![]() BayWa AGMünchenZwischenbericht zum 30. September 2016QUARTALSFINANZBERICHT
des BayWa Konzernsvom 1. Januar bis 30. September 2016Zwischenlagebericht des BayWa Konzerns vom 1. Januar bis 30. September 2016Der Bericht informiert über die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im dritten
Quartal sowie in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2016. BayWa Konzern: Ergebnisanstieg trotz herausfordernder Agrarmärktescroll
Nach neun Monaten erreichte der Konzernumsatz rund 11,4 Mrd. Euro und lag damit 3,1
Prozent über dem Vorjahreswert. Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) des BayWa
Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 82,7 Mio. Euro auf 85,4 Mio.
Euro erhöht. Als Ergebnistreiber erwiesen sich vor allem das Energie- und das Obstgeschäft. Der
Baustoffhandel konnte an die positive Entwicklung des Vorquartals anknüpfen, während
der Handel mit Agrarerzeugnissen und Betriebsmitteln ein sehr schwieriges drittes
Quartal verzeichnete, das von niedrigen Getreidepreisen und außergewöhnlichen Preisentwicklungen
geprägt war. Die schwierigen Marktbedingungen in der Landwirtschaft haben sich im Erntequartal
fortgesetzt. Neben dem erwartenden Rückgang in der Landtechnik hat auch die Nachfrage
nach Betriebsmitteln stark nachgelassen. Die relativ niedrigen Erzeugerpreise der
vergangenen zwei Jahre führten zu einer zunehmenden Investitionszurückhaltung bei
Landwirten. Darüber hinaus wird die Preisentwicklung bei Getreide vermehrt vom Hochfrequenzhandel
beeinflusst. Dies führte im Berichtsquartal zu einer kurzfristigen Preisrallye bei
Soja. Eine nicht vorhersehbare Angebots- und Nachfragesituation hat im dritten Quartal
zu einem Verlust im Erzeugnishandel geführt. Das starke Obstgeschäft, das vor allem
von den neuseeländischen sowie von den neuen Handelsaktivitäten mit tropischen Früchten
profitierte, konnte die Entwicklung im Erzeugnishandel nur partiell kompensieren.
Insgesamt ergab sich für das Segment Agrar nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr
ein EBIT von 45,1 Mio. Euro (Vorjahr: 64,3 Mio. Euro). Das Segment Energie verzeichnete ein starkes drittes Quartal. Der Handel mit Brenn-
und Kraftstoffen registrierte nochmals eine hohe Nachfrage auf dem Niveau der vorangegangenen
Quartale. Mitverantwortlich für die Nachfrage dürfte der kurzfristige Anstieg beim
Ölpreis gewesen sein, der Verbraucher vermutlich zum Nachtanken anspornte, um sich
noch günstige Konditionen zu sichern. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien profitierte
insbesondere von den Veräußerungen des französischen Windparks "Saint Congard" (8,2
MW) sowie des Windparks "Fraisthorpe" bei Bridlington in Nordengland mit rund 30 Megawatt
(MW). Durch den Abschluss von Stromabnahmeverträgen für fünf Solarparks in Großbritannien
mit einer Gesamtleistung von 83 Megawatt peak (MWp) dürfte auch zukünftig aus dieser
Region mit positiven Ergebnisbeiträgen zu rechnen sein. Daneben hat die Veräußerung
der Anteile an den Geothermie-Kraftwerken Kirchstockach und Dürrnhaar in Bayern zur
Steigerung des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr geführt. Diese beiden leistungsstärksten
Geothermie-Anlagen Deutschlands wurden an die Stadtwerke München verkauft. Darüber
hinaus trugen der Solarmodulhandel vor allem in den USA und in der Schweiz sowie das
Servicegeschäft zur Ergebnisverbesserung bei. Mit einem EBIT in Höhe von 57,7 Mio. Euro zum 30. September 2016 konnte das Segment
Energie das Ergebnis des vergleichbaren Vorjahreszeitraums um rund 24,6 Mio. Euro
übertreffen. Der Geschäftsverlauf im Segment Bau profitiert von der weiterhin starken inländischen
Baukonjunktur. Das gesamte Bauhauptgewerbe verzeichnete in den Sommermonaten eine
hohe Auslastung. Dies spiegelt sich im Baustoffportfolio der BayWa wider, da die komplette
Sortimentsbreite nachgefragt wurde. Im Zuge der Standortoptimierung wurde im Berichtsquartal
der Standort in Offenbach am Main verkauft, während der Neubau des Baustoff-Kompetenzzentrums
in München-Moosfeld kürzlich fertiggestellt worden ist. Das Segment Bau erzielte nach
neun Monaten im laufenden Kalenderjahr ein EBIT in Höhe von rund 18,8 Mio. Euro (Vorjahr:
15,4 Mio. Euro). Die Rahmenbedingungen im Agrarsektor dürften sich für die BayWa im vierten Quartal
verbessern, insbesondere mit Blick auf 2017. Bereits im Oktober ist der Geschäftsbetrieb
im Betriebsmittel- und Landtechnikbereich besser angelaufen als in den Sommermonaten.
Eine zunehmende Vermarktung der Ernte aus den Kernregionen dürfte ebenfalls einen
maßgeblichen Beitrag für den Endspurt im Agrargeschäft leisten. Im Obstbereich steigt
im Schlussquartal vor allem die Nachfrage nach tropischen Früchten, da der Konsum
dieser Fruchtsorten während der Weihnachtstage zunimmt. Auch im Segment Energie ist
der Konzern zuversichtlich, aufgrund mehrerer fertiggestellter Anlagen im Geschäftsfeld
Regenerative Energien sowie eines traditionell starken Winterquartals bei den Wärmeenergieträgern,
das Ergebnis nochmals zu steigern. Sollte der Winter nicht zu früh einsetzen, dürfte
der Fortsetzung des regen Baustoffhandels nichts im Wege stehen. Damit ist eine gute
Ausgangslage geschaffen, um in den letzten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres
nochmals deutlich das bisher erzielte Konzernergebnis zu steigern. Segment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungNachdem die Ernten von Getreide und Ölsaaten auf der nördlichen Erdhalbkugel größtenteils
eingebracht sind, konkretisieren sich die Volumenschätzungen für das Wirtschaftsjahr
2016/17. Aktuellen Prognosen des United States Department of Agriculture (USDA) zufolge
dürfte die weltweite Getreideerzeugung (ohne Reis) mit rund 2,06 Mrd. Tonnen einen
neuen Höchstwert erreichen, der einen weiteren Aufbau der Endbestände zur Folge haben
wird. Dazu trägt vor allem der Anstieg des Maisvolumens um rund 7 Prozent auf über
1 Mrd. Tonnen bei, während die Erntemenge von Weizen mit einem Plus von 1 Prozent
auf rund 744 Mio. Tonnen nur geringfügig wächst. Auch die Welternte bei Ölsaaten dürfte
sich um knapp 5 Prozent auf 704 Mio. Tonnen erhöhen und damit -entgegen vorheriger
Befürchtungen - die global rasant steigende Nachfrage knapp abdecken können. Entsprechend
sank der Börsenkurs für Sojabohnen, nachdem er Ende Juni sein Jahreshoch bei 388 Euro
pro Tonne erreicht hatte, in den Sommermonaten wieder stark ab und liegt derzeit bei
rund 320 Euro pro Tonne. Auch bei Mais reduzierte sich der Preis aufgrund steigender
Ernteerwartungen seit Mitte Juni deutlich und schwankte zuletzt um die Marke von rund
160 Euro pro Tonne. Somit übertrifft der Weizenpreis, der sich nach volatiler Entwicklung
im Verlauf des dritten Quartals aktuell bei rund 163 Euro pro Tonne bewegt, erstmals
seit mehreren Monaten wieder das Niveau von Mais. Für Europa prognostizieren die Experten
der Europäischen Kommission in diesem Jahr mit rund 306 Mio. Tonnen ein durchschnittliches
Getreidevolumen. Dabei wird die Maisernte mit einem Plus von 1,7 Prozent gegenüber
2015 veranschlagt, wohingegen bei Weizen mit einem Mengenrückgang um 4,1 Prozent zu
rechnen ist. Die deutsche Getreideernte 2016 dürfte aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen
das Vorjahresniveau um rund 7 Prozent unterschreiten und sich auf rund 45,3 Mio. Tonnen
belaufen. Neben den Volumina wurden insbesondere die Weizenqualitäten in Teilen Westeuropas
von den vielen Niederschlägen im Frühjahr und Sommer beeinträchtigt. Während in Deutschland
regionale Unterschiede zu verzeichnen sind, werden vor allem aus Frankreich flächendeckend
Qualitätseinbußen gemeldet. Daher könnte deutscher Brotweizen von einer steigenden
internationalen Nachfrage profitieren, wobei der globale Exportmarkt von den hohen
Erntemengen der Schwarzmeerländer und den USA dominiert werden dürfte. Nachdem die Ausbringung von Betriebsmitteln im ersten Halbjahr durch nässebedingte
Unbefahrbarkeit vieler Flächen eingeschränkt wurde, war die Nachfrage für Pflanzenschutz
und Düngemittel auch in den Sommermonaten durch die schlechte Wirtschaftslage der
Landwirte gedämpft. Trotz deutlich gesunkener Preise im neuen Düngerjahr 2016/17 wurden
bisher verhaltene Einlagerungsaktivitäten verzeichnet, da Düngerkäufe zurückgestellt
und die Grunddüngung auf ein Minimum zurückgefahren werden. Auch im Saatgutbereich
wurden zuletzt betriebseigene Sorten gegenüber zugekauftem Material bevorzugt, obwohl
der Bedarf an Zwischenfruchtvarianten ansteigt. Daneben macht sich die Investitionszurückhaltung der Landwirte infolge niedriger Erzeugerpreise
weiterhin im deutschen Landtechniksektor bemerkbar: Das in den kommenden sechs Monaten
geplante Investitionsvolumen liegt mit nur 2,8 Mrd. Euro aktuell auf dem niedrigsten
Stand seit zehn Jahren. Beispielsweise hat sich der auf den Bereich Ställe und Stalltechnik
entfallende Anteil in Höhe von 1,1 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr um rund 35 Prozent
verringert. Auch die Zulassungszahlen von Traktoren liegen nach neun Monaten im Berichtsjahr
mit insgesamt 23.083 Neumaschinen um 2,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. In den Monaten
August und September wurden allerdings erstmals wieder mehr Schlepper neu zugelassen
als im gleichen Zeitraum 2015, so dass sich eine Trendwende ankündigen könnte. Das
Konjunkturbarometer der Agrarbranche stieg zuletzt ebenfalls um 5,8 Punkte an. Im Obstsektor ist die diesjährige Kernobsternte in Europa derzeit in vollem Gange.
