![]() BayWa AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012BayWa-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012I. Zusammenfassung der GeschäftsentwicklungBayWa-Konzern mit knapp 10 Prozent mehr Umsatz; EBIT plus 25,2 ProzentDie BayWa hat ihre erfolgreiche Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 fortgesetzt. Die Internationalisierung des Geschäfts ist mit dem Erwerb des neuseeländischen Obstanbieters Turners & Growers Limited (Ltd) einen wichtigen Schritt vorangekommen. Darüber hinaus wurde die Position der BayWa im globalen Getreidehandel mit den ab dem Geschäftsjahr 2013 wirksamen Akquisitionen von Cefetra und Bohnhorst für die Zukunft deutlich gestärkt. Der Umsatz des BayWa-Konzerns legte um knapp 10 Prozent auf 10,5 Mrd. Euro zu und auch das operative Ergebnis (EBIT) übertraf das Vorjahresniveau mit einer Steigerung um 25,2 Prozent auf 186,8 Mio. Euro deutlich. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich im Berichtsjahr auf 118,0 Mio. Euro. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 73,2 Prozent. An dieser Entwicklung sollen auch die Aktionäre der BayWa AG teilhaben. Daher schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende auf 0,65 Euro je Aktie vor. Segment Agrar mit einem Umsatzzuwachs von 18,6 ProzentIm Segment Agrar verzeichneten die Sparten Agrarhandel, Obst und Technik Umsatzzuwächse im prozentual zweistelligen Bereich. Der Agrarhandel konnte die Umschlags- und Absatzmengen in allen Erzeugnisbereichen steigern, mit Ausnahme des Futtermittelgeschäfts, das auf dem Niveau des Vorjahres verharrte. Daneben trugen erhöhte Preise für Agrarerzeugnisse und Betriebsmittel zu der Umsatzausweitung um 10,8 Prozent auf 3.356,9 Mio. Euro bei. Das Obstgeschäft weist durch die erstmalige Einbeziehung der neuseeländischen Turners & Growers Ltd nahezu eine Vervierfachung des Umsatzes auf 468,3 Mio. Euro aus. Im Technikgeschäft wurde mit 4.661 verkauften Neumaschinen ein neuer Rekordabsatz von Traktoren erreicht und der Umsatz um 11,6 Prozent auf 1.226,7 Mio. Euro gesteigert. Beim EBIT lag der Agrarhandel mit 54,3 Mio. Euro geringfügig unter dem Vorjahresniveau, da die hohen Margen im Handel mit Getreide und Düngemitteln des Vorjahres im Berichtsjahr nicht ganz erreicht wurden. Dagegen verbesserte sich das EBIT des Obstgeschäfts im Wesentlichen durch Turners & Growers deutlich von 4,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 17,9 Mio. Euro im Berichtsjahr. Auch die Sparte Technik erwirtschaftete mit 18,9 Mio. Euro ein um 4,8 Prozent höheres operatives Ergebnis. Insgesamt stieg der Umsatz im Segment Agrar um 18,6 Prozent auf 5.051,9 Mio. Euro. Das EBIT nahm um 16,7 Prozent auf 91,0 Mio. Euro zu. Umsatzanstieg des Segments Energie um 18,2 ProzentIm klassischen Energiegeschäft des Segments Energie konnten die Absatzmengen im Berichtsjahr bei Heizöl und Holzpellets deutlich gesteigert werden, während Kraftstoffe und Schmierstoffe moderate Zuwächse verzeichneten. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtsjahr durch die gesteigerten Absatzmengen und aufgrund der ganzjährig über dem Vorjahr liegenden Preise für Heizöl um 15,3 Prozent auf 3.236,0 Mio. Euro. Das operative Ergebnis profitierte insbesondere von der stark anziehenden Heizölnachfrage nach dem frühen Wintereinbruch und verbesserte sich um 65,7 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien profitierte im Geschäftsjahr 2012 von einem besser als erwarteten Solargeschäft und dem deutlich stärkeren Projektgeschäft. Der Umsatz des Geschäftsfelds nahm im Geschäftsjahr 2012 um 44,1 Prozent auf 440,8 Mio. Euro zu. Das EBIT wuchs um 20,3 Prozent auf 32,5 Mio. Euro. Der Umsatz des Segments Energie lag insgesamt mit 3.676,8 Mio. Euro um 18,2 Prozent über dem Vorjahreswert und das EBIT verbesserte sich um 28,9 Prozent auf 43,0 Mio. Euro. Segment Bau mit 1.740,4 Mio. Euro Umsatz 2012Das Segment Bau weist im Wesentlichen aufgrund der Entkonsolidierung des deutschen Bau & Gartenmarktgeschäfts zum 1. Januar 2012 für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 15,7 Prozent auf 1.740,4 Mio. Euro aus. Das EBIT des Segments lag mit 35,4 Mio. Euro um 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dieser Rückgang ist jedoch auf die nicht mehr im Segment enthaltenen Ergebnisbeiträge des Bau & Gartenmarktgeschäfts zurückzuführen. Die fortgeführten Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel konnten dagegen ihr operatives Ergebnis im Berichtsjahr durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. II. Geschäft und RahmenbedingungenKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitNeue Märkte wie Großbritannien, die USA und NeuseelandDie BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. In ihrer 90-jährigen Unternehmensgeschichte hat sich die BayWa aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden Handels- und Logistikkonzerne entwickelt. Der geschäftliche Schwerpunkt liegt in Europa, darüber hinaus bestehen wichtige Aktivitäten in den USA und in Neuseeland sowie ein internationales Handelsnetzwerk. Die Konzernstruktur mit den drei Segmenten Agrar, Energie und Bau orientiert sich am Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe, das den Groß- und Einzelhandel, Logistik sowie umfangreiche ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen in den Branchen Agrar, Energie und Bau abdeckt. Die Kernmärkte der BayWa liegen in Deutschland und Österreich. Darüber hinaus hat sich die BayWa in den vergangenen drei Jahren im Zuge des weiteren strategischen Wachstums neue Märkte wie Großbritannien, die USA und Neuseeland erschlossen. Einschließlich Franchise- und Partnerfirmen verfügt der Konzern heute über rund 3.000 Vertriebsstandorte in 18 Ländern. Der BayWa-Konzernscroll
Segment Agrar: 48 Prozent Anteil am KonzernumsatzDas Segment Agrar erwirtschaftet traditionell den größten Anteil des Umsatzes im BayWa-Konzern. Im Geschäftsjahr 2012 lag der Anteil des Segments am Konzernumsatz bei rund 48 Prozent. Durch die jüngsten Akquisitionen wird sich dieser Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2013 weiter auf rund zwei Drittel des Konzernumsatzes erhöhen. Im Agrarsektor ist die BayWa einer der größten Vollsortimenter Europas und handelt mit einer wachsenden Zahl von Produkten auch weltweit. Die Sparte Agrarhandel erfasst und vermarktet pflanzliche Erzeugnisse und vertreibt landwirtschaftliche Betriebsmittel wie Saatgut, Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie Futtermittel für die Viehhaltung. Die Sparte Obst ist in Deutschland ein bedeutender Systemanbieter für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel. Die Tochtergesellschaft Turners & Growers ist ein führender Obstanbieter in Neuseeland und beliefert darüber hinaus Teile Asiens und den südamerikanischen Markt. Durch wechselseitige Vermarktung von Produkten zwischen Deutschland und Neuseeland wird die BayWa in die Lage versetzt, den Handel ganzjährig mit Tafel- und Kernobst zu versorgen. Die Sparte Technik ist ein Komplettanbieter von Landtechnik für die Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und gewerbliche Kunden. Darüber hinaus betreibt die Sparte ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten sowie mobiler Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und verkauft Ersatzteile. Segment Energie: 35 Prozent Anteil am KonzernumsatzDas Segment Energie trug im Geschäftsjahr 2012 einen Anteil von rund 35 Prozent zum Konzernumsatz bei. Die Geschäftsaktivitäten des Segments unterteilen sich in den Bereich der klassischen Energien und das Geschäftsfeld Regenerative Energien. Im Bereich der klassischen Energieträger vertreibt die BayWa im Wesentlichen Heizöl, Diesel- und Ottokraftstoffe, Schmierstoffe sowie Holzpellets in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich. Im Geschäftsfeld Regenerative Energien sind die Aktivitäten des Handels, der Projektierung, der Errichtung sowie der anschließenden Veräußerung betriebsfertiger Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen zusammengefasst. Im Geschäft mit erneuerbaren Energien verfolgt die BayWa den Ansatz einer zweifachen Diversifizierungsstrategie, um die Abhängigkeit von einzelnen regenerativen Energieträgern und den jeweiligen Ländermärkten zu verringern. Mit Aktivitäten in allen bedeutenden europäischen Märkten und in den USA ist das Geschäftsfeld daher wesentlich internationaler ausgerichtet als das Geschäft mit klassischen Energieträgern. Segment Bau: 17 Prozent Anteil am KonzernumsatzAuf das Segment Bau entfallen rund 17 Prozent des Konzernumsatzes. Nach der Auslagerung des Bau & Gartenmarktgeschäfts zum Jahresbeginn 2012 umfasst das Segment im Wesentlichen die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel und die Betreuung der Franchisepartner im Baustoff-Fachhandel sowie im Bau- und Gartenmarktgeschäft in Deutschland, Österreich und einigen Auslandsmärkten. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich zu den führenden Anbietern. In Deutschland verfügt die BayWa über insgesamt 201 Baustoffstandorte, in Österreich sind es 29. Die Zahl der Franchisenehmer liegt bei insgesamt 1.377. Einschließlich der Muttergesellschaft BayWa AG 158 vollkonsolidierte GesellschaftenDie BayWa AG führt ihre Geschäfte in den drei Segmenten sowohl direkt als auch über ihre Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. In Osteuropa, Spanien, Großbritannien, Italien, Frankreich, Österreich, Neuseeland und den USA liegt die Geschäftsführung bei jeweils separaten Landesgesellschaften. Insgesamt umfasst der BayWa-Konzern neben der BayWa AG selbst 157 vollkonsolidierte Gesellschaften. Daneben werden 27 Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen. Konzernziele, Strategie und SteuerungDie BayWa versteht sich als starker Partner ihrer Kunden. Das Markenleitbild des Konzerns wird durch Verlässlichkeit, Solidität und Innovationskraft geprägt. Die übergeordneten Konzernziele der BayWa bestehen in der Sicherung der Zukunftsfähigkeit und der Unabhängigkeit des Konzerns durch verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln gegenüber den Kunden, den Mitarbeitern, den weiteren Stakeholdern sowie der Gesellschaft. Diese Ziele erreicht die BayWa durch die Fortsetzung ihres Wachstumskurses und eine Steigerung ihrer Ertragskraft, um die Wettbewerbsposition als einer der führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Segmenten Agrar, Energie und Bau langfristig auszubauen. Aus den Konzernzielen leitet die BayWa die Kernelemente ihrer Strategie ab:
Durch Internationalisierung unabhängiger von Entwicklungen in EinzelmärktenIhre Wachstumsziele erreicht die BayWa über die organische Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten, die generische Erschließung neuer Geschäftsfelder im Inland und Ausland sowie durch Akquisitionen. Durch die zunehmende Internationalisierung ihres Geschäfts wird die BayWa unabhängiger von Entwicklungen in Einzelmärkten im Sinne einer geografischen Diversifizierung. Gleichzeitig werden die Handlungsmöglichkeiten zur Nutzung neuer Wachstumschancen erweitert. Diesen Weg forciert der BayWa-Konzern insbesondere im Segment Agrar und bei den erneuerbaren Energien. Darüber hinaus erschließt sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Weitere Stoßrichtungen bestehen im Ausbau digitaler Angebote im Bereich E-Commerce und in der Stärkung der Dachmarke BayWa durch einen einheitlichen Gesamtauftritt der Konzerngesellschaften. Durch das Konzernwachstum lassen sich Skaleneffekte realisieren, die in Verbindung mit einem konsequenten Kostenmanagement die Ertragskraft steigern. Der Schwerpunkt der strategischen Maßnahmen liegt auf der Optimierung der Standortstrukturen, der Synchronisation von Prozessen durch Anwendung von Best-Practice-Modellen sowie der intensiveren Nutzung der vorhandenen Vertriebsstrukturen und der Stärkung von operativen Kooperationen der Konzerngesellschaften. Zielwert Eigenkapitalquote von 30 ProzentAuf der Finanzierungsseite liegt der Fokus auf dem effizienten Management des Working Capitals. Hier hat die BayWa durch die längerfristige Finanzierung eines Teils des Working Capitals über die Aufnahme von Schuldscheindarlehen den veränderten Geschäftsstrukturen, die sich insbesondere durch das Wachstum im Bereich BayWa r.e. renewable energy ergeben haben, Rechnung getragen. Unverändert achtet die BayWa auf eine ausgewogene Kapitalstruktur. Vor diesem Hintergrund erfolgte die Finanzierung der Unternehmenserwerbe von Cefetra und Bohnhorst maßgeblich über die Freisetzung von Kapital aus dem Immobilienportfolio des Konzerns. Der Zielwert einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent wurde durch die jüngsten Akquisitionen zur Wahrnehmung von Wachstumschancen zwar unterschritten, mittel- bis langfristig hält die BayWa jedoch an diesem Wert fest. Steuerung durch wertorientierte Unternehmensführung und integriertes RisikomanagementDie Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt anhand strategischer und operativer Vorgaben, über die wertorientierte Unternehmensführung sowie ein integriertes Risikomanagement. Die kurzfristige operative Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt vorrangig anhand der Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT. Die wertorientierte Steuerung dient hingegen der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Konzern. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den spartenspezifischen Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt ferner der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zur Absicherung des langfristigen Geschäftserfolgs zu. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Economic Profitscroll
1
Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen
+ Net Working Capital Alle Segmente des BayWa-Konzerns mit positivem Economic ProfitIm Geschäftsjahr 2012 erzielten alle drei Segmente des BayWa-Konzerns einen positiven Economic Profit, das heißt einen Überschuss über ihre jeweiligen Kapitalkosten. Das Segment Agrar wies insgesamt einen Economic Profit von 7,0 Mio. Euro aus. Dazu trugen der Agrarhandel 7,9 Mio. Euro und die Sparte Obst 4,5 Mio. Euro bei. Die Sparte Technik erwirtschaftete dagegen im Berichtsjahr noch einen negativen Economic Profit von 5,4 Mio. Euro, da sich die hohen Investitionen in die Neuordnung des CLAAS-Vertriebs noch belastend auswirkten. Das Segment Energie erreichte einen Überschuss über die Kapitalkosten von 17,2 Mio. Euro, der mit 10,5 Mio. Euro auf das klassische Energiegeschäft und mit 6,7 Mio. Euro auf das Geschäftsfeld Regenerative Energien entfällt. Auch das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der erfolgreichen Restrukturierungsmaßnahmen einen positiven Economic Profit in Höhe von 3,9 Mio. Euro. Dienstleistungen, Produkte und GeschäftsprozesseIm Agrarhandel versorgt die BayWa die Landwirtschaft über das gesamte Anbaujahr mit Saatgut, Futtermitteln sowie Betriebsmitteln und nimmt die Erfassung und Vermarktung der Ernte vor. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten, die eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsüberprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse gewährleisten. Die Vermarktung der Erzeugnisse erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale Abnehmer der Lebensmittelindustrie und des Groß- und Einzelhandels als auch - insbesondere bei Getreide - weltweit. Zusätzliche Absatzchancen für deutsches ObstIn der Sparte Obst ist die BayWa in Deutschland der führende Anbieter von Tafelobst für den Lebensmitteleinzelhandel und mit 10 Standorten der größte Einzelvermarkter für Tafelkernobst sowie der größte Anbieter für Kernobst aus biologischer Produktion. Darüber hinaus erfasst, lagert, sortiert, verpackt und vermarktet die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Die Tochtergesellschaft Turners & Growers (T & G) ist Marktführer im neuseeländischen Obstgeschäft und verfügt über ausgedehnte Handelsverbindungen nach Asien und Südamerika. Durch die Einbindung von T & G ist die BayWa in der Lage, den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel ganzjährig mit Obst zu versorgen und erschließt sich zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten. Technisches Vollsortiment und ServiceDie Sparte Technik ist Anbieter eines technischen Vollsortiments an landwirtschaftlichen Maschinen, Geräten und Anlagen für den Ackerbau, die Stallungstechnik sowie den Getreide- und Futtermittelanbau. Darüber hinaus bietet die Sparte Technik Kommunalfahrzeuge mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe an. Das Angebot für die Forstwirtschaft reicht von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service der Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz sichergestellt. Klassisches Energiegeschäft mit fossilen EnergieträgernIm klassischen Energiegeschäft vertreibt die BayWa fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe. Da es sich um ein reines Logistik- und Distributionsgeschäft ohne große Lagerbestände handelt, wirken sich Preisänderungen nur in geringem Umfang auf die Bewertung der Lagerbestände aus. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 278 eigene Tankstellen verkauft. Daneben werden Tankstellennetze von Partnerfirmen und Großabnehmer beliefert. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Kunden in der Landwirtschaft, im metallverarbeitenden Gewerbe und in der Industrie. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Geschäft der regenerativen Energien mit Solar, Windkraft und BiomasseUnter dem Dach der BayWa r.e. renewable energy deckt der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette bei den regenerativen Energien über Planung, Entwicklung und Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen in den Bereichen Solar, Windkraft und Biomasse ab. Das Angebot umfasst Photovoltaikanlagen, Windkraftanlagen sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse. Darüber hinaus werden Betriebsmittel und Serviceleistungen für solche Anlagen angeboten. Das Geschäftsfeld ist derzeit in 11 Ländern in Europa sowie in den USA vertreten. Durch die Zusammenfassung der Aktivitäten und die Einrichtung von separaten Geschäftsführungen für die Bereiche Solar, Windkraft und Biomasse wurden die Voraussetzungen geschaffen, um Überschneidungen zu bereinigen, Synergien zu nutzen und so an dem erwarteten Marktwachstum optimal zu partizipieren. Baustoffe als spezialisierter GeneralistIm Baustoff-Fachhandel deckt die BayWa überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Daneben sind private Bauherren und Hausbesitzer wichtige Kunden. Vor diesem Hintergrund positioniert sich die BayWa mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung in der Kundenberatung. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung und in der Beratung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik. Absatzmärkte und WettbewerbspositionBei den führenden Unternehmen im landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel dabeiIm landwirtschaftlichen Groß- und Einzelhandel zählt die BayWa zu den führenden Unternehmen in Europa. Sie ist im Agrargeschäft eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. In Deutschland und in Österreich bedienen diese Handelsstrukturen aus ihrer historischen Entwicklung heraus jeweils unterschiedliche Regionen. Die BayWa verfügt mit rund 1.000 Standorten in ihren regionalen Märkten, insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und dem südlichen Brandenburg sowie flächendeckend in Österreich, über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Mit den rund 500 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten in Österreich bestehen enge Geschäftsbeziehungen. Bei den Agrarprodukten sowie dem Handel mit Landtechnik setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional vertreten. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein. Mit der Übernahme von Turners & Growers (T & G), einem Erzeuger und weltweit tätigen Exporteur von Frischobst mit Sitz in Neuseeland, hat die BayWa ihr Obstgeschäft internationaler ausgerichtet. Über die vorhandenen Vertriebsstrukturen von T & G werden zusätzliche Absatzmärkte vor allem in Asien erschlossen. Produktseitig und geografisch diversifiziert bei den erneuerbaren EnergienIm klassischen Energiegeschäft ist die BayWa im Wesentlichen in Süddeutschland und Österreich vertreten und verfügt hier über eine gute Marktstellung. Das Wettbewerbsumfeld ist fragmentiert und wird überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel geprägt. Daneben sind auch die großen Mineralölhandelsgesellschaften in diesem Markt aktiv. Historisch gewachsen, besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Der Markt für erneuerbare Energien ist ein regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den drei Bereichen Photovoltaik, Windenergie und Biogas sowie Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich, Polen, Slowakei, Spanien, Tschechien, Ungarn und den USA sowohl produktseitig als auch geografisch gut diversifiziert. Mit Baustoffe Rang zwei in DeutschlandIm Baustoff-Fachhandel sind die regionale Präsenz und die enge Vernetzung mit den gewerblichen Kunden von entscheidender Bedeutung für den Geschäftserfolg. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 840 Unternehmen mit etwa 2.100 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Die überwiegende Zahl der Anbieter sind mittelständische Unternehmen, die in verschiedenen Kooperationen zusammenarbeiten. Mit 201 Standorten belegt die BayWa in Deutschland den zweiten Rang und verfügt in vielen Regionen über eine starke Marktposition. Auch im österreichischen Markt nimmt die BayWa mit 29 eigenen Standorten und einem ausgedehnten Netz von Franchisepartnern im Baustoff-Fachhandel eine bedeutende Position in den attraktivsten Regionen ein. Darüber hinaus ist die BayWa in Österreich im Bau & Gartenmarktgeschäft regional tätig. In Deutschland, Österreich und Italien tritt die BayWa ferner im Bau & Gartenmarktgeschäft als Franchisegeber auf. Grundlegende rechtliche und wirtschaftliche EinflussfaktorenRegionale Märkte abhängiger von internationalen EinflüssenDas Segment Agrar ist sehr stark von natürlichen Einflussfaktoren wie dem Wetter und dem davon maßgeblich beeinflussten Ernteerfolg abhängig. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Dabei ist die Preisentwicklung in den vergangenen Jahren auf den regionalen Märkten immer mehr abhängig von internationalen Einflüssen - wie Dürreperioden oder Missernten in anderen Teilen der Welt. Auch die wechselseitige Beeinflussung von Preisentwicklungen einzelner Agrarrohstoffe hat stark zugenommen. Aufgrund der stärkeren internationalen Verflechtung wirken sich Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen vermehrt auf die Preisbildung in den regionalen Märkten aus. Darüber hinaus hat die steigende Bedeutung von Agrarrohstoffen als Anlageklasse die Preisvolatilitäten erhöht. Schließlich können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Ebenso üben Regulierungen beispielsweise durch die EU auf Preise und Strukturen in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. Preisvolatilität bei Rohöl im klassischen EnergiegeschäftDas Energiesegment wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die volatile Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl beeinflusst. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten natürlich beeinflusst. Bei den regenerativen Energien führen steigende Preise für fossile Brennstoffe im Allgemeinen zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit und einer zunehmenden Nachfrage. Bei Bio-Treibstoffen ist der Absatz allerdings maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen und von politischen Vorgaben über die Höhe der Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen abhängig. Dies gilt in ähnlicher Weise für die Nachfrage nach Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen, deren nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten kalkulierte Rendite bis zum Erreichen der Netzparität noch von der gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütung ins Stromnetz bestimmt wird. Veränderungen der diesbezüglichen Gesetzgebung können sich daher erheblich auf die Investitionen in regenerative Energien auswirken. Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld mit Auswirkungen auf BaustoffeIm Bausegment wirken sich vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung der Wohnungsbauförderung oder von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung - positiv oder negativ aus. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Dabei sind die Bereiche Tiefbau und Straßenbau stark vom Ausgabeverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit sind es insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Energie-Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen, die sich auf das Investitionsverhalten auswirken. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen durch Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenWachstumstempo der Weltwirtschaft weiter verlangsamtDas Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2012 weiter verlangsamt. Die globale Wirtschaftsleistung nahm im Jahr 2012 nur noch um 3,2 Prozent zu, nach 3,9 Prozent im Vorjahr. In den Industrieländern wurde lediglich ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um durchschnittlich 1,3 Prozent erreicht. Hier wirkte sich insbesondere die schwache Entwicklung infolge der Staatsschuldenkrise der südeuropäischen Länder im Euro-Raum aus, der insgesamt einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent aufwies. In den USA beschleunigte sich das Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2011 auf 2,3 Prozent im Jahr 2012. Allerdings wurde das Wachstum von einem stärkeren ersten Halbjahr getragen, während die Wirtschaft im zweiten Halbjahr aufgrund der fiskalischen Restriktionen an Dynamik verlor. Die Schwellen- und Entwicklungsländer - allen voran China mit einem Plus von 7,8 Prozent - erzielten dagegen weiterhin ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2012 um 0,8 Prozent gewachsen und stand damit an der Spitze des Euro-Raums. Jedoch haben das erneute Aufflammen der Krise in diesem Gebiet zur Jahresmitte und die unerwartet deutliche Abkühlung der Weltkonjunktur die wirtschaftliche Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte stark abgebremst. Die Exporte sind dabei um 4,1 Prozent gestiegen, da der rückläufigen Entwicklung im Euro-Raum eine kräftige Nachfrage aus anderen Ländern gegenüberstand. Vor allem wegen der um 2,4 Prozent gesunkenen Investitionstätigkeit nahmen die Importe mit 2,3 Prozent weniger stark zu. Während die Staatsausgaben mit einem Plus von 1,2 Prozent etwas stärker zulegten als im Vorjahr, trugen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2012 mit einer Steigerung um 0,7 Prozent nur unterproportional zum Wirtschaftswachstum bei. In Österreich schwächte sich das Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Leistung 2012 auf 0,6 Prozent ab, nach 2,7 Prozent im Vorjahr. Der geringere Anstieg ist maßgeblich darauf zurückzuführen, dass die Anlageinvestitionen und die Exporte nur noch moderat um 0,8 Prozent zugenommen haben, nachdem sie im Vorjahr hohe Zuwachsraten von 7,3 Prozent bzw. 7,9 Prozent verzeichnet hatten. Branchentrend AgrarPreise für Agrarerzeugnisse auf relativ hohem Niveau behauptetDie Preise für Agrarerzeugnisse haben sich im Jahr 2012 in Europa insgesamt auf relativ hohem Niveau behauptet. In Deutschland lag der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte zum Ende des dritten Quartals insgesamt um knapp 3 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Die Preisentwicklung wurde durch die global knappere Versorgungssituation mit Agrarrohstoffen getragen. Im Getreidejahr 2011/12 hatte die weltweite Produktionsmenge mit 2.316 Mio. Tonnen noch um etwa 5,2 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen. Allerdings führten in der zweiten Jahreshälfte 2012 ausgeprägte Dürren in wichtigen Anbauregionen der Welt wie den USA, Russland, Kasachstan, der Ukraine, Brasilien und Argentinien zu hohen Ernteeinbußen und einer entsprechenden Angebotsverknappung. Auch in Deutschland blieb die gesamte Erntemenge von Getreide im Getreidejahr 2011/12 um gut 6 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Regional betrachtet, war die Ertragsentwicklung im Süden und Westen dabei günstiger als im Norden und Osten. Insbesondere pflanzliche Erzeugnisse verzeichneten vor diesem Hintergrund überdurchschnittliche Preissteigerungen; so lag der Preisindex für Getreide Ende September 2012 um gut 17 Prozent über dem Vorjahreswert. In der Milchwirtschaft lagen die Erzeugerpreise bei einer hohen Erzeugungsmenge im EU-Durchschnitt Ende September 2012 um rund 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. In Deutschland lag die Erfassungsmenge der Molkereien um etwa 1 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Nachdem die Milchpreise im ersten Halbjahr 2012 um mehr als 10 Prozent nachgegeben hatten, setzte im dritten Quartal eine Erholung ein; im Oktober wurde das Preisniveau vom Jahresanfang annähernd wieder erreicht. Während die Fleischproduktion weltweit 2012 um rund 1 Prozent gestiegen ist, dürfte sie in Deutschland insgesamt um etwa 2 Prozent abgenommen haben. Dabei entwickelte sich insbesondere die Erzeugung von Schweine- und Rindfleisch rückläufig, während in der Geflügelfleischerzeugung geringfügige Zuwächse zu verzeichnen waren. Die Preise für Fleisch blieben dabei im Zeitraum Januar bis Oktober 2012 weitgehend stabil auf dem relativ hohen Vorjahresniveau. Lediglich bei Geflügel gab es geringfügige Preisrückgänge. Gestiegene Nettowertschöpfung der deutschen LandwirtschaftDie Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel stiegen im Jahr 2012 weiter an. Insbesondere bei Energie und Futtermitteln waren überdurchschnittliche Preisanstiege zu verzeichnen, wohingegen die Preissteigerungen für Pflanzenschutzmittel moderat ausfielen. Die Preise für Düngemittel entwickelten sich dagegen uneinheitlich. Bei Kalkdünger führte eine steigende Nachfrage zu moderaten Preiserhöhungen. Stickstoff-, Kali- und Phosphatdünger waren dagegen in etwa auf dem Vorjahresniveau zu haben. Ein Grund dafür dürfte die weltweit geringere Nachfrage aufgrund extremer Witterungsbedingungen in Nordamerika und Südeuropa sowie in Teilen Australiens und Indiens gewesen sein. Insgesamt konnten die Kostensteigerungen bei den Betriebsmitteln durch die deutlich höheren Einnahmen der Landwirtschaft jedoch mehr als ausgeglichen werden. Nach ersten Berechnungen des Deutschen Bauernverbands erhöhte sich die Nettowertschöpfung der deutschen Landwirtschaft im Kalenderjahr 2012 um rund 10 Prozent auf 14,5 Mrd. Euro. Die Betriebseinkommen je Arbeitskraft verbesserten sich damit auf 27.100 Euro, nach 24.500 Euro im Vorjahr. Bessere Verkaufserlöse für deutsche ObstbauernNach der letztjährigen Rekordernte im Obstanbau führten die ungünstigen Witterungsverhältnisse in der ersten Jahreshälfte 2012 - insbesondere der Spätfrost während der Blütezeit - in Deutschland bei nahezu allen Obstarten zu einem geringeren Ernteertrag als im Vorjahr. So lag die deutsche Apfelernte 2012 von 933.000 Tonnen um rund 2 Prozent unter der Vorjahresmenge und knapp 7 Prozent unter der Erntemenge von 1 Mio. Tonnen, was als Vollernte angesehen wird. Auch bei Steinobst fiel die Ernte im Jahr 2012 zum Teil erheblich geringer aus. In den übrigen EU-Ländern war eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Eine gute Erntequalität in Verbindung mit dem knappen Angebot schlug sich in höheren Preisen für Obst nieder, so dass die Verkaufserlöse der Obstbauern sich im Vergleich zum Vorjahr verbesserten. In Neuseeland war im Jahr 2012 eine durchschnittliche Obst-Erntemenge bei guten Vermarktungserträgen zu verzeichnen. Höhere Nachfrage nach LandtechnikDie überwiegend gute Erlös- und Einkommenssituation der landwirtschaftlichen Betriebe begünstigte im Jahr 2012 die Investitionen in Landtechnik. Auch der anhaltende Strukturwandel führt tendenziell zu einer höheren Nachfrage nach Landtechnik. So hat sich die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe um 0,5 Prozent auf 299.100 weiter verringert. Die bewirtschaftete Fläche je Betrieb ist um 0,1 Prozent auf 55,9 Hektar angestiegen. Der Gesamtumsatz der Landtechnikbranche erhöhte sich im Jahr 2012 um 9,7 Prozent auf rund 7,7 Mrd. Euro. Besonders starke Zuwächse verzeichneten dabei Landmaschinen mit einem Plus von 14,6 Prozent. Branchentrend EnergieNeben dem strukturell bedingten rückläufigen Verbrauch von Rohöl wirkte im Wärmegeschäft das hohe Preisniveau im Jahr 2012 dämpfend auf die Nachfrage. Außer in den Zeiträumen April bis Ende Juli und Mitte Oktober bis Mitte Dezember lag der Rohölpreis im Jahresverlauf 2012 über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Mit einem Höchstpreis von rund 122 US-Dollar pro Barrel und einem Tiefstpreis von 87 US-Dollar nahmen die Preisschwankungen gegenüber dem Jahr 2011 noch zu. Zu Jahresbeginn 2012 stieg der Preis zunächst stark von rund 105 US-Dollar auf 122 US-Dollar pro Barrel an. Ab April gingen die Notierungen vor dem Hintergrund der sich wieder verschärfenden Staatsfinanzierungskrise im Euro-Raum und den verhaltenen Perspektiven für das globale Wirtschaftswachstum zurück und erreichten im Juni mit etwa 87 US-Dollar pro Barrel den tiefsten Stand. Von diesem Niveau aus zog der Ölpreis sehr schnell wieder auf etwa 110 US-Dollar an. Moderate Absatzsteigerungen bei SchmierstoffenDie Heizölpreise entwickelten sich weitgehend parallel, lagen jedoch im gesamten Jahr 2012 über den Vorjahrespreisen. Insgesamt verlief der Absatz von Heizöl daher in den ersten neun Monaten 2012 schleppend. Im vierten Quartal belebte sich die Nachfrage saisonal bedingt bei leicht rückläufigen Heizölpreisen allerdings deutlich. Bei Kraftstoffen war der Gesamtabsatz im Jahr 2012 trotz eines insgesamt um 1,3 Prozent höheren Fahrzeugbestands geringfügig rückläufig. Dabei erhöhte sich der Absatz von Dieselkraftstoffen um etwa 1 Prozent, während der Absatz von Ottokraftstoffen um rund 5 Prozent gesunken ist. Zu dem geringeren Absatz von Kraftstoffen dürften die hohen Preise beigetragen haben. Bei Schmierstoffen waren moderate Absatzsteigerungen zu verzeichnen, was im Wesentlichen auf das positive konjunkturelle Umfeld für die metallverarbeitende Industrie und insbesondere den Maschinenbau in Deutschland zurückzuführen ist. Im Zuge der Energiewende weiterer Ausbau der Kapazitäten bei regenerativen EnergienIm Bereich der regenerativen Energien schreitet der Ausbau der Kapazitäten in den Bereichen Windkraft, Solarenergie und Biomasse im Zuge der Umsetzung der Energiewende in Deutschland weiter voran. Auch die großen Energieversorgungsunternehmen überprüfen ihre Geschäftsmodelle und bieten zunehmend dezentrale Versorgungslösungen mit erneuerbaren Energien an. Während es sich bei Windkraft- und Biogasanlagen in der Regel um kommerzielle Großprojekte handelt, werden Solaranlagen von gewerblichen Kunden und in starkem Maße auch von privaten Haushalten nachgefragt. Trotz schrittweiser Absenkung der Einspeisevergütungen für Solarenergie lag die neu installierte Leistung mit 7.600 Megawatt (MW) aufgrund des starken Preisverfalls bei den Modulen auch im Jahr 2012 deutlich über dem politisch angestrebten Korridor von 2.500 MW bis 3.500 MW für den Zubau. Engpassfaktoren für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind die Finanzierung durch Kostenumlage auf die Stromverbraucher und die Übertragungskapazität der Stromnetze. Nach einer ersten Kürzung der Förderung zum 1. Januar 2012 erfolgte zum 1. April eine weitere Absenkung der Einspeisevergütung, um einen unkontrollierten Anstieg der EEG(Erneuerbare-Energien-Gesetz)-Umlage zu vermeiden. Seit Mai sank die Einspeisevergütung monatlich um 1,0 Prozent und ab November 2012 wurde das Prinzip des "atmenden Deckels" eingeführt, das zusätzlich alle drei Monate eine Erhöhung oder Absenkung der monatlichen Degressionsschritte vorsieht. Diese Anpassung wird in Abhängigkeit von den Zubauraten neuer Anlagen vorgenommen. Darüber hinaus wurde ein Gesamtausbauziel für die geförderte Photovoltaik von 52 Gigawatt (GW) festgelegt. Leistung neu installierter Windkraftanlagen in den USA verdoppeltBei Windenergie erfolgte im Jahr 2012 in Deutschland ein Zubau von rund 2.439 MW über Neuprojekte und Repowering bestehender Anlagen. Dies entspricht einer Steigerung von rund 20 Prozent gegenüber 2011. Auch in Europa verzeichnete der Markt für Windkraft ein weiteres Wachstum. In den USA hat sich die Leistung neu installierter Windkraftanlagen mit geschätzten 13.200 MW im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahreswert von 6.800 MW nahezu verdoppelt. Im Bereich Biomasse wurde die Förderung des Bundes für die Jahre 2009 bis 2012 auf bis zu 500 Mio. Euro aufgestockt. Einen Förderschwerpunkt bilden Investitionen im Gebäudebestand, die dazu beitragen, den Anteil erneuerbarer Energien an der gesamten Wärmeversorgung zu erhöhen. Bei der Stromerzeugung aus Biomasse wurden Anreize zu mehr Energieeffizienz und zum verstärkten Einsatz biogener Rest- und Abfallstoffe geschaffen und der sog. Kraft-Wärme-Kopplungs-Bonus deutlich erhöht. Gleichzeitig besteht im Leistungsbereich über 5 MW für Neuanlagen nur noch für Stromproduktion in Kraft-Wärme-Kopplung ein Anspruch auf EEG-Vergütung. Dadurch soll erreicht werden, dass zukünftig mehr Strom auf diese Weise erzeugt wird. Bei Biogas lautet die Zielsetzung, im Jahr 2020 6 Prozent und im Jahr 2030 10 Prozent des Erdgasbedarfs in Deutschland mit Biomethan zu decken. Branchentrend BauUm 11 Prozent mehr Baugenehmigungen; stärkste Zunahme im MehrfamilienhausbauDie Bauwirtschaft profitierte im Jahr 2012 von einer Belebung im Wohnungsbau, der mit einem Anteil von über 58 Prozent das bedeutendste Bausegment in Deutschland ist. Die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime, Mehrfamilienhäuser und sonstige Wohnungen hat sich von 222.600 im Jahr 2011 um knapp 11 Prozent auf 246.600 Einheiten erhöht. Die stärksten Zuwächse verzeichnete dabei der Mehrfamilienhausbau. Insgesamt lagen die realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Demgegenüber verzeichnete der Nichtwohnungshochbau insgesamt eine Abnahme der Bautätigkeit um 3,8 Prozent. Dabei gingen die Bauinvestitionen im gewerblichen Hochbau nach dem starken Anstieg des Vorjahres 2012 real um 1,5 Prozent und im öffentlichen Hochbau um 14,0 Prozent zurück. Diese deutliche Reduzierung ist insbesondere durch das Auslaufen der letzten Fördermaßnahmen im Rahmen des Konjunkturpakets II aus dem Jahr 2011 bedingt. Im Tiefbau lagen die realen Bauinvestitionen um 6,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dabei verzeichneten der gewerbliche Tiefbau einen Rückgang um 4,0 Prozent und der öffentliche Tiefbau um 8,0 Prozent. Insgesamt lagen die realen Bauinvestitionen in Deutschland 2012 um 0,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, da die Bautätigkeit ab November witterungsbedingt einen starken Einbruch verzeichnete. In Österreich hat die Wachstumsdynamik der Baubranche im Jahr 2012 nach dem starken Anstieg der Bauinvestitionen von 4,4 Prozent im Jahr 2011 spürbar nachgelassen. Dennoch wuchsen die Bauinvestitionen mit 1,1 Prozent stärker als die Gesamtwirtschaft. Wachstumstreiber war dabei der Wohnungsbau, der ein Plus von 2,4 Prozent aufwies. Der sonstige Hochbau, der im Vorjahr sehr hohe Zuwächse verzeichnet hatte, stagnierte dagegen (plus 0,1 Prozent). Hier wirkte sich zunehmend die Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen Perspektiven im Jahresverlauf 2012 aus. Im Tiefbau gingen die Bauinvestitionen aufgrund der Sparmaßnahmen der öffentlichen Haushalte geringfügig um 0,2 Prozent zurück. III. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageEntwicklung des Segments Agrar im Jahr 201210,8 Prozent mehr Umsatz in der Sparte AgrarhandelIn der Sparte Agrarhandel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln erhöhte sich der Umsatz des BayWa-Konzerns im Geschäftsjahr 2012 um 10,8 Prozent auf 3.356,9 Mio. Euro. Die Umsatzausweitung ist sowohl mengen- als auch preisbedingt. So nahm die Umschlagsmenge von Getreide um 9,9 Prozent auf rund 5,4 Mio. Tonnen zu; die Vermarktungspreise lagen über dem Vorjahresniveau. Düngemittel verzeichneten mit knapp 2 Mio. Tonnen eine um 3,1 Prozent höhere Absatzmenge bei im Durchschnitt stabilen Preisen. Der Absatz von Futtermitteln lag mit knapp 2,4 Mio. Tonnen auf dem Niveau des Vorjahres; erhöhte Marktpreise führten hier zur Umsatzsteigerung. Bei moderat höheren Preisen wuchs der Saatgutabsatz aufgrund der starken Auswinterungen im Frühjahr. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) der Sparte ging geringfügig um rund 1,0 Mio. Euro bzw. 1,2 Prozent auf 81,1 Mio. Euro zurück, da die Margen im Handel mit Getreide und Düngemitteln das sehr hohe Niveau des Vorjahres nicht ganz erreichten. Weil die Abschreibungen um 0,8 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro anstiegen, verringerte sich das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern) gegenüber dem Vorjahreswert um 3,2 Prozent auf 54,3 Mio. Euro. Das Zinsergebnis lag durch das erheblich höhere zu finanzierende Handelsvolumen bei minus 23,5 Mio. Euro und damit um 3,0 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt verminderte sich das Ergebnis vor Steuern der Sparte Agrarhandel 2012 gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. Euro bzw. 13,6 Prozent auf 30,7 Mio. Euro. Umsatzwachstum durch Einbeziehung von Turners & GrowersDie Sparte Obst steigerte den Umsatz im Jahr 2012 insgesamt um 338,6 Mio. Euro auf 468,3 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum der Sparte entfällt zum größten Teil auf die seit dem 9. März 2012 erstmalige Einbeziehung des Geschäfts von Turners & Growers (T & G). Aber auch der originäre Umsatz im Obstgeschäft konnte ausgeweitet werden. Der Absatz von Tafelobst sowie Beeren- und Steinobst hat sich gegenüber dem Jahr 2011 mehr als verdoppelt. Das EBITDA erhöhte sich um 22,0 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro. Die Abschreibungen haben von 1,9 Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro zugenommen, so dass sich für das EBIT ein Zuwachs von 4,0 Mio. Euro auf 17,9 Mio. Euro ergibt. Der von 0,4 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro gestiegene Finanzaufwand spiegelt im Wesentlichen die Finanzierung des erhöhten Working Capitals von T & G wider. Das Ergebnis vor Steuern der Sparte Obst verbesserte sich im Jahr 2012 von 3,6 Mio. Euro auf 14,9 Mio. Euro. Sparte Technik mit 11,6 Prozent UmsatzzuwachsDas Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen profitierte von der anhaltend guten Erlössituation der Landwirte, dem hohen Auftragsbestand aus dem Jahr 2011 und der Umsetzung der Zwei-Marken-Strategie für CLAAS und AGCO. Der Absatz von Traktoren erreichte mit 4.661 Neumaschinen ein neues Rekordniveau. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 21,1 Prozent. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Sparte Technik im Geschäftsjahr 2012 um 127,2 Mio. Euro bzw. 11,6 Prozent auf 1.226,7 Mio. Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 2,5 Mio. Euro bzw. 9,2 Prozent auf 30,0 Mio. Euro. Die im Vergleich zum Umsatz etwas geringere Steigerungsrate ist sowohl auf Nachlaufkosten aus dem Strukturaufbau des CLAAS-Vertriebs als auch auf Vorlaufkosten für den Vertrieb von Massey Ferguson zurückzuführen. Die Abschreibungen legten aufgrund der hohen Investitionen des Vorjahres im Jahr 2012 um 1,7 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro zu. Damit verbesserte sich das EBIT um 4,8 Prozent bzw. 0,9 Mio. Euro auf 18,9 Mio. Euro. Die Finanzierungsaufwendungen erhöhten sich aufgrund des stärkeren Absatzes von Neumaschinen um 1,8 Mio. Euro auf 11,1 Mio. Euro. Ferner haben Vorkäufe im Zusammenhang mit der Produktionsumstellung eines Traktorenherstellers sowie ein größerer Maschinenbestand zum Jahresende durch den frühen Wintereinbruch zu einer höheren Mittelbindung geführt. Das Ergebnis vor Steuern der Sparte Technik lag daher 2012 mit 7,2 Mio. Euro um 1,5 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. EBIT im Segment Agrar 16,7 Prozent besserFür das Segment Agrar ergibt sich im Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzzuwachs um 18,6 Prozent bzw. 793,0 Mio. Euro auf 5.051,9 Mio. Euro. Das EBITDA legte überproportional um 20,5 Prozent bzw. um 23,6 Mio. Euro auf 139,0 Mio. Euro zu. Nach Abschreibungen von 48,0 Mio. Euro ergibt sich beim EBIT des Segments ein Zuwachs um 16,7 Prozent bzw. 13,0 Mio. Euro auf 91,0 Mio. Euro. Der Finanzierungsaufwand des Segments erhöhte sich um 8,1 Mio. Euro auf 38,3 Mio. Euro. Insgesamt lag das Ergebnis vor Steuern des Segments Agrar bei 52,8 Mio. Euro und damit um 10,4 Prozent bzw. 5,0 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Entwicklung des Segments Energie im Jahr 2012Im Bereich klassische Energie 15,3 Prozent mehr UmsatzIm klassischen Energiegeschäft des Segments Energie wurde der Absatz im Geschäftsjahr 2012 in fast allen Produktbereichen gesteigert. Bei Heizöl nahm das Absatzvolumen um 18,8 Prozent und bei Holzpellets um 18,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Hier führte insbesondere bei Heizöl der frühe Wintereinbruch in Verbindung mit niedrigen Bevorratungsständen der Haushalte bei zugleich leicht rückläufigen Preisen zu einem sprunghaften Nachfrageanstieg. Kraftstoffe verzeichneten ebenfalls ein Plus beim Absatz um 13,8 Prozent. Bei Schmierstoffen verringerte sich der Absatz leicht um 0,2 Prozent. Insgesamt stieg der Umsatz im Bereich klassische Energie um 15,3 Prozent auf 3.236,0 Mio. Euro. Neben den größeren Absatzmengen trugen auch die im Jahresdurchschnitt höheren Preise - insbesondere bei Heizöl und Kraftstoffen - zum Umsatzplus bei. Das EBITDA lag mit 19,7 Mio. Euro um 27,8 Prozent über dem Vorjahreswert. Für das EBIT ergibt sich nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöhten Abschreibungen eine Steigerung um 65,7 Prozent auf 10,5 Mio. Euro. Umsatzsteigerung von 44,1 Prozent bei den regenerativen EnergienDas Geschäftsfeld Regenerative Energien, zusammengefasst in der BayWa r.e. renewable energy, profitierte 2012 von einem stabilen Solar- und einem wachsenden Projektgeschäft. Der Solarhandel entwickelte sich vor dem Hintergrund angekündigter weiterer Kürzungen der Einspeisevergütung mit einer verkauften Leistung von 147 Megawatt (MW) besser als ursprünglich erwartet. Bis Mitte 2012 konnte eine besonders hohe Nachfrage verzeichnet werden, während die Förderungskürzungen in der zweiten Jahreshälfte zu einer Abschwächung führten. Im Projektgeschäft lag der Schwerpunkt im Jahr 2012 auf den Anlagenverkäufen. Das Interesse institutioneller Kapitalanleger an Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien mit langfristig stabilen und attraktiven Renditen nimmt angesichts der niedrigen Kapitalmarktrenditen stetig zu. Bei den Verkäufen fertiggestellter Anlagen ist beispielhaft für den Solarbereich der zweitgrößte Solarpark Mecklenburg-Vorpommerns in Stralsund-Barth mit einer Nennleistung von 31,5 MW zu nennen, der im September 2012 in Betrieb genommen und im Schlussquartal gewinnbringend veräußert wurde. Auf einer Fläche von 40 Hektar produziert der Solarpark mit rund 130.000 Solarmodulen Strom für etwa 7.600 Haushalte. Ferner wurde der Windpark Gunzenhausen im bayerischen Mittelfranken mit einer installierten Gesamtleistung von 18 MW an einen Infrastrukturfonds für institutionelle Anleger verkauft. Im Bereich Biomasse wurde Anfang 2012 Bayerns größte Biomethananlage in Pliening veräußert. Die Anlage speist jährlich 38 Mio. Kilowattstunden Leistung in das Gasnetz der Stadtwerke München ein und versorgt damit rund 2.000 Haushalte. Insgesamt nahm der Umsatz der regenerativen Energien 2012 um 44,1 Prozent auf 440,8 Mio. Euro zu. Beim EBITDA wurde eine Steigerung um 45,1 Prozent auf 52,9 Mio. Euro erzielt. Die Abschreibungen des Geschäftsfelds erhöhten sich - hauptsächlich durch die ganzjährige Einbeziehung der zahlreichen im Jahr 2011 neu erworbenen Gesellschaften - von 9,3 Mio. Euro im Jahr 2011 auf 20,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012. Das EBIT wuchs deshalb mit 20,3 Prozent unterproportional zum Umsatz. Mit einem EBIT von 32,5 Mio. Euro erwirtschaftete das Geschäftsfelds BayWa r.e. renewable energy allerdings das höchste operative Ergebnis seit seiner Gründung. EBIT im Segment Energie um 28,9 Prozent zugelegtInsgesamt verbesserte sich der Umsatz des Segments Energie im Geschäftsjahr 2012 um 565,0 Mio. Euro bzw. 18,2 Prozent auf 3.676,8 Mio. Euro. Das EBITDA des Segments nahm um 40,0 Prozent auf 72,6 Mio. Euro zu. Nach Abzug der Abschreibungen, die mit 29,6 Mio. Euro um 11,1 Mio. Euro über dem Vorjahr lagen, ergibt sich ein um 28,9 Prozent auf 43,0 Mio. Euro gesteigertes EBIT. Die Finanzierungsaufwendungen nahmen um 6,2 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro zu. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die ganzjährige Refinanzierung der Unternehmenszukäufe, die im Jahr 2011 nur zeitanteilig enthalten waren, sowie die Anteilsaufstockung an der RENERCO Renewable Energy Concepts im Jahr 2012. Darüber hinaus führte auch das Wachstum im Projektierungsgeschäft zu einer Zunahme des Working Capitals. Beim Ergebnis vor Steuern des Segments Energie wurde eine Steigerung um 14,7 Prozent bzw. 3,4 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro erzielt. Entwicklung des Segments Bau im Jahr 2012Sparte Baustoffe mit operativer VerbesserungDas Segment Bau weist - im Wesentlichen aufgrund der Entkonsolidierung des deutschen Bau & Gartenmarktgeschäfts zum 1. Januar 2012 - für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatzrückgang um 15,7 Prozent auf 1.740,4 Mio. Euro aus. Die fortgeführten Aktivitäten in der Sparte Baustoffe verzeichneten hingegen operativ eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr. Die nicht mehr im Segment enthaltenen Ergebnisbeiträge des Bau & Gartenmarktgeschäfts waren jedoch höher als die operativen Verbesserungen im Baustoff-Fachhandel, so dass EBITDA und EBIT des Segments die Vorjahreswerte nicht erreichten. So verringerte sich das EBITDA des Segments Bau um 19,6 Prozent auf 52,8 Mio. Euro. Da die Abschreibung überproportional um 11,7 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro zurückgingen, lag das EBIT mit 35,4 Mio. Euro lediglich um 3,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch die Finanzierungsaufwendungen des Segments reduzierten sich aufgrund des geringeren gebundenen Kapitals deutlich um 24,0 Prozent bzw. 3,0 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro. Somit verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern des Segments um 7,8 Prozent auf 25,9 Mio. Euro. Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2012Unter den Sonstigen Aktivitäten war im Geschäftsjahr 2012 im Wesentlichen die Beteiligung der BayWa an Ybbstaler bis zum 31. Mai 2012 enthalten. Mit Wirkung zum 1. Juni 2012 wurden die Ybbstaler-Gesellschaften in ein Joint Venture unter der Führung der AGRANA Juice Holding GmbH eingebracht. Als Konsequenz daraus erfolgte ebenfalls zum 1. Juni 2012 die Entkonsolidierung von Ybbstaler bei der BayWa. Im Umsatzausweis der Sonstigen Aktivitäten resultierte daraus ein Rückgang um 58,5 Prozent auf 61,9 Mio. Euro. Das EBITDA verzeichnete demgegenüber aufgrund des Verkaufs des Hochhauses der BayWa-Zentrale einen Anstieg von 41,9 Prozent auf 78,9 Mio. Euro. Beim EBIT mit 62,1 Mio. Euro ergab sich dadurch ein Plus von 57,9 Prozent. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 59,7 Prozent auf 62,9 Mio. Euro. Ertragslage des BayWa-Konzernsscroll
