Luye Pharma AGMiesbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. der diesbezüglich erteilte Vermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Luye Pharma AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Luye Pharma AG, Miesbach - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Luye Pharma AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 11. April 2025 EY GmbH & Co. KG Gallowsky, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2024
Registergericht: München HRB 117837 ANHANG für das Geschäftsjahr 2024A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Luye Pharma AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Luye Pharma AG hat ihren Sitz in Miesbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 117837 eingetragen. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Davon-Vermerke ebenso wie die Davon-Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Die Gesellschaft (Luye Pharma AG) hat zum 1. Dezember 2016 mit Wirkung zum 1. Januar 2017 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Organträgerin (Luye Pharma (Germany) GmbH) geschlossen. Darin verpflichtet sich die Organgesellschaft ihren ganzen Gewinn an die Organträgerin abzuführen. Des Weiteren verpflichtet sich die Organträgerin gegenüber der Organgesellschaft jeden während der Dauer des Vertrags sonst entstehenden Jahresfehlbetrag der Organgesellschaft auszugleichen. 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren abgeschrieben. Auf den Ansatz selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlich relevanten Nutzungsdauern angesetzt. Soweit erforderlich, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Unbewegliches Sachanlagevermögen, soweit abnutzbar, wird linear abgeschrieben. Die beweglichen Gegenstände des Anlagevermögens werden linear pro rata temporis abgeschrieben. Soweit die Anwendungsvoraussetzungen vorliegen, wird bei Gebäuden die planmäßige Abschreibung unter Zugrundelegung der jeweiligen wirtschaftlichen Nutzungsdauer komponentenweise vorgenommen (sog. Komponentenansatz). Folgende Nutzungsdauern werden zu Grunde gelegt:
In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für den einzelnen Vermögensgegenstand € 250 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 250 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Vermögensgegenstand vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert. Sofern zum Abschlussstichtag bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden entsprechend den geleisteten Zahlungen angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit dem gewogenen Durchschnitt, vermindert um Abschläge, bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten vermindert um Abschläge bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind. Daneben sind angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersvorsorge, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, enthalten. Die Gemeinkosten werden dabei als Zuschlagsbetrag auf die Bestände ermittelt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Ermittlung der Herstellungskosten einbezogen. Zum Stichtag werden soweit notwendig Abschläge vorgenommen, um die Vorräte mit dem niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag zu bewerten. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu den Nennwerten angesetzt. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden nicht vorgenommen. Liquide Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft abgegrenzte Ausgaben vor dem Bilanzstichtag. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden künftigen Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. 2. Grundlagen der Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital a. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 82.092 auf den Namen lautende Stückaktien. Eine Stückaktie hat einen anteiligen Wert am Grundkapital von € 2,56. b. Kapitalrücklage
Bei den in der Kapitalrücklage ausgewiesenen Beträgen handelt es sich in Höhe von T€ 235 um solche nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB, bei Beträgen in Höhe von T€ 161 um solche nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 HGB aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und bei Beträgen in Höhe von T€ 3.231 um solche nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. c. Andere Gewinnrücklagen
d. Gewinnvortrag Der Gewinnvortrag belief sich im Berichtsjahr auf € 45.504.424,25 (Vj. € 45.504.424,25). e. Jahresergebnis Das Jahresergebnis im Berichtsjahr ist mit T€ 0 (Vj. T€ 0) ausgewiesen und ist auf den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zurückzuführen. f. Ausschüttungssperre Es besteht zum 31.12.2024 keine Ausschüttungssperre. 4. Sonstige Rückstellungen In dem Posten Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen Beträge für Kundenrabatte, Mitarbeitervergütungen wie Urlaub, Überstunden und Jahresboni sowie für ausstehende Rechnungen eingestellt. 5. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2024
Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Eigentumsvorbehalte im branchenüblichen Umfang. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen sonstige Verbindlichkeiten für Weiterverrechnungen von Aufwendungen, sowie ein Darlehen von der Luye Pharma Hongkong Ltd. zur langfristigen Finanzierung von Kapazitätserweiterungen am Standort Miesbach. C. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: Geographisch entfielen die Umsätze zu 14,1 % auf Deutschland, zu 85,6 % auf das europäische Ausland sowie zu 0,3 % auf das nicht-europäische Ausland. Mit anderen Konzerngesellschaften wurden ca. 80 % (Vj. 72 %) der Umsatzerlöse erzielt.
