![]() BayWa AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014BayWa-Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014ÜberblickDer BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 seinen Internationalisierungskurs fortgesetzt: Wichtige Schritte waren die Übernahme des neuseeländischen Apfelerzeugers Apollo Apples Limited durch die Tochtergesellschaft Turners & Growers (T & G), der Erwerb der Geschäftsaktivitäten des amerikanischen Projektierers von Solarparks, Martifer Solar USA, Inc., und von 76 Prozent der Anteile an dem schwedischen Windkraftprojektierer HS Kraft AB sowie der Aufbau des Standorts Edinburgh zur Bearbeitung von Windprojekten in Großbritannien. Das internationale Agrarhandelsgeschäft wurde durch die Gründung der Handelsgesellschaften Cefetra S.p.A. in Italien und Cefetra Ibérica S.L.U. in Spanien sowie die Einrichtung der globalen Handels- und Vermarktungsplattform BayWa Marketing & Trading International B.V. in Rotterdam gestärkt. Darüber hinaus ist die BayWa mit der Neueröffnung der BayWa Agro Polska Sp. z o.o. in Polen in den Handel mit Betriebsmitteln eingetreten und hat im September 2014 die restlichen 40 Prozent der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH übernommen. Segment Agrar mit 10.105,3 Mio. Euro UmsatzDas Segment Agrar verzeichnete in den Sparten Agrarhandel und Obst vor allem infolge der auf breiter Front rückläufigen Erzeugerpreise einen Umsatzrückgang. So fiel der Umsatz der Sparte Agrarhandel mit 8.230,7 Mio. Euro um 7,4 Prozent geringer aus als im Vorjahr; im Obstgeschäft war ein geringfügiger Rückgang um 0,7 Prozent auf 563,9 Mio. Euro zu verzeichnen. Diese Rückgänge konnten durch die moderate Umsatzausweitung im Technikgeschäft um 1,3 Prozent auf 1.310,7 Mio. Euro nicht ausgeglichen werden. Insgesamt verringerte sich der Umsatz des Segments im Berichtsjahr um 6,0 Prozent auf 10.105,3 Mio. Euro. Beim operativen Ergebnis (EBIT) führte im Obstgeschäft vor allem die Realisierung eines einmaligen Ertrags aus dem Erwerb von Apollo Apples zu einem Anstieg um 18,4 Prozent auf 25,6 Mio. Euro. In der Sparte Technik schlug sich der Rekordumsatz auch in einem um 5,7 Prozent auf 22,7 Mio. Euro verbesserten EBIT nieder. Diese Ergebnissteigerungen konnten jedoch den Rückgang im operativen Ergebnis des Agrarhandels um 19,0 Prozent auf 65,1 Mio. Euro nicht ausgleichen, so dass sich das EBIT des Segments Agrar um 8,2 Prozent auf 113,4 Mio. Euro verringerte. 61,8 Prozent Umsatzzuwachs im Geschäftsfeld Regenerative EnergienInnerhalb des Segments Energie führten der Rückgang der Absatzmengen von Heizöl und die erheblich gesunkenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe im traditionellen Energiegeschäft zu einem um 10,2 Prozent auf 2.702,8 Mio. Euro verringerten Umsatz. Daraus resultierte ein überproportionaler Rückgang des operativen Ergebnisses um 45,9 Prozent auf 5,8 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien - gebündelt in der BayWa r.e. renewable energy GmbH - weitete dagegen den Umsatz durch ein starkes Projektgeschäft und eine höhere Anzahl veräußerter Anlagen im Geschäftsjahr 2014 um 61,8 Prozent auf 786,2 Mio. Euro aus. Das EBIT verbesserte sich um 6,0 Prozent auf 36,5 Mio. Euro. Der Umsatz des Segments Energie bewegte sich insgesamt mit 3.489,0 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahreswert von 3.496,3 Mio. Euro; das EBIT sank um 6,3 Prozent auf 42,3 Mio. Euro. EBIT-Steigerung im Segment Bau um 13,5 ProzentDas Segment Bau weist einen Umsatzrückgang um 10,5 Prozent auf 1.524,8 Mio. Euro aus, der durch die Veräußerung der Baustoffstandorte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zum 1. Mai 2014 und 1. Juni 2014 bedingt war. Aufgrund der Verkaufsabsicht wurden diese Aktivitäten in der Berichtsperiode den Sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Beim EBIT wurde durch die Restrukturierungserfolge des Segments und eine insgesamt positive Branchenentwicklung eine Steigerung um 13,5 Prozent auf 30,7 Mio. Euro erzielt. Vorschlag: Erhöhung Dividende auf 0,80 EuroInsgesamt verringerte sich der Umsatz des BayWa-Konzerns im Berichtsjahr vor allem durch eine Reihe außergewöhnlicher, exogener Faktoren um 4,7 Prozent auf 15.201,8 Mio. Euro. Diese Effekte wirkten sich auch auf das operative Ergebnis des Konzerns aus. Darüber hinaus führte ein negativer Saldo aus dem Ergebnis der Sonstigen Aktivitäten und Konsolidierungseffekte in Höhe von 39,6 Mio. Euro - nach einem positiven Saldo in Höhe von 26,2 Mio. Euro im Vorjahr - zu einem niedrigeren EBIT, das in Summe um 33,8 Prozent auf 146,8 Mio. Euro zurückging. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich um 25,4 Prozent auf 90,5 Mio. Euro, da nach einem Ertragsteueraufwand in Höhe von 47,0 Mio. Euro im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2014 ein Steuerertrag von 2,8 Mio. Euro anfiel. Das auf die Aktionäre der BayWa AG entfallende Ergebnis je Aktie beträgt 2,03 Euro, nach 2,85 Euro im Vorjahr. Vor dem Hintergrund der zukunftsorientierten Positionierung des BayWa-Konzerns in internationalen Wachstumsmärkten und im Hinblick auf die im Prognosebericht geäußerte Erwartung einer spürbaren Verbesserung des EBITs des BayWa-Konzerns schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung dennoch eine Erhöhung der Dividende von 0,75 Euro je Aktie auf 0,80 Euro je Aktie vor. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des BayWa-KonzernsKonzernstruktur und GeschäftstätigkeitDer BayWa-Konzernscroll
Die BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel heraus hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden europäischen Handels-, Dienstleistungs- und Logistikkonzerne entwickelt. Der geschäftliche Schwerpunkt liegt in Europa und wird durch bedeutende Aktivitäten in den USA und in Neuseeland sowie Geschäftsbeziehungen von Asien bis Südamerika zu einem internationalen Handels- und Beschaffungsnetzwerk erweitert. Die Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns gliedert sich in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau und umfasst den Groß- und Einzelhandel, die Logistik sowie umfangreiche ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen. Der BayWa-Konzern hat selbst oder über Beteiligungen eingetragene Firmensitze in 30 Ländern. Neben der Muttergesellschaft BayWa AG 287 vollkonsolidierte BeteiligungenDie BayWa AG führt ihre Geschäfte in den drei Segmenten sowohl direkt als auch über ihre Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. Insgesamt umfasst der BayWa-Konzern neben der Muttergesellschaft BayWa AG 287 vollkonsolidierte Beteiligungen. Darüber hinaus werden 29 Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen. Segment AgrarSegment Agrar: 67 Prozent Anteil am KonzernumsatzDas Segment Agrar erwirtschaftet traditionell mit rund 67 Prozent den größten Teil des Umsatzes im BayWa-Konzern. Das Segment gliedert sich in die drei Sparten Agrarhandel, Obst und Technik. Die Sparten decken jeweils als Vollsortimenter die gesamte Angebotspalette für die Landwirtschaft ab. Volatilitäten der Preise zugenommenDas Geschäft des Segments Agrar wird sehr stark von natürlichen Gegebenheiten wie dem Wetter und dem davon maßgeblich abhängigen Ernteerfolg beeinflusst. Diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Im Zuge der Globalisierung dieser Märkte führen internationale Einflussfaktoren - wie beispielsweise Rekord- oder Missernten in anderen Teilen der Welt oder Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen - zunehmend zu Rückwirkungen auf die Preisentwicklung in den regionalen Märkten. Dabei haben die wechselseitige Beeinflussung der Preise einzelner Agrarrohstoffe und die Volatilitäten der Preise in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch bei den Betriebsmitteln werden das Angebot und die Nachfrage sowie die Preisbildung beispielsweise bei Düngemitteln und Treibstoffen immer stärker durch globale Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Schließlich üben Regulierungen auf Preise und Strukturen - beispielsweise durch die EU - in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. AgrarhandelDichtes Netz leistungsfähiger StandorteWeitere Internationalisierung des AgrarhandelsgeschäftsDie BayWa ist in Europa das führende Agrarhandelsunternehmen mit globaler Reichweite. Der Agrarhandel der BayWa versorgt die Landwirte über das gesamte Anbaujahr mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünge-, Pflanzen schutz- und Futtermitteln und übernimmt die Erfassung und Vermarktung der Ernte. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa in ihren Kernregionen ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten. Dadurch wird eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsüberprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse sichergestellt. Im Handel verfügt die BayWa für die Beschaffung und Vermarktung der Erzeugnisse über ein weltweites Netzwerk einschließlich eigener Binnen- und Tiefseehäfen. Die Vermarktung erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale, regionale und nationale Abnehmer der Lebensmittelindustrie und des Groß- und Einzelhandels. Im Handel mit Getreide und Ölsaaten deckt die BayWa die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb als Supply-Chain-Manager ab und hat ihre internationalen Getreidehandelsaktivitäten stark ausgeweitet. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Internationalisierung des Agrarhandelsgeschäfts mit Gründung der Handelsgesellschaften Cefetra S.p.A. in Rom und Cefetra Ibérica S.L.U. in Madrid, die unter dem Dach der BayWa Agrar International B.V. angesiedelt sind, weiter vorangetrieben. Die beiden neuen Gesellschaften bedienen in erster Linie die Nachfrage nach Agrarrohstoffen von Kunden aus der Futtermittel- und Lebensmittelindustrie in Italien, Spanien und Portugal. Weltweit zählt die BayWa zu den größten Agrarhandelsunternehmen mit Zugang zu Lieferanten auf der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Der Konzern beliefert Kunden von Großbritannien und Irland über die Niederlande und Belgien bis nach Osteuropa und ins Baltikum. Präsenz in Brandenburg ausgebautIn ihren traditionellen Kernregionen ist die BayWa im Agrargeschäft in die genossenschaftliche Handelsstruktur eingebettet, in der sie auch ihre Wurzeln hat. Das Geschäft konzentriert sich aufgrund historisch gewachsener Strukturen in Deutschland auf bestimmte Regionen. Die BayWa verfügt mit 264 Standorten in ihren regionalen Kernmärkten - insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und im südlichen Brandenburg - über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Im Jahr 2014 konnte die BayWa ihre Präsenz in Brandenburg durch die Übernahme der HAGRO Handels- und Agrodienst GmbH mit zwei Standorten im Boitzenburger Land und Mittenwalde weiter ausbauen. In Österreich ist sie über ihre Tochter RWA Raiffeisen Ware Austria AG flächendeckend vertreten, die mit 476 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten enge Geschäftsbeziehungen unterhält. Bei Agrarerzeugnissen setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional aktiv. Insgesamt nimmt die BayWa eine bedeutende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein. ObstApollo Appels Limited in Neuseeland erworbenDie Sparte Obst der BayWa ist in Deutschland ein führender Systemanbieter von Tafelobst für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel und der größte Einzelvermarkter für Tafelkernobst sowie der größte Anbieter für Kernobst aus biologischem Anbau. An ihren 7 Standorten am Bodensee, am Neckar und in Rheinland-Pfalz erfasst, lagert, sortiert, verpackt und handelt die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die BayWa das nationale Geschäft der Sparte Obst in der neu gegründeten Konzerntochter BayWa Obst GmbH & Co. KG reorganisiert. Mit diesem Schritt wird das Obstgeschäft auf die zunehmende Spezialisierung im nationalen und internationalen Markt ausgerichtet. Durch die neue Gesellschaft werden die Abläufe und Strukturen im Obstgeschäft optimiert. Auf diese Weise soll das nationale Obstgeschäft von einer stärkeren Orientierung an internationalen Warenströmen und der Erschließung von Wachstumsmärkten profitieren. Mit der Übernahme von Turners & Growers Limited (T & G) wurde das Obstgeschäft bereits im Jahr 2012 wesentlich internationaler ausgerichtet. T & G ist der führende Obsthändler in Neuseeland und beliefert darüber hinaus Teile Asiens sowie den südamerikanischen Markt. Mit dem Erwerb des drittgrößten Apfelanbieters in Neuseeland, Apollo Apples Limited, durch T & G im Geschäftsjahr 2014 erhöhte der BayWa-Konzern seinen Anteil an den Apfelexporten Neuseelands auf 35 Prozent. Darüber hinaus ist T & G ein Joint Venture mit der chilenischen Unifrutti, dem zweitgrößten Frischobst-Exporteur des Landes, eingegangen. Es dient der Entwicklung und Kultivierung neuer Sorten Tafeltrauben für den asiatischen Markt in Peru. Die wechselseitige Vermarktung von Tafel- und Kernobst zwischen nördlicher und südlicher Hemisphäre versetzt die BayWa in die Lage, die Handelspartner in Deutschland ganzjährig mit erntefrischer Ware zu versorgen, ihr Sortiment zu erweitern und zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten zu erschließen. Über die vorhandenen Vertriebsstrukturen von T & G und deren Beteiligungsgesellschaften erschließt sich die BayWa vor allem in Asien zusätzliche Absatzmärkte. TechnikWichtigste Kundengruppen: Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und gewerbliche KundenService über ausgedehntes WerkstattnetzDie Sparte Technik bietet ein technisches Vollsortiment von Maschinen, Geräten und Anlagen für sämtliche Bereiche der Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen die Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und gewerbliche Kunden. Neben Traktoren und Mähdreschern umfasst die Angebotspalette Spezialfahrzeuge mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten für Kommunen, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service für die Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz sichergestellt. Für die Produkte der Hersteller AGCO und CLAAS ist die BayWa der größte Vertriebspartner weltweit und betreibt ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten. Dieses Angebot wird durch mobile Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und den Verkauf von Ersatzteilen ergänzt. Darüber hinaus vermarktet die BayWa Gebrauchtmaschinen auch über eine internetbasierte Gebrauchtmaschinenbörse. Über das gemeinsam mit der Agrifirm Group B.V. gegründete Joint Venture Agrimec Group B.V. ist die BayWa seit 2014 in den Niederlanden im Vertrieb und Service von Landwirtschaftsmaschinen vertreten. Das Joint Venture ist ein erster Schritt in Richtung einer Internationalisierung der Sparte und zur Sicherung langfristiger Wachstumsperspektiven. Segment EnergieSegment Energie: 23 Prozent Anteil am KonzernumsatzDas Segment Energie trug im Geschäftsjahr 2014 einen Anteil von rund 23 Prozent zum Konzernumsatz bei. Die Geschäftsaktivitäten des Segments unterteilen sich in den traditionellen Energiebereich und in das Geschäftsfeld Regenerative Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Traditionelles EnergiegeschäftIm traditionellen Energiegeschäft vertreibt die BayWa im Wesentlichen Heizöl, Kraftstoffe, Schmiermittel und Holzpellets vorwiegend in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 244 eigene Tankstellen verkauft. Zudem werden Tankstellennetze von Partnerfirmen sowie Großabnehmer beliefert. In Österreich werden weitere Tankstellen über Tochtergesellschaften geführt und die Konzerngesellschaft GENOL versorgt als Großhändler genossenschaftliche Tankstellen. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Kunden in der Landwirtschaft, im metallverarbeitenden Gewerbe und in der Industrie. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Neben den großen Mineralölhandelsgesellschaften wird das Wettbewerbsumfeld überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel bestimmt. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Das Energiesegment wird im Bereich der traditionellen Energieträger vorwiegend durch die Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten beeinflusst. BayWa r.e. renewable energyEinstieg in das Wind-Projektgeschäft in SkandinavienDie Aktivitäten der BayWa r.e. renewable energy umfassen den Handel mit Photovoltaikkomponenten sowie die Projektierung, Errichtung und Veräußerung betriebsfertiger Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen. Von Anfang an ist dieses Geschäftsfeld stark international ausgerichtet, da die BayWa eine zweifache Diversifizierungsstrategie verfolgt, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten bzw. regenerativen Energieträgern zu verringern. Mit dem mehrheitlichen Erwerb des schwedischen Projektentwicklers für Windkraftanlagen, HS Kraft AB, stieg die BayWa r.e. renewable energy im Geschäftsjahr 2014 in das Wind-Projektgeschäft in Skandinavien ein. Darüber hinaus hat die BayWa r.e. ihre Aktivitäten in den USA durch den Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Martifer Solar USA, Inc. um das Projektgeschäft von Solaranlagen erweitert. Damit ist die BayWa heute in allen bedeutenden europäischen Märkten, Japan und in den USA vertreten, insgesamt in 14 Ländern. Unter dem Dach der BayWa r.e. renewable energy deckt der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette bei den regenerativen Energien ab: über Planung, Entwicklung, Projektierung und den Handel bis hin zu Dienstleistungen für den Betrieb von Anlagen in den Bereichen Windkraft, Solar und Biomasse. Darüber hinaus werden Betriebsmittel und Serviceleistungen für Windkraft-, Photovoltaik- und Biomasseanlagen angeboten. Förderungsstruktur und -höhe beeinflussen MarktentwicklungDer Markt für erneuerbare Energien ist ein weitgehend regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa ist mit ihrem Angebot in den Bereichen Windenergie, Photovoltaik und Biomasse sowie Aktivitäten in den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kroatien, Österreich, Polen, Rumänien, Schweden, der Schweiz, Spanien und den USA sowohl hinsichtlich der Energieträger als auch geografisch gut diversifiziert. Durch die Zusammenfassung der verschiedenen Beteiligungsunternehmen unter der Dachmarke BayWa r.e. renewable energy und die klare Strukturierung des Geschäfts in die Bereiche Windkraft, Solar und Biomasse sind die Voraussetzungen geschaffen, um Überschneidungen zu bereinigen, Synergien zu nutzen und so an dem erwarteten Marktwachstum optimal zu partizipieren. Im Allgemeinen profitiert der Einsatz regenerativer Energien von steigenden Preisen für fossile Brennstoffe. Daneben beeinflussen die Investitionsanreize über garantierte Einspeisevergütungen die Nachfrage. In Deutschland wirkt sich vor allem die Ausgestaltung der Förderhöhe im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die Nachfrage nach Windkraft-, Solar- und Biomasseanlagen aus, da deren wirtschaftliche Rendite von den gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütungen bestimmt wird. In den Auslandsmärkten existieren in der Regel ähnliche Fördermechanismen. Darüber hinaus beeinflussen regulatorische Eingriffe in den freien Handel die Preise für Anlagenkomponenten. Veränderungen der diesbezüglichen Gesetzgebungen können sich daher erheblich auf die Investitionen in regenerative Energien auswirken. Bei Biotreibstoffen ist der Absatz maßgeblich von der Ausgestaltung der steuerlichen Rahmenbedingungen und von politischen Vorgaben über die Höhe der Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen abhängig. Segment BauSegment Bau: 10 Prozent Anteil am KonzernumsatzAuf das Segment Bau entfallen rund 10 Prozent des Konzernumsatzes. Das Segment umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel sowie die Betreuung der Franchisepartner im Baustoff- sowie im Bau- und Gartenmarktgeschäft in Deutschland, Österreich und Italien. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa-Konzern mit insgesamt 150 Standorten die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich mit 31 Standorten zu den führenden Anbietern. Die Zahl der Franchisestandorte liegt bei insgesamt rund 1.371. Im Baustoff-Fachhandel deckt die BayWa überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Daneben sind private Bauherren und Hausbesitzer wichtige Kunden. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung, in der Beratung und der engen Vernetzung mit den gewerblichen Kunden. Dem trägt die BayWa mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung im Vertrieb und in der Kundenberatung Rechnung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik. Stark fragmentierter Markt für Baustoffe in Deutschland und ÖsterreichDer Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 775 Unternehmen mit etwa 1.986 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Überwiegend handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, die sich vielfach in Kooperationen wie Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Allgemeine Baukonjunktur bestimmt Entwicklung des Baustoff-FachhandelsIm Bausegment sind vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung sowie der Wohnungsbauförderung -maßgebend für den Geschäftsverlauf. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Die Bereiche Tiefbau und Straßenbau sind stark vom Investitionsverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit spielen insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen eine bedeutende Rolle für die Investitionsentscheidungen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten: Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen sind hier besonders von Belang. Leitung, Überwachung und ComplianceDie BayWa ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat. Den Vorstand bilden zum 31. Dezember 2014 fünf Mitglieder: Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender und Vorstand Agrar international und Sparte Obst), Andreas Helber (Vorstand Finanzen und Segment Bau), Dr. Josef Krapf (Vorstand Sparte Agrarhandel), Roland Schuler (Vorstand Segment Energie und Sparte Technik) und Reinhard Wolf (Vorstand RWA Raiffeisen Ware Austria AG). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Dem Aufsichtsrat der BayWa AG gehören 16 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der BayWa AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit sechs Ausschüsse gebildet. Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei der BayWa AG werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Verbindliche interne Regelungen für Mitarbeiter der BayWaDie Organisationseinheit Compliance ist präventiv ausgerichtet und setzt zur Verhinderung von Rechtsverstößen insbesondere auf Schulungsmaßnahmen, umfangreiches Informationsmaterial und diverse Beratungsleistungen. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt dabei in den Themenbereichen Anti-Korruption und Kartellrecht. Der Bereich Compliance stellt hierzu für die Mitarbeiter der BayWa verbindliche interne Regelungen auf, durch welche das Unternehmen, die Mitarbeiter und der Vorstand vor den Folgen von Rechtsverstößen geschützt werden sollen. Diese Regelungen wurden sowohl in der Muttergesellschaft als auch in ausgewählten Tochterunternehmen umgesetzt. Darüber hinaus wurden die bestehenden ethischen Grundsätze des Unternehmens aktualisiert und ebenfalls in ausgewählten Beteiligungsunternehmen eingeführt. Des Weiteren arbeitet Compliance eng mit der Konzernrevision zusammen, um die Einhaltung der Compliance-Grundsätze über angemessene Kontrollen zu überprüfen. Die Organisationseinheit Compliance wird vom Chief Compliance Officer geleitet. Dieser berichtet direkt an den Finanzvorstand. Zudem wurde in jeder Sparte und in ausgewählten Beteiligungsunternehmen jeweils ein Compliance-Beauftragter bestellt. Die Sachgebiete Außenwirtschaftsrecht, Datenschutz und Datensicherheit werden durch eigenständige Bereiche im Unternehmen betreut. Konzernziele und StrategieInternationalisierung zentrale strategische StoßrichtungDie BayWa will als starker Partner ihrer Kunden die Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens sichern. Ihr unternehmerisches Handeln ist langfristig ausgerichtet und geprägt von der Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, weiteren Anspruchsgruppen und der Gesellschaft insgesamt. Das Umfeld und die Märkte, in denen die BayWa tätig ist, unterliegen permanenten Veränderungen. Um ihre Position zu behaupten und durch die Ausnutzung von Marktchancen auszubauen, handelt die BayWa mit unternehmerischer Umsicht entschlossen, schnell und flexibel. Zentrale strategische Stoßrichtung ist die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit: Durch gezielte Akquisitionen, Entwicklung neuer Geschäftsfelder und organisches Wachstum in den Bereichen Agrarhandel, Obst, Technik und Regenerative Energien ist es der BayWa in den vergangenen Jahren gelungen, in neue unternehmerische Dimensionen vorzustoßen. Die Internationalisierung bildet die entscheidende Grundlage für das starke Wachstum der BayWa, mit dem sie ihre Wettbewerbsposition festigt und neue Märkte erschließt. Weitere Schwerpunkte liegen im Ausbau digitaler Angebote und in der Stärkung der Dachmarke BayWa. Neue Agrarhandelsgesellschaften in Italien und Spanien gegründetDie BayWa analysiert ihr Geschäftsportfolio - die Segmente Agrar, Energie und Bau sowie die jeweils zugeordneten Sparten und Geschäftsfelder - kontinuierlich im Hinblick auf künftige Wachstums- und Ertragspotenziale. Ein wichtiger zusätzlicher Aspekt ist dabei die weitere Verbesserung des Geschäftsrisikoprofils. So verringert die zunehmende Internationalisierung der Geschäftstätigkeit im Agrar- und im Energiebereich die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten. Zur Erhöhung der Schlagkraft hat die BayWa im Berichtsjahr ihre internationalen Aktivitäten im Agrarhandel unter dem Dach der BayWa Agrar International gebündelt und neue Handelsgesellschaften in Italien und Spanien gegründet. Darüber hinaus wurde mit der BayWa Marketing & Trading International B.V. eine Gesellschaft zur Optimierung des Agrarhandelsportfolios sowie zur globalen Ausweitung der Handelsaktivitäten mit Agrarerzeugnissen des Konzerns geschaffen. Im Obstgeschäft wurde das Sortiment durch das Joint Venture in Peru mit Unifrutti um Tafeltrauben erweitert. Parallel zu diesen Wachstumsschritten verfolgt die BayWa konsequent die Strategie, Aktivitäten mit unzureichenden Wachstums- und/oder Ertragsaussichten umzustrukturieren, anzupassen oder zu veräußern. So erfolgte im Geschäftsjahr 2014 im Baustoffgeschäft der Rückzug aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der strukturell rückläufigen Mengennachfrage nach Heizöl begegnet die BayWa seit Jahren durch Übernahme kleinerer Wettbewerber; zum weiteren Ausbau der Marktposition ist künftig auch eine unternehmerische Partnerschaft unter Führung der BayWa vorstellbar. Fortlaufende Weiterentwicklung des RisikomanagementsDie Stärkung der Marktposition, die erhebliche Ausweitung des Umsatzes und die Optimierung des Geschäftsportfolios dienen zugleich dem Ziel, die Profitabilität der Geschäftstätigkeit zu steigern. Bei der Konsolidierung der neu erworbenen Unternehmen eröffnen sich vielfältige Geschäfts- und damit Ertragschancen. Über das Umsatzwachstum lassen sich Skaleneffekte erzielen, beispielsweise im Bereich Beschaffung durch die Zusammenfassung von Bestellvolumina, was zu günstigeren Einkaufskonditionen führt. Eine kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen gehört darüber hinaus seit jeher zu den Kernelementen der BayWa-Strategie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Standortnetze, der effizienteren Gestaltung von Prozessen, der intensiveren Nutzung vorhandener Vertriebsstrukturen und der Stärkung der Zusammenarbeit von Konzerngesellschaften auf operativer Ebene. Eine fortlaufende Weiterentwicklung des Risikomanagements im Konzern zielt darauf ab, Risiken zu begrenzen und die Risikokosten zu minimieren. Effizientes Management des Working Capitals von wesentlicher BedeutungDie rasante Entwicklung des BayWa-Konzerns wird begleitet von einer soliden und vorausschauenden Finanzierungsstrategie. Sie ist geprägt vom traditionellen Vorsichtsprinzip des genossenschaftlichen und landwirtschaftlichen Sektors, trägt aber zugleich den veränderten Anforderungen des gewachsenen internationalen Konzerns Rechnung. Bei der Unternehmensfinanzierung stützt sich die BayWa auf bewährte und verlässliche Partner im genossenschaftlichen Verbund. Darüber hinaus achtet sie auf eine angemessene Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um ihre Unabhängigkeit zu wahren und Risiken zu begrenzen. Von wesentlicher Bedeutung im BayWa-Konzern ist das effiziente Management des Working Capitals. Dies umfasst die Optimierung des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten. Die BayWa strebt eine ausgewogene Kapitalstruktur an. Der Zielwert für die Eigenkapitalquote liegt bei 30 Prozent, kann aber bei der Wahrnehmung von Wachstumschancen zeitweise unterschritten werden. SteuerungssystemStrategische Steuerung über wertorientierte Unternehmensführung und integriertes RisikomanagementDie strategische Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt über die wertorientierte Unternehmensführung und ein integriertes Risikomanagement. Die operative Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt über Zielvorgaben; als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden hierzu die Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT verwendet. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2014 wird im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzielle Leistungsindikatoren" erläutert. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind bei der BayWa -derzeit noch - von nachgeordneter Bedeutung. Seit 2014 Agrar Coordination Center (ACC)Die wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Konzern. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den spartenspezifischen Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt dabei der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zu, um den langfristigen Geschäftserfolg abzusichern. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2014 das Agrar Coordination Center (ACC) zur Abstimmung und Koordination von Strategie und Handelspositionen zwischen den Unternehmenseinheiten eingerichtet. WirtschaftsberichtOperative GeschäftsentwicklungSegment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungPreise für Getreide und Ölsaaten auf mehrjährigen Tiefststand gesunkenIndex der Erzeugerpreise unter VorjahrDie Preise für Agrarerzeugnisse bewegten sich im Jahr 2014 auf breiter Front unter dem hohen Vorjahresniveau und wiesen teilweise große Schwankungen auf. Die weltweite Getreideproduktion stieg im Erntejahr 2013/14 mit 1.996 Mio. Tonnen - ohne Reis - um rund 11 Prozent. Auch in Deutschland lag die Getreideernte von 51,9 Mio. Tonnen im Jahr 2014 über dem langjährigen Durchschnitt und um rund 9 Prozent über dem Vorjahr. Der weltweit günstige Witterungsverlauf im ersten Quartal führte im ersten Halbjahr zu einer stetigen Anhebung der Prognosen für die globale Getreideernte für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 auf 2.001 Mio. Tonnen, was einer zweiten Rekordernte in Folge entspricht. Auch bei Ölsaaten wird mit einer weltweiten Erntemenge von 665 Mio. Tonnen ein Rekordvolumen erwartet. Vor diesem Hintergrund sanken die Preise für Getreide und Ölsaaten bis zum Ende des dritten Quartals 2014 gegenüber dem Jahresbeginn um rund 25 Prozent auf einen mehrjährigen Tiefststand. Diese Preisentwicklung führte temporär zu einem erheblichen Rückgang der Handelsvolumina, da die Abgabebereitschaft der Erzeuger vor allem in Deutschland bei dem niedrigen Preisniveau gering war. Gleichzeitig dürften sich aber auch große Abnehmer wie Mühlenbetriebe in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise mit ihren Einkäufen zurückgehalten haben. Im vierten Quartal erholten sich die Getreidepreise dann wieder, da eine Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt infolge der Ankündigung Russlands, Exportzölle auf Weizen einzuführen, befürchtet wurde. Dennoch lag der Weizenpreis zum Jahresende mit rund 200 Euro pro Tonne an der Warenterminbörse MATIF um etwa 5 Prozent unter dem Preis des Vorjahres. Insgesamt war der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland bereits zur Jahresmitte 2014 um knapp 2 Prozent und zum Ende des dritten Quartals um knapp 7 Prozent unter den Stand des Vorjahres gesunken. Zunahme der weltweiten FleischproduktionIn der Milchwirtschaft stieg die Erzeugungsmenge in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2014 mit knapp 161 Mio. Tonnen nochmals um rund 2,5 Prozent über das bereits hohe Vorjahresniveau. Die EU ist damit im internationalen Vergleich der größte Milcherzeuger. In Deutschland erhöhte sich die Milchproduktion in 2014 um etwa 4 Prozent. Gleichzeitig sank der Milchpreis im EU-Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent. Zu dem Preisrückgang trug neben dem reichlichen Angebot auch das russische Importembargo bei. In Deutschland lag der Milchpreis - ausgehend von einem relativ hohen Niveau - zum Ende des dritten Quartals 2014 mit 34,1 Cent je Kilogramm um knapp 17 Prozent unter dem Preis zum Jahresende 2013. Die weltweite Fleischproduktion nahm im Jahr 2014 um 1,1 Prozent zu. In Deutschland ging die Fleischproduktion dagegen geringfügig zurück. Ursächlich hierfür war eine geringere Erzeugung von Schweinefleisch, während die Geflügelerzeugung deutlich zunahm. Insgesamt verringerte sich der Anteil von Schweinefleisch an der inländischen Fleischproduktion auf 58 Prozent; der Anteil von Geflügel erreichte rund 20 Prozent. Die Rindfleischproduktion bestreitet unverändert einen Anteil von rund 14 Prozent an der Erzeugung. Düngemittelpreise im Jahr 2014 stabilDer Gesamtindex der Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel war in den vergangenen zwei Jahren rückläufig. Insbesondere die vom Rohöl abhängigen Energiepreise lagen aufgrund des starken Preisverfalls von Rohöl im zweiten Halbjahr 2014 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Bei einer um 8,1 Prozent erhöhten Absatzmenge blieben die Düngemittelpreise - nach den starken Preisanstiegen der Vorjahre - im Jahr 2014 stabil. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln nahm bei leicht steigenden Preisen gegenüber dem Vorjahr aufgrund des frühen Saisonstarts um 3-4 Prozent zu. Besonders stark war dabei die Nachfrage nach Fungiziden. Im Bereich der Futtermittel folgten die Preise für Mischfutter im Wesentlichen der Entwicklung der Preise für Getreide und Ölsaaten. Die Preise für Grundfutter bewegten sich im Jahr 2014 weitgehend seitwärts. Lediglich für Maissilage erhöhte sich der Preis aufgrund der witterungsbedingt unterdurchschnittlichen Maisernte in Deutschland um knapp 9 Prozent. Insgesamt verringerten sich die Kosten für Betriebsmittel im ersten Halbjahr 2014 um rund 3,3 Prozent; dieser Trend dürfte sich im zweiten Halbjahr noch beschleunigt fortgesetzt haben. Höhere Erntemengen bei fast allen Erzeugnissen im ObstanbauAufgrund günstiger Witterungsbedingungen wurden im Obstanbau im Jahr 2014 in Deutschland bei fast allen Erzeugnissen höhere Erntemengen als im Vorjahr erzielt. Die Apfelernte erreichte erstmals wieder seit dem Jahr 2009 mehr als 1 Mio. Tonnen, was als Vollernte angesehen wird; mit 1,036 Mio. Tonnen lag sie um 29 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Auch in der EU erreichte die Erntemenge mit einem Plus von rund 9 Prozent ein Rekordniveau. Bei den Preisen, die zu Jahresbeginn 2014 zunächst an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpften, kam es im Jahresverlauf zu deutlichen Einbußen. Neben dem hohen Angebot wirkte sich hierbei auch das Importembargo Russlands negativ auf die Preise aus, da nicht nach Russland exportierte Äpfel aus Polen in andere EU-Märkte drängten und so mittelbar auch in Deutschland zu niedrigeren Preisen führten. Insgesamt verursachten die deutlich über dem Vorjahr liegenden Obst-Erntemengen Preisrückgänge zwischen 10 und 15 Prozent. In Neuseeland fiel die Apfelernte im Jahr 2014 mit 488.000 Tonnen um rund 8 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Produktivitätssteigerung der Landwirtschaft deutlich über Durchschnitt der deutschen WirtschaftDie Investitionstätigkeit der Landwirtschaft bewegte sich im vergangenen Jahr - nicht zuletzt getragen von einer guten Einkommenssituation der Landwirte - auf hohem Niveau, wenn auch das Rekordvolumen des Jahres 2013 nicht wieder erreicht wurde. Eine der wichtigsten Ursachen liegt im rasanten Strukturwandel der modernen Landwirtschaft durch den Einsatz kapitalintensiver Produktionsmittel für die Präzisionslandwirtschaft (Smart Farming), computergesteuerte Produktionsprozesse oder integrierte Nahrungsmittelketten. So stieg die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen im Agrarsektor in Deutschland im Zeitraum von 1993 bis 2013 um 96 Prozent. Die Produktivitätssteigerung liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft von 44 Prozent. Parallel dazu ging die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland zwischen 2007 und 2013 um 36.600 oder 11,4 Prozent - oder jährlich um 2,0 Prozent - auf 285.000 Betriebe zurück. