BayWa AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Inhalt

Lagebericht

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang

Erläuterung der Bilanz

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bericht des Aufsichtsrats

Impressum

BayWa-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2011

Die BayWa AG hat sich im Geschäftsjahr 2011 sehr erfolgreich weiterentwickelt. Im Fokus standen die Internationalisierung des Geschäfts und der Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien. Der Umsatz der BayWa legte in allen Segmenten zu. Auch beim operativen Ergebnis (EBIT) übertraf die BayWa das Niveau des Vorjahres bei Weitem.

Die Geschäftsentwicklung im Segment Agrar war in einigen Erzeugnisbereichen insbesondere bei Getreide durch geringere Erntemengen gekennzeichnet. Dies führte bei einer die aktuelle Erntemenge übersteigenden Nachfrage zu einem Abbau der Lagerbestände bei einigen bedeutenden Agrarrohstoffen. In der Folge bewegten sich die Preise für Agrarerzeugnisse im Jahresdurchschnitt deutlich über den Vorjahreswerten. Bei den Betriebsmitteln lagen die Absatzvolumina für Dünge- und Pflanzenschutzmittel über dem Vorjahresniveau und auch bei Futtermitteln nahm der Verbrauch zu. Höhere Preise für Betriebsmittel wirkten sich vor dem Hintergrund der verbesserten Erzeugnispreise nicht negativ auf die Mengennachfrage aus. Im Obstgeschäft wurde bei Tafelkernobst ein deutlich höheres Erntevolumen erzielt als im Vorjahr, in dem in einzelnen Regionen Ernteausfälle durch Hagelschäden entstanden waren. Gleichzeitig blieben die Erzeugnispreise weitgehend stabil. Das Landtechnikgeschäft profitierte von Investitionen der landwirtschaftlichen Betriebe auf Rekordniveau. Hier hat die positive Erlösentwicklung der Betriebe zu einer entsprechend hohen Investitionsbereitschaft geführt. Daneben wirkt sich grundsätzlich aus, dass die Bewirtschaftung größerer Flächen je Betrieb einen zunehmenden Technologieeinsatz erfordert. Nicht zuletzt werden durch den Einsatz moderner prozessgesteuerter Großmaschinen die Effizienz gesteigert und die Kosten gesenkt, so dass sich die Investitionen wirtschaftlich rentieren. Insgesamt erzielte das Segment Agrar der BayWa AG im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 2.600,2 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 359,5 Mio. Euro bzw. 16,1 Prozent.

Im Segment Energie wurde die Geschäftsentwicklung sehr stark vom Rohölpreis beeinflusst. Das ganzjährig hohe Preisniveau für Rohöl wirkte sich ungünstig auf das Nachfrageverhalten nach Heizöl und Schmierstoffen aus, so dass die Margen sich gegenüber dem Vorjahr einengten und die Absatzmengen leicht zurückgingen. Der Absatz von Holzpellets konnte hingegen wie im Vorjahr erneut zulegen. Auch das Tankstellengeschäft profitierte von der anhaltend guten Wirtschaftslage und einem weiter wachsenden Fahrzeugbestand. Auch im Bereich der regenerativen Energien haben sich die Aktivitäten der BayWa r.e im Geschäftsjahr 2011 sehr positiv und im Rahmen der Managementerwartungen entwickelt. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie mit 1.250,6 Mio. Euro um 151,8 Mio. Euro oder 13,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das Segment Bau entwickelte sich im Berichtsjahr erfreulich. Der Baustoff-Fachhandel profitierte von der im gesamten Jahr günstigen Witterung und von der Belebung der allgemeinen Baukonjunktur. Neben der deutlichen Zunahme des Wohnungsneubaus trug auch eine stärkere Bautätigkeit des gewerblichen Nichtwohnbaus zu der steigenden Nachfrage nach Baustoffen bei. Die Bautätigkeit des öffentlichen Sektors verharrte dagegen auf dem Niveau des Vorjahres. In diesem Umfeld erzielte die Sparte Baustoffe ein Umsatzwachstum um 10,1 Prozent auf 1.304,0 Mio. Euro. Im Bau & Gartenmarktgeschäft trugen die günstige Wirtschaftsentwicklung und das weiter verbesserte Konsumklima der privaten Haushalte zu einer Belebung bei. Daneben wirkten sich Wiedereröffnungen von Baumärkten nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahmen umsatzerhöhend aus. Der Umsatz der Sparte nahm um 1,4 Prozent auf 261,1 Mio. Euro zu. Insgesamt erzielte das Segment Bau eine Umsatzsteigerung um 8,5 Prozent auf 1.565,1 Mio. Euro.

Die BayWa AG verbesserte ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2011 insgesamt um 634,0 Mio. Euro bzw. 13,3 Prozent auf 5.415,9 Mio. Euro. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit wurde gegenüber dem Vorjahr um 54,3 Prozent auf 86,6 Mio. Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich im Berichtsjahr auf 78,6 Mio. Euro. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 52,4 Prozent. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,60 Euro je Aktie vor.

II. Geschäft und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen in den Branchen Agrar, Energie und Bau. Die Unternehmensaktivitäten sind dementsprechend in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau gegliedert. Die Kernkompetenzen der Segmente liegen auf Handels- und Logistikleistungen, die durch umfangreiche spezifische Beratungs- und Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel und ihrer starken Verankerung in den ländlichen Regionen hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikunternehmen in Europa weiterentwickelt. Die Hauptvertriebsgebiete liegen dabei in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus hat sich die BayWa im Zuge des weiteren Wachstums entlang der strategischen Leitlinien neue Märkte in den Vereinigten Staaten von Amerika sowie Großbritannien erschlossen. Ferner sind mit dem geplanten Kauf von Turners & Growers die ersten Meilensteine für den Eintritt in Neuseeland gelegt worden.

Traditionell erwirtschaftet die BayWa AG den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2011 trug das Segment Agrar rund 48 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und vertreibt landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie Futtermittel für die Viehhaltung. In der Sparte Obst ist die BayWa als Systemanbieter für den Lebensmittelgroß- und Einzelhandel in Deutschland und, unter Vorbehalt der Zustimmung der Regulierungsbehörde, über die neuseeländische Gesellschaft Turners & Growers auch international künftig mit verstärkter Fokussierung Richtung Asien tätig. Das Angebot der Sparte Technik umfasst das komplette Sortiment der Land-und Forstwirtschaft für die Außen- und Innenwirtschaft sowie das Technikangebot für Kommunen und gewerbliche Kunden. Im Service bietet die Sparte über ein enges Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge Wartungs- und Reparaturleistungen an und verkauft Ersatzteile.

Das Segment Energie mit einem Anteil von rund 23 Prozent am Unternehmensumsatz vertreibt im Bereich der klassischen Energieträger in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Im Geschäftsfeld BayWa r.e sind die Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien gebündelt. Hier ist die BayWa im Handel, der Projektierung, der Errichtung sowie der anschließenden Veräußerung betriebsfertiger Anlagen in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas tätig. Im Zuge der Umsetzung der zweifachen Diversifizierungsstrategie, um die Abhängigkeit von einzelnen regenerativen Energieträgern und Ländermärkten zu verringern, ist das Geschäft der BayWa r.e mit Aktivitäten in allen bedeutenden europäischen Märkten und in den USA deutlich internationaler ausgerichtet als bei den klassischen Energieträgern.

Rund 29 Prozent des Unternehmensumsatzes entfallen auf das Segment Bau. Im Baustoff-Fachhandel ist die BayWa die Nr. 2 in Deutschland. Bau & Gartenmärkte schwerpunktmäßig in ländlichen Regionen betreibt das Unternehmen seit Anfang des Jahres 2012 großteils über die neugegründete BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Diese Gesellschaft hat sich zum Jahresbeginn 2012 als ein Joint Venture mit der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH der Baumarktkette Hellweg angeschlossen. Aus dem Joint Venture wird sich die BayWa planmäßig bis spätestens 1. Januar 2021 vollständig zurückziehen. Im Baustoff-Fachhandel und mit Bau & Gartenmärkten ist die BayWa zudem ein bedeutender Franchisegeber.

Unternehmensziele, Strategie und Steuerung

Die übergeordneten Unternehmensziele der BayWa bestehen in der Fortsetzung ihres Wachstumskurses und der Steigerung ihrer Ertragskraft, um im Wettbewerb ihre Position als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Energie und Bau langfristig auszubauen.

Aus den Unternehmenszielen leitet die BayWa die Kernelemente ihrer Strategie ab:

Wachstum des Unternehmens

Internationalisierung des Geschäfts

Kontinuierliche Kostenoptimierung

Unternehmenspartnerschaften und Kooperationen

Wertorientierte Unternehmensführung

Nachhaltigkeit der Unternehmensaktivitäten

Das Ziel des Wachstums erreicht die BayWa sowohl organisch über die Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten und die Erschließung neuer Geschäftsfelder im Inland und Ausland als auch wo dies zu attraktiven Konditionen möglich ist durch Akquisitionen. Dabei kommt dem Aspekt der stärkeren Internationalisierung des Geschäfts angesichts sich wandelnder Märkte und der fortschreitenden Globalisierung eine wachsende Bedeutung für den langfristigen Erfolg zu. Durch die Internationalisierung ihres Geschäfts wird die BayWa unabhängiger von Entwicklungen in Einzelmärkten im Sinne einer geografischen Diversifizierung. Diesen Weg forciert die BayWa insbesondere im Agrar- und Energiesektor. So können die Auswirkungen äußerer Faktoren wie beispielsweise witterungsbedingte Ernteausfälle oder Veränderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich der regenerativen Energien in einzelnen Ländern auf den Geschäftserfolg der BayWa vermindert werden. Dadurch gewinnt die BayWa an Stabilität. Darüber hinaus erschließt sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Zudem strebt die BayWa an, in allen Bereichen nachhaltig zu wirtschaften. Sie will damit ihren Beitrag dazu leisten, Ressourcen für kommende Generationen zu sichern, und stellt so gleichzeitig das eigene Geschäft auf eine zukunftsfähige Basis. Durch verantwortungsvolles wirtschaftliches Handeln will die BayWa nachhaltig wachsen und eine ausgewogene Balance zwischen Ökonomie, Ökologie, sozialem Engagement und gesellschaftlicher Verantwortung schaffen.

Durch das Unternehmenswachstum lassen sich Skaleneffekte realisieren, die in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement die Ertragskraft steigern. Der Schwerpunkt der strategischen Maßnahmen liegt auf der Effizienzsteigerung der Standorte, der Optimierung der Prozesse und Abläufe sowie der intensiveren Nutzung der vorhandenen Vertriebsstrukturen.

Auf der Finanzierungsseite liegt der Fokus auf dem effizienten Management des Working Capitals. Hier hat die BayWa durch die längerfristige Finanzierung eines Teils des Working Capitals über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen den veränderten Geschäftsstrukturen, die sich insbesondere durch das Wachstum im Geschäftsfeld BayWa r.e ergeben haben, Rechnung getragen. Unverändert achtet die BayWa auf eine ausgewogene Kapitalstruktur mit einer mittel- bis langfristigen Zieleigenkapitalquote von 30 Prozent.

Die Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt anhand strategischer und operativer Vorgaben und über die wertorientierte Unternehmenssteuerung. Diese wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und derstrategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Unternehmen. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten tatsächlichen Kapitalkosten verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den Kapitalkosten liegt.

Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsprozesse

Im Agrarbereich kommt der Logistikkompetenz der BayWa im Erfassungs- und Vermarktungsgeschäft der Ernte besondere Bedeutung zu. Die Ernteerfassung erfordert hohe Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten sowie ein reibungsloses Zusammenspiel der Wareneinlieferung, der Aufbereitung, der Lagerung und der Warenpflege. In der anschließenden Vermarktungsphase ist insbesondere in Zeiten mit hoher Preisvolatilität die Kenntnis sowohl der lokalen wie auch der globalen Angebots- und Nachfrageverhältnisse für eine fundierte Einschätzung der Marktentwicklungen entscheidend. Der Ernte vor- und nachgelagert sind die Versorgung der Landwirtschaft mit Saatgut und Betriebsmitteln, die Anbauberatung sowie der Vertrieb und der Service von Landtechnik, so dass das Segment Agrar der BayWa über das gesamte Jahr in engem Kontakt mit ihren Kunden aus der Landwirtschaft steht.

Im Obst- und Gemüsegeschäft ist die BayWa führender Anbieter von deutschem Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für deutsches Tafelkernobst sowie größter Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Daneben erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die Sparte Obst als Vertragsvermarkter die Ware für Kunden im In- und Ausland. Über die Tochtergesellschaften Frucom in Hamburg und über den geplanten Kauf von Turners & Growers mit Sitz in Neuseeland wird die BayWa den Einstieg ins internationale Obstgeschäft erreichen. Sie ist damit in der Lage, den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel ganzjährig als Vollsortimenter mit Obst zu versorgen. Zudem erschließt sie sich über die vorhandenen Vertriebsstrukturen der ausländischen Gesellschaften zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten.

Die Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments an landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Anlagen. Für den Ackerbau umfasst das Produktspektrum Traktoren, Lade-und Transportfahrzeuge, Maschinen zur Bodenbearbeitung und Aussaat, Geräte für die Ausbringung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, Erntemaschinen aller Art, spezielle Maschinen für Sonderkulturen wie Wein, Hopfen, Gemüse oder Obst sowie Bewässerungsanlagen. In der Stallungstechnik wird von Melk- und Kühlanlagen bis zu Anlagen für die Futtermischung und die automatischen Futtervorlage eine breite Produktpalette vertrieben. Für den Getreide- und Futtermittelanbau reicht das Angebot von Trocknungs- und Reinigungstechnik über Lagerungstechnik bis zu Förder- und Mischanlagen. Für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge für vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge an. Für die Forstwirtschaft umfasst das Sortiment Großgeräte wie Forsttraktoren, Holzspalter, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulcher, Seilwinden und Wegebaumaschinen sowie Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern einschließlich der erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Netz von Standorten sichergestellt.

Das klassische Energiegeschäft der BayWa umfasst den Vertrieb von fossilen Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen. Dabei handelt es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft. Die BayWa hält keine eigene Bevorratung in großem Umfang vor. Dadurch sind die Auswirkungen von Preisänderungen auf den Lagerbestand nur gering. Der Vertrieb der Brennstoffe erfolgt im Wesentlichen durch eigene Energievertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 280 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmern beliefert. Wettbewerbsvorteile lassen sich in der Logistik und Distribution durch die Ausweitung des Vertriebsnetzes und eine stärkere Marktdurchdringung erzielen. Daher nutzt das Segment Energie regelmäßig Chancen zu Wachstum durch Akquisitionen. Die, abgesehen von wenigen überregional tätigen Marktteilnehmern, überwiegend mittelständisch geprägte Struktur des Brennstoffhandels bietet hierfür immer wieder gute Gelegenheiten. Im Schmierstoffvertrieb beliefert die BayWa traditionell vor allem die Landwirtschaft, kleine und mittlere Kunden im metallverarbeitenden Gewerbe und Industriekunden. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer.

Bei den regenerativen Energien deckt die BayWa in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas die Wertschöpfungskette über Planung, Entwicklung und Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen ab. Das Angebot umfasst Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse. Darüber hinaus werden die Planung, Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Im Jahr 2011 hat die BayWa ihre internationale Diversifizierung der Aktivitäten durch weitere Akquisitionen fortgeführt. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten im Geschäftsfeld BayWa r.e und die Einrichtung von Landesgesellschaften im Jahr 2011 wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Synergien zu nutzen und an dem erwarteten Marktwachstum teilhaben zu können.

Im Baugeschäft deckt die BayWa über den Baustoff-Fachhandel überwiegend den Bedarf kleiner und mittelständischer Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetriebe und von Kommunen ab. Wichtige Kunden sind außerdem Bauherren und Hausbesitzer. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet aufgrund des hohen Gewichts oder Volumens und der dadurch bedingten hohen Transportkosten bei gleichzeitig relativ geringer Wertschöpfung die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Dies und die unmittelbare Verfügbarkeit bilden die Gründe für die regional ausgerichtete Struktur im Baustoff-Fachhandel. Im Geschäft mit Ausbauprodukten stellen die Kenntnis neuer Trends bei Materialien und Technologien sowie eine entsprechende Beratung eine Kernkompetenz der BayWa dar.

Das Bau & Gartenmarktgeschäft ist mit einem auf Angebotsnischen orientierten Nahversorgerkonzept in erster Linie auf den regionalen Kunden ausgerichtet. Es verzeichnet einen sehr saisonalen Verlauf, da insbesondere im Frühjahr der Verkauf von Pflanzen und Zubehör einen wesentlichen Teil zum Umsatz beiträgt. Außerhalb der Pflanzperiode werden im Sommer insbesondere Artikel zur Freizeitgestaltung und für den Bau im Außenbereich stark nachgefragt. Im Winter stehen dagegen der Innenausbau und Wohnaccessoires im Vordergrund. Somit ist die Sortimentsgestaltung im Jahresverlauf sehr unterschiedlich. Die BayWa hat das Bau & Gartenmarktgeschäft mit Wirkung zum 1. Januar 2012 in ein Joint Venture unter der unternehmerischen Führung der Baumarktkette Hellweg eingebracht und wird sich mittelfristig komplett aus diesem Geschäft zurückziehen. Aus diesem Grund zählt die Sparte Bau & Gartenmarkt zukünftig nicht mehr zum Kerngeschäft der BayWa.

Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel zählt die BayWa zu den führenden Unternehmen in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. Die BayWa verfügt mit rund 800 Standorten in ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Bei den Agrarprodukten setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Landhandelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland ein.

Im klassischen Energiegeschäft ist die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland vertreten und verfügt hier über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt. Daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Der Markt für erneuerbare Energien ist ein regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den drei Bereichen Photovoltaik, Windenergie und Biogas sowohl produktseitig als auch geografisch gut diversifiziert.

Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist in Deutschland stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 840 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 203 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Im Bau & Gartenmarktgeschäft liegt der Schwerpunkt der BayWa in Deutschland auf den ländlichen Regionen. Darüber hinaus ist die BayWa in Deutschland, Österreich und Italien auch als Franchisegeber vertreten.

Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren

Das Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei ist die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt. Auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe hat stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus.

Das Energiesegment wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und einer zunehmenden Nachfrage. Bei Bio-Treibstoffen ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen und von politischen Vorgaben über die Höhe der Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bis zum Erreichen der Netzparität noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird.

Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld insbesondere die Ausgestaltung von Wohnungsbau- oder Modernisierungsförderungsmaßnahmen positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit sind es insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen, die das Investitionsverhalten bestimmen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen das Investitionsverhalten und die Nachfrage nach bestimmten Produkten.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat im Jahr 2011 erheblich an Dynamik verloren. Insgesamt nahm die Wirtschaftsleistung real nur noch um 2,7 Prozent zu, nach 4,1 Prozent im Vorjahr. In den Industrieländern wurde lediglich ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um durchschnittlich 1,6 Prozent erreicht. Hier wirkten sich insbesondere die schwache Entwicklung in den USA aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit und der anhaltend schwierigen Lage der Immobilienmärkte mit einem Zuwachs um lediglich 1,7 Prozent sowie der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Japan um 0,9 Prozent infolge der Naturkatastrophe im März 2011 negativ aus. Auch der Euro-Raum weist aufgrund der dämpfenden Auswirkungen der Staatsschuldenkrise der südeuropäischen Peripheriestaaten lediglich ein verhaltenes Wachstum von 1,6 Prozent auf. Eine überdurchschnittliche Expansionsrate von 6,0 Prozent erzielten dagegen die Schwellen- und Entwicklungsländer allen voran China mit einem Plus von 9,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft profitierte 2011 von einer anhaltend hohen Nachfrage nach deutschen Erzeugnissen im Ausland. So lagen die Exporte um 8,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem trugen die Anlageinvestitionen mit einem Zuwachs um 6,4 Prozent in höherem Maße zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum bei als im Vorjahr. Dagegen erhöhten sich die privaten Konsumausgaben im Jahr 2011 lediglich um 1,4 Prozent, und auch die Staatsausgaben legten mit 1,3 Prozent nur unterproportional zu.

