![]() BayWa AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009BayWa AG Konzern-Jahresabschluss 2009Mitglieder des AufsichtsratsManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. Weitere Mandate: - Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender) - DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg - Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg - Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg - Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien - R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden - Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender) Ernst KauerDipl.-Ing. agr., stv. Vorsitzender, Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender Klaus AuhuberRechtssekretär ver.di, München Georg FischerLandmaschinenmechanikermeister Dr. E. Hartmut GindeleDipl.-Ing. agr., Landwirt Dr. h. c. Stephan GötzlVerbandspräsident, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V. Weitere Mandate: - Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stv. Vorsitzender) - DVB Bank SE, Frankfurt am Main (ab 10.06.2009) - SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach Otto KentzlerDipl.-Ing., Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks Weitere Mandate: - Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn - Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender) - Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender) - SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund - SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund (stv. Vorsitzender) Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian KonradObmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICHWIEN reg.Gen.m.b.H., Wien Weitere Mandate: - AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender) - DO & CO Restaurants & Catering AG, Wien - LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender) - RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien (Vorsitzender) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien - Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender) - Saint Louis Sucre S.A., Paris - Siemens AG Österreich, Wien (stv. Vorsitzender) - Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (stv. Vorsitzender) - SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt - UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender) Stefan Kraft M.A.Landesfachsekretär ver.di, Bayern Erna KurzwarthLeiterin Regionales Verwaltungszentrum Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate: - Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender) - RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender) Albrecht MerzVorstand der DZ Bank AG Weitere Mandate: - Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall - R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender) - VR Kreditwerk Hamburg-Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall und Hamburg (bis 30.09.2009; 2. stv. Vorsitzender) - VR-LEASING AG, Eschborn Gunnar MetzKfm. Angestellter Gregor SchellerVorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim eG, Vorstand der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate: - COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender) - FIDUCIA IT AG, Karlsruhe (bis 18.06.2009 stv. Vorsitzender; ab 18.06.2009 Vorsitzender) - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, Forchheim (Vorsitzender) Werner WaschbichlerRessortleiter Bernhard WinterSachgebietsleiter Mitglieder des Genossenschaftlichen BeiratsMitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stv. Vorsitzender, Präsident des Deutsche Raiffeisenverbandes e.V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederHelmut Haun (bis 30.06.2009)Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Aschaffenburg eG Wolfgang EckertDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender (ab 05.08.2009), Vorstandsvorsitzender der VR-Bank eG Dietmar BergerDipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V. Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Günter DreherDipl.-Verw.-Wiss., Vorstand der Augusta-Bank eG Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Erhard GschreyWirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorstand des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V. Lorenz HebertVorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Stiftland eG Lothar HertzschDipl.-Agrar-Ing.-Ök., Vorstand der Reinsdorfer Agrargenossenschaft eG Konrad IrtelVorstandssprecher der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Erwin Kuhn (bis 31.03.2009)Dipl.-Ök., Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Präsident des Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. Franz KustnerLandwirt Alois PabstLandwirt Hans PaulusDipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG Josef RaffelsbergerLandwirt Joachim RukwiedDipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V. Hermann SchultesPräsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt Gerd SonnleitnerPräsident des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen Bauernverbandes Ludwig SpannerLandwirt Prof. Dr. Jakob P. Stöckl (bis 05.10.2009)Direktor der Bayerischen Milchindustrie eG Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V. Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Vorstand der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG Mitglieder des VorstandsKlaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender)Finanzen, PR/Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Revision, Zentrales Controlling, Recht, Konzernmarketing, Konzernentwicklung, Konzern-Risikomanagement, Immobilien/ Corporate Real Estate Management, Baumanagement Externe Mandate: - Eramon AG, Augsburg - Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg - MAN Nutzfahrzeuge AG, München (ab 17.04.2009) - VK Mühlen AG, Hamburg (ab 19.03.2009; Vorsitzender) Konzernmandate: - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stv. Vorsitzender) - "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (bis 28.05.2009 stv. Vorsitzender; ab 28.05.2009 Vorsitzender) - RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (ab 29.12.2009) Dr. Stefan Bötzel (bis 04.03.2009)Agrar Externes Mandat: - SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossen-schaft eG, Ochsenfurt (bis 07.07.2009) Konzernmandat: -RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 16.04.2009) Klaus BuchleitnerRWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien Externes Mandat: - ifb Austria AG, Wien (bis 19.06.2009) - Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien Konzernmandat: - Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck a.d. Leitha (bis 15.05.2009 Vorsitzender; ab 15.05.2009 1. stv. Vorsitzender) - "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (ab 28.05.2009) Frank HurtmannsBaustoffe, Bau & Gartenmarkt, Franchise, Personal, Informationssysteme, Konzernlogistik & Organisation Externe Mandate: -Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation VVaG, München (stv. Vorsitzender) -R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden -update software AG, Wien (Vorsitzender) Konzernmandat: -RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien Dr. Josef KrapfAgrar, Obst Externes Mandat: - SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossen-schaft eG, Ochsenfurt (ab 07.07.2009) Roland SchulerTechnik, Energie, BayWa r.e* (vormals BayWa Green Energy), Koordination Region Württemberg Externes Mandat: - SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossen-schaft eG, Ochsenfurt (ab 02.12.2009) Konzernmandat:- RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (ab 29.12.2009; ab 27.01.2010 Vorsitzender) GeneralbevollmächtigteAndreas HelberFinanzen, Investor Relations, Kredit, Versicherungen, Regionale Verwaltungszentren Hans WitzigBaustoffe BayWa-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2009Der BayWa-Konzern hat sich in dem äußerst turbulenten Umfeld des Jahres 2009 hervorragend behauptet. Angesichts der tiefen Krise der Finanz- und Gütermärkte hat sich das diversifizierte Geschäftsmodell des Unternehmens einmal mehr bewährt. Den Umsatz- und Ergebnisrückgängen im Agrargeschäft und im Baustoffhandel stand eine positive Entwicklung im Bau & Gartenmarktgeschäft und im Segment Energie gegenüber. Gleichzeitig hat der Konzern in der Krise sein Profil geschärft. Durch die Trennung von Randaktivitäten, die nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen, wurde gebundenes Kapital freigesetzt und in den Ausbau der strategischen Kerngeschäfte sowie in zukunftsträchtige neue Geschäftsfelder im Bereich der erneuerbaren Energien investiert. Damit geht der BayWa-Konzern besser positioniert und gestärkt aus der Krise hervor. Im Segment Agrar wurde die Geschäftsentwicklung durch deutliche Preisrückgänge bei nahezu sämtlichen für die BayWa wichtigen Agrarprodukten dominiert. Nach den im Zuge der allgemeinen Rohstoffhausse des Jahres 2008 sehr stark gestiegenen Marktpreisen setzte bereits im Spätsommer 2008 eine Gegenbewegung ein. Sehr gute Ernten in Bezug auf Mengen und Qualitäten führten zu steigenden Lagerbeständen und drückten angesichts der großen Verunsicherung der Marktteilnehmer infolge der Wirtschaftskrise erheblich auf die Preise. Im Bereich der Betriebsmittel blieben die Preise - insbesondere für Düngemittel -zu Anfang des Jahres 2009 zwar noch auf hohem Niveau, dafür brach jedoch die Nachfrage ein, da die Landwirte angesichts des Erlösrückgangs für ihre Erzeugnisse den Düngemitteleinsatz einschränkten. Die hohen Preisschwankungen auf nicht abgenommene Mengen führten zu entsprechenden Abwertungen auf das Vorratsvermögen. Auch im Landtechnikgeschäft wirkte sich der Erlösverfall in Form einer stark verringerten Investitionsbereitschaft der Landwirte aus. In diesem Umfeld lag der Umsatz des Segments Agrar im BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2009 um rund 779 Mio. Euro unter dem Niveau des Ausnahmejahres 2008. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit hat sich dadurch auf 48,8 Mio. Euro mehr als halbiert. Das Segment Bau ist im Baustoff-Fachhandel stark abhängig von der allgemeinen Baukonjunktur. Hier wirkte sich im Geschäftsjahr 2009 insbesondere die äußerst verhaltene Investitionstätigkeit aus Gewerbe und Industrie angesichts nicht ausgelasteter Kapazitäten und ungewisser Zukunftsperspektiven belastend aus. Dagegen konnte das Bau & Gartenmarktgeschäft infolge der erfolgreich durchgeführten strategischen Maßnahmen zur Repositionierung des Geschäfts Umsatz- und Ergebnisverbesserungen erzielen. Aufgrund des geringeren Anteils des Bau & Gartenmarktgeschäfts am gesamten Geschäftsvolumen des Segments konnten die Rückgänge im gewerblichen Baustoff-Fachhandel dadurch zwar nicht vollständig, aber doch weitgehend ausgeglichen werden. Der Umsatz des Segments lag mit rund 1.776 Mio. Euro lediglich um etwa 10 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verminderte sich durch den Umsatzrückgang um knapp 3 Mio. Euro auf 18,5 Mio. Euro. Im Segment Energie war die Absatzentwicklung im Wärmemarkt geprägt durch den langen Winter 2008/2009 mit ausgeprägten Kälteperioden und die noch verbraucherfreundlichen Mineralölpreise. Die starke Nachfrage im ersten Halbjahr 2009 stellte die Lieferfähigkeit und Flexibilität in diesem Geschäftsbereich vor große Herausforderungen, während sich aufgrund hoher Befüllstände die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich abschwächte. Moderat positiv entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 das Kraftstoffgeschäft bei verbesserten Margen. Das Schmierstoffgeschäft lag aufgrund seiner hohen Abhängigkeit vom Kfz-Werkstattgeschäft und der metallverarbeitenden Industrie unter Vorjahresniveau. Neben dem klassischen Energiegeschäft hat sich der BayWa-Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2009 im Bereich der erneuerbaren Energien durch Zukäufe mehrerer Unternehmen deutlich verstärkt und diese Aktivitäten in einem neuen Geschäftsfeld, der BayWa r.e (vormals BayWa Green Energy), gebündelt. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie im Wesentlichen preisbedingt zwar um rund 625 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit konnte jedoch auf gut 24 Mio. Euro nahezu verdoppelt werden. Insgesamt erzielte der BayWa-Konzern damit im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 7.260 Mio. Euro; der Konzernumsatz hat sich damit gegenüber dem Ausnahmejahr 2008 um 1.534 Mio. Euro vermindert. Trotz dieses erheblichen Rückgangs wurde mit rund 102 Mio. Euro ein Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit erzielt, das rund 48 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag. Die Ergebnisentwicklung ist vor dem Hintergrund der enormen Marktverwerfungen des Jahres 2009 als positiv zu beurteilen. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie vor. II. Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitDer BayWa-Konzern hat seinen Schwerpunkt in den Bereichen Groß- und Einzelhandel sowie Logistik. Hauptsitz der 1923 gegründeten Muttergesellschaft BayWa AG ist München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikkonzerne in Europa weiterentwickelt. Das Geschäftsmodell der BayWa ist durch eine Diversifizierung in die Branchen Agrarwirtschaft, Bauwirtschaft und Energieversorgung gekennzeichnet. Die Unternehmensaktivitäten gliedern sich dementsprechend in die drei operativen Segmente Agrar, Bau und Energie. Die Geschäftstätigkeiten der Segmente haben ihren Schwerpunkt bei Handels- und Logistikleistungen, die durch umfangreiche spezifische Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Die BayWa ist stark in den Regionen verankert. Einschließlich Franchise- und Partnerfirmen verfügt der Konzern über rund 3.000 Vertriebsstandorte in vierzehn europäischen Ländern. Deutschland, Österreich und Osteuropa sind dabei die Hauptvertriebsgebiete. Der BayWa-Konzernscroll
Traditionell erwirtschaftet der BayWa-Konzern den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2009 trug das Segment Agrar rund 45 Prozent zum Konzernumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten auch weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und handelt mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futtermitteln für die Viehhaltung. Die Sparte Technik vertreibt Einrichtungen für die Außen-und Innenwirtschaft. Das Serviceangebot der Sparte umfasst Wartungen, Reparaturen und den Ersatzteilverkauf über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie über mobile Servicefahrzeuge. Rund 25 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. Bau & Gartenmärkte betreibt der Konzern überwiegend in ländlichen Regionen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zudem ein bedeutender Franchisegeber. Das Segment Energie mit einem Anteil von 25 Prozent am Konzernumsatz vertreibt in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holz-Pellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Das im Jahr 2009 neu gegründete Geschäftsfeld BayWa Green Energy (mittlerweile umbenannt in BayWa r.e) fasst die bestehenden und im Berichtsjahr 2009 neu erworbenen Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien zusammen. Die BayWa sieht dieses Geschäftsfeld als nachhaltiges Wachstumsgebiet an. Chancen ergeben sich aus dem notwendigen Umbau der Energieversorgung angesichts begrenzter Vorkommen der konventionellen Energieträger. Erneuerbare Energien versprechen mittel- und langfristig ein überdurchschnittliches Marktwachstum, an dem die BayWa durch die Bündelung ihrer Kompetenzen partizipieren wird. Unter den Sonstigen Aktivitäten sind die Lebensmittelproduktion und sonstige Finanzbeteiligungen zusammengefasst. Sie tragen rund 5 Prozent zum Umsatz des BayWa-Konzerns bei. Die BayWa AG führt ihre Geschäfte in den Segmenten sowohl direkt als auch über ihre Tochtergesellschaften, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. In den Staaten Osteuropas, in denen der BayWa-Konzern überwiegend im Agrarhandel tätig ist, liegt die Geschäftsführung bei jeweils separaten Landesgesellschaften. Insgesamt umfasst der BayWa-Konzern neben der BayWa AG selbst 54 vollkonsolidierte Gesellschaften. Daneben werden sechs Unternehmen, bei denen die Führung gemeinschaftlich mit einem oder mehreren Partnern erfolgt, quotal mit ihrem jeweiligen Beteiligungsanteil konsolidiert. Sieben Unternehmen werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen. Unternehmensziele, Strategie und SteuerungDer BayWa-Konzern hat das Ziel, die Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Bau und Energie langfristig zu wahren und sowohl durch organisches Wachstum als auch - wo zu attraktiven Konditionen möglich - durch Akquisitionen auszubauen. Die Ertragskraft des Konzerns wird durch Skaleneffekte im Zuge des Umsatzwachstums und ein effizientes Kostenmanagement gesteigert. Auf der Kostenseite konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem darauf, die Standortstrukturen zu optimieren, die Prozesse zu verbessern und die Vertriebsstrukturen intensiver zu nutzen. Die Fokussierung auf ein effizientes Working Capital-Management sowie die Optimierung der Kapitalallokation im Konzern werden den Spielraum für Investitionen erweitern und die Bilanzrelationen verbessern. Darüber hinaus wird eine ausgewogene Struktur aus Eigenkapital und Fremdkapitalfinanzierungen beachtet. Die Unternehmensbereiche werden anhand strategischer und operativer Vorgaben sowie verschiedener finanzieller Kenngrößen geführt. Dabei ist das Umsatzwachstum, sowohl organisch als auch über Akquisitionen, eine wichtige Steuerungsgröße. Darüber hinaus stellen das operative Ergebnis (EBIT) bzw. die EBIT-Marge - das Verhältnis von EBIT zu Umsatz - die wichtigsten Steuerungsgrößen dar, um die Ertragskraft der Segmente zu messen. Hohe Bedeutung kommt dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu. Es dient als Maßstab für die Fähigkeit der Bereiche, finanzielle Überschüsse zu erzielen und finanzielle Verpflichtungen zu bedienen. Schließlich ist der Verschuldungsgrad, das heißt das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA, auf Konzernebene eine wichtige Kenngröße. Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, um die Steuerung der operativen Bereiche zukünftig um ein wertorientiertes Steuerungselement zu ergänzen. Die Unternehmensbereiche werden dabei anhand ihres Beitrags zur Wertentwicklung des Konzerns bewertet, gemessen als Verzinsung des Nettovermögens im Vergleich zu den risikogewichteten Kapitalkosten. Dienstleistungen, Produkte und GeschäftsprozesseIm Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen als auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut, Betriebsmitteln und die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass die BayWa über das gesamte Jahr in engem Kontakt mit ihren Kunden aus der Landwirtschaft steht. Im Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Nähe zum Kunden einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die sehr regionale Struktur im Baustoff-Fachhandel. Dagegen stellen im Geschäft mit Ausbauprodukten die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung Kernkompetenzen der BayWa dar. Das Bau & Gartenmarktgeschäft ist mit einem nischenbasierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt. Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Freizeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt, während im Winter der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund stehen. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Daneben profiliert sich die BayWa im Baumarktgeschäft durch ein qualitativ hochwertiges Stammsortiment und eine intensive Beratung. Beide Sparten handeln im operativen Geschäft unabhängig voneinander. Spartenübergreifend optimiert das Segment Bau seine Geschäftsaktivitäten durch die Zusammenlegung der Zentralfunktionen und die Bündelung des vorhandenen Know-hows, um den Kunden einen optimalen Service bieten zu können. Das Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das neue Geschäftsfeld BayWa r.e (vormals BayWa Green Energy), das als Kompetenzzentrum die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien vorantreibt. Bei den fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 275 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden auch Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch eine Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher strebt das Segment Energie - wie zuletzt im Jahr 2008 mit der Übernahme des Heizölgeschäfts von Shell Direct Bayern geschehen - auch zukünftig an, durch Akquisitionen zu wachsen. Da der Brennstoffhandel neben wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern überwiegend mittelständisch geprägt ist, ergeben sich hierfür gute Möglichkeiten. Im Schmierstoffvertrieb, der vor allem die Landwirtschaft sowie kleine und mittlere Gewerbekunden beliefert, wird eine Ausweitung des Geschäfts auf Industriekunden angestrebt. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Im Bereich der erneuerbaren Energien hat der Konzern nach der Akquisition von drei Unternehmen im Jahr 2009 eine deutliche Diversifizierung erreicht. Neben Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse umfasst die Produktpalette nunmehr auch Anlagen zur Erzeugung von Wind und Solarenergie. Darüber hinaus werden Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten im Geschäftsfeld BayWa r.e wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können. Absatzmärkte und WettbewerbspositionDie BayWa zählt zu den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. In ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem südlichen Brandenburg sowie nahezu flächendeckend in Österreich, verfügt die BayWa mit rund 1.300 Standorten über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den rund 500 genossenschaftlichen Lagerhäusern in Österreich besteht eine enge Geschäftsbeziehung. Das Wettbewerbsumfeld bei den Agrarprodukten bildet eine Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen, die überwiegend nur lokal tätig sind. Daneben sind im Betriebsmittelgeschäft mehrere Großhandelsunternehmen auch überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein. Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 1.000 Unternehmen mit etwa 2.500 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 235 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa mit 36 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Mit 117 Märkten in Deutschland und Österreich setzt die BayWa im Bau & Gartenmarktgeschäft den Schwerpunkt auf ländliche Regionen. Im Energiegeschäft verfügt die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt; daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenDas Segment Agrar ist einerseits sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Andererseits wirken sich die Entwicklung des Angebots und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte unmittelbar auf das Geschäft aus. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können insbesondere im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe zu erheblichen Anpassungen der Märkte führen; dies kann seinerseits auch Rückwirkungen auf andere Bereiche von Agrarrohstoffen haben. Ebenso nehmen Regulierungen durch die EU wesentlichen Einfluss auf Preise und Strukturen einer Reihe relevanter Märkte. Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen - positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt der allgemeinen Baukonjunktur und ist insbesondere im Tiefbau und im Straßenbau abhängig vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte. Im Bereich der privaten Bautätigkeit wirken sich Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen auf das Investitionsverhalten aus. Daneben beeinflussen Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten. Das Energiesegment ist durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Damit unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den erneuerbaren Energien führen dagegen steigende Preise für fossile Brennstoffe zu einer verstärkten Nachfrage. Bei Bio-Diesel ist der Absatz maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen abhängig. Dies gilt ebenso für Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bislang noch wesentlich von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat im Jahr 2009 den stärksten Rückschlag seit Jahrzehnten erlitten. Die globale Wirtschaftsleistung sank preisbereinigt um schätzungsweise 0,8 Prozent, das Volumen des Welthandels schrumpfte um 12,3 Prozent. Ausgangspunkt der Rezession war die internationale Finanzkrise, die ab Herbst 2008 zunehmend auf die Realwirtschaft übergriff. Durch großvolumige Konjunkturprogramme der Industrieländer und eine international äußerst expansive Geldpolitik gelang es im Jahresverlauf, den Abwärtstrend der Weltwirtschaft zu stoppen und die Lage zu stabilisieren. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen dieser Politik, zum Beispiel auf Inflationsraten, Zinsniveau und Währungsrelationen, lassen sich noch nicht abschätzen. Vor allem in den Ländern, die eng in die internationale Arbeitsteilung eingebunden und auf die Funktionsfähigkeit der Finanz- und Kreditmärkte erheblich angewiesen sind, war der wirtschaftliche Einbruch besonders stark. So war Deutschland mit einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Jahr 2009 um 5,0 Prozent beispielsweise wesentlich stärker betroffen als die USA, wo der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts lediglich bei 2,4 Prozent lag. Die österreichische Wirtschaftsleistung sank im Jahr 2009 mit minus 3,7 Prozent etwas weniger stark als im Durchschnitt des EuroRaumes (minus 4,0 Prozent). Die zunächst noch starken Exporte in die osteuropäischen Staaten hatten die Konjunktur in Österreich stabilisiert. Im zweiten Halbjahr 2009 setzte auch in Österreich eine verhaltene Erholung ein, die allerdings durch die mittlerweile in den osteuropäischen Staaten offenbar gewordenen Wachstumseinbußen und Kreditausfälle gedämpft wird. In den Staaten Osteuropas, in denen die BayWa vertreten ist, ging die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 im Durchschnitt um 4,3 Prozent zurück, nach einem Wachstum um 3,1 Prozent im Vorjahr. Dabei reichte die Spannbreite der Schrumpfungsraten von 3,0 Prozent in Serbien über 4,8 Prozent in Tschechien, 5,8 Prozent in Kroatien und in der Slowakei, 6,5 Prozent in Ungarn bis zu 7,4 Prozent in Slowenien. Branchentrend AgrarDas Jahr 2009 war in der Landwirtschaft bei vielen Agrarprodukten durch die dritte Rekordernte in Folge gekennzeichnet. Gleichzeitig setzte sich der Rückgang der Preise für Getreide und Ölsaaten, der im zweiten Halbjahr 2008 begonnen hatte, vor dem Hintergrund erhöhter Lagerbestände nahezu über das gesamte Jahr 2009 fort. Die Nachfrage nach Düngemitteln - und hier insbesondere nach Volldünger - blieb über das gesamte Jahr 2009 hinweg schwach. Die zu Jahresbeginn 2009 noch hohen Preise für Dünger bei bereits deutlich gesunkenen Erlösen der Landwirte für ihre Erzeugnisse führten zu einem verringerten Düngemitteleinsatz. Mit zeitlicher Verzögerung kam es daher auch bei den Düngemitteln im Jahresverlauf zu deutlichen Preisrückgängen. Vergleichsweise stabil entwickelte sich dagegen das Absatzvolumen von Saatgut und Futtermitteln. Angesichts des niedrigen Preisniveaus der Agrarprodukte blieb die Frühbezugsnachfrage für Betriebsmittel auch im zweiten Halbjahr insgesamt verhalten. In der Landtechnik profitierte das Geschäft im ersten Halbjahr 2009 noch vom hohen Auftragsvolumen des Vorjahres, da die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft durch die positive Erlösentwicklung im Jahr 2008 zu vermehrten Bestellungen insbesondere bei Landmaschinen geführt hatte. Im zweiten Halbjahr war die Nachfrage dagegen rückläufig. Die Ursachen lagen einerseits in der noch nicht abgeschlossenen Ernteerfassung und der dadurch verringerten Liquidität der Landwirte. Andererseits führte die im Zweijahresrhythmus stattfindende Leitmesse für Agrartechnik, die "Agritechnica", zum Aufschub von Investitionen, da hier regelmäßig technologische und produktivitätssteigernde Neuerungen vorgestellt werden. Branchentrend BauDie Baubranche in Deutschland und Österreich litt im ersten Quartal 2009 - neben den Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise - besonders unter dem harten Winter. Zahlreiche bereits geplante Bauvorhaben konnten witterungsbedingt erst verzögert in Angriff genommen werden. Im weiteren Jahresverlauf wirkte sich die allgemeine Wirtschaftskrise insbesondere auf neue Bauvorhaben im gewerblichen Bereich dämpfend aus. Die verabschiedeten Konjunkturprogramme und Investitionsvorhaben im öffentlichen Bau konnten aufgrund der langen Vorlaufzeiten von der Mittelbereitstellung über die Planung bis zur Bauausführung erst verzögert Einfluss nehmen. Im privaten Bau führten selbst die sehr niedrigen Zinsen nicht zu einer Belebung der Neubautätigkeit, da die erhöhte Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung und die eigene finanzielle Situation aus Sicht der privaten Bauherren die Kostenvorteile bei der Finanzierung überwog. Trotz einer Zunahme der Investitionstätigkeit in Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung gingen die gesamten Wohnungsbauinvestitionen um 0,8 Prozent zurück. Insbesondere im Wohnungsneubau wurde ein erheblicher Rückgang in Deutschland verzeichnet. Im Berichtsjahr wurden weniger als 160.000 Wohneinheiten fertiggestellt, dies entspricht einem Rückgang von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nichtwohnbauinvestitionen des gewerblichen Bereichs verringerten sich im Jahr 2009 um 2,5 Prozent. Das Volumen im öffentlichen Bau wuchs zwar um 4,0 Prozent, aufgrund des relativ geringen Anteils von rund 13 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen konnte dieser Zuwachs den Rückgang der anderen beiden Sektoren jedoch nicht ausgleichen. Das Bauhauptgewerbe ermittelte bis einschließlich November einen Rückgang bei den baugewerblichen Umsätzen von 4,1 Prozent. Auch in Österreich wirkten sich der lang anhaltende Winter und das allgemeine wirtschaftliche Umfeld negativ auf die Bautätigkeit aus. Die reduzierte Nachfrage, insbesondere bei gewerblichen Immobilien, führte zu einem Rückgang der Investitionen im Nichtwohnbau, und selbst der bislang stabilisierende Wohnungsbau entwickelte sich rückläufig. Insgesamt gingen hier die Bauinvestitionen im Jahr 2009 um 4,0 Prozent zurück. Branchentrend EnergieSinkende Rohölpreise und der lange harte Winter 2008/2009 führten zu einer lebhaften Nachfrage nach Heizöl. Auch im Frühjahr wurde bei bereits wieder anziehenden Rohölpreisen das noch günstige Preisniveau seitens der privaten Haushalte dazu genutzt, die Befüllstände auf hohem Niveau zu halten. Die hohen Befüllstände eingangs des Sommers und der saisonal bedingt geringere Verbrauch führten bis zum Herbst zu einer deutlich verringerten Nachfrage. Erst mit der ersten Kältewelle des Winters 2009/2010 stieg die Nachfrage wieder an. Das Geschäft mit mineralischen Kraftstoffen blieb im gesamten Jahresverlauf stabil. Trotz der niedrigeren Preisen lagen die Absatzvolumina geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Es kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund nicht ausgelasteter Raffineriekapazitäten und dadurch phasenweise sogar negativer Verarbeitungsmargen die Raffineriebetreiber im Markt Preiserhöhungen für die Verarbeitungsprodukte durchzusetzen versuchten, um die eigenen Margen zu verbessern. Daher lagen die Margen im Tankstellengeschäft im Jahr 2009 über denen des Vorjahres. Im Bereich der Schmierstoffe war die Marktnachfrage im Gesamtjahr 2009 deutlich schwächer, was insbesondere auf den dramatischen Auftragsrückgang in der metallverarbeitenden Industrie zurückzuführen ist. III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung der KonzerngeschäftssegmenteEntwicklung des Segments Agrar im Jahr 2009In der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln verringerte sich der Umsatz des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2009 um 23,7 Prozent auf 2.443,2 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen preisbedingt, da die Preise für Agrarerzeugnisse gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres deutlich rückläufig waren, während die Mengen bedingt durch gute Ernteerträge an die hohen Vorjahreswerte anknüpfen konnten. So belief sich der Getreideumschlag der BayWa im Jahr 2009 auf 4,8 Mio. Tonnen nach 4,4 Mio. Tonnen im Vorjahr. Ferner trugen verminderte Absatzmengen bei Pflanzenschutz, Düngemitteln und sonstigen Betriebsmitteln zu dem niedrigeren Umsatz bei. Der geringere Umsatz führte beim EBITDA zu einem Rückgang um 43,4 Prozent auf 67,7 Mio. Euro. Der Rückgang ist unter anderem auf den Wegfall der Windfall Profits aus dem Getreidevermarktungsgeschäft des Vorjahres sowie auf die einmalige Düngerabwertung zurückzuführen. Die Abschreibungen verringerten sich dagegen lediglich um 6,5 Prozent, so dass das EBIT mit 36,0 Mio. Euro um 57,9 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Das Zinsergebnis verbesserte sich infolge des geringeren zu finanzierenden Handelsvolumens um 11,6 Mio. Euro auf minus 17,0 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Sparte Agrarhandel verringerte sich damit gegenüber dem Ausnahmejahr 2008 im Jahr 2009 um 66,6 Prozent auf 19,0 Mio. Euro. Die Sparte Technik profitierte im Jahr 2009 zunächst noch von den hohen Bestellungen des Vorjahres. Da die landwirtschaftliche Produktion an finanzieller Attraktivität zunahm und die Einkommenssituation sich entsprechend positiv entwickelte, hatten viele Landwirte verstärkt den technischen Fortschritt für eine Intensivierung des Ackerbaus genutzt. Der Umsatz der Sparte entwickelte sich durch die Auslieferungen der im Vorjahr getätigten Bestellungen in der ersten Jahreshälfte noch relativ stabil. Gleichzeitig wächst mit einem steigenden Technikeinsatz auch der Reparatur- und Servicebedarf, so dass der Umsatz im Servicebereich gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte. Zu dem Wachstum des Servicebereichs trug auch die Einführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile bei. Insgesamt konnten dadurch die im Jahresverlauf zunehmenden Rückgänge des Neuabsatzes von Landtechnik weitgehend ausgeglichen werden. Der Spartenumsatz entwickelte sich mit einem leichten Rückgang um 2,2 Prozent auf 826,6 Mio. Euro weitgehend stabil. Aufgrund schwächerer Margen, des Wegfalls von Einmalerträgen im Vorjahr sowie erhöhter Warenabschläge verringerte sich das EBITDA um 35,6 Prozent auf 23,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen lagen mit 8,6 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro bzw. 12,0 Prozent unter dem Vorjahreswert, so dass das EBIT um 12,0 Mio. Euro bzw. 44,1 Prozent zurückging. Im Zinsergebnis, das sich um 2,1 Mio. Euro auf minus 9,1 Mio. Euro verbesserte, schlagen sich vor allem die im Jahresverlauf gesunkenen Vorfinanzierungen für Maschinen nieder. Insgesamt erreichte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Sparte Technik 6,1 Mio. Euro. Im Segment Agrar insgesamt verminderte sich der Umsatz damit gegenüber dem Ausnahmejahr 2008 im Berichtsjahr um 19,2 Prozent auf 3.269,8 Mio. Euro. Das EBITDA verzeichnete einen Rückgang um 41,5 Prozent auf 91,5 Mio. Euro. Da gleichzeitig die Abschreibungen mit 40,3 Mio. Euro lediglich um 7,7 Prozent unter dem Vorjahreswert lagen, ging das EBIT um 54,6 Prozent auf 51,3 Mio. Euro zurück. Bei einem um 13,7 Mio. bzw. 34,4 Prozent verminderten Finanzierungsaufwand ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 25,1 Mio. Euro, das 65,6 Prozent unter dem Niveau des Ausnahmejahres 2008 liegt. Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2009Nach einem infolge des lang anhaltenden und harten Winters schwachen Jahresauftakt profitierte die Sparte Baustoffe des BayWa-Konzerns im weiteren Verlauf vor allem von einer zunehmenden Nachfrage im Sanierungsbereich beim Wohnungsbau. Der Wirtschaftsbau hat sich dagegen aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg sehr verhalten entwickelt. Mit einem geringfügigen Umsatzrückgang um 2,1 Prozent auf 1.327,0 Mio. Euro konnten die insbesondere im ersten Quartal ausgebliebenen Umsätze im zweiten Halbjahr dennoch weitgehend aufgeholt werden. Das EBITDA verminderte sich dabei um 12,6 Prozent auf 33,4 Mio. Euro. Nach Abschreibungen, die mit 21,0 Mio. Euro auf dem Vorjahresniveau lagen, wurde ein EBIT von 12,4 Mio. Euro, entsprechend einem Rückgang um 27,9 Prozent, erreicht. Auch im Baustoffhandel verbesserte sich das Zinsergebnis um 2,7 Mio. Euro auf minus 7,4 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verminderte sich damit insgesamt um 2,1 Mio. Euro bzw. 29,8 Prozent auf 5,0 Mio. Euro. Die Sparte Bau & Gartenmarkt profitierte von den erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen der strategischen Neuausrichtung zum Fachmarktkonzept und der Sortimentsumgestaltung. Der Umsatz der Sparte konnte um 4,2 Prozent auf 449,1 Mio. Euro ausgeweitet werden. Das EBITDA erreichte trotz erhöhter Kosten im Rahmen der Neuausrichtung der Geschäftsaktivitäten im Jahr 2009 mit 18,2 Mio. Euro nahezu den Vorjahreswert von 18,3 Mio. Euro. Die Abschreibungen verminderten sich gegenüber dem durch die Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Investitionen in den Umbau von Märkten erhöhten Vorjahreswert um 2,0 Mio. Euro auf 11,9 Mio. Euro. Damit verbesserte sich das EBIT um 44,4 Prozent auf 6,2 Mio. Euro. Gleichzeitig lag auch der Nettozinsaufwand der Sparte im Jahr 2009 mit 5,0 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro bzw. um 26,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit damit von einem Vorjahresverlust in Höhe von minus 2,5 Mio. Euro um 3,7 Mio. Euro auf ein positives Ergebnis von 1,2 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz des Segments Bau lag mit 1,776 Mrd. Euro um lediglich 9,7 Mio. Euro bzw. 0,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim EBITDA des Segments ergab sich ein Rückgang um 5,0 Mio. Euro bzw. 8,8 Prozent. Nach Abschreibungen, die sich mit 32,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert um 2,1 Mio. Euro verminderten, lag das EBIT im Jahr 2009 mit 18,7 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro bzw. 13,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Nettofinanzierungsaufwand des Segments verringerte sich deutlich um 4,5 Mio. Euro auf 12,4 Mio. Euro. Insgesamt ergibt sich damit im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit eine Steigerung um 34,0 Prozent bzw. 1,6 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro. Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2009Der Umsatz des Segments Energie verminderte sich im Jahr 2009 bei leicht rückläufigen Absatzvolumina bei Brennstoffen, insbesondere aufgrund der stark rückläufigen Mineralölpreise, gegenüber dem Vorjahr um 25,4 Prozent auf 1.837,5 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Mengenabsatz im Wärmemarkt und hier insbesondere im Produktbereich Heizöl aufgrund des langen Winters 2008/2009 und der verbraucherfreundlichen Preise deutlich über dem Vorjahresniveau. Im weiteren Jahresverlauf 2009 ging der Absatz allerdings deutlich zurück, da die Befüllstände überdurchschnittlich hoch waren, so dass das Absatzvolumen im Jahr 2009 um rund 10 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Erfreulich entwickelte sich der Absatz von HolzPellets mit einer Volumensteigerung um 19 Prozent - von allerdings noch niedrigem Ausgangsniveau. Bei den mineralischen Kraftstoffen ging das Absatzvolumen aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und des gestiegenen Anteils sparsamerer Neufahrzeuge geringfügig zurück. Im Bereich der Schmierstoffe gab der Mengenabsatz um gut 17 Prozent nach. Dazu haben vor allem die schwache Nachfrage aus der metallverarbeitenden Industrie, aber auch die infolge der Umweltprämie erhöhte Zahl von Neufahrzeugen beigetragen, da diese ihre Serviceintervalle noch nicht erreicht haben. Die Ergebnisentwicklung des Segments Energie wurde auch im Jahr 2009 im Wesentlichen von der überaus positiven Margenentwicklung im Wärmemarkt getragen. Auch im Tankstellengeschäft konnte die Absatzmenge gesteigert und die Marge ausgeweitet werden. Der Schmierstoffbereich liegt konjunkturbedingt unter dem Vorjahr. Zum Umsatz des Segments trugen die erstmals im noch jungen Geschäftsfeld BayWa r.e zusammengefassten Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien 12,5 Mio. Euro bei. Das EBITDA des Segments Energie verbesserte sich um 13,3 Mio. Euro bzw. 66,7 Prozent auf 33,2 Mio. Euro. Nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro verringerten Abschreibungen stieg das EBIT des Segments um 13,5 Mio. Euro bzw. 124,5 Prozent auf 24,4 Mio. Euro. Im Zuge der Finanzierung des Absatzvolumens sowie der Akquisitionsfinanzierung im Bereich BayWa r.e ergab sich ein Nettofinanzaufwand von 1,4 Mio. Euro. Insgesamt hat sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Segments Energie um 11,5 Mio. Euro auf 22,9 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2009Die Sonstigen Aktivitäten umfassen die Lebensmittelproduzenten Ybbstaler und Frisch & Frost in Österreich, einige Finanzbeteiligungen, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind, sowie bis zum 30. September 2009 den Autohandel. Der Umsatzrückgang um 120,4 Mio. Euro auf 376,9 Mio. Euro resultiert etwa zur Hälfte aus der Veräußerung des Autohandels mit Wirkung zum 30. September 2009. Beim Fruchtsaft-Konzentrathersteller Ybbstaler führten die aufgrund der guten Obsternte gegenüber dem Vorjahr deutlich niedrigeren Obstpreise zu einem um rund 73 Mio. Euro verringerten Umsatzausweis. Der Kartoffel- und Teigwarenhersteller Frisch & Frost konnte den Umsatz dagegen auf dem Niveau des Vorjahres behaupten. Das EBITDA der Sonstigen Aktivitäten erhöhte sich um 8,3 Mio. Euro auf 33,4 Mio. Euro, im Wesentlichen bestimmt durch den Veräußerungserlös aus dem Verkauf des Autohandels und der dafür genutzten Immobilien. Gleichzeitig lagen die Abschreibungen mit 12,3 Mio. Euro im Wesentlichen durch den Verkauf des Autohandels um 3,8 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau, so dass sich das EBIT um 4,5 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro erhöhte. Das Zinsergebnis verbesserte sich, bedingt durch das deutlich reduzierte Working Capital, um 1,9 Mio. Euro auf minus 0,3 Mio. Euro. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit damit um 6,4 Mio. Euro auf 20,8 Mio. Euro. Ertragslage des BayWa-KonzernsDer Umsatz des BayWa-Konzerns lag im Geschäftsjahr 2009 mit 7.260.2 Mio. Euro im Wesentlichen bedingt durch die niedrigeren Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte um 17,4 Prozent bzw. 1.534,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl bei vielen Erzeugnissen im Agrarbereich als auch beim Rohöl die Preise im Jahr 2008 zum Teil historische Höchststände markiert hatten. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich insgesamt eine Zunahme um 18,6 Mio. Euro auf 131,8 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf laufende Vermietungserträge (22,6 Mio. Euro), regelmäßige Kostenerstattungen (12,7 Mio. Euro) und wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (4,3 Mio. Euro). Diese genannten Ergebnisbeiträge bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Mit rund 5,9 Mio. Euro haben sich die Erträge aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen gegenüber dem Vorjahreswert von 9,0 Mio. Euro reduziert. Aus der Auflösung von Rückstellungen entstanden Erträge von 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,2 Mio. Euro), die in der Regel mit Aufwand durch Neuzuführungen aus Rückstellungen zu verrechnen sind. Aus Sicherungsgeschäften resultieren 9,4 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro). Der korrespondierende Aufwand wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen reflektiert. Die Erträge aus Anlagenabgängen summieren sich auf 29,5 Mio. Euro. Hier stehen den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Buchverluste in Höhe von 4 Mio. Euro gegenüber. Nach Abzug der durch niedrigere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 1.422,3 Mio. Euro bzw. 18,6 Prozent auf 6.244.3 Mio. Euro verringerten Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 1.134,0 Mio. Euro, das um 58,5 Mio. Euro bzw. 4,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt. Im Personalaufwand, der sich um 11,7 Mio. Euro auf 619,6 Mio. Euro erhöhte, zeigten neben tarifvertraglichen Anpassungen im Konzern mit allein 4,3 Mio. Euro die erst zum Jahresende bekanntgegebenen Beitragserhöhungen des Pensions-Sicherungs-Verein aG Wirkung. Aufgrund des erwarteten Anstiegs von Firmeninsolvenzen haben sich die zu leistenden Beiträge zum Sicherungsinstitut sprunghaft erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 318,0 Mio. Euro um 20,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Fuhrpark- und Energiekosten von 6,0 Mio. Euro sowie rückläufigen EDV-Kosten von 3,9 Mio. Euro und Instandhaltungsaufwendungen für Modernisierungsmaßnahmen an den Vertriebsstandorten von 3,2 Mio. Euro. Demgegenüber erhöhten sich die Aufwendungen für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten um 7,6 Mio. Euro auf 17,9 Mio. Euro. Aus Sicherungsgeschäften resultieren Aufwendungen in Höhe von 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 13,6 Mio. Euro). Diese Position ist allerdings inhaltlich im Zusammenhang mit dem unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Erträgen von 9,4 Mio. Euro zu sehen. Insgesamt verringerte sich das EBITDA des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2009 um 48,3 Mio. Euro bzw. 18,7 Prozent auf 209,7 Mio. Euro. Die Abschreibungen sanken gegenüber dem Vorjahreswert um 1,8 Mio. Euro auf 94,4 Mio. Euro. Im Vorjahr waren dabei außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rund 5 Mio. Euro berücksichtigt. Ein wesentlicher Teil der Abschreibungen entfällt auf die Sachanlagen mit 84,5 Mio. Euro und liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Ertragslage des BayWa-Konzernsscroll
