![]() BayWa AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011Konzernjahresabschluss 2011 BayWa AGBayWa-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2011Der BayWa-Konzern hat sich im Geschäftsjahr 2011 sehr erfolgreich weiterentwickelt. Im Fokus standen die Internationalisierung des Geschäfts und der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien. Der Umsatz der BayWa legte in allen Segmenten zu. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) übertraf die BayWa das Niveau des Vorjahres in allen drei Geschäftssegmenten. Segment Agrar 2011 mit einem Umsatzzuwachs von 21,5 ProzentDie Geschäftsentwicklung im Segment Agrar war in einigen Erzeugnisbereichen - insbesondere bei Getreide -durch geringere Erntemengen gekennzeichnet. Dies führte bei einer die aktuelle Erntemenge übersteigenden Nachfrage zu einem Abbau der Lagerbestände bei einigen bedeutenden Agrarrohstoffen. In der Folge bewegten sich die Preise für Agrarerzeugnisse im Jahresdurchschnitt deutlich über den Vorjahreswerten. Bei den Betriebsmitteln lagen die Absatzvolumina für Dünge- und Pflanzenschutzmittel über dem Vorjahresniveau und auch bei Futtermitteln nahm der Verbrauch zu. Höhere Preise für Betriebsmittel wirkten sich vor dem Hintergrund der verbesserten Erzeugnispreise nicht negativ auf die Mengennachfrage aus. Im Obstgeschäft wurde bei Tafelkernobst ein deutlich höheres Erntevolumen erzielt als im Vorjahr, in dem in einzelnen Regionen Ernteausfälle durch Hagelschäden entstanden waren. Gleichzeitig blieben die Erzeugnispreise weitgehend stabil. Das Landtechnikgeschäft profitierte von Investitionen der landwirtschaftlichen Betriebe auf Rekordniveau. Hier hat die positive Erlösentwicklung der Betriebe zu einer entsprechend hohen Investitionsbereitschaft geführt. Daneben wirkt sich grundsätzlich aus, dass die Bewirtschaftung größerer Flächen je Betrieb einen zunehmenden Technologieeinsatz erfordert. Nicht zuletzt wird durch den Einsatz moderner prozessgesteuerter Großmaschinen die Effizienz gesteigert und die Kosten werden gesenkt, so dass sich die Investitionen wirtschaftlich rentieren. Insgesamt erzielte das Segment Agrar des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 4.258,9 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 753,8 Mio. Euro bzw. 21,5 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich dabei von 63,9 Mio. Euro im Vorjahr um 22,1 Prozent auf 78,0 Mio. Euro im Berichtsjahr erhöht. Umsatzanstieg des Segments Energie um 31,9 ProzentIm klassischen Energiegeschäft des Segments Energie konnten die Absatzmengen im Berichtsjahr in allen Bereichen - Heizöl, Holzpellets, Kraftstoffe und Schmierstoffe - insbesondere durch Unternehmenskäufe gesteigert werden. Allerdings wirkte sich das hohe Preisniveau für Rohöl im Wärmemarkt ungünstig auf das Nachfrageverhalten aus, so dass sich die Margen gegenüber dem Vorjahr einengten. Das Tankstellen- und das Schmierstoffgeschäft profitierten von der anhaltend guten Wirtschaftslage. Der Umsatz lag bei der klassischen Energie mit 2.805,9 Mio. Euro um 33,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Diese Zunahme ist jedoch maßgeblich durch das erhöhte Preisniveau bei Rohöl bedingt. Gleichzeitig ging das EBIT im Wesentlichen aufgrund der geringeren Margen im Heizölgeschäft um 31,7 Prozent auf 6,3 Mio. Euro zurück. Im Geschäftsfeld der regenerativen Energien legte der Umsatz im Berichtsjahr durch organisches Wachstum und Akquisitionen um 20,1 Prozent auf 306,0 Mio. Euro weiter zu. Das Wachstum wurde von allen drei Teilbereichen - Photovoltaik, Windkraft und Biogasanlagen - getragen. Das EBIT stieg um 28,5 Prozent auf 27,1 Mio. Euro. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie mit 3.111,8 Mio. Euro um 31,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT des Segments verbesserte sich um 10,1 Prozent auf 33,4 Mio. Euro. Segment Bau mit Umsatzsteigerung von 8,5 ProzentDas Segment Bau entwickelte sich im Berichtsjahr erfreulich. Der Baustoff-Fachhandel profitierte von der im gesamten Jahr günstigen Witterung und von der Belebung der allgemeinen Baukonjunktur. Neben der deutlichen Zunahme des Wohnungsneubaus trug auch eine stärkere Bautätigkeit des gewerblichen Nichtwohnbaus zu der steigenden Nachfrage nach Baustoffen bei. Die Bautätigkeit des öffentlichen Sektors verharrte dagegen auf dem Niveau des Vorjahres. In diesem Umfeld erzielte die Sparte Baustoffe ein Umsatzwachstum um 10,0 Prozent auf 1.508,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde um 16,1 Mio. Euro auf 24,7 Mio. Euro gesteigert. Im Bau & Gartenmarktgeschäft trugen die günstige Wirtschaftsentwicklung und das weiter verbesserte Konsumklima der privaten Haushalte zu einer Belebung bei. Daneben wirkten sich Wiedereröffnungen von Baumärkten nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen umsatzerhöhend aus. Der Umsatz der Sparte nahm um 4,7 Prozent auf 557,1 Mio. Euro zu. Das EBIT verbesserte sich um 20,5 Prozent auf 11,8 Mio. Euro. Hier wirkten sich insbesondere die erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen sowie der Wegfall der damit verbundenen Aufwendungen des Vorjahres ergebnissteigernd aus. Insgesamt erzielte das Segment Bau eine Umsatzsteigerung um 8,5 Prozent auf 2.065,6 Mio. Euro. Das EBIT verdoppelte sich dabei nahezu von 18,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 36,5 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011. Vorschlag, Dividende auf 0,60 Euro zu erhöhenDer BayWa-Konzern verbesserte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2011 insgesamt um 1.682,7 Mio. Euro bzw. 21,3 Prozent auf 9.585,7 Mio. Euro. Das EBIT wurde gegenüber dem Vorjahr um 17,5 Prozent auf 151,4 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Berichtsjahr auf 97,7 Mio. Euro. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,60 Euro je Aktie vor. II. Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitRund 3.000 Vertriebsstandorte in 17 LändernDie BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen in den Branchen Agrar, Energie und Bau. Die Unternehmensaktivitäten sind dementsprechend in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau gegliedert. Die Kernkompetenzen der Segmente liegen auf Handels- und Logistikleistungen, die durch umfangreiche spezifische Beratungs- und Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel und ihrer starken Verankerung in den ländlichen Regionen hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikkonzerne in Europa weiterentwickelt. Einschließlich Franchise- und Partnerfirmen verfügt der Konzern über rund 3.000 Vertriebsstandorte in 17 Ländern. Die Hauptvertriebsgebiete liegen dabei in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus hat sich die BayWa im Zuge des weiteren Wachstums entlang der strategischen Leitlinien neue Märkte in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie Großbritannien erschlossen. Ferner sind mit dem geplanten Kauf von Turners & Growers die ersten Meilensteine für den Eintritt in Neuseeland gelegt worden. Der BayWa-Konzernscroll
Segment Agrar: 44 Prozent Anteil am KonzernumsatzTraditionell erwirtschaftet der BayWa-Konzern den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2011 trug das Segment Agrar rund 44 Prozent zum Konzernumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und vertreibt landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie Futtermittel für die Viehhaltung. In der Sparte Obst ist die BayWa als Systemanbieter für den Lebensmittelgroß- und Einzelhandel in Deutschland und, unter Vorbehalt der Zustimmung der Regulierungsbehörde, über die neuseeländische Gesellschaft Turners & Growers auch international künftig mit verstärkter Fokussierung Richtung Asien tätig. Das Angebot der Sparte Technik umfasst das komplette Sortiment der Land- und Forstwirtschaft für die Außen- und Innenwirtschaft sowie das Technikangebot für Kommunen und gewerbliche Kunden. Im Service bietet die Sparte über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge Wartungs- und Reparaturleistungen an und verkauft Ersatzteile. Segment Energie: 32 Prozent Anteil am KonzernumsatzDas Segment Energie mit einem Anteil von rund 32 Prozent am Konzernumsatz vertreibt im Bereich der klassischen Energieträger in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Im Geschäftsfeld der regenerativen Energien sind die Aktivitäten der BayWa r.e gebündelt. Hier ist die BayWa im Handel, der Projektierung, der Errichtung sowie der anschließenden Veräußerung betriebsfertiger Anlagen in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas tätig. Im Zuge der Umsetzung der zweifachen Diversifizierungsstrategie, um die Abhängigkeit von einzelnen regenerativen Energieträgern und Ländermärkten zu verringern, ist das Geschäft der BayWa r.e mit Aktivitäten in allen bedeutenden europäischen Märkten und in den USA deutlich internationaler ausgerichtet als bei den klassischen Energieträgern. Segment Bau: 22 Prozent Anteil am KonzernumsatzRund 22 Prozent des Konzernumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. Bau & Gartenmärkte -schwerpunktmäßig in ländlichen Regionen - betreibt der Konzern seit Anfang des Jahres 2012 größtenteils über die neu gegründete BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hat sich zum Jahresbeginn 2012 als ein Joint Venture mit der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH der Baumarktkette Hellweg angeschlossen. Im Zuge dessen werden die Bau & Gartenmärkte mit Wirkung zum 1. Januar 2012 at-Equity bilanziert. Aus dem Joint Venture wird sich die BayWa planmäßig bis spätestens 1. Januar 2021 vollständig zurückziehen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zudem ein bedeutender Franchisegeber. 108 vollkonsolidierte Gesellschaften im BayWa-KonzernDie BayWa AG führt ihre Geschäfte in den drei Segmenten sowohl direkt als auch über ihre Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. In Osteuropa, Spanien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Österreich, Neuseeland (geplant) und den USA liegt die Geschäftsführung bei jeweils separaten Landesgesellschaften. Insgesamt umfasst der BayWa-Konzern neben der BayWa AG selbst 107 vollkonsolidierte Gesellschaften. Daneben werden 14 Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen. Konzernziele, Strategie und SteuerungDie übergeordneten Konzernziele der BayWa bestehen in der Fortsetzung ihres Wachstumskurses und der Steigerung ihrer Ertragskraft, um im Wettbewerb ihre Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Energie und Bau langfristig auszubauen. Aus den Konzernzielen leitet die BayWa die Kernelemente ihrer Strategie ab:
Stärkere Internationalisierung des GeschäftsIn allen Bereichen nachhaltig wirtschaftenDas Ziel des Wachstums erreicht die BayWa sowohl organisch über die Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten und die Erschließung neuer Geschäftsfelder im Inland und Ausland als auch - wo dies zu attraktiven Konditionen möglich ist - durch Akquisitionen. Dabei kommt dem Aspekt der stärkeren Internationalisierung des Geschäfts angesichts sich wandelnder Märkte und der fortschreitenden Globalisierung eine wachsende Bedeutung für den langfristigen Erfolg zu. Durch die Internationalisierung ihres Geschäfts wird die BayWa unabhängiger von Entwicklungen in Einzelmärkten im Sinne einer geografischen Diversifizierung. Diesen Weg forciert der BayWa-Konzern insbesondere im Agrar- und Energiesektor. So können die Auswirkungen äußerer Faktoren wie beispielsweise witterungsbedingte Ernteausfälle oder Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich der erneuerbaren Energien in einzelnen Ländern auf den Geschäftserfolg der BayWa vermindert werden. Dadurch gewinnt die BayWa an Stabilität. Darüber hinaus erschließt sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Zudem strebt die BayWa an, in allen Bereichen nachhaltig zu wirtschaften. Sie will damit ihren Beitrag dazu leisten, Ressourcen für kommende Generationen zu sichern, und stellt so gleichzeitig das eigene Geschäft auf eine zukunftsfähige Basis. Durch verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln will die BayWa nachhaltig wachsen und eine ausgewogene Balance zwischen Ökonomie, Ökologie, sozialem Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung schaffen. Durch das Konzernwachstum lassen sich Skaleneffekte realisieren, die in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement die Ertragskraft steigern. Der Schwerpunkt der strategischen Maßnahmen liegt auf der Effizienzsteigerung der Standorte, der Optimierung der Prozesse und Abläufe sowie der intensiveren Nutzung der vorhandenen Vertriebsstrukturen. Zieleigenkapitalquote von 30 ProzentAuf der Finanzierungsseite liegt der Fokus auf dem effizienten Management des Working Capitals. Hier hat die BayWa durch die längerfristige Finanzierung eines Teils des Working Capitals über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen den veränderten Geschäftsstrukturen, die sich insbesondere durch das Wachstum im Geschäftsfeld BayWa r.e. ergeben haben, Rechnung getragen. Unverändert achtet die BayWa auf eine ausgewogene Kapitalstruktur mit einer mittel- bis langfristigen Zieleigenkapitalquote von 30 Prozent. Steuerung durch wertorientierte UnternehmensführungDie Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt anhand strategischer und operativer Vorgaben und über die wertorientierte Unternehmensführung. Diese wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Konzern. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten tatsächlichen Kapitalkosten verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den Kapitalkosten liegt. Dabei konnten die Segmente Agrar und Energie im Geschäftsjahr 2011 einen positiven Economic Profit erzielen und ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Insgesamt erreichte das Segment Bau zwar einen positiven Ergebnisbeitrag, konnte jedoch die zugrunde liegenden Kapitalkosten nicht vollständig erwirtschaften. Die Unterschreitung ist auf die Sparte Bau & Gartenmarkt zurückzuführen, deren Ergebnis nicht ausreicht, um das durchschnittlich investierte Kapital dem Geschäftsrisiko entsprechend angemessen zu verzinsen. Die Sparte Baustoffe hingegen hat die Zielvorgaben erreicht. Dienstleistungen, Produkte und GeschäftsprozesseIm Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen wie auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut und Betriebsmitteln, die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass das Segment Agrar der BayWa über das gesamte Jahr in engem Kontakt mit ihren Kunden aus der Landwirtschaft steht. Führender Anbieter von deutschem TafelobstIm Obst- und Gemüsegeschäft ist die BayWa führender Anbieter von deutschem Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für deutsches Tafelkernobst sowie größter Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Daneben erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die Sparte Obst als Vertragsvermarkter die Ware für Kunden im In- und Ausland. Über die Tochtergesellschaften Frucom in Hamburg und über den geplanten Kauf von Turners & Growers mit Sitz in Neuseeland wird die BayWa den Einstieg in das internationale Obstgeschäft erreichen. Sie ist damit in der Lage, den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel ganzjährig als Vollsortimenter mit Obst zu versorgen. Zudem erschließt sie sich über die vorhandenen Vertriebsstrukturen der ausländischen Gesellschaften zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten. Technik für Land- und Forstwirtschaft sowie Kommunen und gewerbliche BetriebeDie Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments an landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Anlagen. Für den Ackerbau umfasst das Produktspektrum Traktoren, Lade- und Transportfahrzeuge, Maschinen zur Bodenbearbeitung und Aussaat, Geräte für die Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Erntemaschinen aller Art, spezielle Maschinen für Sonderkulturen wie Wein, Hopfen, Gemüse oder Obst sowie Bewässerungsanlagen. In der Stallungstechnik wird von Melk- und Kühlanlagen bis zu Anlagen für die Futtermischung und die automatische Futtervorlage eine breite Produktpalette vertrieben. Für den Getreide- und Futtermittelanbau reicht das Angebot von Trocknungs- und Reinigungstechnik über Lagerungstechnik bis zu Förder- und Mischanlagen. Für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge für vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge an. Für die Forstwirtschaft umfasst das Sortiment Großgeräte wie Forsttraktoren, Holzspalter, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulcher, Seilwinden und Wegebaumaschinen sowie Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern einschließlich der erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Netz von Standorten sichergestellt. Klassisches Energiegeschäft mit fossilen EnergieträgernDas klassische Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn , Kraft- und Schmierstoffen. Dabei handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 280 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch die Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher nutzt das Segment Energie regelmäßig Chancen zu Wachstum durch Akquisitionen. Die, abgesehen von wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern, überwiegend mittelständisch geprägte Struktur des Brennstoffhandels bietet hierfür immer wieder gute Gelegenheiten. Im Schmierstoffvertrieb beliefert die BayWa traditionell vor allem die Landwirtschaft, kleine und mittlere Kunden im metallverarbeitenden Gewerbe und Industriekunden. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Geschäft der regenerativen Energien mit Solar, Windkraft und BiogasBei den regenerativen Energien deckt die BayWa in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas die Wertschöpfungskette über Planung, Entwicklung und Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen ab. Das Angebot umfasst Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse. Darüber hinaus werden die Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Im Jahr 2011 hat die BayWa ihre internationale Diversifizierung der Aktivitäten durch weitere Akquisitionen fortgeführt. Sie ist nun in insgesamt 10 Ländern in Europa sowie in den USA vertreten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten im Geschäftsfeld BayWa r.e und die Einrichtung von Landesgesellschaften im Jahr 2011 wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können. Kundengruppen im Baustoff-Fachhandel der BayWaIm Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die regional ausgerichtete Struktur im Baustoff-Fachhandel. Im Geschäft mit Ausbauprodukten stellen die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung eine Kernkompetenz der BayWa dar. Das Bau & Gartenmarktgeschäft ist mit einem auf Angebotsnischen orientierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt. Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Freizeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt. Im Winter stehen dagegen der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Die BayWa hat einen großen Teil ihres Bau & Gartenmarktgeschäfts mit Wirkung zum 1. Januar 2012 in ein Joint Venture unter der unternehmerischen Führung der Baumarktkette Hellweg eingebracht und wird sich mittelfristig komplett aus diesem Geschäft zurückziehen. Aus diesem Grund wurden die damit verbundenen Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss 2011 als Veräußerung klassifiziert und zählen zukünftig nicht mehr zum Kerngeschäft der BayWa. Absatzmärkte und WettbewerbspositionBei den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und EinzelhandelIm landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel zählt die BayWa zu den führenden Unternehmen in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. Die BayWa verfügt mit über 1.100 Standorten in ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg sowie flächendeckend in Österreich, über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den rund 500 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten in Österreich bestehen enge Geschäftsbeziehungen. Bei den Agrarprodukten setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein. Gute Marktstellung für das klassische EnergiegeschäftIm klassischen Energiegeschäft ist die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich vertreten und verfügt hier über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt. Daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Der Markt für erneuerbare Energien ist ein regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den drei Bereichen Photovoltaik, Windenergie und Biogas sowie Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und den USA sowohl produktseitig als auch geografisch gut diversifiziert. Im Baustoff-Fachhandel die Nr. 2 in DeutschlandIm Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 840 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 220 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa mit 28 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Im Bau & Gartenmarktgeschäft liegt der Schwerpunkt der BayWa in Deutschland und in Österreich auf den ländlichen Regionen. Darüber hinaus ist die BayWa in Deutschland, Österreich und Italien auch als Franchisegeber vertreten. Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenEinflussfaktoren im AgrargeschäftDas Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei ist die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen - wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt. Auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe hat stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. Preisvolatilität bei Rohöl im klassischen EnergiegeschäftDas Energiesegment wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und einer zunehmenden Nachfrage. Bei Bio-Treibstoffen ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen und von politischen Vorgaben über die Höhe der Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bis zum Erreichen der Netzparität noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird. Baukonjunktur beeinflusst Baustoff-FachhandelIm Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen - positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit sind es insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen, die das Investitionsverhalten bestimmen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenWeltwirtschaft 2011 an Dynamik verlorenDas Wachstum der Weltwirtschaft hat im Jahr 2011 erheblich an Dynamik verloren. Insgesamt nahm die Wirtschaftsleistung real nur noch um 2,7 Prozent zu, nach 4,1 Prozent im Vorjahr. In den Industrieländern wurde lediglich ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um durchschnittlich 1,6 Prozent erreicht. Hier wirkten sich insbesondere die schwache Entwicklung in den USA aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der anhaltend schwierigen Lage der Immobilienmärkte mit einem Zuwachs um lediglich 1,7 Prozent sowie der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Japan um 0,9 Prozent infolge der Naturkatastrophe im März 2011 negativ aus. Auch der Euro-Raum weist aufgrund der dämpfenden Auswirkungen der Staatsschuldenkrise der südeuropäischen Peripheriestaaten lediglich ein verhaltenes Wachstum von 1,6 Prozent auf. Eine überdurchschnittliche Expansionsrate von 6,0 Prozent erzielten dagegen die Schwellen- und Entwicklungsländer - allen voran China mit einem Plus von 9,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft profitierte 2011 von einer anhaltend hohen Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen im Ausland. So lagen die Exporte um 8,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem trugen die Anlageinvestitionen mit einem Zuwachs um 6,4 Prozent in höherem Maße zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei als im Vorjahr. Dagegen erhöhten sich die privaten Konsumausgaben im Jahr 2011 lediglich um 1,4 Prozent, und auch die Staatsausgaben legten mit 1,3 Prozent nur unterproportional zu. In Österreich erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Leistung im Jahr 2011 um 3,2 Prozent. Das Wachstum wurde vor allem getragen durch 5,6 Prozent höhere Anlageinvestitionen und kräftige Zuwächse im Export von 7,8 Prozent. Branchentrend AgrarPreise für Agrarerzeugnisse deutlich erhöhtVerglichen mit dem Vorjahr haben sich die durchschnittlichen Preise für Agrarerzeugnisse - insbesondere für Getreide, Raps, Obst und Milch - im Jahr 2011 deutlich erhöht. Zum Ende des dritten Quartals lag der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt um knapp 12 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Gestützt wurde dieser Preistrend bei den global bedeutenden Agrarrohstoffen durch die weltweit stark wachsende Nachfrage und die steigenden Energiepreise. Über den vermehrten Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Energieerzeugung bilden die Preise am Energiemarkt zunehmend eine Preisuntergrenze für die entsprechenden landwirtschaftlichen Produkte. Zudem hat das ungünstige Wetter während der Haupterntezeit im Spätsommer und Frühherbst in einigen Regionen zu Ernteausfällen geführt. Weltweit lag die Produktionsmenge von Getreide im Getreidejahr 2010/11 mit 2.200,3 Mio. Tonnen um 1,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg der Verbrauch um 1,2 Prozent auf 2.228,7 Mio. Tonnen an, so dass sich die Endbestände um 28,4 Mio. Tonnen auf 462,2 Mio. Tonnen verringerten. In Deutschland blieb die gesamte Erntemenge von Getreide um 5,7 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Besonders stark waren die witterungsbedingten Einbußen bei Wintergerste mit 14,9 Prozent geringeren Hektarerträgen. Regional betrachtet, war die Ertragsentwicklung im Süden und Westen günstiger als im Norden und Osten. In der Milchwirtschaft verbesserten sich die Erzeugerpreise bei einer um rund 2,4 Prozent höheren Milchproduktion im zweiten Jahr in Folge. Die Fleischproduktion dürfte 2011 insgesamt weiter um 1 bis 2 Prozent zugenommen haben. Dabei wurden in der Rindermast leicht rückläufige Mengen durch steigende Preise überkompensiert. Die Schweinemast war im Jahr 2011 einerseits durch hohe Futtermittelpreise und andererseits durch die Dioxinfunde in bestimmten Futtermitteln zum Jahresbeginn belastet. In der Folge sanken die Erzeugerpreise zunächst auf einen mehrjährigen Tiefstand, von dem sie sich allerdings im Jahresverlauf wieder erholen konnten. Die Geflügelmast legte im Jahr 2011 bei deutlich verbesserten Preisen mengenmäßig um rund 3 Prozent zu. Die Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel stiegen insgesamt mit 8 Prozent ebenfalls deutlich an. Hier waren insbesondere bei Düngemitteln, Futtermitteln und Energie überdurchschnittliche Preisanstiege zu verzeichnen, wohingegen die Preissteigerungen für Pflanzenschutzmittel moderat ausfielen. Die insgesamt deutlich höheren Einnahmen der Landwirtschaft konnten die Kostensteigerungen jedoch mehr als ausgleichen. Daher gehen die ersten Berechnungen des Deutschen Bauernverbands von einem Anstieg der Nettowertschöpfung um rund 7 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro aus. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft verbesserten sich damit um knapp 10 Prozent auf 24.600 Euro im Kalenderjahr 2011, nach 22.500 Euro im Jahr 2010. Die Landtechnik verzeichnete 2011 mit einem Umsatzzuwachs um mehr als 30 Prozent ein Rekordjahr. Die hohe Nachfrage nach moderner Landtechnik wurde zum einen durch die im Großen und Ganzen gute Erlössituation für Agrarerzeugnisse begünstigt und zum anderen durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft getrieben. So ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Jahr 2010 um 2,3 Prozent auf 300.700 weiter zurückgegangen, während sich die durchschnittliche bewirtschaftete Fläche um 2,3 Prozent auf 55,8 Hektar erhöhte. Dieser Trend fördert den zunehmenden Einsatz intelligenter und prozessgesteuerter Landtechnik aus Effizienzgründen. Branchentrend EnergieNachfrage im Bereich Schmierstoffe weiter zugenommenDas Wärmegeschäft wurde im Jahr 2011 maßgeblich durch das hohe Preisniveau des Rohöls beeinflusst. Nachdem der Rohölpreis zum Jahresende 2010 mit rund 95 US-Dollar pro Barrel bereits nahe an den unterjährigen Höchstpreisen geschlossen hatte, setzte zu Beginn 2011 eine weitere starke Aufwärtsbewegung ein, in deren Verlauf der Preis bis Anfang April auf knapp 127 US-Dollar stieg. Von dieser Marke ging der Rohölpreis unter starken Schwankungen bis Anfang Oktober zwar wieder auf 100 US-Dollar zurück, lag jedoch im gesamten Jahresverlauf 2011 deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund und aufgrund geringerer Verbräuche infolge des relativ milden Winters blieb die Mengennachfrage verhalten. Auch im Kraftstoffgeschäft waren trotz positiver konjunktureller Einflüsse und einem weiter wachsenden Fahrzeugbestand nur geringfügige Absatzsteigerungen zu verzeichnen. Die Preispolitik der großen Mineralölunternehmen blieb - wie bereits im Vorjahr - darauf ausgerichtet, die geringen Margen im Raffineriebereich durch höhere Margen in sonstigen Geschäftsfeldern, wie beispielsweise Tankstellen, auszugleichen. Im Bereich Schmierstoffe hat die Nachfrage im Jahr 2011 weiter zugenommen, was im Wesentlichen auf die anhaltend positive Entwicklung der metallverarbeitenden Industrie und insbesondere des Maschinenbaus zurückzuführen ist. Beschleunigte Energiewende in DeutschlandIm Bereich der regenerativen Energien sind die grundlegenden politischen Weichenstellungen mit der Verabschiedung des Energiekonzepts 2050 durch Bundesregierung und Bundestag im Herbst 2010 erfolgt. Danach soll bis zum Jahr 2050 der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent gesteigert, der gesamte Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt und die CO2 -Emissionen sollen um 80 bis 95 Prozent verringert werden. Die Atomkatastrophe in Japan im März 2011 hat in Deutschland die Energiewende durch die Rücknahme der Laufzeitverlängerungen für die bestehenden Atomkraftwerke noch beschleunigt. Insgesamt schreitet der Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas weiter voran und wird zunehmend auch von den etablierten Energieversorgungsunternehmen forciert. Während es sich bei Windkraft- und Biogasanlagen in der Regel um kommerzielle Großprojekte handelt, wird die Nachfrage nach Solaranlagen in starkem Maße auch von privaten Haushalten beeinflusst. Hier hat insbesondere die Entwicklung der Förderungsmaßnahmen maßgebliche Auswirkungen auf die Investitionsentscheidungen. Nach der weiteren Kürzung der Solarförderung zum 1. Januar 2011 blieb das Interesse an Solaranlagen in Deutschland in den ersten 9 Monaten 2011 im Vergleich zu dem starken Vorjahr sehr verhalten. Ein Überangebot von Solarzellen aus China führte allerdings zu einem starken Preisverfall bei den Modulen, so dass die Förderungskürzungen vom 1. Januar und 1. Juli 2011 überkompensiert wurden. So wurden allein im Dezember im Vorgriff auf die nächste anstehende Kürzung der Förderung zum 1. Januar 2012 mit über 3.000 Megawatt fast 50 Prozent des Rekordzubaus von 7.500 Megawatt im Gesamtjahr 2011 installiert. Auch in den Auslandsmärkten wie Frankreich, Großbritannien, Italien oder Spanien wurden die Einspeisevergütungen für regenerative Energieträger zum Teil aus technischen und zum Teil aus budgetären Gründen im Jahr 2011 weiter reduziert bzw. die Förderungen sogar ausgesetzt. Damit standen sich im Jahr 2011 zwei gegenläufige Entwicklungen gegenüber. Einerseits besteht in vielen Ländern ein breiter gesellschaftlicher Konsens zur deutlichen Erhöhung des Anteils regenerativer Energien an der Energieerzeugung. Andererseits ist der effizienteste Weg, auf dem dieses Ziel zu erreichen ist, vielfach noch unklar. Branchentrend Bau18 Prozent mehr Baugenehmigungen in DeutschlandDie Baubranche profitierte 2011 von im gesamten Jahresverlauf sehr günstigen Witterungsverhältnissen. So ermöglichte das im Vergleich zum Vorjahr frühe Ende des Winters 2010/11 einen frühzeitigen Beginn zahlreicher Bauvorhaben und die bis Dezember 2011 anhaltend milde Witterung ohne Frost erlaubte eine Fortsetzung der Bautätigkeit bis zum Jahresende. Mit einem Anteil von über 56 Prozent der gesamten Bauinvestitionen ist der Wohnungsbau das bedeutendste Segment in Deutschland. Unterstützt durch das weiterhin niedrige Zinsniveau hatte die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen im Jahr 2010 mit 188.500 Einheiten um gut 6 Prozent zugelegt. Dieser positive Trend hat sich 2011 mit einem weiteren Anstieg um 18 Prozent auf 222.600 Baugenehmigungen beschleunigt. Die günstigen Wetterverhältnisse und die hohe Zahl der Genehmigungen führten im Jahr 2011 zu einer Zunahme der Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 5,9 Prozent. Der Nichtwohnungshochbau wies insgesamt ein Wachstum der Bautätigkeit um 3,8 Prozent auf. Besonders positiv entwickelte sich dabei der gewerbliche Hochbau mit einem Plus von 6,0 Prozent, während die Investitionen im öffentlichen Hochbau nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme des Vorjahres um 4,9 Prozent zurückgingen. Im Tiefbau nahm die Investitionstätigkeit nach vier Jahren rückläufiger Entwicklung im Jahr 2011 erstmals wieder mit 6,7 Prozent kräftig zu. Dabei verzeichnete der gewerbliche Tiefbau einen Zuwachs um 8,6 Prozent und der öffentliche Tiefbau um 4,9 Prozent. Der Anteil der Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung an den gesamten Investitionen im Hochbau ist weiter auf knapp 73 Prozent gestiegen. Insgesamt lagen die Bauinvestitionen in Deutschland um 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch in Österreich wirkte sich die günstige Witterung positiv auf die Bautätigkeit aus. So wurden insbesondere aufgrund des guten Wetters im Herbst 2011 zahlreiche für 2012 geplante Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgezogen. Dennoch fiel die Zunahme der Bauinvestitionen insgesamt mit 1,0 Prozent lediglich moderat aus. Die Gründe hierfür liegen in der Kürzung der Wohnungsbauförderung, die bereits seit mehreren Jahren zu einem Rückgang der Baugenehmigungen im Wohnungsbau führt, sowie der Aussetzung der Förderprojekte zur thermischen Sanierung. Daneben wurden auch die Investitionen in die Schienen- und Straßeninfrastruktur aufgrund der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Budgets gekürzt. Die österreichische Baustoffindustrie verzeichnete im Jahr 2011 allerdings einen nominalen Umsatzanstieg um 5,5 Prozent. III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung der KonzerngeschäftssegmenteEntwicklung des Segments Agrar im Jahr 201119,8 Prozent mehr Umsatz in der Sparte AgrarhandelIn der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2011 um 19,8 Prozent auf 3.029,6 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist im Wesentlichen preisbedingt, da sich die steigende Entwicklung der Preise für Agrarerzeugnisse im Jahr 2011 insgesamt fortgesetzt hat. Dagegen lagen die Erntemengen im Durchschnitt aller pflanzlichen Erzeugnisse unter den Vorjahreswerten. Bei Getreide lag die Erzeugung um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreserntevolumen. Der Getreideumschlag der BayWa ging im Jahr 2011 um 2,1 Prozent auf 4,9 Mio. Tonnen zurück, nach 5,0 Mio. Tonnen im Vorjahr. Allerdings profitierte der Getreidehandel von dem starken Nacherfassungsgeschäft und der insbesondere im ersten Halbjahr günstigen Preisentwicklung in der Vermarktung. Bei Dünge- und Futtermitteln lag das Absatzvolumen um 2,6 Prozent bzw. 2,4 Prozent über den Vorjahreswerten. Das maßgeblich preisbedingte Umsatzwachstum führte beim EBITDA zu einem Anstieg um 5,3 Mio. Euro bzw. 6,9 Prozent auf 82,0 Mio. Euro. Da sich gleichzeitig die Abschreibungen um 1,4 Mio. Euro verringerten, verbesserte sich das EBIT gegenüber dem Vorjahreswert um 6,7 Mio. Euro bzw. 13,5 Prozent auf 56,1 Mio. Euro. Das Zinsergebnis belief sich aufgrund des erheblich höheren zu finanzierenden Handelsvolumens auf minus 20,5 Mio. Euro und lag damit 4,1 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich das Ergebnis der Sparte Agrarhandel vor Steuern damit 2011 gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mio. Euro bzw. 7,7 Prozent auf 35,6 Mio. Euro verbessert. 26,2 Prozent Umsatzzuwachs in der Sparte ObstDie Sparte Obst steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2011 von 102,8 Mio. Euro um 26,2 Prozent auf 129,7 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf das hohe Preisniveau sowie die Rekordernte bei Tafelkernobst in Süddeutschland zurückzuführen. So lag das Absatzvolumen der BayWa 33,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBITDA der Sparte erhöhte sich um 0,4 Mio. Euro auf 5,9 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich nach um 0,2 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen um 6,7 Prozent auf 4,0 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Finanzierungsaufwendungen von 0,4 Mio. Euro erwirtschaftete die Sparte Obst ein um 2,6 Prozent auf 3,6 Mio. Euro verbessertes Ergebnis vor Steuern. 25,9 Prozent Umsatzplus bei der Sparte TechnikDas Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen legte im Jahr 2011 aufgrund der weiter verbesserten Erlössituation der Landwirte deutlich zu. So konnte die Sparte Technik beispielsweise bei Traktoren 21,5 Prozent mehr neue Maschinen absetzen als im Vorjahr. Zudem profitierte die Sparte von der abgeschlossenen Neuordnung der Markenbetreuung für CLAAS und AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) sowie von Ausweitungen des Vertriebsgebiets. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz mit Agrartechnik im Geschäftsjahr 2011 um 226,2 Mio. Euro bzw. 25,9 Prozent auf 1.099,5 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich durch den Wegfall der im Vorjahr erhöhten Aufwendungen für die Standortumstellungen auf die Marken CLAAS und AGCO überproportional zum Umsatz um 7,7 Mio. Euro bzw. 39,0 Prozent auf 27,4 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich zwar geringfügig um 0,5 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro, dennoch verbesserte sich das EBIT um 7,2 Mio. Euro bzw. 67,0 Prozent auf 18,0 Mio. Euro. Nach Abzug der Finanzierungsaufwendungen, die mit 9,3 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert lagen, hat sich das Ergebnis der Sparte Technik vor Steuern mit 8,7 Mio. Euro um 6,6 Mio. Euro erhöht und gegenüber dem Vorjahreswert mehr als verdreifacht. Die insgesamt sehr positive Entwicklung des Segments Agrar wurde von allen drei Sparten getragen. Das Segment Agrar erzielte im Geschäftsjahr 2011 mit 4.258,9 Mio. Euro einen um 21,5 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Das EBITDA des Segments nahm um 13,4 Mio. Euro auf 115,4 Mio. Euro zu, was einer Steigerung von 13,2 Prozent entspricht. Nach Abschreibungen von 37,4 Mio. Euro ergibt sich beim EBIT des Segments ein Zuwachs um 14,1 Mio. Euro bzw. 22,1 Prozent auf 78,0 Mio. Euro. Der Finanzierungsaufwand des Segments lag mit 30,2 Mio. Euro um 4,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Beim Segmentergebnis vor Steuern ergibt sich im Geschäftsjahr 2011 insgesamt eine Erhöhung um 9,2 Mio. Euro bzw. 23,9 Prozent auf 47,8 Mio. Euro. Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2011Mehr Heizölabsatz durch Einbeziehung der WAV Wärme Austria VertriebsgmbHIm Bereich der klassischen Energieträger lag der Absatz des Segments Energie im Geschäftsjahr 2011 in allen Produktbereichen über dem Vorjahresniveau. Der Absatzzuwachs um 14,5 Prozent bei Heizöl ist im Wesentlichen durch die erstmalige Einbeziehung der WAV Wärme Austria VertriebsgmbH mit Wirkung zum 1. Juli 2011 bedingt; auf vergleichbarer Basis lag der Absatz im Jahr 2011 unter dem Niveau des Vorjahres. Die Nachfrage nach Holzpellets ist 2011 weiter gestiegen, so dass die BayWa ihren Absatz hier um 14,0 Prozent ausweiten konnte. Bei Kraftstoffen wurde durch die Erweiterung des Tankstellennetzes und eine geringfügig höhere Nachfrage insgesamt eine Steigerung des Absatzes um 3,5 Prozent erzielt. Im Schmierstoffgeschäft führte die gute Konjunktur zu einem um 6,6 Prozent erhöhten Absatzvolumen. Insgesamt erreichte das klassische Energiegeschäft der BayWa einen Umsatz von 2.805,9 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 33,4 Prozent. Dieser Umsatzanstieg ist jedoch im Wesentlichen auf das deutlich erhöhte Preisniveau bei Heizöl und Kraftstoffen zurückzuführen. Gleichzeitig führten die hohen Heizölpreise zu einem geringeren Betankungsvolumen je Kunde, wodurch sich das Verhältnis von transportierter Menge zu gefahrener Strecke zu Lasten der Marge im Geschäftsjahr 2011 ungünstiger entwickelt hat als im Vorjahr. Demgegenüber war die Margenentwicklung im Tankstellengeschäft positiv, und auch der Schmierstoffbereich konnte sein Ergebnis verbessern. Insgesamt lag das EBITDA im klassischen Energiegeschäft im Wesentlichen bedingt durch das schwächere Heizölgeschäft mit 15,4 Mio. Euro um 2,2 Mio. Euro bzw. 12,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Abschreibungen erhöhten sich von 8,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 9,1 Mio. Euro im Jahr 2011. Damit ergibt sich beim EBIT ein Rückgang um 2,9 Mio. Euro bzw. 31,7 Prozent auf 6,3 Mio. Euro. Im Geschäftsfeld der regenerativen Energien erhöhte sich der Umsatz um 51,1 Mio. Euro bzw. 20,1 Prozent auf 306,0 Mio. Euro. Zum Umsatzanstieg haben mit dem Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasgeschäft alle drei Bereiche beigetragen. Zudem wurden im Projektierungsgeschäft vier Biogasanlagen, ein Windpark und mehrere Solarparks bzw. Anteile an Solarparks nach ihrer Inbetriebnahme und erfolgreichen Probelaufphasen planmäßig veräußert. Das EBITDA im Geschäftsfeld der regenerativen Energien erhöhte sich um 50,9 Prozent auf 36,4 Mio. Euro. Nach Abschreibungen in Höhe von 9,3 Mio. Euro ergibt sich beim EBIT eine Steigerung um 6,0 Mio. Euro bzw. 28,5 Prozent auf 27,1 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz des Segments Energie erreichte im Geschäftsjahr 2011 3.111,8 Mio. Euro; dies entspricht einer Steigerung um 753,3 Mio. Euro bzw. 31,9 Prozent. Das EBITDA des Segments lag mit 51,9 Mio. Euro um 24,3 Prozent über dem Vorjahreswert. Nach Abzug der Abschreibungen, die mit 18,5 Mio. Euro um 7,1 Mio. Euro höher waren als im Vorjahr, ergibt sich beim EBIT des Segments Energie ein Anstieg um 10,1 Prozent bzw. 3,1Mio. Euro auf 33,4 Mio. Euro. Die Finanzierungsaufwendungen nahmen im Zuge der Wachstumsinvestitionen der vergangenen zwei Jahre insbesondere bei den erneuerbaren Energien um 5,8 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro zu. Beim Ergebnis des Segments Energie vor Steuern ergab sich dadurch ein Rückgang um 2,6 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro. Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2011Günstige Witterungsbedingungen für das BaugeschäftDie Sparte Baustoffe profitierte von den für das Baugeschäft günstigen Witterungsbedingungen des Jahres 2011 und der guten Baukonjunktur - insbesondere der positiven Entwicklung im Wohnungsbau. So erhöhte sich der Umsatz im Baustoff-Fachhandel um 10,0 Prozent auf 1.508,5 Mio. Euro. Das EBITDA nahm überproportional um 65,1 Prozent bzw. 16,5 Mio. Euro auf 41,7 Mio. Euro zu. Hier wirkten sich insbesondere die durchgeführten Maßnahmen zur Neuausrichtung des Geschäfts positiv aus. Die Abschreibungen lagen mit 17,0 Mio. Euro lediglich geringfügig über dem Vorjahresniveau von 16,7 Mio. Euro. Das EBIT hat sich mit 24,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 8,5 Mio. Euro nahezu verdreifacht. Die Aufwendungen der Sparte Baustoffe zur Finanzierung des stark gestiegenen Geschäftsvolumens nahmen um 2,5 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro zu. Beim Ergebnis der Sparte vor Steuern führte die deutliche Verbesserung im operativen Geschäft zu einem Anstieg um 13,6 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro. Auch in der Sparte Bau & Gartenmarkt wirkte sich das positive Konjunkturumfeld günstig auf die Geschäftsentwicklung aus. Daneben erwirtschafteten die in den zurückliegenden zwei Jahren modernisierten und neu eröffneten Märkte steigende Umsätze. Insgesamt verbesserte sich der Umsatz des Bau & Gartenmarktgeschäfts um 24,8 Mio. Euro bzw. 4,7 Prozent auf 557,1 Mio. Euro. Das EBITDA, das im Vorjahr noch durch Anlaufkosten für die neuen Märkte belastet war, nahm im Geschäftsjahr 2011 mit einer Steigerung um 7,5 Prozent auf 23,9 Mio. Euro stärker zu als der Umsatz. Die Abschreibungen verminderten sich im Geschäftsjahr 2011 auf 12,1 Mio. Euro, nach 12,4Mio. Euro im Vorjahr. Damit verbesserte sich das EBIT um 20,5 Prozent auf 11,8 Mio. Euro. Nach Nettofinanzierungsaufwendungen von 4,5 Mio. Euro, die ebenfalls geringfügig unter dem Vorjahresniveau von 4,6 Mio. Euro lagen, verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern im Bau & Gartenmarktgeschäft um 42,2 Prozent auf 7,3 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz des Segments Bau erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 162,5 Mio. Euro bzw. 8,5 Prozent auf 2.065,6 Mio. Euro. Beim EBITDA wurde eine Steigerung um 38,2 Prozent auf 65,6 Mio. Euro erreicht. Da gleichzeitig die Abschreibungen um 0,8 Mio. Euro auf 29,1 Mio. Euro zurückgingen, hat sich das EBIT mit 36,5 Mio. Euro im Berichtsjahr mit einen Zuwachs von 98,9 Prozent fast verdoppelt. Die Finanzierungsaufwendungen lagen in Summe mit 12,5 Mio. Euro im Jahr 2011 um 2,4 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Insgesamt ergibt sich beim Ergebnis des Segments Bau vor Steuern eine Steigerung von 192,2 Prozent und damit nahezu eine Verdreifachung auf 24,0 Mio. Euro. Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2011Die Sonstigen Aktivitäten umfassen zum Jahresende 2011 die Beteiligung der BayWa an dem Lebensmittelproduzenten Ybbstaler in Österreich sowie Dividendenerträge von Finanzbeteiligungen, die aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung sind. Der Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 Mio. Euro auf 149,4 Mio. Euro resultiert in erster Linie aus einem erhöhten Geschäftsvolumen der Ybbstaler GmbH. Der Wegfall der Ergebnisbeiträge des im Jahr 2010 verkauften österreichischen Lebensmittelproduzenten Frisch & Frost führte im Jahr 2011 zu einem Rückgang des EBITDA um 3,3 Mio. Euro auf 55,6 Mio. Euro. Dies wird durch geringere Abschreibungen ausgeglichen, so dass sich mit 41,5 Mio. Euro ein nahezu unverändertes EBIT ergibt (Vorjahr: 41,8 Mio. Euro). Neben dem operativen Ergebnis der Ybbstaler GmbH sind hier im Wesentlichen Beteiligungserträge der Konzerngesellschaften enthalten. Insgesamt liegt das Ergebnis der Sonstigen Aktivitäten vor Steuern im Jahr 2011 mit 41,7 Mio. Euro um 0,5 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres. BayWa-Konzern mit 21,3 Prozent mehr Umsatz 2011Der Umsatz des BayWa-Konzerns stieg im Geschäftsjahr 2011 um 21,3 Prozent bzw. 1.682,7 Mio. Euro auf 9.585,7 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist - wie bereits im Vorjahr - im Wesentlichen auf gestiegene Marktpreise für Agrarerzeugnisse, Betriebsmittel und Mineralölprodukte sowie den Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien durch organisches Wachstum und weitere Akquisitionen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 2,8 Mio. Euro auf 130,0 Mio. Euro. Sie setzten sich im Wesentlichen aus Mieteinnahmen von 27,1 Mio. Euro (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro), Erträgen aus Anlagenabgängen von 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 31,7 Mio. Euro), regelmäßigen Kostenerstattungen von 16,0 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro), Auflösungen von Rückstellungen von 10,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,7 Mio. Euro) und wiederkehrenden Werbekostenzuschüssen von 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro) zusammen. Diese genannten Ergebnisbeiträge lagen in Summe mit 80,6 Mio. Euro um 6,2 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Demgegenüber erhöhten sich die übrigen Erträge um 10,0 Mio. Euro auf 37,7 Mio. Euro (Vorjahr: 27,7 Mio. Euro). Der Saldo der verbleibenden Posten (Mitarbeiterbereitstellungen, Zahlungseingänge auf abgeschriebene Forderungen und Kursgewinne) lag mit 11,7 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr, maßgeblich bedingt durch höhere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft, um 1.566,1 Mio. Euro auf 8.503,1 Mio. Euro. Nach Verrechnung der Materialaufwendungen verbesserte sich das Rohergebnis im Berichtsjahr auf 1.303,7 Mio. Euro; dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert um 133,6 Mio. Euro bzw. 11,4 Prozent. Freiwillige Sonderzahlung für tarifliche MitarbeiterDer Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch tarifvertragliche Anpassungen im Konzern sowie die Zunahme der Mitarbeiterzahl insgesamt um 7,3 Prozent bzw. 46,1 Mio. Euro auf 679,8 Mio. Euro. Zu dem Anstieg trugen erstmalig einbezogene Konzerngesellschaften mit 19,8 Mio. Euro sowie die freiwillige Sonderzahlung für tarifliche Mitarbeiter als Gratifikation für den Unternehmenserfolg im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von insgesamt 5,1 Mio. Euro bei. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 54,1 Mio. Euro auf 382,4 Mio. Euro und lagen damit insgesamt um 16,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Fuhrparkkosten von 54,2 Mio. Euro (Vorjahr: 45,4 Mio. Euro), höheren Instandhaltungskosten von 45,6 Mio. Euro im Zusammenhang mit Modernisierungsmaßnahmen an den Vertriebsstandorten (Vorjahr: 39,0 Mio. Euro), einem Anstieg der Aufwendungen im Bereich Provisionen, Versicherungen sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten auf 44,9 Mio. Euro (Vorjahr: 36,2 Mio. Euro), aus gestiegenen Werbeaufwendungen von 42,3 Mio. Euro (Vorjahr: 34,5 Mio. Euro) und höheren Verlusten aus Anlagenabgängen von 7,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,7 Mio. Euro). Daneben trugen allgemeine Kostenerhöhungen bei Mieten, Energie und EDV-Ausstattung zu den höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 67,5 Mio. Euro bei (Vorjahr: 62,3 Mio. Euro). Die Zunahme bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Ausweitung des Geschäfts der BayWa. Ertragslage des BayWa-Konzernsscroll
