![]() BayWa AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.201290. GeschäftsjahrInhalt Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Aufstellung des Anteilsbesitzes Erklärung der gesetzlichen Vertreter Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bericht des Aufsichtsrats Impressum Lagebericht der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2012I. Zusammenfassung der Geschäftsentwicklung im Jahr 2012Die BayWa hat ihre erfolgreiche Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 fortgesetzt. Der Umsatz der BayWa AG legte um 4,5 Prozent auf knapp 5,7 Mrd. Euro zu und auch das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit übertraf das Vorjahresniveau mit einer Steigerung um 64,7 Prozent auf 142,6 Mio. Euro deutlich. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Berichtsjahr auf 128,8 Mio. Euro. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 63,9 Prozent. Für das Berichtsjahr weist die BayWa AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 35,5 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 33,6 Prozent. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,65 Euro je Aktie vor. Im Segment Agrar verzeichneten die Sparten Agrarhandel und Obst Umsatzzuwächse im prozentual zweistelligen Bereich. Der Agrarhandel konnte die Umschlags- und Absatzmengen in allen Erzeugnisbereichen steigern, mit Ausnahme des Futtermittelgeschäfts, das leicht unter dem Niveau des Vorjahres verharrte. Daneben trugen erhöhte Preise für Agrarerzeugnisse und Betriebsmittel zu der Umsatzausweitung bei. Auch im Obstgeschäft stieg der Umsatz bedingt durch die Rekordernte des Vorjahres in Deutschland an. Die Techniksparte konnte an das Rekordjahr des Vorjahres anknüpfen und legte im Umsatz nochmals leicht zu. Im Technikgeschäft wurde mit 3.276 verkauften Neumaschinen ein neuer Rekordabsatz von Traktoren erreicht Hier hat die positive Erlösentwicklung der Betriebe zu einer entsprechend hohen Investitionsbereitschaft geführt. Insgesamt stieg der Umsatz im Segment Agrar um 11,8 Prozent auf 2.907,7 Mio. Euro. Im klassischen Energiegeschäft des Segments Energie konnten die Absatzmengen im Berichtsjahr bei Heizöl und Holzpellets deutlich gesteigert werden, während Kraftstoffe moderate Zuwächse verzeichneten. Lediglich der Absatz im Schmierstoffhandel lag knapp unter Vorjahr. Insgesamt profitierte das Segment von der stark anziehenden Heizölnachfrage nach dem frühen Wintereinbruch im Schlussquartal des Kalenderjahres 2012 sowie von einer ganzjährig stabilen Nachfrage im Kraftstoffbereich. Während das Schmierstoffgeschäft aufgrund seiner hohen Abhängigkeit von der metallverarbeitenden Industrie leicht unter Vorjahresniveau lag, konnte der Absatz bei Holzpellets - wie in den Vorjahren - zulegen und sich als alternative Wärmequelle etablieren. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz im Berichtsjahr durch die gesteigerten Absatzmengen und aufgrund der ganzjährig über dem Vorjahr liegenden Preise für Heizöl um 13,4 Prozent auf 1.418,5 Mio. Euro. Das Segment Bau weist im Wesentlichen aufgrund der Übertragung eines Großteils des deutschen Bau & Gartenmarktgeschäfts auf ein Gemeinschaftsunternehmen zum 1. Januar 2012 für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 14,7 Prozent auf 1.334,5 Mio. Euro aus. Die fortgeführten Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel profitierten durch den konjunkturellen Rückenwind im deutschen Bauhauptgewerbe. Insbesondere der Zuwachs im Mehrfamilienhausbau trug zu der steigenden Nachfrage nach Baustoffen bei. Darüber hinaus wirken sich die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen bereits im Berichtsjahr positiv auf das operative Geschäft des Baustoffhandels bei der BayWa aus. II. Geschäft und RahmenbedingungenUnternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. In ihrer 90-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich die BayWa aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikunternehmen entwickelt. Die Geschäftstätigkeit umfasst den Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen in den Branchen Agrar, Energie und Bau. Die Unternehmensaktivitäten sind dementsprechend in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau gegliedert. Die Hauptvertriebsgebiete liegen in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus hat sich die BayWa in den vergangenen drei Jahren im Zuge des weiteren strategischen Wachstums neue Märkte wie Großbritannien, die USA und Neuseeland erschlossen. Traditionell erwirtschaftet die BayWa AG den größten Anteil des Umsatzes mit der Land- und Ernährungswirtschaft. Im Jahr 2012 trug das Segment Agrar rund 51 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einigen Produkten weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse vom Feld bis zur Ernährungsindustrie und vertreibt landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel sowie Futtermittel für die Viehhaltung. Die Sparte Obst ist in Deutschland ein bedeutender Systemanbieter für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Die Tochtergesellschaft Turners & Growers ist ein führender Obstanbieter in Neuseeland und beliefert darüber hinaus Teile Asiens und den südamerikanischen Markt. Durch wechselseitige Vermarktung von Produkten zwischen Deutschland und Neuseeland wird die BayWa in die Lage versetzt, den Handel ganzjährig mit Tafel- und Kernobst zu versorgen. Die Sparte Technik ist ein Komplettanbieter von Landtechnik für die Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und gewerbliche Kunden. Darüber hinaus betreibt die Sparte ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und verkauft Ersatzteile. Das Segment Energie mit einem Anteil von rund 25 Prozent am Unternehmensumsatz vertreibt im Bereich der klassischen Energieträger in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich hauptsächlich Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets. Ferner wird ein eigenes Tankstellennetz betrieben. Im Geschäftsfeld BayWa r.e. sind die Aktivitäten im Bereich der regenerativen Energien gebündelt Hier ist die BayWa über Tochtergesellschaften im Handel, der Projektierung, der Errichtung sowie der anschließenden Veräußerung betriebsfertiger Anlagen in den Bereichen Solar, Windkraft und Biogas tätig. Im Zuge der Umsetzung der zweifachen Diversifizierungsstrategie, um die Abhängigkeit von einzelnen regenerativen Energieträgern und Ländermärkten zu verringern, ist das Geschäft der BayWa r.e. mit Aktivitäten in allen bedeutenden europäischen Märkten und in den USA deutlich internationaler ausgerichtet als bei den klassischen Energieträgern. Auf das Segment Bau entfallen rund 24 Prozent des Unternehmensumsatzes. Nach der Abspaltung des Bau & Gartenmarktgeschäfts zum Jahresbeginn 2012 umfasst das Segment im Wesentlichen die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel und die Betreuung der Franchisepartner im Baustoff-Fachhandel sowie im Bau- und Gartenmarktgeschäft in Deutschland, Österreich und einigen Auslandsmärkten. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. In Deutschland verfügt die BayWa über insgesamt 201 Baustoff-Standorte. Unternehmensziele, Strategie und Steuerung Die BayWa versteht sich als starker Partner ihrer Kunden. Das Markenleitbild des Unternehmens wird durch Verlässlichkeit, Solidität und Innovationskraft geprägt Die übergeordneten Unternehmensziele der BayWa bestehen in der Sicherung der Zukunftsfähigkeit und der Unabhängigkeit des Unternehmens durch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln gegenüber den Kunden, den Mitarbeitern, den weiteren Stakeholdern sowie der Gesellschaft. Diese Ziele erreicht die BayWa durch die Fortsetzung ihres Wachstumskurses und die Steigerung ihrer Ertragskraft, um die Wettbewerbsposition als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Energie und Bau langfristig auszubauen. Aus den Unternehmenszielen leitet die BayWa die Kernelemente ihrer Strategie ab:
Ihre Wachstumsziele erreicht die BayWa über die organische Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten, die generische Erschließung neuer Geschäftsfelder im Inland und Ausland und durch Akquisitionen. Durch die zunehmende Internationalisierung ihres Geschäfts wird die BayWa unabhängiger von Entwicklungen in Einzelmärkten im Sinne einer geografischen Diversifizierung. Gleichzeitig werden die Handlungsmöglichkeiten zur Nutzung neuer Wachstumschancen erweitert. Diesen Weg forciert die BayWa insbesondere im Segment Agrar und bei den erneuerbaren Energien. Darüber hinaus erschließt sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Weitere Stoßrichtungen bestehen im Ausbau digitaler Angebote im Bereich E-Commerce und in der Stärkung der Dachmarke BayWa durch einen einheitlichen Gesamtauftritt des Unternehmens. Durch das Unternehmenswachstum lassen sich Skaleneffekte realisieren, die in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement die Ertragskraft steigern. Der Schwerpunkt der strategischen Maßnahmen liegt auf der Optimierung der Standortstrukturen, der Synchronisation von Prozessen durch Anwendung von Best-Practice-Modellen sowie der intensiveren Nutzung der vorhandenen Vertriebsstrukturen und der Stärkung von operativen Kooperationen. Auf der Finanzierungsseite liegt der Fokus auf dem effizienten Management des Working Capitals. Hier hat die BayWa durch die längerfristige Finanzierung eines Teils des Working Capitals über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen den veränderten Geschäftsstrukturen, die sich insbesondere durch das Wachstum im Geschäftsfeld BayWa r.e. ergeben haben, Rechnung getragen. Unverändert achtet die BayWa auf eine ausgewogene Kapitalstruktur. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Finanzierung der in 2013 erfolgten Unternehmenserwerbe von Cefetra B.V. und Bohnhorst Agrarhandel GmbH maßgeblich über die Freisetzung von Kapital aus dem Immobilienportfolio des Unternehmens. Der Zielwert einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent wurde durch die jüngsten Akquisitionen zur Wahrnehmung von Wachstumschancen zwar unterschritten, mittel- bis langfristig hält die BayWa jedoch an diesem Wert fest. Die Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt anhand strategischer und operativer Vorgaben, über die wertorientierte Unternehmensführung sowie ein integriertes Risikomanagement. Die wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Unternehmen. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten tatsächlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt ferner der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zur Absicherung des langfristigen Geschäftserfolgs zu. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Dienstleistungen, Produkte und Geschäftsprozesse Im Agrarhandel versorgt die BayWa die Landwirtschaft über das gesamte Anbaujahr mit Saatgut, Futtermitteln sowie Betriebsmitteln und nimmt die Erfassung und Vermarktung der Ernte vor. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlagsund Lagerkapazitäten, die eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsüberprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse gewährleisten. Die Vermarktung der Erzeugnisse erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale Abnehmer der Lebensmittelindustrie und des Groß- und Einzelhandels als auch - insbesondere bei Getreide - weltweit. In der Sparte Obst ist die BayWa in Deutschland der führende Anbieter von Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für Tafelkernobst sowie der größte Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Darüber hinaus erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Die Tochtergesellschaft Turners & Growers (T&G) ist Marktführer im neuseeländischen Obstgeschäft und verfügt über ausgedehnte Handelsverbindungen nach Asien und Südamerika. Durch die Einbindung von T&G ist die BayWa in der Lage, den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel ganzjährig mit Obst zu versorgen und erschließt sich zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten. Die Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments an landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Anlagen für den Ackerbau, die Stallungstechnik sowie den Getreide- und Futtermittelanbau. Darüber hinaus bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe an. Das Angebot für die Forstwirtschaft reicht von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz sichergestellt. Im klassischen Energiegeschäft vertreibt die BayWa fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe. Da es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft ohne große Lagerbestände handelt, wirken sich Preisänderungen nur in geringem Umfang auf die Bewertung der Lagerbestände aus. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 96 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmer beliefert. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Kunden in der Landwirtschaft, im metallverarbeitenden Gewerbe und in der Industrie. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Unter dem Dach der BayWa r.e. renewable energy GmbH deckt das Unternehmen über seine Tochtergesellschaften die gesamte Wertschöpfungskette bei den regenerativen Energien über Planung, Entwicklung und Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen in den Bereichen Solar, Windkraft und Biomasse ab. Das Angebot umfasst Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse. Darüber hinaus werden Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Das Geschäftsfeld ist derzeit in 11 Ländern in Europa sowie in den USA vertreten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten und die Einrichtung von separaten Geschäftsführungen für die Bereiche Solar, Windkraft und Biomasse wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Überschneidungen zu bereinigen, Synergien zu nutzen und so an dem erwarteten Marktwachstum optimal zu partizipieren. Im Baustoff-Fachhandel deckt die BayWa überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Daneben sind private Bauherren und Hausbesitzer wichtige Kunden. Vor diesem Hintergrund positioniert sich die BayWa als Generalist mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung auf die Kundenberatung. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik. Absatzmärkte und Wettbewerbsposition Im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel zählt die BayWa zu den führenden Unternehmen in Europa Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. Die BayWa verfügt mit über 732 Standorten in ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg sowie über Tochtergesellschaften flächendeckend in Österreich, über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den knapp 500 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten in Österreich bestehen enge Geschäftsbeziehungen. Bei den Agrarprodukten sowie dem Handel mit Landtechnik setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein. Mit der Übernahme von Turners & Growers (T&G), einem weltweit tätigen Erzeuger und Exporteur von Frischobst mit Sitz in Neuseeland, hat die BayWa ihr Obstgeschäft internationaler ausgerichtet. Über die vorhandenen Vertriebsstrukturen von T&G werden zusätzliche Absatzmärkte vor allem in Asien erschlossen. Im klassischen Energiegeschäft ist die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich vertreten und verfügt hier über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt. Daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt Der Markt für erneuerbare Energien ist ein regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den drei Bereichen Photovoltaik, Windenergie und Biogas sowie Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und den USA sowohl produktseitig als auch geografisch gut diversifiziert. Im Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 840 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 201 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa-Gruppe mit 29 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern im Baustoff-Fachhandel eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Darüber hinaus ist die BayWa in Österreich im Bau & Gartenmarktgeschäft regional tätig. In Deutschland, Österreich und Italien tritt die BayWa ferner im Bau & Gartenmarktgeschäft als Franchisegeber auf. Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche Einflussfaktoren Das Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei ist die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen - wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt Auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe hat stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. Das Energiesegment wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und einer zunehmenden Nachfrage. Bei Bio-Treibstoffen ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen und von politischen Vorgaben über die Höhe der Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bis zum Erreichen der Netzparität noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird. Veränderungen der diesbezüglichen Gesetzgebung können sich daher erheblich auf die Investitionen in regenerative Energien auswirken. Im Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung der Wohnungsbauförderung oder von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung - positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit sind es insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen, die sich auf das Investitionsverhalten auswirken. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2012 weiter verlangsamt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm im Jahr 2012 nur noch um 3,2 Prozent zu, nach 3,9 Prozent im Vorjahr. In den Industrieländern wurde lediglich ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um durchschnittlich 1,3 Prozent erreicht. Hier wirkte sich insbesondere die schwache Entwicklung infolge der Staatsschuldenkrise der südeuropäischen Länder im Euro-Raum aus, der insgesamt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent aufwies. In den USA beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2011 auf 2,3 Prozent im Jahr 2012. Allerdings wurde das Wachstum von einem stärkeren ersten Halbjahr getragen, während die Wirtschaft im zweiten Halbjahr aufgrund der fiskalischen Restriktionen an Dynamik verlor. Die Schwellen- und Entwicklungsländer - allen voran China mit einem Plus von 7,8 Prozent - erzielten dagegen weiterhin ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,3 Prozent Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2012 um 0,8 Prozent gewachsen und stand damit an der Spitze des Euro-Raums. Jedoch haben das erneute Aufflammen der Krise in diesem Gebiet zur Jahresmitte und die unerwartet deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur die wirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte stark abgebremst Die Exporte sind dabei um 4,1 Prozent gestiegen, da der rückläufigen Entwicklung im Euro-Raum eine kräftige Nachfrage aus anderen Ländern gegenüberstand. Vor allem wegen der um 2,4 Prozent gesunkenen Investitionstätigkeit nahmen die Importe mit 2,3 Prozent weniger stark zu. Während die Staatsausgaben mit einem Plus von 1,2 Prozent etwas stärker zulegten als im Vorjahr, trugen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2012 mit einer Steigerung um 0,7 Prozent nur unterproportional zum Wirtschaftswachstum bei. In Österreich schwächte sich das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Leistung 2012 auf 0,6 Prozent ab, nach 2,7 Prozent im Vorjahr. Der geringere Anstieg ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die Anlageinvestitionen und die Exporte nur noch moderat um 0,8 Prozent zugenommen haben, nachdem sie im Vorjahr hohe Zuwachsraten von 7,3 Prozent bzw. 7,9 Prozent verzeichnet hatten. Branchentrend Agrar Die Preise für Agrarerzeugnisse haben sich im Jahr 2012 in Europa insgesamt auf relativ hohem Niveau behauptet. In Deutschland lag der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte zum Ende des dritten Quartals insgesamt um knapp 3 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Die Preisentwicklung wurde durch die global knappere Versorgungssituation mit Agrarrohstoffen getragen. Im Getreidejahr 2011/12 hatte die weltweite Produktionsmenge mit 2.316 Mio. Tonnen noch um etwa 5,2 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. Allerdings führten in der zweiten Jahreshälfte 2012 ausgeprägte Dürren in wichtigen Anbauregionen der Welt wie den USA, Russland, Kasachstan, der Ukraine, Brasilien und Argentinien zu hohen Ernteeinbußen und einer entsprechenden Angebotsverknappung. Auch in Deutschland blieb die gesamte Erntemenge von Getreide im Getreidejahr 2011/12 um gut 6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Regional betrachtet, war die Ertragsentwicklung im Süden und Westen dabei günstiger als im Norden und Osten. Insbesondere pflanzliche Erzeugnisse verzeichneten vor diesem Hintergrund überdurchschnittliche Preissteigerungen; so lag der Preisindex für Getreide Ende September 2012 um gut 17 Prozent über dem Vorjahreswert. In der Milchwirtschaft lagen die Erzeugerpreise bei einer hohen Erzeugungsmenge im EU-Durchschnitt Ende September 2012 um rund 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In Deutschland lag die Erfassungsmenge der Molkereien um etwa 1 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Nachdem die Milchpreise im ersten Halbjahr um mehr als 10 Prozent nachgegeben hatten, setzte im dritten Quartal eine Erholung ein; im Oktober wurde das Preisniveau vom Jahresanfang annähernd wieder erreicht. Während die Fleischproduktion weltweit 2012 um rund 1 Prozent gestiegen ist, dürfte sie in Deutschland insgesamt um etwa 2 Prozent abgenommen haben. Dabei entwickelte sich insbesondere die Erzeugung von Schweine- und Rindfleisch rückläufig, während in der Geflügelfleischerzeugung geringfügige Zuwächse zu verzeichnen waren. Die Preise für Fleisch blieben dabei im Zeitraum Januar bis Oktober 2012 weitgehend stabil auf dem relativ hohen Vorjahresniveau. Lediglich bei Geflügel gab es geringfügige Preisrückgänge. Die Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel stiegen im Jahr 2012 weiter an. Insbesondere bei Energie und Futtermitteln waren überdurchschnittliche Preisanstiege zu verzeichnen, wohingegen die Preissteigerungen für Pflanzenschutzmittel moderat ausfielen. Die Preise für Düngemittel entwickelten sich dagegen uneinheitlich. Bei Kalkdünger führte eine steigende Nachfrage zu moderaten Preiserhöhungen. Stickstoff-, Kali- und Phosphatdünger waren dagegen in etwa auf dem Vorjahresniveau zu haben. Ein Grund dafür dürfte die weltweit geringere Nachfrage aufgrund extremer Witterungsbedingungen in Nordamerika und Südeuropa sowie in Teilen Australiens und Indiens gewesen sein. Insgesamt konnten die Kostensteigerungen bei den Betriebsmitteln durch die deutlich höheren Einnahmen der Landwirtschaft jedoch mehr als ausgeglichen werden. Nach ersten Berechnungen des Deutschen Bauernverbands erhöhte sich die Nettowertschöpfung der deutschen Landwirtschaft im Kalenderjahr 2012 um rund 10 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft verbesserten sich damit auf 27.100 Euro, nach 24.500 Euro im Vorjahr. Nach der letztjährigen Rekordernte im Obstanbau führten die ungünstigen Witterungsverhältnisse in der ersten Jahreshälfte 2012 - insbesondere der Spätfrost während der Blütezeit - in Deutschland bei nahezu allen Obstarten zu einem geringeren Ernteertrag als im Vorjahr. So lag die deutsche Apfelernte 2012 von rund 933.000 Tonnen um 2,0 Prozent unter der Vorjahresmenge und knapp 7,0 Prozent unter der Erntemenge von 1 Mio. Tonnen, was als Vollernte angesehen wird. Auch bei Steinobst fiel die Ernte im Jahr 2012 zum Teil erheblich geringer aus. Auch in den übrigen EU-Ländern war eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Eine gute Erntequalität in Verbindung mit dem knappen Angebot schlug sich in höheren Preisen für Obst nieder, so dass die Verkaufserlöse der Obstbauern sich im Vergleich zum Vorjahr verbesserten. In Neuseeland war im Jahr 2012 eine durchschnittliche Erntemenge bei guten Vermarktungserträgen zu verzeichnen. Die überwiegend gute Erlös- und Einkommenssituation der landwirtschaftlichen Betriebe begünstigte im Jahr 2012 die Investitionen in Landtechnik. Auch der anhaltende Strukturwandel führt tendenziell zu einer höheren Nachfrage nach Landtechnik. So hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 0,5 Prozent auf 299.100 weiter verringert. Die bewirtschaftete Fläche je Betrieb ist um 0,1 Prozent auf 55,9 Hektar angestiegen. Der Gesamtumsatz der Landtechnikbranche erhöhte sich im Jahr 2012 um 9,7 Prozent auf rund 7,7 Mrd. Euro. Besonders starke Zuwächse verzeichneten dabei Landmaschinen mit einem Plus von 14,6 Prozent. Branchentrend Energie Neben dem strukturell bedingten rückläufigen Verbrauch von Rohöl wirkte im Wärmegeschäft das hohe Preisniveau im Jahr 2012 dämpfend auf die Nachfrage. Außer in den Zeiträumen April bis Ende Juli und Mitte Oktober bis Mitte Dezember lag der Rohölpreis im Jahresverlauf 2012 über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Mit einem Höchstpreis von rund 122 US-Dollar pro Barrel und einem Tiefstpreis von 87 US-Dollar nahmen die Preisschwankungen gegenüber dem Jahr 2011 noch zu. Zu Jahresbeginn 2012 stieg der Preis zunächst stark von rund 105 US-Dollar auf 122 US-Dollar pro Barrel an. Ab April gingen die Notierungen vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden Staatsfinanzierungskrise im Euro-Raum und den verhaltenen Perspektiven für das globale Wirtschaftswachstum zurück und erreichten im Juni mit etwa 87 US-Dollar pro Barrel den tiefsten Stand. Von diesem Niveau aus zog der Ölpreis sehr schnell wieder auf etwa 110 US-Dollar an. Die Heizölpreise entwickelten sich weitgehend parallel, lagen jedoch im gesamten Jahr 2012 über den Vorjahrespreisen. Insgesamt verlief der Absatz von Heizöl daher in den ersten neun Monaten 2012 schleppend. Im vierten Quartal belebte sich die Nachfrage saisonal bedingt bei leicht rückläufigen Heizölpreisen allerdings deutlich. Bei Kraftstoffen war der Gesamtabsatz im Jahr 2012 trotz eines insgesamt um 1,3 Prozent höheren Fahrzeugbestands geringfügig rückläufig. Dabei erhöhte sich der Absatz von Dieselkraftstoffen um 1,0 Prozent, während der Absatz von Ottokraftstoffen um rund 5 Prozent gesunken ist. Zu dem geringeren Absatz von Kraftstoffen dürften die hohen Preise beigetragen haben. Bei Schmierstoffen waren moderate Absatzsteigerungen zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf das positive konjunkturelle Umfeld für die metallverarbeitende Industrie und insbesondere den Maschinenbau in Deutschland zurückzuführen ist. Im Bereich der regenerativen Energien schreitet der Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Biomasse im Zuge der Umsetzung der Energiewende in Deutschland weiter voran. Auch die großen Energieversorgungsunternehmen überprüfen ihre Geschäftsmodelle und bieten zunehmend dezentrale Versorgungslösungen mit erneuerbaren Energien an. Während es sich bei Windkraft- und Biogasanlagen in der Regel um kommerzielle Großprojekte handelt, werden Solarenergie von gewerblichen Kunden und in starkem Maße auch von privaten Haushalten nachgefragt. Trotz schrittweiser Absenkungen der Einspeisevergütungen für Solaranlagen, lag die neu installierte Leistung mit 7.600 Megawatt (MW) aufgrund des starken Preisverfalls bei den Modulen auch im Jahr 2012 deutlich über dem politisch angestrebten Korridor von 2.500 MW bis 3.500 MW für den Zubau. Branchentrend Bau Die Bauwirtschaft profitierte im Jahr 2012 von einer Belebung im Wohnungsbau, der mit einem Anteil von über 58 Prozent das bedeutendste Bausegment in Deutschland ist Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen hat sich von 222.600 im Jahr 2011 um knapp 11 Prozent auf 246.600 Einheiten erhöht. Die stärksten Zuwächse verzeichnete dabei der Mehrfamilienhausbau. Insgesamt lagen die realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber verzeichnete der Nichtwohnungshochbau insgesamt eine Abnahme der Bautätigkeit um 3,8 Prozent. Dabei gingen die Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau nach dem starken Anstieg des Vorjahres 2012 real um 1,5 Prozent und im öffentlichen Hochbau um 14,0 Prozent zurück. Diese deutliche Reduzierung ist insbesondere durch das Auslaufen der letzten Fördermaßnahmen im Rahmen des Konjunkturpakets II aus dem Jahr 2011 bedingt. Im Tiefbau lagen die realen Bauinvestitionen um 6,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten der gewerbliche Tiefbau einen Rückgang um 4,0 Prozent und der öffentliche Tiefbau um 8,0 Prozent. Insgesamt lagen die realen Bauinvestitionen in Deutschland 2012 um 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, da die Bautätigkeit ab November witterungsbedingt einen starken Einbruch verzeichnete. In Österreich hat die Wachstumsdynamik der Baubranche im Jahr 2012 nach dem starken Anstieg der Bauinvestitionen von 4,4 Prozent im Jahr 2011 spürbar nachgelassen. Dennoch wuchsen die Bauinvestitionen mit 1,1 Prozent stärker als die Gesamtwirtschaft. Wachstumstreiber war dabei der Wohnungsbau, der ein Plus von 2,4 Prozent aufwies. Der sonstige Hochbau, der im Vorjahr sehr hohe Zuwächse verzeichnet hatte, stagnierte dagegen (plus 0,1 Prozent). Hier wirkte sich zunehmend die Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Perspektiven im Jahresverlauf 2012 aus. Im Tiefbau gingen die Bauinvestitionen aufgrund der Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte geringfügig um 0,2 Prozent zurück. III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung der Segmente Entwicklung des Segments Agrar im Jahr 2012 In der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz der BayWa AG im Geschäftsjahr 2012 um 14,6 Prozent auf 1.984,37 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist sowohl mengen- als auch preisbedingt. So nahm die Umschlagsmenge von Getreide um 14,1 Prozent auf rund 3,7 Mio. Tonnen zu; die Vermarktungspreise lagen über dem Vorjahresniveau. Düngemittel verzeichneten mit knapp 1,4 Mio. Tonnen eine um 2,4 Prozent leicht höhere Absatzmenge gegenüber Vorjahr bei im Durchschnitt stabilen Preisen. Der Absatz von Futtermitteln lag mit knapp 460.000 Tonnen rund 3,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres; erhöhte Marktpreise konnten hier den geringfügigen Absatzrückgang überwiegend kompensieren. Bei moderat höheren Preisen wuchs der Saatgutabsatz aufgrund der starken Auswinterungen im Frühjahr. Insgesamt verzeichnete die Sparte Agrarhandel aufgrund von anhaltend hohen Erzeugerpreisen eine hohe Abgabebereitschaft der Landwirte sowie eine solide Nachfrage nach Betriebsmitteln. Die Sparte Obst steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2012 von 106,9, Mio. Euro um 13,4 Prozent auf 121,2 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf größere Vermarktungsmengen aus der Rekordernte 2011 zurückzuführen. So lag das Absatzvolumen der BayWa von Tafelkernobst 20,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen profitierte von der anhaltend guten Erlössituation der Landwirte, dem hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr und der Umsetzung der Zwei-Marken-Strategie für CLAAS und AGCO. Der Absatz von Traktoren erreichte mit 3.276 Neumaschinen ein neues Rekordniveau. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 10,0 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Sparte Technik im Geschäftsjahr 2012 um 40,3 Mio. Euro bzw. 5,3 Prozent auf 802,1 Mio. Euro. Die insgesamt sehr positive Entwicklung des Segments Agrar wurde von allen drei Sparten getragen. Das Segment Agrar erzielte im Geschäftsjahr 2012 mit 2.907,7 Mio. Euro einen um 11,8 Prozent höheren Umsatz als im Vorjahr. Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2012 Im klassischen Energiegeschäft des Segments Energie wurde der Absatz im Geschäftsjahr 2012 in fast allen Produktbereichen gesteigert. Bei Heizöl nahm das Absatzvolumen um 26,1 Prozent und bei Holzpellets um 16,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Kraftstoffe verzeichneten ein moderates Plus beim Absatz um 4,6 Prozent. Lediglich bei Schmierstoffen reduzierte sich der Absatz geringfügig um 3,9 Prozent. Insgesamt stieg der Umsatz der BayWa im Bereich klassische Energie um 13,4 Prozent auf 1.418,5 Mio. Euro. Neben den höheren Absatzmengen trugen auch die im Jahresdurchschnitt höheren Preise - insbesondere bei Heizöl und Kraftstoffen - zu dem Umsatzanstieg bei. Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2012 Das Segment Bau weist im Wesentlichen aufgrund der Übertragung des Bau & Gartenmarktgeschäfts auf die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2012 für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 14,7 Prozent auf 1.334,5 Mio. Euro aus. Die fortgeführten Aktivitäten in der Sparte Baustoffe verzeichneten hingegen operativ eine Verbesserung. Gegenüber dem Vorjahr legte die Sparte Baustoffe insbesondere im Wohnungsbau und Hochbau zu. Die wesentlichen Wachstumsimpulse kommen aus dem kontinuierlichen Anstieg der Baugenehmigungen. Ein weiterer Umsatztreiber war der Bereich Sanierung, Renovierung und Modernisierung (SanReMo). Ertragslage der BayWa AG Der Umsatz der BayWa AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 4,5 Prozent auf 5.660,8 Mio. Euro im Wesentlichen aufgrund gestiegener Marktpreise für Agrarrohstoffe und Mineralölprodukte. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen ergab sich insgesamt eine Zunahme um 96,7 Mio. Euro auf 178,2,5 Mio. Euro. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Erträge entfällt auf die Erträge aus Anlageabgängen. Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit rund 102,2 Mio. Euro deutlich über den 24,2 Mio. Euro des Vorjahres. Die starke Zunahme gegenüber Vorjahr ist insbesondere auf die Veräußerung des Hauptverwaltungsgebäudes in München zurückzuführen. Hier wurde ein Ertrag in Höhe von rund 78,4 Mio. Euro erlöst Darüber hinaus haben sich die Mieterträge um rund 12,2 Mio. Euro auf insgesamt 29,5 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg basiert überwiegend auf der Vermietung der Verkaufsflächen an die zum 1. Januar 2012 gegründete BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG an der die BayWa und HELLWEG einen Anteil von 50 Prozent halten. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigten Wertberichtigungen entstanden Erträge in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro). Die Ergebnisbeiträge aus regelmäßigen Kostenerstattungen (13,4 Mio. Euro) sowie wiederkehrende Werbekostenzuschüsse (1,0 Mio. Euro) bewegten sich insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres. Nach Abzug der durch höhere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 311,4 Mio. Euro bzw. 6,7 Prozent auf 4.951,8 Mio. Euro gestiegenen Materialaufwendungen ergab sich ein Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) in Höhe von 888,9 Mio. Euro, das um 30,7 Mio. Euro bzw. 3,6 Prozent über dem Vorjahreswert liegt. Der Personalaufwand reduzierte sich um 3,3 Prozent oder 15,5 Mio. Euro auf 457,0 Mio. Euro. Der Rückgang ist auf die Ausgliederung des Bau & Gartenmarktgeschäfts zurückzuführen. Die Tarifsteigerung von durchschnittlich 2,4 Prozent konnte durch die Personalstandsreduzierung deutlich kompensiert werden. In der Tarifsteigerung ist die Sonderzahlung für Mitarbeiter in Höhe von 400 Euro pro Vollzeit-Mitarbeiter enthalten. Die einmalige Sonderzahlung für tarifliche Mitarbeiter wurde als Gratifikation für den Unternehmenserfolg des Geschäftsjahres 2011 ausgeschüttet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 239,0 Mio. Euro um 13,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Ein wesentlicher Teil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt auf Kosten für Instandhaltung für Modernisierungsmaßnahmen an den Vertriebsstandorten, Miet- und Pachtaufwendungen und Werbekosten. Diese genannten Aufwendungen reduzierten sich um insgesamt rund 13,0 Mio. Euro gegenüber Vorjahr. Darüber hinaus konnten die Kosten für Energie in Höhe von 2,9 Mio. Euro sowie für übrige Aufwendungen im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten um weitere 5,8 Mio. Euro gesenkt werden. Der Rückgang ist vor allem auf die Ausgliederung der Bau & Gartenmärkte zurückzuführen. Infolge der strategischen Neuausrichtung der Bau & Gartenmärkte stiegen die Kosten für den Rechts- und Beratungsaufwand um 4,4 Mio. Euro gegenüber Vorjahr an. Auch die Fuhrparkkosten erhöhten sich um rund 3,4 Mio. Euro aufgrund der Logistik-Neuausrichtung des Flottenmanagements, das sukzessive die Finanzierung der Geschäftsfahrzeuge von Kauf auf Leasing umstellt. Die Abschreibungen stiegen gegenüber dem Vorjahreswert um 3,4 Mio. Euro auf 50,3 Mio. Euro. Dieser Anstieg resultiert aus der Übertragung des Sonderpostens mit Rücklagenanteil (§ 6b-Rücklagen) auf Gebäude in Höhe von 7,6 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen haben sich hingegen um 1,3 Mio. Euro auf insgesamt knapp 42,7 Mio. Euro geringfügig gegenüber Vorjahr reduziert. Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 3,5 Mio. Euro auf 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro) ist vor allem auf nicht mehr vorhandene Ausleihungen an Tochterunternehmen, aus denen in der Vergangenheit Zinserträge resultierten, zurückzuführen. Die Erträge aus Gewinnabführungen entwickelten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 5,4 Mio. Euro aus Gewinnübernahmen erwirtschaftet (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Die Erträge aus Wertpapieren und sonstigen Ausleihungen konnten um rund 1,6 Mio. Euro gesteigert werden. Der Anstieg basiert auf Zinserträgen aufgrund von Ausleihungen an die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG. Dieser Zuwachs konnte den Rückgang der Erträge aus Beteiligungen nicht kompensieren, daher liegt das Beteiligungsergebnis unter dem Vorjahresniveau. Aufgrund der durchschnittlich im Jahresverlauf höheren Inanspruchnahme von Fremdmitteln hat sich das Zinsergebnis um 2,3 Mio. Euro auf insgesamt minus 30,1 Mio. Euro verschlechtert. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich um 56,0 Mio. Euro oder 64,7 Prozent auf 142,6 Mio. Euro. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BayWa AG stieg deutlich. Nach Berücksichtigung des Zins- und Beteiligungsergebnisses verbesserte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der AG um 50,2 Mio. Euro oder 63,9 Prozent auf rund 128,8 Mio. Euro. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf den Immobilienverkauf der Unternehmenszentrale in München zurückzuführen. Das außerordentliche Ergebnis beläuft sich auf minus 73,5 Mio. Euro. Dies ist in Höhe von 68,9 Mio. Euro auf die wirtschaftliche Übertragung der Pensionsrückstellungen auf die BayWa Pensionsverwaltung GmbH im Wege des Schuldbeitritts zurückzuführen, die zu diesem Zweck ergebniswirksam auf ihren Zeitwert erhöht wurde. Dieser Zeitwert wurde auf Basis der Regelungen von IAS 19 ermittelt und lag über dem nach handelsrechtlichen Grundsätzen definierten Erfüllungsbetrag. Aufgrund des Aufwands aus der Verringerung der aktiven latenten Steuern erhöhte sich der Ertragssteueraufwand der BayWa AG auf rund 15,0 Mio. Euro. gegenüber 9,3 Mio. Euro im Vorjahr. Nach Abzug der Ertragsteuern ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 35,5 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 26,6 Mio. Euro einer Steigerung um 8,9 Mio. Euro. Der deutliche Ergebnisanstieg basiert vor allem auf Gewinnen aus dem Immobilienverkauf als auch einer insgesamt verbesserten operativen Geschäftsentwicklung. Finanzlage Finanzmanagement Ziel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Selektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Devisentermingeschäfte und Swaps werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der BayWa AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte. In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines unternehmensweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa, den USA und Neuseeland. Im Wesentlichen betreibt die BayWa AG ihr Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring der unternehmensweiten Finanzengagements. Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des Unternehmens besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert. Das 2011 aufgenommene Schuldscheindarlehen ersetzt kurzfristige Kreditlinien, ohne diese jedoch abzulösen oder zu kündigen. Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem starkschwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung des Schuldscheindarlehens 2011 eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da sowohl eine Tranche mit fixer Verzinsung und eine mit variabler Verzinsung emittiert wurde. Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des Unternehmens. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
Die BayWa strebt konzernweit mittel- und langfristig eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent an. Diese Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen sehr soliden Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde diese Schwelle von der BayWa AG mit einer Eigenkapitalquote von 20,9 Prozent aufgrund der Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals zur Finanzierung der hohen laufenden Investitionen sowie der Akquisitionen zur Wahrnehmung zukünftiger Wachstumschancen erneut unterschritten. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der Anstieg der kurzfristigen Schulden gegenüber dem Vorjahr um 210,8 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den höheren Vorratsbestand bei einem gleichzeitig höheren Preisniveau für Agrarerzeugnisse und Betriebsmittel zurückzuführen. Die Bilanzsumme hat sich insgesamt gegenüber Vorjahr um 258,4 Mio. Euro erhöht. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklung scroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um rund 171,8 Mio. Euro. Neben dem verbesserten Jahresüberschuss trugen zur der Erhöhung des Cashflows insbesondere die Erhöhung der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bei. Gegenläufig wirkte sich im Wesentlichen die Verringerung der Rückstellungen sowie die Erhöhung der Forderungen und Vorräte aus. Der Mittelabfluss im Investitionsbereich reduzierte sich gegenüber dem Vorjahreswert um rund 33,9 Mio. Euro auf 76,8 Mio. Euro. Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen stiegen um rund 64 Mio. Euro auf 138,5 Mio. Euro im Berichtsjahr an. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Anlagen und Sachanlagen verringerten sich von 75,4 Mio. Euro auf 65,5 Mio. Euro. Die Auszahlungen für Investitionen wurden jedoch kompensiert durch Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Anlagen und Sachanlagen in Höhe von 107,5 Mio. Euro (Vorjahr: 33,2 Mio. Euro), insbesondere im Zusammenhang mit dem Verkauf der BayWa Unternehmenszentrale, und Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von 19,7 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro). Der negative Saldo des Finanzierungs-Cashflows ergab sich aus dem Abfluss der Dividendenzahlung in Höhe von rund 20,5 Mio. Euro. Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm 2012 flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 2,0 Mio. Euro zu. Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Vorjahr war auf die Aufnahme eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 218,5 Mio. Euro zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der Veränderung durch Verschmelzungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr 0,8 Mio. Euro) hat sich der Finanzmittelfonds gegenüber dem Vorjahr um 8,8 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro vermindert. Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse Die Finanzmittelausstattung der BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr wurden marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme der externen Kreditfinanzierung kompensiert. Daneben fließen dem Unternehmen Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen sowie Sale-and-Lease-Back Transaktionen zu. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Paper, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Die Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein 300 Mio. Euro Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 276,0 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio. Euro) mit einer durchschnittlichen Laufzeit 114 Tagen gezogen waren. Zum Jahresende 2012 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Dabei wurden von den Investoren Laufzeiten von bis zu sechs Monaten angefragt. Der gestiegenen Nachfrage nach von der BayWa emittierten Commercial Papers wurde im September durch eine Erhöhung des Programms von 300 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro Rechnung getragen. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 135,5 Mio. Euro (Vorjahr: 113,7 Mio. Euro) finanziert. Im Rahmen der Diversifizierung des Finanzportfolios des Unternehmens hat die BayWa bereits in dem Geschäftsjahren 2010 und 2011 zu attraktiven Kapitalmarktkonditionen Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 418,5 Mio. Euro aufgenommen. Für das Berichtsjahr gab es aufgrund der soliden Ausstattung von Eigen- und Fremdmitteln keinen Bedarf für die Aufnahme weiterer externer Finanzmittel. Die derzeitige Finanzierungsstruktur bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Investitionen Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2012 rund 62,6 Mio. Euro in materielle Vermögensgegenstände investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionssumme liegt damit 10,8 Mio. Euro unter dem Volumen des Vorjahres. Der Rückgang ist auf die Übertragung der Bau & Gartenmärkte zurückzuführen. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher werden kontinuierlich Investitionen vorgenommen in den verblieben Sparten. Rund 15,7 Mio. Euro wurden in Betriebsimmobilien, unter anderem in Bau und Fertigstellung von Betriebsgebäuden investiert. Hier stehen regelmäßig Vergrößerungen der Erfassungs-, Umschlags- und Lagerkapazitäten im Vordergrund, um die Produktivität für die BayWa und ihre Kunden gleichermaßen zu steigern. So investierte die BayWa in Rain am Lech für den zweiten Bauabschnitt rund 3,2 Mio. Euro in das neue Agrarzentrum mit einer Lagerkapazität von 19.000 Tonnen für Getreide und einer Düngerhalle mit 5.000 Tonnen Fassungsvermögen. Die Erfassungskapazität für Getreide beträgt jetzt 150 Tonnen pro Stunde. Daneben umfasst der Standort eine Düngermischanlage, zwei Pflanzenschutzmittelräume, eine Mehrzweckhalle und ein modernes Bürogebäude. Für die Erweiterung des Betriebs Schweinfurt Hafen wurden rund 2,4 Mio. Euro im Berichtsjahr investiert. Mit dieser Investition konnten die Kapazitäten im Getreide wie im Düngerbereich deutlich ausgeweitet werden. Den Landwirten aus der Region stehen ein Getreidelagerraum mit 26.000 Tonnen und eine Düngerhalle mit 7.000 Tonnen Fassungsvermögen zur Verfügung. Darüber hinaus wurde am Agrar-Standort Heilbronn die Erweiterung von Getreideanlagen in Höhe von rund 4,2 Mio. Euro vorgenommen. Die Sparte Baustoffe errichtete einen Baustoffbetrieb im unterfränkischen Kitzingen. Zum Betrieb gehören eine 1.100 m2 Stückgutlagerhalle und eine 400 m2 große Innenausstellung. Die Investitionssumme lag insgesamt bei rund 1,9 Mio. Euro. Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handelsgeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die sich konjunkturabhängig nicht zwangsläufig im Geschäftsergebnis abbilden lassen. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird konsequent vermarktet Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Expansionsfinanzierung. Durch die Umwandlung des Immobilienbereichs der BayWa in ein eigenes Profit-Center soll die Vermarktung der Altimmobilien in Zukunft beschleunigt werden. Im Geschäftsjahr 2012 konnten aus dem Verkauf von Immobilien rund 99,2 Mio. Euro erzielt werden. Zusammensetzung des Vermögensscroll
Die Vermögensstruktur der BayWa AG hat sich im Berichtsjahr zugunsten der langfristigen Vermögenswerte entwickelt. Primär durch die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen infolge des Unternehmenserwerbs von Turners & Growers Ltd und der Kapitalerhöhung bei BayWa r.e. renewable energy GmbH. Das kurzfristige Vermögen stieg um 8,3 Prozent auf 1.381,7 Mio. Euro an. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf den gestiegenen Bestand an Waren und die höheren Forderungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen. Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge um 11,9 Prozent auf 2.427,3 Mio. Euro. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts der BayWa AG weiterhin als positiv. Die Ergebnisentwicklung im Agrargeschäft profitierte im Jahr 2012 von der fortgesetzten Preiserholung für Erzeugnisse und einer verbesserten Betriebsmittelnachfrage. Auch die Sparte Technik verzeichnete eine ungebrochene Wachstumsdynamik. Der Handel mit Brenn- und Kraftstoffen im Segment Energie registrierte eine Belebung des Geschäfts. Das Baugeschäft konnte an der verbesserten Baukonjunktur partizipieren. Zudem hat das Segment Bau durch eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen die Weichen für eine nachhaltige Steigerung der Ertragskraft gestellt. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2012 ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch in Zukunft weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2012 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der BayWa AG im Jahresdurchschnitt um 1.217 auf insgesamt 9.422 reduziert. Der Personalrückgang ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung der Bau & Gartenmärkte im Segment Bau zurückzuführen. Im Segment Agrar hat sich die Anzahl der Beschäftigten um 125 Mitarbeiter erhöht. Im Segment Energie als auch in der Verwaltung waren 11 bzw. 32 Mitarbeiter weniger beschäftigt gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 reduzierte sich die Zahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 1.350 auf 10.447 Personen. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl der BayWa AGscroll
