![]() BayWa AktiengesellschaftMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.201593. GeschäftsjahrLagebericht für das Geschäftsjahr 2015der BayWa AGÜberblickIn einem global herausfordernden Marktumfeld mit auf breiter Front rückläufigen Preisen für Rohstoffe konnte sich die BayWa AG im Geschäftsjahr 2015 operativ in ihren Märkten behaupten. Insgesamt verringerte sich der Umsatz der BayWa AG im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der Ausgliederung des Obstbereichs und niedrigerer Rohölpreise um 7,7 Prozent auf 4.965,7 Mio. Euro. Außergewöhnliche Entwicklungen im Agrarhandel aufgrund ungünstiger Preisentwicklungen bei Agrarerzeugnissen sowie der anhaltenden Trockenheit im Sommer wirkten sich auf das Ergebnis des Unternehmens im Jahr 2015 aus: Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr, das zudem von Erträgen aus Anlageabgängen profitierte, um 40,6 Prozent auf 13,9 Mio. Euro. Auch das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 28,5 Mio. Euro bleibt um 38,9 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Für das Berichtsjahr 2015 weist die BayWa AG einen Jahresüberschuss in Höhe von 36,3 Mio. Euro aus (Vorjahr: 58,1 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund des ausbalancierten und zukunftsfähig aufgestellten Geschäftsportfolios der BayWa AG und im Hinblick auf den im Prognosebericht geäußerten verhalten optimistischen Ausblick schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende von 0,80 Euro je Aktie auf 0,85 Euro je Aktie vor. Der Umsatz des Segments Agrar nahm im Geschäftsjahr 2015 leicht um 3,1 Prozent auf 2.858,5 Mio. Euro ab. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die fehlenden Umsatzbeiträge des Obstbereichs zurückzuführen, der zu Jahresbeginn in die neu gegründete Tochtergesellschaft BayWa Obst GmbH & Co. KG ausgegliedert wurde. Den marktbedingt rückläufigen Umsatz in der Sparte Technik konnte ein mengengetriebenes Wachstum im Agrarhandel überkompensieren. Das Absatzvolumen von Getreide und Ölsaaten stieg vor dem Hintergrund weltweit hoher Erntemengen von 4,3 Mio. Tonnen im Vorjahr auf insgesamt rund 4,6 Mio. Tonnen im Berichtsjahr an. Gegenläufig wirkten sich die im Jahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau liegenden Erzeugerpreise sowie eine rückläufige Nachfrageentwicklung bei Betriebsmitteln infolge des trockenen Sommers aus. Innerhalb des klassischen Energiegeschäfts lagen die Absatzmengen im Handel mit den Wärmeenergieträgern Heizöl und Holzpellets aufgrund der verbraucherfreundlichen Preisentwicklung im Jahr 2015 über dem Vorjahresniveau. Auch der Absatz von Schmierstoffen stieg konjunkturbedingt an. Im Kraftstoffgeschäft konnte eine leichte Volumenausweitung bei Diesel die geringeren Absatzvolumina von Benzin nicht kompensieren. Der Absatzrückgang bei Ottokraftstoffen sowie vor allem die im Jahresverlauf erheblich gesunkenen Rohölpreise führten im Segment Energie zu einer Verringerung des Gesamtumsatzes um 17,6 Prozent auf 1.020,3 Mio. Euro. Die Geschäftsaktivitäten im Baustoffhandel kamen im Berichtsjahr wetterbedingt erst nach Ostern in Schwung. Zudem waren die Preise für Bau- und Dämmstoffe aufgrund des wettbewerbsintensiven Marktumfelds in Deutschland unter Druck. Obwohl der Baustoffhandel den Absatz insgesamt steigern konnte, verminderte sich der Umsatz des Segments Bau im Geschäftsjahr 2015 daher um 8,6 Prozent auf 1.087,0 Mio. Euro. Grundlagen des UnternehmensGeschäftsmodell der BayWa AGUnternehmensstruktur und GeschäftstätigkeitDie BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel heraus hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden europäischen Handels-, Dienstleistungs- und Logistikunternehmen entwickelt. Der geschäftliche Schwerpunkt liegt in Deutschland und wird durch europaweite Geschäftsbeziehungen zu einem internationalen Handels- und Beschaffungsnetzwerk erweitert. Die Geschäftstätigkeit der BayWa AG, gegliedert in die drei Segmente Agrar, Energie und Bau, umfasst den Groß- und Einzelhandel und die Logistik sowie umfangreiche ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen. Die Digitalisierung, das "Internet der Dinge", und die globale elektronische Vernetzung durchdringen zunehmend alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Im Zuge dieser Entwicklung werden immer mehr analoge Geschäftsmodelle konsequent zu Omnichannel-Organisationen umstrukturiert. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind dabei die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells, die Geschwindigkeit der Implementierung, d.h. die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Marktreife, sowie die Unternehmenskultur. Es erfordert ein hohes Maß an Bereitschaft, ein innovatives Geschäft als eigene Einheit auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus sind überproportionale Kosten bzw. Anlaufverluste einzuplanen. Die BayWa hat diese Entwicklung frühzeitig erkannt und in ihr Geschäftsmodell und ihre unternehmerischen Aktivitäten eingebunden. Dies führt zu effizienteren Geschäftsprozessen, einer Verbreiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots und der Erschließung neuer Kundenkreise. Leitlinie dabei ist die Steigerung des Kundennutzens. Ein aktuelles Beispiel ist die Gründung der neuen Sparte Digital Farming. Segment AgrarDas Segment Agrar erwirtschaftet traditionell den größten Teil des Umsatzes im Unternehmen, 2015 belief sich dieser Anteil auf 57,6 Prozent. Das Segment gliederte sich bislang in die drei Sparten Agrarhandel, Obst und Technik und deckt die gesamte Angebotspalette für die Landwirtschaft ab. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung der Landwirtschaft hat die BayWa ihre diesbezüglichen Aktivitäten seit dem vierten Quartal 2015 in einer eigenständigen Sparte Digital Farming zusammengefasst. Das Geschäft des Segments Agrar wird sehr stark von natürlichen Gegebenheiten wie dem Wetter und dem davon maßgeblich abhängigen Ernteerfolg beeinflusst. Diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und -erzeugnisse aus. Im Zuge der Globalisierung dieser Märkte führen internationale Einflussfaktoren - wie beispielsweise Rekord- oder Missernten in anderen Teilen der Welt oder Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen - zunehmend zu Rückwirkungen auf die Preisentwicklung in den regionalen Märkten. Dabei haben die wechselseitige Beeinflussung der Preise einzelner Agrarrohstoffe und die Volatilitäten der Preise in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch bei den Betriebsmitteln werden Angebot und Nachfrage sowie die Preisbildung beispielsweise bei Dünge- und Pflanzenschutzmitteln immer stärker durch globale und regulatorische Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Schließlich üben Regulierungen auf Preise und Strukturen - beispielsweise durch die EU - in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus. AgrarhandelDie BayWa ist in Europa das führende Agrarhandelsunternehmen mit globaler Reichweite. Der Agrarhandel der BayWa versorgt die Landwirte über das gesamte Anbaujahr mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünge-, Pflanzenschutz- sowie Futtermitteln und übernimmt die Erfassung und Vermarktung der Ernte. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa in ihren Kernregionen ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten. Dadurch wird eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsüberprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse sichergestellt. Für die Beschaffung und Vermarktung der Erzeugnisse verfügt die BayWa über ein weltweites Netzwerk einschließlich eigener Binnen- und Tiefseehäfen. Die Vermarktung erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale, regionale und nationale Abnehmer der Lebensmittelindustrie und des Groß- und Einzelhandels. Im Handel mit Getreide und Ölsaaten deckt die BayWa die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb als Supply-Chain-Manager ab und weitet ihre internationalen Getreidehandelsaktivitäten stetig aus. In ihren traditionellen Kernregionen ist die BayWa im Agrargeschäft in die genossenschaftliche Handelsstruktur eingebettet. Das Geschäft konzentriert sich aufgrund historisch gewachsener Strukturen in Deutschland auf bestimmte Regionen. Die BayWa verfügt mit 224 Standorten in ihren regionalen Kernmärkten - insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und im südlichen Brandenburg - über ein weitgespanntes und engmaschiges Standortnetz. Durch die Ausweitung ihrer digitalen Angebote gewinnt die BayWa zudem auch über diese Regionen hinaus neue Kunden. Bei Agrarerzeugnissen setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional aktiv. Insgesamt nimmt die BayWa eine führende Position im Agrarhandel in Deutschland ein. ObstDie Sparte Obst der BayWa ist in Deutschland ein führender Systemanbieter von Tafelobst für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel und der größte Einzelvermarkter für Tafelkernobst sowie der größte Anbieter für Kernobst aus biologischem Anbau. An ihren 7 Standorten am Bodensee, am Neckar und in Rheinland-Pfalz erfasst, lagert, sortiert, verpackt und handelt die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die BayWa das nationale Geschäft der Sparte Obst in der neu gegründeten Tochtergesellschaft BayWa Obst GmbH & Co. KG reorganisiert. TechnikDie Sparte Technik bietet ein Vollsortiment von Maschinen, Geräten und Anlagen für sämtliche Bereiche der Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen Land- und Forstwirte, Kommunen und gewerbliche Kunden. Neben Traktoren und Mähdreschern umfasst die Angebotspalette Spezialfahrzeuge mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten für Kommunen, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben werden Reparatur und Service für die Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz und mobile Servicefahrzeuge sichergestellt. Für die Produkte der Hersteller AGCO und CLAAS ist die BayWa der größte Vertriebspartner weltweit und betreibt in Süd- und Ostdeutschland ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten. Dieses Angebot wird durch mobile Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und durch den Verkauf von Ersatzteilen ergänzt. Darüber hinaus vermarktet die BayWa Gebrauchtmaschinen auch über eine internetbasierte Gebrauchtmaschinenbörse. Digital FarmingDie Digitalisierung verändert die Landwirtschaft: Das Optimierungspotenzial landwirtschaftlicher Betriebe liegt heute weniger in Einzelmaßnahmen als in der Optimierung von Prozessen. Durch die teilflächenspezifische Bewirtschaftung lassen sich erhebliche Einsparungen bei den Betriebsmittelkosten realisieren. Schließlich sind durch die schnelle Erfassung, Auswertung und Übermittlung von technischen Daten Kosteneinsparungen bei der Instandhaltung von Maschinen und Systemen zu erzielen. Mit der Gründung der neuen Sparte Digital Farming im vierten Quartal 2015, in dem auch die bestehenden E-Commerce-Aktivitäten im Unternehmen gebündelt werden, stellt sich die BayWa auf diese digitalen Herausforderungen ein. Zukünftig sollen Lösungen für Landwirte entwickelt werden, die es ermöglichen, die Vorteile von Smart Farming sowohl unabhängig von den eingesetzten Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße zu nutzen. Die BayWa bietet hier eine Reihe modularer Tools und Lösungen und strebt in diesem Bereich eine führende Rolle im Markt an. Segment EnergieDas Segment Energie trug im Geschäftsjahr 2015 einen Anteil von 20,5 Prozent zum Unternehmensumsatz bei. Im Segment werden die Aktivitäten des klassischen Energiegeschäfts, das den Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen umfasst, gebündelt. Im klassischen Energiegeschäft vertreibt die BayWa Heizöl, Kraftstoffe, Schmierstoffe und Holzpellets vorwiegend in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe werden über 90 eigene Tankstellen verkauft. Zudem werden Tankstellennetze von Partnerfirmen sowie Großabnehmer beliefert. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Gewerbe- und Industriekunden sowie an Landwirte und Betreiber von Blockheizkraftwerken. Bei umweltfreundlichen Schmierstoffen auf Pflanzenölbasis gehört die BayWa zu den führenden Anbietern. Neben den großen Mineralölhandelsgesellschaften wird das Wettbewerbsumfeld überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel bestimmt. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Das Segment Energie wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn-, Kraft- und Schmierstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten beeinflusst. Zudem ist die Heizölnachfrage strukturell seit Jahren rückläufig, aufgrund des zunehmenden Einsatzes von erneuerbaren Energieträgern und Gas sowie der verbesserten Energieeffizienz im Gebäudebereich. Segment BauAuf das Segment Bau, das die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel in Deutschland umfasst, entfallen 21,9 Prozent des Unternehmensumsatzes im Jahr 2015. Im Baustoff-Fachhandel ist die BayWa AG mit insgesamt 144 Standorten die Nr. 2 im deutschen Markt und deckt überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Daneben sind private Bauherren und Hausbesitzer wichtige Kunden. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung, in der Beratung und der engen Vernetzung mit den gewerblichen Kunden. Dem trägt die BayWa mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung im Vertrieb und in der Kundenberatung Rechnung. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche Wohngesundheit und Energieeffizienz. Hier bietet die BayWa ihren Kunden ein umfangreiches Sortiment emissionsgeprüfter Baustoffe und Lösungen für energieeffizientes Bauen oder Sanieren an. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik. Der Markt für Baustoffe ist in Deutschland stark fragmentiert. Insgesamt sind rund 760 Unternehmen mit etwa 2.250 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Überwiegend handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, die sich vielfach in Kooperationen wie Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen haben. Im Bausegment sind vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung sowie der Wohnungsbauförderung - maßgebend für den Geschäftsverlauf. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Die Bereiche Tiefbau und Straßenbau sind stark vom Investitionsverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit spielen insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen sowie Zinsvergünstigungen für Finanzierungen eine bedeutende Rolle für die Investitionsentscheidungen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten: Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen sind hier besonders von Belang. Unternehmensziele und StrategieDie BayWa will als starker Partner ihrer Kunden die Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens sichern. Ihr unternehmerisches Handeln ist langfristig ausgerichtet und geprägt von der Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, weiteren Anspruchsgruppen und der Gesellschaft insgesamt. Das Umfeld und die Märkte, in denen die BayWa tätig ist, unterliegen permanenten Veränderungen. Um ihre Position zu behaupten und durch die Ausnutzung von Marktchancen auszubauen, handelt die BayWa mit unternehmerischer Umsicht entschlossen, schnell und flexibel. Ihre Wachstumsziele erreicht die BayWa über die organische Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten, die generische Erschließung neuer Geschäftsfelder im In- und Ausland sowie durch Akquisitionen. Darüber hinaus erschließt sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Weitere Schwerpunkte liegen im Ausbau digitaler Angebote und in der Stärkung der Dachmarke BayWa. Die BayWa analysiert ihr Geschäftsportfolio - die Segmente Agrar, Energie und Bau sowie die jeweils zugeordneten Sparten - kontinuierlich im Hinblick auf künftige Wachstums- und Ertragspotenziale. Ein wichtiger zusätzlicher Aspekt ist dabei die weitere Verbesserung des Geschäftsrisikoprofils. Die zunehmende Internationalisierung der Geschäftstätigkeit im Agrarbereich verringert die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten. Zur Erhöhung der Schlagkraft in den bearbeiteten Märkten hat die BayWa im Berichtsjahr ihre Aktivitäten im Agrarhandel neu geordnet: Unter dem Dach der BayWa Agri Services wurden der BayWa Agrar Vertrieb, der das Erfassungsgeschäft und den Handel mit Betriebs- und Futtermitteln umfasst, sowie die Bereiche Technik und Digital Farming gebündelt. Der Bereich BayWa Agri Supply & Trade umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten der BayWa für Getreide, Ölsaaten und Co-Produkte. Der im Geschäftsjahr 2015 neu gegründete Bereich Digital Farming wird seit dem vierten Quartal 2015 als eigenständige Sparte im Segment Agrar geführt. Zugleich verfolgt die BayWa konsequent die Strategie, Aktivitäten mit unzureichenden Wachstums- und/oder Ertragsaussichten umzustrukturieren, anzupassen oder zu veräußern. So begegnet die BayWa der strukturell rückläufigen Mengennachfrage nach Heizöl seit Jahren durch Übernahme kleinerer Wettbewerber; zum weiteren Ausbau der Marktposition ist hier künftig auch eine unternehmerische Partnerschaft unter Führung der BayWa vorstellbar. Auch im Baustoffhandel strebt die BayWa mittelfristig eine unternehmerische Lösung zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Sicherung der Arbeitsplätze an. Die Stärkung der Marktposition, die Ausweitung des Umsatzes und die Optimierung des Geschäftsportfolios dienen dem Ziel, die Profitabilität der Geschäftstätigkeit der BayWa AG nachhaltig zu steigern. Durch neu erworbene Unternehmen eröffnen sich vielfältige Geschäfts- und damit Ertragschancen. Über das Umsatzwachstum lassen sich Skaleneffekte erzielen, beispielsweise im Bereich Beschaffung durch die Zusammenfassung von Bestellvolumina, was zu günstigeren Einkaufskonditionen führt. Eine kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen gehört darüber hinaus seit jeher zu den Kernelementen der BayWa Strategie. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Standortnetze, der effizienteren Gestaltung von Prozessen, der intensiveren Nutzung vorhandener Vertriebsstrukturen und der Stärkung der Zusammenarbeit auf operativer Ebene. Eine fortlaufende Weiterentwicklung des Risikomanagements zielt darauf ab, Risiken zu begrenzen und die Risikokosten zu minimieren. Die Entwicklung der BayWa AG wird begleitet von einer soliden und vorausschauenden Finanzierungsstrategie. Sie ist geprägt vom traditionellen Vorsichtsprinzip des genossenschaftlichen und landwirtschaftlichen Sektors, trägt aber zugleich den veränderten Anforderungen des gewachsenen internationalen Unternehmens Rechnung. Bei der Unternehmensfinanzierung stützt sich die BayWa auf bewährte und verlässliche Partner im genossenschaftlichen Verbund. Darüber hinaus achtet sie auf eine angemessene Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um ihre Unabhängigkeit zu wahren und Risiken zu begrenzen. Von wesentlicher Bedeutung in der BayWa AG ist das effiziente Management des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die BayWa strebt eine ausgewogene Kapitalstruktur an. Der Zielwert für die Eigenkapitalquote liegt bei 30 Prozent, kann aber bei der Wahrnehmung von Wachstumschancen zeitweise unterschritten werden. SteuerungssystemDie strategische Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt über die wertorientierte Unternehmensführung und ein integriertes Risikomanagement. Die Unternehmensbereiche der BayWa AG werden operativ im Rahmen der für den BayWa Konzern festgelegten Zielvorgaben gesteuert; als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden hierzu die Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT verwendet. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind bei der BayWa - derzeit noch - von nachgeordneter Bedeutung. Die wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategisch ausgerichteten Kapitalallokation im Unternehmen. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den spartenspezifischen Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt dabei der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zu, um den langfristigen Geschäftserfolg abzusichern. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Das hierzu 2014 eingerichtete Agrar Coordination Center (ACC) wurde im Geschäftsjahr 2015 weiterentwickelt, seine Instrumente verfeinert: In der neu geschaffenen Organisationseinheit Economics and Public Affairs Department (EPAD) werden Marktanalysen für sämtliche Agraraktivitäten im Unternehmen erstellt. Daneben wurde mit dem Global Book System (GBS) ein System zur Koordination des Handelsmanagements geschaffen, das übergreifend für die nationalen und internationalen Bereiche die Handels- und Risikopositionen der einzelnen Produktlinien im Handel mit Getreide, Ölsaaten und Co-Produkte aufeinander abstimmt und optimiert. WirtschaftsberichtOperative GeschäftsentwicklungSegment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungDie weltweite Getreideerzeugung - ohne Reis - erhöhte sich im Erntejahr 2014/15 um knapp 1,4 Prozent auf ein Rekordniveau von 2.023 Mio. Tonnen. In Deutschland lag die Getreideernte mit 48,8 Mio. Tonnen im Jahr 2015 um rund 6 Prozent unter dem sehr hohen Vorjahreswert. Besonders bei Mais verringerte sich das Erntevolumen in Deutschland infolge des heißen Sommers und der Trockenheit mit einem Minus von 26 Prozent stark. Der weltweit günstige Witterungsverlauf führte im ersten Halbjahr 2015 zu einer stetigen Anhebung der Prognosen für die globale Getreideernte im Getreidejahr 2015/16 auf 2.000 Mio. Tonnen. Damit wird das Niveau der beiden Vorjahre nur knapp verfehlt. Auch bei Ölsaaten wird nach der Rekordernte von 676 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2014/15 mit 672 Mio. Tonnen für das Jahr 2015/16 erneut ein sehr hohes Erntevolumen erwartet. Die Preise für viele Agrarerzeugnisse - mit Ausnahme von Obst und Gemüse - haben bedingt durch hohe Angebotsmengen im Jahr 2015 weiter nachgegeben. Die Versorgungslage mit Agrarrohstoffen an den Märkten war nicht zuletzt deshalb sehr gut, weil es kaum witterungsbedingte Ernteausfälle gab. So sind insbesondere die erwarteten negativen Auswirkungen der El-Niño-Wetteranomalie auf die Ernte auf der Südhalbkugel weitgehend ausgeblieben. In der Folge haben sich Indexfonds und spekulative Investoren, die zuvor auf steigende Preise gesetzt hatten, innerhalb kürzester Zeit neu positioniert. Dadurch waren die Getreidepreise in der zweiten Jahreshälfte bei einem gleichzeitigen Anstieg der Preisvolatilität deutlich rückläufig. Im gesamten Jahresverlauf gingen sie um rund 12 Prozent zurück und erreichten damit das niedrigste Niveau der vergangenen fünf Jahre. Aufgrund dieser Preisentwicklung war die Abgabebereitschaft bei den inländischen Landwirten zeitweise verhalten. Die anhaltend gute Versorgungslage führte außerdem zu einer Kaufzurückhaltung seitens der Verarbeiter. Zum Jahresende lag der Weizenpreis an der Warenterminbörse MATIF mit rund 175 Euro pro Tonne um etwa 10 Prozent unter dem Preis des Vorjahres. Insgesamt war der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland zum Ende des dritten Quartals 2015 um gut 5 Prozent unter den Stand des Vorjahres gesunken. Die globale Milcherzeugung ist 2015 weiter gewachsen. Auch in der Europäischen Union (EU), dem weltweit größten Milcherzeuger, ist die Produktion nochmals um 1,1 Prozent auf knapp 162 Mio. Tonnen gestiegen. Das Auslaufen der Milchquote zum 31. März 2015 führte in einigen Ländern der EU zu kräftigen Produktionssteigerungen. In Deutschland verringerte sich die Milchproduktion dagegen geringfügig. Das Welthandelsvolumen mit Milchprodukten ging 2015 um 1,7 Prozent auf rund 71,3 Mio. Tonnen zurück. Dies ist vor allem auf eine gesunkene Nachfrage aus China sowie den im August 2014 von Russland ausgesprochenen Einfuhrstopp für Milchprodukte aus Australien, der EU, Kanada, Norwegen und den Vereinigten Staaten zurückzuführen. Angesichts des reichlichen Angebots standen die internationalen Preisnotierungen am Milchmarkt unter Druck, was für milcherzeugende Betriebe zu wachsenden wirtschaftlichen Problemen führte. Der Milchpreisindex der FAO (Food and Agriculture Organization) sank von seinem im März erreichten Jahreshöchstwert von 185,9 Zählern um nahezu 20 Prozent auf 149,5 im Dezember 2015. Die weltweite Fleischproduktion nahm im Jahr 2015 um 1,1 Prozent auf 318,8 Mio. Tonnen zu. Die EU steigerte ihre Fleischerzeugung um 2,5 Prozent auf 45,6 Mio. Tonnen; sie ist damit der weltweit zweitgrößte Fleischproduzent nach China. In Deutschland wuchs die Fleischproduktion um rund 1 Prozent auf 8,8 Mio. Tonnen. Zulegen konnte dabei die Schweinefleischproduktion, deren Anteil an der deutschen Fleischerzeugung bei gut 58 Prozent lag. Auch die Geflügelerzeugung verzeichnete leichte Zuwächse; ihr Anteil an der Gesamterzeugung stieg auf rund 21 Prozent. Die Rindfleischproduktion hat zugunsten von Geflügel geringfügig an Marktanteil verloren, bestreitet aber unverändert einen Anteil von rund 14 Prozent an der Erzeugung. Die Weltmarktpreise für Fleisch - gemessen am FAO-Fleischpreisindex - sind von Oktober 2014 bis Anfang März 2015 um rund 20 Prozent gefallen und bewegten sich anschließend auf diesem Niveau seitwärts. Diese Stabilisierung ist bedingt durch höhere Preise für Rindfleisch, während die Preise für Schweinefleisch und Geflügel weiter nachgaben. Die Preisentwicklung in der EU und Deutschland folgte weitgehend dem globalen Trend. Die wirtschaftliche Lage der deutschen Mastbetriebe hat sich dadurch erheblich verschlechtert. Der Gesamtindex der Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel war in Deutschland in den vergangenen drei Jahren rückläufig. Zum Ende des dritten Quartals 2015 lagen die Kosten für Betriebsmittel um 0,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau; dieser Trend dürfte sich im vierten Quartal - insbesondere aufgrund des starken Verfalls des Rohölpreises - noch beschleunigt fortgesetzt haben. Die Preise für Saat- und Pflanzgut waren um 2,3 Prozent rückläufig. Zu diesem Rückgang trugen auch die gesunkenen Marktpreise für Erzeugnisse bei. Angebotsseitig ist die Saatgutversorgung trotz der Trockenheit im Jahr 2015 zumeist gesichert. Schließlich wurden die Vermehrungsflächen für Körnerleguminosen zur Ernte 2015 deutlich ausgedehnt, um die durch die Greening-Umweltauflagen steigende Nachfrage bedienen zu können. Bei Düngemitteln lagen die Preise im Durchschnitt um 3 Prozent über dem Vorjahresniveau: Während die Preise für Stickstoffdünger im Jahr 2015 geringfügig nachgaben, war bei Phosphatdüngern infolge der starken Ausbeutung der Vorkommen und des weltweit knappen Angebots ein deutlicher Preisanstieg zu verzeichnen. Der Absatz von Düngemitteln verringerte sich aufgrund der trockenheitsbedingt geringeren Anwendungen im Berichtsjahr um 6,2 Prozent. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich abgeschwächt, da die trockene Witterung eine wesentlich geringere Ausbringung erforderte. Die Preise erhöhten sich im Jahresvergleich leicht um 1,9 Prozent. Bei Futtermitteln lagen die Preise im Durchschnitt um 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Investitionstätigkeit der Landwirtschaft ist 2015, aufgrund der gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechterten Erlös- und Einkommenssituation der Landwirte, spürbar zurückgegangen. Insbesondere niedrige Erzeugerpreise für Milch und Mastschweine haben die Investitionsneigung der Landwirte gedämpft. Nach Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für Landtechnik sank der Branchenumsatz im Jahr 2015 um 4 Prozent auf knapp 7,4 Mrd. Euro. Der Umsatz mit Traktoren verringerte sich in Deutschland überproportional um 9,7 Prozent. Die Neuzulassungen von Traktoren verzeichneten ein Minus von 6,9 Prozent. Deutlich besser entwickelten sich die Verkäufe der sonstigen Landmaschinen; hier ging der Umsatz im Jahr 2015 lediglich um 2,5 Prozent zurück. Dabei verzeichneten vor allem Mähmaschinen und Rasenmäher sowie selbstfahrende Feldhäcksler eine äußerst dynamische Entwicklung. Im Bereich Digital Farming bestehen erhebliche Wachstumspotenziale: Erst 39 Prozent der Landwirte verfügen über eine digitale Ackerschlagkartei und nur 33 Prozent sind in der Lage, eine teilflächenspezifische Düngung vorzunehmen. GeschäftsverlaufIn der Sparte Agrarhandel erhöhte sich der Umsatz der BayWa AG im Geschäftsjahr 2015 um 3,3 Prozent auf 2.048,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1.983,3 Mio. Euro). Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf gestiegene Erfassungs- und Handelsvolumina bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen zurückzuführen. Vor dem Hintergrund weltweit hoher Erntemengen konnte das Absatzvolumen von Getreide und Ölsaaten von 4,3 Mio. Tonnen im Vorjahr auf insgesamt rund 4,6 Mio. Tonnen im Berichtsjahr gesteigert werden. Gegenläufig wirkten sich geringere Erfassungsmengen bei Mais, fehlende Trocknungserlöse infolge des trockenen Sommers sowie die im Jahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau liegenden Erzeugerpreise aus. Bei Betriebsmitteln wurde eine rückläufige Nachfrageentwicklung verzeichnet. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten verkürzte sich der Zeitraum für eine wirkungsvolle Ausbringung, so dass viele Landwirte weniger Düngergaben und Pflanzenschutzbehandlungen durchführten als im Vorjahr. Entsprechend reduzierte sich im Berichtsjahr der Absatz bei Dünger um rund 2,8 Prozent auf ein Gesamtvermarktungsvolumen von rund 1,5 Mio. Tonnen. Der Umsatz mit Pflanzenschutzmitteln verringerte sich gegenüber 2014 ebenso deutlich. Auch der Futtermittelhandel konnte mit dem Vorjahr nicht Schritt halten und verbuchte einen Volumenrückgang um 3,7 Prozent auf rund 398.000 Tonnen im Jahr 2015. Im Saatgutbereich stieg die Absatzmenge leicht um 2,8 Prozent auf rund 130.200 Tonnen. Das Geschäft mit Traktoren und sonstigen Landmaschinen profitierte in den ersten Monaten des Berichtsjahrs vom hohen Auftragsbestand aus dem Vorjahr. Im weiteren Jahresverlauf schwächte sich der Absatz von Neumaschinen allerdings stark ab, so dass im Gesamtjahr 2015 um 10,4 Prozent weniger neue Traktoren verkauft wurden als 2014. Der Handel mit Gebrauchtmaschinen entwickelte sich annähernd stabil und erreichte mit einem Absatzrückgang von 2,4 Prozent nahezu das Vorjahresniveau. In der Hof- und Stalltechnik profitierte die Sparte vom hohen Auftragsbestand aus 2014. Vor dem Hintergrund der marktbedingt rückläufigen Nachfrage nach Bauten und Systemen im Berichtsjahr wurde jedoch das hohe Vorjahresniveau beim Umsatz nicht erreicht. Eine Umsatzausweitung konnte im Service- und Reparaturbereich erzielt werden, der aufgrund der hohen Absatzzahlen (Traktoren und Mähdrescher) in vorangegangenen Jahren einen Nachfrageanstieg für Kundendienstleistungen verzeichnete. Insgesamt verringerte sich der Umsatz der Sparte Technik im Geschäftsjahr 2015 um 5,4 Prozent auf 809,8 Mio. Euro (Vorjahr: 855,8 Mio. Euro). Die im vierten Quartal 2015 neu gegründete Sparte Digital Farming besteht aus einer nicht operativ tätigen Verwaltungsstruktur, die zugeordnete Tochtergesellschaften steuert. Zudem bündelt sie die E-Commerce-Aktivitäten der BayWa, deren Umsätze und Erträge der jeweiligen Sparte zugerechnet werden, in dem das individuell verkaufte Produkt angesiedelt ist. Entsprechend wurden in der Sparte Digital Farming im Geschäftsjahr 2015 keine Umsätze erwirtschaftet. Für das Segment Agrar insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2015 ein leichter Umsatzrückgang um 3,1 Prozent auf 2.858,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2.950,6 Mio. Euro). Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die fehlenden Umsatzbeiträge des Obstbereichs zurückzuführen, der zu Jahresbeginn in die neu gegründete Tochtergesellschaft BayWa Obst GmbH & Co. KG ausgegliedert wurde. Der rückläufige Umsatz in der Sparte Technik wurde erwartungsgemäß vom Wachstum im Agrarhandel überkompensiert. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungDer Rohölpreis ist durch das weltweit anhaltende Überangebot, die erwartete Rückkehr des Iran an den Ölmarkt nach Abschluss des Atomabkommens sowie das schwächer als angenommene Wirtschaftswachstum - insbesondere in den Schwellenländern - im Jahresverlauf 2015 stark gesunken. Er verringerte sich von einem Stand von rund 56 US-Dollar pro Barrel zu Jahresbeginn um knapp 35 Prozent auf unter 37 US-Dollar pro Barrel zum Jahresende. Dieses Preisniveau wurde zuletzt Ende 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise erreicht. Der Preis für Heizöl folgte dieser Entwicklung im Wesentlichen und lag im gesamten Jahr 2015 deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Im Wärmemarkt in Deutschland verminderte sich der Heizölabsatz im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent. Der geringere Absatz ist die Folge eines fortgesetzten strukturellen Verbrauchsrückgangs sowie des vergleichsweise milden Winters. Der Gesamtabsatz von Kraftstoffen nahm bei einem um 1,8 Prozent höheren Fahrzeugbestand im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 um 2,1 Prozent zu. Dabei war der Absatz von Ottokraftstoffen um 1,7 Prozent rückläufig, während sich der Verbrauch von Dieselkraftstoffen um 4,0 Prozent erhöhte. Bei Schmierstoffen war der Gesamtabsatz 2015 trotz des insgesamt positiven konjunkturellen Umfelds in Deutschland um 2,4 Prozent geringer als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf einen Rückgang bei Schmierfetten für Kraftfahrzeuge und Hydraulikölen zurückzuführen, während die Nachfrage nach Motorölen um 5,5 Prozent gestiegen ist. GeschäftsverlaufInnerhalb des klassischen Energiegeschäfts lagen die Absatzmengen im Handel mit Wärmeenergieträgern 2015 über dem Vorjahresniveau. So konnten die abgesetzten Volumina von Heizöl gegen den Markttrend um 1,0 Prozent und von Holzpellets um 13,2 Prozent gesteigert werden. Auch beim Absatz von Schmierstoffen legte die BayWa AG in ihren Vertriebsregionen in Deutschland um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Im Kraftstoffgeschäft wurde das Vorjahresvolumen im Berichtsjahr nicht erreicht: Geringere Absatzmengen von Benzin aufgrund der rückläufigen Anzahl betriebener Tankstellen konnten von der leichten Volumenausweitung bei Diesel nicht kompensiert werden. Insgesamt verringerte sich der Absatz von Kraftstoffen um 1,7 Prozent im Vergleich zu 2014. Vor dem Hintergrund der im gesamten Jahr 2015 unter dem Niveau des Vorjahres liegenden Roh- und Heizölpreise ging der Gesamtumsatz im Segment Energie im Berichtsjahr vor allem preisbedingt um 17,6 Prozent auf 1.020,3 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 1.237,5 Mio. Euro). Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungDer Start der deutschen Bauwirtschaft in das Jahr 2015 verlief verhaltener als 2014, was weniger den Witterungsbedingungen als vielmehr einer geringeren Nachfrage im Wirtschafts- und im öffentlichen Bau geschuldet war. Im gesamten Jahr ist die Bauwirtschaft nur um etwa 1 Prozent - anstatt der zu Jahresbeginn erwarteten 2 Prozent - gewachsen. Erstmals seit dem Jahr 2000 überschritt der Umsatz des Bauhauptgewerbes aber wieder die Schwelle von 100 Mrd. Euro. Im Wohnungsbau tätige Unternehmen verzeichneten ganzjährig eine gute Auftragslage. Allerdings wurde das prognostizierte Wachstum von 3 Prozent mit einem tatsächlichen Zuwachs von 2 Prozent nicht ganz erreicht. Im öffentlichen Bau stagnierte der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres und im Wirtschaftsbau war ein Rückgang um 0,5 Prozent zu verzeichnen. Gemessen an den realen Bauinvestitionen verzeichnete der Wohnungsbau, der mit 60,2 Prozent den größten Anteil an den gesamten Bauinvestitionen hat, ein Wachstum von 1,5 Prozent. Der Zuwachs entfiel vor allem auf eine starke Neubautätigkeit im Geschosswohnungsbau in Ballungsräumen - hier lagen die Baufertigstellungen im Jahr 2015 um rund 27 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dagegen entwickelte sich die Bautätigkeit im Ein- und Zweifamilienhausbau und außerhalb der Ballungszentren nur verhalten. Im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsgeschäft lag das Bauvolumen auf dem Niveau des Vorjahres. Die energetische Gebäudesanierung verzeichnete einen Rückgang. Ursache waren zum einen die deutlich gesunkenen Energiepreise. Zum anderen bewegte sich die Kapazitätsauslastung der Baubranche auf hohem Niveau. In der Folge wurden Sanierungsaufträge durch das Neubaugeschäft verdrängt. Im Wirtschaftsbau gingen die realen Investitionen der Unternehmen im Jahr 2015 um 1,9 Prozent zurück. Obwohl die Kapazitätsauslastung in der Industrie mit gut 84 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt liegt, blieben Erweiterungsinvestitionen weitgehend aus. Die öffentliche Bautätigkeit hat - entgegen der ursprünglichen Erwartung - im Jahr 2015 nicht zugenommen. Vielmehr wiesen die Bauinvestitionen der öffentlichen Haushalte einen Rückgang um 1,7 Prozent auf. GeschäftsverlaufDie Geschäftsaktivitäten im Baustoffhandel wurden im Anfangsquartal 2015 von ungünstigen Witterungsbedingungen gebremst: Während 2014 die Bautätigkeiten bereits ab Januar auf Hochtouren liefen, kam das Baugeschäft im Berichtsjahr erst nach Ostern in Schwung. Trotz des warmen und trockenen Sommers wurde auch im weiteren Jahresverlauf beim ausführenden Baugewerbe nicht ganz das sehr hohe Auslastungsniveau des Vorjahres erreicht. Das ausschließlich vom Wohnungsbau getriebene Branchenwachstum konzentrierte sich im Jahr 2015 auf den industriellen Geschosswohnungsbau, wohingegen sich die baustoffintensiven Bereiche Ein- und Zweifamilienhausbau sowie Sanierungen verhalten entwickelten. Gleichzeitig führte die stark rückläufige Mengennachfrage auf den europäischen Baustoffmärkten außerhalb Deutschlands zu einem verstärkten Auftreten ausländischer Produzenten im deutschen Markt. In der Folge waren die Preise für Bau- und Dämmstoffe im Berichtsjahr unter Druck. Obwohl der Baustoffhandel den Absatz insgesamt steigern konnte, verringerte sich der Umsatz des Segments Bau im Berichtsjahr auch durch die fortschreitende Optimierung des Standortnetzes um 8,6 Prozent auf 1.087,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1.189,7 Mio. Euro). Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der BayWa AGErtragslageDer Umsatz der BayWa AG verringerte sich im Geschäftsjahr 2015 um 412,0 Mio. Euro auf 4.965,7 Mio. Euro. Der Rückgang von 7,7 Prozent entfällt zu einem großen Teil auf den Wegfall des Umsatzes im Bereich Obst (Vorjahr: 111,6 Mio. Euro), da zum 01. Januar 2015 der Bereich Obst aus der BayWa AG auf eine eigene Gesellschaft, die BayWa Obst GmbH & Co. KG, übertragen wurde. Der restliche Umsatzrückgang erklärt sich insbesondere durch teils erheblich niedrigere Marktpreise bei Energieprodukten und dem Rückgang von Absatzmengen bei Pflanzenschutzmitteln aufgrund der Trockenheit in den Sommermonaten. Die BayWa AG ist weiterhin ausschließlich durch Niederlassungen und Mitarbeitern in Deutschland mit Schwerpunkt in Bayern und Baden-Württemberg vertreten. Der Inlandsumsatz trug mit 92,3 Prozent (Vorjahr: 93,8 Prozent) bzw. 4.583,6 Mio. Euro und der vorwiegend im EU-Raum generierte Auslandsumsatz mit 7,7 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) bzw. 382,1 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 24,4 Mio. Euro auf 115,0 Mio. Euro. Bedingt ist diese Abnahme im Wesentlichen durch weitaus niedrigere Erträge aus Anlagenabgängen sowie damit in Zusammenhang stehende geringere Mieteinnahmen im Vergleich zum Vorjahr. Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit rund 23,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 74,4 Mio. Euro. Aus dem Vorjahreswert entfielen 38,2 Mio. Euro auf die Aufdeckung stiller Reserven in Folge der Einbringung von Aktien der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG in die BRB Holding GmbH. Auch 2015 handelte es sich größtenteils um die Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien. Aufgrund dieser Immobilienveräußerungen haben sich die Mieterträge von 23,2 Mio. Euro um rund 3,1 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro verringert. Aus der Auflösung von Rückstellungen und nicht mehr benötigter Wertberichtigungen entstanden Erträge in Höhe von rund 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro). Die Ergebnisbeiträge aus regelmäßigen Kostenerstattungen (21,1 Mio. Euro) lagen nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres (19,8 Mio. Euro). Die übrigen Erträge nahmen aufgrund von Erträgen aus Wechselkursumrechnungen um 26,0 Mio. Euro auf 38,1 Mio. Euro zu. Insbesondere als Folge der geringeren Umsatzerlöse ging die Gesamtleistung der BayWa AG im Geschäftsjahr 2015 um 452,4 Mio. Euro bzw. 8,2 Prozent auf 5.071,5 Mio. Euro zurück. Der Materialaufwand nahm überproportional zum Umsatz um 8,1 Prozent bzw. 382,1 Mio. Euro auf 4.316,0 Mio. Euro ab und konnte den Preisrückgang an den Rohstoffmärkten somit voll abfangen. Als Rohergebnis (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) konnten im Berichtsjahr somit 755,4 Mio. Euro (Vorjahr: 825,6 Mio. Euro) dargestellt werden. Der Rückgang beträgt 70,2 Mio. Euro bzw. 8,5 Prozent. Der Personalaufwand verringerte sich um 3,9 Prozent oder 17,5 Mio. Euro auf 435,0 Mio. Euro, so dass der Umsatzrückgang nicht in gleichem Maße durch Reduzierung des Personalaufwands aufgefangen werden konnte. Zur Verringerung maßgeblich beigetragen hat der Rückgang bei Löhnen und Gehältern um 9,4 Mio. Euro sowie bei den sonstigen Gehaltsbestandteilen (minus 3,4 Mio. Euro). Der Rückgang bei Löhnen und Gehältern ist vorwiegend durch die Abnahme der Mitarbeiteranzahl der BayWa AG zu erklären. Im Berichtsjahr 2015 waren durchschnittlich 8.236 Mitarbeiter bei der BayWa AG beschäftigt, während der durchschnittliche Personalstand im Vorjahr bei 8.717 Mitarbeitern lag. Dies bedeutet einen Rückgang um 5,5 Prozent bzw. durchschnittlich 481 Mitarbeiter. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen (ohne Wertberichtungen auf das Finanzanlagevermögen) gingen vor allem bedingt durch in den zurückliegenden Jahren erfolgte Immobilienabgänge um 3,0 Mio. Euro bzw. 8,6 Prozent zurück auf 31,3 Mio. Euro. Die Abschreibungsquote der BayWa AG liegt bei rund 2,8 Prozent (Vorjahr: 3,0 Prozent). Die Entwicklung der Abschreibung im Vergleich zu den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen ist aus dem Anlagespiegel in Anlage 1 zum Anhang ersichtlich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 275,2 Mio. Euro um 9,2 Mio. Euro bzw. 3,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 284,4 Mio. Euro und konnten gegenüber dem Umsatzrückgang nur unterproportional reduziert werden. Die Verringerung resultierte größtenteils aus Kosteneinsparungen beim Gebäude- und Grundstücksunterhalt (minus 5,8 Mio. Euro) sowie bei den Fuhrparkkosten (minus 5,0 Mio. Euro). Die Mietaufwendungen blieben nahezu konstant bei 41,5 Mio. Euro, da nur wenige Veränderungen bei angemieteten Objekten erfolgten. Darüber hinaus konnten in sämtlichen Kostenpositionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kostenreduzierungen durchgesetzt werden. Demgegenüber steht eine Zunahme von 16,1 Mio. Euro in den übrigen Aufwendungen, die aus im Vorjahresvergleich gestiegenen Kosten bei allgemeinen Verwaltungs- bzw. Vertriebskosten und der Absicherung für betriebliche Risiken resultierte. Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis und dem Zinsergebnis zusammen. Positiv zum Beteiligungsergebnis beigetragen haben die vereinnahmten Dividenden in Höhe von 63,1 Mio. Euro (Vorjahr: 32,4 Mio. Euro). Zur Zunahme von 30,7 Mio. Euro hat die um 27,0 Mio. Euro erhöhte Dividende der BayWa r.e. renewable energy GmbH in Höhe von insgesamt 35,0 Mio. Euro wesentlich beigetragen. Wie im Vorjahr steuerte auch die BayWa Agrar International B.V. sowie die BayWa Agrarhandel GmbH (vormals: Bohnhorst Agrarhandel GmbH) mit insgesamt 10,8 Mio. Euro einen erheblichen Anteil zu den vereinnahmten Dividenden bei (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro). Die Zinserträge verharrten im Berichtsjahr mit 10,8 Mio. Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 9,6 Mio. Euro. Durch eine erhöhte Ausnutzung der Kreditlinien zur Working-Capital-Finanzierung der BayWa AG bzw. zur Finanzierung von Beteiligungserwerben sowie von Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen über Kreditlinien der BayWa AG die Expansion in neue Märkte finanziert wird, erhöhte sich der Zinsaufwand um 5,8 Prozent auf 43,0 Mio. Euro (Vorjahr: 40,6 Mio. Euro). Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit verringerte sich im Berichtsjahr um 40,6 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro (Vorjahr: 54,5 Mio. Euro). Im Wesentlichen ist dieser Ergebnisrückgang auf Kostenblöcke zurückzuführen, welche nur unterproportional gegenüber dem starken Rückgang der Umsatzerlöse reduziert werden konnten. Nach Berücksichtigung des Zins- und Beteiligungsergebnisses in Höhe von 14,6 Mio. Euro ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der BayWa AG im Geschäftsjahr 2015 von 28,5 Mio. Euro (Vorjahr: 46,7 Mio. Euro). Es beträgt somit 0,57 Prozent der Umsatzerlöse (Vorjahr: 0,86 Prozent). Das außerordentliche Ergebnis belief sich im Geschäftsjahr 2015 auf 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Das steuerliche Ergebnis der BayWa AG im Veranlagungszeitraum 2015 ist mit 10,4 Mio. Euro erneut positiv (Vorjahr 13,3 Mio. Euro). Positiv wirkten sich insbesondere die steuerlichen Latenzen auf Bewertungsunterschiede bei Pensionsrückstellungen aus, die, aufgrund der ab dem Jahr 2015 in den steuerlichen Organkreis der BayWa AG aufzunehmenden BayWa Pensionsverwaltung GmbH, auf Ebene der BayWa AG ertragswirksam darzustellen sind (10,5 Mio. Euro). Nach Berücksichtigung von Ertrag- bzw. sonstigen Steuern ergab sich für das Berichtsjahr 2015 ein Jahresüberschuss in Höhe von 36,3 Mio. Euro; dies entspricht gegenüber dem Vorjahreswert von 58,1 Mio. Euro einem Rückgang um 21,8 Mio. Euro bzw. 37,5 Prozent. Wesentliche noch zu erfüllende Auftragsbestände bestanden zum Bilanzstichtag nur in der Sparte Technik der BayWa AG: Am 31. Dezember 2015 lag der Auftragsbestand bei 108,0 Mio. Euro (Vorjahr: 138,9 Mio. Euro). Davon entfallen 23,0 Mio. Euro auf den Bereich Neumaschinen und 85,0 Mio. Euro auf den Bereich Innenwirtschaft (Hof- und Stalltechnik). Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten GeschäftsverlaufIm Agrarhandelsgeschäft sollten die Absatzvolumina für Agrarerzeugnisse auf der Basis einer gegenüber dem Vorjahr stetiger verlaufenden Erntevermarktung ansteigen. Dieser Prognose lag die Erwartung geringerer Schwankungen der Getreidepreise zugrunde. Der Absatz von Betriebsmitteln sollte sich mindestens auf Vorjahresniveau bewegen. Entsprechend wurde von einer leichten Umsatzausweitung in der Sparte Agrarhandel im Jahr 2015 ausgegangen. Mit einer Steigerung von 3,3 Prozent entwickelte sich der Umsatz im Rahmen der Prognose. Von der positiven Umsatzentwicklung sollten auch die Ergebniskennzahlen profitieren und moderat über dem Wert des Jahres 2014 liegen. Der tatsächliche Geschäftsverlauf im Jahr 2015 wich von dieser Erwartung ab: Zum einen führten die rückläufig tendierenden Erzeugerpreise zu geringeren Gewinnmargen; zudem wurden Ertragsausfälle und Kostensteigerungen aufgrund der außergewöhnlich heißen und trockenen Witterung verzeichnet. Auch die Absatzmengen von Betriebsmitteln waren von der Trockenheit negativ betroffen. Vor diesem Hintergrund wurde beim operativen Ergebnis der Sparte die erwartete Entwicklung nicht erreicht und das Vorjahresniveau signifikant unterschritten. Für das Technikgeschäft wurde die Erwartung eines leichten Rückgangs von Umsatz und operativem Ergebnis formuliert. Beim Umsatz lag die tatsächliche Entwicklung mit einer Verringerung um 5,4 Prozent im Rahmen der Prognose. Da sich auch das operative Ergebnis nur geringfügig unter dem Vorjahresniveau bewegt, ist die erwartete Entwicklung eingetroffen. In Summe verringerte sich der Umsatz des Segments Agrar insbesondere aufgrund der zu Jahresbeginn 2015 erfolgten Ausgliederung der Sparte Obst in die neu gegründete Tochtergesellschaft BayWa Obst GmbH & Co. KG um 3,1 Prozent auf 2.858,5 Mio. Euro. Die Umsatzentwicklung der im Segment Agrar der BayWa AG verbliebenen Sparten Agrarhandel und Technik verlief gemäß der prognostizierten Erwartung. Aufgrund der unvorteilhaften Ergebnisentwicklung im Agrarhandel liegen die Ergebniskennzahlen des Segments wesentlich unter dem Vorjahresniveau, so dass die Prognose einer leichten Verbesserung nicht erreicht wurde. Im Segment Energie war das klassische Energiegeschäft besonders vom im gesamten Jahresverlauf 2015 unter dem Vorjahresniveau liegenden Ölpreis betroffen, während in der Prognose für das Geschäftsjahr 2015 von steigenden Preisen ausgegangen wurde. In der Folge sank der Umsatz - entgegen der Erwartung einer Wiederholung des Vorjahreswerts - um 17,6 Prozent. Das operative Ergebnis hingegen verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine signifikante Verbesserung und konnte somit die Prognose einer stabilen Entwicklung übertreffen. Im Segment Bau wurde auf Basis des insgesamt positiven Branchenumfelds ein geringfügiges Wachstum von Umsatz und operativem Ergebnis angekündigt. Der im Jahr 2015 erreichte Umsatz liegt vor allem aufgrund von einigen Standortschließungen um 8,6 Prozent unter dem Vorjahreswert; damit wurde die Prognose nicht erreicht. Auch die Ergebnisgrößen des Segments unterschreiten im Berichtsjahr das Niveau aus 2014 spürbar, so dass sich die erwartete Entwicklung nicht eingestellt hat. Für die BayWa AG in Summe wurde - unter der Annahme mindestens stabiler Erzeuger- und leicht steigender Rohölpreise - ein geringfügiges Umsatzwachstum und eine moderate Verbesserung des Ergebnisses aus dem operativen Geschäft erwartet. Die Umsatzprognose wurde mit dem Rückgang um 7,7 Prozent vor allem aufgrund der rückläufigen Preise im klassischen Energiegeschäft sowie der Ausgliederung des Obstgeschäfts unterschritten. Vor dem Hintergrund der unter den Erwartungen verlaufenen Ergebnisentwicklungen in den Segmenten Agrar und Bau verzeichnete die BayWa AG - entgegen der Prognose - ein insgesamt signifikant geringeres operatives Ergebnis als im Vorjahr. FinanzlageFinanzmanagementZiel des Finanzmanagements der BayWa AG ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang sicherzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente. Feststehende Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Maßnahmen dienen ausschließlich der Sicherung von Grundgeschäften aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen der BayWa AG besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Fälligkeiten der Sicherungsgeschäfte orientieren sich in der Regel an den originären Fälligkeiten der Grundgeschäfte. In der BayWa AG bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich. Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines unternehmensweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring des unternehmensweiten Finanzengagements. Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front-, Middle- und Backoffice umfasst. Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des Unternehmens besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus sonstigen langfristigen Schuldpositionen wie Pensionsrückstellungen, aus aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten gegenüber Banken bzw. verbundenen Unternehmen finanziert. Durch die Emission eines Schuldscheindarlehens in 2015 wurden die Schuldscheindarlehen aus 2010 und 2011 teilweise zu besseren Konditionen vorfristig refinanziert. Die aufgenommenen Schuldscheindarlehen ersetzen kurzfristige Kreditlinien, ohne diese jedoch abzulösen oder zu kündigen, und diversifizieren das Refinanzierungsportfolio. Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa AG im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen. Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung von Schuldscheindarlehen eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da sowohl Tranchen mit fixer Verzinsung als auch Tranchen mit variabler Verzinsung emittiert wurden. Die BayWa AG ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird. Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert auch die breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsaktivitäten das Finanzierungsrisiko des Unternehmens. Kapitalstruktur und Kapitalausstattungscroll
Im Einzelabschluss der BayWa AG nach den handelsbilanziellen Rechnungslegungsvorschriften kann im Berichtsjahr 2015 eine Eigenkapitalquote von 21,1 Prozent (Vorjahr: 22,5 Prozent) dargestellt werden. Gegenüber dem Vorjahr hat sich das Eigenkapital um 1,7 Prozent auf 647,6 Mio. Euro erhöht. Das Fremdkapital nahm überproportional um 10,5 Prozent im Verhältnis zum Eigenkapital zu und erhöhte sich um 229,7 Mio. Euro auf 2.425,8 Mio. Euro. Insbesondere im kurzfristigen Bereich wurde verstärkt auf bilanzielles Fremdkapital zurückgegriffen. Der Aufbau resultiert aus der Aufnahme von Fremdkapital bei Kreditinstituten, wobei kurzfristige Laufzeiten bevorzugt wurden. Innerbetriebliche Finanzierungseffekte, wie beispielsweise aus Pensionsrückstellungen, spielten mit einer Erhöhung um 3,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr eine vergleichsweise untergeordnete Rolle für die Refinanzierung. Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Der gesteigerte Finanzierungsbedarf der BayWa AG wurde im Wesentlichen mit neuem Fremdkapital gedeckt, wobei insbesondere kurze Laufzeiten gewählt worden sind. Bei der BayWa AG bestehen folgende Haftungsverhältnisse zum Bilanzstichtag: scroll
Die BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die Gesellschaften aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse in der Lage sind, die zugrunde liegenden Verpflichtungen zu erfüllen. Wesentlich sind insbesondere die eingegangen Bürgschaften sowie die eingegangen Gewährleistungsverpflichtungen, die sich beide im Berichtsjahr etwas verringerten. Die Bürgschaften beziehen sich vorwiegend auf das Projektgeschäft der Tochtergesellschaft BayWa r.e. renewable energy GmbH. Der Rückgang von ca. 46,2 Mio. Euro liegt in einem etwas geringeren marktbedingten Bürgschaftsabruf seitens der Auftraggeber sowie in neu begonnenen Projekten, bei denen die Bürgschaftsauslastung noch sehr gering ist, begründet. Identische Ursachen sind für den Rückgang bei den Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 28,7 Mio. Euro verantwortlich. Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklungscroll
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 198,1 Mio. Euro und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich um rund 404,8 Mio. Euro. Wesentliche Ursache war ein gesteigerter Finanzierungsbedarf der BayWa AG bzw. von Tochtergesellschaften. Veränderungen waren daher insbesondere bei Kreditaufnahmen von Kreditinstituten zu verzeichnen. Ferner waren die Cash-Effekte aus dem Umlaufvermögen im Berichtsjahr wenig ausgeprägt: So betrug die Cash-Abnahme rund 21,3 Mio. Euro im Vergleich zu einer Zunahme um 176,0 Mio. Euro im Vorjahr. Der Mittelabfluss im Investitionsbereich erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreswert um 230,6 Mio. Euro auf 294,8 Mio. Euro. Maßgeblich war dabei die Einzahlung in die Kapitalrücklage der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH in Höhe von 260,0 Mio. Euro. Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen gingen geringfügig um 6,0 Mio. Euro auf 69,0 Mio. Euro im Berichtsjahr zurück. Die Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen reduzierten sich auf 39,1 Mio. Euro (Vorjahr: 78,0 Mio. Euro). Gegenläufig wirkten gestiegene Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen in Höhe von 73,7 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro). Der positive Saldo des Finanzierungs-Cashflows von 99,5 Mio. Euro ergab sich aus dem Abfluss der Dividendenzahlung in Höhe von rund 27,6 Mio. Euro, dem ein Zahlungszufluss von 125,0 Mio. Euro aus der Ausgabe eines neuen Schuldscheindarlehens gegenüberstand. Aus dem Mitarbeiteraktienprogramm 2015 flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von 2,1 Mio. Euro zu. In Summe erhöhte sich der Finanzmittelfonds im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. Euro. Finanzmittelausstattung und KapitalerfordernisseDie Finanzmittelausstattung der BayWa AG speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Neue Finanzmittel wurden aus der Aufnahme eines neuen Schuldscheindarlehens generiert. Wesentliche Teile wurden zur Finanzierung der Expansion in neue Märkte über Tochtergesellschaften im In- und Ausland verwendet. Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwendet. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Paper, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden. Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm. Dieses wurde 2015 um 100,0 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 500,0 Mio. Euro aufgestockt. Über den Bilanzstichtag wurden Wertpapiere in unterschiedlichen Währungen im Gegenwert von 266,4 Mio. Euro (Vorjahr: 309,2 Mio. Euro) mit einer durchschnittlich gewichteten Restlaufzeit von 33 Tagen emittiert. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag Forderungen zum Nominalwert in Höhe von 121,8 Mio. Euro (Vorjahr: 141,9 Mio. Euro) finanziert. Im Rahmen der Diversifizierung des Finanzportfolios des Unternehmens hat die BayWa AG Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 893,5 Mio. Euro aufgenommen. Im Berichtsjahr wurden sowohl ein bilaterales kurzfristiges Schuldscheindarlehen über 75,0 Mio. Euro, als auch ein langfristiges Schuldscheindarlehen über insgesamt 200,0 Mio. Euro mit Laufzeiten von 5 bis 10 Jahren begeben. Die derzeitige Finanzierungsstruktur bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten, da sowohl im kurz-, als auch im mittel- und langfristigen Bereich substanzielle Finanzierungsoptionen bestehen und günstig genutzt werden können. InvestitionenDie BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2015 rund 69,0 Mio. Euro (Vorjahr: 75,0 Mio. Euro) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen investiert. Davon entfielen im Wesentlichen rund 31,0 Mio. Euro auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sowie ca. 19,4 Mio. Euro auf neu erworbene Grundstücke. Bei den weiteren 18,6 Mio. Euro an Investitionen handelte es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen für die Bausubstanz, bei Anlagen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Investitionssumme liegt nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen sind Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse, daher werden kontinuierlich Investitionen in neue bzw. bestehende Standorte, verteilt über die jeweiligen Sparten, vorgenommen. Wesentliche Investitionen wurden auch im Geschäftsjahr 2015 in zahlreiche Lagerhallen für Baustoffe, Dünger, Pflanzenschutzmittel etc. getätigt. Beispielhaft dafür sind der Neubau des Baustoffkompetenzzentrums in München-Moosfeld (3,3 Mio. Euro), die Erweiterung der Lagerkapazitäten inklusive Trocknungsvorrichtung am Agrarstandort in Großmehring (2,8 Mio. Euro) sowie die Investition in eine neue Hopfenpelletierung am Agrarstandort in Tettnang (0,8 Mio. Euro). Es bleibt weiterhin der strategische Ansatz der BayWa, das Handels- bzw. Servicegeschäft, wo immer möglich, auf eigenem Grund und Boden zu betreiben. Damit bleibt das operative Geschäft unabhängig von starren Mietpreisklauseln, die nicht zwangsläufig die konjunkturelle Entwicklung abbilden und die Flexibilität einschränken können. Ferner gibt das Immobilienvermögen Stabilität für das operative Geschäft. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wurde auch im Geschäftsjahr 2015 vermarktet, wo dies sinnvoll erschien. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln bzw. der Expansionsfinanzierung. Im Geschäftsjahr 2015 konnte aus dem Verkauf von Immobilien ein Gewinn in Höhe von rund 23,0 Mio. Euro erzielt werden. VermögenslageZusammensetzung des Vermögensscroll