Jüngste Schätzungen gehen bei Äpfeln von einem Rückgang der EU-Erntemenge gegenüber
Vorjahr um rund 3 Prozent auf rund 12 Mio. Tonnen aus. Dabei können die geringeren
Volumina vor allem im östlichen Alpenraum und den Balkanländern nicht vom erwarteten
Anstieg in Polen sowie Deutschland kompensiert werden. Die deutsche Apfelernte dürfte
sich mit gut 1 Mio. Tonnen um 8 Prozent erhöhen. Allerdings variieren die Fruchtqualitäten
je nach Anbaugebiet: In der Bodenseeregion wird beispielsweise aufgrund örtlicher
Hagel- und Frostschäden mit einem geringeren Ernteanteil hochwertiger Tafelware im
Vergleich zu 2015 gerechnet. Während die Notierungen für deutsche Äpfel bisher in
etwa auf Vorjahresniveau lagen, wurden in der abgelaufenen Absatzkampagne für Tafelobst
aus der südlichen Hemisphäre Preissteigerungen verzeichnet. Insbesondere Früchte aus
Neuseeland wurden weltweit stark nachgefragt, so dass deren Vermarktungssaison mit
den höchsten Exportmengen seit zehn Jahren abschließen dürfte. GeschäftsverlaufMit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde die Geschäftstätigkeit des Segments Agrar neu
strukturiert: Die Aktivitäten der Sparte Agrarhandel wurden in die neuen Geschäftsfelder
BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten. BAST
umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten
der BayWa für Getreide, Ölsaaten und Zusatzprodukte. Im neuen Geschäftsfeld BAV wurden
das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt.
Die Geschäftsfelder Obst und Technik blieben unverändert bestehen. Das, seit seiner
Gründung im vierten Quartal 2015, dem Segment Agrar zugeordnete Geschäftsfeld Digital
Farming wird im vorliegenden Zwischenabschluss zum 30. September 2016 erstmals als
eigenständiges Segment separat gezeigt. scroll
Im Segment Agrar konnte nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzanstieg
gegenüber dem Vorjahr erzielt werden, der im Wesentlichen auf das stark ausgeweitete
Handelsvolumen von Getreide und Ölsaaten sowie auf die zusätzlichen Umsätze des Fruchthändlers
TFC Holland B.V. zurückzuführen ist. Das operative Segmentergebnis (EBIT) liegt trotz
eines starken Obstgeschäfts zum 30. September 2016 noch unter dem Wert des letzten
Jahres, da die Ergebnisbeiträge aus dem Handel mit Erzeugnissen und Betriebsmitteln
sowie der Landtechnik auch im Berichtsquartal nicht das Vorjahresniveau erreichten. Im Geschäftsfeld BAST war das Erntequartal 2016 einerseits gekennzeichnet von weiter
steigenden Absatzmengen. Vor allem aufgrund einer Ausweitung der internationalen Handelsaktivitäten
wurden in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs rund 26 Prozent mehr
Getreide und Ölsaaten abgesetzt als in der Vorjahresperiode. Dieses Volumenwachstum
zeigt sich auch in einem Umsatzanstieg des Geschäftsfelds. Andererseits beeinflusste
eine weltweit nur schwer vorhersehbare Angebots- und Nachfragesituation mit irrationalen
Preisentwicklungen die Handelserträge: Angetrieben vom Hochfrequenzhandel folgten
auf die Preisrallye in den Frühlingsmonaten insbesondere bei Soja und Mais nahezu
ebenso heftige Preisrückgänge. In Folge der inversen Preiskurven lösten die gewählten
Handelsstrategien Preissicherungsmechanismen aus, um negative Ergebnisbeiträge zu
limitieren. Daneben war auf dem Futtergetreidemarkt in der Berichtsperiode ein steigender
Angebotsdruck zu verzeichnen, während bei Qualitätsweizen bisher verhaltene Ernteverkäufe
seitens der Landwirte registriert wurden. Der Geschäftsverlauf im Bereich BAV war in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs
geprägt von ungünstigen Witterungsverhältnissen und einer unterdurchschnittlichen
Liquidität auf Seiten der Landwirtschaft in Deutschland. Die erfassten Getreidemengen
lagen zum Quartalsultimo durch den in Teilen der BayWa Kernregionen nässebedingt verzögerten
Ernteverlauf noch unter dem Vorjahresniveau. Im Betriebsmittelgeschäft machte sich
die bereits in der ersten Jahreshälfte spürbare Investitionszurückhaltung zuletzt
verstärkt bemerkbar. Entsprechend erreichten die Absatzvolumina bei Pflanzenschutz
und Dünger auch im Berichtsquartal nicht das Niveau des letzten Jahres. Weder attraktive
Frühbezugskonditionen für Düngemittel noch die Verlängerung der Zulassung für das
Pflanzenschutzmittel Glyphosat durch die EU-Kommission Ende Juni führten zu einer
nachhaltigen Nachfragebelebung. Im Verkauf von Saatgut und Futtermitteln konnten die
Vorjahresmengen bisher ebenso nicht erreicht werden. Zudem führten die zum Start in
die neue Düngesaison 2016/17 gesunkenen Preise sowohl bei Harnstoff- als auch Stickstoffdünger
zu einem erheblichen Margendruck. Das Landtechnikgeschäft stand im Zeitraum von Juli bis September 2016 weiterhin im
Zeichen einer niedrigen Investitionsbereitschaft der Landwirte. Der Umsatz im Berichtsquartal
erreichte in erster Linie aufgrund der hohen Nachfrage für Reparatur- und Serviceleistungen
sowie der erstmaligen Vollkonsolidierung der niederländischen Agrimec Group B.V. nahezu
das Vorjahresniveau. Im Vertrieb von landwirtschaftlichen Maschinen konnte der Absatzrückstand
aus der ersten Jahreshälfte zuletzt etwas reduziert werden: Zum Quartalsultimo lagen
die Verkaufszahlen von neuen Traktoren noch um 18 Prozent und von Gebrauchtmaschinen
um 15 Prozent unter dem Wert des letzten Jahres. Gleichzeitig wurde im Berichtszeitraum
die internationale Expansion vorangetrieben: Neben der Übernahme der restlichen 51
Prozent an Agrimec ist auch ein Joint Venture für den Verkauf von CLAAS-Maschinen
in Kanada gegründet worden. Darüber hinaus wurden Investitionen in den Aufbau einer
exklusiven Vertriebsstruktur für die Marke Massey Ferguson in Bayern und Sachsen getätigt,
die sich in der Berichtsperiode erwartungsgemäß ergebnisbelastend auswirkten. Entsprechend
unterschreitet das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds nach neun Monaten
im laufenden Kalenderjahr den Vorjahreswert weiter deutlich. Die Geschäftsentwicklung im Obsthandel profitierte im bisherigen Jahresverlauf von
der positiven Entwicklung der internationalen Konzerngesellschaften. Während das deutsche
Obstgeschäft aufgrund des etwas späteren Starts der diesjährigen Apfelernte noch einen
Absatzrückstand gegenüber 2015 aufweist, konnte die neuseeländische Mehrheitsbeteiligung
T&G Global Limited (T&G) ihre Handelstätigkeiten ausweiten und vor allem die Exportmengen
nach Asien steigern. Zusammen mit den im März neu hinzugekommenen Aktivitäten des
niederländischen Händlers von Tropenfrüchten, TFC Holland B.V. (TFC), wurde zum 30.
September 2016 ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr erzielt. Da für Obst aus
der südlichen Hemisphäre in der abgelaufenen Vermarktungssaison zudem Preissteigerungen
zu verzeichnen waren, erhöhte sich auch das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds
nach neun Monaten im laufenden Kalenderjahr deutlich. Daneben trugen die zusätzlichen
Erträge von TFC sowie ein Sondereffekt in Höhe von rund 7 Mio. Euro durch den Verkauf
der Geschäftseinheit für Verpackungslogistik von T&G zu dem Ergebnissprung gegenüber
dem Vorjahr bei. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungDie Konjunktur in Deutschland ließ sich in den Sommermonaten trotz des Brexit-Votums
in Großbritannien und der verhaltenen Entwicklung der Weltwirtschaft nicht von ihrem
stabilen Wachstumskurs abbringen. Vor allem die starke Binnenkonjunktur aufgrund zunehmender
Staatsausgaben und konsumfreudiger Verbraucher erwies sich im bisherigen Jahresverlauf
als treibende Kraft. Entsprechend erhöhten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute
im Herbstgutachten für die Bundesregierung ihre Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts
(BIP) 2016 von 1,7 auf 1,9 Prozent. Dieser positive Trend wird vom ifo-Geschäftsklimaindex
bestätigt, der mit 109,5 Punkten im September auf den höchsten Stand seit Mai 2014
anstieg. Unterstützend wirkte dabei auch das anhaltend niedrige Niveau des Weltmarktpreises
für Rohöl, der im dritten Quartal etwas unterhalb der Marke von 50 US-Dollar pro Barrel
verharrte. Allerdings ließ die Aussicht auf eine weltweite Begrenzung der Ölförderung
durch die OPEC-Länder den Ölpreis zuletzt auf sein bisheriges Jahreshoch bei über
53 US-Dollar pro Barrel steigen. Einen ähnlichen Verlauf nahm der Preis für Heizöl
in Deutschland: Nach einem Durchschnittspreis von rund 50 Eurocent pro Liter im Sommerquartal
erhöhte er sich seit Ende September um rund 10 Prozent und erreichte Mitte Oktober
erstmals das Vorjahresniveau. Der Heizölabsatz der Branchenunternehmen legte vor dem
Hintergrund der verbraucherfreundlichen Preisentwicklung von Januar bis Juli um 3,0
Prozent gegenüber der Vergleichsperiode im Jahr 2015 zu, schwächte sich zuletzt jedoch
ab. Auch Diesel wurde bis Ende Juli mit einem Plus von 5,6 Prozent stärker nachgefragt
als im Vorjahreszeitraum. Bei Ottokraftstoffen hingegen stagnierte die Nachfrage auf
dem Niveau des letzten Jahres und die Schmierstoffbranche verzeichnete einen Absatzrückgang
um 7,0 Prozent. Im Bereich der erneuerbaren Energien ist eine Verlagerung der globalen Wachstumsschwerpunkte
in Richtung der Schwellenländer zu beobachten. Mit einer Summe von knapp 159 Mrd.