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche je Betrieb kontinuierlich auf 59,1 Hektar im Jahr 2014. Die Wachstumsschwelle liegt heute bei rund 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb: Unterhalb dieser Größe nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab, bei den flächenstärkeren Betrieben nimmt sie zu. Dieser Trend trägt ebenfalls zu einem erhöhten Technisierungsgrad der Landwirtschaft bei. Nach Schätzungen des VDMA Landtechnik (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau - Fachverband Landtechnik) sank der Branchenumsatz im Jahr 2014 um knapp 10 Prozent auf rund 7,6 Mrd. Euro. Die Neuzulassungen von Traktoren verzeichneten in Deutschland ein Minus von 4,5 Prozent. Dagegen wies der Umsatz mit sonstigen Landmaschinen per September gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch einen Zuwachs um 3,4 Prozent auf. Geschäftsverlauf26,8 Mio. Tonnen Getreide, Ölsaaten und Ölschrote umgeschlagenDer Umsatz der Sparte Agrarhandel verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 656,1 Mio. Euro bzw. 7,4 Prozent auf 8.230,7 Mio. Euro. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf das stark gesunkene Preisniveau für Agrarerzeugnisse zurückzuführen. Während der Handel mit Getreide um 11,8 Prozent auf 14,9 Mio. Tonnen zulegen konnte, ging die Absatzmenge von Ölsaaten um 2,2 Prozent auf rund 11,9 Mio. Tonnen zurück. Insgesamt hat der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2014 rund 26,8 Mio. Tonnen Getreide, Ölsaaten und Ölschrote umgeschlagen. Dies entspricht einer Steigerung um 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Betriebsmitteln liegt der Schwerpunkt im BayWa-Konzern auf dem Verkauf von Saatgut, Dünge-, Pflanzenschutz- und Futtermitteln. Die Nachfrage entwickelte sich hier im Jahr 2014 uneinheitlich. Der Absatz von Düngemitteln verzeichnete mit über 2,3 Mio. Tonnen ein um 13,3 Prozent höheres Volumen - bei gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Preisen. Positiv entwickelte sich auch das Pflanzenschutzgeschäft. Bei Saatgut lag das Absatzvolumen bei stabilen Preisen auf dem Niveau des Jahres 2013. Dagegen sank die Absatzmenge von Futtermitteln um 3,4 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Sparte Agrarhandel ging im Berichtsjahr vor allem aufgrund des Margenrückgangs bei Erzeugnissen sowie eines leicht gesunkenen Handelsvolumens bei Ölsaaten um 14,9 Mio. Euro bzw. 13,5 Prozent auf 95,7 Mio. Euro zurück. Die Abschreibungen der Sparte lagen mit 30,6 Mio. Euro geringfügig über dem Vorjahreswert von 30,2 Mio. Euro, so dass sich das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern) gegenüber dem Vorjahreswert um 15,3 Mio. Euro auf 65,1 Mio. Euro verringerte. Dies entspricht einem Rückgang um 19,0 Prozent. Bei einem zum Vorjahr nahezu unveränderten Zinsergebnis lag das Ergebnis vor Steuern (EBT) der Sparte Agrarhandel mit 43,1 Mio. Euro im Jahr 2014 um 15,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 58,1 Mio. Euro. Absatzvolumen bei Obst im BayWa-Konzern um 10,1 Prozent gewachsenDas Absatzvolumen bei Obst ist im BayWa-Konzern im Jahr 2014 um 10,1 Prozent gewachsen. Zu dem Wachstum trug vor allem eine um 14,7 Prozent höhere internationale Absatzmenge der neuseeländischen Beteiligung Turners & Growers Limited bei, während das Vermarktungsvolumen in Deutschland nur geringfügig um 0,2 Prozent anstieg. Der Umsatz der Sparte Obst war dagegen infolge der niedrigeren Vermarktungspreise im Jahr 2014 mit 563,9 Mio. Euro um 0,7 Prozent rückläufig (Vorjahr: 567,7 Mio. Euro). Das EBITDA erhöhte sich um 4,7 Mio. Euro bzw. 14,0 Prozent auf 38,6 Mio. Euro. Diese Ergebnissteigerung ist maßgeblich durch einen einmaligen Ertrag aus der Kaufpreisallokation im Zusammenhang mit der im Dezember 2014 erworbenen neuseeländischen Apollo Apples Limited bedingt. Die Vermarktungsmargen hingegen lagen sowohl in Neuseeland als auch in Deutschland aufgrund des reichlichen Angebots unter dem Vorjahresniveau. Da der Anstieg der Abschreibungen mit 6,1 Prozent bzw. 0,7 Mio. Euro auf 13,0 Mio. Euro niedriger ausfiel als der Zuwachs beim EBITDA, verbesserte sich das EBIT überproportional um 18,4 Prozent bzw. 4,0 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro. Im Zuge der Wachstumsinvestitionen und der Finanzierung des erhöhten Working Capitals stiegen die Finanzierungsaufwendungen um 0,2 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro. Insgesamt verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern der Sparte Obst im Berichtsjahr um 3,7 Mio. Euro bzw. 21,5 Prozent auf 21,2 Mio. Euro. Deutliche Umsatzausweitung bei Hof- und StalltechnikDas Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen profitierte im ersten Halbjahr 2014 noch vom hohen Projektbestand aus dem Jahr 2013, schwächte sich im weiteren Jahresverlauf allerdings ab. Insgesamt verkaufte die BayWa mit 4.366 Traktoren rund 10 Prozent weniger Neumaschinen, entwickelte sich damit aber dennoch besser als der Branchendurchschnitt. Das Gebrauchtmaschinengeschäft verzeichnete eine stabile Nachfrage: Mit 1.748 verkauften Gebraucht-Traktoren erreichte die Sparte nahezu das Vorjahresniveau von 1.766 Fahrzeugen. Eine deutliche Umsatzausweitung konnte in der Innenwirtschaft - bei Hof- und Stalltechnik - erzielt werden. Die Sparte profitierte hier von ihrem neuen Konzept Stall+Systeme, welches die Prozessschritte der Planung, Bauausführung und Einrichtung der Technik sowie der nachgelagerten Services bündelt. Seit dem Geschäftsjahr 2014 tritt die BayWa als Generalunternehmer auf und bietet landwirtschaftliche Bauten und Technik aus einer Hand an. So erhöhte sich der Umsatz der Sparte Technik - entgegen dem Branchentrend - im Geschäftsjahr 2014 um 16,7 Mio. Euro bzw. 1,3 Prozent auf 1.310,7 Mio. Euro. Jedoch führte das geringere Neumaschinengeschäft zu einem Rückgang beim EBITDA um 1,5 Mio. Euro bzw. 4,5 Prozent auf 32,5 Mio. Euro. Da die Abschreibungen im Berichtsjahr gegenüber 2013 um 2,8 Mio. Euro bzw. 21,9 Prozent erheblich niedriger ausfielen, wurde beim EBIT eine Verbesserung um 5,7 Prozent bzw. 1,2 Mio. Euro auf 22,7 Mio. Euro erzielt. Die Finanzierungsaufwendungen verringerten sich trotz Investitionen in den Aufbau eines eigenständigen Vertriebs- und Servicenetzes für die Marke Massey Ferguson um 0,4 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. In Summe erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern der Sparte Technik im Jahr 2014 um 1,6 Mio. Euro bzw. 13,9 Prozent auf 13,2 Mio. Euro. Segment Agrar: 10.105,3 Mio. Euro Umsatz, 113,4 Mio. Euro EBITInsgesamt lag der Umsatz im Segment Agrar mit 10.105,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 um 6,0 Prozent bzw. 643,2 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich mit 6,6 Prozent - nahezu proportional zum Umsatz - auf 166,8 Mio. Euro (Vorjahr: 178,6 Mio. Euro). Nach Abschreibungen in Höhe von 53,4 Mio. Euro ergibt sich beim EBIT des Segments ein Rückgang um 8,2 Prozent bzw. 10,1 Mio. Euro auf 113,4 Mio. Euro. Der Finanzierungsaufwand des Segments sank um 0,4 Mio. Euro auf 35,9 Mio. Euro. Insgesamt erreichte das Segment Agrar damit im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis vor Steuern von 77,5 Mio. Euro, nach 87,2 Mio. Euro im Vorjahr. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungRohölpreis zum Jahresende auf tiefstem Stand seit fünf JahrenDer Rohölpreis bewegte sich im ersten Halbjahr 2014 in einer Bandbreite zwischen 102 und 114 US-Dollar pro Barrel. Im zweiten Halbjahr setzte jedoch ein starker Preisrückgang ein; zum Jahresende lag der Ölpreis mit rund 56 US-Dollar pro Barrel auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Preis für Heizöl folgte dieser Entwicklung im Wesentlichen und lag nahezu im gesamten Jahr 2014 unter dem Niveau des Vorjahres. Im Wärmemarkt verringerte sich der Heizölabsatz aufgrund der milden Witterung im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Prozent. Der Gesamtabsatz von Kraftstoffen nahm bei einem um 1,5 Prozent höheren Fahrzeugbestand im Zeitraum Januar bis Dezember 2014 um 3,7 Prozent zu. Dabei erhöhte sich der Absatz von Ottokraftstoffen um 2,1 Prozent und der von Dieselkraftstoffen um 4,6 Prozent. Bei Schmierstoffen war in Summe aufgrund des insgesamt positiven konjunkturellen Umfelds in Deutschland ein um 0,3 Prozent höherer Absatz zu verzeichnen. Dies ist vor allem auf einen Zuwachs bei Schmierfetten insbesondere für die Kfz-Branche um 8,3 Prozent zurückzuführen, während die Nachfrage nach Motorenölen in der Ersatzbefüllung um 4,5 Prozent und bei Hydraulikölen um 5,4 Prozent gesunken ist. Weiter massiver Ausbau erneuerbarer Energien weltweitDer weltweite massive Ausbau erneuerbarer Energien schreitet weiter voran. Gemäß des vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Mitte des Jahres veröffentlichten "Globalen Statusberichts zu erneuerbaren Energien 2014" deckten erneuerbare Energien im Jahr 2012 bereits rund 19 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs. Dieser Trend dürfte sich auch in den Jahren 2013 und 2014 fortgesetzt haben. Die Investitionen in erneuerbare Energien nahmen im Jahr 2014 insgesamt auf rund 310 Mrd. US-Dollar zu; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 268 Mrd. US-Dollar einer Zunahme um rund 16 Prozent. Neuinstallationen im Photovoltaikbereich in Deutschland nach 2012 das zweite Jahr in Folge rückläufigBei Solaranlagen wird für das Jahr 2014 ein Kapazitätszubau von weltweit 40 bis 42 Gigawatt (GW) geschätzt. Rund zwei Drittel des Wachstums entfallen dabei auf China, Japan und die USA. In Europa hat sich der Zubau von Kapazitäten hingegen im Jahr 2014 bei Photovoltaikanlagen auf rund 7 GW verringert, nach knapp 11 GW im Vorjahr. Hintergrund dieser Entwicklung sind die Einschränkungen der Förderungen für erneuerbare Energien in einigen europäischen Ländern. Darüber hinaus wirkte sich die europaweite Einführung von Strafzöllen auf chinesische Photovoltaikmodule seit Sommer 2013 negativ aus, da damit ein weiteres Absinken der Modulpreise verhindert wurde. Dies hatte bei sinkenden Einspeisevergütungen geringere Renditen zur Folge. Auch in Deutschland gingen die Neuinstallationen im Photovoltaikbereich nach dem Spitzenwert von 7,6 GW im Jahr 2012 auf rund 3,3 GW im Jahr 2013 und weiter auf nur noch 1,9 GW im Jahr 2014 zurück. Damit wurde der von der Bundesregierung angestrebte Zubaukorridor von 2,4 bis 2,6 GW pro Jahr verfehlt. Diese Entwicklung ist zurückzuführen auf die seit Mai 2012 wirksame monatliche Absenkung der Einspeisevergütung um 1,0 Prozent sowie das seit November 2012 angewandte Prinzip des "atmenden Deckels", das zusätzlich alle drei Monate eine Erhöhung oder Absenkung der monatlichen Degressionsschritte in Abhängigkeit von dem erfolgten Kapazitätszubau vorsieht. Ende 2014 waren in Deutschland nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergütete Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 38,2 GW installiert. Windenergie mit Zuwachsrate von knapp 14 Prozent weltweitDie Windenergie-Branche geht davon aus, dass 2014 weltweit rund 44 GW neue Leistung errichtet wurde. Dies entspricht einer Zuwachsrate von knapp 14 Prozent. Nach China, auf das ein Anteil von 41 Prozent an den neu errichteten Kapazitäten entfiel, war Deutschland mit einem Anteil von 10 Prozent der größte Markt für Windkraftanlagen, gefolgt von Indien mit 6 Prozent und den USA mit 5 Prozent. Nach Deutschland verzeichnete Großbritannien innerhalb Europas mit einem Kapazitätszubau von 0,65 GW im ersten Halbjahr 2014 das stärkste Wachstum. Insgesamt lagen die Investitionen im Bereich Windkraft in Europa jedoch vor allem aufgrund der Einschränkungen der Förderungen in den südeuropäischen Ländern deutlich unter dem Volumen des Jahres 2013. Demgegenüber erreichte der Zubau von Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland mit einer Zunahme gegenüber dem Vorjahr um rund 47 Prozent auf knapp 4,4 GW (davon entfallen 1,1 GW auf Re-Powering) das höchste Niveau der zurückliegenden zehn Jahre und übertraf damit deutlich den von der Bundesregierung vorgesehenen Zielwert von 2,5 GW. Zum Jahresende 2014 waren in Deutschland Onshore-Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 38,1 GW und 1,0 GW Offshore-Anlagen installiert. Insgesamt entspricht dies einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von gut 13 Prozent. Neue Projekte im Bereich Biomasse aufgrund massiver Förderungskürzungen in Deutschland nicht mehr attraktivNachdem im Bereich Biomasse im Jahr 2013 noch 335 neue Anlagen errichtet wurden, belief sich der Zubau in 2014 auf lediglich 94 Anlagen mit einer neu installierten Leistung von 41 Megawatt (MW). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Anlagen, die noch vor der Novellierung des EEG zum 1. August 2014 ans Netz gegangen sind. Seit dem Inkrafttreten des EEG 2.0 sind neue Projekte im Bereich Biomasse aufgrund der massiven Förderungskürzungen in Deutschland nicht mehr attraktiv. Chancen bestehen lediglich im Re-Powering oder in der Nutzung von Bioenergieanlagen als Regelleistung auf dem Strommarkt sowie im Servicegeschäft. Vor diesem Hintergrund ist die Erreichung des Ziels der Bundesregierung fraglich, im Jahr 2020 schon 6 Prozent und im Jahr 2030 mindestens 10 Prozent des Erdgasbedarfs mit Biomethan zu decken. GeschäftsverlaufMilde Witterung bedingt geringeres Absatzvolumen bei HeizölDer Absatz von Heizöl im traditionellen Energiegeschäft der BayWa war im Geschäftsjahr 2014 um 11,1 Prozent rückläufig. Das geringere Absatzvolumen ist in erster Linie auf die milde Witterung zurückzuführen. Aus demselben Grund lagen auch die Absatzmengen von Holzpellets 4,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bei Kraftstoffen ging der Absatz im BayWa-Konzern um 0,9 Prozent zurück. Dies resultierte jedoch vor allem aus der Schließung der Automaten-Tankstationen Bad Tölz und Eichstätt. Der Absatz des zum Ende des Geschäftsjahres 2014 weiterhin bestehenden Tankstellennetzes lag demgegenüber geringfügig über dem Vorjahreswert und folgte somit dem Markttrend. Das Schmierstoffgeschäft entwickelte sich im Jahr 2014 erfreulich: Die BayWa verzeichnete durch ihre starke Positionierung im Wettbewerb eine spürbare Absatzsteigerung um 7,7 Prozent, die deutlich über dem Marktwachstum lag. Insgesamt ging der Umsatz im Bereich traditionelle Energie im Berichtsjahr hauptsächlich aufgrund der deutlich gesunkenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe um 10,2 Prozent auf 2.702,8 Mio. Euro zurück. Das EBITDA verringerte sich um 28,6 Prozent auf 14,9 Mio. Euro. Dieser Rückgang ist vor allem auf einen niedrigeren Ergebnisbeitrag des Heizölvertriebs zurückzuführen, der durch die Ergebnisverbesserungen im Kraftstoff- und Schmierstoffgeschäft nicht ausgeglichen werden konnte. Die Abschreibungen fielen zwar mit 9,1 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro geringer aus als im Vorjahr, dennoch führte das niedrigere EBITDA zu einem überproportionalen Rückgang im EBIT um 45,9 Prozent auf 5,8 Mio. Euro. Das Finanzergebnis verbesserte sich infolge einer gesunkenen Mittelbindung sowohl im Anlagevermögen als auch im Working Capital auf 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro). In Summe erreichte das Ergebnis vor Steuern 6,9 Mio. Euro, nach 10,7 Mio. Euro im Vorjahr. Projektierte Leistung bei BayWa r.e. im Berichtsjahr um fast 71 Prozent gesteigertTechnische Betriebsführung zukünftig für alle Anlagen im Photovoltaik- und Windkraftbereich durch BayWa r.e.Die internationale Ausrichtung der Aktivitäten im Geschäftsfeld Regenerative Energien hat auch im Jahr 2014 zum Geschäftserfolg der BayWa r.e. renewable energy maßgeblich beigetragen. Trotz widriger Rahmenbedingungen in einigen Ländermärkten stieg die projektierte Leistung im Berichtsjahr erneut um fast 71 Prozent auf 377,9 Megawatt (MW). Davon entfielen 219,4 MW auf Photovoltaikanlagen, 152,1 MW auf Windkraftanlagen und 6,4 MW auf Biomasse. Verkäufe fertiggestellter Anlagen erfolgten im Jahr 2014 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und den USA. Im Bereich Photovoltaik wurden im Berichtsjahr in Frankreich der insgesamt 6 Anlagen umfassende Solarpark La Coste mit einer Gesamtleistung von 57,4 MW, in Großbritannien 4 Anlagen mit einer installierten Leistung von 60,7 MW sowie in Deutschland 1 Anlage mit 8,2 MW verkauft. Im Windkraftbereich veräußerte die BayWa r.e. insgesamt 6 Anlagen in Deutschland, Großbritannien, Österreich und den USA mit einer Leistung von 104,5 MW. Für alle Anlagen sowohl im Photovoltaik- als auch im Windkraftbereich übernimmt die BayWa r.e. zukünftig die technische Betriebsführung; bei einem Großteil der Anlagen wird zudem die kaufmännische Geschäftsabwicklung und für die Photovoltaikanlagen auch die Wartung übernommen. Während sich der Absatz im Handel mit Photovoltaikkomponenten aufgrund der Subventionsreduktionen in einigen kontinentaleuropäischen Märkten verringerte, wurde in der Schweiz eine stabile und in den USA eine weiter steigende Nachfrage verzeichnet. Insgesamt nahm der Umsatz des Geschäftsfelds Regenerative Energien im Geschäftsjahr 2014 um 61,8 Prozent auf 786,2 Mio. Euro zu. Das EBITDA erhöhte sich um 3,8 Prozent auf 59,2 Mio. Euro. Nach Abschreibungen, die mit 22,6 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres lagen, stieg das EBIT um 6,0 Prozent auf 36,5 Mio. Euro an. Die Finanzierungsaufwendungen lagen infolge der durch die Anlagenverkäufe reduzierten Kapitalbindung mit 12,8 Mio. Euro um 9,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. In Summe verbesserte sich das Ergebnis des Geschäftsfelds vor Steuern gegenüber dem Vorjahr um 16,3 Prozent auf 23,7 Mio. Euro. Segment Energie: 3.489,0 Mio. Euro Umsatz, 42,3 Mio. Euro EBITInsgesamt lag der Umsatz des Segments Energie im Geschäftsjahr 2014 mit 3.489,0 Mio. Euro um 7,3 Mio. Euro bzw. 0,2 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das EBITDA des Segments verringerte sich um 4,9 Prozent auf 74,0 Mio. Euro. Nach Abzug der Abschreibungen, die mit 31,7 Mio. Euro um 1,0 Mio. Euro über dem Vorjahr lagen, ergibt sich ein um 6,3 Prozent auf 42,3 Mio. Euro gesunkenes EBIT. Die Finanzierungsaufwendungen verringerten sich vor allem aufgrund der Anlagenverkäufe um 2,4 Mio. Euro auf 11,6 Mio. Euro. Beim Ergebnis vor Steuern des Segments Energie ergab sich damit ein Rückgang um 1,4 Prozent bzw. 0,4 Mio. Euro auf 30,6 Mio. Euro. Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungBautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhausbau verhaltenDie deutsche Bauwirtschaft setzte ihre positive Entwicklung im Jahr 2014 fort. Die Branche profitierte zu Jahresbeginn von der milden Witterung, so dass ein sehr früher Start in die Bausaison möglich war. Zudem lagen die Temperaturen auch im vierten Quartal 2014 über dem langjährigen Durchschnitt, was eine uneingeschränkte Bautätigkeit bis zum Jahresende ermöglichte. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf stark nach. Im Gesamtjahr nahm der Umsatz des Bauhauptgewerbes um 4 Prozent auf rund 99 Mrd. Euro zu. Motor der Baukonjunktur blieb der Wohnungsbau, der real um 3,5 Prozent zulegte und mit einem Volumen der Bauinvestitionen von 157,8 Mrd. Euro einen Anteil von 59,1 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen erreichte. Das Wachstum entfiel vor allem auf eine starke Neubautätigkeit im Geschosswohnungsbau in Ballungsräumen - hier lagen die Baufertigstellungen im Jahr 2014 um rund 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dagegen entwickelte sich die Bautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhausbau und außerhalb der Ballungszentren nur verhalten. Auch im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsgeschäft fiel das Wachstum gegenüber dem Neubau deutlich geringer aus. Die energetische Gebäudesanierung verzeichnete sogar einen Rückgang. Ursächlich hierfür waren zum einen die deutlich gesunkenen Energiepreise. Zum anderen bewegte sich die Kapazitätsauslastung der Baubranche auf hohem Niveau. In der Folge wurden Aufträge im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsbereich durch das Neubaugeschäft verdrängt. Der Wirtschaftsbau profitierte in 2014 von einer gestiegenen Investitionsbereitschaft der Unternehmen und legte gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent zu. Verbesserungen in der Haushaltslage der Kommunen und die Aufstockung der Investitionsmittel in die Infrastruktur durch den Bund ließen die öffentliche Bautätigkeit um 3,6 Prozent wachsen. Insgesamt lagen die Bauinvestitionen 2014 real um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für die Bauinvestitionen in Österreich wird im Jahr 2014 insgesamt noch ein Zuwachs um 1,4 Prozent geschätzt, der damit deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum liegt. Der kontinuierlich sinkende Auftragsbestand der Branche in nahezu allen Bundesländern führte jedoch zu einer erheblichen Verschlechterung der Stimmungslage in der österreichischen Bauwirtschaft im Jahresverlauf. Eine Stütze der Bautätigkeit dürfte im Jahr 2014 erneut der Wohnungsbau gewesen sein, der vom starken Anstieg der Baugenehmigungen um knapp 30 Prozent im Vorjahr profitierte. Auch der weitere Anstieg der Immobilienpreise stellt einen Anreiz für Investitionen in neue Wohnungen dar. Demgegenüber dürften der sonstige Hochbau und der Tiefbau das Vorjahresniveau unterschritten haben. GeschäftsverlaufSegment Bau: 1.524,8 Mio. Euro Umsatz, 30,7 Mio. Euro EBITDas Segment Bau profitierte zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 zunächst vom ausgebliebenen Winter, der zu einem ungewöhnlich frühen und dynamischen Saisonstart im Baustoffhandel führte. Im weiteren Jahresverlauf ließ diese Dynamik jedoch kontinuierlich nach. Der Umsatz des Segments ist mit 1.524,8 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Prozent rückläufig (Vorjahr: 1.703,1 Mio. Euro). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass im Vorjahreszeitraum die Umsatzbeiträge der zum 1. Mai 2014 und 1. Juni 2014 veräußerten Baustoffstandorte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen noch enthalten waren. Diese Aktivitäten wurden aufgrund der Verkaufsabsicht in der Berichtsperiode den Sonstigen Aktivitäten zugeordnet. Aufgrund der Restrukturierungserfolge des Segments - wie auch der insgesamt positiven Branchenentwicklung - verbesserte sich das EBITDA um 6,5 Prozent auf 40,9 Mio. Euro. Gleichzeitig verringerten sich die Abschreibungen um 10,0 Prozent auf 10,3 Mio. Euro, so dass sich beim EBIT eine Steigerung um 3,6 Mio. Euro bzw. 13,5 Prozent auf 30,7 Mio. Euro ergab. Auch die Finanzierungsaufwendungen waren mit 3,6 Mio. Euro deutlich rückläufig (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro). In Summe erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern daher überproportional um 6,0 Mio. Euro bzw. 28,3 Prozent auf 27,1 Mio. Euro. Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2014Der Umsatz der Sonstigen Aktivitäten von 82,7 Mio. Euro spiegelt im Wesentlichen die bis zur Veräußerung im Laufe des zweiten Quartals 2014 gehaltenen Baustoffaktivitäten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wider. Das EBITDA der Sonstigen Aktivitäten bewegte sich im Geschäftsjahr 2014 mit 86,7 Mio. Euro erneut auf hohem Niveau. Dabei wurde ein negativer Ergebnisbeitrag aus dem Verkauf der Baustoffstandorte durch gestiegene Beteiligungserträge überkompensiert, die gleichzeitig zu einem Anstieg der Konsolidierungseffekte führten. Nach Abschreibungen, die mit 15,1 Mio. Euro etwa auf dem Vorjahreswert von 15,5 Mio. Euro lagen, belief sich das EBIT im Berichtsjahr auf 71,6 Mio. Euro, nach 62,5 Mio. Euro im Jahr 2013. Da das Zinsergebnis im Jahr 2014 einen negativen Saldo von 7,6 Mio. Euro - nach einem Plus von 4,4 Mio. Euro im Jahr zuvor - aufwies, verringerte sich das Ergebnis vor Steuern auf 64,0 Mio. Euro (Vorjahr: 66,9 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten ergibt sich ein negativer Saldo von minus 47,6 Mio. Euro, nach einem positiven Saldo in Höhe von 28,9 Mio. Euro im Vorjahr. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des BayWa-KonzernsErtragslagescroll
Rückläufige Umsatzentwicklung aufgrund stark gesunkener Preise für AgrarerzeugnisseDer Umsatz des BayWa-Konzerns reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 um 4,7 Prozent bzw. 755,8 Mio. Euro auf 15.201,8 Mio. Euro. Bei gestiegenen Handelsvolumina ist diese rückläufige Umsatzentwicklung insbesondere auf ein stark gesunkenes Preisniveau für Agrarerzeugnisse zurückzuführen. Der Umsatz im Segment Agrar verringerte sich infolgedessen um 643,2 Mio. Euro auf 10.105,3 Mio. Euro. Das Umsatzniveau im Segment Energie ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert; gesunkene Umsatzerlöse im traditionellen Energiegeschäft aufgrund des niedrigeren Rohölpreises konnten durch eine Ausweitung der Umsätze im Geschäftsfeld Regenerative Energien nahezu kompensiert werden. Das Segment Bau weist einen rückläufigen Umsatz aus, der durch die Veräußerung von Baustoffstandorten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2014 bedingt ist. Im Vorjahr Erträge aus der Veräußerung von drei Immobilienportfolios enthaltenDie sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Berichtsjahr insgesamt um 80,9 Mio. Euro auf 178,8 Mio. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf um 83,9 Mio. Euro auf 30,4 Mio. Euro gesunkene Erträge aus Anlagenabgängen zurückzuführen; im Vorjahr waren hier Erträge aus der Veräußerung von drei Immobilienportfolios der BayWa AG enthalten. Des Weiteren haben Eingänge abgeschriebener Forderungen in Höhe von 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro), Erträge aus Vermietung und Verpachtung mit 28,7 Mio. Euro (Vorjahr: 31,4 Mio. Euro), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 13,9 Mio. Euro (Vorjahr: 17,9 Mio. Euro) sowie Erträge aus regelmäßigen Kostenerstattungen in Höhe von 18,2 Mio. Euro (Vorjahr: 20,3 Mio. Euro) mit insgesamt 17,4 Mio. Euro zu diesem Rückgang beigetragen. Gegenläufig entwickelten sich Erträge aus Wechselkursgewinnen mit 20,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro) sowie die sonstigen Erträge in Höhe von 47,2 Mio. Euro (Vorjahr: 43,2 Mio. Euro). Zudem beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge einen ertragswirksam zu erfassenden vorläufigen negativen Goodwill von 8,4 Mio. Euro aus dem Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Apollo Apples Limited durch die Turners & Growers Limited. Der Saldo der übrigen Posten der sonstigen Erträge lag mit 9,0 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Bestandsverringerung aufgrund der Veräußerung fertiggestellter Projekte im Geschäftsfeld Regenerative EnergienDie im Geschäftsjahr eingetretene Bestandsverringerung um 43,1 Mio. Euro ist insbesondere auf die Veräußerung fertiggestellter Projekte im Geschäftsfeld Regenerative Energien während des Geschäftsjahres 2014 zurückzuführen. Der Materialaufwand verminderte sich im Berichtsjahr um 5,8 Prozent bzw. 851,4 Mio. Euro auf 13.816,6 Mio. Euro, so dass das Rohergebnis des BayWa-Konzerns mit 3,3 Prozent in geringerem Umfang rückläufig ist als die Umsatzerlöse mit 4,7 Prozent. Das Rohergebnis nach Materialaufwendungen beträgt 1.526,2 Mio. Euro und liegt um 52,7 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau von 1.578,9 Mio. Euro. Erhöhter Personalaufwand, Zunahme der MitarbeiterzahlDer Personalaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich durch die weitere Zunahme der Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzern um 1,4 Prozent bzw. 11,2 Mio. Euro auf 792,6 Mio. Euro. Einer Verringerung der Mitarbeiteranzahl im Segment Bau aufgrund der Veräußerung der Baustoffaktivitäten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz stand ein Anstieg der Anzahl der Beschäftigten in den Geschäftsfeldern Agrarhandel, Obst sowie Regenerative Energien gegenüber. Zudem haben tarifvertragliche Anpassungen zu dieser Entwicklung beigetragen. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2014 über VorjahreswertDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2014 mit 506,5 Mio. Euro um 37,2 Mio. Euro bzw. 7,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 469,3 Mio. Euro. Hierzu trugen im Wesentlichen Kursverluste in Höhe von 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro), Mindererlöse aus Anlagenabgängen in Höhe von 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro), Miet- und Pachtaufwendungen von 67,2 Mio. Euro (Vorjahr: 60,9 Mio. Euro), Fuhrparkkosten von 77,2 Mio. Euro (Vorjahr: 72,1 Mio. Euro), die übrigen sonstigen Aufwendungen von 30,5 Mio. Euro (Vorjahr: 25,8 Mio. Euro) sowie gestiegene Rechts-, Prüfungs-, und Beratungsaufwendungen in Höhe von 34,4 Mio. Euro (Vorjahr: 31,0 Mio. Euro) bei. Gegenläufig wirkten sich geringere Forderungswertberichtigungen und -abschreibungen von 11,2 Mio. Euro (Vorjahr: 18,7 Mio. Euro) und Energie- und Versorgungskosten mit 32,6 Mio. Euro (Vorjahr: 34,7 Mio. Euro) aus. Der Saldo aller übrigen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit 218,6 Mio. Euro um 6,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Das EBITDA verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 95,7 Mio. Euro bzw. 26,6 Prozent auf 264,6 Mio. Euro (Vorjahr: 360,4 Mio. Euro). Die laufenden Abschreibungen des BayWa-Konzerns reduzierten sich im Berichtsjahr von 138,5 Mio. Euro um 20,6 Mio. Euro auf 117,8 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür sind einerseits rückläufige Abschreibungen bei der Muttergesellschaft aufgrund der im Vorjahr erfolgten Veräußerung von Immobilienbeständen sowie im Vorjahr enthaltene außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Ferner waren im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen österreichischer Konzerngesellschaften vorgenommen worden. EBIT des BayWa-Konzerns 2014 bei 146,8 Mio. EuroInsgesamt erwirtschaftete der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2014 ein um 75,1 Mio. Euro bzw. 33,8 Prozent auf 146,8 Mio. Euro verringertes operatives Ergebnis (EBIT). Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr um 5,4 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro. Einem verringerten Equity-Ergebnis stand hierbei eine Verbesserung des Ergebnisses aus sonstigen Beteiligungen und Finanzanlagen gegenüber. Hierin enthalten ist ein Buchgewinn über 20,9 Mio. Euro aus der Einbringung von Anteilen an einer Beteiligung in ein Gemeinschaftsunternehmen, welches im Konzern seither at-Equity bilanziert wird. Die Reduzierung des Zinsergebnisses um 5,5 Mio. Euro auf minus 59,2 Mio. Euro ist vor allem auf eine gestiegene Fremdmittelaufnahme zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit zurückzuführen. Im Berichtsjahr 87,6 Mio. Euro EBT im BayWa-KonzernDas Ergebnis vor Steuern (EBT) des BayWa-Konzerns verringerte sich um 80,6 Mio. Euro bzw. 47,9 Prozent auf 87,6 Mio. Euro. Dieser Rückgang resultiert mit 9,7 Mio. Euro aus dem Segment Agrar und mit 0,4 Mio. Euro aus dem Segment Energie. Der Ergebnisbeitrag des Segments Bau verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 6,0 Mio. Euro. Der Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten zusammen mit den in der Überleitung dargestellten Konsolidierungseffekten lag im Wesentlichen aufgrund der im Vorjahr enthaltenen Buchgewinne aus den Verkäufen von Immobilienportfolios um 76,5 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Für den BayWa-Konzern ergibt sich für das Geschäftsjahr 2014 ein Steuerertrag von 2,8 Mio. Euro nach einem Ertragsteueraufwand von 47,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ertragsteuerquote beträgt damit im Berichtsjahr minus 3,2 Prozent (Vorjahr: 27,9 Prozent). Die Verringerung des Steueraufwands resultiert im Wesentlichen aus latenten Steueransprüchen, die sich aus Bilanzierungsdifferenzen zur steuerlichen Erfolgsermittlung sowie aus Verlustvorträgen von Konzerngesellschaften ergeben. Konzernjahresüberschuss 2014 bei 90,5 Mio. EuroNach Berücksichtigung der Ertragsteuern erwirtschaftete der BayWa-Konzern im Geschäftsjahr 2014 einen Jahresüberschuss in Höhe von 90,5 Mio. Euro (Vorjahr: 121,3 Mio. Euro); dies entspricht einem Rückgang um 25,4 Prozent. Der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Gewinnanteil verringerte sich von 98,2 Mio. Euro im Vorjahr um 28,5 Prozent auf 70,2 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 34.534.846 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), reduzierte sich von 2,85 Euro im Vorjahr auf 2,03 Euro für das Geschäftsjahr 2014. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufIm Prognosebericht des Konzernlageberichts 2013 ging die BayWa für das Geschäftsjahr 2014 von einer moderaten Steigerung des Konzernumsatzes und einer spürbaren Verbesserung der operativen Ergebnisgrößen des Konzerns EBITDA, EBIT und EBT aus. Agrarhandel: Marktverwerfungen durch verändertes Nachfrageverhalten oder Angebotsbeschränkungen infolge geopolitischer KrisenIm Agrarhandelsgeschäft sollten die Absatzvolumina für Agrarerzeugnisse auf der Basis stabiler Preise deutlich ansteigen. Von der positiven Umsatzentwicklung sollte auch das operative Ergebnis (EBIT) profitieren und erheblich über dem Wert des Jahres 2013 liegen. Die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 wich von dieser Erwartung ab. Hohe Erntemengen bei vielen wichtigen Agrarerzeugnissen führten ab dem zweiten Quartal im weiteren Jahresverlauf zu deutlich sinkenden Preisen und einem temporär verringerten Handelsvolumen. Hinzu kamen Marktverwerfungen bei einzelnen Erzeugnissen durch ein verändertes Nachfrageverhalten oder durch Angebotsbeschränkungen infolge geopolitischer Krisen. Auch die Preise für Betriebsmittel sanken im Laufe des Geschäftsjahres. In der Folge wurden die erwarteten Entwicklungen bei Umsatz und operativem Ergebnis nicht erreicht. Obstgeschäft: Importbeschränkungen nach RusslandIm Obstgeschäft wurden ein weiteres Umsatzwachstum und ein deutlich verbessertes EBIT erwartet. Diese Erwartung hat sich beim Umsatz nicht erfüllt, da auch hier aufgrund einer sehr guten Ernte sowie der Importbeschränkungen nach Russland die Preise auf breiter Front unter dem Vorjahresniveau lagen. Beim operativen Ergebnis wurde die Erwartung einer deutlichen Verbesserung jedoch mit einer Steigerung des EBIT um 18,4 Prozent übertroffen. Für das Technikgeschäft wurde die Erwartung eines Umsatzes auf Vorjahresniveau und einer moderaten Steigerung des EBIT formuliert. Mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent und einer Verbesserung des EBIT um 5,7 Prozent lag die tatsächliche Entwicklung im Rahmen der Prognose. In Summe verringerten sich aufgrund der Entwicklungen in den Sparten- entgegen der prognostizierten Erwartung - der Umsatz des Segments Agrar um 6,0 Prozent auf 10.105,3 Mio. Euro und das EBIT um 8,2 Prozent auf 113,4 Mio. Euro. Traditionelles Energiegeschäft: starker und unerwarteter Preisverfall für Rohöl im zweiten Halbjahr 2014Das traditionelle Energiegeschäft litt besonders unter dem starken und unerwarteten Preisverfall für Rohöl im zweiten Halbjahr 2014, während in der Prognose für das Geschäftsjahr 2014 von insgesamt konstanten Preisen ausgegangen wurde. In der Folge sank der Umsatz - entgegen der Erwartung einer stabilen Entwicklung - um 10,2 Prozent. Diese Entwicklung führte beim EBIT zu einem Rückgang um 45,9 Prozent; in der Prognose war dagegen eine geringfügige Verbesserung angenommen worden. Geschäftsfeld Regenerative Energien: deutlich dynamischer aufgrund höherer AnlagenverkäufeDer Umsatz des Geschäftsfelds Regenerative Energien sollte sich im Jahr 2014 gemäß der Prognose auf dem Niveau des Vorjahres bewegen und für das EBIT wurde eine leichte Verbesserung erwartet. Die Umsatzentwicklung verlief aufgrund höherer Anlagenverkäufe deutlich dynamischer als prognostiziert. Auch beim EBIT konnte die Erwartung mit einem Plus von 6,0 Prozent übertroffen werden. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie mit minus 0,2 Prozent im Rahmen der erwarteten Entwicklung. Beim EBIT wich die tatsächlich Entwicklung mit einem Rückgang um 6,3 Prozent von der Prognose einer moderaten Ergebnissteigerung ab, da das geringere EBIT im traditionellen Energiegeschäft nicht vollständig durch die EBIT-Steigerung im Bereich der erneuerbaren Energien ausgeglichen wurde. Bau: angekündigter Umsatzrückgang durch Veräußerung der Baustoffstandorte in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie zweier Standorte in WürttembergIm Segment Bau wurde ein Umsatzrückgang um rund 190 Mio. Euro durch die Veräußerung der Baustoffstandorte in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz sowie zweier Standorte in Württemberg angekündigt. Gegenläufig sollten sich das organische Wachstum der Aktivitäten in den Kernregionen sowie die höheren Preise für Baustoffe auswirken. Der tatsächlich erreichte Umsatz liegt um 178,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert und bewegt sich damit im Rahmen der Erwartung. Auch beim EBIT ist die Erwartung einer wesentlichen Verbesserung eingetreten. Für die Sonstigen Aktivitäten wurde keine Prognose formuliert, da die Umsatz- und Ergebnisentwicklung dieses Bereichs maßgeblich durch die opportunistische Nutzung von Marktchancen außerhalb der operativen Kernaktivitäten im Rahmen des Portfoliomanagements der BayWa geprägt wird. Für den BayWa-Konzern wurden - unter der Annahme weitgehend stabiler Preise - insgesamt eine moderate Umsatzsteigerung und eine spürbare Ergebnisverbesserung erwartet. Die Umsatzprognose wurde maßgeblich aufgrund stark gesunkener Preise im Agrarhandel und im traditionellen Energiegeschäft unterschritten. Diese Entwicklungen wirkten sich auch negativ auf das EBIT aus. Daneben hatten Konsolidierungseffekte einen stärkeren negativen Einfluss auf das EBIT des Konzerns als im Vorjahr, so dass die erwartete positive Ergebnisentwicklung nicht eingetreten ist. Starke Verlagerung der Geschäftstätigkeit zwischen den QuartalenNach einer sehr positiven Entwicklung im ersten Quartal 2014 wirkten sich die belastenden Einflussfaktoren besonders im zweiten und dritten Quartal aus, während sich das Geschäft im Verlauf des vierten Quartals wieder belebte. Dies zeigt, dass es aufgrund der erheblichen Witterungsabhängigkeit der Geschäftstätigkeit im BayWa-Konzern zu starken Verlagerungen zwischen den Quartalen kommen kann, wodurch die unterjährige Prognostizierbarkeit erheblich eingeschränkt wird. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements des BayWa-Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang bereitzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im FinanzbereichSelektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Devisentermingeschäfte und Swaps dienen ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Grundgeschäften im Warenein- und -verkauf im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des BayWa-Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte. Im BayWa-Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines konzernweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa, den USA, Neuseeland und Großbritannien. Im Wesentlichen betreibt der BayWa-Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring des konzernweiten Finanzengagements. Strengste Auflagen für Finanzmanagement durch ein internes KontrollsystemDas Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. Beachtung finanzieller Fristenkongruenz wichtigster FinanzierungsgrundsatzDer wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa-Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert. Darüber hinaus stehen den Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien separate Non-Recourse-Finanzierungen (ohne Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa-Konzerns) zur Verfügung. Das Management des Working Capitals ist bei der BayWa ein Schwerpunkt und umfasst die Optimierung des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die BayWa legt seit Jahren großen Wert auf eine bestmögliche Working-Capital-Performance. Darüber hinaus wurde 2013 ein übergreifendes Projekt zur weiteren Optimierung des Working-Capital-Managements gestartet. Zielsetzung des Projekts ist es, eine kontinuierliche Reduzierung des im Unternehmen gebundenen Umlaufvermögens und die daraus resultierende Freisetzung von Liquidität weiter voranzutreiben, ohne die Profitabilität des Unternehmens zu beeinträchtigen. Konsequente Prozessbeherrschung entlang des gesamten Geldumschlagprozesses ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Zu diesem Zweck wurden Working-Capital-Verantwortlichkeiten neu definiert, eine konsequente Berücksichtigung der relevanten Kennzahlen in den unternehmensinternen Berichtssystemen verankert, fachspezifische Schulungs- und Coachingprogramme durchgeführt sowie bestehende Richtlinien und Prozessbeschreibungen angepasst. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios gegen Zinserhöhungsrisiken gesichertZinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung von Schuldscheindarlehen in den Jahren 2014, 2011 sowie 2010 eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da jeweils Tranchen mit fixer Verzinsung sowie mit variabler Verzinsung emittiert wurden und so das Zinsänderungsrisiko verringert wurde. Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert insbesondere die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsinstrumente das Finanzierungsrisiko des BayWa-Konzerns. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
