Berichtigung der Veröffentlichung vom 23.06.2010;
erforderlich aufgrund eines technischen Versehens seitens des Bundesanzeigers

BayWa AG

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

87. Geschäftsjahr

Inhalt

 

Mitglieder des Aufsichtsrats, des Beirats und des Vorstands

Lagebericht der BayWa AG

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang der BayWa AG

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Impressum

Mitglieder des Aufsichtsrats

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender)

DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg

Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg

Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg

Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat)

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden

Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender)

Ernst Kauer

Dipl.-Ing. agr., stv. Vorsitzender, Gesamtbetriebsrats-Vorsitzender

Klaus Auhuber

Rechtssekretär ver.di, München

Georg Fischer

Landmaschinenmechanikermeister

Dr. E. Hartmut Gindele

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Dr. h. c. Stephan Götzl

Verbandspräsident, Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stv. Vorsitzender)

DVB Bank SE, Frankfurt am Main (ab 10.06.2009)

SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach

Otto Kentzler

Dipl.-Ing., Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Weitere Mandate:

Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn

Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender)

Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender)

SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund (stv. Vorsitzender)

Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian Konrad

Obmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien

Weitere Mandate:

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender)

DO & CO Restaurants & Catering AG, Wien

LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender)

RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien (Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender)

Saint Louis Sucre S.A., Paris

Siemens AG Österreich, Wien (stv. Vorsitzender)

Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (stv. Vorsitzender)

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender)

Stefan Kraft M.A.

Landesfachsekretär ver.di, Bayern

Erna Kurzwarth

Leiterin Regionales Verwaltungszentrum

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mandate:

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender)

Albrecht Merz

Vorstand der DZ Bank AG

Weitere Mandate:

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender)

VR Kreditwerk Hamburg-Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall und Hamburg (bis 30.09.2009; 2. stv. Vorsitzender)

VR-LEASING AG, Eschborn

Gunnar Metz

Kfm. Angestellter

Gregor Scheller

Vorstandsvorsitzender der Volksbank Forchheim eG, Vorstand der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG

Weitere Mandate:

COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender)

FIDUCIA IT AG, Karlsruhe (bis 18.06.2009 stv. Vorsitzender; ab 18.06.2009 Vorsitzender)

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, Forchheim (Vorsitzender)

Werner Waschbichler

Ressortleiter

Bernhard Winter

Sachgebietsleiter

Mitglieder des Genossenschaftlichen Beirats

Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der Satzung

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), stv. Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mitglieder

Helmut Haun (bis 30.06.2009)

Vorsitzender, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Aschaffenburg eG

Wolfgang Eckert

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender (ab 05.08.2009), Vorstandsvorsitzender der VR-Bank eG

Dietmar Berger

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V.

Franz Breiteneicher

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land

Günter Dreher

Dipl.-Verw.-Wiss., Vorstand der Augusta-Bank eG

Martin Empl

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Erhard Gschrey

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Vorstand des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Lorenz Hebert

Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Lothar Hertzsch

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Vorstand der Reinsdorfer Agrargenossenschaft eG

Konrad Irtel

Vorstandssprecher der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG

Martin Körner

Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer

Erwin Kuhn (bis 31.03.2009)

Dipl.-Ök., Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Präsident des Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V.

Franz Kustner

Landwirt

Alois Pabst

Landwirt

Hans Paulus

Dipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Josef Raffelsberger

Landwirt

Joachim Rukwied

Dipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.

Hermann Schultes

Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt

Gerd Sonnleitner

Präsident des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen Bauernverbandes

Ludwig Spanner

Landwirt

Prof. Dr. Jakob P. Stöckl (bis 05.10.2009)

Direktor der Bayerischen Milchindustrie eG

Wolfgang Vogel

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V.

Maximilian Zepf

Dipl.-Betriebswirt, Vorstand der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG

Mitglieder des Vorstands

Klaus Josef Lutz

(Vorstandsvorsitzender)

Finanzen, PR/Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Revision, Zentrales Controlling, Recht, Konzernmarketing, Konzernentwicklung, Konzern-Risikomanagement, Immobilien/Corporate Real Estate Management, Baumanagement

Externe Mandate:

Eramon AG, Augsburg

Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg

MAN Nutzfahrzeuge AG, München (ab 17.04.2009)

VK Mühlen AG, Hamburg (ab 19.03.2009; Vorsitzender)

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stv. Vorsitzender)

„UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (bis 28.05.2009 stv. Vorsitzender; ab 28.05.2009 Vorsitzender)

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (ab 29.12.2009)

Dr. Stefan Bötzel (bis 04.03.2009)

Agrar

Externes Mandat:

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (bis 07.07.2009)

Konzernmandat:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 16.04.2009)

Klaus Buchleitner

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Externes Mandat:

ifb Austria AG, Wien (bis 19.06.2009)

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien

Konzernmandat:

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck a.d. Leitha (bis 15.05.2009 Vorsitzender; ab 15.05.2009 1. stv. Vorsitzender)

„UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (ab 28.05.2009)

Frank Hurtmanns

Baustoffe, Bau & Gartenmarkt, Franchise, Personal, Informationssysteme, Konzernlogistik & Organisation

Externe Mandate:

Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation VVaG, München (stv. Vorsitzender)

R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden

update software AG, Wien (Vorsitzender)

Konzernmandat:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Dr. Josef Krapf

Agrar, Obst

Externes Mandat:

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (ab 07.07.2009)

Roland Schuler

Technik, Energie, BayWa r.e* (vormals BayWa Green Energy), Koordination Region Württemberg

Externes Mandat:

SZVG Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (ab 02.12.2009)

Konzernmandat:

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (ab 29.12.2009; ab 27.01.2010 Vorsitzender)

Generalbevollmächtigte

Andreas Helber

Finanzen, Investor Relations, Kredit, Versicherungen, Regionale Verwaltungszentren

Hans Witzig

Baustoffe

Ressortverteilung, Stand: 31.12.2009; * ab 22.02.2010

Lagebericht der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2009

I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2009

Die BayWa AG hat sich in dem äußerst turbulenten Umfeld des Jahres 2009 hervorragend behauptet. Angesichts der tiefen Krise der Finanz- und Gütermärkte hat sich das diversifizierte Geschäftsmodell des Unternehmens einmal mehr bewährt. Den Umsatz- und Ergebnisrückgängen im Agrargeschäft und im Baustoffhandel stand eine positive Entwicklung im Bau & Gartenmarktgeschäft und im Segment Energie gegenüber. Gleichzeitig hat die AG in der Krise ihr Profil geschärft. Durch die Trennung von Randaktivitäten, die nicht zu den Kernkompetenzen des Unternehmens zählen, wurde gebundenes Kapital freigesetzt und in den Ausbau der strategischen Kerngeschäfte sowie in zukunftsträchtige neue Geschäftsfelder im Bereich der erneuerbaren Energien investiert. Damit geht die BayWa AG besser positioniert und gestärkt aus der Krise hervor.

Im Segment Agrar wurde die Geschäftsentwicklung durch deutliche Preisrückgänge bei nahezu allen für die BayWa wichtigen Agrarprodukten dominiert. Nach den sehr stark gestiegenen Marktpreisen aufgrund der allgemeinen Rohstoffhausse setzte bereits im Spätsommer 2008 eine Gegenbewegung ein. Sehr gute Ernten in Bezug auf Mengen und Qualitäten führten zu steigenden Lagerbeständen und drückten angesichts der großen Verunsicherung der Marktteilnehmer infolge der Wirtschaftskrise erheblich auf die Preise. Im Bereich der Betriebsmittel blieben die Preise – insbesondere für Düngemittel – zu Anfang des Jahres 2009 zwar noch auf hohem Niveau, dafür brach jedoch die Nachfrage ein, da die Landwirte angesichts des Erlösrückgangs für ihre Erzeugnisse den Düngemitteleinsatz einschränkten. Die hohen Preisschwankungen auf nicht abgenommene Mengen führten zu entsprechenden Abwertungen auf das Vorratsvermögen.

Auch im Landtechnikgeschäft wirkte sich der Erlösverfall in Form einer stark verringerten Investitionsbereitschaft der Landwirte aus. In diesem Umfeld lag der Umsatz im Segment Agrar in der BayWa AG im Geschäftsjahr 2009 um rund 570 Mio. Euro unter dem Niveau des Rekordjahres 2008. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit ist dadurch auf 20,3 Mio. Euro gesunken.

Das Segment Bau ist im Baustoff-Fachhandel stark abhängig von der allgemeinen Baukonjunktur. Hier wirkte sich im Geschäftsjahr 2009 insbesondere die äußerst verhaltene Investitionstätigkeit aus Gewerbe und Industrie angesichts nicht ausgelasteter Kapazitäten und ungewisser Zukunftsperspektiven belastend aus.

Dagegen konnte das Bau & Gartenmarktgeschäft infolge der erfolgreich durchgeführten strategischen Maßnahmen zur Repositionierung des Geschäfts Umsatz- und Ergebnisverbesserungen erzielen. Aufgrund des geringeren Anteils des Bau & Gartenmarktgeschäfts am gesamten Geschäftsvolumen des Segments konnten die Rückgänge im gewerblichen Baustoff-Fachhandel dadurch zwar nicht vollständig, aber doch weitgehend ausgeglichen werden. Der Umsatz des Segments lag mit rund 1.356 Mio. Euro um etwa 42 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verminderte sich durch den Umsatzrückgang um knapp 16 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro.

Im Segment Energie war die Absatzentwicklung im Wärmemarkt geprägt durch den langen Winter 2008/2009 mit ausgeprägten Kälteperioden und die noch verbraucherfreundlichen Mineralölpreise. Die starke Nachfrage im ersten Halbjahr 2009 stellte die Lieferfähigkeit und Flexibilität in diesem Geschäftsbereich vor große Herausforderungen, während sich aufgrund hoher Befüllstände die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich abschwächte. Moderat positiv entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 das Kraftstoffgeschäft bei verbesserten Margen. Das Schmierstoffgeschäft lag aufgrund seiner hohen Abhängigkeit vom Kfz-Werkstattgeschäft und der metallverarbeitenden Industrie unter Vorjahresniveau. Neben dem klassischen Energiegeschäft hat sich die BayWa AG in der zweiten Jahreshälfte 2009 im Bereich der erneuerbaren Energien durch Zukäufe mehrerer Unternehmen deutlich verstärkt und diese Aktivitäten in dem neuen Geschäftsfeld, der BayWa r.e (vormals BayWa Green Energy) gebündelt. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie im Wesentlichen preisbedingt zwar um rund 354 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit konnte jedoch auf gut 7,2 Mio. Euro um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Insgesamt erzielte die BayWa AG damit im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4.429 Mio. Euro; der Umsatz der AG hat sich damit gegenüber dem Ausnahmejahr 2008 um 967 Mio. Euro vermindert. Trotz dieses erheblichen Rückgangs wurde mit rund 50 Mio. Euro ein Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit erzielt, das rund 70 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag. Die Ergebnisentwicklung ist vor dem Hintergrund der enormen Marktverwerfungen des Jahres 2009 als positiv zu beurteilen. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,40 Euro je Aktie vor.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die BayWa AG ist ein international tätiges Handels- und Dienstleistungsunternehmen. Hauptsitz der 1923 gegründeten Gesellschaft ist München. Als Obergesellschaft bildet die BayWa AG zusammen mit Beteiligungen im In- und Ausland einen Konzernverbund. Inklusive ihrer Tochterunternehmen, Franchise- und anderer Vertriebspartner verfügt die Gesellschaft über rund 3.000 Vertriebsstandorte in vierzehn europäischen Ländern. Die Hauptvertriebsgebiete liegen in Deutschland und Österreich.

Die BayWa AG selbst ist als operative Unternehmenseinheit in Deutschland in den Bereichen Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie bei ergänzenden Dienstleistungen tätig. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich dabei auf in die Segmente Agrar, Bau und Energie.

Traditionell erwirtschaftet die BayWa AG den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2009 trug das Segment Agrar rund 48 Prozent zum Umsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten auch weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und handelt mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futtermitteln für die Viehhaltung. Die Sparte Technik vertreibt Einrichtungen für die Außen- und Innenwirtschaft. Das Serviceangebot der Sparte umfasst Wartungen, Reparaturen und den Ersatzteilverkauf über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie über mobile Servicefahrzeuge.

Rund 31 Prozent des Unternehmensumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist die BayWa die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. Bau & Gartenmärkte betreibt das Unternehmen überwiegend in ländlichen Regionen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zu dem ein bedeutender Franchisegeber.

Das Segment Energie mit einem Anteil von 21 Prozent am Unternehmensumsatz vertreibt in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holz-Pellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Das im Jahr 2009 gegründete Geschäftsfeld BayWa Green Energy (mittlerweile umbenannt in BayWa r.e) fasst die bestehenden und im Berichtsjahr 2009 neu erworbenen Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien zusammen. Die BayWa sieht dieses Geschäftsfeld als nachhaltiges Wachstumsgebiet an. Chancen ergeben sich aus dem notwendigen Umbau der Energieversorgung angesichts begrenzter Vorkommen der konventionellen Energieträger. Erneuerbare Energien versprechen mittel- und langfristig ein überdurchschnittliches Marktwachstum, an dem die BayWa durch die Bündelung ihrer Kompetenzen partizipieren wird.

Unternehmensziele, Strategie und Steuerung

Die BayWa hat das Ziel, die Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Bau und Energie langfristig zu wahren und sowohl durch organisches Wachstum als auch – wo zu attraktiven Konditionen möglich – durch Akquisitionen auszubauen.

Die Ertragskraft des Unternehmens wird durch Skaleneffekte im Zuge des Umsatzwachstums und ein effizientes Kostenmanagement gesteigert. Auf der Kostenseite konzentrieren sich die Maßnahmen vor allem darauf, die Standortstrukturen zu optimieren, die Prozesse zu verbessern und die Vertriebsstrukturen intensiver zu nutzen. Die Fokussierung auf ein effizientes Working Capital-Management sowie die Optimierung der Kapitalallokation im Unternehmen werden den Spielraum für Investitionen erweitern und die Bilanzrelationen verbessern. Darüber hinaus wird eine ausgewogene Struktur aus Eigenkapital und Fremdkapitalfinanzierungen beachtet.

Die Unternehmensbereiche werden anhand strategischer und operativer Vorgaben sowie verschiedener finanzieller Kenngrößen geführt. Dabei ist das Umsatzwachstum, sowohl organisch als auch über Akquisitionen, eine wichtige Steuerungsgröße.

Darüber hinaus stellen das operative Ergebnis (EBIT) bzw. die EBIT-Marge – das Verhältnis von EBIT zu Umsatz – die wichtigsten Steuerungsgrößen dar, um die Ertragskraft der Segmente zu messen. Hohe Bedeutung kommt dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu. Es dient als Maßstab für die Fähigkeit der Bereiche, finanzielle Überschüsse zu erzielen und finanzielle Verpflichtungen zu bedienen. Schließlich ist der Verschuldungsgrad, das heißt das Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zu EBITDA, auf Konzernebene eine wichtige Kenngröße.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, um die Steuerung der operativen Bereiche zukünftig um ein wertorientiertes Steuerungselement zu ergänzen. Die Unternehmensbereiche werden dabei anhand ihres Beitrags zur Wertentwicklung des Konzerns bewertet, gemessen als Verzinsung des Nettovermögens im Vergleich zu den risikogewichteten Kapitalkosten.

Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsprozesse

Im Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen als auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut, Betriebsmitteln und die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass die BayWa über das gesamte Jahr im engen Kontakt mit ihren Kunden aus der Landwirtschaft steht.

Im Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Nähe zum Kunden einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die sehr regionale Struktur im Baustoff-Fachhandel. Dagegen stellen im Geschäft mit Ausbauprodukten die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung Kernkompetenzen der BayWa dar. Das Bau & Gartenmarktgeschäft ist mit einem nischenbasierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt.

Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Freizeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt, während im Winter der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund stehen. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Daneben profiliert sich die BayWa im Baumarktgeschäft durch ein qualitativ hochwertiges Stammsortiment und eine intensive Beratung.

Beide Sparten handeln im operativen Geschäft unabhängig voneinander. Spartenübergreifend optimiert das Segment Bau seine Geschäftsaktivitäten durch die Zusammenlegung der Zentralfunktionen und die Bündelung des vorhandenen Know-hows, um den Kunden einen optimalen Service bieten zu können.

Das Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das neue Geschäftsfeld BayWa r.e (vormals BayWa Green Energy), das als Kompetenzzentrum die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien vorantreibt. Bei den fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 100 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden auch Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch eine Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher strebt das Segment Energie – wie zuletzt im Jahr 2008 mit der Übernahme des Heizölgeschäfts von Shell Direct Bayern geschehen – auch zukünftig an, durch Akquisitionen zu wachsen. Da der Brennstoffhandel neben wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern überwiegend mittelständisch geprägt ist, ergeben sich hierfür gute Möglichkeiten. Im Schmierstoffvertrieb, der vor allem die Landwirtschaft sowie kleine und mittlere Gewerbekunden beliefert, wird eine Ausweitung des Geschäfts auf Industriekunden angestrebt. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer.

Im Bereich der erneuerbaren Energien hat das Unternehmen nach der Akquisition von drei Unternehmen im Jahr 2009 eine deutliche Diversifizierung erreicht. Neben Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse umfasst die Produktpalette nunmehr auch Anlagen zur Erzeugung von Wind und Solarenergie. Darüber hinaus werden Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten im Geschäftsfeld BayWa r.e wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können.

Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Die BayWa zählt zu den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. In ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem südlichen Brandenburg sowie nahe zu flächendeckend in Österreich, verfügt die BayWa mit rund 1.000 Standorten über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Das Wettbewerbsumfeld bei den Agrarprodukten bildet eine Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen, die überwiegend nur lokal tätig sind. Daneben sind im Betriebsmittelgeschäft mehrere Großhandelsunternehmen auch überregional vertreten. In Österreich ist die BayWa über die dortigen Beteiligungsunternehmen mit rund 100 Standorten vertreten, hinzu kommen rund 500 genossenschaftliche Lagerhäuser, mit denen eine enge Geschäftsbeziehung besteht. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein.

Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 1.000 Unternehmen mit etwa 2.500 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 217 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa über Tochterunternehmen mit 36 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Mit 69 Märkten in Deutschland setzt die BayWa im Bau & Gartenmarktgeschäft den Schwerpunkt auf ländliche Regionen.

Im Energiegeschäft verfügt die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt; daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt.

Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Das Segment Agrar ist einerseits sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Andererseits wirken sich die Entwicklung des Angebots und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte unmittelbar auf das Geschäft aus. Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen können insbesondere im Bereich der nachwachsenden Rohstoffe zu erheblichen Anpassungen der Märkte führen; dies kann seinerseits auch Rückwirkungen auf andere Bereiche von Agrarrohstoffen haben. Ebenso nehmen Regulierungen durch die EU wesentlichen Einfluss auf Preise und Strukturen einer Reihe relevanter Märkte.

Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld – insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen – positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt der allgemeinen Baukonjunktur und ist insbesondere im Tiefbau und im Straßenbau abhängig vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte. Im Bereich der privaten Bautätigkeit wirken sich Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen auf das Investitionsverhalten aus. Daneben beeinflussen Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten.

Das Energiesegment ist durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Damit unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den erneuerbaren Energien führen dagegen steigende Preise für fossile Brennstoffe zu einer verstärkten Nachfrage. Bei Bio-Diesel ist der Absatz maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen abhängig. Dies gilt ebenso für Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bislang noch wesentlich von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2009 den stärksten Rückschlag seit Jahrzehnten erlitten. Die globale Wirtschaftsleistung sank preisbereinigt um schätzungsweise 0,8 Prozent, das Volumen des Welthandels schrumpfte um 12,3 Prozent. Ausgangspunkt der Rezession war die internationale Finanzkrise, die ab Herbst 2008 zunehmend auf die Realwirtschaft übergriff. Durch großvolumige Konjunkturprogramme der Industrieländer und eine international äußerst expansive Geldpolitik gelang es im Jahresverlauf, den Abwärtstrend der Weltwirtschaft zu stoppen und die Lage zu stabilisieren. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen dieser Politik, zum Beispiel auf Inflationsraten, Zinsniveau und Währungsrelationen, lassen sich noch nicht abschätzen. Vor allem in den Ländern, die eng in die internationale Arbeitsteilung eingebunden und auf die Funktionsfähigkeit der Finanz- und Kreditmärkte erheblich angewiesen sind, war der wirtschaftliche Einbruch besonders stark. So war Deutschland mit einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Jahr 2009 um 5,0 Prozent beispielsweise wesentlich stärker betroffen als die USA, wo der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts lediglich bei 2,4 Prozent lag. Die österreichische Wirtschaftsleistung sank im Jahr 2009 mit minus 3,7 Prozent etwas weniger stark als im Durchschnitt des Euro-Raumes (minus 4,0 Prozent). Die zunächst noch starken Exporte in die osteuropäischen Staaten hatten die Konjunktur in Österreich stabilisiert. Im zweiten Halbjahr 2009 setzte auch in Österreich eine verhaltene Erholung ein, die allerdings durch die mittlerweile in den osteuropäischen Staaten offenbar gewordenen Wachstumseinbußen und Kreditausfälle gedämpft wird. In den Staaten Osteuropas, in denen die BayWa vertreten ist, ging die Wirtschaftsleistung im Jahr 2009 im Durchschnitt um 4,3 Prozent zurück, nach einem Wachstum um 3,1 Prozent im Vorjahr. Dabei reichte die Spannbreite der Schrumpfungsraten von 3,0 Prozent in Serbien über 4,8 Prozent in Tschechien, 5,8 Prozent in Kroatien und in der Slowakei, 6,5 Prozent in Ungarn bis zu 7,4 Prozent in Slowenien.

Branchentrend Agrar

Das Jahr 2009 war in der Landwirtschaft bei vielen Agrarprodukten durch die dritte Rekordernte in Folge gekennzeichnet. Gleich- zeitig setzte sich der Rückgang der Preise für Getreide und Ölsaaten, der im zweiten Halbjahr 2008 begonnen hatte, vor dem Hintergrund erhöhter Lagerbestände nahezu über das gesamte Jahr 2009 fort. Die Nachfrage nach Düngemitteln – und hier insbesondere nach Volldünger – blieb über das gesamte Jahr 2009 hinweg schwach. Die zu Jahresbeginn 2009 noch hohen Preise für Dünger bei bereits deutlich gesunkenen Erlösen der Landwirte für ihre Erzeugnisse führten zu einem verringerten Düngemitteleinsatz. Mit zeitlicher Verzögerung kam es daher auch bei den Düngemitteln im Jahresverlauf zu deutlichen Preisrückgängen. Vergleichsweise stabil entwickelte sich dagegen das Absatzvolumen von Saatgut und Futtermitteln. Angesichts des niedrigen Preisniveaus der Agrarprodukte blieb die Frühbezugsnachfrage für Betriebsmittel auch im zweiten Halbjahr insgesamt verhalten. In der Landtechnik profitierte das Geschäft im ersten Halbjahr 2009 noch vom hohen Auftragsvolumen des Vorjahres, da die Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft durch die positive Erlösentwicklung im Jahr 2008 zu vermehrten Bestellungen insbesondere bei Landmaschinen geführt hatte. Im zweiten Halbjahr war die Nachfrage dagegen rückläufig. Die Ursachen lagen einerseits in der noch nicht abgeschlossenen Ernteerfassung und der dadurch verringerten Liquidität der Landwirte. Andererseits führte die im Zweijahresrhythmus stattfindende Leitmesse für Agrartechnik, die „Agritechnica“, zum Aufschub von Investitionen, da hier regelmäßig technologische und produktivitätssteigernde Neuerungen vorgestellt werden.

Branchentrend Bau

Die Baubranche in Deutschland und Österreich litt im ersten Quartal 2009 – neben den Auswirkungen der allgemeinen Wirtschaftskrise – besonders unter dem harten Winter. Zahlreiche bereits geplante Bauvorhaben konnten witterungsbedingt erst verzögert in Angriff genommen werden. Im weiteren Jahresverlauf wirkte sich die allgemeine Wirtschaftskrise insbesondere auf neue Bauvorhaben im gewerblichen Bereich dämpfend aus. Die verabschiedeten Konjunkturprogramme und Investitionsvorhaben im öffentlichen Bau konnten aufgrund der langen Vorlaufzeiten von der Mittelbereitstellung über die Planung bis zur Bauausführung erst verzögert Einfluss nehmen. Im privaten Bau führten selbst die sehr niedrigen Zinsen nicht zu einer Belebung der Neubautätigkeit, da die erhöhte Unsicherheit über die Wirtschaftsentwicklung und die eigene finanzielle Situation aus Sicht der privaten Bauherren die Kostenvorteile bei der Finanzierung überwog. Trotz einer Zunahme der Investitionstätigkeit in Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung gingen die gesamten Wohnungsbauinvestitionen um 0,8 Prozent zurück. Insbesondere im Wohnungsneubau wurde ein erheblicher Rückgang verzeichnet. In Deutschland wurden weniger als 160.000 Wohneinheiten fertiggestellt, dies entspricht einem Rückgang von 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Nichtwohnbauinvestitionen des gewerblichen Bereichs verringerten sich im Jahr 2009 um 2,5 Prozent. Das Volumen im öffentlichen Bau wuchs zwar um 4,0 Prozent, aufgrund des relativ geringen Anteils von rund 13 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen konnte dieser Zuwachs den Rückgang der anderen beiden Sektoren jedoch nicht ausgleichen.

Das Bauhauptgewerbe ermittelte bis einschließlich November einen Rückgang bei den baugewerblichen Umsätzen von 4,1 Prozent. Auch in Österreich wirkten sich der lang anhaltende Winter und das allgemeine wirtschaftliche Umfeld negativ auf die Bautätigkeit aus. Die reduzierte Nachfrage, insbesondere bei gewerblichen Immobilien, führte zu einem Rückgang der Investitionen im Nichtwohnbau, und selbst der bislang stabilisierende Wohnungsbau entwickelte sich rückläufig. Insgesamt gingen hier die Bauinvestitionen im Jahr 2009 um 4,0 Prozent zurück.

Branchentrend Energie

Sinkende Rohölpreise und der lange harte Winter 2008/2009 führten zu einer lebhaften Nachfrage nach Heizöl. Auch im Frühjahr wurde bei bereits wieder anziehenden Rohölpreisen das noch günstige Preisniveau seitens der privaten Haushalte dazu genutzt, die Befüllstände auf hohem Niveau zu halten. Die hohen Befüllstände eingangs des Sommers und der saisonal bedingt geringere Verbrauch führten bis zum Herbst zu einer deutlich verringerten Nachfrage. Erst mit der ersten Kältewelle des Winters 2009/2010 stieg die Nachfrage wieder an. Das Geschäft mit mineralischen Kraftstoffen blieb im gesamten Jahresverlauf stabil. Trotz der niedrigeren Preise lagen die Absatzvolumina geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Es kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund nicht ausgelasteter Raffineriekapazitäten und dadurch phasenweise sogar negativer Verarbeitungsmargen die Raffineriebetreiber im Markt Preiserhöhungen für die Verarbeitungsprodukte durchzusetzen versuchten, um die eigenen Margen zu verbessern. Daher lagen die Margen im Tankstellengeschäft im Jahr 2009 über denen des Vorjahres. Im Bereich der Schmierstoffe war die Marktnachfrage im Gesamtjahr 2009 deutlich schwächer, was insbesondere auf den dramatischen Auftragsrückgang in der metallverarbeitenden Industrie zurückzuführen ist.

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entwicklung der Segmente

Entwicklung des Segments Agrar im Jahr 2009

Im Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln verringerte sich der Umsatz der BayWa AG im Geschäftsjahr 2009 um 26,5 Prozent auf 1.483,1 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen preisbedingt, da die Preise für Agrarerzeugnisse gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres deutlich rückläufig waren, während die Mengen bedingt durch gute Ernteerträge an die hohen Vorjahreswerte anknüpfen konnten. So belief sich der Getreideumschlag der BayWa im Jahr 2009 auf 2,4 Mio. Tonnen nach 2,9 Mio. Tonnen im Vorjahr. Ferner trugen auch verminderte Absatzmengen bei Pflanzenschutz, Düngemitteln und sonstigen Betriebsmitteln zu dem niedrigeren Umsatz bei.

Die Sparte Technik profitierte im Jahr 2009 zunächst noch von den hohen Bestellungen des Vorjahres. Da die landwirtschaftliche Produktion an finanzieller Attraktivität zunahm und die Einkommenssituation sich entsprechend positiv entwickelte, hatten viele Landwirte verstärkt den technischen Fortschritt für eine Intensivierung des Ackerbaus genutzt. Der Umsatz der Sparte entwickelte sich durch die Auslieferungen der im Vorjahr getätigten Bestellungen in der ersten Jahreshälfte noch relativ stabil. Gleichzeitig wächst mit einem steigenden Technikeinsatz auch der Reparatur- und Servicebedarf, so dass der Umsatz im Servicebereich gegenüber dem Vorjahr zulegen konnte. Zu dem Wachstum des Servicebereichs trug auch die Einführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile bei. Insgesamt konnten dadurch die im Jahresverlauf zunehmenden Rückgänge des Neuabsatzes von Landtechnik weitgehend ausgeglichen werden. Der Spartenumsatz entwickelte sich mit einem leichten Rückgang um knapp 5 Prozent auf 660,7 Mio. Euro weitgehend stabil.

Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2009

Nach einem infolge des lang anhaltenden und harten Winters schwachen Jahresauftakt profitierte die Sparte Baustoffe der BayWa AG im weiteren Verlauf vor allem von einer zunehmenden Nachfrage im Sanierungsbereich beim Wohnungsbau. Der Wirtschaftsbau hat sich dagegen aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg sehr verhalten entwickelt. Mit einem geringfügigen Umsatzrückgang um 4 Prozent auf 1.112,4 Mio. Euro konnten die insbesondere im ersten Quartal ausgebliebenen Umsätze im zweiten Halbjahr dennoch weitgehend aufgeholt werden.

Die Sparte Bau & Gartenmarkt profitierte von den erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen der strategischen Neuausrichtung zum Fachmarktkonzept und der Sortimentsumgestaltung. Der Umsatz der Sparte konnte um 2 Prozent auf 243,8 Mio. Euro ausgeweitet werden.

Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2009

Der Umsatz des Segments Energie verminderte sich im Jahr 2009 bei leicht rückläufigen Absatzvolumina bei Brennstoffen, insbesondere aufgrund der stark rückläufigen Mineralölpreise, gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf 928,7 Mio. Euro. Im ersten Halbjahr 2009 lag der Mengenabsatz im Wärmemarkt und hier insbesondere im Produktbereich Heizöl aufgrund des langen Winters 2008/2009 und der verbraucherfreundlichen Preise deutlich über dem Vorjahresniveau. Im weiteren Jahresverlauf 2009 ging der Absatz allerdings deutlich zurück, da die Befüllstände überdurchschnittlich hoch waren, so dass das Absatzvolumen im Jahr 2009 um rund 10 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Erfreulich entwickelte sich der Absatz von Holz-Pellets mit einer Volumensteigerung um 22 Prozent – von allerdings noch niedrigem Ausgangsniveau. Bei den mineralischen Kraftstoffen ging das Absatzvolumen aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung und des gestiegenen Anteils sparsamerer Neufahrzeugen geringfügig zurück. Im Bereich der Schmierstoffe gab der Mengenabsatz um gut 21 Prozent nach. Dazu haben vor allem die schwache Nachfrage aus der metallverarbeitenden Industrie, aber auch die infolge der Umweltprämie erhöhte Zahl von Neufahrzeugen beigetragen, da diese ihre Serviceintervalle noch nicht erreicht haben.

Die Ergebnisentwicklung des Segments Energie wurde auch im Jahr 2009 im Wesentlichen von der überaus positiven Margenentwicklung im Wärmemarkt getragen. Auch im Tankstellengeschäft konnte die Absatzmenge gesteigert und die Marge ausgeweitet werden. Der Schmierstoffbereich liegt konjunkturbedingt unter dem Vorjahr.

Ertragslage der BayWa AG

Der Umsatz der BayWa AG lag im Geschäftsjahr 2009 mit 4.428,7 Mio. Euro im Wesentlichen bedingt durch die niedrigeren Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte um 17,9 Prozent bzw. 966,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl bei vielen Erzeugnissen im Agrarbereich als auch bei Rohöl die Preise im Jahr 2008 zum Teil historische Höchststände markiert hatten.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich insgesamt eine Zunahme um 23,6 Mio. Euro auf 100,4 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf laufende Vermietungserträge (22,7 Mio. Euro), regelmäßige Kostenerstattungen (11,0 Mio. Euro) und wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (2,8 Mio. Euro). Diese genannten Ergebnisbeiträge bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigten Wertberichtigungen entstanden Erträge von rund 7,0 Mio. Euro (Vorjahr: 15,9 Mio. Euro). Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit 37,2 Mio. Euro deutlich über den 8,8 Mio. Euro des Vorjahres.

Nach Abzug der durch niedrigere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 894,2 Mio. Euro bzw. 19,3 Prozent auf 3.746,8 Mio. Euro verringerten Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis in Höhe von 780,3 Mio. Euro, das um 51,4 Mio. Euro bzw. 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegt.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch Beitragserhöhungen für den Pension-Sicherungs-Verein aG im Unternehmen insgesamt um 5,1 Mio. Euro auf 433,4 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 249,1 Mio. Euro um 17,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen § 6b Rücklagen um 19,1 Mio. Euro sowie aus erhöhten Rechts- und Beratungskosten von 5,3 Mio. Euro.

Die Abschreibungen sanken gegenüber dem Vorjahreswert um 4,5 Mio. Euro auf 48,0 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist überwiegend (2,9 Mio. Euro) auf die gegenüber dem Vorjahr niedrigeren § 6b Abschreibungen infolge der niedrigeren Buchgewinne aus Anlagenabgängen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, und dem Zinsergebnis zusammen. Die Erhöhung des Beteiligungsergebnisses um 15,1 Mio. Euro auf 25,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Verkauf der DZ Bank-Anteile in der BayWa-Finanzbeteiligung sowie gestiegene Ausschüttungen der Tochterunternehmen zurückzuführen. Zum anderen wurden im Jahr 2008 Beteiligungsansätze um 2,6 Mio. Euro wertberichtigt, die im Jahr 2009 nicht angefallen sind. Das negative Zinsergebnis lag aufgrund des niedrigen Marktzinsniveaus und des im Jahresvergleich deutlich geringeren Vorratsbestands mit 22,1 Mio. Euro um rund 16,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses verringerte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG um 38,0 Mio. Euro oder 42 Prozent auf 53,3 Mio. Euro. Die Verringerung des Ergebnisses der betrieblichen Geschäftstätigkeit um 69,6 Mio. Euro ist insbesondere durch den Ergebnisrückgang im Agrarbereich um 69,8 Mio. Euro infolge des Verfalls der Marktpreise bedingt. Im Baubereich lag das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit mit 6,6 Mio. Euro um 15,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert, während der Energiebereich sein betriebliches Ergebnis um 0,2 Mio. Euro auf 7,2 Mio. Euro verbesserte.

Aufgrund der Ergebnisentwicklung verminderten sich die Ertragsteuern der BayWa AG auf 6,9 Mio. Euro gegenüber 18,7 Mio. Euro im Vorjahr. Gegenläufige Effekte aus der Auflösung einer Rückstellung führten zu einem Steuerertrag in Höhe von 3,1 Mio. Euro.

Zuzüglich der Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 52,8 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 67,6 Mio. Euro einem Rückgang um 22 Prozent.

Finanzlage

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Risiken wie Zinsänderungsrisiko, Wechselkursrisiko und Terminrisiken durch Einsatz geeigneter derivativer Instrumente.

In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Servicebereich für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich.

Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt in der Disposition der Mittelzuflüsse im Rahmen eines weit angelegten Cash-Poolings sowie der möglichst exakten Bereitstellung von Liquidität zur Einsteuerung in den Kreditorenverkehr. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über entsprechende EDV-gestützte Systeme. Die Einbindung in das Geno-Cash-System ermöglicht sowohl die automatische Verbuchung eingehender Zahlungen als auch das tägliche Clearing von Zahlungseingangskonten bei rund 300 regionalen Geschäftsbanken, die als Stützpunktinstitute die Einzahlungen der dezentralen Geschäftseinheiten aufnehmen. In der zentralen Disposition werden diese Mittel zusammengefasst und in der täglichen Abrechnung neu verwendet oder zurückgeführt. Als Handelsunternehmen verfügt die BayWa AG im Tagesgeschäft klassischerweise über einen den Mittelabfluss übersteigenden Mittelzufluss, so dass überschüssige Liquidität taggenau zur Rückführung der Kontokorrentverbindlichkeiten genutzt wird.

Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst.

Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz der BayWa AG besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die nahezu ausschließlich kurzfristigen Fremdmittel dienen vollständig der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Sämtliche langfristige Dispositionen, wie Investitionen in langfristige Vermögenswerte oder auch Akquisitionen, werden aus Eigenmitteln oder langfristigen Mitteln des Innenfinanzierungsbereichs gedeckt.

Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Falle steigender Zinsen im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Zinssenkungen hingegen reflektieren sich unmittelbar durch rückläufige Finanzierungskosten.

Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. Gerade in der gegenwärtigen Phase erhöhter Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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Mio. Euro
2009 2008 Veränderung in
Prozent
Eigenkapital 446,3 405,1 10,2
Eigenkapitalquote (in Prozent) 26,1 23,7  
Kurzfristiges Fremdkapital 811,4 853,9 – 5,0
Langfristiges Fremdkapital 450,6 452,1 – 0,3
Fremdkapital 1.262,0 1.306,0 – 3,4
Fremdkapitalquote (in Prozent) 73,9 76,3  
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) 1.708,3 1.711,1 – 0,2

Die BayWa hat durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss und die konsequente Optimierung des Working Capitals im Jahr 2009 eine Eigenkapitalquote von 26,1 Prozent erreicht. Diese solide Ausstattung mit Eigenmitteln stellt einen für Handelsunternehmen sehr guten Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Anleihen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 452,5 Mio Euro enthalten. Die kurzfristigen Finanzschulden liegen somit rund 24,4 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen Finanzschulden dienen ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahme wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und dem Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an.

Die Bilanzsumme als Ausdruck der insgesamt gebundenen Kapitalien hat sich insgesamt um rund 2,8 Mio. Euro reduziert.

Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklung

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Mio. Euro
2009 2008
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 144,6 99,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit – 133,9 – 92,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 11,6 – 9,9
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 5,0 5,9

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2009 um rund 45,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr durch den Abbau der Vorratsbestände und Forderungen; dies hatte eine entsprechend positive Wirkung auf den Mittelzufluss.

Der Mittelabfluss im Investitionsbereich liegt mit rund 133,9 Mio. Euro rund 42 Mio. Euro über Vorjahr. Die Erhöhung gegenüber Vorjahr ist insbesondere auf die Unternehmenszukäufe im neuen Geschäftsfeld erneuerbare Energien zurückzuführen. Daneben wurden rund 62 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert.

Der betriebliche Cashflow wurde dazu genutzt, das hohe Investitionsvolumen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben und übrige Investitionen in langfristige Sach- und Finanzanlagen abzudecken.

Der negative Saldo des Finanzierungs-Cashflows ergab sich aus dem Abfluss der Dividendenzahlung in Höhe von rund 13,5 Mio. Euro. Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm 2009 flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro zu.

Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse

Die Finanzmittelausstattung der BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu.

Die Kapitalerfordernisse umfassen die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und wird für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwendet. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben laufenden Termin- und Tagesgeldern finanziert sich die Gesellschaft über ein 300 Mio. Euro Multi-Currency Commercial Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 11,7 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2009 war die Nachfrage im Commercial Paper-Bereich rezessionsbedingt sehr verhalten und somit nur eine eingeschränkte Platzierung möglich. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 65 Mio. Euro (Vorjahr: 65 Mio. Euro) finanziert.

Investitionen

Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2009 rund 62 Mio. Euro in materielle Vermögensgegenstände investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Investitionssumme liegt damit rund 16 Mio. Euro unter dem Volumen des Vorjahres. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher wurde an den geplanten Investitionen trotz Konjunkturkrise festgehalten.

Rund 31 Mio. Euro wurden in Betriebsimmobilien, unter anderem in die Fertigstellung von Betriebsgebäuden, investiert. So wurde in Backnang ein bestehender Bau & Gartenmarkt mit einem Investitionsvolumen von rund 11,9 Mio. Euro modernisiert und ausgebaut. Ein Investitionsbetrag in Höhe von 2,8 Mio. Euro wurde am Standort Dietfurt für die Erweiterung des dortigen Agrarbetriebs mit technischer Einrichtung aufgewendet. In Siegsdorf wurde mit rund 2,3 Mio. Euro ein neuer Baustoffstandort errichtet.

Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die sich konjunkturabhängig nicht zwangsläufig im Geschäftsergebnis abbilden lassen. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Expansionsfinanzierung. Durch die Umwandlung des Immobilienbereichs der BayWa in ein eigenes Profit-Center soll die Vermarktung der Altimmobilien in Zukunft beschleunigt werden.

Zusammensetzung des Vermögens

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Mio. Euro
2009 2008 Veränderung in
Prozent
Langfristiges Vermögen 738,2 666,0 10,8
Langfristige Vermögensquote (in Prozent) 43,2 38,9  
Kurzfristiges Vermögen 970,1 1.045,1 – 7,2
Kurzfristige Vermögensquote (in Prozent) 56,8 61,1  
Gesamtvermögen 1.708,3 1.711,1 – 0,2

Die Vermögensstruktur des BayWa-Konzerns hat sich im Berichtsjahr weiter zugunsten der langfristigen Vermögenswerte entwickelt. Primär durch die bestandsbedingte Verminderung der kurzfristigen Vermögenswerte stieg die langfristige Vermögensquote auf 43,2 Prozent.

Einen leichten Anstieg notieren die Finanzanlagen in erster Linie durch den Zugang At-Equity bewerteter Anteile im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen des neuen Geschäftsbereichs BayWa r.e.

Um rund 75 Mio. Euro reduziert sich infolge des deutlich gesunkenen Preisniveaus sowie rückläufiger Düngermittelbestände das kurzfristige Vorratsvermögen. Ferner liegen die Außenstände der AG zum Stichtag um weitere 60,9 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die Bilanzsumme reduzierte sich infolge um 0,16 Prozent auf 1.708,3 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts der BayWa AG weiterhin als positiv. Nach den Preisrückgängen des Jahres 2009 zeichnet sich im Agrargeschäft eine moderate Erholung ab. Im Segment Bau stabilisiert sich das Umfeld durch Konjunkturprogramme und die allmähliche Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Im Energiegeschäft profitiert das Unternehmen im gewerblichen Geschäft ebenfalls von der verbesserten Konjunktur. Im Brennstoffgeschäft wirkte sich der harte Winter positiv auf den Absatz aus. Zudem hat sich die BayWa mit der Verstärkung im Bereich der erneuerbaren Energien ein zusätzliches Standbein geschaffen. Mit ihrem ausbalancierten Geschäftsportfolio verfügt die BayWa AG über alle Voraussetzungen, um auch im Geschäftsjahr 2010 erfolgreich zu wirtschaften.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl in der BayWa AG gesunken

Im Geschäftsjahr 2009 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der BayWa AG im Jahresdurchschnitt um 55 auf 10.566 Mitarbeiter verringert. In den Segmenten Agrar und Bau ging die Zahl der Beschäftigten um 69 bzw. 38 Mitarbeiter zurück. Dem stand ein Anstieg der Mitarbeiterzahl im Segment Energie durch die Übernahme der Bielmeier Mineralöl GbR und der Sailer Mineralölhandel GmbH um 53 Beschäftigte gegenüber.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 lag die Mitarbeiterzahl mit 11.678 um 47 unter dem Stand zum Vorjahresultimo von 11.725.

Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl

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      Veränderung 2008/2009
  2009 2008 absolut in Prozent
Agrar 4.629 4.698 – 69 – 1,5
Bau 5.197 5.235 – 38 – 0,7
Energie 741 688 53 7,7
BayWa AG 10.566 10.621 – 55 – 0,5

Personalmanagement-Instrumente

Zur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse.

Ausbildung und Personalentwicklung

Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie der BayWa AG. Mit durchschnittlich 1.000 Auszubildenden und einer Ausbildungsquote von 8,6 Prozent gehört die BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Ein spezielles Förderprogramm für junge Mitarbeiter bildet die Basis einer gezielten Personalentwicklung. Die weitere Qualifikation und Entwicklung der Mitarbeiter orientiert sich am Bedarf des Unternehmens.

Dabei liegt der Schwerpunkt mit einem Anteil von 70 Prozent der Maßnahmen nach wie vor auf den Fachschulungen der Sparten. Darüber hinaus nehmen die Bereiche Vertrieb und Verkauf, Führung und Management sowie Anwendungen der IT einen breiten Raum an den spartenübergreifenden Fortbildungsmaßnahmen ein.

Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im Konzern

Die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen insbesondere große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten müssen. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für über 304 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine zusätzliche Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Die Partnerschaft beinhaltet einen Großauftrag für die laufende Erfassung und das Scannen von Belegen. Damit wird eine größere Anzahl von Arbeitsplätzen gesichert.

Corporate Social Responsibility (CSR)-Aktivitäten

Die BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate Governance-Regeln definiert. CSR ist im Unternehmen nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die einzelnen Segmente der AG die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen.

Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Unternehmen um und stellt ihre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Eine gute Unternehmensführung wird im Unternehmen durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement.

Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt.

Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt.

Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch gegenüber den Mitarbeitern. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung.

BayWa Stiftung

Im Bereich der „Corporate Citizenship” engagiert sich das Unternehmen über die 1997 gegründete BayWa Stiftung, die Projekte zur Sicherung der Welternährung fördert. National und international unterstützt die BayWa mit der Stiftung zukunftsweisende Projekte in den Bereichen Ernährung, Energie und Bildung. Ziel ist es, die Lebensqualität, insbesondere von benachteiligten Menschen, zu erhöhen.

Die Aktivitäten reichen von der Förderung von Schul- und Bildungsprojekten in Afrika und Asien über ein Projekt zur Energieversorgung mit einer Biogasanlage in Tansania, das zusammen mit der Universität Hohenheim betreut wird, bis hin zu Landwirtschafts- und Ernährungsprojekten in Deutschland.

Spenden fließen zu 100 Prozent an die Stiftung, da die BayWa die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem wird jeder gespendete Euro von der BayWa verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.307.622,40 Euro und ist eingeteilt in 34.104.540 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro.

Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.725.811 vinkulierte und 135.478 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2010 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (zum Beispiel Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien

Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht.

Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende Beteiligungen

Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries

Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Ergänzend zu § 84 f. AktG sieht § 10 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands.

Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 22 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ferner dazu ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.997.672,96 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien zu erhöhen. Dies geschieht gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu Erwerbspreisen von mindestens 50 Prozent des bei Ausübung der Ermächtigung festgestellten Kurses.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein-malig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stück-aktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Politik der BayWa ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft die BayWa Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann das Unternehmen frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Unternehmen lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte „Risk Board“. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswertes erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. In der BayWa AG ist das Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren und so weit wie möglich zu begrenzen. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Die Grundsätze des in der BayWa AG bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens.

Darüber hinaus hat die BayWa in ihren Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement in der BayWa AG

Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Risiko- und Chancenkultur bei.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Dementsprechend werden der Umsatz und das Ergebnis der BayWa positiv oder negativ beeinflusst. Die deutsche Wirtschaft wurde 2009 mit der schwersten Rezession der Nachkriegszeit konfrontiert. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahresvergleich mit einem Rückgang von 5,0 Prozent einen neuen Minusrekord. Staatliche Konjunkturprogramme wurden beschlossen und auf den Weg gebracht. Sie konnten aber insgesamt keine bemerkenswerten Effekte erzielen und bisher noch keine nachhaltige Trendumkehr einleiten. Diese insgesamt ungünstigen Umfeldfaktoren belasteten die BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist vorwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Investitionsgüter. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. So führten in Deutschland Investitionsanreize zu Beginn der 1990er-Jahre zu einem Bauboom, insbesondere in den neuen Bundesländern, dem anschließend ein lang anhaltender Abschwung mit einer strukturellen Kapazitätsbereinigung folgte. Die Abschaffung der Eigenheimzulage führte zu einer weiteren Abschwächung im privaten Wohnungsbau. Bis heute liegt die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau deutlich unter dem Niveau zu Beginn der 1990er-Jahre. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren hauptsächlich aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und aus kurzfristigen Kreditaufnahmen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Unternehmen abbilden können.

Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Subventionen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die BayWa unterliegt einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt ist oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Mit Klage vom 6. Juli 2009 haben Aktionäre der BayWa AG sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 4. Juni 2009 gefassten Beschlüsse gerichtlich angefochten. Diese Beschlüsse betreffen zwei Anträge zur Geschäftsordnung (Vertagung der Hauptversammlung sowie Einzelabstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats) sowie die Tagesordnungspunkte TOP 2 (Verwendung des Bilanzgewinns 2008), TOP 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für 2008), TOP 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2008) und TOP 5 (Wahl des gesetzlichen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2009). Die Kläger machen im Wesentlichen formale Mängel der Beschlussfassungen geltend. Alle sechs angefochtenen Beschlüsse hat das Landgericht München I mit Versäumnisurteil vom 26. November 2009 für nichtig erklärt. Gegen dieses Urteil hat die BayWa AG fristgerecht Einspruch eingelegt. Ein Sachurteil in der ersten Instanz wird für den 1. April 2010 erwartet. Sollte der Klage stattgegeben werden, wird die BayWa AG gegen dieses Urteil Berufung zum Oberlandesgericht München einlegen. Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung sind die Beschlüsse wirksam.

Sollten die Beschlüsse rechtskräftig für nichtig erklärt werden, würde dadurch die Rechtsgrundlage für die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 sowie für die begleitend dazu beschlossene zusätzliche Dotierung der anderen Gewinnrücklagen entfallen. Darüber hinaus könnte dies die Nichtigkeit der im Zuge der Ergebnisverwendung in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 erfolgten Dotierung der anderen Gewinnrücklagen und damit auch des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 nach sich ziehen. Des Weiteren könnte dies zur Folge haben, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 nicht rechtswirksam festgestellt werden kann, weil er nicht von einem von der Hauptversammlung 2009 wirksam gewählten gesetzlichen Abschlussprüfer geprüft worden ist. Deshalb beabsichtigt der Vorstand, die streitgegenständlichen Beschlüsse auf der ordentlichen Hauptversammlung 2010 vorsorglich bestätigen zu lassen und damit fehlerfrei zu stellen.

Kreditrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem, das alle Geschäftsbereiche erfasst, gewährleistet. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in der BayWa AG durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert.

Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency Commercial Paper-Programme oder Asset-Backed Securitisation-Finanzierungen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstrukturen berücksichtigen dabei auch die Saisonalität der Geschäftstätigkeit. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa derzeit keinen Konzentrationsrisiken in der Liquidität.

Rating des Unternehmens

Die Bonität der BayWa AG wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle, wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Selbst im Zuge der jüngsten Finanzkrise hatte die BayWa AG zu keiner Zeit Schwierigkeiten, sich am Finanzmarkt Liquidität zu beschaffen. Im Gegenteil, der Ruf der BayWa als seriöser Kreditnehmer hat dem Konzern sogar zusätzliche Banken zugeführt. Dabei verzichtet die BayWa aus Kosten-Nutzen-Abwägungen bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Die BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte und leistungsstarke sowie motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigt das Unternehmen weiterhin qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an das Unternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung unserer ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über tausend Auszubildenden zählt die BayWa AG zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter „ihrer“ BayWa entgegenbringen. Dies schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT- Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa auf höchstem Niveau gehalten.

Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren global- politischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat die BayWa AG entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den (Unternehmens-) Rechnungslegungsprozess (Bericht gemäß § 289 Abs. 5 HGB)

Als Säulen ihrer Corporate Governance hat die BayWa ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess eingerichtet. Das interne Kontrollsystem umfasst alle Maßnahmen, Strukturen und Prozesse, die darauf angelegt sind, eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Vorgänge und Transaktionen sicherzustellen. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Unternehmensrichtlinie zur Rechnungslegung sicher, die für alle in den Unternehmensabschluss einbezogenen Unternehmen verbindlich ist. Änderungen der Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden fortlaufend bezüglich der Relevanz und Auswirkungen auf den Unternehmensabschluss analysiert und die daraus resultierenden Änderungen in den unternehmensinternen Richtlinien und Systemen angepasst. Darüber hinaus stellt ein spezifiziertes Risikomanagementsystem die Identifikation und laufende Bewertung unternehmenstypischer Risiken sicher.

Aufgrund des volatilen Charakters einzelner Geschäftsaktivitäten kommt dem Risikomanagement in der BayWa besondere Bedeutung zu. Neben den in Aufbau- und Ablauforganisation implementierten Chancen- und Risikosteuerungsinstrumenten, insbesondere den eingerichteten Diskussionsforen von der Vorstands- bis zur Abstimmungssitzung in den operativen Einheiten, kommt dem „Risk Board“ der BayWa AG eine besondere Bedeutung zu.

Das interne Kontrollsystem der BayWa AG basiert auf der Trennung von Funktionen und der durchgängigen Anwendung des Vieraugenprinzips sowie der Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Daneben sind eine Vielzahl von Kontrollmechanismen wie systemtechnische und manuelle Abstimmprozesse in den Unternehmensprozessen definiert. Der Unternehmensrechnungslegungsprozess selbst wird in der BayWa AG durch den Zentralbereich Corporate Accounting gesteuert. Dabei dienen der Risikosteuerung und Kontrolle in der (Unternehmens-) Rechnungslegung insbesondere eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kontrollen bei der Abschlusserstellung, transparente Vorgaben über Richtlinien zur Bilanzierung und Abschlusserstellung und definierte Zugriffsregelungen in den abschlussrelevanten EDV-Systemen.