Die Vermögensstruktur der BayWa AG hat sich im Berichtsjahr stark zugunsten der langfristigen Vermögenswerte entwickelt. Diese Entwicklung ist nahezu ausschließlich durch die Zuführung von 260 Mio. Euro in die Kapitalrücklage der Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH zur optimierten Unternehmensfinanzierung begründet. Dabei wurden kurzfristige Darlehensforderungen an eine verbundene Unternehmensgruppe in langfristiges Eigenkapital der oben genannten Gesellschaft umgewandelt. Aufgrund anderweitiger neuer Darlehensforderungen gegen Tochtergesellschaften in ähnlicher Höhe bleibt das kurzfristige Vermögen dennoch nahezu unverändert, so dass sich dessen Prozentualer Anteil an der Bilanzsumme auf 50,1 Prozent reduziert. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Berichtsjahr aufgrund des oben beschriebenen kompensatorischen Effekts beim kurzfristigen Vermögen um 8,5 Prozent auf 3.073,4 Mio. Euro (Vorjahr: 2.832,8 Mio. Euro). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des UnternehmensDer Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts der BayWa AG verhalten optimistisch. Im Agrargeschäft zeichnen sich ein gutes Nacherfassungsgeschäft sowie hohe Vermarktungsvolumina ab. Der Landtechnikbereich dürfte sich allerdings aufgrund der sinkenden Investitionsbereitschaft der Landwirte marktgetrieben verhaltener entwickeln. Im Segment Energie registrierte der Handel mit Wärmeenergieträgern vor dem Hintergrund rückläufiger Ölpreise eine Ausweitung des Geschäfts. Zudem konnte sich auch der Schmierstoffbereich vielversprechend weiterentwickeln. Im Baustoffgeschäft könnten sich eine anziehende Baukonjunktur und die fortgesetzte Optimierung des Standortnetzes positiv auswirken. Die BayWa AG hat im Geschäftsjahr 2015 ein gutes Ergebnis erzielt und verfügt über ein ausbalanciertes und zukunftsfähig aufgestelltes Geschäftsportfolio, um auch weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. MitarbeiterDie Zahl der Mitarbeiter bei der BayWa AG ist im Jahr 2015 deutlich zurückgegangen. Zum Jahresende waren 8.042 Mitarbeiter in der BayWa AG beschäftigt (Vorjahr: 8.530). Im Jahresdurchschnitt reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 481 auf 8.236 Beschäftigte (Vorjahr: 8.717). Das entspricht einem Personalrückgang um 5,5 Prozent. Die Veränderung resultiert aus einer Reihe strategischer Maßnahmen. Dabei spielt neben dem Rückzug aus dem Baustoffhandel in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, wodurch sich die Belegschaft im Segment Bau um 212 Mitarbeiter verringerte, die Ausgliederung des deutschen Obstgeschäfts in die BayWa Obst GmbH & Co. KG eine große Rolle. Der zunehmenden Digitalisierung in der Agrarbranche trug die BayWa AG durch den Aufbau des neuen Geschäftsbereichs Digital Farming Rechnung. Insgesamt waren im Segment Agrar 216 Mitarbeiter weniger beschäftigt. Das Segment Energie verzeichnete gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Rückgang um 19 Mitarbeiter. Auch in der Verwaltung der BayWa AG reduzierte sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 34 Personen. Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl in der BayWa AGscroll
Personalentwicklung - mehr als nur WeiterbildungMotivierte sowie qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind Grundlage des Erfolgs der BayWa. Eine strategieorientierte Personalentwicklung und Ausbildung ist daher von entscheidender Bedeutung. Mit entsprechenden Konzepten und Maßnahmen wird den Mitarbeitern der BayWa die Möglichkeit geboten, sich systematisch und individuell weiterzuentwickeln. Dazu gehören neben einem umfangreichen internen Seminarprogramm auch zahlreiche Entwicklungsprogramme für die unterschiedlichen Zielgruppen im Unternehmen. Über 7.900 Mitarbeiter haben im Jahr 2015 Trainings und Seminare oder spartenübergreifende Schulungen mit mehr als 19.000 Schulungstagen besucht. 2015 lag der Fokus in der Personalentwicklung auf dem weiteren Ausbau eines gemeinsamen Führungsverständnisses, um dieses nachhaltig im Unternehmen zu implementieren. Hier wurde in neuen, modernen Trainingsformaten und im Rahmen von Projekten gearbeitet. Die Weiterentwicklung bestehender Personalentwicklungsprogramme mit dem Ziel diese an interne und externe Anforderungen anzugleichen, war ein weiterer wichtiger Schwerpunkt, um mit einer gezielten Personalentwicklung die Mitarbeiter der BayWa zu qualifizieren. Zunehmende Internationalisierung im PersonalbereichIm Juni 2015 wurde zum ersten Mal ein internationales Treffen mit den Personalverantwortlichen von mehreren internationalen Tochtergesellschaften durchgeführt. Damit wurde der Grundstein für eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit gelegt. Neben der international übergreifenden Personalarbeit, die bereits in einigen Bereichen stattfindet, sind auch im Talent-Management internationale Projekte geplant. Hohe Ausbildungsqualität für eine erfolgreiche ZukunftMit einer hochwertigen Ausbildung werden die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft geschaffen - für die Auszubildenden und für die BayWa AG. Die BayWa AG gehört mit mehr als 950 Auszubildenden zu den bedeutendsten Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Die Ausbildungsquote liegt mit 9,4 Prozent weit über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Ausbildungsqualität in den 13 Ausbildungsberufen ist konstant hoch: Über 90 Prozent der Auszubildenden würden laut einer internen Befragung ihren Freunden empfehlen, bei der BayWa eine Ausbildung zu beginnen. Auf die 480 ausgeschriebenen Ausbildungsplätze im Ausbildungsjahr 2015 hat die BayWa AG über 5.200 Bewerbungen - oder rund 11 Bewerbungen pro Stelle - erhalten. Dies bestätigt die Attraktivität der BayWa als Arbeitgeber. BayWa Stiftung fördert Wissen über ausgewogene Ernährung bei KindernWer das Wohlergehen künftiger Generationen sichern will, muss heute ansetzen. Dazu gehört praktisches Wissen über gesunde Ernährung bereits im Grundschulalter. "Gemüse pflanzen. Gesundheit ernten." heißt das Projekt der BayWa Stiftung, das für weniger Fast Food und für mehr frisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Schulgarten steht. Viele Kinder wissen nicht, wo Nahrungsmittel herkommen, wie sie entstehen und warum gesunde Ernährung lebenswichtig ist. Die Folge: Fehl- und Mangelernährung nehmen zu und sind mögliche Ursachen für Müdigkeit, Konzentrations- und Leistungsschwäche in der Schule. Langfristige Gesundheitsschäden und soziale Probleme lassen sich auch auf falsche Ernährung zurückführen. So hat sich die Zahl der übergewichtigen Kinder laut der im Jahr 2013 veröffentlichten KiGGS-Studie des Robert Koch-Instituts in den letzten 30 Jahren um 50 Prozent erhöht, die Zahl der Kinder mit Adipositas sogar verdoppelt. Mit nachhaltigen Bildungsprojekten fördert die BayWa Stiftung die Verbesserung der Ernährungssituation der Kinder und macht sie fit für die Zukunft. Weitere Informationen über die Projekte der BayWa Stiftung gibt es unter www.baywastiftung.de. Gesunde Mitarbeiter an sicheren ArbeitsplätzenDie Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiter sowie der Umweltschutz sind in der BayWa von großer Bedeutung. Deshalb werden Maßnahmen wie beispielsweise bedarfsgerechte Schulungen und Ausstattung mit geeigneten Schutzausrüstungen ergriffen, um präventiv Unfällen und gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter durch das Angebot von Rückenschulen, Fitnesskursen, Betriebssport, Tipps zur Ernährung, Ergonomie-Beratungen und Seminaren für die Stressprävention dabei unterstützt, ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit über das gesamte Erwerbsleben hinweg aufrechtzuerhalten. Nachhaltigkeit bei der BayWaAls globales Handels- und Dienstleistungsunternehmen stellt sich die BayWa ihrer ökologischen und gesellschaftlichen Verantwortung. Mit ihren Produkten und Dienstleistungen deckt sie menschliche Grundbedürfnisse nach Nahrung, Energie und Wohnen ab. Ihr geschäftliches Handeln richtet sie an den Bedürfnissen zukünftiger Generationen aus und verfolgt dabei strategische Nachhaltigkeitsziele. Das Nachhaltigkeitsverständnis der BayWa erwächst aus ihrer genossenschaftlichen Tradition und basiert auf verbindlichen Werten. Der 2015 vom Vorstand verabschiedete Verhaltenskodex (Code of Conduct) gilt für alle Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstände der BayWa AG. Er definiert Standards zum allgemeinen geschäftlichen Verhalten wie auch zu speziellen Themen wie Rechtskonformität oder Vermeidung von Interessenkonflikten. Weitere verbindliche Leitlinien für ein faires und integres Verhalten sind die Satzung und die Unternehmensleitlinien der BayWa, das Führungsleitbild sowie Corporate-Governance-Regeln. Als integriertes Mitglied von Wirtschaft und Gesellschaft pflegt die BayWa einen kontinuierlichen Dialog mit ihren Interessengruppen. Das tut sie über eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations- und Pressearbeit, den persönlichen Austausch mit Kunden und Mitarbeitern, Präsenz auf Veranstaltungen sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement. Ökologische Verantwortung beweist die BayWa im Kerngeschäft wie auch im betrieblichen Handeln. In ihr Produkt- und Dienstleistungsspektrum bezieht sie Anforderungen ein, die der Klimawandel mit sich bringt. In den betrieblichen Prozessen setzt die BayWa auf erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe, umweltfreundliche Produkte sowie eine effiziente Nutzung von Ressourcen und Verkehrslogistik. Ihre Kunden und Lieferanten unterstützt sie mit Beratung und Dienstleistungen beim Erreichen ihrer eigenen ökologischen Ziele. Im Zuge ihrer sozialen Verantwortung verfolgt die BayWa ein nachhaltiges Personalmanagement. Sichere Arbeitsplätze und ein betriebliches Gesundheitsmanagement zählen ebenso dazu wie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. In der Ausbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen in Deutschland. Das gesellschaftliche Engagement der BayWa spiegelt sich unter anderem in der Arbeit der BayWa Stiftung (www.baywastiftung.de) wider. Diese fördert langfristige Bildungsprojekte zu gesunder Ernährung und erneuerbarer Energie. Die BayWa trägt die Verwaltungskosten der Stiftung und verdoppelt die eingegangenen Spenden. Den Regionen, in denen die BayWa tätig ist, ist sie traditionell verbunden. Auch hier bringt sie sich für die Gesellschaft ein. Im Berichtsjahr förderte die BayWa beispielsweise die Nachwuchsarbeit des Bayerischen Fußball-Verbands und unterstützte als Hauptsponsor die Basketballer des FC Bayern. Ausführliche Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie und den Aktivitäten in den Handlungsfeldern Markt, Umwelt und Klima, Mitarbeiter und Lebensqualität veröffentlicht die BayWa seit 2014 in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.baywa.com/nachhaltigkeit/ zu finden. Berichterstattung nach § 289 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 89.046.988,80 Euro und ist eingeteilt in 34.783.980 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.419.593 vinkulierte und 121.136 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2016 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht. Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von AktienDer Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht. 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende BeteiligungenFolgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen: Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungErgänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands. Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDer Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.689.891,84 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht. NachtragsberichtAm 26. Januar 2016 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik beteiligt gewesen sein sollen. Aus dem Untersuchungsbeschluss geht hervor, dass mehrere Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Einzelheiten zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Jahresabschlusses nicht vor. Die BayWa AG wird mit dem Bundeskartellamt in allen Punkten kooperieren, um eine Klärung des Sachverhalts herbeizuführen. Die BayWa AG, München, wird die Mehrheit an dem niederländischen Anbieter für exotisches Obst und Gemüse, TFC Holland B.V. (TFC) mit Sitz in De Lier, Niederlande, vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden übernehmen. Das Münchner Handels- und Dienstleistungsunternehmen erhält 68,4 Prozent der Geschäftsanteile für einen Kaufpreis von 28,7 Mio. Euro. Die Übernahme ist für die BayWa ein wesentlicher Schritt innerhalb der internationalen Wachstumsstrategie im Segment Agrar. TFC verfügt über langjährige internationale Handelsbeziehungen in sämtliche Beschaffungsmärkte für exotische Früchte - hauptsächlich für Avocado, Mango, Ingwer und Zitrusfrüchte - sowie zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Erweiterung ihres Portfolios im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten insbesondere im Bereich "ready-to-eat" baut die BayWa AG ihre Position als führender internationaler Obst- und Kernobstanbieter deutlich aus. Die BayWa AG, München, hat am 29. Januar 2016 100 Prozent der Anteile an der Evergrain Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg erworben. Evergrain ist auf den internationalen Handel mit Braugetreide spezialisiert. Mit der Übernahme baut die BayWa ihr Spezialitätengeschäft international weiter aus und will zukünftig eine führende Rolle im Braugetreidegeschäft einnehmen. Größtes Absatzpotenzial für Braugetreide liegt innerhalb der Europäischen Union und zunehmend in den Wachstumsmärkten Südamerikas und Asiens. Corporate-Governance-BerichtErklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGBVorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289a HGB und Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Unternehmensführung. Die Erklärung ist auf der Internetseite des Unternehmens im Bereich Investor Relations dauerhaft zugänglich. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG sind einer guten Corporate Governance verpflichtet. Eine verantwortungsbewusste und langfristig ausgerichtete Unternehmensführung im Einklang mit guter und transparenter Corporate Governance trägt nach der Überzeugung von Vorstand und Aufsichtsrat dazu bei, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und das Vertrauen der Anleger, Finanzmärkte, Geschäftspartner, Mitarbeiter und der Öffentlichkeit zu fördern. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 5. November 2014, aktualisiert am 8. April 2015, abgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 (bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015; nachfolgend "DCGK") mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird: 1 Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden. 2 Festlegung des angestrebten Versorgungsniveaus unter Berücksichtigung der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGKDer Aufsichtsrat der BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. April 2015 Herrn Matthias Taft zum Mitglied des Vorstands bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben das angestrebte Versorgungsniveau von Herrn Taft erörtert und festgelegt. Herr Taft erhält eine feste Altersversorgung von der BayWa AG, die nicht in Abhängigkeit von der Dauer seiner Vorstandszugehörigkeit steht. Der Aufsichtsrat hält diese Regelung im Hinblick auf die langjährige Zugehörigkeit von Herrn Taft zur BayWa für sachgerecht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die bisher zugunsten von Herrn Taft abgeschlossenen arbeitgeberfinanzierten Versicherungen und Pensionszusagen der Tochtergesellschaften von der BayWa AG nicht weiter fortgeführt werden. 3 Abfindungs-Cap - Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung, denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines gegebenenfalls bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen, und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird. 4 Individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung - Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGKNach Ziffer 4.2.5. Abs. 3 des Kodex wird empfohlen, für Geschäftsjahre, die ab dem 31. Dezember 2013 beginnen, die Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht tabellarisch und individualisiert auszuweisen. Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der BayWa AG unter Berücksichtigung der diesbezüglich gesetzlichen Vorschriften. Die ordentliche Hauptversammlung 2015 hat einen erneuten Beschluss gem. §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 alte Fassung HGB gefasst, wonach die Vorstandsvergütung nicht individualisiert ausgewiesen wird. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK. 5 Keine feste Altersgrenze für den Vorstand - Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGKIn der aktuellen Fassung der Geschäftsordnung für den Vorstand gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGK keine feste Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Vorstand. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll. 6 Aufgaben des Prüfungsausschusses - Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGKDer Prüfungsausschuss soll nach Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK unter anderem mit der Compliance befasst sein, falls kein anderer Ausschuss damit betraut ist. Derzeit sind Compliance-Angelegenheiten in Abweichung zu Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK keinem bestimmten Ausschuss zugewiesen, vielmehr befasst sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit diesem Thema. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Compliance-Angelegenheiten ist die BayWa AG der Ansicht, dass sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats in die Behandlung entsprechender Fragen einbezogen werden sollten. Um somit eine umfassende und verantwortliche Aufgabenwahrnehmung in diesem Bereich zu gewährleisten, ist dieser Bereich weiterhin dem Aufsichtsrat als Gesamtgremium zugewiesen. 7 Keine feste Altersgrenze oder Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für den Aufsichtsrat - Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGKAuch in der aktuellen Fassung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 S. 1 DCGK keine feste Altersgrenze für die Mitgliedschaft im bzw. Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Weiter soll der BayWa AG auch die Expertise von erfahrenen und bewährten Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen. Daher hält die BayWa AG eine starre Altersgrenze und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll. 8 Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats - Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGKDer Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei der Benennung der konkreten Ziele soll unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation unter anderem die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2. DCGK sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen. Die BayWa AG sieht von einer konkreten Zielsetzung und Quoten im vorgenannten Sinn ab. Aus Sicht der BayWa AG ist die Qualifikation der Aufsichtsratskandidaten maßgebliches Kriterium für die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats und damit für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei den Vorschlägen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unterstützt und berücksichtigt die BayWa AG die in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK genannten Kriterien, sieht aber konkrete Zielvorgaben oder Quoten nicht als sinnvoll an. 9 Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Aufsichtsratskandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär - Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis Abs. 7 DCGKZiffer 5.4.1 Abs. 5 bis Abs. 7 DCGK enthält die Empfehlung, die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten für die Wahl des Aufsichtsrats zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenzulegen. Dieser Empfehlung folgt die BayWa AG nicht. Hinsichtlich der Bestimmung von Art und Umfang der bei Wahlvorschlägen offenzulegenden Umstände besteht in der Praxis derzeit noch Rechtsunsicherheit. Es ist daher zu befürchten, dass die mangelnde Bestimmtheit dieser Kodexregelung im Rahmen von Beschlussmängelklagen genutzt wird. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung hierzu beobachten und eine Anwendung dieser Kodexregelung bei künftigen Aufsichtsratswahlen erneut prüfen. 10 Angaben zur Ausgestaltung der erfolgsorientierten Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern - Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGKNach Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK soll eine den Aufsichtsratsmitgliedern gewährte erfolgsorientierte Vergütung auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet sein, mithin eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Neben einer jährlichen Fixvergütung kann den Mitgliedern des Aufsichtsrats der BayWa AG eine erfolgsorientierte variable Vergütung gezahlt werden. Da sich diese anhand der von der Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr beschlossenen Bardividende bestimmt, liegt eine Abweichung vom Erfordernis der Ausrichtung am nachhaltigen Unternehmenserfolg vor. Die BayWa AG hält eine Ausrichtung an der Bardividende des jeweiligen Geschäftsjahrs nach wie vor für sinnvoll. Durch diese Ausrichtung wird nach Ansicht der BayWa AG ein Gleichklang zwischen den Interessen des Aufsichtsrats und den Aktionären gewährleistet. 11 Angaben zur Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGKEntgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang oder im Lagebericht ausgewiesen. Aus den im Anhang oder im Lagebericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen. 12 Angaben zur Teilnahme des Aufsichtsrats an Ausschusssitzungen - Ziffer 5.4.7 Satz 1 DCGKZiffer 5.4.7 Satz 1 DCGK sieht unter anderem vor, im Bericht des Aufsichtsrats zu vermerken, falls ein Mitglied des Aufsichtsrats nur an der Hälfte oder weniger als der Hälfte von Sitzungen der Ausschüsse, denen er angehört, teilgenommen hat. Der BayWa AG ist es wichtig, dass sich ein Mitglied des Aufsichtsrats auch in den Ausschüssen in den Entscheidungsfindungsprozess einbringt. In der Regel finden Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrats der BayWa AG zweimal im Jahr statt. Bereits ein einmaliges Fehlen würde bei Umsetzung von Ziffer 5.4.7 Satz 1 DGCK zu einem Vermerk im Bericht des Aufsichtsrats führen. Aufgrund der Anzahl der Ausschusssitzungen würde durch einen solchen Vermerk ein falsches Bild von der Sitzungsdisziplin des Mitglieds des Aufsichtsrats entstehen.