Branchentrend Agrar

Verglichen mit dem Vorjahr haben sich die durchschnittlichen Preise für Agrarerzeugnisse insbesondere für Getreide, Raps, Obst und Milch im Jahr 2011 deutlich erhöht. Zum Ende des dritten Quartals lag der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt um knapp 12 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Gestützt wurde dieser Preistrend bei den global bedeutenden Agrarrohstoffen durch die weltweit starkwachsende Nachfrage und die steigenden Energiepreise. Über den vermehrten Einsatz nachwachsender Rohstoffe in der Energieerzeugung bilden die Preise am Energiemarkt zunehmend eine Preisuntergrenze für die entsprechenden landwirtschaftlichen Produkte. Zudem hat das ungünstige Wetter während der Haupterntezeit im Spätsommer und Frühherbst in einigen Regionen zu Ernteausfällen geführt. Weltweit lag die Produktionsmenge von Getreide im Getreidejahr 2010/2011 mit 2.200,3 Mio. Tonnen um 1,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig stieg der Verbrauch um 1,2 Prozent auf 2.228,7 Mio. Tonnen an, so dass sich die Endbestände um 28,4 Mio. Tonnen auf 462,2 Mio. Tonnen verringerten. In Deutschland blieb die gesamte Erntemenge von Getreide um 5,7 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Besonders stark waren die witterungsbedingten Einbußen bei Wintergerste mit 14,9 Prozent geringeren Hektarerträgen. Regional betrachtet, war die Ertragsentwicklung im Süden und Westen günstiger als im Norden und Osten. In der Milchwirtschaft verbesserten sich die Erzeugerpreise bei einer um rund 2,4 Prozent höheren Milchproduktion im zweiten Jahr in Folge. Die Fleischproduktion dürfte 2011 insgesamt weiter um 1 bis 2 Prozent zugenommen haben. Dabei wurden in der Rindermast leicht rückläufige Mengen durch steigende Preise überkompensiert. Die Schweinemast war im Jahr 2011 einerseits durch hohe Futtermittelpreise und andererseits durch die Dioxinfunde in bestimmten Futtermitteln zu Jahresbeginn belastet. In der Folge sanken die Erzeugerpreise zunächst auf einen mehrjährigen Tiefstand, von dem sie sich allerdings im Jahresverlauf wieder erholen konnten. Die Geflügelmast legte im Jahr 2011 bei deutlich verbesserten Preisen mengenmäßig um rund 3 Prozent zu. Die Einkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebsmittel stiegen insgesamt mit 8 Prozent ebenfalls deutlich an. Hier waren insbesondere bei Düngemitteln, Futtermitteln und Energie überdurchschnittliche Preisanstiege zu verzeichnen, wohingegen die Preissteigerungen für Pflanzenschutzmittel moderat ausfielen. Die insgesamt deutlich höheren Einnahmen der Landwirtschaft konnten die Kostensteigerungen jedoch mehr als ausgleichen. Daher gehen die ersten Berechnungen des Deutschen Bauernverbands von einem Anstieg der Nettowertschöpfung um rund 7 Prozent auf 13,4 Mrd. Euro aus. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft verbesserten sich damit um knapp 10 Prozent auf 24.600 Euro im Kalenderjahr 2011, nach 22.500 Euro im Jahr 2010. Die Landtechnik verzeichnete 2011 mit einem Umsatzzuwachs um mehr als 30 Prozent ein Rekordjahr. Die hohe Nachfrage nach moderner Landtechnik wurde zum einen durch die im Großen und Ganzen gute Erlössituation für Agrarerzeugnisse begünstigt und zum anderen durch den Strukturwandel in der Landwirtschaft getrieben. So ist die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe im Jahr 2010 um 2,3 Prozent auf 300.700 weiter zurückgegangen, während sich die durchschnittliche bewirtschaftete Fläche um 2,3 Prozent auf 55,8 Hektar erhöhte. Dieser Trend fördert den zunehmenden Einsatz intelligenter und prozessgesteuerter Landtechnik aus Effizienzgründen.

Branchentrend Energie

Das Wärmegeschäft wurde im Jahr 2011 maßgeblich durch das hohe Preisniveau des Rohöls beeinflusst. Nachdem der Rohölpreis zum Jahresende 2010 mit rund 95 US-Dollar pro Barrel bereits nahe an den unterjährigen Höchstpreisen geschlossen hatte, setzte zu Beginn 2011 eine weitere starke Aufwärtsbewegung ein, in deren Verlauf der Preis bis Anfang April auf knapp 127 US-Dollar stieg. Von dieser Marke ging der Rohölpreis unter starken Schwankungen bis Anfang Oktober zwar wieder auf 100 US-Dollar zurück, lag jedoch im gesamten Jahresverlauf 2011 deutlich über dem Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund und aufgrund geringerer Verbräuche infolge des relativ milden Winters blieb die Mengennachfrage verhalten. Auch im Kraftstoffgeschäft waren trotz positiver konjunktureller Einflüsse und einem weiter wachsenden Fahrzeugbestand nur geringfügige Absatzsteigerungen zu verzeichnen. Die Preispolitik der großen Mineralölunternehmen blieb wie bereits im Vorjahr darauf ausgerichtet, die geringen Margen im Raffineriebereich durch höhere Margen in sonstigen Geschäftsfeldern, wie beispielsweise Tankstellen, auszugleichen. Im Bereich Schmierstoffe hat die Nachfrage im Jahr 2011 weiter zugenommen, was im Wesentlichen auf die anhaltend positive Entwicklung der metallverarbeitenden Industrie und insbesondere des Maschinenbaus zurückzuführen ist.

Im Bereich der regenerativen Energien sind die grundlegenden politischen Weichenstellungen mit der Verabschiedung des Energiekonzepts 2050 durch Bundesregierung und Bundestag im Herbst 2010 erfolgt. Danach sollen bis zum Jahr 2050 der Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch auf 80 Prozent gesteigert, der gesamte Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt und die CO2-Emissionen um 80 bis 95 Prozent verringert werden. Die Atomkatastrophe in Japan im März 2011 hat in Deutschland die Energiewende durch die Rücknahme der Laufzeitverlängerungen für die bestehenden Atomkraftwerke noch beschleunigt. Insgesamt schreitet der Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas weiter voran und wird zunehmend auch von den etablierten Energieversorgungsunternehmen forciert. Während es sich bei Windkraft- und Biogasanlagen in der Regel um kommerzielle Großprojekte handelt, wird die Nachfrage nach Solaranlagen in starkem Maße auch von privaten Haushalten beeinflusst. Hier hat insbesondere die Entwicklung der Förderungsmaßnahmen maßgebliche Auswirkungen auf die Investitionsentscheidungen. Nach der weiteren Kürzung der Solarförderung zum 1. Januar 2011 blieb das Interesse an Solaranlagen in Deutschland in den ersten 9 Monaten 2011 im Vergleich zu dem starken Vorjahr sehr verhalten. Ein Überangebot von Solarzellen aus China führte allerdings zu einem starken Preisverfall bei den Modulen, so dass die Förderungskürzungen vom 1. Januar und 1. Juli 2011 überkompensiert wurden. So wurden allein im Dezember im Vorgriff auf die nächste anstehende Kürzung der Förderung zum 1. Januar 2012 mit über 3.000 MW fast 50 Prozent des Rekordzubaus von 7.500 MW im Gesamtjahr 2011 installiert. Auch in den Auslandsmärkten wie Frankreich, Großbritannien, Italien oder Spanien wurden die Einspeisevergütungen für regenerative Energieträger zum Teil aus technischen und zum Teil aus budgetären Gründen im Jahr 2011 weiter reduziert bzw. die Förderungen sogar ausgesetzt. Damit standen sich im Jahr 2011 zwei gegenläufige Entwicklungen gegenüber. Einerseits besteht in vielen Ländern ein breiter gesellschaftlicher Konsens zur deutlichen Erhöhung des Anteils regenerativer Energien an der Energieerzeugung. Andererseits ist der effizienteste Weg, auf dem dieses Ziel zu erreichen ist, vielfach noch unklar.

Branchentrend Bau

Die Baubranche profitierte 2011 von im gesamten Jahresverlauf sehr günstigen Witterungsverhältnissen. So ermöglichte das im Vergleich zum Vorjahr frühe Ende des Winters 2010/2011 einen frühzeitigen Beginn zahlreicher Bauvorhaben und die bis Dezember 2011 anhaltend milde Witterung ohne Frost erlaubte eine Fortsetzung der Bautätigkeit bis zum Jahresende. Mit einem Anteil von über 56 Prozent der gesamten Bauinvestitionen ist der Wohnungsbau das bedeutendste Segment in Deutschland. Unterstützt durch das weiterhin niedrige Zinsniveau hatte die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen im Jahr 2010 mit 188.500 Einheiten um gut 6 Prozent zugelegt. Dieser positive Trend hat sich 2011 mit einem weiteren Anstieg um 18 Prozent auf 222.600 Baugenehmigungen beschleunigt. Die günstigen Wetterverhältnisse und die hohe Zahl der Genehmigungen führten im Jahr 2011 zu einer Zunahme der Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 5,9 Prozent. Der Nichtwohnungshochbau wies insgesamt ein Wachstum der Bautätigkeit um 3,8 Prozent auf. Besonders positiv entwickelte sich dabei der gewerbliche Hochbau mit einem Plus von 6,0 Prozent, während die Investitionen im öffentlichen Hochbau nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme des Vorjahres um 4,9 Prozent zurückgingen. Im Tiefbau nahm die Investitionstätigkeit nach 4 Jahren rückläufiger Entwicklung im Jahr 2011 erstmals wieder mit 6,7 Prozent kräftig zu. Dabei verzeichneten der gewerbliche Tiefbau einen Zuwachs um 8,6 Prozent und der öffentliche Tiefbau um 4,9 Prozent. Der Anteil der Maßnahmen zur Sanierung, Renovierung und Modernisierung an den gesamten Investitionen im Hochbau ist weiter auf knapp 73 Prozent gestiegen. Insgesamt lagen die Bauinvestitionen in Deutschland um 5,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Auch in Österreich wirkte sich die günstige Witterung positiv auf die Bautätigkeit aus. So wurden insbesondere aufgrund des guten Wetters im Herbst 2011 zahlreiche für 2012 geplante Bau- und Sanierungsmaßnahmen vorgezogen. Dennoch fiel die Zunahme der Bauinvestitionen insgesamt mit 1,0 Prozent lediglich moderat aus. Die Gründe hierfür liegen in der Kürzung der Wohnungsbauförderung, die bereits seit mehreren Jahren zu einem Rückgang der Baugenehmigungen im Wohnungsbau führt, sowie der Aussetzung der Förderprojekte zur thermischen Sanierung. Daneben wurden auch die Investitionen in die Schienen- und Straßeninfrastruktur aufgrund der notwendigen Konsolidierung der öffentlichen Budgets gekürzt. Die österreichische Baustoffindustrie verzeichnete im Jahr 2011 allerdings einen nominalen Umsatzanstieg um 5,5 Prozent.

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Entwicklung der Segmente

Entwicklung des Segments Agrar im Jahr 2011

In der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz der BayWa AG im Geschäftsjahr 2011 um 19,3 Prozent auf 1.731,4 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist im Wesentlichen preisbedingt, da sich die steigende Entwicklung der Preise für Agrarerzeugnisse im Jahr 2011 insgesamt fortgesetzt hat. Dagegen lagen die Erntemengen im Durchschnitt aller pflanzlichen Erzeugnisse unter den Vorjahreswerten. Bei Getreide lag die Erzeugung um 5,7 Prozent unter dem Vorjahreserntevolumen. Der Getreideumschlag der BayWa AG ging im Jahr 2011 um 3,3 Prozent auf 3,2 Mio. Tonnen zurück, nach 3,3 Mio. Tonnen im Vorjahr. Allerdings profitierte der Getreidehandel von dem starken Nacherfassungsgeschäft und der insbesondere im ersten Halbjahr günstigen Preisentwicklung in der Vermarktung. Bei Dünge- und Futtermitteln lag das Absatzvolumen um 0,9 Prozent bzw. 8,9 Prozent über den Vorjahreswerten.

Die Sparte Obst steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2011 von 93,3 Mio. Euro um 14,6 Prozent auf 106,9 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf das hohe Preisniveau sowie die Rekordernte bei Tafelkernobst in Süddeutschland zurückzuführen. So lag das Absatzvolumen der BayWa 14,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen legte im Jahr 2011 aufgrund der weiter verbesserten Erlössituation der Landwirte deutlich zu. So konnte die Sparte Technik beispielsweise bei Traktoren 7,9 Prozent mehr neue Maschinen absetzen als im Vorjahr. Zudem profitierte die Sparte von der abgeschlossenen Neuordnung der Markenbetreuung für CLAAS und AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) sowie von Ausweitungen des Vertriebsgebiets. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz mit Agrartechnik im Geschäftsjahr 2011 um 65,8 Mio. Euro bzw. 9,5 Prozent auf 761,9 Mio. Euro.

Die insgesamt sehr positive Entwicklung des Segments Agrar wurde von allen drei Sparten getragen. Das Segment Agrar erzielte im Geschäftsjahr 2011 mit 2.600,2 Mio. Euro einen um 16,1 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr.

Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2011

Im Bereich der klassischen Energieträger sind die Absatzmengen von Heizöl und Schmierstoffen aufgrund des höheren Preisniveaus im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Bei Heizöl beträgt der Rückgang 13,8 Prozent, bei Schmierstoffen 2,4 Prozent. Die Nachfrage nach Holzpellets ist 2011 weiter gestiegen, so dass die BayWa ihren Absatz hier auf 78,4 Tsd. Tonnen ausweiten konnte. Bei Kraftstoffen wurde durch die Erweiterung des Tankstellennetzes und eine geringfügig höhere Nachfrage insgesamt eine Steigerung des Absatzes um 1,7 Prozent erzielt. Insgesamt erreichte das klassische Energiegeschäft der BayWa einen Umsatz von 1.250,6 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 13,8 Prozent. Dieser Umsatzanstieg ist jedoch im Wesentlichen auf das deutlich erhöhte Preiseniveau bei Heizöl und Kraftstoffen zurückzuführen. Gleichzeitig führten die hohen Heizölpreise zu einem geringeren Betankungsvolumen je Kunde, wodurch sich das Verhältnis von transportierter Menge zu gefahrener Strecke zu Lasten der Marge im Geschäftsjahr 2011 ungünstiger entwickelt hat als im Vorjahr.

Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2011

Die Sparte Baustoffe profitierte von den für das Baugeschäft günstigen Witterungsbedingungen des Jahres 2011 und der guten Baukonjunktur - insbesondere der positiven Entwicklung im Wohnungsbau. Darüber hinaus wirkten sich insbesondere die durchgeführten Maßnahmen zur Neuausrichtung des Geschäfts positiv aus. So erhöhte sich der Umsatz im Baustoff-Fachhandel um 10,1 Prozent auf 1.304,0 Mio. Euro. Damit konnte die Sparte Baustoffe an den verbesserten wirtschaftlichen Bedingungen partizipieren.

Auch in der Sparte Bau & Gartenmarkt wirkte sich das positive Konjunkturumfeld günstig auf die Geschäftsentwicklung aus. Daneben erwirtschafteten die in den zurückliegenden zwei Jahren modernisierten und neueröffneten Märkte steigende Umsätze. Insgesamt verbesserte sich der Umsatz des Bau & Gartenmarktgeschäfts um 3,5 Mio. Euro bzw. 1,4 Prozent auf 261,1 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz des Segments Bau erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 122,6 Mio. Euro bzw. 8,5 Prozent auf 1.565,1 Mio. Euro.

Ertragslage der BayWa AG

Der Umsatz der BayWa AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 um 13,3 Prozent auf 5.415,9 Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund gestiegener Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich insgesamt eine Zunahme um 3,0 Mio. Euro auf 81,5 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf laufende Vermietungserträge (17,3 Mio. Euro), regelmäßige Kostenerstattungen (12,8 Mio. Euro) und wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (1,5 Mio. Euro). Diese genannten Ergebnisbeiträge bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigten Wertberichtigungen entstanden Erträge von rund 5,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro). Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit 24,2 Mio. Euro deutlich über den 15,0 Mio. Euro des Vorjahres.

Nach Abzug der durch höhere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 565,3 Mio. Euro bzw. 13,9 Prozent auf 4.640,4 Mio. Euro gestiegenen Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) in Höhe von 858,2 Mio. Euro, das um 62,1 Mio. Euro bzw. 7,8 Prozent über dem Vorjahreswert liegt.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 6,0 Prozent oder 26,7 Mio. Euro auf 472,5 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Tarifsteigerungen von durchschnittlich 3,65 Prozent. In der Tarifsteigerung ist die Sonderzahlung für Mitarbeiter in Höhe von 400 Euro pro Vollzeit-Mitarbeiter enthalten. Die einmalige Sonderzahlung für tarifliche Mitarbeiter wurde als Gratifikation für den Unternehmenserfolg des Geschäftsjahres 2010 ausgeschüttet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 252,2 Mio. Euro um 8,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte unter anderem aus erhöhten Instandhaltungsaufwendungen für Modernisierungsmaßnahmen an den Vertriebsstandorten von 7,2 Mio. Euro sowie höheren Werbekosten von 6,2 Mio. Euro. Der Anstieg der Werbekosten ist insbesondere auf die BayWa-Dachmarkenkampagne zurückzuführen. Zudem sind gestiegene Fuhrparkkosten in Höhe von rund 4,9 Mio. Euro angefallen. Hingegen haben sich im Berichtsjahr die Miet- und Pachtaufwendungen um rund 12,1 Mio. Euro reduziert.

Die Abschreibungen sanken gegenüber dem Vorjahreswert um 3,8 Mio. Euro auf 47,0 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist überwiegend auf die gegenüber dem Vorjahr infolge geringerer Übertragung auf Neuinvestitionen niedrigeren §-6b-Abschreibungen zurückzuführen. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich hingegen um 1,7 Mio. Euro auf insgesamt knapp 44,0 Mio. Euro geringfügig gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 1,9 Mio. Euro ist vor allem auf nicht mehr vorhandene Ausleihungen an Tochterunternehmen, aus denen in der Vergangenheit Zinserträge resultierten, zurückzuführen. Positiv entwickelten sich die Erträge aus Gewinnabführungen, die aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen um rund 2,3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf knapp 5,5 Mio. Euro angestiegen sind. Dieser Zuwachs konnte den Rückgang der Erträge aus sonstigen Ausleihungen nicht kompensieren, daher liegt das Beteiligungsergebnis unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der durchschnittlich im Jahresverlauf höheren Inanspruchnahme von Fremdmitteln hat sich das Zinsergebnis um 1,5 Mio. Euro auf insgesamt minus 27,8 Mio. Euro verschlechtert.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 30,5 Mio. Euro oder 54,3 Prozent auf 86,6 Mio. Euro. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BayWa AG stieg deutlich. Nach Berücksichtigung des Zins- und Beteiligungsergebnisses verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG um 27,0 Mio. Euro oder 52,4 Prozent auf rund 78,6 Mio. Euro. Die operative Verbesserung wurde insbesondere durch den außergewöhnlich guten Geschäftsverlauf im Agrarbereich getragen. Damit konnte die ambitionierte Planung eingehalten werden.

