Wüstenrot & Württembergische AG

Stuttgart

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

KONZERNPROFIL

Geschäftsmodell

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe ist "Der Vorsorge-Spezialist" für die vier Bausteine moderner Vorsorge: Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung in allen Lebenslagen.

1999 aus dem Zusammenschluss der Traditionsunternehmen Wüstenrot und Württembergische entstanden, verbindet der Konzern heute die beiden Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung als gleich starke Säulen und bietet Vorsorgelösungen aus einer Hand für Privat- und Gewerbekunden. Dieses Geschäftsmodell hat sich auch in der Finanzkrise bewährt: So konnten wir 2010 unsere Wachstumsstrategie fortsetzen: Im Bausparen ist Wüstenrot im Neugeschäft nach Bausparsumme auf Platz zwei vorgerückt. Die Versicherungen rangieren nach Bruttobeitragseinnahmen unter den Top Ten der Lebens- und Kompositversicherer.

Die W&W-Gruppe ist in Deutschland mit Standorten in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, München und Bad Vilbel vertreten. Der Kernmarkt der Gruppe sind die Privat- und Gewerbekunden in Deutschland. Im Ausland ist W&W über die tschechischen Wüstenrot-Gesellschaften in Prag aktiv. Dort verwirklichen wir das Geschäftsmodell als "Der Vorsorge-Spezialist" ebenfalls über eine Bausparkasse, eine Pfandbriefbank sowie eine Lebens- und Schaden-/Unfallversicherung.

Gesteuert wird die W&W-Gruppe durch die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) mit Sitz in Stuttgart. Hauptanteilseignerin ist die Wüstenrot Holding AG. Sie hält 67,19 % der Anteile. Die Holding selbst ist zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung, die Projekte in den Bereichen Planen, Bauen und Wohnen fördert. Der Arbeit der Wüstenrot Stiftung widmet dieser Geschäftsbericht ein Sonderkapitel ab Seite 12. Dieser stabile Eigentümerhintergrund trägt stark zur Vertrauensbildung bei Anlegern und Kunden bei.

Die W&W-Gruppe ist ein Finanzkonglomerat im aufsichtsrechtlichen Sinn.

Neben der Steuerung des W&W-Konzerns umfasst die Geschäftstätigkeit der Wüstenrot & Württembergische AG das Rückversicherungsgeschäft für die Versicherungen der Gruppe.

Das Management Board ist das zentrale Koordinierungsgremium. Ihm gehören die vier Vorstandsmitglieder der W&W AG sowie jeweils der Leiter des Geschäftsfelds BausparBank bzw. Versicherung an. Unsere 100-%-Tochterunternehmen Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank bilden das Geschäftsfeld BausparBank. Zum Geschäftsfeld Versicherung zählen die Württembergische Lebensversicherung AG, die Karlsruher Lebensversicherung AG, die ARA Pensionskasse AG, die Württembergische Versicherung AG und die Württembergische Krankenversicherung AG.

Mit der rückwirkend zum 1. Januar 2010 erfolgten Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG durch Wüstenrot hat die W&W-Gruppe ihr Bauspargeschäft weiter gestärkt und neue Vertriebskanäle erschlossen. Mit dem Kauf verbunden ist eine langfristige und exklusive Kooperation von Wüstenrot mit der Commerzbank AG, der Allianz und der Oldenburgischen Landesbank im Bausparbereich. Der Vertriebsstart mit diesen Kooperationspartnern hat die Erwartungen bereits übertroffen.

Produktangebot

Der Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische bietet ein umfassendes Angebot an Vorsorgeprodukten. Diese bilden wichtige Bestandteile der maßgeschneiderten Lösungen für die Beratung "aus einer Hand" rund um die Bausteine:

Absicherung,

Wohneigentum,

Risikoschutz und

Vermögensbildung.

Die folgende Tabelle zeigt einen Ausschnitt aus dem Produktportfolio der W&W-Gruppe, das von den Außendienstorganisationen von Wüstenrot und der Württembergischen im Rahmen des Cross-Selling angeboten wird.

ABSICHERUNG

Den Lebensstandard im Alter erhalten

RiesterRente

Wohn-Riester

BasisRente, PrivatRente (klassisch + Genius)

Sofort beginnende Rente

Entgeltumwandlung

Kapitallebensversicherung

Betriebliche Altersvorsorge

Vorsorge für den Pflegefall treffen

Pflegetagegeld

Sich gegen die finanziellen Folgen von Unfällen schützen

Unfallversicherung (v. a. Unfallrente)

Kinderunfallversicherung

Sich gegen die finanziellen Folgen von Krankheit schützen

Krankenvollversicherung

Krankentagegeld

Krankenzusatzversicherung

Sich gegen die finanziellen Folgen von Berufsunfähigkeit schützen

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Familie absichern

Risikolebensversicherung

Generationenpolice für Kinder

RISIKOSCHUTZ

Sachvermögen absichern - Sicherheit rund ums Wohnen

DOMIZIL - PremiumSchutz für das Eigenheim

Hausratversicherung

Wohngebäudeversicherung

Haftpflichtversicherung

Sachvermögen absichern - Sicherheit rund ums Kfz

Kfz-Haftpflicht, Kasko

Schutz gegen die finanziellen Folgen von Haftungsschäden

Privathaftpflichtversicherung

Rechtsschutzversicherung

Gewerbekunden

Ertragsausfallversicherung

Technische Versicherung

Transportversicherung

Zinssicherheit

Fester Darlehenszins im Bausparen

WOHNEIGENTUM

Eigenkapital ansparen

Ideal Bausparen

Wohn-Riester

Wohneigentum realisieren

Wüstenrot Ideal Darlehen
(Annuitätendarlehen, Riester)

Vorausdarlehen
(Wüstenrot Flex, Riester)

Württembergische Hypothekendarlehen

Wohneigentum erhalten und modernisieren

Ideal Bausparen

Zwischenkredit "ZK 50"

Vorausdarlehen
(Wüstenrot Constant)

VERMÖGENSBILDUNG

Jederzeit zahlungsfähig sein

Top Giro

Top Tagesgeld

Wüstenrot Ideal Darlehen

Vorausdarlehen

Zwischenkredite

Vermögen für finanzielle Ziele bilden

Genius PrivatRente

Fondssparpläne bei W&W Dachfonds und Fonds der Basispalette

Ideal Bausparen

Vorhandenes Vermögen rentabel und sicher anlegen

W&W Dachfonds

Fonds der Basispalette

Rente gegen Einmalbeitrag (klassisch + Genius)

Top Termingeld Flex

Vertriebswegemix

Die W&W-Gruppe erreicht ihre Kunden über einen Multikanalvertrieb und setzt bei dem Vertrieb ihrer Produkte vor allem auf die Kompetenz und die Verlässlichkeit persönlicher Beratung. Hauptsäulen der Vertriebskraft sind daher die beiden Ausschließlichkeitsvertriebe von Wüstenrot und Württembergische mit 6 000 Beratern, die gemeinsam rund sechs Millionen Kunden betreuen.

Durch den Kauf der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) 2010 hat die W&W-Gruppe weitere attraktive Vertriebskanäle für die Bausparprodukte hinzugewonnen. Allein mit dem Kauf der ADB wurde der Vertrieb durch die Kooperation mit 1 200 Commerzbank-Filialen, die Allianz Vertriebsorganisation mit über 10 000 Agenten sowie die rund 170 Filialen der Oldenburgischen Landesbank gestärkt.

Bereits durch den Kauf der Vereinsbank Victoria Bauspar AG im Jahr 2009 und die daraus entstandenen Kooperationen hat Wüstenrot seine Vertriebskraft gestärkt. 600 Filialen der HypoVereinsbank und über 13 000 Vertriebsmitarbeiter der ERGO verkaufen Produkte von Wüstenrot.

Ein weiterer wichtiger Vertriebskanal sind unabhängige Vermittler. Seit 2007 bietet die Württembergische Vertriebsservice GmbH Maklern und Mehrfachagenten ein umfassendes Versicherungsangebot. Die bundesweite Vertriebsstruktur gewährleistet eine serviceorientierte und professionelle Unterstützung der über 5 200 freien Vermittler.

Ergänzt wird das Vertriebskonzept durch Kooperationen mit Banken und anderen Versicherungsaußendiensten sowie Direkt-Aktivitäten wie das Online-Banking der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Insgesamt hat die W&W-Gruppe über ihren Multikanalvertrieb derzeit Kontaktmöglichkeiten zu rund 40 Millionen potenziellen Kunden in Deutschland.

Besonders wichtig ist der W&W-Gruppe die Beratungsqualität ihrer Außendienste. Bereits seit 2008 können sich Außendienstpartner von Wüstenrot und Württembergische zum "Zertifizierten Vorsorge-Spezialisten" (ZVS) qualifizieren. Die praxisnahe Weiterbildung am Institut für Private Finanzplanung an der Universität Passau (ifp) erfolgt berufsbegleitend. Um die Bedürfnisse der Kunden rund um die vier Vorsorgebausteine Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung genau abzudecken, erwerben die "Zertifizierten Vorsorge-Spezialisten" hohe Kompetenz und Fachwissen in Spezialbereichen wie Vermögensmanagement und Altersvorsorge sowie für Kunden-Vorsorgeanalysen.

Die Zahl der Produkte, welche die beiden Ausschließlichkeitsorganisationen von Wüstenrot und Württembergische wechselseitig vermittelt haben, stieg 2010 weiter an. So hat Wüstenrot 499,2 (Vj. 473,8) Mio € in der Lebensversicherung nach Nettobewertungssumme sowie 11,7 (Vj. 11,3) Mio € Neugeschäft (Jahresbestandsbeitrag) in der Sachversicherung abgeschlossen. Umgekehrt trug die Württembergische 2010 zum Bausparneugeschäft der Wüstenrot 696,4 (Vj. 575,2) Mio € eingelöste Bausparsumme bei. Ziel ist es, die Schnittmenge der gemeinsamen Kunden beider Geschäftsfelder bis 2012 von derzeit 7 % auf über 10 % zu steigern.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Wüstenrot & Württembergische AG verfolgt eine nachhaltig angelegte Personalpolitik. Sie setzt auf Motivation, leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie persönliche und fachliche Weiterentwicklung im Interesse ihrer Kunden und des langfristigen Unternehmenserfolges. Viele Zusatzleistungen, eine leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie hohe soziale Standards machen das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Die Qualität und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gewinnung, Förderung und Bindung von Leistungsträgern haben strategische Bedeutung für die Wüstenrot & Württembergische AG. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens hängt von den Menschen ab, die bereit sind, ihre Kompetenz, Leidenschaft und ihren Gestaltungswillen einzubringen und damit ein wichtiges Fundament zu schaffen. Unsere gemeinsame Unternehmenskultur, welche die Stärken der Wüstenrot & Württembergische AG kombiniert, ist die Triebfeder für eine permanente wettbewerbsorientierte Anpassung an den Markt.

Zum 31. Dezember 2010 waren im W&W-Konzern 10 117 (Vj. 9 819) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, gerechnet nach der Anzahl der Arbeitsverträge ohne Ausbildungsverträge. Das Zielbild "Der Vorsorge-Spezialist" wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst gelebt. Sie bieten optimale Vorsorge-Lösungen und beste Beratung aus einer Hand.

MITARBEITER IM W&W-KONZERN

zum 31.12.2010

TALENTFÖRDERUNG

Die Förderung von Führungskräften und qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften hat für uns eine besondere Bedeutung. Unsere Nachwuchsförderung beginnt bei der Ausbildung von jungen Menschen in einer Vielzahl von interessanten Berufen. Nachwuchskräfte haben die Möglichkeit, über Studiengänge an den dualen Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim eine akademische Laufbahn mit deutlichem Praxisbezug einzuschlagen oder über ein breit gefächertes Traineeprogramm die eigene Karriereentwicklung voranzutreiben.

Besonderes Augenmerk gilt unseren Potenzialträgern, die innerhalb des Premium Talent Programms eine intensive und herausfordernde Entwicklung ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenzen erfahren.

Unser jährlich wiederkehrender Gesamtprozess der Potenzialentwicklung gewährleistet eine systematische Führungskräfteentwicklung auf allen Hierarchiestufen und über die Grenzen des Geschäftsbereichs hinweg. Talentförderung bedeutet für uns kontinuierliche Entwicklung in fachlicher und persönlicher Hinsicht, die Möglichkeit, Herausforderungen zu meistern und den eigenen Gestaltungsspielraum zu erweitern.

VERZAHNUNG VON W&W UND WISSENSCHAFT

Aufgabenvielfalt bedeutet für uns Perspektiven schaffen. Auch deshalb lehren unsere Führungskräfte an Hochschulen und leben auf diese Weise den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft. An ausgewählten regionalen Hochschulen, deren Studienangebote die Schlüsselpositionen der Konzernmutter W&W abdecken, erleichtern sie Absolventen den Einstieg ins Berufsleben und gewinnen neue Mitarbeiter für die W&W-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unsere Kooperationen mit Hochschulen weiter ausgebaut. Ebenso fördern wir Doktoranden mit Stipendien. Das erste Promotionsstipendium ist bei der W&W 2010 vergeben worden.

ALLIANZ DRESDNER BAUSPAR AG INTEGRIERT

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Wüstenrot Bausparkasse AG die Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) erworben. Jeder Mitarbeiter der Allianz Dresdner Bauspar AG hat ein Übernahme-Angebot erhalten. Das Zusammenwachsen von Unternehmen ist immer ein Einschnitt für die Beschäftigten. Um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Schritt zu erleichtern, hat die W&W-Gruppe bei der Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG Integrationsmaßnahmen durchgeführt. Auch bei der Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG war auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet worden.

FAMILIE UND BERUF IM EINKLANG

Die W&W-Gruppe unterstützt ihre Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgt die W&W für ihre Mitarbeiter vor. So ermöglicht beispielsweise das am Standort Ludwigsburg im Jahr 2010 eingerichtete Eltern-Kind-Büro Mitarbeitern die Betreuung ihrer Kinder im Notfall. Am Standort Stuttgart gibt es diese Möglichkeit bereits.

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Das neu konzipierte und konzernweit gebündelte betriebliche Gesundheitsmanagement bildet eine Grundlage der attraktiven Rahmenbedingungen der W&W-Gruppe. Maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter bietet der Konzern ein umfangreiches und wechselndes Programm zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen an. Den Auftakt machten drei Gesundheitstage an den großen Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe. Unter dem Motto "Mach mit. Bleib fit!" wurden die Mitarbeiter zu konkreten Mitmach-Aktionen eingeladen und konnten sich an vielen Ständen über interessante Themen informieren. Die ersten Aktionswochen standen für unsere Mitarbeiter anschließend mit mehreren Veranstaltungen im Zeichen eines gesunden Rückens.

STRATEGISCHE NEUAUSRICHTUNG DER PERSONALARBEIT

Die Steigerung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit fest im Blick, hat die W&W-Gruppe mit einer im Jahr 2010 erarbeiteten und verabschiedeten Personalstrategie den entscheidenden Grundstein zum weiteren Ausbau dieser Ziele gelegt. Unter der Leitlinie "Wertschöpfung & Wertschätzung" werden insbesondere die verbesserte Steuerbarkeit der Ressource Personal, der Ausbau innovativer Rahmenbedingungen für die Arbeit sowie die Bindung und Förderung von Talenten zukünftig die Schwerpunkte der Personalarbeit bilden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Mitarbeiterleistung und Führungsfähigkeit geleistet.

Der demografische Wandel und die geografischen Populationsveränderungen erfordern strategisches Agieren am internen und externen Arbeitsmarkt. Mit der strategischen Neuausrichtung der Personalarbeit wird es möglich sein, diesen zunehmenden Herausforderungen noch besser zu begegnen und die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber positiv zu beeinflussen.

Mit der Definition der W&W-Arbeitgebermarke, die sich aus der Positionierung als "Der Vorsorge-Spezialist" ableitet, wurde ergänzend dazu die Basis für Maßnahmen im Bereich des Employer-Brandings geschaffen.

DANK AN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für ihren Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der Wüstenrot & Württembergische AG entscheidend.

Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung zukunftssichernder Maßnahmen.

Vorsorge und Verantwortung

Verantwortliches Handeln sowie gesellschaftliches Engagement haben in der W&W-Gruppe eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Für Kunden, Anteilseigner, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig verpflichtet sich die gesamte W&W-Gruppe, bewusst mit ihrem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld umzugehen.

Geschichte und Tätigkeitsfelder der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen basieren auf sozialen Grundideen. Das Geschäftsmodell hält diese Historie lebendig, denn das unternehmerische Handeln steht auch heute im Dienst der Gesellschaft. Wüstenrot und Württembergische helfen dabei, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen, also die finanzielle Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit und das erworbene Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben im Alter vorzusorgen. Indem die W&W-Gruppe diese Komponenten in ihre Unternehmensphilosophie integriert, schaffen wir eine besonders starke Schutzgemeinschaft.

Diesem Grundverständnis von gesellschaftlicher Verantwortung entspricht die Wüstenrot Stiftung, die hinter unserer Mehrheitseigentümerin, der Wüstenrot Holding AG, steht. Sie fördert Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Bildung und Erziehung. Ein Porträt der Stiftung befindet sich in diesem Geschäftsbericht ab Seite 12.

Die W&W-Gruppe ergänzt dieses Engagement vor allem durch Unterstützung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, der Festspielhäuser in Ludwigsburg und Baden-Baden sowie der Bachakademie Stuttgart. Zusammen mit der Stadt Stuttgart fördert W&W den 2010 erstmals vergebenen Preis "Partner für Sicherheit" zur Kriminalitätsvorbeugung.

Unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber kommen wir mit sicheren Arbeitsplätzen, familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und zahlreichen Ausbildungs- und Förderprogrammen nach.

Zur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Bereits im Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. 2010 haben die Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe diese Auszeichnung ebenfalls erhalten. ECOfit ist ein Förderprogramm des Umweltministeriums Baden-Württemberg zum betrieblichen Klima- und Umweltschutz.

Konzernweit gültige Umweltleitlinien rufen zum sparsamen Umgang mit Ressourcen auf und sensibilisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für umweltbewusstes Handeln. Zudem fordern sie, ökologische Aspekte in unserer Anlagestrategie und bei unseren Produkten zu berücksichtigen.

Seit 2009 werden alle Geschäftsberichte der W&W-Unternehmen auf Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft gedruckt. Die Auflagenhöhe wird ständig überprüft. Das Gütesiegel "CO2 -kompensiert" stellt darüber hinaus sicher, dass die bei der Herstellung der Berichte entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden.

Ratings

Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat im Dezember 2010 alle Ratings der W&W-Gruppe bestätigt. Auch der stabile Ausblick bleibt für sämtliche Konzernbereiche erhalten. Honoriert wurden insbesondere die erzielten Fortschritte im Risikomanagement sowie die Zukäufe von VVB und ADB im Geschäftsfeld BausparBank. Die Agentur erwartet hier in den nächsten Jahren von der W&W-Gruppe, dass sich die Nachhaltigkeit der neuen Vertriebskanäle bestätigt. Im Geschäftsfeld Versicherung wird nach wie vor die Württembergische Versicherung AG als stabile Ertragsquelle angesehen. Insgesamt wurden die Fortschritte im Cross-Selling von S&P gewürdigt.

Die Rating-Agentur FitchRatings (Fitch) hat im Januar 2011 zunächst die Bewertung der Versicherungsunternehmen der W&W-Gruppe bestätigt. Die Ratings der übrigen Konzernunternehmen standen zum Redaktionsschluss dieses Geschäftsberichts noch aus. Die Bestätigung der Ratings für die Württembergische Lebensversicherung AG, die Württembergische Versicherung AG, die Württembergische Krankenversicherung AG sowie für die Wüstenrot & Württembergische AG reflektiert insbesondere die verbesserte Profitabilität der gesamten Gruppe. Fitch begrüßte zudem den Abbau risikoreicher Kapitalanlagen im Versicherungssegment sowie die komfortable Kapitalausstattung des gesamten Konzerns. Im Bereich der Personenversicherung hat Fitch das verbesserte Kapitalanlageergebnis - und damit die Erholung des Rohüberschusses - positiv beurteilt. Honoriert wurde auch, dass die Württembergische Versicherung AG im Jahr 2010 ein positives versicherungstechnisches Ergebnis erzielen konnte. Einen Schlüsselfaktor für eine mögliche Heraufstufung der Ratings sieht Fitch in der erfolgreichen Durchführung des Zukunftsprogramms "W&W 2012".

RATINGS

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STANDARD & POOR'S FITCHRATINGS

FINANCIAL
STRENGTH
RATING
ISSUER
CREDIT
RATING
FINANCIAL
STRENGTH
RATING
ISSUER
DEFAULT
RATING
W&W AG BBB-
outlook stable
BBB-
outlook stable

BBB+
outlook stable
Württembergische Versicherung AG BBB+
outlook stable
BBB+
outlook stable
A-
outlook stable
BBB+
outlook stable
Württembergische Lebensversicherung AG BBB+
outlook stable
BBB+
outlook stable
A-
outlook stable
BBB+
outlook stable
Württembergische Krankenversicherung AG

A-
outlook stable
BBB+
outlook stable
Wüstenrot Bausparkasse AG
BBB+
outlook stable

BBB+
outlook stable
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank Emittentenrating
BBB+
outlook stable

BBB+
outlook stable
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank Öffentliche Pfandbriefe


AAA
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank Hypothekenpfandbriefe


AAA
Württembergische Versicherung AG Hybridkapitalanleihe
BBB-

Württembergische Lebensversicherung AG Hybridkapitalanleihe
BBB-
BBB-


Darüber hinaus erhalten die Württembergische Lebensversicherung AG, die Württembergische Versicherung AG und die Württembergische Krankenversicherung AG weiterhin das Finanzstärkesiegel von Fitch, das nur an Versicherungsgesellschaften mit starker Finanzkraft verliehen wird.

Aktie

Die Aktie der W&W AG konnte sich 2010 deutlich von der Entwicklung im Finanzsektor abheben und verzeichnete auf Jahressicht einen Kursanstieg von 13,4 % - ohne Berücksichtigung der Gewinnausschüttung von 0,60 €. Ausgehend von einem Jahresendkurs 2009 von 16,75 € erreichte unser Wert dabei bis Mitte April seinen Jahreshöchstkurs von 22,60 €. Nach diesem ausgeprägten Zuwachs kam es im weiteren Verlauf zu einer technischen Gegenbewegung, sodass die W&W das Jahr 2010 mit einem Kurs von 19,00 € beendete. Der Prime-Branchenindex Banken verzeichnete im Berichtsjahr dagegen einen Kursverlust von 11,4 %, während der Prime-Branchenindex Versicherungen mit einem Anstieg von 3,6 % zumindest ein kleines Kursplus verbuchen konnte. Die im Vergleich zu den Indizes sehr positive Kursentwicklung der Wüstenrot & Württembergische AG reflektiert die in den vergangenen Jahren erzielten Restrukturierungserfolge des Konzerns. Auch das aktuelle Zukunftsprogramm "W&W 2012" wird die positiven Geschäftsaussichten unserer Gruppe stützen und der Aktie damit zukünftig weiteres Kurspotenzial eröffnen.

DIVIDENDE

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 ermöglicht es der W&W AG, die Dividende weiterhin auf einem attraktiven Niveau zu halten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2010 eine Dividende von 0,50 € je Aktie auszuschütten.

INVESTOR RELATIONS

Der Aktionärskreis der W&W AG ist im Geschäftsjahr 2010 stabil geblieben. Ankeraktionär ist die Wüstenrot Holding AG, die 67,19 % der Anteile besitzt. Ein wichtiger Baustein unserer Investor Relations ist der persönliche Kontakt zu den Aktionären, wozu rund 7 400 Privatanleger und 140 institutionelle Investoren gehören.

AKTIENENTWICKLUNG IM VERGLEICH (INDEXIERT)

2010

AKTIONÄRSSTRUKTUR

in % des Grundkapitals

ANLEGER INLAND/AUSLAND

in % des Grundkapitals

Im zurückliegenden Geschäftsjahr haben wir intensiv mit Vertretern des Kapitalmarkts kommuniziert. Auf Roadshows und in zahlreichen Einzelgesprächen haben wir Investoren und Finanzanalysten über unsere Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie und unsere Positionierung als Vorsorge-Spezialist sowie den Zukauf der Allianz Dresdner Bauspar AG unterrichtet.

Eine wichtige Plattform für den direkten Dialog mit den Aktionären war die Hauptversammlung. Dort war insgesamt 95,87 % des stimmberechtigten Kapitals vertreten.

AKTIENKENNZAHLEN

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Wertpapierkennung WKN 805100, ISIN DE0008051004
Bloomberg-Kürzel WUW GY
Reuters-Kürzel WUWGn.DE
Emissionsart Namensaktie
Wertpapiertyp Nennwertlose Stückaktie
Börsenplätze Stuttgart (Regulierter Markt), Frankfurt (Regulierter Markt)
Düsseldorf (Freiverkehr), Berlin (Freiverkehr), XETRA
Grundkapital 481 067 777,39 €
Anzahl Aktien 91 992 622 Stück


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2010 2009
Jahrestief1 16,11 14,22 €
Jahreshoch1 22,60 18,20 €
Jahresschlusskurs1 19,00 16,75 €
Marktkapitalisierung 1 748 Mio € 1 540 Mio €
IFRS-Ergebnis je Aktie 1,88 € 2,40 €
Dividende2 0,50 € 0,50 € + 0,10 € Dividendenbonus
Dividendenrendite2 2,63 % 3,58 %


1 XETRA.
2 Vorbehaltlich der Zustimmung der Hauptversammlung.


WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010 die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Stütze dieser erfreulichen Entwicklung war erneut ein lebhaftes Exportgeschäft, das besonders von der hohen Nachfrage der Schwellenländer profitierte und zweistellige Zuwachsraten erreichte.

BRUTTOINLANDSPRODUKT DEUTSCHLAND

in %

Durch den sich verbessernden Geschäftsausblick erhöhten Unternehmen ihre Investitionsausgaben. Auch der Konsum, der sich in den letzten Jahren eher enttäuschend entwickelt hatte, zeigte erste Anzeichen einer Belebung. Wichtigste Ursache hierfür war die überraschend erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland. Die Arbeitslosenquote verringerte sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf ein Niveau, welches dem vor der Wirtschafts- und Finanzkrise entspricht. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte sogar ein neues Rekordhoch.

ARBEITSLOSENQUOTE

Januar 2009 bis Dezember 2010 in %

Kapitalmärkte

RENTENMÄRKTE IM ZINSTIEF

Die Zinsen am deutschen Rentenmarkt tendierten bis in den Sommer 2010 hinein deutlich abwärts. So gaben zehnjährige Bundesanleihen ausgehend von einem Jahresendwert 2009 von 3,39 % bis Ende August 2010 auf ein Tief von rund 2,10 % nach. Für diesen Zinsrückgang gab es mehrere Gründe: Zum einen spitzte sich die Verschuldungskrise in einigen EWU-Ländern zu und führte zu einer deutlich steigenden Risikoaversion bei den internationalen Kapitalanlegern. Diese bevorzugten Wertpapiere mit der höchsten Bonität und kauften verstärkt Bundesanleihen, sodass deren Kurse stiegen und die Renditen entsprechend sanken. Zum anderen betonten führende Notenbanken wiederholt, sie wollten aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und geringer Inflationsgefahren noch längere Zeit an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalten, wodurch die Rentenmärkte gestärkt wurden. Zudem trübten sich ab Mitte des Jahres die Konjunkturindikatoren in den USA und China ein. Dies führte an den internationalen Anleihemärkten zu Spekulationen, dass die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession abrutschen könne. Die Wahrscheinlichkeit einer deflationären Preisentwicklung wurde zunehmend höher eingeschätzt. In solch einem wirtschaftlichen Umfeld besitzen Anleihen eine besonders hohe Attraktivität und wurden verstärkt gekauft. Erst gegen Ende des Jahres stabilisierten sich die Renditen und zogen wieder an, sodass die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen zum Jahresende 2010 wieder bei 2,96 % lag. Zentrale Ursachen des Zinsanstiegs in den letzten Monaten des Jahres waren eine Aufhellung der Konjunkturperspektiven in Deutschland und den USA, Unsicherheiten durch die europäischen Staatsverschuldungen sowie Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt nach den erzielten Kursgewinnen.

DEUTSCHE BUNDESANLEIHEN MIT 10-JÄHRIGER LAUFZEIT

in %

Auch die Renditen von Anleihen mit kürzerer Laufzeit sanken in der ersten Jahreshälfte deutlich. So fiel die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von 1,33 % zum Jahresende 2009 im Juni 2010 auf einen Tiefstwert von nur noch 0,46 %. Zum Jahresende erfolgte dann auch in diesem Laufzeitbereich ein Zinsanstieg, sodass die Zwei-Jahres-Rendite das Jahr 2010 bei 0,86 % beendete.

DEUTSCHE BUNDESANLEIHEN MIT 2-JÄHRIGER LAUFZEIT

in %

AKTIENMÄRKTE IM SPANNUNGSFELD GEGENSÄTZLICHER EINFLUSSFAKTOREN

Die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte war im vergangenen Jahr von gegensätzlichen Einflussfaktoren geprägt. Einerseits belasteten ein nur verhaltener Konjunkturaufschwung nach Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und die sich zuspitzende Verschuldungskrise in der Europäischen Währungsunion die Kursentwicklung. Andererseits stiegen die Unternehmensgewinne durch umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und eine sehr gute Geschäftsentwicklung in den Schwellenländern. Dadurch erreichte der europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 Anfang des Jahres sein Jahreshoch mit 3 018 Punkten, sank allerdings zum Höhepunkt der EWU-Krise Ende Mai auf ein Tief von 2 489 Punkten. In der zweiten Hälfte des Jahres setzte eine verhaltene Kurserholung ein, sodass der Euro Stoxx 50 das Jahr bei 2 793 Punkten beendete. Im Kalenderjahr 2010 ergab sich damit ein Kursverlust von 5,8 %. Der führende deutsche Aktienindex DAX erzielte dagegen einen beachtlichen Kursgewinn von gut 16 %. Er profitierte davon, dass die in ihm gelisteten Unternehmen besonders exportorientiert und kaum direkt von der Verschuldungskrise der EWU-Peripherieländer betroffen sind. Im Unterschied zur Entwicklung des DAX verzeichnet der Prime Branchenindex Banken im Jahr 2010 einen Kursverlust von 11,4 %. Ursächlich waren zum einen künftige Regulierungsvorschriften, die den Kapitalbedarf der Finanzinstitute deutlich erhöhen werden. Zum anderen senkten Sorgen über den Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen die Ertragsaussichten der Investoren.

Branchenentwicklung

GESCHÄFTSFELD BAUSPARBANK

Die deutschen Bausparkassen hatten 2010 einen deutlichen Zuwachs im Bausparneugeschäft gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2009 das Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Jahr 2008 deutlich abgesunken war. Insgesamt wurden in der Branche 3,6 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von 105,4 Mrd € abgeschlossen. Die Stückzahl stieg um 9,8 % und die Bausparsumme um 10,9 % gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten. Insgesamt wurden in der Branche 366 000 geförderte Verträge mit einer Bausparsumme von 12,6 Mrd € vermittelt. Dies waren 8,4 % bzw. 14,0 % mehr als im Vorjahr. Die Auszahlungen der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2010 auf rund 30 Mrd € gesunken. Das ist ein Minus von 9 % zum Vorjahr.

Auch im Gesamtmarkt entwickelte sich das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung rückläufig. Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 185 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch genommen. Dies sind 5,2 % weniger als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang dürfte die um den Jahreswechsel 2009/2010 zu spürende Zurückhaltung der Verbraucher bezüglich längerfristiger Anlageinvestitionen gewesen sein. Außerdem dürfte sich das Prolongationsgeschäft, das sich aufgrund von Vorzieheffekten deutlich rückläufig entwickelt hat, negativ auf das Baufinanzierungsneugeschäft ausgewirkt haben.

Grundsätzlich zeigten die Rahmenbedingungen aber eine positive Entwicklung. Die Wohnungsbauinvestitionen in Deutschland sind um 4,4 % auf rund 121,9 Mrd € gewachsen, während sie im Vorjahr um 1,2 % gesunken sind. Positiv dürften sich die im Berichtsjahr verbesserten Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Neubau- und Bestandsmaßnahmen ausgewirkt haben. Die Wohnungsbaufertigstellungen nahmen 2010 nach einer Schätzung des ifo Instituts erstmals seit vier Jahren wieder zu. Insgesamt wurden 178 000 Wohnungen fertiggestellt, 12 % mehr als im Jahr zuvor. Von den Fertigstellungen entfielen 155 000 auf Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden. Das sind 13,6 % mehr als 2009. Die Zahl der neu fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser legte im gleichen Zeitraum um 7,3 % auf 90 000 Einheiten zu. Die Fertigstellungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen auf 65 000, dies waren 23,6 % mehr als im Vorjahr.

Positiv entwickelte sich der Markt für Wohnimmobilien. Laut einer Prognose des GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 2 % auf 575 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien hat sich damit zu einem stabilisierenden Faktor der Wohnungswirtschaft entwickelt.

GESCHÄFTSFELD VERSICHERUNG

Die Versicherungswirtschaft konnte sich im Jahr 2010 insgesamt positiv entwickeln. Hauptursachen dafür waren in erster Linie die auf Sicherheit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik und die an die Marktveränderungen angepasste attraktive Produktlandschaft der Versicherungsunternehmen, die das Vertrauen der Kunden in die Versicherungswirtschaft weiter stabilisierten.

Im Jahr 2010 war das Neugeschäft im Bereich der Lebensversicherung wie im Jahr 2009 dominiert von Einmalbeiträgen. Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat es sich nach einem Plus von 58,7 % im Vorjahr nochmals um 33,9 % auf 26,4 (Vj. 19,7) Mrd € gesteigert. Die verstärkte Nachfrage nach Einmalbeitragsprodukten mit hohen garantierten Leistungen war auf den anhaltend niedrigen Kapitalmarktzins und den daraus resultierenden Mangel an vergleichbaren alternativen Anlagemöglichkeiten zurückzuführen. Der Neuzugang von Lebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung blieb im Jahr 2010 dagegen mit 5 656,5 Mio € um 2,7 % unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert von 5 812,0 Mio €. Die Kunden waren zurückhaltend beim Abschluss langfristiger Verträge.

Die erfolgreiche Neugeschäftsentwicklung sorgte bei den gebuchten Bruttobeiträgen der Lebensversicherung für ein Wachstum von 7,1 % auf 87,2 (Vj. 81,4) Mrd €. Dabei mussten die laufenden gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr erneut ein leichtes Minus von 1,5 % hinnehmen und erreichten 60,5 (Vj. 61,4) Mrd €.

Die Schaden-/Unfallversicherung war im Geschäftsjahr 2010 von dem anhaltenden und intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz war bei den privaten Haushalten nach wie vor beständig, da sie von der Finanz- und Wirtschaftskrise kaum betroffen waren. Grund hierfür war die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt im Zusammenspiel mit einer moderaten Inflationsrate. Dennoch ist in zahlreichen Versicherungssparten ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge Grenzen setzt.

Die Beitragseinnahmen sind in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) um ca. 0,7 % gestiegen und liegen bei 55,1 (Vj. 54,7) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung, der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einer Beitragssteigerung von knapp 0,6 % auf 20,2 (Vj. 20,1) Mrd €. Besonders in der Vollkaskoversicherung wurden Beitragssteigerungen erzielt, die den weiteren Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht überkompensieren.

In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung verschlechterte sich die Schadenentwicklung. Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2010 nach Schätzungen des GDV von 41,9 Mrd € um 3,1 % auf 43,2 Mrd €.

Dabei sorgten auch der Orkan "Xynthia", die lange Frostperiode sowie die Hochwasser- und Starkregenereignisse im Sommer für Zusatzbelastungen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 um 1,5 Prozentpunkte auf 80,0 %.

Für das Gesundheitswesen war auch 2010 wieder ein sehr bewegtes Jahr. Insbesondere das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) sowie das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) brachten sowohl für gesetzlich als auch privat Versicherte zahlreiche Neuerungen. Verglichen mit den im Koalitionsvertrag ursprünglich fixierten Vorhaben fällt die Bilanz für die private Krankenversicherung (PKV) allerdings eher gemischt aus. Vor allem beim wettbewerbsverzerrenden Angebot von Zusatzversicherungen durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat der Gesetzgeber im Wesentlichen alles beim Alten belassen. Für die Privatversicherten bringen die Neuregelungen des vergangenen Jahres jedoch zunächst einmal positive Veränderungen. So wurde im Rahmen des GKV-FinG die 2007 eingeführte Drei-Jahres-Frist für Angestellte beim Wechsel von der GKV in die PKV wieder zurückgenommen.

Für viele freiwillig gesetzlich Versicherte ist damit der Wechsel in eine private Krankenversicherung schneller möglich. Mit dieser Maßnahme setzt der Gesetzgeber einen wichtigen Impuls für die Wahlfreiheit der Versicherten und für den Systemwettbewerb zwischen PKV und GKV. Eine zusätzliche Verbesserung ist die Verringerung der Mindestbindungsfrist bei Abschluss eines Wahltarifs in der GKV. In vielen Fällen wird diese Frist von drei auf ein Jahr vermindert.

Eine weitere wichtige Neuerung bringt auch das AMNOG mit sich. Hierdurch werden Privatpatienten ebenfalls von den Arzneimittelrabatten profitieren, die auch für die GKV gelten. Außerdem wird die PKV bei neuen Medikamenten in die Preisverhandlungen der GKV eingebunden. Dies wird sich positiv auf die künftige Kostendynamik in der PKV auswirken. Im Jahr 2010 wirkte sich die Drei-Jahres-Wartefrist nach wie vor negativ auf das Neugeschäft aus. So halbierte sich der Nettoneuzugang im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 44 500 Personen. Am 30. Juni 2010 betrug damit die Anzahl der vollversicherten Personen 8,86 Millionen. In der Zusatzversicherung erhöhte sich der Bestand im ersten Halbjahr 2010 um 77 000 auf 21,56 Millionen Versicherungen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Überblick über das Geschäftsjahr

Der Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat sein Gewinnziel 2010 deutlich übererfüllt. Die Stuttgarter Finanzdienstleistungsgruppe weist für das Geschäftsjahr 2010 einen IFRS-Konzernüberschuss in Höhe von 188,2 (Vj. 222,1) Mio € aus. Damit wird das Ziel von 140 Mio € deutlich übertroffen. Zu diesem Ergebnis haben beide Geschäftsfelder - BausparBank und Versicherung - entscheidend beigetragen.

Die W&W-Gruppe hat 2010 im Neugeschäft im Inland über alle Produktsparten hinweg zugelegt. Beim Bausparen wuchs das Brutto-Neugeschäft um 33,5 % auf das Rekord-Ergebnis von 14,7 Mrd €. Seit Beginn des Erneuerungskurses 2006 konnte das Bausparneugeschäft von Wüstenrot verdoppelt werden. In der Baufinanzierung erzielte die W&W im Neugeschäft ein Wachstum von 9,8 % auf 6,0 Mrd €.

Ebenfalls positiv verlief die Entwicklung im Geschäftsfeld Versicherung. Im Schaden-/Unfallgeschäft konnten Marktanteile gewonnen werden. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 1,5 % auf 1,3 Mrd €. Im Bereich Lebensversicherungen erzielte W&W einen Zuwachs von 4,6 % auf einen gebuchten Bruttobeitrag von 2,5 Mrd €.

Die guten Neugeschäftszahlen sind auch Indiz für die Leistungsfähigkeit des eigenen Außendienstes und für das Potenzial des Multikanalvertriebs.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung und die neue Substanz des Unternehmens tragen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei. Zudem ermöglicht das Wachstum besonders im Bereich Baufinanzierung die Schaffung neuer Stellen.

Der Konzernüberschuss beinhaltet Integrationsaufwendungen für die beiden neu hinzugekommenen Bausparkassen: Die Victoria Vereinsbank Bauspar AG (VVB) wurde 2009 und die Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) 2010 erworben. Außerdem ist der Erstkonsolidierungseffekt infolge des Erwerbs der ADB enthalten. Darüber hinaus wirken sich die Investitionen in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aus. Es zielt auf eine nachhaltige Stärkung der Ertragskraft ab.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

ERTRAGSLAGE

Konzerngesamtergebnis

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Konzernüberschuss beträgt 188,2 (Vj. 222,1) Mio €. Er setzt sich aus folgenden Einzelergebnissen zusammen:

Das Finanzergebnis des W&W-Konzerns stieg zum 31. Dezember 2010 um 169,9 Mio € auf 1 684,6 (Vj. 1 514,7) Mio €. Folgende Effekte sind dabei zu berücksichtigen:

Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erhöhte sich deutlich um 296,1 Mio € auf 724,8 (Vj. 428,7) Mio €. Der Vorjahreswert war von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt und lag daher auf einem deutlich niedrigeren Niveau. Insbesondere das Veräußerungsergebnis hat sich verbessert. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva betrug - 64,3 (Vj. 163,9) Mio €. Hier machte sich insbesondere die Wertentwicklung von Derivaten im Rahmen wirtschaftlicher Sicherungsbeziehungen bemerkbar.

Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital stieg leicht auf 1 065,7 (Vj. 1 047,6) Mio €. Infolge geringerer Impairments ist der Risikovorsorgeaufwand um 76,1 Mio € auf 49,7 (Vj. 125,8) Mio € gesunken.

Der Vorjahreswert war aufgrund der Finanzmarktkrise deutlich erhöht.

Die verdienten Beiträge wuchsen im Geschäftsjahr 2010 um 14,5 Mio € auf 3 782,0 (Vj. 3 767,5) Mio €. Dies ist Ausdruck des insgesamt gestiegenen Bestandes im Geschäftsfeld Versicherung.

Die Leistungen aus Versicherungsverträgen lagen 2010 bei 3 943,8 (Vj. 3 728,2) Mio €. Im Segment Schaden/Unfallversicherung machten sich höhere Geschäftsjahresschäden bemerkbar. Das Segment Personenversicherung verzeichnete erhöhte Zuführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen, da sich das Neugeschäft gesteigert und das Finanzergebnis deutlich verbessert hat.

2010 beliefen sich die Verwaltungsaufwendungen auf 1 136,9 (Vj. 1 041,7) Mio €. Durch die Übernahmen der VVB sowie der ADB stieg die Zahl der Mitarbeiter und damit der Personalaufwand. In diesem Zusammenhang fallen außerdem Integrationsaufwendungen an, besonders für die Migration der IT-Systeme. Darüber hinaus wirkten sich Investitionen in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aus.

Den gestiegenen Verwaltungsaufwendungen standen im Sonstigen Ergebnis zwei Faktoren gegenüber: Für das laufende Jahr gab es einen positiven Effekt aus dem Kauf der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) und für das Vorjahr aus dem Erwerb der Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB). 2010 wurden durch die Erstkonsolidierung der ADB 98,4 (Vj. VVB 17,0) Mio € als Ertrag erfasst. Das Sonstige Ergebnis erhöhte sich dadurch um 64,5 Mio € auf 168,1 (Vj. 103,6) Mio €.

VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Das Konzerngesamtergebnis (sogenanntes "total comprehensive income"), das sich aus dem Konzernüberschuss zuzüglich der im Eigenkapital erfassten Ergebnisse zusammensetzt, beträgt 240,4 (Vj. 285,3) Mio €.

Die direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen sind mit 52,2 (Vj. 63,2) Mio € weiterhin positiv. Der Effekt aus der erfolgsneutralen Bewertung von Zins-Swaps in effektiven Sicherungsbeziehungen hat sich deutlich auf 82,3 (Vj. - 33,4) Mio € erhöht. Dies ist insbesondere auf Bewertungsgewinne bei Receiver Swaps zurückzuführen. Durch den Erhalt von fixen Zahlungsströmen stieg deren Wert vor dem Hintergrund der Zinsentwicklung im vergangenen Jahr. Die Bewertungsgewinne aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen beliefen sich auf 27,5 (Vj. 26,7) Mio €. Gegenläufig entwickelte sich das erfolgsneutrale Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung mit - 39,6 (Vj. 106,7). Versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsrückstellungen wurden in Höhe von - 24,1 (Vj. - 37,8) Mio € erfasst. Ursächlich hierfür ist ein gegenüber dem Vorjahr um 25 Basispunkte geringerer Abzinsungssatz.

SEGMENT BAUSPARBANK

Das Segment BausparBank wird maßgeblich beeinflusst von den Tochterunternehmen Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank.

Das Neugeschäft konnte durch den Zukauf der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) sowie durch organisches Wachstum deutlich gesteigert werden. Das Segmentergebnis lag mit 118,6 (Vj. 112,6) Mio € leicht über dem Vorjahreswert.

Von der Konzernbilanzsumme in Höhe von 76,0 Mrd € entfallen 39,9 (Vj. 34,4) Mrd € auf das Segment BausparBank. Das Segmentvermögen besteht überwiegend aus Baudarlehen sowie Kapitalanlagen in festverzinsliche Wertpapiere. Die Passivseite wird im Wesentlichen durch die aus Kundeneinlagen resultierenden Verbindlichkeiten dominiert.

Die ADB wurde im dritten Quartal 2010 auf die Wüstenrot Bausparkasse AG verschmolzen. Aufgrund des Kontrollübergangs am 7. Juli 2010 ist lediglich das im zweiten Halbjahr erwirtschaftete IFRS-Ergebnis der ADB mit enthalten.

Neugeschäft

Das Brutto-Neugeschäft nach Bausparsumme stieg um 33,5 % auf 14,7 (Vj. 11,0) Mrd €, wovon 2,7 Mrd €1 auf die Allianz Dresdner Bauspar AG entfallen. Durch das überdurchschnittliche Wachstum erhöhte sich der Marktanteil von 11,6 % auf 13,9 %. Diese positive Entwicklung schlägt sich auch im eingelösten Neugeschäft nach Bausparsumme nieder, das im Geschäftsjahr 2010 um 35,9 % auf 11,4 (Vj. 8,4) Mrd € gestiegen ist. Zu diesem Wert hat die ADB 2,3 Mrd €1 beigesteuert.

Das Kreditneugeschäft stieg um 12,2 % auf 4 154,7 (3 703,8) Mio €. Die hierin enthaltenen Anschlussfinanzierungen beliefen sich auf 483,2 (Vj. 654,6) Mio €, das neu abgeschlossene Kreditgeschäft verbuchte einen Zuwachs um 20,4 % auf 3 671,5 (Vj. 3 049,2) Mio €. Davon entfallen 252,8 Mio €1 auf die ADB.

Segmentübergreifend erreichte das Neugeschäft in der Baufinanzierung im W&W-Konzern 6 031,6 (Vj. 5 492,0) Mio €. Darin sind auch Hypothekendarlehen der Württembergische Lebensversicherung AG in Höhe von 330,8 (Vj. 353,7) Mio € sowie Auszahlungen aus Bauspardarlehen über 1 118,6 (Vj. 1 011,5) Mio € enthalten. Mit 5 604,1 (Vj. 5 069,1) Mio € entfällt der Großteil des Neugeschäfts in der Baufinanzierung auf das Inland. Der Anteil der Allianz Dresdner Bauspar AG beträgt 399,2 Mio €. Die tschechische Bausparkasse und Hypothekenbank, deren Geschäftsaktivitäten in "Alle sonstigen Segmente" enthalten sind, trugen 427,5 (Vj. 422,9) Mio € bei.

1 Wert für das Gesamtjahr 2010.


Ertragslage

Das Finanzergebnis im Segment BausparBank lag bei 420,6 (Vj. 440,2) Mio €. Es setzt sich im Wesentlichen aus den nachfolgenden Komponenten zusammen:

Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung stieg um 27,5 Mio € auf 219,9 (Vj. 192,4) Mio €. Begünstigt wurde dies durch gewachsene Veräußerungserträge, da sich das Zinsniveau positiv auf die Marktwerte von festverzinslichen Rentenpapieren im Kapitalanlagebestand ausgewirkt hat. Außerdem sorgte ein insgesamt größerer Durchschnittsbestand der Kapitalanlagen verfügbar zu Veräußerung für höhere Zinserträge. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva verringerte sich auf - 42,8 (Vj. 6,1) Mio €. Dieses Ergebnis spiegelt die Entwicklung von Derivaten wider, die zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt werden. Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital reduzierte sich von 276,7 Mio € auf 262,2 Mio €. Zins- und volumenbedingt niedrigere Refinanzierungskosten konnten das durch höhere Zinsbonusrückstellungen gesunkene Ergebnis nicht kompensieren: Einerseits verringerten sich die Abzinsungssätze infolge der Marktentwicklung. Auf der anderen Seite wurden aufgrund der aktuellen Niedrigzinssituation im Markt die höher verzinsten Bausparguthaben in geringerem Umfang abgerufen. Dies führt zu einem gestiegenen Bonuspotenzial, dem wir durch eine höhere Rückstellung Rechnung getragen haben.

Durch das deutlich verbesserte Bausparneugeschäft hat sich der Provisionsaufwand erhöht. Daher ist das Provisionsergebnis auf - 22,2 (Vj. - 9,7) Mio € gesunken.

Die Übernahme der Geschäftsbetriebe von VVB und ADB ließ den Verwaltungsaufwand auf 403,1 (326,7) Mio € ansteigen. Hier wirkten sich die höhere Mitarbeiterzahl und IT-Integrationsaufwendungen aus. Dabei ist zu beachten, dass die VVB im Vorjahreswert ab dem zweiten Halbjahr, im aktuellen Wert jedoch für das gesamte Jahr enthalten ist. Die Aufwendungen der ADB sind ab Juli 2010 erfasst. Diesem Aufwand stehen im Sonstigen Ergebnis Erstkonsolidierungserträge aus den beiden Akquisitionen gegenüber. Darüber hinaus erfolgten im Rahmen des Zukunftsprogramms "W&W 2012" weitere Investitionen in die langfristige Absicherung des Wachstums.

Das Sonstige Ergebnis wurde stark vom Erwerb der ADB beeinflusst. Aus der Differenz zwischen Kaufpreis und dem erworbenen Nettovermögen der ADB ergibt sich ein Erstkonsolidierungsertrag in Höhe von 98,4 Mio €, der im Sonstigen Ergebnis ausgewiesen wird. Außerdem ergab sich ein positiver Effekt aus der Auflösung einer Eventualverbindlichkeit bezüglich der Rechtmäßigkeit von Abschlussgebühren in Höhe von 23,4 Mio €. Dadurch stieg das Sonstige Ergebnis von 49,6 Mio € auf 126,9 Mio €. In der Vorjahreszahl ist ein Ertrag in Höhe von 17,0 Mio € im Rahmen der Übernahme der VVB enthalten.

Bedingt durch den Erstkonsolidierungseffekt aus dem Erwerb der ADB, der einen nicht steuerpflichtigen Ertrag darstellt, ergibt sich im Segment ein verhältnismäßig geringer Steueraufwand von 3,7 Mio €.

SEGMENT PERSONENVERSICHERUNG

Das Segment Personenversicherung setzt sich im Wesentlichen aus der Württembergische Lebensversicherung AG, der Karlsruher Lebensversicherung AG, der ARA Pensionskasse AG und der Württembergische Krankenversicherung AG zusammen.

Das Segment weist eine anteilige Bilanzsumme von 30,6 (Vj. 30,0) Mrd € aus. Davon entfielen auf der Aktivseite 18,6 (Vj. 18,2) Mrd € auf Forderungen und weitere 6,9 (Vj. 7,0) Mrd € auf Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung. Die Passivseite wird mit 27,6 (Vj. 26,8) Mrd € von den versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert.

Neugeschäft

Die Neubeiträge stiegen im Segment Personenversicherung deutlich um insgesamt 141,9 Mio € von 700,6 Mio auf 842,5 Mio €. Die darin enthaltenen Einmalbeiträge und laufenden Beiträge haben sich wie folgt entwickelt:

Die Einmalbeiträge stiegen deutlich von 526,4 Mio € auf 671,4 Mio €. 41,6 Mio € davon entfallen auf die Rückdeckungsversicherung zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverträge innerhalb der W&W-Gruppe. Grundsätzlich achten wir bei der Zeichnung von Einmalbeitragsgeschäft auf dessen Kollektivverträglichkeit. Die laufenden Neubeiträge konnten mit 171,1 (Vj. 174,2) Mio € trotz des schwierigen Marktumfelds fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. Gemessen am Annual Premium Equivalent (APE) hat sich das Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr um 5,0 % auf 238,1 (Vj. 226,8) Mio € erhöht.

Das Neugeschäft in der Krankenversicherung konnte leicht auf 16,5 (Vj. 16,2) Mio € gesteigert werden. Die Zahl der Versicherten erreichte im Berichtsjahr 227 125 (Vj. 194 390). Davon waren 23 198 (Vj. 22 011) Personen in der Krankheitskostenvollversicherung versichert.

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in Mio € 2010 2009
Neubeitrag 842,5 700,6
Einmalbeitrag Leben 671,4 526,4
Laufender Beitrag Leben 154,6 158,0
Jahresneubeitrag Kranken 16,5 16,2
APE 238,1 226,8
Gebuchte Bruttobeiträge 2 551,7 2 438,4


Ertragslage

Der Überschuss im Segment Personenversicherung entwickelte sich im Jahr 2010 positiv. Aufgrund eines verbesserten Finanzergebnisses hat sich der Segmentüberschuss von 16,7 Mio € im Vorjahr auf 39,6 Mio € deutlich erhöht.

Das Finanzergebnis stieg um 173,1 Mio € auf 1 180,7 (Vj. 1 007,6) Mio €. Im Detail ergeben sich folgende Entwicklungen: Besonders erfreulich verlief das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, das um 271,3 Mio € auf 482,4 ( Vj. 211,1) Mio € angewachsen ist.

Wesentlicher Treiber für diese Entwicklung war ein verbessertes Veräußerungsergebnis. Während im Vorjahr durch den Abbau des Aktienengagements noch verstärkt Veräußerungsverluste zu verzeichnen waren, konnten 2010 aufgrund des niedrigen Zinsniveaus Veräußerungsgewinne aus dem Verkauf von festverzinslichen Wertpapieren erzielt werden. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva. Es ging auf - 2,5 (Vj. 176,5 ) Mio € zurück. Dies ist überwiegend auf realisierte Ergebnisse aus Derivaten zurückzuführen, die der wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken dienen. Auch die Bewertungserträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen waren aufgrund der sehr differenzierten und wenig dynamischen Entwicklung der internationalen Aktienmärkte rückläufig. Durch Veräußerungsgewinne aus Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen erhöhte sich das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital von 707,8 Mio € auf 713,0 Mio €. Der Risikovorsorgeaufwand reduzierte sich um 80,2 Mio € auf 7,9 (Vj. 88,1) Mio € hauptsächlich aufgrund geringerer Abschreibungen auf Rententitel.

Das Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien stieg um 3,6 Mio € auf 24,3 (Vj. 20,7) Mio €. Im Berichtsjahr konnten die laufenden Aufwendungen gesenkt und die Erträge aus Vermietung und Verpachtung erhöht werden.

Das Provisionsergebnis lag mit - 139,3 (Vj. -137,2) Mio € knapp unter dem Vorjahresniveau. Die Provisionsaufwendungen für Abschlussprovisionen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft haben sich aufgrund des besseren Neugeschäfts erhöht. Darüber hinaus stiegen die Provisionsaufwendungen aus dem Investmentgeschäft durch die höhere Inanspruchnahme konzerninterner Beratungsleistungen in diesem Segment.

Unter Berücksichtigung der Beitragsüberträge, der Rückversicherungsbeiträge sowie der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung lagen die verdienten Nettobeiträge bei 2 531,6 (Vj. 2 494,2) Mio €. Das Beitragswachstum war vor allem durch das höhere Einmalbeitragsgeschäft geprägt.

Aufgrund der Erholung an den Kapitalmärkten konnten den Versicherungskunden 2010 höhere Leistungen gutgeschrieben werden. Die Leistungen aus Versicherungsverträgen stiegen von 3 102,3 Mio € auf 3 250,4 Mio € an. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (brutto) wurden 357,5 (Vj. 177,9) Mio € zugeführt. Wegen des gestiegenen Einmalbeitragsgeschäfts beträgt die erfolgswirksame Veränderung der Deckungsrückstellung 592,0 (Vj. 453,4) Mio €. Die Veränderung der Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungen war im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die hierin unter anderem enthaltenen nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen, die zur Bedeckung fondsgebundener Lebensversicherungsverträge dienen, gingen aufgrund der weniger dynamischen Entwicklung der internationalen Aktienmärkte zurück.

Der Verwaltungsaufwand lag bei 287,8 (Vj. 274,4) Mio €. Der darin enthaltene Sachaufwand hat sich aufgrund einer gestiegenen Nachfrage nach konzerninternen Dienstleistungen erhöht. Auch außerordentliche Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte vergrößerten 2010 den Verwaltungsaufwand. Das Sonstige Ergebnis ging von - 3,1 Mio € auf - 6,1 Mio € zurück.

SEGMENT SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNG

Dieses Segment wird im Wesentlichen von der Württembergische Versicherung AG repräsentiert. Einem Neugeschäftswachstum sowie einem gestiegenen Finanzergebnis stehen höhere Schadenleistungen für unsere Kunden gegenüber. Das Segmentvermögen betrug 3,7 (Vj. 3,7) Mrd €. Es wird auf der Passivseite von den versicherungstechnischen Rückstellungen dominiert.

Neugeschäft

Im Jahr 2010 ist es gelungen, das Neugeschäft weiter zu steigern. Gemessen am Jahresbestandsbeitrag erhöhte es sich um 6,2 % auf 195,5 (Vj. 184,1) Mio €. Wachstumsimpulse gingen insbesondere von der Kraftfahrtversicherung aus.

Das Storno im Bestand ging um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Somit konnte nach 2009 im zweiten Jahr in Folge wieder ein Beitragswachstum erzielt werden. Die Brutto-Beitragseinnahmen im Inland erhöhten sich um 1,8 % auf 1 325,1 (Vj. 1 302,1) Mio €. In der Kraftfahrtversicherung stiegen die gebuchten Bruttobeiträge trotz des anhaltenden Preiswettbewerbs um 4,0 % auf 530,3 (Vj. 509,7) Mio €. Im Privatkundengeschäft blieben die Beitragseinnahmen auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Firmenkundengeschäft konnte bei den gebuchten Beitragseinnahmen ein Zuwachs auf 279,3 (Vj. 276,8) Mio € erzielt werden.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2010 lag das Segmentergebnis bei 26,5 (Vj. 81,1) Mio €. Gestiegenen Kapitalerträgen standen erhöhte Schadenaufwendungen gegenüber. Das Finanzergebnis verbesserte sich deutlich dank der Erholung der Kapitalmärkte auf 63,9 (Vj. 38,8) Mio €. Verschiedene Faktoren haben dazu beigetragen: Das Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung stieg um 9,2 auf 27,7 (Vj. 18,5) Mio €. Dies resultiert zum einen aus geringeren Abschreibungen und zum anderen aus Währungskursgewinnen aus Kapitalanlagen, welche zur Deckung von Versicherungsgeschäft in Fremdwährung dienen. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva betrug - 5,1 (Vj. - 16,0) Mio €. Der Vorjahreswert war geprägt durch Veräußerungsverluste sowie Bewertungsaufwendungen im Handelsbestand. Das Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital stieg um 12,2 Mio € auf 49,0 (Vj. 36,8) Mio €, da festverzinsliche Wertpapiere einen höheren Verkaufserlös erzielten. Demgegenüber führten ein geringeres Zinsniveau sowie ein geringerer Forderungsbestand zu leicht rückläufigen Zinserträgen.

Das Provisionsergebnis beträgt - 174,3 (Vj. - 160,8) Mio €. Die Ursache dafür sind höhere Provisionsaufwendungen infolge des ausgebauten Neugeschäfts sowie geringere Provisionserträge aus dem in Rückversicherung gegebenen Geschäft.

Die verdienten Nettobeiträge entwickelten sich weiterhin gut. Sie stiegen durch den Bestandszuwachs aus dem verbesserten Neugeschäft um 16,6 Mio € auf 1 082,4 (Vj. 1 065,8) Mio €.

Die Leistungen aus Versicherungsverträgen stiegen aufgrund erhöhter Geschäftsjahresschäden deutlich auf 597,9 (Vj. 509,5) Mio €. Als größtes Schadenereignis ist das Sturmtief Xynthia zu nennen, darüber hinaus waren insbesondere im Bereich Kraftfahrt höhere Schäden zu verzeichnen. Zudem ist das Abwicklungsergebnis aus Vorjahresschäden um 50,2 Mio € zurückgegangen.

Der Verwaltungsaufwand sank leicht auf 337,7 (348,1) Mio €. Der Rückgang ist auf gestiegene Dienstleistungserträge gegenüber anderen Konzernunternehmen zurückzuführen, die nicht dem Segment Schaden-/Unfallversicherung zugeordnet sind. Personal- und Sachaufwendungen blieben konstant.

Das rückläufige Sonstige Ergebnis von 11,8 (Vj. 30,9) Mio € wurde beeinflusst von Währungskursverlusten aus versicherungstechnischen Rückstellungen, die jedoch durch Währungskursgewinne im Finanzergebnis ausgeglichen wurden. Darüber hinaus war das Vorjahr durch einen Einmaleffekt aus der Auflösung von Restrukturierungsrückstellungen gekennzeichnet.

ALLE SONSTIGEN SEGMENTE

In "Alle sonstigen Segmente" sind Geschäftsbereiche zusammengefasst, die keinem anderen Segment zugeordnet werden können. Maßgeblich für die Entwicklung sind die W&W AG, die W&W Asset Management GmbH sowie die tschechischen Gesellschaften (Bausparkasse, Lebensversicherung und Hypothekenbank) des Konzerns. Die Bilanzsumme des Segments beträgt 5,4 (Vj. 5,1) Mrd €.

Ertragslage

Nach Steuern ergibt sich ein Überschuss von 113,9 (Vj. 79,1) Mio €. Dazu haben die oben genannten Unternehmen wie folgt beigetragen: die W&W AG 107,5 (Vj. 44,2) Mio €, die W&W Asset Management 10,8 (Vj. 19,0) Mio € sowie die tschechischen Tochtergesellschaften mit 13,5 (Vj. 11,6) Mio €.

Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum bei 159,9 (Vj. 159,9) Mio €. Es enthält im Wesentlichen die Dividendenerträge aus vollkonsolidierten Tochterunternehmen der W&W AG. Diese werden zunächst im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erfasst und später in der Überleitung auf das Konzerngesamtergebnis konsolidiert.

Das Provisionsergebnis erhöhte sich um 12,7 Mio € auf - 20,4 (Vj. - 33,1) Mio €. Hier machte sich der geringere Provisionsaufwand infolge der Aufgabe des konzernexternen aktiven Rückversicherungsgeschäftes bemerkbar. Die Versicherungsleistungen stiegen auf 151,0 (Vj. 123,3) Mio €. Der Vorjahreswert enthält ein höheres Abwicklungsergebnis aus der Auflösung von Schadenrückstellungen aufgrund der Abwicklung des aktiven Rückversicherungsgeschäfts.

Der Verwaltungsaufwand lag bei 100,7 (Vj. 92,8) Mio €. Hintergrund des leicht höheren Wertes ist die Zentralisierung konzernübergreifender Tätigkeiten und die dadurch gestiegene Mitarbeiterzahl der W&W AG. Das Sonstige Ergebnis erhöhte sich um 7,9 Mio € auf 27,4 (Vj. 19,5) Mio €.

Eine tabellarische Übersicht aller Segmente des W&W-Konzerns befindet sich im Anhang ab Seite 136.

FINANZLAGE

Kapitalstruktur

Infolge des Geschäftsmodells als Finanzdienstleistungsgruppe dominieren auf der Passivseite die versicherungstechnischen Rückstellungen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden.

KAPITALSTRUKTUR 2010

in Mio €

Die versicherungstechnischen Rückstellungen - einschließlich derjenigen für fondsgebundene Lebensversicherungen - betragen insgesamt 29,8 (Vj. 29,1) Mrd €. Davon entfallen 24,5 (Vj. 24,0) Mrd € auf die Deckungsrückstellung, 1,7 (Vj. 1,8) Mrd € auf die Rückstellung für Beitragsrückerstattung und 2,3 (Vj. 2,4) Mrd € auf die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Bei den Verbindlichkeiten handelt es sich überwiegend um Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von 27,5 (Vj. 23,8) Mrd €. Darin sind insbesondere Einlagen aus dem Bauspargeschäft sowie Spareinlagen enthalten.

Detailangaben zur Struktur der Passivseite sowie zu den Restlaufzeiten können dem Anhang zum Konzernabschluss entnommen werden.

Liquidität

Die Liquidität der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Wir gewinnen Liquidität aus unserem operativen Versicherungs-, Bauspar- und Bankgeschäft sowie aus Finanzierungsmaßnahmen. Weitere Informationen zum Liquiditätsmanagement sind im Risikobericht enthalten.

In der Kapitalflussrechnung ergab sich aus operativer Geschäftstätigkeit ein Mittelzufluss von 1 781,9 (Vj. 3 590,2) Mio € sowie für die Investitionstätigkeit einschließlich Investitionen in Kapitalanlagen ein Mittelabfluss von 1 294,5 (Vj. 3 836,3) Mio €. Die Finanzierungstätigkeit führte zu einem Mittelabfluss in Höhe von 87,5 (Vj. 31,5) Mio €. Daraus ergab sich im Berichtsjahr im Saldo eine zahlungswirksame Veränderung von 399,9 Mio €. Zur weiteren Information wird auf die Kapitalflussrechnung im Anhang verwiesen.

Refinanzierung

Das Gesamtvolumen der Kundeneinlagen der W&W-Gruppe stieg im Berichtsjahr um 15,7 % auf 27 510,5 (Vj. 23 769,8) Mio €, im Wesentlichen bedingt durch die von der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) hinzugekommenen Einlagen. Die begebenen Schuldverschreibungen sind auf 1 448,5 (Vj. 1 293,5) Mio € gestiegen. Die Refinanzierungsaufschläge für Hypothekenpfandbriefe reduzierten sich im Jahresverlauf teilweise wieder auf das Niveau von vor Beginn der Finanzmarktkrise. Die im Vorjahr noch verstärkte Refinanzierung über Offenmarktgeschäfte mit der Europäischen Zentralbank konnte dadurch wieder zurückgefahren werden.

GESAMTVOLUMEN KUNDENEINLAGEN

in Mrd €

Zum 31. Dezember 2010 betrug das emittierte Nachrangkapital im W&W-Konzern 448,6 (Vj. 430,7) Mio €. Davon entfielen auf Genussrechtskapital 74,4 (Vj. 74,4) Mio €, emittiert von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, sowie 374,2 (Vj. 356,2) Mio € auf nachrangige Verbindlichkeiten, ebenfalls begeben von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie von der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Württembergische Lebensversicherung AG, der Württembergische Versicherung AG.

Investitionen und Beteiligungen

Zur Erschließung weiterer Vertriebswege wurden über die Wüstenrot Bausparkasse AG mit Wirkung zum 7. Juli 2010 sämtliche Aktien an der Allianz Dresdner Bauspar AG erworben.

VERMÖGENSLAGE

Vermögensstruktur

Die Konzern-Bilanzsumme der W&W-Gruppe stieg im zurückliegenden Geschäftsjahr um 6,4 Mrd € auf 76,0 (Vj. 69,6) Mrd € insbesondere aufgrund der von der Allianz Dresdner Bauspar AG übernommenen Vermögenswerte. Auf der Aktivseite überwiegen Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Forderungen an Kreditinstitute sowie Forderungen an Kunden.

KONZERNBILANZSUMME

in Mrd €

Eigenkapital

Die W&W AG als Holdinggesellschaft steuert die Eigenkapitalausstattung in der Gruppe. Grundsätzlich orientiert sich die Eigenkapitalausstattung der Tochterunternehmen mindestens an den vorgegebenen regulatorischen Anforderungen. Im aufsichtsrechtlichen Umfeld werden durch Basel III sowie durch Solvency II langfristig strengere Eigenkapitalvorschriften erwartet. Intern hat der W&W-Konzern daher bereits für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, die deutlich über den derzeitigen gesetzlichen Anforderungen liegen, um der Gruppe und den Einzelgesellschaften eine hohe Stabilität zu sichern.

BILANZIELLES EIGENKAPITAL

in Mrd €

Zum 31. Dezember 2010 erreichte das Eigenkapital des W&W-Konzerns 2 844,3 Mio € nach 2 666,9 Mio € zum 31. Dezember 2009. Hierin sind im Wesentlichen der Konzernüberschuss zum 31. Dezember 2010 sowie die im Eigenkapital berücksichtigten Ergebnisse in Höhe von insgesamt 240,4 Mio € berücksichtigt. Gegenläufig wirkte die Dividendenausschüttung über 58,9 Mio €. Sonstige Effekte haben das Eigenkapital um weitere 4,1 Mio € verringert.

Die Effekte sind im Detail aus der verkürzten Gesamtergebnisrechnung sowie aus der Eigenkapital-Veränderungsrechnung im Anhang ersichtlich.

Bewertungsreserven

Bewertungsreserven können entstehen, wenn der aktuelle Fair Value eines Vermögenswertes ("beizulegender Zeitwert") über dem Wert liegt, mit dem er in der Bilanz ausgewiesen wird ("Buchwert"). Bewertungsreserven haben wir insbesondere bei Forderungen sowie bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Sie belaufen sich zum 31. Dezember 2010 auf 1 833,8 (Vj. 1 486,6) Mio €.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hielt die Europäische Zentralbank an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Dies hatte ein im historischen Vergleich sehr niedriges Zinsniveau zur Folge. Insbesondere die beizulegenden Zeitwerte von festverzinslichen Wertpapieren profitierten von dieser Entwicklung, da die Höhe der Zinszahlungen durch die Zinsfestschreibung nicht von sinkenden Umlaufrenditen betroffen ist. Umgekehrt führte diese Entwicklung zu negativen Bewertungsreserven auf der langfristig festgeschriebenen Passivseite sowie zu geringeren Renditen bei der Neuanlage von fälligen oder frei gewordenen Kapitalmitteln.

Detaillierte Informationen zu den Reserven befinden sich in den einzelnen Erläuterungen zu den jeweiligen Aktiv- und Passivpositionen im Anhang.

Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte

Nennenswerte nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte, beispielsweise im Rahmen von Asset-Backed-Securities-Transaktionen, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder Haftungsverhältnisse gegenüber nicht einbezogenen Zweckgesellschaften haben im W&W-Konzern im Berichtsjahr ebenso wie im Vorjahr nicht bestanden.

ZUSAMMENFASSUNG ZUR VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Im Jahr 2010 weist der W&W-Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 188,2 Mio € aus. Das Planziel von 140 Mio € konnte deutlich übertroffen werden. Damit sind wir auf einem guten Weg, das erstmals für das Jahr 2012 avisierte Ergebnis von 250 Mio € nachhaltig zu erreichen. Das IFRS-Ergebnis je Aktie lag auf Konzernebene bei 1,88 (Vj. 2,40) €.

Alle Segmente schreiben deutlich positive Ergebnisse und verzeichnen eine wachsende Neugeschäftsentwicklung. Im Segment BausparBank konnte nicht zuletzt durch den Erwerb der Allianz Dresdner Bauspar AG ein weiteres Gewinn- und Neugeschäftwachstum erzielt werden. Im Bereich der Versicherungen hat sich besonders das Segment Personenversicherung wieder von der Finanzmarktkrise erholt und konnte das Finanzergebnis deutlich steigern. In der Schaden-/Unfallversicherung macht sich vor allem die gestiegene Schadenbelastung im vergangenen Geschäftsjahr bemerkbar.

Im Ausland konzentriert sich der W&W-Konzern weiterhin auf Tschechien. Die im Bereich "Alle sonstige Segmente" enthaltenen tschechischen Gesellschaften, die Bausparkasse, Hypothekenbank und Lebensversicherung, haben jeweils positive Beiträge zum Konzernergebnis geleistet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Im Zusammenhang mit der Erfüllung des Geschäftszwecks werden die erforderlichen Methoden, Abläufe und Produkte permanent optimiert.

Risikoforschung betreiben wir durch Identifikation von Megatrends im Rahmen unseres Emerging-Risk-Management-Prozesses. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Risikobericht ab Seite 41.

Detaillierte Angaben zu neu entwickelten Produkten befinden sich im Kapitel "Produktangebot" ab Seite 18.

Darüber hinaus betreibt die W&W-Gruppe keine Forschung und Entwicklung.

SONSTIGE ANGABEN

Nachtragsbericht

Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der W&W AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahres bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses nicht eingetreten.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB

Gemäß § 315 Abs. 4 HGB sind - soweit für die Wüstenrot & Württembergische AG relevant - folgende Aussagen zum 31. Dezember 2010 zu machen:

Das Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 € ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen Aktienrecht (§ 67 AktG) gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Insgesamt sind 1 568 Aktien vom Stimmrechtsausschluss im Sinne des § 136 Abs. 1 AktG erfasst, da Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Inhaber dieser Aktien sind. Weitergehende Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60 AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen.

Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,19 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. 8,97 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank Baden-Württemberg, 7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,67 % im Besitz der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,64 %.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung, §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a, 13d VAG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 124 Abs. 2 Satz 2, 133 Abs. 1, 179 ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht das Gesetz - wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden Befugnisse.

Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:

für Spitzenbeträge und

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen des Mutterunternehmens, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden.

Für weitere Einzelheiten wird auf den Vergütungsbericht verwiesen.

Vergütungsbericht

Unter Beachtung der seit Sommer 2009 in Kraft getretenen zahlreichen neuen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2010 eine neue Ausgestaltung der Vergütungssystematik für den Vorstand beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010 beschlossen. In Übereinstimmung mit dem DCGK werden im Folgenden die Grundzüge des neuen Vergütungssystems für den Vorstand und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.

Im Einklang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK wird künftig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente vom Aufsichtsratsplenum beschlossen. Der Personalausschuss, dem der Beschluss nach alter Rechtslage oblag, führt alle für den Beschluss notwendigen Vorbereitungen durch. Das Aufsichtsratsplenum prüft das Vergütungssystem mindestens einmal jährlich.

VORSTAND

Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich zusammen aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Komponente im Verhältnis 4 zu 1. Die erfolgsunabhängige Komponente ist eine fixe Vergütung, die aus einem Festgehalt (pensionsberechtigt) und einer Zulage besteht. Die erfolgsabhängige Komponente wird in Form einer Zieltantieme gewährt.

Die erfolgsabhängige Tantieme ist an ein Zielvereinbarungssystem gekoppelt. Die für ein abgelaufenes Geschäftsjahr zugeteilte Höhe der Tantieme eines Vorstandsmitglieds hängt von der jeweiligen Erreichung der betreffenden Unternehmensziele und Individualziele ab. Die Bandbreite der Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 %. Die Unternehmensziele entsprechen der vom Aufsichtsrat der W&W AG verabschiedeten Jahresplanung. Die Individualziele werden zwischen dem einzelnen Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Das gesamte Konzept erlaubt eine erfolgsabhängige und an operationalen Zielgrößen orientierte Bemessung des variablen Vergütungsbestandteils und somit eine in höherem Maße leistungsorientierte Vergütung.

Die für die Zielvereinbarungen 2010 geltenden Zielgrößen klassifizieren sich in kurz-, mittel- und langfristige Ziele und richten sich nach Kennzahlen wie Jahresergebnis, Verwaltungskosten, Nettovertriebsleistung, wertorientierte Beitragssumme, Cross-Selling-Punkten sowie individuellen Zielen. Die Gewichtung der Zielgrößen innerhalb der erfolgsabhängigen Vergütung ist durch verstärkte Berücksichtigung von Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Die Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung erfolgt teilweise gestreckt: 50 % werden im Folgejahr nach Feststellung des Zielerreichungsgrades sofort ausgezahlt, die anderen 50 % des erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteiles werden über einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten und unter den Vorbehalt von Verfallsklauseln gestellt. Die Auszahlung des zurückgehaltenen Betrages erfolgt nur, wenn der W&W-Konzern in den betreffenden drei Jahren ein durchschnittliches IFRS-Ergebnis nach Steuern in Höhe von 100 Mio € p. a. und in keinem der drei Jahre einen Verlust ausweist. Liegt das durchschnittliche Konzernergebnis unterhalb der Schwelle von 100 Mio € p. a. oder weist der Konzern in einem oder mehreren Jahren einen Verlust aus, so verfällt der zurückgehaltene Betrag für das betreffende Geschäftsjahr endgültig und vollständig. Die gestreckte Auszahlung betrifft erstmals die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile des Geschäftsjahres 2010, die im Jahr 2011 bzw. 2014 zur Auszahlung anstehen.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen im W&W-Konzern nicht.

Als Nebenleistungen erhalten die Vorstände einen Dienstwagen, eine Gruppenunfallversicherung sowie eine Reisegepäckversicherung.

Die Gesellschaft hat gemäß aktienrechtlicher Anforderungen eine Versicherung zur Absicherung eines jeden Vorstandsmitglieds gegen Risiken aus dessen beruflicher Tätigkeit für die Gesellschaft abgeschlossen. Die Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 % des Schadens, maximal aber 150 % der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vor.

Mit allen Vorstandsmitgliedern wurden Abfindungsobergrenzen in Höhe von maximal zwei Jahresgehältern vereinbart. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall einer Übernahme enthält.

Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder erfolgt seit 2007 über eine beitragsorientierte Versorgungszusage. Dies betrifft ein Vorstandsmitglied. Für ein früher bestelltes Vorstandsmitglied gilt noch die seinerzeit übliche leistungsorientierte Versorgungszusage in Form eines Festbetrages, der überwiegend vom vorherigen Arbeitgeber getragen wird. Mit zwei Vorstandsmitgliedern ist keine Altersversorgung vereinbart. Hiervon erhält ein Vorstandsmitglied seine Altersversorgung von einem anderen Konzernunternehmen.

Das Ruhegehalt wird, soweit vereinbart, grundsätzlich gewährt mit Vollendung des 65. Lebensjahres, bei einem Vorstandsmitglied ab dem 62. Lebensjahr sowie bei vorzeitigem Ausscheiden ab dem 61. Lebensjahr und im Falle der Dienstunfähigkeit. Bei der leistungsorientierten Vergütungszusage erhöht sich das Ruhegehalt bei einer Erhöhung des Festgehalts bzw. bei einer Erhöhung der Tarifgehälter des privaten Bankgewerbes, wobei die Erhöhung nach Beginn der Versorgungszusage auf den Anstieg des Preisindexes für die Lebenshaltung zuzüglich 2 % begrenzt ist. Bei der beitragsorientierten Versorgungszusage werden die Leistungen gem. § 16 Abs. 3 BetrAVG um 1 % jährlich angepasst. Die Versorgung umfasst eine Witwen-/Witwerrente in Höhe von 60 % des Ruhegehalts und eine Waisenrente von in der Regel 20 %. Bei der leistungsorientierten Versorgungszusage werden Versorgungsansprüche auf betriebliche Altersversorgungsleistungen gegen Dritte angerechnet. Die Ansprüche auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung sind unverfallbar. Ein Vorstandsmitglied erhält bei Nichtverlängerung des Dienstvertrages über die zweite Amtszeit hinaus, ohne dass es hierfür einen wichtigen Grund gegeben hat, ein Übergangsgeld in Höhe der Berufsunfähigkeitsrente von 89 Tsd €.

AUFSICHTSRAT

Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie eine erfolgsbezogene Tantieme. Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.

Detaillierte Angaben enthält der ausführliche Vergütungsbericht im Anhang ab Seite 235.

RISIKOBERICHT

Die W&W-Gruppe ist sowohl nach internen Risikotragfähigkeitsberechnungen als auch nach aufsichtsrechtlichen Maßstäben solide kapitalisiert.

Der Liquiditätsbedarf der W&W-Gruppe ist gesichert.

Das Risikomanagement ist in der Unternehmenssteuerung der W&W-Gruppe fest verankert.

Das Risikomanagement trägt zur Wertschöpfung und Sicherung der Finanzkraft bei.

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W-Gruppe) bildet nach den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes, des Versicherungsaufsichtsgesetzes und der Finanzkonglomeraterichtlinie ein Finanzkonglomerat. Daraus resultieren besondere Anforderungen an das Risikomanagement und -controlling. Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen ist die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb des Finanzkonglomerats Standards im Risikomanagement zu definieren und weiterzuentwickeln sowie zu kontrollieren, ob diese eingehalten werden.

Nachfolgend werden die Grundsätze und Gestaltungselemente des Risikomanagementansatzes in der W&W-Gruppe sowie die generelle Handhabung der wesentlichen Risiken innerhalb unseres Konzerns beschrieben. Weitere Analysen und Darstellungen der Risikosituation der W&W-Gruppe, welche sich aus internationalen Rechnungslegungsstandards ergeben, sind ab Seite 200 "Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen" im Konzernanhang zu entnehmen. Wir verweisen zusätzlich auf die Lageberichterstattung unserer Gruppenunternehmen.

Risikomanagement in der W&W-Gruppe

Es ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung, Risiken gezielt und kontrolliert zu übernehmen und damit die gesetzten Renditeziele zu erreichen.

In der W&W-Gruppe besteht ein übergreifendes Risikomanagement- und -controllingsystem, das die nach den jeweiligen Geschäftserfordernissen ausgerichteten Systeme und Methoden der Einzelunternehmen konsistent verbindet.

Unter Risikomanagement verstehen wir die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung sowie zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung.

Das Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Aufgabe, Risiken zu erfassen, zu analysieren, zu bewerten und zu kommunizieren sowie die Maßnahmen zur Risikosteuerung zu überwachen.

AUFGABE UND ZIEL

Es ist das Ziel des Risikomanagements, die nachhaltige Wertschöpfung für die Aktionäre zu fördern und sicherzustellen, dass die Ansprüche von Kunden und Fremdkapitalgebern jederzeit erfüllbar sind. Das Risikomanagement überwacht die Risikotragfähigkeit und das Risikoprofil der W&W-Gruppe. Es hat die Aufgabe, Steuerungs- und Handlungsimpulse zu liefern, wenn vom gewünschten Risikoprofil abgewichen wird oder wenn die Risikotragfähigkeit unter definierte Schwellenwerte fällt. Das Risikomanagement trägt damit zur Sicherung der Unternehmensfortführung bei.

Es soll darüber hinaus die Reputation der W&W-Gruppe als Vorsorge-Spezialist schützen. Der Ruf der Gruppe als solider, verlässlicher und vertrauenswürdiger Partner unserer Kunden ist ein wesentlicher Faktor für unseren nachhaltigen Erfolg.

RISK MANAGEMENT FRAMEWORK

Die Risikostrategie der W&W-Gruppe legt Mindestanforderungen an die risikopolitische Ausrichtung und den risikopolitischen Rahmen der W&W-Gruppe fest.

RISK MANAGEMENT FRAMEWORK

Überblick

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie, beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen Risiken in unserer Gruppe. Sie definiert Ziele, Risikotoleranz, Limite, Maßnahmen und Instrumente, um eingegangene oder zukünftige Risiken zu handhaben. Die Risikostrategie der W&W-Gruppe wird durch den Vorstand der W&W AG beschlossen und mindestens einmal jährlich im Aufsichtsrat erörtert. Grundsätzlich wird angestrebt, die Geschäftschancen mit den damit verbundenen Risiken auszubalancieren, wobei stets im Vordergrund steht, den Fortbestand der Gruppe und ihrer Unternehmen dauerhaft zu sichern. Ziel ist es, bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken weitestgehend zu vermeiden.

Grundsätzlich sind die Einzelunternehmen des Finanzkonglomerats in das konzernweite Risikomanagementsystem nach den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen eingebunden. Jedoch variieren Umfang und Intensität der Risikomanagementaktivitäten, abhängig vom Risikogehalt der betriebenen Geschäfte (Proportionalitätsprinzip).

In unserer Group Risk Policy definieren wir differenzierte Anforderungsprofile, um sowohl die spezifischen Risikomanagement-Erfordernisse in den Einzelunternehmen als auch die Voraussetzungen für die ganzheitliche Konzernrisikosteuerung abzubilden.

RISK GOVERNANCE/RISIKOGREMIEN

Unsere Risk Governance ist in der Lage, unsere gruppenweiten und auf Einzelunternehmensebene bezogenen Risiken zu steuern und gleichzeitig sicherzustellen, dass unser Gesamtrisikoprofil mit den risikostrategischen Zielsetzungen übereinstimmt.

Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG ist oberstes Entscheidungsgremium der W&W-Gruppe in Risikofragen. Das Management Board fungiert als Koordinationsgremium und dient zur Integration der Geschäftsfelder. Der Vorstand der W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen im Risikomanagement fest.

Einmal jährlich vergewissern sich der Prüfungsausschuss der W&W AG sowie die Prüfungsausschüsse der großen Einzelgesellschaften, ob die Organisation des Risikomanagements in den jeweiligen Verantwortungsbereichen angemessen ist.

Der Aufsichtsrat informiert sich im Zuge eines Standardtagesordnungspunktes "Risikomanagement" regelmäßig über die aktuelle Risikosituation.

Das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements unterstützt den Vorstand und das Management Board in Risikofragen. Ständige Mitglieder des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten Chief Risk Officer (CRO) auch die CROs der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung sowie der Leiter der Abteilung Konzernrisikomanagement. Das Gremium findet sich einmal pro Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Das Group Board Risk überwacht das Risikoprofil der W&W-Gruppe, deren angemessene Kapitalisierung und die Liquiditätsausstattung. Darüber hinaus berät es über konzernweite Standards zur Risikoorganisation, den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente im Risikomanagement und schlägt diese den Vorständen der Gruppe zur Entscheidung vor.

Die folgende Grafik veranschaulicht, wie die verantwortlichen Gremien bei risikobezogenen Entscheidungen zusammenwirken.

RISK-BOARD-STRUKTUR

Überblick

Das Konzernrisikomanagement berät und unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche Risikomanagement-Standards festzulegen. Es entwickelt unternehmensübergreifende Methoden und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung. Darüber hinaus fertigt die Abteilung qualitative und quantitative Risikoanalysen an. Die in der W&W AG angesiedelte Abteilung Konzernrisikomanagement ist zuständig sowohl für die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe als auch für die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft.

Zur gruppenweiten Liquiditätssteuerung ist ein Group Liquidity Committee etabliert. Dieses setzt sich aus Vertretern der Einzelunternehmen zusammen. Es ist für die übergreifende Liquiditätssteuerung des Konzerns zuständig und arbeitet Empfehlungen für die Sitzungen des Group Board Risk aus.

Als zentrales Gremium dient das Group Compliance Committee der Verknüpfung von Rechtsabteilung, Compliance, Revision und Risikomanagement. Der Compliance-Beauftragte berichtet dem Vorstand und dem Group Board Risk jeweils direkt über Compliance-Risiken. Weiterführende Informationen zu unserer Corporate Governance sowie zur Zusammensetzung des Committees finden sich im Lagebericht der W&W AG auf Seite 284.

Analog der W&W AG haben die Einzelgesellschaften mit fachbereichsübergreifend besetzten Risikogremien und Risikocontrollingeinheiten hierfür geeignete Organisationsstrukturen geschaffen. In den Geschäftsfeldern werden regelmäßig Risk Boards einberufen, um die jeweilige Risikolage zu beurteilen.

Im Geschäftsfeld Versicherung steuert und überwacht das Risk Board Versicherungen Risiken im Geschäftsfeld Versicherungen. Im Geschäftsfeld BausparBank ist ein Risk Board BausparBank etabliert. Die Teilnahme der verantwortlichen Vorstände und betroffenen Fachabteilungen gewährleistet neben der Integration einzelgesellschaftlicher Sachverhalte einen schnellen Informationsaustausch sowie rasches Handeln. Risikorelevante Sachverhalte unserer ausländischen Tochterunternehmen integrieren wir durch eine prozessuale Vernetzung sowie eine direkte Berichtslinie an das Group Board Risk.

Flexible Risikokommissionen mit themenspezifischer Besetzung ermöglichen schnelle Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Ereignisse.

Die folgende Grafik veranschaulicht die Verantwortlichkeiten der Gremien für risikobezogene Entscheidungen.

RISIKOGREMIEN

Überblick

Die für die dezentrale Risikosteuerung verantwortlichen operativen Geschäftseinheiten entscheiden bewusst darüber, Risiken einzugehen oder zu vermeiden. Dabei beachten sie die zentral vorgegebenen Standards, Risikolimite und Anlagelinien sowie die festgelegten Risikostrategien.

Durch festgelegte Berichtsformen und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe Kommunikation zwischen den Risikogremien, ihren Risikocontrollingeinheiten und der Geschäftsleitung auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Unternehmensebene.

Das Prinzip der Funktionstrennung setzen wir durch eine strikte Trennung von risikonehmenden (z. B. Kapitalanlagen, aktive Rückversicherung) und risikoüberwachenden Einheiten (Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement) um. Funktionsfähigkeit, Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch interne Revisionen überprüft. Die externe Revision überprüft die Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems.

GRENZEN DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Ein gutes und effektives Risikomanagement verbessert die Umsetzung von geschäfts- und risikostrategischen Zielvorgaben. Es kann jedoch keine vollständige Sicherheit gewährleisten, da der Wirksamkeit des Risikomanagements Grenzen gesetzt sind:

Prognoserisiko.

Das Risikomanagement basiert zu einem wesentlichen Teil auf Prognosen zukünftiger Entwicklungen. Auch wenn die verwendeten Prognosen neuere Erkenntnisse regelmäßig einbeziehen, gibt es keine Garantie dafür, dass sich zukünftige Entwicklungen - vor allem künftige Extremereignisse - immer im Prognoserahmen des Risikomanagements bewegen.

Modellierungsrisiko.

Zur Risikomessung und -steuerung werden überwiegend branchenübliche Modelle verwendet. Die Modelle nutzen Annahmen, um die Komplexität der Wirklichkeit zu reduzieren. Sie bilden nur die als wesentlich betrachteten Zusammenhänge ab. Insofern besteht sowohl das Risiko der Wahl ungeeigneter Annahmen als auch ein Abbildungsrisiko, wenn relevante Zusammenhänge unzureichend in den Modellen reflektiert werden. Die W&W-Gruppe mindert die Modellrisiken durch eine sorgfältige Model Governance. Durch eine Model Change Policy wird die Modellentwicklung einer standardisierten und nachvollziehbaren Dokumentation unterzogen. Die Policy regelt die Prozesse bei Änderungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells auf Ebene der W&W-Gruppe, inklusive der für seine Kalibrierung in den Einzelunternehmen vorgehaltenen Verfahren, Modelle und Daten. Modelländerungen werden anhand ihrer Bedeutung in Kategorien nach Wesentlichkeit klassifiziert. Für jede Kategorie sind spezifische Anzeige- und Genehmigungspflichten vorgesehen. Entsprechend der Klassifizierung werden strukturierte Änderungs- und Informationsprozesse durchlaufen. Die Übernahme wesentlicher Modelländerungen in das interne Risikotragfähigkeitsmodell bedarf einer Genehmigung durch das Group Board Risk. Validierungs- und Backtestingverfahren werden eingesetzt, um Modellrisiken zu begrenzen. Die Maßnahmen mindern das Modellierungsrisiko in der Risikomessung und -steuerung. Sie können es jedoch nicht vollständig kompensieren.

Mensch.

Darüber hinaus kann die den unternehmerischen Entscheidungsprozessen immanente menschliche Urteilsbildung trotz der implementierten Kontrollmaßnahmen (internes Kontrollsystem, z. B. 4-Augen-Prinzip) fehlerhaft sein, sodass in der Unberechenbarkeit des menschlichen Handelns ein Risiko besteht. Ebenso besteht ein Risiko in der Unwägbarkeit der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen (menschliches Verhaltensrisiko).

Aufgrund dessen sind - ungeachtet der grundsätzlichen Eignung unseres Risikomanagementsystems - Umstände denkbar, unter denen Risiken nicht rechtzeitig identifiziert werden oder eine angemessene Reaktion darauf nicht zeitnah erfolgt.

Risikomanagement-Prozess

Der Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und umfasst in einem Regelkreislauf Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikonahme und Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikoberichterstattung.

RISIKOMANAGEMENT-KREISLAUF

Prozessschritte

RISIKOIDENTIFIKATION

Im Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren unsere Einzelgesellschaften regelmäßig eingegangene oder potenzielle Risiken. Über einen implementierten Relevanzfilter werden Risiken in wesentliche und unwesentliche Risiken klassifiziert. Bei der Einschätzung beurteilen wir, inwiefern Einzelrisiken in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation (Risikokonzentrationen) wesentlichen Charakter annehmen können.

RISIKOBEURTEILUNG

Je nach Art des Risikos setzten wir verschiedene Risikomessverfahren ein, um diese quantitativ zu evaluieren. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer Verfahren und unter Anwendung des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Derzeit ermitteln wir Marktpreis- und Adressrisiken (mit Ausnahme der Forderungsausfallrisiken aus Rückversicherung) sowie versicherungstechnische Risiken in der Sachversicherung mit diesem Ansatz. Für die übrigen Risikobereiche verwenden wir analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche Standardverfahren sowie Expertenschätzungen. So werden beispielsweise die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenpotenzialen bewertet. Im Rahmen von risikobereichsbezogenen und risikobereichsübergreifenden Stressszenarien werden regelmäßig Sensitivitäts- und Szenarioanalysen durchgeführt. Kennzahlenanalysen ergänzen das Instrumentarium der Risikobeurteilung.

RISIKONAHME UND RISIKOSTEUERUNG

Unter Risikosteuerung verstehen wir, die Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten operativ umzusetzen. Die Entscheidung über die Risikonahme erfolgt im Rahmen der in der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder sowohl dezentral durch die Geschäftsfelder als auch durch die W&W AG. Auf der Grundlage der Risikostrategie steuern die jeweiligen Fachbereiche in unseren operativen Einzelgesellschaften deren Risikopositionen. Um die Risikosteuerung zu stützen, werden Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit- und Liniensysteme eingesetzt.