US-Dollar von Januar bis September 2016 lagen die Investitionen in der Branche um
fast 20 Prozent unter dem Rekordniveau des Vorjahres. Dies ist vor allem auf ein etwas
verhalteneres Ausbautempo der letztjährigen Wachstumstreiber China und Japan sowie
die anhaltend rückläufige Preisentwicklung aller Systemkomponenten für Solaranlagen
zurückzuführen. Nachdem im bisherigen Jahresverlauf in China bereits über 20 Gigawatt
(GW) und in Indien rund 3,8 GW Solarleistung neu installiert wurden, dürfte der globale
Photovoltaik(PV)-Zubau im Gesamtjahr rund 72 GW erreichen. Mit über 3,7 GW PV-Neuinstallationen
im ersten Halbjahr trägt dazu auch der stark wachsende Solarmarkt in USA bei, wohingegen
sich der Ausbau in Deutschland weiter abschwächt: Von Januar bis August wurden mit
684 Megawatt (MW) rund 34 Prozent weniger Solarleistung neu ans Netz gebracht als
im Vorjahreszeitraum, obwohl die Eigennutzung von Solarstrom aufgrund von Preisrückgängen
der Bestandteile von PV-Anlagen immer attraktiver wird. Entsprechend dürfte das Zubauziel
der Bundesregierung in Höhe von rund 2,5 GW in 2016 erneut deutlich verfehlt werden.
Allerdings könnte der starke Ausbau von Onshore-Windenergie in Deutschland das rückläufige
Interesse an PV-Anlagen teilweise kompensieren: Bis Jahresende wird mit einem weiteren
Anstieg bei Windpark-Genehmigungen gerechnet, da ab 2017 die Vergütungssätze für Windenergie
durch Ausschreibungen auf Basis des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) festgelegt
werden. Insgesamt erwartet der Branchenverband einen Jahreszubau von rund 4,2 GW (Vorjahr:
4,7 GW), nachdem bis Juni rund 1,9 GW Neuinstallationen verzeichnet wurden. Damit
würde Deutschland nach China und dem aufstrebenden indischen Markt den drittgrößten
Beitrag zum global prognostizierten Ausbau in Höhe von 55 GW Windleistung (onshore)
im Jahr 2016 erbringen. Auch in Brasilien wurde in der ersten Jahreshälfte mit knapp
1,1 GW ein starker Windzubau erzielt, während in den USA die hohe Wachstumsrate aus
2015 nicht erreicht wurde: Nach knapp 2,0 GW im Vorjahr wurden bis zum Halbjahr 2016
erst Windparks mit rund 0,8 GW Gesamtleistung ans Netz gebracht. Geschäftsverlaufscroll
Das Segment Energie umfasst im Konzern den Handel mit fossilen und nachwachsenden
Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das
in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Zum 30. September 2016 weist
das Segment im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang aus, der sich in erster
Linie aufgrund des niedrigeren Ölpreisniveaus ergab. Im operativen Ergebnis (EBIT)
führten ein Ergebnissprung der BayWa r.e. in der Berichtsperiode sowie das erneut
überdurchschnittliche Quartalsergebnis im klassischen Energiebereich zu einem signifikanten
Ausbau des Vorsprungs gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das klassische Handels- und Distributionsgeschäft verzeichnete nach neun Monaten im
laufenden Geschäftsjahr einen vor allem preisbedingten Umsatzrückgang, da das Ölpreisniveau
bisher durchgehend unter dem des Vergleichszeitraums 2015 lag. Im Handel mit Wärmeenergieträgern
verringerte sich in den Sommermonaten die Nachfrage, so dass bei Heizöl das zum Halbjahr
noch bestehende Absatzplus gegenüber dem Vorjahr im Berichtsquartal abschmolz. Entsprechend
lag die verkaufte Heizölmenge zum 30. September 2016 um 4 Prozent unter dem hohen
Vorjahreswert, wohingegen die abgesetzten Volumina von Holzpellets und Holzhackschnitzeln
das Niveau von 2015 um 4 Prozent übertrafen. Dabei profitierte das Handelsgeschäft
mit festen Brennstoffen von den im Juni übernommenen Aktivitäten der Dr. Gies Vermögensverwaltungs-Future
Energies GmbH und der ECOLOHE AG. Auch das Kraftstoffgeschäft wurde in der Berichtsperiode
durch die Akquisition der Autobahntankstelle Ellwangen in Baden-Württemberg verstärkt.
Infolgedessen steht bei Diesel- und Ottokraftstoffen zum Quartalsultimo eine Absatzsteigerung
um 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu Buche. Die Schmierstoffvolumina hingegen folgten
dem allgemeinen Markttrend und waren leicht rückläufig. Trotz der zuletzt uneinheitlichen
Absatzentwicklung konnte im Berichtsquartal erneut ein solides Ergebnis erzielt werden,
da im Kraftstoffgeschäft eine Verbesserung der Gewinnspannen verzeichnet wurde. Entsprechend
weist der Handel mit klassischen Energieträgern nach neun Monaten weiterhin einen
spürbaren Vorsprung im operativen Ergebnis (EBIT) gegenüber 2015 aus. Im Geschäftsfeld Regenerative Energien konnte in den Sommermonaten das Wachstumstempo
aus der ersten Jahreshälfte 2016 nochmals beschleunigt werden. Nachdem bis zum Halbjahr
einige Wind- und Solarparks in Deutschland, Österreich und insbesondere Großbritannien
in Betrieb genommen wurden, konnten im Berichtsquartal insgesamt vier Projekte planmäßig
verkauft werden. So wurden im September die Anteile an Deutschlands leistungsstärksten
Geothermie-Kraftwerken Kirchstockach und Dürrnhaar in Bayern, die jeweils 45 Megawatt
(MW) potenzielle Wärmeleistung und 5,5 MW elektrische Leistung erreichen, veräußert.
Daneben konnte der Verkaufsprozess des französischen Windparks "Saint Congard" (8,2
MW) erfolgreich abgeschlossen und die Veräußerung des Windparks "Fraisthorpe" (29,7
MW) nahe der nordenglischen Stadt York realisiert werden. Durch die Übernahme der
Aktivitäten des Unternehmens Solar Matrix im September wurde zudem das Handelsgeschäft
mit Solarkomponenten auf den australischen Markt ausgedehnt. Vor dem Hintergrund dieser
positiven Geschäftsentwicklung konnte die BayWa r.e. ihren Umsatz der ersten Jahreshälfte
in der Berichtsperiode nahezu verdoppeln. Ein noch stärkeres Wachstum verbuchte erwartungsgemäß
das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds: Vor allem die Erlöse aus den Projektverkäufen
führten zu einer Verdreifachung des Ergebnisses zum Halbjahr im Zeitraum von Juli
bis September 2016. Darüber hinaus entstanden zum Stichtag aus projektbezogenen Sicherungsgeschäften
zusätzliche Erträge in Höhe von 11,0 Mio. Euro, die sich bis zum Jahresultimo noch
erhöhen oder verringern können. Mit der Erweiterung des Produktportfolios um Ladesäulen
für Elektrofahrzeuge sowie der Kooperation mit dem amerikanischen Projektentwickler
Geenex Solar LLC sind weitere Grundlagen für eine Fortsetzung des Wachstumskurses
geschaffen worden. In Zusammenarbeit mit dem US-Partner soll mittelfristig ein Portfolio
von Solarprojekten in North Carolina und Virginia mit einer Gesamtleistung von 350
MW entwickelt werden. Derzeit ist mit "Hemlock" (5 MW) der erste gemeinsame Solarpark
bereits im Bau und wird voraussichtlich noch vor Jahresende fertiggestellt. Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungDie seit dem dynamischen Saisonstart 2016 anhaltende Hochkonjunktur im deutschen Bausektor
hat sich während der Sommermonate fortgesetzt. Nicht nur der Umsatz im Bauhauptgewerbe
legte im ersten Halbjahr um 8,4 Prozent zu, sondern auch die Auftragseingänge der
Branchenunternehmen erhöhten sich um nominal 18,1 Prozent gegenüber dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum. Entsprechend erreichten die Auftragsbestände der Baufirmen im Sommer
das höchste Niveau seit rund 20 Jahren. Dies zeigte sich in einem erneuten Anstieg
des ifo-Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe um 3,5 Punkte im September. Als
stärkster Wachstumstreiber erweist sich weiterhin der Wohnungsbau, der von Januar
bis Juni im Vergleich zur Vorjahresperiode ein Baugenehmigungsplus von 30,4 Prozent
verzeichnete. Dies dürfte im Gesamtjahr zur Fertigstellung von mindestens 270.000
neuen Wohnungen und somit zu einer Steigerung um 9 Prozent gegenüber 2015 führen.