Konzernumsatz 2012 bei rund 10,5 Mrd. EuroDer BayWa-Konzern verbesserte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um 9,9 Prozent bzw. 945,4 Mio. Euro auf 10.531,1 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum ist mit 338,6 Mio. Euro auf das Obstgeschäft zurückzuführen, wo sich insbesondere die Erstkonsolidierung von Turners & Growers auswirkte. Daneben trug im Wesentlichen organisches Wachstum in der Sparte Technik und im Bereich BayWa r.e. renewable energy mit insgesamt 262,1 Mio. Euro zur Steigerung des Konzernumsatzes bei. Im Agrarhandel und im Bereich klassische Energie waren die Umsatzzuwächse neben erhöhten Absatzmengen auch insbesondere auf gestiegene Marktpreise für Agrarerzeugnisse, Betriebsmittel und Mineralölprodukte zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 75,5 Mio. Euro auf 205,4 Mio. Euro. Die Zunahme resultiert insbesondere aus den gestiegenen sonstigen Erträgen von 49,6 Mio. Euro (Vorjahr: 37,7 Mio. Euro) - hierin enthalten der Entkonsolidierungserfolg der Ybbstaler-Gesellschaften - sowie aus höheren Erträgen aus Anlagenabgängen von 45,2 Mio. Euro (Vorjahr: 23,4 Mio. Euro). Bei Letzterem kommt der Buchgewinn aus dem Verkauf des Hochhauses der BayWa-Zentrale zum Tragen. Daneben stiegen die Erträge aus Vermietung und Verpachtung hauptsächlich durch die Vermietung der Bau & Gartenmarkt-Immobilien auf 44,5 Mio. Euro (Vorjahr: 27,1 Mio. Euro). Des Weiteren erhöhten sich die Erträge aus Kursgewinnen auf 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,1 Mio. Euro), aus regelmäßigen Kostenerstattungen auf 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,0 Mio. Euro), aus Zahlungseingängen abgeschriebener Forderungen auf 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) sowie aus wiederkehrenden Werbekostenzuschüssen auf 5,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro). Der Saldo der übrigen Posten der sonstigen Erträge lag mit 22,2 Mio. Euro um 3,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert und beinhaltet einen Ertrag aus negativem Goodwill aus der Erwerbsbilanzierung von Turners & Growers Ltd in Höhe von 9,1 Mio. Euro. Der Materialaufwand stieg im Berichtsjahr durch die erstmalige Konsolidierung von Turners & Growers sowie durch höhere Marktpreise im Agrar- und Energiegeschäft um 852,5 Mio. Euro auf 9.355,6 Mio. Euro. Das Rohergebnis nach Materialaufwendungen verbesserte sich 2012 um 121,6 Mio. Euro bzw. 9,3 Prozent auf 1.425,3 Mio. Euro. Personalaufwand bei 718,7 Mio. EuroDer Personalaufwand erhöhte sich im Wesentlichen durch die Zunahme der Mitarbeiterzahl sowie durch tarifvertragliche Anpassungen im Konzern um 5,4 Prozent bzw. 36,7 Mio. Euro auf 718,7 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen 2012 mit 418,6 Mio. Euro um 36,2 Mio. Euro bzw. 9,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Die wesentlichen Positionen, die zu dem Anstieg führten, waren: Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 34,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro), Fuhrparkkosten 63,4 Mio. Euro (Vorjahr: 54,2 Mio. Euro), Mieten und Pachten 37,8 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro), Kursverluste 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) und Aufwendungen für Fremdpersonal 22,4 Mio. Euro (Vorjahr: 18,5 Mio. Euro). Der Saldo aller übrigen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit 250,9 Mio. Euro um 0,2 Mio. Euro über dem Vorjahr. Das EBITDA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 55,2 Mio. Euro bzw. 22,0 Prozent auf 306,6 Mio. Euro. Die laufenden Abschreibungen lagen im BayWa-Konzern bedingt durch höhere Investitionen und die Erweiterungen des Konsolidierungskreises mit 119,8 Mio. Euro um 17,6 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. EBIT im Konzern um 25,2 Prozent verbessertDamit verbesserte sich das EBIT des BayWa-Konzerns um 37,6 Mio. Euro bzw. 25,2 Prozent auf 186,8 Mio. Euro. Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der erstmals hierin enthaltenen Ergebnisse der Joint-Venture-Gesellschaften Ybbstaler sowie vereinnahmter Dividendenausschüttungen um 6,5 Mio. Euro auf 18,6 Mio. Euro. Die Verringerung des Zinsergebnisses um 10,4 Mio. Euro auf minus 64,1 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch die Finanzierung der laufenden Investitionen und Akquisitionen sowie des aufgrund erhöhter Marktpreise bei Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln gestiegenen Working Capitals bedingt. Plus von 28,5 Prozent beim Ergebnis der gewöhnlichen GeschäftstätigkeitDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns verbesserte sich um 27,2 Mio. Euro bzw. 28,5 Prozent auf 122,6 Mio. Euro. Zu diesem Anstieg haben das Segment Agrar mit 5,0 Mio. Euro, das Segment Energie mit 3,4 Mio. Euro und das Segment Bau mit 1,9 Mio. Euro beigetragen. Der Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten lag im Wesentlichen durch den Ertrag aus dem Verkauf der BayWa-Zentrale und den Entkonsolidierungserfolg der Ybbstaler-Gesellschaften um 23,5 Mio. Euro über dem Vorjahr. Die Ertragsteuern des BayWa-Konzerns fielen mit 4,6 Mio. Euro um 22,7 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr, da die Reduzierung des Pensionszinssatzes steuerlich wirksam gestaltet werden konnte. Die Ertragsteuerquote beträgt damit im Berichtsjahr 3,8 Prozent (Vorjahr: 28,6 Prozent). Konzernjahresüberschuss bei 118,0 Mio. EuroNach Abzug der Ertragsteuern erwirtschaftete der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2012 einen Jahresüberschuss in Höhe von 118,0 Mio. Euro (Vorjahr: 68,1 Mio. Euro); dies entspricht einer Steigerung von 73,2 Prozent. Der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Gewinnanteil erhöhte sich von 50,5 Mio. Euro im Vorjahr auf 96,7 Mio. Euro im Berichtsjahr. 2,82 Euro Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 34.324.520 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), verbesserte sich von 1,48 Euro im Vorjahr auf 2,82 Euro für das Geschäftsjahr 2012. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements des BayWa-Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Selektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Devisentermingeschäfte und Swaps werden ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Warenein- und -verkauf genutzt. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des BayWa-Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte. Kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im FinanzbereichIm BayWa-Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines konzernweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Dezentrale FinanzmittelbeschaffungDie Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa, den USA und Neuseeland. Im Wesentlichen betreibt der BayWa-Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring der konzernweiten Finanzengagements. Internes Kontrollsystem für FinanzmanagementDas Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa-Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert. Darüber hinaus stehen den Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien separate Non-Recourse-Finanzierungen (ohne Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa-Konzerns) zur Verfügung. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios gegen Zinserhöhungsrisiken gesichertZinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung des Schuldscheindarlehens 2011 eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da sowohl eine Tranche mit fixer Verzinsung und eine mit variabler Verzinsung emittiert wurde. Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert insbesondere die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsinstrumente das Finanzierungsrisiko des BayWa-Konzerns. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
1
einschließlich Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten Die BayWa strebt mittel- und langfristig eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent an. Diese Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen sehr soliden Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde diese Schwelle mit einer Eigenkapitalquote von 24,3 Prozent aufgrund der Aufnahme zusätzlichen Fremdkapitals zur Finanzierung der laufenden Investitionen sowie der Akquisitionen zur Wahrnehmung zukünftiger Wachstumschancen unterschritten. Darüber hinaus minderte sich die Eigenkapitalquote durch eine Bewertungsänderung der Pensionsrückstellungen, die vor dem Hintergrund des in 2012 deutlich reduzierten Zinsniveaus zugungsten eines aussagekräftigeren Bilanzbilds erfolgte. Die für die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten bisher angewandte Korridormethode wurde durch die erfolgsneutrale Verrechnung mit dem Eigenkapital ersetzt und eine neue Rücklage für aufgelaufene versicherungsmathematische Verluste von minus 124,8 Mio. Euro gebildet. Da diese Rücklage aus der Veränderung von nicht durch das Unternehmen beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Personalrückstellungen, und hier insbesondere Pensionsrückstellungen, resultiert, wird im Kapitalmanagement der BayWa die um diesen Effekt bereinigte Eigenkapitalquote von 27,1 Prozent herangezogen. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden gegenüber dem Vorjahr um 311,3 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den höheren Vorratsbestand bei einem gleichzeitig höheren Preisniveau für Agrarerzeugnisse und Betriebsmittel sowie auf die erstmalige Einbeziehung von Turners & Growers in den Konzernabschluss der BayWa AG zurückzuführen. Auf der Aktivseite der Bilanz schlägt sich das dadurch erhöhte Geschäftsvolumen insbesondere in den Positionen "Vorräte" sowie "Übrige Forderungen und Vermögenswerte" nieder. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten steht vor allem im Zusammenhang mit der Finanzierung der im Geschäftsjahr getätigten Wachstumsinvestitionen und Akquisitionen. Bilanzsumme um 535,4 Mio. Euro erhöhtDie Bilanzsumme des BayWa-Konzerns hat sich zum Stichtag 31. Dezember 2012 gegenüber dem Vorjahreswert um 535,4 Mio. Euro erhöht. Die langfristigen Schulden erhöhten sich im Berichtsjahr um 218,6 Mio. Euro. Wesentliche Gründe für den Anstieg liegen zum einen in dem aufgrund des niedrigeren Rechnungszinssatzes um 100,4 Mio. Euro höheren Barwert der Pensionsrückstellungen. Darüber hinaus erhöhten sich die langfristigen Finanzschulden um 75,8 Mio. Euro. Darin enthalten sind rund 50,0 Mio. Euro aus der erstmaligen Einbeziehung von Turners & Growers Ltd in den Konzernabschluss. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 177,5 Mio. Euro auf 150,0 Mio. Euro. Neben dem deutlich gesteigerten Konzernjahresüberschuss trugen zu der Erhöhung des Cashflows insbesondere ein im Vorjahresvergleich verringerter Anstieg der Vorrats- und Forderungsbestände sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bei. Gegenläufig wirkte sich ein gestiegener Effekt aus nicht zahlungswirksamen Erträgen aus. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit lag im Berichtsjahr mit 193,7 Mio. Euro weiterhin auf hohem Niveau, ging gegenüber dem Vorjahreswert jedoch um 29,0 Mio. Euro zurück. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, in Finanzanlagen sowie für Unternehmenserwerbe erhöhten sich 2012 um 53,8 Mio. Euro auf 340,4 Mio. Euro. Bei geringeren Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien geht dieser Effekt vorwiegend auf den Unternehmenserwerb der Turners & Growers zurück. Dem standen im Vergleich zum Vorjahr auch höhere Einzahlungen von 146,8 Mio. Euro (Vorjahr: 64,0 Mio. Euro) aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen gegenüber. Dieser Anstieg ist insbesondere bedingt durch den Verkauf der BayWa-Unternehmenszentrale. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit nahm im Wesentlichen aufgrund einer gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Aufnahme von Fremdmitteln aus langfristigen Finanzkrediten und Schuldscheinen um 236,5 Mio. Euro auf 37,4 Mio. Euro ab. Der positive Saldo ergab sich, bei im Geschäftsjahr 2012 gezahlten Dividenden von 25,9 Mio. Euro, durch die Aufnahme von 61,3 Mio. Euro an Fremdmitteln und Eigenkapitalzuführungen von 2,0 Mio. Euro. In der Gesamtbetrachtung der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit sowie unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen, wurden die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit durch die Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit und aus der Finanzierungstätigkeit weitestgehend gedeckt, so dass der Finanzmittelfonds zum Ende des Berichtsjahrs mit 83,2 Mio. Euro lediglich um 3,8 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres lag. Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseFinanzmittel aus Maßnahmen der PortfoliooptimierungDie Finanzmittelausstattung des BayWa-Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr wurden marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme der externen Kreditfinanzierung kompensiert. Daneben fließen dem Konzern Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen sowie Sale-and-Lease-Back-Transaktionen zu. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der angepassten Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Finanzierungsstruktur analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristigDie Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich der Konzern über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm in Höhe von 300 Mio. Euro, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 276,0 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio. Euro) mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 114 Tagen gezogen waren. Zum Jahresende 2012 war die Nachfrage im Commercial-Paper-Bereich höher als in den Jahren zuvor. Dabei wurden von den Investoren Laufzeiten von bis zu sechs Monaten angefragt. Der gestiegenen Nachfrage nach von der BayWa emittierten Commercial Papers wurde im September durch eine Erhöhung des Programms von 300 Mio. Euro auf 400 Mio. Euro Rechnung getragen. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 135,5 Mio. Euro (Vorjahr: 113,7 Mio. Euro) finanziert. InvestitionenDer BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 neben Unternehmenszukäufen rund 156,8 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände (11,7 Mio. Euro) und Sachanlagen (145,1 Mio. Euro) investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, da moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen wesentliche Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse sind. Trotz des im Jahr 2012 zur Vermarktung gegebenen Immobilienportfolios wird die BayWa in Zukunft weiterhin in moderne Standortinfrastruktur investieren. Dazu zählen, wo immer dies sinnvoll und wirtschaftlich ist, auch Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Finanzierung des Konzernwachstums. Rund 24,6 Mio. Euro für neue BetriebsimmobilienRund 24,6 Mio. Euro wurden im Jahr 2012 in neue Betriebsimmobilien investiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Fertigstellung von Betriebsgebäuden. So investierte die BayWa in Rain am Lech für den zweiten Bauabschnitt rund 3,2 Mio. Euro in das neue Agrarzentrum mit einer Lagerkapazität von 19.000 Tonnen für Getreide und einer Düngerhalle mit 5.000 Tonnen Fassungsvermögen. Die Erfassungskapazität für Getreide beträgt jetzt 150 Tonnen pro Stunde. Daneben umfasst der Standort eine Düngermischanlage, zwei Pflanzenschutzmittelräume, eine Mehrzweckhalle und ein modernes Bürogebäude. Für die Erweiterung des Betriebs Schweinfurt Hafen wurden rund 2,4 Mio. Euro im Berichtsjahr investiert. Mit dieser Investition konnten die Kapazitäten im Getreide- wie im Düngerbereich deutlich ausgeweitet werden. Den Landwirten aus der Region stehen ein Getreidelagerraum mit 26.000 Tonnen und eine Düngerhalle mit 7.000 Tonnen Fassungsvermögen zur Verfügung. Darüber hinaus wurde am Agrarstandort Heilbronn eine Erweiterung der Getreideanlagen in Höhe von rund 4,2 Mio. Euro vorgenommen. Die Sparte Baustoffe errichtete einen Baustoffbetrieb im unterfränkischen Kitzingen. Zum Betrieb gehören eine 1.100 m2 großen Stückgutlagerhalle und eine 400 m2 große Innenausstellung. Die Investitionssumme lag insgesamt bei rund 1,9 Mio. Euro. 130,6 Mio. Euro für UnternehmenserwerbeIm Geschäftsjahr 2012 wurden Auszahlungen für Unternehmenserwerbe in einem Gesamtvolumen von 130,6 Mio. Euro getätigt. Rund 68 Prozent der gesamten Investitionen des BayWa-Konzerns entfallen auf das Segment Agrar. Der hohe Agrar-Anteil an den Investitionen spiegelt die internationale Expansion in der Sparte Obst wider. Etwas mehr als 23 Prozent der Gesamtsumme wurden im Segment Energie und fast 4 Prozent im Segment Bau investiert. Knapp 5 Prozent entfallen auf Sonstige Aktivitäten. VermögenslageLangfristige Vermögenswerte um 9,7 Prozent zugenommenDie langfristigen Vermögenswerte haben im Berichtsjahr insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 9,7 Prozent bzw. 157,1 Mio. Euro auf 1.780,5 Mio. Euro zugenommen. Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen von 368,8 Mio. Euro im Rahmen der Investitionstätigkeit und aus Konsolidierungskreisveränderungen im Kerngeschäft standen Abgänge von 49,1 Mio. Euro und Umbuchungen in die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien sowie die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte von 225,6 Mio. gegenüber. Zusammen mit den Abschreibungen des Geschäftsjahres von 115,7 Mio. Euro haben sich die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen insgesamt um 20,6 Mio. Euro reduziert. Die Anteile an at-Equity-bilanzierten Gesellschaften erhöhten sich hauptsächlich durch die Anteile an der YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH und an der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG sowie durch Equity-Anteile, die im Rahmen der Erstkonsolidierung von T & G zugegangen sind, um 76,4 Mio. Euro auf 92,9 Mio. Euro. Der Anstieg der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien auf 86,2 Mio. Euro ist durch den Zugang der an die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG vermieteten Immobilien bedingt. Zudem resultiert der Anstieg der langfristigen Vermögenswerte aus einer Erhöhung der latenten Steueransprüche um 34,1 Mio. Euro. Durch die Geschäftsausweitung erhöhten sich insbesondere die langfristigen und kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte auf 963,1 Mio. Euro. Die Vorräte nahmen hauptsächlich marktpreisbedingt auf 1.432,6 Mio. Euro zu. Insgesamt hat sich die Bilanz des BayWa-Konzerns zum Stichtag 31. Dezember 2012 um 13,7 Prozent bzw. 535,3 Mio. Euro auf 4.457,4 Mio. Euro verlängert. Fristenkongruente Finanzierung als wichtiges QualitätsmerkmalEinen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa-Konzern traditionell auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Den kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite, bestehend aus kurzfristigen Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen von insgesamt 1.947,3 Mio. Euro stehen kurzfristige Vermögenswerte von 2.444,4 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte von 1.780,5 Mio. Euro werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital von 2.483,1 Mio. Euro zu rund 140 Prozent gedeckt. Diese fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für die Finanzierungspartner der BayWa ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zusammensetzung des Vermögensscroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsHervorragendes Ergebnis im Geschäftsjahr 2012Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts des BayWa-Konzerns weiterhin als positiv. Im Segment Agrar profitierte die Ergebnisentwicklung im Jahr 2012 von der Ausweitung des internationalen Geschäfts und guten Preisen für Agrarprodukte. Im Energiegeschäft konnten sowohl der klassische Energiebereich als auch das Geschäftsfeld Regenerative Energien das operative Ergebnis deutlich steigern. Das Segment Bau erzielte durch die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen spürbare Ergebnisverbesserungen. Insgesamt hat der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2012 ein hervorragendes Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch in Zukunft weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. MitarbeiterAkquisitionen und Ausgliederung mit Auswirkungen auf PersonalstrukturDas Berichtsjahr 2012 war, wie auch das Vorjahr, im BayWa-Konzern gekennzeichnet durch neue Akquisitionen, aber auch Ausgliederungen, im In- und Ausland. Signifikanten Einfluss auf die Personalstruktur der BayWa hatten die Integration der 1.109 T & G-Mitarbeiter sowie die Ausgliederung der BayWa Bau und Gartenmärkte in Deutschland. So waren zum 31. Dezember 2012 insgesamt 16.559 Personen im Konzern beschäftigt; das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Reduzierung um 275 Mitarbeiter (minus 1,6 Prozent). Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter im Vorjahresvergleich um 89 auf 15.680 Personen. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzernscroll
Personalmanagement-InstrumenteZur Steuerung der Kapazitäten und zur Optimierung des Personaleinsatzes hat die BayWa moderne Analyse- und Kennzahlensysteme implementiert. Diese Instrumente sind wichtige Bausteine für die Planung, sie dienen aber auch dem Personalmanagement zur Steuerung der operativen Arbeitsprozesse. In den vergangenen Jahren ist der BayWa-Konzern Stück für Stück gewachsen und somit auch die Anforderungen und Herausforderungen für die Mitarbeiter und Führungskräfte. Neben Angeboten zur Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse sind in einem international tätigen Konzern auch Trainings zur systematischen Entwicklung interkultureller Kompetenz wichtig. Die entsprechenden Maßnahmen der Personalentwicklung wurden in diesem Jahr in das Seminarprogramm der BayWa aufgenommen. Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie GesundheitZuschuss für KinderbetreuungBetriebliche Gesundheitsförderung im ArbeitsalltagBerufliches und Privates in Einklang zu bringen ist in der heutigen Gesellschaft für viele Menschen eine große Herausforderung. Aus diesem Grund wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der BayWa stark gefördert, indem Familienvätern und -müttern vielfältige Teilzeitmodelle angeboten werden. Der Wiedereinstieg für Eltern in die berufliche Tätigkeit wird durch einen Zuschuss zur Kinderbetreuung von bis zu 200 Euro monatlich unterstützt. Im Geschäftsjahr 2012 wurde beschlossen, dieses Angebot ab dem 1. Januar 2013 nochmals deutlich zu erweitern. Während bisher die Betreuung von Kindern bis zum vollendeten 3. Lebensjahr finanziell gefördert wurde, wird zukünftig die Förderung auf Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren erweitert. Weiterhin wurde beschlossen, dass Teilzeitkräfte zukünftig ebenfalls den gleichen Zuschuss wie Vollzeitkräfte erhalten. Der Zuschuss für die Kinderbetreuung bis zum vollendeten 3. Lebensjahr liegt monatlich bei maximal 200 Euro, für nicht schulpflichtige Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren werden maximal 100 Euro ausbezahlt. Zusätzlich bietet der Konzern gemeinsam mit dem Kooperationspartner pme Familienservice GmbH Unterstützung im Bereich Home- und Eldercare an. Das Angebot reicht hier von der Information rund um das Thema Pflegeversicherung über Suche und Auswahl von verschiedenen Betreuungsangeboten bis hin zur Vermittlung von Pflegekräften. Weiter in den Fokus gerückt ist im Jahr 2012 auch die Stärkung der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So wurden die konzeptionellen Grundsteine gelegt, um die betriebliche Gesundheitsförderung in den Arbeitsalltag zu integrieren. Besonderes Augenmerk gilt der präventiven Gesundheitsförderung: In Schulungen und Seminaren werden verschiedene Module im Rahmen des Gesundheitsschutzes angeboten. Für Führungskräfte gibt es ganztägige Workshops, um sie für das Thema Work-Life-Balance, Stressmanagement oder auch gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Für Fachkräfte wurden die Seminarinhalte ebenfalls um gesundheitsfördernde Module erweitert. Mit der Benennung eines Suchtbeauftragten hat die Belegschaft der BayWa auch für dieses Thema einen kompetenten Ansprechpartner, der berät und auf Wunsch professionelle Hilfe vermittelt. Erfolgsfaktor AusbildungKonstant hohe Ausbildungsquote von rund 9 ProzentDie Ausbildung und Qualifikation der Mitarbeiter ist ein elementarer Bestandteil der Personalstrategie im BayWa-Konzern. Speziell die Muttergesellschaft BayWa gehört mit durchschnittlich rund 950 Auszubildenden und einer konstanten Ausbildungsquote von rund 9 Prozent zu den großen Ausbildungsunternehmen im deutschsprachigen Raum. Der Anteil der Mitarbeiter in Führungsfunktionen, die bereits ihre Ausbildung bei der BayWa absolviert haben, ist mit 45 Prozent überdurchschnittlich hoch. Durch die Integration nationaler Beteiligungen in das Online-Karriereportal der BayWa wurde Bewerbern der Zugang zu Stellenausschreibungen aus dem BayWa-Konzern wesentlich vereinfacht. Im Jahr 2012 hat die BayWa über 20.000 Bewerbungen erhalten. Integration schwerbehinderter Mitarbeiter im KonzernDie Integration schwerbehinderter Mitarbeiter in die Arbeitswelt gehört zu den gesellschaftlichen Aufgaben, zu denen vor allem große Unternehmen einen besonderen Beitrag leisten können. Die BayWa kommt dieser Verpflichtung nach, indem für rund 300 schwerbehinderte Mitarbeiter geeignete Arbeitsplätze angeboten werden. Darüber hinaus unterhält die BayWa eine Partnerschaft mit einem Rehabilitationszentrum für Menschen mit körperlicher Behinderung. Corporate-Social-Responsibility(CSR)-AktivitätenDie BayWa bekennt sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung des Konzerns, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen und den Corporate-Governance-Regeln definiert. Freiwillige Helfer von der BayWa bei den Special OlympicsDie BayWa setzt gesellschaftlich akzeptierte Werte im täglichen Handeln im gesamten Konzern um und stellt eine nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft durch den kontinuierlichen Dialog mit der Öffentlichkeit und den Interessengruppen sicher. So unterstützten 60 freiwillige Helfer der BayWa im Rahmen eines Corporate Volunteering-Projekts die Special Olympics 2012 in München. Mit diesem Projekt gab die BayWa ihren Mitarbeitern erstmalig die Möglichkeit, sich ehrenamtlich einzubringen. Dadurch werden nicht zuletzt das Image und der Wert der Marke BayWa gestärkt und das unternehmerische Risiko begrenzt. Insgesamt unterstützen die Maßnahmen zur CSR somit auch die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns. Eine gute Unternehmensführung wird im Konzern durch Anwendung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex gewährleistet. Unter ökonomischer Verantwortung versteht die BayWa eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern, die Sicherung profitablen Wachstums in allen Sparten und Tochtergesellschaften sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Der faire Umgang miteinander sowohl innerhalb des Konzerns als auch mit Geschäftspartnern ist in den ethischen Grundsätzen festgelegt und wird im Konzern gelebt. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im eigenen Konzern werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die Kunden der BayWa werden mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Einhaltung ökologischer Grundsätze unterstützt. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung des Konzerns sowohl der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern gegenüber. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. BayWa verdoppelt jede Spende an die StiftungDie 1998 gegründete BayWa Stiftung ist ein Beispiel für das soziale und umweltbewusste Engagement der BayWa AG. Innerhalb der Bildungsprojekte, bei denen es um erneuerbare Energie und Ernährung in Deutschland, Rumänien, Asien und Afrika geht, legt die BayWa Stiftung besonderen Wert auf Nachhaltigkeit. Das Leitmotiv hinter den Projekten ist die Hilfe zur Selbsthilfe, der Fokus richtet sich auf Projektergebnisse, die nicht nach kurzer Zeit verpuffen, sondern einen Grundstein für bessere, nachhaltige und langfristige Entwicklungsmöglichkeiten legen. Spenden fließen zu 100 Prozent in die Stiftung, da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Zudem leistet die BayWa AG einen eigenen Beitrag, indem sie jede Spende an die Stiftung verdoppelt, um möglichst viele Projekte realisieren zu können. Über die Aktivitäten für die BayWa Stiftung hinaus spendet die BayWa für soziale und kulturelle Einrichtungen und fördert das Engagement von Mitarbeitern in Verbänden, Politik und Gesellschaft. Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 88.197.406,72 Euro und ist eingeteilt in 34.452.112 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.100.769 vinkulierte und 108.092 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2013 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende BeteiligungenFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungErgänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.110.215,68 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. IV. Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementChancen und Risiken verantwortungsbewusst gegeneinander abwägenDie Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Unternehmensleitlinien und ethische GrundsätzeDarüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Riskoberichte Kern des RisikomanagementsKern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenZyklische Schwankungen geringer als in anderen WirtschaftsbereichenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren belasteten die BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Ausbau bestehender oder Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung - wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise möglich - kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der agrarischen Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, welches in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung und Steuerung des Net-Working-Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach mehreren Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütung im Jahr 2012 werden - neben der laufenden monatlichen Absenkung - weitere Anpassungen im zweiten Halbjahr 2013 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt. Preischancen und -risikenFortlaufende Überwachung von RisikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann. Fremdwährungschancen und -risikenFremdwährungspositionen grundsätzlich abgesichertDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns. Insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers und Aufnahme kurzfristiger Kredite. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Rechtliche und regulatorische Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die BayWa bildet Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. KreditrisikenWichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen HandelspartnerIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externer Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. Rating des BayWa-KonzernsHöhere Kreditlinien für den BayWa-KonzernDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2012 konnte der BayWa-Konzern die Kreditlinien erhöhen. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenUmfangreiche Aus- und WeiterbildungsmöglichkeitenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hoch qualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zum Jahresende zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Organisatorisch getrennter DatenschutzbeauftragterUm die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungRisiken begrenzt und überschaubarDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemProfessionelles und zertifiziertes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, quartalsweise ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden unterjährige Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätzen verpflichtetDie Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. V. NachtragsberichtErwerb von Cefetra wesentlicher MeilensteinDie BayWa AG, München, hat nach der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden im Dezember 2012 mit Wirkung zum 3. Januar 2013, dem Tag der Kaufpreiszahlung, 100 Prozent der Anteile des weltweit agierenden Getreidehändlers Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande, übernommen. Die Cefetra B.V., deren Anteile bisher von ForFarmers Group B.V., Lochem, Niederlande, und den Agrargenossenschaften Agrifirm Group B.V., Apeldoorn, Niederlande, und AgruniekRijnvallei Holding B.V., Wageningen, Niederlande, gehalten wurden, ist mit Tochterunternehmen in Großbritannien, Polen und Ungarn weltweit im Getreidehandel aktiv und führend in Europa bei der Belieferung der Futtermittelindustrie mit Rohstoffen (Soja, Getreide, Palmkuchen). Das Unternehmen hat Lager- und Hafenstandorte in West- und Osteuropa sowie ein eigenes Erfassungsnetz in Polen. Die Cefetra-Gruppe erwirtschaftete mit 210 Mitarbeitern im Jahr 2012 einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro. Das durchschnittliche EBIT der vergangenen fünf Jahre lag bei rund 26 Mio. Euro. Der Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile an der Cefetra B.V. betrug rund 125 Mio. Euro. Für die BayWa AG bedeutet der Erwerb der Cefetra B.V. einen wesentlichen Meilenstein ihrer internationalen Wachstumsstrategie im Bereich Agrar. Durch den Erwerb weitet die BayWa AG ihre Position als Getreidehändler in Europa global aus. Mehrheitsbeteiligung an dem internationalen Agrarhändler BohnhorstDie BayWa AG, München, übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der norddeutschen Bohnhorst Agrarhandel GmbH, Steimbke. Die Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte am 7. Februar 2013. An der Bohnhorst Agrarhandel GmbH wird die BayWa AG eine Beteiligung von 60 Prozent für rund 36 Mio. Euro erwerben. Davon basieren 12 Mio. Euro auf einer mehrjährigen ergebnisabhängigen Earn-out-Regelung. Der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer Helmut Bohnhorst jr. bleibt mit 40 Prozent der Anteile an der Gesellschaft beteiligt und wird weiter im Unternehmen als Geschäftsführer tätig sein. Die Bohnhorst Agrarhandel GmbH ist ein internationaler Agrarhändler, der vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie in Polen mit Erfassungs-, Lager- und Logistikstandorten vertreten ist. Zwei Standorte liegen an der Ostsee, andere Betriebe an Flüssen wie Weser und Elbe und am Mittellandkanal. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 468 Mio. Euro. Das durchschnittliche EBIT der letzten fünf Jahre betrug 13 Mio. Euro. Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten ist der Getreidehandel, der im Jahr 2011 allein rund 310 Mio. Euro Umsatz brachte. Dazu kommen der Vertrieb von Betriebs- und Futtermitteln. Durch den Erwerb der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH weitet der BayWa-Konzern seine Geschäftsaktivitäten im Bereich Agrar insbesondere im nord- und ostdeutschen Raum aus. VI. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwerts (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2012 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausgezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Anders als bislang erfolgt die Auszahlung künftig jedoch linear, das heißt, der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern für das Geschäftsjahr 2012 betragen 5,140 Mio. Euro (Vorjahr: 5,238 Mio. Euro), davon 2,342 Mio. Euro (Vorjahr: 2,268 Mio. Euro) variabel. Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Altersvorsorge) wurden Beiträge in Höhe von 0,670 Mio. Euro (Vorjahr: 0,402 Mio. Euro) entrichtet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/ erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,562 Mio. Euro (Vorjahr: 0,538 Mio. Euro), davon 0,275 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,250 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). VII. PrognoseberichtGesamtwirtschaftlicher AusblickFür 2013 und 2014 beschleunigtes Wachstum für die Weltwirtschaft erwartetFür die Weltwirtschaft wird für die Jahre 2013 und 2014 ein sich wieder beschleunigendes Wachstum erwartet. Nach jüngsten Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) soll die globale Wirtschaftsleistung 2013 um 3,5 Prozent und 2014 um 4,1 Prozent zunehmen. In den Industrieländern insgesamt wird die Entwicklung im Jahr 2013 mit einem Wachstum um 1,4 Prozent noch verhalten bleiben und sich das Wachstumstempo erst 2014 auf 2,2 Prozent erhöhen. In den USA wird das Wachstum im Gesamtjahr 2013 mit 2,0 Prozent schwächer ausfallen als im Jahr 2012. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass für die USA erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 mit einem spürbaren konjunkturellen Aufwärtstrend gerechnet wird. Für das Jahr 2014 wird ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent prognostiziert. Im Euro-Raum bleiben die Belastungsfaktoren - insbesondere aus dem südeuropäischen Raum - weiter bestehen, so dass für das Jahr 2013 von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent ausgegangen wird. Erst für 2014 wird wieder ein Plus von 1,0 Prozent erwartet. Demgegenüber sollen die Volkswirtschaften der Schwellen- und Entwicklungsländer mit 5,5 Prozent im Jahr 2013 bzw. 5,9 Prozent im Jahr 2014 weiterhin rascher wachsen als die Weltwirtschaft insgesamt. Prognose von 0,9 Prozent Zunahme in Deutschland für 2013Die deutsche Wirtschaft wird 2013 - vor allem aufgrund eines schwachen Jahresauftakts - gemäß der Prognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) lediglich um 0,9 Prozent zulegen. Für den weiteren Jahresverlauf wird mit einer dynamischeren Wirtschaftsentwicklung gerechnet, da die deutschen Exporte aufgrund verbesserter Rahmenbedingungen zunehmen werden. Positive Effekte auf die Exporte dürften von den USA, Asien und - wenn auch in geringerem Umfang - von Osteuropa ausgehen, weil in vielen dieser Länder die Wirtschaftspolitik expansiv wirkt. Im Jahr 2014 soll sich das gesamtwirtschaftliche Wachstumstempo auf 2,2 Prozent beschleunigen. Beim privaten Konsum wirken sich die im Jahresdurchschnitt 2013 höhere Beschäftigtenzahl sowie steigende Realeinkommen positiv aus, so dass für 2013 eine Steigerung um 1,1 Prozent erwartet wird. Dieser Trend wird auch im Jahr 2014 anhalten und zu einem weiteren Wachstum des privaten Konsums um 1,5 Prozent führen. Bei den Staatsausgaben wird für das laufende Jahr ein Zuwachs um 1,5 Prozent und für 2014 um 1,3 Prozent erwartet. Nachdem für die Anlageinvestitionen im Jahr 2013 nur eine moderate Zunahme um 0,9 Prozent prognostiziert wird, geht das DIW für das Jahr 2014 von einer deutlichen Steigerung der Investitionen um 5,4 Prozent aus. Für Österreich wird nach einer Phase der wirtschaftlichen Stagnation im zweiten Halbjahr 2012 in den Jahren 2013 und 2014 eine konjunkturelle Belebung erwartet. Die österreichische Wirtschaft dürfte 2013 ein reales Wachstum von 1,0 Prozent erreichen, das sich im Jahr 2014 auf 1,8 Prozent steigert. Positive Impulse gehen dabei von den Exporten aus, die 2013 um 3,8 Prozent und 2014 um 6,0 Prozent zunehmen sollen. In diesem Umfeld wird auch eine Belebung der Investitionstätigkeit erwartet; so wird für die Bruttoanlageinvestitionen eine Steigerung um 1,5 Prozent im Jahr 2013 und um 2,0 Prozent im Jahr 2014 angenommen. Auch der private Konsum trägt mit Zuwachsraten von 0,7 Prozent in diesem Jahr und 1,0 Prozent im Jahr 2014 zum Wirtschaftswachstum bei. Ausblick auf die BranchenAusblick für die Branche AgrarDie langfristigen Perspektiven für die Agrarwirtschaft werden durch die weltweit stetig steigende Nachfrage nach Agrarerzeugnissen geprägt. Das Bevölkerungswachstum führt zu einem Rückgang der verfügbaren Anbaufläche pro Kopf. Die Deckung des Ernährungsbedarfs erfordert daher eine Steigerung der Flächenerträge und der Produktivität in der Landwirtschaft. Hiervon profitiert auch das Geschäft mit Betriebsmitteln und Landtechnik. Weltweit sind die Vorräte an Agrarerzeugnissen im Trend rückläufig. In diesem Umfeld ist von einer zumindest stabilen Preisentwicklung für Agrarrohstoffe in normalen Erntejahren auszugehen. Außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten in einzelnen Regionen und Jahren führen jedoch aufgrund der Globalisierung und zunehmenden Vernetzung der Märkte für Agrarprodukte zu einer höheren Schwankungsbreite bei den Preisen. Weitere Verringerung der Getreide-LagerbeständeDie aktuellen Prognosen für das Getreidejahr 2012/13 gehen von einer weltweit geringeren Erntemenge aus als im Getreidejahr 2011/12. So wird mit 2.241 Mio. Tonnen eine um gut 3 Prozent unter dem Vorjahreswert (2.316 Mio. Tonnen) liegende Getreideernte erwartet. Aufgrund des Verbrauchsanstiegs auf geschätzte 2.284 Mio. Tonnen werden die Lagerbestände um rund 43 Mio. Tonnen auf 423 Mio. Tonnen sinken. Damit vermindert sich die Reichweite der Endbestände von 74 auf 68 Tage. In der EU wird für das Getreidejahr 2012/13 ein rückläufiger Verbrauch (inklusive Exporte von 22,6 Mio. Tonnen) um knapp 2 Prozent auf 294,6 Mio. Tonnen erwartet. Da gleichzeitig die Menge des verfügbaren Getreides (Lageranfangsbestand plus Erntemenge und Importe) um rund 3 Prozent auf 327,0 Mio. Tonnen sinkt, werden sich die Endbestände in der EU um rund 4,5 Mio. Tonnen auf 32,4 Mio. Tonnen weiter reduzieren. Für Deutschland gehen die aktuellen Prognosen für das Getreidejahr 2012/13 von einer gegenüber dem Vorjahr rund 8 Prozent höheren Getreideproduktion aus. Für Futtermittel ist trotz des deutlich erhöhten Preisniveaus gegenüber dem Vorjahr mit einer relativ stabilen Entwicklung zu rechnen, da alternative Verwendungsmöglichkeiten in der Energieerzeugung bei rückläufigen Preisen zu zusätzlicher Mengennachfrage führen. Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln ist für Saatgut und Pflanzenschutzmitteln insgesamt von einer stabilen Nachfrage auszugehen. Erfahrungsgemäß ist mit geringen Preisschwankungen zu rechnen. Preissteigerungen dürften sich knapp über den inflationsbedingten Preiserhöhungen bewegen. Angesichts der guten Erzeugerpreise kann für das Jahr 2013 wieder ein vermehrter Einsatz von Düngemitteln bei stabilen bis geringfügig steigenden Preisen erwartet werden. Allerdings könnten die Preisentwicklungen je nach Sorte - ähnlich wie im Vorjahr - uneinheitlich ausfallen. Für die deutsche Obsternte ist nach der kleineren Ernte im Berichtsjahr von einer Normalisierung des Ernteertrags im Jahr 2013 auszugehen. Dies gilt auch für die anderen Länder Westeuropas. Mit einer durchschnittlichen Ernte in Europa sind leicht sinkende Obstpreise wahrscheinlich. Für Umsatz und Ergebnis insgesamt ist mit einer stabilen Entwicklung zu rechnen. In Neuseeland wird eine etwas höhere Erntemenge als im Vorjahr erwartet. Für die Obstpreise ist aufgrund zunehmender Exporte nach Asien zumindest von einer stabilen Entwicklung bzw. von moderaten Erhöhungen auszugehen. Mittel- und langfristige Perspektiven für den Agrarhandel günstigDie mittel- und langfristigen Perspektiven für die Agrarerzeugung und den Agrarhandel bleiben günstig. Europa profitiert dabei besonders von den ausgeglichenen klimatischen Bedingungen, dem hohen produktionstechnischen Know-how und der guten technischen Ausstattung der Betriebe. Weiterhin positives Umfeld für LandtechnikDas Umfeld für die Landtechnik dürfte in Deutschland im Jahr 2013 weiterhin positiv bleiben. Auf Basis der derzeitigen Preisentwicklungen bei den wesentlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen kann für das Jahr 2013 zumindest von einer auf hohem Niveau stabilen wirtschaftlichen Lage der Betriebe ausgegangen werden. Die Investitionsneigung liegt mit 38 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe, die in der näheren Zukunft investieren wollen, etwas unter dem Vorjahreswert von 40 Prozent. Jedoch ist das aggregierte Investitionsvolumen mit geschätzten 6,7 Mrd. Euro um rund 1,2 Mrd. Euro höher als im Vorjahr. Dabei verzeichnen Investitionen in Wirtschaftsgebäude den stärksten Anstieg, gefolgt von Hof- und Stalltechnik, während sich die Investitionen in Maschinen und Geräte sowie in erneuerbare Energien auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die mittel- und langfristigen Perspektiven sind auch für die Landtechnik unverändert positiv einzuschätzen, da die fortschreitende Intensivierung der Agrarproduktion auch zukünftig einen zunehmenden Einsatz von Technologie verlangt, um die nötige Effizienzsteigerung zu erzielen. Ausblick für die Branche EnergieAbsatz von Kraft- und Schmierstoffen abhängig von KonjunkturDer Absatz von Kraft- und Schmierstoffen im Bereich klassische Energie ist im Wesentlichen abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Dagegen unterliegt die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen Schwankungen, die stark vom Witterungsverlauf und vom Preisniveau beeinflusst werden. Für den Rohölpreis gehen die Schätzungen für das Jahr 2013 von einer Schwankungsbreite zwischen 100 US-Dollar und 120 US-Dollar je Barrel aus. Dabei sollte die noch verhaltene Weltkonjunktur dazu beitragen, dass sich der Rohölpreis zumindest im ersten Halbjahr eher im unteren Bereich der Bandbreite bewegt. Der geringe Anstieg der Nachfrage und ein steigendes Angebot aus Nicht-OPEC-Staaten - beispielsweise aus den USA - dürften den Preisauftrieb auch im zweiten Halbjahr begrenzen, was zu einer stärkeren Bevorratung der Haushalte führen kann. Allerdings ist insbesondere bei Heizöl in den vergangenen Jahren ein strukturell bedingter Rückgang der Nachfrage im oberen einstelligen Prozentbereich pro Jahr zu beobachten. Dies ist auf die verbesserte Energieeffizienz im Gebäudebestand sowie den zunehmenden Einsatz von Gas und regenerativen Energien für Heizung und Warmwasserbereitung zurückzuführen. Der Absatz von Holzpellets wird voraussichtlich auch im Jahr 2013 aufgrund der Zunahme installierter Heizungsanlagen und dem anhaltend regen Interesse an dieser umweltfreundlichen Energiequelle weitere Zuwächse verzeichnen können. Energiekonzept 2050 Treiber für die Entwicklung regenerativer EnergienDer Treiber für die Entwicklung des Bereichs regenerative Energien in Deutschland ist das von der Bundesregierung beschlossene Energiekonzept 2050, das die Erreichung eines Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 80 Prozent bis zu diesem Zeitpunkt vorsieht. Durch die politischen Vorgaben sind damit die Weichen für eine lang anhaltende Entwicklung gestellt. Ähnliche Vorgaben gibt es auch in der EU, wo bis zum Jahr 2020 der Anteil der erneuerbaren Energien auf mindestens 30 Prozent der Erzeugung ausgebaut werden soll. Dazu sind erhebliche Investitionen erforderlich, die weiteres Wachstumspotenzial für das Geschäftsfeld Regenerative Energien bringen. Kurzfristige Schwankungen auf diesem Wachstumspfad ergeben sich allerdings aus politischen Anpassungen der Fördermaßnahmen, um die Auswirkungen auf den Strompreis zu begrenzen. Nachdem der Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland mit rund 7,6 Gigawatt auch im Jahr 2012 deutlich über dem politisch angestrebten Korridor von 2,5 bis 3,5 Gigawatt gelegen hat, wird die seit November 2012 wirksame monatliche Absenkung der Einspeisetarife im Jahresverlauf 2013 zu einer sinkenden wirtschaftlichen Attraktivität der Anlagen führen. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass sich das Bauvolumen bei Photovoltaikanlagen zukünftig in Richtung des politisch angestrebten Korridors bewegen wird und sich der Trend zu netzunabhängigen autonomen Lösungen verstärken könnte. Bei Windkraftanlagen wird nach der starken Zunahme im Jahr 2012 von rund 20 Prozent in Deutschland mit einem weiteren Zubau von Kapazitäten in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Nach einer Verdoppelung der installierten Leistung neuer Windkraftanlagen im Jahr 2012 wird in den USA für 2013 eine moderate Abschwächung erwartet. Ausblick für die Branche BauRealer Anstieg der Investitionen im Wohnungsbau um 3,5 ProzentDie Perspektiven für die Bauwirtschaft in Deutschland verbessern sich im Jahr 2013. Vor dem Hintergrund weiter gestiegener Baugenehmigungen im Jahr 2012 wird für das laufende Jahr ein realer Anstieg der Investitionen im Wohnungsbau um 3,5 Prozent - allerdings mit regionalstark unterschiedlicher Ausprägung - erwartet. Der Anteil des Wohnungsbaus an den gesamten Bauinvestitionen erhöht sich damit auf rund 59 Prozent. Im Nichtwohnungsbau wird mit einem moderaten Wachstum von 1,1 Prozent gerechnet. Die Belebung wird durch den öffentlichen Hoch- und Tiefbau getragen, der nach dem deutlichen Rückgang im Vorjahr im Jahr 2013 voraussichtlich um 5,0 Prozent wachsen wird. Für den gewerblichen Hoch- und Tiefbau wird dagegen lediglich eine Bautätigkeit auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert. Insgesamt werden die Bauinvestitionen im Jahr 2013 um 2,5 Prozent zunehmen. In Österreich wird für das Jahr 2013 eine Zunahme der Bautätigkeit um lediglich 0,6 Prozent erwartet. Zu diesem Anstieg tragen der Wohnungsbau mit 1,0 Prozent und der sonstige Hochbau mit 0,8 Prozent bei. Im Tiefbau wird dagegen mit einem Rückgang der Bautätigkeit um 0,6 Prozent gerechnet. Erwartete Entwicklung der BayWa-SegmenteAusblick Segment AgrarFür das erste Halbjahr 2013 ist bei Agrarerzeugnissen insgesamt von einer stabilen Markt- und Preissituation auszugehen. Bei durchschnittlichen Erntemengen werden sich die Preise insbesondere für Getreide auch im zweiten Halbjahr auf hohem Niveau halten, da die Getreidebilanz weltweit voraussichtlich weiterhin eng bleiben wird. Für die BayWa wird im Jahr 2013 - nach den großen Akquisitionen von T & G, Cefetra und Bohnhorst - die Integration dieser Gesellschaften im Vordergrund stehen. Die Volumina in der Erfassung, im Handel und im Betriebsmittelgeschäft werden durch die Einbeziehung von Cefetra und Bohnhorst deutlich steigen. Daraus ergeben sich insbesondere im Getreidehandel zusätzliche Möglichkeiten zur Nutzung von Marktchancen durch eine enge Kooperation der Handelsabteilungen der BayWa mit Cefetra und Bohnhorst. Darüber hinaus eröffnet Cefetra Vermarktungschancen für Futtermittel in Großbritannien. Ausweitung des Getreideumschlagsvolumens auf rund 28 Mio. TonnenFür den Agrarhandel der BayWa ergibt sich aus der Einbeziehung der neuen Gesellschaften Cefetra und Bohnhorst bis zum Jahr 2014 eine Ausweitung des Getreideumschlagsvolumens auf rund 28 Mio. Tonnen. Damit einher geht ein entsprechender Anstieg des Umsatzes. Da beide Gesellschaften profitabel arbeiten, wird sich auch das operative Ergebnis der Sparte erhöhen. Bei Cefetra sind die Roherträge aus den noch vorhandenen Beständen der letztjährigen Ernte gemäß Kaufvertrag noch dem Jahr 2012 zuzurechnen. Darüber hinaus wirken sich 2013 in gewissem Umfang Kosten aus den Maßnahmen zur Integration gegenläufig aus. Die volle Ergebniswirkung aus den beiden Akquisitionen wird daher erst im Jahr 2014 erreicht. Mehr Umsatz und Ergebnis bei Obst erwartetAus der ganzjährigen Einbeziehung von T & G im Jahr 2013 - nach nur knapp 10 Monaten im Jahr 2012 - sowie dem fortgesetzten organischen Unternehmenswachstum ergeben sich ebenfalls zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge. Insgesamt ist vor diesem Hintergrund ein höherer Umsatz und ein verbessertes operatives Ergebnis (EBIT) der Sparte Obst für das Jahr 2013 zu erwarten. Dieser Trend wird sich im Jahr 2014 fortsetzen. Auch in Zukunft hohe Investitionsneigung der LandwirtschaftDas Technikgeschäft wird im ersten Halbjahr 2013 vom hohen Auftragsbestand bei Landmaschinen aus dem Vorjahr profitieren. Zudem führte der frühe Wintereinbruch im Jahr 2012 zu einer Verschiebung von Auslieferungen in das Jahr 2013. Im zweiten Halbjahr ist dagegen mit einer moderaten Abschwächung gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahreszeitraums zu rechnen. Positive Impulse für die BayWa ergeben sich auch aus der getrennten Markenführung der beiden Unternehmen AGCO (mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger) und CLAAS, die im Jahr 2012 weitestgehend umgesetzt wurde. Darüber hinaus konnte das Vertriebsgebiet durch Übernahme der Geschäftsaktivitäten einzelner Landmaschinenhändler ausgeweitet werden. Über die gesamte Produktpalette hinweg rechnet die BayWa in der Landtechnik im Jahr 2013 mit einem auf hohem Niveau stabilen Umsatz und operativen Ergebnis. Angesichts der mittelfristigen Trends für die Agrarbranche insgesamt ist auch in Zukunft mit einer hohen Investitionsneigung der Landwirtschaft zu rechnen, an der die BayWa durch eine gute Positionierung in ihren Märkten auch im Jahr 2014 partizipieren wird. Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar für das Jahr 2013 ein deutlich ausgeweitetes Umsatzvolumen von rund 10 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis wird sich ebenfalls erhöhen. Für das Jahr 2014 wird eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses erwartet, da die Integrationsmaßnahmen dann abgeschlossen sein werden. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen sind allerdings maßgeblich von der marktbedingten Preisentwicklung der Agrarrohstoffe abhängig, auf die die BayWa selbst nur einen geringen Einfluss nehmen kann. Ausblick Segment EnergieRobuste Entwicklung der Wirtschaft positiv für SchmierstoffabsatzIm Geschäft mit Kraftstoffen ist vor dem Hintergrund des moderat positiven Wirtschaftsverlaufs von einem zumindest stabilen Verbrauchsniveau auszugehen. Bei den Schmierstoffen lässt die robuste Entwicklung der deutschen Wirtschaft leichte Absatzsteigerungen erwarten. Zudem erschließt sich die BayWa neue Kundengruppen durch das Angebot hochspezialisierter TECTROL Multifunktionsöle und Schmierstoffe. Insgesamt wird das Schmierstoffgeschäft im Jahr 2013 weiter wachsen. Bei Heizöl begegnet die BayWa dem strukturell bedingten Nachfragerückgang durch Ausweitung der Marktanteile, um das Absatzvolumen weitgehend stabil zu halten. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Flexibilisierung der Lieferkapazitäten zur Senkung der Kosten. Über alle Produktbereiche hinweg werden der Umsatz und das Ergebnis im klassischen Energiegeschäft im Jahr 2013 auf Basis der heutigen Preise voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres liegen. BayWa r.e. renewable energy profitiert von internationaler AusrichtungDas Geschäftsfeld Regenerative Energien wird sein Wachstum im Jahr 2013 fortsetzen. Dabei profitiert der Bereich von seiner internationalen Ausrichtung, da Rückgänge im deutschen Solargeschäft und in einigen weiteren europäischen Ländern durch Wachstum in anderen Märkten - beispielsweise in Dänemark - zumindest teilweise ausgeglichen werden können. In den USA wird die BayWa ihr Wachstum 2013 durch die Fertigstellung zweier großer Windparkprojekte und den Einstieg von Focused Energy LLC, Santa Fe, in das Projektgeschäft mit Solaranlagen fortsetzen. Darüber hinaus können positive Impulse aus der angekündigten politischen Förderung der erneuerbaren Energien erwartet werden. In Großbritannien wird der Ausbau des Projektgeschäfts im Bereich Windkraft zum Wachstum des Geschäftsfelds beitragen. Im Segment Energie ist auf Basis der erwarteten Entwicklungen in den einzelnen Bereichen insgesamt von einer weiteren Steigerung bei Umsatz und operativem Ergebnis in den Jahren 2013 und 2014 auszugehen. Ausblick Segment BauBaustoffhandel auf gutem WegDas Segment Bau wird im Jahr 2013 von der günstigen Branchenentwicklung in Deutschland und moderaten Zuwächsen in Österreich profitieren können, so dass eine Steigerung des Umsatzes erwartet werden kann. Durch die zahlreichen bereits eingeleiteten Restrukturierungs- und Ergebnisverbesserungsmaßnahmen befindet sich der Baustoffhandel der BayWa im Jahr 2013 auf einem guten Weg, das Ergebnis zu steigern. Aus der fortschreitenden Umsetzung der Maßnahmen ist auch im Jahr 2014 eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses zu erwarten. Ausblick für den BayWa-KonzernFür 2013 und 2014 weiterhin positive PerspektivenDie Perspektiven für den BayWa-Konzern sind in den Jahren 2013 und 2014 weiterhin positiv. Der Umsatz des Konzerns wird sich im Jahr 2013 erheblich ausweiten. Maßgeblich dafür verantwortlich sind die neu in den Konzern einbezogenen Gesellschaften Cefetra und Bohnhorst. Aber auch die übrigen Geschäftsbereiche werden sich positiv entwickeln und zum Unternehmenswachstum beitragen. Gleichzeitig ist das Jahr 2013 für die BayWa ein Jahr der Konsolidierung. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Integration der neu hinzugekommenen Unternehmen in die Abläufe und Strukturen des Konzerns. Die BayWa hat sich anspruchsvolle Ziele gesetzt: Im Vordergrund steht dabei die nachhaltige Stärkung der Ertragskraft, um die Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens langfristig zu sichern. So soll das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns in den Jahren 2013 und 2014 stetig gesteigert werden. Das Jahr 2013 wird dabei ein Übergangsjahr, da im Zuge der Integrationsmaßnahmen bei den neuen Konzerngesellschaften noch in gewissem Umfang Anpassungskosten anfallen werden. Durch den Wegfall der Anpassungskosten im Jahr 2014 sowie weiteres organisches Wachstum wird sich das operative Ergebnis auch im Jahr 2014 weiter verbessern. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2012Fortgeführte Geschäftsbereichescroll
Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnisscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2012Anhang (E.1.)scroll
Die gezahlten Zinsen sind im Berichtsjahr mit 12,342 Mio. Euro (Vorjahr: 5,254 Mio. Euro) der Finanzierungstätigkeit und mit 31,383 Mio. Euro (Vorjahr: 27,528 Mio. Euro) der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen. Die Ertragsteuerzahlungen entfallen mit 2,701 Mio. Euro (Vorjahr: 2,526 Mio. Euro) auf den Cashflow aus Investitionstätigkeit und mit 25,975 Mio. Euro (Vorjahr: 30,411 Mio. Euro) auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit. Die erhaltenen Dividenden und anderen übernommenen Ergebnisse entfallen wie im Vorjahr auf die Investitionstätigkeit. Von den erhaltenen Zinsen sind 1,195 Mio. Euro (Vorjahr: 0,972 Mio. Euro) der Investitionstätigkeit und 3,941 Mio. Euro (Vorjahr: 3,084 Mio. Euro) der betrieblichen Tätigkeit zuzuordnen. scroll
Hinsichtlich der nach Hauptgruppen gegliederten Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten, über welche die Beherrschung erlangt oder verloren wurde, wird auf Abschnitt B.1. des Konzernanhangs verwiesen. Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungAnhang (C.11.)scroll
scroll
