrument übertragen wird und die Kriterien für einen
Abgang erfüllt sind. BarreserveIn dieser Position werden der Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben
bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel öffentlicher Stellen mit einer Laufzeit
von unter drei Monaten ausgewiesen. Die Bestände der Barreserve sind zum Nennwert
bilanziert. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzaktivaHANDELSAKTIVAAls Handelsaktiva werden Finanzinstrumente erfasst, die mit der Absicht zur Gewinnerzielung
aus kurzfristigen Schwankungen der Preise erworben werden. Darüber hinaus werden die
positiven Marktwerte von Derivaten, welche nicht als Sicherungsgeschäft im Rahmen
von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, in dieser Position ausgewiesen. Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden in der GuV-Position
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und
Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten
sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort ausgewiesen. DESIGNIERT ALS ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVAIn Ausübung der Fair-Value-Option werden in dieser Unterposition strukturierte Produkte
ausgewiesen, sofern anderenfalls eine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats
vom Basisvertrag bestehen würde. Ferner werden hier die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungsverträgen
aktiviert, um so das Auftreten eines Accounting Missmatchs zu vermeiden, der anderenfalls
dadurch verursacht würde, dass die Veränderungen des Bilanzwerts der Deckungsrückstellung
für fondsgebundene Versicherungsverträge erfolgswirksam erfasst werden. Finanzinstrumente dieser Unterposition werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam
in der GuV-Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Transaktionskosten werden zum Transaktionszeitpunkt
erfolgswirksam direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Finanzanlagen verfügbar zur VeräußerungDiese Position beinhaltet alle nicht derivativen Finanzinstrumente, die keiner anderen
Kategorie zugeordnet wurden. Im W&W-Konzern handelt es sich bei dieser Position im Wesentlichen um Aktien, Investmentanteile,
andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche
Wertpapiere und nicht vollkonsolidierte oder nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
werden - gegebenenfalls unter Berücksichtigung von latenten Steuern und der Rückstellung
für latente Beitragsrückerstattung - grundsätzlich in der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung
unter Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung und
im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
ausgewiesen. Eine erfolgswirksame Realisierung von Gewinnen und Verlusten findet grundsätzlich
erst bei Verkauf statt. Direkt zuordenbare Transaktionskosten, Agien und Disagien
werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt
und im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erfasst. Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird zusammen mit
der betreffenden Position ausgewiesen. Liegen objektive Hinweise auf Wertminderungen vor, werden außerdem die bisher im Eigenkapital
angesetzten kumulierten Bewertungsergebnisse in Höhe der Wertminderungen ergebniswirksam
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Besteht eine effektive Sicherungsbeziehung
mit einem derivativen Finanzinstrument im Rahmen eines Fair-Value-Hedges, so wird
die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko entfällt,
erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen erfasst. Objektive Hinweise für das Vorliegen eines Wertminderungsbedarfs für Fremdkapitalinstrumente
sind signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten, Vertragsbruch, eine
erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens sowie das Verschwinden eines
aktiven Markts für finanzielle Vermögenswerte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten
des Emittenten. Für Eigenkapitalinstrumente liegt eine Wertminderung (Impairment) auch dann vor, wenn
der beizulegende Zeitwert signifikant oder länger anhaltend unter die Anschaffungskosten
fällt. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie verfügbar zur Veräußerung wird eine
Wertminderung angenommen, wenn der beizulegende Zeitwert zum Bewertungsstichtag um
mindestens 20 % unter den Anschaffungskosten liegt. Eine Wertminderung ist außerdem
gegeben, wenn der beizulegende Zeitwert in einem Zeitraum von zwölf Monaten permanent
die Anschaffungskosten unterschreitet. Sofern sich der beizulegende Zeitwert von wertgeminderten Fremdkapitalinstrumenten
in Folgeperioden erhöht und diese Erhöhung aus Umständen resultiert, die nach erstmaliger
Erfassung des Wertminderungsaufwands eingetreten sind, wird diese erfolgswirksam rückgängig
gemacht. In der Vergangenheit erfasste Wertminderungsaufwendungen von Eigenkapitalinstrumenten
der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung können nicht erfolgswirksam
rückgängig gemacht werden. Erhöhungen des beizulegenden Zeitwerts nach einem erfassten
Wertminderungsaufwand werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. ForderungenDiese Position enthält alle nicht derivativen Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren
Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Im W&W-Konzern sind in dieser
Kategorie vor allem Bauspardarlehen, Baudarlehen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen
enthalten. Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in Folgeperioden
zu den unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelten fortgeführten Anschaffungskosten
bilanziert. Transaktionskosten, Agien und Disagien sowie abgegrenzte Gebühren werden
mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Ergebnis
aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erfasst. Gebühren, die nicht
Bestandteil des Effektivzinses sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt ihrer
Vereinnahmung erfasst. Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt und zusammen mit der betreffenden Position
ausgewiesen. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Depotforderungen
und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden grundsätzlich
zu Nominalwerten bilanziert. In den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer
werden Abschlusskosten als noch nicht fällige Ansprüche gegen Versicherungsnehmer
ausgewiesen, die unter Anwendung des Zillmerverfahrens ermittelt wurden. Zu jedem Abschlussstichtag sowie bei Hinweisen auf Wertminderungen werden die Forderungen
auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Ausfallrisiken wird ggf. durch die Bildung von
Einzel- und Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen. Im Falle einer Wertaufholung
erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze
der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt
ohne Wertminderung ergeben hätten. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung gelten
dabei diejenigen, die unter Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung dargestellt sind. Positive Marktwerte aus SicherungsbeziehungenDiese Position beinhaltet die positiven Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrument
in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannten Sicherungsbeziehung eingebunden
sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete FinanzpassivaHANDELSPASSIVAIn der Position Handelspassiva werden die negativen Marktwerte von Derivaten, die
nicht als Sicherungsgeschäft im Rahmen von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden,
ausgewiesen. Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden in der GuV-Position
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und
Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten
sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort ausgewiesen. VerbindlichkeitenDiese Position beinhaltet insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und
Kreditinstituten sowie die verbrieften Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Transaktionskosten,
Agien und Disagien werden mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Geschäfts
verteilt. Gebühren, die nicht bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes zu berücksichtigen
sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt der Vereinnahmung erfasst. Zinsaufwendungen
werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird zusammen mit der betreffenden
Position ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen
zum einen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, bei denen es sich um im
Voraus empfangene Beiträge handelt, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Zum anderen werden noch nicht ausgezahlte Versicherungsleistungen, verzinslich angesammelte
Überschussanteile sowie nicht abgehobene Beitragsrückerstattungen erfasst. Des Weiteren
werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsvermittlern
sowie Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dargestellt. Diese Verbindlichkeiten
werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Negative Marktwerte aus SicherungsbeziehungenDiese Position beinhaltet die negativen Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrument
in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden
sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. NachrangkapitalIm Nachrangkapital werden die nachrangigen Verbindlichkeiten und das Genussrechtskapital
zusammengefasst. Der erstmalige Ansatz von Nachrangkapital erfolgt zum beizulegenden
Zeitwert und die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinsaufwendungen
werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird bei der betreffenden Position
ausgewiesen. Bewertung zum beizulegenden ZeitwertFür die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten findet das im
Folgenden beschriebene Vorgehen Anwendung, unabhängig davon, welcher Kategorie das
Finanzinstrument zugeordnet ist bzw. ob der ermittelte beizulegende Zeitwert für die
Bewertung in der Bilanz oder die Information im Anhang herangezogen wird. Für die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wird
eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung
einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Finanzinstrumente, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, sind mit dem notierten
Börsen- oder Marktpreis für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet
worden (Stufe 1). Erfolgt keine Preisstellung auf aktiven Märkten, wird der beizulegende
Zeitwert von vergleichbaren Finanzinstrumenten abgeleitet oder durch die Anwendung
von anerkannten Bewertungsmodellen unter Verwendung von am Markt direkt oder indirekt
beobachtbaren Parametern (z. B. Zins, Währungskurs, Volatilität) bestimmt (Stufe 2).
Wenn eine Bewertung über Börsen- oder Marktpreise oder mittels eines Bewertungsmodells
unter Verwendung von am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Inputfaktoren nicht
oder nicht vollständig möglich ist, werden für die Bewertung von Finanzinstrumenten
auch nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhende Faktoren (nicht beobachtbare Inputfaktoren)
herangezogen (Stufe 3). Mit notierten Börsen- oder Marktpreisen werden Wertpapiere - Eigen- wie auch Fremdkapitaltitel
- der Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva,
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte
aus Sicherungsbeziehungen bewertet. Börsen- oder marktgehandelte Derivate werden gleichfalls
mit ihrem Börsen- oder Marktpreis bewertet. Die in Stufe 2 und 3 verwendeten Bewertungsmethoden umfassen allgemein anerkannte
Bewertungsmodelle wie die Barwertmethode, bei der die künftig erwarteten Zahlungsströme
mit den für die entsprechende Restlaufzeit, Kreditrisiken und Märkte geltenden aktuellen
Zinssätzen diskontiert werden. Diese Bewertungsmethode wird für die Bewertung von
Wertpapieren mit vereinbarten Zahlungsströmen in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzpassiva sowie für Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
verwendet. Ferner findet sie Verwendung für die Bewertung von Zins-Swaps und nicht
optionalen Termingeschäften (z. B. Devisentermingeschäften), die in den Bilanzpositionen
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen
und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen ausgewiesen werden. Finanzinstrumente
der Bilanzpositionen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital, deren beizulegende
Zeitwerte im Anhang angegeben werden, werden ebenfalls mittels der Barwertmethode
bewertet. Nicht an einem aktiven Markt notierte Asset-Backed Securities werden - bei Vornahme
einer Durchschau auf die der Verbriefung zugrunde liegenden Finanzinstrumente - ebenfalls
unter Verwendung der Barwertmethode bewertet. Dabei werden die Spezifika der einzelnen
Tranchen (z. B. Absicherung, vorzeitige Tilgung, erwartete Ausfallrate, Höhe des Verlusts,
Zinsstrukturkurve) berücksichtigt. Die für die Bewertung herangezogenen Annahmen werden
anhand externer Quellen verifiziert, soweit diese vorhanden sind. Die beizulegenden Zeitwerte von Optionen werden mit den für die jeweiligen Arten und
den zugrunde liegenden Basiswerten von Optionen entsprechenden allgemein anerkannten
Optionspreismodellen (Black 76 für Zinsoptionen, Black Scholes für Aktienoptionen)
und den diesen zugrunde liegenden allgemein anerkannten Annahmen berechnet. Der Wert
von Optionen bestimmt sich insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts
und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, -zinssatz oder -index, dem risikolosen
Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontrakts. Die mittels Optionspreismodellen bewerteten
Optionen befinden sich in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva,
Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen. Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten werden die am Finanzmarkt beobachtbaren Spreads
berücksichtigt. Die Ermittlung des Spreads erfolgt mittels eines Vergleichs von Referenzkurven
mit den entsprechenden risikolosen Geldmarkt- und Swapkurven des Finanzinstruments.
Anders als in den Vorjahren wurden zum Bilanzstichtag anstelle von laufzeitunabhängigen
Spreads erstmals laufzeitabhängige Spreads verwendet; außerdem erfolgte die Spreadermittlung
erstmals nicht nur gesondert für unterschiedliche Ratingklassen, sondern darüber hinaus
auch gesondert für unterschiedliche Emittentengruppen innerhalb einer Ratingklasse.
Durch diese Maßnahme wurde eine weitere qualitative Verbesserung der Fair-Value-Ermittlung
erreicht. Für das Kundenkreditgeschäft wird ein an der eigenen Risikovorsorgequote
orientierter Risikoaufschlag herangezogen. Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen
in etwa dem Buchwert, was vor allem durch die kurze Laufzeit dieser Instrumente begründet
ist. Diese Finanzinstrumente sind in der Bilanzposition Barreserve ausgewiesen. Zusammengesetzte Finanzinstrumente bzw. strukturierte Produkte werden als Ganzes oder
durch die Aggregation der Bewertungsergebnisse der einzelnen Bestandteile bewertet. Die Bewertungsergebnisse werden maßgeblich durch die zugrunde gelegten Annahmen beeinflusst,
insbesondere durch die Festlegung der Zahlungsströme und der Diskontierungsfaktoren. Bilanzierung von SicherungszusammenhängenDer Fair-Value-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche die Änderung des beizulegenden
Zeitwerts eines bilanziellen Vermögenswerts, einer bilanziellen Verbindlichkeit oder
einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung oder eines genau bezeichneten Teils davon,
die auf ein genau bestimmtes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis
haben kann, absichert. Im Berichtszeitraum bestanden neben individuellen Sicherungsbeziehungen
auch Sicherungsbeziehungen auf Portfoliobasis. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten
Derivats wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Buchwert
des Grundgeschäfts wird um die auf das abgesicherte Risiko entfallenden Gewinne oder
Verluste erfolgswirksam in seinem Wert angepasst. Nach der Auflösung einer Sicherungsbeziehung
wird die Anpassung des Buchwerts des Grundgeschäfts gegebenenfalls über die Restlaufzeit
amortisiert. Die kumulierten und dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts für das Portfolio finanzieller Vermögenswerte werden innerhalb
des Bilanzpostens Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment ausgewiesen. Die bestehenden Fair-Value-Hedges dienen zur Verminderung des Zinsänderungsrisikos.
Als Sicherungsgeschäft zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos in Form von Wertverlusten
aufgrund eines veränderten Zinsniveaus werden ausschließlich Zins-Swaps designiert. Der Cashflow-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche das Risiko von Schwankungen
künftiger Zahlungsströme, die sich auf das Ergebnis der Periode auswirken können,
absichert. Das Risiko schwankender Zahlungsströme kann sich aus bilanziellen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten ergeben. Der effektive Teil der Wertänderungen des Sicherungsinstruments
wird in der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Position Bewertungsgewinne/-verluste
aus Cashflow-Hedges erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der ineffektive
Teil des Hedges ausgewiesen. Im Eigenkapital wird der effektive Teil der Wertänderungen
des Sicherungsinstruments in der Neubewertungsrücklage aus Cashflow-Hedges dargestellt. Cashflow-Hedges werden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Zur Absicherung
von Zinsänderungsrisiken aus Zinszahlungsstromschwankungen (Zahlungsstromrisiken)
werden ausschließlich Zins-Swaps eingesetzt. Strukturierte ProdukteStrukturierte Produkte sind Vermögenswerte, die hinsichtlich ihrer Verzinsung, Laufzeit
oder Rückzahlung besondere Ausstattungsmerkmale aufweisen. Ein strukturiertes Produkt
setzt sich zusammen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem (oder mehreren)
die Zahlungsströme des Basisvertrags modifizierenden eingebetteten Derivat(en). Der
Basisvertrag und die derivative(n) Komponente(n) sind untrennbar miteinander verbunden.
Grundsätzlich werden strukturierte Produkte gemäß den für den Basisvertrag geltenden
Ausweis- und Bewertungsvorschriften im Abschluss abgebildet. Bei Vorliegen der nachfolgenden
Bedingungen ist das eingebettete Derivat jedoch getrennt vom Basisvertrag als frei
stehendes Derivat zu bilanzieren, sofern das gesamte strukturierte Produkt nicht in
Ausübung der Fair-Value-Option als zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller
Vermögenswert ausgewiesen wird. Diese Bedingungen sind:
Wertminderungen und WertaufholungenDer W&W-Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob und inwieweit bei einem finanziellen
Vermögenswert eine Wertminderung (Impairment) eingetreten ist. Es werden ausschließlich
finanzielle Vermögenswerte untersucht, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden. Die Bemessung der Wertminderung erfolgt nach konzerneinheitlichen
Grundsätzen. Der Prozess der Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt In zwei Schritten. Im ersten Schritt
werden die finanziellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise
auf eine Wertminderung gegeben sind. Werden objektive Hinweise auf Wertminderungen
festgestellt, wird anhand der erwarteten künftigen Zahlungsströme die Höhe der erfolgs-
bzw. aufwandswirksam zu erfassenden Wertminderung bestimmt. Die Höhe der Wertberichtigung
wird bei Finanzinstrumenten der Kategorie Forderungen aus der Differenz zwischen dem
Buchwert der Forderung und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme -
unter Berücksichtigung der Sicherheiten - ermittelt. Bei Finanzinstrumenten der Kategorie
verfügbar zur Veräußerung wird sie als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten
und dem beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente berechnet. Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn ein oder mehrere Ereignisse nach dem erstmaligen
Ansatz eines Vermögenswerts eingetreten sind, objektive Hinweise auf eine Wertminderung
gegeben sind und das Ereignis eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die künftigen
Zahlungsströme des Vermögenswerts hat. Objektive Hinweise sind insbesondere:
Die Berücksichtigung der Wertminderungen erfolgt differenziert. Wertminderungen für
Buchforderungen werden offen in der Bilanzposition Risikovorsorge auf der Aktivseite
von den Forderungen in Abzug gebracht. Für wertpapiernahe finanzielle Vermögenswerte
bzw. finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter anderen Bilanzpositionen auszuweisen
sind (z. B. Namensschuldverschreibungen, Namensgenussscheine, stille Einlagen), werden
die Wertminderungen direkt von den Buchwerten in Abzug gebracht. Bei festgestellten Wertminderungen werden bei Buchforderungen Einzelwertberichtigungen
und pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die dem Umstand Rechnung tragen,
dass es wahrscheinlich ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsleistungen vertragskonform
erbracht werden können. Für nicht einzelwertberichtigte Buchforderungen werden Wertminderungen auf Portfoliobasis
gebildet. Portfoliowertberichtigungen für Bonitätsrisiken sollen die zum Bilanzstichtag
bereits eingetretenen, jedoch noch nicht bekannten Wertminderungen im Kreditportfolio
abdecken. Werden weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr
erwartet, wird eine Forderung als uneinbringlich klassifiziert. Uneinbringliche Forderungen,
die bereits wertberichtigt sind, werden über den Verbrauch der Wertberichtigung ausgebucht.
Uneinbringliche Forderungen, bei denen bisher keine Wertberichtigungen notwendig waren,
werden direkt erfolgswirksam abgeschrieben. Eingehende Zahlungen auf bereits abgeschriebene
Forderungen werden erfolgs- bzw. ertragswirksam erfasst. Nach der Bildung von Einzelwertberichtigungen kann sich im Rahmen der Folgebewertung
eine Wertaufholung ergeben, sodass die gebildeten Einzelwertberichtigungen teilweise
oder vollständig erfolgswirksam aufgelöst werden müssen. Bei den unter den Forderungen ausgewiesenen wertberichtigten Beständen sind nicht
mehr die tatsächlichen Zinszahlungen als Zinsertrag zu erfassen oder abzugrenzen,
sondern der Zinsertrag aus der Barwertveränderung (Zinseffekt). Dieser wird als Reduzierung
der vorgenommenen Wertberichtigung dargestellt. Für die Portfolien mit eingetretenen,
aber noch nicht erkannten Ausfallereignissen werden weiterhin die tatsächlich gezahlten
Zinsen als Zinsertrag erfasst. Die Zinserträge aus den Barwertveränderungen werden
im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital dargestellt. Zuführungen zu Wertberichtigungen und Direktabschreibungen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen
und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Position
Ergebnis aus der Risikovorsorge der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. SONSTIGE BILANZPOSITIONENZur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und VeräußerungsgruppenEin langfristiger Vermögenswert wird als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn
der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch
fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Diese Vermögenswerte werden in der Bilanz in der Position Zur Veräußerung gehaltene
langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind,
werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich
Veräußerungskosten angesetzt. Wenn der Buchwert höher ist als der beizulegende Zeitwert
abzüglich Veräußerungskosten, wird der Differenzbetrag in der betreffenden Periode
erfolgswirksam erfasst. Eine planmäßige Abschreibung der zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte findet nicht mehr statt. Das Ergebnis aus der Bewertung von als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten
und Veräußerungsgruppen wird im entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
gezeigt. Nach der Equity-Methode bilanzierte FinanzanlagenDie Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Zeitpunkt der Anschaffung zu Anschaffungskosten
in der Konzernbilanz angesetzt. In den Folgejahren wird der bilanzierte Equity-Wert
um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben.
Das anteilige Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens fließt in die Position
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen in die Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung ein. Bestehen Anzeichen für eine Wertminderung der Anteile an einem nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen, werden diese einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen und
gegebenenfalls wird eine Wertminderung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt bei
Wegfall der Gründe für die Wertminderung. Veräußerungsgewinne und -verluste aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen werden ebenfalls im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen dargestellt. Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienDie Position Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfasst Grundstücke und Gebäude,
die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten
werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden mit den Anschaffungs- oder
Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und gegebenenfalls
außerplanmäßige Wertminderungen bewertet (Anschaffungskostenmodell). Jeder Teil einer Immobilie mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum
Wert der gesamten Immobilie wird gesondert planmäßig abgeschrieben. Dabei werden mindestens
die Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik unterschieden. Die individuelle Nutzungsdauer der Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik wird
von Architekten und Ingenieuren aus der Immobiliensparte des W&W-Konzerns geschätzt
und beträgt bei Wohnimmobilien für den Bestandteil Rohbau maximal 80 Jahre und bei
Gewerbeimmobilien maximal 40 Jahre. Für den Bestandteil Innenausbau/Technik wird von
einer maximalen Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen. Die planmäßige Abschreibung der beiden Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik
erfolgt linear über die erwarteten jeweiligen Restnutzungsdauern. Das Vorliegen einer Wertminderung wird bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
auf Basis einer Cashflow-Bewertung untersucht. Dabei wird zum Bilanzstichtag zunächst
überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist,
wird der voraussichtlich erzielbare Betrag im Rahmen der Discounted-Cashflow-Bewertung
ermittelt. Liegt dieser Wert unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird in entsprechender
Höhe ein Wertminderungsaufwand erfasst. Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Verfahren) werden die im zehnjährigen
Prognosezeitraum erwarteten Einzahlungen (Mieten, sonst. Einnahmen) und Auszahlungen
(Instandhaltung, nicht umgelegte Bewirtschaftungskosten, Leerstandskosten, Kosten
der Wiedervermietung) sowie ein im letzten Prognosejahr erwarteter Verkaufserlös auf
den heutigen Barwert abgezinst. Einzahlungen und Auszahlungen werden individuell betrachtet, d. h., jeder gewerbliche
Mietvertrag und jede Baumaßnahme wird einzeln beplant. Ebenso werden Leerstandszeiträume,
Maklerkosten etc. im gewerblichen Bereich für jede Mieteinheit gesondert angesetzt.
Bei Wohnimmobilien werden marktgestützte Annahmen über die Veränderung der Durchschnittsmieten
aller Wohneinheiten über den Prognosezeitraum zugrunde gelegt, hier wird aufgrund
der Gleichartigkeit der Mieteinheiten auf eine individuelle Beplanung verzichtet. Als interner Zinsfuß findet der Zinssatz einer risikolosen Geldanlage zuzüglich eines
Risikozuschlags Anwendung. In Abhängigkeit von ihrer Risikoklasse beträgt der Risikozuschlag
für Immobilien zwischen 100 Basispunkten (beispielsweise für Wohnimmobilien in besten
Lagen) und 250 (Vj. 100 - 250) Basispunkten (beispielsweise für Bürostandorte und
-lagen ohne erkennbare Vorteile/Stärken). Daraus resultiert unverändert zum Vorjahr
ein Zinsfuß zwischen 5,00 und 6,50 %. Die Wertermittlungen werden von kaufmännischen
und technischen Mitarbeitern (Portfoliomanagern, Controllern, Architekten und Ingenieuren)
aus der Immobiliensparte des Konzerns durchgeführt. Bei der Bewertung werden die Annahmen
des Managements berücksichtigt. Bei fremdgemanagten Immobilienanlagen wird der beizulegende
Zeitwert von externen Gutachtern ermittelt. Die im Konzernanhang ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte der Immobilien wurden ebenfalls
unter Anwendung des oben beschriebenen Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Sogenannte qualifizierte Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher
Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen
Zustand zu versetzen, lagen im Berichtszeitraum im W&W-Konzern nicht vor. Ein beträchtlicher
Zeitraum liegt nach unserer Beurteilung widerlegbar vermutet vor, falls der Erwerb,
der Bau oder die Herstellung des Vermögenswertes voraussichtlich mehr als ein Jahr
erfordern wird. Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen RückstellungenDer Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird
auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Rückversicherungsverträge transferieren
signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind Versicherungsverträge im Sinne
von IFRS 4. Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen
wird entsprechend den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen
ermittelt (vgl. auch Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen). Immaterielle VermögenswerteDer Position Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige
immaterielle Vermögenswerte zuzuordnen. Zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten
zählen insbesondere Computersoftware sowie Bestandswerte von erworbenen Versicherungsbeständen. Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten
eines Unternehmenszusammenschlusses und dem angesetzten Anteil an dem beizulegenden
Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten
ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in seiner Nutzungsdauer zeitlich unbestimmt.
Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen.
Die Wertminderungsaufwendungen resultieren aus einem mindestens einmal jährlich durchzuführenden
Werthaltigkeitstest auf Basis zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Als zahlungsmittelgenerierende
Einheit setzt der W&W-Konzern im Fall der Württembergische Lebensversicherung AG die
rechtliche Einheit an. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (Impairmenttest) wird der erzielbare Betrag der
jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem Buchwert (einschließlich
Geschäfts- oder Firmenwert) verglichen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden
Einheit ist dabei das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten
sowie dem Nutzungswert. Im W&W-Konzern wurde zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr
als erzielbarer Betrag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen.
Dieser wurde auf Basis des Börsenkurses zum Bilanzstichtag unter Einbeziehung von
geschätzten Veräußerungskosten ermittelt. Im W&W-Konzern wird als Buchwert das IFRS-Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens
verwendet. Übersteigt der Buchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) den
erzielbaren Betrag, erfolgt eine entsprechende Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes,
welche nicht rückgängig gemacht wird. Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Anschaffungskostenmodell) bewertet und
über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle
Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt
und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert
und jeweils über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten
umfassen alle direkt dem Prozess der Herstellung zurechenbaren Kosten sowie angemessene
Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Die selbst erstellte oder erworbene Software wird grundsätzlich über eine Dauer von
drei bis acht Jahren linear abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen
Vermögenswerte wird jährlich zum Bilanzstichtag und immer dann, wenn Anzeichen einer
Wertminderung vorliegen, untersucht. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und
liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand in
entsprechender Höhe erfasst. Der Bestandswert von erworbenen Lebensversicherungsverträgen wird mit dem Barwert
der erwarteten Netto-Zahlungsströme aus den erworbenen Versicherungsverträgen (PVFP
Present Value of Future Profits) zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Dieser Bestandsbarwert
bestimmt sich als Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne
Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Der Bestandswert wird linear
abgeschrieben. Zu jedem Bilanzstichtag wird eine Werthaltigkeitsprüfung des Bestandswerts
durchgeführt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung
in entsprechender Höhe vorgenommen. Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in den
Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sachanlagen und VorräteSACHANLAGENIn den Sachanlagen werden eigengenutzte Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung sowie sonstige Anlagen ausgewiesen. Eigengenutzte Immobilien
sind Grundstücke und Gebäude, die von Konzernunternehmen genutzt werden. Die Bewertung der eigengenutzten Immobilien sowie des Leasingvermögens, soweit es
sich dabei um Immobilien handelt, erfolgt nach denselben Bewertungsmethoden, die auch
bei der Bilanzierung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Verwendung finden. Die Bewertung der sonstigen Sachanlagen erfolgt gemäß dem Anschaffungskostenmodell
zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte
Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungsaufwendungen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen dabei alle direkt dem
Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigstellungsbezogenen
Gemeinkosten. Die planmäßige Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über die geschätzte
Nutzungsdauer linear bis zu maximal 23 Jahren vorgenommen. Erworbene EDV-Anlagen werden
über eine geschätzte Nutzungsdauer von bis zu maximal acht Jahren linear abgeschrieben.
Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen beim Vorliegen einer Wertminderung
durchgeführt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird im Rahmen der Abschlusserstellungen überprüft.
Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über
die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts erfasst. Zu jedem Bilanzstichtag wird außerdem geprüft, ob bei den Sachanlagen Hinweise auf
eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist und sofern der erzielbare Betrag
der Sachanlagen unter ihrem Buchwert liegt, wird eine Wertminderung in entsprechender
Höhe vorgenommen. Es erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag (höherer
Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert). Der
Nutzungswert wird als Barwert der prognostizierten Zahlungsströme aus der fortgesetzten
Nutzung und dem späteren Abgang des Vermögenswerts ermittelt. Die Diskontierungszinssätze
berücksichtigen die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken beziehungsweise den
Verzinsungsanspruch. Die Diskontierungszinssätze werden an jedem Abschlussstichtag
an die aktuellen Bedingungen angepasst. Bezogen auf die Sachanlagen ergibt sich der
Nutzungswert aus dem Barwert der Zahlungsüberschüsse, die aus dem jeweiligen Vermögenswert
generiert werden. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags werden die Annahmen des
Managements berücksichtigt. Abschreibungen von eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
und sonstigen Anlagen werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Erträge aus eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
und sonstigen Anlagen werden als sonstige Erträge dargestellt. VORRÄTEVorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und
Nettoveräußerungswert angesetzt. Zu den Anschaffungskosten gehören alle Kosten des Erwerbs. Die Herstellungskosten
werden auf der Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt.
Der Umfang der Herstellungskosten ist durch die Kosten bestimmt, die bis zur betriebsbereiten
Fertigstellung aufgewendet werden (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Anschaffungs-
oder Herstellungskosten nicht austauschbarer und spezieller Vorräte werden durch Einzelzuordnung
bestimmt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten austauschbarer Vorräte werden
entweder nach dem First-in-first-out-Verfahren (FIFO) oder nach der Durchschnittsmethode
ermittelt. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren
Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten. Sogenannte qualifizierte Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher
Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen
Zustand zu versetzen, lagen im Berichtszeitraum im Bereich der Sachanlagen und Vorräte
nicht vor. Ein beträchtlicher Zeitraum liegt nach unserer Beurteilung widerlegbar
vermutet vor, falls der Erwerb, der Bau oder die Herstellung des Vermögenswertes voraussichtlich
mehr als ein Jahr erfordern wird. LeasinggeschäftBei Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden alle wesentlichen Chancen und Risiken
auf den Leasingnehmer übertragen. Bei Operating-Leasingverhältnissen bleiben dagegen
alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber. Die gezahlten Leasingraten aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die
Laufzeit in den Verwaltungsaufwendungen erfasst. Bei Vorliegen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses wird der Leasinggegenstand
aktiviert und in entsprechender Höhe eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die aktivierten
Leasinggegenstände werden nach den gleichen Grundsätzen abgeschrieben wie andere gleichartige
Vermögenswerte, die sich im Eigentum des W&W-Konzerns befinden. Die Leasingzahlungen
werden in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten
erfolgswirksam in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen werden. Leasinggegenstände
werden, wie die Sachanlagen, zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorliegen einer Wertminderung
hin überprüft. Steuererstattungsansprüche, latente Steuererstattungsansprüche, Steuerschulden und latente SteuerschuldenDie laufenden Steuererstattungsansprüche und -schulden werden mit dem Betrag angesetzt,
in dessen Höhe eine Erstattung erwartet bzw. voraussichtlich eine Zahlung an die jeweilige
Steuerbehörde geleistet wird. Latente Steuererstattungsansprüche und -schulden werden
aufgrund der zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte
und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerbilanzwerten nach lokalen
steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen gebildet. Die Berechnung der
latenten Steuerabgrenzung erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen.
Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit von deren künftiger Verwertbarkeit
ausgegangen wird Versicherungstechnische RückstellungenSoweit dies nach IFRS 4 zulässig ist, wurden für die Abbildung versicherungsspezifischer
Geschäftsvorfälle grundsätzlich die lokalen Rechnungslegungsvorschriften der jeweiligen
Konzernunternehmen angewendet. Bei den deutschen Konzernunternehmen sind dies primär
die Vorschriften der §§ 341 ff. HGB sowie der RechVersV. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden auf der Passivseite brutto ausgewiesen,
d. h. vor Abzug des Anteils, der auf Rückversicherer entfällt. Der Rückversicherungsanteil
wird entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt und auf der Aktivseite
gesondert ausgewiesen. Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Versicherungsverträge
transferieren ein signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind somit Versicherungsverträge
im Sinne von IFRS 4. Für die nach nationalen Vorschriften in der Schaden- und Unfallversicherung zu bildenden
Schwankungsrückstellungen sowie die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen
besteht nach IFRS 4.14(a) ein Passivierungsverbot. Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Rückstellungen
nach den Angaben der Vorversicherer gebildet. Soweit solche Angaben nicht vorlagen,
wurden die Rückstellungen aus uns zugänglichen Daten ermittelt. Im Fall von Mitversicherungen
und Pools, bei denen die Führung in den Händen fremder Gesellschaften gelegen hat,
wurde entsprechend vorgegangen. Die Beitragsüberträge entsprechen dem Teil der gebuchten Beiträge, der einen Ertrag
für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellt. Die Beitragsüberträge
werden für jeden Versicherungsvertrag entweder taggenau oder monatsgenau abgegrenzt.
Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft werden die Beitragsüberträge nach den
Angaben der Vorversicherer ermittelt. Beitragsüberträge in der Transportversicherung
werden unter dem Posten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle"
ausgewiesen. Die Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung wird nach aktuariellen Grundsätzen
einzelvertraglich prospektiv unter Berücksichtigung des Beginnmonats als Barwert der
künftigen garantierten Versicherungsleistungen abzüglich des Barwerts der künftigen
Nettobeiträge ermittelt. Für die beitragsfreie Zeit wird innerhalb der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung
eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet, die nach heutigem Ermessen ausreichend
hoch angesetzt ist. Bei der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung werden in der Deckungsrückstellung
nur eventuelle Garantieanteile berücksichtigt. Einmalige Abschlusskosten in der Lebens- und Krankenversicherung werden nach dem Zillmerverfahren
berücksichtigt. In der Lebensversicherung entsprechen der angewendete Rechnungszins und die biometrischen
Rechnungsgrundlagen im Allgemeinen denen, die auch in die Berechnung der Tarifbeiträge
eingeflossen sind. Als Rechnungszins wurde der höchste Wert verwendet, der nach gesetzlichen
oder aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zulässig
war. Wie im Vorjahr wurden Zinssätze zwischen 2,25 % und 4 % herangezogen. Der durchschnittliche
Rechnungszins der Deckungsrückstellung beträgt 3,4 (Vj. 3,5) %. Für die biometrischen
Rechnungsgrundlagen wurden branchenübliche, von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV)
empfohlene Tafeln verwendet; in Ausnahmefällen kamen eigene, auf Erfahrungswerten
beruhende Tafeln zur Anwendung. Für Rentenversicherungen, deren ursprüngliche Rechnungsgrundlagen keine ausreichenden
Sicherheitsmargen mehr enthalten, werden die von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV)
herausgegebenen, als ausreichend angesehenen Rechnungsgrundlagen verwendet. Im Geschäftsjahr
2010 wurde das Sicherheitsniveau angepasst, da von der Arbeitsgruppe "Biometrische
Rechnungsgrundlagen" der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) aufgrund der aktuellen
Trendentwicklung des Sterblichkeitsniveaus der Rentenversicherten diese Anpassung
empfohlen wurde. Die Anpassung betrug ein Zwanzigstel der Differenz zwischen den Sterbetafeln
DAV2004RBestand und DAV2004RB20, wobei Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt
wurden. Als Deckungsrückstellung wurde der um sechs Zwanzigstel linear interpolierte
Wert zwischen der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004R Bestand
und der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004RB20 ausgewiesen. Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen wurden kollektiv gegen die aktuell gültigen
Rechnungsgrundlagen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) abgeglichen und gegebenenfalls
wurde eine zusätzliche Deckungsrückstellung gebildet. Für Pflegerentenzusatzversicherungen werden Rechnungsgrundlagen verwendet, die gemäß
der im Geschäftsjahr 2008 von der DAV verabschiedeten Richtlinie "Reservierung von
Pflegerenten(zusatz)versicherungen des Bestandes" als ausreichend angesehen werden. Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung angesetzten
Rechnungsgrundlagen werden jährlich unter der Berücksichtigung der von der Deutschen
Aktuarvereinigung (DAV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen
Rechnungsgrundlagen und der im Bestand beobachteten Entwicklungen auf ausreichende
Sicherungsmargen überprüft. Im Erläuterungsbericht des verantwortlichen Aktuars gemäß
§ 11 a Abs. (3) Nr. 2 VAG wird nachgewiesen, dass alle Rechnungsgrundlagen gemäß aufsichts-
und handelsrechtlichen Bestimmungen ausreichend vorsichtig gewählt sind. In der Krankenversicherung beträgt der Rechnungszins der Deckungsrückstellung 3,5
%. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die von der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichten Sterbetafeln verwendet. In der Krankenversicherung
werden zur Berechnung der Deckungsrückstellung unter anderem Annahmen zu Ausscheidewahrscheinlichkeiten
sowie zu den aktuellen und den mit zunehmendem Alter steigenden Krankheitskosten getroffen.
Diese Annahmen basieren auf eigenen Erfahrungen bzw. auf branchenweit erhobenen Referenzwerten.
Die Rechnungsgrundlagen werden im Rahmen von Beitragsanpassungen regelmäßig überprüft
und mit Zustimmung des Treuhänders gegebenenfalls angepasst. Neue Tarife werden nur
eingeführt, sofern die Angemessenheit der zu verwendenden Rechnungsgrundlagen vom
neuen Treuhänder bestätigt wird. Die Deckungsrückstellung wird jährlich einem Angemessenheitstest unterzogen, gegebenenfalls
wird die Deckungsrückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)
wird für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die aus bis zum Bilanzstichtag
eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen resultieren. Darin
enthalten sind auch die voraussichtlichen Aufwendungen für die Schadenregulierung.
Die Höhe bzw. die Auszahlungszeitpunkte der Versicherungsleistungen sind noch ungewiss. Die Rückstellung für Spätschäden wurde aus den Datengrundlagen vorangegangener Geschäftsjahre
sowie aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt. Die Berechnung der Spätschadenrückstellung
erfolgt dabei nach einem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen
Verfahren. In diesem werden die gemeldeten Schäden des Bilanzjahrs nach Zahl und Aufwand
auf ihre jeweiligen Eintrittsjahre verteilt und zu den Geschäftsjahresschäden der
entsprechenden Jahre ins Verhältnis gesetzt. Durch die Anwendung dieser Relationen
auf den durchschnittlichen Stückkostenaufwand für erledigte Geschäftsjahresschäden
ergeben sich die voraussichtlichen Stückkostensätze für die nach dem Berichtsjahr
gemeldeten, aber im Bilanzjahr eingetreten Schäden, aus denen durch Multiplikation
mit den zu erwartenden Stückzahlen die Spätschadenrückstellung berechnet wird. Die
Schadenrückstellungen werden, abgesehen von der Renten-Deckungsrückstellung in der
Sachversicherung, nicht diskontiert. In der Krankenversicherung werden die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
auf der Basis der Geschäftsjahresschäden des Bilanzjahrs hochgerechnet. Die Grundlage
für die Hochrechnung ist das durchschnittliche Verhältnis der Vorjahresschäden zu
den zugehörigen Geschäftsschäden der drei dem Bilanzstichtag vorausgegangenen Geschäftsjahre. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde gemäß den steuerlichen
Vorschriften nach dem koordinierten Ländererlass vom 22. Februar 1973 ermittelt. Die Renten-Deckungsrückstellung in der Sachversicherung wird einzelvertraglich nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen und analog der Deckungsrückstellung nach der
prospektiven Methode berechnet. Es wurden die von der Deutschen Aktuarvereinigung
(DAV) empfohlenen Sterbetafeln DAV HUR 2006 verwendet, die angemessene Sicherheitsspannen
enthalten. Der ab 1. Januar 2007 geltende Höchstrechnungszins in Höhe von 2,25 % wurde
für die Rentenverpflichtungen verwendet. Künftige Verwaltungskosten wurden mit 2 %
der Renten-Deckungsrückstellung bewertet, dieser Satz ist als ausreichend vorsichtig
anzusehen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zu jedem Bilanzstichtag
einem Angemessenheitstest unterzogen. Dabei werden für die versicherungstechnischen
Rückstellungen auch erwartete Kapitalanlageerträge berücksichtigt. Gegebenenfalls
wird die Rückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst bzw. ergänzend
eine Drohverlustrückstellung gebildet. Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), erfolgsabhängig und erfolgsunabhängig,
besteht aus zwei Teilen. Dem ersten Teil (nach nationalen Vorschriften zugewiesene
Beträge), der tatsächlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung, wird der Teil
des Überschusses des jeweiligen Versicherungsunternehmens zugeführt, der auf die Versicherungsnehmer
entfällt, aber nicht direkt gutgeschrieben wird. Bei der Zuweisung wurden die gesetzlichen
Mindestanforderungen beachtet. Der zweite Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung,
die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, enthält die auf die Versicherungsnehmer
entfallenden Anteile an den kumulierten Bewertungsunterschieden zwischen den Jahresabschlüssen
der Einzelgesellschaften nach nationalem Recht und dem Konzernabschluss gemäß IFRS.
Diese temporären Bewertungsunterschiede werden mit dem Anteil in die Rückstellung
für latente Beitragsrückerstattung eingestellt, mit dem die Versicherungsnehmer bei
der Realisierung mindestens beteiligt sind. Die versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit
das Anlagerisiko der Versicherungsnehmer trägt, werden einzelvertraglich nach der
retrospektiven Methode ermittelt. Dabei werden die eingehenden Beiträge, soweit sie
nicht für Garantien verwendet werden, in Fondsanteilen angelegt. Die Risiko- und Kostenanteile
werden - gegebenenfalls unter Verrechnung mit den entsprechenden Überschussanteilen
- monatlich dem Fondsguthaben entnommen. Die Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung
mit § 341d HGB zum beizulegenden Zeitwert der zum Bilanzstichtag auf die Versicherungsverträge
entfallenden Fondsanteile. Der Bilanzwert dieser Position entspricht dem Bilanzwert
der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen
innerhalb der Position Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten u. a. die Stornorückstellungen,
die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen
und die Drohverlustrückstellung. In der Schaden-/Unfallversicherung wird die Stornorückstellung
für die voraussichtlich wegen Wegfalls oder Verminderung des versicherungstechnischen
Risikos zurückzugewährenden Beiträge gebildet. In der Krankenversicherung wird die
Stornorückstellung auf der Grundlage der negativen Teile der Alterungsrückstellung
sowie der über den tariflichen Alterungsrückstellungen liegenden Teile der Übertragungswerte
berechnet. Andere RückstellungenRÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie betriebliche Altersversorgung im W&W-Konzern wird sowohl in Form von Beitragszusagen
als auch in Form von Leistungszusagen durchgeführt. Vor der Neuordnung der betrieblichen
Altersversorgung im Jahr 2002 wurden bei den Wüstenrot-Gesellschaften (Wüstenrot Bausparkasse
AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Wüstenrot Immobilien GmbH, Wüstenrot Haus- und
Städtebau GmbH und Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH) allen Mitarbeitern
leistungsorientierte Pensionszusagen erteilt. Bei der Württembergische Versicherung
AG, Württembergische Lebensversicherung AG und Württembergische Krankenversicherung
AG wurden als Grundversorgung Beitragszusagen (Pensionskasse der Württembergischen)
erteilt. Darüber hinaus erhielten Führungskräfte und Vorstände bzw. Geschäftsführer
Pensionszusagen (Leistungszusagen). Bei der Wüstenrot & Württembergische AG, der W&W
Informatik GmbH und der W&W Asset Management GmbH wurden sowohl Leistungs- als auch
Beitragszusagen erteilt. Für Neueintritte ab 2002 wird die Grundversorgung konzerneinheitlich
über die ARA Pensionskasse AG finanziert (Beitragszusagen). Die Führungskräfte und
Vorstände bzw. Geschäftsführer erhalten Pensionszusagen (beitragsorientierte Leistungszusagen),
die bei der ARA Pensionskasse AG rückgedeckt sind. Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach der Methode der laufenden
Einmalprämien auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Dabei
werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften
als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt.
Der Zinssatz für die Bewertung von Pensionsrückstellungen ist gemäß IAS 19.78 zu jedem
Abschlussstichtag auf der Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen
zu bestimmen. Währung und Laufzeiten der zugrunde gelegten Industrieanleihen haben
dabei mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Verpflichtungen
übereinzustimmen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen
und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in
der sie anfallen, erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (Rücklage aus Pensionsverpflichtungen). Aufwendungen und Erträge aus Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung im Personalaufwand (Dienstzeitaufwand) bzw. im Ergebnis aus Forderungen,
Verpflichtungen und Nachrangkapital (Zinsaufwand) ausgewiesen. Der nachzuverrechnende
Dienstzeitaufwand wird sofort in voller Höhe erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst,
sofern die Anwartschaften unverfallbar sind. Anderenfalls wird der nachzuverrechnende
Dienstzeitaufwand linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum
vereinnahmt. Für die beitragsorientierten Zusagen wird ein fester Beitrag, in Abhängigkeit vom
Gehalt, an die ARA Pensionskasse AG, die Pensionskasse der Württembergischen oder
die Württembergische Lebensversicherung AG gezahlt. Der Anspruch des Leistungsempfängers
richtet sich gegen die Pensionskasse bzw. die Versicherungsgesellschaft. Die Verpflichtung
des Arbeitgebers ist mit der Zahlung der Beiträge abgegolten. Daher werden für derartige
Zusagen im Konzern keine Pensionsrückstellungen gebildet. Es werden dafür beim jeweiligen
Versorgungsträger Deckungsrückstellungen gebildet. Für beitragsorientierte Pläne zu zahlende Beiträge werden aufwandswirksam als Personalaufwand
erfasst, wenn diese Beiträge fällig sind. Vorauszahlungen auf Beiträge werden aktiviert,
sofern diese Vorauszahlungen zu einer Rückerstattung oder einer Verringerung künftiger
Zahlungen führen werden. RÜCKSTELLUNGEN FÜR ANDERE LANGFRISTIG FÄLLIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERZu den anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer zählen insbesondere
die Zusagen für Vorruhestand, Altersteilzeitvereinbarungen, die Gewährung von Leistungen
aus Anlass von Dienstjubiläen, langfristige Erwerbsunfähigkeitsleistungen, Sterbegelder
sowie andere soziale Leistungen. Im Rahmen der Bilanzierung der anderen langfristig
fälligen Leistungen an Arbeitnehmer entstehende versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste werden erfolgswirksam erfasst. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags
bewertet und bilanziert, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber
Dritten bestehen, welche auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen,
und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist. Der Erfüllungsbetrag wird auf der
Basis der bestmöglichen Schätzung bestimmt. Sonstige Rückstellungen werden angesetzt,
wenn diese zuverlässig ermittelt werden können. Sie werden nicht mit Erstattungsansprüchen
verrechnet. Die ermittelten Verpflichtungen werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko
und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, diskontiert, soweit die sich daraus
ergebenden Effekte wesentlich sind. Rückstellungen für Restrukturierungen werden angesetzt,
wenn ein detaillierter formaler Restrukturierungsplan genehmigt wurde und die darin
enthaltenen wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen öffentlich verkündet wurden oder
mit dem Beginn der Umsetzung des Restrukturierungsplans bereits begonnen wurde. Rückstellungen für die Rückerstattung von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht
werden gebildet, wenn sich aus abgeschlossenen Bausparverträgen bei Vorliegen bestimmter
vertraglich vereinbarter Kriterien (z. B. Darlehensverzicht) die Verpflichtung ergibt,
die Abschlussgebühren den Bausparkunden zu erstatten. Unter der Annahme des maximal
bis zum Abschlussstichtag erdienten Rückerstattungsanspruchs von Abschlussgebühren
bei Darlehensverzicht der Bausparkunden wird eine Barwertrechnung auf der Basis einer
wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung von statistischen Daten aus der Vergangenheit
durchgeführt, welche die bestmögliche Schätzung der gegenwärtigen Verpflichtung darstellt.
Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags ergeben sich
insbesondere aus den festgelegten Annahmen hinsichtlich der verwendeten Inputparameter
wie der statistischen Daten, des Kündigungsverhaltens oder der Darlehensverzichtsquote. Rückstellungen für Zinsbonusoptionen werden passiviert, wenn in abgeschlossenen Bausparverträgen
die Verpflichtung zur Zahlung von Zinsboni an die Bausparkunden enthalten ist. Unter
der Annahme der maximal bis zum Abschlussstichtag erdienten Zinsboni, die potenziell
zur Auszahlung gelangen können, wird eine Barwertrechnung auf der Grundlage einer
wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung durchgeführt, welche die bestmögliche
Schätzung der gegenwärtigen Verpflichtung darstellt. Unsicherheiten bei der Ermittlung
des künftigen Verpflichtungsbetrags können sich vor allem aus den festgelegten Annahmen
hinsichtlich der verwendeten Inputparameter wie des Kündigungsverhaltens oder des
Bonusinanspruchnahmeverhaltens ergeben. Im Rahmen des Erwerbs von ADB und VVB wurden im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen
wegen der Erhebung von Darlehens- und Abschlussgebühren Eventualverbindlichkeiten
bilanziert (vgl. Note 19). Diese Eventualverbindlichkeiten werden unter den sonstigen
Rückstellungen ausgewiesen. Unsicherheiten bestanden im Zusammenhang mit diesen Eventualverbindlichkeiten
insbesondere im Hinblick auf den zum Erwerbszeitpunkt ungewissen Ausgang der Klagen,
im Hinblick auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Klagen sowie im Hinblick auf die
ggf. zu erwartenden Rückforderungen von Bausparkunden. Die Eventualverbindlichkeiten
wurden unter dem Posten Sonstige Rückstellungen ausgewiesen. Die übrigen Rückstellungen beinhalten beispielsweise Rückstellungen für drohende Verluste
aus schwebenden Geschäften, die gebildet werden, wenn aus einem schwebenden Geschäft
ein Verpflichtungsüberschuss resultiert. Vermögenswerte für erwartete Erstattungen in Zusammenhang mit bilanzierten Rückstellungen
bestehen nicht. EigenkapitalDiese Position umfasst das eingezahlte Kapital, das erwirtschaftete Kapital sowie
die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital. Das eingezahlte Kapital besteht aus dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage.
Das gezeichnete Kapital ergibt sich aus Namensstückaktien, welche voll eingezahlt
sind. Die Kapitalrücklage errechnet sich aus dem Aufgeld (Agio), das bei der Ausgabe
von Anteilen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wird. Das erwirtschaftete Kapital setzt sich aus den Gewinnrücklagen, der Neubewertungsrücklage,
der Rücklage aus der Währungsumrechnung und der Rücklage aus Pensionsverpflichtungen
zusammen. Die Gewinnrücklagen umfassen die gesetzlichen Rücklagen sowie die thesaurierten
Ergebnisse. In der Neubewertungsrücklage werden die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus
der Bewertung der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, den nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen sowie derivativer Finanzinstrumente, welche zum Cashflow-Hedging
eingesetzt werden und die Kriterien des Hedge-Accountings erfüllen, nach der Berücksichtigung
latenter Steuer und im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung nach Berücksichtigung
von latenten Steuern und der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung abgebildet. Die Umrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung von Tochterunternehmen, deren funktionale
Währung nicht der Euro ist, werden in der Rücklage aus Währungsumrechnung erfasst. Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital beinhalten die Anteile konzernfremder
Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen. Echte WertpapierpensionsgeschäfteDer W&W-Konzern tritt im Rahmen von echten Pensionsgeschäften als Pensionsgeber auf.
Die in Pension gegebenen Wertpapiere werden weiterhin entsprechend der bisherigen
Kategorisierung in der Bilanz ausgewiesen. Gleichzeitig wird eine finanzielle Verbindlichkeit
in Höhe des erhaltenen Betrags passiviert. Ergibt sich ein eventueller Unterschiedsbetrag
zwischen dem bei Übertragung erhaltenen und dem bei späterer Rückübertragung zu leistenden
Betrag, wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verbindlichkeit
erfolgswirksam zugeschrieben. Die laufenden Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
nach den Regeln für die entsprechende Wertpapierkategorie abgebildet. WertpapierleiheBei Wertpapierleihegeschäften tritt der W&W-Konzern als Verleiher der Wertpapiere
auf. Für die Wertpapierleihe werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
angewendet wie bei den echten Pensionsgeschäften. TreuhandgeschäfteTreuhandvermögen und -verbindlichsten werden außerhalb der Bilanz im Anhang ausgewiesen. EventualverbindlichkeitenEventualverbindlichkeiten sind zum einen mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen
der Vergangenheit resultieren und deren Bestehen durch das Eintreten oder Nichteintreten
eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig
unter der Kontrolle des W&W-Konzerns stehen. Zum anderen sind Eventualverbindlichkeiten
gegenwärtige Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch nicht
erfasst werden, weil entweder der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen
mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der
Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Abfluss
von Ressourcen nicht unwahrscheinlich, werden im Anhang Angaben zu diesen Eventualverbindlichkeiten
gemacht. Werden Eventualverbindlichkeiten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen
übernommen, werden diese zum Erwerbszeitpunkt mit dem Fair Value in der Bilanz angesetzt. ANGABEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSITIONEN DER KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGFinanzergebnisDas Finanzergebnis des W&W-Konzerns setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen.
Dies ist das Ergebnis aus:
Ferner ist im Finanzergebnis das Ergebnis aus der Risikovorsorge berücksichtigt. Im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden die Veräußerungs- und
Bewertungsergebnisse der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie die laufenden
Erträge (Zinsen und Dividenden) ausgewiesen. Dividenden werden nach dem Zuflussprinzip
vereinnahmt. Der Ausweis des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva umfasst neben realisierten und nicht realisierten Gewinnen
und Verlusten auch Zinsen und Dividenden aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva sowie andere Erträge und Aufwendungen. In der Position Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen werden die Ergebnisse aus Grund-
und Sicherungsgeschäften von Fair-Value-Hedges erfasst. Darüber hinaus werden hier
die ergebniswirksamen Effekte aus dem ineffektiven Teil des Sicherungsgeschäfts und
aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage für Cashflow-Hedges verbucht. Im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital werden Zinserträge
und Zinsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst.
Zinserträge aus Finanzierungsleasing werden dergestalt über die Grundmietzeit vereinnahmt,
dass eine konstante Periodenrendite aus der Nettobarinvestition erzielt wird. Das Ergebnis aus der Risikovorsorge umfasst Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen
sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis und Direktabschreibungen. Es bezieht sich
auf das Kreditgeschäft, das Erst- und Rückversicherungsgeschäft und das sonstige Geschäft. ProvisionsergebnisDas Provisionsergebnis beinhaltet die Provisionserträge und -aufwendungen aus dem
Bauspar-, Bank-, Rückversicherungs- und Investmentgeschäft, soweit diese nicht im
Rahmen der Berechnung des Effektivzinses berücksichtigt werden. Provisionserträge werden zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung und Provisionsaufwendungen
zum Zeitpunkt des Bezugs der Dienstleistung erfolgswirksam erfasst. Im Erstversicherungsgeschäft
werden keine Provisionserträge ausgewiesen, da den Kunden die mit dem Abschluss einer
Versicherung verbundenen Kosten nicht gesondert in Rechnung gestellt werden. Verdiente Beiträge (brutto)Als Beitragseinnahmen aus dem selbst abgeschlossenen und übernommenen Versicherungsgeschäft
werden grundsätzlich sämtliche Erträge erfasst, die sich aus dem Vertragsverhältnis
mit den Versicherungsnehmern über die Gewährung von Versicherungsschutz ergeben. Die
Beiträge werden für jeden Versicherungsvertrag abgegrenzt. Die verdienten Beiträge
(netto) ergeben sich nach Abzug der Anteile der Rückversicherer von den verdienten
Beiträgen (brutto). Leistungen aus Versicherungsverträgen (brutto)Die Leistungen aus Versicherungsverträgen umfassen die Zahlungen aus Versicherungsfällen
sowie die Veränderung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle, der Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge
sowie der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen. Darüber hinaus wird unter
den Leistungen aus Versicherungsverträgen die Zuführung zur handelsrechtlichen Rückstellung
für Beitragsrückerstattung erfasst. Die Aufwendungen für Schadenregulierung werden
unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen. Veränderungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, die auf Veränderungen
aufgrund ergebniswirksamer Umbewertungen zwischen nationalen Vorschriften und IFRS
beruhen, werden ebenfalls innerhalb der Leistungen aus Versicherungsverträgen erfasst.
Die Bildung und Auflösung einer Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund
der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten
aus Finanzinstrumenten verfügbar zur Veräußerung und nach der Equity-Methode bilanzierten
Finanzanlagen sowie den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen
geschehen grundsätzlich erfolgsneutral. VerwaltungsaufwendungenDie Verwaltungsaufwendungen im W&W-Konzern setzen sich aus den Personalaufwendungen,
Sachaufwendungen, planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen zusammen.
Die Zuordnung der Aufwendungen des W&W-Konzerns in Sach- und Personalaufwendungen
erfolgt nach den Grundsätzen des Gesamtkostenverfahrens. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
als Ertragsteuern ausgewiesen und im Anhang nach tatsächlichen und latenten Steuern
unterschieden. Soweit der Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag das Ergebnis aufgegebener
Geschäftsbereiche betrifft, ist er in der Position Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche
nach Steuern enthalten. Anpassungen gemäß IAS 8Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurde festgestellt,
dass die Equity-Bilanzierung eines assoziierten Unternehmens zum 31. Dezember 2009
auf Basis einer fehlerhaften Datengrundlage erfolgt ist. Die Vorjahreszahlen wurden
dementsprechend gemäß IAS 8.42 angepasst. Die hieraus resultierenden Auswirkungen
auf die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die verkürzte
Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden nachfolgend dargestellt: ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERNBILANZ-AKTIVAscroll
ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERNBILANZ-PASSIVAscroll
ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER VERKÜRZTEN KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar 2009 war nicht erforderlich. SegmentberichterstattungDie Segmentinformationen wurden in Übereinstimmung mit IFRS 8 Geschäftssegmente auf
Basis des internen Berichtswesens erstellt, das dem Chief Operating Decision Maker
regelmäßig dazu dient, die Geschäftsentwicklung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen
über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen - sogenannter Management
Approach. Chief Operating Decision Maker im W&W-Konzern ist das Management Board. Die berichtspflichtigen Segmente wurden auf der Basis sowohl von Produkten und Dienstleistungen
als auch nach regulatorischen Anforderungen identifiziert. Diesbezüglich wurden im
Segment Personenversicherung und Schaden-/Unfallversicherung einzelne operative Segmente
zusammengefasst. Im Folgenden sind die Produkte und Dienstleistungen aufgelistet,
mit denen die berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Eine Abhängigkeit von
einzelnen Großkunden besteht nicht. BAUSPARBANKDer Bereich BausparBank umfasst eine breite Auswahl an Bauspar- und Bankprodukten
im Wesentlichen für Privatkunden, z. B. Bausparverträge, Vorausdarlehen und Zwischenkredite,
Spar- und Geldanlageprodukte, Girokonten, Tagesgeldkonten, Maestro- und Kreditkarten,
Hypothekendarlehen und Bankdarlehen. PERSONENVERSICHERUNGDas Segment Personenversicherung bietet eine Vielzahl von Lebens- und Krankenversicherungsprodukten
für Einzelpersonen und Gruppen an, einschließlich klassischer und fondsgebundener
Lebens- und Rentenversicherungen, Risikolebensversicherungen, klassischer und fondsgebundener
Riester-Rente und Basis-Rente, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie privater Krankenvoll-
und -zusatzversicherungen und Pflegeversicherungen. SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNGIm Segment Schaden-/Unfallversicherung wird eine umfangreiche Palette von Versicherungsprodukten
für Privat- und Firmenkunden angeboten, darunter Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-,
Hausrat-, Wohngebäude-, Rechtsschutz-, Transport- und technische Versicherungen. Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird wie in den Vorjahren am Segmentergebnis nach
IFRS gemessen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Konditionen
abgewickelt. Alle übrigen Geschäftsaktivitäten des W&W-Konzerns, wie beispielsweise zentrale Konzernfunktionen,
Asset-Management-Aktivitäten, Bauträgertätigkeiten sowie das Angebot von Bauspar-,
Bank- und Versicherungsprodukten außerhalb Deutschlands wurden unter Alle sonstigen
Segmente zusammengefasst. In der Spalte Konsolidierung/Überleitung werden Konsolidierungsmaßnahmen ausgewiesen,
die zur Überleitung auf die Konzernwerte erforderlich sind. Die Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss
verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. SEGMENTGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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1
Einschließlich Dienstleistungs- und Mieterträgen mit anderen Segmenten.
ANGABE NACH REGIONEN (KONZERN)scroll
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Erlöse wurden gemäß dem Sitzland der operativen Einheiten zugeordnet.
Erläuterungen zur Konzernbilanz(1) BARRESERVEscroll
Guthaben bei Zentralnotenbanken, bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel
öffentlicher Stellen stammen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich
aus dem Bestand der Bausparkassen und Banken des W&W-Konzerns. Die gesetzlich vorgeschriebenen Guthaben bei den nationalen Notenbanken, die den jeweiligen
Rücklagenvorschriften unterliegen, beliefen sich auf 105,4 (Vj. 94,3) Mio € zum 31.
Dezember 2010. Die Vorschriften zum Mindestreservesoll wurden im Berichtsjahr stets
eingehalten. Bei den Schuldtiteln öffentlicher Stellen handelt es sich um staatliche
Schuldverschreibungen und Treasury Bills, jeweils mit einer Laufzeit von bis zu drei
Monaten. Der beizulegende Zeitwert der Barreserve beträgt 171,7 (Vj. 110,3) Mio € und entspricht
dem Buchwert. (2) ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN
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Zum 31. Dezember 2009 enthielt die Position als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
ausschließlich eine Gewerbeimmobilie des CS-WV Immofonds (Segment Personenversicherung).
Da der für das Berichtsjahr geplante Verkauf nicht zu realisieren war, wurde das Objekt
in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Die daraus resultierenden
Ergebniseffekte werden unter Note 36 dargestellt. Während des Berichtszeitraums 2010 wurden insgesamt vier fremdgenutzte Gewerbeimmobilien
aus den Segmenten Personenversicherung, Schaden-/Unfallversicherung und Alle Sonstigen
Segmente als zur Veräußerung gehalten klassifiziert. Aufgrund des Scheiterns der Vertragsverhandlungen und da sich gegenwärtig kein angemessener
Verkaufserlös am Markt erzielen lässt, wurde die Veräußerungsabsicht für eines der
Objekte (Segment Schaden-/Unfallversicherung) im vierten Quartal 2010 wieder aufgegeben. Die Immobilie mit einem Buchwert von 18,6 Mio € wurde wieder in die ursprüngliche
Kategorie zurückgegliedert. Bewertungseffekte ergaben sich keine. Für die übrigen Objekte werden die zu ihrer Veräußerung ergriffenen Maßnahmen voraussichtlich
innerhalb eines Jahres zum Verkauf führen. Die Veräußerung der Immobilien erfolgt
unter anderem aus Gründen der Diversifikation und dient damit der weiteren Optimierung
des Asset-Portfolios im W&W-Konzern. (3) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA
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Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen, welche als erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva designiert wurden, ist in Höhe von
- 8,0 (Vj. 19,1) Mio € auf die Veränderung des Kreditrisikos zurückzuführen. Die daraus
resultierende kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwerts beträgt - 32,7 (Vj.
- 24,7) Mio €. Die Bestimmung der bonitätsinduzierten Veränderung des beizulegenden
Zeitwerts erfolgt über eine Differenzenermittlung unter Verwendung der Credit-Spread-Änderung
im Berichtsjahr. Die im Zusammenhang mit der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von variabel- und
festverzinslichen Finanzinstrumenten erforderliche Spreadermittlung wurde im vierten
Quartal 2010 weiter verfeinert (siehe auch den Abschnitt Bewertung zum beizulegenden
Zeitwert). Die damit zum 31. Dezember 2010 einhergehende Schätzungsänderung führte
zu einer ergebniswirksamen Verminderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 5,0
Mio €. (4) FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNGscroll
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Anteile am gesonderten Sicherungsvermögen des Sicherungsfonds der Lebensversicherer,
das getrennt vom Vermögen der Protektor Lebensversicherungs-AG geführt wird, werden
als Namensgenussrecht mit einem Buchwert in Höhe von 27,3 (Vj. 23,3) Mio € in der
Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die noch nicht eingeforderten Kapitaleinzahlungsverpflichtungen
aus Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften im W&W-Konzern 196,1 (Vj. 204,5)
Mio € . Die im Zusammenhang mit der Fair-Value-Ermittlung von Fremdkapitalinstrumenten erforderliche
Spreadermittlung wurde im vierten Quartal 2010 weiter verfeinert (siehe auch den Abschnitt
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert). Die damit zum 31. Dezember 2010 einhergehende
Schätzungsänderung führte zu einem ergebnisneutralen Anstieg des beizulegenden Zeitwerts
der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung in Höhe von 52,0 Mio €. (5) FORDERUNGENscroll
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Die zugehörigen Grundgeschäfte sind in den Forderungen an Kunden enthalten.
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Die zugehörigen Grundgeschäfte sind in den Forderungen an Kunden enthalten.
Der Posten sonstige Forderungen enthält unter anderem Forderungen aus Grundstücksverkäufen,
Mietverhältnissen, Vorauszahlungen auf Versicherungsleistungen, Forderungen im Zusammenhang
mit der Abwicklung von Hypotheken sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der W&W-Konzern hat in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 39.50 E mit Wirkung
zum 1. Juli 2008 als verfügbar zur Veräußerung kategorisierte Wertpapiere in die Kategorie
Forderungen umklassifiziert, da er die Absicht hat und in der Lage ist, diese Finanzinstrumente
auf absehbare Zeit zu halten. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert dieser Wertpapiere
317,4 (Vj. 302,7) Mio €, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf 321,9 (Vj. 185,6)
Mio €. Der W&W-Konzern hat im laufenden und im vorangegangenen Geschäftsjahr für die umklassifizierten
Bestände die nachfolgend dargestellten Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst. scroll
Bei Verzicht auf die Umklassifizierung wären für das Geschäftsjahr 2010 positive erfolgsneutrale
Wertveränderungen in Höhe von 9,6 (Vj. 2,8) Mio € und positive erfolgswirksame Wertveränderungen
in Höhe von 5,5 (Vj. - 11) Mio € angefallen. Diese Effekte spiegeln die Nettoauswirkung
nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wider. (6) RISIKOVORSORGEDurch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis
wird im Abschluss den Adressrisiken aus Forderungen Rechnung getragen. WERTVERÄNDERUNGEN DES GESCHÄFTSJAHR 2010scroll
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Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis werden im W&W-Konzern
grundsätzlich im Bilanzposten "Risikovorsorge" ausgewiesen. Hiervon abweichend hat
ein Tochterunternehmen in der Vergangenheit Wertberichtigungen auf Portfoliobasis
für Forderungen aus Rückversicherung direkt im Bilanzposten "Forderungen aus Rückversicherung"
erfasst. Die von dem Tochterunternehmen in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge
in Höhe von 8 184 Tsd € wurde im laufenden Geschäftsjahr aus dem Posten "Forderungen
aus Rückversicherung" in die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis für Forderungen
aus Rückversicherung umgebucht. Diese Anpassung hatte keinen Einfluss auf die Konzernbilanzsumme,
das Konzerneigenkapital, den Konzernjahresüberschuss und das Konzerngesamtergebnis. WERTVERÄNDERUNGEN DES GESCHÄFTSJAHR 2009scroll
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(7) POSITIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN
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(8) NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN
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1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
In den folgenden Tabellen werden für die sich am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen
und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen die gesamten Vermögenswerte,
Schulden, Erlöse und Jahresergebnisse der jeweiligen Gesellschaft und nicht allein
der auf den W&W-Konzern entfallende Anteil dargestellt: scroll
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Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Für die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile assoziierter Unternehmen im W&W-Konzern
sind keine öffentlich notierten Marktpreise verfügbar. Aufgrund des Fehlens eines maßgeblichen Einflusses werden folgende Gesellschaften,
an denen der W&W-Konzern zu mehr als 20 % beteiligt ist, nicht nach der Equity-Methode
in den Konzernabschluss einbezogen:
Die aufgrund der Anteilsquote nach IAS 28 vermutete Existenz eines maßgeblichen Einflusses
des W&W-Konzerns auf diese Unternehmen gilt als widerlegt, da beispielsweise keines
der folgenden Indizien vorliegt:
(9) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIENDer beizulegende Zeitwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt
zum Jahresende 1 604,4 (Vj. 1 528,9) Mio €. Es existierten keine Beschränkungen hinsichtlich
der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oder der Verfügbarkeit
über Erträge und Veräußerungserlöse. Per 31. Dezember 2010 bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien in Höhe von 96,4 (Vj. 0,0) Mio €. Wesentliche vertragliche Verpflichtungen,
als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu erstellen, zu entwickeln, oder solche
für Reparaturen, Instandhaltung oder Verbesserungen bestehen nicht. scroll
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Ebenso wie im Vorjahr beinhalten die Zugänge in den als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien keine Nachaktivierungen. (10) ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN
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Weitere Erläuterungen befinden sich bei den entsprechenden Passivpositionen ab Note
Nr. 18. (11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTEscroll
Der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert
in Höhe von 57,3 (Vj. 57,3) Mio € entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende
Einheit Württembergische Lebensversicherung AG. ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2010scroll
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ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2009scroll
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Zwischen der Wüstenrot Holding AG und der W&W AG besteht eine Markenübertragungs-
und Nutzungsvereinbarung. Der Buchwert des daraus resultierenden immateriellen Vermögenswerts
beträgt zum 31. Dezember 2010 27,3 (Vj. 28,9) Mio €. Dieser besitzt eine begrenzte
Nutzungsdauer und wird über 20 Jahre linear abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer beträgt
17 Jahre. Dem aktivierten Markennamen steht eine finanzielle Verbindlichkeit gegenüber
der Wüstenrot Holding AG zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 29,0 (Vj. 30,1) Mio € entgegen. Die Summe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die in der Gewinn- und Verlustrechnung
im Geschäftsjahr 2010 erfasst wurden, beträgt 66,9 (Vj. 39,0) Mio €. Es gibt keine Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten. (12) SACHANLAGEN UND VORRÄTE
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Im Bereich der Sachanlagen bestanden weder Beschränkungen von Verfügungsrechten noch
Verpflichtungen zum Erwerb. Des Weiteren wurden Sachanlagen in Höhe von 0,3 (Vj. 0,4)
Mio € als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. Im Leasingvermögen sind Immobilien in Höhe von 30,2 (Vj. 30,7) Mio € enthalten. Die Vorräte stammen in Höhe von 54,8 (Vj. 67,3) Mio € aus dem Bauträgergeschäft und
enthalten vor allem zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Bauten sowie Grundstücke
mit unfertigen Bauten. Der Buchwert der Vorräte, die zum niedrigeren beizulegenden
Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt wurden, beträgt 2,9 (Vj. 2,8) Mio
€. Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 0,02 (Vj. 0,1) Mio
€ vorgenommen. Die Aufwendungen für den Verbrauch an Vorräten in der Berichtsperiode
betrugen 4,5 (Vj. 13,6) Mio €. Vorräte in Höhe von 10,8 (Vj. 15,3) Mio € wurden als
Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. SACHANLAGENscroll
(13) STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE
Die Steuererstattungsansprüche betreffen die laufenden Steuerforderungen und werden
voraussichtlich in Höhe von 18,7 (Vj. 33,3) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert. (14) LATENTE STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHELatente Steuererstattungsansprüche wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet: scroll
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Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Die Bildung latenter Steuern auf Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen
erfolgte in Höhe von 48,0 (Vj. 38,0) Mio € erfolgsneutral. Bei latenten Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 86,5 (Vj. 80,8) Mio € sowie latenten
Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,9 (Vj. 3,9) Mio € wird davon
ausgegangen, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge betreffend
die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 18,6 (Vj. 39,1) Mio € wurden
keine latenten Steuern angesetzt, da mittelfristig nicht von deren Verwertung ausgegangen
werden kann. (15) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZPASSIVAscroll
(16) VERBINDLICHKEITENscroll
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Von den Anderen Verbindlichkeiten aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind
3 004,7 (Vj. 2 474,0) Mio € täglich fällig, 4 291,6 (Vj. 4 746,5) Mio € haben eine
vereinbarte Laufzeit. Von den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen
630,9 (Vj. 606,6) Mio € auf Versicherungsnehmer und 51,7 (Vj. 48,9) Mio € auf Versicherungsvermittler. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem erhaltene Anzahlungen in Höhe
von 13,3 (Vj. 13,4) Mio €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe
von 59,5 (Vj. 52,2) Mio € sowie Verbindlichkeiten im Personalbereich in Höhe von 85,9
(Vj. 71,8) Mio € enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen
belaufen sich auf 30,2 (Vj. 30,7) Mio €. (17) NEGATIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGENscroll
(18) VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN
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1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Beitragsüberträgescroll
Deckungsrückstellungscroll
DECKUNGSRÜCKSTELLUNG NACH ART DER LEBENSVERSICHERUNG BETRIEBENES GESCHÄFTscroll
ALTERUNGSRÜCKSTELLUNG IM BEREICH DER KRANKENVERSICHERUNG
scroll
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfällescroll
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich
der Lebens- und Krankenversicherung wie folgt entwickelt: scroll
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich
Schaden-/Unfall- und Rückversicherung wie folgt entwickelt: scroll
Die nachfolgend dargestellten Schadendreiecke (brutto und netto) zeigen den Abwicklungsverlauf
der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden-/
Unfall- und Rückversicherung. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) wird beim
Bruttoschadendreieck am Bilanzstichtag unter Abzug der Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen
übergeleitet. Beim Nettoschadendreieck wird bei der Überleitung auf die Netto-Rückstellung
noch zusätzlich der Anteil der Rückversicherer in Abzug gebracht. BRUTTOSCHADENDREIECK1scroll
scroll
NETTOSCHADENDREIECK1scroll
scroll
Rückstellung für Beitragsrückerstattungscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungenscroll
(19) ANDERE RÜCKSTELLUNGEN
Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an ArbeitnehmerDie Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Verpflichtungen belaufen
sich auf insgesamt 1 256,4 (Vj. 1 179,0) Mio €; davon entfallen 1 152,1 (Vj. 1 073,9)
Mio € auf Rückstellungen für Pensionen und 104,3 (Vj. 105,0) Mio € auf Rückstellungen
für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONENDie Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts, des ungetilgten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands
sowie der Pensionsrückstellung ist nachfolgend dargestellt: scroll
Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pläne gelten
folgende Annahmen: scroll
Die den Pensionsverpflichtungen zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen
zum Rechnungszins wurden im Geschäftsjahr 2010 den Marktverhältnissen beziehungsweise
der Inflationsentwicklung angepasst. Als biometrische Annahmen wurden wie im Vorjahr die Richttafeln 2005G von Prof. Klaus
Heubeck zugrunde gelegt. Auf Basis eines Barwerts von Leistungsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation
(DBO)) in Höhe von 1 152,1 (Vj. 1 074,8) Mio € und bei ansonsten konstant gehaltenen
Annahmen hätte eine Erhöhung des Rechnungszinses um 0,25 % eine Verringerung der DBO
um 38,1 (Vj. 35,4) Mio € und eine Verringerung des Rechnungszinses um 0,25 % eine
Erhöhung der DBO um 40,4 (Vj. 37,3) Mio € zur Folge. Der Barwert der Leistungsverpflichtung (DBO) und die jeweiligen erfahrungsbedingten
Anpassungen haben sich in den Jahren 2006 bis 2010 wie folgt entwickelt: scroll
Für das Geschäftsjahr 2011 werden direkte Rentenzahlungen für die Pensionspläne in
Höhe von 52,4 (Vj. 49,6) Mio € erwartet. RÜCKSTELLUNGEN FÜR ANDERE LANGFRISTIG FÄLLIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMERFür die Bewertung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wurden
den kürzeren Laufzeiten der Verpflichtungen entsprechende Rechnungszinssätze herangezogen
(z. B. Zusagen für Vorruhestand 2,25 % (Vj. 4,5 %), Altersteilzeitverträge 4,0 % (Vj.
4,5 %), Jubiläumsleistungen 4,0 % Vj. (5,0 %)). Sonstige Rückstellungen 2010scroll
Sonstige Rückstellungen 2009scroll
Im Rahmen des Erwerbs von VVB und ADB wurden im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen
wegen der Erhebung von Abschlussgebühren und Darlehensgebühren Eventualverbindlichkeiten
angesetzt (vgl. Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse, Seite 103 ff.). Im Verlauf des vierten Quartals 2010 ist ein Gerichtsurteil zugunsten der beklagten
Bausparkassen im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung
von Abschlussgebühren ergangen, weshalb zum 31. Dezember 2010 die diesbezüglich gebildeten
Eventualverbindlichkeiten aufgelöst wurden. Hiervon entfielen 15,2 Mio € auf die ADB
und 8,2 Mio € auf die VVB. Von den zum Jahresende ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten
im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Darlehensgebühren
entfallen auf die ADB 5,7 Mio € und 1,1 Mio € auf die VVB. Die erwartete Fälligkeit der in der Bilanz erfassten Beträge gliedert sich wie folgt: scroll
scroll
(20) STEUERSCHULDEN
Die Steuerschulden betreffen die abgegrenzten laufenden Steuern und werden voraussichtlich
in Höhe von 175,4 (Vj. 149,9) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert. (21) LATENTE STEUERSCHULDENLatente Steuerschulden wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen gebildet. scroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Bei latenten Steuerschulden in Höhe von 32,8 (Vj. 34,5) Mio € wird davon ausgegangen,
dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden. (22) ÜBRIGE PASSIVA
Diese Position enthält Rückstellungen für die Vollverzinsung von Steuerverpflichtungen
aufgrund von Risiken aus Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 26,2 (Vj. 9,6)
Mio € und passivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 8,4 (Vj. 5,4) Mio €. (23) NACHRANGKAPITALscroll
Das Nachrangkapital ist in der Berichterstattung über die Liquiditätsrisiken (Note
Nr. 51) unter der Berücksichtigung bestehender früherer Rückführungsmöglichkeiten
vor Endfälligkeit abgebildet. Unternehmen des W&W-Konzerns haben verschiedene Nachrangkapitalemissionen sowie Genusscheine
begeben. Emissionen mit einem Emissionsvolumen von über 30,0 Mio € werden nachfolgend
dargestellt: ISIN
scroll
(24) EIGENKAPITALscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,50 € je Aktie
vorgeschlagen. Dies entspricht einer Auszahlung von 45,9 (Vj. 55,2) Mio €. Die Hauptversammlung der W&W AG hat am 10. Juni 2010 beschlossen, aus dem handelsrechtlichen
Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 65,7 Mio € eine Dividende von 0,50
€ je Aktie sowie einen Dividendenbonus von 0,10 € je Aktie auszuschütten. Bezogen
auf die dividendenberechtigten Aktien entspricht dies einer Ausschüttung von 55,2
Mio €. Vom verbleibenden Betrag wurden 10 Mio € in die Gewinnrücklagen eingestellt
und 0,5 Mio € auf neue Rechnung vorgetragen. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 11. Juni 2010. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91 992 622 auf den Namen lautende nennwertlose
Stückaktien, die in voller Höhe eingezahlt sind. Rechtlich handelt es sich um Stammaktien. Hieraus ergeben sich Stimm- und Dividendenrechte, das Recht auf einen Anteil am Liquidationserlös
und Bezugsrechte. Vorzugsrechte sowie Beschränkungen existieren nicht. Entwicklung der im Umlauf befindlichen Aktienscroll
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 bestand ein noch nicht genutztes genehmigtes Kapital
in Höhe von 69,9 Mio €. Der Vorstand der W&W-AG ist ermächtigt, dieses bis zum 2.
Juni 2014 zu nutzen. Nicht beherrschende Anteile am EigenkapitalDie nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital gliedern sich wie folgt: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung(25) ERGEBNIS AUS FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNGscroll
Aus der Bewertung der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung resultierte im Berichtszeitraum
ein direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis in Höhe von 21,5 (Vj. 355,0) Mio €. Darüber hinaus veränderte sich das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis um einen
Betrag in Höhe von - 137,3 (Vj. 158,4) Mio €, der in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgebucht wurde. Die Wertminderungen von Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung entfallen auf folgende
Klassen von Finanzinstrumenten: scroll
(26) ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN FINANZANLAGEN
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1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Aus der Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen resultierte
im Berichtszeitraum ein direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis in Höhe von 50,8
(Vj. 48,6) Mio €. (27) ERGEBNIS AUS ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZAKTIVA
UND FINANZPASSIVA
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(28) ERGEBNIS AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGENscroll
Aus der Bewertung von Cashflow-Hedges resultierte im Berichtszeitraum ein direkt im
Eigenkapital erfasstes Ergebnis von insgesamt 117,3 (Vj. - 49,5) Mio €. Darüber hinaus
veränderte sich das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis um einen Betrag in Höhe
von - 1,0 (Vj. 2,2) Mio €, der aufgrund seiner Realisierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgebucht wurde. (29) ERGEBNIS AUS FORDERUNGEN, VERBINDLICHKEITEN UND NACHRANGKAPITAL
scroll
In den Zinsaufwendungen für Nachrangkapital sind 4,7 (Vj. 5,5) Mio € für Genussscheine
und 19,0 (Vj. 19,3) Mio € für nachrangige Verbindlichkeiten enthalten. (30) ERGEBNIS AUS DER RISIKOVORSORGE
scroll
Die Aufwendungen aus der Risikovorsorge entfallen auf folgende Klassen von Finanzinstrumenten: scroll
(31) ERGEBNIS AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIENscroll
Im Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind direkt zurechenbare
betriebliche Aufwendungen für Reparatur, Instandhaltung und Verwaltung sowie Abschreibungen
in Höhe von 61,3 (Vj. 64,1) Mio € enthalten. Davon entfallen 52,8 (Vj. 51,1) Mio €
auf Objekte, mit denen Mieteinnahmen erzielt wurden, 8,5 (Vj. 13,0) Mio € entfallen
auf Objekte, mit denen keine Mieteinnahmen erzielt wurden. (32) PROVISIONSERGEBNISscroll
Im Provisionsergebnis sind Erträge aus Treuhandtätigkeiten oder anderweitigen treuhänderischen
Funktionen in Höhe 1,0 (Vj. 0,3) Mio € enthalten. Hierzu zählen die Verwaltung oder
Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung einzelner Personen, Treuhandeinrichtungen,
Pensionsfonds oder anderer Institute. Aus Geschäften mit Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet werden, resultieren im Berichtszeitraum Provisionserträge in Höhe
von 13,5 (Vj. 11,2) Mio € und Provisionsaufwendungen in Höhe von 6,5 (Vj. 4,9) Mio
€. (33) VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO)
LEBENS-/KRANKENVERSICHERUNGscroll
SCHADEN-/UNFALL-/RÜCKVERSICHERUNGscroll
(34) LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN (NETTO)Die Leistungen aus Versicherungsverträgen des selbst abgeschlossenen Geschäfts werden
ohne Schadenregulierungskosten ausgewiesen. Diese sind in den Verwaltungsaufwendungen
enthalten. Die Versicherungsleistungen für das übernommene Geschäft sowie die Anteile
der Rückversicherer an den Versicherungsleistungen können sowohl Schadenszahlungen
als auch Regulierungskosten umfassen. In der Position Veränderung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird neben
der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung auch die erfolgswirksame
Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung ausgewiesen. LEBENS-/KRANKENVERSICHERUNGscroll
SCHADEN-/UNFALL-/RÜCKVERSICHERUNGscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
(35) VERWALTUNGSAUFWENDUNGENscroll
Im Berichtszeitraum wurden 12,8 (Vj. 16,2) Mio € an Beiträgen für beitragsorientierte
Pläne gezahlt. Ferner wurden Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung
in Höhe von 42,3 (Vj. 41,4) Mio € gezahlt. Die Verwaltungsaufwendungen enthalten 16,3 (Vj. 8,5) Mio € Personalaufwendungen für
Altersteilzeit und Vorruhestand. (36) BEWERTUNGSERGEBNIS VON LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN,
DIE ALS ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN KLASSZIFIZIERT WERDEN
Im zweiten Halbjahr 2010 wurde der für das aktuelle Berichtsjahr geplante Verkauf
einer Gewerbeimmobilie des CS-WV Immofonds (Segment Personenversicherung) aufgegeben
und das Objekt in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Zum
Umgliederungszeitpunkt wurde die Immobilie mit dem Buchwert bewertet, der sich ohne
die bisherige Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten ergeben hätte. Hieraus
resultierten im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 0,8 Mio €, die in der
Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
enthalten sind. Wäre die Immobilie bisher nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert
worden, wäre der Konzernüberschuss der Vergleichsperiode aufgrund von Abschreibungen
um 0,02 Mio € geringer ausgefallen. Im Vorjahr resultierte aus der Folgebewertung der zur Veräußerung gehaltenen Anteile
an der Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, eine Wertaufholung
von 1,0 Mio €. Das assoziierte Unternehmen wurde im Verlauf des Berichtsjahres 2009
veräußert und war bis zu seiner Veräußerung im Segment Alle Sonstigen Segmente ausgewiesen. (37) SONSTIGES ERGEBNIS
Das Sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In den übrigen Erträgen ist der passive Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der ADB
in Höhe von 98,4 Mio € erfasst. (38) ERTRAGSTEUERNscroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen den zu erwartenden
Steuern vom Einkommen und Ertrag und den tatsächlich im Konzernabschluss ausgewiesenen
Steuern vom Einkommen und Ertrag: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Ertragsteuersatz
von 30,58 % setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich
Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen
Steuersatz für die Gewerbeertragsteuer von 14,75 %. Die Steuersätze entsprechen somit
denen des vorangegangenen Jahres. (39) ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient von Konzernjahresüberschuss
und gewichtetem Durchschnitt der Aktienzahl ermittelt: scroll
1
Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
Derzeit existieren keine verwässernden potenziellen Aktien. Das verwässerte Ergebnis
je Aktie entspricht somit dem unverwässerten Ergebnis je Aktie. Erläuterungen zu Finanzinstrumenten(40) ANGABE ZUR BEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wurde eine hierarchische
Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren
Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen: Stufe 1:Hier werden Finanzinstrumente eingestuft, die mit auf aktiven Märkten für identische
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preisen
bewertet werden. Stufe 2:Werden für die Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells Inputfaktoren
herangezogen, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt
(d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen,
werden die so bewerteten Finanzinstrumente dieser Stufe zugewiesen. Stufe 3:Finanzinstrumente, deren Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells
erfolgt, bei dem die wesentlichen verwendeten Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten
basieren (nicht beobachtbare Inputfaktoren), werden dieser Stufe zugewiesen. Die Stufe, dem das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit zugeordnet ist, wird auf
Basis des in der Hierarchie niedrigsten Inputfaktors vorgenommen, der für die Bestimmung
des beizulegenden Zeitwerts insgesamt bedeutsam ist. Zu diesem Zweck wird die Bedeutung
eines Inputfaktors im Verhältnis zum beizulegenden Zeitwert in seiner Gesamtheit beurteilt.
Zur Beurteilung der Bedeutung eines einzelnen Inputfaktors werden die spezifischen
Merkmale des Vermögenswerts bzw. der Verbindlichkeit analysiert. BEWERTUNGSHIERARCHIE 2010scroll
BEWERTUNGSHIERARCHIE 2009scroll
Im Berichtsjahr wurden festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen in Höhe von 659,7
(Vj. 778,6) Mio € aus Stufe 1 in Stufe 2 umgegliedert. Aus Stufe 2 wurden 620,3 (Vj.
583,9) Mio € in Stufe 1 umgewidmet. Diese Transfers sind auf Veränderungen der Marktaktivitäten
zurückzuführen. Nachfolgend ist die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 ausgewiesenen
Finanzinstrumente sowohl für das Berichtsjahr als auch für die Vorjahresvergleichsperiode
dargestellt: scroll
Realisierte Gewinne und Verluste der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden
im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Die Überleitung der in Stufe 3 befindlichen Beteiligungen vom 1. Januar 2009 auf den
31. Dezember 2009 wurde korrigiert. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde entsprechend
angepasst. AUSWIRKUNGEN ALTERNATIVER ANNAHMEN BEI FINANZINSTRUMENTEN IN STUFE 3Mittels der durchgeführten Analysen sollen die Auswirkungen möglicher alternativer
Bewertungen aufgezeigt werden. Die Annahmen und Parameter zur Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts werden in der Analyse unabhängig voneinander bzw. ohne die Berücksichtigung
von Korrelationen simuliert.
Auf dieser Basis ergeben sich Diskontierungszinssätze innerhalb einer Bandbreite von
5 % bis 12 %.
NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG
2010
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NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG 2010scroll
(41) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTERESTLAUFZEIT 2010scroll
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Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller
Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als
Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung
eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen
der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden. RESTLAUFZEIT 2009scroll
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Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller
Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als
Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung
eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen
der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden. (42) WEITERE ANGABEN ZU SICHERUNGSBEZIEHUNGENDie nachfolgende Tabelle gibt die Restlaufzeiten der Cashflow-Hedges an: scroll
Das Laufzeitband 1 bis 5 Jahre unterteilt sich dabei wie folgt: scroll
Die erwarteten Einzahlungen (+) bzw. Auszahlungen (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges
stellen sich wie folgt dar: scroll
Die erwarteten Gewinne (+) bzw. Verluste (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges
stellen sich wie folgt dar: scroll
Aus dem ineffektiven Teil von Cashflow-Hedges resultierte im Berichtszeitraum ein
Ergebnis von - 6 Tsd € (Vj. 723 Tsd €). (43) WERTPAPIERLEIHE
Folgende Wertpapiere wurden im Rahmen von Wertpapierleihegeschäften verliehen: scroll
(44) WERTPAPIERPENSIONSGESCHÄFTE
Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere des
Bilanzpostens Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 3 522,1 (Vj. 1 462,1) Mio €.
Daraus resultierten für den W&W-Konzern als Pensionsgeber Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten in Höhe von 3 688,7 (Vj. 1 484,4) Mio €. (45) TREUHANDGESCHÄFTEDie nicht in der Bilanz auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten folgenden Umfang: scroll
(46) ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR WIRKUNG VON FINANZINSTRUMENTEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
UND IM EIGENKAPITAL
Die Nettogewinne und -verluste je Kategorie von Finanzinstrumenten, die in der folgenden Tabelle abgebildet sind, setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
Für finanzielle Vermögenswerte und -verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt der Gesamtzinsertrag 2 492,0 (Vj.
2 433,4) Mio € und der Gesamtzinsaufwand 1 064,0 (Vj. 1 023,9) Mio €. Aus der Währungsumrechnung dieser finanziellen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten
resultieren zudem Währungserträge in Höhe von 132,7 (Vj. 86,6) Mio € und Währungsaufwendungen
in Höhe von 74,6 (Vj. 67,5) Mio €. Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen(47) RISIKOMANAGEMENTDer W&W-Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement mit einem Risikomanagementprozess,
der in Form eines iterativen Regelkreislaufs organisiert ist. Dieses Risikomanagement-
und Risikocontrollingsystem, das dazu geeignet ist, die bestehenden und absehbaren
künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen und - soweit möglich - zu bewerten, ist
im Risikobericht des Konzernlageberichts ab Seite 41 im Detail dargestellt. Dort sind auch die Strategien, Ziele und Verfahren zur Steuerung von Risiken sowie
die Methoden zur Bemessung der Risiken und die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems
im Berichtszeitraum beschrieben. Die Kollektivrisiken, operationellen Risiken und
strategischen Risiken werden ebenfalls im Risikobericht des Konzernlageberichts behandelt.
Weiterführende qualitative und quantitative Angaben zu den Marktpreisrisiken, Adressrisiken,
versicherungstechnischen Risiken und Liquiditätsrisiken befinden sich in den folgenden
Abschnitten. (48) MARKTPREISRISIKENZinsänderungsrisikenDas Zinsänderungsrisiko als eine Form der Marktpreisrisiken beschreibt die Gefahr
von Wertänderungen der in Zinspapieren gehaltenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten
aufgrund einer Verschiebung und/oder Drehung der Zinsstrukturkurven. Das Zinsänderungsrisiko
resultiert aus dem Marktwertrisiko der Kapitalanlagen in Verbindung mit der Verpflichtung,
den Garantiezins sowie die garantierten Rückkaufswerte für die Versicherungsnehmer
zu erwirtschaften. Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig für den Konzern (insbesondere
in der Württembergischen Lebensversicherung AG) Ergebnisrisiken entstehen, da die
Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen getätigt werden können, gleichzeitig
aber die zugesagte Garantieverzinsung (Zinsgarantierisiko) gegenüber den Kunden erfüllt
werden muss. Dem Zinsgarantierisiko wird mit einem umfassenden Asset-Liability-Management
sowie einer dynamischen Produkt- und Tarifpolitik begegnet. Eine Prüfung des in den versicherungstechnischen Rückstellungen enthaltenen Garantiezinses
zeigt, dass eine zusätzliche Stärkung der Rückstellung derzeit nicht erforderlich
ist. Dabei wurde bereits die vom BMF geplante Neuordnung der Deckungsrückstellungsverordnung
ab 2011 zugrunde gelegt. Die Prüfung ergab einen Referenzzins von 4,10 %, sodass eine
Zinszusatzreserve nicht notwendig ist. Um dennoch bereits für 2010 das Sicherheitsniveau
zu erhöhen und um diesem Risiko Rechnung zu tragen, wurde für die Rentenversicherungen,
deren Rechnungszins bei Aktualisierung der biometrischen Rechnungsgrundlagen des Vertrags
angehoben wurde, der Zinssatz wieder von 4,00 % auf 3,75 % reduziert. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden im W&W-Konzern Finanzderivate eingesetzt.