Das außerordentliche Ergebnis beläuft sich auf minus 38,8 Mio. Euro. Dies ist auf den außerordentlichen Aufwand in Höhe von 39,0 Mio. Euro im Zusammenhang mit der Rückabwicklung einer Sale-and-Lease-Back-Immobilien-Transaktion zurückzuführen.

Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung erhöhten sich die Ertragsteuern der BayWa AG auf 9,3 Mio. Euro. Im Vorjahr ergab sich aufgrund des erstmaligen Ansatzes aktiver latenter Steuern im Zuge der Einführung des BiIMoG ein Steuerertrag in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Dieser positive Effekt entfällt im Berichtsjahr.

Nach Abzug der Ertragsteuern und des außerordentlichen Ergebnisses ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 26,6 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 1,3 Mio. Euro einer Steigerung um 25,3 Mio. Euro. Der starke Ergebnisanstieg ist im Wesentlichen auf die letztjährige Zuführung von Pensionsrückstellungen nach dem BiIMoG zurückzuführen, die im Berichtsjahr wesentlich geringer ausgefallen ist (3,6 Mio. Euro).

Finanzlage

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die finanziellen Ressourcen für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente.

Selektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb.

Devisentermingeschäfte und Swaps werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der BayWa AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte. Ein Makro-Hedging über das erwartete Exposure wird nicht vorgenommen.

In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich.

Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines unternehmensweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software.

Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa.

Im Wesentlichen betreibt die BayWa AG ihr Geschäft jedoch in Euro.

Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring der unternehmensweiten Finanzengagements.

Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Handelstransaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst.

Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des Unternehmens besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert. Das 2011 aufgenommene Schuldscheindarlehen ersetzt kurzfristige Kreditlinien, ohne diese jedoch abzulösen oder zu kündigen.

Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen.

Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird.

Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des Unternehmens.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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in Mio. Euro 2011 2010 Veränderung in Prozent
Eigenkapital 491,2 479,7 2,4
Eigenkapitalquote (in Prozent) 22,7 25,1
Kurzfristiges Fremdkapital 822,6 787,9 4,4
Langfristiges Fremdkapital 855,1 642,1 33,2
Fremdkapital (inkl. Sonderposten) 1.677,7 1.430,0 17,3
Fremdkapitalquote (in Prozent) 77,4 74,9
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) 2.169,0 1.909,7 13,6

Nach der erstmaligen Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in der Höhe von 200 Mio. Euro im Vorjahr, wurde im Berichtsjahr erneut ein Schuldscheindarlehen in Höhe von nominal 218,5 Mio. Euro aufgelegt. Infolge der Zunahme des Fremdkapitals hat sich insgesamt die Eigenkapitalbasis der BayWa moderat gegenüber dem Vorjahr verringert. Durch den erwirtschafteten Jahresüberschuss und die konsequente Optimierung des Working Capitals sank die Eigenkapitalquote von 25,1 Prozent in 2010 um lediglich 2,4 Prozentpunkte auf 22,7 Prozent. Diese solide Ausstattung mit Eigenmitteln stellt einen für Handelsunternehmen sehr guten Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten.

In den kurzfristigen Verbindlichkeiten sind Commercial Papers in Höhe von 130,0 Mio. Euro und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 242,3 Mio. Euro enthalten. Die kurzfristigen Finanzschulden liegen somit um 34,4 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen Finanzschulden dienen ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel.

Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahme wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und dem Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an.

Die Bilanzsumme als Ausdruck der insgesamt gebundenen Kapitalien hat sich insgesamt um 259,3 Mio. Euro erhöht.

Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse

Die Finanzmittelausstattung der BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr wurden marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme der externen Finanzierung kompensiert. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen zu.

Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Paper, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein 300 Mio. Euro MultiCurrency-Commercial-Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 130,0 Mio. Euro (Vorjahr: 49,3 Mio. Euro) gezogen waren. Zum Jahresende 2011 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Auch werden wieder Laufzeiten von bis zu drei Monaten von den Investoren angefragt. Im Rahmen des laufenden Asset-BackedSecuritisation-Programms wurden zum Stichtag 113,7 Mio. Euro (Vorjahr: 79,9 Mio. Euro) finanziert.

Im Rahmen der Diversifizierung des Finanzportfolios des Unternehmens hat die BayWa die attraktiven Kapitalmarktkonditionen im vierten Quartal 2011 für die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von nominal 218,5 Mio. Euro genutzt. Dieses wurde mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren angeboten. Beide Tranchen wurden je nach Investoreninteresse entweder variabel auf Basis des 6-Monats-Euribor oder mit einem Festzinssatz auf Basis des Mid-Swap-Satzes verzinst. Die Schuldscheindarlehen wurden vom Markt sehr gut aufgenommen und waren mehrfach überzeichnet.

Investitionen

Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2011 rund 73,4 Mio. Euro in materielle Vermögensgegenstände investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Investitionssumme liegt damit 5,9 Mio. Euro über dem Volumen des Vorjahres. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher werden kontinuierlich Investitionen vorgenommen.

Rund 23,3 Mio. Euro wurden in Betriebsimmobilien, unter anderem in Bau- und Fertigstellung von Betriebsgebäuden investiert. So wurde in Aschaffenburg ein neuer Bau & Gartenmarkt mit einem Investitionsvolumen von über 9,1 Mio. Euro errichtet. Mit einer Verkaufsfläche von mehr als 11.000 m2 gehört er zu den größten und modernsten Märkten der BayWa. Rund 3,4 Mio. Euro wurden in die Modernisierung des Agrarzentrums Schweinfurt investiert. Durch den Umbau und die Erweiterung des bisherigen Standorts im Schweinfurter Hafen ist einer der leistungsstärksten Erfassungs- und Umschlagebetriebe für Schüttgüter, losen Dünger sowie Getreide und Ölsaaten in der Region entstanden. Der alte Standort Rain am Lech sowie die Standorte Rennertshofen und Donauwörth werden im neuen Kompetenzzentrum in Rain am Lech zusammengelegt. Zu dem bereits bestehenden Getreidelager kommen eine Düngerhalle, Düngermischanlage, Mehrzweckhalle, Pflanzenschutzmittelräume und ein Bürogebäude hinzu. Für den zweiten Bauabschnitt wurden im Berichtsjahr knapp 3,1 Mio. Euro investiert. Darüber hinaus wurde am Agrar-Standort Bamberg die Erweiterung von Siloanlagen in Höhe von rund 2 Mio. Euro vorgenommen.

Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die sich konjunkturabhängig nicht zwangsläufig im Geschäftsergebnis abbilden lassen. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft.

Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Expansionsfinanzierung. Durch die Umwandlung des Immobilienbereichs der BayWa in ein eigenes Profit-Center soll die Vermarktung der Altimmobilien in Zukunft beschleunigt werden. Im Geschäftsjahr 2011 konnten dem Verkauf von Immobilien rund 15,3 Mio. Euro erzielt werden.

Zusammensetzung des Vermögens

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in Mio. Euro 2011 2010 Veränderung in Prozent
Langfristiges Vermögen 893,6 781,9 14,3
Langfristige Vermögensquote (in Prozent) 41,0 40,9
Kurzfristiges Vermögen 1.275,4 1.127,8 13,1
Kurzfristige Vermögensquote (in Prozent) 59,0 59,1
Gesamtvermögen 2.169,0 1.909,7 13,6

Die Vermögensstruktur der BayWa AG ist im Berichtsjahr beinahe unverändert geblieben. Das kurzfristige Vermögen stieg um 13,1 Prozent auf 1.275,4 Mio. Euro an. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf den gestiegenen Bestand an Waren und die höheren Forderungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Das langfristige Vermögen stieg in demselben Ausmaß auf 893,6 Mio. Euro an. Hier ergibt sich der größte Anteil aus einem 79,1 Mio. Euro Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen. Darüber trug die Anwachsung bzw. Verschmelzung der KIRKA GmbH & Co. KG und der IPV Immobilien Projektentwick lungs- und Verwaltungs GmbH & Co. KG mit 18,5 Mio. Euro zur Erhöhung des langfristigen Vermögens bei.

Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge um 13,6 Prozent auf 2.169,0 Mio. Euro.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts der BayWa AG weiterhin als positiv. Die Ergebnisentwicklung im Agrargeschäft profitierte im Jahr 2011 von der fortgesetzten Preiserholung bei Agrarprodukten. Im Energiegeschäft konnte das höhere Preisniveau bei Heizöl und Kraftstoffen den marktbedingten Rückgang der Absatzmengen größtenteils ausgleichen. Zudem hat sich die BayWa mit dem Bereich der regenerativen Energien ein zusätzliches Standbein geschaffen. Das Baugeschäft konnte an der verbesserten Baukonjunktur partizipieren. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2011 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch in Zukunft weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2011 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der BayWa AG im Jahresdurchschnitt um 30 auf insgesamt 10.639 erhöht. In den Segmenten Agrar und Energie reduzierte sich die Anzahl der Beschäftigten um 19 bzw. 18. Auch in der Verwaltung waren 15 Mitarbeiter weniger beschäftigt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dem stand eine Zunahme von 82 Mitarbeitern im Bereich Bau aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens sowie interner Umstrukturierungen gegenüber. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 lag die Mitarbeiterzahl mit 11.797 um 39 über dem Stand zum Vorjahresultimo von 11.758.

Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der BayWa AG

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2011 2010 Veränderung
2011 /10 in Prozent
Agrar 4.294 4.313 -19 -0,44
Energie 666 684 -18 -2,63
Bau 4.904 4.822 82 1,7
Sonstige Aktivitäten 775 790 -15 1,9
BayWa AG 10.639 10.609 30 0,28

Personalmanagement-Instrumente

Zur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Gesundheit

Berufliches und Privates in Einklang zu bringen, ist in der heutigen Gesellschaft für viele Menschen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der BayWa gefördert, indem Familienvätern und -müttern vielfältige Teilzeitmodelle angeboten werden. Der Wiedereinstieg für Eltern in die berufliche Tätigkeit wird durch einen Zuschuss zur Kinderbetreuung von bis zu 200 Euro monatlich gefördert. Zusätzlich bietet die BayWa gemeinsam mit dem Kooperationspartner pme Familienservice GmbH auch Unterstützung im Bereich Home- und Eldercare. Das Angebot reicht hier von der Information rund um das Thema Pflegeversicherung über Suche und Auswahl von verschiedenen Betreuungsangeboten bis hin zur Vermittlung von Pflegekräften. Weiter in den Fokus gerückt ist im Jahr 2011 auch die Stärkung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden die konzeptionellen Grundsteine gelegt, um die betriebliche Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Besonderes Augenmerk gilt der präventiven Gesundheitsförderung: In Schulungen und Seminaren werden verschiedene Module im Rahmen des Gesundheitsschutzes angeboten. Für Führungskräfte gibt es ganztägige Workshops, um sie für das Thema Work Life Balance, Stressmanagement oder auch gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Für Fachkräfte wurden die Seminarinhalte ebenfalls um gesundheitsfördernde Module erweitert.

Erfolgsfaktor Ausbildung

Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der BayWa AG. Mit durchschnittlich über 1.000 Auszubildenden und einer konstanten Ausbildungsquote von rund 9 Prozent gehört die BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Und das zahlt sich aus: 40 Prozent der Mitarbeiter in Führungsfunktionen haben bereits ihre Ausbildung bei der BayWa absolviert.

Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in der AG

Die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Hierbei wurde u.a. ein Großauftrag für die laufende Erfassung und das Scannen von Belegen vergeben, der die Schaffung einer größeren Anzahl neuer Arbeitsplätze ermöglichte.

Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Aktivitäten

Die BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. CSR ist im Unternehmen nicht als eigenständiger Bereich institutionalisiert, vielmehr berücksichtigen die einzelnen Segmente der AG die Grundsätze der CSR in den jeweiligen Geschäftsaktivitäten beispielsweise durch ökologisches Handeln, Nachhaltigkeit, Förderung nachwachsender Rohstoffe, Verbraucherschutz und -aufklärung sowie den Dialog mit diversen gesellschaftlichen Gruppen.

Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Unternehmen um und stellt eine nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens.

Eine gute Unternehmensführung wird im Unternehmen durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt.

Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt.

Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern gegenüber. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung.

Die 1998 gegründete BayWa Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Rumänien, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe, der Fokus richtet sich auf Projektergebnisse, die nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern einen Grundstein für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten legen. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem leistet die BayWa AG einen eigenen Beitrag, indem sie jede Spende an die Stiftung verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die Aktivitäten für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft.

Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 87.920.691,20 Euro und ist eingeteilt in 34.344.020 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 32.979.980 vinkulierte und 120.789 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2012 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z.B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien

Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWaAG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71 b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht.

Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende Beteiligungen

Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries

Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Ergänzend zu §§ 84 f. AktG sieht § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands.

Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.386.931,20 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWaAG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand besitzt keine Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht.

IV. Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Politik der BayWa AG ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft die BayWa AG Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann die BayWa frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Unternehmen lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des in der BayWa AG bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens.

Darüber hinaus hat die BayWa AG in ihren Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement in der BayWa AG

In der BayWa AG ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Chancen-und Risikokultur bei.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch die BayWa weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Aus- oder Aufbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise zu befürchten kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen.

Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit und -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach der Senkung der Photovoltaik Einspeisevergütung um 15 Prozent zu Beginn dieses Jahres werden neben der geplanten Kürzung um zusätzliche 15 Prozent zur Jahresmitte weitere Kürzungen im Jahr 2012 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Aktienkurschancen und -risiken

Das Anlageportfolio der BayWa AG umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Unternehmens. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine stets fristenkongruente Finanzierungsstruktur der BayWa AG stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Unternehmen abbilden können.

Das im Jahr 2011 emittierte Schuldscheindarlehen wurde sowohl mit einem variablen als auch mit einem fixen Zinskupon angeboten. Hieraus resultiert eine natürliche Zinssicherung.

Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Unternehmen der BayWa AG unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Kreditrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa AG eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa AG ihre finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in der BayWa AG durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externen Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie MultiCurrency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-BackedSecuritisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa AG hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken.

Die Aufnahme eines weiteren Schuldscheindarlehens im Jahr 2011 trägt zur Diversifizierung des Fristigkeitsprofils bei.

Rating des Unternehmens

Die Bonität der BayWa AG wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2011 konnte die BayWa AG die Kreditlinien erhöhen. Im vierten Quartal wurde das Marktumfeld genutzt, um ein weiteres Schuldscheindarlehen zu emittieren. Dadurch erhöht sich der finanzielle Spielraum der BayWa AG und das Fristigkeitsprofil konnte entzerrt werden. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Die BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, werden weiterhin qualifizierte Fachkräfte benötigt. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt das Unternehmen zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter „ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa AG auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bieten IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat die BayWa AG entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die BayWa AG verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt.

Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das „Corporate Accounting” fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Erstellung des Einzelabschlusses nach HGB.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vier-Augenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft.

Das „Corporate Accounting” überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Einzelabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult.

Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten.

Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen Rechnungslegungsvorschriften gewährleistet.

V. Nachtragsbericht

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals das Tankstellen- und Mineralölgeschäft der Leberzammer GmbH & Co. KG, Gunzenhausen, übernommen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,160 Mio. Euro.

Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar:

scroll
in Mio. Euro Kaufpreis
Immaterielle Vermögenswerte 0,125
Sachanlagen und Vorräte 0,035
Gesamtkaufpreis 0,160

Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals den Kundenstamm der Gustav Baumann GmbH, Coburg, erworben. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,060 Mio. Euro. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden.

Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, mit Wirkung zum 1. Februar 2012 70 Prozent der Anteile an dem italienischen Unternehmen Tecno Spot GmbH, Bruneck, Italien, erworben und steigt dadurch in den italienischen Photovoltaik(PV)-Großhandel ein. Die Tecno Spot GmbH ist ein Großhandelsunternehmen für Photovoltaiksysteme. Verkäufer ist die Gremes GmbH, die mit 30 Prozent der Anteile an der Tecno Spot GmbH beteiligt bleiben wird. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile beträgt rund 8 Mio. Euro zuzüglich einer erfolgsabhängigen Komponente von maximal 14,5 Mio. Euro, die über die nächsten drei Jahre ausgezahlt wird. Der Kauf steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden.

Das 1998 gegründete Unternehmen Tecno Spot deckt als etablierter Premiumanbieter die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich Systemintegration für den Großhandel von Photovoltaikanlagen ab. Es handelt sich um ein marktetabliertes wachstumsstarkes Unternehmen, das im letzten Geschäftsjahr 2010 über 50 Megawatt an PV-Anlagen vertrieben und einen Umsatz von rund 146 Mio. Euro erwirtschaftet hat. Das Unternehmen konnte seine Mitarbeiterzahl in den letzten drei Jahren auf 30 verdoppeln. Seit 2008 ist Tecno Spot mit seiner Tochtergesellschaft GE-TEC GmbH in Österreich sowie seit 2009 mit der Eröffnung von Tecnospot Solar USA, Inc., auf dem amerikanischen Markt tätig.

Die BayWa AG, München, steigt in den internationalen Obsthandel in Neuseeland ein und will 63 Prozent der Firma Turners & Growers Ltd (T & G), Auckland, Neuseeland, übernehmen. Damit wird die BayWa AG ein bedeutender weltweiter Anbieter von Kernobst. Das internationale Handelsunternehmen hat sich mit dem Hauptaktionär von T & G, der Guinness Peat Group plc, London, Großbritannien, über den Erwerb seiner Anteile in Höhe von 63 Prozent bereits geeinigt: Im Rahmen der rechtlichen Vorgaben in Neuseeland wird die Akquisition Teil eines Übernahmeangebots, um bis zu 100 Prozent des Aktienkapitals von T & G zu einem Preis von 1,85 NZ$ pro Aktie zu übernehmen. Die Kaufpreisspanne wird zwischen 137 Mio. NZ$ (79 Mio. Euro) und 216 Mio. NZ$ (125 Mio. Euro) je nach Annahmequote der T & G-Aktionäre betragen. Die Transaktion bedarf noch der Zustimmung des deutschen Kartellamtes sowie des neuseeländischen „Overseas Investment Office”.

Durch T & G-Präsenz auf fünf Kontinenten weitet die BayWa AG ihr Angebot im Obstgeschäft aus und verschafft sich Zugang zu den weltweiten Wachstumsmärkten insbesondere in Asien, in denen T & G bereits etabliert ist. T & G ist in Neuseeland Marktführer im Vertrieb und im Export von Frischobst. Darüber hinaus hält das Unternehmen die exklusiven Markenrechte für den weltweiten Anbau und die Vermarktung der Apfelsorten Jazz und Envy sowie der Kiwisorten ENZAGreen, ENZAGoId und ENZARed. Zudem hält T & G eine Beteiligung von 70 Prozent an Delica NZ dem größten neuseeländischen Exporteur für Frischobst und einzigen Exporteur der ENZA-Tafelobstprodukte nach Asien. T & G fungiert als Handelsplattform für Äpfel in Südamerika, USA, Südafrika, Asien und Europa.