Vor allem aufgrund des Booms im Wohnungsbau hob der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
kürzlich seine Prognose für das nominale Umsatzwachstum 2016 von bislang 3,5 Prozent
auf 5,0 Prozent an. Dazu dürften auch der Wirtschaftsbau, der zuletzt von steigenden
Unternehmensinvestitionen profitierte, mit einem Plus von 3,0 Prozent und die erwarteten
4,0 Prozent Umsatzanstieg aus dem öffentlichen Bau beitragen. Im letztgenannten Bereich
machte sich die für 2016 eingestellte Erhöhung des Bundesetats für Infrastrukturinvestitionen
um rund eine Milliarde Euro positiv bemerkbar. Vor dem Hintergrund der starken Baukonjunktur waren die Betriebe des Baugewerbes zum
Halbjahr durchschnittlich für die kommenden 9,4 Wochen voll ausgelastet. Gleichwohl
wird die weitere Branchenentwicklung bis Jahresende nicht zuletzt von der Witterung
in den verbleibenden Monaten abhängen. Geschäftsverlaufscroll
Im Segment Bau werden im Wesentlichen die Baustoff-Handelsaktivitäten des Konzerns
in Deutschland und Österreich zusammengefasst. Der Geschäftsverlauf im Baustoffhandel
war im Sommerquartal geprägt von der weiterhin starken Auslastung beim ausführenden
Baugewerbe. Die Bautätigkeit erreichte erneut das hohe Niveau der ungewöhnlich dynamischen
und von Nachholeffekten gekennzeichneten Vorjahresperiode. Davon profitierten die
Absatzmengen des gesamten Baustoffportfolios, wobei die Sortimente für Tief- und Straßenbauarbeiten
zuletzt verstärkt nachgefragt wurden. Entsprechend wurde in der Berichtsperiode ein
Umsatz auf Vorjahreshöhe erzielt, wodurch der in der ersten Jahreshälfte erwirtschaftete
Umsatzvorsprung gegenüber 2015 auch nach neun Monaten bestehen bleibt. Darüber hinaus
wurde im Zuge der fortlaufenden Optimierungsmaßnahmen im Baustoffbereich der Betrieb
in Offenbach (Hessen) Ende September 2016 veräußert. Trotz des leicht gestiegenen
Auftragsanteils des geringermargigen Transitgeschäfts erreichte das operative Ergebnis
(EBIT) des Segments im dritten Quartal 2016 nahezu das hohe Niveau des Vorjahresquartals.
Somit übertrifft das EBIT nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr den Vorjahreswert
weiterhin deutlich. Aufgrund des anhaltenden Immobilienpreisanstiegs in großen Teilen
des BayWa Vertriebsgebiets zeigt sich derzeit eine neue Entwicklung: Das Fehlen von
günstigem Bauland in den Städten führt dazu, dass die Genehmigungszahlen für Aufstockungen
und Dachausbauten bei bestehenden Gebäuden stark ansteigen. Dies dürfte in den Folgequartalen
die Nachfrage für die Produktpalette im Bereich Dach und Innenausbau begünstigen und
das saisontypisch in den Wintermonaten abflauende Tief- und Straßenbaugeschäft ausgleichen
können. Segment Digital FarmingDas im vierten Quartal 2015 neu gegründete Geschäftsfeld Digital Farming war bisher
dem Segment Agrar zugeordnet. Im vorliegenden Zwischenabschluss zum 30. September
2016 wird Digital Farming vor allem aufgrund seiner bereichsübergreifenden Aktivitäten
erstmals als eigenständiges Segment separat gezeigt. Das Segment Digital Farming entwickelte sich im Berichtsquartal mit einem Umsatz von
rund 1,1 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis (EBIT) in Höhe von minus 2,4 Mio.
Euro planmäßig: Die im Zuge der Erweiterung der Produktpalette für Smart-Farming-Lösungen
anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten übertrafen die aus Lizenzgebühren für
Software erzielten Umsätze und Erträge. Sonstige AktivitätenDas EBIT der Sonstigen Aktivitäten beinhaltet neben Ergebnisbeiträgen aus Randaktivitäten
einen Großteil der Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekte und
beträgt zum 30. September 2016 minus 30,1 Mio. Euro (Vorjahr: minus 30,2 Mio. Euro). Bericht zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageNach Ablauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2016 beträgt die Bilanzsumme
des BayWa Konzerns 6.608,0 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahresultimo stellt dies
eine Steigerung um 571,4 Mio. Euro dar, die bei leicht rückläufigen langfristigen
Vermögenswerten ihren Ursprung in einem weitestgehend saisonal geprägten Anstieg der
kurzfristigen Vermögenswerte hat. Bis zum Ende des dritten Quartals 2016 verringerte sich das langfristige Vermögen
um 11,0 Mio. Euro auf 2.276,2 Mio. Euro. Maßgeblich für diese Entwicklung sind sowohl
die Sachanlagen als auch die übrigen Finanzanlagen. So haben sich die Sachanlagen
um 26,8 Mio. Euro auf 1.393,0 Mio. Euro verringert. Ausschlaggebend hierfür waren
im Wesentlichen die Umgliederung eines zum Verkauf vorgesehenen Windparks aus den
Sachanlagen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte sowie der
Verkauf der Geschäftseinheit für Verpackungslogistik in Neuseeland durch die Konzerngesellschaft
T&G Global Limited. Zudem hat der Verkauf eines bisher als Bestandsanlage gehaltenen
Windparks zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Verringerung der übrigen Finanzanlagen
hat ihren Ursprung in der Veräußerung der bislang at-Equity-bilanzierten Anteile an
der Süddeutschen Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG und der in diesem Zusammenhang
erfolgten Ablösung der an die Gesellschaft ausgereichten Darlehen. Ein Anstieg um 30,5 Mio. Euro auf 197,3 Mio. Euro ist hingegen bei den immateriellen
Vermögenswerten im Wesentlichen aufgrund der vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwerte
aus den Akquisitionen der TFC Holland B.V. und der Evergrain Germany GmbH & Co. KG
zu verzeichnen. Infolge laufender Fortschreibungen der jeweiligen Kapitalanteile und
aufgrund des Übergangs der Agrimec Group B.V. in die Vollkonsolidierung nach einem
zusätzlichen Anteilserwerb sind die at-Equity-bilanzierten Beteiligungsansätze um
7,4 Mio. Euro rückläufig und betragen zum Berichtsstichtag 196,5 Mio. Euro. Gegenläufig
wirkte sich ein Anstieg der latenten Steueransprüche um 18,4 Mio. Euro auf 229,9 Mio.
Euro aus. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Berichtszeitraum um 557,3 Mio. Euro
auf 4.297,0 Mio. Euro zum 30. September 2016. Ausschlaggebend für diese Veränderung
ist neben einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen
insbesondere die Erhöhung des Vorratsvermögens. Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen stiegen aufgrund der saisonal verstärkten Geschäftsaktivitäten insbesondere
in den Bereichen Agrarhandel, Technik und Bau, aber auch aufgrund einer stetigen Ausweitung
der Geschäftsaktivitäten bei den regenerativen Energien um 280,9 Mio. Euro auf 1.047,4
Mio. Euro. Gegenläufig wirkten sich hingegen die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten
Warentermingeschäfte sowie ein Rückgang der kurzfristigen Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen
und der sonstigen Aktiva aus. Der Zuwachs des Vorratsvermögens von 2.141,5 Mio. Euro
auf 2.461,5 Mio. Euro ist neben dem Anstieg der Vorratsbestände im Agrarhandel im
Zuge der Erntesaison sowie in den Geschäftsfeldern Obst und Technik im Wesentlichen
auf fortschreitende Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien zurückzuführen. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen
belaufen sich zum 30. September 2016 auf 34,8 Mio. Euro und beinhalten einerseits
einen bislang im Eigenbestand gehaltenen und nun zum Verkauf vorgesehenen Windpark
in Frankreich und andererseits Immobilien, die nicht dem operativen Geschäftsbetrieb
dienen und für die ebenfalls eine Verkaufsabsicht besteht. Das Eigenkapital des BayWa Konzerns beträgt zum Quartalsstichtag 1.074,6 Mio. Euro
und liegt somit um 1,3 Mio. Euro unter dem Wert zum Vorjahresultimo von 1.075,9 Mio.
Euro. Einem Konzernquartalsüberschuss von 25,0 Mio. Euro stehen hierbei Dividendenzahlungen
sowohl der Muttergesellschaft als auch von Tochterunternehmen über insgesamt 35,5
Mio. Euro gegenüber. Zusätzlich wirkten sich Wertänderungen aus Sicherungsgeschäften
mit effektivem Sicherungszusammenhang sowie Währungsumrechnungsdifferenzen positiv
auf das Eigenkapital aus. Ein gegenläufiger Effekt ergab sich hingegen aus der Veränderung
im Eigenkapital erfasster Zwischengewinne aus der Zwischenergebniseliminierung mit
assoziierten Unternehmen. Die langfristigen Schulden betragen zum Ende des Berichtszeitraums 2.186,1 Mio. Euro
und haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 lediglich geringfügig um
5,4 Mio. Euro verringert. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in der Berichtsperiode um 564,3 Mio. Euro
von 2.769,3 Mio. Euro auf 3.333,6 Mio. Euro. Neben dem saisonal bedingten Anstieg
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, insbesondere in den Segmenten
Agrar und Bau, ist dies im Wesentlichen auf die Aufnahme zusätzlicher kurzfristiger
Finanzschulden zur Finanzierung des saisonal höheren Working Capitals zurückzuführen. Bei den Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten
in Höhe von 13,8 Mio. Euro handelt es sich um Schulden, die dem zum Verkauf vorgesehenen
Windpark in Frankreich zuzuordnen sind. FinanzlageAusgehend von einem Konzernquartalsüberschuss von 25,0 Mio. Euro, der den Vorjahreswert
um 0,3 Mio. Euro übersteigt, haben sich die Cash Earnings im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 10,8 Mio. Euro auf 100,9 Mio. Euro verringert. Bei einem leichten Rückgang der
Abschreibungen um 1,7 Mio. Euro ist diese Entwicklung überwiegend auf eine Verringerung
der langfristigen Rückstellungen sowie höhere Ertragsteuerzahlungen im Berichtszeitraum
zurückzuführen. Der saisonal bedingte Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
der Vorratsbestände konnte durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie der sonstigen Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit
zuzuordnen sind, ausgeglichen werden, so dass sich zusammen mit einer Verringerung
der sonstigen Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind, sowie geringfügig gestiegenen kurzfristigen Rückstellungen während des Berichtszeitraums
ein Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit von 145,6 Mio. Euro ermittelt.
Für den Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der operative Cashflow auf 37,8
Mio. Euro, was insbesondere auf eine geringere Erhöhung der operativen Verbindlichkeiten
während der Vergleichsperiode zurückzuführen war. Nach neun Monaten des Geschäftsjahres hat sich aus der Investitionstätigkeit ein Zahlungsmittelabfluss
von 64,4 Mio. Euro ergeben. Hiervon entfallen 57,3 Mio. Euro auf Unternehmenserwerbe
und betreffen insbesondere Auszahlungen für den Erwerb der TFC Holland B.V., der Evergrain
Germany GmbH & Co. KG und zusätzlicher Anteile an der Agrimec Group B.V. sowie für
die Akquisition des Photovoltaik-Geschäftsbetriebs der SOLAR-Center S.à r.l. Zudem
sind hierin verbliebene Kaufpreiszahlungen aus Akquisitionen der Vorjahre beinhaltet.