Personalmanagement-Instrumente Zur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse. Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie Gesundheit Berufliches und Privates in Einklang zu bringen ist in der heutigen Gesellschaft für viele Menschen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der BayWa gefördert, indem Familienvätern und -müttern vielfältige Teilzeitmodelle angeboten werden. Der Wiedereinstieg für Eltern in die berufliche Tätigkeit wird durch einen Zuschuss zur Kinderbetreuung von bis zu 200 Euro monatlich gefördert. Im Geschäftsjahr 2012 wurde beschlossen, dieses Angebot ab dem 1. Januar 2013 nochmals deutlich zu erweitern. Während bisher die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 3. Lebensjahr finanziell gefördert wurde, wird zukünftig die Förderung auf Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren erweitert. Weiterhin wurde beschlossen, dass Teilzeitkräfte zukünftig ebenfalls den gleichen Zuschuss wie Vollzeitkräfte erhalten. Der Zuschuss für die Kinderbetreuung bis zum vollendeten 3. Lebensjahr liegt monatlich bei maximal 200 Euro, für nicht schulpflichtige Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren werden maximal 100 Euro ausbezahlt. Zusätzlich bietet die BayWa gemeinsam mit dem Kooperationspartner pme Familienservice GmbH auch Unterstützung im Bereich Homeund Eldercare. Das Angebot reicht hier von der Information rund um das Thema Pflegeversicherung über Suche und Auswahl von verschiedenen Betreuungsangeboten bis hin zur Vermittlung von Pflegekräften. Weiter in den Fokus gerückt ist im Jahr 2012 auch die Stärkung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden die konzeptionellen Grundsteine gelegt, um die betriebliche Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Besonderes Augenmerk gilt der präventiven Gesundheitsförderung: In Schulungen und Seminaren werden verschiedene Module im Rahmen des Gesundheitsschutzes angeboten. Für Führungskräfte gibt es ganztägige Workshops, um sie für das Thema Work-Life-Balance, Stressmanagement oder auch gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Für Fachkräfte wurden die Seminarinhalte ebenfalls um gesundheitsfördernde Module erweitert. Erfolgsfaktor Ausbildung Die Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der BayWa AG. Mit durchschnittlich rund 950 Auszubildenden und einer konstanten Ausbildungsquote von rund 9 Prozent gehört die BayWa zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Der Anteil der Mitarbeiter in Führungsfunktionen, die bereits ihre Ausbildung bei der BayWa absolviert haben, ist mit 45 Prozent überdurchschnittlich hoch. Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in der AG Die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Hierbei wurde u. a. ein Großauftrag für die laufende Erfassung und das Scannen von Belegen vergeben, der die Schaffung einer größeren Anzahl neuer Arbeitsplätze ermöglichte. Corporate-Social-Responsibility(CSR)-Aktivitäten Die BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Unternehmens, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. Die BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Unternehmen um und stellt eine nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens. Eine gute Unternehmensführung wird im Unternehmen durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Unternehmens als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Unternehmen gelebt. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Unternehmens sowohl der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern gegenüber. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. Die 1998 gegründete BayWa Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Rumänien, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe, der Fokus richtet sich auf Projektergebnisse, die nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern einen Grundstein für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten legen. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem leistet die BayWa AG einen eigenen Beitrag, indem sie jede Spende an die Stiftung verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die Aktivitäten für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft. Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten Kapitals Das gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 88.197.406,72 Euro und ist eingeteilt in 34.452.112 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.100.769 vinkulierte und 108.092 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2013 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. Zehn Prozent der Stimmrechte überschreitende Beteiligungen Es wird auf die Ausführungen zu den erhaltenen Mitteilungen über Beteiligungen im Anhang (Ziffer 9) verwiesen. Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung Ergänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.110.215,68 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. IV. Chancen- und RisikoberichtChancen- und Risikomanagement Die Politik der BayWa AG ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft die BayWa AG Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann die BayWa frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Unternehmen lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des in der BayWa AG bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens. Darüber hinaus hat die BayWa AG in ihren Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement in der BayWa AG In der BayWa AG ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Unternehmensstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Unternehmens sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten jedoch die BayWa weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Aus- oder Aufbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung - wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise zu befürchten - kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und Risiken Wechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerlicher Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit und -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach mehreren Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütung im Jahr 2012 werden - neben der laufenden monatlichen Absenkung - weitere Anpassungen im zweiten Halbjahr 2013 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt. Preischancen und -risiken Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann. Fremdwährungschancen und -risiken Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risiken Das Anlageportfolio der BayWa AG umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risiken Zinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Unternehmens. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Regulatorische und rechtliche Chancen und Risiken Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen der BayWa AG unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Kreditrisiken Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa AG eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa AG ihre finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden in der BayWa AG durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externen Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa AG hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur der BayWa AG reduziert zudem die Liquiditätsrisiken. Rating des Unternehmens Die Bonität der BayWa AG wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2012 konnte die BayWa AG die Kreditlinien erhöhen. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risiken Die BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, werden weiterhin qualifizierte Fachkräfte benötigt. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt das Unternehmen zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter „ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und Risiken Die Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa AG auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bieten IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Unternehmensleitung Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat die BayWa AG entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die BayWa AG verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Jahresabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das „Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Erstellung des Einzelabschlusses nach HGB. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Das „Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Einzelabschluss betreffenden Prozesse. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen Rechnungslegungsvorschriften gewährleistet V. NachtragsberichtDie BayWa AG, München, hat nach der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden im Dezember 2012 mit Wirkung zum 3. Januar 2013, dem Tag der Kaufpreiszahlung, 100 Prozent der Anteile des weltweit agierenden Getreidehändlers Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande, übernommen. Die Cefetra B.V, deren Anteile bisher von ForFarmers Group B.V., Lochem, Niederlande, und den Agrargenossenschaften Agrifirm Group B.V., Apeldoorn, Niederlande, und AgruniekRijnvallei Holding B.V., Wageningen, Niederlande, gehalten wurden, ist mit Tochterunternehmen in Großbritannien, Polen, Ungarn und Kanada weltweit im Getreidehandel aktiv und führend in Europa bei der Belieferung der Futtermittelindustrie mit Rohstoffen (Soja, Getreide, Palmkuchen). Das Unternehmen hat Lager- und Hafenstandorte in West- und Osteuropa sowie ein eigenes Erfassungsnetz in Polen. Die Cefetra-Gruppe erwirtschaftete mit 210 Mitarbeitern im Jahr 2012 einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro. Das durchschnittliche EBIT der vergangenen fünf Jahre betrug rund 26 Mio. Euro. Der Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile an der Cefetra B.V. betrug rund 125 Mio. Euro. Für die BayWa AG bedeutet der Erwerb der Cefetra B.V. einen wesentlichen Meilenstein ihrer internationalen Wachstumsstrategie im Bereich Agrar. Durch den Erwerb weitet die BayWa AG ihre Position als Getreidehändler in Europa global aus. Die BayWa AG, München, übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der norddeutschen Bohnhorst Agrarhandel GmbH, Steimbke. Die Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte am 7. Februar 2013. An der Bohnhorst Agrarhandel GmbH wird die BayWa AG eine Beteiligung von 60 Prozent für rund 36 Mio. Euro erwerben. Davon basieren 12 Mio. Euro auf einer mehrjährigen ergebnisabhängigen Earn-out-Regelung. Der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer Helmut Bohnhorst jr. bleibt mit 40 Prozent der Anteile an der Gesellschaft beteiligt und wird weiter im Unternehmen als Geschäftsführer tätig sein. Die Bohnhorst Agrarhandel GmbH ist ein internationaler Agrarhändler, der vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie in Polen mit Erfassungs-, Lager- und Logistikstandorten vertreten ist. Zwei Standorte liegen an der Ostsee, andere Betriebe an Flüssen wie Weser und Elbe und am Mittellandkanal. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 468 Mio. Euro. Das durchschnittliche EBIT der letzten fünf Jahre betrug 13 Mio. Euro. Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten ist der Getreidehandel, der im Jahr 2011 allein rund 310 Mio. Euro Umsatz brachte. Dazu kommen der Vertrieb von Betriebs- und Futtermitteln. Durch den Erwerb der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH weitet der BayWa-Konzern seine Geschäftsaktivitäten im Bereich Agrar insbesondere im nord- und ostdeutschen Raum aus. VI. Corporate-Governance-BerichtErklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens im Bereich Investor Relations dauerhaft zugänglich. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit zu fördern. 1. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 9. November 2011 abgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 (bekannt gemacht im Bundesanzeiger am 15. Juni 2012; nachfolgend „DCGK") mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird: Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbst-behalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden. Abfindungs-Cap - Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung. Denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines gegebenenfalls bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird. Aufgaben des Prüfungsausschusses - Ziffer 5.3.2 DCGK Der Aufsichtsrat soll nach Ziffer 5.3.2 DCGK unter anderem mit der Compliance befasst sein, falls kein anderer Ausschuss damit betraut ist. Derzeit sind Compliance-Angelegenheiten in Abweichung zu Ziffer 5.3.2 DCGK keinem bestimmten Ausschuss zugewiesen, vielmehr befasst sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit diesem Thema. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Compliance-Angelegenheiten ist die BayWa AG der Ansicht, dass sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats in die Behandlung entsprechender Fragen einbezogen werden sollten. Aufgrund der Neufassung des DCGK zieht die BayWa AG gleichwohl die Übertragung der Compliance-Angelegenheiten auf einen Ausschuss in Erwägung. Anlässlich der in der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013 anstehenden Wahlen zum Aufsichtsrat und der damit verbundenen Neuordnung des Aufsichtsrats soll die Übertragung auf einen bestimmten Ausschuss jedoch erst nach der Wahl der neuen Aufsichtsratsmitglieder im Jahr 2013 erfolgen. Keine festen Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat - Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK In den aktuellen Fassungen der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 DCGK einerseits und in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 DCGK andererseits keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter allein sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll. Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats - Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei der Benennung der konkreten Ziele soll unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Insbesondere sollen die konkreten Ziele eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Mit der Neufassung des DCGK vom 15. Mai 2012 wird nun auch die Beachtung der Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder empfohlen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele beachten. Die BayWa AG sieht von einer konkreten Zielsetzung und Quoten im vorgenannten Sinn ab. Aus Sicht der BayWa AG ist die Qualifikation von den Aufsichtsratskandidaten maßgebliches Kriterium für die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats und damit die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei den Vorschlägen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unterstützt und berücksichtigt die BayWa AG die in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK genannten Kriterien, sieht aber konkrete Zielvorgaben oder Quoten nicht als sinnvoll an. Angaben zur Ausgestaltung der erfolgsorientierten Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern - Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 DCGK Mit der Neufassung von Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2 DCGK vom 15. Mai 2012 soll eine den Aufsichtsratsmitgliedern gewährte erfolgsorientierte Vergütung auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet sein, mithin eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Neben einer jährlichen Fixvergütung kann den Mitgliedern des Aufsichtsrats der BayWa AG eine erfolgsorientierte variable Vergütung gezahlt werden. Da sich diese anhand der von der Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr beschlossenen Bardividende bestimmt, liegt eine Abweichung vom Erfordernis der Ausrichtung am nachhaltigen Unternehmenserfolg vor. Die BayWa AG hält eine Ausrichtung an der Bardividende des jeweiligen Geschäftsjahrs nach wie vor für sinnvoll. Durch diese Ausrichtung wird nach Ansicht der BayWa AG ein Gleichklang zwischen den Interessen des Aufsichtsrats und den Aktionären gewährleistet. Angaben zur Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK Entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang oder im Lagebericht ausgewiesen. Aus den im Anhang oder im Lagebericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.