T & G wurde 1897 gegründet und beschäftigt konzernweit ca. 1.400 Mitarbeiter. Das internationale Unternehmen ist an der New Zealand Stock Exchange notiert und hat im Jahr 2010 einen Jahresumsatz von 346 Mio. Euro erwirtschaftet. Zum Kerngeschäft zählen die Erfassung und Vermarktung von Äpfeln, Kiwis und Tomaten.

VI. Corporate-Governance-Bericht

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens im Bereich Investor Relations dauerhaft zugänglich.

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und Öffentlichkeit zu fördern.

1. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 4. August 2010 abgegeben. Im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung, welche Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex durch die BayWa AG befolgt werden, haben Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG die Entsprechenserklärung am 9. November 2011 wie folgt aktualisiert:

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex” in der Fassung vom 26. Mai 2010 (bekanntgemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010) mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:

Keine Briefwahl – Ziffer 2.3.3 Satz 2 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 2.3.3 S. 2, dass die Gesellschaft die Aktionäre auch bei der Briefwahl und bei der Stimmrechtsvertretung unterstützen soll.

Die Satzung der BayWa AG sieht bislang nicht die Möglichkeit der Briefwahl vor. Nach unserer Auffassung ist die Briefwahl bislang nicht ausreichend erprobt und es ergeben sich insbesondere Schwierigkeiten im Hinblick auf die Feststellung der Authentizität der abgegebenen Stimmen. Zudem bietet die BayWa AG den Aktionären bereits die Möglichkeit, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Somit haben die Aktionäre bereits jetzt die Möglichkeit, ihre Stimme auch vor dem Tag der Hauptversammlung abzugeben, so dass die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl für die Wahrnehmung der Aktionärsrechte keinen weiteren Mehrwert mit sich bringen würde.

Da aus vorgenannten Gründen in der Satzung der BayWa AG bislang keine Briefwahl vorgesehen ist, wird der Empfehlung in Ziffer 2.3.3 S. 2 DCGK, die Aktionäre bei der Briefwahl zu unterstützen, nicht gefolgt.

Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder – Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbst-behalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden.

Abfindungs-Cap – Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung. Denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines ggf. bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird.

Angaben zur Vergütung der Vorstandsmitglieder – Ziffer 4.2.4 DCGK

Entgegen Ziffer 4.2.4 DCGK wurde und wird die Vergütung der Vorstandsmitglieder nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB und Ziffer 4.2.4 Satz 3 DCGK wurde gefasst. Von einer individualisierten Ausweisung der Vergütung der Vorstandsmitglieder wird abgesehen, da dies mittelfristig zu einer Angleichung der Vorstandsbezüge führen würde, die nicht mehr den individuellen Leistungen der Vorstandsmitglieder entspricht.

Keine festen Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat – Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Salz 3 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK

In den aktuellen Fassungen der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 Satz 3 DCGK einerseits und in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK andererseits keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter allein sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.

Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Der Aufsichtsrat prüft die Frage, welche konkreten Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats insbesondere unter einer angemessenen Beteiligung von Frauen sinnvoll erscheinen. Da reguläre Wahlen zum Aufsichtsrat erst auf der Hauptversammlung im Jahr 2013 anstehen, hat sich der Aufsichtsrat hierzu bislang keine abschließende Meinung gebildet, zumal sich die unternehmensspezifischen Anforderungen an die konkreten Besetzungsziele bis zum Jahr 2013 mit einiger Wahrscheinlichkeit ändern können. Daher hat der Aufsichtsrat bisher davon abgesehen, konkrete Ziele für seine Zusammensetzung zu benennen.

Angaben zur Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder – Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK

Entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Corporate-GovernanceBericht ausgewiesen. Aus den im Corporate-Governance-Bericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.

 

München, 9. November 2011

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

2. Führungs- und Kontrollstruktur des Unternehmens

Vorstand und Aufsichtsrat

Als Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand besteht aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem in Angelegenheiten herbeizuführen, die dem Vorstand durch den Vorstandsvorsitzenden oder ein Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende, an der Beschlussfassung teilnimmt. Die Beschlüsse des Vorstands sind mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gültig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. Auf Anordnung des Vorstandsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch Stimmabgabe in Textform oder telefonisch gefasst werden.

Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet. Das Mitglied Albrecht Merz ist und war im vergangenen Geschäftsjahr im Vorstand einer Gesellschaft, mit der die BayWa AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit dieser Gesellschaft erfolgten allerdings zu denselben Bedingungen wie mit fremden Dritten. Die Unabhängigkeit des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds wurde und wird daher durch diese Geschäfte nicht berührt. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der BayWa AG an. Im letzten Jahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat.

Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus, so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den hierzu bestimmten stellvertretenden Vorsitzenden.

Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. Der Aufsichtsrat ist nur beschlussfähig, wenn acht Mitglieder unter ihnen der Vorsitzende oder zwölf Mitglieder an der Sitzung und an der Beschlussfassung teilnehmen. Schriftliche, telegrafische, fernmündliche, elektronische oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses sind zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Verhinderungsfall ein Stellvertreter dies anordnet. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht.

Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. zur Begründung die oben wiedergegebene Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der

Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 hat die Hauptversammlung am 15. Juni 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, zwei Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner.

Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch ein Mitglied oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2011 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt u.a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie.

Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip „one share, one vote, one dividend” wird damit befolgt.

Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat Nach § 15 WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (z.B. Generalbevollmächtigte). Im Geschäftsjahr 2011 sind der BayWa AG keine Meldungen über Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat in BayWa-Aktien (ISIN: DE 0005194062/WKN 519 406) zugegangen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2011 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziff. 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher nicht vor.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Hinblick auf die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 wird auf den nachfolgend abgedruckten Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des Konzernlageberichts ist.

Weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Ethikgrundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigten dar. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden.

Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im konzernweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Compliance-Beauftragte überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses. Die Ethikgrundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.de öffentlich zugänglich.

3. Sonstige Aspekte guter Corporate Governance

Kommunikation und Transparenz

Die BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen und Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internet-seiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden.

Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u. a Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und soweit erforderlich durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.de bereitgestellt.

Verantwortungsvolles Handeln und Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Konzernlagebericht.

VII. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich zum einen am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) und zum anderen an individuell vereinbarten Zielen. Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen.

Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird jährlich ein Drittel an die Vorstandsmitgliedervorläufig ausgezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (5 bzw. 30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Zum 1. Dezember 2011 wurden teilweise Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten.

Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Unternehmen betragen 4,288 Mio. Euro (Vorjahr: 6,431 Mio. Euro).

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,538 Mio. Euro (Vorjahr: 0,464 Mio. Euro).

Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung).

VIII. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Nach dem dynamischen Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2010 hat sich das Tempo im Jahresverlauf 2011 kontinuierlich verlangsamt. Vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise und der hohen Staatsdefizite und -schulden in den USA, Japan und Großbritannien wird für die Jahre 2012 und 2013 ein geringeres Wirtschaftswachstum erwartet. Die Weltbank hat ihre globale Wachstumsprognose im Januar für die Jahre 2012 und 2013 von zuvor jeweils 3,6 Prozent auf 2,5 Prozent für das laufende und 3,1 Prozent für das nächste Jahr zurückgenommen. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Industrieländern wird sich 2012 voraussichtlich auf durchschnittlich 1,4 Prozent weiter abschwächen und 2013 nur geringfügig auf 2,0 Prozent erhöhen. Für den Euro-Raum rechnet die Weltbank angesichts massiver Sparzwänge zur Konsolidierung der Staatsfinanzen in einigen Ländern für dieses Jahr sogar durchschnittlich mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent und für 2013 lediglich mit einem geringen Plus von 1,1 Prozent. Für die USA wird ein gesamtwirtschaftliches Wachstum um 2,2 Prozent im Jahr 2012 erwartet, das sich im Jahr 2013 geringfügig auf 2,4 Prozent beschleunigt. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,4 Prozent und 6,0 Prozent weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt.

Auch für die deutsche Wirtschaft sind die diesjährigen Aussichten aufgrund der internationalen Verschuldungskrise zunächst gedämpft. Die Sparzwänge in vielen Ländern drosseln die Konjunktur und verringern damit die Exportchancen der deutschen Industrie. Unter der Voraussetzung, dass die Krise im Euro-Raum ab dem Frühjahr allmählich an Schärfe verliert, erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für das deutsche BIP 2012 lediglich einen Zuwachs um 0,6 Prozent. Für 2013 sieht das DIW ein reales Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent als erreichbar an. Die vergleichsweise robuste Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt und das Nachlassen des Preisauftriebs sollen sich 2012 in einem Plus des privaten Konsums von 1,1 Prozent niederschlagen; 2013 wird ein Anstieg um 1,4 Prozent erwartet. Bei den Staatsausgaben wird für 2012 ein Zuwachs um 1,4 Prozent und für 2013 um 1,2 Prozent prognostiziert. Demgegenüber werden die Anlageinvestitionen 2012 um 0,4 Prozent zurückgehen; für 2013 wird dann bei einem Plus von 4,1 Prozent wieder mit einer verstärkten Investitionsbereitschaft gerechnet. Die Exporte werden im Jahr 2012 lediglich um 2,9 Prozent zulegen und sich erst 2013 um 6,1 Prozent beleben.

Ausblick auf die Entwicklung der Marktsegmente

Ausblick für das Marktsegment Agrar

Der langfristige Trend für Agrarerzeugnisse ist gekennzeichnet durch einen kontinuierlich steigenden Bedarf zur Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung bei einer schrumpfenden Ackerfläche pro Kopf. Der steigende Bedarf erfordert daher bei begrenzten Anbauflächen eine Steigerung der Flächenerträge und der Effizienz in der Landwirtschaft. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig der positive Preistrend für Agrarerzeugnisse insgesamt anhält. Durch die Globalisierung der Märkte für Agrarprodukte und das zunehmende Interesse von Finanzinvestoren an der Anlageklasse Agrarrohstoffe wird die Volatilität der Preisentwicklung hoch bleiben.

Weltweit lag die Getreideernte im Jahr 2010/2011 mit 2.200 Mio. Tonnen um knapp 2 Prozent unter der Vorjahresmenge von 2.240 Mio. Tonnen. Der Verbrauch lag mit 2.230 Mio. Tonnen über der Erzeugung, was zu einer Verringerung der weltweiten Lagerbestände um rund 30 Mio. Tonnen führte. Für das Getreide-Wirtschaftsjahr 2011/2012 wird zwar auf Basis der aktuellen Prognosen mit rund 2.280 Mio. Tonnen ein um etwa 4 Prozent höheres Erntevolumen erwartet, aufgrund des Verbrauchsanstiegs auf geschätzte 2.285 Mio. Tonnen werden die Lagerbestände und die Reichweite der Endbestände jedoch weiter sinken. In der EU wird für das Getreidejahr 2011/2012 ein geringfügiger Anstieg des Verbrauchs erwartet. Trotz weniger Exporte werden sich die Endbestände erneut reduzieren. Die Lagerbestände weisen derzeit mit 36,6 Mio. Tonnen das geringste Niveau seit dem Jahr 2003 auf und decken den Bedarf lediglich für 48 Tage. Trotz erheblich gestiegener Erntemengen seit dem Getreide-Wirtschaftsjahr 1999/2000 ist in den zurückliegenden zwölf Jahren lediglich in vier Jahren mehr produziert als verbraucht worden. Angesichts des jährlich zunehmenden Verbrauchs ist zu erwarten, dass die Getreidepreise auf dem derzeitigen Niveau zumindest stabil bleiben werden. Vor dem Hintergrund der vergleichsweise hohen Ernteerträge in den vergangenen Jahren reagieren die Preise auf sich abzeichnende Verringerungen der Erntemengen sehr volatil.

Der Preisanstieg für landwirtschaftliche Betriebsmittel hat sich bei erhöhter Mengennachfrage über das gesamte Jahr 2011 fortgesetzt. So stieg der Absatz von Kali- und Phosphatdüngern um 20 bzw. 22 Prozent und erreichte damit wieder das Niveau des Wirtschaftsjahres 2008/2009. Dennoch konnten die Landwirte ihre Erlössituation im Jahr 2011 deutlich verbessern, da die Kosten für Düngemittel weit unterhalb der Werte liegen, die in der Übertreibungsphase zu Beginn des Jahres 2008 erreicht wurden. Auch im Jahr 2012 ist von einer stabilen Preisentwicklung auszugehen. Bei Düngemitteln bieten die guten Erzeugnispreise Anreiz, da sich durch Düngergabe die Flächenerträge steigern lassen. Zudem wird durch den Düngereinsatz in der Regel auch eine bessere Qualität der Erzeugnisse erreicht, so dass die Produkte zu einem höheren Preis zu vermarkten sind. Somit ist aufgrund des sich wirtschaftlich lohnenden Einsatzes eine anhaltend hohe Nachfrage zu erwarten, da die Mehrkosten beim Dünger durch eine ebenfalls positive Entwicklung in den Erzeugerpreisen kompensiert werden. Bei Futtermitteln haben die Preise insbesondere für Mischfutter nach dem starken Anstieg im Wirtschaftsjahr 2010/2011 zu Beginn des Wirtschaftsjahres 2011/2012 etwas nachgegeben. Auf dem derzeitigen Preisniveau ist jedoch zumindest mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen, da bei weiter sinkenden Preisen alternative Verwendungen, wie der Einsatz bei der Energieerzeugung, wieder an Attraktivität gewinnen.

Die mittel- und langfristig positiven Einflussfaktoren insbesondere der weltweit wachsende Bedarf an Agrarrohstoffen für die menschliche Ernährung und die Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen werden auch in den kommenden Jahren bestimmend bleiben. Europa kommt dabei das hohe produktionstechnische Wissen, die gute technische Ausstattung der Betriebe und die ausgeglichenen klimatischen Bedingungen zugute.

Die Landtechnik profitierte wie bereits im letzten Jahr von der verbesserten Einkommenssituation der Landwirte im Jahr 2011. Auf Basis der derzeitigen Marktentwicklungen bei den wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2012 im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe zumindest von einer auf hohem Niveau stabilen wirtschaftlichen Lage ausgegangen werden. Laut Umfragen ist die Investitionsneigung etwas geringer als im Vorjahr: 40 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe wollen in der näheren Zukunft Investitionen tätigen (Vorjahr: 43 Prozent). Allerdings ist insbesondere bei Investitionen in Maschinen und Geräte seit Sommer 2011 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Das aggregierte Investitionsvolumen mit geschätzten 5,5 Mrd. Euro liegt dabei um rund 1,7 Mrd. Euro unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang entfällt jedoch im Wesentlichen auf Investitionen in erneuerbare Energien, die im Vorjahr durch den Boom bei Solaranlagen stark angewachsen waren. In einem Umfeld auskömmlicher Produktpreise ist zu erwarten, dass auch die Investitionsbereitschaft der Landwirte hoch bleibt, wenn auch das Niveau des Jahres 2011 voraussichtlich nicht erreicht wird. Längerfristig bleiben die Perspektiven für die Branche unverändert positiv, da die weltweit steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und Agrarrohstoffen nur durch eine Intensivierung der Agrarproduktion zu befriedigen ist. Damit einher geht ein zunehmender Einsatz von Technologie zur Effizienzsteigerung.

Ausblick für das Marktsegment Energie

Im Bereich der klassischen Energieträger unterliegt die Nachfrage nach Kraft-, Brenn- und Schmierstoffen generell zyklischen Schwankungen in Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung, dem Witterungsverlauf und der Wirtschaftsaktivität. Im Wärmemarkt für fossile Primärenergieträger machten sich zudem in den zurückliegenden Jahren der Trend zu Energieeinsparungen durch verbesserte Wärmedämmungen von Gebäuden und ergänzende Versorgungen bei Warmwasser und Heizungen durch regenerative Energiequellen bemerkbar. Hinzu kommt ein steigender Einsatz von Gas. Bei den gegebenen Tankkapazitäten erhöhen sich somit die Versorgungsreichweite und die zeitliche Flexibilität der Haushalte bei der Befüllung. Dadurch werden Prognosen über die zukünftige Entwicklung der Nachfrage und des Absatzes anhand der durchschnittlichen Befüllstände erschwert. Auch plötzliche Kälteeinbrüche führen daher nicht mehr notwendigerweise zu einem kräftigen Nachfrageanstieg. Vielmehr tanken die Verbraucher opportunistischer unter Ausnutzung der Marktpreisschwankungen. Daneben nimmt der Anteil von sonstigen Energieträgern im Heizungsmarkt zu Lasten des Öls zu. Insgesamt sinkt der Heizölverbrauch dadurch strukturell um etwa 5 Prozent jährlich. Diesem Basistrend wirkt die BayWa durch Ausweitung ihres Marktgebiets über Zukäufe von Brennstoffhändlern entgegen, so dass das Absatzvolumen weitgehend stabil gehalten werden kann. Im Kraftstoffgeschäft ist trotz des erhöhten Pkw-Bestands aufgrund der geringeren Durchschnittsverbräuche neuer Fahrzeuge und bedingt durch das hohe Niveau der Kraftstoffpreise sinkende Fahrleistungen von einem geringfügig rückläufigen Absatzvolumen auszugehen. Bei den Schmierstoffen lässt die robuste Entwicklung der deutschen Wirtschaft einen stabilen Absatz erwarten.

Im Bereich der regenerativen Energien sind die Weichen für ein langfristig orientiertes Wachstum durch die politischen Vorgaben gestellt. Durch das im Herbst 2010 verabschiedete Energiekonzept 2050 ist eine Erhöhung des Anteils der regenerativen Energien an der Stromerzeugung in Deutschland bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent vorgesehen. In der EU liegt das Ziel bei einem Anteil von mindestens 30 Prozent, das bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll. Die BayWa hat das Geschäftsfeld BayWa r.e als strategisches Wachstumsfeld definiert. Mittelfristig soll hier ein Umsatzbeitrag von 1 Mrd. Euro erwirtschaftet werden. Allerdings ist die Erschließung und Nutzung erneuerbarer Energien bislang noch auf staatliche Förderungen angewiesen. Veränderungen bei den Fördermaßnahmen führen daher zu ausgeprägten Schwankungen in den betroffenen Marktsegmenten.

Ausblick für das Marktsegment Bau

Die Perspektiven für die Bauwirtschaft in Deutschland bleiben für das Jahr 2012 freundlich, allerdings mit geringeren Zuwachsraten als im Vorjahr. Nach einem Wachstum der Bauinvestitionen um 5,4 Prozent im Jahr 2011, wird für das Jahr 2012 eine Steigerung um 1,5 Prozent prognostiziert. Vor allem im Wohnungsbau, der rund 57 Prozent der gesamten Bauinvestitionen ausmacht, ist aufgrund der hohen Zahl an erteilten Baugenehmigungen im Jahr 2011 mit einem weiteren Wachstum der Investitionen um 3,0 Prozent zu rechnen. Auch der Nichtwohnungshochbau wird voraussichtlich mit plus 0,7 Prozent noch etwas zulegen können. Das Wachstum wird dabei vom gewerblichen Bau getragen, der gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zunimmt, während die Bautätigkeit des öffentlichen Sektors aufgrund des Auslaufens der Konjunkturprogramme und der Konsolidierungszwänge der öffentlichen Haushalte um 5,0 Prozent zurückgehen wird. Nach dem starken Wachstum des Jahres 2011 werden die Bauinvestitionen im Tiefbau 2012 insgesamt um 2,2 Prozent rückläufig sein. Hier sind weder vom gewerblichen noch vom öffentlichen Sektor positive Impulse zu erwarten. Für das Jahr 2013 wird wieder ein etwas höheres Wachstum der gesamten Bauinvestitionen von 2,0 Prozent angenommen. Dabei sollen die Investitionen im Wohnungsbau um weitere 3,0 Prozent steigen. Im Nichtwohnungshochbau wird eine Belebung der Investitionstätigkeit des gewerblichen Bereichs um 2,0 Prozent erwartet, während der öffentliche Sektor seine Investitionen nochmals um 3,5 Prozent reduziert. Insgesamt erreicht der Nichtwohnungshochbau damit im Jahr 2013 voraussichtlich ein Wachstum um 1,0 Prozent. Der Tiefbau dürfte sich bei stagnierenden gewerblichen Investitionen und einer weiter rückläufigen öffentlichen Bautätigkeit um 0,5 Prozent reduzieren.

