![]() BayWa AGMünchenQuartalsfinanzbericht vom 01.01.2016-31.03.2016Q U A R T A L S F I AN A AN Z B E R I C H Tdes BayWa Konzernsvom 1. Januar bis 31. März 2016Zwischenlagebericht des BayWa Konzerns vom 1. Januar bis 31. März 2016Der Bericht informiert über die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im ersten
Quartal des Geschäftsjahres 2016. Energie und Bau auf Kurs; Agrar noch mit Gegenwindscroll
Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa weist für die ersten
drei Monate des laufenden Geschäftsjahres 2016 einen leichten Umsatzanstieg auf rund
3,5 Mrd. Euro aus (Vorjahr: 3,4 Mrd. Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
lag saisontypisch noch im Minusbereich. Es reduzierte sich von minus 3,3 Mio. Euro
im Vergleichsquartal des Vorjahres auf minus 12,4 Mio. Euro. Maßgeblich für das negative Konzernergebnis im ersten Quartal war - wie erwartet -
der Handel im Agrargeschäft. Der starke Rückgang der landwirtschaftlichen Erzeugerpreise
führte zu einer weiterhin sehr verhaltenen Abgabebereitschaft bei Getreide und unterdurchschnittlichen
Handelsmargen aufgrund der unelastischen Preise. Darüber hinaus nahm das Betriebsmittelgeschäft
vegetationsbedingt erst zum Ende des Quartals Fahrt auf. Dieser wetterbedingte Verschiebeeffekt
hat seine Spuren auch auf der südlichen Hemisphäre der Weltkugel hinterlassen und
dazu geführt, dass die Vermarktung der Obsternte später als im Vorjahr startete. Verschiebeeffekte,
eine erwartungsgemäß verhaltene Nachfrage nach landtechnischen Maschinen sowie moderate
Handelsmargen haben den Start ins neue Geschäftsjahr 2016 im Segment Agrar erschwert.
Allerdings zeigen die Zahlen im April, dass die Geschäftsaktivitäten deutlich anziehen.
Die Geschäftsfelder BayWa Agrar Vertrieb (BAV) und BayWa Agri Supply und Trade (BAST)
dürften diese nachteiligen Effekte im Folgequartal aufholen. Im Berichtsquartal erzielte
das Segment Agrar ein EBIT in Höhe von minus 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 20,3 Mio. Euro). Die Segmente Energie und Bau verzeichneten einen verhältnismäßig guten Start ins Auftaktquartal.
Im Segment Energie profitierte das Geschäftsfeld Regenerative Energien von der weiterhin
guten Nachfrage nach Solar- und Windparks. Europaweit zahlt sich dabei vor allem das
Engagement in Großbritannien aus. Hier wurde ein Solarpark mit rund 18 MW Gesamtleistung
verkauft. Darüber hinaus konnte die BayWa r.e. im Berichtsquartal den Energiespeicher
von Mercedes-Benz in ihr Stromspeicher-Sortiment neu aufnehmen und vielversprechende
Kooperationen abschließen, unter anderem als exklusiver Systempartner in der Vertriebskooperation
zwischen Tchibo und Trina Solar. Im Bereich der klassischen Energie haben die niedrigen
Ölpreise die Nachfrage nach Heizöl nochmals stark befeuert. Das Segment Energie steigerte
das EBIT gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 14,9 Mio. Euro auf rund 16,0
Mio. Euro EBIT. Die anhaltende Baukonjunktur und milde Witterung vor allem zu Beginn des Kalenderjahres
ließen bereits im Januar Bautätigkeiten zu. Dadurch konnte das Bausegment beim EBIT
den saisonüblichen Auftaktverlust von 16,7 Mio. Euro im Vorjahr um rund 1,8 Mio. Euro
auf insgesamt minus 14,9 Mio. Euro verbessern. Die ersten drei Monate haben wegen des saisontypischen Geschäftsverlaufs bei der BayWa
nur begrenzte Aussagekraft für das gesamte Wirtschaftsjahr. Segment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungDie globalen Agrarmärkte standen im Anfangsquartal 2016 weiterhin im Zeichen umfangreicher
Lagerbestände bei Getreide und Ölsaaten sowie der sehr hohen Erntemenge des Getreidejahres
2015/16, die auf rund 2.000 Mio. Tonnen (ohne Reis) geschätzt wird. Die weltweit komfortable
Versorgungslage mit Agrarrohstoffen führte zu einem starken Preisdruck, der bei Weizen
und Mais durch große Short-Positionen von institutionellen Investoren noch verstärkt
wurde. Entsprechend sank der Weizenpreis, ähnlich dem Preis von Mais, an der Warenterminbörse
MATIF von über 180 Euro pro Tonne im November 2015 auf rund 140 Euro pro Tonne Anfang
März 2016. Die ungünstige Preisentwicklung hatte eine zurückhaltende Vermarktungstätigkeit
der Landwirte in Europa zur Folge, so dass zum Stichtag noch Restbestände aus der
letztjährigen Getreideernte auf den Höfen lagerten. Allenfalls die rege Exportnachfrage
für Weizen aus der Europäischen Union (EU) dürfte für positive Marktimpulse gesorgt
haben. Gegen Ende des Berichtsquartals erholten sich die Preise für Weizen und Mais
leicht und schwankten zuletzt zwischen 150 und 160 Euro pro Tonne. Branchenexperten
führen dies unter anderem auf die aktuell ungünstigen Witterungsbedingungen während
der Erntephase in Südamerika zurück, die auch der jüngsten Preissteigerung von Sojabohnen
zugrunde liegen dürften. Für einen nachhaltigen Anstieg der Getreidepreise fehlen
jedoch aus heutiger Sicht die fundamentalen Beweggründe, da von den Analysten des
International Grains Council (IGC) für das Getreidejahr 2016/17 erneut eine weltweit
hohe Getreideernte von 1.997 Mio. Tonnen prognostiziert wird. Der milde Winter sorgte
in ganz Europa für gute Wachstumsbedingungen bei Getreide und auch in Deutschland
sind kaum Auswinterungsschäden bei den Wintersaaten zu verzeichnen. Im Jahr 2016 erwartet
der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) hierzulande eine Getreideerzeugung in Höhe von
überdurchschnittlichen 48,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 48,9 Mio. Tonnen). Dabei dürfte
die Maisernte deutlich über der wegen Trockenheit reduzierten Vorjahresproduktion
liegen, wohingegen bei Weizen aufgrund geringerer Durchschnittserträge ein Mengenrückgang
vermutet wird. Nachdem sich das Einkommen der deutschen Landwirte 2015 wegen der niedrigen Erzeugerpreise
um durchschnittlich fast 40 Prozent reduzierte, wirkte sich das weiter anhaltende
Stimmungstief an den Getreidemärkten auch auf den Betriebsmittelsektor aus. Trotz
der gegenüber dem Schlussquartal 2015 um rund 10 Prozent gesunkenen Düngerpreise verzeichneten
die Händler bis Ende Februar 2016 eine überwiegend schwache Nachfrage für Düngemittel.