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Einschließlich Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten Die BayWa strebt mittel- und langfristig eine Eigenkapitalquote von mindestens 30 Prozent an. Diese Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen sehr soliden Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Im Berichtsjahr wurde diese Schwelle mit einer Eigenkapitalquote von 20,5 Prozent unterschritten. Die Verringerung der Eigenkapitalquote im Vorjahresvergleich ist einerseits auf eine Erhöhung des langfristigen Fremdkapitals durch die Platzierung eines Schuldscheindarlehens mit einem Nominalvolumen von 383,0 Mio. Euro im Oktober 2014 zurückzuführen. Dabei nahmen Altinvestoren das Tauschangebot in Höhe eines Nominalvolumens von 83,0 Mio. Euro an, die verbleibenden 300 Mio. Euro konnten an neue Investoren platziert werden. Des Weiteren führte die erfolgsneutrale Verrechnung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Rücklage für versicherungsmathematische Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen beläuft sich nach latenten Steuern zum 31. Dezember 2014 auf minus 218,8 Mio. Euro. Da diese Rücklage aus der Veränderung von nicht durch das Unternehmen beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen resultiert, wird im Kapitalmanagement der BayWa die um diesen Effekt bereinigte Eigenkapitalquote von 24,5 Prozent (Vorjahr: 26,1 Prozent) herangezogen. Emission eines neuen Schuldscheindarlehens in Höhe von 383,0 Mio. EuroDas kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vorjahresvergleich um 71,0 Mio. Euro bzw. 2,9 Prozent lediglich geringfügig angestiegen und beinhaltet einen Anstieg kurzfristiger Finanzschulden von 34,2 Mio. Euro. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich dagegen um 32,1 Prozent bzw. 454,9 Mio. Euro. Diese Zunahme resultiert vor allem aus der Emission eines neuen Schuldscheindarlehens der BayWa AG im Berichtsjahr in Höhe von 383,0 Mio. Euro, wovon 83,0 Mio. Euro zur Ablösung von in den Vorjahren platzierten Schuldscheindarlehen verwendet wurden. Die aufgenommenen Fremdmittel wurden insbesondere zu einer Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Agrarhandel und im Projektgeschäft der Regenerativen Energien verwendet. Darüber hinaus wurde die Übernahme des Geschäftsbetriebs von Apollo Apples Limited durch die Turners & Growers Limited finanziert. Neben der Zunahme der langfristigen Finanzschulden haben insbesondere höhere Pensionsrückstellungen aufgrund einer Veränderung der versicherungsmathematischen Parameter zu dem Anstieg des langfristigen Fremdkapitals beigetragen. Zunahme der Bilanzsumme um 471,2 Mio. EuroDie Bilanzsumme des BayWa-Konzerns nahm zum Stichtag 31. Dezember 2014 gegenüber dem Vorjahreswert um 471,2 Mio. Euro zu. Die langfristigen Schulden haben sich hierbei insbesondere aufgrund der Platzierung des neuen Schuldscheindarlehens der BayWa AG sowie des Anstiegs der Pensionsrückstellungen erhöht, während die kurzfristigen Schulden um lediglich 71,0 Mio. Euro angestiegen sind. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beläuft sich für das Geschäftsjahr 2014 auf minus 112,4 Mio. Euro und reduzierte sich somit im Vorjahresvergleich um 331,7 Mio. Euro. Zu dieser Entwicklung trugen einerseits der um 30,8 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert liegende Konzernjahresüberschuss und andererseits gestiegene nicht zahlungswirksame Erträge sowie verringerte nicht zahlungswirksame Abschreibungen bei. Gleichzeitig führte eine Ausweitung der Vorräte sowie sonstiger Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zu dieser Entwicklung. Dem stand kein korrespondierender Anstieg der Verbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit gegenüber, da die Finanzierung der Geschäftsausweitung aus den im Geschäftsjahr aufgenommenen langfristigen Fremdmitteln erfolgt ist, die der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit weist für das Berichtsjahr einen Mittelabfluss in Höhe von 224,7 Mio. Euro auf und hat sich im Vorjahresvergleich um 240,3 Mio. Euro verringert. Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe belaufen sich nach Verrechnung mit den in diesem Zusammenhang zugegangenen Zahlungsmitteln auf 142,2 Mio. Euro und beziehen sich insbesondere auf die Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Apollo Apples Limited, den Erwerb zusätzlicher Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH sowie den Erwerb von Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zudem Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen von 199,5 Mio. Euro getätigt, denen Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen in Höhe von 98,4 Mio. Euro gegenüberstehen. Darüber hinaus haben sowohl erhaltene Dividenden und sonstige übernommene Ergebnisse als auch erhaltene Zinsen zu Zahlungsmittelzuflüssen von 18,6 Mio. Euro geführt. Die deutliche Verringerung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit im Berichtsjahr ist insbesondere auf die Veräußerung von Immobilienbeständen der BayWa AG im Vorjahr zurückzuführen, die zu erhöhten Zahlungsmittelzuflüssen aus Verkaufserlösen geführt hatte. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt für das Geschäftsjahr 351,0 Mio. Euro und ist insbesondere auf die Platzierung eines Schuldscheindarlehens der BayWa AG im Oktober des abgelaufenen Geschäftsjahres 2014 in Höhe von 383,0 Mio. Euro sowie die Aufnahme weiterer Fremdmittel zur Finanzierung des Projektgeschäfts im Bereich der regenerativen Energien zurückzuführen. Des Weiteren führten Kapitalerhöhungen zu Zahlungsmittelzuflüssen von 4,3 Mio. Euro. Dem steht die teilweise Rückführung in Vorjahren ausgegebener Schuldscheindarlehen von 83,0 Mio. Euro gegenüber. Zudem haben sich Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen sowohl bei der Muttergesellschaft als auch den Tochtergesellschaften sowie Zinszahlungen ergeben. Der im Vorjahr dargestellte Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 217,1 Mio. Euro war insbesondere durch die Rückführung von Finanzverbindlichkeiten aus den Veräußerungserlösen der Immobilienverkäufe der BayWa AG bedingt. Finanzmittelfonds zum Ende des Berichtsjahrs bei 106,1 Mio. EuroIn der Gesamtbetrachtung der Zahlungsmittel- und -abflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit sowie unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen wurden die Mittelabflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit sowie der Investitionstätigkeit durch die Mittelzuflüsse aus der Finanzierungstätigkeit kompensiert, so dass der Finanzmittelfonds zum Ende des Berichtsjahrs mit 106,1 Mio. Euro um 14,0 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres lag. Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseDie Finanzmittelausstattung des BayWa-Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Weiterhin wurden dem Konzern durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens im abgelaufenen Geschäftsjahr Finanzmittel zugeführt, die sowohl für Unternehmensakquisitionen als auch die Finanzierung der kurzfristigen Vermögenswerte herangezogen wurden. Daneben fließen dem Konzern Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen sowie Sale-and-Lease-Back-Transaktionen zu. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der angepassten Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie auch für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Finanzierungsstruktur und Mittelbindung überwiegend kurzfristigDie Finanzierungsstruktur bleibt analog der Mittelbindung überwiegend kurzfristig. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich der Konzern über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,0 Mio. Euro, über das zum Bilanzstichtag Mittel in Höhe von 309,2 Mio. Euro (Vorjahr: 343,5 Mio. Euro) mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 76 Tagen gezogen waren. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag 141,9 Mio. Euro (Vorjahr: 139,3 Mio. Euro) finanziert. InvestitionenDer BayWa-Konzern hat im Geschäftsjahr 2014 neben Unternehmenszukäufen rund 164,6 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände (11,2 Mio. Euro) und Sachanlagen (153,4 Mio. Euro) investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, da moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen wesentliche Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse sind. Die BayWa wird in Zukunft weiterhin in moderne Standortinfrastrukturen investieren. Dazu zählen, wo immer dies sinnvoll und wirtschaftlich ist, auch Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Finanzierung des Konzernwachstums. Rund 68,6 Mio. Euro Investitionen in neue BetriebsimmobilienIm Jahr 2014 wurden konzernweit rund 68,8 Mio. Euro in neue Betriebsimmobilien investiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Fertigstellung von Betriebsgebäuden sowie Investitionen in die technischen Anlagen der Standorte. Am Agrarstandort in Hainichen wurden im Geschäftsjahr Investitionen in eine Gräsermischanlage sowie den Neubau einer Agrarhalle in Höhe von 3,3 Mio. Euro getätigt. Daneben wurden am Standort Bayreuth-Wolfbach 2,4 Mio. Euro in den Neubau eines Technikservicezentrums investiert. Zudem wurde in der Sparte Technik eine Betriebsimmobilie am Standort Münchberg für 1,6 Mio. Euro erworben. Ferner wurden von der RWA Raiffeisen Ware Austria AG und der Turners & Growers Limited Investitionen in Betriebsimmobilien über 4,8 Mio. Euro bzw. 3,8 Mio. Euro vorgenommen. Schließlich wurden im Geschäftsjahr 2014 Investitionsmaßnahmen über 51,5 Mio. Euro begonnen, die sowohl Standorte der BayWa AG als auch weiterer Konzerngesellschaften betreffen und im Geschäftsjahr 2015 abgeschlossen werden. Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe beliefen sich im Geschäftsjahr 2014 insgesamt auf 145,1 Mio. Euro und entfallen im Wesentlichen auf die Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Apollo Apples Limited in Neuseeland, den Erwerb zusätzlicher 40 Prozent der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH und Akquisitionen von Projektgesellschaften im Bereich der regenerativen Energien sowie auf den Erwerb eines Wärmelieferungcontractinggeschäfts mitsamt der dazugehörigen Vermögenswerte in der Sparte Energie. Unter Berücksichtigung der Akquisitionen entfallen rund 52 Prozent der gesamten Investitionen des BayWa-Konzerns in langfristige Vermögenswerte auf das Segment Agrar. Der hohe Anteil des Segments Agrar an den Investitionen spiegelt die internationale Expansion im Bereich Agrarhandel wider. Etwa 23 Prozent der Gesamtinvestitionen wurden im Segment Energie, fast 6 Prozent im Segment Bau investiert und knapp 19 Prozent entfallen auf Sonstige Aktivitäten. VermögenslageZunahme der langfristigen Vermögenswerte auf 2.104,3 Mio. EuroDie langfristigen Vermögenswerte haben im Berichtsjahr insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 9,9 Prozent bzw. 189,6 Mio. Euro auf 2.104,3 Mio. Euro zugenommen. Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen von 236,7 Mio. Euro im Rahmen der Investitionstätigkeit und aus Konsolidierungskreisveränderungen im Kerngeschäft standen Abgänge von 42,3 Mio. Euro und Umbuchungen von 9,3 Mio. Euro gegenüber. Nach den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres von 114,5 Mio. Euro und wechselkursbedingten Erhöhungen von 11,6 Mio. Euro haben sich die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen insgesamt um 82,2 Mio. Euro erhöht. Die Anteile an at-Equity-bilanzierten Gesellschaften nahmen um 95,3 Mio. Euro auf 196,9 Mio. Euro zu, überwiegend bedingt durch die Bündelung von Anteilen an einer Beteiligung zusammen mit weiteren Gesellschaftern in einem Gemeinschaftsunternehmen, welches im BayWa-Konzern seither at-Equity bilanziert wird. Darüber hinaus hat die Beteiligung von 49,0 Prozent an dem niederländischen Agrartechnikhändler Agrimec Group B.V. zu dieser Erhöhung beigetragen. Überwiegend bedingt durch die dargestellte Einbringung von Beteiligungsanteilen in ein Gemeinschaftsunternehmen sowie die erstmalige Einbeziehung bislang aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierter Gesellschaften in den Vollkonsolidierungskreis haben sich die übrigen Finanzanlagen um 70,0 Mio. Euro verringert. Der Anstieg der langfristigen biologischen Vermögenswerte resultiert aus der Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Apollo Apples Limited in Neuseeland mit den dazugehörigen Vermögenswerten. Aufgrund im Geschäftsjahr erfolgter Veräußerungen und Umbuchungen mit 9,5 Mio. Euro rückläufig sind hingegen die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Neben einem Anstieg der langfristigen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 20,0 Mio. Euro haben sich zudem die latenten Steueransprüche um 59,5 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg steht überwiegend im Zusammenhang mit der Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund veränderter Berechnungsparameter. Insbesondere bedingt durch Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien haben sich die Vorratsbestände des BayWa-Konzerns im Vorjahresvergleich um 150,3 Mio. Euro auf 1.986,3 Mio. Euro erhöht. Mit einem Wert zum Bilanzstichtag von 1.240,1 Mio. Euro liegen die kurzfristigen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 127,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung geht auf eine Ausweitung der als Finanzinstrumente abzubildenden Warenterminkontrakte von Konzerngesellschaften sowie Forderungen aus Finanzierungen bei veräußerten Projektgesellschaften zurück. Zudem hat eine Erhöhung geleisteter Anzahlungen insbesondere für Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien zu diesem Anstieg beigetragen. Gegenläufig entwickelten sich die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die sich um 24,9 Mio. Euro auf 18,5 Mio. Euro reduzierten. Ausschlaggebend hierfür ist vorwiegend die Veräußerung der Baustoffstandorte der BayWa AG in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit Wirkung zum 1. Mai und 1. Juni 2014. Die Vermögenswerte dieser Standorte waren aufgrund der Veräußerungsabsicht im Vorjahr als Veräußerungsgruppe dargestellt worden. Im Berichtsjahr sind unter den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen im Wesentlichen die Vermögenswerte der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH beinhaltet, die im Rahmen eines Asset-Deals mit Wirkung zum 1. März 2015 auf den Käufer übergegangen sind. Darüber hinaus sind in dieser Position in geringem Umfang Immobilienbestände enthalten, für die ebenfalls eine Veräußerungsabsicht im Folgejahr besteht. Insgesamt hat sich die Bilanz des BayWa-Konzerns zum Stichtag 31. Dezember 2014 um 9,4 Prozent bzw. 471,2 Mio. Euro auf 5.486,3 Mio. Euro verlängert. Schwerpunkt traditionell auf fristenkongruenter FinanzierungEinen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa-Konzern traditionell auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Den kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite von insgesamt 2.485,2 Mio. Euro - bestehend aus kurzfristigen Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen und Schulden aus Veräußerungsgruppen - stehen kurzfristige Vermögenswerte von 3.382,0 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte von 2.104,3 Mio. Euro werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital von 3.001,1 Mio. Euro zu rund 143 Prozent gedeckt. Diese fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für die Finanzierungspartner der BayWa ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Zusammensetzung des Vermögensscroll
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des KonzernsMittel- und langfristig positive Geschäftsperspektiven des BayWa-KonzernsDer Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung des BayWa-Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts unverändert positiv. Die Ergebnisentwicklung des Segments Agrar und des traditionellen Energiegeschäfts wurde im Jahr 2014 vor allem durch eine Reihe außergewöhnlicher exogener Faktoren negativ beeinflusst. Dies verändert jedoch nicht die mittel- und langfristig positiven Geschäftsperspektiven des BayWa-Konzerns. Vielmehr hat die BayWa im Jahr 2014 von ihrer strategischen Ausrichtung auf die internationalen Märkte und von der Erschließung neuer Geschäftsfelder wie den erneuerbaren Energien profitiert, indem sich die Geschäftsbasis deutlich verbreitert und die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten spürbar verringert hat. Der BayWa-Konzern verfügt über ein ausgewogenes und zukunftsorientiert aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. Finanzielle LeistungsindikatorenFür die kurzfristige operative Steuerung der Unternehmensbereiche orientiert sich die BayWa an der Entwicklung der Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT. Die Ergebniskennzahlen der Segmente des BayWa-Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt entwickelt: Finanzielle Ergebniskennzahlenscroll
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Die Differenz der Ergebnisbeiträge der Segmente zum Gesamtergebnis des BayWa-Konzerns ergibt sich in allen drei Ergebnisgrößen EBITDA, EBIT und EBT aus dem Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten sowie aus wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf Konzernebene. Bei den Sonstigen Aktivitäten übt die BayWa keine unternehmerische Steuerung aus, da es sich um Randaktivitäten handelt, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Bei den wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf Konzernebene handelt es sich um Sachverhalte, die nicht der operativen Steuerung der Segmente zuzuordnen sind. Mittel- und langfristige Portfoliooptimierung durch wertorientierte SteuerungDie mittel- und langfristige Portfoliooptimierung des BayWa-Konzerns erfolgt durch die wertorientierte Steuerung. Sie ermittelt anhand des Economic Profits den Überschuss der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche über deren risikogewichtete Kapitalkosten. Economic Profitscroll
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Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen
+ Net Working Capital Im Geschäftsjahr 2014 erzielten alle drei Segmente des BayWa-Konzerns einen positiven Economic Profit, das heißt einen Überschuss über ihre jeweiligen Kapitalkosten. Das Segment Agrar wies insgesamt einen Economic Profit von 0,7 Mio. Euro aus. Im Agrarhandel ergab sich ein negativer Beitrag von minus 4,1 Mio. Euro zum Economic Profit des Segments, der vor allem auf die gestiegene Kapitalbindung sowie erhöhte Logistikkosten im Zusammenhang mit geopolitischen Krisen zurückzuführen ist. Die Sparte Obst erwirtschaftete einen positiven Economic Profit von 8,2 Mio. Euro, zu dem das internationale Geschäft maßgeblich beigetragen hat. Der negative Economic Profit der Sparte Technik in Höhe von minus 3,4 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus dem Neuaufbau des Massey Ferguson-Vertriebs. Im Segment Energie leistete das traditionelle Energiegeschäft einen positiven Beitrag von 2,1 Mio. Euro, während der Economic Profit des Geschäftsfelds Regenerative Energien im Berichtsjahr mit minus 1,4 Mio. Euro negativ ausfiel. Hier hat sich im Berichtsjahr durch das starke Projektierungsneugeschäft die Kapitalbindung - trotz der erfolgten Anlagenverkäufe - deutlich erhöht. In Summe erreichte das Segment Energie einen Economic Profit von 0,7 Mio. Euro. Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der erfolgreichen Restrukturierung und Standortbereinigungen einen positiven Economic Profit in Höhe von 9,7 Mio. Euro. MitarbeiterWeitere personelle Stärkung im Zuge konsequenter Erweiterung internationaler AktivitätenDie Zahl der Mitarbeiter bei der BayWa ist im Jahr 2014 erneut gestiegen - zum Jahresende waren 16.935 Mitarbeiter im BayWa-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 16.834). Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 98 auf 16.072 Beschäftigte; das entspricht einer Zunahme um 0,6 Prozent. Die Veränderung beruht auf einer Reihe von strategischen Maßnahmen: Sowohl das Segment Agrar als auch das Geschäftsfeld Regenerative Energien wurden im Zuge der konsequenten Erweiterung der internationalen Aktivitäten personell weiter gestärkt. Im Segment Bau dagegen verringerte sich die Mitarbeiterzahl im Wesentlichen aufgrund des Rückzugs im Baustoffgeschäft aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ein weiterer Schwerpunkt der Personalarbeit lag im Bereich des Projekt- und Prozessmanagements auf der Digitalisierung von Kunden- und Geschäftsbeziehungen als Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa-Konzernscroll
Umfangreiches Seminar- und Trainingsangebot als Basis für erfolgreiche ZukunftIm Mittelpunkt: Begleitung des Internationalisierungskurses durch gezielte MaßnahmenMit Konzepten und Maßnahmen zur Personalentwicklung bietet die BayWa ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Zur Mitarbeiterbindung werden Mitarbeitern und Führungskräften ziel -gruppengerechte Seminare und Trainings mit qualifizierten Trainern angeboten. Im Mittelpunkt stand dabei die Begleitung des Internationalisierungskurses der BayWa. So wurden verschiedene Sprachkurse und Trainings zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz angeboten. Weit über 9.000 Mitarbeiter haben im Jahr 2014 Trainings und Seminare oder spartenübergreifende Schulungen mit mehr als 28.000 Schulungstagen besucht. Zunehmende Internationalisierung im PersonalbereichAuch im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit mit den internationalen Konzernbeteiligungen weiter intensiviert. So wurde ein sog. "International Exchange Programme" entwickelt, in dem Mitarbeitern die Möglichkeit für einen kurzfristigen Auslandsaufenthalt gegeben werden kann. Dies soll vor allem der Weiterentwicklung und Vorbereitung für zukünftige, internationale Karriereschritte dienen. Darüber hinaus ist ein internationales Treffen der Personalleiter geplant. Hohe Ausbildungsqualität für eine erfolgreiche ZukunftAusbildungsquote mit 9,5 Prozent weit über dem BundesdurchschnittMit einer hochwertigen Ausbildung werden die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen -für die Auszubildenden und für den BayWa-Konzern. Die BayWa gehört mit mehr als 1.300 Auszubildenden zu den bedeutendsten Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Die Ausbildungsquote liegt mit 9,5 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Ausbildungsqualität in den 13 Ausbildungsberufen ist konstant hoch: Über 90 Prozent der Auszubildenden würden laut einer internen Befragung ihren Freunden empfehlen, bei der BayWa eine Ausbildung zu beginnen. Auf die rund 450 ausgeschriebenen Ausbildungsplätze hat die BayWa im Jahr 2014 über 6.500 Bewerbungen - oder rund 14 Bewerbungen pro Stelle - erhalten. Dies bestätigt die Attraktivität der BayWa als Arbeitgeber. BayWa Stiftung fördert engagierte StudierendeIm Rahmen des Deutschlandstipendiums fördert die BayWa Stiftung jährlich Studentinnen und Studenten der Technischen Universität München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie der Universität Hohenheim und der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Um den Stipendiaten die Möglichkeit zu geben, den BayWa-Konzern und die BayWa Stiftung besser kennenzulernen, veranstaltet die Stiftung jährlich einen Stipendiatentag für die Studenten in Bayern und Baden-Württemberg. In diesem Jahr besichtigten die Stipendiaten den BayWa-Agrarstandort in Regensburg-Osthafen sowie die Schradenbiogas GmbH. Hier hatten die Stipendiaten die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und Netzwerke aufzubauen. Für die BayWa war dies eine gute Gelegenheit, Kontakte mit hochqualifizierten Fach- und Führungskräften von morgen zu knüpfen. Weitere Informationen über die Projekte der BayWa Stiftung finden Sie unter www.baywastiftung.de. Gesunde Mitarbeiter an sicheren ArbeitsplätzenZahl der Arbeitsunfälle seit Jahren kontinuierlich rückläufigUmweltschutz, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sind im BayWa-Konzern ein maßgeblicher Aspekt. Investitionen in die Sicherheit der Arbeitsplätze und Anlagen dienen dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und der Umwelt. Bedarfsgerechte Schulungen, geeignete Schutzausrüstung und sichere Arbeitsprozesse sind ein selbstverständliches Anliegen. Die Zahl der Arbeitsunfälle bei der BayWa geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Auch im vergangenen Jahr motivierte die BayWa ihre Mitarbeiter mit zusätzlichem Fitnessangebot und regelmäßigen Gesundheitstipps, aktiv für die eigene Gesundheit und für ein gesundes Umfeld zu sorgen. Nachhaltigkeit bei der BayWaDie BayWa ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als globaler Handels- und Dienstleistungskonzern bewusst. Ihre Werte werden im täglichen Handeln im gesamten Konzern sowie im fairen Umgang mit Geschäftspartnern gelebt. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen, dem Führungskräfteleitbild und den Corporate-Governance-Regeln definiert. Kontinuierlicher Dialog mit Interessengruppen und ÖffentlichkeitIhre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft stellt die BayWa durch Engagement und den kontinuierlichen Dialog mit ihren Interessengruppen und der Öffentlichkeit sicher. Seine Verbundenheit mit der Region zeigt das Unternehmen beispielsweise seit 2012 durch die Förderung der Nachwuchsarbeit innerhalb des Bayerischen Fußball-Verbands. Nach der erfolgreichen Kooperation in den vergangenen drei Jahren intensivierte die BayWa im Berichtsjahr zudem ihr Engagement bei den Basketballern des FC Bayern und ist mit Beginn der Saison 2014/15 Hauptsponsor des amtierenden deutschen Meisters. Effizientes Risiko- und BeschwerdemanagementUnter ökonomischer Verantwortung versteht das Unternehmen zudem eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im Konzern werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die BayWa unterstützt ihre Kunden und Lieferanten mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Erreichung ökologischer Ziele. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung, in der sich der Konzern sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern sieht. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen in Deutschland und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. BayWa Stiftung: langfristige Bildungsprojekte zu Ernährung und verantwortlichem Umgang mit der NaturGesellschaftliche und ökologische Verantwortung zu übernehmen ist seit Generationen in der BayWa verankert. Mit der Gründung der BayWa Stiftung anlässlich des 75. Firmenjubiläums der BayWa AG fand dieses Engagement seinen festen Platz im Unternehmen. Seit 1998 fördert die BayWa Stiftung mit Erfolg langfristige Bildungsprojekte zu gesunder Ernährung und dem verantwortlichen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Sie unterstützt so eine zentrale Aufgabe der Gegenwart und investiert in das Wohlergehen künftiger Generationen. Die BayWa AG unterstützt die BayWa Stiftung, indem sie jede Spende verdoppelt und zudem die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Dadurch kommen alle Spendenbeträge in voller Höhe den Stiftungsprojekten zugute. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.baywastiftung.de. Um dem gesteigerten Interesse des Kapitalmarkts und verschiedener Stakeholdergruppen an Transparenz gerecht zu werden, veröffentlicht die BayWa im Jahr 2015 ihren ersten separaten Nachhaltigkeitsbericht. Diesen finden Sie im Internet unter www.baywa.com/nachhaltigkeit/. Übernahmerelevante AngabenZusammensetzung des gezeichneten Kapitals34.662.844 auf den Namen lautende StückaktienDas gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 88.736.880,64 Euro und ist eingeteilt in 34.662.844 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.311.095 vinkulierte und 108.498 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2015 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. Beteiligungen mit mehr als 10 Prozent der StimmrechteFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen: Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungErgänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.570.741,76 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. NachtragsberichtDie BayWa AG, München, hat mit Zustimmung durch das Bundeskartellamt im Rahmen eines Asset-Deals die Kraftfutterwerke der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH mit Übergangszeitpunkt zum 1. März 2015 an den Futtermittelhersteller Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG verkauft. Im Rahmen der Transaktion werden die Produktionsbetriebe in Regensburg, Heilbronn und Memmingen mit einem jährlichen Produktionsvolumen von insgesamt über 500.000 Tonnen Futtermittel übergehen. Nicht von der Transaktion betroffen ist der Bereich Logistik, der bei der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH verbleibt. Zum Bilanzstichtag waren den betroffenen Standorten Vermögenswerte mit Buchwerten von 13,963 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 5,079 Mio. Euro zuzuordnen. Die Vermögenswerte und Schulden sind zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswert bzw. Schulden klassifiziert worden. Übernahme der PC-Agrar GmbHDie BayWa AG, München, übernimmt 100 Prozent des Unternehmens PC-Agrar GmbH, Pfarrkirchen, mitsamt zugehöriger Tochtergesellschaften. Die Unternehmensgruppe der PC-Agrar GmbH bietet Softwarelösungen und integrierte Dienstleistungen für die prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft an (Smart Farming). Die BayWa möchte hierdurch zukünftig Lösungen für Landwirte entwickeln, damit diese die Vorteile des Smart Farmings unabhängig von den eingesetzten unterschiedlichen Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße nutzen können. Die BayWa AG, München, wird über ihr neuseeländisches Tochterunternehmen Turners & Growers Limited, Auckland, Neuseeland, die Tomatenanbauer Great Lake Tomatoes Limited, Auckland, Neuseeland, und Rianto Limited, Hamilton, Neuseeland, übernehmen. Die Wirksamkeit beider Übernahmen steht jeweils unter dem Vorbehalt der Zustimmung der neuseeländischen Regulierungsbehörde Overseas Investment Office (OIO), die sich mit ausländischen Investitionen befasst. Am 3. März 2015 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Großhandel von Pflanzenschutzmitteln beteiligt gewesen sein sollen. Der Untersuchungszeitraum geht bis auf das Jahr 2000 zurück. Einzelheiten zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses nicht vor. Die BayWa AG wird mit dem Bundeskartellamt in allen Punkten kooperieren und den Sachverhalt intern aufarbeiten, um eine Klärung des Sachverhalts herbeizuführen. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2014 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausgezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Die Auszahlung erfolgt linear, d.h. der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern für das Geschäftsjahr 2014 betragen 6,519 Mio. Euro (Vorjahr: 5,811 Mio. Euro), davon 2,300 Mio. Euro (Vorjahr: 2,505 Mio. Euro) variabel. Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Altersvorsorge) wurden Beiträge in Höhe von 1,230 Mio. Euro (Vorjahr: 0,881 Mio. Euro) entrichtet. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/ erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,686 Mio. Euro (Vorjahr: 0,683 Mio. Euro), davon 0,351 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,322 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementManagement von Chancen und Risiken eng an langfristiger Strategie und Mittelfristplanung ausgerichtetDie Unternehmenspolitik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen sowie die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich im Konzern zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Verbindliche Ziele und Verhaltensweisen in Unternehmensleitlinien und ethischen GrundsätzenDarüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems: regelmäßige RisikoberichteKern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiter-entwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Risk Board - zentraler Bestandteil und Weiterentwicklung des Chancen- und RisikomanagementsZentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Um der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells im Agrarhandel vom erfassungsbasierten Geschäft zu einem international tätigen Händler von Agrarrohstoffen Rechnung zu tragen, wurde das im Vorjahr implementierte gruppenübergreifende Risikomanagementsystem für die Agrar-Gruppe weiter ausgebaut. Dieses umfasst die Agrarhandelsaktivitäten von BayWa, Cefetra-Gruppe, Bohnhorst Agrarhandel GmbH sowie BayWa Agrar International B.V., welche nach einheitlichen Grundsätzen überwacht werden. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk umfasst unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren. Das Interne Kontrollsystem umfasst insbesondere:
Erweiterte, wertorientierte Verfahren zur Handelsrisikosteuerung eingeführtNeben der bereits etablierten handelstäglichen Positionsermittlung und Überwachung von volumenbasierten Marktrisikolimiten wurden im Jahr 2014 erweiterte, wertorientierte Verfahren zur Handelsrisikosteuerung eingeführt. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse, sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkung außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen der Agrar-Gruppe sowie deren Risikogehalt werden in einem wöchentlichen Risk Report an den Vorstand berichtet. Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche gruppenweite IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testing durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Die im Vorjahr eingeführte Risk Governance wurde weiter ausgebaut. Das diesbezüglich höchste Entscheidungsgremium innerhalb der Agrar-Gruppe, das Agrar-Risiko-Committee, besteht aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen. Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde sowohl auf Gruppenebene als auch in den jeweiligen Agrarhandelsgesellschaften ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelsgesellschaften bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen. Ziel des ACC: verbesserte kommerzielle Koordination der AgrarhandelsaktivitätenDarüber hinaus wurde ein Agrar Coordination Center (ACC) eingerichtet mit dem Ziel, eine verbesserte kommerzielle Koordination der Agrarhandelsaktivitäten zu erreichen. Hierzu gehört eine weltweite Marktbeobachtung sowie eine Optimierung des Handelsportfolios unter Chancen- und Risikoaspekten. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder zum Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, wie sie beispielsweise bei einer erneuten Eskalation der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum möglich sind, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenAktive Überwachung des Net Working CapitalsWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, welches in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte einerseits und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte andererseits begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung des Net Working Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert und durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solar und Biomasse - das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, welches durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Chancen und Risiken aus FinanzinstrumentenNeben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt der BayWa-Konzern zur Absicherung seines Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie -in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben. Preischancen und -risikenFortlaufende Überwachung von Risiken in entsprechenden GremienInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln, Mineralöl, Biomethan oder Solarkomponenten. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralöl- und Biomethanbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln oder Solarkomponenten aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht das Risiko, dass in Folge der niedrigeren Einspeise- bzw. Stromerlöse die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Vergleich zur Planung unterschritten wird. Der BayWa-Konzern verwendet zur Messung und Steuerung des Risikos aus Warentermingeschäften, die als Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind, ein portfoliobasiertes Value-at-Risk-Verfahren. Der von der BayWa verwendete Value at Risk zielt auf die Quantifizierung der negativen Wertänderung eines Portfolios, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) während eines definierten Zeitraums (5 Handelstage) nicht überschritten wird. Der zum 31. Dezember 2014 ermittelte Value at Risk beträgt 3,390 Mio. Euro und bringt damit zum Ausdruck, dass der potenzielle Verlust aus den betrachteten Warentermingeschäften innerhalb der nächsten 5 Handelstage mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Wert von 3,390 Mio. Euro nicht überschreiten wird. Fremdwährungschancen und -risikenKeine spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in FremdwährungenDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, insbesondere im Bereich des grenzüberschreitenden Agrarhandels, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst in geringem Umfang direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Konzerns insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, welches nicht durch einen Natural Hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Futures, Zinscaps und Zinsswaps. Im Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,5 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 19,428 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 19,428 Mio. Euro führen. Rechtliche und regulatorische Chancen und RisikenDie Unternehmen des Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern ist bislang noch vielfach von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen abhängig. Politisch motivierte Veränderungen der Förderparameter - insbesondere die rückwirkende Absenkung oder Abschaffung von Einspeisevergütungen - können sich daher erheblich auf den Wert dieser Anlagen auswirken: Entweder über zukünftig geringere erzielbare Veräußerungspreise oder über geringere Mittelzuflüsse aus dem Betrieb der Anlagen. Den möglichen Ergebnisauswirkungen aus solchen Risiken begegnet die BayWa durch eine dreifache Diversifizierung ihres Geschäftsportfolios im Bereich der regenerativen Energien: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsbereichen (zum einen Projekte und Service und zum anderen Handel). Kredit- und KontrahentenrisikenRisikominimierung durch umfangreiches DebitorenüberwachungssystemIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert der zum Abschlussstichtag bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das erwartete Ausfallrisiko beläuft sich auf 15,746 Mio. Euro (Vorjahr: 9,118 Mio. Euro). LiquiditätsrisikenFinanzierungsstruktur entsprechend Saisonalität der GeschäftstätigkeitDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend im Konzern abbilden können. Rating des BayWa-Konzerns2014 Kreditlinien erhöht und mehrfach überzeichnetes Schuldscheindarlehen emittiertDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2014 konnte der BayWa-Konzern zum wiederholten Mal die Kreditlinien erhöhen und ein mehrfach überzeichnetes Schuldscheindarlehen emittieren. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Mit mehr als 1.000 Auszubildenden unter den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen RegionenGleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 1.000 Auszubildenden im Jahr 2014 zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenFortlaufende Optimierung von ProzessabläufenDie Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungRisiken insgesamt begrenzt und überschaubarDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren geopolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessProfessionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Kontrollsystem zur Überwachung des RechnungslegungsprozessesEin Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine - wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert - vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Ferner wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen eingerichtet. Des Weiteren werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, monatlich ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei Erstellung, Buchung und KontrolleDurch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fort- und Weiterbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung, Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. PrognoseberichtAusblick für das Segment AgrarErwartete Markt- und BranchenentwicklungZunehmende Digitalisierung der LandwirtschaftMittel- bis langfristig stabiler bis positiver Preistrend für landwirtschaftliche ErzeugnisseDie langfristigen Wachstumstreiber für die Agrarwirtschaft behalten unverändert ihre Gültigkeit: Vor allem die stetig wachsende Weltbevölkerung sorgt weiterhin für einen steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln, und die rückläufige Anbaufläche pro Kopf macht eine fortlaufende Erhöhung der Flächenerträge nötig. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind kontinuierliche Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft notwendig. Dadurch wird der Technisierungsgrad in der Agrarerzeugung weiter steigen. Die zunehmende Digitalisierung der Landwirtschaft wird dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Optimierung von Ablaufprozessen und die Steigerung der Erträge haben. Gleichzeitig führt eine Erhöhung der Flächenerträge auch in Teilen zu einem wachsenden Bedarf an Betriebsmitteln. Die immer stärkere Vernetzung der Märkte für Agrarerzeugnisse rund um den Globus verbreitert die Beschaffungsbasis und beeinflusst die Preisbildung. Außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten bei einzelnen Agrarprodukten und in einzelnen Regionen können kurzfristig zu starken Preisschwankungen führen. Mittel- bis langfristig ist dagegen von einem stabilen bis positiven Preistrend für landwirtschaftliche Erzeugnisse auszugehen. In Europa profitiert die Agrarbranche von vergleichsweise günstigen klimatischen Bedingungen, einem hohen produktionstechnischen Know-how und der guten technischen Ausstattung der Betriebe. Die aktuellen Prognosen für die Erntesaison 2014/15 gehen bei Getreide und Ölsaaten von einer zweiten Rekordernte in Folge aus; die Erntemenge von Getreide - ohne Reis - soll weltweit mit 2.001 Mio. Tonnen geringfügig über dem Vorjahresniveau von 1.996 Mio. Tonnen liegen. Für den weltweiten Verbrauch wird eine Zunahme um etwa 2 Prozent auf 1.977 Mio. Tonnen erwartet, so dass sich die Lagerbestände voraussichtlich um rund 24 Mio. Tonnen auf 420 Mio. Tonnen erhöhen werden. Dadurch nimmt die Reichweite der Endbestände von 74 Tagen im Getreidejahr 2013/14 auf 78 Tage im Getreidejahr 2014/15 zu. Auch für die EU wird eine gute Versorgungslage erwartet: Bei einem um rund 5 Prozent höheren Erntevolumen von 317 Mio. Tonnen steigt die Menge des verfügbaren Getreides trotz rückläufiger Importe um gut 4 Prozent auf 364 Mio. Tonnen. Auf Basis dieser Schätzungen erhöhen sich die Endbestände im Getreidejahr 2014/15 auf rund 50 Mio. Tonnen. Trotz der weltweit guten Angebotslage werden tendenziell stabile bzw. moderat steigende Getreidepreise erwartet. Im Mehrjahresvergleich liegen die Preise für Getreide deutlich unter den Höchstständen der Jahre 2012 und 2013. Der hohe Wechselkurs des US-Dollar dürfte zu niedrigeren Exporten von amerikanischem Getreide führen. Gleichzeitig dürften auch die Weizenexporte aus Russland aufgrund der im Februar 2015 eingeführten Exportzölle im Jahresverlauf zurückgehen. Bei Futtergetreide deutlicher Bestandsaufbau erwartetBei Futtergetreide geht das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 von einem deutlichen Bestandsaufbau aus, da der erwartete Verbrauch mit 1.255 Mio. Tonnen unter der nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Erzeugungsmenge von 1.274 Mio. Tonnen liegt. Daher kann es nach den starken Preisanstiegen im Vorjahr zu einer Entspannung bei den Preisen im laufenden Getreidejahr kommen. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Preisentwicklung jedoch zunehmend von den Ernteerwartungen für das Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 beeinflusst werden. Seit 1. Januar 2015 Anforderungen des Greenings verpflichtendBei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wird für Saatgut eine erhöhte Nachfrage erwartet, da seit dem 1. Januar 2015 die Anforderungen des Greenings verpflichtend zu erfüllen sind. Demgemäß müssen landwirtschaftliche Betriebe grundsätzlich 5 Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Eine landwirtschaftliche Nutzung bleibt allerdings unter bestimmten Voraussetzungen weiter zulässig. Dazu gehört beispielsweise der Anbau von Eiweißpflanzen, die den Stickstoff im Boden binden, oder der Anbau von Zwischenfrüchten. Dadurch dürfte vor allem der Bedarf an Saatgut für Leguminosen und andere Zwischenfrüchte steigen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird sich 2015 unter der Annahme einer weitgehend gleichbleibenden Anbaustruktur voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das Erlöschen bzw. der Widerruf von Zulassungen beispielsweise für einige Pflanzenschutzmittel mit fungiziden Wirkstoffen könnte zu einem Rückgang der entsprechenden Absatzmengen führen. Dem dürfte allerdings ein höherer Absatz alternativer Pflanzenschutzmittel gegenüberstehen. Insgesamt sind für das Jahr 2015 tendenziell stabile Preise zu erwarten. Für Düngemittel ist aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen im Dezember 2014 und Januar 2015 zumindest von einem anhaltend hohen Bedarf auszugehen, da die Pflanzen bereits große Nährstoffmengen aufgenommen haben und durch die wassergesättigten Böden der pflanzenverfügbare Stickstoff und Schwefel in tiefere Bodenschichten verlagert wurde. Einen gegenläufigen Einfluss auf die Mengennachfrage dürfte allerdings die neue Düngemittelverordnung haben, durch die der mengenmäßige Einsatz von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln begrenzt und die Sperrfrist für die Ausbringung von bislang drei auf vier Monate verlängert werden soll. Nachdem es bei Düngemitteln im ersten Halbjahr 2014 zu einem deutlichen Preisrückgang gekommen war, haben sich die Preise im zweiten Halbjahr wieder moderat erhöht. Sie liegen jedoch immer noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2013. Zudem können sich die gesunkenen Energiepreise mittelfristig auch auf die Düngemittelpreise dämpfend auswirken. Grundsätzlich begünstigt das im Vergleich zu 2013 niedrigere Preisniveau den Düngemitteleinsatz, so dass von einer stabilen bis steigenden Nachfrage nach Düngemitteln ausgegangen werden kann. Wie in den Vorjahren können sich die Preise je nach Sorte allerdings uneinheitlich entwickeln. Steigerung der Apfelernte in der südlichen HemisphäreNach der hohen Erntemenge des Vorjahres ist in Deutschland für Obst unter der Annahme eines normalen Witterungsverlaufs im Jahr 2015 von einem geringeren Ernteertrag auszugehen. Eine ähnliche Entwicklung ist auch für die übrigen Länder Westeuropas anzunehmen. Bei einem insgesamt geringeren Erntevolumen in Europa sind trotz etwas höherer Lagerbestände als im vergangenen Jahr moderat steigende Obstpreise zu erwarten. In der südlichen Hemisphäre wird auf Basis der gegenwärtigen Fruchtentwicklung eine Steigerung der Apfelernte um rund 5 Prozent auf 5,54 Mio. Tonnen erwartet. Dazu trägt auch Neuseeland mit einer um 13 Prozent höheren Apfelproduktion als im Jahr 2014 bei. Aufgrund von kurz vor Erntebeginn in einigen Regionen des Landes aufgetretenen Hagelschäden reduzierte sich jedoch der Anteil exportfähiger Früchte und wird derzeit auf rund 298.000 Tonnen veranschlagt. Dies würde im Vorjahresvergleich einem Rückgang um rund 4 Prozent entsprechen. Bei den Apfelpreisen ist in Anbetracht der Fokussierung auf höhere Qualitäten und weiter steigender Exporte nach Asien zumindest von einer stabilen Entwicklung bzw. von moderaten Erhöhungen auszugehen. Zurückhaltung nach Rekordinvestitionsniveaus der vergangenen zwei JahreAngesichts der bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Jahr 2014 deutlich verschlechterten Erlöse hat sich das Stimmungsbarometer der Landwirtschaft im Jahresverlauf 2014 spürbar eingetrübt und auch für die Einschätzung der zukünftigen Lage zeichnet sich aktuell keine Besserung ab. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte liegt im ersten Halbjahr 2015 mit 34 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 40 Prozent und auch das geplante Investitionsvolumen sinkt von 6,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,7 Mrd. Euro. Dabei entwickeln sich die Investitionen in allen Bereichen vom Bau von Wirtschaftsgebäuden über Hof- und Stalltechnik sowie Maschinen und Anlagen bis hin zur Außenwirtschaft rückläufig. Nach den Rekordinvestitionsniveaus der vergangenen zwei Jahre zeichnet sich somit für das Jahr 2015 eine gewisse Zurückhaltung ab. Vor diesem Hintergrund geht der Branchenverband VDMA Landtechnik für das gesamt Jahr 2015 von einem Rückgang der Investitionen in Deutschland um knapp 7 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,6 Mrd. Euro) aus. Mittel- und langfristig jedoch wird die Landtechnikbranche von dem weiter zunehmenden Technologieeinsatz zur Intensivierung der Agrarproduktion und Steigerung der Effizienz sowie dem Trend zur Digitalisierung profitieren. Erwarteter GeschäftsverlaufAusweitung des Umschlagsvolumens von Getreide, Ölsaaten und Ölschrote auf über 30 Mio. TonnenDas Handelsvolumen des BayWa-Konzerns mit Agrarerzeugnissen - insbesondere Getreide und Ölsaaten - dürfte im Jahr 2015 voraussichtlich deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Diese Erwartung wird durch das gute Nacherfassungsgeschäft, höhere Lagerbestände bei Getreide und die hohe prognostizierte Erntemenge für das Getreidejahr 2014/15 getragen. Die gegenwärtige Preisentwicklung deutet darauf hin, dass die Erntevermarktung im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr stetiger verlaufen könnte. Im Jahr 2014 hatte die aufgrund der ungünstigen Preisentwicklung geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger den Handel vor allem im zweiten und dritten Quartal erheblich eingeschränkt. Darüber hinaus werden die im Rahmen der internationalen Expansionsstrategie unter dem Dach der BayWa Agrar International B.V. neu gegründeten Handelsgesellschaften Cefetra S.p.A. in Italien, Cefetra Ibérica S.L.U. in Spanien sowie die BayWa Marketing & Trading International B.V. in den Niederlanden zu einem weiteren Wachstum des Umschlagvolumens im BayWa-Konzern beitragen. Insgesamt dürfte sich daraus eine Ausweitung des Umschlagsvolumens von Getreide, Ölsaaten und Ölschrote auf über 30 Mio. Tonnen ergeben, die auf Basis der erwarteten Preisentwicklung auch zu einem entsprechenden Anstieg des Umsatzes führen sollte. Im Betriebsmittelgeschäft dürfte das Absatzvolumen im Jahr 2015 vor allem durch eine bessere Marktdurchdringung in den bestehenden Vertriebsregionen und die Neueröffnung der BayWa Agro Polska Sp. z o.o. in Polen steigen. In der Umsatzentwicklung wirkt sich allerdings der Verkauf der Futtermittelproduktion der RKW Süd zum 1. März 2015 gegenläufig aus. Ferner kann die für Mitte 2015 geplante Neufassung der Düngemittelverordnung zu einem Rückgang der eingesetzten Düngermengen führen. Insgesamt geht die BayWa jedoch von einem deutlichen Umsatzanstieg in der Sparte Agrarhandel aus. Die Umsatzausweitung dürfte auch zu einer spürbaren Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) führen. Vermarktungsmenge bei Obst im BayWa-Konzern erheblich über dem VorjahreswertIm Obstgeschäft dürfte die gesamte Vermarktungsmenge des BayWa-Konzerns erheblich über dem Vorjahreswert liegen, da das Absatzvolumen der in Neuseeland im Geschäftsjahr 2014 durch Turners & Growers erworbenen Tochtergesellschaft Apollo Apples Limited erstmals enthalten ist. Angesichts im Jahresverlauf 2015 erwarteter stabiler bis moderat steigender Preise ist von einer mit der Absatzentwicklung korrespondierenden Umsatzsteigerung der Sparte Obst auszugehen. Die Neuausrichtung des deutschen Obstgeschäfts in der BayWa Obst GmbH & Co. KG erhöht die Effizienz und Flexibilität der Sparte, reduziert die Komplexität und baut die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig aus. Dadurch können die Potenziale der strategischen Zukunftsmärkte besser genutzt werden. Schließlich wird auch die Zusammenarbeit von Turners & Growers mit Apollo Apples die Nutzung von Synergien ermöglichen und so die Ertragskraft verbessern. Das operative Ergebnis (EBIT) der Sparte Obst dürfte jedoch im Jahr 2015 deutlich unter dem Vorjahreswert liegen, da im Zuge der erstmaligen Einbeziehung von Apollo Apples in den Konzernabschluss der BayWa im Jahr 2014 ein einmaliger Ertrag aus der Bewertung der erworbenen Aktiva im Ergebnis enthalten war. Ausweitung des Servicegeschäfts erwartetDas Technikgeschäft wird im ersten Halbjahr 2015 von dem gegenüber dem Vorjahresniveau erhöhten Auftragsbestand bei Landmaschinen profitieren. Im zweiten Halbjahr dürfte sich jedoch der Absatz neuer Landmaschinen deutlich abschwächen. Auch in der Hof- und Stalltechnik wird das Geschäftsvolumen voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Die hohen Absatzzahlen von Landmaschinen der vergangenen Jahre sollten allerdings zu einer spürbaren Ausweitung des Servicegeschäfts führen. Dennoch dürfte das zusätzliche Servicegeschäft den erwarteten Umsatzrückgang beim Neumaschinenverkauf nicht ausgleichen können. Insgesamt rechnet die BayWa in der Landtechnik im Jahr 2015 mit einem Umsatz, der geringfügig unter dem Vorjahresniveau liegen dürfte. Das operative Ergebnis (EBIT) wird voraussichtlich proportional zum Umsatz sinken. Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar einen deutlichen Anstieg der Absatzvolumina bei Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln. Die daraus resultierende Ausweitung des Umsatzvolumens dürfte den erwarteten Umsatzrückgang im Technikgeschäft überkompensieren. Von der insgesamt positiven Umsatzentwicklung des Segments sollte auch das operative Ergebnis (EBIT) profitieren und spürbar über dem Wert des Jahres 2014 liegen. Ausblick für das Segment EnergieErwartete Markt- und BranchenentwicklungPreisanstieg für Rohöl prognostiziertDie Nachfrage nach fossilen Brennstoffen im Wärmegeschäft unterliegt zum einen Verbrauchsschwankungen in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf. Zum anderen wird das Orderverhalten von der Preisentwicklung bei Heizöl beeinflusst, die ihrerseits wesentlich vom Rohölpreis abhängt. Die Prognosen für den Rohölpreis gehen von einem Preisanstieg auf 80 bis 85 US-Dollar je Barrel zum Jahresende 2015 aus. Diesem Szenario liegt die Erwartung zugrunde, dass das Überangebot, das zu dem starken Preisverfall im zweiten Halbjahr 2014 geführt hat, durch Förderkürzungen der OPEC-Staaten ab Jahresmitte 2015 verringert wird. Zudem kann auch die Nachfrage nach Rohöl im Zuge eines stärkeren Wachstums der Weltwirtschaft wieder spürbar ansteigen. Der Heizölverbrauch in den Kernregionen der BayWa wird voraussichtlich auch im Jahr 2015 aufgrund struktureller Einflussfaktoren wie dem Vormarsch der erneuerbaren Energien, dem stärkeren Einsatz von Gas sowie Einsparungen im Verbrauch durch den Einsatz moderner Technologien und energetische Sanierungen im Gebäudebestand weiter rückläufig sein. Der Absatz von Holzpellets profitiert von der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Zahl installierter Holzpellets-Heizungsanlagen. Das zukünftige Wachstumspotenzial dieses Energieträgers wird allerdings durch die regionale Verfügbarkeit des Rohstoffs und die wirtschaftlich begrenzte Transportdistanz eingeschränkt. Der Absatz von Kraft- und Schmierstoffen hängt vor allem von der konjunkturellen Entwicklung ab. Angesichts eines für Deutschland prognostizierten Wirtschaftswachstums von 1,7 Prozent ist von einer moderat steigenden Nachfrage auszugehen. Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 bei mindestens 20 Prozent in der EUIm Bereich der regenerativen Energien sind die Weichen für die langfristige Entwicklung gestellt: Das von der Bundesregierung beschlossene Energiekonzept 2050 sieht die Erreichung eines Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 80 Prozent vor. In der EU soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf mindestens 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs steigen. Allerdings wurde die Förderung der erneuerbaren Energien infolge der Staatsschuldenkrisen in etlichen Ländern eingeschränkt oder eingestellt. Auch in Deutschland ergeben sich erhebliche Verwerfungen durch die Anpassungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Novellierung des EEG vom August 2014 mit dem Ziel, die Bezahlbarkeit der Energiewende für die Bürger sowie die Wirtschaft sicherzustellen und die Belastungen für das Gesamtsystem zu begrenzen, sieht weitere Begrenzungen der Förderungen und eine Beteiligung der Eigenversorger an den Kosten des Netzausbaus vor. So wird für alle Betreiber großer Erneuerbarer-Energien-Anlagen die Direktvermarktung in einem Marktprämienmodell zum Regelfall. Überschüssiger Strom neuer Anlagen ab einer installierten Leistung von 500 Kilowatt muss verkauft und an der Strombörse - in der Regel durch einen Direktvermarkter - gehandelt werden. Für kleinere Anlagen gilt zwar weiterhin die garantierte Einspeisevergütung mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Allerdings ist künftig bei Neuanlagen auch für selbst erzeugten und verbrauchten Strom die EEG-Umlage zu zahlen, sofern die Bagatellgrenzen einer installierten Leistung von 10 Kilowatt (KW) oder eines Eigenverbrauchs von 10 Megawattstunden (MWh) pro Jahr überschritten werden. Für Onshore-Windkraftanlagen wurde - wie bereits zuvor für Photovoltaik - ein Ausbaukorridor festgelegt. Ausgehend von einer Basisdegression, die ab dem 1. Januar 2016 pro Quartal um 0,4 Prozent sinkt, kommt es bei Überschreitung des Ausbaukorridors zu einer Erhöhung, bei Unterschreitung zu einer Absenkung der Degressionssätze. Für neue Biomasseanlagen entfallen mit dem EEG 2014 alle bis dahin noch vorgesehenen einsatzstoffbezogenen Sondervergütungen. Der Ausbau der Biomasse wird hierdurch auf den Einsatz von Reststoffen wie Gülle und Abfallstoffe konzentriert. Dies macht den Neu-, Um- oder Erweiterungsbau dieser Anlagen wirtschaftlich unattraktiv. Insgesamt ist zu erwarten, dass der Kapazitätszubau in den Bereichen Photovoltaik, Windenergie und Biomasse - wie politisch gewollt - durch die Novellierung des EEG in Deutschland spürbar verlangsamt wird. In einigen südeuropäischen Ländern wird sich der Zubau bei den erneuerbaren Energien aufgrund der Kürzung oder Einstellung der Förderungen ebenfalls verringern. Weltweit weiter steigende Investitionen in erneuerbare EnergienWeltweit wird dagegen mit weiter steigenden Investitionen in erneuerbare Energien gerechnet. So wird für den Bereich Photovoltaik ein Wachstum von knapp 5 Prozent prognostiziert. Der größte Anteil an diesem Zuwachs wird in China erwartet: Anfang Februar veröffentlichte das Land für das Jahr 2015 ein Zubauziel von 15 Gigawatt (GW). Damit würde der Kapazitätsausbau um rund 50 Prozent über dem Wert des Jahres 2014 liegen. In den USA wird mit rund 2,9 GW für 2015 ein rund 30 Prozent höherer Zubau von Photovoltaikanlagen erwartet, da die Förderung über Investment Tax Credits (ITC) bis Ende 2016 fortgeschrieben wurde. Innerhalb Europas bleiben die Rahmenbedingungen für den Bau von Neuanlagen insbesondere in Großbritannien noch bis März 2016 günstig. Für Onshore-Windkraftanlagen wird im Jahr 2015 eine neu installierte Leistung von 54 GW prognostiziert - das entspricht einem weltweit um rund 10 Prozent höheren Kapazitätszubau als im Vorjahr. Der Schwerpunkt des Wachstums liegt dabei in Asien - und hier vor allem in China, auf das allein mehr als ein Drittel des Zubaus entfällt. In Europa bleiben die Rahmenbedingungen in Frankreich, Schweden und Finnland attraktiv; zudem wird das Ausbauvolumen in Großbritannien voraussichtlich wieder das hohe Niveau der vergangenen zwei Jahre erreichen. In den USA ist eine Verlängerung der Steuererleichterungen - Production Tax Credits (PTC) - in Aussicht gestellt, so dass auch mit einem weiteren Zuwachs beim Bau von Windkraftanlagen zu rechnen ist. Erwarteter GeschäftsverlaufBefüllstände der Heizöltanks bei den Verbrauchern noch relativ hochInnerhalb des traditionellen Energiegeschäfts ist im Handel mit Kraft- und Schmierstoffen angesichts der erwarteten positiven Wirtschaftsentwicklung sowie des auf 62,4 Mio. gewachsenen Fahrzeugbestands in Deutschland von einem steigenden Absatz auszugehen. Obwohl sich die Heizölpreise nahe der Tiefststände der vergangenen fünf Jahre bewegen, ist nicht mit einem signifikanten Nachfrageanstieg zu rechnen, da nach zwei Wintern mit überdurchschnittlich milden Temperaturen in Folge die Befüllstände der Heizöltanks bei den Verbrauchern noch relativ hoch sind. Zudem wird sich die strukturell rückläufige Nachfrage im Heizölgeschäft fortsetzen. Der dadurch bedingte Absatzrückgang wird voraussichtlich nicht vollständig durch den Zugewinn von Marktanteilen ausgeglichen werden können. Über alle Produktbereiche hinweg sollte der Umsatz im Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn- und Schmierstoffen im Jahr 2015 auf Basis der derzeitigen Preise jedoch voraussichtlich das Vorjahresniveau erreichen. Für das operative Ergebnis (EBIT) der Sparte ist von einer moderaten Steigerung auszugehen, da sich der Anteil des margenschwächeren Heizölgeschäfts am Gesamtumsatz des traditionellen Energiebereichs verringern dürfte. Fortsetzung des Wachstumskurses bei den erneuerbaren EnergienProjektierungsvolumen von mehr als 175 MW für WindkraftDas Geschäftsfeld Regenerative Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist, wird seinen Wachstumskurs sowohl auf organischer Basis als auch durch die jüngsten Akquisitionen in Schweden und den USA im Jahr 2015 fortsetzen. Rückgänge in einzelnen europäischen Ländern oder Technologiebereichen, wie beispielsweise - bedingt durch erhebliche Förderungskürzungen - im spanischen Solar- und Windkraftmarkt oder im deutschen Biogasgeschäft, werden durch Wachstum in anderen Märkten mehr als ausgeglichen. Im Photovoltaikgeschäft liegt der Schwerpunkt im Jahr 2015 auf neuen Projekten in Großbritannien und den USA. Darüber hinaus wird der Markteintritt in Südostasien geprüft. Insgesamt summiert sich das projektierte Volumen im Photovoltaikbereich auf über 153 MW. Bei Windkraftanlagen liegt der Fokus der Aktivitäten im Jahr 2015 in den USA, Großbritannien und Schweden, gefolgt von Deutschland und Frankreich. In Summe erreicht das Projektierungsvolumen für Windkraft mehr als 175 MW. Im Geschäft mit Biomasse in Deutschland stehen der Bau von 2 Biogasanlagen auf Basis des alten EEG, das Repowering von Anlagen, Beratungsleistungen und das Rohstoffmanagement im Mittelpunkt. Die Konsolidierung im Handel mit Photovoltaikkomponenten in Kontinentaleuropa setzt sich auch im Jahr 2015 fort. In den USA und Großbritannien ist dagegen von weiteren Absatzsteigerungen auszugehen, die jedoch den Rückgang in den anderen Regionen nicht vollständig ausgleichen werden. Insgesamt sollte der Umsatz des Geschäftsfelds Regenerative Energien aufgrund des Wachstums im Projektierungsgeschäft im Jahr 2015 geringfügig über dem Niveau des Vorjahres liegen. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte sich moderat verbessern. In Summe strebt das Segment Energie im Jahr 2015, auf Basis der erwarteten Entwicklungen in den einzelnen Bereichen, ein moderates Wachstum des Umsatzes und des operativen Ergebnisses (EBIT) an. Dabei sollte die Zuwachsrate des Ergebnisses höher ausfallen als die des Umsatzes. Ausblick für das Segment BauErwartete Markt- und BranchenentwicklungSteigerung der realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 2,0 Prozent erwartetDas Wachstumstempo der Bauwirtschaft in Deutschland dürfte sich gemäß dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr etwa halbieren; insgesamt wird mit einer Zunahme des baugewerblichen Umsatzes um ca. 2 Prozent auf rund 101 Mrd. Euro gerechnet. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Baugenehmigungen von 7,1 Prozent im Jahr 2014 wird das Wachstum auch 2015 vor allem vom Wohnungsbau getragen. Entsprechend sollen die realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 2,0 Prozent steigen; dazu werden sowohl der Neubau als auch Modernisierungsmaßnahmen beitragen. Vom Wirtschaftsbau und den Bauaktivitäten der öffentlichen Hand dürften etwas geringere Impulse ausgehen. Im Wirtschaftsbau wird mit einer Zunahme der Bauinvestitionen um 1,9 Prozent gerechnet; die Steigerungsrate im öffentlichen Bau dürfte bei 1,7 Prozent liegen, da hier die Konsolidierung der Haushalte weiterhin Vorrang vor Investitionen hat. In Österreich wird nach Prognosen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) für das Jahr 2015 eine Zunahme der Bautätigkeit um real 0,7 Prozent erwartet. Damit wird das Wachstum des Bausektors auch im Jahr 2015 über der Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung liegen. Getragen wird dieser Anstieg - wie bereits im Vorjahr - insbesondere durch den Wohnungsbau, da hier die Baugenehmigungen zum Ende des dritten Quartals 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um knapp 3 Prozent zulegten. Erwarteter GeschäftsverlaufWachstum vor allem beim Mehrgeschosswohnungsbau in BallungsräumenServiceführerschaft sowohl im B2B als auch im B2C-Bereich das ZielDas Segment Bau der BayWa wird im Jahr 2015 von dem grundsätzlich positiven Branchenumfeld nur in geringerem Maße profitieren können, da das erwartete Wachstum weiterhin vor allem auf den Mehrgeschosswohnungsbau in Ballungsräumen entfallen wird. Im ländlichen Raum bleiben die Umfeldfaktoren dagegen durchwachsen: So wird beim Bau von Wirtschaftsgebäuden in der Landwirtschaft mit deutlich geringeren Zuwächsen gerechnet als im Vorjahr und auch die gewerblichen Baumaßnahmen dürften sich eher verhalten entwickeln. Die gestiegene Zahl der Baugenehmigungen für den Eigenheimbau sollte sich dagegen auch positiv auf die Regionen außerhalb der Ballungsräume auswirken. Nachdem das Geschäft im Bereich der energetischen Gebäudesanierung im Vorjahr rückläufig war, könnten sich hier im Jahresverlauf wieder ansteigende Energiepreise belebend auf die Nachfrage auswirken. Vor diesem Hintergrund liegt der Fokus im Baustoffhandel auf der Stärkung des Vertriebs - insbesondere für Privatkunden - sowie der Serviceführerschaft sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich. Ferner werden die E-Commerce-Angebote deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus werden Vorzeigeprojekte wie das Effizienzhaus Plus durch Verkauf des Konzepts an Bauträger breiter vermarktet. Aufgrund dieser Impulse sollte der Umsatz des Segments Bau im Jahr 2015 geringfügig wachsen. Beim operativen Ergebnis (EBIT) werden sich die fortgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Beschaffung, Logistik und Optimierung des Standortnetzes positiv auswirken. Das EBIT dürfte sich gegenüber dem Vorjahr moderat verbessern. Sonstige AktivitätenFür die Sonstigen Aktivitäten ist keine Prognose möglich, da die Umsatz- und Ergebnisentwicklung maßgeblich durch die opportunistische Nutzung von Marktchancen im Rahmen des Portfoliomanagements der BayWa geprägt wird. Ausblick für den BayWa-KonzernPerspektiven für den BayWa-Konzern insgesamt positivDie Perspektiven im Jahr 2015 für den BayWa-Konzern sind insgesamt positiv. Der Umsatz des Konzerns sollte auf Basis der erwarteten Rahmenbedingungen in den Segmenten im Jahr 2015 moderat steigen. Die operativen Ergebnisgrößen des Konzerns EBITDA, EBIT und EBT dürften sich - getragen vom Unternehmenswachstum vor allem in den Auslandsmärkten und der positiven Ergebnisentwicklung aller Segmente - im Jahr 2015 spürbar verbessern. Die BayWa setzt damit ihren Weg der nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft zur Sicherung der Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zielstrebig fort. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2014Fortgeführte Geschäftsbereichescroll
Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnisscroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2014Anhang (E.1.)scroll
Hinsichtlich der nach Hauptgruppen gegliederten Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten, über welche die Beherrschung erlangt oder verloren wurde, wird auf Abschnitt B.1. des Konzernanhangs verwiesen. Daeiner der primären Geschäftszwecke im Geschäftsfeld Regenerative Energien darin besteht, Projektgesellschaften nach erfolgter Projektfertigstellung zu veräußern, werden Einzahlungen aus Abgängen von Projektgesellschaften aus dem Konsolidierungskreis nicht dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit, sondern dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet. Die übrigen zahlungsunwirksamen Erträge umfassen im Wesentlichen den vorläufigen negativen Goodwill aus der Übernahme der Geschäftsaktivitäten der Apollo Apples Limited sowie Entkonsolidierungsergebnisse. Konzern-EigenkapitalveränderungsrechnungAnhang (C.12.)scroll