Erwartete Entwicklung der BayWa-Segmente

Ausblick Segment Agrar

Für das Segment Agrar der BayWa war das Jahr 2011 ein außerordentlich gutes Jahr. Obwohl die Erntemengen in Deutschland in vielen Regionen unter den Vorjahreswerten lagen, verzeichneten die für die BayWa relevanten Regionen überwiegend zufriedenstellende Ernteergebnisse. Die durchschnittlichen Erlöse für Agrarerzeugnisse verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr weiter, während die Kostenzunahmen bei Betriebsmitteln geringer blieben als die Steigerungen der Erzeugnispreise. In diesem Umfeld konnte die BayWa im Agrarhandel einen überdurchschnittlichen Handelserfolg nicht zuletzt durch ein starkes Nacherfassungsgeschäft im ersten Halbjahr 2011 realisieren. Im Jahr 2012 könnte Deutschland erstmals seit mehreren Jahren auf Getreideeinfuhren angewiesen sein. Eine Ursache dafür liegt im verstärkten Anbau von Mais für die Erzeugung von Biogas zu Lasten anderer Getreidesorten. Dies kann auch das Handelsvolumen für Weizen beeinflussen. Auf der Preisseite ist tendenziell davon auszugehen, dass die Verbesserung der Erlöse für Agrarerzeugnisse von dauerhafter Natur ist, da selbst in außergewöhnlich ertragreichen Jahren der Überschuss der Erntemengen bei stetig wachsendem Bedarf weniger wird. Angesichts des bereits erreichten höheren Preisniveaus sind jedoch für die nächsten zwei Agrarjahre keine Steigerungen im Ausmaß der zurückliegenden zwei Jahre zu erwarten. Auch bei den Betriebsmitteln werden sich Preissteigerungen voraussichtlich in engen Bandbreiten halten. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich die Jahre 2012 und 2013 im Agrarhandel unter Berücksichtigung der Zuwächse im Obstgeschäft geringfügig über dem sehr guten Niveau des Jahres 2011 bewegen werden. Hierzu wird auch die geplante Standortoptimierung beitragen, in deren Rahmen die BayWa bis zum Jahr 2015 das Agrarhandelsgeschäft in Deutschland an rund 200 leistungsfähigen und modernen Standorten bündeln wird. Eine exakte Prognose ist allerdings schwierig, da sich die Märkte auch zukünftig durch externe, nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können.

Obwohl die Einkommenssituation der Landwirte sich stabil bis positiv entwickeln dürfte, ist insgesamt von einer etwas geringeren Investitionsbereitschaft auszugehen. Beim Absatz von neuen Maschinen und Geräten wird die Landtechnik jedoch voraussichtlich an das hohe Niveau des Jahres 2011 anschließen können. Die BayWa ist hier mit einem überdurchschnittlichen Auftragsbestand in das Geschäftsjahr 2012 gestartet. Positive Impulse für die BayWa gehen zudem von der Neuorganisation des Geschäfts mit getrennter Markenführung der Marken CLAAS und AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) aus. So wird CLAAS jetzt in den Kernregionen der BayWa flächendeckend angeboten, und die Produktpalette wurde erweitert. Bei AGCO umfasst das Angebot jetzt neben Traktoren auch die Erntetechnik. Zusätzliche Geschäftspotenziale ergeben sich aus der Erweiterung des Angebots um das komplette Sortiment von Heuerntemaschinen des irischen Spezialunternehmens McHale. Im Servicegeschäft lassen die erhöhten Investitionen der Vorjahre und der zunehmende Einsatz neuer Technologien auch einen steigenden Bedarf an Werkstattleistungen erwarten. Über die gesamte Produktpalette hinweg rechnet die BayWa in der Landtechnik in den Jahren 2012 und 2013 mit einem Umsatzniveau, das sich geringfügig unterhalb des Jahres 2011 bewegen dürfte. Allerdings unterliegt die Investitionsfähigkeit und -bereitschaft in der Landwirtschaft aufgrund variierender Ernteerträge und einer volatilen Erlösentwicklung starken Schwankungen, so dass die tatsächliche Entwicklung von den für die Prognose getroffenen Annahmen für die Jahre 2012 und 2013 erheblich abweichen kann. Die mittel- bis langfristigen Perspektiven für die Sparte Technik bleiben positiv, da die übergeordneten Trends wie die Schaffung größerer Betriebseinheiten, die Notwendigkeit von Produktivitätssteigerungen sowie der geplante Abbau von Agrarsubventionen in der EU ab 2013 einen stetig steigenden Technikeinsatz in der Landwirtschaft erfordern.

Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar für das Jahr 2012 ein Umsatzvolumen, das zumindest auf Höhe des Vorjahres liegend dürfte. Das operative Ergebnis sollte durch strukturelle Verbesserungen ebenfalls an das gute Niveau des Vorjahres anschließen können. Grundsätzlich ist auch für das Jahr 2013 davon auszugehen, dass die BayWa die erfolgreiche Entwicklung des Segments Agrar auf der bestehenden starken Basis fortsetzen wird. Im Rahmen der strategischen Ziele wird ein weiteres Wachstum von Umsatz und Ergebnis angestrebt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird jedoch maßgeblich durch die marktbedingte Preisentwicklung der Agrarrohstoffe beeinflusst sein, auf die die BayWa selbst nur einen geringen Einfluss nehmen kann.

Ausblick Segment Energie

Nach dem starken Anstieg des Rohölpreises auf knapp 127 US-Dollar zu Jahresbeginn 2011 aufgrund der Unruhen in mehreren nordafrikanischen Staaten und in Bahrain hat sich der Ölpreis im weiteren Jahresverlauf in eine Bandbreite von 105 bis 115 US-Dollar je Barrel eingependelt. Aus heutiger Sicht ist vor dem Hintergrund der gedämpften Wachstumserwartungen für die Weltwirtschaft davon auszugehen, dass der Rohölpreis auf hohem Niveau relativ stabil bleiben wird, dafür deutliche Erhöhungen der Preise abgesehen von nicht vorhersagbaren politischen Ursachen wie beispielweise einer Eskalation des Atomstreits mit dem Iran im Jahr 2012 die Impulse fehlen. Im Wärmemarkt ist nach der zurückhaltenden Nachfrage der vergangenen zwei Jahre von einem gewissen Nachholbedarf auszugehen. Die BayWa rechnet im Jahr 2012 mit einem über dem Vorjahr liegenden Absatzvolumen. Allerdings geht das opportunistische Orderverhalten der Verbraucher zu Lasten der operativen Marge. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2012 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend regen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse verzeichnen können. Im Kraftstoffgeschäft ist aufgrund des weiterhin hohen Preisniveaus mit einem etwas geringeren Absatzvolumen zu rechnen. Positiv wirken sich für die BayWa die abgeschlossene Modernisierung des Tankstellennetzes sowie der Absatz zusätzlicher Produkte wie des AdBlue-Kraftstoffs für Lkws und von Autogas aus. Im Schmierstoffgeschäft kann eine stabile Entwicklung bei Absatz und Umsatz erwartet werden. Über alle Produktbereiche hinweg werden der Umsatz und das Ergebnis im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2012 voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Die Strategie, innerhalb und außerhalb des bestehenden Vertriebsgebiets durch Übernahmen und Kooperationen zu wachsen, wird unverändert fortgeführt. Längerfristig sind aufgrund der erheblichen Preisschwankungen und der Abhängigkeit des Absatzes insbesondere von Witterungseinflüssen Prognosen nur eingeschränkt möglich.

Im Bereich der regenerativen Energien hat die BayWa ihren strategischen Wachstumskurs durch Kombination von organischem Wachstum und Akquisitionen im Jahr 2011 fortgesetzt. Darüber hinaus wirkt sich auch die Breite der Aktivitäten vom Handel über die Projektierung bis hin zum Verkauf fertiggestellter und im Betrieb getesteter Anlagen sowie deren Wartung stabilisierend auf das Geschäftsmodell aus. Nachdem in den zurückliegenden drei Jahren der Schwerpunkt auf dem Wachstum durch Akquisitionen lag, wird sich der Fokus in den Jahren 2012 und 2013 auf das organische Wachstum verlagern. Im Geschäft mit Solaranlagen ist in Deutschland für die Jahre 2012 und 2013 aufgrund der deutlich über den Planungen liegenden Installationen im Jahr 2011 mit einer signifikanten Reduzierung der Fördermaßnahmen zu rechnen. Auch in Italien und Spanien werden angesichts der angespannten Haushaltslage Kürzungen oder sogar die völlige Einstellung der Förderungen vorgenommen. Daraus wird ein erheblicher Rückgang des Absatzvolumens bei Photovoltaikanlagen resultieren. Diese Rahmenbedingungen will die BayWa nutzen, um ihren Marktanteil zu erhöhen und gegebenenfalls Wettbewerber zu verdrängen.

In Summe ist für das Segment Energie sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis mit weiteren Zuwächsen in den Jahren 2012 und 2013 zu rechnen.

Ausblick Segment Bau

Im Segment Bau sind mit Wirkung zum 1. Januar 2012 ausschließlich die Aktivitäten des Baustoff-Fachhandels enthalten. Der Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Segments wird sich daher im Jahr 2012 um die auf das Bau & Gartenmarktgeschäft entfallenden Beiträge des Jahres 2011 vermindern. Für das Baustoffgeschäft ist in den Jahren 2012 und 2013 aufgrund der geringen Wachstumsdynamik der deutschen und österreichischen Bauwirtschaft nur mit moderaten Zuwächsen zu rechnen. Beim Ergebnis wird der Baustoff-Fachhandel nachdem im Jahr 2011 erstmals die Kapitalkosten wieder erwirtschaftet wurden voraussichtlich einen positiven Wertbeitrag erwirtschaften können. Die Basis hierfür wird durch das „Projekt 2015" gelegt. Ein Schwerpunkt des Projekts besteht in der Einrichtung einer neuen Spartenorganisation mit 16 anstatt bislang 12 Sparten. Darauf aufsetzend erfolgen der Aufbau einer Logistik- und Beschaffungsorganisation, die sich an der neuen Spartenorganisation ausrichtet, sowie die Zusammenfassung der Verteilstandorte, um durch Optimierung und zentrale Steuerung der Lagerprozesse unnötige Umlagerungen zu vermeiden. Weitere wichtige Bausteine sind beispielsweise die Verbesserung der Einkaufsprozesse, die Reduzierung der Kostenumlagen und der verstärkte Einsatz von Eigenmarken zur Steigerung des Umsatzes und zur Verbesserung der Marge. Bereits im Jahr 2012 dürften diese Maßnahmen einen Beitrag zur Ergebnissteigerung erbringen, dem allerdings noch die Kosten der Umsetzung gegenüberstehen. In den Folgejahren soll sich das Ergebnis durch sukzessiven Wegfall der Umsetzungskosten weiter verbessern.

Ausblick für die BayWa AG

Das Geschäftsjahr 2012 steht bei der BayWa nach den zahlreichen Akquisitionen der Vorjahre im Zeichen der Konsolidierung und der Integration der zahlreichen Gesellschaften in Einheiten, die am Markt schlagkräftig agieren und die vorhandenen Potenziale optimal nutzen. Auf der Basis der erwarteten Entwicklung in den Sparten wird der Umsatz der BayWa AG, ohne Berücksichtigung des Umsatzes der Bau & Gartenmärkte, im Jahr 2012 voraussichtlich das hohe Niveau des Vorjahres mindestens wieder erreichen. Im Segment Agrar werden Umsatz und Ergebnis aus dem Agrarhandel und der Technik gegenüber dem Jahr 2011 etwas geringer ausfallen. Diese Rückgänge werden allerdings durch die Ausweitung der Aktivitäten im Obstgeschäft mehr als ausgeglichen. Für das Segment Energie rechnet die BayWa mit stabilen Umsatz- und Ergebnisbeiträgen. Dabei werden Rückgänge im klassischen Energiegeschäft durch Wachstum im Bereich der regenerativen Energien kompensiert. Im Baustoff-Fachhandel dürften Umsatz und Ergebnis sich moderat verbessern.

Die BayWa AG wird somit insgesamt das im Jahr 2011 erreichte gute Ergebnis aus dem operativen Geschäft stabilisieren und bei günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte werden sich im Jahr 2012 in etwa auf dem Niveau der Jahre 2010 und 2011 bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Darüber hinaus stehen zur mittel- und langfristigen Finanzierung Schuldscheindarlehen mit Laufzeiten von 5 und 7 Jahren zur Verfügung.

Die Entwicklung der BayWa AG über das Jahr 2012 hinaus wird im Wesentlichen von der weiteren Stärkung ihrer operativen Aktivitäten getragen. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau wird die BayWa auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Der Fokus wird für die Jahre 2012 und 2013 allerdings auf dem organischen Wachstum liegen.

Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen und eine Steigerung der operativen Ergebnisse auch im Jahr 2013 fortzusetzen.

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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in Mio. Euro Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 6,941 5,926
Sachanlagen (2) 537,862 402,523
Finanzanlagen (3) 300,001 333,639
844,804 742,088
Umlaufvermögen
Vorräte (4) 713,116 649,354
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (5) 569,559 493,099
Flüssige Mittel (6) 13,351 6,200
1.296,026 1.148,653
Rechnungsabgrenzung (7) 1,737 2,073
Aktive latente Steuern (8) 26,404 16,876
Summe Aktiva 2.168,971 1.909,690
Passiva
in Mio. Euro Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital (9)
Gezeichnetes Kapital 87,921 87,612
Nennbetrag eigener Anteile -0,050 -0,050
Ausgegebenes Kapital 87,871 87,562
Kapitalrücklage 58,774 57,041
Gewinnrücklagen 324,061 318,025
Bilanzgewinn 20,534 17,052
491,240 479,680
Sonderposten mit Rücklageanteil (10) 7,627 10,605
Rückstellungen (11) 412,207 397,210
Verbindlichkeiten (12) 1.257,887 1.022,154
Rechnungsabgrenzung 0,010 0,041
Summe Passiva 2.168,971 1.909,690

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

BayWa AG, München

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in Mio. Euro Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse (13) 5.415,867 4.781,890
Bestandserhöhung 0,299 9,810
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,893 0,914
Sonstige betriebliche Erträge (14) 81,544 78,537
Gesamtleistung 5.498,603 4.871,151
Materialaufwand -4.640,403 -4.075,100
Rohergebnis 858,200 796,051
Personalaufwand (15) -472,530 -445,818
Abschreibungen -46,958 -50,825
Sonstige betriebliche Aufwendungen (16) -252,148 -243,296
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 86,564 56,112
Finanzergebnis (17) -7,965 -4,528
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 78,599 51,584
Außerordentliches Ergebnis (18) -38,751 -51,892
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (19) -9,271 5,254
(Vorjahr: Steuerertrag)
davon latente Steuern: +9,528 Mio. Euro (Vorjahr: 15,047 Mio. Euro)
Sonstige Steuern -4,018 -3,692
Jahresüberschuss 26,559 1,254
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen –,––– 15,798
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 6,025 –,–––
Bilanzgewinn 20,534 17,052

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der BayWa AG wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Anwendung der durch das BilMoG geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010.

Mit Wirkung zum 31. März 2011 sind die Vermögensgegenstände und Schulden der „KIRKA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG” (kurz: KIRKA) im Wege der Anwachsung auf die BayWa AG übergegangen. Die Zahlen des Berichtsjahres sind daher teilweise nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die Vermögensgegenstände betreffen Grundstücke (117,828 Mio. Euro), Forderungen (0,081 Mio. Euro) und Guthaben bei Kreditinstituten (0,767 Mio. Euro). Die Schulden betreffen Rückstellungen (0,068 Mio. Euro) und Verbindlichkeiten (0,746 Mio. Euro) gegenüber Dritten. Verbindlichkeiten in Höhe von 153,210 Mio. Euro bestanden gegenüber der BayWa AG und sind mit der Anwachsung untergegangen. Die zum Zeitpunkt der Anwachsung bei der KIRKA bestehenden nicht durch Vermögenseinlage gedeckten Verlustanteile und Entnahmen des Kommanditisten in Höhe von 35,348 Mio. Euro führen unter Berücksichtigung des bei der BayWa AG bis zur Anwachsung bilanzierten Buchwerts an der Beteiligung in Höhe von 0,008 Mio. Euro zu einem Anwachsungsverlust in Höhe von 35,356 Mio. Euro, der unter dem außerordentlichen Aufwand ausgewiesen wird.

Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist bzw. bei Barverkäufen mit Übergang des Eigentums. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen.

Die BayWaAG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie stellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Angaben gemäß § 315a HGB, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, auf.

Währungsumrechnung

Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

Erläuterung der Bilanz

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

Die betriebliche Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf 15 Jahre geschätzt. Diese Schätzung basiert auf der Dauer der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how sowie der Art und voraussichtlichen Bestandsdauer des erworbenen Unternehmens. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Unter der Position „Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte” ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht aktiviert.

(2) Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Investitionszuschüsse mindern die Zugänge. Gebäude werden linear abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe entsprechend der individuell geschätzten voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben.

Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen im Wert bis 150,00 Euro werden nicht aktiviert, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Vermögensgegenstände im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden gleichmäßig über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt.

Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfallen auf:

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Planmäßige Abschreibungen 43,980 42,258
§ 6b EStG (Reinvestition) 2,978 8,567
46,958 50,825

In Höhe von 2,978 Mio. Euro wurde der nach § 6b EStG in Vorjahren gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil im Berichtsjahr auf Neuinvestitionen im Bereich Sachanlagevermögen übertragen.

(3) Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. würde im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

In den Finanzanlagen ist eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft zu einem Buchwert von 9,245 Mio. Euro bilanziert. Aufgrund des Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 beläuft sich der beizulegende Zeitwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2011 auf 7,161 Mio. Euro. Eine außerplanmäßige Abschreibung wurde nicht vorgenommenen, da es sich hierbei um übliche Wertschwankungen handelt und nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird. Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage zum Anhang) verwiesen.

