![]() 4SC AGPlanegg-MartinsriedKonzern-Halbjahresfinanzbericht 20166-MONATS-KONZERN-FINANZBERICHT 2016
EpiScience for LifeÜBER DIESEN BERICHTDer vorliegende 6-Monats-Zwischenbericht beinhaltet den Konzern-Zwischenlagebericht
und den verkürzten Konzern-Zwischenbericht der 4SC AG ("4SC-Konzern" oder "4SC") zum
30. Juni 2016 sowie eine Versicherung der gesetzlichen Vertreter. Der 6-Monats-Zwischenbericht
sollte zusammen mit dem 4SC-Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015 und der 3-Monats-Konzern-Mitteilung
2016 gelesen werden. Der Konzern-Zwischenlagebericht - insbesondere der Prognosebericht - enthält bestimmte
zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten beinhalten, die im Geschäftsbericht
2015 und ergänzend im vorliegenden 6-Monats-Zwischenbericht ohne Anspruch auf Vollständigkeit
im Abschnitt "Chancen- und Risikobericht" beschrieben werden. Diese Risiken und Unsicherheiten
entziehen sich in vielen Fällen der Kontrolle von 4SC und können dazu führen, dass
die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von denen abweichen, die in den zukunftsbezogenen
Aussagen in Erwägung gezogen werden. 4SC übernimmt ausdrücklich keine Verpflichtung,
zukunftsbezogene Aussagen hinsichtlich geänderter Erwartungen der Parteien oder hinsichtlich
neuer Ereignisse, Bedingungen oder Umstände, auf denen diese Aussagen beruhen, zu
aktualisieren oder zu revidieren. Gegenüber dem Vorjahr hat 4SC den 6-Monats-Zwischenbericht stärker darauf konzentriert,
die für die Bewertung des Unternehmens wesentlichen Entwicklungen darzustellen. 4SC
freut sich über Lob und Kritik zur neuen Veröffentlichungspraxis. ÜBER 4SCDas Biotech-Unternehmen 4SC (www.4sc.com) erforscht und entwickelt mit Fokus auf epigenetische
Wirkmechanismen zielgerichtete niedermolekulare Medikamente zur Behandlung von Krebserkrankungen
mit hohem medizinischem Bedarf. Damit sollen den betroffenen Patienten innovative
Therapien mit verbesserter Verträglichkeit und Wirksamkeit im Vergleich zu bestehenden
Behandlungsmethoden für eine höhere Lebensqualität und eine verlängerte Lebenserwartung
geboten werden. Die Pipeline des Unternehmens umfasst vielversprechende Produkte in
verschiedenen Phasen der klinischen Entwicklung. Durch Partnerschaften mit Unternehmen
der Pharma- und Biotech-Industrie setzt 4SC auf zukünftiges Wachstum und Wertsteigerung.
Das Unternehmen wurde 1997 gegründet und beschäftigte am 30. Juni 2016 insgesamt 50
Mitarbeiter. 4SC ist seit Dezember 2005 im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse
gelistet. FINANZKENNZAHLEN AUF EINEN BLICK
WESENTLICHE EREIGNISSE IN Q2 2016 UND DARÜBER HINAUSDie hier genannten wesentlichen Ereignisse sind jeweils am genannten Tag als Ad-hoc-
oder Pressemitteilung veröffentlicht worden. Details zu diesen Ereignissen können
in den jeweiligen Mitteilungen (abrufbar unter www.4sc.com) und in den Angaben zum
Geschäftsverlauf im vorliegenden 6-Monats-Zwischenbericht nachgelesen werden. RESMINOSTAT27. Mai4SC informiert über erste Ergebnisse der Phase-II-Studie von Yakult Honsha mit Resminostat
in Kombination mit Sorafenib als Erstlinientherapie bei Leberkrebs 16. JuniResminostat stärkt Immuntherapie gegen Krebs: Vielversprechende wissenschaftliche
Daten eröffnen neue therapeutische Kombinationsmöglichkeiten für den epigenetischen
Krebswirkstoff Resminostat 4SC-2022. Juni4SC-202 und Checkpoint-Inhibitoren - ein starkes Team zur Krebsbehandlung: Der epigenetische
Wirkmechanismus von 4SC-202 macht Tumore für Behandlung mit Checkpoint-Inhibitoren
empfänglich, die andernfalls resistent dagegen sind 4SC-20531. Mai4SC und Link Health schließen Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft für den Krebswirkstoff
4SC-205 in China ab: Link Health übernimmt klinische Entwicklung und Zulassungsprozess
in China, 4SC erhält Voraus- und Meilensteinzahlungen sowie Umsatzbeteiligungen KONZERN29. April4SC konzentriert sich auf die klinische Entwicklung von epigenetischen Substanzen
und veräußert den operativen Service-Teil seiner Discovery-Sparte 20. JuliStartschuss für das internationale wissenschaftliche Expertengremium bei 4SC: KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT1. GESCHÄFTSVERLAUF1.1 WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche EntwicklungDer Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner jüngsten Prognose für das
Gesamtjahr 2016 ein globales Wirtschaftswachstum von +3,1% und damit 0,3%-Punkte weniger
als in der entsprechenden Prognose vom Januar 2016. Von diesem Rückgang sind sowohl
die entwickelten Volkswirtschaften (+1,8% nach +2,1% in der Januar-Prognose) als auch
die Schwellen- und Entwicklungsländer (+4,1% nach +4,3%) betroffen, wobei die Wachstumsraten
der einzelnen Länder wie gehabt recht unterschiedlich ausfallen. In den USA haben
vor allem eine schwächere Konsumnachfrage und geringere Investitionen in den Energiesektor
zu einer Verringerung von +2,6% auf nunmehr +2,2% geführt. Für Deutschland gehen die
IWF-Experten von einer Wachstumsrate von +1,6% aus nach +1,7% im Januar. Das Wachstum
in China schätzt der IWF gegenüber der Januarprognose hingegen stärker ein (+6,6%
nach +6,3%), vor allem aufgrund starker Konsumnachfrage und sehr robustem Wachstum
im Dienstleistungssektor. In Russland hat sich der prognostizierte Rückgang der Wirtschaftsleistung
von -1,0% auf -1,2% vergrößert, was hauptsächlich auf die Abwertung der Währung, niedrigere
Ölpreise und die Sanktionierung durch andere Länder zurückzuführen ist. In seinem Hauptszenario geht der IWF davon aus, dass sich die Ende Juni getroffene
Entscheidung des Vereinigten Königreichs, aus der Europäischen Union (EU) auszutreten
("Brexit") nur sehr moderat auf die Weltwirtschaft auswirken wird, wobei vor allem
die entwickelten Volkswirtschaften in Europa betroffen sein sollten. Allerdings ist
nach Ansicht des IWF durch die neue Unsicherheit der künftigen Wirtschaftsbeziehungen
des Vereinigten Königreichs zur EU und der politischen Entwicklung in der EU selbst
auch eine weitere Reduktion der Wachstumsprognose für 2016 auf 2,9% vorstellbar. Entwicklungen in der Pharma- und Biotech-BrancheIn H1 2016 mussten die Branchenindizes NASDAQ Biotechnology (-24%) und DAXsubsector
Biotechnology (-15%) erhebliche Verluste hinnehmen. Mitverantwortlich für die seit
Mitte letzten Jahres unter Schwankungen anhaltende Kurskorrektur der Pharma- und Biotech-Werte
am US-Aktienmarkt war die politische Unsicherheit, die im Vorfeld der im November
diesen Jahres anstehenden Präsidentschaftswahlen in den USA aufgekommen ist. Das betrifft
insbesondere mögliche stärkere Preiskontrollen auf dem US-Medikamentenmarkt. Immerhin
hat sich in Q2 2016 die Entwicklung der US-Biotech-Werte stabilisiert (NASDAQ Biotechnology:
+1%), und das trotz Brexit-Referendum Ende Juni. Allerdings dürften zahlreiche nicht
auf die Branche spezialisierte Investoren seit Jahresbeginn vorsichtiger mit Biotech-Investitionen
geworden sein, was auch auf enttäuschende Nachrichten von bedeutenden Branchenvertretern
wie beispielsweise Biogen und Alexion Pharmaceuticals zurückzuführen sein dürfte. Die Mittel, die weltweit in Biotech-Unternehmen geflossen sind, belaufen sich nach
Angaben des Brancheninformationsdienstes BioCentury in H1 2016 auf 18 Mrd. US-$. Das
ist weit weniger als die Hälfte der Rekordsumme von 109 Mrd. US-$, die die Branche
im Gesamtjahr 2015 einsammeln konnte. Den deutschen Biotech-Unternehmen sind im Jahr 2015 der Unternehmensberatung EY zufolge
Eigenmittel in Höhe von 490 Mio. € zugeflossen, 45% mehr als im Vorjahr. Allerdings
steht dem deutschen Mittelzufluss ein Volumen von 61 Mrd. US-$ gegenüber, das 2015
in den USA eingeworben werden konnte, mehr als das Hundertfache des deutschen Volumens.
Ein Hauptgrund für dieses Ungleichgewicht wird von EY darin gesehen, dass ein Exit
für Risikokapitalgeber in Deutschland durch die nur sehr geringe Zahl von Börsengängen
in der Biotech-Branche häufig nur sehr schwer erfolgreich realisierbar ist. 2015 ist
mit Curetis nur ein einziges deutsches Biotech-Unternehmen an die Börse gegangen (Listing
an der Euronext in Amsterdam), 2016 mit BRAIN (Listing an der Frankfurter Wertpapierbörse)
bislang ebenfalls nur ein einziges. Aus dem deutschen Biotech-Umfeld gab es in H1 2016 nur wenige positive Finanzierungsnachrichten.