Insgesamt führten diese Effekte zu einem Rückgang des EBIT um 46,5 Mio. Euro bzw. 28,7 Prozent auf 115,4 Mio. Euro. Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Die Erhöhung des Beteiligungsergebnisses um 1,8 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro ist auf leicht erhöhte Ausschüttungen nicht konsolidierter Finanzbeteiligungen zurückzuführen. Das negative Zinsergebnis lag aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus und des im Jahresvergleich deutlich geringeren Vorratsbestandes mit 40,3 Mio. Euro um rund 18,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Konzern um 28,5 Mio. Euro oder 27,5 Prozent auf 75,1 Mio. Euro. Die Verringerung des Ergebnisses der betrieblichen Geschäftstätigkeit um 48,3 Mio. Euro ist insbesondere durch den Ergebnisrückgang im Agrarbereich um 61,5 Mio. Euro infolge des Verfalls der Marktpreise bedingt. Im Baubereich lag das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit mit 18,5 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, während der Energiebereich sein betriebliches Ergebnis um 12,1 Mio. Euro auf 24,3 Mio. Euro verbesserte. Aufgrund der Ergebnisentwicklung verminderten sich auch die Ertragsteuern des BayWa-Konzerns auf 15,7 Mio. Euro gegenüber 26,8 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ertragsteuerquote beträgt 20,9 Prozent (Vorjahr: 25,9 Prozent) und liegt damit unter der Konzernsteuerquote von 28,2 Prozent. Die Unterschreitung gründet auf einem steuerfreien Veräußerungsgewinn aus Beteiligungsverkäufen. Nach Abzug der Ertragsteuern erwirtschaftete der Konzern einen Jahresüberschuss in Höhe von 59,4 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 76,7 Mio. Euro einem Rückgang um 22,6 Prozent. Das Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien im Geschäftsjahr 2009 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), verringerte sich von 1,72 Euro im Vorjahr um 22,7 Prozent auf 1,33 Euro für das Geschäftsjahr 2009. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements des BayWa-Konzerns ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Im BayWa-Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Servicebereich für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt in der Disposition der Mittelzuflüsse im Rahmen eines weit angelegten Cash-Poolings sowie der möglichst exakten Bereitstellung von Liquidität zur Einsteuerung in den Kreditorenverkehr. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über entsprechende EDV-gestützte Systeme. Die Einbindung in das Geno-Cash-System ermöglicht sowohl die automatische Verbuchung eingehender Zahlungen als auch das tägliche Clearing von Zahlungseingangskonten bei regionalen Geschäftsbanken, die als Stützpunktinstitute die Einzahlungen der dezentralen Geschäftseinheiten aufnehmen. In der zentralen Disposition werden diese Mittel zusammengefasst und in der täglichen Abrechnung neu verwendet oder zurückgeführt. Als Handelsunternehmen verfügt der BayWa-Konzern im Tagesgeschäft klassischerweise über einen den Mittelabfluss übersteigenden Mittelzufluss, so dass überschüssige Liquidität taggenau zur Rückführung der Kontokorrentverbindlichkeiten genutzt wird. Analog zu der operativen Geschäftstätigkeit ist auch die Finanzmittelbeschaffung dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich nationale Einheiten in nationaler Währung im jeweiligen Land refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa. Im Wesentlichen betreibt der BayWa-Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt trotz der dezentralen Steuerung das zentrale Monitoring der konzernweiten Finanzengagements. Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa-Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die nahezu ausschließlich kurzfristigen Fremdmittel dienen vollständig der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Langfristige Dispositionen, wie Investitionen in langfristige Vermögenswerte oder auch Akquisitionen, werden aus langfristigen Kapitalien gedeckt. Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Falle steigender Zinsen im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Zinssenkungen hingegen reflektieren sich unmittelbar durch rückläufige Finanzierungskosten. Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. Gerade in der gegenwärtigen Phase erhöhter Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation der Finanzierungsaktivitäten das Risiko im BayWa-Konzern. Kapitalstruktur und KapitalausstattungDie BayWa hat durch den erwirtschafteten Konzernjahresüberschuss und die konsequente Optimierung des Working Capitals im Jahr 2009 das Ziel einer angestrebten Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent erreicht. Diese solide Ausstattung mit Eigenmitteln stellt einen für Handelsunternehmen sehr guten Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden gegenüber dem Vorjahr um 215,8 Mio. Euro basiert im Wesentlichen auf dem Verkauf des Autohandels und dem damit verbundenen Abgang des erheblichen Umlaufvermögens sowie Bestandsreduzierungen im Vorratsbereich. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten steht hauptsächlich im Zusammenhang mit der erstmaligen Konsolidierung von erworbenen Unternehmen im Geschäftsfeld BayWa r.e. Die Bilanzsumme als Ausdruck der insgesamt gebundenen Kapitalien hat sich um 126,5 Mio. Euro reduziert. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
Kapitalflussrechnung und LiquiditätsentwicklungDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009 um rund 28,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr durch Abbau der Vorratsbestände und Forderungen; dies hatte eine entsprechend positive Wirkung auf den Mittelzufluss. Der Mittelabfluss im Investitionsbereich liegt mit rund 127,5 Mio. Euro rund 16,4 Mio. Euro unter dem Vorjahr, wobei die Investitionen für Unternehmenserwerbe um rund 30,8 Mio. Euro höher lagen als im Vorjahr. Der Rückgang des investiven Cashflows gegenüber dem Vorjahr ist auf Zahlungszuflüsse aus veräußerten Immobilienvermögen und Finanzbeteiligungen zurückzuführen. Der betriebliche Cashflow wurde dazu genutzt, das hohe Investitionsvolumen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben und übrige Investitionen in langfristige Sach- und Finanzanlagen abzudecken. Der negative Saldo des Finanzierungs-Cashflows ergab sich aus dem Abfluss der Dividendenzahlung in Höhe von rund 17,2 Mio. Euro und Langfristfinanzierungen in Höhe von 97,6 Mio. Euro. Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm 2009 flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro zu. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseDie Finanzmittelausstattung des BayWa-Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu. Die Kapitalerfordernisse umfassen die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und wird für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwendet. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben laufenden Termin- und Tagesgeldern finanziert sich der Konzern über ein 300 Mio. Euro Multi-Currency Commercial Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2009 war die Nachfrage im Commercial Paper-Bereich rezessionsbedingt sehr verhalten und somit nur eine eingeschränkte Platzierung möglich. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 74,2 Mio. Euro (Vorjahr: 74,5 Mio. Euro) finanziert. InvestitionenDer BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 neben Unternehmenszukäufen weitere rund 110 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds wurden die geplanten Investitionen nicht zurückgefahren. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher wurde an den geplanten Investitionen festgehalten. Rund 41,9 Mio. Euro wurden in neue Betriebsimmobilien investiert. Neben Grundstückserwerben im Zusammenhang mit Unternehmenskäufen (rund 3,7 Mio. Euro) wurde vornehmlich in die Fertigstellung von Betriebsgebäuden investiert. So wurde in Backnang ein bestehender Bau & Gartenmarkt mit einem Investitionsvolumen von rund 11,9 Mio. Euro modernisiert und ausgebaut. Ein Investitionsbetrag in Höhe von 2,8 Mio. Euro wurde am Standort Dietfurt für die Erweiterung des dortigen Agrarbetriebs mit technischer Einrichtung aufgewendet. In Siegsdorf wurde mit rund 2,3 Mio. Euro ein neuer Baustoffstandort errichtet. Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die sich konjunkturabhängig nicht zwangsläufig im Geschäftsergebnis abbilden lassen. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Expansionsfinanzierung. Durch die Umwandlung des Immobilienbereichs der BayWa in ein eigenes Profit-Center soll die Vermarktung der Altimmobilien in Zukunft beschleunigt werden. Rund 26 Prozent der gesamten Investitionen flossen in die Sparten Agrarhandel und Technik. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Durchführung notwendiger Instandhaltungsmaßnahmen sowie Investitionen in moderne Betriebsvorrichtungen. Zusammensetzung des VermögensDie Vermögensstruktur des BayWa-Konzerns hat sich im Berichtsjahr weiter zugunsten der langfristigen Vermögenswerte entwickelt. Primär durch die bestandsbedingte Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte stieg die langfristige Vermögensquote auf 48,6 Prozent. Einen leichten Anstieg notieren die Finanzanlagen in erster Linie durch den Zugang At-Equity bewerteter Anteile im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen des neuen Geschäftsbereichs BayWa r.e. Um rund 200 Mio. Euro reduziert sich infolge des deutlich gesunkenen Preisniveaus sowie rückläufiger Düngermittelbestände das kurzfristige Vorratsvermögen. Ferner liegen die Außenstände des Konzerns zum Stichtag um weitere 50 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die Bilanzsumme reduzierte sich infolge um 4,1 Prozent auf 2.939,3 Mio. Euro. Einen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa-Konzern auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite, bestehend aus Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen, von insgesamt 1.262.2 Mio. Euro stehen kurzfristige Vermögenswerte von 1.507,4 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital zu rund 116 Prozent gedeckt. Die fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für unsere Finanzierungspartner ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsDer Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts des BayWa-Konzerns weiterhin als positiv. Nach den Preisrückgängen des Jahres 2009 zeichnet sich im Agrargeschäft eine moderate Erholung ab. Im Segment Bau stabilisiert sich das Umfeld durch Konjunkturprogramme und die allmähliche Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Im Energiegeschäft profitiert das Unternehmen im gewerblichen Geschäft ebenfalls von der verbesserten Konjunktur. Im Brennstoffgeschäft wirkte sich der harte Winter positiv auf den Absatz aus. Zudem hat sich die BayWa mit der Verstärkung im Bereich der erneuerbaren Energien ein zusätzliches Standbein geschaffen. Mit seinem ausbalancierten Geschäftsportfolio verfügt der BayWa-Konzern über alle Voraussetzungen, um auch im Geschäftsjahr 2010 erfolgreich zu wirtschaften. Zusammensetzung des Vermögensscroll
MitarbeiterMitarbeiterzahl im Konzern durch Veränderungen im Konsolidierungkreis gesunkenIm Geschäftsjahr 2009 hat sich die Zahl der Mitarbeiter im BayWa-Konzern im Jahresdurchschnitt um 186 auf 15.312 Mitarbeiter verringert. In den Segmenten Agrar und Bau ging die Zahl der Beschäftigten um 186 bzw. 37 Mitarbeiter zurück. Dem stand ein Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Energie um 86 Beschäftige insbesondere im Zuge der Unternehmenserwerbe im Geschäftsfeld BayWa r.e gegenüber. Der Rückgang der Beschäftigtenzahl bei den Sonstigen Aktivitäten steht ganz überwiegend im Zusammenhang mit dem Verkauf des Autohandels zum 30. September 2009. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 lag die Mitarbeiterzahl mit 16.177 um 419 unter dem Stand zum Vorjahresultimo von 16.596. Personalmanagement-InstrumenteZur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse. Ausbildung und PersonalentwicklungDie Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie des BayWa-Konzerns. Mit durchschnittlich über 1.000 Auszubildenden und einer Ausbildungsquote von über 8,6 Prozent gehört speziell die Muttergesellschaft BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ein spezielles Förderprogramm für junge Mitarbeiter bildet die Basis einer gezielten Personalentwicklung. Die weitere Qualifikation und Entwicklung der Mitarbeiter orientiert sich am Bedarf der Konzernunternehmen. Dabei liegt der Schwerpunkt mit einem Anteil von 70 Prozent der Maßnahmen nach wie vor auf den Fachschulungen der Sparten. Darüber hinaus nehmen die Bereiche Vertrieb und Verkauf, Führung und Management sowie Anwendungen der IT einen breiten Raum an den spartenübergreifenden Fortbildungsmaßnahmen ein. Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im KonzernDie Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen insbesondere große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten müssen. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für über 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine zusätzliche Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Die Partnerschaft beinhaltet einen Großauftrag für die laufende Erfassung und das Scannen von Belegen. Damit wird eine größere Anzahl von Arbeitsplätzen gesichert. Corporate Social Responsibility (CSR)-AktivitätenDie BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate Governance-Regeln definiert. CSR ist im Konzern nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die Segmente des Konzerns die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen. Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Konzern um und stellt ihre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzernscroll
Eine gute Unternehmensführung wird im Konzern durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Konzerngesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des BayWa-Konzerns als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber den Mitarbeitern. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Konzernen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. BayWa StiftungIm Bereich der "Corporate Citizenship" engagiert sich das Unternehmen über die 1997 gegründete BayWa Stiftung, die Projekte zur Sicherung der Welternährung fördert. National und international unterstützt die BayWa mit der Stiftung zukunftsweisende Projekte in den Bereichen Ernährung, Energie und Bildung. Ziel ist es, die Lebensqualität, insbesondere von benachteiligten Menschen, zu erhöhen. Die Aktivitäten reichen von der Förderung von Schul- und Bildungsprojekten in Afrika und Asien über ein Projekt zur Energieversorgung mit einer Biogasanlage in Tansania, das zusammen mit der Universität Hohenheim betreut wird, bis hin zu Landwirtschafts- und Ernährungsprojekten in Deutschland. Spenden fließen zu 100 Prozent an die Stiftung, da die BayWa die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem wird jeder gespendete Euro von der BayWa verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.307.622,40 Euro und ist eingeteilt in 34.104.540 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.725.811 vinkulierte und 135.478 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2010 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (zum Beispiel Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende BeteiligungenFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen: - Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries - Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungErgänzend zu § 84 f. AktG sieht § 10 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 22 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ferner dazu ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.997.672,96 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien zu erhöhen. Dies geschieht gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu Erwerbspreisen von mindestens 50 Prozent des bei Ausübung der Ermächtigung festgestellten Kurses. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. IV. Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementDie Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswertes erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Im BayWa-Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten RisikomanagementHandbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernEin umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko-und Chancenkultur bei. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Dementsprechend werden der Umsatz und das Ergebnis der BayWa positiv oder negativ beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft wurde 2009 mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahresvergleich mit einem Rückgang von 5,0 Prozent einen neuen Minusrekord. Staatliche Konjunkturprogramme wurden beschlossen und auf den Weg gebracht. Sie konnten aber insgesamt keine bemerkenswerten Effekte erzielen und bisher noch keine nachhaltige Trendumkehr einleiten. Diese ungünstigen Umfeldfaktoren belasteten die BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist vorwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der1990er-Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren hauptsächlich aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und aus kurzfristigen Kreditaufnahmen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Unternehmen abbilden können. Regulatorische und rechtliche Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Mit Klage vom 6. Juli 2009 haben Aktionäre der BayWa AG sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 4. Juni 2009 gefassten Beschlüsse gerichtlich angefochten. Diese Beschlüsse betreffen zwei Anträge zur Geschäftsordnung (Vertagung der Hauptversammlung sowie Einzelabstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats) sowie die Tagesordnungspunkte TOP 2 (Verwendung des Bilanzgewinns 2008), TOP 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für 2008), TOP 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2008) und TOP 5 (Wahl des gesetzlichen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2009). Die Kläger machen im Wesentlichen formale Mängel der Beschlussfassungen geltend. Alle sechs angefochtenen Beschlüsse hat das Landgericht München I mit Versäumnisurteil vom 26. November 2009 für nichtig erklärt. Gegen dieses Urteil hat die BayWa AG fristgerecht Einspruch eingelegt. Ein Sachurteil in der ersten Instanz wird für den 1. April 2010 er wartet. Sollte der Klage stattgegeben werden, wird die BayWa AG gegen dieses Urteil Berufung zum Oberlandesgericht München einlegen. Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung sind die Beschlüsse wirksam. Sollten die Beschlüsse rechtskräftig für nichtig erklärt werden, würde dadurch die Rechtsgrundlage für die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 sowie für die begleitend dazu beschlossene zusätzliche Dotierung der anderen Gewinnrücklagen entfallen. Darüber hinaus könnte dies die Nichtigkeit der im Zuge der Ergebnisverwendung in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 erfolgten Dotierung der anderen Gewinnrücklagen und damit auch des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 nach sich ziehen. Des Weiteren könnte dies zur Folge haben, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 nicht rechtswirksam festgestellt werden kann, weil er nicht von einem von der Hauptversammlung 2009 wirksam gewählten gesetzlichen Abschlussprüfer geprüft worden ist. Deshalb beabsichtigt der Vorstand, die streitgegenständlichen Beschlüsse auf der ordentlichen Hauptversammlung 2010 vorsorglich bestätigen zu lassen und damit fehlerfrei zu stellen. KreditrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem, das alle Geschäftsbereiche erfasst, gewährleistet. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency Commercial Paper-Programme oder Asset-Backed Securitisation-Finanzierungen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrukturen berücksichtigen dabei auch die Saisonalität der Geschäftstätigkeit. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern derzeit keinen Konzentrationsrisiken in der Liquidität. Rating des UnternehmensDie Bonität der BayWa-Gruppe wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Selbst im Zuge der jüngsten Finanzkrise hatte der BayWa-Konzern zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich am Finanzmarkt Liquidität zu beschaffen. Im Gegenteil, der Ruf der BayWa als seriöser Kreditnehmer hat dem Konzern sogar zusätzliche Banken zugeführt. Dabei verzichtet die BayWa aus Kosten-Nutzen-Abwägungen bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte und leistungsstarke sowie motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung unserer ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Dies schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die UnternehmensleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Konzern-)RechnungslegungsprozessAls Säulen ihrer Corporate Governance hat die BayWa ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess eingerichtet. Das interne Kontrollsystem umfasst alle Maßnahmen, Strukturen und Prozesse, die darauf angelegt sind, eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge und Transaktionen sicherzustellen. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Konzernrichtlinie zur Rechnungslegung sicher, die für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich ist. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Konzernabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den konzerninternen Richtlinien und Systemen angepasst. Darüber hinaus stellt ein spezifiziertes Risikomanagementsystem die Identifikation und laufende Bewertung unternehmenstypischer Risiken sicher. Aufgrund des volatilen Charakters einzelner Geschäftsaktivitäten kommt dem Risikomanagement in der BayWa besondere Bedeutung zu. Neben den in Aufbau- und Ablauforganisation implementierten Chancen- und Risikosteuerungsinstrumenten, insbesondere den eingerichteten Diskussionsforen von der Vorstands- bis zur Abstimmungssitzung in den operativen Einheiten, kommt dem Risk Board der BayWa AG eine besondere Bedeutung zu. Das interne Kontrollsystem der BayWa AG basiert auf der Trennung von Funktionen und der durchgängigen Anwendung des Vieraugenprinzips sowie der Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Daneben sind eine Vielzahl von Kontrollmechanismen wie systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse in den Unternehmensprozessen definiert. Der Konzernrechnungslegungsprozess selbst wird in der BayWa AG durch den Zentralbereich Corporate Accounting gesteuert. Dabei dienen der Risikosteuerung und Kontrolle in der (Konzern-)Rechnungslegung insbesondere eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben über Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung und definierte Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen. Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal bzw. unter Nutzung konzerneigener Shared Service Center und übermitteln sie über ein konzernweit einheitlich definiertes Datenmodell, das der Konzernrichtlinie zur Rechnungslegung unterliegt. Die Konzerngesellschaften sind für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Die in den Konzernrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden dazu regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der zeitlichen prozessualen Vorgaben erfolgen durch eine spezielle Konsolidierungsabteilung. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vieraugenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden. Die interne Revision als zentrale Einheit prüft unter anderem die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens der in- und ausländischen Gesellschaften. Dabei werden insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt: - Einhaltung der gesetzlichen Auflagen sowie von Vorstandsdirektiven, sonstigen Richtlinien und internen Anweisungen, - formelle und materielle Ordnungsmäßigkeiten der Rechnungslegung und der darauf aufbauenden Berichterstattung, - Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit interner Kontrollsysteme zur Vermeidung von Vermögensverlusten, - Ordnungsmäßigkeit der Aufgabenerfüllung und Einhaltung wirtschaftlicher Grundsätze. Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird mindestens einmal jährlich vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses beurteilt. Neben der internen Revision nimmt, bezogen auf die rechnungslegungsrelevanten Prozesse, auch der Abschlussprüfer eine Beurteilung im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit vor. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. V. NachtragsberichtDie BayWa übernahm rückwirkend zum 1. Januar 2010 den Baustoffhandel Brands + Schnitzler GmbH & Co. KG mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach. Das Unternehmen mit vier Standorten, 50 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von rund 20 Mio. Euro wird damit eine 100-prozentige Beteiligung des BayWa-Konzerns. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt. Die BayWa AG hat am 21. Januar 2010 100 Prozent der Unternehmensgruppe EUROGREEN von der WOLF-Garten i.L. übernommen. EUROGREEN ist Systemanbieter für die Pflege, Intensivpflege, Regeneration und Rekonstruktion von Nutzrasen und vertreibt unter anderem ein umfassendes Sortiment an Spezialdüngemitteln und -saatgut für Rasen. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete die EUROGREEN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von über 17 Mio. Euro. Der Kaufpreis für die drei Gesellschaften EUROGREEN GmbH, Betzdorf, EUROGREEN Schweiz AG, Oensingen, Schweiz, und EUROGREEN CZ s r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik, betrug 2,8 Mio. Euro. Die Kaufpreisallokation nach IFRS 3 war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht abgeschlossen Am 25. Januar 2010 hat der BayWa-Konzern mit dem bosnischen Unternehmen Stanic Invest d.o.o. einen Joint Venture-Vertrag über die Gründung einer gemeinsamen Franchise-Landesgesellschaft mit Sitz in Sarajevo geschlossen. Diese Landesgesellschaft soll künftig als Franchise-Systemzentrale fungieren und das Franchisegeschäft sowohl im Bereich Bau- und Gartenmarkt als auch im Baustoff-Fachhandel in Südosteuropa aufbauen. Im Fokus stehen vorerst die Länder Bosnien und Herzegowina sowie in einem nächsten Schritt Kroatien. VI. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Corporate Governance-BerichtVorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter http://ir.baywa.de/corporate-governance dauerhaft zugänglich. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit zu fördern. 1. Führungs- und Kontrollstruktur des UnternehmensVorstand und AufsichtsratAls Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Aufgaben und Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d.h., die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem dann herbeizuführen, wenn der Vorsitzende oder die Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder dies verlangen. Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Die Beschlüsse des Vorstands sind gültig, wenn mehr als die Hälfte, mindestens jedoch drei Vorstandsmitglieder zugestimmt haben. In eilbedürftigen Fällen kann eine schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren erfolgen. Aufgaben und Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Das Mitglied Albrecht Merz ist und war im vergangenen Geschäftsjahr im Vorstand einer Gesellschaft, mit der die BayWa AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit dieser Gesellschaft erfolgten allerdings zu denselben Bedingungen wie mit fremden Dritten. Die Unabhängigkeit des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds wurde und wird daher durch diese Geschäfte nicht berührt. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der BayWa AG an. Im letzten Jahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus sooft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. In eilbedürftigen dringenden Angelegenheiten kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auf schriftlichem Wege herbeiführen. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Die Geschäftsordnung wurde entsprechend den Neuregelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angepasst. Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Effizienzprüfung durchgeführt. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt ist bislang nicht vorgesehen (vgl. Begründung in der unter Punkt 3 wiedergegebenen Entsprechenserklärung). Die BayWa AG wird aber künftig gemäß den Übergangsregelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vorsehen. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG hat fünf fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement-und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 hat die Hauptversammlung am 4. Juni 2009 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Eine Aufstellung der an diese gezahlten Honorare findet sich im Anhang des Geschäftsberichts unter (E.7.) "Honorare des Konzernabschlussprüfers". Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören zwei Vertreter der Anteilseigner, der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Darüber hinaus übernimmt der Ausschuss die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Vertreter der Anteilseigner an. Der Ständige/Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm obliegt ferner die Vorbereitung der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG über die Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer. Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer. Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch einen oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2009 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt. Vermeidung von InteressenkonfliktenDie Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten. Ergänzend wird auf den Anhang zum Jahresabschluss verwiesen, in dem über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen berichtet wird. Weitergehende Maßnahmen der UnternehmensführungDie Ethik-Grundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigen dar. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden. Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im konzernweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Compliance-Beauftragte überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses. Die Ethik-Grundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.de öffentlich zugänglich. 2. Sonstige Aspekte guter Corporate GovernanceKommunikation und TransparenzDie BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Generalbevollmächtigten Finanzen mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen und Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (unter anderem Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und -soweit erforderlich - durch Ad hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.de bereitgestellt. Aktionäre und HauptversammlungDie Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip "one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt. Verantwortungsvolles Handeln und RisikomanagementZiel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Lagebericht des Geschäftsberichts. Zusätzliche Angaben gemäß den Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex:VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer Festvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem festen Jahresgehalt und Nebenleistungen. Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen in der Nutzung eines Dienstwagens, dessen Wert nach den steuerlichen Richtlinien berücksichtigt wird, und aus Beiträgen zu einer Unfall-sowie einer Krankenversicherung. Das gezahlte Fixum bemisst sich anhand der Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die erfolgsbezogene Komponente ergibt sich aus dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens und dem Erreichen individueller, jährlich neu festgelegter Ziele. Das Verhältnis von fixer zu variabler Vergütung liegt bei rund 60 zu 40. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämien. Werden die Zielsetzungen übertroffen, findet eine Erhöhung pro rata, jedoch nur bis zu einem Wert von 150 Prozent (Cap) statt. Werden die Zielgrößen nicht erreicht, erfolgt eine Reduktion der erfolgsbezogenen Vergütung. Bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung (zum Beispiel Aktienoptionen oder ähnliche wertpapier-orientierte Anreizsysteme) ist in den bisherigen Verträgen nicht vorgesehen. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich mit Ausnahme der Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden anhand des zuletzt gezahlten Festgehalts und sind abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Mit dem Vorstandsvorsitzenden wurde ein beitragsorientiertes Pensionssystem vereinbart. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change of Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Im Rahmen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurden die Grundzüge bei der Festsetzung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern neu geregelt. Mangels Übergangsregelung gelten die gesetzlichen Vorgaben allerdings nicht für Altverträge, sondern nur für neue Anstellungsverträge sowie bei der Änderung bestehender Verträge. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Vergütungsgrundsätzen eingehend beschäftigt und wird diese bei Änderung der bestehenden Anstellungsverträge sowie bei Neuabschlüssen berücksichtigen. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern betragen 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro), davon 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) variabel. Der Anteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen beträgt 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,9 Mio. Euro). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern, aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 11. Mai 2006 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro), davon 0,1 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Die Höhe der variablen Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2003 festgelegt. Die Höhe der fixen Vergütung wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2007 bestimmt. Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 8.000 Euro sowie eine variable Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Anderthalbfache der vorgenannten Beträge. Für die Ausschusstätigkeit wird eine feste jährliche Vergütung von 2.000 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Doppelte. Wertpapiergeschäfte von Vorstand und AufsichtsratNach § 15a WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (zum Beispiel Generalbevollmächtigte). Folgende Meldungen sind der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2009 zugegangen: siehe Tabelle "Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat". Die Geschäfte beziehen sich ausschließlich auf BayWa-Aktien (ISIN: DE 0005194062/WKN 519 406). Der Kauf und Verkauf wurde stets über XETRA abgewickelt. Die Geschäfte sind auch auf der Internetseite des Unternehmens unter www.baywa.de veröffentlicht. Aktienbesitz von Vorstand und AufsichtsratDer Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2009 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher nicht vor. 3. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGUm das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher börsennotierter Gesellschaften zu stärken, wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex) geschaffen. Er soll die in Deutschland geltenden Regeln der Leitung und Überwachung der Unternehmen für nationale und internationale Investoren transparent und nachvollziehbar machen. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG unterstützen die im Kodex niedergelegten Grundsätze. Der überwiegende Teil der im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung sind bereits seit längerem Bestandteil des Unternehmensalltags. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 11. November 2009 zu den Empfehlungen des Kodex die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht: "Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG geben die nachfolgende Entsprechenserklärung ab. Diese bezieht sich hinsichtlich des Zeitraums vom 13. November 2008 bis 4. August 2009 auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner Fassung vom 6. Juni 2008, die am 8. August 2008 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde (DCGK 2008). Für den Zeitraum ab dem 5. August 2009 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009, die am 5. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde (DCGK 2009). Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen des Kodex in der Vergangenheit entsprochen wurde und zukünftig entsprochen werden wird. Es wurden und werden lediglich folgende Empfehlungen des Kodex nicht beachtet: Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung - Ziff. 3.8 Abs. 2 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziff. 3.8 (DCGK 2008), bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für Vorstand und Aufsichtsrat eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Organmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden. In der Neufassung des Kodex (DCGK 2009) wird ein Selbstbehalt nur noch für die D & O-Versicherung von Aufsichtsratsmitgliedern empfohlen, während für die D & O-Versicherung für Vorstandsmitglieder ein bestimmter Mindestselbstbehalt nunmehr gesetzlich vorgeschrieben ist. Die BayWa AG wird dieser neuen gesetzlichen Vorgabe nachkommen, wird jedoch aus vorgenannten Gründen auch künftig keinen Selbstbehalt für die D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder vereinbaren und somit von der Empfehlung in Ziff. 3.8 Abs. 2 (DCGK 2009) abweichen. Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsratscroll
Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder -Ziff. 4.2.4 DCGKEntgegen Ziffer 4.2.4 DCGK wurde und wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern, aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB und Ziffer 4.2.4 Satz 2 DCGK wurde gefasst. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Vorstandsmitglieder wird abgesehen, da dies mittelfristig zu einer Angleichung der Vorstandsbezüge führen würde, die nicht mehr den individuellen Leistungen der Vorstandsmitglieder entspricht. Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder -Ziff. 5.4.6 DCGKEntgegen der Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht individualisiert, sondern, aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Corporate Governance-Bericht ausgewiesen. Aus den im Corporate Governance-Bericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen." Hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Geschwindigkeit des weltweiten Aufschwungs im Jahr 2011 gehen die Meinungen der Wirtschaftsforschungsinstitute noch weit auseinander. Insgesamt wird 2010 aber als das erste Nachkrisenjahr angesehen, und für 2011 werden ebenfalls Wachstumsraten der Weltwirtschaft zwischen 2,6 Prozent (ifo) und 4,3 Prozent (IMF) prognostiziert. Die Wachstumserwartungen am unteren Ende des Korridors werden vor allem mit dem Auslaufen der weltweiten Konjunkturprogramme, anhaltenden Restriktionen des Finanzsektors bei der Kreditvergabe sowie der zunehmenden Notwendigkeit zur Konsolidierung der nationalen Haushalte nach den umfangreichen Stützungsprogrammen begründet. VII. PrognoseberichtGesamtwirtschaftlicher AusblickDie Weltwirtschaft dürfte die Talsohle durchschritten haben und befindet sich seit Mitte 2009 auf Erholungskurs. Für das Jahr 2010 wird insgesamt wieder ein Wachstum erwartet. Die Prognosen gehen jedoch noch relativ weit auseinander. So wird für 2010 ein weltwirtschaftliches Wachstum zwischen 3,1 Prozent (ifo Institut für Wirtschaftsforschung) und 3,9 Prozent (IMF International Monetary Fund) prognostiziert. Das Wachstum wird derzeit im Wesentlichen noch durch die weitreichenden monetären und konjunkturellen Stützungsprogramme vieler Länder getragen. Zumindest in den Industrieländern ist noch unsicher, inwieweit insbesondere die private Konsumnachfrage bereits selbsttragende Impulse für eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung leisten kann. Den aktuellen Prognosen zufolge wird die Produktion in den Industrieländern das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst wieder Ende 2011 erreichen. Eine im Jahr 2010 noch zunehmende Arbeitslosigkeit, die hohe Staatsverschuldung sowie teilweise enorme Defizite der öffentlichen Haushalte stellen eine zusätzliche Belastung für die wirtschaftliche Erholung in diesen Ländern dar. Die Kreditvergabe der Banken ist unverändert zurückhaltend. Für Schwellenländer wie China und Indien wird eine anhaltend positive und zudem deutlich dynamischere Entwicklung erwartet, die mit ihrem Wachstum auch die Weltwirtschaft insgesamt positiv beeinflussen könnte. Auch in den USA zeigen die umfangreichen Konjunkturpakete bereits Wirkung, so dass für das Jahr 2010 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1,9 Prozent (HWWI Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut, ifo) und 2,7 Prozent (IMF) erwartet wird. In den Ländern des EuroRaumes wird eine positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung mit einem Wachstum zwischen 0,9 Prozent (ifw Institut für Weltwirtschaft) und 1,1 Prozent (HWWI) prognostiziert. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Geschwindigkeit des weltweiten Aufschwungs im Jahr 2011 gehen die Meinungen der Wirtschaftsforschungsinstitute noch weit auseinander. Insgesamt wird 2010 aber als das erste Nachkrisenjahr angesehen, und für 2011 werden ebenfalls Wachstumsraten der Weltwirtschaft zwischen 2,6 Prozent (ifo) und 4,3 Prozent (IMF) prognostiziert. Die Wachstumserwartungen am unteren Ende des Korridors werden vor allem mit dem Auslaufen der weltweiten Konjunkturprogramme, anhaltenden Restriktionen des Finanzsektors bei der Kreditvergabe sowie der zunehmenden Notwendigkeit zur Konsolidierung der nationalen Haushalte nach den umfangreichen Stützungsprogrammen begründet. Der wirtschaftliche Einbruch in Deutschland fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt, aber auch 2010 und 2011 wird die deutsche Wirtschaft noch die Folgen der Krise zu tragen haben. Im Jahr 2010 soll die Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent steigen. Die Wirtschaftskraft von Mitte 2008 - unmittelbar vor dem dramatischen Produktionseinbruch - wird jedoch erst im Jahr 2011 mit einem Wachstum um 1,8 Prozent wieder erreicht sein. Parallel dazu befürchten die Wirtschaftsforscher einen ausgeprägten Anstieg der Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent im Jahr 2009 über 9,0 Prozent 2010 auf 9,7 Prozent 2011. Aufgrund hoher staatlicher Defizite dürften zudem öffentliche Transferzahlungen an die privaten Haushalte gedrosselt und Steuersenkungen verschoben werden oder ganz entfallen. Das Wachstum dürfte vor diesem Hintergrund weitgehend durch Exporte und eine Belebung der Investitionstätigkeit getragen werden, während der private Konsum eher stagnieren wird. Per saldo bleiben die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland damit zunächst schwierig und in hohem Maße von Entwicklungen im Ausland abhängig. In Österreich wird sich die Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung fortsetzen und 2010 in einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent resultieren. Allerdings bleibt die gesamtwirtschaftliche Investitionstätigkeit aufgrund der anhaltend niedrigen Kapazitätsauslastung gering. Dies trägt zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote bei. Der Wachstumsvorsprung Österreichs gegenüber dem Durchschnitt des Euro-Raumes wird sich verringern, da die Exporte nach Mittel-und Osteuropa an Dynamik verlieren werden. Für das Jahr 2011 liegen die Wachstumserwartungen derzeit bei 1,6 Prozent. Die wirtschaftliche Expansion in den Ländern Mittel- und Osteuropas wird im Jahr 2010 mit durchschnittlich 2,0 Prozent noch nicht wieder an den langfristigen Wachstumspfad dieser Region anknüpfen können, der rund vier Prozentpunkte höher verläuft. Der Absturz im Vorjahr war zu steil und die Verwerfungen sind zu heftig. Im Jahr 2011 soll sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum auf 3,7 Prozent beschleunigen. Ausblick auf die Entwicklung der MarktsegmenteAusblick für das Marktsegment AgrarDie im dritten Jahr in Folge sehr hohe Getreideernte brachte die Preise im Juli 2009 - gleich zu Beginn des Getreide-Wirtschaftsjahres 2009/2010 - unter Druck. Im Getreidejahr 2009/2010 erreichte die Weltproduktion knapp 2,197 Mio. Tonnen nach 2,231 Mio. Tonnen im Vorjahr. Dadurch blieb die Reichweite des Bestands trotz eines gestiegenen Verbrauchs bei 76 Tagen, nach Reichweiten zwischen 61 bis 70 Tagen in den Jahren 2005 bis 2008. Die Exporte in Drittländer verringerten sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres aufgrund guter Ernten in den klassischen Importländern wie Nordafrika. Daneben wirkte sich auch der hohe Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastend aus. Nach dem erheblichen Rückgang der Erzeugerpreise im vergangenen Jahr ist die Stimmung an den internationalen Getreidemärkten weiterhin verhalten. Vor diesem Hintergrund besteht zumindest für das erste Halbjahr 2010 wenig Raum für deutlich steigende Getreidepreise. Für das zweite Halbjahr 2010 hängt die Preisentwicklung wesentlich vom Ernteergebnis in den großen Exportländern Australien und Argentinien ab, wo aufgrund ausgebliebener Niederschläge die Ernteprognosen aktuell reduziert wurden. So wurde das erwartete Ernteergebnis für Australien von 23,0 Mio. Tonnen auf 21,0 Mio. Tonnen und für Argentinien von 9,0 Mio. Tonnen auf 7,5 Mio. Tonnen herabgesetzt. In den USA wird für das Getreidejahr 2010/2011 ein Rückgang der Anbaufläche um rund 14 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig nimmt in einigen Regionen der Welt der Einsatz von Getreide in der Ethanolproduktion wieder zu. Insgesamt ist daher ab Mitte 2010 tendenziell von einem nachlassenden Angebotsüberhang bei stabiler bis leicht steigender Nachfrage auszugehen, so dass sich die Getreidepreise von dem aktuell niedrigen Niveau erholen können. Die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte hat diese Rohstoffe in den vergangenen Jahren auch verstärkt in den Fokus von Finanzinvestoren gerückt. Durch den spekulativen Mittelzu- und abfluss haben sich die Preisvolatilitäten nachhaltig erhöht. Für die weltweite Produktion von Mais wird im Erntejahr 2009/ 2010, das am 30. September endet, ein Rekordwert von 797,8 Mio. Tonnen erwartet. Gleichzeitig wird ein Nachfrageanstieg in Höhe von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf ein Volumen in Höhe von 809,7 Mio. Tonnen prognostiziert. Voraussichtlich werden allein 116 Mio. Tonnen Mais zu Bioethanol verarbeitet. Dies ist fast doppelt so viel wie vor drei Jahren. Allerdings hängt der Einsatz von Mais für die Kraftstofferzeugung ganz wesentlich von der Höhe des Mineralölpreises ab und unterliegt somit starken Schwankungen, die sich auch in der Preisbildung niederschlagen. Den Prognosen des United States Department of Agriculture (USDA) zufolge wird der Maismarkt in diesem Erntejahr weltweit somit ein Defizit in Höhe von 11,9 Mio. Tonnen aufweisen. Die Lagerendbestände verringern sich dadurch von 146 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 134 Mio. Tonnen im Erntejahr 2009/2010. Trotz des zum Teil deutlichen Rückgangs der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse seit dem dritten Quartal 2008 blieben die Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel in den ersten Monaten des Jahres 2009 hoch. Diese Entwicklung führte seitens der Landwirte zu einer stark eingeschränkten Nachfrage insbesondere bei Düngemitteln. In der Folge gaben die Preise für Düngemittel stark nach. Die Düngerproduzenten reagierten darauf mit einer Herabsetzung der Produktionsmengen. Infolge der gedrosselten Produktion und des reduzierten Preisniveaus nahm die Nachfrage zum Ende des vierten Quartals 2009 wieder zu, und bei den Düngerpreisen ist wieder ein moderater Anstieg zu beobachten. Auch mittelfristig ist mit weiter steigenden Düngemittelpreisen zu rechnen. So besteht nach Harnstoff eine anhaltend hohe internationale Nachfrage insbesondere aus Asien und Südamerika. Auch bei Stickstoffdünger sind die Lagerbestände weltweit auf einem sehr niedrigen Niveau. Für die Jahre 2010 und 2011 wird gegenüber dem Jahr 2009 wieder eine insgesamt höhere Mengennachfrage erwartet. Damit wird sich der Markt für Düngemittel stabilisieren, da die Landwirtschaft mittelfristig zur Erzielung guter Ernteerträge auf die Gabe von Düngemitteln angewiesen ist. Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren - insbesondere bei einem weltweit wachsenden Bedarf an Agrarrohstoffen -werden auch in den kommenden Jahren weiter bestehen. Hierzu zählen vor allem die wachsende Weltbevölkerung und der verbesserte Lebensstandard in Schwellenländern. Die sich dadurch verändernden Ernährungsgewohnheiten führen zu einem steigenden Getreide-, Fleisch- und Milchkonsum. Diesem Nachfrageanstieg steht ein drastischer Rückgang der verfügbaren fruchtbaren Agrarflächen pro Kopf der Weltbevölkerung aufgrund von Übernutzung, Erosion und Versalzung gegenüber. Die kurzfristige Angebots- und Preisentwicklung ist stark von Faktoren wie der Verteilung der Anbauflächen auf die verschiedenen Agrarprodukte und insbesondere Witterungseinflüssen abhängig, die nicht prognostizierbar sind. In der Landtechnik haben sich die niedrigen Erzeugerpreise des Jahres 2009 auch in einer geringeren Investitionsbereitschaft der Landwirte niedergeschlagen. Insbesondere in der Milchwirtschaft wirkten sich die gesunkenen Milchpreise belastend auf die Einkommenssituation der Landwirte aus. Daneben führte die im Zweijahresrhythmus stattfindende Messe für Landwirtschaftstechnik, die "Agritechnica", zum Aufschub von Investitionsentscheidungen. Dennoch ist eine positive Grundstimmung mit Blick auf die Preisentwicklung bei Getreide und Milch erkennbar. Wie sich die Investitionsneigung im weiteren Jahresverlauf entwickelt, hängt von der Einkommens- und Preissituation sowie von der Ernte 2010 ab. In einem Umfeld verbesserter Preise für Agrarprodukte ist zu erwarten, dass bislang aufgeschobene Investitionen realisiert werden. Längerfristig sind die Perspektiven für die Branche positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist. Parallel dazu erhöht sich durch die Zusammenlegung von landwirtschaftlichen Betrieben bzw. durch Zukauf oder Pacht die durchschnittliche Betriebsgröße der verbleibenden Höfe. Die zunehmende Professionalisierung der Landwirtschaft und die Steigerung der Flächenproduktivität erfordern den verstärkten Einsatz moderner Landtechnik. Ausblick für das Marktsegment BauFür das erste Halbjahr 2010 zeichnet sich in der Bauwirtschaft eine analoge Entwicklung zum Vorjahr ab. Aufgrund des harten und lang andauernden Winters ist nur mit einer geringen Bautätigkeit zu rechnen. Im weiteren Jahresverlauf ist für die einzelnen Baubereiche eine differenzierte Entwicklung zu erwarten. Im Wohnungsbau wird nach dem historischen Tiefstand der Baugenehmigungen seit 1946 eine Belebung erwartet, die einerseits durch den zunehmenden Neubaubedarf in Großstädten und andererseits durch eine im Zuge der Finanzkrise wieder erstarkte Investitionsbereitschaft in Immobilienwerte getragen wird. Zudem bleibt der Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsbedarf im privaten Wohnungsbau angesichts eines alternden Gebäudebestands hoch. Dämpfend wirken allerdings die restriktive Kreditvergabe der Banken und generell die erhöhten Anforderungen an die Kreditnehmer bei Baufinanzierungen. Vor diesem Hintergrund werden eine leichte Zunahme der Wohnungsfertigstellungen und ein Anstieg der Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 1,5 Prozent bzw. 1,0 Prozent für die Jahre 2010 und 2011 prognostiziert. Im gewerblichen Bau ist angesichts der nicht ausgelasteten Kapazitäten in Industrie und Gewerbe von einem deutlichen Rückgang der Bauinvestitionen auszugehen. Nach aktuellen Prognosen wird ein Rückgang um 5,5 Prozent für das Jahr 2010 und weitere 1,0 Prozent im Jahr 2011 erwartet. Beim öffentlichen Bau werden sich die im Rahmen der Konjunkturprogramme geplanten Investitionen der öffentlichen Hand in Kindergärten, Schulen, Verkehrsprojekte, Krankenhäuser im Jahr 2010 positiv auswirken und zu einem Anstieg der Bauinvestitionen um 10,9 Prozent führen. Mit dem Auslaufen der Programme wird es jedoch bereits im Jahr 2011 wieder zu einem Rückgang der öffentlichen Bauinvestitionen um voraussichtlich 5,5 Prozent kommen. Ausblick für das Marktsegment EnergieDie Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen wird generell von der Ölpreisentwicklung, der Wirtschaftsaktivität und dem Witterungsverlauf beeinflusst. Durch die lange und ausgeprägte Kältephase des Winters 2008/2009 und die verbraucherfreundlichen Energiepreise war die Nachfrage nach Brennstoffen im ersten Halbjahr 2009 äußerst hoch. Zudem wurde das günstige Preisniveau nach dem Winter genutzt, um die Befüllstände hoch zu halten. Da auch der Winter 2009/2010 im Vergleich zu früheren Jahren überdurchschnittlich lang und kalt war, ist ein entsprechend hoher Verbrauch der Kunden zu erwarten. Allerdings lagen die durchschnittlichen Befüllstände über dem Vorjahresniveau, so dass der Nachfüllbedarf im ersten Halbjahr 2010 geringer ausfallen wird als im Vorjahr. Ob das hohe Niveau des Jahres 2009 beim Brennstoffabsatz im Jahr 2010 wieder erreicht werden kann, hängt wesentlich von der Witterungsentwicklung im Herbst und Winter 2010 sowie vom Preistrend für Rohöl im Jahresverlauf ab. Bedingt durch die Zukäufe kleinerer Brennstoffhändler konnte die BayWa ihr Marktgebiet ausweiten. Daher kann auch bei einem leicht rückläufigen Marktvolumen insgesamt ein Absatzvolumen der BayWa auf Vorjahreshöhe erwartet werden. Im Kraftstoffgeschäft ist von einem im Wesentlichen unveränderten Absatzniveau auszugehen. Im Zuge einer fortgesetzten Erholung der Konjunktur wird sich die Fahrleistung zwar wieder erhöhen. Dem stehen allerdings Kraftstoffeinsparungen durch modernere Fahrzeuge gegenüber, so dass insgesamt kein signifikantes Marktwachstum zu erwarten ist. Im Bereich der Schmierstoffe wird sich eine Wirtschaftsbelebung am deutlichsten auswirken, da insbesondere die metallverarbeitende Industrie von der Krise mit am stärksten betroffen war. Im Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien ist mit weiterem Wachstum zu rechnen, bedingt durch die politisch angestrebte Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland auf mindestens 30 Prozent und in der EU auf mindestens 20 Prozent. Die geplante Absenkung der Solarförderung wird die Nachfrage nach Solaranlagen im ersten Halbjahr 2010 nochmals verstärken. Erwartete Entwicklung der BayWa-SegmenteAusblick Segment AgrarDie allgemeine Stimmung in der Landwirtschaft in den Marktregionen des BayWa-Konzerns ist zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum verhalten optimistisch. Bei den Preisen vieler Agrarerzeugnisse, wie beispielsweise Getreide und Milch, zeichnet sich eine Bodenbildung bzw. sogar eine leichte Verbesserung des Preisniveaus ab. Durch rückläufige Kosten für Betriebsmittel wie Kraftstoffe und Düngemittel hat sich zudem das Verhältnis der Einsatzkosten zu den Produkterlösen wieder verbessert. Für die meisten Agrarbetriebe wird sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf dieses Jahres gegenüber dem Niveau des Jahres 2009 tendenziell günstiger entwickeln. Eine exakte Prognose ist allerdings schwierig, weil die Märkte weiterhin sehr volatil bleiben werden. Die Agrarwirtschaft bildet auch zukünftig eine stabile Säule im Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns. Denn die Steigerung der Einkommen in der Landwirtschaft und die Erhöhung der Flächenproduktivität sind nur über den intensivierten Betriebsmitteleinsatz und Investitionen in Maschinen und Geräte zu erreichen. Die Kompetenz der BayWa in Logistik, Beratung und Dienstleistungen eröffnet zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird die BayWa im Agrarhandel Marktbereinigungen in der Branche für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die strategische Standortoptimierung wird dabei kontinuierlich fortgeführt und die Vertriebseffizienz weiter gesteigert. Den gestiegenen Risiken aus der erhöhten Preisvolatilität bei Agrarrohstoffen trägt die BayWa durch ein zeitnahes und detailliertes Risikomanagement Rechnung. Damit werden Bestandsrisiken minimiert und die Margen gesichert. Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 haben sich die Unternehmensergebnisse vieler landwirtschaftlicher Betriebe insbesondere aufgrund der niedrigeren Erlöse für Getreide und Milch gegenüber dem Ausnahmejahr 2007/2008 deutlich verschlechtert. Die ungünstige Ergebnissituation wirkte sich in einer eingeschränkten Investitionstätigkeit aus. Für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 ist aufgrund der leichten Verbesserung der Erlössituation für Agrarprodukte und durch technologische Impulse von der "Agritechnica" eine Stabilisierung der Investitionen bzw. eine moderate Belebung in der Landtechnik zu erwarten. Für das Technikergebnis des Konzerns sind jedoch neben dem Verkauf von Maschinen und Anlagen die Serviceleistungen von besonderer Bedeutung. Hier führen die höheren Investitionen der Jahre 2007 und 2008 zu einem erhöhten Bedarf an Werkstattleistungen. Mit der Übernahme der Generalvertretung für den Landmaschinenhersteller Claas ab dem 1. Oktober 2010 in den Regionen Niederbayern und südliches Oberbayern sowie der Markteinführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile wird die Sparte Technik zudem ihre Marktposition ausbauen. Auf dieser Basis erwartet die Sparte Technik für das Jahr 2010 moderate Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Investitionsbereitschaft und -fähigkeit in der Landwirtschaft unterliegen aufgrund schwankender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung ebenfalls starken Schwankungen, so dass keine aussagekräftigen Annahmen für eine fundierte Prognose für das Jahr 2011 zu treffen sind. Die übergeordneten Trends der Schaffung größerer Betriebseinheiten, die Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen und der geplante Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 erfordern allerdings einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund sind die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik positiv zu beurteilen. Insgesamt geht der BayWa-Konzern im Segment Agrar für das Jahr 2010 von einem steigenden Umsatz und einem verbesserten Ergebnis aus. Hierzu tragen unter anderem die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Zukäufe im Obstbereich und der Erweiterung des Agrarhandels in der Region Sachsen-Anhalt bei, die sich im Jahr 2010 erstmals ganzjährig auswirken. Das Ausmaß der Umsatz- und Ergebnisverbesserung wird jedoch maßgeblich durch die Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst. Ergebnisverbessernd wirkt sich darüber hinaus der Wegfall von Einmalbelastungen des Vorjahres aus Bestandsrisiken aus. Durch ein stringentes Risikokontrollsystem werden Wertänderungsrisiken aus Beständen frühzeitig erkannt, quantifiziert und begrenzt. Durch diese Maßnahmen ist die BayWa in der Lage, ihre Margen von den Marktpreisentwicklungen stärker zu entkoppeln und damit zu stabilisieren. Ausblick Segment BauDer Wohnungsneubau wird 2010 voraussichtlich nur moderat wachsen. Allerdings kommt dem Bereich, Sanierung, Modernisierung und Renovierung mit einem Anteil von rund 75 Prozent an den Wohnungsbauinvestitionen ohnehin größere Bedeutung zu als dem Neubau. Hier ergeben sich kurz- bis mittelfristig große Potenziale bei der energetischen Sanierung. Die im ErneuerbareEnergien-Gesetz festgeschriebene Förderung und die geplante Erhöhung der Förderung für die private Eigenversorgung können den Einsatz der entsprechenden Produkte beschleunigen. Durch die staatlichen Konjunkturprogramme, die im Bausektor ihre Wirkung vor allem im Jahr 2010 entfalten werden, wird sich die Nachfrage im öffentlichen Hoch- und Tiefbau positiv entwickeln. Dem steht eine konjunkturbedingt schwache Nachfrage aus Gewerbe und Industrie gegenüber. Die Perspektiven für die Sparte Baustoffe haben sich jedoch gegenüber dem Jahr 2009 leicht aufgehellt. Nach dem durch den langen Winter schwachen Start in das Jahr 2010 ist für den weiteren Jahresverlauf mit einer spürbaren Belebung zu rechnen. Durch die Fokussierung auf den Bereich Sanierung, Modernisierung und Renovierung und eine erfolgreiche Umgestaltung des Sortiments ist die Sparte Baustoffe im Wettbewerb gut aufgestellt. Die Marktposition konnte durch Übernahme von Wettbewerbern ausgeweitet werden. Durch das selektive Wachstum werden Umsatz und Ergebnis der Sparte gestärkt. Vor diesem Hintergrund erwartet die Sparte Baustoffe insgesamt im Geschäftsjahr 2010 eine moderat positive Entwicklung der Erlöse. Die Ertragslage wird durch Optimierungsmaßnahmen, die Ausweitung der Wertschöpfung über Partnerschaften und den internationalen Ausbau des Franchisekonzepts stabilisiert. Daraus resultieren positive Ergebniseffekte für die Sparte im Jahr 2010. Für das Jahr 2011 ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, da Zuwächse im Wohnungsbau und eine allmähliche Belebung der gewerblichen Bautätigkeit durch das Auslaufen der Konjunkturprogramme kompensiert werden. Für das Jahr 2010 rechnet die Sparte Bau & Gartenmarkt mit leichten Zuwächsen für die Umsätze auf bestehender Verkaufsfläche, da sich die im Jahr 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Sortimentsoptimierung und die Umgestaltung von Märkten ganzjährig auswirken. So wurde der im September 2009 nach Umbau neu eröffnete Markt in Backnang vom Publikum sehr positiv angenommen. Nach diesem Konzept, das eine Flächenaufteilung von 50 Prozent Baumarkt und 50 Prozent Gartenmarkt vorsieht, werden im Jahr 2010 zwei weitere Märkte in Illertissen und Grafenau gestaltet und ein neuer Markt in Bad Tölz eröffnet. Um in dem stark besetzten Wettbewerbsfeld als Nischenanbieter bestehen zu können, werden auch weiterhin Anpassungen an das jeweilige regionale Marktumfeld vorgenommen. Weitere Investitionen sollen die Attraktivität einzelner Standorte verbessern. So ist die Eröffnung von 30 Kompaktmärkten in bestehenden Baustoff-Märkten für 2010 vorgesehen. Insgesamt sollten sich die erwartete positive Umsatzentwicklung und die im Jahr 2009 vorgenommenen Kostensenkungen in einer Verbesserung der Ergebnisqualität niederschlagen. Allerdings ist die Wettbewerbsintensität weiterhin extrem hoch. Insgesamt geht der BayWa-Konzern im Segment Bau für das Jahr 2010 von moderaten Zuwächsen bei Umsatz und einer stabilen Ergebnisentwicklung aus, da sich die Zusammenlegung der Zentralfunktionen neben den im operativen Geschäft erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen positiv auswirken wird. Dem stehen allerdings erhöhte Investitionen für die Umsetzung der Neuausrichtung der Märkte gegenüber. Für das Jahr 2011 ist das Segment Bau verhalten optimistisch, da die neuen Schwerpunktmärkte Illertissen, Grafenau und Bad Tölz dann ganzjährig zu Umsatz und Ergebnis beitragen. Zudem ist von einer weiteren Stabilisierung des allgemeinen konjunkturellen Umfelds auszugehen. Ausblick Segment EnergieDer Rohölpreis wird aus heutiger Sicht moderat über dem durchschnittlichen Preisniveau des Vorjahres liegen. Der Rohölpreis wirkt sich mehr oder weniger unmittelbar auf die Preisbildung in sämtlichen Energiemärkten aus. Bei Heizöl führte der kalte und lang andauernde Winter zu Jahresbeginn des laufenden Geschäftsjahres zu einem Rückgang der extrem hohen Befüllstände in den privaten Haushalten auf ein nur noch leicht über dem Saisondurchschnitt liegendes Niveau. Damit könnte sich das Absatzvolumen im Jahr 2010 auf ein vergleichbares Niveau wie im Jahr 2009 einpendeln. Holz-Pellets bleiben weiterhin ein Wachstumsmarkt mit jährlichen Zuwächsen zwischen 10 und 20 Prozent, da sich diese natürlichen Energieträger durch die Kombination mit modernster Verbrennungstechnik innerhalb kürzester Zeit zu einer beliebten Wärmequelle entwickelt haben. Hieran partizipiert auch das Segment Energie des BayWa-Konzerns. Bei den Kraftstoffen ergeben sich Chancen durch die Konjunkturprogramme, da diese zu erhöhten Baustellenbelieferungen führen. Daneben wurde die Produktpalette durch die Aufnahme zusätzlicher Produkte wie den Ad Blue-Kraftstoff für Lkws und den Ausbau des Autogas-Netzes erweitert. Gegenläufige wirkt sich jedoch der durch die Pkw-Umweltprämie erhöhte Anteil sparsamerer Automodelle aus. Das Schmierstoffgeschäft wird sich im Zuge einer fortgesetzten Konjunkturerholung im Jahr 2010 voraussichtlich besser entwickeln als 2009. Im Kfz-Werkstattge-schäft ist allerdings davon auszugehen, dass die Nachfrage leicht rückläufig sein wird, da für die große Zahl der im zweiten Halbjahr 2009 neu zugelassenen Fahrzeuge die Serviceintervalle noch nicht erreicht sind. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz in der Sparte Energie im Jahr 2010 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass das Energiesegment weiterhin einen stabilen Beitrag zum Konzernergebnis leisten wird. Die Strategie, innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebietes durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert beibehalten. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich. Nach den Erwerben von drei Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien in der zweiten Jahreshälfte 2009 hat die BayWa ihre Aktivitäten in diesem Geschäft unter dem neuen Namen BayWa r.e zusammengefasst. Mit den Akquisitionen verfolgt die BayWa das Ziel, die Marktanteile in einem wachsenden Markt wesentlich zu erhöhen. Dabei wird die Profitabilität durch die Erhöhung der Wertschöpfungstiefe sowie durch die Nutzung und den Ausbau von Synergien mit den anderen Sparten der BayWa nachhaltig gesteigert. Die Projektpipelines aller drei akquirierten Gesellschaften sind gut gefüllt. Im Jahr 2010 wird die BayWa zudem Anlagen mit einer Leistung von 5 Megawatt auf eigenen Dächern installieren. Für das neue Geschäftsfeld ist 2010 ein Umsatz von rund 300 Mio. Euro geplant. Dabei soll eine EBIT-Marge von mindestens 5 Prozent erzielt werden. Mittelfristig ist der Ausbau des Geschäftsfelds auf ein Umsatzvolumen von bis zu einer Milliarde Euro geplant. Dabei steht auch die Forcierung der internationalen Ausrichtung im strategischen Fokus, um sich von Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern unabhängiger zu machen. Weitere Zukäufe erfolgen allerdings unter der einschränkenden Bedingung, die Verschuldung des BayWa-Konzerns nicht zu erhöhen, d.h, sie werden weitgehend aus dem erwirtschafteten Cashflow des Konzerns vorgenommen. Ausblick für den BayWa-KonzernAuf Basis der beschriebenen Szenarien der Geschäftssparten ergibt sich für den BayWa-Konzern insgesamt ein verhalten optimistischer Ausblick auf das Jahr 2010. Im Segment Agrar ist mit einem Umsatz über dem Niveau des Vorjahres bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zu rechnen. Das Segment Bau wird bei mindestens stabiler Umsatzentwicklung an das gute Ergebnis des Jahres 2009 anknüpfen können. Und im Segment Energie wird das klassische Energiegeschäft sein Umsatzvolumen voraussichtlich behaupten können. Auch beim Ergebnis bestehen gute Chancen, das Niveau des Ausnahmejahres 2008 wieder zu erreichen. Hinzu kommen die zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge des neuen Geschäftsfelds BayWa r.e. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Bau und Energie, die sich durch Marktbereinigungen in vielen Branchen und Regionen ergeben, wird die BayWa auch im Jahr 2010 sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Konzerns realisieren. Maßnahmen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung sind ein permanenter Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Nicht zuletzt durch die Einführung der wertorientierten Unternehmenssteuerung, die erstmals im laufenden Geschäftsjahr eingesetzt wird, lässt sich die Informationsgrundlage für die Ausrichtung des BayWa-Konzerns erheblich verbessern. Auch die verfeinerten Instrumente zur Risikobeurteilung und Steuerung werden ihren Beitrag dazu leisten, den BayWa-Konzern weiter zu stärken. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund werden die Geschäftsaussichten für die Zukunft verhalten optimistisch beurteilt. Erklärung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, 1. März 2010 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Lutz Klaus Buchleitner Frank Hurtmanns Dr. Josef Krapf Roland Schuler Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009der BayWa AGKonzernbilanz zum 31. Dezember 2009AKTIVA scroll
Fortgeführte Geschäftsbereichescroll
Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnisscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2009(Anhang E.1.)scroll
Zusätzliche Angabenscroll
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungAnhang (C.11.)scroll
scroll
Konzernanhang der BayWa AGzum 31. Dezember 2009Nach International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB (A.) Grundlagen des BayWa-Konzernabschlusses(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie BayWa AG hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa-Konzern ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrar, Technik, Baustoffe, Bau & Gartenmarkt, Energie und Neue Energien. Das Geschäftssegment Agrarhandel umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftssegment Technik abgebildet. Im Geschäftssegment Baustoffe sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen zusammengefasst. Das Segment Bau & Gartenmarkt bedient den Kunden im "Do-It-Yourself"-Markt. Das Geschäftssegment Energie bietet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holz-Pellets. Im Geschäftssegment Neue Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an Neuen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschlussstichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. Der Konzernabschluss entspricht zudem der Vorschrift nach § 315a Abs. 1 HGB, die in Deutschland die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Rechnungslegungsstandards bildet. Das Geschäftsjahr des BayWa-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH und der Raiffeisen Beteiligungs GmbH, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Beide Unternehmen haben mit dem 30. Juni einen abweichenden Bilanzstichtag. Für beide Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2009 die Konsolidierungsgrundlage. Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen). (A.2.) Schätzungen und Beurteilungen des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36. Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen. Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Änderungen dieser Annahmen würden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind. Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswertes basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben. Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen. Die Mietaufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschlussstichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa-Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschlussstichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. (A.3.) Auswirkungen von neuen RechnungslegungsstandardsIm laufenden Geschäftsjahr 2009 waren die folgenden vom IASB verabschiedeten Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden: scroll
*
für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem
Datum beginnen Im November 2006 veröffentlichte das IASB IFRS 8 (Geschäftssegmente), der den bisherigen Standard zur Segmentberichterstattung, IAS 14 (Segmentberichterstattung), ersetzt. Nach IFRS 8 sind die zu veröffentlichenden Segmentinformationen aus den Informationen, die das Management intern zur Beurteilung der Segmentleistung und Segmentabgrenzung nutzt, abzuleiten. Damit folgt IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach". Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die Änderungen zum IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) mit Klarstellungen zur Definition von Ausübungsbedingungen sowie Regelungen zur vorzeitigen Beendigung von aktienorientierter Entlohnung. Der überarbeitete Standard stellt im Wesentlichen klar, dass Ausübungsbedingungen ausschließlich marktübliche Dienst- und Leistungsbedingungen sind. Er bestimmt außerdem, dass alle Annullierungen des Plans bilanziell gleich behandelt werden, unabhängig davon, ob die Annullierung vom Unternehmen selbst oder vom Mitarbeiter ausgegangen ist. Im September 2007 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1 (Darstellung des Abschlusses). Diese beinhalten Vorschläge zur Umbenennung der einzelnen Abschlussbestandteile, die Pflicht, unter bestimmten Bedingungen eine Eröffnungsbilanz für das Vorjahr und eine getrennte Darstellung von Eigenkapitaltransaktionen mit Gesellschaftern bzw. Nicht-Gesellschaftern offenzulegen sowie die Ertragsteuerauswirkungen pro ergebnisneutral erfasster Komponente in der Gesamtergebnisrechnung oder im Anhang separat auszuweisen. Die BayWa AG hat vom sogenannten two-statement-approach - Darstellung einer separaten Gewinn- und Verlustrechnung und Darstellung einer Gesamtergebnisrechnung - Gebrauch gemacht. Im Februar 2008 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) und IAS 1 (Darstellung des Abschlusses). Diese Änderungen beziehen sich insbesondere auf die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital bei der Bilanzierung von gesellschaftsrechtlichem Kapital, welches mit Kündigungsrechten ausgestattet ist. Kündbares Kapital von Gesellschaftern kann nun unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert werden. Im Mai 2008 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts Änderungen diverser IFRS, die im Wesentlichen terminologische und redaktionelle Aspekte betreffen. Die im März 2009 veröffentlichten Änderungen zu IFRS 7 (Finanzinstrumente: Angaben) sehen erweiterte Angaben zu den Finanzinstrumenten vor, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Ferner sind zusätzliche Angaben zu Liquiditätsrisiken zu erbringen. Wesentliche Änderungen des IFRS 7 sind insbesondere, dass auf Basis einer dreistufigen Hierarchie anzugeben ist, auf welcher Basis die beizulegenden Zeitwerte ermittelt wurden. Oberste Hierarchieebene sind beizulegende Zeitwerte auf Basis von quotierten Marktpreisen. Beizulegende Zeitwerte auf Basis nicht extern beobachtbarer Bewertungsfaktoren entsprechen der untersten Hierarchieebene. Für Finanzinstrumente, die auf dieser Basis bewertet werden, sind zusätzliche Angaben, die insbesondere das Periodenergebnis aus der Bewertung dieser Instrumente betreffen, zu machen. Finanzgarantien und Kreditzusagen sind in die Fälligkeitsanalyse eines Unternehmens einzubeziehen. Im Juni 2007 hat das IFRIC die Interpretation IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme) herausgegeben. Diese regelt die Ertrags- und Aufwandserfassung von im Rahmen von Kundenbindungsprogrammen gewährten Prämien(-punkten), die zukünftig für den kostenlosen oder vergünstigten Bezug von Waren oder Dienstleistungen eingelöst werden können. Die dem Kunden gewährten Vorteile sind als eigener Umsatz separat von der Transaktion zu bilanzieren, im Rahmen derer sie gewährt wurden. Ein Teil des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen Gegenleistung wird den gewährten Vorteilen (Prämien) zugeordnet und passivisch abgegrenzt. Die Umsatzrealisierung erfolgt in der Periode, in der die gewährten Vorteile (Prämien) eingelöst werden oder verfallen. Die im Juli 2008 herausgegebene Interpretation IFRIC 15 (Vereinbarungen über den Bau von Immobilien) regelt die Ertragsrealisierung für bereits vor Fertigstellung verkaufte Immobilien. Die Interpretation definiert Kriterien, wann eine Bilanzierung von Umsatzerlösen entweder nach IAS 11 oder nach IAS 18 zu erfolgen hat. Im Juli 2008 veröffentlichte das IFRIC die Interpretation IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb). IFRIC 16 stellt klar, was als Fremdwährungsrisiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb der Unternehmensgruppe das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. IFRIC 18 (Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden) wurde im Januar 2009 veröffentlicht. Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten und Verpflichtungen im Zusammenhang mit Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu zu verwenden hat, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder ihm einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Ferner sind Regeln zur Ertragserfassung enthalten. Im März 2009 wurden Änderungen an IFRIC 9 (Neubeurteilung eingebetteter Derivate) und an IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung) veröffentlicht. Damit wird die bilanzielle Behandlung von eingebetteten Derivaten für Unternehmen klargestellt, die von der Umklassifizierungsänderung Gebrauch machen, die das IASB im Oktober 2008 veröffentlicht hatte. Nach der Umklassifizierungsänderung ist es Unternehmen gestattet, bestimmte Finanzinstrumente unter bestimmten Umständen aus der Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert umzuklassifizieren. Mit den Änderungen wird klargestellt, dass bei Umklassifizierung aus der Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert alle eingebetteten Derivate neu beurteilt werden und, wenn notwendig, separat im Abschluss erfasst werden müssen. Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie. Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bereits verabschiedet, deren Anwendung jedoch bislang nicht verpflichtend ist; auf eine freiwillige vorzeitige Anwendung wurde verzichtet. scroll
*
für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem
Datum beginnen scroll
*
für Geschäftsjahre, die am oder nach diesem
Datum beginnen Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 (Unternehmenszusammenschlüsse) und IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse). Wesentliche Änderungen des IFRS 3 (revised 2008) sind insbesondere: - Bei der Bilanzierung des Anteils anderer Gesellschafter besteht zukünftig ein Wahlrecht, ob dieser mit dem beizulegenden Zeitwert (d.h. inkl. Geschäfts- oder Firmenwert) oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen angesetzt wird. - Bei sukzessivem Unternehmenserwerb sind die bisher gehaltenen Unternehmensanteile im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert neu zu bewerten. Die Differenz zwischen dem (neu bewerteten) Beteiligungsbuchwert am Tochterunternehmen und dem anteiligen neu bewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens ist als Geschäfts- oder Firmenwert auszuweisen. - Im Erwerbszeitpunkt erfasste Verbindlichkeiten für zukünftige Kaufpreisanpassungen aufgrund von künftigen Ereignissen können in Folgeperioden nicht mehr erfolgsneutral gegen den Geschäfts- oder Firmenwert angepasst werden. - Die Anschaffungsnebenkosten sind aufwandswirksam zu erfassen. Die wesentlichen Änderungen, die sich aus IAS 27 (revised 2008) ergeben, sind: - Eine Verminderung der Beteiligungsquote an Tochterunternehmen ist zukünftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktion darzustellen, solange die Muttergesellschaft weiterhin über eine Beherrschungsmöglichkeit verfügt. - Bei Verminderung der Beteiligungsquote mit gleichzeitigem Verlust der Beherrschung über das Tochterunternehmen gehen die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens vollständig ab. Verbleibende Unternehmensanteile sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Die Differenz zwischen den verbleibenden Buchwerten und den beizulegenden Zeitwerten ist erfolgswirksam zu erfassen - Anteile anderer Gesellschafter, die aufgrund entstandener Verluste negativ werden, sind mit ihrem Negativsaldo auszuweisen. IFRS 3 (revised 2008) und IAS 27 (revised 2008) sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind abhängig von der Größe zukünftiger Unternehmenszusammenschlüsse und Anteilsverkäufe. Die Änderungen zu IAS 39 (Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung), die im Juli 2008 veröffentlicht wurden, thematisieren die einseitige Absicherung von Risiken durch Optionen sowie die Inflation als abzusicherndes Risiko. Die Änderungen dienen der Klarstellung, unter welchen Umständen ein gesichertes Risiko oder ein Teil von Zahlungsflüssen für ein bilanzielles Sicherungsgeschäft (Hedge Accounting) designiert werden kann. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Diese Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im April 2009 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts den zweiten Sammelstandard "Improvements to IFRS". Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen und vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Soweit im Einzelfall nicht anders geregelt, sind die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht durch die Europäische Union ist bislang nicht erfolgt. Diese Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im Juni 2009 wurden Änderungen des IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) herausgegeben, die die Bilanzierung von in bar erfüllten anteilsbasierten Vergütungen im Konzern betreffen. Die Änderungen regeln, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren muss. Im Zusammenhang mit der Überarbeitung wurden die Regeln des IFRIC 8 (Anwendungsbereich von IFRS 2) und des IFRIC 11 (IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien von Konzernunternehmen) in IFRS 2 übernommen. Der geänderte Standard ist retrospektiv anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht durch die europäische Union steht noch aus. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Gewinn pro Aktie haben. Im Oktober 2009 wurde eine Änderung des IAS 32 (Finanzinstrumente: Darstellung) herausgegeben. Damit wird neu geregelt, dass bestimmte Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine in einer anderen als der funktionalen Währung beim Emittenten, auf dessen Eigenkapitalinstrumente sich diese Rechte beziehen, bilanziell als Eigenkapital auszuweisen sind. Zuvor wurden solche Rechte als Verbindlichkeiten bilanziert. Die Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, bei denen die Anzahl der zu beziehenden Instrumente und der Fremdwährungsbetrag zuvor fixiert sind und allen bisherigen Inhabern von Eigenkapitaltiteln derselben Klasse dieses Recht anteilig gewährt wird. Die Änderung gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist möglich. Diese Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Gewinn pro Aktie haben. Im November 2009 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 (Nahestehende Unternehmen und Personen). Durch die Überarbeitung werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Bestimmte Related-party-Beziehungen, die sich aus einer Beteiligung des Staates an Privatunternehmen ergeben, sind von einigen im geänderten Standard genannten Abgabepflichten nach IAS 24 ausgenommen. Des Weiteren wurde die Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Die Änderungen gelten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, wobei eine frühere Anwendung möglich ist. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 (Finanzinstrumente: Überarbeitung und Ersetzen aller bestehenden Standards, Klassifizierung und Bewertung) zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Die Veröffentlichung stellt den Abschluss des ersten Teils eines dreiphasigen Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dar. IFRS 9 definiert zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische Finanzinstrumente. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Hinsichtlich strukturierter Produkte mit eingebetteten Derivaten ist die Prüfung auf Trennungspflicht und eine eventuell getrennte Bilanzierung nur noch für nicht-finanzielle Basisverträge vorgesehen. Strukturierte Produkte mit finanziellen Basisverträgen sind als Ganzes zu kategorisieren und zu bewerten. Die Erstanwendung des IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Die Interpretation IFRIC 17 (Sachdividenden an Eigentümer) wurde im November 2008 veröffentlicht und regelt den Ansatz und die Bewertung von Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Sachdividenden. IFRIC 17 legt fest, wann eine Sachdividendenverpflichtung zu passivieren ist, dass eine Verpflichtung zur Ausschüttung einer Sachdividende mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren ist und dass die Differenz zwischen dem Buchwert des auszuschüttenden Vermögenswerts und der Dividendenverpflichtung im Zeitpunkt der Ausschüttung erfolgswirksam zu vereinnahmen ist. Die Interpretation ist prospektiv auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Die Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im November 2009 wurde IFRIC 19 (Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten) veröffentlicht. Die Interpretation ist anzuwenden, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten an den Kreditgeber tilgt. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen auf die Darstellung der zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind davon abhängig, inwieweit zukünftig finanzielle Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente getilgt werden. Im November 2009 wurde eine Änderung des IFRIC 14 (IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkung), einer Interpretation des IAS 19 (Leistungen an Arbeitnehmer), veröffentlicht. Die Änderung ist von Relevanz, wenn ein Unternehmen, das im Zusammenhang mit seinen Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen hat, Vorauszahlungen auf diese leistet. Die Änderung gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Sie ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Diese Änderung wird keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. (B.) Angaben zur Konsolidierung(B.1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IAS 27In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar über die wirtschaftliche Kontrolle verfügt ("Control-Concept") und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt. scroll
scroll
Die Ybbstaler Fruit Austria GmbH hat zum 31. Mai 2009 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Lukta Sp. z o.o., Warschau, Polen, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 15. Juni 2009, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Erstkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile betrugen 2,788 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juni ausbezahlte Kaufpreiskomponente. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Konzernumsatz um 0,761 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,041 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 15. Juni 2009, dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, erzielte die Lukta Sp. z o.o. bei einem Umsatz von 1,276 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag von 0,108 Mio. Euro. Mit Kaufvertrag vom 2. Juni 2009 hat die BayWa r.e GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2009 50 Prozent plus einen Geschäftsanteil an der Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e GmbH auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 16. Juni 2009, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Erstkonsolidierung erfolgt daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten betrugen 1,043 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juni ausbezahlte Kaufpreiskomponente (0,750 Mio. Euro), eine variable Kaufpreiskomponente (0,250 Mio. Euro) sowie Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 0,043 Mio. Euro. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Konzernumsatz um 0,210 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,887 Mio. Euro geringer ausgefallen. Seit dem 16. Juni 2009, dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, erzielte die Aufwind Neue Energien GmbH bei einem Umsatz von 2,436 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag von 0,243 Mio. Euro. Mit Kaufvertrag vom 27. Oktober 2009 hat die BayWa r.e GmbH 100 Prozent der Geschäftsanteile an der MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 31. Dezember 2009, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgt deshalb auf diesen Tag. Der Kaufpreis für die Geschäftsanteile (einschließlich angefallener Transaktionskosten) betrug 20,377 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember ausbezahlte Kaufpreiskomponente (15,342 Mio. Euro), eine variable Kaufpreiskomponente (4,000 Mio. Euro) sowie Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,035 Mio. Euro. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Konzernumsatz um 157,033 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 7,327 Mio. Euro höher ausgefallen. Mit Kaufvertrag vom 3. November 2009 hat die BayWa r.e GmbH 87,7 Prozent der Geschäftsanteile an der RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 16. Dezember 2009, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgt deshalb auf diesen Tag. Der Kaufpreis für die Geschäftsanteile (einschließlich angefallener Transaktionskosten) betrug 51,781 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember ausbezahlte Kaufpreiskomponente (45,000 Mio. Euro), eine variable Kaufpreiskomponente (5,000 Mio. Euro) sowie Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 1,781 Mio. Euro. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenskauf erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der negative Goodwill in Höhe von 6,515 Mio. Euro wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Konzernumsatz um 50,005 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 3,553 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 16. Dezember 2009, dem Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, erzielte die RENERCO Renewable Energy Concepts AG bei einem Umsatz von 8,198 Mio. Euro einen Jahresüberschuss von 0,301 Mio. Euro. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009 hat die BayWa AG im Rahmen eines Asset-Deals das Heizöl- und Diesel-Endkundengeschäft der Firma Sailer Umwelttechnik GmbH, Augsburg, übernommen. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 0,588 Mio. Euro. Dies entspricht der im September ausbezahlten Kaufpreiskomponente. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Mit Wirkung zum 1. Juli 2009 erwarb die BayWa AG im Rahmen eines Asset-Deals die Wurth Agrar GmbH & Co. KG. Zu den erworbenen Standorten zählen Niemberg, Oberröblingen, Wolferstedt und Allstedt. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 4,900 Mio. Euro. Der vereinbarte Kaufpreis stellt sich wie folgt dar: scroll
Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte entsprechen einem Kundenstamm in Höhe von 0,500 Mio. Euro. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 20 inländische und 39 ausländische Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2009 wie folgt dar: Nicht einbezogene verbundene Unternehmen scroll
(B.2.) Konsolidierungskreis - Gemeinschaftsunternehmen nach IAS 31Unternehmen, die gemeinschaftlich mit einem oder mehreren anderen Partnern geführt werden, sind im Konzernabschluss quotal konsolidiert, d.h. die Vermögens- und Schuldpositionen sowie die Aufwendungen und Erträge der Gemeinschaftsunternehmen werden in Höhe des Anteils des Konzerns in den Konzernabschluss einbezogen. Nach den Vorschriften der Quotenkonsolidierung werden folgende Unternehmen in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen: scroll
Neben dem Beteiligungsbesitz bestehen zur Animedica-Gruppe keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen. Die folgende Tabelle gibt die lang- und kurzfristigen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie den Umsatz, den Rohertrag und die Ergebnisgrößen an den quotal einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen vor Konsolidierung wieder: scroll
(B.3.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28Nach der Equity-Methode werden nachstehende sieben (Vorjahr: zwei) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa-Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, d.h. einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent besitzt, und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. scroll
Neben dem Beteiligungsbesitz und den nachfolgend angeführten Darlehensausreichungen bestehen zur Parque Eolico La Carracha S.L., Parque Eolico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, CRE Project S.r.l., Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, zur Raiffeisen Beteiligungs GmbH und zur AHG Autohandelsgesellschaft mbH keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen. scroll
Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen: scroll
scroll
Insgesamt 36 (Vorjahr: 27) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. (B.4.) Veränderung des BayWa-Konsolidierungskreises im ÜberblickGegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert: scroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Anteilsbesitzliste (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. (B.5.) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet. (B.6.) WährungsumrechnungDie Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa-Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,373 Mio. Euro. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
(C.) Erläuterungen zur Bilanz(C.1.) Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen (Vorjahr: keine außerplanmäßigen Abschreibungen) vorgenommen. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe: scroll
Die Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen in den Konzernabschluss sowie die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Bauzentrum Westmünsterland GmbH aufgrund einer Kaufpreisnachzahlung in Höhe von 0,103 Mio. Euro für gegebene Ergebnis- und Eigenkapitalgarantien des Verkäufers und die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Voss GmbH aufgrund einer Kaufpreisnachzahlung in Höhe von 0,620 Mio. Euro für gegebene Ergebnis- und Eigenkapitalgarantien des Verkäufers. Die Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts bei der Krois Baustoffe + Holz Handelsgesellschaft mbH um 0,004 Mio. Euro resultiert aus einer nachträglichen Aktivierung von Notarkosten. Die Veränderung der übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte resultiert aus verschiedenen Kaufpreisanpassungen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen. Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa-Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren. Den Zahlungsreihen liegen Abzinsungsfaktoren von durchschnittlich 6,0 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten ist man von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete Wachstumsrate von 2 Prozent zugrunde gelegt. Aus den Impairment-Tests ergeben sich im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich so auf: scroll
(C.2.) SachanlagenDas gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswertes. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurden im Segment Agrar außerplanmäßige Abschreibungen bei der aniMedica GmbH, Münster, der Raiffeisen-Agro Magyarorszag Kft., Ungarn, der RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Slowakei, und Sempol spol. s r.o., Slowakei, aufgrund eingeschränkter Nutzbarkeit in Höhe von 0,162 Mio. Euro vorgenommen (Vorjahr: 0,791 Mio. Euro). Die außerplanmäßige Abschreibung bei der aniMedica GmbH wurde hierbei für eine verlorene Zulassung für Tiergenerika unter den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,045 Mio. Euro erfasst. Die außerplanmäßigen Abschreibungen bei der Raiffeisen-Agro Magyarorszag (0,056 Mio. Euro), bei der RWA SLOVAKIA (0,041 Mio. Euro) und der Sempol (0,020 Mio. Euro) betreffen Abschreibungen von Gebäuden und technischen Anlagen. Zur Ermittlung der außerplanmäßigen Abschreibung wurde der Buchwert der Grundstücke und Gebäude mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgte hierbei auf Basis des Nutzungswerts. Die außerplanmäßige Abschreibung ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen erfasst. Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktivierungspflichtig wären, werden im BayWa-Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert. Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich. Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Im Sachanlagevermögen sind in Höhe von 2,255 Mio. Euro (Vorjahr: 0,108 Mio. Euro) als Finance Leases qualifizierte technische Anlagen und Maschinen enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Die zukünftigen Leasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich insgesamt wie folgt: scroll
Für Verträge, die als Operate Leases - im Wesentlichen Immobilienmietverträge und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen: scroll
Im Geschäftsjahr wurden aus Operate Leasing-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 20,023 Mio. Euro geleistet. (C.3.) At-Equity bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und WertpapiereDie Finanzanlagen des BayWa-Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an assoziierten und übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften und Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert. Veränderungen des Zeitwertes werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst. Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 1,864 Mio. Euro (Vorjahr: 1,747 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten fortgeführten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr erfolgten bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten Zuschreibungen von insgesamt 1,278 Mio. Die in den Vorjahren als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten DZ Bank-Aktien wurden im Geschäftsjahr veräußert. Durch den Verkauf reduzierte sich der Buchwert der "zur Veräußerung verfügbaren" Wertpapiere um 20,968 Mio. Euro. Der Verkaufserlös betrug 19,952 Mio. Euro. Somit konnte im Geschäftsjahr ein Gewinn in Höhe von 8,970 Mio. Euro realisiert werden. Aus der Neubewertungsrücklage wurde, ausgehend vom Vorjahreswert, ein Betrag in Höhe von 9,986 Mio. Euro aufgelöst. Die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Beteiligungen an der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, und an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, wurden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da für die Wertpapiere kein aktiver Markt existiert und somit kein marktgängiger Zeitwert ermittelt werden konnte. Aufgrund der Zugehörigkeit beider Gesellschaften zum genossenschaftlichen Verbund ist zudem die Fungibilität der Beteiligungen eingeschränkt. Ebenso werden alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt. In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden ausschließlich die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im BayWa-Konzern bestehen derzeit keine als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifizierten Vermögenswerte. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2008Anhang (C.1. - C.4.)scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2009Anhang (C.1. - C.4.)scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