Als wesentliche Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis Risikogrößen wie die aufsichtsrechtliche und ökonomische Risikotragfähigkeit sowie geschäftsfeldspezifische Kennzahlen herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung im Sinne der wertorientierten Steuerung zu verknüpfen und unsere Entscheidungen zu fundieren, führen wir ergänzende Analysen mit einem RORAC-Ansatz durch.

RISIKOÜBERWACHUNG

Wir überwachen laufend, ob die risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben eingehalten werden und ob die Qualität und Güte der Risikosteuerung angemessen ist. Aus diesen Kontrollaktivitäten über quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, sodass wir frühzeitig korrigierend eingreifen und somit die in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele erreichen können. Die in den Risikogremien vereinbarten Handlungsempfehlungen werden von den Risikocontrollingeinheiten nachgehalten und überprüft. Wesentliche Grundlage für die konzernweite Überwachung unseres Gesamtrisikoprofils und die ökonomische Kapitalisierung ist unser internes Risikotragfähigkeitsmodell. Die Fähigkeit der W&W-Gruppe und ihrer wesentlichen Einzelgesellschaften, die eingegangenen Risiken mit ausreichend Kapital zu unterlegen, wird durch das Risikomanagement laufend verfolgt. Ergänzend überwachen wir die Risikotragfähigkeit mittels aufsichtsrechtlicher Verfahren (z. B. Basel II, Solvency I). Die Entwicklung der zukünftigen aufsichtsrechtlichen Modelle im Versicherungsbereich verfolgen wir im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Alle wesentlichen Risiken unseres Konzerns werden zeitnah und regelmäßig an den Vorstand und das Management Board unserer Gruppe sowie den Aufsichtsrat der W&W AG kommuniziert. Das konzernweite Risikoberichtssystem wird ergänzt durch ein Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation. Von neuen Gefahren oder außerordentlichen Veränderungen der Risikosituation, die unsere festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, erfahren der Vorstand der W&W AG sowie das Management Board der Gruppe dadurch sehr zeitnah.

Kapitalmanagement in der W&W-Gruppe

In den Einzelunternehmen und in der W&W AG wird Risikokapital vorgehalten. Es dient dazu, Verluste zu decken, falls eingegangene Risiken schlagend werden. Das Risikomanagement steuert und überwacht das Verhältnis von Risikokapital und Risikokapitalbedarf, der sich aus der Gefahr von Verlusten bei eingegangenen Risiken ergibt (Kapitaladäquanz, Risikotragfähigkeit). Die Steuerung erfolgt parallel aus zwei Blickwinkeln:

Bei der aufsichtsrechtlichen Kapitaladäquanz wird das Verhältnis von regulatorisch benötigtem Kapital zu den regulatorisch anerkannten Solvabilitätsanforderungen betrachtet. Hierzu sind die Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie aus der Finanzkonglomerate-Solvabilitätsverordnung (FkSolV) und der Solvabilitätsverordnung (SolvV) anzuwenden.

Im Rahmen der ökonomischen Kapitaladäquanz wird - basierend auf einem internen Risikotragfähigkeitsmodell - ein ökonomischer Risikokapitalbedarf ermittelt und dem vorhandenen ökonomischen Kapital gegenübergestellt.

ZIELSETZUNG

Unser Kapitalmanagement zielt darauf ab:

die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen zu erfüllen,

eine angemessene Risikotragfähigkeit basierend auf dem internen Risikotragfähigkeitsmodell zu sichern,

die gruppeninterne Kapitalallokation zu optimieren,

eine adäquate Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals zu ermöglichen,

Kapitalflexibilität zu gewährleisten.

AUFSICHTSRECHTLICHE KAPITALADÄQUANZ

Aus den aufsichtsrechtlichen Vorschriften ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung.

Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkennziffern der wesentlichen Unternehmen:

UNTERNEHMEN

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VORHANDENE EIGENMITTEL
IN MIO €
SOLVABILITÄTSANFORDERUNGEN
IN MIO €
VERHÄLTNISSATZ
IN %

31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Wüstenrot & Württembergische AG1 1 732,6 1 674,9 40,3 41,1 4 304,1 4 075,0
Wüstenrot Bausparkasse AG2 773,5 739,3 7 030,1 6 466,3 11,0 11,4
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank2 543,5 552,2 5 700,4 5 579,3 9,5 9,9
Württembergische Versicherung AG1 325,6 305,6 190,3 190,3 171,7 161,0
Württembergische Lebensversicherung AG1 1 711,4 1 618,8 998,6 979,2 171,4 165,0
Württembergische Krankenversicherung AG1 15,8 14,1 8,6 7,3 183,7 193,0


1 Aufsichtsrechtliche erforderliche Sollgröße > 100
2 Aufslchtsrechtllche erforderliche Sollgröße > 8,0


Im Berichtsjahr 2010 haben ebenso wie Im Vorjahr alle Unternehmen der W&W-Gruppe, die der Beaufsichtigung unterliegen, die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt.

Neben der Aufsicht auf Ebene des einzelnen Unternehmens unterstehen die Versicherungen des W&W-Konzerns einer zusätzlichen Aufsicht, da sie zusammen eine Versicherungsgruppe bilden. Im Berichtsjahr 2010 hat die Versicherungsgruppe ebenso wie im Vorjahr die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen eingehalten. Für die Versicherungsgruppe mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Bedeckungssatz von 247 % (Vorjahr 243 %).

Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt werden.

Ob den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen entsprochen wird, hat die Wüstenrot & Württembergische AG der BaFin und der Deutschen Bundesbank jährlich bis spätestens zum 30. September des Folgejahres für das abgelaufene Geschäftsjahr in einer entsprechenden Meldung nachzuweisen. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt.

Zum 31. Dezember 2010 betrugen die verfügbaren Eigenmittel des W&W-Konzerns 2 811 Mio € (31. Dezember 2009: 2 611 Mio €). Das Finanzkonglomerat erreichte zum Stichtag 31. Dezember 2010 einen Bedeckungssatz von 133 % (31. Dezember 2009: 129 %).

AUFSICHTSRECHTLICHE SOLVABILITÄT

in Mio €

Für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene werden Zielsolvabilitätsquoten festgelegt. Die Zielsolvabilitätsquote für das Finanzkonglomerat ist auf 120 % bis 130 % festgelegt. Interne Berechnungen, die auf Basis der vorläufigen Daten für 2010 sowie auf den Hochrechnungen bzw. Planungen für 2011 und 2012 beruhen, zeigen, dass den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Eigenmittelausstattung im Finanzkonglomerat W&W-Gruppe entsprochen wird.

Um den potenziellen Kapitalbedarf für die W&W-Gruppe zu antizipieren, beobachten wir intensiv die aktuellen Regulierungsvorschläge, um proaktiv auf steigende regulatorische Kapitalanforderungen reagieren zu können. Insbesondere vor dem Hintergrund der Entwicklungen aus Solvency II und Basel III eruieren wir Optionen zur Reduzierung unseres Kapitalisierungsrisikos. Zur Quantifizierung der Kapitalisierungsrisiken entwickeln wir verschiedene Szenarien, die aktuelle und sehr bedeutende Regulierungsvorschläge für die W&W-Gruppe aufgreifen.

ÖKONOMISCHE KAPITALADÄQUANZ

Zur quantitativen Beurteilung des Gesamtrisikoprofils der W&W-Gruppe haben wir ein konzernweites barwertorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell entwickelt. Basierend auf den Berechnungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells wird das zur Verfügung stehende Risikokapital allokiert und entsprechende Limite werden abgeleitet.

Der Limitprozess im W&W-Konzern basiert auf einem iterativen Bottom-up-/Top-down-Prozess. In diesem determiniert die W&W-Gruppe im Dialog mit den Einzelunternehmen den maximalen Risikokapitalbedarf auf Einzelunternehmensebene und Risikobereichsebene. Nach Verabschiedung der Limite auf Vorstandsebene erfolgt die operative Umsetzung der Limite im Risikomanagementkreislauf. Die bemessenen Risikokapitalanforderungen werden den abgeleiteten Limiten gegenübergestellt, um sicherzustellen, dass die Risikonahme die dafür vorgesehenen Kapitalbestandteile nicht überschreitet. Die Verantwortung für die Umsetzung und Limitüberwachung liegt bei den jeweiligen dezentralen Risikocontrollingeinheiten und der Abteilung Konzernrisikomanagement für die Gruppensicht.

Die im Konzernlagebericht 2010 erstmaligen quantitativen Angaben zum Risikoprofil und zur Risikotragfähigkeitsquote stellen eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende freiwillige Angabe dar. Wir verstehen diese als einen zusätzlichen Beitrag zu einer transparenten Risikokommunikation gegenüber unseren Kunden, Aktionären und weiteren Stakeholdern. Die Risikolage wird auf Basis der für die interne Risikosteuerung und Risikoberichterstattung von der Unternehmensleitung verwendeten Daten dargestellt. Die nach einheitlichem Ansatz ermittelten wesentlichen Risiken werden zu einem Risikokapitalbedarf aggregiert und den finanziellen Mitteln gegenübergestellt, die zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehen.

Bei der Risikotragfähigkeitsmessung werden die Gesellschaften W&W AG, Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Württembergische Lebensversicherung AG, Württembergische Versicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG zunächst getrennt voneinander modelliert und anschließend zur Konzernsicht aggregiert. Risiken der übrigen, nicht gesondert modellierten Einzelgesellschaften sowie strategische Risiken werden durch einen pauschalen Ansatz bewertet.

Value at Risk.

Die Risikomessung erfolgt mit dem Value-at-Risk-Ansatz. Das Risiko wird dabei als die negative Abweichung des Verlustpotenzials vom statistischen Erwartungswert bei gegebenem Sicherheitsniveau gemessen. Der Value at Risk gibt somit an, welchen Wert der unerwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Risikohorizont nicht überschreiten wird. In Anlehnung an Solvency II verwendet die Gruppe in der VaR-Messung seit 2010 ein Konfidenzniveau von 99,5 %. Der Risikohorizont bildet den Zeitraum, innerhalb dessen mögliche Ereignisse und ihr Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Unternehmens betrachtet werden. Die Risikotragfähigkeit des W&W-Konzerns wird auf einem Risikohorizont von einem Jahr weitgehend stochastisch ermittelt. Einzige Ausnahme bildet das Marktpreisrisiko der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, bei der der Risikohorizont, wie für Handelsbücher marktüblich, zehn Tage beträgt. Die Gruppenkonsolidierung der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank erfolgt dessen ungeachtet auf einem einjährigen Risikohorizont.

Die W&W-Gruppe strebt im Rahmen ihrer Risikostrategie eine Risikotragfähigkeitsquote von über 125 % an. Unsere Berechnungen auf Basis des internen Risikotragfähigkeitsmodells auf Gruppenebene weisen zum Stichtag 31. Dezember 2010 aus, dass hinreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um unsere Risiken abzudecken. Die Risikotragfähigkeitsquote beträgt 337 %.

Risikoprofil und wesentliche Risiken

Unser interner Risikokapitalbedarf verteilt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt:

RISIKOPROFIL W&W-GRUPPE

in %

Geprägt von Zinsänderungsrisiken beanspruchen Marktpreisrisiken 25 % des internen Risikokapitals. Der übrige Anteil entfällt auf versicherungstechnische Risiken (12 %), operationelle Risiken (9 %) sowie Kollektivrisiken (6 %).

Um unsere Risiken transparent darzustellen, fassen wir gleichartige Risiken konzerneinheitlich zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W-Gruppe haben wir einheitlich nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert:

Marktpreisrisiken,

Adressrisiken,

versicherungstechnische Risiken,

Kollektivrisiken,

operationelle Risiken,

strategische Risiken,

Liquiditätsrisiken.

Adressrisiken stellen wegen der Exposures in unseren Kapitalanlagebeständen und unserer Kundenkreditaktivitäten mit rund 48 % den beherrschenden Risikobereich dar.

RISIKOLANDSCHAFT DER W&W-GRUPPE

Überblick Risikobereiche

MARKTPREISRISIKEN

Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiko als wesentliches Risiko der W&W-Gruppe durch aktives ALM-Management reduziert.

Aktienportfolien weitestgehend gesichert.

Unter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen ergeben.

MARKTPREISRISIKO

Systematisierung

Zinsänderungs-/Zinsgarantierisiken.

Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig Ergebnisrisiken entstehen, da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen erfolgen können, gleichzeitig aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Zinsgarantierisiko) gegenüber den Kunden erfüllt werden müssen. Bei Zinssenkungen reagieren langlaufende Verpflichtungen mit stärkeren Wertänderungen als die Kapitalanlagen mit der Folge von sinkenden ökonomischen Eigenmitteln.

In der W&W-Gruppe unterliegen allen voran die Wüstenrot Bausparkasse AG und die Württembergische Lebensversicherung AG Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken. Durch risikomindernde Maßnahmen, beispielsweise die sukzessiv verlängerte Duration unserer zinstragenden Aktiva, wurde unsere Zinssensitivität erheblich reduziert.

Trotz des gegen Ende 2010 zu verzeichnenden Zinsanstiegs beobachten wir das weiterhin als niedrig einzuschätzende Zinsniveau kritisch.

Beteiligungsrisiko.

Wertänderungen bei Beteiligungen führen zu Beteiligungsrisiken. Innerhalb der Gruppe halten die W&W AG, die Württembergische Lebensversicherung AG und die Württembergische Versicherung AG bedeutende Beteiligungen. Gerade für die W&W AG stellt das strategische Beteiligungsportfolio ein wesentliches Risiko dar.

Aktienrisiko.

Plötzliche und starke Kursrückgänge an den Aktienmärkten können die Risikotragfähigkeit der aktieninvestierten Konzerngesellschaften in Form von ergebniswirksamen Abschreibungen beeinträchtigen. Von den Gesellschaften der W&W-Gruppe halten unsere inländischen Versicherungsgesellschaften nennenswerte Aktienportfolien. Das hohe Sicherungsniveau unserer Versicherungsgesellschaften in dieser Assetkategorie wurde 2010 beibehalten. An der Erholung der Aktienmärkte im Jahresverlauf konnten wir partizipieren.

Fremdwährungsrisiken.

Aus offenen Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds sowie Fremdwährungsanleihen unserer Versicherungsunternehmen können Fremdwährungsrisiken resultieren. Fremdwährungsanlagen sind für unser Gesamtanlageportfolio nur von untergeordneter Bedeutung. Entsprechend unserer strategischen Ausrichtung konzentrieren wir unser Fremdwährungsexposure auf Dänische Kronen, US-Dollar, Britische Pfund und Japanische Yen. Im Rahmen von einzelnen Fondsmandaten sind wir mit einem kleinen Anteil in weiteren Währungen engagiert. Die überwiegenden Teile unseres Fremdwährungsexposures sind gegen Wechselkursschwankungen abgesichert.

Immobilienpreisrisiko.

Plötzliche und starke Rückgänge der Immobilienpreise können die Ergebnissituation und die Risikotragfähigkeit unserer in Immobilien investierenden Konzerngesellschaften beeinträchtigen. Innerhalb des Konzerns halten die W&W AG, die Württembergische Lebensversicherung AG und die Württembergische Versicherung AG in größerem Umfang Immobilienbestände in Direktanlagen sowie über Fondsmandate und Beteiligungen. Unsere diversifizierten Immobilienportfolios ergänzen unser Kapitalanlageportfolio. Das Risiko schätzen wir aufgrund unserer fast ausschließlichen Investmenttätigkeit in I-a-Lagen als grundsätzlich gering ein.

Strategische Asset-Allocation.

Die Grundlage unserer Kapitalanlagepolitik bildet die strategische Asset-Allocation. Die Gesellschaften legen hierbei Wert auf eine angemessene Mischung und Streuung von Assetklassen. Für die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank definiert eine Handelsstrategie den zulässigen Rahmen für Handelsaktivitäten. Bei unseren Kapitalanlagen verfolgen wir eine sicherheitsorientierte Anlagepolitik. Im Vordergrund stehen die Ziele, ausreichende Liquidität zu wahren und die erforderlichen Mindestverzinsungen sicherzustellen. Chancen nutzen wir im Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Für die Unternehmen der W&W-Gruppe gilt der Grundsatz, dass Marktpreisrisiken nur übernommen werden, wenn sie innerhalb der gesetzten Limitkonzeptionen liegen und die damit verbundenen Chancen abgewogen wurden. Auf die Geschäfts- und Risikopolitik unserer Beteiligungen wirken wir durch Vertretung in den Aufsichtsgremien ein. Die Positionen werden in der Regel von Vorstandsmitgliedern wahrgenommen. Um Fremdwährungsrisiken einzugrenzen, investieren wir schwerpunktmäßig in Kapitalanlageprodukte innerhalb des Euro-Raumes. Der Fokus unserer Immobilienanlagen liegt auf Direktanlagen im Inland mit stabiler Wertentwicklung und hoher Fungibilität.

Organisation.

Der Gesamtvorstand sowie der Prüfungsausschuss verabschieden die strategische Asset-Allocation. Die operative Steuerung erfolgt in den Front-Office-Einheiten. Diese mandatieren die operativen Abteilungen Immobilien, Hypotheken und die W&W Asset Management GmbH sowie gegebenenfalls externe Fondsmanager mit deren Umsetzung. Die geringfügigen und stringent limitierten Handelsaktivitäten sind im Treasury der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank gebündelt. Das Immobilien-Portfoliomanagement entwickelt für die Assetklasse Immobilien Investitionskonzepte. Unsere strategischen Beteiligungsaktivitäten betreut der Bereich Konzerncontrolling. Die dezentralen und zentralen Risikocontrollingeinheiten agieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung sind hier ebenfalls die übergeordneten Methoden- sowie Modellkompetenzen angesiedelt. Zwischen risikonehmenden und risikoüberwachenden Einheiten besteht Funktionstrennung. Dies spiegelt sich ebenfalls in der Ressortverteilung im Vorstand wider.

Internes Risikotragfähigkeitsmodell.

Die Risiken aus Zinsänderungen sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite werden bei uns im Rahmen des internen Modells quantifiziert. Für die in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell einbezogenen Konzernunternehmen bewerten wir die Marktpreisrisiken der Zinspapiere sowie der zinsabhängigen Passivpositionen ökonomisch, das heißt, wir berücksichtigen zukünftige Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell. Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Beteiligungs-, Aktien- und Immobilienrisiken werden ebenfalls mittels Monte-Carlo-Simulationen quantifiziert. Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitätsanalysen, welche die Wertänderungen der Portfolien abhängig von Marktschwankungen aufzeigen.

Unternehmensspezifische Verfahren.

Neben unserem konzernweiten Blickwinkel vertiefen die Einzelgesellschaften die Betrachtung ihrer Marktpreisrisiken mit vergleichbaren Verfahren. Zusätzlich zur Risikosteuerung auf Gesamtbankebene im Geschäftsfeld BausparBank unterhält die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank ein auf das Pfandbriefgeschäft ausgerichtetes Risikomanagement gemäß § 27 Pfandbriefgesetz. Im Geschäftsfeld Versicherung setzten die Gesellschaften ein bilanzorientiertes Puffermodell ein, mit dem berechnet und analysiert wird, ob der geplante respektive der jeweils aktuell hochgerechnete Jahresüberschuss erreichbar ist. In der Württembergische Versicherung AG wird das Modell im Jahresverlauf eingeführt.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Wir betrachten aus Gruppensicht regelmäßig ökonomische Stressszenarien, um Zinssensitivitäten zu erkennen und um die Entwicklungen an den Aktien- und Immobilenmärkten unter veränderten Annahmen zu simulieren. Die Effekte möglicher Marktpreisszenarien auf das Ergebnis und das Eigenkapital des Konzerns werden nach IFRS-Rechnungslegung im Anhang unseres Geschäftsberichts ab Seite 202 dargestellt und erläutert.

Asset-Liability-Management.

Im Rahmen des Asset-Liability-Managements werden die Asset- und Liability-Positionen so gesteuert und überwacht, dass die Vermögensanlagen den Verbindlichkeiten und dem Risikoprofil des Unternehmens entsprechen. Dem Zinsgarantierisiko begegnen wir durch Durationssteuerung sowie eine dynamische Produkt- und Tarifpolitik. Langfristig garantierte Leistungsverpflichtungen werden somit angemessen in der Steuerung berücksichtigt.

Finanzinstrumente.

In der strategischen und taktischen Asset-Allocation haben die Unternehmen der W&W-Gruppe im Jahr 2010 derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Einzelheiten hierzu finden sich im Anhang ab Seite 200.

Beteiligungscontrolling.

Die Beteiligungen unterliegen einem stringenten Controlling, welches unter anderem die jährliche Planung von Mindestdividenden, eine mittelfristige Wirtschaftsplanung, unterjährige Hochrechnungen und monatliche Soll-Ist-Abgleiche umfasst. Auf sich abzeichnende Beteiligungsrisiken kann somit frühzeitig reagiert werden.

Kongruente Bedeckung.

Versicherungstechnische Verbindlichkeiten in fremder Währung bedecken wir mit geeigneten Kapitalanlagen derselben Währung, sodass durch die weitestgehende Kongruenz aus diesen Positionen nur begrenzt Währungsrisiken entstehen.

Monitoring.

Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten beobachten wir laufend, um zeitnah unsere Positionierung sowie unsere Sicherungen adjustieren zu können.

Neue-Produkte-Prozess.

Neuartige Produkte (Aktiv- und Passivprodukte) durchlaufen vor ihrer Einführung einen Neue-Produkte-Prozess, um insbesondere die sachgerechte Abbildung im Rechnungswesen und in den Risikocontrollingsystemen sicherzustellen.

Risikokapitalbedarf.

Das Zinsänderungsrisiko nimmt innerhalb der Marktpreisrisiken die größte Bedeutung ein, da die Kapitalanlagen unserer Einzelgesellschaften überwiegend in verzinsliche Wertpapiere investiert sind und auf der Passivseite Garantien und Optionen Zinsänderungsrisiken unterliegen. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil 13,3 %.

RISIKOPROFIL MARKTPREISRISIKEN

in %

Mit einer Gewichtung von 7,4 % folgen Beteiligungsrisiken. Etwa 3 % beziehen sich auf das Aktienkursrisiko, 1,1 % auf das Immobilienrisiko.

Die Marktpreisrisiken standen 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

ADRESSRISIKEN

Rentenportfolio: Schwerpunkt in hoher Bonität und guter Sicherungsstruktur.

Nachrangexposure von Finanzinstituten reduziert.

Risikoprofil Kundenkreditexposure konstant auf geringem Niveau.

Unter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben.

ADRESSENRISIKO

Systematisierung

Adressrisiken können aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren sowie Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen. Ferner können Risiken für unseren Konzern aus dem Ausfall von Geschäftspartnern aus dem Kundenkreditgeschäft der Kreditinstitute und der Württembergische Lebensversicherung AG folgen. Die für die W&W-Gruppe gewichtigsten Adressausfallrisiken aus Kundenkrediten bestehen in der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, der Württembergische Lebensversicherung AG sowie der Wüstenrot - stavební spořitelna a.s. Gegenüber Forderungsausfallrisiken aus Kapitalanlagen (Eigengeschäft) sind neben den genannten Gesellschaften im Wesentlichen die W&W AG, die Württembergische Versicherung AG sowie die Wüstenrot - stavební spořitelna a.s exponiert. Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Vertragspartnern in der Rückversicherung können bei der W&W AG sowie der Württembergische Versicherung AG zum Tragen kommen.

Eigengeschäft.

Die Bonitätsstruktur unseres Rentenportfolios ist gemäß unserer strategischen Ausrichtung mit 98,2 % der Anlagen im Investmentgradebereich konservativ ausgerichtet.

RATING (MOODY'S-SKALA)

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BESTAND
BUCHWERTE
ANTEIL

in Mio € in %
Aaa 18 043,5 48,3
Aa1 8 624,6 23,1
Aa2 1 320,7 3,5
Aa3 4 587,2 12,3
A1 1 408,0 3,8
A2 500,3 1,3
A3 640,1 1,7
Baa1 502,9 1,3
Baa2 657,5 1,8
Baa3 433,8 1,1
Non Investmentgrade / Non Rated 657,5 1,8

37 376,1 100,0


Auf Seite 209 sind unsere gesamten Vermögenswerte nach Rating-Klassen und Fälligkeitsstrukturen den internationalen Rechnungslegungsanforderungen folgend visualisiert.

Unser Kapitalanlage-Exposure weist generell eine gute Besicherungsstruktur auf, wobei die Kapitalanlagen bei Finanzinstituten überwiegend durch Staats- und Gewährträgerhaftung oder Pfandrechte besichert sind.

SENIORITÄT

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BESTAND
BUCHWERTE
ANTEIL

in Mio € in %
Öffentlich 11 429,0 30,6
Pfandbrief 15 364,3 41,1
Mit Gewährträgerhaftung 1 430,0 3,8
Einlagensicherung oder Staatshaftung 4 902,6 13,1
Ungedeckt 4 250,2 11,4

37 376,1 100,0


Länderrisiken.

Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Die hohe Staatsverschuldung vieler Mitgliedsländer der Europäischen Union setzte den Anleihemarkt erheblich unter Druck. Die aufgrund der ausgeweiteten Risikoaufschläge deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten verschärften die ohnehin prekäre Haushaltslage einiger Staaten enorm. Inwiefern sich die implementierten Garantiemaßnahmen und der eingerichtete EU-Rettungsschirm nachhaltig auf die Finanzmärkte auswirken, bleibt abzuwarten.

ENTWICKLUNG RISIKOAUFSCHLÄGE

Basispunkte

Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen bei den genannten Ländern beläuft sich zum 31. Dezember 2010 nach Marktwerten auf etwa 1,45 Mrd € (davon Italien rund 0,86 Mrd €).

EXPOSURE SCHULDENKRISE

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BESTAND
MARKTWERTE
ANTEIL

in Mio € in %
Italien 861,3 59,6
Spanien 245,9 17,0
Griechenland 212,9 14,7
Portugal 74,8 5,2
Irland 49,7 3,5


Die Exposures umfassen sowohl die direkten als auch die indirekt über Fondsinvestments gehaltenen Bestände. Gegenüber dem Vorjahr haben wir das Exposure um 0,25 Mrd € (15 %) reduziert. Dies entspricht weniger als 4 % unserer Rentenportfolios. 8,8 % der Bestände sind in Fälligkeiten bis 2013 investiert. 91,2 % der Bestände sind in Fälligkeiten 2014 und später investiert. Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen Limitierungen und einer fortlaufenden Beobachtung.

Nachrangexposure.

Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige Forderungen) verringerten sich im Jahresverlauf um 115 Mio € auf 885 Mio € (Vorjahr ca. 1 Mrd €) und machen somit lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres Kapitalanlageportfolios aus. Da nachrangige Engagements nicht bedient wurden, informierten einige institutionelle Kreditnehmer unsere Versicherungsunternehmen über ausbleibende fällige Zinszahlungen. Die zu verzeichnenden Zinsausfälle im Berichtsjahr betragen insgesamt 11,7 Mio € (Vorjahr 12,4 Mio €). Bei den betroffenen Emittenten handelt es sich im Wesentlichen um die Landesbank Baden Württemberg, die Bayerische Landesbank sowie die Commerzbank AG. Nach wie vor bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte Ausfallrisiken für ungedeckte und nachrangige Engagements, besonders für Kapitalanlagen im Finanzsektor. Weitere Zinsausfälle und Nennwertherabsetzungen (Haircuts) können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Verbriefungen.

Die Kurserholungen für Verbriefungstransaktionen setzte sich im Jahresverlauf fort. Die stillen Lasten auf unsere Investments in einem ABS-Fonds haben sich aufgrund der verbesserten Wertentwicklung im Vergleich zum Vorjahr signifikant reduziert.

Kundenkreditgeschäft.

Wegen unserer strategischen Ausrichtung gefährden vornehmlich kollektive und strukturelle Risiken unsere Kreditportfolien. Die Risikovorsorgequoten und die Kreditausfälle verlaufen stabil im Rahmen der Planung. In unseren Kundenkreditportfolien sind derzeit keine Anzeichen für signifikante Risiken erkennbar.

Rückversicherung.

Die Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft bleiben konstant auf niedrigem Niveau. Derzeit sind keine materiellen Risiken abzusehen.

Diversifikation und Kerngeschäft.

Adressrisiken begrenzen wir durch sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner sowie durch breit diversifizierte Anlagen. Dabei berücksichtigen wir die für die jeweiligen Geschäftszweige geltenden Kapitalanlagevorschriften. Die Vertragspartner und Wertpapiere beschränken sich vornehmlich auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich. Im Kundenkreditgeschäft fokussieren wir uns maßgeblich auf dinglich besicherte Baufinanzierungskredite für Privatkunden. Unsere strategische Ausrichtung auf Wohnungsbaukredite schließt bestandsgefährdende Einzelkredite aus. Die Adressrisiken steuern die Risikogremien der Geschäftsfelder strategisch und strukturell auf Basis der in der Risikostrategie verabschiedeten Vorgaben. Für unsere Kreditinstitute konkretisieren Kreditrisikostrategien die risikostrategischen Rahmenvorgaben.

Organisationsstruktur.

Im Kundenkreditgeschäft erfolgt die operative Risikosteuerung durch die Kreditbereiche sowie durch die Marktfolgeeinheiten unserer Tochtergesellschaften. Die Rückversicherungsaktivitäten sind in der Rückversicherungseinheit der Württembergische Versicherung AG gebündelt. Die operative Steuerung unserer Eigengeschäftsaktivitäten obliegt unserer Front-Office-Einheit im Treasury des Geschäftsfeldes BausparBank sowie der Finanzsteuerung des Geschäftsfeldes Versicherung. Die zuständigen Risikocontrollingbereiche fungieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung besitzen die Bereiche zusammen mit dem Konzernrisikomanagement übergeordnete Methoden- sowie Modellkompetenzen. Durch sorgfältige Kreditprüfungs- und Scoring-Verfahren, klare Annahmerichtlinien, dinglich besicherte Kredite, diverse überwachte und limitierte Risikoindikatoren sowie ein ausgefeiltes System, das Wertberichtigungen gegebenenfalls automatisch ermittelt, kontrollieren und steuern wir die Kreditrisiken.

Kreditportfoliomodell.

Im Banken- und Versicherungsbereich überwachen wir Kreditrisiken aus Eigengeschäftsaktivitäten nicht nur auf Einzelebene, sondern bewerten sie auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell. Für die in unser internes Risikotragfähigkeitsmodell einbezogenen Konzernunternehmen werden die gehaltenen Rentenpapiere ökonomisch bewertet, das heißt unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme und mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells. Die Verlustverteilung wird mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Das stochastische Modell stützt sich auf Marktdaten und bezieht sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Bonitätsklassen mit ein. Als Steuerungsinstrumentarium ermöglicht unser kontinuierlich weiterentwickeltes Kreditportfoliomodell, Kreditlinien an Rating-Veränderungen dynamisch anzupassen. Die Kundenkreditbestände im Geschäftsfeld BausparBank werden ebenfalls mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells bewertet. Hierbei wird ein analytischer Ansatz verwendet. Es ist geplant, die Kundenkreditbestände der Württembergische Lebensversicherung AG in die analytische Modellierung einzubeziehen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Im Risikobereich Adressrisiken betrachten wir auf Gruppenebene regelmäßig Stress-Szenarien, anhand derer wir die Auswirkungen veränderter Parameterannahmen sowie simulierter Ausfälle wesentlicher Kontrahenten und Rückversicherungspartner auf unser Adressrisikoprofil analysieren.

Risikoklassifizierungs- und Scoringverfahren.

Kreditrisiken im Privatkundengeschäft steuern und beobachten wir mit Antrags- und Verhaltensscoringverfahren. Das im Geschäftsfeld BausparBank implementierte Risikoklassifizierungsverfahren ermöglicht, die Kundenkreditportfolien durch eine Einteilung in Risikoklassen anhand von Verlustpotenzialen zu steuern.

Limit und Anlageliniensystematik.

Um Emittenten zu beurteilen und Linien festzulegen, bedient sich die W&W-Gruppe der Einschätzungen internationaler Rating-Agenturen, die durch eigene Risikoeinstufungen ergänzt werden. Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten werden ständig überprüft. Länderrisiken werden mit einer Systematik zur Überwachung und Steuerung von Länderlimiten beurteilt. Linien für einzelne Länder werden anhand volkswirtschaftlicher Rahmendaten (zum Beispiel Staatsverschuldung, Bruttoinlandsprodukt) sowie externer und interner Bonitätseinschätzungen abgeleitet.

Sicherheitenmanagement.

Das Sicherheitenmanagement ist integraler Bestandteil im Kreditmanagementprozess der kreditvergebenden Einzelunternehmen innerhalb der W&W-Gruppe. An die Qualität der hereingenommenen Sicherheiten legen unsere Kreditrisikocontrollingeinheiten strenge Maßstäbe an. Als Immobilensicherheiten dienen überwiegend Grundpfandrechte. Des Weiteren nutzen wir Bürgschaften und finanzielle Sicherheiten. Um das Kontrahentenrisiko für Handelsgeschäfte zu minimieren, werden in der Regel Barsicherheiten hereingenommen. Grundlage bilden Rahmenverträge mit den jeweiligen Kontrahenten, die auf marktüblichen Standards wie dem ISDA Master Agreement oder dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte basieren.

Monitoring.

Um Risiken, die sich aus der Entwicklung der Kapitalmärkte ergeben können, frühzeitig zu identifizieren, beobachten und analysieren wir unsere Investments genau. Hierbei stützen wir uns auf die in der W&W Asset Management GmbH vorhandene volkswirtschaftliche Expertise. Die Auslastung der Limite und Anlagelinien wird durch die dezentralen Risikocontrollingeinheiten sowie übergreifend durch das Konzernrisikomanagement überwacht.

Risikovorsorge.

Drohenden Ausfällen aus Kundengeschäften, Kapitalanlagen oder aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Vorgehensweise zur Bildung von Risikovorsorge und Wertberichtigungen sowie deren Entwicklung 2010 sind im Anhang unseres Geschäftsberichts auf den Seiten 116 ff. und 205 dargestellt.

Risikokapitalbedarf.

Risiken aus unseren Eigengeschäftsaktivitäten stellen den größten Anteil am Risikokapitalbedarf für Adressrisiken dar. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil 35,1 %.

RISIKOPROFIL ADRESSRISIKEN

in %

Adressrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft beanspruchen 13,3 %. Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft nehmen lediglich einen Anteil von 0,3 % ein. Die Adressrisiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN

Angemessene Schadenreservierung und ausreichender Rückversicherungsschutz.

Positive Abwicklung: "Run-off-Risiken" Altgeschäft Württ UK rückläufig.

Versicherungstechnische Risiken setzen sich in erster Linie aus biometrischen Risiken (Lebens- und Krankenversicherung) sowie aus den Prämien- und Reserverisiken (Schaden- und Unfallversicherung) zusammen. Darunter verstehen wir mögliche Verluste, die sich - bei vorab kalkulierten Prämien - aus ungewissen künftigen Entwicklungen von Schäden, Leistungen und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES RISIKO

Systematisierung

Das Zinsgarantierisiko der Lebensversicherung ist sowohl als versicherungstechnisches Risiko als auch als Marktpreisrisiko anzusehen. Es wird in enger Abstimmung zwischen Versicherungstechnik und Kapitalanlage untersucht und unter der Rubrik Marktpreisrisiken ab Seite 50 beschrieben. Zur Darstellung der Risiken aus unserem Versicherungsbestand verweisen wir zusätzlich auf die Darstellungen im Konzernanhang auf Seite 214. Bezüglich der Nettoschaden- und Nettoabwicklungsquoten verweisen wir auf den Konzernanhang, Seite 164.

In der Schaden-/Unfallversicherung ergeben sich die versicherungstechnischen Risiken aus dem Prämien- und Reserverisiko.

Prämienrisiko.

Sinkende oder nicht bedarfsgerecht kalkulierte Prämien können bei stabiler oder wachsender Kosten- und Schadenentwicklung zu nicht auskömmlichen Prämien führen. Ein wesentlicher Teil des Prämienrisikos resultiert aus Elementar-, Kumul- und Katastrophenereignissen. Stornorisiken werden ebenfalls bei den Prämienrisiken betrachtet. Kumulrisiken drohen in erster Linie durch Elementarereignisse, wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung. Im Jahresverlauf 2010 ereigneten sich mit Sturm Xynthia und einigen regionalen Unwettern mehrere Kumul- und Elementarschäden größeren Ausmaßes, die allerdings innerhalb der kalkulierten Grenzen blieben.

Reserverisiko.

Im Fall einer nicht angemessenen Schadenreservierung besteht ein Reserverisiko. Die Abwicklung von Schadenfällen kann zeitlich und in ihrer Höhe schwanken, sodass bei hohen Volatilitäten die gebildeten Reserven für Schadenleistungen möglicherweise nicht ausreichen. Die Württembergische Versicherung AG haftet trotz eingestellter Neuzeichnungen der Niederlassung UK für das bis einschließlich 2007 gezeichnete Geschäft. Das daraus resultierende Reserverisiko ist rückläufig, aber aufgrund des Volumens an abzuwickelnden Schadenreserven noch erheblich. Die Entwicklung der Schadenreserven lässt sich anhand der im Konzernanhang ab Seite 162 abgebildeten Schadenabwicklungsdreiecke nachvollziehen. Wie diese Übersicht insgesamt zeigt, wurden bislang stets angemessene Schadenreserven gebildet.

In der Lebens- und Krankenversicherung ergeben sich versicherungstechnische Risiken im Wesentlichen aus biometrischen Risiken.

Biometrisches Risiko.

Biometrische Risiken erfolgen aus der Abweichung der erwarteten von der tatsächlich eintretenden biometrischen Entwicklung. Sie werden durch exogene Einflüsse, wie etwa die Lebenserwartung, die Sterblichkeit, die Invaliditätswahrscheinlichkeit sowie den medizinischen Fortschritt, beeinflusst. Die Risiken erwachsen sowohl aus kurzfristigen Schwankungen als auch aus längerfristigen Veränderungstrends.

Fokus Inlandsgeschäft.

Die W&W-Gruppe betreibt das Erstversicherungsgeschäft im Segment der Lebens-, Kranken- und Schaden-/Unfallversicherung für private und gewerbliche Kunden im Inland. Die eingestellten Neuzeichnungen in der Niederlassung UK der Württembergische Versicherung AG zum Ende 2007 haben die internationale Risikoexposition unseres Konzerns deutlich reduziert. Die Unternehmen der W&W-Gruppe gehen den internen Bestimmungen folgend nur solche Versicherungsgeschäfte ein, deren Risiken überwiegend kalkulierbar und in der Höhe nicht existenzgefährdend sind. Optimierungen im Kosten- und Schadenmanagement unterstützen dies. Nicht beeinflussbare zufallsabhängige Risiken sind durch geeignete und angemessene Sicherungsinstrumente (z. B. Rückversicherung) zu begrenzen.

Geringe industrielle Risiken.

Nur in geringem und genau definiertem Umfang werden in der Schaden/Unfallversicherung auch industrielle Risiken gezeichnet. Unsere Geschäftsausrichtung fokussiert sich auf das Firmen- und Privatkundengeschäft, sodass wir unseren Bestand nicht durch große Einzelrisiken gefährden.

Aktives Rückversicherungsgeschäft.

Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird nur noch sehr begrenzt von der W&W AG betrieben, die sich an einigen deutschen Marktpools beteiligt. Terrorrisiken wurden aus den Verträgen weitgehend ausgeschlossen oder an den Spezialversicherer Extremus weitergeleitet.

Organisationsstruktur.

Das Risikomanagement der Segmente Lebens-, Kranken- und Schaden/Unfallversicherung ist eng mit dem Konzernrisikomanagement verzahnt und durch unternehmensübergreifende Gremien in das Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe eingebunden. Innerhalb der Segmente werden risikorelevante Sachverhalte und Analyseergebnisse im vierteljährlich erstellten Risikobericht im Vorstand sowie in regelmäßig zusammentreffenden Gremien und in diversen Arbeitsgruppen und Projekten erörtert. Controllingeinheiten messen die versicherungstechnischen Risiken.

Ökonomisches Modell.

Um versicherungstechnische Risiken zu messen, verwenden wir ein ökonomisches Modell, welches auf einem Value-at-Risk-Ansatz basiert. In der Schaden- und Unfallversicherung erfolgt die Berechnung mit Monte-Carlo-Simulationen. Zur Abschätzung von Katastrophenereignissen greift die W&W-Gruppe auf Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter Rückversicherungsunternehmen und -makler zurück. Diese Resultate fließen in unser stochastisches Modell ein.

Limitierung.

Der Verlust aus versicherungstechnischen Risiken wird über vorgegebene Risikolimite begrenzt. Die Limitauslastung wird laufend überwacht.

Tarif- und Zeichnungspolitik.

Grundsätze und Ziele der Zeichnungspolitik sowie die Definition zulässiger Geschäfte und der zugehörigen Verantwortlichkeiten werden in Strategien sowie in Zeichnungsrichtlinien dokumentiert und mindestens jährlich überprüft. Unsere Tarif- und Zeichnungspolitik ist risiko- und ertragsorientiert ausgerichtet. Sie wird durch entsprechende Anreizsysteme für den Außendienst unterstützt. Risiken werden nach festgelegten Richtlinien und unter Beachtung von spartenbezogen definierten Höchstzeichnungssummen gezeichnet. Dem Elementarschadenrisiko wird mit risikogerechten Tarifen, angepassten Vertragsbedingungen für kritische Elementarzonen sowie Risikoausschlüssen begegnet.

Schadenmanagement.

Neben dem Risikoausgleich durch unseren Sparten- und Produktmix begrenzen ein effizientes Schadenmanagement und eine vorsichtige Schadenreservierungspolitik das versicherungstechnische Brutto-Risiko.

Aktuarielle Gutachten.

Ob die Reserven in der Schaden-/ Unfallversicherung ausreichen, um dem Reserverisiko zu begegnen, überprüfen regelmäßig angefertigte aktuarielle Gutachten. Auch die versicherungstechnischen Risiken in der Lebens- und Krankenversicherung unterliegen laufend einer aktuariellen Analyse. Um diese Risiken möglichst exakt einzuschätzen, stützt sich die W&W-Gruppe auf Branchenempfehlungen und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung. Die Ergebnisse werden in versicherungsmathematischen Modellen zur Produkt- und Tarifgestaltung berücksichtigt. Die Rechnungsgrundlagen enthalten Sicherheitszuschläge, die schwankende Kalkulationsannahmen bezüglich Biometrie, Zins und Kosten ausgleichen können. Bei langfristigen Änderungstrends werden die Rückstellungen durch Reserven verstärkt. Unsere Rechnungsgrundlagen werden von der Aufsichtsbehörde, dem Treuhänder beziehungsweise von der Deutschen Aktuarvereinigung als angemessen angesehen.

Rückversicherung.

Ein angemessener Rückversicherungsschutz für Einzelrisiken sowie für spartenübergreifende Kumulrisiken reduziert die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung. Das Rückversicherungsprogramm wird jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit angepasst. Dabei wird auf die Bonität der Rückversicherer großer Wert gelegt.

Controlling.

Grundsätzlich wird die versicherungstechnische Entwicklung über ein stringentes Controlling von Prämien, Kosten, Schäden und Leistungen laufend analysiert und überwacht. Die Run-off-Risiken der ehemaligen Niederlassung Württ UK werden mittels eines Servicevertrages durch die Antares Underwriting Services Ltd. unter enger Aufsicht und Steuerung der Württembergische Versicherung AG abgewickelt. Wir überwachen die Abwicklungsrisiken durch ein Mandat im Antares Board, externe Run-off-Reviews und kontinuierliche Prüfung der Schadenreserven durch den Antares-Chefaktuar (Run-off-Reserve-Reviews).

Reservierung.

Für eingetretene Schadenfälle bilden die W&W-Versicherer rechtzeitig angemessene Vorsorge in Form von Einzel- und Pauschalrückstellungen. Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden ab Seite 158 erläutert. Zur Struktur unserer Deckungsrückstellungen verweisen wir auf unsere Darstellungen auf den Seiten 159 und 217.

Weitere Ausführungen zu den versicherungstechnischen Risiken finden sich im Konzernanhang ab Seite 218 (Schaden/Unfallversicherung) beziehungsweise ab Seite 214 (Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft).

Risikokapitalbedarf.

Die Grafik im Kapitel Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite 49) veranschaulicht die Gewichtung des für versicherungstechnische Risiken erforderlichen Risikokapitals. Zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W-Gruppe tragen die versicherungstechnischen Risiken insgesamt einen Anteil von 12 % bei. Hauptrisikoträger ist die Württembergische Versicherung AG, gefolgt von der Württembergische Lebensversicherung AG und der W&W AG. Die versicherungstechnischen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

KOLLEKTIVRISIKEN

Gesamtrisikoprofil: konstante Gewichtung der Kollektivrisiken.

Integration der Kollektive der Vereinsbank Victoria Bauspar AG und der Allianz Dresdner Bauspar AG.

Unter bauspartechnischen Kollektivrisiken sind mögliche Abweichungen vom erwarteten Ergebnis zu verstehen, die aufgrund der nicht marktzinsabhängigen Veränderung des Kundenverhaltens bezüglich der Ausübung von Optionsrechten aus den Bausparverträgen entstehen. Solche Abweichungen können beispielsweise vermehrte Kündigungen oder eine Zunahme der Darlehensverzichte sein. Bemessen am anteiligen Risikokapital sind die reinen Kollektivrisiken auf Gruppenebene eher nachrangig. Für unsere Bausparkassen, die Wüstenrot Bausparkasse AG sowie die tschechische Wüstenrot - stavební spořitelna a.s., haben Kollektivrisiken gleichwohl eine herausgehobene Relevanz. Nach der Vereinsbank Victoria Bauspar AG ist das Kollektiv der Allianz Dresdner Bausparkasse ebenfalls erfolgreich in den Bestand der Wüstenrot Bausparkasse AG integriert worden.

Die Kollektivrisikostrategie definiert den Umgang der Bausparkassen mit den daraus resultierenden Risiken. Dabei wird das marktpreisinduzierte Risiko aus dem Bausparkollektiv im Rahmen des Marktpreisrisikos erfasst.

Ausgewogenheit.

Für unser Kollektiv streben wir eine angemessene Relation zwischen Spar- und Darlehenskunden sowie ein angemessenes Fristenverhältnis zwischen Aktiv- und Passivseite an. Ein aktives Bestandsmanagement soll dies unterstützen. Die Tarifgestaltung und Kreditvergabe erfolgen risiko- und kostenorientiert, dabei werden die festgelegten internen Richtlinien eingehalten.

Organisationsstruktur.

Die strategische Steuerung der Kollektivrisiken liegt in der Verantwortung der zuständigen Vorstände. Die Organisationseinheit Bausparmathematik ist dafür zuständig, die Kollektivrisiken in der Wüstenrot Bausparkasse AG zu messen. Die Überwachung im Rahmen der Risikotragfähigkeit erfolgt im Risikocontrolling.

Bauspartechnische Simulation.

Um die Kollektivrisiken zu bewerten, setzen die Wüstenrot Bausparkasse AG sowie die tschechische Wüstenrot stavební spořitelna a.s. statistisch gestützte Simulationen ein, in denen ein gewandeltes Kundenverhalten durch gezielte Veränderungen der relevanten Kollektivparameter abgebildet wird. Die Parameter werden regelmäßig mit der Ist-Entwicklung abgeglichen, um so frühzeitig Abweichungen zu erkennen. Sind nachhaltige Abweichungen festzustellen, so fließen diese in die Parametrisierung des Modells ein. Auswirkungen auf die langfristigen Modellergebnisse werden analysiert und bei wesentlichen Abweichungen kommuniziert. Die Quantifizierung erfolgt barwertig und berücksichtigt zukünftige Zahlungsströme basierend auf einem Value-at-Risk-Ansatz. Zu dessen Parametrisierung werden sowohl historische Entwicklungen als auch Prognoseergebnisse des bauspartechnischen Simulationsmodells herangezogen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Die Ergebnisse der Simulationsrechnungen fließen in die Tarif- und Produktentwicklung ein und versetzen uns frühzeitig in die Lage, mögliche Störungen eines angemessenen Verhältnisses zwischen Spar- und Darlehensseite erkennen und steuern zu können.

Bestandsmanagement.

Unsere Bausparkassen sind sich der eingeschränkten bzw. stark zeitverzögerten Steuerungsmaßnahmen für Kollektivrisiken bewusst. Kollektivrisiken können daher nur durch Bestandsmaßnahmen, wie z. B. Tarifwechselaktionen, aktiv gesteuert werden.

Limitierung.

Das Verlustrisiko aus Kollektivrisiken wird über die Vorgabe von Risikolimiten begrenzt und deren Einhaltung laufend überwacht. Im Rahmen der ordentlichen Berichterstattung über die Gesamtrisikolage wird regelmäßig über die wesentlichen Kollektivrisiken sowie die Risikolimitauslastung berichtet.

Monitoring.

Das Kollektivrisiko aus der Abweichung der tatsächlichen von den prognostizierten Verhaltensweisen der Bausparer wird durch eine laufende Beobachtung des Bausparverhaltens sichergestellt. Die Entwicklung des Kollektives wird anhand verschiedener Kennzahlen verfolgt.

Risikokapitalbedarf.

Die Grafik im Kapitel Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite 49) veranschaulicht die Gewichtung des für Kollektivrisiken reservierten Risikokapitals. Insgesamt tragen Kollektivrisiken mit 6 % zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W-Gruppe bei. Hauptrisikoträger ist die Wüstenrot Bausparkasse AG. Die tschechische Wüstenrot - stavební spořitelna a.s. berücksichtigen wir bei den Marktpreisrisiken bei der Modellierung unserer Beteiligungsrisiken.

Die Kollektivrisiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

OPERATIONELLE RISIKEN

Rechts- und Compliancerisiken durch Rechtsprechung und Verbraucherschutz.

Herausforderung Kreditbearbeitung durch überplanmäßiges Neugeschäft.

Prozessrisiken durch Integrationsprojekte und konzernweite Prozessharmonisierung.

Unter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen ebenfalls dazu.

OPERATIONELLES RISIKO

Systematisierung

Operationelle Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit von Unternehmen unvermeidlich. Prinzipiell sind sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe gegenüber operationellen Risiken exponiert. Um operationelle Risiken zu erfassen, schätzen Experten diese quartalsweise im Rahmen der Risikoinventur ein.

Das Profil der operationellen Risiken der W&W-Gruppe stellt sich wie folgt dar:

RISIKOPROFIL OPERATIONELLE RISIKEN

in %

Prozessrisiken.

Aufgrund des deutlich überplanmäßigen Neugeschäftseingangs sind die Arbeitsstände in der Antragsbearbeitung und Darlehensauszahlung im Kreditservicecenter des Geschäftsfeldes BausparBank erhöht. Hieraus können bei nicht adäquater Prozesssteuerung Verzögerungen in der Kreditbearbeitung auftreten. Die bereits implementierten Gegensteuerungsmaßnahmen werden derzeit durch erweitertes Controlling sowie durch Aufstockung des Personals intensiviert. Die Integration der Allianz Dresdner Bauspar AG und der Vereinsbank Victoria Bauspar AG stellten gesonderte Herausforderungen an unser Prozessmanagement.

Rechtsrisiken.

Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte sowie von Offenlegungsanforderungen. Die in der Kredit- und Versicherungsbranche anhängigen Rechtsverfahren können zu nachträglichen finanziellen Rückforderungen führen.

Systemrisiko.

Systemrisiken entstehen infolge des vollständigen beziehungsweise des teilweisen Ausfalls (ITAusfallrisiko) sowie der Unangemessenheit von internen Systemen, technischen Einrichtungen und DV-Anwendungen. Trotz bereits erreichter Erfolge in der Systemkonsolidierung erschwert es die heterogene, von Fusionen geprägte IT-Landschaft, die Systempflege sowie Daten zusammenzufassen, zu analysieren und Prozessabläufe zu automatisieren.

Unsere Gegenmaßnahmen besitzen hohe Priorität, um mangelnder Kosteneffizienz sowie den Informationsdefiziten bzgl. bereichs- und unternehmensübergreifender Betrachtungen zu begegnen.

Personalrisiko.

Integrationsprojekte, interne Reorganisationsvorhaben, regulatorische Neuerungen der Finanzwirtschaft, verbunden mit unseren ambitionierten Zielsetzungen, verlangen unseren Mitarbeitern Bestleistungen ab und können zu erhöhten Personalauslastungen führen. Um unsere Mitarbeiter zu unterstützen, setzten wir auf ein effektives Personalmanagement

Minimierung und Akzeptanz.

Der Vorstand der W&W-Gruppe legt die Strategie und die Rahmenbedingungen für das Management operationeller Risiken fest. Durch ihren heterogenen Charakter sind diese in bestimmten Fällen jedoch nicht vollständig zu vermeiden. Daher ist es unser Ziel, operationelle Risiken zu minimieren. Die Restrisiken akzeptieren wir. Konsistente Prozesse, einheitliche Standards und ein implementiertes internes Kontrollsystem sollen das effektive Management operationeller Risiken ermöglichen.

Organisationsstruktur.

Operationelle Risiken werden grundsätzlich dezentral gemanagt und sind Aufgabe der verantwortlichen Organisationseinheiten. Die Federführung zur Identifizierung und Steuerung von Rechtsrisiken liegt vorrangig im Bereich Konzernrecht. Als zentrales Gremium für Compliance-relevante Sachverhalte ist das Group Compliance Committee etabliert. Steuerrisiken werden vom Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und gehandhabt. Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch die System- und IT-Risiken der betreuten Einzelunternehmen abbildet und lenkt. Unser Business-Continuity-Management ist zentral in der Wüstenrot und Württembergische Servicegesellschaft mbH gebündelt und sorgt dafür, dass auch bei einer gravierenden Störung des Geschäftsbetriebes die kritischen Geschäftsprozesse aufrechterhalten und fortgeführt werden.

Internes Risikotragfähigkeitsmodell.

Unser internes Modell berücksichtigt den Risikokapitalbedarf für operationelle Risken. Für unsere Kreditinstitute erfolgt die Ermittlung auf Basis des Standardansatzes gemäß Basel II. Für die Versicherungen wird der Ansatz der jeweils aktuellsten Quantitativen Auswirkungsstudie (QIS) gemäß Solvency II verwendet.

Risk-Assessment-Prozess.

Die Risikoinventare aller wesentlichen Einzelunternehmen werden in einer Softwareanwendung systematisch erfasst und bewertet. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenpotenziales eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine Risikomatrix. Das operationelle Risikoprofil wird von den Risikocontrollingeinheiten konsolidiert und den Risikogremien regelmäßig zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf die Risikoinventur werden Szenarienanalysen erstellt, um die Gefährdungslage und Sensitivität von operationellen Risiken einzuschätzen. Die hohe organisatorische Durchdringung der Risk-Assessments trägt wesentlich zur Förderung der Risikokultur in der W&W-Gruppe bei.

Schadensfalldatenbank.

Im Geschäftsfeld BausparBank befindet sich eine Schadensfalldatenbank im Einsatz, um operationelle Schadenereignisse zu erfassen und zu evaluieren.

Internes Kontroll-System.

Für den Geschäftsbetrieb wesentliche Prozessabläufe und Kontrollmechanismen werden im internen Kontrollsystem der W&W-Gruppe nach einheitlichen Standards systematisch dokumentiert, regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Softwareanwendung Risk and Compliance Manager unterstützt bei der Prozessmodellierung und Kontrolldokumentation systemtechnisch. In anderen Systemen befindliche Kontrolldokumentationen werden schrittweise in die neue Anwendung überführt. Durch die Verknüpfung von Prozessen und Risiken sowie die Identifikation von Schlüsselkontrollen werden operationelle Risiken adressiert.

Personalmanagement.

Der Erfolg der W&W-Gruppe hängt wesentlich von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern ab. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei, ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben gerecht zu werden. Über Mitarbeiterbefragungen sowie Kommunikationsplattformen versuchen wir, auf mögliche Änderungen in der Verbundenheit unserer Mitarbeiter rechtzeitig zu reagieren, um die Identifikation mit der W&W-Gruppe zu festigen. Um das Fluktuationsrisiko zu handhaben, analysieren wir regelmäßig die quantitative und qualitative Fluktuation. Auf die Engpässe in der Kreditbearbeitung haben wir neben prozessualen Verbesserungen zusätzlich mit aufgestockten Personalkapazitäten in den Kreditabteilungen reagiert.

Business-Continuity-Management.

Um unseren Geschäftsbetrieb bei Prozess- und Systemausfällen zu sichern und fortzuführen, wurden gruppenübergreifend in einer Auswirkungsanalyse kritische Prozesse identifiziert. Die bereits entwickelten Notfallpläne unterliegen regelmäßigen Funktionsprüfungen.

Organisationsleitlinien.

Um operationelle Risiken zu begrenzen, existieren Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien und umfassende betrieblichen Regelungen.

IT-Risikomanagement.

Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme bilden die Grundlage für das effektive Management von Systemrisiken. Der optimierte Einsatz unserer EDV-Systeme trägt zur Reduktion komplexer IT-Infrastruktur bei. Das zusätzlich aufgebaute System- und Anwendungs-Know-how hilft, IT-Engpässe zu vermeiden. Ein weiterentwickeltes Informationssicherheitsmanagementsystem sowie das für Systemausfälle vorgesehene Notfallmanagement minimieren das IT-Ausfallrisiko.

Monitoring und Kooperation.

Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Unsere Rechtsabteilung verfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden relevante Gesetzesvorhaben, die Entwicklung der Rechtsprechung sowie neue Vorgaben der Aufsichtsbehörden.

Risikokapitalbedarf.

Der für operationelle Risiken bemessene Risikokapitalbedarf verläuft entsprechend der gewählten Messmethodik über Standardansätze relativ konstant. Die Grafik im Kapitel Interne Kapitaladäquanz (Abschnitt Internes Risikokapital, Seite 49) veranschaulicht die Gewichtung des für operationelle Risiken reservierten Risikokapitals. Insgesamt tragen operationelle Risiken in der Gruppe mit 9 % zum gesamten Risikokapitalbedarf bei. Die operationellen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

STRATEGISCHE RISIKEN

Regulatorische Entwicklungen (Basel III, Solvency II) bergen Kapitalisierungsrisiken.

Druck auf Erträge im Kapitalanlagebereich aufgrund des Niedrigzinsniveaus.

Strategische Positionierung der W&W-Gruppe durch Übernahmen gefestigt.

Unter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus Entscheidungen des Managements hinsichtlich der Geschäftsstrategie oder deren Ausführung bzw. einem Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele resultieren. Strategische Risiken beinhalten neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko, den Gefahren aus einem veränderten rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeld auch die Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, Kosten- und Ertragsrisiken sowie Reputationsrisiken.

STRATEGISCHES RISIKO

Systematisierung

Strategische Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit sowie Veränderungen im Branchenumfeld unvermeidlich. Sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe sind gegenüber strategischen Risiken exponiert. Als strategische Obergesellschaft ist die W&W AG besonders gegenüber strategischen Risiken exponiert.

Experten schätzen im Rahmen der Risikoinventur die Gesamtheit aller strategischen Risiken quartalsmäßig ein. Das Profil der strategischen Risiken der W&W-Gruppe stellt sich wie folgt dar:

Kosten- und Ertragsrisiken.

Unsere wesentlichen Ertragsrisiken bestehen aus potenziellen Unterschreitungen der geplanten wirtschaftlichen Erträge aus unseren Kapitalanlagen. Aufgrund des Volumens der Kapitalanlagen sind unsere Versicherungsgesellschaften, vor allem die Württembergische Lebensversicherung AG, gegenüber dieser Risikoart besonders exponiert. Vor diesem Hintergrund stellt die Erreichung der gesetzten Renditeziele hohe Anforderungen an unsere strategische Asset-Allocation sowie unsere Front-Office-Einheiten. Potenzielle Überschreitungen von Personal- und Sachkosten bergen weitere Kosten- und Ertragsrisiken.

Geschäftsrisiken.

Im regulatorischen Umfeld beobachten wir steigende Anforderungen an die Kapitalisierung und Liquiditätsausstattung von Kreditinstituten und Versicherungsunternehmen. Insgesamt erwarten wir aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (Solvency II, Basel III) deutlich steigende Kapitalanforderungen. Durch die anstehende Überarbeitung der Finanzkonglomeraterichtlinie könnten zusätzliche Anforderungen an die Kapitalausstattung sowie die Aufbau- und Ablauforganisation der W&W-Gruppe entstehen.

Reputationsrisiken.

Würde der Ruf des Unternehmens oder der Marke beschädigt, besteht das Risiko, direkt oder künftig Geschäftsvolumen zu verlieren. Dadurch könnte der Unternehmenswert verringert werden. Als Vorsorge-Spezialist sind wir in besonderem Maße bei den Kunden auf unsere Reputation als solide, sichere Unternehmensgruppe angewiesen.

Prämisse Existenz.

Grundsätzlich sollen keine existenzgefährdenden Einzelrisiken eingegangen werden. Die Risiken werden minimiert durch eine bedarfs- und kostenorientierte Wachstumspolitik. Risikokosten werden grundsätzlich kalkulatorisch berücksichtigt.

Fokus Kerngeschäft.

Die W&W-Gruppe konzentriert sich auf den deutschen und tschechischen Markt im Privat- und Gewerbekundengeschäft (bei Versicherungen) und möchte durch eine umfassende und zielgruppengerechte Produktpolitik eine größere Marktdurchdringung erreichen, das vorhandene Kundenpotenzial besser ausschöpfen sowie die Kundenbindung ausbauen. Hierdurch soll ein dauerhaft profitables, risikoarmes Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielt werden.

Vertrauensbasis.

Da der Erfolg der Gruppe vom Vertrauen der vorhandenen und potenziellen Kunden in die Leistungsfähigkeit der W&W-Gruppe abhängt, ist es entscheidend, das positive Image durch verantwortungsvolles und kundenorientiertes Handeln weiter zu stärken und Entwicklungen zum Schaden der Reputation der Marken abzuwenden.

Programm "W&W 2012".

Das Zukunftsprogramm "W&W 2012" legt, abgestimmt auf diese strategischen Ziele, die Schwerpunkte auf die fünf Erfolgsschlüssel "Wachstum", "Werthaltigkeit", "Nachhaltigkeit", und "Wahrnehmung als der Vorsorge Spezialist" sowie auf "ein überdurchschnittliches Risikomanagement". Die ambitionierten Ziele des Programms unterliegen aufgrund einer Vielzahl interner und externer Einflussfaktoren diversen strategischen Risiken. Durch vorausschauende Beurteilung der für unser Geschäftsmodell kritischen Erfolgsfaktoren versuchen wir, unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir streben an, strategische Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung entwickeln und einleiten zu können.

Organisationsstruktur.

Grundsätze und Ziele der Geschäftspolitik sowie der hieraus abgeleiteten Vertriebs- und Umsatzziele sind in der Geschäftsstrategie und den Vertriebsplanungen enthalten. Die Steuerung der Geschäftsrisiken obliegt dem Gesamtvorstand. Abhängig von der Tragweite einer Entscheidung ist gegebenenfalls die Abstimmung mit dem Aufsichtsrat notwendig. Unsere operativen Einheiten identifizieren und bewerten Reputationsrisiken innerhalb ihrer Geschäftsprozesse. Um Rechtsverstöße zu vermeiden und aufzudecken, haben wir ein Group Compliance Committee etabliert. Unser Verhaltenskodex, zu dem wir unter anderem auch interne Schulungen durchführen, formuliert die wesentlichen Regeln und Grundsätze für rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter.

Risikotragfähigkeitsmodell.

Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir geschäftsfeldübergreifend in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell, indem wir dafür einen angemessenen Anteil am Risikodeckungspotenzial bereitstellen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken sowie unsere Handlungsoptionen. Im Zuge unseres Kapitalmanagements werden verschiedene Szenarien entwickelt, um Kapitalisierungsrisiken der W&W-Gruppe zu quantifizieren, und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Emerging-Risk-Management.

Im Sinne eines Frühwarnsystems zur Identifikation von Megatrends dient unser Emerging-Risk-Management dazu, strategische Risiken rechtzeitig herauszukristallisieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Projektcontrolling.

Ob das Programm "W&W 2012" realisierbar ist, unterliegt sowohl einer Vielzahl von internen als auch externen Einflussfaktoren. Diese Risiken werden laufend über Programm- und Projektberichte überwacht, die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegt werden.

Fraudprevention.

Um Betrugsrisiken vorzugreifen, hat die W&W-Gruppe das Projekt "Fraud Prevention" initiiert. In diesem Rahmen wurden Maßnahmen erarbeitet, um gesetzliche Vorgaben sowie regulatorische Anforderungen über Kontrollen und technische Sicherungssysteme einzuhalten sowie die Mitarbeiter für das Thema Betrugsprävention zu sensibilisieren. Durch implementierte und dokumentierte Prozesskontrollen, die Fraud-relevante Handlungen vermeiden und reduzieren helfen, wird Reputationsschäden entgegengewirkt.

Business-Continuity-Management.

Im Rahmen des BCM wird durch die bewusste Implementierung der Kategorie "Außenwirkungen" die Identifikation der für Reputationsrisiken sensiblen Prozesse erreicht. Aufgesetzte Wiederherstellungspläne mildern mögliche Folgeschäden beim Eintritt von Reputationsrisiken ab.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Wettbewerbsvorteil Finanzkonglomerat: Diversifikation Refinanzierungsquellen.

Solide Liquiditätsbasis: Refinanzierung der W&W-Gesellschaften sichergestellt.

Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeitsrisiko), um unsere fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Systematisierung

Wie die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 gezeigt hat, stellt ein plötzliches Austrocknen der institutionellen Refinanzierungsquellen eine ernste Bedrohung besonders für Kreditinstitute dar.

Als Finanzdienstleistungsunternehmen unterliegt eine Reihe von W&W-Unternehmen spezifischen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen, die sicherstellen sollen, gegenwärtige oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Das Geschäftsfeld BausparBank bedarf geschäftsmodellbedingt einer besonders sorgfältigen Refinanzierungs- und Liquiditätssteuerung.

Zahlungsunfähigkeitsrisiko.

Die Liquiditätsplanung ermöglicht die Steuerung und Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der W&W-Gruppe. Ein konsolidierter Liquiditätsplan ermöglicht eine gruppenweite Sicht auf unsere Liquiditätslage:

Zum 31. Dezember 2010 weist die auf zwölf Monate ausgelegte Planung finanzielle Mittel von durchschnittlich 2,83 Mrd € aus.

KONSOLIDIERTE LIQUIDITÄTSPLANUNG

Netto-Liquidität in Mrd €

Refinanzierungsrisiko.

Um die Kreditnachfrage zu befriedigen und Kredite auszureichen, bedürfen unsere Kreditinstitute einer fortlaufenden Refinanzierung. Unsere Versicherungsunternehmen weisen einen in der Regel positiven Liquiditätssaldo aus. Dies ist bedingt durch die Gegebenheiten des Geschäftsmodells, das durch kontinuierlich fließende Beitragseinnahmen sowie durch Rückflüsse aus Kapitalanlagen gekennzeichnet ist. Das Refinanzierungsvolumen unserer Kreditinstitute ist über ein diversifiziertes Funding-Potenzial gesichert.

Marktliquiditätsrisiko.

Marktliquiditätsrisiken entstehen hauptsächlich wegen unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen in Krisensituationen. Bei Eintritt können Kapitalanlagen überhaupt nicht, nur in geringfügigen Volumina beziehungsweise unter Inkaufnahme von Abschlägen veräußert werden. Die derzeitige Lage an den Kapitalmärkten lässt keine akuten materiellen Marktliquiditätsrisiken für die Kapitalanlagen der W&W-Gruppe erkennen.

Prämisse Liquidität.

Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik liegt unter anderem darauf, die Liquidität jederzeit sicherzustellen.

Bestehende gesetzliche, aufsichtsrechtliche und interne Bestimmungen sind dabei ständig und dauerhaft zu erfüllen. Die eingerichteten Systeme sollen durch vorausschauende Planung und operative Cash-Disposition Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen. Absehbaren Liquiditätsengpässen ist durch geeignete Maßnahmen frühzeitig zu begegnen. Die Möglichkeit, bei Bedarf unsere Konzernliquidität zu bündeln, sehen wir als Wettbewerbsvorteil.

Organisationsstruktur.

Die laufenden Zahlungsmittelbestände werden primär in Eigenverantwortung der Einzelunternehmen gesteuert. Die Abteilung Konzernrisikomanagement überwacht und konsolidiert die Liquiditätspläne kontinuierlich. Für das gruppenweite Controlling von Liquiditätsrisiken sowie die Liquiditätssteuerung ist das Group Liquidity Committee zuständig. Die Liquiditätslage wird regelmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Bei Bedarf werden Steuerungsmaßnahmen veranlasst. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management der W&W AG gemeldet.

Nettoliquidität und Liquiditäts-Gaps.

Durch regelmäßige Aufstellung der uns zur Verfügung stehenden Nettoliquidität sowie der Berechnung von Liquiditäts-Gaps bewerten wir Liquiditätsrisiken. Um die Liquiditäts-Gaps zu ermitteln, stellen wir unser Fundingpotenzial den benötigten Refinanzierungsmitteln gegenüber.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Im Risikobereich Liquiditätsrisiken betrachten wir aus Gruppensicht regelmäßig Stressszenarien, anhand derer wir unter anderem die Auswirkungen veränderter Geldzu- und -abflüsse, simulierter Abschläge auf unsere Fundingpotenziale, veränderte Refinanzierungskosten sowie unsere Notfallliquidität analysieren. An die Ergebnisse der Liquiditätsstressszenarien sind gegebenenfalls Notfallmaßnahmen gekoppelt.

Liquiditätsplanung.

Anhand eines wöchentlichen Reportings aller wesentlichen Unternehmen der W&W-Gruppe stellen wir eine aktuelle Einschätzung unserer Liquiditätslage sicher. Um die Liquiditätsziele zu überwachen, werden die künftig zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenübergestellt. Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen leiten wir Anlageoder Finanzierungsentscheidungen ab.

Notfallmaßnahmen.

Durch Notfallpläne und die Überwachung von Liquiditätspuffern stellen wir sicher, auch solche außergewöhnlichen Situationen bewältigen zu können. Sofern ein Unternehmen bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, stehen gemäß Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Diversifikation.

Als Finanzkonglomerat profitieren wir gerade in angespannten Märkten von der Diversifikation unserer Refinanzierungsquellen. Neben der Verringerung des Refinanzierungsrisikos profitieren wir im Zuge der Diversifizierung des Funding-Potenzials zusätzlich durch die Reduzierung unserer Refinanzierungskosten. Durch einen definierten Anteil an notenbank- und repofähigen Wertpapieren guter Bonität erhalten sich unsere Kreditinstitute Flexibilität in der Refinanzierung. Spar- und Termineinlagen nutzen wir, um vor allem kurzfristige, ungedeckte Refinanzierungen zu substituieren. Aspekte der Laufzeitendiversifikation fließen in unsere Kapitalanlagepolitik ein. Die Laufzeitstruktur unserer Finanzinstrumente haben wir im Anhang unseres Geschäftsberichts ab Seite 211 dargestellt.

Ausgewählte Risikokomplexe

EMERGING RISKS

Emerging Risks beschreiben Zustände, Entwicklungen oder Trends, welche die finanzielle Stärke, die Wettbewerbsposition oder die Reputation der Gruppe oder eines Einzelunternehmens zukünftig signifikant in ihrem Risikoprofil beeinflussen können. Die Unsicherheit hinsichtlich Schadenpotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit ist in der Regel sehr hoch. Die Gefahr entsteht aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, beispielsweise etwa wirtschaftlicher, geopolitischer, gesellschaftlicher, technologischer oder umweltbedingter Natur.

Das Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe umfasst entsprechend dem Umfang unseres Geschäftsmodells einen Emerging-Risk-Management-Prozess. Dieser soll die angemessene Identifikation von Megatrends sicherstellen. Emerging Risks frühzeitig wahrzunehmen, angemessen zu analysieren und adäquat zu managen, begrenzt das Risiko und erschließt komparative Wettbewerbsvorteile.

Im Zuge der Diversität des Finanzkonglomerates unterstützen interne Sensoren (z. B. unser makroökonomisches Research, die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) das frühzeitige Erkennen von Emerging Risks. Ergänzend erschließen wir externe Know-how-Quellen. Unser Key-Emerging-Risk ist die demografische Entwicklung. Der Herausforderung, dem demografischen Wandel zu begegnen, gehört zur Kernkompetenz des VorsorgeSpezialisten W&W.

KONZENTRATION VON RISIKEN

Unter Risikokonzentrationen verstehen wir mögliche Verluste, die sich durch kumulierte Risiken ergeben können. Wir unterscheiden zwischen "Intra"-Konzentrationen (Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart) und "Inter"-Konzentrationen (Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten oder Risikobereiche hinweg). Solche Risikokonzentrationen können aus der Kombination von Risikoarten, wie z. B. Adressrisiken, Marktpreisrisiken, versicherungstechnischen Risiken oder Liquiditätsrisiken, entstehen. Hier sind beispielsweise Liquiditätsrisiken zu nennen, die gemeinsam mit Naturkatastrophen auftreten können.

Bei der Steuerung unseres Risikoprofils achten wir darauf, in der Regel große Einzelrisiken zu vermeiden, um ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Daneben wird im Rahmen unserer Risikosteuerung ein angemessenes Verhältnis des Risikokapitalbedarfes der Risikobereiche angestrebt, das unsere Anfälligkeit gegenüber einzelnen Risiken weiter mindert. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und Liniensystemen, klar definierte Annahme- und Zeichnungsrichtlinien im Kredit- und Versicherungsgeschäft sowie den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes bei verschiedenen Anbietern guter Bonität streben wir an, Konzentrationsrisiken bestmöglich zu begrenzen. Im Kundengeschäft wird auf eine breit aufgestellte sowie regional diversifizierte Kundenstruktur abgezielt. Über mehrere Vertriebswege erreichen wir unsere Kunden mit einem vielfältigen Produktspektrum.

Die W&W-Gruppe ist aufgrund bestehender aufsichtsrechtlicher Reglementierungen (Anlageverordnungen für Versicherungen und Bausparkassen) und hoher interner Bonitätsansprüche stark im Bereich Finanzinstitute investiert. Demzufolge trägt die W&W-Gruppe neben dem Kreditrisiko der einzelnen Adresse besonders das systemische Risiko des Finanzsektors. Unsere Kundenkreditportfolien weisen wegen ihrer hohen Granularität dagegen keine nennenswerten Konzentrationsrisiken auf.

Bei der Bewertung unserer Kreditrisiken auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell berücksichtigen wir sowohl im Eigen- als auch im Kundenkreditgeschäft Konzentrationsaspekte. Dabei werden z. B. Kreditforderungen an einzelne Schuldner und Schuldnergruppen überwacht und beschränkt. Hierfür wird ein übergreifendes Limitsystem eingesetzt, das Kredit- und Kontrahentenrisiken der Gesamtgruppe adäquat kontrolliert. Unverhältnismäßig große Einzelrisiken, die zu unakzeptablen Verlusten führen können, werden einzeln streng beobachtet und unterliegen einem globalen Limitsystem.

Im Eigengeschäft begegnen wir Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen bei einem Emittenten mit einem übergreifenden Anlageliniensystem. Dadurch stellen wir sicher, dass Adressrisiken der W&W-Gruppe auch unter Risikokonzentrationsaspekten adäquat kontrolliert werden. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet, nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, zum Beispiel eines Emittenten, oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter Schwellenwerte dem Konzernrisikomanagement der W&W-Gruppe angezeigt werden.

Um Risikokonzentrationen zu erkennen, sind regelmäßig unternehmensübergreifende, interdisziplinäre Betrachtungen erforderlich, die in den etablierten Prozessabläufen nicht enthalten sind. Wir führen deshalb kontinuierlich Analysen im Rahmen von übergreifenden Workshops durch, um genau solche Risikokonzentrationen aufzuspüren und systematisch zu vermeiden.

Risikobereichsübergreifende Stressszenarien ermöglichen es, Risikokonzentrationen zu erfassen. Beispielsweise können abrupte Änderungen der Stresstestergebnisse Hinweise auf Risikokonzentrationen geben. Auf Produkt- und Vertriebsebene existieren umfassende Controllingmaßnahmen, um Konzentrationen zu begrenzen.

DIVERSIFIKATION

Als Vorsorge-Spezialist mit einer breiten Produktpalette, die sich über verschiedene Geschäftssegmente und Regionen erstreckt, ist die Diversifikation für unser Geschäftsmodell enorm bedeutend. Diversifikation zwischen Regionen und Geschäftssegmenten unterstützt uns dabei, unsere Risiken effizient zu handhaben, weil sie den wirtschaftlichen Einfluss eines einzelnen Ereignisses beschränkt. Zudem trägt sie zu einem insgesamt relativ stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei. Das Ausmaß, in dem der Diversifikationseffekt realisiert werden kann, hängt einerseits von der Korrelation zwischen den Risiken ab und andererseits von der relativen Konzentration innerhalb eines Risikobereiches. Diversifikation verstehen wir als einen der strategischen Erfolgsfaktoren des Vorsorge-Spezialisten.

Bewertung des Gesamtrisikoprofils

Im Jahr 2010 war für die W&W-Gruppe stets eine ausreichende interne und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell verfügten wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken mit hoher Sicherheit bedecken zu können. Die Szenariorechnungen lassen ebenfalls keine Anzeichen für eine unmittelbar aufkommende Gefahrenlage für die W&W-Gruppe erkennen. Auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Solvabilität haben wir jederzeit erfüllt.

Nicht zuletzt bedingt durch unser Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und diversifizierte Liquiditätsbasis. Auf Gruppenebene ist derzeit keine Gefährdung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar.

In einem anhaltend volatilen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld besteht auch für die W&W-Gruppe das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko. Daneben kommt dem Zinsgarantierisiko eine herausgehobene Bedeutung zu. Zunehmendes Gefahrenpotenzial sehen wir in möglichen Nennwertherabsetzungen bei Staats- und Nachranganleihen.

Trotz der derzeit ausgewogenen Risikotragfähigkeit auf Basis des internen Risikotragfähigkeitmodells erwarten wir deutlich höhere Kapitalanforderungen aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (z. B. Solvency II, Basel III, Erneuerung Finanzkonglomeraterichtlinie). Die Veränderungen im regulatorischen Umfeld verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig und flexibel reagieren zu können.

Die W&W-Gruppe verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das es innerhalb der betrachteten Grenzen ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten, zu steuern und zu kommunizieren.

Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten. Zum Berichtszeitpunkt sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der W&W-Gruppe gefährden.

Weiterentwicklungen und Ausblick

Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Risikolage des Konzerns und der Einzelunternehmen Rechnung.

Im Jahr 2010 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften weiter auszubauen. Einen Schwerpunkt bildete dabei die weitere Integration unserer Datenbasis. Neben der Optimierung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells bereiten wir uns mit einem erweiterten, funktionsübergreifenden Projekt auf Solvency II vor. 2010 haben wir die Vorbereitungen getroffen, um das Wertpapier-Risikomanagement konzernweit in einem zentralen Wertpapier-Middle-Office organisatorisch zusammenzufassen.

Eine systematische Fortentwicklung des bestehenden konzerneinheitlichen Risikomanagements soll auch zukünftig die stabile und nachhaltige Entfaltung der W&W-Gruppe sichern.

Die von der Rating-Agentur Standard & Poor's weiter verbesserte Einschätzung für das Enterprise Risk Management der W&W-Gruppe würdigt die bisher erreichten Fortschritte in unserem Risikomanagement. Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement wollen wir im Geschäftsjahr 2011 kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten entlang unseres Risikomanagementprozesses definiert.

Dabei fokussieren wir uns auf folgende Themen:

Optimierung des internen Risikotragfähigkeitsmodells im Hinblick auf Zertifizierungsanforderungen unter Solvency II,

Vorbereitung auf das Solvency-II-Standardmodell,

Umsetzung des IRB-Ansatzes, um Kapitalbindung und -kosten zu verbessern,

Ausbau des Liquiditätsrisikocontrollings (LVaR),

Fortentwicklungen bei der Bewertung operationeller und strategischer Risiken,

weitere Verbesserung des internen Kontrollsystems,

Optimierung der Risikoinventur,

Weiterentwicklung von Datawarehousinglösungen und des Wertpapierreportings.

Darüber hinaus bereitet sich die W&W-Gruppe durch umfangreiche konzernweite Projekte gezielt auf künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen vor:

Umsetzung und Begleitung regulatorischer Entwicklungen (Solvency II, Basel III, MaRisk-Novelle 2010),

Stärkung und Anpassung der Kapitalbasis der W&W-Gruppe.

Insgesamt ist die W&W-Gruppe gut gerüstet, die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen.

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess (§ 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur

Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (IFRS) sowie

Einhaltung der für den Konzern maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Der Vorstand hat insbesondere die dem Ressort Finanzen der W&W AG unterstellten Abteilungen Konzernrisikomanagement und Konzernrechnungswesen sowie die dem Vorstandsvorsitzenden unterstellte Konzernrevision mit der Verantwortlichkeit für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Konzern betraut.

Auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss übernehmen eigenständige Prüfungstätigkeiten. Ferner prüft der Konzernabschlussprüfer prozessunabhängig den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht.

Im Konzern sind organisatorische Maßnahmen getroffen bzw. Verfahren implementiert, die die Überwachung und Steuerung von Risiken im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess bzw. die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Es werden solche Komponenten des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet, die die Regelungskonformität des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts beeinflussen können. Die wesentlichen Komponenten sind:

IT-Anwendung zur Abbildung und Dokumentation interner Kontrollen, Überwachungsmaßnahmen und Effektivitätstests bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess;

IT-Anwendung zur Sicherstellung des Konzernabschlusserstellungsprozesses;

Organisationshandbücher, Richtlinien zur internen und externen Rechnungslegung sowie Bilanzierungsanweisungen;

angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess;

Funktionen und Aufgaben in sämtlichen Bereichen des Konzernrechnungslegungsprozesses sind eindeutig zugeordnet und die Verantwortungsbereiche und die unvereinbaren Tätigkeiten sind klar getrennt;

Vier-Augen-Prinzip bei allen konzernrechnungslegungsrelevanten Prozessen, ein Zugriffsberechtigungssystem für die konzernrechnungslegungsbezogenen Systeme sowie programminterne und manuelle Plausibilitätsprüfungen im Rahmen des gesamten Konzernrechnungslegungsprozesses.

Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und internen Richtlinien wurden in allen Rechnungslegungsprozessen umfangreiche Kontrolltätigkeiten durchgeführt. Der Konzernabschluss wird auf Grundlage von geprüften IFRS-Packages der einbezogenen Tochtergesellschaften und Investmentfonds erstellt.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtaussage

Die Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der W&W-Gruppe in den kommenden zwei Jahren sind insgesamt gut. Der anhaltende Trend zu sicheren und kalkulierbaren Anlageformen, besonders auch zur Altersvorsorge einschließlich Riester-Vorsorge, und der nach wie vor hohe Bedarf an Modernisierungen im Immobiliensektor wirkten sich positiv auf das Neugeschäft aus. Weiterhin sehen wir einen steigenden Bedarf an transparenten Bankprodukten, den wir mit unseren Angeboten im Bereich Top Giro, Top Tagesgeld, Top Termingeld flex und Top Depot abdecken. Hinzu kommt das große Potenzial, das wir dank unserer neuen exklusiven und langfristigen Vertriebs-Kooperationen im Bausparbereich haben. Chancen sehen wir auch im Ausbau unseres Maklerneugeschäfts in der Kraftfahrt- und Firmenkundenversicherung.

Als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen in der Finanzbranche erheblich. Vor allem "Basel III" und "Solvency II" betreffen die W&W-Gruppe. Wir erwarten steigende Eigenmittelanforderungen und zusätzliche Kostenbelastungen durch die erweiterten regulatorischen Pflichten. Vor dem Hintergrund dieser geänderten Rahmenbedingungen und der dadurch bestärkten Einsparziele werden wir weiterhin in unsere Unternehmensgruppe investieren.

Ziel ist es, ab 2012 ein nachhaltiges jährliches Ergebnis von 250 Mio € nach Steuern zu erwirtschaften. Für das Jahr 2011 sollte dabei ein Ergebnis nach Steuern von 180 Mio € nicht unterschritten werden.

Risiken für die Entwicklung sehen wir in einer hohen Volatilität der Zinsmärkte, einem dauerhaften Niedrigzinsszenario sowie in Adressausfallrisiken z. B. bei Staatsanleihen aus dem Euroraum. Darüber hinaus hängt das Ergebnis der Sachversicherung zum einen von der Entwicklung des Versicherungsgeschäfts ab, zum anderen wird deren zukünftige Ertragslage maßgeblich von der Anzahl und Höhe der Schäden beeinflusst.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

GESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK

Die Konjunkturprognosen für 2011 fallen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr etwas moderater aus. Sie lassen jedoch immer noch ein solides Wirtschaftswachstum erwarten. So spricht die jüngst schwächere Konjunkturdynamik in Ländern wie China dafür, dass sich der deutsche Export im laufenden Jahr weniger schwungvoll als im Vorjahr entwickelt. Ähnliches gilt für die Unternehmensinvestitionen. Hier dürften die Zuwachsraten niedriger ausfallen. Die weiter steigende Beschäftigung sowie eine Zunahme der verfügbaren Einkommen der Privathaushalte werden den Konsum beleben. In Deutschland wird 2011 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um gut 2 % gerechnet. Im Jahr 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft aufgrund auslaufender Basiseffekte und einer allmählich restriktiver werdenden Geldpolitik weiter an Dynamik verlieren und nur noch eine Wachstumsrate im Bereich des langfristigen Durchschnitts von knapp 1,5 % erzielen. Dabei wird die private Konsumnachfrage aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus und anziehender Löhne der wichtigste Wachstumsträger sein.

REAL VERFÜGBARE EINKOMMEN IN DEUTSCHLAND

Vergleich zum Vorjahr in %

KAPITALMÄRKTE

Die stabilisierte Konjunktur dürfte 2011 - ausgehend von dem im langfristigen Vergleich immer noch sehr niedrigen Zinsniveau - für steigende Renditen sorgen. Eine anhaltend niedrige Inflation sollte das Ausmaß des Zinsanstiegs allerdings begrenzen. Hierzu beitragen werden auch die weiterhin unsichere künftige Entwicklung in den EWU-Peripheriestaaten sowie die in den großen Industrienationen auf Rekordtief verharrenden Leitzinsen. Im Jahr 2012 werden dann Leitzinserhöhungen der EZB insbesondere im kürzeren und mittelfristigen Laufzeitenbereich für einen Zinsanstieg sorgen, sodass sich die Zinsstrukturkurve wieder abflachen dürfte.

An den europäischen Aktienmärkten besteht im Jahr 2011 aufgrund der guten Entwicklung der Unternehmensgewinne Potenzial für moderate Kurssteigerungen. Zwar wird der Anstieg der Unternehmensgewinne voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im Vorjahr, jedoch sollte eine sich im Laufe des Jahres stabilisierende Konjunktur die Risikobereitschaft der Anleger wieder erhöhen. Dies wird unserer Meinung nach zu einem stärkeren Kaufinteresse bei Aktien führen. Im Jahr 2012 ist dann vor dem Hintergrund der zuvor erzielten Kursgewinne und einer restriktiveren Geldpolitik in den USA und der EWU nur noch mit einer Seitwärtsbewegung bei den führenden Aktienindizes zu rechnen.

BRANCHENENTWICKLUNG

Geschäftsfeld BausparBank

Die 2010 eingeleitete Trendwende im Wohnungsneubau wird sich 2011 voraussichtlich fortsetzen. Das ifo Institut rechnet mit einem Zuwachs bei den Wohnungsbaufertigstellungen auf rund 191 000 Einheiten. Dies betrifft Ein- und Zweifamilienhäuser und Wohnungen in Mehrfamiliengebäuden gleichermaßen.

Der Markt für Wohnimmobilien wird sich 2011 nach einer Prognose des GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stabil entwickeln. Die Zahl der Käufe und das Transaktionsvolumen dürften leicht über dem des Vorjahres liegen. Stabilisierender Faktor wird aufgrund einer erhöhten Nachfrage nach energetischen Gebäudesanierungen das Modernisierungs- und Ausbausegment bleiben.

Profitieren werden potenzielle Finanzierer auch von den niedrigen Zinsen für Hypothekarkredite und den günstigen Einstiegspreisen.

Das Bausparneugeschäft wird sich 2011 voraussichtlich auf Vorjahresniveau weiter positiv entwickeln. In der Erwartung steigender Zinsen anerkennen viele Verbraucher das Bausparen mit seinen niedrigen und damit kalkulierbaren Darlehenszinsen. Sollten die Zinsen niedrig bleiben, ist vor allem gefördertes Bausparen vorteilhaft. Auch die steigende Zahl von Energiesparmaßnahmen wird sich auf das Bausparen und das Finanzierungsgeschäft positiv auswirken.

Für das Jahr 2012 wird im Bauspar- und Baufinanzierungsneugeschäft eine stabile Entwicklung mit einem leicht ansteigendem Abschlussvolumen erwartet.

Geschäftsfeld Versicherung

Das Vertrauen in die Versicherungswirtschaft ist im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise intakt geblieben. Die Branche konnte ihre Wettbewerbsposition sogar stärken. Für 2011 wird neben einer verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte auch eine weitere wirtschaftliche Stärkung im Unternehmenssektor erwartet.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) prognostiziert im Bereich der Lebensversicherung langfristig eine weiter steigende Nachfrage nach kapitalgedeckter Altersvorsorge. Eine Prognose der Einmalbeitragseinnahmen ist nach den starken Jahren 2009 und 2010 schwierig. Der GDV geht davon aus, dass sich das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag leicht verbessern wird. Bei den gebuchten Bruttobeiträgen rechnet der GDV mit einem starken Rückgang um etwa 3,5 %. Hauptursache dafür ist ein deutlicher Anstieg der ablaufenden Verträge. Dies betrifft vor allem steuerfreie Versicherungen, die 1999 im Vorgriff auf zu erwartende Steueränderungen besonders zahlreich abgeschlossen wurden. Die laufenden Beitragseinnahmen werden voraussichtlich knapp unter dem Vorjahresniveau liegen.

Für 2012 gehen wir davon aus, dass die Beitragseinnahmen der Branche der Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds gegenüber 2011 stabil bleiben. Unserer Einschätzung nach werden dabei fondsgebundene Versicherungen eine höhere Bedeutung gewinnen.

In der Schaden- und Unfallversicherung setzen der hohe Grad der Marktdurchdringung und die Preissensibilität der Versicherungsnehmer einem Wachstum auch weiterhin enge Grenzen. Insgesamt erwartet der GDV hier 2011 ein gegenüber dem Vorjahr um 1 % höheres Beitragsaufkommen. Im Segment Kraftfahrtversicherung wird branchenweit mit einem Ende des Preissenkungszyklus im Neugeschäft gerechnet. Die wachsende Bedeutung der Direktversicherer hingegen belastet das Preisniveau. Insgesamt wird für 2011 mit einem Beitragswachstum von 0,5 % gerechnet. Im Bereich der übrigen Schaden- und Unfallversicherungen erwarten wir keinen Rückgang der Beitragseinnahmen. In der allgemeinen Haftpflichtversicherung und in der privaten Sachversicherung ist 2011 beispielsweise ein Plus von 1,5 % abzusehen.

Für 2012 erwarten wir ebenfalls ein Beitragswachstum von insgesamt 1 % in der Schaden- und Unfallversicherung.

Geschäftsstrategie

2011 und 2012 konzentrieren wir unsere Anstrengungen darauf, die bisher durch unser erfolgreiches Programm "W&W 2009" erreichten Etappenziele zu sichern und Wachstum, Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit weiter zu stärken. Das Zukunftsprogramm "W&W 2012" definiert 180 Mio € Ergebnis nach Steuern als Ziel für 2011 und 250 Mio € als Ziel für 2012. Wir sind zuversichtlich, beide Vorhaben zu erreichen. Im Jahr 2011 erwarten wir aufgrund der anhaltend positiven Geschäftsentwicklung inzwischen, das anteilige Ziel übertreffen zu können, sofern außergewöhnliche Belastungen infolge extremer Schadenereignisse oder besonderer Kapitalmarktsituationen ausbleiben. Erklärtes Ziel ist außerdem ein dauerhaft profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Ab 2012 wollen wir die Wettbewerbs-Benchmarks vergleichbarer Mitbewerber bei Kosten- und Service-Standards durchgängig erreichen und ein überdurchschnittliches Risikomanagement etablieren. Und nicht zuletzt soll Wüstenrot & Württembergische im Markt ab Ende 2012 als "Der Vorsorge-Spezialist" erlebbar sein.

Allerdings wird als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise die Regulierung in der Finanzbranche erheblich verschärft. Vor allem die Vorgaben aus "Basel III" und "Solvency II" zur Eigenkapitalausstattung werden die W&W-Gruppe betreffen. Vor dem Hintergrund dieser geänderten Rahmenbedingungen und der dadurch bestärkten Einsparziele werden wir weiterhin in unsere Unternehmensgruppe investieren.

Im Vertrieb steht die Stärkung unserer beiden Ausschließlichkeitsorganisationen hin zum Vorsorge-Spezialisten im Zentrum unserer Aktivitäten. Durch weitere Qualifizierungsmaßnahmen und neue Beratungssoftware wollen wir dem Kunden zukünftig eine optimierte und eine noch bedarfsorientiertere Beratung rund um die vier Vorsorge-Bausteine Absicherung, Wohneigentum, Risikoschutz und Vermögensbildung bieten. Darüber hinaus wollen wir unsere Multikanalstrategie weiterentwickeln. Aufseiten der BausparBank gilt es, die neuen Kooperationen mit der HypoVereinsbank, Commerzbank, Oldenburgische Landesbank sowie ERGO und Allianz nach dem erfolgreichen Start nachhaltig zu festigen und weiter auszubauen.