Die Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse lokal bzw. unter Nutzung unternehmenseigener Shared Service Center und übermitteln sie über ein unternehmensweit einheitlich definiertes Datenmodell, das der Unternehmensrichtlinie zur Rechnungslegung unterliegt. Die Tochtergesellschaften sind für die Einhaltung der unternehmensweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme verantwortlich. Die in den Unternehmensrechnungslegungsprozess involvierten Mitarbeiter werden dazu regelmäßig geschult. Im gesamten Rechnungslegungsprozess werden die lokalen Gesellschaften durch zentrale Ansprechpartner unterstützt. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der zeitlichen prozessualen Vorgaben erfolgen durch eine spezielle Konsolidierungsabteilung. Systemtechnische Kontrollen werden durch die Mitarbeiter überwacht und durch manuelle Prüfungen ergänzt. Grundsätzlich gibt es auf jeder Ebene zumindest ein Vieraugenprinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse durchlaufen werden.

Die interne Revision als zentrale Einheit prüft unter anderem die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens der in- und ausländischen Gesellschaften. Dabei werden insbesondere folgende V. Nachtragsbericht Aspekte berücksichtigt:

Einhaltung der gesetzlichen Auflagen sowie von Vorstandsdirektiven, sonstigen Richtlinien und internen Anweisungen,

formelle und materielle Ordnungsmäßigkeiten der Rechnungslegung und der darauf aufbauenden Berichterstattung,

Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit interner Kontrollsysteme zur Vermeidung von Vermögensverlusten,

Ordnungsmäßigkeit der Aufgabenerfüllung und Einhaltung wirtschaftlicher Grundsätze

Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems wird mindestens einmal jährlich vorwiegend im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses beurteilt. Neben der internen Revision nimmt, bezogen auf die rechnungslegungsrelevanten Prozesse, auch der Abschlussprüfer eine Beurteilung im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit vor. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

V. Nachtragsbericht

Die BayWa übernahm rückwirkend zum 1. Januar 2010 den Baustoffhandel Brands + Schnitzler GmbH & Co. KG mit dem Tochterunternehmen Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel GmbH & Co. KG, Mönchengladbach. Das Unternehmen mit vier Standorten, 50 Mitarbeitern und einem jährlichen Umsatz von rund 20 Mio. Euro wird damit eine 100-prozentige Beteiligung der BayWa AG. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt.

Die BayWa AG hat am 21. Januar 2010 100 Prozent der Unternehmensgruppe EUROGREEN von der WOLF-Garten i. L. übernommen. EUROGREEN ist Systemanbieter für die Pflege, Intensivpflege, Regeneration und Rekonstruktion von Nutzrasen und vertreibt unter anderem ein umfassendes Sortiment an Spezialdüngemitteln und -saatgut für Rasen. Im letzten Geschäftsjahr erwirtschaftete die EUROGREEN-Gruppe einen Umsatz in Höhe von über 17 Mio. Euro. Der Kaufpreis für die drei Gesellschaften EUROGREEN GmbH, Betzdorf, EUROGREEN Schweiz AG, Oensingen, Schweiz und EUROGREEN CZ s r.o., Jiretin pod Jedlovou, Tschechische Republik betrug 2,8 Mio. Euro. Die Kaufpreisallokation nach IFRS 3 war zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht abgeschlossen.

VI. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB und Corporate Governance-Bericht

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens unter http://ir.baywa.de/corporate-governance dauerhaft zugänglich.

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit zu fördern.

1. Führungs- und Kontrollstruktur des Unternehmens

Vorstand und Aufsichtsrat

Als Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, d.h., die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem dann herbeizuführen, wenn der Vorsitzende oder die Mehrheit der anwesenden Vorstandsmitglieder dies verlangen.

Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Die Beschlüsse des Vorstands sind gültig, wenn mehr als die Hälfte, mindestens jedoch drei Vorstandsmitglieder zugestimmt haben. In eilbedürftigen Fällen kann eine schriftliche Beschlussfassung im Umlaufverfahren erfolgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Das Mitglied Albrecht Merz ist und war im vergangenen Geschäftsjahr im Vorstand einer Gesellschaft, mit der die BayWa AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit dieser Gesellschaft erfolgten allerdings zu denselben Bedingungen wie mit fremden Dritten. Die Unabhängigkeit des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds wurde und wird daher durch diese Geschäfte nicht berührt.

Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der BayWa AG an. Im letzten Jahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat.

Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus sooft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. In eilbedürftigen dringenden Angelegenheiten kann der Vorsitzende des Aufsichtsrats eine Beschlussfassung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auf schriftlichem Wege herbeiführen. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Die Geschäftsordnung wurde entsprechend den Neuregelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung sowie des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angepasst.

Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine Effizienzprüfung durchgeführt. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt ist bislang nicht vorgesehen (vgl. Begründung in der unter 3. wiedergegebenen Entsprechenserklärung). Die BayWa AG wird aber künftig gemäß den Übergangsregelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vorsehen.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat fünf fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem.

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 hat die Hauptversammlung am 4. Juni 2009 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Eine Aufstellung der an diese gezahlten Honorare findet sich im Jahresabschluss bei der Erläuterung der Bilanz unter (15) „Sonstige betriebliche Aufwendungen”. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören zwei Vertreter der Anteilseigner, der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Darüber hinaus übernimmt der Ausschuss die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie zwei Vertreter der Anteilseigner an.

Der Ständige/Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm obliegt ferner die Vorbereitung der jährlichen Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG über die Einhaltung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer.

Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch einen oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen.

Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2009 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse auch namentlich aufgeführt.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten.

Weitergehende Maßnahmen der Unternehmensführung

Die Ethik-Grundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigten dar. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartner/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden.

Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im konzernweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Compliance-Beauftragte überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses.

Die Ethik-Grundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.de öffentlich zugänglich.

2. Sonstige Aspekte guter Corporate Governance

Kommunikation und Transparenz

Die BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzen- den und des Generalbevollmächtigten Finanzen mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen und Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz und eines Analystentreffens.

Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden.

Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (unter anderem Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht.

Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und – soweit erforderlich – durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet.

Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.de bereitgestellt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip „one share, one vote, one dividend“ wird damit befolgt.

Verantwortungsvolles Handeln und Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Lagebericht des Geschäftsberichts unter dem Chancen- und Risikobericht.

Zusätzliche Angaben gemäß den Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex:

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst.

Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer Festvergütung und einem variablen Anteil zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einem festen Jahresgehalt und Nebenleistungen. Die Nebenleistungen bestehen im Wesentlichen in der Nutzung eines Dienstwagens, dessen Wert nach den steuerlichen Richtlinien berücksichtigt wird, und aus Beiträgen zu einer Unfall- sowie einer Krankenversicherung. Das gezahlte Fixum bemisst sich anhand der Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds. Die erfolgsbezogene Komponente ergibt sich aus dem geschäftlichen Erfolg des Unternehmens und dem Erreichen individueller, jährlich neu festgelegter Ziele. Das Verhältnis von fixer zu variabler Vergütung liegt bei rund 60 zu 40. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämien. Werden die Zielsetzungen übertroffen, findet eine Erhöhung pro rata, jedoch nur bis zu einem Wert von 150 Prozent (Cap) statt. Werden die Zielgrößen nicht erreicht, erfolgt eine Reduktion der erfolgsbezogenen Vergütung. Bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsbestandteile wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Eine Komponente mit langfristiger Anreizwirkung (zum Beispiel Aktienoptionen oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme) ist in den bisherigen Verträgen nicht vorgesehen. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für die Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich mit Ausnahme der Pensionszusage des Vorstandsvorsitzenden anhand des zuletzt gezahlten Festgehalts und sind abhängig von der Dauer der Vorstandstätigkeit. Mit dem Vorstandsvorsitzenden wurde ein beitragsorientiertes Pensionssystem vereinbart. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change of Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht.

Im Rahmen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung wurden die Grundzüge bei der Festsetzung der Vergütung von Vorstandsmitgliedern neu geregelt. Mangels Übergangsregelung gelten die gesetzlichen Vorgaben allerdings nicht für Altverträge, sondern nur für neue Anstellungsverträge sowie bei der Änderung bestehender Verträge. Der Aufsichtsrat hat sich mit den neuen Vergütungsgrundsätzen eingehend beschäftigt und wird diese bei Änderung der bestehenden Anstellungsverträge sowie bei Neuabschlüssen berücksichtigen.

Die Gesamtbezüge des Vorstands betragen 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, jährlich im Anhang des Jahresabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 11. Mai 2006 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4).

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Die Höhe der variablen Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2003 festgelegt. Die Höhe der fixen Vergütung wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2007 bestimmt.

Jedes Aufsichtsratsmitglied erhält neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste jährliche Vergütung von 8.000 Euro sowie eine variable Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte und der Stellvertreter das Anderthalbfache der vorgenannten Beträge. Für die Ausschusstätigkeit wird eine feste jährliche Vergütung von 2.000 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Doppelte.

Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach § 15a WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (zum Beispiel Generalbevollmächtigte). Folgende Meldungen sind der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2009 zugegangen:

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Datum der Transaktion Vor- und Nachname Funktion Art der Transaktion Anzahl Kurs/Preis in
Euro
Gesamtvolumen in
Euro
30.03.2009 Klaus Josef Lutz Vorstandsmitglied Kauf 859 17,90 15.376,10
30.03.2009 Klaus Josef Lutz Vorstandsmitglied Kauf 141 17,86 2.518,26

Die Geschäfte beziehen sich ausschließlich auf BayWa-Aktien (ISIN: DE0005194062/WKN 519406). Der Kauf und Verkauf wurde stets über XETRA abgewickelt.

Die Geschäfte sind auch auf der Internetseite des Unternehmens unter www.baywa.de veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2009 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher nicht vor.

3. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Um das Vertrauen in die Unternehmensführung deutscher börsennotierter Gesellschaften zu stärken, wurde der Deutsche Corporate Governance Kodex (Kodex) geschaffen. Er soll die in Deutschland geltenden Regeln der Leitung und Überwachung der Unternehmen für nationale und internationale Investoren transparent und nachvollziehbar machen. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG unterstützen die im Kodex niedergelegten Grundsätze. Der überwiegende Teil der im Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung sind bereits seit längerem Bestandteil des Unternehmensalltags.

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 11. November 2009 zu den Empfehlungen des Kodex die folgende Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht:

„Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG geben die nachfolgende Entsprechenserklärung ab. Diese bezieht sich hinsichtlich des Zeitraums vom 13. November 2008 bis 4. August 2009 auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in seiner Fassung vom 6. Juni 2008, die am 8. August 2008 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde (DCGK 2008). Für den Zeitraum ab dem 5. August 2009 bezieht sich die nachfolgende Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009, die am 5. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wurde (DCGK 2009).

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen des Kodex in der Vergangenheit entsprochen wurde und zukünftig entsprochen werden wird. Es wurden und werden lediglich folgende Empfehlungen des Kodex nicht beachtet:

Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung – Ziff. 3.8 Abs. 2 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziff. 3.8 (DCGK 2008), bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für Vorstand und Aufsichtsrat eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Organmitglieder vorsieht.

Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden. In der Neufassung des Kodex (DCGK 2009) wird ein Selbstbehalt nur noch für die D & O-Versicherung von Aufsichtsratsmitgliedern empfohlen, während für die D & O-Versicherung für Vorstandsmitglieder ein bestimmter Mindestselbstbehalt nunmehr gesetzlich vorgeschrieben ist. Die BayWa AG wird dieser neuen gesetzlichen Vorgabe nachkommen, wird jedoch aus vorgenannten Gründen auch künftig keinen Selbstbehalt für die D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder vereinbaren und somit von der Empfehlung in Ziff. 3.8 Abs. 2 (DCGK 2009) abweichen.

Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder – Ziff. 4.2.4 DCGK

Entgegen Ziffer 4.2.4 DCGK wurde und wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung wie Aktienoptionen oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB und Ziffer 4.2.4 Satz 2 DCGK wurde gefasst. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Vorstandsmitglieder wird abgesehen, da dies mittelfristig zu einer Angleichung der Vorstandsbezüge führen würde, die nicht mehr den individuellen Leistungen der Vorstandsmitglieder entspricht.

Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder – Ziff. 5.4.6 DCGK

Entgegen der Empfehlung in Ziff. 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Corporate Governance-Bericht ausgewiesen. Aus den im Corporate Governance-Bericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.“

VII. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Die Weltwirtschaft dürfte die Talsohle durchschritten haben und befindet sich seit Mitte 2009 auf Erholungskurs. Für das Jahr 2010 wird insgesamt wieder ein Wachstum erwartet. Die Prognosen gehen jedoch noch relativ weit auseinander. So wird für 2010 ein weltwirtschaftliches Wachstum zwischen 3,1 Prozent (ifo Institut für Wirtschaftsforschung) und 3,9 Prozent (IMF International Monetary Fund) prognostiziert. Das Wachstum wird derzeit im Wesentlichen noch durch die weitreichenden monetären und konjunkturellen Stützungsprogramme vieler Länder getragen. Zumindest in den Industrieländern ist noch unsicher, inwieweit insbesondere die private Konsumnachfrage bereits selbsttragende Impulse für eine wirtschaftliche Aufwärtsentwicklung leisten kann. Den aktuellen Prognosen zufolge wird die Produktion in den Industrieländern das Vorkrisenniveau voraussichtlich erst wieder Ende 2011 erreichen.

Eine im Jahr 2010 noch zunehmende Arbeitslosigkeit, die hohe Staatsverschuldung sowie teilweise enorme Defizite der öffentlichen Haushalte stellen eine zusätzliche Belastung für die wirtschaftliche Erholung in diesen Ländern dar. Die Kreditvergabe der Banken ist unverändert zurückhaltend. Für Schwellenländer wie China und Indien wird eine anhaltend positive und zudem deutlich dynamischere Entwicklung erwartet, die mit ihrem Wachstum auch die Weltwirtschaft insgesamt positiv beeinflussen könnten. Auch in den USA zeigen die umfangreichen Konjunkturpakete bereits Wirkung, so dass für das Jahr 2010 eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts zwischen 1,9 Prozent (HWWI Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut, ifo) und 2,7 Prozent (IMF) erwartet wird. In den Ländern des Euro-Raums wird eine positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung mit einem Wachstum zwischen 0,9 Prozent (ifw Institut für Weltwirtschaft) und 1,1 Prozent (HWWI) prognostiziert.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Geschwindigkeit des weltweiten Aufschwungs im Jahr 2011 gehen die Meinungen der Wirtschaftsforschungsinstitute noch weit auseinander. Insgesamt wird 2010 aber als das erste Nachkrisenjahr angesehen, und für 2011 werden ebenfalls Wachstumsraten der Weltwirtschaft zwischen 2,6 Prozent (ifo) und 4,3 Prozent (IMF) prognostiziert. Die Wachstumserwartungen am unteren Ende des Korridors werden vor allem mit dem Auslaufen der weltweiten Konjunkturprogramme, anhaltenden Restriktionen des Finanzsektors bei der Kreditvergabe sowie der zunehmenden Notwendigkeit zur Konsolidierung der nationalen Haushalte nach den umfangreichen Stützungsprogrammen begründet.

Der wirtschaftliche Einbruch in Deutschland fand hauptsächlich im Winterhalbjahr 2008/2009 statt, aber auch 2010 und 2011 wird die deutsche Wirtschaft noch die Folgen der Krise zu tragen haben. Im Jahr 2010 soll die Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent steigen. Die Wirtschaftskraft von Mitte 2008 – unmittelbar vor dem dramatischen Produktionseinbruch – wird jedoch erst im Jahr 2011 mit einem Wachstum um 1,8 Prozent wieder erreicht sein. Parallel dazu befürchten die Wirtschaftsforscher einen ausgeprägten Anstieg der Arbeitslosenquote von 8,2 Prozent in 2009 gegenüber 9,0 Prozent in 2010 auf 9,7 Prozent 2011. Aufgrund hoher staatlicher Defizite dürften zudem öffentliche Transferzahlungen an die privaten Haushalte gedrosselt und versprochene Steuersenkungen verschoben werden oder ganz entfallen. Das Wachstum dürfte vor diesem Hintergrund weitgehend durch Exporte und eine Belebung der Investitionstätigkeit getragen werden, während der private Konsum eher stagnieren wird. Per saldo bleiben die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland damit zunächst schwierig und in hohem Maße von Entwicklungen im Ausland abhängig.

In Österreich wird sich die Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung fortsetzen und 2010 in einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um 1,5 Prozent resultieren. Allerdings bleibt die gesamtwirtschaftliche Investitionstätigkeit aufgrund der anhaltend niedrigen Kapazitätsauslastung gering. Dies trägt zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosenquote bei. Der Wachstumsvorsprung Österreichs gegenüber dem Durchschnitt des Euro-Raums wird sich verringern, da die Exporte nach Mittel- und Osteuropa an Dynamik verlieren werden. Für das Jahr 2011 liegen die Wachstumserwartungen derzeit bei 1,6 Prozent.

Ausblick auf die Entwicklung der Marktsegmente

Ausblick für das Marktsegment Agrar

Die im dritten Jahr in Folge sehr hohe Getreideernte brachte die Preise im Juli 2009 – gleich zu Beginn des Getreide-Wirtschaftsjahres 2009/2010 – unter Druck. Im Getreidejahr 2009/2010 erreichte die Weltproduktion knapp 2,197 Mio. Tonnen nach 2,231 Mio. Tonnen im Vorjahr. Dadurch blieb die Reichweite des Bestands, trotz eines gestiegenen Verbrauchs, bei 76 Tagen, nach Reichweiten zwischen 61 bis 70 Tagen in den Jahren 2005 bis 2008. Die Exporte in Drittländer verringerten sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres aufgrund guter Ernten in den klassischen Importländern wie Nordafrika. Daneben wirkte sich auch der hohe Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastend aus.

Nach dem erheblichen Rückgang der Erzeugerpreise im vergangenen Jahr ist die Stimmung an den internationalen Getreidemärkten weiterhin verhalten. Vor diesem Hintergrund besteht zumindest für das erste Halbjahr 2010 wenig Raum für deutlich steigende Getreidepreise.