So konnten beispielsweise die nicht börsennotierte AdrenoMed und die an der Frankfurter
Wertpapierbörse gelistete Wilex erfolgreiche Kapitalerhöhungen abschließen. 1.2 UNTERNEHMENSENTWICKLUNG4SC hat in Q2 2016 seine Aktivitäten weiter auf die klinische Entwicklung von epigenetischen
Substanzen konzentriert. 1.2.1 SEGMENT DEVELOPMENTZum 30. Juni 2016 gehörten zum Segment "Development" die onkologischen Wirkstoffe
Resminostat, 4SC-202, 4SC-205 und der Autoimmunwirkstoff Vidofludimus, wobei die beiden
epigenetischen Medikamentenkandidaten Resminostat und 4SC-202 in der internen Entwicklung
Priorität haben. ONKOLOGIERESMINOSTATResminostat ist ein oral verabreichter epigenetischer Krebswirkstoff. Als HDAC- (Histon-Deacetylase-)
Inhibitor, der selektiv die HDAC-Klassen I, IIB und IV hemmt, sorgt Resminostat dafür,
dass z. B. in Krebszellen abgeschaltete Gene wieder aktiviert oder übermäßig aktive
Bereiche herunterreguliert werden. Neben den direkten Effekten verstärkt Resminostat
auch die körpereigene Immunantwort gegen Krebs. Resminostat hat das Potenzial, sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit
anderen Medikamenten entwickelt zu werden. Der Wirkstoff hat sich in Phase-I-Studien
als sicher und gut verträglich erwiesen und wird zur Behandlung von kutanem T-Zell-Lymphom,
Hodgkin-Lymphom, Leber-, Lungen-, Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Gallengangkrebs
klinisch erprobt. Erste positive Ergebnisse zur Wirksamkeit von Resminostat haben
sich bereits in Monotherapie für Patienten mit Hodgkin-Lymphom gezeigt, sowie in Kombination
mit der Standardtherapie Sorafenib für ausgewählte Patienten mit fortgeschrittenem
Leberkrebs. 4SC bereitet zur Zeit die Durchführung der RESMAIN-Studie für Resminostat vor. Dabei
handelt es sich um eine klinische Phase-II-Studie in kutanem T-Zell-Lymphom (CTCL)
in Europa. Ziel der Studie ist es zu prüfen, ob Resminostat als sogenannte Erhaltungstherapie
das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten mit fortgeschrittenem CTCL verzögern
oder verhindern kann, sofern die Patienten auf eine unmittelbar vorgelagerte Therapie
angesprochen haben. Bereits in Q1 2016 hatte 4SC das endgültige Studiendesign unter
Berücksichtigung des sogenannten "Scientific Advice" der europäischen Arzneimittelbehörde
EMA ("European Medicines Agency") festgelegt. In die randomisierte und Placebo-kontrollierte
RESMAIN-Studie werden ab Q4 2016 150 Patienten in 10 Ländern über 50 Studienzentren
aufgenommen, und 4SC rechnet damit, dass 2019 erste aussagekräftige Daten vorliegen
werden. Bei positiven Ergebnissen ist vorgesehen, diese Daten unmittelbar im Anschluss
daran zur Marktzulassung bei den entsprechenden Behörden einzureichen. Yakult Honsha Co., Ltd. (Yakult Honsha), der japanische Entwicklungspartner von 4SC,
kommt weiter in der klinischen Entwicklung von Resminostat voran. In Q2 2016 war in
diesem Zusammenhang insbesondere die Bekanntgabe von Ergebnissen der Phase-II-Studie
von Yakult Honsha mit Resminostat in Kombination mit dem Krebsmedikament Sorafenib
als Erstlinientherapie bei asiatischen Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs
(HCC) in Japan und Südkorea von Bedeutung. Der primäre Endpunkt eines statistisch
signifikant verlängerten Zeitraums bis zum Fortschreiten der Erkrankung ("Time To
Progression", TTP) wurde im Vergleich zur Sorafenib-Monotherapie (aktuelle HCC-Standardbehandlung)
nicht erreicht, und Yakult Honsha wird auf dieser Basis keine entsprechende zulassungsrelevante
Folgestudie in der Gesamt-Patientenpopulation durchführen. Allerdings analysiert Yakult Honsha die Ergebnisse derzeit im Einzelnen, und 4SC liegen
bereits erste Hinweise vor, dass Patienten in bestimmten Subgruppen von der Kombinationstherapie
Sorafenib/Resminostat im Vergleich zur Sorafenib-Monotherapie profitieren können.
Die abschließenden Erkenntnisse sind für 4SC besonders wichtig, da das Unternehmen
bei positiven Daten mittelfristig beabsichtigt, Resminostat in der Indikation HCC
auch in Europa und in den USA weiterzuentwickeln. In dieser Indikation hat das Unternehmen
bereits eine Phase-II-Studie in der Zweitlinientherapie erfolgreich abgeschlossen
und schätzt sowohl den therapeutischen Bedarf als auch das Marktpotenzial besonders
hoch ein. Menarini Asia-Pacific Holdings Pte. Ltd (Menarini AP), ebenfalls Entwicklungspartner
von 4SC für die Entwicklung von Resminostat, prüft derzeit die klinischen Entwicklungsmöglichkeiten
des Wirkstoffs in der Region Asien/Pazifik mit Ausnahme Japans. Im Juni hat 4SC auf dem Cancer Immunotherapy and Combinations Symposium im Rahmen
des World Preclinical Congress in Boston in den USA aktuelle Forschungsergebnisse
vorgestellt, die zeigen, dass Resminostat durch seinen epigenetischen Wirkmechanismus
das Potenzial hat, bei der Krebstherapie mit bereits zugelassenen Immuntherapien kombiniert
zu werden und deren Wirkung positiv zu verstärken. In einem Experiment wurde eine
Non-Hodgkin-Lymphom-Krebszelllinie jeweils einzeln mit Resminostat und dem immuntherapeutischen
Krebsmedikament Rituximab behandelt sowie zudem mit einer Kombination der beiden Substanzen.
Während die Einzelbehandlung in beiden Fällen dazu geführt hat, dass die Immunzellen
die Krebszellen verstärkt abgetötet haben, hat sich der Effekt in der Kombination
der beiden Substanzen mehr als verdreifacht. 4SC-2024SC-202 ist ein oral verabreichter epigenetischer Krebswirkstoff mit einmaligem Wirkprinzip.
4SC-202 wirkt als kombinierter LSD1- (Lysin-spezifische Demethylase-) und HDAC1, 2,
3- (Histon-Deacetylase-) Inhibitor und sorgt dafür, dass z. B. in Krebszellen abgeschaltete
Gene wieder aktiviert oder übermäßig aktive Bereiche herunterreguliert werden. Durch
diese epigenetischen Veränderungen hemmt 4SC-202 in den Zellen die für die Entstehung
und Metastasierung von Krebs wichtigen Hedgehog- und WNT-Signalwege. Neben den direkten
Effekten verstärkt 4SC-202 auch die körpereigene Immunantwort gegen Krebszellen. In einer Phase-I-Studie zur Behandlung von fortgeschrittenem Blut- und Lymphdrüsenkrebs
hat sich 4SC-202 als sicher und gut verträglich erwiesen. Zudem konnten bereits vielversprechende
Anzeichen auf Wirksamkeit festgestellt werden. Bei einem Patienten ging die Erkrankung
nachhaltig komplett zurück, bei einem weiteren Patienten teilweise. 4SC-202 ist nach Kenntnis von 4SC der einzige Inhibitor des vom SMO-Protein unabhängigen
Hedgehog-Signalwegs in klinischer Entwicklung und könnte damit Behandlungsoptionen
für Krebserkrankungen eröffnen, bei denen andere Hedgehog-Inhibitoren bisher nicht
wirken oder schnelle Resistenzbildung zeigen. Dies ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal
von 4SC-202. Da sich 4SC-202 durch seine Wirkweise und seine chemische Struktur deutlich
von Resminostat und dessen möglichen therapeutischen Einsatzgebieten unterscheidet,
ist der Wirkstoff eine ideale Ergänzung und Erweiterung der klinischen Produktpipeline
von 4SC. Aufbauend auf bereits in Q1 2016 vorgestellten Erkenntnissen hat 4SC im Juni auf der
ASCO-Jahreskonferenz in Chicago in den USA weitere präklinische Daten präsentiert,
die zeigen, dass 4SC-202 durch seinen epigenetischen Wirkmechanismus zur Krebsbehandlung
gut mit Checkpoint-Inhibitoren kombiniert werden kann. Tumore machen sich Immunkontrollpunkte
oder auch "Checkpoints" zu Nutzen, die eigentlich eine übermäßige oder fehl gerichtete
Abwehrreaktion verhindern sollen, um die gegen die Tumore gerichtete Immunabwehr abzuschalten.