Das Ergebnis des BayWa-Konzerns vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 25,4 Mio. Euro bzw. 11,1 Prozent auf 253,6 Mio. Euro. Die laufenden Abschreibungen lagen im BayWa-Konzern bedingt durch die höheren Investitionen und die Erweiterungen des Konsolidierungskreises über dem Vorjahreswert. Insgesamt nahmen die Abschreibungen um 2,9 Mio. Euro auf 102,2 Mio. Euro zu. EBIT um 17,5 Prozent verbessertDamit verbesserte sich das EBIT des BayWa-Konzerns um 22,5 Mio. Euro bzw. 17,5 Prozent auf 151,4 Mio. Euro. Unabhängiger von KapitalmarktschwankungenDas Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 8,0 Mio. Euro auf 12,0 Mio. Euro ist auf die erfolgten Beteiligungsveräußerungen im Rahmen der vorgenommenen Portfoliobereinigungen und der Fokussierung auf die Kerngeschäftssegmente der BayWa zurückzuführen. Die Verringerung des Zinsergebnisses um 12,0 Mio. Euro auf minus 53,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch die Finanzierung der laufenden Investitionen und Akquisitionen sowie durch das aufgrund erhöhter Marktpreise bei Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln gestiegene Working Capital bedingt. Zudem hat die BayWa das günstige Kapitalmarktumfeld im Herbst 2011 dazu genutzt, einen Teil des Working Capitals längerfristig zu finanzieren, um von Kapitalmarktschwankungen unabhängiger zu werden. Nach Berücksichtigung des Zinsergebnisses verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns um 10,6 Mio. Euro bzw. 12,1 Prozent auf 97,7 Mio. Euro. Zu der Ergebnisverbesserung haben das Segment Agrar mit 9,2 Mio. Euro und das Segment Bau mit 15,8 Mio. Euro beigetragen. Demgegenüber verringerte sich das Ergebnis des Segments Energie um 2,6 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten lag um 0,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Die Ertragsteuern erhöhten sich in der abgelaufenen Berichtsperiode im BayWa-Konzern auf 27,9 Mio. Euro gegenüber 20,3 Mio. Euro im Vorjahr. Hier wirkt zum einen die positive Ergebnisentwicklung der Konzernunternehmen, zum anderen sind in den Ertragsteuern die Ergebnisse der abgeschlossenen Betriebsprüfung in der Muttergesellschaft enthalten. Die Ertragsteuerquote beträgt damit 28,5 Prozent (Vorjahr: 23,3 Prozent) Nach Abzug der Ertragsteuern erwirtschaftete der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2011 einen Jahresüberschuss in Höhe von 69,8 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 66,8 Mio. Euro einer Ergebnissteigerung um 4,5 Prozent. Ergebnis je Aktie 2011 bei 1,50 EuroDas Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 34.203.731 im Geschäftsjahr 2011 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), verbesserte sich von 1,48 Euro im Vorjahr auf 1,50 Euro für das Geschäftsjahr 2011. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements des BayWa-Konzerns ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Selektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Devisentermingeschäfte und Swaps werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des BayWa-Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte. Ein Makro-Hedging über das erwartete Exposure wird nicht vorgenommen. Kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im FinanzbereichIm BayWa-Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als ServiceCenter für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines konzernweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Dezentrale FinanzmittelbeschaffungDie Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa. Im Wesentlichen betreibt der BayWa-Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring der konzernweiten Finanzengagements. Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. 2011 weiteres Schuldscheindarlehen aufgenommenDer wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa-Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert. Das 2011 aufgenommene Schuldscheindarlehen ersetzt kurzfristige Kreditlinien, ohne diese jedoch abzulösen bzw. zu kündigen. Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Gegenseitiges Vertrauen durch historische VerbundenheitDie BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des BayWa-Konzerns. Eigenkapitalquote 2011 bei 27,3 ProzentDie BayWa strebt mittel- und langfristig eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent an. Diese Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen sehr soliden Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde diese Schwelle mit einer Eigenkapitalquote von 27,3 Prozent aufgrund der Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals zur Finanzierung der hohen laufenden Investitionen sowie der Akquisitionen zur Wahrnehmung zukünftiger Wachstumschancen geringfügig unterschritten. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf das höhere Preisniveau bei Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln zurückzuführen. Auf der Aktivseite der Bilanz schlägt sich das dadurch erhöhte Geschäftsvolumen insbesondere in den Positionen "Vorräte" sowie "Übrige Forderungen und Vermögenswerte" nieder. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten steht vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung der im Geschäftsjahr getätigten Wachstumsinvestitionen und Akquisitionen. Bilanzsumme um 659,8 Mio. Euro höherDie Bilanzsumme des BayWa-Konzerns hat sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 gegenüber dem Vorjahreswert um 659,8 Mio. Euro erhöht. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen um 330,7 Mio. Euro zu. Ein Grund für die Zunahme sind u. a. die im Berichtsjahr um 49,2 Mio. Euro höheren Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten. Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 266,6 Mio. Euro. Darin enthalten sind nominal 218,5 Mio. Euro aus der Emission eines weiteren Schuldscheindarlehens mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren, das im Herbst 2011 ausgegeben wurde. Damit konnte die BayWa ihr Finanzierungsportfolio diversifizieren und das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten entzerren. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr 2011 um 18,1 Mio. Euro. Dem im Berichtsjahr verbesserten Konzernjahresüberschuss standen ein preisbedingter Anstieg des Vorratsbestands sowie eine Zunahme der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gegenüber. Die daraus resultierende negative Wirkung auf den Cashflow konnte durch den mit dem Anstieg der Vorräte korrespondierenden Mittelzufluss aus der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nur teilweise kompensiert werden. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahreswert um 109,1 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Investitionen in Sachanlagen sowie auf gestiegene Auszahlungen für Unternehmenserwerbe und immaterielle Vermögensgegenstände zurückzuführen. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit nahm um 142,3 Mio. Euro zu. Der positive Saldo ergab sich, bei im Geschäftsjahr 2011 gezahlten Dividenden von 19,9 Mio. Euro, aus der Aufnahme langfristiger Fremdmittel im Rahmen eines Schuldscheindarlehens mit einem Volumen von nominal insgesamt 218,5 Mio. Euro. In der Gesamtbetrachtung der Zahlungszu- und -abflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit wurden die Mittelabflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit und der Investitionstätigkeit durch die Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit überkompensiert, so dass der Finanzmittelfonds zum Ende des Berichtsjahrs mit 87,0 Mio. Euro um 58,8 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres lag. Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseVerkauf von nicht betriebsnotwendigem ImmobilienvermögenDie Finanzmittelausstattung des BayWa-Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr wurden marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme der externen Finanzierung kompensiert. Daneben fließen dem Konzern Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich der Konzern über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm in Höhe von 300 Mio. Euro, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 130,0 Mio. Euro (Vorjahr: 49,3 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2011 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Auch werden wieder Laufzeiten von bis zu drei Monaten von den Investoren angefragt. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 113,7 Mio. Euro (Vorjahr: 79,9 Mio. Euro) finanziert. Schuldscheindarlehen von 218,5 Mio. EuroIm Rahmen der Diversifizierung des Finanzportfolios des Konzerns hat die BayWa die attraktiven Kapitalmarktkonditionen im vierten Quartal 2011 für die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von nominal 218,5 Mio. Euro genutzt. Es wurde mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren angeboten. Beide Tranchen werden je nach Investoreninteresse entweder variabel auf Basis des 6-Monats-Euribor oder mit einem Festzinssatz auf Basis des Mid-Swap-Satzes verzinst. Die Schuldscheindarlehen wurden vom Markt sehr gut aufgenommen und waren mehrfach überzeichnet. InvestitionenDer BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 neben weiteren Unternehmenszukäufen rund 205,6 Mio. Euro in immaterielle Vermögenswerte (16,9 Mio. Euro) und Sachanlagen (188,3 Mio. Euro) investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, da moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen wesentliche Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse sind. Strategischer Ansatz: Handelsgeschäft auf eigenem Grund und BodenEs ist unverändert der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo dies möglich ist, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von Mietpreissteigerungen oder Veränderungen der Eigentümerstruktur. Damit erhöht das Immobilienvermögen die Stabilität des operativen Geschäfts. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Finanzierung des Konzernwachstums. Rund 34,0 Mio. Euro wurden im Jahr 2011 in neue Betriebsimmobilien investiert. Der Schwerpunkt lag auf der Fertigstellung von Betriebsgebäuden. So wurde in Aschaffenburg ein neuer Bau & Gartenmarkt mit einem Investitionsvolumen von über 9,1 Mio. Euro errichtet. Mit einer Verkaufsfläche von mehr als 11.000 m2 gehört der Markt zu den größten und modernsten Märkten der BayWa. Im neu gebauten Agrar-Kompetenzzentrum Rain am Lech wurden die alten Standorte Rennertshofen und Donauwörth mit dem örtlichen Agrarstandort zusammengelegt. Zu dem bereits bestehenden Getreidelager kommen eine Düngerhalle, Düngermischanlage, Mehrzweckhalle, Pflanzenschutzmittelräume und ein Bürogebäude hinzu. Für den zweiten Bauabschnitt wurden hierfür im Berichtsjahr knapp 3,1 Mio. Euro investiert. In die Erneuerung des Agrarzentrums in Schweinfurt flossen im Jahr 2011 rund 3,4 Mio. Euro. Durch die Erweiterung des bisherigen Standorts im Schweinfurter Hafen ist einer der leistungsstärksten Erfassungs- und Umschlagbetriebe für Schüttgüter, losen Dünger sowie Getreide und Ölsaaten in der Region entstanden. Auch wurden im Jahr 2011 BayWa-eigene Gebäude für rund 6,5 Mio. Euro mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Mit der aus diesen Anlagen erzeugten Energie können rund 872 durchschnittliche 4-Personen-Haushalte versorgt werden. 63,6 Mio. Euro für UnternehmenserwerbeIn Geschäftsjahr 2011 wurden Unternehmenserwerbe in einem Gesamtvolumen von 63,6 Mio. Euro getätigt. Rund 65 Prozent der gesamten Investitionen des BayWa-Konzerns entfallen auf das Segment Energie. Der hohe Anteil an den gesamten Investitionen spiegelt die strategische Zielsetzung des Ausbaus des Geschäftsfelds Regenerative Energien wider. Knapp 17 Prozent der Gesamtsumme wurden im Segment Agrar und 8 Prozent im Segment Bau investiert. Rund 10 Prozent entfallen auf Sonstige Aktivitäten. Die langfristigen Vermögenswerte haben im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 13,1 Prozent bzw. 187,0 Mio. Euro zugenommen. Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen von 247,8 Mio. Euro im Rahmen der Investitions- und Akquisitionstätigkeit im Kerngeschäft standen im Wesentlichen um 29,2 Mio. Euro geringere Anteile an at-Equity-bilanzierten Gesellschaften, um 22,3 Mio. Euro geringere latente Steueransprüche sowie um 8,0 Mio. Euro niedrigere als Finanzinvestition gehaltene Immobilien gegenüber. Die Zunahme der kurzfristigen Vermögenswerte ist insbesondere auf den marktpreisbedingten Anstieg der Vorräte um 103,1 Mio. Euro, die um 101,2 Mio. Euro gestiegenen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie auf die um 58,8 Mio. Euro höheren liquiden Mittel zurückzuführen. Der Anstieg der zur Veräußerung bestimmten langfristig gehaltenen Vermögenswerte um 209,7 Mio. Euro steht maßgeblich im Zusammenhang mit der Einbringung der Bau & Gartenmarktaktivitäten in die Hellweg-Baumarktkette über ein Joint Venture mit der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH mit Wirkung zum 1. Januar 2012 sowie der Einbringung des Fruchtsaftkonzentratherstellers Ybbstaler Fruchtsaft-Gruppe in ein Joint Venture mit der AGRANA Juice Holding GmbH. Insgesamt hat sich die Bilanz des BayWa-Konzerns zum Stichtag 31. Dezember 2011 um 20,3 Prozent bzw. 659,7 Mio. Euro verlängert. Fristenkongruente Finanzierung als wichtiges QualitätsmerkmalEinen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa-Konzern traditionell auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite von insgesamt 1.615,2 Mio. Euro aus Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen stehen kurzfristige Vermögenswerte von 2.039,8 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital zu rund 137 Prozent gedeckt. Diese fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für die Finanzierungspartner der BayWa ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zusammensetzung des Vermögensscroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsAusgezeichnetes Ergebnis im Geschäftsjahr 2011Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts des BayWa-Konzerns weiterhin als positiv. Die Ergebnisentwicklung im Agrargeschäft profitierte im Jahr 2011 von der fortgesetzten Preiserholung bei Agrarprodukten. Im Energiegeschäft konnten marktbedingte Ergebnisrückgänge im klassischen Energiegeschäft durch steigende Ergebnisbeiträge aus dem Geschäft mit regenerativen Energien mehr als ausgeglichen werden. Das Baugeschäft konnte an der verbesserten Baukonjunktur partizipieren. Der BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch in Zukunft weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. Mitarbeiter2011 wieder bedeutende NeuerwerbungenNeben umfangreichen Anpassungen der Aufbauorganisation an die Strategien der BayWa-Segmente war das Berichtsjahr 2011 im Konzern wieder von bedeutenden Neuerwerbungen von Gesellschaften im In- und Ausland gekennzeichnet. Im Fokus standen dabei besonders der Ausbau und die Ausweitung des im Konzern noch jungen Geschäftsfelds der regenerativen Energien. So verzeichnete das Segment Energie mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl um 16,4 Prozent auf 1.387 den stärksten Zuwachs. Auch in den Segmenten Agrar und Bau stieg die Zahl der Beschäftigten um durchschnittlich 222 bzw. 136 Mitarbeiter an. So waren zum 31. Dezember 2011 im BayWa-Konzern insgesamt 16.834 Personen beschäftigt, was im Vorjahresvergleich einem Zuwachs um 402 Mitarbeiter (2,5 Prozent) entspricht. Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 371 auf 15.591 Personen. Personalmanagement-InstrumenteZur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse. Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie GesundheitVereinbarkeit von Beruf und FamilieBerufliches und Privates in Einklang zu bringen ist in der heutigen Gesellschaft für viele Menschen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der BayWa stark gefördert, indem Familienvätern und -müttern vielfältige Teilzeitmodelle angeboten werden. Der Wiedereinstieg für Eltern in die berufliche Tätigkeit wird durch einen Zuschuss zur Kinderbetreuung von bis zu 200 Euro monatlich unterstützt. Zusätzlich bietet der Konzern gemeinsam mit dem Kooperationspartner pme Familienservice GmbH Unterstützung im Bereich Home- und Eldercare an. Das Angebot reicht hier von der Information rund um das Thema Pflegeversicherung über Suche und Auswahl von verschiedenen Betreuungsangeboten bis hin zur Vermittlung von Pflegekräften. Weiter in den Fokus gerückt ist im Jahr 2011 auch die Stärkung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden die konzeptionellen Grundsteine gelegt, um die betriebliche Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Besonderes Augenmerk gilt der präventiven Gesundheitsförderung: In Schulungen und Seminaren werden verschiedene Module im Rahmen des Gesundheitsschutzes angeboten. Für Führungskräfte gibt es ganztägige Workshops, um sie für das Thema Work-Life-Balance, Stressmanagement oder auch gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Für Fachkräfte wurden die Seminarinhalte ebenfalls um gesundheitsfördernde Module erweitert. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzernscroll
Erfolgsfaktor AusbildungKonstant hohe Ausbildungsquote von 9 ProzentDie Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie im BayWa-Konzern. Speziell die Muttergesellschaft BayWa gehört mit durchschnittlich rund 1.000 Auszubildenden und einer konstanten Ausbildungsquote von rund 9 Prozent zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Der Anteil der Mitarbeiter in Führungsfunktionen, die bereits ihre Ausbildung bei der BayWa absolviert haben, ist mit 40 Prozent überdurchschnittlich hoch. Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im KonzernDie Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Corporate-Social-Responsibility(CSR)-AktivitätenDie BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Konzerns, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. CSR ist im Konzern nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die einzelnen Segmente der AG die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen. Bedeutung von CSR bei der BayWaDie BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Konzern um und stellt eine nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Eine gute Unternehmensführung wird im Konzern durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Konzerns als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Konzern gelebt. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Konzern werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Konzerns sowohl der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern gegenüber. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. Seit 1998 BayWa StiftungDie 1998 gegründete BayWa Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Rumänien, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe, der Fokus richtet sich auf Projektergebnisse, die nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern einen Grundstein für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten legen. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem leistet die BayWa AG einen eigenen Beitrag, indem sie jede Spende an die Stiftung verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die Aktivitäten für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.920.691,20 Euro und ist eingeteilt in 34.344.020 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.979.980 vinkulierte und 120.789 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2012 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende BeteiligungenFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:
Ergänzend zu §§ 84 f. AktG sieht § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.386.931,20 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. IV. Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementChancen und Risiken verantwortungsbewusst gegeneinander abwägenDie Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Risikoberichte Kern des RisikomanagementsystemsKern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenZyklische Schwankungen geringer als in anderen WirtschaftsbereichenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch die BayWa weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Aus- oder Aufbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung - wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise zu befürchten - kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit und -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschütze Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach der Senkung der Photovoltaik-Einspeisevergütung um 15 Prozent zu Beginn dieses Jahres werden - neben der geplanten Kürzung um zusätzliche 15 Prozent zur Jahresmitte - weitere Kürzungen im Jahr 2012 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt. Preischancen und -risikenRisikobegrenzungsmaßnahmenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann. Fremdwährungschancen und -risikenFremdwährungspositionen grundsätzlich abgesichertDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. Das im Jahr 2011 emittierte Schuldscheindarlehen wurde sowohl mit einem variablen als auch mit einem fixen Zinskupon angeboten. Hieraus resultiert eine natürliche Zinssicherung. Regulatorische und rechtliche Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. KreditrisikenWichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen HandelspartnerIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externer Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Die Aufnahme eines weiteren Schuldscheindarlehens im Jahr 2011 trägt zur Diversifizierung des Fristigkeitsprofils bei. Rating des BayWa-KonzernsBayWa-Konzern mit erhöhter KreditlinieDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2011 konnte der BayWa-Konzern die Kreditlinien erhöhen. Im vierten Quartal wurde das Marktumfeld genutzt, um ein weiteres Schuldscheindarlehen zu emittieren. Dadurch erhöht sich der finanzielle Spielraum des BayWa-Konzerns und das Fristigkeitsprofil konnte entzerrt werden. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenUmfangreiche Aus- und WeiterbildungsmöglichkeitenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Datenschutzbeauftragter organisatorisch getrenntUm die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungRisiken sind begrenzt und überschaubarDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemProfessionelles und zertifiziertes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vierraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, quartalsweise ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden unterjährige Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätzen verpflichtetDie Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. V. NachtragsberichtDie BayWaAG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals das Tankstellen- und Mineralölgeschäft der Leberzammer GmbH & Co. KG, Gunzenhausen übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,160 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals den Kundenstamm der Gustav Baumann GmbH, Coburg erworben. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,060 Mio. Euro. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. 70 Prozent an Tecno Spot GmbHDie BayWaAG hat über ihre Enkelgesellschaft MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, mit Wirkung zum 1. Februar 2012 70 Prozent der Anteile an dem italienischen Unternehmen Tecno Spot GmbH, Bruneck, Italien, erworben und steigt dadurch in den italienischen Photovoltaik(PV)-Großhandel ein. Die Tecno Spot GmbH ist ein Großhandelsunternehmen für Photovoltaiksysteme. Verkäufer ist die Gremes GmbH, die mit 30 Prozent der Anteile an der Tecno Spot GmbH beteiligt bleiben wird. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile beträgt rund 8 Mio. Euro zuzüglich einer erfolgsabhängigen Komponente von maximal 14,5 Mio. Euro, die über die nächsten drei Jahre ausgezahlt wird. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Das 1998 gegründete Unternehmen Tecno Spot deckt als etablierter Premiumanbieter die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Systemintegration für den Großhandel von Photovoltaikanlagen ab. Es handelt sich um ein marktetabliertes wachstumsstarkes Unternehmen, das im letzten Geschäftsjahr 2010 über 50 Megawatt an PV-Anlagen vertrieben und einen Umsatz von rund 146 Mio. Euro erwirtschaftet hat. Das Unternehmen konnte seine Mitarbeiterzahl in den letzten drei Jahren auf 30 verdoppeln. Seit 2008 ist Tecno Spot mit seiner Tochtergesellschaft GE-TEC GmbH in Österreich sowie seit 2009 mit der Eröffnung von Tecnospot Solar USA, Inc., auf dem amerikanischen Markt tätig. Turners & Growers in NeuseelandDie BayWaAG, München, steigt in den internationalen Obsthandel in Neuseeland ein und will 63 Prozent der Firma Turners & Growers Ltd (T & G), Auckland, Neuseeland, übernehmen. Damit wird die BayWa AG ein bedeutender weltweiter Anbieter von Kernobst. Der internationale Handelskonzern hat sich mit dem Hauptaktionär von T&G, der Guinness Peat Group plc, London, Großbritannien, über den Erwerb seiner Anteile in Höhe von 63 Prozent bereits geeinigt: Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben in Neuseeland wird die Akquisition Teil eines Übernahmeangebots, um bis zu 100 Prozent des Aktienkapitals von T & G zu einem Preis von 1,85 NZ$ pro Aktie zu übernehmen. Die Kaufpreisspanne wird zwischen 137 Mio. NZ$ (79 Mio. Euro) und 216 Mio. NZ$ (125 Mio. Euro) je nach Annahmequote der T & G-Aktionäre betragen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des deutschen Kartellamts sowie des neuseeländischen "Overseas Investment Office". Neuseeländischer Marktführer im Vertrieb und im Export von FrischobstDurch T & G-Präsenz auf fünf Kontinenten weitet die BayWa AG ihr Angebot im Obstgeschäft aus und verschafft sich Zugang zu den weltweiten Wachstumsmärkten insbesondere in Asien, in denen T & G bereits etabliert ist. T&Gist in Neuseeland Marktführer im Vertrieb und im Export von Frischobst. Darüber hinaus hält das Unternehmen die exklusiven Markenrechte für den weltweiten Anbau und die Vermarktung der Apfelsorten Jazz und Envy sowie der Kiwisorten ENZAGreen, ENZAGold und ENZARed. Zudem hält T & G eine Beteiligung von 70 Prozent an Delica NZ - dem größten neuseeländischen Exporteur für Frischobst und einzigen Exporteur der ENZA-Tafelobstprodukte nach Asien. T & G fungiert als Handelsplattform für Äpfel in Südamerika, USA, Südafrika, Asien und Europa. T & G wurde 1897 gegründet und beschäftigt konzernweit ca. 1.400 Mitarbeiter. Das internationale Unternehmen ist an der New Zealand Stock Exchange notiert und hat im Jahr 2010 einen Jahresumsatz von 346 Mio. Euro erwirtschaftet. Zum Kerngeschäft zählen die Erfassung und Vermarktung von Äpfeln, Kiwis und Tomaten. VI. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich zum einen am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) und zum anderen an individuell vereinbarten Zielen. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwerts (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird jährlich ein Drittel an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausgezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (5 bzw. 30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Zum 1. Dezember 2011 wurden teilweise Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern betragen 5,238 Mio. Euro (Vorjahr: 7,281 Mio. Euro), davon 2,268 Mio. Euro (Vorjahr: 2,522 Mio. Euro) variabel. Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Altersvorsorge) wurden Beiträge in Höhe von 0,402 Mio. Euro (Vorjahr: 0,325 Mio. Euro) entrichtet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/ erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,538 Mio. Euro (Vorjahr: 0,463 Mio. Euro), davon 0,250 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,192 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). VII. PrognoseberichtGesamtwirtschaftlicher AusblickGeringeres Wirtschaftswachstum für 2012 und 2013 erwartetNach dem dynamischen Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2010 hat sich das Tempo im Jahresverlauf 2011 kontinuierlich verlangsamt. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise und der hohen Staatsdefizite und -schulden in den USA, Japan und Großbritannien wird für die Jahre 2012 und 2013 ein geringeres Wirtschaftswachstum erwartet. Die Weltbank hat ihre globale Wachstumsprognose im Januar für die Jahre 2012 und 2013 von zuvor jeweils 3,6 Prozent auf 2,5 Prozent für das laufende und 3,1 Prozent für das nächste Jahr zurückgenommen. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Industrieländern wird sich 2012 voraussichtlich auf durchschnittlich 1,4 Prozent weiter abschwächen und 2013 nur geringfügig auf 2,0 Prozent erhöhen. Für den Euro-Raum rechnet die Weltbank angesichts massiver Sparzwänge zur Konsolidierung der Staatsfinanzen in einigen Ländern für dieses Jahr sogar durchschnittlich mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent und für 2013 lediglich mit einem geringen Plus von 1,1 Prozent. Für die USA wird ein gesamtwirtschaftliches Wachstum um 2,2 Prozent im Jahr 2012 erwartet, das sich im Jahr 2013 geringfügig auf 2,4 Prozent beschleunigt. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,4 Prozent und 6,0 Prozent weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt. Erwarteter Zuwachs von 0,6 Prozent für das deutsche BIPAuch für die deutsche Wirtschaft sind die diesjährigen Aussichten aufgrund der internationalen Verschuldungskrise zunächst gedämpft. Die Sparzwänge in vielen Ländern drosseln die Konjunktur und verringern damit die Exportchancen der deutschen Industrie. Unter der Voraussetzung, dass die Krise im Euro-Raum ab dem Frühjahr allmählich an Schärfe verliert, erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für das deutsche BIP 2012 lediglich einen Zuwachs um 0,6 Prozent. Für 2013 sieht das DIW ein reales Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent als erreichbar an. Die vergleichsweise robuste Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt und das Nachlassen des Preisauftriebs sollen sich 2012 in einem Plus des privaten Konsums von 1,1 Prozent niederschlagen; 2013 wird ein Anstieg um 1,4 Prozent erwartet. Bei den Staatsausgaben wird für 2012 ein Zuwachs um 1,4 Prozent und für 2013 um 1,2 Prozent prognostiziert. Demgegenüber werden die Anlageinvestitionen 2012 um 0,4 Prozent zurückgehen; für 2013 wird dann bei einem Plus von 4,1 Prozent wieder mit einer verstärkten Investitionsbereitschaft gerechnet. Die Exporte werden im Jahr 2012 lediglich um 2,9 Prozent zulegen und sich erst 2013 um 6,1 Prozent beleben. In Österreich wird sich das gesamtwirtschaftliche Wachstum in diesem Jahr ebenfalls verlangsamen. Für das BIP wird lediglich ein Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Dazu tragen insbesondere eine stagnierende Industrieproduktion, lediglich um 0,9 Prozent steigende Ausrüstungsinvestitionen sowie das mit 2,8 Prozent geringere Wachstum der Exporte bei. Im Jahr 2013 soll sich das Wirtschaftswachstum auf 1,6 Prozent beschleunigen, getragen von einer um 3,5 Prozent steigenden Industrieproduktion und von 6,4 Prozent höheren Exporten. Ausblick auf die Entwicklung der MarktsegmenteAusblick für das Marktsegment AgrarDer langfristige Trend für Agrarerzeugnisse ist gekennzeichnet durch einen kontinuierlich steigenden Bedarf zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung bei einer schrumpfenden Ackerfläche pro Kopf. Der steigende Bedarf erfordert daher bei begrenzten Anbauflächen eine Steigerung der Flächenerträge und der Effizienz in der Landwirtschaft. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig der positive Preistrend für Agrarerzeugnisse insgesamt anhält. Durch die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte und das zunehmende Interesse von Finanzinvestoren an der Anlageklasse Agrarrohstoffe wird die Volatilität der Preisentwicklung hoch bleiben. Weitere Verringerung der Getreide-LagerbeständeWeltweit lag die Getreideernte im Kalenderjahr 2010/11 mit 2.200 Mio. Tonnen um knapp 2 Prozent unter der Vorjahresmenge von 2.240 Mio. Tonnen. Der Verbrauch lag mit 2.230 Mio. Tonnen über der Erzeugung, was zu einer Verringerung der weltweiten Lagerbestände um rund 30 Mio. Tonnen führte. Für das Getreide-Wirtschaftsjahr 2011/12 wird zwar auf Basis der aktuellen Prognosen mit rund 2.280 Mio. Tonnen ein um etwa 4 Prozent höheres Erntevolumen erwartet, aufgrund des Verbrauchsanstiegs auf geschätzte 2.285 Mio. Tonnen werden die Lagerbestände und die Reichweite der Endbestände jedoch weiter sinken. In der EU wird für das Getreidejahr 2011/12 ein geringfügiger Anstieg des Verbrauchs erwartet. Trotz weniger Exporte werden sich die Endbestände erneut reduzieren. Die Lagerbestände weisen derzeit mit 36,6 Mio. Tonnen das geringste Niveau seit dem Jahr 2003 auf und decken den Bedarf lediglich für 48 Tage. Trotz erheblich gestiegener Erntemengen seit dem Getreide-Wirtschaftsjahr 1999/2000 ist in den zurückliegenden zwölf Jahren lediglich in vier Jahren mehr produziert als verbraucht worden. Angesichts des jährlich zunehmenden Verbrauchs ist zu erwarten, dass die Getreidepreise auf dem derzeitigen Niveau zumindest stabil bleiben werden. Vor dem Hintergrund der vergleichsweise hohen Ernteerträge in den vergangenen Jahren reagieren die Preise auf sich abzeichnende Verringerungen der Erntemengen sehr volatil. Der Preisanstieg für landwirtschaftliche Betriebsmittel hat sich bei erhöhter Mengennachfrage über das gesamte Jahr 2011 fortgesetzt. So stieg der Absatz von Kali- und Phosphatdüngern um 20 bzw. 22 Prozent und erreichte damit wieder das Niveau des Wirtschaftsjahres 2008/09. Dennoch konnten die Landwirte ihre Erlössituation im Jahr 2011 deutlich verbessern, da die Kosten für Düngemittel weit unterhalb der Werte liegen, die in der Übertreibungsphase zu Beginn des Jahres 2008 erreicht wurden. Auch im Jahr 2012 ist von einer stabilen Preisentwicklung auszugehen. Bei Düngemitteln bieten die guten Erzeugnispreise Anreiz, da sich durch Düngergabe die Flächenerträge steigern lassen. Zudem wird durch den Düngereinsatz in der Regel auch eine bessere Qualität der Erzeugnisse erreicht, so dass die Produkte zu einem höheren Preis zu vermarkten sind. Somit ist aufgrund des sich wirtschaftlich lohnenden Einsatzes eine anhaltend hohe Nachfrage zu erwarten, da die Mehrkosten beim Dünger durch eine ebenfalls positive Entwicklung in den Erzeugerpreisen kompensiert werden. Bei Futtermitteln haben die Preise insbesondere für Mischfutter nach dem starken Anstieg im Wirtschaftsjahr 2010/11 zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2011/12 etwas nachgegeben. Auf dem derzeitigen Preisniveau ist jedoch zumindest mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen, da bei weiter sinkenden Preisen alternative Verwendungen, wie der Einsatz bei der Energieerzeugung, wieder an Attraktivität gewinnen. Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren - insbesondere der weltweit wachsende Bedarf an Agrarrohstoffen für die menschliche Ernährung und die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen - werden auch in den kommenden Jahren bestimmend bleiben. Europa kommt dabei das hohe produktionstechnische Wissen, die gute technische Ausstattung der Betriebe und die ausgeglichenen klimatischen Bedingungen zugute. Perspektiven für die Branche längerfristig unverändert positivDie Landtechnik profitierte wie bereits im letzten Jahr von der verbesserten Einkommenssituation der Landwirte im Jahr 2011. Auf Basis der derzeitigen Marktentwicklungen bei den wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2012 im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe zumindest von einer auf hohem Niveau stabilen wirtschaftlichen Lage ausgegangen werden. Laut Umfragen ist die Investitionsneigung etwas geringer als im Vorjahr: 40 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe wollen in der näheren Zukunft Investitionen tätigen (Vorjahr 43 Prozent). Allerdings ist insbesondere bei Investitionen in Maschinen und Geräte seit Sommer 2011 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Das aggregierte Investitionsvolumen mit geschätzten 5,5 Mrd. Euro liegt dabei um rund 1,7 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang entfällt jedoch im Wesentlichen auf Investitionen in erneuerbare Energien, die im Vorjahr durch den Boom bei Solaranlagen stark angewachsen waren. In einem Umfeld auskömmlicher Produktpreise ist zu erwarten, dass auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte hoch bleibt, wenn auch das Niveau des Jahres 2011 voraussichtlich nicht erreicht wird. Längerfristig bleiben die Perspektiven für die Branche unverändert positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist. Damit einher geht ein zunehmender Einsatz von Technologie zur Effizienzsteigerung. Ausblick für das Marktsegment EnergieIm Wärmemarkt Trend zu Energieeinsparungen spürbarStabiler Absatz von Schmierstoffen erwartetIm Bereich der klassischen Energieträger unterliegt die Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen generell zyklischen Schwankungen in Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung, dem Witterungsverlauf und der Wirtschaftsaktivität. Im Wärmemarkt für fossile Primärenergieträger machten sich zudem in den zurückliegenden Jahren der Trend zu Energieeinsparungen durch verbesserte Wärmedämmungen von Gebäuden und ergänzende Versorgungen bei Warmwasser und Heizungen durch regenerative Energiequellen bemerkbar. Hinzu kommt ein steigender Einsatz von Gas. Bei den gegebenen Tankkapazitäten erhöhen sich somit die Versorgungsreichweite und die zeitliche Flexibilität der Haushalte bei der Befüllung. Dadurch werden Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Nachfrage und des Absatzes anhand der durchschnittlichen Befüllstände erschwert. Auch plötzliche Kälteeinbrüche führen daher nicht mehr notwendigerweise zu einem kräftigen Nachfrageanstieg. Vielmehr tanken die Verbraucher opportunistischer unter Ausnutzung der Marktpreisschwankungen. Daneben nimmt der Anteil von sonstigen Energieträgern im Heizungsmarkt zu Lasten des Öls zu. Insgesamt sinkt der Heizölverbrauch dadurch strukturell um etwa 5 Prozent jährlich. Diesem Basistrend wirkt die BayWa durch Ausweitung ihres Marktgebiets über Zukäufe von Brennstoffhändlern entgegen, so dass das Absatzvolumen weitgehend stabil gehalten werden kann. Im Kraftstoffgeschäft ist trotz des erhöhten Pkw-Bestands aufgrund der geringeren Durchschnittsverbräuche neuer Fahrzeuge und - bedingt durch das hohe Niveau der Kraftstoffpreise - sinkender Fahrleistungen von einem geringfügig rückläufigen Absatzvolumen auszugehen. Bei den Schmierstoffen lässt die robuste Entwicklung der deutschen Wirtschaft einen stabilen Absatz erwarten. Weichen für langfristig orientiertes Wachstum gestelltIm Bereich der regenerativen Energien sind die Weichen für ein langfristig orientiertes Wachstum durch die politischen Vorgaben gestellt. Durch das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept 2050 ist eine Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent vorgesehen. In der EU liegt das Ziel bei einem Anteil von mindestens 30 Prozent, das bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll. Die BayWa hat das Geschäftsfeld BayWa r.e als strategisches Wachstumsfeld definiert. Mittelfristig soll hier ein Umsatzbeitrag von 1 Mrd. Euro erwirtschaftet werden. Allerdings ist die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energien bislang noch auf staatliche Förderungen angewiesen. Veränderungen bei den Fördermaßnahmen führen daher zu ausgeprägten Schwankungen in den betroffenen Marktsegmenten. Die BayWa verfolgt eine Strategie der doppelten Diversifizierung, um die Abhängigkeit sowohl von Veränderungen der Förderpolitik einzelner Länder als auch bei den unterschiedlichen regenerativen Energieträgern zu vermindern. So wurde die Internationalisierung des Geschäfts der BayWa r.e im Jahr 2011 weiter vorangetrieben: die BayWa r.e ist nun in 11 Ländern vertreten. Mit Aktivitäten in den Bereichen Projektierung, Errichtung und Handel von Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen ist sie in allen bedeutenden Erzeugungsvarianten erneuerbarer Energieträger aktiv. Ausblick für das Marktsegment BauGeringere Zuwachsraten als im Vorjahr erwartetDie Perspektiven für die Bauwirtschaft in Deutschland bleiben für das Jahr 2012 freundlich, allerdings mit geringeren Zuwachsraten als im Vorjahr. Nach einem Wachstum der Bauinvestitionen um 5,4 Prozent im Jahr 2011 wird für das Jahr 2012 eine Steigerung um 1,5 Prozent prognostiziert. Vor allem im Wohnungsbau, der rund 57 Prozent der gesamten Bauinvestitionen ausmacht, ist aufgrund der hohen Zahl an erteilten Baugenehmigungen im Jahr 2011 mit einem weiteren Wachstum der Investitionen um 3,0 Prozent zu rechnen. Auch der Nicht-wohnungshochbau wird voraussichtlich mit plus 0,7 Prozent noch etwas zulegen können. Das Wachstum wird dabei vom gewerblichen Bau getragen, der gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zunimmt, während die Bautätigkeit des öffentlichen Sektors aufgrund des Auslaufens der Konjunkturprogramme und der Konsolidierungszwänge der öffentlichen Haushalte um 5,0 Prozent zurückgehen wird. Nach dem starken Wachstum des Jahres 2011 werden die Bauinvestitionen im Tiefbau 2012 insgesamt um 2,2 Prozent rückläufig sein. Hier sind weder vom gewerblichen noch vom öffentlichen Sektor positive Impulse zu erwarten. Für das Jahr 2013 wird wieder ein etwas höheres Wachstum der gesamten Bauinvestitionen von 2,0 Prozent angenommen. Dabei sollen die Investitionen im Wohnungsbau um weitere 3,0 Prozent steigen. Im Nichtwohnungshochbau wird eine Belebung der Investitionstätigkeit des gewerblichen Bereichs um 2,0 Prozent erwartet, während der öffentliche Sektor seine Investitionen nochmals um 3,5 Prozent reduziert. Insgesamt erreicht der Nichtwohnungshochbau damit im Jahr 2013 voraussichtlich ein Wachstum um 1,0 Prozent. Der Tiefbau dürfte sich bei stagnierenden gewerblichen Investitionen und einer weiter rückläufigen öffentlichen Bautätigkeit um 0,5 Prozent reduzieren. In Österreich wird für die Jahre 2012 und 2013 eine Zunahme der Bautätigkeit um lediglich 0,4 Prozent bzw. 1,0 Prozent erwartet. Die geringe Wachstumsprognose für das Jahr 2012 ist zum Teil auch die Folge vorgezogener Bau- und Sanierungsmaßnahmen noch im Jahr 2011 aufgrund des günstigen Wetters im Herbst. Daneben wirken sich vor allem die Ausgabenkürzungen, bedingt durch Schuldenbremse und Sparpakete im öffentlichen Sektor, sowie die Reduzierungen von Fördermaßnahmen dämpfend aus. Für den Wohnungsbau wird im Jahr 2012 eine Zunahme der Bauinvestitionen um 0,7 Prozent vorhergesagt. Am stärksten soll mit einem Plus von 0,9 Prozent der Wirtschaftsbau wachsen. Demgegenüber wird der Tiefbau voraussichtlich um 0,4 Prozent zurückgehen. Erwartete Entwicklung der BayWa-SegmenteAusblick Segment Agrar2012 erstmals Getreideeinfuhren in Deutschland möglichStandortoptimierungen geplantFür das Segment Agrar der BayWa war das Jahr 2011 ein außerordentlich gutes Jahr. Obwohl die Erntemengen in Deutschland in vielen Regionen unter den Vorjahreswerten lagen, verzeichneten die für die BayWa relevanten Regionen überwiegend zufriedenstellende Ernteergebnisse. Die durchschnittlichen Erlöse für Agrarerzeugnisse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr weiter, während die Kostenzunahmen bei Betriebsmitteln geringer blieben als die Steigerungen der Erzeugnispreise. In diesem Umfeld konnte die BayWa im Agrarhandel einen überdurchschnittlichen Handelserfolg - nicht zuletzt durch ein starkes Nacherfassungsgeschäft im ersten Halbjahr 2011 - realisieren. Im Jahr 2012 könnte Deutschland erstmals seit mehreren Jahren auf Getreideeinfuhren angewiesen sein. Eine Ursache dafür liegt im verstärkten Anbau von Mais für die Erzeugung von Biogas zu Lasten anderer Getreidesorten. Dies kann auch das Handelsvolumen für Weizen beeinflussen. Auf der Preisseite ist tendenziell davon auszugehen, dass die Verbesserung der Erlöse für Agrarerzeugnisse von dauerhafter Natur ist, da selbst in außergewöhnlich ertragreichen Jahren der Überschuss der Erntemengen bei stetig wachsendem Bedarf weniger wird. Angesichts des bereits erreichten höheren Preisniveaus sind jedoch für die nächsten zwei Agrarjahre keine Steigerungen im Ausmaß der zurückliegenden zwei Jahre zu erwarten. Auch bei den Betriebsmitteln werden sich Preissteigerungen voraussichtlich in engen Bandbreiten halten. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Jahre 2012 und 2013 im Agrarhandel unter Berücksichtigung der Zuwächse im Obstgeschäft geringfügig über dem sehr guten Niveau des Jahres 2011 bewegen werden. Hierzu wird auch die geplante Standortoptimierung beitragen, in deren Rahmen die BayWa bis zum Jahr 2015 das Agrarhandelsgeschäft in Deutschland an rund 200 leistungsfähigen und modernen Standorten bündeln wird. Eine exakte Prognose ist allerdings schwierig, da sich die Märkte auch zukünftig durch externe, nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Neuorganisation mit getrennter MarkenführungObwohl die Einkommenssituation der Landwirte sich stabil bis positiv entwickeln dürfte, ist insgesamt von einer etwas geringeren Investitionsbereitschaft auszugehen. Beim Absatz von neuen Maschinen und Geräten wird die Landtechnik jedoch voraussichtlich an das hohe Niveau des Jahres 2011 anschließen können. Die BayWa ist hier mit einem überdurchschnittlichen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Positive Impulse für die BayWa gehen zudem von der Neuorganisation des Geschäfts mit getrennter Markenführung der Marken CLAAS und AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) aus. So wird CLAAS jetzt in den Kernregionen der BayWa flächendeckend angeboten, und die Produktpalette wurde erweitert. Bei AGCO umfasst das Angebot jetzt neben Traktoren auch die Erntetechnik. Zusätzliche Geschäftspotenziale ergeben sich aus der Erweiterung des Angebots um das komplette Sortiment von Heuerntemaschinen des irischen Spezialunternehmens McHale. Im Servicegeschäft lassen die erhöhten Investitionen der Vorjahre und der zunehmende Einsatz neuer Technologien auch einen steigenden Bedarf an Werkstattleistungen erwarten. Über die gesamte Produktpalette hinweg rechnet die BayWa in der Landtechnik in den Jahren 2012 und 2013 mit einem Umsatzniveau, das sich geringfügig unterhalb des Jahres 2011 bewegen dürfte. Allerdings unterliegt die Investitionsfähigkeit und -bereitschaft in der Landwirtschaft aufgrund variierender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung starken Schwankungen, so dass die tatsächliche Entwicklung von den für die Prognose getroffenen Annahmen für die Jahre 2012 und 2013 erheblich abweichen kann. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik bleiben positiv, da die übergeordneten Trends wie die Schaffung größerer Betriebseinheiten, die Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen sowie der geplante Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft erfordern. Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar für das Jahr 2012 ein Umsatzvolumen, das zumindest auf Höhe des Vorjahres liegend dürfte. Das operative Ergebnis sollte durch strukturelle Verbesserungen ebenfalls an das gute Niveau des Vorjahres anschließen können. Hierzu tragen insbesondere die Umsatz- und Ergebnisbeiträge des Mehrheitserwerbs an dem neuseeländischen Obsthandelsunternehmen Turners & Growers bei. Grundsätzlich ist auch für das Jahr 2013 davon auszugehen, dass die BayWa die erfolgreiche Entwicklung des Segments Agrar auf der bestehenden starken Basis fortsetzen wird. Im Rahmen der strategischen Ziele wird ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis angestrebt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird jedoch maßgeblich durch die marktbedingte Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst sein, auf die die BayWa selbst nur einen geringen Einfluss nehmen kann. Ausblick Segment EnergieNachholbedarf im WärmemarktNach dem starken Anstieg des Rohölpreises auf knapp 127 US-Dollar zu Jahresbeginn 2011 aufgrund der Unruhen in mehreren nordafrikanischen Staaten und in Bahrain hat sich der Ölpreis im weiteren Jahresverlauf in eine Bandbreite von 105 bis 115 US-Dollar je Barrel eingependelt. Aus heutiger Sicht ist vor dem Hintergrund der gedämpften Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft davon auszugehen, dass der Rohölpreis auf hohem Niveau relativ stabil bleiben wird, da für deutliche Erhöhungen der Preise - abgesehen von nicht vorhersagbaren politischen Ursachen wie beispielweise einer Eskalation des Atomstreits mit dem Iran - im Jahr 2012 die Impulse fehlen. Im Wärmemarkt ist nach der zurückhaltenden Nachfrage der vergangenen zwei Jahre von einem gewissen Nachholbedarf auszugehen. Die BayWa rechnet im Jahr 2012 mit einem über dem Vorjahr liegenden Absatzvolumen. Allerdings geht das opportunistische Orderverhalten der Verbraucher zu Lasten der operativen Marge. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2012 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und des anhaltend regen Interesses an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse verzeichnen können. Im Kraftstoffgeschäft ist aufgrund des weiterhin hohen Preisniveaus mit einem etwas geringeren Absatzvolumen zu rechnen. Positiv wirken sich für die BayWa die abgeschlossene Modernisierung des Tankstellennetzes sowie der Absatz zusätzlicher Produkte wie des AdBlue-Kraftstoffs für Lkws und von Autogas aus. Im Schmierstoffgeschäft kann eine stabile Entwicklung bei Absatz und Umsatz erwartet werden. Über alle Produktbereiche hinweg werden der Umsatz und das Ergebnis im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2012 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Strategie, innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebiets durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert fortgeführt. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich. BayWa r.e zukunftsfähig aufgestelltIm Bereich der regenerativen Energien hat die BayWa ihren strategischen Wachstumskurs durch Kombination von organischem Wachstum und Akquisitionen im Jahr 2011 fortgesetzt. Dabei wurde die Strategie der doppelten Diversifizierung hinsichtlich der Energieträger und der Länder weiter vorangetrieben. Auf der heutigen Basis mit der Präsenz eigener Gesellschaften in 7 Ländern und in allen bedeutenden Marktsegmenten der erneuerbaren Energien - Solar, Wind und Biogas - vertreten, ist die BayWa r.e zukunftsfähig aufgestellt. Darüber hinaus wirkt sich auch die Breite der Aktivitäten vom Handel über die Projektierung bis hin zum Verkauf fertiggestellter und im Betrieb getesteter Anlagen sowie deren Wartung stabilisierend auf das Geschäftsmodell aus. Nachdem in den zurückliegenden drei Jahren der Schwerpunkt auf dem Wachstum durch Akquisitionen lag, wird sich der Fokus in den Jahren 2012 und 2013 auf das organische Wachstum verlagern. Im Geschäft mit Solaranlagen ist in Deutschland für die Jahre 2012 und 2013 aufgrund der deutlich über den Planungen liegenden Installationen im Jahr 2011 mit einer signifikanten Reduzierung der Fördermaßnahmen zu rechnen. Auch in Italien und Spanien werden angesichts der angespannten Haushaltslage Kürzungen oder sogar die völlige Einstellung der Förderungen vorgenommen. Daraus wird ein erheblicher Rückgang des Absatzvolumens bei Photovoltaikanlagen resultieren. Diese Rahmenbedingungen will die BayWa nutzen, um ihren Marktanteil zu erhöhen und gegebenenfalls Wettbewerber zu verdrängen. In diesem Umfeld zahlt sich auch die Erschließung insbesondere des US-Marktes in den Bereichen Solar und Wind ebenso wie des britischen Marktes für Windenergie für die BayWa bereits kurzfristig aus. Für die BayWa r.e, in der alle Geschäfte mit regenerativen Energien gebündelt sind, geht der Konzern davon aus, rückläufige Umsätze in den europäischen Photovoltaikmärkten durch Wachstum in den USA und in Großbritannien sowie neue Projekte im Bereich Wind überkompensieren zu können. BayWa r.e will mittelfristig einen Umsatz von rund 1 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von rund 5 Prozent erzielen. Auch in den Jahren 2012 und 2013 wird sie auf diesem Weg weiter voranschreiten. In Summe ist für das Segment Energie sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis mit weiteren Zuwächsen in den Jahren 2012 und 2013 zu rechnen. Ausblick Segment BauPositiver Wertbeitrag zu erwartenIm Segment Bau sind mit Wirkung zum 1. Januar 2012 ausschließlich die Aktivitäten des Baustoff-Fachhandels enthalten. Der Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Segments wird sich daher im Jahr 2012 um die auf das Bau & Gartenmarktgeschäft entfallenden Beiträge des Jahres 2011 vermindern. Für das Baustoffgeschäft ist in den Jahren 2012 und 2013 aufgrund der geringen Wachstumsdynamik der deutschen und österreichischen Bauwirtschaft nur mit moderaten Zuwächsen zu rechnen. Beim Ergebnis wird der Baustoff-Fachhandel - nachdem im Jahr 2011 erstmals die Kapitalkosten wieder erwirtschaftet wurden - voraussichtlich einen positiven Wertbeitrag erwirtschaften können. Die Basis hierfür wird durch das "Projekt 2015" gelegt. Ein Schwerpunkt des Projekts besteht in der Einrichtung einer neuen Spartenorganisation mit 16 anstatt bislang 12 Sparten. Darauf aufsetzend erfolgen der Aufbau einer Logistik- und Beschaffungsorganisation, die sich an der neuen Spartenorganisation ausrichtet, sowie die Zusammenfassung der Verteilstandorte, um durch Optimierung und zentrale Steuerung der Lagerprozesse unnötige Umlagerungen zu vermeiden. Weitere wichtige Bausteine sind beispielsweise die Verbesserung der Einkaufsprozesse, die Reduzierung der Kostenumlagen und der verstärkte Einsatz von Eigenmarken zur Steigerung des Umsatzes und zur Verbesserung der Marge. Bereits im Jahr 2012 dürften diese Maßnahmen einen Beitrag zur Ergebnissteigerung erbringen, dem allerdings noch die Kosten der Umsetzung gegenüberstehen. In den Folgejahren soll sich das Ergebnis durch sukzessiven Wegfall der Umsetzungskosten weiter verbessern. Ausblick für den BayWa-KonzernVorhandene Potenziale optimal nutzenBei günstigen Rahmenbedingungen weitere VerbesserungDas Geschäftsjahr 2012 steht bei der BayWa nach den zahlreichen Akquisitionen der Vorjahre im Zeichen der Konsolidierung und der Integration der zahlreichen Gesellschaften in Einheiten, die am Markt schlagkräftig agieren und die vorhandenen Potenziale optimal nutzen. Auf der Basis der erwarteten Entwicklung in den Sparten wird der Umsatz des BayWa-Konzerns, ohne Berücksichtigung des Umsatzes der Bau & Gartenmärkte, im Jahr 2012 voraussichtlich das hohe Niveau des Vorjahres mindestens wieder erreichen. Im Segment Agrar werden Umsatz und Ergebnis aus dem Agrarhandel und der Technik gegenüber dem Jahr 2011 etwas geringer ausfallen. Diese Rückgänge werden allerdings durch die Ausweitung der Aktivitäten im Obstgeschäft mehr als ausgeglichen. Für das Segment Energie rechnet die BayWa mit stabilen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen. Dabei werden Rückgänge im klassischen Energiegeschäft durch Wachstum im Bereich der regenerativen Energien kompensiert. Im Baustoff-Fachhandel dürften Umsatz und Ergebnis sich moderat verbessern. Der BayWa-Konzern wird somit insgesamt das im Jahr 2011 erreichte gute Ergebnis aus dem operativen Geschäft stabilisieren und bei günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte werden sich im Jahr 2012 in etwa auf dem Niveau der Jahre 2010 und 2011 bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Darüber hinaus stehen zur mittel- und langfristigen Finanzierung Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren zur Verfügung. Die Entwicklung des Konzerns über das Jahr 2012 hinaus wird im Wesentlichen von der weiteren Stärkung ihrer operativen Aktivitäten getragen. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau wird die BayWa auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Konzerns realisieren. Der Fokus wird für die Jahre 2012 und 2013 allerdings auf dem organischen Wachstum liegen. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen und eine Steigerung der operativen Ergebnisse auch im Jahr 2013 fortzusetzen. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva scroll
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Konzern-Kapitalflussrechnung für 2011(Anhang E.1.)scroll
Die gezahlten Zinsen sind sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr vollständig dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zuzuordnen. Die Ertragsteuerzahlungen entfallen mit 2,526 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit und mit 41,170 Mio. Euro (Vorjahr: 15,085 Mio. Euro) auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die erhaltenen Dividenden und anderen übernommenen Ergebnisse entfallen wie im Vorjahr auf die Investitionstätigkeit. Von den erhaltenen Zinsen sind 0,972 Mio. Euro (Vorjahr: 0,347 Mio. Euro) der Investitionstätigkeit und 3,084 Mio. Euro (Vorjahr: 3,179 Mio. Euro) der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen. Im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthaltene Auszahlungen für Unternehmenserwerbe setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungAnhang (C.11.)scroll
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Konzernanhang zum 31. Dezember 2011Nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS)/ International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB (A.) Grundlagen des BayWa-Konzernabschlusses(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie BayWa AG hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa-Konzern ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrarhandel, Obst, Technik, Energie, Regenerative Energien, Baustoffe und Bau & Gartenmarkt. Das Geschäftssegment Agrarhandel umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln. Das Geschäftssegment Obst fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obsthandel zusammen. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftssegment Technik abgebildet. Das Geschäftssegment Energie bietet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holzpellets. Im Geschäftssegment Regenerative Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an regenerativen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet. Im Geschäftssegment Baustoffe sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen zusammengefasst. Das Segment Bau & Gartenmarkt bedient den Kunden im "Do-it-Yourself"-Markt. Im Geschäftsjahr 2011 hat der Vorstand der BayWa AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, einen Teil der Bau & Gartenmärkte der BayWa AG in ein Joint Venture mit der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH, Salzburg, Österreich, mit Wirkung zum 1. Januar 2012 einzubringen. Die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH betreibt über die Gesellschaft Hellweg Die Profi Baumärkte GmbH & Co. KG, Dortmund, Bau & Gartenmärkte in Deutschland und Österreich. Wie vertraglich vereinbart, werden mit Wirkung zum 1. Januar 2012 die Vorratsbestände sowie ausgewähltes Anlagevermögen und direkt zurechenbare Schulden von 56 Bau & Gartenmärkten der BayWa AG in die zu diesem Zweck gegründete BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, München, eingebracht. Nach erfolgter Einbringung wird die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH in einem ersten Schritt 50 Prozent der Kommanditanteile an der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG erwerben. Die weiteren 50 Prozent verbleiben zunächst bei der BayWa AG und werden bis zum 31. Dezember 2021 sukzessive an die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH veräußert. Sämtliches Immobilienvermögen der übergehenden Bau & Gartenmärkte wird im Rahmen der Transaktion nicht auf die neue Gesellschaft übertragen, sondern verbleibt bei der BayWa AG und wird zukünftig an die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG vermietet. Des Weiteren verbleiben solche Bau & Gartenmärkte, die eng mit Standorten anderer Sparten verbunden sind, in der BayWa AG. Ebenfalls nicht Bestandteil der Transaktion sind die österreichischen Bau & Gartenmärkte des BayWa-Konzerns. Die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG wird im BayWa-Konzern zukünftig at-Equity bilanziert. Aufgrund der beschlossenen Ausgliederung zum 1. Januar 2012 werden die übergehenden Vermögenswerte und Schulden der 56 Bau & Gartenmärkte im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 dargestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschlussstichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. Der Konzernabschluss entspricht zudem den ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB. Das Geschäftsjahr des BayWa-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutschen Raiffeisen-Waren-zentrale GmbH und der Raiffeisen Beteiligungs GmbH, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Beide Unternehmen haben mit dem 30. Juni einen abweichenden Bilanzstichtag. Für beide Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2011 die Konsolidierungsgrundlage. Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen). (A.2.) Schätzungen und Beurteilungen des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36. Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen. Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Änderungen dieser Annahmen würden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind. Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswerts basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben. Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen. Die Mietaufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschlussstichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa-Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschlussstichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. (A.3.) Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards Im Geschäftsjahr 2011 erstmals anzuwendende RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2011 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Diese neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie. Im Oktober 2009 wurde eine Änderung des IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) herausgegeben. Damit wird neu geregelt, dass bestimmte Bezugsrechte sowie Optionen und Optionsscheine in einer anderen als der funktionalen Währung beim Emittenten, auf dessen Eigenkapitalinstrumente sich diese Rechte beziehen, bilanziell als Eigenkapital auszuweisen sind. Zuvor wurden solche Rechte als Verbindlichkeiten bilanziert. Die Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, bei denen die Anzahl der zu beziehenden Instrumente und der Fremdwährungsbetrag zuvor fixiert sind und allen bisherigen Inhabern von Eigenkapitaltiteln derselben Klasse dieses Recht anteilig gewährt wird. Im November 2009 veröffentlichte das IASB den überarbeiteten Standard IAS 24 (Related Party Disclosures). Durch die Überarbeitung werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat beteiligt ist, vereinfacht. Bestimmte Related-Party-Beziehungen, die sich aus einer Beteiligung des Staates an Privatunternehmen ergeben, sind von einigen im geänderten Standard genannten Angabepflichten nach IAS 24 ausgenommen. Des Weiteren wurde die Definition der nahestehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Darüber hinaus wurde im November 2009 IFRIC 19 (Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments) veröffentlicht. Die Interpretation ist anzuwenden, wenn ein Kreditnehmer eine finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten an den Kreditgeber tilgt. Ferner wurde im November 2009 eine Änderung des IFRIC 14 (IAS 19 - The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Interaction), einer Interpretation des IAS 19 (Employee Benefits), veröffentlicht. Die Änderung ist von Relevanz, wenn ein Unternehmen, das im Zusammenhang mit seinen Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen hat, Vorauszahlungen auf diese leistet. Die Änderung gestattet, dass ein Unternehmen den Nutzen aus einer solchen Vorauszahlung als Vermögenswert darstellt. Im Mai 2010 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts den dritten Sammelstandard "Improvements to IFRSs". Die Änderungen präzisieren den Ansatz, die Bewertung und den Ausweis von Geschäftsvorfällen, vereinheitlichen Terminologien und sind im Wesentlichen als redaktionelle Korrekturen zu bestehenden Standards zu verstehen. Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und ÄnderungenDas IASB bzw. IFRS Interpretations Committee hat nachfolgende Standards, Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung jedoch bislang nicht verpflichtend ist. Die Anwendung dieser IFRSs bzw. Interpretationen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen werden. Diese Rechnungslegungsvorschriften wurden im BayWa-Konzern nicht vorzeitig angewandt. Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 (Financial Instruments) mit Regeln zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und im Oktober 2010 die Regeln zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten. Die Veröffentlichungen stellen den Abschluss des ersten Teils eines dreiphasigen Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dar. IFRS 9 definiert zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische Finanzinstrumente. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Hinsichtlich strukturierter Produkte mit eingebetteten Derivaten ist die Prüfung auf Trennungspflicht und eine eventuell getrennte Bilanzierung nur noch für nichtfinanzielle Basisverträge vorgesehen. Strukturierte Produkte mit finanziellen Basisverträgen sind als Ganzes zu kategorisieren und zu bewerten. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde durch eine im Dezember 2011 verabschiedete Änderung zum "Mandatory Effective Date of IFRS 9" auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben. Gleichzeitig wurden die Erläuterungspflichten zur Erstanwendung von IFRS 9 in IFRS 7 geändert. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. In Anbetracht der Komplexität des Themengebiets des IFRS 9 ist eine Aussage über die Auswirkungen im Detail derzeit nicht verlässlich möglich. Jedoch wird davon ausgegangen, dass diese Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben werden. Im Oktober 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures). Diese Änderungen fordern zusätzliche Angaben zu Transaktionen zum Zwecke der Übertragung von Vermögenswerten einschließlich eines Einblicks in mögliche Auswirkungen der noch beim abgebenden Unternehmen verbliebenen Risiken. Außerdem werden zusätzliche Angaben gefordert, wenn ein unverhältnismäßig großer Anteil von Übertragungen am Ende einer Berichtsperiode auftritt. Unternehmen haben die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die hieraus resultierenden Berichtspflichten sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Im Dezember 2010 hat das IASB eine Änderung an IAS 12 (Income Taxes) veröffentlicht, durch die widerlegbar vermutet wird, dass der Buchwert eines Vermögenswerts im Normalfall durch Veräußerung realisiert wird und nicht durch Nutzung des Vermögenswerts. Diese Festlegung ist insbesondere für die Berechnung von latenten Steuern in Ländern relevant, in denen unterschiedliche Ertragsteuersätze auf Gewinne aus Veräußerungen und z. B. auf laufende Mieteinnahmen anzuwenden sind. In diesem Zusammenhang wurde SIC-21 (Income Taxes - Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets) in IAS 12 (Income Taxes) integriert - soweit er sich nicht auf als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien bezieht. Der geänderte Standard ist rückwirkend auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht durch die Europäische Union steht noch aus. Diese Änderung wird aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB vier neue Standards: IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements), IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) und IFRS 13 (Fair Value Measurement). Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures), veröffentlicht. Die Erstanwendung der Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen der Änderung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Mit IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden. Die Basis hierfür bildet ein Control-Konzept mit umfangreichen Anwendungshinweisen, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) und SIC-12 (Consolidation - Special Purpose Entities) in vollem Umfang. IFRS 11 (Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann. Die Bilanzierung orientiert sich an den aus der gemeinschaftlichen Vereinbarung ergebenden Rechten und Pflichten und nicht mehr an der rechtlichen Form. Die gemeinschaftlichen Vereinbarungen lassen sich in gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) unterscheiden. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind zukünftig die anteiligen Vermögenswerte und Schulden entsprechend den Rechten und Pflichten des Einzelnen zu bilanzieren. Der Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen ist zukünftig nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Die Regelungen des IAS 31 (Interests in Joint Ventures) zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und SIC-13 (Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers) werden durch IFRS 11 ersetzt. In der vom IASB neu überarbeiteten Fassung von IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt. In IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) werden die Anhangsangaben geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen anzugeben sind. Die Angaben sollen es ermöglichen, die Art der genannten Unternehmensbeziehungen und die damit verbundenen Risiken einzuschätzen sowie den Einfluss auf die Bilanz nachvollziehen zu können. Infolge der Änderungen durch IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) und IFRS 12 veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 (Separate Financial Statements), die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt. Mit IFRS 13 (Fair Value Measurement) veröffentlichte das IASB eine einheitliche Definition und Ermittlungsgrundsätze des beizulegenden Zeitwerts sowie damit verbundene Anhangsangaben. Geregelt wird dabei nicht, wann, sondern wie eine Fair-Value-Bewertung durchzuführen ist, wobei der Fair Value als Preis definiert wird, der beim Verkauf eines Vermögenswerts zu erzielen oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. IFRS 13 ist bei Erstanwendung prospektiv anzuwenden. Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 1 (Presentation of Financial Statements). Diese Änderungen fordern eine separate Darstellung der erfolgsneutral erfassten Posten innerhalb des "Other Comprehensive Income", je nachdem, ob sie zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind oder nicht. Unternehmen haben die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Diese Änderungen werden lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ebenfalls im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 19 (Employee Benefits). So wurde die von der BayWa derzeit angewandte sog. Korridormethode, das heißt das nachträgliche erfolgswirksame Erfassen von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten in Folgeperioden, abgeschafft. Zukünftig ist die Nettopensionsverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen vollständig und deren Veränderung aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten unmittelbar erfolgsneutral zu erfassen. Zudem wird der Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen auf Basis einer Nettoverbindlichkeit, das heißt dem Saldo aus Pensionsverpflichtung und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, ermittelt. Dies bedeutet, dass der Zinssatz für die ergebniswirksam zu erfassenden erwarteten Erträge aus dem Planvermögen zukünftig nicht mehr geschätzt werden muss, sondern dem Abzinsungssatz der Pensionsverpflichtungen zu entsprechen hat. Die Ermittlungsweise dieses Zinssatzes wird gegenüber dem bisherigen Vorgehen unverändert bleiben. Im Falle von zukünftigen Planänderungen wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam zu erfassen sein. Des Weiteren gelten veränderte Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Abfindungsleistungen gegenüber Arbeitnehmern. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Durch die Änderung sind die im BayWa-Konzern bislang nach der sog. Korridormethode behandelten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste somit erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen und die Nettopensionsverpflichtung vollständig auszuweisen. Weitere Auswirkungen der Änderung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Die Interpretation IFRIC 20 (Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine) wurde im Oktober 2011 veröffentlicht. IFRIC 20 regelt den Ansatz, die Erst- und die Folgebewertung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit Abraumbeseitigungsmaßnahmen in der Produktionsphase im Tagebau, um Zugang zu Erz- oder Mineralienvorkommen zu erhalten. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz und Ertragslage haben. Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB die Ergänzungen "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" in Bezug auf IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) sowie "Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" in Bezug auf IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures). Die Ergänzung zu IAS 32 stellt Details im Zusammenhang mit den Kriterien "jederzeitiges Recht zur Aufrechnung" und "zeitgleiches Settlement" klar. Die IFRS-7-Ergänzung verpflichtet zukünftig Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie andere bestehende Saldierungsrechte, die nicht die bilanziellen Saldierungskriterien erfüllen, tabellarisch darzustellen. Diese Ergänzungen sind für Zwischenperioden und Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 (IFRS-7-Ergänzung) bzw. 1. Januar 2014 (IAS-32-Klarstellungen) verpflichtend und rückwirkend anzuwenden. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Diese Änderung wird keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben. (B.) Angaben zur Konsolidierung(B.1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IAS 27In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar über die wirtschaftliche Kontrolle verfügt ("Control-Concept") und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt. scroll