Bei den derivativen Steuerungsinstrumenten handelt es sich insbesondere um Zins-Swaps,
Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps, Floors, Collars), Zinsoptionen (Swaptions) sowie
Futures und Forwards. Neben der überwiegenden Absicherung von Zinsänderungsrisiken
dient ihr Einsatz auch zur Verminderung von Risikokonzentrationen. Sie werden als
wirtschaftliche Sicherungsgeschäfte im Risikomanagement- und -controllingprozess abgebildet. Liegen für diese wirtschaftlichen Absicherungen die Voraussetzungen des Hedge-Accountings
vor, werden diese Sicherungsbeziehungen auch im IFRS-Konzernabschluss als solche abgebildet.
Im Bank- und Versicherungsgeschäft werden festverzinsliche Forderungen und im Bankgeschäft
darüber hinaus festverzinsliche Wertpapierbestände der Kategorie Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung gegen Vermögenswertverluste sowohl auf Einzelgeschäftsebene als auch
Portfolioebene abgesichert (Fair-Value-Hedge). Die Einführung des Portfolio-Fair-Value-Hedges
erfolgte 2009. Außerdem werden im Bankgeschäft variabel verzinsliche Forderungen und
Wertpapiere der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie variabel verzinsliche
Schulden gegen ergebnisbeeinträchtigende Zahlungsstromschwankungen abgesichert (Cashflow-Hedge). Die Auswirkungen einer möglichen Erhöhung bzw. Verringerung des Zinsniveaus um 100
bzw. 200 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve) auf das Konzernergebnis
sowie auf das Konzerneigenkapital sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Dabei
wurden die Auswirkungen der latenten Steuer und bei den Personenversicherern darüber
hinaus die Auswirkungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt.
Nicht berücksichtigt wurde bei der Sensitivitätsanalyse ein möglicher Ergebniseffekt,
der bei einem weiteren nachhaltigen Zinsrückgang aus Zinszusatzreserven im Bereich
der Lebensversicherung resultieren könnte. Die wesentlichen Veränderungen der Auswirkungen sind auf Positionierungen im Geschäftsfeld
BausparBank zurückzuführen. Die Sensitivität und die damit verbundene Auswirkung auf
das Konzernergebnis hat sich 2010 in allen Zinsszenarien erhöht. Ausschlaggebend hierfür
waren im Wesentlichen die erhöhte positive Sensitivität aufgrund frei stehender Derivate
bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank AG sowie höhere negative Sensitivitäten bei
der Wüstenrot Bausparkasse AG, da mehr Derivate (größtenteils Receiver-Swaps) der
Kategorie Held for Trading zugeordnet waren. 2010 wurde der Bestand an Finanzanlagen
verfügbar zur Veräußerung nicht zuletzt durch die Integration der Allianz Dresdner
Bauspar AG erheblich aufgebaut, sodass in Verbindung mit längeren Laufzeiten (durationsverlängernden
Zinsbuchsteuerungsmaßnahmen) die Sensitivität hinsichtlich der Auswirkungen auf das
direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis deutlich zugenommen hat. Bei Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, besteht
in Bezug auf das Periodenergebnis sowie auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Ergebnis kein vermögenswertorientiertes Zinsänderungsrisiko. Grundgeschäfte, die individuell
oder auf Portfolioebene Gegenstand einer Fair-Value-Hedge-Beziehung sind, werden in
Bezug auf das abgesicherte Risiko ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. ZINSRISIKO: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
Preisänderungsrisiken von EigenkapitalinstrumentenDas Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten ist einerseits die allgemeine
Gefahr, dass sich aufgrund von Marktbewegungen das Vermögen und damit das Ergebnis
und/oder das Eigenkapital nachteilig verändern können. Andererseits beinhaltet es
auch das spezifische Risiko, das durch emittentenbezogene Aspekte geprägt ist. Im W&W-Konzern wird das Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten im Wesentlichen
durch Aktienkurs- und Beteiligungsrisiken geprägt. Das Aktienkursrisiko ist das Risiko,
dass sich Verluste aus der Veränderung der Kurse aus offenen Aktienpositionen ergeben.
Das Beteiligungsrisiko ist das Risiko, das sich Verluste aus negativen Wertänderungen
bei Beteiligungen sowie dem Ausfall von Dividenden oder zu leistender Ertragszuschüsse
ergeben. Die Steuerung des Preisänderungsrisikos von Eigenkapitalinstrumenten mittels
Finanzderivaten erfolgt durch Aktienoptionen und Futures. Daneben werden zur Umsetzung
bestimmter Anlagestrategien in Fondsvermögen und zur Erzielung von Zusatzerträgen
Finanzderivate, insbesondere Aktienoptionen, eingesetzt. In der folgenden Übersicht ist dargestellt, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder
Verringerung der Marktwerte von Eigenkapitalinstrumenten um 10 % und 20 % auf die
Gewinn- und Verlustrechnung bzw. auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis
hätte. Dabei wurden die Auswirkungen nach latenter Steuer und bei den Personenversicherern
darüber hinaus die Auswirkungen nach Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung
dargestellt. Die Darstellung lässt erkennen, dass sich negative Preisänderungsrisiken von Eigenkapitalinstrumenten
maßgeblich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen. PREISRISIKO: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
WährungskursrisikenDas Währungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich Verluste aus der Veränderung der
Wechselkurse ergeben. Das Ausmaß dieses Risikos hängt von der Höhe der offenen Positionen
und vom Kursänderungspotenzial der betreffenden Währung ab. Die Auswirkungen einer Erhöhung bzw. Verringerung der wesentlichen Wechselkurse auf
die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis
sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Dabei wurden die Auswirkungen der latenten
Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen der Rückstellung
für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt. Das dargestellte Wechselkursrisiko resultiert sowohl aus aktivischen als auch passivischen
Positionen und bezieht nur monetäre Vermögenswerte ein, d. h. Zahlungsmittel und Ansprüche,
die auf Geldbeträge lauten, sowie Verpflichtungen, die mit einem festen oder bestimmbaren
Geldbetrag beglichen werden müssen. Wechselkursrisiken aus Eigenkapitalinstrumenten
(nicht monetäre Vermögenswerte) werden nicht einbezogen. WÄHRUNGSRISIKEN: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNGscroll
Insgesamt lässt die Darstellung erkennen, dass Fremdwährungsrisiken entsprechend der
strategischen Positionierung unseres Gesamtanlageportfolios nur von untergeordneter
Bedeutung sind. (49) ADRESSRISIKENDas Adressrisiko ist ein wesentliches branchentypisches Risiko, welches die Konzernunternehmen
übernehmen. Als Adressrisiko wird das Risiko eines Verlusts oder entgangenen Gewinns
aufgrund des Ausfalls eines Vertragspartners bezeichnet. Der Begriff des Adressrisikos
umfasst vor allem die folgenden Ausprägungen: Kreditrisiko:Das Kreditrisiko ist die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht
nachkommen kann, nachdem an diesen Leistungen in Form von liquiden Mitteln, Wertpapieren
oder Dienstleistungen erbracht wurden (z. B. Risiko des Ausfalls eines Forderungsschuldners
oder eines Anleiheemittenten; Verwertungsrisiko bei gestellten Sicherheiten). Kontrahentenrisiko:Das Kontrahentenrisiko ist die Gefahr, dass durch den Ausfall eines Vertragspartners
ein unrealisierter Gewinn aus schwebenden Geschäften nicht mehr vereinnahmt werden
kann (z. B. Ausfall eines Swapkontrahenten bei einem Swap mit einem positiven Marktwert). Länderrisiko:Kreditrisiko oder Kontrahentenrisiko, welches nicht durch die individuellen Verhältnisse
des Vertragspartners selbst, sondern durch seine Tätigkeit im Ausland entsteht. Ursache
für dieses Risiko können krisenhafte politische oder ökonomische Entwicklungen in
diesem Land sein, welche zu Transferproblemen und damit zu zusätzlichen Adressrisiken
führen. Im W&W-Konzern bestehen Forderungen an Kunden überwiegend im Bereich der privaten
Wohnungsbaufinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Darlehen sind zu einem
Großteil grundpfandrechtlich besichert. Das Gewerbefinanzierungsgeschäft wurde 2004
eingestellt. Der W&W-Konzern begegnet den Kreditrisiken im Wohnungsfinanzierungsgeschäft
neben der Risikoanalyse und Risikosteuerung der operativen Einheiten auf Portfolioebene
durch ein Antragsscoring und laufende Bonitätsprüfungen. Im Girogeschäft wird das
eingesetzte Antrags-Scoring durch ein Verhaltens-Scoring ergänzt. Die Messung der
Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft erfolgt durch ein stochastisches Kreditportfoliomodell.
Zusätzlich werden die Kreditrisiken auf Gruppenebene im Rahmen der regelmäßigen Kreditrisikoberichterstattung,
die den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) entspricht, analysiert,
überwacht und an den Vorstand kommuniziert. Der W&W-Konzern überwacht die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen an Versicherungsnehmer,
Vermittler und Rückversicherer mithilfe von EDV-technisch gestützten Außenstandskontrollen.
Bei den Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern beträgt die durchschnittliche Ausfallquote
der letzten drei Jahre zum Bilanzstichtag 0,1 % (Vorjahr 0,1 %). Die durchschnittliche
Ausfallquote der letzten drei Jahre der Forderungen gegenüber Vermittlern beläuft
sich auf 2,4 % (Vorjahr 3,0 %). Forderungen aus der Rückversicherung stellen aufgrund
der hohen Bonität der Rückversicherer kein wesentliches Risiko dar. Rückversicherungsverträge bestehen bei bonitätsmäßig einwandfreien Adressen des Rückversicherungsmarkts,
sodass das Ausfallrisiko signifikant reduziert wird (vgl. dazu die "Forderungen aus
dem Rückversicherungsgeschäft" in der Tabelle "Weder überfällig noch einzeln wertgeminderte
Vermögenswerte nach Ratingklassen", Seite 209). Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit
der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen bei den genannten Ländern beläuft sich nach Marktwerten
auf etwa 1,45 Mrd € (davon Italien rund 0,86 Mrd €). Die Exposures umfassen sowohl die direkten als auch die indirekt über Fondsinvestments
gehaltenen Bestände. Der Großteil der Bestände ist in Fälligkeiten 2014 und später
investiert. Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen Limitierungen
und einer fortlaufenden Beobachtung. Wir verweisen auf unsere Darstellungen im Risikobericht
des Konzernlageberichts auf Seite 54. Das maximale Adressrisiko aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierten
Finanzaktiva beträgt 761,0 (Vj. 750,3) Mio €. Es wird nicht durch den Einsatz von
Kreditderivaten weiter verringert. Zum Bilanzstichtag werden in der Konzernbilanz die folgenden einem Adressrisiko unterliegenden
finanziellen Vermögenswerte sowie die aus Erst- und Rückversicherungsverträgen resultierenden,
einem Adressrisiko unterliegenden Vermögenswerte ausgewiesen. Bestehende Sicherheiten, die das Adressrisiko mindern, sind in der folgenden Darstellung
nicht berücksichtigt. ADRESSRISIKEN UNTERLIEGENDE VERMÖGENSWERTE 2010
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ADRESSRISIKEN UNTERLIEGENDE VERMÖGENSWERTE 2009scroll
Unter den überfälligen, nicht einzelwertgeminderten Vermögenswerten werden nicht nur
überfällige Ratenzahlungen, sondern es wird auch die jeweils zugrunde liegende Gesamtforderung
erfasst. Die Wüstenrot Bausparkasse AG, die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, die Württembergische
Lebensversicherung AG sowie die tschechischen Kreditinstitute betreiben Baufinanzierungsgeschäft. Bestehende Ausfallrisiken werden durch die Hereinnahme von dinglichen Sicherheiten
- vornehmlich im Immobilienfinanzierungsbereich - verringert. Die Darlehen der Württembergische
Lebensversicherung AG sind zu 100 % grundpfandrechtlich besichert. Des Weiteren haben Konzernunternehmen bilanzunwirksame Geschäfte abgeschlossen, aus
denen ebenfalls Adressrisiken resultieren. Hierzu zählen zum einen die von Konzernunternehmen
ausgesprochenen unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 814,9 (Vj. 1 313,1) Mio
€ sowie Bürgschaften mit einem maximalen Adressrisiko in Höhe von 18,1 (Vj. 19,4)
Mio €. Das Adressrisiko aus Bürgschaften ermittelt sich aus dem maximalen Haftungsvolumen
abzüglich der für die Adressrisiken gebildeten Rückstellungen. Die Bilanzwerte der Baudarlehen, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die andernfalls
überfällig oder wertgemindert wären, betragen zum Bilanzstichtag 11,9 (Vj. 1,4) Mio
€. Diese Darlehen sind nahezu vollständig durch Grundpfandrechte gesichert. In der folgenden Tabelle sind die Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig
noch wertgemindert sind, nach externen Ratingklassen untergliedert. WEDER ÜBERFÄLLIGE NOCH EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE NACH RATINGKLASSEN 2010scroll
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WEDER ÜBERFÄLLIGE NOCH EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE NACH RATINGKLASSEN 2009scroll
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Im Vorjahr haben drei Tochterunternehmen "Forderungen an Kreditinstitute" in Höhe
von 871,1 Mio € in der Klasse "Ohne Rating" ausgewiesen, obwohl davon 105,4 Mio €
der RatingKlasse "AA" und 765,7 Mio € der Rating-Klasse "A" zuzuordnen gewesen wären.
Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde entsprechend angepasst. Zum Bilanzstichtag waren im W&W-Konzern finanzielle Vermögenswerte mit einem Bilanzwert
in Höhe von 1 253,5 (Vj. 1 114,9) Mio € überfällig, jedoch nicht einzeln wertgemindert.
Die Fälligkeitsstruktur dieser finanziellen Vermögenswerte ist in der folgenden Tabelle
dargestellt: FÄLLIGKEITSSTRUKTUR ÜBERFÄLLIGER NICHT EINZELN WERTGEMINDERTER VERMÖGENSWERTEscroll
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Im Vorjahr hat ein Tochterunternehmen "Andere Forderungen an Kunden" in Höhe von 33,1
Mio € als weder überfällige noch einzeln wertgeminderte Vermögenswerte in der Ratingklasse
"Ohne Rating" ausgewiesen, obwohl diese als überfällige, nicht einzeln wertgeminderte
Vermögenswerte hätten kategorisiert werden müssen. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen
wurde angepasst. Ein weiteres Tochterunternehmen hat im Vorjahr bezüglich überfälliger, nicht einzeln
wertgeminderter durch Grundpfandrechte besicherter Forderungen an Privatkunden den
beizulegenden Zeitwert entgegenstehender Sicherheiten in Höhe von 653,6 Mio € zu hoch
ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst. Der wesentliche Teil der überfälligen, nicht einzeln wertgeminderten Vermögenswerte
entfällt auf Forderungen aus Baudarlehen, die im Wesentlichen grundpfandrechtlich
besichert sind. Zum Bilanzstichtag bestanden einzeln wertgeminderte Vermögenswerte
mit einem Bilanzwert von 803,1 (Vj. 835,2) Mio €. Die Bruttobuchwerte der entsprechenden Vermögenswerte, die bis zum Bilanzstichtag
vorgenommenen Direktabschreibungen und die bis zum Bilanzstichtag gebildeten Einzelwertberichtigungen
sind in der Tabelle dargestellt. EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE 2010
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EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE 2009scroll
Ein Tochterunternehmen hat im Vorjahr bezüglich einzeln wertgeminderter, durch Grundpfandrechte
besicherter Forderungen an Privatkunden den beizulegenden Zeitwert entgegenstehender
Sicherheiten in Höhe von 416,9 Mio € zu hoch ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden
angepasst. (50) VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN
PersonenversicherungsgeschäftDARSTELLUNG DES VERSICHERUNGSBESTANDSIm W&W-Konzern wird das Personenversicherungsgeschäft mit den Versicherungsarten Lebensversicherung
mit Kapital- und Risikoversicherung, Rentenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung
und Krankenversicherung betrieben. Bei den Lebensversicherungsbeständen handelt es
sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung.
Fondsgebundene Kapital- und Rentenversicherungen sind mit den auf die Versicherungen
entfallenden Fondsanteilen kongruent bedeckt. Aktives Rückversicherungsgeschäft wird nur noch in vernachlässigbarer Größenordnung
betrieben. RISIKEN DES VERSICHERUNGSBESTANDS UND DAS RISIKOMANAGEMENTSYSTEMCharakteristisch für die Lebensversicherung ist die Langfristigkeit der eingegangenen
Verpflichtungen. Die Kalkulation der garantierten Leistungen erfolgt mit vorsichtigen
Annahmen. Im Zeitablauf können sich die Rechnungsgrundlagen deutlich ändern, sodass
wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen können. Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft bestehen im Wesentlichen aus dem biometrischen
Risiko, dem Zinsgarantierisiko und dem Kostenrisiko. Auf die Beurteilung des Zinsgarantierisikos
wird in Note 48 ausführlich eingegangen. Die biometrischen Rechnungsgrundlagen wie zum Beispiel Sterblichkeit, Lebenserwartung
oder Invalidisierungswahrscheinlichkeiten unterliegen sowohl kurzfristigen Schwankungs-
und Irrtumsrisiken als auch längerfristigen Veränderungstrends. Diese Risiken kontrollieren
wir laufend durch aktuarielle Analysen und Prüfungen. Für die Produktentwicklung berücksichtigen
wir mögliche Änderungen durch entsprechende versicherungsmathematische Modellierungen. Die Beurteilung der Lebenserwartung (Langlebigkeitsrisiko) ist für die Deckungsrückstellung
in der Rentenversicherung von besonderer Bedeutung. Ergänzend zur Beobachtung der
eigenen Ergebnisse stützten wir uns zur Stabilisierung der Informationsbasis auch
auf Erkenntnisse, Hinweise und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV).
Aufgrund des noch nicht ausreichend abgeschwächten Trends bei der Sterblichkeitsverbesserung
haben die Lebensversicherungs-Gesellschaften die Sicherheitsmargen für das Langlebigkeitsrisiko
in der Deckungsrückstellung im Geschäftsjahr 2010 wie in den Vorjahren angepasst.
Zukünftige Erkenntnisse zur Sterblichkeitsentwicklung oder eine von der DAV empfohlene,
erneute Stärkung der Sicherheitsmargen können zukünftig zu weiteren Zuführungen zur
Deckungsrückstellung führen. Die Rechnungsgrundlagen werden sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch von der DAV
als angemessen beurteilt. In der internen Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde
findet ein jährlicher Abgleich mit den tatsächlichen Ergebnissen statt. Kleinere Änderungen
in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden
durch die in den Rechnungsgrundlagen vorhandenen Sicherheitszuschläge aufgefangen. Bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- und/oder Zinserwartung wird durch eine
Anpassung der zukünftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer die Ergebniswirkung
deutlich vermindert. Die Risiken werden durch geeignete passive Rückversicherungsverträge
limitiert, die bei Rückversicherungsgesellschaften mit erstklassigen Bonitäten im
Investmentgrade abgeschlossen sind. SENSITIVITÄTSANALYSEIn der Lebensversicherung werden bei der Kalkulation der garantierten Leistung mit
hohen Sicherheitsmargen versehene Rechnungsgrundlagen verwendet, um der Langfristigkeit
Rechnung zu tragen. Durch die ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden nicht
benötigte Sicherheitsmargen an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Schwankungen
werden durch eine Reduzierung oder Erhöhung der Zuführung zu der für die zukünftige
Überschussbeteiligung vorgesehenen Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgeglichen,
bei längerfristigen Änderungen wird zusätzlich die Überschussbeteiligung entsprechend
angepasst. BIOMETRISCHES RISIKOEine Erhöhung der Sterblichkeit wirkt bei Todesfallversicherungen (Kapital- und Risikolebensversicherungen)
negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung, bei Rentenversicherungen wirkt sie hingegen
positiv. Die erwarteten Sterblichkeiten sind durch die vorhandenen Sicherheitsmargen
deutlich berücksichtigt, eine Änderung führt in der Gewinn- und Verlustrechnung nach
dem vorab beschriebenen Mechanismus bereits brutto lediglich zu marginalen Auswirkungen,
wenn sie nicht komplett aufgefangen werden. Durch die abgeschlossene passive Rückversicherung
wird diese Auswirkung weiter reduziert. Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung unterliegt die Invalidisierungswahrscheinlichkeit
zusätzlich zu medizinischen und juristischen Veränderungen auch sozialen und konjunkturellen
Entwicklungen. Die in der Kalkulation enthaltenen Sicherheitsmargen sind auch hier
noch deutlich vorhanden, sodass die unterlegten Erwartungen einen positiven Ertrag
erbringen werden. Eine realistisch angenommene Änderung der Invalidisierungswahrscheinlichkeit
führt weder brutto noch netto zu mehr als marginalen Auswirkungen auf die Gewinn-
und Verlustrechnung. Im Bereich der Krankenversicherung wird dem Risiko, das aus dem Anstieg der Pro-Kopf-Schäden
resultiert, gegebenenfalls durch eine Anpassung der Prämie Rechnung getragen. Es hat
somit keine nennenswerte Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung. STORNORISIKODie Veränderung der Stornoquoten in der Vergangenheit zeigt keine starken Schwankungen,
sodass nur leichte Änderungen als realistisch einzustufen sind und daher die Auswirkungen
auf die Gewinn- und Verlustrechnung unerheblich sind. Negative Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich zudem nur in
den ersten Jahren nach Abschluss des Vertrags, solange noch nicht fällige Ansprüche
gegen den Versicherungsnehmer ausgewiesen werden, die nach Storno nicht mehr realisierbar
sind. Den Stornierungen wird durch die Bildung einer angemessenen Wertberichtigung
Rechnung getragen. Der Bildung der Wertberichtigungen werden vorsichtige Annahmen,
die auf den Erfahrungen der Vorjahre basieren, zugrunde gelegt. Bei einem Rückkauf in späteren Jahren ergibt sich aus Stornoabschlägen eine positive
Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung, da in den Rückstellungen mindestens
der Rückkaufswert enthalten ist, sodass der in der Regel durch Stornoabschläge geminderten
Auszahlung die Auflösung der Rückstellung entgegensteht. Fondsgebundene Versicherungen sind kongruent mit den entsprechenden Fonds bedeckt,
zusätzlich übernommene Garantiezusagen sind zusätzlich in der Deckungsrückstellung
berücksichtigt worden. Die Erhöhung bzw. Reduzierung des Stornos führt zu keiner nennenswerten
Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung. Durch ein erhöhtes Stornoverhalten der Kunden kann es zu größeren Liquiditätsabflüssen
als erwartet kommen. RISIKOKONZENTRATIONENVersicherungstechnische Risikokonzentrationen in der Kranken- oder Lebensversicherung
resultieren aus regionalen Risikokonzentrationen sowie bei entsprechender Höhe der
versicherten Risiken aus einzelnen Versicherungsverträgen. Der Entstehung von regionalen
Risikokonzentrationen begegnen die Personenversicherer durch den bundesweiten Vertrieb
ihrer Versicherungsprodukte. Die Risikokonzentration aus einzelnen Versicherungsverträgen (Klumpenrisiko) wird
durch passive Rückversicherungsverträge mit erstklassigen Rückversicherern reduziert. Verbleibende Risikokonzentrationen ergeben sich aus den jeweiligen versicherten Risiken,
dem Todesfall-, dem Langlebigkeits- und dem Invaliditätsrisiko. Zur Verdeutlichung
der bestehenden Risikokonzentration wird nachfolgend die Deckungsrückstellung nach
dem versicherten Risiko aufgeteilt. DECKUNGSRÜCKSTELLUNG NACH ART DES VERSICHERTEN RISIKOSscroll
Aus einzelnen Versicherungsverträgen resultieren weder auf Brutto- noch Nettobasis
wesentliche Risikokonzentrationen. Dies wird in der folgenden Übersicht deutlich,
in der die Brutto-Deckungsrückstellung der Erstversicherer nach der Versicherungssumme
(bei Rentenversicherungen 12-fache Jahresrente) der zugrunde liegenden Versicherungsverträge
untergliedert ist. DECKUNGSRÜCKSTELLUNG FÜR VERSICHERUNGSVERTRÄGE MIT EINER VERSICHERUNGSSUMME VONscroll
RISIKEN AUS IN VERSICHERUNGSVERTRÄGEN ENTHALTENEN OPTIONEN UND GARANTIEN
Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft/RückversicherungsgeschäftDARSTELLUNG DES VERSICHERUNGSBESTANDSDie Schaden-/Unfallversicherung wird im Inland durch die Württembergische Versicherung
AG betrieben. Die Württembergische Versicherung AG versichert Risiken mit Schwerpunkt
im privaten und gewerblichen Bereich und betreibt dabei die klassischen Sparten Haftpflichtversicherung,
Kraftfahrtversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Unfallversicherung
und Wohngebäudeversicherung. Nach Verkauf ihrer Managementgesellschaft Württembergische UK Limited zeichnet die
Württembergische Versicherung AG seit 2008 keine industriellen Großrisiken oder Rückversicherungen
mehr. Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird
somit nur noch in sehr begrenztem Umfang von der Wüstenrot & Württembergische AG in
Form der Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben. Durch die bereits vor einigen Jahren erfolgte weitgehende Aufgabe des konzernfremden
aktiven Rückversicherungsgeschäfts bei der Wüstenrot & Württembergische AG und die
Veräußerung der Württembergische UK Limited wurde die internationale Risikoexposition
des W&W-Konzerns deutlich reduziert. RISIKEN DES VERSICHERUNGSBESTANDS UND DAS RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
Versicherungstechnische Risiken entstehen aus der Unsicherheit über die zukünftige
Entwicklung von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, in
deren Folge unerwartete Schaden- und Leistungsverpflichtungen zu einer negativen Ertragssituation
führen können. Im Bereich der Sachversicherung sind versicherungstechnische Risiken überwiegend kurzfristiger
Natur, da die Schadenregulierung in der Regel zügig erfolgen kann. Bei schwerwiegenden
Personenschäden in den Bereichen Allgemeine Haftpflicht und Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
sowie in der Unfallversicherung unterliegen die Risiken auch exogenen Entwicklungen
wie etwa dem medizinischen Fortschritt und der damit verbundenen Lebenserwartung.
Zudem werden sie von der Entwicklung gesetzlicher Schadenersatz- und Haftungsregelungen
beeinflusst. SENSITIVITÄTSANALYSEDie Zeichnung von Risiken erfolgt ausschließlich auf Grundlage aktuarieller und statistischer
Analysen. Dies bedeutet, dass die Württembergische Versicherung AG ausreichende Sicherheitszuschläge
zur Abdeckung von Risikoschwankungen in ihre Tarife einkalkuliert hat. Um die Auskömmlichkeit der Rückstellungen zu überprüfen, werden aktuarielle Gutachten
sowie regelmäßige Simulations- und Stressrechnungen eingesetzt. Bei der Reservierung
der Schadenfälle verfolgt die Württembergische Versicherung AG eine konservative Politik
mit dem Ziel, den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können.
Die Rückstellungen werden auf Spartenebene regelmäßig über das interne Risikotragfähigkeitsmodell
auf ihre Angemessenheit untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung führten zu
der Erkenntnis, dass die Württembergische Versicherung AG im Bereich der Schaden-
und Unfallversicherung über ein auskömmliches Reservenpolster verfügt. Bei nicht erwartungsgemäßer Schaden- oder Kostenentwicklung kann es zu negativen Auswirkungen
auf die Gewinn- und Verlustrechnung kommen. Die Messung der versicherungstechnischen Risiken erfolgt über branchenübliche statistischanalytische
Faktorenmodelle oder unternehmensbezogene stochastische Modelle. Zudem werden Schadenszenarioanalysen
durchgeführt. RISIKOKONZENTRATIONENRisikokonzentrationen resultieren primär aus den in den verschiedenen Sparten versicherten
Risiken. Zur Verdeutlichung der bestehenden Risikokonzentrationen wird nachfolgend
die Schadenrückstellung nach Sparten untergliedert. Dabei ist der durch einen breit
diversifizierten Spartenmix gekennzeichnete Bestand zu erkennen, der zu einer Verringerung
der Risikoexpositionen beiträgt. RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE
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(51) LIQUIDITÄTSRISIKEN
Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist,
die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der eingegangenen Verpflichtungen
notwendig sind. Liquiditätsrisiken können auch daraus resultieren, dass ein Vermögenswert
nicht rechtzeitig innerhalb kurzer Frist zu seinem beizulegenden Zeitwert veräußert
werden kann oder liquide Mittel nur zu ungünstigeren Konditionen als erwartet beschafft
werden können. Liquiditätsrisiken setzen sich damit aus dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit,
dem Marktliquiditätsrisiko und dem Refinanzierungsrisiko zusammen. Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2010 ausgewählter Finanzinstrumente
dargestellt: RESTLAUFZEITENGLIEDERUNG 2010
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BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 JAHR BIS 5 JAHRE |
ÜBER 5 JAHRE |
UNBESTIMMTE LAUFZEIT |
GESAMT |
| in Mio € |
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| Forderungen an Kreditinstitute | 1 625,1 | 554,2 | 4 251,5 | 8 485,2 | 0,1 | 14 916,1 |
| Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 2,5 | 89,8 | - | - | 2,9 | 95,2 |
| Forderungen an Kunden | 1 620,8 | 2 310,5 | 10 196,3 | 15 412,1 | 4 635,3 | 34 175,0 |
| Sonstige Forderungen | 84,7 | 0,5 | 0,1 | - | 13,2 | 98,5 |
| Risikovorsorge | - 9,3 | - 39,2 | - 38,3 | - 39,1 | - 104,5 | - 230,4 |
| Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere der designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva |
11,6 | 42,5 | 233,4 | 473,4 | 888,5 | 1 649,4 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Derivate der Handelsaktiva |
106,4 | 11,9 | 112,6 | 220,7 | - | 451,6 |
| Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen verfügbar zur Veräußerung |
1 308,2 | 1 656,1 | 4 647,7 | 9 660,7 | 1,5 | 17 274,2 |
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BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 JAHR BIS 5 JAHRE |
ÜBER 5 JAHRE |
UNBESTIMMTE LAUFZEIT |
GESAMT |
| in Mio € |
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| Verbriefte Verbindlichkeiten | 22,0 | 148,0 | 869,3 | 409,2 | - | 1 448,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 878,3 | 1 663,9 | 882,3 | 89,0 | 647,0 | 8 160,5 |
| Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 10,0 | 42,4 | - | - | 1 504,3 | 1 556,7 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 5 232,2 | 18 419,3 | 1 742,5 | 2 039,2 | 77,3 | 27 510,5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 284,2 | 40,0 | 18,6 | 14,0 | 86,2 | 443,0 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva |
134,6 | 9,7 | 145,1 | 244,5 | - | 533,9 |
| Nachrangkapital | 12,4 | 51,3 | 130,0 | 254,9 | - | 448,6 |
Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2009 ausgewählter Finanzinstrumente
dargestellt:
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BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 JAHR BIS 5 JAHRE |
ÜBER 5 JAHRE |
UNBESTIMMTE LAUFZEIT |
GESAMT |
| in Mio € |
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| Forderungen an Kreditinstitute | 1 605,8 | 570,0 | 3 944,7 | 8 983,3 | 0,2 | 15 104,0 |
| Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft | 16,6 | 87,2 | - | - | - | 103,8 |
| Forderungen an Kunden | 1 690,1 | 2 066,9 | 12 857,6 | 9 981,5 | 4 028,2 | 30 624,3 |
| Sonstige Forderungen | 76,9 | 0,9 | 0,1 | - | 5,0 | 82,9 |
| Risikovorsorge | - 12,4 | - 36,8 | - 44,8 | - 45,3 | - 101,5 | - 240,8 |
| Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere der designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva |
23,5 | 30,9 | 163,6 | 468,4 | 795,6 | 1 482,0 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie Derivate der Handelsaktiva |
123,4 | 30,0 | 84,9 | 167,3 | - | 405,6 |
| Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen verfügbar zur Veräußerung |
1 046,0 | 1 862,8 | 3 684,7 | 8 593,1 | 1,9 | 15 188,5 |
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BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 JAHR BIS 5 JAHRE |
ÜBER 5 JAHRE |
UNBESTIMMTE LAUFZEIT |
GESAMT |
| in Mio € |
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| Verbriefte Verbindlichkeiten | 36,4 | 129,8 | 695,2 | 432,1 | - | 1 293,5 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 800,5 | 3 523,4 | 735,7 | 116,0 | 564,5 | 6 740,1 |
| Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft | 36,4 | 52,7 | - | - | 1 503,8 | 1 592,9 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4 468,4 | 14 624,5 | 2 125,1 | 2 458,2 | 93,6 | 23 769,8 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 343,7 | 28,4 | 12,2 | 1,1 | 68,5 | 453,9 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva |
147,5 | 6,1 | 128,4 | 214,5 | - | 496,5 |
| Nachrangkapital | 24,8 | 11,5 | 68,8 | 325,6 | - | 430,7 |
In der folgenden Übersicht sind zum Bilanzstichtag für die im Bestand befindlichen
Finanzinstrumente die zukünftigen vertraglich vereinbarten Bruttoauszahlungen zum
frühestmöglichen Zeitpunkt dargestellt. Für die aus Versicherungsverträgen resultierenden
Passivposten ist die erwartete Fälligkeitsstruktur aufgezeigt:
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BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 BIS 5 JAHRE |
5 BIS 10 JAHRE |
10 BIS 15 JAHRE |
15 BIS 20 JAHRE |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | 30 193 | 45 571 | 288 477 | - 75 401 | - 138 417 | - 7 246 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva |
8 216 | 19 374 | 146 432 | - 77 563 | - 119 143 | - 17 096 |
| Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen |
21 977 | 26 197 | 142 045 | 2 162 | - 19 274 | 9 850 |
| Verbindlichkeiten | 9 439 965 | 21 042 123 | 4 212 749 | 2 812 005 | 521 113 | 113 239 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 15 906 | 170 401 | 947 010 | 416 015 | 17 865 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 354 660 | 2 233 249 | 950 249 | 706 829 | 11 688 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4 763 707 | 18 571 626 | 2 296 192 | 1 672 898 | 491 560 | 113 239 |
| Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen |
1 361 083 | 17 798 207 | 361 138 | 38 032 | - | - |
| Andere Einlagen | 3 402 624 | 773 419 | 1 935 054 | 1 634 866 | 491 560 | 113 239 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 305 692 | 66 847 | 19 298 | 16 263 | - | - |
| Nachrangkapital | 617 | 60 139 | 213 860 | 273 312 | 31 378 | - |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 722 588 | 17 323 | 74 964 | - | - | - |
| GESAMT | 10 193 363 | 21 165 156 | 4 790 050 | 3 009 916 | 414 074 | 105 993 |
|
|
ÜBER 20 JAHRE |
GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | 33 432 | 176 609 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva | 16 869 | - 22 911 |
| Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen | 16 563 | 199 520 |
| Verbindlichkeiten | 25 215 | 38 166 409 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | 1 567 197 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 8 256 675 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 24 416 | 27 933 638 |
| Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen | - | 19 558 460 |
| Andere Einlagen | 24 416 | 8 375 178 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 799 | 408 899 |
| Nachrangkapital | - | 579 306 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | - | 814 875 |
| GESAMT | 58 647 | 39 737 199 |
1
Negative Beträge ergeben sich aus Netto-Zahlungsmittelzuflüssen.
|
|
BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 BIS 5 JAHRE |
5 BIS 10 JAHRE |
10 BIS 15 JAHRE |
15 BIS 20 JAHRE |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft |
80 856 | 213 345 | 144 762 | 111 883 | 57 018 | 31 063 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 936 604 | 2 478 899 | 8 109 653 | 6 188 733 | 3 618 092 | 2 081 280 |
| Deckungsrückstellung Bereich Leben | 500 646 | 1 976 661 | 7 293 648 | 5 741 877 | 3 328 805 | 1 843 519 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
390 916 | 473 125 | 666 806 | 285 549 | 184 896 | 153 302 |
| Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge |
21 554 | 27 280 | 149 199 | 161 307 | 104 391 | 84 459 |
| Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | 23 488 | 1 833 | - | - | - | - |
| GESAMT | 1 017 460 | 2 692 244 | 8 254 415 | 6 300 616 | 3 675 110 | 2 112 343 |
|
|
ÜBER 20 JAHRE |
GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 43 639 | 682 566 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 4 126 151 | 27 539 412 |
| Deckungsrückstellung Bereich Leben | 3 624 270 | 24 309 426 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 161 710 | 2 316 304 |
| Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge | 340 171 | 888 361 |
| Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | - | 25 321 |
| GESAMT | 4 169 790 | 28 221 978 |
|
|
BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 BIS 5 JAHRE |
5 BIS 10 JAHRE |
10 BIS 15 JAHRE |
15 BIS 20 JAHRE |
| in Tsd € | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | 49 361 | 33 621 | 205 126 | - 38 956 | - 106 186 | - 12 412 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva |
26 291 | 56 019 | 176 502 | 86 974 | - 15 113 | 861 |
| Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen |
23 070 | - 22 398 | 28 624 | - 125 930 | - 91 073 | - 13 273 |
| Verbindlichkeiten | 5 837 991 | 19 247 105 | 4 179 141 | 3 057 019 | 534 840 | 131 256 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 29 683 | 149 954 | 773 079 | 445 438 | 18 644 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1 069 360 | 4 337 699 | 807 342 | 657 985 | 12 138 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4 332 313 | 14 733 135 | 2 587 792 | 1 951 243 | 504 058 | 131 256 |
| Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen |
1 294 256 | 14 296 528 | 289 196 | 36 836 | - | - |
| Andere Einlagen | 3 038 057 | 436 607 | 2 298 596 | 1 914 407 | 504 058 | 131 256 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 406 635 | 26 317 | 10 928 | 2 353 | - | - |
| Nachrangkapital | 13 551 | 33 908 | 143 700 | 346 299 | 25 276 | 7 732 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 1 312 981 | - | 138 | - | - | - |
| GESAMT | 7 213 884 | 19 314 634 | 4 528 105 | 3 364 362 | 453 930 | 126 576 |
|
|
ÜBER 20 JAHRE |
GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Derivative Finanzinstrumente1 | 2 255 | 132 809 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva | 14 852 | 346 386 |
| Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen | - 12 597 | - 213 577 |
| Verbindlichkeiten | 57 033 | 33 044 385 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | - | 1 416 798 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 6 884 524 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 25 520 | 24 265 317 |
| Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen | - | 15 916 816 |
| Andere Einlagen | 25 520 | 8 348 501 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 31 513 | 477 746 |
| Nachrangkapital | - | 570 466 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | - | 1 313 119 |
| GESAMT | 59 288 | 35 060 779 |
1
Negative Beträge ergeben sich aus Netto-Zahlungsmittelzuflüssen.
|
|
BIS 3 MONATE |
3 MONATE BIS 1 JAHR |
1 BIS 5 JAHRE |
5 BIS 10 JAHRE |
10 BIS 15 JAHRE |
15 BIS 20 JAHRE |
| in Tsd € | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft |
86 447 | 140 601 | 151 572 | 129 327 | 64 902 | 35 618 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 1 086 779 | 2 289 482 | 7 771 690 | 6 207 213 | 3 506 018 | 1 992 082 |
| Deckungsrückstellung Bereich Leben | 475 182 | 1 728 074 | 7 290 464 | 5 922 728 | 3 337 368 | 1 837 141 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
571 623 | 543 235 | 376 221 | 168 604 | 97 428 | 97 428 |
| Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge |
16 822 | 16 378 | 105 005 | 115 881 | 71 222 | 57 513 |
| Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | 23 152 | 1 795 | - | - | - | - |
| GESAMT | 1 173 226 | 2 430 083 | 7 923 262 | 6 336 540 | 3 570 920 | 2 027 700 |
|
|
ÜBER 20 JAHRE | GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft | 47 102 | 655 569 |
| Versicherungstechnische Rückstellungen | 3 601 203 | 26 454 467 |
| Deckungsrückstellung Bereich Leben | 3 204 739 | 23 795 696 |
| Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle | 133 137 | 1 987 676 |
| Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge | 263 327 | 646 148 |
| Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen | - | 24 947 |
| GESAMT | 3 648 305 | 27 110 036 |
Die Wüstenrot & Württembergische AG steuert als Holdinggesellschaft die Eigenkapitalausstattung
des W&W-Konzerns. Sie nimmt einerseits Dividenden bzw. Ergebnisabführungen ein und
führt andererseits Eigenkapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen
durch und vergibt Darlehen an die Konzernunternehmen.
Hauptziele des Kapitalmanagements sind eine effiziente Allokation und eine adäquate
Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals. Um dies sicherzustellen, werden für die einzelnen
Tochterunternehmen Ergebnisansprüche basierend auf einer Mindestverzinsung des jeweiligen
IFRS-Eigenkapitals abgeleitet.
Zum 31. Dezember 2010 betrug das nach IFRS ermittelte Eigenkapital des W&W-Konzerns
2 844,3 (Vj. 2 348,4) Mio €. Die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalbestandteile
sind unter Note 24 Eigenkapitalentwicklung dargestellt.
Weitere Ziele der Eigenkapitalsteuerung sind einerseits die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit
auf Basis der internen Risikotragfähigkeitsmodelle des W&W-Konzerns, andererseits
die Erfüllung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen, die sich unter anderem
aus den Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes
(VAG) sowie der Finanzkonglomeratesolvabilitätsverordnung (FkSolV) ergeben. Darüber
hinaus hat der W&W-Konzern für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene
Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen
proaktiv zu antizipieren.
Eine weitere Anforderung an die Kapitalausstattung besteht darin, dass der W&W-Konzern
insgesamt wie auch die einzelnen Tochterunternehmen über ein ausreichendes Eigenkapital
verfügen, das im Finanzstärkerating mindestens eine Einstufung unter "A" ermöglicht.
Im Rahmen einer effizienten Eigenkapitalsteuerung setzt der W&W-Konzern darüber hinaus
Nachrangkapital für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen
ein.
Weitere Ausführungen zu unserem Kapitalmanagement sowie dessen Ziele haben wir auf
Seite 46 ff. des Risikoberichts im Konzernlagebericht dargestellt.
Die Versicherungsgesellschaften sowie die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute
der W&W-Gruppe unterliegen auf Ebene des einzelnen Unternehmens der Aufsicht durch
die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank
gemäß VAG, KWG bzw. den jeweiligen Regelungen im Sitzland der beaufsichtigten ausländischen
Unternehmen der W&W-Gruppe. Aus dieser Beaufsichtigung ergeben sich Anforderungen
an die Kapitalausstattung dieser Unternehmen.
Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass alle beaufsichtigten Tochterunternehmen
mindestens mit den Eigenmitteln ausgestattet sind, die sie zur Erfüllung der regulatorischen
Anforderungen benötigen. In dieser Hinsicht bilden das Eigenkapital und das Nachrang-
bzw. Genussrechtskapital entsprechend den aufsichtsrechtlichen Normen die Grundlage
dieses Kapitalmanagements.
Bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank werden nachrangige Verbindlichkeiten den
aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet. Diese erfüllen die Bedingungen des
§ 10 Abs. 5a KWG.
Die nachrangigen Verbindlichkeiten der Württembergische Versicherung AG und der Württembergische
Lebensversicherung AG werden gemäß § 53c Abs. 3 Nr. 3b VAG den aufsichtsrechtlichen
Eigenmitteln zugerechnet.
Außerdem kann Genussrechtskapital der zusätzlichen Verstärkung des haftenden Eigenkapitals
dienen, wenn es unter anderem mit einer Fälligkeit des Rückzahlungsanspruchs von mindestens
zwei Jahren die Bedingungen des § 10 Abs. 5 KWG erfüllt.
Im Berichtsjahr 2010 haben ebenso wie im Vorjahr alle Unternehmen der W&W-Gruppe,
die der Beaufsichtigung unterliegen, die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen
erfüllt.
Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkennziffern der wesentlichen
Unternehmen:
|
|
VORHANDENE EIGENMITTEL GEMÄSS VAG/KWG |
SOLVABILITÄTS- ANFORDERUNG GEMÄSS VAG/KWG |
VERHÄLTNISSATZ | |||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
in Mio € | in Mio € | in Mio € | in Mio € | in % | in % |
| Wüstenrot & Württembergische AG1 | 1 732,6 | 1 674,9 | 40,3 | 41,1 | 4 304,1 | 4 075,0 |
| Wüstenrot Bausparkasse AG2 | 773,5 | 739,3 | 7 030,1 | 6 466,3 | 11,0 | 11,4 |
| Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank2 | 543,5 | 552,2 | 5 700,4 | 5 579,3 | 9,5 | 9,9 |
| Württembergische Versicherung AG1 | 325,6 | 305,6 | 190,3 | 190,3 | 171,1 | 161,0 |
| Württembergische Lebensversicherung AG1 | 1 711,4 | 1 618,8 | 998,6 | 979,2 | 171,4 | 165,0 |
| Württembergische Krankenversicherung AG1 | 15,8 | 14,1 | 8,6 | 7,3 | 183,7 | 193,0 |
1
Mindestkapitalanforderung von 100,0 %.
2
Mindestkapitalanforderung von 8,0 %.
Neben der Aufsicht auf Ebene des einzelnen Unternehmens unterliegen die Versicherungen
des W&W-Konzerns einer zusätzlichen Aufsicht, da sie zusammen eine Versicherungsgruppe
bilden. Im Geschäftsjahr 2009 hat die Versicherungsgruppe mit einem Bedeckungssatz
von 243,26 % die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen von 100 % erfüllt.
Für die Versicherungsgruppe mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2010 ein vorläufiger Bedeckungssatz von 247 %.
Mit Bescheid vom 23. Februar 2007 hat die BaFin die W&W-Gruppe als Finanzkonglomerat
eingestuft und die Wüstenrot & Württembergische AG zum übergeordneten Unternehmen
bestimmt. Daher hat die Wüstenrot & Württembergische AG sicherzustellen, dass die
aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem
aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört unter
anderem, dass das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe zu jeder Zeit über eine Eigenmittelausstattung
verfügt, die den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen genügt. Im Geschäftsjahr
2009 hat das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe mit einem Bedeckungssatz von 128,92 % die
aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen von 100% erfüllt. Für das Finanzkonglomerat
mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag 31.12.2010 ein
vorläufiger Bedeckungssatz von 132,9 %.
Interne Berechnungen auf Basis der vorläufigen Daten für 2010 sowie auf Basis der
Hochrechnung bzw. Planung für 2011 und 2012 zeigen, dass die aufsichtsrechtlichen
Mindestanforderungen an die Eigenmittelausstattung im Finanzkonglomerat W&W-Gruppe
erfüllt werden.
Wir verweisen auf unsere Darstellung auf Seite 48 ff. des Risikoberichts im Konzernlagebericht.
Der W&W-Konzern strebt hinsichtlich des Finanzstärke-Ratings mindestens eine Einstufung
unter "A" an. Daher ist es das Ziel der Eigenkapitalsteuerung der Wüstenrot & Württembergische
AG, den Gesamtkonzern sowie die einzelnen Tochterunternehmen mit dem hierfür erforderlichen
Eigenkapital auszustatten. Bezüglich der aktuellen Ratings der W&W-Gruppe wird auf
den Konzernlagebericht (Seite 20) verwiesen.