Checkpoint-Inhibitoren hemmen die Signalwege, lösen also die "Bremsen" der Immunzellen,
sodass sie das Krebsgewebe wieder angreifen können. In einem Mausmodell konnte 4SC
zeigen, dass der gemeinsame Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren und 4SC-202 dazu führt,
dass die Tumorgröße deutlich stärker zurückgeht als mit dem bloßen Einsatz von Checkpoint-Inhibitoren. Diese äußerst vielversprechenden immunologischen Daten eröffnen 4SC weitere Möglichkeiten
für die klinische Entwicklung von 4SC-202, insbesondere das Ausloten von mono- und
kombinationstherapeutischen Behandlungsansätzen für Patienten mit bestimmten Arten
von Blut-, Lungen- oder Hautkrebs. Derzeit führt 4SC Gespräche mit potenziellen Finanz- bzw. Industriepartnern, um die
Weiterentwicklung von 4SC-202 in verschiedenen klinischen Phase-II-Programmen sicherzustellen. 4SC-2054SC-205 ist ein oral verabreichter Krebswirkstoff. 4SC-205 hemmt das Kinesin-Spindel-Protein
Eg5 (KIF11), das bei der Teilung und Vermehrung von Krebszellen eine wichtige Rolle
spielt. In einer 2015 abgeschlossenen Phase-I-Studie zur Behandlung von soliden Tumoren hat
sich 4SC-205 als sicher und gut verträglich erwiesen. Als einziger oral verabreichter
Eg5-Inhibitor in der klinischen Entwicklung kann 4SC-205 täglich in geringer Dosierung
eingenommen werden. Das macht die Substanz konstant im Körper verfügbar, sodass sie
durchgängig wirken kann. Das Dosierungsschema beeinflusst außerdem das Nebenwirkungsprofil
sehr positiv. Schwerwiegende Nebenwirkungen des peripheren Nervensystems, die für
Medikamente mit ähnlichem Wirkprinzip bekannt sind, sind in Zusammenhang mit 4SC-205
nicht aufgetreten. Auf dieser Basis haben 4SC und Guangzhou LingSheng Pharma Tech Co., Ltd (Link Health)
im Mai 2016 eine Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft für die Weiterentwicklung von
4SC-205 in Greater China (China, Hong Kong, Taiwan und Macao) abgeschlossen. LinkHealth
hält nun die exklusiven Lizenzrechte für die Entwicklung und Vermarktung von 4SC-205
in diesen Ländern und vergütet 4SC dafür mit Vorab- und Meilensteinzahlungen von bis
zu 76 Mio. €. Zudem erhält 4SC Umsatzbeteiligungen an Verkäufen auf dem chinesischen
Markt im zweistelligen Prozentbereich. 4SC wird die von Link Health gewonnenen Erkenntnisse zu 4SC-205 nutzen, um die Weiterentwicklung
auch in anderen Teilen der Welt gegebenenfalls auch über weitere Partnerschaften voranzutreiben. AUTOIMMUNERKRANKUNGENVIDOFLUDIMUSVidofludimus ist ein Wirkstoff von 4SC im Bereich der Autoimmunerkrankungen. Der oral
verabreichte Medikamentenkandidat hat in einer ersten klinischen Phase-IIa-Studie
vielversprechende Ergebnisse im Bereich der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen
(IBD) geliefert. Da 4SC seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf epigenetische
Krebswirkstoffe fokussiert hat, investiert das Unternehmen derzeit keine nennenswerten
eigenen Ressourcen in die weitere Entwicklung dieses Wirkstoffs. Das Unternehmen strebt
jedoch eine klinische Weiterentwicklung von Vidofludimus beispielsweise in der Indikation
Morbus Crohn in Zusammenarbeit mit externen Partnern und Investoren an. 1.2.2 SEGMENT DISCOVERY & COLLABORATIVE BUSINESSDas Segment "Discovery & Collaborative Business" hat bis April 2016 die Aktivitäten
der Wirkstoffentdeckung und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung durch
die 4SC Discovery GmbH (4SC Discovery) umfasst. 4SC Discovery hat neben wissenschaftlichen
Kooperationen mit akademischen Einrichtungen unter anderem Kooperationen mit der BioNTech
AG (BioNTech) und eine Technologie- und Vertriebspartnerschaft mit der CRELUX GmbH
unterhalten. Am 29. April 2016 hat 4SC den Verkauf aller wesentlichen operativen Wirtschaftsgüter
der 4SC Discovery an eine Tochtergesellschaft von BioNTech, die BioNTech Small Molecules
GmbH (BioNTech Small Molecules) für 650 T € bekannt gegeben. Die Wirtschaftsgüter
wurden unmittelbar an die BioNTech Small Molecules übertragen. Darüber hinaus hat
4SC das Recht erhalten, zeitlich befristet Forschungsdienstleistungen der BioNTech
Small Molecules im Gegenwert von einem Personenjahr ohne finanzielle Gegenleistung
in Anspruch zu nehmen. Zum 1. Mai 2016 wurden zudem sämtliche 22 Mitarbeiter der 4SC
Discovery von BioNTech Small Molecules übernommen. In der 4SC Discovery verbleiben
zunächst die präklinischen Forschungsprojekte. 4SC wird die epigenetischen Vorhaben
und das zugrundeliegende Know-how weiterhin selbst nutzen und plant darüber hinaus,
andere Projekte auszulizenzieren. 1.2.3 WESENTLICHE EREIGNISSE AUF KONZERNEBENEAuf der am 17. Juni 2016 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung wurden alle sechs
bisherigen Mitglieder des Aufsichtsrats für weitere drei Jahre neu gewählt. Der Aufsichtsrat
hat unmittelbar im Anschluss an diese Hauptversammlung Joerg von Petrikowsky mit sofortiger
Wirkung zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden berufen. Der bisherige stellvertretende
Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Manfred Rüdiger nimmt nun Verantwortung als reguläres
Aufsichtsratsmitglied wahr. Dr. Clemens Doppler bleibt unverändert Aufsichtsratsvorsitzender. Enno Spillner hat zum 30. Juni 2016 4SC auf eigenen Wunsch verlassen, nach über 10
Jahren Vorstandstätigkeit als Chief Financial Officer (CFO) und seit 2013 zudem als
Chief Executive Officer (CEO). Der Aufsichtsrat arbeitet an einer Nachfolgeregelung.
Seit dem 1. Juli 2016 ist Chief Development Officer (CDO) & Chief Scientific Officer
(CSO) Dr. Daniel Vitt Alleinvorstand. 1.2.4 PERSONALZum 30. Juni 2016 lag die Anzahl der Gesamtbeschäftigten (Headcount) im 4SC-Konzern
bei insgesamt 50 Mitarbeitern - inklusive Vorstand der 4SC AG (31. Dezember 2015:
67). Dabei stieg der Anteil des weiblichen Personals von 55% zum Jahresende 2015 auf
62% am 30. Juni 2016. Durch den Verkauf des operativen Teils der Tochtergesellschaft 4SC Discovery an BioNTech
Small Molecules wurden am 1. Mai 2016 22 Mitarbeiter des Segments "Discovery & Collaborative
Business" von BioNTech Small Molecules im Rahmen eines Betriebsübergangs übernommen.
Weitere vier Mitarbeiter aus der Biologie wechselten in den Development-Bereich. Seither
beschäftigt 4SC im Segment "Discovery & Collaborative Business" keine Mitarbeiter
mehr (28 Mitarbeiter zum 31 Dezember 2015). Aufgrund der Vorbereitungen der CTCL-Studie
mit Resminostat wurde der Development-Bereich in H1 2016 zusätzlich zu den Mitarbeitern
aus dem Discovery-Bereich um sieben Mitarbeiter verstärkt, so dass zum 30. Juni 2016
die Mitarbeiterzahl im Segment "Development" bei 50 (nach 39 am 31. Dezember 2015)
lag und damit der Gesamtbeschäftigtenzahl entsprach. In H1 2016 arbeiteten durchschnittlich 64 Personen (Headcount) im 4SC-Konzern (H1
2015: 68). Durch Teilzeitbeschäftigte und die Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeiter in
Elternzeit ergab sich zum 30. Juni 2016 eine Anzahl von 44 Vollzeitangestellten (Full
Time Equivalents; FTEs) im Vergleich zu 58 FTEs zum 31. Dezember 2015. Hiervon arbeiteten
zum Ende von H1 2016 68% (31. Dezember 2015: 76%) im Bereich Forschung und Entwicklung,
die restlichen 32% (31. Dezember 2015: 24%) in den Bereichen Business Development
und Verwaltung. 2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEDer 4SC-Konzern, der aus der 4SC AG und deren 100%igen Tochtergesellschaft 4SC Discovery
GmbH besteht, berichtet konsolidierte Zahlen für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres
2016, sowie für die Vergleichszahlen des Geschäftsjahres 2015. Der 4SC-Konzern berichtet seit Beginn des Jahres 2012 in den Geschäftssegmenten "Development"
und "Discovery & Collaborative Business". Das Segment "Development" umfasste zum 30.
Juni 2016 die Entwicklungsprogramme Resminostat, 4SC-202, 4SC-205 und Vidofludimus.