Dies ist zum einen auf ein verändertes Einkaufsverhalten der Landwirte zurückzuführen,
die benötigte Betriebsmittel je nach Bedarf vermehrt in kleineren Mengen und mehreren
Tranchen abrufen. Zum anderen startete die Ausbringung der ersten Düngergabe vegetationsbedingt
mit rund zweiwöchiger Verzögerung. Ebenso war eine wirksame Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln
in einigen Regionen erst ab Mitte März möglich. Die gegen Ende des Berichtsquartals
einsetzende Frühlingswitterung hatte eine Belebung der Nachfrage zur Folge. Den im
Vergleich zum Vorjahresbeginn verhaltenen Start spiegelt auch das Konjunkturbarometer
der Agrarbranche wider: Mit aktuell 3,4 Punkten liegt es auf dem niedrigsten Stand
seit mehr als sechs Jahren. Die entsprechend deutlich geringere Investitionsneigung
der Landwirte betrifft vor allem Kürzungen bei geplanten Wirtschaftsgebäuden und Käufen
von Landtechnik. Im ersten Quartal 2016 schlug sich dies im Bereich der Landmaschinen
und Geräte in weiter sinkenden Zulassungszahlen von Traktoren nieder. Insgesamt wurden
in Deutschland seit Jahresbeginn 6.127 Schlepper neu zugelassen (Vorjahr: 6.955 Traktoren).
Einzig von den zunehmenden Möglichkeiten der digitalen Vernetzung von Agrartechnik
sowie Produktionsprozessen in der Landwirtschaft gehen Wachstumsimpulse aus. Im Obstbereich neigt sich die Apfelsaison in der nördlichen Hemisphäre dem Ende zu.
Die im Vergleich zum Vorjahresquartal geringeren EU-Vorratsbestände aus der Apfelernte
2015 zeugen trotz der weiterhin geltenden Importsperre Russlands von einer guten Absatzentwicklung.
Die deutsche Apfelerzeugung im Jahr 2016 wird aufgrund des bisherigen Witterungsverlaufs
auf dem durchschnittlichen Vorjahresniveau erwartet. In der südlichen Hemisphäre dürfte
die Apfelernte mit insgesamt 5,3 Mio. Tonnen gegenüber 2015 um rund 2 Prozent geringer
ausfallen. Auch für Neuseeland wird nach der letztjährigen Rekordernte ein leichter
Mengenrückgang auf rund 548.000 Tonnen prognostiziert. Die vielversprechenden Fruchtqualitäten
aus der derzeit auf Hochtouren laufenden Ernte stimmen jedoch zuversichtlich für die
in Kürze beginnende Vermarktungssaison. Dabei soll vor allem das Exportvolumen nach
Asien und Nordamerika gesteigert werden. GeschäftsverlaufMit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde die Geschäftstätigkeit des Segments Agrar neu
strukturiert: Die Aktivitäten der Sparte Agrarhandel wurden in die neuen Geschäftsfelder
BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten. BAST
umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten
der BayWa für Getreide, Ölsaaten und Zusatzprodukte. Im neuen Geschäftsfeld BAV wurden
das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt.
Die Geschäftsfelder Obst, Technik und Digital Farming bleiben unverändert bestehen. scroll
In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres erzielte das Segment Agrar
im Konzern einen leichten Umsatzanstieg, der im Wesentlichen auf das stark ausgeweitete
Handelsvolumen von Getreide und Ölsaaten sowie auf Zuwächse beim Obstabsatz zurückzuführen
ist. Im operativen Segmentergebnis (EBIT), das nach dem ersten Quartal 2016 erwartungsgemäß
noch signifikant unter dem Vorjahresniveau liegt, machten sich im Vergleich zu 2015
vor allem die Rückgänge in den Geschäftsfeldern BAV und Technik bemerkbar. Die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld BAST wurde im Anfangsquartal 2016 geprägt von
gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 35 Prozent höheren Absatzmengen bei Getreide und
Ölsaaten. Die Volumensteigerung ist unter anderem auf die Ende Januar 2016 erfolgte
Übernahme des Hamburger Braugerstenhändlers Evergrain Germany GmbH & Co. KG und die
Aktivitäten der rumänischen Beteiligung BayWa Agri Romania S.r.l. zurückzuführen,
da diese im Vorjahresquartal noch nicht enthalten waren. Zudem konnten die internationalen
Handelstätigkeiten über die Vermarktungsplattform BayWa Marketing & Trading International
(BMTI) sowie die spanischen und italienischen Agrargesellschaften ausgeweitet werden.
Gegenläufig wirkten sich die anhaltenden Preisrückgänge für Agrarerzeugnisse aus,
die auch verringerte Gewinnspannen zur Folge hatten. Aufgrund der rückläufigen Getreidepreisentwicklung
und meist geringen Volatilitäten wurde im Berichtsquartal eine konservative und risikoaverse
Handelsstrategie gewählt. Darüber hinaus führte das Niedrigpreisszenario dazu, dass
in der Erfassung bei den Landwirten kaum Handelsmargen durchzusetzen waren. Der Geschäftsverlauf im Geschäftsfeld BAV wurde zum einen von der im Vorjahresvergleich
verhaltenen Nacherfassung von Getreide in den Kernregionen der BayWa beeinflusst.
Zum anderen entwickelten sich die Handelsvolumina bei Betriebsmitteln im Berichtsquartal
uneinheitlich: Während die Nachfrage für Pflanzenschutzmittel und Dünger im Inland
witterungsbedingt noch unter dem Vorjahresniveau lag, konnten die Absätze von Saatgut
gesteigert werden. Nachdem aufgrund der gegenüber 2015 verzögerten Vegetationsentwicklung
bis Februar seitens der Landwirte nur sporadische Abrufe der Düngemittelbestände verzeichnet
wurden, zog die Mengennachfrage ab Ende März spürbar an. Zudem führten die im Berichtszeitraum
stark rückläufigen Preise sowohl für Harnstoff- als auch für Stickstoffdünger, wie
beispielsweise Kalkammonsalpeter, zu erheblichem Margendruck. Das Umsatzwachstum im Obsthandel ist in erster Linie auf die erstmalige Einbeziehung
des niederländischen Anbieters von Tropenfrüchten, TFC Holland B.V., zurückzuführen,
der im Berichtsquartal mehrheitlich übernommen wurde. Im Zuge der Akquisition angefallene
Beraterhonorare sowie eine Sonderzahlung an T&G-Mitarbeiter erhöhten die Kosten im
Berichtsquartal. Aufgrund des seit April auf Hochtouren laufenden Exportgeschäfts
von T&G dürfte der gegenüber 2015 geringfügige Rückstand im EBIT in den Frühlingsmonaten
zügig aufgeholt werden. Im Technikgeschäft führte die niedrige Investitionsbereitschaft der Landwirte erwartungsgemäß
zu einer Nachfrageverringerung bei Hof- und Stalltechnik sowie stark rückläufigen
Verkaufszahlen bei Maschinen. Sowohl im Vertrieb von Neumaschinen, der mit einem geringeren
Auftragspolster ins laufende Jahr startete, als auch beim Absatz von gebrauchten Traktoren
waren Rückgänge von rund 30 Prozent gegenüber der überdurchschnittlichen Vergleichsperiode
im Jahr 2015 zu verzeichnen. Da sich bei einer stabilen Serviceauslastung im Berichtsquartal
zudem gestiegene Personalkosten belastend auswirkten, wurde das Umsatz- und Ergebnisniveau
des Vorjahres wie erwartet deutlich unterschritten. Das Geschäftsfeld Digital Farming entwickelte sich im Anfangsquartal 2016 planmäßig:
Die im Zuge der Erweiterung der Produktpalette für Smart Farming-Lösungen anfallenden
Forschungs- und Entwicklungskosten übertrafen die aus Lizenzgebühren für Software
erzielten Umsätze und Erträge. Entsprechend ergab sich im Geschäftsfeld für die Berichtsperiode
ein negatives EBIT. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungDie deutsche Wirtschaft hat 2016 auch aufgrund der milden Temperaturen schnell Fahrt
aufgenommen und dürfte nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank im ersten Quartal
kräftig gewachsen sein. Ausschlaggebend dafür waren vor allem binnenwirtschaftliche
Faktoren wie beispielsweise ein höherer privater Konsum, der von der guten Lage am
Arbeitsmarkt und einer mit aktuell 0,3 Prozent sehr niedrigen Inflationsrate begünstigt
wurde. Die zuversichtliche Verbraucherstimmung wird weiterhin gestützt vom geringen
Niveau des Rohölpreises, der sich im gesamten Berichtsquartal unter den vergleichbaren
Vorjahreswerten bewegte und derzeit um die Marke von 40 US-Dollar pro Barrel schwankt.