Für folgende Verbindlichkeiten wurden Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2 807 450 | 3 668 076 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2 971 | - |
| GESAMT | 2 810 421 | 3 668 076 |
Nachstehende Vermögenswerte sind als Sicherheit übertragen worden:
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 377 652 | 306 325 |
| Forderungen an Kunden | 606 621 | 791 488 |
| Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung | 5 897 504 | 6 837 506 |
| GESAMT | 6 881 777 | 7 935 319 |
Forderungen an Kreditinstitute wurden als Sicherheit für Wertpapier- und Termingeschäfte
abgetreten. Bei den unter den Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesenen
Beständen handelt es sich um Sicherheiten für Offenmarktgeschäfte, die bei der Europäischen
Zentralbank hinterlegt wurden.
Die Forderungen an Kunden beinhalten im Wesentlichen erstrangige Wohnungsbaudarlehen.
Die zugrunde liegenden Rahmenvereinbarungen sehen grundsätzlich die Abtretung der
Darlehen an die refinanzierenden Banken vor.
Ferner sind bei den deutschen Erstversicherern des W&W-Konzerns die versicherungstechnischen
Passiva entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen durch die dem Sicherungsvermögen
zugeordneten Vermögenswerte (Finanzinstrumente sowie Immobilien) bedeckt. Die dem
Sicherungsvermögen zugeordneten Vermögenswerte stehen vorrangig für die Befriedigung
der Ansprüche der Versicherungsnehmer zur Verfügung.
Im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr wurden Geschäfte im Bereich Finanzierungs-Leasing
sowie Operating-Leasing ausschließlich als Leasingnehmer getätigt.
| 2010 | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE | GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 |
| Finanzierungs-Leasingverhältnisse |
|
|
|
|
| Mindestleasingzahlungen | 3 435 | 12 104 | 11 862 | 27 401 |
| Zinseffekte | 163 | 1 851 | 3 671 | 5 685 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 3 272 | 10 253 | 8 191 | 21 716 |
| Operating-Leasingverhältnisse |
|
|
|
|
| Mindestleasingzahlungen | 24 940 | 75 203 | 12 688 | 112 831 |
| 2009 | BIS 1 JAHR | 1 BIS 5 JAHRE | ÜBER 5 JAHRE | GESAMT |
| in Tsd € | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 | 31.12.2009 |
| Finanzierungs-Leasingverhältnisse |
|
|
|
|
| Mindestleasingzahlungen | 3 600 | 12 650 | 14 752 | 31 002 |
| Zinseffekte | 171 | 1 925 | 4 799 | 6 895 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 3 429 | 10 725 | 9 953 | 24 107 |
| Operating-Leasingverhältnisse |
|
|
|
|
| Mindestleasingzahlungen | 32 369 | 60 813 | - | 93 182 |
Finanzierungs-Leasingverhältnisse bestehen nur für Immobilien. Die Leasingverträge
für Gebäude haben beim Abschluss eine Laufzeit von 22,5 Jahren. Am Ende der Laufzeit
sind Kaufoptionen vereinbart.
Unkündbare Untermietverhältnisse aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen bestehen nicht.
Operating-Leasingverhältnisse bestehen für Großrechner, großrechnernahe Hard- und
Software, Drucker und Kopierer sowie für Pkw. Die Verträge haben Laufzeiten von bis
zu viereinhalb Jahren, entsprechend der Nutzungsdauer der Geräte. Der Anstieg bei
den Mindestleasingzahlungen ist insbesondere auf einen aufgestockten Leasingvertrag
der W&W Informatik GmbH für Hard- und Software zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Operating-Leasings Mindestleasingzahlungen in
Höhe von 24,1 (Vj. 16,8) Mio € geleistet.
Bedingte Mietzahlungen im Bereich Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing lagen
weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr vor. Für diese Geschäfte lagen auch keine
durch Leasingvereinbarung auferlegten Beschränkungen vor.
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eventualverbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft | 1 695 259 | 1 268 633 |
| Eventualverbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft | 286 133 | 248 301 |
| Andere Eventualverbindlichkeiten | 35 990 | 29 278 |
| EVENTUALVERBINDLICHKEITEN | 2 017 382 | 1 546 212 |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Kreditbürgschaften | 4 993 | 6 804 |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 1 690 266 | 1 261 829 |
| EVENTUALVERBINDLICHKEITEN AUS DEM BANKGESCHÄFT | 1 695 259 | 1 268 633 |
Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind Restverpflichtungen aus zugesagten, aber noch
nicht oder nicht in vollem Umfang in Anspruch genommenen Darlehen und Kontokorrentkreditlinien.
Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei unwiderruflichen Kreditzusagen aufgrund der kurzen
Laufzeiten nur in geringem Umfang.
Die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und die Wüstenrot Bausparkasse AG sind der Entschädigungseinrichtung
deutscher Banken GmbH angeschlossen. Darüber hinaus ist die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
Mitglied des Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes, durch den Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden gedeckt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse AG ist des Weiteren Mitglied
im Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e.V. Aufgrund der Mitwirkung an Einlagensicherungsfonds
bzw. an Entschädigungseinrichtungen ergeben sich für die Mitgliedsinstitute im Bedarfsfall
Nachschussverpflichtungen.
Inanspruchnahmen aus Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen bestanden am 31. Dezember
2010 wie bereits im Vorjahr nicht.
Aufgrund der Mitgliedschaft beim Verein Verkehrsopferhilfe e. V. bestehen im W&W-Konzern
Verpflichtungen, diesem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen
Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend ihrem Anteil an den Beitragseinnahmen,
die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben.
Aus der Mitgliedschaft beim Institute of London Underwriters (ILU) ergibt sich eine
Eventualverbindlichkeit in Höhe von maximal 0,6 (Vj. 0,6) Mio GBP für die Württembergische
Versicherung AG für den Fall, dass das ILU seinen Verbindlichkeiten nicht bzw. nur
teilweise nachkommen kann. Die Württembergische Versicherung AG hat ein dementsprechendes
Akkreditiv zugunsten der ILU eingerichtet.
Deutsche Lebensversicherer und Krankenversicherer sind gemäß §§ 124 ff. VAG zu einer
Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Die ARA Pensionskasse AG ist
gemäß § 124 Abs. 2 VAG als freiwilliges Mitglied dem Sicherungsfonds für die Lebensversicherer
beigetreten. Der Sicherungsfonds der Lebensversicherer erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung
(Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 % der Summe der versicherungstechnischen
Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 % der Summe der versicherungstechnischen
Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen
für die Personenversicherer des W&W-Konzerns 0 (Vj. 0,4) Mio €.
Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 % der
Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer
Verpflichtung von 28,5 (Vj. 24,6) Mio €.
Zusätzlich haben sich die Lebensversicherer und die Pensionskasse des W&W-Konzerns
verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG
finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds
bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe
der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt
bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten
Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt
die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 256,5 (Vj. 222,2) Mio €.
Gemäß bestehender Regressverzichts- und Freistellungserklärung verzichtet die Gesellschaft
bei Inanspruchnahme wegen eines Beratungsfehlers des Vertreters im Zusammenhang mit
der Vermittlung eines von ihr vertriebenen Versicherungsprodukts oder einer nachfolgenden
Betreuung auf etwaige Regressansprüche gegenüber dem Vertreter, sofern kein vorsätzliches
Verhalten vorliegt und der Schaden nicht durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt
ist. Auch bezüglich der Eigenhaftung des Vertreters bei der Vermittlung von Versicherungs-
oder Finanzdienstleistungsprodukten einer Versicherungsgesellschaft des W&W-Konzerns,
eines Kooperationspartners einer dieser Versicherungsgesellschaften oder im Zuge einer
weiteren Beratung für eine dieser Gesellschaften bzw. Kooperationspartner liegt im
Falle eines Beratungsfehlers eine Freistellung vonseiten der Gesellschaft vor. Die
Mindestversicherungssumme ist begrenzt auf 200 Tsd € je Schadenfall und insgesamt
auf 300 Tsd € pro Jahr, bei Schäden im Zusammenhang mit Beratungsfehlern bei der Versicherungsvermittlung
auf 1 000 Tsd € je Schadenfall bzw. 1 500 Tsd € pro Jahr.
Hauptaktionär der Wüstenrot & Württembergische AG ist die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg.
Diese befindet sich zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung Gemeinschaft
der Freunde Deutscher Eigenheimverein e.V., Ludwigsburg.
Natürliche Personen, die gemäß IAS 24 als nahe stehend betrachtet werden, sind die
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (Management Board und Aufsichtsrat
der W&W AG), Vorstand und Aufsichtsrat der Muttergesellschaft sowie deren nahe Familienangehörige.
Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen wurden Geschäfte
mit nahe stehenden Personen der W&W AG getätigt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen
um Geschäftsbeziehungen in den Bereichen Bauspar- und Bankgeschäft sowie Personen-
und Sachversicherung.
Alle Geschäfte fanden zu marktüblichen bzw. zu branchenüblichen Vorzugskonditionen
statt.
Zum 31. Dezember 2010 betragen die Forderungen an nahe stehende Personen 528,3 (Vj.
535,6) Tsd €. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen bestehen zum Bilanzstichtag
in Höhe von 1 892,8 (Vj. 1 699,8) Tsd €. 2010 betragen die Zinserträge von nahe stehenden
Personen, welche aus gewährten Darlehen resultieren, 24,1 (Vj. 22,9) Tsd €, die Zinsaufwendungen
im Jahr 2010 für Sparguthaben von nahe stehenden Personen betragen 24,0 (Vj. 41,9)
Tsd €. Für Versicherungen in den Bereichen Personen- und Sachversicherungen wurden
2010 von nahe stehenden Personen Beiträge in Höhe von 74,6 (Vj. 65,9) Tsd € geleistet.
Zwischen der Wüstenrot Holding AG als Mutterunternehmen und der W&W AG besteht eine
Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung. Für die Nutzung der Wüstenrot-Kennzeichen
entrichtet die W&W AG an die Wüstenrot Holding AG ein jährliches Entgelt in Höhe von
2,5 Mio € zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Aus der Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung
resultiert zum 31. Dezember 2010 eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von 29,0
(Vj. 30,1) Mio € gegenüber der Wüstenrot Holding AG.
Darüber hinaus beschränken sich die Geschäftsbeziehungen des W&W-Konzerns zur Wüstenrot
Holding AG im Wesentlichen auf in Anspruch genommene Bankdienstleistungen der Wüstenrot
Bank AG Pfandbriefbank und Dienstleistungen im Bereich IT und sonstigen Serviceleistungen.
Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.
Die Geschäftsbeziehungen zu Schwestergesellschaften der W&W AG beschränken sich auf
in Anspruch genommene Bankdienstleistungen der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Die
Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.
Zwischen dem W&W-Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen der W&W AG sowie
sonstigen nahe stehende Unternehmen der W&W AG bestehen verschiedene Service- und
Dienstleistungsverträge. Darüber hinaus wurden von nicht konsolidierten Tochterunternehmen
der W&W AG und sonstigen nahe stehenden Unternehmen der W&W AG Bankdienstleistungen
in Anspruch genommen. Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.
Die offenen Salden aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen zum Bilanzstichtag
stellen sich wie folgt dar:
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 188 | 188 |
| Forderungen an Kunden | 188 | 188 |
| Wüstenrot Holding AG | 32 | 233 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 14 648 | 16 772 |
| Assoziierte Unternehmen | 2 370 | - |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 3 | - |
| Sonstige Forderungen | 17 053 | 17 005 |
| Forderungen an nahe stehende Unternehmen | 17 241 | 17 193 |
| Wüstenrot Holding AG | 3 803 | 3 430 |
| Schwestergesellschaften | 11 | - |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 24 680 | 16 327 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 1 935 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 30 429 | 19 757 |
| Wüstenrot Holding AG | 30 094 | 30 094 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 15 440 | 17 816 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 45 534 | 47 910 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen | 75 963 | 67 667 |
Die Erträge und Aufwendungen aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen stellen
sich wie folgt dar:
| in Tsd € | 1.1.2010 bis 31.12.2010 |
1.1.2009 bis 31.12.2009 |
| Wüstenrot Holding AG | 98 | 191 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 37 383 | 39 440 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 20 | - |
| Erträge aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen | 37 501 | 39 631 |
| Wüstenrot Holding AG | 1 879 | 2 009 |
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 37 004 | 36 767 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 13 | - |
| Aufwendungen aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen | 38 896 | 38 776 |
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2006 unterbleibt gemäß
§ 286 Absatz 5 HGB die individualisierte Angabe der Bezüge von Vorstandsmitgliedern
für fünf Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2006.
Die Gesamtbezüge wurden vom Aufsichtsrat geprüft und stehen in einem angemessenen
Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder sowie zur Lage der
Gesellschaft. Zwei Vorstände sind neben ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft noch
für andere Gesellschaften des W&W-Konzerns tätig. Ihre Gesamtkonzernbezüge sind ebenfalls
insgesamt angemessen.
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Konzern
der Wüstenrot & Württembergische beliefen sich im Berichtsjahr auf 3 328,0 (Vj. 2
618,0) Tsd € und setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
ERFOLGS- UNABHÄNGIGE BEZÜGE |
ERFOLGS- ABHÄNGIGE BEZÜGE |
SONSTIGES | GESAMT |
| in Tsd € |
|
|
|
|
| Gesamtbezüge 2010 | 2 508 | 475 | 345 | 3 328 |
| Gesamtbezüge 2009 | 1 323 | 956 | 339 | 2 618 |
Die Bezüge für das Berichtsjahr sind wegen der Neuausgestaltung des Vergütungssystems
im Jahr 2010 nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Von den sonstigen Bezügen
entfallen 103,9 (Vj. 85,3) Tsd € auf Nebenleistungen und 240,7 (Vj. 254,0) Tsd € auf
die Vergütungen für die Tätigkeit als Aufsichtsräte in den Konzernunternehmen. In
Höhe von 474,9 (Vj. 0) Tsd € wurden bedingte Ansprüche auf Auszahlung der erfolgsabhängigen
Vergütung des Geschäftsjahres 2010 im Jahr 2014 erworben. Die Auszahlung erfolgt nur,
wenn die im Lagebericht dargestellten Bedingungen in den Jahren 2011 bis 2013 eintreten.
Für die erfolgsabhängigen Vergütungen des Geschäftsjahres 2009, die 2010 nach Feststehen
des Zielerreichungsgrades ausgezahlt wurden, ergab sich eine Auflösung von 23,4 (Vj.
210,0) Tsd €. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine sonstigen nicht ausbezahlten
Bezüge, in Ansprüche anderer Art umgewandelten Bezüge, zur Erhöhung anderer Ansprüche
verwendeten Bezüge, die bisher in keinem Jahresabschluss angegeben wurden, gewährt
oder bezahlt.
An Vorstände sind unverändert keine Vorschüsse oder Kredite vergeben. Haftungsverhältnisse
bestanden nicht.
Die Barwerte der Ruhegehälter betragen bezogen auf das Endalter 61 bzw. 65 insgesamt
2 893,1 (Vj. 1 765,4) Tsd €. Bei diesen Leistungen handelt es sich um langfristige
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Zuführungen während des Geschäftsjahrs
betragen 1 127,7 (Vj. 374,0) Tsd €.
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand fiel nicht an. Es gibt keine Leistungen, die
von einem Dritten einem Vorstandsmitglied im Hinblick auf seine Tätigkeit zugesagt
oder im Geschäftsjahr oder Vorjahr gewährt worden sind.
Die Gesamtbezüge von früheren Vorständen betrugen im Geschäftsjahr 1 790,6 (Vj. 1
787,5) Tsd €. Davon entfielen 305,3 (Vj. 201,7) Tsd € auf Hinterbliebenenbezüge.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren
Hinterbliebenen sind 18 301,0 (Vj. 19 485,0) Tsd € zurückgestellt. Weitere Belastungen
des W&W-Konzerns durch Leistungen an frühere Vorstände, Aufsichtsräte und deren Hinterbliebene
durch Abfindungen, Ruhegehälter, Hinterbliebenenbezüge oder sonstige Leistungen verwandter
Art bestanden im Geschäftsjahr nicht.
Der Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland wurde im März 2010 vom Aufsichtsrat
bis zum Februar 2016, das Vorstandsmitglied Klaus Peter Frohmüller wurde im Dezember
2010 vom Aufsichtsrat bis zum Dezember 2013 wiederbestellt. Die Amtszeiten der Vorstandsmitglieder
Dr. Michael Gutjahr und Dr. Jan Martin Wicke enden vorbehaltlich einer Vertragsverlängerung
im August 2012.
Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen
für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer
erfolgsbezogenen Tantieme.
Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10,0 (Vj. 7,5)
Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des
Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet
wird.
Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und
für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.
Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht
sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende
beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten
Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.
Für das Geschäftsjahr 2010 erhielten die Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische
AG von der Gesellschaft eine Gesamtvergütung von 535,4 (Vj. 512,5) Tsd €. Davon entfallen
auf die Festvergütung 296,5 (Vj. 222,3) Tsd € sowie 28,9 (Vj. 38,0) Tsd € auf weitere
Aufsichtsratsmandate im Konzern. Für die Tantiemen des Geschäftsjahres 2010, die im
Folgejahr 2011 ausgezahlt werden, hat die Gesellschaft entsprechend dem Dividendenvorschlag
210,0 (Vj. 252,2) Tsd € zurückgestellt. Ehemalige Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische
AG erhielten von der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 eine zeitanteilige Vergütung
von 0 (Vj. 19,7) Tsd €. Bei diesen Leistungen handelt es sich um kurzfristig fällige
Leistungen.
Die Auslagen und die auf die Aufsichtsratsvergütung entfallende Mehrwertsteuer werden
den Mitgliedern des Aufsichtsrats zusätzlich auf Antrag erstattet. Sie sind jedoch
nicht in den genannten Aufwendungen enthalten.
Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG bestanden
in Höhe von 528,3 (Vj. 535,6) Tsd €. Die Darlehen wurden von Konzernunternehmen gewährt.
Die Zinssätze liegen zwischen 2,0 % und 6,3 %. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats
wurden Kredite in Höhe von 24,1 (Vj. 18,9) Tsd € zurückgeführt. Haftungsverhältnisse
zugunsten dieser Personen wurden nicht eingegangen.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats
bestehen im W&W-Konzern nicht. Für Aufsichtsräte oder deren Hinterbliebene mussten
keine Rückstellungen für laufende Pensionen oder Anwartschaften gebildet werden.
Für persönlich erbrachte Leistungen wie Beratungs- oder Vermittlungsleistungen wurden
von der Gesellschaft an Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütungen gezahlt oder
Vorteile gewährt.
| NAME | WÜSTENROT & WÜRTTEMBERGISCHE AG | KONZERN | GESAMT | |||
|
|
FIXE GRUNDVER- GÜTUNG |
AUS- SCHUSSVER- GÜTUNG |
VARIABLE VERGÜTUNG |
GESAMT- VERGÜTUNG |
|
|
| in Tsd € | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 | 2010 |
| Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender) | 20,0 | 46,7 | 24,0 | 90,7 | - | 90,7 |
| Rolf Henrich (stv. Vorsitzender) | 15,0 | 15,0 | 18,0 | 48,0 | 12,9 | 60,9 |
| Christian Brand | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Hans Peter Braun | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Wolfgang Dahlen | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Gunter Ernst | 10,0 | - | 12,0 | 22,0 | - | 22,0 |
| Dr. Rainer Hägele | 10,0 | 6,7 | 12,0 | 28,7 | - | 28,7 |
| Dr. Reiner Hagemann | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Kirsten Hermann | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Dr. Wolfgang Knapp | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Ulrich Ruetz | 10,0 | 10,0 | 12,0 | 32,0 | - | 32,0 |
| Matthias Schell | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Joachim E. Schielke | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| Walter Specht | 10,0 | 6,7 | 12,0 | 28,7 | - | 28,7 |
| Frank Weber | 10,0 | 6,7 | 12,0 | 28,7 | 16,0 | 44,7 |
| Christian Zahn | 10,0 | 3,3 | 12,0 | 25,3 | - | 25,3 |
| AUFSICHTSRAT INSGESAMT | 175,0 | 121,5 | 210,0 | 506,5 | 28,9 | 535,4 |
Die Gesamtvergütung für Personen des Konzernmanagements in Schlüsselpositionen (Management
Board und Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG) betrug 5 868,9 (Vj. 4
633,7) Tsd €. Davon entfallen auf kurzfristig fällige Leistungen 4 934,1 (Vj. 3 971,9)
Tsd €, auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 337,0 (Vj. 385,8) Tsd
€, auf andere langfristig fällige Leistungen 597,8 (Vj. 0) Tsd € und auf Leistungen
aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 (Vj. 276,0) Tsd €.
Im W&W-Konzern waren zum 31. Dezember 2010 - in aktiven Arbeitskapazitäten gerechnet
-8 470 (Vj. 8 267) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug zum
Stichtag 10 117 (Vj. 9 819).
Im Jahresdurchschnitt 2010 waren 9 967 (Vj. 9 746) Arbeitnehmer beschäftigt. Dieser
Durchschnitt berechnet sich als arithmetisches Mittel der Quartalsendwerte in Arbeitnehmer
zum Stichtag zwischen dem 31. März 2010 und dem 31. Dezember 2010 bzw. der jeweiligen
Vorjahresperiode und verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Segmente.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| BausparBank | 2 947 | 2 647 |
| Personenversicherung | 1 138 | 1 149 |
| Schaden-/Unfallversicherung | 4 653 | 4 844 |
| Alle sonstigen Segmente | 1 229 | 1 106 |
| GESAMT | 9 967 | 9 746 |
Der Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG hat die PricewaterhouseCoopers
AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Abschlussprüfung des Konzernabschlusses
beauftragt. Für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden für das
Geschäftsjahr im W&W-Konzern 3 939 Tsd € aufgewendet. Davon entfielen 2 693 Tsd €
auf Abschlussprüfungsleistungen, 764 Tsd € auf andere Bestätigungsleistungen, 39 Tsd
€ auf Steuerberatungsleistungen und 443 Tsd € auf sonstige Leistungen.
Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, über die gesondert zu berichten
wäre.
Vorstände und Aufsichtsräte unserer börsennotierten Gesellschaften, Wüstenrot & Württembergische
AG, Stuttgart, und Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, haben die Entsprechenserklärung
zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären
dauerhaft auf den Internetseiten der W&W-Gruppe unter www. ww-ag.com/corporate-governance
zugänglich gemacht.
Der Konzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, ist ein Teilkonzernabschluss
und wird in den Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, die die Mehrheit
an der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, hält, einbezogen. Der Konzernabschluss
der Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, und der Teilkonzernabschluss der Wüstenrot
& Württembergische AG, Stuttgart, werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Nachfolgend ist die Anteilsbesitzliste des W&W-Konzerns zum 31. Dezember 2010 dargestellt.
Es sind sämtliche Gesellschaften aufgeführt, an denen mehr als 5 % der Anteile gehalten
werden.
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL AM KAPITAL IN % |
WÄHRUNG2 | BILANZ STICHTAG |
EIGENKAPITAL3 | ERGEBNIS NACH STEUERN3 |
KONSOLI- DIERUNGS- ART4 |
| Wüstenrot & Württembergische AG |
|
€ | 31.12.2009 | 1 732 551 000 | 115 133 000 | V |
| Verbundene Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| 3B Boden-Bauten-Beteiligungs-GmbH | 100,00 | € | 31.12.2009 | 111 250 914 | 3 560 014 | V |
| AGI BSW 1 Fonds | 100,00 | € | 31.12.2010 | 962 537 501 | 5 386 532 | V |
| AGI BSW 2 Fonds | 100,00 | € | 31.12.2010 | 457 354 292 | 2 147 792 | V |
| Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG |
100,00 | € | 31.12.2009 | 19 361 155 | 250 000 | V |
| Altmark Versicherungsmakler GmbH | 100,00 | € | 31.12.2009 | 1 047 725 | 209 817 | U |
| Altmark Versicherungsvermittlung GmbH |
100,00 |
|
|
Neugründung 31.08.2010 |
|
U |
| Areal Tübinger Straße GmbH & Co. KG |
100,00 |
|
|
Neugründung 08.12.2010 |
|
U |
| Berlin Leipziger Platz Grundbesitz GmbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 88 293 357 | 1 048 738 | V |
| Beteiligungs-GmbH der Württembergischen |
100,00 | € | 31.12.2009 | 964 341 | - 182 | U |
| Blitz B10-255 GmbH | 100,00 |
|
|
Neuerwerb 17.12.2010 |
|
U |
| BWInvest-76 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 267 591 418 | - 10 973 754 | V |
| City Immobilien GmbH & Co. KG der Württembergischen |
100,00 | € | 31.12.2009 | 136 190 000 | - 10 000 | V |
| Eschborn GbR | 50,99 | € | 31.12.2009 | 51 221 680 | 1 528 367 | U |
| GFW Gesellschaft zur Förderung von Wohneigentum mbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 33 048 | 845 | U |
| GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 1 731 163 | 158 336 | U |
| Hinterbliebenenfürsorge der Deutschen Beamtenbanken GmbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 90 731 | 370 | U |
| IVB - Institut für Vorsorgeberatung Risiko- und Finanzanlayse GmbH |
100,00 | € | 31.10.2009 | 44 330 | 2 763 | U |
| Karlsruher Lebensversicherung AG | 82,73 | € | 31.12.2009 | 4 237 600 | 449 600 | V |
| Karlsruher Rendite Immobilien GmbH |
100,00 | € | 31.10.2009 | 186 713 | 8 259 | U |
| KLV BAKO Dienstleistungs-GmbH | 91,90 | € | 31.12.2009 | 146 489 | 8 500 | U |
| KLV BAKO Vermittlungs-GmbH | 75,00 | € | 31.12.2009 | 152 201 | 9 000 | U |
| LBBW AM Emerging Market Bonds-Fonds 1 |
100,00 | € | 31.12.2010 | 231 243 794 | 23 479 162 | V |
| LBBW AM Emerging Markets Bonds-Fonds 2 |
100,00 | € | 31.12.2010 | 93 980 382 | 9 088 646 | V |
| LBBW AM-130 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 37 770 943 | 2 007 360 | V |
| LBBW AM-15-Fonds | 100,00 | € | 31.12.2010 | 111 528 853 | - 5 330 768 | V |
| LBBW AM-203 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 75 124 240 | 5 331 382 | V |
| LBBW AM-567 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 80 177 046 | - 901 217 | V |
| LBBW AM-69 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 2 120 106 205 | 130 404 805 | V |
| LBBW AM-93 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 69 450 226 | 5 532 863 | V |
| LBBW AM-94 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 216 094 856 | - 973 177 | V |
| LBBW AM-AROS | 100,00 | € | 31.12.2010 | 509 172 420 | 36 628 126 | V |
| LBBW AM-Südinvest 160 | 100,00 | € | 31.12.2010 | 49 645 084 | 36 518 034 | V |
| LBBW AM-WSV | 100,00 | € | 31.12.2010 | 672 377 137 | 64 158 797 | V |
| LBBW AM-WV Corp Bonds Fonds | 100,00 | € | 31.12.2010 | 108 745 960 | 5 894 356 | V |
| LBBW AM-WV P&F | 100,00 | € | 31.12.2010 | 40 992 941 | - 680 971 | V |
| LP 1 Beteiligungs-GmbH & Co. KG | 100,00 | € | 31.12.2009 | 179 993 | 25 526 | V |
| Miethaus und Wohnheim GmbH i.L. | 100,00 | € | 31.12.2009 | 1 900 927 | 156 281 | U |
| Nord-Deutsche AG Versicherungs- Beteiligungsgesellschaft |
100,00 | € | 31.12.2009 | 9 642 206 | 232 051 | U |
| Schlosshotel Eyba GmbH & Co. KG | 100,00 | € | 31.10.2009 | 2 249 074 | - 467 925 | U |
| Schlosshotel Eyba Verwaltungsgesellschaft mbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 33 912 | 957 | U |
| Stuttgarter Baugesellschaft von 1872 AG |
100,00 | € | 31.12.2009 | 353 049 | - 15 768 | U |
| W&W Asset Management GmbH1 | 100,00 | € | 31.12.2009 | 11 259 132 |
|
V |
| W&W Gesellschaft für Finanzbeteiligungen mbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 31 312 818 | 9 353 796 | V |
| W&W Informatik GmbH1 | 100,00 | € | 31.12.2009 | 37 887 |
|
V |
| W&W Service GmbH1 | 100,00 | € | 31.12.2009 | 26 377 |
|
V |
| Wohnimmobilien GmbH & Co. KG der Württembergischen |
100,00 | € | 31.12.2009 | 247 593 878 | 7 253 877 | V |
| Württembergische Immobilien AG | 100,00 | € | 31.12.2009 | 88 637 391 | 1 425 324 | V |
| Württembergische KÖ 43 GmbH | 94,00 | € | 31.12.2009 | 25 203 759 | 1 078 759 | U |
| Württembergische Krankenversicherung AG |
100,00 | € | 31.12.2009 | 14 146 831 | 1 355 789 | V |
| Württembergische Lebensversicherung AG |
72,42 | € | 31.12.2009 | 165 030 453 | 15 222 400 | V |
| Württembergische Logistik I GmbH & Co. KG |
94,00 | € | 31.12.2009 | 13 350 083 | 828 695 | U |
| Württembergische Logistik II GmbH & Co. KG |
94,89 |
|
|
Neuerwerb 29.01.2010 |
|
U |
| Württembergische Rechtschutz Schaden-Service GmbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 122 308 | 45 614 | U |
| Württembergische Versicherung AG1 |
100,00 | € | 31.12.2009 | 207 229 041 |
|
V |
| Württembergische Vertriebsservice GmbH für Makler und freie Vermittler1 |
100,00 | € | 31.12.2009 | 74 481 |
|
U |
| Württfeuer Beteiligungs-GmbH | 100,00 | € | 31.12.2009 | 3 352 424 | 206 616 | U |
| Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank1 | 100,00 | € | 31.12.2009 | 320 278 105 |
|
V |
| Wüstenrot Bausparkasse AG | 100,00 | € | 31.12.2009 | 732 805 061 | 70 014 131 | V |
| Wüstenrot Grundstücksverwertungs-GmbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 2 205 791 | 141 551 | U |
| Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH |
100,00 | € | 31.12.2009 | 50 152 727 | 2 825 269 | V |
| Wüstenrot Immobilien GmbH | 100,00 | € | 31.12.2009 | 1 154 137 | 584 408 | U |
| Tschechische Republik |
|
|
|
|
|
|
| WIT Services s.r.o. | 100,00 |
|
|
Neugründung 17.02.2010 |
|
U |
| Wüstenrot hypotecni banka a.s. | 100,00 | CZK | 31.12.2009 | 635 053 000 | 13 766 000 | V |
| Wüstenrot pojist'ovna a.s. | 74,00 | CZK | 31.12.2009 | 243 971 000 | - 69 848 000 | U |
| Wüstenrot service s.r.o. | 100,00 | CZK | 31.12.2009 | 701471 | - 36 732 | U |
| Wüstenrot stavebni sporitelna a.s. | 55,92 | CZK | 31.12.2009 | 1 897 303 000 | 287 282 000 | V |
| Wüstenrot zivotni pojist'ovna a.s. | 74,00 | CZK | 31.12.2009 | 134 120 000 | 9 852 000 | V |
| Frankreich |
|
|
|
|
|
|
| Württembergische France Immobiliere SARL |
100,00 | € | 30.09.2010 | 14 684 896 | 1 266 783 | U |
| Württembergische France Strasbourg SARL |
100,00 | € | 30.09.2009 | 53 865 727 | 1 213 727 | U |
| Irland |
|
|
|
|
|
|
| W&W Advisory Dublin Ltd. | 100,00 | € | 31.12.2009 | 4 217 288 | 1 988 426 | V |
| W&W Asset Management Dublin Ltd. | 100,00 | € | 31.12.2009 | 2 550 291 | 1 577 422 | V |
| W&W Europe Life Limited | 100,00 | € | 31.12.2009 | 18 010 020 | - 989 980 | V |
| W&W Global Strategies Asset-backed Securities Fund |
97,18 | € | 31.12.2010 | 307 273 448 | - 11 694 972 | V |
| W&W Global Strategies European Equity Value |
100,00 | € | 31.12.2010 | 48 984 443 | - 7 056 295 | V |
| W&W Global Strategies South East Asian Equity Fund |
98,08 | € | 31.12.2010 | 81 778 371 | 8 818 893 | V |
| W&W Global Strategies US Equity Fund |
99,54 | € | 31.12.2010 | 92 950 389 | 16 582 | V |
| Luxemburg |
|
|
|
|
|
|
| W&W International Europa Aktien Premium II Fonds |
89,74 | € | 31.12.2010 | 116 375 209 | - 2 019 032 | V |
| W&W International Global Convertibles Fonds |
97,99 | € | 31.12.2010 | 560 368 008 | 19 293 825 | V |
| W&W International US Aktien Premium Fonds |
99,75 | € | 31.12.2010 | 79 342 758 | - 7 762 010 | V |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland |
|
|
|
|
|
|
| Swiss Re Private Equity Partners III (Feeder No. 1) L.P. |
100,00 | US$ | 31.12.2009 | 10 844 842 | 1 233 715 | U |
| Vereinigte Staaten von Amerika |
|
|
|
|
|
|
| Minneapolis Investment Associates L.P. |
100,00 | US$ | 31.12.2009 | 2 261 940 | - 3 229 157 | U |
| Assoziierte Unternehmen |
|
|
|
|
|
|
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft |
35,00 | € | 31.12.2009 | 209 320 839 | 16 163 423 | E |
| Grundstücksanierungsgemeinschaft MLF_Gelände City Ost GbR |
24,50 | € | 31.12.2009 | 1 100 000 |
|
U |
| Tertianum Besitzgesellschaft München Jahnstr. 45 mbH |
33,33 | € | 31.12.2009 | 44 031 906 | 1 357 444 | E |
| Tertianum Besitzgesellschaft Berlin Passauer Str. 5-7 mbH |
25,00 | € | 31.12.2009 | 25 350 525 | - 356 962 | E |
| Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 u. Sigismundstr. 5-9 mbH |
25,00 | € | 31.12.2009 | 34 937 952 | 831 579 | E |
| Tertianum Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH |
33,33 | € | 31.12.2009 | 1 017 330 | - 58 567 | U |
| Tertianum Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH |
25,00 | € | 31.12.2009 | 714 494 | - 356 271 | U |
| V-Bank AG | 49,99 | € | 31.12.2009 | 16 145 366 | - 2 196 682 | E |
| Kroatien |
|
|
|
|
|
|
| Wüstenrot stambena stedionica d.d. | 25,63 | HRK | 31.12.2009 | 64 921000 | 11 723 000 | E |
| Slowakei |
|
|
|
|
|
|
| Wüstenrot stavebna sporitel na a.s. | 40,00 | € | 31.12.2009 | 41 531 000 | 2 396 000 | E |
| Sonstige Beteiligungsunternehmen ohne maßgeblichen Einfluss |
|
|
|
|
|
|
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| Adveq Opportunity II Zweite GmbH |
29,31 | € | 31.12.2009 | 7 894 203 | 591 546 | F |
| Deutscher Solarfonds "Stabilität 2010" GmbH & Co. KG |
25,80 | € |
|
Neuengagement 2010 |
|
F |
| PWR Holding GmbH | 33,33 | € | 31.12.2009 | 402 348 | 372 348 | F |
| VV Immobilien GmbH & Co. US City KG |
23,10 | € | 31.12.2009 | 90 276 320 | - 18 146 823 | F |
| Cayman-Inseln |
|
|
|
|
|
|
| Europe Select Private Equity Partners (A) LP |
26,81 | € | 31.12.2009 | 16 045 018 | 2 088 724 | F |
| Sonstige Beteiligungen von mehr als 5 % |
|
|
|
|
|
|
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| Adveq Europe II GmbH | 16,77 | € | 31.12.2009 | 81 499 118 | 10 022 977 | U |
| Adveq Technology III GmbH | 18,84 | € | 31.12.2009 | 54 302 837 | 52 788 | U |
| Adveq Technology V GmbH | 16,50 | € | 31.12.2009 | 26 028 026 | - 927 312 | U |
| Auda Ventures GmbH & Co. Beteiligungs-KG |
5,79 | € | 31.12.2009 | 58 802 166 | 5 685 110 | U |
| Berenberg Private Equity GmbH & Co Beteiligungs KG |
9,80 | € | 31.12.2009 | 487 934 | - 463 710 | U |
| BPE2 Private Equity GmbH & Co. KG |
10,00 | € | 31.12.2009 | 41 974 705 | - 671 706 | U |
| Coller German Investors GmbH & Co. KG |
10,00 | € | 31.12.2009 | 7 098 344 | - 1 075 512 | U |
| Crown Premium Private Equity III GmbH & Co. KG |
6,60 | € | 31.12.2009 | 62 168 860 | - 7 249 880 | U |
| Domus Beteiligungsgesellschaft der Privaten Bausparkassen mbH |
19,82 | € | 31.12.2009 | 17 024996 | - 4 | U |
| EquiVest II GmbH & Co. Zweite BeteiligungsKG Nr. 1 für Vermögensanlagen |
9,97 | € | 31.12.2009 | 75 252 267 | 2 552 942 | U |
| GLL GmbH & Co. Messeturm Holding KG |
5,97 | € | 31.12.2009 | 119 859 585 | - 22 008 931 | U |
| High Tech Beteiligungen GmbH & Co. KG |
6,60 | € | 31.12.2009 | 21 141755 | - 22 748 498 | U |
| HVH Immobilien GmbH & Co. New York KG |
10,00 | € | 31.12.2009 | 121 397 867 | 6 588 911 | U |
| IVZ Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Finanzanlagen KG |
10,00 | € | 31.12.2009 | 113 532 780 | 6 405 632 | U |
| IVZ Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Südeuropa KG |
10,00 | € | 31.12.2009 | 24 242 939 | - 6 968 126 | U |
| Kapitalbeteiligungsgesellschaft der Deutschen Versicherungswirtschaft AG i.L. |
6,84 | € | 31.12.2008 | 65 759 130 | 6 935 049 | U |
| Odewald & Compagnie GmbH & Co. KG für Vermögensanlagen in Portfoliounternehmen |
13,52 | € | 31.12.2009 | 36 617 536 | - 25 288 349 | U |
| SOTRADA AG i.L. | 16,12 | € | 31.12.2009 | 44 207 045 | - 4 858 838 | U |
| U.S. Property Fund GmbH & Co. KG i.L. |
8,70 | € | 31.12.2009 | 3 101 923 | 205 535 | U |
| VV Immobilien GmbH & Co. United States KG |
9,98 | € | 31.12.2009 | 30 233 218 | - 3 825 635 | U |
| Bermuda |
|
|
|
|
|
|
| Antares Holdings Ltd. | 14,60 | £ | 31.12.2009 | 115 338 000 | 11 646 000 | U |
| Ungarn |
|
|
|
|
|
|
| Fundamenta-Lakaskassza- Lakastakarekpenztar Zrt. |
11,47 | HUF | 31.12.2009 | 7 076 000 000 | 2 119 000 000 | U |
| Irland |
|
|
|
|
|
|
| Crown Global Secondaries II plc | 7,22 | € | 31.12.2009 | 116 217 619 | 37 715 632 | U |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland |
|
|
|
|
|
|
| BNP Paribas Clean Energy Fund 'A' L.P. |
11,80 | € |
|
Neuengagement 2010 |
|
U |
| Kennet III A L.P. | 6,73 | € | 31.12.2009 | 52 221 293 | - 10 793 957 | U |
| Partners Group Emerging Markets 2007, L.P. |
12,01 | US$ | 31.12.2009 | 94 065 000 | 629 000 | U |
1
Ergebnisabführungsvertrag vorhanden.
2
Eine Übersicht der im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse befindet sich auf
Seite 103.
3
Die Angaben beziehen sich auf den unter Bilanzstichtag genannten letzten verfügbaren
Jahresabschluss.
4
Erläuterung Konsolidierungsarten:
V = Im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.
E = Nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.
F = Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche
Umstände.
U = Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Stuttgart, den 4. März 2011
Dr. Alexander Erdland
Klaus Peter Frohmüller
Dr. Michael Gutjahr
Dr. Jan Martin Wicke
Wir haben den von der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss
- bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und
den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses
und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 15. März 2011
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Werner Hölzl | Reinhard Knüdeler |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) mit Sitz in Stuttgart
ist die Management Holding der W&W-Gruppe. Der Konzern ist in Deutschland mit Standorten
in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, München und Bad Vilbel vertreten. Der Kernmarkt
der Gruppe sind die Privat- und Gewerbekunden in Deutschland. Im Ausland ist W&W über
die tschechischen Wüstenrot-Gesellschaften in Prag aktiv. Dort verwirklichen wir das
Geschäftsmodell als Vorsorge-Spezialist über eine Bausparkasse, eine Pfandbriefbank
sowie eine Lebens- und Schaden-/Unfallversicherung.
Hauptanteilseignerin der W&W AG ist die Wüstenrot Holding AG. Sie hält 67,19 % der
Aktien. Die Holding selbst ist zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung,
die Projekte in den Bereichen Planen, Bauen und Wohnen fördert. Über die Arbeit der
Stiftung berichten wir in diesem Geschäftsbericht in einem Sonderkapitel ab Seite
12.
Die Geschäftstätigkeit der Wüstenrot & Württembergische AG umfasst das Rückversicherungsgeschäft
für die Versicherungen der Gruppe sowie die Steuerung des W&W-Konzerns und seiner
Beteiligungen. Mit zahlreichen Tochtergesellschaften bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.
Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % hat die deutsche Wirtschaft
im Jahr 2010 die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Stütze dieser erfreulichen
Entwicklung war erneut ein lebhaftes Exportgeschäft, das besonders von der hohen Nachfrage
der Schwellenländer profitierte und zweistellige Zuwachsraten erreichte.
Durch den sich verbessernden Geschäftsausblick erhöhten Unternehmen ihre Investitionsausgaben.
Auch der Konsum, der sich in den letzten Jahren eher enttäuschend entwickelt hatte,
zeigte erste Anzeichen einer Belebung. Wichtigste Ursache hierfür war die überraschend
erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland. Die Arbeitslosenquote verringerte
sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf ein Niveau, welches dem vor der
Wirtschafts- und Finanzkrise entspricht. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte sogar
ein neues Rekordhoch.
Die Zinsen am deutschen Rentenmarkt tendierten bis in den Sommer 2010 hinein deutlich
abwärts. So gaben zehnjährige Bundesanleihen ausgehend von einem Jahresendwert 2009
von 3,39 % bis Ende August 2010 auf ein Tief von rund 2,10 % nach. Für diesen Zinsrückgang
gab es mehrere Gründe: Zum einen spitzte sich die Verschuldungskrise in einigen EWU-Ländern
zu und führte zu einer deutlich steigenden Risikoaversion bei den internationalen
Kapitalanlegern. Diese bevorzugten Wertpapiere mit der höchsten Bonität und kauften
verstärkt Bundesanleihen, sodass deren Kurse stiegen und die Renditen entsprechend
sanken. Zum anderen betonten führende Notenbanken wiederholt, sie wollten aufgrund
der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und geringer Inflationsgefahren noch
längere Zeit an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalten, wodurch die Rentenmärkte
gestärkt wurden. Zudem trübten sich ab Mitte des Jahres die Konjunkturindikatoren
in den USA und China ein. Dies führte an den internationalen Anleihemärkten zu Spekulationen,
dass die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession abrutschen könne. Die Wahrscheinlichkeit
einer deflationären Preisentwicklung wurde zunehmend höher eingeschätzt. In solch
einem wirtschaftlichen Umfeld besitzen Anleihen eine besonders hohe Attraktivität
und wurden verstärkt gekauft. Erst gegen Ende des Jahres stabilisierten sich die Renditen
und zogen wieder an, sodass die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen zum Jahresende
2010 wieder bei 2,96 % lag. Zentrale Ursachen des Zinsanstiegs in den letzten Monaten
des Jahres waren eine Aufhellung der Konjunkturperspektiven in Deutschland und den
USA, Unsicherheiten durch die europäischen Staatsverschuldungen sowie Gewinnmitnahmen
am Anleihemarkt nach den erzielten Kursgewinnen.
Auch die Renditen von Anleihen mit kürzerer Laufzeit sanken in der ersten Jahreshälfte
deutlich. So fiel die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von 1,33 % zum Jahresende
2009 im Juni 2010 auf einen Tiefstwert von nur noch 0,46 %. Zum Jahresende erfolgte
dann auch in diesem Laufzeitbereich ein Zinsanstieg, sodass die Zwei-Jahres-Rendite
das Jahr 2010 bei 0,86 % beendete.
Die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte war im vergangenen Jahr von gegensätzlichen
Einflussfaktoren geprägt. Einerseits belasteten ein nur verhaltener Konjunkturaufschwung
nach Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und die sich zuspitzende Verschuldungskrise
in der Europäischen Währungsunion die Kursentwicklung. Andererseits stiegen die Unternehmensgewinne
durch umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und eine sehr gute Geschäftsentwicklung
in den Schwellenländern. Dadurch erreichte der europäische Aktienindex Euro Stoxx
50 Anfang des Jahres sein Jahreshoch mit 3 018 Punkten, sank allerdings zum Höhepunkt
der EWU-Krise Ende Mai auf ein Tief von 2 489 Punkten. In der zweiten Hälfte des Jahres
setzte eine verhaltene Kurserholung ein, sodass der Euro Stoxx 50 das Jahr bei 2 793
Punkten beendete. Im Kalenderjahr 2010 ergab sich damit ein Kursverlust von 5,8 %.
Der führende deutsche Aktienindex DAX erzielte dagegen einen beachtlichen Kursgewinn
von gut 16 %. Er profitierte davon, dass die in ihm gelisteten Unternehmen besonders
exportorientiert und kaum direkt von der Verschuldungskrise der EWU-Peripherieländer
betroffen sind.
Im Unterschied zur Entwicklung des DAX verzeichnet der Prime Branchenindex Banken
im Jahr 2010 einen Kursverlust von 11,4 %. Ursächlich waren zum einen künftige Regulierungsvorschriften,
die den Kapitalbedarf der Finanzinstitute deutlich erhöhen werden. Zum anderen senkten
Sorgen über den Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen die Ertragsaussichten der Investoren.
Die deutschen Bausparkassen hatten 2010 einen deutlichen Zuwachs im Bausparneugeschäft
gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2009 das
Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Jahr 2008 deutlich
abgesunken war. Insgesamt wurden in der Branche 3,6 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme
von 105,4 Mrd € abgeschlossen. Die Stückzahl stieg um 9,8 % und die Bausparsumme um
10,9 % gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten.
Insgesamt wurden in der Branche 366 000 geförderte Verträge mit einer Bausparsumme
von 12,6 Mrd € vermittelt. Dies waren 8,4 % bzw. 14,0 % mehr als im Vorjahr. Die Auszahlungen
der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2010 auf rund 30 Mrd € gesunken. Das
ist ein Minus von 9 % zum Vorjahr.
Auch im Gesamtmarkt entwickelte sich das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung rückläufig.
Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 185 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch
genommen. Dies sind 5,2 % weniger als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang dürfte
die um den Jahreswechsel 2009/2010 zu spürende Zurückhaltung der Verbraucher bezüglich
längerfristiger Anlageinvestitionen gewesen sein. Außerdem dürfte sich das Prolongationsgeschäft,
das sich aufgrund von Vorzieheffekten deutlich rückläufig entwickelt hat, negativ
auf das Baufinanzierungsneugeschäft ausgewirkt haben.
Grundsätzlich zeigten die Rahmbedingungen aber eine positive Entwicklung. Die Wohnungsbauinvestitionen
in Deutschland sind um 4,4 % auf rund 121,9 Mrd € gewachsen, während sie im Vorjahr
um 1,2 % gesunken sind. Positiv dürften sich die im Berichtsjahr verbesserten Arbeitsplatz-
und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Neubau- und Bestandsmaßnahmen ausgewirkt
haben.
Die Wohnungsbaufertigstellungen nahmen 2010 nach einer Schätzung des ifo Instituts
erstmals seit vier Jahren wieder zu. Insgesamt wurden 178 000 Wohnungen fertiggestellt,
12 % mehr als im Jahr zuvor. Von den Fertigstellungen entfielen 155 000 auf Wohnungen
in neu errichteten Wohngebäuden. Das sind 13,6 % mehr als 2009. Die Zahl der neu fertiggestellten
Ein- und Zweifamilienhäuser legte im gleichen Zeitraum um 7,3 % auf 90 000 Einheiten
zu. Die Fertigstellungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen auf 65 000,
dies waren 23,6 % mehr als im Vorjahr.
Positiv entwickelte sich der Markt für Wohnimmobilien. Laut einer Prognose des GEWOS
Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 2 %
auf 575 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien zeigte sich damit als stabilisierender
Faktor der Wohnungswirtschaft.
Die Versicherungswirtschaft konnte sich insgesamt im Jahr 2010 positiv entwickeln.
Hauptursachen dafür waren in erster Linie die auf Sicherheit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik
und die an die Marktveränderungen angepasste attraktive Produktlandschaft der Versicherungsunternehmen,
die das Vertrauen der Kunden in die Versicherungswirtschaft weiter stabilisierten.
Im Jahr 2010 war das Neugeschäft im Bereich der Lebensversicherung wie im Jahr 2009
dominiert von Einmalbeiträgen. Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen
Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat es sich nach einem Plus von 58,7 % im Vorjahr
nochmals um 33,9 % auf 26,4 (Vj. 19,7) Mrd € gesteigert. Die verstärkte Nachfrage
nach Einmalbeitragsprodukten mit hohen garantierten Leistungen war auf den anhaltend
niedrigen Kapitalmarktzins und den daraus resultierenden Mangel an vergleichbaren
alternativen Anlagemöglichkeiten zurückzuführen. Der Neuzugang von Lebensversicherungen
mit laufender Beitragszahlung blieb im Jahr 2010 dagegen mit 5 656,5 Mio € um 2,7
% unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert von 5 812,0 Mio €. Die Kunden waren zurückhaltend
beim Abschluss langfristiger Verträge.
Die erfolgreiche Neugeschäftsentwicklung sorgte bei den gebuchten Bruttobeiträgen
der Lebensversicherung für ein Wachstum von 7,1 % auf 87,2 (Vj. 81,4) Mrd €. Dabei
mussten die laufenden gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr erneut ein leichtes
Minus von 1,5 % hinnehmen und erreichten 60,5 (Vj. 61,4) Mrd €.
Die Schaden-/Unfallversicherung war im Geschäftsjahr 2010 von dem anhaltenden und
intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz war bei
den privaten Haushalten nach wie vor beständig, da sie von der Finanz- und Wirtschaftskrise
kaum betroffen waren. Grund hierfür war die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt im
Zusammenspiel mit einer moderaten Inflationsrate. Dennoch ist in zahlreichen Versicherungssparten
ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge
Grenzen setzt.
Die Beitragseinnahmen sind in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbands
der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) um ca. 0,7 % gestiegen und liegen
bei 55,1 (Vj. 54,7) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung,
der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einer Beitragssteigerung von knapp 0,6 % auf
20,2 (Vj. 20,1) Mrd €. Besonders in der Vollkaskoversicherung wurden Beitragssteigerungen
erzielt, die den weiteren Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht überkompensieren.
In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung verschlechterte sich die Schadenentwicklung.
Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2010 nach Schätzungen des
GDV von 41,9 Mrd € um 3,1 % auf 43,2 Mrd €. Dabei sorgten auch der Orkan "Xynthia",
die lange Frostperiode sowie die Hochwasser- und Starkregenereignisse im Sommer für
Zusatzbelastungen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote erhöhte sich im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2009 um 1,5 Prozentpunkte auf 80,0 %.
Für das Gesundheitswesen war auch 2010 wieder ein sehr bewegtes Jahr. Insbesondere
das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) sowie das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz
(AMNOG) brachten sowohl für gesetzlich als auch privat Versicherte zahlreiche Neuerungen.
Verglichen mit den im Koalitionsvertrag ursprünglich fixierten Vorhaben fällt die
Bilanz für die private Krankenversicherung (PKV) allerdings eher gemischt aus. Vor
allem beim wettbewerbsverzerrenden Angebot von Zusatzversicherungen durch die gesetzliche
Krankenversicherung (GKV) hat der Gesetzgeber im Wesentlichen alles beim Alten belassen.
Für die Privatversicherten bringen die Neuregelungen des vergangenen Jahres jedoch
zunächst einmal positive Veränderungen. So wurde im Rahmen des GKV-FinG die 2007 eingeführte
Drei-Jahres-Frist für Angestellte beim Wechsel von der GKV in die PKV wieder zurückgenommen.
Für viele freiwillig gesetzlich Versicherte ist damit der Wechsel in eine private
Krankenversicherung schneller möglich. Mit dieser Maßnahme setzt der Gesetzgeber einen
wichtigen Impuls für die Wahlfreiheit der Versicherten und für den Systemwettbewerb
zwischen PKV und GKV. Eine zusätzliche Verbesserung ist die Verringerung der Mindestbindungsfrist
bei Abschluss eines Wahltarifs in der GKV. In vielen Fällen wird diese Frist von drei
Jahren auf ein Jahr vermindert. Eine weitere wichtige Neuerung bringt auch das AMNOG
mit sich. Hierdurch werden Privatpatienten ebenfalls von den Arzneimittelrabatten
profitieren, die auch für die GKV gelten. Außerdem wird die PKV bei neuen Medikamenten
in die Preisverhandlungen der GKV eingebunden. Dies wird sich positiv auf die künftige
Kostendynamik in der PKV auswirken. Im Jahr 2010 wirkte sich die Drei-Jahres-Wartefrist
nach wie vor negativ auf das Neugeschäft aus. So halbierte sich der Nettoneuzugang
im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 44 500 Personen. Am 30.
Juni 2010 betrug damit die Anzahl der vollversicherten Personen 8,86 Millionen. In
der Zusatzversicherung erhöhte sich der Bestand im ersten Halbjahr 2010 um 77 000
auf 21,56 Millionen Versicherungen.
Der Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hat das Geschäftsjahr
erfolgreich abgeschlossen. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss zum 31. Dezember
2010 beträgt 103,1 Mio €. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird eine Dividende in
Höhe von 50 Cent vorgeschlagen.
Im Berichtsjahr 2010 erreichte der HGB-Jahresüberschuss der W&W AG 103,1 (Vj. 115,1)
Mio €. Dieses Ergebnis ermöglicht es, der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 eine Dividende
von 0,50 € je Aktie vorzuschlagen. Nach Einstellung von 40,0 Mio € in die Gewinnrücklage
und einem Gewinnvortrag aus 2009 in Höhe von 0,5 Mio € beträgt der Bilanzgewinn 63,6
Mio €.
Die W&W AG verfolgt eine risikobewusste und auf hohe Schuldnerqualität ausgerichtete
Kapitalanlagepolitik. Im Geschäftsjahr waren daher keine Forderungsausfälle zu verzeichnen.
Trotz der immer noch spürbaren Auswirkungen der Kapitalmarktkrise und der damit verbundenen
Niedrigzinsphase bleibt das Kapitalanlageergebnis mit 192,1 (Vj. 238,4) Mio € auf
einem guten Niveau. Es wurde wesentlich von den Ergebnisabführungen der Württembergische
Versicherung AG und der W&W Asset Management GmbH sowie den Dividenden der Wüstenrot
Bausparkasse AG, der Württembergische Lebensversicherung AG und der Wüstenrot Haus-
und Städtebau GmbH beeinflusst.
Die Aufwendungen aus Kapitalanlagen sind auf 41,9 (Vj. 55,4 Mio €) zurückgegangen.
Größter Posten war der angepasste Wertansatz der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
von 23,4 Mio €.
Der gesamte Bestand der Kapitalanlagen erhöhte sich um 114 Mio € auf 2,770 (Vj. 2,656)
Mrd €.
Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen belaufen sich insgesamt auf 1 106,1 (Vj.
918,9) Mio €. Sie entfallen mit 1 052,6 (Vj. 862,2) Mio € auf Anteile an verbundenen
Unternehmen, mit 20,0 (Vj. 26,6) Mio € auf Fonds und mit 8.4 (Vj. 13,3) Mio € auf
Namensschuldverschreibungen/ Schuldscheindarlehen sowie Genussscheine. Die W&W AG
verzichtet darauf, den § 341b Abs. 2 HGB zur Bewertung von Vermögensgegenständen anzuwenden.
Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung in Höhe von 4,2 Mio € liegt um 11,3 Mio €
unter dem Vorjahreswert von 15,5 Mio €.
Das gebuchte Bruttoprämienvolumen stieg im abgelaufenen Berichtsjahr um 2,4 % auf
258,7 (Vj. 252,7) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf die höheren Beitragseinnahmen
der Württembergische Versicherung AG und auf das gestiegene Volumen aus der konzerninternen
Rückversicherung zurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge verringerten sich leicht
um 1,5 % auf 200,5 (Vj. 203,6) Mio €.
Die Nettoaufwendungen für Versicherungsleistungen erhöhten sich 2010 auf 134,9 (Vj.
115,2) Mio €. Dadurch stieg die Netto-Schadenquote auf 67,2 (Vj. 56,6) %. Zu begründen
ist dies sowohl mit dem schlechteren Schadenverlauf bei der Württembergische Versicherung
AG als auch mit dem geringeren Ergebnis aus dem konzernfremden Rückversicherungsgeschäft,
das sich im Run-off befindet. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene
Rechnung sind gegenüber dem Vorjahr auf 60,4 (Vj. 73,7) Mio € zurückgegangen. Die
Netto-Kostenquote verringerte sich infolgedessen auf 30,1 (Vj. 36,2) %. Der Schwankungsrückstellung
mussten bedingungsgemäß 1,2 Mio € entnommen werden. Im Vorjahr waren 1.5 Mio € zugeführt
worden. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen summieren sich auf
37,2 (Vj. 38,4) Mio €, das entspricht 18,6 (Vj. 18,9) % der verdienten Nettobeiträge.
Nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung verbleibt ein versicherungstechnischer
Gewinn von 5,4 (Vj. 13,9) Mio €.
Die einzelnen Sparten trugen unterschiedlich zum versicherungstechnischen Ergebnis
bei: In den Sparten Feuer sowie sonstige Sachversicherungen stiegen die Bruttobeiträge
von 89,8 Mio € auf 94,3 Mio €. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in
Höhe von 1,4 Mio € ergibt sich ein versicherungstechnischer Verlust von 4,3 (Vj. 0,5)
Mio €.
In den Kraftfahrt-Sparten stiegen die gebuchten Bruttobeiträge auf 84,0 (Vj. 80,4)
Mio €. Der Verlust nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 4,5 Mio
€ lag bei 4,8 (Vj. 9,9) Mio €.
In der Sparte Haftpflicht sind die Bruttobeiträge leicht auf 27,4 (Vj. 28,1) Mio €
gefallen. Nach Schwankungsrückstellung lag der Gewinn bei 2,9 (Vj. 5,8) Mio €.
Die Bruttobeiträge in der Sparte Unfall fielen geringfügig auf 19,1 (Vj. 19,3) Mio
€. Der Gewinn nach Schwankungsrückstellung lag mit 8,5 Mio € etwas unter dem des Vorjahres
(9,7 Mio €).
Die Beiträge in der Transport- und Luftfahrtkasko-Versicherung verringerten sich leicht
von 2,6 Mio € auf 2,5 Mio €. Aus dem versicherungstechnischen Ergebnis nach Schwankungsrückstellung
resultiert ein Gewinn von 0,4 (Vj. 5,5) Mio €.
Bei den sonstigen Versicherungszweigen (größtenteils Rechtsschutzversicherung) gingen
die Bruttobeiträge leicht von 23,8 Mio € auf 22,7 Mio € zurück. Das versicherungstechnische
Ergebnis nach Schwankungsrückstellung erreichte 1,1 (Vj. 0,1) Mio €. Die Lebensversicherung
weist bei gleichbleibenden Bruttobeiträgen von 8,7 Mio € einen Gewinn in Höhe von
1,6 (Vj. 3,3) Mio € aus.
2010 beträgt das Ergebnis der W&W AG vor Steuern 130,4 (Vj. 193,5) Mio €. Der Steueraufwand
der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei 27,3 Mio €, gegenüber 78,4 Mio € im Vorjahr.
Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) verfolgt eine nachhaltig angelegte Personalpolitik.
Sie setzt auf Motivation, leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie persönliche
und fachliche Weiterentwicklung im Interesse ihrer Kunden und des langfristigen Unternehmenserfolges.
Viele Zusatzleistungen, eine leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie hohe soziale
Standards machen das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber.
Die Qualität und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gewinnung,
Förderung und Bindung von Leistungsträgern haben strategische Bedeutung für die W&W-Gruppe.
Die Zukunftsfähigkeit des Konzerns hängt von den Menschen ab, die bereit sind, ihre
Kompetenz, Leidenschaft und ihren Gestaltungswillen in unser Unternehmen einzubringen
und damit ein wichtiges Fundament zu schaffen. Unsere gemeinsame Unternehmenskultur,
welche die Stärken von Wüstenrot und Württembergische kombiniert, ist die Triebfeder
für eine permanente wettbewerbsorientierte Anpassung an den Markt.
Zum 31. Dezember 2010 waren in der W&W AG 470 (Vj. 354) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt, gerechnet nach der Anzahl
der Arbeitsverträge ohne Ausbildungsverträge. Das Zielbild "Der Vorsorge-Spezialist"
wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst gelebt. Sie
bieten optimale Vorsorge-Lösungen und beste Beratung aus einer Hand.
Die Förderung von Führungskräften und qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften hat für
uns eine besondere Bedeutung. Unsere Nachwuchsförderung beginnt bei der Ausbildung
von jungen Menschen in einer Vielzahl von interessanten Berufen. Nachwuchskräfte haben
die Möglichkeit, über Studiengänge an den dualen Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe
und Mannheim eine akademische Laufbahn mit deutlichem Praxisbezug einzuschlagen oder
über ein breit gefächertes Traineeprogramm die eigene Karriereentwicklung voranzutreiben.
Besonderes Augenmerk gilt unseren Potenzialträgern, die innerhalb des Premium Talent
Programms eine intensive und herausfordernde Entwicklung ihrer fachlichen und persönlichen
Kompetenzen erfahren.
Unser jährlich wiederkehrender Gesamtprozess der Potenzialentwicklung gewährleistet
eine systematische Führungskräfteentwicklung auf allen Hierarchiestufen und über die
Grenzen des Geschäftsbereichs hinweg. Talentförderung bedeutet für uns kontinuierliche
Entwicklung in fachlicher und persönlicher Hinsicht und die Möglichkeit, Herausforderungen
zu meistern und den eigenen Gestaltungsspielraum zu erweitern.
Aufgabenvielfalt bedeutet für uns Perspektiven schaffen. Auch deshalb lehren Führungskräfte
der W&W an Hochschulen und leben auf diese Weise den Austausch von Wirtschaft und
Wissenschaft. An ausgewählten regionalen Hochschulen, deren Studienangebote die Schlüsselpositionen
des Konzerns abdecken, erleichtern sie Absolventen den Einstieg ins Berufsleben und
gewinnen neue Mitarbeiter für die W&W AG. Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unsere Kooperationen
mit Hochschulen weiter ausgebaut. Ebenso fördern wir Doktoranden mit Stipendien. Das
erste Promotionsstipendium ist bei der W&W 2010 vergeben worden.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Wüstenrot Bausparkasse AG die Allianz Dresdner Bauspar
AG (ADB) erworben. Jeder Mitarbeiter der ADB hat ein Übernahme-Angebot erhalten. Das
Zusammenwachsen von Unternehmen ist immer ein Einschnitt für die Beschäftigten. Um
ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Schritt zu erleichtern, hat die W&W-Gruppe
bei der Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG Integrationsmaßnahmen durchgeführt.
Auch bei der Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG war auf betriebsbedingte
Kündigungen verzichtet worden.
Wir unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen.
Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie
und Beruf sorgen wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ermöglicht beispielsweise
das am Standort Ludwigsburg im Jahr 2010 eingerichtete Eltern-Kind-Büro Mitarbeitern
die Betreuung ihrer Kinder im Notfall. Am Standort Stuttgart gibt es diese Möglichkeit
bereits.
Das neu konzipierte und konzernweit gebündelte betriebliche Gesundheitsmanagement
bildet eine Grundlage der attraktiven Rahmenbedingungen der W&W-Gruppe. Maßgeschneidert
auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter bietet der Konzern ein umfangreiches und wechselndes
Programm zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen an. Den Auftakt machten drei Gesundheitstage
an den großen Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe. Unter dem Motto "Mach
mit. Bleib fit!" wurden die Mitarbeiter zu konkreten Mitmach-Aktionen eingeladen und
konnten sich an vielen Ständen über interessante Themen informieren. Die ersten Aktionswochen
standen für unsere Mitarbeiter anschließend mit mehreren Veranstaltungen im Zeichen
eines gesunden Rückens.
Die Steigerung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit fest im Blick, hat die W&W-Gruppe
mit einer im Jahr 2010 erarbeiteten und verabschiedeten Personalstrategie den entscheidenden
Grundstein zum weiteren Ausbau dieser Ziele gelegt. Unter der Leitlinie "Wertschöpfung
& Wertschätzung" werden insbesondere die verbesserte Steuerbarkeit der Ressource Personal,
der Ausbau innovativer Rahmenbedingungen für die Arbeit sowie die Bindung und Förderung
von Talenten zukünftig die Schwerpunkte der Personalarbeit bilden. Damit wird ein
wichtiger Beitrag zur Steigerung der Mitarbeiterleistung und Führungsfähigkeit geleistet.
Der demografische Wandel und die geografischen Populationsveränderungen erfordern
strategisches Agieren am internen und externen Arbeitsmarkt. Mit der strategischen
Neuausrichtung der Personalarbeit wird es möglich sein, diesen zunehmenden Herausforderungen
noch besser zu begegnen und die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber positiv
zu beeinflussen.
Mit der Definition der W&W-Arbeitgebermarke, die sich aus der Positionierung als "Der
Vorsorge-Spezialist" ableitet, wurde ergänzend dazu die Basis für Maßnahmen im Bereich
des Employer-Brandings geschaffen.
Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für
ihren Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr.
Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der W&W-Gruppe entscheidend.
Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen
der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive
Begleitung zukunftssichernder Maßnahmen.
Verantwortliches und nachhaltiges Handeln sowie gesellschaftliches Engagement haben
für die W&W AG eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur.
Für Kunden, Anteilseigner, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir
nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig verpflichtet sich das Unternehmen,
bewusst mit seinem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld umzugehen.
Geschichte und Tätigkeitsfelder der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen basieren auf
sozialen Grundideen. Das Geschäftsmodell der W&W-Gruppe hält diese Historie lebendig,
denn das unternehmerische Handeln steht auch heute im Dienst der Gesellschaft. Wüstenrot
und Württembergische helfen dabei, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen,
also die finanzielle Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit
und das erworbene Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben
im Alter vorzusorgen. Indem die W&W-Gruppe diese Komponenten in ihre Unternehmensphilosophie
integriert, schafft sie eine besonders starke Schutzgemeinschaft.
Diesem Grundverständnis von gesellschaftlicher Verantwortung entspricht die Wüstenrot
Stiftung, die hinter unserer Mehrheitseigentümerin, der Wüstenrot Holding AG, steht.
Sie fördert Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und
Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Bildung und Erziehung. Ein Porträt
der Stiftung befindet sich in diesem Geschäftsbericht ab Seite 12.
Die W&W-Gruppe ergänzt dieses Engagement vor allem durch Unterstützung des Stifterverbands
für die Deutsche Wissenschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, der Festspielhäuser
in Ludwigsburg und Baden-Baden sowie der Bachakademie Stuttgart. Zusammen mit der
Stadt Stuttgart fördert W&W den 2010 erstmals vergebenen Preis "Partner für Sicherheit"
zur Kriminalitätsvorbeugung.
Unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber kommen wir mit sicheren Arbeitsplätzen,
familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und zahlreichen Ausbildungs- und Förderprogrammen
nach.
Zur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Bereits im
Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. 2010
haben die Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe diese Auszeichnung ebenfalls erhalten.
ECOfit ist ein Förderprogramm des Umweltministeriums Baden-Württemberg zum betrieblichen
Klima- und Umweltschutz.
Konzernweit gültige Umweltleitlinien rufen zum sparsamen Umgang mit Ressourcen auf
und sensibilisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für umweltbewusstes Handeln.
Zudem fordern sie, ökologische Aspekte in unserer Anlagestrategie und bei unseren
Produkten zu berücksichtigen.
Seit 2009 werden alle Geschäftsberichte von W&W-Unternehmen auf Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft gedruckt. Die Auflagenhöhe wird ständig überprüft. Das Gütesiegel "CO2 -kompensiert" stellt darüber hinaus sicher, dass die bei der Herstellung der Berichte entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden.
Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses
bekannt geworden.
Die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, hält mit 67,19 % die Mehrheit an der W&W AG,
Stuttgart, und erstellt ihrerseits einen Konzernabschluss, in den unsere Gesellschaft
einbezogen ist.
Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Darin hat die Wüstenrot & Württembergische
AG abschließend erklärt, dass sie bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt
bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft
eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse
der herrschenden Unternehmen oder der mit ihr verbundenen Unternehmen wurden weder
getroffen noch unterlassen.
Das Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 €
ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen
Aktienrecht (§ 67 AktG) gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär
nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem
für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Insgesamt
sind 1 568 Aktien vom Stimmrechtsausschluss im Sinne des § 136 Abs. 1 AktG erfasst,
da Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Inhaber dieser Aktien sind. Weitergehende
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen
nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre
am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60
AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien
abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung
seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen.
Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,19 % der Anteile
die Wüstenrot Holding AG. 8,97 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank BadenWürttemberg,
7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,67 % im Besitz
der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,64
%.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen
bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 6 Abs. 1
der Satzung, §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG sowie §§ 121a Abs. 1,
7a, 13d VAG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 124 Abs. 2 Satz 2,
133 Abs. 1, 179 ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs.
2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher
Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht
das Gesetz - wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes
vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung
ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen,
zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen
Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden
Befugnisse.
Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit
Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer,
auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens
69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009).
Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das
gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien
von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden,
sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre
in den folgenden Fällen auszuschließen:
| ― |
für Spitzenbeträge und |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten
der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die
für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen.
Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.
Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung
für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen,
die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern
getroffen wurden.
Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf den Vergütungsbericht ab Seite 288.
| ― |
Die W&W AG ist sowohl nach internen Risikotragfähigkeitsberechnungen als auch nach aufsichtsrechtlichen Maßstäben solide kapitalisiert. |
| ― |
Der Liquiditätsbedarf der W&W AG ist gesichert. |
| ― |
Das Risikomanagement ist in der Unternehmenssteuerung der W&W AG fest verankert. |
| ― |
Das Risikomanagement trägt zur Wertschöpfung und Sicherung der Finanzkraft bei. |
Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen der W&W-Gruppe ist die Wüstenrot & Württembergische
AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb des Finanzkonglomerats
Standards im Risikomanagement zu definieren, ihre Einhaltung weiterzuentwickeln sowie
zu kontrollieren, ob diese eingehalten werden.
Nachfolgend werden die Grundsätze und Gestaltungselemente des Risikomanagementansatzes
in der W&W AG sowie die generelle Handhabung der wesentlichen Risiken beschrieben.
Wir verweisen zusätzlich auf die Berichterstattung im Konzernlagebericht.
Es ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung, Risiken gezielt und kontrolliert
zu übernehmen und damit die gesetzten Renditeziele zu erreichen.
Das Risikomanagement- und -controlling-System der W&W AG ist eng mit dem Überwachungssystem
auf Gruppenebene verzahnt und im Hinblick auf viele Prozesse, Systeme und Methoden
deckungsgleich gestaltet.
Unter Risikomanagement verstehen wir die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen
und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung sowie zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen
Betätigung.
Das Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Aufgabe,
Risiken zu erfassen, zu analysieren, zu bewerten und zu kommunizieren sowie die Maßnahmen
zur Risikosteuerung zu überwachen.
Es ist das Ziel des Risikomanagements, die nachhaltige Wertschöpfung für die Aktionäre
zu fördern und sicherzustellen, dass die Ansprüche von Kunden und Fremdkapitalgebern
jederzeit erfüllbar sind. Das Risikomanagement überwacht die Risikotragfähigkeit und
das Risikoprofil der W&W AG. Es hat die Aufgabe, Steuerungs- und Handlungsimpulse
zu liefern, wenn vom gewünschten Risikoprofil abgewichen wird oder wenn die Risikotragfähigkeit
unter definierte Schwellenwerte fällt. Das Risikomanagement trägt damit zur Sicherung
der Unternehmensfortführung bei.
Es soll darüber hinaus die Reputation der W&W AG als Bestandteil des Vorsorge-Spezialisten
schützen. Der Ruf der W&W AG ist ein wesentlicher Faktor für unseren nachhaltigen
Erfolg.
Die zur Risikostrategie der W&W-Gruppe konforme Risikostrategie der W&W AG legt Mindestanforderungen
an die risikopolitische Ausrichtung und den risikopolitischen Rahmen der W&W AG fest.

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen
Risiken in der W&W AG. Sie definiert Ziele, Risikotoleranz, Limite, Maßnahmen und
Instrumente, um eingegangene oder zukünftige Risiken zu handhaben. Die Risikostrategie
der W&W AG wird durch den Vorstand der W&W AG beschlossen und mindestens einmal jährlich
im Aufsichtsrat erörtert. Grundsätzlich wird angestrebt, die Geschäftschancen mit
den damit verbundenen Risiken auszubalancieren, wobei stets im Vordergrund steht,
den Fortbestand der W&W AG dauerhaft zu sichern. Ziel ist es, bestandsgefährdende
oder unkalkulierbare Risiken weitestgehend zu vermeiden.
Grundsätzlich sind die Einzelunternehmen des Finanzkonglomerats in das konzernweite
Risikomanagementsystem nach den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen
eingebunden. Jedoch variieren Umfang und Intensität der Risikomanagementaktivitäten,
abhängig vom Risikogehalt der betriebenen Geschäfte (Proportionalitätsprinzip). In
unserer Group Risk Policy definieren wir differenzierte Anforderungsprofile, um sowohl
die spezifischen Risikomanagement-Erfordernisse in den Einzelunternehmen als auch
die Voraussetzungen für die ganzheitliche Konzernrisikosteuerung abzubilden.
Unsere Risk Governance ist in der Lage, unsere zentralen und dezentralen Risiken zu
steuern und gleichzeitig sicherzustellen, dass unser Gesamtrisikoprofil mit den risikostrategischen
Zielsetzungen übereinstimmt. Das Zusammenwirken der verantwortlichen Gremien bei risikobezogenen
Entscheidungen ist auf Seite 43 des Konzernlageberichtes dargestellt.
Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten
Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG ist das oberste
Entscheidungsgremium der W&W AG in Risikofragen. Das Management Board fungiert als
Koordinationsgremium und dient der Integration der Geschäftsfelder. Der Vorstand der
W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung
die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen
im Risikomanagement fest.
Einmal jährlich vergewissern sich der Prüfungsausschuss der W&W AG sowie die Prüfungsausschüsse
der großen Einzelgesellschaften, ob die Organisation des Risikomanagements in den
jeweiligen Verantwortungsbereichen angemessen ist. Der Aufsichtsrat informiert sich
im Zuge eines Standardtagesordnungspunktes "Risikomanagement" regelmäßig über die
aktuelle Risikosituation.
Das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements
unterstützt den Vorstand und das Management Board in Risikofragen. Ständige Mitglieder
des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten Chief Risk
Officer (CRO) auch die CROs der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung sowie
der Leiter der Abteilung Konzernrisikomanagement. Das Gremium findet sich einmal pro
Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Das Group Board
Risk überwacht das Risikoprofil der W&W-Gruppe, deren angemessene Kapitalisierung
und die Liquiditätsausstattung. Darüber hinaus berät es über konzernweite Standards
zur Risikoorganisation, den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente
im Risikomanagement und schlägt diese den Vorständen der Gruppe zur Entscheidung vor.
Das Konzernrisikomanagement berät und unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche
Risikomanagement-Standards festzulegen. Es entwickelt unternehmensübergreifende Methoden
und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung.
Darüber hinaus fertigt die Abteilung qualitative und quantitative Risikoanalysen an.
Die in der W&W AG angesiedelte Abteilung Konzernrisikomanagement ist zuständig sowohl
für die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe als
auch für die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft. Zur gruppenweiten Liquiditätssteuerung
ist ein Group Liquidity Committee etabliert. Dieses setzt sich aus Vertretern der
Einzelunternehmen zusammen. Es ist für die übergreifende Liquiditätssteuerung des
Konzerns zuständig und arbeitet Empfehlungen für die Sitzungen des Group Board Risk
aus. Als zentrales Gremium dient das Group Compliance Committee der Verknüpfung von
Rechtsabteilung, Compliance, Revision und Risikomanagement. Der Compliance-Beauftragte
berichtet dem Vorstand und dem Group Board Risk jeweils direkt über Compliance-Risiken.
Flexible Risikokommissionen mit themenspezifischer Besetzung ermöglichen schnelle
Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Ereignisse.
Die für die dezentrale Risikosteuerung verantwortlichen operativen Geschäftseinheiten
entscheiden bewusst darüber, Risiken einzugehen oder zu vermeiden. Dabei beachten
sie die zentral vorgegebenen Standards, Risikolimite und Anlagelinien sowie die festgelegten
Risikostrategien. Analog zur W&W AG haben die Einzelgesellschaften mit fachbereichsübergreifend
besetzten Risikogremien und Risikocontrollingeinheiten hierfür geeignete Organisationsstrukturen
geschaffen. Das Prinzip der Funktionstrennung setzen wir durch eine strikte Trennung
von risikonehmenden (Kapitalanlagen, aktive Rückversicherung) und risikoüberwachenden
Einheiten (Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement) um. Durch festgelegte Berichtsformen
und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe Kommunikation zwischen den
Risikogremien, ihren Risikocontrollingeinheiten und der Geschäftsleitung auf Konzern-,
Geschäftsfeld- und Unternehmensebene. Funktionsfähigkeit, Angemessenheit und Effektivität
unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft.
Die externe Revision überprüft die Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems.
Ein gutes und effektives Risikomanagement verbessert die Umsetzung von geschäfts-
und risikostrategischen Zielvorgaben. Es kann jedoch keine vollständige Sicherheit
gewährleisten, da der Wirksamkeit des Risikomanagements Grenzen gesetzt sind:
Das Risikomanagement basiert zu einem wesentlichen Teil auf Prognosen zukünftiger
Entwicklungen. Auch wenn die verwendeten Prognosen neuere Erkenntnisse regelmäßig
einbeziehen, gibt es keine Garantie dafür, dass sich zukünftige Entwicklungen - vor
allem künftige Extremereignisse - immer im Prognoserahmen des Risikomanagements bewegen.
Zur Risikomessung und -steuerung werden überwiegend branchenübliche Modelle verwendet.
Die Modelle nutzen Annahmen, um die Komplexität der Wirklichkeit zu reduzieren. Sie
bilden nur die als wesentlich betrachteten Zusammenhänge ab. Insofern besteht sowohl
das Risiko der Wahl von ungeeigneten Annahmen als auch ein Abbildungsrisiko, wenn
relevante Zusammenhänge unzureichend in den Modellen reflektiert werden. Die W&W AG
mindert die Modellrisiken durch eine sorgfältige Model Governance. Durch eine Model
Change Policy wird die Modellentwicklung einer standardisierten und nachvollziehbaren
Dokumentation unterzogen. Die Policy regelt die Prozesse bei Änderungen des internen
Risikotragfähigkeitsmodells auf Ebene der W&W-Gruppe, inklusive der für seine Kalibrierung
in den Einzelunternehmen vorgehaltenen Verfahren, Modelle und Daten. Modelländerungen
werden anhand ihrer Bedeutung in Kategorien nach Wesentlichkeit klassifiziert. Für
jede Kategorie sind spezifische Anzeige- und Genehmigungspflichten vorgesehen. Entsprechend
der Klassifizierung werden strukturierte Änderungs- und Informationsprozesse durchlaufen.
Die Übernahme wesentlicher Modelländerungen in das interne Risikotragfähigkeitsmodell
bedarf einer Genehmigung durch das Group Board Risk. Unsere Validierungs- und Backtesting-Verfahren
werden eingesetzt, um Modellrisiken zu begrenzen. Die Maßnahmen mindern das Modellierungsrisiko
in der Risikomessung und -steuerung. Sie können es jedoch nicht vollständig kompensieren.
Darüber hinaus kann die den unternehmerischen Entscheidungsprozessen immanente menschliche
Urteilsbildung trotz der implementierten Kontrollmaßnahmen (internes Kontrollsystem,
z. B. 4-Augen-Prinzip) fehlerhaft sein, sodass in der Unberechenbarkeit des menschlichen
Handelns ein Risiko besteht. Ebenso besteht ein Risiko in der Unwägbarkeit der Richtigkeit
der getroffenen Entscheidungen (menschliches Verhaltensrisiko). Aufgrund dessen sind
- ungeachtet der grundsätzlichen Eignung unseres Risikomanagementsystems - Umstände
denkbar, unter denen Risiken nicht rechtzeitig identifiziert werden oder eine angemessene
Reaktion darauf nicht zeitnah erfolgt.

Der Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und
umfasst in einem Regelkreislauf Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikonahme
und Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikoberichterstattung.
Im Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren unsere
Einzelgesellschaften regelmäßig eingegangene oder potenzielle Risiken. Über einen
implementierten Relevanzfilter werden Risiken in wesentliche und unwesentliche Risiken
klassifiziert. Bei der Einschätzung beurteilen wir, inwiefern Einzelrisiken in ihrem
Zusammenwirken oder durch Kumulation (Risikokonzentrationen) wesentlichen Charakter
annehmen können.
Je nach Art des Risikos setzen wir verschiedene Risikomessverfahren ein, um diese
quantitativ zu evaluieren. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer
Verfahren und unter Anwendung des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Darüber hinaus
verwenden wir analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche Standardverfahren sowie
Expertenschätzungen. So werden beispielsweise die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten
Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenpotenzialen bewertet.
Im Rahmen von risikobereichsbezogenen und risikobereichsübergreifenden Stressszenarien
werden regelmäßig Sensitivitäts- und Szenarioanalysen durchgeführt. Kennzahlenanalysen
ergänzen das Instrumentarium der Risikobeurteilung.
Unter Risikosteuerung verstehen wir, die Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten
operativ umzusetzen. Die Entscheidung über die Risikonahme erfolgt im Rahmen der in
der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder. Auf der Grundlage der Risikostrategie
steuern die jeweiligen Fachbereiche die Risikopositionen. Um die Risikosteuerung zu
stützen, werden Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit- und Liniensysteme eingesetzt.
Als wesentliche Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis Risikogrößen wie die
aufsichtsrechtliche und ökonomische Risikotragfähigkeit sowie geschäftsfeldspezifische
Kennzahlen herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung im Sinne der wertorientierten
Steuerung zu verknüpfen und unsere Entscheidungen zu fundieren, führen wir ergänzende
Analysen mit einem RORAC-Ansatz durch.
Wir überwachen laufend, ob die risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben
eingehalten werden und ob die Qualität und Güte der Risikosteuerung angemessen ist.
Aus diesen Kontrollaktivitäten über quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken
werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, sodass wir frühzeitig korrigierend eingreifen
und somit die in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele erreichen können.
Die in den Risikogremien vereinbarten Handlungsempfehlungen werden von den Risikocontrollingeinheiten
nachgehalten und überprüft. Wesentliche Grundlage für die konzernweite Überwachung
unseres Gesamtrisikoprofils und die ökonomische Kapitalisierung ist unser internes
Risikotragfähigkeitsmodell. Die Fähigkeit der W&W AG, die eingegangenen Risiken mit
ausreichend Kapital zu unterlegen, wird durch das Risikomanagement laufend verfolgt.
Ergänzend überwachen wir die Risikotragfähigkeit mittels aufsichtsrechtlicher Verfahren.
Die Entwicklung der zukünftigen aufsichtsrechtlichen Modelle im Versicherungsbereich
verfolgen wir im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II.
Alle wesentlichen Risiken werden zeitnah und regelmäßig an den Vorstand und das Management
Board unserer Gruppe sowie den Aufsichtsrat der W&W AG kommuniziert. Das konzernweite
Risikoberichtssystem wird ergänzt durch ein Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation.
Von neuen Gefahren oder außerordentlichen Veränderungen der Risikosituation, die unsere
festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, erfahren der Vorstand der W&W
AG sowie das Management Board der Gruppe dadurch sehr zeitnah.
In der W&W AG wird Risikokapital vorgehalten. Es dient dazu, Verluste zu decken, falls
eingegangene Risiken eintreten. Das Risikomanagement steuert und überwacht das Verhältnis
von Risikokapital und Risikokapitalbedarf, der sich aus der Gefahr von Verlusten bei
eingegangenen Risiken ergibt (Kapitaladäquanz, Risikotragfähigkeit). Die Steuerung
erfolgt parallel aus zwei Blickwinkeln:
Bei der aufsichtsrechtlichen Kapitaladäquanz wird das Verhältnis von regulatorisch
benötigtem Kapital zu den regulatorisch anerkannten Solvabilitätsanforderungen betrachtet.
Hierzu sind die Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes
(VAG) sowie aus der Finanzkonglomerate-Solvabilitätsverordnung (FkSolV) anzuwenden.
Im Rahmen der ökonomischen Kapitaladäquanz wird - basierend auf einem internen Risikotragfähigkeitsmodell
- ein ökonomischer Risikokapitalbedarf ermittelt und dem vorhandenen ökonomischen
Kapital gegenübergestellt.
Unser Kapitalmanagement zielt darauf ab:
| ― |
die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen zu erfüllen, |
| ― |
eine angemessene Risikotragfähigkeit basierend auf dem internen Risikotragfähigkeitsmodell zu sichern, |
| ― |
die gruppeninterne Kapitalallokation zu optimieren, |
| ― |
eine adäquate Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals zu ermöglichen, |
| ― |
Kapitalflexibilität zu gewährleisten. |
Aus den aufsichtsrechtlichen Vorschriften ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung.
Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtliche Solvabilitätskennziffer der W&W
AG zum 31. Dezember 2010:
|
|
|
2010 | 2009 |
| Vorhandene Eigenmittel (1) | in Mio € | 1 732,6 | 1 674,9 |
| Solvabilitätsanforderung (2) | in Mio € | 40,3 | 41,1 |
| Verhältnissatz (1)/(2) | in % | 4 304,1 | 4 075,0 |
Im Berichtsjahr 2010 hat die W&W AG ebenso wie im Vorjahr die aufsichtsrechtlichen
Mindestkapitalanforderungen erfüllt.
Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben
für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt
werden (vergleiche hierzu Lagebericht W&W-Konzern Seite 47).
Zur quantitativen Beurteilung des Gesamtrisikoprofils der W&W AG haben wir ein konzernweites
barwertorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell entwickelt. Basierend auf den Berechnungen
des internen Risikotragfähigkeitsmodells wird das zur Verfügung stehende Risikokapital
allokiert und entsprechende Limite werden abgeleitet. Der Limitprozess im W&W-Konzern
basiert auf einem iterativen Bottom-up/Top-down-Prozess. In diesem determiniert die
W&W-Gruppe im Dialog mit den Einzelunternehmen den maximalen Risikokapitalbedarf auf
Einzelunternehmensebene und Risikobereichsebene. Nach Verabschiedung der Limite auf
Vorstandsebene erfolgt die operative Umsetzung der Limite im Risikomanagementkreislauf.
Die bemessenen Risikokapitalanforderungen werden den abgeleiteten Limiten gegenübergestellt,
um sicherzustellen, dass die Risikonahme die dafür vorgesehenen Kapitalbestandteile
nicht überschreitet. Die Verantwortung für die Umsetzung und Limitüberwachung liegt
bei den jeweiligen dezentralen Risikocontrollingeinheiten und der Abteilung Konzernrisikomanagement
für die Gruppensicht.
Die im Lagebericht 2010 erstmaligen quantitativen Angaben zum Risikoprofil und zur
Risikotragfähigkeitsquote stellen eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende
freiwillige Angabe dar. Wir verstehen diese als einen zusätzlichen Beitrag zu einer
transparenten Risikokommunikation gegenüber unseren Kunden, Aktionären und weiteren
Stakeholdern. Die Risikolage wird auf Basis der für die interne Risikosteuerung und
Risikoberichterstattung von der Unternehmensleitung verwendeten Daten dargestellt.
Die nach einheitlichem Ansatz ermittelten wesentlichen Risiken werden zu einem Risikokapitalbedarf
aggregiert und den finanziellen Mitteln gegenübergestellt, die zur Risikoabdeckung
zur Verfügung stehen.
Die Risikomessung erfolgt mit dem Value-at-Risk-Ansatz. Das Risiko wird dabei als
die negative Abweichung des Verlustpotenzials vom statistischen Erwartungswert bei
gegebenem Sicherheitsniveau gemessen. Der Value at Risk gibt somit an, welchen Wert
der unerwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von
Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Risikohorizont
nicht überschreiten wird. In Anlehnung an Solvency II verwendet die Gruppe in der
VaR-Messung seit 2010 ein Konfidenzniveau von 99,5 %. Der Risikohorizont bildet den
Zeitraum, innerhalb dessen mögliche Ereignisse und ihr Einfluss auf die Risikotragfähigkeit
des Unternehmens betrachtet werden. Die Risikotragfähigkeit der W&W AG wird auf einem
Risikohorizont von einem Jahr weitgehend stochastisch ermittelt.
Die W&W AG strebt im Rahmen ihrer Risikostrategie eine Risikotragfähigkeitsquote von
über 125 % an. Zum 31. Dezember 2010 weist unser Risikotragfähigkeitsmodell aus, dass
analog zu den Vorjahren hinreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um unsere
Risiken abzudecken. Die Risikotragfähigkeitsquote der W&W AG beträgt 344 %.
Unser interner Risikokapitalbedarf verteilt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt:

Marktpreisrisiken stellen wegen des Volumens unserer Beteiligungen den beherrschenden
Risikobereich dar. Um unsere Risiken transparent darzustellen, fassen wir gleichartige
Risiken konzerneinheitlich zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W AG
haben wir einheitlich nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert (siehe
unten stehende Grafik).

| ― |
Marktpreisrisiken aufgrund von Beteiligungsaktivitäten der W&W AG als wesentlicher Risikobereich. |
| ― |
Rentenportfolio sowie Aktien- und Immobilieninvestments ergänzen die Asset-Allocation. |
Unter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit
über die zukünftige Entwicklung von Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen
ergeben.

Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig Ergebnisrisiken entstehen,
da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen erfolgen können, gleichzeitig
aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Zinsgarantierisiko)
gegenüber Mitarbeitern (Pensionsverpflichtungen) erfüllt werden müssen. Bei Zinssenkungen
reagieren langlaufende Verpflichtungen mit stärkeren Wertänderungen als die Kapitalanlagen
mit der Folge von sinkenden ökonomischen Eigenmitteln. Die W&W AG unterliegt aufgrund
von Pensionsrückstellungen und der in zinstragende Aktiva investierten Kapitalanlagen
Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken.
Für die festverzinslichen Wertpapiere mit einem Marktwert von 945,3 (Vj. 822,3) Mio
€ ergeben sich zum 31. Dezember 2010 bei einer Parallelverschiebung der Swap-Zinskurve
folgende Marktwertänderungen:
| ZlNSÄNDERUNG | MARKTWERT- VERÄNDERUNG |
|
|
in Mio € |
| Anstieg um 100 Basispunkte | - 33,7 |
| Anstieg um 200 Basispunkte | - 65,2 |
| Rückgang um 100 Basispunkte | + 36,3 |
| Rückgang um 200 Basispunkte | + 75,5 |
Wertänderungen bei Beteiligungen (Abschreibungen), der Ausfall von Dividenden oder
zu leistende Ertragszuschüsse führen zu Beteiligungsrisiken. Für die W&W AG stellt
das strategische Beteiligungsportfolio das wesentliche Risiko dar.
Plötzliche und starke Kursrückgänge an den Aktienmärkten können die Risikotragfähigkeit
der aktieninvestierten Konzerngesellschaften in Form von ergebniswirksamen Abschreibungen
beeinträchtigen. Die W&W AG hält keine nennenswerten Aktienportfolios.
Für unsere Bestände mit einem Marktwert von 48,3 (Vj. 44,1) Mio € ergaben sich zum
31. Dezember 2010 bei einer Indexschwankung des Euro Stoxx 50 folgende Marktwertänderungen:
| INDEXVERÄNDERUNG | MARKTWERT- VERÄNDERUNG |
|
|
in Mio € |
| Anstieg um 20 % | + 8,7 |
| Anstieg um 10 % | + 4,5 |
| Rückgang um 10 % | - 4,8 |
| Rückgang um 20 % | - 9,7 |
Aus offenen Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds können
Fremdwährungsrisiken resultieren. Fremdwährungsanlagen sind für das Anlageportfolio
der W&W AG nur von untergeordneter Bedeutung. Unser Fremdwährungs-Exposure beschränkt
sich im Wesentlichen auf US-Dollar und Britische Pfund. Im Rahmen von einzelnen Fondsmandaten
sind wir mit einem kleinen Anteil in weiteren Währungen engagiert.
Die überwiegenden Teile unseres Fremdwährungs-Exposures sind gegen Wechselkursschwankungen
abgesichert beziehungsweise kongruent bedeckt.
Plötzliche und starke Rückgänge der Immobilienpreise können die Ergebnissituation
und die Risikotragfähigkeit der W&W AG beeinträchtigen. Die W&W AG hält Immobilienbestände
in Direktanlagen sowie über Fondsmandate und Beteiligungen. Unser diversifiziertes
Immobilienportfolio ergänzt unser Kapitalanlageportfolio. Das Risiko schätzen wir
aufgrund unserer fast ausschließlichen Investmenttätigkeit in I-a-Lagen als grundsätzlich
gering ein.
