BayWa Aktiengesellschaft

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

KONZERNFINANZBERICHT 2016

BayWa AG

BayWa Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

ÜBERBLICK

In einem global herausfordernden Marktumfeld mit teilweise stark volatilen Preisen für Rohstoffe und Agrarerzeugnisse profitierte der BayWa Konzern im Berichtsjahr 2016 einmal mehr von seiner internationalen Aufstellung und seinem breit diversifizierten Geschäftsportfolio. Während die Entwicklung in den Segmenten Energie und Bau sowie im Geschäftsfeld Obst sehr erfolgreich verlief, standen die Agrarhandelsaktivitäten und das Technikgeschäft unter dem Eindruck ungünstiger Rahmenbedingungen. Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im Jahr 2016 als noch zufriedenstellend.

Auch im Geschäftsjahr 2016 hat die BayWa ihre Strategie mit zahlreichen Maßnahmen vorangetrieben. So erwarb die BayWa im Januar 2016 im Rahmen ihrer Spezialisierungsstrategie im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen 100 Prozent der Anteile an der Evergrain Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg. Evergrain ist auf den internationalen Handel mit Braugetreide spezialisiert. Im Januar 2017 folgte die Übernahme der Thegra Tracomex Group, Oosterhout, durch die niederländische Konzerngesellschaft Cefetra B.V. Die Thegra Tracomex Group handelt mit Spezialitäten wie Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten sowie Bio-Erzeugnissen. Ihre Position als führender internationaler Obst- und Kernobstanbieter baute die BayWa deutlich aus: Über die Mehrheitsbeteiligung an der niederländischen TFC Holland B.V. (TFC) im Jahr 2016 erweiterte die BayWa ihr Portfolio im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten im Bereich "ready-to-eat". Im Geschäftsfeld Technik ging die BayWa eine Kooperation zur Vermarktung von CLAAS-Produkten in Kanada ein. Darüber hinaus hat die BayWa im Juli 2016 die restlichen 51 Prozent der Anteile der niederländischen Agrimec Group B.V. übernommen, die im Vertrieb und Service von Landmaschinen tätig ist. Im Januar 2017 ging die BayWa mit der südafrikanischen Barloworld South Africa ein weiteres Joint Venture zum Ausbau der Kooperation für Land- und Logistiktechnik in Südafrika und weiteren benachbarten Märkten ein. Damit setzt das Geschäftsfeld seinen Weg der Internationalisierung zur Sicherung langfristiger Wachstumsperspektiven konsequent fort. Im Bereich der erneuerbaren Energien gründete die BayWa r.e. renewable energy GmbH (BayWa r.e.) im Jahr 2016 zwei neue Gesellschaften in Singapur und Bangkok, um am dynamischen Wachstum in Südostasien sowohl im Bereich Projektierung als auch im Handel mit Photovoltaikkomponenten zu partizipieren. Mit Neugründung einer Tochtergesellschaft in Luxemburg - unter teilweiser Übernahme eines bestehenden Geschäfts - baute die BayWa r.e. darüber hinaus ihren Photovoltaikvertrieb in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich aus. Der Fortsetzung des strategischen Wachstumskurses diente auch die Übernahme des Photovoltaikgroßhändlers Solarmatrix in Perth, Australien. Ferner übernahm die BayWa r.e. mehrere in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung von Solar- und Windenergieanlagen tätige Gesellschaften in Italien, Spanien und Großbritannien. Damit betreut die BayWa r.e. weltweit nun mehr als 2,3 Gigawatt (GW) Anlagenleistung. Im klassischen Energiegeschäft konnte die BayWa durch die Übernahme der Vertriebsaktivitäten der Dr. Gies Vermögensverwaltung Future Energies GmbH ihren Marktanteil im Wärmegeschäft mit Holzpellets deutlich steigern. Das Segment Bau erweiterte seine Online-Angebote um einen Raumdesigner und ist an der Erstellung des Wohnhaus-Konfigurators "Mr+Mrs Homes" beteiligt. Daneben ging im Januar 2017 das Baustoff-Online-Portal an den Start. Schließlich hat sich die BayWa mit der Gründung eines eigenständigen Segments Innovation & Digitalisierung noch stärker auf die digitale Zukunft eingestellt. Das Segment entwickelt und vermarktet digitale Angebote zur Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft und bündelt die E-Commerce-Aktivitäten im BayWa Konzern unter dem Dach der "BayWa Online World".

Insgesamt nahm der Umsatz des Segments Agrar im Geschäftsjahr 2016 um 7,2 Prozent auf 10.884,5 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments ging jedoch um 19,9 Mio. Euro auf 70,1 Mio. Euro zurück. Der Umsatz der neuen Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) lag im Jahr 2016 mit 8.968,4 Mio. Euro in Summe um 7,8 Prozent über dem Vorjahresniveau im ehemaligen Geschäftsfeld Agrarhandel. Der Anstieg ist vor allem auf die Ausweitung der internationalen Handelsaktivitäten bei Getreide und Ölsaaten um rund 12 Prozent auf 33,8 Mio. Tonnen zurückzuführen. Das EBIT von 17,2 Mio. Euro lag durch Belastungen im Handelsergebnis, eine hohe Wettbewerbsintensität in neuen Märkten sowie das schwächere Betriebsmittelgeschäft im Berichtsjahr um 24,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert des Agrarhandels. Das Geschäftsfeld Obst verzeichnete 2016 eine sehr erfreuliche Entwicklung. Der Umsatz legte erheblich um 16,2 Prozent auf 659,3 Mio. Euro zu. Zu diesem Anstieg trugen vor allem höhere Preise für neuseeländisches Obst sowie die gestiegenen Absatzmengen von Beeren- und Steinobst, Südfrüchten und Fruchtgemüsen bei. Dabei wirkte sich insbesondere der mehrheitliche Erwerb der niederländischen TFC im März 2016 positiv aus: Dieser führte zu einer erheblichen Angebotsausweitung im Bereich Südfrüchte. Das EBIT erhöhte sich aufgrund eines verbesserten Produktmixes mit mehr höhermargigen Erzeugnissen um 56,5 Prozent auf eine neue Bestmarke von 42,3 Mio. Euro. Der Umsatz im Geschäftsfeld Technik sank 2016 infolge einer erheblichen Abschwächung der Investitionsbereitschaft der Landwirte um 0,3 Prozent auf 1.256,8 Mio. Euro. Beim EBIT ergab sich vor allem aufgrund des geringeren Neumaschinengeschäfts ein Rückgang auf 10,6 Mio. Euro.

Das Segment Energie verzeichnete 2016 erneut ein Rekordjahr. Die realisierte Leistung, die alle im Jahr 2016 in Betrieb genommenen Windenergie-, Solar- und Biomasseanlagen umfasst, summierte sich im Berichtsjahr auf 265,0 Megawatt (MW). Der Umsatz des Geschäftsfelds Regenerative Energien ging insbesondere aufgrund gesunkener Marktpreise für Solarkomponenten um 7,1 Prozent auf 945,9 Mio. Euro zurück. Das EBIT des Geschäftsfelds erreichte mit einem Ergebnisanstieg um 8,9 Prozent auf 67,3 Mio. Euro jedoch eine neue Bestmarke. Im klassischen Energiegeschäft ging der Umsatz im Wesentlichen aufgrund der im Jahresdurchschnitt unter dem Vorjahresniveau liegenden Preise für Heizöl und Kraftstoffe um 9,6 Prozent auf 2.030,1 Mio. Euro zurück. Das EBIT verbesserte sich vor allem aufgrund einer positiven Margenentwicklung im Kraftstoffgeschäft um 0,4 Mio. Euro auf 15,8 Mio. Euro. Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie im Geschäftsjahr 2016 mit 2.976,0 Mio. Euro um 288,2 Mio. Euro bzw. 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das EBIT konnte allerdings um 7,7 Prozent auf 83,1 Mio. Euro gesteigert werden.

Das Segment Bau erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 vor allem durch gesteigerte Absatzmengen im Zuge der guten Baukonjunktur mit 1.530,1 Mio. Euro einen um 2,3 Prozent höheren Umsatz. Die Absatzmengen des gesamten Baustoffportfolios profitierten insbesondere vom boomenden Wohnungsbau. Dadurch nahm auch die Nachfrage nach vorgefertigten Bauelementen wie beispielsweise Treppen, Decken oder Garagen stark zu. Die Sortimente für Tief- und Straßenbauarbeiten wurden im Jahresverlauf aufgrund der vermehrt durchgeführten Reparaturen sowie Modernisierungen von Autobahnen, Brücken und Tunneln verstärkt nachgefragt. Das EBIT verbesserte sich durch den Ausbau der Eigenmarken, die fortgesetzte Optimierung des Standortnetzes sowie ölpreisbedingt gesunkenen Logistikkosten um 1,1 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro.

Das Angebot des im zweiten Halbjahr 2016 aus dem früheren Geschäftsfeld Digital Farming hervorgegangenen Segments Innovation & Digitalisierung umfasst die Software-Produkte "Agrar Office" und "NEXT Farming" der Tochtergesellschaft FarmFacts, die digitales Kartenmaterial, Analysen und Beratungsleistungen im Bereich Digitalisierung der Landwirtschaft bereitstellt. Der Bereich E-Commerce fasst sämtliche Online-Aktivitäten des BayWa Konzerns zusammen. Die BayWa hat sich zum Ziel gesetzt, beim Digital Farming bzw. Farm Management eine führende Rolle als kompetenter Partner der Landwirtschaft zu übernehmen. Im Berichtsjahr erwirtschaftete das Segment Innovation & Digitalisierung einen um 14,9 Prozent auf 6,0 Mio. Euro gestiegenen Umsatz. Aufgrund der hohen Investitionen für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen und der neuen "BayWa Online World" sowie der Servicefunktion für die operativen Geschäftsfelder, der keine unmittelbaren Erträge gegenüberstehen, weist das Segment Innovation & Digitalisierung ein im Rahmen der Planung liegendes negatives EBIT von 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: minus 2,9 Mio. Euro) aus.

Insgesamt erzielte der BayWa Konzern im Berichtsjahr einen Umsatz in Höhe von 15.409,9 Mio. Euro. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 3,2 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) des BayWa Konzerns verringerte sich um 8,5 Prozent auf 144,7 Mio. Euro. Der Ergebnisrückgang ist vor allem auf die ungünstigen Marktbedingungen im Segment Agrar zurückzuführen. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich um 14,4 Prozent auf 52,7 Mio. Euro. Das auf die Aktionäre der BayWa AG entfallende Ergebnis je Aktie beträgt 0,90 Euro (Vorjahr: 1,39 Euro). Der BayWa Konzern ist in globalen Wachstumsmärkten aussichtsreich positioniert. Die fortgesetzte Internationalisierung erschließt neue Ertragspotenziale und schlägt sich in der im Prognosebericht geäußerten Erwartung einer Steigerung des EBIT im laufenden Geschäftsjahr nieder. Vor diesem Hintergrund schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine unveränderte Dividende von 0,85 Euro je Aktie vor.

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftsmodell des BayWa Konzerns

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der BayWa Konzern

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2016 Umsatz
(in Mio. Euro)
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt)
Agrar 10.884,5 10.212
Energie 2.976,0 1.911
Bau 1.530,1 4.081
Innovation & Digitalisierung 6,0 126
Sonstige Aktivitäten 13,3 630
Gesamt 15.409,9 16.960

Die BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren Hauptsitz in München. Aus ihren Wurzeln im genossenschaftlichen Landhandel heraus hat sich die BayWa durch stetiges Wachstum und kontinuierlichen Ausbau des Leistungsspektrums zu einem der führenden europäischen Handels-, Dienstleistungs- und Logistikkonzerne entwickelt. Der geschäftliche Schwerpunkt liegt in Europa und wird durch bedeutende Aktivitäten in den USA und in Neuseeland sowie Geschäftsbeziehungen von Asien bis Südamerika zu einem internationalen Handels- und Beschaffungsnetzwerk erweitert. Die Geschäftstätigkeit des BayWa Konzerns, gegliedert in die drei operativen Segmente Agrar, Energie und Bau sowie das neu geschaffene Entwicklungssegment Innovation & Digitalisierung, umfasst den Groß- und Einzelhandel und die Logistik sowie umfangreiche ergänzende Beratungs- und Dienstleistungen. Der BayWa Konzern hat selbst oder über Beteiligungen eingetragene Firmensitze in 40 Ländern.

Die Digitalisierung, das "Internet der Dinge" und die globale elektronische Vernetzung durchdringen zunehmend alle Wirtschafts- und Lebensbereiche. Im Zuge dessen entwickeln sich immer mehr analoge Geschäftsmodelle in Richtung Omni-Channel. Die wesentlichen Erfolgsfaktoren sind dabei die Skalierbarkeit des Geschäftsmodells, die Geschwindigkeit der Implementierung (das heißt die Dauer von der Produktentwicklung bis zur Marktreife) sowie die Unternehmenskultur. Die BayWa hat diesen Trend frühzeitig erkannt und in ihre Strategie und ihre unternehmerischen Aktivitäten eingebunden. Dies führt zu effizienteren Geschäftsprozessen, einer Verbreiterung des Produkt- und Dienstleistungsangebots und der Erschließung neuer Kundenkreise. Leitlinie dabei ist die Steigerung des Kundennutzens. Um dieser Rechnung zu tragen, hat die BayWa im zweiten Halbjahr 2016 das neue Entwicklungssegment Innovation & Digitalisierung installiert.

Die BayWa AG führt ihre Geschäfte in den drei operativen Segmenten und dem Entwicklungssegment Innovation & Digitalisierung sowohl direkt als auch über ihre Tochterunternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind. Insgesamt umfasst der BayWa Konzern neben der Muttergesellschaft BayWa AG 298 vollkonsolidierte Beteiligungen. Darüber hinaus werden 33 Unternehmen nach der Equity-Methode in den Abschluss der BayWa einbezogen.

Segment Agrar

Das Segment Agrar erwirtschaftet traditionell den größten Teil des Umsatzes im BayWa Konzern; 2016 belief sich dieser Anteil auf rund 71 Prozent. Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 wurde die Geschäftstätigkeit des Segments Agrar neu strukturiert: Das ehemalige Geschäftsfeld Agrarhandel wurde in die neuen Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten. BAST umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten der BayWa für Getreide, Ölsaaten und Zusatzprodukte. Im Geschäftsfeld BAV sind das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Die Geschäftsfelder Obst und Technik blieben unverändert bestehen. Das seit seiner Gründung im vierten Quartal 2015 dem Segment Agrar zugeordnete Geschäftsfeld Digital Farming wird seit dem zweiten Halbjahr 2016 als eigenständiges Segment Innovation & Digitalisierung separat geführt. Um diesbezüglich eine Vergleichbarkeit herzustellen, wurden die Vorjahreszahlen für das Segment Agrar entsprechend angepasst.

Das Geschäft des Segments Agrar wird sehr stark von natürlichen Gegebenheiten wie dem Wetter und dem davon maßgeblich abhängigen Ernteerfolg beeinflusst. Diese Faktoren wirken sich unmittelbar auf das Angebot und die Preisbildung an den Märkten für Agrarrohstoffe und -erzeugnisse aus. Im Zuge der Globalisierung dieser Märkte führen internationale Einflussfaktoren - wie beispielsweise Rekord- oder Missernten in anderen Teilen der Welt oder Veränderungen von Wechselkursen und Transportpreisen - zunehmend zu Rückwirkungen auf die Preisentwicklung in den regionalen Märkten. Dabei haben die wechselseitige Beeinflussung der Preise einzelner Agrarrohstoffe und die Preisvolatilitäten in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Auch bei den Betriebsmitteln werden das Angebot und die Nachfrage sowie die Preisbildung beispielsweise bei Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln immer stärker durch globale und regulatorische Faktoren beeinflusst. Darüber hinaus können Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen zu erheblichen Anpassungsreaktionen der Märkte für Agrarprodukte führen. Schließlich üben Regulierungen auf Preise und Strukturen - beispielsweise durch die EU - in einer Reihe relevanter Märkte wesentlichen Einfluss aus.

BAST

Die BayWa ist in Europa das führende Agrarhandelsunternehmen mit globaler Reichweite. Im Geschäftsfeld BAST deckt die BayWa im Handel mit Getreide und Ölsaaten die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb als Supply-Chain-Manager ab und weitet ihre internationalen Handelsaktivitäten stetig aus. Das Geschäftsfeld bündelt die standortunabhängigen Aktivitäten, insbesondere den nationalen und internationalen Getreidehandel, und richtet sich vor allem an Getreide- und Ölmühlen, Stärke- und Futtermittelhersteller, Mälzereien und Brauereien sowie die Hersteller von Biokraftstoffen. Die Vermarktung erfolgt über eigene Handelsabteilungen sowohl an lokale, regionale, nationale und internationale Abnehmer der Lebensmittelindustrie als auch an den Groß- und Einzelhandel. Im Januar 2016 erwarb die BayWa im Rahmen ihrer Spezialisierungsstrategie im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen 100 Prozent der Anteile an der Evergrain Germany GmbH & Co. KG mit Sitz in Hamburg. Evergrain ist auf den internationalen Handel mit Braugetreide spezialisiert. Mit der Akquisition nimmt die BayWa eine führende Rolle im Braugetreidegeschäft ein. Das größte Absatzpotenzial für Braugetreide liegt innerhalb der Europäischen Union und zunehmend in den Wachstumsmärkten Südamerikas und Asiens. Ein weiterer Schritt beim Ausbau des Spezialitätengeschäfts folgte im Januar 2017 mit der Übernahme von 100 Prozent der Geschäftsanteile der Thegra Tracomex Group, Oosterhout, durch die niederländische BayWa Beteiligung Cefetra B.V. Die Thegra Tracomex Gruppe mit den fünf Unternehmen Thegra Tracomex B.V., Thenergy B.V., Thegra Polska Sp.z.o.o., Biocore Holding B.V. zusammen mit der Biocore B.V. und Riveka BVBA verfügt über Standorte in den Niederlanden, Belgien und Polen und handelt mit Spezialitäten wie Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten sowie Bio-Erzeugnissen. Die BayWa baut das Geschäft mit Spezialitäten aus, um das Gesamtportfolio weiter zu diversifizieren.

BAV

Das Geschäftsfeld BayWa Agrar Vertrieb (BAV) umfasst die Wertschöpfungsstufen direkt mit den landwirtschaftlichen Betrieben: Erfassung, Vertrieb und Service. Es versorgt die Landwirte über das gesamte Anbaujahr mit Betriebsmitteln wie Saatgut, Dünge-, Pflanzenschutz- sowie Futtermitteln und übernimmt die Erfassung der Ernte. Für die Ernteerfassung unterhält die BayWa in ihren Kernregionen ein dichtes Netz leistungsfähiger Standorte mit hohen Transport-, Umschlags- und Lagerkapazitäten. Dadurch wird eine reibungslose Wareneinlieferung, Qualitätsprüfung, Aufbereitung, fachgerechte Lagerung und Pflege der Agrarerzeugnisse sichergestellt. Für die Beschaffung und Vermarktung der Erzeugnisse verfügt die BayWa über ein weltweites Netzwerk einschließlich eigener Binnen- und Tiefseehäfen.

In ihren traditionellen Kernregionen ist die BayWa im Agrargeschäft in die genossenschaftliche Handelsstruktur eingebettet. Das Geschäft konzentriert sich aufgrund historisch gewachsener Strukturen in Deutschland auf bestimmte Regionen. Die BayWa verfügt mit 218 Standorten in ihren regionalen Kernmärkten - insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und im südlichen Brandenburg - über ein weitgespanntes und engmaschiges Standortnetz. Durch die Ausweitung ihrer digitalen Angebote gewinnt die BayWa zudem auch über diese Regionen hinaus neue Kunden. In Österreich ist sie durch ihre Tochter RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft (RWA AG), die mit 469 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten enge Geschäftsbeziehungen unterhält, flächendeckend vertreten. Bei Agrarerzeugnissen setzt sich das Wettbewerbsumfeld aus einer Vielzahl privater mittelständischer Handelsunternehmen zusammen, die überwiegend lokal tätig sind. Dagegen sind im Betriebsmittelgeschäft auch mehrere Großhandelsunternehmen überregional aktiv. Insgesamt nimmt die BayWa eine führende Position im Agrarhandel in Deutschland und in Österreich ein.

Obst

Das Geschäftsfeld Obst ist eines der am stärksten international ausgerichteten Geschäftsfelder des BayWa Konzerns. Mit der Übernahme von T&G Global Limited (T&G) im Jahr 2012 hat sich die BayWa nicht nur den neuseeländischen Markt erschlossen, sondern durch die internationalen Handelsverbindungen auch Zutritt zum amerikanischen Kontinent sowie in Australien und Asien erhalten. T&G Global Limited ist zusammen mit seiner Tochtergesellschaft Apollo Apples (2014) Limited der führende Anbieter von Äpfeln in Neuseeland mit internationalen Handelsverbindungen nach Asien, Europa, Australien und Amerika. Damit ist die BayWa einer der bedeutendsten Kernobsthändler weltweit. In Deutschland ist die BayWa der führende Einzelvermarkter von Tafelkernobst für den Lebensmittelgroß- und -einzelhandel und größter Anbieter von Kernobst aus ökologischem Anbau. An ihren 7 Standorten am Bodensee, am Neckar und in Rheinland-Pfalz erfasst, lagert, sortiert, verpackt und handelt die BayWa als Vertragsvermarkter Obst für Kunden im In- und Ausland. Durch die Mehrheitsbeteiligung an der niederländischen TFC Holland B.V. (TFC) im Jahr 2016 erweiterte die BayWa ihr Portfolio im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten im Bereich "ready-to-eat" und baute ihre Position als führender internationaler Obst- und Kernobstanbieter deutlich aus. TFC verfügt über langjährige internationale Handelsbeziehungen in sämtliche Beschaffungsmärkte für Tropenfrüchte - hauptsächlich für Avocado, Mango und Zitrusfrüchte - sowie zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Mit diesem Schritt wurde die Spezialisierung im nationalen und internationalen Obstgeschäft konsequent fortgesetzt. Zudem spielt die Differenzierung vom Wettbewerb mittels eines attraktiven Produktportfolios mit Spezialitäten eine immer bedeutendere Rolle in dem von einer hohen Konzentration auf der Nachfrageseite geprägten deutschen Markt.

Die wechselseitige Vermarktung von Tafel- und Kernobst zwischen nördlicher und südlicher Hemisphäre versetzt die BayWa in die Lage, die Handelspartner in Europa ganzjährig mit erntefrischer Ware zu versorgen, ihr Sortiment zu erweitern und Absatzchancen für deutsches Obst auf den internationalen Wachstumsmärkten zu nutzen. Über die vorhandenen Vertriebsstrukturen von T&G und deren Beteiligungsgesellschaften erschließt sich die BayWa vor allem in Asien zusätzliche Absatzmärkte.

Technik

Das Geschäftsfeld Technik bietet ein Vollsortiment von Maschinen, Geräten und Anlagen für sämtliche Bereiche der Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Kundengruppen zählen Land- und Forstwirte, Kommunen und gewerbliche Kunden. Neben Traktoren und Mähdreschern umfasst die Angebotspalette Spezialfahrzeuge mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten für Kommunen, Kehrfahrzeuge, mobile Anlagen zur Holzzerkleinerung und Flurförderfahrzeuge für die Kommunalwirtschaft und gewerbliche Betriebe. Für die Forstwirtschaft reicht das Angebot von Großgeräten wie Forsttraktoren, Holzspaltern, Holzhackmaschinen, Forstfräsen und -mulchern, Seilwinden und Wegebaumaschinen über Kleingeräte wie Motorsägen und Freischneidern bis hin zur erforderlichen Schutzbekleidung. Daneben werden Reparatur und Service für die Maschinen und Geräte über ein ausgedehntes Werkstattnetz und mobile Servicefahrzeuge sichergestellt.

Für die Produkte der Hersteller AGCO - mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Challenger sowie Valtra - und CLAAS ist die BayWa der größte Vertriebspartner weltweit und betreibt in Süd- und Ostdeutschland sowie in den Niederlanden ein enges, nach Herstellermarken spezialisiertes Netz eigener Werkstätten. Dieses Angebot wird durch mobile Servicefahrzeuge für Wartungs- und Reparaturleistungen und durch den Verkauf von Ersatzteilen ergänzt. Darüber hinaus vermarktet die BayWa Gebrauchtmaschinen, auch über eine internetbasierte Gebrauchtmaschinenbörse. In Deutschland baute die BayWa im Jahr 2016 Vertriebsstrukturen für Produkte der Marke Massey Ferguson neu auf, um deren Marktanteile in den nächsten Jahren deutlich zu steigern. Im oberfränkischen Münchberg ging im November 2016 der erste Standort mit spezialisiertem Massey Ferguson-Vertrieb an den Start; insgesamt sind 18 Betriebe für den Massey Ferguson-Vertrieb in Bayern und in Sachsen geplant. Die Serviceleistungen dieser Standorte umfassen jedoch weiterhin alle AGCO-Marken; die Kunden können dort jedes dieser Fabrikate reparieren und warten lassen und Ersatzteile erhalten.

In den Kernregionen der BayWa konzentriert sich der Markt für Landtechnik vor allem auf Ersatzinvestitionen und auf die Modernisierung der Maschinen und Anlagen. Vor diesem Hintergrund wird die Erschließung internationaler Märkte mit überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen immer wichtiger. So ging die BayWa eine Kooperation mit CLAAS in Kanada ein. Die Partnerschaft hat ihren Schwerpunkt in der Vermarktung von CLAAS-Produkten in der Provinz Alberta. BayWa und CLAAS planen, die Händlerpräsenz in der Region auszubauen. Der erste Standort wurde 2016 eröffnet; im Jahr 2017 ist ein weiterer Standort geplant. Darüber hinaus hat die BayWa im Juli 2016 die restlichen 51 Prozent der Anteile des 2014 gemeinsam mit der Agrifirm Group B.V. gegründeten Joint Ventures Agrimec Group B.V. übernommen. Das Joint Venture ist im Vertrieb und Service von Landwirtschaftsmaschinen tätig. Im Jahr 2015 hatte die BayWa gemeinsam mit Barloworld Limited, Johannesburg, das Joint Venture BHBW Zambia Limited für Landtechnikvertrieb in Subsahara-Afrika gegründet. Aus dieser Kooperation ging im Januar 2017 mit der BHBW Holding ein zweites Joint Venture für Land- und Logistiktechnik in Südafrika und weiteren benachbarten Märkten hervor. An beiden Joint Ventures sind die BayWa und Barloworld zu je 50 Prozent beteiligt. BHBW Holdings hält die Vertriebsrechte für die AGCO-Marken Massey Ferguson und Challenger im Bereich Agrarwirtschaft und die Hyster-Yale-Marken Hyster und UTILEV im Bereich Flurfördertechnik. Damit setzt das Geschäftsfeld seinen Weg in Richtung Internationalisierung konsequent fort, um langfristige Wachstumsperspektiven zu sichern.

Segment Energie

Das Segment Energie trug im Geschäftsjahr 2016 einen Anteil von rund 19 Prozent zum Konzernumsatz bei. Die Geschäftsaktivitäten des Segments unterteilen sich in den klassischen Energiebereich und in das Geschäftsfeld Regenerative Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist.

Klassische Energie

Im klassischen Energiegeschäft vertreibt die BayWa im Wesentlichen Heizöl, Kraftstoffe, Schmiermittel und Holzpellets vorwiegend in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Sachsen und in Österreich. Im Wärmegeschäft erfolgt der Vertrieb von Brennstoffen hauptsächlich über eigene Vertriebsbüros. Diesel- und Ottokraftstoffe sowie AdBlue werden über insgesamt 239 eigene Tankstellen und Partnerstationen in Deutschland verkauft. Zudem werden Wiederverkäufer sowie Großabnehmer mit Kraft- und Brennstoffen beliefert. In Österreich werden weitere Tankstellen über Tochtergesellschaften geführt. Die Konzerngesellschaft GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG versorgt als Großhändler genossenschaftliche Tankstellen. Schmierstoffe vertreibt die BayWa an Gewerbe- und Industriekunden sowie an Landwirte und Betreiber von Blockheizkraftwerken. Bei Schmierstoffen für Biogas-Blockheizkraftwerke und im Bereich Multifunktionsöle nimmt die BayWa eine führende Marktposition ein. Die Tochtergesellschaft BayWa Energie Dienstleistungs GmbH bietet umfassende und individuelle Lösungen für die Energieversorgung von Wohnimmobilien, kommunalen und gewerblichen Gebäuden, im Gesundheitswesen und für die Industrie.

Neben den großen Mineralölhandelsgesellschaften wird das Wettbewerbsumfeld in diesem Bereich überwiegend durch den mittelständischen Brennstoffhandel bestimmt. Historisch gewachsen besteht eine enge Verbindung mit dem Agrargeschäft, da die Landwirtschaft zu den größten Kundengruppen zählt. Das Energiesegment wird im Bereich der klassischen Energieträger vorwiegend durch die Preisentwicklung auf den Märkten für Rohöl geprägt. Dadurch unterliegen auch die Preise für fossile Brenn- und Kraftstoffe erheblichen Schwankungen, was die Nachfrage nach diesen Produkten beeinflusst. Zudem ist die Heizölnachfrage strukturell seit Jahren rückläufig aufgrund des zunehmenden Einsatzes von erneuerbaren Energieträgern und Gas sowie der verbesserten Energieeffizienz im Gebäudebereich.

Regenerative Energien

Unter dem Dach der BayWa r.e. renewable energy GmbH deckt der Konzern den größten Teil der Wertschöpfungskette bei den regenerativen Energien ab. Dabei verfolgt die BayWa r.e. eine dreifache Diversifizierungsstrategie ihres Geschäftsportfolios: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsaktivitäten. Die Geschäftsaktivitäten gliedern sich in die vier Bereiche Projektentwicklung/Realisierung, Services, Photovoltaikhandel und Energiehandel. Der Bereich Projektentwicklung/Realisierung befasst sich mit der Planung, Projektierung und dem Bau von Windenergie-, Solarenergie-, Geothermie- und Biomasseanlagen bis hin zur Veräußerung der betriebsfertigen Anlagen. Beispielsweise wurde im Januar 2016 der Kauf der Projektrechte für insgesamt 31 Windenergie-Projekte mit einer Leistung von rund 375 Megawatt (MW) an verschiedenen Standorten in Deutschland - überwiegend in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz - abgeschlossen. Der Servicebereich umfasst planerische und technische Dienstleistungen, die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien sowie die Betriebsführung und Instandhaltung der Anlagen. Hier übernahm die BayWa r.e. im Jahr 2016 den italienischen Dienstleister Kenergia Sviluppo S.r.l., der im Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung von Solar- und Windenergieanlagen tätig ist. Damit steigert sie ihre Betriebsführungsmandate in Italien um 270 MW auf über 500 MW und zählt zu den führenden Unternehmen im italienischen Markt. In Großbritannien gliederte sie das Servicegeschäft der Green Hedge Operational Services Limited ein; es umfasst die Betreuung von Photovoltaikanlagen mit 160 MW Gesamtleistung. In Spanien übernahm die BayWa r.e. im Rahmen der Partnerschaft mit dem Asset- und Investmentmanager KGAL die technische Betriebsführung von fünf Solaranlagen. Weltweit betreut die BayWa r.e. nun mehr als 2,3 Gigawatt (GW) Anlagenleistung. Darüber hinaus handelt sie mit Photovoltaiksystemen und -komponenten und vermarktet im Energiehandel Strom, Gas und Wärme aus erneuerbarer Erzeugung. Von Anfang an ist das Geschäftsfeld stark international ausgerichtet, um die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten zu verringern. Im Jahr 2016 gründete die BayWa r.e. zwei neue Gesellschaften in Singapur und Bangkok, um am dynamischen Wachstum in Südostasien sowohl im Bereich Projektierung als auch im Handel mit Photovoltaikkomponenten zu partizipieren. Im Fokus stehen zunächst die Märkte Thailand, Philippinen, Malaysia und Indonesien. Mit Neugründung einer Tochtergesellschaft in Luxemburg - unter teilweiser Übernahme eines bestehenden Geschäfts - baute die BayWa r.e. darüber hinaus ihren Photovoltaikvertrieb in Belgien, den Niederlanden, Luxemburg und Frankreich aus. Der Fortsetzung des strategischen Wachstumskurses diente auch die Übernahme von Solarmatrix, ein in Perth, Australien, ansässiger Photovoltaikgroßhändler. Damit ist die BayWa r.e. heute in allen bedeutenden europäischen Märkten, Nordamerika sowie in Japan, Singapur, Thailand und Australien vertreten - insgesamt in 24 Ländern.

Der Markt für erneuerbare Energien ist ein weitgehend regulierter Markt, in dem Energie erzeugt und zu staatlich festgesetzten Preisen in die Netze eingespeist wird. Die Marktentwicklung wird somit maßgeblich durch Veränderungen bei der Förderungsstruktur und -höhe beeinflusst. Die BayWa r.e. ist in den Bereichen Wind- und Solarenergie in den Ländern Deutschland, Australien, Dänemark, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indonesien, Italien, Japan, Kroatien, Luxemburg, Malaysia, Mexiko, Österreich, Polen, Republik El Salvador, Republik Singapur, Rumänien, Schweden, Schweiz, Spanien, Thailand, Ungarn und in den USA tätig. Damit ist ihr Angebot sowohl hinsichtlich der Energieträger als auch geografisch stark diversifiziert. Durch die Zusammenfassung der verschiedenen Beteiligungsunternehmen unter der Dachmarke BayWa r.e. renewable energy und die klare Strukturierung des Geschäfts - einerseits in die Bereiche Windenergie, Solarenergie sowie Biomasse und andererseits in die funktionalen Einheiten Projekte/Services sowie Handel - sind die Voraussetzungen geschaffen, um Überschneidungen zu bereinigen, Synergien zu nutzen und so an dem erwarteten Marktwachstum optimal zu partizipieren. Im Allgemeinen beeinflussen Investitionsanreize über garantierte Einspeisevergütungen oder steuerliche Vergünstigungen die Nachfrage. In Deutschland wirkt sich vor allem die Ausgestaltung der Förderhöhe im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf die Nachfrage nach Windenergie-, Solar- und Biomasseanlagen aus, da deren wirtschaftliche Rendite von den gesetzlich vorgegebenen Einspeisevergütungen bestimmt wird. In den Auslandsmärkten existieren in der Regel ähnliche Fördermechanismen. Darüber hinaus beeinflussen regulatorische Eingriffe in den freien Handel die Preise für Anlagenkomponenten. Veränderungen der diesbezüglichen Gesetzgebungen können sich daher erheblich auf die Investitionen in regenerative Energien auswirken.

Segment Bau

Auf das Segment Bau entfallen rund 10 Prozent des Konzernumsatzes. Das Segment umfasst im Wesentlichen die Aktivitäten im Baustoff-Fachhandel in Deutschland und Österreich. Daneben werden über die österreichische Tochtergesellschaft AFS Franchise-Systeme GmbH Franchisepartner im Baustoff- sowie im Einzelhandelsgeschäft in Österreich betreut. Im Baustoff-Fachhandel ist der BayWa Konzern mit insgesamt 128 Standorten die Nr. 2 in Deutschland und zählt auch in Österreich mit 27 Standorten zu den führenden Anbietern. Die Zahl der Franchisestandorte liegt bei insgesamt 1.029.

Im Baustoff-Fachhandel deckt die BayWa überwiegend den Bedarf von kleinen und mittelständischen Bauunternehmen, Handwerks- und Gewerbebetrieben sowie Kommunen ab. Auch private Bauherren und Hausbesitzer sind wichtige Kunden. Die Erfolgsfaktoren für dieses Geschäft liegen in der regionalen Nähe zum Kunden, in der Sortimentsgestaltung, in der Beratung und der engen Vernetzung mit den gewerblichen Kunden. Dem trägt die BayWa mit einer zielgruppenspezifischen Fokussierung im Vertrieb und in der Kundenberatung Rechnung. So wurde beispielsweise im Januar 2017 das Baustoff-Online-Portal produktiv geschaltet, mit dem Geschäftskunden rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche Bestellungen vornehmen können. Auch die Terminierung für die Lieferung ist bereits online möglich. Bei Selbstabholung kann der Kunde sich nach Abschluss der Bestellung seinen Lieferschein selbst erstellen und damit die Materialien direkt und ohne Wartezeit abholen. Darüber hinaus wurde das Online-Angebot um den Raumdesigner erweitert. Weitere Schwerpunkte sind die Bereiche gesundes Bauen sowie Energieeffizienz. Hier bietet die BayWa ein umfangreiches Sortiment emissionsgeprüfter Baustoffe sowie Lösungen für energieeffizientes Bauen oder Sanieren. Mit ihren Eigenmarkenlinien casafino für Bauelemente und Gartengestaltung, Formel Pro für bautechnische und bauchemische Produkte und Dämmmaterialien, Formel Pro Green für wohngesunde Baustoffe und Reinigungsmittel sowie Valut für Dachzubehör tritt die BayWa zunehmend auch als Initiator für neue Produkte auf. Bei den klassischen Rohbaumaterialien bildet die Kundennähe einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor. Gleichzeitig stellen die Transportkosten bei Baumaterialien mit hohem Gewicht oder Volumen bei relativ geringer Wertschöpfung große Anforderungen an eine optimale Standortstruktur und Logistik.

Der Markt für Baustoffe ist sowohl in Deutschland als auch in Österreich stark fragmentiert. Insgesamt sind in Deutschland knapp 850 Unternehmen mit etwa 2.270 Standorten im Baustoff-Fachhandel tätig. Überwiegend handelt es sich dabei um mittelständische Unternehmen, die sich vielfach in Kooperationen wie Einkaufsgemeinschaften zusammengeschlossen haben.

Im Bausegment sind vor allem Veränderungen im konjunkturellen und politischen Umfeld - insbesondere die Ausgestaltung von Förderprogrammen zur energetischen Gebäudesanierung sowie der Wohnungsbauförderung - maßgebend für den Geschäftsverlauf. Die Geschäftsentwicklung des Baustoff-Fachhandels folgt im Wesentlichen der allgemeinen Baukonjunktur. Die Bereiche Tiefbau und Straßenbau sind stark vom Investitionsverhalten der öffentlichen Haushalte abhängig. Im Bereich der privaten Bautätigkeit spielen insbesondere Anreize wie Fördermittel für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen sowie Zinsvergünstigungen für Finanzierungen eine bedeutende Rolle für die Investitionsentscheidungen. Daneben beeinflussen eine Vielzahl von Regulierungen die generelle Investitionsneigung und die Nachfrage nach bestimmten Produkten: Baugesetze, Bauverordnungen wie beispielsweise die Energieeinsparverordnung (EnEV) oder die Einführung von Energieausweisen für Gebäude, das Baugenehmigungsrecht, das Vergaberecht sowie Brandschutz- und Schallschutzverordnungen sind hier besonders von Belang. Schließlich ist das Baugeschäft witterungsabhängig; insbesondere starke Niederschläge und Frostperioden können zu starken Einschränkungen der Bautätigkeit führen.

Segment Innovation & Digitalisierung

Mit der Gründung eines eigenständigen Segments Innovation & Digitalisierung hat sich die BayWa auf die digitale Zukunft eingestellt. Das Segment entwickelt und vermarktet digitale Angebote zur Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft und bündelt die E-Commerce-Aktivitäten im BayWa Konzern unter dem Dach der "BayWa Online World". Mit dem Software-Produkt "Agrar Office" bietet die Konzerngesellschaft FarmFacts GmbH den Landwirten ein zukunftsorientiertes und herstellerübergreifendes Farm-Management-System an. Darüber hinaus werden eine Reihe modularer Werkzeuge und Lösungen bereitgestellt. Der nächste Innovationsschritt geht in Richtung Vernetzung der gesamten Betriebsbereiche und Prozesse mit vor- und nachgelagerten Stellen. Hier bietet die FarmFacts GmbH mit der Produktgeneration "NEXT Farming" ein Gesamtkonzept für mittlere und kleinere Betriebe. Damit wird es den Landwirten ermöglicht, die Vorteile von Smart Farming sowohl unabhängig von den eingesetzten Maschinen und Betriebsmitteln als auch von der Betriebsgröße zu nutzen. Die BayWa strebt in diesem Bereich europaweit eine führende Rolle im Markt an. Die Digitalisierung verändert die Landwirtschaft: Das Optimierungspotenzial landwirtschaftlicher Betriebe liegt heute weniger in Einzelmaßnahmen als in der Optimierung von Prozessen. Beispielsweise lassen sich durch die teilflächenspezifische Bewirtschaftung erhebliche Einsparungen bei den Betriebsmittelkosten realisieren. Schließlich sind durch die schnelle Erfassung, Auswertung und Übermittlung von technischen Daten Kosteneinsparungen bei der Instandhaltung von Maschinen und Systemen zu erzielen.

Leitung, Überwachung und Compliance

Die BayWa ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat.

Den Vorstand bilden zum 31. Dezember 2016 fünf Mitglieder: Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender und Vorstand BayWa Agri Supply & Trade und Obst), Andreas Helber (Vorstand Finanzen und Segment Bau), Roland Schuler (Vorstand BayWa Agrar Vertrieb, Technik und Digital Farming), Matthias Taft (Vorstand Segment Energie) und Reinhard Wolf (Vorstand RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft). Der Vorstand leitet die Gesellschaft eigenverantwortlich mit dem vorrangigen Ziel, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern.

Dem Aufsichtsrat der BayWa AG gehören 16 Mitglieder an. Er überwacht und berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und erörtert regelmäßig Geschäftsentwicklung, Planung, Strategie und Risiken mit dem Vorstand. Gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz ist der Aufsichtsrat der BayWa AG paritätisch mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Der Aufsichtsrat hat zur Effizienzsteigerung seiner Arbeit sechs Ausschüsse gebildet.

Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei der BayWa AG werden im Bericht des Aufsichtsrats und in der Erklärung zur Unternehmensführung dargestellt. Diese sind öffentlich einsehbar unter www.baywa.com/investor_relations/finanzberichte/geschaeftsberichte/.

Die Organisationseinheit Corporate Compliance nimmt vor allem präventive Aufgaben wahr. Zur Verhinderung von Rechtsverstößen setzt Corporate Compliance insbesondere Schulungen sowie ein umfangreiches Beratungs- und Informationsangebot ein. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt dabei auf den Themenbereichen Korruptionsprävention und Kartellrecht. Zu diesen Themen wurden umfangreiche Regelwerke entwickelt und konzernweit umgesetzt. Des Weiteren wurde ein konzernweit geltender Code of Conduct eingeführt, durch den innerhalb des gesamten BayWa Konzerns ein allgemeingültiger Werte-Standard geschaffen wurde. Für Mitarbeiter, die potenzielle Compliance-Verstöße melden wollen, wurde - ergänzend zu den bereits bestehenden Möglichkeiten wie dem Vertrauensanwalt - ein anonymes Hinweisgebersystem eingeführt. Die so gewonnenen Hinweise werden zusammen mit Corporate Audit ausgewertet und weiterverfolgt. Im Rahmen von internen Untersuchungen mit kartellrechtlichem oder strafrechtlichem Bezug arbeiten Corporate Compliance und Corporate Audit eng zusammen. Außerdem existieren umfassende Compliance-Kontrollen, um die Einhaltung der Compliance-Grundsätze nachprüfen und gewährleisten zu können. Corporate Compliance wird durch den Chief Compliance Officer geleitet. Er berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden. In den Geschäftsfeldern der BayWa sowie den wesentlichen Beteiligungsunternehmen wurden zudem Compliance-Beauftragte ernannt. Sie dienen den Mitarbeitern als zusätzliche Ansprechpartner und agieren als Multiplikatoren.

Die Sachgebiete Außenwirtschaftsrecht, Datenschutz, Tax Compliance, Umweltrecht und Datensicherheit werden durch eigenständige Organisationseinheiten betreut.

Konzernziele und Strategie

Die BayWa will als starker Partner ihrer Kunden die Zukunftsfähigkeit und Unabhängigkeit des Unternehmens sichern. Ihr unternehmerisches Handeln ist langfristig ausgerichtet und geprägt von der Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, weiteren Anspruchsgruppen und der Gesellschaft insgesamt. Das Umfeld und die Märkte, in denen die BayWa tätig ist, unterliegen permanenten Veränderungen. Um ihre Position zu behaupten und durch Ausnutzung von Marktchancen auszubauen, handelt die BayWa mit unternehmerischer Umsicht entschlossen, schnell und flexibel. Ihre Wachstumsziele erreicht das Unternehmen über die organische Weiterentwicklung der bestehenden Aktivitäten, die generische Erschließung neuer Geschäftsfelder im Inland und Ausland sowie durch Akquisitionen. Darüber hinaus eröffnet sich die BayWa durch Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten. Zentrale strategische Ausrichtung ist die Internationalisierung der Geschäftstätigkeit: Durch gezielte Akquisitionen, Entwicklung neuer Geschäftsfelder und organisches Wachstum in den Bereichen Agrarhandel, Obst, Technik und regenerative Energien ist es der BayWa in den vergangenen Jahren gelungen, in neue unternehmerische Dimensionen vorzustoßen. Im Agrarbereich untermauert der Konzern seine Zielsetzung, das führende europäische Unternehmen für Agrarhandel, -distribution und -logistik mit globaler Reichweite zu sein. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Ausbau der Aktivitäten mit Agrarspezialprodukten wie beispielsweise Braugerste, Hopfen oder Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen, Linsen). Dadurch diversifiziert die BayWa ihr Produktportfolio weiter und stabilisiert die Ertragskraft, da sich im Handel mit Spezialitäten im Normalfall höhere Margen erzielen lassen als im Geschäft mit Agrarstandardprodukten. Im Obsthandel ist das Ziel der BayWa, den Einzelhandel in Europa durch den kontinuierlichen Ausbau ihrer Beschaffungsbasis in der südlichen Hemisphäre ganzjährig mit einem vielfältigen und attraktiven Sortiment bedienen zu können. Darüber hinaus wird die neuseeländische T&G Global Limited als Plattform zur Ausweitung der Exporte in den asiatischen Raum und zur Erschließung neuer Ländermärkte genutzt. Zur Sicherung langfristiger Wachstumsperspektiven in der Landtechnik will der Konzern neben der fortgesetzten geografischen Expansion zudem eine europaweit führende Rolle als unabhängiger Anbieter von Smart-Farming-Lösungen, passend für alle Betriebsgrößen, einnehmen. Als einer der größten Anbieter Europas im Bereich erneuerbare Energien gilt es, den Ausbau der regenerativen Energien global weiter voranzubringen. Entsprechend bildet die Internationalisierung die entscheidende Grundlage für weiteres Wachstum der BayWa, mit dem die Wettbewerbsposition gefestigt und neue Märkte erschlossen werden. Im Segment Bau wurden durch die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre die Voraussetzungen geschaffen, das Geschäft eigenständig erfolgreich fortzuführen. Detaillierte Analysen haben Anfang 2016 zu dem Ergebnis geführt, dass eine Joint-Venture-Lösung im deutschen Markt keine ausreichenden Potenziale bietet, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Vor diesem Hintergrund verfolgt die BayWa die Strategie, die erreichte Position durch die Stärkung des Vertriebs, den Ausbau von Online-Angeboten sowie die Optimierung von Prozessen, Kosten und Standorten weiterzuentwickeln. Auf Konzernebene liegen die übergeordneten Schwerpunkte über alle Segmente und Geschäftsfelder hinweg auf dem Ausbau digitaler Lösungen und der Stärkung der Dachmarke BayWa.

Die BayWa analysiert ihr Geschäftsportfolio - die Segmente Agrar, Energie und Bau samt den jeweils zugeordneten Geschäftsfeldern sowie das Entwicklungssegment Innovation & Digitalisierung - kontinuierlich im Hinblick auf künftige Wachstums- und Ertragspotenziale. Die Stärkung der Marktposition und die Optimierung des Geschäftsportfolios dienen dem Ziel, die Profitabilität der Geschäftstätigkeit des BayWa Konzerns nachhaltig zu steigern.

Dazu gehört auch eine kontinuierliche Verbesserung der Kostenstrukturen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung der Standortnetze, der effizienteren Gestaltung von Prozessen, der intensiveren Nutzung vorhandener Vertriebsstrukturen und der Stärkung der Zusammenarbeit von Konzerngesellschaften auf operativer Ebene. Über ein im August 2015 gestartetes Projekt werden seitdem gezielt Maßnahmen ergriffen, um die Transparenz von Prozessen zu erhöhen, kurzfristige Einsparungspotenziale zu heben und die Kosten nachhaltig zu senken. 2017 wird der Fokus verstärkt auf der Optimierung von Prozessen und Strukturen liegen.

Die BayWa verfolgt konsequent die Strategie, Aktivitäten mit unzureichenden Wachstums- und/oder Ertragsaussichten umzustrukturieren, anzupassen oder zu veräußern. Im Jahr 2016 wurde ein Projekt zur Portfoliooptimierung initiiert. Ziel des Projekts ist die Identifizierung von Geschäftseinheiten im Konzern, die wiederholt deutliche Abweichungen von der Planung aufweisen oder ihre Kapitalkosten nicht verdienen. Dabei werden die Kennzahlen EBIT, Capital Employed, ROCE (Return On Capital Employed) für die Jahre 2013 bis 2016 betrachtet. Wenn der ROCE im Betrachtungszeitraum unter den Kapitalkosten liegt und/oder ein negatives EBIT erwirtschaftet wird, erfolgen unternehmerische Maßnahmen, die von der Anpassung des Geschäftsmodells über die Reduzierung des gebundenen Kapitals bis hin zur Desinvestition reichen können.

Die Entwicklung des BayWa Konzerns wird begleitet von einer soliden und vorausschauenden Finanzierungsstrategie. Sie ist geprägt vom traditionellen Vorsichtsprinzip des genossenschaftlichen und landwirtschaftlichen Sektors, trägt aber zugleich den veränderten Anforderungen des gewachsenen internationalen Konzerns Rechnung. Bei der Unternehmensfinanzierung stützt sich die BayWa auf bewährte und verlässliche Partner im genossenschaftlichen Verbund. Darüber hinaus achtet sie auf eine angemessene Diversifizierung der Finanzierungsquellen, um ihre Unabhängigkeit zu wahren und Risiken zu begrenzen. Von wesentlicher Bedeutung im BayWa Konzern ist das effiziente Management des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die BayWa strebt eine ausgewogene Kapitalstruktur an.

Steuerungssystem

Die strategische Steuerung der Unternehmensbereiche basiert auf einer wertorientierten Unternehmensführung und einem integrierten Risikomanagement. Die operative Steuerung der Unternehmensbereiche erfolgt über Zielvorgaben; als bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren werden hierzu die Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT verwendet. Die Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2016 wird im Wirtschaftsbericht im Abschnitt "Finanzielle Leistungsindikatoren" erläutert. Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind bei der BayWa derzeit noch von nachgeordneter Bedeutung.

Die wertorientierte Steuerung dient der mittel- und langfristigen Portfoliooptimierung und der strategisch ausgerichteten Kapitalallokation im Konzern. Sie gibt Auskunft darüber, ob die erzielten operativen Überschüsse in einer angemessenen Relation zu den risikoadjustierten Kapitalkosten stehen bzw. ob die Segmente ihre Kapitalkosten erwirtschaften. Dabei wird das in den Unternehmensbereichen durchschnittlich investierte Kapital mit den risikogewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) verzinst. Die Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche wird diesen Kapitalkosten gegenübergestellt. Ein positiver wirtschaftlicher Ergebnisbeitrag (Economic Profit) ergibt sich, wenn die Verzinsung des investierten Kapitals über den geschäftsfeldspezifischen Kapitalkosten liegt. Insbesondere im internationalen Geschäft kommt dabei der Weiterentwicklung eines effizienten Risikomanagements eine wesentliche Bedeutung zu, um den langfristigen Geschäftserfolg abzusichern. Das Risikomanagement wird durch ein seit 2009 etabliertes Risk Board unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden überwacht und gesteuert. Daneben wurde im Jahr 2014 mit dem Global Book System (GBS) ein System zur Koordination des Handelsmanagements geschaffen, das übergreifend für die nationalen und internationalen Bereiche die Handels- und Risikopositionen der einzelnen Produktlinien im Handel mit Getreide, Ölsaaten und Co-Produkte aufeinander abstimmt und optimiert. Zur Einschätzung der globalen Nachfrage- und Angebotssituation werden im Rahmen der Marktforschungsaktivitäten fundamentale Marktanalysen durchgeführt und in wöchentlichen Meetings mit den Handelsabteilungen diskutiert.

Forschung und Entwicklung

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2016
Forschungs- und Entwicklungsaufwand (Euro) 157.000
Mitarbeiter 35
Aktivierte Eigenleistung (Euro) 1.536.000

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten waren im Handels- und Logistikkonzern BayWa bislang von untergeordneter Bedeutung; sie stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Aufbau des neuen Segments Innovation & Digitalisierung im zweiten Halbjahr 2016. Forschung wird in Pilotprojekten zu den Themengebieten teilflächenspezifische Aussaat und Düngung betrieben. Die Entwicklung betrifft vor allem Software und digitale Anwendungen im Bereich Digital Farming. Sie findet bei der Tochtergesellschaft FarmFacts GmbH statt und umfasst Softwaremodule für die Steuerung landwirtschaftlicher Prozesse sowie Telematikanwendungen und Managementsoftware zur automatischen Lenkung von Landmaschinen. Zum 31. Dezember 2016 waren mit der Forschung und Entwicklung 35 Mitarbeiter beschäftigt. Dabei handelte es sich um 29 Mitarbeiter in der Softwareentwicklung und 2 Mitarbeiter im Projektmanagement sowie vier externe Spezialisten. Alle genannten Mitarbeiter arbeiten in oder für die Konzerngesellschaft FarmFacts GmbH. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand des BayWa Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2016 insgesamt auf 157.000 Euro. Die aktivierte Eigenleistung für neue Produkte im Bereich Digital Farming betrug rund 1,5 Mio. Euro.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Operative Geschäftsentwicklung

Segment Agrar

Markt- und Branchenentwicklung

Die globalen Agrarmärkte standen 2016 weiterhin im Zeichen großer Lagerbestände bei Getreide und Ölsaaten sowie der sehr hohen Erntemenge des Getreidejahres 2015/16, die sich - ohne Reis - auf 1.984 Mio. Tonnen belief. Damit lag das Erntevolumen im Rahmen der Prognose von 2.000 Mio. Tonnen zu Beginn des Jahres 2016. Die weltweit komfortable Versorgungslage mit Agrarrohstoffen führte zu einem starken Preisdruck, der bei Weizen und Mais durch große Short-Positionen von institutionellen Investoren noch verstärkt wurde. Aktuellen Prognosen des United States Department of Agriculture (USDA) zufolge dürfte die weltweite Getreideerzeugung im Getreidejahr 2016/17 - ohne Reis - mit rund 2.077 Mio. Tonnen einen neuen Höchstwert erreichen, der einen weiteren Aufbau der Endbestände zur Folge haben wird. Dazu trägt vor allem der Anstieg des Maisvolumens um rund 8 Prozent auf 1.040 Mio. Tonnen bei, während die Erntemenge von Weizen mit einem Plus von knapp 2 Prozent auf rund 748 Mio. Tonnen nur geringfügig wächst. In der Europäischen Union fiel das Erntevolumen 2016 mit knapp 297 Mio. Tonnen um rund 5 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Zudem wurden die Weizenqualitäten durch anhaltende Niederschläge im Frühjahr und Sommer teilweise beeinträchtigt. In Deutschland lag die Getreideernte mit 45,3 Mio. Tonnen im Jahr 2016 rund 7 Prozent unter dem Vorjahreswert und rund 3 Prozent unter dem Mittelwert der Jahre 2010 bis 2015. Das niedrigere Ernteergebnis ist vor allem auf geringere Hektarerträge infolge der ungünstigen Vegetationsbedingungen im Frühsommer 2016 und einen leichten Rückgang der Anbauflächen zurückzuführen. Nach einem Erntevolumen von 676 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2015/16 wird auch bei Ölsaaten eine um rund 5 Prozent auf 712 Mio. Tonnen erhöhte Welternte für 2016/17 erwartet. Damit kann die global rasant steigende Nachfrage - entgegen vorheriger Befürchtungen - knapp abgedeckt werden. Allerdings führte die weltweit nur schwer vorhersehbare Angebots- und Nachfragesituation zu irrationalen Preisentwicklungen: Auf die Preisrallye in den Frühlingsmonaten folgten ab Juni insbesondere bei Soja und Mais ebenso heftige Preisrückgänge. Insgesamt haben die Preise für Agrarerzeugnisse bedingt durch hohe Angebotsmengen im Jahr 2016 weiter nachgegeben. Die Getreidepreise gingen im gesamten Jahresverlauf rund 10 Prozent zurück und erreichten damit das niedrigste Niveau der vergangenen sechs Jahre. Zum Jahresende lag der Weizenpreis an der Warenterminbörse MATIF mit rund 168 Euro pro Tonne etwa 4 Prozent unter dem Preis des Vorjahres. Der Index der Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte in Deutschland stieg zum Ende des dritten Quartals 2016 gegenüber dem Vorjahreswert zwar um gut 2 Prozent; dies ist allerdings vor allem auf deutlich höhere Preise für Speisekartoffeln, Schweinefleisch sowie Gemüse und Obst zurückzuführen.

Die globale Milcherzeugung hat 2016 um 1,1 Prozent weiter zugenommen. In der Europäischen Union (EU), dem mit rund 166 Mio. Tonnen weltweit größten Milcherzeuger, erhöhte sich die Produktion im Jahr 2016 mit 0,6 Prozent nur unterproportional. Die im Zuge der Milchkrise sehr niedrigen Milchpreise führten allerdings ab Juni 2016 zu einer Verringerung der Bestände an Milchkühen, so dass das Milchaufkommen in der zweiten Jahreshälfte unter dem Vorjahreswert lag. In Deutschland legte die Milchproduktion dagegen bis September 2016 noch geringfügig um 0,5 Prozent zu. Das Welthandelsvolumen mit Milchprodukten nahm im Jahr 2016 um 0,4 Prozent auf rund 72,3 Mio. Tonnen zu. Dies ist vor allem auf eine höhere Nachfrage aus Asien - insbesondere China - und höhere Importe durch Russland zurückzuführen. Angesichts des reichlichen Angebots standen die internationalen Preisnotierungen am Milchmarkt in der ersten Jahreshälfte 2016 unter Druck, was für milcherzeugende Betriebe zu wachsenden wirtschaftlichen Problemen führte. Der Milchpreisindex der FAO (Food and Agriculture Organization) ging bis März 2016 auf einen Tiefstand von 130 Punkten zurück. Bis zum Jahresende erholte er sich allerdings wieder auf 192 Zähler.

Die weltweite Fleischproduktion nahm im Jahr 2016 nur geringfügig um 0,2 Prozent auf 319,8 Mio. Tonnen zu. Die EU steigerte ihre Fleischerzeugung um etwa 2 Prozent auf 47,1 Mio. Tonnen; sie bleibt damit weltweit der zweitgrößte Fleischproduzent nach China. In Deutschland ging die Fleischproduktion um knapp 2 Prozent auf 8,6 Mio. Tonnen zurück. Der Rückgang ist vor allem durch eine geringere Produktion von Schweinefleisch bedingt, dessen Anteil an der deutschen Fleischerzeugung sich um knapp einen Prozentpunkt auf 57 Prozent verringerte. Die Rindfleischproduktion bewegte sich auf dem Niveau des Vorjahres und hat einen stabilen Anteil an der Erzeugung von rund 14 Prozent. Leichte Zuwächse verzeichnete dagegen die Geflügelerzeugung: Ihr Anteil an der Gesamtproduktion lag bei rund 21 Prozent. Nachdem die Weltmarktpreise für Fleisch im Jahr 2015 einen Rückgang um rund 20 Prozent verzeichnet hatten, setzte ab April 2016 eine Erholung ein. Im Oktober lagen die Weltmarktpreise für Fleisch - gemessen am FAO-Fleischpreisindex - rund 3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Dabei verteuerte sich Schweinefleisch um rund 9 Prozent und die Geflügelpreise erhöhten sich um etwa 3 Prozent, während sich die Preise für Rindfleisch seitwärts bewegten. In der EU und in Deutschland lagen die Erzeugerpreise für Schweinefleisch lediglich geringfügig über dem Vorjahreswert; die Preise für Rindfleisch gaben um rund 3 Prozent und für Geflügel um 4 Prozent nach. Die wirtschaftliche Lage der deutschen Mastbetriebe hat sich damit gegenüber dem Vorjahr kaum verbessert.

Der Gesamtindex der Preise für landwirtschaftliche Betriebsmittel war in Deutschland in den vergangenen vier Jahren rückläufig. Zum Ende des dritten Quartals 2016 lagen die Kosten für Betriebsmittel 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau; dieser Trend dürfte sich im vierten Quartal jedoch aufgrund des starken Anstiegs des Rohölpreises nicht fortgesetzt haben. Die Preise für Saat- und Pflanzgut waren um 4,1 Prozent rückläufig. Zu diesem Rückgang trugen auch die gesunkenen Marktpreise für Erzeugnisse bei. Im Jahr 2016 war aufgrund der Greening-Umweltauflagen ein höherer Bedarf und ein insgesamt steigender Absatz bei Saatgut erwartet worden. Da von den Landwirten u. a. im Bereich der Leguminosen selbst nachgebaute Sorten gegenüber zugekauftem Material bevorzugt wurden, ging der Absatz von Saatgut aber zurück. Bei Düngemitteln lagen die Preise im Durchschnitt knapp 10 Prozent unter dem Vorjahresniveau: Der Preisrückgang war vor allem auf ein Überangebot am internationalen Düngemittelmarkt zurückzuführen und betraf alle Düngersorten. Aufgrund der nässebedingten Unbefahrbarkeit vieler Flächen wurden im ersten Halbjahr 2016 - entgegen der ursprünglich erwarteten steigenden Absätze - unterdurchschnittliche Absatzmengen bei Dünger verzeichnet. Daneben führten die niedrigen Erzeugerpreise auch zu Einsparungen der Landwirte beim Einsatz von Düngemitteln, indem die Grunddüngung auf ein Minimum zurückgefahren wurde. Insgesamt verringerte sich der Absatz im Berichtsjahr um 2,5 Prozent. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln hat sich 2016 - entgegen der Prognose - im Durchschnitt aller Pflanzenkulturen um rund 11 Prozent verringert. Hier wirkte sich negativ auf den Mengenabsatz aus, dass die Äcker wegen der starken Nässe gebietsweise nicht befahrbar waren. Zudem führte der generell sparsame Betriebsmitteleinsatz zu einer Nachfragezurückhaltung. Die Preise bewegten sich im Durchschnitt auf dem Niveau des Vorjahres. Bei Futtermitteln lagen die Preise laut dem Deutschen Bauernverband (DBV) im Durchschnitt 6,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Vergleich zum Vorjahr herrschten 2016 ungünstigere Witterungsbedingungen. Aufgrund dessen wurden im Obstanbau im Jahr 2016 in Deutschland bei fast allen Früchten geringere Erntemengen erzielt. Lediglich die deutsche Apfelernte lag mit gut 1 Mio. Tonnen rund 6 Prozent über dem Vorjahreswert und um 68.000 Tonnen über der Prognose. Allerdings variierten die Fruchtqualitäten je nach Anbaugebiet: In der Bodenseeregion war beispielsweise der Anteil hochwertiger Tafelware aufgrund örtlicher Hagel- und Frostschäden geringer als im Jahr 2015. Die Notierungen für deutsche Äpfel lagen in etwa auf Vorjahresniveau. In der EU ging die Erntemenge gegenüber dem Vorjahr um knapp 3 Prozent auf rund 12 Mio. Tonnen zurück. Geringere Volumina wurden vor allem im östlichen Alpenraum und den Balkanländern erzielt. In Neuseeland fiel die Apfelernte im Jahr 2016 mit 539.000 Tonnen rund 3 Prozent geringer aus als im Vorjahr; ursprünglich war ein Rückgang um 1 Prozent erwartet worden. Mehr als 60 Prozent der neuseeländischen Äpfel wurden exportiert. Davon gingen rund zwei Drittel nach Asien - mit steigender Tendenz. In der Absatzkampagne für Tafelobst aus der südlichen Hemisphäre wurden Preissteigerungen verzeichnet. Insbesondere Früchte aus Neuseeland wurden weltweit stark nachgefragt, so dass deren Vermarktungssaison mit den höchsten Exportmengen seit zehn Jahren abschließen konnte.