München, 7. November 2012 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat 2. Führungs- und Kontrollstruktur des Unternehmens Vorstand und Aufsichtsrat Als Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Aufgaben und Arbeitsweise des Vorstands Der Vorstand besteht derzeit aus vier Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem in Angelegenheiten herbeizuführen, die dem Vorstand durch den Vorstandsvorsitzenden oder ein Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende, an der Beschlussfassung teilnimmt. Die Beschlüsse des Vorstands sind mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gültig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. Auf Anordnung des Vorstandsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch Stimmabgabe in Textform oder telefonisch gefasst werden. Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenkonflikt begründet Das Mitglied Albrecht Merz ist und war im vergangenen Geschäftsjahr im Vorstand einer Gesellschaft, mit der die BayWa AG Geschäftsbeziehungen unterhält. Geschäfte mit dieser Gesellschaft erfolgten allerdings zu denselben Bedingungen wie mit fremden Dritten. Die Unabhängigkeit des betreffenden Aufsichtsratsmitglieds wurde und wird daher durch diese Geschäfte nicht berührt. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder der BayWa AG an. Im letzten Jahr gab es folgende personellen Veränderungen im Aufsichtsrat: Georg Fischer ist zum 31. März 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Jürgen Hahnemann ist seit 1. April 2012 Mitglied des Aufsichtsrats. Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus, so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. Der Aufsichtsrat ist nur beschlussfähig, wenn acht Mitglieder - unter ihnen der Vorsitzende - oder zwölf Mitglieder an der Sitzung und an der Beschlussfassung teilnehmen. Schriftliche, telegrafische, fernmündliche, elektronische oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses sind zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Verhinderungsfall ein Stellvertreter dies anordnet. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. zur Begründung die oben wiedergegebene Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor. Ausschüsse des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 hat die Hauptversammlung am 30. Mai 2012 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, zwei Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner. Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer. Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch ein Mitglied oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2012 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt. Aktionäre und Hauptversammlung Die Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip „one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat Nach § 15 WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahres getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (z. B. Generalbevollmächtigte). Im Geschäftsjahr 2012 sind der BayWa AG keine Meldungen über Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat in BayWa-Aktien (ISIN: DE 0005194062/WKN 519 406) zugegangen. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat Der Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2012 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher nicht vor. Vermeidung von Interessenkonflikten Die Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten. Weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken Die Ethikgrundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigten dar. Die Ethikgrundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.com öffentlich zugänglich Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartner/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden. Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im konzernweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Compliance-Beauftragte überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses. 3. Sonstige Aspekte guter Corporate Governance Kommunikation und Transparenz Die BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen und Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u. a. Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und - soweit erforderlich - durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.com bereitgestellt Verantwortungsvolles Handeln und Risikomanagement Ziel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Konzernlagebericht. VII. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des Vorstands Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2012 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausgezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Anders als bislang erfolgt die Auszahlung künftig jedoch linear, das heißt, der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestanteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Unternehmen für das Geschäftsjahr 2012 betragen 5,008 Mio. Euro (Vorjahr: 4,288 Mio. Euro). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,562 Mio. Euro (Vorjahr: 0,538 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). VIII. PrognoseberichtGesamtwirtschaftlicher Ausblick Für die Weltwirtschaft wird für die Jahre 2013 und 2014 ein sich wieder beschleunigendes Wachstum erwartet. Nach jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll die globale Wirtschaftsleistung 2013 um 3,5 Prozent und 2014 um 4,1 Prozent zunehmen. In den Industrieländern insgesamt wird die Entwicklung im Jahr 2013 mit einem Wachstum um 1,4 Prozent noch verhalten bleiben und sich das Wachstumstempo erst 2014 auf 2,2 Prozent erhöhen. In USA wird das Wachstum im Gesamtjahr 2013 mit 2,0 Prozent schwächer ausfallen als im Jahr 2012. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass für die USA erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 mit einem spürbaren konjunkturellen Aufwärtstrend gerechnet wird. Für das Jahr 2014 wird ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent prognostiziert. Im Euro-Raum bleiben die Belastungsfaktoren - insbesondere aus dem südeuropäischen Raum - weiter bestehen, so dass für das Jahr 2013 von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent ausgegangen wird. Erst für 2014 wird wieder ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,5 Prozent und 5,9 Prozent weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt. Die deutsche Wirtschaft soll 2013 - vor allem aufgrund eines schwachen Jahresauftakts - gemäß Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) lediglich um 0,9 Prozent wachsen. Für den weiteren Jahresverlauf wird allerdings mit einer zunehmend dynamischen Wirtschaftsentwicklung gerechnet, da die dämpfenden Einflüsse der wirtschaftlichen Schwäche im Euro-Raum auf die deutschen Ausfuhren abnehmen. Positive Effekte auf die Exporte dürften von den USA, Asien und - wenn auch in geringerem Umfang - Osteuropa ausgehen, weil in vielen dieser Länder die Wirtschaftspolitik expansiv wirkt. Im Jahr 2014 soll sich das gesamtwirtschaftliche Wachstumstempo auf 2,2 Prozent beschleunigen. Beim privaten Konsum wirken sich die im Jahresdurchschnitt 2013 höhere Beschäftigtenzahl sowie steigende Realeinkommen positiv aus, so dass für 2013 eine Steigerung um 1,1 Prozent erwartet wird. Dieser Trend wird auch im Jahr 2014 anhalten und zu einem weiteren Wachstum des privaten Konsums um dann 1,5 Prozent führen. Für die Staatsausgaben wird für 2013 ein Zuwachs um 1,5 Prozent und für 2014 um 1,3 Prozent erwartet. Nachdem für die Anlageinvestitionen im Jahr 2013 nur eine moderate Zunahme um 0,9 Prozent prognostiziert wird, geht das DIW für das Jahr 2014 von einer deutlichen Steigerung der Investitionen um 5,4 Prozent aus. Ausblick auf die Entwicklung der BranchenAusblick für die Branche Agrar Die langfristigen Perspektiven für die Agrarwirtschaft werden durch die weltweit stetig steigende Nachfrage nach Agrarerzeugnissen geprägt. Das Bevölkerungswachstum und die fortschreitende Urbanisierung führen zu einem Rückgang der verfügbaren Anbaufläche pro Kopf. Die Deckung des Ernährungsbedarfs erfordert daher eine Steigerung der Flächenerträge und der Produktivität in der Landwirtschaft. Hiervon profitiert auch das Geschäft mit Betriebsmitteln und Technik. Weltweit sind die Vorräte an Agrarerzeugnissen im Trend rückläufig. In diesem Umfeld ist von einer zumindest stabilen Preisentwicklung für Agrarrohstoffe in normalen Erntejahren auszugehen. Außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten in einzelnen Regionen und Jahren führen jedoch aufgrund der Globalisierung und zunehmenden Vernetzung der Märkte für Agrarprodukte zu einer höheren Schwankungsbreite der Preise. Die aktuellen Prognosen für das Getreidejahr 2012/13 gehen von einer weltweit geringeren Erntemenge aus als im Getreidejahr 2011/12.So wird mit 2.241 Mio. Tonnen eine um gut 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.316 Mio. Tonnen liegende Getreideernte erwartet. Aufgrund des Verbrauchsanstiegs auf geschätzte 2.284 Mio. Tonnen werden die Lagerbestände um rund 4.3 Mio. Tonnen auf 423 Mio. Tonnen sinken. Damit vermindert sich die Reichweite der Endbestände von 74 Tagen auf 68 Tage. In der EU wird für das Getreidejahr 2012/13 ein um knapp 2 Prozent auf 294,6 Mio. Tonnen rückläufiger Verbrauch (inkl. Exporte von 22,6 Mio. Tonnen) erwartet Da gleichzeitig die Menge des verfügbaren Getreides (Lageranfangsbestand plus Erntemenge und Importe) um rund 3 Prozent auf 327,0 Mio. Tonnen sinkt, werden sich die Endbestände in der EU um rund 4,5 Mio. Tonnen auf 32,4 Mio. Tonnen weiter reduzieren. Für Futtermittel ist trotz des gegenüber Vorjahr deutlich erhöhten Preisniveaus mit einer relativstabilen Entwicklung zu rechnen, da alternative Verwendungsmöglichkeiten in der Energieerzeugung bei rückläufigen Preisen zu zusätzlicher Mengennachfrage führen. Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln ist für Saatgut und Pflanzenschutzmittel insgesamt von einer stabilen Nachfrage auszugehen. Erfahrungsgemäß ist von geringen Preisschwankungen auszugehen. Preissteigerungen dürften sich knapp über den inflationsbedingten Preiserhöhungen bewegen. Angesichts der guten Erzeugnispreise kann für das Jahr 2013 wieder ein zunehmender Einsatz von Düngemitteln bei stabilen bis geringfügig steigenden Preisen erwartet werden. Allerdings könnten die Preisentwicklungen je nach Sorte - ähnlich wie im Vorjahr - uneinheitlich ausfallen. Für die deutsche Obsternte ist nach der kleineren Ernte im Berichtsjahr von einer Normalisierung des Ernteertrags in 2013 auszugehen. Dies gilt auch für die anderen Länder Westeuropas. Mit einer durchschnittlichen Ernte in Europa sind leicht sinkende Obstpreise wahrscheinlich. Für Umsatz und Ergebnis insgesamt ist mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Agrarerzeugung und den Agrarhandel bleiben günstig. Europa profitiert dabei besonders von den ausgeglichenen klimatischen Bedingungen sowie dem hohen produktionstechnischen Know-how und der guten technischen Ausstattung der Betriebe. Das Umfeld für die Landtechnik dürfte in Deutschland im Jahr 2013 weiterhin positiv bleiben. Auf Basis der derzeitigen Preisentwicklungen bei den wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2013 zumindest von einer auf hohem Niveau stabilen wirtschaftlichen Lage der Betriebe ausgegangen werden. Die Investitionsneigung liegt mit 38 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe, die in der näheren Zukunft Investitionen tätigen wollen, zwar etwas unter dem Vorjahreswert von 40 Prozent. Das aggregierte Investitionsvolumen ist jedoch mit geschätzten 6,7 Mrd. Euro um rund 1,2 Mrd. Euro höher als im Vorjahr. Dabei verzeichnen Investitionen in Wirtschaftsgebäude den stärksten Anstieg, gefolgt von Hof- und Stalltechnik, während sich die Investitionen in Maschinen und Geräte sowie in erneuerbare Energien auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die mittel- und langfristigen Perspektiven sind auch für die Landtechnik unverändert positiv einzuschätzen, da die fortschreitende Intensivierung der Agrarproduktion auch zukünftig mit einem zunehmenden Einsatz von Technologie zur Effizienzsteigerung verbunden sein wird. Ausblick für die Branche Energie Der Absatz von Kraft- und Schmierstoffen im Bereich klassische Energie ist im Wesentlichen abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Dagegen unterliegt die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen Schwankungen, die stark vom Witterungsverlauf und vom Preisniveau beeinflusst werden. Für den Rohölpreis gehen die Schätzungen für das Jahr 2013 von einer Schwankungsbreite zwischen 100 US-Dollar und 120 US-Dollar je Barrel aus. Dabei sollte die noch verhaltene Weltkonjunktur dazu beitragen, dass sich der Rohölpreis zumindest im ersten Halbjahr eher im unteren Bereich der Bandbreite bewegt. Das geringe Wachstum der Nachfrage und ein steigendes Angebot aus Nicht-OPEC-Staaten - beispielsweise aus den USA - dürften den Preisauftrieb auch im zweiten Halbjahr begrenzen, was zu einer stärkeren Bevorratung der Haushalte führen kann. Allerdings ist insbesondere bei Heizöl in den vergangenen Jahren ein struktureller Rückgang der Nachfrage im oberen einstelligen Prozentbereich pro Jahr zu beobachten, der auf die verbesserte Energieeffizienz im Gebäudebestand und den zunehmenden Einsatz von Gas und regenerativen Energiequellen für Heizung und Warmwasserbereitung zurückzuführen ist. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2013 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend regen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse verzeichnen können. Der Treiber für die Entwicklung des Bereichs regenerative Energien in Deutschland ist das Energiekonzept 2050, das die Erreichung eines Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 80 Prozent vorsieht. Durch die politischen Vorgaben sind damit die Weichen für ein lang anhaltendes Wachstum gestellt. Ähnlich ist die Entwicklung in der EU, wo bis zum Jahr 2020 der Anteil der erneuerbaren Energien auf mindestens 30 Prozent der Erzeugung ausgebaut werden soll. Kurzfristige Schwankungen auf diesem Wachstumspfad ergeben sich allerdings aus politischen Anpassungen der Fördermaßnahmen, um die Auswirkungen auf den Strompreis zu begrenzen. Nachdem der Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland mit rund 7,6 Gigawatt auch im Jahr 2012 deutlich über dem politisch angestrebten Korridor von 2,5 bis 3,5 Gigawatt gelegen hat, wird die seit November 2012 wirksame monatliche Absenkung der Einspeisetarife im Jahresverlauf 2013 zu einer kontinuierlich sinkenden Rentabilität der Anlagen führen. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass das Bauvolumen bei Photovoltaikanlagen zukünftig in Richtung des politisch angestrebten Korridors absinken wird und sich der Trend zu netzunabhängigen autonomen Lösungen verstärken könnte. Bei Windenergieanlagen wird nach dem starken Wachstum des Jahres 2012 in Deutschland von rund 20 Prozent mit einem weiteren Zubau von Kapazitäten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Ausblick für die Branche Bau Die Perspektiven für die Bauwirtschaft in Deutschland verbessern sich im Jahr 2013. Vor dem Hintergrund der auch 2012 weiter gestiegenen Anzahl von Baugenehmigungen wird für das Jahr 2013 ein realer Anstieg der Investitionen im Wohnungsbau um 3,5 Prozent erwartet. Der Anteil des Wohnungsbaus an den gesamten Bauinvestitionen erhöht sich damit auf rund 59 Prozent. Im Nichtwohnungsbau wird mit einem moderaten Wachstum von 1,2 Prozent gerechnet. Die Belebung wird durch den öffentlichen Hoch- und Tiefbau getragen, der nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr im Jahr 2013 voraussichtlich um 5,0 Prozent wachsen wird. Für den gewerblichen Hoch- und Tiefbau wird dagegen lediglich eine Bautätigkeit auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Insgesamt werden die Bauinvestitionen im Jahr 2013 um 2,5 Prozent zunehmen. Erwartete Entwicklung der BayWa-Segmente Ausblick Segment Agrar Das Stimmungshoch in der Landwirtschaft in den Marktregionen der BayWa AG dürfte sich fortsetzen. Das relativstabile Preisniveau für Agrarerzeugnisse begünstigt die Einkommen der Landwirte. Zwar steigen auch die Kosten der Landwirtschaft in den Bereichen Dünge- und Futtermittel sowie Energie wieder deutlich an, per saldo übersteigen jedoch die Mehrerlöse auf der Erzeugnisseite die Kostensteigerungen bei den Produktionsmitteln. Vor diesem Hintergrund dürfte sich die wirtschaftliche Lage im Verlauf dieses Jahres für die meisten Agrarbetriebe zumindest auf dem Niveau des Jahres 2012 einpendeln. Eine exakte Prognose bleibt allerdings schwierig, da sich Märkte auch zukünftig durch externe, nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Die Agrarwirtschaft bildet eine stabile Säule im Geschäftsmodell der BayWa AG, da die Steigerung der Einkommen in der Landwirtschaft und die Erhöhung der Flächenproduktivität nur über den intensivierten Betriebsmitteleinsatz und Investitionen in Maschinen und Geräte zu erreichen sind. Die Kompetenzen der BayWa bei Logistik, Beratung und Dienstleistungen eröffnen zusätzliche Wertschöpfungsmöglichkeiten. Auch in Zukunft wird die BayWa in den Sparten Agrarhandel und Obst Marktbereinigungen in der Branche