Die Grundlage unserer Kapitalanlagepolitik bildet die strategische Asset-Allocation.
Die Gesellschaften legen hierbei Wert auf eine angemessene Mischung und Streuung von
Assetklassen. Bei unseren Kapitalanlagen verfolgen wir eine sicherheitsorientierte
Anlagepolitik. Im Vordergrund stehen die Ziele, ausreichende Liquidität zu wahren
und die erforderlichen Mindestverzinsungen sicherzustellen. Chancen nutzen wir im
Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Für die
W&W AG gilt der Grundsatz, dass Marktpreisrisiken nur übernommen werden, wenn sie
innerhalb der gesetzten Limitkonzeptionen liegen und die damit verbundenen Chancen
abgewogen wurden. Auf die Geschäfts- und Risikopolitik unserer Beteiligungen wirken
wir durch Vertretung in den Aufsichtsgremien ein. Die Positionen werden in der Regel
von Vorstandsmitgliedern wahrgenommen. Um Fremdwährungsrisiken einzugrenzen, investieren
wir schwerpunktmäßig in Kapitalanlageprodukte innerhalb des Euro-Raumes. Der Fokus
unserer Immobilienanlagen liegt auf Direktanlagen im Inland mit stabiler Wertentwicklung
und hoher Fungibilität.
Der Gesamtvorstand sowie der Prüfungsausschuss verabschieden die strategische Asset-Allocation.
Die operative Steuerung erfolgt in unserer Front-Office-Einheit. Diese mandatiert
die operativen Abteilungen Immobilien und die W&W Asset Management GmbH sowie gegebenenfalls
externe Fondsmanager mit deren Umsetzung. Das Immobilien-Portfoliomanagement entwickelt
für die Assetklasse Immobilien Investitionskonzepte. Unsere strategischen Beteiligungsaktivitäten
betreut der Bereich Konzerncontrolling. Die dezentralen und zentralen Risikocontrollingeinheiten
agieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung
sind hier ebenfalls die übergeordneten Methoden- sowie Modellkompetenzen angesiedelt.
Zwischen risikonehmenden und risikoüberwachenden Einheiten besteht Funktionstrennung.
Dies spiegelt sich ebenfalls in der Ressortverteilung im Vorstand wider.
Die Risiken aus Zinsänderungen sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite
werden bei uns im Rahmen des internen Modells quantifiziert. Die Marktpreisrisiken
der Zinspapiere sowie der zinsabhängigen Passivpositionen bewerten wir ökonomisch,
das heißt, wir berücksichtigen zukünftige Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell.
Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Beteiligungs-,
Aktien- und Immobilienrisiken werden ebenfalls mittels Monte-Carlo-Simulationen quantifiziert.
Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitätsanalysen, welche
die Wertänderungen der Portfolios abhängig von Marktschwankungen aufzeigen.
Wir betrachten aus Gruppensicht regelmäßig ökonomische Stressszenarien, um Zinssensitivitäten
zu erkennen und um die Entwicklungen an den Aktien- und Immobilenmärkten unter veränderten
Annahmen zu simulieren.
Im Rahmen des Asset-Liability-Managements werden die Asset- und Liability-Positionen
so gesteuert und überwacht, dass die Vermögensanlagen den Verbindlichkeiten und dem
Risikoprofil des Unternehmens entsprechen. Dem Zinsgarantierisiko begegnen wir durch
aktive Durationssteuerung. Langfristig garantierte Leistungsverpflichtungen werden
somit angemessen in der Steuerung berücksichtigt.
In der strategischen und taktischen Asset-Allocation setzt die W&W AG im Rahmen von
Fondsmandaten derivative Finanzinstrumente ein.
Die Beteiligungen unterliegen einem stringenten Controlling, welches unter anderem
die jährliche Planung von Mindestdividenden, eine mittelfristige Wirtschaftsplanung,
unterjährige Hochrechnungen und monatliche Soll-Ist-Abgleiche umfasst. Auf sich abzeichnende
Beteiligungsrisiken kann somit frühzeitig reagiert werden.
Versicherungstechnische Verbindlichkeiten in fremder Währung bedecken wir mit geeigneten
Kapitalanlagen derselben Währung, sodass durch die weitestgehende Kongruenz aus diesen
Positionen nur begrenzt Währungsrisiken entstehen.
Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten beobachten wir laufend, um zeitnah unsere
Positionierung sowie unsere Sicherungen adjustieren zu können.
Neuartige Produkte (Aktiv - und Passivprodukte) durchlaufen vor ihrer Einführung einen
Neue-Produkte-Prozess, um insbesondere die sachgerechte Abbildung im Rechnungswesen
und in den Risikocontrollingsystemen sicherzustellen.
Da die Kapitalanlagen der W&W AG überwiegend in Beteiligungen investiert sind, hat
das Beteiligungsrisiko innerhalb der Marktpreisrisiken mit einer Risikokapitalgewichtung
die größte Bedeutung. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil
72,2 %.

Mit einer Gewichtung von 14,5 % folgen Zinsänderungsrisiken. Etwa 2,6 % des gesamten
internen Risikokapitals beziehen sich auf das Aktienkursrisiko, 1,4 % auf das Immobilienrisiko.
Die Marktpreisrisiken standen 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie.
Die Limite wurden eingehalten.
| ― |
Rentenportfolio: Schwerpunkt in hoher Bonität und guter Sicherungsstruktur. |
| ― |
Nachrangexposure von Finanzinstituten reduziert. |
Unter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder
der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben.

Adressrisiken können aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren sowie
Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen.
Die W&W AG ist gegenüber Forderungsausfallrisiken aus Kapitalanlagen (Eigengeschäft)
sowie Forderungsausfallrisiken gegenüber Vertragspartnern in der Rückversicherung
exponiert.
Die Bonitätsstruktur unseres Rentenportfolios ist gemäß unserer strategischen Ausrichtung
mit über 96,8 % der Anlagen im Investmentgrade-Bereich konservativ ausgerichtet.
|
|
BESTAND BUCHWERTE |
ANTEIL |
|
|
in Mio € | in % |
| Aaa | 335,0 | 41,6 |
| Aa1 | 120,0 | 14,9 |
| Aa2 | 54,0 | 6,7 |
| Aa3 | 30,3 | 3,8 |
| A1 | 32,5 | 4,0 |
| A2 | 45,0 | 5,6 |
| A3 | 4,3 | 0,5 |
| Baa1 | 51,9 | 6,5 |
| Baa2 | 9,4 | 1,2 |
| Baa3 | 96,7 | 12,0 |
| Non Investmentgrade /Non Rated | 26,0 | 3,2 |
|
|
804,9 | 100,0 |
Unser Kapitalanlage-Exposure weist generell eine gute Besicherungsstruktur auf, wobei
die Kapitalanlagen bei Finanzinstituten überwiegend durch Staats- und Gewährträgerhaftung
oder Pfandrechte besichert sind.
|
|
BESTAND BUCHWERTE |
ANTEIL |
|
|
in Mio € | in % |
| Öffentlich | 128,1 | 15,9 |
| Pfandbrief | 272,3 | 33,8 |
| Mit Gewährträgerhaftung | 10,0 | 1,3 |
| Einlagensicherung oder Staatshaftung | 130,0 | 16,1 |
| Ungedeckt | 264,5 | 32,9 |
|
|
804,9 | 100,0 |
Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit
der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Die hohe Staatsverschuldung
vieler Mitgliedsländer der Europäischen Union setzte den Anleihemarkt erheblich unter
Druck. Die aufgrund der ausgeweiteten Risikoaufschläge deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten
verschärften die ohnehin prekäre Haushaltslage einiger Staaten enorm. Inwiefern sich
die implementierten Garantiemaßnahmen und der eingerichtete EU-Rettungsschirm nachhaltig
auf die Finanzmärkte auswirken, bleibt abzuwarten.
Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen der W&W AG bei den genannten Ländern beläuft sich
zum 31. Dezember 2010 nach Marktwerten auf 5 Mio € (Italien). Die Bestände sind in
Fälligkeiten bis 2013 investiert.
Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen Limitierungen und einer
fortlaufenden Beobachtung.
Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige
Forderungen) belaufen sich auf 58 (Vj. ca. 31) Mio € und machen somit lediglich einen
geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres Kapitalanlageportfolios aus. Nach wie vor
bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte Ausfallrisiken für ungedeckte
und nachrangige Engagements, besonders für Kapitalanlagen im Finanzsektor. Weitere
Zinsausfälle und Nennwertherabsetzungen (Haircuts) können derzeit nicht ausgeschlossen
werden.
Die Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft bleiben konstant auf niedrigem
Niveau. Derzeit sind keine materiellen Risiken abzusehen. Auch unsere Retrozessionäre
verfügen über sehr gute Bonitäten. Zum Ende der Berichtsperiode bestanden die ausgewiesenen
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 157,1 (Vj. 177,2) Mio €
zu 95 (Vj. 85) % gegenüber Gesellschaften mit einem "A"-Rating oder besser.
|
|
BESTAND NOMINAL1 |
ANTEIL |
|
|
in Mio € | in % |
| AAA | 1, 2 | 0,8 |
| AA | 29,3 | 18,7 |
| A | 118,0 | 75,1 |
| BBB | 3,5 | 2,2 |
| BB | 0,5 | 0,3 |
| B | - | - |
| CCC und geringer | - | - |
| Ohne Rating | 4,6 | 2,9 |
Von den ausgewiesenen Forderungen gegenüber Rückversicherern waren zum Bilanzstichtag
0,6 (Vj. 0,4) Mio € länger als 90 Tage ausstehend. Deren Begleichung wird jedoch im
Jahr 2011 erwartet.
Adressrisiken begrenzen wir durch sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner
sowie durch breit diversifizierte Anlagen. Dabei berücksichtigen wir die für die jeweiligen
Geschäftszweige geltenden Kapitalanlagevorschriften. Die Vertragspartner und Wertpapiere
beschränken sich vornehmlich auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich.
Die Adressrisiken der W&W AG steuern wir strategisch und strukturell auf Basis der
in der Risikostrategie verabschiedeten Vorgaben.
Die Rückversicherungsaktivitäten sind in der Rückversicherungseinheit der Württembergische
Versicherung AG gebündelt. Die operative Steuerung unserer Eigengeschäftsaktivitäten
obliegt unserer Front-Office-Einheit Kapitalanlagen. Die zuständigen Risikocontrollingbereiche
fungieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung
besitzen die Bereiche zusammen mit dem Konzernrisikomanagement übergeordnete Methoden-
sowie Modellkompetenzen.
Wir überwachen Kreditrisiken nicht nur auf Einzelebene, sondern bewerten sie auf Portfolioebene
mit unserem Kreditportfoliomodell. Die gehaltenen Rentenpapiere werden ökonomisch
bewertet, das heißt unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme und mittels
eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells. Die Verlustverteilung wird mit
Monte-Carlo-Simulationen generiert. Das stochastische Modell stützt sich auf Marktdaten
und bezieht sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch Übergangswahrscheinlichkeiten
zwischen verschiedenen Bonitätsklassen mit ein. Als Steuerungsinstrumentarium ermöglicht
unser kontinuierlich weiterentwickeltes Kreditportfoliomodell, Kreditlinien an Rating-Veränderungen
dynamisch anzupassen.
Im Risikobereich Adressrisiken betrachten wir regelmäßig Stress-Szenarien, anhand
derer wir die Auswirkungen veränderter Parameterannahmen sowie simulierter Ausfälle
wesentlicher Kontrahenten und Rückversicherungspartner auf unser Adressrisikoprofil
analysieren.
Um Emittenten zu beurteilen und Linien festzulegen, bedient sich die W&W AG der Einschätzungen
internationaler Rating-Agenturen, die durch eigene Risikoeinstufungen ergänzt werden.
Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten werden ständig überprüft.
Länderrisiken werden mit einer Systematik zur Überwachung und Steuerung von Länderlimiten
beurteilt. Linien für einzelne Länder werden anhand volkswirtschaftlicher Rahmendaten
(zum Beispiel Staatsverschuldung, Bruttoinlandsprodukt) sowie externer und interner
Bonitätseinschätzungen abgeleitet.
Um das Kontrahentenrisiko für Handelsgeschäfte zu minimieren, werden in der Regel
Barsicherheiten hereingenommen. Grundlage bilden Rahmenverträge mit den jeweiligen
Kontrahenten, die auf marktüblichen Standards wie dem ISDA Master Agreement oder dem
Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte basieren.
Um Risiken, die sich aus der Entwicklung der Kapitalmärkte ergeben können, frühzeitig
zu identifizieren, beobachten und analysieren wir unsere Investments genau. Hierbei
stützen wir uns auf die in der W&W Asset Management GmbH vorhandene volkswirtschaftliche
Expertise. Die Auslastung der Limite und Anlagelinien wird durch die dezentralen Risikocontrollingeinheiten
sowie übergreifend durch das Konzernrisikomanagement überwacht.
Drohenden Ausfällen aus Kapitalanlagen oder aus dem Rückversicherungsgeschäft wird
in der Ergebnisrechnung durch angemessene Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung
getragen.
Adressrisiken stellen mit 4,4 % lediglich einen geringen Anteil am gesamten Risikokapitalbedarf
der W&W AG dar.

Innerhalb der Adressrisiken nehmen die Risiken aus unseren Eigengeschäftsaktivitäten
mit 4 % den wesentlichen Teil ein, wohingegen Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft
lediglich einen marginalen Teil am gesamten internen Risikokapital beanspruchen.
Die Adressrisiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie.
Die Limite wurden eingehalten
| ― |
Angemessene Schadenreservierung und ausreichender Rückversicherungsschutz. |
| ― |
Positive Abwicklung: "Run-off-Risiken" Altgeschäft Württ UK rückläufig. |
Unter versicherungstechnischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich -
bei vorab kalkulierten Prämien - aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung
von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben.

Die W&W AG betreibt selbst kein Erstversicherungsgeschäft. Im Rahmen unserer Tätigkeit
als Rückversicherer übernehmen wir jedoch versicherungstechnische Risiken unserer
Einzelgesellschaften, in erster Linie von der Württembergische Versicherung AG.
Sinkende oder nicht bedarfsgerecht kalkulierte Prämien können bei stabiler oder wachsender
Kosten- und Schadenentwicklung zu nicht auskömmlichen Prämien führen. Die langfristige
Entwicklung der Nettoschadenquoten (Quotient der Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle
zu den Nettoprämien) und der Nettoabwicklungsquoten (Quotient der Nettoabwicklungsergebnisse
von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zu den Eingangsschadenrückstellungen)
stellt sich für die W&W AG wie folgt dar:

Das Reserverisiko besteht im Fall einer nicht angemessenen Schadenreservierung. Die
Abwicklung von Schadenfällen kann zeitlich und in ihrer Höhe schwanken, sodass bei
hohen Volatilitäten die gebildeten Reserven für Schadenleistungen möglicherweise nicht
ausreichen. Grundsätze und Ziele der Zeichnungspolitik sowie die Definition zulässiger
Geschäfte und der zugehörigen Verantwortlichkeiten werden in Strategien sowie in Zeichnungsrichtlinien
dokumentiert und mindestens jährlich überprüft.
Die Beschränkung auf konzerninterne Geschäfte ermöglicht einen genauen und langjährigen
Einblick in die Vertragsbestände unserer Erstversicherer, sodass wir die übernommenen
Versicherungsrisiken gut einschätzen können. Die Prämien werden nach marktüblichen
Verfahren und zu marktüblichen Preisen kalkuliert. Die W&W AG geht den internen Bestimmungen
folgend nur solche Versicherungsgeschäfte ein, deren Risiken überwiegend kalkulierbar
und in der Höhe nicht existenzgefährdend sind. Nicht beeinflussbare zufallsabhängige
Risiken sind durch geeignete und angemessene Sicherungsinstrumente (z. B. Rückversicherung)
zu begrenzen.
Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird nur noch
sehr begrenzt über die Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben. Terrorrisiken
wurden aus den Verträgen weitgehend ausgeschlossen oder an den Spezialversicherer
Extremus weitergeleitet.
Das Risikomanagement der versicherungstechnischen Risiken der W&W AG ist eng in das
Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe eingebunden. Risikorelevante Sachverhalte und
Analyseergebnisse werden im vierteljährlich erstellten Risikobericht im Vorstand,
in regelmäßig zusammentreffenden Gremien sowie in diversen Arbeitsgruppen und Projekten
erörtert. Controllingeinheiten messen die versicherungstechnischen Risiken.
Um versicherungstechnische Risiken zu messen, verwenden wir ein ökonomisches Modell,
welches auf einem Value-at-Risk-Ansatz basiert. In der Schaden- und Unfallversicherung
erfolgt die Berechnung mit Monte-Carlo-Simulationen. Zur Abschätzung von Katastrophenereignissen
greift die W&W-Gruppe auf Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter Rückversicherungsunternehmen
und -makler zurück. Diese Resultate fließen in unser stochastisches Modell ein.
Der Verlust aus versicherungstechnischen Risiken wird über vorgegebene Risikolimite
begrenzt. Die Limitauslastung wird laufend überwacht.
Ein angemessener Rückversicherungsschutz für Einzelrisiken sowie für spartenübergreifende
Kumulrisiken reduziert die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung.
Das Rückversicherungsprogramm wird jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit
angepasst. Dabei wird auf die Bonität der Rückversicherer großer Wert gelegt.
Grundsätzlich wird die versicherungstechnische Entwicklung über ein stringentes Controlling
von Prämien, Kosten, Schäden und Leistungen laufend analysiert und überwacht. Die
Run-off-Risiken der ehemaligen Niederlassung Württ UK werden mittels eines Servicevertrages
durch die Antares Underwriting Services Ltd. unter enger Aufsicht und Steuerung der
Württembergische Versicherung AG abgewickelt. Wir überwachen die Abwicklungsrisiken
durch ein Mandat im Antares Board, externe Run-off-Reviews und kontinuierliche Prüfung
der Schadenreserven durch den Antares-Chefaktuar (Run-off-Reserve-Reviews).
Für eingetretene Schadenfälle bildet die W&W AG rechtzeitig angemessene Vorsorge.
Die Grafik im Kapitel "Interne Kapitaladäquanz" (Abschnitt "Internes Risikokapital",
Seite 264) veranschaulicht die Gewichtung des für versicherungstechnische Risiken
reservierten Risikokapitals. Zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W AG tragen die
versicherungstechnischen Risiken insgesamt einen Anteil von weniger als 4 % bei. Die
versicherungstechnischen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit
der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.
| ― |
Rechts- und Compliancerisiken durch Rechtsprechung und Verbraucherschutz. |
| ― |
Prozessrisiken durch Integrationsprojekte und konzernweite Prozessharmonisierung. |
Unter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit
oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern
getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen ebenfalls
dazu. Operationelle Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit von Unternehmen
unvermeidlich. Prinzipiell sind sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe gegenüber
operationellen Risiken exponiert. Um operationelle Risiken zu erfassen, schätzen Experten
diese quartalsweise im Rahmen der Risikoinventur ein.

Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende
europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte sowie
von Offenlegungsanforderungen. Die in der Kredit- und Versicherungsbranche anhängigen
Rechtsverfahren können zu nachträglichen finanziellen Rückforderungen führen.
Systemrisiken entstehen infolge des vollständigen beziehungsweise des teilweisen Ausfalls
(IT-Ausfallrisiko) sowie der Unangemessenheit von internen Systemen, technischen Einrichtungen
und DV-Anwendungen. Trotz bereits erreichter Erfolge in der Systemkonsolidierung erschwert
es die heterogene, von Fusionen geprägte IT-Landschaft, die Systempflege sowie Daten
zusammenzufassen, zu analysieren und Prozessabläufe zu automatisieren. Unsere Gegenmaßnahmen
besitzen hohe Priorität, um mangelnde Kosteneffizienz sowie den Informationsdefiziten
bzgl. bereichs- und unternehmensübergreifender Betrachtungen zu begegnen.
Integrationsprojekte, interne Reorganisationsvorhaben und regulatorische Neuerungen
der Finanzwirtschaft, verbunden mit unseren ambitionierten Zielsetzungen, verlangen
unseren Mitarbeitern Bestleistungen ab und können zu erhöhten Personalauslastungen
führen. Um unsere Mitarbeiter zu unterstützen, setzen wir auf ein effektives Personalmanagement.
Der Vorstand der W&W-Gruppe legt die Strategie und die Rahmenbedingungen für das Management
operationeller Risiken fest. Durch ihren heterogenen Charakter sind diese in bestimmten
Fällen jedoch nicht vollständig zu vermeiden. Daher ist es unser Ziel, operationelle
Risiken zu minimieren. Die Restrisiken akzeptieren wir. Konsistente Prozesse, einheitliche
Standards und ein implementiertes internes Kontrollsystem sollen das effektive Management
operationeller Risiken ermöglichen.
Operationelle Risiken werden grundsätzlich dezentral gemanagt und sind Aufgabe der
verantwortlichen Organisationseinheiten. Die Federführung bei der Identifizierung
und Steuerung von Rechtsrisiken liegt vorrangig im Bereich Konzernrecht. Als zentrales
Gremium für Compliance-relevante Sachverhalte ist das Group Compliance Committee etabliert.
Steuerrisiken werden vom Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und gehandhabt.
Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch
die System- und IT-Risiken der betreuten Einzelunternehmen abbildet und lenkt. Unser
Business-Continuity-Management ist zentral in der Wüstenrot und Württembergische Servicegesellschaft
mbH gebündelt und sorgt dafür, dass auch bei einer gravierenden Störung des Geschäftsbetriebes
die kritischen Geschäftsprozesse aufrechterhalten und fortgeführt werden.
Unser internes Modell berücksichtigt den Risikokapitalbedarf für operationelle Risiken.
Für diesen Risikobereich wird der Ansatz der jeweils aktuellsten Quantitativen Auswirkungsstudie
(QIS) gemäß Solvency II verwendet.
Das Risikoinventar der W&W AG wird in einer Softwareanwendung systematisch erfasst
und bewertet. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit
und des Schadenpotenziales eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine
Risikomatrix. Das operationelle Risikoprofil wird von der Risikocontrollingeinheit
konsolidiert und den Risikogremien regelmäßig zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf
der Risikoinventur werden Szenarienanalysen erstellt, um die Gefährdungslage und Sensitivität
von operationellen Risiken einzuschätzen. Die hohe organisatorische Durchdringung
der Risk-Assessments trägt wesentlich zur Förderung der Risikokultur in der W&W-Gruppe
bei.
Für den Geschäftsbetrieb wesentliche Prozessabläufe und Kontrollmechanismen werden
im internen Kontrollsystem der W&W-Gruppe nach einheitlichen Standards systematisch
dokumentiert, regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Softwareanwendung Risk and
Compliance Manager unterstützt bei der Prozessmodellierung und Kontrolldokumentation
systemtechnisch. In anderen Systemen befindliche Kontrolldokumentationen werden schrittweise
in die neue Anwendung überführt.Durch die Verknüpfung von Prozessen und Risiken sowie
die Identifikation von Schlüsselkontrollen werden operationelle Risiken adressiert.
Der Erfolg der W&W-Gruppe hängt wesentlich von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern
ab. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei,
ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben gerecht zu werden. Über Mitarbeiterbefragungen
sowie Kommunikationsplattformen versuchen wir, auf mögliche Änderungen in der Verbundenheit
unserer Mitarbeiter rechtzeitig zu reagieren, um die Identifikation mit der W&W-Gruppe
zu festigen. Um das Fluktuationsrisiko zu handhaben, analysieren wir regelmäßig die
quantitative und qualitative Fluktuation.
Um unseren Geschäftsbetrieb bei Prozess- und Systemausfällen zu sichern und fortzuführen,
wurden gruppenübergreifend in einer Auswirkungsanalyse kritische Prozesse identifiziert.
Die bereits entwickelten Notfallpläne unterliegen regelmäßigen Funktionsprüfungen.
Um operationelle Risiken zu begrenzen, existieren Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien
und umfassende betrieblichen Regelungen.
Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme bilden
die Grundlage für das effektive Management von Systemrisiken. Der optimierte Einsatz
unserer EDV-Systeme trägt zur Reduktion komplexer IT-Infrastruktur bei. Das zusätzlich
aufgebaute System- und Anwendungs-Know-how hilft, IT-Engpässe zu vermeiden. Ein weiterentwickeltes
Informationssicherheitsmanagementsystem sowie das für Systemausfälle vorgesehene Notfallmanagement
minimieren das IT-Ausfallrisiko.
Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der
Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Unsere Rechtsabteilung
verfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden relevante Gesetzesvorhaben, die
Entwicklung der Rechtsprechung sowie neue Vorgaben der Aufsichtsbehörden.
Der für operationelle Risiken bemessene Risikokapitalbedarf verläuft entsprechend
der gewählten Messmethodik über Standardansätze relativ konstant. Die Grafik im Kapitel
"Interne Kapitaladäquanz" (Abschnitt "Internes Risikokapital", Seite 264) veranschaulicht
die Gewichtung des für operationelle Risiken reservierten Risikokapitals. Insgesamt
tragen operationelle Risiken in der W&W AG mit 1,1 % zum gesamten Risikokapitalbedarf
bei. Die eingegangenen operationellen Risiken standen 2010 durchgängig im Einklang
mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.
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Regulatorische Entwicklungen (Basel III, Solvency II) bergen Kapitalisierungsrisiken. |
| ― |
Druck auf Erträge im Kapitalanlagebereich aufgrund des Niedrigzinsniveaus. |
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Strategische Positionierung der W&W-Gruppe durch Übernahmen gefestigt. |
Unter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus Entscheidungen
des Managements hinsichtlich der Geschäftsstrategie oder deren Ausführung bzw. einem
Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele resultieren. Strategische Risiken
beinhalten neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko, den Gefahren aus einem veränderten
rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeld auch die Risiken auf den Absatz-
und Beschaffungsmärkten, Kosten- und Ertragsrisiken sowie Reputationsrisiken.

Strategische Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit sowie Veränderungen
im Branchenumfeld unvermeidlich. Als strategische Obergesellschaft ist die W&W AG
besonders gegenüber strategischen Risiken exponiert. Experten schätzen im Rahmen der
Risikoinventur die Gesamtheit aller strategischen Risiken quartalsmäßig ein.
Unsere wesentlichen Ertragsrisiken bestehen aus potenziellen Unterschreitungen der
geplanten wirtschaftlichen Erträge aus unseren Kapitalanlagen und Beteiligungen.
Im regulatorischen Umfeld beobachten wir steigende Anforderungen an die Kapitalisierung
und Liquiditätsausstattung unserer Tochterunternehmen. Insgesamt erwarten wir aus
den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (Solvency II, Basel III) deutlich
steigende Kapitalanforderungen. Durch die anstehende Überarbeitung der Finanzkonglomeraterichtlinie
könnten zusätzliche Anforderungen an die Kapitalausstattung sowie die Aufbau- und
Ablauforganisation der W&W AG als übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen entstehen.
Würde der Ruf des Unternehmens oder der Marke beschädigt, besteht das Risiko, direkt
oder künftig Geschäftsvolumen zu verlieren. Dadurch könnte der Unternehmenswert verringert
werden. Als VorsorgeSpezialist sind wir in besonderem Maße bei den Kunden auf unsere
Reputation als solide, sichere Unternehmensgruppe angewiesen.
Grundsätzlich sollen keine existenzgefährdenden Einzelrisiken eingegangen werden.
Die Risiken werden minimiert durch eine bedarfs- und kostenorientierte Wachstumspolitik.
Risikokosten werden grundsätzlich kalkulatorisch berücksichtigt.
Die W&W-Gruppe unter Führung der W&W AG als strategische Management Holding konzentriert
sich auf den deutschen und tschechischen Markt im Privat- und Gewerbekundengeschäft
(bei Versicherungen) und möchte durch eine umfassende und zielgruppengerechte Produktpolitik
eine größere Marktdurchdringung erreichen, das vorhandene Kundenpotenzial besser ausschöpfen
sowie die Kundenbindung ausbauen. Hierdurch soll ein dauerhaft profitables, risikoarmes
Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielt werden.
Da der Erfolg der Gruppe vom Vertrauen der vorhandenen und potenziellen Kunden in
die Leistungsfähigkeit der W&W-Gruppe abhängt, ist es entscheidend, das positive Image
durch verantwortungsvolles und kundenorientiertes Handeln weiter zu stärken und Entwicklungen
zum Schaden der Reputation der Marken abzuwenden.
Das Zukunftsprogramm "W&W 2012" legt, abgestimmt auf diese strategischen Ziele, die
Schwerpunkte auf die fünf Erfolgsschlüssel "Wachstum", "Werthaltigkeit", "Nachhaltigkeit",
und "Wahrnehmung als der Vorsorge-Spezialist" sowie auf ein "überdurchschnittliches
Risikomanagement". Die ambitionierten Ziele des Programms unterliegen aufgrund einer
Vielzahl von internen und externen Einflussfaktoren diversen strategischen Risiken.
Durch die vorausschauende Handhabung der für unser Geschäftsmodell kritischen Erfolgsfaktoren
versuchen wir, unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir streben an, strategische
Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung
entwickeln und einleiten zu können.
Grundsätze und Ziele der Geschäftspolitik sowie der hieraus abgeleiteten Vertriebs-
und Umsatzziele sind in der Geschäftsstrategie und den Vertriebsplanungen enthalten.
Die Steuerung der Geschäftsrisiken obliegt dem Gesamtvorstand. Abhängig von der Tragweite
einer Entscheidung ist gegebenenfalls die Abstimmung mit dem Aufsichtsrat notwendig.
Unsere operativen Einheiten identifizieren und bewerten Reputationsrisiken innerhalb
ihrer Geschäftsprozesse. Um Rechtsverstöße zu vermeiden und aufzudecken, haben wir
ein Group Compliance Committee etabliert. Unser Verhaltenskodex, zu dem wir unter
anderem auch interne Schulungen durchführen, formuliert die wesentlichen Regeln und
Grundsätze für rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter.
Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie
Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir geschäftsfeldübergreifend
in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell, indem wir dafür einen angemessenen
Anteil am Risikodeckungspotenzial bereitstellen.
Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken
sowie unsere Handlungsoptionen. Im Zuge unseres Kapitalmanagements (siehe Seite 263)
werden verschiedene Szenarien entwickelt, um Kapitalisierungsrisiken der W&W-Gruppe
zu quantifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Im Sinne eines Frühwarnsystems zur Identifikation von Megatrends dient unser Emerging-Risk-Management
dazu, strategische Risiken rechtzeitig herauszukristallisieren und Gegenmaßnahmen
einzuleiten.
Ob das Programm "W&W 2012" realisierbar ist, unterliegt sowohl einer Vielzahl von
internen als auch externen Einflussfaktoren. Diese Risiken werden laufend über Programm-
und Projektberichte überwacht, die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegt werden.
Um Betrugsrisiken vorzugreifen, hat die W&W-Gruppe das Projekt "Fraud Prevention"
initiiert. In diesem Rahmen wurden Maßnahmen erarbeitet, um gesetzliche Vorgaben sowie
regulatorische Anforderungen über Kontrollen und technische Sicherungssysteme einzuhalten
sowie die Mitarbeiter für das Thema Betrugsprävention zu sensibilisieren. Durch implementierte
und dokumentierte Prozesskontrollen, die Fraud-relevante Handlungen vermeiden und
reduzieren helfen, wird Reputationsschäden entgegengewirkt.
Im Rahmen des BCM wird durch die bewusste Implementierung der Kategorie "Außenwirkungen"
die Identifikation der für Reputationsrisiken sensiblen Prozesse erreicht. Aufgesetzte
Wiederherstellungspläne mildern mögliche Folgeschäden beim Eintritt von Reputationsrisiken
ab.
| ― |
Wettbewerbsvorteil Finanzkonglomerat: Diversifikation der Refinanzierungsquellen. |
| ― |
Solide Liquiditätslage der W&W AG. |
Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen können,
dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs-
und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeitsrisiko),
um unsere fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Die Liquiditätsplanung ermöglicht die Steuerung und Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit
der W&W AG.
Die W&W AG weist einen in der Regel positiven Liquiditätssaldo aus. Dieser ist durch
fließende Dividendenerträge sowie durch Rückflüsse aus Kapitalanlagen gekennzeichnet.
Marktliquiditätsrisiken entstehen hauptsächlich wegen unzulänglicher Markttiefe oder
Marktstörungen in Krisensituationen. Bei Eintritt können Kapitalanlagen überhaupt
nicht, nur in geringfügigen Volumina beziehungsweise unter Inkaufnahme von Abschlägen
veräußert werden. Die derzeitige Lage an den Kapitalmärkten lässt keine akuten materiellen
Marktliquiditätsrisiken für die Kapitalanlagen der W&W AG erkennen.
Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen
jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik liegt
unter anderem darauf, die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Bestehende gesetzliche,
aufsichtsrechtliche und interne Bestimmungen sind dabei ständig und dauerhaft zu erfüllen.
Die eingerichteten Systeme sollen durch vorausschauende Planung und operative Cash-Disposition
Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen. Absehbaren Liquiditätsengpässen ist durch
geeignete Maßnahmen frühzeitig zu begegnen. Die Möglichkeit, bei Bedarf unsere Konzernliquidität
zu bündeln, sehen wir als Wettbewerbsvorteil.
Die Abteilung Konzernrisikomanagement überwacht und konsolidiert die Liquiditätspläne
kontinuierlich. Für das gruppenweite Controlling von Liquiditätsrisiken sowie die
Liquiditätssteuerung ist das Group Liquidity Committee zuständig. Die Liquiditätslage
wird regelmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Bei Bedarf werden
Steuerungsmaßnahmen veranlasst. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden
im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management der W&W AG gemeldet.
Durch regelmäßige Aufstellung der uns zur Verfügung stehenden Nettoliquidität sowie
die Berechnung von Liquiditäts-Gaps bewerten wir Liquiditätsrisiken.
Im Risikobereich Liquiditätsrisiken betrachten wir aus Gruppensicht regelmäßig Stressszenarien,
anhand derer wir unter anderem die Auswirkungen veränderter Geldzu- und -abflüsse,
simulierter Abschläge auf unsere Fundingpotenziale, veränderte Refinanzierungskosten
sowie unsere Notfallliquidität analysieren. An die Ergebnisse der Liquiditätsstressszenarien
sind gegebenenfalls Notfallmaßnahmen gekoppelt.
Anhand eines wöchentlichen Reportings stellen wir eine aktuelle Einschätzung unserer
Liquiditätslage sicher. Um die Liquiditätsziele zu überwachen, werden die künftig
zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenübergestellt.
Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeitstrukturen
der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Aus den ermittelten Über- oder
Unterdeckungen leiten wir die Anlage- oder Finanzierungsentscheidungen ab.
Durch Notfallpläne und die Überwachung von Liquiditätspuffern stellen wir sicher,
auch solche außergewöhnlichen Situationen bewältigen zu können. Sofern ein Unternehmen
bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, stehen gemäß
Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.
Als Obergesellschaft des Finanzkonglomerats profitiert die W&W AG gerade in angespannten
Märkten von der Diversifikation unserer Refinanzierungsquellen. Neben der Verringerung
des Refinanzierungsrisikos profitieren wir im Zuge der Diversifizierung des Funding-Potenzials
zusätzlich durch die Reduzierung unserer Refinanzierungskosten. Aspekte der Laufzeitendiversifikation
fließen in unsere Kapitalanlagepolitik ein.
Emerging Risks beschreiben Zustände, Entwicklungen oder Trends, welche die finanzielle
Stärke, die Wettbewerbsposition oder die Reputation der Gruppe oder eines Einzelunternehmens
zukünftig signifikant in ihrem Risikoprofil beeinflussen können. Die Unsicherheit
hinsichtlich Schadenpotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit ist in der Regel sehr
hoch. Die Gefahr entsteht aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, beispielsweise
wirtschaftlicher, geopolitischer, gesellschaftlicher, technologischer oder umweltbedingter
Natur.
Das Risikomanagementsystem der W&W AG umfasst entsprechend dem Umfang unseres Geschäftsmodells
einen Emerging-Risk-Management-Prozess. Dieser soll die angemessene Identifikation
von Megatrends sicherstellen. Emerging Risks frühzeitig wahrzunehmen, angemessen zu
analysieren und adäquat zu managen, begrenzt das Risiko und erschließt komparative
Wettbewerbsvorteile.
Im Zuge der Diversität des Finanzkonglomerates unterstützen interne Sensoren (z. B.
unser makroökonomischer Research, die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung)
das frühzeitige Erkennen von Emerging Risks. Ergänzend erschließen wir externe Know-how-Quellen.
Unser Key-Emerging-Risk ist die demografische Entwicklung. Der Herausforderung, dem
demografischer Wandel zu begegnen, gehört zur Kernkompetenz des VorsorgeSpezialisten
W&W.
Unter Risikokonzentrationen verstehen wir mögliche Verluste, die sich durch kumulierte
Risiken ergeben können. Wir unterscheiden zwischen "Intra"-Konzentrationen (Gleichlauf
von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart) und "Inter"-Konzentrationen (Gleichlauf
von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten oder Risikobereiche hinweg). Solche
Risikokonzentrationen können aus der Kombination von Risikoarten, wie z. B. Adressrisiken,
Marktpreisrisiken, versicherungstechnischen Risiken oder Liquiditätsrisiken, entstehen.
Hier sind beispielhaft Liquiditätsrisiken zu nennen, die gemeinsam mit Naturkatastrophen
auftreten können.
Bei der Steuerung unseres Risikoprofils achten wir darauf, in der Regel große Einzelrisiken
zu vermeiden, um ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Daneben wird im
Rahmen unserer Risikosteuerung ein angemessenes Verhältnis des Risikokapitalbedarfs
der Risikobereiche angestrebt, das unsere Anfälligkeit gegenüber einzelnen Risiken
weiter mindert. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und
Liniensystemen, klar definierte Zeichnungsrichtlinien im Versicherungsgeschäft sowie
den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes bei verschiedenen Anbietern
guter Bonität streben wir an, Konzentrationsrisiken bestmöglich zu begrenzen.
Die W&W AG investiert aufgrund bestehender aufsichtsrechtlicher Reglementierungen
(Anlageverordnungen für Versicherungen) und hoher interner Bonitätsansprüche stark
im Bereich Finanzinstitute. Demzufolge trägt die W&W AG neben dem Kreditrisiko der
einzelnen Adresse besonders das systemische Risiko des Finanzsektors.
Bei der Bewertung unserer Kreditrisiken auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell
berücksichtigen wir Konzentrationsaspekte. Dabei werden z. B. Kreditforderungen an
einzelne Schuldner und Schuldnergruppen von der Gruppe überwacht und beschränkt. Hierfür
wird ein übergreifendes Limitsystem eingesetzt, das Kredit- und Kontrahentenrisiken
der Gesamtgruppe adäquat kontrolliert.
Unverhältnismäßig große Einzelrisiken, die zu unakzeptablen Verlusten führen können,
werden einzeln streng beobachtet und unterliegen einem globalen Limitsystem.
Im Eigengeschäft begegnen wir Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen
bei einem Emittenten mit einem übergreifenden Anlageliniensystem. Dadurch stellen
wir sicher, dass Adressrisiken der W&W AG auch unter Risikokonzentrationsaspekten
adäquat kontrolliert werden. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet,
nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, z. B. eines Emittenten,
oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter
Schwellenwerte dem Konzernrisikomanagement der W&W-Gruppe angezeigt werden.
Um Risikokonzentrationen zu erkennen, sind regelmäßig unternehmensübergreifende, interdisziplinäre
Betrachtungen erforderlich, die in den etablierten Prozessabläufen nicht enthalten
sind. Wir führen deshalb kontinuierlich Analysen im Rahmen von übergreifenden Workshops
durch, um genau solche Risikokonzentrationen aufzuspüren und systematisch zu vermeiden.
Risikobereichsübergreifende Stressszenarien ermöglichen es, Risikokonzentrationen
zu erfassen. Beispielsweise können abrupte Änderungen der Stresstestergebnisse Hinweise
auf Risikokonzentrationen geben.
Als Vorsorge-Spezialist mit einer breiten Produktpalette, die sich über verschiedene
Geschäftssegmente und Regionen erstreckt, ist die Diversifikation für die W&W AG und
das Geschäftsmodell der W&W-Gruppe enorm bedeutend. Diversifikation zwischen Regionen
und Geschäftssegmenten unterstützt uns dabei, unsere Risiken effizient zu handhaben,
weil sie den wirtschaftlichen Einfluss eines einzelnen Ereignisses beschränkt. Zudem
trägt sie zu einem insgesamt relativ stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei.
Das Ausmaß, in dem der Diversifikationseffekt realisiert werden kann, hängt einerseits
von der Korrelation zwischen den Risiken ab und andererseits von der relativen Konzentration
innerhalb eines Risikobereiches. Diversifikation verstehen wir als einen der strategischen
Erfolgsfaktoren des Vorsorge-Spezialisten.
Im Jahr 2010 war für die W&W AG stets eine ausreichende interne und aufsichtsrechtliche
Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell verfügten
wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken mit hoher Sicherheit
bedecken zu können. Die Szenariorechnungen lassen ebenfalls keine Anzeichen für eine
unmittelbar aufkommende Gefahrenlage für die W&W AG erkennen. Auch die aufsichtsrechtlichen
Anforderungen an die Solvabilität haben wir jederzeit erfüllt.
Nicht zuletzt bedingt durch unser Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und
diversifizierte Liquiditätsbasis. Auf Gruppenebene als auch auf Ebene der W&W AG ist
derzeit keine Gefährdung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar.
In einem anhaltend volatilen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld besteht auch für die
W&W-Gruppe das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko. Daneben kommt dem Zinsgarantierisiko
eine herausgehobene Bedeutung zu. Zunehmendes Gefahrenpotenzial sehen wir in möglichen
Nennwertherabsetzungen bei Staats- und Nachranganleihen. Aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen
Entwicklungen (z. B. Solvency II, Basel III) erwarten wir deutlich höhere Kapitalanforderungen
für unsere strategischen Beteiligungen. Die Veränderungen im regulatorischen Umfeld
verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig und flexibel reagieren zu können.
Die W&W AG verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das es
innerhalb der betrachteten Grenzen ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen
Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten, zu steuern und zu kommunizieren.
Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten.
Zum Berichtszeitpunkt sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der W&W AG
gefährden.
Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und
Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und
deren Auswirkungen auf die Risikolage des Konzerns und der Einzelunternehmen Rechnung.
Im Jahr 2010 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres
Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften
weiter auszubauen. Einen Schwerpunkt bildete dabei die weitere Integration unserer
Datenbasis. Neben der Optimierung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells bereiten
wir uns mit einem erweiterten, funktionsübergreifenden Projekt auf Solvency II vor.
2010 haben wir die Vorbereitungen getroffen, um das Wertpapier-Risikomanagement konzernweit
in einem zentralen Wertpapier-Middle-Office organisatorisch zusammenzufassen.
Eine systematische Fortentwicklung des bestehenden konzerneinheitlichen Risikomanagements
soll auch zukünftig die stabile und nachhaltige Entfaltung der W&W AG sichern.
Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement wollen wir im Geschäftsjahr 2011
kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm
mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten entlang unseres Risikomanagementprozesses
definiert. Dabei fokussieren wir uns auf folgende Themen:
| ― |
Optimierung des internen Risikotragfähigkeitsmodells im Hinblick auf Zertifizierungsanforderungen unter Solvency II, |
| ― |
Vorbereitung auf das Solvency-II- Standardmodell, |
| ― |
Ausbau des Liquiditätsrisikocontrollings (LVaR), |
| ― |
Fortentwicklungen bei der Bewertung operationeller und strategischer Risiken, |
| ― |
weitere Verbesserung des internen Kontrollsystems, |
| ― |
Optimierung der Risikoinventur, |
| ― |
Weiterentwicklung von Datawarehousinglösungen. und des Wertpapierreportings. |
Darüber hinaus bereitet sich die W&W AG durch umfangreiche konzernweite Projekte gezielt
auf künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen vor:
| ― |
Umsetzung und Begleitung regulatorischer Entwicklungen (Solvency II, Basel III), |
| ― |
Stärkung und Anpassung der Kapitalbasis der W&W-Gruppe. |
Insgesamt ist die W&W-AG gut gerüstet, die internen und externen Anforderungen an
das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf
die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands gerichtet sind
| ― |
zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), |
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zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (HGB) sowie |
| ― |
zur Einhaltung der für unsere Gesellschaft maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. |
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts.
Der Vorstand hat insbesondere die über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis der Württembergische
Versicherung AG unterstellten Abteilungen Rechnungswesen sowie die Abteilung Konzernrevision
der W&W AG mit der Durchführung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
betraut. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis
insbesondere von der Abteilung Rechnungswesen der Württembergische Versicherung AG
erstellt.
Als Teil des internen Kontrollsystems prüft die Revision entsprechend den Regelungen
der MaRisk risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit
des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems.
Auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss sind mit eigenständigen
Prüfungstätigkeiten betraut. Ferner prüft der Abschlussprüfer prozessunabhängig den
Jahresabschluss und den Lagebericht.
Es wurden organisatorische Maßnahmen getroffen bzw. Verfahren implementiert, die die
Überwachung und Steuerung von Risiken im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
bzw. die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Dabei werden
solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich
erachtet, die die Regelungskonformität des Jahresabschlusses und des Lageberichts
beeinflussen können. Die wesentlichen Merkmale sind:
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IT-Anwendung zur Abbildung und Dokumentation interner Kontrollen, Überwachungsmaßnahmen und Effektivitätstests bezogen auf den Rechnungslegungsprozess; |
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IT-Anwendung zur Sicherstellung des Abschlussprozesses; |
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Organisationshandbücher, Richtlinien zur internen und externen Rechnungslegung sowie Bilanzierungsanweisungen; |
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angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung bezogen auf Rechnungslegungsprozess; |
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Funktionen und Aufgaben in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind eindeutig zugeordnet und die Verantwortungsbereiche und die unvereinbaren Tätigkeiten sind klar getrennt; |
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Vier-Augen-Prinzip bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, ein Zugriffsberechtigungssystem für die rechnungslegungsbezogenen Systeme sowie programminterne und manuelle Plausibilitätsprüfungen im Rahmen des gesamten Rechnungslegungsprozesses. |
Die Erfassung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten
erfolgt mit unterschiedlichen Systemen, welche über automatisierte Schnittstellen
auf Konten einer zentralen Systemlösung gebucht werden. Wesentliche Vorsysteme sind
das Wertpapierverwaltungssystem SimCorpDimension, die Bestandsführungssysteme für
die Versicherungsverträge, die Provisionsabrechnungssysteme sowie die Kundenkontokorrente.
In allen Systemen werden die gültigen Bilanzierungsvorschriften beachtet.
Die Verwaltung und Verantwortung der Kapitalanlagen sowie die Abstimmung mit dem Hauptbuch
wird von der W&W Asset Management GmbH, einer Gesellschaft der W&W-Gruppe, im Rahmen
einer Dienstleistungsvereinbarung übernommen. Die von den jeweiligen Vorsystemen bereitgestellten
Daten werden anschließend von der Abteilung Rechnungswesen kontrolliert und plausibilisiert.