Das Segment "Discovery & Collaborative Business" beinhaltet die Aktivitäten der Wirkstoffentdeckung
und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung. Das darin enthaltene Servicegeschäft
und die Forschungskooperationen im Bereich Wirkstoffentdeckung und -optimierung wurden
mit Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs an BioNTech Small Molecules Ende
April 2016 eingestellt. 2.1 ERTRAGSLAGEUmsatzerlöseIn Q2 2016 reduzierten sich die Umsatzerlöse des 4SC-Konzerns auf 442 T € (Q2 2015:
496 T €). In H1 2016 verminderte sich der Konzernumsatz um 66% auf 854 T € (H1 2015:
2.488 T €). Der deutliche Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere
darin begründet, dass in H1 2015 einmalig Kosten in Höhe von 1.195 T € für die Herstellung
des Reminostat-Wirkstoffs an Yakult Honsha weiterbelastet werden konnten. Zusätzlich
wurde die Forschungskooperation mit LEO Pharma planmäßig Ende März 2015 beendet. Die Umsätze in H1 2016 setzen sich insbesondere aus der Auflösung der Umsatzabgrenzungen
für die erhaltenen Vorauszahlungen der Kooperationspartner Yakult Honsha, Menarini
AP und seit Mai 2016 Link Health zusammen. Im Segment "Development" wurden in H1 2016 insgesamt Umsätze in Höhe von 661 T € (H1
2015: 1.699 T €) erzielt. Die Umsatzerlöse im Segment "Discovery" verringerten sich
auf 193 T € (H1 2015: 789 T €), da Ende April 2016 der operative Geschäftsbetrieb
der 4SC Discovery veräußert wurde. Nähere Informationen zu den Segmentergebnissen sind im Konzernanhang, Kapitel 2, enthalten. Betriebliche AufwendungenDie betrieblichen Aufwendungen setzen sich aus Umsatz-, Vertriebs-, Forschungs- und
Entwicklungskosten sowie Verwaltungskosten zusammen. Sie lagen sowohl in Q2 2016 mit
4.976 T € (Q2 2015: 2.889 T €), als auch in H1 2016 mit 8.556 T € (H1 2015: 6.324
T €) über den Vorjahreswerten. Die kumulierten betrieblichen Aufwendungen verteilen sich auf das Segment "Development"
mit 7.472 T € (H1 2015: 4.931 T €), auf das Segment "Discovery & Collaborative Business"
mit 1.550 T € (H1 2015: 2.013 T €) und auf die Konsolidierung mit -466 T € (H1 2015:
-620 T €). Einen wesentlichen Anteil an den Aufwendungen machen weiterhin die Forschungs- und
Entwicklungskosten aus, die für Q2 2016 4.006 T € (Q2 2015: 1.888 T €) und für H1
2016 6.386 T € (H1 2015: 3.016 T €) betragen. Diese signifikante Erhöhung im Vergleich
zum Vorjahr ergibt sich vor allem daraus, dass 4SC intensiv mit den Vorbereitungen
der RESMAIN-Studie mit Resminostat in CTCL begonnen hat. Die Umsatzkosten reduzierten sich in Q2 2016 deutlich auf 59 T € (Q2 2015: 217 T €)
und in H1 2016 auf 152 T € (H1 2015: 1.596 T €). Im Vorjahr ergab sich eine einmalige
markante Steigerung der Umsatzkosten im Rahmen der Herstellung des Resminostat-Wirkstoffs
für den Kooperationspartner Yakult Honsha, die weiterberechnet wurden (siehe auch
Erläuterungen unter Punkt "Umsatzerlöse"). Die Vertriebskosten, die sich aus den Bereichen Business Development sowie aus Corporate
Communications & Investor Relations zusammensetzen, minderten sich im Quartalsvergleich
leicht auf 125 T € (Q2 2015: 132 T €) und im Halbjahresvergleich um 12% auf 212 T
€ (H1 2015: 242 T €), da Beratungsleistungen reduziert wurden. Die Verwaltungskosten erhöhten sich in Q2 2016 auf 786 T € (Q2 2015: 652 T €). In
H1 2016 stiegen sie auf 1.806 T € (H1 2015: 1.470 T €). Ausschlaggebend hierfür sind
im Wesentlichen gestiegene Rechts- und Beratungskosten im Berichtszeitraum. In H1 2016 stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge deutlich auf 1.001 T€ (H1 2015:
133 T €) an. Der überwiegende Anteil entstand durch die Veräußerung der wesentlichen
operativen Wirtschaftsgüter der 4SC Discovery an BioNTech Small Molecules im Wert
von 650 T € sowie einer zeitlich befristeten Forschungsdienstleistung im Gegenwert
von einem Personenjahr. Weitere Erlöse entstanden durch Untervermietungen in Höhe
von 117 T € (H1 2015: 46 T €). Ergebnis der betrieblichen TätigkeitDas Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit reduzierte sich aufgrund der deutlich gestiegenen
Forschungs- und Entwicklungskosten in Q2 2016 um 50% auf -3.565 T € (Q2 2015: -2.370
T €) und in H1 2016 um 81% auf -6.701 T € (H1 2015: -3.703 T €). FinanzergebnisIn Q2 2016 wurde ein Finanzergebnis von 92 T € (Q2 2015: 2 T €) erzielt. Für H1 2016
betrug das Finanzergebnis 123 T € (H1 2015: -206 T €). Grund hierfür waren im Wesentlichen
der deutlich gestiegene Ergebnisanteil an assoziierten Unternehmen in Höhe von 135
T € in H1 2016 (H1 2015: 33 T €) und die mit 21 T € deutlich verminderten Zinsaufwendungen
(H1 2015: 260 T €) in Folge der vollständigen Rückzahlung der Restdarlehensschuld
gegenüber der Santo Holding (Deutschland) GmbH (Santo Holding). SteuernIn Q2 2016 und in H1 2016 wies die 4SC einen Ertragsteueraufwand in Höhe von 61 T
€ aus (Q2 2015 und H1 2015: 40 T €). Dieser resultiert aus der nicht anrechenbaren
Quellensteuer im Zusammenhang mit der Vorabzahlung von Link Health. Die im Vorjahr
ausgewiesenen Steuern resultierten ebenfalls aus nicht anrechenbarer Quellensteuer
im Zusammenhang mit der erhaltenen Vorabzahlung von Menarini AP. KonzernergebnisDer Periodenverlust erhöhte sich in Q2 2016 um 47% auf 3.534 T € (Q2 2015: Verlust
in Höhe von 2.408 T €) und stieg in H1 2016 um 68% auf 6.639 T € (H1 2015: Verlust
in Höhe von 3.949 T €). Nähere Informationen zu den Segmentergebnissen sind im Konzernanhang
enthalten. Ergebnis je AktieDer Verlust je Aktie verringerte sich auf 0,19 € in Q2 2016 (Q2 2015: Verlust in Höhe
von 0,24 €) sowie auf 0,35 € in H1 2016 (H1 2015: Verlust in Höhe von 0,39 €). Hier
wirken zwei gegenläufige Effekte: Einerseits ergab sich in Folge der im Juli 2015
erfolgreich abgeschlossenen Kapitalmaßnahme eine signifikant höhere Aktienanzahl von
18.966.646 (H1 2015: 10.216.646), andererseits hat 4SC in H1 2016 im Vergleich zum
Vorjahr einen höheren Verlust von 6.639 T € (H1 2015: Verlust in Höhe von 3.949 T
€) ausgewiesen. 2.2 VERMÖGENSLAGELangfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte betrugen zum 30. Juni 2016 9.393 T € (31. Dezember
2015: 11.077 T €). Dieser Rückgang ist zum einen auf planmäßige Abschreibungen auf
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie auf den Verkauf des Sachanlagevermögens
der 4SC Discovery an BioNTech Small Molecules zurückzuführen. Den wesentlichsten Bestandteil
stellen nach wie vor die immateriellen Vermögenswerte dar. Sie betrugen zum 30. Juni
2016 8.766 T € (31. Dezember 2015: 9.123 T €). Zum anderen werden die in den sonstigen
langfristigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Zahlungsmittel in Form von Schuldscheindarlehen
in Höhe von 1.281 T € (31. Dezember 2015: 1.318 T €) zum Stichtag aufgrund ihrer Restlaufzeit
in die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände umgegliedert. Kurzfristige VermögenswerteDie kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich zum Stichtag 30. Juni 2016 auf
15.525 T € (31. Dezember 2015: 22.415 T €). Ursächlich hierfür sind niedrigere Zahlungsmittel
und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 12.517 T € (31. Dezember 2015: 21.476 T
€). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Berichtszeitraum
auf 706 T € (31. Dezember 2015: 94 T €). Sie sind überwiegend aus der Kooperationsvereinbarung
mit dem Partner Link Health im Segment "Development" entstanden. Die sonstigen kurzfristigen
Vermögenswerte stiegen aufgrund der unter den langfristigen Vermögenswerten erläuterten
Umgliederung zum 30. Juni 2016 auf 2.279 T € (30. Juni 2015: 816 T €). EigenkapitalDer Rückgang des Eigenkapitals von 26.428 T € zum 31. Dezember 2015 auf 19.789 T €
zum 30. Juni 2016 liegt im Wesentlichen in dem Periodenverlust von 6.639 T € begründet.
Der Bilanzverlust erhöhte sich entsprechend von 138.184 T € zum Geschäftsjahresende
2015 auf 144.823 T € zum 30. Juni 2016. Die Eigenkapitalquote konnte von 78,9% zum
Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 79,4% zum Ende von H1 2016 gestärkt werden, und
zwar durch die vollständige Rückführung der Schuld gegenüber dem Mehrheitsgesellschafter
Santo Holding in Höhe von 1.983 T € (31. Dezember 2015: 1.962 T €). Langfristige SchuldenDie langfristigen Schulden reduzierten sich zum Stichtag 30. Juni 2016 auf 1.431 T
€ (31. Dezember 2015: 1.471 T €). In den sonstigen langfristigen Schulden sind zum
30. Juni 2016 im Wesentlichen Umsatzabgrenzungsposten mit 1.393 T € (31. Dezember
2015: 1.433 T €) enthalten. Sie bestehen überwiegend aus Umsatzabgrenzungsposten im
Zusammenhang mit den Partnerschaften mit Yakult Honsha, Menarini AP und Link Health. Kurzfristige SchuldenDie kurzfristigen Schulden gingen um 34% auf 3.698 T € (31. Dezember 2015: 5.593 T
€) zurück. Grund hierfür war die Tilgung des Restdarlehens von Santo Holding in Höhe
von 1.500 T € sowie der hierdurch aufgelaufenen Zinsaufwendungen in Höhe von 483 T
€. Des Weiteren sind Schulden aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 747 T € (31.