Im Zusammenhang mit größeren finanziellen Spielräumen der Privathaushalte sehen wir die Chance, unsere Stellung als kompetenter Berater und Anbieter weiter zu stärken und uns als "Der Vorsorge-Spezialist" im Markt zu positionieren. Mit einem attraktiven Leistungsspektrum wollen wir uns auch künftig an den Vorsorgezielen unserer Kunden ausrichten.

Künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

SEGMENT BAUSPARBANK

Erwartete Entwicklung

Das Bausparen hat sich während der Finanz- und Wirtschaftskrise als sichere und stabile Anlageform bewährt. Durch den staatlich geförderten Wohn-Riester ist Bausparen als Grundbaustein der privaten Altersvorsorge sehr attraktiv. Gerade mit Blick auf die stärkere Notwendigkeit, privat für das Alter vorzusorgen, schätzen die Bürger den Wert der eigenen Immobilie. Um eine hohe Wertbeständigkeit dieser Anlageform zu erreichen, sind fortlaufende Modernisierungen notwendig, darunter auch in Energiesparmaßnahmen. Diese rücken durch steigende Energiepreise und geplante gesetzliche Anforderungen immer stärker in den Fokus. Ausgestaltung und Flexibilität der Bausparverträge und der Baufinanzierung kommen diesen Vorhaben entgegen. Weiterhin sehen wir im Markt einen steigenden Bedarf an einfachen und transparenten Bankprodukten, den wir mit unseren mehrfach ausgezeichneten Einlagenprodukten Top Giro, Top Tagesgeld, Top Termingeld flex und Top Depot erfolgreich abdecken.

Die Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) zum 7. Juli 2010 stärkt unser Wachstum. Durch den Kauf haben wir neue Vertriebskanäle für unsere Bausparprodukte erschlossen. Wir erwarten in den nächsten zwei Jahren ein steigendes Bausparneugeschäft der Wüstenrot Bausparkasse AG. Das Wachstum wird dabei sowohl von unseren Ausschließlichkeitsvertrieben als auch von unseren Partnervertrieben getragen.

In der Immobilienfinanzierung können die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und die Wüstenrot Bausparkasse AG den Kunden passende Produkte anbieten. 2010 wurde in der privaten Immobilienfinanzierung - bedingt durch das niedrige Zinsniveau - ein überdurchschnittliches Volumen erreicht. Für die nächste Zukunft gehen wir von einer stabilen Fortentwicklung aus. Durch die neu gegründete W&W Produktions GmbH in Berlin wollen wir unsere Kreditbearbeitungskapazitäten erweitern und damit die Servicequalität für die Kunden und Finanzierungsvermittler verbessern. Wir streben im Kreditgeschäft ein angemessenes Risiko-Rendite-Verhältnis an.

Durch das steigende Bausparneugeschäft und die wachsenden Einlagenbestände rechnen wir mit einem verbesserten Finanzergebnis. Zudem resultieren höhere Erträge aus den übernommenen Kapitalanlagen der ADB, die 2011 erstmals für das volle Jahr GuV-wirksam werden.

Die in der Vergangenheit eingeführten Prozesse und Systeme zur Risikobewertung und Risikosteuerung wollen wir auch in Zukunft weiterentwickeln. Dies wird sich zusammen mit der konjunkturellen Erholung positiv auf das Segment niederschlagen.

Da die Aufwendungen der ADB 2011 erstmals für das komplette Geschäftsjahr zu berücksichtigen sind, wird der Verwaltungsaufwand im Segment BausparBank zunehmen. Nach der zum Jahreswechsel erfolgreich abgeschlossenen Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG (VVB) werden wir uns auf die Integration der 2010 erworbenen und deutlich größeren ADB konzentrieren. Dafür werden auch Integrationskosten anfallen, besonders im IT-Bereich. Innerhalb des konzernweiten Zukunftsprogramms "W&W 2012" arbeiten wir außerdem an weiteren Effizienzsteigerungen.

2011 wird das Segmentergebnis deutlich unter dem des Vorjahres liegen. 2010 war hier aufgrund des ADB-Kaufes ein Sondereffekt zu verzeichnen, da mit der Erstkonsolidierung Bewertungsreserven der übernommenen Gesellschaft aufgedeckt und gewinnerhöhend vereinnahmt wurden. Für 2012 rechnen wir durch Wirkungen des Zukunftsprogramms "W&W 2012" mit einem Ergebnisanstieg auf das Niveau von 2010.

Chancen und Risiken

Chancen ergeben sich aus der weiterhin positiven konjunkturellen Entwicklung, verbunden mit den entsprechenden Tendenzen der Anleihe- und Kapitalmärkte. Weitere Impulse gehen vom steigenden Bedarf an privater Altersvorsorge und der möglichen Einführung des Bildungssparens über Bausparkassen aus, sofern die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden, dass Bausparkassen entsprechende Produkte anbieten können.

Risiken für die Entwicklung des Segments BausparBank sehen wir in einer hohen Volatilität der Zinsmärkte, einem dauerhaften Niedrigzinsszenario sowie in Adressausfallrisiken z. B. bei Staatsanleihen aus dem Euroraum. Die weitere Entwicklung der Schuldensituation der EWU-Peripheriestaaten könnte sich negativ auf die Konjunktur, besonders auf die Finanzwirtschaft, auswirken. Obwohl sich die wirtschaftliche Situation seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich verbessert hat, sind eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und eine damit einhergehende Verschlechterung der Einkommensperspektiven unserer Kunden ein latentes Risiko. Herausforderungen ergeben sich auch aus zusätzlichen regulatorischen Anforderungen, wie zum Beispiel aus Basel III.

SEGMENT PERSONENVERSICHERUNG

Erwartete Entwicklung

Auch in Zukunft gewinnt die private Altersvorsorge vor dem Hintergrund des demografischen Wandels immer mehr an Bedeutung. Die Kunden schätzen risikoadäquate, transparente Anlageprodukte. Sie wünschen Sicherheit und Flexibilität. Unsere Produkte decken bereits heute diese Anforderungen voll und ganz ab.

Wir sind überzeugt, das Potenzial aus der zunehmend notwendigen zusätzlichen Altersabsicherung verstärkt nutzen zu können, und gehen sowohl für 2011 als auch für 2012 von einem leichten Wachstum im Neugeschäft gegen laufende Beiträge aus. Bei den Einmalbeiträgen erwarten wir im Jahr 2011 gemäß Branchentrend und dem bewusst gesteuerten Neugeschäft gegen Einmalbeitrag einen Rückgang gegenüber dem Jahr 2010, während 2012 gegenüber 2011 mit einem leichten Anstieg zu rechnen ist. Unter diesen Voraussetzungen gehen wir davon aus, dass die gebuchten Bruttobeiträge bis zum Jahr 2012 wieder an das Niveau des Jahres 2009 heranreichen werden.

Die zukünftige Ertragslage wird wesentlich von der Entwicklung der Kapitalmärkte bestimmt, die schwer zu prognostizieren ist. Unsere Kapitalanlagestrategie unterliegt daher weiterhin einer konsequenten Risikoorientierung. Unser effizientes Risikomanagement, welches zeitnahe Reaktionen auf Marktschwankungen sicherstellt, wird uns auch in den nächsten Jahren ein solides und marktgerechtes Kapitalanlageergebnis ermöglichen, mit dem wir unsere Garantieverpflichtungen erfüllen können.

Die Investitionen in das Zukunftsprogramm "W&W 2012" werden 2011 mit steigenden Kosten verbunden sein. Mittelfristig rechnen wir jedoch mit sinkenden Kosten, wodurch die Verwaltungskostenquote (gemäß GDV-Kennzahlendefinition) nachhaltig und dauerhaft ab 2012 unter 3 % liegen sollte.

Die private Krankenversicherung wird weiterhin stark von den politischen Entscheidungen beeinflusst. In den Vollkostentarifen erwarten wir 2011 einen positiven Effekt aus der Abschaffung der Drei-Jahres-Wartefrist. Positiv sehen wir auch die zukünftige Entwicklung für unsere Wahl- und Zusatztarife, besonders in der Pflegeversicherung.

Als Ziele für das Segment Personenversicherung wurden für 2011 29 Mio € und für 2012 36 Mio € Ergebnis geplant. Wir sind zuversichtlich, diese Ziele zu erreichen. Voraussetzung sind das Ausbleiben von Pandemien und vor allem eine positive Kapitalmarktentwicklung. Unter der Annahme einer sehr guten Kapitalmarktentwicklung ist sogar das Ergebnis des Jahres 2010 möglich.

Chancen und Risiken

Der finanzielle Vorsorgebedarf durch die demografische Entwicklung stützt die Nachfrage nach Personenversicherungen. Im Zusammenhang mit größeren finanziellen Spielräumen der Privathaushalte sehen wir die Chance, unsere Stellung als kompetenter Berater und Anbieter weiter auszubauen und uns klar als "Der Vorsorge-Spezialist" im Markt zu positionieren. Mit unserem attraktiven Leistungsspektrum wollen wir uns auch zukünftig an den Vorsorgezielen unserer Kunden ausrichten.

Trotz unseres insgesamt positiven Ausblicks für die nächsten Jahre birgt das Geschäftsmodell der Personenversicherung Risiken aus der Zins- und Aktienkursentwicklung sowie in Bezug auf Adressrisiken z. B. aus Staatsanleihen oder Refinanzierungstiteln von Banken. Unsicherheiten für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergeben sich zudem aus den Regulierungsvorschriften für die Branche, unter anderem im Zusammenhang mit Solvency II. Die Auswirkungen aus der Absenkung des Rechnungszinses auf das Neugeschäft stellen eine weitere Herausforderung für 2011 und die Folgejahre dar. Eine deutliche Abschwächung der gesamtwirtschaftlichen Lage würde die Nachfrage nach Vorsorgeprodukten beeinträchtigen. Die Geschäftsentwicklung im Segment Personenversicherung könnte darüber hinaus durch das politische Umfeld beeinflusst werden.

SEGMENT SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNG

Erwartete Entwicklung

Obwohl sich die Konjunktur belebt, hält der Wettbewerb in der Schaden- und Unfallversicherung unvermindert an. Das starke Kostenbewusstsein und die hohe Preissensitivität beeinflussen die Beitragsentwicklung. Dennoch gehen wir auf dem Kraftfahrtversicherungsmarkt trotz des hohen Wettbewerbsdrucks von leichten Preiserhöhungen im Neugeschäft aus.

Im Segment Schaden-/Unfallversicherung erwarten wir insgesamt ein Wachstum über dem Marktdurchschnitt. Erfolg versprechend ist hierbei der Ausbau des Maklerneugeschäfts im Kraftfahrt- und Firmenkundengeschäft. Außerdem wollen wir den Vertrieb über die Württembergische Ausschließlichkeitsorganisation in ertragreichen Sparten forcieren und den Bestand sichern, indem wir die bereits guten Stornoquoten durch gezielte Aktionen weiter verringern.

Durch eine verbesserte Risikoselektion und bereits begonnene Sanierungsmaßnahmen rechnen wir mit einer verbesserten Geschäftsjahresschadenhäufigkeit und -quote. Durch weitere Prozessoptimierungen soll der Verwaltungsaufwand reduziert werden. Wir sind zuversichtlich, unser strategisches Ziel einer Combined Ratio von unter 96 % erreichen zu können.

Das erwartete Ergebnis wird neben dem Aufwand für Schäden auch von der Entwicklung an den Kapitalmärkten beeinflusst. Aufgrund unserer Einschätzung der Kapitalmärkte erwarten wir ein stabiles und marktgerechtes Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau oder leicht darüber.

Der bisher nach Plan verlaufende Run-off des Geschäfts der ehemaligen Württ UK soll auch 2011 erfolgreich fortgesetzt werden. Die daraus resultierenden Risiken werden durch eine enge Run-off-Steuerung begrenzt.

Bedingt durch das Beitragswachstum, niedrigere Verwaltungskosten sowie durch einen geringeren Schadenaufwand wird das Segmentergebnis für das Jahr 2011 deutlich steigen. Für 2012 rechnen wir mit einem Ergebnis auf dem Niveau von 2011.

Chancen und Risiken

Die Stärkung des Vertriebs der W&W-Gruppe bietet uns gute Chancen, unseren Marktanteil auszubauen. Außerdem sehen wir eine Möglichkeit, die Profitabilität zu steigern, umso mehr, sofern sich die Kapitalmärkte besser entwickeln als prognostiziert und das Schadenvolumen unter Plan bleibt.

Die Entwicklung des Versicherungsgeschäfts und die zukünftige Ertragslage hängen maßgeblich von der Anzahl und Höhe der Schäden sowie von der Kapitalmarktentwicklung ab. Trotz unseres insgesamt positiven Ausblicks für die nächsten Jahre resultieren aus dem Geschäftsmodell der Schaden-/Unfallversicherung Risiken aus der Zins- und Aktienkursentwicklung sowie aus Adressrisiken z. B. bei Staatsanleihen oder Refinanzierungstiteln von Banken. Darüber hinaus liegt unseren Planungen ein normalisierter Schadenverlauf zugrunde. Außergewöhnliche Schadenereignisse können die prognostizierten Ergebnisse erheblich belasten.

ALLE SONSTIGEN SEGMENTE

Erwartete Entwicklung

Die in diesem Segment enthaltenen Gesellschaften sind auf Seite 34 dargestellt. Im Folgenden werden die wesentlichen Entwicklungen für das Segmentergebnis erläutert.

INVESTMENTFONDSGESCHÄFT

Auf Basis der sich stabilisierenden Konjunktur und des Aufwärtstrends an den Kapitalmärkten wird sich die Investmentbranche voraussichtlich positiv entwickeln. Entsprechend rechnen wir für unsere Gesellschaften in den nächsten zwei Jahren mit einem steigenden Bruttofondsabsatz. Außerdem erwarten wir einen Volumenanstieg der Assets under Management, was den Provisionsüberschuss erhöhen wird. 2011 wird der Ergebnisbeitrag der Investmentgesellschaften auf dem Niveau von 2010 liegen. Im darauffolgenden Jahr rechnen wir mit einem steigenden Ergebnis.

TSCHECHIEN

Die erwartete Entwicklung des tschechischen Bausparmarktes wird weiterhin geprägt von einer massiven Verschlechterung der staatlichen Förderung und der damit verbundenen Unsicherheit bei den Kunden. Aus diesem Grund werden sich 2011 die Neugeschäftszahlen der Vorjahre nicht wiederholen. Unter der Voraussetzung, dass die Regierung keine weiteren Belastungen für das Bausparen vorschlägt, gehen wir mittelfristig von einer Stabilisierung des Neugeschäfts auf niedrigerem Niveau aus.

Die rückläufige Entwicklung des tschechischen Hypothekenmarktes in den letzten Jahren hat sich 2010 fortgesetzt. Für 2011 und 2012 sind wir vorsichtig optimistisch und gehen nun von einer leicht positiven Marktentwicklung aus. Mit dem erfolgreich um Sparprodukte erweiterten Angebot ist es der Wüstenrot hypoteční banca a.s. gelungen, eine zusätzliche, vom Finanzmarkt unabhängige Refinanzierungsquelle zu erschließen. Diese wird in den Folgejahren die geplante Ausweitung des Kreditgeschäfts unterstützen.

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise und das aktuelle Zinsniveau belasten das tschechische Lebensversicherungsgeschäft. Die Wüstenrot životní pojišt`ovna a.s. hat 2010 zahlreiche Produkte den Markterfordernissen angepasst. Dies sollte sich 2011 in den Neugeschäfts- und Ergebniszahlen positiv auswirken.

Insgesamt erwarten wir für die tschechischen Gesellschaften Im Jahr 2011 trotz der Herausforderung im Neugeschäft ein Ergebnis auf dem Niveau des Jahres 2010. Hierbei steht den umfangreichen Investitionen, insbesondere in die Konsolidierung der IT, ein Anstieg des Zinsüberschusses bei der tschechischen Bausparkasse gegenüber. Ab 2012 werden auch die erstmals zu erwartenden Einspareffekte aus der IT-Konsolidierung positiv zu den Ergebnissen beitragen.

W&W AG

Bei der W&W AG wird die Ertragslage maßgeblich von den Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen bestimmt. Deren Ergebnisentwicklung ist in den jeweiligen Segmenten erläutert. Die Beteiligungserträge werden im Konzernabschluss im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Einfluss auf das Ergebnis der W&W AG haben die Erträge aus der Rückversicherung. Das konzernfremde Rückversicherungsgeschäft befindet sich in Abwicklung, externes Neugeschäft wird nicht mehr gezeichnet. Das konzerninterne Rückversicherungsgeschäft wird im Gesamtkonzern konsolidiert. Unter der Voraussetzung eines normalen Schadenverlaufs in den Jahren 2011 und 2012 erwarten wir einen positiven Ergebnisbeitrag aus der Versicherungstechnik.

Chancen und Risiken

Das Ergebnis des Segments "Sonstiges" ist naturgemäß von einer Vielzahl von Faktoren abhängig, weil die darin zusammengefassten Geschäftsaktivitäten heterogen sind. Haupteinflussfaktor ist die Kapitalmarktentwicklung, welche sich sowohl positiv als auch negativ auf die Ergebnisse der W&W Asset Management GmbH, der tschechischen Gesellschaften und der W&W AG auswirken kann. Die tschechischen Gesellschaften unterliegen darüber hinaus besonderen Risiken aus der Regulierung und Förderung von Finanzprodukten in Tschechien. Die geplante Erweiterung des Produktspektrums bietet Chancen, in dem geänderten Marktumfeld Marktanteile zu gewinnen. Risiken für den Geschäftsbereich können aus der geplanten Konsolidierung der IT-Anwendungslandschaft resultieren.

SEGMENTÜBERGREIFEND

Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, dass wir unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen können. Auf Basis der Liquiditätsplanungen für die Jahre 2011 und 2012 ergeben sich stets ausreichende Liquiditätsmittel. Die Liquiditätslage wird ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", auf Seite 65 beschrieben. Die W&W-Gruppe als Finanzkonglomerat verfügt über eine solide Kapitalausstattung. Auf Basis unserer Planungen ist die Solvabilität für die Gruppe und die Einzelunternehmen gewährleistet.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Der vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen.

Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu aktualisieren, besteht nicht.

KONZERNBILANZ

AKTIVA

scroll
in Tsd € vgl. Note Nr. 31.12.2010 31.12.2009 1.1.2009
A. Barreserve 11 171 737 110 322 146 484
B. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen
2 95 220 8 997 14 890
C. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 3 2 148 108 1 966 968 1 525 188
D. Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 4 19 489 246 16 888 671 12 733 841
E. Forderungen 5 49 305 152 45 903 234 45 564 984
I. Forderungen an Kreditinstitute
14 916 135 15 103 954 16 684 549
II. Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft
95 153 103 799 103 732
III. Forderungen an Kunden
34 174 898 30 624 338 28 631 462
IV. Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment
20 470 - 11 772 -
V. Sonstige Forderungen
98 496 82 915 145 241
F. Risikovorsorge 6 - 230 372 - 240 813 - 246 595
G. Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen 7 264 464 239 523 10 724
H. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 8 212 990 177 2282 130 173
I. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 9 1 326 611 1 262 590 1 296 792
J. Anteil der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen Rückstellungen
10 1 750 438 1 818 778 1 898 407
K. Sonstige Aktiva
1 454 365 1 439 3072 1 373 267
I. Immaterielle Vermögenswerte 11 215 385 218 592 234 108
II. Sachanlagen und Vorräte 12 343 315 349 279 360 074
III. Steuererstattungsansprüche 13 94 527 102 747 136 944
IV Latente Steuererstattungsansprüche 14 692 188 646 6412 567 043
V. Andere Vermögenswerte
108 950 122 048 75 098
SUMME AKTIVA

75 987 959 69 574 805 2 64 448 155


1 Siehe nummerierte Erläuterungen im Konzernanhang ab Seite 139.
2 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern

40 bis 46 Erläuterungen zu Finanzinstrumenten,

47 bis 51 Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen,

55 ff. Sonstige Angaben

zusammengefasst.

PASSIVA

scroll
in Tsd € vgl. Note Nr. 31.12.2010 31.12.2009 1.1.2009
A. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva 15 533 918 496 451 507 002
B. Verbindlichkeiten 16 39 118 987 33 850 121 30 195 743
I. Verbriefte Verbindlichkeiten
1 448 458 1 293 492 2 043 322
II. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
8 160 451 6 740 072 5 210 199
III. Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft
1 556 652 1 592 859 1 602 442
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
27 510 458 23 769 784 20 865 770
V. Sonstige Verbindlichkeiten
442 968 453 914 474 010
C. Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen 17 397 337 378 892 141 348
D. Versicherungstechnische Rückstellungen 18 29 776 980 29 138 7891 28 477 505
E. Andere Rückstellungen 19 2 011 254 1 772 143 1 589 852
F. Sonstige Passiva
856 586 840 8621 730 872
I. Steuerschulden 20 333 090 339 646 243 009
II. Latente Steuerschulden 21 488 747 483 6921 475 093
III. Übrige Passiva 22 34 749 17 524 12 770
G. Nachrangkapital 23 448 631 430 686 468 198
H. Eigenkapital 24 2 844 266 2 666 8611 2 337 635
I. Anteile der W&W-Aktionäre am eingezahlten Kapital
1 460 195 1 460 195 1 374 105
II. Anteile der W&W-Aktionäre am erwirtschafteten Kapital
1 303 706 1 134 5441 906 536
III. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital
80 365 72 1221 56 994
SUMME PASSIVA

75 987 959 69 574 8051 64 448 155


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern

40 bis 46 Erläuterungen zu Finanzinstrumenten,

47 bis 51 Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen,

55 ff. Sonstige Angaben

zusammengefasst.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

scroll
in Tsd € vgl. Note Nr. 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009

Erträge aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
925 074 844 697

Aufwendungen aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
200 248 415 957
1. Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 25 724 826 428 740

Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
2 021 1 736

Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen
8 996 1 2161
2. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 26 - 6 975 5201

Erträge aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva

1 317 067 1 578 462

Aufwendungen aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva

1 381 381 1 414 592
3. Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
27 - 64 314 163 870

Erträge aus Sicherungsbeziehungen
407 355 132 059

Aufwendungen aus Sicherungsbeziehungen
392 382 132 294
4. Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen 28 14 973 - 235

Erträge aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital
2 171 740 2 112 859

Aufwendungen aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital
1 105 992 1 065 232
5. Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital 29 1 065 748 1 047 627

Erträge aus der Risikovorsorge
120 963 47 891

Aufwendungen aus der Risikovorsorge
170 664 173 699
6. Ergebnis aus der Risikovorsorge 30 - 49 701 - 125 808
7. FINANZERGEBNIS
1 684 557 1 514 7141

Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
89 219 87 636

Aufwendungen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
61 886 64 605
8. Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 31 27 333 23 031

Provisionserträge
234 004 202 006

Provisionsaufwendungen
588 717 549 598
9. Provisionsergebnis 32 - 354 713 - 347 592

Verdiente Beiträge (brutto)
3 960 510 3 936 041

Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
- 178 552 - 168 546
10. Verdiente Beiträge (netto) 33 3 781 958 3 767 495

Leistungen aus Versicherungsverträgen (brutto)
4 101 030 3 855 5471

Erhaltene Rückversicherungsbeträge
- 157 188 - 127 352
11. Leistungen aus Versicherungsverträgen (netto) 34 3 943 842 3 728 1951
ÜBERTRAG
1 195 293 1 229 453

Personalaufwendungen
615 947 585 157

Sachaufwendungen
461 471 401 370

Abschreibungen
59 472 55 133
12. Verwaltungsaufwendungen 35 1 136 890 1 041 660
13. Bewertungsergebnis von langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden
36 - 985

Sonstige Erträge
344 459 288 316

Sonstige Aufwendungen
176 361 184 700
14. Sonstiges Ergebnis 37 168 098 103 616
15. KONZERNERGEBNIS AUS FORTZUFÜHRENDEN UNTERNEHMENSTEILEN
VOR ERTRAGSTEUERN

226 501 292 3941
16. ERTRAGSTEUERN 38 38 328 70 2861
17. KONZERNÜBERSCHUSS
188 173 222 1081

Auf Anteilseigner der W&W AG entfallendes Ergebnis
173 127 212 7221

Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis
15 046 9 3861
18. ERGEBNIS JE AKTIE IN €2 39 1,88 2,40

Davon aus fortzuführenden Unternehmensteilen in €
1,88 2,40


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.
2 Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie.


Weitere Informationen, die mehrere Bilanzposten betreffen, wurden unter den Ziffern

40 bis 46 Erläuterungen zu Finanzinstrumenten,

47 bis 51 Angaben zu den Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen,

55 ff. Sonstige Angaben

zusammengefasst.

VERKÜRZTE KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Konzernüberschuss 188 173 222 1081
Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung (brutto) - 115 760 513 380
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 46 203 - 366 931
Latente Steuern 29 929 - 39 787
Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung (netto) - 39 628 106 662
Bewertungsgewinne/-verluste aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen (brutto) 50 837 48 5891
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - 21 923 - 20 4891
Latente Steuern - 1 460 - 1 3851
Bewertungsgewinne/-verluste aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen (netto) 27 454 26 7151
Bewertungsgewinne/-verluste aus Cashflow-Hedges (brutto) 116 218 - 47 303
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - -
Latente Steuern - 33 893 13 937
Bewertungsgewinne/-verluste aus Cashflow-Hedges (netto) 82 325 - 33 366
Währungsumrechnungsdifferenzen wirtschaftlich selbstständiger ausländischer Einheiten 6 153 994
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen (brutto) - 36 249 - 64 129
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 1 887 9 972
Latente Steuern 10 245 16 347
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen (netto) - 24 117 - 37 810
Summe direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (brutto) 21 199 451 5311
Summe Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung 26 167 - 377 4481
Summe Latente Steuern 4 821 - 10 8881
Summe direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (netto) 52 187 63 1951
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 240 360 285 3031
Auf Anteilseigner der W&W AG entfallend 224 398 263 8381
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 15 962 21 4651


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

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ANTEILE DER W&W-AKTIONÄRE
AM EINGEZAHLTEN KAPITAL
ANTEILE DER W&W-AKTIONÄRE
AM ERWIRTSCHAFTETEN KAPITAL

GEZEICHNETES
KAPITAL
KAPITAL-
RÜCKLAGE
GEWINN-RÜCKLAGE NEUBEWERTUNGSRÜCKLAGE




AUS FINANZ-ANLAGEN
VERFÜGBAR
ZUR VER-
ÄUSSERUNG
AUS NACH DER
EQUITY-
METHODE BILANZIERTEN
FINANZ-
ANLAGEN
AUS
CASHFLOW-
HEDGES
in Tsd €





Eigenkapital 1.1.2010 481 068 979 127 1 259 391 - 36 798 26 633 - 58 531
Rückwirkende Änderung aufgrund IAS 8 - - 406 - 18 653 -
Eigenkapital 1.1.2010 angepasst 481 068 979 127 1 259 797 - 36 798 45 286 - 58 531
Konzernüberschuss - - 173 127 - - -
Bewertungsgewinne/-verluste





aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung - - - - 37 850 - -
aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen - - - - 26 782 -
aus Cashflow-Hedges - - - - - 82 325
Währungsumrechnungsdifferenzen wirtschaftlich selbstständiger ausländischer Einheiten - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen - - - - - -
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE
- - 173 127 - 37 850 26 782 82 325
Dividende an Aktionäre - - - 55 196 - - -
Sonstiges - - - 40 - - -
Eigenkapital 31.12.2010 481 068 979 127 1 377 688 - 74 648 72 068 23 794


scroll

ANTEILE DER W&W-AKTIONÄRE
AM ERWIRTSCHAFTETEN KAPITAL

NICHT BE-
HERRSCHENDE
ANTEILE
EIGENKAPITAL
EIGENKAPITAL
GESAMT

RÜCKLAGE
AUS DER
WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
RÜCKLAGE
AUS
PENSIONS-
VERPFLICH-
TUNGEN
SUMME







in Tsd €




Eigenkapital 1.1.2010 12 631 - 87 841 2 575 680 71 644 2 647 324
Rückwirkende Änderung aufgrund IAS 8 - - 19 059 478 19 537
Eigenkapital 1.1.2010 angepasst 12 631 - 87 841 2 594 739 72 122 2 666 861
Konzernüberschuss - - 173 127 15 046 188 173
Bewertungsgewinne/-verluste




aus Finanzanlagen verfügbar zur
Veräußerung
- - - 37 850 - 1 778 - 39 628
aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
- - 26 782 672 27 454
aus Cashflow-Hedges - - 82 325 - 82 325
Währungsumrechnungsdifferenzen
wirtschaftlich selbstständiger
ausländischer Einheiten
4 068 - 4 068 2 085 6 153
Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
- - 24 054 - 24 054 - 63 - 24 117
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE
4 068 - 24 054 224 398 15 962 240 360
Dividende an Aktionäre - - - 55 196 - 3 739 - 58 935
Sonstiges - - - 40 - 3 980 - 4 020
Eigenkapital 31.12.2010 16 699 - 111895 2 763 901 80 365 2 844 266


KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

scroll

ANTEILE DER
W&W-AKTIONÄRE
AM EINGEZAHLTEN KAPITAL
ANTEILE DER W&W-AKTIONÄRE
AM ERWIRTSCHAFTETEN KAPITAL


GEZEICHNETES
KAPITAL

KAPITAL-
RÜCKLAGE
GEWINN-
RÜCKLAGE
NEUBEWERTUNGSRÜCKLAGE




AUS FINANZ-
ANLAGEN
VERFÜGBAR
ZUR VER-
ÄUSSERUNG
AUS NACH DER
EQUITY-
METHODE
BILANZIERTEN
FINANZ-
ANLAGEN
AUS
CASHFLOW-
HEDGES
in Tsd €





Eigenkapital 1.1.2009 451 001 923 104 1 082 902 - 131 950 19 197 - 25 165
Änderung Konsolidierungskreis - - - - - 2 -
Konzernüberschuss - - 212 7221 - - -
Bewertungsgewinne/-verluste





aus Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
- - - 95 152 - -
aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
- - - - 26 0921 -
aus Cashflow-Hedges - - - - - - 33 366
Währungsumrechnungsdifferenzen
wirtschaftlich selbstständiger
ausländischer Einheiten
- - - - - -
Versicherungsmathematische
Gewinne und Verluste aus
leistungsorientierten Plänen
- - - - - -
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE - - 212 7221 95 152 26 0921 - 33 366
Dividende an Aktionäre - - - 43 122 - - -
Kapitalerhöhung 30 067 56 023 - - - -
Sonstiges - - 7 294 - - -
Eigenkapital 31.12.2009 481 068 979 127 1 259 7961 - 36 798 45 2871 - 58 531


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ANTEILE DER W&W-AKTIONÄRE
AM ERWIRTSCHAFTETEN KAPITAL

NICHT BE-
HERRSCHENDE
ANTEILE
EIGENKAPITAL
EIGENKAPITAL
GESAMT

RÜCKLAGE
AUS DER
WÄHRUNGS-
UMRECHNUNG
RÜCKLAGE
AUS
PENSIONS-
VERPFLICH-
TUNGEN
SUMME

in Tsd €




Eigenkapital 1.1.2009 11 886 - 50 334 2 280 641 56 994 2 337 635
Änderung Konsolidierungskreis - - - 2 - - 2
Konzernüberschuss - - 212 7221 9 3861 222 1081
Bewertungsgewinne/-verluste




aus Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
- - 95 152 11 510 106 662
aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
- - 26 0921 6231 26 7151
aus Cashflow-Hedges - - - 33 366 - - 33 366
Währungsumrechnungsdifferenzen
wirtschaftlich selbstständiger
ausländischer Einheiten
745 - 745 249 994
Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste aus leistungsorientierten Plänen
- - 37 507 - 37 507 - 303 - 37 810
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 745 - 37 507 263 8381 21 4651 285 3031
Dividende an Aktionäre - - - 43 122 - 3 409 - 46 531
Kapitalerhöhung - - 86 090 - 86 090
Sonstiges - - 7 294 - 2 928 4 366
Eigenkapital 31.12.2009 12 631 - 87 841 2 594 7391 72 1221 2 666 8611


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Durch die Konzern-Kapitalflussrechnung wird die Veränderung des Zahlungsmittelbestands im W&W-Konzern während des Geschäftsjahrs dargestellt. Zu diesem Zweck werden drei Cashflows ermittelt. Das sind die Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit.

Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Die Position Sonstige Anpassungen enthält die Umgliederung der zahlungswirksam vereinnahmten Zinsen und Dividenden sowie der Zins- und Ertragsteuerzahlungen im Geschäftsjahr.

Der Zahlungsmittelbestand im Geschäftsjahr besteht aus der Bilanzposition Barreserve in Höhe von 171,7 (Vj. 110,3) Mio € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich fälligen Guthaben bei Banken und Sparkassen in Höhe von 918,7 (Vj. 581,5) Mio € (vgl. dazu Note Nr. 1 und Note Nr. 5). In der Barreserve sind der Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen enthalten, welche eine Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten haben.

Die Beträge des Zahlungsmittelbestands, über die der W&W-Konzern nicht frei verfügen kann, belaufen sich auf 105,4 (Vj. 94,3) Mio €. Die Verfügungsbeschränkung besteht aufgrund der Pflicht zur Mindestreservehaltung bei der Europäischen Zentralbank bzw. bei der tschechischen Nationalbank.

Insgesamt lag der Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2010 mit 1 090,4 (Vj. 691,9) Mio € aufgrund der gestiegenen Investitionseinzahlungen deutlich über dem Vorjahreswert. Der Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit des Berichtszeitraumes lag unter dem Vorjahresniveau und war insbesondere geprägt durch die Zunahme des Forderungsbestandes gegenüber Kunden. Im Cashflow aus der Investitionstätigkeit stiegen die Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagevermögen gegenüber dem Vorjahr stark an, während die Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert blieben, sodass der Cashflow aus der Investitionstätigkeit insgesamt deutlich angestiegen ist.

Der Kaufpreis für die ADB im Geschäftsjahr 2010 betrug 130,0 Mio € einschließlich des auf die zurückerworbene Namensschuldverschreibung entfallenden Kaufpreisanteils in Höhe von 22,0 Mio € und stellte in Höhe von 108,0 Mio € das gesamte gezahlte Entgelt für die Übernahme der Beherrschung dar (vgl. dazu auch Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse Seite 103 ff.). Die übernommenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 75,9 Mio €.

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Konzernüberschuss 188 173 222 1081
Im Konzernüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit


Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 6 975 - 5201
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 59 471 55 133
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Forderungen und Finanzanlagen 227 142 312 711
Zunahme (+) / Abnahme (-) der versicherungstechnischen Rückstellungen 664 891 284 1681
Zunahme (+) / Abnahme (-) der anderen Rückstellungen 48 194 21 416
Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern - 38 141 - 81 8471
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen - 115 - 1 103
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Finanzanlagen - 230 947 - 32 380
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) - 110 237 - 6 302
Sonstige Anpassungen - 1 534 352 - 1 468 500
ZWISCHENSUMME - 718 946 - 695 116
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit

Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen an Kreditinstitute 1 334 316 2 402 750
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 8 646 3 284
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Forderungen an Kunden - 1 991 361 - 1 067 553
Zunahme (-) / Abnahme (+) anderer Aktiva 655 710 - 143 682
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva (-) und Finanzpassiva (+) - 88 613 - 171 963
Zunahme (+) / Abnahme (-) der verbrieften Verbindlichkeiten 154 966 - 749 830
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 395 144 1 529 222
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft - 36 207 - 16 495
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 374 433 1 016 292
Zunahme (+) / Abnahme (-) anderer Passiva - 864 216 - 10 002
Erhaltene Zinsen 3 027 403 2 949 445
Erhaltene Dividenden 122 187 47 186
Gezahlte Zinsen - 1 482 935 - 1 481 925
Gezahlte (-) / Erhaltene (+) Ertragsteuern - 108 638 - 21 373
I. CASHFLOW AUS OPERATIVER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1 781 889 3 590 240
Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 982 17 598
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 43 065 - 55 582
Einzahlungen aus der Veräußerung von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 11 575 044 9 108 842
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen - 12 795 432 - 12 859 188
Einzahlungen aus dem Verlust der Beherrschung über Tochterunternehmen oder
sonstige Geschäftseinheiten
- -
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Tochterunternehmen oder sonstigen
Geschäftseinheiten, über welche die Beherrschung verloren wurde
- -
Auszahlungen für die Übernahme der Beherrschung über Tochterunternehmen oder
sonstige Geschäftseinheiten
- 107 945 - 79 185
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Tochterunternehmen oder sonstigen
Geschäftseinheiten, über welche die Beherrschung erlangt wurde
75 872 26 761
Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
- 4 500
Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an nach der Equity-Methode
bilanzierten Unternehmen
- -
II. CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT - 1 294 544 - 3 836 254
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen - 86 089
Dividendenzahlungen an Unternehmenseigner - 55 196 - 43 122
Dividendenzahlungen an andere Gesellschafter - 3 739 - 3 409
Mittelveränderungen aus Nachrangkapital - 4 891 - 46 242
Zinszahlungen auf Nachrangkapital - 23 664 - 24 834
III. CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
- 87 490 - 31 518
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1.1. 691 864 969 403
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (I. + II. + III.) 399 855 - 277 532
Wechselkurs-/Konsolidierungskreisbedingte Änderungen der Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente
- 1 278 - 7
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE ZUM 31.12. 1 090 441 691 864
Zusammensetzung des Zahlungsmittelbestands

Barreserve 171 737 110 322
Täglich fällige Guthaben bei Banken und Sparkassen 918 704 581 542
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM ENDE DES GESCHÄFTSJAHRS 1 090 441 691 864


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


KONZERNANHANG

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand der Wüstenrot & Württembergische AG am 4. März 2011 zur Veröffentlichung freigegeben und am 25. März 2011 durch den Aufsichtsrat gebilligt.

Den Aktionären wird der Konzernabschluss auf der ordentlichen Hauptversammlung am 1. Juni 2011 vorgelegt.

GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES

Rechnungslegungsvorschriften

ANGEWENDETE INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) UND INTERPRETATIONEN (IFRIC)

Die W&W AG hat ihren Konzernabschluss auf der Grundlage des § 315a Abs. 1 HGB in Verbindung mit Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards nach den IFRS - wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind - erstellt.

Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommenen Standards und Interpretationen wurden beachtet, soweit sie bereits verpflichtend anzuwenden und für den W&W-Konzern relevant waren. Der Konzernabschluss der W&W AG erfüllt sämtliche Anforderungen der IFRS.

Unser Konzernabschluss beinhaltet:

die Konzernbilanz,

die Konzern-Gesamtergebnisrechnung,

die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung,

die Konzern-Kapitalflussrechnung und

den Konzernanhang.

Darüber hinaus wurde ein Konzernlagebericht erstellt.

ERSTMALIG IM GESCHÄFTSJAHR ANGEWENDETE INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2010 waren folgende geänderte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

IFRS 1 (rev. 2008); (rev. 2009) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards

IFRS 2 (rev. 2009) Anteilsbasierte Vergütung

IFRS 3 (rev. 2008) Unternehmenszusammenschlüsse

IFRS 5 (Annual Improvements Projekt 2008) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

IAS 27 (rev. 2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS

IAS 39 (rev. 2008) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2009)

IFRIC 12 (2006) Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

IFRIC 15 (2008) Verträge über die Errichtung von Immobilien

IFRIC 16 (2008) Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

IFRIC 17 (2008) Sachausschüttungen an Eigentümer

IFRIC 18 (2009) Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden

IFRS 3 (rev. 2008) Unternehmenszusammenschlüsse: Am 10. Januar 2008 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IFRS 3. Die Änderungen des IFRS 3 betreffen insbesondere die Bilanzierung von nicht beherrschenden Anteilen, die Abbildung von sukzessiven Unternehmenserwerben sowie die Behandlung von bedingten Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten.

Die erstmalige Anwendung des geänderten IFRS 3 (rev. 2008) hatte folgende Auswirkungen auf die Bilanzierung des im Berichtszeitraum erfolgten Erwerbs der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB):

Veränderung von Ansatz und Folgebewertung bedingter Gegenleistungen: Gemäß den aktuellen Vorschriften des IFRS 3 (rev. 2008) werden bedingte Gegenleistungen im Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertet und in Abhängigkeit von ihrer Ausgestaltung als Eigenkapital, als Vermögenswert oder als Verbindlichkeit klassifiziert. Im Rahmen des Erwerbs der ADB wurde im Erwerbszeitpunkt eine bedingte Gegenleistung als finanzieller Vermögenswert innerhalb der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung mit einem beizulegenden Zeitwert von 2,1 Mio € erfasst. Nach der alten Fassung des IFRS 3 wäre diese bedingte Gegenleistung nicht erfasst worden, da eine Zahlung an den W&W-Konzern unwahrscheinlich war.

Erfolgswirksame Erfassung von Anschaffungsnebenkosten: IFRS 3 (rev. 2008) erfordert, erwerbsbezogene Kosten getrennt von dem Unternehmenszusammenschluss zu bilanzieren und erfolgswirksam zu erfassen. Erwerbsbezogene Kosten in Höhe von 1,5 Mio € wurden im Rahmen des Erwerbs der ADB in der Position Verwaltungsaufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach den Regelungen des alten IFRS 3 wären diese als Bestandteil der Anschaffungskosten behandelt worden und hätte entsprechend zu einer Verringerung des passiven Unterschiedsbetrags geführt.

Abwicklung von zuvor bestehenden Geschäftsbeziehungen: In den Fällen, in denen der Unternehmenszusammenschluss im Ergebnis zur Beendigung einer zuvor bestehenden Geschäftsbeziehung zwischen dem Konzern und dem erworbenen Unternehmen führt, ist die Beendigung dieser Beziehung nicht mehr als Teil des Unternehmenserwerbs, sondern als separate Transaktion zu erfassen. Im Rahmen des Erwerbs der ADB kam es zum Rückerwerb einer von einem Konzernunternehmen emittierten Namensschuldverschreibung (vgl. Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse, Seite 103). Aus der separaten Bilanzierung dieser Transaktion resultierte ein Verlust in Höhe von 2,0 Mio €. Nach den Regelungen des alten IFRS 3 wäre die Abwicklung dieser zuvor bestehenden Geschäftsbeziehung im Rahmen der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses erfasst worden.

Die erstmalige Anwendung des IFRS 3 (rev. 2008) hat keine wesentlichen Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie, da sich die Effekte aus der Erfassung bedingter Gegenleistungen zum beizulegenden Zeitwert und die erfolgswirksame Erfassung von Anschaffungsnebenkosten neutralisieren und auch aus der gesonderten bilanziellen Abbildung des Rückerwerbs der Namensschuldverschreibung keine wesentlichen Effekte resultieren.

Aus den folgenden Änderungen und Verbesserungen von Rechnungslegungsstandards und Interpretationen resultieren keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns:

IFRS 1 (rev. 2008); (rev. 2009) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Die am 27. November 2008 vom IASB veröffentlichten Änderungen des IFRS 1 betreffen ausschließlich den formalen Aufbau des Standards, während dessen Inhalt unverändert geblieben ist. Durch die neue Struktur soll die Verständlichkeit und Anwendbarkeit des Standards verbessert werden. Darüber hinaus wurde der IFRS 1 am 23. Juli 2009 um weitere Ausnahmeregelungen für IFRS-Erstanwender ergänzt. Die Ausnahmen gelten der retrospektiven Anwendung der IFRS und sollen unnötige Kosten oder Belastungen bei der Umstellung auf IFRS vermeiden.

IFRS 2 (rev. 2009) Anteilsbasierte Vergütung: Das IASB hat am 18. Juni 2009 Änderungen zu IFRS 2 veröffentlicht, mit denen die Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im Konzern klargestellt wird.

IFRS 5 (Annual Improvements Projekt 2008) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen: Durch die Änderungen vom 22. Mai 2008 wird festgelegt, dass auch bei Rückbehalt eines Minderheitsanteils an einem zur Veräußerung vorgesehenen Tochterunternehmen dessen Vermögenswerte oder Schulden vollständig und nicht nur quotal als zur Veräußerung bestimmt qualifiziert werden.

IAS 27 (rev. 2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS: Am 10. Januar 2008 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten IAS 27. Mit der Überarbeitung dieses Standards wurden die Vorschriften zur Bilanzierung von Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern eines Konzerns und Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen führen, geändert. Anteilsveräußerungen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, sind zukünftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren. Demgegenüber sind die Auswirkungen bei Anteilsverkäufen, die zu einem Verlust der Beherrschung führen, erfolgswirksam zu erfassen.

IAS 39 (rev. 2008) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung: Am 31. Juli 2008 hat das IASB Änderungen zum IAS 39 hinsichtlich der zulässigen Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen veröffentlicht. Darin werden die Bedingungen für die Absicherung von Inflationsrisiken als Grundgeschäft und die Verwendung von Optionen zur Absicherung einseitiger Risiken konkretisiert.

Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2009): Am 16. April 2009 hat das IASB im Rahmen seines Annual Improvements Projekts eine Vielzahl kleinerer Änderungen bestehender IFRS veröffentlicht. Ziel dieser Änderungen ist es, den Inhalt der Vorschriften zu konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen zwischen Standards zu beseitigen.

IFRIC 12 (2006) Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen: IFRIC 12 wurde am 30. November 2006 herausgegeben und regelt die Bilanzierung von Vereinbarungen zwischen der öffentlichen Hand und einem privaten Betreiber über die Erbringung öffentlicher Dienstleistungen für private Kunden. Die dafür genutzte Infrastruktur bleibt in der Verfügungsmacht der öffentlichen Hand.

IFRIC 15 (2008) Vereinbarungen zum Bau von Immobilien: Die Interpretation IFRIC 15 wurde am 3. Juli 2008 vom IFRIC veröffentlicht. Sie regelt den Zeitpunkt der Umsatzrealisierung für bereits vor Fertigstellung verkaufte Immobilien und legt fest, unter welchen Bedingungen die Ertragserfassung entweder nach IAS 11 oder nach IAS 18 zu erfolgen hat.

IFRIC 16 (2008) Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb: Am 3. Juli 2008 wurde IFRIC 16 herausgegeben. Die Interpretation befasst sich mit der Währungskurssicherung von Nettoinvestitionen in einen ausländischen Geschäftsbetrieb und stellt klar, was als Fremdwährungsrisiko anzusehen ist und welches Konzernunternehmen das entsprechende Sicherungsinstrument halten darf.

IFRIC 17 (2008) Sachausschüttungen an Eigentümer: Die Interpretation wurde am 27. November 2008 veröffentlicht und regelt insbesondere den Ansatz und die Bewertung von Dividendenverpflichtungen in Form von Sachdividenden. Die Dividendenverpflichtung ist zu dem Zeitpunkt anzusetzen, ab dem die Ausschüttung nicht mehr im Ermessen des Unternehmens steht, und zum beizulegenden Zeitwert der zu übertragenden Nettovermögenswerte zu bewerten. Der Unterschiedsbetrag zwischen geleisteter Dividende und dem Buchwert des zu übertragenden Vermögenswerts ist erfolgswirksam zu erfassen.

IFRIC 18 (2009) Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden: Am 29. Januar 2009 wurde die Interpretation IFRIC 18 verabschiedet. Diese behandelt Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden Sachanlagen oder aber Zahlungsmittel zum Erwerb oder Bau von Sachanlagen erhält. Letztere dienen der Anbindung des Kunden an ein bestehendes Netz bzw. der dauerhaften Versorgung des Kunden mit Gütern oder Dienstleistungen.

VERÖFFENLICHTE, ABER NOCH NICHT VERPFLICHTEND ANZUWENDENDE RECHNUNGSLEGUNGSVORSCHRIFTEN

Die nachfolgenden neuen und geänderten Standards und Interpretationen wurden verabschiedet, sind aber bisher noch nicht in Kraft getreten. Von ihrer freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde abgesehen. Die Umsetzung im W&W-Konzern erfolgt zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung.

IFRS 1 (rev. 2010) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards

IFRS 7 (rev. 2010) Finanzinstrumente: Angaben

IFRS 9 (rev. 2010) Finanzinstrumente

IAS 12 (rev. 2010) Ertragsteuern

IAS 24 (rev. 2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

IAS 32 (rev. 2009) Finanzinstrumente: Darstellung

Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2010)

IFRIC 14 (rev. 2009) Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung

IFRIC 19 (rev. 2009) Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

IFRS 7 (rev. 2010) Finanzinstrumente: Angaben: Die Neuregelungen vom 7. Oktober 2010 beinhalten zusätzliche Angabepflichten bei Übertragungen finanzieller Vermögenswerte, einschließlich möglicher Effekte aus jeglichen Risiken, die bei der übertragenden Gesellschaft verbleiben. Die Änderungen treten für die Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die geänderten Vorschriften können zukünftig im Zusammenhang mit der Übertragung von Vermögenswerten zusätzliche Anhangangaben erforderlich machen.

IFRS 9 (rev. 2010) Finanzinstrumente: Die Veröffentlichung des IFRS 9 erfolgte am 12. November 2009 und war gleichzeitig das Ende der ersten von insgesamt drei Phasen zur Ersetzung von IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 regelt bisher nur die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die beiden übrigen Phasen, in denen die Impairment-Vorschriften von Finanzinstrumenten und die Regelungen zum Hedge-Accounting überarbeitet werden, wurden noch nicht finalisiert.

Nach den neuen Vorschriften des IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte zwei Bewertungskategorien zuzuordnen: Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten, und Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Eine Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten ist für Schuldinstrumente möglich, sofern das Geschäftsmodell des Unternehmens das Halten des finanziellen Vermögenswerts zur Vereinnahmung vertraglicher Zahlungsströme vorsieht, diese Zahlungsströme zu festgelegten Zeitpunkten erfolgen und ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag darstellen. Finanzinstrumente, die diese Bedingungen nicht erfüllen, sind zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Eine Umklassifizierung zwischen den Kategorien ist dann zwingend vorzunehmen, wenn sich das Geschäftsmodell des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen Vermögenswerte ändert.

Beim erstmaligen Ansatz von Eigenkapitalinstrumenten, für die keine Handelsabsicht besteht, enthält der Standard ein unwiderrufliches Wahlrecht, die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Instrumente erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen, jedoch mit dem Verbot, Wertminderungen oder spätere Veräußerungsergebnisse erfolgswirksam darzustellen. Erhaltene Dividenden sind in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Es besteht weiterhin ein unwiderrufliches Wahlrecht, bei der erstmaligen Erfassung finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, wenn dadurch Inkongruenzen bei der Bewertung oder beim Ansatz vermieden oder wesentlich verringert werden. Eine bilanzielle Trennung von finanziellem Basisvertrag und eingebettetem Derivat, wie im IAS 39 enthalten, erfolgt nicht. Der Klassifizierungsansatz ist auf das gesamte strukturierte Instrument anzuwenden. Am 28. Oktober 2010 wurde der IFRS 9 um Regelungen für die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten und um Vorschriften für die Ausbuchung von Finanzinstrumenten ergänzt. Mit Ausnahme der Regelungen für freiwillig zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten wurden die Vorschriften unverändert aus dem derzeitigen IAS 39 übernommen. IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Aus der Anwendung des IFRS 9 werden sich hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten und der bilanziellen Abbildung von Hedge-Beziehungen sowohl Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns als auch auf die Darstellung im Konzernabschluss der W&W AG ergeben.

Aus den folgenden Änderungen und Verbesserungen von Rechnungslegungsstandards und Interpretationen werden keine oder nur unwesentliche Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns erwartet:

IFRS 1 (rev. 2010) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards: Durch die Änderung vom 28. Januar 2010 können nun auch IFRS-Erstanwender die Befreiung von Vergleichsangaben für die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und für das Liquiditätsrisiko in Anspruch nehmen. Am 20. Dezember 2010 hat das IASB zwei kleinere Änderungen an IFRS 1 veröffentlicht. Die erste Änderung ersetzt die Verweise auf den festen Umstellungszeitpunkt "1. Januar 2004". Daneben wurden Regeln für die Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen aufgrund von Hyperinflation nicht in der Lage ist, sämtlichen IFRS-Vorschriften gerecht zu werden. Die Änderungen treten zum 1. Juli 2010 bzw. zum 1. Juli 2011 in Kraft.

IAS 12 (rev. 2010) Ertragsteuern: Am 20. Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung an IAS 12 veröffentlicht. Die Änderung bietet eine praktische Lösung für die Frage, ob der Buchwert eines Vermögenswerts durch Nutzung oder durch Veräußerung realisiert wird. Die Änderungen treten für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen.

IAS 24 (rev. 2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen: Am 4. November 2009 wurde der überarbeitete IAS 24 veröffentlicht. Die Änderungen führen zu Erleichterungen in den Berichtspflichten von Regierungen nahe stehenden Unternehmen. Darüber hinaus wurde die Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Der geänderte Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

IAS 32 (rev. 2009) Finanzinstrumente: Darstellung: Der IASB hat am 8. Oktober 2009 Änderungen des IAS 32 bezüglich der Klassifizierung von Bezugsrechten veröffentlicht. Die Neuerungen regeln die Bilanzierung beim Emittenten von Bezugsrechten, Optionen und Optionsscheinen auf den Erwerb einer festen Anzahl von Eigenkapitalinstrumenten, die nicht auf die funktionale Währung lauten. Der überarbeitete Standard ist verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.

Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS (Annual Improvements Projekt 2010): Am 6. Mai 2010 wurde der dritte Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRS veröffentlicht. Hierdurch werden an sechs Standards und an einer Interpretation kleinere Änderungen vorgenommen. Sofern im jeweiligen Standard nicht gesondert geregelt, treten die Änderungen für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

IFRIC 14 (rev. 2009) Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung: Die Änderung des IFRIC 14 ist von Relevanz, sofern ein Unternehmen im Zusammenhang mit seinen leistungsorientierten Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen gegenüber einem externen Pensionsvermögen zu erfüllen hat und Beitragsvorauszahlungen leistet. Sie ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.

IFRIC 19 (2009) Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente: Die Interpretation wurde am 26. November 2009 vom IFRIC veröffentlicht und gibt Bilanzierungshinweise für den Fall, dass ein Unternehmen teilweise oder vollständig eine finanzielle Verbindlichkeit durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten tilgt. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

Darstellung des Abschlusses

Der Konzernabschluss wird in Euro (€) aufgestellt. Die Darstellung der Betragsangaben erfolgt gerundet auf tausend Euro. Für eine bessere Übersicht werden die Erläuterungen grundsätzlich in Millionen oder Milliarden Euro angegeben. Aufgrund der Rundungen können sich Abweichungen zu den ausgewiesenen, nicht gerundeten Beträgen ergeben.

Änderungen von Rechnungslegungsmethoden

Um die Transparenz und die Vergleichbarkeit der Berichterstattung weiter zu verbessern, werden im Konzernabschluss 2010 die ergebnisneutral erfassten Bewertungseffekte innerhalb der Gesamtergebnisrechnung erstmals brutto ausgewiesen. Ausgehend von dieser Bruttoveränderung werden die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung und die latenten Steuern offen abgesetzt. Die Darstellung der Vorjahreswerte wurde entsprechend angepasst. Auswirkungen auf das Konzerngesamtergebnis waren hiermit nicht verbunden.

KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss einbezogen werden neben der Wüstenrot & Württembergische AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen.

Eine Übersicht des Anteilsbesitzes sämtlicher Gesellschaften, an denen innerhalb des W&W-Konzerns mehr als 5 % gehalten werden, befindet sich auf den Seiten 240 ff.

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INLAND AUSLAND PUBLIKUMS-
UND SPEZIAL-
FONDS
GESAMT
Tochterunternehmen



Einbezogen zum 31. Dezember 2010 18 6 24 48
Einbezogen zum 31. Dezember 2009 18 7 23 48
Assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden



Einbezogen zum 31. Dezember 2010 5 2 - 7
Einbezogen zum 31. Dezember 2009 5 2 - 7


Änderungen im Konsolidierungskreis

Neu in den Konsolidierungskreis einbezogen wurden im ersten bzw. dritten Quartal 2010 die Spezialfonds LBBW AM-WV P&F, Stuttgart sowie AGI BSW 1 und AGI BSW 2, Frankfurt.

Im Zuge des Erwerbs der Allianz Dresdner Bauspar AG sind ebenfalls im dritten Quartal zunächst die beiden Publikumsfonds Allianz BSK Rentenfonds sowie Allianz BSK Rentenfonds Plus, Frankfurt, einbezogen worden. Beide Fonds wurden im selben Quartal aufgelöst und sind dementsprechend aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Das bislang im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochterunternehmen W&W Asset Management AG, Luxemburg, ist aufgrund seiner Liquidation im ersten Quartal 2010 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Ebenfalls aufgelöst und somit aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden ist im zweiten Quartal 2010 der Spezialfonds DEVIF-Fonds Nr. 13, Frankfurt. Ferner wurde aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen im vierten Quartal der Publikumsfonds Credit Suisse-WV Immofonds, Frankfurt, entkonsolidiert.

Des Weiteren haben im Berichtszeitraum die folgenden Umbenennungen von Spezialfonds stattgefunden:

BWK-Fonds 15 in LBBW AM-15-Fonds, Stuttgart

W&W Emerging Markets Bonds-Fonds 1 in LBBW AM-Emerging Markets Bonds-Fonds 1, Stuttgart

W&W Emerging Markets Bonds-Fonds 2 in LBBW AM-Emerging Markets Bonds-Fonds 2, Stuttgart

BWInvest-Südinvest 160 in LBBW AM-Südinvest 160, Stuttgart

BWInvest-WV Corp Bonds Fonds in LBBW AM-WV Corp Bonds Fonds, Stuttgart

BWK-Fonds 69 in LBBW AM-69, Stuttgart

BWK-Fonds 93 in LBBW AM-93, Stuttgart

BWInvest-94 in LBBW AM-94, Stuttgart

DEVIF-Fonds Nr. 130 in LBBW AM-130, Stuttgart

DEVIF-Fonds Nr. 203 in LBBW AM-203, Stuttgart

UIN-Fonds Nr. 567 in LBBW AM-567, Stuttgart

Konsolidierungsgrundsätze

Grundlage des W&W-Konzernabschlusses sind die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten Jahresabschlüsse der Wüstenrot & Württembergische AG, der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen.

TOCHTERUNTERNEHMEN

Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu beherrschen. Der beherrschende Einfluss beruht dabei in der Regel auf der direkten oder indirekten Stimmrechtsmehrheit an der Tochtergesellschaft. Zweckgesellschaften werden in den Konsolidierungskreis einbezogen, sofern der W&W-Konzern aus deren Tätigkeit mehrheitlich den wirtschaftlichen Nutzen ziehen kann bzw. die Risiken tragen muss.

In den Konzernabschluss einbezogen werden Tochterunternehmen, sofern deren Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet mit dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Zum Erwerbszeitpunkt wird die übertragene Gegenleistung dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden und gemäß IFRS 3 bewerteten Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten gegenübergestellt. Ein sich ergebender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird in der Periode seiner Entstehung nach einer erneuten Beurteilung, ob alle erworbenen Vermögenswerte und alle Schulden richtig identifiziert wurden, und nach einer erneuten Überprüfung aller angewendeten Verfahren im Sonstigen Ergebnis als Ertrag erfasst.

Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts wird mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairmenttest). Bestehen Anzeichen für eine mögliche Wertminderung, findet auch unterjährig eine Überprüfung der Werthaltigkeit statt. Zum Zweck der Überprüfung auf eine Wertminderung wird der Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, mindestens einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet. Sofern im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit inklusive Geschäfts- oder Firmenwert geringer ist als der Buchwert der Einheit, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert dieser Einheit erfasst.

Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am erworbenen anteiligen Nettovermögen werden unter der Position Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital ausgewiesen. Die Anteile Konzernfremder an den Gewinnen und Verlusten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in der Position Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten sowie die aus dem konzerninternen Finanz- und Leistungsverkehr stammenden Aufwendungen, Erträge sowie Zwischengewinne und Zwischenverluste werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung und der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Assoziierte Unternehmen sind solche Unternehmen, bei denen der Konzern in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens maßgeblich zu beeinflussen, ohne die Kontrolle zu besitzen. Der maßgebliche Einfluss beruht dabei regelmäßig auf einem direkten oder indirekten Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % an dem Unternehmen.

Assoziierte Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des W&W-Konzerns sind, werden ab dem Zeitpunkt der Erlangung des maßgeblichen Einflusses unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Einbeziehung endet mit dem Wegfall des maßgeblichen Einflusses.

Im Rahmen der Equity-Methode werden die Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in den Konzernabschluss aufgenommen und nach dem Erwerbszeitpunkt um die Veränderung des Konzern-Anteils am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens angepasst.

Sofern bei einem Unternehmen, das nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen wird, von den IFRS-Konzernvorgaben abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung finden, werden Anpassungen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Abweichend von der Equity-Bilanzierung sind Anteile an assoziierten Unternehmen nach Maßgabe des IFRS 5 zu bilanzieren, soweit sie als Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert werden.

Stichtag

Die Jahresabschlüsse des Mutterunternehmens, der einbezogenen Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen werden auf den Stichtag 31. Dezember 2010 erstellt.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung und die Berichtswährung der W&W AG ist der Euro.

Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Währungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gebucht. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die von der funktionalen Währung der jeweiligen Konzerngesellschaften abweichen, werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Posten, die zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind, werden ebenfalls zum Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in die funktionale Währung umgerechnet. Sonstige nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls (historischen Kurs) bewertet.

Die Umrechnungsdifferenzen von in fremder Währung gehaltenen Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Andere Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

In den Konzernabschluss einbezogene Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode mit dem Referenzkurs der EZB zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Aufwendungen und Erträge der ausländischen Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital erfasst und bei Abgang des betreffenden Tochterunternehmens ergebniswirksam vereinnahmt.

Die Wechselkurse wichtiger Währungen veränderten sich wie folgt:

WÄHRUNG

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BILANZKURS GuV-JAHRES-
DURCH-
SCHNITTSKURS
BILANZKURS GuV-JAHRES-
DURCH-
SCHNITTSKURS

2010 2010 2009 2009
USD 1,3362 1,3299 1,4406 1,3960
CZK 25,0610 25,3562 26,4730 26,5248
HRK 7,3830 7,2953 7,3000 7,3453
GBP 0,8608 0,8585 0,8881 0,8948
DKK 7,4535 7,4473 7,4418 7,4464
YEN 108,6500 116,6362 133,1600 130,2831


UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE

Erwerb der Allianz Dresdner Bausparkasse AG, Bad Vilbel, Überblick

Die W&W AG hat über ihr Tochterunternehmen, die Wüstenrot Bausparkasse AG (BSW), Ludwigsburg, mit Wirkung zum 7. Juli 2010 100 % der stimmberechtigten Aktien an der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) von der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, erworben und damit die Beherrschung über dieses Unternehmen erlangt. Die ADB ist eine private Bausparkasse mit Sitz in Bad Vilbel.

Mit dem Erwerb der ADB geht eine mehrjährige Vertriebskooperation mit der Commerzbank AG sowie mit den Unternehmen des Allianz-Konzerns einher. Durch die Kooperation werden weiteres Wachstum und eine Stärkung der Marktposition der BSW erreicht.

Im Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2010 wurde dargestellt, welche Auswirkungen zum damaligen Zeitpunkt aus dem Erwerb der ADB erwartet wurden. Im Rahmen der Kaufpreisallokation ergaben sich anschließend im zweiten Halbjahr 2010 verschiedene Anpassungen, sodass die nachfolgend dargestellten Beträge von den im Konzernanhang des Halbjahresfinanzberichts dargestellten Beträgen teilweise abweichen.

Abwicklung von vor dem Kontrollübergang bestehenden Geschäftsbeziehungen zwischen ADB und WBP

Die ADB hielt zum Erwerbszeitpunkt eine von der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank (WBP) emittierte Namensschuldverschreibung in ihrem Bestand. Insofern bestand bereits vor dem Unternehmenserwerb zwischen dem W&W-Konzern und der ADB eine Beziehung (s. g. "pre-exisiting relationship"). Aus Konzernsicht kam es damit im Rahmen des Unternehmenserwerbs der ADB zum Rückkauf einer von einem Konzernunternehmen emittierten Namensschuldverschreibung, der gemäß IFRS 3.51, 3.52(a) als gesonderte Transaktion und nicht als Bestandteil des Unternehmenserwerbs abzubilden ist (s. g. "settlement of a pre-existing relationship"). Der Buchwert der bei der WBP unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Namensschuldverschreibung betrug zum Erwerbszeitpunkt 20,0 Mio €; ihr beizulegender Zeitwert betrug zum selben Zeitpunkt 22,0 Mio €. Im Rahmen der bilanziellen Abbildung des Rückkaufs wurde davon ausgegangen, dass die Namensschuldverschreibung zum beizulegenden Zeitwert von 22,0 Mio € zurückerworben wurde und dass der Kaufpreis als Bestandteil des für die ADB entrichteten Kaufpreises in bar bezahlt wurde. Der Rückerwerb der Namensschuldverschreibung führte dementsprechend zu einer Verringerung der Barreserve um 22,0 Mio €, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 20,0 Mio € sowie zu einem Abgangsverlust in Höhe von 2,0 Mio €, der in der Position Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erfasst wurde. Abschlusskosten oder sonstige Kosten sind im Zusammenhang mit der Abwicklung der bestehenden Geschäftsbeziehung nicht entstanden.

Beizulegender Zeitwert der übertragenen Gegenleistung

Die BSW hat für 100 % der stimmberechtigten Anteile an der ADB einen Kaufpreis in Höhe von 130,0 Mio € in bar entrichtet.

Gleichzeitig wurde im Unternehmenskaufvertrag vereinbart, dass die BSW das Recht hat, im Jahr 2013 einen Teil des Kaufpreises - von 0,0 Mio € bis maximal 30,0 Mio € - zurückzufordern, sofern die im Rahmen der Vertriebskooperation vereinbarten Zielerreichungsgrade für vorher festgelegte Vertriebsleistungen nicht erreicht werden (s. g. "Clawback-Vereinbarung"). Der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung betrug zum Erwerbszeitpunkt 2,1 Mio €. Er wurde unter Verwendung des Barwertverfahrens auf Basis einer aus Vergangenheitsdaten abgeleiteten mathematischen Verteilung der möglichen Zielerreichung sowie unter Verwendung von aktuellen Diskontierungszinssätzen ermittelt. Zum 31. Dezember 2010 hat sich der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung auf 1,9 Mio € reduziert. Die Differenz in Höhe von 0,2 Mio € wurde als Aufwand in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Bandbreite der Zahlungen (0,0 bis 30,0 Mio €) hat sich nicht verändert.

Auf Basis des in bar entrichteten Kaufpreises in Höhe von 130,0 Mio €, von dem der auf die zurückerworbene Namensschuldverschreibung entfallende Kaufpreisanteil in Höhe von 22,0 Mio € sowie der beizulegende Zeitwert der Clawback-Regelung von 2,1 Mio € abzuziehen sind, ergibt sich zum Erwerbszeitpunkt ein beizulegender Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung in Höhe von 105,9 Mio €.

Die mit dem Unternehmenserwerb verbundenen Nebenkosten betragen 1,5 Mio € und wurden in der Position Verwaltungsaufwendungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses wurden die folgenden Klassen von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden mit den nachstehenden Beträgen erfasst:

AKTIVA

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in Tsd € 7.7.2010
Barreserve 13 915
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 1 457 027
Forderungen 2 348 542
Forderungen an Kreditinstitute 789 343
Forderungen an Kunden 1 559 199
Sonstige Aktiva 53 634
Immaterielle Vermögenswerte 8 189
Sachanlagen und Vorräte 10 692
Latente Steuererstattungsansprüche 21 382
Andere Vermögenswerte 13 371
SUMME AKTIVA 3 873 118


PASSIVA

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in Tsd € 7.7.2010
Verbindlichkeiten 3 433 591
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 180
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3 366 241
Sonstige Verbindlichkeiten 64 170
Andere Rückstellungen 154 382
Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 26 052
Sonstige Rückstellungen 128 330
Sonstige Passiva 58 035
Steuerschulden 11 301
Latente Steuerschulden 28 197
Übrige Passiva 18 537
Nachrangkapital 22 836
Eigenkapital 204 274
SUMME PASSIVA 3 873 118


Der Betrag an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten des erworbenen Unternehmens besteht aus dem in der Bilanzposition Barreserve ausgewiesenen Kassenbestand in Höhe von 13,9 Mio € sowie den in den Forderungen an Kreditinstitute enthaltenen täglich fälligen Guthaben in Höhe von 62,0 Mio €.

Der Posten immaterielle Vermögenswerte enthält Software in Höhe von 0,4 Mio € und erworbene Kundenbeziehungen in Höhe von 7,8 Mio €.

Die erworbenen Forderungen bestehen aus den Klassen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden:

ERWORBENE FORDERUNGEN

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BEIZULEGENDER
ZEITWERT DER
VERTRAGLICHEN
FORDERUNGEN
BRUTTO-
BETRÄGE DER
VERTRAGLICHEN
FORDERUNGEN
GESCHÄTZTE
VERTRAGLICHE UND
VORAUSSICHTLICH
UNEINBRINGLICHE
CASHFLOWS
in Tsd € 7.7.2010 7.7.2010 7.7.2010
Forderungen an Kreditinstitute 789 343 871 491 868
Forderungen an Kunden 1 559 199 1 730 380 36 248
SUMME 2 348 542 2 601 871 37 116


Im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wurden zum Erwerbszeitpunkt wegen der Erhebung von Abschlussgebühren eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 15,2 Mio € sowie wegen der Erhebung von Darlehensgebühren eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 5,7 Mio € angesetzt. Unsicherheiten bestanden im Zusammenhang mit diesen Eventualverbindlichkeiten insbesondere im Hinblick auf den zum Erwerbszeitpunkt ungewissen Ausgang der Klagen, im Hinblick auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Klagen sowie im Hinblick auf die ggf. zu erwartenden Rückforderungen von Bausparkunden. Die Eventualverbindlichkeiten wurden unter dem Posten Sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

Passiver Unterschiedsbetrag

Aus der Differenz zwischen dem erworbenen Nettovermögen der ADB, d. h. dem Saldo von erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten, sowie dem beizulegenden Zeitwert der gesamten übertragenen Gegenleistung ergibt sich ein Überschuss in Höhe von 98,4 Mio €. Für die Höhe des passiven Unterschiedsbetrags sind mehrere Gründe verantwortlich: Zum einen führten das niedrige Zinsniveau und dessen Entwicklung seit dem Abschluss des Kaufvertrags zur Aufdeckung von stillen Reserven bei den Finanzinstrumenten. Zum anderen werden bedingt durch Differenzen in der Rechnungslegung zwischen HGB und IFRS verschiedene Umgliederungen von Bilanzposten erforderlich, die das erworbene Eigenkapital nach IFRS signifikant erhöhen. Hierzu zählen im Wesentlichen der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung, die Vorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340f HGB sowie der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB; dabei stellt insbesondere der Fonds zur bauspartechnischen Absicherung keinen Finanzmittelfonds dar, über den der Erwerber verfügen kann, da er ausschließlich der Wahrung der Belange der Bausparer im Kollektiv dient. Darüber hinaus dürfen Migrationsaufwendungen im IT-Bereich, Investitionen in Marketing und Vertrieb sowie Integrationskosten im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3.11 nicht angesetzt werden. Der passive Unterschiedsbetrag wurde nach einer nochmaligen Überprüfung der Kaufpreisallokation unter den sonstigen Erträgen im Sonstigen Ergebnis erfasst.

Erlöse sowie Gewinn des erworbenen Unternehmens

Die ADB wurde nach dem erfolgten Kontrollübergang im dritten Quartal 2010 auf die BSW verschmolzen. Damit einhergehend wurde die gesamte Buchhaltung in die entsprechenden Prozesse der BSW integriert. Die Angabe der Erlöse sowie des Gewinns der ehemaligen ADB seit dem Erwerbszeitpunkt war infolgedessen nicht möglich.

Da die IFRS-Meldedaten der ADB bis zum Kontrollübergang partiell durch deren Muttergesellschaft erstellt wurden, waren die nach IFRS ermittelten Erlöse sowie das IFRS-Ergebnis der ADB für die Zeit bis zum Kontrollübergang nicht verfügbar; eine Angabe des IFRS-Erlöses sowie des IFRS-Ergebnisses, das angefallen wäre, wenn der Erwerb der ADB bereits zum 1. Januar 2010 erfolgt wäre, war infolgedessen ebenfalls nicht möglich.

SCHÄTZUNGEN UND ANNAHMEN BEI DER BILANZIERUNG

Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen und Annahmen basieren auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Bestehende Unsicherheiten werden bei der Wertermittlung in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards angemessen berücksichtigt. Tatsächliche Ergebnisse können jedoch von den Schätzungen abweichen.

Schätzungen und die ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft. Die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Änderung der Schätzung erfolgt. Sofern Schätzungen in größerem Umfang erforderlich waren, wird darüber bei der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie in den Notesangaben einzelner Bilanzposten näher informiert.

Schätzungen und Annahmen wurden unter anderem den folgenden wesentlichen Sachverhalten zugrunde gelegt:

ERMITTLUNG DES BEIZULEGENDEN ZEITWERT FINANZIELLER VERMÖGENSWERTE UND VERBINDLICHKEITEN

Der beizulegende Zeitwert von nicht auf einem aktivem Markt gehandelten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten wird anhand anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt. Dazu gehören beispielsweise das Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) und Options-Preis-Modelle. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den zu treffenden Annahmen beeinflusst. Nähere Erläuterungen hierzu enthält der Abschnitt Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.

ERMITTLUNG VON WERTMINDERUNGEN (IMPAIRMENTS)

Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie Forderungen sowie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden in regelmäßigen Abständen auf objektive Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung untersucht. Schätzungsunsicherheiten im Zusammenhang mit der Impairmentermittlung ergeben sich bei Forderungen insbesondere in Bezug auf die Höhe und den zeitlichen Anfall der zugrunde liegenden Cashflows. Einzelheiten zur Wertminderung von Finanzinstrumenten finden sich in den Abschnitten Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Forderungen sowie Wertminderungen.

Bildung von Rückstellungen

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

Deckungsrückstellung

Die Deckungsrückstellung wird nach versicherungsmathematischen Methoden als Saldo des Barwertes der künftigen Verpflichtungen abzüglich des Barwertes der künftigen Beiträge ermittelt. Bei der Festlegung werden grundsätzlich die Annahmen über Kosten, Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen verwendet, wie sie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren. Veränderungen der Kosten, der Sterblichkeit sowie der Anlagerenditen, die am Kapitalmarkt erwirtschaftet werden, können dazu führen, dass die Rechnungsgrundlagen angepasst und die Deckungsrückstellung erhöht werden muss.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung) wird für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen resultieren. Schätzunsicherheiten bestehen insbesondere im Hinblick auf Höhe und Zeitpunkt der zukünftigen Schadenzahlungen.

ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der Berechnung von Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind Annahmen und Schätzungen hinsichtlich der Prämissen wie z. B. Rechnungszins, Gehaltssteigerungen, künftige Rentensteigerungen und Sterblichkeit notwendig.

Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige faktische oder rechtliche Verpflichtung gegenüber Dritten resultiert, die künftig wahrscheinlich zu einem Vermögensabfluss führt, der sich zuverlässig schätzen lässt. Soweit die Auswirkungen des Zinseffekts wesentlich sind, erfolgt die Bildung der Rückstellungen gemäß IAS 37 in Höhe des Barwerts der zu erwartenden Inanspruchnahme.

Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Der Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen werden durch die getroffenen Annahmen bezüglich Eintrittswahrscheinlichkeit, erwarteter Zahlungen und des zugrunde liegenden Abzinsungssatzes determiniert.

Sofern die genannten Kriterien zur Bildung von Rückstellungen nicht erfüllt sind, werden die entsprechenden Verpflichtungen als Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen.

Im W&W- Konzern werden Rückstellungen für Zinsbonusoptionen gebildet, soweit die Verpflichtung zur Zahlung von Zinsboni in Bausparverträgen enthalten ist. Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags ergeben sich vor allem aus den Annahmen zu Kündigungsverhalten oder Bonusinanspruchnahmeverhalten.

Weitere Informationen zu allen genannten Rückstellungsarten finden sich in den Abschnitten Andere Rückstellungen und Versicherungstechnische Rückstellungen.

Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen

Im Rahmen der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen werden sämtliche identifizierbaren Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbsstichtag angesetzt. Zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte dieser Posten werden ebenfalls Schätzungen herangezogen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei u. a. den Prognosen der zukünftig zu erwartenden Cashflows und der Ermittlung des Diskontierungssatzes zu. Einzelheiten finden sich im Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse.

FINANZINSTRUMENTE SOWIE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT

Klassen

Unter der Berücksichtigung der Charakteristika der Finanzinstrumente und der unterschiedlichen Arten der nach den IFRS anzugebenden Informationen wurden die Finanzinstrumente wie nachfolgend dargestellt in Klassen zusammengefasst. Die Klassen von Finanzinstrumenten spiegeln sich in der Struktur bzw. den Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wider.

(1) BARRESERVE

(2) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA

(3) FINANZANLAGE VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG

Beteiligungen

Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen

Sonstige

(4) FORDERUNGEN

Forderungen an Kreditinstitute

Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft

Forderungen an Kunden

Sonstige Forderungen

(5) POSITIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

(6) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZPASSIVA

(7) VERBINDLICHKEITEN

Verbriefte Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Sonstige Verbindlichkeiten

(8) NEGATIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

(9) NACHRANGKAPITAL

Grundsätze der Bewertung und des Ausweises von Finanzinstrumenten

Alle finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verpflichtungen einschließlich aller derivativen Finanzinstrumente werden gemäß IAS 39 in der Bilanz erfasst.

Zugänge und Abgänge von Finanzinstrumenten werden grundsätzlich am Erfüllungstag mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Ausgenommen davon sind derivative Finanzinstrumente, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Eine Ausbuchung erfolgt, sobald die vertraglichen Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument auslaufen oder sofern das Finanzinstrument übertragen wird und die Kriterien für einen Abgang erfüllt sind.

Barreserve

In dieser Position werden der Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel öffentlicher Stellen mit einer Laufzeit von unter drei Monaten ausgewiesen. Die Bestände der Barreserve sind zum Nennwert bilanziert.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva

HANDELSAKTIVA

Als Handelsaktiva werden Finanzinstrumente erfasst, die mit der Absicht zur Gewinnerzielung aus kurzfristigen Schwankungen der Preise erworben werden. Darüber hinaus werden die positiven Marktwerte von Derivaten, welche nicht als Sicherungsgeschäft im Rahmen von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, in dieser Position ausgewiesen.

Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden in der GuV-Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort ausgewiesen.

DESIGNIERT ALS ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA

In Ausübung der Fair-Value-Option werden in dieser Unterposition strukturierte Produkte ausgewiesen, sofern anderenfalls eine Trennungspflicht des eingebetteten Derivats vom Basisvertrag bestehen würde.

Ferner werden hier die Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungsverträgen aktiviert, um so das Auftreten eines Accounting Missmatchs zu vermeiden, der anderenfalls dadurch verursacht würde, dass die Veränderungen des Bilanzwerts der Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge erfolgswirksam erfasst werden.

Finanzinstrumente dieser Unterposition werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der GuV-Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Transaktionskosten werden zum Transaktionszeitpunkt erfolgswirksam direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung

Diese Position beinhaltet alle nicht derivativen Finanzinstrumente, die keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden.

Im W&W-Konzern handelt es sich bei dieser Position im Wesentlichen um Aktien, Investmentanteile, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen, andere festverzinsliche Wertpapiere und nicht vollkonsolidierte oder nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen.

Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden - gegebenenfalls unter Berücksichtigung von latenten Steuern und der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - grundsätzlich in der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung unter Bewertungsgewinne/-verluste aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung und im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen. Eine erfolgswirksame Realisierung von Gewinnen und Verlusten findet grundsätzlich erst bei Verkauf statt. Direkt zuordenbare Transaktionskosten, Agien und Disagien werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung erfasst.

Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen.

Liegen objektive Hinweise auf Wertminderungen vor, werden außerdem die bisher im Eigenkapital angesetzten kumulierten Bewertungsergebnisse in Höhe der Wertminderungen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Besteht eine effektive Sicherungsbeziehung mit einem derivativen Finanzinstrument im Rahmen eines Fair-Value-Hedges, so wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts, die auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen erfasst.

Objektive Hinweise für das Vorliegen eines Wertminderungsbedarfs für Fremdkapitalinstrumente sind signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Emittenten, Vertragsbruch, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens sowie das Verschwinden eines aktiven Markts für finanzielle Vermögenswerte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des Emittenten.

Für Eigenkapitalinstrumente liegt eine Wertminderung (Impairment) auch dann vor, wenn der beizulegende Zeitwert signifikant oder länger anhaltend unter die Anschaffungskosten fällt. Bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie verfügbar zur Veräußerung wird eine Wertminderung angenommen, wenn der beizulegende Zeitwert zum Bewertungsstichtag um mindestens 20 % unter den Anschaffungskosten liegt. Eine Wertminderung ist außerdem gegeben, wenn der beizulegende Zeitwert in einem Zeitraum von zwölf Monaten permanent die Anschaffungskosten unterschreitet.

Sofern sich der beizulegende Zeitwert von wertgeminderten Fremdkapitalinstrumenten in Folgeperioden erhöht und diese Erhöhung aus Umständen resultiert, die nach erstmaliger Erfassung des Wertminderungsaufwands eingetreten sind, wird diese erfolgswirksam rückgängig gemacht.

In der Vergangenheit erfasste Wertminderungsaufwendungen von Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung können nicht erfolgswirksam rückgängig gemacht werden. Erhöhungen des beizulegenden Zeitwerts nach einem erfassten Wertminderungsaufwand werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Forderungen

Diese Position enthält alle nicht derivativen Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Im W&W-Konzern sind in dieser Kategorie vor allem Bauspardarlehen, Baudarlehen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen enthalten.

Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und in Folgeperioden zu den unter Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelten fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Transaktionskosten, Agien und Disagien sowie abgegrenzte Gebühren werden mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital erfasst. Gebühren, die nicht Bestandteil des Effektivzinses sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung erfasst.

Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt und zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Depotforderungen und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft werden grundsätzlich zu Nominalwerten bilanziert.

In den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer werden Abschlusskosten als noch nicht fällige Ansprüche gegen Versicherungsnehmer ausgewiesen, die unter Anwendung des Zillmerverfahrens ermittelt wurden.

Zu jedem Abschlussstichtag sowie bei Hinweisen auf Wertminderungen werden die Forderungen auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Ausfallrisiken wird ggf. durch die Bildung von Einzel- und Portfoliowertberichtigungen Rechnung getragen. Im Falle einer Wertaufholung erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Die Obergrenze der Zuschreibung bilden die fortgeführten Anschaffungskosten, die sich zum Bewertungszeitpunkt ohne Wertminderung ergeben hätten. Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung gelten dabei diejenigen, die unter Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung dargestellt sind.

Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen

Diese Position beinhaltet die positiven Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannten Sicherungsbeziehung eingebunden sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva

HANDELSPASSIVA

In der Position Handelspassiva werden die negativen Marktwerte von Derivaten, die nicht als Sicherungsgeschäft im Rahmen von Sicherungsbeziehungen bilanziert werden, ausgewiesen.

Nicht realisierte sowie realisierte Bewertungsergebnisse werden in der GuV-Position Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva erfasst. Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten sowie Provisionen für Handelsgeschäfte werden gleichfalls dort ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Diese Position beinhaltet insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten sowie die verbrieften Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Transaktionskosten, Agien und Disagien werden mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des Geschäfts verteilt. Gebühren, die nicht bei der Ermittlung des Effektivzinssatzes zu berücksichtigen sind, werden im Provisionsergebnis zum Zeitpunkt der Vereinnahmung erfasst. Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird zusammen mit der betreffenden Position ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft umfassen zum einen Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, bei denen es sich um im Voraus empfangene Beiträge handelt, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Zum anderen werden noch nicht ausgezahlte Versicherungsleistungen, verzinslich angesammelte Überschussanteile sowie nicht abgehobene Beitragsrückerstattungen erfasst. Des Weiteren werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsvermittlern sowie Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft dargestellt. Diese Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen

Diese Position beinhaltet die negativen Marktwerte von Derivaten, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag.

Nachrangkapital

Im Nachrangkapital werden die nachrangigen Verbindlichkeiten und das Genussrechtskapital zusammengefasst. Der erstmalige Ansatz von Nachrangkapital erfolgt zum beizulegenden Zeitwert und die Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt. Die Zinsabgrenzung wird bei der betreffenden Position ausgewiesen.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten findet das im Folgenden beschriebene Vorgehen Anwendung, unabhängig davon, welcher Kategorie das Finanzinstrument zugeordnet ist bzw. ob der ermittelte beizulegende Zeitwert für die Bewertung in der Bilanz oder die Information im Anhang herangezogen wird.

Für die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wird eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt.

Finanzinstrumente, die auf einem aktiven Markt gehandelt werden, sind mit dem notierten Börsen- oder Marktpreis für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bewertet worden (Stufe 1). Erfolgt keine Preisstellung auf aktiven Märkten, wird der beizulegende Zeitwert von vergleichbaren Finanzinstrumenten abgeleitet oder durch die Anwendung von anerkannten Bewertungsmodellen unter Verwendung von am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Parametern (z. B. Zins, Währungskurs, Volatilität) bestimmt (Stufe 2). Wenn eine Bewertung über Börsen- oder Marktpreise oder mittels eines Bewertungsmodells unter Verwendung von am Markt direkt oder indirekt beobachtbaren Inputfaktoren nicht oder nicht vollständig möglich ist, werden für die Bewertung von Finanzinstrumenten auch nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhende Faktoren (nicht beobachtbare Inputfaktoren) herangezogen (Stufe 3).

Mit notierten Börsen- oder Marktpreisen werden Wertpapiere - Eigen- wie auch Fremdkapitaltitel - der Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen bewertet. Börsen- oder marktgehandelte Derivate werden gleichfalls mit ihrem Börsen- oder Marktpreis bewertet.

Die in Stufe 2 und 3 verwendeten Bewertungsmethoden umfassen allgemein anerkannte Bewertungsmodelle wie die Barwertmethode, bei der die künftig erwarteten Zahlungsströme mit den für die entsprechende Restlaufzeit, Kreditrisiken und Märkte geltenden aktuellen Zinssätzen diskontiert werden. Diese Bewertungsmethode wird für die Bewertung von Wertpapieren mit vereinbarten Zahlungsströmen in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva sowie für Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung verwendet. Ferner findet sie Verwendung für die Bewertung von Zins-Swaps und nicht optionalen Termingeschäften (z. B. Devisentermingeschäften), die in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen ausgewiesen werden. Finanzinstrumente der Bilanzpositionen Forderungen, Verbindlichkeiten sowie Nachrangkapital, deren beizulegende Zeitwerte im Anhang angegeben werden, werden ebenfalls mittels der Barwertmethode bewertet.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Asset-Backed Securities werden - bei Vornahme einer Durchschau auf die der Verbriefung zugrunde liegenden Finanzinstrumente - ebenfalls unter Verwendung der Barwertmethode bewertet. Dabei werden die Spezifika der einzelnen Tranchen (z. B. Absicherung, vorzeitige Tilgung, erwartete Ausfallrate, Höhe des Verlusts, Zinsstrukturkurve) berücksichtigt. Die für die Bewertung herangezogenen Annahmen werden anhand externer Quellen verifiziert, soweit diese vorhanden sind.

Die beizulegenden Zeitwerte von Optionen werden mit den für die jeweiligen Arten und den zugrunde liegenden Basiswerten von Optionen entsprechenden allgemein anerkannten Optionspreismodellen (Black 76 für Zinsoptionen, Black Scholes für Aktienoptionen) und den diesen zugrunde liegenden allgemein anerkannten Annahmen berechnet. Der Wert von Optionen bestimmt sich insbesondere nach dem Wert des zugrunde liegenden Basisobjekts und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, -zinssatz oder -index, dem risikolosen Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontrakts. Die mittels Optionspreismodellen bewerteten Optionen befinden sich in den Bilanzpositionen Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva, Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva, Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen und Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen.

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten werden die am Finanzmarkt beobachtbaren Spreads berücksichtigt. Die Ermittlung des Spreads erfolgt mittels eines Vergleichs von Referenzkurven mit den entsprechenden risikolosen Geldmarkt- und Swapkurven des Finanzinstruments. Anders als in den Vorjahren wurden zum Bilanzstichtag anstelle von laufzeitunabhängigen Spreads erstmals laufzeitabhängige Spreads verwendet; außerdem erfolgte die Spreadermittlung erstmals nicht nur gesondert für unterschiedliche Ratingklassen, sondern darüber hinaus auch gesondert für unterschiedliche Emittentengruppen innerhalb einer Ratingklasse. Durch diese Maßnahme wurde eine weitere qualitative Verbesserung der Fair-Value-Ermittlung erreicht. Für das Kundenkreditgeschäft wird ein an der eigenen Risikovorsorgequote orientierter Risikoaufschlag herangezogen.

Die beizulegenden Zeitwerte von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen in etwa dem Buchwert, was vor allem durch die kurze Laufzeit dieser Instrumente begründet ist. Diese Finanzinstrumente sind in der Bilanzposition Barreserve ausgewiesen.

Zusammengesetzte Finanzinstrumente bzw. strukturierte Produkte werden als Ganzes oder durch die Aggregation der Bewertungsergebnisse der einzelnen Bestandteile bewertet.

Die Bewertungsergebnisse werden maßgeblich durch die zugrunde gelegten Annahmen beeinflusst, insbesondere durch die Festlegung der Zahlungsströme und der Diskontierungsfaktoren.

Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen

Der Fair-Value-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche die Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanziellen Vermögenswerts, einer bilanziellen Verbindlichkeit oder einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung oder eines genau bezeichneten Teils davon, die auf ein genau bestimmtes Risiko zurückzuführen ist und Auswirkungen auf das Periodenergebnis haben kann, absichert. Im Berichtszeitraum bestanden neben individuellen Sicherungsbeziehungen auch Sicherungsbeziehungen auf Portfoliobasis.

Jede Änderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Buchwert des Grundgeschäfts wird um die auf das abgesicherte Risiko entfallenden Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in seinem Wert angepasst. Nach der Auflösung einer Sicherungsbeziehung wird die Anpassung des Buchwerts des Grundgeschäfts gegebenenfalls über die Restlaufzeit amortisiert. Die kumulierten und dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts für das Portfolio finanzieller Vermögenswerte werden innerhalb des Bilanzpostens Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment ausgewiesen.

Die bestehenden Fair-Value-Hedges dienen zur Verminderung des Zinsänderungsrisikos. Als Sicherungsgeschäft zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos in Form von Wertverlusten aufgrund eines veränderten Zinsniveaus werden ausschließlich Zins-Swaps designiert.

Der Cashflow-Hedge ist eine Sicherungsmaßnahme, welche das Risiko von Schwankungen künftiger Zahlungsströme, die sich auf das Ergebnis der Periode auswirken können, absichert. Das Risiko schwankender Zahlungsströme kann sich aus bilanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergeben. Der effektive Teil der Wertänderungen des Sicherungsinstruments wird in der verkürzten Konzern-Gesamtergebnisrechnung in der Position Bewertungsgewinne/-verluste aus Cashflow-Hedges erfasst. In der Gewinn- und Verlustrechnung wird der ineffektive Teil des Hedges ausgewiesen. Im Eigenkapital wird der effektive Teil der Wertänderungen des Sicherungsinstruments in der Neubewertungsrücklage aus Cashflow-Hedges dargestellt.

Cashflow-Hedges werden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken eingesetzt. Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus Zinszahlungsstromschwankungen (Zahlungsstromrisiken) werden ausschließlich Zins-Swaps eingesetzt.

Strukturierte Produkte

Strukturierte Produkte sind Vermögenswerte, die hinsichtlich ihrer Verzinsung, Laufzeit oder Rückzahlung besondere Ausstattungsmerkmale aufweisen. Ein strukturiertes Produkt setzt sich zusammen aus einem nicht derivativen Basisvertrag und einem (oder mehreren) die Zahlungsströme des Basisvertrags modifizierenden eingebetteten Derivat(en). Der Basisvertrag und die derivative(n) Komponente(n) sind untrennbar miteinander verbunden. Grundsätzlich werden strukturierte Produkte gemäß den für den Basisvertrag geltenden Ausweis- und Bewertungsvorschriften im Abschluss abgebildet. Bei Vorliegen der nachfolgenden Bedingungen ist das eingebettete Derivat jedoch getrennt vom Basisvertrag als frei stehendes Derivat zu bilanzieren, sofern das gesamte strukturierte Produkt nicht in Ausübung der Fair-Value-Option als zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswert ausgewiesen wird.

Diese Bedingungen sind:

Das strukturierte Produkt wird nicht bereits erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet,

die wirtschaftlichen Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats weisen keine engen Beziehungen zu denen des Basisvertrags auf und

ein eigenständiges Instrument mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat würde die Definition eines Derivats erfüllen.

Wertminderungen und Wertaufholungen

Der W&W-Konzern prüft zu jedem Bilanzstichtag, ob und inwieweit bei einem finanziellen Vermögenswert eine Wertminderung (Impairment) eingetreten ist. Es werden ausschließlich finanzielle Vermögenswerte untersucht, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Bemessung der Wertminderung erfolgt nach konzerneinheitlichen Grundsätzen.

Der Prozess der Prüfung der Werthaltigkeit erfolgt In zwei Schritten. Im ersten Schritt werden die finanziellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung gegeben sind. Werden objektive Hinweise auf Wertminderungen festgestellt, wird anhand der erwarteten künftigen Zahlungsströme die Höhe der erfolgs- bzw. aufwandswirksam zu erfassenden Wertminderung bestimmt. Die Höhe der Wertberichtigung wird bei Finanzinstrumenten der Kategorie Forderungen aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme - unter Berücksichtigung der Sicherheiten - ermittelt. Bei Finanzinstrumenten der Kategorie verfügbar zur Veräußerung wird sie als Differenz aus den fortgeführten Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente berechnet.