Entsprechend übertrafen die Branchenabsätze von Kraftstoffen zu Beginn des Jahres
die Mengen aus 2015 vor allem aufgrund höherer Dieselvolumina. Der Preis für Heizöl
notierte während der ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres unter dem bereits
moderaten Niveau des Vorjahreszeitraums und sank zeitweise unter 40 Eurocent pro Liter.
Davon profitierten die Absatzzahlen von Heizöl in Deutschland, die im Januar 2016
den vergleichsweise hohen Wert aus 2015 erreichten. Nachdem auf dem Treffen der Ölförderländer
Mitte April keine Einigung zur Deckelung der Fördermenge erzielt wurde, könnte der
Angebotsüberhang weiterhin für ein verbraucherfreundliches Preisniveau sorgen. Aufgrund
bisher rückläufiger Exporte und verhaltenen Auftragseingängen in der deutschen Industrie
wurde allerdings die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt 2016 im Frühjahrsgutachten
der führenden Wirtschaftsforscher von bisher 1,8 Prozent auf 1,6 Prozent abgesenkt.
Dies spiegelte sich zu Jahresbeginn in einer rückläufigen Nachfrage bei Schmierstoffen
in Deutschland wider. Im Bereich der regenerativen Energien hat sich die deutsche Bundesregierung zum Ziel
gesetzt, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung von derzeit
32 Prozent auf mindestens 45 Prozent im Jahr 2025 zu erhöhen. Dazu ist eine erneute
Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) notwendig, deren Neuerungen kürzlich
in einem Eckpunktepapier des Bundeswirtschaftsministeriums veröffentlicht wurden.
Demnach wird künftig die EEG-Vergütung nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern auf
Grundlage von staatlichen Ausschreibungen wettbewerblich am Markt bestimmt. Dadurch
sollen die Einhaltung des geplanten Ausbaukorridors sichergestellt und die Synchronisierung
des nötigen Netzausbaus ermöglicht werden. Nach einem hierzulande vor allem hinsichtlich
der Neuinstallation von Photovoltaik (PV)-Anlagen schwachen Jahresstart 2016 könnte
der fortgesetzte Preisrückgang bei Stromspeichern der Solarenergie als Teil intelligenter
Energiesysteme neuen Schwung verleihen. In den USA, die 2016 mit einem prognostizierten
PV-Zubau von 13 Gigawatt (GW) Japan überholen und zum weltweit zweitgrößten Solarmarkt
nach China aufsteigen werden, stieg die Anzahl meist in Kombination mit PV-Anlagen
neu installierter Energiespeicher im abgelaufenen Geschäftsjahr um 243 Prozent. Auch
die Windenergie wird in den Vereinigten Staaten stark ausgebaut: Zu Jahresbeginn waren
Windprojekte mit rund 9,4 GW Gesamtleistung im Bau und weitere 4,9 GW befanden sich
in fortgeschrittenen Planungsstufen. Damit dürften 2016 in den USA die weltweit zweithöchsten
Zubauzahlen nach China erreicht werden, wohingegen in Deutschland ein Rückgang der
Neuinstallationen von Onshore-Windenergieanlagen auf 2,6 GW erwartet wird (Vorjahr:
rund 3,5 GW). Mit global rund 329 Mrd. US-Dollar wurde im abgelaufenen Jahr erstmals
mehr in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert als in die Neugewinnung fossiler
Brennstoffe. Geschäftsverlaufscroll
Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden
Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das
in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum
weist der Umsatz im Segment nach den ersten drei Monaten 2016 einen ölpreisbedingten
Rückgang aus. Das operative Ergebnis (EBIT) steigerte das Segment gegenüber dem Vorjahreszeitraum
signifikant, da im Berichtsquartal neben der BayWa r.e. vor allem der klassische Energiebereich
einen deutlich höheren Ergebnisbeitrag erwirtschaftete. Im klassischen Handels- und Distributionsgeschäft reduzierte sich der Umsatz im ersten
Quartal aufgrund des gegenüber dem Vorjahreszeitraum spürbar gesunkenen Ölpreises.
Allerdings führte das attraktive Preisniveau zu einem Nachfrageanstieg bei den Wärmeenergieträgern
Heizöl und Holzpellets: Deren Absatzmengen legten im Vergleich zum starken letzten
Jahr nochmals um 6 Prozent (bei Heizöl) und 9 Prozent (bei Holzpellets) zu. Auch die
Volumina bei Kraftstoffen konnten insbesondere aufgrund des für diese Jahreszeit überdurchschnittlich
hohen Lieferbedarfs von Speditionen und Baustellen in Folge des frühen Saisonstarts
leicht gesteigert werden. Die Absätze im konjunkturabhängigen Schmierstoffgeschäft
verringerten sich dagegen um 9 Prozent. Insgesamt führten die Zunahme der Absatzmengen
und eine Margenverbesserung bei Heizöl zu einer Verdreifachung des EBIT gegenüber
dem Vorjahreszeitraum. Die Geschäftsentwicklung im Bereich der regenerativen Energien profitierte in den
ersten drei Monaten des laufenden Kalenderjahres insbesondere vom PV-Boom in Großbritannien,
der jedoch im weiteren Jahresverlauf an Schwung verlieren wird. Kurz vor der zum 1.
April 2016 in Kraft getretenen Kürzung der Solarförderung konnten dort sechs Solarparks
mit einer Gesamtleistung von rund 128 Megawatt (MW) planmäßig ans Netz gebracht werden.
Darunter befindet sich mit dem Projekt "Vine Farm" (45,8 MW) der bislang größte zusammenhängende
Solarpark von BayWa r.e. Zudem wurde im Berichtsquartal der Verkaufsprozess des britischen
Solarparks "Homestead" (17,7 MW) erfolgreich abgeschlossen. Im Bereich der Windenergie
ist die Inbetriebnahme des Windparks "Stormon" (16 MW) in Schweden erfolgt und mit
dem Erwerb der Projektrechte für 31 deutsche Windparks (Gesamtleistung rund 375 MW)
die Voraussetzung für weiteres Wachstum geschaffen worden. Neben dem Projektgeschäft
wurde auch der Handel mit Solarmodulen durch die Fortführung des luxemburgischen Unternehmens
Solar-Center unter dem Namen BayWa r.e. Solar Systems S.a.r.l. zum 1. März 2016 ausgebaut.