2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen:
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Aufwandsnachbelastungen i.H.v. T€ 0 (Vj. T€ 41) enthalten. 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vj. T€ 0). 5. Steuern vom Einkommen und Ertrag Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Luye Pharma (Germany) GmbH als Organträgerin ist im Geschäftsjahr kein Steueraufwand (Vj. T€ 0) und kein Steuerertrag (Vj. T€ 0) entstanden. 6. Zinsaufwendungen und -erträge Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge lagen im laufenden Jahr in Höhe von T€ 2 (Vj. T€ 2) vor. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen lagen keine Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen vor (Vj. T€ 0), Negativzinsen von Banken sind keine enthalten (Vj. T€ 0). D. SONSTIGE ANGABEN 1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse bestehen zum Stichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Leasingverträge, Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen und Bestellobligo für Anlagevermögen sowie Umlaufvermögen und bestehen in folgender Höhe: Leasing- und Mietverträge
Sonstige Verträge, Bestellobligo Anlagevermögen und Umlaufvermögen
2. Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand Herr Jörg Scheidle, Dipl. Kfm., COO, Holzkirchen, vertritt gemeinsam mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen, verantwortlich für den gesamten operativen Bereich inkl. Qualitätskontrolle sowie Supportfunktionen am Standort. Herr Dr. Björn Schurad, Apotheker, Manager für Forschung, Entwicklung, Qualität und Zulassung, München, vertritt gemeinsam mit einem anderen Vorstand oder Prokuristen, verantwortlich für R&D, Qualitätssicherung und Zulassung. Für das Geschäftsjahr 2024 belaufen sich die Bezüge des Vorstands auf T€ 0, da die Bezüge von Herrn Dr. Schurad und Herrn Scheidle über die Luye Pharma (Germany) GmbH vergütet werden. Aufsichtsrat Zu Aufsichtsratsmitgliedern sind bestellt: Herr Rongbing Yang, Manager für Corporate Management, Luye Pharma Group Ltd., Hongkong, Shanghai (China), Vorsitzender Herr Yehong Zhang, Manager für Geschäftsentwicklung, Luye Pharma Group Ltd., Hongkong, Washington Crossing, Pennsylvania/USA, stellvertretender Vorsitzender Frau Hua Jiang, Managerin für International Business, Shandong Boan Biotechnology Co. Ltd., Shanghai, Shanghai (China). Herr Bruno Delie, Manager für International Business Development, Chartres (Frankreich) Herr Zhigang Sun, Wissenschaftler im Bereich Forschung & Entwicklung, Vienna, Virginia (USA) Der Aufsichtsrat erhielt im Geschäftsjahr 2024 keine Bezüge. 3. Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug insgesamt T€ 163, davon entfielen auf Abschlussprüfungsleistungen T€ 133 und auf Steuerberatungsleistungen T€ 30. 4. Name und Sitz des Mutterunternehmens Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der börsennotierten Luye Pharma Group Ltd., Hongkong, für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Der Konzernabschluss wird an der HKEX (Hong Kong Exchanges and Clearing Limited) offengelegt. 5. Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt waren 258 (Vj. 241) Mitarbeiter beschäftigt, davon waren 69 Teilzeitbeschäftigte und 1 geringfügig Beschäftigte.