Eine Wertminderung wird vorgenommen, wenn ein oder mehrere Ereignisse nach dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts eingetreten sind, objektive Hinweise auf eine Wertminderung gegeben sind und das Ereignis eine verlässlich schätzbare Auswirkung auf die künftigen Zahlungsströme des Vermögenswerts hat. Objektive Hinweise sind insbesondere:

signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners,

Vertragsbruch,

Zugeständnisse an den Kreditnehmer im Zusammenhang mit den finanziellen Schwierigkeiten,

erhöhte Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens,

Wegfall eines aktiven Marktes für finanzielle Vermögenswerte aufgrund finanzieller Schwierigkeiten,

nachweisbare Daten, die auf niedrigere zukünftige Zahlungsströme schließen lassen.

Die Berücksichtigung der Wertminderungen erfolgt differenziert. Wertminderungen für Buchforderungen werden offen in der Bilanzposition Risikovorsorge auf der Aktivseite von den Forderungen in Abzug gebracht. Für wertpapiernahe finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Vermögenswerte, die nicht unter anderen Bilanzpositionen auszuweisen sind (z. B. Namensschuldverschreibungen, Namensgenussscheine, stille Einlagen), werden die Wertminderungen direkt von den Buchwerten in Abzug gebracht.

Bei festgestellten Wertminderungen werden bei Buchforderungen Einzelwertberichtigungen und pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet, die dem Umstand Rechnung tragen, dass es wahrscheinlich ist, dass nicht alle Zins- und Tilgungsleistungen vertragskonform erbracht werden können.

Für nicht einzelwertberichtigte Buchforderungen werden Wertminderungen auf Portfoliobasis gebildet. Portfoliowertberichtigungen für Bonitätsrisiken sollen die zum Bilanzstichtag bereits eingetretenen, jedoch noch nicht bekannten Wertminderungen im Kreditportfolio abdecken.

Werden weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr erwartet, wird eine Forderung als uneinbringlich klassifiziert. Uneinbringliche Forderungen, die bereits wertberichtigt sind, werden über den Verbrauch der Wertberichtigung ausgebucht. Uneinbringliche Forderungen, bei denen bisher keine Wertberichtigungen notwendig waren, werden direkt erfolgswirksam abgeschrieben. Eingehende Zahlungen auf bereits abgeschriebene Forderungen werden erfolgs- bzw. ertragswirksam erfasst.

Nach der Bildung von Einzelwertberichtigungen kann sich im Rahmen der Folgebewertung eine Wertaufholung ergeben, sodass die gebildeten Einzelwertberichtigungen teilweise oder vollständig erfolgswirksam aufgelöst werden müssen.

Bei den unter den Forderungen ausgewiesenen wertberichtigten Beständen sind nicht mehr die tatsächlichen Zinszahlungen als Zinsertrag zu erfassen oder abzugrenzen, sondern der Zinsertrag aus der Barwertveränderung (Zinseffekt). Dieser wird als Reduzierung der vorgenommenen Wertberichtigung dargestellt. Für die Portfolien mit eingetretenen, aber noch nicht erkannten Ausfallereignissen werden weiterhin die tatsächlich gezahlten Zinsen als Zinsertrag erfasst. Die Zinserträge aus den Barwertveränderungen werden im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital dargestellt.

Zuführungen zu Wertberichtigungen und Direktabschreibungen sowie Auflösungen von Wertberichtigungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Position Ergebnis aus der Risikovorsorge der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.

SONSTIGE BILANZPOSITIONEN

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Ein langfristiger Vermögenswert wird als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der dazugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll.

Diese Vermögenswerte werden in der Bilanz in der Position Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wenn der Buchwert höher ist als der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten, wird der Differenzbetrag in der betreffenden Periode erfolgswirksam erfasst. Eine planmäßige Abschreibung der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte findet nicht mehr statt.

Das Ergebnis aus der Bewertung von als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen wird im entsprechenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden im Zeitpunkt der Anschaffung zu Anschaffungskosten in der Konzernbilanz angesetzt. In den Folgejahren wird der bilanzierte Equity-Wert um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens fortgeschrieben. Das anteilige Jahresergebnis des assoziierten Unternehmens fließt in die Position Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ein.

Bestehen Anzeichen für eine Wertminderung der Anteile an einem nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen, werden diese einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen und gegebenenfalls wird eine Wertminderung vorgenommen. Eine Wertaufholung erfolgt bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung.

Veräußerungsgewinne und -verluste aus dem Abgang von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen werden ebenfalls im Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen dargestellt.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die Position Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfasst Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden.

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und gegebenenfalls außerplanmäßige Wertminderungen bewertet (Anschaffungskostenmodell).

Jeder Teil einer Immobilie mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum Wert der gesamten Immobilie wird gesondert planmäßig abgeschrieben. Dabei werden mindestens die Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik unterschieden.

Die individuelle Nutzungsdauer der Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik wird von Architekten und Ingenieuren aus der Immobiliensparte des W&W-Konzerns geschätzt und beträgt bei Wohnimmobilien für den Bestandteil Rohbau maximal 80 Jahre und bei Gewerbeimmobilien maximal 40 Jahre. Für den Bestandteil Innenausbau/Technik wird von einer maximalen Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen.

Die planmäßige Abschreibung der beiden Bestandteile Rohbau und Innenausbau/Technik erfolgt linear über die erwarteten jeweiligen Restnutzungsdauern.

Das Vorliegen einer Wertminderung wird bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien auf Basis einer Cashflow-Bewertung untersucht. Dabei wird zum Bilanzstichtag zunächst überprüft, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist, wird der voraussichtlich erzielbare Betrag im Rahmen der Discounted-Cashflow-Bewertung ermittelt. Liegt dieser Wert unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird in entsprechender Höhe ein Wertminderungsaufwand erfasst.

Im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode (DCF-Verfahren) werden die im zehnjährigen Prognosezeitraum erwarteten Einzahlungen (Mieten, sonst. Einnahmen) und Auszahlungen (Instandhaltung, nicht umgelegte Bewirtschaftungskosten, Leerstandskosten, Kosten der Wiedervermietung) sowie ein im letzten Prognosejahr erwarteter Verkaufserlös auf den heutigen Barwert abgezinst.

Einzahlungen und Auszahlungen werden individuell betrachtet, d. h., jeder gewerbliche Mietvertrag und jede Baumaßnahme wird einzeln beplant. Ebenso werden Leerstandszeiträume, Maklerkosten etc. im gewerblichen Bereich für jede Mieteinheit gesondert angesetzt. Bei Wohnimmobilien werden marktgestützte Annahmen über die Veränderung der Durchschnittsmieten aller Wohneinheiten über den Prognosezeitraum zugrunde gelegt, hier wird aufgrund der Gleichartigkeit der Mieteinheiten auf eine individuelle Beplanung verzichtet.

Als interner Zinsfuß findet der Zinssatz einer risikolosen Geldanlage zuzüglich eines Risikozuschlags Anwendung. In Abhängigkeit von ihrer Risikoklasse beträgt der Risikozuschlag für Immobilien zwischen 100 Basispunkten (beispielsweise für Wohnimmobilien in besten Lagen) und 250 (Vj. 100 - 250) Basispunkten (beispielsweise für Bürostandorte und -lagen ohne erkennbare Vorteile/Stärken). Daraus resultiert unverändert zum Vorjahr ein Zinsfuß zwischen 5,00 und 6,50 %. Die Wertermittlungen werden von kaufmännischen und technischen Mitarbeitern (Portfoliomanagern, Controllern, Architekten und Ingenieuren) aus der Immobiliensparte des Konzerns durchgeführt. Bei der Bewertung werden die Annahmen des Managements berücksichtigt. Bei fremdgemanagten Immobilienanlagen wird der beizulegende Zeitwert von externen Gutachtern ermittelt.

Die im Konzernanhang ausgewiesenen beizulegenden Zeitwerte der Immobilien wurden ebenfalls unter Anwendung des oben beschriebenen Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt.

Sogenannte qualifizierte Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, lagen im Berichtszeitraum im W&W-Konzern nicht vor. Ein beträchtlicher Zeitraum liegt nach unserer Beurteilung widerlegbar vermutet vor, falls der Erwerb, der Bau oder die Herstellung des Vermögenswertes voraussichtlich mehr als ein Jahr erfordern wird.

Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen

Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Rückversicherungsverträge transferieren signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind Versicherungsverträge im Sinne von IFRS 4. Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wird entsprechend den vertraglichen Bedingungen aus den versicherungstechnischen Bruttorückstellungen ermittelt (vgl. auch Erläuterungen zu den entsprechenden Passivpositionen).

Immaterielle Vermögenswerte

Der Position Immaterielle Vermögenswerte sind Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte zuzuordnen. Zu den sonstigen immateriellen Vermögenswerten zählen insbesondere Computersoftware sowie Bestandswerte von erworbenen Versicherungsbeständen.

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der positive Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten eines Unternehmenszusammenschlusses und dem angesetzten Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist in seiner Nutzungsdauer zeitlich unbestimmt. Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen. Die Wertminderungsaufwendungen resultieren aus einem mindestens einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest auf Basis zahlungsmittelgenerierender Einheiten. Als zahlungsmittelgenerierende Einheit setzt der W&W-Konzern im Fall der Württembergische Lebensversicherung AG die rechtliche Einheit an.

Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung (Impairmenttest) wird der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit ihrem Buchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) verglichen. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist dabei das Maximum aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten sowie dem Nutzungswert. Im W&W-Konzern wurde zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr als erzielbarer Betrag der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten herangezogen. Dieser wurde auf Basis des Börsenkurses zum Bilanzstichtag unter Einbeziehung von geschätzten Veräußerungskosten ermittelt.

Im W&W-Konzern wird als Buchwert das IFRS-Eigenkapital des jeweiligen Tochterunternehmens verwendet. Übersteigt der Buchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) den erzielbaren Betrag, erfolgt eine entsprechende Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes, welche nicht rückgängig gemacht wird.

Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Anschaffungskostenmodell) bewertet und über ihre geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, aus denen dem Konzern wahrscheinlich ein künftiger Nutzen zufließt und die verlässlich bewertet werden können, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert und jeweils über die geschätzte Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Prozess der Herstellung zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten.

Die selbst erstellte oder erworbene Software wird grundsätzlich über eine Dauer von drei bis acht Jahren linear abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der sonstigen immateriellen Vermögenswerte wird jährlich zum Bilanzstichtag und immer dann, wenn Anzeichen einer Wertminderung vorliegen, untersucht. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand in entsprechender Höhe erfasst.

Der Bestandswert von erworbenen Lebensversicherungsverträgen wird mit dem Barwert der erwarteten Netto-Zahlungsströme aus den erworbenen Versicherungsverträgen (PVFP Present Value of Future Profits) zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Dieser Bestandsbarwert bestimmt sich als Barwert der erwarteten Erträge aus dem übernommenen Portfolio ohne Berücksichtigung von Neugeschäft und Steuereffekten. Der Bestandswert wird linear abgeschrieben. Zu jedem Bilanzstichtag wird eine Werthaltigkeitsprüfung des Bestandswerts durchgeführt. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert, wird eine Wertminderung in entsprechender Höhe vorgenommen.

Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.

Sachanlagen und Vorräte

SACHANLAGEN

In den Sachanlagen werden eigengenutzte Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Anlagen ausgewiesen. Eigengenutzte Immobilien sind Grundstücke und Gebäude, die von Konzernunternehmen genutzt werden.

Die Bewertung der eigengenutzten Immobilien sowie des Leasingvermögens, soweit es sich dabei um Immobilien handelt, erfolgt nach denselben Bewertungsmethoden, die auch bei der Bilanzierung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Verwendung finden.

Die Bewertung der sonstigen Sachanlagen erfolgt gemäß dem Anschaffungskostenmodell zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und gegebenenfalls Wertminderungsaufwendungen.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen umfassen dabei alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigstellungsbezogenen Gemeinkosten.

Die planmäßige Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung wird über die geschätzte Nutzungsdauer linear bis zu maximal 23 Jahren vorgenommen. Erworbene EDV-Anlagen werden über eine geschätzte Nutzungsdauer von bis zu maximal acht Jahren linear abgeschrieben. Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen beim Vorliegen einer Wertminderung durchgeführt.

Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird im Rahmen der Abschlusserstellungen überprüft. Vorzunehmende Anpassungen werden als Korrektur der planmäßigen Abschreibungen über die Restnutzungsdauer des Vermögenswerts erfasst.

Zu jedem Bilanzstichtag wird außerdem geprüft, ob bei den Sachanlagen Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen. Sofern dies der Fall ist und sofern der erzielbare Betrag der Sachanlagen unter ihrem Buchwert liegt, wird eine Wertminderung in entsprechender Höhe vorgenommen. Es erfolgt eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag (höherer Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert). Der Nutzungswert wird als Barwert der prognostizierten Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung und dem späteren Abgang des Vermögenswerts ermittelt. Die Diskontierungszinssätze berücksichtigen die mit dem Vermögenswert verbundenen Risiken beziehungsweise den Verzinsungsanspruch. Die Diskontierungszinssätze werden an jedem Abschlussstichtag an die aktuellen Bedingungen angepasst. Bezogen auf die Sachanlagen ergibt sich der Nutzungswert aus dem Barwert der Zahlungsüberschüsse, die aus dem jeweiligen Vermögenswert generiert werden. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags werden die Annahmen des Managements berücksichtigt.

Abschreibungen von eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstigen Anlagen werden in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.

Erträge aus eigengenutzten Immobilien, Leasingvermögen, Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstigen Anlagen werden als sonstige Erträge dargestellt.

VORRÄTE

Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt.

Zu den Anschaffungskosten gehören alle Kosten des Erwerbs. Die Herstellungskosten werden auf der Basis von Einzelkosten sowie direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Der Umfang der Herstellungskosten ist durch die Kosten bestimmt, die bis zur betriebsbereiten Fertigstellung aufgewendet werden (produktionsbezogener Vollkostenansatz). Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht austauschbarer und spezieller Vorräte werden durch Einzelzuordnung bestimmt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten austauschbarer Vorräte werden entweder nach dem First-in-first-out-Verfahren (FIFO) oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert entspricht dem geschätzten, im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich geschätzter Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Sogenannte qualifizierte Vermögenswerte, für die notwendigerweise ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, lagen im Berichtszeitraum im Bereich der Sachanlagen und Vorräte nicht vor. Ein beträchtlicher Zeitraum liegt nach unserer Beurteilung widerlegbar vermutet vor, falls der Erwerb, der Bau oder die Herstellung des Vermögenswertes voraussichtlich mehr als ein Jahr erfordern wird.

Leasinggeschäft

Bei Finanzierungs-Leasingverhältnissen werden alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen. Bei Operating-Leasingverhältnissen bleiben dagegen alle wesentlichen Chancen und Risiken beim Leasinggeber.

Die gezahlten Leasingraten aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit in den Verwaltungsaufwendungen erfasst.

Bei Vorliegen eines Finanzierungs-Leasingverhältnisses wird der Leasinggegenstand aktiviert und in entsprechender Höhe eine Verbindlichkeit ausgewiesen. Die aktivierten Leasinggegenstände werden nach den gleichen Grundsätzen abgeschrieben wie andere gleichartige Vermögenswerte, die sich im Eigentum des W&W-Konzerns befinden. Die Leasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil aufgeteilt, wobei die Finanzierungskosten erfolgswirksam in den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen werden. Leasinggegenstände werden, wie die Sachanlagen, zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorliegen einer Wertminderung hin überprüft.

Steuererstattungsansprüche, latente Steuererstattungsansprüche, Steuerschulden und latente Steuerschulden

Die laufenden Steuererstattungsansprüche und -schulden werden mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Erstattung erwartet bzw. voraussichtlich eine Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde geleistet wird. Latente Steuererstattungsansprüche und -schulden werden aufgrund der zeitlich begrenzten Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerbilanzwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen gebildet. Die Berechnung der latenten Steuerabgrenzung erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Steuersätzen. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, soweit von deren künftiger Verwertbarkeit ausgegangen wird

Versicherungstechnische Rückstellungen

Soweit dies nach IFRS 4 zulässig ist, wurden für die Abbildung versicherungsspezifischer Geschäftsvorfälle grundsätzlich die lokalen Rechnungslegungsvorschriften der jeweiligen Konzernunternehmen angewendet. Bei den deutschen Konzernunternehmen sind dies primär die Vorschriften der §§ 341 ff. HGB sowie der RechVersV.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen werden auf der Passivseite brutto ausgewiesen, d. h. vor Abzug des Anteils, der auf Rückversicherer entfällt. Der Rückversicherungsanteil wird entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt und auf der Aktivseite gesondert ausgewiesen. Alle von Unternehmen des W&W-Konzerns abgeschlossenen Versicherungsverträge transferieren ein signifikantes Versicherungsrisiko, d. h., sie sind somit Versicherungsverträge im Sinne von IFRS 4.

Für die nach nationalen Vorschriften in der Schaden- und Unfallversicherung zu bildenden Schwankungsrückstellungen sowie die der Schwankungsrückstellung ähnlichen Rückstellungen besteht nach IFRS 4.14(a) ein Passivierungsverbot.

Für das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurden die Rückstellungen nach den Angaben der Vorversicherer gebildet. Soweit solche Angaben nicht vorlagen, wurden die Rückstellungen aus uns zugänglichen Daten ermittelt. Im Fall von Mitversicherungen und Pools, bei denen die Führung in den Händen fremder Gesellschaften gelegen hat, wurde entsprechend vorgegangen.

Die Beitragsüberträge entsprechen dem Teil der gebuchten Beiträge, der einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellt. Die Beitragsüberträge werden für jeden Versicherungsvertrag entweder taggenau oder monatsgenau abgegrenzt. Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft werden die Beitragsüberträge nach den Angaben der Vorversicherer ermittelt. Beitragsüberträge in der Transportversicherung werden unter dem Posten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" ausgewiesen.

Die Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung wird nach aktuariellen Grundsätzen einzelvertraglich prospektiv unter Berücksichtigung des Beginnmonats als Barwert der künftigen garantierten Versicherungsleistungen abzüglich des Barwerts der künftigen Nettobeiträge ermittelt.

Für die beitragsfreie Zeit wird innerhalb der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung eine Verwaltungskostenrückstellung gebildet, die nach heutigem Ermessen ausreichend hoch angesetzt ist.

Bei der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung werden in der Deckungsrückstellung nur eventuelle Garantieanteile berücksichtigt.

Einmalige Abschlusskosten in der Lebens- und Krankenversicherung werden nach dem Zillmerverfahren berücksichtigt.

In der Lebensversicherung entsprechen der angewendete Rechnungszins und die biometrischen Rechnungsgrundlagen im Allgemeinen denen, die auch in die Berechnung der Tarifbeiträge eingeflossen sind. Als Rechnungszins wurde der höchste Wert verwendet, der nach gesetzlichen oder aufsichtsrechtlichen Bestimmungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zulässig war. Wie im Vorjahr wurden Zinssätze zwischen 2,25 % und 4 % herangezogen. Der durchschnittliche Rechnungszins der Deckungsrückstellung beträgt 3,4 (Vj. 3,5) %. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden branchenübliche, von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlene Tafeln verwendet; in Ausnahmefällen kamen eigene, auf Erfahrungswerten beruhende Tafeln zur Anwendung.

Für Rentenversicherungen, deren ursprüngliche Rechnungsgrundlagen keine ausreichenden Sicherheitsmargen mehr enthalten, werden die von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) herausgegebenen, als ausreichend angesehenen Rechnungsgrundlagen verwendet. Im Geschäftsjahr 2010 wurde das Sicherheitsniveau angepasst, da von der Arbeitsgruppe "Biometrische Rechnungsgrundlagen" der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) aufgrund der aktuellen Trendentwicklung des Sterblichkeitsniveaus der Rentenversicherten diese Anpassung empfohlen wurde. Die Anpassung betrug ein Zwanzigstel der Differenz zwischen den Sterbetafeln DAV2004RBestand und DAV2004RB20, wobei Kapitalauszahlungswahrscheinlichkeiten berücksichtigt wurden. Als Deckungsrückstellung wurde der um sechs Zwanzigstel linear interpolierte Wert zwischen der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004R Bestand und der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafel DAV2004RB20 ausgewiesen.

Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen wurden kollektiv gegen die aktuell gültigen Rechnungsgrundlagen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) abgeglichen und gegebenenfalls wurde eine zusätzliche Deckungsrückstellung gebildet.

Für Pflegerentenzusatzversicherungen werden Rechnungsgrundlagen verwendet, die gemäß der im Geschäftsjahr 2008 von der DAV verabschiedeten Richtlinie "Reservierung von Pflegerenten(zusatz)versicherungen des Bestandes" als ausreichend angesehen werden.

Die bei der Berechnung der Deckungsrückstellung in der Lebensversicherung angesetzten Rechnungsgrundlagen werden jährlich unter der Berücksichtigung der von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen Rechnungsgrundlagen und der im Bestand beobachteten Entwicklungen auf ausreichende Sicherungsmargen überprüft. Im Erläuterungsbericht des verantwortlichen Aktuars gemäß § 11 a Abs. (3) Nr. 2 VAG wird nachgewiesen, dass alle Rechnungsgrundlagen gemäß aufsichts- und handelsrechtlichen Bestimmungen ausreichend vorsichtig gewählt sind.

In der Krankenversicherung beträgt der Rechnungszins der Deckungsrückstellung 3,5 %. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht veröffentlichten Sterbetafeln verwendet. In der Krankenversicherung werden zur Berechnung der Deckungsrückstellung unter anderem Annahmen zu Ausscheidewahrscheinlichkeiten sowie zu den aktuellen und den mit zunehmendem Alter steigenden Krankheitskosten getroffen. Diese Annahmen basieren auf eigenen Erfahrungen bzw. auf branchenweit erhobenen Referenzwerten. Die Rechnungsgrundlagen werden im Rahmen von Beitragsanpassungen regelmäßig überprüft und mit Zustimmung des Treuhänders gegebenenfalls angepasst. Neue Tarife werden nur eingeführt, sofern die Angemessenheit der zu verwendenden Rechnungsgrundlagen vom neuen Treuhänder bestätigt wird.

Die Deckungsrückstellung wird jährlich einem Angemessenheitstest unterzogen, gegebenenfalls wird die Deckungsrückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung) wird für zukünftige Zahlungsverpflichtungen gebildet, die aus bis zum Bilanzstichtag eingetretenen, aber noch nicht abgewickelten Versicherungsfällen resultieren. Darin enthalten sind auch die voraussichtlichen Aufwendungen für die Schadenregulierung. Die Höhe bzw. die Auszahlungszeitpunkte der Versicherungsleistungen sind noch ungewiss.

Die Rückstellung für Spätschäden wurde aus den Datengrundlagen vorangegangener Geschäftsjahre sowie aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt. Die Berechnung der Spätschadenrückstellung erfolgt dabei nach einem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht empfohlenen Verfahren. In diesem werden die gemeldeten Schäden des Bilanzjahrs nach Zahl und Aufwand auf ihre jeweiligen Eintrittsjahre verteilt und zu den Geschäftsjahresschäden der entsprechenden Jahre ins Verhältnis gesetzt. Durch die Anwendung dieser Relationen auf den durchschnittlichen Stückkostenaufwand für erledigte Geschäftsjahresschäden ergeben sich die voraussichtlichen Stückkostensätze für die nach dem Berichtsjahr gemeldeten, aber im Bilanzjahr eingetreten Schäden, aus denen durch Multiplikation mit den zu erwartenden Stückzahlen die Spätschadenrückstellung berechnet wird. Die Schadenrückstellungen werden, abgesehen von der Renten-Deckungsrückstellung in der Sachversicherung, nicht diskontiert.

In der Krankenversicherung werden die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle auf der Basis der Geschäftsjahresschäden des Bilanzjahrs hochgerechnet. Die Grundlage für die Hochrechnung ist das durchschnittliche Verhältnis der Vorjahresschäden zu den zugehörigen Geschäftsschäden der drei dem Bilanzstichtag vorausgegangenen Geschäftsjahre.

Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde gemäß den steuerlichen Vorschriften nach dem koordinierten Ländererlass vom 22. Februar 1973 ermittelt.

Die Renten-Deckungsrückstellung in der Sachversicherung wird einzelvertraglich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und analog der Deckungsrückstellung nach der prospektiven Methode berechnet. Es wurden die von der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln DAV HUR 2006 verwendet, die angemessene Sicherheitsspannen enthalten. Der ab 1. Januar 2007 geltende Höchstrechnungszins in Höhe von 2,25 % wurde für die Rentenverpflichtungen verwendet. Künftige Verwaltungskosten wurden mit 2 % der Renten-Deckungsrückstellung bewertet, dieser Satz ist als ausreichend vorsichtig anzusehen.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zu jedem Bilanzstichtag einem Angemessenheitstest unterzogen. Dabei werden für die versicherungstechnischen Rückstellungen auch erwartete Kapitalanlageerträge berücksichtigt. Gegebenenfalls wird die Rückstellung sofort und vollständig erfolgswirksam angepasst bzw. ergänzend eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB), erfolgsabhängig und erfolgsunabhängig, besteht aus zwei Teilen. Dem ersten Teil (nach nationalen Vorschriften zugewiesene Beträge), der tatsächlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung, wird der Teil des Überschusses des jeweiligen Versicherungsunternehmens zugeführt, der auf die Versicherungsnehmer entfällt, aber nicht direkt gutgeschrieben wird. Bei der Zuweisung wurden die gesetzlichen Mindestanforderungen beachtet. Der zweite Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung, die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, enthält die auf die Versicherungsnehmer entfallenden Anteile an den kumulierten Bewertungsunterschieden zwischen den Jahresabschlüssen der Einzelgesellschaften nach nationalem Recht und dem Konzernabschluss gemäß IFRS. Diese temporären Bewertungsunterschiede werden mit dem Anteil in die Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung eingestellt, mit dem die Versicherungsnehmer bei der Realisierung mindestens beteiligt sind.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko der Versicherungsnehmer trägt, werden einzelvertraglich nach der retrospektiven Methode ermittelt. Dabei werden die eingehenden Beiträge, soweit sie nicht für Garantien verwendet werden, in Fondsanteilen angelegt. Die Risiko- und Kostenanteile werden - gegebenenfalls unter Verrechnung mit den entsprechenden Überschussanteilen - monatlich dem Fondsguthaben entnommen. Die Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung mit § 341d HGB zum beizulegenden Zeitwert der zum Bilanzstichtag auf die Versicherungsverträge entfallenden Fondsanteile. Der Bilanzwert dieser Position entspricht dem Bilanzwert der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen innerhalb der Position Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen beinhalten u. a. die Stornorückstellungen, die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen und die Drohverlustrückstellung. In der Schaden-/Unfallversicherung wird die Stornorückstellung für die voraussichtlich wegen Wegfalls oder Verminderung des versicherungstechnischen Risikos zurückzugewährenden Beiträge gebildet. In der Krankenversicherung wird die Stornorückstellung auf der Grundlage der negativen Teile der Alterungsrückstellung sowie der über den tariflichen Alterungsrückstellungen liegenden Teile der Übertragungswerte berechnet.

Andere Rückstellungen

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die betriebliche Altersversorgung im W&W-Konzern wird sowohl in Form von Beitragszusagen als auch in Form von Leistungszusagen durchgeführt. Vor der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 2002 wurden bei den Wüstenrot-Gesellschaften (Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Wüstenrot Immobilien GmbH, Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH und Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH) allen Mitarbeitern leistungsorientierte Pensionszusagen erteilt. Bei der Württembergische Versicherung AG, Württembergische Lebensversicherung AG und Württembergische Krankenversicherung AG wurden als Grundversorgung Beitragszusagen (Pensionskasse der Württembergischen) erteilt. Darüber hinaus erhielten Führungskräfte und Vorstände bzw. Geschäftsführer Pensionszusagen (Leistungszusagen). Bei der Wüstenrot & Württembergische AG, der W&W Informatik GmbH und der W&W Asset Management GmbH wurden sowohl Leistungs- als auch Beitragszusagen erteilt. Für Neueintritte ab 2002 wird die Grundversorgung konzerneinheitlich über die ARA Pensionskasse AG finanziert (Beitragszusagen). Die Führungskräfte und Vorstände bzw. Geschäftsführer erhalten Pensionszusagen (beitragsorientierte Leistungszusagen), die bei der ARA Pensionskasse AG rückgedeckt sind.

Verpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien auf der Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Dabei werden sowohl die am Abschlussstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz für die Bewertung von Pensionsrückstellungen ist gemäß IAS 19.78 zu jedem Abschlussstichtag auf der Grundlage der Renditen erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen zu bestimmen. Währung und Laufzeiten der zugrunde gelegten Industrieanleihen haben dabei mit der Währung und den voraussichtlichen Fristigkeiten der zu erfüllenden Verpflichtungen übereinzustimmen.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen von versicherungsmathematischen Annahmen werden in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral direkt im Eigenkapital erfasst (Rücklage aus Pensionsverpflichtungen).

Aufwendungen und Erträge aus Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand (Dienstzeitaufwand) bzw. im Ergebnis aus Forderungen, Verpflichtungen und Nachrangkapital (Zinsaufwand) ausgewiesen. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in voller Höhe erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst, sofern die Anwartschaften unverfallbar sind. Anderenfalls wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum vereinnahmt.

Für die beitragsorientierten Zusagen wird ein fester Beitrag, in Abhängigkeit vom Gehalt, an die ARA Pensionskasse AG, die Pensionskasse der Württembergischen oder die Württembergische Lebensversicherung AG gezahlt. Der Anspruch des Leistungsempfängers richtet sich gegen die Pensionskasse bzw. die Versicherungsgesellschaft. Die Verpflichtung des Arbeitgebers ist mit der Zahlung der Beiträge abgegolten. Daher werden für derartige Zusagen im Konzern keine Pensionsrückstellungen gebildet. Es werden dafür beim jeweiligen Versorgungsträger Deckungsrückstellungen gebildet.

Für beitragsorientierte Pläne zu zahlende Beiträge werden aufwandswirksam als Personalaufwand erfasst, wenn diese Beiträge fällig sind. Vorauszahlungen auf Beiträge werden aktiviert, sofern diese Vorauszahlungen zu einer Rückerstattung oder einer Verringerung künftiger Zahlungen führen werden.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ANDERE LANGFRISTIG FÄLLIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Zu den anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer zählen insbesondere die Zusagen für Vorruhestand, Altersteilzeitvereinbarungen, die Gewährung von Leistungen aus Anlass von Dienstjubiläen, langfristige Erwerbsunfähigkeitsleistungen, Sterbegelder sowie andere soziale Leistungen. Im Rahmen der Bilanzierung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer entstehende versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrags bewertet und bilanziert, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, welche auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis der bestmöglichen Schätzung bestimmt. Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn diese zuverlässig ermittelt werden können. Sie werden nicht mit Erstattungsansprüchen verrechnet. Die ermittelten Verpflichtungen werden mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen, diskontiert, soweit die sich daraus ergebenden Effekte wesentlich sind. Rückstellungen für Restrukturierungen werden angesetzt, wenn ein detaillierter formaler Restrukturierungsplan genehmigt wurde und die darin enthaltenen wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen öffentlich verkündet wurden oder mit dem Beginn der Umsetzung des Restrukturierungsplans bereits begonnen wurde.

Rückstellungen für die Rückerstattung von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht werden gebildet, wenn sich aus abgeschlossenen Bausparverträgen bei Vorliegen bestimmter vertraglich vereinbarter Kriterien (z. B. Darlehensverzicht) die Verpflichtung ergibt, die Abschlussgebühren den Bausparkunden zu erstatten. Unter der Annahme des maximal bis zum Abschlussstichtag erdienten Rückerstattungsanspruchs von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht der Bausparkunden wird eine Barwertrechnung auf der Basis einer wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung von statistischen Daten aus der Vergangenheit durchgeführt, welche die bestmögliche Schätzung der gegenwärtigen Verpflichtung darstellt. Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags ergeben sich insbesondere aus den festgelegten Annahmen hinsichtlich der verwendeten Inputparameter wie der statistischen Daten, des Kündigungsverhaltens oder der Darlehensverzichtsquote.

Rückstellungen für Zinsbonusoptionen werden passiviert, wenn in abgeschlossenen Bausparverträgen die Verpflichtung zur Zahlung von Zinsboni an die Bausparkunden enthalten ist. Unter der Annahme der maximal bis zum Abschlussstichtag erdienten Zinsboni, die potenziell zur Auszahlung gelangen können, wird eine Barwertrechnung auf der Grundlage einer wahrscheinlichkeitsorientierten Fortschreibung durchgeführt, welche die bestmögliche Schätzung der gegenwärtigen Verpflichtung darstellt. Unsicherheiten bei der Ermittlung des künftigen Verpflichtungsbetrags können sich vor allem aus den festgelegten Annahmen hinsichtlich der verwendeten Inputparameter wie des Kündigungsverhaltens oder des Bonusinanspruchnahmeverhaltens ergeben.

Im Rahmen des Erwerbs von ADB und VVB wurden im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Darlehens- und Abschlussgebühren Eventualverbindlichkeiten bilanziert (vgl. Note 19). Diese Eventualverbindlichkeiten werden unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Unsicherheiten bestanden im Zusammenhang mit diesen Eventualverbindlichkeiten insbesondere im Hinblick auf den zum Erwerbszeitpunkt ungewissen Ausgang der Klagen, im Hinblick auf den Zeitpunkt des Abschlusses der Klagen sowie im Hinblick auf die ggf. zu erwartenden Rückforderungen von Bausparkunden. Die Eventualverbindlichkeiten wurden unter dem Posten Sonstige Rückstellungen ausgewiesen.

Die übrigen Rückstellungen beinhalten beispielsweise Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, die gebildet werden, wenn aus einem schwebenden Geschäft ein Verpflichtungsüberschuss resultiert.

Vermögenswerte für erwartete Erstattungen in Zusammenhang mit bilanzierten Rückstellungen bestehen nicht.

Eigenkapital

Diese Position umfasst das eingezahlte Kapital, das erwirtschaftete Kapital sowie die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital.

Das eingezahlte Kapital besteht aus dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage. Das gezeichnete Kapital ergibt sich aus Namensstückaktien, welche voll eingezahlt sind. Die Kapitalrücklage errechnet sich aus dem Aufgeld (Agio), das bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wird.

Das erwirtschaftete Kapital setzt sich aus den Gewinnrücklagen, der Neubewertungsrücklage, der Rücklage aus der Währungsumrechnung und der Rücklage aus Pensionsverpflichtungen zusammen. Die Gewinnrücklagen umfassen die gesetzlichen Rücklagen sowie die thesaurierten Ergebnisse.

In der Neubewertungsrücklage werden die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung, den nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sowie derivativer Finanzinstrumente, welche zum Cashflow-Hedging eingesetzt werden und die Kriterien des Hedge-Accountings erfüllen, nach der Berücksichtigung latenter Steuer und im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung nach Berücksichtigung von latenten Steuern und der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung abgebildet.

Die Umrechnungsdifferenzen aus der Einbeziehung von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden in der Rücklage aus Währungsumrechnung erfasst.

Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital beinhalten die Anteile konzernfremder Dritter am Eigenkapital von Tochterunternehmen.

Echte Wertpapierpensionsgeschäfte

Der W&W-Konzern tritt im Rahmen von echten Pensionsgeschäften als Pensionsgeber auf. Die in Pension gegebenen Wertpapiere werden weiterhin entsprechend der bisherigen Kategorisierung in der Bilanz ausgewiesen. Gleichzeitig wird eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des erhaltenen Betrags passiviert. Ergibt sich ein eventueller Unterschiedsbetrag zwischen dem bei Übertragung erhaltenen und dem bei späterer Rückübertragung zu leistenden Betrag, wird dieser nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Verbindlichkeit erfolgswirksam zugeschrieben. Die laufenden Erträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nach den Regeln für die entsprechende Wertpapierkategorie abgebildet.

Wertpapierleihe

Bei Wertpapierleihegeschäften tritt der W&W-Konzern als Verleiher der Wertpapiere auf. Für die Wertpapierleihe werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet wie bei den echten Pensionsgeschäften.

Treuhandgeschäfte

Treuhandvermögen und -verbindlichsten werden außerhalb der Bilanz im Anhang ausgewiesen.

Eventualverbindlichkeiten

Eventualverbindlichkeiten sind zum einen mögliche Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Bestehen durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer zukünftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter der Kontrolle des W&W-Konzerns stehen. Zum anderen sind Eventualverbindlichkeiten gegenwärtige Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, jedoch nicht erfasst werden, weil entweder der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Ist der Abfluss von Ressourcen nicht unwahrscheinlich, werden im Anhang Angaben zu diesen Eventualverbindlichkeiten gemacht. Werden Eventualverbindlichkeiten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen übernommen, werden diese zum Erwerbszeitpunkt mit dem Fair Value in der Bilanz angesetzt.

ANGABEN ZU AUSGEWÄHLTEN POSITIONEN DER KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis des W&W-Konzerns setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dies ist das Ergebnis aus:

Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung,

nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen,

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva,

Sicherungsbeziehungen und

Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital.

Ferner ist im Finanzergebnis das Ergebnis aus der Risikovorsorge berücksichtigt.

Im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung werden die Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie die laufenden Erträge (Zinsen und Dividenden) ausgewiesen. Dividenden werden nach dem Zuflussprinzip vereinnahmt.

Der Ausweis des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva umfasst neben realisierten und nicht realisierten Gewinnen und Verlusten auch Zinsen und Dividenden aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva sowie andere Erträge und Aufwendungen.

In der Position Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen werden die Ergebnisse aus Grund- und Sicherungsgeschäften von Fair-Value-Hedges erfasst. Darüber hinaus werden hier die ergebniswirksamen Effekte aus dem ineffektiven Teil des Sicherungsgeschäfts und aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage für Cashflow-Hedges verbucht.

Im Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital werden Zinserträge und Zinsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht erfasst. Zinserträge aus Finanzierungsleasing werden dergestalt über die Grundmietzeit vereinnahmt, dass eine konstante Periodenrendite aus der Nettobarinvestition erzielt wird.

Das Ergebnis aus der Risikovorsorge umfasst Aufwendungen aus Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis und Direktabschreibungen. Es bezieht sich auf das Kreditgeschäft, das Erst- und Rückversicherungsgeschäft und das sonstige Geschäft.

Provisionsergebnis

Das Provisionsergebnis beinhaltet die Provisionserträge und -aufwendungen aus dem Bauspar-, Bank-, Rückversicherungs- und Investmentgeschäft, soweit diese nicht im Rahmen der Berechnung des Effektivzinses berücksichtigt werden.

Provisionserträge werden zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung und Provisionsaufwendungen zum Zeitpunkt des Bezugs der Dienstleistung erfolgswirksam erfasst. Im Erstversicherungsgeschäft werden keine Provisionserträge ausgewiesen, da den Kunden die mit dem Abschluss einer Versicherung verbundenen Kosten nicht gesondert in Rechnung gestellt werden.

Verdiente Beiträge (brutto)

Als Beitragseinnahmen aus dem selbst abgeschlossenen und übernommenen Versicherungsgeschäft werden grundsätzlich sämtliche Erträge erfasst, die sich aus dem Vertragsverhältnis mit den Versicherungsnehmern über die Gewährung von Versicherungsschutz ergeben. Die Beiträge werden für jeden Versicherungsvertrag abgegrenzt. Die verdienten Beiträge (netto) ergeben sich nach Abzug der Anteile der Rückversicherer von den verdienten Beiträgen (brutto).

Leistungen aus Versicherungsverträgen (brutto)

Die Leistungen aus Versicherungsverträgen umfassen die Zahlungen aus Versicherungsfällen sowie die Veränderung der Deckungsrückstellung und der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, der Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge sowie der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen. Darüber hinaus wird unter den Leistungen aus Versicherungsverträgen die Zuführung zur handelsrechtlichen Rückstellung für Beitragsrückerstattung erfasst. Die Aufwendungen für Schadenregulierung werden unter den Verwaltungsaufwendungen ausgewiesen.

Veränderungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung, die auf Veränderungen aufgrund ergebniswirksamer Umbewertungen zwischen nationalen Vorschriften und IFRS beruhen, werden ebenfalls innerhalb der Leistungen aus Versicherungsverträgen erfasst. Die Bildung und Auflösung einer Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung aufgrund der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten verfügbar zur Veräußerung und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen sowie den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionsrückstellungen geschehen grundsätzlich erfolgsneutral.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen im W&W-Konzern setzen sich aus den Personalaufwendungen, Sachaufwendungen, planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen zusammen. Die Zuordnung der Aufwendungen des W&W-Konzerns in Sach- und Personalaufwendungen erfolgt nach den Grundsätzen des Gesamtkostenverfahrens.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Ertragsteuern ausgewiesen und im Anhang nach tatsächlichen und latenten Steuern unterschieden. Soweit der Ertragsteueraufwand bzw. -ertrag das Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche betrifft, ist er in der Position Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche nach Steuern enthalten.

Anpassungen gemäß IAS 8

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2010 wurde festgestellt, dass die Equity-Bilanzierung eines assoziierten Unternehmens zum 31. Dezember 2009 auf Basis einer fehlerhaften Datengrundlage erfolgt ist. Die Vorjahreszahlen wurden dementsprechend gemäß IAS 8.42 angepasst. Die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Konzernbilanz, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die verkürzte Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden nachfolgend dargestellt:

ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERNBILANZ-AKTIVA

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31.12.2009 VOR
ANPASSUNG
ANPASSUNG
NACH DER
EQUITY-METHODE
BILANZIERTE
FINANZANLAGEN
31.12.2009
ANGEPASST
in Tsd €


H. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 141 064 36 164 177 228
K. Sonstige Aktiva 1 439 330 - 23 1 439 307
IV. Latente Steuererstattungsansprüche 646 664 - 23 646 641
SUMME AKTIVA 69 538 664 36 141 69 574 805


ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERNBILANZ-PASSIVA

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31.12.2009 VOR
ANPASSUNG
ANPASSUNG
NACH DER
EQUITY-METHODE
BILANZIERTE
FINANZANLAGEN
31.12.2009
ANGEPASST
in Tsd €


D. Versicherungstechnische Rückstellungen 29 123 203 15 586 29 138 789
F. Sonstige Passiva 839 844 1 018 840 862
II. Latente Steuerschulden 482 674 1 018 483 692
H. Eigenkapital 2 647 324 19 537 2 666 861
II. Anteile der W&W-Aktionäre am erwirtschafteten Kapital 1 115 485 19 059 1 134 544
III. Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 71 644 478 72 122
SUMME PASSIVA
69 538 664 36 141 69 574 805


ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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1.1.2009 BIS
31.12.2009 VOR
ANPASSUNG
ANPASSUNG
NACH DER
EQUITY-METHODE
BILANZIERTE
FINANZANLAGEN
1.1.2009 BIS
31.12.2009
ANGEPASST
in Tsd €


Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1 736 - 1 736
Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1 984 - 768 1 216
2. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen - 248 768 520
Leistungen aus Versicherungsverträgen (brutto) 3 855 217 330 3 855 547
Erhaltene Rückversicherungsbeträge - 127 352 - - 127 352
11. Leistungen aus Versicherungsverträgen (netto) 3 727 865 330 3 728 195
15. Konzernergebnis aus fortzuführenden Unternehmensteilen vor Ertragsteuern 291 956 438 292 394
16. Ertragsteuern 70 264 22 70 286
17. Konzernüberschuss 221 692 416 222 108
Auf Anteilseigner der W&W AG entfallendes Ergebnis 212 317 405 212 721
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis 9 375 11 9 386
18. ERGEBNIS JE AKTIE IN € 2,40 0,00 2,40


ANPASSUNGSBETRÄGE IM BEREICH DER VERKÜRZTEN KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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1.1.2009 BIS
31.12.2009 VOR
ANPASSUNG
ANPASSUNG
NACH DER
EQUITY-METHODE
BILANZIERTE
FINANZANLAGEN
1.1.2009 BIS
31.12.2009
ANGEPASST
in Tsd €


Konzernüberschuss 221 692 416 222 108
Bewertungsgewinne/-verluste aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen (brutto)
12 862 35 727 48 589
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - 4 902 - 15 587 - 20 489
Latente Steuern - 366 - 1 019 - 1 385
Bewertungsgewinne/-verluste aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen (netto)
7 594 19 121 26 715
Summe direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (brutto) 415 803 35 728 451 531
Summe Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung - 361 861 - 15 587 - 377 448
Summe Latente Steuern - 9 869 - 1 019 - 10 888
Summe direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen (netto) 44 074 19 121 63 195
Gesamtergebnis der Periode 265 766 19 537 285 303
Auf Anteilseigner der W&W AG entfallend 244 779 19 059 263 838
Auf nicht beherrschende Anteile entfallend 20 987 478 21 465


Eine Anpassung der Eröffnungsbilanzwerte zum 1. Januar 2009 war nicht erforderlich.

Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen wurden in Übereinstimmung mit IFRS 8 Geschäftssegmente auf Basis des internen Berichtswesens erstellt, das dem Chief Operating Decision Maker regelmäßig dazu dient, die Geschäftsentwicklung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen - sogenannter Management Approach. Chief Operating Decision Maker im W&W-Konzern ist das Management Board.

Die berichtspflichtigen Segmente wurden auf der Basis sowohl von Produkten und Dienstleistungen als auch nach regulatorischen Anforderungen identifiziert. Diesbezüglich wurden im Segment Personenversicherung und Schaden-/Unfallversicherung einzelne operative Segmente zusammengefasst. Im Folgenden sind die Produkte und Dienstleistungen aufgelistet, mit denen die berichtspflichtigen Segmente Erträge erzielen. Eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht nicht.

BAUSPARBANK

Der Bereich BausparBank umfasst eine breite Auswahl an Bauspar- und Bankprodukten im Wesentlichen für Privatkunden, z. B. Bausparverträge, Vorausdarlehen und Zwischenkredite, Spar- und Geldanlageprodukte, Girokonten, Tagesgeldkonten, Maestro- und Kreditkarten, Hypothekendarlehen und Bankdarlehen.

PERSONENVERSICHERUNG

Das Segment Personenversicherung bietet eine Vielzahl von Lebens- und Krankenversicherungsprodukten für Einzelpersonen und Gruppen an, einschließlich klassischer und fondsgebundener Lebens- und Rentenversicherungen, Risikolebensversicherungen, klassischer und fondsgebundener Riester-Rente und Basis-Rente, Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie privater Krankenvoll- und -zusatzversicherungen und Pflegeversicherungen.

SCHADEN-/UNFALLVERSICHERUNG

Im Segment Schaden-/Unfallversicherung wird eine umfangreiche Palette von Versicherungsprodukten für Privat- und Firmenkunden angeboten, darunter Haftpflicht-, Unfall-, Kraftfahrt-, Hausrat-, Wohngebäude-, Rechtsschutz-, Transport- und technische Versicherungen.

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird wie in den Vorjahren am Segmentergebnis nach IFRS gemessen. Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Alle übrigen Geschäftsaktivitäten des W&W-Konzerns, wie beispielsweise zentrale Konzernfunktionen, Asset-Management-Aktivitäten, Bauträgertätigkeiten sowie das Angebot von Bauspar-, Bank- und Versicherungsprodukten außerhalb Deutschlands wurden unter Alle sonstigen Segmente zusammengefasst.

In der Spalte Konsolidierung/Überleitung werden Konsolidierungsmaßnahmen ausgewiesen, die zur Überleitung auf die Konzernwerte erforderlich sind.

Die Bewertungsgrundsätze der Segmentberichterstattung entsprechen den im IFRS-Konzernabschluss verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

SEGMENTGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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BAUSPARBANK PERSONENVERSICHERUNG SCHADEN-/UNFALL-
VERSICHERUNG
in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009
bis
31.12.2009
1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
1. Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
219 922 192 359 482 437 211 111 27 737 18 473
2. Ergebnis aus nach der Equity- Methode
bilanzierten Finanzanlagen
- - - 4 143 4046 - 4 442 - 4136
3. Ergebnis aus erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
- 42 769 6 124 - 2 509 176 460 - 5 058 - 16 005
4. Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen 15 156 - 154 - 183 - 81 - -
5. Ergebnis aus Forderungen,
Verbindlichkeiten und Nachrangkapital
262 151 276 740 713 018 707 797 49 019 36 834
6. Ergebnis aus der Risikovorsorge 33 827 34 824 7 931 88 087 3 338 99
7. FINANZERGEBNIS 420 633 440 245 1 180 689 1 007 6046 63 918 38 7906
8. ERGEBNIS AUS ALS
FINANZINVESTITIONEN GEHALTENEN
IMMOBILIEN
- 4 24 313 20 707 2 486 1 993
9. PROVISIONSERGEBNIS - 22 156 - 9 704 - 139 320 - 137 169 - 174 314 - 160 813
10. VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO) - - 2 531 585 2 494 236 1 082 445 1 065 794
11. LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGS-
VERTRÄGEN (NETTO)
- - 3 250 382 3 102 2796 597 891 509 487
12. VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN1 403 076 326 686 287 783 274 366 337 742 348 076
13. BEWERTUNGSERGEBNIS VON
LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE
UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN, DIE
ALS ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN
KLASSIFIZIERT WERDEN
- - - - - -
14. SONSTIGES ERGEBNIS
126 918 49 593 - 6 070 - 3 111 11 805 30 888
15. SEGMENTERGEBNIS AUS
FORTZUFÜHRENDEN
UNTERNEHMENSTEILEN VOR
ERTRAGSTEUERN
122 319 153 452 53 032 5 6226 50 707 119 0896
16. ERTRAGSTEUERN 3 671 40 825 13 473 - 11 0926 24 183 37 9516
17. SEGMENTERGEBNIS NACH
STEUERN
118 648 112 627 39 559 16 7146 26 524 81 1386
Sonstige Angaben





Erlöse insgesamt2 2 112 194 2 180 716 3 624 047 3 580 200 1 278 432 1 325 314
Davon mit anderen Segmenten 46 293 49 154 78 401 34 125 - 143 775 - 78 033
Davon mit externen Kunden 2 065 901 2 131 562 3 545 646 3 546 075 1 422 207 1 403 347
Zinserträge 1 922 593 2 019 608 967 969 967 774 79 923 81 390
Zinsaufwendungen 1 477 114 1 561 688 115 075 100 541 19 541 22 418
Planmäßige Abschreibungen 9 311 9 193 51 428 48 075 5 881 6 014
Wertminderungsaufwendungen3 - 72 8 624 3 223 100 -
Wertaufholungen3 - - - - - -
Wesentliche zahlungsunwirksame Posten 65 191 32 118 7 146 - 2136 40 772 19 1766
Segmentvermögen4 39 886 860 34 442 683 30 645 727 29 989 7686 3 675 687 3 746 8256
Segmentschulden4 38 510 348 33 120 593 30 449 386 29 817 3656 3 098 258 3 228 3486
Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen4
- - 101 067 84 3416 82 837 64 5586
Investitionen in langfristige
Vermögenswerte
1 048 1 832 211 190 50 301 1 940 1 764


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SUMME DER BERICHTS-
PFLICHTIGEN SEGMENTE
ALLE SONSTIGEN
SEGMENTE5
KONSOLIDIERUNG/
ÜBERLEITUNG
in Tsd €
1.1.2010 bis
31.12.2010

1.1.2009 bis
31.12.2009

1.1.2010 bis
31.12.2010

1.1.2009 bis
31.12.2009

1.1.2010
bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
1. Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
730 096 421 943 141 500 148 472 - 146 770 - 141 675
2. Ergebnis aus nach der Equity-Methode
bilanzierten Finanzanlagen
- 8 585 - 96 1 610 26 - 503
3. Ergebnis aus erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
- 50 336 166 579 - 14 491 - 1 284 513 - 1 425
4. Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen 14 973 - 235 - - - -
5. Ergebnis aus Forderungen,
Verbindlichkeiten und Nachrangkapital
1 024 188 1 021 371 35 840 15 449 5 720 10 807
6. Ergebnis aus der Risikovorsorge 45 096 123 010 4 605 2 798 - -
7. FINANZERGEBNIS 1 665 240 1 486 6396 159 854 159 865 - 140 537 - 131 790
8. ERGEBNIS AUS ALS
FINANZINVESTITIONEN GEHALTENEN
IMMOBILIEN
26 799 22 704 723 914 - 189 - 587
9. PROVISIONSERGEBNIS - 335 790 - 307 686 - 20 384 - 33 132 1 461 - 6 774
10. VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO) 3 614 030 3 560 030 217 962 214 591 - 50 034 - 7 126
11. LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGS-
VERTRÄGEN (NETTO)
3 848 273 3 611 7666 150 952 123 333 - 55 383 - 6 904
12. VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN1 1 028 601 949 128 100 685 92 846 7 604 - 314
13. BEWERTUNGSERGEBNIS VON
LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE
UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN, DIE
ALS ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN
KLASSIFIZIERT WERDEN
- - - 985 - -
14. SONSTIGES ERGEBNIS
132 653 77 370 27 386 19 478 8 059 6 768
15. SEGMENTERGEBNIS AUS
FORTZUFÜHRENDEN
UNTERNEHMENSTEILEN VOR
ERTRAGSTEUERN
226 058 278 1636 133 904 146 522 - 133 461 - 132 291
16. ERTRAGSTEUERN 41 327 67 6846 20 027 67 454 - 23 026 - 64 852
17. SEGMENTERGEBNIS NACH
STEUERN
184 731 210 4796 113 877 79 068 - 110 435 - 67 439
Sonstige Angaben





Erlöse insgesamt2 7 014 673 7 086 230 426 853 397 750 - 277 515 - 302 489
Davon mit anderen Segmenten - 19 081 5 246 296 596 297 243 - 277 515 - 302 489
Davon mit externen Kunden 7 033 754 7 080 984 130 257 100 507 - -
Zinserträge 2 970 485 3 068 772 130 470 113 754 - 41 969 - 52 134
Zinsaufwendungen 1 611 730 1 684 647 85 959 81 151 - 40 929 - 51 253
Planmäßige Abschreibungen 66 620 63 282 30 443 29 118 - 786 - 2 184
Wertminderungsaufwendungen3 8 724 3 295 1 125 1 433 - -
Wertaufholungen3 - - - - - -
Wesentliche zahlungsunwirksame Posten 113 109 51 0816 44 146 71 821 - 27 957 - 46 314
Segmentvermögen4 74 208 274 68 179 2766 5 416 279 5 123 356 - 3 636 594 - 3 727 827
Segmentschulden4 72 057 992 66 166 3066 3 403 020 3 181 067 - 2 317 319 - 2 439 429
Nach der Equity-Methode bilanzierte
Finanzanlagen4
183 904 148 8996 29 086 28 329 - -
Investitionen in langfristige
Vermögenswerte
214 178 53 897 40 155 32 470 - -


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KONZERN
in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
1. Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 724 826 428 740
2. Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen - 6 975 5206
3. Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzaktiva und Finanzpassiva
- 64 314 163 870
4. Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen 14 973 - 235
5. Ergebnis aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital 1 065 748 1 047 627
6. Ergebnis aus der Risikovorsorge 49 701 125 808
7. FINANZERGEBNIS 1 684 557 1 514 7146
8. ERGEBNIS AUS ALS FINANZINVESTITIONEN
GEHALTENEN IMMOBILIEN
27 333 23 031
9. PROVISIONSERGEBNIS - 354 713 - 347 592
10. VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO) 3 781 958 3 767 495
11. LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN (NETTO) 3 943 842 3 728 1956
12. VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN1 1 136 890 1 041 660
13. BEWERTUNGSERGEBNIS VON LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE UND
VERÄUSSERUNGSGRUPPEN,DIE ALS ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN
KLASSIFIZIERT WERDEN
- 985
14. SONSTIGES ERGEBNIS
168 098 103 616
15. SEGMENTERGEBNIS AUS FORTZUFÜHRENDEN UNTERNEHMENSTEILEN
VOR ERTRAGSTEUERN
226 501 292 3946
16. ERTRAGSTEUERN 38 328 70 2866
17. SEGMENTERGEBNIS NACH STEUERN
188 173 222 1086
Sonstige Angaben

Erlöse insgesamt2 7 164 011 7 181 491
Davon mit anderen Segmenten - -
Davon mit externen Kunden 7 164 011 7 181 491
Zinserträge 3 058 986 3 130 392
Zinsaufwendungen 1 656 760 1 714 545
Planmäßige Abschreibungen 96 277 90 216
Wertminderungsaufwendungen3 9 849 4 728
Wertaufholungen3 - -
Wesentliche zahlungsunwirksame Posten 129 298 76 5886
Segmentvermögen4 75 987 959 69 574 8056
Segmentschulden4 73 143 693 66 907 9446
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen4 212 990 177 2286
Investitionen in langfristige Vermögenswerte 254 333 86 367


1 Einschließlich Dienstleistungs- und Mieterträgen mit anderen Segmenten.
2 Zins-, Provisions- und Mieterträge sowie verdiente Beiträge (netto) der Versicherungen.
3 Die Wertminderungen und Wertaufholungen beziehen sich auf die immateriellen Vermögenswerte, auf Sachanlagen und Vorräte sowie auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.
4 Werte zum 31. Dezember 2010 bzw. 31. Dezember 2009.
5 Enthält Beträge aus anteiliger Gewinnabführung, die in der Konsolidierungsspalte eliminiert werden.
6 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


ANGABE NACH REGIONEN (KONZERN)

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ERLÖSE MIT
EXTERNEN KUNDEN1
LANGFRISTIGE
VERMÖGENSWERTE2
in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
31.12.2010 31.12.2009
Deutschland 7 044 912 7 084 983 1 734 710 1 659 890
Tschechien 118 041 93 629 21 108 16 808
Andere Länder 1 058 2 879 7 4
Gesamt 7 164 011 7 181 491 1 755 825 1 676 702


1 Erlöse wurden gemäß dem Sitzland der operativen Einheiten zugeordnet.
2 Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte mit Ausnahme aktivierter Versicherungsbestände sowie Sachanlagen.


Erläuterungen zur Konzernbilanz

(1) BARRESERVE

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Kassenbestand 3 558 4 036
Guthaben bei Zentralnotenbanken 168 094 106 079
Guthaben bei ausländischen Postgiroämtern 85 207
Barreserve 171 737 110 322


Guthaben bei Zentralnotenbanken, bei ausländischen Postgiroämtern und Schuldtitel öffentlicher Stellen stammen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich aus dem Bestand der Bausparkassen und Banken des W&W-Konzerns.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Guthaben bei den nationalen Notenbanken, die den jeweiligen Rücklagenvorschriften unterliegen, beliefen sich auf 105,4 (Vj. 94,3) Mio € zum 31. Dezember 2010. Die Vorschriften zum Mindestreservesoll wurden im Berichtsjahr stets eingehalten. Bei den Schuldtiteln öffentlicher Stellen handelt es sich um staatliche Schuldverschreibungen und Treasury Bills, jeweils mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten.

Der beizulegende Zeitwert der Barreserve beträgt 171,7 (Vj. 110,3) Mio € und entspricht dem Buchwert.

(2) ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 95 220 8 997
ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN
95 220 8 997


Zum 31. Dezember 2009 enthielt die Position als Finanzinvestition gehaltene Immobilien ausschließlich eine Gewerbeimmobilie des CS-WV Immofonds (Segment Personenversicherung). Da der für das Berichtsjahr geplante Verkauf nicht zu realisieren war, wurde das Objekt in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Die daraus resultierenden Ergebniseffekte werden unter Note 36 dargestellt.

Während des Berichtszeitraums 2010 wurden insgesamt vier fremdgenutzte Gewerbeimmobilien aus den Segmenten Personenversicherung, Schaden-/Unfallversicherung und Alle Sonstigen Segmente als zur Veräußerung gehalten klassifiziert.

Aufgrund des Scheiterns der Vertragsverhandlungen und da sich gegenwärtig kein angemessener Verkaufserlös am Markt erzielen lässt, wurde die Veräußerungsabsicht für eines der Objekte (Segment Schaden-/Unfallversicherung) im vierten Quartal 2010 wieder aufgegeben.

Die Immobilie mit einem Buchwert von 18,6 Mio € wurde wieder in die ursprüngliche Kategorie zurückgegliedert. Bewertungseffekte ergaben sich keine.

Für die übrigen Objekte werden die zu ihrer Veräußerung ergriffenen Maßnahmen voraussichtlich innerhalb eines Jahres zum Verkauf führen. Die Veräußerung der Immobilien erfolgt unter anderem aus Gründen der Diversifikation und dient damit der weiteren Optimierung des Asset-Portfolios im W&W-Konzern.

(3) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Handelsaktiva 451 903 405 816
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 351 268
Festverzinsliche Wertpapiere 6 773 61 980
Derivative Finanzinstrumente 444 779 343 568
Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 1 696 205 1 561 152
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 46 839 79 058
Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 888 361 731 813
Zinsbezogene strukturierte Produkte 268 855 321 991
Währungsbezogene strukturierte Produkte 88 811 80 865
Aktien-/Indexbezogene strukturierte Produkte 393 333 317 399
Sonstige strukturierte Produkte 10 006 30 026
ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZAKTIVA 2 148 108 1 966 968


Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Forderungen, welche als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva designiert wurden, ist in Höhe von - 8,0 (Vj. 19,1) Mio € auf die Veränderung des Kreditrisikos zurückzuführen. Die daraus resultierende kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwerts beträgt - 32,7 (Vj. - 24,7) Mio €. Die Bestimmung der bonitätsinduzierten Veränderung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über eine Differenzenermittlung unter Verwendung der Credit-Spread-Änderung im Berichtsjahr.

Die im Zusammenhang mit der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von variabel- und festverzinslichen Finanzinstrumenten erforderliche Spreadermittlung wurde im vierten Quartal 2010 weiter verfeinert (siehe auch den Abschnitt Bewertung zum beizulegenden Zeitwert). Die damit zum 31. Dezember 2010 einhergehende Schätzungsänderung führte zu einer ergebniswirksamen Verminderung des beizulegenden Zeitwerts in Höhe von 5,0 Mio €.

(4) FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG

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FORTGEFÜHRTE
ANSCHAFFUNGSKOSTEN
NICHT REALISIERTE
GEWINNE (BRUTTO)
NICHT REALISIERTE
VERLUSTE (BRUTTO)
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Beteiligungen 472 731 431 477 91 675 27 325 9 010 1 132
Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
1 448 591 1 113 538 235 751 150 327 26 537 21 353
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 17 599 143 15 248 044 157 972 193 352 482 940 252 907
von öffentlichen Emittenten 7 264 299 4 915 076 61 877 62 334 316 389 53 209
von anderen Emittenten 10 334 844 10 332 968 96 095 131 018 166 551 199 698
Sonstige 1 872 - - - 2 -
FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR
VERÄUSSERUNG
19 522 337 16 793 059 485 398 371 004 518 489 275 392


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BEIZULEGENDER
ZEITWERT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Beteiligungen 555 396 457 670
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 657 805 1 242 512
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 17 274 175 15 188 489
von öffentlichen Emittenten 7 009 787 4 924 201
von anderen Emittenten 10 264 388 10 264 288
Sonstige 1 870 -
FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG 19 489 246 16 888 671


Anteile am gesonderten Sicherungsvermögen des Sicherungsfonds der Lebensversicherer, das getrennt vom Vermögen der Protektor Lebensversicherungs-AG geführt wird, werden als Namensgenussrecht mit einem Buchwert in Höhe von 27,3 (Vj. 23,3) Mio € in der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2010 betrugen die noch nicht eingeforderten Kapitaleinzahlungsverpflichtungen aus Beteiligungen an Private-Equity-Gesellschaften im W&W-Konzern 196,1 (Vj. 204,5) Mio € .

Die im Zusammenhang mit der Fair-Value-Ermittlung von Fremdkapitalinstrumenten erforderliche Spreadermittlung wurde im vierten Quartal 2010 weiter verfeinert (siehe auch den Abschnitt Bewertung zum beizulegenden Zeitwert). Die damit zum 31. Dezember 2010 einhergehende Schätzungsänderung führte zu einem ergebnisneutralen Anstieg des beizulegenden Zeitwerts der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung in Höhe von 52,0 Mio €.

(5) FORDERUNGEN

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BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEITWERT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 14 916 135 15 103 954 15 237 359 15 621 439
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 95 153 103 799 95 153 103 799
Forderungen an Kunden 34 174 898 30 624 338 35 587 440 31 570 179
Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment1 20 470 - 11 772 20 470 - 11 772
Sonstige Forderungen 98 496 82 915 98 496 82 915
FORDERUNGEN 49 305 152 45 903 234 51 038 918 47 366 560


1 Die zugehörigen Grundgeschäfte sind in den Forderungen an Kunden enthalten.


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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 14 916 135 15 103 954
Namensschuldverschreibungen 9 712 263 9 532 249
Schuldscheindarlehen 3 742 020 3 973 298
Andere Forderungen an Kreditinstitute 1 461 852 1 598 407
Davon täglich fällige Guthaben bei Banken und Sparkassen 918 704 581 542
Davon Termingelder 248 486 621 684
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 95 153 103 799
Abrechnungsforderungen 52 603 62 955
Depotforderungen 42 550 40 844
Forderungen an Kunden 34 174 898 30 624 338
Baudarlehen 27 306 355 25 377 387
Bauspardarlehen 4 203 860 3 811 404
Vor- und Zwischenfinanzierungskredite 11 220 309 9 500 081
Sonstige Baudarlehen 11 882 186 12 065 902
Kommunalkredite 5 752 638 4 170 314
Andere Forderungen an Kunden 1 115 905 1 076 637
An Versicherungsvermittler 29 401 19 103
An Versicherungsnehmer 388 522 389 087
Finanzinstrumente umgegliedert aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung in Forderungen 317 430 302 659
Verbriefte Forderungen 186 157 155 509
Sonstige Forderungen an Kunden 194 395 210 279
Aktivisches Portfolio-Hedge-Adjustment1 20 470 - 11 772
Sonstige Forderungen 98 496 82 915
FORDERUNGEN 49 305 152 45 903 234


1 Die zugehörigen Grundgeschäfte sind in den Forderungen an Kunden enthalten.


Der Posten sonstige Forderungen enthält unter anderem Forderungen aus Grundstücksverkäufen, Mietverhältnissen, Vorauszahlungen auf Versicherungsleistungen, Forderungen im Zusammenhang mit der Abwicklung von Hypotheken sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der W&W-Konzern hat in Übereinstimmung mit den Regelungen des IAS 39.50 E mit Wirkung zum 1. Juli 2008 als verfügbar zur Veräußerung kategorisierte Wertpapiere in die Kategorie Forderungen umklassifiziert, da er die Absicht hat und in der Lage ist, diese Finanzinstrumente auf absehbare Zeit zu halten. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Buchwert dieser Wertpapiere 317,4 (Vj. 302,7) Mio €, der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf 321,9 (Vj. 185,6) Mio €.

Der W&W-Konzern hat im laufenden und im vorangegangenen Geschäftsjahr für die umklassifizierten Bestände die nachfolgend dargestellten Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Zinsertrag 16 124 21 273
Ergebnis aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage umgegliederter Finanzanlagen - 3 456 - 7 709
Wertminderungen (Impairments) und Zuführungen zur Risikovorsorge 8 638 71 069
Wertaufholungen 10 392 -
Ergebnis aus der Währungsumrechnung 2 060 - 1 411


Bei Verzicht auf die Umklassifizierung wären für das Geschäftsjahr 2010 positive erfolgsneutrale Wertveränderungen in Höhe von 9,6 (Vj. 2,8) Mio € und positive erfolgswirksame Wertveränderungen in Höhe von 5,5 (Vj. - 11) Mio € angefallen. Diese Effekte spiegeln die Nettoauswirkung nach latenter Steuer und Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung wider.

(6) RISIKOVORSORGE

Durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis wird im Abschluss den Adressrisiken aus Forderungen Rechnung getragen.

WERTVERÄNDERUNGEN DES GESCHÄFTSJAHR 2010

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ANFANGS-
BESTAND
1.1.2010
UMBUCHUNGEN ZUFÜHRUNG VERBRAUCH VERÄNDERUNG
KONSOLI-
DIERUNGSKREIS
AUFLÖSUNG
in Tsd €





Forderungen an Kreditinstitute 65 - - - - -
Einzelwertberichtigungen 65 - - - - -
Forderungen aus Rückversicherung 2 539 8 184 1 727 - - 831
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 2 539 8 184 1 727 - - 831
Forderungen an Kunden 231 754 529 104 040 22 751 - 82 369
Einzelwertberichtigungen 166 490 - 21 571 68 281 22 751 - 27 377
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 65 264 22 100 35 759 - - 54 992
Sonstige Forderungen 6 455 - 529 1 292 128 - 3 605
Einzelwertberichtigungen 5 359 - 1 292 128 - 3 274
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 1 096 - 529 - - - 331
RISIKOVORSORGE 240 813 8 184 107 059 22 879 - 86 805
Einzelwertberichtigungen 171 914 - 21 571 69 573 22 879 - 30 651
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 68 899 29 755 37 486 - - 56 154


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WÄHRUNGS-
EFFEKTE
ZlNSEFFEKT ENDBESTAND
31.12.2010
in Tsd €


Forderungen an Kreditinstitute - - 65
Einzelwertberichtigungen - - 65
Forderungen aus Rückversicherung - - 11 619
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 11 619
Forderungen an Kunden 754 - 16 803 215 154
Einzelwertberichtigungen 754 - 16 803 147 023
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 68 131
Sonstige Forderungen 49 - 3 534
Einzelwertberichtigungen 49 - 3 298
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 236
RISIKOVORSORGE 803 - 16 803 230 372
Einzelwertberichtigungen 803 - 16 803 150 386
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 79 986


Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf Portfoliobasis werden im W&W-Konzern grundsätzlich im Bilanzposten "Risikovorsorge" ausgewiesen. Hiervon abweichend hat ein Tochterunternehmen in der Vergangenheit Wertberichtigungen auf Portfoliobasis für Forderungen aus Rückversicherung direkt im Bilanzposten "Forderungen aus Rückversicherung" erfasst. Die von dem Tochterunternehmen in den Vorjahren gebildete Risikovorsorge in Höhe von 8 184 Tsd € wurde im laufenden Geschäftsjahr aus dem Posten "Forderungen aus Rückversicherung" in die Wertberichtigungen auf Portfoliobasis für Forderungen aus Rückversicherung umgebucht. Diese Anpassung hatte keinen Einfluss auf die Konzernbilanzsumme, das Konzerneigenkapital, den Konzernjahresüberschuss und das Konzerngesamtergebnis.

WERTVERÄNDERUNGEN DES GESCHÄFTSJAHR 2009

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ANFANGS-
BESTAND
1.1.2009
UMBUCHUNGEN ZUFÜHRUNG VERBRAUCH VERÄNDERUNG
KONSOLI-
DIERUNGSKREIS
AUFLÖSUNG
in Tsd €





Forderungen an Kreditinstitute 65 - - - - -
Einzelwertberichtigungen 65 - - - - -
Forderungen aus Rückversicherung 2 182 - 372 - - 15
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 2 182 - 372 - - 15
Forderungen an Kunden 240 415 - 75 846 52 846 10 612 31 886
Einzelwertberichtigungen 174 606 - 24 750 74 649 52 846 8 637 3 419
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 65 809 24 750 1 197 - 1 975 28 467
Sonstige Forderungen 3 933 - 3 716 245 - 961
Einzelwertberichtigungen 2 691 - 3 520 245 - 619
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 1 242 - 196 - - 342
RISIKOVORSORGE 246 595 - 79 934 53 091 10 612 32 862
Einzelwertberichtigungen 177 362 - 24 750 78 169 53 091 8 637 4 038
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis 69 233 24 750 1 765 - 1 975 28 824


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WÄHRUNGS-
EFFEKTE
ZlNSEFFEKT ENDBESTAND
31.12.2009
in Tsd €


Forderungen an Kreditinstitute - - 65
Einzelwertberichtigungen - - 65
Forderungen aus Rückversicherung - - 2 539
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 2 539
Forderungen an Kunden 158 - 10 545 231 754
Einzelwertberichtigungen 158 - 10 545 166 490
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 65 264
Sonstige Forderungen 12 - 6 455
Einzelwertberichtigungen 12 - 5 359
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 1 096
RISIKOVORSORGE 170 - 10 545 240 813
Einzelwertberichtigungen 170 - 10 545 171 914
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis - - 68 899


(7) POSITIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Cashflow-Hedges 221 529 187 218
Absicherung des Zinsrisikos 221 529 187 218
Fair-Value-Hedges 42 935 52 305
Absicherung des Zinsrisikos 42 935 52 305
POSITIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN 264 464 239 523


(8) NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN

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in Tsd € 2010 2009
Bilanzwert Stand 1.1. 177 228 130 173
Zugänge/Abgänge - 1 233 -
Dividendenzahlungen - 6 842 - 1 736
Anteilige Jahresergebnisse - 6 975 5201
Währungsumrechnung - 25 13
Erfolgsneutral erfasste Veränderungen 50 837 48 2581
Stand 31.12. 212 990 177 2281


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


In den folgenden Tabellen werden für die sich am Bilanzstichtag im Bestand befindlichen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen die gesamten Vermögenswerte, Schulden, Erlöse und Jahresergebnisse der jeweiligen Gesellschaft und nicht allein der auf den W&W-Konzern entfallende Anteil dargestellt:

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2010 IFRS-
VERMÖGENS-
WERTE
IFRS-
SCHULDEN
IFRS-
ERLÖSE
IFRS-
JAHRES-
ERGEBNIS
ANTEIL
IN %
In Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2010 bis
31.12.2010
31.12.2010
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft 811 468 293 300 32 500 - 25 765 35,00
V-Bank AG 309 665 291 481 8 048 67 49,99
Tertianum Besitzgesellschaft Berlin Passauer Str. 5-7 mbH 24 144 33 543 - 451 25,00
Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6
und Sigismundstr. 5-9 mbH
31 950 544 1 836 216 25,00
Tertianum Besitzgesellschaft München Jahnstr. 45 mbH 40 976 158 2 623 1 071 33,33
Wüstenrot stambena štedionica d.d. 192 812 183 410 7 238 594 25,63
Wüstenrot stavebná sporitelna a.s. 317 225 275 060 12 000 3 560 40,00


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2009 IFRS-
VERMÖGENS-
WERTE
IFRS-
SCHULDEN
IFRS-
ERLÖSE
IFRS-
JAHRES-
ERGEBNIS
ANTEIL
IN %
In Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 1.1.2009 bis
31.12.2009
1.1.2009 bis
31.12.2009
31.12.2009
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft 638 3391 288 200 25 200 4061 35,00
V-Bank AG 251 919 235 859 4 059 - 2 439 49,99
Tertianum Besitzgesellschaft Berlin Passauer Str. 5-7 mbH 25 284 122 509 - 555 25,00
Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz Marktstätte 2-6
und Sigismundstr. 5-9 mbH
36 000 811 2 098 471 25,00
Tertianum Besitzgesellschaft München Jahnstr. 45 mbH 42 012 165 2 610 1 062 33,33
Wüstenrot stambena štedionica d.d. 178 122 170 388 7 659 919 25,63
Wüstenrot stavebná sporitelna a.s. 296 557 254 858 12 458 2 571 40,00


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Für die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile assoziierter Unternehmen im W&W-Konzern sind keine öffentlich notierten Marktpreise verfügbar.

Aufgrund des Fehlens eines maßgeblichen Einflusses werden folgende Gesellschaften, an denen der W&W-Konzern zu mehr als 20 % beteiligt ist, nicht nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:

Adveq Opportunity II Zweite GmbH

Deutscher Solarfonds "Stabilität 2010" GmbH

Europe Select Private Equity Partners (A)LP

PWR Holding GmbH

VV Immobilien GmbH & Co. US City KG

Die aufgrund der Anteilsquote nach IAS 28 vermutete Existenz eines maßgeblichen Einflusses des W&W-Konzerns auf diese Unternehmen gilt als widerlegt, da beispielsweise keines der folgenden Indizien vorliegt:

Zugehörigkeit zur Geschäftsführung

Teilnahme an Entscheidungsprozessen

Wesentliche Geschäftsvorfälle zwischen dem Anteilseigner und dem Beteiligungsunternehmen

Austausch von Führungskräften

Bereitstellung wesentlicher Informationen

(9) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Der beizulegende Zeitwert von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt zum Jahresende 1 604,4 (Vj. 1 528,9) Mio €. Es existierten keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oder der Verfügbarkeit über Erträge und Veräußerungserlöse.

Per 31. Dezember 2010 bestehen vertragliche Verpflichtungen zum Erwerb von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Höhe von 96,4 (Vj. 0,0) Mio €. Wesentliche vertragliche Verpflichtungen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien zu erstellen, zu entwickeln, oder solche für Reparaturen, Instandhaltung oder Verbesserungen bestehen nicht.

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In Tsd € 2010 2009
Bruttobuchwerte Stand 1.1. 1 589 431 1 590 607
Zugänge 211266 30 785
Abgänge - 8 060 - 42 726
Umbuchungen 1 119 10 765
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - 151 243 -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen 29 422 -
Veränderung Konsolidierungskreis - 10 384 -
Stand 31.12. 1 661 551 1 589 431


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In Tsd € 2010 2009
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1.1. - 326 841 - 293 815
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 41 348 - 36 292
Zugänge Wertminderungen - 4 837 - 3 223
Abgänge 430 8 484
Umbuchungen - 172 - 1 995
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten 37 455 -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - 1 814 -
Veränderung Konsolidierungskreis 2 187 -
Stand 31.12. - 334 940 - 326 841
Nettobuchwerte Stand 1.1. 1 262 590 1 296 792
Nettobuchwerte Stand 31.12. 1 326 611 1 262 590


Ebenso wie im Vorjahr beinhalten die Zugänge in den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien keine Nachaktivierungen.

(10) ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN RÜCKSTELLUNGEN

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In Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Beitragsüberträge 15 220 16 863
Deckungsrückstellung 1 482 534 1 506 273
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 251808 294 418
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 876 1 224
ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER AN DEN VERSICHERUNGSTECHNISCHEN
RÜCKSTELLUNGEN
1 750 438 1 818 778


Weitere Erläuterungen befinden sich bei den entsprechenden Passivpositionen ab Note Nr. 18.

(11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

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VERBLEIBENDER
ABSCHREIBUNGS-
ZEITRAUM (JAHRE)
In Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände 70 080 82 100 10 - 17
Geschäfts- oder Firmenwerte 57 306 57 306 -
Software 48 823 44 598 1 - 3
Markennamen 27 338 28 946 17
Sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte 11 838 5 642 1 - 12
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 215 385 218 592 -


Der im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 57,3 (Vj. 57,3) Mio € entfällt vollständig auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Württembergische Lebensversicherung AG.

ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2010

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ENTGELTLICH
ERWORBENE
VERSICHE-
RUNGS-BESTÄNDE
GESCHÄFTS-
ODER
FIRMEN-
WERTE
FREMD-BEZOGENE
SOFTWARE
SELBST-ERSTELLTE
SOFTWARE
MARKEN-
NAME
SONSTIGE
ERWORBENE
IMMATERI-
ELLE VERMÖ-
GENSWERTE
In Tsd €





Bruttobuchwerte Stand 1.1. 127 013 57 378 199 921 63 018 32 162 16 244
Zugänge - - 23 127 158 - 14
Abgänge - - - 26 870 - - -
Umbuchungen - - 1 - - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - 422 - - 7 767
Veränderung aus Währungsumrechnung 256 - 405 - - -
Stand 31.12. 127 269 57 378 197 005 63 176 32 162 24 025
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1.1. - 44 913 - 72 - 163 805 - 54 536 - 3 216 - 10 602
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 7 431 - - 13 588 - 5 768 - 1 608 - 1 585
Zugänge Wertminderungen - 4 792 - - 220 - - -
Abgänge - - 26 865 - - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung - 53 - - 306 - - -
Stand 31.12. - 57 189 - 72 - 151 054 - 60 304 - 4 824 - 12 187
Nettobuchwerte Stand 1.1. 82 100 57 306 36 116 8 482 28 946 5 642
Nettobuchwerte Stand 31.12. 70 080 57 306 45 951 2 872 27 338 11 838


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GESAMT
In Tsd €
Bruttobuchwerte Stand 1.1. 495 736
Zugänge 23 299
Abgänge - 26 870
Umbuchungen 1
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen -
Veränderung Konsolidierungskreis 8 189
Veränderung aus Währungsumrechnung 661
Stand 31.12. 501 015
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1.1. - 277 144
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 29 980
Zugänge Wertminderungen - 5 012
Abgänge 26 865
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen -
Veränderung Konsolidierungskreis -
Veränderung aus Währungsumrechnung - 359
Stand 31.12. - 285 630
Nettobuchwerte Stand 1.1. 218 592
Nettobuchwerte Stand 31.12. 215 385


ENTWICKLUNG DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE 2009

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ENTGELTLICH
ERWORBENE
VERSICHE-
RUNGS-BESTÄNDE
GESCHÄFTS-
ODER
FIRMEN-
WERTE
FREMD-BEZOGENE
SOFTWARE
SELBST-ERSTELLTE
SOFTWARE
MARKEN-
NAME
SONSTIGE
ERWORBENE
IMMATERI-
ELLE VERMÖ-
GENSWERTE
In Tsd €





Bruttobuchwerte Stand 1.1. 126 945 57 306 187 855 62 738 32 162 16 224
Zugänge - 72 14 995 280 - 20
Abgänge - - - 4 354 - - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - 1 336 - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung 68 - 89 - - -
Stand 31.12. 127 013 57 378 199 921 63 018 32 162 16 244
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1.1. - 37 302 - - 152 686 - 48 035 - 1 608 - 9 490
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 7 376 - - 14 013 - 6 501 - 1 608 - 1 112
Zugänge Wertminderungen - 230 - 72 - - - -
Abgänge - - 3 604 - - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - 642 - - -
Veränderung aus Währungsumrechnung - 5 - - 68 - - -
Stand 31.12. - 44 913 - 72 - 163 805 - 54 536 - 3 216 - 10 602
Nettobuchwerte Stand 1.1. 89 643 57 306 35 169 14 703 30 554 6 734
Nettobuchwerte Stand 31.12. 82 100 57 306 36 116 8 482 28 946 5 642


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GESAMT
In Tsd €
Bruttobuchwerte Stand 1.1. 483 230
Zugänge 15 367
Abgänge - 4 354
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen -
Veränderung Konsolidierungskreis 1 336
Veränderung aus Währungsumrechnung 157
Stand 31.12. 495 736
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen Stand 1.1. - 249 121
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 30 610
Zugänge Wertminderungen - 302
Abgänge 3 604
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen -
Veränderung Konsolidierungskreis - 642
Veränderung aus Währungsumrechnung - 73
Stand 31.12. - 277 144
Nettobuchwerte Stand 1.1. 234 109
Nettobuchwerte Stand 31.12. 218 592


Zwischen der Wüstenrot Holding AG und der W&W AG besteht eine Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung. Der Buchwert des daraus resultierenden immateriellen Vermögenswerts beträgt zum 31. Dezember 2010 27,3 (Vj. 28,9) Mio €. Dieser besitzt eine begrenzte Nutzungsdauer und wird über 20 Jahre linear abgeschrieben. Die Restnutzungsdauer beträgt 17 Jahre. Dem aktivierten Markennamen steht eine finanzielle Verbindlichkeit gegenüber der Wüstenrot Holding AG zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 29,0 (Vj. 30,1) Mio € entgegen.

Die Summe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2010 erfasst wurden, beträgt 66,9 (Vj. 39,0) Mio €.

Es gibt keine Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten.

(12) SACHANLAGEN UND VORRÄTE

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Eigengenutzte Immobilien 211 006 209 208
Leasingvermögen 30 574 31 071
Betriebs- und Geschäftsausstattung 42 329 37 342
Vorräte 55 391 67 724
Übrige 4 015 3 934
SACHANLAGEN UND VORRÄTE 343 315 349 279


Im Bereich der Sachanlagen bestanden weder Beschränkungen von Verfügungsrechten noch Verpflichtungen zum Erwerb. Des Weiteren wurden Sachanlagen in Höhe von 0,3 (Vj. 0,4) Mio € als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

Im Leasingvermögen sind Immobilien in Höhe von 30,2 (Vj. 30,7) Mio € enthalten.

Die Vorräte stammen in Höhe von 54,8 (Vj. 67,3) Mio € aus dem Bauträgergeschäft und enthalten vor allem zum Verkauf bestimmte Grundstücke und Bauten sowie Grundstücke mit unfertigen Bauten. Der Buchwert der Vorräte, die zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt wurden, beträgt 2,9 (Vj. 2,8) Mio €.

Im Berichtsjahr wurden Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von 0,02 (Vj. 0,1) Mio € vorgenommen. Die Aufwendungen für den Verbrauch an Vorräten in der Berichtsperiode betrugen 4,5 (Vj. 13,6) Mio €. Vorräte in Höhe von 10,8 (Vj. 15,3) Mio € wurden als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

SACHANLAGEN

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EIGENGENUTZTE IMMOBILIEN BETRIEBS- UND
GESCHÄFTSAUSSTATTUNG
LEASINGVERMÖGEN
in Tsd € 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Bruttobuchwerte Stand 1.1. 360 102 351 949 257 865 262 877 38 308 38 308
Zugänge 799 19 880 18 969 20 334 - -
Abgänge - 258 - 16 518 - 43 396 - 25 763 - -
Umbuchungen 188 - 10 553 - 163 - 212 - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis 9 080 15 116 1 611 574 - -
Veränderung aus Währungsumrechnung 888 228 192 55 - -
Stand 31.12. 370 799 360 102 235 078 257 865 38 308 38 308
Kumulierte Abschreibungen
und Wertminderungen Stand 1.1.
- 150 894 - 143 963 - 220 523 - 231 727 - 7 237 - 6 736
Zugänge Abschreibungen (planmäßig) - 9 117 - 9 088 - 15 336 - 13 725 - 497 - 501
Zugänge Wertminderungen - - 1 203 - - - -
Abgänge 258 1 402 43 051 25 136 - -
Wertaufholungen - - - - - -
Umbuchungen 118 1 995 162 - - -
Klassifikation als zur Veräußerung gehalten - - - - - -
Nicht mehr zur Veräußerung vorgesehen - - - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - 171 - -
Veränderung aus Währungsumrechnung - 158 - 37 - 103 - 36 - -
Stand 31.12. - 159 793 - 150 894 - 192 749 - 220 523 - 7 734 - 7 237
Nettobuchwerte Stand 1.1. 209 208 207 986 37 342 31 150 31 071 31 572
Nettobuchwerte Stand 31.12. 211 006 209 208 42 329 37 342 30 574 31 071


(13) STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Die Steuererstattungsansprüche betreffen die laufenden Steuerforderungen und werden voraussichtlich in Höhe von 18,7 (Vj. 33,3) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert.

(14) LATENTE STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE

Latente Steuererstattungsansprüche wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva 104 310 88 200
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 100 961 74 137
Forderungen 73 959 89 503
Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen 99 978 90 260
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 1 128 6401
Verbindlichkeiten 9 951 11 475
Versicherungstechnische Rückstellungen 119 080 115 967
Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Verpflichtungen 110 551 95 610
Übrige Bilanzpositionen 69 313 75 162
Steuerlicher Verlustvortrag 2 957 5 687
LATENTE STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHE 692 188 646 6411


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Die Bildung latenter Steuern auf Rückstellungen für Pensionen und andere Verpflichtungen erfolgte in Höhe von 48,0 (Vj. 38,0) Mio € erfolgsneutral.

Bei latenten Steuererstattungsansprüchen in Höhe von 86,5 (Vj. 80,8) Mio € sowie latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 0,9 (Vj. 3,9) Mio € wird davon ausgegangen, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden.

Auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge betreffend die Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 18,6 (Vj. 39,1) Mio € wurden keine latenten Steuern angesetzt, da mittelfristig nicht von deren Verwertung ausgegangen werden kann.

(15) ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FINANZPASSIVA

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Handelspassiva 533 918 496 451
Derivative Finanzinstrumente 533 918 496 451
ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETE FlNANZPASSIVA 533 918 496 451


(16) VERBINDLICHKEITEN

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Buchwert Beizulegender Zeitwert
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Verbriefte Verbindlichkeiten 1 448 458 1 293 492 1 460 566 1 302 521
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 160 451 6 740 072 8 182 494 6 773 982
Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1 556 652 1 592 859 1 556 652 1 592 859
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 27 510 458 23 769 784 27 674 998 23 980 829
Sonstige Verbindlichkeiten 442 968 453 914 409 369 453 914
VERBINDLICHKEITEN 39 118 987 33 850 121 39 284 079 34 104 105


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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Verbriefte Verbindlichkeiten 1 448 458 1 293 492
Hypothekenpfandbriefe 1 352 323 1 127 367
Sonstige Schuldverschreibungen 96 135 166 125
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 160 451 6 740 072
Einlagen aus dem Bauspargeschäft 7 212 4 678
Andere Verbindlichkeiten 8 153 239 6 735 394
Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 1 556 652 1 592 859
Abrechnungsverbindlichkeiten 36 784 60 116
Depotverbindlichkeiten 1 519 868 1 532 743
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 27 510 458 23 769 784
Einlagen aus dem Bauspargeschäft und Spareinlagen 19 531 520 15 893 789
Andere Verbindlichkeiten 7 296 372 7 220 506
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 682 566 655 489
Sonstige Verbindlichkeiten 442 968 453 914
VERBINDLICHKEITEN 39 118 987 33 850 121


Von den Anderen Verbindlichkeiten aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind 3 004,7 (Vj. 2 474,0) Mio € täglich fällig, 4 291,6 (Vj. 4 746,5) Mio € haben eine vereinbarte Laufzeit.

Von den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft entfallen 630,9 (Vj. 606,6) Mio € auf Versicherungsnehmer und 51,7 (Vj. 48,9) Mio € auf Versicherungsvermittler.

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem erhaltene Anzahlungen in Höhe von 13,3 (Vj. 13,4) Mio €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 59,5 (Vj. 52,2) Mio € sowie Verbindlichkeiten im Personalbereich in Höhe von 85,9 (Vj. 71,8) Mio € enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen belaufen sich auf 30,2 (Vj. 30,7) Mio €.

(17) NEGATIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Cashflow-Hedges 53 953 54 214
Absicherung des Zinsrisikos 53 953 54 214
Fair-Value-Hedges 343 384 324 678
Absicherung des Zinsrisikos 343 384 324 678
NEGATIVE MARKTWERTE AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN 397 337 378 892


(18) VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN

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BRUTTO BRUTTO
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Beitragsüberträge 287 281 294 895
Deckungsrückstellung 25 410 293 24 694 771
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2 316 304 2 368 331
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 1 737 781 1 755 8441
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 25 321 24 948
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RÜCKSTELLUNGEN 29 776 980 29 138 7891


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Beitragsüberträge

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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in Tsd € 2010 2010 2009 2009
Stand 1.1. 294 895 16 863 357 233 17 889
Zugang 292 730 15 220 162 281 16 863
Entnahme - 300 426 - 16 863 - 224 609 - 17 889
Veränderung aus Währungsumrechnung 82 - - 10 -
Stand 31.12. 287 281 15 220 294 895 16 863


Deckungsrückstellung

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2009
Lebensversicherung 25 197 787 1 482 534 24 527 508 1 506 273
Krankenversicherung 212 506 - 167 263 -
Deckungsrückstellung 25 410 293 1 482 534 24 694 771 1 506 273


DECKUNGSRÜCKSTELLUNG NACH ART DER LEBENSVERSICHERUNG BETRIEBENES GESCHÄFT

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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in Tsd € 2010 2010 2009 2009
Deckungsrückstellung 23 795 696 - 23 382 071 -
Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge 731 813 - 518 414 -
Noch nicht fällige Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern - 141 719 - - 118 595 -
Stand 1.1. 24 385 790 1 506 273 23 781 890 1 538 242
Zuführung aus den Beiträgen1 2 145 344 - 1 994 923 -
Veränderung wegen Auszahlungen1 - 2 260 709 - - 2 307 091 -
Rechnungsmäßige Zinsen1 807 734 - 823 024 -
Sonstige Veränderungen1 - 44 255 - 23 739 92 675 - 31 969
Veränderung aus Währungsumrechnung 1 735 - 369 -
Stand 31.12. 25 035 639 1 482 534 24 385 790 1 506 273
Deckungsrückstellung 24 309 426 - 23 795 696 -
Deckungsrückstellung für fondsgebundene Versicherungsverträge 888 361 - 731 813 -
Noch nicht fällige Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern - 162 148 - - 141 719 -


1 Die Aufteilung der Veränderungen im Geschäftsjahr wurde auf der Grundlage von vorläufigen Gewinnzerlegungen ermittelt. Die Vorjahreswerte wurden an die endgültige Gewinnzerlegung angepasst.