Konzernanhang zum 31. Dezember 2012Nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB. (A.) Grundlagen des BayWa-Konzernabschlusses(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie BayWa AG hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa-Konzern ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrarhandel, Obst, Technik, Energie, Regenerative Energien und Baustoffe. Das Geschäftssegment Agrarhandel umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln. Das Geschäftssegment Obst fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obstanbau und Obsthandel zusammen. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftssegment Technik abgebildet. Das Geschäftssegment Energie bietet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holzpellets. Im Geschäftssegment Regenerative Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an regenerativen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet. Im Geschäftssegment Baustoffe sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen sowie der Betrieb von Bau- und Gartenmärkten der österreichischen Konzerngesellschaften zusammengefasst. Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die BayWa AG einen Großteil ihrer Bau & Gartenmärkte in ein Joint Venture mit der Semer Beteiligungsgesellschaft mbH, Salzburg, Österreich, eingebracht. Die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH betreibt über die Gesellschaft HELLWEG Die Profi-Baumärkte GmbH & Co. KG, Dortmund, Bau & Gartenmärkte in Deutschland und Österreich. Wie vertraglich vereinbart, wurden zum 1. Januar 2012 die Vorratsbestände sowie ausgewähltes Anlagevermögen und direkt zurechenbare Schulden von 56 Bau & Gartenmärkten der BayWa AG in die zu diesem Zweck gegründete BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund (ehemals: München), eingebracht. Nach erfolgter Einbringung hat die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH 50 Prozent der Kommanditanteile an der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG erworben. Die weiteren 50 Prozent der Kommanditanteile sind zunächst bei der BayWa AG verblieben und werden bis zum 31. Dezember 2021 sukzessive an die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH veräußert. Sämtliches Immobilienvermögen der übergegangenen Bau & Gartenmärkte ist nicht auf die neue Gesellschaft übertragen worden, sondern in der BayWa AG verblieben. Die Immobilien werden seither an die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG vermietet. Seit dem Erwerb der Kommanditanteile durch die Semer Beteiligungsgesellschaft mbH wird die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG im BayWa-Konzern at-Equity bilanziert. Die Vermögenswerte und Schulden der übergegangenen Bau & Gartenmärkte waren im Vorjahr als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 im Konzernabschluss der BayWa AG abgebildet worden. Aufgrund der erfolgten Ausgliederung wird das Geschäftssegment Bau & Gartenmarkt im vorliegenden Konzernabschluss nicht mehr als Subsegement des Segments Bau geführt. Die im Konzern verbliebenen Aktivitäten der Bau & Gartenmärkte im österreichischen Raum werden seither als Bestandteil des bisherigen Subsegments Baustoffe betrachtet, welches nunmehr dem Segment Bau entspricht. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschlussstichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. Der Konzernabschluss entspricht zudem den ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB. Das Geschäftsjahr des BayWa-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Konzernunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main, der Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, der Frisch & Frost Nahrungsmittel-Gesellschaft m.b.H., Hollabrunn, Österreich, der Allen Blair Properties Limited, Wellington, Neuseeland, der Fresh Vegetable Packers Limited, Christchurch, Neuseeland, der Mystery Creek Asparagus Limited, Hamilton, Neuseeland sowie der Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien, die jeweils nach der Equity-Methode bilanziert werden. Sämtliche genannten Unternehmen haben mit dem 31. März bzw. 30. Juni einen abweichenden Bilanzstichtag. Für sämtliche Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 31. Dezember 2012 die Konsolidierungsgrundlage. Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen). (A.2.) Schätzungen und Beurteilungen des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36. Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen. Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Vertretbare Änderungen dieser Annahmen würden aus heutiger Sicht nicht dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte erfordert Schätzungen hinsichtlich des zukünftigen Ertragspotenzials, des Standorts, der Pflanzung, des Alters, der Sorte sowie der Produktionskapazitäten der Obstplantagen. Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswerts basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben. Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen. Die betrieblichen Aufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschlussstichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa-Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschlussstichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. (A.3.) Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards Im Geschäftsjahr 2012 erstmals anzuwendende RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2012 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Diese neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie des BayWa-Konzerns. Im Januar 2011 veröffentlichte das IASB eine Änderung des IFRS 1 (First-time adoption of International Financial Reporting Standards), um Leitlinien für die erstmalige Anwendung der IFRS bei Vorliegen ausgeprägter Hochinflation zu ergänzen. Diese Leitlinien sind anwendbar für Unternehmen, die entweder die Darstellung IFRS-konformer Abschlüsse wieder aufnehmen oder erstmals ihren Abschluss nach IFRS aufstellen. Ebenfalls im Januar 2011 hat das IASB weitere Änderungen an IFRS 1 zur Streichung der Verweise auf feste Zeitpunkte für Erstanwender der IFRS herausgegeben. Die Änderungen führen zur Streichung der festen Umsetzungszeitpunkte und befreien Erstanwender damit von der Verpflichtung, bestimmte Transaktionen, die vor dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS stattgefunden haben, gemäß IFRS neu zu beurteilen. Im Oktober 2010 hat das IASB in Zusammenhang mit seiner umfangreichen Überarbeitung außerbilanzieller Aktivitäten neue Angabepflichten in IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) aufgenommen. Zielsetzung dieser Änderungen ist die Erhöhung der Transparenz für den Abschlussleser bezüglich der Risiken aus Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, in denen die übertragende Partei ein anhaltendes Engagement zurückbehält. Im Januar 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 12 (Income Taxes) in Bezug auf latente Steuern und die Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten veröffentlicht. Die Änderungen führen zu einer Ausnahme vom allgemeinen Grundsatz in IAS 12, wonach die Bewertung latenter Steuern die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen hat, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen erwartet, den Buchwert eines Vermögenswerts zu realisieren. Insbesondere wird für Renditeimmobilien, die nach dem Fair-Value-Modell gemäß IAS 40 (Investment Property) bewertet werden, die widerlegbare Vermutung aufgenommen, dass deren Buchwert vollständig durch Veräußerung realisiert wird. Mit den Änderungen wird Bedenken Rechnung getragen, dass die Anwendung des allgemeinen Grundsatzes hinsichtlich der Realisation eines Vermögenswerts in IAS 12 auf zum beizulegenden Zeitwert bewertete Renditeimmobilien schwierig ist oder subjektiven Einflüssen unterliegt, da es möglich ist, dass das Unternehmen die Absicht hat, den Vermögenswert für einen unbegrenzten oder unbestimmten Zeitraum zu halten, während dem es sowohl Mieteinkünfte als auch eine Wertsteigerung erwartet. Gemäß den Änderungen erfolgt die Bewertung von latenten Steuerverbindlichkeiten oder latenten Steueransprüchen - sofern die Vermutung nicht widerlegt wird - unter Zugrundelegung der steuerlichen Konsequenzen, die sich aus der vollständigen Realisierung des Buchwerts der Renditeimmobilie durch Veräußerung ergeben. Diese Vermutung kann jedoch widerlegt werden, wenn die Renditeimmobilie abnutzbar ist und innerhalb eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung im Wertverzehr des Großteils des wirtschaftlichen Nutzens, welcher der Renditeimmobilie innewohnt, über die Laufzeit besteht. Die Anwendung dieser Änderung führt bei Unternehmen, die nach dem Fair-Value-Modell in IAS 40 bewertete Renditeimmobilien halten und in deren Rechtskreis Veräußerungen von Renditeimmobilien steuerfrei sind, dazu, dass diese keine latenten Steuern mehr auf die temporären Differenzen, die sich aus den Fair-Value-Änderungen ergeben, ansetzen dürfen (es sei denn, die Veräußerungsvermutung wird widerlegt). Dies ergibt sich daraus, dass die vollständige Realisierung des Buchwerts durch Veräußerung nicht zu steuerlichen Konsequenzen führt - unabhängig davon, ob das Unternehmen beabsichtigt, die Immobilie in dem Zeitraum vor der Veräußerung zur Erzielung von Mieteinkünften zu verwenden. Für abschreibungsfähige Renditeimmobilien führt die Anwendung der Änderungen zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethode. Wurden latente Steuern bisher unter der Erwartung bestimmt, dass der Buchwert der Immobilie durch Nutzung realisiert wird, so ist nunmehr die Bewertungsgrundlage zu ändern, sofern die Veräußerungsvermutung nicht widerlegt werden kann. Hat eine Änderung der Bewertungsgrundlage zu erfolgen und ist dieser Effekt wesentlich, so sind die Vergleichszahlen entsprechend anzupassen, da die Änderungen vollständig retrospektiv anzuwenden sind. Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und ÄnderungenDas IASB bzw. IFRS Interpretations Committee hat nachfolgende Standards, Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung jedoch bislang nicht verpflichtend ist. Die Anwendung dieser IFRS bzw. Interpretationen setzt voraus, dass sie im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen werden. Diese Rechnungslegungsvorschriften wurden im BayWa-Konzern nicht vorzeitig angewandt. Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 (Financial Instruments) mit Regeln zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und im Oktober 2010 die Regeln zur Kategorisierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten. Die Veröffentlichungen stellen den Abschluss des ersten Teils eines dreiphasigen Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dar. IFRS 9 definiert zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische Finanzinstrumente. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Hinsichtlich strukturierter Produkte mit eingebetteten Derivaten ist die Prüfung auf Trennungspflicht und eine eventuell getrennte Bilanzierung nur noch für nichtfinanzielle Basisverträge vorgesehen. Strukturierte Produkte mit finanziellen Basisverträgen sind als Ganzes zu kategorisieren und zu bewerten. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde durch eine im Dezember 2011 verabschiedete Änderung zum "Mandatory Effective Date of IFRS 9" auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben. Gleichzeitig wurden die Erläuterungspflichten zur Erstanwendung von IFRS 9 in IFRS 7 geändert. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. In Anbetracht der Komplexität des Themengebiets des IFRS 9 ist eine Aussage über die Auswirkungen im Detail derzeit nicht verlässlich möglich. Jedoch wird davon ausgegangen, dass diese Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben werden. Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB vier neue Standards: IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements), IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) und IFRS 13 (Fair Value Measurement). Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures), veröffentlicht. Die Erstanwendung der Standards ist nach erfolgter Übernahme in europäisches Recht für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Auswirkungen der Änderungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Mit IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden. Die Basis hierfür bildet ein "Control-Concept" mit umfangreichen Anwendungshinweisen, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen aus IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) und SIC-12 (Consolidation - Special Purpose Entities) in vollem Umfang. IFRS 11 (Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann. Die Bilanzierung orientiert sich an den sich aus der gemeinschaftlichen Vereinbarung ergebenden Rechten und Pflichten und nicht mehr an der rechtlichen Form. Die gemeinschaftlichen Vereinbarungen lassen sich in gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) unterscheiden. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind zukünftig die anteiligen Vermögenswerte und Schulden entsprechend den Rechten und Pflichten des Einzelnen zu bilanzieren. Der Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen ist zukünftig nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Die Regelungen des IAS 31 (Interests in Joint Ventures) zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und SIC-13 (Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers) werden durch IFRS 11 ersetzt. In der vom IASB neu überarbeiteten Fassung von IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt. In IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) werden die Anhangsangaben geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen sowie zu gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen anzugeben sind. Die Angaben sollen es ermöglichen, die Art der genannten Unternehmensbeziehungen und die damit verbundenen Risiken einzuschätzen sowie den Einfluss auf die Bilanz nachvollziehen zu können. Infolge der Änderungen durch IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) und IFRS 12 veröffentlichte das IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 (Separate Financial Statements), die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt. Mit IFRS 13 (Fair Value Measurement) veröffentlichte das IASB eine einheitliche Definition und Ermittlungsgrundsätze des beizulegenden Zeitwerts sowie damit verbundene Anhangsangaben. Geregelt wird dabei nicht, wann, sondern wie eine Fair-Value-Bewertung durchzuführen ist, wobei der Fair Value als Preis definiert wird, der beim Verkauf eines Vermögenswerts zu erzielen oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. IFRS 13 ist bei Erstanwendung prospektiv anzuwenden. Die Erstanwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die hieraus resultierenden Berichtspflichten werden lediglich geringfügige Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 1 (Presentation of Financial Statements). Diese Änderungen fordern eine separate Darstellung der erfolgsneutral erfassten Posten innerhalb des "Other Comprehensive Income", je nachdem, ob sie zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern sind oder nicht. Unternehmen haben die Änderungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Diese Änderungen werden lediglich geringfügige Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ebenfalls im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 19 (Employee Benefits). Damit wurde die von der BayWa in der Vergangenheit angewendete sog. Korridormethode, das heißt das nachträgliche erfolgswirksame Erfassen von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten in Folgeperioden, abgeschafft. Zukünftig ist die Nettopensionsverpflichtung aus leistungsorientierten Pensionsplänen vollständig und deren Veränderung aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten unmittelbar erfolgsneutral zu erfassen. Zudem wird der Nettozinsaufwand aus leistungsorientierten Pensionsplänen auf Basis einer Nettoverbindlichkeit, das heißt aus dem Saldo aus Pensionsverpflichtung und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens, ermittelt. Dies bedeutet, dass der Zinssatz für die ergebniswirksam zu erfassenden erwarteten Erträge aus dem Planvermögen zukünftig nicht mehr geschätzt werden muss, sondern dem Abzinsungssatz der Pensionsverpflichtungen zu entsprechen hat. Die Ermittlungsweise dieses Zinssatzes wird gegenüber dem bisherigen Vorgehen unverändert bleiben. Im Falle von zukünftigen Planänderungen wird der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam zu erfassen sein. Des Weiteren gelten veränderte Ansatz- und Bewertungsvorschriften für Abfindungsleistungen gegenüber Arbeitnehmern. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Durch die Änderung sind die im BayWa-Konzern bislang nach der Korridormethode behandelten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste somit erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen und die Nettopensionsverpflichtung vollständig auszuweisen. Vor dem Hintergrund des im Jahr 2012 deutlich reduzierten Zinsniveaus wurde im BayWa-Konzern zugunsten eines aussagekräftigeren Bilanzbilds im Berichtsjahr die Anwendung der Korridormethode durch eine direkte, erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (IAS 19.93 ff.) retrograd ersetzt. Es handelt sich dabei um eine Bilanzierungsänderung nach IAS 8. Die BayWa hat damit wesentliche Änderungen des IAS 19 (2011) vorweggenommen. Der aus den Vorjahren aufgelaufene nicht amortisierte versicherungsmathematische Verlust wurde in diesem Zusammenhang erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Es wird in diesem Zusammenhang auf weitere Ausführungen in Abschnitt B.6. dieses Anhangs verwiesen. Weitere Auswirkungen der Änderung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Die Interpretation IFRIC 20 (Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine) wurde im Oktober 2011 veröffentlicht. IFRIC 20 regelt den Ansatz, die Erst- und die Folgebewertung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit Abraumbeseitigungsmaßnahmen in der Produktionsphase im Tagebau, um Zugang zu Erz- oder Mineralienvorkommen zu erhalten. Die Interpretation tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Diese Änderung wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB die Ergänzungen "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" in Bezug auf IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) sowie "Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities" in Bezug auf IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures). Die Ergänzung zu IAS 32 stellt Details im Zusammenhang mit den Kriterien "jederzeitiges Recht zur Aufrechnung" und "zeitgleiches Settlement" klar. Die IFRS-7-Ergänzung verpflichtet, zukünftig Brutto- und Nettobeträge aus der bilanziellen Saldierung sowie andere bestehende Saldierungsrechte, die nicht die bilanziellen Saldierungskriterien erfüllen, tabellarisch darzustellen. Diese Ergänzungen sind für Zwischenperioden und Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 (IFRS-7-Ergänzung) bzw. 1. Januar 2014 (IAS-32-Klarstellungen) verpflichtend und rückwirkend anzuwenden. Diese Änderung wird keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben. Im März 2012 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 1 zu Darlehen der öffentlichen Hand. Die Änderungen bieten eine Erleichterung für IFRS-Erstanwender, indem sie eine prospektive Anwendung von IAS 39 oder IFRS 9 und Tz. 10A von IAS 20 (Bilanzierung und Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand) auf niedrigverzinsliche Darlehen der öffentlichen Hand erlauben, die im Zeitpunkt des Übergangs auf die IFRS noch ausstehend sind. Diese Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Diese Änderung wird keine Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben. Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen hat das IASB im Mai 2012 Änderungen an fünf Standards vorgenommen. Eine Anpassung an IFRS 1 bezieht sich auf die wiederholte Anwendung des IFRS 1 und stellt klar, dass ein Unternehmen, das die IFRS bereits in einer früheren Berichtsperiode angewendet hat, dessen aktuellster vorheriger Jahresabschluss jedoch keine ausdrückliche und uneingeschränkte Bestätigung der Übereinstimmung mit den IFRS enthält und das für die laufende Periode wiederum einen IFRS-Abschluss aufstellt, ein Wahlrecht hat, entweder IFRS 1 nochmals anzuwenden oder alternativ die IFRS rückwirkend in Übereinstimmung mit IAS 8 so anzuwenden, als ob es mit deren Anwendung nie aufgehört hätte. Das Unternehmen hat die Gründe anzugeben, warum die Anwendung der IFRS unterbrochen wurde, warum die Anwendung wieder aufgenommen wurde und warum die nochmalige Anwendung von IFRS 1 nicht gewählt wurde, falls dies zutreffend ist. Des Weiteren enthält IFRS 1 eine Änderung in Bezug auf Fremdkapitalkosten, die klarstellen, dass nach vorherigen Rechnungslegungsvorschriften aktivierte Fremdkapitalkosten vor dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS ohne Anpassung im Übergangszeitpunkt übernommen werden können. Für Fremdkapitalkosten, die nach dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS angefallen sind und sich auf qualifizierte Vermögenswerte im Bau beziehen, hat die Bilanzierung gemäß der Vorschriften in IAS 23 (Borrowing Costs) zu erfolgen. Daneben wird klargestellt, dass ein Erstanwender das Wahlrecht hat, IAS 23 vor dem Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS anzuwenden. Eine Änderung in IAS 1 (Presentation of Financial Statements) enthält eine Klarstellung, dass ein Unternehmen eine dritte Bilanz zum Eröffnungsbilanzstichtag der Vorjahresperiode aufzustellen hat, wenn es eine Rechnungslegungsmethode rückwirkend anwendet oder Posten im Abschluss rückwirkend angepasst oder umgegliedert hat und diese rückwirkende Anwendung, Anpassung oder Umgliederung eine wesentliche Auswirkung auf die in der Eröffnungsbilanz enthaltenen Informationen hat. Dabei sind entsprechende Anhangsangaben für diese dritte Bilanz nicht erforderlich. Die Änderungen stellen weiterhin klar, dass zusätzliche Vergleichsinformationen zu Berichtsperioden, die über die von IAS 1 geforderte Vorjahresvergleichsperiode hinausgehen, nicht erforderlich sind. Gleichwohl darf ein Unternehmen freiwillig einzelne Abschlussbestandteile für zusätzliche Perioden einschließlich der zugehörigen Anhangsangaben zur Verfügung stellen, sofern diese Zusatzinformationen in Übereinstimmung mit den IFRS erstellt wurden. Dies führt jedoch nicht zur Verpflichtung, für diese zusätzlichen Perioden sämtliche Abschlussbestandteile zur Verfügung stellen zu müssen. Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 16 (Property, plant and equipment) zur Klassifizierung von Wartungsgeräten vorgenommen. Die Änderung stellt klar, dass Ersatzteile, Reserve- bzw. Ersatzgeräte und Wartungsgeräte in Übereinstimmung mit IAS 16 zu bilanzieren sind, wenn sie die Definition von Sachanlagen erfüllen. Anderenfalls handelt es sich um Vorräte. Des Weiteren wurde eine Klarstellung in IAS 32 (Financial Instruments: Disclosures) zu steuerlichen Auswirkungen auf Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber sowie auf Transaktionskosten aufgenommen. Hierdurch wird präzisiert, dass die steuerlichen Auswirkungen auf Dividendenausschüttungen an Eigenkapitalgeber sowie auf Transaktionskosten im Zusammenhang mit Eigenkapitaltransaktionen ausschließlich in Übereinstimmung mit IAS 12 zu bilanzieren sind. Die dargestellten Änderungen an den IFRS im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die vorgenommenen Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben. (B.) Angaben zur Konsolidierung(B.1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IAS 27In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar über die wirtschaftliche Kontrolle verfügt ("Control-Concept") und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt. scroll