Dezember 2015: 688 T €), Umsatzabgrenzungsposten über 1.262 T € (31. Dezember 2015:
1.164 T €) sowie Sonstige Schulden von 1.689 T € (31. Dezember 2015: 1.779 T €) enthalten. BilanzsummeZum 30. Juni 2016 betrug die Bilanzsumme des 4SC-Konzerns 24.918 T € (31. Dezember
2015: 33.492 T €). Dieser Rückgang um 26% liegt vor allem im Periodenverlust begründet. 2.3 FINANZLAGECashflows aus der betrieblichen TätigkeitDer Mittelabfluss aus der betrieblichen Tätigkeit lag in H1 2016 bei 8.037 T € (H1
2015: -3.562 T €). Die Veränderung im Vergleich zu dem mit 6.639 T € (H1 2015: -3.909
T €) negativen Periodenergebnis resultiert einerseits aus Anpassungen für nicht zahlungswirksame
Posten der Gesamtergebnisrechnung wie den Abschreibungen, jedoch auch den gegenläufig
wirkenden einmaligen Abgängen von Sachanlage- und Umlaufvermögen im Kontext mit dem
Verkauf des operativen Geschäfts der 4SC Discovery. Andererseits aus überwiegend Cashflow-negativen
Veränderungen der Bilanzpositionen, wie den gezahlten Zinsaufwendungen für das Mehrheitsgesellschafterdarlehen
der Santo Holding und dem Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im
Zusammenhang mit der Kooperationsvereinbarung in Q2 2016 mit Link Health. Cashflows aus der InvestitionstätigkeitDie Mittelzuflüsse aus der Investitionstätigkeit lagen in H1 2016 bei 578 T € (H1
2015: -32 T €). Die Zuflüsse resultieren aus dem Abgang von Anlage- und Umlaufvermögen
in Folge des Verkaufs an die BioNTech Small Molecules. Ebenfalls wurden in H1 2016
13 T € in Sachanlagen (H1 2015: 32 T €) sowie 60 T € in immaterielle Vermögenswerte
investiert. Cashflows aus der FinanzierungstätigkeitDie Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit in H1 2016 in Höhe von -1.500 T € (H1
2015: 1.300 T €) resultieren aus der Tilgung der Restschuld des Gesellschafterdarlehens
von Santo Holding. FinanzmittelbestandDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen zum 30. Juni 2016 bei 12.517
T € (31. Dezember 2015: 21.476 T €). In H1 2016 betrug der durchschnittliche monatliche
operative Finanzmittelabfluss 1.243 T € (H1 2015: 599 T €). Der Anstieg dieser Kennzahl
im Vergleich zur Vorjahresperiode ergibt sich vor allem daraus, dass 4SC intensiv
mit den Vorbereitungen der RESMAIN-Studie mit Resminostat in CTCL begonnen hat. 3. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTFür eine ausführliche Beschreibung der im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit
des Unternehmens stehenden Risiken und Chancen sowie des computergestützten Risikomanagement-
und Controlling-Systems des Unternehmens wird auf die Seiten 57 bis 69 des Geschäftsberichts
2015 verwiesen. Auf Basis der am 27. Mai 2016 veröffentlichten Ergebnisse der Phase-II-Studie
von Yakult Honsha mit Resminostat in Kombination mit Sorafenib als Erstlinientherapie
bei Leberkrebs hat sich Yakult Honsha entschieden, zumindest mit der Gesamt-Patientenpopulation
keine weitere und dann zulassungsrelevante Studie in dieser Indikation durchzuführen,
wodurch sich die Risiken aus der Produktentwicklung und der benötigten Finanzierung
gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2015 erhöht haben. Darüber hinaus ist
die Risiko- und Chancenlage weitgehend unverändert geblieben. Der Eintritt der im
Geschäftsbericht beschriebenen Risiken könnte einzeln oder in Kombination einen negativen
Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von 4SC haben. 4. NACHTRAGSBERICHTAm 20. Juli 2016 hat 4SC die Gründung eines internationalen wissenschaftlichen Expertengremiums
(international Scientific Expert Panel, iSEP) vermeldet. Dieses Gremium setzt sich
aus anerkannten Experten auf den Gebieten Epigenetik und Onkologie zusammen, die 4SC
beim weiteren Ausbau der Führungsposition in der Entwicklung epigenetischer Krebsmedikamente
unterstützen werden. Die Gründungsmitglieder des iSEP sind Prof. Dr. Thomas Jenuwein,
Dr. Charles B. Epstein und Prof. Dr. med. Wolff Schmiegel. Seit 28. Juli 2016 verstärkt
Prof. Dr. Dr. Alexander Tarakhovsky das Gremium. 5. PROGNOSEBERICHTSektorprognoseDie Unternehmensberatung EY zitiert in einer Studie vom April 2016 eine drei Monate
zuvor durchgeführte Biotech-Branchenumfrage von BIOCOM/BIO Deutschland. Demnach seien
die Befragten "optimistisch wie schon lange nicht mehr", basierend auf 70% Zustimmung
für eine gute Lage des Biotech-Sektors 2015 und 60% Zustimmung für die Erwartung einer
weiteren Aufwärtsbewegung 2016. Allerdings lägen dieser positiven Einschätzung Daten
zugrunde, die durch wenige bedeutende Einzelereignisse verzerrt seien. So ist das
von deutschen Biotech-Unternehmen eingesammelte Eigenkapital im Jahr 2015 um 45% auf
490 Mio. € gestiegen. Bereinigt um die 167 Mio. €, die davon allein CureVac zugeflossen
sind, würde sich ein Rückgang um 5% ergeben. Die Kapitalbeschaffung erweise sich in
Deutschland in vielen Fällen nach wie vor als sehr mühsam, was wesentlich auf das
im internationalen Vergleich sehr ausgeprägte Sicherheitsbewusstsein in Deutschland
zurückzuführen sein dürfte. Nach Angaben des Brancheninforationsdienstes BioCentury haben in Q2 2016 weltweit
acht Biotech-Unternehmen Pläne für einen Börsengang in den USA angekündigt. Damit
steigt die Anzahl der beabsichtigten Börsengänge auf 23. In Q2 2016 haben 16 Branchenvertreter
bei ihren Börsengängen 0,8 Mrd. US-$ eingenommen und damit den Gesamterlös durch Biotech-Börsengänge
in H1 2016 auf 1,4 Mrd. US-$ gesteigert. Dieser Wert liegt deutlich hinter dem Vergleichswert
von 5 Mrd. US-$ in H1 2015 zurück. Durch Folgefinanzierungen (Follow-Ons) konnten
in Q2 2016 37 Biotech-Unternehmen insgesamt 2,1 Mrd. US-$ erlösen. Der Gesamterlös
aus Follow-Ons in H1 2016 beträgt damit 3,9 Mrd. US-$ und damit ebenfalls wesentlich
weniger als die Vergleichszahl von 19 Mrd. US-$ in H1 2015. Weitere operative und strategische EntwicklungIm Segment "Development" setzt 4SC weiterhin auf seine fokussierte Entwicklungsstrategie,
in deren Rahmen die beiden epigenetischen Produkte Resminostat und 4SC-202 im Vordergrund
stehen. Der operative Schwerpunkt liegt dabei auf der geplanten klinischen Entwicklung des
Krebswirkstoffs Resminostat in der Indikation fortgeschrittenes kutanes T-Zell-Lymphom
(CTCL) mit dem Ziel, eine möglichst schnelle Zulassung von Resminostat in dieser Indikation
in der EU zu erlangen. 4SC bereitet derzeit eine randomisierte, Placebo-kontrollierte
klinische Phase-II-Studie in fortgeschrittenem CTCL vor, die RESMAIN-Studie. Darin
werden ab Q4 2016 150 Patienten in 10 Ländern über 50 Studienzentren aufgenommen,
und 4SC rechnet damit, dass 2019 erste aussagekräftige Daten vorliegen werden. Bei
positiven Ergebnissen ist vorgesehen, diese Daten unmittelbar im Anschluss daran zur
Marktzulassung bei den zuständigen Behörden einzureichen. Yakult Honsha, der japanische Entwicklungspartner von 4SC, wird die detaillierten
Ergebnisse der kürzlich abgeschlossenen Phase-II-Studie mit Resminostat in Kombination
mit dem Krebsmedikament Sorafenib als Erstlinientherapie bei asiatischen Patienten
in Japan und Südkorea mit fortgeschrittenem Leberkrebs (HCC) weiter analysieren. Die
abschließenden Erkenntnisse sind für 4SC und seine Lizenzpartner von besonderer Bedeutung,
da das Unternehmen bei positiven Daten mittelfristig beabsichtigt, Resminostat in
der Indikation HCC auch in Europa und in den USA weiterzuentwickeln. In dieser Indikation
schätzt das Unternehmen sowohl den therapeutischen Bedarf als auch das Marktpotenzial
besonders hoch ein. Darüber hinaus geht 4SC davon aus, dass Menarini AP, der zweite
Partner von 4SC für die Entwicklung von Resminostat, seine Pläne in Ländern der Region
Asien-Pazifik ohne Japan in Kürze ebenfalls mit Fokus auf die Indikation HCC konkretisieren
wird. Zusätzlich wird 4SC seine laufenden präklinischen Studien zur Untersuchung des immunmodulatorischen
Potenzials von Resminostat weiter vorantreiben. Für den zweiten epigenetischen Krebswirkstoff 4SC-202 erwartet 4SC, den offiziellen
Studienbericht zur abgeschlossenen Phase-I-Studie (TOPAS) noch in diesem Jahr fertigstellen
zu können. Auf Basis der im Rahmen dieser Studie gewonnenen Erkenntnisse und der kürzlich
präsentierten immunologischen Daten eröffnen sich für 4SC weitere Möglichkeiten für
die klinische Entwicklung von 4SC-202. Im Fokus stehen dabei mono- und kombinationstherapeutische
Behandlungsansätze für Patienten mit bestimmten Arten von Blut-, Lungen- oder Hautkrebs. Zudem wird 4SC die Weiterentwicklung seines dritten Krebswirkstoffs 4SC-205 vorantreiben.