Die Investitionstätigkeit in der Landwirtschaft ist im Jahr 2016, aufgrund der gegenüber den Vorjahren deutlich verschlechterten Erlös- und Einkommenssituation der Landwirte, im zweiten Jahr in Folge spürbar zurückgegangen. Niedrige Erzeugerpreise für Milch und Mastschweine sowie geringere Erlöse im Ackerbau aufgrund kleinerer Ernten und niedrigerer Preise haben die Investitionsneigung der Landwirte gedämpft. Nach Schätzungen des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für Landtechnik sank der Branchenumsatz im Jahr 2016 um gut 2 Prozent auf rund 7,2 Mrd. Euro. Zu Jahresbeginn war ein Rückgang der Investitionen um 5 Prozent erwartet worden. Während der gesamte Schlepperabsatz - einschließlich der Exporte - mit minus 3 Prozent abschloss, verzeichneten die Neuzulassungen von Traktoren in Deutschland ein Minus von 10,8 Prozent. Deutlich stärker rückläufig als der Branchenumsatz waren im Jahr 2016 die Verkäufe von Erntemaschinen sowie Melk- und Transporttechnik. Im Gegensatz dazu erreichte die Drill-, Sä- und Pflanzenschutztechnik ein knapp zweistelliges prozentuales Plus.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsfeld Agrarhandel wurde zum 1. Januar 2016 in die zwei neuen Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgespalten. Da eine rückwirkende Aufteilung der Vorjahresdaten auf die zwei neuen Geschäftsfelder nicht vollständig durchführbar war, werden aus Vergleichbarkeitsgründen die zwei neuen Geschäftsfelder zusammengefasst den Werten des ehemaligen Geschäftsfelds Agrarhandel gegenüber gestellt. Der Umsatz des Geschäftsfelds BAST erreichte im Berichtsjahr 6.144,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsfelds BAST wies einen negativen Wert von 8,0 Mio. Euro aus. Nach Abschreibungen ergab sich für das operative Ergebnis, EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern), ein Fehlbetrag von 11,5 Mio. Euro. Der Finanzaufwand lag bei 6,7 Mio. Euro, so dass sich im Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds BAST insgesamt ein Verlust von 18,2 Mio. Euro ergab. Im Geschäftsfeld BAV wurde 2016 ein Umsatz von 2.824,0 Mio. Euro erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsfelds BAV erreichte 54,6 Mio. Euro. Nach Abschreibungen wurde ein EBIT in Höhe von 28,7 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Finanzaufwand lag bei 15,9 Mio. Euro. Damit ergab sich ein Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds BAV von 12,8 Mio. Euro.

In Summe lag der Umsatz der Geschäftsfelder BAST und BAV im Jahr 2016 mit 8.968,4 Mio. Euro um 7,8 Prozent über dem Vorjahresniveau im ehemaligen Geschäftsfeld Agrarhandel. Der Anstieg ist vor allem auf die Ausweitung der internationalen Handelsaktivitäten bei Getreide und Ölsaaten um rund 12 Prozent auf 33,8 Mio. Tonnen zurückzuführen. Preisbedingt fiel der Umsatzanstieg etwas geringer aus als zu Jahresbeginn 2016 erwartet, obwohl das Volumenwachstum stärker war als prognostiziert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Geschäftsfelder BAST und BAV lag mit 46,6 Mio. Euro um 25,3 Mio. Euro bzw. 35,2 Prozent unter dem Vorjahreswert des Geschäftsfelds Agrarhandel. Verantwortlich für den Ergebnisrückgang war im Wesentlichen die ungünstige Preisentwicklung bei Soja, die das Handelsergebnis stark belastete. Die Prognosen für die Sojaernte gingen zu Jahresbeginn von einer neuen Rekordernte aus. Vor diesem Hintergrund hat der BayWa Konzern - wie zahlreiche andere Marktteilnehmer - seine Lieferverpflichtungen nicht in vollem Umfang eingedeckt, da von einer tendenziell rückläufigen Preisentwicklung ausgegangen wurde. Zu Beginn des zweiten Quartals führten anhaltende Regenfälle in Südamerika zu einer Eintrübung der fundamentalen Markteinschätzungen. Die erwarteten Ernteausfälle und eine unerwartet hohe Nachfrage aus Asien führten zu einem rasanten Preisanstieg bei Soja. Dieser Aufwärtstrend wurde durch Schließung offener Verkaufspositionen zahlreicher Marktteilnehmer und durch technische Marktmechanismen noch verstärkt. In der Folge stieg der Preis für Sojaschrot von Anfang April bis Mitte Juni um mehr als 60 Prozent. Zur Jahresmitte zeichnete sich allerdings ab, dass nicht nur die Ernteausfälle in Südamerika kleiner waren als ursprünglich erwartet, sondern auch die Ernte in Nordamerika sehr gut ausfallen würde und somit der weltweite Bedarf gedeckt werden kann. Daraufhin brach der Sojapreis bis zum Ende des dritten Quartals um rund 30 Prozent ein. Die Preisentwicklung verzeichnete damit eine, im historischen Vergleich, extreme Volatilität, wodurch in den Handelssystemen Preissicherungsmechanismen ausgelöst wurden, um negative Ergebnisbeiträge zu begrenzen. Darüber hinaus führte die angestrebte Ausweitung der Marktanteile an den neuen Handelsstandorten beispielsweise in Italien und Rumänien aufgrund zunehmender Wettbewerbsintensität zu einer Verringerung der Marge.

Schließlich standen auch im Erfassungsgeschäft die Margen aufgrund der niedrigen Preise für Agrarerzeugnisse weiterhin unter Druck. Das Betriebsmittelgeschäft litt unter der ungünstigen Witterung im Frühjahr, als starke Niederschläge und Überschwemmungen in Teilen Deutschlands vielfach keine Ausbringung von Betriebsmitteln zuließen. Daneben nahmen die Landwirte infolge der angespannten Liquiditätssituation ihrer Betriebe gezielte Einsparungen vor. Entsprechend lagen die Absatzvolumina bei Pflanzenschutz und Dünger insgesamt unter dem Niveau des letzten Jahres. Der Absatz von Düngemitteln fiel mit 2,4 Mio. Tonnen um rund 2 Prozent geringer aus als im Vorjahr. Zudem führten die im Berichtszeitraum rückläufigen und durchschnittlich unter dem Vorjahr liegenden Preise sowohl für Harnstoff- als auch für Stickstoffdünger zu einem erheblichen Margendruck. Auch bei Saatgut entwickelte sich der Absatz aufgrund des zunehmenden Eigennachbaus und des Preisdrucks im Bereich Saatgetreide insgesamt um 4,9 Prozent rückläufig. Der Verkauf von Futtermitteln ging um 24 Prozent auf 1,6 Mio. Tonnen zurück, was vor allem durch die niedrigen Preise in der Milch- und Fleischerzeugung bedingt war. Im vierten Quartal führten zudem Kleinwasserzuschläge aufgrund niedriger Pegelstände der Flüsse zu erhöhten Logistikkosten. Diese Effekte schlugen sich auch im EBIT nieder, das, nach Verrechnung der Abschreibungen in Höhe von 29,3 Mio. Euro (Vorjahr: 30,3 Mio. Euro), im Berichtsjahr mit 17,2 Mio. Euro um 24,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert des Agrarhandels lag. Damit wurde die ursprüngliche Prognose nicht erreicht. Nach Finanzierungsaufwendungen von 22,7 Mio. Euro (Vorjahr: 22,0 Mio. Euro), ergibt sich für das Ergebnis vor Steuern der beiden neuen Geschäftsfelder ein Rückgang um 25,0 Mio. Euro auf minus 5,4 Mio. Euro.

Der gesamte Obstabsatz des BayWa Konzerns bewegte sich im Jahr 2016 mit rund 332.000 Tonnen etwa auf dem Niveau des Vorjahres - entgegen der Erwartung eines spürbaren Wachstums zu Jahresbeginn. Verantwortlich für diese Entwicklung war zum einen die geringere Apfelernte in Neuseeland und zum anderen das qualitativ schlechtere Ernteergebnis bei Äpfeln in der Bodenseeregion. Hier kam es durch Hagel- und Frostschäden zu Vermarktungsrückgängen bei Tafelobst. Dadurch verringerte sich das Vermarktungsvolumen der deutschen Handelsaktivitäten bei Tafelkernobst gegenüber dem Vorjahr um 19,9 Prozent. Der internationale Apfelabsatz der neuseeländischen T&G lag 10,0 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres. Diese Rückgänge wurden durch eine signifikante Steigerung der Vermarkungsmengen von Beeren- und Steinobst, Südfrüchten und Fruchtgemüsen um mehr als 28 Prozent nahezu ausgeglichen. Dabei wirkte sich insbesondere der mehrheitliche Erwerb der niederländischen TFC ab März 2016 positiv aus, der zu einer deutlichen Angebotsausweitung im Bereich Südfrüchte führte. Der Umsatz des Geschäftsfelds Obst legte 2016 - wie erwartet - erheblich um 16,2 Prozent auf 659,3 Mio. Euro zu (Vorjahr: 567,4 Mio. Euro). Zu diesem Anstieg trugen vor allem höhere Preise für neuseeländisches Obst sowie die gestiegenen Absatzmengen von Beeren- und Steinobst, Südfrüchten und Fruchtgemüsen bei. Aufgrund der Portfolioerweiterung um höhermargige Früchte verbesserte sich das EBITDA um 17,1 Mio. Euro bzw. 42,8 Prozent auf 57,2 Mio. Euro. Daneben wurde aus dem Verkauf der Verpackungslogistik von T&G (Fruit Case Company) ein einmaliger Ergebnisbeitrag von rund 7,5 Mio. Euro vereinnahmt. Die Abschreibungen nahmen unterproportional zur Steigerung des EBITDA um 14,4 Prozent auf 14,9 Mio. Euro zu. Dadurch stieg das operative Ergebnis (EBIT) - wie prognostiziert - überproportional um 56,5 Prozent bzw. 15,3 Mio. Euro auf 42,3 Mio. Euro an. Die Finanzierungsaufwendungen bewegen sich mit 5,8 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Insgesamt konnte das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds Obst im Berichtsjahr um 71,3 Prozent bzw. 15,1 Mio. Euro gesteigert werden und erreichte mit 36,4 Mio. Euro eine neue Höchstmarke.

Die vielfach angespannte Liquiditätslage der landwirtschaftlichen Betriebe führte im Jahresverlauf 2016 nochmals zu einer erheblichen Abschwächung der Investitionsbereitschaft. Insgesamt verkaufte die BayWa 2016 mit 3.529 Traktoren um 11,5 Prozent weniger Neumaschinen als im Vorjahr. Auch im Gebrauchtmaschinengeschäft konnten mit 1.663 verkauften Traktoren 7,0 Prozent weniger Maschinen abgesetzt werden. Im Bereich Hof- und Stalltechnik profitierte das Geschäftsfeld Technik vom Auftragsbestand im Jahr 2015. Vor dem Hintergrund der marktbedingt rückläufigen Nachfrage nach Bauten und Systemen im Berichtsjahr wurde jedoch das hohe Vorjahresniveau beim Umsatz nicht erreicht. Im Service- und Reparaturbereich, der aufgrund der in den Vorjahren hohen Absatzzahlen von Traktoren und Mähdreschern einen Nachfrageanstieg für Kundendienstleistungen verzeichnete, konnte dagegen eine Umsatzausweitung erzielt werden. Insgesamt erwirtschaftete das Geschäftsfeld Technik 2016 einen Umsatz von 1.256,8 Mio. Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem geringfügigen Rückgang um 0,3 Prozent entspricht. Vor allem das geringere Neumaschinengeschäft führte zu einem Rückgang des EBITDA um 10,1 Mio. Euro bzw. 31,6 Prozent auf 21,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 7,9 Prozent auf 11,2 Mio. Euro. Daraus ergab sich beim EBIT eine Verringerung um 10,9 Mio. Euro bzw. 50,7 Prozent auf 10,6 Mio. Euro. Die Finanzierungsaufwendungen nahmen geringfügig um 0,3 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds verringerte sich im Berichtsjahr auf 0,8 Mio. Euro, nach 12,0 Mio. Euro im Vorjahr.

Insgesamt nahm der Umsatz des Segments Agrar im Geschäftsjahr 2016 um 7,2 Prozent auf 10.884,5 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich - insbesondere durch die geringeren Erträge im Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen - um 18,2 Mio. Euro auf 125,6 Mio. Euro (Vorjahr: 143,8 Mio. Euro). Nach Abschreibungen, die sich im Berichtsjahr auf 55,4 Mio. Euro (Vorjahr: 53,7 Mio. Euro) beliefen, ergibt sich beim EBIT des Segments ein Rückgang um 19,9 Mio. Euro auf 70,1 Mio. Euro. Der Finanzierungsaufwand des Segments nahm um 1,1 Mio. Euro auf 38,3 Mio. Euro zu. Insgesamt erreichte das Segment Agrar im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 31,8 Mio. Euro, nach 52,8 Mio. Euro im Vorjahr.

Segment Energie

Markt- und Branchenentwicklung

Vor dem Hintergrund des weltweit anhaltenden Überangebots, der Rückkehr des Iran an den Ölmarkt sowie des - insbesondere in den Schwellenländern - verhaltenen Wirtschaftswachstums erreichte der Rohölpreis im Januar 2016 mit rund 28 US-Dollar pro Barrel seinen tiefsten Stand seit zwölf Jahren. Von diesem Niveau ausgehend setzte eine Erholung ein, die bis zum Jahresende 2016 anhielt; mit rund 57 US-Dollar pro Barrel schloss der Ölpreis auf dem höchsten Wert des Jahres und übertraf damit die in der Prognose für 2016 geäußerte Erwartung von maximal 45 US-Dollar je Barrel. Ursächlich hierfür waren die im Jahresverlauf anziehende Entwicklung der Weltwirtschaft und der Beschluss der OPEC zur Kürzung der Förderung. Der Preis für Heizöl folgte diesem Trend im Wesentlichen und lag bis Oktober 2016 unter dem Niveau des Vorjahres. Im Wärmemarkt in Deutschland verminderte sich der Heizölabsatz 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent. Der geringere Absatz ist die Folge eines fortgesetzten strukturellen Verbrauchrückgangs sowie des vergleichsweise milden Winters. Der Gesamtabsatz von Kraftstoffen nahm bei einem um 1,9 Prozent höheren Fahrzeugbestand im Zeitraum Januar bis Dezember 2016 um 3,1 Prozent zu. Dabei erhöhte sich der Absatz von Ottokraftstoffen um 0,2 Prozent und von Dieselkraftstoffen um 4,5 Prozent. Bei Schmierstoffen war der Gesamtabsatz 2016 trotz des insgesamt positiven konjunkturellen Umfelds in Deutschland um 2,8 Prozent geringer als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf einen Rückgang bei Motorölen, Hydraulikölen, Prozessölen und Basisölen zurückzuführen, während die Nachfrage nach Getriebeölen um 4,0 Prozent und nach Schmierfetten um 3,8 Prozent gestiegen ist.

Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien verzeichneten 2016 - entgegen der Erwartung eines weiteren Wachstums - einen erheblichen Rückgang um 18 Prozent auf 287,5 Mrd. US-Dollar. Verantwortlich dafür waren zum einen die weiter gesunkenen Anlagenpreise insbesondere im Solarenergiesektor. Zum anderen gingen die Investitionen aufgrund verringerter Einspeisevergütungen zurück: in China um 26 Prozent auf 87,8 Mrd. US-Dollar und in Japan um 43 Prozent auf 22,8 Mrd. US-Dollar. Auch in den USA lagen die Investitionen mit 58,6 Mrd. US-Dollar um 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Ursache hierfür war, dass die Förderung durch Steuergutschriften - Investment Tax Credits (ITC) und Production Tax Credits (PTC) - erst kurz vor deren Auslaufen im Dezember 2015 um fünf Jahre verlängert wurde. Da die Projektentwicklung einen zeitlichen Vorlauf benötigt, konnten im Jahr 2016 nicht im gleichen Umfang wie im Vorjahr neue Anlagen realisiert werden. Europa erreichte ein geringes Wachstum um 3 Prozent auf 70,9 Mrd. US-Dollar; der größte Einzelmarkt - Deutschland - wies dabei allerdings ein um 16 Prozent auf 15,2 Mrd. US-Dollar gesunkenes Investitionsvolumen auf.

Der Kapazitätszubau bei Photovoltaik lag 2016 weltweit mit geschätzten 75 Gigawatt (GW) um 34 Prozent über dem Vorjahreswert und damit deutlich über den erwarteten 64 GW. Mit 30 GW entfielen 40 Prozent der neu installierten Anlagen dabei auf China, gefolgt von den USA, die mit 13,7 GW einen Anteil von 18 Prozent erreichten. In Japan, dem drittgrößten Markt für Photovoltaikanlagen, ging die neu zugebaute Leistung um 21,7 Prozent auf rund 9 GW zurück, nach 11,5 GW im Vorjahr. Auch in Europa verlangsamte sich der Ausbau von Photovoltaikanlagen:

Mit 6,9 GW liegt der Anteil am weltweiten Kapazitätszubau nur noch bei knapp 9 Prozent. Die Neuinstallationen im Photovoltaikbereich in Deutschland übertrafen mit 1,5 GW aufgrund einer starken Entwicklung zum Jahresende das Vorjahresniveau geringfügig; sie lagen damit leicht über den Erwartungen, unterschritten aber den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegten Korridor von 2,4 GW bis 2,6 GW deutlich. Ende 2016 waren in Deutschland nach dem EEG vergütete Solaranlagen mit einer Leistung von insgesamt 41,2 GW installiert. Während in etlichen entwickelten Ländern die Wachstumsraten der neu installierten Kapazitäten sinken oder das Zubauvolumen unter den Vorjahreswerten liegt, trugen zahlreiche neue Märkte wie beispielsweise Indien, Lateinamerika und der Mittlere Osten zum globalen Marktwachstum zunehmend bei.

Bei Windenergieanlagen erfolgte 2016 nach Schätzungen vom Global Wind Energy Council (GWEC) ein weltweiter Kapazitätszubau von 54,6 GW. Dies entspricht einem Rückgang von knapp 14 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 und lag damit unter dem zu Jahresbeginn prognostizierten Zubau von 63 GW. Während bedeutende Märkte wie China oder die USA das Tempo des Windkraftzubaus drosselten, zeigten neue Märkte wie die Türkei und Indien ein starkes Wachstum - von allerdings noch niedrigem Niveau. In China lagen die neu errichteten Kapazitäten bei rund 23 GW, nach 29 GW im Vorjahr. Der Anteil Chinas am weltweiten Kapazitätszubau verringerte sich von 51 Prozent im Jahr 2015 auf 42,7 Prozent im Jahr 2016. Die USA - wie bereits im Vorjahr der zweitgrößte Markt für Windenergieanlagen - wiesen 2016 mit einem Zubauvolumen von 8,2 GW nur ein geringes Wachstum auf. Großbritannien verzeichnete 2016 mit 0,7 GW einen deutlich höheren Zubau bei Windkraftanlagen als im Vorjahr, allerdings fiel der Zuwachs geringer aus als prognostiziert. In Deutschland erreichte der Zubau bei Onshore-Anlagen rund 4,6 GW (Vorjahr: 3,5 GW) und lag damit deutlich über dem von der Bundesregierung vorgesehenen Zielwert von 2,5 GW sowie über den Erwartungen. Ursache für diesen Boom war die Umstellung der EEG-Förderung, nach der ab 2017 neu genehmigte Anlagen nur dann den Zuschlag erhalten, wenn sie in einem Ausschreibungsverfahren den niedrigsten Preis bieten. Zum Jahresende 2016 waren in Deutschland Onshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 45,9 GW installiert. Insgesamt entspricht dies einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von rund 11 Prozent.

Im Bereich Biomasse waren in Deutschland zum Jahresende 2016 rund 9.150 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4,2 GW in Betrieb. Wie erwartet, sind im Berichtsjahr nur noch 150 neue Anlagen, nach 200 Anlagen im Vorjahr, ans Netz gegangen. Überwiegend handelte es sich hierbei um Güllekleinanlagen mit einer Leistung von bis zu 75 Kilowatt (KW). Da die meisten Anlagen bereits etwa 15 Jahre in Betrieb sind, läuft die EEG-Förderung in fünf Jahren aus. Auch mit dem Inkrafttreten des neuen EEG zum 1. Januar 2017 bestehen für neue Projekte im Bereich Biomasse aufgrund der komplexen Regulierung in Deutschland nur geringe Anreize. Bestehende Anlagen, die zu mindestens 50 Prozent der Einsatzstoffe Gülle und Reststoffe verwenden, sollen allerdings weitere 10 Jahre eine nach Anlagengröße differenzierte feste Vergütung bekommen. Vor diesem Hintergrund ist die Erreichung des Ziels der Bundesregierung, 6 Prozent im Jahr 2020 und 10 Prozent des Erdgasbedarfs mit Biomethan im Jahr 2030 zu decken, fraglich.

Geschäftsverlauf

Der Absatz von Heizöl im klassischen Energiegeschäft der BayWa ging im Geschäftsjahr 2016 - wie prognostiziert - um 3,2 Prozent zurück, da die Verbraucher das sinkende Preisniveau im Vorjahr zur Auffüllung der Tanks genutzt hatten und die Befüllstände durch den milden Winter 2015/16 noch hoch waren. Die Absatzmenge von Holzpellets stieg, insbesondere durch die Übernahme der Vertriebsaktivitäten der Dr. Gies Vermögensverwaltung Future Energies GmbH im Juni 2016, um 11,0 Prozent. Bei Kraftstoffen lag der Absatz im BayWa Konzern geringfügig um 0,8 Prozent über dem Vorjahresniveau und damit im Rahmen der Prognose. Dabei entwickelte sich vor allem der Absatz von Diesel positiv. Dazu trugen die Belieferung von Baustellen und das Flottengeschäft mit Fuhrunternehmen über die Aufschaltung von weiteren Flottenkarten auf die BayWa Tankstellen bei. Das Schmierstoffgeschäft verzeichnete - entgegen den Erwartungen - im Jahr 2016 einen Absatzrückgang um 5,3 Prozent, der ausschließlich auf die österreichischen Konzerngesellschaften zurückzuführen war. Im Wärmecontracting konnte die BayWa neue Kunden hinzugewinnen; so übernahm sie beispielsweise die Wärmelieferverträge für regenerative Energien mit Gemeinden, Landkreisen und gewerblichen Kunden im Raum Oberbayern von der ECOLOHE AG. Insgesamt ging der Umsatz im Bereich klassische Energie im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund der durchschnittlich unter Vorjahresniveau liegenden Preise für Heizöl und Kraftstoffe um 216,3 Mio. Euro bzw. 9,6 Prozent auf 2.030,1 Mio. Euro zurück und fiel damit geringer aus als zu Jahresbeginn erwartet. Das EBITDA verbesserte sich, vor allem infolge der Absatzsteigerung sowie einer positiven Margenentwicklung im Kraftstoffgeschäft, um 1,0 Prozent auf 24,2 Mio. Euro. Die Abschreibungen waren um 0,2 Mio. Euro auf 8,4 Mio. Euro rückläufig. Dadurch verbesserte sich das EBIT - entgegen der Prognose eines Rückgangs - um 0,4 Mio. Euro auf 15,8 Mio. Euro. Der Finanzierungsaufwand ging im Berichtsjahr geringfügig auf 0,1 Mio. Euro zurück. In Summe verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern auf 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro).

Die internationale Ausrichtung der Aktivitäten im Geschäftsfeld Regenerative Energien hat sich auch 2016 bewährt. Die realisierte Leistung aller in Betrieb genommenen Windenergie-, Solarenergie- und Biomasseanlagen summierte sich auf 265,0 Megawatt (MW) im Berichtsjahr (Vorjahr: 294,9 MW). Davon entfielen 121,1 MW (Vorjahr: 205,2 MW) auf Windenergieanlagen, 141,3 MW (Vorjahr: 86,6 MW) auf Solarenergie- und 2,6 MW (Vorjahr: 3,1 MW) auf Biomasseanlagen. Verkäufe fertiggestellter Anlagen erfolgten im Berichtsjahr in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und in den USA: Im Bereich Solarenergie wurden im Berichtsjahr 8 Projekte mit einer Gesamtleistung von 123,7 MW - davon 70,3 MW in Großbritannien und 53,4 MW in den USA - verkauft. Im Windenergiebereich wurden 8 Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 89,2 MW veräußert: In Deutschland (15,3 MW), Frankreich (44,2 MW) und Großbritannien (29,7 MW). Bei den meisten dieser Anlagen sowohl im Windenergie- als auch im Solarbereich übernimmt die BayWa r.e. auch zukünftig die kaufmännische und technische Betriebsführung sowie Wartung. Weltweit beläuft sich die gesamte betreute Anlagenkapazität der BayWa r.e. mittlerweile auf 2,3 GW. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr in Deutschland zwei Geothermieanlagen mit einer elektrischen Leistung von 11,0 MW verkauft. Im Handel mit Photovoltaikmodulen erhöhte sich der Absatz insbesondere durch die Markteintritte in Australien und Luxemburg um 11 Prozent auf 272,3 Megawatt peak (MWp). Der Umsatz ging insbesondere aufgrund gesunkener Marktpreise für Solarkomponenten um 7,1 Prozent auf 945,9 Mio. Euro zurück. Vor allem das starke internationale Projektgeschäft trug dazu bei, dass sich das EBITDA des Geschäftsfelds Regenerative Energien mit 89,5 Mio. Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres von 90,8 Mio. Euro bewegte. Da die Abschreibungen mit 22,2 Mio. Euro um 6,8 Mio. Euro geringer waren als im Vorjahr, erhöhte sich das EBIT um 5,5 Mio. Euro bzw. 8,9 Prozent und erreichte mit 67,3 Mio. Euro eine neue Bestmarke. Die operative Ergebnisentwicklung übertraf damit die Prognose, in der ein signifikanter Rückgang erwartet worden war. Die Finanzierungsaufwendungen lagen aufgrund der weiter gewachsenen Projektpipeline mit 13,7 Mio. Euro um 2,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. In Summe erreichte das Ergebnis vor Steuern des Geschäftsfelds mit 53,7 Mio. Euro einen neuen Rekordwert (Vorjahr: 50,6 Mio. Euro).

Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie im Geschäftsjahr 2016 mit 2.976,0 Mio. Euro um 288,2 Mio. Euro bzw. 8,8 Prozent unter dem Vorjahreswert von 3.264,2 Mio. Euro und damit unter der Prognose zu Beginn des Jahres. Das EBITDA des Segments lag mit 113,7 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (114,8 Mio. Euro). Nach Abzug der Abschreibungen, die den Vorjahreswert mit 30,6 Mio. Euro um 7,0 Mio. Euro unterschritten, ergibt sich ein um 5,9 Mio. Euro bzw. 7,7 Prozent auf 83,1 Mio. Euro gesteigertes EBIT. Damit wurde die Prognose für das operative Ergebnis deutlich übertroffen. Die Finanzierungsaufwendungen erhöhten sich in Summe um 2,4 Mio. Euro auf 13,8 Mio. Euro. Insgesamt übertraf das Ergebnis vor Steuern des Segments Energie mit 69,3 Mio. Euro im Jahr 2016 das sehr gute Vorjahresniveau von 65,8 Mio. Euro.

Segment Bau

Markt- und Branchenentwicklung

Die deutsche Bauwirtschaft entwickelte sich im Jahr 2016 positiv. Die Bautätigkeit war im gesamten Jahresverlauf durch keine ungünstigen Witterungsbedingungen beeinträchtigt. Dank der höchsten Auftragsbestände seit 20 Jahren zum Jahreswechsel 2015/2016 und anhaltend starker Nachfrage im Jahresverlauf haben die Unternehmen des Bauhauptgewerbes ein nominales Umsatzwachstum von rund 6 Prozent auf 106,9 Mrd. Euro erzielt. Damit lag das Wachstum 3 Prozentpunkte höher, als zu Jahresbeginn erwartet. Treiber der Entwicklung war der Wohnungsbau, der ein kräftiges Umsatzwachstum von 8,7 Prozent auf 40,1 Mrd. Euro verzeichnete. Erwartet worden war eine Zunahme der Wohnungsbauinvestitionen um 5,0 Prozent. Die hohe Nettozuwanderung sowie eine anhaltende Binnenwanderung in die großstädtischen Ballungsräume führen zu einem steigenden Bedarf an Wohnungen. Einschließlich der Umbaumaßnahmen im Bestand dürften im vergangenen Jahr etwa 280.000 bis 290.000 Wohnungen fertiggestellt worden sein. Damit bleiben die Fertigstellungen allerdings weiterhin deutlich hinter dem prognostizierten Bedarf von jährlich mindestens 350.000 zurück. Der Zuwachs entfiel vor allem auf eine starke Neubautätigkeit im Geschosswohnungsbau - hier lagen die Baufertigstellungen 2016 knapp 19 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsgeschäft lag das Bauvolumen dagegen geringfügig unter dem Niveau des Vorjahres. Dabei wirkte sich auch aus, dass aufgrund der guten Beschäftigungslage in der Baubranche Kapazitätsengpässe bei den Verarbeitern auftraten. Die Zahl der arbeitslosen Baufacharbeiter erreichte mit 28.000 im Jahresdurchschnitt 2016 einen neuen historischen Tiefstand. Damit sind die Arbeitskräftereserven auf dem deutschen Baumarkt weitgehend ausgeschöpft. So bezeichneten in der Herbstumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) 69 Prozent der Firmen des Baugewerbes den Fachkräftemangel als das größte Risiko für die Entwicklung ihres Unternehmens. Im Wirtschaftsbau erhöhten sich die Umsätze um 3,4 Prozent auf rund 37,2 Mrd. Euro. Auch hier fiel das Wachstum stärker aus, als zu Jahresbeginn 2016 erwartet worden war. Die im Jahresverlauf stetig gestiegene Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe führte im Wesentlichen zu Investitionen in Fabrik- und Werkstattgebäude, bei denen das Genehmigungsplus mehr als 25 Prozent betrug. Der öffentliche Bau verzeichnete mit einem Anstieg der Umsätze um 5,2 Prozent auf 29,6 Mrd. Euro das höchste Wachstum seit dem Jahr 2011 und entwickelte sich damit ebenfalls besser als die zu Jahresbeginn prognostizierten 2,2 Prozent. Die Investitionen erhöhten sich hauptsächlich durch die Modernisierung und den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf Ebene des Bundes.

In Österreich hat sich die Bautätigkeit 2016 nach dem Rückgang im Vorjahr wieder belebt. Die Bauinvestitionen nahmen mit 1,6 Prozent etwas stärker zu als die gesamtwirtschaftliche Leistung, wobei die Branche im ersten Quartal von dem im Vergleich zum Vorjahr milden Winter profitierte. Damit entwickelte sich der Sektor besser, als zu Jahresbeginn prognostiziert. Am stärksten wuchs der sonstige Hochbau. Auch der Wohnungsneubau wurde ausgeweitet, obwohl die Maßnahmen der von der Regierung initiierten Wohnbauinitiative noch nicht zum Tragen gekommen sind. Getrieben wurde diese Entwicklung vor allem vom steigenden Wohnungsbedarf. Keine Besserung war hingegen - wie erwartet - im Tiefbau festzustellen, der zu rund 60 Prozent von öffentlichen Aufträgen abhängig ist.

Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf im Baustoffhandel wurde im Geschäftsjahr 2016 von der milden Witterung zu Jahresbeginn, der anhaltend guten Baukonjunktur in Deutschland sowie einer ganzjährig hohen Auslastung beim ausführenden Baugewerbe begünstigt. Die Absatzmengen des gesamten Baustoffportfolios profitierten insbesondere vom boomenden Wohnungsbau. Dadurch nahm auch die Nachfrage nach vorgefertigten Bauelementen wie beispielsweise Treppen, Decken oder Garagen stark zu. Die Sortimente für Tief- und Straßenbauarbeiten wurden im Jahresverlauf aufgrund der vermehrt durchgeführten Reparaturen sowie Modernisierungen von Autobahnen, Brücken und Tunneln verstärkt nachgefragt. Der Umsatz des Segments Bau erhöhte sich entgegen der ursprünglichen Prognose und trotz des fortgesetzten intensiven Preiswettbewerbs im Baustoffsektor mengenbedingt um 33,7 Mio. Euro bzw. 2,3 Prozent auf 1.530,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1.496,4 Mio. Euro). Obwohl der Anteil des geringermargigen Transitgeschäfts leicht gestiegen ist, verbesserte sich das EBITDA durch den Eigenmarkenausbau, die weitere Optimierung des Standortnetzes sowie durch die ölpreisbedingt gesunkenen Logistikkosten um 1,7 Mio. Euro auf 43,9 Mio. Euro. Nach Abschreibungen von 15,3 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro), erhöhte sich das operative Ergebnis (EBIT) des Segments um 1,1 Mio. Euro auf 28,5 Mio. Euro. Erwartet worden war zu Jahresbeginn ein leicht rückläufiges EBIT. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 18,8 Mio. Euro um 1,3 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres, da die Finanzierungsaufwendungen um 0,2 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro gesunken sind.

Segment Innovation & Digitalisierung

Markt- und Branchenentwicklung

Der Markt für digitale Anwendungen in der Landwirtschaft umfasst im Wesentlichen die Bereiche Precision Farming und Smart Farming. Beim Precision Farming stehen die Automatisierung von Prozessen und die Optimierung des Betriebsmitteleinsatzes im Vordergrund. Smart Farming baut darauf auf und ermöglicht die Vernetzung sämtlicher betrieblichen Bereiche von der Logistik bis hin zur Anbindung des Kunden über Online-Schnittstellen für die elektronische Bestellung von Ersatzteilen oder Betriebsmitteln. Weltweit wird das Marktvolumen 2016 auf rund 3 Mrd. Euro geschätzt. Bis 2020 wird ein Wachstum auf etwa 4,5 Mrd. Euro prognostiziert, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 11 Prozent entspricht. Wachstumstreiber sind neben den auch für kleine und mittlere Betriebe realisierbaren Kostenvorteilen die weitere Konsolidierung im Agrarsektor, die zu immer größeren Betrieben führt. Gleichzeitig wird qualifiziertes Personal zunehmend knapper. Daraus leitet sich die Notwendigkeit ab, größere Betriebseinheiten mit weniger Personal bewirtschaften zu können. Die Anbieterstruktur in diesem Markt ist stark fragmentiert. Einerseits bieten sämtliche Hersteller von landwirtschaftlichen Maschinen heute bereits vielfältige elektronische Komponenten an, die den Landwirt unterstützen. Andererseits treten - neben den etablierten IT-Unternehmen - mit Software-Start-ups neue Unternehmen in den Markt ein, die die Möglichkeiten der Informationstechnologie für die Landwirtschaft professionell nutzbar machen. Das Spektrum reicht hier von der satellitengestützten Bodenanalyse für die teilflächenspezifische Bodenbewirtschaftung bis hin zu betriebswirtschaftlicher Analysesoftware. Die Herausforderung besteht darin, die technologischen Möglichkeiten miteinander zu einem Gesamtsystem zu vernetzen.

Das Marktvolumen im interaktiven Handel (Online- und Versandhandel) und E-Commerce hat sich in den vergangenen acht Jahren verdoppelt und erreichte in Deutschland im Jahr 2016 für alle Güter und Dienstleistungen insgesamt rund 72,5 Mrd. Euro. Nach Schätzungen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) ist der interaktive Handel 2016 um rund 10 Prozent und E-Commerce um rund 15 Prozent gewachsen - und damit deutlich stärker als der Einzelhandel insgesamt. Mit rund 35,5 Mrd. Euro entfiel knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes mit physischen Gütern auf die Top-1.000-Online-Shops. Das Marktwachstum im E-Commerce wird hauptsächlich durch diese größten Player getrieben. Dadurch hat die Marktkonzentration in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich zugenommen.

Geschäftsverlauf

Im zweiten Halbjahr 2016 wurden die Aktivitäten des ehemaligen Geschäftsfelds Digital Farming in das neu gegründete Segment Innovation & Digitalisierung übertragen. Es bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und E-Commerce. Die BayWa hat sich zum Ziel gesetzt, bei Digital Farming bzw. Farm Management eine führende Rolle als kompetenter Partner der Landwirtschaft zu übernehmen. Das Angebot umfasst die Software-Produkte "Agrar Office" und "NEXT Farming", digitales Kartenmaterial, Analysen und Beratungsleistungen. Der Bereich E-Commerce fasst sämtliche Online-Aktivitäten des BayWa Konzerns zusammen. Die Umsätze und Erträge daraus werden allerdings dem jeweiligen Geschäftsfeld zugerechnet, in dem das jeweils verkaufte Produkt angesiedelt ist. Neben den Produktumsätzen mit externen Kunden nimmt das Segment innerhalb des Konzerns eine Servicefunktion wahr. Im Berichtsjahr erwirtschaftete das Segment Innovation & Digitalisierung einen Umsatz von 6,0 Mio. Euro, der damit um 14,9 Prozent über dem des Geschäftsfelds Digital Farming im Jahr 2015 lag. Der größte Teil davon entfiel mit mehr als 60 Prozent auf Software-Lizenzen und -Wartungsverträge, gefolgt von digitalem Kartenmaterial einschließlich Analysen und Beratungen mit einem Anteil von knapp 30 Prozent sowie Sensoren und anderer Hardware, die rund 10 Prozent zum Umsatz beitrugen. Aufgrund der hohen Investitionen für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen und der neuen "BayWa Online World" sowie der Servicefunktion für die operativen Geschäftsfelder, der keine unmittelbaren Erträge gegenüberstehen, weist das Segment Innovation & Digitalisierung ein negatives EBITDA von 6,6 Mio. Euro (Vorjahr: minus 2,2 Mio. Euro) aus. Nach Abschreibungen von 1,9 Mio. Euro beläuft sich das EBIT im Jahr 2016 auf minus 8,6 Mio. Euro (Vorjahr: minus 2,9 Mio. Euro) und liegt im geplanten Rahmen. Dies entspricht auch dem Ergebnis vor Steuern, da - analog zum Vorjahr - keine wesentlichen Finanzierungsaufwendungen angefallen waren.

Entwicklung der Sonstigen Aktivitäten im Jahr 2016

Der Umsatz der Sonstigen Aktivitäten bewegte sich im Berichtsjahr mit 13,3 Mio. Euro auf einem ähnlich niedrigen Niveau wie 2015 (Vorjahr: 12,8 Mio. Euro). Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten setzt sich aus den Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekten zusammen und belief sich im Jahr 2016 auf minus 28,6 Mio. Euro, nach minus 33,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns

Ertragslage

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in Mio. Euro 2012 2013 2014 2015 2016 Veränderung in % 2016/15
Umsatz 10.531,1 15.957,6 15.201,8 14.928,1 15.409,9 3,2
EBITDA 306,6 281,4 279,8 288,3 272,6 - 5,4
EBITDA-Marge (in %) 2,9 1,8 1,8 1,9 1,8 -
EBIT 186,8 137,4 152,1 158,1 144,7 - 8,5
EBIT-Marge (in %) 1,8 0,9 1,0 1,1 0,9 -
EBT 122,6 75,1 80,4 88,1 69,6 - 21,0
Konzernjahresüberschuss 118,0 54,3 80,7 61,6 52,7 - 14,4

Der Umsatz des BayWa Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 201 6 um 3,2 Prozent bzw. 481,8 Mio. Euro auf 15.409,9 Mio. Euro. Dazu beigetragen hat vor allem der Anstieg in den Geschäftsfeldern BAST und BAV, der auf die Ausweitung der internationalen Handelsaktivitäten zurückzuführen ist. Der Umsatz im Agrarhandel erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr entsprechend um 646,9 Mio. Euro auf 8.968,4 Mio. Euro. Auch der Obsthandel konnte ein Umsatzwachstum von 91,9 Mio. Euro auf 659,3 Mio. Euro verzeichnen. Gegenläufig entwickelte sich im Segment Agrar der Technikbereich, der durch die angespannte Liquiditätslage der landwirtschaftlichen Betriebe einen Umsatzrückgang um 3,9 Mio. Euro auf 1.256,8 Mio. Euro aufwies. Auch das Segment Bau entwickelte sich im Zuge der guten Baukonjunktur mit einem Umsatzanstieg von 33,7 Mio. Euro auf 1.530,1 Mio. Euro positiv. Das Segment Innovation & Digitalisierung trug mit 6,0 Mio. Euro zum Gesamtumsatz bei. Im Segment Energie führte vor allem das stark gesunkene Preisniveau für Heizöl und Kraftstoffe dazu, dass der Umsatz im Geschäftsfeld Energie von 2.246,4 Mio. Euro auf 2.030,1 Mio. Euro zurückging. Mit einem Gesamtumsatz von 945,9 Mio. Euro konnte das Geschäftsfeld Regenerative Energien nicht mehr an das Vorjahresniveau von 1.017,8 Mio. Euro anknüpfen. Dies ist insbesondere auf gesunkene Marktpreise für Solarkomponenten zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen im Berichtsjahr insgesamt um 37,0 Mio. Euro auf 194,9 Mio. Euro zu. Bedingt ist diese Zunahme im Wesentlichen durch weitaus höhere Erträge aus Anlagenabgängen sowie durch gestiegene Kursgewinne. Die Erträge aus Anlagenabgängen lagen mit rund 41,3 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 26,5 Mio. Euro und stammten größtenteils aus der Veräußerung nicht betriebsnotwendiger Immobilien und Kaufpreisnachbesserungen aus bereits in Vorjahren getätigten Immobilienverkäufen (7,1 Mio. Euro) sowie aus der Veräußerung der Geschäftseinheit für Verpackungslogistik in Neuseeland durch die Konzerngesellschaft T&G Global Limited. Der Anstieg der Kursgewinne von 18,1 Mio. Euro auf 36,1 Mio. Euro resultiert insbesondere aus projektbezogenen Sicherungsgeschäften im Bereich der regenerativen Energien sowie aus den globalen Geschäftsaktivitäten der neuseeländischen Konzerngesellschaften. Die sonstigen Erträge lagen mit 43,3 Mio. Euro um 6,3 Mio. Euro über dem Vorjahreswert, was zum großen Teil auf die Übergangskonsolidierung der VIELA Export GmbH (6,6 Mio. Euro) und der Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung (2,5 Mio. Euro) zurückzuführen ist. Diese beiden Gesellschaften werden aufgrund des Beherrschungsverlusts des BayWa Konzerns mit Wirkung zum 1. Januar 2016 nicht mehr als verbundene, sondern als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Zudem haben höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 11,6 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) zu diesem Anstieg beigetragen. Gegenläufig entwickelten sich insbesondere die Auflösungen der Wertberichtigungen auf Forderungen bzw. Eingänge abgeschriebener Forderungen in Höhe von 5,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro). Der Saldo der übrigen Posten der sonstigen Erträge lag mit 56,9 Mio. Euro um 1,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Die im Geschäftsjahr eingetretene Bestandserhöhung um 66,7 Mio. Euro ist insbesondere auf Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien während des Geschäftsjahres 2016 zurückzuführen.

Einhergehend mit dem Anstieg der Umsatzerlöse hat sich auch der Materialaufwand um 477,4 Mio. Euro bzw. 3,5 Prozent erhöht. Das Rohergebnis verzeichnet eine Ausweitung um 25,4 Mio. Euro bzw. 1,6 Prozent auf 1.626,6 Mio. Euro.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich insbesondere durch die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten um 4,6 Prozent bzw. 38,0 Mio. Euro auf 863,1 Mio. Euro. Wesentliche Ursachen hierfür sind die im laufenden Jahr erstmals ganzjährig enthaltene Geschäftsaktivitäten der Akquisitionen des Vorjahres und die Unternehmenserwerbe des laufenden Geschäftsjahres sowie der weitere Ausbau der Geschäftsaktivitäten in den Geschäftsfeldern BayWa Agri Supply & Trade und Regenerative Energien.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2016 mit 512,8 Mio. Euro um 17,4 Mio. Euro bzw. 3,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 495,3 Mio. Euro. Hierzu trugen im Wesentlichen Miet- und Pachtaufwendungen in Höhe von 54,2 Mio. Euro (Vorjahr: 51,3 Mio. Euro), Rechts-, Prüfungs-, und Beratungsaufwendungen in Höhe von 41,8 Mio. Euro (Vorjahr: 36,3 Mio. Euro), Abschreibungen auf Forderungen bzw. gebildete Wertberichtigungen von 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 11,4 Mio. Euro), Wechselkursverluste von 23,4 Mio. Euro (Vorjahr: 17,7 Mio. Euro) sowie gestiegene übrige sonstige Aufwendungen in Höhe von 46,5 Mio. Euro (Vorjahr: 40,5 Mio. Euro) bei. Gegenläufig wirkten sich insbesondere Mindererlöse aus Anlagenverkäufen von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro), geringere Fuhrparkkosten von 71,6 Mio. Euro (Vorjahr: 73,9 Mio. Euro) sowie reduzierte Abbruch- und Entsorgungskosten in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr: 8,4 Mio. Euro) aus. Der Saldo aller übrigen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen lag mit 248,4 Mio. Euro um 3,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im Geschäftsjahr 2016 um 15,7 Mio. Euro bzw. 5,5 Prozent auf 272,6 Mio. Euro (Vorjahr: 288,3 Mio. Euro).

Die laufenden Abschreibungen des BayWa Konzerns nahmen im Berichtsjahr geringfügig von 130,2 Mio. Euro um 2,3 Mio. Euro auf 127,9 Mio. Euro ab, da im Vorjahreswert außerplanmäßige Abschreibungen auf Bestandsanlagen im Geschäftsfeld Regenerative Energien enthalten waren.

Insgesamt ging das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) des BayWa Konzerns im Geschäftsjahr 2016 um 13,5 Mio. Euro bzw. 8,5 Prozent auf 144,7 Mio. Euro zurück.

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Beteiligungsergebnis, das dem EBITDA und dem EBIT zugerechnet wird, und dem Zinsergebnis zusammen. Das Beteiligungsergebnis konnte im Berichtsjahr um 14,2 Mio. Euro auf 21,8 Mio. Euro gesteigert werden. Dazu trug insbesondere ein Ertrag aus der Veräußerung des Gemeinschaftsunternehmens Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG bei, der zu einem deutlichen Anstieg des Equity-Ergebnisses auf 18,9 Mio. Euro geführt hat. Das übrige Beteiligungsergebnis ist hingegen rückläufig. Aufgrund höherer Zinsaufwendungen gegenüber Banken und für Projektfinanzierungen nahm das Zinsergebnis um 5,0 Mio. Euro auf minus 75,1 Mio. Euro ab.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des BayWa Konzerns verringerte sich um 18,5 Mio. Euro bzw. 21,0 Prozent auf 69,6 Mio. Euro. Dieser Rückgang resultierte mit 21,0 Mio. Euro vor allem aus dem Segment Agrar. Auch das Segment Innovation & Digitalisierung weist aufgrund einer Intensivierung der Tätigkeiten in der Produktentwicklung einen Rückgang um 5,7 Mio. Euro aus. Dagegen erhöhte sich das EBT im Segment Bau um 1,3 Mio. Euro sowie im Segment Energie um 3,6 Mio. Euro. Die entsprechende Ergebnisgröße aus den Sonstigen Aktivitäten zusammen mit den in der Überleitung dargestellten Konsolidierungseffekten lag im Berichtsjahr bei minus 41,7 Mio. Euro und somit um 3,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von minus 45,2 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2016 ergibt sich für den BayWa Konzern ein Ertragsteueraufwand von 16,9 Mio. Euro, was einer Verringerung gegenüber dem Vorjahr um 9,6 Mio. Euro bzw. 36,1 Prozent entspricht. Die Ertragsteuerquote betrug damit im Berichtsjahr 24,3 Prozent (Vorjahr: 30,1 Prozent).

Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern erwirtschaftete der BayWa Konzern im Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss in Höhe von 52,7 Mio. Euro (Vorjahr: 61,6 Mio. Euro), was einem Rückgang um 14,4 Prozent entspricht. Der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallende Gewinnanteil verringerte sich hierbei von 48,2 Mio. Euro im Vorjahr um 35,4 Prozent auf 31,1 Mio. Euro im Berichtsjahr.

Das Ergebnis je Aktie (Earnings per share, EPS), ermittelt aus dem Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens bezogen auf die durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien von 34.764.480 (dividendenberechtigte Aktien ohne eigene Aktien), reduzierte sich von 1,39 Euro im Vorjahr auf 0,90 Euro für das Geschäftsjahr 2016.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

Im Prognosebericht des Konzernlageberichts 2015 ging die BayWa für das Geschäftsjahr 2016 von einer erheblichen Steigerung des Konzernumsatzes und einer leichten Verbesserung der steuerungsrelevanten Ergebnisgrößen EBITDA, EBIT und EBT aus.

Im Agrarhandelsgeschäft der Geschäftsfelder BAST und BAV sollten die Absatzmengen für landwirtschaftliche Erzeugnisse auf der Basis des guten Nacherfassungsgeschäfts, höherer Lagerbestände bei Getreide und der hohen prognostizierten Ernte für das Getreidejahr 2015/16 deutlich zunehmen. Im Betriebsmittelgeschäft wurde von geringfügig steigenden Absatzvolumina durch den Zugewinn von Marktanteilen ausgegangen. Von der daraus resultierenden signifikanten Umsatzsteigerung sollte auch das operative Ergebnis (EBIT) mit einem außergewöhnlichen Anstieg profitieren. Die tatsächliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 wich von dieser Erwartung ab. Hohe Erntemengen bei vielen wichtigen Agrarerzeugnissen führten zu einem Anstieg des Handelsvolumens, aber auch zu stark sinkenden Getreidepreisen in der ersten Jahreshälfte sowie zu einer ungünstigen Sojapreisentwicklung. Im Handel mit Betriebsmitteln verringerte sich der Absatz von Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln insbesondere durch Einsparungen der Landwirte und aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse. In der Folge wurden die ursprünglich erwarteten Entwicklungen bei Umsatz und operativem Ergebnis nicht erreicht; der Umsatz übertraf den Vorjahreswert deutlich, das EBIT lag signifikant unter dem Vorjahresniveau.

Im Obstgeschäft wurde durch den Erwerb der niederländischen TFC ein signifikantes Umsatzwachstum erwartet. Das operative Ergebnis (EBIT) sollte aufgrund eines erwarteten Einmalertrags aus dem Verkauf von FCC einen außergewöhnlichen Anstieg aufweisen. Sowohl die Umsatzerwartung als auch die prognostizierte Ergebnissteigerung beim EBIT wurden in vollem Umfang erreicht.

Für das Landtechnikgeschäft wurde die Erwartung eines leicht steigenden Umsatzes und eines signifikanten Rückgangs des operativen Ergebnisses (EBIT) formuliert. Mit einem Rückgang um 0,3 Prozent entwickelte sich der Umsatz etwas schwächer als prognostiziert; die Entwicklung des EBIT, das um 50,7 Prozent sank, lag im Rahmen der Erwartungen.

In Summe nahm der Umsatz des Segments Agrar deutlich um 7,2 Prozent auf 10.884,5 Mio. Euro zu. Die prognostizierte außergewöhnliche Steigerung wurde jedoch nicht erreicht. Das operative Ergebnis (EBIT) sank um 22,1 Prozent auf 70,1 Mio. Euro; erwartet worden war ein signifikanter Anstieg.

Für das klassische Energiegeschäft wurden ein erheblich über dem Vorjahresniveau liegender Umsatz und ein signifikanter Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT) prognostiziert. Aufgrund des im Jahresdurchschnitt niedrigeren Rohölpreises verzeichnete das Geschäftsfeld im Jahr 2016 einen um 9,6 Prozent geringeren Umsatz.

Im Gegensatz dazu entwickelte sich das operative Ergebnis (EBIT) infolge der Absatzsteigerung sowie einer positiven Margenentwicklung im Kraftstoffgeschäft mit einem Plus von 2,6 Prozent deutlich besser als erwartet.

Der Umsatz des Geschäftsfelds Regenerative Energien sollte im Jahr 2016 gemäß der Prognose erheblich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Für das operative Ergebnis (EBIT) wurde dagegen ein signifikanter Rückgang prognostiziert. Mit einem um 7,1 Prozent geringeren Umsatz wurde die erwartete Entwicklung nicht erreicht. Beim EBIT wurden die Erwartungen mit einer Verbesserung um 8,9 Prozent signifikant übertroffen, da im Berichtsjahr aufgrund des positiven Marktumfelds wesentlich mehr Projekte realisiert und veräußert wurden, als ursprünglich geplant.

Insgesamt lag der Umsatz des Segments Energie mit einem Minus von 8,8 Prozent unter der Prognose, die von einem erheblichen Zuwachs ausgegangen war. Das operative Ergebnis (EBIT) kam dagegen mit einer Steigerung um 7,7 Prozent auf 83,1 Mio. Euro deutlich besser; prognostiziert wurde ein signifikanter Rückgang.

Im Segment Bau wurde ein geringfügiger Umsatzrückgang erwartet. Mit einer Steigerung des Umsatzes um 2,3 Prozent verlief die tatsächliche Entwicklung besser als prognostiziert. Auch das operative Ergebnis (EBIT), für das von einer geringfügigen Verschlechterung ausgegangen worden war, entwickelte sich mit einem Anstieg um 4,0 Prozent besser als erwartet.

In der Prognose für das damalige Geschäftsfeld Digital Farming wurde zu Jahresbeginn 2016 ein Umsatz im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erwartet. Tatsächlich erreichte das im zweiten Halbjahr 2016 daraus hervorgegangene Segment Innovation & Digitalisierung mit einem Umsatz von 6,0 Mio. Euro die Prognose nicht. Das operative Ergebnis (EBIT), für das von einem negativen Ergebnis im niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Bereich ausgegangen worden war, entwickelte sich mit minus 8,6 Mio. Euro schlechter als erwartet.

Für die Sonstigen Aktivitäten wurde keine Prognose formuliert, da die Umsatz- und Ergebnisentwicklung dieses Bereichs maßgeblich durch die opportunistische Nutzung von Marktchancen im Rahmen des Portfoliomanagements der BayWa geprägt wird.

Für den BayWa Konzern wurden im Konzernlagebericht 2015 insgesamt eine erhebliche Umsatzsteigerung und eine leichte Ergebnisverbesserung für das Geschäftsjahr 2016 erwartet. Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen in den Geschäftsfeldern erhöhte sich der Umsatz auf Konzernebene um 3,2 Prozent und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Das operative Konzernergebnis (EBIT) sank um 8,5 Prozent und entwickelte sich damit schlechter als erwartet.

Finanzlage

Finanzmanagement

Ziel des Finanzmanagements des BayWa Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsmittel für einen ordnungsgemäßen Geschäftsgang bereitzustellen. Dabei erfolgen Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken und Marktwertrisiken von Waren durch Einsatz geeigneter derivativer Finanzinstrumente.

Selektiv werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten durch Devisentermingeschäfte und Swaps abgesichert. Diese Devisentermingeschäfte und Swaps dienen ausschließlich zur Sicherung bestehender und zukünftiger Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten aus Grundgeschäften im Warenein- und -verkauf im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs. Die Zielsetzung der Sicherungstransaktionen des BayWa Konzerns besteht in der Reduzierung der Risiken aus Wechselkursschwankungen. Das Volumen der aus den jeweiligen Grundgeschäften entstandenen offenen Positionen und der daraus resultierenden Cashflows bildet die Basis für die Devisensicherung. Die Laufzeiten orientieren sich an den Laufzeiten der Grundgeschäfte.

Im BayWa Konzern bildet das Finanzmanagement kein eigenständiges Profit-Center, sondern fungiert als Service-Center für die operativen Geschäftseinheiten. Es entspricht diesem konservativen Dienstleistungsansatz, dass kein Einsatz marktgängiger Finanzprodukte zur Erzielung originärer Ergebnisbeiträge aus dem Finanzbereich vorgenommen wird. Insbesondere erfolgt kein Aufbau spekulativer Risikopositionen im Finanzbereich.

Im täglichen Finanzmanagement liegt der Schwerpunkt im Liquiditätsmanagement mittels eines konzernweit angelegten Cash-Poolings zur taggleichen Bereitstellung von Liquidität. Hierzu verfügt der Treasury-Bereich über geeignete IT-Systeme sowie eine entsprechende Treasury-Management-Software.

Die Finanzmittelbeschaffung ist dezentral organisiert. Dabei gilt der Grundsatz, dass sich die nationalen Einheiten in der nationalen Währung des jeweiligen Landes refinanzieren. Dies betrifft in erster Linie die Aktivitäten in Osteuropa, den USA, Neuseeland und Großbritannien. Im Wesentlichen betreibt der BayWa Konzern sein Geschäft jedoch in Euro. Der Treasury-Bereich übernimmt das zentrale Monitoring des konzernweiten Finanzengagements.

Das Finanzmanagement unterliegt strengsten Auflagen durch ein internes Kontrollsystem, das die Dokumentation der Transaktionen, gestaffelte Genehmigungs- und Vorlageverfahren, ein durchgängiges Vieraugenprinzip sowie die Trennung des Treasury-Bereichs in Front-, Middle- und Backoffice umfasst.

Der wichtigste Finanzierungsgrundsatz des BayWa Konzerns besteht in der Beachtung der finanziellen Fristenkongruenz. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen der Finanzierung des Working Capitals. Investitionen in Sachanlagen oder Akquisitionen werden sowohl aus dem Eigenkapital als auch aus den aufgenommenen Schuldscheindarlehen und sonstigen langfristigen Krediten finanziert.

Darüber hinaus stehen den Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien separate Non-Recourse-Finanzierungen (ohne Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa Konzerns) zur Verfügung.

Das Management des Working Capitals ist bei der BayWa ein Schwerpunkt und umfasst die Optimierung des Working Capitals als Saldogröße des kurzfristigen Vermögens abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die BayWa legt seit Jahren großen Wert auf eine bestmögliche Working-Capital-Performance. Darüber hinaus wurde 2013 ein übergreifendes Projekt zur weiteren Optimierung des Working-Capital-Managements gestartet. Zielsetzung des Projekts ist es, eine kontinuierliche Reduzierung des im Unternehmen gebundenen Umlaufvermögens und die daraus resultierende Freisetzung von Liquidität weiter voranzutreiben, ohne die Profitabilität des Unternehmens zu beeinträchtigen. Konsequente Prozessbeherrschung entlang des gesamten Geldumschlagprozesses ist dabei der Schlüssel zum Erfolg. Zu diesem Zweck wurden Working-Capital-Verantwortlichkeiten neu definiert, eine konsequente Berücksichtigung der relevanten Kennzahlen in den unternehmensinternen Berichtssystemen verankert, fachspezifische Schulungs- und Coachingprogramme durchgeführt sowie bestehende Richtlinien und Prozessbeschreibungen angepasst.

Zinsänderungsrisiken im Kurzfristbereich begegnet die BayWa im Rahmen des Risikomanagements durch den Einsatz einfacher derivativer Instrumente. Rund 50 Prozent des Fremdmittelportfolios sollen mit entsprechenden Sicherungsinstrumenten gegen Zinserhöhungsrisiken gesichert sein. Mit dieser Teilsicherung wird dem stark schwankenden saisonalen Finanzierungsbedarf Rechnung getragen.

Im langfristigen Bereich konnte durch die Begebung von Schuldscheindarlehen in den Jahren 2015, 2014, 2011 sowie 2010 eine natürliche Zinssicherung erzielt werden, da jeweils Tranchen mit fixer Verzinsung sowie mit variabler Verzinsung emittiert wurden und so das Zinsänderungsrisiko verringert wurde.

Die BayWa ist aus dem genossenschaftlichen Sektor hervorgegangen, dem sie auch weiterhin über ihre Aktionärsstruktur, aber auch über kongruente regionale Interessen von Bank- und Handelsbereich eng verbunden ist. Diese historische Verbundenheit schafft ein besonderes gegenseitiges Vertrauen. In der nach wie vor anhaltenden Phase hoher Unsicherheit an den Finanzmärkten profitieren beide Seiten von dieser Partnerschaft. Die genossenschaftlichen Banken verfügen über ein besonders starkes Primärkunden- und Einlagengeschäft, das bevorzugt für die Finanzierung stabiler Geschäftsmodelle bereitgestellt wird.

Neben der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund mindert insbesondere die länderübergreifende breite Diversifikation des Bankenportfolios und der Finanzierungsinstrumente das Finanzierungsrisiko des BayWa Konzerns.

Kapitalstruktur und Kapitalausstattung

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in Mio. Euro 2012 2013 2014 2015 2016 Veränderung in % 2016/15
Eigenkapital 1.078,0 1.115,0 1.050,4 1.075,9 1.098,3 2,1
Eigenkapitalquote (in %) 24,2 21,4 18,6 17,8 17,0 -
Kurzfristiges Fremdkapital1 1.974,2 2.421,7 2.493,5 2.769,3 3.084,4 11,4
Langfristiges Fremdkapital 1.408,0 1.662,5 2.108,1 2.191,5 2.292,2 4,6
Fremdkapital 3.382,2 4.084,2 4.601,6 4.960,8 5.376,6 8,4
Fremdkapitalquote (in %) 75,8 78,6 81,4 82,2 83,0 -
Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) 4.460,2 5.199,3 5.652,0 6.036,7 6.474,9 7,3

1 Einschließlich Verbindlichkeiten aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten

Zum Bilanzstichtag beträgt die Eigenkapitalquote des BayWa Konzerns 17,0 Prozent. Diese Ausstattung mit Eigenmitteln stellt für ein Handelsunternehmen einen soliden Wert dar und bildet eine stabile Basis für die Fortentwicklung der Geschäftsaktivitäten. Für ein Handelsunternehmen wie den BayWa Konzern ist eine starre Eigenkapitalquote eine nur bedingt aussagekräftige Unternehmenskennziffer. Insbesondere die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte mit der Einlagerung von Vorräten in Form von Agrarrohstoffen als auch der Erwerb von Projektrechten im Bereich der erneuerbaren Energien hat unmittelbar Einfluss auf die Bilanzsumme und Eigenkapitalquote, bildet jedoch die Grundlage für entsprechende Handelstätigkeiten im Folgejahr. Im Kapitalmanagementprozess des BayWa Konzerns wird daher der Anlagendeckungsgrad II als Zielgröße verwendet. So sollen das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital das langfristige Vermögen zu mindestens 90 Prozent decken. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Anlagendeckungsgrad mehr als 100 Prozent. Die Verringerung der Eigenkapitalquote im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Ausweitung der Bilanzsumme in Folge des Konzernwachstums zurückzuführen. So wurde einerseits zusätzliches kurzfristiges Fremdkapital zur Ausweitung der internationalen Agrarhandelsaktivitäten sowie zusätzliches langfristiges Fremdkapital zur Projektfinanzierung im Bereich der Regenerativen Energien aufgenommen. Des Weiteren führte die erfolgsneutrale Verrechnung von versicherungsmathematischen Verlusten aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen sowohl im Geschäftsjahr 2016 als auch in den Vorjahren zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Die Rücklage für versicherungsmathematische Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen beläuft sich nach latenten Steuern zum 31. Dezember 2016 auf minus 245,4 Mio. Euro nach minus 215,7 Mio. Euro im Vorjahr. Da diese Rücklage aus der Veränderung von nicht durch das Unternehmen beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Pensions- und Abfertigungsrückstellungen resultiert, wird im Kapitalmanagement der BayWa die um diesen Effekt bereinigte Eigenkapitalquote von 20,8 Prozent (Vorjahr: 21,4 Prozent) herangezogen.