Aufgrund der Ausweitung der Geschäftstätigkeiten konnte die BayWa r.e. im Berichtsquartal
eine Umsatz- und Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielen. Darüber
hinaus entstanden zum Stichtag aus projektbezogenen Sicherungsgeschäften zusätzliche
Erträge in Höhe von 10,7 Mio. Euro, die sich im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres
noch erhöhen oder verringern können. Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungNachdem die milde Witterung für uneingeschränkte Bautätigkeiten bis Ende Dezember
2015 sorgte, profitierten die Branchenunternehmen auch zu Jahresbeginn 2016 vom ausbleibenden
Winter. Bereits im Januar konnten die Aktivitäten auf den Baustellen wieder aufgenommen
und die Abarbeitung der Auftragsüberhänge fortgesetzt werden. Der Eingang von Neuaufträgen
im Bauhauptgewerbe ist im Januar 2016 mit einem Plus von 1,0 Prozent gegenüber dem
Vormonat den dritten Monat in Folge gestiegen. Neben der positiven Entwicklung bei
den Auftragseingängen sorgte auch die Zunahme der Baugenehmigungen im Hochbau um 8,4
Prozent im Jahr 2015 zuletzt für eine Nachfragebelebung. Entsprechend prognostiziert
der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie für 2016 ein Umsatzwachstum von 3 Prozent
im Bauhauptgewerbe. Während sich der Wirtschaftsbau verhalten entwickeln dürfte, sollten
maßgebliche Impulse vor allem aus dem öffentlichen sowie dem Wohnungsbau kommen. Beide
Bereiche profitieren von Anreizen wie zusätzlichen Fördergeldern von Bund und Ländern
sowie steuerlichen Vergünstigungen, die Anfang März im Rahmen einer Wohnungsbauoffensive
der Regierung beschlossen wurden. Infolgedessen rechnen Branchenexperten mit der Fertigstellung
von rund 300.000 neuen Wohnungen im laufenden Geschäftsjahr. Aufgrund der hohen Zuwanderung
und steigender Studierendenzahlen wird der Bedarf allerdings auf mindestens 350.000
Wohnungsneubauten pro Jahr überwiegend in Ballungsräumen und Universitätsstädten beziffert.
Wegen der zunehmenden Wettbewerbsintensität, die auch durch verstärkt in den deutschen
Markt drängende ausländische Unternehmen verursacht wird, dürften 2016 jedoch kaum
Preissteigerungen für Bauleistungen und Baustoffe durchzusetzen sein. Geschäftsverlaufscroll
Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen
in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Im ersten Quartal 2016 führte das Ausbleiben
des typischen Winterwetters zu einem ungewöhnlich frühen Saisonstart im Baustoffhandel.
Vor diesem Hintergrund wurde in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres
verglichen mit dem Vorjahresquartal ein Umsatzanstieg erzielt. Von den günstigen Witterungsbedingungen
profitierte die gesamte Produktpalette im Baustoffhandel, da in den Sortimenten aller
Gewerke gestiegene Absätze verzeichnet wurden. Die für Wintermonate außerordentlich
hohe Nachfrage bei Produkten für Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsbau ist auf
die relativ kurze Bodenfrostphase in weiten Teilen Süddeutschlands zurückzuführen.
So waren beispielsweise bereits Erdarbeiten und das Ausheben von Baugruben im Anfangsquartal
2016 möglich. Da zudem die Logistikkosten durch gesunkene Kraftstoffpreise entlastet
wurden, konnte auch das saisonüblich negative EBIT des Segments Bau gegenüber dem
Vorjahreszeitraum verringert werden. Sonstige AktivitätenDas EBIT der Sonstigen Aktivitäten mitsamt Überleitung setzt sich aus den Verwaltungskosten
des Konzerns sowie Konsolidierungseffekten zusammen und beträgt zum 31. März 2016
minus 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: minus 7,9 Mio. Euro). Die Verringerung gegenüber 2015
ist im Wesentlichen auf leicht gestiegene Verwaltungskosten sowie Währungsverluste
und einen saisonalen Rückgang der Beteiligungserträge zurückzuführen. Bericht zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageDie Bilanzsumme des BayWa Konzerns beträgt zum Ende des ersten Quartals des laufenden
Geschäftsjahres 6.493,9 Mio. Euro und liegt somit um 457,3 Mio. Euro über dem Wert
zum Vorjahresultimo. Geprägt ist dieser Anstieg im Wesentlichen vom saisontypischen
Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte aufgrund des einsetzenden Frühjahrsgeschäfts.
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich hingegen lediglich geringfügig verändert. Insgesamt hat sich im langfristigen Vermögen ein Zuwachs um 19,7 Mio. Euro auf 2.306,9
Mio. Euro ergeben. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf einen Anstieg der immateriellen
Vermögenswerte von 166,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2015 auf 193,1 Mio. Euro zum Ende
des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2016 aufgrund der vorläufigen Geschäfts- oder
Firmenwerte aus den Akquisitionen der TFC Holland B.V. und der Evergrain Germany GmbH
& Co. KG zurückzuführen. Gegenläufig verringerte sich das Sachanlagevermögen vornehmlich
aufgrund von Abschreibungen und Wechselkurseffekten um 11,8 Mio. Euro auf 1.408,0
Mio. Euro. Infolge laufender Fortschreibungen der jeweiligen Kapitalanteile sind auch
die at-Equity-bilanzierten Beteiligungsansätze um 4,6 Mio. Euro rückläufig und betragen
zum Quartalsstichtag 199,3 Mio. Euro. Die Erhöhung der übrigen Finanzanlagen um 3,3
Mio. Euro auf 171,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen durch gestiegene Ausleihungen an
Beteiligungsunternehmen begründet. Von 55,9 Mio. Euro auf 53,6 Mio. Euro haben sich
auch die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien aufgrund erfolgter Umgliederungen
in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte reduziert. Hierzu gegenläufig
wirkte sich ein Anstieg der latenten Steueransprüche um 12,0 Mio. Euro auf 223,5 Mio.
Euro aus. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 434,2 Mio. Euro auf 4.173,9 Mio.
Euro. Ausschlaggebend für diese Veränderung sind einerseits der saisonübliche Anstieg
der kurzfristigen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie andererseits
eine Erhöhung des Vorratsvermögens. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
erhöhten sich aufgrund des anlaufenden Frühjahrsgeschäfts in den Geschäftsfeldern
Agrarhandel, Technik und Bau um 331,8 Mio. Euro auf 1.098,2 Mio. Euro. Der Zuwachs
des Vorratsvermögens von 2.141,5 Mio. Euro auf 2.270,1 Mio. Euro ist neben saisonal
bedingten Bestandsveränderungen in den Geschäftsfeldern Obst, Technik und Bau überwiegend
auf fortschreitende Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien zurückzuführen.