München, 4. November 2015 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat Führungs- und Kontrollstruktur des UnternehmensVorstand und AufsichtsratAls Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen. Aufgaben und Arbeitsweise des VorstandsDer Vorstand besteht derzeit aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte und Jahresabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Tochtergesellschaften hin. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation. Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem in Angelegenheiten herbeizuführen, die dem Vorstand durch den Vorstandsvorsitzenden oder ein Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt werden. Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende, an der Beschlussfassung teilnimmt. Die Beschlüsse des Vorstands sind mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gültig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. Auf Anordnung des Vorstandsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch Stimmabgabe in Textform oder telefonisch gefasst werden. Aufgaben und Arbeitsweise des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Im letzten Jahr gab es folgende personelle Veränderungen im Aufsichtsrat: Albrecht Merz hat mit Wirkung ab Beendigung der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 sein Amt niedergelegt. Von der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 wurde auf der Anteilseignerseite des Aufsichtsrats Monique Surges für eine Amtsperiode von vier Jahren neu gewählt. Prof. Stephan Götzl hat mit Wirkung zum 22. Juni 2015 sein Amt niedergelegt. Vom Amtsgericht München wurde Wilhelm Oberhofer mit Schreiben vom 6. August 2015 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats auf der Anteilseignerseite bis zur nächsten Hauptversammlung im Juni 2016 bestellt. Weitere Informationen zu den personellen Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum enthält der Bericht des Aufsichtsrats. Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus, so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. Der Aufsichtsrat ist nur beschlussfähig, wenn acht Mitglieder - unter ihnen der Vorsitzende - oder zwölf Mitglieder an der Sitzung und an der Beschlussfassung teilnehmen. Schriftliche, telegrafische, fernmündliche, elektronische oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses sind zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Verhinderungsfall ein Stellvertreter dies anordnet. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht. Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. zur Begründung die zuvor wiedergegebene Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor. Ausschüsse des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist auch dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen. Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahresabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 hat die Hauptversammlung am 19. Mai 2015 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, zwei Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Strategie Ausschuss widmet sich hauptsächlich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an. Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner. Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer. Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch ein Mitglied oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 2015 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt. Aktionäre und HauptversammlungDie Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip "one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt. Wertpapiergeschäfte von Vorstand und AufsichtsratNach § 15a WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahrs getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (z. B. Generalbevollmächtigte). Die im Geschäftsjahr 2015 mitgeteilten Geschäfte sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.baywa.com veröffentlicht. Aktienbesitz von Vorstand und AufsichtsratDer Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2015 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.2 des "Deutschen Corporate Governance Kodex" lag daher zum 31. Dezember 2015 nicht vor. Vermeidung von InteressenkonfliktenDie Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten. Vergütung des Vorstands und des AufsichtsratsIm Hinblick auf die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 wird auf den Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des Lageberichts ist. Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an FührungspositionenDie BayWa AG ist, wie etwa hundert weitere Unternehmen in Deutschland, eine börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Aktiengesellschaft. Für diese Gesellschaften sieht das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" eine fixe Geschlechterquote von 30 Prozent im Aufsichtsrat vor, die die BayWa AG erfüllen wird. Der weiteren gesetzlichen Forderung, eine Zielgröße für eine Geschlechterquote für den Vorstand festzulegen und dieses Ziel bis spätestens 30. Juni 2017 zu erreichen, ist der Aufsichtsrat am 5. August 2015 nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat hierbei als Zielgröße für Frauen im Vorstand 0 Prozent bis 30. Juni 2017 festgelegt. Der Vorstand der BayWa AG hat sich weiter am 23. September 2015 als Zielgröße für Frauen in der Führungsebene 1 eine Quote von 18 Prozent und für Frauen in der Führungsebene 2 eine Quote von 12 Prozent gegeben, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll. Weitere Angaben zu UnternehmensführungspraktikenDer Code of Conduct der BayWa AG bildet das Wertesystem der BayWa AG und hat als verbindlicher Kodex unternehmensweit Gültigkeit für alle Mitarbeiter. Der Code of Conduct ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.com öffentlich zugänglich. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartner/Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG oder ein anonymes Hinweisgebersystem zu wenden. Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach § 14 WpHG zu vermeiden, wird im Unternehmen von allen nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehenden Personen schriftlich bestätigt, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. Im unternehmensweiten Insiderverzeichnis werden alle Personen aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse Zugang zu möglichen Insiderinformationen haben können. Der Leiter der Rechtsabteilung überwacht die ordnungsgemäße Führung des Insiderverzeichnisses. Sonstige Aspekte guter Corporate GovernanceKommunikation und TransparenzDie BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen abgehalten bzw. Presseinformationen herausgegeben sowie Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden. Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u. a. Finanzbericht) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und - soweit erforderlich - durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.com bereitgestellt. Verantwortungsvolles Handeln und RisikomanagementZiel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und zu den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Lagebericht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Vergütung des VorstandsDas Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst. Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2015 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausgezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Die Auszahlung erfolgt linear, das heißt, der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart. Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird mit dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten. Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Unternehmen für das Geschäftsjahr 2015 betragen 5,525 Mio. Euro (Vorjahr: 5,449 Mio. Euro). Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen, jährlich im Anhang des Jahresabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 19. Mai 2015 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4 Satz 3). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss. Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens. Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung. Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem werden die Aufsichtsratsmitglieder in eine im Interesse der Gesellschaft von dieser in angemessener Höhe unterhaltenen Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung einbezogen, soweit eine solche besteht. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,654 Mio. Euro (Vorjahr: 0,638 Mio. Euro). Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Jahresabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung). Chancen- und RisikoberichtChancen- und RisikomanagementDie Unternehmenspolitik der BayWa AG ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Damit schafft die BayWa AG Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung der BayWa AG ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann das Unternehmen frühzeitig Trends, Anforderungen sowie die Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich zusätzliche Chancen und auch Synergiepotenziale nutzen. Grundsätze des Chancen- und RisikomanagementsDie BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen. Sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem. Die Grundsätze des in der BayWa AG bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Unternehmens. Darüber hinaus hat die BayWa AG in ihren Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen sowie dem Code of Conduct verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und unternehmensweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen. Chancen- und Risikomanagement in der BayWa AGIn der BayWa AG ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Unternehmensentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Unternehmensleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich der BayWa AG sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen. Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen, das Geschäft beeinflussenden Entwicklungen lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden. Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der unternehmensweiten Chancen- und Risikokultur bei. Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen. Das im Jahr 2014 implementierte Risikomanagementsystem umfasst alle Geschäftstätigkeiten im Agrarhandel der BayWa AG. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Die MaRisk beinhalten Regelungen zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller wesentlichen Risikoarten einschließlich dem Kontrahentenrisiko sowie operativen Risiken, wie beispielsweise Qualitäts- und Logistikrisiken. Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk beinhaltet unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontrollverfahren. Das Interne Kontrollsystem umfasst insbesondere:
Zur handelstäglichen Marktrisikosteuerung werden die Positionen inklusive der Spreads (Basisrisiken) ermittelt und überwacht. Neben den Volumenlimiten dienen wertorientierte Verfahren einer risikoadäquaten Steuerung der Positionen. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkungen außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen sowie deren Risikogehalt werden täglich den operativen Einheiten und lokalen Risikoverantwortlichen sowie in einem wöchentlichen Risk Report an den Vorstand berichtet. Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testing durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft. Das Agrar-Risiko-Committee ist Teil der Risk Governance und dient als diesbezüglich höchstes Entscheidungsgremium. Dieses besteht unter anderem aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen. Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde in allen operativen Agrarhandelseinheiten ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelseinheiten bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen. Das zur Verbesserung der kommerziellen Koordination der Agrarhandelsaktivitäten im Vorjahr zudem eingerichtete Agrar Coordination Center (ACC) wurde im Berichtsjahr weiterentwickelt und in die neu geschaffene Organisationseinheit Economics and Public Affairs Department (EPAD) integriert. Neben weltweiter Marktbeobachtung zeichnet EPAD verantwortlich für die Erstellung von Marktanalysen für sämtliche Agraraktivitäten der BayWa AG. Zur Koordination des Handelsmanagements wurde das Global Book System (GBS) geschaffen, das übergreifend für die nationalen und internationalen Bereiche die Handels- und Risikopositionen der einzelnen Produktlinien im Handel mit Getreide, Ölsaaten und Co-Produkte aufeinander abstimmt und optimiert. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenAllgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten der BayWa aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder zum Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, hervorgerufen beispielsweise durch den globalen Rohstoffpreisverfall, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen. Branchen- und unternehmensspezifische Chancen und RisikenWechselnde politische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern, sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Qualität, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen und nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Darüber hinaus begegnet die BayWa Qualitätsrisiken durch Stichprobenentnahmen und Kontrollen. Risiken durch Qualitätsverschlechterungen von gehaltenen Beständen werden durch professionelle Standards in der Lagerhaltung verringert. Logistikrisiken, die sich aus witterungs- oder streikbedingt mangelnder Verfügbarkeit von Transportkapazitäten ergeben, werden durch Früherkennungssysteme rechtzeitig erkannt und gesteuert. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz hochwertiger Landtechnik. Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert und durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solar und Biomasse - das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, welches durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen. Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie für den sozialen Wohnungsbau zu nennen. Gleichzeitig bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Chancen und Risiken aus FinanzinstrumentenNeben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt die BayWa AG zur Absicherung ihres Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie - in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben. Preischancen und -risikenInsbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln und Mineralöl. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralölbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten oder Düngemitteln aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Fremdwährungschancen und -risikenDie Geschäftstätigkeit der BayWa findet zum größten Teil innerhalb des Euroraums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert. Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig. Aktienkurschancen und -risikenDas Anlageportfolio der BayWa AG umfasst in geringem Umfang direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht. Zinschancen und -risikenZinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen der BayWa AG, insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, welches nicht durch einen Natural Hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Zinscaps und Zinsswaps. Rechtliche und regulatorische Chancen und RisikenDie BayWa AG ist Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt ist oder in Zukunft beteiligt sein könnte. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in Deutschland, unter anderem auch bei der BayWa, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln. Hinsichtlich des Ausgangs dieses Verfahrens liegen der BayWa zum Bilanzstichtag keine näheren Erkenntnisse vor. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozess- und Verfahrensrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten. Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Unternehmensentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen. Kredit- und KontrahentenrisikenIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt der BayWa AG eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Bei sog. Anbauverträgen entsteht dem Unternehmen ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsbereiche umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert. Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass die BayWa AG ihren finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im Unternehmen durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt die BayWa AG hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur der BayWa AG stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend im Unternehmen abbilden können. Rating der BayWa AGDie BayWa AG genießt in Bankenkreisen eine gute Bonität. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2015 konnte die BayWa AG zum wiederholten Mal die Kreditlinien erhöhen und ein Schuldscheindarlehen emittieren. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa bewusst auf die Verwendung externer Ratings. Personalchancen und -risikenDie BayWa AG konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigt das Unternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an das Unternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima. Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 950 Auszubildenden im Jahr 2015 zählt die BayWa AG zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter der BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg. Informationstechnologische Chancen und RisikenDie Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit der BayWa AG. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko. Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz der BayWa AG auf dem neuesten Stand gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH, gebündelt und bedienen die BayWa AG mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, ein tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die UnternehmensleitungDie Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken der BayWa AG begrenzt und überschaubar. Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren geopolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat die BayWa AG entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessWesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Die BayWa AG verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst. Der Unternehmensabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das Corporate Accounting fungiert als direkter Ansprechpartner für das Reporting und die Erstellung des Einzelabschlusses nach HGB. Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine - wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert - vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Ferner wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen eingerichtet. Des Weiteren werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft. Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, monatlich ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit gegeben, kurzfristig zu reagieren. Das Corporate Accounting überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Einzelabschluss betreffende Prozesse. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult. Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten. Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fort- und Weiterbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung, Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung der lokalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahresabschlüssen gewährleistet. PrognoseberichtAusblick für das Segment AgrarErwartete Markt- und BranchenentwicklungDie Agrarbranche bleibt ein Wachstumsmarkt. Die langfristigen Triebkräfte des Nachfragewachstums sind vor allem die stetig steigende Weltbevölkerung, deren Bedarf an Nahrungsmitteln kontinuierlich zunimmt. Hinzu kommt die mit steigenden Einkommen einhergehende Änderung der Verbrauchsgewohnheiten zugunsten tierischer Produkte. Gleichzeitig ist aufgrund der rückläufigen Anbaufläche pro Kopf eine fortlaufende Erhöhung der Flächenerträge notwendig, die nur durch weitere Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft erzielt werden kann. Der Technisierungsgrad in der Agrarerzeugung wird daher weiter zunehmen und die sich dynamisch ausbreitende Digitalisierung der Landwirtschaft wird dabei einen wesentlichen Einfluss auf die Optimierung von Ablaufprozessen und die Steigerung der Erträge haben. Parallel dazu wächst auch der Bedarf an Betriebsmitteln, um die Flächenerträge zu optimieren. Die globale Vernetzung der Märkte für Agrarerzeugnisse verbreitert für international agierende Unternehmen die Beschaffungs- und Absatzbasis und erlaubt entsprechend eine kontinuierliche Versorgung der Märkte. Allerdings können außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten bei einzelnen Agrarprodukten und in einzelnen Regionen kurzfristig zu starken Schwankungen der weltweiten Marktpreise führen. Mittel- bis langfristig ist allerdings von einem stabilen bis positiven Preistrend für landwirtschaftliche Erzeugnisse auszugehen. Die aktuellen Prognosen für die Erntesaison 2015/16 gehen bei Getreide und Ölsaaten erneut von einer sehr guten Ernte aus; die Erntemenge von Getreide - ohne Reis - soll weltweit mit 2.000 Mio. Tonnen lediglich geringfügig unter dem Rekordniveau des Vorjahres von 2.023 Mio. Tonnen liegen. Für den weltweiten Verbrauch wird eine Zunahme um knapp 1 Prozent auf 1.983 Mio. Tonnen erwartet, so dass sich die Lagerbestände voraussichtlich um rund 20 Mio. Tonnen auf 475 Mio. Tonnen erhöhen werden. Dadurch nimmt die Reichweite der Endbestände von 84 Tagen im Getreidejahr 2014/15 auf 87 Tage im Getreidejahr 2015/16 zu. Auch für die EU wird eine insgesamt gute Versorgungslage erwartet. Zwar wird im Getreidejahr 2015/16 mit einem um rund 8 Prozent geringeren Erntevolumen gerechnet, dieses wird jedoch durch geringere Exporte von Weizen und höhere Importe von Mais weitgehend ausgeglichen. Für das Getreidejahr 2016/17 gehen die Experten vom International Grains Council (IGC) in ihrer jüngsten Prognose von einer weltweit leicht rückläufigen Erntemenge bei Weizen und Mais aus. Im Mehrjahresvergleich liegen die Preise für Getreide derzeit deutlich unter den Höchstständen der Jahre 2011 und 2012. Aufgrund der weltweit guten Angebotslage werden kurzfristig tendenziell weiter sinkende Getreidepreise erwartet. Zu einer nachhaltigen Erholung der Preise dürfte es erst kommen, wenn sich die Ernteaussichten 2016/17 verschlechtern sollten. Eine Abschwächung des Wechselkurses von Euro zu US-Dollar könnte zu niedrigeren Exporten von amerikanischem Getreide führen und Exporte aus dem Euroraum begünstigen. Bei Futtergetreide geht das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) für das Getreidejahr 2015/16 von einem geringfügigen Bestandsaufbau aus, da der erwartete Verbrauch mit 1.266 Mio. Tonnen knapp unter der Erzeugungsmenge von 1.270 Mio. Tonnen liegt. Nach der leicht rückläufigen Preisentwicklung im Jahr 2015 wird für das Jahr 2016 mit keinem größeren Preisrückgang für Grund- und Mischfutter gerechnet. Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wird für Saatgut auch im Jahr 2016 eine erhöhte Nachfrage erwartet, da die EU-Umweltauflagen ("Greening") seit dem 1. Januar 2015 verpflichtend zu erfüllen sind. Demgemäß müssen landwirtschaftliche Betriebe grundsätzlich zunächst 5 Prozent ihrer Ackerflächen als ökologische Vorrangflächen bereitstellen. Im vergangenen Jahr hatten viele Landwirte diese Flächen brach liegen lassen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist allerdings die landwirtschaftliche Nutzung weiterhin zulässig. Dazu gehört beispielsweise der Anbau von Eiweißpflanzen, die den Stickstoff im Boden binden, oder der Anbau von Zwischenfrüchten. Dadurch dürfte vor allem der Bedarf an Saatgut für Leguminosen und andere Zwischenfrüchte steigen. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird sich 2016 unter der Annahme einer weitgehend gleichbleibenden Anbaustruktur und eines normalen Witterungsverlaufs voraussichtlich über dem Niveau des Vorjahres bewegen. Insbesondere die Nachfrage nach Fungiziden dürfte sich nach dem deutlichen Rückgang aufgrund der Trockenheit im Vorjahr wieder erhöhen. Insgesamt sind für das Jahr 2016 tendenziell stabile Preise zu erwarten. Bei Düngemitteln wird unter der Annahme eines normalen Witterungsverlaufs im Jahr 2016 insgesamt ein steigender Absatz erwartet, da die Düngergabe im Jahr 2015 durch die Trockenheit eingeschränkt worden war. Der vergleichsweise milde Winter 2015/16 erlaubte zwar einen frühen Beginn der Düngemaßnahmen, dennoch hielten sich bislang Händler und Landwirte mit Vorkäufen - insbesondere bei Stickstoffdüngern - zurück. Durch die im Herbst 2016 in Kraft tretende neue Düngeverordnung könnte die Nachfrage sinken: Die Verordnung begrenzt den mengenmäßigen Einsatz von stickstoff- oder phosphathaltigen Düngemitteln und verlängert die Sperrfrist für die Ausbringung von bislang drei auf vier Monate. Nachdem die Düngemittelpreise im Jahr 2015 um etwa 3 Prozent zugelegt hatten, ist bis Sommer 2016 tendenziell von einer Seitwärtsbewegung der Preise auszugehen. In der zweiten Jahreshälfte könnten sich die gesunkenen Energiepreise auf die Preise von Düngemitteln dämpfend auswirken. Wie in den Vorjahren ist zu erwarten, dass sich die Preise je nach Sorte uneinheitlich entwickeln werden. Bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind die Erlöse im Jahr 2015 deutlich gesunken. Dadurch hat sich das Stimmungsbarometer der Landwirtschaft im Jahresverlauf 2015 spürbar eingetrübt und auch die Einschätzung der zukünftigen Lage bleibt verhalten. Die Bereitschaft der Landwirte, im ersten Halbjahr 2016 Investitionen zu tätigen, liegt mit 28 Prozent deutlich unter dem Vorjahreswert von 34 Prozent. Auch das geplante Investitionsvolumen fällt mit 3,3 Mrd. Euro, nach 4,7 Mrd. Euro im Vorjahr, erheblich niedriger aus. Dabei gehen die Investitionen in allen Bereichen zurück, vom Bau von Wirtschaftsgebäuden über Hof- und Stalltechnik sowie Maschinen und Anlagen bis hin zur Außenwirtschaft. Lediglich im Bereich der elektronischen Ausrüstungen liegt das Investitionsvolumen auf dem -allerdings niedrigen - Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund geht der Branchenverband VDMA Landtechnik für das gesamte Jahr 2016 von einem Rückgang der Investitionen in Deutschland um etwa 5 Prozent auf 7,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,4 Mrd. Euro) aus. Mittel- und langfristig wird die Landtechnikbranche jedoch von dem weiter steigenden Technologieeinsatz zur Intensivierung der Agrarproduktion und Steigerung der Effizienz profitieren. Die zunehmende Digitalisierung in den Bereichen Smart Farming, Precision Farming und Farm Management eröffnet weitere Geschäftspotenziale. Erwarteter GeschäftsverlaufMit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde die Geschäftstätigkeit des Segments Agrar neu strukturiert: Die Aktivitäten der Sparte Agrarhandel wurden in die neuen Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten. BAST umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten der BayWa für Getreide, Ölsaaten und Co-Produkte. Im neuen Geschäftsfeld BAV wurden das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Die Geschäftsfelder Technik und Digital Farming bleiben unverändert bestehen. Das Handelsvolumen der BayWa AG mit Agrarerzeugnissen - insbesondere Getreide und Ölsaaten sowie Futtermittel - dürfte im Jahr 2016 leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen. Diese Erwartung basiert auf dem guten Nacherfassungsgeschäft, höheren Lagerbeständen bei Getreide und der hohen prognostizierten Erntemenge für das Getreidejahr 2015/16. Im Betriebsmittelgeschäft wird das Absatzvolumen des Geschäftsfelds BAV im Jahr 2016 vor allem durch eine bessere Marktdurchdringung in den bestehenden Vertriebsregionen steigen. Für Saatgut wird aufgrund von Greening eine leichte Zunahme der Absatzmengen erwartet. Bei Pflanzenschutzmitteln ist, nach dem trockenheitsbedingt schwachen Geschäft im Jahr 2015, von einer Normalisierung der Nachfrage auszugehen. Auch im Düngemittelgeschäft dürfte ein normaler Witterungsverlauf im Jahr 2016 zu einem steigenden Absatz führen. Im Futtermittelvertrieb wird sich die Neuausrichtung des Geschäfts mit neuen Eigenmarken positiv auf den Absatz auswirken. Auch in Zukunft wird die BayWa sich bietende Chancen für Akquisitionen und Wachstum nutzen. Die Verbesserung des Leistungsangebots, die Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz durch die kontinuierliche strategische Standort- und Vertriebsoptimierung bilden die Eckpfeiler für die Weiterentwicklung. Insgesamt dürfte der Umsatz der Geschäftsfelder BAST und BAV leicht über dem Umsatz der Sparte Agrarhandel im Jahr 2015 liegen. Für das operative Ergebnis wird mit einer moderaten Verbesserung gerechnet. Im Technikgeschäft ist der Auftragsbestand infolge der geringeren Investitionsbereitschaft der Landwirte spürbar gesunken. Daher ist im Handel mit Neumaschinen im Jahr 2016 mit einem deutlichen Absatzrückgang zu rechnen. In der Hof- und Stalltechnik dürfte das Geschäftsvolumen ebenfalls unter dem Vorjahresniveau liegen. Das Servicegeschäft wird sich dagegen aufgrund der hohen Absatzzahlen von Landmaschinen der vergangenen Jahre mindestens stabil entwickeln. Insgesamt rechnet die BayWa in der Landtechnik im Jahr 2016 mit einem geringfügigen Umsatzrückgang. Das operative Ergebnis wird aufgrund von Vorlaufkosten für die Spezialisierung des Massey-Ferguson-Vertriebs und das neue Ersatzteil-Zentrallager bei Schweinfurt voraussichtlich stärker zurückgehen als der Umsatz. Im Geschäftsfeld Digital Farming wird durch die E-Commerce-Aktivitäten der BayWa voraussichtlich ein Umsatz im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Allerdings werden alle Umsätze und Erträge dem jeweiligen Geschäftsfeld zugerechnet, in dem das individuell verkaufte Produkt angesiedelt ist. Da das Geschäftsfeld Digital Farming keine weiteren operativen Aktivitäten umfasst, wird kein Umsatz ausgewiesen. Die Kosten der E-Commerce-Aktivitäten werden auf Basis eines Verrechnungsschlüssels aufgeteilt. Aufgrund der anfallenden Verwaltungskosten sowie Anlaufkosten aus Investitionen in zukünftiges Wachstum werden im Rahmen der mittelfristigen Planung Anlaufverluste bis zum Jahr 2018 erwartet; im Jahr 2016 dürfte das operative Ergebnis des Geschäftsfelds Digital Farming im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich negativ ausfallen. Insgesamt erwartet die BayWa im Segment Agrar eine uneinheitliche Entwicklung: Die moderate Umsatz- und Ergebnisausweitung im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln dürfte den erwarteten Rückgang im Technikgeschäft sowie das leicht negative Ergebnis des Geschäftsfelds Digital Farming überkompensieren können. Entsprechend sollten sich der Umsatz und das operative Ergebnis des Segments im Jahr 2016 geringfügig über dem Niveau des Vorjahres bewegen. Allerdings sind die angestrebten Umsatz- und Ergebnisziele maßgeblich von der marktbedingten Preisentwicklung der Agrarrohstoffe abhängig, auf die die BayWa nur sehr bedingt Einfluss nehmen kann. Ausblick für das Segment EnergieErwartete Markt- und BranchenentwicklungDie Nachfrage nach fossilen Brennstoffen im Wärmegeschäft unterliegt zum einen Verbrauchsschwankungen in Abhängigkeit vom Witterungsverlauf. Zum anderen wird das Einkaufsverhalten von der Preisentwicklung bei Heizöl beeinflusst, die ihrerseits wesentlich vom Rohölpreis abhängt. Die Prognosen für den Rohölpreis gehen davon aus, dass der derzeitige Angebotsüberhang bis in das dritte Quartal 2016 anhalten wird. Vor diesem Hintergrund wird im Jahr 2016 maximal ein Preisanstieg auf etwa 45 US-Dollar je Barrel erwartet. Der Heizölverbrauch in den Kernregionen der BayWa wird voraussichtlich auch im Jahr 2016 aufgrund struktureller Einflussfaktoren wie dem Vormarsch der erneuerbaren Energien, dem stärkeren Einsatz von Gas sowie Einsparungen im Verbrauch durch den Einsatz moderner Technologien und energetische Sanierungen im Gebäudebestand weiter rückläufig sein. Der Absatz von Holzpellets profitiert von der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Zahl installierter Holzpellets-Heizungsanlagen. Das Potenzial für zukünftiges Wachstum dieses Energieträgers wird allerdings durch die regionale Verfügbarkeit des Rohstoffs und die wirtschaftlich begrenzte Transportdistanz eingeschränkt. Der Absatz von Kraft- und Schmierstoffen hängt vor allem von der konjunkturellen Entwicklung ab. Angesichts eines prognostizierten Wirtschaftswachstums in Deutschland von 1,7 Prozent im Jahr 2016 ist von einer moderat steigenden Nachfrage auszugehen. Erwarteter GeschäftsverlaufObwohl sich die Heizölpreise auf dem niedrigsten Niveau seit elf Jahren bewegen, ist kaum mit einem Nachfrageanstieg zu rechnen, da viele Verbraucher den starken Preisrückgang im Jahresverlauf 2015 zum Nachtanken genutzt haben. Daher sind die Befüllstände der Heizöltanks - auch bedingt durch den milden Winter 2015/16 - noch relativ hoch. Zudem wird sich der strukturelle Nachfragerückgang im Heizölgeschäft fortsetzen. Der dadurch bedingte Absatzrückgang wird voraussichtlich nicht vollständig durch den Zugewinn von Marktanteilen ausgeglichen werden können. Bei Kraftstoffen wird das Absatzvolumen aufgrund der geringeren Zahl betriebener Tankstellen sinken. Im Geschäft mit Schmierstoffen ist angesichts der erwarteten positiven Wirtschaftsentwicklung von einem leicht steigenden Absatz auszugehen. Im Vertrieb von Holzpellets ergeben sich nach dem Aufbau von fünf Fachzentren in Süddeutschland und Lagerstandorten mit ausgereifter Logistik sowie einem Online-Shop, der Lieferungen deutschlandweit frei Haus ermöglicht, weitere Wachstumsmöglichkeiten. Zudem wurde die Marktdurchdringung im Herbst 2015 durch die Übernahme des Holzpellets-Geschäfts am Hofgut Mauer in Württemberg gestärkt. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz im Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen im Jahr 2016 auf Basis der derzeitigen Preise voraussichtlich leicht unter dem Vorjahresniveau liegen. Für das operative Ergebnis ist ebenfalls ein moderater Rückgang zu erwarten. Ausblick für das Segment BauErwartete Markt- und BranchenentwicklungDas Wachstumstempo der Bauwirtschaft in Deutschland dürfte sich gemäß dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr beschleunigen; insgesamt wird mit einer Zunahme des baugewerblichen Umsatzes um 3,0 Prozent auf 103 Mrd. Euro gerechnet. Auf Basis der im Jahr 2015 um 4,6 Prozent gestiegenen Baugenehmigungen im Wohnungsbau wird für 2016 ein beschleunigtes Wachstum der realen Wohnungsbauinvestitionen um 5,0 Prozent erwartet. Dabei wird die Neubautätigkeit um knapp 10 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Zu diesem Wachstum tragen auch die Verdoppelung der Fördermittel des Bundes für den Wohnungsbau für die Jahre 2016 bis 2018 auf jeweils 1 Mrd. Euro sowie geplante, zusätzliche steuerliche Investitionsanreize bei. Für die Modernisierungsinvestitionen wird ein Anstieg von 3,0 Prozent prognostiziert. Positive Impulse ergeben sich hier aus der Verschärfung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der Verbesserung der KfW-Förderprogramme. Für den Wirtschaftsbau zeichnet sich nach der Abschwächung im Jahr 2015 mit einem Wachstum von 1,6 Prozent eine moderate Erholung ab. Die öffentlichen Bauinvestitionen sollen um 2,2 Prozent wachsen, getragen vor allem durch höhere Investitionen des Bundes in Straßen, Schienen- und Wasserwege. Erwarteter GeschäftsverlaufWie bereits in den Vorjahren wird ein Großteil des Wachstums im Bausektor auf den Mehrgeschosswohnungsbau in Ballungsräumen entfallen, da insbesondere hier Wohnraum weiterhin sehr knapp ist. Im ländlichen Raum bleiben die Rahmenbedingungen dagegen durchwachsen. So wird für den Bau von Wirtschaftsgebäuden in der Landwirtschaft von einem stark rückläufigen Volumen ausgegangen. Auch im gewerblichen Wirtschaftshochbau sind die Baugenehmigungen weiter rückläufig, so dass davon keine positiven Impulse im Jahr 2016 ausgehen werden. Lediglich von der gestiegenen Zahl der Baugenehmigungen für den Eigenheimbau könnte sich daher ein Wachstum in den Regionen außerhalb der Ballungsräume ergeben. Vor diesem Hintergrund wird der Baustoffhandel der BayWa im Jahr 2016 an der grundsätzlich positiven Branchenentwicklung nur in geringerem Maße partizipieren. Dagegen profitiert die BayWa von dem Trend der verstärkten Vorfertigung und der Ausweitung des Geschäfts mit "mobilen Generalisten" auf der Handwerkerseite. Durch den weiteren Ausbau von E-Commerce ergeben sich darüber hinaus Wachstumsmöglichkeiten über das bestehende Marktgebiet hinaus. Der Umsatz des Segments Bau wird 2016 voraussichtlich moderat wachsen. Das operative Ergebnis wird das im Jahr 2015 erreichte Niveau aufgrund von Kostensteigerungen in einigen Bereichen, etwa bei den Lohnkosten, geringfügig unterschreiten. Aufgrund der mittel- bis langfristig unzureichenden Wachstumsperspektiven bei gleichzeitig absehbaren Kostensteigerungen wird die Suche nach einem strategischen Partner für die Baustoffhandelsaktivitäten in Deutschland forciert. Ausblick für die BayWa AGAuf Basis der beschriebenen Szenarien in den Geschäftssegmenten ergibt sich für die BayWa AG insgesamt ein verhalten optimistischer Ausblick für das Geschäftsjahr 2016. Im Segment Agrar ist von einem Umsatz und operativen Ergebnis geringfügig über dem Vorjahresniveau auszugehen. Das klassische Energiegeschäft dürfte auf Basis der derzeitigen Preisentwicklungen sowohl beim Umsatz als auch im operativen Ergebnis leichte Rückgänge verzeichnen. Das Segment Bau dürfte trotz einer moderaten Umsatzsteigerung das Ergebnisniveau des Vorjahres nicht ganz erreichen. Insgesamt sollte die BayWa AG somit das im Jahr 2015 erreichte Umsatzniveau mindestens halten und bei günstigen Rahmenbedingungen auch im Ergebnis aus dem operativen Geschäft den Vorjahreswert etwas übertreffen können. Die laufenden Investitionen der BayWa in die Instandhaltung und Modernisierung ihrer Standorte bleiben im Jahr 2016 stabil und werden sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgt traditionell weitestgehend aus dem laufenden Cashflow. Chancen für internes und externes Wachstum in den Kernsegmenten Agrar, Energie und Bau wird die BayWa AG auch zukünftig sorgfältig prüfen und bei positiver Einschätzung auf der Grundlage der soliden Finanzstruktur des Unternehmens realisieren. Allerdings liegt der Fokus dabei auf dem organischen Wachstum. Die in den einzelnen Geschäftsbereichen beschriebenen Volatilitäten und Risiken können zwar zu abweichenden Entwicklungen von der heutigen Planung führen, dennoch sieht sich die BayWa in ihrem operativen Geschäft gut positioniert. Vor diesem Hintergrund ist die BayWa AG zuversichtlich, ihre positive Unternehmensentwicklung im Jahr 2016 fortsetzen zu können. Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2015Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der BayWa AG wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuches und der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung sind sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB einzelne Positionen zusammengefasst. Sie werden im Anhang gesondert mit allen Vermerken ausgewiesen. Die BayWa AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB. Sie stellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und unter Beachtung der ergänzenden Angaben gemäß § 315a HGB auf. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. WährungsumrechnungVerbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine höhere Verbindlichkeit ergibt, um dem Imparitätsprinzip Rechnung zu tragen. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet, wenn sich hierdurch eine niedrigere Forderung ergibt, um dem Realisationsprinzip Rechnung zu tragen. Die weiteren Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Erläuterung der BilanzNach Tauschgrundsätzen erworbene Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt, die aus dem nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht ermittelten Zeitwert des hingegebenen Vermögensgegenstandes abgeleitet werden. Bei übertragenden Umwandlungen/Verschmelzungen/Anwachsungen werden als Anschaffungskosten die Buchwerte des übertragenden Rechtsträgers fortgeführt. (1) Immaterielle VermögensgegenständeDie Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Die Gesellschaft hat zum 31. Dezember 2015 1,876 Mio. Euro Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB aktiviert. Es handelt sich hierbei um Kosten für Software, die planmäßig linear über die geplante Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben wird. In die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Bezüglich der ausschüttungsgesperrten Beträge wird auf den Abschnitt 9 des Anhangs verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre individuell geschätzte voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) planmäßig linear abgeschrieben. Unter der Position "Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte" ist überwiegend EDV-Software ausgewiesen. Die betriebliche Nutzungsdauer für Geschäfts- oder Firmenwerte wird auf 15 Jahre geschätzt. Die Gründe für die erwartete Nutzungsdauer sind in dem Ruf und der Marktgeltung der erworbenen Geschäfte, der Verwertbarkeit von vorhandenem branchenspezifischen Know-how sowie die voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Geschäfts zu sehen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig linear über die erwartete Nutzungsdauer, sofern sich nicht Gründe für außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf ergeben. Für Firmenwerte, die vor dem Inkrafttreten des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes aktiviert wurden, wurde die ursprüngliche Abschreibungsdauer von 15 Jahren beibehalten. (2) SachanlagenDie Entwicklung der Sachanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Investitionszuschüsse, die für die Anschaffung oder Herstellung von Anlagevermögen gewährt werden, werden von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt. Gebäude werden linear entsprechend der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (20 bis 50 Jahre) abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter werden nach der individuell geschätzten voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer (3 bis 50 Jahre) und des voraussichtlichen Wertverzehrs sowohl linear als auch degressiv abgeschrieben. Die Anschaffungskosten von Vermögensgegenständen im Wert bis 150,00 Euro werden nicht aktiviert, sondern in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Vermögensgegenstände im Wert zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden als Sammelposten erfasst und pauschal linear über eine Dauer von fünf Jahren abgeschrieben. Sie sind von untergeordneter Bedeutung. Von den Jahresabschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen entfallen auf: scroll