Im Geschäftsjahr 2011 wurden die im Vorjahr gegründeten und im laufenden Geschäftsjahr erstmals operativ tätigen Gesellschaften Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck, die CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg, die CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Weiden, die Diermeier Energie GmbH, Straubing, sowie die Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld, neu in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Zudem waren die im Geschäftsjahr 2010 neu gegründete BayWa r.e España S.L.U, Barcelona, Spanien, sowie die im Geschäftsjahr 2011 neu gegründeten Gesellschaften BayWa r.e USA LLC, Santa Fe, USA, und Dulas MHH Ltd., Machynlleth Powys, Wales, Großbritannien, erstmals Bestandteil des Konsolidierungskreises. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Agrarhandelsgeschäft der Schnell & Söhne KG Agrarhandel, Schwabmünchen, übernommen. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2011 übergegangenen Vermögenswerte betragen 3,000 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft Diermeier Energie GmbH, Straubing, mit Wirkung zum 1. Januar 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Geschäft mit Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoff, Holzpellets und AdBlue von der Diermeier GmbH & Cie. Mineralöl KG, Straubing, und der Hermann Diermeier KG, Straubing, erworben. Zusätzlich ist mit Wirkung zum 31. März 2011 der Erwerb weiterer Vermögensgegenstände von der Top Oil GmbH & Cie. Transport KG, Straubing, erfolgt. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 5,522 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft Diermeier Energie GmbH, Straubing, mit Wirkung zum 1. November 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Schmierstoffgeschäft von der Diermeier GmbH & Cie. Lubes KG, Straubing, erworben. Die Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 2,389 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld, mit Wirkung zum 1. März 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Geschäft mit Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoff und AdBlue von der Wingenfeld Mineralöle GmbH & Co. KG, Hünfeld, erworben. Die Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 2,470 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft Dulas MHH Ltd., Machynlleth Powys, Wales, Großbritannien, mit Wirkung zum 3. Juni 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Großhandelsgeschäft mit Photovoltaikanlagen von der Dulas Ltd., Machynlleth Powys, Wales, Großbritannien, erworben. Die Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 6,424 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Aus der Transaktion ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von 2,242 Mio. Euro entstanden, der in den immateriellen Vermögenswerten beinhaltet ist. Der vereinbarte und bislang zur Auszahlung gelangte Kaufpreis für den Erwerb des Großhandelsgeschäfts mit Photovoltaikanlagen betrug 4,182 Mio. Euro. Zusätzlich enthält der Kaufvertrag über den Erwerb des Geschäftsbetriebs bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 erzielten EBITDA der Dulas MHH Ltd., Machynlleth Powys, Wales, Großbritannien, zukünftig zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen bewegen sich in einer Bandbreite von 0,000 bis maximal 2,242 Mio. Euro. Aufgrund der erwarteten positiven Ergebnisentwicklung der Gesellschaft wurde ein Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 6,424 Mio. Euro angesetzt. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft CLAAS Württemberg GmbH, Langenau, mit Wirkung zum 1. September 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das bewegliche Anlagevermögen der Standorte Dasing und Krumbach von der Eder GmbH, Tuntenhausen, erworben. Die Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,137 Mio. Euro und entfallen vollständig auf das bewegliche Anlagevermögen der genannten Standorte. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochter CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Weiden, mit Wirkung zum 1. November 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Landtechnik Werkstattgeschäft von der Raiffeisenbank Gefrees eG, Gefrees, erworben. Die bislang angefallenen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,028 Mio. Euro. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochter CLAAS Südostbayern GmbH, Töging, mit Wirkung zum 1. März 2011 im Rahmen eines Asset-Deals das Landmaschinen-Geschäft von der Lutzenberger Grundstück UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Grabenstätt/Erlstätt, erworben. Die Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,477 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e USA LLC, Santa Fe, USA, mit Wirkung zum 3. Januar 2011 80 Prozent der Anteile an dem Unternehmen Focused Energy LLC, Santa Fe, USA, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e USA LLC auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 3. Januar 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Focused Energy LLC beliefert als Premiumanbieter im Bereich Photovoltaik(PV)-Systemintegration Installateure in den Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere auf den Kernmärkten Arizona, Kalifornien, Pennsylvania, New Mexico und Hawaii. Das Produktangebot umfasst hochwertige PV-Module, Wechselrichter und Montagesysteme. Die BayWa AG steigt mit dieser Akquisition in den dynamisch wachsenden US-Markt für Photovoltaikanlagen ein. Der vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte Kaufpreis für den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft betrug 8,390 Mio. Euro. Zusätzlich enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 erzielten EBITDA der Focused Energy LLC zukünftig zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 0,000 und maximal 13,224 Mio. Euro. Aufgrund der erwarteten positiven Ergebnisentwicklung der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt wurde ein vorläufiger Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 21,614 Mio. Euro angesetzt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,845 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Focused Energy LLC erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der Focused Energy LLC entfallende Anteil am Nettovermögen von 2,039 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die anteiligen stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren und zukünftigen Ergebniserwartungen aus Warenverkäufen ermittelt. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 8 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 11,5 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätte sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz sowie den den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Konzerngewinn ergeben. Seit dem 3. Januar 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Focused Energy LLC bei einem Umsatz von 44,372 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 4,552 Mio. Euro. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 30. April 2011 80 Prozent der Anteile an dem Unternehmen CLAAS Württemberg GmbH, Langenau, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 30. April 2011, dem Tag des Übergangs der Geschäftsanteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Das Unternehmen CLAAS Württemberg GmbH ist als Landtechnikhandelsunternehmen in Baden-Württemberg tätig und vertreibt Maschinen von CLAAS und weiteren namhaften Landtechnikherstellern und bietet zusätzlich Servicedienstleistungen an. Die Anschaffungskosten für die Anteile betrugen 2,572 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im April zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,024 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der CLAAS Württemberg GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der CLAAS Württemberg GmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,346 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die anteiligen stillen Reserven und Lasten der Gesellschaft. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren und zukünftigen Ergebniserwartungen aus Warenverkäufen ermittelt. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 9 und 10 Jahren angesetzt wurden, liegen Abzinsungsfaktoren von 10,9 bzw. 11,0 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 17,051 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,441 Mio. Euro geringer ausgefallen. Seit dem 30. April 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die CLAAS Württemberg GmbH bei einem Umsatz von 45,752 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,799 Mio. Euro. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2011 90 Prozent der Anteile an dem Unternehmen LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 19. April 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die Anteile betrugen 1,956 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im April zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,006 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der LTZ Chemnitz GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der LTZ Chemnitz GmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,213 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden sowie die anteiligen stillen Reservn und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren sowie zukünftigen Ergebniserwartungen aus Warenverkäufen ermittelt. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 9 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 10,9 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 26,661 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,297 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 19. April 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die LTZ Chemnitz GmbH bei einem Umsatz von 22,487 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,235 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaften RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich, sowie BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich, mit Wirkung zum 1. Juli 2011 89 Prozent der Anteile an der österreichischen OMV Wärme VertriebsGmbH, Wien, Österreich, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Konzerngesellschaften auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 1. Juli 2011, dem Tag der kartellrechtlichen Genehmigung der Transaktion. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Gesellschaft firmiert seit dem 26. August 2011 unter dem Namen WAV Wärme Austria VertriebsgmbH, Wien, Österreich. Die Anschaffungskosten für die Anteile betrugen 15,297 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juli zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,606 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der WAV Wärme Austria VertriebsgmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der WAV Wärme Austria VertriebsgmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,837 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die auf diese entfallenden stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Ermittlung der stillen Reserven erfolgte anhand von Ertragswertverfahren. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 20 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 8,5 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 183,694 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,247 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. Juli 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die WAV Wärme Austria VertriebsgmbH bei einem Umsatz von 215,281 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,634 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, mit Wirkung zum 8. September 2011 40 Prozent der Anteile an der Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien, erworben. Zusammen mit den von der RENERCO Renewable Energy Concepts AG bereits zuvor gehaltenen 33,1 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die bis zum Zeitpunkt des sukzessiven Erwerbs at-Equity bilanziert wurden, befinden sich seit dem Erwerbszeitpunkt 73,1 Prozent der Anteile im Besitz der RENERCO Renewable Energy Concepts AG. Die beherrschende Einflussnahme der RENERCO Renewable Energy Concepts AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 8. September 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die zusätzlich erworbenen 40 Prozent der Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die gesamten Anteile von 73,1 Prozent betrugen 22,988 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im September für den Erwerb der zusätzlichen Anteile von 40 Prozent zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 10,778 Mio. Euro sowie die zum Fair Value bewerteten, bislang von der RENERCO Renewable Energy Concepts AG at-Equity-bilanzierten Anteile von 12,210 Mio. Euro. Die Bewertung der bislang an der Parque Eólico La Carracha S.L. gehaltenen Anteile von 33,1 Prozent zum Fair Value führte zu einem Buchgewinn von 4,320 Mio. Euro. Dieser ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,090 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Parque Eólico La Carracha S.L. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der negative Goodwill in Höhe von 0,054 Mio. Euro wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der auf nicht beherrschende Anteile an der Parque Eólico La Carracha S.L. entfallende Anteil am Nettovermögen von 8,479 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die auf diese entfallenden stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Ermittlung der stillen Reserven erfolgte anhand von Ertragswertverfahren. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 17 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 6,8 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 6,683 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 1,225 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 8. September 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Parque Eólico La Carracha S.L. bei einem Umsatz von 3,053 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,063 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, mit Wirkung zum 8. September 2011 40 Prozent der Anteile an der Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien, erworben. Zusammen mit den von der RENERCO Renewable Energy Concepts AG bereits zuvor gehaltenen 32,2 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die bis zum Zeitpunkt des sukzessiven Erwerbs at-Equity bilanziert wurden, befinden sich seit dem Erwerbszeitpunkt 72,2 Prozent der Anteile im Besitz der RENERCO Renewable Energy Concepts AG. Die beherrschende Einflussnahme der RENERCO Renewable Energy Concepts AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 8. September 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die zusätzlich erworbenen 40 Prozent der Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die gesamten Anteile von 72,2 Prozent betrugen 20,391 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im September für den Erwerb der zusätzlichen Anteile von 40 Prozent zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 9,560 Mio. Euro sowie die zum Fair Value bewerteten, bislang von der RENERCO Renewable Energy Concepts AG at-Equity-bilanzierten Anteile von 10,831 Mio. Euro. Die Bewertung der bislang an der Parque Eólico Plana de Jarreta S.L. gehaltenen Anteile von 32,2 Prozent zum Fair Value führte zu einem Buchgewinn von 3,207 Mio. Euro. Dieser ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,090 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Parque Eólico Plana de Jarreta S.L. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der negative Goodwill in Höhe von 0,543 Mio. Euro wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Der auf nicht beherrschende Anteile an der Parque Eólico Plana de Jarreta S.L. entfallende Anteil am Nettovermögen von 8,060 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die auf diese entfallenden stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Ermittlung der stillen Reserven erfolgte anhand von Ertragswertverfahren. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 17 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 6,8 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 6,443 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 1,043 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 8. September 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Parque Eólico Plana de Jarreta S.L. bei einem Umsatz von 2,900 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,035 Mio. Euro. Die BayWa AG hat am 26. August 2011 über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e USA LLC, Santa Fe, USA, 70 Prozent der Anteile an der WKN USA, LLC, San Diego, USA, als Holding einer Unternehmensgruppe erworben und baut damit ihr internationales Geschäft weiter aus und verstärkt gleichzeitig erneut die Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien. Durch die Transaktion steigt der Handelskonzern in das Windprojektgeschäft in den USA ein. BayWa r.e USA LLC übernimmt 70 Prozent der WKN USA, LLC, von der Windkraft Nord USA, Inc., einer Tochter der WKN AG, Husum. Die WKN AG ist eine internationale Windprojektierungsgesellschaft aus Deutschland, an der unter anderem Siemens Project Ventures GmbH (SPV), eine Gesellschaft der Sparte Financial Services (SFS) von Siemens, beteiligt ist. WKN USA, LLC, San Diego, USA hat sich als renommierter Projektentwickler für Windkraftanlagen etabliert und unter anderem den bisher höchsten Windpark in den USA mit 105 Metern Nabenhöhe für ein italienisches Energieunternehmen errichtet. Mit dieser neuen Beteiligung in den USA sichert sich die BayWa umfangreiche Möglichkeiten zur Realisierung von Onshore-Windprojekten in verschiedenen US-Bundesstaaten. Die amerikanische Windprojektierungsgesellschaft verfügt über eine Projektpipeline von rund 1.000 Megawatt, 110 Megawatt sind sofort baureif. Die beherrschende Einflussnahme auf die WKN USA, LLC, nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 26. August 2011, dem Tag des Übergangs der Geschäftsanteile. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile von 70 Prozent betrugen 0,000 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,389 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der WKN USA, LLC, erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zusammenhang mit der Transaktion kam es zu keiner Aufdeckung stiller Reserven, da sämtliche Vermögenswerte und Schulden der WKN USA, LLC, vor dem Erwerb der Anteile durch die BayWa r.e USA LLC im Rahmen eines Asset-Deals zu Zeitwerten erworben wurden. Im Zusammenhang mit diesem Asset Deal ist ein Geschäfts- oder Firmenwert von 0,232 Mio. Euro entstanden, der in den immateriellen Vermögenswerten der WKN USA, LLC, enthalten ist. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätte sich weder auf den Anteil am Konzernumsatz noch auf den den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Konzerngewinn eine Auswirkung ergeben, da die Gründung der WKN USA, LLC, und der anschließende Asset-Deal unmittelbar vor dem Erwerb der Anteile durch die BayWa r.e USA LLC erfolgt war. Seit dem 26. August 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die WKN USA, LLC, zusammen mit ihren ebenfalls in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogenen Tochtergesellschaften bei einem Umsatz von 0,055 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,495 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft BayWa r.e GmbH, München, mit Wirkung zum 23. August 2011 90 Prozent der Anteile an dem Unternehmen ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich, als Holding einer Unternehmensgruppe erworben und verstärkt dadurch ihre Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien Richtung Österreich und Osteuropa. Die ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH entwickelt und errichtet verschiedene Windkraftprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 400 Megawatt in Österreich, Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei sowie Kroatien. Die erworbene Gesellschaft stellt eine strategisch wichtige Ergänzung der bisherigen Aktivitäten der BayWa r.e GmbH dar, um an den großen Windkraftpotenzialen teilzuhaben, die es in Osteuropa im Onshore-Bereich gibt. Experten gehen davon aus, dass die Windenergiekapazität in Osteuropa bis 2020 jedes Jahr um mehr als 1 Gigawatt Leistung wachsen wird. Zurzeit ist in Osteuropa eine Windkraftleistung von rund 3 Gigawatt installiert. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e GmbH auf die ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 23. August 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile betrugen 4,050 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im August ausbezahlte Kaufpreiskomponente (3,645 Mio. Euro) sowie einen Kaufpreiseinbehalt von 0,405 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,398 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der ECOWIND Handels- & Wartungs GmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,300 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die auf diese entfallenden stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren ermittelt. Hierbei wurden den zukünftig zu erwartenden Erträgen aus Projektierungsleistungen Abzinsungsfaktoren zwischen 4,1 und 7,1 Prozent zugrunde gelegt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,790 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,199 Mio. Euro geringer ausgefallen. Seit dem 23. August 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH zusammen mit ihren Tochtergesellschaften einen Umsatz von 0,694 Mio. Euro und einen Fehlbetrag in Höhe von 0,194 Mio. Euro. Mit Kaufvertrag vom 7. Oktober 2011 hat die BayWa AG über die Enkelgesellschaft Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden, 90 Prozent der Anteile an dem Unternehmen AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service, Boppard, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Schradenbiogas GmbH & Co. KG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 7. Oktober 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service vermittelt Entsorgungsleistungen, insbesondere im Zusammenhang mit Speiseresten, Altfetten, Fettabscheiderinhalten und Abfällen zur Verwertung und Beseitung, außer Sonderabfällen. Die Gesellschaft fungiert als Makler, ohne dass das Unternehmen selbst Entsorgungskapazitäten oder -techniken vorhält. Die Anschaffungskosten für die Anteile betrugen 1,156 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober ausbezahlte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,021 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,069 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden zugehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft sowie die auf diese entfallenden stillen Reserven und Lasten. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation vorgenommene Ermittlung der stillen Reserven erfolgte anhand von Ertragswertverfahren. Den Zahlungsreihen, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren angesetzt wurden, liegt ein Abzinsungsfaktor von 9,2 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 2,242 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,084 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 7. Oktober 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service bei einem Umsatz von 0,434 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,001 Mio. Euro. Mit Kaufvertrag vom 8. November 2011 hat die BayWa AG über die Enkelgesellschaft BayWa r.e Service GmbH jeweils 100 Prozent der Anteile an den Unternehmen L & L Rotorservice GmbH, Basdahl, sowie L & L Vermögensverwaltung GmbH, Basdahl, mittels Share-Deal erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 13. Dezember 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Bei der L & L Rotorservice GmbH handelt es sich um ein europaweit agierendes Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Windenergie, dessen Schwerpunkte insbesondere in der Wartung und Instandsetzung von Rotorblättern vor Ort und im Werk, sowie in der technischen Be- und Verarbeitung von Faserverbundwerkstoffen liegen. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Unternehmenserwerbs zum Bilanzstichtag konnte eine endgültige Kaufpreisverteilung auf die Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Gesellschaften nicht mehr vorgenommen werden. Die nachfolgenden Angaben in Bezug auf die Kaufpreisallokation sind somit vorläufig. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die Anteile betrugen 1,269 Mio. Euro. Diese beinhalten einerseits die vertraglich vereinbarte und im Dezember ausbezahlte vorläufige Kaufpreiskomponente (0,869 Mio. Euro). Zudem enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an den Gesellschaften bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 erzielten EBIT der L & L Rotorservice GmbH zukünftig zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen liegen in einer Bandbreite zwischen 0,000 und 0,400 Mio. Euro. Aufgrund der erwarteten positiven Ergebnisentwicklung der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt wurde ein vorläufiger Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 1,269 Mio. Euro angesetzt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,170 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der L & L Rotorservice GmbH und der L & L Vermögensverwaltung GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 4,944 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,245 Mio. Euro geringer ausgefallen. Seit dem 13. Dezember 2011, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die L&L Rotorservice GmbH bei einem Umsatz von 0,210 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,064 Mio. Euro. Die r.e Bioenergie GmbH, Regensburg, hat am 1. Juli 2011 100 Prozent ihrer Anteile an der Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Neunzehnte Biogas KG, Regensburg, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsverlust aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungsverlust ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die r.e Bioenergie GmbH, Regensburg, hat am 31. August 2011 100 Prozent ihrer Anteile an der Aufwind BB GmbH & Co. Achtzehnte Biogas KG (ehemals: Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Achtzehnte Biogas KG), Regensburg, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
Veräußerungserfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungserfolg ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die r.e Bioenergie GmbH, Regensburg, hat am 23. Dezember 2011 51,67 Prozent ihrer Anteile an der Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungserfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungserfolg ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die r.e Bioenergie GmbH, Regensburg, hat am 31. Dezember 2011 51,0 Prozent ihrer Anteile an der Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG (ehemals: Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG), Regensburg, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungserfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungserfolg ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, hat am 7. Dezember 2011 100 Prozent ihrer Anteile an der Voyennes Energies SAS, Begles, Frankreich, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungserfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungserfolg ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 43 inländische und 79 ausländische Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2011 wie folgt dar: scroll