Das kurzfristige Fremdkapital dient ausschließlich der Finanzierung der im Working Capital kurzfristig gebundenen Finanzmittel. Der ausgewiesene Stand an kurzfristigen Kapitalaufnahmen zum Jahresende spiegelt regelmäßig den Höchststand der Inanspruchnahmen wider. Saisonal steigen die Kreditverbindlichkeiten durch die Voreinlagerung von Betriebsmitteln und den Aufkauf von Ernteerzeugnissen im vierten Quartal des Geschäftsjahres an. Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vorjahresvergleich um 315,1 Mio. Euro bzw. 11,4 Prozent angestiegen und beinhaltet einen Anstieg kurzfristiger Finanzschulden von 198,1 Mio. Euro. Das langfristige Fremdkapital erhöhte sich dagegen lediglich um 4,6 Prozent bzw. 100,7 Mio. Euro. Verpflichtungen aus Schuldscheindarlehen, die bereits in den Vorjahren platziert worden waren, wurden teilweise in die kurzfristigen Finanzschulden umgegliedert, da sie im Folgejahr zur Rückzahlung fällig werden. Die insgesamt zusätzlich aufgenommenen Fremdmittel wurden insbesondere zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Agrarhandel und im Projektgeschäft der Regenerativen Energien verwendet. Neben der Zunahme der Finanzschulden hat auch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie der übrigen Verbindlichkeiten zum Anstieg des Fremdkapitals beigetragen.

Die Bilanzsumme des BayWa Konzerns nahm zum Stichtag 31. Dezember 2016 gegenüber dem Vorjahreswert um 438,2 Mio. Euro zu. Das Fremdkapital hat sich hierbei um 415,8 Mio. Euro erhöht, während das Eigenkapital um 22,4 Mio. Euro angestiegen ist.

Kapitalflussrechnung und Liquiditätsentwicklung

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in Mio. Euro 2012 2013 2014 2015 2016
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 150,0 230,3 - 90,6 19,0 208,6
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 193,7 84,5 - 227,6 - 143,5 - 123,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 37,4 - 297,0 334,4 98,7 - 63,0
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 83,2 92,1 108,4 84,5 104,4

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beläuft sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 208,6 Mio. Euro und liegt somit um 189,6 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 19,0 Mio. Euro. Ausgehend von einem um 8,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert liegenden Konzernjahresüberschuss resultierte dieser Anstieg bei einer Erhöhung der Vorräte sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen insbesondere aus einer Verringerung der sonstigen Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bei einem gleichzeitigen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und weiterer Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Die Zunahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde somit aus den laufenden Zahlungszuflüssen finanziert.

Trotz gestiegener Auszahlungen für Unternehmenserwerbe wies der Cashflow aus der Investitionstätigkeit für das Berichtsjahr einen um 19,9 Mio. Euro verringerten Mittelabfluss auf. Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe beliefen sich für das Geschäftsjahr 2016 auf 71,2 Mio. Euro (Vorjahr: 36,9 Mio. Euro) und entfielen im Wesentlichen auf den Erwerb der TFC Holland B.V., der Evergrain Germany GmbH & Co. KG und der Agrimec Group B.V. Zudem sind hierin nachträgliche Kaufpreiszahlungen aus Unternehmenserwerben der Vorjahre beinhaltet. Ein Zahlungsmittelzufluss ergab sich hingegen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien in Höhe von 54,0 Mio. Euro (Vorjahr: 64,7 Mio. Euro) sowie aus den Abgängen von Finanzanlagen von 41,0 Mio. Euro (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro). Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 154,1 Mio. Euro (Vorjahr: 174,5 Mio. Euro) getätigt. In Finanzanlagen wurden 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,3 Mio. Euro) investiert. Darüber hinaus haben sowohl erhaltene Dividenden und sonstige übernommene Ergebnisse als auch erhaltene Zinsen zu Zahlungsmittelzuflüssen von 14,1 Mio. Euro geführt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr minus 63,0 Mio. Euro und ist insbesondere auf die partielle Rückzahlung der in den Vorjahren platzierten Schuldscheindarlehen sowie die Tilgung weiterer Fremdmittel zurückzuführen. Zudem haben sich Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen sowohl bei der Muttergesellschaft als auch den Tochtergesellschaften von insgesamt 35,7 Mio. Euro sowie Zinszahlungen von 27,8 Mio. Euro ergeben. Dem gegenüber stehen Zahlungsmittelzuflüsse aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten überwiegend bedingt durch das Projektgeschäft bei den regenerativen Energien. Die Verringerung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit im Vorjahresvergleich resultiert insbesondere aus einer im Vorjahr erfolgten Platzierung eines langfristigen Schuldscheindarlehens der BayWa AG in Höhe von 200,0 Mio. Euro bei gleichzeitig geringeren Darlehensrückführungen.

In der Gesamtbetrachtung der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit sowie unter Berücksichtigung von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen wurden die Mittelabflüsse aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit vollständig durch die Mittelzuflüsse aus der betrieblichen Tätigkeit ausgeglichen, so dass der Finanzmittelfonds zum Ende des Berichtsjahrs mit 104,4 Mio. Euro um 19,9 Mio. Euro über dem Wert des Vorjahres lag.

Finanzmittelausstattung und Kapitalerfordernisse

Die Finanzmittelausstattung des BayWa Konzerns speist sich in erster Linie aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus wurden dem Konzern im Vorjahr durch die Platzierung eines neuen Schuldscheindarlehens Finanzmittel zugeführt, die sowohl für Unternehmensakquisitionen als auch für die Finanzierung lang- und kurzfristiger Vermögenswerte herangezogen werden. Daneben fließen dem Konzern Finanzmittel aus Maßnahmen der Portfoliooptimierung wie dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigem Immobilienvermögen oder auch nicht strategischen Finanzbeteiligungen sowie Sale-and-Lease-Back-Transaktionen zu.

Die Kapitalerfordernisse werden durch die Investitionsfinanzierung sowie die laufende Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit, die Tilgung von Finanzschulden sowie die laufenden Zinszahlungen definiert. Die Gesamtsicht auf Liquidität und Verschuldung wird durch die Berechnung der angepassten Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung bestimmt und für das interne Finanzmanagement wie auch für die externe Kommunikation mit Finanzinvestoren und Analysten verwandt. Die Nettoliquidität bzw. Nettoverschuldung resultiert aus der Summe der Zahlungsmittel abzüglich der ausstehenden Commercial Papers, der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, wie sie in der Bilanz ausgewiesen werden.

Neben kurzfristigen Geldaufnahmen finanziert sich das Unternehmen über ein Multi-Currency-Commercial-Paper-Programm. Dieses wurde 2015 um 100,0 Mio. Euro auf ein Gesamtvolumen von 500,0 Mio. Euro aufgestockt. Über den Bilanzstichtag wurden Wertpapiere in unterschiedlichen Währungen im Gegenwert von 475,0 Mio. Euro (Vorjahr: 266,5 Mio. Euro) mit einer durchschnittlich gewichteten Restlaufzeit von 49 Tagen (Vorjahr: 33 Tage) emittiert. Im Rahmen des laufenden Asset-Backed-Securitisation-Programms wurden zum Stichtag Forderungen zum Nominalwert in Höhe von 127,1 Mio. Euro (Vorjahr: 121,8 Mio. Euro) finanziert.

Investitionen

Der BayWa Konzern hat im Geschäftsjahr 201 6 neben Unternehmenszukäufen rund 154,1 Mio. Euro in immaterielle Vermögensgegenstände (25,9 Mio. Euro) und Sachanlagen (128,2 Mio. Euro) investiert. Dabei handelt es sich in erster Linie um Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen in Bausubstanz, Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, da moderne Standorte und leistungsfähige Betriebsvorrichtungen wesentliche Voraussetzungen für effiziente Logistikprozesse sind.

Die BayWa wird in Zukunft weiterhin in moderne Standortinfrastrukturen investieren. Dazu zählen, wo immer dies sinnvoll und wirtschaftlich ist, auch Investitionen in Grundstücke und Gebäude. Nicht länger betrieblich genutztes Immobilienvermögen wird dagegen konsequent vermarktet. Die dabei freigesetzten Mittel dienen der Rückführung von Fremdmitteln oder der Finanzierung des Konzernwachstums.

Im Jahr 2016 wurden konzernweit rund 57,2 Mio. Euro in neue Betriebsimmobilien investiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Fertigstellung von Betriebsgebäuden sowie Investitionen in die technischen Anlagen der Standorte.

So wurden im Geschäftsjahr 2016 Investitionen in ein Logistikzentrum des Geschäftsfelds Technik in Röthlein in Höhe von 11,4 Mio. Euro getätigt. Weitere 3,2 Mio. Euro wurden in Technikstandorte in Großweitzschen und Heimerdingen investiert.

Im Geschäftsfeld BAV sind im Berichtsjahr wesentliche Investitionen an den Standorten in Großmehring (5,6 Mio. Euro), Tettnang (3,1 Mio. Euro) und Vilsbiburg (2,6 Mio. Euro) erfolgt. Ferner wurde ein Grundstück in Großenhain für 3,0 Mio. Euro erworben. Im Bereich Bau wurden Ausgaben für das Baustoffzentrum in München-Moosfeld in Höhe von 6,5 Mio. Euro getätigt. Des Weiteren wurden 7,1 Mio. Euro in die Markterweiterung des Bau- und Gartenmarktes in Wolfratshausen investiert.

Die Konzerngesellschaft BayWa Obst GmbH & Co. KG hat Investitionen in Höhe von 1,7 Mio. Euro vorgenommen, insbesondere für eine Sortiermaschine in Kressbronn. Zudem hat die RWA AG in ihr Lager für landwirtschaftliche Erzeugnisse in Aschach 12,2 Mio. Euro investiert.

Schließlich wurden im Geschäftsjahr 2016 Investitionsmaßnahmen über 50,4 Mio. Euro begonnen, die sowohl Standorte der BayWa AG als auch weiterer Konzerngesellschaften betreffen und im Geschäftsjahr 2017 abgeschlossen werden.

Die Auszahlungen für Unternehmenserwerbe beliefen sich im Geschäftsjahr 201 6 insgesamt auf 71,2 Mio. Euro und entfallen im Wesentlichen auf die Erwerbe der TFC Holland B.V., der Evergrain Germany GmbH & Co. KG und der Agrimec Group B.V. sowie auf Kaufpreisnachzahlungen auf in den Vorjahren getätigte Unternehmenserwerbe.

Unter Berücksichtigung der Unternehmensakquisitionen entfallen rund 67 Prozent der gesamten Investitionen des BayWa Konzerns in langfristige Vermögenswerte auf das Segment Agrar. Der hohe Anteil des Segments Agrar an den Investitionen spiegelt die internationale Expansion im Bereich Agrarhandel wider. Etwa 14 Prozent der Gesamtinvestitionen wurden im Segment Energie, fast 8 Prozent im Segment Bau investiert und knapp 10 Prozent entfallen auf Sonstige Aktivitäten. Aufgrund der Erweiterung des Tätigkeitsportfolios des Konzerns um das Segment Innovation & Digitalisierung wurde etwa 1 Prozent in dieses investiert.

Vermögenslage

Die langfristigen Vermögenswerte haben im Berichtsjahr insgesamt gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 3,0 Prozent bzw. 68,5 Mio. Euro auf 2.355,7 Mio. Euro zugenommen. Zugängen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen von 216,6 Mio. Euro im Rahmen der Investitionstätigkeit und aus Konsolidierungskreisveränderungen im Kerngeschäft standen Abgänge von 37,8 Mio. Euro und Umbuchungen von 33,0 Mio. Euro gegenüber. Nach den laufenden Abschreibungen des Geschäftsjahres von 126,2 Mio. Euro und wechselkursbedingten Erhöhungen von 9,1 Mio. Euro haben sich die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen insgesamt um 28,7 Mio. Euro erhöht. Die Anteile an at-Equity-bilanzierten Gesellschaften nahmen um 11,3 Mio. Euro auf 215,2 Mio. Euro zu. Maßgeblich hierfür war der Einbezug der VIELA Export GmbH und der Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung seit dem 1. Januar 2016 als Gemeinschaftsunternehmen nach den Vorschriften der Equity-Methode. Überwiegend bedingt durch die erstmalige Bewertung der Anteile der Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, an einem Finanzinstitut zum beizulegenden Zeitwert haben sich die übrigen Finanzanlagen um 20,9 Mio. Euro auf 189,1 Mio. Euro erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits getätigte Verkäufe oder im kommenden Geschäftsjahr vorgesehene Immobilienveräußerungen und die dadurch bedingte Darstellung der betreffenden Immobilien in den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten haben neben laufenden Abschreibungen zu einer Reduzierung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien um 14,3 Mio. Euro geführt. Während sich die langfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 11,1 Mio. Euro verringert haben, stiegen die latenten Steueransprüche um 34,5 Mio. Euro.

Sowohl bedingt durch Projektentwicklungen im Geschäftsfeld Regenerative Energien als auch durch die internationale Ausweitung der Geschäftsaktivitäten im Bereich Agrarhandel haben sich die Vorratsbestände des BayWa Konzerns im Vorjahresvergleich um 238,7 Mio. Euro auf 2.380,3 Mio. Euro erhöht. Der Rückgang der finanziellen Vermögenswerte von 222,4 Mio. Euro auf 153,1 Mio. Euro ist auf geringere Preisschwankungen bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln zurückzuführen. Mit einem Wert zum Bilanzstichtag von 1.395,9 Mio. Euro liegen die kurzfristigen übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 141,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Diese Entwicklung geht hauptsächlich auf einen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurück, der durch einen Rückgang der Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen und durch einen Rückgang in den sonstigen Aktiva teilweise kompensiert wurde. Einen Anstieg verzeichneten auch die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen um 15,1 Mio. Euro auf 24,9 Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag waren in dieser Position ausschließlich Immobilienbestände ausgewiesen, für die eine Veräußerungsabsicht im Folgejahr besteht. Insgesamt hat sich die Bilanz des BayWa Konzerns zum Stichtag 31. Dezember 2016 um 7,3 Prozent bzw. 438,2 Mio. Euro auf 6.474,9 Mio. Euro verlängert.

Einen besonderen Schwerpunkt legt der BayWa Konzern traditionell auf die fristenkongruente Finanzierung des Vermögens. Den kurzfristig fälligen Schulden auf der Kapitalseite von insgesamt 3.084,3 Mio. Euro - bestehend aus kurzfristigen Finanzschulden, Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten, finanziellen Verbindlichkeiten, Steuer- und übrigen Verbindlichkeiten sowie den kurzfristigen Rückstellungen und Schulden aus Veräußerungsgruppen - stehen kurzfristige Vermögenswerte und zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen von 4.119,1 Mio. Euro gegenüber. Die langfristigen Vermögenswerte von 2.355,8 Mio. Euro werden indessen mit Eigenmitteln und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital von 3.390,5 Mio. Euro zu rund 144 Prozent gedeckt. Diese fristenkongruente Finanzierung ist bei der Aufnahme kurzfristiger Finanzmittel für die Finanzierungspartner der BayWa ein wichtiges Qualitätsmerkmal.

Zusammensetzung des Vermögens

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in Mio. Euro 2012 2013 2014 2015 2016 Veränderung in % 2016/15
Langfristige Vermögenswerte 1.783,3 2.094,0 2.261,7 2.287,2 2.355,8 3,0
davon Grundstücke und Bauten 530,1 775,4 814,4 845,4 850,4 0,6
davon Finanzanlagen 232,8 251,5 181,5 168,2 189,1 12,4
davon Finanzimmobilien 86,2 82,4 72,8 55,9 41,6 - 25,6
Langfristige Vermögensquote (in %) 40,0 40,3 40,2 37,9 36,4 -
Kurzfristige Vermögenswerte 2.444,4 3.061,8 3.371,8 3.739,7 4.094,2 9,5
davon Vorräte 1.432,6 1.836,0 1.986,3 2.141,5 2.380,3 11,2
Kurzfristige Vermögensquote (in %) 54,8 58,9 59,5 61,9 63,2 -
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen 232,5 43,4 18,5 9,8 24,9 > 100
Gesamtvermögen 4.460,2 5.199,3 5.652,0 6.036,7 6.474,9 7,3

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts als insgesamt noch zufriedenstellend, wenn auch die Entwicklung in den Geschäftsfeldern und Segmenten im Jahr 2016 sehr unterschiedlich verlief. Das Geschäftsfeld Obst des Segments Agrar erwirtschaftete das beste Ergebnis seit seinem Bestehen und bestätigt die Strategie der Internationalisierung damit sehr eindrucksvoll. Die Ergebnisentwicklung des Segments Agrar insgesamt war jedoch im Jahr 2016 vor allem durch eine Reihe außergewöhnlicher, marktbedingter Faktoren in den Geschäftsfeldern BAST, BAV und Technik negativ beeinflusst. Die mittel- und langfristigen Geschäftsperspektiven des Segments Agrar bleiben allerdings unverändert positiv. Demgegenüber wies das Segment Energie - und hier insbesondere getragen vom Geschäftsfeld Regenerative Energien - eine äußerst erfreuliche Entwicklung auf und erreichte eine neue Bestmarke beim Ergebnis. Auch im Segment Bau waren die Restrukturierungsanstrengungen der Vorjahre erfolgreich und führten zu einer Ergebnisverbesserung. Die Diversifizierung, die strategische Ausrichtung auf die internationalen Märkte und die Erschließung neuer Geschäftsfelder hat die Entwicklung des BayWa Konzerns im Jahr 2016 erheblich stabilisiert. Für die Zukunft verfügt der BayWa Konzern über ein ausgewogenes und zukunftsorientiert aufgestelltes Geschäftsportfolio, um erfolgreich zu wirtschaften. Der Fokus wird dabei auf der Optimierung der Portfolioqualität und dem Ausbau des Spezialitätengeschäfts liegen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die kurzfristige operative Steuerung der Unternehmensbereiche orientiert sich die BayWa an der Entwicklung der Ergebniskennzahlen EBITDA, EBIT und EBT. Die Ergebniskennzahlen der Segmente des BayWa Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:

Finanzielle Ergebniskennzahlen

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Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)
in Mio. Euro 2016 Veränderung absolut Veränderung
in %
Veränderung absolut Veränderung
in %
BayWa Agri Supply & Trade (BAST) - 8,0 - 25,3 - 35,2 - 11,5 - 24,4 - 58,4
BayWa Agrar Vertrieb (BAV) 54,6     28,7    
Obst 57,2 17,1 42,8 42,3 15,3 56,5
Technik 21,8 - 10,1 - 31,6 10,6 - 10,9 - 50,7
Segment Agrar 125,6 - 18,3 - 12,7 70,1 - 19,9 - 22,1
Energie 24,2 0,2 1,0 15,8 0,4 2,6
Regenerative Energien 89,5 - 1,3 - 1,4 67,3 5,5 8,9
Segment Energie 113,7 - 1,1 - 0,9 83,1 5,9 7,7
Segment Bau 43,9 1,7 4,0 28,5 1,1 4,0
Segment Innovation & Digitalisierung - 6,6 - 4,4 > - 100 - 8,6 - 5,7 > - 100
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Ergebnis vor Steuern (EBT)
in Mio. Euro 2016 Veränderung absolut Veränderung
in %
BayWa Agri Supply & Trade (BAST) - 18,2 - 25,0 > - 100
BayWa Agrar Vertrieb (BAV) 12,8    
Obst 36,4 15,2 71,3
Technik 0,8 - 11,1 - 93,2
Segment Agrar 31,8 - 21,0 - 39,8
Energie 15,7 0,5 3,3
Regenerative Energien 53,7 3,1 6,0
Segment Energie 69,3 3,6 5,4
Segment Bau 18,8 1,3 7,4
Segment Innovation & Digitalisierung - 8,6 - 5,7 > - 100

Die Differenz der Ergebnisbeiträge der Segmente zum Gesamtergebnis des BayWa Konzerns ergibt sich in allen drei Ergebnisgrößen EBITDA, EBIT und EBT aus dem Ergebnisbeitrag der Sonstigen Aktivitäten sowie aus wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf Konzernebene. Bei den Sonstigen Aktivitäten übt die BayWa keine unternehmerische Steuerung aus, da es sich um Randaktivitäten handelt, die im Konzern von untergeordneter Bedeutung sind. Bei den wirtschaftlichen Einflussfaktoren auf Konzernebene handelt es sich um Sachverhalte, die nicht der operativen Steuerung der Segmente zuzuordnen sind.

Die mittel- und langfristige Portfoliooptimierung des BayWa Konzerns erfolgt durch die wertorientierte Steuerung. Sie ermittelt anhand des Economic Profits den Überschuss der Rendite auf das investierte Kapital (ROIC) der Unternehmensbereiche über deren risikogewichtete Kapitalkosten.

Economic Profit

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in Mio. Euro 2016 BayWa Agri Supply & Trade (BAST) BayWa Agrar Vertrieb (BAV) Obst Technik Energie Regenerative Energien
Net Operating Profit - 11,5 28,7 42,3 10,6 15,8 67,3
Ø investiertes Kapital1 847,3 1.016,0 327,4 476,1 31,7 980,5
ROIC (in %) - 1,36 2,82 12,92 2,23 49,84 6,86
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC) (in %) 5,70 5,70 5,80 6,70 5,90 4,40
Differenz (ROIC ./. WACC) (in %) - 7,06 - 2,88 7,12 - 4,47 43,94 2,46
Economic Profit Geschäftsfelder - 59,8 - 29,2 23,3 - 21,3 13,9 24,2
        Agrar   Energie
Economic Profit Segmente       - 87,0   38,1
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in Mio. Euro 2016 Baustoffe Innovation & Digitalisierung
Net Operating Profit 28,5 - 8,6
Ø investiertes Kapital1 394,5 6,0
ROIC (in %) 7,22 - 143,33
Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC) (in %) 6,10 5,70
Differenz (ROIC ./. WACC) (in %) 1,12 - 149,03
Economic Profit Geschäftsfelder 4,4 - 8,9
  Bau Innovation & Digitalisierung
Economic Profit Segmente 4,4 - 8,9

1 Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Net Working Capital

Im Geschäftsjahr 2016 erzielten die Segmente Energie und Bau des BayWa Konzerns sowie das Geschäftsfeld Obst im Segment Agrar einen positiven Economic Profit, das heißt einen Überschuss über ihre jeweiligen Kapitalkosten. Im Segment Energie steigerte das Geschäftsfeld Regenerative Energien durch das starke internationale Projektgeschäft den Economic Profit auf 24,2 Mio. Euro, nach 15,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das klassische Energiegeschäft konnte den Economic Profit im Berichtsjahr im Wesentlichen aufgrund höherer Absatzmengen und einer positiven Margenentwicklung auf 13,9 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro) ausweiten. In Summe erreichte das Segment Energie einen Economic Profit von 38,1 Mio. Euro. Das Segment Bau erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2016 vor allem durch gesteigerte Absatzmengen im Zuge der guten Baukonjunktur einen positiven Economic Profit in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld Obst konnte den Economic Profit von 9,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 23,3 Mio. Euro im Berichtsjahr mehr als verdoppeln. Zu diesem Anstieg haben die anhaltend positive Entwicklung im internationalen Geschäft und das erweiterte Fruchtportfolio maßgeblich beigetragen. Das Segment Agrar insgesamt wies jedoch für das Jahr 2016 einen negativen Economic Profit von 87,0 Mio. Euro aus. Im Geschäftsfeld BAST ergab sich durch die Belastungen im Handelsergebnis und die hohe Wettbewerbsintensität ein Economic Profit von minus 59,8 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld BAV verzeichnete einen Economic Profit von minus 29,2 Mio. Euro, der durch das schwächere Betriebsmittelgeschäft und die geringeren Erlöse in der Erfassung bedingt war.

Der Economic Profit des Geschäftsfelds Technik in Höhe von minus 21,3 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus der gesunkenen Investitionsbereitschaft der Landwirtschaft. Für das Segment Innovation & Digitalisierung ergibt sich ein Economic Profit von minus 8,9 Mio. Euro, der im Rahmen der Planung erwartet worden war.

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter bei der BayWa ist im Jahr 2016 erneut gestiegen. Zum Jahresende waren 16.711 Mitarbeiter im BayWa Konzern beschäftigt (Vorjahr: 16.229). Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr um 351 auf 16.960 Beschäftigte, was einem Anstieg um 2,1 Prozent entspricht. Die Steigerung beruht größtenteils auf einer Reihe strategischer Akquisitionen in den verschiedenen Geschäftsfeldern. Die Bereiche Obst und Technik wurden durch gezielte Zukäufe international gestärkt; das 2016 neu geschaffene Entwicklungssegment Innovation & Digitalisierung weiter ausgebaut. Auch das Segment Bau erweiterte sich um zwei kleinere Akquisitionen. Während in der klassischen Energie der Personalstand auf Vorjahresniveau blieb, hat das Geschäftsfeld Regenerative Energien größere Zuwächse zu verzeichnen.

Entwicklung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl im BayWa Konzern

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Veränderung
2013 2014 2015 2016 2016/15 in %
Agrar 9.038 9.489 9.9971 10.212 215 2,2
Energie 1.720 1.830 1.825 1.911 86 4,7
Bau 4.718 4.178 4.093 4.081 - 12 - 0,3
Innovation & Digitalisierung - - 972 126 29 29,9
Sonstige Aktivitäten 498 575 597 630 33 5,5
BayWa Konzern 15.974 16.072 16.609 16.960 351 2,1

1 Wert bereinigt um das ehemalige Geschäftsfeld Digital Farming 2 Wert des ehemaligen Geschäftsfelds Digital Farming

Personalentwicklung - E-Learning, Webinare und Blended Learning für eine digitale BayWa Welt

Motivierte und qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte sind Grundlage des Erfolgs der BayWa. Eine strategieorientierte Personalentwicklung und Ausbildung am Puls der Zeit sind daher von entscheidender Bedeutung. Die digitalisierte Welt prägt heute auch, wie gelernt und gearbeitet wird. Online-Trainings, neue Trainingskonzepte im Blended-Learning-Format und Webinare setzt die BayWa deshalb bereits erfolgreich ein.

Im Jahr 2016 wurden weit über 21.000 Teilnahmen an verschiedenen Online-Trainings verzeichnet. Derzeit kommen diese hauptsächlich für Pflichtschulungen, beispielsweise zu den Themen Compliance oder Datenschutz, aber auch für Fachschulungen im Bereich Agrar und Baustoffe zum Einsatz. Die Online-Trainings sind im HR(Human Resources)-Portal eingebunden, so dass jeder Mitarbeiter einen guten Überblick über seine Ausbildungshistorie hat und die Schulungen mit geringem Aufwand verwaltet werden können.

Im Blended-Learning-Format wechseln sich klassische Präsenzschulungen mit virtuellen Phasen ab. Das ist z. B. beim internen Entwicklungsprogramm "Ideenschmiede" und beim Leadership Training für Betriebsleiter von Baustoffstandorten der Fall: Hier werden in der virtuellen Phase Webinare über Skype angeboten. Im Seminarprogramm der BayWa bietet die Personalentwicklung 2017 die Führungs-Toolbox 2, eine Weiterbildung für erfahrene Führungskräfte, als Skype-Webinar an.

Insgesamt haben weit über 17.000 Teilnehmer im Jahr 2016 Trainings und Seminare mit knapp 29.500 Schulungstagen besucht. Der Fokus lag dabei auf der Qualifizierung in Fachthemen mit über 17.500 Trainingstagen. Für die Entwicklung der persönlichen und sozialen Kompetenzen fielen knapp 12.000 Weiterbildungstage an.

Programm "Development of the Group"

Themen wie Internationalisierung und Digitalisierung ändern die Arbeitsbedingungen ständig. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, benötigt das Unternehmen Führungskräfte, die in der Lage sind, mit diesen Veränderungen umzugehen. Deshalb setzte die BayWa im Jahr 2016 ein Programm auf mit dem Ziel, das Potenzial der Führungskräfte zu erfassen und entsprechende individuelle Entwicklungspläne zu erstellen. Das Programm umfasste eine Bestandsaufnahme im Rahmen von Online-Assessments und Management Audits sowie, nach Auswertung der Ergebnisse, eine Festlegung der nächsten Entwicklungsschritte. Um das langfristige Ziel - einen Führungswandel - zu erreichen, ist neben den individuellen Maßnahmen 2017 unter dem Motto "Development of the Group II" ein weiterführendes Programm geplant.

Vielfalt und Chance

Die BayWa strebt danach, Vielfalt auf allen Ebenen und in allen Aspekten zu leben - einschließlich Geschlecht, Nationalität und Generation. Diversität und Chancengleichheit sind Bestandteil der sozialen Verantwortung, die die BayWa als Unternehmen für ihre Mitarbeiter trägt. Sie fokussiert sich dabei zum einen auf Gender-Management, um verstärkt darauf zu achten, dass Frauen und Männern in gleichem Maße Karrieremöglichkeiten auf allen Hierarchiestufen und in allen Funktionen im Unternehmen geboten werden. Zum anderen stehen der demografische Wandel und dessen Herausforderungen sowie die Internationalisierung und die Förderung des Austauschs zwischen den unterschiedlichen Kulturen im Mittelpunkt.

Hohe Ausbildungsqualität für eine erfolgreiche Zukunft

Eine hochwertige Ausbildung schafft die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft - für die Auszubildenden und für die BayWa. Der Konzern gehört mit knapp 1.300 Auszubildenden zu den bedeutendsten Ausbildungsunternehmen. Die Ausbildungsquote liegt mit über 10 Prozent in den ausbildenden Unternehmen weit über dem Durchschnitt. Um auch im kommenden Jahr guten Nachwuchs zu bekommen, setzte die BayWa 2016 in Deutschland neben dem Ausbau von Schulkooperationen und dem Besuch von Messen auch auf eine Online-Kampagne mit Social-Media-Elementen.

Neues Management-Trainee-Programm

Zum 1. Dezember 2016 startete mit 4 Management Trainees im Segment Agrar ein neues Trainee-Programm in der BayWa Zentrale in München. Den ersten Jahrgang des neuen Programms erwarten in der zweijährigen Ausbildungszeit vielfältige Eindrücke aus unterschiedlichen Produktbereichen sowie eine dreimonatige Praxisphase in einer ausländischen Agrartochtergesellschaft der BayWa. So wird der Nachwuchs von Beginn an auf die internationale Ausrichtung des Konzerns vorbereitet und ist nach erfolgreichem Abschluss für Fach- und Führungsaufgaben gut gerüstet.

Gesunde Mitarbeiter an sicheren Arbeitsplätzen

Die Themen Gesundheit und Arbeitssicherheit aller Mitarbeiter sowie der Umweltschutz sind in der BayWa von großer Bedeutung. Aus diesem Grund wurde zusammen mit dem FC Bayern Basketball die Mitarbeiterkampagne "Fit für alle Felder" ins Leben gerufen. Mit den Schwerpunkten Fitness, Ernährung, mentale Fitness und Basketballwissen haben teilnehmende Mitarbeiter die Möglichkeit, die Gesundheit im Arbeitsalltag zu steigern. Die Kick-off-Veranstaltung im November 2016 in München war ein voller Erfolg, so dass 2017 eine Ausweitung auf weitere BayWa Standorte geplant ist.

Im Frühjahr 2016 wurden sämtliche Mitarbeiter, die an hochgelegenen Arbeitsplätzen tätig sind, in einem Trainingszentrum zu den Themen Höhensicherung und passendes Equipment ausgebildet. Alle Kraftfahrer im Geschäftsfeld Baustoffe erhielten im Berichtsjahr eine zusätzliche Schulung zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und dem Verhalten bei Unfällen. Darüber hinaus führte der Bereich Umweltschutz eine Vielzahl von Seminaren zu den Themen Gefahrguttransport, Gefahrstofflagerung und -abgabe sowie Brandschutz mit praktischen Übungen durch. Seit Mitte 2016 bündelt der Bereich Environment, Health & Safety außerdem alle internationalen Themen aus den Bereichen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

BayWa Stiftung: Bildungsprojekte für gesunde Ernährung und erneuerbare Energien

Mit der BayWa Stiftung übernimmt das Unternehmen seit 1998 ganz offiziell gesellschaftliche Verantwortung. Zwanzig Bildungsprojekte der Stiftung helfen mit, Ernährung zu sichern, Bildung für alle zu realisieren und saubere Energie zu erzeugen. Dabei hat das Thema Ernährung einen besonders hohen Stellenwert: Hier setzt die BayWa Stiftung vor der eigenen Haustür an, um das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung zu schaffen und die Gesundheit von Kindern zu stärken. Beispielsweise eröffnete sie im Rahmen des Projekts "Gemüse pflanzen. Gesundheit ernten." bereits 120 Schulgärten. Den Kindern wird gezeigt, woher die Lebensmittel kommen und warum eine ausgewogene Ernährung für den Schulalltag so wichtig ist. Zugleich wird auch der Wert von Landwirtschaft vermittelt. Ein weiteres Projekt erzeugt saubere Energie in Tansania: An einer Mädchenschule ließ die Stiftung acht Biogasanlagen und eine institutionelle Anlage bauen. Mittlerweile ist dort sogar ein Kompetenzzentrum für Biogas entstanden. Der Fokus bei allen Projekten liegt auf "Hilfe zur Selbsthilfe", um die Lebensqualität von Menschen langfristig zu verbessern. Weitere Informationen über die Projekte unter www.baywastiftung.de.

Nachhaltigkeit bei der BayWa

Die Produkte und Dienstleistungen der BayWa decken menschliche Grundbedürfnisse wie Ernährung, Energie und Wohnen ab. Seit jeher verknüpft das Unternehmen sein solides und profitables Wachstum mit der Ausrichtung an den Interessen künftiger Generationen. Tradition und Innovation prägen somit das Nachhaltigkeitsverständnis der BayWa, das durch strategische Nachhaltigkeitsziele gestützt wird. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden, Mitarbeitern, Anlegern und Lieferanten ist in allen Prozessen leitend. Das Fundament dafür bilden verbindliche Werte des Markenleitbilds: Vertrauen, Solidität und Innovation.

Der 2015 vom Vorstand verabschiedete Verhaltenskodex (Code of Conduct) gilt für die Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstände aller Konzerngesellschaften der BayWa. Er definiert Standards zum allgemeinen geschäftlichen Verhalten wie auch zu speziellen Themen wie Rechtskonformität oder Vermeidung von Interessenkonflikten. Weitere verbindliche Leitlinien für ein faires und integres Verhalten sind die Satzung und die Unternehmensleitlinien der BayWa, das Führungsleitbild sowie Corporate-Governance-Regeln.

Als börsennotiertes Handelsunternehmen pflegt die BayWa einen kontinuierlichen Dialog mit ihren Interessengruppen. Das tut sie über eine transparente Kommunikation im Rahmen der Investor-Relations- und Pressearbeit, persönlichen Gesprächen mit Kunden und Mitarbeitern, Präsenz auf Veranstaltungen, Befragungen sowie ein effizientes Risiko- und Beschwerdemanagement.

Gesellschaft und Wirtschaft stehen vor globalen Herausforderungen wie steigendem Nahrungsbedarf und extremen Wetterereignissen. Deshalb unterstützt die BayWa ihre Kunden, Prozesse und Produkte ertragreich und ressourcenschonend zu gestalten, immer mehr auch durch digitale Lösungen. Zudem bedient das umfangreiche Produkt- und Dienstleistungsportfolio "BayWa Öko" den stetig wachsenden Markt des ökologischen Landbaus. Auch in den internen Prozessen setzt die BayWa auf eine effiziente Nutzung von Ressourcen und umweltschonende Logistik, beispielsweise durch den vermehrten Einsatz von Bahn oder Schiffen. Für Mitarbeiter arbeitet das Unternehmen an Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, Erfahrungsaustausch zwischen den Generationen und kultureller Vielfalt. Bezüglich der Ausbildung gehört die BayWa zu den führenden Unternehmen in Deutschland.

Für einen Großteil des vielfältigen gesellschaftlichen Engagements der BayWa steht die BayWa Stiftung (www.baywastiftung.de). Diese arbeitet in ausgewählten Projekten daran, Bildung für alle zu realisieren, Ernährung zu sichern und saubere Energie zu erzeugen. Die BayWa trägt die Verwaltungskosten der Stiftung und verdoppelt die eingegangenen Spenden. Traditionell bringt sich die BayWa für die Gesellschaft auch durch Sportförderung ein. Im Berichtsjahr unterstützte die BayWa als Hauptsponsor die Basketballer des FC Bayern und leistete so einen Beitrag für den Spitzensport.

Ausführliche Informationen zur Nachhaltigkeitsstrategie und den Aktivitäten in den Handlungsfeldern Markt, Umwelt und Klima, Mitarbeiter und Lebensqualität veröffentlicht die BayWa seit 2014 in einem jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Dieser findet sich im Internet unter www.baywa.com/nachhaltigkeit/.

Übernahmerelevante Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der BayWa AG belief sich zum Stichtag auf 89.347.033,60 Euro und ist eingeteilt in 34.901.185 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.540.729 vinkulierte und 117.205 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2017 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien. Hinsichtlich der durch die Aktien vermittelten Rechte und Pflichten (z. B. Recht auf Anteil am Bilanzgewinn oder Teilnahme an der Hauptversammlung) wird auf die entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes (AktG) verwiesen. Sonderrechte oder Vorzüge bestehen nicht.

Stimmrechts- oder Übertragungsbeschränkungen von Aktien

Der Erwerb von vinkulierten Namensaktien durch Einzelpersonen und Rechtspersonen des bürgerlichen und öffentlichen Rechts unterliegt gemäß § 68 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung der BayWa AG der Zustimmung durch den Vorstand der BayWa AG. Die BayWa AG hält in geringem Umfang (19.500 Stück) eigene Namensaktien, die gemäß § 71b AktG ohne Stimmrecht sind, solange sie von der BayWa AG gehalten werden. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffend, bestehen nicht.

Beteiligungen mit mehr als 10 Prozent der Stimmrechte

Folgende Anteilseigner halten am Bilanzstichtag Beteiligungen am Kapital, die 10 Prozent der Stimmrechte übersteigen:

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, Deutschland Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Ergänzend zu §§ 84 f. AktG sieht auch § 9 der Satzung der BayWa AG bezüglich der Bestellung und Abberufung des Vorstands vor, dass die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt werden. Die Bestellung erfolgt auf höchstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorsitzenden des Vorstands.

Über Änderungen der Satzung beschließt nach § 179 AktG in Verbindung mit § 21 der Satzung der BayWa AG immer die Hauptversammlung.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Darüber hinaus ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 4.389.847,04 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, im Bestand befindliche eigene Aktien Dritten im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen bzw. Beteiligungen oder von Unternehmenszusammenschlüssen anzubieten oder zu einem Teil oder insgesamt einzuziehen, ohne dass die Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Der Vorstand besitzt keine weitere Ermächtigung der Hauptversammlung zum Rückkauf von Aktien. Vereinbarungen im Sinne des § 315 Abs. 4 Nr. 8 und 9 HGB bestehen nicht.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Lageberichts und erläutert das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft und soweit erforderlich angepasst.

Die Vergütung der Vorstände setzt sich ab dem 1. Januar 2010 aus einem jährlichen Festgehalt, einer kurzfristigen variablen Vergütung (jährliche Tantieme) und einer langfristigen variablen Vergütung (sog. Tantiemenbank) zusammen. Das Verhältnis von fixer zu variabler kurzfristiger Vergütung und langfristiger variabler Vergütung liegt bei 100 Prozent Zielerreichung bei ca. 50 zu 20 zu 30. Der erfolgsunabhängige Bestandteil setzt sich aus einem jährlichen Festgehalt und Nebenleistungen wie der Nutzung eines Dienstwagens sowie Beiträgen zu einer Unfall- und einer Krankenversicherung zusammen. Die kurzfristige variable Vergütung ist als jährliche Tantieme ausgestaltet. Deren Höhe bemisst sich nach der Erreichung jährlich vom Aufsichtsrat festgelegter Ziele, die sich an individuell vereinbarten Zielen und bzw. oder am geschäftlichen Erfolg des Unternehmens orientieren (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit). Werden die Zielgrößen erreicht, erfolgt die volle Auszahlung der vereinbarten Erfolgsprämie. Werden die Zielgrößen überschritten, findet eine Erhöhung statt, jedoch nur bis zu einem maximal möglichen Betrag (Cap) von 150 Prozent. Werden die Zielgrößen unterschritten, erfolgt eine anteilige Reduktion der Tantieme. Bei der kurzfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen.

Der langfristige variable Vergütungsbestandteil wird in Form einer sog. Tantiemenbank umgesetzt. Je nach Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten der vom Aufsichtsrat für drei Jahre im Voraus festgelegten, am Erfolg des Unternehmens (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) anknüpfenden Ziele wird die Tantiemenbank jährlich aufgefüllt oder belastet. Bei Übererfüllung der Ziele ist eine Begrenzung des maximal auf die Tantiemenbank eingestellten Betrags von 150 Prozent des Zielwertes (Cap) vorgesehen. Besteht ein Guthaben auf der Tantiemenbank, wird für das Geschäftsjahr 2016 den Vorstandsmitgliedern ein Drittel dieses Guthabens vorläufig ausbezahlt. Die verbleibenden zwei Drittel des Guthabens der Tantiemenbank verbleiben in der Tantiemenbank. Die Auszahlung erfolgt linear, das heißt, der in die Tantiemenbank eingestellte Betrag wird, vorbehaltlich eines ausreichenden Guthabens auf der Tantiemenbank und etwaiger Verrechnungen mit negativen Boni, in gleichen Teilen über drei Geschäftsjahre an die Vorstandsmitglieder vorläufig ausbezahlt. Ergibt sich aufgrund von Auszahlungen aus den Vorjahren bzw. einer Belastung der Tantiemenbank ein negativer Saldo auf der Tantiemenbank, sind die Vorstandsmitglieder insoweit zur Rückzahlung aus der vorläufigen Auszahlung aus den beiden vorangegangenen Jahren verpflichtet. Auch bei der langfristigen variablen Vergütung wird damit negativen und positiven Entwicklungen Rechnung getragen. Bei beiden variablen Vergütungsbestandteilen ist zudem neben dem vereinbarten Cap eine Begrenzungsmöglichkeit für außerordentliche Entwicklungen vereinbart.

Darüber hinaus bestehen Pensionszusagen für Mitglieder des Vorstands. Diese bemessen sich teilweise anhand des zuletzt an das jeweilige Vorstandsmitglied gezahlten Festgehalts (30 Prozent) und teilweise anhand der Anzahl der Dienstjahre des jeweiligen Vorstandsmitglieds (mit Begrenzung der Steigerung auf 35 Prozent bzw. 50 Prozent des zuletzt bezogenen Festgehalts). Das Pensionsalter wird nicht vor dem vollendeten 65. Lebensjahr erreicht. Seit 1. Dezember 2012 sind sämtliche Verpflichtungen aus Pensionszusagen auf einen externen Pensionsfonds in Form einer Anrechnungszusage bzw. auf eine Unterstützungskasse ausgelagert. Die laufenden Zahlungen an den Pensionsfonds bzw. die Unterstützungskasse sind in den anzugebenden Gesamtbezügen des Vorstands enthalten.

Die Vorstandsverträge enthalten keine Zusagen für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit. Change-of-Control-Klauseln bestehen ebenfalls nicht.

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Konzern für das Geschäftsjahr 2016 betragen 6,910 Mio. Euro (Vorjahr: 6,326 Mio. Euro), davon 2,036 Mio. Euro (Vorjahr: 2,262 Mio. Euro) variabel. Für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Altersvorsorge) wurden Beiträge in Höhe von 1,555 Mio. Euro (Vorjahr: 1,105 Mio. Euro) entrichtet.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach fixen und variablen/erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang des Konzernabschlusses ausgewiesen. Ein entsprechender Hauptversammlungsbeschluss gemäß § 286 Abs. 5 HGB wurde am 19. Mai 2015 gefasst (Kodex-Ziffer 4.2.4 Satz 3). Über die Vergütung im Übrigen informieren die Angaben im Anhang zum Einzelabschluss bzw. Konzernabschluss.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats orientiert sich an der Verantwortung und am Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Konzerns.

Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten seit Beginn des ab dem 1. Januar 2010 laufenden Geschäftsjahres eine feste jährliche Vergütung von 10.000 Euro zahlbar nach Ablauf des Geschäftsjahres sowie eine veränderliche Vergütung von je 250 Euro für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Bardividendenanteil von 0,01 Euro je Aktie, der über einen Gewinnanteil von 0,10 Euro je Aktie hinaus an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die veränderliche Vergütung wird jeweils nach Ablauf der Hauptversammlung fällig, die über vorgenannten Bardividendenanteil Beschluss gefasst hat.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache und seine Stellvertreter erhalten das Doppelte der nach vorstehendem Absatz zu gewährenden Vergütung. Für die Ausschusstätigkeit wird eine zusätzliche feste jährliche Vergütung von 2.500 Euro bezahlt. Die Vorsitzenden erhalten jeweils das Dreifache.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehören, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Darüber hinaus erhalten sie Ersatz ihrer Aufwendungen und Erstattung der von ihnen wegen ihrer Tätigkeit als Mitglied des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses zu entrichtenden Umsatzsteuer. Zudem sind die Aufsichtsratsmitglieder in die Gruppenunfallversicherung der Gesellschaft einbezogen. Die Gesellschaft unterhält auch im Interesse der Gesellschaft für die Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Rechtsschutz-Versicherung & D & O-Vertrags-Rechtsschutz-Versicherung. Die Prämien hierfür entrichtet die Gesellschaft.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,761 Mio. Euro (Vorjahr: 0,686 Mio. Euro), davon 0,425 Mio. Euro variabel (Vorjahr: 0,369 Mio. Euro).

Ein individualisierter Ausweis der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder im Anhang des Konzernabschlusses erfolgt nicht (Begründung hierzu siehe Entsprechenserklärung).

Chancen- und Risikobericht

Chancen- und Risikomanagement

Die Unternehmenspolitik des BayWa Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen sowie Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich im Konzern zusätzliche Chancen und Synergiepotenziale nutzen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen. Sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Die Grundsätze des im BayWa Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns.

Darüber hinaus hat der BayWa Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen sowie dem Code of Conduct verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement im BayWa Konzern

Im BayWa Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen Entwicklungen, die das Geschäft beeinflussen, lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsfelder ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Das im Jahre 2014 implementierte gruppenübergreifende Risikomanagementsystem für die Agrar-Gruppe umfasst die Geschäftstätigkeiten von BayWa, Cefetra-Gruppe, BayWa Agrarhandel GmbH sowie der BayWa Agrar International B.V. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Die MaRisk beinhalten Regelungen zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller wesentlichen Risikoarten einschließlich dem Kontrahentenrisiko sowie operativen Risiken, wie beispielsweise Qualitäts- und Logistikrisiken. Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk beinhaltet unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kon-trollverfahren. Das Interne Kontrollsystem umfasst insbesondere:

Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation

Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Kommunikation der Risiken (Risikosteuerungs- und -controllingprozesse)

die Einrichtung einer Risikocontrolling-Funktion

Zur handelstäglichen Marktrisikosteuerung werden für alle Gruppengesellschaften die Positionen inklusive der Spreads (Basisrisiken) ermittelt und überwacht. Neben den Volumenlimiten dienen wertorientierte Verfahren einer risikoadäquaten Steuerung der Positionen. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkungen außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen der Agrar-Gruppe sowie deren Risikogehalt werden täglich den operativen Einheiten und lokalen Risikoverantwortlichen sowie im Rahmen des Risk Board an den Vorstand berichtet.

Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche gruppenweite IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testings durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft.

Das Agrar-Risiko-Committee ist Teil der Risk Governance und dient als höchstes Entscheidungsgremium innerhalb der Agrar-Gruppe. Dieses besteht u. a. aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen.

Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde sowohl auf Gruppenebene als auch in den jeweiligen Agrarhandelsgesellschaften ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelsgesellschaften bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen, strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen.

Zur Koordination des Handelsmanagements dient weiterhin das im Jahr 2014 geschaffene Global Book System (GBS), das übergreifend für die nationalen und internationalen Bereiche die Handels- und Risikopositionen der einzelnen Produktlinien im Handel mit Getreide, Ölsaaten und Co-Produkten aufeinander abstimmt und optimiert. Die Organisationseinheit Economics and Public Affairs Department (EPAD) wurde im Jahr 2016 aufgelöst. Zur Einschätzung der globalen Nachfrage- und Angebotssituation werden im Rahmen der Marktforschungsaktivitäten jedoch weiterhin fundamentale Marktanalysen durchgeführt und in wöchentlichen Meetings mit den Handelsabteilungen diskutiert.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten der BayWa aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder zum Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, hervorgerufen beispielsweise durch globalen Rohstoffpreisverfall, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen.

Branchen- und konzernspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern, sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Qualität, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen sowie nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Darüber hinaus begegnet die BayWa Qualitätsrisiken durch Stichprobenentnahmen und Kontrollen. Risiken durch Qualitätsverschlechterungen von gehaltenen Beständen werden durch professionelle Standards in der Lagerhaltung verringert. Logistikrisiken, die sich aus witterungs- oder streikbedingt mangelnder Verfügbarkeit von Transportkapazitäten ergeben, werden durch Früherkennungssysteme rechtzeitig identifiziert und gesteuert. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, das in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte einerseits und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte andererseits begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung des Net Working Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz von Betriebsmitteln und hochwertiger Landtechnik.

Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert. Durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solarenergie und Biomasse - wird das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, das durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen.

Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie für den sozialen Wohnungsbau zu nennen. Grundsätzlich bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Der BayWa Konzern ist im Segment Bau Franchisegeber für Bau- und Gartenmärkte. Nach der Einbringung der BayWa Bau- und Gartenmärkte in ein Joint Venture mit Hellweg, der neu gegründeten BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG, ist deren operative Führung auf Hellweg übergegangen. Vor diesem Hintergrund ergibt sich das Risiko, dass die Franchisegesellschaft im BayWa Konzern ihren vertraglichen Leistungsverpflichtungen gegenüber Franchisenehmern in der bisherigen Art und Güte nicht mehr nachkommen kann. Daraus können u. a. Schadenersatzforderungen der Franchisenehmer entstehen. Diesem Risiko wurde durch den Abschluss langfristiger Verträge mit Hellweg begegnet.

Chancen und Risiken aus Finanzinstrumenten

Neben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt der BayWa Konzern zur Absicherung seines Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie - in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln, Mineralöl, Biomethan oder Solarkomponenten. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralöl- und Biomethanbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln oder Solarkomponenten aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Darüber hinaus können Aktivitäten von Finanzinvestoren und technische Marktmechanismen zeitweise stark zunehmende Preisvolatilitäten verursachen. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Windenergie- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht das Risiko, dass in Folge der niedrigeren Einspeise- bzw. Stromerlöse die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Vergleich zur Planung unterschritten wird.

Der BayWa Konzern verwendet zur Messung und Steuerung des Risikos aus Warentermingeschäften, die als Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 (International Accounting Standard) zu behandeln sind, ein portfoliobasiertes Value-at-Risk-Verfahren. Der von der BayWa verwendete Value at Risk zielt auf die Quantifizierung der negativen Wertänderung eines Portfolios, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) während eines definierten Zeitraums (5 Handelstage) nicht überschritten wird. Der zum 31. Dezember 2016 ermittelte Value at Risk beträgt 1,791 Mio. Euro und zeigt, dass der potenzielle Verlust aus den betrachteten Warentermingeschäften innerhalb der nächsten 5 Handelstage mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Wert von 1,791 Mio. Euro nicht überschreiten wird.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet zum großen Teil innerhalb des Euroraums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften oder Projektierungen resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert.

Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Konzerns insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, das nicht durch einen Natural Hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Futures, Zinscaps und Zinsswaps.

Im Geschäftsjahr 2016 lag der durchschnittliche Zinssatz für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bei 1,1100 Prozent (Vorjahr: 1,0225 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,1100 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 10,878 Mio. Euro führen, sofern eine zumindest teilweise Überwälzung über die Umsatzerlöse nicht möglich wäre. Eine Reduzierung des Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,1100 Prozent hätte eine Verringerung des Zinsaufwands in Höhe von 10,878 Mio. Euro zur Folge.

Rechtliche und regulatorische Chancen und Risiken

Die Unternehmen des Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in Deutschland, u. a. auch bei der BayWa, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln. Eine weitere Durchsuchung verschiedener Büros des Bereichs Landtechnik am Hauptsitz der BayWa hat das Bundeskartellamt im Januar 2016 auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter der BayWa an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik beteiligt gewesen sein sollen. Aus dem Untersuchungsbeschluss geht hervor, dass mehrere Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Beide Untersuchungen dauern weiter an und Ergebnisse oder Teilergebnisse waren bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses nicht vorliegend. Dementsprechend wurden neben Rückstellungen für Rechtsberatung keine bilanziellen Vorsorgen getroffen, da der Vorstand zum aktuellen Zeitpunkt keine Abschätzung zu diesen Sachverhalten treffen kann. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern ist bislang noch vielfach von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen abhängig. Politisch motivierte Veränderungen der Förderparameter - insbesondere die rückwirkende Absenkung oder Abschaffung von Einspeisevergütungen - können sich daher erheblich auf den Wert dieser Anlagen auswirken: Entweder über zukünftig geringere erzielbare Veräußerungspreise oder über geringere Mittelzuflüsse aus dem Betrieb der Anlagen. Den möglichen Ergebnisauswirkungen aus solchen Risiken begegnet die BayWa durch eine dreifache Diversifizierung ihres Geschäftsportfolios im Bereich der regenerativen Energien: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsbereichen (zum einen Projekte und Service und zum anderen Handel).

Kredit- und Kontrahentenrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sogenannter Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsfelder umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschluss-Stichtag entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das erwartete Ausfallrisiko beläuft sich auf 13,533 Mio. Euro (Vorjahr: 12,604 Mio. Euro).

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa Konzerns stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend im Konzern abbilden können.

Rating des BayWa Konzerns

Die BayWa AG genießt in Bankenkreisen eine gute Bonität. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2016 konnte der BayWa Konzern zum wiederholten Mal die Summe der Kreditlinien erhöhen. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa AG bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Der BayWa Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 1.300 Auszubildenden im Jahr 2016 zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter der BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa Konzerns auf dem neuesten Stand gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, ein tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Konzernleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa Konzerns begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren geopolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine - wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert - vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Ferner wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen eingerichtet. Des Weiteren werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft.

Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, monatlich ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren.

Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Abstimmung mit den Konzerngesellschaften.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult.

Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten.

Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fort- und Weiterbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung, Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet.

Prognosebericht

Ausblick für das Segment Agrar

Erwartete Markt- und Branchenentwicklung

Die Agrarbranche ist laut dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) ein globaler Wachstumsmarkt. Die langfristigen Triebkräfte der Expansion sind vor allem die stetig steigende Weltbevölkerung, deren Bedarf an Nahrungsmitteln kontinuierlich zunimmt. Gleichzeitig ist aufgrund der rückläufigen Anbaufläche pro Kopf eine kontinuierliche Erhöhung der Flächenerträge notwendig, die nur durch weitere Produktivitätssteigerungen in der Landwirtschaft erzielt werden kann. Der Technisierungsgrad in der Agrarerzeugung wird daher mittelfristig zunehmen. Dabei kommt der sich dynamisch ausbreitenden Digitalisierung der Landwirtschaft eine wesentliche Bedeutung für die Optimierung von Ablaufprozessen und die Steigerung der Erträge zu. Parallel dazu wächst auch der Bedarf an Betriebsmitteln, um die Flächenerträge zu verbessern. Die globale Vernetzung der Märkte für Agrarerzeugnisse verbreitert einerseits die Beschaffungs- und Absatzbasis. Andererseits können außergewöhnlich gute oder schlechte Ernten bei einzelnen Agrarprodukten und in einzelnen Regionen kurzfristig zu starken Schwankungen der weltweiten Marktpreise führen. Mittel- bis langfristig ist allerdings von einem stabilen bis positiven Preistrend für landwirtschaftliche Erzeugnisse auszugehen.

Die aktuellen Prognosen des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) für die Erntesaison 2016/17 rechnen bei Getreide und Ölsaaten erneut mit einer sehr guten Ernte; die Erntemenge von Getreide - ohne Reis - soll weltweit mit 2.077 Mio. Tonnen um 93 Mio. Tonnen auf einen neuen Rekordwert steigen. Für den weltweiten Verbrauch wird eine Zunahme von gut 5 Prozent auf 2.065 Mio. Tonnen erwartet, so dass sich die Lagerbestände voraussichtlich um rund 12 Mio. Tonnen auf 498 Mio. Tonnen erhöhen werden. Die Reichweite der Endbestände nimmt aufgrund des starken Verbrauchsanstiegs im Getreidejahr 2016/17 geringfügig um 2 Tage auf 88 Tage ab. In der EU wird zwar für das Getreidejahr 2016/17 mit 297 Mio. Tonnen von einer um knapp 5 Prozent geringeren Ernte ausgegangen, die Versorgungslage bleibt aber mit einem Selbstversorgungsgrad von mehr als 100 Prozent insgesamt gut. Im Mehrjahresvergleich liegen die Preise für Getreide derzeit deutlich unter den Höchstständen der Jahre 2011 und 2012. Nach der leichten Erholung im vierten Quartal 2016 ist für 2017 tendenziell von einer Seitwärtsbewegung der Getreidepreise auf dem derzeitigen Niveau von rund 170 Euro pro Tonne auszugehen, da Produktion und Verbrauch weltweit in nahezu gleichem Umfang wachsen dürften. Für Ölsaaten wird im Getreidejahr 2016/17 ein um rund 5 Prozent auf 712 Mio. Tonnen steigendes weltweites Erntevolumen prognostiziert. Angesichts der erwarteten Rekorderntemenge besteht aus fundamentaler Sicht wenig Raum für dauerhafte Preissteigerungen.

Bei Futtergetreide geht das USDA für das Getreidejahr 2016/17 von einem geringfügigen Bestandsaufbau aus, da der erwartete Verbrauch mit 1.315 Mio. Tonnen knapp unter der Erzeugungsmenge von 1.320 Mio. Tonnen liegt. Nachdem die Preise 2016 deutlich gesunken sind, besteht auch im Jahr 2017 angesichts der guten Versorgungslage kaum Potenzial für Preiserhöhungen bei Futtergetreide. Grundsätzlich folgen die Preise bei Grundfutter und Mischfutter der Entwicklung an den Märkten für Getreide und Ölsaaten, so dass die Preisentwicklung im weiteren Jahresverlauf zunehmend von den Ernteerwartungen für das Getreidejahr 2017/18 beeinflusst wird.

Bei den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln wird für Saatgut 2017 in Deutschland ein mindestens konstantes Marktvolumen erwartet, da der strenge Frost im Januar und Februar 2017 teilweise zu Auswinterungsschäden geführt haben könnte, die auf einigen Flächen eine neue Aussaat erforderlich machen würde. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird sich 2017 unter der Annahme einer weitgehend gleichbleibenden Anbaustruktur und eines normalen Witterungsverlaufs voraussichtlich geringfügig über dem Niveau des Vorjahres bewegen. 2016 hatten lang anhaltende, starke Regenfälle im Frühsommer dazu geführt, dass die Ackerflächen insbesondere in Bayern und Baden-Württemberg teilweise nicht befahrbar waren und somit die Pflanzenschutzmittel nicht ausgebracht werden konnten. Bei Düngemitteln wird im Jahr 2017 insgesamt eine steigende Nachfrage erwartet. Im Vorjahr hatten zahlreiche Landwirte aus Kostengründen ihre Düngergaben reduziert. Dadurch sind die pflanzenverfügbaren Nährstoffe auf den Feldern im Frühjahr 2017 gering. Um die Flächenerträge zu halten, ist davon auszugehen, dass in der Düngesaison 2017 höhere Düngermengen ausgebracht werden. Durch die im März verabschiedete Düngeverordnung 2017 können sich allerdings Einschränkungen für den Einsatz im zweiten Halbjahr aufgrund der vorgesehenen Sperrfristen ergeben. Unter der Annahme eines normalen Witterungs- und Vegetationsverlaufs ist nach dem deutlichen Preisanstieg für Düngemittel zu Jahresbeginn für das gesamte Jahr 2017 tendenziell von einem höheren Preisniveau auszugehen. Die gestiegenen Energiepreise und ein Rückgang der Produktion in China könnten sich laut dem Deutschen Bauernverband (DBV) insbesondere auf die Preise von Stickstoffdüngern erhöhend auswirken. Wie in den Vorjahren ist zu erwarten, dass sich die Preise je nach Sorte uneinheitlich entwickeln werden.

Unter der Annahme eines normalen Witterungsverlaufs und weitgehend unveränderten Anbauflächen in Deutschland ist bei Äpfeln, dem bedeutendsten Kernobst, im Jahr 2017 laut dem Statistischen Bundesamt von einem durchschnittlichen Ernteertrag von rund 965.000 Tonnen auszugehen. Auch die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das russische Importverbot für europäisches Obst wurde bis zum Jahresende 2017 verlängert. Die Mengennachfrage dürfte sich nahezu konstant entwickeln. Vor diesem Hintergrund ist zu erwarten, dass die Preise für Obst stabil bleiben. Eine ähnliche Entwicklung ist auch für die übrigen Länder der EU anzunehmen. Laut der World Apple and Pear Association (WAPA) wird in der südlichen Hemisphäre auf Basis der gegenwärtigen Fruchtentwicklung eine Apfelernte von rund 5,4 Mio. Tonnen prognostiziert (Vorjahr: rund 5,0 Mio. Tonnen). In Neuseeland wird im Jahr 2017 eine mit rund 572.000 Tonnen um gut 6 Prozent höhere Apfelproduktion und damit eine neue Rekordernte erwartet, da neue Plantagen in die Produktion gehen und die Wetterbedingungen in der Blütephase günstig waren. Die Exporte sollen leicht auf 365.000 Tonnen ansteigen. Grund dafür ist der expandierende Handel mit den asiatischen Märkten, auf die sich Neuseeland durch den Anbau dort bevorzugter Sorten spezialisiert hat. Bei den Apfelpreisen ist in Anbetracht der Fokussierung auf höhere Qualitäten und weiter steigender Exporte nach Asien zumindest von einer stabilen Entwicklung bzw. von moderaten Erhöhungen auszugehen.