Gegenläufig wirkte sich eine Verringerung des Vorratsvermögens im Agrarhandelsbereich
- im Berichtsquartal erstmalig bestehend aus den Geschäftsfeldern BayWa Agri Supply
& Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) - aufgrund eines gesunkenen Getreidehandelsbestands
aus. In Höhe von 54,3 Mio. Euro ebenfalls rückläufig sind die sonstigen Aktiva insbesondere
aufgrund der Ablösung von Projektfinanzierungen aus veräußerten Projektgesellschaften
sowie im ersten Quartal zugegangener Bonusforderungen. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen
haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 3,3 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro
erhöht und beinhalten Immobilien, die nicht dem operativen Geschäftsbetrieb dienen
und für die deshalb eine Verkaufsabsicht besteht. Das Eigenkapital des BayWa Konzerns beträgt zum Berichtsstichtag 1.053,3 Mio. Euro
nach einem Wert von 1.075,9 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2015. Der Rückgang
um 22,6 Mio. Euro umfasst neben geringfügigen Effekten aus Währungsumrechnungsdifferenzen
und Konsolidierungskreisveränderungen insbesondere den saisontypischen Konzernquartalsverlust
von 24,2 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden betragen zum 31. März 2016 2.243,6 Mio. Euro und haben
sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 um 52,1 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg
resultiert überwiegend aus langfristigen Finanzschulden die im Zuge der Projektfinanzierung
im Bereich der regenerativen Energien aufgenommen wurden. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in der Berichtsperiode von 2.769,3 Mio. Euro
auf 3.197,0 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist fast ausschließlich auf die Veränderung
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristiger Finanzierungen
im Zuge der zunehmenden Geschäftstätigkeit im ersten Quartal des Geschäftsjahres zurückzuführen
und dient vorwiegend der Finanzierung der gestiegenen Vorrats- und Forderungsbestände. FinanzlageDie Cash Earnings haben sich im Vorjahresvergleich um 16,2 Mio. Euro auf minus 4,6
Mio. Euro verringert. Bei einem um 8,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert liegenden
Konzernquartalsfehlbetrag und nahezu unveränderten Abschreibungen von 30,8 Mio. Euro
resultiert diese Entwicklung vorwiegend aus gestiegenen Ertragsteuerzahlungen im Berichtszeitraum.
Ein im Vorjahresvergleich geringerer Anstieg der Vorratsbestände sowie der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen während des ersten Quartals konnte durch eine Verringerung
der sonstigen Aktiva sowie insbesondere durch eine Ausweitung der Verbindlichkeiten
aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgeglichen bzw. über kompensiert werden. Hierdurch
beläuft sich der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für das erste Quartal
des Geschäftsjahres 2016 auf 70,1 Mio. Euro und liegt somit um 58,9 Mio. Euro über
dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Zahlungsmittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt nach den ersten drei
Monaten des aktuellen Geschäftsjahres 74,3 Mio. Euro. Neben Auszahlungen für die Akquisition
der TFC Holland B.V., der Evergrain Germany GmbH & Co. KG und für den Erwerb des Geschäftsbetriebs
der SOLAR-CENTER S.a.r.l sowie für verbliebene Kaufpreiszahlungen aus Akquisitionen
der Vorjahre wurden liquide Mittel für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen in Höhe von 26,7 Mio. Euro aufgebracht, die neben dem Segment Agrar
insbesondere die Entwicklung von Bestandsanlagen im Bereich der regenerativen Energien
betreffen. Zahlungsmittelzuflüsse von 4,0 Mio. Euro resultierten hingegen aus der
Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Aus dem Zu- und Abgang
von Finanzanlagen hat sich im BayWa Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2016 ein Zahlungsmittelabfluss von 3,3 Mio. Euro ergeben. Der im Vorjahresvergleich
insgesamt höhere Abfluss liquider Mittel für die Investitionstätigkeit ist vorwiegend
auf gestiegene Auszahlungen für Unternehmenserwerbe zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf 22,1 Mio. Euro und resultiert
vorwiegend aus der Aufnahme langfristiger Finanzschulden im Zuge der Projektentwicklung
im Geschäftsfeld Regenerative Energien bei gleichzeitiger Verringerung der Finanzierung
aus Asset-Backed-Securitisation-Maßnahmen. Insgesamt haben sich die flüssigen Mittel aufgrund der Zahlungsmittelzu- und abflüsse
aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- sowie der Finanzierungstätigkeit
unter zusätzlicher Berücksichtigung von minus 0,3 Mio. Euro aus Konsolidierungskreis-
und Wechselkursveränderungen seit dem 31. Dezember 2015 um 17,5 Mio. Euro auf 102,0
Mio. Euro erhöht. ErtragslageIm ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016 beläuft sich der Umsatz des BayWa Konzerns
auf 3.468,4 Mio. Euro und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht
um 18,4 Mio. Euro bzw. 0,5 Prozent erhöht. Die Aktivitäten im Agrarhandel, die seit dem 1. Januar 2016 im Rahmen einer Neustrukturierung
in die neuen Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb
(BAV) aufgespalten wurden, verzeichnen im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres
einen um 74,1 Mio. Euro bzw. 3,4 Prozent auf 2.224,2 Mio. Euro gestiegenen Umsatz.
Im Geschäftsfeld BAST wurde der anhaltende Preisrückgang für Agrarerzeugnisse durch
deutlich gestiegene Absatzmengen im Rahmen der internationalen Handelstätigkeiten
und durch den Erwerb der Geschäftsaktivitäten der Evergrain Germany GmbH & Co. KG
kompensiert. Weiterhin haben die erstmalig im ersten Quartal berücksichtigten Umsätze
der im Vorjahr erworbenen BayWa Agri Romania S.r.l. zu einer Ausweitung der Umsatzerlöse
beigetragen. Im Geschäftsfeld BAV standen einer witterungsbedingt geringeren Nachfrage
nach Pflanzenschutzmitteln und Dünger gestiegene Absätze bei Saatgut gegenüber. Mit einer Steigerung um 11,6 Mio. Euro bzw. 9,0 Prozent auf 140,4 Mio. Euro entwickelten
sich die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Obst positiv. Dies ist vornehmlich auf die
erstmalige Einbeziehung des zu Beginn des Jahres mehrheitlich erworbenen niederländischen
Anbieters für Tropenfrüchte TFC Holland B.V. zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Technik verringerte sich der Umsatz um 42,6 Mio. Euro bzw. 16,2 Prozent
auf 219,9 Mio. Euro. Ursächlich hierfür ist vornehmlich die aufgrund rückläufiger
Erzeugerpreise für Agrarprodukte zurückhaltende Investitionsbereitschaft bei Landwirten
bei Hof- und Stalltechnik sowie Maschinen und Traktoren. Das zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres neu geschaffene Geschäftsfeld Digital
Farming verzeichnet einen Umsatz von 1,8 Mio. Euro. Insgesamt belaufen sich die Umsatzerlöse im Segment Agrar für die Monate Januar bis
März 2016 auf 2.586,2 Mio. Euro und liegen somit um 44,9 Mio. Euro bzw. 1,8 Prozent
über dem Vergleichswert des Vorjahresquartals. Im Segment Energie ist insgesamt ein Umsatzrückgang um 45,1 Mio. Euro bzw. 6,9 Prozent
auf 609,8 Mio. Euro zu verzeichnen. Diese Verringerung ist mit 81,9 Mio. Euro auf
die Geschäftsaktivitäten im Bereich der klassischen Energie aufgrund des im Vergleich
zum bereits moderaten Niveau des Vorjahreszeitraums nochmals gesunkenen Rohölpreises
zurückzuführen. Jedoch hat die Preisentwicklung zu einem deutlichen Anstieg der Absatzmengen
bei Wärmeenergieträgern wie Heizöl und Pellets geführt. Die regenerativen Energien verzeichneten im Vorjahresvergleich hingegen einen Umsatzanstieg
von 29,8 Prozent bzw. 36,9 Mio. Euro auf 160,4 Mio. Euro. Ursächlich für diese Entwicklung
ist neben dem Verkauf eines britischen Solarparks die kontinuierliche Ausweitung der
Geschäftsaktivitäten. Im Segment Bau erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18,8 Mio.