Für das zweite Halbjahr 2010 hängt die Preisentwicklung wesentlich vom Ernteergebnis in den großen Exportländern Australien und Argentinien ab, wo aufgrund ausgebliebener Niederschläge die Ernteprognosen aktuell reduziert wurden. So wurde das erwartete Ernteergebnis für Australien von 23,0 Mio. Tonnen auf 21,0 Mio. Tonnen und für Argentinien von 9,0 Mio. Tonnen auf 7,5 Mio. Tonnen herabgesetzt. In den USA wird für das Getreidejahr 2010/2011 ein Rückgang der Anbaufläche um rund 14 Prozent prognostiziert. Gleichzeitig nimmt in einigen Regionen der Welt der Einsatz von Getreide in der Ethanolproduktion wieder zu. Insgesamt ist daher ab Mitte 2010 tendenziell von einem nachlassenden Angebotsüberhang bei stabiler bis leicht steigender Nachfrage auszugehen, so dass sich die Getreidepreise von dem aktuell niedrigen Niveau erholen könnten. Die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte hat diese Rohstoffe in den vergangenen Jahren auch verstärkt in den Fokus von Finanzinvestoren gerückt. Durch den spekulativen Mittelzu- und abfluss haben sich die Preisvolatilitäten nachhaltig erhöht.

Für die weltweite Produktion von Mais wird im Erntejahr 2009/ 2010, das am 30. September endet, ein Rekordwert von 797,8 Mio. Tonnen erwartet. Gleichzeitig wird ein Nachfrageanstieg in Höhe von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf ein Volumen in Höhe von 809,7 Mio. Tonnen prognostiziert. Voraussichtlich werden allein 116 Mio. Tonnen Mais zu Bioethanol verarbeitet. Dies ist fast doppelt soviel wie vor drei Jahren. Allerdings hängt der Einsatz von Mais für die Kraftstofferzeugung ganz wesentlich von der Höhe des Mineralölpreises ab und unterliegt somit starken Schwankungen, die sich auch in der Preisbildung niederschlagen. Den Prognosen des United States Department of Agriculture (USDA) zufolge wird der Maismarkt in diesem Erntejahr weltweit somit ein Defizit in Höhe von 11,9 Mio. Tonnen aufweisen. Die Lagerendbestände verringern sich dadurch von 146 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 134 Mio. Tonnen im Erntejahr 2009/2010.

Trotz des zum Teil deutlichen Rückgangs der Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse seit dem dritten Quartal 2008 blieben die die Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel in den ersten Monaten des Jahres 2009 hoch. Diese Entwicklung führte seitens der Landwirte zu einer stark eingeschränkten Nachfrage insbesondere bei Düngemitteln.

In der Folge gaben die Preise für Düngemittel stark nach. Die Düngerproduzenten reagierten darauf mit einer Herabsetzung der Produktionsmengen. Infolge der gedrosselten Produktion und des reduzierten Preisniveaus nahm die Nachfrage zum Ende des vierten Quartals 2009 wieder zu, und bei den Düngerpreisen ist wieder ein moderater Anstieg zu beobachten. Auch mittelfristig ist mit weiter steigenden Düngemittelpreisen zu rechnen. So besteht nach Harnstoff eine anhaltend hohe internationale Nachfrage insbesondere aus Asien und Südamerika. Auch bei Stickstoffdünger sind die Lagerbestände weltweit auf einem sehr niedrigen Niveau. Für die Jahre 2010 und 2011 wird gegenüber dem Jahr 2009 wieder eine insgesamt höhere Mengennachfrage erwartet. Damit wird sich der Markt für Düngemittel stabilisieren, da die Landwirtschaft mittelfristig zur Erzielung guter Ernteerträge auf die Gabe von Düngemitteln angewiesen ist.

Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren – insbesondere bei einem weltweit wachsenden Bedarf an Agrarrohstoffen – werden auch in den kommenden Jahren weiter bestehen. Hierzu zählen vor allem die wachsende Weltbevölkerung und der verbesserte Lebensstandard in Schwellenländern. Die sich dadurch verändernden Ernährungsgewohnheiten führen zu einem steigenden Getreide-, Fleisch- und Milchkonsum. Diesem Nachfrageanstieg steht ein drastischer Rückgang der verfügbaren fruchtbaren Agrarflächen pro Kopf der Weltbevölkerung aufgrund von Übernutzung, Erosion und Versalzung gegenüber. Die kurzfristige Angebots- und Preisentwicklung ist stark von Faktoren wie der Verteilung der Anbauflächen auf die verschiedenen Agrarprodukte und insbesondere Witterungseinflüssen abhängig, die nicht prognostizierbar sind.

In der Landtechnik haben sich die niedrigen Erzeugerpreise des Jahres 2009 auch in einer geringeren Investitionsbereitschaft der Landwirte niedergeschlagen. Insbesondere in der Milchwirtschaft wirkten sich die gesunkenen Milchpreise belastend auf die Einkommenssituation der Landwirte aus. Daneben führte die im Zweijahresrhythmus stattfindende Messe für Landwirtschaftstechnik, die „Agritechnica“, zum Aufschub von Investitionsentscheidungen. Dennoch ist eine positive Grundstimmung mit Blick auf die Preisentwicklung bei Getreide und Milch erkennbar. Wie sich die Investitionsneigung im weiteren Jahresverlauf entwickelt, hängt von der Einkommens- und Preissituation sowie von der Ernte 2010 ab. In einem Umfeld verbesserter Preise für Agrarprodukte ist zu erwarten, dass bislang aufgeschobene Investitionen realisiert werden. Längerfristig sind die Perspektiven für die Branche positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist. Parallel dazu erhöht sich durch die Zusammenlegung von landwirtschaftlichen Betrieben bzw. durch Zukauf oder Pacht die durchschnittliche Betriebsgröße der verbleibenden Höfe. Die zunehmende Professionalisierung der Landwirtschaft und die Steigerung der Flächenproduktivität erfordern den verstärkten Einsatz moderner Landtechnik.

Ausblick für das Marktsegment Bau

Für das erste Halbjahr 2010 zeichnet sich in der Bauwirtschaft eine analoge Entwicklung zum Vorjahr ab. Aufgrund des harten und lang andauernden Winters ist nur mit einer geringen Bautätigkeit zu rechnen. Im weiteren Jahresverlauf ist für die einzelnen Baubereiche eine differenzierte Entwicklung zu erwarten. Im Wohnungsbau wird nach dem historischen Tiefstand der Baugenehmigungen seit 1946 eine Belebung erwartet, die einerseits durch den zunehmenden Neubaubedarf in Großstädten und andererseits durch eine im Zuge der Finanzkrise wieder erstarkte Investitionsbereitschaft in Immobilienwerte getragen wird. Zudem bleibt der Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsbedarf im privaten Wohnungsbau angesichts eines alternden Gebäudebestands hoch. Dämpfend wirken allerdings die restriktive Kreditvergabe der Banken und generell die erhöhten Anforderungen an die Kreditnehmer bei Baufinanzierungen. Vor diesem Hintergrund werden eine leichte Zunahme der Wohnungsfertigstellungen und ein Anstieg der Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 1,5 Prozent bzw. 1,0 Prozent für die Jahre 2010 und 2011 prognostiziert. Im gewerblichen Bau ist angesichts der nicht ausgelasteten Kapazitäten in Industrie und Gewerbe von einem deutlichen Rückgang der Bauinvestitionen auszugehen. Nach aktuellen Prognosen wird ein Rückgang um 5,5 Prozent für das Jahr 2010 und weitere 1,0 Prozent im Jahr 2011 erwartet. Beim öffentlichen Bau werden sich die im Rahmen der Konjunkturprogramme geplanten Investitionen der öffentlichen Hand in Kindergärten, Schulen, Verkehrsprojekte, Krankenhäuser im Jahr 2010 positiv auswirken und zu einem Anstieg der Bauinvestitionen um 10,9 Prozent führen. Mit dem Auslaufen der Programme wird es jedoch bereits im Jahr 2011 wieder zu einem Rückgang der öffentlichen Bauinvestitionen um voraussichtlich 5,5 Prozent kommen.

Ausblick für das Marktsegment Energie

Die Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen wird generell von der Ölpreisentwicklung, der Wirtschaftsaktivität und dem Witterungsverlauf beeinflusst. Durch die lange und ausgeprägte Kältephase des Winters 2008/2009 und die verbraucherfreundlichen Energiepreise war die Nachfrage nach Brennstoffen im ersten Halbjahr 2009 äußerst hoch. Zudem wurde das günstige Preisniveau nach dem Winter genutzt, um die Befüllstände hoch zu halten. Da auch der Winter 2009/2010 im Vergleich zu früheren Jahren überdurchschnittlich lang und kalt war, ist ein entsprechend hoher Verbrauch der Kunden zu erwarten. Allerdings lagen die durchschnittlichen Befüllstände über dem Vorjahresniveau, so dass der Nachfüllbedarf im ersten Halbjahr 2010 geringer ausfallen wird als im Vorjahr. Ob das hohe Niveau des Jahres 2009 beim Brennstoffabsatz im Jahr 2010 wieder erreicht werden kann, hängt wesentlich von der Witterungsentwicklung im Herbst und Winter 2010 sowie vom Preistrend für Rohöl im Jahresverlauf ab.

Bedingt durch die Zukäufe kleinerer Brennstoffhändler konnte die BayWa ihr Marktgebiet ausweiten. Daher kann auch bei einem leicht rückläufigen Marktvolumen insgesamt ein Absatzvolumen der BayWa auf Vorjahreshöhe erwartet werden. Im Kraftstoffgeschäft ist von einem im Wesentlichen unveränderten Absatzniveau auszugehen. Im Zuge einer fortgesetzten Erholung der Konjunktur wird sich die Fahrleistung zwar wieder erhöhen. Dem stehen allerdings Kraftstoffeinsparungen durch moderne Fahrzeuge gegenüber, so dass insgesamt kein signifikantes Marktwachstum zu erwarten ist. Im Bereich der Schmierstoffe wird sich eine Wirtschaftsbelebung am deutlichsten auswirken, da insbesondere die metallverarbeitende Industrie von der Krise mit am stärksten betroffen war.

Im Geschäftsfeld der erneuerbaren Energien ist mit weiterem Wachstum zu rechnen, bedingt durch die politisch angestrebte Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland auf mindestens 30 Prozent und in der EU auf mindestens 20 Prozent. Die geplante Absenkung der Solarförderung wird die Nachfrage nach Solaranlagen im ersten Halbjahr 2010 nochmals verstärken.

Erwartete Entwicklung der BayWa-Segmente

Ausblick Segment Agrar

Die allgemeine Stimmung in der Landwirtschaft in den Marktregionen der BayWa AG ist zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum verhalten optimistisch. Bei den Preisen vieler Agrarerzeugnisse, wie beispielsweise Getreide und Milch, zeichnet sich eine Bodenbildung bzw. sogar eine leichte Verbesserung des Preisniveaus ab. Durch rückläufige Kosten für Betriebsmittel wie Kraftstoffe und Düngemittel hat sich zudem das Verhältnis der Einsatzkosten zu den Produkterlösen wieder verbessert. Für die meisten Agrarbetriebe wird sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf dieses Jahres gegenüber dem Niveau des Jahres 2009 tendenziell günstiger entwickeln. Eine exakte Prognose ist allerdings schwierig, weil die Märkte weiterhin sehr volatil bleiben werden. Die Agrarwirtschaft bildet auch zukünftig eine stabile Säule im Geschäftsmodell der BayWa AG. Denn die Steigerung der Einkommen in der Landwirtschaft und die Erhöhung der Flächenproduktivität sind nur über den intensivierten Betriebsmitteleinsatz und Investitionen in Maschinen und Geräte zu erreichen. Die Kompetenz der BayWa in Logistik, Beratung und Dienstleistungen eröffnet zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird die BayW im Agrarhandel Marktbereinigungen in der Branche für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die strategische Standortoptimierung wird dabei kontinuierlich fortgeführt und die Vertriebseffizienz weiter gesteigert. Den gestiegenen Risiken aus der erhöhten Preisvolatilität bei Agrarrohstoffen trägt die BayWa durch ein zeitnahes und detailliertes Risikomanagement Rechnung. Damit werden Bestandsrisiken minimiert und die Margen gesichert.

Im Wirtschaftsjahr 2008/2009 haben sich die Unternehmensergebnisse vieler landwirtschaftlicher Betriebe insbesondere aufgrund der niedrigeren Erlöse für Getreide und Milch gegenüber dem Ausnahmejahr 2007/2008 deutlich verschlechtert. Die ungünstige Ergebnissituation wirkte sich in einer eingeschränkten Investitionstätigkeit aus. Für das Wirtschaftsjahr 2009/2010 ist aufgrund der leichten Verbesserung der Erlössituation für Agrarprodukte und durch technologische Impulse von der „Agritechnica“ eine Stabilisierung der Investitionen bzw. eine moderate Belebung in der Landtechnik zu erwarten. Für das Technikergebnis des Unternehmens sind jedoch neben dem Verkauf von Maschinen und Anlagen die Serviceleistungen von besonderer Bedeutung. Hier führen die höheren Investitionen der Jahre 2007 und 2008 zu einem erhöhten Bedarf an Werkstattleistungen. Mit der Übernahme der Generalvertretung für den Landmaschinenhersteller Claas ab dem 1. Oktober 2010 in den Regionen Niederbayern und südliches Oberbayern sowie der Markteinführung der Eigenmarke Tecparts für hochwertige Ersatz- und Verschleißteile wird die Sparte Technik zudem ihre Marktposition ausbauen. Auf dieser Basis erwartet die Sparte Technik für das Jahr 2010 moderate Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis. Investitionsbereitschaft und -fähigkeit in der Landwirtschaft unterliegen aufgrund schwankender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung ebenfalls starken Schwankungen, so dass keine aussagekräftigen Annahmen für eine fundierte Prognose für das Jahr 2011 zu treffen sind. Die übergeordneten Trends der Schaffung größerer Betriebseinheiten, die Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen und der geplante Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 erfordern allerdings einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft. Vor diesem Hintergrund sind die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik positiv zu beurteilen.

Insgesamt geht die BayWa im Segment Agrar für das Jahr 2010 von einem steigenden Umsatz und einem verbesserten Ergebnis aus. Hierzu tragen unter anderem die Umsatz- und Ergebnisbeiträge der Zukäufe im Obstbereich und der Erweiterung des Agrarhandels in der Region Sachsen-Anhalt bei, die sich im Jahr 2010 erstmals ganzjährig auswirken. Das Ausmaß der Umsatz- und Ergebnisverbesserung wird jedoch maßgeblich durch die Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst. Ergebnisverbessernd wirkt sich darüber hinaus der Wegfall von Einmalbelastungen des Vorjahres aus Bestandsrisiken aus. Durch ein stringentes Risikokontrollsystem werden Wertänderungsrisiken aus Beständen frühzeitig erkannt, quantifiziert und begrenzt. Durch diese Maßnahmen ist die BayW in der Lage, ihre Margen von den Marktpreisentwicklungen stärker zu entkoppeln und damit zu stabilisieren.

Ausblick Segment Bau

Der Wohnungsneubau wird 2010 voraussichtlich nur moderat wachsen. Allerdings kommt dem Bereich Sanierung, Modernisierung und Renovierung mit einem Anteil von rund 75 Prozent an den Wohnungsbauinvestitionen ohnehin größere Bedeutung zu als dem Neubau. Hier ergeben sich kurz- bis mittelfristig große Potenziale bei der energetischen Sanierung. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschriebene Förderung und die geplante Erhöhung der Förderung für die private Eigenversorgung können den Einsatz der entsprechenden Produkte beschleunigen. Durch die staatlichen Konjunkturprogramme, die im Bausektor ihre Wirkung vor allem im Jahr 2010 entfalten werden, wird sich die Nachfrage im öffentlichen Hoch- und Tiefbau positiv entwickeln. Dem steht eine konjunkturbedingt schwache Nachfrage aus Gewerbe und Industrie gegenüber. Die Perspektiven für die Sparte Baustoffe haben sich jedoch gegenüber dem Jahr 2009 leicht aufgehellt. Nach dem durch den langen Winter schwachen Start in das Jahr 2010 ist für den weiteren Jahresverlauf mit einer spürbaren Belebung zu rechnen. Durch die Fokussierung auf den Bereich Sanierung, Modernisierung und Renovierung und eine erfolgreiche Umgestaltung des Sortiments ist die Sparte Baustoffe im Wettbewerb gut aufgestellt. Die Marktposition konnte durch Übernahme von Wettbewerbern ausgeweitet werden. Durch das selektive Wachstum werden Umsatz und Ergebnis der Sparte gestärkt. Vor diesem Hintergrund erwartet die Sparte Baustoffe insgesamt im Geschäftsjahr 2010 eine moderat positive Entwicklung der Erlöse. Die Ertragslage wird durch Optimierungsmaßnahmen, die Ausweitung der Wertschöpfung über Partnerschaften und den internationalen Ausbau des Franchisekonzepts stabilisiert. Daraus resultieren positive Ergebniseffekte für die Sparte im Jahr 2010. Für das Jahr 2011 ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen, da Zuwächse im Wohnungsbau und eine allmähliche Belebung der gewerblichen Bautätigkeit durch das Auslaufen der Konjunkturprogramme kompensiert werden.

Für das Jahr 2010 rechnet die Sparte Bau & Gartenmarkt mit leichten Zuwächsen für die Umsätze auf bestehender Verkaufsfläche, da sich die im Jahr 2009 umgesetzten Maßnahmen zur Sortimentsoptimierung und die Umgestaltung von Märkten ganzjährig auswirken. So wurde im September 2009 der nach Umbau neu eröffnete Markt in Backnang vom Publikum sehr positiv angenommen. Nach diesem Konzept, das eine Flächenaufteilung von 50 Prozent Baumarkt und 50 Prozent Gartenmarkt vorsieht, werden im Jahr 2010 zwei weitere Märkte in Illertissen und Grafenau gestaltet und ein neuer Markt in Bad Tölz eröffnet. Um in dem stark besetzten Wettbewerbsfeld als Nischenanbieter bestehen zu können, werden auch weiterhin Anpassungen an das jeweilige regionale Marktumfeld vorgenommen. Weitere Investitionen sollen die Attraktivität einzelner Standorte verbessern. So ist die Eröffnung von 30 Kompaktmärkten in bestehenden Baustoff-Märkten für 2010 vorgesehen. Insgesamt sollten sich die erwartete positive Umsatzentwicklung und die im Jahr 2009 vorgenommenen Kostensenkungen in einer Verbesserung der Ergebnisqualität niederschlagen. Allerdings ist die Wettbewerbsintensität weiterhin extrem hoch.