Bei vielen landwirtschaftlichen Erzeugnissen sind die Erlöse im ersten Halbjahr 2016 deutlich gesunken. Dadurch hatte sich das Stimmungsbarometer der Landwirtschaft spürbar eingetrübt und im März 2016 einen mehrjährigen Tiefpunkt erreicht. Aktuell ist zwar noch keine grundlegende Erholung erkennbar, die Stimmungslage hat sich allerdings bereits spürbar verbessert. Die Bereitschaft der Landwirte, im ersten Halbjahr 2017 Investitionen zu tätigen, liegt mit 29 Prozent geringfügig über dem Vorjahreswert von 28 Prozent. Das geplante Investitionsvolumen steigt leicht auf 3,6 Mrd. Euro, nach 3,3 Mrd. Euro im Vorjahr. Während das Investitionsvolumen in Maschinen und Geräte weiter rückläufig sein dürfte, sind in den Bereichen erneuerbare Energien, Wirtschaftsgebäude sowie Hof- und Stalltechnik höhere Investitionen geplant. Vor diesem Hintergrund geht der Branchenverband VDMA Landtechnik für das gesamte Jahr 2017 mit einem leichten Rückgang der Investitionen in Deutschland um etwa 1 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,2 Mrd. Euro) von einer Stabilisierung aus. Mittel- und langfristig wird die Landtechnikbranche von dem weiter steigenden Technologieeinsatz zur Intensivierung der Agrarproduktion und Steigerung der Effizienz profitieren.

Erwarteter Geschäftsverlauf

Das Handelsvolumen mit Agrarerzeugnissen - insbesondere Getreide und Ölsaaten - des Geschäftsfelds BAST wird 2017 voraussichtlich geringfügig über dem Niveau des Vorjahres liegen. Diese Erwartung basiert auf dem guten Nacherfassungsgeschäft, höheren Lagerbeständen bei Getreide und der hohen prognostizierten Erntemenge für das Getreidejahr 2016/17. Daneben tragen der im Rahmen der internationalen Expansionsstrategie der BayWa im Februar 2016 erworbene Braugetreidehändler Evergrain und der zu Jahresbeginn 2017 übernommene Spezialitätenhändler Thegra Tracomex ganzjährig zu Umsatz und Ergebnis bei. Insgesamt dürfte sich daraus eine Ausweitung des Umschlagsvolumens von Getreide und Ölsaaten auf rund 35 Mio. Tonnen ergeben. Auf Basis der erwarteten Preisentwicklungen dürfte der Umsatz des Geschäftsfelds BAST erheblich steigen. Auch für das operative Ergebnis (EBIT) wird ein signifikanter Anstieg erwartet. Die maßgeblichen Treiber für diese Ergebnisverbesserung sind die Optimierung der Kapitalallokation im internationalen Geschäft durch Anpassungen der Mittelbereitstellung für den Handel von Standarderzeugnissen mit geringen Kapitalverzinsungen. Die dort freigesetzten Mittel werden zum weiteren Ausbau des höhermargigen Spezialitätengeschäfts genutzt.

Im Geschäftsfeld BAV wird im Geschäftsjahr 2017 mit einer spürbaren Umsatzerhöhung gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Bei den Betriebsmitteln wird insgesamt ein steigender Absatz erwartet. Dazu dürfte zum einen die verbesserte Liquiditätssituation der landwirtschaftlichen Betriebe wesentlich beitragen, nachdem die Preise für Agrarerzeugnisse im zweiten Halbjahr 2016 eine spürbare Erholung verzeichneten. Zum anderen sollte der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln unter der Annahme eines normalen Witterungsverlaufs ebenfalls über den Vorjahreswerten liegen. Allerdings könnte die Nachfrage nach Düngemitteln im zweiten Halbjahr durch das Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung beeinträchtigt werden. Für Saatgut wird ein leicht über dem Vorjahresniveau liegender Absatz prognostiziert, da der Bereich u. a. von den möglichen Auswinterungsschäden profitieren könnte. Daneben werden die im Juli 2016 übernommenen Standorte in Großenhain und Tuningen erstmals ganzjährig zu Umsatz und Ergebnis beitragen. Bei Futtermitteln dürfte der Absatz 2017 allerdings nicht steigen, da zahlreiche Landwirte verstärkt eigenes Getreide in der Tierfütterung einsetzen könnten. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds BAV wird aufgrund der erwarteten höheren Volumina bei Saatgut, Pflanzenschutzmitteln und Dünger sowie steigenden Preisen insbesondere bei Düngemitteln voraussichtlich einen signifikanten Anstieg verzeichnen.

Im Obstgeschäft wird die gesamte Vermarktungsmenge des BayWa Konzerns weiter zunehmen. Diese Erwartung basiert zum einen auf der prognostizierten Rekordernte für Äpfel in Neuseeland. Zum anderen trägt die ganzjährige Einbeziehung des niederländischen Anbieters für exotisches Obst und Gemüse, TFC Holland B.V. (TFC), zu dem Anstieg bei. Schließlich werden für TFC zusätzliche Vertriebskanäle in Deutschland und Europa erschlossen. Darüber hinaus könnten sich durch den Einstieg der chinesischen Golden Wing Mau mit 19,99 Prozent bei T&G neue Vertriebsmöglichkeiten in China eröffnen. Insgesamt wird das Geschäftsfeld Obst daher den Umsatz gegenüber dem Vorjahr signifikant steigern können. Das operative Ergebnis (EBIT) wird das hohe Niveau des Jahres 2016 jedoch spürbar unterschreiten, da im Vorjahreswert ein einmaliger Ertrag in Höhe von rund 7,5 Mio. Euro aus der Veräußerung der Verpackungslogistik von T&G (Fruit Case Company) enthalten war.

Im Technikgeschäft könnten vor dem Hintergrund der Erholung bei den Preisen für Agrarerzeugnisse auch die Investitionen im Jahresverlauf wieder zunehmen, da die Auftragseingänge seit der zweiten Jahreshälfte 2016 eine Belebung zeigen. Im Geschäft mit Neumaschinen wird daher für 2017 mindestens mit einer Stabilisierung auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Das Servicegeschäft sollte sich ebenfalls stabil entwickeln. Positive Impulse werden von der neuen Vertriebsorganisation für Produkte der Marke Massey Ferguson in Süddeutschland ausgehen. Das internationale Geschäft wird 2017 weiter wachsen: Dazu tragen vor allem die ganzjährigen Umsatz- und Ergebnisbeiträge aus der vollständigen Übernahme der niederländischen Agrimec im Juli 2016 sowie die Kooperation mit CLAAS in Kanada seit August 2016 bei. Insgesamt wird daher für den Umsatz des Geschäftsfelds Technik mit einer spürbaren Steigerung gerechnet. Zusätzliche Ergebnisbeiträge werden auch vom im November 2016 gegründeten Joint Venture BHBW Holdings in Südafrika erwartet, so dass das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds wesentlich steigen sollte.

In Summe erwartet die BayWa im Segment Agrar für das Geschäftsjahr 2017 ein erhebliches Umsatzwachstum und einen signifikanten Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT).

Ausblick für das Segment Energie Erwartete Markt- und Branchenentwicklung

Die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen im Wärmegeschäft unterliegt zum einen witterungsabhängigen Verbrauchsschwankungen. Zum anderen wird das Einkaufsverhalten von der Preisentwicklung bei Heizöl beeinflusst, die wiederum wesentlich vom Rohölpreis abhängt. Die Prognosen der DZ Bank für den Rohölpreis gehen davon aus, dass der derzeitig noch bestehende Angebotsüberhang infolge die vereinbarten Förderkürzungen der OPEC im Laufe des ersten Quartals 2017 abgebaut wird. Dies sollte sich stabilisierend auf den Ölpreis auswirken. Vor diesem Hintergrund wird im Jahr 2017 erwartet, dass sich der Ölpreis in einer Preisspanne von 50 bis 60 US-Dollar je Barrel bewegen wird. Aufgrund struktureller Einflussfaktoren wie dem Vormarsch der erneuerbaren Energien, dem stärkeren Einsatz von Gas sowie Einsparungen im Verbrauch durch den Einsatz moderner Technologien und energetischen Sanierungen im Gebäudebestand ist der Heizölverbrauch in den Kernregionen der BayWa seit Jahren rückläufig. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach auch künftig fortsetzen. Gegenläufig dürfte sich im Jahr 2017 der im Vergleich zu den Vorjahren deutlich kältere Winter auswirken. Die hierdurch erhöhten Heizölverbräuche müssen im weiteren Jahresverlauf wieder eingedeckt werden. Der Absatz von Holzpellets profitiert von der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen Zahl installierter Holzpellets-Heizungsanlagen. Das Potenzial für zukünftiges Wachstum dieses Energieträgers wird allerdings durch die regionale Verfügbarkeit des Rohstoffs und die wirtschaftlich begrenzte Transportdistanz eingeschränkt. Der Absatz von Kraft- und Schmierstoffen hängt vor allem von der konjunkturellen Entwicklung ab. Angesichts eines prognostizierten Wirtschaftswachstums in Deutschland von 1,8 Prozent im Jahr 2017 ist von einer moderat steigenden Nachfrage auszugehen.

Im Bereich der regenerativen Energien sind die Weichen für die langfristige Entwicklung gestellt: Im Dezember 2015 haben sich 196 Staaten auf der Weltklimakonferenz in Paris auf ein völkerrechtlich verbindliches Klimaschutzabkommen geeinigt. Ziel des Abkommens ist die Begrenzung des weltweiten Temperaturanstiegs. Im Mittelpunkt steht dabei die klimaneutrale Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien. Auf der UN-Klimakonferenz in Marrakesch im November 2016 verpflichteten sich die 196 teilnehmenden Staaten zur vollständigen Umsetzung des Abkommens von Paris. Das von der deutschen Bundesregierung beschlossene Energiekonzept sieht den Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von derzeit rund 33 Prozent auf 40 bis 45 Prozent im Jahr 2025, auf 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 und auf mindestens 80 Prozent im Jahr 2050 vor. In der EU soll der Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf mindestens 27 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs steigen. Allerdings wurde die Förderung der erneuerbaren Energien infolge der Staatsschuldenkrisen in etlichen Ländern eingeschränkt oder eingestellt.

Mit der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Deutschland, die zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist, werden drei Ziele verfolgt: erstens die Einhaltung der bestehenden Ausbaukorridore für Windkraft- und Solarenergie sowie für Biomasseanlagen, damit der Ausbau des Stromnetzes mit dem Zubau der erneuerbaren Energien Schritt halten kann. Zweitens die Erreichung einer besseren Kosteneffizienz beim Kapazitätsausbau durch den Übergang auf wettbewerbliche Ausschreibungen. Drittens soll die Akteursvielfalt durch ein Ausschreibungssystem, das allen Marktteilnehmern faire Chancen einräumt, gewahrt bleiben. Bei den jährlichen Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur erhalten die niedrigsten Gebote den Zuschlag, bis die ausgeschriebenen Leistungen erreicht sind.

In Deutschland ist zu erwarten, dass der Kapazitätszubau bei den erneuerbaren Energien - wie politisch gewollt -durch die Novellierung des EEG langfristig verlangsamt wird. Kurzfristig wird es vor allem im Windbereich durch die noch im Jahr 2016 genehmigten Projekte von 8,5 GW (diese fallen aufgrund einer Übergangsregelung noch in das Vergütungssystem des alten EEG) zu einem Zubau deutlich über dem Ausbaukorridor kommen. In einigen südeuropäischen Ländern und Großbritannien wird sich der Zubau aufgrund der Kürzung oder Einstellung der Förderungen weiter verringern. Auch in China und Japan dürfte der Kapazitätsausbau voraussichtlich deutlich an Tempo verlieren. Insgesamt wird für 2017 geschätzt, dass der weltweite Zubau installierter Leistung knapp über dem Wert des Jahres 2016 liegt, da neue Märkte wie Indien, der Mittlere Osten oder Nordafrika ein stärkeres Wachstum aufweisen. Das globale Investitionsvolumen in erneuerbare Energien dürfte sich jedoch aufgrund sinkender Anlagenpreise lediglich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen.

Im Bereich Windenergie dürfte die weltweite Gesamtkapazität laut Bloomberg New Energy Finance (BNEF) im Jahr 2017 um 7,5 Prozent bzw. 54 GW zunehmen. Das Wachstum wird von einer Reihe neuer Märkte getragen. So wird u. a. im Mittleren Osten und dem südlichen Afrika mit Zuwächsen gerechnet. China bleibt bei Windenergie mit einem erwarteten Zubau der installierten Leistung von 21 GW mit Abstand der größte Einzelmarkt, dies entspricht allerdings gegenüber 2016 einem Rückgang um 9 Prozent. In den USA - dem weltweit zweitgrößten Markt - wird bei Windenergieanlagen im Jahr 2017 mit einem gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Zubau von 7,3 GW gerechnet. Auch in Deutschland, dem größten europäischen Markt, soll sich die neu installierte Leistung mit mindestens 4,5 GW etwa auf Vorjahresniveau bewegen. Sie liegt damit über dem angepassten Ausbaukorridor für die Jahre 2017 bis 2019 von 2,8 GW für Onshore-Windenergieanlagen, da für bis zum 31. Dezember 2016 genehmigte Anlagen, die in den nächsten zwei Jahren in Betrieb gehen, noch die bisherige Förderung gilt.

Im Photovoltaikbereich soll ebenfalls nach BNEF im Jahr 2017 der weltweite Kapazitätszubau 80 GW erreichen; dies entspricht einem Wachstum von rund 7 Prozent. Mit rund 30 GW dürfte China weiterhin den größten Anteil an diesem Zuwachs halten, gefolgt von den USA, für die ein Anstieg der installierten Leistung um 10,8 GW erwartet wird. Mit geschätzten 8 bis 9 GW neu errichteten Anlagen steigt Indien zum drittgrößten Markt für Photovoltaikanlagen auf und verdrängt Japan mit einem prognostizierten Zubau von 6 GW auf den vierten Platz. In Deutschland wird für 2017 aufgrund der gesunkenen Preise für die Anlagenkomponenten ein Anstieg der neu installierten Leistung auf 1,7 GW prognostiziert.

Für neue Biomasseanlagen sind bereits mit dem EEG 2014 alle einsatzstoffbezogenen Sondervergütungen entfallen. Der Ausbau der Biomasse konzentriert sich seitdem auf den Einsatz von Reststoffen wie Gülle und Abfallstoffe. Im EEG 2017 wurde das Zubauziel auf 150 MW erhöht, auf dessen Basis einmal jährlich Biogasstrom ausgeschrieben wird. Das günstigste Gebot erhält den Zuschlag für die EEG-Vergütungsperiode: Bei Neuanlagen beträgt diese 20 Jahre. Für Bestandsanlagen, die auch an den Ausschreibungen teilnehmen können, wird eine zweite Vergütungsperiode von 10 Jahren gewährt. Dadurch dürften Investitionen in einen Weiterbetrieb der Anlagen nach Ablauf der EEG-Förderung durch die Neuausrichtung auf Spitzenstrombedarf und vollständige Wärmenutzung wieder wirtschaftlich attraktiv werden. Für den Neubau von Anlagen sind angesichts der komplexen Regulierung kaum positive Impulse zu erwarten. Die neuen Regelungen eröffnen im Wesentlichen eine Perspektive für die Umrüstung bestehender Anlagen.

Erwarteter Geschäftsverlauf

Vor dem Hintergrund des im Vergleich zum Vorjahr deutlich kälteren und länger andauernden Winters ist im Jahresverlauf eine höhere Nachfrage nach Heizöl zu erwarten. Allerdings ist das Bestellverhalten der Kunden sehr preissensitiv. Das derzeit spürbar gestiegene Preisniveau dürfte viele Haushalte dazu veranlassen, wieder auf günstigere Konditionen zu warten. Unter Berücksichtigung des anhaltenden strukturellen Verbrauchsrückgangs bei Heizöl ist für 2017 allenfalls mit einer stabilen Absatzentwicklung zu rechnen. Im Vertrieb von Holzpellets erschließt die Übernahme des Geschäfts der Dr. Gies Vermögensverwaltung im Juni 2016 weitere Wachstumsmöglichkeiten. Bei Kraftstoffen könnte sich insbesondere das Absatzvolumen von Diesel durch die erweiterte gegenseitige Akzeptanz der Tankkarten von BayWa, AVIA und star erhöhen. Im Geschäft mit Schmierstoffen ist durch die Ausweitung der Vertriebsaktivitäten von einem leicht steigenden Absatz auszugehen. Über alle Produktbereiche hinweg wird der Umsatz im Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen im Jahr 2017 aufgrund des Anstiegs der Preise voraussichtlich erheblich über dem Vorjahresniveau liegen. Für das operative Ergebnis (EBIT) ist dagegen ein signifikanter Rückgang zu erwarten, da der höhere Rohölpreis zu einer Margenverengung im Heizöl- und Kraftstoffgeschäft führen dürfte.

Das Geschäftsfeld Regenerative Energien wird seinen internationalen Wachstumskurs sowohl auf organischer Basis als auch durch Akquisitionen im Jahr 2017 fortsetzen. So gründete die BayWa r.e. 2016 zwei neue Gesellschaften in Singapur und Bangkok, um am dynamischen Wachstum in Südostasien zu partizipieren. Im Fokus stehen zunächst die Märkte Thailand, Philippinen, Malaysia und Indonesien. Des Weiteren wurde in Luxemburg - unter teilweiser Übernahme eines bestehenden Geschäfts - eine neue Tochtergesellschaft gegründet. Damit baut die BayWa r.e. ihren Vertrieb von Photovoltaikkomponenten auch in Belgien, den Niederlanden und Frankreich aus. Zudem dürfte der Absatz der BayWa r.e. als führender Anbieter in Europa von weiteren Preisrückgängen bei Photovoltaiksystemen profitieren. Der Fortsetzung des strategischen Wachstumskurses dient auch die Übernahme des in Perth, Australien, ansässigen Photovoltaikgroßhändlers Solarmatrix im September 2016. Diese Gesellschaften tragen im Geschäftsjahr 2017 erstmals ganzjährig zu Umsatz und Ertrag bei. Rückgänge in einzelnen Ländern oder Technologiebereichen dürften durch Wachstum in anderen Märkten mehr als ausgeglichen werden. Im Projektgeschäft umfasst die Pipeline für Inbetriebnahmen und Anlagenverkäufe im Jahr 2017 in den Bereichen Wind-, Solar- und Bioenergie derzeit insgesamt rund 510 MW. Davon entfallen rund 300 MW auf Photovoltaik, rund 200 MW auf Windenergie und rund 10 MW auf Bioenergieprojekte. Im Solarbereich wird der Schwerpunkt auf neuen Projekten in Großbritannien, Frankreich und den USA liegen. Bei Windenergieanlagen fokussieren sich die Aktivitäten auf Deutschland und Frankreich. Im Bioenergiegeschäft in Deutschland stehen weiterhin das Repowering von Anlagen, Beratungsleistungen und das Rohstoffmanagement im Mittelpunkt. Für das Jahr 2017 ist die Veräußerung von drei Biogasanlagen vorgesehen. Insgesamt wird der Umsatz des Geschäftsfelds BayWa r.e. vor allem aufgrund der Expansion im Handel mit Photovoltaikkomponenten sowie der gut gefüllten Projektpipeline moderat steigen. Daneben stärken auch die im Jahr 2016 übernommenen und im Bereich der technischen und kaufmännischen Betriebsführung tätigen Gesellschaften Kenergia Sviluppo S.r.l. und Green Hedge Operational Services Limited 2017 das Servicegeschäft weiter. Hier können auf Basis langfristiger Vertragslaufzeiten stabile Erlöse erwirtschaftet werden. Das operative Ergebnis (EBIT) dürfte 2017 allerdings aufgrund des niedrigeren Margenpotenzials infolge des verschärften Preiswettbewerbs im Projektgeschäft den Rekordwert des Vorjahres deutlich unterschreiten.

In Summe dürfte der Umsatz des Segments Energie im Jahr 2017, auf Basis der erwarteten Entwicklungen in den einzelnen Bereichen, deutlich steigen. Das operative Ergebnis (EBIT) wird das Niveau des Vorjahres aufgrund der Margenverengung sowohl im klassischen Energiegeschäft als auch bei den erneuerbaren Energien voraussichtlich spürbar unterschreiten.

Ausblick für das Segment Bau

Erwartete Markt- und Branchenentwicklung

Das Wachstumstempo der Bauwirtschaft in Deutschland dürfte sich gemäß dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr beschleunigen; insgesamt wird mit einer Zunahme des baugewerblichen Umsatzes von 5,0 Prozent auf 112,2 Mrd. Euro gerechnet. Damit werden die baugewerblichen Umsätze den höchsten Wert der vergangenen 20 Jahre erreichen. Diese Erwartung basiert auf dem Auftragsbestand, der Ende September 2016 mit nahezu 37 Mrd. Euro den höchsten Wert seit 1995 erreichte, und den positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auf Basis der 2016 um 22,0 Prozent gestiegenen Baugenehmigungen wird für 2017 im Wohnungsbau ein Anstieg der Umsätze um 7,0 Prozent auf 42,9 Mrd. Euro erwartet. Dabei dürfte die Neubautätigkeit um gut 8,0 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Bei den Modernisierungsinvestitionen wird dagegen lediglich ein Anstieg von 0,3 Prozent prognostiziert. Für den Wirtschaftsbau zeichnet sich mit einem Umsatzwachstum um 3,0 Prozent auf 38,3 Mrd. Euro eine Fortsetzung der positiven Entwicklung des Vorjahres ab. Treiber der Investitionen dürfte hier die hohe Kapazitätsauslastung im verarbeitenden Gewerbe sein. Im öffentlichen Bau sollen die Umsätze um 5,0 Prozent auf 31,1 Mrd. Euro wachsen. Dazu trägt der Anstieg der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur auf Bundesebene bei. Darüber hinaus ist angesichts der verbesserten Einnahmesituation auch auf Ebene der Länder und Kommunen mit leicht steigenden Bauinvestitionen zu rechnen.

In Österreich dürfte die Bauwirtschaft 2017 ein etwas geringeres Wachstum erreichen als im Vorjahr: Das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) erwartet eine Zunahme der realen Bauinvestitionen um 1,5 Prozent. Das Wachstum des Bausektors würde damit 2017 in etwa auf dem prognostizierten Niveau des Anstiegs der gesamtwirtschaftlichen Leistung liegen. Dabei sollen der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau leicht überdurchschnittlich um 1,6 Prozent bzw. 1,9 Prozent wachsen, während die Bautätigkeit im Tiefbau mit einem erwarteten Plus von 0,2 Prozent das Vorjahresniveau kaum übertreffen soll.

Erwarteter Geschäftsverlauf

Wie bereits in den Vorjahren wird ein Großteil des Wachstums im Bausektor auf den Geschosswohnungsbau in Ballungsräumen entfallen, da insbesondere hier Wohnraum weiterhin sehr knapp ist. Im ländlichen Raum bleiben die Umfeldfaktoren dagegen durchwachsen. Für den Bau von Wirtschaftsgebäuden in der Landwirtschaft wird von einem Volumen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres ausgegangen. Im gewerblichen Wirtschaftshochbau wird dagegen mit einer Belebung gerechnet. An der insgesamt positiven Baukonjunktur dürfte der Baustoffhandel der BayWa mit seinem breiten Produktportfolio im Jahr 2017 voraussichtlich partizipieren können. Insbesondere sollte die BayWa dabei von dem Trend der verstärkten Vorfertigung und der steigenden Nachfrage nach Flachdächern profitieren, da u. a. in diesen Bereichen die Vertriebsspezialisierung ausgebaut wurde. Daneben tragen der im Sommer 2016 erworbene Granithandel und das im Herbst 2016 neu eröffnete Bauzentrum München-Moosfeld ganzjährig zu Umsatz und Ergebnis bei. Durch den Ausbau der digitalen Dienstleistungen werden zusätzliche Wertschöpfungspotenziale eröffnet: So können Bauherren oder Baufirmen ab Mitte 2017 ihre Projekte mit dem Wohnhaus-Konfigurator "Mr+Mrs Homes" planen, kalkulieren und über ein angebundenes Partnernetzwerk bis zur schlüsselfertigen Übergabe umsetzen. Im B2B-Bereich ist zur BAU 2017 im Januar das "BayWa Bau-Cockpit" online gegangen, das neben intelligenten Einkaufsfunktionalitäten umfangreiche Tools für das Baustellenmanagement bereitstellt. Durch den weiteren Ausbau von E-Commerce ergeben sich auch Wachstumsmöglichkeiten über das bestehende Marktgebiet hinaus. Gegenläufig wirkt sich die im Geschäftsjahr 2016 mit dem Verkauf und der Schließung von mehreren Standorten fortgesetzte Standortoptimierung auf den Umsatz aus; im Ergebnis wird sich hieraus ein positiver Effekt ergeben. Der Umsatz des Segments Bau dürfte 2017 vor allem mengenbedingt spürbar wachsen. Das operative Ergebnis (EBIT) sollte das im Jahr 2016 erreichte Niveau trotz Kostensteigerungen in einigen Bereichen, etwa bei den Lohnkosten, moderat übertreffen können.

Ausblick für das Segment Innovation & Digitalisierung

Erwartete Markt- und Branchenentwicklung

Die Digitalisierung ist längst ein fester Bestandteil zur Unterstützung der täglichen Arbeit in der Landwirtschaft. Mit einer Investitionsquote von rund 10 Prozent des Jahresumsatzes liegt die Landwirtschaft laut PricewaterhouseCoopers (PwC) im oberen Drittel aller Branchen. Mehr als die Hälfte der deutschen Landwirte hat bereits in digitale Technologien investiert. 40 Prozent der befragten Landwirte planen weiterhin beziehungsweise erstmals zu investieren und etwa 28 Prozent ihre Investitionen zu steigern. Treiber der Digitalisierung ist vor allem die Optimierung der Wertschöpfungskette. Beim Precision Farming werden Informationen durch Farm-Management-Systeme, Wetter-Apps oder Online-Plattformen zur Entscheidungsunterstützung digital aufbereitet und verknüpft. Das Smart Farming geht laut einer Studie von PwC vom Dezember 2016 noch einen Schritt weiter: Hier verarbeiten Maschinen und Geräte Informationen selbständig und treffen zumindest teilautonome Entscheidungen. Beispiele hierfür sind autonome Bodenbearbeitungs- und Erntemaschinen, Echtzeit-Bodenanalysen und die teilflächenspezifische Bewirtschaftung. Diese Prozessoptimierung führt nicht nur zu Kosteneinsparungen, sondern auch zum effizienteren Einsatz der Betriebsmittel. Nicht zuletzt lassen sich durch den optimierten Ressourceneinsatz auch die Erträge steigern. Die digitale Integration der Supply-Chain-Partner Kunden und Lieferanten schafft darüber hinaus neue Serviceangebote und datengetriebene Geschäftsmodelle. So ermöglicht die Vernetzung in Online-Shops und -Anwendungen die bedarfsgerechte Bereitstellung von Betriebsmitteln und Ersatzteilen oder erlaubt beim Ausfall einer Maschine eine elektronische Fehlerdiagnose, die direkt dem zuständigen Servicemechaniker mitgeteilt wird. Vor diesem Hintergrund wird mit einem mittel- bis langfristigen Marktwachstum für digitale Anwendungen in der Landwirtschaft von rund 11 Prozent pro Jahr auf rund 4,5 Mrd. Euro im Jahr 2020 gerechnet.

Die deutsche Internetwirtschaft bleibt laut einer gemeinsamen Studie von eco - Verband der Internetwirtschaft e. V. und Arthur D. Little mit einem prognostizierten Wachstum von 12 Prozent jährlich bis 2019 auch zukünftig überaus dynamisch. Das starke Wachstum dürfte sich in allen Marktsegmenten fortsetzen. Dabei wird im E-Commerce im Jahr 2017 mit einem Umsatzzuwachs von 11 Prozent gerechnet. Damit wächst das Online-Geschäft deutlich stärker als der Gesamtumsatz des Handels (online und stationär), für den lediglich eine Zunahme von 2,3 Prozent erwartet wird.

Erwarteter Geschäftsverlauf

Im Bereich Digital Farming des Segments Innovation & Digitalisierung dürfte der Umsatz im Jahr 2017 signifikant steigen. Die Umstellung der Software "NEXT Farming" auf kostenpflichtige Lizenzen mit Wirkung seit dem 1. Januar 2017 sowie der geplante internationale Ausbau des Softwarevertriebs - beispielsweise in Polen und in den Niederlanden - sollten zur Umsatzausweitung maßgeblich beitragen. Positiv auf die Nachfrage nach Farm-Management-Software sowie Digital-Farming-Lösungen dürfte sich auch die Düngeverordnung 2017 auswirken, da sie höhere Dokumentationspflichten und eine Mengenoptimierung beim Düngereinsatz vorsieht. So ermöglicht z. B. der neu entwickelte Leitspurmanager in Verbindung mit digitalisierten Schlagkarten eine automatische und überschneidungsfreie Ausbringung von Saatgut sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Bei den E-Commerce-Aktivitäten der BayWa wird voraussichtlich ein Umsatz im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich erzielt. Allerdings werden alle Umsätze und Erträge dem jeweiligen Geschäftsfeld zugerechnet, in dem das jeweils verkaufte Produkt angesiedelt ist. Insgesamt dürfte der Umsatz des Segments Innovation & Digitalisierung im Jahr 2017 signifikant ansteigen. Die Kosten der E-Commerce-Aktivitäten werden auf Basis eines Verrechnungsschlüssels aufgeteilt. Aufgrund der anfallenden Verwaltungskosten sowie Anlaufkosten aus Investitionen in Neuentwicklungen werden im Rahmen der mittelfristigen Planung Anlaufverluste bis zum Jahr 2019 erwartet; im Jahr 2017 dürfte das operative Ergebnis (EBIT) des Segments Innovation & Digitalisierung im hohen einstelligen Millionen-Euro-Bereich negativ ausfallen.

Sonstige Aktivitäten

Für die Sonstigen Aktivitäten ist keine Prognose möglich, da die Umsatz- und Ergebnisentwicklung maßgeblich durch die opportunistische Nutzung von Marktchancen im Rahmen des Portfoliomanagements der BayWa geprägt wird.

Ausblick für den BayWa Konzern

Die Perspektiven für den BayWa Konzern im Jahr 2017 sind auf Basis der erwarteten Rahmenbedingungen in den Segmenten insgesamt positiv. Der Umsatz des Konzerns wird im Jahr 2017 unter Berücksichtigung der erwarteten Preisentwicklungen und -volatilitäten voraussichtlich spürbar steigen. Die operativen Ergebnisgrößen des Konzerns EBITDA, EBIT und EBT sollten sich gegenüber dem Niveau des Vorjahres erheblich verbessern. Die BayWa setzt damit ihren Weg der nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft zur Sicherung der Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zielstrebig fort.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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in Mio. Euro Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Langfristige Vermögenswerte      
Immaterielle Vermögenswerte (C. 1.) 212,623 166,809
Sachanlagen (C. 2.) 1.402,715 1.419,814
At-Equity-bilanzierte Anteile (C. 3.) 215,161 203,876
Übrige Finanzanlagen (C. 3.) 189,059 168,196
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (C. 5.) 41,585 55,915
Ertragsteuerforderungen (C. 6.) 0,025 1,432
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (C. 8.) 48,557 59,610
Latente Steueransprüche (C. 9.) 246,013 211,525
    2.355,738 2.287,177
Kurzfristige Vermögenswerte      
Wertpapiere (C. 3.) 1,966 1,983
Vorräte (C. 10.) 2.380,289 2.141,541
Biologische Vermögenswerte (C. 4.) 15,137 11,977
Ertragsteuerforderungen (C. 6.) 43,365 22,595
Finanzielle Vermögenswerte (C. 7.) 153,141 222,373
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (C. 8.) 1.395,854 1.254,756
Flüssige Mittel (C. 11.) 104,436 84,459
    4.094,188 3.739,684
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen (C. 12.) 24,931 9,796
Summe Aktiva   6.474,857 6.036,657

Passiva

     
in Mio. Euro Anhang 31.12.2016 31.12.2015
Eigenkapital (C. 13.)    
Ausgegebenes Kapital   89,297 88,997
Kapitalrücklage   108,153 104,949
Gewinnrücklagen   537,042 538,564
Sonstige Rücklagen   69,850 77,166
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter   804,342 809,676
Anteile anderer Gesellschafter   294,003 266,225
    1.098,345 1.075,901
Langfristige Schulden      
Pensionsrückstellungen (C. 14.) 660,729 625,466
Langfristige übrige Rückstellungen (C. 15.) 86,292 82,618
Finanzschulden (C. 16.) 1.105,191 1.068,340
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing (C. 17.) 164,139 154,823
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen (C. 18.) 2,874 5,084
Finanzielle Verbindlichkeiten (C. 20.) 9,476 3,650
Übrige Verbindlichkeiten (C. 21.) 89,950 93,419
Latente Steuerschulden (C. 22.) 173,514 158,092
    2.292,165 2.191,492
Kurzfristige Schulden      
Pensionsrückstellungen (C. 14.) 29,238 29,787
Kurzfristige übrige Rückstellungen (C. 15.) 179,989 175,940
Finanzschulden (C. 16.) 1.512,403 1.314,307
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing (C. 17.) 8,371 6,671
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen (C. 18.) 894,310 792,220
Ertragsteuerverbindlichkeiten (C. 19.) 29,924 25,301
Finanzielle Verbindlichkeiten (C. 20.) 152,628 169,868
Übrige Verbindlichkeiten (C. 21.) 277,484 255,170
    3.084,347 2.769,264
Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen   - -
Summe Passiva   6.474,857 6.036,657

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2016

Fortgeführte Geschäftsbereiche

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in Mio. Euro Anhang 2016 2015
Umsatzerlöse (D. 1.) 15.409,882 14.928,129
Bestandsveränderung   66,719 86,720
Andere aktivierte Eigenleistungen   7,844 3,825
Sonstige betriebliche Erträge (D. 2.) 194,895 157,850
Materialaufwand (D. 3.) - 14.052,723 - 13.575,301
Rohergebnis   1.626,617 1.601,223
Personalaufwand (D. 4.) - 863,111 - 825,156
Abschreibungen   - 127,878 - 130,161
Sonstige betriebliche Aufwendungen (D. 5.) - 512,753 - 495,334
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit   122,875 150,572
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen (D. 6.) 18,894 3,284
Übriges Beteiligungsergebnis (D. 6.) 2,921 4,291
Zinsertrag (D. 7.) 6,324 5,616
Zinsaufwand (D. 7.) - 81,407 - 75,710
Finanzergebnis   - 53,268 - 62,519
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   69,607 88,053
Ertragsteuern (D. 8.) - 16,892 - 26,450
Konzernjahresüberschuss   52,715 61,603
davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter (D. 9.) 21,590 13,399
davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens   31,125 48,204
EBIT   144,690 158,147
EBITDA   272,568 288,308
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) (D. 10.) 0,90 1,39
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) (D. 10.) 0,90 1,39

Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis

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in Mio. Euro 2016 2015
Konzernjahresüberschuss 52,715 61,603
Während der Berichtsperiode erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - 29,719 3,116
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 29,719 3,116
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn/-verlust aus der Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" und sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 25,515 - 0,501
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" und nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen während der Berichtsperiode 5,735 -
Während der Berichtsperiode erfasster Nettogewinn/-verlust aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang - 1,509 0,016
Umgliederungen Nettogewinne/-verluste aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang in die Gewinn- und Verlustrechnung während der Berichtsperiode - 4,497 - 1,647
Währungsumrechnungsdifferenzen der Berichtsperiode 8,238 1,731
Umgliederungen von Währungsumrechungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung während der Berichtsperiode 1,891 0,301
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden 35,373 - 0,100
Im Eigenkapital direkt erfasste Erträge und Aufwendungen 5,654 3,016
davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter 14,011 - 0,875
davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens - 8,357 3,891
Konzern-Gesamtergebnis 58,369 64,619
davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter 35,601 12,524
davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 22,768 52,095

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2016

Anhang (E. 1.)

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in Mio. Euro 2016 2015
Konzernjahresüberschuss 52,715 61,603
Ertragsteueraufwendungen 16,892 26,450
Finanzergebnis 53,268 62,519
Abschreibungen/Zuschreibungen von langfristigen Vermögenswerten    
Immaterielle Vermögenswerte 25,713 21,238
Sachanlagen 100,465 106,915
Übrige Finanzanlagen 1,303 0,914
Finanzimmobilien 1,700 2,008
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge    
Erfolgswirksam erfasster Aufwand in Bezug auf aktienbasierte Vergütung 1,402 1,431
Übrige - 11,209 1,222
Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen - 4,150 - 6,761
Zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge aus Sondereinflüssen    
Gewinne/Verluste aus Verkäufen von Finanzanlagen - 15,787 - 0,447
Gezahlte Ertragsteuern - 49,184 - 23,604
Erhaltene Zinsen 5,515 4,838
Gezahlte Zinsen - 37,837 - 34,667
Sonstiges Finanzergebnis 0,903 - 13,643
  141,709 210,016
Zunahme/Abnahme der kurz- und mittelfristigen Rückstellungen 0,874 4,674
Gewinne/Verluste aus Anlageabgängen - 37,258 - 15,472
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 233,619 - 355,949
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 336,866 175,776
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 208,572 19,045
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe (Konzernanhang B.1.) - 71,220 - 36,916
Einzahlungen aus Unternehmensveräußerungen 3,943 -
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien 54,01 2 64,713
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien - 154,104 - 174,538
Einzahlungen aus Abgängen von übrigen Finanzanlagen 40,982 16,309
Auszahlungen für Investitionen in übrige Finanzanlagen - 11,314 - 23,264
Erhaltene Zinsen 6,522 0,595
Erhaltene Dividenden und sonstige übernommene Ergebnisse 7,552 9,635
davon: Dividenden aus at-Equity-bilanzierten Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen 5,988 7,273
davon: Sonstige Beteiligungserträge 1,564 2,362
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 123,627 - 143,466
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 2,071 2,195
Gezahlte Dividenden - 35,705 - 33,514
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 209,335 313,034
Auszahlungen für die Tilgung von (Finanz-)Krediten - 210,899 - 157,767
Gezahlte Zinsen - 27,849 - 25,288
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 63,047 98,660
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 21,898 - 25,761
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 84,459 108,356
Zugang/Abgang von Finanzmitteln infolge von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen - 1,921 1,864
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 104,436 84,459
Im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthaltene Auszahlungen für Unternehmenserwerbe setzen sich wie folgt zusammen:    
Kaufpreise für Unternehmenserwerbe - 62,138 - 36,834
Im Geschäftsjahr zur Auszahlung gelangte Kaufpreise (inkl. bedingter Kaufpreisbestandteile aus Unternehmenserwerben aus Vorjahren) - 76,770 - 38,345
Übernommene Finanzmittelfonds aus Unternehmenserwerben 5,550 1,429
Netto-Cashflow aus Unternehmenserwerben - 71,220 - 36,916

Hinsichtlich der nach Hauptgruppen gegliederten Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen bzw. Geschäftseinheiten, über welche die Beherrschung erlangt oder verloren wurde, wird auf Abschnitt B.1. des Konzernanhangs verwiesen. Da einer der primären Geschäftszwecke im Geschäftsfeld Regenerative Energien darin besteht, Projektgesellschaften nach erfolgter Projektfertigstellung zu veräußern, werden Auszahlungen für Zugänge und Einzahlungen aus Abgängen von Projektgesellschaften zum bzw. aus dem Konsolidierungskreis nicht dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit, sondern dem Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet,

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anhang (C. 13.)

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in Mio. Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bewertungs-
rücklage
Übrige Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter
Stand 01.01.2015 88,687 101,683 - 2,815 528,918 69,986 786,459
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen - - - 2,335 - 1,258 1,077
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 0,310 3,266 - - - 3,576
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten sowie sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - - - 1,558 - - - 1,558
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - - - 3,348 - 3,348
Im Eigenkapital erfasste Zwischengewinne aus der Zwischengewinneliminierung mit assoziierten Unternehmen - - - - 5,903 - - 5,903
Dividendenausschüttungen - - - - - 27,628 - 27,628
Währungsumrechnungsdifferenz - - - - 2,101 2,101
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 14,239 - 14,239 -
Konzernjahresüberschuss - - - - 48,204 48,204
Stand 31.12.2015/01.01.2016 88,997 104,949 - 4,373 542,937 77,166 809,676
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen - - - - 2,342 0,183 - 2,159
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 0,300 3,204 - - - 3,504
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten sowie sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - - 17,593 - 5,993 - 11,600
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - - - - 28,632 - - 28,632
Im Eigenkapital erfasste Zwischengewinne aus der Zwischengewinneliminierung mit assoziierten Unternehmen - - - - - -
Dividendenausschüttungen - - - - - 29,447 - 29,447
Währungsumrechnungsdifferenz - - - - 8,675 8,675
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen - - - 17,852 - 17,852 -
Konzernjahresüberschuss - - - - 31,125 31,125
Stand 31.12.2016 89,297 108,153 13,220 523,822 69,850 804,342
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in Mio. Euro Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
Stand 01.01.2015 263,917 1.050,376
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen - 4,380 - 3,303
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung 0,050 3,626
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten sowie sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 0,574 - 2,132
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - 0,232 3,116
Im Eigenkapital erfasste Zwischengewinne aus der Zwischengewinneliminierung mit assoziierten Unternehmen - - 5,903
Dividendenausschüttungen - 5,886 - 33,514
Währungsumrechnungsdifferenz - 0,069 2,032
Einstellung in die Gewinnrücklagen - -
Konzernjahresüberschuss 13,399 61,603
Stand 31.12.2015/01.01.2016 266,225 1.075,901
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen - 1,534 - 3,693
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung - 0,031 3,473
Veränderung bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten und derivativen Finanzinstrumenten sowie sonstige Ergebnisse aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen 13,644 25,244
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - 1,087 - 29,719
Im Eigenkapital erfasste Zwischengewinne aus der Zwischengewinneliminierung mit assoziierten Unternehmen - -
Dividendenausschüttungen - 6,258 - 35,705
Währungsumrechnungsdifferenz 1,454 10,129
Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen - -
Konzernjahresüberschuss 21,590 52,715
Stand 31.12.2016 294,003 1.098,345

Konzernanhang zum 31. Dezember 2016

Nach den von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS)/International Accounting Standards (IAS) sowie unter Berücksichtigung der erforderlichen zusätzlichen Angaben gemäß § 315a Abs. 1 HGB.

(A.) GRUNDLAGEN DES BayWa KONZERNABSCHLUSSES

(A.1.) Allgemeine Angaben, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die BayWa Aktiengesellschaft (kurz: BayWa AG) hat ihren Sitz in 81925 München, Arabellastraße 4. Der BayWa Konzern mit der BayWa AG als oberster Muttergesellschaft ist eine Gruppe von Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten in den Geschäftsbereichen Agrarhandel - seit dem Geschäftsjahr 2016 unterteilt in die Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) sowie BayWa Agrar Vertrieb (BAV), Obst, Technik, Energie, Regenerative Energien, Baustoffe und Innovation & Digitalisierung. Das Geschäftsfeld BayWa Agri Supply & Trade umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten des BayWa Konzerns für Getreide, Ölsaaten und Zusatzprodukte. Im Geschäftsfeld BayWa Agrar Vertrieb sind das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Das Geschäftsfeld Obst fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obst- und Gemüseanbau und den Handel mit diesen Produkten zusammen. Das gesamte Agrartechnikangebot wird im Geschäftsfeld Technik abgebildet. Das Geschäftsfeld Energie beinhaltet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraftstoffen, Schmierstoffen und Holzpellets. Im Geschäftsfeld Regenerative Energien bietet der Konzern einerseits Dienstleistungen zur Projektierung von Windkraft- und Biogasanlagen sowie Solarparks an, andererseits betreibt der Konzern eigene Windkraft- und Biogasanlagen zur Stromerzeugung. Das Angebot an regenerativen Energien wird durch den Vertrieb von Solarmodulen abgerundet. Im Segment Bau sind die Aktivitäten des Vertriebs von Baustoffen sowie der Betrieb von Bau- und Gartenmärkten der österreichischen Konzerngesellschaften zusammengefasst. Das neu gegründete Segment Innovation & Digitalisierung, das aus dem früheren Geschäftsfeld Digital Farming hervorgegangen ist, bietet Softwarelösungen und integrierte Dienstleistungen für die prozessgesteuerte Betriebsführung in der Landwirtschaft an.

Gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015 haben sich keine Änderungen ergeben.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die danach am Abschluss-Stichtag anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden vollständig berücksichtigt. Der Konzernabschluss vermittelt somit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns und wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung erstellt.

Der Konzernabschluss entspricht zudem den ergänzenden Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB.

Das Geschäftsjahr des BayWa Konzerns umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die Abschlüsse der BayWa AG und deren Konzernunternehmen werden grundsätzlich auf den Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Eine Ausnahme bilden die Abschlüsse der Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main, der BRB Holding GmbH, München, der BEEGY GmbH, Mannheim, der Biomethananlage Barby GmbH, Barby, der Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim, der LWM Austria GmbH, Hollabrunn, Österreich, der Frisch & Frost Nahrungsmittel GmbH, Wien, Österreich, der AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich, der Baltanas Cereales y Abonos, S.L., Baltanas, Spanien, der Allen Blair Properties Limited, Wellington, Neuseeland, der Mystery Creek Asparagus Limited, Hamilton, Neuseeland, der Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien, sowie der N.Z. Kumara Distributors Limited, Dargaville, Neuseeland, die jeweils nach der Equity-Methode bilanziert werden. Sämtliche genannten Unternehmen haben mit dem 31. Januar, 28. Februar, 31. März, 30. Juni, 31. Juli oder 30. September einen abweichenden Bilanzstichtag, der dem jeweiligen saisonalen Geschäftsverlauf der Gesellschaften geschuldet ist. Für sämtliche Unternehmen bilden Zwischenabschlüsse zum 30. November bzw. 31. Dezember die Konsolidierungsgrundlage.

Die Rechnungslegung im Konzern der BayWa AG erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; sie sind unter Abschnitt C. und D. bei den Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Konzernanhang aufgegliedert und erläutert. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben erfolgen, soweit nicht anders vermerkt, in Millionen Euro (Mio. Euro; gerundet auf drei Nachkommastellen).

(A. 2.) Schätzungen und Beurteilungen des Managements

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Wertansatz der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei der Bewertung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten, bei der Vorratsbewertung, im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen, dem Ansatz und der Bewertung aktiver latenter Steuern, der Bilanzierung und Bewertung von Pensions- und übrigen Rückstellungen sowie bei der Durchführung von Werthaltigkeitsprüfungen in Übereinstimmung mit IAS 36.

Bei Rückstellungen für Pensionen sind der Abzinsungsfaktor sowie Gehalts- und Rententrends eine wichtige Schätzgröße. Eine Erhöhung oder Verminderung des Abzinsungsfaktors beeinflusst den Barwert der Verpflichtung aus den Altersversorgungsplänen. Ebenso haben Änderungen erwarteter Gehalts- und Rententrends sowie die erwartete Mitarbeiterfluktuation Auswirkungen auf die "Defined Benefit Obligation" (DBO).

Die Impairment-Tests für Geschäfts- und Firmenwerte beruhen auf zukunftsorientierten Annahmen. Vertretbare Änderungen dieser Annahmen können dazu führen, dass die Buchwerte der Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag überschreiten und daher außerplanmäßig abzuwerten wären. Die zugrunde liegenden Annahmen sind hauptsächlich durch die Marktsituation der Cash-Generating Unit beeinflusst. Inwieweit vertretbare Änderungen der zugrunde gelegten Annahmen für wesentliche Geschäfts- oder Firmenwerte dazu führen würden, dass der Buchwert der jeweiligen Cash-Generating Unit ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Abschnitt C.1. des Konzernanhangs dargestellt.

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten maximal fünf Jahre wahrscheinlich ist. Die tatsächliche steuerliche Ergebnissituation in zukünftigen Perioden und damit die tatsächliche Nutzbarkeit aktivierter latenter Steuern kann von der Einschätzung zum Zeitpunkt der Aktivierung der latenten Steuern abweichen.

Bei Sachanlagen wurden Annahmen in Bezug auf die Festlegung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern vorgenommen. Somit sind Abweichungen zur tatsächlichen Nutzungsdauer möglich, die jedoch eher gering einzuschätzen sind. Die getroffenen Annahmen in Bezug auf die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden in regelmäßigen Abständen überprüft und falls notwendig angepasst.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte erfordert Schätzungen hinsichtlich der zukünftigen Umsätze, des Wachstums und der inflationsbereinigten Margen sowie des Standorts und der Sorte.

Bei Vorräten ergeben sich Schätzungen insbesondere im Zusammenhang mit Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert. Die Schätzungen des Nettoveräußerungswerts basieren auf substanziellen Hinweisen, die zum Zeitpunkt der Schätzungen im Hinblick auf den für die Vorräte voraussichtlich erzielbaren Betrag verfügbar sind. Diese Schätzungen berücksichtigen Preis- oder Kostenänderungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit Vorgängen nach der Berichtsperiode stehen, insoweit, als diese Vorgänge Verhältnisse aufhellen, die bereits am Ende der Berichtsperiode bestanden haben.

Die Bewertung der Einbringlichkeit von Forderungen unterliegt ebenfalls Annahmen, die insbesondere auf historischen Erfahrungswerten zur Einbringlichkeit beruhen.

Die betrieblichen Aufwendungen der "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" unterliegen ebenfalls Schätzungen, basierend auf Erfahrungswerten.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Beurteilungen am Abschluss-Stichtag. Dabei wurden die konjunkturelle Entwicklung und das wirtschaftliche Umfeld des BayWa Konzerns besonders berücksichtigt. Durch eine andere Entwicklung dieser Rahmenbedingungen in künftigen Geschäftsperioden können sich Unterschiede zwischen den tatsächlichen Beträgen und den Schätzwerten ergeben. In solchen Fällen werden an folgenden Abschluss-Stichtagen die Annahmen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses ist nicht von einer wesentlichen Änderung der zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen auszugehen.

(A. 3.) Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

Im Geschäftsjahr 2016 erstmals verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsvorschriften

Im Geschäftsjahr 2016 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Diese neuen Rechnungslegungsvorschriften hatten keinen bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie des BayWa Konzerns.

Im Januar 2014 veröffentlichte der IASB mit IFRS 14 (Regulatory Deferral Accounts) einen Interimsstandard, der es IFRS-Erstanwendern gestattet, mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt. Die Anwendung von IFRS 14 ist für IFRS-Erstanwender freiwillig. Der Standard kann angewendet werden, wenn der erste Abschluss eines Unternehmens für Geschäftsjahre erstellt wird, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Europäische Kommission hat im Oktober 2015 entschieden, IFRS 14 nicht in europäisches Recht zu übernehmen, da nur wenige Unternehmen in der EU in den Anwendungsbereich fallen würden. Somit ist der neue Standard für deutsche Unternehmen praktisch nicht von Relevanz.

Im November 2013 veröffentlichte der IASB eine Änderung des IAS 19 (Employee Benefits), die im Februar 2015 in europäisches Recht übernommen wurde. Mit der Änderung wird die Vorschrift klargestellt, die sich auf die Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen von dritten Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, zu Dienstzeitperioden beziehen. Darüber hinaus wird eine die Bilanzierungspraxis erleichternde Lösung gewährt, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Die Änderung tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Aus der Änderung haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2010-2012) hat der IASB im Dezember 2013 Änderungen an sieben Standards veröffentlicht, die im Februar 2015 in europäisches Recht übernommen wurden. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen. Aus den Änderungen haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Eine Anpassung an IFRS 2 (Share-based Payment) stellt die Definitionen von "Ausübungsbedingung" und "Marktbedingung" klar und ergänzt den Standard um Definitionen der Begriffe "Leistungsbedingung" und "Dienstbedingung". Letztere waren bisher Teil der Definition von "Ausübungsbedingung".

Des Weiteren enthält IFRS 3 (Business Combinations) eine Änderung, die klarstellt, dass bedingte Gegenleistungen, die als Vermögenswert oder Schuld einzustufen sind, an jedem Stichtag zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, unabhängig davon, ob es sich bei der bedingten Gegenleistung um ein Finanzinstrument im Anwendungsbereich von IAS 39 oder IFRS 9, einen nichtfinanziellen Vermögenswert oder eine Schuld handelt. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts (mit Ausnahme von Anpassungen im Bewertungszeitraum) sind aufwands- oder ertragswirksam zu erfassen. Entsprechende Folgeänderungen wurden an IFRS 9, IAS 39 und IAS 37 vorgenommen.

Eine Änderung am IFRS 8 (Operating Segments) schreibt vor, dass ein Unternehmen die maßgeblichen Ermessungsentscheidungen offenzulegen hat, auf deren Grundlage die Unternehmensleitung die Anwendung der Zusammenfassungskriterien auf Geschäftssegmente getroffen hat. Dies beinhaltet eine kurze Beschreibung der Geschäftssegmente, die zusammengefasst wurden, und der Indikatoren, die bei der Entscheidung, dass die zusammengefassten Geschäftssegmente vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen, herangezogen wurden. Des Weiteren wird klargestellt, dass ein Unternehmen nur Überleitungen der Summe der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente auf die Vermögenswerte des Unternehmens zur Verfügung stellen muss, wenn die Vermögenswerte des berichtspflichtigen Segments regelmäßig dem Hauptentscheidungsträger vorgelegt werden.

Eine Ergänzung zu IFRS 13 (Fair Value Measurement) stellt klar, dass die Veröffentlichung von IFRS 13 und die damit einhergehenden Folgeänderungen an IFRS 9 und IAS 39 nicht zur Abschaffung der Möglichkeit geführt haben, kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten ohne festgelegten Zinssatz ohne Abzinsung zu ihrem Nominalbetrag zu bewerten, solange die Auswirkungen der nicht erfolgten Abzinsung nicht wesentlich sind.

Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) vorgenommen. Hierin wird klargestellt, dass bei der Neubewertung einer Sachanlage der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die in Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht, und sich die kumulierte Abschreibung als Differenz zwischen Bruttobuchwert und Nettobuchwert nach Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen ergibt.

Eine Änderung in IAS 24 (Related Party Disclosures) stellt klar, dass ein Unternehmen, das Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung für die Berichtseinheit oder das Mutterunternehmen der Berichtseinheit erbringt, ein nahestehendes Unternehmen der Berichtseinheit ist. Eine Änderung des IAS 38 (Intangible Assets) stellt klar, dass bei einer Neubewertung eines immateriellen Vermögenswerts der Bruttobuchwert auf eine Art und Weise angepasst wird, die in Einklang mit der Neubewertung des Buchwerts steht, und sich die kumulierte Abschreibung als Differenz zwischen Bruttobuchwert und Nettobuchwert nach Berücksichtigung etwaiger Wertminderungen ergibt.

Im Mai 2014 veröffentlichte der IASB Änderungen zum IFRS 11 (Joint Arrangements). Mit den Änderungen wird klargestellt, dass der Erwerber von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, alle Prinzipien in Bezug auf die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden hat, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Im Mai 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 38 (Intangible Assets) vorgenommen. Die Anpassungen an IAS 16 stellen klar, dass eine Abschreibung, die auf Erlösen basiert, die aus einer Tätigkeit entstehen, die die Verwendung des abzuschreibenden Vermögenswerts beinhaltet, nicht sachgerecht ist. In IAS 38 wird die widerlegbare Vermutung aufgenommen, dass eine erlösbasierte Abschreibung aus den genannten Gründen nicht sachgerecht ist. Daneben wurden in beiden Standards neue Leitlinien zur Bestimmung der Nutzungsdauer aufgenommen, wonach erwartete zukünftige Verringerungen des Veräußerungspreises ein Hinweis auf einen stärkeren Verbrauch des künftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts sein können. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Im Juni 2014 veröffentlichte der IASB zudem Änderungen an IAS 16 (Property, Plant and Equipment) und IAS 41 (Agriculture) hinsichtlich der Bilanzierung von fruchttragenden Pflanzen. Die Änderungen traten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Im BayWa Konzern wurden die Änderungen bereits im Geschäftsjahr 2015 vorzeitig retrospektiv angewendet, so dass sich aus den Änderungen keine Auswirkungen auf die laufende Berichtsperiode ergeben. Die Zahlen der Vergleichsperiode des Vorjahres wurden entsprechend angepasst.

Im August 2014 veröffentlichte das IASB Änderungen an IAS 27 (Separate Financial Statements). Zukünftig wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2012-2014) hat der IASB im September 2014 Änderungen und Klarstellungen an vier Standards vorgenommen. Eine Übernahme der Änderungen in europäisches Recht ist erfolgt. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus den Änderungen haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

In IFRS 5 (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations) wurde eine gesonderte Leitlinie für die Fälle aufgenommen, in denen ein Unternehmen einen Vermögenswert aus der Kategorie "zur Veräußerung gehalten" direkt in die Kategorie "zu Ausschüttungszwecken an Eigentümer gehalten" umklassifiziert oder umgekehrt sowie für Fälle, in denen die Bilanzierung als "zu Ausschüttungszwecken an Eigentümer gehalten" beendet wird.

Eine Änderung an IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures) ergänzt den Standard um Leitlinien zur Klarstellung, ob ein Verwaltungsvertrag ein anhaltendes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögenswert darstellt, um die erforderlichen Anhangsangaben bestimmen zu können. Eine weitere Anpassung stellt klar, dass die Änderungen des IFRS 7 zur Saldierung nicht explizit für alle Zwischenberichtsperioden erforderlich sind. Diese Angaben können jedoch im Einzelfall erforderlich sein, um den Vorschriften des IAS 34 zu entsprechen.

Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IAS 19 (Employee Benefits) vorgenommen. Es wird klargestellt, dass die hochwertigen Unternehmensanleihen, die bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verwendet werden, in der gleichen Währung denominiert sein sollten wie die zu leistenden Zahlungen. Daher ist die Markttiefe für hochwertige Unternehmensanleihen auf Währungsebene zu beurteilen.

Eine Anpassung des IAS 34 (Interim Financial Reporting) stellt die Bedeutung "an anderer Stelle im Zwischenbericht" klar und ergänzt den Standard um eine Vorschrift, einen Querverweis auf diese andere Stelle aufzunehmen, wenn diese nicht innerhalb des Hauptteils des Zwischenberichts liegt.

Im Dezember 2014 veröffentliche der IASB Veränderungen an den Standards IFRS 10 (Consolidated Financial Statements), IFRS 12 (Disclosure of Interests in Other Entities) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures), die im September 2016 in europäisches Recht übernommen wurden. Die Änderungen befassen sich mit Sachverhalten, die im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften stehen. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus der Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Im Dezember 2014 hat der IASB Änderungen an IAS 1 (Presentation of Financial Statements) veröffentlicht. Die Anpassungen zielen darauf ab, Hindernisse zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ermessensausübung bei der Darstellung des Abschlusses gesehen haben. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Aus der Änderungen haben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Standards, Interpretationen und Änderungen

Der IASB bzw. das IFRS Interpretations Committee hat nachfolgende Standards, Änderungen von Standards bzw. Interpretationen herausgegeben, deren Anwendung bislang jedoch nicht verpflichtend ist. Teilweise ist eine Übernahme (Endorsement) dieser IFRS bzw. Interpretationen in das europäische Recht noch nicht erfolgt. Sämtliche geänderten Verlautbarungen werden nach ihrer Übernahme in europäisches Recht im BayWa Konzern ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet werden. Auf eine mögliche vorzeitige Anwendung wurde verzichtet.

Mit IFRS 15 (Revenue from Contracts with Customers) hat der IASB im Mai 2014 einen neuen Standard zur Erlösrealisierung verabschiedet, der vorschreibt, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt bzw. über welchen Zeitraum Umsätze zu erfassen sind. Der Standard wurde im September 2016 in europäisches Recht übernommen. Der Standard fordert von den Abschlusserstellern, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Hierfür wird ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist, eingeführt. IFRS 15 ersetzt die derzeitigen Erlösvorschriften in IAS 11 (Construction Contracts) und IAS 18 (Revenue). In Zukunft werden die erfassten Umsatzerlöse so erfasst, dass sie der Gegenleistung für die ausgetauschten Güter oder Dienstleistungen entsprechen. Die Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht erhält. Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde im BayWa Konzern eine umfassende Bestandsaufnahme der unterschiedlichen Vertragsarten in den einzelnen Geschäftsbereichen durchgeführt, um die Auswirkungen des IFRS 15 einschätzen zu können. Aufgrund dieser Auswertung werden für Erlöse aus Verkäufen in allen Geschäftseinheiten keine bzw. nur sehr begrenzte Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis unter IAS 18 erwartet. IFRS 15 wird sich bei der BayWa im Wesentlichen im Geschäftsbereich Technik auf die Bilanzierung von schlüsselfertigen Großprojekten (z. B. Neubauten in der Stalltechnik), im Geschäftsbereich Agrarhandel auf den Pflanzenschutzanlagenbau (z. B. Bewässerungsanlagen) und im Geschäftsbereich Bau auf Hausbauten auswirken. Bei diesen Projekten handelt es sich um Fertigungsaufträge im Sinne von IAS 11. Nach den Vorschriften des IFRS 15 wird für diese Projekte eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung vorgenommen, wobei der Projektfortschritt nach Maßgabe des Kostenanfalls gemessen wird (Cost-to-Cost-Methode). Für bestimmte Vertragsarten wird sich die zeitliche Erfassung der Umsatzerlöse ändern, da diese möglicherweise früher erfasst werden. Überdies erwartet die BayWa Änderungen in der Bilanz aufgrund der neuen Posten Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten und im Anhang aufgrund der quantitativen und qualitativen Angaben. Die volle Auswirkung der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss wird derzeit noch geprüft, so dass eine verlässliche Schätzung zur Höhe des finanziellen Effekts erst nach Abschluss dieser Überprüfung abgegeben werden kann. Der Konzern hat noch nicht entschieden, welcher der zur Verfügung stehenden Übergangsmethoden und Vereinfachungen in Anspruch genommen werden sollen.

Im Juli 2014 wurde durch den IASB der finale Entwurf des IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Ziel ist die vollständige Ablösung des aktuell gültigen IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Die Übernahme in europäisches Recht erfolgte im November 2016. Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzinstrumenten. Von seinem Vorgängerstandard unterscheidet sich die jüngste Fassung des IFRS 9 insbesondere durch eine überarbeitete Klassifizierung für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Neu gestaltet wurden auch die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Des Weiteren wurden auch die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Derzeit befindet sich der BayWa Konzern in der Umstellungsphase auf die neuen Bewertungskategorien. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017 plant der BayWa Konzern die Analyse der betroffenen Finanzinstrumente. Strategien zur Kategorisierung von Eigenkapitalinstrumenten und Strategien für solche Instrumente, die bisher zu Anschaffungskosten bewertet wurden, sollen im zweiten Quartal konzipiert und umgesetzt werden. Anschließend wird die Erarbeitung eines Lösungskonzepts sowohl für das allgemeine als auch das vereinfachte Impairment-Modell stattfinden. Die Implementierung des neuen Standards ist für das Ende des dritten Quartals bzw. Beginn des vierten Quartals 2017 geplant.