Grundlage dafür sind die positiven Ergebnisse einer Phase-I-Studie mit 4SC-205 bei
Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren und die kürzlich mit Link Health abgeschlossene
Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft für 4SC-205 in Greater China (China, Hong Kong,
Taiwan und Macao). Insgesamt strebt 4SC weitere Lizenzpartnerschaften mit Unternehmen aus der Pharma-
und Biotech-Branche an, um die klinische Entwicklung der Produkte voranzutreiben und
zusätzlichen Unternehmenswert zu generieren. Im Segment "Discovery & Collaborative Business" verbleiben nach dem Verkauf der wesentlichen
operativen Wirtschaftsgüter der 4SC Discovery an BioNTech Small Molecules die präklinischen
Forschungsprojekte, unter anderem aus den Bereichen Epigenetik, Krebsstammzellen,
Krebsimmuntherapie und zelluläre Signalwege. 4SC wird die epigenetischen Vorhaben
und das zurundeliegende Know-How weiterhin selbst nutzen und plant, weitere Projekte
auszulizenzieren. FinanzprognoseDer Finanzmittelbestand des 4SC-Konzerns summierte sich zu Ende H1 2016 auf 13.798
T €. Unter Berücksichtigung der aktuellen Finanzplanung und der avisierten operativen
Tätigkeiten bestätigt der Vorstand seine bisherige Finanzprognose für das Gesamtjahr
2016 über einen durchschnittlichen monatlichen operativen Finanzmittelverbrauch von
1.200 T € und geht weiter davon aus, dass die Mittel zur Finanzierung des Unternehmens
voraussichtlich bis in das Jahr 2018 ausreichen und damit die wesentlichen Teile der
geplanten CTCL-Studie mit Resminostat abdecken werden. 4SC rechnet damit, dass die
bislang geplanten Mittel aus den Partnerschaften mit Yakult Honsha und Menarini AP
aufgrund der noch andauernden Analyse der Ergebnisse der von Yakult Honsha durchgeführten
Phase-II-Studie mit Resminostat bei asiatischen Patienten mit fortgeschrittenem Leberkrebs
(HCC) später als ursprünglich angenommen zufließen werden. Diese Effekte werden jedoch
im Wesentlichen durch zwei Effekte kompensiert: Zum einen durch kurzfristige Zuflüsse
aus dem Verkauf des operativen Geschäfts der 4SC Discovery und der damit einhergehenden
Kosteneinsparungen und zum anderen durch die Auslizenzierung von 4SC-205 für die Region
Greater China. Planegg-Martinsried, 8. August 2016 Dr. Daniel Vitt Vorstand KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS NACH IFRS
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| in Tausend Euro, wenn nicht anders angegeben | ||||
| Q2 2016 | Q2 2015 | 6M 2016 | 6M 2015 | |
| Umsatzerlöse | 442 | 496 | 854 | 2.488 |
| Umsatzkosten | -59 | -217 | -152 | -1.596 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 383 | 279 | 702 | 892 |
| Vertriebskosten | -125 | -132 | -212 | -242 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -4.006 | -1.888 | -6.386 | -3.016 |
| Verwaltungskosten | -786 | -652 | -1.806 | -1.470 |
| Sonstige Erträge | 969 | 23 | 1.001 | 133 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | -3.565 | -2.370 | -6.701 | -3.703 |
| Finanzergebnis | ||||
| Ergebnisanteile an Beteiligungen nach der Equity-Methode | 93 | 0 | 135 | 33 |
| Finanzerträge | 10 | 1 | 28 | 2 |
| Finanzaufwendungen | -11 | 1 | -40 | -241 |
| Finanzergebnis | 92 | 2 | 123 | -206 |
| Ergebnis vor Steuern | -3.473 | -2.368 | -6.578 | -3.909 |
| Ertragsteuern | -61 | -40 | -61 | -40 |
| Periodenergebnis = Konzern-Gesamtergebnis | -3.534 | -2.408 | -6.639 | -3.949 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert; in €) | -0,19 | -0,24 | -0,35 | -0,39 |
| in Tausend Euro | ||
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 8.766 | 9.123 |
| Sachanlagen | 213 | 357 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 413 | 278 |
| Sonstige Finanzanlagen | 0 | 1.318 |
| Sonstige Vermögenswerte | 1 | 1 |
| Langfristige Vermögenswerte | 9.393 | 11.077 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorratsvermögen | 5 | 20 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 706 | 94 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 5 | 8 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 12.517 | 21.476 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | 13 | 1 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.279 | 816 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.525 | 22.415 |
| Bilanzsumme | 24.918 | 33.492 |
| in Tausend Euro | ||
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | |
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 18.967 | 18.967 |
| Agio | 143.829 | 143.829 |
| Rücklagen | 1.816 | 1.816 |
| Bilanzverlust | -144.823 | -138.184 |
| Eigenkapital | 19.789 | 26.428 |
| Langfristige Schulden | ||
| Umsatzabgrenzungsposten | 1.393 | 1.433 |
| Sonstige Schulden | 38 | 38 |
| Langfristige Schulden | 1.431 | 1.471 |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 747 | 688 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern | 0 | 1.962 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 1.262 | 1.164 |
| Sonstige Schulden | 1.689 | 1.779 |
| Kurzfristige Schulden | 3.698 | 5.593 |
| Bilanzsumme | 24.918 | 33.492 |
| in Tausend Euro | ||
| 6M 2016 | 6M 2015 | |
| CASHFLOWS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT | ||
| Ergebnis vor Steuern | -6.639 | -3.909 |
| Anpassungen für Posten der Gesamtergebnisrechnung | ||
| Abschreibungen | 480 | 490 |
| Finanzergebnis | -108 | 206 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Positionen | -496 | 45 |
| Veränderungen der Bilanzposten | ||
| Vorratsvermögen | 15 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -612 | 455 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 3 | 0 |
| Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern | -12 | 15 |
| Sonstige Vermögenswerte | -145 | -16 |
| Schulden aus Lieferungen und Leistungen | 59 | -368 |
| Schulden gegenüber assoziierten Unternehmen | 0 | 30 |
| Umsatzabgrenzungsposten | 59 | 497 |
| Sonstige Schulden | -91 | -962 |
| Erhaltene Zinsen | 7 | 0 |
| Gezahlte Zinsen | -557 | -6 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 0* | -40 |
| CASHFLOWS AUS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT | -8.037 | -3.562 |
| CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | ||
| Erwerb von Immateriellen Vermögenswerten | -60 | 0 |
| Erwerb von Sachanlagen | -13 | -32 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen | 382 | 0 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Umlaufvermögen | 269 | 0 |
| CASHFLOWS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | 578 | -32 |
| CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | ||
| Einzahlungen aus der Erhöhung des Gezeichneten Kapitals bzw. der Kapitalherabsetzung | 0 | 234 |
| Einzahlung in das Agio bzw. der Kapitalherabsetzung | 0 | -99 |
| Aufnahme (Tilgung) aus der Begebung von Wandelschuldverschreibungen | 0 | -335 |
| Tilgung von Gesellschafterdarlehen | -1.500 | 1.500 |
| CASHFLOWS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | -1.500 | 1.300 |
| NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE | -8.959 | -2.294 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 21.476 | 3.202 |
| = ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM ENDE DER PERIODE | 12.517 | 908 |
| in Tausend Euro | ||||||
| Rücklagen | ||||||
| Gezeichnetes Kapital |
Agio | Rücklage Aktienoptionen |
Gewinnrücklage | Bilanzverlust | Gesamt | |
| Saldo zum 01.01.2015 | 50.849 | 78.339 | 1.751 | 67 | -128.956 | 2.050 |
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2009) | 0 | 0 | ||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2010) | 0 | 0 | ||||
| Ausgegebene Optionen (ESOP 2009/2011) | 0 | 0 | ||||
| Kapitalerhöhung aus der Wandelung von Wandelschuldverschreibungen |
47 | 88 | 135 | |||
| Kapitalherabsetzung 5:1 | -40.679 | 40.679 | 0 | |||
| Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Aufwendungen |
-652 | -652 | ||||
| Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2015 | -3.949 | -3.949 | ||||
| Periodenergebnis 01.01.-30.06.2015 | -3.949 | -3.949 | ||||
| Saldo zum 30.06.2015 | 10.217 | 118.454 | 1.751 | 67 | -132.905 | -2.416 |
| Saldo zum 01.01.2016 | 18.967 | 143.829 | 1.749 | 67 | -138.184 | 26.428 |
| Gesamtergebnis 01.01.-30.06.2016 | -6.639 | -6.639 | ||||
| Periodenergebnis 01.01.-30.06.2016 | -6.639 | -6.639 | ||||
| Saldo zum 30.06.2016 | 18.967 | 143.829 | 1.749 | 67 | -144.823 | 19.789 |
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsvorschriften
der International Financial Reporting Standards (IFRS) - wie sie von der EU übernommen
wurden - unter Berücksichtigung des IAS 34 (Zwischenberichterstattung) nach den Vorgaben
des International Accounting Standards Boards (IASB) erstellt. Die Empfehlungen des
Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting
Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt. Vom IASB verabschiedete und
von der EU übernommene neue Standards werden grundsätzlich ab dem Geschäftsjahr angewendet,
ab dem die Anwendung verpflichtend ist.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2016 umfasst neben der in Planegg-Martinsried
ansässigen 4SC AG auch die 100%ige Tochtergesellschaft 4SC Discovery GmbH, Planegg-Martinsried
(zusammen "4SC-Konzern bzw. "4SC"), im Wege der Vollkonsolidierung. Darüber hinaus
werden im vorliegenden Abschluss die folgenden Unternehmen berücksichtigt:
| Unternehmen / Sitz | Bewertet als | Bewertet gem. |
| Panoptes Pharma Ges.m.b.H., Wien, Österreich | assoziiertes Unternehmen | IAS 28 |
| quattro research GmbH, Planegg-Martinsried | assoziiertes Unternehmen | IAS 28 |
Der Konzern-Zwischenbericht wurde durch den Vorstand am 8. August 2016 zur Veröffentlichung
freigegeben. Die gemäß Deutschem Corporate Governance Kodex (in der Fassung vom 5.