Insgesamt geht die BayWa AG im Segment Bau für das Jahr 2010 von moderaten Zuwächsen bei Umsatz und einer stabilen Ergebnisentwicklung aus, da sich die Zusammenlegung der Zentralfunktionen neben den im operativen Geschäft erfolgreich umgesetzten Optimierungsmaßnahmen positiv auswirken wird. Dem stehen allerdings erhöhte Investitionen für die Umsetzung der Neuausrichtung der Märkte gegenüber. Für das Jahr 2011 ist das Segment Bau verhalten optimistisch, da die neuen Schwerpunktmärkte Illertissen, Grafenau und Bad Tölz dann ganzjährig zu Umsatz und Ergebnis beitragen. Zudem ist von einer weiteren Stabilisierung des allgemeinen konjunkturellen Umfelds auszugehen.

Ausblick Segment Energie

Der Rohölpreis wird aus heutiger Sicht moderat über dem durchschnittlichen Preisniveau des Vorjahres liegen. Der Rohölpreis wirkt sich mehr oder weniger unmittelbar auf die Preisbildung in sämtlichen Energiemärkten aus. Bei Heizöl führte der kalte und lang andauernde Winter zu Jahresbeginn des laufenden Geschäftsjahres zu einem Rückgang der extrem hohen Befüllstände in den privaten Haushalten auf ein nur noch leicht über dem Saisondurchschnitt liegendes Niveau. Damit könnte sich das Absatzvolumen im Jahr 2010 auf ein vergleichbares Niveau wie im Jahr 2009 einpendeln. Holz-Pellets bleiben weiterhin ein Wachstumsmarkt mit jährlichen Zuwächsen zwischen 10 und 20 Prozent, da sich diese natürlichen Energieträger durch die Kombination mit modernster Verbrennungstechnik innerhalb kürzester Zeit zu einer beliebten Wärmequelle entwickelt haben. Hieran partizipiert auch das Segment Energie der BayWa AG. Bei den Kraftstoffen ergeben sich Chancen durch die Konjunkturprogramme, da diese zu erhöhten Baustellenbelieferungen führen. Daneben wurde die Produktpalette durch die Aufnahme zusätzlicher Produkte wie den Ad Blue-Kraftstoff für Lkws und den Ausbau des Autogas-Netzes erweitert. Gegenläufig wirkt sich jedoch der durch die Pkw-Umweltprämie erhöhte Anteil sparsamerer Automodelle aus. Das Schmierstoffgeschäft wird sich im Zuge einer fortgesetzten Konjunkturerholung im Jahr 2010 voraussichtlich besser entwickeln als 2009. Im Kfz-Werkstattgeschäft ist allerdings davon auszugehen, dass die Nachfrage leicht rückläufig sein wird, da für die große Zahl der im zweiten Halbjahr 2009 neu zugelassenen Fahrzeuge die Serviceintervalle noch nicht erreicht sind. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz in der Sparte Energie im Jahr 2010 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass das Energiesegment weiterhin einen stabilen Beitrag zum Jahresergebnis leisten wird. Die Strategie, innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebiets durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert beibehalten. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich.

Nach den Erwerben von drei Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energien in der zweiten Jahreshälfte 2009 hat die BayWa ihre Aktivitäten in diesem Geschäft unter dem neuen Namen BayWa r.e zusammengefasst. Mit den Akquisitionen verfolgt die BayWa das Ziel, die Marktanteile in einem wachsenden Markt wesentlich zu erhöhen. Dabei wird die Profitabilität durch die Erhöhung der Wertschöpfungstiefe sowie durch die Nutzung und den Ausbau von Synergien mit den anderen Sparten der BayWa nachhaltig gesteigert. Die Projektpipelines aller drei akquirierten Gesellschaften sind gut gefüllt. Im Jahr 2010 wird die BayWa zudem Anlagen mit einer Leistung von fünf Megawatt auf eigenen Dächern installieren. Für das neue Geschäftsfeld ist 2010 ein Umsatz von rund 300 Mio. Euro geplant. Dabei soll eine EBIT-Marge von mindestens fünf Prozent erzielt werden. Mittelfristig ist der Ausbau des Geschäftsfelds auf ein Umsatzvolumen von bis zu einer Milliarde Euro geplant. Dabei steht auch die Forcierung der internationalen Ausrichtung im strategischen Fokus, um sich von Veränderungen der politischen Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern unabhängiger zu machen. Weitere Zukäufe erfolgen allerdings unter der einschränkenden Bedingung, die Verschuldung der BayWa AG nicht zu erhöhen, d. h., sie werden weitgehend aus dem erwirtschafteten Cashflow des Unternehmens vorgenommen.

Ausblick für das Unternehmen

Auf Basis der beschriebenen Szenarien der Geschäftssparten ergibt sich für die BayWa AG insgesamt ein verhalten optimistischer Ausblick auf das Jahr 2010. Im Segment Agrar ist mit einem Umsatz über dem Niveau des Vorjahres bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zu rechnen. Das Segment Bau wird bei mindestens stabiler Umsatzentwicklung an das gute Ergebnis des Jahres 2009 anknüpfen können. Und im Segment Energie wird das klassische Energiegeschäft sein Umsatzvolumen voraussichtlich behaupten können. Auch beim Ergebnis bestehen gute Chancen, das Niveau des Ausnahmejahres 2008 wieder zu erreichen. Hinzu kommen die zusätzlichen Umsatz- und Ergebnisbeiträge des neuen Geschäftsfelds BayWa r.e.

Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Bau und Energie, die sich durch Marktbereinigungen in vielen Branchen und Regionen ergeben, wird die BayWa auch im Jahr 2010 sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Maßnahmen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung sind ein permanenter Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Nicht zuletzt durch die Einführung der wertorientierten Unternehmenssteuerung, die erstmals im laufenden Geschäftsjahr eingesetzt wird, lässt sich die Informationsgrundlage für die Ausrichtung der BayWa AG erheblich verbessern.

Auch die verfeinerten Instrumente zur Risikobeurteilung und Steuerung werden ihren Beitrag dazu leisten, die BayWa AG weiter zu stärken.

Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung ab- weichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund werden die Geschäftsaussichten für die Zukunft verhalten optimistisch beurteilt.

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVA

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Mio. Euro
Anhang 2009 2008
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 5,610 6,332
Sachanlagen (2) 390,631 399,926
Finanzanlagen (3) 321,745 238,809
    717,986 645,067
Umlaufvermögen      
Vorräte (4) 582,401 675,397
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5) 401,373 383,357
Wertpapiere (6) 0,113 0,113
Flüssige Mittel (7) 4,980 5,889
    988,867 1.064,756
Rechnungsabgrenzung (8) 1,449 1,241
Summe Aktiva   1.708,302 1.711,064

PASSIVA

     
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Mio. Euro
Anhang 2009 2008
Eigenkapital (9)    
Gezeichnetes Kapital   87,308 86,961
Kapitalrücklage   55,263 53,671
Gewinnrücklagen   277,306 230,676
Bilanzgewinn   26,379 33,798
    446,256 405,106
Sonderposten mit Rücklageanteil   19,172 0,113
Rückstellungen (10) 388,020 405,839
Verbindlichkeiten (11) 854,753 899,957
Rechnungsabgrenzung   0,101 0,049
Summe Passiva   1.708,302 1.711,064

Gewinn- und Verlustrechnung für 2009

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Mio. Euro
Anhang 2009 2008
Umsatzerlöse (12) 4.428,726 5.395,488
Bestandsveränderung   – 2,384 0,181
Andere aktivierte Eigenleistungen   0,333 0,173
Sonstige betriebliche Erträge (13) 100,394 76,830
Gesamtleistung   4.527,069 5.472,672
Materialaufwand   – 3.746,785 – 4.640,978
Rohergebnis   780,284 831,694
Personalaufwand (14) – 433,362 – 428,292
Abschreibungen   – 48,045 – 52,511
Sonstige betriebliche Aufwendungen (15) – 249,127 – 231,515
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit   49,750 119,376
Finanzergebnis (16) 3,580 – 28,105
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   53,330 91,271
Außerordentliches Ergebnis (17) 0,000 – 1,191
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   3,131 – 18,718
Sonstige Steuern   – 3,702 – 3,767
Jahresüberschuss   52,759 67,595
Einstellung in Gewinnrücklagen   – 26,380 – 33,797
Bilanzgewinn   26,379 33,798

Anhang der BayWa AG

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der BayWa AG ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) angewendet.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen.

Die BayWa AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Gemäß der Verpflichtung des § 315a HGB stellt sie einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Abschlussstichtag oder dem niedrigeren (bei Forderungen) bzw. höheren (bei Verbindlichkeiten) Kurs am Buchungstag angesetzt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

Erläuterung der Bilanz

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die steuerlich zulässige Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über 15 Jahre abgeschrieben entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Unter der Position „Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“ ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen.

(2) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Investitionszuschüsse mindern die Zugänge. Gebäude werden linear abgeschrieben. Soweit steuerlich zulässig, kommen fallende Abschreibungssätze zur Anwendung. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich zulässigen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven auf die lineare Methode erfolgt jeweils in dem Jahr, in dem der lineare Abschreibungsbetrag den degressiven übersteigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis 150,00 Euro sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Wirtschaftsgüter im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung in einen jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt. Die Auflösung des jahrgangsbezogenen Sammelpostens erfolgt gleichmäßig über eine Dauer von fünf Jahren.

Vollständig genutzt werden die steuerlichen Möglichkeiten nach § 6b EStG (Reinvestition) und nach R 35 EStR (Ersatzbeschaffung).

Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt.

Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfallen auf:

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Mio. Euro
2009 2008
Planmäßige Abschreibungen 44,162 45,857
§ 6b EStG (Reinvestition) 3,695 6,579
R 35 EStR (Ersatzbeschaffung) 0,188 0,075
  48,045 52,511

Durch die Inanspruchnahme der steuerrechtlichen Abschreibungen nach § 6b EStG und R 35 EStR wurde das Ergebnis im Geschäftsjahr um 16,477 Mio. Euro (Vorjahr: 4,860 Mio. Euro) vermindert.

Durch die Einstellung von 19,172 Mio. Euro nach § 6b EStG in den Sonderposten mit Rücklageanteil wurde das Ergebnis im Berichtsjahr um 13,769 Mio. Euro vermindert.

(3) Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Das Wertaufholungsgebot aus § 280 HGB wurde beachtet.

Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagenspiegel dargestellt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage zum Anhang) verwiesen.

Anlagengitter der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2009

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Mio. Euro
Anschaffungs- / Herstellungskosten
  1.1.2009 Zugänge Abgänge   Umbuchungen 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4,940 0,055 0,105   0,013 4,903
2. Firmenwert 6,558 0,440 –,–––   –,––– 6,998
3. Geleistete Anzahlungen 0,013 –,––– –,––– 0,013 –,–––
  11,511 0,495 0,105   –,––– 11,901
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 843,017 30,770 48,279   10,933 836,441
2. Technische Anlagen und Maschinen 312,010 7,890 8,037   0,973 312,836
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225,116 18,302 18,912   1,423 225,929
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13,935 5,105 0,074 13,329 5,637
  1.394,078 62,067 75,302   –,––– 1.380,843
III. Finanzanlagen            
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 75,094 68,647 8,068 2,523 133,150
2. Beteiligungen 62,762 24,497 2,573   2,523 87,209
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 114,980 –,––– 2,821   –,––– 112,159
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,958 –,––– 0,002   –,––– 0,956
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 –,––– –,–––   –,––– 0,186
  253,980 93,144 13,464   –,––– 333,660
             
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.659,569 155,706 88,871   –,––– 1.726,404
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Mio. Euro
Abschreibungen
  1.1.2009 lfd. Jahr Abgang Zuschreibung 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3,892 0,382 0,102 –,––– 4,172
2. Firmenwert 1,287 0,831 –,––– –,––– 2,118
3. Geleistete Anzahlungen –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
  5,179 1,213 0,102 –,––– 6,290
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 555,486 18,910 25,184 –,––– 549,212
2. Technische Anlagen und Maschinen 269,779 9,352 7,971 –,––– 271,160
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168,887 18,570 17,617 –,––– 169,840
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
  994,152 46,832 50,772 –,––– 990,212
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13,892 –,––– 2,099 –,––– 11,793
2. Beteiligungen 1,277 0,002 –,––– 1,158 0,121
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,002 –,––– –,––– –,––– 0,002
5. Sonstige Ausleihungen –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
  15,171 0,002 2,099 1,158 11,916
           
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.014,502 48,047 52,973 1,158 1.008,418
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Mio. Euro
Buchwerte
  31.12.2009 31.12.2008
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,731 1,048
2. Firmenwert 4,880 5,271
3. Geleistete Anzahlungen –,––– 0,013
  5,611 6,332
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 287,229 287,531
2. Technische Anlagen und Maschinen 41,676 42,231
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 56,089 56,229
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5,637 13,935
  390,631 399,926
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 121,357 61,202
2. Beteiligungen 87,088 61,485
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 112,159 114,980
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,954 0,956
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 0,186
  321,744 238,809
     
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 717,986 645,067

(4) Vorräte

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Mio. Euro
2009 2008
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1,750 1,816
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 10,912 640,161
Waren 19,001 20,124
Geleistete Anzahlungen 582,401 675,397

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Zulässige Bewertungsvereinfachungsverfahren kommen zur Anwendung. Außerdem bestehen Abschläge nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB für künftige Wertschwankungen in Höhe von 3,326 Mio. Euro (Vorjahr: 3,326 Mio. Euro).

Unfertige Erzeugnisse/Leistungen werden mit den Herstellungskosten erfasst. Diese beinhalten Materialkosten, Fertigungskosten und Sonderkosten der Fertigung. Zinsen für Fremdkapital werden in diesem Zusammenhang nicht aktiviert. Bestandsrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zu Nominalwerten.

Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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Mio. Euro
2009 2008
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181,034 241,957
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,798) (1,171)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 70,017 34,845
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (–,–––) (–,–––)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6,953 8,907
Sonstige Vermögensgegenstände 143,369 97,648
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (19,371) (19,727)
  401,373 383,357

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.

Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS)-Maßnahme, mit einem Gesamtvolumen von 150,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 74,194 Mio. Euro (Vorjahr: 74,536 Mio. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften, Forderungen aus Grundstücksverkäufen und Steuerforderungen.

(6) Wertpapiere

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Mio. Euro
2009 2008
Eigene Anteile 0,113 0,113

Am 31. Dezember 2009 hat die Gesellschaft – unverändert zum Vorjahr – 19.500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die eigenen Aktien sind zu Anschaffungskosten in Höhe von 0,113 Mio. Euro angesetzt. Korrespondierend dazu wird eine Rücklage für eigene Aktien in gleicher Höhe ausgewiesen.

(7) Flüssige Mittel

Die Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

(8) Rechnungsabgrenzung

Unter dieser Position werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(9) Eigenkapital

Das Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt:

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Mio. Euro
1.1.2009 Kapitalerhöhung Einstellungen in Gewinnrücklagen Ausschüttung Jahresüberschuss- 31.12.2009
Gezeichnetes Kapital 86,961 0,347 –,––– –,––– –,––– 87,308
Kapitalrücklage 53,671 1,592 –,––– –,––– –,––– 55,263
Gewinnrücklagen 230,676 –,––– 20,250 –,––– 26,380 277,306
Bilanzgewinn 33,798 –,––– – 20,250 – 13,548 26,379 26,379
  405,106 1,939 –,––– – 13,548 52,759 446,256

Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2009 eingeteilt in 34.104.540 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 32.725.811 vinkulierte und 135.478 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2010 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 87.307.622,40 Euro. Die Ausgabe von 135.478 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 346.823,68 Euro) im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aus dem genehmigten Kapital.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.997.672,96 Euro (Vorjahr: 4.344.496,64 Euro) durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu Erwerbspreisen von mindestens 50 Prozent des bei Ausübung der Ermächtigung festgestellten Börsenkurses zu erhöhen.

Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat.

Wir wurden am 12. November 2007 von der SKAGEN AS, Stavanger (Norwegen), informiert, dass der Fonds SKAGEN Global, welcher von der SKAGEN AS verwaltet wird, am 9. November 2007 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG überschritten hat und der Stimmrechtsanteil zu diesem Zeitpunkt 3,18 Prozent (1.076.340 Stimmrechte) beträgt.

Wir wurden am 7. August 2008 von S.W. Mitchell Capital LLP, London (England), informiert, dass S.W. Mitchell Capital LLP am 31. Juli 2008 den Schwellenwert von 3 Prozent an den Stimmrechten der BayWa AG unterschritten hat und an diesem Tag 2,9949 Prozent der Stimmrechte (was 977.740 Stimmrechten entspricht) gehalten hat. 2,9949 Prozent der Stimmrechte der BayWa AG (berechnet aus 977.740 Stimmrechten) sind gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG der S.W. Mitchell Capital LLP zuzurechnen.

Die SMALLCAP World Fund, Inc., Los Angeles (USA), hat uns am 5. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von SMALLCAP World Fund, Inc., an den Stimmrechten der BayWa AG am 30. Dezember 2008 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt SMALLCAP World Fund, Inc. 2,96 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG (Stimmrechte, die aus 1.004.190 Stammaktien stammen).

Die Capital Research and Management Company, Los Angeles (USA), hat uns am 27. Januar 2009 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Capital Research and Management Company an den Stimmrechten der BayWa AG am 23. Januar 2009 unter den Schwellenwert von 3 Prozent gefallen ist. An diesem Tag hielt Capital Research and Management Company 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG. 2,98 Prozent (1.013.176 Stammaktien) aller Stimmrechte der BayWa AG wurden Capital Research and Management Company gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

Am 30. Januar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH, Mödling (Österreich), gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der RWA Verbundservice GmbH an der BayWa AG am 30. Januar 2009 jeweils die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent der Stimmrechte überschritten und die RWA Verbundservice GmbH an diesem Tag 10,31 Prozent der Stimmrechte gehalten hat, was 3.500.625 Stimmen entspricht. Am 9. Februar 2009 wurde uns von der RWA Verbundservice GmbH mitgeteilt, dass Alleingesellschafterin der RWA Verbundservice GmbH die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien (Österreich), ist.