(C.4.) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienUnter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 201 (Vorjahr: 203) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude. Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 78,833 Mio. Euro (Vorjahr: 75,161 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 2,642 Mio. Euro planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Der Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) dieser Objekte beträgt 161,632 Mio. Euro (Vorjahr: 155,539 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt. Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Die erzielten Mieterträge betrugen 5,893 Mio. Euro (Vorjahr: 6,173 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,531 Mio. Euro (Vorjahr: 0,676 Mio. Euro). Die Reduzierung der betrieblichen Aufwendungen resultiert aus dem Abgang von Objekten, für die in Vorjahren hohe betriebliche Aufwendungen angefallen waren. Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,180 Mio. Euro (Vorjahr: 0,159 Mio. Euro). (C.5.) SteuerforderungenDie Steuerforderungen enthalten das langfristige Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(C.6.) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen; die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab: scroll
Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken. scroll
scroll
scroll
scroll
Die Kundenstruktur im BayWa-Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa-Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa-Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besonderer Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 22 (Vorjahr: 39) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2009 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein. Wertberichtigungskonto:Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS 7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa-Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle. Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine ertragswirksame Auflösung der Wertberichtigung um 5,866 Mio. Euro aufgrund von Zahlungseingängen wertberichtigter Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften sowie Forderungen aus Grundstücksverkäufen. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 25,712 Mio. Euro (Vorjahr: 30,794 Mio. Euro) enthalten. Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 74,194 Mio. Euro (Vorjahr: 74,536 Mio. Euro). (C.7.) Tatsächliche und latente SteueransprücheDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen. (C.8.) VorräteUnter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewendet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Die Finanzierungskosten sind nicht Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Nur in Ausnahmen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Am Bilanzstichtag erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 34,480 Mio. Euro im Vorjahr auf 41,843 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 558,588 Mio. Euro (Vorjahr: 672,351 Mio. Euro). Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur. (C.9.) Flüssige MittelBei den flüssigen Mitteln in Höhe von 19,723 Mio. Euro (Vorjahr: 16,133 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Fälligkeit. (C.10.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige VermögenswerteIn den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 14 (Vorjahr: 15) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich vor allem um mit Lagerhäusern, Silos, Hallen oder Büro-/Wohngebäuden bebaute Grundstücke und unbebaute Grundstücke. Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa-Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2010) zu mehr als 50 Prozent wahrscheinlich ist. Die Bewertungsvorschrift im IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte vorzunehmen sind. Am Bilanzstichtag sind Vermögenswerte (im Wesentlichen Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) mit Buchwerten von insgesamt 4,710 Mio. Euro (Vorjahr: 4,717 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 9,683 Mio. Euro (Vorjahr: 12,536 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2009 mussten aufgrund der Differenz zwischen dem Buchwert und dem jeweils beizulegenden Zeitwert keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund Wertminderung vorgenommen werden. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte stammen aus folgenden Segmenten: scroll
Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten realisierten Veräußerungsgewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D.2.) erfasst. (C.11.) EigenkapitalDie detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung. GrundkapitalDas Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 87,308 Mio. Euro (Vorjahr: 86,961 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2009 eingeteilt in 34.104.540 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.725.811 vinkulierte und 135.478 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2010 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den Nennwert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: scroll
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.997.672,96 Euro (Vorjahr: 4.344.496,64 Euro) durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu Erwerbspreisen von mindestens 50 Prozent des bei Ausübung der Ermächtigung festgestellten Börsenkurses zu erhöhen. Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 85,276 Mio. Euro (Vorjahr: 82,391 Mio. Euro) stammt mit 55,263 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa-Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2009 im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms 135.478 junge (ab 1. Januar 2010 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 14,31 Euro und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa-Namensaktien am Vortag in Höhe von 23,85 Euro gemäß der Beschlussfassung des BayWa-Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,292 Mio. Euro aufwandswirksam in die Kapitalrücklage eingestellt. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 580,656 Mio. Euro (Vorjahr: 535,368 Mio. Euro). Davon entfallen 5,751 Mio. Euro (Vorjahr: 5,748 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, 1,629 Mio. Euro (Vorjahr: 10,405 Mio. Euro) auf die Neubewertungsrücklage und 573,276 Mio. Euro (Vorjahr: 519,215 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen. Sonstige RücklagenAls sonstige Rücklagen sind im Wesentlichen der Konzern-Bilanzgewinn sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften. KapitalmanagementDie Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.11. bis C.18. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt rund 32,6 Prozent des Gesamtkapitals. Durch das vorgeschlagene Ausschüttungsvolumen in Höhe von 13,588 Mio. Euro wird die Eigenkapitalquote ex-Dividende auf 32,1 Prozent reduziert. Zielsetzung im Kapitalmanagementprozess des BayWa-Konzerns ist die Beibehaltung einer Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital von 30 zu 70 Prozent. NettoverschuldungsgradDas Management des BayWa-Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Zeitabständen. Der derzeitige Nettoverschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital ergibt, beträgt: scroll
Der Nettoverschuldungsgrad ist aufgrund des stark saisonal schwankenden Geschäftsverlaufes des BayWa-Konzerns im Jahresverlauf sehr volatil. Die angegebene Quote zum Geschäftsjahresende ist als singuläres Entscheidungskriterium einer Risikobetrachtung daher nur bedingt maßgeblich. Zum Vergleich sind daher auch die Werte zum 30. Juni angegeben. scroll
(C.12.) PensionsrückstellungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von Einkommen und geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa-Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("defined benefit plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen. Um die Aussagekraft des Konzernabschlusses zu erhöhen, erfolgt in der Konzernbilanz 2009 erstmalig eine Aufteilung der Pensionsrückstellungen in kurz- und langfristige Pensionsrückstellungen. Aus Vergleichsgründen wurden Vorjahreswerte entsprechend aufgeteilt. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "defined benefit obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich jeweils gleichlautend festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen keine Versorgungszusagen. scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den sogenannten Korridor (10 Prozent des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt) übersteigt bzw. unterschreitet. In diesem Fall würde der Differenzbetrag zwischen tatsächlicher und ausgewiesener Verpflichtung über die künftige durchschnittliche Restdienstarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer verteilt und als Gewinn bzw. Aufwand in der Ertragsrechnung berücksichtigt. Nach der Umstellung der Berechnung der Pensionsrückstellung auf IAS 19 sind bislang keine entsprechend dieser Regelung zu verrechnenden Gewinne und Verluste entstanden. Die nach der Erhöhung des Rententrends aufgelaufenen, nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne betragen zum Bilanzstichtag 0,011 Mio. Euro (Vorjahr: 2,571 Mio. Euro). Aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 26,587 Mio. Euro (Vorjahr: 26,646 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie der Nettowert der bilanzierten Beträge auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
scroll
Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Für das Geschäftsjahr 2010 erwarten wir, dass voraussichtlich 26,912 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne erfasst werden. (C.13.) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf: scroll
In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken. Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
scroll
scroll
scroll
C.14.) FinanzschuldenDie Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa-Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen. scroll
scroll
Der BayWa-Konzern finanziert sich im Wesentlichen über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Die kurzfristigen Kredite in Höhe von 574,884 Mio. Euro sind jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 2,210 Mio. Euro betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca. 2,8 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent) pro Jahr. Aus dem von der BayWa AG aufgelegten Commercial Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 300,0 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Paper in Höhe von 11,700 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 31 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 1,21 Prozent begeben. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 25,957 Mio. Euro (Vorjahr: 45,661 Mio. Euro) grundpfand-rechtlich gesichert. Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Unter den Finanzschulden werden als Genussrechtskapital die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG ausgewiesen. Die stillen Beteiligungen haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert. (C.15.) Verpflichtungen aus FinanzierungsleasingUnter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen. scroll
scroll
(C.16.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und VerbundbeziehungenLangfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Rückzahlungsbeträgen in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in Höhe von 42,5 Mio. Euro Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der KIRKA. scroll
scroll
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Ansprüche der Kunden aus dem Kunden-Prämienprogramm der BayWa AG enthalten. Nach dem seit 1. Januar 2009 verpflichtend anzuwendenden IFRIC 13 sind die gewährten Prämien seitens des Unternehmens im Sinne des IAS 18.13 als einzeln abgrenzbarer Bestandteil eines Mehrkomponentengeschäfts (Haupt- und Nebenleistung) darzustellen. Bei der BayWa AG kommt die BayWa-Card zum Einsatz. Mit jedem Einkauf können Kunden Bonuspunkte sammeln, die dann in den BayWa-Filialen eingelöst werden können. Dabei wird dem Kunden mit jedem erworbenen Bonuspunkt ein Cent gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2009 entfällt ein Betrag von 0,775 Mio. Euro (Vorjahr: 0,810 Mio. Euro) auf noch nicht eingelöste Bonuspunkte. (C.17.) Übrige VerbindlichkeitenDie übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
scroll
Die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,495 Mio. Euro (Vorjahr: 0,602 Mio. Euro), diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen. (C.18.) Latente SteuerschuldenDie Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern". (C.19.) Eventualschuldenscroll
(C.20.) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen: scroll
Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 96,490 Mio. Euro (Vorjahr: 80,388 Mio. Euro) bestehen für den Erwerb von Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) und Vorräten. (C.21.) FinanzinstrumenteBilanzierungs- und BewertungsmethodenEin Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa-Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Finanzinvestitionen und flüssige Mittel dar. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa-Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die finanziellen Vermögenswerte erstrecken sich auf folgende Klassen: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird nicht auf einem aktiven Markt gehandelt. Da die Ableitung des beizulegenden Zeitwertes anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa-Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Kassenbestände und Bankguthaben (Cash): Kassenbestände und Bankguthaben haben eine Laufzeit von maximal einem Jahr. Per Definition entspricht ihr Buchwert auch dem beizulegenden Zeitwert. Sie stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung überein. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen: Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC): Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert sind nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwertes dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/Börsenwert. Daneben kommen im BayWa-Konzern auch Fair Value Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz. Hierbei werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst. Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Zur Absicherung insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken werden im BayWa-Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Caps, Swaps und Warentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Der BayWa-Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Dementsprechend haben Fremdwährungen im Konzern eine untergeordnete Bedeutung. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften beziehen sich fast ausnahmslos auf den ungarischen Währungsraum. Geschäfte in ausländischer Währung werden vereinzelt im Agrarhandel, Bezugsaktivitäten überwiegend in der Gemeinschaftswährung abgeschlossen. Erfolgen dennoch Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Da für diese Geschäfte kein effektiver Sicherungszusammenhang besteht, werden die Marktwerte anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2009 Derivatgeschäfte in tschechischen Kronen, ungarischen Forint, US-Dollar und kanadischen Dollar. Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Kapitalmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa-Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps, -caps oder -collars. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Da kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Im BayWa-Konzern werden Warentermingeschäfte abgeschlossen. Bei diesen Geschäften handelt es sich um Fair Value Hedges im Sinne von IAS 39, für die ein effektiver Sicherungszusammenhang gegeben ist. Buch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS 7-Klassen bzw. IAS 39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem ein Dritter die Rechte und Pflichten aus diesem Finanzinstrument übernehmen würde. scroll
scroll
scroll
Nettogewinne und NettoverlusteDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar. Passiva scroll
scroll
Passiva scroll
scroll
In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS 7-Klassen. scroll
scroll
Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS 7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC)" per 31. Dezember 2009 verteilen. scroll
Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenAls Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 kommen im BayWa-Konzern Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Collars, Caps und Swaps zum Einsatz. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Verluste in Höhe von 8,044 Mio. Euro und Gewinne in Höhe von 9,413 Mio. Euro im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der Marktwerte für die derivativen Finanzinstrumente des Geschäftsjahres dargestellt. scroll
scroll
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde. (C.22.) RisikomanagementGrundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDer BayWa-Konzern nutzt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, er trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Im BayWa-Konzern ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand der BayWa AG verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernEin umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung der Konzernunternehmen als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Unternehmensleitung der Konzernunternehmen in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des ReportingProzesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter trägt maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten des Konzerns aus. Dementsprechend werden der Umsatz und das Ergebnis des Konzerns positiv oder negativ beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft wurde 2009 mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahresvergleich mit einem Rückgang von 5,0 Prozent einen neuen Minusrekord. Staatliche Konjunkturprogramme wurden geschnürt und auf den Weg gebracht. Sie konnten aber insgesamt keine bemerkenswerten Effekte erzielen und schon gar nicht eine nachhaltige Trendumkehr einleiten. Diese insgesamt ungünstigen Umfeldfaktoren belasteten hingegen den BayWa-Konzern weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie der BayWa-Konzern in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der 1990er Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt der BayWa-Konzern mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt der BayWa-Konzern somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion des BayWa-Konzerns vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren hauptsächlich aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und aus kurzfristigen Kreditaufnahmen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen die BayWa-Konzernunternehmen derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. ZinsänderungsrisikoIm Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 2,8 Prozent (Vorjahr: 4,6 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 3,8 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 6,759 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 1,8 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 6,759 Mio. Euro führen. Regulatorische und rechtliche Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Der BayWa-Konzern unterliegt einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen er zurzeit beteiligt ist oder in Zukunft beteiligt sein kann. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Mit Klage vom 6. Juli 2009 haben Aktionäre der BayWa AG sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 4. Juni 2009 gefassten Beschlüsse gerichtlich angefochten. Diese Beschlüsse betreffen zwei Anträge zur Geschäftsordnung (Vertagung der Hauptversammlung sowie Einzelabstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats) sowie die Tagesordnungspunkte TOP 2 (Verwendung des Bilanzgewinns 2008), TOP 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für 2008), TOP 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2008) und TOP 5 (Wahl des gesetzlichen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2009). Die Kläger machen im Wesentlichen formale Mängel der Beschlussfassungen geltend. Alle sechs angefochtenen Beschlüsse hat das Landgericht München I mit Versäumnisurteil vom 26. November 2009 für nichtig erklärt. Gegen dieses Urteil hat die BayWa AG fristgerecht Einspruch eingelegt. Ein Sachurteil in der ersten Instanz wird für den 1. April 2010 erwartet. Sollte der Klage stattgegeben werden, wird die BayWa AG gegen dieses Urteil Berufung zum Oberlandesgericht München einlegen. Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung sind die Beschlüsse wirksam. Sollten die Beschlüsse rechtskräftig für nichtig erklärt werden, würde dadurch die Rechtsgrundlage für die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 sowie für die begleitend dazu beschlossene zusätzliche Dotierung der anderen Gewinnrücklagen entfallen. Darüber hinaus könnte dies die Nichtigkeit der im Zuge der Ergebnisverwendung in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 erfolgten Dotierung der anderen Gewinnrücklagen und damit auch des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 nach sich ziehen. Des Weiteren könnte dies zur Folge haben, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 nicht rechtswirksam festgestellt werden kann, weil er nicht von einem von der Hauptversammlung 2009 wirksam gewählten gesetzlichen Abschlussprüfer geprüft worden ist. Deshalb beabsichtigt der Vorstand, die streitgegenständlichen Beschlüsse auf der ordentlichen Hauptversammlung 2010 vorsorglich bestätigen zu lassen und damit fehlerfrei zu stellen. KreditrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht den Konzernunternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem, das alle Geschäftsbereiche erfasst, gewährleistet. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswertes, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS 7-Klassen "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa-Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend. Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Kassenbestände und Bankguthaben (Cash): Zu dieser Klasse gehören vor allem Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzen Restlaufzeit. Es bestehen keine Kreditrisiken. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich derivative Finanzinstrumente, die im BayWa-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency Commercial Paper-Programme oder Asset-Backed Securitisation-Finanzierungen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrukturen berücksichtigen dabei auch die Saisonalität der Geschäftstätigkeit. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern derzeit keinen Konzentrationsrisiken in der Liquidität. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte und leistungsstarke sowie motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet der BayWa-Konzern, indem er seinen Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung unserer ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert der BayWa-Konzern die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Mit über tausend Auszubildenden zählen die Unternehmen des BayWa-Konzerns zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert der BayWa-Konzern aber auch einen großen Teil seiner zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Konzerngesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die UnternehmensleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. (D.) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (D.1.) UmsatzerlöseDie Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich der Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: scroll