ALTERUNGSRÜCKSTELLUNG IM BEREICH DER KRANKENVERSICHERUNG

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in Tsd € 2010 2009
Stand 1.1. 167 263 129 068
Anteil Verbandstarife - 22 934 - 19 660
Stand 1.1. ohne Verbandstarife 144 329 109 408
Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 2 919 2 442
Zuführung aus den Beiträgen 30 195 27 726
Verzinsung 5 739 4 440
Direktgutschrift 447 313
Stand 31.12. ohne Verbandstarife 183 629 144 329
Anteil Verbandstarife 28 877 22 934
Stand 31.12. 212 506 167 263


Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2009
Lebens-/Krankenversicherung 113 661 8 179 109 831 7 357
Schaden-/Unfall-/Rückversicherung 2 202 643 243 629 2 258 500 287 061
RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT
ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE
2 316 304 251 808 2 368 331 294 418


Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung wie folgt entwickelt:

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
VERSICHERER
BRUTTO ANTEIL RÜCK-
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in Tsd € 2010 2010 2009 2009
Stand 1.1. 109 831 7 357 101 745 6 443
Erfolgswirksame Veränderungen 3 809 822 8 083 914
Veränderung aus Währungsumrechnung 21 - 3 -
Stand 31.12. 113 661 8 179 109 831 7 357


Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle hat sich im Bereich Schaden-/Unfall- und Rückversicherung wie folgt entwickelt:

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
VERSICHERER
BRUTTO ANTEIL RÜCK-
VERSICHERER
in Tsd € 2010 2010 2009 2009
Stand 1.1. 2 258 500 287 061 2 429 062 334 940
Zuführung 491085 10 279 464 623 10 305
Gezahlte Leistungen - 399 993 - 40 605 - 408 339 - 42 685
Auflösung - 170 247 - 17 645 - 228 446 - 15 787
Veränderung aus Währungsumrechnung 23 298 4 539 1 600 288
Stand 31.12. 2 202 643 243 629 2 258 500 287 061


Die nachfolgend dargestellten Schadendreiecke (brutto und netto) zeigen den Abwicklungsverlauf der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden-/ Unfall- und Rückversicherung.

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) wird beim Bruttoschadendreieck am Bilanzstichtag unter Abzug der Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen übergeleitet. Beim Nettoschadendreieck wird bei der Überleitung auf die Netto-Rückstellung noch zusätzlich der Anteil der Rückversicherer in Abzug gebracht.

BRUTTOSCHADENDREIECK1

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in Tsd € 31.12.2001 31.12.2002 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2006
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle (brutto)
2 108 702 2 216 998 2 180 237 2 233 758 2 440 696 2 447 340
Abzüglich Regulierungsreserven 142 622 155 009 159 614 159 301 161 274 161 721
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle (brutto)
1 966 080 2 061 989 2 020 623 2 074 457 2 279 422 2 285 619
Zahlungen, kumuliert (brutto)





1 Jahr später 466 710 473 017 396 674 401017 425 274 371 565
2 Jahre später 666 057 653 144 591 002 588 784 626 304 579 199
3 Jahre später 775 966 784 598 722 349 720 198 766 984 709 081
4 Jahre später 873 251 882 558 821 883 813 951 860 424 810 846
5 Jahre später 948 221 963 225 902 483 885 113 943 182 -
6 Jahre später 1 011 419 1 031 691 959 699 952 084 - -
7 Jahre später 1 066 964 1 080 294 1 017 697 - - -
8 Jahre später 1 106 992 1 131 040 - - - -
9 Jahre später 1 142 164 - - - - -
Ursprüngliche Rückstellung, neu eingeschätzt
(brutto)






1 Jahr später 1 924 465 1 959 921 1 975 537 2 004 110 2 183 568 2 153 977
2 Jahre später 1 845 856 1 960 043 1 919 884 1 975 542 2 092 159 2 050 111
3 Jahre später 1 816 102 1 921 224 1 893 743 1 933 552 1 998 024 1 898 224
4 Jahre später 1 842 568 1 897 130 1 871 268 1 853 648 1 883 193 1 823 069
5 Jahre später 1 822 366 1 885 266 1 812 118 1 774 972 1 831 981 -
6 Jahre später 1 822 180 1 840 996 1 750 885 1 730 116 - -
7 Jahre später 1 774 926 1 788 787 1 711 570 - - -
8 Jahre später 1 728 819 1 752 067 - - - -
9 Jahre später 1 680 694 - - - - -
Kumulierter Bruttoüberschuss (Fehlbetrag)
ohne Währungskurseinflüsse
285 386 309 922 309 053 344 341 447 441 462 550
Kumulierter Bruttoüberschuss (Fehlbetrag)
mit Währungskurseinflüssen
324 808 358 734 329 014 306 997 478 640 509 765


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in Tsd € 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2010
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) 2 484 998 2 429 062 2 258 500 2 202 643
Abzüglich Regulierungsreserven 172 324 177 773 170 524 170 487
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) 2 312 674 2 251 289 2 087 976 2 032 156
Zahlungen, kumuliert (brutto)



1 Jahr später 373 623 356 844 349 610 -
2 Jahre später 571 862 539 706 - -
3 Jahre später 723 852 - - -
4 Jahre später - - - -
5 Jahre später - - - -
6 Jahre später - - - -
7 Jahre später - - - -
8 Jahre später - - - -
9 Jahre später - - - -
Ursprüngliche Rückstellung, neu eingeschätzt (brutto)



1 Jahr später 2 201 835 2 056 229 1 937 934 -
2 Jahre später 2 068 141 1 929 577 - -
3 Jahre später 1 977 431 - - -
4 Jahre später - - - -
5 Jahre später - - - -
6 Jahre später - - - -
7 Jahre später - - - -
8 Jahre später - - - -
9 Jahre später - - - -
Kumulierter Bruttoüberschuss (Fehlbetrag) ohne Währungskurseinflüsse 335 243 321 712 150 042 -
Kumulierter Bruttoüberschuss (Fehlbetrag) mit Währungskurseinflüssen 359 298 317 992 126 832 -


1 Im Schadendreieck sind neu hinzugekommene sowie veräußerte Konzernunternehmen rückwirkend berücksichtigt bzw. ausgegliedert worden.


NETTOSCHADENDREIECK1

scroll
in Tsd € 31.12.2001 31.12.2002 31.12.2003 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2006
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle (brutto)
2 108 702 2 216 998 2 180 237 2 233 758 2 440 696 2 447 340
Anteil der Rückversicherer 488 799 504 201 408 585 435 516 521 679 437 533
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle (netto)
1 619 903 1 712 797 1 771 652 1 798 242 1 919 017 2 009 807
Abzüglich Regulierungsreserven 125 791 137 145 141 022 143 126 147 717 148 511
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle (netto)
1 494 112 1 575 652 1 630 630 1 655 116 1 771 300 1 861 296
Zahlungen, kumuliert (netto)





1 Jahr später 345 846 309 174 318 570 305 735 291 877 281 724
2 Jahre später 446 800 454 161 464 996 428 554 425 631 441 329
3 Jahre später 531 429 553 024 561 064 516 606 531 659 547 631
4 Jahre später 606 803 622 547 625 032 583 875 608 019 628 943
5 Jahre später 659 593 674 666 684 396 640 291 674 020 -
6 Jahre später 701 078 724 619 729 564 692 890 - -
7 Jahre später 740 689 763 254 774 920 - - -
8 Jahre später 772 099 803 109 - - - -
9 Jahre später 800 023 - - - - -
Ursprüngliche Rückstellung, neu eingeschätzt
(netto)






1 Jahr später 1 447 013 1 497 262 1 589 585 1 573 632 1 671 776 1 716 714
2 Jahre später 1 397 758 1 513 174 1 527 924 1 500 241 1 586 514 1 632 043
3 Jahre später 1 375 798 1 455 833 1 464 412 1 461 348 1 518 126 1 499 548
4 Jahre später 1 373 081 1 400 798 1 442 597 1 404 687 1 416 087 1 439 029
5 Jahre später 1 328 444 1 395 809 1 403 748 1 334 770 1 375 639 -
6 Jahre später 1 335 650 1 369 786 1 349 168 1 299 150 - -
7 Jahre später 1 305 367 1 322 455 1 318 131 - - -
8 Jahre später 1 264 844 1 294 620 - - - -
9 Jahre später 1 229 155 - - - - -
Kumulierter Überschuss (Fehlbetrag)
ohne Währungskurseinflüsse
264 957 281032 312 499 355 966 395 661 422 267
Kumulierter Nettoüberschuss (Fehlbetrag)
mit Währungskurseinflüssen
295 768 319 828 328 457 328 438 416 142 454 439
Nettoabwicklungsquoten in %





Ohne Währungskurseinflüsse 17,73 17,84 19,16 21,51 22,34 22,69
Mit Währungskurseinflüssen 19,80 20,26 20,14 19,84 23,49 24,42


scroll
in Tsd € 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2010
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (brutto) 2 484 998 2 429 062 2 258 500 2 202 643
Anteil der Rückversicherer 373 773 334 940 287 061 243 629
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (netto) 2 111 225 2 094 122 1 971 439 1 959 014
Abzüglich Regulierungsreserven 160 629 169 032 163 587 161 599
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (netto) 1 950 596 1 925 090 1 807 852 1 797 415
Zahlungen, kumuliert (netto)



1 Jahr später 312 607 314 965 309 573 -
2 Jahre später 480 505 464 896 - -
3 Jahre später 600 873 - - -
4 Jahre später - - - -
5 Jahre später - - - -
6 Jahre später - - - -
7 Jahre später - - - -
8 Jahre später - - - -
9 Jahre später - - - -
Ursprüngliche Rückstellung, neu eingeschätzt (netto)



1 Jahr später 1 836 515 1 744 819 1 674 852 -
2 Jahre später 1 710 126 1 635 543 - -
3 Jahre später 1 636 417 - - -
4 Jahre später - - - -
5 Jahre später - - - -
6 Jahre später - - - -
7 Jahre später - - - -
8 Jahre später - - - -
9 Jahre später - - - -
Kumulierter Überschuss (Fehlbetrag) ohne Währungskurseinflüsse 314 179 289 547 133 000 -
Kumulierter Nettoüberschuss (Fehlbetrag) mit Währungskurseinflüssen 333 825 286 115 114 305 -
Nettoabwicklungsquoten in %



Ohne Währungskurseinflüsse 16,11 15,04 7,36 -
Mit Währungskurseinflüssen 17,11 14,86 6,32 -


1 Im Schadendreieck sind neu hinzugekommene sowie veräußerte Konzernunternehmen rückwirkend berücksichtigt bzw. ausgegliedert worden.


Rückstellung für Beitragsrückerstattung

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Bruttobetrag 1 737 781 1 755 8441
Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft - -


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Die Rückstellung für Beitragsrückerstattung hat sich wie folgt entwickelt:

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in Tsd € 2010 2009
Stand 1.1. 1 755 844 1 536 257
Rückstellung für Beitragsrückerstattung Stand 1.1. 1 832 135 2 015 383
Zuführung 351 334 151 720
Inanspruchnahme (liquiditätswirksam) - 244 072 - 176 483
Inanspruchnahme (liquiditätsneutral) - 100 598 - 158 485
Stand 31.12. 1 838 799 1 832 135
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung Stand 1.1. - 76 291 - 479 126
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Veränderungen 1 922 25 7201
Im Eigenkapital erfasste Veränderungen - 26 699 377 1151
Stand 31.12. - 101 068 - 76 2911
Stand 31.12. 1 737 781 1 755 8441


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

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BRUTTO ANTEIL RÜCK-
VERSICHERER
BRUTTO ANTEIL RÜCK-
VERSICHERER
in Tsd € 2010 2010 2009 2009
Stand 1.1. 24 948 1 224 23 655 893
Zuführung 25 321 876 25 110 1 224
Inanspruchnahme und Auflösung - 24 948 - 1 224 - 23 655 - 893
Veränderung aus Währungsumrechnung - - - 162 -
Stand 31.12. 25 321 876 24 948 1 224


(19) ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Die Rückstellungen für Pensionen und andere langfristig fällige Verpflichtungen belaufen sich auf insgesamt 1 256,4 (Vj. 1 179,0) Mio €; davon entfallen 1 152,1 (Vj. 1 073,9) Mio € auf Rückstellungen für Pensionen und 104,3 (Vj. 105,0) Mio € auf Rückstellungen für andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts, des ungetilgten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands sowie der Pensionsrückstellung ist nachfolgend dargestellt:

scroll

ANWARTSCHAFTS-
BARWERT
UNGETILGTER
NACHZUVERRECHNENDER
DlENSTZEITAUFWAND
PENSIONS-
RÜCKSTELLUNG
in Tsd € 2010 2009 2010 2009 2010 2009
Stand 1.1. 1 074 809 950 556 865 1 731 1 073 944 948 825
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste
Erträge und Aufwendungen
67 432 72 681 865 866 68 297 73 547
Laufender Dienstzeitaufwand 14 700 18 445 - - 14 700 18 445
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand/-ertrag - - 865 866 865 866
Zinsaufwand 52 732 54 236 - - 52 732 54 236
Im Eigenkapital erfasste versicherungs-
mathematische Gewinne (-) oder Verluste (+)
36 249 64 129 - - 36 249 64 129
Rentenzahlungen (Verbrauch) - 50 770 - 47 364 - - - 50 770 - 47 364
Veränderung Konsolidierungskreis 24 399 34 807 - - 24 399 34 807
Stand 31.12. 1 152 119 1 074 809 - 865 1 152 119 1 073 944


Für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pläne gelten folgende Annahmen:

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in %
2010 2009
Rechnungszinssatz 4,75 5,00
Rententrend 2,00 2,00
Anwartschaftstrend 3,00 3,00
Gehaltstrend 3,00 3,00
Fluktuationswahrscheinlichkeit (Vertragsbereich/Außendienst und Tarifbereich) 1,00/3,50 1,00/3,50
Inflationstrend 2,00 2,00


Die den Pensionsverpflichtungen zugrunde liegenden versicherungsmathematischen Annahmen zum Rechnungszins wurden im Geschäftsjahr 2010 den Marktverhältnissen beziehungsweise der Inflationsentwicklung angepasst.

Als biometrische Annahmen wurden wie im Vorjahr die Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Auf Basis eines Barwerts von Leistungsverpflichtungen (Defined Benefit Obligation (DBO)) in Höhe von 1 152,1 (Vj. 1 074,8) Mio € und bei ansonsten konstant gehaltenen Annahmen hätte eine Erhöhung des Rechnungszinses um 0,25 % eine Verringerung der DBO um 38,1 (Vj. 35,4) Mio € und eine Verringerung des Rechnungszinses um 0,25 % eine Erhöhung der DBO um 40,4 (Vj. 37,3) Mio € zur Folge.

Der Barwert der Leistungsverpflichtung (DBO) und die jeweiligen erfahrungsbedingten Anpassungen haben sich in den Jahren 2006 bis 2010 wie folgt entwickelt:

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2010 2009 2008 2007 2006
Barwert der Leistungsverpflichtungen (DBO) in Tsd € 1 152 119 1 074 804 950 557 951 994 1 029 252
Erfahrungsbedingte Anpassungen des
Barwerts der Leistungsverpflichtungen (DBO)
in % - 0,16 - 0,13 0,20 - 2,40 1,10


Für das Geschäftsjahr 2011 werden direkte Rentenzahlungen für die Pensionspläne in Höhe von 52,4 (Vj. 49,6) Mio € erwartet.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR ANDERE LANGFRISTIG FÄLLIGE LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER

Für die Bewertung der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer wurden den kürzeren Laufzeiten der Verpflichtungen entsprechende Rechnungszinssätze herangezogen (z. B. Zusagen für Vorruhestand 2,25 % (Vj. 4,5 %), Altersteilzeitverträge 4,0 % (Vj. 4,5 %), Jubiläumsleistungen 4,0 % Vj. (5,0 %)).

Sonstige Rückstellungen 2010

scroll

FÜR
RESTRUKTURIE-
RUNG
FÜR DIE RÜCKER-
STATTUNG VON
ABSCHLUSSGE-
BÜHREN BEI DAR-
LEHENSVERZICHT
FÜR ZINS-
BONUSOPTION
EVENTUALVER-
BINDLICHKEITEN
GEMÄSS IFRS 3
ÜBRIGE GESAMT
in Tsd €





Stand 1.1. 8 518 40 685 485 478 9 300 49 202 593 183
Zuführung 6 157 2 986 173 385 - 44 700 227 228
Inanspruchnahme 2 953 6 045 113 404 - 39 018 161 420
Auflösung 707 1 856 1 776 23 355 10 030 37 724
Zinseffekt 99 1 182 3 454 - 65 4 800
Umbuchung - - - - - 382 - 382
Veränderung aus Konsolidierungskreis - 114 4 156 80 548 20 887 22 721 128 198
Veränderung aus Währungsumrechnung - - 943 - 1 944
Stand 31.12. 11 000 41 108 628 628 6 832 67 259 754 827


Sonstige Rückstellungen 2009

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FÜR
RESTRUKTURIE-
RUNG
FÜR DIE RÜCKER-
STATTUNG VON
ABSCHLUSSGE-
BÜHREN BEI DAR-
LEHENSVERZICHT
FÜR ZINS-
BONUSOPTION
EVENTUALVER-
BINDLICHKEITEN
GEMÄSS IFRS 3
ÜBRIGE GESAMT
in Tsd €





Stand 1.1. 10 248 44 300 381 645 - 93 610 529 803
Zuführung 6 946 2 280 120 762 - 16 782 146 770
Inanspruchnahme 2 159 7 389 74 137 - 41 465 125 150
Auflösung 6 517 3 165 8 624 14 129 34 341 66 776
Zinseffekt - 259 - 16 294 - - 42 - 16 077
Veränderung aus Konsolidierungskreis - 4 400 81 900 23 429 14 658 124 387
Veränderung aus Währungsumrechnung - - 226 - - 226
Stand 31.12. 8 518 40 685 485 478 9 300 49 202 593 183


Im Rahmen des Erwerbs von VVB und ADB wurden im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Abschlussgebühren und Darlehensgebühren Eventualverbindlichkeiten angesetzt (vgl. Abschnitt Unternehmenszusammenschlüsse, Seite 103 ff.).

Im Verlauf des vierten Quartals 2010 ist ein Gerichtsurteil zugunsten der beklagten Bausparkassen im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Abschlussgebühren ergangen, weshalb zum 31. Dezember 2010 die diesbezüglich gebildeten Eventualverbindlichkeiten aufgelöst wurden. Hiervon entfielen 15,2 Mio € auf die ADB und 8,2 Mio € auf die VVB. Von den zum Jahresende ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit anhängigen Verbraucherschutzklagen wegen der Erhebung von Darlehensgebühren entfallen auf die ADB 5,7 Mio € und 1,1 Mio € auf die VVB.

Die erwartete Fälligkeit der in der Bilanz erfassten Beträge gliedert sich wie folgt:

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2010 BIS 1 JAHR 1 JAHR BIS
5 JAHRE
ÜBER
5 JAHRE
UN-
BESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Tsd €




Sonstige Rückstellungen für Restrukturierung 5 502 5 498 - - 11 000
Sonstige Rückstellungen für die Rückerstattung
von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht
13 099 14 004 14 005
41 108
Sonstige Rückstellungen für Zinsbonusoption 199 023 228 015 182 461 19 129 628 628
Eventualverbindlichkeiten gemäß IFRS 3 - - - 6 832 6 832
Übrige 52 024 4 804 360 10 071 67 259
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 269 648 252 321 196 826 36 032 754 827


scroll
2009 BIS 1 JAHR 1 JAHR BIS
5 JAHRE
ÜBER
5 JAHRE
UN-
BESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Tsd €




Sonstige Rückstellungen für Restrukturierung 590 7 928 - - 8 518
Sonstige Rückstellungen für die Rückerstattung
von Abschlussgebühren bei Darlehensverzicht
4 225 15 800 20 660
40 685
Sonstige Rückstellungen für Zinsbonusoption 51 842 187 000 229 900 16 736 485 478
Eventualverbindlichkeiten gemäß IFRS 3 - - - 9 300 9 300
Übrige 30 286 3 815 3 000 12 101 49 202
SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN GESAMT 86 943 214 543 253 560 38 137 593 183


(20) STEUERSCHULDEN

Die Steuerschulden betreffen die abgegrenzten laufenden Steuern und werden voraussichtlich in Höhe von 175,4 (Vj. 149,9) Mio € innerhalb von zwölf Monaten realisiert.

(21) LATENTE STEUERSCHULDEN

Latente Steuerschulden wurden im Zusammenhang mit folgenden Positionen gebildet.

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva 99 719 61 866
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 9 823 33 734
Forderungen 26 061 17 336
Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen 65 297 53 742
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 3 927 2 4811
Verbindlichkeiten 14 983 12 561
Versicherungstechnische Rückstellungen 80 596 84 545
Übrige Bilanzpositionen 188 341 217 427
LATENTE STEUERSCHULDEN 488 747 483 6921


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Bei latenten Steuerschulden in Höhe von 32,8 (Vj. 34,5) Mio € wird davon ausgegangen, dass sie innerhalb von zwölf Monaten realisiert werden.

(22) ÜBRIGE PASSIVA

Diese Position enthält Rückstellungen für die Vollverzinsung von Steuerverpflichtungen aufgrund von Risiken aus Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 26,2 (Vj. 9,6) Mio € und passivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 8,4 (Vj. 5,4) Mio €.

(23) NACHRANGKAPITAL

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BUCHWERT BEIZULEGENDER ZEIWERT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Nachrangige Verbindlichkeiten 374 188 356 249 352 600 334 461
Genussrechtskapital 74 443 74 437 74 660 85 314
NACHRANGKAPITAL 448 631 430 686 427 260 419 775


Das Nachrangkapital ist in der Berichterstattung über die Liquiditätsrisiken (Note Nr. 51) unter der Berücksichtigung bestehender früherer Rückführungsmöglichkeiten vor Endfälligkeit abgebildet.

Unternehmen des W&W-Konzerns haben verschiedene Nachrangkapitalemissionen sowie Genusscheine begeben. Emissionen mit einem Emissionsvolumen von über 30,0 Mio € werden nachfolgend dargestellt:

ISIN

scroll

EMISSIONSJAHR NOMINAL-
BETRAG IN
Mio €
ZINSSATZ
IN %
FÄLLIGKEIT





Württembergische Lebensversicherung AG
XS0244204003
2006 130,0 5,375 bis 2016,
danach
3-Monats-
EURIBOR
+ 2,75
01.06.2026
Württembergische Versicherung AG
DE000A0E9NP2
2005 60,0 5,25 27.07.2015
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank
XF0101050263
2006 50,0 4,57 06.12.2016
Württembergische Versicherung AG
DE0007797995
2001 30,0 5,4 01.12.2011
Württembergische Versicherung AG
XFA101051618
2010 30,0 5,869 09.07.2020


(24) EIGENKAPITAL

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Anteile der W&W-Aktionäre am eingezahlten Kapital 1 460 195 1 460 195
Anteile der W&W-Aktionäre am erwirtschafteten Kapital 1 303 706 1 134 5441
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 80 365 72 1221
EIGENKAPITAL 2 844 266 2 666 8611


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Für das Geschäftsjahr 2010 wird eine Dividendenzahlung in Höhe von 0,50 € je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht einer Auszahlung von 45,9 (Vj. 55,2) Mio €.

Die Hauptversammlung der W&W AG hat am 10. Juni 2010 beschlossen, aus dem handelsrechtlichen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2009 in Höhe von 65,7 Mio € eine Dividende von 0,50 € je Aktie sowie einen Dividendenbonus von 0,10 € je Aktie auszuschütten. Bezogen auf die dividendenberechtigten Aktien entspricht dies einer Ausschüttung von 55,2 Mio €. Vom verbleibenden Betrag wurden 10 Mio € in die Gewinnrücklagen eingestellt und 0,5 Mio € auf neue Rechnung vorgetragen.

Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 11. Juni 2010.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 91 992 622 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien, die in voller Höhe eingezahlt sind. Rechtlich handelt es sich um Stammaktien.

Hieraus ergeben sich Stimm- und Dividendenrechte, das Recht auf einen Anteil am Liquidationserlös und Bezugsrechte. Vorzugsrechte sowie Beschränkungen existieren nicht.

Entwicklung der im Umlauf befindlichen Aktien

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STÜCKZAHL STÜCKZAHL

2010 2009
Stand 1.1. 91 992 622 86 243 084
Zugänge aufgrund Kapitalerhöhung - 5 749 538
Stand 31.12. 91 992 622 91 992 622


Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 bestand ein noch nicht genutztes genehmigtes Kapital in Höhe von 69,9 Mio €. Der Vorstand der W&W-AG ist ermächtigt, dieses bis zum 2. Juni 2014 zu nutzen.

Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital

Die nicht beherrschenden Anteile am Eigenkapital gliedern sich wie folgt:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Anteil an den nicht realisierten Gewinnen und Verlusten 3 701 4 8061
Anteil am Konzernjahresüberschuss 15 046 9 3851
Übrige Anteile 61 618 57 931
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 80 365 72 1221


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

(25) ERGEBNIS AUS FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 925 074 844 697
Zinserträge 473 858 462 481
Dividendenerträge 57 253 63 024
Erträge aus Veräußerungen 301 655 269 465
Erträge aus Wertaufholungen 4 773 5 749
Erträge aus der Währungsumrechnung 86 401 43 745
Erträge aus Gebühren und aus Provisionen aus Wertpapierleihe 1 134 233
Aufwendungen aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 200 248 415 957
Aufwendungen aus der Beendigung eines Fair-Value-Hedges 1 543 414
Aufwendungen aus Veräußerungen 72 473 244 313
Aufwendungen aus Wertminderungen 101 871 138 107
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 24 360 33 122
Aufwendungen aus Gebühren und aus Provisionen aus Wertpapierleihe 1 1
ERGEBNIS AUS FINANZANLAGEN VERFÜGBAR ZUR VERÄUSSERUNG 724 826 428 740


Aus der Bewertung der Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung resultierte im Berichtszeitraum ein direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis in Höhe von 21,5 (Vj. 355,0) Mio €.

Darüber hinaus veränderte sich das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis um einen Betrag in Höhe von - 137,3 (Vj. 158,4) Mio €, der in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht wurde.

Die Wertminderungen von Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung entfallen auf folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Beteiligungen 31 947 63 513
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 49 113 57 545
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 20 811 17 049
WERTMINDERUNGEN 101 871 138 107


(26) ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN FINANZANLAGEN

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2 021 1 736
Erträge aus anteiligen Jahresüberschüssen 2 021 1 736
Erträge aus Wertaufholungen - -
Aufwendungen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 8 996 1 2161
Aufwendungen aus anteiligen Jahresfehlbeträgen 8 996 1 2161
ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN FINANZANLAGEN - 6 975 5201


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Aus der Bewertung der nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen resultierte im Berichtszeitraum ein direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis in Höhe von 50,8 (Vj. 48,6) Mio €.

(27) ERGEBNIS AUS ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BEWERTETEN FINANZAKTIVA UND FINANZPASSIVA

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
1 317 067 1 578 462
Erträge aus Handelsaktiva und Handelspassiva 1 150 357 1 308 462
Zinserträge 562 750 691 452
Dividendenerträge 11 5
Erträge aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 375 740 239 599
Erträge aus Veräußerungen 156 496 296 203
Erträge aus der Währungsumrechnung 55 360 81 203
Erträge aus designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
166 710 270 000
Zinserträge 7 352 5 821
Dividendenerträge 72 1
Erträge aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 36 270 105 705
Erträge aus Veräußerungen 10 241 14 584
Erträge aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 107 866 143 817
Erträge aus der Währungsumrechnung 4 909 72
Aufwendungen aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
1 381 381 1 414 592
Aufwendungen aus Handelsaktiva und Handelspassiva 1 362 489 1 400 251
Zinsaufwendungen 640 744 715 445
Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 403 148 297 647
Aufwendungen aus Veräußerungen 244 604 281 654
Erträge aus der Währungsumrechnung 73 993 105 505
Aufwendungen aus designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva und Finanzpassiva
18 892 14 341
Zinsaufwendungen - -
Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 14 028 1 982
Aufwendungen aus Veräußerungen 1 877 455
Aufwendungen aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 1 982 8 753
Erträge aus der Währungsumrechnung 1 005 3 151
ERGEBNIS AUS ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT
BEWERTETEN FINANZAKTIVA UND FINANZPASSIVA
- 64 314 163 870


(28) ERGEBNIS AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus Sicherungsbeziehungen 407 355 132 059
Erträge aus Fair-Value-Hedges 398 778 129 158
Erträge aus der Bewertung von gesicherten Grundgeschäften 196 871 52 411
Erträge aus der Bewertung von derivativen Sicherungsinstrumenten 201 907 76 747
Erträge aus Cashflow-Hedges 8 577 2 901
Erträge aus der Umbuchung aus der Rücklage für Cashflow-Hedges 6 338 2 028
Erträge aus ineffektiven Teilen von Cashflow-Hedges 2 239 873
Aufwendungen aus Sicherungsbeziehungen 392 382 132 294
Aufwendungen aus Fair-Value-Hedges 384 844 127 210
Aufwendungen aus der Bewertung von gesicherten Grundgeschäften 148 846 61 663
Aufwendungen aus der Bewertung von derivativen Sicherungsinstrumenten 235 998 65 547
Aufwendungen aus Cashflow-Hedges 7 538 5 084
Aufwendungen aus der Umbuchung aus der Rücklage für Cashflow-Hedges 5 293 4 934
Aufwendungen aus ineffektiven Teilen von Cashflow-Hedges 2 245 150
ERGEBNIS AUS SICHERUNGSBEZIEHUNGEN 14 973 - 235


Aus der Bewertung von Cashflow-Hedges resultierte im Berichtszeitraum ein direkt im Eigenkapital erfasstes Ergebnis von insgesamt 117,3 (Vj. - 49,5) Mio €. Darüber hinaus veränderte sich das direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnis um einen Betrag in Höhe von - 1,0 (Vj. 2,2) Mio €, der aufgrund seiner Realisierung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht wurde.

(29) ERGEBNIS AUS FORDERUNGEN, VERBINDLICHKEITEN UND NACHRANGKAPITAL

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital 2 171 740 2 112 859
Zinserträge aus Forderungen 2 015 026 1 970 637
Erträge aus Veräußerungen von Forderungen 114 041 98 467
Erträge aus dem Abgang von Verbindlichkeiten und Nachrangkapital 487 6 796
Erträge aus der Beendigung von Fair-Value-Hedges 3 126 1 935
Erträge aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage umgegliederter
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
- 624
Erträge aus der Währungsumrechnung 39 060 34 400
Aufwendungen aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Nachrangkapital 1 105 992 1 065 232
Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten 1 016 015 999 100
Zinsaufwendungen für Nachrangkapital 23 664 24 834
Aufwendungen aus Veräußerungen von Forderungen 8 465 4 302
Aufwendungen aus dem Abgang von Verbindlichkeiten 290 1 592
Aufwendungen aus der Beendigung von Fair-Value-Hedges 24 348 4 959
Aufwendungen aus der Auflösung der Neubewertungsrücklage umgegliederter
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung
3 456 8 333
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 29 754 22 112
ERGEBNIS AUS FORDERUNGEN, VERBINDLICHKEITEN UND NACHRANGKAPITAL 1 065 748 1 047 627


In den Zinsaufwendungen für Nachrangkapital sind 4,7 (Vj. 5,5) Mio € für Genussscheine und 19,0 (Vj. 19,3) Mio € für nachrangige Verbindlichkeiten enthalten.

(30) ERGEBNIS AUS DER RISIKOVORSORGE

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus der Risikovorsorge 120 963 47 891
Auflösung von Risikovorsorge 86 805 32 862
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 34 158 15 029
Aufwendungen aus der Risikovorsorge 170 664 173 699
Zuführungen zur Risikovorsorge 107 059 79 934
Direktabschreibungen 63 605 93 765
ERGEBNIS AUS DER RISIKOVORSORGE - 49 701 - 125 808


Die Aufwendungen aus der Risikovorsorge entfallen auf folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 9 139 11 708
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 1 727 357
Forderungen an Kunden 152 210 159 822
Sonstige Forderungen 7 588 1 812
AUFWENDUNGEN AUS DER RISIKOVORSORGE 170 664 173 699


(31) ERGEBNIS AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 89 219 87 636
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 86 908 79 856
Erträge aus Veräußerungen 2 311 7 780
Aufwendungen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 61 886 64 605
Aufwendungen für Reparatur, Instandhaltung und Verwaltung 15 152 24 539
Aufwendungen aus Veräußerungen 549 551
Aufwendungen aus Abschreibungen (planmäßig) 41 348 36 292
Aufwendungen aus Wertminderungen 4 837 3 223
ERGEBNIS AUS ALS FINANZINVESTITION GEHALTENEN IMMOBILIEN 27 333 23 031


Im Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind direkt zurechenbare betriebliche Aufwendungen für Reparatur, Instandhaltung und Verwaltung sowie Abschreibungen in Höhe von 61,3 (Vj. 64,1) Mio € enthalten. Davon entfallen 52,8 (Vj. 51,1) Mio € auf Objekte, mit denen Mieteinnahmen erzielt wurden, 8,5 (Vj. 13,0) Mio € entfallen auf Objekte, mit denen keine Mieteinnahmen erzielt wurden.

(32) PROVISIONSERGEBNIS

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Provisionserträge 234 004 202 006
aus Bausparvertragsabschluss 103 824 85 812
aus Bankgeschäft 40 088 31 187
aus Rückversicherung 23 886 24 674
aus Vermittlertätigkeit 24 396 27 415
aus Investmentgeschäft 38 078 28 116
aus sonstigem Geschäft 3 732 4 802
Provisionsaufwendungen 588 717 549 598
aus Versicherung 366 766 365 369
aus Bank/Bausparen 168 283 133 451
aus Rückversicherung 741 3 068
aus Vermittlertätigkeit 19 862 22 070
aus Investmentgeschäft 20 483 14 807
aus sonstigem Geschäft 12 582 10 833
PROVISIONSERGEBNIS - 354 713 - 347 592


Im Provisionsergebnis sind Erträge aus Treuhandtätigkeiten oder anderweitigen treuhänderischen Funktionen in Höhe 1,0 (Vj. 0,3) Mio € enthalten. Hierzu zählen die Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung einzelner Personen, Treuhandeinrichtungen, Pensionsfonds oder anderer Institute.

Aus Geschäften mit Finanzinstrumenten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, resultieren im Berichtszeitraum Provisionserträge in Höhe von 13,5 (Vj. 11,2) Mio € und Provisionsaufwendungen in Höhe von 6,5 (Vj. 4,9) Mio €.

(33) VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO)

LEBENS-/KRANKENVERSICHERUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Gebuchte Bruttobeiträge 2 518 927 2 442 093
Veränderung der Beitragsüberträge 4 226 54 581
Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 100 597 117 592
Verdiente Beiträge (brutto) 2 623 750 2 614 266
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge - 123 646 - 114 969
VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO) 2 500 104 2 499 297


SCHADEN-/UNFALL-/RÜCKVERSICHERUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Gebuchte Bruttobeiträge 1 333 295 1 314 028
Selbst abgeschlossen 1 326 367 1 301 459
In Rückdeckung übernommen 6 928 12 569
Veränderung der Beitragsüberträge 3 465 7 747
Verdiente Beiträge (brutto) 1 336 760 1 321 775
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge - 54 906 - 53 577
VERDIENTE BEITRÄGE (NETTO) 1 281 854 1 268 198


(34) LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN (NETTO)

Die Leistungen aus Versicherungsverträgen des selbst abgeschlossenen Geschäfts werden ohne Schadenregulierungskosten ausgewiesen. Diese sind in den Verwaltungsaufwendungen enthalten. Die Versicherungsleistungen für das übernommene Geschäft sowie die Anteile der Rückversicherer an den Versicherungsleistungen können sowohl Schadenszahlungen als auch Regulierungskosten umfassen.

In der Position Veränderung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wird neben der Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung auch die erfolgswirksame Veränderung der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung ausgewiesen.

LEBENS-/KRANKENVERSICHERUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Zahlungen für Versicherungsfälle 2 120 952 2 222 028
Bruttobetrag 2 295 177 2 374 161
Davon ab: Anteil der Rückversicherer - 174 225 - 152 133
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 2 987 7 350
Bruttobetrag 3 809 8 263
Davon ab: Anteil der Rückversicherer - 822 - 913
Veränderung der Deckungsrückstellung 732 863 697 239
Bruttobetrag 709 124 665 270
Davon ab: Anteil der Rückversicherer 23 739 31 969
Veränderung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 353 296 177 4391
Bruttobetrag 353 296 177 4391
Davon ab: Anteil der Rückversicherer - -
Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen 319 136
Bruttobetrag 319 136
Davon ab: Anteil der Rückversicherer - -
LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 3 210 417 3 104 1921
Bruttobetrag insgesamt 3 361 725 3 225 2691
Davon insgesamt ab: Anteil der Rückversicherer - 151 308 - 121 077


SCHADEN-/UNFALL-/RÜCKVERSICHERUNG

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Zahlungen für Versicherungsfälle 762 631 747 075
Bruttobetrag 816 831 801 185
Davon ab: Anteil der Rückversicherer - 54 200 - 54 110
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle - 31 210 - 124 060
Bruttobetrag - 79 181 - 172 227
Davon ab: Anteil der Rückversicherer 47 971 48 167
Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen 2 004 988
Bruttobetrag 1 655 1 320
Davon ab: Anteil der Rückversicherer 349 - 332
LEISTUNGEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 733 425 624 003
Bruttobetrag insgesamt 739 305 630 278
Davon insgesamt ab: Anteil der Rückversicherer - 5 880 - 6 275


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


(35) VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Personalaufwendungen 615 947 585 157
Löhne und Gehälter 466 316 433 739
Soziale Abgaben 86 859 81 211
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 46 557 44 109
Sonstige 16 215 26 098
Sachaufwendungen 461 471 401 370
Abschreibungen 59 472 55 133
Eigengenutzte Immobilien 9 117 10 291
Betriebs- und Geschäftsausstattung 15 336 13 725
Immaterielle Vermögenswerte 34 522 30 616
Sonstige 497 501
VERWALTUNGSAUFWENDUNGEN 1 136 890 1 041 660


Im Berichtszeitraum wurden 12,8 (Vj. 16,2) Mio € an Beiträgen für beitragsorientierte Pläne gezahlt. Ferner wurden Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung in Höhe von 42,3 (Vj. 41,4) Mio € gezahlt.

Die Verwaltungsaufwendungen enthalten 16,3 (Vj. 8,5) Mio € Personalaufwendungen für Altersteilzeit und Vorruhestand.

(36) BEWERTUNGSERGEBNIS VON LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN, DIE ALS ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTEN KLASSZIFIZIERT WERDEN

Im zweiten Halbjahr 2010 wurde der für das aktuelle Berichtsjahr geplante Verkauf einer Gewerbeimmobilie des CS-WV Immofonds (Segment Personenversicherung) aufgegeben und das Objekt in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Zum Umgliederungszeitpunkt wurde die Immobilie mit dem Buchwert bewertet, der sich ohne die bisherige Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten ergeben hätte. Hieraus resultierten im Berichtszeitraum Abschreibungen in Höhe von 0,8 Mio €, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien enthalten sind. Wäre die Immobilie bisher nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden, wäre der Konzernüberschuss der Vergleichsperiode aufgrund von Abschreibungen um 0,02 Mio € geringer ausgefallen.

Im Vorjahr resultierte aus der Folgebewertung der zur Veräußerung gehaltenen Anteile an der Baden-Württembergische Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, eine Wertaufholung von 1,0 Mio €. Das assoziierte Unternehmen wurde im Verlauf des Berichtsjahres 2009 veräußert und war bis zu seiner Veräußerung im Segment Alle Sonstigen Segmente ausgewiesen.

(37) SONSTIGES ERGEBNIS

Das Sonstige Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Sonstige Erträge 344 459 288 316
Umsatzerlöse aus Dienstleistungen (Bauträgergeschäft) 49 637 55 204
Auflösung von Rückstellungen 13 041 52 200
Erträge aus Veräußerungen 455 4 284
Sonstige Erträge aus der Währungsumrechnung 7 245 8 446
Sonstige versicherungstechnische Erträge 40 194 64 157
Dienstleistungserträge 47 354 37 967
Übrige Erträge 186 533 66 058
Sonstige Aufwendungen 176 361 184 700
Sonstige Steuern 5 625 4 351
Aufwendungen für Dienstleistungen (Bauträgergeschäft) 32 368 29 515
Zuführung zu Rückstellungen 11 871 8 980
Verluste aus Veräußerungen 340 3 181
Sonstige Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 20 480 12 245
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen 70 004 68 350
Übrige Aufwendungen 35 673 58 078
SONSTIGES ERGEBNIS 168 098 103 616


In den übrigen Erträgen ist der passive Unterschiedsbetrag aus dem Erwerb der ADB in Höhe von 98,4 Mio € erfasst.

(38) ERTRAGSTEUERN

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Tatsächliche Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Geschäftsjahr 78 770 164 734
Periodenfremde tatsächliche Steuern - 2 301 - 12 601
Latente Steuern - 38 141 - 81 8471
ERTRAGSTEUERN 38 328 70 2861


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen den zu erwartenden Steuern vom Einkommen und Ertrag und den tatsächlich im Konzernabschluss ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag:

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Konzernergebnis aus fortzuführenden Unternehmensteilen vor Ertragsteuern 226 501 292 3941
Konzernsteuersatz in % 30,58 30,58
Erwartete Steuern vom Einkommen und Ertrag 69 264 89 4141
Steuersatzabweichungen von Konzerngesellschaften - 5 234 - 8 276
Auswirkungen von steuerfreien Erträgen - 40 003 - 8 880
Auswirkungen von nicht abzugsfähigen Aufwendungen - 2 681 2 301
Aperiodische Effekte 1 418 - 22 563
Sonstiges 15 564 18 2901
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG 38 328 70 2861


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte anzuwendende Ertragsteuersatz von 30,58 % setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbeertragsteuer von 14,75 %. Die Steuersätze entsprechen somit denen des vorangegangenen Jahres.

(39) ERGEBNIS JE AKTIE

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient von Konzernjahresüberschuss und gewichtetem Durchschnitt der Aktienzahl ermittelt:

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1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Auf Anteilseigner der W&W AG entfallendes Ergebnis in € 173 126 948 212 722 2011
Anzahl der Aktien zu Beginn des Geschäftsjahres Stück 91 992 622 86 243 084
Emission neuer Aktien/Umwandlung von Optionen Stück - 5 749 538
Gewichteter Durchschnitt der Aktien Stück 91 992 622 88 558 651
UNVERWÄSSERTES (ZUGLEICH VERWÄSSERTES) ERGEBNIS JE AKTIE in € 1,88 2,40


1 Vorjahreszahl angepasst gemäß IAS 8.


Derzeit existieren keine verwässernden potenziellen Aktien. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht somit dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(40) ANGABE ZUR BEWERTUNG ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT

Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente wurde eine hierarchische Einstufung vorgenommen, die der Erheblichkeit der in die Bewertung einfließenden Faktoren Rechnung trägt. Diese umfasst drei Stufen:

Stufe 1:

Hier werden Finanzinstrumente eingestuft, die mit auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preisen bewertet werden.

Stufe 2:

Werden für die Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells Inputfaktoren herangezogen, die sich für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preis) oder indirekt (d. h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen, werden die so bewerteten Finanzinstrumente dieser Stufe zugewiesen.

Stufe 3:

Finanzinstrumente, deren Bewertung mittels eines allgemein anerkannten Bewertungsmodells erfolgt, bei dem die wesentlichen verwendeten Daten nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Inputfaktoren), werden dieser Stufe zugewiesen.

Die Stufe, dem das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit zugeordnet ist, wird auf Basis des in der Hierarchie niedrigsten Inputfaktors vorgenommen, der für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts insgesamt bedeutsam ist. Zu diesem Zweck wird die Bedeutung eines Inputfaktors im Verhältnis zum beizulegenden Zeitwert in seiner Gesamtheit beurteilt. Zur Beurteilung der Bedeutung eines einzelnen Inputfaktors werden die spezifischen Merkmale des Vermögenswerts bzw. der Verbindlichkeit analysiert.

BEWERTUNGSHIERARCHIE 2010

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STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3 SUMME
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 164 751 1 983 357 - 2 148 108
Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 141 565 1 554 641 - 1 696 206
Handelsaktiva 23 186 428 716 - 451 902
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 12 316 243 6 552 592 620 411 19 489 246
Beteiligungen - - 555 396 555 396
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 808 112 786 548 63 145 1 657 805
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 11 508 131 5 766 044 - 17 274 175
Sonstige - - 1 870 1 870
Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 264 464 - 264 464
SUMME 12 480 994 8 800 413 620 411 21 901 818
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva 1 948 531 970 - 533 918
Handelspassiva 1 948 531 970 - 533 918
Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 397 337 - 397 337
SUMME 1 948 929 307 - 931 255


BEWERTUNGSHIERARCHIE 2009

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STUFE 1 STUFE 2 STUFE 3 SUMME
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 246 623 1 720 345 - 1 966 968
Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 173 736 1 387 416 - 1 561 152
Handelsaktiva 72 887 332 929 - 405 816
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 9 488 367 6 882 327 517 977 16 888 671
Beteiligungen - - 457 670 457 670
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 465 540 716 665 60 307 1 242 512
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 9 022 827 6 165 662 - 15 188 489
Sonstige - - - -
Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 239 523 - 239 523
SUMME 9 734 990 8 842 195 517 977 19 095 162
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzpassiva 14 031 482 420 - 496 451
Handelspassiva 14 031 482 420 - 496 451
Negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 378 892 - 378 892
SUMME 14 031 861 312 - 875 343


Im Berichtsjahr wurden festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen in Höhe von 659,7 (Vj. 778,6) Mio € aus Stufe 1 in Stufe 2 umgegliedert. Aus Stufe 2 wurden 620,3 (Vj. 583,9) Mio € in Stufe 1 umgewidmet. Diese Transfers sind auf Veränderungen der Marktaktivitäten zurückzuführen.

Nachfolgend ist die Entwicklung des beizulegenden Zeitwerts der in Stufe 3 ausgewiesenen Finanzinstrumente sowohl für das Berichtsjahr als auch für die Vorjahresvergleichsperiode dargestellt:

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FINANZANLAGEN VERFÜGBAR
ZUR VERÄUSSERUNG

SUMME

BETEILIGUNGEN AKTIEN, INVEST-
MENTANTEILE
UND ANDERE
NICHT FEST-
VERZINSLICHE
WERTPAPIERE
SONSTIGE
in Tsd € 2010 2010 2010 2010
Stand 1.1. 457 670 60 307 - 517 977
Gesamtergebnis IFRS 28 912 - 815 - 193 27 904
Gewinn- und Verlustrechnung - 27 559 - - 191 - 27 750
Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes Ergebnis 56 471 - 815 - 2 55 654
Käufe 101 031 3 983 2 063 107 077
Verkäufe - 32 219 - 330 - - 32 549
Transfer aus Stufe 3 - - - -
Transfer in Stufe 3 2 - - 2
Stand 31.12. 555 396 63 145 1 870 620 411
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen
und Erträge der Periode für am Ende der Berichtsperiode sich
im Bestand befindende Vermögenswerte
- 15 137 530 - 191 - 14 798
in Tsd € 2009 2009 2009 2009
Stand 1.1. 439 053 68 105 - 507 158
Gesamtergebnis IFRS - 47 387 - 9 095 - - 56 482
Gewinn- und Verlustrechnung - 63 512 - 198 - - 63 710
Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes Ergebnis 16 125 - 8 897 - 7 228
Käufe 82 315 1 297 - 83 612
Verkäufe - 16 311 - - - 16 311
Transfer aus Stufe 3 - - - -
Transfer in Stufe 3 - - - -
Stand 31.12. 457 670 60 307 - 517 977
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwendungen
und Erträge der Periode für am Ende der Berichtsperiode sich
im Bestand befindende Vermögenswerte
- 54 741 - 198
- 54 939


Realisierte Gewinne und Verluste der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden im Ergebnis aus Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesen.

Die Überleitung der in Stufe 3 befindlichen Beteiligungen vom 1. Januar 2009 auf den 31. Dezember 2009 wurde korrigiert. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde entsprechend angepasst.

AUSWIRKUNGEN ALTERNATIVER ANNAHMEN BEI FINANZINSTRUMENTEN IN STUFE 3

Mittels der durchgeführten Analysen sollen die Auswirkungen möglicher alternativer Bewertungen aufgezeigt werden. Die Annahmen und Parameter zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden in der Analyse unabhängig voneinander bzw. ohne die Berücksichtigung von Korrelationen simuliert.

(1) Den bedeutendsten Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben die erwarteten Zahlungsströme und der Diskontierungszinssatz. Daher werden die Anteile an Unternehmen, für die Bewertungsinformationen über die Zahlungsströme und Diskontierungszinssätze vorliegen, einschließlich der selbst betreuten Beteiligungen im Immobilienbereich, wie folgt analysiert:

Änderung der Zahlungsströme um + 10 % und gleichzeitig Änderung des Zinssatzes um - 100 BP (vorteilhafte Änderung)

Änderung der Zahlungsströme um - 10 % und gleichzeitig Änderung des Zinssatzes um + 100 BP (nachteilige Änderung)

Auf dieser Basis ergeben sich Diskontierungszinssätze innerhalb einer Bandbreite von 5 % bis 12 %.

(2) Für Investitionen in Finanzinstrumente, deren Bepreisung durch Dritte erfolgt und für die somit kein Datenzugang für die Analyse der Bewertungsparameter gegeben ist, erfolgt der Ausweis einer vorteilhaften und einer nachteiligen Veränderung des beizulegenden Zeitwerts über eine Veränderung des gesamten beizulegenden Zeitwerts um +/- 10 %.
Bei diesen Investitionen handelt es sich zu einem wesentlichen Teil um Private Equity und von konzernfremden betreute Beteiligungen im Immobilienbereich. Die beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzinstrumente werden regelmäßig und mithilfe unterschiedlicher Bewertungsmethoden (z. B. Discounted-Cashflow-Analysen, Transaktionspreise, Referenzierungen auf den aktuellen beizulegenden Zeitwert anderer, im Wesentlichen gleicher Investitionen) ermittelt.

NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG 2010

scroll

VERÄNDERTE
ANNAHMEN
UND
PARAMETER
MÖGLICHE ÄNDERUNGEN IN DER
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
MÖGLICHE ÄNDERUNGEN
IM DIREKT IM EIGENKAPITAL
BERÜCKSICHTIGEN
ERGEBNIS


VORTEILHAFTE
ÄNDERUNG
NACHTEILIGE
ÄNDERUNG
VORTEILHAFTE
ÄNDERUNG
NACHTEILIGE
ÄNDERUNG
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung




Beteiligungen




Selbst betreute Private Equitys (1) - - 1 462 11 885 - 7 592
Selbst betreute Beteiligungen im Immobilienbereich (1) - - 179 7 272 - 7 093
Von Konzernfremden betreute Private Equitys (2) - - 319 4 436 - 4 117
Von Konzernfremden betreute Beteiligungen
im Immobilienbereich
(2) - - 22 634 - 613
Aktien, Investmentanteile und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
(2) -
-
-
-


NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG 2010

scroll

VERÄNDERTE
ANNAHMEN
UND
PARAMETER
MÖGLICHE ÄNDERUNGEN IN DER
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
MÖGLICHE ÄNDERUNGEN
IM DIREKT IM EIGENKAPITAL
BERÜCKSICHTIGEN
ERGEBNIS


VORTEILHAFTE
ÄNDERUNG
NACHTEILIGE
ÄNDERUNG
VORTEILHAFTE
ÄNDERUNG
NACHTEILIGE
ÄNDERUNG
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung




Beteiligungen




Selbst betreute Private Equitys (1) - - 3 028 5 244 - 1 277
Selbst betreute Beteiligungen im Immobilienbereich (1) - - 243 7 909 - 6 770
Von Konzernfremden betreute Private Equitys (2) - - 1 636 2 721 - 1 085
Von Konzernfremden betreute Beteiligungen
im Immobilienbereich
(2) - - 316 582 - 266
Aktien, Investmentanteile und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
(2) - - 598 - 598


(41) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

RESTLAUFZEIT 2010

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BIS 3
MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS
2 JAHRE
2 BIS
3 JAHRE
3 BIS
4 JAHRE
4 BIS
5 JAHRE
in Mio €





Zinsbezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Caps/Floors - - - 400,0 - -
Swaps 183,9 2 042,9 7 024,2 2 682,7 2 196,8 2 656,7
Sonstige 50,0 - - 48,0 30,0 -
Börsengehandelt





Futures 109,1 - - - - -
Währungsbezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Devisentermingeschäfte 1 569,0 440,5 38,6 - - -
Optionen-Käufe - - - - - -
Aktien-/Index-bezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Optionen-Käufe 206,5 - - - - -
Optionen-Verkäufe 393,4 - - - - -
Börsengehandelt





Futures 80,8 - - - - -
Optionen 330,8 139,9 9,6 - - -
Sonstige Derivate - - - - - -
DERIVATE 2 923,5 2 623,3 7 072,4 3 130,7 2 226,8 2 656,7


scroll

ÜBER
5 JAHRE
NOMINALWERTE
GESAMT
POSITIVE
MARKTWERTE
NEGATIVE
MARKTWERTE
in Mio €



Zinsbezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Caps/Floors - 400,0 0,8 0,8
Swaps 12 495,1 29 282,3 681,1 919,9
Sonstige - 128,0 - 1,7
Börsengehandelt



Futures - 109,1 0,4 -
Währungsbezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Devisentermingeschäfte - 2 048,1 10,8 4,0
Optionen-Käufe - - - -
Aktien-/Index-bezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Optionen-Käufe - 206,5 2,6 2,6
Optionen-Verkäufe - 393,4 1,4 0,2
Börsengehandelt



Futures - 80,8 1,3 0,2
Optionen - 480,3 10,8 1,7
Sonstige Derivate - - - -
DERIVATE 12 495,1 33 128,5 709,2 931,1


Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden.

RESTLAUFZEIT 2009

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BIS 3
MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS
2 JAHRE
2 BIS
3 JAHRE
3 BIS
4 JAHRE
4 BIS
5 JAHRE
in Mio €





Zinsbezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Caps/Floors - - - - 400,0 -
Swaps 981,0 4 592,0 4 202,1 2 017,3 1 960,5 1 598,6
Sonstige - - - - 48,0 30,0
Börsengehandelt





Futures 373,6 - - - - -
Währungsbezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Devisentermingeschäfte 745,0 74,0 2,9 21,4 - -
Optionen-Käufe 109,0 - - - - -
Aktien-/Index-bezogene Derivate





OTC/Außerbörslich





Optionen-Käufe 139,9 - 77,6 - - -
Optionen-Verkäufe 99,2 - 65,5 - - -
Börsengehandelt





Futures 171,1 - - - - -
Optionen 2,6 144,7 30,1 - - -
Sonstige Derivate - 70,0 - - - -
Derivate 2 621,4 4 880,7 4 378,2 2 038,7 2 408,5 1 628,6


scroll

ÜBER
5 JAHRE
NOMINALWERTE
GESAMT
POSITIVE
MARKTWERTE
NEGATIVE
MARKTWERTE
in Mio €



Zinsbezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Caps/Floors - 400,0 2,8 2,7
Swaps 10 654,1 26 005,6 555,0 822,5
Sonstige - 78,0 - 2,5
Börsengehandelt



Futures - 373,6 2,1 1,0
Währungsbezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Devisentermingeschäfte - 843,3 4,0 17,0
Optionen-Käufe - 109,0 - -
Aktien-/Index-bezogene Derivate



OTC/Außerbörslich



Optionen-Käufe - 217,5 6,2 7,3
Optionen-Verkäufe - 164,7 - 19,4
Börsengehandelt



Futures - 171,1 2,2 2,1
Optionen - 177,4 10,8 0,8
Sonstige Derivate - 70,0 - 0,1
Derivate 10 654,1 28 610,2 583,1 875,4


Die Tabelle zeigt die Nominalwerte sowie die positiven und negativen Marktwerte aller Derivate des W&W-Konzerns, d. h. sowohl die derivativen Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrument in eine nach den Kriterien des Hedge-Accountings anerkannte Sicherungsbeziehung eingebunden sind, als auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die in den Unterpositionen der Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen werden.

(42) WEITERE ANGABEN ZU SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Die nachfolgende Tabelle gibt die Restlaufzeiten der Cashflow-Hedges an:

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 JAHR BIS
5 JAHRE
ÜBER
5 JAHRE
UNBESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Tsd €





Nominalwerte 31.12.2010 10 000 474 000 2 222 500 2 433 500 - 5 140 000
Nominalwerte 31.12.2009 20 000 35 000 685 000 2 728 500 - 3 468 500


Das Laufzeitband 1 bis 5 Jahre unterteilt sich dabei wie folgt:

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1 BIS 2
JAHRE
2 BIS 3
JAHRE
3 BIS 4
JAHRE
4 BIS 5
JAHRE
GESAMT
in Tsd €




Nominalwerte 31.12.2010 450 000 717 500 393 000 662 000 2 222 500
Nominalwerte 31.12.2009 30 000 45 000 400 000 210 000 685 000


Die erwarteten Einzahlungen (+) bzw. Auszahlungen (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges stellen sich wie folgt dar:

scroll
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Bis 3 Monate 6 452 5 290
3 Monate bis 1 Jahr 28 078 16 300
1 bis 2 Jahre 34 581 22 079
2 bis 3 Jahre 32 886 22 160
3 bis 4 Jahre 32 947 21 071
4 bis 5 Jahre 30 962 21 113
Über 5 Jahre 170 729 109 027


Die erwarteten Gewinne (+) bzw. Verluste (-) der Grundgeschäfte von Cashflow-Hedges stellen sich wie folgt dar:

scroll
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Bis 3 Monate 6 505 5 299
3 Monate bis 1 Jahr 28 120 16 405
1 bis 2 Jahre 34 585 22 165
2 bis 3 Jahre 32 966 22 167
3 bis 4 Jahre 33 257 21 169
4 bis 5 Jahre 29 902 21 392
Über 5 Jahre 165 952 104 944


Aus dem ineffektiven Teil von Cashflow-Hedges resultierte im Berichtszeitraum ein Ergebnis von - 6 Tsd € (Vj. 723 Tsd €).

(43) WERTPAPIERLEIHE

Folgende Wertpapiere wurden im Rahmen von Wertpapierleihegeschäften verliehen:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva - 2 366
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 7 865 28 623
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 364
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 7 865 28 259
SUMME 7 865 30 989


(44) WERTPAPIERPENSIONSGESCHÄFTE

Zum 31. Dezember 2010 betrug der Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere des Bilanzpostens Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 3 522,1 (Vj. 1 462,1) Mio €. Daraus resultierten für den W&W-Konzern als Pensionsgeber Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3 688,7 (Vj. 1 484,4) Mio €.

(45) TREUHANDGESCHÄFTE

Die nicht in der Bilanz auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten folgenden Umfang:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kunden 291 333
Treuhandvermögen nach dem Baugesetzbuch 300 575 292 993
Sonstige 1 489 1 489
Treuhandvermögen 302 355 294 815
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 291 333
Treuhandverbindlichkeiten nach dem Baugesetzbuch 300 575 292 993
Sonstige 1 489 1 489
Treuhandverbindlichkeiten 302 355 294 815


(46) ERGÄNZENDE ANGABEN ZUR WIRKUNG VON FINANZINSTRUMENTEN IN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND IM EIGENKAPITAL

Die Nettogewinne und -verluste je Kategorie von Finanzinstrumenten, die in der folgenden

Tabelle abgebildet sind, setzen sich wie folgt zusammen:

Nettogewinne beinhalten Veräußerungsgewinne, erfolgswirksame Zuschreibungen, nachträgliche Eingänge auf abgeschriebene Finanzinstrumente sowie Währungsgewinne aus der Stichtagsbewertung von Fremdkapitalinstrumenten.

Nettoverluste umfassen Veräußerungsverluste, erfolgswirksame Wertminderungen, Risikovorsorgeaufwendungen sowie Währungsverluste aus der Stichtagsbewertung von Fremdkapitalinstrumenten.

scroll
in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten


Handelsaktiva und -passiva

Nettogewinne 587 597 617 005
Nettoverluste 721 745 684 806
Designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva und -passiva

Nettogewinne 152 203 255 390
Nettoverluste 18 892 14 341
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung

Nettogewinne 376 533 318 960
Nettoverluste 196 942 415 542
Forderungen

Nettogewinne 263 224 173 804
Nettoverluste 204 045 191 402
Verbindlichkeiten

Nettogewinne 11 327 13 750
Nettoverluste 5 127 10 304


Für finanzielle Vermögenswerte und -verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt der Gesamtzinsertrag 2 492,0 (Vj. 2 433,4) Mio € und der Gesamtzinsaufwand 1 064,0 (Vj. 1 023,9) Mio €.

Aus der Währungsumrechnung dieser finanziellen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten resultieren zudem Währungserträge in Höhe von 132,7 (Vj. 86,6) Mio € und Währungsaufwendungen in Höhe von 74,6 (Vj. 67,5) Mio €.

Angaben zu Risiken aus Finanzinstrumenten und Versicherungsverträgen

(47) RISIKOMANAGEMENT

Der W&W-Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement mit einem Risikomanagementprozess, der in Form eines iterativen Regelkreislaufs organisiert ist. Dieses Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das dazu geeignet ist, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen und - soweit möglich - zu bewerten, ist im Risikobericht des Konzernlageberichts ab Seite 41 im Detail dargestellt.

Dort sind auch die Strategien, Ziele und Verfahren zur Steuerung von Risiken sowie die Methoden zur Bemessung der Risiken und die Fortentwicklung des Risikomanagementsystems im Berichtszeitraum beschrieben. Die Kollektivrisiken, operationellen Risiken und strategischen Risiken werden ebenfalls im Risikobericht des Konzernlageberichts behandelt. Weiterführende qualitative und quantitative Angaben zu den Marktpreisrisiken, Adressrisiken, versicherungstechnischen Risiken und Liquiditätsrisiken befinden sich in den folgenden Abschnitten.

(48) MARKTPREISRISIKEN

Zinsänderungsrisiken

Das Zinsänderungsrisiko als eine Form der Marktpreisrisiken beschreibt die Gefahr von Wertänderungen der in Zinspapieren gehaltenen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten aufgrund einer Verschiebung und/oder Drehung der Zinsstrukturkurven. Das Zinsänderungsrisiko resultiert aus dem Marktwertrisiko der Kapitalanlagen in Verbindung mit der Verpflichtung, den Garantiezins sowie die garantierten Rückkaufswerte für die Versicherungsnehmer zu erwirtschaften.

Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig für den Konzern (insbesondere in der Württembergischen Lebensversicherung AG) Ergebnisrisiken entstehen, da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen getätigt werden können, gleichzeitig aber die zugesagte Garantieverzinsung (Zinsgarantierisiko) gegenüber den Kunden erfüllt werden muss. Dem Zinsgarantierisiko wird mit einem umfassenden Asset-Liability-Management sowie einer dynamischen Produkt- und Tarifpolitik begegnet.

Eine Prüfung des in den versicherungstechnischen Rückstellungen enthaltenen Garantiezinses zeigt, dass eine zusätzliche Stärkung der Rückstellung derzeit nicht erforderlich ist. Dabei wurde bereits die vom BMF geplante Neuordnung der Deckungsrückstellungsverordnung ab 2011 zugrunde gelegt. Die Prüfung ergab einen Referenzzins von 4,10 %, sodass eine Zinszusatzreserve nicht notwendig ist. Um dennoch bereits für 2010 das Sicherheitsniveau zu erhöhen und um diesem Risiko Rechnung zu tragen, wurde für die Rentenversicherungen, deren Rechnungszins bei Aktualisierung der biometrischen Rechnungsgrundlagen des Vertrags angehoben wurde, der Zinssatz wieder von 4,00 % auf 3,75 % reduziert.

Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden im W&W-Konzern Finanzderivate eingesetzt. Bei den derivativen Steuerungsinstrumenten handelt es sich insbesondere um Zins-Swaps, Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps, Floors, Collars), Zinsoptionen (Swaptions) sowie Futures und Forwards. Neben der überwiegenden Absicherung von Zinsänderungsrisiken dient ihr Einsatz auch zur Verminderung von Risikokonzentrationen. Sie werden als wirtschaftliche Sicherungsgeschäfte im Risikomanagement- und -controllingprozess abgebildet.

Liegen für diese wirtschaftlichen Absicherungen die Voraussetzungen des Hedge-Accountings vor, werden diese Sicherungsbeziehungen auch im IFRS-Konzernabschluss als solche abgebildet. Im Bank- und Versicherungsgeschäft werden festverzinsliche Forderungen und im Bankgeschäft darüber hinaus festverzinsliche Wertpapierbestände der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung gegen Vermögenswertverluste sowohl auf Einzelgeschäftsebene als auch Portfolioebene abgesichert (Fair-Value-Hedge). Die Einführung des Portfolio-Fair-Value-Hedges erfolgte 2009. Außerdem werden im Bankgeschäft variabel verzinsliche Forderungen und Wertpapiere der Kategorie Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung sowie variabel verzinsliche Schulden gegen ergebnisbeeinträchtigende Zahlungsstromschwankungen abgesichert (Cashflow-Hedge).

Die Auswirkungen einer möglichen Erhöhung bzw. Verringerung des Zinsniveaus um 100 bzw. 200 Basispunkte (Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve) auf das Konzernergebnis sowie auf das Konzerneigenkapital sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Dabei wurden die Auswirkungen der latenten Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt. Nicht berücksichtigt wurde bei der Sensitivitätsanalyse ein möglicher Ergebniseffekt, der bei einem weiteren nachhaltigen Zinsrückgang aus Zinszusatzreserven im Bereich der Lebensversicherung resultieren könnte.

Die wesentlichen Veränderungen der Auswirkungen sind auf Positionierungen im Geschäftsfeld BausparBank zurückzuführen. Die Sensitivität und die damit verbundene Auswirkung auf das Konzernergebnis hat sich 2010 in allen Zinsszenarien erhöht. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen die erhöhte positive Sensitivität aufgrund frei stehender Derivate bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank AG sowie höhere negative Sensitivitäten bei der Wüstenrot Bausparkasse AG, da mehr Derivate (größtenteils Receiver-Swaps) der Kategorie Held for Trading zugeordnet waren. 2010 wurde der Bestand an Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung nicht zuletzt durch die Integration der Allianz Dresdner Bauspar AG erheblich aufgebaut, sodass in Verbindung mit längeren Laufzeiten (durationsverlängernden Zinsbuchsteuerungsmaßnahmen) die Sensitivität hinsichtlich der Auswirkungen auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis deutlich zugenommen hat.

Bei Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, besteht in Bezug auf das Periodenergebnis sowie auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis kein vermögenswertorientiertes Zinsänderungsrisiko. Grundgeschäfte, die individuell oder auf Portfolioebene Gegenstand einer Fair-Value-Hedge-Beziehung sind, werden in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

ZINSRISIKO: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG

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ÄNDERUNG IN DER
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ÄNDERUNG IM DIREKT
IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICHTIGTEN ERGEBNIS
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
+ 100 Basispunkte 62 156 43 249 - 456 129 - 242 149
- 100 Basispunkte - 58 245 - 48 633 502 215 267 220
+ 200 Basispunkte 130 579 83 224 - 870 123 - 461 710
- 200 Basispunkte - 194 443 - 102 535 1 034 069 553 472


Preisänderungsrisiken von Eigenkapitalinstrumenten

Das Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten ist einerseits die allgemeine Gefahr, dass sich aufgrund von Marktbewegungen das Vermögen und damit das Ergebnis und/oder das Eigenkapital nachteilig verändern können. Andererseits beinhaltet es auch das spezifische Risiko, das durch emittentenbezogene Aspekte geprägt ist.

Im W&W-Konzern wird das Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten im Wesentlichen durch Aktienkurs- und Beteiligungsrisiken geprägt. Das Aktienkursrisiko ist das Risiko, dass sich Verluste aus der Veränderung der Kurse aus offenen Aktienpositionen ergeben. Das Beteiligungsrisiko ist das Risiko, das sich Verluste aus negativen Wertänderungen bei Beteiligungen sowie dem Ausfall von Dividenden oder zu leistender Ertragszuschüsse ergeben. Die Steuerung des Preisänderungsrisikos von Eigenkapitalinstrumenten mittels Finanzderivaten erfolgt durch Aktienoptionen und Futures. Daneben werden zur Umsetzung bestimmter Anlagestrategien in Fondsvermögen und zur Erzielung von Zusatzerträgen Finanzderivate, insbesondere Aktienoptionen, eingesetzt.

In der folgenden Übersicht ist dargestellt, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Verringerung der Marktwerte von Eigenkapitalinstrumenten um 10 % und 20 % auf die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. auf das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis hätte. Dabei wurden die Auswirkungen nach latenter Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen nach Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung dargestellt.

Die Darstellung lässt erkennen, dass sich negative Preisänderungsrisiken von Eigenkapitalinstrumenten maßgeblich in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen.

PREISRISIKO: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG

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ÄNDERUNG IN DER
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ÄNDERUNG IM DIREKT
IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICHTIGTEN ERGEBNIS
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
+ 10 % 828 - 1 259 46 886 35 561
- 10 % - 7 973 - 11 048 - 36 276 - 25 782
+ 20 % 1 887 - 4 466 93 773 71 122
- 20 % - 29 822 - 30 725 - 62 160 - 41 361


Währungskursrisiken

Das Währungsrisiko beschreibt die Gefahr, dass sich Verluste aus der Veränderung der Wechselkurse ergeben. Das Ausmaß dieses Risikos hängt von der Höhe der offenen Positionen und vom Kursänderungspotenzial der betreffenden Währung ab.

Die Auswirkungen einer Erhöhung bzw. Verringerung der wesentlichen Wechselkurse auf die Gewinn- und Verlustrechnung bzw. das direkt im Eigenkapital berücksichtigte Ergebnis sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Dabei wurden die Auswirkungen der latenten Steuer und bei den Personenversicherern darüber hinaus die Auswirkungen der Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung berücksichtigt.

Das dargestellte Wechselkursrisiko resultiert sowohl aus aktivischen als auch passivischen Positionen und bezieht nur monetäre Vermögenswerte ein, d. h. Zahlungsmittel und Ansprüche, die auf Geldbeträge lauten, sowie Verpflichtungen, die mit einem festen oder bestimmbaren Geldbetrag beglichen werden müssen. Wechselkursrisiken aus Eigenkapitalinstrumenten (nicht monetäre Vermögenswerte) werden nicht einbezogen.

WÄHRUNGSRISIKEN: NETTOAUSWIRKUNG NACH LATENTER STEUER UND RÜCKSTELLUNG FÜR LATENTE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG

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ÄNDERUNG IN DER
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
ÄNDERUNG IM DIREKT
IM EIGENKAPITAL BERÜCKSICHTIGTEN ERGEBNIS
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
USD



+ 10 % - 226 901 60 782
- 10 % 226 - 1 269 - 60 - 782
GBP



+ 10 % 70 - 981 43 47
- 10 % - 70 981 - 43 - 47
YEN



+ 10 % 193 186 216 161
- 10 % - 193 - 187 - 216 - 161
DKK



+ 1 % 1 309 1 728 - -
- 1 % - 1 309 - 1 571 - -


Insgesamt lässt die Darstellung erkennen, dass Fremdwährungsrisiken entsprechend der strategischen Positionierung unseres Gesamtanlageportfolios nur von untergeordneter Bedeutung sind.

(49) ADRESSRISIKEN

Das Adressrisiko ist ein wesentliches branchentypisches Risiko, welches die Konzernunternehmen übernehmen. Als Adressrisiko wird das Risiko eines Verlusts oder entgangenen Gewinns aufgrund des Ausfalls eines Vertragspartners bezeichnet. Der Begriff des Adressrisikos umfasst vor allem die folgenden Ausprägungen:

Kreditrisiko:

Das Kreditrisiko ist die Gefahr, dass ein Vertragspartner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, nachdem an diesen Leistungen in Form von liquiden Mitteln, Wertpapieren oder Dienstleistungen erbracht wurden (z. B. Risiko des Ausfalls eines Forderungsschuldners oder eines Anleiheemittenten; Verwertungsrisiko bei gestellten Sicherheiten).

Kontrahentenrisiko:

Das Kontrahentenrisiko ist die Gefahr, dass durch den Ausfall eines Vertragspartners ein unrealisierter Gewinn aus schwebenden Geschäften nicht mehr vereinnahmt werden kann (z. B. Ausfall eines Swapkontrahenten bei einem Swap mit einem positiven Marktwert).

Länderrisiko:

Kreditrisiko oder Kontrahentenrisiko, welches nicht durch die individuellen Verhältnisse des Vertragspartners selbst, sondern durch seine Tätigkeit im Ausland entsteht. Ursache für dieses Risiko können krisenhafte politische oder ökonomische Entwicklungen in diesem Land sein, welche zu Transferproblemen und damit zu zusätzlichen Adressrisiken führen.

Im W&W-Konzern bestehen Forderungen an Kunden überwiegend im Bereich der privaten Wohnungsbaufinanzierung in der Bundesrepublik Deutschland. Die Darlehen sind zu einem Großteil grundpfandrechtlich besichert. Das Gewerbefinanzierungsgeschäft wurde 2004 eingestellt. Der W&W-Konzern begegnet den Kreditrisiken im Wohnungsfinanzierungsgeschäft neben der Risikoanalyse und Risikosteuerung der operativen Einheiten auf Portfolioebene durch ein Antragsscoring und laufende Bonitätsprüfungen. Im Girogeschäft wird das eingesetzte Antrags-Scoring durch ein Verhaltens-Scoring ergänzt. Die Messung der Risiken aus dem Kundenkreditgeschäft erfolgt durch ein stochastisches Kreditportfoliomodell. Zusätzlich werden die Kreditrisiken auf Gruppenebene im Rahmen der regelmäßigen Kreditrisikoberichterstattung, die den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) entspricht, analysiert, überwacht und an den Vorstand kommuniziert.

Der W&W-Konzern überwacht die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen an Versicherungsnehmer, Vermittler und Rückversicherer mithilfe von EDV-technisch gestützten Außenstandskontrollen. Bei den Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern beträgt die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre zum Bilanzstichtag 0,1 % (Vorjahr 0,1 %). Die durchschnittliche Ausfallquote der letzten drei Jahre der Forderungen gegenüber Vermittlern beläuft sich auf 2,4 % (Vorjahr 3,0 %). Forderungen aus der Rückversicherung stellen aufgrund der hohen Bonität der Rückversicherer kein wesentliches Risiko dar.

Rückversicherungsverträge bestehen bei bonitätsmäßig einwandfreien Adressen des Rückversicherungsmarkts, sodass das Ausfallrisiko signifikant reduziert wird (vgl. dazu die "Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft" in der Tabelle "Weder überfällig noch einzeln wertgeminderte Vermögenswerte nach Ratingklassen", Seite 209).

Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien.

Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen bei den genannten Ländern beläuft sich nach Marktwerten auf etwa 1,45 Mrd € (davon Italien rund 0,86 Mrd €).

Die Exposures umfassen sowohl die direkten als auch die indirekt über Fondsinvestments gehaltenen Bestände. Der Großteil der Bestände ist in Fälligkeiten 2014 und später investiert. Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen Limitierungen und einer fortlaufenden Beobachtung. Wir verweisen auf unsere Darstellungen im Risikobericht des Konzernlageberichts auf Seite 54.

Das maximale Adressrisiko aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierten Finanzaktiva beträgt 761,0 (Vj. 750,3) Mio €. Es wird nicht durch den Einsatz von Kreditderivaten weiter verringert.

Zum Bilanzstichtag werden in der Konzernbilanz die folgenden einem Adressrisiko unterliegenden finanziellen Vermögenswerte sowie die aus Erst- und Rückversicherungsverträgen resultierenden, einem Adressrisiko unterliegenden Vermögenswerte ausgewiesen.

Bestehende Sicherheiten, die das Adressrisiko mindern, sind in der folgenden Darstellung nicht berücksichtigt.

ADRESSRISIKEN UNTERLIEGENDE VERMÖGENSWERTE 2010

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WEDER
ÜBERFÄLLIGE
NOCH EINZELN
WERTGEMIN-
DERTE VER-
MÖGENSWERTE
ÜBERFÄLLIGE,
NICHT EINZELN
WERTGEMIN-
DERTE VER-
MÖGENSWERTE
EINZELN WERT-
GEMINDERTE
VERMÖGENS-
WERTE
BESTEHENDE
PORTFOLIO-
WERTBERICHTI-
GUNGEN
SUMME
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Barreserve 168 179 - - - 168 179
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzaktiva
1 212 557 - - - 1 212 557
Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
17 296 055 - 39 326 - 17 335 381
Festverzinsliche Wertpapiere und
Forderungen
17 244 189 - 29 986 - 17 274 175
Sonstige Finanzanlagen verfügbar zur
Veräußerung
51 866 - 9 340 - 61 206
Forderungen 47 116 995 1 253 541 763 760 - 79 986 49 054 310
Forderungen an Kreditinstitute 14 803 056 - 113 014 - 14 916 070
Forderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
95 153 - - - 11 619 83 534
Forderungen an Kunden 32 130 506 1 248 518 648 851 - 68 131 33 959 744
Baudarlehen 25 483 860 1214955 469 146 - 59 208 27 108 753
Durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
22 114 842 1 118 026 421 038 - 53 807 23 600 099
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
3 369 018 96 929 48 108 - 5 401 3 508 654
Kommunalkredite 5 752 637 - - - 5 752 637
Andere Forderungen an Kunden 894 009 33 563 179 705 - 8 923 1 098 354
Sonstige Forderungen 88 280 5 023 1 895 - 236 94 962
Positive Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
264 464 - - - 264 464
Anteil der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen Rückstellungen
1 750 438 - - - 1 750 438
Gesamt 67 808 688 1 253 541 803 086 - 79 986 69 785 329


ADRESSRISIKEN UNTERLIEGENDE VERMÖGENSWERTE 2009

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WEDER
ÜBERFÄLLIGE
NOCH EINZELN
WERTGEMIN-
DERTE VER-
MÖGENSWERTE
ÜBERFÄLLIGE,
NICHT EINZELN
WERTGEMIN-
DERTE VER-
MÖGENSWERTE
EINZELN WERT-
GEMINDERTE
VERMÖGENS-
WERTE
BESTEHENDE
PORTFOLIO
WERTBERICHTI-
GUNGEN
SUMME
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Barreserve 106 286 - - - 106 286
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzaktiva
1 155 829 - - - 1 155 829
Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
15 214 509 - 27 121 - 15 241 630
Festverzinsliche Wertpapiere
und Forderungen
15 169 456 - 19 033 - 15 188 489
Sonstige Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
45 053 - 8 088 - 53 141
Forderungen 43 820 101 1 114 883 808 108 - 68 899 45 674 193
Forderungen an Kreditinstitute 14 992 831 - 111 058 - 15 103 889
Forderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
103 799 - - - 2 539 101 260
Forderungen an Kunden 28 648 134 1 114 881 694 833 - 65 264 30 392 584
Baudarlehen 23 633 450 1 077 920 505 953 - 57 622 25 159 701
Durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
21 326 091 1 037 921 470 527 - 53 974 22 780 565
Nicht durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen an
Privatkunden
2 307 359 39 999 35 426 - 3 648 2 379 136
Kommunalkredite 4 170 314 - - - 4 170 314
Andere Forderungen an Kunden 844 370 36 961 188 880 - 7 642 1 062 569
Sonstige Forderungen 75 337 2 2 217 - 1 096 76 460
Positive Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
239 523 - - - 239 523
Anteil der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen
Rückstellungen
1 818 778 - - - 1 818 778
Gesamt 62 355 026 1 114 883 835 229 - 68 899 64 236 239


Unter den überfälligen, nicht einzelwertgeminderten Vermögenswerten werden nicht nur überfällige Ratenzahlungen, sondern es wird auch die jeweils zugrunde liegende Gesamtforderung erfasst.

Die Wüstenrot Bausparkasse AG, die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, die Württembergische Lebensversicherung AG sowie die tschechischen Kreditinstitute betreiben Baufinanzierungsgeschäft.

Bestehende Ausfallrisiken werden durch die Hereinnahme von dinglichen Sicherheiten - vornehmlich im Immobilienfinanzierungsbereich - verringert. Die Darlehen der Württembergische Lebensversicherung AG sind zu 100 % grundpfandrechtlich besichert.

Des Weiteren haben Konzernunternehmen bilanzunwirksame Geschäfte abgeschlossen, aus denen ebenfalls Adressrisiken resultieren. Hierzu zählen zum einen die von Konzernunternehmen ausgesprochenen unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 814,9 (Vj. 1 313,1) Mio € sowie Bürgschaften mit einem maximalen Adressrisiko in Höhe von 18,1 (Vj. 19,4) Mio €. Das Adressrisiko aus Bürgschaften ermittelt sich aus dem maximalen Haftungsvolumen abzüglich der für die Adressrisiken gebildeten Rückstellungen.

Die Bilanzwerte der Baudarlehen, deren Konditionen neu verhandelt wurden und die andernfalls überfällig oder wertgemindert wären, betragen zum Bilanzstichtag 11,9 (Vj. 1,4) Mio €. Diese Darlehen sind nahezu vollständig durch Grundpfandrechte gesichert.

In der folgenden Tabelle sind die Vermögenswerte, die zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert sind, nach externen Ratingklassen untergliedert.

WEDER ÜBERFÄLLIGE NOCH EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE NACH RATINGKLASSEN 2010

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AAA AA A BBB BB B ODER
SCHLECHTER
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Barreserve - - 17 049 - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzaktiva
21 916 269 337 659 537 234 372 25 973 -
Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
10 091 708 4 557 388 1 582 277 656 906 337 584 65 219
Festverzinsliche Wertpapiere und
Forderungen
10 091 708 4 552 836 1 545 176 648 563 337 584 65 219
Sonstige Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
- 4 552 37 101 8 343 - -
Forderungen 7 870 000 10 387 257 2 204 161 341 518 74 051 43 997
Forderungen an Kreditinstitute 7 187 386 5116 319 2 134 292 284 829 - -
Forderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
461 15 394 68 813 1 214 283 -
Forderungen an Kunden 682 153 5 255 544 928 51 366 73 768 43 940
Baudarlehen - - - - - -
Durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
-
-
-
-
-
-
Nicht durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen an
Privatkunden
-
-
-
-
-
-
Kommunalkredite 528 947 5 223 667 - - - -
Andere Forderungen an Kunden 153 206 31 877 928 51 366 73 768 43 940
Sonstige Forderungen - - 128 4 109 - 57
Positive Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
- 5 198 259 266 - - -
Anteil der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen
Rückstellungen
761 1 642 236 104 932 20 205 1 863
GESAMT 17 984 385 16 861 416 4 827 222 1 232 816 437 813 111 079


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OHNE RATING
SUMME
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010
Barreserve 151 130 168 179
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 1 422 1 212 557
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 4 973 17 296 055
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 3 103 17 244 189
Sonstige Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 1 870 51 866
Forderungen 26 196 011 47 116 995
Forderungen an Kreditinstitute 80 230 14 803 056
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 8 988 95 153
Forderungen an Kunden 26 022 807 32 130 506
Baudarlehen 25 483 860 25 483 860
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 22 114 842 22 114 842
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 3 369 018 3 369 018
Kommunalkredite 23 5 752 637
Andere Forderungen an Kunden 538 924 894 009
Sonstige Forderungen 83 986 88 280
Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 264 464
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 421 1 750 438
GESAMT 26 353 957 67 808 688


WEDER ÜBERFÄLLIGE NOCH EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE NACH RATINGKLASSEN 2009

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AAA AA A BBB BB B ODER
SCHLECHTER
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Barreserve - - 15 526 - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertete Finanzaktiva
83 196 272 756 587 334 137 284 18 933 -
Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
8 711 749 3 015 372 2 296 819 903 487 205 823 66 143
Festverzinsliche Wertpapiere
und Forderungen
8 711 749 3 003 305 2 263 833 903 487 205 823 66 143
Sonstige Finanzanlagen verfügbar
zur Veräußerung
- 12 067 32 986 - - -
Forderungen 7 856 032 8 480 191 2 734 602 304 054 58 303 31 413
Forderungen an Kreditinstitute 7 112 833 4 885 045 2 669 305 230 570 5 578 -
Forderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
448 16 305 57 336 16 912 - -
Forderungen an Kunden 742 751 3 578 822 7 937 51 236 52 725 31 413
Baudarlehen - - - - - -
Durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen an
Privatkunden
-
-
-
-
-
-
Nicht durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen
an Privatkunden
-
-
-
-
-
-
Kommunalkredite 664 731 3 505 554 - - - -
Andere Forderungen an Kunden 78 020 73 268 7 937 51 236 52 725 31 413
Sonstige Forderungen - 19 24 5 336 - -
Positive Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
- 4 441 233 049 2 033 - -
Anteil der Rückversicherer an den
versicherungstechnischen
Rückstellungen
2 060 1 686 067 128 095 -
196 -
GESAMT 16 653 037 13 458 827 5 995 425 1 346 858 283 255 97 556


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OHNE RATING
SUMME
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009
Barreserve 90 760 106 286
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzaktiva 56 326 1 155 829
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 15 116 15 214 509
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 15 116 15 169 456
Sonstige Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung - 45 053
Forderungen 24 355 506 43 820 101
Forderungen an Kreditinstitute 89 500 14 992 831
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 12 798 103 799
Forderungen an Kunden 24 183 250 28 648 134
Baudarlehen 23 633 450 23 633 450
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 21 326 091 21 326 091
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 2 307 359 2 307 359
Kommunalkredite 29 4 170 314
Andere Forderungen an Kunden 549 771 844 370
Sonstige Forderungen 69 958 75 337
Positive Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 239 523
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 2 360 1 818 778
GESAMT 24 520 068 62 355 026


Im Vorjahr haben drei Tochterunternehmen "Forderungen an Kreditinstitute" in Höhe von 871,1 Mio € in der Klasse "Ohne Rating" ausgewiesen, obwohl davon 105,4 Mio € der RatingKlasse "AA" und 765,7 Mio € der Rating-Klasse "A" zuzuordnen gewesen wären. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde entsprechend angepasst.

Zum Bilanzstichtag waren im W&W-Konzern finanzielle Vermögenswerte mit einem Bilanzwert in Höhe von 1 253,5 (Vj. 1 114,9) Mio € überfällig, jedoch nicht einzeln wertgemindert. Die Fälligkeitsstruktur dieser finanziellen Vermögenswerte ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

FÄLLIGKEITSSTRUKTUR ÜBERFÄLLIGER NICHT EINZELN WERTGEMINDERTER VERMÖGENSWERTE

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BIS 1 MONAT
ÜBERFÄLLIG
MEHR ALS
1 MONAT BIS
2 MONATE
ÜBERFÄLLIG
MEHR ALS
2 MONATE
BIS
3 MONATE
ÜBERFÄLLIG
MEHR ALS
3 MONATE
BIS 1 JAHR
ÜBERFÄLLIG
MEHR ALS
1 JAHR
ÜBERFÄLLIG
SUMME
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Forderungen 804 350 179 736 101080 119 593 48 782 1 253 541
Forderungen an Kunden 803 599 179 412 100 786 118 110 46 611 1 248 518
Baudarlehen 792 974 175 339 92 113 111 550 42 979 1 214955
Durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
724 049 166 610 86 902 102 643 37 822 1 118 026
Nicht durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen an
Privatkunden
68 925 8 729 5 211 8 907 5 157 96 929
Andere Forderungen an Kunden 10 625 4 073 8 673 6 560 3 632 33 563
Sonstige Forderungen 751 324 294 1 483 2 171 5 023
Gesamt 804 350 179 736 101 080 119 593 48 782 1 253 541
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Forderungen 710 346 171 007 95 257 121 642 16 631 1 114 883
Forderungen an Kunden 710 344 171 007 95 257 121 642 16 631 1 114 881
Baudarlehen 699 670 166 969 85 602 112 741 12 938 1 077 920
Durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
667 913 162 455 83 711 110 951 12 891 1 037921
Nicht durch Grundpfandrechte
besicherte Forderungen an
Privatkunden
31 757 4 514 1 891 1 790 47 39 999
Andere Forderungen an Kunden 10 674 4 038 9 655 8 901 3 693 36 961
Sonstige Forderungen 2 - - - - 2
Gesamt 710 346 171 007 95 257 121 642 16 631 1 114 883


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BEIZULEGENDER ZEITWERT DER
ENTGEGENSTEHENDEN
SICHERHEITEN
in Tsd € 31.12.2010
Forderungen 3 126 268
Forderungen an Kunden 3 123 350
Baudarlehen 3 123 350
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 3 102 073
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 21 277
Andere Forderungen an Kunden -
Sonstige Forderungen 2 918
Gesamt 3 126 268
in Tsd € 31.12.2009
Forderungen 3 204 419
Forderungen an Kunden 3 204 419
Baudarlehen 3 204 419
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 3 180 553
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen an Privatkunden 23 866
Andere Forderungen an Kunden -
Sonstige Forderungen -
Gesamt 3 204 419


Im Vorjahr hat ein Tochterunternehmen "Andere Forderungen an Kunden" in Höhe von 33,1 Mio € als weder überfällige noch einzeln wertgeminderte Vermögenswerte in der Ratingklasse "Ohne Rating" ausgewiesen, obwohl diese als überfällige, nicht einzeln wertgeminderte Vermögenswerte hätten kategorisiert werden müssen. Der Ausweis in den Vorjahreszahlen wurde angepasst.

Ein weiteres Tochterunternehmen hat im Vorjahr bezüglich überfälliger, nicht einzeln wertgeminderter durch Grundpfandrechte besicherter Forderungen an Privatkunden den beizulegenden Zeitwert entgegenstehender Sicherheiten in Höhe von 653,6 Mio € zu hoch ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Der wesentliche Teil der überfälligen, nicht einzeln wertgeminderten Vermögenswerte entfällt auf Forderungen aus Baudarlehen, die im Wesentlichen grundpfandrechtlich besichert sind. Zum Bilanzstichtag bestanden einzeln wertgeminderte Vermögenswerte mit einem Bilanzwert von 803,1 (Vj. 835,2) Mio €.

Die Bruttobuchwerte der entsprechenden Vermögenswerte, die bis zum Bilanzstichtag vorgenommenen Direktabschreibungen und die bis zum Bilanzstichtag gebildeten Einzelwertberichtigungen sind in der Tabelle dargestellt.

EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE 2010

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BRUTTOWERT DIREKT-
ABSCHREIBUNG
EINZELWERT-
BERICHTIGUNG
SUMME BEIZULEGENDER
ZEITWERT DER
ENTGEGEN-
STEHENDEN
SICHERHEITEN
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 71 590 - 32 264 - 39 326 -
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 57 181 - 27 195 - 29 986 -
Sonstige Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 14 409 - 5 069 - 9 340 -
Forderungen 988 650 - 74 504 - 150 386 763 760 1 445 804
Forderungen an Kreditinstitute 129 283 - 16 204 - 65 113 014 -
Forderungen an Kunden 854 174 - 58 300 - 147 023 648 851 1 445 804
Baudarlehen 643 659 - 36 116 - 138 397 469 146 1 445 804
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen
an Privatkunden
571 460 - 33 164 - 117 258 421038 1 433 540
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
72 199 - 2 952 - 21 139 48 108 12 264
Andere Forderungen an Kunden 210 515 - 22 184 - 8 626 179 705 -
Sonstige Forderungen 5 193 - - 3 298 1 895 -
GESAMT 1 060 240 - 106 768 - 150 386 803 086 1 445 804


EINZELN WERTGEMINDERTE VERMÖGENSWERTE 2009

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BRUTTOWERT DIREKT-
ABSCHREIBUNG
EINZELWERT-
BERICHTIGUNG
SUMME BEIZULEGENDER
ZEITWERT DER
ENTGEGEN-
STEHENDEN
SICHERHEITEN
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 52 645 - 25 524 - 27 121 -
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen 33 530 - 14 497 - 19 033 -
Sonstige Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 19 115 - 11 027 - 8 088 -
Forderungen 1 034 523 - 54 501 - 171 914 808 108 1 729 180
Forderungen an Kreditinstitute 122 831 - 11 708 - 65 111 058 -
Forderungen an Kunden 904 090 - 42 767 - 166 490 694 833 1 729 180
Baudarlehen 668 827 - 2 808 - 160 066 505 953 1 729 180
Durch Grundpfandrechte besicherte Forderungen
an Privatkunden
615 154 - 2 808 - 141 819 470 527 1 701 963
Nicht durch Grundpfandrechte besicherte
Forderungen an Privatkunden
53 673 - - 18 247 35 426 27 217
Andere Forderungen an Kunden 235 263 - 39 959 - 6 424 188 880 -
Sonstige Forderungen 7 602 - 26 - 5 359 2 217 -
GESAMT 1 087 168 - 80 025 - 171 914 835 229 1 729 180


Ein Tochterunternehmen hat im Vorjahr bezüglich einzeln wertgeminderter, durch Grundpfandrechte besicherter Forderungen an Privatkunden den beizulegenden Zeitwert entgegenstehender Sicherheiten in Höhe von 416,9 Mio € zu hoch ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

(50) VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN

Personenversicherungsgeschäft

DARSTELLUNG DES VERSICHERUNGSBESTANDS

Im W&W-Konzern wird das Personenversicherungsgeschäft mit den Versicherungsarten Lebensversicherung mit Kapital- und Risikoversicherung, Rentenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung und Krankenversicherung betrieben. Bei den Lebensversicherungsbeständen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Verträge mit einer ermessensabhängigen Überschussbeteiligung. Fondsgebundene Kapital- und Rentenversicherungen sind mit den auf die Versicherungen entfallenden Fondsanteilen kongruent bedeckt.

Aktives Rückversicherungsgeschäft wird nur noch in vernachlässigbarer Größenordnung betrieben.

RISIKEN DES VERSICHERUNGSBESTANDS UND DAS RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Charakteristisch für die Lebensversicherung ist die Langfristigkeit der eingegangenen Verpflichtungen. Die Kalkulation der garantierten Leistungen erfolgt mit vorsichtigen Annahmen. Im Zeitablauf können sich die Rechnungsgrundlagen deutlich ändern, sodass wesentliche Zahlungsströme von ihrem Erwartungswert abweichen können.

Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft bestehen im Wesentlichen aus dem biometrischen Risiko, dem Zinsgarantierisiko und dem Kostenrisiko. Auf die Beurteilung des Zinsgarantierisikos wird in Note 48 ausführlich eingegangen.