Die ‚KORMUS’ Holding GmbH, Wien (Österreich), hat uns gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der ‚KORMUS’ Holding GmbH war ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 14,08 Prozent (das entspricht 4.770.940 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren ihr über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH, Wien (Österreich), hat uns gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 30. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 30. September 2008 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) betrug. Der ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH waren davon 14,82 Prozent (5.021.989 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese waren ihr über die ‚KORMUS’ Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H, Wien (Österreich), hat uns am 5. Februar 2009 (in Korrektur zu einer zwischenzeitlich zurückgezogenen Veröffentlichung vom 8. Oktober 2008) gem. §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG am 23. September 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 23. September 2008 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 14,08 Prozent (4.770.940 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H über die ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien, 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH über die KORMUS Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die KORMUS Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ‚KORMUS’ Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der KORMUS Holding GmbH über die die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH; und

RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel- und Vermögensverwaltung reg. Gen.m.b.H. Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht 0 Stimmrechten) beträgt. Bislang war der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 10,33 Prozent (das entspricht 3.510.684 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über folgende von der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH kontrollierte Unternehmen zuzurechnen:

RWA Verbundservice GmbH

Die RWA Verbundservice GmbH war eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH und ist mit Wirkung vom 15. Juli 2009 auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH verschmolzen worden.

Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der KORMUS Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X:

‚Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 08. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15,10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt.

Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. Infolge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ‚LAREDO’ Beteiligungs GmbH, mit Wirkung von 8. September 2009 übertragen worden.’

Die Kapitalrücklage stammt mit 55,263 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 277,306 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro auf die gesetzliche Rücklage, 0,113 Mio. Euro auf die Rücklage für eigene Anteile und 272,758 Mio. Euro auf andere Gewinnrücklagen; die Zuführung von insgesamt 46,630 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr betrifft die anderen Gewinnrücklagen.

(10) Rückstellungen

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Mio. Euro
2009 2008
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche    
Verpflichtungen 250,221 248,783
Steuerrückstellungen 20,608 32,409
Sonstige Rückstellungen 117,191 124,647
  388,020 405,839

Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach der Teilwertmethode gemäß § 6a EStG unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 6,0 Prozent ermittelt. Der Bewertung zum 31. Dezember 2009 liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und mögliche steuerliche Risiken.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten sowie den Aufzinsungsbetrag für den aus einer Sale and lease back-Transaktion resultierenden Rückkaufpreis (vgl. auch Abschnitt „Sonstige finanzielle Verpflichtungen“).

Bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt.

(11) Verbindlichkeiten

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Mio. Euro
2009 2008
Anleihen 11,700 5,800
(davon konvertibel) (–,–––) (–,–––)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 445,134 480,635
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17,121 27,851
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224,916 252,039
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel –,––– 0,030
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 133,214 109,521
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6,068 0,750
Sonstige Verbindlichkeiten 16,600 23,331
(davon aus Steuern) (1,958) (10,187)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,399) (0,473)
  854,753 899,957

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

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Mio. Euro
bis 1 Jahr über 5 Jahre
  2009 2008 2009 2008
Anleihen 11,700 5,800 –,––– –,–––
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 440,804 471,127 –,––– 0,752
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17,121 27,851 –,––– –,–––
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224,850 251,973 –,––– 0,001
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und aus der Ausstellung eigener Wechsel –,––– 0,030 –,––– –,–––
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 43,076 12,749 90,138 96,772
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6,068 0,750 –,––– –,–––
Sonstige Verbindlichkeiten 16,598 23,331 –,––– –,–––
  760,217 793,611 90,138 97,525

Grundpfandrechtlich gesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in Höhe von 7,419 Mio. Euro (Vorjahr: 7,453 Mio. Euro). Im Übrigen bestehen keine Sicherheiten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben Verpflichtungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 90,138 Mio. Euro (Vorjahr: 96,772 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stammen aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert.

Haftungsverhältnisse

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Mio. Euro
2009 2008
Wechselobligo 5,098 8,114
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)
Bürgschaften 13,103 18,775
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (5,327) (15,938)
Gewährleistungen 87,563 27,997
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (10,194) (27,997)
Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter –,––– –,–––
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)

Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Für ein bestehendes Sale and lease back-Geschäft mit einer Restlaufzeit bis 2012 besteht eine jährliche Verpflichtung von derzeit 9,1 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro). Nach Auslaufen der Grundmietzeit ist eine Rückkaufsoption (Kaufpreis in Höhe von 150,2 Mio. Euro) vereinbart.

Für ein bestehendes Sale and lease back-Geschäft mit einer Restlaufzeit bis 2028 besteht eine jährliche Verpflichtung von derzeit 2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro).

Die Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 74,194 Mio. Euro (Vorjahr: 74,536 Mio. Euro).

Durch die Sale and lease back-Transaktionen sowie die ABS-Maßnahme wird die Finanzierungsstruktur des Unternehmens verbessert.

Die BayWa AG hat – zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns – auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT-Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u.a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zur Zeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 22,5 Mio. Euro.

Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 26 Jahren in Höhe von derzeit 12,4 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu vier Jahren in Höhe von derzeit 1,680 Mio. Euro (Vorjahr: 0,991 Mio. Euro).

Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 14,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,8 Mio. Euro). Die Haftsummen aus Geschäftsanteilen bei genossenschaftlichen Unternehmen betragen 0,000 Mio. Euro (Vorjahr: 0,001 Mio. Euro).

Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen.

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:

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Art in
Mio. Euro
Nominalwert Zeitwert Buchwert Bilanzposten
Zinssicherungen          
Swaps   –,––– –,––– –,––– sonstige Rückstellungen
Caps   210,000 0,680 0,680 sonstige Vermögensgegenstände
Währungskurssicherungen   10,218 – 0,071 –,–––  
Warenkontrakte   3,097 3,214 –,–––  

Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wurde anhand von Börsennotierungen, Referenzkursen oder anerkannten Berechnungsmodellen ermittelt.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

(12) Umsatzerlöse

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in
Mio. Euro
2009 2008
Agrar 2.143,767 2.713,751
Bau 1.356,237 1.398,613
Energie 928,722 1.283,124
Sonstige Aktivitäten –,––– –,–––
  4.428,726 5.395,488

Von den Umsätzen entfallen 96,2 Prozent (Vorjahr: 95,2 Prozent) auf das Inland sowie 3,8 Prozent (Vorjahr: 4,8 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa. Die Erfassung von Umsätzen erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Die Umsätze werden abzüglich Boni, Skonti und Rabatte ausgewiesen.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

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in
Mio. Euro
2009 2008
Gewinne aus Anlagenabgängen *) 37,151 8,819
Auflösung von Rückstellungen *) 5,788 6,151
Mieterträge 22,722 21,637
Übrige Erträge **) 34,733 40,223
  100,394 76,830

*) Periodenfremd
**) Davon periodenfremd: 1,903 Mio.Euro (Vorjahr: 3,547 Mio. Euro)

Bei den Gewinnen aus Anlagenabgängen werden die steuerlichen Möglichkeiten zur Übertragung von Gewinnen gemäß § 6b EStG bzw. R 35 EStR in vollem Umfang genutzt.

Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen, unter anderem eine Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 0,113 Mio. Euro.

Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten.

(14) Personalaufwand

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Mio. Euro
2009 2008
Löhne und Gehälter 353,850 352,793
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 68,836 68,386
Aufwendungen für Altersversorgung 10,676 7,113
  433,362 428,292
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Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter Anzahl 2009 2008
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 10.566 10.621
davon Angestellte 7.252 7.218
davon Arbeiter 3.314 3.403

(15) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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Mio. Euro
2009 2008
Verluste aus Anlagenabgängen *) 4,129 1,087
Einstellung in den Sonderposten mit Rücklageanteil 19,172 0,113
Aufwendungen im Delkrederebereich 4,122 4,100
Kosten für Energie 19,993 21,712
Fuhrpark 30,981 34,321
Instandhaltung/Entsorgung/Altlasten/Abbruch 25,023 29,450
Mieten 33,233 33,377
Post- und Fernmeldegebühren 6,696 7,366
Versicherungen 4,419 6,773
Werbung/Spesen/Provisionen 27,935 28,288
Übrige Aufwendungen 73,424 64,928
  249,127 231,515

*) Periodenfremd

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken.

In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen.

(16) Finanzergebnis

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Mio. Euro
2009 2008
Erträge aus Beteiligungen und aus Geschäftsguthaben 8,957 6,738
(davon aus verbundenen Unternehmen) (5,774) (4,905)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 10,389 0,761
(davon aus verbundenen Unternehmen) (10,389) (0,761)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6,346 6,502
(davon aus verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3,268 4,298
(davon aus verbundenen Unternehmen) (1,516) (1,497)
Abschreibungen auf Finanzanlagen – 0,002 – 2,590
Aufwendungen aus Verlustübernahme –,––– – 0,827
(davon aus verbundenen Unternehmen) (–,–––) (– 0,827)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 25,378 – 42,987
(davon an verbundene Unternehmen) (– 1,872) (– 4,565)
  3,580 – 28,105

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 13,308 Mio. Euro (Vorjahr: 13,182 Mio. Euro) auf den Zinsanteil der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen.

(17) Außerordentliches Ergebnise

Der außerordentliche Aufwand des Berichtsjahres beträgt 0,000 Mio. Euro (Vorjahr: 1,191 Mio. Euro).

Sonstige Angaben

Rechtsstreitigkeit

Mit Klage vom 6. Juli 2009 haben Aktionäre der BayWa AG sämtliche auf der ordentlichen Hauptversammlung der BayWa AG am 4. Juni 2009 gefassten Beschlüsse gerichtlich angefochten. Diese Beschlüsse betreffen zwei Anträge zur Geschäftsordnung (Vertagung der Hauptversammlung sowie Einzelabstimmung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats) sowie die Tagesordnungspunkte TOP 2 (Verwendung des Bilanzgewinns 2008), TOP 3 (Entlastung der Mitglieder des Vorstands für 2008), TOP 4 (Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2008) und TOP 5 (Wahl des gesetzlichen Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2009). Die Kläger machen im Wesentlichen formale Mängel der Beschlussfassungen geltend. Alle sechs angefochtenen Beschlüsse hat das Landgericht München I mit Versäumnisurteil vom 26. November 2009 für nichtig erklärt. Gegen dieses Urteil hat die BayWa AG fristgerecht Einspruch eingelegt. Ein Sachurteil in der ersten Instanz wird für den 1. April 2010 erwartet. Sollte der Klage stattgegeben werden, wird die BayWa AG gegen dieses Urteil Berufung zum Oberlandesgericht München einlegen. Bis zu einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung sind die Beschlüsse wirksam. Sollten die Beschlüsse rechtskräftig für nichtig erklärt werden, würde dadurch die Rechtsgrundlage für die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2008 sowie für die begleitend dazu beschlossene zusätzliche Dotierung der anderen Gewinnrücklagen entfallen. Darüber hinaus könnte dies die Nichtigkeit der im Zuge der Ergebnisverwendung in der Bilanz zum 31. Dezember 2009 erfolgten Dotierung der anderen Gewinnrücklagen und damit auch des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 nach sich ziehen. Des Weiteren könnte dies zur Folge haben, dass der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 nicht rechtswirksam festgestellt werden kann, weil er nicht von einem von der Hauptversammlung 2009 wirksam gewählten gesetzlichen Abschlussprüfer geprüft worden ist. Deshalb beabsichtigt der Vorstand, die streitgegenständlichen Beschlüsse auf der ordentlichen Hauptversammlung 2010 vorsorglich bestätigen zu lassen und damit fehlerfrei zu stellen.

Organe

Die Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrats, Beirats und Vorstands sind auf den Seiten 4 bis 9 zu finden.

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 11. November 2009 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft auf der Internethomepage www.baywa.de zugängig gemacht.

Organbezüge

Die Vergütungen des Beirats betragen 0,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro), die des Vorstands auf 4,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro).

An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,3 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 31,5 Mio. Euro (Vorjahr: 31,4 Mio. Euro) ausgewiesen.

In der Hauptversammlung vom 11. Mai 2006 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 9 HGB verlangten Angaben im Anhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2006 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2009 weist einen Bilanzgewinn von 26.379.533,31 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

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Gewinnverwendung  
0,40 Euro Dividende pro Stückaktie 13.587.624,80 Euro
Einstellung in die Gewinnrücklage 12.791.908,51 Euro
  26.379.533,31 Euro

Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

 

München, den 1. März 2010

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Frank Hurtmanns

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2009

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Unmittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
„UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt 51,1 2009 TEUR 40.646 4.875
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien 100,0 2009 TEUR 1.079 1.022
AGROKER Kereskedelmik és Logisztikal Kft., Kecskemét Ungarn 96,6 2009 TEUR 458 98
AGROKER Kereskedelmik és Logisztikal Kft., Kecskemét Ungarn   2009 THUF 124.005 26.541
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, Ahaus 100,0 2009 TEUR 1.550 139
Bayerische Futtersaatbau GmbH, Ismaning 64,9 2009 TEUR 2.404 357
BayWaAssekuranz-Vermittlung GmbH, München 100,0 2009 TEUR 142 117
BayWa r.e GmbH (ehem. BayWa BHG Handelsgesellschaft mbH bzw. BayWaGreen EnergyGmbH), München 100,0 2009 TEUR 58.606 2.978
BayWa Bulgaria EOOD i.L., Sofia 100,0 2007 TEUR 209 160
BayWa Bulgaria EOOD i.L., Sofia   2007 TBGN 410 314
BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München 100,0 2009 TEUR 10.260 7.755
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0 2009 TEUR 52 118
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár 100,0 2009 TEUR 2.650 – 49
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár     THUF 717.669 – 13.343
BayWa InterOil Mineralölhandelsgesellschaft mbH, München 100,0 2008 TEUR 58 1
BayWa-Lager und Umschlags GmbH, München 100,0 2008 TEUR 27
BayWaVorarlberg HandelsGmbH, Lauterach 51,0 2009 TEUR 9.094 1.388
Claas Südostbayern GmbH (ehem. Agrartechnik Vertrieb GmbH), München 70,0 2009 TEUR 6 1
Donau -Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf 100,0 2008 TEUR – 9 2
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3 2009 TEUR 1.230 – 3
Frucom Fruitimport GmbH, München 100,0 2009 TEUR 25
GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0 2008 TEUR 28 3
IFS S.r.l., Bozen 51,0 2009 TEUR – 144 – 273
Immobilia plus s.r.o., Chocen 100,0 2008 TEUR 758 65
Immobilia plus s.r.o., Chocen     TCZK 20.070 1.723
IPV Immobilien Projektentwicklungs- und Verwertungs-GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR 4 – 1
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH (ehem. BKN TechnikCenter GmbH), München 100,0 2008 TEUR – 3.083 – 127
Karl Theis GmbH, München 100,0 2008 TEUR – 1.010 9
KROIS Baustoffe + Holz Handelsgesellschaft mbH, Bochum 100,0 2009 TEUR 891 247
Mobau-Marba GmbH, Herten 100,0 2009 TEUR – 530 – 574
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 85,0 2009 TEUR 4.330 – 3.104
Süd-Treber Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,0 2009 TEUR 205 75
TechnikCenterGrimma GmbH, Mutzschen 70,0 2009 TEUR 475 17
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart 100,0 2009 TEUR 2.045 1.991
Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld 100,0 2009 TEUR 3.783 – 437
ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München 100,0 2009 TEUR 311 178
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Unmittelbare und mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über BayWa AG, München, und„UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, und BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach          
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien 50,0 2009 TEUR 196.414 14.919
über BayWa AG, München, und Donau-Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf          
DTL Donau -Tanklagergesellschaft mbH & Co. KG, Deggendorf 100,0 2008 TEUR 153 38
über BayWa AG, München, und GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München          
GVB Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG, München 100,0 2008 TEUR 318 163
über BayWa AG, München, und RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien          
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme,          
Services und Lösungen mbH, München 100,0 2009 TEUR 3.571 1.558
über BayWa AG, München, und RWA International Holding GmbH, Wien          
BOR. s.r.o., Chocen 92,8 2009 TEUR 3.956 – 271
BOR. s.r.o., Chocen     TCZK 104.699 – 7.163
über BayWa AG, München, Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd, Würzburg, und RI-Solution GmbH, München          
Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH, München 100,0 2009 TEUR 90.138 – 6.634
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Mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien          
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien 100,0 2009 TEUR 27 2
Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Linz 100,0 2009 TEUR 346 35
Danufert Handelsgesellschaft mbH, Wien 60,0 2008 TEUR 147 17
Danugrain GmbH, Krems an der Donau 60,0 2008 TEUR 70 13
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co., Wien 71,0 2009 TEUR 3.586 2.186
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien 71,0 2009 TEUR 38 1
Graninger & Mayr Gesellschaft m.b.H., Wien 100,0 2009 TEUR 447 26
HERA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien 51,0 2008 TEUR – 428 19
Lagerhaus Koordinierungs GmbH, Wels 100,0 2009 TEUR 499 120
Lesiaa.s.,Stražnice 100,0 2008 TEUR 144 10
Lesiaa.s.,Stražnice 100,0 2008 TCZK 3.823 270
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien 100,0 2009 TEUR 34.235 33
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Korneuburg 75,0 2009 TEUR 700 53
Saatzucht Gleisdorf Gesellschaft m.b.H., Gleisdorf 66,7 2008 TEUR 303 15
über Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH          
(100%-Tochter der RWA AG)          
RWA International Holding GmbH, Wien 100,0 2009 TEUR 45.240 4.343
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH. Bruck an der Leitha 89,9 2009 TEUR 6.786 397
über RWA International Holding GmbH, Wien          
(100%-Tochter d. Raiffeisen-Lagerhaus Investholding GmbH)          
Agrosaat d.o.o., Ljubljana 100,0 2009 TEUR 1.517 61
Magyar ”Agrár-Ház” Kft., Székesfehérvár 100,0 2008 TEUR 53 – 65
Magyar ”Agrár-Ház” Kft., Székesfehérvár     THUF 14.301 – 17.645
Raiffeisen Agro d.o.o., Beograd 100,0 2008 TEUR – 179 – 601
Raiffeisen Agro d.o.o., Beograd     TRSD – 17.182 – 57.646
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár 100,0 2009 TEUR 2.249 158
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár     THUF 609.120 42.919
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb 100,0 2009 TEUR 552 – 58
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb     THRK 4.039 – 423
RWA Slowakiaspol.s.r.o.,Bratislava 100,0 2009 TEUR 3.242 17
Sempol spol. s r.o., Trnava 100,0 2009 TEUR 4.053 – 1.028
über RWA International Holding GmbH, Wien, und Agroterra GmbH, Wien          
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten 100,0 2009 TEUR 3.601 611
Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn 100,0 2009 TEUR 18.032 1.744
Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn 100,0 2009 TEUR 13.649 1.953
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun 100,0 2009 TEUR 3.797 95
Ybbstaler-Fruit Austria GmbH          
(ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Gesellschaft m.b.H.), Kröllendorf 100,0 2009 TEUR 25.686 1.926
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Mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über Ybbstaler-Fruit Austria GmbH (ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Gesellschaft m.b.H.), Kröllendorf          
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o. (ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Polska Sp. z o.o.), Warszawa 99,9 2009 TEUR 10.490 624
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o. (ehem. Ybbstaler Fruchtsaft Polska Sp. z o.o.), Warszawa     TPLN 43.063 2.561
Lukta PolskaSp. z o.o., Chelm 100,0 2009 TEUR 3.869 267
Lukta PolskaSp. z o.o., Chelm     TPLN 15.884 1.098
Yo-Pol Sp. z o.o., Warszawa 60,0 2009 TEUR 1
Yo-Pol Sp. z o.o., Warszawa     TPLN 4
Hungaro -Ybbstal Kft., Vesprém 100,0 2009 TEUR 25 2
Ybbstaler Hungaro Kft., Vesprém     THUF 6.711 621
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea 100,0 2009 TEUR 53 0
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea     TRON 226 2
Ybbstaler Getränke Grundstoffe Vertriebsgesellschaft m.b.H, München 100,0 2009 TEUR 35 8
über Garant Tiernahrung GmbH, Pöchlarn          
AgroMed Austria GmbH, Kremsmünster 80,0 2007 TEUR 384 193
über RI-Solution GmbH, München          
Ri-Solution Data GmbH, Wien 100,0 2008 TEUR 1 22
RI-Solution Service GmbH, Auerbach 100,0 2008 TEUR 399 342
über „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt          
Agrarproduktenhandel GmbH, Klagenfurt 100,0 2007 TEUR 293 24
WHG Liegenschaftsverwaltung GmbH, Klagenfurt 100,0 2008 TEUR 523 60
Raiffeisen Trgovina d.o.o., Lenart 100,0 2008 TEUR – 4 51
über BayWa Hungäria Kft., Székesfehérvär          
gro-Property kft, Kecskemét 100,0 2008 TEUR Gründung 2008 Gründung 2008
über BayWa r.e GmbH, München          
Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg 50,0 2009 TEUR 890 426
MHH Solartechnik GmbH, Tübingen 100,0 2009 TEUR 564 *)
RENERCO Renewable Energy Concept AG, München 87,8 2009 TEUR 41.478 3.885