(3) FinanzanlagenDie Entwicklung der Finanzanlagen ist im Einzelnen im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bzw. wird im Falle einer voraussichtlichen dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Ferner wird auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 2 zum Anhang) verwiesen. Unter den Beteiligungen werden Beteiligungen an folgenden großen Kapitalgesellschaften ausgewiesen, die fünf Prozent der Stimmrechte überschreiten:
Aufgrund dauerhafter Wertminderung wurden im Berichtsjahr auf Anteile an verbundenen Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 16,725 Mio. Euro vorgenommen. (4) Vorrätescroll
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit den gleitenden durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. In einzelnen Fällen wird das FiFo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Bestandsrisiken aus der Lagerdauer, verminderter Verwertbarkeit oder anderen Gründen sind durch entsprechende Abwertungen berücksichtigt. Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB werden nicht angesetzt. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt zum Nennbetrag. (5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Darüber hinaus wird eine pauschalierte Wertberichtigung für Ausfallrisiken gebildet. Gezahlte Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen ("Cap") werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen aktiviert. Das Körperschaftsteuerguthaben nach § 37 Abs. 4 KStG wird mit dem Barwert aktiviert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 23,436 Mio. Euro (Vorjahr: 9,691 Mio. Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3,269 Mio. Euro (Vorjahr: 14,790 Mio. Euro). Zur Verbesserung der Finanzierungsstruktur hat die Gesellschaft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation (ABS)-Maßnahme mit einem Gesamtvolumen von 140,000 Mio. Euro verbrieft. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und betrug am Bilanzstichtag 121,783 Mio. Euro (Vorjahr: 141,907 Mio. Euro). In dieser Höhe hat sich der Forderungsbestand reduziert. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften und Forderungen aus Grundstücksverkäufen. (6) Flüssige MittelDie Kassenbestände und Schecks werden mit dem Nennbetrag angesetzt, die Guthaben bei Kreditinstituten mit ihrem Nominalbetrag. (7) Aktive und Passive RechnungsabgrenzungUnter der aktiven Rechnungsabgrenzung werden im Wesentlichen vorausbezahlte Gebühren ausgewiesen, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Unter der passiven Rechnungsabgrenzung werden im Wesentlichen schon erhaltene Wartungspauschalen abgegrenzt, die Ertrag für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. (8) Aktive und passive latente SteuernLatente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansatz von Vermögensgegenständen und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen, sofern sie innerhalb der nächsten fünf Jahre mit den für diese Jahre erwarteten steuerpflichtigen Einkommen verrechnet werden können. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt wie im Vorjahr mit dem Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 28,18 Prozent. Die latenten Steuern ergeben sich aus folgenden Bilanzpositionen. scroll
Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern verbleibt ein passiver Überhang in Höhe von 4,533 Mio. Euro (Vorjahr: passiver Überhang 13,452 Mio. Euro), der in der Bilanz ausgewiesen wird. (9) EigenkapitalDas Eigenkapital der BayWa AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt: scroll
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Das Grundkapital der Gesellschaft ist am 31. Dezember 2015 eingeteilt in 34.783.980 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Davon sind 33.419.593 vinkulierte und 121.136 junge vinkulierte (ab 1. Januar 2016 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien) Namensaktien. 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BayWa AG beträgt am Bilanzstichtag 89.046.988,80 Euro. Die Ausgabe von 121.136 jungen vinkulierten Namensaktien (rechnerischer Wert 310.108,16 Euro) im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte aus dem Genehmigten Kapital 2015. Gemäß § 272 Abs. 1 a HGB wurde der rechnerische Betrag (0,050 Mio. Euro) der eigenen Aktien (19.500 Stück) vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Die Kapitalrücklage mit 66,372 Mio. Euro stammt im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Die Gewinnrücklagen der BayWa AG betragen 455,887 Mio. Euro, davon entfallen 4,435 Mio. Euro (Vorjahr: 4,435 Mio. Euro) auf die gesetzliche Rücklage und 451,452 Mio. Euro (Vorjahr: 450,053 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Die Hauptversammlung hat am 19. Mai 2015 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 1,399 Mio. Euro in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Am 31. Dezember 2015 hat die Gesellschaft - unverändert zum Vorjahr - 19.500 Stück vinkulierte BayWa-Namensaktien im Bestand. Der Anteil am Grundkapital beträgt 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent. Die Anschaffungskosten betragen 0,113 Mio. Euro. Gemäß § 272 Abs. 1a HGB wird der rechnerische Betrag der eigenen Aktien zum 31. Dezember 2015 offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen rechnerischem Betrag und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Gemäß § 268 Abs. 8 HGB besteht eine Ausschüttungssperre für Teile des grundsätzlich frei verfügbaren Eigenkapitals: scroll
Eine weitere Ausschüttungssperre besteht nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. in Höhe des Unterschiedsbetrags der Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (3,89%) zu einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (4,31%) von 1,184 Mio Euro. Genehmigtes KapitalGenehmigtes Kapital 2015Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. . Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Hiervon sind bis zum 31. Dezember 2015 durch die Ausgabe von Mitarbeiteraktien Euro 310.108,16 ausgenutzt worden Der verbleibende Restbetrag beläuft sich auf Euro 4.689.891,84 (verbleibendes Genehmigtes Kapital 2015). Genehmigtes Kapital 2013Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2013 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 10.000.000,00 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013). Genehmigtes Kapital 2011Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2011). Erhaltene Mitteilungen über Beteiligungen, § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGEntsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt: Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft die Schwelle von 30 Prozent überschritten hat und am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt. Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. Infolge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden." Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden. Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt: 1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele: a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele; b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils; c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an; d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an. 2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel: Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd-noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) ist der Raiffeisen-Holding Niederösterreich- Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) ist der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar hält, zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet. Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16 Juli 2009: Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. (10) Rückstellungenscroll
Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Art. 28 Abs. 2 EG-HGB beläuft sich auf 58,127 Mio. Euro (Vorjahr: 38,910 Mio. Euro). Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Dabei wurden Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 2,5 Prozent p. a., eine Fluktuation mit 4,5 Prozent p. a. sowie die 3-jährige Rentenanpassung mit 4,57 Prozent entsprechend berücksichtigt. Als Rechnungszins wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet (Bundesbankzins) gemäß RückAbzinsV, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Er beträgt zum 31. Dezember 2015 4,31 Prozent. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Unterschiedsbetrag bei einer Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre (3,89%) beträgt 1,184 Mio Euro und unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. einer Ausschüttungssperre. Die BayWa AG hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 24.00 Uhr mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München, eine entgeltliche Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG geschlossen, wie sie zum 31. Dezember 2012 bestanden. Die Parteien vereinbarten, dass im Innenverhältnis allein die BayWa Pensionsverwaltung GmbH für die Verpflichtungen haftet. Die BayWa Pensionsverwaltung GmbH verpflichtete sich, die BayWa AG im Falle einer Inanspruchnahme durch die Berechtigten vollumfänglich freizustellen. Unter Berücksichtigung des für den Schuldbeitritt gewährten Vergütungsanspruches in Höhe von 398,039 Mio. Euro hat die BayWa AG zum 31. Dezember 2012 die zu diesem Zeitpunkt passivierten Verpflichtungen betreffend Pensionen, Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG aufgelöst. Die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2015 betreffen neu entstandene Verpflichtungen. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen und Steuermehrbelastungen aus Außenprüfungen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurde eine Kostensteigerung zwischen 2,5 Prozent und 3,0 Prozent p. a. berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2015 je nach Restlaufzeit 2,02 Prozent bis 4,00 Prozent. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalverpflichtungen, ungewisse Verpflichtungen aus Altlastenbeseitigung, Abbruchkosten sowie Drohverlustrückstellungen. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit länger ein Jahr gilt, dass bei einer nicht genau bestimmbaren unterjährigen Fälligkeit eine Fälligkeit zum 31. Dezember unterstellt wird und dementsprechend für diese Restlaufzeit der entsprechende Zinssatz für die Abzinsung verwendet wird. Erfolge aus Änderungen des Abzinsungssatzes zwischen zwei Abschlussstichtagen sowie Zinseffekte aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die erstmalige Erfassung langfristiger Rückstellungen erfolgt nach der Netto-Methode. (11) Verbindlichkeitenscroll
Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Anleihen betreffen ein von der BayWa AG aufgelegtes Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 500,000 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag waren Commercial Paper in verschiedenen Währungen im Gegenwert von 266,447 Mio. Euro mit einer gewichteten Restlaufzeit von 33 Tagen und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,56 Prozent begeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 893,500 Mio. Euro. Diese sind aufgeteilt in ein Schuldscheindarlehen von insgesamt nominal 42,500 Mio. Euro mit einer endfälligen Tranche, ein Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt nominal 193,000 Mio. Euro mit vier endfälligen Tranchen, ein Schuldscheindarlehen von nominal 383,000 Mio. Euro mit sechs endfälligen Tranchen ein Schuldscheindarlehen von nominal 75,000 Mio. Euro mit einer endfälligen Tranche sowie ein Schuldscheindarlehen von nominal 200,000 Mio. Euro mit sieben endfälligen Tranchen. Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten: scroll
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen von Waren bestehen die handelsüblichen Eigentumsvorbehalte. Wie im Vorjahr bestehen für alle übrigen Verbindlichkeiten keine Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber der BayWa Pensionsverwaltungs GmbH in Höhe von 402,308 Mio. Euro (Vorjahr: 413,895 Mio. Euro) sowie der Unterstützungseinrichtung der BayWa AG in München GmbH in Höhe von 62,229 Mio. Euro (Vorjahr: 68,993 Mio. Euro) sowie weitere Darlehensverpflichtungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,555 Mio. Euro (Vorjahr: 0,075 Mio. Euro). Erläuterung der Gewinn- und VerlustrechnungDie Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist bzw. bei Barverkäufen mit Übergang des Eigentums. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen. (12) Umsatzerlösescroll
Von den Umsätzen entfallen 92,3 Prozent (Vorjahr: 93,8 Prozent) auf das Inland sowie 7,7 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) auf das Ausland, überwiegend Europa. Zum 1. Januar 2015 wurde der Bereich Obst aus der BayWa AG auf die BayWa Obst GmbH & Co. KG übertragen. Der Umsatz verringerte sich dadurch im Berichtsjahr um 111,571 Mio. Euro (13) Sonstige betriebliche Erträgescroll
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Periodenfremd Die Gewinne aus Anlagenabgängen resultieren im Wesentlichen aus Immobilienveräußerungen Die übrigen Erträge umfassen Kostenerstattungen Dritter, Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die erfassten Mieterträge verstehen sich inklusive Erlösen aus Mietnebenkosten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 28,828 Mio. Euro (Vorjahr: 5,452 Mio. Euro) enthalten. (14) Materialaufwandscroll
(15) Personalaufwandscroll
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(16) Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Verwaltungs-, Vertriebs- und sonstige Kosten sowie die Absicherungen für betriebliche Risiken. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 28,772 Mio. Euro (Vorjahr: 5,500 Mio. Euro) enthalten. In Bezug auf das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar wird auf die Angaben im Konzernabschluss der BayWa AG verwiesen. (17) Finanzergebnisscroll
Von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen entfallen 1,403 Mio. Euro (Vorjahr: 1,400 Mio. Euro) auf Zinsaufwand aus Aufzinsung von Rückstellungen. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 0,004 Mio. Euro (Vorjahr 0,000 Mio Euro) enthalten. (18) Außerordentliches ErgebnisDas außerordentliche Ergebnis des Vorjahres (0,848 Mio. Euro) resultiert aus der Anwachsung einer Personengesellschaft. (Berichtsjahr 0,000 Mio. Euro) (19) Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen neben dem Ertrag aus latenten Steuern (8,919 Mio. Euro) im Wesentlichen Erträge aus Gewerbe- sowie Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag aus Vorjahren. Sonstige AngabenHaftungsverhältnissescroll
Alle ausgewiesenen Beträge sind bereits um die unter den sonstigen Rückstellungen gebildeten Vorsorgen für mögliche Beanspruchungen gekürzt. Die BayWa AG geht nicht von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen aus, da die Gesellschaften aufgrund ihrer finanziellen Verhältnisse in der Lage sind, die zugrunde liegenden Verpflichtungen zu erfüllen. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securiti-sation(ABS)-Maßnahme verbrieft. Das Gesamtkreditvolumen aus der ABS-Maßnahme beläuft sich auf 140,000 Mio. Euro. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst und beträgt am Bilanzstichtag 121,783 Mio. Euro (Vorjahr: 141,907 Mio. Euro). Die ABS-Maßnahme führt zu reduzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie einer erhöhten Liquidität des Unternehmens. Risiken aus der Maßnahme bestehen zurzeit keine. Im Zuge mehrerer "Sale and lease back"-Transaktionen hat die BayWa mehrere Immobilien verkauft und übereignet und über die Immobilien Mietverträge abgeschlossen. Durch die Transaktionen wird die Kapitalbindung reduziert. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben. Durch die mit der BayWa Pensionsverwaltung GmbH mit Wirkung zum 31. Dezember 2012 geschlossene Schuldbeitrittsvereinbarung zu den Pensionsverpflichtungen sowie zu den Verpflichtungen betreffend Dienstjubiläen, Altersteilzeit und Sterbegeld der BayWa AG wurde die BayWa AG im Innenverhältnis von der BayWa Pensionsverwaltung GmbH von den genannten Verpflichtungen freigestellt. Die entsprechenden Pensions-, Dienstjubiläen-, Altersteilzeit- und Sterbegeldrückstellungen wurden daher bei der BayWa AG aufgelöst. Gegenüber der BayWa Pensionsverwaltung GmbH besteht eine unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesene Verpflichtung aus der Schuldbeitrittsvereinbarung in Höhe von 402,308 Mio. Euro. Im Außenverhältnis besteht für die BayWa AG weiterhin eine Verpflichtung gegenüber den Anspruchsberechtigten als Gesamtschuldner. Die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnete Höhe der Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2014 343,421 Mio. Euro. Die BayWa AG hat - zusammen mit anderen Unternehmen des BayWa-Konzerns - auf Basis eines Service Level Agreements wesentliche operative Aufgaben im IT-Bereich auf die RI Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH (kurz: RI-Solution GmbH) ausgelagert, um operative Service-Aufgaben im IT-Bereich von dieser Gesellschaft erbringen zu lassen. Durch eine unternehmensübergreifende Vereinheitlichung der IT-Systeme und Anwendungen sollen u. a. Effizienzgewinne erzielt werden. Aus der Vereinbarung resultieren für die BayWa AG zurzeit jährliche Aufwendungen in Höhe von 24,333 Mio. Euro. Ferner bestehen jährliche Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu 80 Jahren in Höhe von derzeit 32,004 Mio. Euro (Vorjahr: 31,452 Mio. Euro) sowie jährliche Verpflichtungen aus Mobilienmietverträgen mit Restlaufzeiten von bis zu acht Jahren in Höhe von derzeit 15,236 Mio. Euro (Vorjahr: 13,618 Mio. Euro), jeweils p. a. Verpflichtungen aus Kaufverträgen, Rückkaufvereinbarungen sowie Restwertgarantien bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 14,347 Mio. Euro (Vorjahr: 16,621 Mio. Euro). Das Bestellobligo für Investitionen zum Bilanzstichtag lag im geschäftsüblichen Rahmen. Derivative FinanzinstrumenteAm Bilanzstichtag setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen: scroll