für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die Verbesserung des Leistungsangebots, die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz durch die kontinuierliche strategische Standort- und Vertriebsoptimierung bilden die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung beider Sparten. Für das erste Halbjahr 2013 ist bei Agrarerzeugnissen insgesamt von einer stabilen Markt- und Preissituation auszugehen. Bei durchschnittlichen Erntemengen werden sich die Preise insbesondere für Getreide auch im zweiten Halbjahr auf hohem Niveau halten, da die Getreidebilanz weltweit voraussichtlich weiterhin eng bleiben wird. Infolge des stabilen Liquiditätszuflusses bei den Landwirten erwartet die BayWa AG eine robuste Betriebsmittel-nachfrage. Das Technikgeschäft wird im ersten Halbjahr 2013 vom hohen Auftragsbestand bei Landmaschinen aus dem Jahr 2012 profitieren. Zudem führte der frühe Wintereinbruch im Jahr 2012 zu einer Verschiebung von Auslieferungen in das Jahr 2013. Im zweiten Halbjahr ist dagegen mit einer moderaten Abschwächung gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahreszeitraums zu rechnen. Positive Impulse für die BayWa ergeben sich auch aus der getrennten Markenführung der Marken AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) und CLAAS, die im Jahr 2012 weitestgehend umgesetzt wurde. Darüber hinaus konnte das Vertriebsgebiet durch Übernahme der Geschäftsaktivitäten einzelner Landmaschinenhändler ausgeweitet werden. Über die gesamte Produktpalette hinweg rechnet die BayWa AG in der Landtechnik im Jahr 2013 mit einem auf hohem Niveau stabilen Umsatz und operativen Ergebnis. Angesichts der mittelfristigen Trends für die Agrarbranche insgesamt ist auch in Zukunft mit einer hohen Investitionsneigung der Landwirtschaft zu rechnen, an der die BayWa durch eine gute Positionierung in ihren Märkten partizipieren wird. Insgesamt geht die BayWa AG im Segment Agrar für das Jahr 2013 von einem geringfügig steigenden Umsatz und Ergebnis aus. Hierzu dürften unter anderem Effizienzsteigerungen durch Modernisierung einzelner Standorte im Jahr 2012 beitragen, die sich im Jahr 2013 erstmals ganzjährig auswirken werden. Die angestrebten Umsatz- und Ergebnisziele sind allerdings maßgeblich von der marktbedingten Preisentwicklung der Agrarrohstoffe abhängig, auf die die BayWa selbst nur einen geringen Einfluss nehmen kann. Ausblick Segment Energie Der Rohölpreis wird aus heutiger Sicht moderat unter dem durchschnittlichen Preisniveau des Vorjahres liegen. Der Rohölpreis wirkt sich mehr oder weniger unmittelbar auf die Preisbildung in sämtlichen Energiemärkten aus. Bei Heizöl liegen die Befüllstände der privaten Haushalte zum Jahresbeginn 2013 leicht über dem Vorjahresniveau, daher dürfte ein geringer Rückgang des Ölpreises keine signifikanten Kaufimpulse auslösen. Darüber hinaus ist verstärkt zu beobachten, dass Konsumenten ihr Kaufverhalten zunehmend von externen Einflüssen abhängig machen. Während das Einlagerungsverhalten in preisstabilen Phasen vorwiegend saisonbezogen verläuft, orientiert sich die Kaufentscheidung in volatilen Ölpreisphasen stärker von Preisentwicklungen, Witterungsverhältnissen und am tatsächlichen Bedarf. Vor diesem Hintergrund ist eine exakte Prognose im aktuellen Umfeld schwierig, da sich Märkte auch zukünftig durch externe nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln werden. Festzuhalten bleibt, dass die BayWa dem strukturellen Nachfragerückgang durch Konsolidierungsmaßnahmen entgegenwirkt, um das Absatzvolumen weitgehend stabil zu halten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Flexibilisierung der Lieferkapazitäten zur Senkung der Kosten. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2013 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend hohen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse verzeichnen können. Im Kraftstoffgeschäft ist vor dem Hintergrund des moderat positiven Wirtschaftsverlaufs von einem zumindest stabilen Verbrauchsniveau auszugehen. Bei den Schmierstoffen lässt die robuste Entwicklung der deutschen Wirtschaft moderate Absatzsteigerungen erwarten. Zudem erschließt sich die BayWa neue Kundengruppen durch das Angebot hochspezialisierter TECTROL Multifunktionsöle und Schmierstoffe. Insgesamt wird das Schmierstoffgeschäft im Jahr 2013 weiter wachsen. Über alle Produktbereiche hinweg werden der Umsatz und das Ergebnis im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2013 auf Basis der heutigen Preise voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Ausblick Segment Bau Das Segment Bau wird im Jahr 2013 von der günstigen Branchenentwicklung in Deutschland und moderaten Zuwächsen in Österreich profitieren können, so dass eine Steigerung des Umsatzes erwartet werden kann. Durch die zahlreichen bereits eingeleiteten Restrukturierungs- und Ergebnisverbesserungsmaßnahmen befindet sich der Baustoffhandel der BayWa im Jahr 2013 auf einem guten Weg, das Ergebnis zu steigern. Die Basis hierfür wird durch das „Projekt 2015" gelegt Ein Schwerpunkt des Projekts besteht in der Einrichtung einer neuen Spartenorganisation mit 16 anstatt bislang 12 Sparten. Darauf aufsetzend erfolgen der Aufbau einer Logistik- und Beschaffungsorganisation, die sich an der neuen Spartenorganisation ausrichtet, sowie die Zusammenfassung der Verteilstandorte, um durch Optimierung und zentrale Steuerung der Lagerprozesse unnötige Umlagerungen zu vermeiden. Weitere wichtige Bausteine sind beispielsweise die Verbesserung der Einkaufsprozesse, die Reduzierung der Kostenumlagen und der verstärkte Einsatz von Eigenmarken zur Steigerung des Umsatzes und zur Verbesserung der Marge. Ein Teil dieser Maßnahmen ist bereits im Jahr 2012 umgesetzt worden und dürfte in 2013 erstmalig ganzjährig zur Wirkung kommen. Sollte sich die Baukonjunktur weiter fortsetzen, dürfte das Ergebnis bereits im Jahr 2013 infolge der eingeleiteten Maßnahmen deutlich zunehmen. Dabei dürfte das Ergebnis auch vom sukzessiven Wegfall der Umsetzungskosten profitieren. Ausblick für die BayWa AG Auf Basis der beschriebenen Szenarien der Geschäftssparten ergibt sich für die BayWa AG insgesamt ein optimistischer Ausblick für die Folgejahre 2013 und 2014. Im Segment Agrar ist mit einem Umsatz auf Niveau des Vorjahres bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung zu rechnen. Im Segment Energie wird das klassische Energiegeschäft sein Umsatzvolumen und Margen voraussichtlich behaupten können. Das Segment Bau dürfte Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können. Die BayWa AG wird somit insgesamt das im Jahr 2012 erreichte gute Ergebnis aus dem operativen Geschäft stabilisieren und bei günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte werden sich im Jahr 2013 in etwa auf dem Niveau der Jahre 2011 und 2012 bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Die Entwicklung der BayWa AG über das Jahr 2013 hinaus wird im Wesentlichen von der weiteren Stärkung ihrer operativen Aktivitäten getragen. Dabei dürften Maßnahmen zur Optimierung und Modernisierung der Vertriebsstandorte, Verbesserung der logistischen Prozesse und Investitionen in die Ausbildung der Mitarbeiter entsprechend beitragen. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau wird die BayWa auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Der Fokus wird für die Jahre 2013 und 2014 allerdings auf dem organischen Wachstum liegen. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung durch weiteres Wachstum in den Kerngeschäftsbereichen und eine Steigerung der operativen Ergebnisse auch im Jahr 2014 fortzusetzen. Bilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012BayWa AG, Münchenscroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2012Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der BayWa AG wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Aufgrund der zwischen der BayWa AG, der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH, der HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH & Co. KG und der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG (im Folgenden: „BGM KG") unter dem 4. November 2011 abgeschlossenen Joint Ventures und Gesellschaftsvereinbarung hat die BayWa AG mit Vertrag vom 21. Dezember 2011 ihren Geschäftsbereich Bau & Gartenmärkte bestehend aus 56 Märkten mit den Vorratsbeständen und ausgewähltem Anlagevermögen sowie direkt zurechenbaren Schulden im Wege der Sacheinlage gegen Erhöhung des Kommanditeinlage und der Hafteinlage auf 1,000 Mio. Euro mit Wirkung zum 1. Januar 2012 auf die BGM KG durch Einzelrechtsnachfolge übertragen. Der die Erhöhung der Kommanditeinlage übersteigende Wert der Vermögensgegenstände wurde dem Kapitalrücklagenkonto gutgeschrieben. Die Zahlen des Berichtsjahres sind daher - teilweise - nur eingeschränkt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Die Übertragung der Vermögensgegenstände und der Schulden erfolgte zu den in der IFRS-Konzernbilanz der BayWa AG zum 31. Dezember 2011 für diese Vermögensgegenstände und Schulden ausgewiesenen Buchwerten. Die Vermögensgegenstände betreffen immaterielle Vermögensgegenstände (0,506 Mio. Euro), Sachanlagen (13,153 Mio. Euro), Vorräte (82,491 Mio. Euro), Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (13,338 Mio. Euro), liquide Mittel (0,691 Mio. Euro). Die Schulden betreffen Pensionsrückstellungen (4,313 Mio. Euro), sonstige Rückstellungen (3,249 Mio. Euro), Verbindlichkeiten (0,630 Mio. Euro). Aus dem Abgang der Vermögensgegenstände und Schulden resultierte ein unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener Gewinn in Höhe von 2,864 Mio. Euro. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen. Die BayWa AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie stellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den ergänzenden Angaben gemäß § 315 a HGB, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, auf. Währungsumrechnung Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine höhere Verbindlichkeit ergibt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine niedrigere Forderung ergibt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist bzw. bei Barverkäufen mit Übergang des Eigentums. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Erläuterung der BilanzNach Tauschgrundsätzen erworbene Vermögensgegenständen werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die aus dem geschätzten Zeitwert des hingegebenen Vermögensgegenstandes abgeleitet werden. Bei übertragenden Umwandlungen/Verschmelzungen werden als Anschaffungskosten die Buchwerte des übertragenden Rechtsträgers fortgeführt. (1) Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre individuell geschätzte voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf 15 Jahre geschätzt. Die Gründe für die erwartete Nutzungsdauer sind in dem Ruf und der Marktgeltung der erworbenen Geschäfte, der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how sowie die voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Geschäfts zu sehen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Unter der Position „Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind nicht aktiviert. (2) Sachanlagen Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Investitionszuschüsse mindern die Zugänge. Gebäude werden linear abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe entsprechend der individuell geschätzten voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) und des voraussichtlichen Wertverzehrs sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen im Wert bis 150,00 Euro werden nicht aktiviert, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst Vermögensgegenstände im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden als Sammelposten erfasst und linear über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Die Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen entfallen auf: scroll
In Höhe von 7,627 Mio. Euro wurde der nach § 6b EStG in Vorjahren gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil im Berichtsjahr auf Neuinvestitionen im Bereich Sachanlagevermögen übertragen. (3) Finanzanlagen Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. würde im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter dargestellt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage zum Anhang) verwiesen. In den Finanzanlagen ist eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft zu einem Buchwert von 10,637 Mio. Euro bilanziert. Aufgrund des Börsenkurses der Aktie der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 beläuft sich der beizulegende Zeitwert der Beteiligung zum 31. Dezember 2012 auf 9,458 Mio. Euro. Eine außerplanmäßige Abschreibung wurde nicht vorgenommenen, da es sich hierbei um übliche Wertschwankungen handelt und nicht von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen wird, da bei der Gesellschaft Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet wurden, die zu einer Verbesserung der Ertragssituation führen sollen. Anlagengitter der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2012scroll
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Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, die fünf Prozent der Stimmrechte überschreiten: Unter den Beteiligungen werden Beteiligungen an folgenden großen Kapitalgesellschaften ausgewiesen, die fünf Prozent der Stimmrechte überschreiten:
Über die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesene TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen GmbH, Stuttgart, besteht eine Beteiligung an der Deutsche AVIA Mineralöl-Gesellschaft mbH, München. (4) Vorräte scroll
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zum Nennbetrag. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände scroll
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus wird eine pauschalierte Wertberichtigung für Ausfallrisiken gebildet. Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 150,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 135,542 Mio. Euro (Vorjahr: 113,732 Mio. Euro). In dieser Höhe sich der Forderungsbestand reduziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17,940 Mio. Euro (Vorjahr: 8,586 Mio. Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 12,463 Mio. Euro (Vorjahr: 15,043 Mio. Euro). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften, Forderungen aus Grundstücksverkäufen und Steuerforderungen. (6) Flüssige Mittel Die Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt, die Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nominalbetrag. (7) Rechnungsabgrenzung Unter dieser Position werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (8) Aktive latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus immateriellem Vermögen (1,248 Mio. Euro), Sachanlagen (6,045 Mio. Euro), Anteilen an verbundenen Unternehmen (0,813 Mio. Euro), Beteiligungsunternehmen (0,063 Mio. Euro), Vorräten (1,523 Mio. Euro), Forderungen an verbundene Unternehmen (0,466 Mio. Euro), sonstigen Vermögensgegenständen (0,014 Mio. Euro), Rückstellungen (2,769 Mio. Euro) und steuerrechtlichen Verlustvortrag (23,088 Mio. Euro). Passive latente Steuern resultieren aus Sachanlagen (1,055 Mio. Euro) und in der Steuerbilanz gebildete steuerfreie Rücklage nach § 6b Abs. 3 EStG (22,380 Mio. Euro). Unsaldiert ergibt sich hieraus eine Summe von 36,029 Mio. Euro aktiven sowie 23,435 Mio. Euro passiven latenten Steuern. Nach Saldierung verbleibt ein aktivischer Überhang in Höhe von 12,594 Mio. Euro. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt wie im Vorjahr mit dem Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 28,18 Prozent. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung in Höhe von 12,594 Mio. Euro (Vorjahr: Mio. Euro 26,404) wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Berichtsjahr aktiviert. Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den nachfolgenden Abschnitt 9 des Anhangs verwiesen. (9) Eigenkapital Das Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt: scroll
Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2012 eingeteilt in 34.452.112 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 33.100.769 vinkulierte und 108.092 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2013 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.24.3.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 88.197.406,72 Euro. Die Ausgabe von 108.092 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 276.715,52 Euro) im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aus dem Genehmigten Kapital 2010. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wurde der rechnerische Betrag der eigenen Aktien vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Die Kapitalrücklage stammt mit 60,509 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 337,237 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro (Vorjahr: 4,435 Mio. Euro) auf die gesetzliche Rücklage und 332,828 Mio. Euro (Vorjahr: 319,626 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Die Hauptversammlung hat am 30. Mai 2012 beschlossen aus dem Bilanzgewinn 2011,0,012 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012 wurden durch den Vorstand 13,164 Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss 2012 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Am 31. Dezember 2012 hat die Gesellschaft - unverändert zum Vorjahr - 19.500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die Anschaffungskosten betragen 0,113 Mio. Euro. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wird der rechnerische Betrag der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2012 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Betrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Es ist zu beachten, dass Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals unter der Ausschüttungssperre des § 268 Abs. 8 HGB stehen. Der ausschüttungsgesperrte Teil beträgt 12,594 Mio. Euro (bezüglich der Ermittlung vgl. Anhangangabe 8). Genehmigtes Kapital Genehmigtes Kapital 2011 Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 30. April 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). Genehmigtes Kapital 2010 Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.110.215,68 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2010). Genehmigtes Kapital 2008 Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2008 des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann ebenfalls in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2008). Erhaltene Mitteilungen über Beteiligungen, § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt: Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die Schwellen von 30 Prozent überschritten hat und am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15,20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10,5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4,81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15,20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4,81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15,20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3,4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 (1) WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 % (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß §§ 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16 Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. (10) Sonderposten mit Rücklageanteil Der Sonderposten mit Rücklageanteil (§ 6b EStG) nach § 247 Abs. 3 HGB a.F. in Verbindung mit § 273 HGB a.F. wurde gemäß dem Wahlrecht in Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB beibehalten. scroll
Im Berichtsjahr erfolgte eine Übertragung auf Neuinvestitionen im Bereich Sachanlagevermögen in Höhe von 7,627 Mio. Euro. (11) Rückstellungen scroll
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 25,284 Mio. Euro (Vorjahr: 21,506 Mio. Euro). Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 24.00 Uhr mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München, eine entgeltliche Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG geschlossen. Durch den Schuldbeitritt der BayWa Pensionsverwaltung GmbH haften die BayWa AG und die BayWa Pensionsverwaltung GmbH gegenüber den Berechtigten als Gesamtschuldner. Die Parteien vereinbarten, dass im Innenverhältnis allein die BayWa Pensionsverwaltung GmbH für die Verpflichtungen haftet. Ein Ausgleichsanspruch der BayWa Pensionsverwaltung GmbH gegenüber der BayWa AG ist ausgeschlossen. Die BayWa Pensionsverwaltung GmbH verpflichtete sich, die BayWa AG im Falle einer Inanspruchnahme durch die Berechtigten vollumfänglich freizustellen. Die BayWa AG hat daher zum 31. Dezember 2012 die für die oben genannten Verpflichtungen bestehenden Rückstellungen mit einem handelsbilanziellen Buchwert von insgesamt 329,159 Mio. Euro, davon betreffen 310,051 Mio. Euro Pensionsverpflichtungen sowie insgesamt 19,108 Mio. Euro Verpflichtungen aus Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld, aufgelöst Unter Berücksichtigung des für den Schuldbeitritt gewährten Vergütungsanspruches in Höhe von 398,039 Mio. Euro führt der Schuldbeitritt bei der BayWa AG im Saldo zu einem Verlust in Höhe von 68,880 Mio. Euro, der unter dem außerordentlichen Aufwand ausgewiesen wird. Zum 31. Dezember 2012 belaufen sich die Verpflichtungen gegenüber der BayWa Pensionsverwaltung GmbH auf 398,039 Mio. Euro. Ein Rückgriffsanspruch gegen die BayWa Pensionsverwaltung GmbH wurde nicht aktiviert. Die Pensionsrückstellungenwurden im Vorjahr nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3 Prozent p.a., eine Fluktuation mit 4,5 Prozent p.a. sowie die 3-jährige Rentenanpassung mit 3,5 Prozent entsprechend berücksichtigt Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins) gemäß RückAbzinsV, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er betrug zum 31. Dezember 2011 5,14 Prozent. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und Steuermehrbelastungen aus Außenprüfungen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Bei einer nicht genau bestimmbaren unterjährigen Fälligkeit wird eine Fälligkeit zum 31. Dezember unterstellt und dementsprechend für diese Restlaufzeit der entsprechende Zinssatz für die Abzinsung verwendet. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2012 je nach Restlaufzeit 3,69 Prozent bis 5,1 Prozent. Die Erfassung langfristiger Rückstellung erfolgt nach der Netto-Methode. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten sowie Drohverlustrückstellungen. (12) Verbindlichkeiten scroll
Die Anleihen betreffen ein von der BayWa AG aufgelegtes Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,000 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag waren Commercial Paper in Höhe von 276,000 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 114 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,89 Prozent begeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen ein Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen sowie zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,000 Mio. Euro mit zwei endfälligen Tranchen. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten: scroll
Wie im Vorjahr bestehen keine Sicherheiten bei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber BayWa Pensionsverwaltungs GmbH in Höhe von 398,039 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) sowie der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 78,417 Mio. Euro (Vorjahr: 81,322 Mio. Euro) sowie weitere Darlehensverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,191 Mio. Euro (Vorjahr: 0,037 Mio. Euro). Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Haftungsverhältnisse scroll
Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt. Die BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden. Eine Passivierung erfolgt daher nicht. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 135,542 Mio. Euro (Vorjahr: 113,732 Mio. Euro). Durch die ABS-Maßnahme erhöht sich die Liquidität des Unternehmens. Im Zuge einer „Sale and lease back"-Transaktion hat die BayWa mit notariell beurkundetem Vertrag vom 6. November 2012 das Grundstück Arabellastr. 4 in München mit den darauf befindlichen Bürogebäuden (im Folgenden: BayWa-Hochhaus) an die BayWa Grundbesitz GmbH & Co. KG, München, verkauft und übereignet und über die Immobilie einen Mietvertrag mit Vertragsbeginn ab 1. Januar 2013 abgeschlossen. Durch die Transaktion wird die Kapitalbindung reduziert. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben. Durch die mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 geschlossene Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG, wurde die BayWa AG im Innenverhältnis von der BayWa Pensionsverwaltung GmbH von den genannten Verpflichtungen freigestellt. Die entsprechenden Pensions-, Dienstjubiläen-, Altersteilzeit- und Sterbegeldrückstellungen wurden daher bei der BayWa AG aufgelöst. Gegenüber der BayWa Pensionsverwaltung GmbH besteht eine unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesene Verpflichtung aus der Schuldbeitrittsvereinbarung in Höhe von 398,039 Mio. Euro. Im Außenverhältnis besteht für die BayWa AG weiterhin eine Verpflichtung gegenüber den Anspruchsberechtigten als Gesamtschuldner. Die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnete handelsrechtliche Höhe der Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2012 329,159 Mio. Euro. Die BayWa AG hat - zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns - auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT-Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u.a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zurzeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 24,1 Mio. Euro. Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 94 Jahren in Höhe von derzeit 17,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,5 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu acht Jahren in Höhe von derzeit 11,767 Mio. Euro (Vorjahr: 5,634 Mio. Euro). Die Anmietung reduziert im Vergleich zum Erwerb des Eigentums die Kapitalbindung. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben. Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 19,8 Mio. Euro (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro). Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen. Derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der Derivate erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem Libor-Market-Model. Die Bewertung der CAPs erfolgt anhand Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder Optionspreismodelle. In Höhe des negativen beizulegenden Wertes der Swaps von 0,454 Mio. Euro wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter sonstigen Rückstellungen ausgewiesen wird. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung(13) Umsatzerlöse scroll
Von den Umsätzen entfallen 93,8 Prozent (Vorjahr: 94,4 Prozent) auf das Inland sowie 6,2 Prozent (Vorjahr: 5,6 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa (14) Sonstige betriebliche Erträge scroll
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Periodenfremd Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen, unter anderem eine Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von 7,627 Mio. Euro aus der Übertragung der § 6b-EStG-Rücklage auf Neuinvestitionen. Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 0,015 Mio. Euro (Vorjahr: 0,072 Mio. Euro) enthalten. (15) Materialaufwand scroll
(16) Personalaufwand scroll
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(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen scroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 0,326 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) enthalten. In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen. (18) Finanzergebnis scroll
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 19,699 Mio. Euro (Vorjahr: 15,704 Mio. Euro) auf Zinsaufwand aus Aufzinsung von Rückstellungen. (19) Außerordentliches Ergebnis Der außerordentliche Aufwand des Berichtsjahres (73,468 Mio. Euro; Vorjahr: 38,751 Mio. Euro) resultiert in Höhe von 68,880 Mio. Euro aus der wirtschaftlichen Übertragung der Pensions-, Jubiläums-, Sterbegeld- und Altersteilzeitrückstellung auf die BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München. Aus der Anwachsung der Voss GmbH & Co. KG, Herten (Beteiligungsbuchwert: 6,254 Mio. Euro, Eigenkapital: 3,160) ergibt sich ein Anwachsungsverlust von 3,094 Mio. Euro. Aus der Anwachsung der bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG Herten (Beteiligungsbuchwert: 3,064 Mio. Euro, Eigenkapital: 1,240 Mio. Euro) ergibt sich ein Anwachsungsverlust 1,824 Mio. Euro. Aus der Verschmelzung der ZES GmbH, München, (Beteiligungsbuchwert: 0,029 Mio. Euro, Eigenkapital: 0,539 Mio. Euro) entstand ein außerordentlicher Ertrag in Höhe von 0,510 Mio. Euro. (20) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen neben einem Aufwand aus der Aktivierung latenter Steuern (13,995 Mio. Euro) im Wesentlichen Erträge aus Gewerbe- sowie Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag für Vorjahre (3,882 Mio. Euro). Sonstige AngabenOrgane AUFSICHTSRAT Manfred Nüssel Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Weitere Mandate: - Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender) - DG HYP Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG, Hamburg - Kravag-Logistic Versicherungs-AG, Hamburg - Kravag-Sachversicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg - Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien - R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden - Volksbank-Raiffeisenbank Bayreuth eG, Bayreuth (Vorsitzender) Ernst Kauer Dipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian Konrad Stellvertretender Vorsitzender, Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg. Gen. m.b.H., Wien (bis 04.05.2012) Weitere Mandate: - AGRANA Beteiligungs-AG, Wien (Vorsitzender) - DO & CO Aktiengesellschaft, Wien - LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien (Vorsitzender) - Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien (Vorsitzender) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 31.12.2012) - Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien (Vorsitzender bis 23.05.2012) - Saint Louis Sucre S.A., Paris - Siemens AG Österreich, Wien (stellvertretender Vorsitzender) - Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender) - Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt - UNIQA Versicherungen AG, Wien (Vorsitzender bis 29.05.2012) Georg Fischer (bis 31.03.2012) Landmaschinenmechanikermeister Dr. E. Hartmut Gindele Dipl.-Ing. agr., Landwirt Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl Verbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Weitere Mandate: - Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stellvertretender Vorsitzender) - DVB Bank SE, Frankfurt am Main - SDK Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach Jürgen Hahnemann (seit 01.04.2012) Lagermeister Otto Kentzler Dipl.-Ing., Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Weitere Mandate: - Bank für Kirche und Caritas eG, Paderborn - Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G., Hamburg - Dortmunder Volksbank eG, Dortmund (Vorsitzender) - Handwerksbau AG, Dortmund (Vorsitzender) - SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund (stellvertretender Vorsitzender) - SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a.G., Dortmund (stellvertretender Vorsitzender) Peter König Gewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Stefan Kraft M.A. Landesfachsekretär ver.di, Bayern Erna Kurzwarth Leiterin Regionales Verwaltungszentrum der BayWa AG Dr. Johann Lang Dipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate: - Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (Vorsitzender) - RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen., Wien (Vorsitzender) Albrecht Merz Mitglied des Vorstands der DZ Bank AG Weitere Mandate: - Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall - R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - TeamBank AG, Nürnberg (Vorsitzender) - VR-LEASING AG, Eschborn Gunnar Metz Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Gregor Scheller Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate: - COVUM AG, Erlangen (Vorsitzender bis 27.03.2012) - Fiducia IT AG, Karlsruhe (Vorsitzender) - R+V Lebensversicherung AG, Wiesbaden - Wohnungsbau- und Verwaltungsgenossenschaft Forchheim eG, Forchheim (Vorsitzender) Werner Waschbichler Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa Zentrale Bernhard Winter Leiter Rechnungsprüfung Agrar GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRAT Wolfgang Eckert (bis 31.12.2012) Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Mitglied des Vorstands der Fiducia IT AG (seit 01.11.2012) Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der Satzung Manfred Nüssel Dipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Dr. Johann Lang Dipl.-Ing., Landwirt Weitere Mitglieder Wolfgang Altmüller Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG Dietmar Berger (bis 01.08.2012) Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbands e.V. (bis 23.05.2012) Franz Breiteneicher Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Dr. Alexander Büchel (seit 01.01.2013) Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Rudolf Büttner (seit 28.03.2012) Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Weißenburg-Gunzenhausen Albert Deß MdEP Martin Empl Dipl.-Ing. agr., Landwirt Manfred Geyer Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Wolfgang Grübler (seit 02.08.2012) Vorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen „Lommatzscher Pflege" e.G. Erhard Gschrey (bis 31.12.2012) Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Walter Heidl (seit 02.08.2012) Präsident des Bayerischen Bauernverbands (seit 03.05.2012) Lothar Hersch (bis 01.08.2012) Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Landwirt Franz-Xaver Hilmer Direktor der Raiffeisenbank Straubing eG Karl Hippeli Mitglied des Vorstands der VR Bank Würzburg eG Ludwig Hubauer (seit 01.01.2013) Landwirt Konrad Irtel Sprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Martin Körner Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Franz Kustner Landwirt Alois Pabst Landwirt Hans Paulus Dipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG Josef Raffelsberger (bis 31.12.2012) Landwirt Franz Reisecker (seit 01.01.2013) Ök.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt Joachim Rukwied Dipl.