![]() BayWa AGMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.201492. GeschäftsjahrLagebericht für das Geschäftsjahr 2014der BayWa AGÜberblickDie BayWa AG konnte sich im Geschäftsjahr 2014, das von außergewöhnlichen Entwicklungen in den Bereichen Agrar und Energie gekennzeichnet war, in ihren Märkten behaupten. Vor allem das von hohen Erntemengen und rückläufigen Preisen geprägte Umfeld im Agrarhandel stellte eine große Herausforderung dar. Insgesamt verringerte sich der Umsatz der BayWa AG im Berichtsjahr durch eine Reihe exogener Faktoren um 4,6 Prozent auf 5.377,8 Mio. Euro. Diese Effekte wirkten sich auch auf das Ergebnis des Unternehmens im Jahr 2014 aus: Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr, das von Buchgewinnen aus dem Verkauf von drei Immobilienportfolien profitierte, um 68,6 Prozent auf 54,5 Mio. Euro. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 46,7 Mio. Euro bleibt um 71,3 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Für das Berichtsjahr 2014 weist die BayWa AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 58,1 Mio. Euro aus (Vorjahr: 114,0 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund des ausbalancierten und zukunftsfähig aufgestellten Geschäftsportfolios der BayWa AG und im Hinblick auf den im Prognosebericht geäußerten optimistischen Ausblick schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung dennoch eine Erhöhung der Dividende auf 0,80 Euro je Aktie vor. Das Segment Agrar verzeichnete in den Sparten Agrarhandel und Obst vor allem infolge der auf breiter Front rückläufigen Erzeugerpreise einen Umsatzrückgang. Gegenläufig wirkten aufgrund der Rekordernte gestiegene Absatzvolumina von Getreide und Ölsaaten. Auch im Obstbereich konnte der Absatz von Tafelkernobst im Berichtsjahr leicht gesteigert werden. Das Betriebsmittelgeschäft entwickelte sich uneinheitlich: Während bei Saatgut und Futtermitteln eine geringere Nachfrage verzeichnet wurde, erhöhten sich die Umschlagsmengen von Dünger und Pflanzenschutz. Die Sparte Technik profitierte von einer gestiegenen Nachfrage im Servicebereich sowie für Hof- und Stalltechnik, so dass rückläufige Neumaschinenverkäufe überkompensiert wurden. Insgesamt konnte die positive Entwicklung in der Landtechnik die durch außergewöhnliche Marktverläufe bedingten Umsatzrückgänge der Sparten Agrarhandel und Obst nicht ausgleichen, so dass sich der Umsatz des Segments Agrar um 0,7 Prozent auf 2.950,6 Mio. Euro verringerte. Innerhalb des traditionellen Energiegeschäfts lagen die Absatzmengen im Kraft- und Schmierstoffhandel in 2014 konjunkturbedingt über dem Vorjahresniveau. Bei den Wärmeenergieträgern Heizöl und Holzpellets jedoch wurden die Vorjahresvolumina aufgrund der milden Witterung nicht erreicht. Die Absatzrückgänge im Wärmegeschäft sowie vor allem die im Jahresverlauf erheblich gesunkenen Preise für Heizöl und Kraftstoffe führten im Segment Energie zu einer Verringerung des Gesamtumsatzes um 9,4 Prozent auf 1.237,5 Mio. Euro. Das Segment Bau profitierte zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 vom ausgebliebenen Winter, der zu einem ungewöhnlich frühen und dynamischen Saisonstart im Baustoffhandel führte. Darüber hinaus wurde die auch im weiteren Jahresverlauf positive Baukonjunktur für strategische Anpassungen genutzt. Durch die Veräußerung der Baustoffstandorte in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zum 1. Mai 2014 und 1. Juni 2014 reduzierte sich der Umsatz des Segments Bau im Berichtsjahr um 8,4 Prozent auf 1.189,7 Mio. Euro. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell der BayWa AGUnternehmensstruktur und GeschäftstätigkeitDie BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel heraus hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden europäischen Handels-, Dienstleistungs- und Logistikunternehmen entwickelt. Der geschäftliche Schwerpunkt liegt in Europa und wird durch bedeutende Aktivitäten in den USA und in Neuseeland sowie Geschäftsbeziehungen von Asien bis Südamerika zu einem internationalen Handels- und Beschaffungsnetzwerk erweitert. Die Geschäftstätigkeit der BayWa AG gliedert sich in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau und umfasst den Groß- und Einzelhandel, die Logistik sowie umfangreiche ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen. Segment AgrarDas Segment Agrar erwirtschaftet traditionell mit rund 55 Prozent den größten Teil des Umsatzes im Unternehmen. Das Segment gliedert sich in die drei Sparten Agrarhandel, Obst und Technik. Die Sparten decken jeweils als Vollsortimenter die gesamte Angebotspalette für die Landwirtschaft ab. Das Geschäft des Segments Agrar wird sehr stark von natürlichen Gegebenheiten wie dem Wetter und dem davon maßgeblich abhängigen Ernteerfolg beeinflusst. Diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und Naturprodukte aus. Im Zuge der Globalisierung dieser Märkte führen internationale Einflussfaktoren - wie beispielsweise Rekord- oder Missernten in anderen Teilen der Welt oder Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen - zunehmend zu Rückwirkungen auf die Preisentwicklung in den regionalen Märkten. Dabei haben die wechselseitige Beeinflussung der Preise einzelner Agrarrohstoffe und die Volatilitäten der Preise in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch bei den Betriebsmitteln werden das Angebot und die Nachfrage sowie die Preisbildung beispielsweise bei Düngemitteln und Treibstoffen immer stärker durch globale Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Schließlich üben Regulierungen auf Preise und Strukturen - beispielsweise durch die EU - in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. AgrarhandelDie BayWa ist in Europa das führende Agrarhandelsunternehmen mit globaler Reichweite. Der Agrarhandel der BayWa versorgt die Landwirte über das gesamte Anbaujahr mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünge-, Pflanzenschutz- und Futtermitteln und übernimmt die Erfassung und Vermarktung der Ernte. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa in ihren Kernregionen ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten. Dadurch wird eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsüberprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse sichergestellt. Im Handel verfügt die BayWa für die Beschaffung und Vermarktung der Erzeugnisse über ein weltweites Netzwerk einschließlich eigener Binnen- und Tiefseehäfen. Die Vermarktung erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale, regionale und nationale Abnehmer der Lebensmittelindustrie und des Groß- und Einzelhandels. Im Handel mit Getreide und Ölsaaten deckt die BayWa die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb als Supply-Chain-Manager ab und hat ihre internationalen Aktivitäten stark ausgeweitet. In ihren traditionellen Kernregionen ist die BayWa im Agrarhandel eingebettet in die genossenschaftliche Handelsstruktur, in der sie auch ihre Wurzeln hat. Das Geschäft konzentriert sich aufgrund historisch gewachsener Strukturen in Deutschland auf bestimmte Regionen. Die BayWa verfügt mit 248 Standorten in ihren regionalen Märkten - insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und im südlichen Brandenburg - über ein weit gespanntes und engmaschiges Standortnetz. Im Jahr 2014 konnte die BayWa ihre Präsenz in Brandenburg durch die Übernahme der HAGRO Handels- und Agrodienst GmbH mit zwei Standorten in Haßleben und Mittenwalde weiter ausbauen. Bei Agrarerzeugnissen setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional aktiv. ObstDie Sparte Obst der BayWa ist in Deutschland ein führender Systemanbieter von Tafelobst für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel und der größte Einzelvermarkter für Tafelkernobst sowie der größte Anbieter für Kernobst aus biologischem Anbau. An ihren 7 Standorten am Bodensee, am Neckar und in Rheinland-Pfalz erfasst, lagert, sortiert, verpackt und handelt die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die BayWa das nationale Geschäft der Sparte Obst in einem neugegründeten Tochterunternehmen als "BayWa Obst GmbH & Co. KG" reorganisiert. Mit diesem Schritt wird das Obstgeschäft auf die zunehmende Spezialisierung im nationalen und internationalen Markt ausgerichtet. Durch die neue Gesellschaft werden die Abläufe und Strukturen im Obstgeschäft optimiert. Auf diese Weise soll das nationale Obstgeschäft von einer stärkeren Orientierung an internationalen Warenströmen und der Erschließung von Wachstumsmärkten profitieren. Mit der Übernahme von Turners & Growers Limited (T & G) wurde das Obstgeschäft bereits im Jahr 2012 wesentlich internationaler ausgerichtet. Die wechselseitige Vermarktung von Tafel- und Kernobst zwischen nördlicher und südlicher Hemisphäre versetzt die BayWa in die Lage, die Handelspartner in Deutschland ganzjährig mit erntefrischer Ware zu versorgen, ihr Sortiment zu erweitern und zusätzliche Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten zu erschließen. TechnikDie Sparte Technik bietet ein technisches Vollsortiment von Maschinen, Geräten und Anlagen für sämtliche Bereiche der Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen die Land- und Forstwirtschaft, Kommunen und gewerbliche Kunden. Neben Traktoren und Mähdreschern umfasst die Angebotspalette Spezialfahrzeuge mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten für Kommunen, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben wird der Service für die Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz sichergestellt. Für die Produkte der Hersteller AGCO und CLAAS ist die BayWa der größte Vertriebspartner weltweit und betreibt ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten. Dieses Angebot wird durch mobile Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und den Verkauf von Ersatzteilen ergänzt. Darüber hinaus vermarktet die BayWa Gebrauchtmaschinen auch über eine internetbasierte Gebrauchtmaschinenbörse. Segment EnergieDas Segment Energie trug im Geschäftsjahr 2014 einen Anteil von rund 23 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. Das traditionelle Energiegeschäft im Segment umfasst den Handel von fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen. Traditionelles EnergiegeschäftIm traditionellen Energiegeschäft vertreibt die BayWa im Wesentlichen Heizöl, Kraftstoffe, Schmiermittel und Holzpellets vorwiegend in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 94 eigene Tankstellen verkauft. Zudem werden Tankstellennetze von Partnerfirmen sowie Großabnehmer beliefert. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Kunden in der Landwirtschaft, im metallverarbeitenden Gewerbe und in der Industrie. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenbasis ist die BayWa Marktführer. Neben den großen Mineralölhandelsgesellschaften wird das Wettbewerbsumfeld überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel bestimmt. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Das Energiesegment wird im Bereich der traditionellen Energieträger vorwiegend durch die Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten beeinflusst. Segment BauAuf das Segment Bau entfallen rund 22 Prozent des Gesamtumsatzes. Das Segment umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel sowie die Betreuung der Franchisepartner im Baustoff- sowie im Bau- und Gartenmarktgeschäft in Deutschland, Österreich und Italien. Im Baustoff-Fachhandel ist die BayWa AG mit insgesamt 150 Standorten die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich mit 31 Standorten zu den führenden Anbietern. Im Baustoff-Fachhandel deckt die BayWa überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Daneben sind private Bauherren und Hausbesitzer wichtige Kunden. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung, in der Beratung und der engen Vernetzung mit den gewerblichen Kunden. Dem trägt die BayWa mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung im Vertrieb und in der Kundenberatung Rechnung. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik. Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland rund 775 Unternehmen mit etwa 1.986 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Überwiegend handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, die sich vielfach in Kooperationen wie Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Im Bausegment sind vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung sowie der Wohnungsbauförderung - maßgebend für den Geschäftsverlauf. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Die Bereiche Tiefbau und Straßenbau sind stark vom Investitionsverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit spielen insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen, Zinsvergünstigungen für Finanzierungen sowie Veränderungen bei Einspeisevergütungen für Strom aus Photovoltaikanlagen eine bedeutende Rolle für die Investitionsentscheidungen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten: Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen sind hier besonders von Belang. Unternehmensziele und StrategieDie BayWa will als starker Partner ihrer Kunden die Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens sichern. Ihr unternehmerisches Handeln ist langfristig ausgerichtet und geprägt von der Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, weiteren Anspruchsgruppen und der Gesellschaft insgesamt. Das Umfeld und die Märkte, in denen die BayWa tätig ist, unterliegen permanenten Veränderungen. Um ihre Position zu behaupten und durch die Ausnutzung von Marktchancen auszubauen, handelt die BayWa mit unternehmerischer Umsicht entschlossen, schnell und flexibel. Zentrale strategische Stoßrichtung ist die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit: Durch gezielte Akquisitionen, Entwicklung neuer Geschäftsfelder und organisches Wachstum in den Bereichen Agrarhandel, Obst, Technik und Regenerative Energien ist es der BayWa in den vergangenen Jahren gelungen, in neue unternehmerische Dimensionen vorzustoßen. Die Internationalisierung bildet die entscheidende Grundlage für das starke Wachstum der BayWa, mit dem sie ihre Wettbewerbsposition festigt und neue Märkte erschließt. Weitere Schwerpunkte liegen im Ausbau digitaler Angebote und in der Stärkung der Dachmarke BayWa. Die BayWa analysiert ihr Geschäftsportfolio - die Segmente Agrar, Energie und Bau sowie die jeweils zugeordneten Sparten und Geschäftsfelder - kontinuierlich im Hinblick auf künftige Wachstums- und Ertragspotenziale. Ein wichtiger zusätzlicher Aspekt ist dabei die weitere Verbesserung des Geschäftsrisikoprofils. So verringert die zunehmende Internationalisierung der Geschäftstätigkeit im Agrar- und im Energiebereich die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten. Zur Erhöhung der Schlagkraft hat die BayWa im Berichtsjahr ihre internationalen Aktivitäten im Agrarhandel nach Italien und Spanien erweitert. Parallel zu diesen Wachstumsschritten verfolgt die BayWa konsequent die Strategie, Aktivitäten mit unzureichenden Wachstums- und/oder Ertragsaussichten umzustrukturieren, anzupassen oder zu veräußern. So erfolgte im Geschäftsjahr 2014 im Baustoffgeschäft der Rückzug aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Der strukturell rückläufigen Mengennachfrage nach Heizöl begegnet die BayWa seit Jahren durch Übernahme kleinerer Wettbewerber; zum weiteren Ausbau der Marktposition ist künftig auch eine unternehmerische Partnerschaft unter Führung der BayWa vorstellbar. Die Stärkung der Marktposition, die erhebliche Ausweitung des Umsatzes und die Optimierung des Geschäftsportfolios dienen zugleich dem Ziel, die Profitabilität der Geschäftstätigkeit zu steigern. Bei der Konsolidierung der neu erworbenen Unternehmen eröffnen sich vielfältige Geschäfts- und damit Ertragschancen. Über das Umsatzwachstum lassen sich Skaleneffekte erzielen, beispielsweise im Bereich Beschaffung durch die Zusammenfassung von Bestellvolumina, was zu günstigeren Einkaufskonditionen führt. Eine kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen gehört darüber hinaus seit jeher zu den Kernelementen der BayWa-Strategie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Standortnetze, der effizienteren Gestaltung von Prozessen, der intensiveren Nutzung vorhandener Vertriebsstrukturen und der Stärkung der Zusammenarbeit auf operativer Ebene. Eine fortlaufende Weiterentwicklung des Risikomanagements zielt darauf ab, Risiken zu begrenzen und die Risikokosten zu minimieren. Die rasante Entwicklung der BayWa AG wird begleitet von einer soliden und vorausschauenden Finanzierungsstrategie. Sie ist geprägt vom traditionellen Vorsichtsprinzip des genossenschaftlichen und landwirtschaftlichen Sektors, trägt aber zugleich den veränderten Anforderungen des gewachsenen internationalen Unternehmens Rechnung. Bei der Unternehmensfinanzierung stützt sich die BayWa auf bewährte und verlässliche Partner im genossenschaftlichen Verbund. Darüber hinaus achtet sie auf eine angemessene Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um ihre Unabhängigkeit zu wahren und Risiken zu begrenzen. Von wesentlicher Bedeutung in der BayWa AG ist das effiziente Management des Working Capitals. Dies umfasst die Optimierung des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten. Die BayWa strebt eine ausgewogene Kapitalstruktur an. Der Zielwert für die Eigenkapitalquote liegt bei 30 Prozent, kann aber bei der Wahrnehmung von Wachstumschancen zeitweise unterschritten werden. SteuerungssystemDie strategische Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt über die wertorientierte Unternehmensführung und ein integriertes Risikomanagement. Die Unternehmensbereiche der BayWa AG werden operativ im Rahmen der für den BayWa-Konzern festgelegten Zielvorgaben gesteuert; als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden hierzu die Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT verwendet. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind bei der BayWa - derzeit noch -von nachgeordneter Bedeutung. Die wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategischen Verbesserung der Kapitalallokation im Unternehmen. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den spartenspezifischen Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt dabei der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zu, um den langfristigen Geschäftserfolg abzusichern. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2014 das Agrar Coordination Center (ACC) zur Abstimmung und Koordination von Strategie und Handelspositionen zwischen den Unternehmenseinheiten eingerichtet. WirtschaftsberichtOperative GeschäftsentwicklungSegment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungDie Preise für Agrarerzeugnisse bewegten sich im Jahr 2014 auf breiter Front unter dem hohen Vorjahresniveau und wiesen teilweise große Schwankungen auf. Die weltweite Getreideproduktion stieg im Erntejahr 2013/14 mit 1.996 Mio. Tonnen -ohne Reis - um rund 11 Prozent. Auch in Deutschland lag die Getreideernte von 51,9 Mio. Tonnen im Jahr 2014 über dem langjährigen Durchschnitt und um rund 9 Prozent über dem Vorjahr. Der weltweit günstige Witterungsverlauf im ersten Quartal führte im ersten Halbjahr zu einer stetigen Anhebung der Prognosen für die globale Getreideernte für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 auf 2.001 Mio. Tonnen, was einer zweiten Rekordernte in Folge entspricht. Auch bei Ölsaaten wird mit einer weltweiten Erntemenge von 665 Mio. Tonnen ein Rekordvolumen erwartet. Vor diesem Hintergrund sanken die Preise für Getreide und Ölsaaten bis zum Ende des dritten Quartals 2014 gegenüber dem Jahresbeginn um rund 25 Prozent auf einen mehrjährigen Tiefststand. Diese Preisentwicklung führte temporär zu einem erheblichen Rückgang der Handelsvolumina, da die Abgabebereitschaft der Erzeuger vor allem in Deutschland bei dem niedrigen Preisniveau gering war. Gleichzeitig dürften sich aber auch große Abnehmer wie Mühlenbetriebe in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise mit ihren Einkäufen zurückgehalten haben. Im vierten Quartal erholten sich die Getreidepreise dann wieder, da eine Angebotsverknappung auf dem Weltmarkt infolge der Ankündigung Russlands, Exportzölle auf Weizen einzuführen, befürchtet wurde. Dennoch lag der Weizenpreis zum Jahresende mit rund 200 Euro pro Tonne an der Warenterminbörse MATIF um etwa 5 Prozent unter dem Preis des Vorjahres. Insgesamt war der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland bereits zur Jahresmitte 2014 um knapp 2 Prozent und zum Ende des dritten Quartals um knapp 7 Prozent unter den Stand des Vorjahres gesunken. In der Milchwirtschaft stieg die Erzeugungsmenge in der Europäischen Union (EU) im Jahr 2014 mit knapp 161 Mio. Tonnen nochmals um rund 2,5 Prozent über das bereits hohe Vorjahresniveau. Die EU ist damit im internationalen Vergleich der größte Milcherzeuger. In Deutschland erhöhte sich die Milchproduktion in 2014 um etwa 4 Prozent. Gleichzeitig sank der Milchpreis im EU-Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent. Zu dem Preisrückgang trug neben dem reichlichen Angebot auch das russische Importembargo bei. In Deutschland lag der Milchpreis - ausgehend von einem relativ hohen Niveau - zum Ende des dritten Quartals 2014 mit 34,1 Cent je Kilogramm um knapp 17 Prozent unter dem Preis zum Jahresende 2013. Die weltweite Fleischproduktion nahm im Jahr 2014 um 1,1 Prozent zu. In Deutschland ging die Fleischproduktion dagegen geringfügig zurück. Ursächlich hierfür war eine geringere Erzeugung von Schweinefleisch, während die Geflügelerzeugung deutlich zunahm. Insgesamt verringerte sich der Anteil von Schweinefleisch an der inländischen Fleischproduktion auf 58 Prozent; der Anteil von Geflügel erreichte rund 20 Prozent. Die Rindfleischproduktion bestreitet unverändert einen Anteil von rund 14 Prozent an der Erzeugung. Der Gesamtindex der Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel war in den vergangenen zwei Jahren rückläufig. Insbesondere die vom Rohöl abhängigen Energiepreise lagen aufgrund des starken Preisverfalls von Rohöl im zweiten Halbjahr 2014 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Bei einer um 8,1 Prozent erhöhten Absatzmenge blieben die Düngemittelpreise -nach den starken Preisanstiegen der Vorjahre - im Jahr 2014 stabil. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln nahm bei leicht steigenden Preisen gegenüber dem Vorjahr aufgrund des frühen Saisonstarts um 3 - 4 Prozent zu. Besonders stark war dabei die Nachfrage nach Fungiziden. Im Bereich der Futtermittel folgten die Preise für Mischfutter im Wesentlichen der Entwicklung der Preise für Getreide und Ölsaaten. Die Preise für Grundfutter bewegten sich im Jahr 2014 weitgehend seitwärts. Lediglich für Maissilage erhöhte sich der Preis aufgrund der witterungsbedingt unterdurchschnittlichen Maisernte in Deutschland um knapp 9 Prozent. Insgesamt verringerten sich die Kosten für Betriebsmittel im ersten Halbjahr 2014 um rund 3,3 Prozent; dieser Trend hat sich im zweiten Halbjahr noch beschleunigt fortgesetzt. Aufgrund günstiger Witterungsbedingungen wurden im Obstanbau im Jahr 2014 in Deutschland bei fast allen Erzeugnissen höhere Erntemengen als im Vorjahr erzielt. Die Apfelernte erreichte erstmals wieder seit dem Jahr 2009 mehr als 1Mio. Tonnen, was als Vollernte angesehen wird; mit 1,036 Mio. Tonnen lag sie um 29 Prozent über dem Vorjahresvolumen. Auch in der EU erreichte die Erntemenge mit einem Plus von rund 9 Prozent ein Rekordniveau. Bei den Preisen, die zu Jahresbeginn 2014 zunächst an das hohe Niveau des Vorjahres anknüpften, kam es im Jahresverlauf zu deutlichen Einbußen. Neben dem hohen Angebot wirkte sich hierbei auch das Importembargo Russlands negativ auf die Preise aus, da nicht nach Russland exportierte Äpfel aus Polen in andere EU-Märkte drängten und so mittelbar auch in Deutschland zu niedrigeren Preisen führten. Insgesamt verursachten die deutlich über dem Vorjahr liegenden Obst-Erntemengen Preisrückgänge zwischen 10 und 15 Prozent. Die Investitionstätigkeit der Landwirtschaft bewegte sich im vergangenen Jahr - nicht zuletzt getragen von einer guten Einkommenssituation der Landwirte - auf hohem Niveau, wenn auch das Rekordvolumen des Jahres 2013 nicht wieder erreicht wurde. Eine der wichtigsten Ursachen liegt im rasanten Strukturwandel der modernen Landwirtschaft durch den Einsatz kapitalintensiver Produktionsmittel für die Präzisionslandwirtschaft (Smart Farming), computergesteuerte Produktionsprozesse oder integrierte Nahrungsmittelketten. So stieg die Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen im Agrarsektor in Deutschland im Zeitraum von 1993 bis 2013 um 96 Prozent. Die Produktivitätssteigerung liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der deutschen Wirtschaft von 44 Prozent. Parallel dazu ging die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland zwischen 2007 und 2013 um 36.600 oder 11,4 Prozent - oder jährlich um 2,0 Prozent - auf 285.000 Betriebe zurück. Gleichzeitig erhöhte sich die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche je Betrieb kontinuierlich auf 59,1 Hektar im Jahr 2014. Die Wachstumsschwelle liegt heute bei rund 100 Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche je Betrieb: Unterhalb dieser Größe nimmt die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab, bei den flächenstärkeren Betrieben nimmt sie zu. Dieser Trend trägt ebenfalls zu einem erhöhten Technisierungsgrad der Landwirtschaft bei. Nach Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) Landtechnik sank der Branchenumsatz im Jahr 2014 um knapp 10 Prozent auf rund 7,6 Mrd. Euro. Die Neuzulassungen von Traktoren verzeichneten in Deutschland ein Minus von 4,5 Prozent. Dagegen wies der Umsatz mit sonstigen Landmaschinen per September gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch einen Zuwachs um 3,4 Prozent auf. GeschäftsverlaufIn der Sparte Agrarhandel verringerte sich der Umsatz der BayWa AG mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln im Geschäftsjahr 2014 geringfügig um 1,4 Prozent auf 1.983,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2.010,4 Mio. Euro). Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf die im Jahresdurchschnitt deutlich unter dem Vorjahresniveau liegenden Erzeugerpreise zurückzuführen. Gegenläufig wirkten aufgrund der Rekordernte gestiegene Absatzvolumina von Getreide und Ölsaaten. Der Absatz erhöhte sich von 3,8 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 4,3 Mio. Tonnen im Berichtsjahr, konnte jedoch den drastischen Preisrückgang vor allem im Erntequartal nicht kompensieren. Eine uneinheitliche Nachfrageentwicklung verzeichnete der Betriebsmittelbereich. Unterstützt vom witterungsbedingt frühen Saisonstart in 2014 stieg der Absatz bei Dünger um rund 9,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf ein Gesamtvermarktungsvolumen von über 1,5 Mio. Tonnen. Eine leichte Umsatzausweitung erzielte auch der Handel mit Pflanzenschutzmitteln. Der Saatgut- sowie der Futtermittelbereich konnten mit dem Vorjahr nicht Schritt halten. Im Saatgutbereich reduzierte sich die Absatzmenge im Vergleich zu 2013 um 3,1 Prozent auf knapp 127.000 Tonnen und der Absatz im Futtermittelbereich lag bei einer uneinheitlichen Preisentwicklung mit rund 413.000 Tonnen um 1,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. In der Sparte Obst reduzierte sich der Umsatz im Jahr 2014 im Wesentlichen preisbedingt um 4,8 Prozent auf 111,6 Mio. Euro (Vorjahr: 117,2 Mio. Euro). Das sich abzeichnende Überangebot an Äpfeln in Deutschland sowie weiteren europäischen Märkten, ausgelöst von hohen Erntemengen aus der diesjährigen EU-Apfelernte in Verbindung mit dem russischen Importstopp für europäisches Obst, führte in der zweiten Jahreshälfte zu stark rückläufigen Preisen. Dies konnte durch die leichte Steigerung der Absatzmengen von Tafelkernobst um 0,6 Prozent im Berichtsjahr nicht ausgeglichen werden. Zudem verringerten sich die verkauften Volumina bei Beeren- und Steinobst gegenüber dem Jahr 2013 um 4,6 Prozent. Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen profitierte im Berichtsjahr vom hohen Projektbestand aus dem Jahr 2013 sowie von einer deutlich gestiegenen Nachfrage in der Hof- und Stalltechnik. Während der Absatz von Neumaschinen (Traktoren und Mähdrescher) um 7,5 Prozent im Vergleich zum Rekordjahr 2013 zurückging, verzeichnete der Handel mit Gebrauchtmaschinen eine stabile Nachfrage. Eine deutliche Umsatzausweitung konnte hingegen in der Innenwirtschaft (Hof- und Stalltechnik) erzielt werden. Darüber hinaus profitierte der Servicebereich von den starken Absatzzahlen (Traktoren und Mähdrescher) der vorangegangenen Jahre. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz der Sparte Technik im Geschäftsjahr 2014 um 1,3 Prozent auf 855,8 Mio. Euro (Vorjahr: 844,8 Mio. Euro). Für das Segment Agrar insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2014 ein leichter Umsatzrückgang um 0,7 Prozent auf 2.950,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.972,5 Mio. Euro). Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die Sparten Agrarhandel und Obst zurückzuführen, welche das Vorjahresniveau aufgrund außergewöhnlicher Marktverläufe nicht ganz erreichten. Die Landtechnik setzte ihre positive Entwicklung fort. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungDer Rohölpreis bewegte sich im ersten Halbjahr 2014 in einer Bandbreite zwischen 102 und 114 US-Dollar pro Barrel. Im zweiten Halbjahr setzte jedoch ein starker Preisrückgang ein; zum Jahresende lag der Ölpreis mit rund 56 US-Dollar pro Barrel auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren. Der Preis für Heizöl folgte dieser Entwicklung im Wesentlichen und lag nahezu im gesamten Jahr 2014 unter dem Niveau des Vorjahres. Im Wärmemarkt verringerte sich der Heizölabsatz aufgrund der milden Witterung im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Prozent. Der Gesamtabsatz von Kraftstoffen nahm bei einem um 1,5 Prozent höheren Fahrzeugbestand im Zeitraum Januar bis Dezember 2014 um 3,7 Prozent zu. Dabei erhöhte sich der Absatz von Ottokraftstoffen um 2,1 Prozent und der von Dieselkraftstoffen um 4,6 Prozent. Bei Schmierstoffen war in Summe aufgrund des insgesamt positiven konjunkturellen Umfelds in Deutschland ein um 0,3 Prozent höherer Absatz zu verzeichnen. Dies ist vor allem auf einen Zuwachs bei Schmierfetten insbesondere für die Kfz-Branche um 8,3 Prozent zurückzuführen, während die Nachfrage nach Motorenölen in der Ersatzbefüllung um 4,5 Prozent und bei Hydraulikölen um 5,4 Prozent gesunken ist. GeschäftsverlaufInnerhalb des traditionellen Energiegeschäfts lagen die Absatzmengen im Kraft- und Schmierstoffhandel in 2014 über dem Vorjahresniveau. So konnten das abgesetzte Volumen von Schmierstoffen um 11,6 Prozent und von Kraftstoffen um 1,6 Prozent gesteigert werden. Bei Wärmeenergieträgern wurden die Vorjahresvolumina im Berichtsjahr witterungsbedingt nicht erreicht: im Handel mit Holzpellets und Heizöl verzeichnete die BayWa AG einen Absatzrückgang um 4,1 Prozent sowie 14,0 Prozent im Vergleich zu 2013. Vor dem Hintergrund des nahezu im gesamten Jahr 2014 unter dem Niveau des Vorjahres liegenden Heizölpreises ging der Gesamtumsatz im Segment Energie im Berichtsjahr vor allem preis-, aber auch mengenbedingt um 9,4 Prozent auf 1.237,5 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 1.365,8 Mio. Euro). Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungDie deutsche Bauwirtschaft setzte ihre positive Entwicklung im Jahr 2014 fort. Die Branche profitierte zu Jahresbeginn von der milden Witterung, so dass ein sehr früher Start in die Bausaison möglich war. Zudem lagen die Temperaturen auch im vierten Quartal 2014 über dem langjährigen Durchschnitt, was eine uneingeschränkte Bautätigkeit bis zum Jahresende ermöglichte. Allerdings ließ die Wachstumsdynamik im Jahresverlauf stark nach. Im Gesamtjahr nahm der Umsatz des Bauhauptgewerbes um 4 Prozent auf rund 99 Mrd. Euro zu. Motor der Baukonjunktur blieb der Wohnungsbau, der real um 3,5 Prozent zulegte und mit einem Volumen der Bauinvestitionen von 157,8 Mrd. Euro einen Anteil von 59,1 Prozent an den gesamten Bauinvestitionen erreichte. Das Wachstum entfiel vor allem auf eine starke Neubautätigkeit im Geschoßwohnungsbau in Ballungsräumen - hier lagen die Baufertigstellungen im Jahr 2014 um rund 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dagegen entwickelte sich die Bautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhausbau und außerhalb der Ballungszentren nur verhalten. Auch im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsgeschäft fiel das Wachstum gegenüber dem Neubau deutlich geringer aus. Die energetische Gebäudesanierung verzeichnete sogar einen Rückgang. Ursächlich hierfür waren zum einen die deutlich gesunkenen Energiepreise. Zum anderen bewegte sich die Kapazitätsauslastung der Baubranche auf hohem Niveau. In der Folge wurden Aufträge im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsbereich durch das Neubaugeschäft verdrängt. Der Wirtschaftsbau profitierte in 2014 von einer gestiegenen Investitionsbereitschaft der Unternehmen und legte gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent zu. Verbesserungen in der Haushaltslage der Kommunen und die Aufstockung der Investitionsmittel in die Infrastruktur durch den Bund ließen die öffentliche Bautätigkeit um 3,6 Prozent wachsen. Insgesamt lagen die Bauinvestitionen 2014 real um 3,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für die Bauinvestitionen in Österreich wird im Jahr 2014 insgesamt noch ein Zuwachs um 1,4 Prozent geschätzt, der damit deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum liegt. Der kontinuierlich sinkende Auftragsbestand der Branche in nahezu allen Bundesländern führte jedoch zu einer erheblichen Verschlechterung der Stimmungslage in der österreichischen Bauwirtschaft im Jahresverlauf. Eine Stütze der Bautätigkeit dürfte im Jahr 2014 erneut der Wohnungsbau gewesen sein, der vom starken Anstieg der Baugenehmigungen um knapp 30 Prozent im Vorjahr profitierte. Auch der weitere Anstieg der Immobilienpreise stellt einen Anreiz für Investitionen in neue Wohnungen dar. Demgegenüber dürften der sonstige Hochbau und der Tiefbau das Vorjahresniveau unterschritten haben. GeschäftsverlaufDie Geschäftsaktivitäten im Baustoffhandel profitierten im Jahr 2014 von einem frühen Saisonstart aufgrund ungewöhnlich milder Temperaturen. Auch der weitere Jahresverlauf war geprägt von einer guten Auftragslage beim ausführenden Baugewerbe und reger Bautätigkeit, die nur in den Sommermonaten durch vermehrten Urlaubsabbau einen temporären Rückgang verzeichnete. Der Baustoffhandel profitierte von diesem positiven Umfeld vor allem in den Produktsortimenten für die Bereiche Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsbau mit höheren Absatzmengen. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Bau im Berichtsjahr durch die Übertragung von 31 Standorten auf neue Eigentümer im zweiten Quartal des Berichtsjahres 2014 mit 1.189,7 Mio. Euro um 8,4 Prozent hinter dem Jahr 2013 (Vorjahr: 1.298,7 Mio. Euro). Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BayWa AGErtragslageDer Umsatz der BayWa AG verringerte sich im Geschäftsjahr 2014 um 259,2 Mio. Euro auf 5.377,7 Mio. Euro. Der Rückgang von 4,6 Prozent wurde größtenteils durch erheblich niedrigere Marktpreise, insbesondere bei Energie- sowie bei Agrarprodukten verursacht sowie durch ein etwas schwächeres Baustoffgeschäft. Die BayWa AG ist weiterhin ausschließlich durch Niederlassungen und Mitarbeitern in Deutschland mit Schwerpunkt in Bayern und Baden-Württemberg vertreten. Der Inlandsumsatz trug mit 93,8 Prozent (5.045,7 Mio. Euro), der Auslandsumsatz - vorwiegend im EU-Raum generiert - mit 6,2 Prozent (332,0 Mio. Euro) zum Gesamt-Umsatz bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 109,5 Mio. Euro auf 139,4 Mio. Euro. Bedingt ist diese Abnahme durch weitaus niedrigere Erträge aus Anlagenabgängen in 2014 im Vergleich zum Vorjahr. Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit rund 74,4 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 183,8 Mio. Euro. Davon entfallen 38,2 Mio. Euro auf die Aufdeckung stiller Reserven in Folge der Einbringung von Aktien der Bayerischen Raiffeisen Beteiligungs-AG in die BRB Holding GmbH. Es handelte sich auch in 2014 größtenteils um die Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien, welche vorwiegend fremdvermietet waren. Aufgrund dieser Immobilienveräußerungen haben sich die Mieterträge von 25,6 Mio. Euro um rund 2,4 Mio. Euro auf 23,2 Mio. Euro verringert. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigter Wertberichtigungen entstanden Erträge in Höhe von rund 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 6,0 Mio. Euro). Die Ergebnisbeiträge aus regelmäßigen Kostenerstattungen (19,8 Mio. Euro) lagen nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (19,6 Mio. Euro). Als Folge insbesondere der geringeren Erträge aus Anlagenabgängen ging die Gesamtleistung der BayWa AG im Geschäftsjahr 2014 überproportional zurück auf 5.523,9 Mio. Euro (minus 6,1 Prozent bzw. minus 359,7 Mio. Euro). Der Materialaufwand nahm korrespondierend zum Umsatz um 4,6 Prozent bzw. 229,1 Mio. Euro auf 4.698,2 Mio. Euro ab und konnte den marktbedingten Preisrückgang an den Rohstoffmärkten somit voll abfangen. Als Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) können somit 825,6 Mio. Euro (Vorjahr 956,3 Mio. Euro) dargestellt werden. Der Rückgang beträgt 130,7 Mio. Euro bzw. 13,7 Prozent. Der Personalaufwand verringerte sich um 3,5 Prozent oder 16,4 Mio. Euro auf 452,6 Mio. Euro. Maßgeblich dazu beigetragen hat der Rückgang bei Löhnen und Gehältern um 10,1 Mio. Euro sowie bei Abfindungen um 2,0 Mio. Euro. Der Rückgang bei Löhnen und Gehältern ist vorwiegend durch die Abnahme der Mitarbeiteranzahl der BayWa AG zu erklären. Im Geschäftsjahr 2013 waren durchschnittlich9.197 Mitarbeiter bei der BayWa AG beschäftigt; im Berichtsjahr 2014 reduzierte sich diese Zahl um 480 Mitarbeiter. Dies bedeutet einen Rückgang um 5,2 Prozent. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen gingen vor allem bedingt durch Abgänge von nicht betriebsnotwendigen Immobilien in den zurückliegenden Jahren um 4,0 Mio. Euro bzw. 10,4 Prozent zurück auf 34,2 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 284,4 Mio. Euro um 8,8 Mio. Euro bzw. 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Der Anstieg resultierte größtenteils aus den um 7,3 Mio. Euro gestiegenen Miet- und Pachtaufwendungen. Dies ist im Wesentlichen zurückzuführen auf im Vorjahr veräußerte Immobilienbestände der BayWa AG, die im Zuge einer Sale- and Lease-Back-Transaktion teilweise zurück gemietet werden. Während die Verluste aus Anlagenabgängen um 1,9 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro reduziert werden konnten, erhöhten sich die externen EDV-Kosten um 2,8 Mio. Euro auf 32,2 Mio. Euro. Die externen EDV-Kosten beinhalten größtenteils Beauftragungen gegenüber der Unternehmenstochter RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH. Die externen Beratungskosten für Rechtsanwälte, Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer konnten um 4,4 Mio. Euro auf 8,9 Mio. Euro reduziert werden. Ebenfalls positiv beigetragen haben um 2,2 Mio. Euro reduzierte Kraftstoffkosten sowie um 0,8 Mio. Euro verringerte Werbeaufwendungen. Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Positiv zum Beteiligungsergebnis beigetragen haben Dividenden über in Höhe von 32,4 Mio. Euro im Vergleich zu 13,2 Mio. Euro im Vorjahr. Erstmalig hat die BayWa Agrar International B.V. Dividenden seitens der Cefetra B.V. sowie der Bohnhorst Agrarhandel GmbH in Summe von 8,2 Mio. Euro an die BayWa AG weiterleiten können. Ebenfalls zum ersten Mal hat die in 2012 erworbene Beteiligung Turners & Growers Ltd. eine Dividende über 2,7 Mio. Euro an die BayWa AG ausgeschüttet. Aufgrund der äußerst geringen bzw. erneut zurückgegangenen Kapitalmarktzinsen verringerten sich die Zinserträge um 3,3 Mio. Euro auf 9,6 Mio. Euro, während die Zinsaufwendungen um 5,6 Mio. Euro auf 40,6 Mio. Euro anstiegen. Ursächlich für diesen Anstieg sind im Wesentlichen die Finanzierung von Beteiligungserwerben sowie von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen über Kreditlinien der BayWa AG die Expansion in neue Märkte finanziert wird. Unter anderem für diese Expansions-Finanzierung wurde ein neues Schuldscheindarlehen aufgenommen. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verringerte sich von 173,6 Mio. Euro im letzten Jahr um 119,1 Mio. Euro auf 54,5 Mio. Euro im Berichtsjahr. Im Wesentlichen ist dieser Ergebnisrückgang auf im Jahr 2014 um 109,5 Mio. Euro geringere sonstige betriebliche Erträge zurückzuführen, welche weitaus weniger Erträge aus Anlagenabgängen enthalten. Nach Berücksichtigung des um 9,2 Mio. Euro verbesserten Zins- und Beteiligungsergebnisses sowie der Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 9,7 Mio. EUR verbleibt ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BayWa AG im Geschäftsjahr 2014 von 46,7 Mio. Euro (Vorjahr: 162,5 Mio. Euro). Das außerordentliche Ergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2014 auf 0,8 Mio. Euro und resultiert wie im Vorjahr aus einem Anwachsungs- bzw. Verschmelzungsergebnis. Dabei wuchs das Vermögen einer Tochter-Kommanditgesellschaft aufgrund des Austritts der Komplementär-GmbH aus der Kommanditgesellschaft auf den verbleibenden Kommanditisten BayWa AG an. Aufgrund ausreichender steuerlicher Verlustvorträge fällt im Geschäftsjahr 2014 für die BayWa AG kein laufender Ertragsteuer-Aufwand an. Der Steuer-Ertrag in Höhe von 13,3 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus der Bildung von aktiven latenten Steuern (12,5 Mio. Euro) auf steuerliche Verlustvorträge. Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern ergab sich für das Berichtsjahr 2014 ein Jahresüberschuss in Höhe von 58,1 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 114,0 Mio. Euro einem Rückgang um 56,0 Mio. Euro bzw. 49,0 Prozent. Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufIm Prognosebericht des Lageberichts 2013 ging die BayWa AG für das Geschäftsjahr 2014 von einer stabilen Umsatzentwicklung und einer leichten Verbesserung des operativen Ergebnisses aus. Im Agrarhandelsgeschäft sollten die Absatzvolumina für Agrarerzeugnisse auf der Basis stabiler Preise ansteigen. Von der positiven Umsatzentwicklung sollten auch die Ergebniskennzahlen profitieren und über dem Wert des Jahres 2013 liegen. Die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 wich von dieser Erwartung ab. Hohe Erntemengen bei vielen wichtigen Agrarerzeugnissen führten ab dem zweiten Quartal im weiteren Jahresverlauf zu deutlich sinkenden Preisen und einem temporär verringerten Handelsvolumen. Hinzu kamen Marktverwerfungen bei einzelnen Erzeugnissen durch ein verändertes Nachfrageverhalten oder durch Angebotsbeschränkungen infolge geopolitischer Krisen. Auch die Preise für Betriebsmittel sanken im Laufe des Geschäftsjahres. In der Folge wurde die erwartete Entwicklung der Umsatz- und Ergebniskennzahlen nicht erreicht. Im Obstgeschäft wurde eine positive Entwicklung des Umsatzes und der Ergebnisgrößen erwartet. Auch hier lagen jedoch die Preise aufgrund einer sehr guten Ernte sowie der Importbeschränkungen nach Russland auf breiter Front unter dem Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund wurde im Berichtsjahr das Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahres nicht erreicht und die im Prognosebericht formulierten Erwartungen konnte nicht erfüllt werden. Für das Technikgeschäft wurde die Erwartung einer stabilen Entwicklung des Umsatzes und der Ergebniskennzahlen formuliert. Mit einem Umsatzplus von 1,3 Prozent und einer geringfügigen Verbesserung der Ergebnisgrößen lag die tatsächliche Entwicklung im Rahmen der Prognose. In Summe verringerten sich aufgrund der Entwicklungen in den Sparten - entgegen der prognostizierten Erwartung - der Umsatz des Segments Agrar um 0,7 Prozent auf 2.950,6 Mio. Euro. Auch die Ergebniskennzahlen des Segments lagen unter dem Vorjahresniveau, so dass die Prognose nicht erreicht wurde. Im Segment Energie litt das traditionelle Energiegeschäft besonders unter dem starken und unerwarteten Preisverfall für Rohöl im zweiten Halbjahr 2014, während in der Prognose für das Geschäftsjahr 2014 von insgesamt konstanten Preisen ausgegangen wurde. In der Folge sank der Umsatz - entgegen der Erwartung einer leichten Steigerung - um 9,4 Prozent. Diese Entwicklung führte auch zu einem Rückgang der Ergebniskennzahlen; in der Prognose war dagegen eine geringfügige Verbesserung angenommen worden. Im Segment Bau wurde ein Umsatzrückgang um rund 190 Mio. Euro durch Veräußerung der Baustoffstandorte in Nordrhein-Westfalen und in Rheinland-Pfalz sowie zweier Standorte in Württemberg angekündigt. Gegenläufig sollten sich das organische Wachstum der Aktivitäten in den Kernregionen sowie die höheren Preise für Baustoffe auswirken. Der tatsächlich erreichte Umsatz liegt um 109,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert und bewegt sich damit leicht über der Erwartung. Die Ergebnisgrößen konnten im Berichtsjahr überproportional gesteigert werden, so dass die Prognose einer Verbesserung übertroffen wurde. Für die BayWa AG wurde - unter der Annahme weitgehend stabiler Preise - insgesamt ein Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres und eine Verbesserung des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft erwartet. Die Umsatzprognose wurde mit dem Rückgang um 4,6 Prozent maßgeblich aufgrund stark gesunkener Preise im Agrarhandel und im traditionellen Energiegeschäft unterschritten. Diese Preisentwicklungen wirkten sich auch negativ auf das Ergebnis aus dem operativen Geschäft im Berichtsjahr aus, so dass sich die Erwartung einer Verbesserung nicht erfüllt hat. Im Vorjahr hatte das Ergebnis der BayWa AG zudem von Buchgewinnen aus dem Verkauf von drei Immobilienportfolien profitiert. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Feststehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der BayWa AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Fälligkeiten der Sicherungsgeschäfte orientieren sich in der Regel an den originären Fälligkeiten der Grundgeschäfte. In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines unternehmensweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring des unternehmensweiten Finanzengagements. Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front- und Backoffice umfasst. Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des Unternehmens besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch sonstigen langfristigen Schuldpositionen wie Pensionsrückstellungen, aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten gegenüber Banken bzw. verbundenen Unternehmen finanziert. Durch die Emission eines Schuldscheindarlehens in 2014 wurde das Schuldscheindarlehen aus 2010 teilweise zu besseren Konditionen vorfristig refinanziert. Die in den Jahren 2011 und 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehen ersetzen kurzfristige Kreditlinien, ohne diese jedoch abzulösen oder zu kündigen. Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa AG im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung der Schuldscheindarlehen in 2011 und 2014 eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da sowohl Tranchen mit fixer Verzinsung sowie variabler Verzinsung emittiert wurden. Die BayWa AG ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des Unternehmens. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
Im Einzelabschluss der BayWa AG nach den handelsbilanziellen Rechnungslegungsvorschriften kann im Berichtsjahr 2014 eine Eigenkapitalquote von 22,5 Prozent (Vorjahr: 23,5 Prozent) dargestellt werden. Mittels einer in 2014 emittierten Schuldverschreibung wurde das niedrige Kapitalmarktniveau, welches sowohl mittel- bis langfristig günstige Finanzierungskonditionen bietet, genutzt, um die Expansion der BayWa AG insbesondere in neue Märkte über Tochtergesellschaften fristenkongruent und kostengünstig zu refinanzieren. Die Eigenkapitalquote bleibt trotz des absolut von 602,2 Mio. Euro auf 636,7 Mio. Euro gestiegenen Eigenkapitals im Berichtsjahr nahezu konstant bei 22,5 Prozent. Gleichzeitig verändert sich die Fremdkapitalquote ebenfalls nur geringfügig auf 77,5 Prozent (Vorjahr: 76,5 Prozent). Die Zunahme des Eigenkapitals wird durch die Aufnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fast kompensiert, sodass bei nahezu gleichbleibenden Eigenkapital- und Fremdkapitalquoten die Bilanzsumme um 265,1 Mio. Euro bzw. 10,3 Prozent zunimmt. Innerbetriebliche Finanzierungseffekte, wie beispielsweise aus Pensionsrückstellungen, mit einer Erhöhung um 4,9 Mio. Euro spielten im Geschäftsjahr eine vergleichsweise untergeordnete Rolle für die Refinanzierung. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Im Vorjahresvergleich sind die kurzfristigen Finanzschulden nahezu unverändert geblieben. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 erheblich um rund 214,9 Mio. Euro. Der deutliche Rückgang im Jahresüberschuss in Verbindung mit einer erneuten Abnahme der Verbindlichkeiten sowie einer starken Zunahme bei den Forderungen, insbesondere gegenüber verbundenen Unternehmen, konnte nicht durch anderweitige, positiv wirkende Effekte mit Cash-Wirkung kompensiert werden. Der Mittelabfluss im Investitionsbereich erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um rund 25,9 Mio. Euro auf 64,2 Mio. Euro. Die Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen gingen um rund 230,5 Mio. Euro auf 84,5 Mio. Euro im Berichtsjahr zurück. Sie sind im Wesentlichen auf gestiegen Anteile und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen für die Akquisitionen der Bohnhorst Agrarhandel GmbH sowie Finanzierungen im Unternehmensverbund zurückzuführen. Gegenläufig hierzu reduzierten sich ebenfalls die Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen um 237,0 Mio. Euro auf 78,0 Mio. Euro. Die Einzahlungen sind wie im Vorjahr insbesondere den im Geschäftsjahr getätigten Immobilienveräußerungen zuzurechnen. Der positive Saldo des Finanzierungs-Cashflows von 276,5 Mio. Euro ergab sich aus dem Abfluss der Dividendenzahlung in Höhe von rund 25,8 Mio. Euro, dem ein Zahlungszufluss von 300,0 Mio. Euro aus der Ausgabe eines in mehreren Tranchen aufgelegten Schuldscheindarlehens gegenüberstand. Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm 2014 flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 2,3 Mio. Euro zu. In Summe erhöhte sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Mio. Euro. Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseDie Finanzmittelausstattung der BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Neue Finanzmittel wurden aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen sowie insbesondere aus der Aufnahme von einem neuen Schuldscheindarlehen generiert. Wesentliche Teile wurden zur Finanzierung der Expansion in neue Märkte über Tochtergesellschaften im In- und Ausland verwendet. Neben der Expansion in neue Märkte über die Management-Holding BayWa Agrar International B.V. mit Sitz in Rotterdam wurde der Kaufpreis zur Übernahme der restlichen 40 Prozent der Bohnhorst Agrarhandel GmbH, Steimbke, finanziert. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwendet. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Paper, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,0 Mio. Euro, über das zum Bilanzstichtag Wertpapiere in unterschiedlichen Währungen im Gegenwert von 309,2 Mio. Euro (Vorjahr: 343,5 Mio. Euro) mit einer durchschnittlich gewichteten Restlaufzeit von 76 Tagen emitiert wurden. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag Forderungen zum Nominalwert in Höhe von 141,9 Mio. Euro (Vorjahr: 139,3 Mio. Euro) finanziert. Im Rahmen der Diversifizierung des Finanzportfolios des Unternehmens hat die BayWa AG Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 768,5 Mio. Euro aufgenommen. Im Berichtsjahr wurden sowohl ein bilaterales kurzfristiges Schuldscheindarlehen über 50,0 Mio. Euro, als auch ein langfristiges Schuldscheindarlehen über insgesamt 383,0 Mio. Euro mit Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren begeben. Die derzeitige Finanzierungstruktur bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten, da sowohl im kurz-, im mittel- und im langfristigen Bereich substantielle Finanzierungsoptionen bestehen und günstig genutzt werden können. InvestitionenDie BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2014 rund 75,0 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionssumme liegt in dieser Höhe etwas über dem Niveau des Vorjahres. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher werden kontinuierlich Investitionen in neue bzw. bestehende Standorte verteilt über die jeweiligen Sparten vorgenommen. Eine wesentliche Investition wurde beispielsweise in Hainichen (Sachsen) vorgenommen. Dort wurde für über 3,5 Mio. Euro eine Gräsermischanlage zur Aufbereitung von Mais-, Getreide- und Gräsersaatgut Mitte des Jahres 2014 eingeweiht und in Betrieb genommen. Mittelfristig soll sie ein Leistungsvolumen von 4.000 Tonnen pro Jahr erreichen. Es wird angestrebt, 70 Prozent der verwendeten Komponenten für Gräser-, Ackerfutter- und Zwischenfruchtmischungen von Vermehrungsbetrieben aus Sachsen und Thüringen zu beziehen. Ferner wurden beispielsweise über 2,5 Mio. Euro in den neuen Technik-Standort an der Gottlieb-Keim-Straße in Bayreuth investiert, der nach 2 Jahren Planungs- und 9 Monaten Bauzeit in 2014 in Betrieb genommen wurde. Auf insgesamt 11 000 Quadratmetern Fläche findet der Kunde die gesamte Bandbreite der modernen Landtechnik vor. Herzstücke sind die fast 500 Quadratmeter große Werkstatt für Montagen und Kleinmotoren-Service sowie die über 800 Quadratmeter große Aus- und Unterstellhalle. Im Freien sind auf etwa 3000 Quadratmetern alle großen Geräte und Maschinen zu sehen, die Landwirte, Lohnunternehmer und Kommunen bei der täglichen Arbeit benötigen. Daneben ist Bayreuth-Wolfsbach künftig auch Sitz des fränkischen Melktechnik-Servicezentrums. Von hieraus erfolgt die Steuerung von 24 Kundendienstmonteure, die innerhalb von höchstens drei Stunden jeden Melkroboter und jede Melkmaschine in Mittel-, Unter- und Oberfranken reparieren können. Wesentliche Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2014 auch in zahlreiche Lagerhallen für Baustoffe, Dünger, Pflanzenschutzmittel etc. getätigt. Es bleibt auch weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handels- bzw. Servicegeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das operative Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, welche nicht zwangsläufig die konjunkturelle Entwicklung abbilden und die Flexibilität einschränken können. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wurde auch im Geschäftsjahr 2014 vermarktet, wo dies sinnvoll erschien. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln bzw. der Expansionsfinanzierung. Im Geschäftsjahr 2014 konnte aus dem Verkauf von Immobilien ein Gewinn in Höhe von rund 33,8 Mio. Euro erzielt werden. VermögenslageZusammensetzung des Vermögensscroll
Die Vermögensstruktur der BayWa AG hat sich im Berichtsjahr geringfügig zugunsten der kurzfristigen Vermögenswerte entwickelt. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Erhöhung der kurzfristigen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 203,5 Mio. Euro und die Erhöhungen der Ansätze an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen um 80,1 Mio. Euro einerseits, sowie dem Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen andererseits zu erklären. Relativ führt dies bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme um 265,1 Mio. Euro zu der oben erwähnten Verschiebung. Andere Effekte seitens des lang- bzw. kurzfristigen Vermögens gleichen sich nahezu vollumfänglich gegenseitig aus. Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge des Anstiegs sowohl der langfristigen als auch der kurzfristigen Vermögensgegenstände um 10,3 Prozent auf 2.832,8 Mio. Euro. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des UnternehmensDer Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts der BayWa AG weiterhin als positiv. Im Agrargeschäft zeichnen sich nach den Preisrückgängen bis Oktober 2014 eine moderate Erholung sowie hohe Vermarktungsvolumina ab. Der Landtechnikbereich entwickelte sich bei allerdings abflauender Wachstumsdynamik sehr erfolgreich. Im Segment Energie registrierte der Handel mit Diesel und Ottokraftstoffen eine Ausweitung des Geschäfts. Zudem konnte sich auch der Schmierstoffbereich viel versprechend weiterentwickeln. Im Baustoffgeschäft wurde der positive Verlauf der Baukonjunktur für strategische Anpassungen genutzt. Durch die im Jahr 2014 durchgeführten Optimierungsmaßnahmen im Segment Bau sind die Weichen für eine nachhaltige Steigerung der Ertragskraft gestellt. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2014 ein erstklassiges Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2014 hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der BayWa AG im Jahresdurchschnitt um 480 auf insgesamt 8.717 reduziert. Ein Personalrückgang wurde vor allem im Segment Bau aufgrund der Trennung von den Baustoffaktivitäten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verzeichnet. Im Segment Agrar hat sich die Anzahl der Beschäftigten um 27 Mitarbeiter verringert. Darüber hinaus waren gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres im Segment Energie 2 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Auch in der Verwaltung der BayWa AG reduzierte sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 5 Personen. Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 lag die Gesamtzahl der Mitarbeiter mit 9.548 Personen um 570 unter dem Vorjahreswert. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl in der BayWa AGscroll
Umfangreiches Seminar- und Trainingsangebot als Basis für erfolgreiche ZukunftMit Konzepten und Maßnahmen zur Personalentwicklung bietet die BayWa ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Zur Mitarbeiterbindung werden Mitarbeitern und Führungskräften zielgruppengerechte Seminare und Trainings mit qualifizierten Trainern angeboten. Im Mittelpunkt stand dabei die Begleitung des Internationalisierungskurses der BayWa. So wurden verschiedene Sprachkurse und Trainings zur Stärkung der interkulturellen Kompetenz angeboten. Rund 6.500 Mitarbeiter haben im Jahr 2014 Trainings und Seminare oder spartenübergreifende Schulungen mit etwa 21.000 Schulungstagen besucht. Zunehmende Internationalisierung im PersonalbereichAuch im vergangenen Jahr wurde die Zusammenarbeit mit den internationalen Unternehmensbeteiligungen weiter intensiviert. So wurde ein sogenanntes "International Exchange Programme" entwickelt, in dem Mitarbeitern die Möglichkeit für einen kurzfristigen Auslandsaufenthalt gegeben werden kann. Dies soll vor allem der Weiterentwicklung und Vorbereitung für zukünftige, internationale Karriereschritte dienen. Darüber hinaus ist ein internationales Treffen der Personalleiter geplant. Hohe Ausbildungsqualität für eine erfolgreiche ZukunftMit einer hochwertigen Ausbildung werden die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen - für die Auszubildenden und für die BayWa AG. Die BayWa gehört mit rund 900 Auszubildenden im Jahresdurchschnitt 2014 zu den bedeutendsten Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Die Ausbildungsquote liegt mit 9,3 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Ausbildungsqualität in den 13 Ausbildungsberufen ist konstant hoch: Über 90 Prozent der Auszubildenden würden laut einer internen Befragung ihren Freunden empfehlen, bei der BayWa eine Ausbildung zu beginnen. Auf die rund 450 ausgeschriebenen Ausbildungsplätze hat die BayWa AG im Jahr 2014 rund 6.200 Bewerbungen - oder rund 14 Bewerbungen pro Stelle -erhalten. Dies bestätigt die Attraktivität der BayWa als Arbeitgeber. BayWa Stiftung fördert engagierte StudierendeIm Rahmen des Deutschlandstipendiums fördert die BayWa Stiftung jährlich Studentinnen und Studenten der Technischen Universität München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie der Universität Hohenheim und der Hochschule Nürtingen-Geislingen. Um den Stipendiaten die Möglichkeit zu geben, die BayWa AG und die BayWa Stiftung besser kennen zu lernen, veranstaltet die Stiftung jährlich einen Stipendiatentag für die Studenten in Bayern und Baden-Württemberg. In diesem Jahr besichtigten die Stipendiaten den BayWa Agrar Standort in Regensburg-Osthafen sowie die Schradenbiogas GmbH. Hier hatten die Stipendiaten die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen und Netzwerke aufzubauen. Für die BayWa war dies eine gute Gelegenheit, Kontakte mit hochqualifizierten Fach- und Führungskräften von morgen zu knüpfen. Weitere Informationen über die Projekte der BayWa Stiftung finden Sie unter: www.baywastiftung.de Gesunde Mitarbeiter an sicheren ArbeitsplätzenUmweltschutz, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sind in der BayWa AG ein maßgeblicher Aspekt. Investitionen in die Sicherheit der Arbeitsplätze und Anlagen dienen dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter und der Umwelt. Bedarfsgerechte Schulungen, geeignete Schutzausrüstung und sichere Arbeitsprozesse sind ein selbstverständliches Anliegen. Die Zahl der Arbeitsunfälle bei der BayWa geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Auch im vergangenen Jahr motivierte die BayWa ihre Mitarbeiter mit zusätzlichem Fitnessangebot und regelmäßigen Gesundheitstipps, aktiv für die eigene Gesundheit und für ein gesundes Umfeld zu sorgen. Nachhaltigkeit bei der BayWaDie BayWa ist sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als globales Handels- und Dienstleistungsunternehmen bewusst. Ihre Werte werden im täglichen Handeln sowie im fairen Umgang mit Geschäftspartnern gelebt. Die Leitlinien dafür sind in der Satzung, den Unternehmensleitlinien, den ethischen Grundsätzen, dem Führungskräfteleitbild und den Corporate Governance-Regeln definiert. Ihre nachhaltige Integration in Wirtschaft und Gesellschaft stellt die BayWa durch Engagement und den kontinuierlichen Dialog mit ihren Interessengruppen und der Öffentlichkeit sicher. Seine Verbundenheit mit der Region zeigt das Unternehmen beispielsweise seit 2012 durch die Förderung der Nachwuchsarbeit innerhalb des Bayerischen Fußball-Verbands. Nach der erfolgreichen Kooperation in den vergangenen drei Jahren intensivierte die BayWa im Berichtsjahr zudem ihr Engagement bei den Basketballern des FC Bayern und ist mit Beginn der Saison 2014/15 Hauptsponsor des amtierenden Deutschen Meisters. Unter ökonomischer Verantwortung versteht das Unternehmen zudem eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor Relations-Aktivitäten, den kontinuierlichen Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Ihrer ökologischen Verantwortung wird die BayWa sowohl im Rahmen der eigenen Aktivitäten als auch im Umgang mit Kunden und Lieferanten gerecht. Im Unternehmen werden ökologische Aspekte durch den Einsatz erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, durch die Verwendung umweltfreundlicher Produkte, durch Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, durch das Abfallmanagement und eine effiziente Verkehrslogistik berücksichtigt. Die BayWa unterstützt ihre Kunden und Lieferanten mit Beratungs- und Dienstleistungen bei der Erreichung ökologischer Ziele. Eine nachhaltige Personalentwicklung, Arbeits- und Arbeitsplatzsicherheit sowie das Gesundheitsmanagement sind ein fester Bestandteil der sozialen Verantwortung, in der sich das Unternehmen sowohl gegenüber der Gesellschaft als auch den Mitarbeitern sieht. In der Aus- und Weiterbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen in Deutschland und legt damit den Grundstein für eine langfristig erfolgreiche Personalentwicklung. Gesellschaftliche und ökologische Verantwortung zu übernehmen, ist seit Generationen in der BayWa verankert. Mit der Gründung der BayWa Stiftung anlässlich des 75. Firmenjubiläums der BayWa AG fand dieses Engagement seinen festen Platz im Unternehmen. Seit 1998 fördert die BayWa Stiftung mit Erfolg langfristige Bildungsprojekte zu gesunder Ernährung und dem verantwortlichen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Sie unterstützt so eine zentrale Aufgabe der Gegenwart und investiert in das Wohlergehen künftiger Generationen. Die BayWa AG unterstützt die BayWa Stiftung, indem sie jede Spende verdoppelt und zudem die Verwaltungskosten der Stiftung trägt. Dadurch kommen alle Spendenbeträge in voller Höhe den Stiftungsprojekten zugute. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.baywastiftung.de Um dem gesteigerten Interesse des Kapitalmarktes und verschiedener Stakeholdergruppen an Transparenz gerecht zu werden, veröffentlicht die BayWa im Jahr 2015 ihren ersten separaten Nachhaltigkeitsbericht. Diesen finden Sie im Internet unter http://www.baywa.com/nachhaltigkeit/. Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 88.736.880,64 Euro und ist eingeteilt in 34.662.844 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.311.095 vinkulierte und 108.498 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2015 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z.B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende BeteiligungenFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen: Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungErgänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 3.570.741,76 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. NachtragsberichtDie BayWa AG, München, übernimmt 100 Prozent des Unternehmens PC-Agrar GmbH, Pfarrkirchen, mitsamt zugehöriger Tochtergesellschaften. Die Unternehmensgruppe der PC-Agrar GmbH bietet Softwarelösungen und integrierte Dienstleistungen für die prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft an (Smart Farming). Die BayWa möchte hierdurch zukünftig Lösungen für Landwirte entwickeln, damit diese die Vorteile des Smart Farmings unabhängig von den eingesetzten unterschiedlichen Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße nutzen können. Am 3. März 2015 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Großhandel von Pflanzenschutzmitteln beteiligt gewesen sein sollen. Der Untersuchungszeitraum geht bis auf das Jahr 2000 zurück. Einzelheiten zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Unternehmensabschlusses nicht vor. Die BayWa AG wird mit dem Bundeskartellamt in allen Punkten kooperieren und den Sachverhalt intern aufarbeiten, um eine Klärung des Sachverhaltes herbeizuführen. Corporate-Governance-BerichtErklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBVorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens im Bereich Investor Relations dauerhaft zugänglich. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit zu fördern. 1. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 6. November 2013, aktualisiert am 19. Mai 2014 und 30. Juni 2014, abgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 (bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 10. Juni 2013; nachfolgend "DCGK") mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird: Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden. Abfindungs-Cap - Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung. Denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines ggf. bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird. Individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung - Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGKNach der Neufassung des Kodex vom 13. Mai 2013 wird empfohlen, für Geschäftsjahre, die ab dem 31. Dezember 2013 beginnen, die Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht tabellarisch und individualisiert auszuweisen. Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der BayWa unter Berücksichtigung der diesbezüglich gesetzlichen Vorschriften. Die Hauptversammlung hat einen Beschluss gem. §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB gefasst, wonach die Vorstandsvergütung nicht individualisiert ausgewiesen wird. Dieser hat auch über die ordentliche Hauptversammlung 2014 hinaus Bestand. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK. Aufgaben des Prüfungsausschusses - Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGKDer Prüfungsausschuss soll nach Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK unter anderem mit der Compliance befasst sein, falls kein anderer Ausschuss damit betraut ist. Derzeit sind Compliance-Angelegenheiten in Abweichung zu Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK keinem bestimmten Ausschuss zugewiesen, vielmehr befasst sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit diesem Thema. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Compliance-Angelegenheiten ist die BayWa AG der Ansicht, dass sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats in die Behandlung entsprechender Fragen einbezogen werden sollten. Um somit eine umfassende und verantwortliche Aufgabenwahrnehmung in diesem Bereich zu gewährleisten, ist dieser Bereich weiterhin dem Aufsichtsrat als Gesamtgremium zugewiesen. Unabhängigkeit des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses - Ziffer 5.3.2 S. 3 DCGKZiffer 5.3.2 S. 3 DCGK enthält unter anderem die Empfehlung, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses unabhängig sein soll. Die Gesellschaft hat in ihrer Entsprechenserklärung vom 6. November 2013, aktualisiert am 19. Mai 2014, für den bisherigen Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Herrn Scheller höchst vorsorglich eine Abweichung von Ziffer 5.3.2 S. 3 DCGK erklärt. Herr Scheller ist mit Beendigung der Hauptversammlung am 17. Juni 2014 aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft und damit auch aus seinem Amt als Vorsitzender des Prüfungsausschusses ausgeschieden. Die bisher erklärte Abweichung von Ziffer 5.3.2 S. 3 DCGK entfällt somit künftig. Keine festen Altersgrenzen für Vorstand und Aufsichtsrat - Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 und Ziffer 5.4.1 Abs. 2 S. 1 DCGKIn den aktuellen Fassungen der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGK einerseits und in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 S. 1 DCGK andererseits keine festen Altersgrenzen für die Mitgliedschaft in Vorstand und Aufsichtsrat. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter allein sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll. Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats - Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei der Benennung der konkreten Ziele soll unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Insbesondere sollen die konkreten Ziele eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Es wird auch die Beachtung der Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder empfohlen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele beachten. Die BayWa AG sieht von einer konkreten Zielsetzung und Quoten im vorgenannten Sinn ab. Aus Sicht der BayWa AG ist die Qualifikation der Aufsichtsratskandidaten maßgebliches Kriterium für die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats und damit für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei den Vorschlägen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unterstützt und berücksichtigt die BayWa AG die in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK genannten Kriterien, sieht aber konkrete Zielvorgaben oder Quoten nicht als sinnvoll an. Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Aufsichtsratskandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär - Ziffer 5.4.1 Abs. 4 bis Abs. 6 DCGKZiffer 5.4.1 Abs. 4 bis Abs. 6 DCGK enthält die Empfehlung, die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten für die Wahl des Aufsichtsrats zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenzulegen. Dieser Empfehlung folgt die Gesellschaft nicht. Hinsichtlich der Bestimmung von Art und Umfang der bei Wahlvorschlägen offenzulegenden Umstände besteht in der Praxis derzeit noch Rechtsunsicherheit. Es ist daher zu befürchten, dass die mangelnde Bestimmtheit dieser Kodexregelung im Rahmen von Beschlussmängelklagen genutzt wird. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung hierzu beobachten und eine Anwendung dieser Kodexregelung bei künftigen Aufsichtsratswahlen erneut prüfen. Angaben zur Ausgestaltung der erfolgsorientieren Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern - Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGKNach Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK soll eine den Aufsichtsratsmitgliedern gewährte erfolgsorientierte Vergütung auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet sein, mithin eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Neben einer jährlichen Fixvergütung kann den Mitgliedern des Aufsichtsrats der BayWa AG eine erfolgsorientierte variable Vergütung gezahlt werden. Da sich diese anhand der von der Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr beschlossenen Bardividende bestimmt, liegt eine Abweichung vom Erfordernis der Ausrichtung am nachhaltigen Unternehmenserfolg vor. Die BayWa AG hält eine Ausrichtung an der Bardividende des jeweiligen Geschäftsjahrs nach wie vor für sinnvoll. Durch diese Ausrichtung wird nach Ansicht der BayWa AG ein Gleichklang zwischen den Interessen des Aufsichtsrats und den Aktionären gewährleistet. Angaben zur Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGKEntgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang oder im Lagebericht ausgewiesen. Aus den im Anhang oder im Lagebericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.
München, 5. November 2014 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat 2. Führungs- und Kontrollstruktur des UnternehmensVorstand und AufsichtsratAls Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Aufgaben und Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand besteht derzeit aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Unternehmensabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Tochterunternehmen hin (Compliance). Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem in Angelegenheiten herbeizuführen, die dem Vorstand durch den Vorstandsvorsitzenden oder ein Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende, an der Beschlussfassung teilnimmt. Die Beschlüsse des Vorstands sind mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gültig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. Auf Anordnung des Vorstandsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch Stimmabgabe in Textform oder telefonisch gefasst werden. Aufgaben und Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Im letzten Jahr gab es folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat: Gregor Scheller hat mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 17. Juni 2014 sein Amt niedergelegt. Von der Hauptversammlung am 17. Juni 2014 wurde auf der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats Wolfgang Altmüller für eine Amtsperiode von vier Jahren neu gewählt. Weitere Informationen zu den personellen Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum enthält der Bericht des Aufsichtsrats. Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus, so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. Der Aufsichtsrat ist nur beschlussfähig, wenn acht Mitglieder - unter ihnen der Vorsitzende - oder zwölf Mitglieder an der Sitzung und an der Beschlussfassung teilnehmen. Schriftliche, telegrafische, fernmündliche, elektronische oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses sind zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Verhinderungsfall ein Stellvertreter dies anordnet. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. zur Begründung die oben wiedergegebene Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Unternehmensabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 hat die Hauptversammlung am 17. Juni 2014 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, zwei Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner. Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer. Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch ein Mitglied oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2014 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt. Aktionäre und HauptversammlungDie Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip "one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt. Wertpapiergeschäfte von Vorstand und AufsichtsratNach § 15a WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahrs getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (z. B. Generalbevollmächtigte). Die im Geschäftsjahr 2014 mitgeteilten Geschäfte sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.baywa.com veröffentlicht. Aktienbesitz von Vorstand und AufsichtsratDer Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2014 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex lag daher zum 31. Dezember 2014 nicht vor. Vermeidung von InteressenkonfliktenDie Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsIm Hinblick auf die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 wird auf den Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des Lageberichts ist. Weitere Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDie Ethikgrundsätze der BayWa AG enthalten Handlungsmaximen, die den Umgang mit Informationen, Geschäftspartnern und dem Eigentum der BayWa AG konkretisieren. Der Ethikkodex stellt eine verbindliche Richtlinie für alle Beschäftigten dar. Die Ethikgrundsätze sind auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.com öffentlich zugänglich. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartner/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG zu wenden. Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im unternehmensweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Leiter der Rechtsabteilung überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses. 3. Sonstige Aspekte guter Corporate GovernanceKommunikation und TransparenzDie BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen abgehalten bzw. Presseinformationen herausgegeben sowie Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u. a. Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und - soweit erforderlich - durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.com bereitgestellt. Verantwortungsvolles Handeln und RisikomanagementZiel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Lagebericht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2014 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausgezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Die Auszahlung erfolgt linear, d.h. der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Unternehmen für das Geschäftsjahr 2014 betragen 5,449 Mio. Euro (Vorjahr: 5,387 Mio. Euro). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen / erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Unternehmensabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 18. Juni 2010 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und / oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,638 Mio. Euro (Vorjahr 0,634 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementDie Unternehmenspolitik der BayWa AG ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft die BayWa AG Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann das Unternehmen frühzeitig Trends, Anforderungen sowie die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich im Unternehmen zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen, sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des in der BayWa bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens. Darüber hinaus hat die BayWa AG in ihren Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement in der BayWa AGIn der BayWa AG ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich der BayWa AG sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Um der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells im Agrarhandel vom erfassungsbasierten Geschäft zu einem international tätigen Händler von Agrarrohstoffen Rechnung zu tragen, wurde das im Vorjahr implementierte gruppenübergreifende Risikomanagementsystem für die Agrar Gruppe weiter ausgebaut. Dieses umfasst die Agrarhandelsaktivitäten von BayWa, Cefetra-Gruppe, BayWa Agrarhandel sowie BayWa Agrar International, welche nach einheitlichen Grundsätzen überwacht werden. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk umfasst unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren. Das interne Kontrollsystem umfasst insbesondere
Neben der bereits etablierten handelstäglichen Positionsermittlung und Überwachung von volumenbasierten Marktrisikolimiten wurden im Jahr 2014 erweiterte, wertorientierte Verfahren zur Handelsrisikosteuerung eingeführt. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse, sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkung außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen der Agrar Gruppe sowie deren Risikogehalt werden in einem wöchentlichen Risk Report an den Vorstand berichtet. Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche gruppenweite IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testing durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Die im Vorjahr eingeführte Risk Governance wurde weiter ausgebaut. Das diesbezüglich höchste Entscheidungsgremium innerhalb der Agrar Gruppe - das Agrar-Risiko-Committee - besteht aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen. Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde sowohl auf Gruppenebene als auch in den jeweiligen Agrarhandelsgesellschaften ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelsgesellschaften bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen. Darüber hinaus wurde ein Agrar-Coordination-Center (ACC) eingerichtet mit dem Ziel, eine verbesserte kommerzielle Koordination der Agrarhandelsaktivitäten zu erreichen. Hierzu gehört eine weltweite Marktbeobachtung sowie eine Optimierung des Handelsportfolios unter Chancen- und Risikoaspekten. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den BayWa-Kernmärkten aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder zum Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, wie sie beispielsweise bei einer erneuten Eskalation der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum möglich sind, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der Tätigkeit im Obstanbau ist die BayWa AG einem finanziellen Risiko ausgesetzt, welches in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte einerseits und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte andererseits begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung und Steuerung des Net-Working-Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert und durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solar und Biomasse - das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, welches durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Chancen und Risiken aus FinanzinstrumentenNeben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt die BayWa AG zur Absicherung seines Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie - in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln, Mineralöl, Biomethan oder Solarkomponenten. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralöl- und Biomethanbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln oder Solarkomponenten aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Wind- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht das Risiko, dass in Folge der niedrigeren Einspeise- bzw. Stromerlöse die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Vergleich zur Planung unterschritten wird. Fremdwährungschancen und -risikenFremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, insbesondere im Bereich des grenzüberschreitenden Agrarhandels, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio der BayWa AG umfasst in geringem Umfang direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Unternehmens insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, welches nicht durch einen natural hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Futures, Zinscaps und Zinsswaps. Rechtliche und regulatorische Chancen und RisikenDie BayWa AG ist Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt ist oder in Zukunft beteiligt sein kann. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern ist bislang noch vielfach von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen abhängig. Politisch motivierte Veränderungen der Förderparameter - insbesondere die rückwirkende Absenkung oder Abschaffung von Einspeisevergütungen - können sich daher erheblich auf den Wert dieser Anlagen auswirken: Entweder über zukünftig geringere erzielbare Veräußerungspreise oder über geringere Mittelzuflüsse aus dem Betrieb der Anlagen. Den möglichen Ergebnisauswirkungen aus solchen Risiken begegnet die BayWa durch eine dreifache Diversifizierung ihres Geschäftsportfolios im Bereich der regenerativen Energien: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsbereichen (zum einen Projekte & Service und zum anderen Handel). Kredit- und KontrahentenrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa AG eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa AG ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im Unternehmen durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa AG hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des Unternehmens stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend in der BayWa AG abbilden können. Rating der BayWa AGDie Bonität der BayWa wird seitens der Banken sehr positiv im Investmentgrade-Bereich beurteilt. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2014 konnte die BayWa AG zum wiederholten Mal die Kreditlinien erhöhen und ein mehrfach überzeichnetes Schuldscheindarlehen emittieren. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDer BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigt das Unternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die BayWa können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa, indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 900 Auszubildenden im Jahr 2014 zählt die BayWa AG zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter "ihrer" BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa AG auf höchstem Niveau gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen das Unternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die UnternehmensleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren geopolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat die BayWa AG entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die BayWa AG verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Unternehmensabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert als direkter Ansprechpartner für das Reporting und die Erstellung des Einzelabschlusses nach HGB. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine - wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert - vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Ferner wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen eingerichtet. Des Weiteren werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Einzelabschluss betreffenden Prozesse. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fort- und Weiterbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung, Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung der lokalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahresabschlüssen gewährleistet. PrognoseberichtAusblick für das Segment AgrarErwartete Markt- und BranchenentwicklungDie langfristigen Wachstumstreiber für die Agrarwirtschaft behalten unverändert ihre Gültigkeit: Vor allem die stetig wachsende Weltbevölkerung sorgt weiterhin für einen steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln und die rückläufige Anbaufläche pro Kopf macht eine fortlaufende Erhöhung der Flächenerträge nötig. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind kontinuierliche Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft notwendig. Dadurch wird der Technisierungsgrad in der Agrarerzeugung weiter steigen. Die zunehmende Digitalisierung der Landwirtschaft wird dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Optimierung von Ablaufprozessen und die Steigerung der Erträge haben. Gleichzeitig führt eine Erhöhung der Flächenerträge auch in Teilen zu einem wachsenden Bedarf an Betriebsmitteln. Die immer stärkere Vernetzung der Märkte für Agrarerzeugnisse rund um den Globus verbreitert die Beschaffungsbasis und beeinflusst die Preisbildung. Außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten bei einzelnen Agrarprodukten und in einzelnen Regionen können kurzfristig zu starken Preisschwankungen führen. Mittel- bis langfristig ist dagegen von einem stabilen bis positiven Preistrend für landwirtschaftliche Erzeugnisse auszugehen. In Europa profitiert die Agrarbranche von vergleichsweise günstigen klimatischen Bedingungen, einem hohen produktionstechnischen Know-how und der guten technischen Ausstattung der Betriebe. Die aktuellen Prognosen für die Erntesaison 2014/15 gehen bei Getreide und Ölsaaten von einer zweiten Rekordernte in Folge aus; die Erntemenge von Getreide - ohne Reis - soll weltweit mit 2.001 Mio. Tonnen geringfügig über dem Vorjahresniveau von 1.996 Mio. Tonnen liegen. Für den weltweiten Verbrauch wird eine Zunahme um etwa 2 Prozent auf 1.977 Mio. Tonnen erwartet, so dass sich die Lagerbestände voraussichtlich um rund 24 Mio. Tonnen auf 420 Mio. Tonnen erhöhen werden. Dadurch nimmt die Reichweite der Endbestände von 74 Tagen im Getreidejahr 2013/14 auf 78 Tage im Getreidejahr 2014/15 zu. Auch für die EU wird eine gute Versorgungslage erwartet: Bei einem um rund 5 Prozent höheren Erntevolumen von 317 Mio. Tonnen steigt die Menge des verfügbaren Getreides trotz rückläufiger Importe um gut 4 Prozent auf 364 Mio. Tonnen. Auf Basis dieser Schätzungen erhöhen sich die Endbestände im Getreidejahr 2014/15 auf rund 50 Mio. Tonnen. Trotz der weltweit guten Angebotslage werden tendenziell stabile bzw. moderat steigende Getreidepreise erwartet. Im Mehrjahresvergleich liegen die Preise für Getreide deutlich unter den Höchstständen der Jahre 2012 und 2013. Der hohe Wechselkurs des US-Dollar dürfte zu niedrigeren Exporten von amerikanischem Getreide führen. Gleichzeitig dürften auch die Weizenexporte aus Russland aufgrund der im Februar 2015 eingeführten Exportzölle im Jahresverlauf zurückgehen. Bei Futtergetreide geht das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für das Getreidewirtschaftsjahr 2014/15 von einem deutlichen Bestandsaufbau aus, da der erwartete Verbrauch mit 1.255 Mio. Tonnen unter der nahezu auf Vorjahresniveau liegenden Erzeugungsmenge von 1.274 Mio. Tonnen liegt. Daher kann es nach den starken Preisanstiegen im Vorjahr zu einer Entspannung bei den Preisen im laufenden Getreidejahr kommen. Im weiteren Jahresverlauf dürfte die Preisentwicklung jedoch zunehmend von den Ernteerwartungen für das Getreidewirtschaftsjahr 2015/16 beeinflusst werden. Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wird für Saatgut eine erhöhte Nachfrage erwartet, da seit dem 1. Januar 2015 die Anforderungen des Greenings verpflichtend zu erfüllen sind. Demgemäß müssen landwirtschaftliche Betriebe grundsätzlich zunächst fünf Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Eine landwirtschaftliche Nutzung bleibt allerdings unter bestimmten Voraussetzungen weiter zulässig. Dazu gehört beispielsweise der Anbau von Eiweißpflanzen, die den Stickstoff im Boden binden, oder der Anbau von Zwischenfrüchten. Dadurch dürfte vor allem der Bedarf an Saatgut für Leguminosen und andere Zwischenfrüchte steigen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird sich 2015 unter der Annahme einer weitgehend gleichbleibenden Anbaustruktur voraussichtlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Das Erlöschen bzw. der Widerruf von Zulassungen beispielsweise für einige Pflanzenschutzmittel mit fungiziden Wirkstoffen könnte zu einem Rückgang der entsprechenden Absatzmengen führen. Dem dürfte allerdings ein höherer Absatz alternativer Pflanzenschutzmittel gegenüber stehen. Für Düngemittel ist aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen im Dezember 2014 und Januar 2015 zumindest von einem anhaltend hohen Bedarf auszugehen, da die Pflanzen bereits große Nährstoffmengen aufgenommen haben und durch die wassergesättigten Böden der pflanzenverfügbare Stickstoff und Schwefel in tiefere Bodenschichten verlagert wurde. Einen gegenläufigen Einfluss auf die Mengennachfrage dürfte allerdings die neue Düngemittelverordnung haben, durch die der mengenmäßige Einsatz von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln begrenzt und die Sperrfrist für die Ausbringung von bislang drei auf vier Monate verlängert werden soll. Nachdem es bei Düngemitteln im ersten Halbjahr 2014 zu einem deutlichen Preisrückgang gekommen war, haben sich die Preise im zweiten Halbjahr wieder moderat erhöht. Sie liegen jedoch immer noch deutlich unter dem Niveau des Jahres 2013. Zudem können sich die gesunkenen Energiepreise mittelfristig auch auf die Düngemittelpreise dämpfend auswirken. Grundsätzlich begünstigt das im Vergleich zu 2013 niedrigere Preisniveau den Düngemitteleinsatz, so dass von einer stabilen bis steigenden Nachfrage nach Düngemitteln ausgegangen werden kann. Wie in den Vorjahren können sich die Preise je nach Sorte allerdings uneinheitlich entwickeln. Angesichts der bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Jahr 2014 deutlich verschlechterten Erlöse hat sich das Stimmungsbarometer der Landwirtschaft im Jahresverlauf 2014 spürbar eingetrübt und auch für die Einschätzung der zukünftigen Lage zeichnet sich aktuell keine Besserung ab. Die Investitionsbereitschaft der Landwirte liegt im ersten Halbjahr 2015 mit 34 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 40 Prozent und auch das geplante Investitionsvolumen sinkt von 6,3 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,7 Mrd. Euro. Dabei entwickeln sich die Investitionen in allen Bereichen vom Bau von Wirtschaftsgebäuden über Hof- und Stalltechnik sowie Maschinen und Anlagen bis hin zur Außenwirtschaft rückläufig. Nach den Rekordinvestitionsniveaus der vergangenen zwei Jahre zeichnet sich somit für das Jahr 2015 eine gewisse Zurückhaltung ab. Vor diesem Hintergrund geht der Branchenverband VDMA Landtechnik für das gesamt Jahr 2015 von einem Rückgang der Investitionen in Deutschland um knapp 7 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,6 Mrd. Euro) aus. Mittel- und langfristig jedoch wird die Landtechnikbranche von dem weiter zunehmenden Technologieeinsatz zur Intensivierung der Agrarproduktion und Steigerung der Effizienz sowie dem Trend zur Digitalisierung profitieren. Erwarteter GeschäftsverlaufDas Handelsvolumen des BayWa AG mit Agrarerzeugnissen - insbesondere Getreide und Ölsaaten - dürfte im Jahr 2015 voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Diese Erwartung wird durch das gute Nacherfassungsgeschäft, höhere Lagerbestände bei Getreide und die hohe prognostizierte Erntemenge für das Getreidejahr 2014/15 getragen. Die gegenwärtige Preisentwicklung deutet darauf hin, dass die Erntevermarktung im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr stetiger verlaufen könnte. Im Jahr 2014 hatte die aufgrund der ungünstigen Preisentwicklung geringe Abgabebereitschaft der Erzeuger den Handel vor allem im zweiten und dritten Quartal erheblich eingeschränkt. Im Betriebsmittelgeschäft dürfte das Absatzvolumen im Jahr 2015 durch eine bessere Marktdurchdringung in den bestehenden Vertriebsregionen gesteigert werden können. Die für Mitte 2015 geplante Neufassung der Düngemittelverordnung kann jedoch zu einem Rückgang der eingesetzten Düngermengen führen. Darüber hinaus dürfte sich der Verkauf der Futtermittelproduktion der RKW Süd zum 1. März 2015 gegenläufig auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Dem tritt die BayWa durch ein verstärktes Angebot von Eigenmarken im Bereich der Betriebsmittel entgegen. Die Verbesserung des Leistungsangebots, die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz durch die kontinuierliche strategische Standort- und Vertriebsoptimierung bilden die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung. Auch in Zukunft wird die BayWa in der Sparte Agrarhandel Marktbereinigungen für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Insgesamt geht die BayWa von einem leichten Umsatzanstieg in der Sparte Agrarhandel aus. Die Umsatzausweitung dürfte auch zu einer moderaten Steigerung des operativen Ergebnisses führen. Eine exakte Prognose zur Entwicklung der Sparte bleibt allerdings schwierig, da sich die Agrarmärkte auch zukünftig durch externe, nicht prognostizierbare Ereignisse sehr volatil entwickeln können. Das Technikgeschäft wird im ersten Halbjahr 2015 von dem gegenüber dem Vorjahresniveau erhöhten Auftragsbestand bei Landmaschinen profitieren. Im zweiten Halbjahr dürfte sich jedoch der Absatz neuer Landmaschinen deutlich abschwächen. Auch in der Hof- und Stalltechnik wird das Geschäftsvolumen voraussichtlich unter dem Vorjahresniveau liegen. Die hohen Absatzzahlen von Landmaschinen der vergangenen Jahre sollten allerdings zu einer spürbaren Ausweitung des Servicegeschäfts führen. Dennoch wird das zusätzliche Servicegeschäft den erwarteten Umsatzrückgang beim Neumaschinenverkauf nicht ausgleichen können. In Summe rechnet die BayWa in der Landtechnik im Jahr 2015 mit einem leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Umsatz und operativen Ergebnis. Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar einen Anstieg der Absatzvolumina bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Die daraus resultierende moderate Umsatz- und Ergebnisausweitung dürfte den erwarteten Rückgang im Technikgeschäft überkompensieren. Allerdings sind die angestrebten Umsatz- und Ergebnisziele maßgeblich von der marktbedingten Preisentwicklung der Agrarrohstoffe abhängig, auf die die BayWa selbst nur einen geringen Einfluss nehmen kann. Ausblick für das Segment EnergieErwartete Markt- und BranchenentwicklungDie Nachfrage nach fossilen Brennstoffen im Wärmegeschäft unterliegt zum einen Verbrauchsschwankungen in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf. Zum anderen wird das Orderverhalten von der Preisentwicklung bei Heizöl beeinflusst, die ihrerseits wesentlich vom Rohölpreis abhängt. Die Prognosen für den Rohölpreis gehen von einem Preisanstieg auf 80 bis 85 US-Dollar je Barrel zum Jahresende 2015 aus. Diesem Szenario liegt die Erwartung zugrunde, dass das Überangebot, das zu dem starken Preisverfall im zweiten Halbjahr 2014 geführt hat, durch Förderkürzungen der OPEC-Staaten ab Jahresmitte 2015 verringert wird. Zudem kann auch die Nachfrage nach Rohöl im Zuge eines stärkeren Wachstums der Weltwirtschaft wieder spürbar ansteigen. Der Heizölverbrauch in den Kernregionen der BayWa wird voraussichtlich auch im Jahr 2015 aufgrund struktureller Einflussfaktoren wie dem Vormarsch der erneuerbaren Energien, dem stärkeren Einsatz von Gas sowie Einsparungen im Verbrauch durch den Einsatz moderner Technologien und energetische Sanierungen im Gebäudebestand weiter rückläufig sein. Der Absatz von Holzpellets profitiert von der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Zahl installierter Holzpellets-Heizungsanlagen. Das zukünftige Wachstumspotenzial dieses Energieträgers wird allerdings durch die regionale Verfügbarkeit des Rohstoffs und die wirtschaftlich begrenzte Transportdistanz eingeschränkt. Der Absatz von Kraft- und Schmierstoffen hängt vor allem von der konjunkturellen Entwicklung ab. Angesichts eines für Deutschland prognostizierten Wirtschaftswachstums von 1,7 Prozent ist von einer moderat steigenden Nachfrage auszugehen. Erwarteter GeschäftsverlaufInnerhalb des traditionellen Energiegeschäfts ist im Handel mit Kraft- und Schmierstoffen angesichts der erwarteten positiven Wirtschaftsentwicklung sowie des auf 62,4 Mio. gewachsenen Fahrzeugbestands in Deutschland von einem steigenden Absatz auszugehen. Obwohl sich die Heizölpreise nahe der Tiefststände der vergangenen fünf Jahre bewegen, ist nicht mit einem signifikanten Nachfrageanstieg zu rechnen, da nach zwei Wintern mit überdurchschnittlich milden Temperaturen in Folge die Befüllstände der Heizöltanks bei den Verbrauchern noch relativ hoch sind. Zudem wird sich die strukturell rückläufige Nachfrage im Heizölgeschäft fortsetzen. Der dadurch bedingte Absatzrückgang wird voraussichtlich nicht vollständig durch den Zugewinn von Marktanteilen ausgeglichen werden können. Im Handel mit Wärmeenergieträgern ist allerdings verstärkt zu beobachten, dass Konsumenten ihr Kaufverhalten zunehmend von externen Einflüssen wie Preisopportunitäten und Witterungsverhältnissen abhängig machen. Vor diesem Hintergrund ist eine exakte Prognose im aktuellen Umfeld schwierig, da sich die Wärmeenergiemärkte auch zukünftig durch nicht beeinflussbare Ereignisse sehr volatil entwickeln werden. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz im Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn- und Schmierstoffen im Jahr 2015 auf Basis der derzeitigen Preise voraussichtlich das Vorjahresniveau erreichen. Für das operative Ergebnis ist ebenso von einer stabilen Entwicklung auszugehen. Ausblick für das Segment BauErwartete Markt- und BranchenentwicklungDas Wachstumstempo der Bauwirtschaft in Deutschland dürfte sich gemäß dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr etwa halbieren; insgesamt wird mit einer Zunahme des baugewerblichen Umsatzes um 2 Prozent auf 101 Mrd. Euro gerechnet. Vor dem Hintergrund des starken Anstiegs der Baugenehmigungen von 7,1 Prozent im Jahr 2014 wird das Wachstum auch 2015 vor allem vom Wohnungsbau getragen. Entsprechend sollen die realen Bauinvestitionen im Wohnungsbau um 2,0 Prozent steigen; dazu werden sowohl der Neubau als auch Modernisierungsmaßnahmen beitragen. Vom Wirtschaftsbau und den Bauaktivitäten der öffentlichen Hand dürften etwas geringere Impulse ausgehen. Im Wirtschaftsbau wird mit einer Zunahme der Bauinvestitionen um 1,9 Prozent gerechnet; die Steigerungsrate im öffentlichen Bau dürfte bei 1,7 Prozent liegen, da hier die Konsolidierung der Haushalte weiterhin Vorrang vor Investitionen hat. In Österreich wird nach Prognosen des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO) für das Jahr 2015 eine Zunahme der Bautätigkeit um real 0,7 Prozent erwartet. Damit wird das Wachstum des Bausektors auch im Jahr 2015 über der Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung liegen. Getragen wird dieser Anstieg - wie bereits im Vorjahr -insbesondere durch den Wohnungsbau, da hier die Baugenehmigungen zum Ende des dritten Quartals 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nochmals um knapp 3 Prozent zulegten. Erwarteter GeschäftsverlaufDas Segment Bau der BayWa wird im Jahr 2015 von dem grundsätzlich positiven Branchenumfeld nur in geringerem Maße profitieren können, da das erwartete Wachstum weiterhin vor allem auf den Mehrgeschosswohnungsbau in Ballungsräumen entfallen wird. Im ländlichen Raum bleiben die Umfeldfaktoren dagegen durchwachsen: So wird beim Bau von Wirtschaftsgebäuden in der Landwirtschaft mit deutlich geringeren Zuwächsen gerechnet als im Vorjahr und auch die gewerblichen Baumaßnahmen dürften sich eher verhalten entwickeln. Die gestiegene Zahl der Baugenehmigungen für den Eigenheimbau sollte sich dagegen auch positiv auf die Regionen außerhalb der Ballungsräume auswirken. Nachdem das Geschäft im Bereich der energetischen Gebäudesanierung im Vorjahr rückläufig war, könnten sich hier im Jahresverlauf wieder ansteigende Energiepreise belebend auf die Nachfrage auswirken. Vor diesem Hintergrund liegt der Fokus im Baustoffhandel auf der Stärkung des Vertriebs - insbesondere für Privatkunden - sowie der Serviceführerschaft sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich. Ferner werden die E-Commerce-Angebote deutlich ausgeweitet. Darüber hinaus werden Vorzeigeprojekte wie das Effizienzhaus Plus durch Verkauf des Konzepts an Bauträger breiter vermarktet. Aufgrund dieser Impulse sollte der Umsatz des Segments Bau im Jahr 2015 geringfügig wachsen. Die fortgesetzten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in den Bereichen Beschaffung, Logistik und Optimierung des Standortnetzes werden die operative Ergebnisentwicklung des Segments weiterhin positiv beeinflussen, so dass eine leichte Steigerung erzielt werden dürfte. Ausblick für die BayWa AGAuf Basis der beschriebenen Szenarien in den Geschäftssegmenten ergibt sich für die BayWa AG insgesamt ein optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2015. Im Segment Agrar ist von einem moderat steigenden Umsatz mit entsprechender Verbesserung des operativen Ergebnisses auszugehen. Das traditionelle Energiegeschäft dürfte bei gleichbleibendem Umsatz seine Handelsmargen etwas steigern und somit im operativen Ergebnis das Vorjahresniveau leicht übertreffen können. Das Segment Bau dürfte eine geringfügige Steigerung des Umsatzes und des operativen Ergebnisses erzielen. Die BayWa AG wird somit insgesamt das im Jahr 2014 erreichte Umsatzniveau leicht übertreffen und das Ergebnis aus dem operativen Geschäft bei günstigen Rahmenbedingungen voraussichtlich moderat verbessern können. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte bleiben im Jahr 2015 stabil und werden sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau wird die BayWa AG auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Allerdings liegt der Fokus dabei auf dem organischen Wachstum. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu von der heutigen Planung abweichenden Entwicklungen führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa AG zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung im Jahr 2015 fortsetzen zu können. Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2014Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der BayWa AG wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen. Die BayWa AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie stellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und unter Beachtung der ergänzenden Angaben gemäß § 315a HGB auf. WährungsumrechnungVerbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine höhere Verbindlichkeit ergibt, um dem Imparitätsprinzip Rechnung zu tragen. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine niedrigere Forderung ergibt, um dem Realisationsprinzip Rechnung zu tragen. Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Erläuterung der BilanzNach Tauschgrundsätzen erworbene Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die aus dem nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht ermittelten Zeitwert des hingegebenen Vermögensgegenstandes abgeleitet werden. Bei übertragenden Umwandlungen/Verschmelzungen/Anwachsungen werden als Anschaffungskosten die Buchwerte des übertragenden Rechtsträgers fortgeführt. (1) Immaterielle VermögensgegenständeDie Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2014 0,016 Mio. Euro Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert. Es handelt sich hierbei um Kosten für Software, die planmäßig linear über die geplante Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. In die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den Abschnitt 9 des Anhangs verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre individuell geschätzte voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Unter der Position "Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen. Die betriebliche Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf 15 Jahre geschätzt. Die Gründe für die erwartete Nutzungsdauer sind in dem Ruf und der Marktgeltung der erworbenen Geschäfte, der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how sowie die voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Geschäfts zu sehen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer, sofern sich nicht Gründe für außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf ergeben. Für Firmenwerte, die vor dem Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes aktiviert wurden, wurde die ursprüngliche Abschreibungsdauer von 15 Jahren beibehalten. (2) SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Investitionszuschüsse, die für die Anschaffung oder Herstellung von Anlagevermögen gewährt werden, werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Gebäude werden linear entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (20 bis 50 Jahre) abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden nach der individuell geschätzten voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) und des voraussichtlichen Wertverzehrs sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen im Wert bis 150,00 Euro werden nicht aktiviert, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Vermögensgegenstände im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden als Sammelposten erfasst und pauschal linear über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Sie sind von untergeordneter Bedeutung. Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen entfallen auf: scroll
(3) FinanzanlagenDie Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. wird im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 2 zum Anhang) verwiesen. Aus der Einlage von Aktien der Raiffeisen-Beteiligungs AG, Beilngries, in die BRB Holding GmbH, München, wurden stille Reserven von Mio. EUR 38,2 realisiert. Unter den Beteiligungen werden Beteiligungen an folgenden großen Kapitalgesellschaften ausgewiesen, die fünf Prozent der Stimmrechte überschreiten:
Aufgrund dauerhafter Wertminderung wurden im Berichtsjahr auf Anteile an verbundenen Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 9,104 Mio. Euro vorgenommen. (4) Vorrätescroll
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zum Nennbetrag. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus wird eine pauschalierte Wertberichtigung für Ausfallrisiken gebildet. Gezahlte Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen ("Cap") werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Das Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG wird mit dem Barwert aktiviert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 9,691 Mio. Euro (Vorjahr: 10,984 Mio. Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 14,790 Mio. Euro (Vorjahr: 8,855 Mio. Euro). Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 140,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 141,907 Mio. Euro (Vorjahr: 139,286 Mio. Euro). In dieser Höhe hat sich der Forderungsbestand reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften und Forderungen aus Grundstücksverkäufen. (6) Flüssige MittelDie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt, die Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nominalbetrag. (7) Aktive und Passive RechnungsabgrenzungUnter der aktiven Rechnungsabgrenzung werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Unter der passiven Rechnungsabgrenzung werden im Wesentlichen schon erhaltene Wartungspauschalen abgegrenzt, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (8) Aktive und passive latente SteuernLatente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansatz von Vermögensgegenständen und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern sie innerhalb der nächsten fünf Jahre mit den für diese Jahre erwarteten steuerpflichtigen Einkommen verrechnet werden können. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt wie im Vorjahr mit dem Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 28,18 Prozent. Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Bilanzpositionen. scroll
Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein passiver Überhang in Höhe von 13,452 Mio. Euro (Vorjahr: passiver Überhang 25,999 Mio. Euro), der in der Bilanz ausgewiesen wird. (9) EigenkapitalDas Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2014 wie folgt: scroll
Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2014 eingeteilt in 34.662.844 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 33.311.095 vinkulierte und 108.498 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2015 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 88.736.880,64 Euro. Die Ausgabe von 108.498 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 277.754,88 Euro) im laufenden Geschäftsjahr erfolgte aus dem Genehmigten Kapital 2010. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wurde der rechnerische Betrag (0,050 Mio. Euro) der eigenen Aktien (19.500 Stück) vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Die Kapitalrücklage mit 64,537 Mio. Euro stammt im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 454,488 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro (Vorjahr: 4,435 Mio. Euro) auf die gesetzliche Rücklage und 450,053 Mio. Euro (Vorjahr: 389,832 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Die Hauptversammlung hat am 17. Juni 2014 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2013 31,194 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Im Rahmen der Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2014 wurden durch den Vorstand und den Aufsichtsrat 29,027 Mio. Euro aus dem Jahresüberschuss 2014 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Am 31. Dezember 2014 hat die Gesellschaft - unverändert zum Vorjahr - 19.500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die Anschaffungskosten betragen 0,113 Mio. Euro. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wird der rechnerische Betrag der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2014 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Betrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre für Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals: scroll
Genehmigtes KapitalGenehmigtes Kapital 2013Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2013 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 10.000.000,00 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). Genehmigtes Kapital 2011Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). Genehmigtes Kapital 2010Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Hiervon sind bis zum 31. Dezember 2014 in mehreren Tranchen insgesamt Euro 1.429.258,24 ausgenutzt worden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der verbleibende Restbetrag beläuft sich auf Euro 3.570.741,76 (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2010). Erhaltene Mitteilungen über Beteiligungen, § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt: Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die Schwelle von 30 Prozent überschritten hat und am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. Infolge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, teilen hiermit namens und für den SKAGEN Global verdipapirfond, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Anteil des SKAGEN Global verdipapirfond an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 14. Dezember 2010 unterschritten hat. An diesem Tag hielt der SKAGEN Global verdipapirfond 2,45 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 838.495 Stammaktien entspricht. Die SKAGEN AS, Skagen 3, 4006 Stavanger, Norwegen, hat uns am 11. März 2011 gemäß § 21 (1) WpHG mitgeteilt, dass der Anteil der SKAGEN AS an den Stimmrechten der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, den Schwellenwert von 3 Prozent am 4. Februar 2011 unterschritten hat. An diesem Tag hielt die SKAGEN AS 2,98 Prozent aller Stimmrechte der BayWa AG, was 1.019.843 Stammaktien entspricht. Diese 2,98 Prozent, was 1.019.843 Stammaktien entspricht, werden der SKAGEN AS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 % (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) ist der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) ist der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16 Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. (10) Rückstellungenscroll
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf 38,910 Mio. Euro (Vorjahr: 28,531 Mio. Euro). Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3 Prozent p.a., eine Fluktuation mit 4,5 Prozent p.a. sowie die 3jährige Rentenanpassung mit 4,57 Prozent entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet (Bundesbankzins) gemäß RückAbzinsV, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt zum 31. Dezember 2014 4,54 Prozent. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 24.00 Uhr mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München, eine entgeltliche Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG geschlossen, wie sie zum 31. Dezember 2012 bestanden. Die Parteien vereinbarten, dass im Innenverhältnis allein die BayWa Pensionsverwaltung GmbH für die Verpflichtungen haftet. Die BayWa Pensionsverwaltung GmbH verpflichtete sich, die BayWa AG im Falle einer Inanspruchnahme durch die Berechtigten vollumfänglich freizustellen. Unter Berücksichtigung des für den Schuldbeitritt gewährten Vergütungsanspruches in Höhe von 398,039 Mio. Euro hat die BayWa AG zum 31. Dezember 2012 die zu diesem Zeitpunkt passivierten Verpflichtungen betreffend Pensionen, Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2014 betreffen neu entstandene Verpflichtungen. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und Steuermehrbelastungen aus Außenprüfungen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent p.a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2014 je nach Restlaufzeit 2,90 Prozent bis 4,60 Prozent. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten sowie Drohverlustrückstellungen. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit länger ein Jahr gilt, dass bei einer nicht genau bestimmbaren unterjährigen Fälligkeit eine Fälligkeit zum 31. Dezember unterstellt wird und dementsprechend für diese Restlaufzeit der entsprechende Zinssatz für die Abzinsung verwendet wird. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen sowie Zinseffekte aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung langfristiger Rückstellungen erfolgt nach der Netto-Methode. (11) Verbindlichkeitenscroll
Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Anleihen betreffen ein von der BayWa AG aufgelegtes Multi Currency Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 400,000 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag waren Commercial Paper in verschiedenen Währungen im Gegenwert von 309,215 Mio. Euro mit einer gewichteten Restlaufzeit von 76 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,67 Prozent begeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 768,500 Mio. Euro. Diese sind aufgeteilt in ein Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 218,500 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen, zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 117,000 Mio. Euro mit zwei endfälligen Tranchen, ein Schuldscheindarlehen von nominal 50,000 Mio. Euro mit einer endfälligen Tranche sowie ein Schuldscheindarlehen von nominal 383,000 Mio. Euro mit sechs endfälligen Tranchen. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten: scroll
Wie im Vorjahr bestehen keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der BayWa Pensionsverwaltungs GmbH in Höhe von 413,895 Mio. Euro (Vorjahr: 414,110 Mio. Euro) sowie der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 68,993 Mio. Euro (Vorjahr: 76,051 Mio. Euro) sowie weitere Darlehensverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,075 Mio. Euro (Vorjahr: 1,095 Mio. Euro). Erläuterung der Gewinn- und VerlustrechnungDie Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist bzw. bei Barverkäufen mit Übergang des Eigentums. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. (13) Umsatzerlösescroll
Von den Umsätzen entfallen 93,8 Prozent (Vorjahr: 93,9 Prozent) auf das Inland sowie 6,2 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa. (14) Sonstige betriebliche Erträgescroll
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Periodenfremd Die Gewinne aus Anlagenabgängen resultieren im Wesentlichen aus Standortveräußerungen sowie dem Buchgewinn aus der Einlage von Aktien in die BRB Holding GmbH. Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 5,452 Mio. Euro (Vorjahr: 0,004 Mio. Euro) enthalten. (15) Materialaufwandscroll
(16) Personalaufwandscroll
scroll
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 5,500 Mio. Euro (Vorjahr: 0,036 Mio. Euro) enthalten. In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen. (18) Finanzergebnisscroll
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 1,400 Mio. Euro (Vorjahr: 0,396 Mio. Euro) auf Zinsaufwand aus Aufzinsung von Rückstellungen. (19) Außerordentliches ErgebnisDer außerordentliche Ertrag des Berichtsjahres (0,848 Mio. Euro; Vorjahr Verlust: 0,063 Mio. Euro) resultiert aus der Anwachsung einer Personengesellschaft (20) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen neben dem Ertrag aus der Auflösung latenter Steuern (12,547 Mio. Euro) im Wesentlichen Erträge aus Gewerbe-sowie Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag aus Vorjahren. Sonstige AngabenHaftungsverhältnissescroll
Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt. 7 Die BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die Gesellschaften aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse in der Lage sind, die zugrunde liegenden Verpflichtungen zu erfüllen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen:Die Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS-Maßnahme) mit einem Gesamtvolumen von 140,0 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 141,907 Mio. Euro (Vorjahr: 139,286 Mio. Euro). Die ABS-Maßnahme führt zu reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer erhöhten Liquidität des Unternehmens. Risiken aus der Maßnahme bestehen zur Zeit keine. Im Zuge mehrerer "Sale and lease back"-Transaktionen hat die BayWa mehrere Immobilien verkauft und übereignet und über die Immobilien Mietverträge abgeschlossen. Durch die Transaktionen wird die Kapitalbindung reduziert. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben. Durch die mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 geschlossene Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG wurde die BayWa AG im Innenverhältnis von der BayWa Pensionsverwaltung GmbH von den genannten Verpflichtungen freigestellt. Die entsprechenden Pensions-, Dienstjubiläen-, Altersteilzeit- und Sterbegeldrückstellungen wurden daher bei der BayWa AG aufgelöst. Gegenüber der BayWa Pensionsverwaltung GmbH besteht eine unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesene Verpflichtung aus der Schuldbeitrittsvereinbarung in Höhe von 413,895 Mio. Euro. Im Außenverhältnis besteht für die BayWa AG weiterhin eine Verpflichtung gegenüber den Anspruchsberechtigten als Gesamtschuldner. Die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnete Höhe der Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2014 458,047 Mio. Euro. Die BayWa AG hat - zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns - auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT-Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u.a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zurzeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 23,9 Mio. Euro. Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 80 Jahren in Höhe von derzeit 31,5 Mio. Euro (Vorjahr: 33,2 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu acht Jahren in Höhe von derzeit 13,618 Mio. Euro (Vorjahr: 11,767 Mio. Euro), jeweils p.a. Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 16,6 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro). Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen. Derivative FinanzinstrumenteAm Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der Derivate erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten mit der Barwertmethode. Die Bewertung der Devisengeschäfte erfolgt mittels der Barwertmethode durch Abzinsung der Cashflows aus den Geschäften mit den für die Restlaufzeit aktuellen gültigen Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag. Die sich ergebenden Fremdwährungsbeträge werden dann zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Für derivative Finanzinstrumente mit einem zum Bilanzstichtag negativen beizulegenden Zeitwert werden Drohverlustrückstellungen gebildet, die unter sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden. Der positive Wert für den Cap wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. OrganeAUFSICHTSRATManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Weitere Mandate
Klaus BuchleitnerStellvertretender Vorsitzender Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG Weitere Mandate
Gunnar MetzStellvertretender Vorsitzender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Wolfgang Altmüller (seit 17.06.2014)Diplom-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG Weitere Mandate
Theo BergmannStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Renate GlashauserBetriebsratsvorsitzende Technik Ostbayern/Region Niederbayern Prof. Dr. h. c. Stephan GötzlVerbandspräsident, Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Weitere Mandate:
Monika HohlmeierMitglied des Europäischen Parlaments Peter KönigGewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Weiteres Mandat
Stefan Kraft M. A.Landesfachsekretär ver.di, Bayern Michael KuffnerLeiter Arbeitssicherheit (EH & S) Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate
Albrecht MerzMitglied des Vorstands der DZ Bank AG (bis 20.05.2014) Weitere Mandate
Joachim RukwiedDipl.-Ing. agr. (FH), Landwirt und Weingärtner, Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V. Weitere Mandate
Gregor Scheller (bis 17.06.2014)Vorsitzender des Vorstands der Volksbank Forchheim eG, Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG Weitere Mandate
Josef SchrautLeiter Vertrieb Schmierstoffe, stellvertretender Leiter Geschäftseinheit Schmierstoffe Werner WaschbichlerVorsitzender des Betriebsrats der BayWa-Zentrale GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRATWolfgang AltmüllerDipl.-Betriebswirt, Vorsitzender (bis 17.06.2014) Vorsitzender des Vorstands der VR meine Raiffeisenbank eG Manfred Geyer,Vorsitzender (seit 06.08.2014) Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederMichael Bockelmann (seit 06.08.2014)Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands e. V. Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Dr. Alexander BüchelMitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Rudolf BüttnerGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Weißenburg-Gunzenhausen Albert DeßMitglied des Europäischen Parlaments Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Dr. Roman GlaserVorsitzender des Vorstands des Baden-Württembergischen Genossenschafts-verbands e. V. Wolfgang GrüblerVorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen "Lommatzscher Pflege" e.G. Walter HeidlPräsident des Bayerischen Bauernverbands Franz-Xaver HilmerDirektor der Raiffeisenbank Straubing eG Ludwig HubauerLandwirt Konrad IrtelSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG Karlheinz Kipke (seit 26.03.0214)Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank Coburg eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Alfred KrausGeschäftsführer der Raiffeisen-Handels-GmbH Rottal Johann Kreitmeier (seit 06.08.2014)Vorsitzender des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e. V. Franz KustnerLandwirt Wilhelm Oberhofer (seit 26.03.2014)Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Oberallgäu-Süd eG Alois PabstLandwirt Franz ReiseckerÖk.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt René Rothe (bis 06.08.2014)Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands e. V. Claudius SeidlVorstandsvorsitzender der VR-Bank Rottal-Inn eG Gerd SonnleitnerLandwirt, ehem. Präsident des Europäischen Bauernverbands, des Deutschen Bauernverbands und des Bayerischen Bauernverbands Ludwig Spanner (bis 12.07.2014)Landwirt Dr. Hermann StarneckerSprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbands e. V. Rainer WiedererSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG Thomas WirthSprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTANDProf. Klaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender) Internationalisierung/Risikomanagement, Agrar international und Obst, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen, Konzernstrategie, PR/Corporate Communications, Revision, Corporate Governance, Personal, Corporate Marketing Externe Mandate
Konzernmandate
Andreas HelberFinanzen, Bau, Corporate Finance/M & A, Corporate Credit Management, Investor Relations, Compliance, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Corporate Controlling, Informationssysteme (RI-Solution), Recht, Regionale Verwaltungszentren, Corporate Insurance, Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen, Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Dr. Josef KrapfFührungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrarbeteiligungen, Agrarhandel Externes Mandat
Konzernmandate
Roland SchulerEnergie, Technik, BayWa r.e. renewable energy GmbH, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Reinhard WolfRWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich Externes Mandat
Konzernmandate
OrganbezügeDie Vergütungen des Beirats betragen 0,093 Mio. Euro (Vorjahr: 0,092 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,638 Mio. Euro (Vorjahr: 0,634 Mio. Euro), die des Vorstands auf 5,449 Mio. Euro (Vorjahr: 5,387 Mio. Euro). An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,255 Mio. Euro (Vorjahr: 3,271 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 18. Juni 2010 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß §314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2010 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2014 weist einen Bilanzgewinn von 29.026.763,67 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: Gewinnverwendungscroll
Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa haben am 5. November 2014 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 10. März 2015 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Reinhard Wolf Erläuterung der BilanzAnlagengitter für das Geschäftsjahr 2014 in Millionen EURder BayWa AGscroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2014scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, 10. März 2015 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Dr. Josef Krapf Roland Schuler Reinhard Wolf Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 23. März 2015 Deloitte & Touche GmbH Steppan, Wirtschaftsprüfer Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDie BayWa AG hat 2014 ein äußerst schwierig verlaufendes Geschäftsjahr, das von starker Volatilität der Agrarrohstoff- und der Rohölmärkte geprägt war, insgesamt erfolgreich gemeistert. Einem starken Jahresauftakt im ersten Quartal folgten zwei schwächere Quartale, die durch exogene Faktoren wie die Krimkrise, aber auch durch die Bewältigung einer riesigen Erntemenge bei fallenden Commodity-Preisen geprägt waren. Letztlich beschloss ein durch starke Aufholeffekte geprägtes viertes Quartal den Jahresverlauf 2014. Neben den neuen internationalen Agraraktivitäten konnte insbesondere der Bereich der erneuerbaren Energien einen weiteren eindrucksvollen Beitrag zur Performance des BayWa-Konzerns leisten. Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch im Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde laufend mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2014 konstruktiv und vertrauensvoll. Schwerpunkte der Sitzungen des AufsichtsratsThemen der vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert. In der Sitzung am 26. März 2014 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2013 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses, des Strategie Ausschusses, des Nominierungsausschusses und des Vorstandsausschusses. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 17. Juni 2014, wobei u. a. der Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl eines Anteilseignervertreters im Aufsichtsrat erörtert wurde. Des Weiteren wurden strategische Themen im BayWa-Konzern diskutiert. In der Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den variablen Gehaltsbestandteilen der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2013 beschäftigt und die entsprechenden Erfolgsziele für die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2014 beschlossen. Weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Bestellung von zwei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats. In der Sitzung am 7. Mai 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem ersten Quartalsabschluss sowie mit der Risikosituation in der BayWa Agrar Gruppe und strategischen Themen im Obstbereich und im BayWa r.e.-Bereich. Des Weiteren präsentierte Andrew Mackay, Managing Director der Cefetra Ltd., Glasgow, einen Überblick über die Gesellschaft. In dem Zeitraum 17. Juni bis 26. Juni 2014 wurde eine Ergänzung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im Umlaufverfahren beschlossen. In der Sitzung am 6. August 2014 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Halbjahresabschluss 2014. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem ausführlich über die Marktentwicklung, die Entwicklung der einzelnen Einheiten sowie über die aktuelle Risikosituation in der BayWa Agrar Gruppe. Des Weiteren wurden strategische Themen in der BayWa Agrar Gruppe und im BayWa r.e.-Bereich erörtert. Der Aufsichtsrat stimmte der turnusmäßigen Anpassung der Festvergütung eines Vorstandsmitglieds unter Berücksichtigung eines vertikalen Vergütungsvergleichs entsprechend den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex zu. Der Aufsichtsrat erteilte die Zustimmung zur Bestellung von Herrn Wolfgang Altmüller als Mitglied des Vorstandsausschusses und als Mitglied des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von zwei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. Schließlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über die Erteilung der Zustimmung zu den Ausgabebedingungen für Belegschaftsaktien im Jahr 2014 im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2010. Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem genehmigten Kapital von 2010 wurden im Zeitraum vom 23. September bis 6. Oktober 2014 im Umlaufverfahren beschlossen. In der Sitzung am 5. November 2014 wurde der dritte Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten. Die Internationalisierungsstrategie und die Risikosituation in der BayWa Agrar Gruppe wurden ausführlich dargestellt. Des Weiteren wurde über aktuelle strategische Projekte im BayWa-Konzern informiert. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses, des Strategie Ausschusses. Weiterhin fasste der Aufsichtsrat Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat der Verlängerung der Amtszeit von drei Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. In der Bilanzsitzung am 25. März 2015 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 19. Mai 2015. Ausschüsse des AufsichtsratsZur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert. Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Klaus Buchleitner, Gunnar Metz, Wolfgang Altmüller (seit 6. August 2014,) Gregor Scheller (bis 17. Juni 2014) und Werner Waschbichler an. Vorsitzender des Prüfungsausschusses war bis 17. Juni 2014 Gregor Scheller. In der Sitzung des Prüfungsausschusses am 4. November 2014 wurde Wolfgang Altmüller als neuer Vorsitzender gewählt. Damit folgt die BayWa AG der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben soll. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands in seiner Sitzung am 25. März 2014 den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die Prüfberichte. Des Weiteren wurde die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Es wurden die Empfehlungsbeschlüsse an den Aufsichtsrat gefasst, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2013 festzustellen bzw. zu billigen sowie der Hauptversammlung am 17. Juni 2014 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 vorzuschlagen. Gegenstand der Sitzung am 4. November 2014 waren die Erteilung der Prüfungsaufträge sowie die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2014 und des Prüfungshonorars. Des Weiteren befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Compliance Management System. Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 24. März 2015 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2015 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen. Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Wolfgang Altmüller (ab 6. August 2014) und Gregor Scheller (bis 17. Juni 2014) an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum insbesondere mit den Empfehlungen an den Aufsichtsrat über die variablen sowie festen Gehaltsbestandsteile der Vorstandsvergütung sowie mit Mandatsübernahmen von Vorstandsmitgliedern befasst. Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl, Dr. Johann Lang, Joachim Rukwied, Michael Kuffner und Werner Waschbichler an. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr zweimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Monika Hohlmeier, Dr. Johann Lang, Albrecht Merz, Theo Bergmann, Renate Glashauser und Josef Schraut an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2013 und mit den Investitionsetats für 2014 und 2015. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl und Dr. Johann Lang an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum am 25. März 2014 einmal. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Monika Hohlmeier und Werner Waschbichler angehören, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. Corporate GovernanceIn dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen. Angaben zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernlagebericht enthalten. Vorstand und Aufsichtsrat haben in ihrer Sitzung vom 5. November 2014 beschlossen, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Neufassung vom 13. Mai 2013 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Im Berichtszeitraum haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2014 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 in der Sitzung vom 25. März 2015 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2014 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 25. März 2015 angeschlossen. Die Prüfberichte und Abschlussunterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 24. März 2015 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 24. März 2015 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 25. März 2015 den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa-Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,80 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an. Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 25. März 2015 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandAuf Seiten der Anteilseignervertreter hat Gregor Scheller sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juni 2014 niedergelegt. Wolfgang Altmüller wurde von der Hauptversammlung am 17. Juni 2014 neu in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Scheller für die konstruktive Mitarbeit und die gute und harmonische Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.
München, 25. März 2015 Für den Aufsichtsrat Manfred Nüssel, Vorsitzender |
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