Die biometrischen Rechnungsgrundlagen wie zum Beispiel Sterblichkeit, Lebenserwartung oder Invalidisierungswahrscheinlichkeiten unterliegen sowohl kurzfristigen Schwankungs- und Irrtumsrisiken als auch längerfristigen Veränderungstrends. Diese Risiken kontrollieren wir laufend durch aktuarielle Analysen und Prüfungen. Für die Produktentwicklung berücksichtigen wir mögliche Änderungen durch entsprechende versicherungsmathematische Modellierungen.

Die Beurteilung der Lebenserwartung (Langlebigkeitsrisiko) ist für die Deckungsrückstellung in der Rentenversicherung von besonderer Bedeutung. Ergänzend zur Beobachtung der eigenen Ergebnisse stützten wir uns zur Stabilisierung der Informationsbasis auch auf Erkenntnisse, Hinweise und Richtlinien der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Aufgrund des noch nicht ausreichend abgeschwächten Trends bei der Sterblichkeitsverbesserung haben die Lebensversicherungs-Gesellschaften die Sicherheitsmargen für das Langlebigkeitsrisiko in der Deckungsrückstellung im Geschäftsjahr 2010 wie in den Vorjahren angepasst. Zukünftige Erkenntnisse zur Sterblichkeitsentwicklung oder eine von der DAV empfohlene, erneute Stärkung der Sicherheitsmargen können zukünftig zu weiteren Zuführungen zur Deckungsrückstellung führen.

Die Rechnungsgrundlagen werden sowohl von der Aufsichtsbehörde als auch von der DAV als angemessen beurteilt. In der internen Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde findet ein jährlicher Abgleich mit den tatsächlichen Ergebnissen statt. Kleinere Änderungen in den der Kalkulation zugrunde liegenden Annahmen zu Biometrie, Zins und Kosten werden durch die in den Rechnungsgrundlagen vorhandenen Sicherheitszuschläge aufgefangen.

Bei einer Veränderung der Risiko-, Kosten- und/oder Zinserwartung wird durch eine Anpassung der zukünftigen Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer die Ergebniswirkung deutlich vermindert. Die Risiken werden durch geeignete passive Rückversicherungsverträge limitiert, die bei Rückversicherungsgesellschaften mit erstklassigen Bonitäten im Investmentgrade abgeschlossen sind.

SENSITIVITÄTSANALYSE

In der Lebensversicherung werden bei der Kalkulation der garantierten Leistung mit hohen Sicherheitsmargen versehene Rechnungsgrundlagen verwendet, um der Langfristigkeit Rechnung zu tragen. Durch die ermessensabhängige Überschussbeteiligung werden nicht benötigte Sicherheitsmargen an die Kunden weitergegeben. Kurzfristige Schwankungen werden durch eine Reduzierung oder Erhöhung der Zuführung zu der für die zukünftige Überschussbeteiligung vorgesehenen Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgeglichen, bei längerfristigen Änderungen wird zusätzlich die Überschussbeteiligung entsprechend angepasst.

BIOMETRISCHES RISIKO

Eine Erhöhung der Sterblichkeit wirkt bei Todesfallversicherungen (Kapital- und Risikolebensversicherungen) negativ auf die Gewinn- und Verlustrechnung, bei Rentenversicherungen wirkt sie hingegen positiv. Die erwarteten Sterblichkeiten sind durch die vorhandenen Sicherheitsmargen deutlich berücksichtigt, eine Änderung führt in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem vorab beschriebenen Mechanismus bereits brutto lediglich zu marginalen Auswirkungen, wenn sie nicht komplett aufgefangen werden. Durch die abgeschlossene passive Rückversicherung wird diese Auswirkung weiter reduziert.

Im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung unterliegt die Invalidisierungswahrscheinlichkeit zusätzlich zu medizinischen und juristischen Veränderungen auch sozialen und konjunkturellen Entwicklungen. Die in der Kalkulation enthaltenen Sicherheitsmargen sind auch hier noch deutlich vorhanden, sodass die unterlegten Erwartungen einen positiven Ertrag erbringen werden. Eine realistisch angenommene Änderung der Invalidisierungswahrscheinlichkeit führt weder brutto noch netto zu mehr als marginalen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Bereich der Krankenversicherung wird dem Risiko, das aus dem Anstieg der Pro-Kopf-Schäden resultiert, gegebenenfalls durch eine Anpassung der Prämie Rechnung getragen. Es hat somit keine nennenswerte Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.

STORNORISIKO

Die Veränderung der Stornoquoten in der Vergangenheit zeigt keine starken Schwankungen, sodass nur leichte Änderungen als realistisch einzustufen sind und daher die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung unerheblich sind.

Negative Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung ergeben sich zudem nur in den ersten Jahren nach Abschluss des Vertrags, solange noch nicht fällige Ansprüche gegen den Versicherungsnehmer ausgewiesen werden, die nach Storno nicht mehr realisierbar sind. Den Stornierungen wird durch die Bildung einer angemessenen Wertberichtigung Rechnung getragen. Der Bildung der Wertberichtigungen werden vorsichtige Annahmen, die auf den Erfahrungen der Vorjahre basieren, zugrunde gelegt.

Bei einem Rückkauf in späteren Jahren ergibt sich aus Stornoabschlägen eine positive Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung, da in den Rückstellungen mindestens der Rückkaufswert enthalten ist, sodass der in der Regel durch Stornoabschläge geminderten Auszahlung die Auflösung der Rückstellung entgegensteht.

Fondsgebundene Versicherungen sind kongruent mit den entsprechenden Fonds bedeckt, zusätzlich übernommene Garantiezusagen sind zusätzlich in der Deckungsrückstellung berücksichtigt worden. Die Erhöhung bzw. Reduzierung des Stornos führt zu keiner nennenswerten Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Durch ein erhöhtes Stornoverhalten der Kunden kann es zu größeren Liquiditätsabflüssen als erwartet kommen.

RISIKOKONZENTRATIONEN

Versicherungstechnische Risikokonzentrationen in der Kranken- oder Lebensversicherung resultieren aus regionalen Risikokonzentrationen sowie bei entsprechender Höhe der versicherten Risiken aus einzelnen Versicherungsverträgen. Der Entstehung von regionalen Risikokonzentrationen begegnen die Personenversicherer durch den bundesweiten Vertrieb ihrer Versicherungsprodukte.

Die Risikokonzentration aus einzelnen Versicherungsverträgen (Klumpenrisiko) wird durch passive Rückversicherungsverträge mit erstklassigen Rückversicherern reduziert.

Verbleibende Risikokonzentrationen ergeben sich aus den jeweiligen versicherten Risiken, dem Todesfall-, dem Langlebigkeits- und dem Invaliditätsrisiko. Zur Verdeutlichung der bestehenden Risikokonzentration wird nachfolgend die Deckungsrückstellung nach dem versicherten Risiko aufgeteilt.

DECKUNGSRÜCKSTELLUNG NACH ART DES VERSICHERTEN RISIKOS

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BRUTTO NETTO BRUTTO NETTO
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2009
Bereich Lebensversicherung 25 161 910 23 679 376 24 492 987 22 986 714
Überwiegend Todesfallrisiko 14 377 943 13 409 942 14 162 411 13 143 011
Überwiegend Erlebensfallrisiko (Renten) 10 233 639 9 808 869 9 833 101 9 429 343
Überwiegend Invaliditätsrisiko 550 328 460 565 497 475 414 360
Bereich Krankenversicherung 212 506 212 506 167 263 167 263
Bereich aktives Rückversicherungsgeschäft 35 877 35 877 34 521 34 521
GESAMT 25 410 293 23 927 759 24 694 771 23 188 498


Aus einzelnen Versicherungsverträgen resultieren weder auf Brutto- noch Nettobasis wesentliche Risikokonzentrationen. Dies wird in der folgenden Übersicht deutlich, in der die Brutto-Deckungsrückstellung der Erstversicherer nach der Versicherungssumme (bei Rentenversicherungen 12-fache Jahresrente) der zugrunde liegenden Versicherungsverträge untergliedert ist.

DECKUNGSRÜCKSTELLUNG FÜR VERSICHERUNGSVERTRÄGE MIT EINER VERSICHERUNGSSUMME VON

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BRUTTO BRUTTO
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
< 0,5 Mio € 24 603 220 23 963 780
> 0,5 Mio € - 1 Mio € 263 583 258 392
> 1 Mio € - 5 Mio € 223 655 203 987
> 5 Mio € - 15 Mio € 71 452 66 828
15 Mio € - 25 Mio € - -
< 15 Mio € - 50 Mio € - -
> 50 Mio € - -
Bereich aktives Rückversicherungsgeschäft 35 877 34 521
GESAMT 25 197 787 24 527 508


RISIKEN AUS IN VERSICHERUNGSVERTRÄGEN ENTHALTENEN OPTIONEN UND GARANTIEN

Fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung: garantierte Mindestleistung
Bei der fondsgebundenen Rentenversicherung wird das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen. Ein Marktrisiko besteht nicht, da alle Verträge kongruent bedeckt sind. Die Produktgestaltung stellt sicher, dass die für die Übernahme der garantierten Mindestleistung benötigten Beitragsteile entsprechend reserviert werden.

Rentenversicherung: Kapitalwahlrecht
Die Ausübung des Kapitalwahlrechts ist von individuellen Faktoren beim Versicherungsnehmer beeinflusst. Finanzrationales Kundenverhalten kann in Zeiten niedriger Zinsen die Zinsgarantierisikoexposition erhöhen.

Lebensversicherung: Verrentungsoption
Die Verrentungsoption wird zu den für den Neuabschluss gültigen Tarifen durchgeführt. Diese Option ist ergebnis- und bilanzneutral.

Rückkaufs- und Beitragsfreistellungsoption
Bei allen Verträgen mit Rückkaufsoption ist die bilanzielle Deckungsrückstellung mindestens so hoch wie der Rückkaufswert. Eine Beitragsfreistellung mit reduzierten garantierten Leistungen entspricht einem partiellen Rückkauf und ist somit bilanziell analog berücksichtigt.

Beitragsdynamik
Die Option der Erhöhung der Versicherungsleistung durch einen Mehrbeitrag ohne erneute Risikoprüfung ist zwar mit einem festen Rechnungszins kalkuliert, jedoch ist aufgrund der bisherigen Erfahrungen die Entscheidung der Versicherungsnehmer stärker vom Versicherungscharakter des Vertrags oder von der Erwartung eines höheren Zinses durch die Überschussbeteiligung beeinflusst. Finanzrationales Kundenverhalten kann in Zeiten niedriger Zinsen die Zinsgarantierisikoexposition erhöhen.

Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft/Rückversicherungsgeschäft

DARSTELLUNG DES VERSICHERUNGSBESTANDS

Die Schaden-/Unfallversicherung wird im Inland durch die Württembergische Versicherung AG betrieben. Die Württembergische Versicherung AG versichert Risiken mit Schwerpunkt im privaten und gewerblichen Bereich und betreibt dabei die klassischen Sparten Haftpflichtversicherung, Kraftfahrtversicherung, Hausratversicherung, Rechtsschutzversicherung, Unfallversicherung und Wohngebäudeversicherung.

Nach Verkauf ihrer Managementgesellschaft Württembergische UK Limited zeichnet die Württembergische Versicherung AG seit 2008 keine industriellen Großrisiken oder Rückversicherungen mehr. Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird somit nur noch in sehr begrenztem Umfang von der Wüstenrot & Württembergische AG in Form der Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben.

Durch die bereits vor einigen Jahren erfolgte weitgehende Aufgabe des konzernfremden aktiven Rückversicherungsgeschäfts bei der Wüstenrot & Württembergische AG und die Veräußerung der Württembergische UK Limited wurde die internationale Risikoexposition des W&W-Konzerns deutlich reduziert.

RISIKEN DES VERSICHERUNGSBESTANDS UND DAS RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Versicherungstechnische Risiken entstehen aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen, in deren Folge unerwartete Schaden- und Leistungsverpflichtungen zu einer negativen Ertragssituation führen können.

Im Bereich der Sachversicherung sind versicherungstechnische Risiken überwiegend kurzfristiger Natur, da die Schadenregulierung in der Regel zügig erfolgen kann. Bei schwerwiegenden Personenschäden in den Bereichen Allgemeine Haftpflicht und Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung sowie in der Unfallversicherung unterliegen die Risiken auch exogenen Entwicklungen wie etwa dem medizinischen Fortschritt und der damit verbundenen Lebenserwartung. Zudem werden sie von der Entwicklung gesetzlicher Schadenersatz- und Haftungsregelungen beeinflusst.

SENSITIVITÄTSANALYSE

Die Zeichnung von Risiken erfolgt ausschließlich auf Grundlage aktuarieller und statistischer Analysen. Dies bedeutet, dass die Württembergische Versicherung AG ausreichende Sicherheitszuschläge zur Abdeckung von Risikoschwankungen in ihre Tarife einkalkuliert hat.

Um die Auskömmlichkeit der Rückstellungen zu überprüfen, werden aktuarielle Gutachten sowie regelmäßige Simulations- und Stressrechnungen eingesetzt. Bei der Reservierung der Schadenfälle verfolgt die Württembergische Versicherung AG eine konservative Politik mit dem Ziel, den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die Rückstellungen werden auf Spartenebene regelmäßig über das interne Risikotragfähigkeitsmodell auf ihre Angemessenheit untersucht. Die Ergebnisse dieser Untersuchung führten zu der Erkenntnis, dass die Württembergische Versicherung AG im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung über ein auskömmliches Reservenpolster verfügt.

Bei nicht erwartungsgemäßer Schaden- oder Kostenentwicklung kann es zu negativen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung kommen.

Die Messung der versicherungstechnischen Risiken erfolgt über branchenübliche statistischanalytische Faktorenmodelle oder unternehmensbezogene stochastische Modelle. Zudem werden Schadenszenarioanalysen durchgeführt.

RISIKOKONZENTRATIONEN

Risikokonzentrationen resultieren primär aus den in den verschiedenen Sparten versicherten Risiken. Zur Verdeutlichung der bestehenden Risikokonzentrationen wird nachfolgend die Schadenrückstellung nach Sparten untergliedert. Dabei ist der durch einen breit diversifizierten Spartenmix gekennzeichnete Bestand zu erkennen, der zu einer Verringerung der Risikoexpositionen beiträgt.

RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE

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BRUTTO NETTO BRUTTO NETTO
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2009
Firmenkunden Haftpflicht 467 732 434 540 474 546 443 372
Firmenkunden Sachversicherung 301 058 251 502 351 853 314 254
Privatkunden Haftpflicht 93 263 91 121 96 076 89 443
Privatkunden sonstige 2 202 2 147 2 233 2 026
Kraftfahrt Haftpflicht 972 945 815 364 967 632 774 998
Kraftfahrt sonstige 857 857 1 199 1 138
Hausrat 10 802 10 802 11 556 10 959
Rechtsschutz 134 378 134 378 127 799 121 380
Teilkasko 4 148 4 124 4 101 3 879
Unfall 136 018 135 601 151 741 143 948
Vollkasko 32 319 32 272 26 482 25 133
Wohngebäude 43 295 42 680 40 299 37 926
Sonstiges 117 287 109 108 112 814 105 457
GESAMT 2 316 304 2 064 496 2 368 331 2 073 913


(51) LIQUIDITÄTSRISIKEN

Das Liquiditätsrisiko ist die Gefahr, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, die Finanzmittel zu beschaffen, die zur Begleichung der eingegangenen Verpflichtungen notwendig sind. Liquiditätsrisiken können auch daraus resultieren, dass ein Vermögenswert nicht rechtzeitig innerhalb kurzer Frist zu seinem beizulegenden Zeitwert veräußert werden kann oder liquide Mittel nur zu ungünstigeren Konditionen als erwartet beschafft werden können. Liquiditätsrisiken setzen sich damit aus dem Risiko der Zahlungsunfähigkeit, dem Marktliquiditätsrisiko und dem Refinanzierungsrisiko zusammen.

Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2010 ausgewählter Finanzinstrumente dargestellt:

RESTLAUFZEITENGLIEDERUNG 2010
AKTIVA

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 JAHR BIS
5 JAHRE
ÜBER 5
JAHRE
UNBESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Mio €





Forderungen an Kreditinstitute 1 625,1 554,2 4 251,5 8 485,2 0,1 14 916,1
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 2,5 89,8 - - 2,9 95,2
Forderungen an Kunden 1 620,8 2 310,5 10 196,3 15 412,1 4 635,3 34 175,0
Sonstige Forderungen 84,7 0,5 0,1 - 13,2 98,5
Risikovorsorge - 9,3 - 39,2 - 38,3 - 39,1 - 104,5 - 230,4
Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere der
designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva
11,6 42,5 233,4 473,4 888,5 1 649,4
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere sowie Derivate der Handelsaktiva
106,4 11,9 112,6 220,7 - 451,6
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen
verfügbar zur Veräußerung
1 308,2 1 656,1 4 647,7 9 660,7 1,5 17 274,2


RESTLAUFZEITENGLIEDERUNG 2010
PASSIVA

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 JAHR
BIS 5 JAHRE
ÜBER 5
JAHRE
UNBESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Mio €





Verbriefte Verbindlichkeiten 22,0 148,0 869,3 409,2 - 1 448,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 878,3 1 663,9 882,3 89,0 647,0 8 160,5
Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 10,0 42,4 - - 1 504,3 1 556,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5 232,2 18 419,3 1 742,5 2 039,2 77,3 27 510,5
Sonstige Verbindlichkeiten 284,2 40,0 18,6 14,0 86,2 443,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzpassiva
134,6 9,7 145,1 244,5 - 533,9
Nachrangkapital 12,4 51,3 130,0 254,9 - 448,6


Nachfolgend wird die Restlaufzeitengliederung 2009 ausgewählter Finanzinstrumente dargestellt:

RESTLAUFZEITENGLIEDERUNG 2009
AKTIVA

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 JAHR
BIS 5 JAHRE
ÜBER 5
JAHRE
UNBESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Mio €






Forderungen an Kreditinstitute 1 605,8 570,0 3 944,7 8 983,3 0,2 15 104,0
Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 16,6 87,2 - - - 103,8
Forderungen an Kunden 1 690,1 2 066,9 12 857,6 9 981,5 4 028,2 30 624,3
Sonstige Forderungen 76,9 0,9 0,1 - 5,0 82,9
Risikovorsorge - 12,4 - 36,8 - 44,8 - 45,3 - 101,5 - 240,8
Schuldverschreibungen und andere Wertpapiere der
designiert als zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Finanzaktiva
23,5 30,9 163,6 468,4 795,6 1 482,0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere sowie Derivate der Handelsaktiva
123,4 30,0 84,9 167,3 - 405,6
Festverzinsliche Wertpapiere und Forderungen
verfügbar zur Veräußerung
1 046,0 1 862,8 3 684,7 8 593,1 1,9 15 188,5


RESTLAUFZEITENGLIEDERUNG 2009
PASSIVA

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 JAHR
BIS 5 JAHRE
ÜBER 5
JAHRE
UNBESTIMMTE
LAUFZEIT
GESAMT
in Mio €





Verbriefte Verbindlichkeiten 36,4 129,8 695,2 432,1 - 1 293,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 800,5 3 523,4 735,7 116,0 564,5 6 740,1
Verbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 36,4 52,7 - - 1 503,8 1 592,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4 468,4 14 624,5 2 125,1 2 458,2 93,6 23 769,8
Sonstige Verbindlichkeiten 343,7 28,4 12,2 1,1 68,5 453,9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete Finanzpassiva
147,5 6,1 128,4 214,5 - 496,5
Nachrangkapital 24,8 11,5 68,8 325,6 - 430,7


In der folgenden Übersicht sind zum Bilanzstichtag für die im Bestand befindlichen Finanzinstrumente die zukünftigen vertraglich vereinbarten Bruttoauszahlungen zum frühestmöglichen Zeitpunkt dargestellt. Für die aus Versicherungsverträgen resultierenden Passivposten ist die erwartete Fälligkeitsstruktur aufgezeigt:

VERTRAGLICH VEREINBARTE ZAHLUNGSSTRÖME 2010

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS 5
JAHRE
5 BIS 10
JAHRE
10 BIS 15
JAHRE
15 BIS 20
JAHRE
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Derivative Finanzinstrumente1 30 193 45 571 288 477 - 75 401 - 138 417 - 7 246
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva
8 216 19 374 146 432 - 77 563 - 119 143 - 17 096
Positive und negative Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
21 977 26 197 142 045 2 162 - 19 274 9 850
Verbindlichkeiten 9 439 965 21 042 123 4 212 749 2 812 005 521 113 113 239
Verbriefte Verbindlichkeiten 15 906 170 401 947 010 416 015 17 865 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 354 660 2 233 249 950 249 706 829 11 688 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4 763 707 18 571 626 2 296 192 1 672 898 491 560 113 239
Einlagen aus dem Bauspargeschäft und
andere Spareinlagen
1 361 083 17 798 207 361 138 38 032 - -
Andere Einlagen 3 402 624 773 419 1 935 054 1 634 866 491 560 113 239
Sonstige Verbindlichkeiten 305 692 66 847 19 298 16 263 - -
Nachrangkapital 617 60 139 213 860 273 312 31 378 -
Unwiderrufliche Kreditzusagen 722 588 17 323 74 964 - - -
GESAMT 10 193 363 21 165 156 4 790 050 3 009 916 414 074 105 993


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ÜBER
20 JAHRE
GESAMT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010
Derivative Finanzinstrumente1 33 432 176 609
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva 16 869 - 22 911
Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen 16 563 199 520
Verbindlichkeiten 25 215 38 166 409
Verbriefte Verbindlichkeiten - 1 567 197
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 8 256 675
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 24 416 27 933 638
Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen - 19 558 460
Andere Einlagen 24 416 8 375 178
Sonstige Verbindlichkeiten 799 408 899
Nachrangkapital - 579 306
Unwiderrufliche Kreditzusagen - 814 875
GESAMT 58 647 39 737 199


1 Negative Beträge ergeben sich aus Netto-Zahlungsmittelzuflüssen.


VORAUSSICHTLICHE FÄLLIGKEIT DER IN DER BILANZ ERFASSTEN BETRÄGE 2010

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS 5
JAHRE
5 BIS 10
JAHRE
10 BIS 15
JAHRE
15 BIS 20
JAHRE
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem
selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
80 856 213 345 144 762 111 883 57 018 31 063
Versicherungstechnische Rückstellungen 936 604 2 478 899 8 109 653 6 188 733 3 618 092 2 081 280
Deckungsrückstellung Bereich Leben 500 646 1 976 661 7 293 648 5 741 877 3 328 805 1 843 519
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
390 916 473 125 666 806 285 549 184 896 153 302
Rückstellung für fondsgebundene
Lebensversicherungsverträge
21 554 27 280 149 199 161 307 104 391 84 459
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 23 488 1 833 - - - -
GESAMT 1 017 460 2 692 244 8 254 415 6 300 616 3 675 110 2 112 343


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ÜBER
20 JAHRE
GESAMT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 43 639 682 566
Versicherungstechnische Rückstellungen 4 126 151 27 539 412
Deckungsrückstellung Bereich Leben 3 624 270 24 309 426
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 161 710 2 316 304
Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge 340 171 888 361
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen - 25 321
GESAMT 4 169 790 28 221 978


VERTRAGLICH VEREINBARTE ZAHLUNGSSTRÖME 2009

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS 5
JAHRE
5 BIS 10
JAHRE
10 BIS 15
JAHRE
15 BIS 20
JAHRE
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Derivative Finanzinstrumente1 49 361 33 621 205 126 - 38 956 - 106 186 - 12 412
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva
26 291 56 019 176 502 86 974 - 15 113 861
Positive und negative Marktwerte aus
Sicherungsbeziehungen
23 070 - 22 398 28 624 - 125 930 - 91 073 - 13 273
Verbindlichkeiten 5 837 991 19 247 105 4 179 141 3 057 019 534 840 131 256
Verbriefte Verbindlichkeiten 29 683 149 954 773 079 445 438 18 644 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 069 360 4 337 699 807 342 657 985 12 138 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 4 332 313 14 733 135 2 587 792 1 951 243 504 058 131 256
Einlagen aus dem Bauspargeschäft und
andere Spareinlagen
1 294 256 14 296 528 289 196 36 836 - -
Andere Einlagen 3 038 057 436 607 2 298 596 1 914 407 504 058 131 256
Sonstige Verbindlichkeiten 406 635 26 317 10 928 2 353 - -
Nachrangkapital 13 551 33 908 143 700 346 299 25 276 7 732
Unwiderrufliche Kreditzusagen 1 312 981 - 138 - - -
GESAMT 7 213 884 19 314 634 4 528 105 3 364 362 453 930 126 576


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ÜBER
20 JAHRE
GESAMT
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009
Derivative Finanzinstrumente1 2 255 132 809
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzaktiva und -passiva 14 852 346 386
Positive und negative Marktwerte aus Sicherungsbeziehungen - 12 597 - 213 577
Verbindlichkeiten 57 033 33 044 385
Verbriefte Verbindlichkeiten - 1 416 798
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 6 884 524
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25 520 24 265 317
Einlagen aus dem Bauspargeschäft und andere Spareinlagen - 15 916 816
Andere Einlagen 25 520 8 348 501
Sonstige Verbindlichkeiten 31 513 477 746
Nachrangkapital - 570 466
Unwiderrufliche Kreditzusagen - 1 313 119
GESAMT 59 288 35 060 779


1 Negative Beträge ergeben sich aus Netto-Zahlungsmittelzuflüssen.


VORAUSSICHTLICHE FÄLLIGKEIT DER IN DER BILANZ ERFASSTEN BETRÄGE 2009

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BIS
3 MONATE
3 MONATE
BIS 1 JAHR
1 BIS 5
JAHRE
5 BIS 10
JAHRE
10 BIS 15
JAHRE
15 BIS 20
JAHRE
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem
selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
86 447 140 601 151 572 129 327 64 902 35 618
Versicherungstechnische Rückstellungen 1 086 779 2 289 482 7 771 690 6 207 213 3 506 018 1 992 082
Deckungsrückstellung Bereich Leben 475 182 1 728 074 7 290 464 5 922 728 3 337 368 1 837 141
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
571 623 543 235 376 221 168 604 97 428 97 428
Rückstellung für fondsgebundene
Lebensversicherungsverträge
16 822 16 378 105 005 115 881 71 222 57 513
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 23 152 1 795 - - - -
GESAMT 1 173 226 2 430 083 7 923 262 6 336 540 3 570 920 2 027 700


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ÜBER 20 JAHRE GESAMT
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 47 102 655 569
Versicherungstechnische Rückstellungen 3 601 203 26 454 467
Deckungsrückstellung Bereich Leben 3 204 739 23 795 696
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 133 137 1 987 676
Rückstellung für fondsgebundene Lebensversicherungsverträge 263 327 646 148
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen - 24 947
GESAMT 3 648 305 27 110 036


Kapitalmanagement

Die Wüstenrot & Württembergische AG steuert als Holdinggesellschaft die Eigenkapitalausstattung des W&W-Konzerns. Sie nimmt einerseits Dividenden bzw. Ergebnisabführungen ein und führt andererseits Eigenkapitalmaßnahmen wie Kapitalerhöhungen und -herabsetzungen durch und vergibt Darlehen an die Konzernunternehmen.

Hauptziele des Kapitalmanagements sind eine effiziente Allokation und eine adäquate Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals. Um dies sicherzustellen, werden für die einzelnen Tochterunternehmen Ergebnisansprüche basierend auf einer Mindestverzinsung des jeweiligen IFRS-Eigenkapitals abgeleitet.

Zum 31. Dezember 2010 betrug das nach IFRS ermittelte Eigenkapital des W&W-Konzerns 2 844,3 (Vj. 2 348,4) Mio €. Die Veränderungen der einzelnen Eigenkapitalbestandteile sind unter Note 24 Eigenkapitalentwicklung dargestellt.

Weitere Ziele der Eigenkapitalsteuerung sind einerseits die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit auf Basis der internen Risikotragfähigkeitsmodelle des W&W-Konzerns, andererseits die Erfüllung der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen, die sich unter anderem aus den Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Finanzkonglomeratesolvabilitätsverordnung (FkSolV) ergeben. Darüber hinaus hat der W&W-Konzern für die großen Tochtergesellschaften sowie auf Gruppenebene Zielsolvabilitätsquoten festgelegt, um die steigenden aufsichtsrechtlichen Kapitalanforderungen proaktiv zu antizipieren.

Eine weitere Anforderung an die Kapitalausstattung besteht darin, dass der W&W-Konzern insgesamt wie auch die einzelnen Tochterunternehmen über ein ausreichendes Eigenkapital verfügen, das im Finanzstärkerating mindestens eine Einstufung unter "A" ermöglicht. Im Rahmen einer effizienten Eigenkapitalsteuerung setzt der W&W-Konzern darüber hinaus Nachrangkapital für die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen ein.

Weitere Ausführungen zu unserem Kapitalmanagement sowie dessen Ziele haben wir auf Seite 46 ff. des Risikoberichts im Konzernlagebericht dargestellt.

(52) AUFSICHTSRECHTLICHE SOLVABILITÄT

Die Versicherungsgesellschaften sowie die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute der W&W-Gruppe unterliegen auf Ebene des einzelnen Unternehmens der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank gemäß VAG, KWG bzw. den jeweiligen Regelungen im Sitzland der beaufsichtigten ausländischen Unternehmen der W&W-Gruppe. Aus dieser Beaufsichtigung ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung dieser Unternehmen.

Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass alle beaufsichtigten Tochterunternehmen mindestens mit den Eigenmitteln ausgestattet sind, die sie zur Erfüllung der regulatorischen Anforderungen benötigen. In dieser Hinsicht bilden das Eigenkapital und das Nachrang- bzw. Genussrechtskapital entsprechend den aufsichtsrechtlichen Normen die Grundlage dieses Kapitalmanagements.

Bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank werden nachrangige Verbindlichkeiten den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet. Diese erfüllen die Bedingungen des § 10 Abs. 5a KWG.

Die nachrangigen Verbindlichkeiten der Württembergische Versicherung AG und der Württembergische Lebensversicherung AG werden gemäß § 53c Abs. 3 Nr. 3b VAG den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln zugerechnet.

Außerdem kann Genussrechtskapital der zusätzlichen Verstärkung des haftenden Eigenkapitals dienen, wenn es unter anderem mit einer Fälligkeit des Rückzahlungsanspruchs von mindestens zwei Jahren die Bedingungen des § 10 Abs. 5 KWG erfüllt.

Im Berichtsjahr 2010 haben ebenso wie im Vorjahr alle Unternehmen der W&W-Gruppe, die der Beaufsichtigung unterliegen, die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalkennziffern der wesentlichen Unternehmen:

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VORHANDENE
EIGENMITTEL
GEMÄSS VAG/KWG
SOLVABILITÄTS-
ANFORDERUNG
GEMÄSS VAG/KWG
VERHÄLTNISSATZ

2010 2009 2010 2009 2010 2009

in Mio € in Mio € in Mio € in Mio € in % in %
Wüstenrot & Württembergische AG1 1 732,6 1 674,9 40,3 41,1 4 304,1 4 075,0
Wüstenrot Bausparkasse AG2 773,5 739,3 7 030,1 6 466,3 11,0 11,4
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank2 543,5 552,2 5 700,4 5 579,3 9,5 9,9
Württembergische Versicherung AG1 325,6 305,6 190,3 190,3 171,1 161,0
Württembergische Lebensversicherung AG1 1 711,4 1 618,8 998,6 979,2 171,4 165,0
Württembergische Krankenversicherung AG1 15,8 14,1 8,6 7,3 183,7 193,0


1 Mindestkapitalanforderung von 100,0 %.
2 Mindestkapitalanforderung von 8,0 %.


Neben der Aufsicht auf Ebene des einzelnen Unternehmens unterliegen die Versicherungen des W&W-Konzerns einer zusätzlichen Aufsicht, da sie zusammen eine Versicherungsgruppe bilden. Im Geschäftsjahr 2009 hat die Versicherungsgruppe mit einem Bedeckungssatz von 243,26 % die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen von 100 % erfüllt. Für die Versicherungsgruppe mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 ein vorläufiger Bedeckungssatz von 247 %.

Mit Bescheid vom 23. Februar 2007 hat die BaFin die W&W-Gruppe als Finanzkonglomerat eingestuft und die Wüstenrot & Württembergische AG zum übergeordneten Unternehmen bestimmt. Daher hat die Wüstenrot & Württembergische AG sicherzustellen, dass die aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt werden. Zu diesen Anforderungen gehört unter anderem, dass das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe zu jeder Zeit über eine Eigenmittelausstattung verfügt, die den aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen genügt. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Finanzkonglomerat W&W-Gruppe mit einem Bedeckungssatz von 128,92 % die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen von 100% erfüllt. Für das Finanzkonglomerat mit allen wesentlichen Beteiligungen ergibt sich zum Bilanzstichtag 31.12.2010 ein vorläufiger Bedeckungssatz von 132,9 %.

Interne Berechnungen auf Basis der vorläufigen Daten für 2010 sowie auf Basis der Hochrechnung bzw. Planung für 2011 und 2012 zeigen, dass die aufsichtsrechtlichen Mindestanforderungen an die Eigenmittelausstattung im Finanzkonglomerat W&W-Gruppe erfüllt werden.

(53) RISIKOTRAGFÄHIGKEITSMODELLE

Wir verweisen auf unsere Darstellung auf Seite 48 ff. des Risikoberichts im Konzernlagebericht.

(54) EXTERNES RATING

Der W&W-Konzern strebt hinsichtlich des Finanzstärke-Ratings mindestens eine Einstufung unter "A" an. Daher ist es das Ziel der Eigenkapitalsteuerung der Wüstenrot & Württembergische AG, den Gesamtkonzern sowie die einzelnen Tochterunternehmen mit dem hierfür erforderlichen Eigenkapital auszustatten. Bezüglich der aktuellen Ratings der W&W-Gruppe wird auf den Konzernlagebericht (Seite 20) verwiesen.

Sonstige Angaben

(55) ALS SICHERHEIT ÜBERTRAGENE VERMÖGENSWERTE

Für folgende Verbindlichkeiten wurden Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 807 450 3 668 076
Sonstige Verbindlichkeiten 2 971 -
GESAMT 2 810 421 3 668 076


Nachstehende Vermögenswerte sind als Sicherheit übertragen worden:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 377 652 306 325
Forderungen an Kunden 606 621 791 488
Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung 5 897 504 6 837 506
GESAMT 6 881 777 7 935 319


Forderungen an Kreditinstitute wurden als Sicherheit für Wertpapier- und Termingeschäfte abgetreten. Bei den unter den Finanzanlagen verfügbar zur Veräußerung ausgewiesenen Beständen handelt es sich um Sicherheiten für Offenmarktgeschäfte, die bei der Europäischen Zentralbank hinterlegt wurden.

Die Forderungen an Kunden beinhalten im Wesentlichen erstrangige Wohnungsbaudarlehen. Die zugrunde liegenden Rahmenvereinbarungen sehen grundsätzlich die Abtretung der Darlehen an die refinanzierenden Banken vor.

Ferner sind bei den deutschen Erstversicherern des W&W-Konzerns die versicherungstechnischen Passiva entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen durch die dem Sicherungsvermögen zugeordneten Vermögenswerte (Finanzinstrumente sowie Immobilien) bedeckt. Die dem Sicherungsvermögen zugeordneten Vermögenswerte stehen vorrangig für die Befriedigung der Ansprüche der Versicherungsnehmer zur Verfügung.

(56) LEASINGGESCHÄFTE

Im Geschäftsjahr 2010 und im Vorjahr wurden Geschäfte im Bereich Finanzierungs-Leasing sowie Operating-Leasing ausschließlich als Leasingnehmer getätigt.

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2010 BIS 1 JAHR 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE GESAMT
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010
Finanzierungs-Leasingverhältnisse



Mindestleasingzahlungen 3 435 12 104 11 862 27 401
Zinseffekte 163 1 851 3 671 5 685
Barwert der Mindestleasingzahlungen 3 272 10 253 8 191 21 716
Operating-Leasingverhältnisse



Mindestleasingzahlungen 24 940 75 203 12 688 112 831


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2009 BIS 1 JAHR 1 BIS 5 JAHRE ÜBER 5 JAHRE GESAMT
in Tsd € 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2009
Finanzierungs-Leasingverhältnisse



Mindestleasingzahlungen 3 600 12 650 14 752 31 002
Zinseffekte 171 1 925 4 799 6 895
Barwert der Mindestleasingzahlungen 3 429 10 725 9 953 24 107
Operating-Leasingverhältnisse



Mindestleasingzahlungen 32 369 60 813 - 93 182


Finanzierungs-Leasingverhältnisse bestehen nur für Immobilien. Die Leasingverträge für Gebäude haben beim Abschluss eine Laufzeit von 22,5 Jahren. Am Ende der Laufzeit sind Kaufoptionen vereinbart.

Unkündbare Untermietverhältnisse aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen bestehen nicht.

Operating-Leasingverhältnisse bestehen für Großrechner, großrechnernahe Hard- und Software, Drucker und Kopierer sowie für Pkw. Die Verträge haben Laufzeiten von bis zu viereinhalb Jahren, entsprechend der Nutzungsdauer der Geräte. Der Anstieg bei den Mindestleasingzahlungen ist insbesondere auf einen aufgestockten Leasingvertrag der W&W Informatik GmbH für Hard- und Software zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen des Operating-Leasings Mindestleasingzahlungen in Höhe von 24,1 (Vj. 16,8) Mio € geleistet.

Bedingte Mietzahlungen im Bereich Finanzierungs-Leasing und Operating-Leasing lagen weder im Geschäftsjahr 2010 noch im Vorjahr vor. Für diese Geschäfte lagen auch keine durch Leasingvereinbarung auferlegten Beschränkungen vor.

(57) EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND ANDERE VERPFLICHTUNGEN

Eventualverbindlichkeiten

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Eventualverbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 1 695 259 1 268 633
Eventualverbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft 286 133 248 301
Andere Eventualverbindlichkeiten 35 990 29 278
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN 2 017 382 1 546 212


EVENTUALVERBINDLICHKEITEN AUS DEM BANKGESCHÄFT

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Kreditbürgschaften 4 993 6 804
Unwiderrufliche Kreditzusagen 1 690 266 1 261 829
EVENTUALVERBINDLICHKEITEN AUS DEM BANKGESCHÄFT 1 695 259 1 268 633


Die unwiderruflichen Kreditzusagen sind Restverpflichtungen aus zugesagten, aber noch nicht oder nicht in vollem Umfang in Anspruch genommenen Darlehen und Kontokorrentkreditlinien. Ein Zinsänderungsrisiko besteht bei unwiderruflichen Kreditzusagen aufgrund der kurzen Laufzeiten nur in geringem Umfang.

Die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und die Wüstenrot Bausparkasse AG sind der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH angeschlossen. Darüber hinaus ist die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank Mitglied des Einlagensicherungsfonds des privaten Bankgewerbes, durch den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gedeckt werden. Die Wüstenrot Bausparkasse AG ist des Weiteren Mitglied im Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds e.V. Aufgrund der Mitwirkung an Einlagensicherungsfonds bzw. an Entschädigungseinrichtungen ergeben sich für die Mitgliedsinstitute im Bedarfsfall Nachschussverpflichtungen.

Inanspruchnahmen aus Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen bestanden am 31. Dezember 2010 wie bereits im Vorjahr nicht.

EVENTUALVERBINDLICHKEITEN AUS DEM VERSICHERUNGSGESCHÄFT

Aufgrund der Mitgliedschaft beim Verein Verkehrsopferhilfe e. V. bestehen im W&W-Konzern Verpflichtungen, diesem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend ihrem Anteil an den Beitragseinnahmen, die die Mitgliedsunternehmen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft jeweils im vorletzten Kalenderjahr erzielt haben.

Aus der Mitgliedschaft beim Institute of London Underwriters (ILU) ergibt sich eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von maximal 0,6 (Vj. 0,6) Mio GBP für die Württembergische Versicherung AG für den Fall, dass das ILU seinen Verbindlichkeiten nicht bzw. nur teilweise nachkommen kann. Die Württembergische Versicherung AG hat ein dementsprechendes Akkreditiv zugunsten der ILU eingerichtet.

Deutsche Lebensversicherer und Krankenversicherer sind gemäß §§ 124 ff. VAG zu einer Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds verpflichtet. Die ARA Pensionskasse AG ist gemäß § 124 Abs. 2 VAG als freiwilliges Mitglied dem Sicherungsfonds für die Lebensversicherer beigetreten. Der Sicherungsfonds der Lebensversicherer erhebt auf Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Die zukünftigen Verpflichtungen hieraus betragen für die Personenversicherer des W&W-Konzerns 0 (Vj. 0,4) Mio €.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 28,5 (Vj. 24,6) Mio €.

Zusätzlich haben sich die Lebensversicherer und die Pensionskasse des W&W-Konzerns verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen, sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 256,5 (Vj. 222,2) Mio €.

Regressverzicht und Freistellungserklärung

Gemäß bestehender Regressverzichts- und Freistellungserklärung verzichtet die Gesellschaft bei Inanspruchnahme wegen eines Beratungsfehlers des Vertreters im Zusammenhang mit der Vermittlung eines von ihr vertriebenen Versicherungsprodukts oder einer nachfolgenden Betreuung auf etwaige Regressansprüche gegenüber dem Vertreter, sofern kein vorsätzliches Verhalten vorliegt und der Schaden nicht durch eine Haftpflichtversicherung gedeckt ist. Auch bezüglich der Eigenhaftung des Vertreters bei der Vermittlung von Versicherungs- oder Finanzdienstleistungsprodukten einer Versicherungsgesellschaft des W&W-Konzerns, eines Kooperationspartners einer dieser Versicherungsgesellschaften oder im Zuge einer weiteren Beratung für eine dieser Gesellschaften bzw. Kooperationspartner liegt im Falle eines Beratungsfehlers eine Freistellung vonseiten der Gesellschaft vor. Die Mindestversicherungssumme ist begrenzt auf 200 Tsd € je Schadenfall und insgesamt auf 300 Tsd € pro Jahr, bei Schäden im Zusammenhang mit Beratungsfehlern bei der Versicherungsvermittlung auf 1 000 Tsd € je Schadenfall bzw. 1 500 Tsd € pro Jahr.

(58) ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Konzernobergesellschaft

Hauptaktionär der Wüstenrot & Württembergische AG ist die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg. Diese befindet sich zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung Gemeinschaft der Freunde Deutscher Eigenheimverein e.V., Ludwigsburg.

Transaktionen mit nahe stehenden Personen

Natürliche Personen, die gemäß IAS 24 als nahe stehend betrachtet werden, sind die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen (Management Board und Aufsichtsrat der W&W AG), Vorstand und Aufsichtsrat der Muttergesellschaft sowie deren nahe Familienangehörige.

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Konzernunternehmen wurden Geschäfte mit nahe stehenden Personen der W&W AG getätigt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Geschäftsbeziehungen in den Bereichen Bauspar- und Bankgeschäft sowie Personen- und Sachversicherung.

Alle Geschäfte fanden zu marktüblichen bzw. zu branchenüblichen Vorzugskonditionen statt.

Zum 31. Dezember 2010 betragen die Forderungen an nahe stehende Personen 528,3 (Vj. 535,6) Tsd €. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1 892,8 (Vj. 1 699,8) Tsd €. 2010 betragen die Zinserträge von nahe stehenden Personen, welche aus gewährten Darlehen resultieren, 24,1 (Vj. 22,9) Tsd €, die Zinsaufwendungen im Jahr 2010 für Sparguthaben von nahe stehenden Personen betragen 24,0 (Vj. 41,9) Tsd €. Für Versicherungen in den Bereichen Personen- und Sachversicherungen wurden 2010 von nahe stehenden Personen Beiträge in Höhe von 74,6 (Vj. 65,9) Tsd € geleistet.

Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

WÜSTENROT HOLDING AG

Zwischen der Wüstenrot Holding AG als Mutterunternehmen und der W&W AG besteht eine Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung. Für die Nutzung der Wüstenrot-Kennzeichen entrichtet die W&W AG an die Wüstenrot Holding AG ein jährliches Entgelt in Höhe von 2,5 Mio € zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Aus der Markenübertragungs- und Nutzungsvereinbarung resultiert zum 31. Dezember 2010 eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe von 29,0 (Vj. 30,1) Mio € gegenüber der Wüstenrot Holding AG.

Darüber hinaus beschränken sich die Geschäftsbeziehungen des W&W-Konzerns zur Wüstenrot Holding AG im Wesentlichen auf in Anspruch genommene Bankdienstleistungen der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank und Dienstleistungen im Bereich IT und sonstigen Serviceleistungen.

Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.

SCHWESTERGESELLSCHAFTEN

Die Geschäftsbeziehungen zu Schwestergesellschaften der W&W AG beschränken sich auf in Anspruch genommene Bankdienstleistungen der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.

NICHT KONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN DER W&W AG UND SONSTIGE NAHE STEHENDE UNTERNEHMEN

Zwischen dem W&W-Konzern und nicht konsolidierten Tochterunternehmen der W&W AG sowie sonstigen nahe stehende Unternehmen der W&W AG bestehen verschiedene Service- und Dienstleistungsverträge. Darüber hinaus wurden von nicht konsolidierten Tochterunternehmen der W&W AG und sonstigen nahe stehenden Unternehmen der W&W AG Bankdienstleistungen in Anspruch genommen. Die Transaktionen fanden zu marktüblichen Konditionen statt.

Die offenen Salden aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen zum Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 188 188
Forderungen an Kunden 188 188
Wüstenrot Holding AG 32 233
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 14 648 16 772
Assoziierte Unternehmen 2 370 -
Sonstige nahe stehende Unternehmen 3 -
Sonstige Forderungen 17 053 17 005
Forderungen an nahe stehende Unternehmen 17 241 17 193
Wüstenrot Holding AG 3 803 3 430
Schwestergesellschaften 11 -
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 24 680 16 327
Sonstige nahe stehende Unternehmen 1 935 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 30 429 19 757
Wüstenrot Holding AG 30 094 30 094
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 15 440 17 816
Sonstige Verbindlichkeiten 45 534 47 910
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 75 963 67 667


Die Erträge und Aufwendungen aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

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in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2009 bis
31.12.2009
Wüstenrot Holding AG 98 191
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 37 383 39 440
Sonstige nahe stehende Unternehmen 20 -
Erträge aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen 37 501 39 631
Wüstenrot Holding AG 1 879 2 009
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen 37 004 36 767
Sonstige nahe stehende Unternehmen 13 -
Aufwendungen aus Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen 38 896 38 776


(59) VERGÜTUNGSBERICHT

Angaben zur Vergütung des Vorstandes

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2006 unterbleibt gemäß § 286 Absatz 5 HGB die individualisierte Angabe der Bezüge von Vorstandsmitgliedern für fünf Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2006.

Die Gesamtbezüge wurden vom Aufsichtsrat geprüft und stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder sowie zur Lage der Gesellschaft. Zwei Vorstände sind neben ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft noch für andere Gesellschaften des W&W-Konzerns tätig. Ihre Gesamtkonzernbezüge sind ebenfalls insgesamt angemessen.

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Konzern der Wüstenrot & Württembergische beliefen sich im Berichtsjahr auf 3 328,0 (Vj. 2 618,0) Tsd € und setzen sich wie folgt zusammen:

GESAMTBEZÜGE AKTIVE VORSTANDSMITGLIEDER

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ERFOLGS-
UNABHÄNGIGE
BEZÜGE
ERFOLGS-
ABHÄNGIGE
BEZÜGE
SONSTIGES GESAMT
in Tsd €



Gesamtbezüge 2010 2 508 475 345 3 328
Gesamtbezüge 2009 1 323 956 339 2 618


Die Bezüge für das Berichtsjahr sind wegen der Neuausgestaltung des Vergütungssystems im Jahr 2010 nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Von den sonstigen Bezügen entfallen 103,9 (Vj. 85,3) Tsd € auf Nebenleistungen und 240,7 (Vj. 254,0) Tsd € auf die Vergütungen für die Tätigkeit als Aufsichtsräte in den Konzernunternehmen. In Höhe von 474,9 (Vj. 0) Tsd € wurden bedingte Ansprüche auf Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung des Geschäftsjahres 2010 im Jahr 2014 erworben. Die Auszahlung erfolgt nur, wenn die im Lagebericht dargestellten Bedingungen in den Jahren 2011 bis 2013 eintreten.

Für die erfolgsabhängigen Vergütungen des Geschäftsjahres 2009, die 2010 nach Feststehen des Zielerreichungsgrades ausgezahlt wurden, ergab sich eine Auflösung von 23,4 (Vj. 210,0) Tsd €. Darüber hinaus hat die Gesellschaft keine sonstigen nicht ausbezahlten Bezüge, in Ansprüche anderer Art umgewandelten Bezüge, zur Erhöhung anderer Ansprüche verwendeten Bezüge, die bisher in keinem Jahresabschluss angegeben wurden, gewährt oder bezahlt.

An Vorstände sind unverändert keine Vorschüsse oder Kredite vergeben. Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

Die Barwerte der Ruhegehälter betragen bezogen auf das Endalter 61 bzw. 65 insgesamt 2 893,1 (Vj. 1 765,4) Tsd €. Bei diesen Leistungen handelt es sich um langfristige Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Zuführungen während des Geschäftsjahrs betragen 1 127,7 (Vj. 374,0) Tsd €.

Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand fiel nicht an. Es gibt keine Leistungen, die von einem Dritten einem Vorstandsmitglied im Hinblick auf seine Tätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr oder Vorjahr gewährt worden sind.

Die Gesamtbezüge von früheren Vorständen betrugen im Geschäftsjahr 1 790,6 (Vj. 1 787,5) Tsd €. Davon entfielen 305,3 (Vj. 201,7) Tsd € auf Hinterbliebenenbezüge.

Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen sind 18 301,0 (Vj. 19 485,0) Tsd € zurückgestellt. Weitere Belastungen des W&W-Konzerns durch Leistungen an frühere Vorstände, Aufsichtsräte und deren Hinterbliebene durch Abfindungen, Ruhegehälter, Hinterbliebenenbezüge oder sonstige Leistungen verwandter Art bestanden im Geschäftsjahr nicht.

Der Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland wurde im März 2010 vom Aufsichtsrat bis zum Februar 2016, das Vorstandsmitglied Klaus Peter Frohmüller wurde im Dezember 2010 vom Aufsichtsrat bis zum Dezember 2013 wiederbestellt. Die Amtszeiten der Vorstandsmitglieder Dr. Michael Gutjahr und Dr. Jan Martin Wicke enden vorbehaltlich einer Vertragsverlängerung im August 2012.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme.

Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10,0 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.

Für das Geschäftsjahr 2010 erhielten die Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG von der Gesellschaft eine Gesamtvergütung von 535,4 (Vj. 512,5) Tsd €. Davon entfallen auf die Festvergütung 296,5 (Vj. 222,3) Tsd € sowie 28,9 (Vj. 38,0) Tsd € auf weitere Aufsichtsratsmandate im Konzern. Für die Tantiemen des Geschäftsjahres 2010, die im Folgejahr 2011 ausgezahlt werden, hat die Gesellschaft entsprechend dem Dividendenvorschlag 210,0 (Vj. 252,2) Tsd € zurückgestellt. Ehemalige Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG erhielten von der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 eine zeitanteilige Vergütung von 0 (Vj. 19,7) Tsd €. Bei diesen Leistungen handelt es sich um kurzfristig fällige Leistungen.

Die Auslagen und die auf die Aufsichtsratsvergütung entfallende Mehrwertsteuer werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats zusätzlich auf Antrag erstattet. Sie sind jedoch nicht in den genannten Aufwendungen enthalten.

Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsräte der Wüstenrot & Württembergische AG bestanden in Höhe von 528,3 (Vj. 535,6) Tsd €. Die Darlehen wurden von Konzernunternehmen gewährt. Die Zinssätze liegen zwischen 2,0 % und 6,3 %. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden Kredite in Höhe von 24,1 (Vj. 18,9) Tsd € zurückgeführt. Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen wurden nicht eingegangen.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen für Mitglieder des Aufsichtsrats bestehen im W&W-Konzern nicht. Für Aufsichtsräte oder deren Hinterbliebene mussten keine Rückstellungen für laufende Pensionen oder Anwartschaften gebildet werden.

Für persönlich erbrachte Leistungen wie Beratungs- oder Vermittlungsleistungen wurden von der Gesellschaft an Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile gewährt.

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NAME WÜSTENROT & WÜRTTEMBERGISCHE AG KONZERN GESAMT

FIXE
GRUNDVER-
GÜTUNG
AUS-
SCHUSSVER-
GÜTUNG
VARIABLE
VERGÜTUNG
GESAMT-
VERGÜTUNG


in Tsd € 2010 2010 2010 2010 2010 2010
Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender) 20,0 46,7 24,0 90,7 - 90,7
Rolf Henrich (stv. Vorsitzender) 15,0 15,0 18,0 48,0 12,9 60,9
Christian Brand 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Hans Peter Braun 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Wolfgang Dahlen 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Gunter Ernst 10,0 - 12,0 22,0 - 22,0
Dr. Rainer Hägele 10,0 6,7 12,0 28,7 - 28,7
Dr. Reiner Hagemann 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Kirsten Hermann 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Dr. Wolfgang Knapp 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Ulrich Ruetz 10,0 10,0 12,0 32,0 - 32,0
Matthias Schell 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Joachim E. Schielke 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
Walter Specht 10,0 6,7 12,0 28,7 - 28,7
Frank Weber 10,0 6,7 12,0 28,7 16,0 44,7
Christian Zahn 10,0 3,3 12,0 25,3 - 25,3
AUFSICHTSRAT INSGESAMT 175,0 121,5 210,0 506,5 28,9 535,4


Gesamtvergütung für Personen in Schlüsselpositionen

Die Gesamtvergütung für Personen des Konzernmanagements in Schlüsselpositionen (Management Board und Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG) betrug 5 868,9 (Vj. 4 633,7) Tsd €. Davon entfallen auf kurzfristig fällige Leistungen 4 934,1 (Vj. 3 971,9) Tsd €, auf Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 337,0 (Vj. 385,8) Tsd €, auf andere langfristig fällige Leistungen 597,8 (Vj. 0) Tsd € und auf Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 (Vj. 276,0) Tsd €.

(60) ANZAHL DER ARBEITNEHMER

Im W&W-Konzern waren zum 31. Dezember 2010 - in aktiven Arbeitskapazitäten gerechnet -8 470 (Vj. 8 267) Arbeitnehmer beschäftigt. Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug zum Stichtag 10 117 (Vj. 9 819).

Im Jahresdurchschnitt 2010 waren 9 967 (Vj. 9 746) Arbeitnehmer beschäftigt. Dieser Durchschnitt berechnet sich als arithmetisches Mittel der Quartalsendwerte in Arbeitnehmer zum Stichtag zwischen dem 31. März 2010 und dem 31. Dezember 2010 bzw. der jeweiligen Vorjahresperiode und verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Segmente.

ANZAHL DER IM JAHRESDURCHSCHNITT BESCHÄFTIGTEN ARBEITNEHMERN NACH SEGMENTEN

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31.12.2010 31.12.2009
BausparBank 2 947 2 647
Personenversicherung 1 138 1 149
Schaden-/Unfallversicherung 4 653 4 844
Alle sonstigen Segmente 1 229 1 106
GESAMT 9 967 9 746


(61) WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG hat die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit der Abschlussprüfung des Konzernabschlusses beauftragt. Für Dienstleistungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden für das Geschäftsjahr im W&W-Konzern 3 939 Tsd € aufgewendet. Davon entfielen 2 693 Tsd € auf Abschlussprüfungsleistungen, 764 Tsd € auf andere Bestätigungsleistungen, 39 Tsd € auf Steuerberatungsleistungen und 443 Tsd € auf sonstige Leistungen.

(62) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, über die gesondert zu berichten wäre.

(63) CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstände und Aufsichtsräte unserer börsennotierten Gesellschaften, Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, und Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten der W&W-Gruppe unter www. ww-ag.com/corporate-governance zugänglich gemacht.

(64) KONZERNZUGEHÖRIGKEIT

Der Konzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, ist ein Teilkonzernabschluss und wird in den Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, die die Mehrheit an der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, hält, einbezogen. Der Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, und der Teilkonzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Anteilsbesitzliste

Nachfolgend ist die Anteilsbesitzliste des W&W-Konzerns zum 31. Dezember 2010 dargestellt. Es sind sämtliche Gesellschaften aufgeführt, an denen mehr als 5 % der Anteile gehalten werden.

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NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL AM
KAPITAL IN %
WÄHRUNG2 BILANZ
STICHTAG
EIGENKAPITAL3 ERGEBNIS NACH
STEUERN3
KONSOLI-
DIERUNGS-
ART4
Wüstenrot & Württembergische AG
31.12.2009 1 732 551 000 115 133 000 V
Verbundene Unternehmen





Deutschland





3B Boden-Bauten-Beteiligungs-GmbH 100,00 31.12.2009 111 250 914 3 560 014 V
AGI BSW 1 Fonds 100,00 31.12.2010 962 537 501 5 386 532 V
AGI BSW 2 Fonds 100,00 31.12.2010 457 354 292 2 147 792 V
Allgemeine Rentenanstalt
Pensionskasse AG
100,00 31.12.2009 19 361 155 250 000 V
Altmark Versicherungsmakler GmbH 100,00 31.12.2009 1 047 725 209 817 U
Altmark Versicherungsvermittlung
GmbH
100,00

Neugründung
31.08.2010

U
Areal Tübinger Straße
GmbH & Co. KG
100,00

Neugründung
08.12.2010

U
Berlin Leipziger Platz
Grundbesitz GmbH
100,00 31.12.2009 88 293 357 1 048 738 V
Beteiligungs-GmbH der
Württembergischen
100,00 31.12.2009 964 341 - 182 U
Blitz B10-255 GmbH 100,00

Neuerwerb
17.12.2010

U
BWInvest-76 100,00 31.12.2010 267 591 418 - 10 973 754 V
City Immobilien GmbH & Co. KG
der Württembergischen
100,00 31.12.2009 136 190 000 - 10 000 V
Eschborn GbR 50,99 31.12.2009 51 221 680 1 528 367 U
GFW Gesellschaft zur Förderung
von Wohneigentum mbH
100,00 31.12.2009 33 048 845 U
GMA Gesellschaft für Markt-
und Absatzforschung mbH
100,00 31.12.2009 1 731 163 158 336 U
Hinterbliebenenfürsorge der
Deutschen Beamtenbanken GmbH
100,00 31.12.2009 90 731 370 U
IVB - Institut für Vorsorgeberatung
Risiko- und Finanzanlayse GmbH
100,00 31.10.2009 44 330 2 763 U
Karlsruher Lebensversicherung AG 82,73 31.12.2009 4 237 600 449 600 V
Karlsruher Rendite
Immobilien GmbH
100,00 31.10.2009 186 713 8 259 U
KLV BAKO Dienstleistungs-GmbH 91,90 31.12.2009 146 489 8 500 U
KLV BAKO Vermittlungs-GmbH 75,00 31.12.2009 152 201 9 000 U
LBBW AM Emerging Market
Bonds-Fonds 1
100,00 31.12.2010 231 243 794 23 479 162 V
LBBW AM Emerging Markets
Bonds-Fonds 2
100,00 31.12.2010 93 980 382 9 088 646 V
LBBW AM-130 100,00 31.12.2010 37 770 943 2 007 360 V
LBBW AM-15-Fonds 100,00 31.12.2010 111 528 853 - 5 330 768 V
LBBW AM-203 100,00 31.12.2010 75 124 240 5 331 382 V
LBBW AM-567 100,00 31.12.2010 80 177 046 - 901 217 V
LBBW AM-69 100,00 31.12.2010 2 120 106 205 130 404 805 V
LBBW AM-93 100,00 31.12.2010 69 450 226 5 532 863 V
LBBW AM-94 100,00 31.12.2010 216 094 856 - 973 177 V
LBBW AM-AROS 100,00 31.12.2010 509 172 420 36 628 126 V
LBBW AM-Südinvest 160 100,00 31.12.2010 49 645 084 36 518 034 V
LBBW AM-WSV 100,00 31.12.2010 672 377 137 64 158 797 V
LBBW AM-WV Corp Bonds Fonds 100,00 31.12.2010 108 745 960 5 894 356 V
LBBW AM-WV P&F 100,00 31.12.2010 40 992 941 - 680 971 V
LP 1 Beteiligungs-GmbH & Co. KG 100,00 31.12.2009 179 993 25 526 V
Miethaus und Wohnheim GmbH i.L. 100,00 31.12.2009 1 900 927 156 281 U
Nord-Deutsche AG
Versicherungs-
Beteiligungsgesellschaft
100,00 31.12.2009 9 642 206 232 051 U
Schlosshotel Eyba GmbH & Co. KG 100,00 31.10.2009 2 249 074 - 467 925 U
Schlosshotel Eyba
Verwaltungsgesellschaft mbH
100,00 31.12.2009 33 912 957 U
Stuttgarter Baugesellschaft
von 1872 AG
100,00 31.12.2009 353 049 - 15 768 U
W&W Asset Management GmbH1 100,00 31.12.2009 11 259 132
V
W&W Gesellschaft für
Finanzbeteiligungen mbH
100,00 31.12.2009 31 312 818 9 353 796 V
W&W Informatik GmbH1 100,00 31.12.2009 37 887
V
W&W Service GmbH1 100,00 31.12.2009 26 377
V
Wohnimmobilien GmbH & Co. KG
der Württembergischen
100,00 31.12.2009 247 593 878 7 253 877 V
Württembergische Immobilien AG 100,00 31.12.2009 88 637 391 1 425 324 V
Württembergische KÖ 43 GmbH 94,00 31.12.2009 25 203 759 1 078 759 U
Württembergische
Krankenversicherung AG
100,00 31.12.2009 14 146 831 1 355 789 V
Württembergische
Lebensversicherung AG
72,42 31.12.2009 165 030 453 15 222 400 V
Württembergische Logistik I
GmbH & Co. KG
94,00 31.12.2009 13 350 083 828 695 U
Württembergische Logistik II
GmbH & Co. KG
94,89

Neuerwerb
29.01.2010

U
Württembergische Rechtschutz
Schaden-Service GmbH
100,00 31.12.2009 122 308 45 614 U
Württembergische
Versicherung AG1
100,00 31.12.2009 207 229 041
V
Württembergische Vertriebsservice
GmbH für Makler und freie
Vermittler1
100,00 31.12.2009 74 481
U
Württfeuer Beteiligungs-GmbH 100,00 31.12.2009 3 352 424 206 616 U
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank1 100,00 31.12.2009 320 278 105
V
Wüstenrot Bausparkasse AG 100,00 31.12.2009 732 805 061 70 014 131 V
Wüstenrot
Grundstücksverwertungs-GmbH
100,00 31.12.2009 2 205 791 141 551 U
Wüstenrot Haus- und
Städtebau GmbH
100,00 31.12.2009 50 152 727 2 825 269 V
Wüstenrot Immobilien GmbH 100,00 31.12.2009 1 154 137 584 408 U
Tschechische Republik





WIT Services s.r.o. 100,00

Neugründung
17.02.2010

U
Wüstenrot hypotecni banka a.s. 100,00 CZK 31.12.2009 635 053 000 13 766 000 V
Wüstenrot pojist'ovna a.s. 74,00 CZK 31.12.2009 243 971 000 - 69 848 000 U
Wüstenrot service s.r.o. 100,00 CZK 31.12.2009 701471 - 36 732 U
Wüstenrot stavebni sporitelna a.s. 55,92 CZK 31.12.2009 1 897 303 000 287 282 000 V
Wüstenrot zivotni pojist'ovna a.s. 74,00 CZK 31.12.2009 134 120 000 9 852 000 V
Frankreich





Württembergische France
Immobiliere SARL
100,00 30.09.2010 14 684 896 1 266 783 U
Württembergische France
Strasbourg SARL
100,00 30.09.2009 53 865 727 1 213 727 U
Irland





W&W Advisory Dublin Ltd. 100,00 31.12.2009 4 217 288 1 988 426 V
W&W Asset Management Dublin Ltd. 100,00 31.12.2009 2 550 291 1 577 422 V
W&W Europe Life Limited 100,00 31.12.2009 18 010 020 - 989 980 V
W&W Global Strategies Asset-backed
Securities Fund
97,18 31.12.2010 307 273 448 - 11 694 972 V
W&W Global Strategies European
Equity Value
100,00 31.12.2010 48 984 443 - 7 056 295 V
W&W Global Strategies South East
Asian Equity Fund
98,08 31.12.2010 81 778 371 8 818 893 V
W&W Global Strategies
US Equity Fund
99,54 31.12.2010 92 950 389 16 582 V
Luxemburg





W&W International Europa Aktien
Premium II Fonds
89,74 31.12.2010 116 375 209 - 2 019 032 V
W&W International Global
Convertibles Fonds
97,99 31.12.2010 560 368 008 19 293 825 V
W&W International US Aktien
Premium Fonds
99,75 31.12.2010 79 342 758 - 7 762 010 V
Vereinigtes Königreich
Großbritannien und Nordirland






Swiss Re Private
Equity Partners III
(Feeder No. 1) L.P.
100,00 US$ 31.12.2009 10 844 842 1 233 715 U
Vereinigte Staaten von Amerika





Minneapolis Investment
Associates L.P.
100,00 US$ 31.12.2009 2 261 940 - 3 229 157 U
Assoziierte Unternehmen





Deutschland





BWK GmbH
Unternehmensbeteiligungsgesellschaft
35,00 31.12.2009 209 320 839 16 163 423 E
Grundstücksanierungsgemeinschaft
MLF_Gelände City Ost GbR
24,50 31.12.2009 1 100 000
U
Tertianum Besitzgesellschaft
München Jahnstr. 45 mbH
33,33 31.12.2009 44 031 906 1 357 444 E
Tertianum Besitzgesellschaft Berlin
Passauer Str. 5-7 mbH
25,00 31.12.2009 25 350 525 - 356 962 E
Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz
Marktstätte 2-6 u.
Sigismundstr. 5-9 mbH
25,00 31.12.2009 34 937 952 831 579 E
Tertianum Seniorenresidenz
Betriebsgesellschaft München mbH
33,33 31.12.2009 1 017 330 - 58 567 U
Tertianum Seniorenresidenzen
Betriebsgesellschaft mbH
25,00 31.12.2009 714 494 - 356 271 U
V-Bank AG 49,99 31.12.2009 16 145 366 - 2 196 682 E
Kroatien





Wüstenrot stambena stedionica d.d. 25,63 HRK 31.12.2009 64 921000 11 723 000 E
Slowakei





Wüstenrot stavebna sporitel na a.s. 40,00 31.12.2009 41 531 000 2 396 000 E
Sonstige Beteiligungsunternehmen
ohne maßgeblichen Einfluss






Deutschland





Adveq Opportunity II
Zweite GmbH
29,31 31.12.2009 7 894 203 591 546 F
Deutscher Solarfonds
"Stabilität 2010" GmbH & Co. KG
25,80
Neuengagement
2010

F
PWR Holding GmbH 33,33 31.12.2009 402 348 372 348 F
VV Immobilien GmbH & Co.
US City KG
23,10 31.12.2009 90 276 320 - 18 146 823 F
Cayman-Inseln





Europe Select Private Equity
Partners (A) LP
26,81 31.12.2009 16 045 018 2 088 724 F
Sonstige Beteiligungen von mehr
als 5 %






Deutschland





Adveq Europe II GmbH 16,77 31.12.2009 81 499 118 10 022 977 U
Adveq Technology III GmbH 18,84 31.12.2009 54 302 837 52 788 U
Adveq Technology V GmbH 16,50 31.12.2009 26 028 026 - 927 312 U
Auda Ventures GmbH & Co.
Beteiligungs-KG
5,79 31.12.2009 58 802 166 5 685 110 U
Berenberg Private Equity
GmbH & Co Beteiligungs KG
9,80 31.12.2009 487 934 - 463 710 U
BPE2 Private Equity
GmbH & Co. KG
10,00 31.12.2009 41 974 705 - 671 706 U
Coller German Investors
GmbH & Co. KG
10,00 31.12.2009 7 098 344 - 1 075 512 U
Crown Premium Private Equity III
GmbH & Co. KG
6,60 31.12.2009 62 168 860 - 7 249 880 U
Domus Beteiligungsgesellschaft der
Privaten Bausparkassen mbH
19,82 31.12.2009 17 024996 - 4 U
EquiVest II GmbH & Co. Zweite
BeteiligungsKG Nr. 1 für
Vermögensanlagen
9,97 31.12.2009 75 252 267 2 552 942 U
GLL GmbH & Co. Messeturm
Holding KG
5,97 31.12.2009 119 859 585 - 22 008 931 U
High Tech Beteiligungen
GmbH & Co. KG
6,60 31.12.2009 21 141755 - 22 748 498 U
HVH Immobilien GmbH & Co.
New York KG
10,00 31.12.2009 121 397 867 6 588 911 U
IVZ Immobilien Verwaltungs
GmbH & Co. Finanzanlagen KG
10,00 31.12.2009 113 532 780 6 405 632 U
IVZ Immobilien Verwaltungs
GmbH & Co. Südeuropa KG
10,00 31.12.2009 24 242 939 - 6 968 126 U
Kapitalbeteiligungsgesellschaft
der Deutschen
Versicherungswirtschaft AG i.L.
6,84 31.12.2008 65 759 130 6 935 049 U
Odewald & Compagnie GmbH & Co.
KG für Vermögensanlagen in
Portfoliounternehmen
13,52 31.12.2009 36 617 536 - 25 288 349 U
SOTRADA AG i.L. 16,12 31.12.2009 44 207 045 - 4 858 838 U
U.S. Property Fund GmbH & Co.
KG i.L.
8,70 31.12.2009 3 101 923 205 535 U
VV Immobilien GmbH & Co.
United States KG
9,98 31.12.2009 30 233 218 - 3 825 635 U
Bermuda





Antares Holdings Ltd. 14,60 £ 31.12.2009 115 338 000 11 646 000 U
Ungarn





Fundamenta-Lakaskassza-
Lakastakarekpenztar Zrt.
11,47 HUF 31.12.2009 7 076 000 000 2 119 000 000 U
Irland





Crown Global Secondaries II plc 7,22 31.12.2009 116 217 619 37 715 632 U
Vereinigtes Königreich
Großbritannien und Nordirland






BNP Paribas Clean
Energy Fund 'A' L.P.
11,80
Neuengagement
2010

U
Kennet III A L.P. 6,73 31.12.2009 52 221 293 - 10 793 957 U
Partners Group
Emerging Markets 2007, L.P.
12,01 US$ 31.12.2009 94 065 000 629 000 U


1 Ergebnisabführungsvertrag vorhanden.
2 Eine Übersicht der im Konzernabschluss verwendeten Wechselkurse befindet sich auf Seite 103.
3 Die Angaben beziehen sich auf den unter Bilanzstichtag genannten letzten verfügbaren Jahresabschluss.
4 Erläuterung Konsolidierungsarten:
V = Im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.
E = Nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen.
F = Fehlender maßgeblicher Einfluss durch vertragliche Gestaltungen bzw. rechtliche Umstände.
U = Verzicht auf die Einbeziehung in den Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung.


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Stuttgart, den 4. März 2011

Dr. Alexander Erdland

Klaus Peter Frohmüller

Dr. Michael Gutjahr

Dr. Jan Martin Wicke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Stuttgart, den 15. März 2011

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


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Werner Hölzl Reinhard Knüdeler
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


LAGEBERICHT W&W AG

UNTERNEHMENSPROFIL

Die börsennotierte Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) mit Sitz in Stuttgart ist die Management Holding der W&W-Gruppe. Der Konzern ist in Deutschland mit Standorten in Stuttgart, Ludwigsburg, Karlsruhe, München und Bad Vilbel vertreten. Der Kernmarkt der Gruppe sind die Privat- und Gewerbekunden in Deutschland. Im Ausland ist W&W über die tschechischen Wüstenrot-Gesellschaften in Prag aktiv. Dort verwirklichen wir das Geschäftsmodell als Vorsorge-Spezialist über eine Bausparkasse, eine Pfandbriefbank sowie eine Lebens- und Schaden-/Unfallversicherung.

Hauptanteilseignerin der W&W AG ist die Wüstenrot Holding AG. Sie hält 67,19 % der Aktien. Die Holding selbst ist zu 100 % im Besitz der gemeinnützigen Wüstenrot Stiftung, die Projekte in den Bereichen Planen, Bauen und Wohnen fördert. Über die Arbeit der Stiftung berichten wir in diesem Geschäftsbericht in einem Sonderkapitel ab Seite 12.

Die Geschäftstätigkeit der Wüstenrot & Württembergische AG umfasst das Rückversicherungsgeschäft für die Versicherungen der Gruppe sowie die Steuerung des W&W-Konzerns und seiner Beteiligungen. Mit zahlreichen Tochtergesellschaften bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 3,6 % hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010 die ursprünglichen Erwartungen deutlich übertroffen. Stütze dieser erfreulichen Entwicklung war erneut ein lebhaftes Exportgeschäft, das besonders von der hohen Nachfrage der Schwellenländer profitierte und zweistellige Zuwachsraten erreichte.

Durch den sich verbessernden Geschäftsausblick erhöhten Unternehmen ihre Investitionsausgaben. Auch der Konsum, der sich in den letzten Jahren eher enttäuschend entwickelt hatte, zeigte erste Anzeichen einer Belebung. Wichtigste Ursache hierfür war die überraschend erfreuliche Arbeitsmarktentwicklung in Deutschland. Die Arbeitslosenquote verringerte sich bereits in der zweiten Jahreshälfte 2010 auf ein Niveau, welches dem vor der Wirtschafts- und Finanzkrise entspricht. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte sogar ein neues Rekordhoch.

Kapitalmärkte

RENTENMÄRKTE IM ZINSTIEF

Die Zinsen am deutschen Rentenmarkt tendierten bis in den Sommer 2010 hinein deutlich abwärts. So gaben zehnjährige Bundesanleihen ausgehend von einem Jahresendwert 2009 von 3,39 % bis Ende August 2010 auf ein Tief von rund 2,10 % nach. Für diesen Zinsrückgang gab es mehrere Gründe: Zum einen spitzte sich die Verschuldungskrise in einigen EWU-Ländern zu und führte zu einer deutlich steigenden Risikoaversion bei den internationalen Kapitalanlegern. Diese bevorzugten Wertpapiere mit der höchsten Bonität und kauften verstärkt Bundesanleihen, sodass deren Kurse stiegen und die Renditen entsprechend sanken. Zum anderen betonten führende Notenbanken wiederholt, sie wollten aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und geringer Inflationsgefahren noch längere Zeit an ihrer extrem expansiven Geldpolitik festhalten, wodurch die Rentenmärkte gestärkt wurden. Zudem trübten sich ab Mitte des Jahres die Konjunkturindikatoren in den USA und China ein. Dies führte an den internationalen Anleihemärkten zu Spekulationen, dass die Weltwirtschaft erneut in eine Rezession abrutschen könne. Die Wahrscheinlichkeit einer deflationären Preisentwicklung wurde zunehmend höher eingeschätzt. In solch einem wirtschaftlichen Umfeld besitzen Anleihen eine besonders hohe Attraktivität und wurden verstärkt gekauft. Erst gegen Ende des Jahres stabilisierten sich die Renditen und zogen wieder an, sodass die Verzinsung zehnjähriger Bundesanleihen zum Jahresende 2010 wieder bei 2,96 % lag. Zentrale Ursachen des Zinsanstiegs in den letzten Monaten des Jahres waren eine Aufhellung der Konjunkturperspektiven in Deutschland und den USA, Unsicherheiten durch die europäischen Staatsverschuldungen sowie Gewinnmitnahmen am Anleihemarkt nach den erzielten Kursgewinnen.

Auch die Renditen von Anleihen mit kürzerer Laufzeit sanken in der ersten Jahreshälfte deutlich. So fiel die Rendite zweijähriger Bundesanleihen von 1,33 % zum Jahresende 2009 im Juni 2010 auf einen Tiefstwert von nur noch 0,46 %. Zum Jahresende erfolgte dann auch in diesem Laufzeitbereich ein Zinsanstieg, sodass die Zwei-Jahres-Rendite das Jahr 2010 bei 0,86 % beendete.

AKTIENMÄRKTE IM SPANNUNGSFELD GEGENSÄTZLICHER EINFLUSSFAKTOREN

Die Entwicklung der europäischen Aktienmärkte war im vergangenen Jahr von gegensätzlichen Einflussfaktoren geprägt. Einerseits belasteten ein nur verhaltener Konjunkturaufschwung nach Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise und die sich zuspitzende Verschuldungskrise in der Europäischen Währungsunion die Kursentwicklung. Andererseits stiegen die Unternehmensgewinne durch umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung und eine sehr gute Geschäftsentwicklung in den Schwellenländern. Dadurch erreichte der europäische Aktienindex Euro Stoxx 50 Anfang des Jahres sein Jahreshoch mit 3 018 Punkten, sank allerdings zum Höhepunkt der EWU-Krise Ende Mai auf ein Tief von 2 489 Punkten. In der zweiten Hälfte des Jahres setzte eine verhaltene Kurserholung ein, sodass der Euro Stoxx 50 das Jahr bei 2 793 Punkten beendete. Im Kalenderjahr 2010 ergab sich damit ein Kursverlust von 5,8 %. Der führende deutsche Aktienindex DAX erzielte dagegen einen beachtlichen Kursgewinn von gut 16 %. Er profitierte davon, dass die in ihm gelisteten Unternehmen besonders exportorientiert und kaum direkt von der Verschuldungskrise der EWU-Peripherieländer betroffen sind.

Im Unterschied zur Entwicklung des DAX verzeichnet der Prime Branchenindex Banken im Jahr 2010 einen Kursverlust von 11,4 %. Ursächlich waren zum einen künftige Regulierungsvorschriften, die den Kapitalbedarf der Finanzinstitute deutlich erhöhen werden. Zum anderen senkten Sorgen über den Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen die Ertragsaussichten der Investoren.

Branchenentwicklung

GESCHÄFTSFELD BAUSPARBANK

Die deutschen Bausparkassen hatten 2010 einen deutlichen Zuwachs im Bausparneugeschäft gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 2009 das Bausparneugeschäft gegenüber dem durch Sondereffekte geprägten Jahr 2008 deutlich abgesunken war. Insgesamt wurden in der Branche 3,6 Millionen Verträge mit einer Bausparsumme von 105,4 Mrd € abgeschlossen. Die Stückzahl stieg um 9,8 % und die Bausparsumme um 10,9 % gegenüber dem Vorjahr. Positiv entwickelte sich auch das Neugeschäft mit Wohn-Riester-Produkten. Insgesamt wurden in der Branche 366 000 geförderte Verträge mit einer Bausparsumme von 12,6 Mrd € vermittelt. Dies waren 8,4 % bzw. 14,0 % mehr als im Vorjahr. Die Auszahlungen der Bausparkassen zur Wohnungsfinanzierung sind 2010 auf rund 30 Mrd € gesunken. Das ist ein Minus von 9 % zum Vorjahr.

Auch im Gesamtmarkt entwickelte sich das Neugeschäft in der Wohnungsfinanzierung rückläufig. Im Berichtsjahr haben die privaten Haushalte 185 Mrd € an Wohnungsbaukrediten in Anspruch genommen. Dies sind 5,2 % weniger als im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang dürfte die um den Jahreswechsel 2009/2010 zu spürende Zurückhaltung der Verbraucher bezüglich längerfristiger Anlageinvestitionen gewesen sein. Außerdem dürfte sich das Prolongationsgeschäft, das sich aufgrund von Vorzieheffekten deutlich rückläufig entwickelt hat, negativ auf das Baufinanzierungsneugeschäft ausgewirkt haben.

Grundsätzlich zeigten die Rahmbedingungen aber eine positive Entwicklung. Die Wohnungsbauinvestitionen in Deutschland sind um 4,4 % auf rund 121,9 Mrd € gewachsen, während sie im Vorjahr um 1,2 % gesunken sind. Positiv dürften sich die im Berichtsjahr verbesserten Arbeitsplatz- und Einkommensperspektiven auf die Nachfrage nach Neubau- und Bestandsmaßnahmen ausgewirkt haben.

Die Wohnungsbaufertigstellungen nahmen 2010 nach einer Schätzung des ifo Instituts erstmals seit vier Jahren wieder zu. Insgesamt wurden 178 000 Wohnungen fertiggestellt, 12 % mehr als im Jahr zuvor. Von den Fertigstellungen entfielen 155 000 auf Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden. Das sind 13,6 % mehr als 2009. Die Zahl der neu fertiggestellten Ein- und Zweifamilienhäuser legte im gleichen Zeitraum um 7,3 % auf 90 000 Einheiten zu. Die Fertigstellungen von Wohnungen in Mehrfamilienhäusern stiegen auf 65 000, dies waren 23,6 % mehr als im Vorjahr.

Positiv entwickelte sich der Markt für Wohnimmobilien. Laut einer Prognose des GEWOS Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung stieg die Zahl der Käufe um 2 % auf 575 000. Die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien zeigte sich damit als stabilisierender Faktor der Wohnungswirtschaft.

GESCHÄFTSFELD VERSICHERUNG

Die Versicherungswirtschaft konnte sich insgesamt im Jahr 2010 positiv entwickeln. Hauptursachen dafür waren in erster Linie die auf Sicherheit ausgerichtete Kapitalanlagepolitik und die an die Marktveränderungen angepasste attraktive Produktlandschaft der Versicherungsunternehmen, die das Vertrauen der Kunden in die Versicherungswirtschaft weiter stabilisierten.

Im Jahr 2010 war das Neugeschäft im Bereich der Lebensversicherung wie im Jahr 2009 dominiert von Einmalbeiträgen. Nach Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) hat es sich nach einem Plus von 58,7 % im Vorjahr nochmals um 33,9 % auf 26,4 (Vj. 19,7) Mrd € gesteigert. Die verstärkte Nachfrage nach Einmalbeitragsprodukten mit hohen garantierten Leistungen war auf den anhaltend niedrigen Kapitalmarktzins und den daraus resultierenden Mangel an vergleichbaren alternativen Anlagemöglichkeiten zurückzuführen. Der Neuzugang von Lebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung blieb im Jahr 2010 dagegen mit 5 656,5 Mio € um 2,7 % unter dem bereits niedrigen Vorjahreswert von 5 812,0 Mio €. Die Kunden waren zurückhaltend beim Abschluss langfristiger Verträge.

Die erfolgreiche Neugeschäftsentwicklung sorgte bei den gebuchten Bruttobeiträgen der Lebensversicherung für ein Wachstum von 7,1 % auf 87,2 (Vj. 81,4) Mrd €. Dabei mussten die laufenden gebuchten Bruttobeiträge gegenüber dem Vorjahr erneut ein leichtes Minus von 1,5 % hinnehmen und erreichten 60,5 (Vj. 61,4) Mrd €.

Die Schaden-/Unfallversicherung war im Geschäftsjahr 2010 von dem anhaltenden und intensiven Preiswettbewerb geprägt. Die Nachfrage nach Versicherungsschutz war bei den privaten Haushalten nach wie vor beständig, da sie von der Finanz- und Wirtschaftskrise kaum betroffen waren. Grund hierfür war die robuste Entwicklung am Arbeitsmarkt im Zusammenspiel mit einer moderaten Inflationsrate. Dennoch ist in zahlreichen Versicherungssparten ein hoher Grad der Marktdurchdringung erreicht, der den Anbietern beim Wachstum enge Grenzen setzt.

Die Beitragseinnahmen sind in Deutschland nach vorläufigen Berechnungen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) um ca. 0,7 % gestiegen und liegen bei 55,1 (Vj. 54,7) Mrd €. In der größten Sparte der Schaden-/Unfallversicherung, der Kraftfahrtversicherung, kam es zu einer Beitragssteigerung von knapp 0,6 % auf 20,2 (Vj. 20,1) Mrd €. Besonders in der Vollkaskoversicherung wurden Beitragssteigerungen erzielt, die den weiteren Abrieb in der Kraftfahrthaftpflicht überkompensieren.

In der gesamten Schaden-/Unfallversicherung verschlechterte sich die Schadenentwicklung. Die Geschäftsjahres-Schadenaufwendungen stiegen im Jahr 2010 nach Schätzungen des GDV von 41,9 Mrd € um 3,1 % auf 43,2 Mrd €. Dabei sorgten auch der Orkan "Xynthia", die lange Frostperiode sowie die Hochwasser- und Starkregenereignisse im Sommer für Zusatzbelastungen. Die Geschäftsjahres-Schadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 um 1,5 Prozentpunkte auf 80,0 %.

Für das Gesundheitswesen war auch 2010 wieder ein sehr bewegtes Jahr. Insbesondere das GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG) sowie das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG) brachten sowohl für gesetzlich als auch privat Versicherte zahlreiche Neuerungen. Verglichen mit den im Koalitionsvertrag ursprünglich fixierten Vorhaben fällt die Bilanz für die private Krankenversicherung (PKV) allerdings eher gemischt aus. Vor allem beim wettbewerbsverzerrenden Angebot von Zusatzversicherungen durch die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat der Gesetzgeber im Wesentlichen alles beim Alten belassen. Für die Privatversicherten bringen die Neuregelungen des vergangenen Jahres jedoch zunächst einmal positive Veränderungen. So wurde im Rahmen des GKV-FinG die 2007 eingeführte Drei-Jahres-Frist für Angestellte beim Wechsel von der GKV in die PKV wieder zurückgenommen. Für viele freiwillig gesetzlich Versicherte ist damit der Wechsel in eine private Krankenversicherung schneller möglich. Mit dieser Maßnahme setzt der Gesetzgeber einen wichtigen Impuls für die Wahlfreiheit der Versicherten und für den Systemwettbewerb zwischen PKV und GKV. Eine zusätzliche Verbesserung ist die Verringerung der Mindestbindungsfrist bei Abschluss eines Wahltarifs in der GKV. In vielen Fällen wird diese Frist von drei Jahren auf ein Jahr vermindert. Eine weitere wichtige Neuerung bringt auch das AMNOG mit sich. Hierdurch werden Privatpatienten ebenfalls von den Arzneimittelrabatten profitieren, die auch für die GKV gelten. Außerdem wird die PKV bei neuen Medikamenten in die Preisverhandlungen der GKV eingebunden. Dies wird sich positiv auf die künftige Kostendynamik in der PKV auswirken. Im Jahr 2010 wirkte sich die Drei-Jahres-Wartefrist nach wie vor negativ auf das Neugeschäft aus. So halbierte sich der Nettoneuzugang im 1. Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 44 500 Personen. Am 30. Juni 2010 betrug damit die Anzahl der vollversicherten Personen 8,86 Millionen. In der Zusatzversicherung erhöhte sich der Bestand im ersten Halbjahr 2010 um 77 000 auf 21,56 Millionen Versicherungen.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Überblick über das Geschäftsjahr

Der Vorsorge-Spezialist Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) hat das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen. Der handelsrechtliche Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2010 beträgt 103,1 Mio €. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wird eine Dividende in Höhe von 50 Cent vorgeschlagen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

JAHRESERGEBNIS UND DIVIDENDENVORSCHLAG

Im Berichtsjahr 2010 erreichte der HGB-Jahresüberschuss der W&W AG 103,1 (Vj. 115,1) Mio €. Dieses Ergebnis ermöglicht es, der Hauptversammlung am 1. Juni 2011 eine Dividende von 0,50 € je Aktie vorzuschlagen. Nach Einstellung von 40,0 Mio € in die Gewinnrücklage und einem Gewinnvortrag aus 2009 in Höhe von 0,5 Mio € beträgt der Bilanzgewinn 63,6 Mio €.

KAPITALANLAGEN

Die W&W AG verfolgt eine risikobewusste und auf hohe Schuldnerqualität ausgerichtete Kapitalanlagepolitik. Im Geschäftsjahr waren daher keine Forderungsausfälle zu verzeichnen.

Trotz der immer noch spürbaren Auswirkungen der Kapitalmarktkrise und der damit verbundenen Niedrigzinsphase bleibt das Kapitalanlageergebnis mit 192,1 (Vj. 238,4) Mio € auf einem guten Niveau. Es wurde wesentlich von den Ergebnisabführungen der Württembergische Versicherung AG und der W&W Asset Management GmbH sowie den Dividenden der Wüstenrot Bausparkasse AG, der Württembergische Lebensversicherung AG und der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH beeinflusst.

Die Aufwendungen aus Kapitalanlagen sind auf 41,9 (Vj. 55,4 Mio €) zurückgegangen. Größter Posten war der angepasste Wertansatz der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank von 23,4 Mio €.

Der gesamte Bestand der Kapitalanlagen erhöhte sich um 114 Mio € auf 2,770 (Vj. 2,656) Mrd €.

Die Bewertungsreserven der Kapitalanlagen belaufen sich insgesamt auf 1 106,1 (Vj. 918,9) Mio €. Sie entfallen mit 1 052,6 (Vj. 862,2) Mio € auf Anteile an verbundenen Unternehmen, mit 20,0 (Vj. 26,6) Mio € auf Fonds und mit 8.4 (Vj. 13,3) Mio € auf Namensschuldverschreibungen/ Schuldscheindarlehen sowie Genussscheine. Die W&W AG verzichtet darauf, den § 341b Abs. 2 HGB zur Bewertung von Vermögensgegenständen anzuwenden.

RÜCKVERSICHERUNG/VERSICHERUNGSTECHNISCHERS ERGEBNIS

Das Ergebnis vor Schwankungsrückstellung in Höhe von 4,2 Mio € liegt um 11,3 Mio € unter dem Vorjahreswert von 15,5 Mio €.

Das gebuchte Bruttoprämienvolumen stieg im abgelaufenen Berichtsjahr um 2,4 % auf 258,7 (Vj. 252,7) Mio €. Dies ist im Wesentlichen auf die höheren Beitragseinnahmen der Württembergische Versicherung AG und auf das gestiegene Volumen aus der konzerninternen Rückversicherung zurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge verringerten sich leicht um 1,5 % auf 200,5 (Vj. 203,6) Mio €.

Die Nettoaufwendungen für Versicherungsleistungen erhöhten sich 2010 auf 134,9 (Vj. 115,2) Mio €. Dadurch stieg die Netto-Schadenquote auf 67,2 (Vj. 56,6) %. Zu begründen ist dies sowohl mit dem schlechteren Schadenverlauf bei der Württembergische Versicherung AG als auch mit dem geringeren Ergebnis aus dem konzernfremden Rückversicherungsgeschäft, das sich im Run-off befindet. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung sind gegenüber dem Vorjahr auf 60,4 (Vj. 73,7) Mio € zurückgegangen. Die Netto-Kostenquote verringerte sich infolgedessen auf 30,1 (Vj. 36,2) %. Der Schwankungsrückstellung mussten bedingungsgemäß 1,2 Mio € entnommen werden. Im Vorjahr waren 1.5 Mio € zugeführt worden. Die Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen summieren sich auf 37,2 (Vj. 38,4) Mio €, das entspricht 18,6 (Vj. 18,9) % der verdienten Nettobeiträge. Nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung verbleibt ein versicherungstechnischer Gewinn von 5,4 (Vj. 13,9) Mio €.

Die einzelnen Sparten trugen unterschiedlich zum versicherungstechnischen Ergebnis bei: In den Sparten Feuer sowie sonstige Sachversicherungen stiegen die Bruttobeiträge von 89,8 Mio € auf 94,3 Mio €. Nach einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe von 1,4 Mio € ergibt sich ein versicherungstechnischer Verlust von 4,3 (Vj. 0,5) Mio €.

In den Kraftfahrt-Sparten stiegen die gebuchten Bruttobeiträge auf 84,0 (Vj. 80,4) Mio €. Der Verlust nach Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 4,5 Mio € lag bei 4,8 (Vj. 9,9) Mio €.

In der Sparte Haftpflicht sind die Bruttobeiträge leicht auf 27,4 (Vj. 28,1) Mio € gefallen. Nach Schwankungsrückstellung lag der Gewinn bei 2,9 (Vj. 5,8) Mio €.

Die Bruttobeiträge in der Sparte Unfall fielen geringfügig auf 19,1 (Vj. 19,3) Mio €. Der Gewinn nach Schwankungsrückstellung lag mit 8,5 Mio € etwas unter dem des Vorjahres (9,7 Mio €).

Die Beiträge in der Transport- und Luftfahrtkasko-Versicherung verringerten sich leicht von 2,6 Mio € auf 2,5 Mio €. Aus dem versicherungstechnischen Ergebnis nach Schwankungsrückstellung resultiert ein Gewinn von 0,4 (Vj. 5,5) Mio €.

Bei den sonstigen Versicherungszweigen (größtenteils Rechtsschutzversicherung) gingen die Bruttobeiträge leicht von 23,8 Mio € auf 22,7 Mio € zurück. Das versicherungstechnische Ergebnis nach Schwankungsrückstellung erreichte 1,1 (Vj. 0,1) Mio €. Die Lebensversicherung weist bei gleichbleibenden Bruttobeiträgen von 8,7 Mio € einen Gewinn in Höhe von 1,6 (Vj. 3,3) Mio € aus.

STEUERN

2010 beträgt das Ergebnis der W&W AG vor Steuern 130,4 (Vj. 193,5) Mio €. Der Steueraufwand der Gesellschaft lag im Berichtsjahr bei 27,3 Mio €, gegenüber 78,4 Mio € im Vorjahr.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) verfolgt eine nachhaltig angelegte Personalpolitik. Sie setzt auf Motivation, leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie persönliche und fachliche Weiterentwicklung im Interesse ihrer Kunden und des langfristigen Unternehmenserfolges. Viele Zusatzleistungen, eine leistungs- und marktgerechte Vergütung sowie hohe soziale Standards machen das Unternehmen zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Die Qualität und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gewinnung, Förderung und Bindung von Leistungsträgern haben strategische Bedeutung für die W&W-Gruppe. Die Zukunftsfähigkeit des Konzerns hängt von den Menschen ab, die bereit sind, ihre Kompetenz, Leidenschaft und ihren Gestaltungswillen in unser Unternehmen einzubringen und damit ein wichtiges Fundament zu schaffen. Unsere gemeinsame Unternehmenskultur, welche die Stärken von Wüstenrot und Württembergische kombiniert, ist die Triebfeder für eine permanente wettbewerbsorientierte Anpassung an den Markt.