Mai 2015) empfohlene Erörterung des Zwischenberichts zwischen Aufsichtsrat bzw. Prüfungsausschuss
und Vorstand fand am 1. August 2016 in Form einer Telefonkonferenz statt.
Die angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die durch den Vorstand
getroffenen Ermessensentscheidungen (Schätzungen) entsprechen im Wesentlichen denen
des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015.
4SC grenzt seit dem 1. Januar 2012 das Segmentberichtsformat in Übereinstimmung mit
seiner internen Steuerung (Management Approach) nach den beiden Geschäftssegmenten
"Development" und "Discovery & Collaborative Business" ab. Im Folgenden werden die
einzelnen Geschäftssegmente erläutert sowie deren Kerngeschäft bzw. Kernprojekte abgegrenzt.
Das Unternehmenssegment "Development" umfasst die klinische und präklinische Entwicklung
der Medikamentenkandidaten aus der Produktpipeline des Konzerns durch die Konzernmuttergesellschaft
4SC AG. Es umfasste zum 30. Juni 2016 die Entwicklungsprogramme Resminostat, 4SC-202,
4SC-205 und Vidofludimus.
Das Unternehmenssegment "Discovery & Collaborative Business" umfasst zum 30. Juni
2016 die in der 4SC Discovery GmbH gebündelten Aktivitäten der Wirkstoffentdeckung
und Frühphasenforschung sowie deren Kommerzialisierung. Das darin enthaltene Servicegeschäft
und die Forschungskooperationen im Bereich Wirkstoffentdeckung und -optimierung wurden
mit Veräußerung des operativen Geschäftsbetriebs an BioNTech Small Molecules Ende
April 2016 eingestellt.
Es wurden keine intersegmentären Umsatzerlöse erzielt. Die Segmentergebnisse stellen
sich in der Übersicht wie folgt dar:
| in Tausend Euro | ||||||
| Development | Discovery & Collaborative Business |
Nicht zugeordnet |
||||
| 6M 2016 | 6M 2015 | 6M 2016 | 6M 2015 | 6M 2016 | 6M 2015 | |
| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | ||||||
| Umsatzerlöse gesamt | 661 | 1.699 | 193 | 789 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse extern | 661 | 1.699 | 193 | 789 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse intersegmentär | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Erträge | 447 | 655 | 1.020 | 98 | 0 | 0 |
| Betriebliche Aufwendungen | -7.472 | -4.931 | -1.550 | -2.013 | 0 | 0 |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | -5.456 | -2.166 | -1.280 | -1.259 | 0 | 0 |
| davon Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten | -2.016 | -2.765 | -270 | -754 | 0 | 0 |
| Segmentergebnis | -6.365 | -2.577 | -336 | -1.126 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | 6 | -3 | 0 | -3 | 117 | -200 |
| Ergebnis vor Steuern | -6.359 | -2.580 | -336 | -1.129 | 117 | -200 |
| Aufwand aus Ertragsteuern | -61 | -40 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Periodenergebnis | -6.420 | -2.620 | -336 | -1.129 | 117 | -200 |
| in Tausend Euro | ||||
| Konsolidierung | Konzern | |||
| 6M 2016 | 6M 2015 | 6M 2016 | 6M 2015 | |
| GESAMTERGEBNISRECHNUNG | ||||
| Umsatzerlöse gesamt | 0 | 0 | 854 | 2.488 |
| Umsatzerlöse extern | 0 | 0 | 854 | 2.488 |
| Umsatzerlöse intersegmentär | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Erträge | -466 | -620 | 1.001 | 133 |
| Betriebliche Aufwendungen | 466 | 620 | -8.556 | -6.324 |
| davon Forschungs- und Entwicklungskosten | 350 | 409 | -6.386 | -3.016 |
| davon Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten | 116 | 211 | -2.170 | -3.308 |
| Segmentergebnis | 0 | 0 | -6.701 | -3.703 |
| Finanzergebnis | 0 | 0 | 123 | -206 |
| Ergebnis vor Steuern | 0 | 0 | -6.578 | -3.909 |
| Aufwand aus Ertragsteuern | 0 | 0 | -61 | -40 |
| Periodenergebnis | 0 | 0 | -6.639 | -3.949 |
| in Tausend Euro | ||||||
| Development | Discovery & Collaborative Business |
Nicht zugeordnet | ||||
| 30.06.2016 | 30.06.2015 | 30.06.2016 | 30.06.2015 | 30.06.2016 | 30.06.2015 | |
| BILANZPOSTEN & ANLAGEVERMÖGEN | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 7.699 | 9.515 | 0 | 289 | 1.694 | 420 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.208 | 169 | 95 | 320 | 13.222 | 1.047 |
| Segmentaktiva gesamt | 9.907 | 9.684 | 95 | 609 | 14.916 | 1.467 |
| Eigenkapital | 0 | 0 | 0 | 0 | 19.789 | -2.416 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1.393 | 2.015 | 0 | 0 | 38 | 1.997 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.569 | 3.435 | 421 | 382 | 708 | 6.347 |
| Segmentpassiva gesamt | 3.962 | 5.450 | 421 | 382 | 20.535 | 5.928 |
| Investitionen* | 73 | 22 | 0 | 10 | 0 | 0 |
| Abschreibungen | 450 | 434 | 30 | 56 | 0 | 0 |
| in Tausend Euro | ||||
| Konsolidierung | Konzern | |||
| 30.06.2016 | 30.06.2015 | 30.06.2016 | 30.06.2015 | |
| BILANZPOSTEN & ANLAGEVERMÖGEN | ||||
| Langfristige Vermögenswerte | 0 | 0 | 9.393 | 10.224 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 0 | 0 | 15.525 | 1.536 |
| Segmentaktiva gesamt | 0 | 0 | 24.918 | 11.760 |
| Eigenkapital | 0 | 0 | 19.789 | -2.416 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 1.431 | 4.012 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 3.698 | 10.164 |
| Segmentpassiva gesamt | 0 | 0 | 24.918 | 11.760 |
| Investitionen* | 0 | 0 | 73 | 32 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 480 | 490 |
Die folgende Übersicht zeigt die geografische Verteilung der Umsatzerlöse des Konzerns,
bezogen auf den geografischen Sitz des Kunden:
| in Tausend Euro | ||
| 6M 2016 | 6M 2015 | |
| Deutschland | 216 | 443 |
| Europa | 5 | 346 |
| Asien | 633 | 1.699 |
| Umsatzerlöse | 854 | 2.488 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich nach IAS 33.9 ff. aus der Division
des den Aktionären zustehenden Periodenergebnisses (Zähler) durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl der in der Berichtsperiode im Umlauf befindlichen Aktien (Nenner).
| Q2 2016 | Q2 2015 | 6M 2016 | 6M 2015 | |
| Zugrundeliegendes Periodenergebnis (in T €) | -3.534 | -2.408 | -6.639 | -3.949 |
| Zugrundeliegende durchschnittliche Aktienzahl (in Tausend) | 18.967 | 10.164 | 18.967 | 10.167 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert, in €) | -0,19 | -0,24 | -0,35 | -0,39 |
Aufgrund der Verlustsituation der 4SC AG wirken die begebenen Optionen nicht verwässernd.