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Konzernanhang zum 31. Dezember 2014Nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB. (A.) Grundlagen des BayWa-Konzernabschlusses(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie BayWa AG hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa-Konzern ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrarhandel, Obst, Technik, Energie, Regenerative Energien und Baustoffe. Das Geschäftsfeld Agrarhandel umfasst den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln. Das Geschäftsfeld Obst fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obstanbau und Obsthandel zusammen. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftsfeld Technik abgebildet. Das Geschäftsfeld Energie bietet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holzpellets. Im Geschäftsfeld Regenerative Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an regenerativen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet. Im Segment Bau sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen sowie der Betrieb von Bau- und Gartenmärkten der österreichischen Konzerngesellschaften zusammengefasst. Gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 haben sich keine Änderungen ergeben. Jedoch wurden abweichend vom Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2013 Ertragsteuererstattungsansprüche und Ertragsteuerschulden gesondert unter den Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen. Erstattungsansprüche und Schulden aus anderen Steuerarten sind in den sonstigen Vermögenswerten bzw. unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Vorjahr beinhalteten die ausgewiesenen Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowohl Ertragsteuern als auch andere Steuerarten. Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit wurde die Darstellung der Vergleichszahlen des Vorjahres entsprechend angepasst. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschluss-Stichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. Der Konzernabschluss entspricht zudem den ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB. Das Geschäftsjahr des BayWa-Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Konzernunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutschen Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main, der Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main, der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund, der LWM Austria GmbH, Hollabrunn, Österreich, der Frisch & Frost Nahrungsmittel GmbH, Wien, Österreich, der AUSTRIA JUICE GmbH, Kröllendorf, Österreich, der Allen Blair Properties Limited, Wellington, Neuseeland, der Fresh Vegetable Packers Limited, Christchurch, Neuseeland, der Mystery Creek Asparagus Limited, Hamilton, Neuseeland, sowie der Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien, die jeweils nach der Equity-Methode bilanziert werden. Sämtliche genannten Unternehmen haben mit dem 28. Februar, 31. März oder 30.Juni einen abweichenden Bilanzstichtag. Für sämtliche Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 30. November bzw. 31.Dezember 2014 die Konsolidierungsgrundlage. Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen). (A.2.) Schätzungen und Beurteilungen des ManagementsBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36. Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen. Ebenso haben Änderungen erwarteter Gehalts- und Rententrends sowie die erwartete Mitarbeiterfluktuation Auswirkungen auf die "Defined Benefit Obligation" (DBO). Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Vertretbare Änderungen dieser Annahmen können dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst. Inwieweit vertretbare Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen für wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte dazu führen würden, dass der Buchwert der jeweiligen Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Abschnitt C.1. des Konzernanhangs dargestellt. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen. Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die konzerneinheitliche Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind. Die getroffenen Annahmen in Bezug auf die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden in regelmäßigen Abständen überprüft und falls notwendig angepasst. Aus der regelmäßigen Prüfung hat sich im Geschäftsjahr 2014 eine Umstellung von der linearen auf eine leistungsabhängige Abschreibung für eine Biogasanlage ergeben, um dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens der Biogasanlage zu entsprechen (Änderungen von Schätzungen im Sinne von IAS 8.32 [d]). Hieraus hat sich im Geschäftsjahr eine verringerte planmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens von 0,230 Mio. Euro ergeben. Für die Folgejahre wird hieraus eine verminderte planmäßige Abschreibung von maximal 0,185 Mio. Euro pro Jahr erwartet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte erfordert Schätzungen hinsichtlich des zukünftigen Ertragspotenzials, des Standorts, der Pflanzung, des Alters, der Sorte sowie der Produktionskapazitäten der Obstplantagen. Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswerts basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben. Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen. Die betrieblichen Aufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschluss-Stichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa-Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschluss-Stichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen. (A.3.) Auswirkungen von neuen RechnungslegungsstandardsIm Geschäftsjahr 2014 erstmals anzuwendende RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2014 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Diese neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie des BayWa-Konzerns. Im Mai 2011 veröffentlichte der IASB drei neue Standards: IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 11 (Joint Arrangements) und IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities). Zusätzlich wurden Änderungen an zwei bereits bestehenden Standards, IAS 27 (Separate Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) veröffentlicht. Die Standards wurden im Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Die Erstanwendung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Mit IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) soll eine methodisch einheitliche Abgrenzung des Konsolidierungskreises unabhängig von der Beteiligungsform gewährleistet werden (also unabhängig davon, ob ein Unternehmen durch Stimmrechte von Investoren oder durch andere vertragliche Vereinbarungen, wie bei Zweckgesellschaften üblich, kontrolliert wird). Die Basis hierfür bildet ein Beherrschungskonzept mit umfangreichen Anwendungsleitlinien, welches in den neuen Standard integriert wurde. IFRS 10 ersetzt somit die entsprechenden Regelungen der bisherigen Fassung des IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) und des SIC-12 (Consolidation - Special Purpose Entities) in vollem Umfang. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 im Konzernabschluss der BayWa AG mit Wirkung zum 1. Januar 2014 ist die Gesellschaft IFS S.r.l., Bozen, Italien, seither nicht mehr Bestandteil des Vollkonsolidierungskreises des BayWa-Konzerns, da weder die BayWa AG noch eines der Konzernunternehmen Beherrschung über die Gesellschaft im Sinne der Definition des IFRS 10 ausüben konnte. Die sich aus dem Abgang der Gesellschaft ergebenden Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind in Abschnitt B.1. des Konzernanhangs dargestellt. IFRS 11 (Joint Arrangements) regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen, durch die die gemeinschaftliche Kontrolle zusammen mit einem Dritten ausgeübt werden kann. Die Bilanzierung orientiert sich an den sich aus der gemeinschaftlichen Vereinbarung ergebenden Rechten und Pflichten und nicht mehr an der rechtlichen Form. Die gemeinschaftlichen Vereinbarungen lassen sich in gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) unterscheiden. Bei gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind zukünftig die anteiligen Vermögenswerte und Schulden entsprechend den Rechten und Pflichten des Einzelnen zu bilanzieren. Der Anteil an einem Gemeinschaftsunternehmen ist zukünftig zwingend nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Eine Quotenkonsolidierung ist nicht mehr zulässig. Die Regelungen des IAS 31 (Interests in Joint Ventures) zur Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und SIC-13 (Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers) werden durch IFRS 11 ersetzt. Die erstmalige Anwendung des IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. In IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) werden die Offenlegungsvorschriften geregelt, die im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen sowie gemeinschaftlichen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen bestehen. Die Angaben sollen es ermöglichen, die Art der genannten Unternehmensbeziehungen und die damit verbundenen Risiken einzuschätzen sowie die Auswirkungen dieser Beteiligungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu verdeutlichen. Infolge der Änderungen durch IFRS 10 und IFRS 12 veröffentlichte der IASB eine überarbeitete Fassung von IAS 27 (Separate Financial Statements), die nun ausschließlich die Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im IFRS-Einzelabschluss regelt. In der vom IASB ebenfalls überarbeiteten Fassung von IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) wird neben der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen nun auch die Bilanzierung von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode geregelt. Im Zuge der Einführung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 hat der IASB zusätzlich Änderungen an den genannten Standards veröffentlicht, die nach erfolgter Übernahme in europäisches Recht ebenfalls erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderungen enthalten Klarstellungen zu bestimmten Übergangsvorschriften bei der erstmaligen Anwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Im Dezember 2011 veröffentlichte der IASB Ergänzungen zu IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) hinsichtlich der Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Die Ergänzung zu IAS 32 stellt bestehende Saldierungsregeln klar und ist nach erfolgter Übernahme in europäisches Recht im Dezember 2012 verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Aus den Ergänzungen zu IAS 32 haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns ergeben. Im Mai 2013 veröffentlichte der IASB Ergänzungen zu IAS 36 (Impairment of Assets) hinsichtlich der Angaben zur Ermittlung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten, falls dieser Betrag auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten basiert. Die Änderungen sind nach der erfolgten Übernahme in europäisches Recht im Dezember 2013 verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Im Juni 2013 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement), die im Dezember 2013 in europäisches Recht übernommen wurde. Danach bleiben Derivate trotz einer Novation weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert. Die Änderungen sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Aus den Änderungen zu IAS 39 haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns ergeben. Im Oktober 2012 hat der IASB Veränderungen an den IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht, die im November 2013 in europäisches Recht übernommen wurden. Durch die Änderung wird eine Ausnahme in Bezug auf die Konsolidierung von Tochterunternehmen von Investmentgesellschaften gewährt. Erfüllt ein Mutterunternehmen die Definition einer Investmentgesellschaft (z. B. Investmentfonds, Unit Trusts), sind die Investitionen in bestimmte Tochtergesellschaften erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und ÄnderungenDer IASB bzw. das IFRS Interpretations Committee hat nachfolgende Standards, Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung bislang jedoch nicht verpflichtend ist. Teilweise ist eine Übernahme (Endorsement) dieser IFRS bzw. Interpretationen in das europäische Recht noch nicht erfolgt. Sämtliche geänderten Verlautbarungen werden nach ihrer Übernahme in europäisches Recht im BayWa-Konzern ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet werden. Auf eine mögliche vorzeitige Anwendung wurde verzichtet. Im Mai 2013 veröffentliche der IASB IFRIC 21 (Levies), der im Juni 2014 in europäisches Recht übernommen wurde. Die Interpretation stellt für Abgaben, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften von der öffentlichen Hand auferlegt werden, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen nach IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen zu passivieren sind. Nach der vorliegenden Interpretation ist eine Verpflichtung im Abschluss zu erfassen, sobald das verpflichtende Ereignis, das die Zahlungspflicht nach der der Abgabe zugrunde liegenden gesetzlichen Vorschrift auslöst, eintritt. Als Erstanwendungszeitpunkt gilt der 17. Juni 2014. Aus der Interpretation werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Im November 2013 veröffentlichte der IASB eine Änderung des IAS 19 (Employee Benefits), die im Dezember 2014 in europäisches Recht übernommen wurde. Mit der Änderung wird die Vorschrift klargestellt, die sich auf die Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, zu Dienstzeitperioden beziehen. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Die Änderung tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Aus der Änderung wird keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2010-2012) hat der IASB im Mai 2012 Änderungen an sieben Standards vorgenommen, die im Dezember 2014 in europäisches Recht übernommen wurden. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Aus den Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Eine Anpassung an IFRS 2 (Share-based Payment) stellt die Definitionen von "Ausübungsbedingungen" und "Marktbedingungen" klar und ergänzt den Standard um Definitionen der Begriffe "Leistungsbedingung" und "Dienstbedingung". Des Weiteren enthält IFRS 3 (Business Combinations) eine Änderung, die klarstellt, dass bedingte Gegenleistungen, die als Vermögensgegenstand oder Schuld einzustufen sind, an jedem Stichtag zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, unabhängig davon, ob es sich bei der bedingten Gegenleistung um ein Finanzinstrument im Anwendungsbereich von IAS 39 oder IFRS 9, einen nichtfinanziellen Vermögenswert oder eine Schuld handelt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts (mit Ausnahme von Anpassungen im Bewertungszeitraum) sind aufwands- oder ertragswirksam zu erfassen. Entsprechende Folgeänderungen wurden an IFRS 9, IAS 39 und IAS 37 vorgenommen. Eine Änderung am IFRS 8 (Operating Segments) schreibt vor, dass ein Unternehmen die maßgeblichen Ermessungsentscheidungen offenzulegen hat, auf deren Grundlage die Unternehmensleitung die Anwendung der Zusammenfassungskriterien auf Geschäftssegmente getroffen hat. Des Weiteren wird klargestellt, dass ein Unternehmen nur Überleitungen der Summe der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente auf die Vermögenswerte des Unternehmens zur Verfügung stellen muss, wenn die Vermögenswerte des berichtspflichtigen Segments regelmäßig dem Hauptentscheidungsträger vorgelegt werden. Eine Ergänzung zu IFRS 13 (Fair Value Measurement) stellt klar, dass die Veröffentlichung von IFRS 13 und die damit einhergehenden Folgeänderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht zur Abschaffung der Möglichkeit geführt hat, kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zinssatz ohne Abzinsung zu ihrem Nominalbetrag zu bewerten, solange die Auswirkung der nicht erfolgten Abzinsung nicht wesentlich ist. Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) vorgenommen. Hierin wird klargestellt, dass bei der Neubewertung einer Sachanlage der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die in Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht, und sich die kumulierte Abschreibung als Differenz zwischen Bruttobuchwert und Nettobuchwert nach Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen ergibt. Eine Änderung in IAS 24 (Related Party Disclosures) stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung für die Berichtseinheit oder das Mutterunternehmen der Berichtseinheit erbringt, ein nahestehendes Unternehmen der Berichtseinheit ist. Eine Änderung des IAS 38 (Intangible Assets) stellt klar, dass bei einer Neubewertung eines immateriellen Vermögenswerts der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die in Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht, und sich die kumulierte Abschreibung als Differenz zwischen Bruttobuchwert und Nettobuchwert nach Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen ergibt. Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2011 - 2013) hat der IASB im November 2012 Änderungen an vier Standards vorgenommen, die im Dezember 2014 in europäisches Recht übernommen wurden. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen. Aus den Änderungen werden keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Eine Änderung an IFRS 1 (First-time Adoption of International Financial Reporting Standards) stellt klar, dass ein Unternehmen in seinem ersten IFRS-Abschluss die Wahl zwischen der Anwendung bestehender und derzeit geltenden IFRS und der vorzeitigen Anwendung von neuen oder überarbeiteten IFRS hat, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, sofern deren vorzeitige Anwendung gestattet ist. Ein Unternehmen muss die gleiche Fassung eines Standards über alle Perioden hinweg anwenden, die im ersten IFRS-Abschluss abgedeckt werden. Eine Änderung in IFRS 3 (Business Combinations) stellt klar, dass vom Anwendungsbereich des IFRS 3 die Bilanzierung der Gründung aller Arten von gemeinsamen Vereinbarungen im Abschluss der gemeinsamen Vereinbarung selbst ausgeschlossen ist. Eine Anpassung des IFRS 13 (Fair Value Measurement) stellt klar, dass die Ausnahme für Portfolios in Textziffer 52 von IFRS 13 alle Verträge beinhaltet, die nach IAS 39 oder IFRS 9 bilanziert werden; dies gilt unabhängig davon, ob sie die Definition eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit nach IAS 32 erfüllen. Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 40 (Investment Property) vorgenommen. Hierin wird klargestellt, dass die Bestimmung, ob eine bestimmte Transaktion sowohl die Definition eines Unternehmenszusammenschlusses nach IFRS 3 als auch die Definition einer als Finanzanlage gehaltenen Immobilie nach IAS 40 erfüllt, die Anwendung beider Standards unabhängig voneinander erfordert. Noch nicht im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen wurden folgende Standards bzw. Änderungen von Standards: Im Januar 2014 veröffentlichte der IASB mit IFRS 14 (Regulatory Deferral Accounts) einen Interimsstandard, der es IFRS-Erstanwendern gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt. Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Aus der Anwendung des neuen Standards werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Im Mai 2014 veröffentlichte der IASB Änderungen zum IFRS 11 (Joint Arrangements). Mit den Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden hat, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 201 6 beginnen. Es werden hieraus keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Ebenfalls im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 38 (Intangible Assets) vorgenommen. Die Anpassungen an IAS 16 stellen klar, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. In IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Daneben wurden in beiden Standards neue Leitlinien zur Bestimmung der Nutzungsdauer aufgenommen, wonach erwartete zukünftige Verringerungen des Veräußerungspreises ein Hinweis auf einen stärkeren Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts sein können. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Im Juni 2014 veröffentlichte der IASB Änderungen zu IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) hinsichtlich der Bilanzierung von fruchttragenden Pflanzen. Solche fruchttragenden Pflanzen sind zukünftig vom Anwendungsbereich des IAS 41 ausgenommen und fallen in den Anwendungsbereich von IAS 16, so dass sie nach dem Anschaffungskosten- oder dem Neubewertungsmodell zu bilanzieren sind. Die erzeugten Produkte bleiben hingegen weiterhin im Anwendungsbereich des IAS 41. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Auswirkungen der Änderungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns werden derzeit geprüft. Im August 2014 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 27 (Separate Financial Statements). Zukünftig wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors zugelassen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 201 6 beginnen. Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. Im September 2014 wurden durch den IASB Änderungen an IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) vorgenommen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Hieraus werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2012-2014) hat der IASB im September 2014 Änderungen und Klarstellungen an vier Standards vorgenommen. Eine Übernahme der Änderungen in europäisches Recht steht noch aus. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen werden keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns erwartet. In IFRS 5 (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations) wurde eine gesonderte Leitlinie für die Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie "zur Veräußerung gehalten" direkt in die Kategorie "zu Ausschüttungszwecken an Eigentümer gehalten" umklassifiziert oder umgekehrt sowie für Fälle, in denen die Bilanzierung als "zu Ausschüttungszwecken an Eigentümer gehalten" beendet wird. Eine Änderung an IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) ergänzt den Standard um Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsvertrag ein anhaltendes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögenswert darstellt, um die erforderlichen Anhangsangaben bestimmen zu können. Eine weitere Anpassung stellt klar, dass die Änderungen des IFRS 7 zur Saldierung nicht explizit für alle Zwischenberichtsperioden erforderlich sind. Diese Angaben können jedoch im Einzelfall erforderlich sein, um den Vorschriften des IAS 34 zu entsprechen. Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 19 (Employee Benefits) vorgenommen. Es wird klargestellt, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen. Daher ist die Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungsebene zu beurteilen. Eine Anpassung des IAS 34 (Interim Financial Reporting) stellt die Bedeutung "an anderer Stelle im Zwischenbericht" klar und ergänzt den Standard um eine Vorschrift, einen Querverweis auf diese andere Stelle aufzunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Zwischenberichts liegt. Mit IFRS 15 (Revenue from Contracts with Customers) hat der IASB im Mai 2014 einen neuen Standard zur Erlösrealisierung verabschiedet, der vorschreibt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der Standard bietet hierfür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, und ersetzt die derzeitigen Erlösvorschriften in IAS 11 (Construction Contracts) und IAS 18 (Revenue). Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Übernahme von IFRS 15 in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns werden derzeit geprüft. Im Juli 2014 wurde durch den IASB der finale Entwurf des IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Ziel ist die vollständige Ablösung des aktuell gültigen IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Von seinem Vorgängerstandard unterscheidet sich die jüngste Fassung des IFRS 9 insbesondere durch eine überarbeitete Klassifizierung für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Neu gestaltet wurden auch die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Des Weiteren wurde auch die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. In Anbetracht der Komplexität des Themengebiets des IFRS 9 ist eine Aussage über die Auswirkungen im Detail derzeit nicht verlässlich möglich. Jedoch wird davon ausgegangen, dass diese Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben werden. (B.) Angaben zur Konsolidierung(B.1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IFRS 10In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar Beherrschung im Sinne des IFRS 10 ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt. scroll
Im Geschäftsjahr 2014 wurden nachfolgende, im Berichtsjahr oder in Vorjahren gegründete Gesellschaften erstmalig in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen: BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald); Windpark Kraubatheck GmbH, Kilb, Österreich; Beethoven Wind, LLC, San Diego, USA; Aurora Solar Projects, LLC, Los Angeles, USA; Berryfruit New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland; Samsonwind Wirtsnock GmbH, Thomatal, Österreich; BayWa r.e. Solar Projects LLC, Los Angeles, USA; BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden; BayWa r.e. 206. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald); Windpark Melfi GmbH, Gräfelfing; Windfarm Lacedonia GmbH, Gräfelfing; Solarpark Vine Farm GmbH, Gräfelfing; Solarpark Flit GmbH, Gräfelfing; Solarpark Lynt GmbH, Gräfelfing; Solarpark Pindgewood GmbH, Gräfelfing; Solarpark Aston Clinton GmbH, Gräfelfing; Windfarm Fraisthorpe GmbH, Gräfelfing; Windpark Hamwiede GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Grünwald); Cefetra S.p.A., Roma, Italien; Delica Shanghai, Shanghai, Volksrepublik China; Apollo Apples (2014) Limited, Auckland, Neuseeland. Bei bereits in den Vorjahren gegründeten Gesellschaften war eine Einbeziehung in den Konzernabschluss der BayWa AG bislang aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung der Gesellschaften für den Konzernabschluss unterblieben. Zudem wurden die Gesellschaften Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich; RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich; Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich; r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zehnte Biogas KG, Regensburg; r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zwölfte Biogas KG, Regensburg; Aufwind BB GmbH & Co. Bioenergie Dessau Sechzehnte KG, Regensburg; Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg; BayWa r.e. Solardächer II GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Grünwald); Eko-En Kozmin Sp. z o.o., Poznan, Polen; RI-Solution Data GmbH, Wien, Österreich; BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München; Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises waren, ab dem 1. Januar 2014 erstmalig nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der BayWa AG mit einbezogen. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agri GmbH & Co. KG, München, mit Wirkung zum 30. September 2014 weitere 40 Prozent der Anteile an der Bohnhorst Agrarhandel GmbH, Steimbke, erworben, so dass der BayWa Agri GmbH & Co. KG seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 36,000 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im September 2014 zur Auszahlung gelangte erste Kaufpreisrate von 19,200 Mio. Euro. Weitere Kaufpreisraten über insgesamt 16,800 Mio. Euro sind in den Jahren 2016 bis 2019 zu leisten. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der Bohnhorst Agrarhandel GmbH betrug zum Erwerbszeitpunkt 23,319 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 23,319 Mio. Euro und anderseits das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnende Eigenkapital um 12,681 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Die im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,012 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. USA LLC, Santa Fe, USA, mit Wirkung zum 1. März 2014 und 24. Juli 2014 jeweils weitere 8 Prozent der Anteile an der Focused Energy LLC, Santa Fe, USA, erworben, so dass der BayWa r.e. USA LLC seit dem Erwerbszeitpunkt 96 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 2,814 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im März bzw. Juli 2014 zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten von 2,814 Mio. Euro. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der Focused Energy LLC betrug zum Erwerbszeitpunkt 1,986 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 1,986 Mio. Euro und andererseits das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnende Eigenkapital um 0,828 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit den zusätzlichen Anteilserwerben sind keine Transaktionskosten angefallen. Die BayWa AG, München, hat mit Wirkung zum 22. Dezember 2014 weitere 15 Prozent der Anteile an der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg, erworben, so dass der BayWa AG seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,00 Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember 2014 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 1,00 Euro. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH betrug zum Erwerbszeitpunkt minus 1,180 Mio. Euro. Somit erhöhten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 1,180 Mio. Euro und reduzierte sich andererseits das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zuzurechnende Eigenkapital um 1,180 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Die BayWa AG, München, hat mit Wirkung zum 1. Juli 2014 zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Geschäftsfeld Agrarhandel im Rahmen eines Asset-Deals das Agrarhandelsgeschäft der HAGRO Handels- und Agrodienst GmbH Haßleben, Boitzenburger Land-Haßleben, erworben. Die HAGRO Handels- und Agrodienst GmbH Haßleben ist ein Agrarhändler mit Standorten in Boitzenburger Land und Mittenwalde. Das erworbene Agrarhandelsgeschäft umfasst den Handel mit Getreide, Düngemittel, Pflanzenschutz und Futtermittel, Saatgut sowie landwirtschaftlichem Betriebsbedarf. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögenswerte belaufen sich auf 2,127 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Asset-Deal nicht entstanden. Die BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München, hat zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Segment Energie von der JRS GmbH & Co. KG, Geiselhöring, und der Biber Biomasse GmbH, Geiselhöring, mit Wirkung zum 1. Januar 2014 im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbereich übernommen, der den Betrieb von Heizkraftwerken und die damit zusammenhängende Wärmelieferung umfasst. Die Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 14,000 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,027 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet insbesondere zukünftig erwartete Synergieeffekte. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand zukünftiger Ergebniserwartungen aus langfristigen Lieferverträgen ermittelt. Da die dargestellten Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert auch den steuerlichen Wertansätzen entsprechen, wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation keine passiven latenten Steuern angesetzt. Die BayWa r.e. Solar Projects LLC, Los Angeles, USA, hat mit Wirkung zum 5. Juni 2014 im Rahmen eines Asset-Deals zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Bereich der erneuerbaren Energien den Geschäftsbetrieb der Martifer Solar USA, Inc., Santa Monica, USA, und der Martifer Aurora Solar, LLC, Santa Monica, USA, bestehend aus Vermögenswerten und den zum Geschäftsbetrieb gehörenden Projektgesellschaften Studios Solar, LLC, Los Angeles, USA, Studios Solar 2, LLC, Los Angeles, USA, Studios Solar 3, LLC, Los Angeles, USA, Studios Solar 4, LLC, Los Angeles, USA, Studios Solar 5, LLC, Los Angeles, USA, ESA Newton Grove 1 NC LLC, Los Angeles, USA, ESA Selma NC 1 LLC, Los Angeles, USA, ESA Smithfield 1 NC LLC, Los Angeles, USA, Old Snake Hill Solar 1 LLC, Los Angeles, USA, Spartan Solar 1 LLC, Los Angeles, USA, erworben. Die Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 6,248 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,652 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden aus zukünftigen Ergebniserwartungen aus Projektverkäufen ermittelt. Der Wertermittlung lag ein Abzinsungsfaktor von 8,6 Prozent zugrunde. Da die dargestellten Wertansätze der Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert auch den steuerlichen Wertansätzen entsprechen, wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation keine passiven latenten Steuern angesetzt. Seit der Übernahme der Projekttätigkeiten am 5. Juni 2014 erzielte die übernehmende Gesellschaft bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 1,139 Mio. Euro. Die "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich, hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 im Rahmen eines Asset-Deals zur Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Bereich Baustoffe den Geschäftsbetrieb Baustoffhandel der Dipl.-Ing. Werner Goidinger Bau- & Betonwaren GmbH übernommen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögenswerte belaufen sich auf 0,962 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,018 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die vereinbarten Kaufpreise stellen sich wie folgt dar: scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Asset-Deal nicht entstanden. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft Apollo Apples (2014) Limited, Auckland, Neuseeland, zur Ausweitung ihrer Handelsaktivitäten im Geschäftsfeld Obst im Rahmen eines Asset-Deals die Geschäftsaktivitäten im Bereich Obstanbau und Obsthandel mitsamt der dazugehörigen Vermögenswerte und Schulden der Apollo Apples Limited, Whakatu, Neuseeland, erworben. Mit dem Erwerb steigt der Anteil der BayWa-Konzerngesellschaften am neuseeländischen Apfel-Export auf 35 Prozent. Die Transaktion umfasst auch den Erwerb des Eigentums sowie der Pachtrechte an insgesamt rund 500 Hektar Anbaufläche in der Region Hawke's Bay in Neuseeland. Die bisherige Apollo Apples Limited verkaufte etwa 30 Prozent ihres jährlichen Exportvolumens nach Asien; weitere rund 30 Prozent gingen nach Europa. Das gesamte Handelsvolumen des Unternehmens betrug jährlich etwa 25.000 Tonnen Äpfel. Die Hauptsorten sind JAZZ, Royal Gala und Braeburn. Anders als das Unternehmen Turners & Growers Limited, Auckland, Neuseeland, das neben 100.000 Tonnen Äpfeln pro Jahr u. a. auch Trauben und Kiwifrüchte vermarktet, konzentrierte sich die Apollo Apples Limited ausschließlich auf das Geschäft mit Äpfeln. Der Umsatz der Apollo Apples Limited lag im Geschäftsjahr 2013 bei rund 32 Mio. Euro. Der Übergang des Geschäftsbetriebs mitsamt den dazugehörigen Vermögenswerten und Schulden von der Apollo Apples Limited auf die eigens für diese Zwecke von der Turners & Growers Limited gegründete Apollo Apples (2014) Limited erfolgte mit Zahlung der ersten Kaufpreisrate am 19. Dezember 2014. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Vermögenswerte und Schulden betragen 32,339 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember 2014 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 29,650 Mio. Euro. Zudem enthält der Kaufvertrag bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit der operativen Entwicklung des erworbenen Geschäftsbetriebs (überwiegend der zukünftigen Ernte- und Vermarktungsmengen) in den Jahren 2015 bis 2018 zu leisten sind. Die aufgrund der bedingten Kaufpreisbestandteile in den Folgejahren zu leistenden Zahlungen liegen in einer Bandbreite zwischen 0,000 und 2,778 Mio. Euro. Aufgrund der zum Erwerbszeitpunkt erwarteten Geschäftsentwicklung der erworbenen Geschäftsaktivitäten wurde ein vorläufiger Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 32,339 Mio. Euro angesetzt. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,376 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs der Apollo Apples Limited erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der vorläufige negative Goodwill in Höhe von 8,354 Mio. Euro wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und ist insbesondere auf Geschäftsrisiken zurückzuführen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht bilanzierungsfähig waren. Die im Rahmen der vorläufigen Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven und stillen Lasten wurden anhand von Gutachten ermittelt oder aus Marktpreisen abgeleitet. Wäre die Übernahme der Geschäftsaktivitäten bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 31,452 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 2,063 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit der Übernahme der Geschäftsaktivitäten am 19. Dezember 2014 erzielte die Apollo Apples (2014) Limited bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,000 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu dem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Asset Holding GmbH auf die Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG besteht seit dem 10. Oktober 2013, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 6,776 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten. Im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. 148. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Cornwall Power (Polmaugan) Ltd., London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. 148. Projektgesellschaft mbH auf die Cornwall Power (Polmaugan) Ltd. besteht seit dem 17. Januar 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,760 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar 2014 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,007 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Cornwall Power (Polmaugan) Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 17. Januar 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Cornwall Power (Polmaugan) Ltd. bei einem Umsatz von 0,316 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,052 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der KS SPV 23 Limited, London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 27. Januar 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,437 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte erste Kaufpreisrate von 2,206 Mio. Euro. Zwei weitere Kaufpreisraten über insgesamt 1,231 Mio. Euro wurden im Juni und August 2014 geleistet. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,017 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der KS SPV 23 Limited erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Der Solarpark wurde nach Projektfertigstellung im weiteren Jahresverlauf veräußert. Weitere Informationen hierzu sind ebenfalls in diesem Abschnitt des Konzernanhangs bei den Erläuterungen zu Konsolidierungskreisabgängen dargestellt. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Asset Holding GmbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 9. September 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 2,664 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im September zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven beziehen sich auf Projektrechte und wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,550 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,179 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 9. September 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 0,464 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,110 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden, im Rahmen eines Share-Deals 76 Prozent der Anteile an der HS Kraft AB, Malmö, Schweden, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Scandinavia AB auf dieses Unternehmen besteht seit dem 1. Mai 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,259 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Mai zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,387 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der HS Kraft AB erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der HS Kraft AB entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,398 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,477 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,039 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. Mai 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die HS Kraft AB bei einem Umsatz von 1,086 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,135 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über ihre Konzerngesellschaft BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden, im Rahmen eines Share-Deals jeweils 100 Prozent der Anteile an der Furukraft AB, Malmö, Schweden, und an der Lyngsåsa Kraft AB, Malmö, Schweden, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Scandinavia AB auf diese Unternehmen besteht seit dem 1. September 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlungen für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 2,604 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im September zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten von 0,006 Mio. Euro. Zudem enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an den Gesellschaften bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit der im Zuge der Projektentwicklung bei den erworbenen Projektgesellschaften installierten Megawatt zukünftig zu leisten sind. Aufgrund der zum Erwerbszeitpunkt vorgesehenen Projektentwicklung wurde ein Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 2,604 Mio. Euro angesetzt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der Furukraft AB und der Lyngsåsa Kraft AB erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung der Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 1. September 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielten die Furukraft AB und die Lyngsåsa Kraft AB bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,007 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über ihre Konzerngesellschaft BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden, im Rahmen eines Share-Deals jeweils 100 Prozent der Anteile an der Åshults Kraft AB, Malmö, Schweden, der Ryfors Kraft AB, Malmö, Schweden, und an der Stormon Energi AB, Malmö, Schweden, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Scandinavia AB auf diese Unternehmen besteht seit dem 1. Oktober 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlungen für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 2,020 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im Oktober zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten von 0,500 Mio. Euro. Zudem enthält der Kaufvertrag über den Erwerb der Anteile an den Gesellschaften bedingte Kaufpreisbestandteile, die in Abhängigkeit der im Zuge der Projektentwicklung installierten Megawatt bei den erworbenen Projektgesellschaften zukünftig zu leisten sind. Aufgrund der zum Erwerbszeitpunkt erwarteten Projektentwicklung wurde ein Kaufpreis inklusive bedingter Kaufpreisbestandteile von insgesamt 2,020 Mio. Euro angesetzt. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der Åshults Kraft AB, der Ryfors Kraft AB und der Stormon Energi AB erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung der Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaften bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 1. Oktober 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielten die Åshults Kraft AB, die Ryfors Kraft AB und die Stormon Energi AB bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,012 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaften BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien, sowie Windfarm Lacedonia GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 50 Prozent der Anteile an der Breathe Energia in Movimento S.r.l., Potenza, Italien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der beiden Gesellschaften auf dieses Unternehmen besteht seit dem 4. August 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,150 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im August zur Auszahlung gelangte erste Kaufpreiskomponente von 0,300 Mio. Euro. Eine weitere Kaufpreisrate über 0,850 Mio. Euro ist bis Juni 2015 zu leisten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Breathe Energia in Movimento S.r.l. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der Breathe Energia in Movimento S.r.l. entfallende Anteil am Nettovermögen von 1,150 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. In der Kaufpreisallokation wurden stille Lasten im Zusammenhang mit erworbenen Projektrechten identifiziert, so dass der Wert der unter den Vorräten bilanzierten Projektrechte entsprechend reduziert wurde. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine aktive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,000 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,001 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 4. August 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Breathe Energia in Movimento S.r.l. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,428 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaften BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien, sowie Windfarm Lacedonia GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 65 Prozent der Anteile an der Alisea S.r.l., Roma, Italien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der beiden Gesellschaften auf dieses Unternehmen besteht seit dem 15. Dezember 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,412 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Alisea S.r.l. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der Alisea S.r.l. entfallende Anteil am Nettovermögen von 1,837 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,000 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,006 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 15. Dezember 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Alisea S.r.l. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,008 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft Windfarm Fraisthorpe GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Fraisthorpe Wind Farm Ltd., London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Windfarm Fraisthorpe GmbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 25. November 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 37,267 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im November zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Fraisthorpe Wind Farm Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,000 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,017 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Seit dem 25. November 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Fraisthorpe Wind Farm Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,009 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft Solarpark Vine Farm GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Vine Farm Solar Wendy Ltd., London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Solarpark Vine Farm GmbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 29. Oktober 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 9,168 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Vine Farm Solar Wendy Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 29. Oktober 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Vine Farm Solar Wendy Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,003 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft Solarpark Flit GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Haymaker (Homestead) Ltd., Eastbourne, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Solarpark Flit GmbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 18. Dezember 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,589 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 2,444 Mio. Euro. Eine weitere Kaufpreiszahlung über 1,145 Mio. Euro ist nach dem Erreichen eines vertraglich definierten Projektfortschritts zukünftig zu leisten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Haymaker (Homestead) Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 18. Dezember 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte Haymaker (Homestead) Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,016 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft Solarpark Aston Clinton GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Haymaker (Gib Lane Solar) Ltd., London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Solarpark Aston Clinton GmbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 17. November 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 4,592 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 3,687 Mio. Euro. Eine weitere Kaufpreiszahlung über 0,905 Mio. Euro ist nach dem Erreichen eines vertraglich definierten Projektfortschritts zukünftig zu leisten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Haymaker (Gib Lane Solar) Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 17. November 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte Haymaker (Gib Lane Solar) Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,091 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft Solarpark Pindgewood GmbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Haymaker (Solar) Ltd., London, Großbritannien erworben. Die beherrschende Einflussnahme der Solarpark Pindgewood GmbH, Gräfelfing, auf dieses Unternehmen besteht seit dem 21. Oktober 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,064 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 2,190 Mio. Euro. Eine weitere Kaufpreiszahlung über 0,874 Mio. Euro ist nach dem Erreichen eines vertraglich definierten Projektfortschritts zukünftig zu leisten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Haymaker (Solar) Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 21 .Oktober 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Haymaker (Solar) Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,016 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. 206. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der SESMP110 Lower House Solar Farm Ltd., London, Großbritannien, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. 206. Projektgesellschaft mbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 26. Juli 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,710 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juli zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der SESMP110 Lower House Solar Farm Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 26. Juli 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die SESMP110 Lower House Solar Farm Ltd. bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,016 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. 204. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an Fontenet Solarphoton SAS, Fontenet, Frankreich, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. 204. Projektgesellschaft mbH auf dieses Unternehmen besteht seit dem 10. April 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,133 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im April zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Fontenet Solarphoton SAS erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung des Solarparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,000 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,018 Mio. Euro niedriger ausgefallen. Die Gesellschaft wurde nach Projektfertigstellung im weiteren Jahresverlauf veräußert. Weitere Informationen hierzu sind ebenfalls in diesem Abschnitt des Konzernanhangs bei den Erläuterungen zu Konsolidierungskreisabgängen dargestellt. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich, im Rahmen eines Share-Deals jeweils 100 Prozent der Anteile an der Les Pointes Energies SARL, Paris, Frankreich, Montjean Energies SARL, Paris, Frankreich, Quilly Guenrouet Energies SARL, Paris, Frankreich, und der Theil Rabier Energies SARL, Paris, Frankreich, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. France SAS auf diese Unternehmen besteht seit dem 14. November 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,004 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im November zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponenten. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der Les Pointes Energies SARL, Montjean Energies SARL, Quilly Guenrouet Energies SARL und der Theil Rabier Energies SARL erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
In der Kaufpreisallokation wurden bisher nicht bilanzierte Projektrechte identifiziert und unter den Vorräten ausgewiesen. Die angesetzten Projektrechte wurden auf Basis einer Markttransaktion zwischen Verkäufer und Käufer, abgeleitet aus Ertragswerten, festgelegt. Da diese Projektrechte nach Projektfertigstellung im Zuge der Veräußerung der Windparks wieder abgehen und bis dahin nach IFRS nicht abgeschrieben werden, kommt es in der Folgebilanzierung zu keinem Unterschied zur steuerrechtlichen Behandlung. Eine passive latente Steuer wurde daher nicht angesetzt. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, hätten sich keine Auswirkungen auf den Konzernumsatz und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis ergeben. Seit dem 14. November 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielten die Gesellschaften bei einem Umsatz von 0,000 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,003 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung des Projektgeschäfts im Geschäftsfeld Regenerative Energien über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. España S.L.U., Barcelona, Spanien, mit Wirkung zum 15. Dezember 2014 jeweils 50 Prozent der Anteile an der Rock Power Cáceres S.L.U., Barcelona, Spanien, und an der Rock Power S.L.U., Barcelona, Spanien, erworben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Rock Power Cáceres S.L.U., Barcelona, Spanien, wurden des Weiteren 100 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft Serrezuela Solar XXI S.L.U., Barcelona, Spanien, erworben. Zusammen mit den von der BayWa r.e. España S.L.U. bereits zuvor gehaltenen Anteilen von 50 Prozent an der Rock Power Cáceres S.L.U. und der Rock Power S.L.U., die bis zum Zeitpunkt des sukzessiven Erwerbs at-Equity bilanziert wurden, befinden sich seit dem Erwerbszeitpunkt jeweils 100 Prozent der Anteile an den Gesellschaften im Besitz der BayWa r.e. España S.L.U. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. España S.L.U. auf diese Unternehmen besteht seit dem 15. Dezember 2014, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung der Gesellschaften in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,214 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 0,003 Mio. Euro sowie die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten, bislang von der BayWa r.e. España S.L.U. at-Equity-bilanzierten Anteile von 0,211 Mio. Euro. Die Bewertung der bislang an der Rock Power Cáceres S.L.U. und der Rock Power S.L.U. gehaltenen Anteile von jeweils 50 Prozent erfolgte nach dem Ertragswertverfahren. Die Bewertung führte zu keiner Ergebniswirkung. Die im Zusammenhang mit dem Anteilserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,004 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit den Unternehmenserwerben der Rock Power Cáceres S.L.U., der Rock Power S.L.U. sowie der Tochtergesellschaft Serrezuela Solar XXI S.L.U. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie erwartete Synergieeffekte. Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden aus Ertragswertverfahren abgeleitet. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 23 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 7,1 Prozent zugrunde. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 2,461 Mio. Euro höher und das den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzernergebnis um 0,441 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 15. Dezember 2014, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielten die Gesellschaften bei einem Umsatz von 0,222 Mio. Euro einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,107 Mio. Euro. Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), hat am 28. Februar 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit ihre Anteile an der Windpark Selmsdorf III GmbH & Co. KG, Grünwald, (100 Prozent) und der WP SDF Infrastruktur GmbH & Co. KG, Grünwald, (75 Prozent) veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die RENERCO GEM 1 GmbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), hat am 27. Juni 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent ihrer Anteile an der GEM WIND FARM 1 Ltd., London, Großbritannien, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), hat am 26. Juni 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent ihrer Anteile an der Parham Solar GmbH, Grünwald, veräußert. Zusammen mit der Parham Solar GmbH sind auch die von dieser gehaltenen Anteile an der GGRenewables Ltd., London, Großbritannien, veräußert worden, die bis zum Veräußerungszeitpunkt ebenfalls im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss der BayWa AG enthalten war. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die BayWa r.e. Wind, LLC, San Diego, USA, hat am 3. Juli 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent ihrer Anteile an der Brahms Wind, LLC, San Diego, USA, veräußert. Zusammen mit der Brahms Wind, LLC, sind auch die Gesellschaften Broadview Energy Prime, LLC, San Diego, USA, Broadview Energy Prime II, LLC, San Diego, USA, Broadview Energy Prime Investments, LLC, San Diego, USA, Broadview Energy Prime Investments II, LLC, San Diego, USA, und BEP Interconnect, LLC, San Diego, USA, veräußert worden, die bis zum Veräußerungszeitpunkt ebenfalls im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss der BayWa AG enthalten waren. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg, scheidet aufgrund des Beherrschungsverlusts des BayWa-Konzerns in der Komplementärgesellschaft mit Wirkung zum 11. Juli 2014 aus dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aus und wird aufgrund des bestehenden maßgeblichen Einflusses seither als assoziiertes Unternehmen nach den Vorschriften der Equity-Methode in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Ein Kaufpreis wurde im Zusammenhang mit der Veränderung der gesellschaftsrechtlichen Verhältnisse in der Komplementärgesellschaft nicht geleistet. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Ergebnis aus der Übergangskonsolidierungscroll
Das Abgangsergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Abgang des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. 203. Projektgesellschaft mbH, Grünwald, hat am 26. September 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent ihrer Anteile an der SESMP112 Supernova Solar Farm Ltd., London, Großbritannien, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), hat am 14. November 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 70 Prozent seiner Anteile an der Neuilly Saint Front Energies SAS, Begles, Frankreich, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), hat am 9. Dezember 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent seiner Anteile an der BayWa r.e. 204. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), veräußert. Zusammen mit der BayWa r.e. 204. Projektgesellschaft mbH sind auch die von dieser gehaltenen jeweils 100 Prozent der Anteile an der Argilas SAS, Le Barp, Frankreich, Bilot SAS, Le Barp, Frankreich, La Trivale SAS, Le Barp, Frankreich, Perchigat SAS, Le Barp, Frankreich, Sylva SAS, Le Barp, Frankreich, sowie an der Fontenet Solarphoton SAS, Fontenet, Frankreich, veräußert worden, die bis zum Veräußerungszeitpunkt ebenfalls im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss der BayWa AG enthalten waren. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing (ehemals: München), hat am 16. Dezember 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent seiner Anteile an der Windpark Hamwiede GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. Wind, LLC, San Diego, USA, hat am 30. Dezember 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent seiner Anteile an der Anderson Wind Project, LLC, San Diego, USA und an der Anderson Wind Project Investments, LLC, San Diego, USA veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftenscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die BayWa r.e. 149. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), hat am 31. Dezember 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent seiner Anteile an der Countryside Renewables (Forest Heath) Ltd., London, Großbritannien, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing (ehemals: Grünwald), hat am 31. Dezember 2014 im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit 100 Prozent seiner Anteile an der KS SPV 23 Limited, London, Großbritannien, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmenscroll
Die IFS S.r.l., Bozen, Italien, ist aufgrund der im Geschäftsjahr 2014 erstmalig verpflichtenden Anwendung des IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) mangels Beherrschung mit Wirkung zum 1. Januar 2014 aus dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen ausgeschieden und wird seither als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar: Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Ergebnis aus der Übergangskonsolidierungscroll
Der Abgangserfolg wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen dargestellt. Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Abgang des Konzernunternehmensscroll
In den Konzernabschluss der BayWa AG werden auch Gesellschaften einbezogen, an denen die BayWa AG mittelbar und unmittelbar über weniger als 100 Prozent der Kapital- und Stimmrechtsanteile verfügt. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für Konzerngesellschaften, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, stellen sich wie folgt dar: scroll
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Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 61 (Vorjahr: 71) inländische und 34 (Vorjahr: 61) ausländische verbundene Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte aus Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar: scroll
(B.2.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28Nach der Equity-Methode werden nachstehende 29 (Vorjahr: 26) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa-Konzern entweder über einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent oder über Geschäftsführungs- oder Aufsichtsfunktionen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind. scroll
Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt. Eine Ausnahme bilden die Anteile an der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, die aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der zugrunde liegenden Joint-Venture-Vereinbarung zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen wesentlichen Unternehmen: scroll
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Bei den dargestellten Finanzinformationen handelt es sich um die Werte, die Gegenstand des IFRS-Abschlusses des jeweiligen assoziierten Unternehmens sind. Der Bilanzstichtag der AUSTRIA JUICE GmbH fällt auf den 28. Februar des jeweiligen Geschäftsjahres. Aus diesem Grund endet auch die Berichtsperiode, die als Grundlage für die Einbeziehung des Abschlusses der AUSTRIA JUICE GmbH in den Konzernabschluss der BayWa AG herangezogen wird, auf den 30. November des jeweiligen Geschäftsjahrs und ist somit abweichend vom Bilanzstichtag des Mutterunternehmens. Aus der abweichenden Berichtsperiode ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns. scroll
Der Bilanzstichtag der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG ist mit dem 28. Februar abweichend vom Bilanzstichtag des Mutterunternehmens. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der zugrunde liegenden Joint-Venture-Vereinbarung werden die Anteile an der Gesellschaft im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewertet, so dass sich aus dem abweichenden Stichtag keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Bei den dargestellten Finanzinformationen handelt es sich um die Werte, die Gegenstand des IFRS-Abschlusses des assoziierten Unternehmens sind. Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, die für sich genommen nicht wesentlich sind: scroll
Insgesamt 33 (Vorjahr: 32) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert. Die kumulierten Vermögenswerte, Schulden, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse (jeweils auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2014 wie folgt dar: scroll
(B.3.) Veränderung des BayWa-Konsolidierungskreises im ÜberblickGegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert: scroll
Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. (B.4.) KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Zwischenergebnisse, die mit assoziierten Unternehmen realisiert werden, werden gegen den jeweiligen at-Equity bilanzierten Beteiligungsansatz eliminiert. Ist der betroffene Beteiligungsansatz für eine Eliminierung nicht in ausreichendem Umfang vorhanden, erfolgt eine Eliminierung gegen weitere in Zusammenhang mit der betreffenden Gesellschaft stehende Vermögenswerte. Sollten diese nicht oder nicht in ausreichender Höhe vorhanden sein, wird die Zwischenergebniseliminierung zur Sicherstellung einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Ertragslage mit einer Verrechnung in den Gewinnrücklagen vorgenommen. Eine Darstellung als "deferred income" und somit unter den übrigen Verbindlichkeiten wird nicht vorgenommen, da es sich bei dem eliminierten Zwischenergebnis um keine Schuld handelt und ein Ausweis als übrige Verbindlichkeit die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögenslage nicht korrekt wiedergeben würde. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet. (B.5.) WährungsumrechnungDie Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa-Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Hiervon abweichend werden Beteiligungsansätze zu historischen Kursen bewertet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz erhöhte sich im Berichtsjahr um 10,264 Mio. Euro (Vorjahr: Verringerung um 9,694 Mio. Euro). Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
(C.) Erläuterungen zur Bilanz(C.1.) Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 (Intangible Assets) aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 (Impairment of Assets). Im Berichtsjahr ist der Geschäfts- oder Firmenwert der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH aufgrund der im Folgejahr geplanten Veräußerung ihrer Vermögenswerte abgegangen. Der bei der Gesellschaft vorhandene Geschäfts- oder Firmenwert wird im Zusammenhang mit der Veräußerung der Vermögenswerte nicht auf den Käufer übertragen. Der hieraus entstandene Abgangsverlust ist in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhaltet und in der Segmentberichterstattung dem Segment Agrar zugeordnet. Darüber hinaus reduzierten sich die Geschäfts- oder Firmenwerte durch die Entkonsolidierung der Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG und der Creotecc US LLC. Im Vorjahr erfolgten aufgrund vorgesehener Standortveräußerungen im Segment Bau außerplanmäßige Abschreibungen von 9,814 Mio. Euro auf die Firmenwerte der Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, der bs Baufachhandel Brands & Schnitzler GmbH & Co. KG, der BSF BauCenter GmbH, der Krois Baustoffe + Holz Handelsgesellschaft mbH, der Küppers-Unternehmensgruppe, der Mobau-Marba GmbH, der Voss GmbH & Co. KG sowie der Wilhelm Bruchof GmbH & Co. KG. Ferner wurde eine außerplanmäßige Abschreibung von 8,116 Mio. Euro aufgrund einer eingetretenen Wertminderung auf den Firmenwert der Tecno Spot-Unternehmensgruppe vorgenommen. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe: scroll
Weitere Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung von erworbenen Unternehmen in den Konzernabschluss. Die entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb der BayWa r.e. Wind, LLC und der BayWa r.e. Solar Systems Ltd. unterliegen Wechselkursschwankungen, die zu Veränderungen gegenüber dem Vorjahr führen. Von dem insgesamt ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von 0,400 Mio. Euro (Vorjahr: 0,752 Mio. Euro) in den Folgejahren steuerlich abzugsfähig. Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen. Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa-Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren. Den Zahlungsreihen liegen geschäftsfeldspezifische Abzinsungsfaktoren vor Steuern zwischen 8,2 und 9,9 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten wird von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete geschäftsfeldspezifische Wachstumsrate zwischen 2,0 und 3,5 Prozent zugrunde gelegt. Aus den durchgeführten Impairment-Tests ergab sich im Berichtsjahr auf Basis der in der Bewertung unterstellten Planungsprämissen unter Berücksichtigung der zukünftigen Marktentwicklung kein Wertberichtigungsbedarf. Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairmenttest für die Cash-Generating Unit BayWa r.e. Solarsysteme GmbH ein Abzinsungsfaktor von 9,4 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 2,300 Mio. Euro übersteigt. Ebenso würde eine Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozent dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 0,400 Mio. Euro übersteigt. Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairmenttest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit Tecno Spot S.r.l. ein Abzinsungsfaktor von 9,4 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 2,200 Mio. Euro übersteigt. Ebenso würde eine Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozent voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 1,200 Mio. Euro übersteigt. Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairmenttest für die zahlungsmittelgenerierende Einheit WAV Wärme Austria VertriebsgmbH ein Abzinsungsfaktor von 8,9 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 0,900 Mio. Euro übersteigt. Ebenso würde eine Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozent voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 0,100 Mio. Euro übersteigt. Neben den dargestellten Cash-Generating Units würde eine vertretbare Veränderung der den Impairmenttests zugrunde gelegten wesentlichen Annahmen bei keiner weiteren Cash-Generating Unit, der ein wesentlicher Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, dazu führen, dass der Buchwert der Cash-Generating Unit deren Nutzungswert übersteigt. Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich folgendermaßen auf: scroll
(C.2.) SachanlagenDas gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswerts. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. In Ausnahmefällen werden leistungsabhängige Abschreibungen vorgenommen, wenn hierdurch eine zutreffendere Darstellung des erwarteten Verlaufs des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens erreicht wird. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 (Impairment of Assets). Zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs werden Buchwerte der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2014 ein Wertberichtigungsbedarf von 0,215 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus einer eingeschränkten Nutzbarkeit einer im Bau befindlichen Anlage aus dem Segment Energie resultierte. Zudem ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf von 0,018 Mio. Euro bei einer österreichischen Konzerngesellschaft, der ebenfalls aus einer verminderten Nutzbarkeit von Vermögenswerten resultierte. Im Vorjahr wurden aufgrund eingeschränkter Nutzbarkeit einzelner Standorte außerplanmäßige Abschreibungen von 4,859 Mio. Euro bei österreichischen Konzerngesellschaften vorgenommen. Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktivierungspflichtig wären, werden im BayWa-Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert. Von dem insgesamt ausgewiesenen Sachanlagevermögen dienten zum Bilanzstichtag 9,790 Mio. Euro (Vorjahr: 116,994 Mio. Euro) der Besicherung von Verbindlichkeiten. Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance-Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei EDV-Hardware. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich. Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Mindestleasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten passiviert. Im Anlagevermögen sind in Höhe von 7,917 Mio. Euro (Vorjahr: 7,344 Mio. Euro) als Finance Lease qualifizierte technische Anlagen und Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie immaterielle Vermögenswerte enthalten, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Vereinzelt sind für die als Finance Lease klassifizierten Leasingverhältnisse Kaufoptionen am Ende der Laufzeit vereinbart. Über eine Ausübung der Kaufoptionen wird einzelfallbezogen jeweils am Ende der Laufzeit entschieden. Die zukünftigen Leasingzahlungen aus den betreffenden Leasingverträgen ergeben sich insgesamt wie folgt: scroll
Für Verträge, die als Operate Lease - im Wesentlichen Immobilienmietverträge, Fahrzeugleasing und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen: scroll
Im Geschäftsjahr wurden aus Operate-Lease-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 75,581 Mio. Euro geleistet. (C.3.) At-Equity-bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und WertpapiereIn den Konzernabschluss einbezogene assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital zuzüglich eventueller Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Anschaffungsvorgang bilanziert. Die übrigen Finanzanlagen des BayWa-Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften, Ausleihungen und aus Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar", "Kredite und Forderungen" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie). Veränderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst. Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 2,127 Mio. Euro (Vorjahr: 2,171 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen, bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Für diejenigen Vermögenswerte, die zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden, erfolgte eine Bewertung anhand festgestellter Börsennotierungen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie). Im Berichtsjahr wurden bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten Wertaufholungen in Höhe von 0,453 Mio. Euro (Vorjahr: 0,048 Mio. Euro) vorgenommen. Die als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierte Beteiligung an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, Österreich, wurde zu ihren Anschaffungskosten bilanziert, da für die Wertpapiere kein aktiver Markt existiert und somit kein marktgängiger Zeitwert ermittelt werden konnte. Die Ermittlung eines beizulegenden Werts unter Zugrundelegung eines Ertragswertverfahrens war aufgrund nicht zur Verfügung stehender Daten nicht möglich. Wegen der Zugehörigkeit der Gesellschaft zum genossenschaftlichen Verbund ist zudem die Fungibilität der Beteiligung eingeschränkt. Ebenso werden alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt. Der Kategorie "Kredite und Forderungen" sind Ausleihungen an verbundene und beteiligte Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen zugeordnet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Im BayWa-Konzern bestehen derzeit keine Vermögenswerte, die als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifiziert sind. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2014Anhang (C.1. - C.3. und C.5.)scroll
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Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2013Anhang (C.1. - C.3. und C.5.)scroll