Zum 31. Dezember 2010 waren in der W&W AG 470 (Vj. 354) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt, gerechnet nach der Anzahl der Arbeitsverträge ohne Ausbildungsverträge. Das Zielbild "Der Vorsorge-Spezialist" wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst gelebt. Sie bieten optimale Vorsorge-Lösungen und beste Beratung aus einer Hand.

TALENTFÖRDERUNG

Die Förderung von Führungskräften und qualifizierten Nachwuchs-Fachkräften hat für uns eine besondere Bedeutung. Unsere Nachwuchsförderung beginnt bei der Ausbildung von jungen Menschen in einer Vielzahl von interessanten Berufen. Nachwuchskräfte haben die Möglichkeit, über Studiengänge an den dualen Hochschulen in Stuttgart, Karlsruhe und Mannheim eine akademische Laufbahn mit deutlichem Praxisbezug einzuschlagen oder über ein breit gefächertes Traineeprogramm die eigene Karriereentwicklung voranzutreiben.

Besonderes Augenmerk gilt unseren Potenzialträgern, die innerhalb des Premium Talent Programms eine intensive und herausfordernde Entwicklung ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenzen erfahren.

Unser jährlich wiederkehrender Gesamtprozess der Potenzialentwicklung gewährleistet eine systematische Führungskräfteentwicklung auf allen Hierarchiestufen und über die Grenzen des Geschäftsbereichs hinweg. Talentförderung bedeutet für uns kontinuierliche Entwicklung in fachlicher und persönlicher Hinsicht und die Möglichkeit, Herausforderungen zu meistern und den eigenen Gestaltungsspielraum zu erweitern.

VERZAHNUNG VON W&W UND WISSENSCHAFT

Aufgabenvielfalt bedeutet für uns Perspektiven schaffen. Auch deshalb lehren Führungskräfte der W&W an Hochschulen und leben auf diese Weise den Austausch von Wirtschaft und Wissenschaft. An ausgewählten regionalen Hochschulen, deren Studienangebote die Schlüsselpositionen des Konzerns abdecken, erleichtern sie Absolventen den Einstieg ins Berufsleben und gewinnen neue Mitarbeiter für die W&W AG. Im Geschäftsjahr 2010 haben wir unsere Kooperationen mit Hochschulen weiter ausgebaut. Ebenso fördern wir Doktoranden mit Stipendien. Das erste Promotionsstipendium ist bei der W&W 2010 vergeben worden.

ALLIANZ DRESDNER BAUSPAR AG INTEGRIERT

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Wüstenrot Bausparkasse AG die Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) erworben. Jeder Mitarbeiter der ADB hat ein Übernahme-Angebot erhalten. Das Zusammenwachsen von Unternehmen ist immer ein Einschnitt für die Beschäftigten. Um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diesen Schritt zu erleichtern, hat die W&W-Gruppe bei der Übernahme der Allianz Dresdner Bauspar AG Integrationsmaßnahmen durchgeführt. Auch bei der Integration der Vereinsbank Victoria Bauspar AG war auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet worden.

FAMILIE UND BERUF IM EINKLANG

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, Familie und Beruf in Einklang zu bringen. Mit flexiblen Arbeitszeitmodellen und weiteren Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ermöglicht beispielsweise das am Standort Ludwigsburg im Jahr 2010 eingerichtete Eltern-Kind-Büro Mitarbeitern die Betreuung ihrer Kinder im Notfall. Am Standort Stuttgart gibt es diese Möglichkeit bereits.

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

Das neu konzipierte und konzernweit gebündelte betriebliche Gesundheitsmanagement bildet eine Grundlage der attraktiven Rahmenbedingungen der W&W-Gruppe. Maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter bietet der Konzern ein umfangreiches und wechselndes Programm zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen an. Den Auftakt machten drei Gesundheitstage an den großen Standorten Stuttgart, Ludwigsburg und Karlsruhe. Unter dem Motto "Mach mit. Bleib fit!" wurden die Mitarbeiter zu konkreten Mitmach-Aktionen eingeladen und konnten sich an vielen Ständen über interessante Themen informieren. Die ersten Aktionswochen standen für unsere Mitarbeiter anschließend mit mehreren Veranstaltungen im Zeichen eines gesunden Rückens.

STRATEGISCHE NEUAUSRICHTUNG DER PERSONALARBEIT

Die Steigerung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit fest im Blick, hat die W&W-Gruppe mit einer im Jahr 2010 erarbeiteten und verabschiedeten Personalstrategie den entscheidenden Grundstein zum weiteren Ausbau dieser Ziele gelegt. Unter der Leitlinie "Wertschöpfung & Wertschätzung" werden insbesondere die verbesserte Steuerbarkeit der Ressource Personal, der Ausbau innovativer Rahmenbedingungen für die Arbeit sowie die Bindung und Förderung von Talenten zukünftig die Schwerpunkte der Personalarbeit bilden. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Mitarbeiterleistung und Führungsfähigkeit geleistet.

Der demografische Wandel und die geografischen Populationsveränderungen erfordern strategisches Agieren am internen und externen Arbeitsmarkt. Mit der strategischen Neuausrichtung der Personalarbeit wird es möglich sein, diesen zunehmenden Herausforderungen noch besser zu begegnen und die Attraktivität der W&W-Gruppe als Arbeitgeber positiv zu beeinflussen.

Mit der Definition der W&W-Arbeitgebermarke, die sich aus der Positionierung als "Der Vorsorge-Spezialist" ableitet, wurde ergänzend dazu die Basis für Maßnahmen im Bereich des Employer-Brandings geschaffen.

DANK AN MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Innen- und Außendienst danken wir für ihren Einsatz und ihr außergewöhnliches Engagement im zurückliegenden Geschäftsjahr. Ihre Kompetenz und Leistungsbereitschaft sind für die Zukunft der W&W-Gruppe entscheidend.

Unser Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretungen und deren Gremien sowie den Sprecherausschüssen der leitenden Angestellten für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die konstruktive Begleitung zukunftssichernder Maßnahmen.

Vorsorge und Verantwortung

Verantwortliches und nachhaltiges Handeln sowie gesellschaftliches Engagement haben für die W&W AG eine lange Tradition und sind feste Bestandteile der Unternehmenskultur. Für Kunden, Anteilseigner, aber auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen wir nachhaltig wirtschaftlich erfolgreich sein. Gleichzeitig verpflichtet sich das Unternehmen, bewusst mit seinem sozialen, kulturellen und ökologischen Umfeld umzugehen.

Geschichte und Tätigkeitsfelder der W&W AG und ihrer Tochterunternehmen basieren auf sozialen Grundideen. Das Geschäftsmodell der W&W-Gruppe hält diese Historie lebendig, denn das unternehmerische Handeln steht auch heute im Dienst der Gesellschaft. Wüstenrot und Württembergische helfen dabei, elementare menschliche Grundbedürfnisse zu erfüllen, also die finanzielle Existenz zu sichern, eigenen Wohnraum zu schaffen, die Gesundheit und das erworbene Eigentum zu schützen sowie die Familie abzusichern und für das Leben im Alter vorzusorgen. Indem die W&W-Gruppe diese Komponenten in ihre Unternehmensphilosophie integriert, schafft sie eine besonders starke Schutzgemeinschaft.

Diesem Grundverständnis von gesellschaftlicher Verantwortung entspricht die Wüstenrot Stiftung, die hinter unserer Mehrheitseigentümerin, der Wüstenrot Holding AG, steht. Sie fördert Projekte aus den Bereichen Denkmalschutz und Denkmalpflege, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Bildung und Erziehung. Ein Porträt der Stiftung befindet sich in diesem Geschäftsbericht ab Seite 12.

Die W&W-Gruppe ergänzt dieses Engagement vor allem durch Unterstützung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung, der Festspielhäuser in Ludwigsburg und Baden-Baden sowie der Bachakademie Stuttgart. Zusammen mit der Stadt Stuttgart fördert W&W den 2010 erstmals vergebenen Preis "Partner für Sicherheit" zur Kriminalitätsvorbeugung.

Unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber kommen wir mit sicheren Arbeitsplätzen, familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und zahlreichen Ausbildungs- und Förderprogrammen nach.

Zur Firmenpolitik gehört auch, sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Bereits im Jahr 2007 wurde der Standort Stuttgart mit dem ECOfit-Zertifikat ausgezeichnet. 2010 haben die Standorte Ludwigsburg und Karlsruhe diese Auszeichnung ebenfalls erhalten. ECOfit ist ein Förderprogramm des Umweltministeriums Baden-Württemberg zum betrieblichen Klima- und Umweltschutz.

Konzernweit gültige Umweltleitlinien rufen zum sparsamen Umgang mit Ressourcen auf und sensibilisieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für umweltbewusstes Handeln. Zudem fordern sie, ökologische Aspekte in unserer Anlagestrategie und bei unseren Produkten zu berücksichtigen.

Seit 2009 werden alle Geschäftsberichte von W&W-Unternehmen auf Papier aus nachhaltiger Holzwirtschaft gedruckt. Die Auflagenhöhe wird ständig überprüft. Das Gütesiegel "CO2 -kompensiert" stellt darüber hinaus sicher, dass die bei der Herstellung der Berichte entstehenden Emissionen über international anerkannte Klimaschutzprojekte finanziell ausgeglichen werden.

SONSTIGE ANGABEN

Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden.

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, hält mit 67,19 % die Mehrheit an der W&W AG, Stuttgart, und erstellt ihrerseits einen Konzernabschluss, in den unsere Gesellschaft einbezogen ist.

Der Vorstand hat entsprechend § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt. Darin hat die Wüstenrot & Württembergische AG abschließend erklärt, dass sie bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Unternehmen oder der mit ihr verbundenen Unternehmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Wüstenrot & Württembergische AG in Höhe von 481 067 777,39 € ist eingeteilt in 91 992 622 voll eingezahlte Namensstückaktien. Nach dem deutschen Aktienrecht (§ 67 AktG) gilt bei Namensaktien im Verhältnis zur Gesellschaft als Aktionär nur, wer als solcher im Aktienregister eingetragen ist. Wichtig ist dies unter anderem für die Teilnahme an Hauptversammlungen und die Ausübung des Stimmrechts. Insgesamt sind 1 568 Aktien vom Stimmrechtsausschluss im Sinne des § 136 Abs. 1 AktG erfasst, da Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder Inhaber dieser Aktien sind. Weitergehende Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung der Namensaktien betreffen, bestehen nicht. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihrem Anteil am Grundkapital (§ 60 AktG). Bei einer Erhöhung des Grundkapitals kann die Gewinnbeteiligung neuer Aktien abweichend von § 60 Abs. 2 AktG bestimmt werden. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seines Anteils ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ausgeschlossen.

Mehrheitsaktionärin der Wüstenrot & Württembergische AG ist mit 67,19 % der Anteile die Wüstenrot Holding AG. 8,97 % der Aktien sind im Besitz der Landesbank BadenWürttemberg, 7,54 % im Besitz der UniCredit S.p.A., 4,99 % im Besitz der L-Bank und 4,67 % im Besitz der Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft AG. Der Streubesitz beträgt 6,64 %.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Stimmrechtsmechanismen bei Arbeitnehmerbeteiligungen bestehen nicht.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands erfolgt gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung, §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 31 MitbestG sowie §§ 121a Abs. 1, 7a, 13d VAG. Satzungsänderungen erfolgen grundsätzlich nach §§ 124 Abs. 2 Satz 2, 133 Abs. 1, 179 ff. AktG. Gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung in Verbindung mit § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG werden Satzungsänderungsbeschlüsse der Hauptversammlung jedoch mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst, falls nicht das Gesetz - wie für eine Änderung des Unternehmensgegenstands - zwingend etwas anderes vorschreibt. Gemäß § 179 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 10 Abs. 10 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Vorstand verfügt über keine über die allgemeinen gesetzlichen Aufgaben und Berechtigungen eines Vorstands nach deutschem Aktienrecht hinausgehenden Befugnisse.

Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:

für Spitzenbeträge und

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistende Einlage, festzusetzen.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, bestehen nicht.

Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung für den Fall einer Übernahme enthält; im Übrigen bestehen keine solchen Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen wurden.

Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf den Vergütungsbericht ab Seite 288.

RISIKOBERICHT

Die W&W AG ist sowohl nach internen Risikotragfähigkeitsberechnungen als auch nach aufsichtsrechtlichen Maßstäben solide kapitalisiert.

Der Liquiditätsbedarf der W&W AG ist gesichert.

Das Risikomanagement ist in der Unternehmenssteuerung der W&W AG fest verankert.

Das Risikomanagement trägt zur Wertschöpfung und Sicherung der Finanzkraft bei.

Übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen der W&W-Gruppe ist die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG). Als solches ist die W&W AG dafür verantwortlich, innerhalb des Finanzkonglomerats Standards im Risikomanagement zu definieren, ihre Einhaltung weiterzuentwickeln sowie zu kontrollieren, ob diese eingehalten werden.

Nachfolgend werden die Grundsätze und Gestaltungselemente des Risikomanagementansatzes in der W&W AG sowie die generelle Handhabung der wesentlichen Risiken beschrieben. Wir verweisen zusätzlich auf die Berichterstattung im Konzernlagebericht.

Risikomanagement in der W&W AG

Es ist integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung, Risiken gezielt und kontrolliert zu übernehmen und damit die gesetzten Renditeziele zu erreichen.

Das Risikomanagement- und -controlling-System der W&W AG ist eng mit dem Überwachungssystem auf Gruppenebene verzahnt und im Hinblick auf viele Prozesse, Systeme und Methoden deckungsgleich gestaltet.

Unter Risikomanagement verstehen wir die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risiko(früh)erkennung sowie zum Umgang mit den Risiken der unternehmerischen Betätigung.

Das Risikocontrolling ist Bestandteil des Risikomanagements und beinhaltet die Aufgabe, Risiken zu erfassen, zu analysieren, zu bewerten und zu kommunizieren sowie die Maßnahmen zur Risikosteuerung zu überwachen.

AUFGABE UND ZIEL

Es ist das Ziel des Risikomanagements, die nachhaltige Wertschöpfung für die Aktionäre zu fördern und sicherzustellen, dass die Ansprüche von Kunden und Fremdkapitalgebern jederzeit erfüllbar sind. Das Risikomanagement überwacht die Risikotragfähigkeit und das Risikoprofil der W&W AG. Es hat die Aufgabe, Steuerungs- und Handlungsimpulse zu liefern, wenn vom gewünschten Risikoprofil abgewichen wird oder wenn die Risikotragfähigkeit unter definierte Schwellenwerte fällt. Das Risikomanagement trägt damit zur Sicherung der Unternehmensfortführung bei.

Es soll darüber hinaus die Reputation der W&W AG als Bestandteil des Vorsorge-Spezialisten schützen. Der Ruf der W&W AG ist ein wesentlicher Faktor für unseren nachhaltigen Erfolg.

RISK MANAGEMENT FRAMEWORK

Die zur Risikostrategie der W&W-Gruppe konforme Risikostrategie der W&W AG legt Mindestanforderungen an die risikopolitische Ausrichtung und den risikopolitischen Rahmen der W&W AG fest.

RISK MANAGEMENT FRAMEWORK

Überblick

Abgeleitet aus der Geschäftsstrategie beschreibt sie Art und Umfang der wesentlichen Risiken in der W&W AG. Sie definiert Ziele, Risikotoleranz, Limite, Maßnahmen und Instrumente, um eingegangene oder zukünftige Risiken zu handhaben. Die Risikostrategie der W&W AG wird durch den Vorstand der W&W AG beschlossen und mindestens einmal jährlich im Aufsichtsrat erörtert. Grundsätzlich wird angestrebt, die Geschäftschancen mit den damit verbundenen Risiken auszubalancieren, wobei stets im Vordergrund steht, den Fortbestand der W&W AG dauerhaft zu sichern. Ziel ist es, bestandsgefährdende oder unkalkulierbare Risiken weitestgehend zu vermeiden.

Grundsätzlich sind die Einzelunternehmen des Finanzkonglomerats in das konzernweite Risikomanagementsystem nach den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Bestimmungen eingebunden. Jedoch variieren Umfang und Intensität der Risikomanagementaktivitäten, abhängig vom Risikogehalt der betriebenen Geschäfte (Proportionalitätsprinzip). In unserer Group Risk Policy definieren wir differenzierte Anforderungsprofile, um sowohl die spezifischen Risikomanagement-Erfordernisse in den Einzelunternehmen als auch die Voraussetzungen für die ganzheitliche Konzernrisikosteuerung abzubilden.

RISK GOVERNANCE/RISIKOGREMIEN

Unsere Risk Governance ist in der Lage, unsere zentralen und dezentralen Risiken zu steuern und gleichzeitig sicherzustellen, dass unser Gesamtrisikoprofil mit den risikostrategischen Zielsetzungen übereinstimmt. Das Zusammenwirken der verantwortlichen Gremien bei risikobezogenen Entscheidungen ist auf Seite 43 des Konzernlageberichtes dargestellt.

Die Aufgaben und Verantwortlichkeiten aller mit Fragen des Risikomanagements befassten Personen und Gremien haben wir klar definiert. Der Vorstand der W&W AG ist das oberste Entscheidungsgremium der W&W AG in Risikofragen. Das Management Board fungiert als Koordinationsgremium und dient der Integration der Geschäftsfelder. Der Vorstand der W&W AG legt in Abstimmung mit den Geschäftsfeldleitern BausparBank und Versicherung die geschäfts- und risikostrategischen Ziele sowie die wesentlichen Rahmenbedingungen im Risikomanagement fest.

Einmal jährlich vergewissern sich der Prüfungsausschuss der W&W AG sowie die Prüfungsausschüsse der großen Einzelgesellschaften, ob die Organisation des Risikomanagements in den jeweiligen Verantwortungsbereichen angemessen ist. Der Aufsichtsrat informiert sich im Zuge eines Standardtagesordnungspunktes "Risikomanagement" regelmäßig über die aktuelle Risikosituation.

Das Group Board Risk als das zentrale Gremium zur Koordination des Risikomanagements unterstützt den Vorstand und das Management Board in Risikofragen. Ständige Mitglieder des Group Board Risk sind neben dem im Vorstand der W&W AG angesiedelten Chief Risk Officer (CRO) auch die CROs der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung sowie der Leiter der Abteilung Konzernrisikomanagement. Das Gremium findet sich einmal pro Monat zusammen, bei Bedarf werden Ad-hoc-Sondersitzungen einberufen. Das Group Board Risk überwacht das Risikoprofil der W&W-Gruppe, deren angemessene Kapitalisierung und die Liquiditätsausstattung. Darüber hinaus berät es über konzernweite Standards zur Risikoorganisation, den Einsatz konzerneinheitlicher Methoden und Instrumente im Risikomanagement und schlägt diese den Vorständen der Gruppe zur Entscheidung vor.

Das Konzernrisikomanagement berät und unterstützt das Group Board Risk dabei, konzerneinheitliche Risikomanagement-Standards festzulegen. Es entwickelt unternehmensübergreifende Methoden und Prozesse zur Risikoidentifizierung, -bewertung, -steuerung, -überwachung und -berichterstattung. Darüber hinaus fertigt die Abteilung qualitative und quantitative Risikoanalysen an.

Die in der W&W AG angesiedelte Abteilung Konzernrisikomanagement ist zuständig sowohl für die gesamte aufsichtsrechtlich als Finanzkonglomerat eingestufte W&W-Gruppe als auch für die W&W AG als operativ tätige Einzelgesellschaft. Zur gruppenweiten Liquiditätssteuerung ist ein Group Liquidity Committee etabliert. Dieses setzt sich aus Vertretern der Einzelunternehmen zusammen. Es ist für die übergreifende Liquiditätssteuerung des Konzerns zuständig und arbeitet Empfehlungen für die Sitzungen des Group Board Risk aus. Als zentrales Gremium dient das Group Compliance Committee der Verknüpfung von Rechtsabteilung, Compliance, Revision und Risikomanagement. Der Compliance-Beauftragte berichtet dem Vorstand und dem Group Board Risk jeweils direkt über Compliance-Risiken.

Flexible Risikokommissionen mit themenspezifischer Besetzung ermöglichen schnelle Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Ereignisse.

Die für die dezentrale Risikosteuerung verantwortlichen operativen Geschäftseinheiten entscheiden bewusst darüber, Risiken einzugehen oder zu vermeiden. Dabei beachten sie die zentral vorgegebenen Standards, Risikolimite und Anlagelinien sowie die festgelegten Risikostrategien. Analog zur W&W AG haben die Einzelgesellschaften mit fachbereichsübergreifend besetzten Risikogremien und Risikocontrollingeinheiten hierfür geeignete Organisationsstrukturen geschaffen. Das Prinzip der Funktionstrennung setzen wir durch eine strikte Trennung von risikonehmenden (Kapitalanlagen, aktive Rückversicherung) und risikoüberwachenden Einheiten (Controlling, Rechnungswesen, Risikomanagement) um. Durch festgelegte Berichtsformen und -wege gewährleisten wir die regelmäßige und zeitnahe Kommunikation zwischen den Risikogremien, ihren Risikocontrollingeinheiten und der Geschäftsleitung auf Konzern-, Geschäftsfeld- und Unternehmensebene. Funktionsfähigkeit, Angemessenheit und Effektivität unseres Risikomanagementsystems werden regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Die externe Revision überprüft die Einrichtung eines Risikofrüherkennungssystems.

GRENZEN DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Ein gutes und effektives Risikomanagement verbessert die Umsetzung von geschäfts- und risikostrategischen Zielvorgaben. Es kann jedoch keine vollständige Sicherheit gewährleisten, da der Wirksamkeit des Risikomanagements Grenzen gesetzt sind:

Prognoserisiko.

Das Risikomanagement basiert zu einem wesentlichen Teil auf Prognosen zukünftiger Entwicklungen. Auch wenn die verwendeten Prognosen neuere Erkenntnisse regelmäßig einbeziehen, gibt es keine Garantie dafür, dass sich zukünftige Entwicklungen - vor allem künftige Extremereignisse - immer im Prognoserahmen des Risikomanagements bewegen.

Modellierungsrisiko.

Zur Risikomessung und -steuerung werden überwiegend branchenübliche Modelle verwendet. Die Modelle nutzen Annahmen, um die Komplexität der Wirklichkeit zu reduzieren. Sie bilden nur die als wesentlich betrachteten Zusammenhänge ab. Insofern besteht sowohl das Risiko der Wahl von ungeeigneten Annahmen als auch ein Abbildungsrisiko, wenn relevante Zusammenhänge unzureichend in den Modellen reflektiert werden. Die W&W AG mindert die Modellrisiken durch eine sorgfältige Model Governance. Durch eine Model Change Policy wird die Modellentwicklung einer standardisierten und nachvollziehbaren Dokumentation unterzogen. Die Policy regelt die Prozesse bei Änderungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells auf Ebene der W&W-Gruppe, inklusive der für seine Kalibrierung in den Einzelunternehmen vorgehaltenen Verfahren, Modelle und Daten. Modelländerungen werden anhand ihrer Bedeutung in Kategorien nach Wesentlichkeit klassifiziert. Für jede Kategorie sind spezifische Anzeige- und Genehmigungspflichten vorgesehen. Entsprechend der Klassifizierung werden strukturierte Änderungs- und Informationsprozesse durchlaufen. Die Übernahme wesentlicher Modelländerungen in das interne Risikotragfähigkeitsmodell bedarf einer Genehmigung durch das Group Board Risk. Unsere Validierungs- und Backtesting-Verfahren werden eingesetzt, um Modellrisiken zu begrenzen. Die Maßnahmen mindern das Modellierungsrisiko in der Risikomessung und -steuerung. Sie können es jedoch nicht vollständig kompensieren.

Mensch.

Darüber hinaus kann die den unternehmerischen Entscheidungsprozessen immanente menschliche Urteilsbildung trotz der implementierten Kontrollmaßnahmen (internes Kontrollsystem, z. B. 4-Augen-Prinzip) fehlerhaft sein, sodass in der Unberechenbarkeit des menschlichen Handelns ein Risiko besteht. Ebenso besteht ein Risiko in der Unwägbarkeit der Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen (menschliches Verhaltensrisiko). Aufgrund dessen sind - ungeachtet der grundsätzlichen Eignung unseres Risikomanagementsystems - Umstände denkbar, unter denen Risiken nicht rechtzeitig identifiziert werden oder eine angemessene Reaktion darauf nicht zeitnah erfolgt.

Risikomanagement-Prozess

RISIKOMANAGEMENT-KREISLAUF

Prozessschritte

Der Risikomanagement-Prozess in unserer Gruppe basiert auf der Risikostrategie und umfasst in einem Regelkreislauf Risikoidentifikation, Risikobeurteilung, Risikonahme und Risikosteuerung, Risikoüberwachung sowie Risikoberichterstattung.

RISIKOIDENTIFIKATION

Im Rahmen der Risikoinventarisierung erfassen, aktualisieren und dokumentieren unsere Einzelgesellschaften regelmäßig eingegangene oder potenzielle Risiken. Über einen implementierten Relevanzfilter werden Risiken in wesentliche und unwesentliche Risiken klassifiziert. Bei der Einschätzung beurteilen wir, inwiefern Einzelrisiken in ihrem Zusammenwirken oder durch Kumulation (Risikokonzentrationen) wesentlichen Charakter annehmen können.

RISIKOBEURTEILUNG

Je nach Art des Risikos setzen wir verschiedene Risikomessverfahren ein, um diese quantitativ zu evaluieren. Nach Möglichkeit erfolgt die Risikomessung mittels stochastischer Verfahren und unter Anwendung des Risikomaßes Value at Risk (VaR). Darüber hinaus verwenden wir analytische Rechen- oder aufsichtsrechtliche Standardverfahren sowie Expertenschätzungen. So werden beispielsweise die im Rahmen der Risikoinventur identifizierten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenpotenzialen bewertet. Im Rahmen von risikobereichsbezogenen und risikobereichsübergreifenden Stressszenarien werden regelmäßig Sensitivitäts- und Szenarioanalysen durchgeführt. Kennzahlenanalysen ergänzen das Instrumentarium der Risikobeurteilung.

RISIKONAHME UND RISIKOSTEUERUNG

Unter Risikosteuerung verstehen wir, die Risikostrategien in den risikotragenden Geschäftseinheiten operativ umzusetzen. Die Entscheidung über die Risikonahme erfolgt im Rahmen der in der Geschäftsstrategie festgelegten Handlungsfelder. Auf der Grundlage der Risikostrategie steuern die jeweiligen Fachbereiche die Risikopositionen. Um die Risikosteuerung zu stützen, werden Schwellenwerte, Ampelsystematiken sowie Limit- und Liniensysteme eingesetzt.

Als wesentliche Steuerungsgrößen werden neben dem IFRS-Ergebnis Risikogrößen wie die aufsichtsrechtliche und ökonomische Risikotragfähigkeit sowie geschäftsfeldspezifische Kennzahlen herangezogen. Um Ertrags- und Risikosteuerung im Sinne der wertorientierten Steuerung zu verknüpfen und unsere Entscheidungen zu fundieren, führen wir ergänzende Analysen mit einem RORAC-Ansatz durch.

RISIKOÜBERWACHUNG

Wir überwachen laufend, ob die risikostrategischen und risikoorganisatorischen Rahmenvorgaben eingehalten werden und ob die Qualität und Güte der Risikosteuerung angemessen ist. Aus diesen Kontrollaktivitäten über quantifizierbare und nicht quantifizierbare Risiken werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, sodass wir frühzeitig korrigierend eingreifen und somit die in der Geschäfts- und Risikostrategie formulierten Ziele erreichen können. Die in den Risikogremien vereinbarten Handlungsempfehlungen werden von den Risikocontrollingeinheiten nachgehalten und überprüft. Wesentliche Grundlage für die konzernweite Überwachung unseres Gesamtrisikoprofils und die ökonomische Kapitalisierung ist unser internes Risikotragfähigkeitsmodell. Die Fähigkeit der W&W AG, die eingegangenen Risiken mit ausreichend Kapital zu unterlegen, wird durch das Risikomanagement laufend verfolgt. Ergänzend überwachen wir die Risikotragfähigkeit mittels aufsichtsrechtlicher Verfahren. Die Entwicklung der zukünftigen aufsichtsrechtlichen Modelle im Versicherungsbereich verfolgen wir im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II.

RISIKOBERICHTERSTATTUNG

Alle wesentlichen Risiken werden zeitnah und regelmäßig an den Vorstand und das Management Board unserer Gruppe sowie den Aufsichtsrat der W&W AG kommuniziert. Das konzernweite Risikoberichtssystem wird ergänzt durch ein Verfahren zur Ad-hoc-Risikokommunikation. Von neuen Gefahren oder außerordentlichen Veränderungen der Risikosituation, die unsere festgelegten internen Schwellenwerte überschreiten, erfahren der Vorstand der W&W AG sowie das Management Board der Gruppe dadurch sehr zeitnah.

Kapitalmanagement in der W&W AG

In der W&W AG wird Risikokapital vorgehalten. Es dient dazu, Verluste zu decken, falls eingegangene Risiken eintreten. Das Risikomanagement steuert und überwacht das Verhältnis von Risikokapital und Risikokapitalbedarf, der sich aus der Gefahr von Verlusten bei eingegangenen Risiken ergibt (Kapitaladäquanz, Risikotragfähigkeit). Die Steuerung erfolgt parallel aus zwei Blickwinkeln:

Bei der aufsichtsrechtlichen Kapitaladäquanz wird das Verhältnis von regulatorisch benötigtem Kapital zu den regulatorisch anerkannten Solvabilitätsanforderungen betrachtet. Hierzu sind die Vorschriften des Kreditwesengesetzes (KWG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie aus der Finanzkonglomerate-Solvabilitätsverordnung (FkSolV) anzuwenden.

Im Rahmen der ökonomischen Kapitaladäquanz wird - basierend auf einem internen Risikotragfähigkeitsmodell - ein ökonomischer Risikokapitalbedarf ermittelt und dem vorhandenen ökonomischen Kapital gegenübergestellt.

ZIELSETZUNG

Unser Kapitalmanagement zielt darauf ab:

die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen zu erfüllen,

eine angemessene Risikotragfähigkeit basierend auf dem internen Risikotragfähigkeitsmodell zu sichern,

die gruppeninterne Kapitalallokation zu optimieren,

eine adäquate Verzinsung des IFRS-Eigenkapitals zu ermöglichen,

Kapitalflexibilität zu gewährleisten.

AUFSICHTSRECHTLICHHE KAPITALADÄQUANZ

Aus den aufsichtsrechtlichen Vorschriften ergeben sich Anforderungen an die Kapitalausstattung. Nachfolgende Tabelle zeigt die aufsichtsrechtliche Solvabilitätskennziffer der W&W AG zum 31. Dezember 2010:

AUFSICHTSRECHTLICHE SOLO-SOLVABILITÄT

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2010 2009
Vorhandene Eigenmittel (1) in Mio € 1 732,6 1 674,9
Solvabilitätsanforderung (2) in Mio € 40,3 41,1
Verhältnissatz (1)/(2) in % 4 304,1 4 075,0


Im Berichtsjahr 2010 hat die W&W AG ebenso wie im Vorjahr die aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen erfüllt.

Die Wüstenrot & Württembergische AG stellt sicher, dass die aufsichtsrechtlichen Vorgaben für Finanzkonglomerate, die sich unter anderem aus KWG, VAG und FkSolV ergeben, erfüllt werden (vergleiche hierzu Lagebericht W&W-Konzern Seite 47).

ÖKONOMISCHE KAPITALADÄQUANZ

Zur quantitativen Beurteilung des Gesamtrisikoprofils der W&W AG haben wir ein konzernweites barwertorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell entwickelt. Basierend auf den Berechnungen des internen Risikotragfähigkeitsmodells wird das zur Verfügung stehende Risikokapital allokiert und entsprechende Limite werden abgeleitet. Der Limitprozess im W&W-Konzern basiert auf einem iterativen Bottom-up/Top-down-Prozess. In diesem determiniert die W&W-Gruppe im Dialog mit den Einzelunternehmen den maximalen Risikokapitalbedarf auf Einzelunternehmensebene und Risikobereichsebene. Nach Verabschiedung der Limite auf Vorstandsebene erfolgt die operative Umsetzung der Limite im Risikomanagementkreislauf. Die bemessenen Risikokapitalanforderungen werden den abgeleiteten Limiten gegenübergestellt, um sicherzustellen, dass die Risikonahme die dafür vorgesehenen Kapitalbestandteile nicht überschreitet. Die Verantwortung für die Umsetzung und Limitüberwachung liegt bei den jeweiligen dezentralen Risikocontrollingeinheiten und der Abteilung Konzernrisikomanagement für die Gruppensicht.

Die im Lagebericht 2010 erstmaligen quantitativen Angaben zum Risikoprofil und zur Risikotragfähigkeitsquote stellen eine über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehende freiwillige Angabe dar. Wir verstehen diese als einen zusätzlichen Beitrag zu einer transparenten Risikokommunikation gegenüber unseren Kunden, Aktionären und weiteren Stakeholdern. Die Risikolage wird auf Basis der für die interne Risikosteuerung und Risikoberichterstattung von der Unternehmensleitung verwendeten Daten dargestellt. Die nach einheitlichem Ansatz ermittelten wesentlichen Risiken werden zu einem Risikokapitalbedarf aggregiert und den finanziellen Mitteln gegenübergestellt, die zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehen.

Value at Risk.

Die Risikomessung erfolgt mit dem Value-at-Risk-Ansatz. Das Risiko wird dabei als die negative Abweichung des Verlustpotenzials vom statistischen Erwartungswert bei gegebenem Sicherheitsniveau gemessen. Der Value at Risk gibt somit an, welchen Wert der unerwartete Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Risikohorizont nicht überschreiten wird. In Anlehnung an Solvency II verwendet die Gruppe in der VaR-Messung seit 2010 ein Konfidenzniveau von 99,5 %. Der Risikohorizont bildet den Zeitraum, innerhalb dessen mögliche Ereignisse und ihr Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Unternehmens betrachtet werden. Die Risikotragfähigkeit der W&W AG wird auf einem Risikohorizont von einem Jahr weitgehend stochastisch ermittelt.

Die W&W AG strebt im Rahmen ihrer Risikostrategie eine Risikotragfähigkeitsquote von über 125 % an. Zum 31. Dezember 2010 weist unser Risikotragfähigkeitsmodell aus, dass analog zu den Vorjahren hinreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, um unsere Risiken abzudecken. Die Risikotragfähigkeitsquote der W&W AG beträgt 344 %.

Risikoprofil und wesentliche Risiken

Unser interner Risikokapitalbedarf verteilt sich zum 31. Dezember 2010 wie folgt:

RISIKOPROFIL W&W AG

in %

Marktpreisrisiken stellen wegen des Volumens unserer Beteiligungen den beherrschenden Risikobereich dar. Um unsere Risiken transparent darzustellen, fassen wir gleichartige Risiken konzerneinheitlich zu sogenannten Risikobereichen zusammen. Für die W&W AG haben wir einheitlich nachfolgende Risikobereiche als wesentlich identifiziert (siehe unten stehende Grafik).

RISIKOLANDSCHAFT DER W&W AG

Überblick Risikobereiche

MARKTPREISRISIKEN

Marktpreisrisiken aufgrund von Beteiligungsaktivitäten der W&W AG als wesentlicher Risikobereich.

Rentenportfolio sowie Aktien- und Immobilieninvestments ergänzen die Asset-Allocation.

Unter Marktpreisrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Zinsen, Aktien- und Devisenkursen oder Immobilienpreisen ergeben.

MARKTPREISRISIKO

Systematisierung

Zinsänderungs-/Zinsgarantierisiken.

Bei einem anhaltend niedrigen Zinsniveau können mittelfristig Ergebnisrisiken entstehen, da die Neu- und Wiederanlagen nur zu niedrigeren Zinsen erfolgen können, gleichzeitig aber die bisher zugesagten Zinssätze bzw. Zinsverpflichtungen (Zinsgarantierisiko) gegenüber Mitarbeitern (Pensionsverpflichtungen) erfüllt werden müssen. Bei Zinssenkungen reagieren langlaufende Verpflichtungen mit stärkeren Wertänderungen als die Kapitalanlagen mit der Folge von sinkenden ökonomischen Eigenmitteln. Die W&W AG unterliegt aufgrund von Pensionsrückstellungen und der in zinstragende Aktiva investierten Kapitalanlagen Zinsänderungs- und Zinsgarantierisiken.

Für die festverzinslichen Wertpapiere mit einem Marktwert von 945,3 (Vj. 822,3) Mio € ergeben sich zum 31. Dezember 2010 bei einer Parallelverschiebung der Swap-Zinskurve folgende Marktwertänderungen:

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ZlNSÄNDERUNG MARKTWERT-
VERÄNDERUNG

in Mio €
Anstieg um 100 Basispunkte - 33,7
Anstieg um 200 Basispunkte - 65,2
Rückgang um 100 Basispunkte + 36,3
Rückgang um 200 Basispunkte + 75,5


Beteiligungsrisiko.

Wertänderungen bei Beteiligungen (Abschreibungen), der Ausfall von Dividenden oder zu leistende Ertragszuschüsse führen zu Beteiligungsrisiken. Für die W&W AG stellt das strategische Beteiligungsportfolio das wesentliche Risiko dar.

Aktienrisiko.

Plötzliche und starke Kursrückgänge an den Aktienmärkten können die Risikotragfähigkeit der aktieninvestierten Konzerngesellschaften in Form von ergebniswirksamen Abschreibungen beeinträchtigen. Die W&W AG hält keine nennenswerten Aktienportfolios.

Für unsere Bestände mit einem Marktwert von 48,3 (Vj. 44,1) Mio € ergaben sich zum 31. Dezember 2010 bei einer Indexschwankung des Euro Stoxx 50 folgende Marktwertänderungen:


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INDEXVERÄNDERUNG MARKTWERT-
VERÄNDERUNG

in Mio €
Anstieg um 20 % + 8,7
Anstieg um 10 % + 4,5
Rückgang um 10 % - 4,8
Rückgang um 20 % - 9,7


Fremdwährungsrisiken.

Aus offenen Nettodevisenpositionen in global ausgerichteten Investmentfonds können Fremdwährungsrisiken resultieren. Fremdwährungsanlagen sind für das Anlageportfolio der W&W AG nur von untergeordneter Bedeutung. Unser Fremdwährungs-Exposure beschränkt sich im Wesentlichen auf US-Dollar und Britische Pfund. Im Rahmen von einzelnen Fondsmandaten sind wir mit einem kleinen Anteil in weiteren Währungen engagiert.

Die überwiegenden Teile unseres Fremdwährungs-Exposures sind gegen Wechselkursschwankungen abgesichert beziehungsweise kongruent bedeckt.

Immobilienpreisrisiko.

Plötzliche und starke Rückgänge der Immobilienpreise können die Ergebnissituation und die Risikotragfähigkeit der W&W AG beeinträchtigen. Die W&W AG hält Immobilienbestände in Direktanlagen sowie über Fondsmandate und Beteiligungen. Unser diversifiziertes Immobilienportfolio ergänzt unser Kapitalanlageportfolio. Das Risiko schätzen wir aufgrund unserer fast ausschließlichen Investmenttätigkeit in I-a-Lagen als grundsätzlich gering ein.

Strategische Asset-Allocation.

Die Grundlage unserer Kapitalanlagepolitik bildet die strategische Asset-Allocation. Die Gesellschaften legen hierbei Wert auf eine angemessene Mischung und Streuung von Assetklassen. Bei unseren Kapitalanlagen verfolgen wir eine sicherheitsorientierte Anlagepolitik. Im Vordergrund stehen die Ziele, ausreichende Liquidität zu wahren und die erforderlichen Mindestverzinsungen sicherzustellen. Chancen nutzen wir im Rahmen eines kalkulierbaren und angemessenen Risiko-Rendite-Verhältnisses. Für die W&W AG gilt der Grundsatz, dass Marktpreisrisiken nur übernommen werden, wenn sie innerhalb der gesetzten Limitkonzeptionen liegen und die damit verbundenen Chancen abgewogen wurden. Auf die Geschäfts- und Risikopolitik unserer Beteiligungen wirken wir durch Vertretung in den Aufsichtsgremien ein. Die Positionen werden in der Regel von Vorstandsmitgliedern wahrgenommen. Um Fremdwährungsrisiken einzugrenzen, investieren wir schwerpunktmäßig in Kapitalanlageprodukte innerhalb des Euro-Raumes. Der Fokus unserer Immobilienanlagen liegt auf Direktanlagen im Inland mit stabiler Wertentwicklung und hoher Fungibilität.

Organisation.

Der Gesamtvorstand sowie der Prüfungsausschuss verabschieden die strategische Asset-Allocation. Die operative Steuerung erfolgt in unserer Front-Office-Einheit. Diese mandatiert die operativen Abteilungen Immobilien und die W&W Asset Management GmbH sowie gegebenenfalls externe Fondsmanager mit deren Umsetzung. Das Immobilien-Portfoliomanagement entwickelt für die Assetklasse Immobilien Investitionskonzepte. Unsere strategischen Beteiligungsaktivitäten betreut der Bereich Konzerncontrolling. Die dezentralen und zentralen Risikocontrollingeinheiten agieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung sind hier ebenfalls die übergeordneten Methoden- sowie Modellkompetenzen angesiedelt. Zwischen risikonehmenden und risikoüberwachenden Einheiten besteht Funktionstrennung. Dies spiegelt sich ebenfalls in der Ressortverteilung im Vorstand wider.

Internes Risikotragfähigkeitsmodell.

Die Risiken aus Zinsänderungen sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite werden bei uns im Rahmen des internen Modells quantifiziert. Die Marktpreisrisiken der Zinspapiere sowie der zinsabhängigen Passivpositionen bewerten wir ökonomisch, das heißt, wir berücksichtigen zukünftige Zahlungsströme, basierend auf einem Value-at-Risk-Modell. Mögliche Verlustverteilungen generieren wir mit Monte-Carlo-Simulationen. Beteiligungs-, Aktien- und Immobilienrisiken werden ebenfalls mittels Monte-Carlo-Simulationen quantifiziert. Unsere stochastische Modellierung ergänzen wir durch Sensitivitätsanalysen, welche die Wertänderungen der Portfolios abhängig von Marktschwankungen aufzeigen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Wir betrachten aus Gruppensicht regelmäßig ökonomische Stressszenarien, um Zinssensitivitäten zu erkennen und um die Entwicklungen an den Aktien- und Immobilenmärkten unter veränderten Annahmen zu simulieren.

Asset-Liability-Management.

Im Rahmen des Asset-Liability-Managements werden die Asset- und Liability-Positionen so gesteuert und überwacht, dass die Vermögensanlagen den Verbindlichkeiten und dem Risikoprofil des Unternehmens entsprechen. Dem Zinsgarantierisiko begegnen wir durch aktive Durationssteuerung. Langfristig garantierte Leistungsverpflichtungen werden somit angemessen in der Steuerung berücksichtigt.

Finanzinstrumente.

In der strategischen und taktischen Asset-Allocation setzt die W&W AG im Rahmen von Fondsmandaten derivative Finanzinstrumente ein.

Beteiligungscontrolling.

Die Beteiligungen unterliegen einem stringenten Controlling, welches unter anderem die jährliche Planung von Mindestdividenden, eine mittelfristige Wirtschaftsplanung, unterjährige Hochrechnungen und monatliche Soll-Ist-Abgleiche umfasst. Auf sich abzeichnende Beteiligungsrisiken kann somit frühzeitig reagiert werden.

Kongruente Bedeckung.

Versicherungstechnische Verbindlichkeiten in fremder Währung bedecken wir mit geeigneten Kapitalanlagen derselben Währung, sodass durch die weitestgehende Kongruenz aus diesen Positionen nur begrenzt Währungsrisiken entstehen.

Monitoring.

Die Entwicklungen an den Kapitalmärkten beobachten wir laufend, um zeitnah unsere Positionierung sowie unsere Sicherungen adjustieren zu können.

Neue-Produkte-Prozess.

Neuartige Produkte (Aktiv - und Passivprodukte) durchlaufen vor ihrer Einführung einen Neue-Produkte-Prozess, um insbesondere die sachgerechte Abbildung im Rechnungswesen und in den Risikocontrollingsystemen sicherzustellen.

Risikokapitalbedarf.

Da die Kapitalanlagen der W&W AG überwiegend in Beteiligungen investiert sind, hat das Beteiligungsrisiko innerhalb der Marktpreisrisiken mit einer Risikokapitalgewichtung die größte Bedeutung. Bemessen am gesamten internen Risikokapital beträgt der Anteil 72,2 %.

RISIKOPROFIL MARKTPREISRISIKEN

in %

Mit einer Gewichtung von 14,5 % folgen Zinsänderungsrisiken. Etwa 2,6 % des gesamten internen Risikokapitals beziehen sich auf das Aktienkursrisiko, 1,4 % auf das Immobilienrisiko. Die Marktpreisrisiken standen 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

ADRESSRISIKEN

Rentenportfolio: Schwerpunkt in hoher Bonität und guter Sicherungsstruktur.

Nachrangexposure von Finanzinstituten reduziert.

Unter Adressrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben.

ADRESSRISIKO

Systematisierung

Adressrisiken können aus dem Ausfall oder der Bonitätsänderung von Wertpapieren sowie Forderungsausfallrisiken gegenüber unseren Kontrahenten in der Rückversicherung entstehen.

Die W&W AG ist gegenüber Forderungsausfallrisiken aus Kapitalanlagen (Eigengeschäft) sowie Forderungsausfallrisiken gegenüber Vertragspartnern in der Rückversicherung exponiert.

Eigengeschäft.

Die Bonitätsstruktur unseres Rentenportfolios ist gemäß unserer strategischen Ausrichtung mit über 96,8 % der Anlagen im Investmentgrade-Bereich konservativ ausgerichtet.

RATING (MOODY'S-SKALA)

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BESTAND
BUCHWERTE
ANTEIL

in Mio € in %
Aaa 335,0 41,6
Aa1 120,0 14,9
Aa2 54,0 6,7
Aa3 30,3 3,8
A1 32,5 4,0
A2 45,0 5,6
A3 4,3 0,5
Baa1 51,9 6,5
Baa2 9,4 1,2
Baa3 96,7 12,0
Non Investmentgrade /Non Rated 26,0 3,2

804,9 100,0


Unser Kapitalanlage-Exposure weist generell eine gute Besicherungsstruktur auf, wobei die Kapitalanlagen bei Finanzinstituten überwiegend durch Staats- und Gewährträgerhaftung oder Pfandrechte besichert sind.

SENIORITÄT

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BESTAND
BUCHWERTE
ANTEIL

in Mio € in %
Öffentlich 128,1 15,9
Pfandbrief 272,3 33,8
Mit Gewährträgerhaftung 10,0 1,3
Einlagensicherung oder Staatshaftung 130,0 16,1
Ungedeckt 264,5 32,9

804,9 100,0


Länderrisiken.

Beherrschendes Thema an den Finanzmärkten im Berichtsjahr war die Kreditwürdigkeit der Staaten Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien. Die hohe Staatsverschuldung vieler Mitgliedsländer der Europäischen Union setzte den Anleihemarkt erheblich unter Druck. Die aufgrund der ausgeweiteten Risikoaufschläge deutlich gestiegenen Refinanzierungskosten verschärften die ohnehin prekäre Haushaltslage einiger Staaten enorm. Inwiefern sich die implementierten Garantiemaßnahmen und der eingerichtete EU-Rettungsschirm nachhaltig auf die Finanzmärkte auswirken, bleibt abzuwarten.

Das Gesamtvolumen an Staatsanleihen der W&W AG bei den genannten Ländern beläuft sich zum 31. Dezember 2010 nach Marktwerten auf 5 Mio € (Italien). Die Bestände sind in Fälligkeiten bis 2013 investiert.

Das Exposure in diesen Staatsanleihen unterliegt strengen Limitierungen und einer fortlaufenden Beobachtung.

Nachrang-Exposure.

Unsere nachrangigen Engagements (Genussrechte, stille Beteiligungen und sonstige nachrangige Forderungen) belaufen sich auf 58 (Vj. ca. 31) Mio € und machen somit lediglich einen geringen Anteil am Gesamtvolumen unseres Kapitalanlageportfolios aus. Nach wie vor bestehen infolge der Finanzkrise erhöhte bonitätsinduzierte Ausfallrisiken für ungedeckte und nachrangige Engagements, besonders für Kapitalanlagen im Finanzsektor. Weitere Zinsausfälle und Nennwertherabsetzungen (Haircuts) können derzeit nicht ausgeschlossen werden.

Rückversicherung.

Die Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft bleiben konstant auf niedrigem Niveau. Derzeit sind keine materiellen Risiken abzusehen. Auch unsere Retrozessionäre verfügen über sehr gute Bonitäten. Zum Ende der Berichtsperiode bestanden die ausgewiesenen Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 157,1 (Vj. 177,2) Mio € zu 95 (Vj. 85) % gegenüber Gesellschaften mit einem "A"-Rating oder besser.

STANDARD & POOR'S

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BESTAND
NOMINAL1
ANTEIL

in Mio € in %
AAA 1, 2 0,8
AA 29,3 18,7
A 118,0 75,1
BBB 3,5 2,2
BB 0,5 0,3
B - -
CCC und geringer - -
Ohne Rating 4,6 2,9


1 Abrechnungsforderungen + Depotforderungen + Anteile an versicherungstechnischen Rückstellungen abzgl. Sicherheiten.


Von den ausgewiesenen Forderungen gegenüber Rückversicherern waren zum Bilanzstichtag 0,6 (Vj. 0,4) Mio € länger als 90 Tage ausstehend. Deren Begleichung wird jedoch im Jahr 2011 erwartet.

Diversifikation.

Adressrisiken begrenzen wir durch sorgfältige Auswahl der Emittenten und Rückversicherungspartner sowie durch breit diversifizierte Anlagen. Dabei berücksichtigen wir die für die jeweiligen Geschäftszweige geltenden Kapitalanlagevorschriften. Die Vertragspartner und Wertpapiere beschränken sich vornehmlich auf erstklassige Bonitäten im Investmentgrade-Bereich. Die Adressrisiken der W&W AG steuern wir strategisch und strukturell auf Basis der in der Risikostrategie verabschiedeten Vorgaben.

Organisationsstruktur.

Die Rückversicherungsaktivitäten sind in der Rückversicherungseinheit der Württembergische Versicherung AG gebündelt. Die operative Steuerung unserer Eigengeschäftsaktivitäten obliegt unserer Front-Office-Einheit Kapitalanlagen. Die zuständigen Risikocontrollingbereiche fungieren jeweils als unabhängige Überwachungseinheiten. Neben der operativen Limitüberwachung besitzen die Bereiche zusammen mit dem Konzernrisikomanagement übergeordnete Methoden- sowie Modellkompetenzen.

Kreditportfoliomodell.

Wir überwachen Kreditrisiken nicht nur auf Einzelebene, sondern bewerten sie auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell. Die gehaltenen Rentenpapiere werden ökonomisch bewertet, das heißt unter Berücksichtigung zukünftiger Zahlungsströme und mittels eines branchenüblichen Credit-Value-at-Risk-Modells. Die Verlustverteilung wird mit Monte-Carlo-Simulationen generiert. Das stochastische Modell stützt sich auf Marktdaten und bezieht sowohl Ausfallwahrscheinlichkeiten als auch Übergangswahrscheinlichkeiten zwischen verschiedenen Bonitätsklassen mit ein. Als Steuerungsinstrumentarium ermöglicht unser kontinuierlich weiterentwickeltes Kreditportfoliomodell, Kreditlinien an Rating-Veränderungen dynamisch anzupassen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Im Risikobereich Adressrisiken betrachten wir regelmäßig Stress-Szenarien, anhand derer wir die Auswirkungen veränderter Parameterannahmen sowie simulierter Ausfälle wesentlicher Kontrahenten und Rückversicherungspartner auf unser Adressrisikoprofil analysieren.

Limit- und Anlageliniensystematik.

Um Emittenten zu beurteilen und Linien festzulegen, bedient sich die W&W AG der Einschätzungen internationaler Rating-Agenturen, die durch eigene Risikoeinstufungen ergänzt werden. Die Linien für die wichtigen Emittenten und Kontrahenten werden ständig überprüft. Länderrisiken werden mit einer Systematik zur Überwachung und Steuerung von Länderlimiten beurteilt. Linien für einzelne Länder werden anhand volkswirtschaftlicher Rahmendaten (zum Beispiel Staatsverschuldung, Bruttoinlandsprodukt) sowie externer und interner Bonitätseinschätzungen abgeleitet.

Sicherheitenmanagement.

Um das Kontrahentenrisiko für Handelsgeschäfte zu minimieren, werden in der Regel Barsicherheiten hereingenommen. Grundlage bilden Rahmenverträge mit den jeweiligen Kontrahenten, die auf marktüblichen Standards wie dem ISDA Master Agreement oder dem Deutschen Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte basieren.

Monitoring.

Um Risiken, die sich aus der Entwicklung der Kapitalmärkte ergeben können, frühzeitig zu identifizieren, beobachten und analysieren wir unsere Investments genau. Hierbei stützen wir uns auf die in der W&W Asset Management GmbH vorhandene volkswirtschaftliche Expertise. Die Auslastung der Limite und Anlagelinien wird durch die dezentralen Risikocontrollingeinheiten sowie übergreifend durch das Konzernrisikomanagement überwacht.

Risikovorsorge.

Drohenden Ausfällen aus Kapitalanlagen oder aus dem Rückversicherungsgeschäft wird in der Ergebnisrechnung durch angemessene Wertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen.

Risikokapitalbedarf.

Adressrisiken stellen mit 4,4 % lediglich einen geringen Anteil am gesamten Risikokapitalbedarf der W&W AG dar.

RISIKOPROFIL ADRESSRISIKEN

in %

Innerhalb der Adressrisiken nehmen die Risiken aus unseren Eigengeschäftsaktivitäten mit 4 % den wesentlichen Teil ein, wohingegen Forderungsausfallrisiken im Rückversicherungsgeschäft lediglich einen marginalen Teil am gesamten internen Risikokapital beanspruchen.

Die Adressrisiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten

VERSICHERUNGSTECHNISCHE RISIKEN

Angemessene Schadenreservierung und ausreichender Rückversicherungsschutz.

Positive Abwicklung: "Run-off-Risiken" Altgeschäft Württ UK rückläufig.

Unter versicherungstechnischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich - bei vorab kalkulierten Prämien - aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung von Schäden und Kosten aus abgeschlossenen Versicherungsverträgen ergeben.

VERSICHERUNGSTECHNISCHES RISIKO

Systematisierung

Die W&W AG betreibt selbst kein Erstversicherungsgeschäft. Im Rahmen unserer Tätigkeit als Rückversicherer übernehmen wir jedoch versicherungstechnische Risiken unserer Einzelgesellschaften, in erster Linie von der Württembergische Versicherung AG.

Prämienrisiko.

Sinkende oder nicht bedarfsgerecht kalkulierte Prämien können bei stabiler oder wachsender Kosten- und Schadenentwicklung zu nicht auskömmlichen Prämien führen. Die langfristige Entwicklung der Nettoschadenquoten (Quotient der Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle zu den Nettoprämien) und der Nettoabwicklungsquoten (Quotient der Nettoabwicklungsergebnisse von Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle zu den Eingangsschadenrückstellungen) stellt sich für die W&W AG wie folgt dar:

SCHADEN- UND ABWICKLUNGSQUOTEN

in %

Reserverisiko.

Das Reserverisiko besteht im Fall einer nicht angemessenen Schadenreservierung. Die Abwicklung von Schadenfällen kann zeitlich und in ihrer Höhe schwanken, sodass bei hohen Volatilitäten die gebildeten Reserven für Schadenleistungen möglicherweise nicht ausreichen. Grundsätze und Ziele der Zeichnungspolitik sowie die Definition zulässiger Geschäfte und der zugehörigen Verantwortlichkeiten werden in Strategien sowie in Zeichnungsrichtlinien dokumentiert und mindestens jährlich überprüft.

Konzerninternes Geschäft.

Die Beschränkung auf konzerninterne Geschäfte ermöglicht einen genauen und langjährigen Einblick in die Vertragsbestände unserer Erstversicherer, sodass wir die übernommenen Versicherungsrisiken gut einschätzen können. Die Prämien werden nach marktüblichen Verfahren und zu marktüblichen Preisen kalkuliert. Die W&W AG geht den internen Bestimmungen folgend nur solche Versicherungsgeschäfte ein, deren Risiken überwiegend kalkulierbar und in der Höhe nicht existenzgefährdend sind. Nicht beeinflussbare zufallsabhängige Risiken sind durch geeignete und angemessene Sicherungsinstrumente (z. B. Rückversicherung) zu begrenzen.

Aktives Rückversicherungsgeschäft begrenzt.

Aktives Rückversicherungsgeschäft mit Partnern außerhalb unserer Gruppe wird nur noch sehr begrenzt über die Beteiligung an einigen deutschen Marktpools betrieben. Terrorrisiken wurden aus den Verträgen weitgehend ausgeschlossen oder an den Spezialversicherer Extremus weitergeleitet.

Organisationsstruktur.

Das Risikomanagement der versicherungstechnischen Risiken der W&W AG ist eng in das Risikomanagementsystem der W&W-Gruppe eingebunden. Risikorelevante Sachverhalte und Analyseergebnisse werden im vierteljährlich erstellten Risikobericht im Vorstand, in regelmäßig zusammentreffenden Gremien sowie in diversen Arbeitsgruppen und Projekten erörtert. Controllingeinheiten messen die versicherungstechnischen Risiken.

Ökonomisches Modell.

Um versicherungstechnische Risiken zu messen, verwenden wir ein ökonomisches Modell, welches auf einem Value-at-Risk-Ansatz basiert. In der Schaden- und Unfallversicherung erfolgt die Berechnung mit Monte-Carlo-Simulationen. Zur Abschätzung von Katastrophenereignissen greift die W&W-Gruppe auf Simulationsergebnisse hierauf spezialisierter Rückversicherungsunternehmen und -makler zurück. Diese Resultate fließen in unser stochastisches Modell ein.

Limitierung.

Der Verlust aus versicherungstechnischen Risiken wird über vorgegebene Risikolimite begrenzt. Die Limitauslastung wird laufend überwacht.

Rückversicherung.

Ein angemessener Rückversicherungsschutz für Einzelrisiken sowie für spartenübergreifende Kumulrisiken reduziert die versicherungstechnischen Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung. Das Rückversicherungsprogramm wird jährlich unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit angepasst. Dabei wird auf die Bonität der Rückversicherer großer Wert gelegt.

Controlling.

Grundsätzlich wird die versicherungstechnische Entwicklung über ein stringentes Controlling von Prämien, Kosten, Schäden und Leistungen laufend analysiert und überwacht. Die Run-off-Risiken der ehemaligen Niederlassung Württ UK werden mittels eines Servicevertrages durch die Antares Underwriting Services Ltd. unter enger Aufsicht und Steuerung der Württembergische Versicherung AG abgewickelt. Wir überwachen die Abwicklungsrisiken durch ein Mandat im Antares Board, externe Run-off-Reviews und kontinuierliche Prüfung der Schadenreserven durch den Antares-Chefaktuar (Run-off-Reserve-Reviews).

Reservierung.

Für eingetretene Schadenfälle bildet die W&W AG rechtzeitig angemessene Vorsorge.

Risikokapitalbedarf.

Die Grafik im Kapitel "Interne Kapitaladäquanz" (Abschnitt "Internes Risikokapital", Seite 264) veranschaulicht die Gewichtung des für versicherungstechnische Risiken reservierten Risikokapitals. Zum gesamten Risikokapitalbedarf der W&W AG tragen die versicherungstechnischen Risiken insgesamt einen Anteil von weniger als 4 % bei. Die versicherungstechnischen Risiken standen im Jahr 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

OPERATIONELLE RISIKEN

Rechts- und Compliancerisiken durch Rechtsprechung und Verbraucherschutz.

Prozessrisiken durch Integrationsprojekte und konzernweite Prozessharmonisierung.

Unter operationellen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben. Rechtliche und steuerliche Risiken zählen ebenfalls dazu. Operationelle Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit von Unternehmen unvermeidlich. Prinzipiell sind sämtliche Gesellschaften der W&W-Gruppe gegenüber operationellen Risiken exponiert. Um operationelle Risiken zu erfassen, schätzen Experten diese quartalsweise im Rahmen der Risikoinventur ein.

OPERATIONELLES RISIKO

Systematisierung

Rechtsrisiken.

Von gesetzgeberischer und aufsichtsrechtlicher Seite beobachten wir eine zunehmende europäische Harmonisierung und Ausweitung der Gläubiger- und Verbraucherrechte sowie von Offenlegungsanforderungen. Die in der Kredit- und Versicherungsbranche anhängigen Rechtsverfahren können zu nachträglichen finanziellen Rückforderungen führen.

Systemrisiko.

Systemrisiken entstehen infolge des vollständigen beziehungsweise des teilweisen Ausfalls (IT-Ausfallrisiko) sowie der Unangemessenheit von internen Systemen, technischen Einrichtungen und DV-Anwendungen. Trotz bereits erreichter Erfolge in der Systemkonsolidierung erschwert es die heterogene, von Fusionen geprägte IT-Landschaft, die Systempflege sowie Daten zusammenzufassen, zu analysieren und Prozessabläufe zu automatisieren. Unsere Gegenmaßnahmen besitzen hohe Priorität, um mangelnde Kosteneffizienz sowie den Informationsdefiziten bzgl. bereichs- und unternehmensübergreifender Betrachtungen zu begegnen.

Personalrisiko.

Integrationsprojekte, interne Reorganisationsvorhaben und regulatorische Neuerungen der Finanzwirtschaft, verbunden mit unseren ambitionierten Zielsetzungen, verlangen unseren Mitarbeitern Bestleistungen ab und können zu erhöhten Personalauslastungen führen. Um unsere Mitarbeiter zu unterstützen, setzen wir auf ein effektives Personalmanagement.

Minimierung und Akzeptanz.

Der Vorstand der W&W-Gruppe legt die Strategie und die Rahmenbedingungen für das Management operationeller Risiken fest. Durch ihren heterogenen Charakter sind diese in bestimmten Fällen jedoch nicht vollständig zu vermeiden. Daher ist es unser Ziel, operationelle Risiken zu minimieren. Die Restrisiken akzeptieren wir. Konsistente Prozesse, einheitliche Standards und ein implementiertes internes Kontrollsystem sollen das effektive Management operationeller Risiken ermöglichen.

Organisationsstruktur.

Operationelle Risiken werden grundsätzlich dezentral gemanagt und sind Aufgabe der verantwortlichen Organisationseinheiten. Die Federführung bei der Identifizierung und Steuerung von Rechtsrisiken liegt vorrangig im Bereich Konzernrecht. Als zentrales Gremium für Compliance-relevante Sachverhalte ist das Group Compliance Committee etabliert. Steuerrisiken werden vom Bereich Konzernsteuern identifiziert, bewertet und gehandhabt. Die W&W Informatik GmbH verfügt über ein eigenes Risikomanagementsystem, das auch die System- und IT-Risiken der betreuten Einzelunternehmen abbildet und lenkt. Unser Business-Continuity-Management ist zentral in der Wüstenrot und Württembergische Servicegesellschaft mbH gebündelt und sorgt dafür, dass auch bei einer gravierenden Störung des Geschäftsbetriebes die kritischen Geschäftsprozesse aufrechterhalten und fortgeführt werden.

Internes Risikotragfähigkeitsmodell.

Unser internes Modell berücksichtigt den Risikokapitalbedarf für operationelle Risiken. Für diesen Risikobereich wird der Ansatz der jeweils aktuellsten Quantitativen Auswirkungsstudie (QIS) gemäß Solvency II verwendet.

Risk-Assessment-Prozess.

Das Risikoinventar der W&W AG wird in einer Softwareanwendung systematisch erfasst und bewertet. Die Einzelrisiken werden hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und des Schadenpotenziales eingestuft. Anschließend erfolgt die Überführung in eine Risikomatrix. Das operationelle Risikoprofil wird von der Risikocontrollingeinheit konsolidiert und den Risikogremien regelmäßig zur Verfügung gestellt. Aufbauend auf der Risikoinventur werden Szenarienanalysen erstellt, um die Gefährdungslage und Sensitivität von operationellen Risiken einzuschätzen. Die hohe organisatorische Durchdringung der Risk-Assessments trägt wesentlich zur Förderung der Risikokultur in der W&W-Gruppe bei.

Internes Kontrollsystem.

Für den Geschäftsbetrieb wesentliche Prozessabläufe und Kontrollmechanismen werden im internen Kontrollsystem der W&W-Gruppe nach einheitlichen Standards systematisch dokumentiert, regelmäßig überprüft und aktualisiert. Die Softwareanwendung Risk and Compliance Manager unterstützt bei der Prozessmodellierung und Kontrolldokumentation systemtechnisch. In anderen Systemen befindliche Kontrolldokumentationen werden schrittweise in die neue Anwendung überführt.Durch die Verknüpfung von Prozessen und Risiken sowie die Identifikation von Schlüsselkontrollen werden operationelle Risiken adressiert.

Personalmanagement.

Der Erfolg der W&W-Gruppe hängt wesentlich von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern ab. Durch Personalentwicklungsmaßnahmen unterstützen wir unsere Mitarbeiter dabei, ihrer Verantwortung und ihren Aufgaben gerecht zu werden. Über Mitarbeiterbefragungen sowie Kommunikationsplattformen versuchen wir, auf mögliche Änderungen in der Verbundenheit unserer Mitarbeiter rechtzeitig zu reagieren, um die Identifikation mit der W&W-Gruppe zu festigen. Um das Fluktuationsrisiko zu handhaben, analysieren wir regelmäßig die quantitative und qualitative Fluktuation.

Business-Continuity-Management.

Um unseren Geschäftsbetrieb bei Prozess- und Systemausfällen zu sichern und fortzuführen, wurden gruppenübergreifend in einer Auswirkungsanalyse kritische Prozesse identifiziert. Die bereits entwickelten Notfallpläne unterliegen regelmäßigen Funktionsprüfungen.

Organisationsleitlinien.

Um operationelle Risiken zu begrenzen, existieren Verhaltensrichtlinien, Unternehmensleitlinien und umfassende betrieblichen Regelungen.

IT-Risikomanagement.

Ausführliche Test- und Backup-Verfahren für Anwendungs- und Rechnersysteme bilden die Grundlage für das effektive Management von Systemrisiken. Der optimierte Einsatz unserer EDV-Systeme trägt zur Reduktion komplexer IT-Infrastruktur bei. Das zusätzlich aufgebaute System- und Anwendungs-Know-how hilft, IT-Engpässe zu vermeiden. Ein weiterentwickeltes Informationssicherheitsmanagementsystem sowie das für Systemausfälle vorgesehene Notfallmanagement minimieren das IT-Ausfallrisiko.

Monitoring und Kooperation.

Rechtlichen und steuerlichen Risiken wird durch laufende Beobachtung und Analyse der Rechtsprechung und der finanzbehördlichen Handhabung begegnet. Unsere Rechtsabteilung verfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Verbänden relevante Gesetzesvorhaben, die Entwicklung der Rechtsprechung sowie neue Vorgaben der Aufsichtsbehörden.

Risikokapitalbedarf.

Der für operationelle Risiken bemessene Risikokapitalbedarf verläuft entsprechend der gewählten Messmethodik über Standardansätze relativ konstant. Die Grafik im Kapitel "Interne Kapitaladäquanz" (Abschnitt "Internes Risikokapital", Seite 264) veranschaulicht die Gewichtung des für operationelle Risiken reservierten Risikokapitals. Insgesamt tragen operationelle Risiken in der W&W AG mit 1,1 % zum gesamten Risikokapitalbedarf bei. Die eingegangenen operationellen Risiken standen 2010 durchgängig im Einklang mit der Risikostrategie. Die Limite wurden eingehalten.

STRATEGISCHE RISIKEN

Regulatorische Entwicklungen (Basel III, Solvency II) bergen Kapitalisierungsrisiken.

Druck auf Erträge im Kapitalanlagebereich aufgrund des Niedrigzinsniveaus.

Strategische Positionierung der W&W-Gruppe durch Übernahmen gefestigt.

Unter strategischen Risiken verstehen wir mögliche Verluste, die aus Entscheidungen des Managements hinsichtlich der Geschäftsstrategie oder deren Ausführung bzw. einem Nichterreichen der gesetzten strategischen Ziele resultieren. Strategische Risiken beinhalten neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko, den Gefahren aus einem veränderten rechtlichen, politischen oder gesellschaftlichen Umfeld auch die Risiken auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, Kosten- und Ertragsrisiken sowie Reputationsrisiken.

STRATEGISCHES RISIKO

Systematisierung

Strategische Risiken sind bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit sowie Veränderungen im Branchenumfeld unvermeidlich. Als strategische Obergesellschaft ist die W&W AG besonders gegenüber strategischen Risiken exponiert. Experten schätzen im Rahmen der Risikoinventur die Gesamtheit aller strategischen Risiken quartalsmäßig ein.

Kosten- und Ertragsrisiken.

Unsere wesentlichen Ertragsrisiken bestehen aus potenziellen Unterschreitungen der geplanten wirtschaftlichen Erträge aus unseren Kapitalanlagen und Beteiligungen.

Geschäftsrisiken.

Im regulatorischen Umfeld beobachten wir steigende Anforderungen an die Kapitalisierung und Liquiditätsausstattung unserer Tochterunternehmen. Insgesamt erwarten wir aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (Solvency II, Basel III) deutlich steigende Kapitalanforderungen. Durch die anstehende Überarbeitung der Finanzkonglomeraterichtlinie könnten zusätzliche Anforderungen an die Kapitalausstattung sowie die Aufbau- und Ablauforganisation der W&W AG als übergeordnetes Finanzkonglomeratsunternehmen entstehen.

Reputationsrisiken.

Würde der Ruf des Unternehmens oder der Marke beschädigt, besteht das Risiko, direkt oder künftig Geschäftsvolumen zu verlieren. Dadurch könnte der Unternehmenswert verringert werden. Als VorsorgeSpezialist sind wir in besonderem Maße bei den Kunden auf unsere Reputation als solide, sichere Unternehmensgruppe angewiesen.

Prämisse Existenz.

Grundsätzlich sollen keine existenzgefährdenden Einzelrisiken eingegangen werden. Die Risiken werden minimiert durch eine bedarfs- und kostenorientierte Wachstumspolitik. Risikokosten werden grundsätzlich kalkulatorisch berücksichtigt.

Fokus Kerngeschäft.

Die W&W-Gruppe unter Führung der W&W AG als strategische Management Holding konzentriert sich auf den deutschen und tschechischen Markt im Privat- und Gewerbekundengeschäft (bei Versicherungen) und möchte durch eine umfassende und zielgruppengerechte Produktpolitik eine größere Marktdurchdringung erreichen, das vorhandene Kundenpotenzial besser ausschöpfen sowie die Kundenbindung ausbauen. Hierdurch soll ein dauerhaft profitables, risikoarmes Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielt werden.

Vertrauensbasis.

Da der Erfolg der Gruppe vom Vertrauen der vorhandenen und potenziellen Kunden in die Leistungsfähigkeit der W&W-Gruppe abhängt, ist es entscheidend, das positive Image durch verantwortungsvolles und kundenorientiertes Handeln weiter zu stärken und Entwicklungen zum Schaden der Reputation der Marken abzuwenden.

Programm "W&W 2012".

Das Zukunftsprogramm "W&W 2012" legt, abgestimmt auf diese strategischen Ziele, die Schwerpunkte auf die fünf Erfolgsschlüssel "Wachstum", "Werthaltigkeit", "Nachhaltigkeit", und "Wahrnehmung als der Vorsorge-Spezialist" sowie auf ein "überdurchschnittliches Risikomanagement". Die ambitionierten Ziele des Programms unterliegen aufgrund einer Vielzahl von internen und externen Einflussfaktoren diversen strategischen Risiken. Durch die vorausschauende Handhabung der für unser Geschäftsmodell kritischen Erfolgsfaktoren versuchen wir, unsere strategischen Ziele zu erreichen. Wir streben an, strategische Risiken frühzeitig zu erkennen, um geeignete Strategien und Maßnahmen zur Risikosteuerung entwickeln und einleiten zu können.

Organisationsstruktur.

Grundsätze und Ziele der Geschäftspolitik sowie der hieraus abgeleiteten Vertriebs- und Umsatzziele sind in der Geschäftsstrategie und den Vertriebsplanungen enthalten. Die Steuerung der Geschäftsrisiken obliegt dem Gesamtvorstand. Abhängig von der Tragweite einer Entscheidung ist gegebenenfalls die Abstimmung mit dem Aufsichtsrat notwendig. Unsere operativen Einheiten identifizieren und bewerten Reputationsrisiken innerhalb ihrer Geschäftsprozesse. Um Rechtsverstöße zu vermeiden und aufzudecken, haben wir ein Group Compliance Committee etabliert. Unser Verhaltenskodex, zu dem wir unter anderem auch interne Schulungen durchführen, formuliert die wesentlichen Regeln und Grundsätze für rechtlich korrektes und verantwortungsbewusstes Verhalten der Mitarbeiter.

Risikotragfähigkeitsmodell.

Wir bewerten strategische Risiken mittels ereignisbezogener Szenariorechnungen sowie Expertenschätzungen. Deren Ergebnisse berücksichtigen wir geschäftsfeldübergreifend in unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell, indem wir dafür einen angemessenen Anteil am Risikodeckungspotenzial bereitstellen.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Mit Sensitivitätsanalysen bewerten wir auch mittel- bis langfristig drohende Risiken sowie unsere Handlungsoptionen. Im Zuge unseres Kapitalmanagements (siehe Seite 263) werden verschiedene Szenarien entwickelt, um Kapitalisierungsrisiken der W&W-Gruppe zu quantifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Emerging-Risk-Management.

Im Sinne eines Frühwarnsystems zur Identifikation von Megatrends dient unser Emerging-Risk-Management dazu, strategische Risiken rechtzeitig herauszukristallisieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Projektcontrolling.

Ob das Programm "W&W 2012" realisierbar ist, unterliegt sowohl einer Vielzahl von internen als auch externen Einflussfaktoren. Diese Risiken werden laufend über Programm- und Projektberichte überwacht, die dem Gesamtvorstand regelmäßig vorgelegt werden.

Fraud Prevention.

Um Betrugsrisiken vorzugreifen, hat die W&W-Gruppe das Projekt "Fraud Prevention" initiiert. In diesem Rahmen wurden Maßnahmen erarbeitet, um gesetzliche Vorgaben sowie regulatorische Anforderungen über Kontrollen und technische Sicherungssysteme einzuhalten sowie die Mitarbeiter für das Thema Betrugsprävention zu sensibilisieren. Durch implementierte und dokumentierte Prozesskontrollen, die Fraud-relevante Handlungen vermeiden und reduzieren helfen, wird Reputationsschäden entgegengewirkt.

Business-Continuity-Management.

Im Rahmen des BCM wird durch die bewusste Implementierung der Kategorie "Außenwirkungen" die Identifikation der für Reputationsrisiken sensiblen Prozesse erreicht. Aufgesetzte Wiederherstellungspläne mildern mögliche Folgeschäden beim Eintritt von Reputationsrisiken ab.

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Wettbewerbsvorteil Finanzkonglomerat: Diversifikation der Refinanzierungsquellen.

Solide Liquiditätslage der W&W AG.

Unter Liquiditätsrisiken verstehen wir mögliche Verluste, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel nur teurer als erwartet zu beschaffen sind (Refinanzierungs- und Marktliquiditätsrisiko), sowie das Risiko, dass Geldmittel nachhaltig fehlen (Zahlungsunfähigkeitsrisiko), um unsere fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Systematisierung

Zahlungsunfähigkeitsrisiko.

Die Liquiditätsplanung ermöglicht die Steuerung und Sicherung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit der W&W AG.

Refinanzierungsrisiko.

Die W&W AG weist einen in der Regel positiven Liquiditätssaldo aus. Dieser ist durch fließende Dividendenerträge sowie durch Rückflüsse aus Kapitalanlagen gekennzeichnet.

Marktliquiditätsrisiko.

Marktliquiditätsrisiken entstehen hauptsächlich wegen unzulänglicher Markttiefe oder Marktstörungen in Krisensituationen. Bei Eintritt können Kapitalanlagen überhaupt nicht, nur in geringfügigen Volumina beziehungsweise unter Inkaufnahme von Abschlägen veräußert werden. Die derzeitige Lage an den Kapitalmärkten lässt keine akuten materiellen Marktliquiditätsrisiken für die Kapitalanlagen der W&W AG erkennen.

Prämisse Liquidität.

Unser Liquiditätsmanagement ist darauf ausgerichtet, unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen zu können. Der Fokus unserer Anlagepolitik liegt unter anderem darauf, die Liquidität jederzeit sicherzustellen. Bestehende gesetzliche, aufsichtsrechtliche und interne Bestimmungen sind dabei ständig und dauerhaft zu erfüllen. Die eingerichteten Systeme sollen durch vorausschauende Planung und operative Cash-Disposition Liquiditätsengpässe frühzeitig erkennen. Absehbaren Liquiditätsengpässen ist durch geeignete Maßnahmen frühzeitig zu begegnen. Die Möglichkeit, bei Bedarf unsere Konzernliquidität zu bündeln, sehen wir als Wettbewerbsvorteil.

Organisationsstruktur.

Die Abteilung Konzernrisikomanagement überwacht und konsolidiert die Liquiditätspläne kontinuierlich. Für das gruppenweite Controlling von Liquiditätsrisiken sowie die Liquiditätssteuerung ist das Group Liquidity Committee zuständig. Die Liquiditätslage wird regelmäßig in den Sitzungen des Group Board Risk erörtert. Bei Bedarf werden Steuerungsmaßnahmen veranlasst. Bekannte oder absehbare Liquiditätsrisiken werden im Rahmen der Ad-hoc-Berichterstattung umgehend an das Management der W&W AG gemeldet.

Nettoliquidität und Liquiditäts-Gaps.

Durch regelmäßige Aufstellung der uns zur Verfügung stehenden Nettoliquidität sowie die Berechnung von Liquiditäts-Gaps bewerten wir Liquiditätsrisiken.

Sensitivitäts- und Szenarioanalysen.

Im Risikobereich Liquiditätsrisiken betrachten wir aus Gruppensicht regelmäßig Stressszenarien, anhand derer wir unter anderem die Auswirkungen veränderter Geldzu- und -abflüsse, simulierter Abschläge auf unsere Fundingpotenziale, veränderte Refinanzierungskosten sowie unsere Notfallliquidität analysieren. An die Ergebnisse der Liquiditätsstressszenarien sind gegebenenfalls Notfallmaßnahmen gekoppelt.

Liquiditätsplanung.

Anhand eines wöchentlichen Reportings stellen wir eine aktuelle Einschätzung unserer Liquiditätslage sicher. Um die Liquiditätsziele zu überwachen, werden die künftig zu erwartenden Ein- und Auszahlungen in einer Liquiditätsablaufbilanz gegenübergestellt. Grundlage hierfür ist eine standardisierte Liquiditätsplanung. Dabei werden die Laufzeitstrukturen der Forderungen und Verbindlichkeiten berücksichtigt. Aus den ermittelten Über- oder Unterdeckungen leiten wir die Anlage- oder Finanzierungsentscheidungen ab.

Notfallmaßnahmen.

Durch Notfallpläne und die Überwachung von Liquiditätspuffern stellen wir sicher, auch solche außergewöhnlichen Situationen bewältigen zu können. Sofern ein Unternehmen bestehende Liquiditätsengpässe nicht aus eigener Kraft bewältigen kann, stehen gemäß Notfallplanung konzerninterne Refinanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Diversifikation.

Als Obergesellschaft des Finanzkonglomerats profitiert die W&W AG gerade in angespannten Märkten von der Diversifikation unserer Refinanzierungsquellen. Neben der Verringerung des Refinanzierungsrisikos profitieren wir im Zuge der Diversifizierung des Funding-Potenzials zusätzlich durch die Reduzierung unserer Refinanzierungskosten. Aspekte der Laufzeitendiversifikation fließen in unsere Kapitalanlagepolitik ein.

Ausgewählte Risikokomplexe

EMERGING RISKS

Emerging Risks beschreiben Zustände, Entwicklungen oder Trends, welche die finanzielle Stärke, die Wettbewerbsposition oder die Reputation der Gruppe oder eines Einzelunternehmens zukünftig signifikant in ihrem Risikoprofil beeinflussen können. Die Unsicherheit hinsichtlich Schadenpotenzial und Eintrittswahrscheinlichkeit ist in der Regel sehr hoch. Die Gefahr entsteht aufgrund sich ändernder Rahmenbedingungen, beispielsweise wirtschaftlicher, geopolitischer, gesellschaftlicher, technologischer oder umweltbedingter Natur.

Das Risikomanagementsystem der W&W AG umfasst entsprechend dem Umfang unseres Geschäftsmodells einen Emerging-Risk-Management-Prozess. Dieser soll die angemessene Identifikation von Megatrends sicherstellen. Emerging Risks frühzeitig wahrzunehmen, angemessen zu analysieren und adäquat zu managen, begrenzt das Risiko und erschließt komparative Wettbewerbsvorteile.

Im Zuge der Diversität des Finanzkonglomerates unterstützen interne Sensoren (z. B. unser makroökonomischer Research, die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung) das frühzeitige Erkennen von Emerging Risks. Ergänzend erschließen wir externe Know-how-Quellen.

Unser Key-Emerging-Risk ist die demografische Entwicklung. Der Herausforderung, dem demografischer Wandel zu begegnen, gehört zur Kernkompetenz des VorsorgeSpezialisten W&W.

KONZENTRATION VON RISIKEN

Unter Risikokonzentrationen verstehen wir mögliche Verluste, die sich durch kumulierte Risiken ergeben können. Wir unterscheiden zwischen "Intra"-Konzentrationen (Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart) und "Inter"-Konzentrationen (Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten oder Risikobereiche hinweg). Solche Risikokonzentrationen können aus der Kombination von Risikoarten, wie z. B. Adressrisiken, Marktpreisrisiken, versicherungstechnischen Risiken oder Liquiditätsrisiken, entstehen. Hier sind beispielhaft Liquiditätsrisiken zu nennen, die gemeinsam mit Naturkatastrophen auftreten können.

Bei der Steuerung unseres Risikoprofils achten wir darauf, in der Regel große Einzelrisiken zu vermeiden, um ein ausgewogenes Risikoprofil aufrechtzuerhalten. Daneben wird im Rahmen unserer Risikosteuerung ein angemessenes Verhältnis des Risikokapitalbedarfs der Risikobereiche angestrebt, das unsere Anfälligkeit gegenüber einzelnen Risiken weiter mindert. Durch Streuung unserer Kapitalanlagen, den Einsatz von Limit- und Liniensystemen, klar definierte Zeichnungsrichtlinien im Versicherungsgeschäft sowie den Einkauf eines angemessenen Rückversicherungsschutzes bei verschiedenen Anbietern guter Bonität streben wir an, Konzentrationsrisiken bestmöglich zu begrenzen.

Die W&W AG investiert aufgrund bestehender aufsichtsrechtlicher Reglementierungen (Anlageverordnungen für Versicherungen) und hoher interner Bonitätsansprüche stark im Bereich Finanzinstitute. Demzufolge trägt die W&W AG neben dem Kreditrisiko der einzelnen Adresse besonders das systemische Risiko des Finanzsektors.

Bei der Bewertung unserer Kreditrisiken auf Portfolioebene mit unserem Kreditportfoliomodell berücksichtigen wir Konzentrationsaspekte. Dabei werden z. B. Kreditforderungen an einzelne Schuldner und Schuldnergruppen von der Gruppe überwacht und beschränkt. Hierfür wird ein übergreifendes Limitsystem eingesetzt, das Kredit- und Kontrahentenrisiken der Gesamtgruppe adäquat kontrolliert.

Unverhältnismäßig große Einzelrisiken, die zu unakzeptablen Verlusten führen können, werden einzeln streng beobachtet und unterliegen einem globalen Limitsystem.

Im Eigengeschäft begegnen wir Risikokonzentrationen großer oder verschiedener Anlagen bei einem Emittenten mit einem übergreifenden Anlageliniensystem. Dadurch stellen wir sicher, dass Adressrisiken der W&W AG auch unter Risikokonzentrationsaspekten adäquat kontrolliert werden. Wir haben ein Überwachungs- und Meldesystem eingerichtet, nach dem Konzentrationen gegenüber einer einzelnen Adresse, z. B. eines Emittenten, oder Konzentrationen aus bestimmten Schadenereignissen oberhalb intern festgelegter Schwellenwerte dem Konzernrisikomanagement der W&W-Gruppe angezeigt werden.

Um Risikokonzentrationen zu erkennen, sind regelmäßig unternehmensübergreifende, interdisziplinäre Betrachtungen erforderlich, die in den etablierten Prozessabläufen nicht enthalten sind. Wir führen deshalb kontinuierlich Analysen im Rahmen von übergreifenden Workshops durch, um genau solche Risikokonzentrationen aufzuspüren und systematisch zu vermeiden.

Risikobereichsübergreifende Stressszenarien ermöglichen es, Risikokonzentrationen zu erfassen. Beispielsweise können abrupte Änderungen der Stresstestergebnisse Hinweise auf Risikokonzentrationen geben.

DIVERSIFIKATION

Als Vorsorge-Spezialist mit einer breiten Produktpalette, die sich über verschiedene Geschäftssegmente und Regionen erstreckt, ist die Diversifikation für die W&W AG und das Geschäftsmodell der W&W-Gruppe enorm bedeutend. Diversifikation zwischen Regionen und Geschäftssegmenten unterstützt uns dabei, unsere Risiken effizient zu handhaben, weil sie den wirtschaftlichen Einfluss eines einzelnen Ereignisses beschränkt. Zudem trägt sie zu einem insgesamt relativ stabilen Ertrags- und Risikoprofil bei.

Das Ausmaß, in dem der Diversifikationseffekt realisiert werden kann, hängt einerseits von der Korrelation zwischen den Risiken ab und andererseits von der relativen Konzentration innerhalb eines Risikobereiches. Diversifikation verstehen wir als einen der strategischen Erfolgsfaktoren des Vorsorge-Spezialisten.

Bewertung des Gesamtrisikoprofils

Im Jahr 2010 war für die W&W AG stets eine ausreichende interne und aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit gegeben. Gemäß unserem internen Risikotragfähigkeitsmodell verfügten wir über ausreichende finanzielle Mittel, um die eingegangenen Risiken mit hoher Sicherheit bedecken zu können. Die Szenariorechnungen lassen ebenfalls keine Anzeichen für eine unmittelbar aufkommende Gefahrenlage für die W&W AG erkennen. Auch die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Solvabilität haben wir jederzeit erfüllt.

Nicht zuletzt bedingt durch unser Geschäftsmodell verfügen wir über eine solide und diversifizierte Liquiditätsbasis. Auf Gruppenebene als auch auf Ebene der W&W AG ist derzeit keine Gefährdung der laufenden Zahlungsverpflichtungen erkennbar.

In einem anhaltend volatilen Konjunktur- und Kapitalmarktumfeld besteht auch für die W&W-Gruppe das dem Finanzsektor immanente systemische Risiko. Daneben kommt dem Zinsgarantierisiko eine herausgehobene Bedeutung zu. Zunehmendes Gefahrenpotenzial sehen wir in möglichen Nennwertherabsetzungen bei Staats- und Nachranganleihen. Aus den aktuellen aufsichtsrechtlichen Entwicklungen (z. B. Solvency II, Basel III) erwarten wir deutlich höhere Kapitalanforderungen für unsere strategischen Beteiligungen. Die Veränderungen im regulatorischen Umfeld verfolgen wir aufmerksam, um frühzeitig und flexibel reagieren zu können.

Die W&W AG verfügt über ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das es innerhalb der betrachteten Grenzen ermöglicht, die bestehenden und absehbaren künftigen Risiken rechtzeitig zu erkennen, angemessen zu bewerten, zu steuern und zu kommunizieren. Die geltenden Vorschriften zum Risikomanagement werden eingehalten.

Zum Berichtszeitpunkt sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der W&W AG gefährden.

Weiterentwicklungen und Ausblick

Durch die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Systeme, Verfahren und Prozesse tragen wir den sich ändernden internen und externen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Risikolage des Konzerns und der Einzelunternehmen Rechnung.

Im Jahr 2010 wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Qualität unseres Risikomanagements in den Konzernfunktionen ebenso wie in den risikotragenden Tochtergesellschaften weiter auszubauen. Einen Schwerpunkt bildete dabei die weitere Integration unserer Datenbasis. Neben der Optimierung unseres internen Risikotragfähigkeitsmodells bereiten wir uns mit einem erweiterten, funktionsübergreifenden Projekt auf Solvency II vor. 2010 haben wir die Vorbereitungen getroffen, um das Wertpapier-Risikomanagement konzernweit in einem zentralen Wertpapier-Middle-Office organisatorisch zusammenzufassen.

Eine systematische Fortentwicklung des bestehenden konzerneinheitlichen Risikomanagements soll auch zukünftig die stabile und nachhaltige Entfaltung der W&W AG sichern.

Die erreichten Standards in unserem Risikomanagement wollen wir im Geschäftsjahr 2011 kontinuierlich und konsequent ausbauen. Hierfür haben wir ein anspruchsvolles Entwicklungsprogramm mit einer Reihe von Maßnahmen und Projekten entlang unseres Risikomanagementprozesses definiert. Dabei fokussieren wir uns auf folgende Themen:

Optimierung des internen Risikotragfähigkeitsmodells im Hinblick auf Zertifizierungsanforderungen unter Solvency II,

Vorbereitung auf das Solvency-II- Standardmodell,

Ausbau des Liquiditätsrisikocontrollings (LVaR),

Fortentwicklungen bei der Bewertung operationeller und strategischer Risiken,

weitere Verbesserung des internen Kontrollsystems,

Optimierung der Risikoinventur,

Weiterentwicklung von Datawarehousinglösungen. und des Wertpapierreportings.

Darüber hinaus bereitet sich die W&W AG durch umfangreiche konzernweite Projekte gezielt auf künftige aufsichtsrechtliche Anforderungen vor:

Umsetzung und Begleitung regulatorischer Entwicklungen (Solvency II, Basel III),

Stärkung und Anpassung der Kapitalbasis der W&W-Gruppe.

Insgesamt ist die W&W-AG gut gerüstet, die internen und externen Anforderungen an das Risikomanagement erfolgreich umzusetzen.

Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 HGB)

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess umfasst die vom Vorstand eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands gerichtet sind

zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),

zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung (HGB) sowie

zur Einhaltung der für unsere Gesellschaft maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und für die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Der Vorstand hat insbesondere die über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis der Württembergische Versicherung AG unterstellten Abteilungen Rechnungswesen sowie die Abteilung Konzernrevision der W&W AG mit der Durchführung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems betraut. Der Jahresabschluss und der Lagebericht werden über ein Geschäftsbesorgungsverhältnis insbesondere von der Abteilung Rechnungswesen der Württembergische Versicherung AG erstellt.

Als Teil des internen Kontrollsystems prüft die Revision entsprechend den Regelungen der MaRisk risikoorientiert und prozessunabhängig die Wirksamkeit und Angemessenheit des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems.

Auch der Aufsichtsrat und vor allem der Prüfungsausschuss sind mit eigenständigen Prüfungstätigkeiten betraut. Ferner prüft der Abschlussprüfer prozessunabhängig den Jahresabschluss und den Lagebericht.

Es wurden organisatorische Maßnahmen getroffen bzw. Verfahren implementiert, die die Überwachung und Steuerung von Risiken im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bzw. die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherstellen sollen. Dabei werden solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich erachtet, die die Regelungskonformität des Jahresabschlusses und des Lageberichts beeinflussen können. Die wesentlichen Merkmale sind:

IT-Anwendung zur Abbildung und Dokumentation interner Kontrollen, Überwachungsmaßnahmen und Effektivitätstests bezogen auf den Rechnungslegungsprozess;

IT-Anwendung zur Sicherstellung des Abschlussprozesses;

Organisationshandbücher, Richtlinien zur internen und externen Rechnungslegung sowie Bilanzierungsanweisungen;

angemessene quantitative und qualitative Personalausstattung bezogen auf Rechnungslegungsprozess;

Funktionen und Aufgaben in sämtlichen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind eindeutig zugeordnet und die Verantwortungsbereiche und die unvereinbaren Tätigkeiten sind klar getrennt;

Vier-Augen-Prinzip bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen, ein Zugriffsberechtigungssystem für die rechnungslegungsbezogenen Systeme sowie programminterne und manuelle Plausibilitätsprüfungen im Rahmen des gesamten Rechnungslegungsprozesses.

Die Erfassung und Dokumentation von Geschäftsvorfällen und sonstigen Sachverhalten erfolgt mit unterschiedlichen Systemen, welche über automatisierte Schnittstellen auf Konten einer zentralen Systemlösung gebucht werden. Wesentliche Vorsysteme sind das Wertpapierverwaltungssystem SimCorpDimension, die Bestandsführungssysteme für die Versicherungsverträge, die Provisionsabrechnungssysteme sowie die Kundenkontokorrente. In allen Systemen werden die gültigen Bilanzierungsvorschriften beachtet.