Die Bewertung der Derivate erfolgt in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten mit der Barwertmethode. Die Bewertung der Devisengeschäfte erfolgt mittels der Barwertmethode durch Abzinsung der Cashflows aus den Geschäften mit den für die Restlaufzeit aktuellen gültigen Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag. Die sich ergebenden Fremdwährungsbeträge werden dann zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Für derivative Finanzinstrumente mit einem zum Bilanzstichtag negativen beizulegenden Zeitwert werden Drohverlustrückstellungen gebildet, die unter sonstigen Rückstellungen ausgewiesen werden. Der positive Wert für den Cap wird unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. OrganeAUFSICHTSRATManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Weitere Mandate
Klaus BuchleitnerStellvertretender Vorsitzender Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG Weitere Mandate
Gunnar MetzStellvertretender Vorsitzender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Wolfgang AltmüllerDipl.-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG Weitere Mandate
Theo BergmannStellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG Renate GlashauserBetriebsratsvorsitzende Technik Ostbayern/Region Niederbayern Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl (bis 22.06.2015)Verbandspräsident und Vorsitzender des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Weitere Mandate
Monika HohlmeierMitglied des Europäischen Parlaments Peter KönigGewerkschaftssekretär ver.di, Bayern Weiteres Mandat
Stefan Kraft M. A.Bundessekretär ver.di-Bundesverwaltung Michael KuffnerLeiter Arbeitssicherheit (EH & S) Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere Mandate
Albrecht Merz (bis 19.05.2015)Bankdirektor i.R. Weiteres Mandat
Wilhelm Oberhofer (seit 06.08.2015, gerichtlich bestellt)Mitglied des Vorstands Raiffeisen Kempten-Oberallgäu eG Weitere Mandate
Joachim RukwiedDipl.-Ing. agr. (FH), Landwirt und Weingärtner, Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V. Weitere Mandate
Josef SchrautLeiter Vertrieb Schmierstoffe, stellvertretender Leiter Geschäftseinheit Schmierstoffe Monique Surges (seit 19.05.2015)Chief Executive Officer New Zealand German Business Association Inc. (NZGBA), AHK Neuseeland, Schatzmeister beim New Zealand Europe Business Council (NZEBC), Auckland, Neuseeland Werner WaschbichlerVorsitzender des Betriebsrats der BayWa Zentrale GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRATManfred GeyerVorsitzender Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Ansbach Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der SatzungManfred NüsselDipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V. Dr. Johann LangDipl.-Ing., Landwirt Weitere MitgliederMichael BockelmannWP StB Dipl.-Kfm., Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverband e. V. Franz BreiteneicherGeschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land Dr. Alexander BüchelMitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V. Rudolf Büttner (bis 30.04.2015)Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Weißenburg-Gunzenhausen Albert DeßMitglied des Europäischen Parlaments Martin EmplDipl.-Ing. agr., Landwirt Dr. Roman GlaserVorsitzender des Vorstands des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e. V. Marcus Grauer (seit 05.08.2015)Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Iller-Roth-Günz Wolfgang GrüblerVorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen "Lommatzscher Pflege" e.G. Walter HeidlPräsident des Bayerischen Bauernverbands Franz-Xaver HilmerDirektor der Raiffeisenbank Straubing eG Ludwig HubauerLandwirt Konrad IrtelSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG (bis 31.12.2015) Karlheinz KipkeVorsitzender des Vorstands der VR-Bank Coburg eG Martin KörnerDipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer Alfred KrausGeschäftsführer der Raiffeisen-Handels-GmbH Rottal Johann KreitmeierVorsitzender des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e. V. Franz KustnerBezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands, Bezirksverband Oberpfalz Wilhelm Oberhofer (bis 06.08.2015)Mitglied des Vorstands der Bayerischen Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG Alois Pabst (bis 31.12.2015)Ökonomierat, Landwirt Franz ReiseckerÖk.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt Claudius SeidlVorstandsvorsitzender der VR-Bank Rottal-Inn eG Gerd SonnleitnerLandwirt, ehem. Präsident des Europäischen Bauernverbands, des Deutschen Bauernverbands und des Bayerischen Bauernverbands Angelika Schorer (seit 05.08.2015)Mitglied des Landtags, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag (Landwirtschaftsausschuss) Dr. Hermann StarneckerSprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG Wolfgang VogelPräsident des Sächsischen Landesbauernverbands e. V. Rainer WiedererSprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG Thomas WirthSprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG Maximilian ZepfDipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG VORSTANDProf. Klaus Josef Lutz(Vorstandsvorsitzender) Internationalisierung/Risikomanagement, BayWa Agri Supply & Trade (BAST), Obst, PR/Corporate Communications, Corporate Business Development (Konzernstrategie), Konzernrevision, Vorstandssekretariat/Corporate Governance, Corporate HR (Personal), Corporate Marketing, Corporate Compliance, EPAD Economics and Public Affairs Department, BayWa Stiftung, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen Externe Mandate
Konzernmandate
Andreas HelberFinanzen, Corporate Finance (M & A), Bau, Corporate Credit Management, Corporate Real Estate Management/Immobilien (CREM), Corporate Controlling, Informationssysteme (RI-Solution), Recht, Business Services, Investor Relations, IT Coordination Center (ICC), Corporate Insurance, CFO Projects, CFO Agrar, Führungs- und Aufsichtsgre-mien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Dr. Josef Krapf (bis 31.03.2015)Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrarbeteiligungen, Agrarhandel Externes Mandat
Konzernmandat
Roland Schuler(seit 01.04.2015) BayWa Agri Services (Technik, Smart Farming/Internationalisierung Agri Services, BayWa Agrar Vertrieb), Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agri-Services-Beteiligungen (bis 31.03.2015) Energie, Technik, Regenerative Energien (BayWa r.e. renewable energy GmbH), Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Externes Mandat
Konzernmandate
Matthias Taft (seit 01.04.2015)Energie, Regenerative Energien (BayWa r.e. renewable energy GmbH), Corporate Logistics & Supply Chain, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energiebeteiligungen Konzernmandate
Reinhard WolfRWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich Externe Mandate
Konzernmandate
OrganbezügeDie Vergütungen des Beirats betragen 0,085 Mio. Euro (Vorjahr: 0,093 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,654 Mio. Euro (Vorjahr: 0,638 Mio. Euro), die des Vorstands auf 5,525 Mio. Euro (Vorjahr: 5,449 Mio. Euro). An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,360 Mio. Euro (Vorjahr: 3,255 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind mit 0 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro) ausgewiesen. In der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang zur individualisierten Offenlegung der Vorstandsbezüge für das Geschäftsjahr 2015 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben. GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2015 weist einen Bilanzgewinn von 36.306.528,30 Euro aus. Wir schlagen der Hauptversammlung vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden: scroll
Der auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der Gesellschaft befindlichen eigenen Aktien, die gemäß § 71b AktG nicht dividendenberechtigt sind, auszuschütten wäre. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Deutscher Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa haben am 4. November 2015 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.
München, den 10. März 2016 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Roland Schuler Matthias Taft Reinhard Wolf Erläuterung der BilanzAnlagengitter der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2015in Mio. Euroscroll
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Aufstellung des Anteilsbesitzes der BayWa AG zum 31. Dezember 2015scroll
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, 10. März 2016 BayWa Aktiengesellschaft Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz Andreas Helber Roland Schuler Matthias Taft Reinhard Wolf Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BayWa Aktiengesellschaft, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 29. März 2016 Deloitte & Touche GmbH Götz, Wirtschaftsprüfer Tauber, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsIn einem global herausfordernden Marktumfeld mit auf breiter Front rückläufigen Preisen für Rohstoffe und Agrarerzeugnisse konnte sich der BayWa Konzern im Berichtsjahr 2015 erfolgreich entwickeln und das operative Ergebnis steigern. Einem verhaltenen Jahresauftakt im ersten Quartal folgte ein zweites Quartal, das durch starke Verschiebungseffekte im Bereich des Agrarhandels und im Projektgeschäft der erneuerbaren Energien geprägt war. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen im nationalen Agrarhandel wurden diese Verschiebeeffekte im dritten Quartal vollständig aufgeholt. Letztendlich beschloss ein gutes viertes Quartal den Jahresverlauf 2015. Insbesondere der Bereich der erneuerbaren Energien konnte einen weiteren eindrucksvollen Beitrag zur Performance des BayWa Konzerns leisten. Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch in Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde laufend mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2015 konstruktiv und vertrauensvoll. Schwerpunkte der Sitzungen des AufsichtsratsThemen der vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Sparten, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Insbesondere befasste sich der Aufsichtsrat mit den Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Besonderes Augenmerk wurde auf die Compliance-Überwachung im Konzern gelegt. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert. In der Sitzung am 25. März 2015 hat sich der Aufsichtsrat zunächst mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2014 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses, des Strategie Ausschusses, des Nominierungsausschusses und des Vorstandsausschusses. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 19. Mai 2015, wobei u. a. der Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl eines Anteilseignervertreters im Aufsichtsrat erörtert wurde. Des Weiteren wurden strategische Themen im BayWa Konzern diskutiert. In der Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit den variablen Gehaltsbestandteilen der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2014 und beschloss die entsprechenden Erfolgsziele für die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2015. Weiter setzte sich der Aufsichtsrat im Detail mit der Neuordnung der Vorstandsressorts, dem Ausscheiden des Vorstands Dr. Josef Krapf sowie der Neuberufung des Vorstands Matthias Taft auseinander. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung waren eine detaillierte Berichterstattung zum Compliance-System sowie zu einer durchgeführten Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. In dem Zeitraum 2. April bis 8. April 2015 wurde eine Ergänzung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im Umlaufverfahren beschlossen. In der Sitzung am 6. Mai 2015 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem ersten Quartalsabschluss sowie mit der Risikosituation in der BayWa Agrar-Gruppe und strategischen Themen im Agrarbereich. Des Weiteren gab der Generalbevollmächtigte Ito van Lanschot einen Statusbericht über die fortschreitende Internationalisierung im Agrargeschäft. In der Sitzung am 5. August 2015 befasste sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Halbjahresabschluss 2015. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem ausführlich über die Marktentwicklung, die Entwicklung der einzelnen Einheiten sowie über die aktuelle Risikosituation in der BayWa Agrar-Gruppe. Des Weiteren wurden strategische Themen des BayWa Konzerns, insbesondere in der BayWa Agrar-Gruppe und im Obstbereich erörtert. Der Aufsichtsrat erteilte die Zustimmung zur Bestellung von Monique Surges als Mitglied des Kredit- und Investitionsausschusses nach dem Ausscheiden von Albrecht Merz aus dem Aufsichtsrat. Der Vorstand informierte über die Amtsniederlegung des Aufsichtsrats Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl und den Antrag des Vorstands beim Amtsgericht München, Wilhelm Oberhofer als Aufsichtsratsmitglied zu bestellen. Nach detaillierter Auseinandersetzung mit der Geschlechterquote beschloss der Aufsichtsrat eine Geschlechterquote für den Vorstand der BayWa AG. Darüber hinaus stimmte der Aufsichtsrat der Bestellung von zwei neuen Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. Schließlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über die Erteilung der Zustimmung zu den Ausgabebedingungen für Belegschaftsaktien im Jahr 2015 im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2015. Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien aus dem Genehmigten Kapital 2015 wurden im Zeitraum vom 23. September bis 6. Oktober 2015 im Umlaufverfahren beschlossen. In der Sitzung am 4. November 2015 wurde der dritte Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Sparten. Die Internationalisierungsstrategie und die Risikosituation in der BayWa Agrar-Gruppe wurden ausführlich dargestellt. Des Weiteren wurde über aktuelle strategische Projekte im BayWa Konzern sowie Fragen der Compliance informiert. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses und des Strategie Ausschusses. Weiterhin fasste der Aufsichtsrat Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat erteilte auch die Zustimmung zur Bestellung von Wilhelm Oberhofer als Mitglied des Nominierungsausschusses und des Strategie Ausschusses. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat der Verlängerung der Amtszeit von fünf Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu. In der Bilanzsitzung am 30. März 2016 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 7. Juni 2016. Ausschüsse des AufsichtsratsZur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert. Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Wolfgang Altmüller, Klaus Buchleitner, Gunnar Metz und Werner Waschbichler an. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Wolfgang Altmüller. Damit folgt die BayWa AG der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben soll. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands in seiner Sitzung am 24. März 2015 den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2014, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die Prüfberichte. Des Weiteren wurde die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Es wurden die Empfehlungsbeschlüsse an den Aufsichtsrat gefasst, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2014 festzustellen bzw. zu billigen sowie der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 vorzuschlagen. Gegenstand der Sitzung am 3. November 2015 waren die Quartalszahlen des dritten Quartals 2015 sowie die Erteilung der Prüfungsaufträge und die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2015 und des Prüfungshonorars. Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 29. März 2016 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2016 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 7. Juni 2016 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen. Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz und Wolfgang Altmüller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr einmal. Der Vorstandsausschuss hat sich im Berichtszeitraum insbesondere mit der Neuordnung der Vorstandsressorts, dem Ausscheiden des Vorstands Dr. Josef Krapf sowie der Neuberufung des Vorstands Matthias Taft auseinandergesetzt. Weiter gab er Empfehlungen an den Aufsichtsrat über die variablen sowie festen Gehaltsbestandsteile der Vorstandsvergütung und befasste sich mit Mandatsübernahmen von Vorstandsmitgliedern. Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl (bis 22. Juni 2015), Wilhelm Oberhofer (ab 4. November 2015), Dr. Johann Lang, Joachim Rukwied, Michael Kuffner und Werner Waschbichler an. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr zweimal zusammengetreten und widmete sich hauptsächlich der ausführlichen Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben. Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Monika Hohlmeier, Dr. Johann Lang, Albrecht Merz (bis 19. Mai 2015), Monique Surges (ab 5. August 2015), Theo Bergmann, Renate Glashauser und Josef Schraut an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2014 und mit den Investitionsetats für 2015 und 2016. Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Dr. Johann Lang und ab 4. November 2015 Herr Wilhelm Oberhofer an. Herr Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl schied am 22. Juni 2015 aus. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteils-eignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum einmal, am 19. Januar 2015. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Monika Hohlmeier und Werner Waschbichler angehören, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen. Corporate GovernanceIn dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen. Angaben zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernlagebericht enthalten. Zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 beschloss der Aufsichtsrat im Zeitraum 2. April bis 8. April 2015 die Ergänzung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG im Umlaufverfahren. Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen in ihrer Sitzung vom 4. November 2015 weiter, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Neufassung vom 5. Mai 2015 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Im Berichtszeitraum haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2015 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2015 in der Sitzung vom 30. März 2016 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2015 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 30. März 2016 angeschlossen. Die Prüfberichte und Abschlussunterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 29. März 2016 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 29. März 2016 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 30. März 2016 den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa Konzerns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,85 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an. Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 30. März 2016 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandAuf Seiten der Anteilseignervertreter hat Albrecht Merz sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung ab Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 19. Mai 2015 niedergelegt. Monique Surges wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2015 neu in den Aufsichtsrat gewählt. Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl legte sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum 22. Juni 2015 nieder, Wilhelm Oberhofer wurde am 6. August 2015 vom Amtsgericht München auf Antrag des Vorstands der BayWa AG zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Merz und Herrn Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl für die konstruktive Mitarbeit und die gute und harmonische Zusammenarbeit. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit. Ihr engagierter Einsatz hat erneut dazu beigetragen, dass die BayWa AG auf ein erfolgreiches Berichtsjahr zurückblicken kann.
München, 30. März 2016 Für den Aufsichtsrat Manfred Nüssel, Vorsitzender |
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