Daneben wurden liquide Mittel für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und
Sachanlagen in Höhe von 108,8 Mio. Euro aufgebracht, die insbesondere auf das Segment
Agrar entfallen. Zahlungsmittelzuflüsse von 57,5 Mio. Euro resultierten hingegen aus
der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen und beinhalten insbesondere
auch diejenigen Vermögenswerte, die der veräußerten Geschäftseinheit für Verpackungslogistik
der Konzerngesellschaft T&G Global Limited zugeordnet waren. Zudem haben sich aus
dem Abgang von Finanzanlagen Zahlungsmittelzuflüsse von 38,2 Mio. Euro ergeben, die
im Wesentlichen auf die Veräußerung der Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG bei gleichzeitiger Ablösung sämtlicher
Projektfinanzierungen zurückzuführen sind. Insgesamt hat sich der Abfluss liquider
Mittel aus der Investitionstätigkeit infolge gestiegener Zahlungsmittelzuflüsse aus
der Veräußerung von Sach- und Finanzanlagen im Vorjahresvergleich somit um 21,9 Mio.
Euro verringert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich für den Berichtszeitraum
auf minus 36,9 Mio. Euro und entfällt im Wesentlichen auf Dividendenzahlungen der
BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften in Höhe von 35,5 Mio. Euro und Zinszahlungen
über 12,6 Mio. Euro. Im Vorjahr belief sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
aufgrund der Aufnahme von Finanzschulden auf 72,3 Mio. Euro. Insgesamt haben sich die flüssigen Mittel aufgrund der Zahlungsmittelzu- und abflüsse
aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- sowie der Finanzierungstätigkeit
unter zusätzlicher Berücksichtigung von 0,9 Mio. Euro aus Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen seit dem 31. Dezember 2015 um 45,3 Mio. Euro auf 129,7 Mio.
Euro erhöht. ErtragslageFür die Monate Januar bis September des Geschäftsjahres 2016 beläuft sich der Umsatz
des BayWa Konzerns auf 11.439,3 Mio. Euro und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 342,6 Mio. Euro bzw. 3,1 Prozent erhöht. Die Aktivitäten im Agrarhandel, seit dem 1. Januar 2016 in die neuen Geschäftsfelder
BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten, verzeichnen
in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzanstieg von 521,6
Mio. Euro bzw. 8,3 Prozent auf 6.769,4 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld BAST ist von weiter
steigenden Absatzmengen gekennzeichnet. Neben dem seit Februar des laufenden Geschäftsjahres
erstmalig einbezogenen Braugetreidehändler Evergrain Germany GmbH & Co. KG profitiert
das Geschäftsfeld im Vorjahresvergleich weiterhin von der Ausweitung der internationalen
Handelsaktivitäten des BayWa Konzerns. Im Geschäftsfeld BAV waren die ersten drei
Quartale 2016 durch eine witterungsbedingt geringere Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln
und Dünger geprägt. Im Geschäftsfeld Technik verringerte sich der Umsatz um 55,9 Mio. Euro bzw. 5,8 Prozent
auf 910,8 Mio. Euro. Der im Vergleich zum Vorjahr rückläufige Umsatz ist auf die weiterhin
vorhandene Investitionszurückhaltung der Landwirte vor allem in den Bereichen Stall
und Stalltechnik sowie Traktoren zurückzuführen. Mit einer Steigerung um 32,5 Mio. Euro bzw. 6,9 Prozent auf 506,1 Mio. Euro entwickelten
sich die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Obst positiv. Der in Deutschland aufgrund des
etwas späteren Starts der diesjährigen Apfelernte noch vorhandene Absatzrückstand
wurde durch gestiegene Exportmengen aus den Überseeaktivitäten der Konzerntochter
T&G Global Limited überkompensiert. Zusätzlich trug die erstmalige Einbeziehung des
zu Beginn des Jahres mehrheitlich erworbenen niederländischen Anbieters für Tropenfrüchte,
TFC Holland B.V., zur Umsatzsteigerung bei. Im Segment Agrar belaufen sich die Umsatzerlöse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres
2016 insgesamt auf 8.186,3 Mio. Euro und liegen somit um 498,2 Mio. Euro bzw. 6,5
Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Im Segment Energie ist insgesamt ein Umsatzrückgang um 202,3 Mio. Euro bzw. 8,9 Prozent
auf 2.070,6 Mio. Euro zu verzeichnen. Diese Verringerung ist mit 212,9 Mio. Euro im
Bereich der klassischen Energie in erster Linie auf das gegenüber dem Vorjahreszeitraum
weiterhin durchschnittlich niedrigere Ölpreisniveau zurückzuführen. Während das Handelsgeschäft
mit Holzpellets und -hackschnitzeln leicht gestiegene Absatzvolumen verzeichnete,
reduzierte sich gegenläufig die Nachfrage nach Heizöl aufgrund des seit dem Sommer
wieder ansteigenden Heizölpreises und führte zu einer im Vorjahresvergleich niedrigeren
Absatzmenge. Im Kraftstoffgeschäft konnte eine leichte Absatzsteigerung gegenüber
dem Vorjahreszeitraum erzielt werden. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien verzeichnete im Vorjahresvergleich hingegen
einen Umsatzanstieg von 1,8 Prozent bzw. 10,6 Mio. Euro auf 591,5 Mio. Euro. Ursächlich
für diese Entwicklung ist neben den Veräußerungen eines Wind- und eines Solarparks
in Großbritannien sowie eines Windparks in Frankreich die kontinuierliche Ausweitung
der Geschäftsaktivitäten. Im Segment Bau erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,9
Mio. Euro bzw. 3,8 Prozent auf 1.168,6 Mio. Euro. Das Segment profitierte von der
weiterhin anhaltenden Hochkonjunktur im deutschen Bausektor und dem damit verbundenen
sehr hohen Auslastungsgrad im Baugewerbe. Hierdurch konnten gestiegene Absatzmengen
im gesamten Baustoffportfolio erzielt werden, wobei zuletzt die Sortimente für Tief-
und Straßenbau verstärkt nachgefragt wurden. Die im BayWa Konzern im laufenden Geschäftsjahr erstmals als Segment definierten Geschäftsaktivitäten
im Bereich Digital Farming verzeichnen einen Umsatz von 4,4 Mio. Euro. Der Umsatz in den Sonstigen Aktivitäten liegt mit 9,4 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge des BayWa Konzerns haben sich im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 24,2 Mio. Euro auf 127,8 Mio. Euro erhöht. Neben gestiegenen
Erträgen aus Kursgewinnen, die insbesondere aus projektbezogenen Sicherungsgeschäften
im Bereich der regenerativen Energien resultieren, ist dies zudem auf erhöhte Erträge
aus Anlagenabgängen, u. a. bedingt durch die Veräußerung der Geschäftseinheit für
Verpackungslogistik in Neuseeland durch die Konzerngesellschaft T&G Global Limited,
zurückzuführen. Unter Berücksichtigung von im Vorjahresvergleich verringerten Bestandserhöhungen
und nahezu unveränderten anderen aktivierten Eigenleistungen hat sich die Gesamtleistung
des BayWa Konzerns im Vorjahresvergleich um 274,0 Mio. Euro bzw. 2,4 Prozent auf 11.684,9
Mio. Euro erhöht. Einhergehend mit dem Anstieg der Gesamtleistung hat sich auch der Materialaufwand
um 250,4 Mio. Euro bzw. 2,4 Prozent erhöht. Das Rohergebnis verzeichnet eine Ausweitung
um 23,6 Mio. Euro bzw. 2,1 Prozent auf 1.166,3 Mio. Euro. Der Personalaufwand stieg in den ersten neun Monaten des laufenden Berichtszeitraums
um 28,6 Mio. Euro bzw. 4,6 Prozent auf 648,9 Mio. Euro. Wesentliche Ursachen hierfür
sind die in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erstmalig enthaltenen Geschäftsaktivitäten
der Neuakquisitionen des Vorjahres und des laufenden Geschäftsjahres sowie der weitere
Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den Geschäftsfeldern BayWa Agri Supply & Trade
und Regenerative Energien. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte bewegen sich mit
91,9 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 93,5 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 4,8 Mio. Euro bzw. 1,3 Prozent
auf 359,5 Mio. Euro. Grund hierfür sind insbesondere gestiegene Rechts- und Beratungsaufwendungen
und übrige sonstige Aufwendungen, welchen geringere Fuhrparkkosten und Mindererlöse
aus Anlagenverkäufen gegenüberstehen. Infolge der dargestellten Veränderungen hat sich das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
zum Ende des dritten Quartals 2016 um 8,1 Mio. Euro auf 66,0 Mio. Euro verringert. Das Beteiligungsergebnis beträgt zum Ende des dritten Quartals 2016 19,4 Mio. Euro
und ist im Vorjahresvergleich um 10,9 Mio. Euro angestiegen. Ausschlaggebend hierfür
ist die Erhöhung des Ergebnisses aus at-Equity-bilanzierten Anteilen aufgrund des
Abgangserfolgs aus der Veräußerung eines assoziierten Unternehmens. Leicht rückläufig
entwickelte sich hingegen das übrige Beteiligungsergebnis. Das EBIT des BayWa Konzerns beträgt für den Zeitraum Januar bis September 2016 somit
85,4 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung
um 2,7 Mio. Euro. Das Zinsergebnis fällt mit minus 52,0 Mio. Euro in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres
2016 im Vorjahresvergleich um 2,6 Mio. Euro bzw. 5,2 Prozent niedriger aus. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von 8,4 Mio. Euro ergibt sich nach dem
Ende des dritten Quartals des laufenden Geschäftsjahres ein Konzernüberschuss von
25,0 Mio. Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung
um 0,3 Mio. Euro bzw. 1,1 Prozent. MitarbeiterZum Ende der Berichtsperiode waren im BayWa Konzern 16.953 Mitarbeiter und somit 724
Personen mehr als noch zum Vorjahresultimo beschäftigt. Hierbei hat sich die Anzahl
der Beschäftigten im Segment Agrar um 474 auf 10.123 Mitarbeiter erhöht. Im Agrarhandel,
nun bestehend aus den Geschäftsfeldern BayWa Agri Supply & Trade und BayWa Agrar Vertrieb,
stieg die Zahl der Beschäftigten um 187 Personen. Im Geschäftsfeld Technik hat sich
eine Erhöhung um 217 Beschäftigte auf 3.655 Mitarbeiter ergeben. Im Geschäftsfeld
Obst stieg die Zahl der Beschäftigten um 70 Mitarbeiter, insbesondere bedingt durch
die Akquisition der TFC Holland B.V. Im Segment Energie ist die Mitarbeiterzahl im
Vergleich zum Geschäftsjahresende 2015 um 106 Mitarbeiter auf nun 1.958 Beschäftigte
gestiegen. Während die Anzahl der Beschäftigten im Bereich der regenerativen Energien
um 69 angestiegen ist, erhöhte sich diese im Geschäftsfeld der klassischen Energie
um 37 Personen. Im Segment Bau hat sich die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum
Vorjahresultimo um 83 erhöht und beläuft sich zum 30. September 2016 auf 4.111 Beschäftigte.