-Ing. (FH), Präsident des Deutschen Bauernverbands (seit 27.06.2012) und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e.V. Hermann Schultes (bis 31.12.2012) Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt Gerd Sonnleitner Präsident des Deutschen Bauernverbands (bis 27.06.2012), des Bayerischen Bauernverbands (bis 03.05.2012) und des Europäischen Bauernverbands Ludwig Spanner Landwirt Dr. Hermann Starnecker (seit 28.03.2012) Sprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG Dr. Gerald Thalheim (seit 02.08.2012) Vorstandssprecher des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbands e.V. (seit 24.05.2012) Wolfgang Vogel Präsident des Sächsischen Landesbauernverbands e.V. Thomas Wirth Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian Zepf Dipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTAND Klaus Josef Lutz (Vorstandsvorsitzender) PR/Unternehmenskommunikation, Konzernrevision, Konzernmarketing, Corporate Business Development, Konzern-Risikomanagement, Segment Bau, Personal und Obere Führungskräfte, BayWa Stiftung Externe Mandate: - Eramon AG, Gersthofen - Euro Pool System International B.V., Rijswijk - Graphit Kropfmühl AG, Hauzenberg (bis 17.09.2012) - MAN Nutzfahrzeuge AG, München - VK Mühlen AG, Hamburg (Vorsitzender) Konzernmandate: - Cefetra B.V., Rotterdam (seit 03.01.2013 Mitglied des Aufsichtsrats, seit 18.01.2013 Vorsitzender) - RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (1. stellvertretender Vorsitzender) - Turners & Growers Limited, Auckland (seit 03.04.2012 Vorsitzender des Board of Directors) - „UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (Vorsitzender) Klaus Buchleitner (bis 15.05.2012) RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 31.05.2012 Vorstandsvorsitzender) Externes Mandat: - Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien Konzernmandate: - Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha (bis 31.05.2012 Stellvertreter des Vorsitzenden) - „UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt (bis 15.05.2012) Andreas Helber Finanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Zentrales Controlling, Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren Externes Mandat: - R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden Konzernmandate: - Cefetra B.V., Rotterdam (seit 03.01.2013 Mitglied des Aufsichtsrats) - EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil (Präsident des Verwaltungsrats) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (3. stellvertretender Vorsitzender) - Turners & Growers Limited, Auckland (seit 03.04.2012 Mitglied des Board of Directors) - „UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt - WKN USA, LLC, San Diego (Mitglied des Board of Directors) Dr. Josef Krapf Agrarhandel, Obst Externes Mandat: - Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Konzernmandate: - Cefetra B.V., Rotterdam (seit 03.01.2013 Mitglied des Aufsichtsrats) - RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien - Turners & Growers Limited, Auckland (seit 28.06.2012 Mitglied des Board of Directors) Roland Schuler Energie, Technik, BayWa r.e. renewable energy, Koordination Region Württemberg Externes Mandat: - Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt Konzernmandate: - BayWa r.e USA LLC, Santa Fe (Vorsitzender des Board of Directors) - RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München (Vorsitzender) - WKN USA, LLC, San Diego (Mitglied des Board of Directors) Deutscher Corporate Governance Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 9. November 2011 die jährliche Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter http://ir.baywa.de/corporate-governance/entsprechenserklaerung/zugänglich gemacht. Organbezüge Die Vergütungen des Beirats betragen 0,093 Mio. Euro (Vorjahr: 0,084 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,562 Mio. Euro (Vorjahr: 0,538 Mio. Euro), die des Vorstands auf 5,008 Mio. Euro (Vorjahr: 4,288 Mio. Euro). An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,209 Mio. Euro (Vorjahr: 3,259 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 39,579 Mio. Euro (Vorjahr: 39,152 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. Gewinnverwendungsvorschlag Der Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2012 weist einen Bilanzgewinn von 22.323.613,00 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: Gewinnverwendung scroll
Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
München, den 28. Februar 2013 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2012scroll
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Ergebnisabführungsvertrag Erklärung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, 28. Februar 2013 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 11. März 2013 Deloitte & Touche GmbH Steppan, Wirtschaftsprüfer Götz, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDie BayWa AG blickt abermals auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. In der Umsatz- als auch in der Ergebnisentwicklung sind weitere Zuwächse zu verzeichnen. Die Internationalisierung setzte sich weiter fort unter anderem durch die erstmalige Einbeziehung der Turners & Growers Limited (Ltd) in die Konzernbilanz sowie im Bereich der regenerativen Energien. Mit der Entscheidung über den Erwerb der Geschäftsanteile der Cefetra B.V. sowie einer Mehrheitsbeteiligung an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH wurde ein wesentlicher Meilenstein in der internationalen Wachstumsstrategie im Kernsegment Agrar gesetzt und die Position der BayWa AG als eines der bedeutendsten Agrarhandelsunternehmen in Europa ausgeweitet. Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde laufend mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2012 konstruktiv und vertrauensvoll. Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats Themen der vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert. In der Sitzung am 28. März 2012 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 30. Mai 2012. Des Weiteren wurden strategische Themen und Strukturüberlegungen im BayWa-Konzern diskutiert. In der Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den variablen Gehaltsbestandteilen der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2011 beschäftigt und die entsprechenden Erfolgsziele für die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2012 beschlossen. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von zwei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. Der Aufsichtsratsvorsitzende informierte das Gremium, dass die vorgenommene Effizienzprüfung eine positive Bilanz der Aufsichtsratsarbeit und deren Effizienz ergeben hat. In der Sitzung am 9. Mai 2012 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem ersten Quartalsabschluss und der geschäftlichen Entwicklung der RWA Raiffeisen Ware Austria AG. In der Sitzung am 1. August 2012 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Halbjahresabschluss 2012. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung waren die Verlängerung der Bestellung von Klaus Josef Lutz als Vorstandsvorsitzender und Mitglied des Vorstands und die Verlängerung seines Dienstvertrages sowie eine generelle technische Anpassung des variablen Vorstands-Vergütungssystems. Aufgrund des Ausscheidens von Georg Fischer aus dem Aufsichtsrat wurde Jürgen Hahnemann zum neuen Mitglied des Kredit- und Investitionsausschusses bestellt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über aktuelle M&A-Aktivitäten insbesondere im Segment Agrar, strategische Themen und geplante Immobilienprojekte. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von drei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. Schließlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über die Erteilung der Zustimmung zu den Ausgabebedingungen für Belegschaftsaktien im Jahr 2012 im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2010. In der außerordentlichen Sitzung am 27. September 2012 waren die Schwerpunkte der Sitzung der Erwerb von Geschäftsanteilen an der Cefetra B.V. sowie an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH. In dieser Sitzung wurden die Ausgangsüberlegungen für beide Projekte und die Vorteile der Internationalisierung und des sich aus diesen Transaktionen ergebenden erweiterten Marktzugangs umfassend vorgestellt. Des Weiteren wurden der Konzentrationsprozess in den Agrarmärkten, der sich aus nationalen und internationalen Geschäftsübernahmen ergibt sowie die Entwicklungen erläutert, die sich aufgrund der Verknappung der Agrarrohstoffe auf dem internationalen Markt zeigen. Der Aufsichtsrat wurde ausführlich über das strategische Rational, die Kerngeschäftsfelder, die Ertragslage, die Geschäftsentwicklung, die Ergebnisse der Bewertung und die geplante zukünftige Corporate-Governance-Struktur der Cefetra B.V. informiert. Er stimmte dem Erwerb von 100 Prozent der Geschäftsanteile an dieser Gesellschaft zu einem Kaufpreis von ca. 126 Mio. Euro zu. Zur Akquisition der Bohnhorst Agrarhandel GmbH wurden ebenfalls das strategische Rational, das Standortportfolio, die Vermögens- und Ertragslage, die Ergebnisse der Unternehmensbewertung und die geplante zukünftige Corporate-Governance-Struktur dieses Unternehmens vorgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Erwerb von 60 Prozent der Geschäftsanteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH zu einem Kaufpreis von ca. 36 Mio. Euro zu. Der Vorstand stellte anschließend die potenziellen Auswirkungen der Akquisitionen Cefetra B.V. und Bohnhorst Agrarhandel GmbH und der geplanten Immobilienverkäufe auf die BayWa-Konzernbilanz dar. Weiterer Gegenstand der Sitzung war die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2010 zur Ausgabe von Mitarbeiteraktien und die sich daraus ergebenden Satzungsänderungen. In der Sitzung vom 7. November 2012 wurde der dritte Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten. Des Weiteren wurde über aktuelle strategische Projekte im BayWa-Konzern informiert. Der Aufsichtsrat wurde umfassend über die Ausgangslage und die Handlungsalternativen sowie zur Investoren- und Projektpartnerauswahl zum Projekt „BayWa-Hochhaus" und über die geplante Transaktionsstruktur informiert. Der Aufsichtsrat stimmte dem Verkauf des BayWa-Hochhauses in München, Arabellastr. 4, zu. Des Weiteren wurde dem Aufsichtsrat ausführlich der Stand des Verkaufs eines Immobilienportfolios mit 92 Immobilien erläutert. Der Aufsichtsrat nahm den beabsichtigten Verkauf des Immobilienportfolios zustimmend zur Kenntnis. Weiterer Gegenstand der Sitzung waren die Verlängerung der Bestellung von Andreas Helber als Finanzvorstand sowie dessen Dienstvertrags. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses, des Nominierungsausschusses, des Strategie Ausschusses und des Vorstandsausschusses. Des Weiteren fasste der Aufsichtsrat Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat der Verlängerung der Amtszeit von fünf Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats sowie der Bestellung von drei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. In einem nachfolgenden Umlaufbeschluss in der zweiten Hälfte des Novembers 2012 wurde über die Verlängerung der Bestellung von Andreas Helber als Vorstandsmitglied und dessen Dienstvertrags beschlossen. In der Bilanzsitzung am 20. März 2013 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 4. Juni 2013. Ausschüsse des Aufsichtsrats Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert. Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Erna Kurzwarth, Albrecht Merz, Gunnar Metz und Gregor Scheller an. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Albrecht Merz. Damit folgt die BayWa AG der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben soll. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands in seiner Sitzung am 27. März 2012 den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2011, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die Prüfberichte. Des Weiteren wurde die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziff. 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Es wurden die Empfehlungsbeschlüsse an den Aufsichtsrat gefasst, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2011 festzustellen bzw. zu billigen sowie der Hauptversammlung am 30. Mai 2012 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 vorzuschlagen. Gegenstand der Sitzung am 6. November 2012 waren die Erteilung der Prüfungsaufträge sowie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2012 und des Prüfungshonorars. Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 19. März 2013 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2013 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 4. Juni 2013 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen. Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer und Gregor Scheller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum insbesondere mit den Empfehlungen an den Aufsichtsrat über die variablen sowie festen Gehaltsbestandsteile der Vorstandsvergütung sowie über die Verlängerung der Dienstverträge des Vorstandsvorsitzenden Klaus Josef Lutz sowie des Vorstandsmitglieds Andreas Helber und die Verlängerung deren Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden bzw. zum Vorstandsmitglied befasst. Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Dr. E Hartmut Gindele, Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl, Dr. Johann Lang, Gunnar Metz, Ernst Kauer und Bernhard Winter an. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr zweimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler, Dr. Johann Lang, Gregor Scheller, Georg Fischer (bis 31. März 2012), Jürgen Hahnemann (seit 1. August 2012) und Werner Waschbichler an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2011 und mit den Investitionsetats für 2012 und 2013 sowie mit Immobilienprojekten. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl und Dr. Johann Lang an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Der Nominierungsausschuss tagte im Vorfeld der im Jahr 2013 anstehenden Aufsichtsratswahlen im Berichtszeitraum am 6. November 2012 und am 19. März 2013 zweimal. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Ernst Kauer, Otto Kentzler und Bernhard Winter angehören, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. Corporate Governance In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen. Angaben zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernlagebericht enthalten. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 7. November 2012 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Neufassung vom 15. Mai 2012 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Im Berichtszeitraum haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2012 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten. Jahres- und Konzernabschlussprüfung Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2012 in der Sitzung vom 20. März 2013 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2012 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 20. März 2013 angeschlossen. Die Prüfberichte und Abschlussunterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 19. März 2013 intensiv behandelt Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 19. März 2013 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 20. März 2013 den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa-Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,65 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an. Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 20. März 2013 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen. Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand Georg Fischer ist zum 31. März 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Für Georg Fischer rückte Jürgen Hahnemann ab 1. April 2012 als Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat nach. Der Aufsichtsrat dankt Georg Fischer für seine engagierte Mitarbeit in diesem Gremium sowie für die gute Zusammenarbeit. Klaus Buchleitner ist zum 15. Mai 2012 aus dem Vorstand ausgeschieden, da er eine Führungsposition in der österreichischen Raiffeisen-Gruppe übernommen hat Er gehörte dem Vorstand seit 2003 an und war Vorstandsvorsitzender der RWA Raiffeisen Ware Austria AG. Der Aufsichtsrat dankt Klaus Buchleitner für sein langjähriges Wirken und seine erfolgreiche Arbeit. Die Amtszeit und der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden Klaus Josef Lutz wurden bis Juli 2017 verlängert. Die Amtszeit und der Dienstvertrag des Vorstandsmitglieds Andreas Helber wurden bis November 2017 verlängert. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.
München, 20. März 2013 Für den Aufsichtsrat Manfred Nüssel, Vorsitzender Impressum Redaktion und Koordination BayWaAG, München PR/Unternehmenskommunikation Text BayWaAG, München Finanzen/Investor Relations Satz und Layout MK foto • grafik • design, München Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an BayWa AG Investor Relations Arabellastraße 4 81925 München Telefon +49 89 9222-3887 Telefax +49 89 9212-3887 E-Mail investorrelations@baywa.de Die BayWa im Internet: www.baywa.de; www.baywa.com BayWaAG, München |
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