Miesbach, den 18. März 2025 Luye Pharma AG Jörg Scheidle, Vorstand Björn Schurad, Vorstand Entwicklung des Anlagevermögens 2024
Lagebericht zum 31.12.20241. Grundlagen Die Luye Pharma AG ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von generischen Pharmazeutika mit dem Fokus auf therapeutischen Systemen mit transdermaler Wirkstoffabgabe. Die Luye Pharma Group Ltd. mit Sitz in Hongkong hält über die Luye Pharma (Germany) GmbH 100% der Aktien an der Luye Pharma AG. Die Gesellschaft ist somit verbundenes Unternehmen im Konzernabschluss der Luye Pharma Group Ltd. („Luye-Gruppe“). Die Gesellschaft ist in den Bereichen Warenproduktion und -lieferung, Forschung und Entwicklung sowie Lizenzierung tätig. Im Bereich der Herstellung und Warenlieferung ist die Luye Pharma AG für diverse externe Auftraggeber in der Pharmaindustrie tätig. In 2024 wurden 80% (Vj. 72%) des Gesamtumsatzes mit Gesellschaften der Luye-Gruppe erzielt. Derzeitige Hauptprodukte sind wie im Vorjahr Pflaster zur Behandlung von starken Schmerzen und ein Pflaster gegen Alzheimer-Demenz. Diese transdermale Darreichungsform gegen leichte bis mittelschwere Alzheimer-Demenz wurde im Jahr 2013 in europäischen Märkten eingeführt. Neu hinzugekommen ist im Jahr 2023 im heimischen Markt, ein Produkt zur Behandlung von Morbus Parkinson und dem Restless-Legs-Syndrom. Im Bereich Entwicklung agiert die Luye Pharma AG vorrangig als operative Entwicklungseinheit innerhalb der Luye-Gruppe und erbringt in dieser Funktion konzerninterne Leistungen. Sobald die entwickelten Produkte auf den Markt kommen, wird die Luye Pharma AG mit der Herstellung der Produkte beauftragt und erhält fallspezifisch Lizenzzahlungen. Daneben betreibt die Gesellschaft Entwicklungsprojekte auch im Auftrag von externen Pharmaunternehmen. Soweit diese Projekte später zur Produktionsreife entwickelt werden, erhält die Gesellschaft neben den laufenden Zahlungen für die Entwicklungstätigkeit, gegebenenfalls Produktionsaufträge und/oder spätere Lizenzzahlungen. So betreut die Gesellschaft zum Stichtag Entwicklungsprojekte mit verschiedenen Wirkstoffen und Dosierungen. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beträgt 2024 T€ 2.910 und damit wie im Vorjahr ca. 6,0% vom Gesamtumsatz. Die Zahl der Mitarbeiter in diesem Bereich beläuft sich zum Jahresende auf 22 FTE (Vj. 25 FTE). 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Rahmenbedingungen Die im europäischen Markt bei Generika mittlerweile zum Standard gewordenen Ausschreibungen von Rabattverträgen durch Krankenkassen, die teilweise mit hohen Rabatten der Anbieter einhergehen, haben auch im Geschäftsjahr 2024 die Ertragslage der Luye Pharma AG belastet. Die Ausweitung von bestehenden Produkten in neue Märkte sowie die Markteinführung neuer Produkte wird weiterhin angestrebt. Hohe Wettbewerbsintensität kennzeichnet dabei alle relevanten Märkte. Dies wird möglicherweise auch zu neuen Allianzen in der pharmazeutischen Industrie führen. Die Marktdurchdringung mit generischen Arzneimitteln ist, vor allem im deutschen Markt aufgrund eines intensiven Preis- und Ausschreibungskampfes, mittlerweile signifikant. Gleichwohl hat sich die Wachstumsdynamik - bezogen auf den gesamten Generikamarkt in Deutschland - weiter abgeschwächt. Die seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine angestiegenen Preise - insbesondere für Rohmaterial und Energie - belasteten die Ertragssituation weiterhin. Durch längerfristige Kundenverträge besteht kurzfristig kaum Spielraum, höhere Beschaffungskosten bei Rohstoffen etc. über steigende Verkaufspreise an Kunden weiterzugeben. 2.2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2024 übertraf beim Umsatz die Prognose des Vorjahres (leicht steigende Umsätze) mit einem Anstieg von 9% deutlich. Auch die Prognose des Ergebnisses vor Ergebnisabführung und Steuern im unteren einstelligen Millionenbetrag wurde erreicht. Der Bereich Warenproduktion und -lieferung trug in 2024 wiederum den Hauptanteil von 46,8 Mio. € (Vj. 41,7 Mio. €) zum Umsatz bei. Die Lizenzerträge von verbundenen Unternehmen blieben dabei konstant. Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz reduzierte sich auf 40% (Vj. 43%). Der Free Cashflow (Cashflow aus Geschäfts- und Investitionstätigkeit) betrug aufgrund der hohen Investitionstätigkeit -7,0 Mio € (Vj -0,1 Mio. €), wobei sich der operative Cashflow auf 2,9 Mio. € (Vj. 5,0 Mio. €) reduzierte. Das erzielte Jahresergebnis in Höhe von 2,2 Mio. € (Vj. 3,2 Mio. €) wurde, aufgrund des mit dem Mutterunternehmen Luye Pharma (Germany) GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages, abgeführt. Erfreulicherweise bewegte sich die Produktionsauslastung im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlich hohen Niveau. Der veränderte Produktmix mit teils erhöhter Komplexität in der Herstellung, führte zu einem um 10% reduzierten Output im Vergleich zu 2023. Beim Rivastigmin-Pflaster zur Behandlung von Alzheimer-Demenz wurden die für das Geschäftsjahr geplanten Warenumsätze insgesamt erreicht. Im ersten vollen Jahr nach Markteinführung des Rotigotin-Pflasters zur Behandlung von Morbus Parkinson und dem Restless-Legs-Syndrom, trug diese Anwendung fast ein Viertel der gesamten Warenumsätze. Durch geändertes Bestellverhalten unserer Kunden erhöhten sich die Auftragsbestände weiter, wenn auch mit geringerer Intensität. Die Versorgungssicherheit und stetige Lieferfähigkeit hat seit der Covid19-Pandemie für unsere Kunden an Stellenwert gewonnen, so dass regelmäßig mit höheren Vorlaufzeiten von bis zu 11 Monaten bestellt wird. 2.3. Ertragslage Luye Pharma AG Ertragslage
Anmerkung: Prozentsätze beziehen sich auf den Umsatz Der Umsatz der Luye Pharma AG legte in 2024 um 9,0% auf 52,8 Mio. € zu. Der für 2024 geplante Umsatz von 49,7 Mio. € wurde übertroffen. Dafür ursächlich war insbesondere der deutliche Anstieg bei den Warenumsätzen. Dagegen gingen die Umsätze aus Serviceleistungen leicht zurück auf insgesamt 4,4 Mio. € (Vj. 5,2 Mio. €). Die Warenumsätze mit verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 7,4 Mio. € auf 36,6 Mio. €. Hauptumsatzträger war in diesem Bereich - wie schon im Vorjahr - das Pflaster gegen Alzheimer-Demenz. Die Warenumsätze aus Produktion tragen mit einem Gesamtanteil von 89 % (Vj. 86%) auch weiterhin den Hauptteil beim Umsatz. Die übrigen Umsätze verteilen sich auf Lizenzerlöse, Entwicklungsleistungen sowie die Weiterbelastung von Entwicklungskosten. Die Umsatzerlöse wurden dabei zu ca. 80% (Vj. 72%) mit anderen Konzerngesellschaften erzielt. Zusammen mit einer Bestandsveränderung von -1,0 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €) ergibt sich eine Gesamtleistung von 51,8 Mio. € (Vj. 50,7 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 0,9 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €). Der Materialaufwand lag mit 21,1 Mio. € um 0,4 Mio. € über dem Vorjahreswert. Bezogen auf die Summe aus Warenumsatz und Bestandsveränderung betrug der Materialaufwand 46% (Vj. 47%). Der Rohertrag in Relation zum Gesamtumsatz erhöhte sich auf 60% (Vj. 57%) aufgrund der Zusammensetzung der erzielten Warenumsätze. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter nahm in 2024 deutlich zu auf 258 (Vj. 241). Der Personalaufwand erhöhte sich entsprechend um ca. 9% oder 1,4 Mio. € auf 17,5 Mio. €. Wie schon im Vorjahr besteht die Beschäftigung von drei Mitarbeitern (inkl. Vorstand) in der direkten Muttergesellschaft, der Luye Pharma (Germany) GmbH. Die entsprechende Leistungsverrechnung erfolgt über Umlagen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich auf 8,2 Mio. € (Vj. 7,5 Mio. €). Das EBITDA reduzierte sich von 6,6 Mio. € auf 5,8 Mio. €. Die EBITDA-Marge belief sich auf 11,0% (Vj. 13,6%). Das Finanzergebnis beträgt wie im Vorjahr 0,0 Mio. €. Wesentlichen Wechselkurseinflüssen ist die Gesellschaft in ihrer Geschäftstätigkeit auch weiterhin nicht ausgesetzt. Das Ergebnis vor Steuern erreichte in 2024 2,4 Mio. € oder 4,5% vom Umsatz, nachdem im Vorjahr ein Wert von 3,2 Mio. € (6,6% vom Umsatz) verzeichnet werden konnte. An Ertragssteueraufwand wurden 0,0 Mio. € (Vj. 0,0 Mio. €) verzeichnet, da die Besteuerung beim Organträger, der Luye Pharma (Germany) GmbH, erfolgt. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von 0 € ist Folge des mit dem Mutterunternehmen Luye Pharma (Germany) GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. 2.4. Finanzlage und Investitionstätigkeit Die Finanzstrategie ist auf die Sicherstellung der Finanzierung bei gleichzeitiger Minimierung von Finanzierungskosten ausgerichtet. Ziel ist es, Risiken, die sich nicht aus der Geschäftstätigkeit ergeben, weitestgehend auszuschließen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr auf 2,9 Mio. € (Vj. 5,0 Mio. €). Der Free Cashflow reduzierte sich deutlich auf - 7,0 Mio. € (Vj. -0,1 Mio. €), was auf die Investitionstätigkeit am Standort Miesbach zurückzuführen ist. Die Investition beinhaltet neben Umbauten und Einbauten in das bestehende Produktionsgebäude auch neue leistungsfähige Anlagen für die Primärproduktion und Verpackung. Die Finanzierung dieser Investition erfolgt zum Teil aus Eigenmitteln sowie aus einem Intercompany Darlehen (vgl. Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen). Der Bestand an liquiden Mitteln lag per 31.12.2024 bei 0,5 Mio. € nach einem Vorjahreswert von 0,3 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2024 wurde die Beschaffung von neuen Produktionsanlagen fortgesetzt, um damit dem Kapazitätsbedarf gerecht zu werden. Das spiegelt sich in geleisteten Anzahlungen von 11,9 Mio. € (Vj. 6,7 Mio. €) wider. Davon entfallen ca. 5,1 Mio. € auf Produktionsanlagen und ca. 5,4 Mio. € auf das Produktionsgebäude für Bauausführung und Planung. Die Einbindung in die Luye Gruppe gewährleistet auch zukünftig die notwendige kurz- und langfristige Versorgung mit Finanzierungsmitteln. Dies erfolgt auf Ebene der Luye Pharma AG hauptsächlich über die Kontokorrentfinanzierung mit einem Schwesterunternehmen. Im Geschäftsjahr 2024 wurde zur Finanzierung der Kapazitätserweiterung zudem ein Darlehen der Luye Pharma Group Ltd., Hongkong, gewährt. Die Luye Pharma AG hat mit Ihrer Geschäftsbank keine Kreditlinienvereinbarung. 2.5. Vermögenslage Luye Pharma AG Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat sich von 56,1 Mio. € im Jahr 2023 auf 64,7 Mio. € zum Jahresende 2024 erhöht. Das Anlagevermögen erhöhte sich von 29,5 Mio. € im Jahr 2023 auf 36,0 Mio. € in 2024. Die darin enthaltenen geleisteten Anzahlungen i.H.v. 11,9 Mio. € (Vj. 6,7 Mio. €) reflektieren den aktuell voranschreitenden Ausbau der Produktionskapazitäten am Standort Miesbach. Der Bestand an Vorräten hat sich im Berichtsjahr auf insgesamt 20,8 Mio. € erhöht (Vj. 18,0 Mio. €). Dies ist hauptsächlich zurückzuführen auf ein verbreitertes Produktportfolio mit entsprechender Bevorratung an Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffen. Weiterhin bedarf es im Zuge der externen Produktionsunterstützung einer erhöhten Vorhaltung von Zwischenprodukten zur Verarbeitung. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich von 3,2 Mio. € auf 1,8 Mio. €. Das Working Capital reduzierte sich um 6,5 Mio. € auf 13,2 Mio. €. In % vom Umsatz kam es zu einem Rückgang von 40,7% im Vorjahr auf 25,0% im Jahr 2024, was auf die Erhöhung von Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen zurückzuführen ist. Die sonstigen Aktiva erhöhten sich von 5,2 Mio. € auf nunmehr 5,6 Mio. € und enthalten in Höhe von 5,6 Mio.€ (Vj. 5,0 Mio. €) Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Der Bestand an liquiden Mitteln betrug zum Stichtag 0,5 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €). Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit dem Mutterunternehmen absolut nicht geändert (49,3 Mio. €). Die Eigenkapitalquote beträgt nun 76,3% (Vj. 87,9%). Die Rückstellungen erhöhten sich von 3,1 Mio. € im Jahr 2023 auf 4,2 Mio. € in 2024. Die noch abzurechnenden variablen Gehälter sind größter Bestandteil dieses Bilanzpostens. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich - bedingt durch Produktmix und Volumen - von 3,1 Mio. € am Ende des Vorjahres auf 3,6 Mio. € zum 31.12.2024. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 7,4 Mio. € zum 31.12.2024 nach 0,2 Mio. € im Vorjahr insbesondere aufgrund der Finanzierung der Kapazitätserweiterung am Standort. Die sonstigen Passiva reduzierten sich in 2024 auf 0,2 Mio. € nach 0,3 Mio. € im Vorjahr. 2.6. Personal Die Luye Pharma AG bietet aktuell sechs Auszubildenden die Möglichkeit einer Berufsausbildung. Zielsetzung ist weiterhin, allen Auszubildenden nach Abschluss der Ausbildung, die Übernahme anzubieten. Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit unserer Mitarbeiter haben eine hohe Priorität für die Gesellschaft. Neben dem kostenfreien Zugang zu einem örtlichen Fitness-Center gibt es regelmäßig die Teilnahme an einem Firmenlauf im Oberland sowie gemeinsames Training dazu im Vorfeld der Veranstaltung. Große Bedeutung hat auch die kontinuierliche Förderung von internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen für unsere Mitarbeiter. Neben Sprachkursen sind dies beispielweise Kurse zum Erwerb von Fachwirt- oder Meisterqualifikationen sowie zur Sicherstellung von Qualitätsstandards. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Wir erwarten aufgrund der Entwicklungen im deutschen und europäischen Gesundheitsmarkt auch in den kommenden Jahren herausfordernde Wettbewerbsbedingungen in allen Marktsegmenten und Stufen der Wertschöpfungskette. Trotz dieser Entwicklungen gehen wir mittelfristig von einer stabilen Geschäftsentwicklung und wachsenden Umsätzen mit anhaltenden Effizienzsteigerungen bei weiter stabilen Ergebnissen aus. Diese Annahme basiert auf den erwarteten Markteinführungen von Produkten aus Kundenprojekten und Gruppenprojekten in kommenden Jahren sowie den Erwartungen für die positive Entwicklung der bereits auf dem Markt befindlichen Produkte und der sinkenden Abhängigkeit vom generischen deutschen Markt. Im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2025 wird von einer stabilen Kundennachfrage und einer Umsatzsteigerung von bis zu 6% ausgegangen. Der Anteil der Umsätze mit Unternehmen der Luye Gruppe wird sich laut den Planungen auf 82% erhöhen (Vj. 80%). Es wird ein positives Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung im unteren einstelligen Millionenbetrag erwartet. Im Hinblick auf weiter steigende Produktionsmengen sind unter anderem Investitionen in Höhe von ca. 5 Mio. EUR in Verpackungsmaschinen geplant. Weiterhin sollen ca. 8 Mio. EUR in das Produktionsgebäude investiert werden. Aus heutiger Sicht wird erwartet, dass der aktuell vorherrschende Kriegszustand in der Ukraine auf der Absatzseite auch weiterhin keine Konsequenzen für die Luye Pharma AG haben wird. Auf der Beschaffungsseite allenfalls indirekt, z.B. hinsichtlich möglicher Einschränkungen bei Transportkapazitäten und -tarifen. Der Aufwärtstrend bei den Energiekosten hat sich zuletzt deutlich abgeschwächt. Vielmehr scheinen kurzfristig sogar Preisrückgänge möglich. Wie sich die Preisentwicklung mittel- und längerfristig fortsetzt, kann aus heutiger Sicht kaum valide eingeschätzt werden. Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf zukünftige Entwicklungen der Luye Pharma AG, Miesbach beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie die im Risikobericht angesprochenen - eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten Ergebnissen abweichen. 3.2. Chancen und Risikobericht Die Luye Pharma AG ist im Rahmen ihrer Aktivitäten den verschiedensten Chancen und Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Um eine sinnvolle Einteilung der Risiken und Chancen vorzunehmen, wurden diese hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie ihrem Grad der Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage kategorisiert.
Gemäß vorangegangener Einteilung wird ein sehr unwahrscheinliches Risiko (Chance) dadurch definiert, dass dieses nur in außergewöhnlichen Fällen eintritt. Hingegen gilt ein Risiko als fast sicher, sofern innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit dessen Eintritt zu rechnen ist. Der Grad der Auswirkung wird nachfolgend je nach Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen gering und erheblich definiert.