Anlagengitter der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2011

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2011 Zugänge Fusionen Abgänge Umbuchungen 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4,911 1,374 –,––– 0,307 0,417 6,395
2. Firmenwert 7,818 0,296 –,––– –,––– –,––– 8,114
3. Geleistete Anzahlungen 0,448 0,337 –,––– 0,031 -0,417 0,337
13,177 2,007 –,––– 0,338 –,––– 14,846
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 846,750 23,297 167,198 43,680 7,603 1.001,168
2. Technische Anlagen und Maschinen 307.964 12,911 –,––– 9,726 6,040 317,189
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 225,687 22,064 –,––– 20,248 0,505 228,008
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15,328 15,138 –,––– 0,257 -14,148 16,061
1.395,729 73,410 167,198 73,911 –,––– 1.562,426
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 157,503 80,123 –,––– 1,056 –,––– 236,570
2. Beteiligungen 77,834 0,145 –,––– 4,865 –,––– 73,114
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 108,948 –,––– -108,948 –,––– –,––– –,–––
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,976 0,500 –,––– –,––– –,––– 1,476
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 –,––– –,––– –,––– –,––– 0,186
6. Geleistete Anzahlungen –,––– 0,446 –,––– –,––– –,––– 0,446
345,447 81,214 -108,948 5,921 –,––– 311,792
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.754,353 156,631 58,250 80,170 –,––– 1.889,064
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in Mio. Euro Abschreibungen
1.1.2011 Fusionen lfd. Jahr Abgang Zuschreibung 31.12.2011
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4,469 –,––– 0,504 0,307 –,––– 4,666
2. Firmenwert 2,782 –,––– 0,457 –,––– –,––– 3,239
3. Geleistete Anzahlungen –,––– –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
7,251 –,––– 0,961 0,307 –,––– 7,905
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 557,730 40,739 20,399 27,832 –,––– 591,036
2. Technische Anlagen und Maschinen 266,280 –,––– 8,803 9,146 –,––– 265,937
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169,196 –,––– 16,795 18,400 –,––– 167,591
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau –,––– –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
993,206 40,739 45,997 55,378 –,––– 1.024,564
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11,790 –,––– –,––– –,––– –,––– 11,790
2. Beteiligungen 0,016 –,––– –,––– 0,017 –,––– -0,001
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht –,––– –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,002 –,––– –,––– –,––– –,––– 0,002
5. Sonstige Ausleihungen –,––– –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
6. Geleistete Anzahlungen –,––– –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
11,808 –,––– –,––– 0,017 –,––– 11,791
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 1.012,265 40,739 46,958 55,702 –,––– 1.044,260
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in Mio. Euro Buchwerte
31.12.2011 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1,729 0,442
2. Firmenwert 4,875 5,036
3. Geleistete Anzahlungen 0,337 0,448
6,941 5,926
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 410,132 289,020
2. Technische Anlagen und Maschinen 51,252 41,684
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 60,417 56,491
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16,061 15,328
537,862 402,523
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 224,780 145,713
2. Beteiligungen 73,115 77,818
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht –,––– 108,948
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1,474 0,974
5. Sonstige Ausleihungen 0,186 0,186
6. Geleistete Anzahlungen 0,446 –,–––
300,001 333,639
Summe Anlagevermögen der BayWa AG 844,804 742,088

(4) Vorräte

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2,189 1,979
Unfertige Leistungen 21,021 20,722
Waren 670,538 607,085
Geleistete Anzahlungen 19,368 19,568
713,116 649,354

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (first-in-first-out) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zu Nominalwerten.

(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 204,313 212,961
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (2,432) (2,073)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 238,833 141,799
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (–,–––) (–,–––)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 18,247 11,481
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (–,–––) (–,–––)
Sonstige Vermögensgegenstände 108,166 126,858
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (19,959) (20,866)
569,559 493,099

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung für Ausfallrisiken gebildet.

Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation(ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 113,732 Mio. Euro (Vorjahr: 79,942 Mio. Euro).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,586 Mio. Euro (Vorjahr: 8,687 Mio. Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 15,043 Mio. Euro (Vorjahr: 6,588 Mio. Euro).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften, Forderungen aus Grundstücksverkäufen und Steuerforderungen.

(6) Flüssige Mittel

Die Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu ihrem Nennbetrag angesetzt.

(7) Rechnungsabgrenzung

Unter dieser Position werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

(8) Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus immateriellen Vermögen (0,74.0 Mio. Euro), Sachanlagen (3,469 Mio. Euro), Anteilen an verbundene Unternehmen (1,090 Mio. Euro), Vorräten (1,720 Mio. Euro), sonstigen Vermögensgegenständen (0,017 Mio. Euro) und Rückstellungen (19,549 Mio. Euro).

Passive latente Steuern resultieren aus Sachanlagen (0,571 Mio. Euro) und Beteiligungen (0,076 Mio. Euro).

Unsaldiert ergibt sich hieraus eine Summe von 27,051 Mio. Euro aktiven sowie 0,647 Mio. Euro passiven latenten Steuern. Nach Saldierung verbleibt ein aktivischer Überhang in Höhe von 26,404 Mio. Euro.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 28,18 Prozent. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung in Höhe von 26,404 Mio. Euro wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Berichtsjahr aktiviert.

Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den nachfolgenden Abschnitt 9 des Anhangs verwiesen.

(9) Eigenkapital

Das Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt:

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Stückaktien Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Gesamt
Anzahl in Mio. Euro in Mio. Euro in Mio. Euro in Mio. Euro in Mio. Euro
Stand 01.01.2011 34.223.231 87,612 57,041 318,025 17,052 479,730
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 –,––– –,––– 6,036 – 6,036 –,–––
Einstellung in Gewinnrücklagen gemäß BilMoG 0 –,––– –,––– –,––– –,––– –,–––
Dividende 0 –,––– –,––– –,––– -17,042 -17,042
Mitarbeiteraktien (inkl. Agio) 120,789 0,309 1,733 –,––– –,––– 2,042
Jahresüberschuss 0 –,––– –,––– –,––– 26,560 26,560
Stand 31.12.2011 34.344.020 87,921 58,774 324,061 20,534 491,290
nachrichtlich:
Absetzung eigene Anteile 19,500 -0,050 -0,050
87,871 491,240

Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2011 eingeteilt in 34.344.020 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 32.979.980 vinkulierte und 120.789 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2012 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien.

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 87.920.691,20 Euro. Die Ausgabe von 120.789 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 309.219,84 Euro) im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aus dem Genehmigten Kapital. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wurde der Nennbetrag der eigenen Aktien im Berichtsjahr vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt.

Die Kapitalrücklage stammt mit 58,774 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 324,061 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro (Vorjahr: 4,435 Mio. Euro) auf die gesetzliche Rücklage und 319,626 Mio. Euro (Vorjahr: 313,590 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Die Hauptversammlung hat am 15. Juni 2011 beschlossen, 0,011 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden 6,025 Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss 2011 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Am 31. Dezember 2011 hat die Gesellschaft - unverändert zum Vorjahr -19,500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die Anschaffungskosten betragen 0,113 Mio. Euro. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wird der Nennbetrag der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2011 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Nennbetrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden.

Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der ausschüttungsgesperrte Teil beträgt 26,4.04 Mio. Euro (bezüglich der Ermittlung vgl. Anhangangabe 8).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011).

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.696.151,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des § 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2010).

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2008 des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ebenfalls in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2008).

Erhaltene Mitteilungen über Beteiligungen

Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der KORMUS Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X:

„Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15,10, 5, und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt.

Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden.”

Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 14.3.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg. Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 14.3.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 14.3.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien reg. Gen.m.b.H über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4.006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht.

Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.

(10) Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG) nach § 247 Abs. 3 HGB a.F. in Verbindung mit § 273 HGB a.F. wurde gemäß dem Wahlrecht in Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten.

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Sonderposten mit Rücklageanteil 7,627 10,605

Im Berichtsjahr erfolgte eine Übertragung auf Neuinvestitionen im Bereich Sachanlagevermögen in Höhe von 2,978 Mio. Euro.

(11) Rückstellungen

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 307,523 304,318
Steuerrückstellungen 15,338 11,587
Sonstige Rückstellungen 89,346 81,305
412,207 397,210

Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 21,506 Mio. Euro (Vorjahr: 19,259 Mio. Euro).

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei sind Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3 Prozent p.a., eine Fluktuation mit 4,5 Prozent p.a sowie die 3-jährige Rentenanpassung mit 3,5 Prozent entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins) gemäß RückAbzinsV, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt zum 31. Dezember 2011 5,14 Prozent. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 54,322 Mio. Euro; im Berichtsjahr wurde der zum 31. Dezember 2010 festgeschriebene verbleibende Unterschiedsbetrag in Höhe von 3,621 Mio. Euro (1/15 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB) den Rückstellungen zugeführt, wodurch zum Stichtag keine Unterdeckung mehr gegeben ist. Der Aufwand aus der Zuführung wird unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und möglichen steuerlichen Risiken.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent berücksichtigt. Für die Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen wurde ein Gehaltstrend von 3,0 Prozent p.a. sowie die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Bei einer nicht genau bestimmbaren unterjährigen Fälligkeit wird eine Fälligkeit zum 31. Dezember unterstellt und dementsprechend für diese Restlaufzeit der entsprechende Zinssatz für die Abzinsung verwendet. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2011 je nach Restlaufzeit 3,94 Prozent bis 5,22 Prozent; für die Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen wurde einheitlich ein Zinssatz von 5,14 Prozent verwendet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten sowie Drohverlustrückstellungen.

Bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken ausreichend berücksichtigt.

(12) Verbindlichkeiten

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Anleihen 130,000 49,300
(davon konvertibel) (–,–––) (–,–––)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 667,524 558,432
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39,790 32,936
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283,898 256,004
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,037 0,142
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105,741 111,489
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5,228 1,100
Sonstige Verbindlichkeiten 25,669 12,751
(davon aus Steuern) (9,249) (1,308)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (3,419) (496)
1.257,887 1.022,154

Die Anleihen betreffen ein von der BayWa AG aufgelegtes Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 300,000 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag waren Commercial Papers in Höhe von 130,000 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 31 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 1,85 Prozent begeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen ein Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen sowie zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,000 Mio. Euro mit zwei endfälligen Tranchen.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

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in Mio. Euro bis 1 Jahr über 5 Jahre
2011 2010 2011 2010
Anleihen 130,000 49,300 –,––- –,–––
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 242,264 357,377 178,615 70,637
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39,790 32,936 –,––– –,–––
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 283,693 254,103 0,025 –,–––
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und aus der Ausstellung eigener Wechsel 0,037 0,142 –,––– –,–––
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 24,420 27,575 81,322 83,914
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5,228 1,100 –,––– –,–––
Sonstige Verbindlichkeiten 25,669 12,740 –,––– –,–––
751,101 735,273 259,962 154,551

Im Berichtsjahr bestehen keine Sicherheiten. Im Vorjahr bestanden grundpfandrechtlich gesicherte Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3,441 Mio. Euro.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 81,322 Mio. Euro (Vorjahr: 83,914 Mio. Euro) sowie weitere Darlehensverpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,037 Mio. Euro (Vorjahr: 0,627 Mio. Euro).

Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Haftungsverhältnisse

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in Mio. Euro 31.12.2011 31.12.2010
Wechselobligo 4,212 4,402
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)
Bürgschaften 22,449 15,462
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (13,301) (6,978)
Gewährleistungen 186,274 75,369
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (100,374) (10,611)
Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter –,––– –,–––
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)

Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt.

Die BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden. Eine Passivierung erfolgt daher nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation(ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 113,732 Mio. Euro (Vorjahr: 79,942 Mio. Euro).

Durch die ABS-Maßnahme wird die Finanzierungsstruktur des Unternehmens durch den Zufluss von Liquidität verbessert.

Die BayWa AG hat - zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns - auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT-Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u.a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zurzeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 22,0 Mio. Euro.

Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 26 Jahren in Höhe von derzeit 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu vier Jahren in Höhe von derzeit 5,634 Mio. Euro (Vorjahr: 3,481 Mio. Euro). Die Anmietung reduziert im Vergleich zum Erwerb des Eigentums die Kapitalbindung. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben.

Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro).

Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen.

Derivative Finanzinstrumente

Am Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:

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Art in Mio. Euro Nominalwert Zeitwert
Zinssicherungen
Swaps 15,000 -0,409
Caps 235,000 0,357
Währungskurssicherungen
Termingeschäft
Call CAD 0,054 0,003
Call USD 0,414 0,046
Put USD 0,807 -0,100
USD 0,477 -0,020

Die Bewertung der Derivate erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem Libor-Market-Model.

Die Bewertung der Caps erfolgt anhand Bewertungsmodelle wie beispielsweise der Barwertmethode oder Optionspreismodelle.

Im Falle eines negativen Zeitwerts zum 31. Dezember 2011 erfolgt eine Berücksichtigung durch die Bilanzierung einer Drohverlustrückstellung.

Der Zeitwert der übrigen Finanzinstrumente wurde anhand von Börsennotierungen, Referenzkursen (zum Beispiel EZB-Referenzkursen) oder anerkannten Berechnungsmodellen ermittelt.

Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung

(13) Umsatzerlöse

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in Mio. Euro 2011 2010
Agrar 2.600,230 2.240,680
Bau 1.565,081 1.442,447
Energie 1.250,556 1.098,763
Sonstige Aktivitäten –,––– –,–––
5.415,867 4.781,890

Von den Umsätzen entfallen 94,4 Prozent (Vorjahr: 95,0 Prozent) auf das Inland sowie 5,6 Prozent (Vorjahr: 5,0 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa.

(14) Sonstige betriebliche Erträge

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in Mio. Euro 2011 2010
Gewinne aus Anlagenabgängen *) 24,205 15,008
Auflösung von Rückstellungen *) 5,872 3,508
Mieterträge 17,297 21,367
Übrige Erträge **) 34,170 38,654
81,544 78,537

*) periodenfremd
**) davon periodenfremd: 0,776 Mio. Euro (Vorjahr: 1,577 Mio. Euro)

Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen, unter anderem eine Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 2,978 Mio. Euro aus der Übertragung der § 6b EStG-Rücklage auf Neuinvestitionen.

Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten.

(15) Personalaufwand

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in Mio. Euro 2011 2010
Löhne und Gehälter 386,843 370,020
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 75,869 71,802
Aufwendungen für Altersversorgung 9,818 3,996
472,530 445,818

Anzahl der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter

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2011 2010
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 10,637 10,609
davon:
Angestellte 7,477 7,353
Arbeiter 3,160 3,256

(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. Euro 2011 2010
Verluste aus Anlagenabgängen *) 2,919 1,802
Aufwendungen im Delkrederebereich 4,418 4,443
Kosten für Energie 19,712 19,712
Fuhrpark 39,820 34,909
Instandhaltung/Entsorgung/Altlasten/Abbruch 32,482 25,392
Mieten 24,244 36,327
EDV 28,543 28,031
Post- und Fernmeldegebühren 6,938 6,405
Versicherungen 4,782 4,431
Werbung/Spesen/Provisionen 34,616 28,488
Übrige Aufwendungen 53,674 53,356
252,148 243,296

*) periodenfremd

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken.

In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen.

(17) Finanzergebnis

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in Mio. Euro 2011 2010
Erträge aus Beteiligungen und aus Geschäftsguthaben 12,794 12,449
(davon aus verbundenen Unternehmen) (7,741) (6,265)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5,501 3,172
(davon aus verbundenen Unternehmen) (5,501) (3,172)
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1,582 6,132
(davon aus verbundenen Unternehmen) (–,–––) (–,–––)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8,672 4,575
(davon aus verbundenen Unternehmen) (7,313) (3,092)
Abschreibungen auf Finanzanlagen –,––– –,–––
Aufwendungen aus Verlustübernahme –,––– –,–––
(davon an verbundene Unternehmen) (–,–––) (–,–––)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36,514 -30,856
(davon an verbundene Unternehmen) (-2,361) (-1,785)
-7,965 -4,528

Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 15,704 Mio. Euro (Vorjahr: 19,130 Mio. Euro) auf Zinsaufwand aus Aufzinsung von Rückstellungen. Der Zinsertrag beinhaltet 0,028 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) Zinsertrag aus Abzinsung.

(18) Außerordentlicher Aufwand = außerordentliches Ergebnis

Der außerordentliche Aufwand des Berichtsjahres (38,751 Mio. Euro; Vorjahr: 51,892 Mio. Euro) resultiert in Höhe von 35,356 Mio. Euro aus der Anwachsung der KIRKA GmbH & Co. KG, Grünwald, (vgl. S. 1 des Anhangs - Allgemeine Angaben) und auf die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen entfallen 3,621 Mio. Euro. Aus der Anwachsung der IPV GmbH & Co. KG, München, entstand ein Gewinn von 0,226 Mio. Euro.

(19) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen neben einem Ertrag aus der Aktivierung latenter Steuern (9,528 Mio. Euro) im Wesentlichen Aufwendungen aus Gewerbe- sowie Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag für das Berichtsjahr sowie 2,713 Mio. Euro für Vorjahre.

Sonstige Angaben

Organe

Mitglieder des Aufsichtsrats

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender)

DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg

Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg

Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg

Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt a. M. (Verwaltungsrat)

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden

Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender)

Ernst Kauer

Dipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale

Generalanwalt Ök: Rat Dr. Christian Konrad

Stellvertretender Vorsitzender,

Obmann der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN reg.Gen.m.b.H., Wien

Weitere Mandate:

AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender)

DO & CO Restaurants & Catering AG, Wien

LEIPNIK LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender)

RAIFFEISENLANDESBANK NIEDERÖSTERREICH-WIEN AG, Wien (Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender)

Saint Louis Sucre S.A., Paris

Siemens AG Österreich, Wien (stellvertretender Vorsitzender)

Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender)

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender)

Georg Fischer

Landmaschinenmechanikermeister

Dr. E. Hartmut Gindele

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Dr. h. c. Stephan Götzl

Verbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Weitere Mandate:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stellvertretender Vorsitzender)

DVB Bank SE, Frankfurt a M.

SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach

Otto Kentzler

Dipl.-Ing., Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Weitere Mandate:

Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn

Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg

Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender)

Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender)

SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund (stellvertretender Vorsitzender)

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund (stellvertretender Vorsitzender)

Peter König

Gewerkschaftssekretär ver.di, Bayern

Stefan Kraft M.A.

Landesfachsekretär ver.di, Bayern

Erna Kurzwarth

Leiterin Regionales Verwaltungszentrum der BayWa AG

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mandate:

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender)

Albrecht Merz

Vorstand der DZ Bank AG

Weitere Mandate:

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender)

VR-LEASING AG, Eschborn

Gunnar Metz

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG

Gregor Scheller

Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG

Weitere Mandate:

COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender)

FIDUCIA IT AG, Karlsruhe (Vorsitzender)

R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden

Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, Forchheim (Vorsitzender)

Werner Waschbichler

Betriebsleiter Logistik

Bernhard Winter

Leiter Rechnungsprüfung Agrar

Mitglieder des Genossenschaftlichen Beirats

Wolfgang Eckert

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank eG

Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der Satzung

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mitglieder

Wolfgang Altmüller

Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG

Dietmar Berger

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes e.V.

Franz Breiteneicher

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land

Albert Dreß

MdEP

Günter Dreher (bis 31.05.2011)

Dipl.-Verw.-Wiss., Mitglied des Vorstands der Augusta-Bank eG (bis 04.05.2011)

Martin Empl

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Manfred Geyer

Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank

Erhard Gschrey

Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.

Lorenz Hebert (bis 31.07.2011)

Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG (bis 31.07.2011)

Lothar Hertzsch

Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Landwirt

Franz-Xaver Hilmer (seit 01.08.2011)

Direktor der Raiffeisenbank Straubing eG

Karl Hippeli

Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Ochsenfurt eG

Konrad Irtel

Sprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG

Martin Körner

Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer

Franz Kustner

Landwirt

Alois Pabst

Landwirt

Hans Paulus

Dipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Josef Raffelsberger

Landwirt

Joachim Rukwied

Dipl.-Ing. (FH), Präsident des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg e.V.

Hermann Schultes

Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes- Landwirtschaftskammer, Landwirt

Gerd Sonnleitner

Präsident des Deutschen Bauernverbandes und des Bayerischen Bauernverbandes und des Europäischen Bauernverbandes

Ludwig Spanner

Landwirt

Wolfgang Vogel

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbandes e.V.