(D.2.) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die Mieteinnahmen verstehen sich inklusive den Erlösen aus Nebenkosten. (D.3.) Materialaufwandscroll
(D.4.) Personalaufwandscroll
Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung nach IAS 19 auf 26,587 Mio. Euro (Vorjahr: 26,646 Mio. Euro). Davon werden der Teilbetrag in Höhe von 3,966 Mio. Euro unter dem Personalaufwand und der Teilbetrag von 22,621 Mio. Euro unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. scroll
(D.5.) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken. (D.6.) Ergebnis aus At-Equity bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnisscroll
Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst. (D.7.) Zinsertrag und Zinsaufwandscroll
(D.8.) ErtragsteuernDie Ertragsteuern gliedern sich wie folgt: scroll
Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Daneben wurden 0,028 Mio. Euro (Vorjahr: 0,109 Mio. Euro) aktive latente Steuern erfolgsneutral mit der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 3,110 Mio. Euro (Vorjahr: 0,393 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von drei Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 6,497 Mio. Euro wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Daneben wurden 0,028 Mio. Euro (Vorjahr: 0,109 Mio. Euro) aktive latente Steuern erfolgsneutral mit der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 3,110 Mio. Euro (Vorjahr: 0,393 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von drei Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 6,497 Mio. Euro wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert 28,18 Prozent. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet: scroll
Der tatsächliche Steueraufwand liegt 5,476 Mio. Euro unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 28,18 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 12,35 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, da die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es daher wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 5,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand: scroll
(D.9.) Gewinnanteil der MinderheitsgesellschafterDer anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 14,345 Mio. Euro (Vorjahr: 18,396 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen. (D.10.) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. scroll
(E.) Weitere Angaben(E.1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa-KonzernsDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb nicht separat dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Diesen Cashflow erhält man durch Bereinigung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträgen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebes und die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich. (E.2.) Erläuterungen zur SegmentberichterstattungAufteilung des Geschäftsbetriebes auf SegmenteDie Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Gegenüber dem Vorjahresabschluss werden zusätzlich zu den bisherigen Segmenten Agrar, Bau, Energie und Sonstige Aktivitäten nun auch folgende Sparten als Geschäftssegmente ausgewiesen: "Agrarhandel" und "Technik" als Subsegmente/Sparten des Segments Agrar, "Baustoffe" und "Bau & Gartenmarkt" als Subsegmente/Sparten des Segments Bau, "Energie" und "Neue Energien" als Subsegmente/ Sparten des Segments Energie. Das Segment Sonstige Aktivitäten bleibt als solches bestehen. Segmentberichterstattung nach GeschäftsfeldernIm Subsegment Agrarhandel bedient der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette für die Produktion landwirtschaftlicher Güter. Dies umfasst die Lieferung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Ebenfalls dem Agrarhandel zuzuordnen ist die Erfassung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen. In der Sparte Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben. Im Subsegment Baustoffe ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Die Sparte Bau & Gartenmarkt beinhaltet die Tätigkeiten im Einzelhandel. Das Subsegment Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Subsegment Neue Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der regenerativen Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen. Neben den in den Subsegmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen werden die intersegmentären Umsatzerlöse dargestellt. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Subsegment ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Subsegmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Subsegment im Jahresdurchschnitt. scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
Segmentberichterstattung nach RegionenÜber die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen auch weiterhin dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland und Österreich liegen. Entsprechend werden diese beiden Länder gesondert gezeigt. Der Bereich übriges Ausland umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten des Konzerns in Osteuropa. Segmentinformationen nach Regionenscroll
(E.3.) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie BayWa AG hat mit Wirkung zum 2. Januar 2010 im Rahmen eines Asset-Deals das Heizöl- und Diesel-Endkundengeschäft der Firma Bielmaier GbR, Viechtach, übernommen. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 0,615 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Gesellschaft Frucom Fruitimport GmbH, München, mit Wirkung zum 19. Januar 2010 im Rahmen eines Asset-Deals das Importgeschäft von Äpfeln und Kernobst aus Südamerika der Firma FRUCOM Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg, von deren Insolvenzverwalter übernommen. Die Anschaffungskosten für die Vermögenswerte betrugen 0,040 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat am 21. Januar 2010 100 Prozent der Unternehmensgruppe EUROGREEN von der WOLF-Garten i. L. übernommen. EUROGREEN ist Systemanbieter für die Pflege, Intensivpflege, Regeneration und Rekonstruktion von Nutzrasen und vertreibt unter anderem ein umfassendes Sortiment an Spezialdüngemitteln und -Saatgut für Rasen. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete die EUROGREEN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von über 17 Mio. Euro. Der Kaufpreis für die drei Gesellschaften EUROGREEN GmbH, Betzdorf, EUROGREEN Schweiz AG, Oensingen, Schweiz, und EUROGREEN CZ s r.o., Jiretin pod Jedlovou, Tschechische Republik, betrug 2,8 Mio. Euro. Die Kaufpreisallokation nach IFRS 3 war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht abgeschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Bundeskartellamt übernimmt die BayWa zum 1. Januar 2010 den Baustoffhandel Brands + Schnitzler GmbH & Co. KG mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach. Das Traditionsunternehmen mit vier Standorten, rund 50 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von 20 Mio. Euro wird damit eine 100-prozentige Beteiligung der BayWa AG. Brands + Schnitzler ist ein Baustoff-Vollsortimenter, der durch seine zwei Tiefbau-Fachhandlungen in Mönchengladbach-Wickrath und Neuss zusätzlich ein Spezialist für Tief-, Straßen- und Wegebau ist. Zwei weitere, ebenfalls in Mönchengladbach angesiedelte Betriebe decken die Schwerpunkte Garten- und Landschaftsbau sowie dekorativer Innenausbau ab. Aufgrund der noch ausstehenden kartellrechtlichen Genehmigung wird im Übrigen auf Angaben in Sinne des IFRS 3 verzichtet. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt. (E.4.) RechtsstreitigkeitenDie BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung. In Bezug auf die Anfechtung der Beschlüsse der Hauptversammlung 2009 wird auf die unter Abschnitt C.22. (Risikomanagement) angeführten Ausführungen verwiesen. (E.5.) Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein): Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Wir wurden am 12. November 2007 von der SKAGEN AS, Stavanger, Norwegen, informiert, dass der Fonds SKAGEN Global, welcher von der SKAGEN AS verwaltet wird, am 9. November 2007 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG überschritten hat und der Stimmrechtsanteil zu diesem Zeitpunkt 3,18 Prozent (1.076.340 Stimmrechte) beträgt. Wir wurden am 7. August 2008 von S.W. Mitchell Capital LLP, London, England, informiert, dass S.W. Mitchell Capital LLP am 31. Juli 2008 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG unterschritten hat und an diesem Tag 2,9949 Prozent der Stimmrechte (was 977.740 Stimmrechten entspricht) gehalten hat. 2,9949 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG (berechnet aus 977.740 Stimmrechten) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der S.W. Mitchell Capital LLP zuzurechnen. Die SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles, USA, hat uns am 5. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von SMALLCAP World Fund, Inc., an den Stimmrechten der BayWa AG am 30. Dezember 2008 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt SMALLCAP World Fund, Inc. 2,96 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG (Stimmrechte, die aus 1.004.190 Stammaktien stammen). Die Capital Research and Management Company, Los Angeles, USA, hat uns am 27. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Capital Research and Management Company an den Stimmrechten der BayWa AG am 23. Januar 2009 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt Capital Research and Management Company 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG. 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG wurden Capital Research and Management Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Am 30. Januar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH, Mödling, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der RWA Verbundservice GmbH an der BayWa AG am 30. Januar 2009 jeweils die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten und die RWA Verbundservice GmbH an diesem Tag 10,31 Prozent der Stimmrechte gehalten hat, was 3.500.625 Stimmen entspricht. Am 9. Februar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH mitgeteilt, dass Alleingesellschafterin der RWA Verbundservice GmbH die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien (Österreich), ist. Die ,KORMUS' Holding GmbH, Wien, Österreich, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der ,KORMUS' Holding GmbH war ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 14,08 Prozent (das entspricht 4.770.940 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren ihr über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 30. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 30. September 2008 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese waren ihr über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H, Wien, Österreich, hat uns am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die ,KORMUS' Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,KORMUS' Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,KORMUS' Holding GmbH über die die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. kontrollierte Unternehmen zuzurechnen: - RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und - RWA Verbundservice GmbH Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden. Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH kontrollierte Unternehmen zuzurechnen: - RWA Verbundservice GmbH Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: ,Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung von 8. September 2009 übertragen worden.' (E.6.) Nahestehende Unternehmen und PersonenNach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben". Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 "Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann. Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG beträfe die widerlegbare Vermutung eines maßgeblichen Einflusses die Stellung der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries. Hier kann aber dargelegt werden, dass es sich bei der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG um eine reine Finanzholding handelt, deren organisatorische und strukturelle Ausgestaltung nicht darauf ausgelegt ist, auf die BayWa Einfluss auszuüben. Darüber hinaus hat der Konzern mit der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG im Geschäftsjahr keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
scroll
Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen Warenverkäufe und Finanzierungen. Alle Geschäfte mit den genannten Unternehmen und Personen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch mit fremden Dritten üblich sind. Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Alle Geschäfte mit diesen Unternehmen werden zu Bedingungen ausgeführt, wie sie auch unter fremden Dritten üblich sind. (E.7.) Honorare des KonzernabschlussprüfersFolgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet: scroll
(E.8.) Organe der BayWa AGDie Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats, Beirats und Vorstands sind auf den Seiten 2 bis 7 zu finden. (E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der AufsichtsgremienDie Vergütungen des Beirats betragen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro); davon sind 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) variabel. Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet: scroll
An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 32,1 Mio. Euro (Vorjahr: 35,9 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2006 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2006 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. (E.10.) Billigung des Konzernabschlusses und OffenlegungDem Aufsichtsrat wird der Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2009 am 30. März 2010 zur Billigung vorgelegt werden. Der Konzernabschluss wird den Anteilseignern und der Öffentlichkeit nach Billigung, d.h. voraussichtlich am 31. März 2010, zugänglich gemacht werden. Dieser kann auf der Internethomepage www.baywa.de heruntergeladen werden. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister veröffentlicht. Folgende, in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen, wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§ 325 ff. HGB) nicht an: - TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart - BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München - BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München (E.11.) GewinnverwendungsvorschlagDie BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 30. März 2010 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 einen Bilanzgewinn von 26.379.533,31 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Juni 2010 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt. Sie sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt. Dieser Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (E.12.) Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 11. November 2009 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft auf der Internethomepage www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 1. März 2010 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Klaus Buchleitner Frank Hurtmanns Dr. Josef Krapf Roland Schuler Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009der BayWa AGscroll
scroll
scroll
scroll
*
Stimmrechtsanteil 19 Prozent Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 12. März 2010 Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Reitmayr, Wirtschaftsprüfer Götz, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDie BayWa AG blickt ungeachtet der im zurückliegenden Jahr dominierenden Finanz- und Wirtschaftskrise auf eine gute Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 2009 zurück. Angesichts der tiefen Krise der Finanz- und Gütermärkte hat sich das diversifizierte Geschäftsmodell des Unternehmens hervorragend bewährt. Trotz eines deutlich schwächeren Agrargeschäfts konnte nicht zuletzt durch Portfoliobereinigungen im Rahmen der strategischen Neupositionierung ein stabiles Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 2009 erzielt werden. Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde monatlich mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2009 konstruktiv und vertrauensvoll. Schwerpunkte der Sitzungen des AufsichtsratsIn den vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens Gegenstand der Beratung. Auch befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert. Über die Entwicklung und Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Unternehmen hat sich der Aufsichtsrat auch in diesem Berichtsjahr regelmäßig unterrichten lassen. In der Sitzung am 25. März 2009 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 4. Juni 2009 und ein neuer Geschäftsverteilungsplan des Vorstands. Der Aufsichtsrat nahm ferner zustimmend von der Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Dr. Stefan Bötzel Kenntnis. In der Sitzung am 14. Mai 2009 wurden der 1. Quartalsabschluss 2009 und die Strategie der BayWa Green Energy GmbH erörtert. In der Sitzung am 5. August 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Halbjahresabschluss 2009 befasst. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die anhängige Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 4. Juni 2009. Darüber hinaus erhielt der Aufsichtsrat einen Überblick über aktuelle strategische Projekte und Beteiligungsvorhaben. Dabei beschäftigte er sich auch mit der Herauslösung der Autohandelsaktivitäten aus dem BayWa-Konzern. Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2005 wurden am 6./7. Oktober 2009 im Umlaufverfahren beschlossen. In einer außerordentlichen Sitzung am 26. Oktober 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit zwei Akquisitionen durch die BayWa Green Energy GmbH, München, befasst, dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, sowie an der RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München. In diesem Zusammenhang wurde erneut die Strategie der BayWa Green Energy GmbH erläutert. In der Sitzung am 11. November 2009 wurden der 3. Quartalsabschluss und das Ergebnis der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats präsentiert und entsprechend umgesetzt. Im Fokus der Sitzung standen des Weiteren die Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aufgrund gesetzlicher Neuerungen (BilMoG, VorstAG), etwaige Schadensersatzansprüche gegenüber gegenwärtigen und früheren Mitgliedern des Vorstandes sowie der Verkauf der Geschäftsanteile an der DZ Bank. In der Sitzung am 30. März 2010 hat der Aufsichtsrat u. a. auch über die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beraten und beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2009 an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats gefehlt. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern waren im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht gegeben. Ausschüsse des AufsichtsratsZur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt fünf Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert. Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz und Dr. h.c. Stephan Götzl an. Vorsitzender ist Albrecht Merz. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Generalbevollmächtigten Finanzen in seiner Sitzung am 24. März 2009 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfberichte und die Abschlussunterlagen wurden den Mitgliedern des Ausschusses rechtzeitig zugesandt. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Beurteilung der Risikolage und des bestehenden Risikomanagementsystems. Untersucht wurden insbesondere das Risikofrüherkennungssystem und das EDV-System. Gegenstand der Sitzung am 9. November 2009 waren die Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Erteilung der Prüfungsaufträge, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2009 und des Prüfungshonorars. Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 29. März 2010 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 18. Juni 2010 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen. Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Albrecht Merz und Gregor Scheller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Tätigkeitsschwerpunkte waren Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie die Erteilung der Zustimmung zur Übernahme externer Mandate durch Mitglieder des Vorstands im Einzelfall. Der Vorstandsausschuss ist auch für die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zuständig. Im Geschäftsjahr 2009 gab es hierzu keine Entscheidungen. Dem Ständigen/Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel, Ernst Kauer, Dr. E. Hartmut Gindele, Dr. h.c. Stephan Götzl, Dr. Christian Konrad, Klaus Auhuber und Gunnar Metz an. Der Ständige/Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr dreimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen und Themen im Zusammenhang mit Corporate Governance. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Insbesondere wurden in der außerordentlichen Sitzung des Ständigen/Strategie Ausschusses am 14. Oktober 2009 die Strategie der BayWa Green Energy GmbH und zwei Akquisitionsvorhaben der BayWa Green Energy GmbH vorgestellt. In der Sitzung am 9. November 2009 wurde ferner eine Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durchgeführt. Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2008 und dem Investitionsetat 2010. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Mitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden. Corporate GovernanceIn dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Informationen zur Corporate Governance bei der BayWa AG sowie einen ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind in der Erklärung zur Unternehmensführung enthalten. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 11. November 2009 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.de veröffentlicht. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 30. März 2010 zu. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns in der Sitzung vom 30. März 2010 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2009 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Die Unterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 29. März 2010 intensiv behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss jeweils gebilligt. Gemäß § 172 AktG ist damit der Jahresabschluss der BayWa AG festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,40 Euro pro Aktie, sowie der Einstellung von 12.791.908,51 Euro in die anderen Gewinnrücklagen, hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an. Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 30. März 2010 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sieht der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse zu erheben. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandIm Berichtsjahr 2009 kam es zu keinen personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Am 5. März 2009 hat Dr. Stefan Bötzel aus familiären Gründen sein Amt als Mitglied des Vorstands niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.
München, 30. März 2010 Für den Aufsichtsrat Manfred Nüssel, Vorsitzender |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||