Im Geschäftsjahr 2012 wurden die im Berichtsjahr oder in Vorjahren gegründeten Gesellschaften Eurogreen Italia S.r.l., Milano, Italien, MHH SOLAR DANMARK ApS, Svendborg, Dänemark, BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München, Aludra Energies SARL, Strasbourg, Frankreich, BayWa r.e. Wind GmbH, München, RENERCO GEM 4 GmbH, München, GEM WIND FARM 4 Ltd., London, Großbritannien, Real Power S.L.U., Barcelona, Spanien, renerco plan consult GmbH, München, Solarpark Aquarius GmbH & Co. KG, München, Solarpark Aries GmbH & Co. KG, München, Solarpark Gemini GmbH & Co. KG, München, Windpark GHN Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG, Grünwald, sowie Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Grünwald, erstmalig in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen. Bei bereits in den Vorjahren gegründeten Gesellschaften war eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der BayWa AG bislang aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung der Gesellschaften unterblieben. Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 ist das Agrargeschäft der F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Unterpremstätten, Österreich, auf die URL AGRAR GmbH, Wien, Österreich, im Rahmen einer Abspaltung übertragen worden. Die Anteile an der URL AGRAR GmbH werden zu 99,9 Prozent von der RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich, und zu 0,1 Prozent von der Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gehalten. Die neu entstandene Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der BayWa AG seit dem Zeitpunkt der Abspaltung nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2012 sind die bisherigen Konzerngesellschaften Voss GmbH & Co. KG, Coesfeld, und bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, Mönchengladbach, auf die BayWa AG angewachsen. Zudem ist mit Wirkung zum 29. Februar 2012 die ZES Zentrale Einkaufs-Service GmbH, München, auf die BayWa AG verschmolzen worden. Die genannten Gesellschaften werden somit im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31.12.2012 nicht mehr als gesonderter Bestandteil des Konsolidierungskreises dargestellt. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Weiden, zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals den Landtechnikhandel und das Werkstattgeschäft der Agrartechnik Georg Utz, Schwend, erworben. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2012 übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,630 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit das Diesel- und Heizölgeschäft der Gustav Baumann GmbH, Coburg, erworben. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2012 übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,060 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2012 im Rahmen eines Asset-Deals zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit einen Teil des Tankstellen- und Mineralölgeschäfts der Leberzammer GmbH & Co. KG, Gunzenhausen, erworben. Die Anschaffungskosten für die zum 1. Januar 2012 übergegangenen Vermögenswerte betragen 0,160 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 31. Januar 2012 über die Konzerngesellschaft Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Grünwald, zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Rahmen eines Asset-Deals die Vermögenswerte und Schulden des Windparks Uetze erworben. Mit dem Erwerbszeitpunkt wurde die Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG erstmalig in den Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Anschaffungskosten für das zum 31. Januar 2012 übergegangene Reinvermögen betragen 9,887 Mio. Euro. Das im Zusammenhang mit dem Asset-Deal erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft CLAAS Südostbayern GmbH, Töging, zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit Wirkung zum 1. April 2012 im Rahmen eines Asset-Deals den Landtechnikhandel und das Werkstattgeschäft der AGRO HAIDER GmbH & Co. KG, Mengkofen, und der AGRO HAIDER e.K., Mengkofen, an den Standorten Mengkofen (Ettenkofen), Oberaltaich und Moos (Langenisarhofen) erworben. Die Anschaffungskosten für die zum 1. April 2012 übergegangenen Vermögenswerte betragen 3,799 Mio. Euro. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Der erworbene immaterielle Vermögenswert entspricht dem erworbenen Kundenstamm. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Kauf nicht entstanden. Die BayWa AG hat über ihre Tochtergesellschaft EUROGREEN GmbH, Betzdorf, mit Wirkung zum 1. März 2012 im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an dem Unternehmen Greenpower Handels GmbH, Mondsee, Österreich, erworben. Die Greenpower Handels GmbH, Mondsee, Österreich, ist Systemanbieter für die Pflege, Intensivpflege, Neuanlage, Regeneration und Rekonstruktion von Nutzrasen und vertreibt u. a. ein umfassendes Sortiment an Spezialdüngemitteln und Saatgut für Rasen sowie Maschinen zur Rasenbearbeitung und -pflege. Im letzten Geschäftsjahr vor dem Erwerb durch die EUROGREEN GmbH erwirtschaftete die Greenpower Handels GmbH einen Umsatz von über 1 Mio. Euro. Die beherrschende Einflussnahme der EUROGREEN GmbH auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 14. März 2012, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,00 Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,004 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Greenpower Handels GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,006 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,089 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 14. März 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Greenpower Handels GmbH bei einem Umsatz von 1,255 Mio. Euro einen Verlust in Höhe von 0,107 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat im Rahmen eines Share-Deals 73,1 Prozent der Anteile an der Firma Turners & Growers Limited (T & G), Auckland, Neuseeland, übernommen. Hiermit erweitert die BayWa AG ihre internationale Ausrichtung im Obsthandel und erweitert ihre geschäftlichen Aktivitäten um den Obstanbau. Aufgrund der Präsenz von T & G auf fünf Kontinenten weitet die BayWa AG ihr Angebot im Obstgeschäft aus und verschafft sich Zugang zu den weltweiten Wachstumsmärkten insbesondere in Asien, in denen T & G bereits etabliert ist. T & G ist in Neuseeland Marktführer im Vertrieb und im Export von Frischobst. Darüber hinaus hält das Unternehmen die exklusiven Markenrechte für den weltweiten Anbau und die Vermarktung der Apfelsorten Jazz und Envy sowie der Kiwisorten ENZAGreen, ENZAGold und ENZARed. Zudem wird mit der Gesellschaft Delica Limited, Auckland, Neuseeland, der größte neuseeländische Exporteur für Frischobst und einzige Exporteur der ENZA-Tafelobstprodukte nach Asien mit in den Konsolidierungskreis aufgenommen. T & G fungiert als Handelsplattform für Äpfel in Südamerika, den USA, Südafrika, Asien und Europa. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf die Turners & Growers Limited und ihre Tochtergesellschaften nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 9. März 2012, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 31. März 2012. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betrugen 97,766 Mio. Euro. Diese entsprechen dem im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots festgesetzten und im März zur Auszahlung gelangten Kaufpreis. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 3,900 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Turners & Growers Limited und ihrer Tochtergesellschaften erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der negative Goodwill in Höhe von 9,063 Mio. Euro wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und ist insbesondere auf Geschäftsrisiken zurückzuführen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht bilanzierungsfähig waren. Der auf nicht beherrschende Anteile an der Turners & Growers Limited entfallende Anteil am Nettovermögen von 39,312 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 89,781 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 3,290 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 31. März 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Turners & Growers Limited zusammen mit ihren Tochtergesellschaften bei einem Umsatz von 322,383 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 11,108 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft MHH Solartechnik GmbH, Tübingen, mit Wirkung zum 1. Februar 2012 im Rahmen eines Share-Deals 70 Prozent der Anteile an dem italienischen Unternehmen Tecno Spot S.r.l., Bruneck, Italien, erworben und steigt dadurch in den italienischen Photovoltaik(PV)-Großhandel ein. Die Tecno Spot S.r.l. ist ein Großhandelsunternehmen für Photovoltaiksysteme. Das 1998 gegründete Unternehmen deckt als etablierter Premiumanbieter die gesamte Wertschöpfungskette im Bereich der Systemintegration für den Großhandel von Photovoltaikanlagen ab. Es handelt sich um ein im Markt etabliertes wachstumsstarkes Unternehmen, das im Geschäftsjahr 2010 über 50 Megawatt an PV-Anlagen vertrieben und einen Umsatz von rund 146 Mio. Euro erwirtschaftet hat. Seit 2008 ist die Tecno Spot S.r.l. mit ihrer Tochtergesellschaft Ge-Tec GmbH, Lienz, in Österreich sowie mit der Eröffnung der Tecnospot Solar USA Inc., Los Angeles, USA, und der Tecnospot Construction Services Inc., Los Angeles, USA, auf dem amerikanischen Markt tätig. Die beherrschende Einflussnahme der MHH Solartechnik GmbH auf die Tecno Spot S.r.l. und deren Tochtergesellschaften nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 1. Februar 2012, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 19,434 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Februar zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente (8,000 Mio. Euro) sowie einen Kaufpreiseinbehalt von 0,750 Mio. Euro. Zusätzlich enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an der Gesellschaft bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 jeweils erzielten EBIT der Tecno Spot S.r.l. und ihrer Tochtergesellschaften zukünftig zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen liegen in einer Bandbreite zwischen 0,000 und 14,490 Mio. Euro. Aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung der Gesellschaften zum Erwerbszeitpunkt wurde ein Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 19,434 Mio. Euro angesetzt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,592 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Tecno Spot S.r.l. und ihrer Tochtergesellschaften erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der Tecno Spot S.r.l. entfallende Anteil am Nettovermögen von 2,721 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,799 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,749 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 1. Februar 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Tecno Spot S.r.l. zusammen mit ihren Tochtergesellschaften bei einem Umsatz von 54,937 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,731 Mio. Euro. Mit Kaufvertrag vom 8. November 2011 hat die BayWa AG über ihre Enkelgesellschaft BayWa r.e Service GmbH, München, jeweils 100 Prozent der Anteile an den Unternehmen L & L Rotorservice GmbH, Basdahl, sowie L & L Vermögensverwaltungs GmbH, Basdahl, mittels Share-Deal erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e Service GmbH auf diese Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 13. Dezember 2011, dem Tag der Kaufpreiszahlung. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betrugen 1,269 Mio. Euro. Diese beinhalten einerseits die vertraglich vereinbarte und im Dezember ausbezahlte Kaufpreiskomponente von 0,869 Mio. Euro. Zudem enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an den Gesellschaften bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 erzielten EBIT der L & L Rotorservice GmbH zukünftig zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen liegen in einer Bandbreite zwischen 0,000 und 0,400 Mio. Euro. Aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt wurde ein Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 1,269 Mio. Euro angesetzt. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,170 Mio. Euro. Diese waren im Geschäftsjahr 2011 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der L & L Rotorservice GmbH und der L & L Vermögensverwaltungs GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaft RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, für Zwecke der zukünftigen Erweiterung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld der regenerativen Energien im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Sunshine Movement GmbH, München, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der RENERCO Renewable Energy Concepts AG auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 28. Februar 2012. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,025 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Februar zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Sunshine Movement GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Seit dem 28. Februar 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Sunshine Movement GmbH bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,005 Mio. Euro. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und den den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Konzerngewinn ergeben. Die BayWa AG hat über die Konzerngesellschaft Sunshine Movement GmbH, München, für Zwecke der zukünftigen Erweiterung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld der regenerativen Energien im Rahmen von Share-Deals jeweils 100 Prozent der Anteile an der Cubiertas Solares Carrocerías S.L.U., Madrid, Spanien, und der Cubiertas Solares Parking S.L.U., Madrid, Spanien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Sunshine Movement GmbH auf diese Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 8. März 2012. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Mit Wirkung zum 1. August 2012 hat die Sunshine Movement GmbH, München, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Silverworld System S.L.U., Madrid, Spanien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Sunshine Movement GmbH auf dieses Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 1. August 2012. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die kumulierten Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,008 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten Kaufpreiskomponenten. Im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der Cubiertas Solares Carrocerías S.L.U., Cubiertas Solares Parking S.L.U. und Silverworld System S.L.U. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaften bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und den den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Konzerngewinn ergeben. Seit dem 8. März 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Cubiertas Solares Carrocerías S.L.U. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,000 Mio. Euro und die Cubiertas Solares Parking S.L.U bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag von 0,002 Mio. Euro. Die Silverworld System S.L.U. erzielte seit dem 1. August 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,061 Mio. Euro. Die BayWa AG hat über ihre Enkelgesellschaften RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, (99 Prozent) und RENERCO Solar GmbH, München, (1 Prozent) für Zwecke der zukünftigen Erweiterung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld der regenerativen Energien im Rahmen von Share-Deals jeweils 100 Prozent der Anteile an der SEP du Midi 2 SNC, Mulhouse, Frankreich, an der SEP SAG Intersolaire 3 SNC, Mulhouse, Frankreich, sowie an der SEP SAG Intersolaire 5 SNC, Mulhouse, Frankreich, erworben. Die beherrschende Einflussnahme auf diese Unternehmen nach dem "Control-Concept" besteht seit dem 8. Februar 2012. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf den Tag. Die kumulierten Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,029 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten Kaufpreiskomponenten. Im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der SEP du Midi 2 SNC, der SEP SAG Intersolaire 3 SNC und der SEP SAG Intersolaire 5 SNC erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Wäre der Kauf der Gesellschaften bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und den den Eigenkapitalgebern zurechenbaren Konzerngewinn ergeben. Seit dem 8. Februar 2012, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die SEP du Midi 2 SNC bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,010 Mio. Euro. Die SEP SAG Intersolaire 3 SNC erzielte bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag von 0,063 Mio. Euro und die SEP SAG Intersolaire 5 SNC bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag von 0,055 Mio. Euro. Die RENERCO Renewable Energy Concepts AG, München, hat am 2. Januar 2012 100 Prozent seiner Anteile an der Windpark Selmsdorf II GmbH & Co. KG, Grünwald, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
scroll
Veräußerungserfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Der Veräußerungserfolg ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, hat die über ihre Tochtergesellschaften RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich, und Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gehaltene und im Bereich Fruchtsaftkonzentrat tätige Konzerngesellschaft Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen, mit Wirkung zum 1. Juni 2012 in ein Joint Venture mit der AGRANA Juice Holding GmbH, Gleisdorf, Österreich, eingebracht. Im Gegenzug für die eingebrachten Gesellschaften hat die RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, über ihre Tochtergesellschaft RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich, 49,99 Prozent an dem Joint Venture YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH, Kröllendorf, Österreich, (zum 22. Dezember 2012 umfirmiert in AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf, Österreich) erhalten. Im BayWa-Konzern werden die Anteile an der AUSTRIA JUICE GmbH seither at-Equity bilanziert. Die Zusammenlegung der beiden Fruchtsaftkonzentrat-Unternehmen trägt den sich verändernden Märkten Rechnung, auf denen in den letzten Jahren sowohl eine zunehmende Konsolidierung bei den Konzentratherstellern als auch bei den Getränkeabfüllern zu verzeichnen ist. Das Zusammengehen der beiden Gesellschaften stärkt die Wettbewerbsfähigkeit auf den zusehends globalen Fruchtsaftkonzentratmärkten und stellt einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Internationalisierung des BayWa-Konzerns dar. Die kartellrechtliche Genehmigung des Joint Ventures erfolgte am 4. April 2012. Die sich aus der Übergangskonsolidierung ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden der Ybbstaler Fruit Austria GmbH und der Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o.scroll
scroll
Erfolg aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Der Erfolg aus der Übergangskonsolidierung ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Abgang der Konzernunternehmenscroll
Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 59 inländische und 93 ausländische Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2012 wie folgt dar: scroll
(B.2.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28Nach der Equity-Methode werden nachstehende 27 (Vorjahr: 14) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa-Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt, das heißt, einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent besitzt oder maßgeblichen Einfluss über Geschäftsführungs- oder Aufsichtsfunktionen ausüben kann und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. scroll
Neben dem Beteiligungsbesitz und den nachfolgend angeführten Darlehensausreichungen bestehen zu sämtlichen oben dargestellten Gesellschaften keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen. scroll
Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen: scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
scroll
*
Mit Ausnahme des Buchwerts der Finanzanlage
beziehen sich die angegebenen Werte auf das Jahr 2011. Insgesamt 27 (Vorjahr: 25) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. (B.3.) Veränderung des BayWa-Konsolidierungskreises im ÜberblickGegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert: scroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Anteilsbesitzliste (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. (B.4.) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Zwischenergebnisse, die mit assoziierten Unternehmen realisiert werden, werden gegen den jeweiligen at-Equity bilanzierten Beteiligungsansatz eliminiert. Ist der betroffene Beteiligungsansatz für eine Eliminierung nicht in ausreichendem Umfang vorhanden, erfolgt eine Eliminierung gegen weitere in Zusammenhang mit der betreffenden Gesellschaft stehende Vermögenswerte. Sollten diese nicht oder nicht in ausreichender Höhe vorhanden sein, wird die Zwischenergebniseliminierung zur Sicherstellung einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Ertragslage mit einer Verrechnung in den Gewinnrücklagen vorgenommen. Eine Darstellung als "deferred income" und somit unter den übrigen Verbindlichkeiten wird nicht vorgenommen, da es sich bei dem eliminierten Zwischenergebnis um keine Schuld handelt und ein Ausweis als übrige Verbindlichkeit die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögenslage nicht korrekt wiedergeben würde. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet. (B.5.) WährungsumrechnungDie Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 ("Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse") nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa-Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz erhöhte sich im Berichtsjahr um 2,074 Mio. Euro. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
(B.6.) Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (IAS 8)Im BayWa-Konzern bestehen Altersversorgungszusagen an aktive sowie ausgeschiedene Mitarbeiter sowie bei den österreichischen Konzerngesellschaften gesetzliche Verpflichtungen zu Abfertigungsleistungen. Sowohl die Pensionszusagen als auch die Abfertigungsverpflichtungen des BayWa-Konzerns sind als leistungsorientierte Versorgungspläne im Sinne des IAS 19 zu betrachten und bilanziell entsprechend zu behandeln. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Diese wurden für die bestehenden Pensionszusagen in den Vorjahren nach der Korridormethode des IAS 19 behandelt, wonach erst ein den Korridor überschreitender Betrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste erfolgswirksam zu erfassen ist. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Abfertigungsrückstellungen wurden hingegen direkt erfolgswirksam in der Berichtsperiode erfasst, in der sie angefallen waren. Vor dem Hintergrund des in 2012 deutlich reduzierten Zinsniveaus wurde im BayWa-Konzern zugunsten eines aussagekräftigeren Bilanzbilds im Berichtsjahr die Anwendung der Korridormethode (Pensionsrückstellungen) bzw. die direkte erfolgswirksame Erfassung (Abfertigungsrückstellungen) durch eine direkte erfolgsneutrale Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (IAS 19.93 ff.) ersetzt. Es handelt sich dabei um eine Bilanzierungsänderung nach IAS 8. Die BayWa hat damit wesentliche Änderungen des IAS 19 (2011) vorweggenommen. Hierdurch wurden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus der Ermittlung der Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen im Berichtsjahr erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Da es sich hierbei um eine Änderung der Bewertungsmethodik handelt, ist diese retrospektiv anzuwenden. Hieraus ergaben sich folgende Änderungen der Vorjahreswerte in der Bilanz: scroll
In der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres ergaben sich aus der Anpassung folgende Auswirkungen: scroll
(C.) Erläuterungen zur Bilanz(C.1.) Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Im Berichtsjahr wurden aufgrund vorgenommener Standortschließungen außerplanmäßige Abschreibungen von 0,672 Mio. Euro auf den Firmenwert der Küppers-Unternehmensgruppe sowie bei den übrigen Geschäfts- oder Firmenwerten von 0,230 Mio. Euro vorgenommen. Zudem wurde aufgrund einer bestehenden Wertminderung eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,415 Mio. Euro auf den Firmenwert der Dulas MHH Ltd. vorgenommen. Im Vorjahr waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte von 2,182 Mio. Euro aufgrund einer angekündigten Standortschließung (Firmenwert der Stark GmbH & Co. KG) sowie der beschlossenen Ausgliederung der Bau & Gartenmärkte (Firmenwert der BayWa Bau und Gartenmarkt Weinsberg GmbH & Co. KG) vorgenommen worden. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe: scroll
Die Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen in den Konzernabschluss. Die Verringerung des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb der L & L Rotorservice GmbH und der L & L Vermögensverwaltungs GmbH resultiert aus der Fertigstellung der Kaufpreisallokation im Berichtsjahr (vgl. Abschnitt B.1.). Bei den Geschäfts- oder Firmenwerten, die aus dem Erwerb der WKN USA, LLC, und der Dulas MHH Ltd. entstanden sind, haben sich zudem Veränderungen aus Wechselkursschwankungen ergeben. Von dem insgesamt ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von 0,956 Mio. Euro in den Folgejahren steuerlich abzugsfähig. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen. Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa-Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren. Den Zahlungsreihen liegen geschäftsfeldspezifische Abzinsungsfaktoren zwischen 5,7 und 7,2 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten wird von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Aus den durchgeführten Impairment-Tests ergab sich im Berichtsjahr ein Wertberichtigungsbedarf für den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Dulas MHH Ltd. von 1,415 Mio. Euro, der in den außerplanmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres berücksichtigt wurde. Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich folgendermaßen auf: scroll
(C.2.) SachanlagenDas gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswerts. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten". Zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs werden Buchwerte der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2012 kein Wertberichtigungsbedarf. Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktvierungspflichtig wären, werden im BayWa-Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert. Von dem insgesamt ausgewiesenen Sachanlagevermögen dienten zum Bilanzstichtag 48,718 Mio. Euro der Besicherung von Verbindlichkeiten. Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance-Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei EDV-Hardware. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich. Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Mindestleasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Im Anlagevermögen sind in Höhe von 11,980 Mio. Euro (Vorjahr: 6,873 Mio. Euro) als Finance Lease qualifizierte technische Anlagen und Maschinen sowie immaterielle Vermögenswerte enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Vereinzelt sind für die als Finance Lease klassifizierten Leasingverhältnisse Kaufoptionen am Ende der Laufzeit vereinbart. Über eine Ausübung der Kaufoptionen wird einzelfallbezogen jeweils am Ende der Laufzeit entschieden. Die zukünftigen Leasingzahlungen aus den betreffenden Leasingverträge ergeben sich insgesamt wie folgt: scroll
Für Verträge, die als Operate Lease - im Wesentlichen Immobilienmietverträge, Fahrzeugleasing und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen: scroll
Im Geschäftsjahr wurden aus Operate-Leasing-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 38,716 Mio. Euro geleistet. (C.3.) At-Equity-bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und WertpapiereDie Finanzanlagen des BayWa-Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an assoziierten und übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften und aus Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert. Veränderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst. Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 1,938 Mio. Euro (Vorjahr: 1,811 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten fortgeführten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Für diejenigen Vermögenswerte, die zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden, erfolgte eine Bewertung anhand festgestellter Börsennotierungen zum Bilanzstichtag. Im Berichtsjahr wurden bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten Wertberichtigungen in Höhe von 2,832 Mio. Euro vorgenommen. Die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Beteiligungen an der Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, und an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, wurden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da für die Wertpapiere kein aktiver Markt existiert und somit kein marktgängiger Zeitwert ermittelt werden konnte. Die Ermittlung beizulegender Werte unter Zugrundelegung eines Ertragswertverfahrens war aufgrund nicht zur Verfügung stehender Daten nicht möglich. Aufgrund der Zugehörigkeit beider Gesellschaften zum genossenschaftlichen Verbund ist zudem die Fungibilität der Beteiligungen eingeschränkt. Ebenso werden alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt. In den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital zuzüglich eventueller Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Anschaffungsvorgang bilanziert. Bei bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden ausschließlich die fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Im BayWa-Konzern bestehen derzeit keine Vermögenswerte, die als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifiziert sind. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2012Anhang (C.1. - C.3. und C.5.)scroll
scroll
scroll
scroll
Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2011Anhang (C.1. - C.3. und C.5.)scroll
scroll
scroll
scroll
(C.4.) Biologische Vermögenswertescroll
Darstellung der Ertragskraft der biologischen Vermögenswerte zum 31.12.2012scroll