Thomas Wirth (seit 01.08.2011)

Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Maximilian Zepf

Dipl.-Betriebswirt, Vorstand der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG

Mitglieder des Vorstands

Klaus Josef Lutz

(Vorstandsvorsitzender)

PR/Unternehmenskommunikation, Konzernrevision, Konzernmarketing, Corporate Business Development, Konzern-Risikomanagement, Segment Bau, Personal und Obere Führungskräfte

Externe Mandate:

Eramon AG, Gersthofen

Euro Pool System International B.V., Rijswijk

Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg

MAN Nutzfahrzeuge AG, München

VK Mühlen AG, Hamburg (Vorsitzender)

Konzernmandate:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stellvertretender Vorsitzender)

„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (Vorsitzender)

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München

Klaus Buchleitner

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien

Externes Mandat:

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien

Konzernmandate:

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha (1. stellvertretender Vorsitzender)

„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

Andreas Helber

Finanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Zentrales Controlling, Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren

Externes Mandat:

R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden (seit 22.06.2011)

Konzernmandate:

Eurogreen Schweiz AG, Zuchwil (Präsident des Verwaltungsrats)

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 04.05.2011 Mitglied, seit 04.05.2011 3. stellvertretender Vorsitzender)

„UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt

WKN USA LLC, San Diego (seit 29.08.2011 Mitglied des Board of Directors)

Dr. Josef Krapf

Agrar, Obst

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandat:

RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (seit 04.05.2011)

Roland Schuler

Energie, Technik, BayWa r.e, Koordination Region Württemberg

Externes Mandat:

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt

Konzernmandate:

BayWa r.e. USA LLC, Santa Fe (seit 06.12.2011 Vorsitzender des Board of Directors)

RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (Vorsitzender)

WKN USA LLC, San Diego (seit 29.08.2011 Mitglied des Board of Directors)

Ressortverteilung, Stand: 31.12.2011

Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 9. November 2011 die jährliche Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft auf der Internethomepage http://ir.baywa.de/corporate-governance/entsprechenserklaerung/ zugänglich gemacht.

Organbezüge

Die Vergütungen des Beirats betragen 0,084 Mio. Euro (Vorjahr: 0,083 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,538 Mio. Euro (Vorjahr: 0,464 Mio. Euro), die des Vorstands auf 4,288 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4.31 Mio. Euro).

An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,209 Mio. Euro (Vorjahr: 3,259 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 39,579 Mio. Euro (Vorjahr: 39,152 Mio. Euro) ausgewiesen.

Die verbleibende Unterdeckung aus der BiIMoG-Umstellung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 0,588 Mio. Euro ist im Berichtsjahr den Rückstellungen zugeführt worden.

In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2011 weist einen Bilanzgewinn von 20.533.938,60 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

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Gewinnverwendung
0,60 Euro Dividende pro Stückaktie 20.533.938,60 Euro

Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

 

München, den 28. Februar 2012

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Dr. Josef Krapf

Andreas Helber

Roland Schuler

Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2011

Unmittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
„UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich 51,1 2011 TEUR 45.902 5.165
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, Ahaus 100,0 2011 TEUR -184 -663
Bayerische Futtersaatbau GmbH, Ismaning 72,7 2011 TEUR 3.247 666
BayWa Assekuranz-Vermittlung GmbH, München 100,0 2010 TEUR 105 79
BayWa Bau-&Gartenmärkte GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR 7 -3
BayWa BGM Verwaltungs GmbH, München 100,0 2011 TEUR 24 -1
BayWa CS GmbH, München 100,0 2011 TEUR 2.420 7
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München 100,0 2011 TEUR 2.014 -986
BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München 100,0 2011 TEUR 10.260
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0 2011 TEUR 52
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0 2010 TEUR 2.192 -142
BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár, Ungarn THUF 682.013 -39.696
BayWa InterOil MineralölhandelsgesellschaftmbH, München 100,0 2010 TEUR 58
BayWa-Lager und Umschlags GmbH, München 100,0 2010 TEUR 27
BayWa r.e GmbH, München 100,0 2011 TEUR 122.968 79
BayWa-Tankstellen-GmbH, München 100,0 2011 TEUR 500 177
BayWa Vorarlberg Handels GmbH, Lauterach, Österreich 51,0 2011 TEUR 10.346 1.252
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach 100,0 2011 TEUR 1.239 830
bs Baufachhandel Brands & Schnitzler Verwaltungs-GmbH, Mönchengladbach 100,0 2011 TEUR 27
CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg 90,0 2011 TEUR 4.195 -2.540
CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, München 90,0 2011 TEUR 1.892 -1.309
Claas Südostbayern GmbH, Töging (ehemals München) 90,0 2011 TEUR 122 -685
CLAAS Württemberg GmbH, Langenau 4) 80,0 2011 TEUR 1.137 -1.304
Diermeier Energie GmbH, Straubing 100,0 2011 TEUR -354 -598
Donau-TanklagergesellschaftmbH, Deggendorf 100,0 2010 TEUR -16 2
DRWZ-BeteiligungsgesellschaftmbH, München 64,3 2011 TEUR 1.226 -2
Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg 100,0 2011 TEUR 186 222
GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0 2010 TEUR 32 3
IFS S.r.l., Bozen, Italien 51,0 2011 TEUR 63 -127
Immobilia plus s.r.o., Choceň, Tschechische Republik 100,0 2011 TEUR 859 75
Immobilia plus s.r.o., Choceň, Tschechische Republik TCZK 22.163 1.854
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0 2010 TEUR -3.141 -38
Karl Theis GmbH,München 100,0 2010 TEUR -1.615 -167
LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf 90,0 2011 TEUR 2.201 198
MD-Betriebs-GmbH, München 90,0 2010 TEUR 25
NOB-Betriebs-GmbH, München 90,0 2010 TEUR 25
Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 85,0 2011 TEUR 55 655
Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck 52,0 2011 TEUR 334 34
r.e Bioenergie Betriebs GmbH, Regensburg (ehemals Aufwind Biogas Betriebsgesellschaft mbH, München) 100,0 2011 TEUR 28 3
Süd-Treber Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,0 2011 TEUR 205 231
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0 2011 TEUR 709 184
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart 100,0 2011 TEUR 2.000 5.009
Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld 100,0 2011 TEUR 2.560 928
Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld 100,0 2011 TEUR 304 54
ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München 100,0 2011 TEUR 371 67

Unmittelbare und mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
über BayWa AG, München, „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, und BayWa Vorarlberg Handels GmbH, Lauterach
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 1) 50,0 2011 TEUR 225.559 17.623
über BayWa AG, München, und RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0 2011 TEUR 977 918
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München 100,0 2011 TEUR 3.213 2.031
über BayWa AG, München, Raiffeisen-Kraftfutterwerke Süd, Würzburg, und RI-Solution GmbH, München
Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH, München 100,0 2011 TEUR 81.322 -2.592
über BayWa AG, München, und BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0 2011 TEUR 1.295 397
über BayWa AG, München, und Donau-Tanklagergesellschaft mbH, Deggendorf
DTL Donau-Tanklagergesellschaft mbH & Co. KG, Deggendorf 100,0 2010 TEUR 153 35
über BayWa AG, München, und GVB Verwaltungsgesellschaft mbH, München
GVB Grundstücksverwaltungs- und Beteiligungs GmbH & Co. KG,
München 100,0 2010 TEUR 10.498 613
über BayWa AG, München, und RWA International Holding GmbH, Wien
BOR s.r.o., Choceň, Tschechische Republik 92,8 2011 TEUR 4.331 277
BOR s.r.o., Choceň, Tschechische Republik TCZK 111.744 6.813

Mittelbare Beteiligung an verbundenen Unternehmen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
über „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt
Agrarproduktenhandel GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0 2010 TEUR 609 140
Raiffeisen Trgovina d.o.o., Lenart, Slowenien 100,0 2010 TEUR 307 80
WHG Liegenschaftsverwaltung GmbH, Klagenfurt, Österreich 100,0 2010 TEUR 855 131
über BayWa Hungária Kft., Székesfehérvár
Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn 100,0 2009 TEUR 2.820 23
Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn THUF 877.411 6.362
über BayWa r.e GmbH, München
BayWa r.e España S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 54 -446
BayWa r.e Service GmbH, München 100,0 2011 TEUR 24 -1
BayWa r.e USA LLC, Santa Fe, USA 100,0 2011 TEUR 10.011 -2.220
BayWa r.e USA LLC, Santa Fe, USA TUSD 12.953 -3.093
ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich 90,0 2011 TEUR -204 -220
MHH Solartechnik GmbH, Tübingen 100,0 2011 TEUR 6.119 1.814
r.e Bioenergie GmbH (ehemals Aufwind Neue Energien GmbH), Regensburg 100,0 2011 TEUR 1.341 529
r.e Biomethan GmbH, Regensburg 100,0 2011 TEUR 264 92
RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München 90,7 2011 TEUR 78.533 3.409
Schradenbiogas Betriebsgesellschaft mbH, Gröden (ehemals München) 100,0 2011 TEUR 23 -2
Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden 94,5 201 1 TEUR 4.687 319
über BayWa r.e España S.L., Barcelona
AMUR S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 6 -60
Cosmos PowerS.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 89 -4
Energies Netes de Corral Serra S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 10 14
Energies Netes de Sa Boleda S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 78 -7
Energies Netes de Son Parera S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 35 -25
Monziniman XXI, S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 29 -84
Puerto Real FV Production, S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 78 -4
Real PowerS.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR
Solrenovable Fotov. S.L., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 30 1.503
ZAX Products S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR -29 -32
ZIGZAG Inversiones S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 362 86
über BayWa r.e Service GmbH, München
L & L Rotorservice GmbH, Basdahl 100,0 2011 TEUR 48 -79
L & L Vermögensverwaltungs GmbH, Basdahl 100,0 2011 TEUR 86 -1
über BayWa r.e USA LLC, Santa Fe (USA)
BayWa r.e Mozart, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 9.464 1
BayWa r.e Mozart, LLC, San Diego, USA TUSD 12.245 1
Focused Energy LLC, Santa Fe, USA 80,0 2011 TEUR 2.802 3.098
Focused Energy LLC, Santa Fe, USA TUSD 3.625 4.316
WKN USA, LLC, San Diego, USA 70,0 2011 TEUR -538 -500
WKN USA, LLC, San Diego, USA TUSD -696 -696
über WKN USA, LLC, San Diego (USA)
WKN Amadeus, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 2.288
WKN Amadeus, LLC, San Diego, USA TUSD 2.961
WKN Chopin, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 1.930
WKN Chopin, LLC, San Diego, USA TUSD 2.497
WKN Montana II, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 10.246 4
WKN Montana II, LLC, San Diego, USA TUSD 13.257 6
WKN Ravel, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 563
WKN Ravel, LLC, San Diego, USA TUSD 728
WKN Vivaldi, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR
WKN Vivaldi, LLC, San Diego, USA TUSD
WKN Wagner, LLC, San Diego, USA 100,0 2011 TEUR 534
WKN Wagner, LLC, San Diego, USA TUSD 690
über ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb
ECOwind d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 2011 TEUR -3 1
ECOwind d.o.o., Zagreb, Kroatien THRK
Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesów, Polen 51,0 2011 TEUR -130 -187
Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesów, Polen TPLN
Puterea Verde S.r.l., Sibiu, Rumänien 75,5 2011 TEUR -46 -10
Puterea Verde S.r.l., Sibiu, Rumänien TRON
Wind Water Energy ood, Varna, Bulgarien 76,0 2011 TEUR -254 -22
Wind Water Energy ood, Varna, Bulgarien TBGN
Windpark Pongratzer Kogel GmbH, Kilb, Österreich 100,0 2011 TEUR 11 -3
über Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesöw
Eko-En Drozkow Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Drozkow Sp. z o.o., Żary, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Iwonicz 2 Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Iwonicz 2 Sp. z o.o., Rezesów, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Kozmin Sp. z o.o., Poznań, Polen 60,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Kozmin Sp. z o.o., Poznań, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Polanow 1 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Polanow 1 Sp. z o.o., Koszalin, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Polanow 2 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Polanow 2 Sp. z o.o., Koszalin, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Skibno Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Skibno Sp. z o.o., Koszalin, Polen TPLN n.a. n.a.
Eko-En Zary Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Eko-En Zary Sp. z o.o., Żary, Polen TPLN n.a. n.a.
Ewind Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Ewind Sp. z o.o., Rezesów, Polen TPLN n.a. n.a.
über Puterea Verde S.r.l., Sibiu
Park Eolian Arieseni S.r.l., Sibiu, Rumänien 99,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Park Eolian Arieseni S.r.l., Sibiu, Rumänien TRON n.a. n.a.
Park Eolian Limanu S.r.l., Sibiu, Rumänien 99,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Park Eolian Limanu S.r.l., Sibiu, Rumänien TRON n.a. n.a.
Park Eolian Solesti S.r.l., Sibiu, Rumänien 99,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Park Eolian Solesti S.r.l., Sibiu, Rumänien TRON n.a. n.a.
über Wind Water Energy ood, Varna
Windenergy Kotel ood, Varna, Bulgarien 90,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Windenergy Kotel ood, Varna, Bulgarien TBGN n.a. n.a.
Windenergy Svedez ood, Varna, Bulgarien 90,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Windenergy Svedez ood, Varna, Bulgarien TBGN n.a. n.a.
über MHH Solartechnik GmbH, Tübingen
Dulas MHH Ltd., Machynlleth Powys, Großbritannien 90,0 2011 TEUR 4.283 1.849
Dulas MHH Ltd., Machynlleth Powys, Großbritannien TGBP 3.578 1.609
MHH France S.A.S., Toulouse, Frankreich 90,0 2011 TEUR 692 -513
über r.e Bioenergie GmbH (ehemals Aufwind Neue Energien GmbH), Regensburg
Aufwind BB GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG (ehemals Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG), Regensburg 100,0 2011 TEUR -77 -36
Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -2
Aufwind Nuevas Energias Sociedad Limitada, Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 927 897
Aufwind Schmack Asia Holding GmbH, Regensburg 80,0 2010 TEUR 64 -7
r.e Bioenergia Kft., Békéscsaba, Ungarn 100,0 2011 TEUR
r.e Bioenergia Kft., Békéscsaba, Ungarn THUF
r.e Bioenergia Projekty Sp. z o.o. (ehemals Aufwind CEE Sp. z o.o.), Poznań, Polen 100,0 2010 TEUR -34 -28
r.e Bioenergia Projekty Sp. z o.o. (ehemals Aufwind CEE Sp. z o.o.), Poznań, Polen TPLN -153 -114
r.e Bioenergia Sp. z o.o. (ehemals Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o.), Poznań, Polen 90,0 2010 TEUR -280 -30
r.e Bioenergia Sp. z o.o. (ehemals Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o.), Poznań, Polen TPLN -1.250 -124
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 2011 TEUR -3 -2
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Elfte Biogas KG, Regensburg 100,0 2011 TEUR -75 -18
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zwölfte Biogas KG, Regensburg 100,0 2011 TEUR 6 27
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Dreiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2011 TEUR -3 -2
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Vierundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -1 -2
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Fünfundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2011 TEUR 8 9
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Siebenundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 2010 TEUR -5 -2
über Aufwind Nuevas Energias Sociedad Limitada, Barcelona
Net Environment S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 2011 TEUR 615 153
über RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München
Almak Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -3 -5
Aludra Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -2 -4
Aquila Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -3 -5
Capella Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -14 -8
Celieno Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -9 -11
Draco Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -1 -3
Eoliennes de la Benate SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -13 -3
Felis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -14 -16
Genam Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -10 – 12
Les Eoliennes de Saint Fraigne SAS, Strasbourg, Frankreich 3) 24,5 2011 TEUR 4.049 264
Libra Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -3 -5
Livas 1 Energeiaki EPE, Kalamata, Griechenland 94,0 2011 TEUR -345 -74
Menka Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -6 -8
Murzim Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR -1 -3
Neuilly Saint Front Energies SAS, Bègles, Frankreich 70,0 2011 TEUR -8 -12
Parco Solare Citrino S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2011 TEUR -1 -7
Parco Solare Eliodoro S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2011 TEUR -7
Parco Solare Rubino S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2011 TEUR -7
Parco Solare Smeraldo S.r.l., Brixen, Italien 68,0 2011 TEUR -6 -13
Parco Solare Topazio S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2011 TEUR -7
Parco Solare Zaffiro S.r.l., Brixen, Italien 100,0 2011 TEUR -2 -9
Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 73,1 2011 TEUR 3.475 163
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 72,2 2011 TEUR 3.184 64
Polaris Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -16 -10
Prokyon Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -12 -14
Pyxis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -16 -10
RENERCO Beteiligungs GmbH, Grünwald (ehemals München) 100,0 2011 TEUR 133 7
RENERCO Energies SAS, Paris (ehemals Strasbourg), Frankreich 100,0 2011 TEUR -394 -111
RENERCO Energy UK Ltd., London, Großbritannien 100,0 2011 TEUR -38 -37
RENERCO Energy UK Ltd., London, Großbritannien TGBP -32 -32
RENERCO GEM 1 GmbH, München 100,0 2011 TEUR 24
RENERCO GEM 2 GmbH, München 100,0 2011 TEUR 24
RENERCO Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0 2011 TEUR -1.946 -2.109
RENERCO Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN -8.675 -8.680
RENERCO Solar GmbH, München 100,0 2011 TEUR -2.369 -2.382
RENERCO Sud-Est S.R.L., București, Rumänien 100,0 2011 TEUR n.a. n.a.
RENERCO Sud-Est S.R.L., București, Rumänien TRON n.a. n.a.
Renewable Energy Harvest Nine GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR 3.640 -23
Saint Solis Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -10 -12
Solarpark Aquarius GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -2 -2
Solarpark Aries GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -2 -2
Solarpark Cetus GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -2 -2
Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -2 -2
Solarpark Libra GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -2 -2
Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -3 -2
Spica Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -18 -10
Syrma Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -10 -12
Talita Energies SAS, Strasbourg, Frankreich 93,0 2011 TEUR -36 -8
Tierceline Energies SARL, Strasbourg, Frankreich 100,0 2011 TEUR 23 -4
Umspannwerk Gürtelkopf GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR 75 44
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR 672 -39
Ventus Vorpommern GmbH & Co. Windpark 1 KG, München 100,0 2011 TEUR -5
Wind am Speckberg GmbH, München 100,0 2011 TEUR 3.795 368
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0 2011 TEUR -7 -3
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN -33 -14
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen 100,0 2010 TEUR 0 -1
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen TPLN 2 -3
Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald 3) 25,0 2011 TEUR 1.594 87
Windpark Everswinkel II GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -9 -7
Windpark GHN GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -4 -2
Windpark GHN Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG (ehemals Solarpark Lepus GmbH & Co. KG), Grünwald 100,0 2011 TEUR -4 -2
Windpark Kamionka GmbH, Grünwald 100,0 2011 TEUR 6.801 -152
Windpark Namborn GmbH & Co. KG, München 3) 25,0 2011 TEUR 833 -14
Windpark Parstein GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -2 -2
Windpark Selmsdorf II GmbH & Co. KG, Grünwald (ehemals München) 100,0 2011 TEUR -6 -3
Windpark Selmsdorf III GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -1 – 1
Windpark Unzenberg GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR n.a. n.a.
Windpark Wegeleben GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -1.350 -241
Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -1 -1
über RENERCO GEM 1 GmbH, München
GEM WIND FARM 1 Ltd., London (ehemals Manchester), Großbritannien 100,0 2011 TEUR -133 -128
GEM WIND FARM 1 Ltd., London (ehemals Manchester), Großbritannien TGBP -111 -111
über RENERCO GEM 2 GmbH, München
GEM WIND FARM 2 Ltd., London (ehemals Manchester), Großbritannien 100,0 2011 TEUR -156 -149
GEM WIND FARM 2 Ltd., London (ehemals Manchester), Großbritannien TGBP -130 -130
GEM WIND FARM 3 Ltd., London, Großbritannien 100,0 2011 TEUR -10 -9
GEM WIND FARM 3 Ltd., London, Großbritannien TGBP -8 -8
über Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien, und Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien
Nuevos Parques Eólicos La Muela, A.I.E., Zaragoza, Spanien 100,0 2011 TEUR 38
über Windpark Kamionka GmbH, Grünwald
FW Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 100,0 2011 TEUR -57 -64
FW Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen TPLN -255 -265
über RENERCO Renewable Energy Concept AG, München, und Windpark Everswinkel GmbH & Co. KG, Grünwald (25%-Tochter der RENERCO Renewable Energy Concept AG)
WP EWL Infrastruktur GmbH & Co. KG, München 100,0 2011 TEUR -16 -5
über RENERCO Renewable Energy Concept AG, München, und Windpark Selmsdorf II GmbH & Co. KG, Grünwald
WP SDF Infrastruktur GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 2011 TEUR -2 -2
über Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden
AWS Entsorgung GmbH Abfall & Wertstoff Service, Boppard 90,0 2011 TEUR 416 85
über bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel Verwaltungs GmbH,
Mönchengladbach 100,0 2011 TEUR 27 1
über EUROGREEN GmbH, Betzdorf
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0 2011 TEUR 1.790 125
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik TCZK 46.192 3.082
Eurogreen Italia S.r.l., Milano, Italien 51,0 2011 TEUR In Gründung
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0 2011 TEUR -925 -302
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz TCHF -1.124 -372
über RI-Solution GmbH, München
RI-Solution Data GmbH, Wien, Österreich 100,0 2010 TEUR 316 175
RI-Solution Service GmbH, Auerbach 100,0 2010 TEUR 399
über RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0 2011 TEUR 28
BautechnikGesellschaft m.b.H., Linz, Österreich 100,0 2011 TEUR 394 52
Danufert Handelsgesellschaft mbH, Wien, Österreich 60,0 2010 TEUR 132 -44
Danugrain GmbH, Krems an der Donau, Österreich 60,0 2010 TEUR 102 -8
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co. KG, Wien, Österreich 71,0 2011 TEUR 1.538 1.317
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 71,0 2011 TEUR 38 1
Graninger & Mayr Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 2011 TEUR 406 -33
HERA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 51,0 2010 TEUR -362 38
Lesia a.s., Strážnice, Tschechische Republik 100,0 2010 TEUR 168 24
Lesia a.s., Strážnice, Tschechische Republik TCZK 4.335 579
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0 2011 TEUR 41.893 5.079
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Korneuburg, Österreich 75,0 2011 TEUR 769 122
Saatzucht Gleisdorf Gesellschaft m.b.H., Gleisdorf, Österreich 66,7 2010 TEUR 549 191
über Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien
Raiffeisen-LagerhausGmbH, Bruck an der Leitha, Österreich 89,9 2011 TEUR 6.881 139
RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0 2011 TEUR 61.064 6.177
über RWA International Holding GmbH, Wien
Agrosaat d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,0 2010 TEUR 1.676 115
Magyar „Agrár-Ház” Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0 2010 TEUR -720 -55
Magyar „Agrár-Ház” Kft., Székesfehérvár, Ungarn THUF –223.986 -15.415
Raiffeisen Agro d.o.o., Beograd, Serbien 100,0 2011 TEUR 42 -118
Raiffeisen Agro d.o.o., Beograd, Serbien TRSD 4.365 -12.018
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár,Ungarn 100,0 2011 TEUR 2.362 359
Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft., Székesfehérvár, Ungarn THUF 734.884 100.311
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 2011 TEUR 736 118
RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o., Zagreb, Kroatien THRK 5.548 878
RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Bratislava, Slowakei 100,0 2011 TEUR 3.333 336
Sempol spol. s r.o., Trnava, Slowakei 100,0 2011 TEUR 6.103 459
über RWA International Holding GmbH, Wien, und Agroterra GmbH, Wien
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten, Österreich 100,0 2011 TEUR 2.179 -2.019
Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0 2011 TEUR 14.274 2.066
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich 100,0 2011 TEUR 3.888 93
Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich 100,0 2011 TEUR 29.091 4.784
über Garant-Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn
AgroMed Austria GmbH, Kremsmünster, Österreich 80,0 2010 TEUR 303 208
über Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf
Hungaro-Ybbstal Kft., Vesprém, Ungarn 100,0 2010 TEUR 24 3
Hungaro-Ybbstal Kft., Vesprém, Ungarn THUF 7.584 873
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l., Oradea, Rumänien 100,0 2010 TEUR 57 4
S.C. Ybbstal-Frucht Romania s.r.l.,Oradea, Rumänien TRON 245 19
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen 99,9 2011 TEUR 17.437 1.002
Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen TPLN 77.736 4.124
Ybbstaler Getränke Grundstoffe Vertriebsgesellschaft m.b.H.,
München 100,0 2010 TEUR 46 11
über RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, und BayWa Vorarlberg Handels GmbH, Lauterach
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH, Wien, Österreich 89,0 2011 TEUR 1.974 -52