(B.2.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28Nach der Equity-Methode werden nachstehende 14 (Vorjahr: 14) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa-Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, das heißt, einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent besitzt und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. scroll
Neben dem Beteiligungsbesitz und den nachfolgend angeführten Darlehensausreichungen bestehen zu sämtlichen oben dargestellten Gesellschaften keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen. scroll
Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen: scroll
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Insgesamt 25 (Vorjahr: 28) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. (B.3.) Veränderung des BayWa-Konsolidierungskreises im ÜberblickGegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert: scroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Anteilsbesitzliste (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. (B.4.) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet. (B.5.) WährungsumrechnungDie Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa-Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz verringerte sich im Berichtsjahr um 1,946 Mio. Euro. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
(C.) Erläuterungen zur Bilanz(C.1.) Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurde aufgrund der bevorstehenden Einbringung des Standorts zum 1. Januar 2012 in die neue BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Firmenwert der BayWa Bau und Gartenmarkt Weinsberg GmbH & Co. KG in Höhe von 1,008 Mio. Euro vorgenommen. Zudem wurde aufgrund einer im Folgejahr vorgesehenen Standortschließung eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 1,174 Mio. Euro auf einen Teil des Firmenwerts der Stark GmbH & Co. KG vorgenommen. Im Vorjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Firmwerte vorgenommen worden. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe: scroll
Die Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen in den Konzernabschluss. Darüber hinaus haben sich die angesetzten Firmenwerte für die r.e Bioenergie GmbH (0,171 Mio. Euro) und die MHH Solartechnik GmbH (0,954 Mio. Euro) aufgrund von Kaufpreisnachzahlungen für gegebene Ergebnisgarantien des Verkäufers erhöht. Der Anstieg des Firmenwerts für die Schradenbiogas GmbH & Co. KG in Höhe von 0,100 Mio. Euro resultiert aus der Auszahlung eines Sicherheitseinbehalts. Von dem insgesamt ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von 1,238 Mio. Euro in den Folgejahren steuerlich abzugsfähig. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen. Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa-Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren. Den Zahlungsreihen liegen Abzinsungsfaktoren von durchschnittlich 6,7 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten wird von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Aus den durchgeführten Impairment-Tests ergab sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf. Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich folgendermaßen auf: scroll
(C.2.) SachanlagenDas gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswerts. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögensgegenswerten". Zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs werden Buchwerte der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2011 kein Wertberichtigungsbedarf. Da im Berichtsjahr die Gründe für einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert entfallen sind, erfolgte bei der RWA SLOVAKIA spol. s.r.o., Bratislava, Slowakei, eine Zuschreibung auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,449 Mio. Euro. Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktivierungspflichtig wären, werden im BayWa-Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert. Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance-Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich und bei EDV-Hardware. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich. Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Leasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Im Anlagevermögen sind in Höhe von 6,873 Mio. Euro (Vorjahr: 3,183 Mio. Euro) als Finance Leases qualifizierte technische Anlagen und Maschinen enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Vereinzelt sind für die als Finance Leases klassifizierten Leasingverhältnisse Kaufoptionen am Ende der Laufzeit vereinbart. Über eine Ausübung der Kaufoptionen wird einzelfallbezogen jeweils am Ende der Laufzeit entschieden. Die zukünftigen Leasingzahlungen der betreffenden Leasingverträge ergeben sich insgesamt wie folgt: scroll
Für Verträge, die als Operate Leases - im Wesentlichen Immobilienmietverträge, Fahrzeugleasing und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen: scroll
Im Geschäftsjahr wurden aus Operate-Leasing-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 37,312 Mio. Euro geleistet. (C.3.) At-Equity-bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und WertpapiereDie Finanzanlagen des BayWa-Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an assoziierten und übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften und Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert. Veränderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst. Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 1,811 Mio. Euro (Vorjahr: 1,841 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten fortgeführten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Für diejenigen Vermögenswerte, die zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden, erfolgte eine Bewertung anhand festgestellter Börsennotierungen zum Bilanzstichtag. Im Berichtsjahr wurden bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten Wertberichtigungen in Höhe von 5,189 Mio. Euro vorgenommen. Die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Beteiligungen an der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, und an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, wurden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da für die Wertpapiere kein aktiver Markt existiert und somit kein marktgängiger Zeitwert ermittelt werden konnte. Die Ermittlung beizulegender Werte unter Zugrundelegung eines Ertragswertverfahrens war aufgrund nicht zur Verfügung stehender Daten nicht möglich. Aufgrund der Zugehörigkeit beider Gesellschaften zum genossenschaftlichen Verbund ist zudem die Fungibilität der Beteiligungen eingeschränkt. Ebenso werden alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt. In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital bilanziert. Bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden ausschließlich die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im BayWa-Konzern bestehen derzeit keine Vermögenswerte, die als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifiziert sind. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2011Anhang (C.1.-C.4.)scroll
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Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2010Anhang (C.1.-C.4.)scroll
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(C.4.) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienUnter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 156 (Vorjahr: 180) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude. Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 63,587 Mio. Euro (Vorjahr: 71,639 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 2,120 Mio. Euro (Vorjahr: 2,645 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Der Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Im Berichtsjahr wurden Gebäude in Höhe eines Buchwerts von 1,583 Mio. Euro sowie Grundstücke in Höhe eines Buchwerts von 1,614 Mio. Euro von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in das Sachanlagevermögen umgegliedert. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der ausgewiesenen Objekte beträgt 142,583 Mio. Euro (Vorjahr: 148,706 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt. Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Aus der Gegenüberstellung der beizulegenden Zeitwerte und der Buchwerte der einzelnen Objekte hat sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Aus diesem Grund wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke (Vorjahr: 1,738 Mio. Euro) und auf Gebäude (Vorjahr: 0,360 Mio. Euro) vorgenommen. Die erzielten Mieterträge betrugen 6,352 Mio. Euro (Vorjahr: 6,036 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,528 Mio. Euro (Vorjahr: 0,590 Mio. Euro). Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,133 Mio. Euro (Vorjahr: 0,304 Mio. Euro). (C.5.) SteuerforderungenDie Steuerforderungen enthalten das langfristige Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(C.6.) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen; die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab: scroll
Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken. scroll
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Die Kundenstruktur im BayWa-Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa-Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa-Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besondere Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 58 (Vorjahr: 38) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2011 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein. Wertberichtigungskonto: Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS-7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa-Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle. Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine aufwandswirksame Zuführung der Wertberichtigung um 4,878 Mio. Euro aufgrund eines höheren Wertberichtigungsbedarfs auf zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 40,571 Mio. Euro (Vorjahr: 41,244 Mio. Euro) enthalten. Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 113,733 Mio. Euro (Vorjahr: 79,942 Mio. Euro). (C.7.) Tatsächliche und latente SteueransprücheDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche latenten Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine erfolgswirksame Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen. (C.8.) VorräteUnter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewandt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Nur in Ausnahmen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Am Bilanzstichtag erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 68,542 Mio. Euro im Vorjahr auf 74,516 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 606,008 Mio. Euro (Vorjahr: 523,604 Mio. Euro). Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 2,001 Mio. Euro der Besicherung von Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden 0,376 Mio. Euro (Vorjahr: 0,767 Mio. Euro) Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf unfertige Leistungen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 4,20 Prozent zugrunde gelegt. Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur. (C.9.) Flüssige MittelBei den flüssigen Mitteln in Höhe von 86,997 Mio. Euro (Vorjahr: 28,208 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Fälligkeit. (C.10.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/VeräußerungsgruppenAls zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa-Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2012) höchstwahrscheinlich ist. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 9 (Vorjahr: 15) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich vor allem um mit Lagerhäusern, Silos, Hallen oder Büro-/Wohngebäuden bebaute Grundstücke und unbebaute Grundstücke. Bei den im Segment Bau zum Bilanzstichtag als zur Veräußerung ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerten wurden die im Konzernabschluss enthaltenen und zu Buchwerten bewerteten Vermögenswerte und Schulden der Sparte Bau & Gartenmarkt der BayWa AG zum 31. Dezember 2011 teilweise als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 klassifiziert und entsprechend den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen zugeordnet. Die BayWa AG wird ihre Geschäftsaktivitäten im Bereich der Bau und Gartenmärkte in die neu gegründete Gesellschaft BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG mit Sitz in München ausgliedern, an der sich die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH zunächst mit 50 Prozent beteiligen und ihre Beteiligung sukzessive auf 100 Prozent aufstocken wird. Der Kaufpreis beträgt insgesamt 28 Mio. Euro. Er entspricht dem Buchwert des Eigenkapitals und wird in mehreren Schritten fällig. Die neue Gesellschaft nimmt zum 1. Januar 2012 ihre Geschäftstätigkeit auf und geht eine strategische Partnerschaft mit der Hellweg-Gruppe ein. Die Anteile an der BayWa Bau- & Gartenmarkt GmbH & Co. KG werden im Konzern zukünftig at-Equity bilanziert. Auf die neue Gesellschaft gehen 56 Märkte der BayWa über, die weiterhin unter der Marke BayWa firmieren. Die Immobilien bleiben Eigentum der BayWa AG und werden an die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG vermietet. Sämtliche weiteren Bau & Gartenmärkte der BayWa AG, die eng mit den Standorten anderer Sparten verbunden sind, verbleiben weiterhin in der BayWa AG. Ebenfalls nicht Bestandteil der Transaktion sind die Bau & Gartenmärkte der österreichischen Konzerngesellschaften. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch das Bundeskartellamt. Bei den im Segment Sonstige Aktivitäten zum Bilanzstichtag ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerten wurden die im Konzernabschluss enthaltenen und zu Buchwerten bewerteten Vermögenswerte und Schulden der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, sowie deren Tochtergesellschaft Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen, zum 31. Dezember 2011 als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 klassifiziert und entsprechend den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen zugeordnet. Die RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, eine Mehrheitsbeteiligung der BayWa AG, und der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern AGRANA werden ihre im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätigen Tochtergesellschaften im Rahmen eines Joint Ventures zusammenlegen. Das Joint Venture, an dem AGRANA zu 50,01 Prozent beteiligt sein wird, wird zukünftig von dieser vollständig konsolidiert. Die RWA AG wird eine Beteiligung von 49,99 Prozent halten, die nach Ablauf von fünf Jahren auf 50 Prozent aufgestockt werden kann. Die Beteiligung wird im Konzernabschluss der BayWa AG ab dem Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Joint Ventures at-Equity bilanziert. Die Transaktion steht derzeit unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten vorzunehmen sind. Am Bilanzstichtag sind Vermögenswerte mit Buchwerten von insgesamt 258,800 Mio. Euro (Vorjahr: 49,104 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 303,113 Mio. Euro (Vorjahr: 61,887 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2011 mussten aufgrund der Differenz zwischen dem Buchwert und dem jeweils beizulegenden Zeitwert keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund Wertminderung vorgenommen werden. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten realisierten Veräußerungsgewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D.2.) erfasst. (C.11.) EigenkapitalDie detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung. GrundkapitalDas Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 87,921 Mio. Euro (Vorjahr: 87,612 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2011 eingeteilt in 34.344.020 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.979.980 vinkulierte und 120.789 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2012 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den Nennwert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: scroll
Der Vorstand der BayWa AG ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 91,536 Mio. Euro (Vorjahr: 88,441 Mio. Euro) stammt mit 61,827 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa-Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2011 im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms 120.789 junge (ab 1. Januar 2012 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 16,91 Euro und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa-Namensaktien am Vortag in Höhe von 28,18 Euro gemäß der Beschlussfassung des BayWa-Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,361 Mio. Euro aufwandswirksam in die Kapitalrücklage eingestellt. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 580,924 Mio. Euro (Vorjahr: 577,113 Mio. Euro). Davon entfallen 6,076 Mio. Euro (Vorjahr: 6,040 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, minus 4,752 Mio. Euro (Vorjahr: 0,358 Mio. Euro) auf die Neubewertungsrücklage und 579,600 Mio. Euro (Vorjahr: 570,715 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen. Sonstige RücklagenAls sonstige Rücklagen sind im Wesentlichen der Konzern-Bilanzgewinn in einer Höhe von 104,260 Mio. Euro (Vorjahr: 83,367 Mio. Euro) sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen mit 1,017 Mio. Euro (Vorjahr: 1,946 Mio. Euro) ausgewiesen. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften. KapitalmanagementDie Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.11. bis C.18. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt rund 27,3 Prozent des Gesamtkapitals. Durch das vorgeschlagene Ausschüttungsvolumen in Höhe von 20,522 Mio. Euro wird die Eigenkapitalquote ex-Dividende auf 26,9 Prozent reduziert. Zielsetzung im Kapitalmanagementprozess des BayWa-Konzerns ist die Beibehaltung einer Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital von 30 zu 70 Prozent. NettoverschuldungsgradDas Management des BayWa-Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Zeitabständen. Der derzeitige Nettoverschuldungsgrad, der sich aus dem Verhältnis der Nettoschulden zum Eigenkapital ergibt, beträgt: scroll
Der Nettoverschuldungsgrad ist aufgrund des stark saisonal schwankenden Geschäftsverlaufs des BayWa-Konzerns im Jahresverlauf sehr volatil. Die angegebene Quote zum Geschäftsjahresende ist als singuläres Entscheidungskriterium einer Risikobetrachtung daher nur bedingt maßgeblich. Zum Vergleich werden daher auch die Werte zum 30. Juni angegeben. scroll
(C.12.) PensionsrückstellungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa-Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("defined benefit plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "defined benefit obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich jeweils gleichlautend festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen keine Versorgungszusagen. scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die u. a. in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden als Ertrag bzw. Aufwand erfasst, wenn der Saldo der kumulierten, nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zum Ende der vorherigen Berichtsperiode den sog. Korridor (10 Prozent des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung zu diesem Zeitpunkt) übersteigt bzw. unterschreitet. In diesem Fall würde der Differenzbetrag zwischen tatsächlicher und ausgewiesener Verpflichtung über die künftige durchschnittliche Restdienstarbeitszeit der vom Plan erfassten Arbeitnehmer verteilt und als Gewinn bzw. Aufwand in der Ertragsrechnung berücksichtigt. Nach der Umstellung der Berechnung der Pensionsrückstellung auf IAS 19 sind bislang keine entsprechend dieser Regelung zu verrechnenden Gewinne und Verluste entstanden. Die nach der Erhöhung des Rententrends aufgelaufenen, nicht verrechneten versicherungsmathematischen Verluste betragen zum Bilanzstichtag 31,571 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematischer Verlust 24,754 Mio. Euro). Aus den leistungsorientierten Versorgungsplänen resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 26,092 Mio. Euro (Vorjahr: 27,264 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie der Nettowert der bilanzierten Beträge auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
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Aufgrund der Einbringung von 56 Bau & Gartenmärkten in die BayWa Bau- & Gartenmarkt GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2012 und dem damit verbundenen Übergang der zugehörigen Mitarbeiter auf die neue Gesellschaft werden die auf diese Mitarbeiter entfallenden Pensionsverpflichtungen in einer Höhe von 4,721 Mio. Euro. im vorliegenden Abschluss als Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre stellen sich wie folgt dar: scroll
Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir, dass voraussichtlich 26,035 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne erfasst werden. (C.13.) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf: scroll
In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten. Die sonstigen Rückstellungen enthalten überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken. Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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(C.14.) FinanzschuldenDie Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa-Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen. scroll
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Der BayWa-Konzern finanziert sich einerseits über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Die BayWa AG platzierte am 12. Dezember 2011 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen. Zudem platzierte die BayWa AG am 1. Oktober 2010 zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,000 Mio. Euro mit zwei endfälligen Tranchen. Die Schuldscheindarlehen dienen der weiteren Diversifizierung der Konzernfinanzierung und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. scroll
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Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, unter Kürzung der Transaktionskosten angesetzt. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kredite in Höhe von 432,448 Mio. Euro jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 18,387 Mio. Euro betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca. 1,8 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) pro Jahr. Aus dem von der BayWa AG aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 300,000 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Paper in Höhe von 130,000 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 31 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 1,85 Prozent begeben. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 3,207 Mio. Euro (Vorjahr: 13,962 Mio. Euro) grundpfandrechtlich gesichert. Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Unter den Finanzschulden werden als Genussrechtskapital die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG ausgewiesen. Die stillen Beteiligungen haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert. (C.15.) Verpflichtungen aus FinanzierungsleasingUnter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen. scroll
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(C.16.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und VerbundbeziehungenLangfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Rückzahlungsbeträgen in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen. scroll
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In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Ansprüche der Kunden aus dem Kunden-Prämienprogramm der BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften enthalten. Gemäß IFRIC 13 sind die gewährten Prämien seitens des Unternehmens im Sinne des IAS 18.13 als einzeln abgrenzbarer Bestandteil eines Mehrkomponentengeschäfts (Haupt- und Nebenleistung) darzustellen. Bei der BayWa AG kommt die BayWa-Card zum Einsatz. Mit jedem Einkauf können Kunden Bonuspunkte sammeln, die dann in den BayWa-Filialen eingelöst werden können. Dabei wird dem Kunden mit jedem erworbenen Bonuspunkt ein Cent gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2011 entfällt ein Betrag von 1,570 Mio. Euro (Vorjahr: 0,919 Mio. Euro) auf noch nicht eingelöste Bonuspunkte. (C.17.) Übrige VerbindlichkeitenDie übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,104 Mio. Euro (Vorjahr: 0,177 Mio. Euro). Diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen. (C.18.) Latente SteuerschuldenDie Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern". (C.19.) Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/VeräußerungsgruppenBei den ausgewiesenen Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen von 82,242 Mio. Euro (Vorjahr: 33,007 Mio. Euro) handelt es sich vorwiegend um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzierungsverbindlichkeiten, die im Zusammenhang mit der zur Veräußerung stehenden Ybbstaler Fruchtsaft-Gruppe umgegliedert wurden. Des Weiteren werden unter dieser Position Schulden (überwiegend Personalverpflichtungen) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Einbringung von 56 Bau & Gartenmärkten der BayWa AG auf die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG übergehen. Die Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