Noch nicht im Rahmen des IFRS-Übernahmeverfahrens (Endorsement) durch die EU angenommen wurden folgende Standards bzw. Änderungen von Standards:

Mit der Veröffentlichung des IFRS 16 (Leases) im Januar 2016, der die Grundsätze für Ansatz, Bewertung, Ausweis und Anhangspflichten von Leasingverhältnissen regelt, verfolgt der IASB das Ziel der vollständigen Ablösung des aktuell gültigen Standards IAS 17 sowie der Interpretationen IFRIC 4, SIC 15 und SIC 27. Für den Leasingnehmer sieht der Standard in Zukunft ein einziges Bilanzierungsmodell vor, nach welchem sämtliche Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten aus der Leasingvereinbarung bilanziell zu erfassen sind, es sei denn die Laufzeit beträgt maximal 12 Monate oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert. Die bisherige Unterscheidung in Mietleasing und Finanzierungsleasing fällt für den Leasingnehmer weg. Künftig bilanziert der Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand und eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Der Leasinggeber unterscheidet weiterhin zwischen Finanzierungs- und Operate-Leasing-Vereinbarungen. Das Bilanzierungsmodell von IFRS 16 unterscheidet sich hierbei weitgehend nicht von dem in IAS 17. Die Erstanwendung des Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Eine frühzeitige Anwendung ist bei gleichzeitiger Anwendung des IFRS 15 zulässig, jedoch im BayWa Konzern nicht beabsichtigt. Die Übernahme von IFRS 16 in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns werden derzeit geprüft. Aufgrund bestehender Leasing- und Mietverhältnisse, die nach den derzeit gültigen Vorschriften des IAS 17 als Operate-Leasing-Vereinbarungen einzuordnen sind, ist beim Übergang auf die Regelungen des IFRS 16 von einem Anstieg der Vermögenswerte und Finanzverbindlichkeiten bei damit einhergehender Verringerung der Eigenkapitalquote auszugehen. Gleichzeitig wird eine Verbesserung des operativen Ergebnisses erwartet, die durch einen Rückgang des Finanzergebnisses kompensiert werden wird. Zum 31. Dezember 2016 hat der BayWa Konzern Zahlungsverpflichtungen aus unkündbaren Mietleasingverhältnissen in Höhe von 574,782 Mio. Euro. Eine vorläufige Beurteilung deutet darauf hin, dass diese Verpflichtungen die Kriterien nach IFRS 16 erfüllen und entsprechende Nutzungswerte und Leasingverbindlichkeiten zu bilanzieren wären. Derzeit werden potenzielle Auswirkungen auf den Konzernabschluss geprüft.

Eine verlässliche Schätzung zur Höhe des finanziellen Effekts kann erst nach Abschluss dieser Überprüfung abgegeben werden.

Im September 2014 wurden durch den IASB Änderungen an IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) und IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures [2011]) vorgenommen. Durch die Änderungen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert. Der Erstanwendungszeitpunkt wurde zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben.

Im Januar 2016 veröffentlichte der IASB Änderungen an IAS 12 (Income Taxes) die darauf abzielen, die bisher in der Praxis unterschiedlich gehandhabte Vorgehensweise bei der Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Aus den Änderungen werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns erwartet.

Ebenfalls im Januar 2016 nahm der IASB Änderungen an IAS 7 (Statement of Cash Flows) vor. Die Änderungen sollen es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen in den Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit und damit in Verbindung stehende Vermögenswerte, bei denen die entsprechenden Zahlungen als Bestandteil des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gezeigt werden, beurteilen zu können. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Aus den Änderungen werden ausschließlich Auswirkungen auf die Darstellung insbesondere der Finanzlage des BayWa Konzerns erwartet.

Im April 2016 hat der IASB ein Amendment des IFRS 15 (Revenue from Contracts with Customers) veröffentlicht. Darin werden eine Vielzahl von Implementierungsfragen behandelt, die durch die vom IASB und FASB eingesetzten Transition Resource Group for Revenue Recognition (TRG) diskutiert wurden. Diese Fragen beschäftigen sich u. a. mit der Identifizierung von Leistungsverpflichtungen und den Übergangsregelungen und enthalten einen Leitfaden zum Thema Prinzipal-Agenten-Beziehungen und zur Lizensierung von geistigem Eigentum. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Änderungen werden im Zuge des im BayWa Konzern bereits bestehenden Projekts zur Umstellung auf IFRS 15 entsprechend mit berücksichtigt. Es werden hieraus jedoch keine Änderungen erwartet, die über die oben bereits beschriebenen Auswirkungen hinausgehen.

Durch die im Juni 2016 durch den IASB veröffentliche Änderung des IFRS 2 (Share-based Payment) werden die Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen klargestellt. Demnach müssen Ausübungsbedingungen im Rahmen der Bewertung anteilsbasierter Vergütungen mit Barausgleich berücksichtigt werden. Nach der Neuregelung sind Marktbedingungen und Nicht-Ausübungsbedingungen in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einzubeziehen. Zudem wurde die Klassifizierung von anteilsbasierten Vergütungen, die einen Nettoausgleich für einzubehaltende Steuern vorsehen, fixiert. Als dritten Punkt hat der IASB Bilanzierungsgrundsätze für die Änderung der Bedingungen aufgenommen, wenn sich dadurch die Klassifizierung der anteilsbasierten Vergütung mit Barausgleich in anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ändert. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus den Änderungen werden keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns erwartet.

Im Rahmen seiner jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Annual Improvements 2014-2016) hat der IASB im Dezember 2016 Änderungen an drei Standards vorgenommen. Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2017 bzw. 1. Januar 2018 beginnen. Aus den Änderungen werden sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns ergeben.

Eine Änderung an IFRS 1 (First-time Adoption of International Financial Reporting Standards) betrifft die Streichung kurzfristiger Befreiungen für erstmalige Anwender, die sich durch den Zeitablauf erübrigt haben.

Ebenfalls im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprojekts des IASB wurde eine Änderung an IFRS 12 (Disclosures of Interests in Other Entities) vorgenommen. Diese stellt klar, dass die Angabepflichten des IFRS 12 auch für Beteiligungen eines Unternehmens gelten, die in Übereinstimmung mit den Regelungen des IFRS 5 (Non-current Assets Held for Sale and Discontinued Operations) als zur Veräußerung- oder Ausschüttungszwecken gehalten oder als aufgegebene Geschäftsbereiche klassifiziert sind.

Eine Anpassung des IAS 28 (Investments in Asscociates and Joint Ventures) stellt klar, dass für Investmentfonds oder ähnliche Unternehmen das Wahlrecht, die Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes für jede einzelne Beteiligung individuell ausgeübt werden kann.

Ebenfalls im Dezember 2016 hat der IASB eine Änderung des IAS 40 (Investment Property) veröffentlicht, die klarstellen soll, ob ein Unternehmen im Bau befindliche Immobilien in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien übertragen kann, wenn eine Nutzungsänderung vorliegt. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus den Änderungen werden keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns erwartet.

Mit der Veröffentlichung der Interpretation IFRIC 22 (Foreign Currency Transactions and Advance Consideration) im Dezember 2016 geht der IASB der Frage nach, welcher Wechselkurs für die Erfassung des jeweiligen Vermögenswerts oder der Schuld bzw. des Ertrags oder Aufwands zu verwenden ist , wenn bei Fremdwährungstransaktionen Vorauszahlungen erfolgen. Die Veröffentlichung gibt Hinweise zum Zeitpunkt zu dem der Wechselkurs für Zwecke der Umrechnung der Transaktion zu bestimmen ist. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Aus den Änderungen werden keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns erwartet.

(B.) ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG

(B. 1.) Konsolidierungskreis - Vollkonsolidierte Unternehmen nach IFRS 10

In den Konzernabschluss der BayWa AG sind nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der BayWa AG alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, bei denen die BayWa AG unmittelbar oder mittelbar Beherrschung im Sinne des IFRS 10 ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt untergeordneter Bedeutung handelt.

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Anteil am Kapital
in Prozent
Anteil am Kapital in Prozent Vorjahr* Bemerkung
Segment Agrar      
1076230 B.C. Ltd., Vancouver, Kanada 90,0 - Erstkonsolidierung zum 01.08.2016
Abemec B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
Agrar- und Transportservice Kölleda GmbH, Kölleda 58,0 58,0  
Agrarhandel Züssow Bohnhorst / Naeve Beteiligungs GmbH, Züssow 100,0 100,0  
Agrimec B.V., Apeldoorn, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
Agrimec Group B.V., Apeldoorn, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
Agrimec Parts B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
Agrosaat d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,0 100,0  
ALM Regio 1 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 2 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 3 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 4 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 5 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 6 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
ALM Regio 7 B.V., Veghel, Niederlande 100,0 49,0 Übergangskonsolidierung zum 01.07.2016
Bayerische Futtersaatbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ismaning 79,2 79,2  
BayWa Agrarhandel GmbH, Nienburg (ehemals: Steimbke) 100,0 100,0  
BayWa Agrar International B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
BayWa Agri Romania S.r.l., București, Rumänien 98,8 90,0 Erwerb zusätzlicher Anteile von 8,8 Prozent am 04.05.2016
BayWa Agro Polska Sp. z o.o., Grodzisk Mazowiecki, Polen 100,0 100,0  
BayWa Canada Ltd., Vancouver, Kanada 100,0 - Erstkonsolidierung zum 01.08.2016
BayWa Fruit B.V., De Lier, Niederlande 100,0 - Erstkonsolidierung zum 01.03.2016
BayWa Marketing & Trading International B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
BayWa Obst Beteiligung GmbH (ehemals: BayWa-Lager und Umschlags GmbH), München 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
BayWa Obst GmbH & Co. KG, München 100,0 100,0  
BayWa Rus LLC, Moskwa, Russland 100,0 100,0  
BayWa Ukraine LLC, Kyjiw, Ukraine 100,0 100,0  
BGA Bio Getreide Austria GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
B O R , s.r.o., Choceň, Tschechische Republik 92,8 92,8  
Cefetra Ibérica S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0 100,0  
Cefetra S.p.A., Roma, Italien 100,0 100,0  
CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Altenstadt 90,0 90,0  
CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg 90,0 90,0  
CLAAS Südostbayern GmbH, Töging am Inn 90,0 90,0  
CLAAS Württemberg GmbH, Langenau 80,0 80,0  
EUROGREEN AUSTRIA GmbH, Mondsee, Österreich 100,0 100,0  
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0 100,0  
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0 100,0  
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0 100,0  
Evergrain Germany GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 - Erstkonsolidierung zum 01.02.2016
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Lannach, Österreich 100,0 100,0  
Garant - Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0 100,0  
InterSaatzucht GmbH, Hohenkammer (ehemals: Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München) 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Ketziner Lagerhaus GmbH & Co. KG, Ketzin 100,0 100,0  
LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf 90,0 90,0  
Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 100,0 100,0  
Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck 52,0 52,0  
RWA Hrvatska d.o.o. (ehemals: RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o.), Zagreb, Kroatien 100,0 100,0  
RWA Magyarország Kft. (ehemals: Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft.), Ikrény, Ungarn 100,0 100,0  
RWA Raiffeisen Agro Romania S.r.l., Orțișoara, Rumänien 100,0 100,0  
RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Bratislava, Slowakei 100,0 100,0  
RWA Srbija d.o.o. (ehemals: Raiffeisen Agro d.o.o.), Beograd, Serbien 100,0 100,0  
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0 70,0  
TFC Holland B.V., De Lier, Niederlande 68,4 - Erstkonsolidierung zum 01.03.2016
URL AGRAR GmbH, Premstätten (ehemals: Unterpremstätten), Österreich 100,0 100,0  
Cefetra-Gruppe      
Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
Baltic Logistic Holding B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
Burkes Agencies Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0 100,0  
Cefetra Feed Service B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
Cefetra Hungary Kft., Budapest, Ungarn 100,0 100,0  
Cefetra Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0 100,0  
Cefetra Polska Sp. z o.o., Gdynia, Polen 100,0 100,0  
Cefetra Shipping B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0 100,0  
Shieldhall Logistics Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0 100,0  
Sinclair Logistics Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0 100,0  
Wessex Grain Ltd., Templecombe, Großbritannien 100,0 100,0  
T&G Global-Gruppe      
T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland 74,0 73,7 Erwerb zusätzlicher Anteile von 0,3 Prozent am 03.06.2016
Apollo Apples (2014) Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Berryfruit New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Delica (Shanghai) Fruit Trading Company Limited, Shanghai, Volksrepublik China 100,0 100,0  
Delica Australia Pty Ltd, Tullamarine, Australien 100,0 100,0  
Delica Domestic Pty Ltd, Tullamarine, Australien 80,0 80,0  
Delica Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Delica North America, Inc., Torrance, USA 100,0 75,0 Erwerb zusätzlicher Anteile von 25,0 Prozent am 14.10.2016
EFL Holdings Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
ENZA Fresh, Inc., Seattle, USA 100,0 100,0  
ENZA Investments USA, Inc., Seattle, USA 100,0 100,0  
ENZA Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
ENZAFOODS New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
ENZAFRUIT New Zealand (Continent) NV, Sint-Truiden, Belgien 100,0 100,0  
ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited, Luton, Großbritannien 100,0 100,0  
ENZAFRUIT New Zealand International Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
ENZAFRUIT Peru S.A.C., Lima, Peru 100,0 100,0  
ENZAFRUIT Products Inc., Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
ENZASunrising (Holdings) Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 67,0 67,0  
Fruit Distributors Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Fruitmark NZ Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Fruitmark Pty Ltd, Mulgrave, Australien 100,0 100,0  
Fruitmark USA Inc., Seattle, USA 100,0 100,0  
Frutesa Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile 100,0 100,0  
Frutesa, George Town, Kaimaninseln 100,0 100,0  
Great Lake Tomatoes Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Horticultural Corporation of New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Invercargill Markets Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Kerifresh Growers Trust 201 6, Kerikeri, Neuseeland 69,0 - Erstkonsolidierung zum 31.03.2016
Safer Food Technologies Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Status Produce Favona Road Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Status Produce Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
T&G Fruitmark HK Limited (ehemals: ENZAFRUIT (Hong Kong) Limited), Hong Kong, Volksrepublik China 100,0 100,0  
T&G Japan Ltd., Tokyo, Japan 100,0 - Erstkonsolidierung zum 12.08.2016
T&G South East Asia Ltd., Bangkok, Thailand 100,0 - Erstkonsolidierung zum 31.03.2016
T&G Vizzarri Farms Pty Ltd, Tullamarine, Australien 50,0 50,0 Operative Geschäftsführung sowie mehrheitliche Vertretung im Geschäftsführungsorgan
Taipa Water Supply Limited, Kerikeri, Neuseeland 65,0 65,0  
Turners & Growers (Fiji) Limited, Suva, Republik Fidschi 70,0 70,0  
Turners & Growers Fresh Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Turners & Growers New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Turners and Growers Horticulture Limited, Auckland, Neuseeland 100,0 100,0  
Segment Bau      
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
Bad und Heizung Krampfl GmbH, Plattling 70,0 70,0  
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich 51,0 51,0  
Peter Frey GmbH, Wartenberg 51,0 - Erstkonsolidierung zum 01.10.2016
Segment Energie      
AMUR S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0  
Åshults Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
Aufwind BB GmbH & Co. Bioenergie Dessau Sechzehnte KG, Regensburg 100,0 100,0  
Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
Aufwind BB GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Szarvas, Ungarn 100,0 100,0  
AWS Entsorgung GmbH Abfall und Wertstoff Service, Luckau 100,0 100,0  
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa Ökoenergie GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur 100,0 - Erstkonsolidierung zum 30.06.2016
BayWa r.e. Bioenergy GmbH, Regensburg 100,0 100,0  
BayWa r.e. España S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0  
BayWa r.e. Green Energy Products GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Italia Assets GmbH (ehemals: BayWa r.e. 149. Projektgesellschaft mbH), Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Japan K.K., Tokyo, Japan 100,0 100,0  
BayWa r.e. Nordic AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
BayWa r.e. Operation Services GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0 100,0  
BayWa r.e. renewable energy GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Rotor Service GmbH, Basdahl 100,0 100,0  
BayWa r.e. Rotor Service Holding GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Rotor Service Vermögensverwaltungs GmbH, Basdahl 100,0 100,0  
BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden 76,0 76,0  
BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH, Tübingen 100,0 100,0  
BayWa r.e. Solar Projects LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
BayWa r.e. Solar Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur 100,0 - Erstkonsolidierung zum 30.06.2016
BayWa r.e. Solar Systems LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
BayWa r.e. Solar Systems Ltd., Machynlleth, Großbritannien 90,0 90,0  
BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd, Adelaide, Australien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 03.08.2016
BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l., Wemperhardt, Luxemburg 100,0 - Erstkonsolidierung zum 15.02.2016
BayWa r.e. Solardächer II GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Solarsystemer ApS, Svendborg, Dänemark 100,0 100,0  
BayWa r.e. (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 100,0 - Erstkonsolidierung zum 14.03.2016
BayWa r.e. USA LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
Biogas Meden Ltd., London, Großbritannien 100,0 100,0  
Biomethananlage Welbeck GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Cosmos Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0  
Diermeier Energie GmbH, München 100,0 100,0  
Furukraft AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG, Wien, Österreich 71,0 71,0  
Lyngsåsa Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
MHH France SAS, Toulouse, Frankreich 99,0 99,0  
Mozart Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Dreiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Vierundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zehnte Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zwölfte Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0  
Real Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0  
renerco plan consult GmbH, München 100,0 100,0  
Rock Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0  
Ryfors Vindkraft AB (ehemals: Ryfors Kraft AB), Malmö, Schweden 100,0 100,0  
Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden 94,5 94,5  
Sjönnebol Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
Solarmarkt GmbH, Aarau, Schweiz 100,0 100,0  
Stormon Energi AB, Malmö, Schweden 100,0 100,0  
Tecno Spot - G.m.b.H., Bruneck, Italien 100,0 100,0  
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,0 100,0  
Wagner Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH, Wien, Österreich 89,0 89,0  
Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld 100,0 100,0  
BayWa r.e. Asset Holding-Gruppe      
BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Alisea S.r.l., Rovereto (ehemals: Roma), Italien 65,0 65,0  
Aludra Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0 100,0  
Arlena Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
BayWa r.e. 148. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. 203. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. 206. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Asset Management GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich 100,0 100,0  
BayWa r.e. Hellas MEPE, Athína, Griechenland 100,0 100,0  
BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
BayWa r.e. Progetti S.r.l., Milano, Italien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 01.08.2016
BayWa r.e. Solar Projects GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. UK Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0  
BayWa r.e. Wind GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa r.e. Wind Verwaltungs GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark Arlena GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark Gravina GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark Guasila GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark San Lupo GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark Tessenano GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa r.e. Windpark Tuscania GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
BayWa Ravano Operation Services S.r.l., Genova, Italien 100,0 87,5 Erwerb zusätzlicher Anteile von 12,5 Prozent am 17.11.2016
Berthllwyd Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 09.08.2016
Bilsborrow Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 21.11.2016
Bish (Holdings) Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0  
Bishopthorpe Wind Farm Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0  
Bodwen Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 28.07.2016
Breathe Energia in Movimento S.r.l., Trento (ehemals: Potenza), Italien 50,0 50,0 Beherrschung über Geschäftsführungsbesetzung
Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
EEB7 Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 14.12.2016
Ebnal Lodge Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 13.12.2016
Energia Rinnovabile Pugliese S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
Eole de Plan Fleury SAS, Paris, Frankreich 100,0 - Erstkonsolidierung zum 19.07.2016
Eolica San Lupo S.r.l., Rovereto (ehemals: Milano), Italien 100,0 100,0  
FW Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 100,0 100,0  
Green Hedge Operational Services Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 14.12.2016
Hunger Hill Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 21.11.2016
Kenergia Sviluppo S.r.l., Roma, Italien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 17.06.2016
Les Renardieres SAS, Paris, Frankreich 100,0 - Erstkonsolidierung zum 10.10.2016
Parco Solare Smeraldo S.r.l., Brixen, Italien 100,0 100,0  
Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 74,0 74,0  
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 74,0 74,0  
Quilly Guenrouet Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0 100,0  
Rasharkin Solar PV Ltd., London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 25.10.2016
RENERCO GEM 1 GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
RENERCO GEM 2 GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Rose & Crown Solar PV Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0  
Sandhutton Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 12.09.2016
Solarpark Aquarius GmbH & Co. KG, München 100,0 100,0  
Solarpark Aries GmbH & Co. KG, München 100,0 100,0  
Solarpark Aston Clinton GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Solarpark Homestead GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Solarpark Lynt GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Solarpark Vine Farm GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Solesa Engineering S.r.l., Torino, Italien 100,0 100,0  
SPM Solarpark Möhlau GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 - Erstkonsolidierung zum 19.08.2016
Sunshine Movement GmbH, München 100,0 100,0  
Tessennano Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
Tierceline Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Tuscania Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Vine Farm Solar Wendy Ltd., London, Großbritannien 100,0 100,0  
Wathegar 2 Limited, London, Großbritannien 100,0 - Erstkonsolidierung zum 13.07.2016
Windfarm Fraisthorpe GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windfarm Lacedonia GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windfarms Italia S.r.l., Milano, Italien 100,0 100,0  
Windpark Berschweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Cashagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Windpark Dissau GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Windpark Finkenbach-Gersweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Hettstadt GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Kamionka GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Melfi GmbH, Gräfelfing 100,0 100,0  
Windpark Stockelsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 - Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Windpark Uphuser Mark GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2016
Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0  
WP OWD Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing 60,0 100,0  
BayWa r.e. Wind-Gruppe      
BayWa r.e. Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 95,0 95,0  
Chopin Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 100,0  
Coachella Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0 - Erstkonsolidierung zum 04.08.2016
ECOWIND-Gruppe      
ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich 100,0 90,0 Erwerb zusätzlicher Anteile von 10,0 Prozent am 27.06.2016
ECOwind d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 100,0  
Eko-En Drozkow Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0 60,0  
Eko-En Iwonicz 2 Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0 75,0  
Eko-En Kozmin Sp. z o.o., Poznań, Polen 100,0 100,0  
Eko-En Polanow 1 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 75,0  
Eko-En Polanow 2 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 75,0  
Eko-En Skibno Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0 75,0  
Eko-En Żary Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0 60,0  
Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesów, Polen 100,0 51,0 Erwerb zusätzlicher Anteile von insgesamt 49,0 Prozent am 31.05.2016, 29.11.2016 und 30.11.2016
Ewind Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0 75,0  
Park Eolian Limanu S.r.l., Sibiu, Rumänien 99,0 99,0  
Samsonwind Wirtsnock GmbH, Thomatal, Österreich 80,0 80,0  
SC Puterea Verde S.r.l. (ehemals: Puterea Verde S.r.l.), Sibiu, Rumänien 75,3 75,3  
Vjetroelektrana Orjak d.o.o., Split, Kroatien 80,8 - Erstkonsolidierung zum 22.11.2016
Windpark Bärofen GmbH, Kilb, Österreich 100,0 - Erstkonsolidierung zum 31.03.2016
Windpark Fürstkogel GmbH, Kilb, Österreich 100,0 100,0  
Windpark Hiesberg GmbH, Kilb, Österreich 100,0 100,0  
Windpark Kraubatheck GmbH, Kilb, Österreich 100,0 100,0  
Segment Innovation & Digitalisierung      
FarmFacts GmbH (ehemals: PC-Agrar Informations- und Beratungsdienst GmbH), Pfarrkirchen 100,0 100,0  
Sonstige Aktivitäten (inkl. Finanzbeteiligungen)      
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 100,0  
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, München 100,0 100,0  
BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa Agrar Beteiligungs GmbH, München 100,0 100,0  
BayWa Agri GmbH & Co. KG, München 100,0 100,0  
BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München 100,0 100,0  
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3 64,3  
Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg 100,0 100,0  
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich 100,0 100,0  
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0 100,0  
Karl Theis GmbH, München 100,0 100,0  
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
RI-Solution Data GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München 100,0 100,0  
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 75,0 75,0  
RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0 100,0  
Unterstützungseinrichtung der BayWa Aktiengesellschaft in München GmbH, München 100,0 100,0  
WealthCap Portfolio Finanzierungs-GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0 100,0  
Segmentübergreifende Tochterunternehmen      
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich (kurz: UNSER LAGERHAUS) (Segmente: Agrar, Energie, Bau) 51,1 51,1  
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha, Österreich (Segmente: Agrar, Energie, Bau) 89,9 89,9  
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (kurz: RWA AG) (Segmente: Agrar, Energie, Bau; Sonstige Aktivitäten) 50,0 50,0 Stimmrechtsmehrheit

* Die Darstellung des Konsolidierungskreises beinhaltet nicht die 46 im Jahr 2016 entkonsolidierten Gesellschaften

Die BayWa AG, München, hat bereits im Geschäftsjahr 2015 über ihr neuseeländisches Tochterunternehmen T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland, zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten im Tomatenanbau und Tomatenhandel im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Great Lake Tomatoes Limited, Auckland, Neuseeland, übernommen. Der Tomatenanbauer Great Lake Tomatoes Limited besitzt und betreibt Gewächshäuser mit einem jährlichen Erntevolumen von ca. 3.000 Tonnen Tomaten. Durch die Akquisition sollen die jährlichen Ernte- und Handelsvolumina erweitert und die ganzjährige Versorgung nationaler und internationaler Abnehmer sichergestellt werden. Die beherrschende Einflussnahme der T&G Global Limited auf die Great Lake Tomatoes Limited besteht seit dem 20. Oktober 2015, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die im Zuge der Erwerbsbilanzierung durchzuführende Kaufpreisallokation war im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2015 als vorläufig abgebildet worden und wurde im Geschäftsjahr 2016 fertiggestellt.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betrugen 10,506 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Oktober 2015 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten beliefen sich auf 0,030 Mio. Euro. Diese waren im Geschäftsjahr 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Great Lake Tomatoes Limited erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - - -
Sachanlagen 4,087 3,812 7,899
Finanzanlagen - - -
Vorräte 0,107 0,353 0,460
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,750 - 0,750
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,622 - 0,622
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,622 - 0,622
Latente Steuerschulden - 1,169 1,169
  4,944 2,996 7,940
Geschäfts- oder Firmenwert     2,566
Gesamtkaufpreis     10,506
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Geschäfts- oder Firmenwert     1,875

Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,424 Mio. Euro, die in voller Höhe als einbringlich betrachtet wurden.

Die BayWa AG, München, hat bereits im Geschäftsjahr 2015 über ihr neuseeländisches Tochterunternehmen T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland, zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten im Tomatenanbau und Tomatenhandel im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Rianto Limited, Auckland, Neuseeland, übernommen. Der Tomatenanbauer Rianto Limited besitzt und betreibt zusammen mit seinem Tochterunternehmen Rembrandt Van Rijen Limited Gewächshäuser mit einem jährlichen Erntevolumen von ca. 1.600 Tonnen Tomaten. Neben Gewächshäusern wurden mit den Gesellschaften auch Grundstücke und Gebäude erworben. Durch die Akquisition sollen die jährlichen Ernte- und Handelsvolumina erweitert und die ganzjährige Versorgung nationaler und internationaler Abnehmer sichergestellt werden. Die beherrschende Einflussnahme der T&G Global Limited auf die Rianto Limited besteht seit dem 2. November 2015, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die im Zuge der Erwerbsbilanzierung durchzuführende Kaufpreisallokation war im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2015 als vorläufig abgebildet worden und wurde im Geschäftsjahr 2016 fertiggestellt.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betrugen 4,982 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im November 2015 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten beliefen sich auf 0,018 Mio. Euro. Diese waren im Geschäftsjahr 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Rianto Limited und der Rembrandt Van Rijen Limited erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - - -
Sachanlagen 3,366 0,847 4,213
Finanzanlagen - - -
Vorräte - - -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,131 - 0,131
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel - - -
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,380 - 0,003 0,377
Latente Steuerschulden - 0,471 0,471
  3,117 0,379 3,496
Geschäfts- oder Firmenwert     1,486
Gesamtkaufpreis     4,982
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am Geschäfts- oder Firmenwert     1,086

Der aus der Transaktion entstandene vorläufige Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,131 Mio. Euro, die in voller Höhe als einbringlich betrachtet wurden.

Die BayWa AG, München, hat bereits im Geschäftsjahr 2015 über die Konzerngesellschaft Cefetra Limited, Glasgow, Großbritannien, zur Ausweitung ihrer Handelsaktivitäten im Segment Agrar mit Wirkung zum 24. November 2015 im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Wessex Grain Ltd., Templecombe, Großbritannien, übernommen. Der Agrarhändler Wessex Grain Ltd. hat ein jährliches Handelsvolumen von ca. 450.000 Tonnen. Die beherrschende Einflussnahme der Cefetra Limited auf dieses Unternehmen besteht seit dem 24. November 2015, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 30. November 2015. Die im Zuge der Erwerbsbilanzierung durchzuführende Kaufpreisallokation war im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2015 als vorläufig abgebildet worden und wurde im Geschäftsjahr 2016 fertiggestellt.

Die Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 4,612 Mio. Euro. Diese setzen sich aus einem den bisherigen Anteilseignern im Rahmen eines Übernahmeangebots angebotenen und im November 2015 zur Auszahlung gelangten Kaufpreis von 4,211 Mio. Euro sowie einem 2016 ausbezahlten Sicherheitseinbehalt von 0,401 Mio. Euro zusammen.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,477 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Wessex Grain Ltd. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - - -
Sachanlagen 7,234 1,807 9,041
Finanzanlagen - - -
Vorräte 0,429 - 0,429
Forderungen 5,459 - 5,459
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,077 - 0,077
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 10,096 - 10,096
Latente Steuerschulden 0,298 0,378 0,676
  2,805 1,429 4,234
Geschäfts- oder Firmenwert     0,378
Gesamtkaufpreis     4,612

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Gutachten ermittelt.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 5,546 Mio. Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 5,459 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.

Die BayWa AG, München, hat bereits im Geschäftsjahr 2015 über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Solesa Engineering S.r.l., Torino, Italien, erworben. Durch die Übernahme sollen die Geschäftsaktivitäten im Bereich der technischen Betriebsführung und Wartung im italienischen Markt ausgeweitet werden. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Italia S.r.l. auf dieses Unternehmen besteht seit dem 21. Dezember 2015, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die im Zuge der Erwerbsbilanzierung durchzuführende Kaufpreisallokation war im Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2015 als vorläufig abgebildet worden und wurde im Geschäftsjahr 2016 fertiggestellt.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betrugen 0,757 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember 2015 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,025 Mio. Euro. Diese waren im Geschäftsjahr 2015 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Solesa Engineering S.r.l. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,001 0,964 0,965
Sachanlagen 0,005 - 0,005
Finanzanlagen - - -
Vorräte - - -
Forderungen 0,229 - 0,229
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,001 - 0,001
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,220 - 0,220
Latente Steuerschulden - 0,223 0,223
  0,016 0,741 0,757
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis     0,757

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Transaktion nicht entstanden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand des Ertragswertverfahrens ermittelt. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 1 5 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 9,75 Prozent zugrunde.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,229 Mio. Euro, die in voller Höhe als einbringlich betrachtet wurden.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH, München, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Evergrain Germany GmbH & Co. KG, Hamburg, übernommen. Mit der Übernahme baut der BayWa Konzern sein Spezialitätengeschäft international weiter aus und will zukünftig eine führende Rolle im Braugetreidegeschäft einnehmen. Das größte Absatzpotenzial für Braugetreide liegt innerhalb der Europäischen Union und zunehmend in den Wachstumsmärkten Südamerikas und Asiens. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH auf die Evergrain Germany GmbH & Co. KG besteht seit dem 29. Januar 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. Februar 2016.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 6,600 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente über 4,992 Mio. Euro. Weiterhin beinhaltet der Kaufvertrag bedingte Kaufpreisbestandteile, die sich in Abhängigkeit des jeweiligen Return on Invested Capital für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 auf insgesamt maximal 1,608 Mio. Euro belaufen.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,466 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Evergrain Germany GmbH & Co. KG erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - 1,710 1,710
Sachanlagen 0,019 - 0,019
Finanzanlagen 0,025 - 0,025
Vorräte - - -
Finanzielle Vermögenswerte 6,956   6,956
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 5,905 - 5,905
Latente Steueransprüche 0,465 - 0,465
Flüssige Mittel 0,703 - 0,703
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 4,637 - 4,637
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 6,804 - 6,804
Latente Steuerschulden - 0,552 0,552
  2,632 1,158 3,790
Geschäfts- oder Firmenwert     2,810
Gesamtkaufpreis inkl. bedingter Kaufpreisbestandteile     6,600

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand des Ertragswertverfahrens ermittelt. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 4,9 Prozent zugrunde.

Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 5,453 Mio. Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 5,446 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 4,610 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,500 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 1. Februar 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Evergrain Germany GmbH & Co. KG bei einem Umsatz von 109,634 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,031 Mio. Euro.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l., Wemperhardt, Luxemburg, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der regenerativen Energien von der SOLAR-Center S.à r.l., Luxemburg, mit Wirkung zum 1. März 2016 im Rahmen eines Asset-Deals den operativen Geschäftsbetrieb übernommen, der den Großhandel von PV-Modulen, Wechselrichtern und sonstigem Zubehör in den Benelux-Ländern, Frankreich und Deutschland umfasst. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Geschäftsaktivitäten belaufen sich auf 2,404 Mio. Euro.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,061 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,708 - 0,708
Sachanlagen 0,035 - 0,035
Finanzanlagen - - -
Vorräte 1,661 - 1,661
Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - -
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel - - -
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - - -
Latente Steuerschulden - - -
  2,404 - 2,404
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis     2,404

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden.

Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l. bei einem Umsatz von 36,332 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,445 Mio. Euro.

Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktion als Asset-Deal und der aus diesem Grund nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese bei einer Einbeziehung der erworbenen Geschäftsaktiviktäten seit dem ersten Tag des Geschäftsjahres dargestellt hätten, verzichtet.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Fruit B.V., De Lier, Niederlande, im Rahmen eines Share-Deals 68,4 Prozent der Anteile an der TFC Holland B.V., De Lier, Niederlande, übernommen. Die Übernahme ist für die BayWa ein wesentlicher Schritt innerhalb der internationalen Wachstumsstrategie im Segment Agrar. Die TFC Holland B.V. verfügt über langjährige internationale Handelsbeziehungen in sämtliche Beschaffungsmärkte für exotische Früchte - hauptsächlich für Avocados, Mangos, Ingwer und Zitrusfrüchte - sowie zum europäischen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die Erweiterung seines Portfolios im Wachstumsmarkt für exotische Obstspezialitäten, insbesondere im Bereich "ready-to-eat", baut der BayWa Konzern seine Position als führender internationaler Obst- und Kernobstanbieter deutlich aus. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa Fruit B.V. auf die TFC Holland B.V. besteht seit dem 8. März 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. März 2016.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 28,705 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im März zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,999 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der TFC Holland B.V. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - 15,549 15,549
Sachanlagen 5,254 - 1,304 3,950
Finanzanlagen 0,058 - 0,058
Vorräte 1,690 0,078 1,768
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 11,777 - 11,777
Latente Steueransprüche 0,227 0,326 0,553
Flüssige Mittel 3,476 - 3,476
Langfristige Verbindlichkeiten 0,890 - 0,890
Kurzfristige Verbindlichkeiten 13,289 - 13,289
Latente Steuerschulden - 3,907 3,907
  8,303 10,742 19,045
Anteiliges Nettovermögen     13,031
Geschäfts- oder Firmenwert     15,674
Gesamtkaufpreis     28,705
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Anteil am Nettovermögen     6,014

Der auf nicht beherrschende Anteile an der TFC Holland B.V. entfallende Anteil am Nettovermögen von 6,014 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven und stillen Lasten wurden anhand von Gutachten und des Ertragswertverfahrens ermittelt oder aus Marktpreisen abgeleitet. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 6 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 4,6 Prozent zugrunde.

Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 11,079 Mio. Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 11,008 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 31,399 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 2,547 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 1. März 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die TFC Holland B.V. bei einem Umsatz von 51,182 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 3,872 Mio. Euro.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Kenergia Sviluppo S.r.l., Roma, Italien, übernommen. Durch die Übernahme sollen die Geschäftsaktivitäten im Geschäftsfeld der regenerativen Energien im Bereich der technischen Betriebsführung und Wartung von Windparks im italienischen Markt ausgeweitet werden. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Italia S.r.l. auf die Kenergia Sviluppo S.r.l. besteht seit dem 17. Juni 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 3,129 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juni und September zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,125 Mio. Euro.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Kenergia Sviluppo S.r.l. erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,475 3,044 3,519
Sachanlagen 0,020 - 0,020
Finanzanlagen - - -
Vorräte 0,134 - 0,134
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1,409 - 1,409
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,134 - 0,134
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1,383 - 1,383
Latente Steuerschulden - 0,704 0,704
  0,789 2,340 3,129
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis     3,129

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand des Ertragswertverfahrens ermittelt. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 1 5 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 8,51 Prozent zugrunde.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Unternehmenserwerb nicht entstanden.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 1,387 Mio. Euro. Die gesamten Forderungen wurden als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 1,712 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,285 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 17. Juni 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Kenergia Sviluppo S.r.l. bei einem Umsatz von 1,748 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,423 Mio. Euro.

Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Segment Agrar von der Kohler Landhandel GmbH & Co. KG, Tuningen, mit Wirkung zum 9. Juni 2016 in Bezug auf eine Immobilie und zum 1. Juli 2016 im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbetrieb übernommen, der den Handel mit Getreide, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Futtermittel und Saatgut umfasst. Mit der Übernahme des Betriebs stärkt die BayWa AG ihr Standortnetz für die Versorgung der Landwirtschaft mit Betriebsmitteln sowie der Getreideerfassung in der Region Baar-Heuberg. Der Standort verfügt über eine Getreide-Annahmeleistung von insgesamt 120 Tonnen pro Stunde, Maschinentechnik zur Getreideaufbereitung und -trocknung sowie eine Laborausstattung. Die Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 1,800 Mio. Euro.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind keine Transaktionskosten angefallen.

Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - 0,540 0,540
Sachanlagen 0,060 1,200 1,260
Finanzanlagen - - -
Vorräte - - -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - -
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel - - -
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - - -
Latente Steuerschulden - - -
  0,060 1,740 1,800
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis     1,800

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden aus Marktpreisen abgeleitet.

Da die dargestellten Wertansätze der Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert auch den steuerlichen Wertansätzen entsprechen, wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation keine passiven latenten Steuern angesetzt.

Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktion als Asset-Deal und der aus diesem Grund nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese bei einer Einbeziehung der erworbenen Geschäftsaktivitäten seit dem ersten Tag des Geschäftsjahres dargestellt hätten, verzichtet.

Die BayWa AG, München, hat im Rahmen eines Share-Deals 51,0 Prozent der Anteile an der Agrimec Group B.V., Apeldoorn, Niederlande, erworben. Zusammen mit den bereits zuvor gehaltenen 49,0 Prozent der Anteile an der Gesellschaft, die bis zum Zeitpunkt des sukzessiven Erwerbs at-Equity bilanziert wurden, befinden sich seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile im Besitz der BayWa AG. Mit diesem Kauf wird die BayWa AG der alleinige Eigentümer von Agrimec Group B.V. und ihren Tochtergesellschaften. Die vollständige Übernahme der Agrimec Group B.V. ist Teil der Internationalisierungsstrategie der BayWa AG im Geschäftsfeld Technik. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf dieses Unternehmen besteht seit dem 11. Juli 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die zusätzlich erworbenen 51,0 Prozent der Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. Juli 2016.

Die Anschaffungskosten für die gesamten Anteile von 100 Prozent betrugen 11,499 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Juli für den Erwerb der zusätzlichen Anteile von 51 Prozent zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 5,047 Mio. Euro sowie die von der BayWa AG im Übergangszeitpunkt zum Fair Value bilanzierten at-Equity-Anteile von 6,452 Mio. Euro. Die Bewertung der bislang an der Agrimec Group B.V. gehaltenen Anteile von 49,0 Prozent zu ihrem beizulegenden Zeitwert führte zu einem Buchgewinn von 1,430 Mio. Euro. Dieser ist in der Gewinn- und Verlustrechung in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,090 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Agrimec Group B.V. und ihrer Tochtergesellschaften erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,790 0,959 1,749
Sachanlagen 4,604 2,648 7,252
Finanzanlagen - - -
Vorräte 15,527 0,370 15,897
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8,370 - 8,370
Latente Steueransprüche 0,321 - 0,321
Flüssige Mittel 0,545 - 0,545
Langfristige Verbindlichkeiten 6,905 - 6,905
Kurzfristige Verbindlichkeiten 14,423 - 14,423
Latente Steuerschulden - 0,994 0,994
  8,829 2,983 11,812
Negativer Goodwill     - 0,313
Gesamtanschaffungskosten     11,499

Der negative Goodwill in Höhe von 0,313 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2016 erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und ist insbesondere auf zukünftige Geschäftsrisiken zurückzuführen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht bilanzierungsfähig waren.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Gutachten und des Ertragswertverfahrens ermittelt oder aus Marktpreisen abgeleitet. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 5,4 Prozent zugrunde.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 7,494 Mio. Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 7,362 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 38,030 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,288 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 1. Juli 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Agrimec Group B.V. zusammen mit ihren Tochtergesellschaften bei einem Umsatz von 31,057 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,075 Mio. Euro.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd, Adelaide, Australien, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich der regenerativen Energien von der Solar Matrix Pty Ltd, Perth, Australien, mit Wirkung zum 22. September 2016 im Rahmen eines Asset-Deals den Photovoltaik(PV)-Geschäftsbetrieb übernommen und steigt damit in das Geschäft mit Solarkomponenten in Australien ein. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Geschäftsaktivitäten belaufen sich auf 1,270 Mio. Euro.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,089 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,078 - 0,078
Sachanlagen 0,121 - 0,121
Finanzanlagen - - -
Vorräte 1,071 - 1,071
Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - -
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel - - -
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - - -
Latente Steuerschulden - - -
  1,270 - 1,270
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis     1,270

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden.

Seit dem 22. September 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd bei einem Umsatz von 1,572 Mio. Euro einen Fehlbetrag in Höhe von 0,142 Mio. Euro.

Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktion als Asset-Deal und der aus diesem Grund nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese bei einer Einbeziehung der erworbenen Geschäftsaktivitäten seit dem ersten Tag des Geschäftsjahres dargestellt hätten, verzichtet.

Die BayWa AG, München, hat im Rahmen eines Share-Deals 51,0 Prozent der Anteile an der Peter Frey GmbH, Wartenberg, übernommen. Mit der Übernahme des Betriebs ergänzt die BayWa AG ihr Baustoffportfolio. Die Kernkompetenz der Peter Frey GmbH liegt darin, hochwertige Natursteinprodukte aus dem In- und Ausland unter fachmännischer Beratung, vor allem im Straßen-, Wege- und Landschaftsbau, zum Einsatz zu bringen. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa AG auf die Peter Frey GmbH besteht seit dem 1. Oktober 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher an diesem Tag.

Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,539 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im Oktober und, im Zuge einer Kaufpreisanpassung, im November zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,019 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2016 in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Peter Frey GmbH erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - 0,460 0,460
Sachanlagen 0,163 - 0,163
Finanzanlagen 0,052 - 0,052
Vorräte 1,670 0,060 1,730
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1,397 - 1,397
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,054 - 0,054
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 2,616 - 2,616
Latente Steuerschulden - 0,142 0,142
  0,720 0,378 1,098
Anteiliges Nettovermögen     0,560
Geschäfts- oder Firmenwert     0,979
Gesamtkaufpreis     1,539
Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Anteil am Nettovermögen     0,538

Der auf nicht beherrschende Anteile an der Peter Frey GmbH entfallende Anteil am Nettovermögen von 0,538 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand des Ertragswertverfahrens ermittelt oder aus Marktpreisen abgeleitet. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3,5 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 4,7 Prozent zugrunde.

Der aus der Transaktion entstandene Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 1,497 Mio. Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 1,377 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 8,491 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,087 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 1. Oktober 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Peter Frey GmbH bei einem Umsatz von 1,897 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 0,015 Mio. Euro.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agri Romania S.r.l., Bucureşti, Rumänien, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Bereich Agrarhandel im Rahmen eines Asset-Deals den Betrieb von zwei Siloanlagen mit Wirkung zum 1. Juni 2016 und zum 28. September 2016 von der CARGILL CEREALE S. R. L., Bucureşti, Rumänien übernommen. Die Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 1,850 Mio. Euro.

Die im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,063 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - - -
Sachanlagen 1,850 0,170 2,020
Finanzanlagen - - -
Vorräte - - -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte - - -
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel - - -
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten - - -
Latente Steuerschulden - - -
  1,850 0,170 2,020
Negativer Goodwill - - - 0,170
Gesamtkaufpreis - - 1,850

Der negative Goodwill in Höhe von 0,170 Mio. Euro wurde im Geschäftsjahr 2016 erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst und ist insbesondere auf Geschäftsrisiken zurückzuführen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation nicht bilanzierungsfähig waren.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Gutachten ermittelt.

Da die dargestellten Wertansätze der Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert auch den steuerlichen Wertansätzen entsprechen, wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation keine passiven latenten Steuern angesetzt.

Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktion als Asset-Deal und der aus diesem Grund nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese bei einer Einbeziehung der erworbenen Geschäftsaktivitäten seit dem ersten Tag des Geschäftsjahres dargestellt hätten, verzichtet.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. UK Limited, London, Großbritannien, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der Green Hedge Operational Services Limited, London, Großbritannien, übernommen. Durch die Übernahme sollen die Geschäftsaktivitäten im Bereich der technischen Betriebsführung und Wartung von Solarparks in Großbritannien ausgeweitet werden. Die beherrschende Einflussnahme auf die Green Hedge Operational Services Limited besteht seit dem 14. Dezember 2016, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag.

Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,660 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Dezember zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb sind bisher keine Transaktionskosten angefallen.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Green Hedge Operational Services Limited erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte - 1,776 1,776
Sachanlagen 0,012 - 0,012
Finanzanlagen - - -
Vorräte - - -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,215 - 0,215
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,146 - 0,146
Langfristige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,133 - 0,133
Latente Steuerschulden - 0,356 0,356
  0,240 1,420 1,660
Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis (vorläufig)     1,660

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden anhand von Ertragswertverfahren ermittelt oder aus Marktpreisen abgeleitet. Der Zahlungsreihe im Ertragswertverfahren, die über eine wirtschaftliche Nutzungsdauer von 2 Jahren angesetzt wurde, lag ein Abzinsungsfaktor von 7,4 Prozent zugrunde.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,084 Mio. Euro. Der Gesamtbetrag der Forderungen wurde als einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 1,164 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,056 Mio. Euro höher ausgefallen.

Seit dem 14. Dezember 2016, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis, erzielte die Green Hedge Operational Services Limited bei einem Umsatz von 0,058 Mio. Euro einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,001 Mio. Euro.

Die abschließende Kaufpreisallokation zu dem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA, im Rahmen eines Share-Deals zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten im Bereich der regenerativen Energien 100,0 Prozent der Anteile an der Coachella Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. Wind, LLC auf dieses Unternehmen besteht seit dem 31. Dezember 2016. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte daher auf diesen Tag. Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 1,682 Mio. Euro.

Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,575 Mio. Euro. Diese sind in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Coachella Wind, LLC erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):

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in Mio. Euro Buchwert Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert Beizulegender Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0,096 - 0,096
Sachanlagen 0,537 1,263 1,800
Finanzanlagen - - -
Vorräte 0,591 - 0,591
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,948 - 0,948
Latente Steueransprüche - - -
Flüssige Mittel 0,284 - 0,284
Langfristige Verbindlichkeiten 1,682 - 1,682
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,355 - 0,355
Latente Steuerschulden - - -
  0,419 1,263 1,682
Vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert     -
Gesamtkaufpreis (vorläufig)     1,682

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs nicht entstanden.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden aus Marktpreisen abgeleitet.

Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,948 Mio. Euro. Die gesamten Forderungen wurden als voll einbringlich betrachtet.

Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 1,900 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern zurechenbare Konzerngewinn um 0,200 Mio. Euro höher ausgefallen.

Die abschließende Kaufpreisallokation zu dem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses noch nicht abgeschlossen war.

Zusammengefasst stellen sich die im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Zugänge der Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) und Schulden aus Unternehmenserwerben, gegliedert nach Hauptgruppen, wie folgt dar:

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in Mio. Euro Zugang aus Unternehmenserwerben im Geschäftsjahr 2016
Immaterielle Vermögenswerte 26,185
Sachanlagen 16,652
Finanzanlagen 0,135
Vorräte 22,852
Finanzielle Vermögenswerte 6,956
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 30,021
Latente Steueransprüche 1,339
Flüssige Mittel 5,342
Langfristige Verbindlichkeiten 14,114
Kurzfristige Verbindlichkeiten 39,003
Latente Steuerschulden 6,655

Die BayWa AG, München hat über die Konzerngesellschaft BayWa Agrar International B.V., Rotterdam, Niederlande mit Wirkung zum 4. Mai 2016 an einer Kapitalerhöhung der Konzerngesellschaft BayWa Agri Romania S.r.l., Bucureşti, Rumänien, teilgenommen. Da der konzernfremde Gesellschafter nicht an der Kapitalerhöhung teilgenommen hat, erhöhten sich die Anteile der BayWa Agrar International B.V. an der Gesellschaft von 90 Prozent auf 98,75 Prozent. Der Buchwert der zusätzlich erworbenen bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der BayWa Agri Romania S.r.l. betrug zum Erwerbszeitpunkt minus 0,309 Mio. Euro. Somit erhöhten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 0,309 Mio. Euro und andererseits verringerte sich das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare Eigenkapital um 0,309 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem zusätzlichen Anteilserwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Anteilserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich, mit Wirkung zum 31. Mai, sowie zum 29. und 30. November 2016 weitere 19 Prozent, 24,5 Prozent sowie 5,5 Prozent der Anteile an der Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesow, Polen, erworben, so dass der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH seit Abschluss der Erwerbsvorgänge 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,022 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarten und im Mai und November zur Auszahlung gelangten Kaufpreiskomponenten von insgesamt 0,022 Mio. Euro. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der Eko-Energetyka Sp. z o.o. betrug zum Erwerbszeitpunkt minus 0,211 Mio. Euro. Somit erhöhten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 0,211 Mio. Euro und andererseits verringerte sich das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare Eigenkapital um 0,233 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Anteilserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen.

Die BayWa AG, München, hat am 3. Juni 2016 an einer Kapitalerhöhung der Konzerngesellschaft T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland, teilgenommen. Da nicht alle Gesellschafter beteiligungsproportional an der Kapitalerhöhung teilgenommen haben, erhöhten sich die Anteile der BayWa AG an der T&G Global Limited von 73,68 Prozent auf 73,99 Prozent. Der Buchwert der zusätzlich erworbenen bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der T&G Global Limited betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,541 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 0,541 Mio. Euro und andererseits erhöhte sich das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare Eigenkapital um 0,541 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem zusätzlichen Anteilserwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Anteilserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. renewable energy GmbH, München, mit Wirkung zum 27. Juli 2016 die restlichen 10 Prozent der Anteile an der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich, erworben, so dass der BayWa r.e. renewable energy GmbH seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,450 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und am 27. Juli 2016 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 0,450 Mio. Euro. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich, betrug zum Erwerbszeitpunkt 0,354 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 0,354 Mio. Euro und andererseits das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare Eigenkapital um 0,096 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Anteilserwerb sind keine Transaktionskosten angefallen.

Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft Delica Limited, Auckland, Neuseeland, mit Wirkung zum 14. Oktober 2016 die verbleibenden 25 Prozent der Anteile an der Delica North America, Inc., Torrance, USA, erworben, so dass der Delica Limited seit dem Erwerbszeitpunkt 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft zustehen. Die Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 4,494 Mio. Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und am 14. Oktober 2016 zur Auszahlung gelangte Kaufpreiskomponente von 4,494 Mio. Euro. Der Buchwert der bisher nicht beherrschten Anteile am Eigenkapital der Delica North America, Inc., Torrance, USA, betrug zum Erwerbszeitpunkt 1,042 Mio. Euro. Somit reduzierten sich im Konzernabschluss infolge der Transaktion einerseits die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 1,042 Mio. Euro. Andererseits verringerte sich das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbare Eigenkapital um 2,554 Mio. Euro aus der Verrechnung des aus dem sukzessiven Erwerb entstandenen Unterschiedsbetrags. Aus gleichem Grund verringerten sich auch die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital um 0,898 Mio. Euro. Die im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Anteilserwerb angefallenen Transaktionskosten belaufen sich auf 0,016 Mio. Euro.

Die Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Brünzow, scheidet aufgrund des Beherrschungsverlusts des BayWa Konzerns mit Wirkung zum 1. Januar 2016 aus dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aus und wird aufgrund des bestehenden maßgeblichen Einflusses seither als Gemeinschaftsunternehmen nach den Vorschriften der Equity-Methode in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Ein Kaufpreis wurde im Zusammenhang mit der Übergangskonsolidierung nicht geleistet. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Erhaltene Gegenleistung

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in Mio. Euro 01.01.2016
At-Equity-bilanzierte Anteile an der Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung bewertet zum beizulegenden Zeitwert im Zugangszeitpunkt 6,064

Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

scroll
in Mio. Euro 01.01.2016
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte 0,021
Sachanlagen 8,133
Finanzanlagen 0,188
Aktive latente Steuern 0,020
  8,362
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 0,015
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,644
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,638
  1,297
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in Mio. Euro 01.01.2016
Langfristige Schulden  
Langfristige Rückstellungen 0,268
Finanzschulden 1,042
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0,223
Passive latente Steuern 1,049
  2,582
Kurzfristige Schulden  
Kurzfristige Rückstellungen 0,160
Finanzschulden 0,687
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0,063
  0,910
Nettovermögen zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts 6,167
davon auf Minderheiten entfallend 3,083
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend 3,084

Ergebnis aus der Übergangskonsolidierung

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in Mio. Euro 01.01.2016
At-Equity-bilanzierte Anteile an der Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung 6,064
Auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Anteil am aufgegebenen Nettovermögen 3,084
Ergebnis aus Übergangskonsolidierung 2,980

Das Ergebnis aus der Übergangskonsolidierung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steueraufwand dargestellt.

Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Abgang des Konzernunternehmens

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in Mio. Euro
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -
Abzüglich im Zuge der Übergangskonsolidierung abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 0,638
  - 0,638

Die VIELA Export GmbH, Vierow, scheidet aufgrund des Beherrschungsverlusts des BayWa Konzerns mit Wirkung zum 1. Januar 2016 aus dem Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aus und wird aufgrund des bestehenden maßgeblichen Einflusses seither als Gemeinschaftsunternehmen nach den Vorschriften der Equity-Methode in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogen. Ein Kaufpreis wurde im Zusammenhang mit der Übergangskonsolidierung nicht geleistet. Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Erhaltene Gegenleistung

scroll
in Mio. Euro 01.01.2016
At-Equity-bilanzierte Anteile an der VIELA Export GmbH bewertet zum beizulegenden Zeitwert im Zugangszeitpunkt 10,973

Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

scroll
In Mio. Euro 01.01.2016
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte 0,008
Sachanlagen 8,608
Finanzanlagen 0,035
Aktive latente Steuern 0,032
  8,683
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 0,005
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,609
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,025
  1,639
scroll
in Mio. Euro 01.01.2016
Langfristige Schulden  
Langfristige Rückstellungen 0,075
Finanzschulden 1,040
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -
Passive latente Steuern 0,664
  1,779
Kurzfristige Schulden  
Kurzfristige Rückstellungen 0,572
Finanzschulden 0,483
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 1,024
  2,079
Nettovermögen zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts 6,464
davon auf Minderheiten entfallend 2,453
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend 4,011

Ergebnis aus der Übergangskonsolidierung

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in Mio. Euro 01.01.2016
At-Equity-bilanzierte Anteile an der VIELA Export GmbH 10,973
Auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Anteil am aufgegebenen Nettovermögen 4,011
Ergebnis aus Übergangskonsolidierung 6,962

Das Ergebnis aus der Übergangskonsolidierung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steueraufwand dargestellt.

Nettozahlungsmittelabfluss aus dem Abgang des der Konzernunternehmens

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in Mio. Euro 01.01.2016
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -
Abzüglich im Zuge der Übergangskonsolidierung abgegangene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 1,025
  - 1,025

Am 13. September 2016 hat die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer Anteile an der Windpark Namborn GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert.

Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Erhaltene Gegenleistung

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in Mio. Euro 13.09.2016
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für die veräußerten Anteile 0,473

Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

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In Mio. Euro 13.09.2016
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte -
Sachanlagen 2,867
Finanzanlagen 0,012
Aktive latente Steuern -
  2,879
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,040
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,229
  0,269
scroll
in Mio. Euro 13.09.2016
Langfristige Schulden  
Langfristige Rückstellungen 0,177
Finanzschulden 2,119
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -
Passive latente Steuern 0,061
  2,357
Kurzfristige Schulden  
Kurzfristige Rückstellungen 0,020
Finanzschulden 0,204
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0,016
  0,240
Nettovermögen zum Verkaufszeitpunkt 0,551

Ergebnis aus der Veräußerung

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in Mio. Euro 13.09.2016
Erhaltene Gegenleistung für die veräußerten Anteile 0,473
Aufgegebenes Nettovermögen 0,551
Veräußerungsergebnis - 0,078
davon auf Minderheiten entfallend -
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend - 0,078

Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt.

Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmens

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in Mio. Euro 13.09.2016
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Kaufpreis 0,473
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 0,229
  0,224

Am 22. Dezember 2016 hat die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer Anteile an der Les Eoliennes de Saint Fraigne SAS, Paris, Frankreich, veräußert.

Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Erhaltene Gegenleistung

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in Mio. Euro 22.12.2016
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für die veräußerten Anteile 3,470

Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

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In Mio. Euro 22.12.2016
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte -
Sachanlagen 16,483
Finanzanlagen -
Aktive latente Steuern 0,018
  16,501
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,662
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,557
  1,219
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in Mio. Euro 22.12.2016
Langfristige Schulden  
Langfristige Rückstellungen 1,240
Finanzschulden 13,302
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -
Passive latente Steuern -
  14,542
Kurzfristige Schulden  
Kurzfristige Rückstellungen 0,111
Finanzschulden 0,163
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 0,126
  0,400
Nettovermögen zum Verkaufszeitpunkt 2,778

Ergebnis aus der Veräußerung

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in Mio. Euro 22.12.2016
Erhaltene Gegenleistung für die veräußerten Anteile 3,470
Aufgegebenes Nettovermögen 2,778
Veräußerungsergebnis 0,692
davon auf Minderheiten entfallend -
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend 0,692

Die Veräußerung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt.

Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung des Konzernunternehmens

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in Mio. Euro 22.12.2016
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Kaufpreis 3,470
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 0,557
  2,913

Am 18. März 2016 hat die Solarpark Homestead GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer Anteile an der Haymaker (Homestead) Ltd., London, Großbritannien, veräußert.

Weiterhin hat am 31. Juli 2016 die BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich, 100 Prozent ihrer Anteile an der Saint Congard Energies SAS, Paris, Frankreich, veräußert.

Am 29. August 2016 hat die BayWa r.e. Development, LLC, Wilmington (Delaware), USA, je 100 Prozent ihrer Anteile an der NLP Granger A82, LLC, Wilmington (Delaware), USA, und der NLP Valley Center Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA, veräußert.

Am 30. September 2016 hat die BayWa r.e. UK Limited, London, Großbritannien, 100 Prozent ihrer Anteile an der Fraisthorpe (Holding) Limited, London, Großbritannien, veräußert. Zusammen mit der Fraisthorpe (Holding) Limited sind auch die von dieser gehaltenen Anteile an der Fraisthorpe Wind Farm Ltd., London, Großbritannien, veräußert worden.

Weiterhin hat am 14. Oktober 2016 die BayWa r.e. Wind GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer Anteile an der Windpark Creußen Neuhof GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert.

Am 20. Oktober 2016 hat die BayWa r.e. Solar Projects GmbH, Gräfelfing, jeweils 100 Prozent ihrer Anteile an der Carnemough Solar Project Limited, London, Großbritannien, an der Sellindge Solar Limited, London, Großbritannien, und an der SESMP110 Lower House Solar Farm Ltd., London, Großbritannien, sowie am 21. Dezember 2016 100 Prozent ihrer Anteile an der INRG (Solar Parks) 14 Ltd., London, Großbritannien, veräußert.

Weiterhin hat am 16. Dezember 2016 die BayWa r.e. Development, LLC, Wilmington (Delaware), USA, jeweils 100 Prozent ihrer Anteile an der Cork Oak Solar LLC, Raleigh (North Carolina), USA sowie an der Sunflower Solar LLC, Raleigh (North Carolina), USA, veräußert.

Am 20. Dezember 2016 hat die BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich, 100 Prozent ihrer Anteile an der Les Pointes Energies SARL, Paris, Frankreich, sowie am 22. Dezember 2016 jeweils 100 Prozent ihrer Anteile an der Montjean Energies SARL, Paris, Frankreich, und an der Theil Rabier Energies SARL, Paris, Frankreich, veräußert.

Die sich hieraus ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss stellen sich wie folgt dar:

Erhaltene Gegenleistung

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in Mio. Euro
Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für die veräußerten Anteile 54,206

Aufgrund Beherrschungsverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden

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In Mio. Euro
Langfristige Vermögenswerte  
Immaterielle Vermögenswerte -
Sachanlagen -
Finanzanlagen -
Aktive latente Steuern 4,843
  4,843
Kurzfristige Vermögenswerte  
Vorräte 227,371
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 20,104
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 9,611
  257,086
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in Mio. Euro
Langfristige Schulden  
Langfristige Rückstellungen 3,275
Finanzschulden 119,109
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 4,479
Passive latente Steuern 1,155
  128,018
Kurzfristige Schulden  
Kurzfristige Rückstellungen 8,503
Finanzschulden 68,119
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 41,561
  118,183
Nettovermögen zum Verkaufszeitpunkt 15,728

Veräußerungsergebnis aus dem Abgang der Konzerngesellschaften

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in Mio. Euro
Erhaltene Gegenleistung für die veräußerten Anteile 54,206
Aufgegebenes Nettovermögen - 15,728
Veräußerungsergebnis 38,478
davon auf Minderheiten entfallend -
davon auf Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallend 38,478

Da es sich bei den abgehenden Gesellschaften ausschließlich um Projektgesellschaften aus dem Geschäftsfeld Regenerative Energien handelt, deren Veräußerung nach Fertigstellung der entsprechenden Anlage wesentlicher Bestandteil der operativen Geschäftstätigkeit ist, werden die Veräußerungen in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis dargestellt.

Nettozahlungsmittelzufluss aus der Veräußerung der Konzernunternehmen

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in Mio. Euro
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Kaufpreis 54,206
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 9,611
  44,595

In den Konzernabschluss der BayWa AG werden auch Gesellschaften einbezogen, an denen die BayWa AG mittelbar und unmittelbar über weniger als 100 Prozent der Kapital- und Stimmrechtsanteile verfügt.