Die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Segment Digital Farming hat zu einem Anstieg
der Mitarbeiterzahl um 22 auf 127 Mitarbeiter geführt. Die Anzahl der den Sonstigen
Aktivitäten zuzuordnenden Mitarbeiter hat sich um 39 auf 634 Beschäftigte erhöht. AusblickFür das Schlussquartal dürften sich die Perspektiven im Segment Agrar verbessern.
Der globale Weizenmarkt bleibt zwar weiterhin gut versorgt, aber Qualitätsweizen wird
vor allem im europäischen Raum stark nachgefragt. Vor diesem Hintergrund bieten insbesondere
die höheren inländischen Getreidebestände gegenüber dem Vorjahr (plus 5 Prozent) gute
Vermarktungsmöglichkeiten und zusätzliches Margenpotenzial. Ungewiss ist jedoch, wie
viel davon noch im laufenden Geschäftsjahr zur Vermarktung kommen wird. Die Einlagerungssaison
von Betriebsmitteln startete verhalten, daher bestehen nicht zuletzt aufgrund der
unterdurchschnittlichen Preise insbesondere bei Dünger gute Chancen auf eine Belebung
des Geschäfts zum Jahresende. Die Investitionsbereitschaft dürfte auch im landtechnischen
Bereich zunehmen. Aufgrund der langen und teilweise nassen Erntesaison ist von einem
höheren Servicebedarf bei Schleppern auszugehen. Darüber hinaus ist die diesjährige
Landwirtschaftsausstellung, die im Vierjahresrhythmus während des Oktoberfests in
München stattfand, ein weiterer Impulsgeber für den Kauf von landtechnischen Maschinen.
Diesen Trend bestätigt bereits der steigende Auftragseingang im September und Oktober.
Die Obsternte und Vermarktungssaison auf der südlichen Hemisphäre ist weitestgehend
abgeschlossen. Daher wird das Schlussquartal im Obstbereich von der Ernte auf der
nördlichen Hemisphäre geprägt sein. Aufgrund von regionalen Hagel- und Frostschäden
sind die Fruchtqualitäten zwar heterogen ausgefallen, doch höhere Volumina dürften
die Qualitätseinbußen größtenteils kompensieren. Außerdem entwickelt sich der Handel
mit tropischen Früchten im Rahmen der Geschäftserwartungen und könnte zusätzlich vom
Weihnachtsgeschäft profitieren. Die positive Entwicklung im Geschäftsfeld Obst wird
die Rückstände in den restlichen Geschäftsfeldern im Segment Agrar jedoch nicht ausgleichen
können. Insgesamt dürfte das Segment Agrar durch ein starkes viertes Quartal den Rückgang
gegenüber dem Vorjahr verringern, aber nicht mehr aufholen. Die partiell schwache Entwicklung im Segment Agrar wird vor allem durch ein sehr starkes
Geschäft bei Energie und Bau kompensiert. In beiden Segmenten besteht eine gute Ausgangslage,
um im Schlussquartal nochmals deutlich zuzulegen. Im Energiebereich ist davon auszugehen, dass insbesondere der Handel mit Heizöl in
den bevorstehenden Wintermonaten nochmals anzieht. Das unterdurchschnittliche Preisniveau
verglichen mit den Kalenderjahren 2014 und 2015 dürfte für die Verbraucher Anlass
sein, um zumindest nachzutanken. Der kurzfristige Anstieg beim Ölpreis Anfang Oktober
führte bereits zu Preissicherungskäufen. Im Geschäft mit Schmier- und Kraftstoffen
wird eine stabile Entwicklung erwartet. Im Bereich der regenerativen Energien wird die Zeit bis zum Jahresende weiterhin von
Projektverkäufen bestimmt sein. Neben dem bereits zu Anfang des vierten Quartals erfolgten
Verkauf des Windenergieprojekts "Creußen" südlich von Bayreuth sind weitere Anlagenverkäufe
vor allem in Großbritannien sowie Deutschland und Frankreich vorgesehen. Zusätzliche
Ergebnispotenziale ergeben sich zudem aus dem weltweiten Handel mit Solarmodulen und
im Servicegeschäft. Insgesamt dürfte das Segment Energie ein ähnlich hohes Ergebnisniveau
erreichen wie im Vorjahr. Die Rahmenbedingungen für den weiteren Geschäftsverlauf im Segment Bau sind ebenfalls
positiv. Die Fortsetzung der erfreulichen Baukonjunktur beschert dem Konzern eine
gute Auftragslage, die sich über das laufende Geschäftsjahr hinaus auswirken dürfte.
Sollte das Wetter in den Wintermonaten standhalten, dürfte einer Ergebnisverbesserung
im Segment Bau gegenüber dem Vorjahr nichts mehr im Wege stehen. Unterstützend kommt
hinzu, dass die Weihnachtsfeiertage in diesem Geschäftsjahr nur auf wenige Werktage
fallen. Aufgrund der angespannten Situation im Agrarumfeld dürfte die Herausforderung, an
das Vorjahresergebnis anzuknüpfen, bestehen bleiben. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen in dem vorliegenden Dokument
basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese
Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere
unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten,
zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht. Konzernabschluss der BayWa AG nach IFRSKonzernbilanz zum 30. September 2016
in Mio. EuroAktivascroll
Passivascroll
Konzernabschluss der BayWa AG nach IFRS *Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 30. September 2016scroll
scroll
*
Vorjahreszahlen angepasst, im Wesentlichen um die Auswirkungen aus Bilanzierung eines
Finanzierungsleasings im Geschäftsjahr 2013 und vorzeitiger Anwendung eines neuen
IFRS-Standards. Details zu den vorgenommenen Anpassungen sind im Anhang zum vorliegenden
Quartalsbericht sowie im Konzernfinanzbericht 2015, Anhang B.7, beschrieben. Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis zum 30. September 2016scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. September 2016scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 30. September 2016scroll
scroll
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) 01.01. - 30.09.2016scroll
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Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) 01.01. - 30.09.2015 nach Anpassungenscroll
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Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern (GuV)scroll
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Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) Stichtag 30.09.2016scroll
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Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) Stichtag 31.12.2015scroll
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Segmentinformationen nach Regionenscroll
Anhang zum Quartalsfinanzbericht vom 1. Januar bis 30. September 2016Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer vorliegende Quartalsfinanzbericht des BayWa Konzerns zum 30. September 2016 wurde
in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) unter Berücksichtigung des
zum Abschluss-Stichtag anzuwendenden gültigen Regelwerks der International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Konzernwährung lautet auf Euro. Gegenüber
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2015 haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der
BayWa AG zum 31. Dezember 2015 verwiesen. Aus der im Berichtsjahr erstmalig verpflichtenden Anwendung der nachfolgend genannten
geänderten Rechnungslegungsstandards haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben:
Im Juni 2014 veröffentlichte der IASB zudem Änderungen an IAS 16 (Property, Plant
and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) hinsichtlich der Bilanzierung von fruchttragenden
Pflanzen. Die Änderungen traten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1.
Januar 2016 beginnen. Im BayWa Konzern wurden die Änderungen bereits im Geschäftsjahr
2015 vorzeitig retrospektiv angewendet, so dass sich aus den Änderungen keine Auswirkungen
auf die laufende Berichtsperiode ergeben. Die Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahres
wurden entsprechend angepasst. IAS 8 - Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und FehlerDer Konzernabschluss sowie auch der Konzernlagebericht der BayWa AG zum 31. Dezember
2013 wurden einer Stichprobenprüfung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung
nach § 342b Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 HGB unterzogen. Aus den daraus resultierenden Feststellungen
haben sich Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns
für das Geschäftsjahr 2013 und, daraus resultierend, auch für die Folgejahre ergeben,
die im vorliegenden Quartalsfinanzbericht zu einer Anpassung der Vergleichswerte des
Vorjahres geführt haben. Der BayWa Konzern hat sich zudem im Vorjahr für die vorzeitige Anwendung der Änderungen
an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) hinsichtlich der
Bilanzierung von fruchttragenden Pflanzen, die im November 2015 in europäisches Recht
übernommen wurden, entschieden. Auch hieraus hat sich die Notwendigkeit einer Anpassung
der Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahres ergeben. Für weitergehende Informationen und für eine detaillierte Darstellung der genannten
Anpassungen wird auf die Ausführungen im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember
2015 verwiesen. Aus den genannten Anpassungen haben sich die nachfolgend dargestellten Auswirkungen
auf die Gewinn- und Verlustrechnung für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres
2015 ergeben: scroll
Die Überleitung auf das Konzern-Gesamtergebnis für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres
2015 stellt sich nach Anpassungen wie folgt dar: scroll
Auf die Kapitalflussrechnung der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2015 haben
sich durch die Anpassungen folgende Auswirkungen ergeben: scroll
Veränderung des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen,
auf die die BayWa AG direkt oder indirekt über Tochterunternehmen beherrschenden Einfluss
nehmen kann. Folgende im Berichtsjahr oder in den Vorjahren gegründete Gesellschaften wurden neu
in den Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen: BayWa Obst Beteiligung
GmbH, München; BayWa Fruit B.V., Amsterdam, Niederlande; Kerifresh Growers Trust 2016,
Kerikeri, Neuseeland; T&G South East Asia Ltd, Bangkok, Thailand; BayWa r.e. Asia
Pacific Pte. Ltd., Singapore; BayWa r.e. (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand;
BayWa r.e. Solar Pte. Ltd., Singapore; BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l., Luxemburg;
T&G Japan Limited, Tokyo, Japan; BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd, Perth, Australien;
BayWa r.e. Progetti S.R.L., Milano, Italien; CalCity Solar I, LLC, Wilmington (Delaware),
USA; BAYWA CANADA LTD, Vancouver, Kanada; 10766230 B.C. LTD, Vancouver, Kanada. Zudem wurde die Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München, die bis zum Ende des Geschäftsjahres
2015 aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht Bestandteil des Konsolidierungskreises
war, zum 1. Januar 2016 erstmalig nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in
den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2016 nachfolgende Projektgesellschaften in den
Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen: Windpark Stockelsdorf GmbH,
Gräfelfing; Windpark Bärofen GmbH, Kilb, Österreich; Eole de Plan Fleury SAS, Vitry
La Ville, Frankreich; KALPIS, S.A.P.I. DE C.V., Ciudad de México, Mexiko; K'IIN, S.A.P.I.