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(C.20.) Eventualschuldenscroll
(C.21.) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen: scroll
Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 183,040 Mio. Euro (Vorjahr: 118,352 Mio. Euro) bestehen für den Erwerb von Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) und Vorräten. (C.22.) FinanzinstrumenteBilanzierungs- und BewertungsmethodenEin Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa-Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzinvestitionen dar. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa-Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die finanziellen Vermögenswerte erstrecken sich auf folgende Klassen: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird nicht auf einem aktiven Markt gehandelt. Da die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa-Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen: Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC): Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert sind nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/ Börsenwert. Daneben kommen im BayWa-Konzern auch Fair Value Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz. Hierbei werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst. Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Zur Absicherung, insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken, werden im BayWa-Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Caps, Swaps und Warentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Der BayWa-Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Dementsprechend haben Fremdwährungen im Konzern eine untergeordnete Bedeutung. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen amerikanischen Gesellschaften sowie einer britischen Gesellschaft beziehen sich fast ausschließlich auf deren jeweiligen Währungsraum. Ebenso werden auch die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften fast ausnahmslos im ungarischen Währungsraum getätigt. Geschäfte in ausländischer Währung werden vereinzelt im Agrarhandel, Bezugsaktivitäten überwiegend in der Gemeinschaftswährung abgeschlossen. Erfolgen dennoch Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Da für diese Geschäfte kein effektiver Sicherungszusammenhang besteht, werden die Marktwerte anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2011 Devisentermingeschäfte in US-Dollar, britischen Pfund, kanadischen Dollar, der tschechischen Krone, dem ungarischen Forint, polnischen Zloty und serbischen Dinar. Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Geldmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa-Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps, und -caps. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Da kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Buch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS-7-Klassen bzw. IAS-39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Buchwerte der Bewertungskategorien werden am Schluss den beizulegenden Zeitwerten zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem ein Dritter die Rechte und Pflichten aus diesem Finanzinstrument übernehmen würde. scroll
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Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie Sonstige Aktiva haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie übrige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und VerbindlichkeitenUm der Erheblichkeit der in die Bewertungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einfließenden Faktoren Rechnung zu tragen, wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des BayWa-Konzerns hierarchisch in drei Level eingestuft. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben: Level 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise. Level 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Level der Fair-Value-Hierarchie: Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2011scroll
Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2010scroll
Nettogewinne und NettoverlusteDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar. Passiva scroll
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In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS-7-Klassen. scroll
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Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC)" per 31. Dezember 2011 verteilen. scroll
Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenAls Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 kommen im BayWa-Konzern Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Caps und Swaps zum Einsatz. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Verluste in Höhe von 4,231 Mio. Euro und Gewinne in Höhe von 4,061 Mio. Euro im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der Marktwerte für die derivativen Finanzinstrumente des Geschäftsjahres dargestellt. scroll
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Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde. (C.23.) RisikomanagementChancen- und RisikomanagementDie Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisation- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDer BayWa-Konzern nutzt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, er trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand der BayWa AG verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten des Konzerns aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch den BayWa-Konzern weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie der BayWa-Konzern in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Auf- oder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung - wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise zu befürchten - kann sich der BayWa-Konzern allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach der Senkung der Photovoltaik-Einspeisevergütung um 15 Prozent zu Beginn des Jahres werden - neben der geplanten Kürzung um zusätzliche 15 Prozent zur Jahresmitte - weitere Kürzungen im Jahr 2012 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt der BayWa-Konzern mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt der BayWa-Konzern somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion des BayWa-Konzerns vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist der BayWa-Konzern auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns, insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, aus kurzfristigen Kreditaufnahmen sowie aus den im Berichtsjahr platzierten Schuldscheindarlehen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen die BayWa-Konzernunternehmen derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. Das im Jahr 2011 emittierte Schuldscheindarlehen wurde sowohl mit einem variablen als auch mit einem fixen Zinskupon angeboten. Hieraus resultiert eine natürliche Zinssicherung ZinsänderungsrisikoIm Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 2,0 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 3,0 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 13,001 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 1,0 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 13,001 Mio. Euro führen. Regulatorische und rechtliche Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. KreditrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswerts, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS-7-Klassen "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa-Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend. Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Ebenfalls zu dieser Klasse gehören Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzen Restlaufzeit. Hieraus bestehen keine Kreditrisiken. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich derivative Finanzinstrumente, die im BayWa-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externer Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit auch der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Die Aufnahme eines weiteren Schuldscheindarlehens im Jahr 2011 trägt zur Diversifizierung des Fristigkeitsprofils bei. Rating des BayWa-KonzernsDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2011 konnte der BayWa-Konzern die Kreditlinien erhöhen. Im vierten Quartal wurde das Marktumfeld genutzt, um ein weiteres Schuldscheindarlehen zu emittieren. Dadurch erhöht sich der finanzielle Spielraum des BayWa-Konzerns und das Fristigkeitsprofil konnte entzerrt werden. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert der BayWa-Konzern die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Konzerngesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, quartalsweise ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden unterjährige Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Personal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. (D.) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (D.1.) UmsatzerlöseDie Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich der Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt: scroll
(D.2.) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die Mieteinnahmen verstehen sich inklusive der Erlöse aus Nebenkosten. (D.3.) Materialaufwandscroll
(D.4.) Personalaufwandscroll
Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung nach IAS 19 auf 26,092 Mio. Euro (Vorjahr: 27,264 Mio. Euro). Davon werden der Teilbetrag in Höhe von 4,193 Mio. Euro unter dem Personalaufwand und der Teilbetrag von 21,899 Mio. Euro (Vorjahr: 23,214 Mio. Euro) unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. scroll
Die im Vorjahr angegebenen Mitarbeiter aus Gemeinschaftsunternehmen betreffen Mitarbeiter der Animedica-Gruppe, die zum 30. September 2010 veräußert wurde. (D.5.) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken. (D.6.) Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnisscroll
Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst. (D.7.) Zinsertrag und Zinsaufwandscroll
(D.8.) ErtragsteuernDie Ertragsteuern gliedern sich wie folgt: scroll
Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Daneben wurden 2,036 Mio. Euro (Vorjahr: 0,374 Mio. Euro) aktive latente Steuern erfolgsneutral mit der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 3,824 Mio. Euro (Vorjahr: 2,407 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von drei Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 10,556 Mio. Euro wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert 28,18 Prozent. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet: scroll
Der tatsächliche Steueraufwand liegt 0,348 Mio. Euro über dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 28,18 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 12,35 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand: scroll
(D.9.) Gewinnanteil der MinderheitsgesellschafterDer anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 18,532 Mio. Euro (Vorjahr: 16,404 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen. (D.10.) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. scroll
(E.) Weitere Angaben(E.1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa-KonzernsDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb nicht separat dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Diesen Cashflow erhält man durch Bereinigung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträgen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs und die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich. Weiterführende Angaben zu Unternehmenskäufen und -verkäufen finden sich in Abschnitt B.1. (E.2.) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung Aufteilung des Geschäftsbetriebs auf SegmenteDie Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt. Segmentberichterstattung nach GeschäftsfeldernIm Subsegment Agrarhandel bedient der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette für die Produktion landwirtschaftlicher Güter. Dies umfasst die Lieferung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Im Subsegment Obst werden die Tätigkeiten des Konzerns im Bereich des Obsthandels zusammengefasst. Ebenfalls dem Agrarhandel zuzuordnen ist die Erfassung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen. In der Sparte Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben Das Subsegment Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Subsegment Regenerative Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der regenerativen Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen. Im Subsegment Baustoffe ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Die Sparte Bau & Gartenmarkt beinhaltet die Tätigkeiten im Einzelhandel. Das Segment Sonstige Aktivitäten erfasst über die zugeordneten Tochtergesellschaften überwiegend den Handel mit Konsumgütern. Neben den in den Subsegmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten dargestellt. Die Umsätze mit anderen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Subsegment ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Subsegmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Subsegment im Jahresdurchschnitt. Segmentinformationen nach Geschäftsfeldernscroll
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Segmentberichterstattung nach RegionenÜber die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen auch weiterhin dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland und Österreich liegen. Entsprechend werden diese beiden Länder gesondert gezeigt. Der Bereich übriges Ausland umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten des Konzerns in Osteuropa. Segmentinformationen nach Regionenscroll
(E.3.) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals das Tankstellen- und Mineralölgeschäft der Leberzammer GmbH & Co. KG, Gunzenhausen, übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,160 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals den Kundenstamm der Gustav Baumann GmbH, Coburg, erworben. Die vorläufigen Anschaffungskosten für den übergegangenen Vermögenswert betragen 0,060 Mio. Euro. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, mit Wirkung zum 1. Februar 2012 70 Prozent der Anteile an dem italienischen Unternehmen Tecno Spot GmbH, Bruneck, Italien, erworben und steigt dadurch in den italienischen Photovoltaik(PV)-Großhandel ein. Die Tecno Spot GmbH ist ein Großhandelsunternehmen für Photovoltaiksysteme. Verkäufer ist die Gremes GmbH, die mit 30 Prozent der Anteile an der Tecno Spot GmbH beteiligt bleiben wird. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile beträgt rund 8 Mio. Euro zuzüglich einer erfolgsabhängigen Komponente von maximal 14,5 Mio. Euro, die über die nächsten drei Jahre ausgezahlt wird. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. Das 1998 gegründete Unternehmen Tecno Spot GmbH deckt als etablierter Premiumanbieter die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Systemintegration für den Großhandel von Photovoltaikanlagen ab. Es handelt sich um ein marktetabliertes wachstumsstarkes Unternehmen, das im letzten Geschäftsjahr 2010 über 50 Megawatt an PV-Anlagen vertrieben und einen Umsatz von rund 146 Mio. Euro erwirtschaftet hat. Das Unternehmen konnte seine Mitarbeiterzahl in den letzten drei Jahren auf 30 verdoppeln. Seit 2008 ist die Tecno Spot GmbH mit seiner Tochtergesellschaft GE-TEC GmbH in Österreich sowie seit 2009 mit der Eröffnung von Tecnospot Solar USA, Inc., auf dem amerikanischen Markt tätig. Die BayWa AG, München, steigt in den internationalen Obsthandel in Neuseeland ein und will 63 Prozent der Firma Turners & Growers Ltd (T & G), Auckland, Neuseeland, übernehmen. Damit wird die BayWa AG ein bedeutender weltweiter Anbieter von Kernobst. Der internationale Handelskonzern hat sich mit dem Hauptaktionär von T & G, der Guinness Peat Group plc, London, Großbritannien, über den Erwerb seiner Anteile in Höhe von 63 Prozent bereits geeinigt: Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben in Neuseeland wird die Akquisition Teil eines Übernahmeangebots, um bis zu 100 Prozent des Aktienkapitals von T & G zu einem Preis von 1,85 NZ$ pro Aktie zu übernehmen. Die Kaufpreisspanne wird zwischen 137 Mio. NZ$ (79 Mio. Euro) und 216 Mio. NZ$ (125 Mio. Euro) je nach Annahmequote der T & G-Aktionäre betragen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des deutschen Kartellamts sowie des neuseeländischen "Overseas Investment Office". Aufgrund der T & G-Präsenz auf fünf Kontinenten weitet die BayWa AG ihr Angebot im Obstgeschäft aus und verschafft sich Zugang zu den weltweiten Wachstumsmärkten insbesondere in Asien, in denen T & G bereits etabliert ist. T & G ist in Neuseeland Marktführer im Vertrieb und im Export von Frischobst. Darüber hinaus hält das Unternehmen die exklusiven Markenrechte für den weltweiten Anbau und die Vermarktung der Apfelsorten Jazz und Envy sowie der Kiwisorten ENZAGreen, ENZAGold und ENZARed. Zudem hält T & G eine Beteiligung von 70 Prozent an Delica NZ - dem größten neuseeländischen Exporteur für Frischobst und einzigen Exporteur der ENZA-Tafelobstprodukte nach Asien. T & G fungiert als Handelsplattform für Äpfel in Südamerika, USA, Südafrika, Asien und Europa. T & G wurde 1897 gegründet und beschäftigt konzernweit ca. 1.400 Mitarbeiter. Das internationale Unternehmen ist an der New Zealand Stock Exchange notiert und hat im Jahr 2010 einen Jahresumsatz von 346 Mio. Euro erwirtschaftet. Zum Kerngeschäft zählen die Erfassung und Vermarktung von Äpfeln, Kiwis und Tomaten. (E.4.) RechtsstreitigkeitenDie BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung. (E.5.) Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein): Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat und die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 (1) WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. (E.6.) Nahestehende Unternehmen und PersonenNach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben". Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/ oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 "Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann. Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG beträfe die widerlegbare Vermutung eines maßgeblichen Einflusses die Stellung der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, sowie der Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich. Hier kann aber dargelegt werden, dass es sich bei der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG um eine reine Finanzholding handelt, deren organisatorische und strukturelle Ausgestaltung nicht darauf ausgelegt ist, auf die BayWa Einfluss auszuüben. Darüber hinaus hat der Konzern mit der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG und der Raiffeisen Agrar Invest GmbH mit Ausnahme der Dividendenzahlungen von 6,014 Mio. Euro (Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG) sowie 4,284 Mio. Euro (Raiffeisen Agrar Invest GmbH) im Geschäftsjahr keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
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Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen Warenverkäufe und Finanzierungen. Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. (E.7.) Honorare des KonzernabschlussprüfersFolgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet: scroll
(E.8.) Organe der BayWa AGAUFSICHTSRATManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Weitere Mandate:
Ernst KauerDipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian KonradStellvertretender Vorsitzender, Obmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien Weitere Mandate:
Georg FischerLandmaschinenmechanikermeister Dr. E. Hartmut GindeleDipl.-Ing. agr., Landwirt Prof. Dr. h. c. Stephan GötzlVerbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Weitere Mandate:
Otto KentzlerDipl.-Ing., Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Weitere Mandate:
Peter KönigGewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Stefan Kraft M.A.Landesfachsekretär ver.di, Bayern Erna KurzwarthLeiterin Regionales Verwaltungszentrum der BayWa AG Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate:
Albrecht MerzMitglied des Vorstands der DZ Bank AG Weitere Mandate:
Gunnar MetzVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Gregor SchellerVorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate:
Werner WaschbichlerStellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale, Betriebsleiter Logistik (bis 16.02.2012) Bernhard WinterLeiter Rechnungsprüfung Agrar GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRATWolfgang EckertDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank eG Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederWolfgang AltmüllerDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG Dietmar BergerDipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbands e.V. Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Albert DeßMdEP Günter Dreher (bis 31.05.2011)Dipl.-Verw.-Wiss., Mitglied des Vorstands der Augusta-Bank eG (bis 04.05.2011) Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Manfred GeyerVorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Erhard GschreyWirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Lorenz Hebert (bis 31.07.2011)Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG (bis 31.07.2011) Lothar HertzschDipl.-Agrar-Ing.-Ök., Landwirt Franz-Xaver Hilmer (seit 01.08.2011)Direktor der Raiffeisenbank Straubing eG Karl HippeliMitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Ochsenfurt eG Konrad IrtelSprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Franz KustnerLandwirt Alois PabstLandwirt Hans PaulusDipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG Josef RaffelsbergerLandwirt Joachim RukwiedDipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbands in Baden Württemberg e.V. Hermann SchultesPräsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes Landwirtschaftskammer, Landwirt Gerd SonnleitnerPräsident des Deutschen Bauernverbands, des Bayerischen Bauernverbands und des Europäischen Bauernverbands Ludwig SpannerLandwirt Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbands e.V. Thomas Wirth (seit 01.08.2011)Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTANDKlaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender) PR/Unternehmenskommunikation, Konzernrevision, Konzernmarketing, Corporate Business Development, Konzern-Risikomanagement, Segment Bau, Personal und Obere Führungskräfte Externe Mandate:
Konzernmandate:
Klaus BuchleitnerRWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien Externes Mandat:
Konzernmandate:
Andreas HelberFinanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Zentrales Controlling, Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren Externes Mandat:
Konzernmandate:
Dr. Josef KrapfAgrar, Obst Externes Mandat:
Konzernmandat:
Roland SchulerEnergie, Technik, BayWa r.e, Koordination Region Württemberg Externes Mandat:
Konzernmandate:
Ressortverteilung, Stand: 31.12.2011 (E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der AufsichtsgremienDie Vergütungen des Beirats betragen 0,084 Mio. Euro (Vorjahr: 0,083 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,538 Mio. Euro (Vorjahr: 0,463 Mio. Euro); davon sind 0,250 Mio. Euro (Vorjahr: 0,192 Mio. Euro) variabel. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer im BayWa-Konzern sind, Entgeltleistungen, die nicht in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. In Summe erhielten die Arbeitnehmervertreter aus solchen Tätigkeiten 0,399 Mio. Euro (Vorjahr: 0,361 Mio. Euro). Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 5,238 Mio. Euro (Vorjahr: 7,281 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet: scroll
An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,209 Mio. Euro (Vorjahr: 3,259 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 28,698 Mio. Euro (Vorjahr: 31,679 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. (E.10.) Billigung des Konzernabschlusses und OffenlegungDer Konzernabschluss wurde am 1. März 2012 durch den Vorstand der BayWa AG zur Veröffentlichung freigegeben. Folgende, in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen, wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:
(E.11.) GewinnverwendungsvorschlagDie BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 28. März 2012 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 einen Bilanzgewinn von 20.533.938,60 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt. Sie sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt. Dieser Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (E.12.) Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 9. November 2011 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 1. März 2012 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Lutz Klaus Buchleitner Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes der BayWa AG (Anlage zum Konzernanhang) zum 31. Dezember 2011scroll
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Minderheitsbeteiligung mit Aufstockungsrecht Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 9. März 2012 Deloitte & Touche GmbH Steppan, Wirtschaftsprüfer Götz, Wirtschaftsprüfer |
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