Gemäß der Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der Auswirkung des Risikos bzw. der Chance auf die VFE-Lage wurde eine Kategorisierung als gering, mittel oder hohes Risiko (Chance) vorgenommen. Eintrittswahrscheinlichkeit
Auswirkungen H = Hohes Risiko M = Mittleres Risiko L = Geringes Risiko Risikobericht: Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlich folgenden Risiken ausgesetzt: Patentrisiken Die Gesellschaft kann grundsätzlich Klagen wegen angeblicher Gebrauchsmuster- bzw. Patentverletzungen gegenüber stehen. Die Kosten dieser Klagen werden dann aufgrund vertraglicher Vereinbarung von Kunden oder von Konzerngesellschaften getragen. Auch Kunden von Luye können Adressat von Patentverletzungsklagen sein. Die Luye Pharma AG hat aus heutiger Sicht für den Fall von negativen Klageausgängen keine wirtschaftliche Last zu tragen. Zudem gehen wir grundsätzlich von einem für Luye positiven Ausgang der Rechtsstreitigkeiten aus. Ein allerdings ebenfalls möglicher negativer Ausgang, könnte jedoch eine weitere Herstellung des betroffenen Produktes verhindern und dadurch erhebliche Folgen für Umsatz- und Ertragsentwicklung haben. Auch zukünftig sind Patentverletzungsklagen von Wettbewerbern nicht auszuschließen (Risikobewertung: M). Entwicklungsrisiken Bei der Auftragsentwicklung von Arzneimitteln können sowohl in technischer, klinischer und regulatorischer Hinsicht Fehlschläge auftreten, die zu Verzögerungen, Einschränkungen und/oder im „worst case“ zu einer Versagung der Zulassung führen können. Dies hätte auch entsprechende Verschiebungen und/oder Ausfälle von zukünftigen Umsätzen und Erträgen (insbesondere im Hinblick auf Produktions- und Lizenzerlöse) zufolge. Bei Projekten mit großem Potential kann dies erhebliche negative Auswirkungen haben. Da wir allerdings in Forschung & Entwicklung grundsätzlich nur mit bekannten Wirkstoffen (lediglich in anderen Darreichungsformen) arbeiten, ist das Fehlschlags-Risiko reduziert im Vergleich zu F&E mit neuen chemischen Molekülen. (Risikobewertung: L). Personalrisiken Das Wachstum des Unternehmens erfordert den Ausbau des Personalbestandes und die ständige Einstellung qualifizierter Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, quantitativ und qualitativ sowie zeitgerecht kein adäquates Personal zu bekommen, was allerdings aufgrund der wachsenden Unternehmensgröße und der Konzerneinbindung in Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung als eher gering eingeschätzt wird. (Risikobewertung: L). Finanzwirtschaftliche Risiken Mögliche Folgewirkungen aus dem Kriegszustand in der Ukraine auf die europäischen Volkswirtschaften sowie mögliche regulatorische Änderungen im Bankensektor könnten für die Luye Gruppe zu erschwerten Kreditvergaben durch Banken führen. Derzeit jedoch finanziert sich die Luye Pharma AG vollständig durch Mittelvergaben über Verrechnungskonten mit der Luye Gruppe. Die zuletzt deutlich gestiegenen Zinsen bzw. Finanzierungskosten, beeinträchtigen die Luye Pharma AG daher nicht. Kurz- und mittelfristige Liquiditätsbedarfe der Luye Pharma AG sind damit ausreichend sichergestellt, so dass derzeit die o.g. Risiken eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und voraussichtlich keine negativen Auswirkungen haben werden. Zur jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit werden laufende Liquiditätsplanungen sowie Liquiditätsüberwachungsmaßnahmen, - insbesondere im Konzernverbund - durchgeführt. Einem Forderungsausfallrisiko ist die Luye Pharma AG aufgrund von solventen Kunden (Pharmaunternehmen) nur in geringem Maße ausgesetzt. Dennoch sind Forderungsausfälle nicht auszuschließen. Die Minimierung des Ausfallsrisikos wird durch die laufende Überwachung der Fälligkeiten von Forderungen sowie ein installiertes Mahnwesen unterstützt. Währungsrisiken bestehen bei der Luye Pharma AG nicht (Risikobewertung: L). Die Kundennachfrage hat sich insgesamt deutlich erhöht. Längere Planungs- und Beschaffungszeiten während der Covid19-Pandemie, haben den Stellenwert einer hohen Versorgungssicherheit in den jeweiligen Vermarktungsgebieten und letztlich der Patienten deutlich erhöht. Im Ergebnis haben die Kunden der Luye