Darüber hinaus werden diese Daten ebenso wie die direkt im Hauptbuch getätigten Buchungen
durch den Abschlussprüfer prozessunabhängig geprüft.
Die Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der W&W AG in
den kommenden zwei Jahren sind insgesamt gut. Der anhaltende Trend zu sicheren und
kalkulierbaren Anlageformen, besonders auch zur Altersvorsorge einschließlich Riester-Vorsorge
und der nach wie vor hohe Bedarf an Modernisierungen im Immobiliensektor wirkten sich
positiv auf das Neugeschäft der Tochterunternehmen der W&W AG aus.
Als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen
in der Finanzbranche erheblich. Vor allem "Basel III" und "Solvency II" betreffen
die W&W-Gruppe. Wir erwarten steigende Eigenmittelanforderungen und zusätzliche Kostenbelastungen
durch die erweiterten regulatorischen Pflichten.
Das Ergebnis der W&W AG wird maßgeblich durch die Dividenden und Ergebnisabführungen
der Tochterunternehmen bestimmt. Für die Jahre 2011 und 2012 erwarten wir einen Jahresüberschuss
von jeweils mindestens 80 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich geringere Dividendenerträge,
da wir in den Tochterunternehmen im Vorgriff auf Solvency II bzw. in Vorbereitung
auf Basel III zusätzliche Eigenkapitalpuffer durch Thesaurierung schaffen wollen.
Die Konjunkturprognosen für 2011 fallen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr etwas
moderater aus. Sie lassen jedoch immer noch ein solides Wirtschaftswachstum erwarten.
So spricht die jüngst schwächere Konjunkturdynamik in Ländern wie China dafür, dass
sich der deutsche Export im laufenden Jahr weniger schwungvoll als im Vorjahr entwickelt.
Ähnliches gilt für die Unternehmensinvestitionen. Hier dürften die Zuwachsraten niedriger
ausfallen. Die weiter steigende Beschäftigung sowie eine Zunahme der verfügbaren Einkommen
der Privathaushalte werden den Konsum beleben. In Deutschland wird 2011 mit einem
Anstieg der Wirtschaftsleistung um gut 2 % gerechnet. Im Jahr 2012 dürfte die deutsche
Wirtschaft aufgrund auslaufender Basiseffekte und einer allmählich restriktiver werdenden
Geldpolitik weiter an Dynamik verlieren und nur noch eine Wachstumsrate im Bereich
des langfristigen Durchschnitts von knapp 1,5 % erzielen. Dabei wird die private Konsumnachfrage
aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus und anziehender Löhne der wichtigste Wachstumsträger
sein.
Die stabilisierte Konjunktur dürfte 2011 - ausgehend von dem im langfristigen Vergleich
immer noch sehr niedrigen Zinsniveau - für steigende Renditen sorgen. Eine anhaltend
niedrige Inflation sollte das Ausmaß des Zinsanstiegs allerdings begrenzen. Hierzu
beitragen werden auch die unsichere künftige Entwicklung in den EWU-Peripheriestaaten
sowie die in den großen Industrienationen auf Rekordtief verharrenden Leitzinsen.
Im Jahr 2012 werden dann Leitzinserhöhungen der EZB insbesondere im kürzeren und mittelfristigen
Laufzeitenbereich für einen Zinsanstieg sorgen, sodass sich die Zinsstrukturkurve
wieder abflachen dürfte.
An den europäischen Aktienmärkten besteht im Jahr 2011 aufgrund der guten Entwicklung
der Unternehmensgewinne Potenzial für moderate Kurssteigerungen. Zwar wird der Anstieg
der Unternehmensgewinne voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im Vorjahr,
jedoch sollte eine sich im Laufe des Jahres stabilisierende Konjunktur die Risikobereitschaft
der Anleger wieder erhöhen. Dies wird unserer Meinung nach zu einem stärkeren Kaufinteresse
bei Aktien führen. Im Jahr 2012 ist dann vor dem Hintergrund der zuvor erzielten Kursgewinne
und einer restriktiveren Geldpolitik in den USA und der EWU nur noch mit einer Seitwärtsbewegung
bei den führenden Aktienindizes zu rechnen.
2011 und 2012 konzentrieren wir unsere Anstrengungen darauf, die bisher durch unser
erfolgreiches Programm "W&W 2009" erreichten Etappenziele zu sichern und Wachstum,
Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit weiter zu stärken. Prämissen und Anforderungen des
Zukunftsprogramms "W&W 2012", in das die W&W AG als integraler Bestandteil eingebunden
ist, richten sich auf Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang haben
wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Erstens soll die W&W-Gruppe ab 2012 einen nachhaltigen
IFRS-Konzernüberschuss von 250 Mio € jährlich ausweisen. Zweitens wollen wir in jedem
Jahr ein dauerhaft profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielen. Zum Dritten
liegt uns daran, ab 2012 die Wettbewerbs-Benchmarks vergleichbarer Mitbewerber bei
Kosten- und Service-Standards zu erreichen. Viertens wollen wir ein überdurchschnittliches
Risikomanagement etablieren. Und nicht zuletzt soll Wüstenrot & Württembergische im
Markt ab Ende 2012 als "Der Vorsorge-Spezialist" erlebbar sein.
Allerdings wird als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise die Regulierung in der
Finanzbranche erheblich verschärft. Vor allem die Vorgaben aus "Basel III" und "Solvency
II" zur Eigenkapitalausstattung werden die W&W-Gruppe betreffen.
Als Management Holding innerhalb der W&W-Gruppe bezieht die W&W AG ihre Erträge vor
allem aus Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen. Zudem wirken
sich das Rückversicherungsgeschäft (sowohl das konzerninterne als auch das -externe,
das gerade abgewickelt wird), die direkt gehaltenen Kapitalanlagen, die Verwaltungskosten
sowie die Steuern auf den Jahresüberschuss aus.
Für 2011 erwarten wir ein rückläufiges Kapitalanlageergebnis, da die von den Tochterunternehmen
an die W&W AG gezahlten Dividenden sinken werden. Im Vorgriff auf Solvency II und
Basel III werden die Töchter zusätzliche Eigenkapitalpuffer bilden und dazu einen
großen Teil des Jahresüberschusses thesaurieren. Zudem erfolgte 2010 eine einmalige
Sonderausschüttung der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH. Die zu erwartenden höheren
Erträge aus den Ergebnisabführungen können den Dividendenrückgang nicht vollständig
kompensieren. Hierbei basieren die voraussichtlich steigenden Ergebnisabführungen
im Wesentlichen auf der prognostizierten Verbesserung des versicherungstechnischen
Ergebnisses unserer Schaden-/Unfallversicherung. Für 2012 erwarten wir aus Dividenden
und Ergebnisabführungen einen leichten Anstieg gegenüber 2011 aufgrund des prognostizierten
Wachstums bei den operativen Geschäftseinheiten und durch die positiven Ergebnisauswirkungen
aus dem Zukunftsprogramm "W&W 2012".
Das Ergebnis aus den direkt gehaltenen Kapitalanlagen der W&W AG, d. h. ohne Dividenden
und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen, wird 2011 aufgrund höherer Erträge
aus Aktien- und Rentenfonds leicht steigen. 2012 gehen wir von einem Ergebnis auf
gleichem Niveau aus.
Das konzerninterne und -externe Rückversicherungsgeschäft (derzeit in Abwicklung)
lässt für die Jahre 2011 und 2012 ein positives versicherungstechnisches Ergebnis
im einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwarten. Hierbei gehen wir von einem planmäßig
verlaufenden konzernfremden Rückversicherungsgeschäft sowie von einem normalen Schadenverlauf
aus.
Die Verwaltungskosten werden 2011 wie auch 2012 auf dem Niveau von 2010 liegen. Insgesamt
rechnen wir für beide Jahre mit einem Jahresüberschuss von mindestens 80 Mio €.
Infolge unseres Liquiditätsmanagements können wir unseren finanziellen Verpflichtungen
jederzeit und dauerhaft nachkommen. Die Liquiditätsplanungen für die Jahre 2011 und
2012 stellen stets ausreichende Liquiditätsmittel bereit. Die Liquiditätslage wird
ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", auf Seite 276 beschrieben.
Die W&W AG als Holdinggesellschaft verfügt über eine sehr solide Kapitalausstattung.
Auch in den nächsten beiden Jahren erwarten wir für die W&W AG eine unverändert ausgezeichnete
Solvabilitätskennziffer.
Chancen erwachsen aus einem besseren Geschäftsverlauf unserer Beteiligungen, da dies
unsere Erträge, besonders aus Ergebnisabführungen, erhöhen würde. Eine besser als
erwartet verlaufende Abwicklung des konzernexternen Rückversicherungsgeschäfts sowie
geringere Schadenaufwendungen bieten Chancen in der Versicherungstechnik. Zudem können
sich höhere Erträge aus unseren direkt gehaltenen Kapitalanlagen ergeben, sofern die
Annahme steigender Zinsen und moderater Kursgewinne übertroffen wird.
Risiken für das Ergebnis der W&W AG bestehen in geringeren Beteiligungserträgen durch
eine verschlechterte wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften. Neben
den Unsicherheiten aus der Kapitalmarktentwicklung ergeben sich versicherungstechnische
Risiken aus der Anzahl und Höhe der Schäden.
Der vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete
Aussagen und Informationen.
Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum
heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können
mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch
mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit
der W&W AG beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit
erwarteten Ergebnissen abweichen.
Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht
übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen
und zu aktualisieren, besteht nicht.
Corporate Governance steht in der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) und im
gesamten W&W-Konzern für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle der Unternehmen. Das uns von den Anlegern, den
Finanzmärkten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit entgegengebrachte
Vertrauen wollen wir bestätigen und kontinuierlich stärken. Dabei sind gute Beziehungen
zu den Aktionären, eine transparente und zeitnahe Berichterstattung sowie die effektive
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat wesentliche Faktoren.
Der Vorstand leitet die W&W AG in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft
bei Geschäften mit Dritten. Seine wesentlichen Aufgaben liegen in der strategischen
Ausrichtung und Steuerung des W&W-Konzerns einschließlich der Einhaltung und Überwachung
eines effizienten Risikomanagementsystems. Er sorgt für ein angemessenes und wirksames
internes Revisions- und Kontrollsystem. Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des
Vorstands ist in der Geschäftsordnung geregelt.
Bereits im Zuge des Erneuerungsprogramms "W&W 2009" wurde eine Board-Struktur eingeführt.
Die zentralen Führungsgremien der W&W-Gruppe sind: Management Board, Division Boards
und Group Boards. Der Vorstand der W&W AG bildet zusammen mit dem Leiter des Geschäftsfelds
BausparBank und dem Leiter des Geschäftsfelds Versicherung das Management Board. Es
ist das zentrale Koordinationsgremium der W&W-Gruppe. Das Management Board befasst
sich unter anderem mit der Konzernsteuerung sowie der Festlegung und Fortentwicklung
der Geschäftsstrategie für den Konzern. Darüber hinaus dient es dem fachlichen Austausch
zwischen dem Vorstand und den Leitern der Geschäftsfelder bei der Integration der
Geschäftsfelder in die Konzernstrategie. Die Division Boards koordinieren geschäftsfeldspezifische
Fragestellungen, während die Group Boards geschäftsfeldübergreifende Initiativen in
den Bereichen Vertrieb, Risiko und Produkte abstimmen.
Zur weiteren Optimierung der Führungs- und Entscheidungsprozesse wurden im Sommer
2009 die Vorstandsgremien im Konzern stärker verzahnt. Die Schlüsselfunktionen Personal
und Operations in allen großen Gesellschaften der W&W-Gruppe werden seither, soweit
aufsichtsrechtlich zulässig, auf Leitungsebene von einer Person wahrgenommen. Klaus
Peter Frohmüller, Chief Operating Officer und Vorstandsmitglied der W&W AG, ist zusätzlich
Vorstandsmitglied der Württembergischen Versicherungen sowie Generalbevollmächtigter
der Wüstenrot Bausparkasse AG und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Parallel ist
die Zuständigkeit für Personal bei Dr. Michael Gutjahr gebündelt. Wie bisher schon
im Vorstand der Württembergischen Versicherungen hat Dr. Gutjahr das Ressort Personal
auch bei der W&W AG, der Wüstenrot Bausparkasse AG und als Generalbevollmächtigter
bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank übernommen. Weiterhin wurden zur effizienteren
Ausgestaltung der Führungsstruktur die Entscheidungswege gestrafft. In Weiterentwicklung
der Governance-Strukturen finden nun im 14-Tage-Rhythmus Sitzungen des Management
Boards gemeinsam mit den Division Boards statt. Diese Sitzungen sind zugleich Vorstandssitzungen
der W&W AG, Württembergische Lebensversicherung AG, Württembergische Versicherung
AG, Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank.
Dieses optimierte Führungsprofil ist ein entscheidender Eckpfeiler des nächsten Strategieschritts,
die W&W-Gruppe noch stärker als den Vorsorge-Spezialisten zu positionieren.
Federführend in der Zusammenarbeit des Vorstands mit dem Aufsichtsrat ist der Vorstandsvorsitzende.
Er hält mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig Kontakt und berät mit ihm
die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der Gesellschaft.
Er informiert den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich über wichtige Ereignisse,
die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens
von wesentlicher Bedeutung sind. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung
der W&W-Gruppe mit dem Aufsichtsrat ab. Darüber hinaus berichtet der Vorstand dem
Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Planung, die Geschäftsentwicklung
und das Risikomanagement des Unternehmens.
Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Aufsichtsrats ist ebenfalls in einer Geschäftsordnung
geregelt.
Die Rolle und Zusammensetzung von Aufsichtsräten ist im Rahmen der Finanzkrise in
den öffentlichen Fokus gerückt. Zentrale Themen der gesellschaftspolitischen Diskussion
sind dabei insbesondere Qualifikation, Unabhängigkeit und Vielfalt in Aufsichtsräten.
Der Aufsichtsrat der W&W AG hat diese Themen aufgegriffen und daraus mit Beschluss
vom 20. Dezember 2010 konkrete Ziele für seine Zusammensetzung abgeleitet.
Mit Blick auf die beiden Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung und das Ziel,
die W&W-Gruppe im nationalen Markt als "Der Vorsorge-Spezialist" zu etablieren, werden
bei den vom Aufsichtsrat zur Wahl in das Gremium vorgeschlagenen Kandidaten deren
Expertise, Erfahrungen und Fachkenntnisse sowie individuelle Qualitäten berücksichtigt.
Weitere Kriterien für Wahlvorschläge sind die Unabhängigkeit und die Einhaltung der
in § 2 Abs. 2 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vorgesehenen Altersgrenze
von 70 Jahren.
Dem Aufsichtsrat der W&W AG mit insgesamt 16 Mitgliedern gehören derzeit eine Frau
und eine nach Einschätzung des Aufsichtsrats auch angesichts der Aktionärsstruktur
ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Auch in Zukunft wird dem Aufsichtsrat
eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder, mindestens zwei, angehören. Die
angemessene Berücksichtigung von Frauen ist ein erklärtes Ziel bei der Besetzung des
Aufsichtsrats. Mittelfristig streben wir eine paritätische Besetzung an. Der Aufsichtsrat
hält diese Quote vor dem Hintergrund der allgemeinen Gleichberechtigung für angemessen.
Mit Blick auf die Zeitpunkte der Wahlen zum Aufsichtsrat soll das Ziel für die Anteilseignervertreter
bis zum Jahr 2014, für die Arbeitnehmervertreter bis zum Jahr 2016 erfüllt sein. Wir
respektieren die freie Wahlentscheidung der jeweils Wahlberechtigten. Aufgrund der
unternehmensspezifischen Situation hält der Aufsichtsrat es nicht für erforderlich,
eine bestimmte Mindestzahl von Aufsichtsratsmitgliedern anzustreben, die insbesondere
das Merkmal "Internationalität" repräsentieren, da der wesentliche Schwerpunkt der
Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe im nationalen Versicherungs- und BausparBank-Bereich
liegt. Die Einbeziehung und die Zusammenarbeit von Aufsichträten mit unterschiedlichen
Hintergründen und Denkweisen bereichert jedoch das Gremium grundsätzlich und fördert
die Diskussionskultur. Dies führt letztlich zu einer effizienteren und effektiveren
Kontroll- und Beratungstätigkeit.
Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig, zuletzt im Geschäftsjahr 2009, die Effizienz
seiner Tätigkeit. Die nächste Effizienzprüfung findet im Geschäftsjahr 2011 statt.
Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion
bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft
entstehen können, werden dem Aufsichtsrat(svorsitzenden) offengelegt und in den Bericht
des Aufsichtsrats aufgenommen.
Der Aufsichtsrat der W&W AG hat vier ständige Ausschüsse eingerichtet:
Die Sitzungen des Prüfungsausschusses finden halbjährlich zur Vorbereitung der Bilanz-
und Planungssitzungen des Aufsichtsrats statt. Halbjahresfinanzberichte werden mit
dem Vorstand in Telefonkonferenzen erörtert.
Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung
des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck
hat er die Aufgabe, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten
Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung vorab zu prüfen. Er erörtert
zudem wesentliche Änderungen von Prüfungs- und Bilanzierungsmethoden. Die Prüfung
der Honorarvereinbarung und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers fällt ebenso in
den Aufgabenbereich des Ausschusses wie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte.
Zum Aufgabenbereich des Prüfungsausschusses gehören ebenfalls die Überwachung der
Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen
Revisionssystems sowie die Befassung mit Fragen der Compliance. Ferner befasst sich
der Prüfungsausschuss mit Fragen der Geschäfts- und Risikostrategien auf Gesellschafts-
und Gruppenebene. Der Vorstand berichtet über die Geschäfts- und Risikostrategien
sowie über die Risikosituation der Gesellschaft und der Gruppe. Darüber hinaus lässt
sich der Prüfungsausschuss über die Arbeit der internen Revision unterrichten, insbesondere
über den Prüfungsplan, besonders schwerwiegende Feststellungen und ihre Erledigung.
Darüber hinaus tritt der Ausschuss bei Bedarf zusammen. Im Geschäftsjahr 2010 fanden
zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und eine Telefonkonferenz statt. Der Prüfungsausschuss
besteht aus acht Mitgliedern, von denen jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter
sind.
Ulrich Ruetz (Vorsitzender)
Hans-Peter Braun
Wolfgang Dahlen
Dr. Rainer Hägele
Dr. Reiner Hagemann (unabhängiger Finanzexperte)
Kirsten Hermann
Hans Dietmar
Sauer Christian Zahn
Der Personalausschuss hält mindestens eine Sitzung pro Kalenderjahr ab und tritt darüber
hinaus nach Bedarf zusammen. Zentrale Aufgabe des Personalausschusses ist die Vorbereitung
der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung und Abberufung
von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden des Vorstands. Er beschließt
über den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungs- und Pensionsverträge
der Vorstandsmitglieder. Dies gilt nicht für die Festsetzung der Vergütung und Entscheidungen
nach § 87 Abs. 2 Satz 1 und 2 AktG (VorstAG); über diese beschließt der Aufsichtsrat
nach Vorbereitung durch den Personalausschuss. Der Personalausschuss besteht aus jeweils
zwei Mitgliedern der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter. Der Vorsitzende
des Aufsichtsrats ist Vorsitzender des Ausschusses. Im Geschäftsjahr 2010 fanden zwei
Sitzungen des Personalausschusses statt.
Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)
Rolf Henrich
Joachim E. Schielke
Frank Weber
Den Verwaltungsausschuss bilden jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter.
Der Ausschuss tritt bei Bedarf zusammen, beispielsweise zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen.
Im Geschäftsjahr 2010 hat der Verwaltungsausschuss einmal getagt.
Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)
Christian Brand
Dr. Rainer Hägele
Rolf Henrich
Ulrich Ruetz
Matthias Schell
Walter Specht
Frank Weber
Darüber hinaus verfügt der Aufsichtsrat über den nach dem Mitbestimmungsgesetz (MitbestG)
zu bildenden Vermittlungsausschuss. Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat
Personalvorschläge, wenn die für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern
erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden ist.
Dem Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter
kraft Amtes sowie jeweils ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und
der Arbeitnehmer gewähltes weiteres Mitglied an.
Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)
Rolf Henrich
Dr. Wolfgang Knapp
Walter Specht
Mit dem erstmals 2002 von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz formulierten Kodex - zuletzt geändert
am 26. Mai 2010 - sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung
und Unternehmensüberwachung für nationale und internationale Investoren transparent
gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften
zu stärken. Der Kodex enthält Empfehlungen und Anregungen für den Umgang mit den Aktionären,
für das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, zur Vermeidung von Interessenkonflikten,
für hohe Transparenz und für eine informative Rechnungslegung.
Die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der W&W AG wurde auch in
diesem Jahr von Vorstand und Aufsichtsrat überprüft und angepasst. Am 20. Dezember
2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der W&W AG die Entsprechenserklärung nach § 161
Aktiengesetz abgegeben und darin die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 als verbindlich anerkannt. Dabei haben Vorstand
und Aufsichtsrat der W&W AG Folgendes erklärt:
Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers
am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher
Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde und wird mit nachstehenden
Ausnahmen entsprochen:
Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 und 3 soll für den Fall, dass die Gesellschaft für den Aufsichtsrat
eine D&O-Versicherung abschließt, ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens
bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart
werden. Hiervon weicht die Wüstenrot & Württembergische AG ab, denn ein erheblicher
Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichheitssatzes jeweils nur einheitlich
sein kann, würde Aufsichtsratsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen
sehr unterschiedlich treffen. Ein weniger vermögendes Mitglied des Aufsichtsrats könnte
im Ernstfall in existenzielle Schwierigkeiten kommen, was in Anbetracht gleicher Pflichten
nicht als gerecht zu betrachten ist.
Nach Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich
mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge
an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Hiervon weicht die Wüstenrot
& Württembergische AG ab. In Anbetracht der Aktionärsstruktur wird kein Bedarf für
ein derartiges zusätzliches Gremium gesehen.
Für den Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2009 bis
zum 1. Juli 2010 hat die Wüstenrot & Württembergische AG den Empfehlungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit den bereits vorgenannten
Einschränkungen entsprochen.
Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde den Aktionären und der Öffentlichkeit auf
der Website der Gesellschaft unter www.ww-ag.com/corporate-governance unverzüglich
und dauerhaft zugänglich gemacht. Zugleich sind die Entsprechenserklärungen aus den
Jahren 2004 bis 2009 ebenfalls im Netz abrufbar. Über wesentliche Termine werden unsere
Aktionäre regelmäßig mit einem Finanzkalender unterrichtet, der in diesem Geschäftsbericht
sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht ist. Sämtliche Dokumente und
Informationen zur Hauptversammlung, die Geschäftsberichte und Zwischenberichte sowie
Presseinformationen und Ad-hoc-Mitteilungen sind ebenfalls auf der Website verfügbar.
Unsere Kommunikation hat den Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen
zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle
Interessentengruppen zeitnah über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren.
Die W&W AG wirkt auf die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen
Richtlinien durch eine konzernweite Compliance-Organisation hin.
Zur Steigerung der Effizienz der Compliance wurde ein "Group Compliance Committee"
eingerichtet, das sich aus dem Leiter Konzern Recht und Compliance, dem Leiter Konzernrisikomanagement,
dem Konzern-Compliance-Beauftragten sowie dem Konzern-Beauftragten für Geldwäsche
und Wertpapiercompliance und dem Leiter Konzernrevision zusammensetzt. Das Gremium
tagt regelmäßig, mindestens einmal im Monat, und tritt bei Bedarf auch ad hoc zusammen.
Dies gewährleistet die enge Zusammenarbeit und den laufenden Informationsaustausch
zwischen den relevanten Compliance-Bereichen im Konzern.
In der W&W-Gruppe ist ein Verhaltenskodex etabliert. Dieser gilt für alle Organmitglieder,
Führungskräfte und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Ergänzt wird der Verhaltenskodex
durch ein konzernweit veröffentlichtes Handbuch, das unter anderem konkrete Beispiele
für Konfliktsituationen und ihre Lösungen bietet.
Zudem unterstützt ein (Konzern-)Ombudsmann die Mitarbeiter der W&W-Gruppe, falls diese
auf gewichtige und strafrechtlich bedeutsame Vorgänge im Unternehmen aufmerksam machen
wollen.
Führungskräfte und Mitarbeiter werden anhand von ausführlichen Dokumentationen über
das Insiderrecht und das Kartellrecht unterrichtet. Anhand von Beispielen und Selbstkontrollmöglichkeiten
werden die Rechtsgebiete für die Praxis verständlich vermittelt.
Das börsennotierte Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG, die Württembergische
Lebensversicherung AG, hat am 30. Dezember 2010 ebenfalls eine Entsprechenserklärung
abgegeben. Auch unsere nicht börsennotierten inländischen Tochterunternehmen beachten
grundsätzlich die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Unter Beachtung der seit Sommer 2009 in Kraft getretenen zahlreichen neuen rechtlichen
Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate
Governance Kodex (DCGK) hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2010 eine neue
Ausgestaltung der Vergütungssystematik für den Vorstand beginnend ab dem Geschäftsjahr
2010 beschlossen. In Übereinstimmung mit dem DCGK werden im Folgenden die Grundzüge
des neuen Vergütungssystems für den Vorstand und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen
Komponenten erläutert.
Im Einklang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK wird
künftig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente
vom Aufsichtsratsplenum beschlossen. Der Personalausschuss, dem der Beschluss nach
alter Rechtslage oblag, führt alle für den Beschluss notwendigen Vorbereitungen durch.
Das Aufsichtsratsplenum prüft das Vergütungssystem mindestens einmal jährlich.
Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich zusammen aus einer erfolgsunabhängigen
und einer erfolgsabhängigen Komponente im Verhältnis 4 zu 1. Die erfolgsunabhängige
Komponente ist eine fixe Vergütung, die aus einem Festgehalt (pensionsberechtigt)
und einer Zulage besteht. Die erfolgsabhängige Komponente wird in Form einer Zieltantieme
gewährt.
Die erfolgsabhängige Tantieme ist an ein Zielvereinbarungssystem gekoppelt. Die für
ein abgelaufenes Geschäftsjahr zugeteilte Höhe der Tantieme eines Vorstandsmitglieds
hängt von der jeweiligen Erreichung der betreffenden Unternehmensziele und Individualziele
ab. Die Bandbreite der Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 %. Die Unternehmensziele
entsprechen der vom Aufsichtsrat der W&W AG verabschiedeten Jahresplanung. Die Individualziele
werden zwischen dem einzelnen Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Das
gesamte Konzept erlaubt eine erfolgsabhängige und an operationalen Zielgrößen orientierte
Bemessung des variablen Vergütungsbestandteils und somit eine in höherem Maße leistungsorientierte
Vergütung.
Die für die Zielvereinbarungen 2010 geltenden Zielgrößen klassifizieren sich in kurz-,
mittel- und langfristige Ziele und richten sich nach Kennzahlen wie Jahresergebnis,
Verwaltungskosten, Nettovertriebsleistung, wertorientierte Beitragssumme, Cross-Selling-Punkten
sowie individuellen Zielen. Die Gewichtung der Zielgrößen innerhalb der erfolgsabhängigen
Vergütung ist durch verstärkte Berücksichtigung von Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.
Die Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung erfolgt teilweise gestreckt: 50 % werden
im Folgejahr nach Feststellung des Zielerreichungsgrades sofort ausgezahlt, die anderen
50 % des erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteiles werden über einen Zeitraum von
drei Jahren zurückbehalten und unter den Vorbehalt von Verfallsklauseln gestellt.
Die Auszahlung des zurückgehaltenen Betrages erfolgt nur, wenn der W&W-Konzern in
den betreffenden drei Jahren ein durchschnittliches IFRS-Ergebnis nach Steuern in
Höhe von 100 Mio € p. a. und in keinem der drei Jahre einen Verlust ausweist. Liegt
das durchschnittliche Konzernergebnis unterhalb der Schwelle von 100 Mio € p. a. oder
weist der Konzern in einem oder mehreren Jahren einen Verlust aus, so verfällt der
zurückgehaltene Betrag für das betreffende Geschäftsjahr endgültig und vollständig.
Die gestreckte Auszahlung betrifft erstmals die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile
des Geschäftsjahres 2010, die im Jahr 2011 bzw. 2014 zur Auszahlung anstehen.
Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen im W&W-Konzern nicht.
Als Nebenleistungen erhalten die Vorstände einen Dienstwagen, eine Gruppenunfallversicherung
sowie eine Reisegepäckversicherung.
Die Gesellschaft hat gemäß aktienrechtlicher Anforderungen eine Versicherung zur Absicherung
eines jeden Vorstandsmitglieds gegen Risiken aus dessen beruflicher Tätigkeit für
die Gesellschaft abgeschlossen. Die Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 %
des Schadens, maximal aber 150 % der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds
vor.
Mit allen Vorstandsmitgliedern wurden Abfindungsobergrenzen in Höhe von maximal zwei
Jahresgehältern vereinbart. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel,
die eine Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall einer Übernahme
enthält.
Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder erfolgt seit 2007 über eine beitragsorientierte
Versorgungszusage. Dies betrifft ein Vorstandsmitglied. Für ein früher bestelltes
Vorstandsmitglied gilt noch die seinerzeit übliche leistungsorientierte Versorgungszusage
in Form eines Festbetrages, der überwiegend vom vorherigen Arbeitgeber getragen wird.
Mit zwei Vorstandsmitgliedern ist keine Altersversorgung vereinbart. Hiervon erhält
ein Vorstandsmitglied seine Altersversorgung von einem anderen Konzernunternehmen.
Das Ruhegehalt wird, soweit vereinbart, grundsätzlich gewährt mit Vollendung des 65.
Lebensjahres, bei einem Vorstandsmitglied ab dem 62. Lebensjahr sowie bei vorzeitigem
Ausscheiden ab dem 61. Lebensjahr und im Falle der Dienstunfähigkeit. Bei der leistungsorientierten
Vergütungszusage erhöht sich das Ruhegehalt bei einer Erhöhung des Festgehalts bzw.
bei einer Erhöhung der Tarifgehälter des privaten Bankgewerbes, wobei die Erhöhung
nach Beginn der Versorgungszusage auf den Anstieg des Preisindexes für die Lebenshaltung
zuzüglich 2 % begrenzt ist. Bei der beitragsorientierten Versorgungszusage werden
die Leistungen gem. § 16 Abs. 3 BetrAVG um 1 % jährlich angepasst. Die Versorgung
umfasst eine Witwen-/Witwerrente in Höhe von 60 % des Ruhegehalts und eine Waisenrente
von in der Regel 20 %. Bei der leistungsorientierten Versorgungszusage werden Versorgungsansprüche
auf betriebliche Altersversorgungsleistungen gegen Dritte angerechnet. Die Ansprüche
auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung sind unverfallbar. Ein Vorstandsmitglied
erhält bei Nichtverlängerung des Dienstvertrages über die zweite Amtszeit hinaus,
ohne dass es hierfür einen wichtigen Grund gegeben hat, ein Übergangsgeld in Höhe
der Berufsunfähigkeitsrente von 89 Tsd €.
Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen
für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer
erfolgsbezogenen Tantieme. Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung
beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende,
die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre
ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden
das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.
Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht
sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende
beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten
Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.
Detaillierte Angaben enthält der ausführliche Vergütungsbericht im Anhang ab Seite
315.
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
1 977 | 2 471 |
| B. | Kapitalanlagen |
|
|
|
|
| I. | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
|
86 335 |
|
88 452 |
| II. | Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
|
- |
|
|
1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1 518 318 |
|
|
1 530 458 |
|
|
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 172 397 |
|
|
135 551 |
|
|
3. Beteiligungen | 26 940 |
|
|
28 615 |
|
|
|
|
1 717 655 |
|
1 694 624 |
| III. | Sonstige Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
|
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
430 899 |
|
|
390 332 |
|
|
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
19 086 |
|
|
17 502 |
|
|
3. Sonstige Ausleihungen | 370 226 |
|
|
305 226 |
|
|
4. Einlagen bei Kreditinstituten | 103 744 |
|
|
120 570 |
|
|
5. Andere Kapitalanlagen | 87 |
|
|
87 |
|
|
|
|
924 042 |
|
833 717 |
| IV. | Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft |
|
41 934 |
|
39 693 |
|
|
|
|
|
2 769 966 | 2 656 486 |
| C. | Forderungen |
|
|
|
|
| I. | Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft |
|
30 295 |
|
49 884 |
|
|
Davon an verbundene Unternehmen - (Vj. 619) Tsd € |
|
|
|
|
| II. | Sonstige Forderungen |
|
150 125 |
|
243 417 |
|
|
Davon an verbundene Unternehmen 95 438 (Vj. 193 597) Tsd € |
|
180 420 | 293 301 | |
| ÜBERTRAG |
|
|
2 952 363 | 2 952 258 | |
| D. | Sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| I. | Sachanlagen und Vorräte |
|
742 |
|
636 |
| II. | Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand | 1 366 |
|
11 679 | |
|
|
Davon bei verbundenen Unternehmen 931 (Vj. 10 635) Tsd € |
|
2 108 | 12 315 | |
| E. | Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
|
| I. | Abgegrenzte Zinsen und Mieten |
|
11 579 |
|
8 519 |
| II. | Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten |
|
3 222 |
|
2 066 |
|
|
|
|
|
14 801 | 10 585 |
| SUMME DER AKTIVA |
|
|
2 969 272 | 2 975 158 | |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| A. | Eigenkapital |
|
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital |
|
481 068 |
|
481 068 |
| II. | Kapitalrücklage |
|
979 281 |
|
979 281 |
| III. | Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
|
Andere Gewinnrücklagen | 256 630 |
|
|
206 548 |
|
|
|
|
256 630 |
|
206 548 |
| IV. | Bilanzgewinn |
|
63 570 |
|
65 654 |
|
|
|
|
|
1 780 549 | 1 732 551 |
| B. | Versicherungstechnische Rückstellungen |
|
|
|
|
| I. | Beitragsüberträge |
|
|
|
|
|
|
1. Bruttobetrag | 21 364 |
|
|
20 308 |
|
|
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
1 652 |
|
|
1 471 |
|
|
|
|
19 712 |
|
18 837 |
| II. | Deckungsrückstellung |
|
|
|
|
|
|
1. Bruttobetrag | 37 455 |
|
|
35 857 |
|
|
|
|
37 455 |
|
35 857 |
| III. | Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
|
1. Bruttobetrag | 452 336 |
|
|
459 186 |
|
|
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
95 009 |
|
|
95 396 |
|
|
|
|
357 327 |
|
363 790 |
| IV. | Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen |
|
37 212 |
|
38 399 |
| V. | Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen |
|
|
|
|
|
|
1. Bruttobetrag | 4 244 |
|
|
4 491 |
|
|
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft |
876 |
|
|
1 224 |
|
|
|
|
3 368 |
|
3 267 |
|
|
|
|
|
455 074 | 460 150 |
| ÜBERTRAG |
|
|
2 235 623 | 2 192 701 | |
| C. | Andere Rückstellungen |
|
|
|
|
| I. | Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen |
|
566 572 |
|
546 338 |
| II. | Steuerrückstellungen |
|
81 313 |
|
114 451 |
| III. | Sonstige Rückstellungen |
|
27 754 |
|
31 488 |
|
|
|
|
|
675 639 | 692 277 |
| D. | Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft |
|
|
15 429 | 10 505 |
| E. | Andere Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
| I. | Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft |
|
35 216 |
|
73 052 |
|
|
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 26 521 (Vj. 40 819) Tsd € |
|
|
|
|
| II. | Sonstige Verbindlichkeiten |
|
7 345 |
|
6 601 |
|
|
Davon aus Steuern 289 (Vj. 35) Tsd € |
|
|
|
|
|
|
Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5 062 (Vj. 4 172) Tsd € |
|
42 561 | 79 653 | |
| F. | Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
20 | 22 |
| SUMME DER PASSIVA |
|
|
2 969 272 | 2 975 158 | |
| in Tsd € | 1.1.2010 bis 31.12.2010 |
1.1.2010 bis 31.12.2010 |
1.1.2010 bis 31.12.2010 |
1.1.2009 bis 31.12.2009 |
|
| I. | Versicherungstechnische Rechnung |
|
|
|
|
| 1. | Verdiente Beiträge für eigene Rechnung |
|
|
|
|
|
|
a) Gebuchte Bruttobeiträge | 258 650 |
|
|
252 704 |
|
|
b) Abgegebene RückVersicherungsbeiträge | 57 234 |
|
|
52 564 |
|
|
|
|
201 416 |
|
200 140 |
|
|
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge | - 1 056 |
|
|
3 116 |
|
|
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen |
181 |
|
|
312 |
|
|
|
|
- 875 |
|
3 428 |
|
|
|
|
|
200 541 | 203 568 |
| 2. | Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung |
|
|
1 266 | 1 356 |
| 3. | Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung |
|
|
397 | 412 |
| 4. | Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung |
|
|
|
|
|
|
a) Zahlungen für Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
|
aa) Bruttobetrag | 173 465 |
|
|
175 341 |
|
|
bb) Anteil der Rückversicherer | 27 692 |
|
|
30 257 |
|
|
|
|
145 773 |
|
145 084 |
|
|
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
|
aa) Bruttobetrag | - 11321 |
|
|
- 46 278 |
|
|
bb) Anteil der Rückversicherer | - 410 |
|
|
- 16 427 |
|
|
|
|
- 10 911 |
|
- 29 851 |
|
|
|
|
|
134 862 | 115 233 |
| 5. | Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen |
|
|
|
|
|
|
a) Netto-Deckungsrückstellung |
|
- 1 597 |
|
451 |
|
|
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen |
|
- 101 |
|
- 212 |
|
|
|
|
|
- 1 698 | 239 |
| 6. | Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung |
|
|
|
|
|
|
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb |
|
72 803 |
|
85 379 |
|
|
b) Davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft |
|
12 425 |
|
11 638 |
|
|
|
|
|
60 378 | 73 741 |
| 7. | Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung |
|
|
1 060 | 1 134 |
| 8. | ZWISCHENSUMME |
|
|
4 206 | 15 467 |
| 9. | Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen |
|
|
1 187 | - 1 537 |
| 10. | Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung |
|
|
5 393 | 13 930 |
| ÜBERTRAG |
|
|
5 393 | 13 930 | |
| II. | Nichtversicherungstechnische Rechnung |
|
|
|
|
| 1. | Erträge aus Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
|
a) Erträge aus Beteiligungen | 98 887 |
|
|
37 047 |
|
|
Davon aus verbundenen Unternehmen 97 582 (Vj. 36 250) Tsd |
|
|
|
|
|
|
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen | 33 918 |
|
|
28 275 |
|
|
Davon aus verbundenen Unternehmen 16 326 (Vj. 8 093) Tsd € |
|
|
|
|
|
|
c) Erträge aus Zuschreibungen | 4 383 |
|
|
17 325 |
|
|
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 8 379 |
|
|
14 990 |
|
|
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen | 88 432 |
|
|
186 724 |
|
|
f) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil | - |
|
|
9 491 |
|
|
|
|
233 999 |
|
293 852 |
| 2. | Aufwendungen für Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
|
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen |
8 009 |
|
|
2 806 |
|
|
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen | 33 876 |
|
|
49 382 |
|
|
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen | 4 |
|
|
3 257 |
|
|
|
|
41 889 |
|
55 445 |
|
|
|
|
192 110 |
|
238 407 |
| 3. | Technischer Zinsertrag |
|
- 1 231 |
|
- 1 254 |
|
|
|
|
|
190 879 | 237 153 |
| 4. | Sonstige Erträge |
|
63 939 |
|
46 493 |
| 5. | Sonstige Aufwendungen |
|
127 840 |
|
116 480 |
|
|
|
|
|
- 63 901 | - 69 987 |
| 6. | Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit |
|
|
132 371 | 181096 |
| 7. | Außerordentliche Erträge |
|
- |
|
12 405 |
| 8. | Außerordentliche Aufwendungen |
|
1 997 |
|
- |
| 9. | Außerordentliches Ergebnis |
|
|
- 1 997 | 12 405 |
| 10. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
27 303 |
|
78 368 |
| 11. | Sonstige Steuern |
|
- 41 |
|
- |
|
|
|
|
|
27 262 | 78 368 |
| 12. | JAHRESÜBERSCHUSS |
|
|
103 112 | 115 133 |
| 13. | Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
|
|
458 | 521 |
| 14. | Einstellungen in Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
|
d) Andere Gewinnrücklagen |
|
|
40 000 | 50 000 |
| 15. | BILANZGEWINN |
|
|
63 570 | 65 654 |
Die Wüstenrot & Württembergische AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht
nach den gesetzlichen Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG),
des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsrecht
- VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).
Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, vermindert
um die auch steuerlich zulässigen Abschreibungen.
Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger
linearer Abschreibungen bewertet.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten,
vermindert um die zulässigen linearen bzw. degressiven planmäßigen Abschreibungen,
oder mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen
werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen haben wir zu Anschaffungskosten
angesetzt, vermindert um Abschreibungen gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB.
Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere Wertpapiere sind
nach dem Niederstwertprinzip bewertet, und zwar in der Weise, dass pro Gattung Durchschnittskurse
gebildet wurden.
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und -darlehen sowie übrige Ausleihungen
sind mit den Nennwerten bewertet. Agio- und Disagiobeträge werden durch aktive und
passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeiten verteilt.
Einlagen bei Kreditinstituten sowie die Depotforderungen und Abrechnungsforderungen
aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit den Nennwerten angesetzt.
Die anderen Kapitalanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Zins- und Mietforderungen sowie die sonstigen
Forderungen sind mit Nennbeträgen bewertet. Pauschalwertberichtigungen werden aufgrund
von Einzelerhebungen und nach Erfahrungswerten der letzten Jahre gebildet und aktivisch
abgesetzt.
Das Sachanlagevermögen - Vermögenswerte mit einem Netto-Anschaffungswert über 1 000
€ - wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um lineare
Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß amtlicher Afa-Tabellen.
Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr
voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert
über 150 € und bis zu 1 000 € werden entsprechend der steuerlichen Regelung im Zugangsjahr
voll aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.
Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten angesetzt.
Die Zeitwerte für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken wurden nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren
berechnet. Bei den Zeitwerten von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen legen
wir den Ertragswert oder den Substanzwert zugrunde. Für die Zeitwerte der übrigen
Kapitalanlagen wird der notierte Kurswert oder ein auf Basis anerkannter, marktüblicher
finanzmathematischer Modelle ermittelter Marktwert angesetzt. Die Zeitwerte der Investmentanteile
ergeben sich aus den Rücknahmewerten unter Berücksichtigung von Ausschüttungen.
Die Beitragsüberträge des übernommenen Geschäfts wurden nach den Angaben der Vorversicherer
und unter Beachtung der aufsichtsbehördlichen Vorschriften angesetzt.
Die Deckungsrückstellung für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr und für das
Lebensgeschäft wurde gemäß Angabe der Vorversicherer eingestellt.
Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das übernommene
Geschäft wurden nach den Angaben der Vorversicherer berechnet, gegebenenfalls ergänzt
um eigene Erkenntnisse.
Die in dem Posten D. IV. enthaltene Schwankungsrückstellung wurde nach der Anlage
zu § 29 RechVersV gebildet.
Die Rückstellung für Atomanlagen und die Großrisikenrückstellung für die Produkt-Haftpflichtversicherung
von Pharma-Risiken wurden nach § 30 RechVersV gebildet.
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den Angaben der
Vorversicherer gebildet, gegebenenfalls ergänzt um eigene Erkenntnisse.
Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurde
den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend berechnet.
Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe
des Erfüllungsbetrags gemäß BilMoG erfolgte mittels der Projected-Unit-Credit-Methode
auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2005 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes
von 5,16 (Vj. 5,0) %, eines Gehaltstrends von 3,0 % p. a., einem Rententrend von 2,0
% p. a und einer Fluktuationsannahme von 3,5 % p. a. (Tarifbereich) bzw. 1,0 % p.
a. (Vertragsbereich). Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
zum 1. Januar 2010 in Höhe von 117,3 Mio €, der sich aus der Differenz zwischen der
alten HGB-Berechnung und der neuen Berechnung gemäß BilMoG (mit Zins 5,25 %) ergibt,
ist bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel
zuzuführen. Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung von 108,8 Mio €.
Im Rahmen des Saldierungsgebots werden die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen
(2,4 Mio €) mit ihrem Zeitwert berücksichtigt. Dieser setzt sich zusammen aus dem
Deckungskapital zzgl. Überschussbeteiligung, Anteil an Bewertungsreserven und Schlussüberschussbeteiligung.
Für am Abschlussstichtag bestehende rechtliche Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen
wird unter Berücksichtigung der Arbeitgeberaufwendungen zur Sozialversicherung eine
Rückstellung in Höhe des Barwerts der künftigen Aufstockungsleistungen und des Erfüllungsrückstandes
aus vorgeleisteter Arbeit des Arbeitnehmers passiviert. Der Rechnungszinssatz beträgt
4,5 %. Biometrische Faktoren werden bei der Bemessung der Rückstellung über einen
pauschalen Abschlag in Höhe von 2 % abgebildet. Erstattungsansprüche gegenüber der
Agentur für Arbeit werden im Falle der Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes mit dem
Barwert der Verpflichtung saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit
dem nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung
künftiger Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Die Preis- und Kostensteigerungen
orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung
mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt. Der Zins entspricht dem von der Bundesbank
gemäß der RückAbzinsVO veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben
Jahre bei einer entsprechend angenommenen Restlaufzeit.
Die Depotverbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der zum
Nominalwert bewerteten Anleihen, mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.
Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten angesetzt.
Die Forderungen und Verbindlichkeiten des Vorjahres und die Bilanzposten per Bilanzstichtag
wurden zum EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.
Die aus dem Vorjahr übernommenen Beitragsüberträge und Schadenreserven wurden zum
Bilanzstichtag mit dem EZB-Referenzkurs neu bewertet.
Die bei den Kapitalanlagen geführten Posten in fremder Währung werden grundsätzlich
nach den Regeln der Einzelbewertung entsprechend dem Niederstwertprinzip in Euro bewertet.
Daneben befolgen wir bei unseren größten Fremdwährungspositionen das Prinzip der kongruenten
Bedeckung je Währung. Soweit danach Kapitalanlagen in fremder Währung zur Abdeckung
bestimmter versicherungstechnischer Verpflichtungen in fremder Währung gehalten werden,
sind sie zum Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.
Die Umsätze der aktiven Rückversicherung buchen wir während des Jahres in Originalwährung.
Die entsprechenden Aufwendungen und Erträge wurden mit demselben Kurs in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Aufwendungen und Erträge des nichtversicherungstechnischen Bereichs sind mit dem Kurs
am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.
Das konzernfremde aktive Rückversicherungsgeschäft wird zeitversetzt im Folgejahr
gebucht, während das von verbundenen Unternehmen übernommene Geschäft im Berichtsjahr
erfasst wird.
Aufgrund der zeitversetzten Buchung wurden 2010 für 2009 Beitragseinnahmen in Höhe
von 8,9 Mio € erfasst.