*) Ergebnisabführungsvertrag an Sunways

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Mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen              
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr     Eigenkapital   Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über Aufwind Neue Energien GmbH, Regensburg              
Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Neunzehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 2009 TEUR 110 112
Aufwind Schmack Elsö Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba 100,0 2009 TEUR 4 3
Aufwind Schmack Elsö Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba     THUF 1.045 929
über MHH Solartechnik GmbH, Tübingen              
MHH France S.A.S., Toulouse 90,0 2009 TEUR   203   335
über RENERCO Renewable Energy Concept AG, München              
Windpark Wegeleben GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR 980 598
Wind am Speckberg GmbH, München 100,0 2009 TEUR   2.746 175
Umspannwerk Gürtelkopf GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR   63   64
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR   714 97
Gehrlicher Solar Management GmbH & Co. Solarpark 2006 KG, München 100,0 2009 TEUR 54 17
Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2009 TEUR 1 1
WP EWL Infrastuktur GmbH & Co. KG, München 100,0 2009 TEUR 4 4
Hydroel S.r.l., Brixen, Italien 90,0 2009 TEUR   2.138   608
RENERCO Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0 2009 TEUR 28 42
La Benâte Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 24,5 2009 TEUR   102 8
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Haar b. München 30,0 2009 TEUR 6.485 1.356
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0 2009 TEUR   5.781   721
Parque Eólico La CarrachaS.L., Zaragoza, Spanien 33,1 2009 TEUR   204 855
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 32,2 2009 TEUR 178 825
RENERCO Beteiligungs GmbH, München 100,0 2008 TEUR   110 3
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs GmbH, Haar b. München 30,0 2008 TEUR   38   6
SachsenFonds Wind GmbH, Haar b. München 49,0 2008 TEUR   23  
EEV Beteiligungs GmbH, Grünwald 49,0   TEUR   Gründung   n.a.
          2009    
HKW-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3 2008 TEUR   107   741
HKW Cottbus Verwaltungs GmbH, München 33,3 2008 TEUR   344   613
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs-GmbH, Strassfurt 49,0 2008 TEUR   114   869
BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke KG, München 34,7 2008 TEUR   130   25
Windpark Namborn GmbH & Co. KG, München 100,0 2008 TEUR    
Ventus Vorpommern GmbH & Co. Windpark 1 KG, München 100,0 2008 TEUR    
WindparkSelmsdorf II GmbH & Co. KG, München 100,0 2008 TEUR    
NeuillySt. Front Energies SAS, Bègles, Frankreich 70,0 2008 TEUR 107 137
Voyennes Energies SAS, Bègles, Frankreich 70,0 2008 TEUR 106 136
Tierceline Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 100,0 2008 TEUR 6 6
Eoliennes de la Benate SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2008 TEUR 2 4
Livas 1 EPE, Kalamata, Griechenland 94,0 2008 TEUR 184 202
Wind Park Kotla Sp. Z.o.o., Warschau, Polen 100,0 2009 TEUR    
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Mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
RENERCO Sud-EstS.R.L, Bukarest, Rumänien 100,0 2008 TEUR
SolarparkScorpius GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Solarpark Lepus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Solarpark Lynx GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Talita Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Spica Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Pyxis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Polaris Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
Capella Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0   TEUR Gründung 2009 n.a.
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Übrige Beteiligungen (≥ 20 % der Anteile) – unmittelbare Beteiligungen          
ANIMEDICA Group GmbH, Senden-Bösensell 50,0 2009 TEUR 20.050 916
Ba-Rie Grundstücksgesellschaft mbH, Landsberg 50,0 2008 TEUR 612 225
Bautrak GmbH i.L., Münster 25,0 2008 TEUR 26
BHG Bau-Heimwerker-Garten-Center Landsberg GmbH, Landsberg/Lech 50,0 2008 TEUR 531 60
BLE Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayern GmbH, München 25,0 2008 TEUR 1.619 – 78
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 30,0 2009 TEUR 1.534 463
H-Ppack cuba, Sint-Truiden, Belgien 50,0 2008 TEUR 1.445 – 55
InterSaatzucht GmbH & Co. KG, München 40,0 2009 TEUR 627 245
Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München 40,0 2009 TEUR 26 1
Kartoffel-Centrum Bayern GmbH, Rain am Lech 50,0 2008 TEUR 1.725 208
KIRKA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald *) 100,0 2008 TEUR 12.747 – 1
Land 24 Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main 24,9 2008 TEUR 589 81
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Oberteuringen 50,0 2009 TEUR 529 105
Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 47,4 2009 TEUR 14.063 1.759
Raiffeisen- und Volksbanken Touristik GmbH, München 25,5 2008 TEUR 3.085 148
raiffeisen.com GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 30,0 2008 TEUR 1.832 396
Raiffeisen-BayWa-Waren GmbH Lobsing-Siegenburg-Abensberg-Rohr, Lobsing 22,8 2008 TEUR 1.486 151
Raiffeisen-Landhandel GmbH, Emskirchen 23,4 2009 TEUR 1.044 147

*) Stimmrechtsanteil 19 Prozent

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Übrige Beteiligungen (≥ 20 % der Anteile) – unmittelbare und mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen      
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über BayWa AG, München, Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld, und Krois Baustoffe GmbH, Bochum          
BVG Beton Vertrieb GmbH & Co. KG, Dortmund 42,6 2008 TEUR 50 – 4
über BayWa AG, München, und Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt          
AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb a.N. 98,0 2009 TEUR 5.140 140
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Übrige Beteiligungen (≥ 20 % der Anteile) – mittelbare Beteiligung          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigen-kapital Jahres-überschuss/ -fehlbetrag
über AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb a. N.          
AHG Servicegesellschaft mbH, Horb a. N. 100,0 2009 TEUR 25 *)
Wiech Autohandelsgesellschaft mbH, Rottenburg 100,0 2009 TEUR 100 *)
AHG Automobilcenter GmbH, Horb a. N. 100,0 2009 TEUR 55 *)
BAG-Autohandlesgesellschaft mbH (ehem. BAG BayWaAutohaus GmbH),          
Bopfingen 100,0 2009 TEUR 303 40
*) Ergebnisabführungsvertrag mit AHG          
über BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München          
BRVG Bayerischer Raiffeisen- und Volksbanken Verlag GmbH, München 25,0 2008 TEUR 5.361 280
über ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München          
DIYCO Einkaufsgesellschaft mbH, München 50,0 2009 TEUR 57 1
über ANIMEDICA Group GmbH, Senden-Bösensell          
aniMedica GmbH, Senden-Bösensell 50,0 2009 TEUR 4.254 **)
aniMedica Herstellungs GmbH, Senden-Bösensell 50,0 2009 TEUR 100 **)
aniMedicaPolska,Wejherowo 50,0 2009 TEUR 293 181
aniMedicaPolska,Wejherowo     TPLN 1.201 742
Dr. E. Gräub GmbH, Bern 50,0 2009 TEUR 2.620 618
Dr. E. Gräub GmbH, Bern     TCHF 3.888 917
Friedrich Ernst GmbH & Co. Veterinär – pharmazeutische Präparate KG,          
Senden-Bösensell 50,0 2009 TEUR 6 – 144
Friedrich Ernst GmbH, Senden-Bösensell 50,0 2009 TEUR 72 2

**) Ergebnisabführungsvertrag mit ANIMEDICA Group GmbH

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Übrige Beteiligungen (≥ 20 % der Anteile) – mittelbare Beteiligung          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien          
Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co.KG, Korneuburg 29,9 2009 TEUR 7.487 305
Lagerhaus Technik-Center GmbH, Korneuburg 32,1 2008 TEUR 225 15
über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, und F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H, Unterpremstätten          
LLT Lannacher Lager- und Transport Ges. m.b.H., Korneuburg 50,o 2009 TEUR 1.285 296
über „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt          
Kärntner Saatbaugenossenschaft reg.Gen.m.b.H., Klagenfurt 33,3 2009 TEUR 4.456 126
über BayWa AG, München, und DRWZ Beteiligungsgesellschaft mbH, München          
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8 2009 TEUR 10.127 1.023
über Dr. E. Gräub AG, Bern          
Berna Veterinärprodukte AG, Bern 50,o 2009 TEUR 108 1
Berna Veterinärprodukte AG, Bern     TCHF 161 1
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Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften (≥ 5 % der Anteile)          
Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr   Eigenkapital Jahresüberschuss/ -fehlbetrag
BayWa AG, München direkt          
Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 5,2 2008 TEUR 481.160 15.820
Südstärke GmbH, Schrobenhausen 6,5 2008 TEUR 109.362 1.072
VK Mühlen AG, Hamburg 10,0 2009 TEUR 104.691 12.006
über Tessol Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart          
Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mbH, München 10,5 2009 TEUR 7.426 441

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, 26. Februar 2010

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Frank Hurtmanns

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 12. März 2010

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Reitmayr, Wirtschaftsprüfer

Götz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Die BayWa AG blickt ungeachtet der im zurückliegenden Jahr dominierenden Finanz- und Wirtschaftskrise auf eine gute Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 2009 zurück. Angesichts der tiefen Krise der Finanz- und Gütermärkte hat sich das diversifizierte Geschäftsmodell des Unternehmens hervorragend bewährt. Trotz eines deutlich schwächeren Agrargeschäfts konnte nicht zuletzt durch Portfoliobereinigungen im Rahmen der strategischen Neupositionierung ein stabiles Gesamtergebnis für das Geschäftsjahr 2009 erzielt werden.

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zu- stimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde monatlich mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2009 konstruktiv und vertrauensvoll.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In den vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens Gegenstand der Beratung. Auch befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert. Über die Entwicklung und Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf das Unternehmen hat sich der Aufsichtsrat auch in diesem Berichtsjahr regelmäßig unterrichten lassen.

In der Sitzung am 25. März 2009 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 4. Juni 2009 und ein neuer Geschäftsverteilungsplan des Vorstands. Der Aufsichtsrat nahm ferner zustimmend von der Amtsniederlegung des Vorstandsmitglieds Dr. Stefan Bötzel Kenntnis.

In der Sitzung am 14. Mai 2009 wurden der 1. Quartalsabschluss 2009 und die Strategie der BayWa Green Energy GmbH erörtert. In der Sitzung am 5. August 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Halbjahresabschluss 2009 befasst. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die anhängige Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom 4. Juni 2009. Darüber hinaus erhielt der Aufsichtsrat einen Überblick über aktuelle strategische Projekte und Beteiligungsvorhaben. Dabei beschäftigte er sich auch mit der Herauslösung der Autohandelsaktivitäten aus dem BayWa-Konzern.

Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2005 wurden am 6./7. Oktober 2009 im Umlaufverfahren beschlossen.

In einer außerordentlichen Sitzung am 26. Oktober 2009 hat sich der Aufsichtsrat mit zwei Akquisitionen durch die BayWa Green Energy GmbH, München, befasst, dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, sowie an der RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München.

In diesem Zusammenhang wurde erneut die Strategie der BayWa Green Energy GmbH erläutert.

In der Sitzung am 11. November 2009 wurden der 3. Quartalsabschluss und das Ergebnis der Effizienzprüfung des Aufsichtsrats präsentiert und entsprechend umgesetzt. Im Fokus der Sitzung standen des Weiteren die Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats aufgrund gesetzlicher Neuerungen (BilMoG, VorstAG), etwaige Schadensersatzansprüche gegenüber gegenwärtigen und früheren Mitgliedern des Vorstandes sowie der Verkauf der Geschäftsanteile an der DZ Bank.

In der Sitzung am 30. März 2010 hat der Aufsichtsrat u. a. auch über die Anpassung der Vergütung der Vorstandsmitglieder an die Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung beraten und beschlossen. Die Struktur der Vergütung wurde insgesamt geändert und die variable Vergütung um eine langfristige Komponente mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage ergänzt. Kein Mitglied des Aufsichtsrats hat im Geschäftsjahr 2009 an mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats gefehlt. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern waren im zurückliegenden Geschäftsjahr nicht gegeben.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt fünf Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert.

Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz und Dr. h.c. Stephan Götzl an. Vorsitzender ist Albrecht Merz. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Generalbevollmächtigten Finanzen in seiner Sitzung am 24. März 2009 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfberichte und die Abschlussunterlagen wurden den Mitgliedern des Ausschusses rechtzeitig zugesandt.

Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Beurteilung der Risikolage und des bestehenden Risikomanagementsystems. Untersucht wurden insbesondere das Risikofrüherkennungssystem und das EDV-System. Gegenstand der Sitzung am 9. November 2009 waren die Einholung der Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, die Erteilung der Prüfungsaufträge, die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2009 und des Prüfungshonorars.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 29. März 2010 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2010 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 18. Juni 2010 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen.

Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Albrecht Merz und Gregor Scheller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Tätigkeitsschwerpunkte waren Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie die Erteilung der Zustimmung zur Übernahme externer Mandate durch Mitglieder des Vorstands im Einzelfall. Der Vorstandsausschuss ist auch für die Nominierung von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner für die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zuständig. Im Geschäftsjahr 2009 gab es hier zu keine Entscheidungen.

Dem Ständigen/Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel, Ernst Kauer, Dr. E. Hartmut Gindele, Dr. h.c. Stephan Götzl, Dr. Christian Konrad, Klaus Auhuber und Gunnar Metz an. Der Ständige/Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr dreimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen und Themen im Zusammenhang mit Corporate Governance. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Insbesondere wurden in der außerordentlichen Sitzung des Ständigen/Strategie Ausschusses am 14. Oktober 2009 die Strategie der BayWa Green Energy GmbH und zwei Akquisitionsvorhaben der BayWa Green Energy GmbH vorgestellt. In der Sitzung am 9. November 2009 wurde ferner eine Effizienzprüfung des Aufsichtsrats durchgeführt.

Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2008 und dem Investitionsetat 2010.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel und die Mitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance

In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Informationen zur Corporate Governance bei der BayWa AG sowie einen ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind in der Erklärung zur Unternehmensführung enthalten.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 11. November 2009 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.de veröffentlicht.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Dem Ergebnis dieser Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 30. März 2010 zu.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns in der Sitzung vom 30. März 2010 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2009 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Die Unterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 29. März 2010 intensiv behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss jeweils gebilligt. Gemäß § 172 AktG ist damit der Jahresabschluss der BayWa AG festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,40 Euro pro Aktie, sowie der Einstellung von 12.791.908,51 Euro in die anderen Gewinnrücklagen, hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an.

Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 30. März 2010 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sieht der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die vorgelegten Abschlüsse zu erheben.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Im Berichtsjahr 2009 kam es zu keinen personellen Veränderungen im Aufsichtsrat.

Am 5. März 2009 hat Dr. Stefan Bötzel aus familiären Gründen sein Amt als Mitglied des Vorstands niedergelegt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.

Für den Aufsichtsrat

 

München, 30. März 2010

Manfred Nüssel, Vorsitzender