Pharma AG ihr Bestellverhalten insofern angepasst, als die Bestellreichweiten nun deutlich länger sind, als vor der Covid19-Pandemie. Marktrisiken Die Veränderungen der Rahmenbedingungen im Gesundheitsmarkt (Rabattverträge der Krankenkassen, Tendergeschäfte etc.) führen mit hoher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Preisrückgängen und verstärktem Wettbewerb bei unseren Kunden in Deutschland und Europa, was sich auch bei der Luye Pharma AG in Preisdruck, geringeren produzierten und verkauften Volumina und verminderten Margen mit insgesamt wesentlichen Folgen für die Ertragslage niederschlagen könnte. Mit dem Start der Eigenvermarktung, dem sog. „Business-to-Consumer“ Geschäft, betrat die Gesellschaft in 2021 neues Terrain. Durch den Zuschlag in mehreren Bieterverfahren deutscher Krankenkassen, hat die Luye Pharma AG einen signifikanten Marktanteil mit dem Produkt Rivastigmin in Deutschland erreichen können. Durch die Optimierung der Einkaufsbedingungen für Rohstoffe, der permanenten Verbesserung der Herstellungsprozesse sowie der Entwicklung von technologisch anspruchsvollen und weniger wettbewerbsintensiven Produkten, kann negativen Auswirkungen entgegengesteuert werden. Daneben könnten sich weitere Konzentrationstendenzen in der Pharmaindustrie und daraus erhebliche negative Auswirkungen auf Vertragspartner bzw. künftige Absatzchancen ergeben (Risikobewertung: M). Geringere Risiken für die Geschäftsentwicklung in den kommenden Perioden könnten aus Einschränkungen des Welthandels resultieren. Ob und in welcher Form es überhaupt zu einem Übergreifen auf die Gesundheitsbranche kommt, ist momentan nicht absehbar. Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind nicht erkennbar. Chancenbericht: Neben den geschilderten Risiken bieten sich für das Unternehmen auch Chancen: Die intensive Entwicklungsarbeit bietet in der Luye-Gruppe die Chance auf Erschließung von neuen Markt- und Umsatzpotentialen. Bei Anpassungen im Produktportfolio aufgrund Patentverletzungen bestünde die Chance, eventuell geminderte Umsätze und Erträge durch Umsatzausweitung von anderen, ähnlichen Produkten teilweise wieder auszugleichen. Auch bereits begonnene Alternativ-Entwicklungen, welche von Klagen bedrohte Produkte ersetzen könnten, bieten entsprechendes Ausgleichspotential. Gleichzeitig bietet sich der Luye-Gruppe die Chance mit ihren Produkten in bis dato nicht bediente Märkte zu gelangen und dort Umsätze und Gewinne zu realisieren. Zudem eröffnen sich aufgrund der Vernetzung unserer Konzernobergesellschaft, möglicherweise Chancen auf einen erleichterten Marktzugang zum asiatisch-pazifischen Raum. Durch die Attraktivität unserer Arbeitsbedingungen, unserer Leistungsvergütung und unseres Standorts können wir zudem Personalrisiken entgegentreten. Wir sehen hier vor allem die Chance, uns positiv von unseren Wettbewerbern im Wettstreit um qualifizierte Mitarbeiter abzusetzen.
Miesbach, den 18. März 2025 Luye Pharma AG Der Vorstand Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2024Während der Berichtszeit hat uns der Vorstand über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle regelmäßig schriftlich und mündlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands in seinen Sitzungen behandelt. Im Berichtszeitraum fanden 4 Aufsichtsratssitzungen statt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Vorstand laufend erörtert und überwacht. Im Rahmen der uns obliegenden Aufgaben haben wir bei Entscheidungen mitgewirkt, insbesondere bei der Geschäftsplanung für das Jahr 2025. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 ist von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft worden. Diese hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Wir haben unsererseits den Jahresabschluss geprüft. Dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer treten wir aufgrund unserer eigenen Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen zu erheben. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024. Der Jahresabschluss 2024 ist mit Beschluss vom 16.07.2025 festgestellt.
Miesbach 16.07.2025
Rongbing Yang, Aufsichtsratsvorsitzender |
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