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(C.4.) Biologische VermögenswerteUnter den biologischen Vermögenswerten werden die Obst- bzw. Gemüseanbauflächen der Turners & Growers Limited und ihrer Tochtergesellschaften in Neuseeland ausgewiesen. Die Plantagen werden zur Produktion von Äpfeln, Tomaten, Kiwifrüchten, Blaubeeren sowie Zitrusfrüchten wie Zitronen, Orangen und Mandarinen genutzt. Alle biologischen Vermögenswerte wurden von unabhängigen Gutachtern und vom Management zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des laufenden oder der vorangegangenen Geschäftsjahre bewertet. Anpassungen an den Zeitwert der biologischen Vermögenswerte werden unter Berücksichtigung des Standorts, der Pflanzung, des Alters, der Sorte sowie der Produktionskapazitäten der Obstplantagen durchgeführt. Die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte der kurz- und langfristigen biologischen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar: scroll
Darstellung der Ertragskraft der biologischen Vermögenswerte zum 31.12.2014scroll
Der Geschäftsbetrieb von Apollo Apples Limited wurde mit Datum zum 19. Dezember 2014 übernommen. In dem Kauf waren 448 Hektar als gepachtetes Land (mit einem Produktionsvolumen von 965.609 tray carton equivalents) und 120 Hektar als eigenes Land (mit einem Produktionsvolumen von 225.548 tray carton equivalents) enthalten. Darstellung der Ertragskraft der biologischen Vermögenswerte zum 31.12.2013scroll
Biologische Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der geschätzten Verkaufskosten bewertet; der daraus resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der beizulegende Zeitwert basiert auf dem aktuellen Standort und dem Zustand der Vermögenswerte und beinhaltet außerdem alle Kosten, um die Erzeugnisse am Markt zu verkaufen. Die Bewertung der biologischen Vermögenswerte erfolgt auf Basis zukünftiger Erträge und deren diskontierter Zahlungsrückflüsse. Darüber hinaus wird zur vollständigen Abbildung des erzielbaren Betrags die Marktbewertung der zugrunde liegenden Grundstücke und Gebäude berücksichtigt. Die unabhängigen Gutachter verwenden Bewertungsmethoden, die naturgemäß auf subjektiven Annahmen und Schätzungen basieren. In der Bewertung der biologischen Vermögenswerte ist ein Zuschlag für den beizulegenden Zeitwert der anstehenden Ernte enthalten. Folgende Bewertungsannahmen wurden der Bewertung der biologischen Vermögenswerte zugrunde gelegt: a) Zur Barwertermittlung der erwarteten Cashflows wurden Abzinsungsfaktoren zwischen 10 Prozent und 25 Prozent verwendet, was den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten inklusive angepasster Risikoprämie entspricht. b) Für freie Landflächen wurden fiktive Pachtkosten berücksichtigt. c) Die Plantagen wurden unter der Annahme der Unternehmensfortführung bewertet. d) Für Kosten und Erlöse wurden Inflationsraten zwischen 1 und 2 Prozent berücksichtigt. e) Kosten wurden auf Basis der aktuellen durchschnittlichen Kosten berücksichtigt und mit den Standard-Herstellungskosten verglichen. Die Kosten variieren dabei aufgrund unterschiedlicher Standorte, des unterschiedlichen Anbaus, des Alters und der Art des biologischen Vermögenswerts (Sorten). f) Umsätze werden auf Basis der zu erwartenden Verkaufspreise und Produktionskapazitäten unter Berücksichtigung der erwarteten langfristigen Renditen für die jeweiligen Sorten geschätzt. Umsätze hängen dabei von der Sorte des biologischen Vermögenswerts ab und werden von den Gutachtern und vom Management bestmöglich geschätzt. Effekte aus der Veränderung von Währungskursen wurden in den zukünftigen Ernteerträgen berücksichtigt. Folgende Preisschätzungen wurden zugrunde gelegt: scroll
g) Es wurden Einschätzungen getroffen, wann neu entwickelte Pflanzungen ihre volle Produktionskapazität erreichen werden. Neu entwickelte Pflanzungen werden als Teil der gesamten Anbaufläche berücksichtigt und sind deshalb nicht separat ausgewiesen. Der durchschnittliche Gesamtertrag ist abhängig von der jeweiligen Sorte als auch von dem zugrunde liegenden Alter und dem Gesundheitszustand des biologischen Vermögenswerts. h) 75 Prozent der im Eigentum von Turners & Growers befindlichen Plantagen, auf welchen die goldenen Kiwisorten angebaut werden, sind von PSA-V, einer bakteriellen Rebkrankheit von Kiwireben, befallen. Der Großteil der mit PSA-V infizierten Pflanzen wurde entweder entfernt oder zerstört. Die Infektion durch PSA-V bei den verbleibenden Pflanzen ist unter Kontrolle, die Pflanzen werden nach der Ernte durch eine resistentere Sorte ausgetauscht. Die Sorte ENZA Gold ist deutlich resistenter gegen eine Infizierung mit PSA-V und es gibt lediglich eine unerhebliche Infektion dieser Pflanzen; weniger als 50 Prozent dieser Sorte haben Anzeichen der Rebkrankheit, darüber hinaus gibt es keine weiteren Symptome und keine Ausbreitung der Infektion. Die Sorte ENZA Red ist ebenfalls von PSA-V betroffen und ist charakteristischerweise anfälliger in exponierten Lagen. In geschützten Bereichen wiederum zeigt sich die Sorte bei entsprechender Pflege resistenter. Die grünen Sorten sind von PSA-V weiterhin nicht betroffen. Die Auswirkungen auf Plantagen, welche von der Krankheit betroffen sind, wurden im Barwertmodell zur Wertermittlung entsprechend berücksichtigt. i) Eine kürzlich durchgeführte Änderung der Bewirtschaftung der Zitronenplantagen durch ein vollständiges Zurückschneiden der Zitronenbäume und eine Entfernung der ertragsschwachen Bäume hat zu einem Anstieg der Zitronenproduktion und einer Verbesserung der Fruchtqualität geführt. Der aus der Ernte resultierende Rohertrag ist jedoch weiterhin gering, so dass der aus dem Ertragswertverfahren ermittelte Wert nicht den Wert der zugrunde liegenden Grundstücksflächen und der wesentlichen Erweiterungsmaßnahmen widerspiegelt. Auf Basis dieser Bewertung wurde dem Boden kein zusätzlicher Wert zugewiesen. j) Der beizulegende Zeitwert der anstehenden Ernte (Tomaten, Äpfel, Zitronen, Orangen, Mandarinen, Kiwifrüchte, Blaubeeren und Erdbeeren) zum oder vor dem Zeitpunkt der Ernte basiert auf den geschätzten Marktpreisen der produzierten Mengen abzüglich der erwarteten Erntekosten. Das primäre finanzielle Risiko, dem der Konzern in Bezug auf seine landwirtschaftliche Tätigkeit ausgesetzt ist, liegt geschäftsspezifisch in dem zeitlichen Versatz zwischen dem Mittelabfluss für den Kauf, die Pflanzung und die Pflege von Bäumen, Sträuchern und Reben sowie den Kosten der Ernte und der Vereinnahmung der Cashflows aus dem Verkauf der Ernte an Dritte. Dieses Risiko umfasst auch Risiken von Währungskursschwankungen, die sich aus den Verkäufen an Kunden im Ausland ergeben. Um dieses Risiko zu minimieren, wird vom Management besonderes Augenmerk auf das Working-Capital-Management gelegt und dessen Optimierung aktiv gestaltet. Biologische Vermögenswerte - Einordnung in die Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13Bei den biologischen Vermögenswerten wurden im Rahmen der Fair-Value-Bewertung nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 - nicht beobachtbare Inputfaktoren) herangezogen. Die folgende Tabelle stellt die biologischen Vermögenswerte des Konzerns dar, die zum 31. Dezember 2014 zum Fair Value bewertet wurden. Die Werte stellen die Ernte bzw. die Werte der Reben, Sträucher oder Bäume der jeweiligen Fruchtsorte dar und basieren auf der eigenen Finanzprognose des Unternehmens: Fair Value der biologischen Vermögenswerte zum 31.12.2014 scroll
Fair Value der biologischen Vermögenswerte zum 31.12.2013 scroll
Die folgenden nicht beobachtbaren Inputfaktoren wurden verwendet, um die biologischen Vermögenswerte des Konzerns zu bewerten: scroll
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Verpackungseinheit tce (tray carton equivalent)
entspricht ca. 18 Kilogramm (C.5.) Als Finanzinvestition gehaltene ImmobilienUnter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 1 25 (Vorjahr: 141) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude. Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten und nicht nach dem Modell des beizulegenden Zeitwerts bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 72,849 Mio. Euro (Vorjahr: 82,393 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 2,592 Mio. Euro (Vorjahr: 3,372 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Zudem wurde im Berichtsjahr aufgrund der eingeschränkten Nutzbarkeit eines Grundstücks eine Wertberichtigung von 0,768 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) vorgenommen. Der Aufwand aus der planmäßigen und der außerplanmäßigen Abschreibung ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Im Berichtsjahr wurden Gebäude in Höhe eines Buchwerts von 0,025 Mio. Euro aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die Sachanlagen und die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte Immobilien umgegliedert. Zudem wurden Grundstücke in Höhe eines Buchwerts von 4,554 Mio. Euro aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die Sachanlagen bzw. in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der ausgewiesenen Objekte beträgt 140,472 Mio. Euro (Vorjahr: 160,885 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie). Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Aus der Gegenüberstellung der beizulegenden Zeitwerte und der Buchwerte der einzelnen Objekte hat sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Aus diesem Grund wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude vorgenommen. Die erzielten Mieterträge betrugen 7,503 Mio. Euro (Vorjahr: 8,078 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,673 Mio. Euro (Vorjahr: 0,772 Mio. Euro). Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,359 Mio. Euro (Vorjahr: 0,431 Mio. Euro). (C.6.) ErtragsteuerforderungenDie Ertragsteuerforderungen enthalten das langfristige Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Abweichend vom Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2013 wurden ausschließlich Ertragsteuererstattungsansprüche unter den Steuerforderungen ausgewiesen. Erstattungsansprüche aus anderen Steuerarten sind in den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Im Vorjahr beinhalteten die ausgewiesenen Steuerforderungen sowohl Ertragsteuern als auch andere Steuerarten. Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit wurde die Darstellung der Vergleichszahlen des Vorjahres entsprechend angepasst. (C.7.) Übrige Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen und sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und sind mit Ausnahme der nachfolgend genannten finanziellen Vermögenswerte der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet. Hiervon abweichend erfolgt die Bewertung der in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte ebenso wie die Bewertung von Waren-terminkontrakten, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 einzustufen sind, zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag. Diese sind jeweils der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" gemäß IAS 39 zugeordnet. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt für die Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte mit dem jeweiligen Börsen- oder Marktwert (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) am Bilanzstichtag oder wird aus diesem abgeleitet (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte bzw. der Zinssicherungsgeschäfte belaufen sich zum Stichtag auf 21,485 Mio. Euro (Vorjahr: 3,955 Mio. Euro) (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) bzw. 0,083 Mio. Euro (Vorjahr: 0,496 Mio. Euro) (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Für die Warentermingeschäfte erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entweder direkt zu in einem aktiven Markt notierten Preisen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) oder wird aus Preisnotierungen für die jeweiligen Waren unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit am Bilanzstichtag (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie) abgeleitet. Für die Warentermingeschäfte beläuft sich der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2014 auf 131,841 Mio. Euro (Vorjahr: 89,168 Mio. Euro). Hiervon sind 25,850 Mio. Euro (Vorjahr: 4,956 Mio. Euro) Level 1 und 105,991 Mio. Euro (Vorjahr: 84,212 Mio. Euro) Level 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Die Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken. scroll
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Die Kundenstruktur im BayWa-Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa-Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa-Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besondere Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 83 (Vorjahr: 88) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2014 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein. Wertberichtigungskonto: Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS-7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa-Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle. Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine ertragswirksame Auflösung der Wertberichtigung um 1,996 Mio. Euro (Vorjahr: Zuführung von 0,060 Mio. Euro) aufgrund eines geringeren Bedarfs an Einzelwertberichtigungen bei gleichzeitiger Erhöhung der pauschal ermittelten Einzelwertberichtigungen zum Bilanzstichtag. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 73,318 Mio. Euro (Vorjahr: 51,006 Mio. Euro) enthalten. Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed Securitisation(ABS)-Maßnahme verbrieft. Das Gesamtkreditvolumen aus der ABS-Maßnahme beläuft sich auf 140,000 Mio. Euro. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst. Am Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wert von 141,907 Mio. Euro (Vorjahr: 139,286 Mio. Euro) im Rahmen der ABS-Maßnahme verbrieft. (C.8.) Tatsächliche und latente SteueransprücheDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Konzernergebnis vor Steuern aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten drei Jahre wahrscheinlich ist. Solche latenten Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine erfolgswirksame Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen. (C.9.) VorräteUnter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Dabei wird in den meisten Fällen die Durchschnittsmethode angewandt. In einzelnen Fällen wird das Fifo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, die von den biologischen Vermögenswerten geerntet werden, werden zum Zeitpunkt der Ernte zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der erwarteten Verkaufskosten angesetzt (zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte siehe Abschnitt C.4.). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschluss-Stichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Eine Ausnahme von den dargestellten Bewertungsgrundsätzen bilden die Vorratsbestände der Cefetra B.V. und ihrer Tochtergesellschaften sowie der Cefetra S.p.A., deren Vorratsbestände ausschließlich zu Handelszwecken gehalten werden und somit zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen sind. Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Nur in Ausnahmefällen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 86,671 Mio. Euro auf 87,079 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 321,293 Mio. Euro (Vorjahr: 301,344 Mio. Euro). Die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts der Warenbestände erfolgt aus Preisnotierungen für vergleichbare Warenbestände in aktiven Märkten zum Bilanzstichtag. Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 33,685 Mio. Euro (Vorjahr: 24,082 Mio. Euro) der Besicherung von Verbindlichkeiten. Im Berichtsjahr wurden 0,984 Mio. Euro (Vorjahr: 0,715 Mio. Euro) Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf unfertige Leistungen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 2,80 Prozent (Vorjahr: 2,90 Prozent) zugrunde gelegt. Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur. (C.10.) Flüssige MittelBei den flüssigen Mitteln in Höhe von 106,076 Mio. Euro (Vorjahr: 92,069 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von nicht mehr als drei Monaten. (C.11.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/VeräußerungsgruppenAls zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa-Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (201 5) höchstwahrscheinlich ist. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 8 (Vorjahr: 16) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich vor allem um mit Lagerhäusern, Silos, Hallen oder Büro-/Wohngebäuden bebaute Grundstücke und unbebaute Grundstücke. Zudem sind in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen die zu Buchwerten bewerteten Vermögenswerte der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH enthalten, die zur Veräußerung im Geschäftsjahr 2015 vorgesehen sind und somit als Veräußerungsgruppe im Sinne des IFRS 5 klassifiziert wurden. Im Vorjahr waren in dieser Bilanzposition insbesondere nicht mehr betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude sowie eine Obstplantage ausgewiesen worden, die im Laufe des Geschäftsjahres 2014 veräußert wurden. Zudem waren in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen die zu Buchwerten bewerteten Vermögenswerte von 44 Standorten des Segments Bau enthalten, die ebenfalls im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert wurden. Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten vorzunehmen sind. Zum Bilanzstichtag sind Vermögenswerte mit Buchwerten von insgesamt 18,500 Mio. Euro (Vorjahr: 43,392 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 22,128 Mio. Euro (Vorjahr: 46,245 Mio. Euro). Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte hierbei anhand laufender Kaufpreisverhandlungen unter Berücksichtigung voraussichtlicher Veräußerungskosten. In den Fällen, in denen noch kein Veräußerungspreis aus laufenden Kaufpreisverhandlungen abgeleitet werden konnte, erfolgte die Ermittlung beizulegender Zeitwerte für Immobilien auf Basis von Ertragswertberechnungen (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie). Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
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Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen realisierten Veräußerungsgewinne oder Veräußerungsverluste wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D.2.) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Abschnitt D.5.) erfasst. (C.12.) EigenkapitalDie detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung. GrundkapitalDas Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 88,737 Mio. Euro (Vorjahr: 88,459 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2014 eingeteilt in 34.662.844 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.311.095 vinkulierte und 108.498 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2015 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den rechnerischen Wert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert: scroll
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu nominal 3.570.741,76 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2010). Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). Der Vorstand der BayWa AG ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). KapitalrücklageDie Kapitalrücklage in Höhe von 101,683 Mio. Euro (Vorjahr: 98,154 Mio. Euro) stammt mit 71,974 Mio. Euro (Vorjahr: 68,445 Mio. Euro) im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Aktien der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa-Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2014 im Rahmen ihres Mitarbeiteraktienprogramms 108.498 junge (ab 1. Januar 2015 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 21,05 Euro und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa-Namensaktien am Vortag in Höhe von 35,08 Euro gemäß der Beschlussfassung des BayWa-Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,522 Mio. Euro aufwandswirksam in die Kapitalrücklage eingestellt. GewinnrücklagenDie Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 526,103 Mio. Euro (Vorjahr: 576,941 Mio. Euro). Davon entfallen 5,205 Mio. Euro (Vorjahr: 5,040 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, minus 2,815 Mio. Euro (Vorjahr: minus 5,229 Mio. Euro) auf die Bewertungsrücklage, minus 212,900 Mio. Euro (Vorjahr: minus 120,519 Mio. Euro) auf die Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und 736,613 Mio. Euro (Vorjahr: 697,649 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen. Sonstige RücklagenAls sonstige Rücklagen sind der Konzern-Bilanzgewinn in einer Höhe von 142,013 Mio. Euro (Vorjahr: 153,629 Mio. Euro) sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen mit 3,804 Mio. Euro (Vorjahr: minus 2,971 Mio. Euro) ausgewiesen. Anteile anderer GesellschafterDie Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften sowie auf die an der Turners & Growers Limited und deren Tochterunternehmen beteiligten Minderheitsgesellschafter. Detaillierte Angaben zu wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter sind in Abschnitt B.1. des Konzernanhangs dargestellt. KapitalmanagementDie Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.12. bis C.21. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 20,5 Prozent des Gesamtkapitals. Korrigiert um die gebildete Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen in Höhe von minus 218,838 Mio. Euro (Vorjahr: minus 124,524 Mio. Euro), ergibt sich eine angepasste Eigenkapitalquote von 24,5 Prozent (Vorjahr: 26,1 Prozent). Da diese Rücklage sich aus der Veränderung von nicht beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Personalrückstellungen ergibt, wird im Kapitalmanagement der BayWa eine angepasste Eigenkapitalquote herangezogen. Durch das vorgeschlagene Ausschüttungsvolumen in Höhe von 27,643 Mio. Euro wird die angepasste Eigenkapitalquote ex-Dividende auf 24,0 Prozent reduziert. Die mittel- bis langfristige Zielsetzung im Kapitalmanagementprozess des BayWa-Konzerns ist eine Relation von Eigenkapital zu Fremdkapital von 30 zu 70 Prozent. NettoverschuldungsgradDas Management des BayWa-Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Abständen, dies geschieht u. a. über die Kennziffern "Angepasste Nettoschulden" zu "Angepasstes Eigenkapital" und "Angepasste Nettoschulden/EBITDA". Von den lang- und kurzfristigen Finanzschulden werden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abgezogen. In Abzug gebracht werden auch Non-Recourse-Finanzierungen, obgleich diese verzinslich sind. Es handelt sich hierbei um Kredite an Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien, die allein auf den Projekt-Cashflow und nicht auf die Bonität des BayWa-Konzerns abgestellt sind. Ein Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa-Konzerns außerhalb der jeweiligen Projektgesellschaft ist ausgeschlossen. Der erwirtschaftete EBITDA der Projektgesellschaften im Berichtsjahr beträgt 15,435 Mio. Euro (Vorjahr: 21,292 Mio. Euro). Ebenfalls werden sofort verwertbare Getreidevorräte abgezogen. Diese Vorräte wären aufgrund ihres sehr liquiden und kurzfristigen Charakters, ihrer täglichen, börsennotierten Preisfeststellung auf internationalen Märkten und Börsen sofort bei der Erfassung in flüssige Mittel umtauschbar. Jegliches Preisrisiko ist durch eine physische Verkaufsposition entweder über einen Verkaufskontrakt mit einem sehr solventen Geschäftspartner oder über einen Terminkontrakt an der Börse eliminiert. Aufgrund der hohen Liquidität dieser Vorratsbestände erachtet es der BayWa-Konzern als angebracht, diese als zahlungsähnliche Position bei der Berechnung der Nettoverschuldung und der damit zusammenhängenden Finanzkennzahlen in Abzug zu bringen. scroll
(C.13.) PensionsrückstellungenIn Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa-Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren. Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa-Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert. Die mit leistungsorientierten Plänen verbundenen Risiken - wie beispielsweise Langlebigkeit oder Gehaltssteigerung - bestehen bei der BayWa durch die Schließung der Versorgungswerke für Neueintritte heute lediglich in einem deutlich verminderten Umfang. Diese Altzusagen umfassen 13.054 Anspruchsberechtigte. Davon sind 3.326 aktive Mitarbeiter, 2.336 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 7.392 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Ausgestaltung der wesentlichen leistungsorientierten Pläne wird nachstehend dargestellt. Die BayWa gewährt Versorgungsleistungen auf Basis der Versorgungszusagen der geschlossenen Versorgungswerke, deren individuelle Leistungshöhe sich nach dem Lohn- bzw. Gehaltsniveau bemisst. Es handelt sich hierbei um klassische Leistungszusagen in Form von Festbetragssystemen, Eckwertsystemen oder endgehaltsabhängigen Zusagen, die in den Leistungsarten Alters-, Invaliden-, Witwen-/Witwer- oder Waisenrente gewährt werden. Der Konzern trägt für diese Altzusagen die versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise das Langlebigkeitsrisiko und das Zinsrisiko. Des Weiteren bestehen auch in den österreichischen Konzerngesellschaften Versorgungszusagen, deren individuelle Leistungshöhe sich ebenfalls nach dem Lohn- bzw. Gehaltsniveau bemisst. Die Leistungszusagen werden ebenfalls in den Leistungsarten Alters-, Invaliden-, Witwen-/-Witwer- oder Waisenrente gewährt. Der Konzern trägt auch für diese Zusagen die versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise das Langlebigkeitsrisiko und das Zinsrisiko. Darüber hinaus bestehen in den österreichischen Konzerngesellschaften gesetzliche Verpflichtungen zu Abfertigungsleistungen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Auszahlung fällig werden. Diese Verpflichtungen fallen als leistungsorientierte Versorgungspläne ebenfalls in den Anwendungsbereich des IAS 19. Auch in diesen Fällen trägt der Konzern insbesondere das Zinsrisiko. Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Abfertigungsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen Versorgungszusagen nur in Ausnahmefällen. scroll
Die Höhe der Abfertigungsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde ebenfalls nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, denen Schätzungen zugrunde liegen. Hierbei wurden die nachfolgend genannten Prämissen einheitlich für die österreichischen Konzerngesellschaften festgelegt. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs bestehen keine Abfertigungsverpflichtungen. scroll
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die u. a. in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden im Fall der deutschen Gesellschaften die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet. Für die österreichischen Gesellschaften wurden die "AVÖ 2008-P - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung - Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen. Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Berichtsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 137,952 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinne 10,526 Mio. Euro) ergebnisneutral direkt im Eigenkapital erfasst. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 0,010 Mio. Euro (Vorjahr: 0,099 Mio. Euro) aus assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Verluste auf 275,778 Mio. Euro (Vorjahr: 137,837 Mio. Euro). Aus den Versorgungszusagen des BayWa-Konzerns resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 24,045 Mio. Euro (Vorjahr: 22,984 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Aus den Abfertigungsverpflichtungen der österreichischen Konzerngesellschaften resultiert ein Gesamtaufwand von 2,136 Mio. Euro (Vorjahr: 2,226 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt: scroll
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Pensionsverpflichtungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
Aufgrund der im Geschäftsjahr 2015 vorgesehenen Veräußerung der Geschäftsaktivitäten der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH und dem damit verbundenen Übergang der zugehörigen Mitarbeiter in die aufnehmende Gesellschaft werden die auf diese Mitarbeiter entfallenden Pensionsverpflichtungen in Höhe von 4,755 Mio. Euro im vorliegenden Konzernabschluss als Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung bestimmten langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Abfertigungsrückstellungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert: scroll
Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die DBO der Abfertigungsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Geschäftsjahre in Bezug auf die Abfertigungsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Für das Geschäftsjahr 2015 wird erwartet, dass voraussichtlich 21,208 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne und 1,912 Mio. Euro für Abfertigungsverpflichtungen erfasst werden. SensitivitätsanalysenBei Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Abfertigungen stellen der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends und bei Pensionsverpflichtungen darüber hinaus die Restlebenserwartung wesentliche Bewertungsparameter dar, die im Zeitablauf gewissen Schwankungen unterliegen können. In den nachfolgenden Sensitivitätsanalysen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden die Auswirkungen, resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen, auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren. Sensivitätsanalyse für die DBO aus Pensionsverpflichtungenscroll
Sensivitätsanalyse für die DBO aus Abfertigungsverpflichtungenscroll
Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt 15 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre). Die gewichtete Duration der Abfertigungsverpflichtungen beträgt 11 Jahre (Vorjahr: 11 Jahre). Die erwarteten undiskontierten Auszahlungen aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen stellen sich in den Folgejahren wie folgt dar: scroll
(C.14.) Übrige RückstellungenDie übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde. Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf: scroll
In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten. Die sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken. Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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(C.15.) FinanzschuldenDie Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa-Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen: scroll
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Der BayWa-Konzern finanziert sich einerseits über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Am 14. Mai 2014 platzierte die BayWa AG ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen in Höhe von nominal 50,000 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde am 6. Oktober 2014 den Altinvestoren der Schuldscheintransaktion aus 2010 ein Tauschangebot unterbreitet. Es wurde ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 383,000 Mio. Euro mit 6 endfälligen Tranchen platziert. Dabei nahmen Altinvestoren das Tauschangebot in Höhe eines Nominalvolumens von 83,000 Mio. Euro an, die restlichen 300,000 Mio. Euro konnten neu platziert werden. Bereits im Geschäftsjahr 2011 wurde am 12. Dezember ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen platziert. Aus dem am 5. Oktober 2010 platzierten Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 200,000 Mio. Euro verbleibt nach der Teilrückzahlung auf die im Jahr 2015 fällige Tranche in Höhe von nominal 129,500 Mio. Euro ein Betrag in Höhe von 72,500 Mio. Euro. Bei der siebenjährigen Tranche mit einem Nominalvolumen in Höhe von 70,500 Mio. Euro verbleiben 44,500 Mio. Euro. Die Schuldscheindarlehen dienen der Diversifizierung der Konzernfinanzierung und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst. scroll
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Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, unter Kürzung der Transaktionskosten angesetzt. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kredite in Höhe von 711,398 Mio. Euro jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 145,251 Mio. Euro betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca. 1,01 Prozent (Vorjahr: 0,95 Prozent) pro Jahr. Aus dem von der BayWa AG aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,000 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Paper in Höhe von 309,215 Mio. Euro mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 76 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,67 Prozent begeben. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 8,354 Mio. Euro (Vorjahr: 50,228 Mio. Euro) grundpfandrechtlich gesichert. Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab und werden in Abschnitt C.24. dargestellt. Die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert. (C.16.) Verpflichtungen aus FinanzierungsleasingUnter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen. scroll
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(C.17.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und VerbundbeziehungenLangfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen. scroll
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(C.18.) ErtragsteuerverbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern stellen sich, gegliedert nach Restlaufzeiten, wie folgt dar: scroll
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Abweichend vom Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2013 wurden ausschließlich Ertragsteuerverbindlichkeiten unter den Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Verpflichtungen aus anderen Steuerarten sind in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Vorjahr beinhalteten die ausgewiesenen Steuerverbindlichkeiten sowohl Ertragsteuern als auch andere Steuerarten. Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit wurde die Darstellung der Vergleichszahlen des Vorjahres entsprechend angepasst. (C.19.) Übrige VerbindlichkeitenDie übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
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Die Bewertung der Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte erfolgt ebenso wie die Bewertung von Warenterminkontrakten, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 einzustufen sind, zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag. Sowohl die Sicherungsgeschäfte als auch die Warenterminkontrakte sind der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" gemäß IAS 39 zugeordnet. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt für die Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte mit dem jeweiligen Börsen- oder Marktpreis (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) am Bilanzstichtag oder wird aus dem jeweiligen Börsen- oder Marktpreis am Bilanzstichtag abgeleitet (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermin- bzw. Zinssicherungsgeschäfte belaufen sich zum Stichtag auf 11,552 Mio. Euro (Vorjahr: 8,256 Mio. Euro) (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) bzw. 3,192 Mio. Euro (Vorjahr: 2,581 Mio. Euro) (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Für die Warentermingeschäfte erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entweder direkt zu in einem aktiven Markt notierten Preisen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) oder wird aus Preisnotierungen für die jeweiligen Waren unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit am Bilanzstichtag (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie) abgeleitet. Für die Warentermingeschäfte beläuft sich der beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2013 auf 124,802 Mio. Euro (Vorjahr: 86,948 Mio. Euro). Hiervon sind 19,086 Mio. Euro (Vorjahr: 1,682 Mio. Euro) Level 1 und 105,716 Mio. Euro (Vorjahr: 85,266 Mio. Euro) Level 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die Zeitwerte der übrigen ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,521 Mio. Euro (Vorjahr: 0,500 Mio. Euro). Diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen. (C.20.) Latente SteuerschuldenDie Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern". (C.21.) Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/ VeräußerungsgruppenBei den ausgewiesenen Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen von 5,079 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) handelt es sich um langfristige Pensions- und Personalrückstellungen, die dem zur Veräußerung vorgesehenen Geschäftsbetrieb der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH im Segment Agrar zuzuordnen sind. Die Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar: scroll
(C.22.) Eventualschuldenscroll
(C.23.) Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen: scroll
Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) in Höhe von 422,215 Mio. Euro (Vorjahr: 347,545 Mio. Euro) bestehen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) und Vorräten. (C.24.) FinanzinstrumenteBilanzierungs- und BewertungsmethodenEin Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa-Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzinvestitionen sowie positive beizulegende Zeitwerte aus Währungs- und Zinssicherungsgeschäften dar. Zudem werden die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Vermögenswerte im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa-Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte. Zudem werden die negativen beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind. Die finanziellen Vermögenswerte betreffen folgende Kategorien: Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird nicht auf einem aktiven Markt gehandelt. Da die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten (abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertminderungen) als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung des beizulegenden Zeitwerts, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung. Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa-Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zudem werden in dieser Kategorie die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist der Markt- oder Börsenwert für vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziell abgebildet. Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen: Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC): Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/Börsenwert. Zudem werden in dieser Kategorie die negativen beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist der Markt- oder Börsenwert für vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Daneben können im BayWa-Konzern vereinzelt auch Fair Value Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz kommen. In diesem Fall werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst. Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa-Konzern nicht gewählt. Zur Absicherung, insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken, werden im BayWa-Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Zinscaps, Zinsswaps und Futures sowie Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Der BayWa-Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Über einbezogene Konzerngesellschaften werden jedoch auch Geschäftsaktivitäten in fremden Währungen abgewickelt. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen neuseeländischen Gesellschaften werden aufgrund der Exportaktivitäten neben dem neuseeländischen Dollar überwiegend in US-Dollar, Euro und britischen Pfund getätigt. Die geschäftlichen Transaktionen der Cefetra B.V. mitsamt Tochtergesellschaften werden neben Euro und US-Dollar auch in britischen Pfund, polnischen Zloty und ungarischen Forint getätigt. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen amerikanischen Gesellschaften sowie von Gesellschaften im britischen Währungsraum beziehen sich fast ausschließlich auf deren jeweiligen Währungsraum. Ebenso werden auch die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften fast ausnahmslos im ungarischen Währungsraum getätigt. Geschäfte in ausländischer Währung werden im BayWa-Konzern darüber hinaus vereinzelt im Agrarhandel, Bezugsaktivitäten überwiegend in der Gemeinschaftswährung abgeschlossen. Erfolgen Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Für diejenigen Devisentermingeschäfte, für die ein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt ein Sicherungsgeschäft im Sinne des IAS 39 vor. In Fällen, in denen ein Sicherungsgeschäft vorliegt und dieses entsprechend designiert wird, werden die Veränderungen der Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Devisentermingeschäfte jeweils getrennt von den Grundgeschäften zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Die Sicherungsgeschäfte beziehen sich im Regelfall auf Fremdwährungstermingeschäfte des Folgejahres. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2014 Devisentermingeschäfte in US-Dollar, britischen Pfund, kanadischen Dollar, australischen Dollar, polnischen Zloty, tschechischen Kronen, Schweizer Franken, japanischen Yen sowie ungarischen Forint. Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Geldmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa-Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps, Zinscaps und Futures. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die ein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt ein Sicherungsgeschäft im Sinne des IAS 39 vor. In Fällen, in denen ein Sicherungsgeschäft vorliegt und dieses entsprechend designiert wird, werden die Veränderungen der Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt von den Grundgeschäften zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden jeweils anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Die Zinssicherungsgeschäfte betreffen sowohl lang-, als auch kurzfristige Finanzierungen. Buch- und beizulegende Zeitwerte von FinanzinstrumentenDie folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS-7-Klassen bzw. IAS-39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Buchwerte werden am Schluss den beizulegenden Zeitwerten zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines finanziellen Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer finanziellen Verbindlichkeit gezahlt würde. Flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie sonstige Aktiva haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie übrige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. scroll
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Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und VerbindlichkeitenUm der Erheblichkeit der in die Bewertungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einfließenden Faktoren Rechnung zu tragen, wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des BayWa-Konzerns, die jeweils zum Zeitwert bewertet wurden, hierarchisch in drei Level eingestuft. Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben: scroll
Im BayWa-Konzern kommen einerseits derivative Finanzinstrumente zum Einsatz, die zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken gehalten werden. Zudem werden in dieser Kategorie die beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind und somit als Finanzinstrument im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind. Diese Warentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist hierbei der Markt- oder Börsenpreis für identische oder vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Die Bewertung der Währungssicherungsgeschäfte erfolgt mit dem Schlusskurs der jeweiligen Währung am Bilanzstichtag. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Warentermingeschäfte erfolgt für diejenigen Geschäfte, die direkt an der Börse gehandelt werden mit dem jeweiligen Börsenpreis. Für diejenigen Geschäfte, die nicht direkt an der Börse gehandelt werden, erfolgt die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts aus beobachtbaren Marktpreisen. Für die Hauptwarengruppen erfolgt die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts aus Futures, um die zeitliche Komponente der Warentermingeschäfte in die Betrachtung mit einzubeziehen. Für solche Produkte, für welche keine Futures gehandelt werden, erfolgt die Bewertung zu Tagespreisen im physischen Handel. Bei der jeweiligen Bewertung wird die Marktliquidität mit in Betracht gezogen und durch Abschläge im beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Bei Zinssicherungsgeschäften erfolgt die Bewertung in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem Libor-Market-Model. Die Bewertung von CAPs erfolgt ebenfalls anhand von Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder Optionspreismodellen. Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie: Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2014scroll
Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2013scroll
Sowohl der Anstieg der in Level 1 als auch der in Level 2 geführten derivativen Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte geht auf einen im Vorjahresvergleich gestiegenen Bestand an Warentermingeschäften, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind, sowie einen damit in Zusammenhang stehenden Anstieg der Währungssicherungsgeschäfte zurück. Nettogewinne und NettoverlusteDie folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar. scroll
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In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten. Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS-7-Klassen. scroll
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Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" zum 31. Dezember 2014 verteilen. scroll
Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" zum 31. Dezember 2013 verteilen. scroll
Angaben zu derivativen FinanzinstrumentenAls Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 können im BayWa-Konzern vereinzelt Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Zinscaps, Zinsswaps und Futures sowie Devisentermingeschäfte zum Einsatz kommen. Zudem werden die beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Gewinne in Höhe von 59,790 Mio. Euro (Vorjahr: 12,926 Mio. Euro) und Verluste in Höhe von 41,761 Mio. Euro (Vorjahr: 12,037 Mio. Euro) im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sowie der Warentermingeschäfte, die ausschließlich als Handelsinstrumente vorgesehen sind, zum Bilanzstichtag dargestellt. scroll
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Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Warentermingeschäfte erfolgt auf Basis von Börsennotierungen am Bilanzstichtag oder wird aus diesen abgeleitet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem jeweiligen Gewinn oder Verlust aus dem Warentermingeschäft unter Zugrundelegung der Ein- und Verkaufspreise am Bilanzstichtag. (C.25.) RisikomanagementChancen- und RisikomanagementDie Unternehmenspolitik des BayWa-Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa-Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa-Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen sowie die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich im Konzern zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des im BayWa-Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns. Darüber hinaus hat der BayWa-Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement im BayWa-KonzernIm BayWa-Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um laufend operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Um der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells im Agrarhandel vom erfassungsbasierten Geschäft zu einem international tätigen Händler von Agrarrohstoffen Rechnung zu tragen, wurde das im Vorjahr implementierte gruppenübergreifende Risikomanagementsystem für die Agrar-Gruppe weiter ausgebaut. Dieses umfasst die Agrarhandelsaktivitäten von BayWa, Cefetra-Gruppe, Bohnhorst Agrarhandel GmbH sowie BayWa Agrar International B.V., welche nach einheitlichen Grundsätzen überwacht werden. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk umfasst unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren. Das Interne Kontrollsystem umfasst insbesondere:
Neben der bereits etablierten handelstäglichen Positionsermittlung und Überwachung von volumenbasierten Marktrisikolimiten wurden im Jahr 2014 erweiterte, wertorientierte Verfahren zur Handelsrisikosteuerung eingeführt. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse, sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkung außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen der Agrar-Gruppe sowie deren Risikogehalt werden in einem wöchentlichen Risk Report an den Vorstand berichtet. Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche gruppenweite IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testing durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Die im Vorjahr eingeführte Risk Governance wurde weiter ausgebaut. Das diesbezüglich höchste Entscheidungsgremium innerhalb der Agrar-Gruppe, das Agrar-Risiko-Committee, besteht aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen. Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde sowohl auf Gruppenebene als auch in den jeweiligen Agrarhandelsgesellschaften ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelsgesellschaften bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen. Darüber hinaus wurde ein Agrar Coordination Center (ACC) eingerichtet mit dem Ziel, eine verbesserte kommerzielle Koordination der Agrarhandelsaktivitäten zu erreichen. Hierzu gehört eine weltweite Marktbeobachtung sowie eine Optimierung des Handelsportfolios unter Chancen- und Risikoaspekten. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar noch spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung wie sie beispielsweise bei einer erneuten Eskalation der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum möglich sind, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und konzernspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, welches in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung und Steuerung des Net Working Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert und durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solar und Biomasse - das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, welches durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Chancen und Risiken aus FinanzinstrumentenNeben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt der BayWa-Konzern zur Absicherung seines Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie - in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln, Mineralöl, Biomethan oder Solarkomponenten. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralöl- und Biomethanbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln oder Solarkomponenten aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht das Risiko, dass in Folge der niedrigeren Einspeise- bzw. Stromerlöse die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Vergleich zur Planung unterschritten wird. Die BayWa-Gruppe verwendet zur Messung und Steuerung des Risikos aus Warentermingeschäften, die als Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind, ein portfoliobasiertes Value at Risk-Verfahren. Der von der BayWa verwendete Value at Risk zielt auf die Quantifizierung der negativen Wertänderung eines Portfolios, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) während eines definierten Zeitraums (5 Handelstage) nicht überschritten wird. Der zum 31. Dezember 2014 ermittelte Value at Risk beträgt 3,390 Mio. Euro und bringt damit zum Ausdruck, dass der potentielle Verlust aus den betrachteten Warentermingeschäften innerhalb der nächsten 5 Handelstage mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Wert von 3,390 Mio. Euro nicht überschreiten wird. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet überwiegend innerhalb des Euro-Raums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio des BayWa-Konzerns umfasst in geringem Umfang direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Konzerns insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, welches nicht durch einen Natural Hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Futures, Zinscaps und Zinsswaps. ZinsänderungsrisikoIm Geschäftsjahr liegt der durchschnittliche Zinssatz bei rund 1,5 Prozent (Vorjahr: 1,5 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,5 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 19,428 Mio. Euro führen, eine Veränderung dieses Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent würde zu einem geringeren Zinsaufwand in Höhe von 19,428 Mio. Euro führen. Rechtliche und regulatorische Chancen und RisikenDie Unternehmen des Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern ist bislang noch vielfach von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen abhängig. Politisch motivierte Veränderungen der Förderparameter - insbesondere die rückwirkende Absenkung oder Abschaffung von Einspeisevergütungen - können sich daher erheblich auf den Wert dieser Anlagen auswirken: Entweder über zukünftig geringere erzielbare Veräußerungspreise oder über geringere Mittelzuflüsse aus dem Betrieb der Anlagen. Den möglichen Ergebnisauswirkungen aus solchen Risiken begegnet die BayWa durch eine dreifache Diversifizierung ihres Geschäftsportfolios im Bereich der regenerativen Energien: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsbereichen (zum einen Projekte und Service und zum anderen Handel). Kredit- und KontrahentenrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können. Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswerts, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS-7-Klassen "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschluss-Stichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa-Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend. Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa-Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen. Ebenfalls zu dieser Klasse gehören Bargeldbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer kurzen Restlaufzeit. Hieraus bestehen keine Kreditrisiken. Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschlussstichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Das erwartete Ausfallrisiko beläuft sich auf 15,746 Mio. Euro (Vorjahr: 9,118 Mio. Euro). Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich einerseits derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Zudem werden in dieser Kategorie die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich Handelszwecken dienen und somit als Finanzinstrument im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind. Diese Warentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist hierbei der Markt- oder Börsenpreis für identische oder vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa-Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa-Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa-Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa-Konzerns stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend im Konzern abbilden können. Rating des BayWa-KonzernsDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2014 konnte der BayWa-Konzern zum wiederholten Mal die Kreditlinien erhöhen und ein mehrfach überzeichnetes Schuldscheindarlehen emittieren. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa-Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 1.000 Auszubildenden im Jahr 2014 zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa-Konzerns auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Rechnungslegungsbezogenes Internes KontrollsystemWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist auch das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa-Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert dabei als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine, wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert, vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Weiter wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen installiert. Darüber hinaus werden rechnungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, monatlich ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden unterjährige Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Verbindung mit der Abstimmung der Konzerngesellschaften. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielte und regelmäßige Fort- und Weiterbildung und eine konsequente Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung und Buchung von Belegen sowie im Controlling wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die KonzernleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa-Konzerns begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren globalpolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei letzteren hat der BayWa-Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. (D.) Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. (D.1.) UmsatzerlöseDie Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich gewährter Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen. Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt. scroll
(D.2.) Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die Mieteinnahmen verstehen sich inklusive der Erlöse aus Nebenkosten. Die Erträge aus Anlageabgängen umfassen zu einem wesentlichen Bestandteil die Veräußerung von Immobilienbeständen der BayWa AG. (D.3.) Materialaufwandscroll
(D.4.) Personalaufwandscroll
Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung aus Pensionen und Abfertigungen belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung und der Abfertigungsrückstellung nach IAS 19 auf 26,181 Mio. Euro (Vorjahr: 25,210 Mio. Euro). Davon werden ein Teilbetrag in Höhe von 6,969 Mio. Euro (Vorjahr: 6,932 Mio. Euro) unter dem Personalaufwand und ein Teilbetrag von 19,212 Mio. Euro (Vorjahr: 18,278 Mio. Euro) unter dem Zinsaufwand ausgewiesen. scroll
Der zum Bilanzstichtag angegebene Mitarbeiterstand orientiert sich hierbei nicht an den Vorgaben des § 267 Abs. 5 HGB und bezieht somit sämtliche Mitarbeiter, auch wenn diese beispielsweise in einem Ausbildungsverhältnis stehen, in die Ermittlung mit ein. (D.5.) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken. (D.6.) Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnisscroll
Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst. (D.7.) Zinsertrag und Zinsaufwandscroll
(D.8.) ErtragsteuernDie Ertragsteuern gliedern sich wie folgt: scroll
Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften. Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Im Eigenkapital sind 56,940 Mio. Euro (Vorjahr: 13,313 Mio. Euro) aktive latente Steuern mit der Rücklage für versicherungsmathematische Verluste und Gewinne aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen verrechnet. Zudem wurden 0,343 Mio. Euro (Vorjahr: 0,044 Mio. Euro) passive (Vorjahr: aktive) latente Steuern erfolgsneutral mit der Bewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 63,661 Mio. Euro (Vorjahr: 35,050 Mio. Euro). Der aus der Entstehung bzw. Auflösung temporärer Differenzen resultierende latente Steuerertrag beläuft sich auf 3,071 Mio. Euro (Vorjahr: latenter Steueraufwand von 24,137 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von drei Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 24,015 Mio. Euro (Vorjahr: 17,604 Mio. Euro) wurden nicht gebildet, weil man nicht von deren Nutzbarkeit ausgeht. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt gegenüber dem Vorjahr unverändert 28,18 Prozent. Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet: scroll
Der Anstieg der aktiven latenten Steuern aus Rückstellungen resultiert insbesondere aus einer Erhöhung der Pensionsrückstellungen aufgrund versicherungsmathematischer Verluste. Der tatsächliche Steueraufwand liegt 27,526 Mio. Euro unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 28,18 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 12,35 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 12,418 Mio. Euro (Vorjahr: 9,752 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet. Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand: scroll
(D.9.) Gewinnanteil der MinderheitsgesellschafterDer anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn in Höhe von 20,283 Mio. Euro (Vorjahr: 23,089 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen sowie auf die an der Turners & Growers Limited und ihren jeweiligen Tochtergesellschaften beteiligten Minderheitsgesellschafter. (D.10.) Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG, geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. scroll
(E.) Weitere Angaben(E.1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa-KonzernsDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb zusammen mit den Konsolidierungskreisveränderungen dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen. Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Diesen Cashflow erhält man durch Bereinigung um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträgen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst neben Zahlungszu- und -abflüssen aus Unternehmenserwerben die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen aus Finanzmittelaufnahmen sowie die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich. Weiterführende Angaben zu Unternehmenskäufen und -verkäufen finden sich in Abschnitt B.1. (E.2.) Erläuterungen zur SegmentberichterstattungAufteilung des Geschäftsbetriebs auf SegmenteDie Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa-Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt. Neben den dargestellten Abschreibungen bestehen keine wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten, die in der Segmentberichterstattung gesondert auszuweisen sind. Segmentberichterstattung nach GeschäftsfeldernIm Geschäftsfeld Agrarhandel bedient der Konzern die gesamte Wertschöpfungskette für die Produktion landwirtschaftlicher Güter. Dies umfasst die Lieferung von landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wie Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut und Futtermittel. Ebenfalls dem Agrarhandel zuzuordnen ist die Erfassung und Vermarktung von pflanzlichen Erzeugnissen. Im Geschäftsfeld Obst werden die Tätigkeiten des Konzerns im Bereich des Obstanbaus und -handels zusammengefasst. Im Geschäftsfeld Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben. Das Geschäftsfeld Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der erneuerbaren Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen. Im Segment Bau ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Zudem beinhaltet das Segment die Tätigkeiten der österreichischen Konzerngesellschaften im Einzelhandel. Die Sonstigen Aktivitäten umfassen neben Randaktivitäten überwiegend die Aktivitäten des BayWa-Konzerns im Bereich der Immobilien. Neben den in den Geschäftsfeldern ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden zusätzlich die Umsatzerlöse innerhalb und zwischen den Segmenten dargestellt. Sowohl die Umsätze innerhalb als auch zwischen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Geschäftsfeld ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Geschäftsfelder aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Geschäftsfeld im Jahresdurchschnitt. Segmentinformationen nach Geschäftsfeldernscroll
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Segmentinformationen nach Geschäftsfeldernscroll
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Segmentberichterstattung nach RegionenÜber die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden auch die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland, Österreich und den Niederlanden liegen. Entsprechend werden die Außenumsätze für diese Länder gesondert gezeigt. Bei den Außenumsätzen wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Neuseeland zuzuordnenden Außenumsätze auf eine Angabe verzichtet. Aus demselben Grund wurde auf eine Angabe der langfristigen Vermögenswerte für die Niederlande verzichtet. Segmentinformationen nach Regionenscroll
(E.3.) Wesentliche Ereignisse nach dem BilanzstichtagDie BayWa AG, München, hat mit Zustimmung durch das Bundeskartellamt im Rahmen eines Asset-Deals die Kraftfutterwerke der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH mit Übergangszeitpunkt zum 1. März 2015 an den Futtermittelhersteller Deutsche Tiernahrung Cremer GmbH & Co. KG verkauft. Im Rahmen der Transaktion werden die Produktionsbetriebe in Regensburg, Heilbronn und Memmingen mit einem jährlichen Produktionsvolumen von insgesamt über 500.000 Tonnen Futtermittel übergehen. Nicht von der Transaktion betroffen ist der Bereich Logistik, der bei der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH verbleibt. Zum Bilanzstichtag waren den betroffenen Standorten Vermögenswerte mit Buchwerten von 13,963 Mio. Euro und Schulden in Höhe von 5,079 Mio. Euro zuzuordnen. Die Vermögenswerte und Schulden sind zum 31. Dezember 2014 als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte bzw. Schulden klassifiziert worden. Die BayWa AG, München, übernimmt 100 Prozent des Unternehmens PC-Agrar GmbH, Pfarrkirchen, mitsamt zugehöriger Tochtergesellschaften. Die Unternehmensgruppe der PC-Agrar GmbH bietet Softwarelösungen und integrierte Dienstleistungen für die prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft an (Smart Farming). Die BayWa möchte hierdurch zukünftig Lösungen für Landwirte entwickeln, damit diese die Vorteile des Smart Farmings unabhängig von den eingesetzten unterschiedlichen Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße nutzen können. Die BayWa AG, München, wird über ihr neuseeländisches Tochterunternehmen Turners & Growers Limited, Auckland, Neuseeland, die Tomatenanbauer Great Lake Tomatoes Limited, Auckland, Neuseeland, und Rianto Limited, Hamilton, Neuseeland, übernehmen. Die Wirksamkeit beider Übernahmen steht jeweils unter dem Vorbehalt der Zustimmung der neuseeländischen Regulierungsbehörde Overseas Investment Office (OIO), die sich mit ausländischen Investitionen befasst. Am 3. März 2015 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Großhandel von Pflanzenschutzmitteln beteiligt gewesen sein sollen. Der Untersuchungszeitraum geht bis auf das Jahr 2000 zurück. Einzelheiten zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses nicht vor. Die BayWa AG wird mit dem Bundeskartellamt in allen Punkten kooperieren und den Sachverhalt intern aufbereiten, um eine Klärung des Sachverhalts herbeizuführen. (E.4.) RechtsstreitigkeitenDie BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung. (E.5.) Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein): Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa AG weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. (E.6.) Nahestehende Unternehmen und PersonenNach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben". Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann. Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG beträfe die widerlegbare Vermutung eines maßgeblichen Einflusses die Stellung der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, sowie der Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich. Hier kann aber dargelegt werden, dass es sich bei der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG sowie der Raiffeisen Agrar Invest GmbH jeweils um eine reine Finanzholding handelt, deren organisatorische und strukturelle Ausgestaltung nicht darauf ausgelegt ist, auf die BayWa Einfluss auszuüben. Mit Ausnahme der Dividendenzahlungen der BayWa AG von 9,022 Mio. Euro (Vorjahr: 7,819 Mio. Euro) an die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG sowie 6,510 Mio. Euro (Vorjahr: 5,629 Mio. Euro) an die Raiffeisen Agrar Invest GmbH wurden im Geschäftsjahr 2014 keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
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Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen vorwiegend Warenlieferungen. Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. (E.7.) Honorare des KonzernabschlussprüfersFolgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet: scroll
(E.8.) Organe der BayWa AGAUFSICHTSRATManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Weitere Mandate
Klaus BuchleitnerStellvertretender Vorsitzender Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG Weitere Mandate
Gunnar MetzStellvertretender Vorsitzender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Wolfgang Altmüller (seit 17.06.2014)Dipl.-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG Weitere Mandate
Theo BergmannStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Renate GlashauserBetriebsratsvorsitzende Technik Ostbayern/Region Niederbayern Prof. Dr. h. c. Stephan GötzlVerbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Weitere Mandate
Monika HohlmeierMitglied des Europäischen Parlaments Peter KönigGewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Weiteres Mandat
Stefan Kraft M. A.Landesfachsekretär ver.di, Bayern Michael KuffnerLeiter Arbeitssicherheit (EH & S) Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate
Albrecht MerzMitglied des Vorstands der DZ Bank AG (bis 20.05.2014) Weitere Mandate
Joachim RukwiedDipl.-Ing. agr. (FH), Landwirt und Weingärtner, Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V. Weitere Mandate
Gregor Scheller (bis 17.06.2014)Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate
Josef SchrautLeiter Vertrieb Schmierstoffe, stellvertretender Leiter Geschäftseinheit Schmierstoffe Werner WaschbichlerVorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRATWolfgang AltmüllerDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender (bis 17.06.2014) Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG Manfred GeyerVorsitzender (seit 06.08.2014) Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederMichael Bockelmann (seit 06.08.2014)Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverband e. V. Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Dr. Alexander BüchelMitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Rudolf BüttnerGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Weißenburg-Gunzenhausen Albert DeßMitglied des Europäischen Parlaments Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Dr. Roman GlaserVorsitzender des Vorstands des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e. V. Wolfgang GrüblerVorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen "Lommatzscher Pflege" e.G. Walter HeidlPräsident des Bayerischen Bauernverbands Franz-Xaver HilmerDirektor der Raiffeisenbank Straubing eG Ludwig HubauerLandwirt Konrad IrtelSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG Karlheinz Kipke (seit 26.03.2014)Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank Coburg eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Alfred KrausGeschäftsführer der Raiffeisen-Handels-GmbH Rottal Johann Kreitmeier (seit 06.08.2014)Vorsitzender des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e. V. Franz KustnerLandwirt Wilhelm Oberhofer (seit 26.03.2014)Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG Alois PabstLandwirt Franz ReiseckerÖk.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt René Rothe (bis 06.08.2014)Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands e. V. Claudius SeidlVorstandsvorsitzender der VR-Bank Rottal-Inn eG Gerd SonnleitnerLandwirt, ehem. Präsident des Europäischen Bauernverbands, des Deutschen Bauernverbands und des Bayerischen Bauernverbands Ludwig Spanner (bis 12.07.2014)Landwirt Dr. Hermann StarneckerSprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbands e. V. Rainer WiedererSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG Thomas WirthSprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTANDProf. Klaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender) Internationalisierung/Risikomanagement, Agrar international und Obst, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen, Konzernstrategie, PR/Corporate Communications, Revision, Corporate Governance, Personal, Corporate Marketing Externe Mandate
Konzernmandate
Andreas HelberFinanzen, Bau, Corporate Finance/M & A, Corporate Credit Management, Investor Relations, Compliance, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Corporate Controlling, Informationssysteme (RI-Solution), Recht, Regionale Verwaltungszentren, Corporate Insurance, Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen, Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Dr. Josef KrapfFührungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrarbeteiligungen, Agrarhandel Externes Mandat
Konzernmandate
Roland SchulerEnergie, Technik, BayWa r.e. renewable energy GmbH, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Reinhard WolfRWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich Externes Mandat
Konzernmandate
Ressortverteilung, Stand: 12.02.2015 (E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der AufsichtsgremienDie Vergütungen des Beirats betragen 0,131 Mio. Euro (Vorjahr: 0,128 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,686 Mio. Euro (Vorjahr: 0,682 Mio. Euro); davon sind 0,351 Mio. Euro (Vorjahr: 0,322 Mio. Euro) variabel. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer im BayWa-Konzern sind, Entgeltleistungen, die nicht in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. In Summe erhielten die Arbeitnehmervertreter aus solchen Tätigkeiten 0,454 Mio. Euro (Vorjahr: 0,463 Mio. Euro). Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 6,519 Mio. Euro (Vorjahr: 5,811 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet: scroll
An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,255 Mio. Euro (Vorjahr: 3,271 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 49,778 Mio. Euro (Vorjahr: 45,224 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. (E.10.) Billigung des Konzernabschlusses und OffenlegungDer Konzernabschluss wurde am 10. März 2015 durch den Vorstand der BayWa AG zur Veröffentlichung freigegeben. Folgende in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:
Folgende in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen wenden gemäß § 264b HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:
(E.11.) GewinnverwendungsvorschlagDie BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa-Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 25. März 2015 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 einen Bilanzgewinn von 29.026.763,67 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71 b AktG keine Rechte zustehen. Dieser Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. (E.12.) Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 5. November 2014 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 10. März 2015 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Reinhard Wolf Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes der BayWa AG (Anlage zum Konzernanhang)zum 31. Dezember 2014scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, 10. März 2015 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Reinhard Wolf Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. März 2015 Deloitte & Touche GmbH Steppan, Wirtschaftsprüfer Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer |
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