Damit entspricht das verwässerte dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
4SC verfügt über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Zum 30. Juni 2016 gab
es weitere sonstige finanzielle Vermögenswerte in Form von Schuldscheindarlehen. Diese
Posten bilden zusammen den Finanzmittelbestand:
| in Tausend Euro | |||
| 30.06.2016 | 31.12.2015 | 30.06.2015 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 12.517 | 21.476 | 908 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.281 | 1.318 | 0 |
| Finanzmittelbestand | 13.798 | 22.794 | 908 |
In Q2 2016 fanden keine meldepflichtigen Transaktionen nach §15a WpHG mit Aktien oder
Optionen durch ein Organmitglied statt.
Die nachfolgenden Übersichten zeigen die von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats
zum Quartalsstichtag 30. Juni 2016 gehaltenen Aktien und Aktienoptionen.
| Aktien in Stück | ||||
| Aktien 01.01.2016 |
Kauf | Verkauf | Aktien 30.06.2016 |
|
| Vorstand | ||||
| Dr. Daniel Vitt | 83.361 | 0 | 0 | 83.361 |
| Enno Spillner | 14.760 | 0 | 0 | 14.760 |
| Aktienbesitz Vorstand | 98.121 | 0 | 0 | 98.121 |
| Aufsichtsrat | ||||
| Dr. Clemens Doppler | 3.719 | 0 | 0 | 3.719 |
| Dr. Manfred Rüdiger | 1.500 | 0 | 0 | 1.500 |
| Aktienbesitz Aufsichtsrat | 5.219 | 0 | 0 | 5.219 |
| Aktienoptionen in Stück | |||||
| Optionen 01.01.2016 |
Zugänge | Verfall | Ausübung | Optionen = maximale Aktienzahl 30.06.2016 |
|
| Vorstand | |||||
| Dr. Daniel Vitt | 28.520 | 0 | 0 | 0 | 28.520 |
| Enno Spillner | 44.640 | 0 | 0 | 0 | 44.640 |
| Aktienoptionen Vorstand | 73.160 | 0 | 0 | 0 | 73.160 |
Im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2016 hat 4SC die nachfolgend dargestellten
wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
Die Santo Holding (Deutschland) GmbH, hat der 4SC AG im Juni 2014 ein Gesellschafterdarlehen
über bis zu 10.000 T € zur Finanzierung der Kosten für die Vorbereitung einer geplanten
klinischen Studie mit dem Wirkstoff Resminostat in der Indikation Leberkrebs und zur
Finanzierung der laufenden Administrationskosten der 4SC AG gewährt. Die 4SC AG konnte
die Kreditlinie im Rahmen ihrer entsprechenden Finanzplanungen in Tranchen bis zum
31. Dezember 2015 abrufen. Das Darlehen wurde mit 8% p.a. verzinst (Endfälligkeit)
und hatte eine Laufzeit bis Ende 2016. Die zum Ende Q2 2015 bestehende Darlehensverbindlichkeit
von 7.500 T € konnte im Rahmen einer Sach-Kapitalerhöhung Anfang Juli 2015 durch die
Ausgabe von Gegenleistungsaktien im Gegenwert von 6.000 T € zu wesentlichen Anteilen
abgelöst werden. Die nach dem 31. Dezember 2015 noch verbliebene Restschuld in Höhe
von 1.500 T € und die aufgelaufenen Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 483 T € wurden
in Q1 2016 vollständig getilgt.
Die 4SC AG unterhält Rechtsbeziehungen zur quattro research GmbH, an der sie seit
deren Gründung Anfang 2004 eine Beteiligung in Höhe von 48,8% des Stammkapitals hält.
Es besteht ein Software-Service-Vertrag zwischen den Gesellschaften. Die quattro research
GmbH erbringt Leistungen zur Verbesserung, Weiterentwicklung, Benutzerunterstützung,
Weiterbildung und Datenbankpflege einer von 4SC erstellten Software zur Unterstützung
der Forschungsaktivitäten. Dieser Vertrag hatte in H1 2016 ein Volumen von netto 30
T € (H1 2015: 90 T €). Im Berichtszeitraum wurde des Weiteren eine Software-Lizenz
von der quattro research GmbH von netto 2 T € (H1 2015: Null €) erworben. Zum Bilanzstichtag
bestanden gegenüber der quattro research GmbH wie bereits im Vorjahreszeitraum keine
Schulden.
Die 4SC Discovery GmbH unterhält eine Rechtsbeziehung zur BioNTech AG, Mainz und deren
Tochterunternehmen BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH (vormals: Ribological GmbH) und
der in Q2 2016 neu gegründeten BioNTech Small Molecules GmbH, die alle zur Unternehmensgruppe
der Santo Holding (Deutschland) GmbH, Holzkirchen - dem Hauptaktionär der 4SC AG -
gehören. Am 17. Dezember 2012 wurde eine Lizenzpartnerschaft für TLR-Agonisten abgeschlossen.
Im Rahmen der Vereinbarung hatte die 4SC Discovery GmbH von der BioNTech AG eine Vorabzahlung
in Höhe von 2.500 T € erhalten sowie den Anspruch auf spätere erfolgsabhängige Zahlungen
bei Erreichung bestimmter Absatzmeilensteine und auf Umsatzbeteiligungen (Royalties).
Des Weiteren wurde zum Jahresbeginn 2013 eine Dienstleistungspartnerschaft zu marktüblichen
Konditionen gestartet, in der die 4SC Discovery GmbH im Auftrag von der BioNTech AG
bzw. deren Tochterfirmen neue niedermolekulare Krebswirkstoffe für definierte therapeutische
Zielmoleküle identifiziert und für die BioNTech AG bzw. deren Tochterfirmen weiter
optimiert. Dieser Vertrag hatte in H1 2016 ein Volumen von netto 70 T € (H1 2015:
289 T €) gegenüber der BioNTech AG und von Null € (H1 2015: -1 T €) gegenüber der
BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH.
Zum 29. April 2016 wurden alle wesentlichen Teile der operativen Wirtschaftsgüter
der 4SC Discovery GmbH an die BioNTech Small Molecules GmbH zu einem Kaufpreis von
650 T € verkauft. Darüber hinaus erhält 4SC das Recht, zeitlich befristet Forschungsdienstleistungen
der BioNTech Small Molecules GmbH im Gegenwert von einem Personenjahr ohne finanzielle
Gegenleistung in Anspruch zu nehmen. Zum 1. Mai 2016 wurden sämtliche 22 Mitarbeiter
der 4SC Discovery GmbH im Rahmen eines Betriebsübergangs übernommen. Übertragen wurden
u. a. die eigenentwickelte Software 4SC an zur Wirkstoff-Entdeckung und -Optimierung,
das Sachanlagevermögen und die Substanzbibliotheken der 4SC Discovery GmbH. Die übrigen
immateriellen Vermögensgegenstände sind von dieser Transaktion nicht berührt. Zum
Stichtag 30. Juni 2016 bestanden Forderungen gegenüber der BioNTech AG in Höhe von
11 T € (31. Dezember 2015: 63 T €) und gegenüber der BioNTech Small Molecules GmbH
in Höhe von 3 T € (31. Dezember 2015: Null €). Es bestanden keine Forderungen gegenüber
der BioNTech RNA Pharmaceuticals GmbH (31. Dezember 2015: Null €).
Darüber hinaus bestehen sonstige Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen,
die im Berichtshalbjahr einzeln jedoch nicht mehr als 10 T € betragen haben und deren
Gesamtvolumen pro Jahr voraussichtlich 10 T € nicht übersteigen wird. Zum 30. Juni
2016 bestanden hieraus keine Schulden.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss sowie der Konzern-Zwischenlagebericht zum
30. Juni 2016 wurden einer prüferischen Durchsicht durch die Baker Tilly Roelfs AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, unterzogen.
Nähere Erläuterungen zu den Ereignissen nach Ablauf des Quartalsendes finden sich
im Nachtragsbericht unter Punkt 4 des Konzern-Zwischenlageberichtes. Die unmittelbaren
Einflüsse auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns werden dort erläutert.
An die 4SC AG, Planegg-Martinsried, Landkreis München
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzernbilanz, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Konzern-Anhangsangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der 4SC AG, Planegg-Martinsried, Landkreis München, für den Zeitraum vom 1. Januar
bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Konzern-Halbjahresfinanzberichts nach § 37w
WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten
Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in
der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichtes nach den für Konzernzwischenlageberichte
anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter
der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss
und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht
abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichtes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
München, 28. Juli 2016
Baker Tilly Roelfs AG
Wirtschaftsprüfungsgeseüschaft
| Stahl | Hund |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
"Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des 4SC-Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des 4SC-Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des 4SC-Konzerns beschrieben sind."
Planegg-Martinsried, 8. August 2016
Dr. Daniel Vitt
Vorstand
4SC AG, Am Klopferspitz 19a, 82152 Planegg-Martinsried
Mehr Informationen über 4SC einschließlich seiner Produkte finden sich auf der Website
www.4sc.com. Ebenfalls verfügbar sind dort:
| ― |
dieser Zwischenbericht |
| ― |
frühere Zwischenberichte und Zwischenmitteilungen |
| ― |
Geschäftsberichte |
| ― |
Audiomitschnitte von Telefonkonferenzen |
| ― |
Präsentationen |
| ― |
allgemeine Informationen für Investoren |
Wolfgang Güssgen
wolfgang.guessgen@4sc.com
Fon: +49 89 700763-73
Dr. Anna Niedl
anna.niedl@4sc.com
Fon: +49 89 700763-66