Unter den biologischen Vermögenswerten werden die Frucht- bzw. Obstplantagen der Turners & Growers Limited in Neuseeland ausgewiesen. Die Plantagen werden zur Produktion von Äpfeln, Tomaten, Kiwifrüchten, Blaubeeren sowie Zitrusfrüchten wie Zitronen, Orangen und Mandarinen genutzt. Alle biologischen Vermögenswerte wurden von unabhängigen Gutachtern und dem Management zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des laufenden oder der vorangegangenen Geschäftsjahre bewertet. Anpassungen an den Zeitwert der biologischen Vermögenwerte werden unter Berücksichtigung des zukünftigen Ertragspotenzials, des Standorts, der Pflanzung, des Alters, der Sorte sowie der Produktionskapazitäten der Obstplantagen durchgeführt. Biologische Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bewertet; der daraus resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der beizulegende Zeitwert basiert auf dem aktuellen Standort der Vermögenswerte und beinhaltet somit alle Kosten, um die Erzeugnisse am Markt zu verkaufen. Die Bewertung der biologischen Vermögenswerte erfolgt auf Basis zukünftiger Erträge und deren diskontierter Cashflows. Dabei wird zur vollständigen Abbildung des erzielbaren Betrags die Marktbewertung der zugrunde liegenden Grundstücke und Gebäude berücksichtigt. Die unabhängigen Gutachter verwenden Bewertungsmethoden, die naturgemäß auf subjektiven Annahmen und Schätzungen basieren. In der Bewertung der biologischen Vermögenswerte ist ein Zuschlag für den beizulegenden Zeitwert der anstehenden Ernte enthalten. Folgende Bewertungsannahmen wurden der Bewertung der biologischen Vermögenswerte zugrunde gelegt: a) Zur Barwertermittlung der erwarteten Cashflows wurden Abzinsungsfaktoren zwischen 11 Prozent und 22 Prozent verwendet. b) Für freie Landflächen wurden fiktive Pachtkosten berücksichtigt. c) Die Plantagen wurden unter der Annahme der Unternehmensfortführung bewertet. d) Für Kosten und Erlöse wurden Inflationsraten zwischen 0 und 3 Prozent berücksichtigt. e) Kosten wurden auf Basis der aktuellen durchschnittlichen Kosten berücksichtigt und mit den Standard-Herstellungskosten verglichen. Die Kosten variieren dabei aufgrund unterschiedlicher Standorte, des unterschiedlichen Anbaus, des Alters und der Art des biologischen Vermögenswerts (Sorten). f) Umsätze werden auf Basis der zu erwartenden Verkaufspreise und Produktionskapazitäten unter Berücksichtigung der erwarteten langfristigen Renditen für die jeweiligen Sorten geschätzt. Dabei wurden folgende Preisspannen für 2013 (vor Inflation) verwendet: scroll
Die durchschnittlichen Preise werden 2013 im Vergleich zu 2012 am unteren Ende der Preisspannen erwartet. g) Es wurden Einschätzungen getroffen, wann neu entwickelte Pflanzungen ihre volle Produktionskapazität erreichen werden. Neu entwickelte Pflanzungen werden als Teil der gesamten Anbaufläche berücksichtigt und sind deshalb nicht separat ausgewiesen. Die durchschnittliche Rendite ist abhängig von dem Wachstumsstadium zum 31. Dezember 2012 als auch vom zugrunde liegenden Alter und dem Gesundheitszustand der jeweiligen Pflanzen. h) Im Berichtsjahr wurde bekannt, dass eine Kiwiplantage der Turners & Growers Limited in Kerikeri mit PSA-V, einer bakteriellen Rebkrankheit von Kiwireben, befallen ist. Auf Basis des Befunds wurden Prozesse installiert, um die Bakterien innerhalb eines lokalen Gebiets einzudämmen. Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung scheinen sich die Bakterien nicht weiter ausgebreitet zu haben. Allerdings ist die Verbreitung des PSA-V während der heißen Sommermonate (Dezember bis März) weniger wahrscheinlich als in den feuchten und windigen Frühjahrsmonaten (September und Oktober). Obwohl die Plantagen kontinuierlich überwacht werden, wird eine genauere Beurteilung über die weitere Verbreitung der PSA-V erst im Frühjahr 2013 möglich sein. Aufgrund des identifizierten Befalls mit PSA-V in der Plantage und einer möglichen Verbreitung der Krankheit wurden die Kiwireben in Kerikeri vorsorglich komplett auf null abgewertet. Das PSA-V hatte keinen Einfluss auf die Bewertung der aktuellen Ernte der Kiwifrüchte, da der Entwicklungsstand der Plantage zum Zeitpunkt der Bewertung eine normale Ernte erwarten ließ. i) Der Wert von Zitronenbäumen wurde im abgelaufenen Berichtsjahr aufgrund der historischen Verluste und der erwarteten geringen Profitabilität des Zitronengeschäfts ebenfalls reduziert. Der Zeitwert für Zitronenbäume resultiert ausschließlich aus einer neue Sorte von Zitronenbäumen, deren Ertrag pro Baum deutlich höher zu erwarten ist als bei den bisherigen Sorten. Die Werte der Plantagen der bisherigen Sorte wurden komplett abgewertet. j) Der beizulegende Zeitwert der anstehenden Ernte (Tomaten, Äpfel, Zitronen, Orangen, Mandarinen und Kiwifrüchte) zum oder vor dem Zeitpunkt der Ernte basiert auf den geschätzten Marktpreisen der produzierten Mengen abzüglich der entsprechenden Erntekosten. (C.5.) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienUnter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 153 (Vorjahr: 156) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude. Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 86,218 Mio. Euro (Vorjahr: 63,587 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 4,107 Mio. Euro (Vorjahr: 2,120 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Der Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Im Berichtsjahr wurden Gebäude in Höhe eines Buchwerts von 13,865 Mio. Euro sowie Grundstücke in Höhe eines Buchwerts von 15,729 Mio. Euro aus dem Sachanlagevermögen in die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der ausgewiesenen Objekte beträgt 170,123 Mio. Euro (Vorjahr: 142,583 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt. Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Aus der Gegenüberstellung der beizulegenden Zeitwerte und der Buchwerte der einzelnen Objekte hat sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Aus diesem Grund wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude vorgenommen. Die erzielten Mieterträge betrugen 8,619 Mio. Euro (Vorjahr: 6,352 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,876 Mio. Euro (Vorjahr: 0,528 Mio. Euro). Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,446 Mio. Euro (Vorjahr: 0,133 Mio. Euro). (C.6.) SteuerforderungenDie Steuerforderungen enthalten das langfristige Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(C.7.) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen und sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen; die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab: scroll
Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken. scroll
scroll
scroll
scroll
Die Kundenstruktur im BayWa-Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa-Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa-Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besondere Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 58 (Vorjahr: 58) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2012 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein. Wertberichtigungskonto: Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS-7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa-Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle. Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine aufwandswirksame Zuführung der Wertberichtigung um 3,957 Mio. Euro aufgrund eines höheren Forderungsbestands zum Bilanzstichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 33,940 Mio. Euro (Vorjahr: 40,571 Mio. Euro) enthalten. Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 150,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 135,542 Mio. Euro (Vorjahr: 113,733 Mio. Euro). (C.8.) Tatsächliche und latente SteueransprücheDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Solche latenten Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine erfolgswirksame Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen. (C.9.) VorräteUnter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. In einzelnen Fällen wird das Fifo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Landwirtschaftliche Erzeugnisse werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschlussstichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Nur in Ausnahmen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Am Bilanzstichtag erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 74,516 Mio. Euro im Vorjahr auf 88,292 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 861,506 Mio. Euro (Vorjahr: 606,008 Mio. Euro). Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 16,731 Mio. Euro der Besicherung von Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden 2,363 Mio. Euro (Vorjahr: 0,376 Mio. Euro) Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf unfertige Leistungen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 4,20 Prozent zugrunde gelegt. Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur. (C.10.) Flüssige MittelBei den flüssigen Mitteln in Höhe von 83,239 Mio. Euro (Vorjahr: 86,997 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzfristigen Fälligkeit. (C.11.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/VeräußerungsgruppenAls zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa-Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2013) höchstwahrscheinlich ist. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 91 (Vorjahr: 9) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich vor allem um mit Lagerhäusern, Silos, Hallen oder Büro-/Wohngebäuden bebaute Grundstücke und unbebaute Grundstücke, die insbesondere nach der zu Beginn des Berichtsjahres erfolgten Ausgliederung eines Großteils der Bau & Gartenmärkte der BayWa AG nicht mehr als betriebsnotwendig angesehen werden. Zudem sind in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten die technischen Anlagen von zwei Windparks ausgewiesen, die zur Veräußerung im Folgejahr vorgesehen sind. Im Vorjahr waren in dieser Bilanzposition neben zur Veräußerung gehaltenen Immobilien insbesondere die Vermögenswerte der Bau & Gartenmärkte der BayWa AG dargestellt worden, die mit Wirkung zum 1. Januar 2012 in die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund, eingebracht wurden. Zudem waren die Vermögenswerte der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, sowie deren Tochtergesellschaft Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen, beinhaltet, die aufgrund der bevorstehenden Einbringung in das Joint Venture YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH, Kröllendorf, Österreich, ebenfalls als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 betrachtet wurden. Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten vorzunehmen sind. Am Bilanzstichtag sind Vermögenswerte mit Buchwerten von insgesamt 232,503 Mio. Euro (Vorjahr: 258,800 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 343,800 Mio. Euro (Vorjahr: 303,113 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2012 mussten aufgrund der Differenz zwischen dem Buchwert und dem jeweils beizulegenden Zeitwert keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund Wertminderung vorgenommen werden. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen realisierten Veräußerungsgewinne und Entkonsolidierungserfolge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D.2.) erfasst. (C.12.) EigenkapitalDie detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung. GrundkapitalDas Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 88,197 Mio. Euro (Vorjahr: 87,921 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2012 eingeteilt in 34.452.112 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.081.269 vinkulierte und 108.092 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2013 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den rechnerischen Wert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: scroll
Der Vorstand der BayWa AG ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008). Der Vorstand ist des Weiteren ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu nominal 4.110.215,68 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne des §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 94,612 Mio. Euro (Vorjahr: 91,536 Mio. Euro) stammt mit 64,903 Mio. Euro im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Aktien der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa-Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2012 im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms 108.092 junge (ab 1. Januar 2013 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 18,61 Euro und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa-Namensaktien am Vortag in Höhe von 31,02 Euro gemäß der Beschlussfassung des BayWa-Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,340 Mio. Euro aufwandswirksam in die Kapitalrücklage eingestellt. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 511,693 Mio. Euro (Vorjahr: 559,899 Mio. Euro). Davon entfallen 5,720 Mio. Euro (Vorjahr: 6,076 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, minus 7,368 Mio. Euro (Vorjahr: minus 4,752 Mio. Euro) auf die Neubewertungsrücklage, minus 120,948 Mio. Euro (Vorjahr: minus 20,134 Mio. Euro) auf die Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und 634,289 Mio. Euro (Vorjahr: 578,709 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen. Zum 31. Dezember 2012 ist in den anderen Gewinnrücklagen ein Betrag von 28,616 Mio. Euro aus der anteiligen Eliminierung des Zwischenergebnisses aus dem Verkauf einer Immobilie von der BayWa AG an die BayWa Grundbesitz GmbH & Co. KG, München, enthalten. Da die BayWa Grundbesitz GmbH & Co. KG im BayWa-Konzern at-Equity bilanziert wird, wurde der anteilige Zwischengewinn zunächst gegen den Equity-Ansatz an der Beteiligung eliminiert. Da keine weiteren Vermögenspositionen mit Bezug auf die BayWa Grundbesitz GmbH & Co. KG für eine Eliminierung zur Verfügung standen, wurde der den Equity-Ansatz übersteigende Zwischengewinn gegen die anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Sonstige RücklagenAls sonstige Rücklagen sind im Wesentlichen der Konzern-Bilanzgewinn in einer Höhe von 164,241 Mio. Euro (Vorjahr: 104,260 Mio. Euro) sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen mit 3,059 Mio. Euro (Vorjahr: 1,017 Mio. Euro) ausgewiesen. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften sowie auf die an der Turners & Growers Limited beteiligten Minderheitsgesellschafter. KapitalmanagementDie Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.12. bis C.20. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt rund 24,3 Prozent des Gesamtkapitals. Korrigiert um die erstmalig gebildete Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen in Höhe von minus 124,848 Mio. Euro (Vorjahr: minus 20,947 Mio. Euro), ergibt sich eine angepasste Eigenkapitalquote von 27,1 Prozent. Da diese Rücklage sich aus der Veränderung von nicht beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Personalrückstellungen ergibt, wird im Kapitalmanagement der BayWa eine angepasste Eigenkapitalquote herangezogen. Durch das vorgeschlagene Ausschüttungsvolumen in Höhe von 22,324 Mio. Euro wird die angepasste Eigenkapitalquote ex-Dividende auf 26,6 Prozent reduziert. Zielsetzung im Kapitalmanagementprozess des BayWa-Konzerns ist eine Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital von 30 zu 70 Prozent. NettoverschuldungsgradDas Management des BayWa-Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Abständen, dies geschieht u. a. über die Kennziffern "Angepasste Nettoschulden" zu "Angepasstes Eigenkapital" und "Angepasste Nettoschulden/EBITDA". Von den lang- und kurzfristigen Finanzschulden werden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abgezogen. In Abzug gebracht werden auch Non-Recourse-Finanzierungen, obgleich diese verzinslich sind. Es handelt sich hierbei um Kredite an Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien, die allein auf den Projekt-Cashflow und nicht auf die Bonität des BayWa-Konzerns abgestellt sind. Ein Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa-Konzerns außerhalb der jeweiligen Projektgesellschaft ist ausgeschlossen. Der erwirtschaftete EBITDA der Projektgesellschaften im Berichtsjahr beträgt 25,059 Mio. Euro (Vorjahr: 9,308 Mio. Euro). Ebenfalls werden sofort verwertbare Getreidevorräte abgezogen. Diese Vorräte wären aufgrund ihres sehr liquiden und kurzfristigen Charakters, ihrer täglichen, börsennotierten Preisfeststellung auf internationalen Märkten und Börsen sofort bei der Erfassung in flüssige Mittel umtauschbar. Jegliches Preisrisiko ist durch eine physische Verkaufsposition entweder über einen Verkaufskontrakt mit einem sehr solventen Geschäftspartner oder über einen Terminkontrakt an der Börse eliminiert. Aufgrund der hohen Liquidität dieser Vorratsbestände erachtet es der BayWa-Konzern als angebracht, diese als zahlungsähnliche Position bei der Berechnung der Nettoverschuldung und der damit zusammenhängenden Finanzkennzahlen in Abzug zu bringen. scroll
(C.13.) PensionsrückstellungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa-Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("defined benefit plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Darüber hinaus bestehen in den österreichischen Konzerngesellschaften gesetzliche Verpflichtungen zu Abfertigungsleistungen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Auszahlung fällig werden. Diese Verpflichtungen fallen als leistungsorientierte Versorgungspläne ebenfalls in den Anwendungsbereich des IAS 19. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Abfertigungsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "defined benefit obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen keine Versorgungszusagen. scroll
Die Höhe der Abfertigungsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen bzw. "defined benefit obligation") wurde ebenfalls nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, denen Schätzungen zugrunde liegen. Hierbei wurden die nachfolgend genannten Prämissen einheitlich für die österreichischen Konzerngesellschaften festgelegt. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs bestehen keine Abfertigungsverpflichtungen. scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die u. a. in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden abweichend zu den Vorjahren nicht mehr über die sog. Korridormethode (für die Pensionszusagen) bzw. erfolgswirksam (für die Abfertigungsverpflichtungen) behandelt, sondern zugunsten eines aussagekräftigeren Bilanzbilds erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird somit vollständig in der Bilanz abgebildet. Aufgrund der Vorschrift des IAS 8 zur Änderung von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurde diese Änderung der Bewertungsmethodik bei den Pensions- und Abfertigungsrückstellungen rückwirkend angewendet. Die sich hieraus ergebenden Änderungen auf die Vorjahreswerte sind in Abschnitt B.6. dieses Anhangs dargestellt. Im Berichtsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 107,488 Mio. Euro (Vorjahr: 4,580 Mio. Euro) ergebnisneutral direkt im Eigenkapital erfasst. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Verluste auf 138,363 Mio. Euro (Vorjahr: 29,070 Mio. Euro). Aus den Versorgungszusagen des BayWa-Konzerns resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 25,450 Mio. Euro (Vorjahr: 26,092 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Aus den Abfertigungsverpflichtungen der österreichischen Konzerngesellschaften resultiert ein Gesamtaufwand von 2,394 Mio. Euro (Vorjahr: 2,306 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Pensionsverpflichtungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Abfertigungsrückstellungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die DBO der Abfertigungsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre in Bezug auf die Abfertigungsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Für das Geschäftsjahr 2013 erwarten wir, dass voraussichtlich 22,787 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne und 2,106 Mio. Euro für Abfertigungsverpflichtungen erfasst werden. (C.14.) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf: scroll
In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten. Die sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken. Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
scroll
scroll
scroll
(C.15.) FinanzschuldenDie Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa-Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
scroll
Der BayWa-Konzern finanziert sich einerseits über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Die BayWa AG platzierte am 12. Dezember 2011 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen. Zudem platzierte die BayWa AG am 1. Oktober 2010 zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,000 Mio. Euro mit zwei endfälligen Tranchen. Die Schuldscheindarlehen dienen der Diversifizierung der Konzernfinanzierung und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. scroll
scroll
Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, unter Kürzung der Transaktionskosten angesetzt. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kredite in Höhe von 572,495 Mio. Euro jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 43,636 Mio. Euro betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca.1,1 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent) pro Jahr. Aus dem von der BayWa AG aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,000 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Paper in Höhe von 276,000 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 114 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,89 Prozent begeben. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 69,368 Mio. Euro (Vorjahr: 3,207 Mio. Euro) grundpfandrechtlich gesichert. Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert. (C.16.) Verpflichtungen aus FinanzierungsleasingUnter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen. scroll
scroll
(C.17.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und VerbundbeziehungenLangfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Rückzahlungsbeträgen in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen. scroll
scroll
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind die Ansprüche der Kunden aus dem Kunden-Prämienprogramm der BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften enthalten. Gemäß IFRIC 13 sind die gewährten Prämien seitens des Unternehmens im Sinne des IAS 18.13 als einzeln abgrenzbarer Bestandteil eines Mehrkomponentengeschäfts (Haupt- und Nebenleistung) darzustellen. Bei der BayWa AG kommt die BayWa-Card zum Einsatz. Mit jedem Einkauf können Kunden Bonuspunkte sammeln, die dann in den BayWa-Filialen eingelöst werden können. Dabei wird dem Kunden mit jedem erworbenen Bonuspunkt ein Cent gutgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2012 entfällt ein Betrag von 1,450 Mio. Euro (Vorjahr: 1,570 Mio. Euro) auf noch nicht eingelöste Bonuspunkte. (C.18.) Übrige VerbindlichkeitenDie übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
scroll
Die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,088 Mio. Euro (Vorjahr: 0,104 Mio. Euro). Diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen. (C.19.) Latente SteuerschuldenDie Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern". (C.20.) Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/VeräußerungsgruppenBei den ausgewiesenen Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen von 26,922 Mio. Euro (Vorjahr: 82,242 Mio. Euro) handelt es sich um Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen, die den zur Veräußerung vorgesehenen Windparks im Geschäftsfeld der regenerativen Energien zuzuordnen sind. Im Vorjahr waren dieser Position Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Finanzverbindlichkeiten zugeordnet, die im Zusammenhang mit der zur Veräußerung stehenden Ybbstaler Fruchtsaft-Gruppe umgegliedert wurden. Des Weiteren wurden unter dieser Position Schulden (überwiegend Personalverpflichtungen) ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Einbringung von 56 Bau & Gartenmärkten der BayWa AG auf die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG übergegangen sind. Die Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
scroll
(C.21.) Eventualschuldenscroll
(C.22.) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen: scroll
Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 197,506 Mio. Euro (Vorjahr: 183,040 Mio. Euro) bestehen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) und Vorräten. (C.23.) FinanzinstrumenteBilanzierungs- und BewertungsmethodenEin Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa-Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzinvestitionen dar. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa-Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die finanziellen Vermögenswerte betreffen folgende Kategorien: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird nicht auf einem aktiven Markt gehandelt. Da die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine dauerhafte Wertminderung, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa-Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen: Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC): Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert sind nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/Börsenwert. Daneben kommen im BayWa-Konzern auch Fair Value Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz. Hierbei werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst. Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Zur Absicherung, insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken, werden im BayWa-Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Caps, Swaps und Warentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Der BayWa-Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Über einbezogene Konzerngesellschaften werden jedoch auch Geschäftsaktivitäten in fremden Währungen abgewickelt. Die Geschäftsaktivitäten der im Berichtsjahr erstmalig einbezogenen neuseeländischen Gesellschaften werden aufgrund der Exportaktivitäten neben dem neuseeländischen Dollar überwiegend in US-Dollar, Euro und britischen Pfund getätigt. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen amerikanischen Gesellschaften sowie einer britischen Gesellschaft beziehen sich fast ausschließlich auf deren jeweiligen Währungsraum. Ebenso werden auch die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften fast ausnahmslos im ungarischen Währungsraum getätigt. Geschäfte in ausländischer Währung werden im BayWa-Konzern darüber hinaus vereinzelt im Agrarhandel, Bezugsaktivitäten überwiegend in der Gemeinschaftswährung abgeschlossen. Erfolgen Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Da für diese Geschäfte kein effektiver Sicherungszusammenhang besteht, werden die Marktwerte anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2012 Devisentermingeschäfte in US-Dollar, britischen Pfund, kanadischen Dollar, japanischen Yen, australischen Dollar, der tschechischen Krone sowie dem ungarischen Forint. Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Geldmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa-Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps und -caps. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Da kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Buch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS-7-Klassen bzw. IAS-39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Buchwerte werden am Schluss den beizulegenden Zeitwerten zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, zu dem ein Dritter die Rechte und Pflichten aus diesem Finanzinstrument übernehmen würde. scroll
scroll
scroll
scroll
Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie sonstige Aktiva haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie übrige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und VerbindlichkeitenUm der Erheblichkeit der in die Bewertungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einfließenden Faktoren Rechnung zu tragen, wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des BayWa-Konzerns hierarchisch in drei Level eingestuft. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben: Level 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise. Level 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Level der Fair-Value-Hierarchie: Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2012scroll
Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2011scroll
Der Anstieg der in Level 3 geführten finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar gelten, von 28,316 Mio. Euro auf 34,169 Mio. Euro ist vorwiegend auf Zugänge zurückzuführen. Nettogewinne und NettoverlusteDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar. Passiva scroll