Die zusammenfassenden Finanzinformationen für Konzerngesellschaften, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, stellen sich wie folgt dar:

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T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland RWA Raiffeisen Ware Austria AG, Wien, Österreich "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Kapitalanteils- und Stimmrechtsquote der nicht beherrschenden Anteile 26,01 % 26,32 % 50,00 % 50,00 % 48,94 % 48,94 %
in Mio. Euro            
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis - 0,776 - 1,345 3,588 4,674 2,879 2,449
Kumulierte nicht beherrschende Anteile 27,556 27,513 150,222 136,517 33,129 31,833
An nicht beherrschenden Anteil ausgeschüttete Dividende 1,248 1,187 2,108 2,108 1,167 1,150
Finanzinformationen (vor Konsolidierung)            
Kurzfristige Vermögenswerte 92,141 110,945 381,288 347,101 101,868 100,621
Langfristige Vermögenswerte 223,229 167,359 239,367 184,010 81,909 80,779
Kurzfristige Verbindlichkeiten 103,598 70,142 279,686 228,544 99,510 101,363
Langfristige Verbindlichkeiten 105,825 103,637 40,525 29,534 16,575 14,992
Umsatzerlöse - - 1.165,158 1.233,856 464,313 487,084
Jahresüberschuss - 2,983 - 5,110 7,177 9,347 5,883 5,004
Sonstiges Ergebnis - 0,016 - 0,828 24,535 - 0,358 - 0,850 - 0,192
Gesamtergebnis - 2,999 - 5,938 31,712 8,989 5,033 4,812
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 16,649 - 21,911 18,027 25,396 16,655 10,022
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit 0,753 - 0,290 - 24,581 - 5,111 - 7,575 - 10,950
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit - 16,598 21,299 4,101 - 17,901 - 9,077 0,937
Nettozahlungsströme gesamt 0,804 - 0,901 - 2,453 2,384 0,003 0,009
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BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich TFC Holland B.V., De Lier, Niederlande
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016
Kapitalanteils- und Stimmrechtsquote der nicht beherrschenden Anteile 49,00 % 49,00 % 31,58 %
in Mio. Euro      
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Jahresergebnis 0,896 1,030 1,223
Kumulierte nicht beherrschende Anteile 6,586 6,708 3,845
An nicht beherrschenden Anteil ausgeschüttete Dividende 0,992 0,522 -
Finanzinformationen (vor Konsolidierung)      
Kurzfristige Vermögenswerte 14,082 11,869 22,190
Langfristige Vermögenswerte 19,025 17,713 5,159
Kurzfristige Verbindlichkeiten 12,413 8,420 14,313
Langfristige Verbindlichkeiten 7,253 7,473 0,860
Umsatzerlöse 69,314 72,218 51,182
Jahresüberschuss 1,828 2,103 3,872
Sonstiges Ergebnis - 0,052 - 0,039 -
Gesamtergebnis 1,776 2,064 3,872
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 1,472 4,207 1,908
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit - 2,203 - 0,633 - 0,153
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit 0,734 - 3,564 - 0,030
Nettozahlungsströme gesamt 0,003 0,010 1,725

Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung werden 75 (Vorjahr: 70) inländische und 101 (Vorjahr: 45) ausländische verbundene Unternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Der Ansatz in der Konzernbilanz für diese Unternehmen erfolgt zu Anschaffungskosten. Die kumulierten Jahresergebnisse und das kumulierte Eigenkapital (unkonsolidierte HB I-Werte auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 201 6 wie folgt dar:

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Nicht einbezogene verbundene Unternehmen in Mio. Euro Anteil in Prozent zur Gesamtheit aller vollkonsolidierten Unternehmen
Jahresüberschuss - 0,179 - 0,07
Eigenkapital 17,458 0,51

(B.2.) Gemeinschaftsunternehmen nach IFRS 11 in Verbindung mit IAS 28

Nach der Equity-Methode werden nachstehende 11 (Vorjahr: 10) Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) bilanziert, bei denen der BayWa Konzern zusammen mit einem oder mehreren konzernfremden Dritten aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung die gemeinschaftliche Beherrschung ausübt.

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Anteil am Kapital
in Prozent
Anteil am Kapital in Prozent Vorjahr Bemerkung
Segment Agrar      
Apollo Foods Limited, Auckland, Neuseeland - 50,0 Entkonsolidierung zum 06.09.2016
Baltanás Cereales y Abonos, S.L., Baltanás, Spanien 50,0 - Erstkonsolidierung zum 31.03.2016
Baltic Grain Terminal Sp. z o.o., Gdynia, Polen 50,0 50,0  
BHBW Limited, Maidenhead, Großbritannien 50,0 50,0  
Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Brünzow 50,0 50,0 Übergang auf at-Equity-Bilanzierung zum 01.01.2016
Transhispania Agraria, S.L., Torquemada, Spanien 28,3 - Erstkonsolidierung zum 31.03.2016
VIELA Export GmbH, Vierow 50,0 50,0 Übergang auf at-Equity-Bilanzierung zum 01.01.2016
Wawata General Partner Limited, Nelson, Neuseeland 50,0 50,0  
Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien 50,0 50,0  
Segment Energie      
BEEGY GmbH, Mannheim 25,1 25,1  
Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Gräfelfing - 50,0 Entkonsolidierung zum 22.09.2016
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungsgesellschaft mbH, Gräfelfing 50,0 50,0  
Sonstige Aktivitäten (inkl. Finanzbeteiligungen)      
BayWa Hochhaus GmbH & Co. KG, Grünwald 99,0 99,0 Stimmrechtsanteil 50 Prozent
IFS S.r.l., Bozen, Italien - 51,0 Entkonsolidierung zum 31.12.2016

Die Anteile dieser Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt.

Die BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing, hat am 22. September 2016 ihre 50-Prozent-Beteiligung an der Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert. Die Gesellschaft war bis zu diesem Zeitpunkt at-Equity bilanziert worden.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

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BayWa Hochhaus GmbH & Co. KG, Grünwald BEEGY GmbH, Mannheim
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Beteiligungsquote 99,00 % 99,00 % 25,10 % 25,10 %
Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 % 25,10 % 25,10 %
in Mio. Euro        
Erhaltene Dividende vom Gemeinschaftsunternehmen - - - -
Kurzfristige Vermögenswerte 4,783 4,916 5,712 15,459
Langfristige Vermögenswerte 172,148 104,847 5,813 3,779
Kurzfristige Verbindlichkeiten 164,685 21,824 1,046 1,793
Langfristige Verbindlichkeiten - 73,250 0,024 0,001
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3,767 4,310 2,982 15,222
Kurzfristige Finanzschulden 164,550 20,200 - -
Langfristige Finanzschulden - 73,250 - -
Umsatzerlöse - - 0,610 0,045
Planmäßige Abschreibungen - - - 1,029 - 0,216
Zinsaufwand - - - -
Zinsertrag - - - -
Ertragsteueraufwand - 0,035 - 0,035 - -
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen - 2,443 - 0,892 - 10,195 - 7,011
Sonstiges Ergebnis - - - -
Gesamtergebnis - 2,443 - 0,892 - 10,195 - 7,011
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - - - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - - - -
Überleitungsrechnung        
Nettoreinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens 12,246 14,689 10,455 17,444
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 % 25,10 % 25,10 %
Geschäfts- oder Firmenwert - - 2,445 2,223
Sonstige Anpassungen - 6,123 - 7,344 - -
Buchwert - - 5,070 6,601

Gegenstand der BayWa Hochhaus GmbH & Co. KG sind die Immobilien- und Projektentwicklung, insbesondere die Planung und die Konzeption im Bau- und Immobilienbereich, Erwerb und Veräußerung von Grundstücken sowie die Errichtung von Gebäuden. Die BEEGY GmbH ist ein Anbieter für dezentrales Energiemanagement und vertreibt die Planung, die Errichtung und den Betrieb nachhaltig arbeitender Anlagen.

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Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Brünzow 31.12.2016 VIELA Export GmbH, Vierow 31.12.2016
Beteiligungsquote 50,00 % 50,00 %
Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 %
in Mio. Euro    
Erhaltene Dividende vom Gemeinschaftsunternehmen - -
Kurzfristige Vermögenswerte 1,416 1,149
Langfristige Vermögenswerte 9,322 12,119
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,627 2,312
Langfristige Verbindlichkeiten 3,752 3,635
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0,723 0,063
Kurzfristige Finanzschulden 0,332 0,723
Langfristige Finanzschulden 2,194 2,883
Umsatzerlöse 2,539 6,261
Planmäßige Abschreibungen - 0,297 - 0,457
Zinsaufwand - 0,121 - 0,135
Zinsertrag 0,004 0,001
Ertragsteueraufwand - 0,060 - 0,332
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,259 0,933
Sonstiges Ergebnis - 0,017 - 0,017
Gesamtergebnis 0,242 0,916
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - -
Überleitungsrechnung    
Nettoreinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens 6,359 7,321
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 %
Geschäfts- oder Firmenwert 3,015 7,779
Sonstige Anpassungen - -
Buchwert 6,194 11,440

Die Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist für die Verwaltung und den Betrieb des Hafen Vierow und die Errichtung von Umschlagsanlagen sowie den Umschlag und die Lagerung von Gütern aller Art zuständig. Gegenstand der VIELA Export GmbH ist der Import und Export von Gütern und Produkten der Agrarwirtschaft.

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Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien
31.12.2016 31.12.2015
Beteiligungsquote 50,00 % 50,00 %
Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 %
in Mio. Euro    
Erhaltene Dividende vom Gemeinschaftsunternehmen 1,555 0,261
Kurzfristige Vermögenswerte 17,506 19,894
Langfristige Vermögenswerte 9,435 11,143
Kurzfristige Verbindlichkeiten 17,186 18,881
Langfristige Verbindlichkeiten 3,264 4,544
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1,381 2,197
Kurzfristige Finanzschulden - -
Langfristige Finanzschulden 3,264 4,544
Umsatzerlöse 155,975 156,621
Planmäßige Abschreibungen - 0,760 - 0,914
Zinsaufwand - 0,129 - 0,138
Zinsertrag 0,022 0,020
Ertragsteueraufwand - 0,638 - 0,869
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2,489 2,859
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 2,489 2,859
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - -
Überleitungsrechnung    
Nettoreinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens 6,491 7,612
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 %
Geschäfts- oder Firmenwert - -
Sonstige Anpassungen 0,625 1,157
Buchwert 3,871 4,963

Die Worldwide Fruit Limited ist international in der Vermarktung und dem Vertrieb von Früchten tätig.

Bei den dargestellten Finanzinformationen handelt es sich um die Werte, die Gegenstand des IFRS-Abschlusses des jeweiligen Gemeinschaftsunternehmens sind.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen, die für sich genommen nicht wesentlich sind:

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in Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert am Bilanzstichtag 8,360 7,855
Anteil des BayWa Konzerns am Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen - 0,313 - 3,424
Anteil des BayWa Konzerns am Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - -
Anteil des BayWa Konzerns am sonstigen Ergebnis - 0,034 - 0,465
Anteil des BayWa Konzerns am Gesamtergebnis - 0,347 - 3,889
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - -

(B.3.) Assoziierte Unternehmen nach IAS 28

Nach der Equity-Methode werden nachstehende 22 (Vorjahr: 22) assoziierte Unternehmen bilanziert, bei denen der BayWa Konzern entweder über einen Stimmrechtsanteil von mindestens 20 Prozent und maximal 50 Prozent oder über Geschäftsführungs- oder Aufsichtsfunktionen maßgeblichen Einfluss ausüben kann, und die kein Gemeinschaftsunternehmen oder ein Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind.

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Anteil am Kapital
in Prozent
Anteil am Kapital in Prozent Vorjahr Bemerkung
Segment Agrar      
Agrimec Group B.V., Apeldoorn, Niederlande 100,0 49,0 Übergang auf Vollkonsolidierung zum 01.07.2016
Allen Blair Properties Limited, Wellington, Neuseeland 33,3 33,3  
David Oppenheimer and Company I, L.L.C., Seattle, USA 15,0 15,0 Wesentliche wirtschaftliche Verflechtungen und Vertretung im Geschäftsführungsorgan
David Oppenheimer Transport Inc., Wilmington (Delaware), USA 15,0 15,0 Wesentliche wirtschaftliche Verflechtungen und Vertretung im Geschäftsführungsorgan
Fresh Vegetable Packers Limited, Christchurch, Neuseeland - 41,4 Entkonsolidierung zum 22.12.2016
McKay Shipping Limited, Auckland, Neuseeland 25,0 25,0  
MoSagri B.V., Breda, Niederlande 25,0 - Erstkonsolidierung zum 08.04.2016
Mystery Creek Asparagus Limited, Hamilton, Neuseeland 14,5 14,5 Wesentliche wirtschaftliche Verflechtungen und Vertretung im Geschäftsführungsorgan
N.Z. Kumara Distributors Limited, Dargaville, Neuseeland 20,4 20,4  
Segment Energie      
Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0 100,0 Stimmrechtsanteil 50 Prozent
Biomethananlage Barby GmbH, Barby 25,1 25,1  
Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim 25,1 25,1  
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0 49,0  
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs GmbH, Staßfurt 49,0 49,0  
Heizkraftwerke-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3 33,3  
Segment Bau      
Pure Applikationen GmbH & Co. KG, Regensburg 25,0 - Erstkonsolidierung zum 04.10.2016
Sonstige Aktivitäten (inkl. Finanzbeteiligungen)      
AHG- Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar 49,0 49,0  
AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich 50,0 50,0  
BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund 50,0 50,0  
biohelp - biologischer Pflanzenschutz-Nützlingsproduktions-, Handels- und Beratungs GmbH, Wien, Österreich 24,9 - Erstkonsolidierung zum 09.09.2016
BRB Holding GmbH, München 45,3 45,3  
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8 37,8  
Frisch & Frost Nahrungsmittel GmbH, Wien, Österreich 25,0 25,0  
LWM Austria GmbH, Hollabrunn, Österreich 25,0 25,0  
Raiffeisen Beteiligungs GmbH, Frankfurt am Main - 47,4 Entkonsolidierung zum 27.12.2016

Die Anteile an diesen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des sich seit Anteilserwerb ändernden Reinvermögens der Beteiligungsgesellschaften angesetzt. Eine Ausnahme bilden die Anteile an der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, die aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung zu ihren Anschaffungskosten bewertet werden, die gleichzeitig dem zukünftigen vertraglich vereinbarten Veräußerungspreis und damit dem beizulegenden Zeitwert der Anteile entsprechen.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen wesentlichen assoziierten Unternehmen:

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BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund David Oppenheimer and Company I, L.L.C., Seattle, USA
31.12.2015 28.02.2015 31.12.2016 31.12.2015
Beteiligungsquote 50,00 % 50,00 % 15,00 % 15,00 %
Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 % 15,00 % 15,00 %
in Mio. Euro        
Erhaltene Dividende vom assoziierten Unternehmen - - 0,578 0,612
Kurzfristige Vermögenswerte 118,911 131,866 78,768 67,872
Langfristige Vermögenswerte 20,471 20,604 0,365 0,303
Kurzfristige Verbindlichkeiten 50,651 71,950 71,265 63,325
Langfristige Verbindlichkeiten 68,239 61,903 - -
Umsatzerlöse 228,480 250,212 527,848 466,144
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1,875 2,287 6,968 4,773
Sonstiges Ergebnis - - - -
Gesamtergebnis 1,875 2,287 6,968 4,773
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - - - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - - - -
Überleitungsrechnung        
Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens 20,492 18,617 7,868 4,850
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 50,00 % 50,00 % 15,00 % 15,00 %
Geschäfts- oder Firmenwert - - - -
Sonstige Anpassungen 3,756 4,693 1,609 1,637
Buchwert 14,002 14,002 2,789 2,365

Der Bilanzstichtag der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG war mit dem 28. Februar bis zum Geschäftsjahr 2014/2015 abweichend vom Bilanzstichtag des BayWa Konzerns. Im Geschäftsjahr 2015 ist eine Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr erfolgt. Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses war die Erstellung des Jahresabschlusses der BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG noch nicht abgeschlossen, so dass keine Finanzinformationen zu diesem Stichtag angegeben werden können. Aufgrund der Ausgestaltung der zugrunde liegenden vertraglichen Vereinbarung werden die Anteile an der Gesellschaft jedoch im Konzernabschluss zu deren Anschaffungskosten, die gleichzeitig deren beizulegendem Zeitwert entsprechen, bewertet, so dass sich aus dem abweichenden Stichtag keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

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BRB Holding GmbH, München AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich
31.12.2016 31.12.2015 30.11.2016 30.11.2015
Beteiligungsquote 45,26 % 45,26 % 49,99 % 49,99 %
Stimmrechtsquote 45,26 % 45,26 % 49,99 % 49,99 %
in Mio. Euro        
Erhaltene Dividende vom assoziierten Unternehmen 1,856 1,729 - 3,499
Kurzfristige Vermögenswerte 0,086 0,168 211,039 237,391
Langfristige Vermögenswerte 234,825 234,845 82,419 93,948
Kurzfristige Verbindlichkeiten 0,043 0,159 239,223 273,905
Langfristige Verbindlichkeiten - - 6,418 7,543
Umsatzerlöse - - 246,713 213,253
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 4,096 3,806 0,827 - 1,445
Sonstiges Ergebnis - - - 2,901 - 0,920
Gesamtergebnis 4,096 3,806 - 2,074 - 2,365
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - - - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - - - -
Überleitungsrechnung        
Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens 234,868 234,854 47,817 49,891
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 45,26 % 45,26 % 49,99 % 49,99 %
Geschäfts- oder Firmenwert - - 22,449 22,449
Sonstige Anpassungen - 17,295 - 17,295 - -
Buchwert 89,016 89,000 46,353 47,390

Der Bilanzstichtag der AUSTRIA JUICE GmbH fällt aufgrund der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft auf den 28. Februar des jeweiligen Geschäftsjahres. Aus diesem Grund endet auch die Berichtsperiode, die als Grundlage für die Einbeziehung des Abschlusses der AUSTRIA JUICE GmbH in den Konzernabschluss der BayWa AG herangezogen wird, auf den 30. November des jeweiligen Geschäftsjahrs und ist somit abweichend vom Bilanzstichtag des Mutterunternehmens. Aus der abweichenden Berichtsperiode ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa Konzerns.

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AHG- Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar
31.12.2016 31.12.2015
Beteiligungsquote 49,00 % 49,00 %
Stimmrechtsquote 49,00 % 49,00 %
in Mio. Euro    
Erhaltene Dividende vom assoziierten Unternehmen 0,245 0,245
Kurzfristige Vermögenswerte 107,450 92,522
Langfristige Vermögenswerte 41,823 42,093
Kurzfristige Verbindlichkeiten 16,490 31,798
Langfristige Verbindlichkeiten 115,699 88,409
Umsatzerlöse 451,084 434,273
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 3,176 3,920
Sonstiges Ergebnis - -
Gesamtergebnis 3,176 3,920
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - -
Überleitungsrechnung    
Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens 17,084 14,408
Beteiligungs- und Stimmrechtsquote 49,00 % 49,00 %
Geschäfts- oder Firmenwert 0,099 0,099
Sonstige Anpassungen - -
Buchwert 8,470 7,159

Bei den dargestellten Finanzinformationen handelt es sich um die Werte, die Gegenstand des IFRS-Abschlusses des assoziierten Unternehmens sind.

Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode einbezogenen assoziierten Unternehmen, die für sich genommen nicht wesentlich sind:

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in Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert am Bilanzstichtag 19,596 19,690
Anteil des BayWa Konzerns am Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1,561 3,041
Anteil des BayWa Konzerns am Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen - -
Anteil des BayWa Konzerns am sonstigen Ergebnis - -
Anteil des BayWa Konzerns am Gesamtergebnis 1,561 3.041
Nicht erfasste Verluste der Berichtsperiode - -
Nicht erfasste Verluste kumulativ - -

Insgesamt 38 (Vorjahr: 31) assoziierte Unternehmen mit einer insgesamt untergeordneten Bedeutung für den Konzernabschluss werden nicht nach der Equity-Methode, sondern zu Anschaffungskosten bilanziert. Die kumulierten Vermögenswerte, Schulden, Umsatzerlöse und Jahresergebnisse (jeweils auf Basis des lokalen Abschlusses) dieser Unternehmen stellen sich für das Geschäftsjahr 2016 wie folgt dar:

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Nicht nach der Equity-Methode bilanzierte assoziierte Unternehmen in Mio. Euro
Vermögenswerte 279,878
Schulden 242,429
Umsatzerlöse 455,007
Jahresüberschuss - 1,101

(B.4.) Veränderung des BayWa Konsolidierungskreises im Überblick

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konzern-Konsolidierungskreis, einschließlich Mutterunternehmen, wie folgt verändert:

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Inland Ausland Gesamt
Einbezogen zum 31.12.2015 114 213 327
davon vollkonsolidiert 100 195 295
davon at-Equity bilanziert 14 18 32
Einbezogen zum 31.12.2016 118 214 332
davon vollkonsolidiert 103 196 299
davon at-Equity bilanziert 15 18 33

Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes ist in einer separaten Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

(B. 5.) Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt (Erwerbsmethode). Übersteigen die Anschaffungskosten den Konzernanteil an den Zeitwerten der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so entsteht ein Firmenwert, der unter den immateriellen Vermögenswerten des Anlagevermögens ausgewiesen wird. Der Firmenwert wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (Impairment-only-Approach). Ist die Werthaltigkeit nicht mehr gegeben, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung, anderenfalls wird der Firmenwert unverändert beibehalten. Sind die Anschaffungskosten geringer als die Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden, so wird der Unterschiedsbetrag sofort ertragswirksam erfasst.

Alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse, sofern wesentlich, werden eliminiert. Zwischenergebnisse, die mit assoziierten Unternehmen realisiert werden, werden gegen den jeweiligen at-Equity-bilanzierten Beteiligungsansatz eliminiert. Ist der betroffene Beteiligungsansatz für eine Eliminierung nicht in ausreichendem Umfang vorhanden, erfolgt eine Eliminierung gegen weitere in Zusammenhang mit der betreffenden Gesellschaft stehende Vermögenswerte. Sollten diese nicht oder nicht in ausreichender Höhe vorhanden sein, wird die Zwischenergebniseliminierung zur Sicherstellung einer den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Ertragslage mit einer Verrechnung in den Gewinnrücklagen vorgenommen. Eine Darstellung als "deferred income" und somit unter den übrigen Verbindlichkeiten wird nicht vorgenommen, da es sich bei dem eliminierten Zwischenergebnis um keine Schuld handelt und ein Ausweis als übrige Verbindlichkeit die tatsächlichen Verhältnisse der Vermögenslage nicht korrekt wiedergeben würde. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge werden verrechnet.

(B. 6.) Währungsumrechnung

Die Umrechnung der in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse in Euro erfolgt gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Gesellschaften des BayWa Konzerns betreiben ihre Geschäfte selbständig, so dass sie als "ausländische Geschäftsbetriebe" berücksichtigt werden. Die funktionale Währung ist die jeweilige Landeswährung oder in Ausnahmefällen diejenige Währung, in welcher der Großteil der geschäftlichen Transaktionen der jeweiligen Gesellschaft abgewickelt wird. Vermögenswerte und Schulden werden mit dem Kurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Hiervon abweichend werden Beteiligungsansätze zu historischen Kursen bewertet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die sich aus der Umrechnung ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und mit den sonstigen Rücklagen im Eigenkapital verrechnet. Die Umrechnungsdifferenz erhöhte sich im Berichtsjahr um 10,129 Mio. Euro (Vorjahr: 2,032 Mio. Euro).

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

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Bilanz Mittelkurs am Gewinn- und Verlustrechnung Durchschnittskurs
1
Euro
31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
Australien AUD 1,460 1,490 1,485 1,478
Chile CLP 698,510 771,950 748,750 728,180
China CNY 7,320 7,061 7,352 6,973
Dänemark DKK 7,434 7,463 7,446 7,460
Großbritannien GBP 0,856 0,734 0,813 0,728
Hong Kong HKD 8,175 8,438 8,592 8,601
Japan JPY 123,400 131,070 120,935 134,414
Kaimaninseln KYD 0,878 0,907 0,922 0,925
Kanada CAD 1,419 - 1,462 -
Kroatien HRK 7,560 7,638 7,544 7,621
Neuseeland NZD 1,516 1,592 1,582 1,589
Peru PEN 3,491 3,701 3,753 3,560
Polen PLN 4,410 4,264 4,365 4,190
Republik Fidschi FJD 2,237 2,326 2,313 2,326
Rumänien RON 4,539 4,524 4,496 4,444
Russland RUB 64,300 80,674 73,494 67,833
Schweden SEK 9,553 9,190 9,445 9,341
Schweiz CHF 1,074 1,084 1,090 1,074
Serbien RSD 123,472 121,626 123,069 120,772
Thailand THB 37,726 - 38,880 -
Tschechische Republik CZK 27,020 27,025 27,041 27,301
Ukraine UAH 28,739 26,159 28,204 23,707
Ungarn HUF 311,020 313,120 311,928 309,672
USA USD 1,054 1,089 1,102 1,112

(C.) ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(C. 1.) Immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts planmäßig linear über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer (in der Regel drei bis fünf Jahre) abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 (Intangible Assets) aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung der Vermögenswerte ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten mit den angemessenen Teilen der Gemeinkosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 (Impairment of Assets). Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von 0,404 Mio. Euro im Bereich der Sonstigen Aktivitäten aus einer selbst erstellten Softwarelösung, für die im Konzern keine Nutzungsmöglichkeit mehr bestand.

Zudem erfolgte im Berichtsjahr im Segment Agrar eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,235 Mio. Euro auf den Firmenwert der BayWa Agri Romania S.r.l. aufgrund einer eingetretenen Wertminderung sowie von 0,086 Mio. Euro auf den Firmenwert der B O R , s.r.o., ebenfalls aufgrund nicht mehr gegebener Werthaltigkeit. Beide Wertminderungen sind durch eine ungünstige wirtschaftliche Entwicklung begründet.

Im Vorjahr wurden im Segment Energie aufgrund der Änderung der Geschäftstätigkeit eine außerplanmäßige Abschreibung von 1,159 Mio. Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert der renerco plan consult GmbH vorgenommen. Darüber hinaus kam es durch die Veräußerung der Net Environment S.L.U. und der Rock Power-Unternehmensgruppe, bestehend aus der Rock Power Caceres S.L.U. und der Serrezuela Solar XXI S.L.U., zu einem Abgang der zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte von 1,596 Mio. Euro.

Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Firmenwerte betreffen folgende Unternehmenserwerbe:

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in Mio. Euro 2016 2015
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H. 0,624 0,624
AWS Entsorgung GmbH Abfall und Wertstoff Service 0,507 0,507
Bad und Heizung Krampfl GmbH 0,659 0,659
BayWa Agri Romania S.r.l. - 1,235
BayWa Agrarhandel-Unternehmensgruppe 7,857 7,857
BayWa r.e. Bioenergy GmbH 1,428 1,428
BayWa r.e. Rotor Service GmbH und BayWa r.e. Rotor Service Vermögensverwaltungs GmbH 0,221 0,221
BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH 14,035 14,035
BayWa r.e. Solar Projects LLC 0,812 0,787
BayWa r.e. Solar Systems LLC 16,145 16,463
BayWa r.e. Solar Systems Ltd. 0,806 0,940
BayWa r.e. Wind, LLC 0,285 0,276
Cefetra-Unternehmensgruppe 12,179 12,179
CLAAS Württemberg GmbH 1,189 1,189
ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH 1,348 1,348
EUROGREEN-Gruppe 3,445 3,445
Evergrain GmbH & Co. KG 2,810 -
Great Lake Tomatoes Limited 2,118 1,979
LTZ Chemnitz GmbH 0,030 0,030
FarmFacts GmbH (ehemals: PC-Agrar Informations- und Beratungsdienst GmbH)-Unternehmensgruppe 1,533 1,533
Peter Frey GmbH 0,979 -
Rianto Limited (verschmolzen auf Status Produce Limited) 1,203 1,124
RWA SLOVAKIA spol. s r.o. 0,152 0,152
Schradenbiogas GmbH & Co. KG 1,924 1,924
Sempol spol. s r.o. (verschmolzen auf RWA SLOVAKIA spol. s r.o.) 0,245 0,245
Solarmarkt GmbH 3,568 3,536
Stark GmbH & Co. KG (Firmenwert aus Asset-Deal) 0,450 0,450
T&G Vizzarri Farms Pty Ltd 1,480 1,383
Tecno Spot-Unternehmensgruppe 4,969 4,969
TFC Holland B.V. 15,674 -
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH 4,224 4,224
Wessex Grain Ltd. 0,378 -
Übrige 0,811 0,893
  104,088 85,635

Weitere Veränderungen im Berichtsjahr betreffen im Wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der erstmaligen Einbeziehung erworbener Unternehmen in den Konzernabschluss. Die entstandenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb der BayWa r.e. Wind, LLC , der Solarmarkt GmbH, der Rianto Limited, der T&G Vizzarri Farms Pty Ltd, der Great Lake Tomatoes Limited, der BayWa r.e. Solar Systems LLC, der BayWa r.e. Solar Systems Ltd. und der BayWa r.e. Solar Projects LLC unterliegen Wechselkursschwankungen, die zu Veränderungen gegenüber dem Vorjahr geführt haben.

Von dem insgesamt ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ein Betrag von 0,398 Mio. Euro (Vorjahr: 0,398 Mio. Euro) in den Folgejahren steuerlich abzugsfähig.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden die Restbuchwerte der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash-Generating Unit) zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Nutzungswerten verglichen.

Als Cash-Generating Unit sind zunächst die rechtlich selbständigen Unternehmenseinheiten definiert, die sich in der Regel unmittelbar den Berichtssegmenten im BayWa Konzern zuordnen lassen (vgl. Abschnitt B.1.). Im Falle der Verschmelzung rechtlich selbständiger Unternehmenseinheiten wird die jeweilige Betriebseinheit oder das jeweils geografisch abgegrenzte Segment der aufnehmenden Unternehmenseinheit als Cash-Generating Unit angesehen.

Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der Cash-Generating Unit erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich dabei auf die vom Management erstellten aktuellen Planungen auf einer 3-Jahres-Ebene sowie auf weitere Prämissen, die sich jeweils am aktuellen Kenntnisstand, an Marktprognosen sowie Erfahrungen aus der Vergangenheit orientieren.

Den Zahlungsreihen liegen geschäftsfeldspezifische Abzinsungsfaktoren vor Steuern zwischen 4,4 und 8,5 Prozent zugrunde. Bei den Wachstumsraten wird von dem erwarteten Branchendurchschnitt ausgegangen. Zur Extrapolation der Prognoserechnung wird zur Weiterentwicklung auf Basis des dritten Planjahres eine derzeit für diesen Zeitraum erwartete geschäftsfeldspezifische Wachstumsrate zwischen 1,0 und 3,0 Prozent zugrunde gelegt.

Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairment-Test für die zahlungsmittelgenerierende Einheit BayWa Agrarhandel-Unternehmensgruppe ein Abzinsungsfaktor von 7,5 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 4,850 Mio. Euro übersteigt.

Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairment-Test für die Cash-Generating Unit AWS Entsorgung GmbH Abfall und Wertstoff Service ein Abzinsungsfaktor von 6,1 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 2,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 0,100 Mio. Euro (Vorjahr: 0,300 Mio. Euro) übersteigt.

Basierend auf Marktdaten wurde dem Impairment-Test für die zahlungsmittelgenerierende Einheit CLAAS Südostbayern GmbH ein Abzinsungsfaktor von 8,4 Prozent sowie eine aus dem Branchendurchschnitt und Vergangenheitswerten abgeleitete konstante Wachstumsrate von 3,0 Prozent zugrunde gelegt. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0 Prozent würde voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 1,100 Mio. Euro übersteigt. Ebenso würde eine Verringerung der Wachstumsrate um 0,5 Prozent voraussichtlich dazu führen, dass der Buchwert den Nutzungswert der Cash-Generating Unit um etwa 0,400 Mio. Euro übersteigt.

Die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten teilen sich folgendermaßen auf:

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in Mio. Euro 2016 2015
Zugang aus unternehmensinterner Entwicklung 11,879 4,843
Zugang aus gesondertem Erwerb 13,990 16,448
Zugang aus Unternehmenszusammenschlüssen 46,070 16,864
  71,939 38,155

(C. 2.) Sachanlagen

Das gesamte Sachanlagevermögen wird betrieblich genutzt. Es ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Sofern erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Besteht eine Verpflichtung, einen Vermögenswert des Anlagevermögens zum Ende der Nutzungsdauer stillzulegen oder rückzubauen oder einen Standort wiederherzustellen, erhöhen die geschätzten Kosten hierfür die Anschaffungskosten des Vermögenswerts. Das Sachanlagevermögen wird entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. In Ausnahmefällen werden leistungsabhängige Abschreibungen vorgenommen, wenn hierdurch eine zutreffendere Darstellung des erwarteten Verlaufs des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens erreicht wird. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25 - 33
Wohngebäude 50
Grundstückseinrichtungen 10 - 20
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 30
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15

Die Ermittlung von außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Berücksichtigung von IAS 36 (Impairment of Assets). Zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs werden Buchwerte der Grundstücke und Gebäude sowie der technischen Anlagen mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags erfolgt auf Basis des Nutzungswerts. Hieraus ergab sich im Geschäftsjahr 2016 kein Wertberichtigungsbedarf. Im Vorjahr ergab sich aus einem verminderten Ertragspotenzial von vier Windparks und einer Biogasanlage, die den technischen Anlagen und Maschinen im Segment Energie zuzuordnen waren, ein Wertberichtigungsbedarf von 6,380 Mio. Euro. Zudem ergab sich ein Wertberichtigungsbedarf von 0,170 Mio. Euro auf die technischen Anlagen einer weiteren Konzerngesellschaft, der aus einer verminderten Nutzbarkeit des betroffenen Vermögenswerts resultierte.

Fremdkapitalkosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sachanlagen stehen und nach IAS 23 aktivierungspflichtig wären, werden im BayWa Konzernabschluss mangels qualifizierter Vermögenswerte nicht aktiviert.

Von dem insgesamt ausgewiesenen Sachanlagevermögen dienten zum Bilanzstichtag 5,827 Mio. Euro (Vorjahr: 3,961 Mio. Euro) der Besicherung von Verbindlichkeiten.

Im Anlagevermögen werden auch Vermögenswerte aus Leasing ausgewiesen. Hierbei handelt es sich vor allem um Finance-Lease-Qualifikationen im Immobilienbereich, bei technischen Anlagen und Maschinen sowie bei EDV-Hardware. Nach IAS 17 sind Leasingverhältnisse auf Basis von Chancen und Risiken danach zu beurteilen, ob dem Leasingnehmer (sog. Finance Lease) oder dem Leasinggeber (sog. Operate Lease) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist. Nach IFRS ist folglich der wirtschaftliche Gehalt solcher Transaktionen für die Beurteilung maßgeblich.

Im Wege des Finance Lease gemietete Sachanlagen werden nach IAS 17 im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Wert bilanziert, soweit die Barwerte der Mindestleasingzahlungen nicht niedriger sind. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden als Finanzverbindlichkeiten passiviert.

Im Anlagevermögen sind in Höhe von 223,286 Mio. Euro (Vorjahr: 215,822 Mio. Euro) als Finance Lease qualifizierte Vermögenswerte ausgewiesen, die wegen der Gestaltung der ihnen zugrunde liegenden Leasingverträge dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzurechnen sind. Hiervon entfallen 213,034 Mio. Euro (Vorjahr: 210,717 Mio. Euro) auf Grundstücke und Bauten, 0,455 Mio. Euro (Vorjahr: 0,242 Mio. Euro) auf technische Anlagen und Maschinen, 9,766 Mio. Euro (Vorjahr: 4,801 Mio. Euro) auf Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie 0,031 Mio. Euro (Vorjahr: 0,062 Mio. Euro) auf immaterielle Vermögenswerte. Vereinzelt sind für die als Finance Lease klassifizierten Leasingverhältnisse Kaufoptionen am Ende der Laufzeit vereinbart. Über eine Ausübung der Kaufoptionen wird einzelfallbezogen jeweils am Ende der Laufzeit entschieden.

Die Leasingverhältnisse über Grundstücke und Bauten resultieren nahezu ausschließlich aus einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion der BayWa AG aus dem Geschäftsjahr 2013 über ein Portfolio von 80 Immobilien. Aufgrund der Ausgestaltung der einheitlich gestalteten Mietverträge über die Immobilien, die seither von der BayWa AG gemietet werden, sind diese als Finanzierungsleasing nach den Klassifizierungskriterien des IAS 17 einzuordnen. Die Mietverträge beinhalten eine Festlaufzeit von zunächst 10 Jahren, der sich zwei Mietverlängerungsoptionen des Leasinggebers über zunächst 10 und nochmals 5 Jahre anschließen. Sollten beide Mietverlängerungsoptionen durch den Leasinggeber in Anspruch genommen werden, besteht für die BayWa AG nach deren Ablauf nochmals eine Mietverlängerungsoption über weitere 5 Jahre. Nach dem Ende der Laufzeit besteht keine Kaufoption für die Immobilien. Der aus der Transaktion entstandene Buchgewinn ist als "deferred income" in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten und wird über die Laufzeit des Mietverhältnisses ertragswirksam aufgelöst.

Die zukünftigen Leasingzahlungen aus den bestehenden Leasingverträgen stellen sich insgesamt wie folgt dar:

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in Mio. Euro 2016 2015
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen    
Fällig innerhalb eines Jahres 20,192 18,622
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 74,181 69,452
Fällig nach mehr als fünf Jahren 21 5,000 220,610
  309,373 308,684
In den künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil    
Fällig innerhalb eines Jahres 11,821 11,951
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 42,606 43,668
Fällig nach mehr als fünf Jahren 82,436 91,571
  136,863 147,190
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen    
Fällig innerhalb eines Jahres 8,371 6,671
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 31,575 25,784
Fällig nach mehr als fünf Jahren 132,564 129,039
  172,510 161,494

Für Verträge, die als Operate Lease - im Wesentlichen Immobilienmietverträge, Fahrzeugleasing und Erbbaurechts-Vereinbarungen - klassifiziert sind, ergeben sich folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen:

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in Mio. Euro 2016 2015
Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen    
Fällig innerhalb eines Jahres 81,536 77,807
Fällig zwischen einem und fünf Jahren 191,676 203,859
Fällig nach mehr als fünf Jahren 301,570 295,394
  574,782 577,060

Im Geschäftsjahr wurden aus Operate-Lease-Verhältnissen Mietaufwendungen in Höhe von 68,888 Mio. Euro (Vorjahr: 67,723 Mio. Euro) geleistet.

(C. 3.) At-Equity-bilanzierte Anteile, übrige Finanzanlagen und Wertpapiere

In den Konzernabschluss einbezogene Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode mit ihrem anteiligen Eigenkapital zuzüglich eventueller Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Anschaffungsvorgang bilanziert.

Die übrigen Finanzanlagen des BayWa Konzerns setzen sich aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, Anteilen an übrigen Beteiligungsunternehmen, Geschäftsguthaben bei Genossenschaften, Ausleihungen und aus Wertpapieren zusammen. Diese finanziellen Vermögenswerte werden den Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "zur Veräußerung verfügbar", "Kredite und Forderungen" und "bis zur Endfälligkeit zu halten" zugeordnet und gemäß IAS 39 bilanziert und bewertet.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden stets zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenwert (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie). Veränderungen des Zeitwerts werden erfolgswirksam unter dem übrigen Beteiligungsergebnis erfasst.

Der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" sind am Bilanzstichtag Wertpapiere mit beizulegenden Zeitwerten von insgesamt 1,966 Mio. Euro (Vorjahr: 1,983 Mio. Euro) zugeordnet. Aufgrund ihres Handelscharakters werden sie unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordneten Vermögenswerte werden, sofern ein aktiver Markt existiert oder Zeitwerte mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können, mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt und im Übrigen zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen, bilanziert. Bei zu Zeitwerten bilanzierten Vermögenswerten wird die Differenz zwischen ursprünglich angesetzten Anschaffungskosten und beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Für diejenigen Vermögenswerte, die zu beizulegenden Zeitwerten angesetzt wurden, erfolgte eine Bewertung anhand festgestellter Börsennotierungen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie).

Im Berichtsjahr wurden bei den zu Zeitwerten bilanzierten, als "zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Vermögenswerten ergebnisneutrale Aufwertungen in Höhe von 33,898 Mio. Euro (Vorjahr: Wertminderung in Höhe von 0,225 Mio. Euro) vorgenommen. Hiervon entfällt eine Betrag von 33.693 Mio. Euro auf die Anteile an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, Österreich, für die aufgrund einer bevorstehenden Fusion erstmalig ein Marktpreis zur Verfügung stand, der für die Bewertung zugrunde gelegt werden konnte.

Alle Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei den zu Anschaffungskosten bewerteten Finanzanlagen ist eine Veräußerung derzeit nicht beabsichtigt.

Der Kategorie "Kredite und Forderungen" sind Ausleihungen an verbundene und beteiligte Unternehmen sowie sonstige Ausleihungen zugeordnet. Diese werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Im BayWa Konzern bestehen derzeit keine Vermögenswerte, die als "bis zur Endfälligkeit zu halten" klassifiziert sind.

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2016

Anhang (C. 1. - C. 3. und C. 5.)

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2016 Währungs-
differenzen
Zugänge aus Konsoli-
dierung
Zugänge Abgänge Abgänge aus Konsoli-
dierung
Umbu-
chungen
31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte                
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 209,234 - 0,148 26,559 9,907 2,353 0,084 1,318 244,433
Firmenwerte 108,313 - 0,119 19,894 - - - - 0,396 127,692
Geleistete Anzahlungen 2,357 0,017 - 15,962 0,030 - - 0,810 17,496
  319,904 - 0,250 46,453 25,869 2,383 0,084 0,112 389,621
Sachanlagen                
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.418,156 8,803 16,647 28,894 8,644 15,413 - 0,943 1.447,500
Technische Anlagen und Maschinen 998,341 6,550 7,123 28,652 35,415 7,496 - 11,821 985,934
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302,538 0,608 1,893 28,348 27,406 1,764 0,699 304,91 6
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 48,496 0,282 - 41,999 1,222 1,102 - 38,102 50,351
Biologische Vermögenswerte langfristig 18,143 0,916 - 0,258 0,646 - 0,574 19,245
  2.785,674 17,159 25,663 128,151 73,333 25,775 - 49,593 2.807,946
At-Equity-bilanzierte Anteile 203,895 - 20,402 3,526 - 12,574 - 0,088 215,161
Übrige Finanzanlagen                
Anteile an verbundenen Unternehmen 26,180 - 0,025 1,627 0,381 0,171 - 27,280
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,500 - - 0,003 0,244 - - 0,259
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 100,844 - 0,945 0,021 2,526 0,556 0,137 0,088 101,841
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 45,930 0,014 - 2,637 12,999 - - 0,118 35,464
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,278 0,010 0,052 0,006 0,108 - - 5,238
Sonstige Ausleihungen 6,909 0,020 0,037 2,254 5,989 - 0,118 3,349
  185,641 - 0,901 0,135 9,053 20,277 0,308 0,088 173,431
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien                
Grundstücke 44,821 - - 0,055 1,374 0,003 - 9,824 33,675
Gebäude 74,605 - - 0,029 0,492 1,368 - 3,428 69,346
  119,426 - - 0,084 1,866 1,371 - 13,252 103,021
Konzernanlagevermögen 3.614,540 16,008 92,653 166,683 97,859 40,112 - 62,733 3.689,180
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in Mio. Euro Abschreibungen
01.01.2016 Währungs-
differenzen
Afa Zugänge aus Konsoli-
dierung
Afa lfd. Jahr Afa Abgänge Afa Abgänge aus Konsoli-
dierung
Zuschrei-
bungen
Umbu-
chungen
31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte                  
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 130,417 0,177 0,383 24,392 2,154 0,055 - 0,234 153,394
Firmenwerte 22,678 - - 1,321 - - - - 0,395 23,604
Geleistete Anzahlungen - - - - - - - - -
  153,095 0,177 0,383 25,713 2,154 0,055 - - 0,161 176,998
Sachanlagen                  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 572,728 1,834 5,917 33,964 6,081 1,960 - - 9,311 597,091
Technische Anlagen und Maschinen 575,249 5,031 1,953 38,906 25,292 2,809 - - 6,926 586,112
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 213,031 0,546 1,256 26,779 23,563 1,093 - - 0,093 216,863
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,643 - - - - 0,642 - 0,005 0,006
Biologische Vermögenswerte langfristig 4,209 0,248 - 0,816 0,114 - - - 5,159
  1.365,860 7,659 9,126 100,465 55,050 6,504 - - 16,325 1.405,231
At-Equity-bilanzierte Anteile 0,019 - - - - 0,019 - - -
Übrige Finanzanlagen                  
Anteile an verbundenen Unternehmen 13,326 - - 0,110 - - 0,003 - 13,433
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,017 - - - 0,011 - - - 0,006
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 3,858 - - 1,437 0,634 - 33,684 - - 29,023
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen - - - - - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,178 - 0,018 - 0,035 0,034 - 0,271 - - 0,110
Sonstige Ausleihungen 0,066 - - - - - - - 0,066
  17,445 - 0,018 - 1,582 0,679 - 33,958 - - 15,628
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien                  
Grundstücke 3,369 - - - - - - - 3,369
Gebäude 60,142 - - 1,700 0,492 1,368 - - 1,915 58,067
  63,511 - - 1,700 0,492 1,368 - - 1,915 61,436
Konzernanlagevermögen 1.599,930 7,818 9,509 129,460 58,375 7,946 33,958 - 18,401 1.628,037
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in Mio. Euro Buchwerte
31.12.2016
Immaterielle Vermögenswerte  
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 91,039
Firmenwerte 104,088
Geleistete Anzahlungen 17,496
  212,623
Sachanlagen  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 850,409
Technische Anlagen und Maschinen 399,822
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88,053
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 50,345
Biologische Vermögenswerte langfristig 14,086
  1.402,715
At-Equity-bilanzierte Anteile 215,161
Übrige Finanzanlagen  
Anteile an verbundenen Unternehmen 13,847
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,253
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 130,864
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 35,464
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,348
Sonstige Ausleihungen 3,283
  189,059
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
Grundstücke 30,306
Gebäude 11,279
  41,585
Konzernanlagevermögen 2.061,143

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2015

Anhang (C. 1. - C. 3. und C. 5.)

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in Mio. Euro Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2015 Währungs-
differenzen
Zugänge aus Konsoli-
dierung
Zugänge Abgänge Abgänge aus Konsoli-
dierung
Umbu-
chungen
31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte                
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 180,065 2,605 11,573 19,018 6,790 - 2,763 209,234
Firmenwerte 98,401 3,589 7,914 - 1,591 - - 108,313
Geleistete Anzahlungen 2,491 0,006 0,083 2,273 - - - 2,496 2,357
  280,957 6,200 19,570 21,291 8,381 - 0,267 319,904
Sachanlagen                
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.382,279 - 4,547 17,713 33,161 19,295 - 8,845 1.418,156
Technische Anlagen und Maschinen 1.003,953 - 1,369 4,100 33,145 53,482 - 11,994 998,341
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 305,01 8 - 0,164 1,251 29,205 34,908 - 2,136 302,538
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52,181 - 0,178 0,041 55,470 2,766 - - 56,252 48,496
Biologische Vermögenswerte langfristig 13,609 - 0,339 - 2,221 - - 2,652 18,143
  2.757,040 - 6,597 23,105 153,202 110,451 - - 30,625 2.785,674
At-Equity-bilanzierte Anteile 196,463 - 9,176 10,244 - 12,424 0,436 203,895
Übrige Finanzanlagen                
Anteile an verbundenen Unternehmen 25,480 - 0,598 1,811 0,039 1,670 - 26,180
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,806 - - 0,280 0,586 - - 0,500
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 101,787 0,670 0,005 1,469 0,821 1,830 - 0,436 100,844
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 57,468 - 0,007 - 2,363 12,468 1,426 - 45,930
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,944 - 0,010 - 0,011 0,667 - - 5,278
Sonstige Ausleihungen 6,772 0,008 - 1,186 1,046 0,011 - 6,909
  198,257 0,661 0,603 7,120 15,627 4,937 - 0,436 185,641
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien                
Grundstücke 56,446 - - 0,018 0,782 - - 10,861 44,821
Gebäude 92,867 - - 0,027 2,132 - - 16,157 74,605
  149,313 - - 0,045 2,914 - - 27,018 119,426
Konzernanlagevermögen 3.582,030 0,264 52,454 191,902 137,373 17,361 - 57,376 3.614,540
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in Mio. Euro Abschreibungen
01.01.2015 Währungs-
differenzen
Afa Zugänge aus Konsoli-
dierung
Afa lfd. Jahr Afa Abgänge Afa Abgänge aus Konsoli-
dierung
Zuschrei-
bungen
Umbu-
chungen
31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte                  
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 111,245 1,670 2,706 20,079 5,267 - - - 0,016 130,417
Firmenwerte 21,604 - - 1,159 0,085 - - - 22,678
Geleistete Anzahlungen - - - - - - - - -
  132,849 1,670 2,706 21,238 5,352 - - - 0,016 153,095
Sachanlagen                  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 567,834 - 0,763 0,064 33,814 17,654 - - - 10,567 572,728
Technische Anlagen und Maschinen 573,804 - 2,164 - 45,539 39,956 - - - 1,974 575,249
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 217,731 - 0,129 0,578 26,820 31,908 - - - 0,061 213,031
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,634 - - - 0,216 - - 0,225 0,643
Biologische Vermögenswerte langfristig 0,502 - 0,014 - 0,742 - - - 2,979 4,209
  1.360,505 - 3,070 0,642 106,915 89,734 - - - 9,398 1.365,860
At-Equity-bilanzierte Anteile 0,019 - - - - - - - 0,019
Übrige Finanzanlagen                  
Anteile an verbundenen Unternehmen 13,309 - - 0,030 0,013 - - - 13,326
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,089 - - 0,017 0,089 - - - 0,017
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 3,159 - - 1,227 0,068 - 0,460 - 3,858
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen - - - - - - - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,094 0,003 - 0,111 0,020 - 0,010 - 0,178
Sonstige Ausleihungen 0,064 0,002 - - - - - - 0,066
  16,715 0,005 - 1,385 0,190 - 0,470 - 17,445
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien                  
Grundstücke 4,137 - - - - - - - 0,768 3,369
Gebäude 72,327 - - 2,008 1,655 - - - 12,538 60,142
  76,464 - - 2,008 1,655 - - - 13,306 63,511
Konzernanlagevermögen 1.586,552 - 1,395 3,348 131,546 96,931 - 0,470 - 22,720 1.599,930
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in Mio. Euro Buchwerte
31.12.2015
Immaterielle Vermögenswerte  
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 78,817
Firmenwerte 85,635
Geleistete Anzahlungen 2,357
  166,809
Sachanlagen  
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 845,428
Technische Anlagen und Maschinen 423,092
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89,507
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 47,853
Biologische Vermögenswerte langfristig 13,934
  1.419,814
At-Equity-bilanzierte Anteile 203,876
Übrige Finanzanlagen  
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,854
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,483
Beteiligungen an übrigen Unternehmen 96,986
Ausleihungen an beteiligte Unternehmen 45,930
Wertpapiere des Anlagevermögens 5,100
Sonstige Ausleihungen 6,843
  168,196
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien  
Grundstücke 41,452
Gebäude 14,463
  55,915
Konzernanlagevermögen 2.014,610

(C. 4.) Biologische Vermögenswerte

Unter den biologischen Vermögenswerten werden die ungeernteten Früchte der fruchttragenden Pflanzen der T&G Global Limited und ihrer Tochtergesellschaften in Neuseeland ausgewiesen. Die biologischen Vermögenswerte werden zu Zeitwerten basierend auf ihren Standorten und dem jeweiligen Zustand der Pflanzen abzüglich der geschätzten Veräußerungskosten bewertet. Gewinne oder Verluste aus der Veränderung der Zeitwerte der biologischen Vermögenswerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Veräußerungskosten beinhalten alle Kosten, die zum Absatz der Vermögenswerte notwendig sind.

Die Entwicklung der beizulegenden Zeitwerte der biologischen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro 2016 2015
Biologische Vermögenswerte    
Stand der biologischen Vermögenswerte am 01.01. 11,977 9,171
Kapitalisierte Kosten 18,944 44,577
Zugang aufgrund von Käufen - -
Zugang aufgrund von Unternehmenskäufen - 0,370
Veränderung des Zeitwerts abzgl. Verkaufskosten 4,850 5,116
Abgang aufgrund Ernte - 21,238 - 47,024
Umbuchung Anlagevermögen - -
Abgang aufgrund von Verkäufen - -
Währungsdifferenzen 0,604 - 0,233
Stand der biologischen Vermögenswerte am 31.12. 15,137 11,977

Die beizulegenden Zeitwerte der biologischen Vermögenswerte des BayWa Konzerns, welche Äpfel, Blaubeeren, Zitrusfrüchte, Kiwis und Tomaten beinhalten, werden jährlich auf Basis diskontierter Zahlungsströme ermittelt. Die im Konzern verwendeten Bewertungstechniken sind dem Level 3 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen und basieren somit auf nicht beobachtbaren Marktdaten. Zum 31. Dezember 2016 gab es keine Verschiebungen zwischen den einzelnen Stufen der Fair-Value-Hierarchie.

Die Kosten basieren auf aktuellen Durchschnittskosten und orientieren sich an den Standardkosten der Branche. Die zugrunde liegenden Kosten variieren in Abhängigkeit des Standorts, des Anbaus und der Sorte der fruchttragenden Pflanzen. Es wird ein geeigneter Diskontsatz bestimmt, um den Zeitwert der Zahlungsflüsse zu ermitteln. Der Marktwert der biologischen Vermögenswerte vor oder während der Ernte basiert auf den Erntemengen und geschätzten Marktpreisen abzüglich der Ernte- und Anbaukosten. Änderungen der Annahmen und Schätzungen, die zur Ermittlung des Marktwerts herangezogen werden, können einen wesentlichen Einfluss auf den Buchwert der biologischen Vermögenswerte und das ausgewiesene Ergebnis der Bewertung haben.

Folgende wesentliche Annahmen und Überlegungen wurden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte des Konzerns zugrunde gelegt:

Vorhersagen für das folgende Jahr basieren auf vom Management prognostizierten Cashflows, Schätzungen hinsichtlich künftiger Umsätze und Margen, bereinigt um die Inflation und unter Berücksichtigung der jeweiligen Lage und der unterschiedlichen Sorten.

Risikoadjustierte Diskontierungssätze, um den mit der Ernte verbundenen Risiken wie Naturereignissen, Krankheiten der Pflanzen oder anderen nachteiligen Faktoren, die Einfluss auf die Qualität, den Ertrag oder den Preis haben könnten, Rechnung zu tragen.

Alle wesentlichen Veränderungen in Bezug auf die Bewirtschaftung der Ernte im laufenden Jahr sowie im Folgejahr.

Die folgenden nicht beobachtbaren Inputfaktoren wurden verwendet, um die biologischen Vermögenswerte des Konzerns zu bewerten:

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Nicht beobachtbare Inputfaktoren Varianz nicht beobachtbare Inputfaktoren
2016 2015
Tomaten Tonnage pro Hektar pro Jahr Preis pro Kilogramm ab Werk pro Saison risikoadjustierter Diskontierungssatz 190 Tonnen bis 1.641 Tonnen pro Hektar pro Jahr 1,14 Euro bis 11,74 Euro pro Kilogramm 25,0 Prozent 187 Tonnen bis 1.702 Tonnen pro Hektar pro Jahr 1,16 Euro bis 11,21 Euro pro Kilogramm 25,0 Prozent
Äpfel tce1 pro Hektar pro Jahr Exportpreise pro tce1 risikoadjustierter Diskontierungssatz 2.500 tce1 bis 4.750 tce1 pro Hektar pro Jahr 13,19 Euro bis 32,98 Euro pro tce1 25,0 Prozent 2.500 tce1 bis 5.000 tce1 pro Hektar pro Jahr 12,56 Euro bis 31,41 Euro pro tce1 35,0 Prozent
Zitrusfrüchte Tonnage pro Hektar pro Jahr Preis pro Tonne ab Werk pro Saison risikoadjustierter Diskontierungssatz 23 Tonnen bis 40 Tonnen pro Hektar pro Jahr 857,63 Euro bis 1.603,11 Euro pro Tonne 14,0 Prozent 20 Tonnen bis 39 Tonnen pro Hektar pro Jahr 816,58 Euro bis 1.526,38 Euro pro Tonne 10,0 Prozent
Kiwifrüchte Kisten pro Hektar pro Jahr Preis pro Kiste ab Werk pro Saison risikoadjustierter Diskontierungssatz 8.500 Kisten bis 15.000 Kisten pro Hektar pro Jahr 3,08 Euro bis 4,68 Euro pro Kiste 1 8,0 Prozent 8.500 Kisten bis 15.000 Kisten pro Hektar pro Jahr 2,93 Euro bis 4,46 Euro pro Kiste 10,0 Prozent
Blaubeeren Tonnage pro Hektar pro Jahr Preis pro Kilogramm ab Werk pro Saison risikoadjustierter Diskontierungssatz 10,9 Tonnen pro Hektar pro Jahr 6,37 Euro bis 12,96 Euro pro Kilogramm 18,0 Prozent 5,6 Tonnen pro Hektar pro Jahr 6,06 Euro bis 12,34 Euro pro Kilogramm 10,0 Prozent

tce1 - tray carton equivalent (entspricht ca. 18 kg)

Ein Anstieg des Erntevolumens oder ein Preisanstieg haben eine Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte zur Folge. Ein Anstieg des Diskontierungssatzes führt hingegen zu einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte. Die folgende Tabelle stellt die Zeitwerte der Ernte zum 31. Dezember 2016 dar:

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in Mio. Euro 2016 2015
Biologische Vermögenswerte    
Äpfel 11,757 8,533
Blaubeeren 0,299 0,189
Zitrusfrüchte (Zitronen, Mandarinen, Orangen) 1,294 0,938
Kiwifrüchte 0,881 0,624
Tomaten 0,703 1,672
Andere biologische Vermögenswerte (inkl. Trauben und Erdbeeren) 0,203 0,021
Stand der biologischen Vermögenswerte am 31.12. 15,137 11,977

Aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Konzerns können finanzielle Risiken aus ungünstigen klimatischen Bedingungen oder Naturereignissen entstehen. Darüber hinaus kann der Konzern finanziellen Risiken aufgrund ungünstiger Veränderungen der Marktpreise oder Erntemengen und ungünstigen Wechselkursveränderungen ausgesetzt sein. Das Preisrisiko wird durch eine ständige Überwachung der Rohstoffpreise und deren Einflussfaktoren verringert. Der Konzern tätigt auch angemessene Maßnahmen um sicherzustellen, dass sich klimatische Bedingungen, Naturereignisse, Krankheiten der Pflanzen oder andere Faktoren nicht negativ auf die Qualität und den Ertrag der Ernte auswirken. Zur Reduzierung der Fremdwährungsrisikoposition werden derivative Finanzinstrumente wie etwa Devisentermingeschäfte eingesetzt.

Die folgende Tabelle stellt die im Eigentum befindlichen und gepachteten Anbauflächen für die unterschiedlichen Arten von biologischen Vermögenswerten dar:

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2016 Hektar 2015 Hektar
Biologische Vermögenswerte    
Äpfel 721 686
Blaubeeren 11 11
Zitrusfrüchte (Zitronen, Mandarinen, Orangen) 155 154
Trauben 74 -
Kiwifrüchte 42 55
Tomaten 29 29
Andere biologische Vermögenswerte 2 1

Die folgende Tabelle stellt die Produktionsmengen der unterschiedlichen Arten von biologischen Vermögenswerten auf eigenen und gepachteten Anbauflächen dar:

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2016 2015 Produktionseinheiten
Biologische Vermögenswerte      
Äpfel 2.046.889 1.688.322 tce
Blaubeeren 69.454 38.918 kg
Zitrusfrüchte (Zitronen, Mandarinen, Orangen) 4.014.432 3.818.403 kg
Trauben 349.320 - kg
Kiwifrüchte 416.471 621.251 Klasse 1 Kisten
Tomaten 12.493.878 9.847.132 kg
Andere biologische Vermögenswerte 23.880 25.428 kg

(C. 5.) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Unter dem Posten "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" (Investment Property) werden 100 (Vorjahr: 110) verpachtete bzw. nicht betriebsnotwendige Grundstücke und Gebäude ausgewiesen. Die Zuordnung erfolgt, wenn das Objekt fremdvermietet ist, es sich um freie Grundstücke und Freiflächen handelt, die nicht konkret zur Bebauung bzw. Nutzung vorgesehen sind, und bei gemischt genutzten Objekten, wenn die Eigennutzung von geringer Bedeutung ist. Bei den betroffenen Objekten handelt es sich im Wesentlichen um Lagerhäuser, Marktgebäude, Märkte, Hallen, Silos, landwirtschaftliche Grundstücke und sonstige unbebaute Grundstücke sowie in geringem Umfang um Büro- und Wohngebäude.

Entsprechend dem Wahlrecht in IAS 40 sind diese ausschließlich zu den fortgeführten Anschaffungskosten und nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und werden mit den unter Abschnitt C.2. angegebenen Nutzungsdauern abgeschrieben. Der Buchwert zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 41,585 Mio. Euro (Vorjahr: 55,915 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr wurden 1,700 Mio. Euro (Vorjahr: 2,008 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Gebäude getätigt. Der Aufwand ist in gleicher Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Abschreibungen enthalten. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden Gebäude in Höhe eines Buchwerts von 1,513 Mio. Euro (Vorjahr: 3,619 Mio. Euro) aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die Sachanlagen und die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte Immobilien umgegliedert. Zudem wurden Grundstücke in Höhe eines Buchwerts von 9,824 Mio. Euro (Vorjahr: 10,093 Mio. Euro) aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die Sachanlagen bzw. in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert.

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) der ausgewiesenen Objekte beträgt 105,273 Mio. Euro (Vorjahr: 120,057 Mio. Euro). Die beizulegenden Zeitwerte werden in der Regel nicht durch einen Gutachter ermittelt. Zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte zum Bilanzstichtag wurden überwiegend Ertragswertberechnungen durchgeführt (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie). Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt. Aus der Gegenüberstellung der beizulegenden Zeitwerte und der Buchwerte der einzelnen Objekte hat sich im Berichtsjahr kein Wertberichtigungsbedarf ergeben. Aus diesem Grund wurden wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Grundstücke und Gebäude vorgenommen.

Die erzielten Mieterträge betrugen 6,026 Mio. Euro (Vorjahr: 5,883 Mio. Euro), die betrieblichen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) für die Objekte, für die Mieterträge realisiert wurden, beliefen sich auf 0,499 Mio. Euro (Vorjahr: 0,507 Mio. Euro). Für die Objekte, für die keine Mieterträge realisiert wurden, betrugen die betrieblichen Aufwendungen 0,207 Mio. Euro (Vorjahr: 0,262 Mio. Euro).