Die Verwaltung und Verantwortung der Kapitalanlagen sowie die Abstimmung mit dem Hauptbuch wird von der W&W Asset Management GmbH, einer Gesellschaft der W&W-Gruppe, im Rahmen einer Dienstleistungsvereinbarung übernommen. Die von den jeweiligen Vorsystemen bereitgestellten Daten werden anschließend von der Abteilung Rechnungswesen kontrolliert und plausibilisiert. Darüber hinaus werden diese Daten ebenso wie die direkt im Hauptbuch getätigten Buchungen durch den Abschlussprüfer prozessunabhängig geprüft.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtaussage

Die Voraussetzungen für eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung der W&W AG in den kommenden zwei Jahren sind insgesamt gut. Der anhaltende Trend zu sicheren und kalkulierbaren Anlageformen, besonders auch zur Altersvorsorge einschließlich Riester-Vorsorge und der nach wie vor hohe Bedarf an Modernisierungen im Immobiliensektor wirkten sich positiv auf das Neugeschäft der Tochterunternehmen der W&W AG aus.

Als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise verschärfen sich die regulatorischen Anforderungen in der Finanzbranche erheblich. Vor allem "Basel III" und "Solvency II" betreffen die W&W-Gruppe. Wir erwarten steigende Eigenmittelanforderungen und zusätzliche Kostenbelastungen durch die erweiterten regulatorischen Pflichten.

Das Ergebnis der W&W AG wird maßgeblich durch die Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen bestimmt. Für die Jahre 2011 und 2012 erwarten wir einen Jahresüberschuss von jeweils mindestens 80 Mio €. Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich geringere Dividendenerträge, da wir in den Tochterunternehmen im Vorgriff auf Solvency II bzw. in Vorbereitung auf Basel III zusätzliche Eigenkapitalpuffer durch Thesaurierung schaffen wollen.

Erwartete wirtschaftliche Rahmenbedingungen

GESAMTWIRTSCHAFTLICHER AUSBLICK

Die Konjunkturprognosen für 2011 fallen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr etwas moderater aus. Sie lassen jedoch immer noch ein solides Wirtschaftswachstum erwarten. So spricht die jüngst schwächere Konjunkturdynamik in Ländern wie China dafür, dass sich der deutsche Export im laufenden Jahr weniger schwungvoll als im Vorjahr entwickelt. Ähnliches gilt für die Unternehmensinvestitionen. Hier dürften die Zuwachsraten niedriger ausfallen. Die weiter steigende Beschäftigung sowie eine Zunahme der verfügbaren Einkommen der Privathaushalte werden den Konsum beleben. In Deutschland wird 2011 mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um gut 2 % gerechnet. Im Jahr 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft aufgrund auslaufender Basiseffekte und einer allmählich restriktiver werdenden Geldpolitik weiter an Dynamik verlieren und nur noch eine Wachstumsrate im Bereich des langfristigen Durchschnitts von knapp 1,5 % erzielen. Dabei wird die private Konsumnachfrage aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus und anziehender Löhne der wichtigste Wachstumsträger sein.

KAPITALMÄRKTE

Die stabilisierte Konjunktur dürfte 2011 - ausgehend von dem im langfristigen Vergleich immer noch sehr niedrigen Zinsniveau - für steigende Renditen sorgen. Eine anhaltend niedrige Inflation sollte das Ausmaß des Zinsanstiegs allerdings begrenzen. Hierzu beitragen werden auch die unsichere künftige Entwicklung in den EWU-Peripheriestaaten sowie die in den großen Industrienationen auf Rekordtief verharrenden Leitzinsen. Im Jahr 2012 werden dann Leitzinserhöhungen der EZB insbesondere im kürzeren und mittelfristigen Laufzeitenbereich für einen Zinsanstieg sorgen, sodass sich die Zinsstrukturkurve wieder abflachen dürfte.

An den europäischen Aktienmärkten besteht im Jahr 2011 aufgrund der guten Entwicklung der Unternehmensgewinne Potenzial für moderate Kurssteigerungen. Zwar wird der Anstieg der Unternehmensgewinne voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im Vorjahr, jedoch sollte eine sich im Laufe des Jahres stabilisierende Konjunktur die Risikobereitschaft der Anleger wieder erhöhen. Dies wird unserer Meinung nach zu einem stärkeren Kaufinteresse bei Aktien führen. Im Jahr 2012 ist dann vor dem Hintergrund der zuvor erzielten Kursgewinne und einer restriktiveren Geldpolitik in den USA und der EWU nur noch mit einer Seitwärtsbewegung bei den führenden Aktienindizes zu rechnen.

Geschäftsstrategie

2011 und 2012 konzentrieren wir unsere Anstrengungen darauf, die bisher durch unser erfolgreiches Programm "W&W 2009" erreichten Etappenziele zu sichern und Wachstum, Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit weiter zu stärken. Prämissen und Anforderungen des Zukunftsprogramms "W&W 2012", in das die W&W AG als integraler Bestandteil eingebunden ist, richten sich auf Werthaltigkeit und Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Erstens soll die W&W-Gruppe ab 2012 einen nachhaltigen IFRS-Konzernüberschuss von 250 Mio € jährlich ausweisen. Zweitens wollen wir in jedem Jahr ein dauerhaft profitables Wachstum über dem Marktdurchschnitt erzielen. Zum Dritten liegt uns daran, ab 2012 die Wettbewerbs-Benchmarks vergleichbarer Mitbewerber bei Kosten- und Service-Standards zu erreichen. Viertens wollen wir ein überdurchschnittliches Risikomanagement etablieren. Und nicht zuletzt soll Wüstenrot & Württembergische im Markt ab Ende 2012 als "Der Vorsorge-Spezialist" erlebbar sein.

Allerdings wird als Konsequenz aus der massiven Finanzkrise die Regulierung in der Finanzbranche erheblich verschärft. Vor allem die Vorgaben aus "Basel III" und "Solvency II" zur Eigenkapitalausstattung werden die W&W-Gruppe betreffen.

Künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

ERWARTETE ENTWICKLUNG

Als Management Holding innerhalb der W&W-Gruppe bezieht die W&W AG ihre Erträge vor allem aus Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen. Zudem wirken sich das Rückversicherungsgeschäft (sowohl das konzerninterne als auch das -externe, das gerade abgewickelt wird), die direkt gehaltenen Kapitalanlagen, die Verwaltungskosten sowie die Steuern auf den Jahresüberschuss aus.

Für 2011 erwarten wir ein rückläufiges Kapitalanlageergebnis, da die von den Tochterunternehmen an die W&W AG gezahlten Dividenden sinken werden. Im Vorgriff auf Solvency II und Basel III werden die Töchter zusätzliche Eigenkapitalpuffer bilden und dazu einen großen Teil des Jahresüberschusses thesaurieren. Zudem erfolgte 2010 eine einmalige Sonderausschüttung der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH. Die zu erwartenden höheren Erträge aus den Ergebnisabführungen können den Dividendenrückgang nicht vollständig kompensieren. Hierbei basieren die voraussichtlich steigenden Ergebnisabführungen im Wesentlichen auf der prognostizierten Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses unserer Schaden-/Unfallversicherung. Für 2012 erwarten wir aus Dividenden und Ergebnisabführungen einen leichten Anstieg gegenüber 2011 aufgrund des prognostizierten Wachstums bei den operativen Geschäftseinheiten und durch die positiven Ergebnisauswirkungen aus dem Zukunftsprogramm "W&W 2012".

Das Ergebnis aus den direkt gehaltenen Kapitalanlagen der W&W AG, d. h. ohne Dividenden und Ergebnisabführungen der Tochterunternehmen, wird 2011 aufgrund höherer Erträge aus Aktien- und Rentenfonds leicht steigen. 2012 gehen wir von einem Ergebnis auf gleichem Niveau aus.

Das konzerninterne und -externe Rückversicherungsgeschäft (derzeit in Abwicklung) lässt für die Jahre 2011 und 2012 ein positives versicherungstechnisches Ergebnis im einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwarten. Hierbei gehen wir von einem planmäßig verlaufenden konzernfremden Rückversicherungsgeschäft sowie von einem normalen Schadenverlauf aus.

Die Verwaltungskosten werden 2011 wie auch 2012 auf dem Niveau von 2010 liegen. Insgesamt rechnen wir für beide Jahre mit einem Jahresüberschuss von mindestens 80 Mio €.

Infolge unseres Liquiditätsmanagements können wir unseren finanziellen Verpflichtungen jederzeit und dauerhaft nachkommen. Die Liquiditätsplanungen für die Jahre 2011 und 2012 stellen stets ausreichende Liquiditätsmittel bereit. Die Liquiditätslage wird ausführlich im Risikobericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken", auf Seite 276 beschrieben.

Die W&W AG als Holdinggesellschaft verfügt über eine sehr solide Kapitalausstattung. Auch in den nächsten beiden Jahren erwarten wir für die W&W AG eine unverändert ausgezeichnete Solvabilitätskennziffer.

CHANCEN UND RISIKEN

Chancen erwachsen aus einem besseren Geschäftsverlauf unserer Beteiligungen, da dies unsere Erträge, besonders aus Ergebnisabführungen, erhöhen würde. Eine besser als erwartet verlaufende Abwicklung des konzernexternen Rückversicherungsgeschäfts sowie geringere Schadenaufwendungen bieten Chancen in der Versicherungstechnik. Zudem können sich höhere Erträge aus unseren direkt gehaltenen Kapitalanlagen ergeben, sofern die Annahme steigender Zinsen und moderater Kursgewinne übertroffen wird.

Risiken für das Ergebnis der W&W AG bestehen in geringeren Beteiligungserträgen durch eine verschlechterte wirtschaftliche Entwicklung der Tochtergesellschaften. Neben den Unsicherheiten aus der Kapitalmarktentwicklung ergeben sich versicherungstechnische Risiken aus der Anzahl und Höhe der Schäden.

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Der vorliegende Geschäftsbericht und insbesondere der Prognosebericht enthalten zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen.

Diese vorausschauenden Angaben stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum heutigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie können mit bekannten und unbekannten Risiken, Ungewissheiten und Unsicherheiten, aber auch mit Chancen verbunden sein. Die Vielzahl von Faktoren, die die Geschäftstätigkeit der W&W AG beeinflussen, kann dazu führen, dass die tatsächlichen von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

Eine Gewähr kann die Gesellschaft für die zukunftsgerichteten Angaben daher nicht übernehmen. Eine Verpflichtung, Zukunftsaussagen an die tatsächlichen Ergebnisse anzupassen und zu aktualisieren, besteht nicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG/ CORPORATE GOVERNANCE

Corporate Governance steht in der Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) und im gesamten W&W-Konzern für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle der Unternehmen. Das uns von den Anlegern, den Finanzmärkten, Geschäftspartnern, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit entgegengebrachte Vertrauen wollen wir bestätigen und kontinuierlich stärken. Dabei sind gute Beziehungen zu den Aktionären, eine transparente und zeitnahe Berichterstattung sowie die effektive Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat wesentliche Faktoren.

Arbeitsweise und Zusammensetzung der Gremien

Der Vorstand leitet die W&W AG in eigener Verantwortung und vertritt die Gesellschaft bei Geschäften mit Dritten. Seine wesentlichen Aufgaben liegen in der strategischen Ausrichtung und Steuerung des W&W-Konzerns einschließlich der Einhaltung und Überwachung eines effizienten Risikomanagementsystems. Er sorgt für ein angemessenes und wirksames internes Revisions- und Kontrollsystem. Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Vorstands ist in der Geschäftsordnung geregelt.

Bereits im Zuge des Erneuerungsprogramms "W&W 2009" wurde eine Board-Struktur eingeführt. Die zentralen Führungsgremien der W&W-Gruppe sind: Management Board, Division Boards und Group Boards. Der Vorstand der W&W AG bildet zusammen mit dem Leiter des Geschäftsfelds BausparBank und dem Leiter des Geschäftsfelds Versicherung das Management Board. Es ist das zentrale Koordinationsgremium der W&W-Gruppe. Das Management Board befasst sich unter anderem mit der Konzernsteuerung sowie der Festlegung und Fortentwicklung der Geschäftsstrategie für den Konzern. Darüber hinaus dient es dem fachlichen Austausch zwischen dem Vorstand und den Leitern der Geschäftsfelder bei der Integration der Geschäftsfelder in die Konzernstrategie. Die Division Boards koordinieren geschäftsfeldspezifische Fragestellungen, während die Group Boards geschäftsfeldübergreifende Initiativen in den Bereichen Vertrieb, Risiko und Produkte abstimmen.

Zur weiteren Optimierung der Führungs- und Entscheidungsprozesse wurden im Sommer 2009 die Vorstandsgremien im Konzern stärker verzahnt. Die Schlüsselfunktionen Personal und Operations in allen großen Gesellschaften der W&W-Gruppe werden seither, soweit aufsichtsrechtlich zulässig, auf Leitungsebene von einer Person wahrgenommen. Klaus Peter Frohmüller, Chief Operating Officer und Vorstandsmitglied der W&W AG, ist zusätzlich Vorstandsmitglied der Württembergischen Versicherungen sowie Generalbevollmächtigter der Wüstenrot Bausparkasse AG und der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Parallel ist die Zuständigkeit für Personal bei Dr. Michael Gutjahr gebündelt. Wie bisher schon im Vorstand der Württembergischen Versicherungen hat Dr. Gutjahr das Ressort Personal auch bei der W&W AG, der Wüstenrot Bausparkasse AG und als Generalbevollmächtigter bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank übernommen. Weiterhin wurden zur effizienteren Ausgestaltung der Führungsstruktur die Entscheidungswege gestrafft. In Weiterentwicklung der Governance-Strukturen finden nun im 14-Tage-Rhythmus Sitzungen des Management Boards gemeinsam mit den Division Boards statt. Diese Sitzungen sind zugleich Vorstandssitzungen der W&W AG, Württembergische Lebensversicherung AG, Württembergische Versicherung AG, Wüstenrot Bausparkasse AG und Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank.

Dieses optimierte Führungsprofil ist ein entscheidender Eckpfeiler des nächsten Strategieschritts, die W&W-Gruppe noch stärker als den Vorsorge-Spezialisten zu positionieren.

Federführend in der Zusammenarbeit des Vorstands mit dem Aufsichtsrat ist der Vorstandsvorsitzende. Er hält mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats regelmäßig Kontakt und berät mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement der Gesellschaft. Er informiert den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung der W&W-Gruppe mit dem Aufsichtsrat ab. Darüber hinaus berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Planung, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens.

Die nähere Ausgestaltung der Tätigkeit des Aufsichtsrats ist ebenfalls in einer Geschäftsordnung geregelt.

Die Rolle und Zusammensetzung von Aufsichtsräten ist im Rahmen der Finanzkrise in den öffentlichen Fokus gerückt. Zentrale Themen der gesellschaftspolitischen Diskussion sind dabei insbesondere Qualifikation, Unabhängigkeit und Vielfalt in Aufsichtsräten. Der Aufsichtsrat der W&W AG hat diese Themen aufgegriffen und daraus mit Beschluss vom 20. Dezember 2010 konkrete Ziele für seine Zusammensetzung abgeleitet.

Mit Blick auf die beiden Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung und das Ziel, die W&W-Gruppe im nationalen Markt als "Der Vorsorge-Spezialist" zu etablieren, werden bei den vom Aufsichtsrat zur Wahl in das Gremium vorgeschlagenen Kandidaten deren Expertise, Erfahrungen und Fachkenntnisse sowie individuelle Qualitäten berücksichtigt. Weitere Kriterien für Wahlvorschläge sind die Unabhängigkeit und die Einhaltung der in § 2 Abs. 2 der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vorgesehenen Altersgrenze von 70 Jahren.

Dem Aufsichtsrat der W&W AG mit insgesamt 16 Mitgliedern gehören derzeit eine Frau und eine nach Einschätzung des Aufsichtsrats auch angesichts der Aktionärsstruktur ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Auch in Zukunft wird dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder, mindestens zwei, angehören. Die angemessene Berücksichtigung von Frauen ist ein erklärtes Ziel bei der Besetzung des Aufsichtsrats. Mittelfristig streben wir eine paritätische Besetzung an. Der Aufsichtsrat hält diese Quote vor dem Hintergrund der allgemeinen Gleichberechtigung für angemessen. Mit Blick auf die Zeitpunkte der Wahlen zum Aufsichtsrat soll das Ziel für die Anteilseignervertreter bis zum Jahr 2014, für die Arbeitnehmervertreter bis zum Jahr 2016 erfüllt sein. Wir respektieren die freie Wahlentscheidung der jeweils Wahlberechtigten. Aufgrund der unternehmensspezifischen Situation hält der Aufsichtsrat es nicht für erforderlich, eine bestimmte Mindestzahl von Aufsichtsratsmitgliedern anzustreben, die insbesondere das Merkmal "Internationalität" repräsentieren, da der wesentliche Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der W&W-Gruppe im nationalen Versicherungs- und BausparBank-Bereich liegt. Die Einbeziehung und die Zusammenarbeit von Aufsichträten mit unterschiedlichen Hintergründen und Denkweisen bereichert jedoch das Gremium grundsätzlich und fördert die Diskussionskultur. Dies führt letztlich zu einer effizienteren und effektiveren Kontroll- und Beratungstätigkeit.

Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig, zuletzt im Geschäftsjahr 2009, die Effizienz seiner Tätigkeit. Die nächste Effizienzprüfung findet im Geschäftsjahr 2011 statt.

Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern der Gesellschaft entstehen können, werden dem Aufsichtsrat(svorsitzenden) offengelegt und in den Bericht des Aufsichtsrats aufgenommen.

Der Aufsichtsrat der W&W AG hat vier ständige Ausschüsse eingerichtet:

PRÜFUNGSAUSSCHUSS

Die Sitzungen des Prüfungsausschusses finden halbjährlich zur Vorbereitung der Bilanz- und Planungssitzungen des Aufsichtsrats statt. Halbjahresfinanzberichte werden mit dem Vorstand in Telefonkonferenzen erörtert.

Der Prüfungsausschuss bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Zu diesem Zweck hat er die Aufgabe, den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverwendung vorab zu prüfen. Er erörtert zudem wesentliche Änderungen von Prüfungs- und Bilanzierungsmethoden. Die Prüfung der Honorarvereinbarung und der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers fällt ebenso in den Aufgabenbereich des Ausschusses wie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte.

Zum Aufgabenbereich des Prüfungsausschusses gehören ebenfalls die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie die Befassung mit Fragen der Compliance. Ferner befasst sich der Prüfungsausschuss mit Fragen der Geschäfts- und Risikostrategien auf Gesellschafts- und Gruppenebene. Der Vorstand berichtet über die Geschäfts- und Risikostrategien sowie über die Risikosituation der Gesellschaft und der Gruppe. Darüber hinaus lässt sich der Prüfungsausschuss über die Arbeit der internen Revision unterrichten, insbesondere über den Prüfungsplan, besonders schwerwiegende Feststellungen und ihre Erledigung.

Darüber hinaus tritt der Ausschuss bei Bedarf zusammen. Im Geschäftsjahr 2010 fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses und eine Telefonkonferenz statt. Der Prüfungsausschuss besteht aus acht Mitgliedern, von denen jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter sind.

MITGLIEDER

Ulrich Ruetz (Vorsitzender)

Hans-Peter Braun

Wolfgang Dahlen

Dr. Rainer Hägele

Dr. Reiner Hagemann (unabhängiger Finanzexperte)

Kirsten Hermann

Hans Dietmar

Sauer Christian Zahn

PERSONALAUSSCHUSS

Der Personalausschuss hält mindestens eine Sitzung pro Kalenderjahr ab und tritt darüber hinaus nach Bedarf zusammen. Zentrale Aufgabe des Personalausschusses ist die Vorbereitung der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie die Ernennung des Vorsitzenden des Vorstands. Er beschließt über den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungs- und Pensionsverträge der Vorstandsmitglieder. Dies gilt nicht für die Festsetzung der Vergütung und Entscheidungen nach § 87 Abs. 2 Satz 1 und 2 AktG (VorstAG); über diese beschließt der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Personalausschuss. Der Personalausschuss besteht aus jeweils zwei Mitgliedern der Anteilseigner- und der Arbeitnehmervertreter. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats ist Vorsitzender des Ausschusses. Im Geschäftsjahr 2010 fanden zwei Sitzungen des Personalausschusses statt.

MITGLIEDER

Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)

Rolf Henrich

Joachim E. Schielke

Frank Weber

VERWALTUNGSAUSSCHUSS

Den Verwaltungsausschuss bilden jeweils vier Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter. Der Ausschuss tritt bei Bedarf zusammen, beispielsweise zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Im Geschäftsjahr 2010 hat der Verwaltungsausschuss einmal getagt.

MITGLIEDER

Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)

Christian Brand

Dr. Rainer Hägele

Rolf Henrich

Ulrich Ruetz

Matthias Schell

Walter Specht

Frank Weber

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS

Darüber hinaus verfügt der Aufsichtsrat über den nach dem Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) zu bildenden Vermittlungsausschuss. Der Vermittlungsausschuss unterbreitet dem Aufsichtsrat Personalvorschläge, wenn die für die Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern erforderliche Mehrheit nicht erreicht worden ist.

Dem Vermittlungsausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter kraft Amtes sowie jeweils ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer gewähltes weiteres Mitglied an.

MITGLIEDER

Hans Dietmar Sauer (Vorsitzender)

Rolf Henrich

Dr. Wolfgang Knapp

Walter Specht

Entsprechenserklärung

Mit dem erstmals 2002 von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz formulierten Kodex - zuletzt geändert am 26. Mai 2010 - sollen die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und Unternehmensüberwachung für nationale und internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Der Kodex enthält Empfehlungen und Anregungen für den Umgang mit den Aktionären, für das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat, zur Vermeidung von Interessenkonflikten, für hohe Transparenz und für eine informative Rechnungslegung.

Die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex bei der W&W AG wurde auch in diesem Jahr von Vorstand und Aufsichtsrat überprüft und angepasst. Am 20. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der W&W AG die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz abgegeben und darin die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010 als verbindlich anerkannt. Dabei haben Vorstand und Aufsichtsrat der W&W AG Folgendes erklärt:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 2. Juli 2010 bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 wurde und wird mit nachstehenden Ausnahmen entsprochen:

Nach Ziffer 3.8 Abs. 2 und 3 soll für den Fall, dass die Gesellschaft für den Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt, ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung vereinbart werden. Hiervon weicht die Wüstenrot & Württembergische AG ab, denn ein erheblicher Selbstbehalt, der wegen des zu beachtenden Gleichheitssatzes jeweils nur einheitlich sein kann, würde Aufsichtsratsmitglieder je nach ihren privaten Einkommens- und Vermögensverhältnissen sehr unterschiedlich treffen. Ein weniger vermögendes Mitglied des Aufsichtsrats könnte im Ernstfall in existenzielle Schwierigkeiten kommen, was in Anbetracht gleicher Pflichten nicht als gerecht zu betrachten ist.

Nach Ziffer 5.3.3 soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Hiervon weicht die Wüstenrot & Württembergische AG ab. In Anbetracht der Aktionärsstruktur wird kein Bedarf für ein derartiges zusätzliches Gremium gesehen.

Für den Zeitraum seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung im Dezember 2009 bis zum 1. Juli 2010 hat die Wüstenrot & Württembergische AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit den bereits vorgenannten Einschränkungen entsprochen.

Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde den Aktionären und der Öffentlichkeit auf der Website der Gesellschaft unter www.ww-ag.com/corporate-governance unverzüglich und dauerhaft zugänglich gemacht. Zugleich sind die Entsprechenserklärungen aus den Jahren 2004 bis 2009 ebenfalls im Netz abrufbar. Über wesentliche Termine werden unsere Aktionäre regelmäßig mit einem Finanzkalender unterrichtet, der in diesem Geschäftsbericht sowie auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht ist. Sämtliche Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung, die Geschäftsberichte und Zwischenberichte sowie Presseinformationen und Ad-hoc-Mitteilungen sind ebenfalls auf der Website verfügbar. Unsere Kommunikation hat den Anspruch, allen Zielgruppen die gleichen Informationen zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen. Über das Internet können sich alle Interessentengruppen zeitnah über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

COMPLIANCE

Die W&W AG wirkt auf die Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien durch eine konzernweite Compliance-Organisation hin.

Zur Steigerung der Effizienz der Compliance wurde ein "Group Compliance Committee" eingerichtet, das sich aus dem Leiter Konzern Recht und Compliance, dem Leiter Konzernrisikomanagement, dem Konzern-Compliance-Beauftragten sowie dem Konzern-Beauftragten für Geldwäsche und Wertpapiercompliance und dem Leiter Konzernrevision zusammensetzt. Das Gremium tagt regelmäßig, mindestens einmal im Monat, und tritt bei Bedarf auch ad hoc zusammen. Dies gewährleistet die enge Zusammenarbeit und den laufenden Informationsaustausch zwischen den relevanten Compliance-Bereichen im Konzern.

In der W&W-Gruppe ist ein Verhaltenskodex etabliert. Dieser gilt für alle Organmitglieder, Führungskräfte und Mitarbeiter im Innen- und Außendienst. Ergänzt wird der Verhaltenskodex durch ein konzernweit veröffentlichtes Handbuch, das unter anderem konkrete Beispiele für Konfliktsituationen und ihre Lösungen bietet.

Zudem unterstützt ein (Konzern-)Ombudsmann die Mitarbeiter der W&W-Gruppe, falls diese auf gewichtige und strafrechtlich bedeutsame Vorgänge im Unternehmen aufmerksam machen wollen.

Führungskräfte und Mitarbeiter werden anhand von ausführlichen Dokumentationen über das Insiderrecht und das Kartellrecht unterrichtet. Anhand von Beispielen und Selbstkontrollmöglichkeiten werden die Rechtsgebiete für die Praxis verständlich vermittelt.

TOCHTERUNTERNEHMEN

Das börsennotierte Tochterunternehmen der Wüstenrot & Württembergische AG, die Württembergische Lebensversicherung AG, hat am 30. Dezember 2010 ebenfalls eine Entsprechenserklärung abgegeben. Auch unsere nicht börsennotierten inländischen Tochterunternehmen beachten grundsätzlich die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Vergütungsbericht

Unter Beachtung der seit Sommer 2009 in Kraft getretenen zahlreichen neuen rechtlichen Rahmenbedingungen sowie unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung im März 2010 eine neue Ausgestaltung der Vergütungssystematik für den Vorstand beginnend ab dem Geschäftsjahr 2010 beschlossen. In Übereinstimmung mit dem DCGK werden im Folgenden die Grundzüge des neuen Vergütungssystems für den Vorstand und die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten erläutert.

Im Einklang mit den neuen gesetzlichen Vorgaben und den Empfehlungen des DCGK wird künftig das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente vom Aufsichtsratsplenum beschlossen. Der Personalausschuss, dem der Beschluss nach alter Rechtslage oblag, führt alle für den Beschluss notwendigen Vorbereitungen durch. Das Aufsichtsratsplenum prüft das Vergütungssystem mindestens einmal jährlich.

VORSTAND

Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich zusammen aus einer erfolgsunabhängigen und einer erfolgsabhängigen Komponente im Verhältnis 4 zu 1. Die erfolgsunabhängige Komponente ist eine fixe Vergütung, die aus einem Festgehalt (pensionsberechtigt) und einer Zulage besteht. Die erfolgsabhängige Komponente wird in Form einer Zieltantieme gewährt.

Die erfolgsabhängige Tantieme ist an ein Zielvereinbarungssystem gekoppelt. Die für ein abgelaufenes Geschäftsjahr zugeteilte Höhe der Tantieme eines Vorstandsmitglieds hängt von der jeweiligen Erreichung der betreffenden Unternehmensziele und Individualziele ab. Die Bandbreite der Zielerreichung liegt zwischen 0 und 200 %. Die Unternehmensziele entsprechen der vom Aufsichtsrat der W&W AG verabschiedeten Jahresplanung. Die Individualziele werden zwischen dem einzelnen Vorstandsmitglied und dem Aufsichtsrat abgestimmt. Das gesamte Konzept erlaubt eine erfolgsabhängige und an operationalen Zielgrößen orientierte Bemessung des variablen Vergütungsbestandteils und somit eine in höherem Maße leistungsorientierte Vergütung.

Die für die Zielvereinbarungen 2010 geltenden Zielgrößen klassifizieren sich in kurz-, mittel- und langfristige Ziele und richten sich nach Kennzahlen wie Jahresergebnis, Verwaltungskosten, Nettovertriebsleistung, wertorientierte Beitragssumme, Cross-Selling-Punkten sowie individuellen Zielen. Die Gewichtung der Zielgrößen innerhalb der erfolgsabhängigen Vergütung ist durch verstärkte Berücksichtigung von Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.

Die Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung erfolgt teilweise gestreckt: 50 % werden im Folgejahr nach Feststellung des Zielerreichungsgrades sofort ausgezahlt, die anderen 50 % des erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteiles werden über einen Zeitraum von drei Jahren zurückbehalten und unter den Vorbehalt von Verfallsklauseln gestellt. Die Auszahlung des zurückgehaltenen Betrages erfolgt nur, wenn der W&W-Konzern in den betreffenden drei Jahren ein durchschnittliches IFRS-Ergebnis nach Steuern in Höhe von 100 Mio € p. a. und in keinem der drei Jahre einen Verlust ausweist. Liegt das durchschnittliche Konzernergebnis unterhalb der Schwelle von 100 Mio € p. a. oder weist der Konzern in einem oder mehreren Jahren einen Verlust aus, so verfällt der zurückgehaltene Betrag für das betreffende Geschäftsjahr endgültig und vollständig. Die gestreckte Auszahlung betrifft erstmals die erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile des Geschäftsjahres 2010, die im Jahr 2011 bzw. 2014 zur Auszahlung anstehen.

Bezugsrechte oder sonstige aktienbasierte Vergütungen bestehen im W&W-Konzern nicht.

Als Nebenleistungen erhalten die Vorstände einen Dienstwagen, eine Gruppenunfallversicherung sowie eine Reisegepäckversicherung.

Die Gesellschaft hat gemäß aktienrechtlicher Anforderungen eine Versicherung zur Absicherung eines jeden Vorstandsmitglieds gegen Risiken aus dessen beruflicher Tätigkeit für die Gesellschaft abgeschlossen. Die Versicherung sieht einen Selbstbehalt von 10 % des Schadens, maximal aber 150 % der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vor.

Mit allen Vorstandsmitgliedern wurden Abfindungsobergrenzen in Höhe von maximal zwei Jahresgehältern vereinbart. Bei einem Vorstandsmitglied besteht eine Change-of-Control-Klausel, die eine Entschädigungsvereinbarung des Mutterunternehmens für den Fall einer Übernahme enthält.

Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder erfolgt seit 2007 über eine beitragsorientierte Versorgungszusage. Dies betrifft ein Vorstandsmitglied. Für ein früher bestelltes Vorstandsmitglied gilt noch die seinerzeit übliche leistungsorientierte Versorgungszusage in Form eines Festbetrages, der überwiegend vom vorherigen Arbeitgeber getragen wird. Mit zwei Vorstandsmitgliedern ist keine Altersversorgung vereinbart. Hiervon erhält ein Vorstandsmitglied seine Altersversorgung von einem anderen Konzernunternehmen.

Das Ruhegehalt wird, soweit vereinbart, grundsätzlich gewährt mit Vollendung des 65. Lebensjahres, bei einem Vorstandsmitglied ab dem 62. Lebensjahr sowie bei vorzeitigem Ausscheiden ab dem 61. Lebensjahr und im Falle der Dienstunfähigkeit. Bei der leistungsorientierten Vergütungszusage erhöht sich das Ruhegehalt bei einer Erhöhung des Festgehalts bzw. bei einer Erhöhung der Tarifgehälter des privaten Bankgewerbes, wobei die Erhöhung nach Beginn der Versorgungszusage auf den Anstieg des Preisindexes für die Lebenshaltung zuzüglich 2 % begrenzt ist. Bei der beitragsorientierten Versorgungszusage werden die Leistungen gem. § 16 Abs. 3 BetrAVG um 1 % jährlich angepasst. Die Versorgung umfasst eine Witwen-/Witwerrente in Höhe von 60 % des Ruhegehalts und eine Waisenrente von in der Regel 20 %. Bei der leistungsorientierten Versorgungszusage werden Versorgungsansprüche auf betriebliche Altersversorgungsleistungen gegen Dritte angerechnet. Die Ansprüche auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenversorgung sind unverfallbar. Ein Vorstandsmitglied erhält bei Nichtverlängerung des Dienstvertrages über die zweite Amtszeit hinaus, ohne dass es hierfür einen wichtigen Grund gegeben hat, ein Übergangsgeld in Höhe der Berufsunfähigkeitsrente von 89 Tsd €.

AUFSICHTSRAT

Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme. Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.

Detaillierte Angaben enthält der ausführliche Vergütungsbericht im Anhang ab Seite 315.

BILANZ

AKTIVA

scroll
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
A. Immaterielle Vermögensgegenstände

1 977 2 471
B. Kapitalanlagen



I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

86 335
88 452
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen



-

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1 518 318

1 530 458

2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 172 397

135 551

3. Beteiligungen 26 940

28 615



1 717 655
1 694 624
III. Sonstige Kapitalanlagen




1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
430 899

390 332

2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
19 086

17 502

3. Sonstige Ausleihungen 370 226

305 226

4. Einlagen bei Kreditinstituten 103 744

120 570

5. Andere Kapitalanlagen 87

87



924 042
833 717
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung
übernommenen Versicherungsgeschäft

41 934
39 693




2 769 966 2 656 486
C. Forderungen



I. Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft

30 295
49 884

Davon an verbundene Unternehmen - (Vj. 619) Tsd €



II. Sonstige Forderungen
150 125
243 417

Davon an verbundene Unternehmen 95 438 (Vj. 193 597) Tsd €
180 420 293 301
ÜBERTRAG

2 952 363 2 952 258
D. Sonstige Vermögensgegenstände



I. Sachanlagen und Vorräte
742
636
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 1 366
11 679

Davon bei verbundenen Unternehmen 931 (Vj. 10 635) Tsd €
2 108 12 315
E. Rechnungsabgrenzungsposten



I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten
11 579
8 519
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
3 222
2 066




14 801 10 585
SUMME DER AKTIVA


2 969 272 2 975 158


BILANZ

PASSIVA

scroll
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
A. Eigenkapital



I. Gezeichnetes Kapital
481 068
481 068
II. Kapitalrücklage
979 281
979 281
III. Gewinnrücklagen




Andere Gewinnrücklagen 256 630

206 548



256 630
206 548
IV. Bilanzgewinn
63 570
65 654




1 780 549 1 732 551
B. Versicherungstechnische Rückstellungen



I. Beitragsüberträge




1. Bruttobetrag 21 364

20 308

2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
1 652

1 471



19 712
18 837
II. Deckungsrückstellung




1. Bruttobetrag 37 455

35 857



37 455
35 857
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle





1. Bruttobetrag 452 336

459 186

2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
95 009

95 396



357 327
363 790
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche
Rückstellungen

37 212
38 399
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen




1. Bruttobetrag 4 244

4 491

2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
876

1 224



3 368
3 267




455 074 460 150
ÜBERTRAG

2 235 623 2 192 701
C. Andere Rückstellungen



I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen

566 572
546 338
II. Steuerrückstellungen
81 313
114 451
III. Sonstige Rückstellungen
27 754
31 488




675 639 692 277
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung
gegebenen Versicherungsgeschäft


15 429 10 505
E. Andere Verbindlichkeiten



I. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem
Rückversicherungsgeschäft

35 216
73 052

Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 26 521 (Vj. 40 819) Tsd €


II. Sonstige Verbindlichkeiten
7 345
6 601

Davon aus Steuern 289 (Vj. 35) Tsd €




Davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5 062 (Vj. 4 172) Tsd €
42 561 79 653
F. Rechnungsabgrenzungsposten

20 22
SUMME DER PASSIVA


2 969 272 2 975 158


Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
in Tsd € 1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2010 bis
31.12.2010
1.1.2010
bis
31.12.2010
1.1.2009
bis
31.12.2009
I. Versicherungstechnische Rechnung



1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung




a) Gebuchte Bruttobeiträge 258 650

252 704

b) Abgegebene RückVersicherungsbeiträge 57 234

52 564



201 416
200 140

c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge - 1 056

3 116

d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
181

312



- 875
3 428




200 541 203 568
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung

1 266 1 356
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung

397 412
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung




a) Zahlungen für Versicherungsfälle




aa) Bruttobetrag 173 465

175 341

bb) Anteil der Rückversicherer 27 692

30 257



145 773
145 084

b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle





aa) Bruttobetrag - 11321

- 46 278

bb) Anteil der Rückversicherer - 410

- 16 427



- 10 911
- 29 851




134 862 115 233
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen
Netto-Rückstellungen





a) Netto-Deckungsrückstellung
- 1 597
451

b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen
- 101
- 212




- 1 698 239
6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung




a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
72 803
85 379

b) Davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen
aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft

12 425
11 638




60 378 73 741
7. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für
eigene Rechnung


1 060 1 134
8. ZWISCHENSUMME

4 206 15 467
9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher
Rückstellungen


1 187 - 1 537
10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

5 393 13 930
ÜBERTRAG

5 393 13 930
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung



1. Erträge aus Kapitalanlagen




a) Erträge aus Beteiligungen 98 887

37 047

Davon aus verbundenen Unternehmen 97 582 (Vj. 36 250) Tsd




b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 33 918

28 275

Davon aus verbundenen Unternehmen 16 326 (Vj. 8 093) Tsd €




c) Erträge aus Zuschreibungen 4 383

17 325

d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 8 379

14 990

e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 88 432

186 724

f) Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil -

9 491



233 999
293 852
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen




a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen,
Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die
Kapitalanlagen
8 009

2 806

b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 33 876

49 382

c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 4

3 257



41 889
55 445



192 110
238 407
3. Technischer Zinsertrag
- 1 231
- 1 254




190 879 237 153
4. Sonstige Erträge
63 939
46 493
5. Sonstige Aufwendungen
127 840
116 480




- 63 901 - 69 987
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

132 371 181096
7. Außerordentliche Erträge
-
12 405
8. Außerordentliche Aufwendungen
1 997
-
9. Außerordentliches Ergebnis

- 1 997 12 405
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
27 303
78 368
11. Sonstige Steuern
- 41
-




27 262 78 368
12. JAHRESÜBERSCHUSS


103 112 115 133
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr

458 521
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen




d) Andere Gewinnrücklagen

40 000 50 000
15. BILANZGEWINN

63 570 65 654


ANHANG

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Die Wüstenrot & Württembergische AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach den gesetzlichen Vorgaben des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (Versicherungsaufsichtsrecht - VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV).

BEWERTUNGSMETHODEN AKTIVA

Immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um die auch steuerlich zulässigen Abschreibungen.

Erworbene immaterielle Anlagewerte sind zu Anschaffungskosten abzüglich zeitanteiliger linearer Abschreibungen bewertet.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die zulässigen linearen bzw. degressiven planmäßigen Abschreibungen, oder mit einem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen haben wir zu Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um Abschreibungen gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB.

Aktien, Investmentanteile, Inhaberschuldverschreibungen und andere Wertpapiere sind nach dem Niederstwertprinzip bewertet, und zwar in der Weise, dass pro Gattung Durchschnittskurse gebildet wurden.

Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und -darlehen sowie übrige Ausleihungen sind mit den Nennwerten bewertet. Agio- und Disagiobeträge werden durch aktive und passive Rechnungsabgrenzung auf die Laufzeiten verteilt.

Einlagen bei Kreditinstituten sowie die Depotforderungen und Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sind mit den Nennwerten angesetzt.

Die anderen Kapitalanlagen sind mit den Anschaffungskosten bilanziert.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Zins- und Mietforderungen sowie die sonstigen Forderungen sind mit Nennbeträgen bewertet. Pauschalwertberichtigungen werden aufgrund von Einzelerhebungen und nach Erfahrungswerten der letzten Jahre gebildet und aktivisch abgesetzt.

Das Sachanlagevermögen - Vermögenswerte mit einem Netto-Anschaffungswert über 1 000 € - wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer gemäß amtlicher Afa-Tabellen.

Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert von bis zu 150 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert über 150 € und bis zu 1 000 € werden entsprechend der steuerlichen Regelung im Zugangsjahr voll aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten angesetzt.

Die Zeitwerte für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden nach dem Discounted-Cashflow-Verfahren berechnet. Bei den Zeitwerten von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen legen wir den Ertragswert oder den Substanzwert zugrunde. Für die Zeitwerte der übrigen Kapitalanlagen wird der notierte Kurswert oder ein auf Basis anerkannter, marktüblicher finanzmathematischer Modelle ermittelter Marktwert angesetzt. Die Zeitwerte der Investmentanteile ergeben sich aus den Rücknahmewerten unter Berücksichtigung von Ausschüttungen.

BEWERTUNGSMETHODEN PASSIVA

Die Beitragsüberträge des übernommenen Geschäfts wurden nach den Angaben der Vorversicherer und unter Beachtung der aufsichtsbehördlichen Vorschriften angesetzt.

Die Deckungsrückstellung für Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr und für das Lebensgeschäft wurde gemäß Angabe der Vorversicherer eingestellt.

Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle für das übernommene Geschäft wurden nach den Angaben der Vorversicherer berechnet, gegebenenfalls ergänzt um eigene Erkenntnisse.

Die in dem Posten D. IV. enthaltene Schwankungsrückstellung wurde nach der Anlage zu § 29 RechVersV gebildet.

Die Rückstellung für Atomanlagen und die Großrisikenrückstellung für die Produkt-Haftpflichtversicherung von Pharma-Risiken wurden nach § 30 RechVersV gebildet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den Angaben der Vorversicherer gebildet, gegebenenfalls ergänzt um eigene Erkenntnisse.

Der Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurde den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend berechnet.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrags gemäß BilMoG erfolgte mittels der Projected-Unit-Credit-Methode auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2005 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,16 (Vj. 5,0) %, eines Gehaltstrends von 3,0 % p. a., einem Rententrend von 2,0 % p. a und einer Fluktuationsannahme von 3,5 % p. a. (Tarifbereich) bzw. 1,0 % p. a. (Vertragsbereich). Der Unterschiedsbetrag bei den Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zum 1. Januar 2010 in Höhe von 117,3 Mio €, der sich aus der Differenz zwischen der alten HGB-Berechnung und der neuen Berechnung gemäß BilMoG (mit Zins 5,25 %) ergibt, ist bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel zuzuführen. Zum Bilanzstichtag bestand eine Unterdeckung von 108,8 Mio €.

Im Rahmen des Saldierungsgebots werden die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen (2,4 Mio €) mit ihrem Zeitwert berücksichtigt. Dieser setzt sich zusammen aus dem Deckungskapital zzgl. Überschussbeteiligung, Anteil an Bewertungsreserven und Schlussüberschussbeteiligung.

Für am Abschlussstichtag bestehende rechtliche Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wird unter Berücksichtigung der Arbeitgeberaufwendungen zur Sozialversicherung eine Rückstellung in Höhe des Barwerts der künftigen Aufstockungsleistungen und des Erfüllungsrückstandes aus vorgeleisteter Arbeit des Arbeitnehmers passiviert. Der Rechnungszinssatz beträgt 4,5 %. Biometrische Faktoren werden bei der Bemessung der Rückstellung über einen pauschalen Abschlag in Höhe von 2 % abgebildet. Erstattungsansprüche gegenüber der Agentur für Arbeit werden im Falle der Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes mit dem Barwert der Verpflichtung saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen ermittelt. Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt. Der Zins entspricht dem von der Bundesbank gemäß der RückAbzinsVO veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer entsprechend angenommenen Restlaufzeit.

Die Depotverbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten sind, mit Ausnahme der zum Nominalwert bewerteten Anleihen, mit den Rückzahlungsbeträgen angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden zu Nennwerten angesetzt.

GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Die Forderungen und Verbindlichkeiten des Vorjahres und die Bilanzposten per Bilanzstichtag wurden zum EZB-Referenzkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Die aus dem Vorjahr übernommenen Beitragsüberträge und Schadenreserven wurden zum Bilanzstichtag mit dem EZB-Referenzkurs neu bewertet.

Die bei den Kapitalanlagen geführten Posten in fremder Währung werden grundsätzlich nach den Regeln der Einzelbewertung entsprechend dem Niederstwertprinzip in Euro bewertet. Daneben befolgen wir bei unseren größten Fremdwährungspositionen das Prinzip der kongruenten Bedeckung je Währung. Soweit danach Kapitalanlagen in fremder Währung zur Abdeckung bestimmter versicherungstechnischer Verpflichtungen in fremder Währung gehalten werden, sind sie zum Kurs am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Umsätze der aktiven Rückversicherung buchen wir während des Jahres in Originalwährung.

Die entsprechenden Aufwendungen und Erträge wurden mit demselben Kurs in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aufwendungen und Erträge des nichtversicherungstechnischen Bereichs sind mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.

PERIODENGERECHTE BUCHUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN

Das konzernfremde aktive Rückversicherungsgeschäft wird zeitversetzt im Folgejahr gebucht, während das von verbundenen Unternehmen übernommene Geschäft im Berichtsjahr erfasst wird.

Aufgrund der zeitversetzten Buchung wurden 2010 für 2009 Beitragseinnahmen in Höhe von 8,9 Mio € erfasst.

BILANZRECHTSMODERNISIERUNGSGESETZ (BilMoG)

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des BilMoG vom 25. Mai 2009 in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen aufgestellt. Das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wird für Rückstellungen nicht ausgeübt. Auf die Angabe der Vorjahreszahlen wird gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet.

Aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten resultieren passive latente Steuern, die insbesondere mit aktiven latenten Steuern aus Aktien, Investmentanteilen und andere festverzinslichen Wertpapieren, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Rückstellungen für Pensionen verrechnet, d. h. saldiert werden. Da nach Saldierung die aktiven Steuerlatenzen über die passiven Steuerlatenzen hinausgehen, werden die aktiven Steuerlatenzen in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Erläuterungen Aktiva

A. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Unter diesem Posten weisen wir entgeltlich erworbene Versicherungsbestände aus, die entsprechend der Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben werden. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt.

B. KAPITALANLAGEN

Die Entwicklung der Kapitalanlagen ist in der Tabelle "Einzelangaben Aktiva" dargestellt. Die aus der Währungsumrechnung resultierenden Kursverluste sind mit 0,6 (Vj. 3,1) Mio € bzw. Kursgewinne mit 2,1 (Vj. 0,5) Mio € bei den Ab- bzw. Zuschreibungen aufgeführt. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Währungsschwankungen bei den Posten "Sonstige Aufwendungen" bzw. "Sonstige Erträge" erfasst.

I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken

Unser Grundbesitz umfasst zum Bilanzstichtag 5 (Vj. 5) Grundstücke mit einem Bilanzwert von 86,3 (Vj. 88,5) Mio €.

II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die Angaben zu den Beteiligungen sind gemäß § 285 Nr. 11 HGB in der Tabelle "Anteilsbesitzliste" aufgeführt.

In der Auflistung sind sämtliche Gesellschaften aufgeführt, an denen die W&W AG mehr als 5 % der Anteile besitzt.

III. Sonstige Kapitalanlagen

1. AKTIEN, INVESTMENTANTEILE UND ANDERE NICHT FESTVERZINSLICHE WERTPAPIERE

scroll
in Tsd € 2010 2009
Aktien 11 375 10 092
Investmentanteile 415 224 376 787
Börsenfähige Genussscheine 4 300 3 453
GESAMT 430 899 390 332


3. SONSTIGE AUSLEIHUNGEN

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in Tsd € 2010 2009
Namensschuldverschreibungen 180 226 150 226
Schuldscheinforderungen und Darlehen 175 000 140 000
Übrige Ausleihungen 15 000 15 000
GESAMT 370 226 305 226


Von den Sonstigen Ausleihungen wurden, aufgrund der Rückzahlung zum Nennwert, Namensschuldverschreibungen mit einem Buchwert von 15,0 Mio € und einem Zeitwert von 14,3 Mio € nicht abgeschrieben (Wahlrecht gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB).

4. EINLAGEN BEI KREDITINSTITUTEN

Wir haben zum Ende des Berichtsjahres Tages- und Termingelder in Höhe von 103,7 (Vj. 120,6) Mio € bei verbundenen Unternehmen angelegt.

ZEITWERT DER KAPITALANLAGEN

BEWERTUNGSRESERVEN

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BUCHWERT BEIZULEGENDER
ZEITWERT
BEWERTUNGS-
RESERVEN
in Tsd €


Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
86 335 95 992 9 657
Anteile an verbundenen Unternehmen 1 518 318 2 570 868 1 052 550
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 172 397 179 175 6 778
Beteiligungen 26 940 35 607 8 667
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 430 899 450 855 19 956
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 19 086 19 118 32
Sonstige Ausleihungen 370 226 378 583 8 357
Einlagen bei Kreditinstituten 103 744 103 837 93
Andere Kapitalanlagen 87 87 -
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 41 934 41 934 -
GESAMT 2 769 966 3 876 056 1 106 090


Im Verhältnis zu den gesamten Kapitalanlagen ergeben sich Bewertungsreserven in Höhe von 39,93 %.

Angaben nach § 285 Nr. 26 HGB

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FONDSNAME ANLAGEZIEL ZERTIFIKATS-
WERT NACH
§ 36 INVG
BUCHWERT DIFFERENZ
ZUM
BUCHWERT
IN 2010
ERFOLGTE AUS-
SCHÜTTUNGEN


in Tsd € in Tsd € in Tsd € in Tsd €
BWInvest-76 gemischter Fonds 267 590 254 838 12 752 -
Bwinvest-99 gemischter Fonds 71 391 66 807 4 584 1
LBBW AM-EMB3 Rentenfonds 41 926 40 000 1 926 -
W+W Intl-Global Strategie Aktienfonds 53 579 53 579 - -


Es sind keine Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bekannt. Lediglich bei der Rückgabe aller Fondsanteile besteht eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

C. FORDERUNGEN

II. Sonstige Forderungen

Außer den Forderungen aus dem allgemeinen Abrechnungsverkehr mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 6,0 (Vj. 6,3) Mio € werden hier im Wesentlichen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit 88,4 (Vj. 186,7) Mio € und aus Steuererstattungsansprüchen mit 54,5 (Vj. 47,3) Mio € ausgewiesen.

E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

II. Sonstige Rechnungsabgrenzungen

Hier sind die Agiobeträge aus dem Erwerb von Schuldscheindarlehen in Höhe von 1,0 (Vj. 0,9) Mio € und aus dem Erwerb von Namensschuldverschreibungen in Höhe von 2,3 (Vj. 1,1) Mio € enthalten.

Erläuterungen Passiva

A. EIGENKAPITAL

I. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital von 481,1 (Vj. 481,1) Mio € ist eingeteilt in 91 992 622 (Vj. 91 992 622) auf den Namen lautende Stückaktien.

II. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 979,3 (Vj. 979,3) Mio € und betrifft das Agio aus der Kapitaleinlage.

III. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen sind aufgrund der Einstellung von 40,0 Mio € aus dem Jahresüberschuss 2010 und der durch die Hauptversammlung beschlossenen Einstellung von 10 Mio € aus dem Bilanzgewinn 2009 von 206,5 auf 256,6 Mio € gestiegen.

Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB wurden 82,4 Tsd € aus der Auflösung von Rückstellungen in die Gewinnrücklagen eingestellt.

IV. Bilanzgewinn

Nach Einstellung von 40,0 Mio € in die Gewinnrücklagen durch den Vorstand ergibt sich ein Bilanzgewinn von 63,6 (Vj. 65,7) Mio €. In diesem ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 0,5 (Vj. 0,5) Mio € enthalten.

C. ANDERE RÜCKSTELLUNGEN

I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Neben den Pensionsrückstellungen für die Wüstenrot & Württembergische AG und Mitarbeiter der ehemaligen Württembergische Feuerversicherung AG sowie der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot GmbH werden hier die Pensionsrückstellungen für 9 (Vj. 10) Tochterunternehmen ausgewiesen. Für diese hat die Wüstenrot & Württembergische AG gegen Leistung einer einmaligen Ausgleichszahlung in Höhe des damaligen Teilwerts ihren Schuldbeitritt zu deren Pensionszusagen erklärt und im Innenverhältnis gegenüber diesen Gesellschaften die Erfüllung dieser Pensionsverpflichtungen übernommen.

Zum Bilanzstichtag betragen die Pensionsrückstellungen 566,6 (Vj. 544,1) Mio €. In diesen 566,6 Mio € ist die Saldierung des Aktivwertes in Höhe von 2,4 Mio € enthalten.

Die vertragliche Vereinbarung über die Altersversorgung zwischen der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH und der Wüstenrot & Württembergische AG vom Dezember 1999 wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2010 aufgehoben.

III. Sonstige Rückstellungen

Enthalten sind hier Rückstellungen für den Personalbereich mit 8,8 (Vj. 7,3) Mio €, für den Jahresabschluss mit 1,1 (Vj. 1,0) Mio €, für vertragliche Risiken mit 7,9 (Vj. 8,9) Mio € und Sonstige Rückstellungen in Höhe von 9,9 (Vj. 14,3) Mio €. In den Sonstigen Rückstellungen sind Leistungen für Altersteilzeit enthalten. Diese Position beinhaltet ab 2010 den Teil der Rückstellung, der nicht durch eine Rückdeckungsversicherung insolvenzsicher ausfinanziert ist. Verpfändete Rückdeckungsversicherungen für Versorgungszusagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden mit diesen saldiert. Analog wird mit den Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden mit ihrem Zeitwert berücksichtigt. Dieser setzt sich zusammen aus dem Deckungskapital zzgl. Überschussbeteiligung, Anteil an Bewertungsreserven und Schlussüberschussbeteiligung.

Die Position Leistungen für Altersteilzeit zum 31. Dezember 2010 ermittelt sich wie folgt:

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Erfüllungsbetrag der verdienten Ansprüche 1 583 1 229
Davon mit dem Deckungskapital der Rückdeckungsversicherung saldierungsfähig 1 039 -
ANSATZ 543 1 229


E. ANDERE VERBINDLICHKEITEN

III. Sonstige Verbindlichkeiten

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 5,1 (Vj. 4,2) Mio €, Lieferanten- und Leistungsverbindlichkeiten in Höhe von 1,5 (Vj. 1,7) Mio € und Verbindlichkeiten aus Beiträgen an den Pensionssicherungsverein in Höhe von 0,4 (Vj. 0,6) Mio €.

F. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Hier sind ausschließlich Disagiobeträge für Schuldscheindarlehen in Höhe von 20 (Vj. 22) Tsd € enthalten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

I. VERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG

2. Technischer Zinsertrag f. e. R.

Hierunter werden gemäß § 38 RechVersV die Zinsen auf Renten- und Beitragsdeckungsrückstellungen nach Abzug des Anteils der Rückversicherer ausgewiesen. Ferner umfasst die Position die Zinsen auf die Deckungsrückstellung für das in Rückdeckung übernommene Lebensversicherungsgeschäft.

4. Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R.

b) VERÄNDERUNG DER RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE VERSICHERUNGSFÄLLE

Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ergaben sich Gewinne in Höhe von 23,3 (Vj. 36,1) Mio €.

6. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb betragen 72,8 (Vj. 85,4) Mio €, davon entfallen 71,9 (Vj. 84,8) Mio € auf die Abschlusskosten und 0,9 (Vj. 0,6) Mio € auf den Verwaltungsaufwand.

II. NICHTVERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG

1. Erträge aus Kapitalanlagen

b) ERTRÄGE AUS ANDEREN KAPITALANLAGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 8 863 -
Andere Kapitalanlagen 25 055 28 275
GESAMT 33 918 28 275


d) GEWINNE AUS DEM ABGANG VON KAPITALANLAGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Verbundene Unternehmen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5 -
Beteiligungen - 226
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere - 10 390
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 8 374 4 374
GESAMT 8 379 14 990


2. Aufwendungen für Kapitalanlagen

b) ABSCHREIBUNGEN AUF KAPITALANLAGEN

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen 29,8 (Vj. 48,0) Mio € auf Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB, davon 28,0 (Vj. 48,0) Mio € auf verbundene Unternehmen.

c) VERLUSTE AUS DEM ABGANG VON KAPITALANLAGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Verbundene Unternehmen 4 -
Beteiligungen - 18
Aktien und nicht festverzinsliche Wertpapiere - 2 195
Inhaberschuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere - 1 044
GESAMT 4 3 257


4. Sonstige Erträge

Neben Dienstleistungserträgen in Höhe von 55,6 (Vj. 37,1) Mio € sind hier Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über 0,4 (Vj. 1,6) Mio €, Währungskursgewinne von 0,7 (Vj. 5,4) Mio €, Zinserträge mit 3,1 (Vj. 0,5) Mio € sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von 0,2 (Vj. -) Mio € enthalten.

5. Sonstige Aufwendungen

Die wesentlichen Posten sind hier Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 16,3 (Vj. 41,8) Mio €, Verwaltungsaufwendungen - welche Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen in Höhe von 55,6 (Vj. 37,1) Mio € enthalten - von 96,7 (Vj. 67,5) Mio €, Zinsaufwendungen mit 12,3 (Vj. 0,7) Mio €, Währungskursverluste mit 1,0 (Vj. 5,5) Mio € sowie Aufwand für Rückstellungsbildung über 1,0 (Vj. 0,4) Mio €.

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen für die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 11,2 (Vj. - ) Mio € enthalten.

8. Außerordentliche Aufwendungen

Aus der Umstellung auf BilMoG zum 1. Januar 2010 sind folgende Beträge im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen worden:

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in Tsd € 31.12.2010
1/15-Zuführung Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 849
Zuführung Überbrückungs-Rückstellung ehem. Mitarbeiter 83
Zuführung Rückstellung für Altersteilzeit 52
Zuführung Rückstellung für Jubiläumszuwendungen 13
GESAMT 1 997


10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der hier ausgewiesene Steueraufwand in Höhe von 27,3 Mio € betrifft im Wesentlichen das laufende Geschäftsjahr.

Aus handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen bei Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten resultieren passive latente Steuern, die insbesondere mit aktiven latenten Steuern aus Aktien, Investmentanteilen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Rückstellungen für Pensionen verrechnet, d. h. saldiert werden. Da nach Saldierung die aktiven Steuerlatenzen über die passiven Steuerlatenzen hinausgehen, werden die aktiven Steuerlatenzen in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Sonstige Pflichtangaben

MANDATE

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten sowie in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB):

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a) Konzernmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
b) Drittmandate in gesetzlich zu bildenden inländischen Aufsichtsräten
c) Mandate in vergleichbaren Kontrollgremien


Mitglieder des Aufsichtsrats der W&W AG

HANS DIETMAR SAUER, VORSITZENDER

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

b) Internationales Bankhaus Bodensee AG, Friedrichshafen, Vorsitzender
Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, Vorsitzender
ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen

ROLF HENRICH, STELLVERTRETENDER VORSITZENDER1

Dipl.-Soziologe
Mitarbeiter Personalmanagement

CHRISTIAN BRAND

Vorsitzender des Vorstands Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank

b) Schwäbische Hüttenwerke Automotive GmbH, Wasseralfingen
Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg

c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart
Sächsische Aufbaubank-Förderbank, Dresden
Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank AG, Bregenz

HANS-PETER BRAUN1

Abteilungsleiter W&W Service GmbH

WOLFGANG DAHLEN1

Bezirksdirektor der Württembergische Versicherung AG
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Württembergischen Versicherungen

GUNTER ERNST

Ehemaliger Bereichsvorstand der Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG

b) DAB Bank AG, München
Gütermann AG, Gutach

Dr. RAINER HÄGELE

Rechtsanwalt, Ministerialdirektor a. D., Finanzministerium
Baden-Württemberg

Dr. REINER HAGEMANN

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG,
ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz AG

b) E.ON Energie AG, München
Hochtief Facility Management GmbH, Essen

KIRSTEN HERMANN1

Mitglied des Betriebsrats der Wüstenrot Bausparkasse AG
Fachspezialistin Kundenservice Wüstenrot Bausparkasse AG

Dr. WOLFGANG KNAPP M.C.L.

Rechtsanwalt & Avocat
Cleary Gottlieb LLP, Brüssel

b) Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg

ULRICH RUETZ

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der BERU AG

b) Eisenwerke Fried. Wilh. Düker GmbH & Co KGaA, Laufach
Progress-Werke Oberkirch AG, Oberkirch
Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg

c) Weber-Hydraulik GmbH, Güglingen
SUMIDA Corp., Tokyo, Japan

MATTHIAS SCHELL1

Abteilungsleiter Konzernrechnungswesen
Wüstenrot & Württembergische AG

JOACHIM E. SCHIELKE

Vorsitzender des Vorstands der Baden-Württembergische Bank
Mitglied des Vorstands der Landesbank Baden-Württemberg

b) Dürr AG, Stuttgart
ICS Informatik Consulting Systems AG, Stuttgart
Paul Hartmann AG, Heidenheim a.d. Brenz

c) BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart, Vorsitzender
LHI Leasing GmbH, München, Vorsitzender
MKB Mittelrheinische Bank GmbH, Koblenz, Vorsitzender
MMV Leasing GmbH, Koblenz, Vorsitzender
Allgaier Werke GmbH, Uhingen
Behr Verwaltung GmbH, Stuttgart
Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm
Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm
Berthold Leibinger GmbH, Ditzingen
Trumpf GmbH + Co. KG, Ditzingen

WALTER SPECHT1

Vorsitzender des Betriebsrats der W&W Service GmbH

FRANK WEBER1

Vorsitzender des Betriebsrats der Württembergischen Versicherungen, Standort Karlsruhe

a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart

CHRISTIAN ZAHN1

Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Bundesverwaltung

Mitglieder des Vorstands der W&W AG

Dr. ALEXANDER ERDLAND, VORSITZENDER

Konzernkommunikation, Konzernvorstandsstab, Konzernrevision,
Konzern Recht und Compliance, Kunden-, Produkt- und Vertriebsmanagement

a) Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender
Württembergische Versicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender
Württembergische Krankenversicherung AG, Stuttgart, Vorsitzender
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg, Vorsitzender
Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg, Vorsitzender

c) Wüstenrot hypotecni banka a.s., Prag, Vorsitzender
Wüstenrot pojist'ovna a.s., Prag, Vorsitzender
Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag, Vorsitzender
Wüstenrot zivotnf pojist'ovna a.s., Prag, Vorsitzender
Wüstenrot Wohnungswirtschaft reg. Gen. m.b.H., Salzburg

KLAUS PETER FROHMÜLLER

Konzernorganisation und Services, Kapitalanlagen W&W AG

a) W&W Informatik GmbH, Ludwigsburg, Vorsitzender
W&W Service GmbH, Stuttgart, Vorsitzender

b) V-Bank AG, München

c) Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, Ludwigsburg

DR. MICHAEL GUTJAHR, ARBEITSDIREKTOR

Konzernpersonal

c) Antares Holding Ltd., Bermuda
Antares Reinsurance Ltd., Bermuda
Auto-Staiger Verwaltungs-GmbH, Stuttgart

1 Arbeitnehmervertreter.


DR. JAN MARTIN WICKE

Konzerncontrolling, Konzernrechnungswesen, Konzernrisikomanagement

a) Württembergische Versicherung AG, Stuttgart
Württembergische Lebensversicherung AG, Stuttgart, stellvertretender Vorsitzender
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, Ludwigsburg
Wüstenrot Bausparkasse AG, Ludwigsburg

b) V-Bank AG, München, Vorsitzender

c) Wüstenrot pojišt'ovna a.s., Prag, stellvertretender Vorsitzender
Wüstenrot stavební spořitelna a.s., Prag, stellvertretender Vorsitzender
Wüstenrot životní pojišt'ovna a.s., Prag, stellvertretender Vorsitzender
Wüstenrot hypoteční banka a.s., Prag, stellvertretender Vorsitzender
BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, Stuttgart

ERGÄNZENDE ANGABEN

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den noch nicht eingeforderten Kapitaleinzahlungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Aktien bestehen finanzielle Verpflichtungen von 53,7 (53,7) Mio €.

Gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e. V. hat die W&W AG eine Erklärung abgegeben, wonach sie sich verpflichtet, diesen von allen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen des Einlagensicherungsfonds zugunsten der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank entstehen.

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft haben wir eine anteilige Bürgschaft in Höhe von 1,4 % für den Fall übernommen, dass eines der übrigen Poolmitglieder zahlungsunfähig wird.

Die Württembergische Versicherung AG hat durch ein Release & Hold Harmless Agreement vom 20. Oktober 1993 das Risiko aus dem durch die W&W AG über einen Londoner Makler gezeichneten Vertrag übernommen. Daher weist die Württembergische Versicherung AG Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 40,6 Mio € aus. Im Außenverhältnis haftet die W&W AG für diese Verpflichtungen.

Aus heutiger Sicht ist die Württembergische Versicherung AG ausreichend reserviert. Demzufolge erscheint eine Haftung seitens der W&W AG derzeit als unwahrscheinlich.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Juni 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch um höchstens 69 933 268,49 € gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009). Dabei steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu. Den Aktionären kann das gesetzliche Bezugsrecht auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:

für Spitzenbeträge und

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Zwecke des (auch mittelbaren) Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates weitere Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Ausgabebetrag und die für die neuen Stückaktien zu leistenden Einlage, festzusetzen.

Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat unserer Gesellschaft haben die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf den Internetseiten des Unternehmens zugänglich gemacht. Außerdem befindet sich diese Erklärung im Geschäftsbericht.

Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Geschäfte mit nahe stehenden Personen und Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen. Soweit es sich um Mitarbeiter handelt, werden branchenübliche Vorzugskonditionen verwendet.

Die abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge mit der Württembergische Versicherung AG, der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank, der W&W Informatik GmbH, der W&W Asset Management GmbH sowie der W&W Service GmbH bestehen weiterhin.

Konzernzugehörigkeit

Die Wüstenrot Holding AG, Ludwigsburg, hält zum Bilanzstichtag mit 67,19 % die Mehrheit an der W&W AG, Stuttgart, in deren Konzernabschluss unsere Gesellschaft einbezogen ist. Der Konzernabschluss der Wüstenrot Holding AG sowie der Teilkonzernabschluss der Wüstenrot & Württembergische AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Aufwand für den Abschlussprüfer

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind in den Angaben des W&W-Konzernabschlusses enthalten.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag waren in der W&W AG durchschnittlich 346 (Vj. 298) Arbeitnehmer beschäftigt.

Angaben zur Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtrats

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 14. Juni 2006 unterbleibt gemäß § 286 Absatz 5 HGB die individualisierte Angabe der Bezüge von Vorstandsmitgliedern für fünf Geschäftsjahre ab dem Geschäftsjahr 2006.

Die Gesamtbezüge wurden vom Aufsichtsrat geprüft und stehen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen der Vorstandsmitglieder sowie zur Lage der Gesellschaft. Zwei Vorstände sind neben ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft noch für andere Gesellschaften des W&W-Konzerns tätig.

Im Berichtsjahr beliefen sich die von der W&W AG gewährten Gesamtbezüge des Vorstands auf 2 444,8 (Vj. 2 107,0) Tsd €. Die Bezüge für das Berichtsjahr sind wegen der Neuausgestaltung des Vergütungssystems im Jahr 2010 nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. In Höhe von 382,9 Tsd € wurden bedingte Ansprüche auf Auszahlung der erfolgsabhängigen Vergütung des Geschäftsjahres 2010 erworben. Die Auszahlung erfolgt nur, wenn die im Lagebericht dargestellten Bedingungen in den Jahren 2011 bis 2013 eintreten.

Für die erfolgsabhängigen Vergütungen des Geschäftsjahres 2009, die 2010 nach Feststehen des Zielerreichungsgrades ausbezahlt wurden, ergab sich eine Auflösung von 39,7 (Vj. 210,0) Tsd €.

Die Barwerte der Ruhegehälter betragen insgesamt 1 710,0 (Vj. 779,4) Tsd €. Die Zuführungen während des Geschäftsjahres betragen 916,3 (Vj. 190,9) Tsd €.

Ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene erhielten Bezüge in Höhe von 1 790,6 (Vj. 1 787,5) Tsd €. Davon entfielen 305,3 (Vj. 201,7) Tsd € auf Hinterbliebenenbezüge. Für Leistungen an frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene sind Pensionsrückstellungen gebildet. Diese belaufen sich zum Bilanzstichtag bei einem zugrunde gelegten Zinssatz von 5,16 % auf 15 276,9 (Vj. 16 647,2) Tsd €.

Im Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder der W&W AG 506,5 (Vj. 474,5) Tsd €.

Die Aufsichtsratsvergütung erfolgt grundsätzlich als Festvergütung mit Erhöhungsbeträgen für den Vorsitz, den stellvertretenden Vorsitz und Ausschusstätigkeiten sowie einer erfolgsbezogenen Tantieme.

Die nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Festvergütung beträgt 10 (Vj. 7,5) Tsd €. Die Tantieme beträgt 0,8 (Vj. 0,8) Tsd € je 0,5 % Dividende, die über 2 % des Grundkapitals hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Die feste Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden das Doppelte und für seine Stellvertreter das Eineinhalbfache.

Für Aufsichtsratsmitglieder, die einem oder mehreren Ausschüssen angehören, erhöht sich die feste Vergütung jeweils um ein Drittel des festgesetzten Betrages. Für Ausschussvorsitzende beträgt die zusätzliche Vergütung für die Ausschusstätigkeit das Doppelte des vorgenannten Erhöhungsbetrages, bei Stellvertretern das Eineinhalbfache.

Gegenüber den Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats bestehen von der W&W AG keine Forderungen aus gewährten Vorschüssen und Krediten.

Der Aktienbesitz der einzelnen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder unserer Gesellschaft übersteigt 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien nicht.

Der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der W&W AG übersteigt in der Summe ebenfalls nicht 1 % der von uns ausgegebenen Aktien.

Anteilsbesitzliste

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NAMEN UND SITZ DER GESELLSCHAFT ANTEIL AM
KAPITAL
DIREKT
IN %
ANTEIL AM
KAPITAL
INDIREKT
IN %
WÄHRUNG BILANZ-
STICHTAG
EIGEN-
KAPITAL1
ERGEBNIS
NACH
STEUERN2
Deutschland





3B Boden-Bauten-Beteiligungs-GmbH,
Ludwigsburg
100,00
31.12.2009 111 250 914 3 560 014
Adveq Europe II GmbH, Frankfurt
16,77 31.12.2009 81 499 118 10 022 977
Adveq Opportunity II Zweite GmbH,
Frankfurt

29,31 31.12.2009 7 894 203 591 546
Adveq Technology III GmbH, Frankfurt
18,84 31.12.2009 54 302 837 52 788
Adveq Technology V GmbH, Frankfurt
16,50 31.12.2009 26 028 026 - 927 312
Allgemeine Rentenanstalt
Pensionskasse AG, Stuttgart
100,00 31.12.2009 19 361 155 250 000
Altmark Versicherungsmakler GmbH,
Stuttgart

100,00 31.12.2009 1 047 725 209 817
Altmark Versicherungsvermittlung
GmbH, Stuttgart
100,00

Neugründung
31.08.2010

Areal Tübinger Straße GmbH & Co. KG,
Stuttgart

100,00

Neugründung
08.12.2010

Auda Ventures GmbH & Co.
Beteiligungs-KG, München
5,79 31.12.2009 58 802 166 5 685 110
Berenberg Private Equity GmbH & Co
Beteiligungs KG, Hamburg
9,80 31.12.2009 487 934 - 463 710
Berlin Leipziger Platz
Grundbesitz GmbH, Stuttgart

100,00 31.12.2009 88 293 357 1 048 738
Beteiligungs-GmbH der
Württembergischen, Stuttgart

100,00 31.12.2009 964 341 - 182
Blitz B10-255 GmbH, Berlin 100,00


Neuerwerb
17.12.2010

BPE2 Private Equity GmbH & Co. KG,
Hamburg

10,00 31.12.2009 41 974 705 - 671 706
BWK GmbH Unternehmens-
beteiligungsgesellschaft, Stuttgart
35,00 31.12.2009 209 320 839 16 163 423
City Immobilien GmbH & Co. KG der
Württembergischen, Stuttgart

100,00 31.12.2009 136 190 000 - 10 000
Coller German Investors
GmbH & Co. KG, München

10,00 31.12.2009 7 098 344 - 1 075 512
Crown Premium Private Equity III
GmbH & Co. KG, München
6,60 31.12.2009 62 168 860 - 7 249 880
Deutscher Solarfonds
"Stabilität 2010" GmbH & Co. KG
25,80 31.12.2009 Neuengagement
2010

Domus Beteiligungsgesellschaft der
Privaten Bausparkassen mbH, Berlin
19,82 31.12.2009 17 024 996 - 4
EquiVest II GmbH & Co. Zweite
Beteiligungs KG Nr. 1 für
Vermögensanlagen, München
9,97 31.12.2009 75 252 267 2 552 942
Eschborn GbR, Stuttgart
50,99 31.12.2009 51 221 680 1 528 367
GFW Gesellschaft zur Förderung von
Wohneigentum mbH, Ludwigsburg

100,00 31.12.2009 33 048 845
GLL GmbH & Co. Messeturm
Holding KG, München

5,97 31.12.2009 119 859 585 - 22 008 931
GMA Gesellschaft für Markt- und
Absatzforschung mbH, Ludwigsburg

100,00
31.12.2009 1 731 163 158 336
Grundstückssanierungsgemeinschaft
MLF Gelände City Ost GbR

24,50 31.12.2009 1 100 000
High Tech Beteiligungen
GmbH & Co. KG, Düsseldorf

6,60 31.12.2009 21 141 755 - 22 748 498
Hinterbliebenenfürsorge der Deutschen
Beamtenbanken GmbH, Karlsruhe

100,00 31.12.2009 90 731 370
HVH Immobilien GmbH & Co.
New York KG, München
10,00 31.12.2009 121 397 867 6 588 911
IVB - Institut für Vorsorgeberatung
Risiko- und Finanzanlayse GmbH,
Karlsruhe

100,00 31.10.2009 44 330 2 763
IVZ Immobilien Verwaltungs
GmbH & Co. Finanzanlagen KG, München
10,00 31.12.2009 113 532 780 6 405 632
IVZ Immobilien Verwaltungs
GmbH & Co. Südeuropa KG, München
10,00 31.12.2009 24 242 939 - 6 968 126
Kapitalbeteiligungsgesellschaft der
Deutschen Versicherungswirtschaft
AG i.L., Berlin

6,84 31.12.2008 65 759 130 6 935 049
Karlsruher Lebensversicherung AG,
Stuttgart

82,73 31.12.2009 4 237 600 449 600
Karlsruher Rendite Immobilien GmbH,
Karlsruhe

100 31.10.2009 186 713 8 259
KLV BAKO Dienstleistungs-GmbH,
Karlsruhe

91,90 31.12.2009 146 489 8 500
KLV BAKO Vermittlungs-GmbH,
Karlsruhe

75,00 31.12.2009 152 201 9 000
LP 1 Beteiligungs-GmbH & Co. KG,
Stuttgart

100,00 31.12.2009 179 993 25 526
Miethaus und Wohnheim GmbH i.L.,
Ludwigsburg

100,00 31.12.2009 1 900 927 156 281
Nord-Deutsche AG Versicherungs-
Beteiligungsgesellschaft, Stuttgart

100,00 31.12.2009 9 642 206 232 051
Odewald & Compagnie GmbH & Co.
KG für Vermögensanlagen in
Portfoliounternehmen,
Berlin

13,52 31.12.2009 36 617 536 - 25.288.349
PWR Holding GmbH, München
33,33 31.12.2009 402 348 372 348
Schloßhotel Eyba GmbH & Co. KG,
Saalfelder Höhe

100,00 31.10.2009 2 249 074 - 467 925
Schloßhotel Eyba
Verwaltungsgesellschaft mbH,
Saalfelder Höhe
100,00 31.12.2009 33 912 957
SOTRADA AG i.L., Stuttgart 8,06 8,06 31.12.2009 44 207 045 - 4 858 838
Stuttgarter Baugesellschaft von
1872 AG, Stuttgart

100,00 31.12.2009 353 049 - 15 768
Tertianum Besitzgesellschaft Berlin
Passauer Str. 5-7 mbH, München

25,00 31.12.2009 25 350 525 - 356 962
Tertianum Besitzgesellschaft Konstanz
Marktstätte 2-6 u. Sigismundstr.
5-9 mbH, München

25,00 31.12.2009 34 937952 831 579
Tertianum Besitzgesellschaft München
Jahnstr. 45 mbH, München

33,33 31.12.2009 44 031 906 1 357 444
Tertianum Seniorenresidenz
Betriebsgesellschaft München mbH,
München

33,33 31.12.2009 1 017 330 - 58 567
Tertianum Seniorenresidenzen
Betriebsgesellschaft mbH, Konstanz

25,00 31.12.2009 714 494 - 356 271
U.S. Property Fund GmbH & Co.
KG i.L., München
8,70 31.12.2009 3101923 205 535
V-Bank AG, München
49,99 31.12.2009 16 145 366 - 2 196 682
VV Immobilien GmbH & Co.
United States KG, München
9,98 31.12.2009 30 233 218 - 3 825 635
VV Immobilien GmbH & Co.
US City KG, München

23,10 31.12.2009 90 276 320 - 18 146 823
W&W Asset Management GmbH,
Ludwigsburg3
100,00
31.12.2009 11 259 132 -
W&W Gesellschaft für
FinanzbeteiligungenmbH, Stuttgart
100,00
31.12.2009 31 312 818 9 353 796
W&W Informatik GmbH,
Ludwigsburg3
100,00
31.12.2009 37 887 -
W&W Service GmbH, Stuttgart3 100,00
31.12.2009 26 377 -
Wohnimmobilien GmbH & Co. KG
derWürttembergischen, Stuttgart
100,00 31.12.2009 247 593 878 7 253 877
Württembergische Immobilien AG,
Stuttgart

100,00 31.12.2009 88 637 391 1 425 324
Württembergische KÖ 43 GmbH,
Stuttgart

94,00 31.12.2009 25 203 759 1 078 759
Württembergische
Krankenversicherung AG, Stuttgart
100,00
31.12.2009 14 146 831 1 355 789
Württembergische
Lebensversicherung AG, Stuttgart
72,42
31.12.2009 165 030 453 15 222 400
Württembergische Logistik I
GmbH & Co. KG, Stuttgart
94,00 31.12.2009 13 350 083 828 695
Württembergische Logistik II
GmbH & Co. KG, Stuttgart
94,89

Neuerwerb 29.01.2010
Württembergische Rechtschutz
Schaden-Service GmbH, Stuttgart
100,00 31.12.2009 122 308 45 614
Württembergische Versicherung AG,
Stuttgart3
100,00
31.12.2009 207 229 041 -
Württembergische Vertriebsservice
GmbH für Makler und freie Vermittler,
Stuttgart3
100,00 31.12.2009 74 481 -
Württfeuer Beteiligungs-GmbH,
Stuttgart
100,00
31.12.2009 3 352 424 206 616
Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank,
Ludwigsburg3
100,00
31.12.2009 320 278 105 -
Wüstenrot Bausparkasse AG,
Ludwigsburg
100,00
31.12.2009 732 805 061 70 014 131
Wüstenrot
Grundstücksverwertungs-GmbH,
Ludwigsburg
100,00
31.12.2009 2 205 791 141 551
Wüstenrot Haus- und Städtebau
GmbH, Ludwigsburg
100,00
31.12.2009 50 152 727 2 825 269
Wüstenrot Immobilien GmbH,
Ludwigsburg
100,00
31.12.2009 1 154 137 584 408
Bermuda





Antares Holdings Ltd., Hamilton
14,60 £ 31.12.2009 115 338 000 11 646 000
Cayman Inseln





Europe Select Private Equity Partners
(A) LP, Georgetown
26,81 31.12.2009 16 045 018 2 088 724
Frankreich





Württembergische France
Immobiliere SARL, Straßburg
100,00 30.09.2010 14 684 896 1 266 783
Württembergische France Strasbourg
SARL, Straßburg
100,00
30.09.2009 53 865 727 1 213 727
Irland





Crown Global Secondaries II plc,
Dublin

7,22 31.12.2009 116 217 619 37 715 632
W&W Advisory Dublin Ltd., Dublin
100,00 31.12.2009 4 217 288 1 988 426
W&W Asset Management Dublin Ltd.,
Dublin

100,00 31.12.2009 2 550 291 1 577 422
W&W Europe Life Ltd, Dublin
100,00 31.12.2009 18 010 020 - 989 980
Kroatien





Wüstenrot stambena stedionica d.d.,
Zagreb
25,63
HRK 31.12.2009 64 921 000 11 723 000
Slowakei





Wüstenrot stavebna sporitel'na a.s.,
Bratislava
40,00
31.12.2009 41 531 000 2 396 000
Tschechische Republik





WIT Services s.r.o., Prag
100,00 CZK
Neugründung
17.02.2010

Wüstenrot hypotecni banka a.s., Prag 99,83 0,17 CZK 31.12.2009 635 053 000 13 766 000
Wüstenrot poijst'ovna a.s., Prag 74,00
CZK 31.12.2009 243 971 000 - 69 848 000
Wüstenrot service s.r.o., Prag
100,00 CZK 31.12.2009 701 471 - 36 732
Wüstenrot stavebni sporitelna a.s., Prag 55,92
CZK 31.12.2009 1 897 303 000 287 282 000
Wüstenrot zivotni pojist'ovna a.s., Prag 74,00
CZK 31.12.2009 134 120 000 9 852 000
Vereinigtes Königreich Großbritannien
und Nordirland





Swiss Re Private Equity Partners III
(Feeder No. 1) L.P., London

100,00 US$ 31.12.2009 10 844 842 1 233 715
BNP Paribas Clean Energy Fund
'A' L.P., London

11,80
Neuengagement
2010

Kennet III A L.P., St. Peter Port,
Guernsey Channel Island
6,73 31.12.2009 52 221 293 - 10 793 957
Partners Group Emerging Markets
2007, L.P., Wilmington, Delaware
12,01 US$ 31.12.2009 94 065 000 629 000
Vereinigte Staaten





Minneapolis Investment Associates L.P.,
Atlanta

100,00 US$ 31.12.2009 2 261 940 - 3 229 157
Ungarn





Fundamenta-Lakaskassza-
Lakastakarekpenztar Zrt., Budapest
11,47
HUF 31.12.2009 7 076 000 000 2 119 000 000


1 Eigenkapital: gemäß Bilanzauswels Passivseite; einschließlich Jahresergebnis; zum 31. Dezember 2009.
2 Bezogen auf 100 %.
3 Ergebnisabführungsvertrag vorhanden.


Einzelangaben Aktiva

ERLÄUTERUNGEN AKTIVA

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BILANZ-
WERTE
2009
ZUGÄNGE ABGÄNGE UM-
BUCHUNGEN
ZU-
SCHREI
BUNGEN
in Tsd €




A. Immaterielle Vermögensgegenstände





Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 2 471 - - - -
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
88 452 373 -
-
-
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen
und Beteiligungen





1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1 530 458 13 715 20 - 2 130
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 135 551 73 983 38 265 - 1 128
3. Beteiligungen 28 615 - - - 123
4. SUMME B. II. 1 694 624 87 698 38 285 - 3 381
B. III. Sonstige Kapitalanlagen




1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
390 332 40 000 -
-
2 130
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
17 502 11 444 10 561 - 761
3. Sonstige Ausleihungen





a) Namensschuldverschreibungen 150 226 100 000 70 000 - -

b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 140 000 90 000 55 000 - -

c) Übrige Ausleihungen 15 000 - - - -
4. Einlagen bei Kreditinstituten 120 570 155 699 172 102 - 181
5. Andere Kapitalanlagen 87 - - - -
6. SUMME B. III. 833 717 397 143 307 663 - 3 072
GESAMT 2 619 264 485 214 345 948 - 6 453


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ABSCHREI-
BUNGEN
BILANZ-
WERTE 2010
in Tsd €

A. Immaterielle Vermögensgegenstände


Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 494 1 977
B. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2 490 86 335
B. II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27 965 1 518 318
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen - 172 397
3. Beteiligungen 1 798 26 940
4. SUMME B. II. 29 763 1 717 655
B. III. Sonstige Kapitalanlagen

1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1 563 430 899
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 60 19 086
3. Sonstige Ausleihungen


a) Namensschuldverschreibungen - 180 226

b) Schuldscheinforderungen und Darlehen - 175 000

c) Übrige Ausleihungen - 15 000
4. Einlagen bei Kreditinstituten 604 103 744
5. Andere Kapitalanlagen - 87
6. SUMME B. III. 2 227 924 042
GESAMT 34 974 2 730 009


In den Zuschreibungen sind Währungskursgewinne aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 1,1 Mio €, auf Inhaberschuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 0,8 Mio € und aus Einlagen an Kreditinstituten in Höhe von 0,2 Mio € enthalten.

In den Abschreibungen sind Währungskursverluste aus Einlagen bei Kreditinstituten in Höhe 0,6 Mio € enthalten.

Anlage zum Anhang

PROVISIONEN UND SONSTIGE BEZÜGE DER VERSICHERUNGSVERTRETER, PERSONALAUFWENDUNGEN

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in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Löhne und Gehälter 27 370 20 411
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 3 824 3 068
Aufwendungen für Altersversorgung 6 322 - 1 713
AUFWENDUNGEN INSGESAMT 37 516 21 766


EINZELANGABEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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GEBUCHTE
BRUTTOBEITRÄGE
VERSICHERUNGSTECHN. ERGEBNIS
FÜR EIGENE RECHNUNG (VOR
SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGEN)
VERSICHERUNGSTECHN. ERGEBNIS
FÜR EIGENE RECHNUNG (NACH
SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGEN)
in Tsd € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
Feuerversicherung 41 067 38 177 - 477 2 081 - 1 660 1 755
Sonstige Sachversicherungen 53 270 51 647 - 2 357 - 2 787 - 2 593 - 2 271
Summe Feuer- und Sonstige Sachversicherung 94 337 89 824 - 2 834 - 706 - 4 253 - 516
Kraftfahrtversicherung 84 018 80 411 - 9 262 - 3 500 - 4 778 - 9 949
Haftpflichtversicherung 27 363 28 079 4 180 4 062 2 851 5 842
Unfallversicherung 19 120 19 295 8 515 9 660 8 515 9 660
Transport- und LuftfahrtkaskoVersicherung 2 486 2 568 2 487 3 863 377 5 510
Sonstige Versicherungen 22 680 23 827 - 505 - 1 214 1 056 81
Summe Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft 250 004 244 004 2 581 12 165 3 768 10 628
Lebensversicherung 8 646 8 700 1 625 3 302 1 625 3 302
Gesamt 258 650 252 704 4 206 15 467 5 393 13 930


Gewinnverwendung

VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Der Bilanzgewinn beträgt 63 570 078,39 €. Wir beantragen, ihn wie folgt zu verwenden:

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2010
0,50 € Dividende je Stückaktie 45 996 311,00
Einstellungen in die Anderen Rücklagen 17 000 000,00
Vortrag auf neue Rechnung 573 767,39
Gesamt 63 570 078,39


Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Stuttgart, den 22. Februar 2011


Dr. Alexander Erdland

Klaus Peter Frohmüller

Dr. Michael Gutjahr

Dr. Jan Martin Wicke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wüstenrot & Württembergische AG, Stuttgart, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 15. März 2011

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


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Werner Hölzl Reinhard Knüdeler
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer


Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Wüstenrot & Württembergische AG setzt sich aus 16 Mitgliedern zusammen. Es bestehen vier Ausschüsse des Aufsichtsrats: Prüfungsausschuss, Personalausschuss, Vermittlungsausschuss und Verwaltungsausschuss. Nähere Ausführungen zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat überwachte die Geschäftsführung und war in alle Angelegenheiten mit grundlegender Bedeutung für die Gesellschaft unmittelbar eingebunden.

Im Jahr 2010 fanden insgesamt zwei Sitzungen und eine Telefonkonferenz des Prüfungsausschusses statt. Der Personalausschuss trat zu zwei Sitzungen zusammen und der Verwaltungsausschuss hielt eine Sitzung ab.

Der Aufsichtsrat befasste sich im vergangenen Jahr in vier ordentlichen Sitzungen, zu denen die Vorstandsberichte, schriftlichen Präsentationen und Unterlagen jeweils rechtzeitig zur Vorbereitung zugegangen sind, eingehend mit der Entwicklung der Gesellschaft sowie des Konzerns. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand sowohl schriftlich als auch mündlich regelmäßig über alle für das Unternehmen und den Konzern relevanten Fragen der strategischen Ausrichtung der Gruppe, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie des Ratings der Konzerngesellschaften berichten. Die Geschäfts- und die Risikostrategie wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt und mit diesem erörtert. Der Vorstand erstattete dem Aufsichtsrat den Bericht der internen Revision sowie dem Prüfungsausschuss den Bericht des Compliance-Beauftragten und informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats laufend und unverzüglich über alle wesentlichen geschäftspolitischen Maßnahmen.

Im Vordergrund der Aufsichtsratssitzungen der Wüstenrot & Württembergische AG als strategischer Management Holding stand die Befassung mit dem Programm "W&W 2012". Aufbauend auf dem erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierungsprogramm "W&W 2009" hat der W&W-Konzern das Zukunftsprogramm "W&W 2012" aufgesetzt. Ziel des Programms ist es, ab 2012 ein organisches Konzernergebnis von 250 Mio € nach Steuern nachhaltig zu sichern, Vergleichsstandards vollständig zu erreichen, überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen und den Vorsorge-Spezialisten im Markt leistungsstark zu verankern. Die Ergebnisplanung, die Programmstruktur und die strategischen Initiativen im Rahmen des Programms "W&W 2012" wurden mit dem Aufsichtsrat eingehend erörtert. In diesem Zusammenhang wurden insbesondere die Projektarbeiten im Rahmen der Teilprogramme der Geschäftsfelder BausparBank und Versicherung behandelt.

Sämtliche nach dem Gesetz und den Regularien der Gesellschaft zustimmungspflichtigen Maßnahmen wurden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Insbesondere erörterte der Aufsichtsrat eingehend die operative Planung 2011 und die Mittelfristplanung im Hinblick auf das Zukunftsprogramm "W&W 2012".

Der Aufsichtsrat befasste sich mit zentralen Fragen der Corporate Governance. Er hat dabei eingehend über die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats beraten und ein neues Vorstandsvergütungssystem verabschiedet. In diesem Zusammenhang thematisierte der Aufsichtsrat alle relevanten rechtlichen Neuerungen und deren Umsetzung sowohl in der Wüstenrot & Württembergische AG als auch in der W&W-Gruppe.

Auch das Thema "Risikomanagement" wurde eingehend behandelt. Hierzu wurden ausführliche Risikoberichte erstellt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben.

Weiterhin erstreckte sich die Berichterstattung des Vorstands auf aktuelle Personalthemen.

Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung in den einzelnen Segmenten wurde ausführlich behandelt. Dem Aufsichtsrat wurde die Produktpolitik aus dem Geschäftsfeld Versicherung vorgestellt. Im Geschäftsfeld BausparBank standen die positive Entwicklung des Neugeschäfts, der Erwerb der Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) und die Situation in der Kreditbearbeitung besonders im Blickpunkt.

Auch der Verlauf der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und die zu erwartenden Auswirkungen auf den Konzern wurden im Aufsichtsrat besprochen.

Im Rahmen der Befassung mit dem Beteiligungsmanagement wurde insbesondere Augenmerk auf den Erwerb der Allianz Dresdner Bausparkasse AG gelegt.

In einer Informationssitzung befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Lebensversicherung. Dabei wurden insbesondere die allgemeinen Marktentwicklungen und -herausforderungen und die daraus abgeleitete Positionierung der Württembergische Lebensversicherung als Bestandteil des Vorsorge-Spezialisten besprochen.

Den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat eingehend geprüft. Jahresabschluss und Lagebericht ebenso wie Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind vollständig und stimmen mit den Einschätzungen des Vorstands in den gemäß § 90 AktG dem Aufsichtsrat zu erteilenden Berichten überein. Der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Ergebnisses entspricht einer konsequenten Bilanzpolitik unter Berücksichtigung der Liquiditätslage und der geplanten Investitionen der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat schließt sich daher dem Vorschlag des Vorstands an.

Die vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellte PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und den Lagebericht sowie den Konzernjahresabschluss und den Konzernlagebericht unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen hat die Prüfungsgesellschaft dem Aufsichtsrat schriftlich und mündlich berichtet. Der Prüfungsbericht ist jedem Mitglied des Aufsichtsrats zugegangen. Die Prüfungsgesellschaft stand darüber hinaus für Fragen sowohl in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 21. März 2011 als auch in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 25. März 2011 zur Verfügung. Der vorgelegte Prüfungsbericht entspricht den gesetzlichen Anforderungen des § 321 HGB und wurde vom Aufsichtsrat im Rahmen seiner eigenen Abschlussprüfung berücksichtigt.

Der Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde dem Aufsichtsrat und dem Abschlussprüfer vom Vorstand unverzüglich nach dessen Aufstellung zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht und den Bericht des Abschlussprüfers geprüft. Der Bericht entspricht den gesetzlichen Vorgaben und gibt die bestehenden Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen vollständig und inhaltlich richtig wieder. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zum Abhängigkeitsbericht stimmt mit dem Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat überein. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichts und des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und hat in seiner Sitzung vom 25. März 2011 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss gilt damit gemäß § 172 Satz 1 AktG als festgestellt.

Zu personellen Veränderungen ist es sowohl im Aufsichtsrat als auch im Vorstand im Laufe des Geschäftsjahres 2010 nicht gekommen.

Im Dezember 2010 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand eine aktualisierte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex verabschiedet. Der Prüfer hat während der Abschlussprüfung keine Tatsachen festgestellt, die eine Unrichtigkeit der Entsprechenserklärung ergeben hätten. Anzeigepflichtige Interessenkonflikte hat es im Jahr 2010 nicht gegeben.

Das vergangene Jahr hat hohe Anforderungen an Management und Belegschaft gestellt. Der Aufsichtsrat dankt Vorständen, Führungskräften, Betriebsräten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Konzerngesellschaften für ihren persönlichen Einsatz und ihren Beitrag zur Erreichung der gemeinsamen Ziele.

Stuttgart, den 25. März 2011

Der Aufsichtsrat


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Hans Dietmar Sauer
Vorsitzender