DE C.V., Ciudad de México, Mexiko; Bodwen Solar Project Limited, London, Großbritannien;
Berthllwyd Solar Project Limited, London, Großbritannien; Solarpark Möhlau GmbH &
Co. KG, Polch; Sandhutton Solar Project Limited, London, Großbritannien; Chestnut
Solar LLC, Raleigh (North Carolina), USA; Hemlock Solar LLC, Raleigh (North Carolina),
USA, und HXNAir Solar One, LLC, Raleigh (North Carolina), USA. Aufgrund von Wesentlichkeitskriterien
erstmalig einbezogen wurden auch die folgenden Gesellschaften: Tierceline Energies
SARL, Paris, Frankreich; Windpark Cashagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing; Windpark Dissau
GmbH & Co. KG, Gräfelfing; Windpark Uphuser Mark GmbH & Co. KG, Gräfelfing; BayWa
r.e. Desarrollos Solares S. de R.L. de C.V., Ciudad de México, Mexiko. Des Weiteren wurde die RENERCO GEM 4 GmbH, Gräfelfing, auf die BayWa r.e. Wind GmbH,
München, verschmolzen, so dass die RENERCO GEM 4 GmbH keine eigenständige Gesellschaft
im Konsolidierungskreis der BayWa AG mehr darstellt. Weiterhin wurde die FarmFacts GmbH & Co. KG, Pfarrkirchen, mit Wirkung zum 1. Juli
2016 auf die PC-Agrar Informations- und Beratungsdienst GmbH, Pfarrkirchen, verschmolzen,
so dass die FarmFacts GmbH & Co. KG keine eigenständige Gesellschaft im Konsolidierungskreis
der BayWa AG mehr darstellt. Seit der Verschmelzung firmiert die Gesellschaft unter
FarmFacts GmbH, Pfarrkirchen. Zudem wurde die Sempol spol. s r.o., Trnava, Slowakei, auf die RWA SLOVAKIA spol.
s r.o., Bratislava, Slowakei, verschmolzen, so dass die Sempol spol. s r.o. keine
eigenständige Gesellschaft im Konsolidierungskreis der BayWa AG mehr darstellt. Ebenso wurde die Fresh Food Exports 2011 Limited, Auckland, Neuseeland, auf die Delica
Limited, Auckland, Neuseeland, verschmolzen, so dass die Fresh Food Exports 2011 Limited
keine eigenständige Gesellschaft im Konsolidierungskreis der BayWa AG mehr darstellt. Des Weiteren wurden die Rianto Limited, Auckland, Neuseeland, sowie die Rembrandt
Van Rijen Limited, Auckland, Neuseeland, auf die Status Produce Limited, Auckland,
Neuseeland, verschmolzen, so dass die Rianto Limited und die Rembrandt Van Rijen Limited
keine eigenständigen Gesellschaften im Konsolidierungskreis der BayWa AG mehr darstellen. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agrar Beteiligung Nr.
2 GmbH, München, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Evergrain
Germany GmbH & Co. KG, Hamburg, übernommen. Mit der Übernahme baut der BayWa Konzern
sein Spezialitätengeschäft international weiter aus und will zukünftig eine führende
Rolle im Braugetreidegeschäft einnehmen. Das größte Absatzpotenzial für Braugetreide
liegt innerhalb der Europäischen Union und zunehmend in den Wachstumsmärkten Südamerikas
und Asiens. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH
auf die Evergrain Germany GmbH & Co. KG besteht seit dem 29. Januar 2016, dem Tag
der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den
Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit
und Praktikabilität auf den 1. Februar 2016. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 6,600 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte
Kaufpreiskomponente über 4,992 Mio. Euro. Weiterhin beinhaltet der Kaufvertrag bedingte
Kaufpreisbestandteile, die sich in Abhängigkeit des jeweiligen Return on Invested
Capital für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 auf insgesamt maximal 1,608 Mio. Euro
belaufen. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,365 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Evergrain Germany GmbH & Co. KG
erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 5,453 Mio. Euro.
Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 5,446 Mio. Euro als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 4,610 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 2,354 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. Februar 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die Evergrain Germany GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 85,193 Mio. Euro
einen Überschuss in Höhe von 0,739 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Solar Systems S.à
r.l., Luxemburg, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der regenerativen
Energien von der SOLAR-Center S.à r.l., Luxemburg, mit Wirkung zum 1. März 2016 im
Rahmen eines Asset-Deals den Photovoltaik(PV)-Geschäftsbetrieb übernommen, der den
Großhandel von PV-Modulen, Wechselrichtern und sonstigem Zubehör in den Benelux-Ländern,
Frankreich und Deutschland umfasst. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen
Geschäftsaktivitäten belaufen sich auf 2,404 Mio. Euro. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,053 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden. Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l. bei einem Umsatz von 26,568 Mio. Euro
einen Überschuss in Höhe von 0,318 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Fruit B.V., Amsterdam,
Niederlande, im Rahmen eines Share-Deals 68,4 Prozent der Anteile an der TFC Holland
B.V., De Lier, Niederlande, übernommen. Die Übernahme ist für die BayWa ein wesentlicher
Schritt innerhalb der internationalen Wachstumsstrategie im Segment Agrar. Die TFC
Holland B.V. verfügt über langjährige internationale Handelsbeziehungen in sämtliche
Beschaffungsmärkte für exotische Früchte - hauptsächlich für Avocado, Mango, Ingwer
und Zitrusfrüchte - sowie zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Erweiterung
seines Portfolios im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten, insbesondere
im Bereich "ready-to-eat", baut der BayWa Konzern seine Position als führender internationaler
Obst- und Kernobstanbieter deutlich aus. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa
Fruit B.V. auf die TFC Holland B.V. besteht seit dem 8. März 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung
für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im
Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität
auf den 1. März 2016. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 28,705 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im März zur Auszahlung gelangte
Kaufpreiskomponente. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,993 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der TFC Holland B.V. erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der auf nicht beherrschende Anteile an der TFC Holland B.V. entfallende Anteil am
Nettovermögen von 2,550 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden
beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden. Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 11,079 Mio.
Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 11,008 Mio. Euro als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 33,158 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 2,312 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den KonzernKonsolidierungskreis,
erzielte die TFC Holland B.V. bei einem Umsatz von 33,842 Mio. Euro einen Überschuss
in Höhe von 2,397 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Italia S.r.l.,
Milano, Italien, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Kenergia
Sviluppo S.r.l., Roma, Italien, übernommen. Durch die Übernahme sollen die Geschäftsaktivitäten
im Bereich der technischen Betriebsführung und Wartung im italienischen Markt ausgeweitet
werden. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Italia S.r.l. auf die Kenergia
Sviluppo S.r.l. besteht seit dem 17. Juni 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die
erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen
der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,197 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juni und September zur Auszahlung
gelangte Kaufpreiskomponente. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind bislang keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Kenergia Sviluppo S.r.l. erworbene
Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Unternehmenserwerb nicht entstanden. Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 1,387 Mio. Euro.
Die gesamten Forderungen wurden als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 1,712 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 0,285 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 17. Juni 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den KonzernKonsolidierungskreis,
erzielte die Kenergia Sviluppo S.r.l. bei einem Umsatz von 0,440 Mio. Euro einen Fehlbetrag
in Höhe von 0,401 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war Die BayWa AG, München, hat im Rahmen eines Share-Deals 51,0 Prozent der Anteile an
der Agrimec Group B.V., Apeldoorn, Niederlande, erworben. Zusammen mit den bereits
zuvor gehaltenen 49,0 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die bis zum Zeitpunkt
des sukzessiven Erwerbs at-Equity bilanziert wurden, befinden sich seit dem Erwerbszeitpunkt
100 Prozent der Anteile im Besitz der BayWa AG. Mit diesem Kauf wird die BayWa AG
der alleinige Eigentümer von Agrimec Group B.V. und ihrer Tochtergesellschaft Abemec
B.V., Veghel, Niederlande. Die vollständige Übernahme der Agrimec Group B.V. ist Teil
der Internationalisierungsstrategie der BayWa AG im Bereich Landtechnik. Die beherrschende
Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen besteht seit dem 11. Juli 2016,
dem Tag der Kaufpreiszahlung für die zusätzlich erworbenen 51,0 Prozent der Anteile.
Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung
erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. Juli 2016. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die gesamten Anteile von 100 Prozent betrugen
10,069 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juli für den
Erwerb der zusätzlichen Anteile von 51 Prozent zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente
von 5,047 Mio. Euro sowie die bislang von der BayWa AG at-Equity-bilanzierten Anteile
von 5,022 Mio. Euro. Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,090 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Agrimec Group B.V. und ihrer Tochtergesellschaft
erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 7,494 Mio. Euro.
Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 7,362 Mio. Euro als einbringlich betrachtet. Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 38,030 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 0,288 Mio. Euro höher ausgefallen. Seit dem 1. Juli 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die Agrimec Group B.V. zusammen mit der Abemec B.V. bei einem Umsatz von
16,084 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,081 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Solar Systems Pty
Ltd, Perth, Australien, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der regenerativen
Energien von der Solar Matrix Pty Ltd, Perth, Australien, mit Wirkung zum 22. September
2016 im Rahmen eines Asset-Deals den Photovoltaik(PV)-Geschäftsbetrieb übernommen
und steigt damit in das Geschäft mit Solarkomponenten in Australien ein. Die vorläufigen
Anschaffungskosten für die erworbenen Geschäftsaktivitäten belaufen sich auf 1,270
Mio. Euro. Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind bislang keine Transaktionskosten angefallen. Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte): scroll
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden. Seit dem 22. September 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd bei einem Umsatz von 0,065 Mio. Euro
einen Fehlbetrag in Höhe von 0,013 Mio. Euro. Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Quartalsfinanzberichts noch nicht abgeschlossen war. Die BayWa AG, München, hat am 3. Juni 2016 an einer Kapitalerhöhung der Konzerngesellschaft
T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland, teilgenommen. Da nicht alle Gesellschafter
beteiligungsproportional an der Kapitalerhöhung teilgenommen haben, erhöhten sich
die Anteile der BayWa AG an der T&G Global Limited von 73,68 Prozent auf 73,99 Prozent.
Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der T&G Global
Limited betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,541 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss
infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital
um 0,541 Mio. Euro und anderseits erhöhte sich das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbare Eigenkapital um 0,541 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem zusätzlichen
Anteilserwerb entstandenen vorläufigen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem
zusätzlichen Anteilserwerb sind bislang keine Transaktionskosten angefallen. Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. renewable energy
GmbH, München, mit Wirkung zum 27. Juli 2016 die restlichen 10 Prozent der Anteile
an der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich, erworben, so dass der BayWa
r.e. renewable energy GmbH seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile an der
Gesellschaft zustehen. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile
betragen 0,450 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und am 27.
Juli 2016 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 0,450 Mio. Euro. Der Buchwert
der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH,
Kilb, Österreich, betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,354 Mio. Euro. Somit reduzierten sich
im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter
am Eigenkapital um 0,354 Mio. Euro und anderseits das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbare Eigenkapital um 0,096 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven
Erwerb entstandenen vorläufigen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem zusätzlichen
Anteilserwerb sind bislang keine Transaktionskosten angefallen. Am 18. März 2016 hat die Solarpark Homestead GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer Anteile
an der Haymaker (Homestead) Ltd., London, Großbritannien, veräußert. Weiterhin hat am 30. Juli 2016 die BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich, 100 Prozent
ihrer Anteile an der Saint Congard Energies SAS, Paris, Frankreich, veräußert. Am 28. August 2016 hat die BayWa r.e. Development, LLC, Wilmington (Delaware), USA,
je 100 Prozent ihrer Anteile an der NLP Granger A82, LLC, Wilmington (Delaware), USA,
und der NLP Valley Center Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA, veräußert. Weiterhin hat am 13. September 2016 die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing,
100 Prozent ihrer Anteile an der Windpark Namborn GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert. Am 30. September 2016 hat die BayWa r.e. UK Limited, London, Großbritannien, 100 Prozent
ihrer Anteile an der Fraisthorpe (Holding) Limited, London, Großbritannien, veräußert.
Zusammen mit der Fraisthorpe (Holding) Limited sind auch die von dieser gehaltenen
Anteile an der Fraisthorpe Wind Farm Ltd., London, Großbritannien, veräußert worden. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie
folgt dar (vorläufige Werte): Erhaltene Gegenleistungscroll
Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schuldenscroll
Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaftscroll
Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in
der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis
dargestellt. Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmensscroll
Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing, hat am 22. September 2016 ihre 50-Prozent-Beteiligung
an der Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert. Die Gesellschaft
war bis zu diesem Zeitpunkt at-Equity bilanziert worden. Zum 30. September 2016 wurden insgesamt 317 Gesellschaften nach den Vorschriften der
Vollkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt (31. Dezember 2015: 295 Gesellschaften).
Zudem sind 29 assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss
nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 berücksichtigt worden (31. Dezember 2015: 32
Gesellschaften). Annahmen und SchätzungenSoweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und Schätzungen vorgenommen wurden,
bleiben diese in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich
unverändert. Es gibt keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer wesentlichen Auswirkung
auf die aktuelle Berichtsperiode. Saison- und Konjunktureinflüsse auf die GeschäftstätigkeitGeschäftstypisch wirken sich saisonale Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des
Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis,
die sich teilweise ausgleichen. Im Segment Agrar liegen die Hauptaktivitäten in den
ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im zweiten Quartal. Im
Geschäftsfeld der klassischen Energie führen mehr konjunkturelle Einflüsse zu Geschäftsschwankungen.
Die Preisentwicklung beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und damit wesentlich
die Umsatzentwicklung des Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im Mehrjahresverlauf
auf. Im Bereich der regenerativen Energien ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit
von Projektverkäufen. Zudem können sich politische Einflussfaktoren durch Änderungen
von Fördermaßnahmen auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau verstärkt
sich die Tätigkeit nach dem ersten Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb
des vierten Quartals. FinanzinstrumenteFür die finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden und deren Buchwerte nicht annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten entsprechen,
stellen sich die jeweiligen Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte wie folgt dar: scroll
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum
Berichtsstichtag 30. September 2016 wie folgt dar: scroll
Schuldverschreibung/EigenkapitaltitelIn der Berichtsperiode wurden keine Emissionen, Rückkäufe oder Rückzahlungen getätigt,
weder bei Schuldverschreibungen noch bei sonstigen Eigenkapitaltiteln. Der Bestand
an eigenen Aktien beträgt seit dem Geschäftsjahr 2003 unverändert 19.500 Stückaktien.
Dies sind 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent des Grundkapitals. Gewinnverwendung des Bilanzgewinns 2015Die Hauptversammlung hat am 7. Juni 2016 folgende Gewinnverwendung des Bilanzgewinns
des Geschäftsjahres 2015 der BayWa AG beschlossen: scroll
Die Dividende ist am 8. Juni 2016 zur Auszahlung gekommen. Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag verminderte sich um den Teilbetrag, der
auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen
eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Dieser
Teilbetrag wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende
Periodenüberschuss (nach Fremdanteilen) durch die durchschnittliche Zahl der Aktien
dividiert wird. Sogenannte potenzielle Aktien (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen),
die das Ergebnis je Aktie verwässern können, wurden nicht ausgegeben. Damit entsprechen
sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie. Berichtspflichtige SachverhalteIn der Berichterstattung zum dritten Quartal ist über Sachverhalte zu berichten, die
Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflusst
haben und die aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit ungewöhnlich
sind. Innerhalb der Zwischenberichtsperiode ist über keine berichtspflichtigen Sachverhalte
zu berichten. Hinsichtlich bestehender Effekte aus Unternehmenserwerben und Unternehmensveräußerungen
wird auf die oben gemachten Ausführungen verwiesen. SteuerberechnungDie Steuerberechnung erfolgt mit dem gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatz,
getrennt nach Regionen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche,
die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgeperioden
ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet
ist. Eventualschulden und EventualforderungenEventualforderungen bestehen nicht. Bei den Eventualschulden sind keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem Berichtszeitpunkt 31. Dezember 2015 erfolgt. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt und
nach den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert. SegmentberichterstattungAufgrund einer seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 geänderten internen Organisationsstruktur
der Agrarhandelsaktivitäten des BayWa Konzerns haben sich Auswirkungen auf die Segmentberichterstattung
in der dargestellten Berichtsperiode ergeben. Die bislang im Geschäftsfeld Agrarhandel
zusammengefassten Agrarhandelsaktivitäten sind mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in die
zwei separaten Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb
(BAV) aufgeteilt worden. BAST umfasst die nationalen und internationalen Handels-,
Distributions- und Logistiktätigkeiten des BayWa Konzerns für Getreide, Ölsaaten und
Zusatzprodukte. Im Geschäftsfeld BAV wurden das Erfassungsgeschäft und der Handel
mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Eine Anpassung der Vergleichswerte
des Vorjahres an die geänderte Organisationsstruktur ist nicht erfolgt, da die hierfür
erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind und die Kosten für deren Erstellung
in keinem sinnvollen Verhältnis zu deren Nutzen stehen. Die Zusammenfassung der Kennzahlen
der Geschäftsfelder BAST und BAV für die ersten drei Quartale 2016 ist inhaltlich
mit den im Vorjahr im Geschäftsfeld Agrarhandel ausgewiesenen Werten vergleichbar. Weiterhin wurden die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 als Geschäftsfeld im
Segment Agrar dargestellten Aktivitäten im Bereich Digital Farming aufgrund der darin
zusammengefassten segmentübergreifenden Tätigkeiten sowie aufgrund der wachsenden
Bedeutung für den BayWa Konzern im vorliegenden Quartalsabschluss erstmalig als eigenständiges
Segment dargestellt. Sonstige berichtspflichtige SachverhalteAm 26. Januar 2016 hat das Bundeskartellamt auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts
Bonn eine Durchsuchung verschiedener Büroräume des Hauptsitzes der BayWa AG in München
vorgenommen. Die Durchsuchung wurde mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter des
Unternehmens an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik
beteiligt gewesen sein sollen. Aus dem Untersuchungsbeschluss geht hervor, dass mehrere
Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Weitere Einzelheiten
zu den erhobenen Vorwürfen lagen dem Unternehmen zum Zeitpunkt der Unterzeichnung
des Quartalsabschlusses nicht vor. Die BayWa AG kooperiert mit dem Bundeskartellamt
in allen Punkten, um eine Klärung des Sachverhalts herbeizuführen. Die BayWa AG, München, übernimmt zum 1. Oktober 2016 den Natursteinhandel Peter Frey
GmbH, Wartenberg. Mit der Übernahme des Betriebs ergänzt die BayWa AG ihr Baustoffportfolio.
Die Kernkompetenz der Peter Frey GmbH liegt darin, hochwertige Natursteinprodukte
aus dem In- und Ausland unter fachmännischer Beratung, vor allem im Straßen-, Wege-
und Landschaftsbau, zum Einsatz zu bringen. Prüferische Durchsicht des QuartalsfinanzberichtsDer Quartalsfinanzbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen. München, 7. November 2016 Der Vorstand Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender des Vorstands) Andreas Helber Roland Schuler Matthias Taft Reinhard Wolf |
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