(C. 6.) Ertragsteuerforderungen

Die Ertragsteuerforderungen enthalten den Restbetrag des langfristigen Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 4 KStG der BayWa AG und im Übrigen kurzfristige Steuererstattungsansprüche; sie setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2016 2015
Langfristige Ertragsteuerforderungen (mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) 0,025 1,432
Kurzfristige Ertragsteuerforderungen (mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) 43,365 22,595
  43,390 24,027

(C. 7.) Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte des BayWa Konzerns umfassen Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte ebenso wie Warenterminkontrakte, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 einzustufen sind. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag. Die finanziellen Vermögenswerte sind aufgrund ihres Handelscharakters der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte" gemäß IAS 39 zugeordnet. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt für die Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte mit dem jeweiligen Börsen- oder Marktwert (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) am Bilanzstichtag oder wird aus diesem abgeleitet (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Für die Warentermingeschäfte erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entweder direkt zu in einem aktiven Markt notierten Preisen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) oder wird aus Preisnotierungen für die jeweiligen Waren unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit am Bilanzstichtag (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie) abgeleitet.

Die Einordnung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte in die Fair-Value-Hierarchie stellt sich wie folgt dar:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2016 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte        
Warentermingeschäfte 18,203 84,939 - 103,142
Devisensicherungsgeschäfte 49,987 - - 49,987
Zinssicherungsgeschäfte - 0,012 - 0,012
  68,190 84,951 - 153,141
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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2015 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte        
Warentermingeschäfte 13,563 166,124 - 179,687
Devisensicherungsgeschäfte 42,529 - - 42,529
Zinssicherungsgeschäfte - 0,157 - 0,157
  56,092 166,281 - 222,373

(C. 8.) Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Allen erkennbaren Risiken, die insbesondere auf die Zahlungsfähigkeit der jeweiligen Vertragspartei abstellen, wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Die Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2016 2015
Langfristige Forderungen (mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr)    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,814 13,504
Forderungen aus sonstigen Steuern 0,020 0,672
Sonstige Vermögenswerte inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 39,723 45,434
  48,557 59,610
Kurzfristige Forderungen (mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr)    
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 969,856 766,432
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11,083 9,669
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38,403 57,809
Forderungen aus sonstigen Steuern 62,506 40,078
Sonstige Vermögenswerte inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 314,006 380,768
  1.395,854 1.254,756

Die Zeitwerte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Posten weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab. Nachfolgende Tabelle dokumentiert das Ausmaß der in den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken.

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Bruttowert 2016 Einzelwert berichtigte Forderungen Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen Überfällige Forderungen, die pauschal - einzelwertberichtigt sind Davon: zum Abschluss-Stichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig Davon: zum Abschluss-Stichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in Mio. Euro weniger als 30 Tage 31 bis 60 Tage 61 bis 90 Tage 91 Tage und mehr
Forderungen 1.473,633 25,847 1.228,529 219,257 137,770 18,115 25,821 37,551
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Bruttowert 2015 Einzelwert berichtigte Forderungen Weder überfällige noch wertberichtigte Forderungen Überfällige Forderungen, die pauschal - einzelwertberichtigt sind Davon: zum Abschluss-Stichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in Mio. Euro weniger als 30 Tage 31 bis 60 Tage
Forderungen 1.337,100 21,781 1.157,564 157,755 109,768 19,449
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Davon: zum Abschluss-Stichtag nicht einzelwertberichtigt und in den folgenden Zeitbändern überfällig
in Mio. Euro 61 bis 90 Tage 91 Tage und mehr
Forderungen 6,784 21,754

Die Kundenstruktur im BayWa Konzern ist sowohl regional als auch in Abhängigkeit vom Segment stark diversifiziert. Im Zuge des Risikomanagements sind für alle Kunden des BayWa Konzerns Mindestanforderungen an die Bonität und darüber hinaus individuelle Höchstgrenzen für das Kreditlimit der einzelnen Kunden festgelegt. Der Forderungsbestand des BayWa Konzerns setzt sich hauptsächlich aus einer Vielzahl von Kleinforderungen zusammen. Lediglich für eine geringe Anzahl von besonders bonitätsstarken Kunden werden Kreditlimits von über 1 Mio. Euro vergeben. Durch kontinuierliche Analysen des Forderungsbestands und besondere Überwachung der Kunden mit hohen Kreditlimits ist eine frühzeitige Identifikation und Bewertung von Konzentrationsrisiken (Klumpenrisiken) sichergestellt. Bei 75 (Vorjahr: 74) Schuldnern betrugen die Kreditrisikopositionen zum 31. Dezember 2016 jeweils über 1 Mio. Euro. Für diese Kunden schätzt der Konzern das Ausfallrisiko als nicht wesentlich ein.

Wertberichtigungskonto:

Wesentliche Wertberichtigungen, die für die IFRS-7-Klasse "Kredite und Forderungen (LaR)" anzugeben sind, bestehen im BayWa Konzern bei der Bilanzposition "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten; im Übrigen spielen Wertberichtigungen eine untergeordnete Rolle.

Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro 2016 2015
Stand der Wertberichtigungen am 01.01. 22,734 26,608
Kursdifferenzen 0,154 - 0,003
Veränderung Einzelwertberichtigung 4,433 - 0,306
Veränderung pauschal ermittelte Einzelwertberichtigung 1,901 - 3,565
Stand der Wertberichtigungen am 31.12. 29,222 22,734

Der Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen Schätzungen zugrunde, die auf historischen Ausfallquoten basieren. Im Berichtsjahr ergab sich eine ertragswirksame Zuführung der Wertberichtigung um 6,334 Mio. Euro (Vorjahr: Auflösung von 3,871 Mio. Euro) aufgrund eines höheren Forderungsbestands zum Bilanzstichtag.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen betreffen sowohl Lieferungen und Leistungen als auch kurzfristige Finanzierungen.

Die sonstigen Vermögenswerte enthalten vor allem noch nicht abgerechnete Lieferantengutschriften und sonstige Forderungspositionen sowie Sicherheitsleistungen, die im Rahmen der Handelstätigkeit zu hinterlegen sind. Darüber hinaus sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte in Höhe von 102,100 Mio. Euro (Vorjahr: 64,688 Mio. Euro) enthalten.

Zur Verbesserung der Finanzierungsstrukturen hat der Konzern Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen einer Asset-Backed-Securitisation(ABS)-Maßnahme verbrieft. Das Gesamtkreditvolumen aus der ABS-Maßnahme beläuft sich auf 140,000 Mio. Euro. Die Ausnutzung wird an die variablen und saisonalen Gegebenheiten angepasst. Am Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wert von 127,107 Mio. Euro (Vorjahr: 121,783 Mio. Euro) im Rahmen der ABS-Maßnahme verbrieft.

(C. 9.) Tatsächliche und latente Steueransprüche

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Konzernergebnis vor Steuern aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für die laufenden Steuern wird auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Berichtsstichtags in Kürze geltenden Steuersätze berechnet. Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des zu versteuernden Einkommens erfasst. Latente Steuerschulden werden im Allgemeinen für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert; latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge werden angesetzt, soweit eine Realisierung künftiger Steuervorteile innerhalb der nächsten maximal fünf Jahre wahrscheinlich ist. Solche latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert (gesonderte Betrachtung eines steuerlichen Geschäfts- oder Firmenwerts) oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergeben. Latente Steuerschulden werden für zu versteuernde temporäre Differenzen gebildet, die aus Anteilen an Tochterunternehmen oder assoziierten Unternehmen sowie Anteilen an Joint Ventures entstehen, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Latente Steueransprüche entstehen durch temporäre Differenzen in Zusammenhang mit solchen Investitionen und Anleihen, die nur in dem Maße erfasst werden, in dem es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht, mit dem die Ansprüche aus den temporären Differenzen genutzt werden können und davon ausgegangen werden kann, dass sie sich in absehbarer Zukunft umkehren werden.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Berichtsstichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze (und der Steuergesetze) ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswerts voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Berichtsstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie im Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und der Konzern die Absicht hat, seine laufenden Steueransprüche und seine Steuerschulden auf Nettobasis zu begleichen. Laufende und latente Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit Posten, die außerhalb des Gewinns oder Verlusts (entweder im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital) erfasst werden. In diesem Fall ist die Steuer ebenfalls außerhalb des Gewinns oder Verlusts zu erfassen. Daneben findet auch keine erfolgswirksame Erfassung statt, wenn Steuereffekte aus der erstmaligen Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses resultieren. Im Fall eines Unternehmenszusammenschlusses ist der Steuereffekt bei der Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses einzubeziehen.

(C. 10.) Vorräte

Unter den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Leistungen und Waren ausgewiesen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Dabei wird in den meisten Fällen die Durchschnittsmethode angewandt. In einzelnen Fällen wird das Fifo-Verfahren (First-in-first-out-Verfahren) angewandt. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert. Landwirtschaftliche Erzeugnisse, die von den biologischen Vermögenswerten geerntet werden, werden zum Zeitpunkt der Ernte zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der erwarteten Veräußerungskosten angesetzt (zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der biologischen Vermögenswerte siehe Abschnitt C.4.). Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, führen zu Abwertungen. Niedrigere Werte am Abschluss-Stichtag aufgrund gesunkener Veräußerungserlöse werden berücksichtigt. Eine Ausnahme von den dargestellten Bewertungsgrundsätzen bilden die Vorratsbestände derjenigen Konzerngesellschaften, deren Vorratsbestände ausschließlich zu Handelszwecken gehalten werden und somit zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen sind.

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2016 2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 34,067 29,107
Unfertige Erzeugnisse/Leistungen 626,994 485,349
Fertige Erzeugnisse/Leistungen und Waren 1.719,228 1.627,085
  2.380,289 2.141,541

Für den Fall niedrigerer Nettoveräußerungswerte werden Abwertungen im Regelfall in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Nur in Ausnahmefällen erfolgt eine pauschalierte Ermittlung. Im Vorjahresvergleich erhöhten sich die Wertminderungen erfolgswirksam von 85,130 Mio. Euro auf 97,661 Mio. Euro im Berichtsjahr. Erfolgswirksame Wertaufholungen erfolgten im Berichtsjahr nicht.

Der Buchwert der Vorräte, die zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt sind, beträgt am Bilanzstichtag 449,319 Mio. Euro (Vorjahr: 419,873 Mio. Euro). Die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts der Warenbestände erfolgt aus Preisnotierungen für vergleichbare Warenbestände in aktiven Märkten zum Bilanzstichtag.

Von den ausgewiesenen Vorräten dienten zum Bilanzstichtag 18,933 Mio. Euro (Vorjahr: 17,602 Mio. Euro) der Besicherung von Verbindlichkeiten.

Im Berichtsjahr wurden 0,969 Mio. Euro (Vorjahr: 0,810 Mio. Euro) Fremdkapitalkosten als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten auf unfertige Leistungen aktiviert. Bei der Bestimmung der aktivierbaren Fremdkapitalkosten wurde ein Finanzierungskostensatz von 1,15 Prozent (Vorjahr: 1,84 Prozent) zugrunde gelegt.

Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgt durch (vorverlegte) Stichtagsinventur oder permanente Inventur.

Die Fertigungsaufträge beinhalten Verträge zur Errichtung von kundenspezifischen Photovoltaikanlagen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode (Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) bilanziert wurden. Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen, erfasst der BayWa Konzern die Umsatzerlöse und Auftragskosten nach der Cost-to-cost-Methode entsprechend dem Leistungsfortschritt. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der entstandenen Auftragskosten für die geleistete Arbeit im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtauftragskosten ermittelt. Veränderungen in der vertraglichen Arbeit, den Ansprüchen und den Leistungsprämien sind in dem Ausmaß enthalten, wie ihre Höhe verlässlich bestimmt werden kann und ihr Erhalt als wahrscheinlich angesehen wird.

Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringlich sind. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen werden, wird der erwartete Verlust sofort als Aufwand erfasst.

Der BayWa Konzern erfasst erhaltene Beträge vor Erbringung der Fertigungsleistung in der Konzernbilanz als erhaltene Anzahlungen. Alle abgerechneten Beträge, die noch nicht vom Kunden bezahlt wurden, werden in der Bilanz als Teil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen dargestellt.

Der Gesamtbetrag der angefallenen Herstellungskosten und der realisierten Gewinnanteile, abzüglich der entstandenen Verluste für laufende Fertigungsaufträge, belief sich zum Abschluss-Stichtag auf 84,966 Mio. Euro. In den Umsatzerlösen des BayWa Konzerns sind mit Hilfe der Percentage-of-Completion-Methode ermittelte Auftragserlöse aus Fertigungsaufträgen von 77,186 Mio. Euro enthalten. Im Vorjahr waren im BayWa Konzern keine Fertigungsaufträge vorhanden.

Erhaltene Anzahlungen für laufende Fertigungsaufträge und von Kunden einbehaltene Beträge in Zusammenhang mit laufenden Fertigungsaufträgen sind im aktuellen Geschäftsjahr nicht angefallen.

In der Position "Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte" sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 79,603 Mio. Euro enthalten. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen aufgrund eines drohenden Verlusts sind in Höhe von 0,079 Mio. Euro entstanden.

(C. 11.) Flüssige Mittel

Bei den flüssigen Mitteln in Höhe von 104,436 Mio. Euro (Vorjahr: 84,459 Mio. Euro) handelt es sich um Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von nicht mehr als drei Monaten.

(C. 12.) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte im BayWa Konzern dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2017) höchstwahrscheinlich ist.

In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten werden zum Bilanzstichtag 12 (Vorjahr: 5) Objekte ausgewiesen, die zur Veräußerung vorgesehen sind. Dabei handelt es sich um zwei unbebaute Grundstücke und um mit Lagerhäusern, Hallen, Tankstellen und einem Autohaus bebaute Grundstücke sowie um einen Bau- und Gartenmarkt.

Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten vorzunehmen si nd.

Zum Bilanzstichtag sind Vermögenswerte mit Buchwerten von insgesamt 24,931 Mio. Euro (Vorjahr: 9,796 Mio. Euro) als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen klassifiziert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich voraussichtlicher Veräußerungskosten beläuft sich auf insgesamt 31,346 Mio. Euro (Vorjahr: 16,095 Mio. Euro).

Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte hierbei anhand laufender Kaufpreisverhandlungen unter Berücksichtigung voraussichtlicher Veräußerungskosten. In den Fällen, in denen noch kein Veräußerungspreis aus laufenden Kaufpreisverhandlungen abgeleitet werden konnte, erfolgte die Ermittlung beizulegender Zeitwerte für Immobilien auf Basis von Ertragswertberechnungen (Level 3 der Fair-Value-Hierarchie). Dabei sind die Grundstückswerte anhand aktueller offizieller Bodenrichtwerte berechnet worden. Lagebedingten Vor- und Nachteilen wurde entsprechend Rechnung getragen. Bei vermieteten Gebäuden wurde unter Zugrundelegung der tatsächlich erzielten Jahresmiete abzüglich der standardisierten Bewirtschaftungskosten sowie der Restnutzungsdauer der Ertragswert der baulichen Anlage ermittelt.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro 2016 Segment Agrar Segment Bau Segment Energie Segment Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Gesamt
Langfristige Vermögenswerte            
Sachanlagen - - - - 24,931 24,931
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen - - - - 24,931 24,931
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in Mio. Euro 2015 Segment Agrar Segment Bau Segment Energie Segment Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Gesamt
Langfristige Vermögenswerte            
Sachanlagen - - - - 9,796 9,796
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen - - - - 9,796 9,796

Die im laufenden Geschäftsjahr im Zusammenhang mit den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten bzw. Veräußerungsgruppen realisierten Veräußerungsgewinne oder Veräußerungsverluste wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen (Abschnitt D. 2.) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Abschnitt D.5.) erfasst.

(C. 13.) Eigenkapital

Die detaillierte Entwicklung des Eigenkapitals zeigt die Eigenkapitalveränderungsrechnung.

Grundkapital

Das Grundkapital der BayWa AG in Höhe von 89,347 Mio. Euro (Vorjahr: 89,047 Mio. Euro) ist am 31. Dezember 2016 eingeteilt in 34.901.185 auf den Namen lautende Stammaktien in Form von Stückaktien, mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 Euro je Aktie. Von den ausgegebenen Stückaktien sind 33.540.729 vinkulierte und 117.205 junge vinkulierte Namensaktien (ab 1. Januar 2017 dividendenberechtigte Mitarbeiteraktien). 1.243.251 Aktien sind nicht vinkulierte Namensaktien.

Für das ausgewiesene gezeichnete Kapital wurde gemäß IAS 32 das Grundkapital um den rechnerischen Wert der in Vorjahren zurückgekauften eigenen Anteile (19.500 Stück bzw. 0,050 Mio. Euro) gemindert; die Kapitalrücklage reduziert sich aus dem gleichen Grund um 0,063 Mio. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine eigenen Aktien zurückgekauft.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien (ohne zurückgekaufte eigene Anteile) hat sich im Berichtsjahr wie folgt verändert:

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Nicht vinkulierte Namensaktien Vinkulierte Namensaktien
Stand 01.01.201 6 1.243.251 33.521.229
Ausgabe von Mitarbeiteraktien   117.205
Stand 31.12.2016 1.243.251 33.638.434

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 12.500.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2016).

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 18. Mai 2020 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu nominal 5.000.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender vinkulierter Stückaktien gegen Bareinlage an Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Hiervon sind bis zum 31. Dezember 2016 durch die Ausgabe von Mitarbeiteraktien 610.152,96 Euro ausgenutzt worden. Der verbleibende Restbetrag beläuft sich auf 4.389.847,04 Euro (verbleibendes genehmigtes Kapital 2015).

Der Vorstand der BayWa AG ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 31. Mai 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu nominal 10.000.000 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen.

Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2013).

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage in Höhe von 108,153 Mio. Euro (Vorjahr: 104,949 Mio. Euro) stammt mit 78,444 Mio. Euro (Vorjahr: 75,240 Mio. Euro) im Wesentlichen aus den Agios der bisher bei der BayWa AG durchgeführten Kapitalerhöhungen. Darüber hinaus wurden mit dem Erwerb von Aktien der RWA AG sowie der WLZ AG, jeweils unter der Bewertung der hingegebenen Anteile mit dem historischen Börsenkurs, Aufgelder über dem Nominalwert der ausgegebenen BayWa Aktien erzielt. Diese sind ebenfalls innerhalb der Kapitalrücklage ausgewiesen.

Wie im Vorjahr bestand auch im Jahr 2016 für Mitarbeiter der BayWa AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen in Deutschland und Österreich die Möglichkeit, BayWa Aktien zu vergünstigten Konditionen im Rahmen eines freiwilligen Mitarbeiteraktienprogramms zu erwerben. In diesem Zusammenhang wurden im Geschäftsjahr 2016 117.205 junge (ab 1. Januar 2017 dividendenberechtigte) (Vorjahr: 121.136 junge, ab 1. Januar 2016 dividendenberechtigte) vinkulierte Namensaktien ausgegeben. Der Ausübungspreis der Mitarbeiteraktien betrug 17,94 Euro (Vorjahr: 17,71 Euro) und damit 60 Prozent des Börsenkurses der vinkulierten BayWa Namensaktien am Vortag in Höhe von 29,90 Euro (Vorjahr: 29,52 Euro) gemäß der Beschlussfassung des BayWa Vorstands über die hierfür notwendige Kapitalerhöhung. Der Eigenanteil betrug wie im Vorjahr je teilnehmenden Mitarbeiter mindestens 135,00 Euro und höchstens 540,00 Euro. Die Vorteilsgewährung in Höhe der Differenz zwischen tatsächlichem Kaufpreis und Börsenkurs wurde gemäß IFRS 2 in Höhe von 1,402 Mio. Euro (Vorjahr: 1,431 Mio. Euro) aufwandswirksam im Personalaufwand erfasst und in selber Höhe in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Sperrfrist für diese Aktien endet am 31. Dezember 2018. Die an österreichische Mitarbeiter ausgegebenen Aktien unterliegen zudem einer steuerlichen Behaltefrist, die am 31. Dezember 2021 endet.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen des Konzerns betragen am Bilanzstichtag 537,042 Mio. Euro (Vorjahr: 538,564 Mio. Euro). Davon entfallen 5,204 Mio. Euro (Vorjahr: 5,162 Mio. Euro) auf gesetzliche Rücklagen, 13,220 Mio. Euro (Vorjahr: minus 4,373 Mio. Euro) auf die Bewertungsrücklage, minus 238,148 Mio. Euro (Vorjahr: minus 209,543 Mio. Euro) auf die Rücklagen für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen und 756,766 Mio. Euro (Vorjahr: 747,318 Mio. Euro) auf andere Gewinnrücklagen. Einstellungen und Entnahmen bei den Gewinnrücklagen ergeben sich sowohl beim Mutterunternehmen BayWa AG als auch bei den einbezogenen Tochterunternehmen.

Sonstige Rücklagen

Als sonstige Rücklagen sind der Konzern-Bilanzgewinn in einer Höhe von 54,210 Mio. Euro (Vorjahr: 69,679 Mio. Euro) sowie ergebnisneutral eingestellte Währungsumrechnungsdifferenzen mit 15,640 Mio. Euro (Vorjahr: 7,487 Mio. Euro) ausgewiesen.

Anteile anderer Gesellschafter

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital entfallen insbesondere auf die an den Tochtergesellschaften in Österreich beteiligten Genossenschaften sowie auf die an der T&G Global Limited und deren Tochterunternehmen beteiligten Minderheitsgesellschafter. Detaillierte Angaben zu wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter sind in Abschnitt B.1. des Konzernanhangs dargestellt.

Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden und Eigenkapital. Sie wird in den Abschnitten C.13. bis C.22. näher erläutert. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag 17,0 Prozent (Vorjahr: 17,8 Prozent) des Gesamtkapitals. Korrigiert um die gebildete Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen inkl. Minderheitenanteil in Höhe von minus 245,373 Mio. Euro (Vorjahr: minus 215,712 Mio. Euro), ergibt sich eine angepasste Eigenkapitalquote von 20,8 Prozent (Vorjahr: 21,4 Prozent). Da sich diese Rücklage aus der Veränderung von nicht beeinflussbaren Parametern bei der Berechnung von Personalrückstellungen ergibt, wird im Kapitalmanagement der BayWa eine angepasste Eigenkapitalquote herangezogen. Für ein Handelsunternehmen wie dem BayWa Konzern ist eine starre Eigenkapitalquote eine nur bedingt aussagekräftige Unternehmenskennziffer. Insbesondere die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte mit der Einlagerung von Vorräten in Form von Agrarrohstoffen als auch der Erwerb von Projektrechten im Bereich der erneuerbaren Energien hat unmittelbar Einfluss auf die Bilanzsumme und damit auch auf die Eigenkapitalquote, bildet jedoch die Grundlage für entsprechende Handelstätigkeiten im Folgejahr. Im Kapitalmanagementprozess des BayWa Konzerns wird daher der Anlagendeckungsgrad II als Zielgröße verwendet. So soll das Eigenkapital und langfristige Fremdkapital das langfristige Vermögen zu mindestens 90 Prozent decken. Zum 31. Dezember 2016 betrug der Anlagendeckungsgrad mehr als 100 Prozent.

Nettoverschuldungsgrad

Das Management des BayWa Konzerns überprüft und steuert die Kapitalstruktur in regelmäßigen Abständen, dies geschieht u. a. über die Kennziffern "Angepasste Nettoschulden" zu "Angepasstes Eigenkapital" und "Angepasste Nettoschulden/EBITDA".

Von den lang- und kurzfristigen Finanzschulden bei Kreditinstituten werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abgezogen. In Abzug gebracht werden auch Non-Recourse-Finanzierungen, obgleich diese verzinslich sind. Es handelt sich hierbei um Kredite an Projektgesellschaften im Geschäftsfeld Regenerative Energien, die allein auf den Projekt-Cashflow und nicht auf die Bonität des BayWa Konzerns abgestellt sind. Ein Zugriff der Fremdkapitalgeber auf Vermögenswerte und Cashflows des BayWa Konzerns außerhalb der jeweiligen Projektgesellschaft ist ausgeschlossen. Der erwirtschaftete EBITDA der Projektgesellschaften im Berichtsjahr beträgt 53,865 Mio. Euro (Vorjahr: 25,061 Mio. Euro).

Ebenfalls werden sofort verwertbare Getreidevorräte abgezogen. Diese Vorräte wären aufgrund ihres sehr liquiden und kurzfristigen Charakters, ihrer täglichen, börsennotierten Preisfeststellung auf internationalen Märkten und Börsen sofort bei der Erfassung in flüssige Mittel umtauschbar. Jegliches Preisrisiko ist durch eine physische Verkaufsposition entweder über einen Verkaufskontrakt mit einem sehr solventen Geschäftspartner oder über einen Terminkontrakt an der Börse eliminiert. Aufgrund der hohen Liquidität dieser Vorratsbestände erachtet es der BayWa Konzern als angebracht, diese als zahlungsähnliche Position bei der Berechnung der Nettoverschuldung und der damit zusammenhängenden Finanzkennzahlen in Abzug zu bringen.

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in Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2015
Lang- und kurzfristige Finanzschulden bei Kreditinstituten 2.617,594 2.382,647
./. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente - 104,436 - 84,459
Nettoschulden 2.513,158 2.298,188
./. Non-Recourse-Finanzierung - 260,158 - 181,247
./. Sofort verwertbare Vorräte - 781,835 - 737,215
Angepasste Nettoschulden 1.471,165 1.379,726
EBITDA annualisiert 272,568 288,308
Angepasstes Eigenkapital 1.343,719 1.291,613
Nettoschulden (angepasst) zu Eigenkapital (angepasst) (in %) 109 107
Nettoschulden (angepasst)/EBITDA 5,40 4,79

(C. 14.) Pensionsrückstellungen

In Deutschland besteht eine beitragsorientierte gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von geleisteten Beiträgen übernimmt. Darüber hinaus werden für die betriebliche Altersvorsorge Pensionsrückstellungen für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter der Unternehmen des BayWa Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen dabei unterschiedliche Systeme der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Vergütung der Mitarbeiter basieren.

Den bestehenden Altersversorgungszusagen des BayWa Konzerns liegen ausschließlich leistungsorientierte Versorgungspläne zugrunde. Sie basieren sowohl auf Betriebsvereinbarungen als auch auf Einzelzusagen. Größtenteils handelt es sich um Endgehaltspläne. Die Verpflichtung der Unternehmen besteht darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen ("Defined Benefit Plans"). Die Versorgungszusagen der Konzerngesellschaften werden durch die Dotierung von Rückstellungen finanziert.

Die mit leistungsorientierten Plänen verbundenen Risiken - wie beispielsweise Langlebigkeit oder Gehaltssteigerung - bestehen bei der BayWa durch die Schließung der Versorgungswerke für Neueintritte heute lediglich in einem deutlich verminderten Umfang. Diese Altzusagen umfassen 12.469 Anspruchsberechtigte. Davon sind 2.738 aktive Mitarbeiter, 2.256 ehemalige Mitarbeiter mit unverfallbaren Ansprüchen sowie 7.475 Pensionäre und Hinterbliebene. Die Ausgestaltung der wesentlichen leistungsorientierten Pläne wird nachstehend dargestellt.

Die BayWa gewährt Versorgungsleistungen auf Basis der Versorgungszusagen der geschlossenen Versorgungswerke, deren individuelle Leistungshöhe sich nach dem Lohn- bzw. Gehaltsniveau bemisst. Es handelt sich hierbei um klassische Leistungszusagen in Form von Festbetragssystemen, Eckwertsystemen oder endgehaltsabhängigen Zusagen, die in den Leistungsarten Alters-, Invaliden-, Witwen-/Witwer- oder Waisenrente gewährt werden.

Der Konzern trägt für diese Altzusagen die versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise das Langlebigkeitsrisiko und das Zinsrisiko.

Des Weiteren bestehen auch in den österreichischen Konzerngesellschaften Versorgungszusagen, deren individuelle Leistungshöhe sich ebenfalls nach dem Lohn- bzw. Gehaltsniveau bemisst. Die Leistungszusagen werden ebenfalls in den Leistungsarten Alters-, Invaliden-, Witwen-/ Witwer- oder Waisenrente gewährt.

Der Konzern trägt auch für diese Zusagen die versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise das Langlebigkeitsrisiko und das Zinsrisiko.

Darüber hinaus bestehen in den österreichischen Konzerngesellschaften gesetzliche Verpflichtungen zu Abfertigungsleistungen, die nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Auszahlung fällig werden. Diese Verpflichtungen fallen als leistungsorientierte Versorgungspläne ebenfalls in den Anwendungsbereich des IAS 19. Auch in diesen Fällen trägt der Konzern insbesondere das Zinsrisiko.

Die Rückstellungen für Pensionen sowie die Abfertigungsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 gebildet. Dabei werden nicht nur die am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften, sondern auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten und berücksichtigt biometrische Rechnungsgrundlagen.

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, für die Schätzungen unumgänglich sind. Dabei spielen neben den Annahmen zur Lebenserwartung die folgenden Prämissen eine Rolle, die für die Gesellschaften in Deutschland und Österreich festgelegt wurden. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Deutschlands und Österreichs bestehen Versorgungszusagen nur in Ausnahmefällen.

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in Prozent 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungsfaktor 1,70 2,15
Gehaltstrend 1,00 - 3,00 2,00 - 3,00
Rententrend 1,00 - 3,00 1,50 - 2,50

Die Höhe der Abfertigungsverpflichtungen (Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen bzw. "Defined Benefit Obligation") wurde ebenfalls nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet, denen Schätzungen zugrunde liegen. Hierbei wurden die nachfolgend genannten Prämissen einheitlich für die österreichischen Konzerngesellschaften festgelegt. Bei den Konzerngesellschaften außerhalb Österreichs bestehen keine Abfertigungsverpflichtungen.

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in Prozent 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungsfaktor 1,15 1,50
Gehaltstrend 2,50 - 3,50 2,50 - 3,50

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die u. a. in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden.

Hinsichtlich der Annahmen zur Lebenserwartung wurden im Fall der deutschen Gesellschaften die Sterbetafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2005 G) verwendet. Für die österreichischen Gesellschaften wurden die "AVÖ 2008-P - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung - Pagler & Pagler" in der Ausprägung für Angestellte herangezogen.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung können versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste entstehen, deren Ursachen u. a. Abweichungen zwischen tatsächlichen und geschätzten Berechnungsparametern sein können. Die daraus resultierenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Im Berichtsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste in Höhe von 43,431 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne 5,720 Mio. Euro) ergebnisneutral direkt im Eigenkapital erfasst. Hierin enthalten sind versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 0,061 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematische Verluste 0,221 Mio. Euro) aus assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die direkt im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Verluste vor latenten Steuern auf 313,578 Mio. Euro (Vorjahr: 270,058 Mio. Euro).

Aus den Versorgungszusagen des BayWa Konzerns resultiert ein Gesamtpensionsaufwand von 20,986 Mio. Euro (Vorjahr: 21,110 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

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in Mio. Euro 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand 7,233 7,041
+ Zinsanteil 13,753 14,069
= Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge 20,986 21,110

Aus den Abfertigungsverpflichtungen der österreichischen Konzerngesellschaften resultiert ein Gesamtaufwand von 1,923 Mio. Euro (Vorjahr: 1,915 Mio. Euro), der sich aus folgenden Komponenten zusammensetzt:

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in Mio. Euro 2016 2015
Laufender Dienstzeitaufwand 1,384 1,379
+ Zinsanteil 0,539 0,536
= Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge 1,923 1,915

Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der in den Vorjahren erworbenen Ansprüche sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr hinzuerworbenen Ansprüche sind im Personalaufwand enthalten.

Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Pensionsverpflichtungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert:

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in Mio. Euro 2016 2015
DBO zum 01.01. 655,253 671,647
+ Veränderungen im Konsolidierungskreis 0,862 -
+ Summe der erfolgswirksamen Beträge 20,986 21,110
+/- Veränderung versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 42,184 - 5,751
- Pensionszahlungen der Berichtsperiode - 29,271 - 28,953
+/- Übernahme von Verpflichtungen - 0,047 - 2,800
= DBO 31.12. 689,967 655,253

Die für das Berichtsjahr ermittelten versicherungsmathematischen Verluste (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne) setzen sich aus versicherungsmathematischen Verlusten aus erfahrungsbedingten Anpassungen in Höhe von 3,408 Mio. Euro (Vorjahr: 0,698 Mio. Euro), versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 38,664 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 6,449 Mio. Euro) aus der Änderung finanzieller Annahmen und aus versicherungsmathematischen Verlusten aus der Änderung demografischer Annahmen in Höhe 0,112 Mio. Euro (Vorjahr: 0,000 Mio. Euro) zusammen.

Während der Berichtsperiode haben sich der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) und somit der Wert der bilanzierten Beträge der Abfertigungsrückstellungen auf Konzernebene folgendermaßen verändert:

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in Mio. Euro 2016 2015
DBO zum 01.01. 32,695 32,275
+ Veränderungen im Konsolidierungskreis - -
+ Summe der erfolgswirksamen Beträge 1,923 1,915
+/- Veränderung versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 1,308 - 0,190
- Abfertigungszahlungen der Berichtsperiode - 1,724 - 1,305
+/- Übernahme von Verpflichtungen - -
= DBO 31.12. 34,202 32,695

Die für das Berichtsjahr ermittelten versicherungsmathematischen Verluste (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne) setzen sich aus versicherungsmathematischen Verlusten aus erfahrungsbedingten Anpassungen in Höhe von 0,202 Mio. Euro (Vorjahr: 0,051 Mio. Euro ), versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von 0,229 Mio. Euro (Vorjahr: 0,227 Mio. Euro) aus der Änderung demografischer Annahmen sowie versicherungsmathematischen Verlusten in Höhe von 1,335 Mio. Euro (Vorjahr: versicherungsmathematische Gewinne in Höhe von 0,014 Mio. Euro) aus der Änderung finanzieller Annahmen zusammen.

Die DBO der Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro
2012 559,701
2013 540,848
2014 671,647
2015 655,253
2016 689,967

Die versicherungsmathematischen Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen stellen sich in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen wie folgt dar:

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in Mio. Euro
2012 7,410
2013 5,980
2014 0,161
2015 0,698
2016 3,408

Die DBO der Abfertigungsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro
2012 27,753
2013 28,923
2014 32,275
2015 32,695
2016 34,202

Die versicherungsmathematischen Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen stellen sich in Bezug auf die Abfertigungsverpflichtungen wie folgt dar:

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in Mio. Euro
2012 1,034
2013 0,187
2014 - 0,590
2015 0,051
2016 0,202

Für das Geschäftsjahr 2017 wird erwartet, dass voraussichtlich 18,495 Mio. Euro aufwandswirksam für leistungsorientierte Pensionspläne und 1,808 Mio. Euro für Abfertigungsverpflichtungen erfasst werden.

Sensitivitätsanalysen

Bei Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen und Abfertigungen stellen der Abzinsungsfaktor sowie der Gehaltstrend und bei Pensionsverpflichtungen darüber hinaus der Rententrend sowie die Restlebenserwartung wesentliche Bewertungsparameter dar, die im Zeitablauf gewissen Schwankungen unterliegen können. In den nachfolgenden Sensitivitätsanalysen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen wurden die Auswirkungen, resultierend aus Änderungen wesentlicher versicherungsmathematischer Annahmen, auf die Verpflichtung dargestellt. Es wurde jeweils ein wesentlicher Einflussfaktor verändert, während die übrigen Einflussgrößen konstant gehalten wurden. In der Realität ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass diese Einflussgrößen nicht korrelieren.

Sensitivitätsanalyse für die DBO aus Pensionsverpflichtungen

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Änderung der Parameter in Prozent bzw. Jahren Bei Anstieg des Parameters Veränderung der DBO um Bei Verringerung des Parameters Veränderung der DBO um Beziehung zwischen Bewertungsparameter und DBO
Abzinsungssatz ± 0,75 % - 10,53 % 12,54 % Je höher der Abzinsungssatz, desto geringer die DBO
Gehaltssteigerungen ± 0,50 % 0,94 % - 1,04 % Je höher die Gehaltssteigerung, desto höher die DBO
Rentensteigerungen ± 0,50 % 6,26 % - 5,83 % Je höher die Rentensteigerung, desto höher die DBO
Restlebenserwartung gemäß Sterbetafel ± 1 Jahr 5,91 % - 6,11 % Je höher die Lebenserwartung, desto höher die DBO

Sensitivitätsanalyse für die DBO aus Abfertigungsverpflichtungen

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Änderung der Parameter in Prozent bzw. Jahren Bei Anstieg des Parameters Veränderung der DBO um Bei Verringerung des Parameters Veränderung der DBO um Beziehung zwischen Bewertungsparameter und DBO
Abzinsungssatz ± 0,75 % - 6,94 % 7,80 % Je höher der Abzinsungssatz, desto geringer die DBO
Gehaltssteigerungen ± 0,50 % 4,99 % - 4,67 % Je höher die Gehaltssteigerung, desto höher die DBO

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtungen beträgt 15 Jahre (Vorjahr: 15 Jahre). Die gewichtete Duration der Abfertigungsverpflichtungen beträgt 9 Jahre (Vorjahr: 10 Jahre).

Die erwarteten undiskontierten Auszahlungen aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen stellen sich in den Folgejahren wie folgt dar:

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in Mio. Euro Summe 2017 2018 - 2021 2022 - 2026 >2026
Pensionsverpflichtungen 978,776 29,079 117,858 146,144 685,695
Abfertigungsverpflichtungen 41,910 1,235 8,035 13,183 19,457

(C. 15.) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig schätzbar ist. Die Rückstellungen sind mit dem Wert der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Ressourcenabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.

Die übrigen Rückstellungen entfallen hauptsächlich auf:

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in Mio. Euro 2016 2015
Langfristige Rückstellungen (mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr)    
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 62,413 60,033
Sonstige Rückstellungen 23,879 22,585
  86,292 82,618
Kurzfristige Rückstellungen (mit einer Fälligkeit bis zu einem Jahr)    
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 69,222 63,703
Sonstige Rückstellungen 110,767 112,237
  179,989 175,940

In den Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich sind im Wesentlichen Vorsorgen für Jubiläumsaufwendungen, Abfertigungen, Urlaubsrückstände und Gleitzeitguthaben sowie für Altersteilzeit enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen überwiegend Vorsorgen für Abbruchverpflichtungen, für ausstehende Rechnungen, Garantieverpflichtungen, Umsatzboni und Rabatte sowie für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften.

Darüber hinaus sind erkennbare Einzelrisiken und ungewisse Verpflichtungen ausgewiesen. Sie entfallen im Wesentlichen auf Kosten für Altlasten, Nachlaufkosten sowie Prozessrisiken.

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

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in Mio. Euro 2016 Stand 01.01.2016 Zuführung Umbuchung Auf-/Abzinsung Verbrauch Auflösung Kursdifferenzen Stand 31.12.2016
Langfristige Rückstellungen                
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 60,033 8,716 - 0,439 0,689 6,513 0,073 - 62,413
Sonstige Rückstellungen 22,585 3,009 - 0,119 1,286 3,016 0,134 0,268 23,879
  82,618 11,725 - 0,558 1,975 9,529 0,207 0,268 86,292
Kurzfristige Rückstellungen                
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 63,703 55,169 0,439 - 46,975 3,349 0,235 69,222
Sonstige Rückstellungen 112,237 11 5,937 0,119 0,072 110,100 8,008 0,510 110,767
  175,940 171,106 0,558 0,072 157,075 11,357 0,745 179,989
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in Mio. Euro 2015 Stand 01.01.2015 Zuführung Umbuchung Auf-/Abzinsung Verbrauch Auflösung Kursdifferenzen Stand 31.12.2015
Langfristige Rückstellungen                
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 61,038 21,479 - 0,740 1,041 22,339 0,446 - 60,033
Sonstige Rückstellungen 22,098 5,763 - 2,311 0,822 3,281 0,478 - 0,028 22,585
  83,136 27,242 - 3,051 1,863 25,620 0,924 - 0,028 82,618
Kurzfristige Rückstellungen                
Verpflichtungen aus dem Personal- und Sozialbereich 62,559 52,285 0,740 - 49,034 2,839 - 0,008 63,703
Sonstige Rückstellungen 108,642 115,317 2,311 0,074 108,628 6,220 0,741 112,237
  171,201 167,602 3,051 0,074 157,662 9,059 0,733 175,940

(C. 16.) Finanzschulden

Die Finanzschulden weisen alle verzinslichen Verpflichtungen des BayWa Konzerns aus, die zum Bilanzstichtag bestehen. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.036,032 775,265 329,926 2.141,223
Commercial Paper 475,000 - - 475,000
Stille Beteiligung 1,371 - - 1,371
  1.512,403 775,265 329,926 2.617,594
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzschulden        
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.046,488 633,632 434,708 2.114,828
Commercial Paper 266,448 - - 266,448
Stille Beteiligung 1,371 - - 1,371
  1.314,307 633,632 434,708 2.382,647

Der BayWa Konzern finanziert sich einerseits über Kontokorrentkredite und kurzfristige Darlehen, für die keine Sicherheiten begeben werden. In Einzelfällen werden langfristige Bankdarlehen in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2016 platzierte die BayWa AG am 11. Mai ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen in Höhe von nominal 75,000 Mio. Euro. Weitere Schuldscheindarlehen wurden von der BayWa AG in den Jahren 2010, 2011, 2014 und 2015 platziert.

Die Schuldscheindarlehen dienen der Diversifizierung der Konzernfinanzierung und sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfasst.

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2016 Darlehensbetrag nominal
in Mio. Euro
Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 364 Tage variabel 75,000 11.05.2017 1-Monats-Euribor zzgl. 0,45 %
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2015 Darlehensbetrag nominal
in Mio. Euro
Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 5 Jahre fix 26,000 09.11.2020 1,03 %
Schuldscheindarlehen 5 Jahre variabel 20,000 09.11.2020 6-Monats-Euribor zzgl. 0,75 %
Schuldscheindarlehen 6 Jahre fix 28,000 09.11.2021 1,52 %
Schuldscheindarlehen 6 Jahre variabel 21,500 09.11.2021 6-Monats-Euribor zzgl. 1,10 %
Schuldscheindarlehen 7 Jahre fix 33,500 09.11.2022 1,71 %
Schuldscheindarlehen 7 Jahre variabel 24,500 09.11.2022 6-Monats-Euribor zzgl. 1,15 %
Schuldscheindarlehen 10 Jahre fix 46,500 09.11.2025 2,32 %
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2014 Darlehensbetrag nominal
in Mio. Euro
Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 5 Jahre fix 100,500 06.10.2019 1,34 %
Schuldscheindarlehen 5 Jahre variabel 53,000 06.10.2019 6-Monats-Euribor zzgl. 0,85 %
Schuldscheindarlehen 7 Jahre fix 79,500 06.10.2021 1,87 %
Schuldscheindarlehen 7 Jahre variabel 52,000 06.10.2021 6-Monats-Euribor zzgl. 1,10 %
Schuldscheindarlehen 10 Jahre fix 80,000 06.10.2024 2,63 %
Schuldscheindarlehen 10 Jahre variabel 18,000 06.10.2024 6-Monats-Euribor zzgl. 1,45 %
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2011 Darlehensbetrag nominal
in Mio. Euro
Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 7 Jahre fix 67,500 12.12.2018 3,77 %
Schuldscheindarlehen 7 Jahre variabel 28,000 12.12.2018 6-Monats-Euribor zzgl. 1,40 %
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2010 Darlehensbetrag nominal
in Mio. Euro
Fälligkeit Verzinsung
Schuldscheindarlehen 7 Jahre variabel 42,500 05.10.2017 6-Monats-Euribor zzgl. 1,35 %

Die Schuldscheindarlehen wurden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert, der dem Nominalwert entspricht, unter Kürzung der Transaktionskosten angesetzt. Die Schuldscheindarlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Kredite in Höhe von 902,825 Mio. Euro (Vorjahr: 842,260 Mio. Euro) jederzeit fällig. Der Differenzbetrag in Höhe von 133,207 Mio. Euro (Vorjahr: 204,228 Mio. Euro) betrifft den kurzfristigen Anteil der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der durchschnittliche effektive Zinssatz bei kurzfristigen Krediten beträgt derzeit ca. 1,11 Prozent (Vorjahr: 1,38 Prozent) pro Jahr.

Aus dem von der Baywa AG aufgelegten Commercial-Paper-Programm mit einem Gesamtvolumen von 500,000 Mio. Euro waren zum Bilanzstichtag Commercial Papers in Höhe von 475,000 Mio. Euro (Vorjahr: 266,488 Mio. Euro) mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 49 Tagen (Vorjahr: 33 Tage) und einem durchschnittlich gewichteten Effektivzinssatz von 0,38 Prozent (Vorjahr: 0,56 Prozent) begeben.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzern 3,859 Mio. Euro (Vorjahr: 3,532 Mio. Euro) grundpfandrechtlich gesichert.

Die Zeitwerte der Finanzschulden weichen nicht wesentlich von den ausgewiesenen Buchwerten ab und werden in Abschnitt C.25. dargestellt.

Die stillen Beteiligungen von vier österreichischen Lagerhäusern an der RWA AG haben jeweils eine unbestimmte Laufzeit, die von den Lagerhäusern jederzeit kündbar ist. Die stillen Beteiligungen werden verzinst, der Zinssatz ist vertraglich fixiert. Aufgrund der Kurzfristigkeit infolge der jederzeit möglichen Kündigung entspricht der Fair Value dem Buchwert.

(C. 17.) Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing

Unter den Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden die passivierten Barwerte der künftigen Leasingraten (vgl. auch Abschnitt C.2.) ausgewiesen.

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 8,371 31,575 132,564 172,510
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 6,671 25,784 129,039 161,494

(C. 18.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen

Langfristige Verbindlichkeiten stehen zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bilanz. Unterschiedsbeträge zwischen historischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt. Kurzfristige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten neben Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten aus Finanzierungen.

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 744,834 2,596 0,278 747,708
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5,801 - - 5,801
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 45,998 - - 45,998
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 97,677 - - 97,677
  894,310 2,596 0,278 897,184
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 673,186 4,684 0,400 678,270
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3,845 - - 3,845
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 38,290 - - 38,290
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 76,899 - - 76,899
  792,220 4,684 0,400 797,304

(C. 19.) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern stellen sich, gegliedert nach Restlaufzeiten, wie folgt dar:

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Ertragsteuerverbindlichkeiten 29,924 - - 29,924
  29,924 - - 29,924
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Ertragsteuerverbindlichkeiten 25,301 - - 25,301
  25,301 - - 25,301

(C. 20.) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten des BayWa Konzerns umfassen Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte ebenso wie Warenterminkontrakte, die als Finanzinstrumente gemäß IAS 39 einzustufen sind. Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt jeweils zum beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind aufgrund ihres Handelscharakters der Kategorie "zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten" gemäß IAS 39 zugeordnet. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt für die Devisentermin- und Zinssicherungsgeschäfte mit dem jeweiligen Börsen- oder Marktwert (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) am Bilanzstichtag oder wird aus diesem abgeleitet (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie). Für die Warentermingeschäfte erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert entweder direkt zu in einem aktiven Markt notierten Preisen zum Bilanzstichtag (Level 1 der Fair-Value-Hierarchie) oder wird aus Preisnotierungen für die jeweiligen Waren unter Berücksichtigung der jeweiligen Laufzeit am Bilanzstichtag abgeleitet (Level 2 der Fair-Value-Hierarchie).

Die Einordnung der beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Verbindlichkeiten in die Fair-Value-Hierarchie stellt sich wie folgt dar:

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2016 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Warentermingeschäfte 17,711 86,848 - 104,559
Devisensicherungsgeschäfte 50,575 - - 50,575
Zinssicherungsgeschäfte - 6,970 - 6,970
  68,286 93,818 - 162,104
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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2015 Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Warentermingeschäfte 41,287 107,621 - 148,908
Devisensicherungsgeschäfte 20,603 - - 20,603
Zinssicherungsgeschäfte - 4,007 - 4,007
  61,890 111,628 - 173,518

Von den ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten haben 152,628 Mio. Euro (Vorjahr: 169,868 Mio. Euro) eine Restlaufzeit von maximal einem Jahr. Für finanzielle Verbindlichkeiten von 9,476 Mio. Euro (Vorjahr: 3,650 Mio. Euro) liegt die Restlaufzeit zwischen mindestens einem und maximal fünf Jahren.

(C. 21.) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Soziale Sicherheit 4,549 0,807 - 5,356
Erhaltene Zuschüsse 0,045 0,389 0,510 0,944
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 65,567 - - 65,567
Übrige Verbindlichkeiten inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 207,323 28,266 59,978 295,567
  277,484 29,462 60,488 367,434
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Soziale Sicherheit 4,395 0,797 0,191 5,383
Erhaltene Zuschüsse 0,045 0,273 0,639 0,957
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 65,846 - - 65,846
Übrige Verbindlichkeiten inkl. Rechnungsabgrenzungsposten 1 84,884 27,683 63,836 276,403
  255,170 28,753 64,666 348,589

Die Zeitwerte der ausgewiesenen Posten weichen nicht wesentlich von den dargestellten Buchwerten ab.

Bei den erhaltenen öffentlichen Zuschüssen handelt es sich um Zuwendungen der öffentlichen Hand, die im Zusammenhang mit Neuinvestitionen gewährt werden. Diese Zuschüsse werden über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts erfolgswirksam aufgelöst. Im Geschäftsjahr betrug die Auflösung 0,112 Mio. Euro (Vorjahr: 0,155 Mio. Euro). Diese wird unter dem sonstigen betrieblichen Ertrag ausgewiesen.

(C. 22.) Latente Steuerschulden

Die Abgrenzung passiver latenter Steuern erfolgt gemäß dem "Temporary-Concept" des IAS 12. Dabei finden die am Bilanzstichtag geltenden bzw. beschlossenen und bekannten Steuersätze Anwendung. Weitere Erläuterungen zu den passiven latenten Steuern enthält Abschnitt D.8. "Ertragsteuern".

(C. 23.) Eventualschulden

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in Mio. Euro 2016 2015
Wechselobligo 0,201 1,805
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-) (-)
Bürgschaften 148,714 211,457
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (5,742) (3,951)
(davon gegenüber assoziierten Unternehmen) (112,621) (152,370)
Gewährleistungen 83,954 85,905
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-) (-)
(davon gegenüber assoziierten Unternehmen) (81,234) (82,500)
Sicherheiten für Verbindlichkeiten Dritter 12,653 8,807
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (-) (-)

Auf eine Angabe der nach IAS 37.86 und IAS 37.89 geforderten Angaben wird aus Praktikabilitätsgründen verzichtet.

(C. 24.) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den als Operate Lease ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingvereinbarungen (C.2.) bestehen weitere, nachfolgend genannte finanzielle Verpflichtungen:

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in Mio. Euro 2016 2015
Sonstige finanzielle Verpflichtungen    
aus Rückkaufverpflichtungen 20,630 14,347
aus Haftsummen für Geschäftsanteile bei genossenschaftlichen Unternehmen 9,962 9,974

Vertragliche Verpflichtungen (Bestellobligo) bestehen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,072 Mio. Euro (Vorjahr: 0,278 Mio. Euro), Sachanlagen (Immobilien, Fahrzeuge) in Höhe von 17,689 Mio. Euro (Vorjahr: 21,990 Mio. Euro) und Vorräten in Höhe von 329,230 Mio. Euro (Vorjahr: 307,498 Mio. Euro).

(C. 25.) Finanzinstrumente

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Finanzinstrument nach IAS 32 ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente den Bewertungskategorien nach IAS 39 zugeordnet und entsprechend behandelt. Finanzielle Vermögenswerte stellen im BayWa Konzern insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Finanzinvestitionen sowie positive beizulegende Zeitwerte aus Währungs- und Zinssicherungsgeschäften dar. Zudem werden die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Vermögenswerte im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Im BayWa Konzern sind dies insbesondere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Währungs- und Zinssicherungsgeschäfte. Zudem werden die negativen beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind.

Die finanziellen Vermögenswerte betreffen folgende Kategorien:

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sind vor allem Finanzinvestitionen, also Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere. Die Bewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert, der sich aus dem Börsenkurs bzw. Marktpreis ergibt, soweit ein aktiver Markt eine realistische Bewertung zulässt. Die überwiegende Zahl der Vermögenswerte in dieser Kategorie wird auf einem aktiven Markt gehandelt. Für diejenigen finanziellen Vermögenswerte in dieser Kategorie, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden und für die eine Ableitung des beizulegenden Zeitwerts anhand von vergleichbaren Transaktionen für die entsprechende Periode ebenfalls nicht möglich war, erfolgte die Bewertung zu Anschaffungskosten (abzüglich gegebenenfalls notwendiger Wertminderungen) als bester Nachweis für den beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital in einer "Available-for-Sale"-Rücklage erfasst. Beim Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die bis zu diesem Zeitpunkt im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Gibt es objektive Hinweise auf eine signifikante oder dauerhafte Wertminderung des beizulegenden Zeitwerts, erfolgt diese erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung.

Kredite und Forderungen (LaR): Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden Kredite und Forderungen in der Bilanz ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Sie haben im BayWa Konzern überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste werden direkt im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Hierunter fallen auch diejenigen derivativen Finanzinstrumente, die nicht die Bedingungen eines Sicherungsinstruments erfüllen. Grundlage der Bewertung ist der Markt- bzw. Börsenwert. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zudem werden in dieser Kategorie die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist der Markt- oder Börsenwert für vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag.

Die Option, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa Konzern nicht gewählt.

Finanzielle Vermögenswerte werden zum Erfüllungstag bilanziell abgebildet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten erstrecken sich auf folgende Klassen:

Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC): Diese finanziellen Verbindlichkeiten werden nach ihrer erstmaligen Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Der Buchwert stellt somit für die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten eine vernünftige Annäherung des beizulegenden Zeitwerts dar. Gewinne und Verluste sind direkt im Konzernergebnis erfasst.

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT): In dieser Kategorie sind derivative Finanzinstrumente auszuweisen, die nicht in eine wirksame Sicherungsstrategie nach IAS 39 eingebunden sind und deren Marktwert aus der Folgebewertung zu einem negativen beizulegenden Zeitwert geführt hat. Die Marktwertveränderungen sind erfolgswirksam über das Konzernergebnis erfasst. Die Bewertung erfolgt zum Markt-/Börsenwert. Zudem werden in dieser Kategorie die negativen beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist der Markt- oder Börsenwert für vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag.

Daneben können im BayWa Konzern vereinzelt auch Fair Value Hedges zur Absicherung von Vorräten durch Warentermingeschäfte zum Einsatz kommen. In diesem Fall werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der zugeordneten Grundgeschäfte ergebniswirksam erfasst.

Die Option, finanzielle Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen Ansatz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren, wurde im BayWa Konzern nicht gewählt.

Zur Absicherung, insbesondere der aus der operativen Tätigkeit resultierenden Zins- und Währungsrisiken, werden im BayWa Konzern derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Anwendung gelangen vor allem Zinscaps, Zinsswaps und Futures sowie Devisentermingeschäfte. Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Der beizulegende Zeitwert entspricht dem positiven oder negativen Marktwert.

Der BayWa Konzern wickelt seine geschäftlichen Aktivitäten in überwiegendem Umfang im Euro-Raum ab. Über einbezogene Konzerngesellschaften werden jedoch auch Geschäftsaktivitäten in fremden Währungen abgewickelt. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen neuseeländischen Gesellschaften werden aufgrund der Exportaktivitäten neben dem neuseeländischen Dollar überwiegend in US-Dollar, Euro und britischen Pfund getätigt. Die geschäftlichen Transaktionen der Agrarhandelsgesellschaften werden neben Euro und US-Dollar auch in britischen Pfund, polnischen Zloty, ungarischen Forint, rumänischen Lei, russischen Rubel und ukrainischen Hrywnja getätigt. Die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen amerikanischen Gesellschaften sowie von Gesellschaften im britischen Währungsraum beziehen sich fast ausschließlich auf deren jeweiligen Währungsraum. Ebenso werden auch die Geschäftsaktivitäten der einbezogenen ungarischen Gesellschaften fast ausnahmslos im ungarischen Währungsraum getätigt. Geschäfte in ausländischer Währung werden im BayWa Konzern darüber hinaus vereinzelt im Agrarhandel abgeschlossen. Erfolgen Fremdwährungstermingeschäfte, so werden diese durch ein entsprechendes Devisentermingeschäft gesichert. Für diejenigen Devisentermingeschäfte, für die ein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt ein Sicherungsgeschäft im Sinne des IAS 39 vor. In Fällen, in denen ein Sicherungsgeschäft vorliegt und dieses entsprechend designiert wird, werden die Veränderungen der Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Devisentermingeschäfte jeweils getrennt von den Grundgeschäften zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Die Sicherungsgeschäfte beziehen sich im Regelfall auf Fremdwährungstermingeschäfte des Folgejahres. Zur Absicherung der Währungsrisiken bestanden zum 31. Dezember 2016 Devisentermingeschäfte in US-Dollar, britischen Pfund, kanadischen Dollar, australischen Dollar, neuseeländischen Dollar, polnischen Zloty, schweizerischen Franken, tschechischen Kronen, japanischen Yen, russischen Rubel, kroatischen Kuna, schwedischen Kronen, südafrikanischen Rand, thailändischen Baht sowie ungarischen Forint.

Im Rahmen des Finanzmanagements tätigt der Konzern in erster Linie die Aufnahme kurzfristiger Termingelder auf dem Geldmarkt. Die Mittelbeschaffung erfolgt jeweils auf dem regionalen Markt der operierenden Einheit. Dadurch ist der BayWa Konzern in erster Linie einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Diesem Risiko begegnet der Konzern durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, im Wesentlichen durch den Abschluss von Zinsswaps, Zinscaps und Futures. Die volumenmäßige Sicherung umfasst dabei stets nur einen Sockelbetrag der aufgenommenen Fremdmittel. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die ein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt ein Sicherungsgeschäft im Sinne des IAS 39 vor. In Fällen, in denen ein Sicherungsgeschäft vorliegt und dieses entsprechend designiert wird, werden die Veränderungen der Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Für diejenigen derivativen Finanzinstrumente, für die kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem identifizierbaren Grundgeschäft besteht, liegt kein Sicherungsgeschäft im Sinne von IAS 39 vor. Dadurch sind die Zinsderivate jeweils getrennt von den Grundgeschäften zu Marktwerten am Bilanzstichtag bewertet. Die Marktwerte werden jeweils anhand der am Bilanzstichtag vorhandenen Marktinformationen ermittelt. Die Zinssicherungsgeschäfte betreffen sowohl lang- als auch kurzfristige Finanzierungen.

Buch- und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen den Bilanzpositionen und den IFRS-7-Klassen bzw. IAS-39-Bewertungskategorien, aufgegliedert in der Folgebewertung nach "Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten" und "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert". Die Buchwerte werden am Schluss den beizulegenden Zeitwerten zu Vergleichszwecken gegenübergestellt. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines finanziellen Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer finanziellen Verbindlichkeit gezahlt würde. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie sonstige Aktiva haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen sowie übrige Verbindlichkeiten haben überwiegend kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.

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Folgebewertung Folgebewertung
in Mio. Euro zum 31.12.2016 IAS-39-Kategorie bzw. IFRS-7-Klasse Buchwert 31.12.2016 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Keine IFRS-7-Klasse Fair Value 31.12.2016
Langfristige finanzielle Vermögenswerte              
Übrige Finanzanlagen AfS 150,237 55,814 94,423 - - 150,237
Übrige Finanzanlagen LaR 38,822 38,822 - - - 38,822
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 8,814 8,814 - - - 8,814
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte LaR 39,743 36,756 - - 2,987 39,743
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte              
Wertpapiere FAHfT 1,966 - - 1,966 - 1,966
Finanzielle Vermögenswerte FAHfT 153,141 - - 153,141 - 153,141
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen LaR 1.019,341 1.019,341 - - - 1.019,341
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Aktiva LaR 376,513 290,331 - - 86,182 376,513
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten              
Finanzschulden FLAC 1.105,191 1.105,191 - - - 1.111,349
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 2,874 2,874 - - - 2,874
Finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 9,476 - - 9,476 - 9,476
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 89,950 13,800 - - 76,150 89,950
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten              
Finanzschulden FLAC 1.51 2,403 1.51 2,403 - - - 1.51 2,403
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 894,310 796,633 - - 97,677 894,310
Finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 152,628 - - 152,628 - 152,628
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 277,484 199,451 - - 78,033 277,484
Aggregiert nach IAS-39-Kategorie/IFRS-7-Klasse              
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte AfS 150,237 55,814 94,423 - - 150,237
Kredite und Forderungen LaR 1.483,233 1.394,064 - - 89,169 1.483,233
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 155,107 - - 155,107 - 155,107
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 3.882,212 3.630,352 - - 251,860 3.888,370
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 162,104 - - 162,104 - 162,104
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Folgebewertung Folgebewertung
in Mio. Euro zum 31.12.2015 IAS-39-Kategorie bzw. IFRS-7-Klasse Buchwert 31.12.2015 Fortgeführte Anschaffungskosten Fair Value erfolgsneutral Fair Value erfolgswirksam Keine IFRS-7-Klasse Fair Value 31.12.2015
Langfristige finanzielle Vermögenswerte              
Übrige Finanzanlagen AfS 114,940 109,840 5,100 - - 114,940
Übrige Finanzanlagen LaR 53,256 53,256 - - - 53,256
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 13,504 13,504 - - - 13,504
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Vermögenswerte LaR 46,106 42,527 - - 3,579 46,106
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte              
Wertpapiere FAHfT 1,983 - - 1,983 - 1,983
Finanzielle Vermögenswerte FAHfT 222,373 - - 222,373 - 222,373
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen LaR 833,910 833,910 - - - 833,910
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte Sonstige Aktiva LaR 420,846 363,184 - - 57,662 420,846
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten              
Finanzschulden FLAC 1.068,340 1.068,340 - - - 1.076,468
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 5,084 5,084 - - - 5,084
Finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 3,650 - - 3,650 - 3,650
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 93,419 14,546 - - 78,873 93,419
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten              
Finanzschulden FLAC 1.314,307 1.314,307 - - - 1.314,307
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen FLAC 792,220 715,321 - - 76,899 792,220
Finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 169,868 - - 169,868 - 169,868
Übrige Verbindlichkeiten FLAC 255,170 180,549 - - 74,621 255,170
Aggregiert nach IAS-39-Kategorie/IFRS-7-Klasse              
Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte AfS 114,940 109,840 5,100 - - 114,940
Kredite und Forderungen LaR 1.367,622 1.306,381 - - 61,241 1.367,622
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte FAHfT 224,356 - - 224,356 - 224,356
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten FLAC 3.528,540 3.298,147 - - 230,393 3.536,668
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten FLHfT 173,518 - - 173,518 - 173,518

Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Um der Erheblichkeit der in die Bewertungen der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einfließenden Faktoren Rechnung zu tragen, wurden die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des BayWa Konzerns, die jeweils zum Zeitwert bewertet wurden, hierarchisch in drei Level eingestuft.