In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS-7-Klassen. scroll
scroll
Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zum Restbuchwert (FLAC)" zum 31. Dezember 2012 verteilen. scroll
Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenAls Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 kommen im BayWa-Konzern Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Caps und Swaps zum Einsatz. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Verluste in Höhe von 9,665 Mio. Euro und Gewinne in Höhe von 11,466 Mio. Euro im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der Marktwerte für die derivativen Finanzinstrumente des Geschäftsjahres dargestellt. scroll
scroll
Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde. (C.24.) RisikomanagementChancen- und RisikomanagementDie Politik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen und die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren und flexibel sowie marktnah agieren. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt-sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Im Konzern lassen sich zudem durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche miteinander zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDer BayWa-Konzern nutzt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, er trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand der BayWa AG verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Die Konzernstrategie ist darauf ausgerichtet, einerseits Chancen optimal zu nutzen und andererseits die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das im Geschäftsjahr 2009 implementierte Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Der Reporting-Prozess teilt Risiken und Chancen in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb einschließlich des Forderungsmanagements fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie den Zentralbereichen dient das Risiko- und Chancenmanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken reduziert werden. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten des Konzerns aus. Diese Umfeldfaktoren belasten jedoch den BayWa-Konzern weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns ist sehr stark auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Gleichzeitig kann ein gut aufgestelltes Unternehmen wie der BayWa-Konzern in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von Übernahmekandidaten zum Aufoder Ausbau bestehender oder neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung - wie beispielsweise bei einer Eskalation der anhaltenden Euro-Schuldenkrise zu befürchten - kann sich der BayWa-Konzern allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen von Subventionen für Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie globale und volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein nachhaltiger Trend zu höheren Preisen bilden. Aufgrund der agrarischen Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, welches in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung und Steuerung des Net-Working-Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbare Auswirkungen auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energieträger von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Nach mehreren Kürzungen der Photovoltaik-Einspeisevergütung im Jahr 2012 werden - neben der laufenden monatlichen Absenkung - weitere Anpassungen im zweiten Halbjahr 2013 diskutiert. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragssicherheit durch Risikostreuung in den immer noch von Förderpolitik abhängigen Märkten gestützt. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt der BayWa-Konzern mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Düngemitteln oder Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen über den Bezug von Waren in der Zukunft unterliegt der BayWa-Konzern somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion des BayWa-Konzerns vergleichsweise niedrig ist, können Preisschwankungen bei Getreide und Düngemitteln, auch aufgrund der Lagerhaltung, höhere Risiken verursachen, sofern bezüglich der Verträge über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Fristenkongruenz besteht. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend überwacht und in entsprechenden Gremien kontrolliert. Wo erforderlich, werden entsprechende Risikobegrenzungsmaßnahmen ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist der BayWa-Konzern auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht ein Preisrisiko derart, dass die Anlage aufgrund veränderter wirtschaftlicher Parameter nicht mehr zum ursprünglich geplanten Preis veräußert werden kann. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns findet ganz überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Zahlungsverpflichtungen aus Unternehmenskäufen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst auch direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus den zinsvariablen Finanzierungen des Konzerns, insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, aus kurzfristigen Kreditaufnahmen sowie aus den im Berichtsjahr platzierten Schuldscheindarlehen. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des ebenfalls kurzfristigen Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos nutzen die BayWa-Konzernunternehmen derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass Zinschancen sich entsprechend im Konzern abbilden können. ZinsänderungsrisikoIm Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 1,9 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,9 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 13,491 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,9 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 13,491 Mio. Euro führen. Regulatorische und rechtliche Chancen und RisikenÄnderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neuere regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Unternehmen des Konzerns unterliegen einer Reihe von Risiken im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Gerichtsprozesse entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Die Konzernunternehmen bilden Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. KreditrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche erfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswerts, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS-7-Klassen "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa-Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend. Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Ebenfalls zu dieser Klasse gehören Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzen Restlaufzeit. Hieraus bestehen keine Kreditrisiken. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich derivative Finanzinstrumente, die im BayWa-Konzern ausschließlich zu Sicherungszwecken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. So wurden im Berichtsjahr marktpreisbedingte höhere Mittelbindungen im Vorratsvermögen und bei den Forderungsbeständen durch eine stärkere Inanspruchnahme externer Finanzierungsquellen kompensiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind so ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit und auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit auch der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Rating des BayWa-KonzernsDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv beurteilt. Dabei spielt die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2012 konnte der BayWa-Konzern die Kreditlinien erhöhen. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu sichern. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert der BayWa-Konzern die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Mit über 1.000 Auszubildenden zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell im regionalen Raum. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster IT-Technologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden IT-technisch unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozessabbildung ist aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Konzerngesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Beurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, quartalsweise ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden unterjährige Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Personal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. (D.) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (D.1.) UmsatzerlöseDie Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich gewährter Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt. scroll
(D.2.) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Ebenfalls hierin enthalten ist der Ertrag aus der Übergangskonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, und deren Tochtergesellschaft Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen (siehe Abschnitt B.1.) Die Mieteinnahmen verstehen sich inklusive der Erlöse aus Nebenkosten. Die Erträge aus negativem Goodwill resultieren aus der Erstkonsolidierung der Turners & Growers Limited (siehe Abschnitt B.1.). In den Erträgen aus Anlageabgängen ist der Effekt aus dem Verkauf der Unternehmenszentrale in München in einer Höhe von 29,423 Mio. Euro enthalten. (D.3.) Materialaufwandscroll
(D.4.) Personalaufwandscroll
Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung aus Pensionen und Abfertigungen belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung und der Abfertigungsrückstellung nach IAS 19 auf 27,844 Mio. Euro (Vorjahr: 28,398 Mio. Euro). Davon werden ein Teilbetrag in Höhe von 4,967 Mio. Euro (Vorjahr: 5,432 Mio. Euro) unter dem Personalaufwand und ein Teilbetrag von 22,877 Mio. Euro (Vorjahr: 22,966 Mio. Euro) unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. scroll
Der zum Bilanzstichtag angegebene Mitarbeiterstand orientiert sich hierbei nicht an den Vorgaben des § 267 Abs. 5 HGB und bezieht somit sämtliche Mitarbeiter, auch wenn diese beispielsweise in einem Ausbildungsverhältnis stehen, in die Ermittlung mit ein. (D.5.) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken. (D.6.) Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnisscroll
Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst. (D.7.) Zinsertrag und Zinsaufwandscroll
(D.8.) ErtragsteuernDie Ertragsteuern gliedern sich wie folgt: scroll
Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Weiterhin wurden 13,515 Mio. Euro (Vorjahr: 8,966 Mio. Euro) aktive sowie 0,000 Mio. Euro (Vorjahr: 0,843 Mio. Euro) passive latente Steuern mit der Rücklage für versicherungsmathematische Verluste und Gewinne aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen verrechnet. Zudem wurden 2,890 Mio. Euro (Vorjahr: 2,036 Mio. Euro) aktive latente Steuern erfolgsneutral mit der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 24,885 Mio. Euro (Vorjahr: 3,824 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von drei Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 10,541 Mio. Euro wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert 28,18 Prozent. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet: scroll
Der Anstieg der passiven latenten Steuern aus sonstigen Passiva resultiert insbesondere aus dem steuerlichen Sonderposten mit Rücklageanteil bei der BayWa AG, der sich im Berichtsjahr aufgrund durchgeführter Immobilienverkäufe erhöht hat. Der tatsächliche Steueraufwand liegt 29,911 Mio. Euro unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 28,18 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 12,35 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 8,134 Mio. Euro (Vorjahr: 6,330 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand: scroll
(D.9.) Gewinnanteil der MinderheitsgesellschafterDer anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 21,286 Mio. Euro (Vorjahr: 17,640 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen sowie auf die an der Turners & Growers Limited beteiligten Minderheitsgesellschafter. (D.10.) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG, geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. scroll
(E.) Weitere Angaben(E.1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa-KonzernsDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb zusammen mit den Konsolidierungskreisveränderungen dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Diesen Cashflow erhält man durch Bereinigung um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträgen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs und die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich. Weiterführende Angaben zu Unternehmenskäufen und -verkäufen finden sich in Abschnitt B.1. (E.2.) Erläuterungen zur SegmentberichterstattungAufteilung des Geschäftsbetriebs auf SegmenteDie Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt. Neben den dargestellten Abschreibungen bestehen keine wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten, die in der Segmentberichterstattung gesondert auszuweisen sind. Segmentberichterstattung nach GeschäftsfeldernIm Subsegment Agrarhandel bedient der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette für die Produktion landwirtschaftlicher Güter. Dies umfasst die Lieferung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Ebenfalls dem Agrarhandel zuzuordnen ist die Erfassung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen. Im Subsegment Obst werden die Tätigkeiten des Konzerns im Bereich des Obstanbaus und -handels zusammengefasst. In der Sparte Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben. Das Subsegment Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Subsegment Regenerative Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der regenerativen Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen. Im Subsegment Baustoffe ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Das im Vorjahr noch ausgewiesene Geschäftsfeld Bau & Gartenmarkt wird in der Segmentberichterstattung des BayWa-Konzerns nach der zum 1. Januar 2012 erfolgten Ausgliederung eines Großteils der Bau & Gartenmärkte der BayWa AG in die BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund, nicht mehr als separates Subsegment ausgewiesen. Die verbliebenen Tätigkeiten der österreichischen Konzerngesellschaften im Einzelhandel werden im Subsegment Baustoffe zusammengefasst. Das Segment Sonstige Aktivitäten umfasst nach der Einbringung der Ybbstaler Fruit Austria GmbH, Kröllendorf, Österreich, und der Ybbstaler Fruit Polska Sp. z o.o., Chelm, Polen, in die AUSTRIA JUICE GmbH (ehemals: YBBSTALER AGRANA JUICE GmbH), Kröllendorf, Österreich, überwiegend die Aktivitäten des BayWa-Konzerns im Bereich der Immobilien. Neben den in den Subsegmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden die Umsatzerlöse zwischen den Segmenten dargestellt. Die Umsätze mit anderen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Subsegment ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Subsegmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Subsegment im Jahresdurchschnitt. Segmentinformationen nach Geschäftsfeldernscroll
scroll
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldernscroll
scroll
Segmentberichterstattung nach RegionenÜber die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen auch weiterhin dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland und Österreich liegen. Entsprechend werden diese beiden Länder gesondert gezeigt. Der Bereich übriges Ausland umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten des Konzerns in Osteuropa. Segmentinformationen nach Regionenscroll
(E.3.) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie BayWa AG, München, hat nach der Freigabe der zuständigen Kartellbehörden im Dezember 2012 mit Wirkung zum 3. Januar 2013, dem Tag der Kaufpreiszahlung, 100 Prozent der Anteile des weltweit agierenden Getreidehändlers Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande, übernommen. Die Cefetra B.V., deren Anteile bisher von ForFarmers Group B.V., Lochem, Niederlande, und den Agrargenossenschaften Agrifirm Group B.V., Apeldoorn, Niederlande, und AgruniekRijnvallei Holding B.V., Wageningen, Niederlande, gehalten wurden, ist mit Tochterunternehmen in Großbritannien, Polen und Ungarn weltweit im Getreidehandel aktiv und führend in Europa bei der Belieferung der Futtermittelindustrie mit Rohstoffen (Soja, Getreide, Palmkuchen). Das Unternehmen hat Lager- und Hafenstandorte in West- und Osteuropa sowie ein eigenes Erfassungsnetz in Polen. Die Cefetra-Gruppe erwirtschaftete mit 210 Mitarbeitern im Jahr 2012 einen Umsatz von 4,9 Mrd. Euro. Das durchschnittliche EBIT der vergangenen fünf Jahre lag bei rund 26 Mio. Euro. Der Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile an der Cefetra B.V. betrug rund 125 Mio. Euro. Für die BayWa AG bedeutet der Erwerb der Cefetra B.V. einen wesentlichen Meilenstein ihrer internationalen Wachstumsstrategie im Bereich Agrar. Durch den Erwerb weitet die BayWa AG ihre Position als Getreidehändler in Europa global aus. Die BayWa AG, München, übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung an der norddeutschen Bohnhorst Agrarhandel GmbH, Steimbke. Die Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden erfolgte am 7. Februar 2013. An der Bohnhorst Agrarhandel GmbH wird die BayWa AG eine Beteiligung von 60 Prozent für rund 36 Mio. Euro erwerben. Davon basieren 12 Mio. Euro auf einer mehrjährigen ergebnisabhängigen Earn-out-Regelung. Der bisherige Eigentümer und Geschäftsführer Helmut Bohnhorst jr. bleibt mit 40 Prozent der Anteile an der Gesellschaft beteiligt und wird weiter im Unternehmen als Geschäftsführer tätig sein. Die Bohnhorst Agrarhandel GmbH ist ein internationaler Agrarhändler, der vor allem in Nord- und Ostdeutschland sowie in Polen mit Erfassungs-, Lager- und Logistikstandorten vertreten ist. Zwei Standorte liegen an der Ostsee, andere Betriebe an Flüssen wie Weser und Elbe und am Mittellandkanal. Das Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von rund 468 Mio. Euro. Das durchschnittliche EBIT der letzten fünf Jahre betrug 13 Mio. Euro. Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten ist der Getreidehandel, der im Jahr 2011 allein rund 310 Mio. Euro Umsatz brachte. Dazu kommen der Vertrieb von Betriebs- und Futtermitteln. Durch den Erwerb der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH weitet der BayWa-Konzern seine Geschäftsaktivitäten im Bereich Agrar insbesondere im nord- und ostdeutschen Raum aus. Weitergehende Angaben gemäß IFRS 3.B66 können noch nicht gemacht werden, da die erstmalige Bilanzierung der Unternehmenszusammenschlüsse zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung nicht vollständig war. (E.4.) RechtsstreitigkeitenDie BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung. (E.5.) Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein): Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa AG weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 115, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. (E.6.) Nahestehende Unternehmen und PersonenNach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben". Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 "Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen" enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann. Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG beträfe die widerlegbare Vermutung eines maßgeblichen Einflusses die Stellung der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, sowie der Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich. Hier kann aber dargelegt werden, dass es sich bei der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG sowie der Raiffeisen Agrar Invest GmbH jeweils um eine reine Finanzholding handelt, deren organisatorische und strukturelle Ausgestaltung nicht darauf ausgelegt ist, auf die BayWa Einfluss auszuüben. Darüber hinaus hat der Konzern mit der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG und der Raiffeisen Agrar Invest GmbH mit Ausnahme der Dividendenzahlungen von 6,014 Mio. Euro (Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG) sowie 4,284 Mio. Euro (Raiffeisen Agrar Invest GmbH) im Geschäftsjahr keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
scroll
Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen Warenverkäufe und Finanzierungen. Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. (E.7.) Honorare des KonzernabschlussprüfersFolgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet: scroll
(E.8.) Organe der BayWa AGAUFSICHTSRATManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Weitere Mandate
Ernst KauerDipl.-Ing. agr., stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale Generalanwalt Ök.-Rat Dr. Christian KonradStellvertretender Vorsitzender, Obmann der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien (bis 04.05.2012) Weitere Mandate
Georg Fischer (bis 31.03.2012)Landmaschinenmechanikermeister Dr. E. Hartmut GindeleDipl.-Ing. agr., Landwirt Prof. Dr. h. c. Stephan GötzlVerbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Weitere Mandate
Jürgen Hahnemann (seit 01.04.2012)Lagermeister Otto KentzlerDipl.-Ing., Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Weitere Mandate
Peter KönigGewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Stefan Kraft M.A.Landesfachsekretär ver.di, Bayern Erna KurzwarthLeiterin Regionales Verwaltungszentrum der BayWa AG Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate
Albrecht MerzMitglied des Vorstands der DZ Bank AG Weitere Mandate
Gunnar MetzVorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Gregor SchellerVorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate
Werner WaschbichlerStellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale Bernhard WinterLeiter Rechnungsprüfung Agrar GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRATWolfgang Eckert (bis 31.12.2012)Dipl.-Betriebswirt, Vorsitzender, Mitglied des Vorstands der Fiducia IT AG (seit 01.11.2012) Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e.V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederWolfgang AltmüllerDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG Dietmar Berger (bis 01.08.2012)Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Verbandspräsident des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbands e.V. (bis 23.05.2012) Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Dr. Alexander Büchel (seit 01.01.2013)Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Rudolf Büttner (seit 28.03.2012)Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Weißenburg-Gunzenhausen Albert DeßMdEP Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Manfred GeyerVorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Wolfgang Grübler (seit 02.08.2012)Vorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen "Lommatzscher Pflege" e.G. Erhard Gschrey (bis 31.12.2012)Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Walter Heidl (seit 02.08.2012)Präsident des Bayerischen Bauernverbands (seit 03.05.2012) Lothar Hertzsch (bis 01.08.2012)Dipl.-Agrar-Ing.-Ök., Landwirt Franz-Xaver HilmerDirektor der Raiffeisenbank Straubing eG Karl HippeliMitglied des Vorstands der VR Bank Würzburg eG Ludwig Hubauer (seit 01.01.2013)Landwirt Konrad IrtelSprecher des Vorstands der VR Bank Rosenheim-Chiemsee eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Franz KustnerLandwirt Alois PabstLandwirt Hans PaulusDipl.-Ing. agr., Geschäftsführer Geschäftsbereich Ware der Raiffeisenbank im Stiftland eG Josef Raffelsberger (bis 31.12.2012)Landwirt Franz Reisecker (seit 01.01.2013)Ök.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt Joachim RukwiedDipl.-Ing. (FH), Präsident des Deutschen Bauernverbands (seit 27.06.2012) und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e.V. Hermann Schultes (bis 31.12.2012)Präsident Nationalrat Ing. der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer, Landwirt Gerd SonnleitnerPräsident des Deutschen Bauernverbands (bis 27.06.2012), des Bayerischen Bauernverbands (bis 03.05.2012) und des Europäischen Bauernverbands Ludwig SpannerLandwirt Dr. Hermann Starnecker (seit 28.03.2012)Sprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG Dr. Gerald Thalheim (seit 02.08.2012)Vorstandssprecher des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbands e.V. (seit 24.05.2012) Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbands e.V. Thomas WirthSprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTANDKlaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender) PR/Unternehmenskommunikation, Konzernrevision, Konzernmarketing, Corporate Business Development, Konzern-Risikomanagement, Segment Bau, Personal und Obere Führungskräfte, BayWa Stiftung Externe Mandate
Konzernmandate
Klaus Buchleitner (bis 15.05.2012)RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien (bis 31.05.2012 Vorstandsvorsitzender) Externes Mandat
Konzernmandate
Andreas HelberFinanzen, Investor Relations, Kredit, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Zentrales Controlling, Informationssysteme, Recht, Regionale Verwaltungszentren Externes Mandat
Konzernmandate
Dr. Josef KrapfAgrarhandel, Obst Externes Mandat
Konzernmandate
Roland SchulerEnergie, Technik, BayWa r.e. renewable energy, Koordination Region Württemberg Externes Mandat
Konzernmandate
Ressortverteilung, Stand: 31.12.2012 (E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der AufsichtsgremienDie Vergütungen des Beirats betragen 0,093 Mio. Euro (Vorjahr: 0,084 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,562 Mio. Euro (Vorjahr: 0,538 Mio. Euro); davon sind 0,275 Mio. Euro (Vorjahr: 0,250 Mio. Euro) variabel. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer im BayWa-Konzern sind, Entgeltleistungen, die nicht in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. In Summe erhielten die Arbeitnehmervertreter aus solchen Tätigkeiten 0,425 Mio. Euro (Vorjahr: 0,399 Mio. Euro). Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 5,140 Mio. Euro (Vorjahr: 5,238 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet: scroll
An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,237 Mio. Euro (Vorjahr: 3,209 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 36,527 Mio. Euro (Vorjahr: 40,100 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. (E.10.) Billigung des Konzernabschlusses und OffenlegungDer Konzernabschluss wurde am 28. Februar 2013 durch den Vorstand der BayWa AG zur Veröffentlichung freigegeben. Folgende in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:
(E.11.) GewinnverwendungsvorschlagDie BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 20. März 2013 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 einen Bilanzgewinn von 22.323.613,00 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 4. Juni 2013 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt. Sie sind gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt. Dieser Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (E.12.) Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 7. November 2012 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 28. Februar 2013 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes (Anlage zum Konzernanhang) zum 31. Dezember 2012der BayWa AGscroll
1
Ergebnisabführungsvertrag Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 11. März 2013 Deloitte & Touche GmbH Steppan, Wirtschaftsprüfer Götz, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||