Übrige Beteiligungen (≥ 20 Prozent der Anteile) unmittelbare Beteiligungen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
Ba-Rie Grundstücksgesellschaft mbH, Landsberg am Lech 50,0 2010 TEUR 205 206
BHG Bau-Heimwerker-Garten-Center Landsberg GmbH, Landsberg am Lech 50,0 2010 TEUR 410 2
BLE Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayern GmbH, München 25,0 2010 TEUR 940 -281
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 30,0 2011 TEUR 1.534 591
H-Ppack CVBA, Sint-Truiden, Belgien 50,0 2010 TEUR -142 -1.070
InterSaatzucht GmbH & Co. KG, München 40,0 2011 TEUR 580 108
Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München 40,0 2011 TEUR 26
Kartoffel-Centrum Bayern GmbH, Rain am Lech 50,0 2010 TEUR 2.307 545
Land24 Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt am Main 28,3 2010 TEUR 598 90
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Oberteuringen 50,0 2011 TEUR 803 143
Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main 47,4 2011 TEUR 610 12.216
raiffeisen.com GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 34,2 2010 TEUR 2.066 226
Raiffeisen-BayWa-Waren GmbH Lobsing-Siegenburg-Abensberg-Rohr, Lobsing 22,8 2010 TEUR 2.443 390
Raiffeisen-Landhandel GmbH, Emskirchen 23,4 2011 TEUR 1.242 340
VR erneuerbare Energien eG Kitzingen, Kitzingen 33,3 2011 TEUR 60 2
VR-LEASING DIVO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 2) 47,0 2010 TEUR 5 55
VR-LEASING LYRA GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 2) 47,0 2010 TEUR 5 52

Übrige Beteiligungen (≥ 20 Prozent der Anteile) unmittelbare und mittelbare Beteiligungen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
über BayWa AG, München, und DRWZ Beteiligungsgesellschaft mbH, München
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8 2011 TEUR 11.522 546
über BayWa AG, München, und Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main
AHG Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar 49,0 2011 TEUR 6.628 1.186

Übrige Beteiligungen (≥ 20 Prozent der Anteile) mittelbare Beteiligungen

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
über „UNSER LAGERHAUS” WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt
Kärntner Saatbaugenossenschaft reg.Gen.m.b.H., Klagenfurt, Österreich 33,3 2011 TEUR 4.834 286
über BayWa Finanzbeteiligungs-GmbH, München
BRVG Bayerische Raiffeisen- und Volksbanken Verlag GmbH, München 25,0 2010 TEUR 4.795 -286
über BayWa r.e España S.L., Barcelona
Rock Power S.L., Barcelona, Spanien 50,0 2011 TEUR -3
über ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb
Enairgy´Veternáenergias.r.o.,Bratislava,Slowakei 30,0 2011 TEUR 19 2
über r.e Bioenergie GmbH (ehemals Aufwind Neue Energien GmbH), Regensburg
Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG (ehemals Aufwind Schmack Betriebs GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG), Regensburg 49,0 2011 TEUR -324 -316
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn 48,3 2011 TEUR -131 -149
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Békéscsaba, Ungarn THUF -40.856 -41.560
über RENERCO Renewable Energy Concept AG, München
BVT Technische Anlagen GmbH & Co. Blockheizkraftwerke KG, München 34,7 2010 TEUR 93 397
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0 2011 TEUR 5.580 -664
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs GmbH, Staßfurt 49,0 2010 TEUR 144 899
EEV Beteiligungs GmbH, Grünwald 49,0 2011 TEUR 14 5
Heizkraftwerk Cottbus Verwaltungs GmbH, Cottbus 33,3 2010 TEUR 119 213
Heizkraftwerke-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3 2010 TEUR 103 767
Süddeutsche Geothemie-Projekte GmbH & Co. KG, München (ehemals Haar bei München) 50,0 2011 TEUR -5.769 1.098
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungs GmbH, München (ehemals Haar bei München) 50,0 2011 TEUR 46
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen 50,0 2011 TEUR -3 -2
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen TPLN -12 -7
über RWA International Holding GmbH, Wien, und Agroterra GmbH, Wien
Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich 25,0 2011 TEUR 13.582 -3.111
über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien
Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co. KG, Korneuburg, Österreich 32,1 2010 TEUR 6.245 1.086
Lagerhaus Technik-Center GmbH, Korneuburg, Österreich 34,1 2010 TEUR 238 9
über RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, und F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H, Unterpremstätten
LLT Lannacher Lager- und Transport Ges. m.b.H., Korneuburg, Österreich 50,0 2011 TEUR 2.305 339
über ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München
DIYCO Einkaufsgesellschaft mbH, München 50,0 2010 TEUR 57

Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften (> 5 Prozent der Anteile)

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Name und Sitz Anteil am Kapital in Prozent Geschäftsjahr Eigenkapital Jahresüberschuss/-fehlbetrag
BayWa AG, München, direkt
Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 7,4 2010 TEUR 552.610 15.278
Südstärke GmbH, Schrobenhausen 6,5 2010 TEUR 117.175 4.021
VK Mühlen AG, Hamburg 10,0 2011 TEUR 37.541 -38.361
über Tessol Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart
Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mbH, München 10,7 2010 TEUR 7.386 86

1) Stimmrechtsmehrheit
2) Stimmrechtsanteil 24 Prozent
3) Minderheitsbeteiligung mit Aufstockungsrecht
4) Rumpfgeschäftsjahr 01.10.2011 - 31.12.2011

Erklärung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

München, 28. Februar 2012

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Klaus Josef Lutz

Klaus Buchleitner

Andreas Helber

Dr. Josef Krapf

Roland Schuler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 9. März 2012

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steppan, Wirtschaftsprüfer

Götz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Die BayWa AG blickt erneut auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Dies zeigt sich an den deutlichen Zuwachsraten beim Umsatz und Ergebnis in den drei Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau und nicht zuletzt auch an dem deutlich erhöhten Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung. Die Positionierung der BayWa AG mit dem diversifizierten Geschäftsmodell hat sich gerade auch angesichts der Finanzmarktkrise bewährt. Das vergangene Geschäftsjahr war nicht zuletzt geprägt durch den Ausbau der Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien und eine stärkere Internationalisierung der BayWa, insbesondere im Obstgeschäft sowie im Energiebereich. Des Weiteren wurde eine Lösung für die Sparte Bau & Gartenmarkt durch das Eingehen einer strategischen Partnerschaft mit der Hellweg-Gruppe gefunden.

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde monatlich mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2011 konstruktiv und vertrauensvoll.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

In den vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens Gegenstand der Beratung. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den verschiedenen Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert.

In der Sitzung am 29. März 2011 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2010 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung waren zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 sowie strategische Themen und Strukturüberlegungen im BayWa-Konzern. In der Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den variablen Gehaltsbestandteilen der Vorstandsvergütung für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 beschäftigt und die entsprechenden Erfolgsziele für die variablen Gehaltsbestandteile beschlossen.

In der Sitzung am 11. Mai 2011 befasste sich der Aufsichtsrat neben dem ersten Quartalsabschluss mit der Bestellung eines neuen Mitglieds im Genossenschaftlichen Beirat.

Gegenstand der Sitzung am 3. August 2011 war unter anderem der Halbjahresabschluss 2011. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über aktuelle strategische Projekte und Beteiligungsvorhaben. Einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die strategische Geschäftsentwicklung im Segment Agrar (Obst), insbesondere das Beteiligungsvorhaben Turners & Growers Ltd, Neuseeland, und die geplanten Akquisitionen in den USA und Europa im Bereich der erneuerbaren Energien. Einen weiteren Schwerpunkt der Sitzung bildeten Überlegungen zur Neuausrichtung des Segments Bau. Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand ausführlich über die wirtschaftliche Situation des Segments Bau und insbesondere der Sparte Bau & Gartenmarkt berichten. Zudem ließ sich der Aufsichtsrat den gegenwärtigen Stand von Untersuchungen zu den strategischen Entwicklungsmöglichkeiten und den sich daraus ergebenden Handlungsoptionen darstellen. Außerdem informierte sich der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand von Gesprächen, die mit möglichen Interessenten über eine Zusammenarbeit in Bezug auf die Bau & Gartenmärkte geführt wurden.

Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2010 wurden im Zeitraum vom 29. September bis 11. Oktober 2011 im Umlaufverfahren beschlossen.

In der Sitzung vom 9. November 2011 wurde der dritte Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten.

Einen besonderen Schwerpunkt der Sitzung bildete die erneute Befassung mit den Möglichkeiten der strategischen Neuausrichtung der Bau & Gartenmärkte. Der Aufsichtsrat informierte sich erneut ausführlich über die schwierige wirtschaftliche Entwicklung und über die Prognosen des Vorstands für diesen Geschäftsbereich. Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand ausführlich die verschiedenen Optionen im Hinblick auf die Sparte Bau & Gartenmarkt erläutern, also insbesondere Schließung, Verkauf und die Eingehung einer strategischen Partnerschaft. Der Aufsichtsrat diskutierte intensiv die verschiedenen Möglichkeiten und stimmte schließlich dem Vorschlag des Vorstands zu, eine strategische Partnerschaft mit der Hellweg-Gruppe einzugehen. Dabei überzeugte den Aufsichtsrat insbesondere, dass sich die Unternehmen gut ergänzen und sich bei den bestehenden Baumärkten kaum Standortüberschneidungen ergeben. Der Aufsichtsrat erteilte seine Zustimmung, den Geschäftsbereich Bau & Gartenmarkt in ein Joint Venture mit der Hellweg-Gruppe einzubringen und eine schrittweise Übernahme dieses Geschäftsbereichs durch die Hellweg-Gruppe einzuleiten.

Ein weiterer wesentlicher Punkt der Sitzung war der Erwerb von Geschäftsanteilen an der Turners & Growers Ltd, Auckland, Neuseeland (Turners & Growers). Der Aufsichtsrat ließ sich durch den Vorstand ausführlich den strategischen Sinn dieser möglichen Beteiligung erläutern und beschäftigte sich dabei insbesondere mit den zukünftigen Geschäftsaussichten des Geschäftsbereichs Agrar. Der Aufsichtsrat teilte die Auffassung des Vorstands, dass durch den Zukauf die Sparte Obst der BayWa AG im zunehmenden Wettbewerb und in der anhaltenden Globalisierung gestärkt werden kann. Der Aufsichtsrat stimmte daher der geplanten Transaktion zu, zunächst einen Vertrag über den Erwerb von 63,46 Prozent der Anteile an Turners & Growers zu einem Kaufpreis von 1,85 NZ$ pro Aktie mit dem bisherigen Großaktionär Guinness Peat Group plc abzuschließen und zudem den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot nach neuseeländischem Recht zu unterbreiten.

Weiterer Gegenstand der Sitzung waren Personalangelegenheiten des Vorstands, unter anderem die vertraglich vorgesehene turnusmäßige Überprüfung der festen Gehaltsbestandteile der Vergütung einzelner Vorstandsmitglieder sowie die Verlängerung der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder Dr. Josef Krapf und Roland Schuler. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses sowie des Strategie Ausschusses.

In der Bilanzsitzung am 28. März 2012 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 30. Mai 2012. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung mit der Vorstandsvergütung befasst.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert.

Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz, Gunnar Metz und Gregor Scheller an. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Albrecht Merz. Damit folgt die BayWa AG der Anregung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben sollte. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands in seiner Sitzung am 25. März 2011 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag. Die Berichte hierüber sowie die weiteren Prüfberichte und die Abschlussunterlagen wurden den Mitgliedern des Ausschusses rechtzeitig zugesandt. Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Prüfungsausschusses waren die Beurteilung der Risikolage und des bestehenden Risikomanagementsystems. Untersucht wurden insbesondere das Risikofrüherkennungssystem und das EDV-System. Des Weiteren wurden die Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens für den Abschlussprüfer 2011 besprochen, die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt und das Prüfungshonorar festgelegt. Es wurde der Empfehlungsbeschluss an den Aufsichtsrat gefasst, der Hauptversammlung am 15. Juni 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 vorzuschlagen.

Gegenstand der Sitzung am 8. November 2011 waren die Erteilung der Prüfungsaufträge sowie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2011.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 27. März 2012 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen.

Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer und Gregor Scheller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum insbesondere mit den Empfehlungen an den Aufsichtsrat über die variablen sowie festen Gehaltsbestandsteile der Vorstandsvergütung sowie über die Verlängerung der Dienstverträge der Vorstandsmitglieder Dr. Josef Krapf und Roland Schuler befasst.

Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel, Dr. E. Hartmut Gindele, Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl, Dr. Johann Lang, Gunnar Metz, Ernst Kauer und Bernhard Winter an. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr viermal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. In einer außerordentlichen Sitzung am 29. September 2011 hat sich der Ausschuss ausführlich mit dem Beteiligungsvorhaben Turners & Growers Ltd befasst. Des Weiteren wurde der Erwerb von Geschäftsanteilen an der Tecno Spot GmbH, Italien, genehmigt. In der Sitzung am B. November 2011 wurde der beabsichtigte Vertragsabschluss über den Erwerb von Geschäftsanteilen an der Turners & Growers Ltd behandelt. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Ausgliederung der Sparte Bau & Gartenmarkt. Der Strategie Ausschuss hat die Empfehlung an den Aufsichtsrat abgegeben, die Zustimmung zu diesen beiden strategischen Vorhaben zu erteilen.

Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2010 und den Investitionsetats für 2011 und 2012.

Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl und Dr. Johann Lang an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Da derzeit bei der BayWa AG keine Aufsichtsratswahlen anstehen, hat der Nominierungsausschuss im Berichtszeitraum nicht getagt.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, musste im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen werden.

Corporate Governance

In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sowie zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 9. November 2011 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Im Berichtszeitraum haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2011 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns in der Sitzung vom 28. März 2012 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2011 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 28. März 2012 angeschlossen. Die Prüfberichte und Abschlussunterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 27. März 2012 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 27. März 2012 den Jahres-und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 28. März 2012 den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa-Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,60 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an.

Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 28. März 2012 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Im Berichtszeitraum gab es keine Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder Dr. Josef Krapf und Roland Schuler wurden um jeweils fünf Jahre verlängert.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.

 

München, 28. März 2012

Für den Aufsichtsrat

Manfred Nüssel, Vorsitzender