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung
des BilMoG vom 25. Mai 2009 in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung
von Versicherungsunternehmen aufgestellt. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67
Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird für Rückstellungen nicht ausgeübt. Auf die Angabe der Vorjahreszahlen
wird gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet.
Aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei Grundstücken,
grundstücksgleichen Rechten und Bauten resultieren passive latente Steuern, die insbesondere
mit aktiven latenten Steuern aus Aktien, Investmentanteilen und andere festverzinslichen
Wertpapieren, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und
Rückstellungen für Pensionen verrechnet, d. h. saldiert werden. Da nach Saldierung
die aktiven Steuerlatenzen über die passiven Steuerlatenzen hinausgehen, werden die
aktiven Steuerlatenzen in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht
aktiviert.
Unter diesem Posten weisen wir entgeltlich erworbene Versicherungsbestände aus, die
entsprechend der Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden. Die Entwicklung
der immateriellen Vermögensgegenstände ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt.
Die Entwicklung der Kapitalanlagen ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt.
Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Kursverluste sind mit 0,6 (Vj. 3,1)
Mio € bzw. Kursgewinne mit 2,1 (Vj. 0,5) Mio € bei den Ab- bzw. Zuschreibungen aufgeführt.
In der Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Währungsschwankungen bei den Posten
"Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" erfasst.
Unser Grundbesitz umfasst zum Bilanzstichtag 5 (Vj. 5) Grundstücke mit einem Bilanzwert
von 86,3 (Vj. 88,5) Mio €.
Die Angaben zu den Beteiligungen sind gemäß § 285 Nr. 11 HGB in der Tabelle "Anteilsbesitzliste"
aufgeführt.
In der Auflistung sind sämtliche Gesellschaften aufgeführt, an denen die W&W AG mehr
als 5 % der Anteile besitzt.
| in Tsd € | 2010 | 2009 |
| Aktien | 11 375 | 10 092 |
| Investmentanteile | 415 224 | 376 787 |
| Börsenfähige Genussscheine | 4 300 | 3 453 |
| GESAMT | 430 899 | 390 332 |
| in Tsd € | 2010 | 2009 |
| Namensschuldverschreibungen | 180 226 | 150 226 |
| Schuldscheinforderungen und Darlehen | 175 000 | 140 000 |
| Übrige Ausleihungen | 15 000 | 15 000 |
| GESAMT | 370 226 | 305 226 |
Von den Sonstigen Ausleihungen wurden, aufgrund der Rückzahlung zum Nennwert, Namensschuldverschreibungen
mit einem Buchwert von 15,0 Mio € und einem Zeitwert von 14,3 Mio € nicht abgeschrieben
(Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB).
Wir haben zum Ende des Berichtsjahres Tages- und Termingelder in Höhe von 103,7 (Vj.
120,6) Mio € bei verbundenen Unternehmen angelegt.
|
|
BUCHWERT | BEIZULEGENDER ZEITWERT |
BEWERTUNGS- RESERVEN |
| in Tsd € |
|
|
|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
86 335 | 95 992 | 9 657 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1 518 318 | 2 570 868 | 1 052 550 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 172 397 | 179 175 | 6 778 |
| Beteiligungen | 26 940 | 35 607 | 8 667 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 430 899 | 450 855 | 19 956 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 19 086 | 19 118 | 32 |
| Sonstige Ausleihungen | 370 226 | 378 583 | 8 357 |
| Einlagen bei Kreditinstituten | 103 744 | 103 837 | 93 |
| Andere Kapitalanlagen | 87 | 87 | - |
| Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft | 41 934 | 41 934 | - |
| GESAMT | 2 769 966 | 3 876 056 | 1 106 090 |
Im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen ergeben sich Bewertungsreserven in Höhe
von 39,93 %.
| FONDSNAME | ANLAGEZIEL | ZERTIFIKATS- WERT NACH § 36 INVG |
BUCHWERT | DIFFERENZ ZUM BUCHWERT |
IN 2010 ERFOLGTE AUS- SCHÜTTUNGEN |
|
|
|
in Tsd € | in Tsd € | in Tsd € | in Tsd € |
| BWInvest-76 | gemischter Fonds | 267 590 | 254 838 | 12 752 | - |
| Bwinvest-99 | gemischter Fonds | 71 391 | 66 807 | 4 584 | 1 |
| LBBW AM-EMB3 | Rentenfonds | 41 926 | 40 000 | 1 926 | - |
| W+W Intl-Global Strategie | Aktienfonds | 53 579 | 53 579 | - | - |
Es sind keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bekannt. Lediglich
bei der Rückgabe aller Fondsanteile besteht eine Kündigungsfrist von drei Monaten.
Außer den Forderungen aus dem allgemeinen Abrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen
in Höhe von 6,0 (Vj. 6,3) Mio € werden hier im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen
mit 88,4 (Vj. 186,7) Mio € und aus Steuererstattungsansprüchen mit 54,5 (Vj. 47,3)
Mio € ausgewiesen.
Hier sind die Agiobeträge aus dem Erwerb von Schuldscheindarlehen in Höhe von 1,0
(Vj. 0,9) Mio € und aus dem Erwerb von Namensschuldverschreibungen in Höhe von 2,3
(Vj. 1,1) Mio € enthalten.
Das gezeichnete Kapital von 481,1 (Vj. 481,1) Mio € ist eingeteilt in 91 992 622 (Vj.
91 992 622) auf den Namen lautende Stückaktien.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 979,3 (Vj. 979,3) Mio € und betrifft
das Agio aus der Kapitaleinlage.
Die Gewinnrücklagen sind aufgrund der Einstellung von 40,0 Mio € aus dem Jahresüberschuss
2010 und der durch die Hauptversammlung beschlossenen Einstellung von 10 Mio € aus
dem Bilanzgewinn 2009 von 206,5 auf 256,6 Mio € gestiegen.
Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB wurden 82,4 Tsd € aus der Auflösung von Rückstellungen
in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Nach Einstellung von 40,0 Mio € in die Gewinnrücklagen durch den Vorstand ergibt sich
ein Bilanzgewinn von 63,6 (Vj. 65,7) Mio €. In diesem ist ein Gewinnvortrag aus dem
Vorjahr in Höhe von 0,5 (Vj. 0,5) Mio € enthalten.
Neben den Pensionsrückstellungen für die Wüstenrot & Württembergische AG und Mitarbeiter
der ehemaligen Württembergische Feuerversicherung AG sowie der Gemeinschaft der Freunde
Wüstenrot GmbH werden hier die Pensionsrückstellungen für 9 (Vj. 10) Tochterunternehmen
ausgewiesen. Für diese hat die Wüstenrot & Württembergische AG gegen Leistung einer
einmaligen Ausgleichszahlung in Höhe des damaligen Teilwerts ihren Schuldbeitritt
zu deren Pensionszusagen erklärt und im Innenverhältnis gegenüber diesen Gesellschaften
die Erfüllung dieser Pensionsverpflichtungen übernommen.
Zum Bilanzstichtag betragen die Pensionsrückstellungen 566,6 (Vj. 544,1) Mio €. In
diesen 566,6 Mio € ist die Saldierung des Aktivwertes in Höhe von 2,4 Mio € enthalten.
Die vertragliche Vereinbarung über die Altersversorgung zwischen der Wüstenrot Haus-
und Städtebau GmbH und der Wüstenrot & Württembergische AG vom Dezember 1999 wurde
mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 aufgehoben.
Enthalten sind hier Rückstellungen für den Personalbereich mit 8,8 (Vj. 7,3) Mio €,
für den Jahresabschluss mit 1,1 (Vj. 1,0) Mio €, für vertragliche Risiken mit 7,9
(Vj. 8,9) Mio € und Sonstige Rückstellungen in Höhe von 9,9 (Vj. 14,3) Mio €. In den
Sonstigen Rückstellungen sind Leistungen für Altersteilzeit enthalten. Diese Position
beinhaltet ab 2010 den Teil der Rückstellung, der nicht durch eine Rückdeckungsversicherung
insolvenzsicher ausfinanziert ist. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen für Versorgungszusagen,
die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung
von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen saldiert.
Analog wird mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden
Vermögen verfahren. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem Zeitwert
berücksichtigt. Dieser setzt sich zusammen aus dem Deckungskapital zzgl. Überschussbeteiligung,
Anteil an Bewertungsreserven und Schlussüberschussbeteiligung.
Die Position Leistungen für Altersteilzeit zum 31. Dezember 2010 ermittelt sich wie
folgt:
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Erfüllungsbetrag der verdienten Ansprüche | 1 583 | 1 229 |
| Davon mit dem Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung saldierungsfähig | 1 039 | - |
| ANSATZ | 543 | 1 229 |
Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5,1 (Vj.
4,2) Mio €, Lieferanten- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 (Vj. 1,7)
Mio € und Verbindlichkeiten aus Beiträgen an den Pensionssicherungsverein in Höhe
von 0,4 (Vj. 0,6) Mio €.
Hier sind ausschließlich Disagiobeträge für Schuldscheindarlehen in Höhe von 20 (Vj.
22) Tsd € enthalten.
Hierunter werden gemäß § 38 RechVersV die Zinsen auf Renten- und Beitragsdeckungsrückstellungen
nach Abzug des Anteils der Rückversicherer ausgewiesen. Ferner umfasst die Position
die Zinsen auf die Deckungsrückstellung für das in Rückdeckung übernommene Lebensversicherungsgeschäft.
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergaben sich Gewinne in Höhe von 23,3
(Vj. 36,1) Mio €.
Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betragen 72,8 (Vj. 85,4) Mio €,
davon entfallen 71,9 (Vj. 84,8) Mio € auf die Abschlusskosten und 0,9 (Vj. 0,6) Mio
€ auf den Verwaltungsaufwand.
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 8 863 | - |
| Andere Kapitalanlagen | 25 055 | 28 275 |
| GESAMT | 33 918 | 28 275 |
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Verbundene Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 5 | - |
| Beteiligungen | - | 226 |
| Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | 10 390 |
| Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 8 374 | 4 374 |
| GESAMT | 8 379 | 14 990 |
Vom ausgewiesenen Betrag entfallen 29,8 (Vj. 48,0) Mio € auf Abschreibungen gemäß
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, davon 28,0 (Vj. 48,0) Mio € auf verbundene Unternehmen.
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Verbundene Unternehmen | 4 | - |
| Beteiligungen | - | 18 |
| Aktien und nicht festverzinsliche Wertpapiere | - | 2 195 |
| Inhaberschuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere | - | 1 044 |
| GESAMT | 4 | 3 257 |
Neben Dienstleistungserträgen in Höhe von 55,6 (Vj. 37,1) Mio € sind hier Erträge
aus der Auflösung von Rückstellungen über 0,4 (Vj. 1,6) Mio €, Währungskursgewinne
von 0,7 (Vj. 5,4) Mio €, Zinserträge mit 3,1 (Vj. 0,5) Mio € sowie Erträge aus der
Abzinsung von Rückstellungen von 0,2 (Vj. -) Mio € enthalten.
Die wesentlichen Posten sind hier Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung
in Höhe von 16,3 (Vj. 41,8) Mio €, Verwaltungsaufwendungen - welche Aufwendungen für
erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 55,6 (Vj. 37,1) Mio € enthalten - von 96,7
(Vj. 67,5) Mio €, Zinsaufwendungen mit 12,3 (Vj. 0,7) Mio €, Währungskursverluste
mit 1,0 (Vj. 5,5) Mio € sowie Aufwand für Rückstellungsbildung über 1,0 (Vj. 0,4)
Mio €.
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen für die Abzinsung von Rückstellungen in
Höhe von 11,2 (Vj. - ) Mio € enthalten.
Aus der Umstellung auf BilMoG zum 1. Januar 2010 sind folgende Beträge im außerordentlichen
Aufwand ausgewiesen worden:
| in Tsd € | 31.12.2010 |
| 1/15-Zuführung Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1 849 |
| Zuführung Überbrückungs-Rückstellung ehem. Mitarbeiter | 83 |
| Zuführung Rückstellung für Altersteilzeit | 52 |
| Zuführung Rückstellung für Jubiläumszuwendungen | 13 |
| GESAMT | 1 997 |
Der hier ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 27,3 Mio € betrifft im Wesentlichen
das laufende Geschäftsjahr.
Aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei Grundstücken,
grundstücksgleichen Rechten und Bauten resultieren passive latente Steuern, die insbesondere
mit aktiven latenten Steuern aus Aktien, Investmentanteilen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und
Rückstellungen für Pensionen verrechnet, d. h. saldiert werden. Da nach Saldierung
die aktiven Steuerlatenzen über die passiven Steuerlatenzen hinausgehen, werden die
aktiven Steuerlatenzen in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht
aktiviert.
Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren
in- und ausländischen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB):
| a) | Konzernmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten |
| b) | Drittmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten |
| c) | Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien |
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg
| ― |
b) Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Vorsitzender |
Dipl.-Soziologe
Mitarbeiter Personalmanagement
Vorsitzender des Vorstands Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank
| ― |
b) Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH, Wasseralfingen |
| ― |
c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart |
Abteilungsleiter W&W Service GmbH
Bezirksdirektor der Württembergische Versicherung AG
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Württembergischen Versicherungen
Ehemaliger Bereichsvorstand der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG
| ― |
b) DAB Bank AG, München |
Rechtsanwalt, Ministerialdirektor a. D., Finanzministerium
Baden-Württemberg
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG,
ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz AG
| ― |
b) E.ON Energie AG, München |
Mitglied des Betriebsrats der Wüstenrot Bausparkasse AG
Fachspezialistin Kundenservice Wüstenrot Bausparkasse AG
Rechtsanwalt & Avocat
Cleary Gottlieb LLP, Brüssel
| ― |
b) Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg |
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BERU AG
| ― |
b) Eisenwerke Fried. Wilh. Düker GmbH & Co KGaA, Laufach |
| ― |
c) Weber-Hydraulik GmbH, Güglingen |
Abteilungsleiter Konzernrechnungswesen
Wüstenrot & Württembergische AG
Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergische Bank
Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg
| ― |
b) Dürr AG, Stuttgart |
| ― |
c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, Vorsitzender |
Vorsitzender des Betriebsrats der W&W Service GmbH
Vorsitzender des Betriebsrats der Württembergischen Versicherungen, Standort Karlsruhe
| ― |
a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart |
Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bundesverwaltung
Konzernkommunikation, Konzernvorstandsstab, Konzernrevision,
Konzern Recht und Compliance, Kunden-, Produkt- und Vertriebsmanagement
| ― |
a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender |
| ― |
c) Wüstenrot hypotecni banka a.s., Prag, Vorsitzender |
Konzernorganisation und Services, Kapitalanlagen W&W AG
| ― |
a) W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg, Vorsitzender |
| ― |
b) V-Bank AG, München |
| ― |
c) Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Ludwigsburg |
Konzernpersonal
| ― |
c) Antares Holding Ltd., Bermuda |
Konzerncontrolling, Konzernrechnungswesen, Konzernrisikomanagement
| ― |
a) Württembergische Versicherung AG, Stuttgart |
| ― |
b) V-Bank AG, München, Vorsitzender |
| ― |
c) Wüstenrot pojišt'ovna a.s., Prag, stellvertretender Vorsitzender |
Bei den noch nicht eingeforderten Kapitaleinzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen,
Beteiligungen und Aktien bestehen finanzielle Verpflichtungen von 53,7 (53,7) Mio
€.
Gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e. V. hat die W&W AG eine Erklärung abgegeben,
wonach sie sich verpflichtet, diesen von allen Verlusten freizustellen, die durch
Maßnahmen des Einlagensicherungsfonds zugunsten der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
entstehen.
Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft haben wir eine anteilige Bürgschaft
in Höhe von 1,4 % für den Fall übernommen, dass eines der übrigen Poolmitglieder zahlungsunfähig
wird.
Die Württembergische Versicherung AG hat durch ein Release & Hold Harmless Agreement
vom 20. Oktober 1993 das Risiko aus dem durch die W&W AG über einen Londoner Makler
gezeichneten Vertrag übernommen. Daher weist die Württembergische Versicherung AG
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 40,6 Mio
€ aus. Im Außenverhältnis haftet die W&W AG für diese Verpflichtungen.
Aus heutiger Sicht ist die Württembergische Versicherung AG ausreichend reserviert.
Demzufolge erscheint eine Haftung seitens der W&W AG derzeit als unwahrscheinlich.
Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit
Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer,
auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens
69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009).
Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das
gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien
von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden,
sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist
ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre
in den folgenden Fällen auszuschließen:
| ― |
für Spitzenbeträge und |
| ― |
bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen. |
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten
der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die
für die neuen Stückaktien zu leistenden Einlage, festzusetzen.
Vorstand und Aufsichtsrat unserer Gesellschaft haben die Entsprechenserklärung zum
Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären
dauerhaft auf den Internetseiten des Unternehmens zugänglich gemacht. Außerdem befindet
sich diese Erklärung im Geschäftsbericht.
Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen
und Konditionen abgeschlossen. Soweit es sich um Mitarbeiter handelt, werden branchenübliche
Vorzugskonditionen verwendet.
Die abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Württembergische
Versicherung AG, der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, der W&W Informatik GmbH, der
W&W Asset Management GmbH sowie der W&W Service GmbH bestehen weiterhin.
Die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, hält zum Bilanzstichtag mit 67,19 % die Mehrheit
an der W&W AG, Stuttgart, in deren Konzernabschluss unsere Gesellschaft einbezogen
ist. Der Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG sowie der Teilkonzernabschluss
der Wüstenrot & Württembergische AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in den Angaben des W&W-Konzernabschlusses
enthalten.
Zum Bilanzstichtag waren in der W&W AG durchschnittlich 346 (Vj. 298) Arbeitnehmer
beschäftigt.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2006 unterbleibt gemäß
§ 286 Absatz 5 HGB die individualisierte Angabe der Bezüge von Vorstandsmitgliedern
für fünf Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2006.
Die Gesamtbezüge wurden vom Aufsichtsrat geprüft und stehen in einem angemessenen
Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder sowie zur Lage der
Gesellschaft. Zwei Vorstände sind neben ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft noch
für andere Gesellschaften des W&W-Konzerns tätig.
Im Berichtsjahr beliefen sich die von der W&W AG gewährten Gesamtbezüge des Vorstands
auf 2 444,8 (Vj. 2 107,0) Tsd €. Die Bezüge für das Berichtsjahr sind wegen der Neuausgestaltung
des Vergütungssystems im Jahr 2010 nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. In
Höhe von 382,9 Tsd € wurden bedingte Ansprüche auf Auszahlung der erfolgsabhängigen
Vergütung des Geschäftsjahres 2010 erworben. Die Auszahlung erfolgt nur, wenn die
im Lagebericht dargestellten Bedingungen in den Jahren 2011 bis 2013 eintreten.
Für die erfolgsabhängigen Vergütungen des Geschäftsjahres 2009, die 2010 nach Feststehen
des Zielerreichungsgrades ausbezahlt wurden, ergab sich eine Auflösung von 39,7 (Vj.
210,0) Tsd €.
Die Barwerte der Ruhegehälter betragen insgesamt 1 710,0 (Vj. 779,4) Tsd €. Die Zuführungen
während des Geschäftsjahres betragen 916,3 (Vj. 190,9) Tsd €.
Ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Bezüge in Höhe von
1 790,6 (Vj. 1 787,5) Tsd €. Davon entfielen 305,3 (Vj. 201,7) Tsd € auf Hinterbliebenenbezüge.
Für Leistungen an frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen
gebildet. Diese belaufen sich zum Bilanzstichtag bei einem zugrunde gelegten Zinssatz
von 5,16 % auf 15 276,9 (Vj. 16 647,2) Tsd €.
Im Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder der W&W
AG 506,5 (Vj. 474,5) Tsd €.
Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen
für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer
erfolgsbezogenen Tantieme.
Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd
€. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals
hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.
Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und
für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.
Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht
sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende
beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten
Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.
Gegenüber den Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats bestehen von der W&W
AG keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und Krediten.
Der Aktienbesitz der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder unserer Gesellschaft
übersteigt 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien nicht.
Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der W&W AG
übersteigt in der Summe ebenfalls nicht 1 % der von uns ausgegebenen Aktien.
| NAMEN UND SITZ DER GESELLSCHAFT | ANTEIL AM KAPITAL DIREKT IN % |
ANTEIL AM KAPITAL INDIREKT IN % |
WÄHRUNG | BILANZ- STICHTAG |
EIGEN- KAPITAL1 |
ERGEBNIS NACH STEUERN2 |
| Deutschland |
|
|
|
|
|
|
| 3B Boden-Bauten-Beteiligungs-GmbH, Ludwigsburg |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 111 250 914 | 3 560 014 |
| Adveq Europe II GmbH, Frankfurt |
|
16,77 | € | 31.12.2009 | 81 499 118 | 10 022 977 |
| Adveq Opportunity II Zweite GmbH, Frankfurt |
|
29,31 | € | 31.12.2009 | 7 894 203 | 591 546 |
| Adveq Technology III GmbH, Frankfurt |
|
18,84 | € | 31.12.2009 | 54 302 837 | 52 788 |
| Adveq Technology V GmbH, Frankfurt |
|
16,50 | € | 31.12.2009 | 26 028 026 | - 927 312 |
| Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse AG, Stuttgart |
100,00 | € | 31.12.2009 | 19 361 155 | 250 000 | |
| Altmark Versicherungsmakler GmbH, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 1 047 725 | 209 817 |
| Altmark Versicherungsvermittlung GmbH, Stuttgart |
100,00 |
|
|
Neugründung 31.08.2010 |
|
|
| Areal Tübinger Straße GmbH & Co. KG, Stuttgart |
|
100,00 |
|
|
Neugründung 08.12.2010 |
|
| Auda Ventures GmbH & Co. Beteiligungs-KG, München |
5,79 | € | 31.12.2009 | 58 802 166 | 5 685 110 | |
| Berenberg Private Equity GmbH & Co Beteiligungs KG, Hamburg |
9,80 | € | 31.12.2009 | 487 934 | - 463 710 | |
| Berlin Leipziger Platz Grundbesitz GmbH, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 88 293 357 | 1 048 738 |
| Beteiligungs-GmbH der Württembergischen, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 964 341 | - 182 |
| Blitz B10-255 GmbH, Berlin | 100,00 |
|
|
|
Neuerwerb 17.12.2010 |
|
| BPE2 Private Equity GmbH & Co. KG, Hamburg |
|
10,00 | € | 31.12.2009 | 41 974 705 | - 671 706 |
| BWK GmbH Unternehmens- beteiligungsgesellschaft, Stuttgart |
35,00 | € | 31.12.2009 | 209 320 839 | 16 163 423 | |
| City Immobilien GmbH & Co. KG der Württembergischen, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 136 190 000 | - 10 000 |
| Coller German Investors GmbH & Co. KG, München |
|
10,00 | € | 31.12.2009 | 7 098 344 | - 1 075 512 |
| Crown Premium Private Equity III GmbH & Co. KG, München |
6,60 | € | 31.12.2009 | 62 168 860 | - 7 249 880 | |
| Deutscher Solarfonds "Stabilität 2010" GmbH & Co. KG |
25,80 | € | 31.12.2009 | Neuengagement 2010 |
|
|
| Domus Beteiligungsgesellschaft der Privaten Bausparkassen mbH, Berlin |
19,82 | € | 31.12.2009 | 17 024 996 | - 4 | |
| EquiVest II GmbH & Co. Zweite Beteiligungs KG Nr. 1 für Vermögensanlagen, München |
9,97 | € | 31.12.2009 | 75 252 267 | 2 552 942 | |
| Eschborn GbR, Stuttgart |
|
50,99 | € | 31.12.2009 | 51 221 680 | 1 528 367 |
| GFW Gesellschaft zur Förderung von Wohneigentum mbH, Ludwigsburg |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 33 048 | 845 |
| GLL GmbH & Co. Messeturm Holding KG, München |
|
5,97 | € | 31.12.2009 | 119 859 585 | - 22 008 931 |
| GMA Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH, Ludwigsburg |
|
100,00 |
|
31.12.2009 | 1 731 163 | 158 336 |
| Grundstückssanierungsgemeinschaft MLF Gelände City Ost GbR |
|
24,50 | € | 31.12.2009 | 1 100 000 |
|
| High Tech Beteiligungen GmbH & Co. KG, Düsseldorf |
|
6,60 | € | 31.12.2009 | 21 141 755 | - 22 748 498 |
| Hinterbliebenenfürsorge der Deutschen Beamtenbanken GmbH, Karlsruhe |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 90 731 | 370 |
| HVH Immobilien GmbH & Co. New York KG, München |
10,00 | € | 31.12.2009 | 121 397 867 | 6 588 911 | |
| IVB - Institut für Vorsorgeberatung Risiko- und Finanzanlayse GmbH, Karlsruhe |
|
100,00 | € | 31.10.2009 | 44 330 | 2 763 |
| IVZ Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Finanzanlagen KG, München |
10,00 | € | 31.12.2009 | 113 532 780 | 6 405 632 | |
| IVZ Immobilien Verwaltungs GmbH & Co. Südeuropa KG, München |
10,00 | € | 31.12.2009 | 24 242 939 | - 6 968 126 | |
| Kapitalbeteiligungsgesellschaft der Deutschen Versicherungswirtschaft AG i.L., Berlin |
|
6,84 | € | 31.12.2008 | 65 759 130 | 6 935 049 |
| Karlsruher Lebensversicherung AG, Stuttgart |
|
82,73 | € | 31.12.2009 | 4 237 600 | 449 600 |
| Karlsruher Rendite Immobilien GmbH, Karlsruhe |
|
100 | € | 31.10.2009 | 186 713 | 8 259 |
| KLV BAKO Dienstleistungs-GmbH, Karlsruhe |
|
91,90 | € | 31.12.2009 | 146 489 | 8 500 |
| KLV BAKO Vermittlungs-GmbH, Karlsruhe |
|
75,00 | € | 31.12.2009 | 152 201 | 9 000 |
| LP 1 Beteiligungs-GmbH & Co. KG, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 179 993 | 25 526 |
| Miethaus und Wohnheim GmbH i.L., Ludwigsburg |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 1 900 927 | 156 281 |
| Nord-Deutsche AG Versicherungs- Beteiligungsgesellschaft, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 9 642 206 | 232 051 |
| Odewald & Compagnie GmbH & Co. KG für Vermögensanlagen in Portfoliounternehmen, Berlin |
|
13,52 | € | 31.12.2009 | 36 617 536 | - 25.288.349 |
| PWR Holding GmbH, München |
|
33,33 | € | 31.12.2009 | 402 348 | 372 348 |
| Schloßhotel Eyba GmbH & Co. KG, Saalfelder Höhe |
|
100,00 | € | 31.10.2009 | 2 249 074 | - 467 925 |
| Schloßhotel Eyba Verwaltungsgesellschaft mbH, Saalfelder Höhe |
100,00 | € | 31.12.2009 | 33 912 | 957 | |
| SOTRADA AG i.L., Stuttgart | 8,06 | 8,06 | € | 31.12.2009 | 44 207 045 | - 4 858 838 |
| Stuttgarter Baugesellschaft von 1872 AG, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 353 049 | - 15 768 |
| Tertianum Besitzgesellschaft Berlin Passauer Str. 5-7 mbH, München |
|
25,00 | € | 31.12.2009 | 25 350 525 | - 356 962 |
| Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6 u. Sigismundstr. 5-9 mbH, München |
|
25,00 | € | 31.12.2009 | 34 937952 | 831 579 |
| Tertianum Besitzgesellschaft München Jahnstr. 45 mbH, München |
|
33,33 | € | 31.12.2009 | 44 031 906 | 1 357 444 |
| Tertianum Seniorenresidenz Betriebsgesellschaft München mbH, München |
|
33,33 | € | 31.12.2009 | 1 017 330 | - 58 567 |
| Tertianum Seniorenresidenzen Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz |
|
25,00 | € | 31.12.2009 | 714 494 | - 356 271 |
| U.S. Property Fund GmbH & Co. KG i.L., München |
8,70 | € | 31.12.2009 | 3101923 | 205 535 | |
| V-Bank AG, München |
|
49,99 | € | 31.12.2009 | 16 145 366 | - 2 196 682 |
| VV Immobilien GmbH & Co. United States KG, München |
9,98 | € | 31.12.2009 | 30 233 218 | - 3 825 635 | |
| VV Immobilien GmbH & Co. US City KG, München |
|
23,10 | € | 31.12.2009 | 90 276 320 | - 18 146 823 |
| W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg3 |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 11 259 132 | - |
| W&W Gesellschaft für FinanzbeteiligungenmbH, Stuttgart |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 31 312 818 | 9 353 796 |
| W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg3 |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 37 887 | - |
| W&W Service GmbH, Stuttgart3 | 100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 26 377 | - |
| Wohnimmobilien GmbH & Co. KG derWürttembergischen, Stuttgart |
100,00 | € | 31.12.2009 | 247 593 878 | 7 253 877 | |
| Württembergische Immobilien AG, Stuttgart |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 88 637 391 | 1 425 324 |
| Württembergische KÖ 43 GmbH, Stuttgart |
|
94,00 | € | 31.12.2009 | 25 203 759 | 1 078 759 |
| Württembergische Krankenversicherung AG, Stuttgart |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 14 146 831 | 1 355 789 |
| Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart |
72,42 |
|
€ | 31.12.2009 | 165 030 453 | 15 222 400 |
| Württembergische Logistik I GmbH & Co. KG, Stuttgart |
94,00 | € | 31.12.2009 | 13 350 083 | 828 695 | |
| Württembergische Logistik II GmbH & Co. KG, Stuttgart |
94,89 |
|
|
Neuerwerb 29.01.2010 |
|
|
| Württembergische Rechtschutz Schaden-Service GmbH, Stuttgart |
100,00 | € | 31.12.2009 | 122 308 | 45 614 | |
| Württembergische Versicherung AG, Stuttgart3 |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 207 229 041 | - |
| Württembergische Vertriebsservice GmbH für Makler und freie Vermittler, Stuttgart3 |
100,00 | € | 31.12.2009 | 74 481 | - | |
| Württfeuer Beteiligungs-GmbH, Stuttgart |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 3 352 424 | 206 616 |
| Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg3 |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 320 278 105 | - |
| Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 732 805 061 | 70 014 131 |
| Wüstenrot Grundstücksverwertungs-GmbH, Ludwigsburg |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 2 205 791 | 141 551 |
| Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Ludwigsburg |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 50 152 727 | 2 825 269 |
| Wüstenrot Immobilien GmbH, Ludwigsburg |
100,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 1 154 137 | 584 408 |
| Bermuda |
|
|
|
|
|
|
| Antares Holdings Ltd., Hamilton |
|
14,60 | £ | 31.12.2009 | 115 338 000 | 11 646 000 |
| Cayman Inseln |
|
|
|
|
|
|
| Europe Select Private Equity Partners (A) LP, Georgetown |
26,81 | € | 31.12.2009 | 16 045 018 | 2 088 724 | |
| Frankreich |
|
|
|
|
|
|
| Württembergische France Immobiliere SARL, Straßburg |
100,00 | € | 30.09.2010 | 14 684 896 | 1 266 783 | |
| Württembergische France Strasbourg SARL, Straßburg |
100,00 |
|
30.09.2009 | 53 865 727 | 1 213 727 | |
| Irland |
|
|
|
|
|
|
| Crown Global Secondaries II plc, Dublin |
|
7,22 | € | 31.12.2009 | 116 217 619 | 37 715 632 |
| W&W Advisory Dublin Ltd., Dublin |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 4 217 288 | 1 988 426 |
| W&W Asset Management Dublin Ltd., Dublin |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 2 550 291 | 1 577 422 |
| W&W Europe Life Ltd, Dublin |
|
100,00 | € | 31.12.2009 | 18 010 020 | - 989 980 |
| Kroatien |
|
|
|
|
|
|
| Wüstenrot stambena stedionica d.d., Zagreb |
25,63 |
|
HRK | 31.12.2009 | 64 921 000 | 11 723 000 |
| Slowakei |
|
|
|
|
|
|
| Wüstenrot stavebna sporitel'na a.s., Bratislava |
40,00 |
|
€ | 31.12.2009 | 41 531 000 | 2 396 000 |
| Tschechische Republik |
|
|
|
|
|
|
| WIT Services s.r.o., Prag |
|
100,00 | CZK |
|
Neugründung 17.02.2010 |
|
| Wüstenrot hypotecni banka a.s., Prag | 99,83 | 0,17 | CZK | 31.12.2009 | 635 053 000 | 13 766 000 |
| Wüstenrot poijst'ovna a.s., Prag | 74,00 |
|
CZK | 31.12.2009 | 243 971 000 | - 69 848 000 |
| Wüstenrot service s.r.o., Prag |
|
100,00 | CZK | 31.12.2009 | 701 471 | - 36 732 |
| Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag | 55,92 |
|
CZK | 31.12.2009 | 1 897 303 000 | 287 282 000 |
| Wüstenrot zivotni pojist'ovna a.s., Prag | 74,00 |
|
CZK | 31.12.2009 | 134 120 000 | 9 852 000 |
| Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland |
|
|
|
|
|
|
| Swiss Re Private Equity Partners III (Feeder No. 1) L.P., London |
|
100,00 | US$ | 31.12.2009 | 10 844 842 | 1 233 715 |
| BNP Paribas Clean Energy Fund 'A' L.P., London |
|
11,80 | € |
|
Neuengagement 2010 |
|
| Kennet III A L.P., St. Peter Port, Guernsey Channel Island |
6,73 | € | 31.12.2009 | 52 221 293 | - 10 793 957 | |
| Partners Group Emerging Markets 2007, L.P., Wilmington, Delaware |
12,01 | US$ | 31.12.2009 | 94 065 000 | 629 000 | |
| Vereinigte Staaten |
|
|
|
|
|
|
| Minneapolis Investment Associates L.P., Atlanta |
|
100,00 | US$ | 31.12.2009 | 2 261 940 | - 3 229 157 |
| Ungarn |
|
|
|
|
|
|
| Fundamenta-Lakaskassza- Lakastakarekpenztar Zrt., Budapest |
11,47 |
|
HUF | 31.12.2009 | 7 076 000 000 | 2 119 000 000 |
1
Eigenkapital: gemäß Bilanzauswels Passivseite; einschließlich Jahresergebnis; zum
31. Dezember 2009.
2
Bezogen auf 100 %.
3
Ergebnisabführungsvertrag vorhanden.
|
|
BILANZ- WERTE 2009 |
ZUGÄNGE | ABGÄNGE | UM- BUCHUNGEN |
ZU- SCHREI BUNGEN |
|
| in Tsd € |
|
|
|
|
|
|
| A. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
|
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 2 471 | - | - | - | - |
| B. | I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
88 452 | 373 | - |
- |
- |
| B. | II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
|
|
|
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 1 530 458 | 13 715 | 20 | - | 2 130 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 135 551 | 73 983 | 38 265 | - | 1 128 |
| 3. | Beteiligungen | 28 615 | - | - | - | 123 |
| 4. | SUMME B. II. | 1 694 624 | 87 698 | 38 285 | - | 3 381 |
| B. | III. Sonstige Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. | Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere |
390 332 | 40 000 | - |
- |
2 130 |
| 2. | Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere |
17 502 | 11 444 | 10 561 | - | 761 |
| 3. | Sonstige Ausleihungen |
|
|
|
|
|
|
|
a) Namensschuldverschreibungen | 150 226 | 100 000 | 70 000 | - | - |
|
|
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | 140 000 | 90 000 | 55 000 | - | - |
|
|
c) Übrige Ausleihungen | 15 000 | - | - | - | - |
| 4. | Einlagen bei Kreditinstituten | 120 570 | 155 699 | 172 102 | - | 181 |
| 5. | Andere Kapitalanlagen | 87 | - | - | - | - |
| 6. | SUMME B. III. | 833 717 | 397 143 | 307 663 | - | 3 072 |
| GESAMT | 2 619 264 | 485 214 | 345 948 | - | 6 453 | |
|
|
ABSCHREI- BUNGEN |
BILANZ- WERTE 2010 |
|
| in Tsd € |
|
|
|
| A. | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände | 494 | 1 977 |
| B. | I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2 490 | 86 335 |
| B. | II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen |
|
|
| 1. | Anteile an verbundenen Unternehmen | 27 965 | 1 518 318 |
| 2. | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | - | 172 397 |
| 3. | Beteiligungen | 1 798 | 26 940 |
| 4. | SUMME B. II. | 29 763 | 1 717 655 |
| B. | III. Sonstige Kapitalanlagen |
|
|
| 1. | Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 1 563 | 430 899 |
| 2. | Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 60 | 19 086 |
| 3. | Sonstige Ausleihungen |
|
|
|
|
a) Namensschuldverschreibungen | - | 180 226 |
|
|
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen | - | 175 000 |
|
|
c) Übrige Ausleihungen | - | 15 000 |
| 4. | Einlagen bei Kreditinstituten | 604 | 103 744 |
| 5. | Andere Kapitalanlagen | - | 87 |
| 6. | SUMME B. III. | 2 227 | 924 042 |
| GESAMT | 34 974 | 2 730 009 | |
In den Zuschreibungen sind Währungskursgewinne aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen
in Höhe von 1,1 Mio €, auf Inhaberschuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere
in Höhe von 0,8 Mio € und aus Einlagen an Kreditinstituten in Höhe von 0,2 Mio € enthalten.
In den Abschreibungen sind Währungskursverluste aus Einlagen bei Kreditinstituten
in Höhe 0,6 Mio € enthalten.
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Löhne und Gehälter | 27 370 | 20 411 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 3 824 | 3 068 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 6 322 | - 1 713 |
| AUFWENDUNGEN INSGESAMT | 37 516 | 21 766 |
|
|
GEBUCHTE BRUTTOBEITRÄGE |
VERSICHERUNGSTECHN. ERGEBNIS FÜR EIGENE RECHNUNG (VOR SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGEN) |
VERSICHERUNGSTECHN. ERGEBNIS FÜR EIGENE RECHNUNG (NACH SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGEN) |
|||
| in Tsd € | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Feuerversicherung | 41 067 | 38 177 | - 477 | 2 081 | - 1 660 | 1 755 |
| Sonstige Sachversicherungen | 53 270 | 51 647 | - 2 357 | - 2 787 | - 2 593 | - 2 271 |
| Summe Feuer- und Sonstige Sachversicherung | 94 337 | 89 824 | - 2 834 | - 706 | - 4 253 | - 516 |
| Kraftfahrtversicherung | 84 018 | 80 411 | - 9 262 | - 3 500 | - 4 778 | - 9 949 |
| Haftpflichtversicherung | 27 363 | 28 079 | 4 180 | 4 062 | 2 851 | 5 842 |
| Unfallversicherung | 19 120 | 19 295 | 8 515 | 9 660 | 8 515 | 9 660 |
| Transport- und LuftfahrtkaskoVersicherung | 2 486 | 2 568 | 2 487 | 3 863 | 377 | 5 510 |
| Sonstige Versicherungen | 22 680 | 23 827 | - 505 | - 1 214 | 1 056 | 81 |
| Summe Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft | 250 004 | 244 004 | 2 581 | 12 165 | 3 768 | 10 628 |
| Lebensversicherung | 8 646 | 8 700 | 1 625 | 3 302 | 1 625 | 3 302 |
| Gesamt | 258 650 | 252 704 | 4 206 | 15 467 | 5 393 | 13 930 |
Der Bilanzgewinn beträgt 63 570 078,39 €. Wir beantragen, ihn wie folgt zu verwenden:
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|
2010 |
| 0,50 € Dividende je Stückaktie | 45 996 311,00 |
| Einstellungen in die Anderen Rücklagen | 17 000 000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 573 767,39 |
| Gesamt | 63 570 078,39 |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt
sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird,
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind.
Stuttgart, den 22. Februar 2011
Dr. Alexander Erdland
Klaus Peter Frohmüller
Dr. Michael Gutjahr
Dr. Jan Martin Wicke
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wüstenrot
& Württembergische AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31.
Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung
über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die
Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere
Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt
die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 15. März 2011
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Werner Hölzl | Reinhard Knüdeler |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Der Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG setzt sich aus 16 Mitgliedern
zusammen. Es bestehen vier Ausschüsse des Aufsichtsrats: Prüfungsausschuss, Personalausschuss,
Vermittlungsausschuss und Verwaltungsausschuss. Nähere Ausführungen zur Zusammensetzung
und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Erklärung zur Unternehmensführung
zu entnehmen.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung
obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat überwachte die Geschäftsführung
und war in alle Angelegenheiten mit grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft unmittelbar
eingebunden.
Im Jahr 2010 fanden insgesamt zwei Sitzungen und eine Telefonkonferenz des Prüfungsausschusses
statt. Der Personalausschuss trat zu zwei Sitzungen zusammen und der Verwaltungsausschuss
hielt eine Sitzung ab.
Der Aufsichtsrat befasste sich im vergangenen Jahr in vier ordentlichen Sitzungen,
zu denen die Vorstandsberichte, schriftlichen Präsentationen und Unterlagen jeweils
rechtzeitig zur Vorbereitung zugegangen sind, eingehend mit der Entwicklung der Gesellschaft
sowie des Konzerns. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl schriftlich als
auch mündlich regelmäßig über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten
Fragen der strategischen Ausrichtung der Gruppe, der Planung, der Geschäftsentwicklung,
der Risikolage und des Risikomanagements sowie des Ratings der Konzerngesellschaften
berichten. Die Geschäfts- und die Risikostrategie wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt
und mit diesem erörtert. Der Vorstand erstattete dem Aufsichtsrat den Bericht der
internen Revision sowie dem Prüfungsausschuss den Bericht des Compliance-Beauftragten
und informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats laufend und unverzüglich über alle
wesentlichen geschäftspolitischen Maßnahmen.
Im Vordergrund der Aufsichtsratssitzungen der Wüstenrot & Württembergische AG als
strategischer Management Holding stand die Befassung mit dem Programm "W&W 2012".
Aufbauend auf dem erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm "W&W 2009"
hat der W&W-Konzern das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aufgesetzt. Ziel des Programms
ist es, ab 2012 ein organisches Konzernergebnis von 250 Mio € nach Steuern nachhaltig
zu sichern, Vergleichsstandards vollständig zu erreichen, überdurchschnittliches Wachstum
zu erzielen und den Vorsorge-Spezialisten im Markt leistungsstark zu verankern. Die
Ergebnisplanung, die Programmstruktur und die strategischen Initiativen im Rahmen
des Programms "W&W 2012" wurden mit dem Aufsichtsrat eingehend erörtert. In diesem
Zusammenhang wurden insbesondere die Projektarbeiten im Rahmen der Teilprogramme der
Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung behandelt.
Sämtliche nach dem Gesetz und den Regularien der Gesellschaft zustimmungspflichtigen
Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Insbesondere erörterte der Aufsichtsrat
eingehend die operative Planung 2011 und die Mittelfristplanung im Hinblick auf das
Zukunftsprogramm "W&W 2012".
Der Aufsichtsrat befasste sich mit zentralen Fragen der Corporate Governance. Er hat
dabei eingehend über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats beraten und
ein neues Vorstandsvergütungssystem verabschiedet. In diesem Zusammenhang thematisierte
der Aufsichtsrat alle relevanten rechtlichen Neuerungen und deren Umsetzung sowohl
in der Wüstenrot & Württembergische AG als auch in der W&W-Gruppe.
Auch das Thema "Risikomanagement" wurde eingehend behandelt. Hierzu wurden ausführliche
Risikoberichte erstellt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben.
Weiterhin erstreckte sich die Berichterstattung des Vorstands auf aktuelle Personalthemen.
Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den einzelnen Segmenten wurde ausführlich
behandelt. Dem Aufsichtsrat wurde die Produktpolitik aus dem Geschäftsfeld Versicherung
vorgestellt. Im Geschäftsfeld BausparBank standen die positive Entwicklung des Neugeschäfts,
der Erwerb der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) und die Situation in der Kreditbearbeitung
besonders im Blickpunkt.
Auch der Verlauf der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und die zu erwartenden Auswirkungen
auf den Konzern wurden im Aufsichtsrat besprochen.
Im Rahmen der Befassung mit dem Beteiligungsmanagement wurde insbesondere Augenmerk
auf den Erwerb der Allianz Dresdner Bausparkasse AG gelegt.
In einer Informationssitzung befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Lebensversicherung.
Dabei wurden insbesondere die allgemeinen Marktentwicklungen und -herausforderungen
und die daraus abgeleitete Positionierung der Württembergische Lebensversicherung
als Bestandteil des Vorsorge-Spezialisten besprochen.
Den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie den Lagebericht, den Konzernabschluss
und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft.
Jahresabschluss und Lagebericht ebenso wie Konzernabschluss und Konzernlagebericht
sind vollständig und stimmen mit den Einschätzungen des Vorstands in den gemäß § 90
AktG dem Aufsichtsrat zu erteilenden Berichten überein. Der Vorschlag des Vorstands
zur Verwendung des Ergebnisses entspricht einer konsequenten Bilanzpolitik unter Berücksichtigung
der Liquiditätslage und der geplanten Investitionen der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat
schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an.
Die vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Stuttgart, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr
2010 und den Lagebericht sowie den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht
unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen.
Über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen hat die Prüfungsgesellschaft dem
Aufsichtsrat schriftlich und mündlich berichtet. Der Prüfungsbericht ist jedem Mitglied
des Aufsichtsrats zugegangen. Die Prüfungsgesellschaft stand darüber hinaus für Fragen
sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 21. März 2011 als auch in der Bilanzsitzung
des Aufsichtsrats am 25. März 2011 zur Verfügung. Der vorgelegte Prüfungsbericht entspricht
den gesetzlichen Anforderungen des § 321 HGB und wurde vom Aufsichtsrat im Rahmen
seiner eigenen Abschlussprüfung berücksichtigt.
Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)
wurde dem Aufsichtsrat und dem Abschlussprüfer vom Vorstand unverzüglich nach dessen
Aufstellung zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und
den Bericht des Abschlussprüfers geprüft. Der Bericht entspricht den gesetzlichen
Vorgaben und gibt die bestehenden Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen
vollständig und inhaltlich richtig wieder. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers
zum Abhängigkeitsbericht stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat
überein. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft
nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und des Berichts über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und hat in seiner
Sitzung vom 25. März 2011 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den
Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss gilt damit gemäß § 172 Satz 1 AktG
als festgestellt.
Zu personellen Veränderungen ist es sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand im
Laufe des Geschäftsjahres 2010 nicht gekommen.
Im Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet. Der
Prüfer hat während der Abschlussprüfung keine Tatsachen festgestellt, die eine Unrichtigkeit
der Entsprechenserklärung ergeben hätten. Anzeigepflichtige Interessenkonflikte hat
es im Jahr 2010 nicht gegeben.
Das vergangene Jahr hat hohe Anforderungen an Management und Belegschaft gestellt.
Der Aufsichtsrat dankt Vorständen, Führungskräften, Betriebsräten sowie Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihren persönlichen Einsatz und ihren
Beitrag zur Erreichung der gemeinsamen Ziele.
Stuttgart, den 25. März 2011
Der Aufsichtsrat
| Hans Dietmar Sauer |
| Vorsitzender |