Euro bzw. 7,5 Prozent auf 269,0 Mio. Euro. Das Segment profitierte vom witterungsbedingt
ungewöhnlich frühen Saisonstart im Baustoffhandel. Besonders die hohe Nachfrage für
Tiefbau sowie Garten- und Landschaftsbau führte zu einem Umsatzwachstum. Der Umsatz in den Sonstigen Aktivitäten verringerte sich lediglich geringfügig um
0,1 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge des BayWa Konzerns haben sich im Vergleich zum
Vorjahresquartal um 3,8 Mio. Euro auf 38,3 Mio. Euro erhöht. Diese Steigerung ist
im Wesentlichen auf gestiegene Erträge aus Kursgewinnen zurückzuführen, die insbesondere
aus projektbezogenen Sicherungsgeschäften im Bereich der regenerativen Energien resultieren.
Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Bestandserhöhungen, die zu einem wesentlichen
Teil auf Projektentwicklungen im Bereich der regenerativen Energien entfallen, und
der anderen aktivierten Eigenleistungen hat sich die Gesamtleistung des BayWa Konzerns
im Vorjahresvergleich um 36,8 Mio. Euro bzw. 1,0 Prozent auf 3.646,9 Mio. Euro erhöht. Bei einem unterproportionalen Anstieg des Materialaufwands um 27,2 Mio. Euro bzw.
0,8 Prozent erhöhte sich das Rohergebnis um 9,6 Mio. Euro bzw. 2,9 Prozent auf 338,3
Mio. Euro. Der Anstieg des Personalaufwands um 9,3 Mio. Euro bzw. 4,7 Prozent auf 208,5 Mio.
Euro ist im Wesentlichen auf die im ersten Quartal des laufenden Jahres erstmalig
enthaltenen Geschäftsaktivitäten der Neuakquisitionen des Vorjahres und des laufenden
Geschäftsjahres sowie auf den Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den Geschäftsfeldern
BayWa Agri Supply & Trade und Regenerative Energien zurückzuführen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bewegen sich mit
30,8 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 5,5 Mio. Euro oder 5,2 Prozent
auf 110,8 Mio. Euro. Grund hierfür sind insbesondere gestiegene Kursverluste und höhere
Wertberichtigungen auf Forderungen. Gegenläufig entwickelten sich hingegen Werbeaufwendungen
und Verwaltungskosten. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit hat sich infolge der dargestellten
Veränderungen um 5,4 Mio. Euro auf minus 11,8 Mio. Euro zum Ende des ersten Quartals
2016 verringert. Das Beteiligungsergebnis bewegt sich insbesondere aufgrund eines verringerten Ergebnisses
aus at-Equity bilanzierten Anteilen um 3,7 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres
und beträgt minus 0,6 Mio. Euro. Somit ergibt sich ein EBIT des BayWa Konzerns für das erste Quartal 2016 von minus
12,4 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einem Rückgang um
9,1 Mio. Euro. Das Zinsergebnis ist mit minus 17,5 Mio. Euro im ersten Quartal des Geschäftsjahres
2016 im Vorjahresvergleich um 1,3 Mio. Euro bzw. 8,1 Prozent niedriger ausgefallen. Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags von 5,7 Mio. Euro ergibt sich ein Fehlbetrag
für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres von 24,2 Mio. Euro, was einen
Rückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8,9 Mio. Euro bedeutet. MitarbeiterZum Ende der Berichtsperiode waren im BayWa Konzern 17.416 Mitarbeiter und somit 1.187
Personen mehr als noch zum Vorjahresultimo beschäftigt. Hierbei hat sich die Anzahl
der Beschäftigten im Segment Agrar um 1.161 auf 10.915 Mitarbeiter erhöht. Im Agrarhandel,
nun bestehend aus den Geschäftsfeldern BayWa Agri Supply & Trade und BayWa Agrar Vertrieb,
stieg die Zahl der Beschäftigten um 58 Personen. Im Geschäftsfeld Technik hat sich
eine Erhöhung um 62 Beschäftigte auf 3.500 Mitarbeiter ergeben. Die Ausweitung der
Geschäftstätigkeiten im Geschäftsfeld Digital Farming hat zu einem korrespondierenden
Anstieg der Mitarbeiterzahl um 13 auf 118 Mitarbeiter geführt. Im Geschäftsfeld Obst
stieg die Zahl der Beschäftigten überwiegend aufgrund einer saisonalen Ausweitung
der Mitarbeiterkapazitäten während der Ernteperiode in Neuseeland um 1.028 Beschäftigte
an. Im Segment Energie ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Geschäftsjahresende
2015 geringfügig um 52 Mitarbeiter auf nun 1.800 Beschäftigte gesunken. Im Bereich
der regenerativen Energien fiel die Zahl der Beschäftigten um 35 Mitarbeiter, während
sich im Geschäftsfeld der klassischen Energie die Mitarbeiterzahl um 17 Personen reduzierte.
Im Segment Bau hat sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahresultimo
um 35 erhöht und beläuft sich zum 31. März 2016 auf 4.063 Beschäftigte. Die Anzahl
der den Sonstigen Aktivitäten zuzuordnenden Mitarbeiter hat sich um 43 auf 638 Beschäftigte
erhöht. AusblickDie wichtigsten Meilensteine der Neustrukturierung im Segment Agrar wurden Anfang
des Jahres abgeschlossen und dürften zu Effizienzsteigerungen in den Folgequartalen
führen. Die damit einhergehende Ausweitung des Handelsvolumens bei Getreide und Ölsaaten
sollten zusätzliche Erträge erwarten lassen. Obwohl eine Erholung der Getreidepreise
aufgrund der weltweit hohen Lagerbestände und einer zu erwartenden erneut überdurchschnittlichen
Ernte 2015/16 vorerst unwahrscheinlich bleibt, dürfte die Volatilität der Getreidepreise
während der Erntezeit erfahrungsgemäß zulegen und somit höhere Handelschancen bieten.
Darüber hinaus werden im zweiten Halbjahr mehrere Terminkontrakte fällig, die die
positiven Aussichten für den Handel mit Erzeugnissen bei der BayWa bekräftigen. Im Betriebsmittelgeschäft wird von einer zunehmenden Normalisierung der Nachfrage
ausgegangen. Die Nachfrage nach Saatgut könnte aufgrund der EU-Umweltauflagen (Greening)
einen zusätzlichen Schub erhalten. Ferner dürfte bei einem normalen Witterungsverlauf
der Handel mit Pflanzenschutzmitteln im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls zulegen. Der
Absatz im Düngemittelgeschäft wird vor allem von der Nachfrage im zweiten Quartal
bestimmt. Normale Witterung vorausgesetzt, könnte die hohe Absatzmenge des Vorjahres
sogar übertroffen werden. Die mögliche Absatzsteigerung dürfte die geringeren Handelsmargen
aufgrund der rückläufigen Preisentwicklung weitgehend kompensieren. Auch im Obstgeschäft wird die gesamte Vermarktungsmenge des Konzerns spürbar zunehmen.
Zu dem Anstieg trägt auch der Erwerb der Mehrheit der niederländischen Tochtergesellschaft
TFC Holland B.V. bei, die seit dem 1. März 2016 in den Konsolidierungskreis des Konzerns
einbezogen wird. Der Bereich Landtechnik wird mit der Aufholjagd der anderen Geschäftsfelder im Segment
Agrar aufgrund der sehr geringen Investitionsbereitschaft der Landwirte erwartungsgemäß
nicht Schritt halten können. Die Ergebnislücke im Absatz sollte jedoch durch das margenträchtigere
Servicegeschäft im zweiten Halbjahr reduziert werden können. Weiter ist das Unternehmen zuversichtlich, dass sich das Segment Energie mit dem Geschäftsfeld
der regenerativen Energien planmäßig entwickelt. Mit der aktuellen Projekt-Pipeline
und dem positiven Start im ersten Quartal ist eine gute Basis geschaffen worden, um
die Jahresplanungen gegebenenfalls sogar zu übertreffen. Ungewiss bleibt bei der klassischen
Energie, ob die hohe Nachfrage nach Heizöl bedingt durch die niedrigen Rohölpreise
auf dem derzeitigen Niveau bestehen bleibt. Insgesamt sind die Aussichten für die
Geschäftsentwicklung im Segment Energie positiv zu bewerten. Im Segment Bau dürfte der bessere Start gegenüber dem Vorjahr eine gute Ausgangslage
bieten, um den Vorsprung auszubauen oder mindestens aufrechtzuerhalten, was zu einer
Verbesserung des Gesamtergebnisses im Segment führen würde. Das erste Quartal kann aufgrund der eingeschränkten Aussagekraft nicht als Maßstab
für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf herangezogen werden.
Sofern nicht außergewöhnliche Witterungs- und Marktverläufe die Geschäftsentwicklung
negativ beeinflussen, ist das Management optimistisch, die geplanten Jahresziele des
Konzerns zu erreichen. Konzernabschluss der BayWa AG nach IFRSKonzernbilanz zum 31. März 2016Aktivascroll
Passivascroll
Konzernabschluss der BayWa AG nach IFRS*Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Quartal 2016scroll
*
Vorjahreszahlen angepasst, im Wesentlichen um die Auswirkungen aus Bilanzierung eines
Finanzierungsleasings im Geschäftsjahr 2013 und vorzeitiger Anwendung eines neuen
IFRS-Standards. Details zu den vorgenommenen Anpassungen sind im Anhang zum vorliegenden
Quartalsbericht sowie im Konzernfinanzbericht 2015, Anhang B.7, beschrieben Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis für das 1. Quartal 2016 scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das 1. Quartal 2016scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das 1. Quartal 2016scroll
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Segmentinformationen nach Regionenscroll
Anhang zum Quartalsfinanzbericht vom 1. Januar bis 31. März 2016Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer vorliegende Quartalsfinanzbericht des BayWa Konzerns zum 31. März 2016 wurde in
Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) unter Berücksichtigung des
zum Abschluss-Stichtag anzuwendenden gültigen Regelwerks der International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Konzernwährung lautet auf Euro. Gegenüber
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2015 haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der
BayWa AG zum 31. Dezember 2015 verwiesen. IAS 8 - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und FehlerDer Konzernabschluss sowie auch der Konzernlagebericht der BayWa AG zum 31. Dezember
2013 wurden einer Stichprobenprüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung
nach § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 HGB unterzogen. Aus den daraus resultierenden Feststellungen
haben sich Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns
für das Geschäftsjahr 2013 und, daraus resultierend, auch für die Folgejahre ergeben,
die im vorliegenden Quartalsfinanzbericht zu einer Anpassung der Vergleichswerte des
Vorjahres geführt haben. Der BayWa Konzern hat sich zudem im Vorjahr für die vorzeitige Anwendung der Änderungen
an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) hinsichtlich der
Bilanzierung von fruchttragenden Pflanzen, die im November 2015 in europäisches Recht
übernommen wurden, entschieden. Auch hieraus hat sich die Notwendigkeit einer Anpassung
der Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahres ergeben. Für weitergehende Informationen und für eine detaillierte Darstellung der genannten
Anpassungen wird auf die Ausführungen im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember
2015 verwiesen. Aus den genannten Anpassungen haben sich die nachfolgend dargestellten Auswirkungen
auf die Gewinn- und Verlustrechnung für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2015
ergeben: scroll
Die Überleitung auf das Konzern-Gesamtergebnis für das erste Quartal des Geschäftsjahres
2015 stellt sich nach Anpassungen wie folgt dar: scroll
Auf die Kapitalflussrechnung des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2015 haben sich
durch die Anpassungen folgende Auswirkungen ergeben: scroll
Veränderung des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen,
auf die die BayWa AG direkt oder indirekt über Tochterunternehmen beherrschenden Einfluss
nehmen kann. Folgende im Berichtsjahr oder in den Vorjahren gegründete Gesellschaften wurden neu
in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen: BayWa Obst Beteiligung
GmbH, München; BayWa Fruit B.V., Amsterdam, Niederlande; Kerifresh Growers Trust 2016,
Kerikeri, Neuseeland; T&G South East Asia Ltd, Bangkok, Thailand. Zudem wurde die Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München, die bis zum Ende des Geschäftsjahres
2015 aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises
war, seit dem 1. Januar 2016 erstmalig nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung
in den Konzernabschluss der BayWa AG mit einbezogen. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2016 die Projektgesellschaft Windpark Stockelsdorf
GmbH, Gräfelfing, in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agrar Beteiligung Nr.
2 GmbH, München, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Evergrain
Germany GmbH & Co. KG, Hamburg, übernommen. Mit der Übernahme baut der BayWa Konzern
sein Spezialitätengeschäft international weiter aus und will zukünftig eine führende
Rolle im Braugetreidegeschäft einnehmen. Größtes Absatzpotenzial für Braugetreide
liegt innerhalb der Europäischen Union und zunehmend in den Wachstumsmärkten Südamerikas
und Asiens. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH
auf die Evergrain Germany GmbH & Co. KG besteht seit dem 29. Januar 2016, dem Tag
der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den
Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit
und Praktikabilität auf den 1. Februar 2016. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 6,600 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte
Kaufpreiskomponente über 4,992 Mio. Euro. Weiterhin beinhaltet der Kaufvertrag bedingte
Kaufpreisbestandteile, die sich in Abhängigkeit des jeweiligen Return on Invested
Capital für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 auf insgesamt maximal 1,608 Mio. Euro
belaufen. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,365 Mio. Euro. Diese sind in den Geschäftsjahren 2015 und 2016
in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Evergrain Germany GmbH & Co. KG
erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 5,453 Mio. Euro.
Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 5,446 Mio. Euro als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 4,610 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 2,354 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. Februar 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die Evergrain Germany GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 24,271 Mio. Euro
einen Überschuss in Höhe von 0,341 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Solar Systems S.à.r.l.,
Luxemburg, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der Regenerativen Energien
von der SOLAR-Center S.à.r.l., Luxemburg, mit Wirkung zum 1. März 2016 im Rahmen eines
Asset-Deals den Photovoltaik(PV)-Geschäftsbetrieb übernommen, der den Großhandel von
PV-Modulen, Wechselrichtern und sonstigem Zubehör in den Benelux-Ländern, Frankreich
und Deutschland umfasst. Die vorläufigen Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen
belaufen sich auf 2,404 Mio. Euro. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,053 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden. Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die BayWa r.e. Solar Systems S.à.r.l. bei einem Umsatz von 3,120 Mio. Euro
einen Überschuss in Höhe von 0,094 Mio. Euro. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Fruit B.V., Amsterdam,
Niederlande, im Rahmen eines Share-Deals 68,4 Prozent der Anteile an der TFC Holland
B.V., De Lier, Niederlande, übernommen. Die Übernahme ist für die BayWa ein wesentlicher
Schritt innerhalb der internationalen Wachstumsstrategie im Segment Agrar. TFC verfügt
über langjährige internationale Handelsbeziehungen in sämtliche Beschaffungsmärkte
für exotische Früchte - hauptsächlich für Avocado, Mango, Ingwer und Zitrusfrüchte
- sowie zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Erweiterung ihres Portfolios
im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten insbesondere im Bereich "ready-to-eat"
baut der BayWa Konzern seine Position als führender internationaler Obst- und Kernobstanbieter
deutlich aus. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa Fruit B.V. auf die TFC Holland
B.V. besteht seit dem 8. März 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen
Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung
erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. März 2016. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 28,705 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im März zur Auszahlung gelangte
Kaufpreiskomponente. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,194 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der TFC Holland B.V. erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der TFC Holland B.V. entfallende Anteil am
Nettovermögen von 2,550 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden
beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 11,079 Mio.
Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 11,008 Mio. Euro als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 33,158 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 2,312 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die TFC Holland B.V. bei einem Umsatz von 6,800 Mio. Euro einen Überschuss
in Höhe von 0,552 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die Solarpark Homestead GmbH, Gräfelfing, hat am 18. März 2016 100 Prozent ihrer Anteile
an der Haymaker (Homestead) Ltd., London, Großbritannien, veräußert. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie
folgt dar (vorläufige Werte): Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
scroll
Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in
der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis
dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Zum 31. März 2016 wurden insgesamt 301 Gesellschaften nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung
im Konzernabschluss berücksichtigt (31. Dezember 2015: 295 Gesellschaften). Zudem
sind 32 assoziierte Unternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß
IAS 28 berücksichtigt worden (31. Dezember 2015: 32 Gesellschaften). Annahmen und SchätzungenSoweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und Schätzungen vorgenommen wurden,
bleiben diese in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich
unverändert. Es gibt keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer wesentlichen Auswirkung
auf die aktuelle Berichtsperiode. Saison- und Konjunktureinflüsse auf die GeschäftstätigkeitGeschäftstypisch wirken sich saisonale Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des
Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis,
die sich teilweise ausgleichen. Im Segment Agrar liegen die Hauptaktivitäten in den
ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im zweiten Quartal. Im
Geschäftsfeld der klassischen Energie führen mehr konjunkturelle Einflüsse zu Geschäftsschwankungen.
Die Preisentwicklung beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und damit wesentlich
die Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaft Umsatzentwicklung
des Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im Mehrjahresverlauf auf. Im Bereich
der regenerativen Energien ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit von Projektverkäufen.
Zudem können sich politische Einflussfaktoren durch Änderungen von Fördermaßnahmen
auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau verstärkt sich die Tätigkeit
nach dem ersten Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb des vierten
Quartals. FinanzinstrumenteFür diejenigen finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet werden und deren Buchwerte nicht annährend ihren beizulegenden Zeitwerten
entsprechen, stellen sich die jeweiligen Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte wie
folgt dar: scroll
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum
Berichtsstichtag 31. März 2016 wie folgt dar: scroll
Schuldverschreibung/EigenkapitaltitelIn der Berichtsperiode wurden keine Emissionen, Rückkäufe oder Rückzahlungen getätigt,
weder bei Schuldverschreibungen noch bei sonstigen Eigenkapitaltiteln. Der Bestand
an eigenen Aktien beträgt seit dem Geschäftsjahr 2003 unverändert 19.500 Stückaktien.
Dies sind 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent des Grundkapitals. Gewinnverwendung des Bilanzgewinns 2015Die BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa Konzerns weist in ihrem nach deutschen
Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 30. März
2016 festgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 einen Bilanzgewinn von 36.306.528,30
Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 7. Juni
2016 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der
auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen
eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Dieser
Teilbetrag wird zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende
Periodenüberschuss (nach Fremdanteilen) durch die durchschnittliche Zahl der Aktien
dividiert wird. Sogenannte potenzielle Aktien (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen),
die das Ergebnis je Aktie verwässern können, wurden nicht ausgegeben. Damit entsprechen
sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Berichtspflichtige SachverhalteIn der Quartalsfinanzberichterstattung zum ersten Quartal ist über Sachverhalte zu
berichten, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows
beeinflusst haben und die aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit
ungewöhnlich sind. Innerhalb der Zwischenberichtsperiode ist über keine berichtspflichtigen
Sachverhalte zu berichten. Hinsichtlich bestehender Effekte aus Unternehmenserwerben
und Unternehmensveräußerungen wird auf die oben gemachten Ausführungen verwiesen. SteuerberechnungDie Steuerberechnung erfolgt mit dem gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatz,
getrennt nach Regionen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche,
die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgeperioden
ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet
ist. Eventualschulden und EventualforderungenEventualforderungen bestehen nicht. Bei den Eventualschulden sind keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem Berichtszeitpunkt 31. Dezember 2015 erfolgt. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt und
nach den Zahlungsströmen aus der Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit
gegliedert. SegmentberichterstattungAufgrund einer seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 geänderten internen Organisationsstruktur
der Agrarhandelsaktivitäten des BayWa Konzerns haben sich Auswirkungen auf die Segmentberichterstattung
in der dargestellten Berichtsperiode ergeben. Die bislang im Geschäftsfeld Agrarhandel
zusammengefassten Agrarhandelsaktivitäten sind mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in die
zwei separaten Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb
(BAV) aufgeteilt worden. BAST umfasst die nationalen und internationalen Handels-,
Distributions- und Logistiktätigkeiten des BayWa Konzerns für Getreide, Ölsaaten und
Zusatzprodukte. Im Geschäftsfeld BAV wurden das Erfassungsgeschäft und der Handel
mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Eine Anpassung der Vergleichswerte
des Vorjahres an die geänderte Organisationsstruktur ist nicht erfolgt, da die hierfür
erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind und die Kosten für deren Erstellung
in keinem sinnvollen Verhältnis zu deren Nutzen stehen. Die Zusammenfassung der Kennzahlen
der Geschäftsfelder BAST und BAV für das erste Quartal 2016 ist inhaltlich mit den
im Vorjahr im Geschäftsfeld Agrarhandel ausgewiesenen Werten vergleichbar. Sonstige berichtspflichtige SachverhalteAm 26. Januar 2016 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts
Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München
vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des
Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik
beteiligt gewesen sein sollen. Aus dem Untersuchungsbeschluss geht hervor, dass mehrere
Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Weitere Einzelheiten
zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung
des Quartalsabschlusses nicht vor. Die BayWa AG wird mit dem Bundeskartellamt in allen
Punkten kooperieren, um eine Klärung des Sachverhalts herbeizuführen. Prüferische Durchsicht des QuartalsfinanzberichtsDer Quartalsfinanzbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender des Vorstands) Andreas Helber Roland Schuler Matthias Taft Reinhard Wolf |
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