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

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Level 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise.
Level 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen.
Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Im BayWa Konzern kommen einerseits derivative Finanzinstrumente zum Einsatz, die zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken gehalten werden. Zudem werden in dieser Kategorie die beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen und somit als Finanzinstrument im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind. Diese Warentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist hierbei der Markt- oder Börsenpreis für identische oder vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Die Bewertung der Währungssicherungsgeschäfte erfolgt mit dem Schlusskurs der jeweiligen Währung am Bilanzstichtag. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Warentermingeschäfte erfolgt für diejenigen Geschäfte, die direkt an der Börse gehandelt werden mit dem jeweiligen Börsenpreis. Für diejenigen Geschäfte, die nicht direkt an der Börse gehandelt werden, erfolgt die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts aus beobachtbaren Marktpreisen. Für die Hauptwarengruppen erfolgt die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts aus Futures, um die zeitliche Komponente der Warentermingeschäfte in die Betrachtung mit einzubeziehen. Für solche Produkte, für welche keine Futures gehandelt werden, erfolgt die Bewertung zu Tagespreisen im physischen Handel. Bei der jeweiligen Bewertung wird die Marktliquidität mit in Betracht gezogen und durch Abschläge im beizulegenden Zeitwert berücksichtigt. Bei Zinssicherungsgeschäften erfolgt die Bewertung in Abhängigkeit von den relevanten Basisinstrumenten anhand aktueller beobachtbarer Marktdaten und mit anerkannten Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder dem Libor-Market-Model. Die Bewertung von CAPs erfolgt ebenfalls anhand von Bewertungsmodellen wie beispielsweise der Barwertmethode oder Optionspreismodellen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie:

Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2016

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in Mio. Euro Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte 68,190 84,951 - 153,141
Wertpapiere FAHfT 1,966 - - 1,966
Finanzielle Vermögenswerte AfS 94,423 - - 94,423
Summe finanzielle Vermögenswerte 164,579 84,951 - 249,530
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte 68,286 93,818 - 162,104
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 68,286 93,818 - 162,104

Hierarchische Einstufung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für das Geschäftsjahr 2015

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in Mio. Euro Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte 56,092 166,281 - 222,373
Wertpapiere FAHfT 1,983 - - 1,983
Finanzielle Vermögenswerte AfS 5,100 - - 5,100
Summe finanzielle Vermögenswerte 63,175 166,281 - 229,456
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert        
Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte 61,890 111,628 - 173,518
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 61,890 111,628 - 173,518

Der Anstieg bei den in Level 1 geführten zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte (AfS) resultiert im Wesentlichen aus den Anteilen an der Raiffeisen Zentralbank AG, Wien, Österreich, die in der Vergangenheit zu fortgeführten Anschaffungskosten abgebildet wurden und für die aufgrund einer bevorstehenden Fusion erstmalig ein Marktpreis zur Verfügung stand, der für die Bewertung zugrunde gelegt werden konnte. Der Rückgang der in Level 2 geführten derivativen Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte geht auf im Vorjahresvergleich geringere Preisschwankungen bei einzelnen Produktgruppen zurück, für die Warentermingeschäften abgeschlossen wurden und die ausschließlich als Handelsinstrument vorgesehen sind.

Nettogewinne und Nettoverluste

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung und im sonstigen Ergebnis berücksichtigten Nettogewinne oder -verluste von Finanzinstrumenten dar.

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2016 Aktiva Passiva
Kategorie FAHfT AfS LaR FLHfT FLAC keine Zuordnung
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis            
Equity-Bewertung von Beteiligungen - - - - - -
Erträge aus Beteiligungen - 1,345 - - - -
Aufwendungen aus Beteiligungen - - 1,497 - - - -
Ergebnis aus Abgängen - 1,091 - - - -
Beteiligungsergebnis - 0,939 - - - -
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen - 1,961 - - - -
Ergebnis aus Abgängen - 0,021 - - - -
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen - 1,982 - - - -
Zinserträge - - 6,302 - - -
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung 0,022 - - - - -
Zinserträge Summe 0,022 - 6,302 - - -
Zinsaufwendungen - - - - - 53,400 -
Zinsanteil Personalrückstellungen - - - - - -
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung - - - - 0,078 - -
Zinsaufwendungen Summe - - - - 0,078 - 53,400 -
Zinsergebnis 0,022 - 6,302 - 0,078 - 53,400 -
Summe Nettogewinne/-verluste 0,022 2,921 6,302 - 0,078 - 53,400 -
Finanzergebnis            
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis            
Erträge aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften 16,051 - - - - -
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen - - 5,687 - - -
Aufwand aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften - - - - 76,188 - -
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen - - - 16,498 - - -
Summe Nettogewinne/-verluste 16,051 - - 10,811 - 76,188 - -
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital            
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren - 33,898 - - - -
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der AfS-Kategorie - - - - - -
Nettogewinn/-verlust aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang 2,288 - - - 1,424 - -
Währungsumrechnung - - - - - 10,129
Summe Nettogewinne/-verluste 2,288 33,898 - - 1,424 - 10,129
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2016 Gesamt Überleitung
Kategorie FI Kein FI Gesamt
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis      
Equity-Bewertung von Beteiligungen - 4,220 4,220
Erträge aus Beteiligungen 1,345 - 1,345
Aufwendungen aus Beteiligungen - 1,497 - - 1,497
Ergebnis aus Abgängen 1,091 14,674 15,765
Beteiligungsergebnis 0,939 14,674 15,613
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen 1,961 - 1,961
Ergebnis aus Abgängen 0,021 - 0,021
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen 1,982 - 1,982
Zinserträge 6,302 - 6,302
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung 0,022 - 0,022
Zinserträge Summe 6,324 - 6,324
Zinsaufwendungen - 53,400 - 12,125 - 65,525
Zinsanteil Personalrückstellungen - - 15,804 - 15,804
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung - 0,078 - - 0,078
Zinsaufwendungen Summe - 53,478 - 27,929 - 81,407
Zinsergebnis - 47,154 - 27,929 - 75,083
Summe Nettogewinne/-verluste - 44,233 - 9,035 - 53,268
Finanzergebnis     - 53,268
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis      
Erträge aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften 16,051    
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen 5,687    
Aufwand aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften - 76,188    
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen - 16,498    
Summe Nettogewinne/-verluste - 70,948    
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital      
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren 33,898    
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der AfS-Kategorie -    
Nettogewinn/-verlust aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang 0,864    
Währungsumrechnung 10,129    
Summe Nettogewinne/-verluste 44,891    
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2015 Aktiva Passiva
Kategorie FAHfT AfS LaR FLHfT FLAC keine Zuordnung
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis            
Equity-Bewertung von Beteiligungen - - - - - -
Erträge aus Beteiligungen - 2,750 - - - -
Aufwendungen aus Beteiligungen - - 1,432 - - - -
Ergebnis aus Abgängen - 0,368 - - - -
Beteiligungsergebnis - 1,686 - - - -
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen - 2,527 - - - -
Ergebnis aus Abgängen - 0,078 - - - -
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen - 2,605 - - - -
Zinserträge - - 5,613 - - -
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung 0,003 - - - - -
Zinserträge Summe 0,003 - 5,613 - - -
Zinsaufwendungen - - - - - 48,149 -
Zinsanteil Personalrückstellungen - - - - - -
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung - - - - 0,114 - -
Zinsaufwendungen Summe - - - - 0,114 - 48,149 -
Zinsergebnis 0,003 - 5,613 - 0,114 - 48,149 -
Summe Nettogewinne/-verluste 0,003 4,291 5,613 - 0,114 - 48,149 -
Finanzergebnis            
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis            
Erträge aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften 68,964 - - - - -
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen - - 7,549 - - -
Aufwand aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften - - - - 33,972 - -
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen - - - 11,440 - - -
Summe Nettogewinne/-verluste 68,964 - - 3,891 - 33,972 - -
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital            
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren - - 0,225 - - - -
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der AfS-Kategorie - - - - - -
Nettogewinn/-verlust aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang - 0,671 - - - 1,232 - -
Währungsumrechnung - - - - - 2,032
Summe Nettogewinne/-verluste - 0,671 - 0,225 - - 1,232 - 2,032
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2015 Gesamt Überleitung
Kategorie FI Kein FI Gesamt
1. Nettogewinne/-verluste im Finanzergebnis      
Equity-Bewertung von Beteiligungen - 3,284 3,284
Erträge aus Beteiligungen 2,750 - 2,750
Aufwendungen aus Beteiligungen - 1,432 - - 1,432
Ergebnis aus Abgängen 0,368 - 0,368
Beteiligungsergebnis 1,686 - 1,686
Erträge aus sonstigen Finanzanlagen 2,527 - 2,527
Ergebnis aus Abgängen 0,078 - 0,078
Ergebnis sonstiger Finanzanlagen 2,605 - 2,605
Zinserträge 5,613 - 5,613
Zinserträge aus Fair-Value-Bewertung 0,003 - 0,003
Zinserträge Summe 5,616 - 5,616
Zinsaufwendungen - 48,149 - 12,351 - 60,500
Zinsanteil Personalrückstellungen - - 15,096 - 15,096
Zinsaufwendungen aus Fair-Value-Bewertung - 0,114 - - 0,114
Zinsaufwendungen Summe - 48,263 - 27,447 - 75,710
Zinsergebnis - 42,647 - 27,447 - 70,094
Summe Nettogewinne/-verluste - 38,356 - 24,163 - 62,519
Finanzergebnis     - 62,519
2. Nettogewinne/-verluste im Betriebsergebnis      
Erträge aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften 68,964    
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen/aus der Auflösung von Forderungswertberichtigungen 7,549    
Aufwand aus derivaten Finanzinstrumenten und Warentermingeschäften - 33,972    
Wertberichtigung/Abschreibung Forderungen - 11,440    
Summe Nettogewinne/-verluste 31,101    
3. Nettogewinne/-verluste im Eigenkapital      
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts aus der Marktbewertung von Wertpapieren - 0,225    
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs finanzieller Vermögenswerte der AfS-Kategorie -    
Nettogewinn/-verlust aus Sicherungsinstrumenten mit effektivem Sicherungszusammenhang - 1,903    
Währungsumrechnung 2,032    
Summe Nettogewinne/-verluste - 0,096    

In den Erträgen aus Beteiligungen sind die Dividendenzahlungen enthalten.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Analyse der Fälligkeitstermine der undiskontierten finanziellen Verbindlichkeiten nach IFRS-7-Klassen.

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in Mio. Euro 2016 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 2.710,308 936,982 348,023 3.995,313
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 152,628 9,476 - 162,104
  2.862,936 946,458 348,023 4.157,417
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in Mio. Euro 2015 Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC) 2.473,456 721,058 457,370 3.651,884
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) 169,868 3,650 - 173,518
  2.643,324 724,708 457,370 3.825,402

Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" zum 31. Dezember 2016 verteilen.

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in Mio. Euro Summe bis 6/2017 7 - 12/2017 2018 - 2021 >2021
Zinsanteil 113,101 8,847 19,472 64,629 20,153
Tilgungsanteil 3.882,212 1.991,735 690,254 872,353 327,870
Summe 3.995,313 2.000,582 709,726 936,982 348,023

Der folgende Fälligkeitenspiegel zeigt, wie sich die prognostizierten Cashflows der vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der IFRS-7-Kategorie "Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (FLAC)" zum 31. Dezember 2015 verteilen.

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in Mio. Euro Summe bis 6/2016 7 - 12/2016 2017 - 2020 >2020
Zinsanteil 123,344 9,871 20,847 67,391 25,235
Tilgungsanteil 3.528,540 1.879,175 563,563 653,667 432,135
Summe 3.651,884 1.889,046 584,410 721,058 457,370

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten

Als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 können im BayWa Konzern vereinzelt Derivate im Rahmen von Fair Value Hedges für Warentermingeschäfte sowie Absicherungsgeschäfte für Zins- und Währungsrisiken in Form von Zinscaps, Zinsswaps und Futures sowie Devisentermingeschäfte zum Einsatz kommen. Zudem werden die beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten im Sinne des IAS 39 erfasst, die ausschließlich als Handelsinstrumente und nicht zur weiteren Verwendung im Konzern vorgesehen sind. Die beizulegenden Zeitwerte sind aus der angeführten Tabelle ersichtlich. Im Berichtsjahr sind Gewinne in Höhe von 16,051 Mio. Euro (Vorjahr: 68,964 Mio. Euro) und Verluste in Höhe von 76,188 Mio. Euro (Vorjahr: 33,972 Mio. Euro) im Rahmen der Zeitwertermittlung in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Fristigkeiten der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sowie der Warentermingeschäfte, die ausschließlich als Handelsinstrumente vorgesehen sind, zum Bilanzstichtag dargestellt.

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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2016 Gesamt Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre
Aktiva        
Zinssicherungsgeschäfte 0,012 0,012 - -
Warentermingeschäfte 103,142 103,142 - -
Devisensicherungsgeschäfte 49,987 49,987 - -
  153,141 153,141 - -
Passiva        
Zinssicherungsgeschäfte 6,970 1,169 5,801 -
Warentermingeschäfte 104,559 101,577 2,982 -
Devisensicherungsgeschäfte 50,575 49,882 0,693 -
  162,104 152,628 9,476 -
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Beizulegende Zeitwerte
in Mio. Euro 31.12.2015 Gesamt Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit von einem bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre
Aktiva        
Zinssicherungsgeschäfte 0,157 0,157 - -
Warentermingeschäfte 179,687 179,687 - -
Devisensicherungsgeschäfte 42,529 42,529 - -
  222,373 222,373 - -
Passiva        
Zinssicherungsgeschäfte 4,007 0,357 3,650 -
Warentermingeschäfte 148,908 148,908 - -
Devisensicherungsgeschäfte 20,603 20,603 - -
  173,518 169,868 3,650 -

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit gegenläufigen Wertentwicklungen aus möglichen Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den der Konzern bei vorzeitiger Glattstellung des Derivatgeschäfts bezahlen müsste oder bekommen würde. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Warentermingeschäfte erfolgt auf Basis von Börsennotierungen am Bilanzstichtag oder wird aus diesen abgeleitet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem jeweiligen Gewinn oder Verlust aus dem Warentermingeschäft unter Zugrundelegung der Ein- und Verkaufspreise, die am Bilanzstichtag für den Abschluss eines identischen Warentermingeschäfts heranzuziehen sind.

(C. 26.) Risikomanagement

Chancen- und Risikomanagement

Die Unternehmenspolitik des BayWa Konzerns ist darauf ausgerichtet, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst gegeneinander abzuwägen. Das Management von Chancen und Risiken ist eine fortwährende Aufgabe unternehmerischer Tätigkeit, um den langfristigen Erfolg des Konzerns zu sichern. Damit schafft der BayWa Konzern Neues, sichert und verbessert Bestehendes. Das Management von Chancen und Risiken ist eng an der langfristigen Strategie und der Mittelfristplanung des BayWa Konzerns ausgerichtet. Durch die dezentrale, regionale Organisations- und Managementstruktur des operativen Geschäfts kann der Konzern frühzeitig Trends, Anforderungen sowie Chancen und Risikopotenziale der oftmals fragmentierten Märkte erkennen, analysieren sowie flexibel und marktnah agieren. Die Internationalisierung erschließt der BayWa zudem neue Geschäftschancen, durch die auch die Abhängigkeit von einzelnen Ländermärkten und deren Risiken weiter reduziert wird. Darüber hinaus werden kontinuierlich intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtungen durchgeführt, um Chancen und Risiken zu identifizieren. Durch die stetige Kommunikation und den zielgerichteten Erfahrungsaustausch der einzelnen Bereiche untereinander lassen sich im Konzern zusätzliche Chancen und Synergiepotenziale nutzen.

Grundsätze des Chancen- und Risikomanagements

Die BayWa nutzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit sich ergebende Chancen. Sie trägt aber auch unternehmerische Risiken. Das Erkennen von Unternehmenschancen, die Sicherung des Vermögens und die Steigerung des Unternehmenswerts erfordern daher ein Chancen- und Risikomanagementsystem.

Die Grundsätze des im BayWa Konzern bestehenden Systems zur Erkennung und Überwachung geschäftsspezifischer Risiken sind in einem vom Vorstand verabschiedeten Risikomanagement-Handbuch beschrieben. Zudem prüft die interne Revision regelmäßig das prozessbegleitende interne Risikomanagementsystem. ISO-Zertifizierungen zur Standardisierung von Abläufen und zur Vermeidung von Risiken sowie der Abschluss von Versicherungen ergänzen das Risikomanagement des Konzerns.

Darüber hinaus hat der BayWa Konzern in seinen Unternehmensleitlinien und ethischen Grundsätzen sowie dem Code of Conduct verbindliche Ziele und Verhaltensweisen festgelegt und konzernweit implementiert. Sie betreffen das individuelle Handeln im Umgang mit Unternehmenswerten ebenso wie das faire und verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber Lieferanten, Kunden und Kollegen.

Chancen- und Risikomanagement im BayWa Konzern

Im BayWa Konzern ist das Chancen- und Risikomanagement ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse. Ein umfangreiches Risikomanagementsystem erfasst und überwacht laufend sowohl die Konzernentwicklung als auch aktuelle Schwachstellen. Das Risikomanagementsystem umfasst alle Bereiche und ist ein zentrales Element der Berichterstattung. Insbesondere muss die Erkennung und Begrenzung bestandsgefährdender Risiken durch das Risikomanagement gewährleistet werden. Dies versetzt die Konzernleitung in die Lage, schnell und effektiv zu handeln. Für jeden Bereich des Konzerns sind Risikobeauftragte und Risikoberichterstatter eingesetzt, die für die Umsetzung des Reporting-Prozesses sorgen.

Der Reporting-Prozess teilt Chancen und Risiken in Klassen ein und nimmt eine Beurteilung der Eintrittswahrscheinlichkeiten sowie der möglichen monetären Auswirkungen vor. Das System basiert auf individuellen Einschätzungen, unterstützt durch entsprechende Managementprozesse, und ist in die Kernaktivitäten integriert. Es beginnt bei der strategischen Planung und setzt sich über Beschaffung und Vertrieb, einschließlich des Kontrahentenrisikomanagements, fort. Als Erweiterung des Planungsprozesses in den Geschäftsfeldern, der Beschaffungs- und Vertriebsorganisation sowie in den Zentralbereichen dient das Chancen- und Risikomanagementsystem zur Identifikation und Bewertung möglicher Abweichungen von erwarteten Entwicklungen. Neben der Identifikation und Bewertung von wesentlichen Entwicklungen, die das Geschäft beeinflussen, lassen sich mit dem System Aktivitäten priorisieren und implementieren. Damit können Chancen besser genutzt und Risiken vermieden oder reduziert werden.

Kern des Risikomanagementsystems sind die Risikoberichte, die regelmäßig von den Geschäftseinheiten erstellt werden. Diese Berichte werden vom Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsfelder ausgewertet und beurteilt. Die systematische Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Systeme mit Frühwarncharakter tragen maßgeblich zur weiteren Festigung sowie zum gezielten Ausbau der konzernweiten Chancen- und Risikokultur bei.

Zentraler Bestandteil und zugleich Weiterentwicklung des Chancen- und Risikomanagements ist das seit dem Geschäftsjahr 2009 bestehende Risk Board. Unter Leitung des Vorstandsvorsitzenden tagt dieses mit operativen Managern und Mitarbeitern aus Stabsstellen besetzte Gremium regelmäßig, um operative Chancen und Risiken zu diskutieren und zu bewerten. Die protokollierten Sitzungen dienen der Entwicklung eines Chancen- und Risikoverständnisses und bilden auch die Grundlage des Risikomaßes für operative Entscheidungen.

Das im Jahre 2014 implementierte gruppenübergreifende Risikomanagementsystem für die Agrar-Gruppe umfasst die Geschäftstätigkeiten von BayWa, Cefetra-Gruppe, BayWa Agrarhandel GmbH sowie der BayWa Agrar International B.V. Als Maßstab für die Ausgestaltung des Risikomanagements dienen die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) veröffentlichten MaRisk (Mindestanforderungen an das Risikomanagement). Die MaRisk beinhalten Regelungen zur Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller wesentlichen Risikoarten einschließlich dem Kontrahentenrisiko sowie operativen Risiken, wie beispielsweise Qualitäts- und Logistikrisiken. Diese im Finanzdienstleistungssektor und bei führenden Handelsunternehmen etablierten Standards wurden aufgrund des flexiblen und praxisnahen Rahmens wesentlicher Regelungen für den Agrarhandel der BayWa adaptiert. Ein angemessenes und wirksames Risikomanagement gemäß MaRisk beinhaltet unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit insbesondere die Festlegung von Strategien sowie die Einrichtung interner Kontroll-verfahren. Das Interne Kontrollsystem umfasst insbesondere:

Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation

Prozesse zur Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung sowie Kommunikation der Risiken (Risikosteuerungs- und -controllingprozesse)

die Einrichtung einer Risikocontrolling-Funktion

Zur handelstäglichen Marktrisikosteuerung werden für alle Gruppengesellschaften die Positionen inklusive der Spreads (Basisrisiken) ermittelt und überwacht. Neben den Volumenlimiten dienen wertorientierte Verfahren einer risikoadäquaten Steuerung der Positionen. Hierzu gehören die regelmäßige Mark-to-Market-Bewertung der schwebenden Agrarhandelsgeschäfte und die daraus abgeleitete Ermittlung der Handelsergebnisse sowie das portfoliobasierte Value-at-Risk-Verfahren. Zusätzlich werden regelmäßig und ad hoc Stresstests durchgeführt, um die Ergebnisauswirkungen außergewöhnlicher Marktpreisänderungen zu erfassen und im Bedarfsfall Maßnahmen zur Risikoreduktion zu ergreifen. Die Handelspositionen der Agrar-Gruppe sowie deren Risikogehalt werden täglich den operativen Einheiten und lokalen Risikoverantwortlichen sowie im Rahmen des Risk Board an den Vorstand berichtet.

Diese Steuerungsmechanismen werden durch eine einheitliche gruppenweite IT-Systemlösung für das Risikomanagement unterstützt, die im Jahr 2014 eingeführt wurde. Hierbei wurden sämtliche Funktionalitäten und Prozesse im Rahmen eines User Acceptance Testings durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft.

Das Agrar-Risiko-Committee ist Teil der Risk Governance und dient als höchstes Entscheidungsgremium innerhalb der Agrar-Gruppe. Dieses besteht u. a. aus Vorstandsmitgliedern und tagt turnusmäßig sowie anlassbezogen. Es beschließt Risikorichtlinien und Limitsysteme für den Agrarhandel und ergreift im Bedarfsfall risikosteuernde und -begrenzende Maßnahmen.

Zur Sicherstellung einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben des Agrar-Risiko-Committees, inklusive Einhaltung der Limits, wurde sowohl auf Gruppenebene als auch in den jeweiligen Agrarhandelsgesellschaften ein vom Handel unabhängiges Risikocontrolling eingerichtet. Group Risk Control ist hierbei zuständig für die gruppenweite Entwicklung und Umsetzung von Methoden, Prozessen und Systemen der Risikosteuerung, die Risikoüberwachung und die Risikoberichterstattung. Die Verantwortung der Risk Officer in den Handelsgesellschaften bezieht sich auf sämtliche Risikoprozesse innerhalb des Unternehmens inklusive der Limitüberwachung und des Reportings. Das Agrar Risk Controlling Board, bestehend aus Group Risk Control sowie Risk Officer der Handelseinheiten, ist ein weiterer Bestandteil der Risk Governance und zielt auf den regelmäßigen, mindestens wöchentlichen, strukturierten Austausch zu risikorelevanten Vorkommnissen.

Zur Koordination des Handelsmanagements dient weiterhin das im Jahr 2014 geschaffene Global Book System (GBS), das übergreifend für die nationalen und internationalen Bereiche die Handels- und Risikopositionen der einzelnen Produktlinien im Handel mit Getreide, Ölsaaten und Co-Produkten aufeinander abstimmt und optimiert. Die Organisationseinheit Economics and Public Affairs Department (EPAD) wurde im Jahr 201 6 aufgelöst. Zur Einschätzung der globalen Nachfrage- und Angebotssituation werden im Rahmen der Marktforschungsaktivitäten jedoch weiterhin fundamentale Marktanalysen durchgeführt und in wöchentlichen Meetings mit den Handelsabteilungen diskutiert.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Allgemeine konjunkturelle Einflüsse wirken sich auch auf das Konsum- und Investitionsverhalten in den Kernmärkten der BayWa aus. Diese Umfeldfaktoren beeinflussen den Geschäftsverlauf der BayWa jedoch weniger stark als andere Unternehmen. Das Geschäftsmodell der BayWa ist überwiegend auf die Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse wie Ernährung, Wohnen, Mobilität und Energieversorgung fokussiert, so dass zyklische Schwankungen hier geringer ausfallen als in anderen Wirtschaftsbereichen. Dadurch kann die BayWa in Krisen sogar spezifische Chancen nutzen, etwa durch Identifikation und Akquisition von geeigneten Unternehmen zum Ausbau bestehender oder zum Aufbau neuer Geschäftsaktivitäten. Starken Rückschlägen der internationalen Wirtschaftsentwicklung, hervorgerufen beispielsweise durch globalen Rohstoffpreisverfall, kann sich die BayWa allerdings nicht völlig entziehen.

Branchen- und konzernspezifische Chancen und Risiken

Wechselnde politische Rahmenbedingungen, wie beispielsweise Veränderungen bei der Regulierung der Märkte für einzelne Agrarprodukte oder steuerliche Förderungen von Energieträgern, sowie volatile Märkte verursachen Risiken. Sie eröffnen aber auch neue Perspektiven. Witterungsbedingte Extreme können direkte Auswirkungen auf das Angebot, die Qualität, die Preisbildung und den Handel mit Agrarerzeugnissen sowie nachgelagert auch auf das Betriebsmittelgeschäft haben. Dem wirkt der im Segment Agrar gestiegene Diversifizierungsgrad hinsichtlich Produktangebot und geografischer Präsenz entgegen, da die Abhängigkeit von einzelnen Märkten verringert und die Flexibilität in Beschaffung und Vermarktung gesteigert wurde. Darüber hinaus begegnet die BayWa Qualitätsrisiken durch Stichprobenentnahmen und Kontrollen. Risiken durch Qualitätsverschlechterungen von gehaltenen Beständen werden durch professionelle Standards in der Lagerhaltung verringert. Logistikrisiken, die sich aus witterungs- oder streikbedingt mangelnder Verfügbarkeit von Transportkapazitäten ergeben, werden durch Früherkennungssysteme rechtzeitig identifiziert und gesteuert. Globale Klimaveränderungen beeinflussen langfristig auch den Agrarbereich. Die weltweite Nachfrage nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen, insbesondere nach Getreide, wächst stetig. Hieraus kann sich ein Trend zu dauerhaft höheren Preisen bilden. Aufgrund der Tätigkeit im Obstanbau ist der Konzern einem finanziellen Risiko ausgesetzt, das in der zeitlichen Differenz zwischen dem Mittelabfluss für Kauf, Anbau und Pflege der Bäume bzw. Reben sowie den Kosten der Ernte einerseits und dem Mittelzufluss aus dem Verkauf der Früchte andererseits begründet ist. Diesem Risiko wird durch eine aktive Überwachung des Net Working Capitals Rechnung getragen. Die Einkommensentwicklung in der Landwirtschaft hat unmittelbaren Einfluss auf die Investitionsfähigkeit sowie -bereitschaft und damit auf den Absatz von Betriebsmitteln und hochwertiger Landtechnik.

Im Energiegeschäft ist insbesondere der Bereich der regenerativen Energien von Veränderungen der Fördermaßnahmen beeinflusst. Vor diesem Hintergrund wird die Umsatz- und Ertragsentwicklung durch die geografische Diversifizierung stabilisiert. Durch die Verteilung auf verschiedene Energieträger - vor allem Windenergie, Solarenergie und Biomasse - wird das Risiko in den einzelnen, immer noch stark von der Förderpolitik abhängigen Märkten gemindert. Für stromerzeugende Beteiligungen im Bereich der regenerativen Energien spielen auch Witterungsrisiken (Windaufkommen, Sonneneinstrahlung) eine Rolle. Das durchschnittliche Windaufkommen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung lassen sich mittelfristig anhand langjähriger Gutachten verhältnismäßig gut vorhersagen, dennoch ergeben sich kurzfristig positive wie negative Abweichungen. Zudem stellt die Anlagenverfügbarkeit ein Risiko dar, das durch die Auswahl erprobter Komponenten von renommierten Anlagenherstellern stark reduziert wird. Daneben wird durch den Abschluss von Full-Service-Wartungsverträgen sichergestellt, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten innerhalb definierter Zeiträume erfolgen.

Im Bausektor wirken sich im Wesentlichen konjunkturelle und politische Einflussfaktoren auf die Nachfrage aus. Unter den politischen Einflussfaktoren sind beispielsweise Sonderabschreibungen für denkmalgeschützte Gebäude und Fördermaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sowie für den sozialen Wohnungsbau zu nennen. Grundsätzlich bringt der alternde Wohnungsbestand in Deutschland einen wachsenden Modernisierungs- und Sanierungsbedarf mit sich. Der BayWa Konzern ist im Segment Bau Franchisegeber für Bau- und Gartenmärkte. Nach der Einbringung der BayWa Bau- und Gartenmärkte in ein Joint Venture mit Hellweg, der neu gegründeten BayWa Bau- und Gartenmärkte GmbH & Co. KG, ist deren operative Führung auf Hellweg übergegangen. Vor diesem Hintergrund ergibt sich das Risiko, dass die Franchisegesellschaft im BayWa Konzern ihren vertraglichen Leistungsverpflichtungen gegenüber Franchisenehmern in der bisherigen Art und Güte nicht mehr nachkommen kann. Daraus können u. a. Schadenersatzforderungen der Franchisenehmer entstehen. Diesem Risiko wurde durch den Abschluss langfristiger Verträge mit Hellweg begegnet.

Chancen und Risiken aus Finanzinstrumenten

Neben fest- und variabel verzinslichen Finanzierungsinstrumenten, die in unterschiedlichem Ausmaß einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, setzt der BayWa Konzern zur Absicherung seines Warenhandelsgeschäfts auch derivative Absicherungsinstrumente wie Optionen und Terminkontrakte ein. Diese derivativen Absicherungsinstrumente unterliegen zusätzlich zum Zinsänderungsrisiko dem Risiko von Preisänderungen des Underlyings sowie - in Abhängigkeit von der Basiswährung, in der das derivative Instrument denominiert ist - einem Währungsrisiko. Sofern diese Transaktionen nicht über eine Börse abgewickelt werden, besteht darüber hinaus ein Kontrahentenrisiko. Analog dazu können sich aus Veränderungen der Zinsen, Währungskursrelationen oder Terminmarktpreise ungeplante Chancen ergeben.

Preischancen und -risiken

Insbesondere im Agrar- und im Energiesegment handelt die BayWa mit sehr preisvolatilen Gütern wie Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln, Mineralöl, Biomethan oder Solarkomponenten. Durch die Einlagerung der entsprechenden Waren bzw. durch den Abschluss von Lieferverträgen von Waren in der Zukunft unterliegt die BayWa somit auch dem Risiko von Preisschwankungen. Während das Risiko im Mineralöl- und Biomethanbereich aufgrund der reinen Distributionsfunktion der BayWa vergleichsweise gering ist, können Preisschwankungen bei Getreide, Ölsaaten, Düngemitteln oder Solarkomponenten aufgrund der Lagerhaltung höhere Risiken verursachen, wenn bei den Verträgen über den Warenbezug und den Warenverkauf keine Kongruenz besteht. Darüber hinaus können Aktivitäten von Finanzinvestoren und technische Marktmechanismen zeitweise stark zunehmende Preisvolatilitäten verursachen. Neben absoluten Preisrisiken können auch unterschiedliche Preisentwicklungen in den lokalen Prämien, in der zeitlichen Preiskurve sowie in den Produktqualitäten den Geschäftsverlauf beeinflussen. Sofern nicht bereits bei Abschluss von Verträgen entsprechende Deckungsgeschäfte vorliegen, werden die hieraus resultierenden Risiken fortlaufend in entsprechenden Gremien überwacht. Wo erforderlich, werden entsprechende Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Im Bereich der regenerativen Energien ist die BayWa auch als Projektentwickler tätig. Daraus ergibt sich beispielsweise bei der Planung und dem Bau von Solar-, Windenergie- oder Biogasanlagen das Risiko, dass die Anlagen durch Verzögerungen erst später als vorgesehen ans Netz gehen können. Sofern dabei ein Termin für die weitere Absenkung der Einspeisevergütung überschritten wird, besteht das Risiko, dass in Folge der niedrigeren Einspeise- bzw. Stromerlöse die Wirtschaftlichkeit der Projekte im Vergleich zur Planung unterschritten wird.

Der BayWa Konzern verwendet zur Messung und Steuerung des Risikos aus Warentermingeschäften, die als Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39 (International Accounting Standard) zu behandeln sind, ein portfoliobasiertes Value at Risk-Verfahren. Der von der BayWa verwendete Value at Risk zielt auf die Quantifizierung der negativen Wertänderung eines Portfolios, die mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (95 Prozent) während eines definierten Zeitraums (5 Handelstage) nicht überschritten wird. Der zum 31. Dezember 2016 ermittelte Value at Risk beträgt 1,791 Mio. Euro und zeigt, dass der potenzielle Verlust aus den betrachteten Warentermingeschäften innerhalb der nächsten 5 Handelstage mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent den Wert von 1,791 Mio. Euro nicht überschreiten wird.

Fremdwährungschancen und -risiken

Die Geschäftstätigkeit der BayWa findet zum großen Teil innerhalb des Euroraums statt. Sofern Fremdwährungspositionen aus Waren- und Leistungsgeschäften oder Projektierungen resultieren, werden diese grundsätzlich sofort abgesichert.

Sonstige Zahlungsverpflichtungen oder -forderungen in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt des Entstehens abgesichert. Spekulative Aufnahmen oder Anlagen von Finanzmitteln in Fremdwährungen sind nicht zulässig.

Aktienkurschancen und -risiken

Das Anlageportfolio des BayWa Konzerns umfasst in geringem Umfang direkte und indirekte Anlagen in börsennotierten Unternehmen. Die Aktieninvestitionen werden laufend anhand ihrer aktuellen Marktwerte überwacht.

Zinschancen und -risiken

Zinsrisiken resultieren aus variablen Finanzierungen des Konzerns insbesondere aus der Emission kurzlaufender Commercial Papers, der Aufnahme kurzfristiger Kredite sowie Schuldscheindarlehen mit variablem Zinsanteil. Die kurzfristigen Fremdmittel dienen überwiegend der Finanzierung des Working Capitals. Zur Reduzierung des Zinsänderungsrisikos, das nicht durch einen Natural Hedge abgesichert ist, nutzt die BayWa derivative Instrumente in Form von Futures, Zinscaps und Zinsswaps.

Im Geschäftsjahr 2016 lag der durchschnittliche Zinssatz für variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten bei 1,1100 Prozent (Vorjahr: 1,0225 Prozent). Eine Veränderung dieses Zinssatzes um plus 1,0 Prozent auf 2,1100 Prozent würde zu einem Mehraufwand an Zinsen in Höhe von 10,878 Mio. Euro führen, sofern eine zumindest teilweise Überwälzung über die Umsatzerlöse nicht möglich wäre. Eine Reduzierung des Zinssatzes um minus 1,0 Prozent auf 0,1100 Prozent hätte eine Verringerung des Zinsaufwands in Höhe von 10,878 Mio. Euro zur Folge.

Rechtliche und regulatorische Chancen und Risiken

Die Unternehmen des Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in Deutschland, u. a. auch bei der BayWa, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln. Eine weitere Durchsuchung verschiedener Büros des Bereichs Landtechnik am Hauptsitz der BayWa hat das Bundeskartellamt im Januar 2016 auf Grundlage eines Beschlusses des Amtsgerichts Bonn vorgenommen. Die Durchsuchung wird mit dem Verdacht begründet, dass Mitarbeiter der BayWa an wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik beteiligt gewesen sein sollen. Aus dem Untersuchungsbeschluss geht hervor, dass mehrere Unternehmen aus der Branche Gegenstand der Untersuchung sind. Beide Untersuchungen dauern weiter an und Ergebnisse oder Teilergebnisse waren bis zum Zeitpunkt der Unterzeichnung des Konzernabschlusses nicht vorliegend. Dementsprechend wurden neben Rückstellungen für Rechtsberatung keine bilanziellen Vorsorgen getroffen, da der Vorstand zum aktuellen Zeitpunkt keine Abschätzung zu diesen Sachverhalten treffen kann. Die BayWa bildet Rückstellungen für Prozessrisiken, wenn es wahrscheinlich ist, dass eine Verpflichtung entsteht und eine adäquate Schätzung des Betrags möglich ist. Im Einzelfall kann eine tatsächliche Inanspruchnahme den zurückgestellten Betrag überschreiten.

Änderungen im regulatorischen Umfeld können die Konzernentwicklung beeinflussen. Zu nennen sind insbesondere Eingriffe in die Rahmenbedingungen für den Agrarbereich sowie für das Geschäft mit regenerativen Energien. Negative Einflüsse sind verbunden mit der Umgestaltung, Rückführung oder Abschaffung von Fördermaßnahmen. Dagegen bieten neue regulatorische und gesetzgeberische Entwicklungen im Bereich bioenergetischer Aktivitäten auch Chancen. Im Baubereich können Eingriffe in bautechnische oder steuerrechtliche Vorgaben Einfluss auf die Geschäftsentwicklung nehmen.

Die Wirtschaftlichkeit von Anlagen zur Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern ist bislang noch vielfach von regulatorischen Rahmenbedingungen und staatlichen Förderungen abhängig. Politisch motivierte Veränderungen der Förderparameter - insbesondere die rückwirkende Absenkung oder Abschaffung von Einspeisevergütungen - können sich daher erheblich auf den Wert dieser Anlagen auswirken: entweder über zukünftig geringere erzielbare Veräußerungspreise oder über geringere Mittelzuflüsse aus dem Betrieb der Anlagen.

Den möglichen Ergebnisauswirkungen aus solchen Risiken begegnet die BayWa durch eine dreifache Diversifizierung ihres Geschäftsportfolios im Bereich der regenerativen Energien: nach Ländern, nach Energieträgern und nach Geschäftsbereichen (zum einen Projekte und Service und zum anderen Handel).

Kredit- und Kontrahentenrisiken

Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge entsteht dem Konzern ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel, deren Rückzahlung durch Übernahme und Vermarktung der Ernte erfolgt. Daneben gewährt die BayWa gewerblichen Abnehmern insbesondere in der Baubranche Finanzierungen in Form von Zahlungszielen in erheblichem Umfang. Darüber hinaus bestehen gewöhnliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Risikominimierung wird durch ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet, das alle Geschäftsfelder umfasst. Dabei werden Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren definiert und laufend kontrolliert.

Neben den Kreditrisiken werden im Agrarhandel auch die Kontrahentenrisiken regelmäßig überprüft; so werden Marktwertveränderungen bei offenen Verkaufs- und Einkaufskontrakten gemessen, um das Risiko einer Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen steuern zu können.

Kreditrisiken bestehen im ökonomischen Verlust eines finanziellen Vermögenswerts, im Ausfall der vertraglichen Zahlungsverpflichtung des Vertragspartners und seiner Bonitätsverschlechterung, verbunden mit der Gefahr der Konzentration auf wenige Vertragspartner (Klumpenrisiken). Kreditrisiken können in den IFRS-7-Klassen "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS)", "Kredite und Forderungen (LaR)" und "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT)" eintreten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AfS): In dieser Klasse befinden sich hauptsächlich Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Wertpapiere. Diese finanziellen Vermögenswerte unterliegen über die in dieser Klasse bisher getätigten Wertberichtigungen hinaus keinem weiteren Kreditrisiko. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschluss-Stichtag entspricht dem Buchwert dieser Klasse. Der BayWa Konzern erachtet dieses als nicht bedeutend.

Kredite und Forderungen (LaR): Im Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit kommt dem BayWa Konzern eine wichtige Finanzierungsfunktion im Bereich der landwirtschaftlichen Handelspartner zu. Im Rahmen sog. Anbauverträge tritt der Konzern in ein Finanzierungsrisiko aus der Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Betriebsmittel. Der Ausgleich erfolgt durch Übernahme und Vermarktung der Ernte. Ein umfangreiches Debitorenüberwachungssystem gewährleistet die Risikominimierung hierfür, aber auch für die übrigen Geschäftsbereiche. Dies geschieht durch die Installierung und laufende Überwachung von Kreditlimits mit dokumentierten Genehmigungsverfahren. Für das verbleibende Restrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Eine Konzentration von Ausfallrisiken aus Geschäftsbeziehungen zu einzelnen Schuldnern bzw. Schuldnergruppen ist derzeit nicht erkennbar. Die maximale Kreditrisikoexposition zum Abschluss-Stichtag entspricht dem Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das erwartete Ausfallrisiko beläuft sich auf 13,533 Mio. Euro (Vorjahr: 12,604 Mio. Euro).

Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT): In dieser Kategorie befinden sich einerseits derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Währungs- und Zinsrisiken gehalten werden. Die Vertragspartner der derivativen Finanzinstrumente sind vorwiegend international tätige Kreditinstitute, die über ein gutes, von einer externen Ratingagentur vergebenes Kreditrating verfügen. Zudem werden in dieser Kategorie die positiven beizulegenden Zeitwerte derjenigen Warentermingeschäfte ausgewiesen, die ausschließlich Handelszwecken dienen und somit als Finanzinstrument im Sinne des IAS 39 zu behandeln sind. Diese Warentermingeschäfte werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Grundlage für die Bewertung der Warentermingeschäfte ist hierbei der Markt- oder Börsenpreis für identische oder vergleichbare Geschäfte am Bilanzstichtag. Darüber hinaus sind in dieser Klasse von Vermögenswerten in geringem Umfang Wertpapiere enthalten. Derzeit bestehen in dieser Klasse keine überfälligen Zahlungen oder Wertberichtigungen aufgrund von Ausfällen.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass der BayWa Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur eingeschränkt nachkommen kann. Finanzielle Mittel werden im BayWa Konzern durch das operative Geschäft und die Aufnahme von Darlehen externer Finanzinstitute generiert. Darüber hinaus kommen Finanzierungsinstrumente wie Multi-Currency-Commercial-Paper-Programme oder Asset-Backed-Securitisation-Finanzierungen und Schuldscheindarlehen zum Einsatz. Die bestehenden Kreditlinien sind ausreichend bemessen, um die Geschäftsabwicklung jederzeit auch bei steigendem Umfang zu gewährleisten. Die Finanzierungsstruktur trägt damit der ausgeprägten Saisonalität der Geschäftstätigkeit Rechnung. Aufgrund der Diversifizierung der Finanzierungsquellen unterliegt der BayWa Konzern hinsichtlich der Liquidität derzeit keinen Konzentrationsrisiken. Eine überwiegend fristenkongruente Finanzierungsstruktur des BayWa Konzerns stellt sicher, dass sich Zinschancen entsprechend im Konzern abbilden können.

Rating des BayWa Konzerns

Die BayWa AG genießt in Bankenkreisen eine gute Bonität. Dabei spielen die Solidität und die lange, erfolgreiche Unternehmenshistorie ebenso eine Rolle wie eine hohe Unternehmenssubstanz, untermauert durch Vermögenswerte wie Immobilien. Im Jahr 2016 konnte der BayWa Konzern zum wiederholten Mal die Summe der Kreditlinien erhöhen. Aus Kosten-Nutzen-Abwägungen verzichtet die BayWa AG bewusst auf die Verwendung externer Ratings.

Personalchancen und -risiken

Der BayWa Konzern konkurriert im Personalbereich mit anderen Unternehmen um hochqualifizierte Führungskräfte sowie leistungsstarke und motivierte Mitarbeiter. Um den zukünftigen Erfolg sicherzustellen, benötigen die Konzernunternehmen qualifizierte Fachkräfte. Überhöhte Fluktuation, die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und die fehlgeschlagene Bindung von Nachwuchskräften an die Konzernunternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Diesen Risiken begegnet die BayWa indem sie ihren Mitarbeitern umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbietet, um die Fachkompetenz zu gewährleisten. Eine Führung durch Vertrauen, der Einsatz der Mitarbeiter entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten sowie die Definition und Beachtung der ethischen Leitlinien schaffen ein positives Arbeitsklima.

Gleichzeitig fördert die BayWa AG die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Mit mehr als 1.300 Auszubildenden im Jahr 2016 zählt der Konzern zu den großen Ausbildungsbetrieben speziell in ländlichen Regionen. Hieraus rekrutiert die BayWa aber auch einen großen Teil ihrer zukünftigen Fach- und Führungskräfte. Die langen Betriebszugehörigkeiten dokumentieren regelmäßig die hohe Loyalität, die die Mitarbeiter der BayWa entgegenbringen. Das schafft Stabilität und Beständigkeit, sichert aber auch den Wissenstransfer über Generationen hinweg.

Informationstechnologische Chancen und Risiken

Die Nutzung modernster Informationstechnologie kennzeichnet die gesamte Geschäftstätigkeit des BayWa Konzerns. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse werden durch die IT unterstützt und mit Hilfe modernster Softwarelösungen abgebildet. Gerade für ein personalintensives Handelsunternehmen ist die Systemunterstützung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich. Die fortlaufende Überprüfung und Überarbeitung der Prozesse bedeutet aber mehr als nur eine Implementierung neuer IT-Komponenten. Sie geht stets auch mit der Optimierung von Prozessabläufen einher, wodurch Chancen in Form von Synergie- und Einsparpotenzialen identifiziert und realisiert werden können. Gleichzeitig steigt mit zunehmender Komplexität und der Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme auch das systeminhärente Risiko.

Um die Chancen zu realisieren und die Risiken zu minimieren, wird die IT-Kompetenz des BayWa Konzerns auf dem neuesten Stand gehalten. Die Ressourcen sind in einer eigenen Tochtergesellschaft, der RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, gebündelt und bedienen die Konzernunternehmen mit einem IT-Service auf höchstem Niveau. Umfassende Vorkehrungen wie Firewalls, ein tagesaktueller Virenschutz, Notfallpläne sowie Datenschutzschulungen sichern die Datenverarbeitung. Organisatorisch getrennt wacht zudem ein eigener Datenschutzbeauftragter über die Einhaltung von Sicherungs- und Datenschutzstandards.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Wesentlicher Bestandteil des Chancen- und Risikomanagements ist das Interne Kontrollsystem (IKS) zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses. Der BayWa Konzern verfügt über ein professionelles und in vielen Bereichen zertifiziertes Kontrollsystem, das Maßnahmen und Prozesse zur Sicherung des Vermögens und zur Gewährleistung der zutreffenden Abbildung der Ertragslage umfasst.

Der Konzernabschluss wird in einem zentral durchgeführten Prozess erstellt. Die Erfüllung der gesetzlichen Regularien und satzungsmäßigen Vorschriften ist dabei durch die Bilanzierungsvorgaben garantiert. Das "Corporate Accounting" fungiert als direkter Ansprechpartner für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften für das Reporting und die Jahres- bzw. Quartalsabschlüsse und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS.

Ein Kontrollsystem, das den Rechnungslegungsprozess überwacht, stellt sicher, dass bei den Geschäftsvorfällen eine - wie von den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften gefordert - vollständige und zeitnahe Erfassung erfolgt. Ferner wird damit gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt sowie Vermögensgegenstände und Schulden zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Das Kontrollsystem bedient sich sowohl maschineller als auch manueller Kontrollmechanismen, um die Ordnungsmäßigkeit und die Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassend sicherzustellen. Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sind darüber hinaus geeignete Kontrollen wie beispielsweise die strenge Einhaltung des Vieraugenprinzips und analytische Prüfungen eingerichtet. Des Weiteren werden rechnungslegungsrelevante Prozesse auch durch die prozessunabhängige interne Revision überprüft.

Durch die unterjährige Pflicht aller einbezogenen Tochtergesellschaften, monatlich ihre Geschäftszahlen auf IFRS-Basis in einem standardisierten Reportingformat an die BayWa zu berichten, werden Plan-Ist-Abweichungen zeitnah erkannt und es wird die Möglichkeit eröffnet, kurzfristig zu reagieren.

Das "Corporate Accounting" überwacht im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung sämtliche den Konzernabschluss betreffenden Prozesse, wie etwa die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung und die Zwischenergebniseliminierung, in Abstimmung mit den Konzerngesellschaften.

Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet und regelmäßig geschult.

Die Integrität und Verantwortlichkeit sämtlicher Mitarbeiter in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem sich jeder Mitarbeiter verpflichtet, die gesellschaftseigenen Verhaltensgrundsätze zu beachten.

Durch die Beschäftigung von hochqualifiziertem Fachpersonal, gezielter und regelmäßiger Fort- und Weiterbildung sowie einer konsequenten Funktionstrennung in der Finanzbuchhaltung bei der Erstellung, Buchung und Kontrolle von Belegen wird die Einhaltung der lokalen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften in Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleistet.

Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation durch die Konzernleitung

Die Gesamtbeurteilung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation ergibt, dass keine den Fortbestand des Konzerns gefährdenden Risiken bestehen. Auch für die Zukunft sind bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar. Insgesamt sind die Risiken des BayWa Konzerns begrenzt und überschaubar.

Neben potenziell nicht oder nur mittelbar beeinflussbaren geopolitischen oder makroökonomischen Risiken stehen die operativen Risiken im Mittelpunkt der Betrachtung. Bei Letzteren hat der BayWa Konzern entsprechende Maßnahmen zur Risikosteuerung ergriffen.

(D.) ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

(D. 1.) Umsatzerlöse

Die Erfassung von Umsätzen und Erträgen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren, Erzeugnissen und erbrachten Dienstleistungen verbundenen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Umsätze und Erträge werden abzüglich gewährter Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen.

Die Gliederung nach Unternehmensbereichen und Regionen ist aus der Segmentberichterstattung (Abschnitt E.2.) ersichtlich. Aufgrund der diversifizierten Geschäftstätigkeit der einzelnen Segmente werden intersegmentäre Umsätze nur in unwesentlichem Umfang getätigt.

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in Mio. Euro 2016 2015
Ware 15.173,498 14.719,450
Dienstleistung 236,384 208,679
  15.409,882 14.928,129

(D. 2.) Sonstige betriebliche Erträge

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in Mio. Euro 2016 2015
Mieteinnahmen 26,561 26,330
Erträge aus Anlageabgängen 41,336 26,549
Erträge aus negativem Goodwill 0,312 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 11,564 9,983
Kostenerstattungen 18,264 17,597
Mitarbeiterbereitstellung 4,771 4,418
Werbezuschüsse 2,382 2,378
Kursgewinne 36,113 18,117
Eingänge abgeschriebene Forderungen/Auflösung von Wertberichtigungen 5,687 7,549
Übrige Erträge 47,905 44,929
  194,895 157,850

Die übrigen Erträge umfassen Lizenzerträge und eine Vielzahl weiterer Einzelpositionen. Die Mieteinnahmen verstehen sich inkl. der Erlöse aus Nebenkosten. Die Erträge aus Anlageabgängen umfassen zu einem wesentlichen Bestandteil die Veräußerung von Immobilienbeständen der BayWa AG und beinhalten darüber hinaus mit 3,614 Mio. Euro die ratierliche Verteilung des Buchgewinns, der aus einer Sale-and-Lease-Back-Transaktion über Immobilien im Geschäftsjahr 2013 entstanden und aufgrund der Einordnung des Leasingverhältnisses als Finanzierungsleasing über dessen Laufzeit zu verteilen ist. Zudem beinhalten die Erträge aus Anlagenabgängen im Berichtsjahr auch die Veräußerung des Geschäftsbereichs für Verpackungslogistik der neuseeländischen Konzerngesellschaft T&G Global Limited. Der Anstieg der Kursgewinne ist im Wesentlichen auf das Projektgeschäft außerhalb des europäischen Währungsraums im Bereich der erneuerbaren Energien und die Geschäftsaktivitäten der neuseeländischen Konzerngesellschaften zurückzuführen. Zudem beinhalten die Kursgewinne Effekte aus Devisentermingeschäften, für die kein eindeutiger Sicherungszusammenhang zu einem Grundgeschäft besteht und die deshalb nicht in eine Sicherungsbeziehung eingebunden sind.

(D. 3.) Materialaufwand

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in Mio. Euro 2016 2015
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 13.703,011 13.278,875
Aufwendungen für bezogene Leistungen 349,712 296,426
  14.052,723 13.575,301

(D. 4.) Personalaufwand

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in Mio. Euro 2016 2015
Löhne und Gehälter 715,543 676,271
Aktienbasierte Vergütung 1,402 1,431
Aufwendungen für Altersversorgung, Unterstützung und Abfertigung 17,119 15,483
(davon laufender Dienstzeitaufwand) (8,617) (8,420)
Soziale Abgaben 129,047 131,971
  863,111 825,156

Die gesamten Aufwendungen für Altersversorgung aus Pensionen und Abfertigungen belaufen sich nach Berechnung der Pensionsrückstellung und der Abfertigungsrückstellung nach IAS 19 auf 22,909 Mio. Euro (Vorjahr: 23,025 Mio. Euro). Davon werden ein Teilbetrag in Höhe von 8,617 Mio. Euro (Vorjahr: 8,420 Mio. Euro) unter dem Personalaufwand und ein Teilbetrag von 14,292 Mio. Euro (Vorjahr: 14,605 Mio. Euro) unter dem Zinsaufwand ausgewiesen.

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Anzahl 2016 2015
Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter    
Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 16.960 16.609
davon Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von § 310 HGB 0 0
Stand: 31.12. 16.711 16.229
davon Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von § 310 HGB 0 0

(D. 5.) Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Mio. Euro 2016 2015
Fuhrpark 71,589 73,899
Instandhaltung 49,260 49,345
Werbung 43,855 43,642
Energie 29,755 29,761
Mieten 54,173 51,291
Aufwand für Fremdpersonal 25,218 24,312
Nachrichtenaufwand 13,864 13,969
Provisionen 15,324 13,958
Versicherungen 19,770 18,544
Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten 41,813 36,349
Abschreibungen/Wertberichtigungen auf Forderungen 16,498 11,440
EDV-Kosten 3,778 3,149
Reisespesen 16,826 15,593
Bürobedarf 8,727 8,216
Sonstige Steuern 7,386 8,242
Verwaltungsaufwand 2,940 4,923
Aus- und Fortbildung 8,346 8,324
Abbruch- und Entsorgungsaufwand 6,319 8,447
Kursverluste 23,377 17,726
Verluste aus Anlageabgängen 4,078 11,077
Übrige Aufwendungen 49,857 43,127
  512,753 495,334

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen allgemeine Vertriebs- und sonstige Kosten wie die Absicherung für betriebliche Risiken.

(D. 6.) Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und übriges Beteiligungsergebnis

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in Mio. Euro 2016 2015
Gewinn/Verlust aus at-Equity-bilanzierten Anteilen 18,894 3,284
Erträge/Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 0,641 1,065
Erträge/Aufwendungen aus dem Abgang von verbundenen Unternehmen 0,635 - 0,004
Sonstige Beteiligungserträge und ähnliche Erträge 1,800 3,485
Abschreibungen und sonstige Aufwendungen auf Finanzanlagen - 0,155 - 0,255
Übriges Beteiligungsergebnis 2,921 4,291
  21,815 7,575

Der Anstieg des Gewinns aus at-Equity-bilanzierten Anteilen resultiert im Wesentlichen aus der im Geschäftsjahr 2016 erfolgten Veräußerung der Anteile an der Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Zahlungsanspruchs erfasst.

(D. 7.) Zinsertrag und Zinsaufwand

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in Mio. Euro 2016 2015
Zinsen und ähnliche Erträge 6,302 5,613
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0,787) (0,594)
Zinsen aus Fair-Value-Bewertung 0,022 0,003
Zinsertrag 6,324 5,616
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 53,400 - 48,149
(davon an verbundene Unternehmen) (- 0,589) (- 0,217)
Zinsen aus Fair-Value-Bewertung - 0,078 - 0,114
Zinsanteil Finanzierungsleasing - 12,125 - 12,351
Zinsanteil der Zuführung zur Pensionsrückstellung und anderen Personalrückstellungen - 15,804 - 15,096
Zinsaufwand - 81,407 - 75,710
Zinsergebnis - 75,083 - 70,094

(D. 8.) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern gliedern sich wie folgt:

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in Mio. Euro 2016 2015
Tatsächliche Steuern - 34,446 - 28,095
Latente Steuern 17,554 1,645
  - 16,892 - 26,450

Die tatsächlichen Steuererträge und -aufwendungen beinhalten die Körperschaft- und Gewerbesteuern der inländischen Gesellschaften sowie vergleichbare Ertragsteuern der ausländischen Gesellschaften.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Im Eigenkapital sind 68,205 Mio. Euro (Vorjahr: 54,346 Mio. Euro) aktive latente Steuern mit der Rücklage für versicherungsmathematische Verluste und Gewinne aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen verrechnet. Zudem wurden 9,125 Mio. Euro (Vorjahr: 0,135 Mio. Euro) passive (Vorjahr: aktive) latente Steuern erfolgsneutral mit der Bewertungsrücklage im Eigenkapital verrechnet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Diese betragen 72,664 Mio. Euro (Vorjahr: 74,591 Mio. Euro). Im Rahmen der Unternehmensplanung wird hierfür ein Zeithorizont von maximal fünf Jahren zugrunde gelegt. Latente Steuern auf Verlustvorträge von Tochtergesellschaften in Höhe von 30,237 Mio. Euro (Vorjahr: 27,155 Mio. Euro) wurden nicht gebildet, weil von deren Nutzbarkeit nicht innerhalb des genannten Zeithorizonts ausgegangen wird. Teilweise sind Verlustvorträge von einzelnen Konzerngesellschaften zeitlich begrenzt vortragbar. Voraussichtlich werden keine Steueransprüche durch die zeitlich begrenzte Vortragbarkeit entfallen. Der aus der Entstehung bzw. Auflösung temporärer Differenzen resultierende latente Steuerertrag beläuft sich auf 19,481 Mio. Euro (Vorjahr: latenter Steueraufwand in Höhe von 0,757 Mio. Euro).

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. zum Realisationszeitpunkt erwartet werden. Der Steuersatz der BayWa AG beträgt für das Berichtsjahr 29,13 Prozent (Vorjahr: 28,18 Prozent).

Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt zugeordnet:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in Mio. Euro 2016 2015 2016 2015
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 8,336 10,084 103,722 98,959
Finanzanlagen 4,939 4,446 36,605 24,709
Umlaufvermögen 15,598 8,483 23,434 13,792
Sonstige Aktiva 5,758 0,015 - 0,748
Steuerliche Verlustvorträge 102,902 102,106 - -
Rückstellungen 124,931 99,283 1,456 1,976
Verbindlichkeiten 7,686 1,475 1,762 1,568
Sonstige Passiva 28,532 31,752 20,799 27,494
Wertberichtigung für aktive latente Steuern - 35,308 - 29,461 - -
Saldierung - 29,912 - 27,175 - 29,912 - 27,175
Konsolidierungen 12,551 10,517 15,648 16,021
  246,013 211,525 173,514 158,092

Der tatsächliche Steueraufwand liegt 3,385 Mio. Euro unter dem zu erwartenden Steueraufwand, der sich bei Anwendung des Körperschaftsteuersatzes in Deutschland nach der derzeit geltenden Rechtslage, zuzüglich Solidaritätszuschlag sowie unter Berücksichtigung der Gewerbesteuerbelastung auf das Konzernergebnis vor Steuern, ergeben würde. Der rechnerische Steuersatz für die tatsächlichen Steuern von 29,13 Prozent ermittelt sich aus dem einheitlichen Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent sowie der durchschnittlichen effektiven Gewerbesteuerbelastung in Höhe von 13,31 Prozent. Passive latente Steuern für Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen wurden insoweit nicht bilanziert, als die Gesellschaft den Umkehreffekt steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Für temporäre Differenzen von Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen in Höhe von 15,302 Mio. Euro (Vorjahr: 13,472 Mio. Euro) wurden passive latente Steuern nicht gebildet.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom rechnerischen Steueraufwand gemäß Konzernsteuersatz zum tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand:

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in Mio. Euro 2016 2015
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 69,607 88,053
Rechnerischer Steueraufwand bei Steuersatz von 29,13 Prozent 20,277 24,813
Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen 1,694 1,250
Periodenfremde Steuern - 2,477 - 4,152
Veränderung permanente Differenzen - 6,595 5,296
Steuereffekt wegen steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen 6,225 3,827
Steuerliche Kürzungen und Hinzurechnungen und Effekte aus Organschaftsverhältnissen 2,108 - 2,845
Entkonsolidierungseffekt - 3,641 1,115
Steuerfreie Einnahmen - 6,251 - 8,664
Veränderung Wertberichtigung für aktive latente Steuern 6,213 8,379
Steuereffekte aus Equity-Ergebnissen 0,875 0,963
Effekt aus direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen - - 0,529
Effekte aus Steuersatzänderungen 0,203 - 2,928
Sonstige steuerliche Effekte - 1,739 - 0,075
Ausgewiesene Ertragsteuer 16,892 26,450

(D. 9.) Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter

Der anderen Gesellschaftern zustehende Anteil am Konzernjahresüberschuss in Höhe von 21,590 Mio. Euro (Vorjahr: 13,399 Mio. Euro) entfällt im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter der österreichischen Tochterunternehmen sowie auf die an der T&G Global Limited und ihren jeweiligen Tochtergesellschaften beteiligten Minderheitsgesellschafter.

(D.10.) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ist das Ergebnis der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG, geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien. Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben.

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2016 2015
Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter in Mio. Euro 31,125 48,204
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien Stück 34.764.480 34.643.344
Unverwässertes Ergebnis je Aktie Euro 0,90 1,39
Verwässertes Ergebnis je Aktie Euro 0,90 1,39
Vorgeschlagene Dividende je Aktie Euro 0,85 0,85
Ausbezahlte Dividende je Aktie je Geschäftsjahr Euro 0,85 0,80

(E.) WEITERE ANGABEN

(E. 1.) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung des BayWa Konzerns

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des BayWa Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Der in der Kapitalflussrechnung dargestellte Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, also Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Änderungen der flüssigen Mittel sind aufgrund der überwiegenden Tätigkeit im Euro-Raum von untergeordneter Bedeutung und werden deshalb zusammen mit den Konsolidierungskreisveränderungen dargestellt. Die Zahlungsmittel unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.

Entsprechend den Vorgaben des IAS 7 wird die Kapitalflussrechnung in Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterteilt.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird ausgehend vom Konzernjahresüberschuss indirekt ermittelt. Dieser Cashflow wird ermittelt durch die Bereinigung um nicht zahlungswirksame Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und Erträge. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wird zahlungsbezogen ermittelt und umfasst neben Zahlungszu- und -abflüssen aus Unternehmenserwerben die zahlungswirksamen Veränderungen im Konzernanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wird ebenfalls zahlungsbezogen ermittelt und umfasst in erster Linie die zahlungswirksamen Veränderungen aus Finanzmittelaufnahmen sowie die Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen und der Rückführung von Finanzmitteln. Im Rahmen der indirekten Ermittlung wurden Veränderungen aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen eliminiert, da diese nicht zahlungswirksam sind. Daher ist ein Abgleich dieser Angaben mit den entsprechenden Werten in der Konzernbilanz nicht möglich. Weiterführende Angaben zu Unternehmenskäufen und -verkäufen finden sich in Abschnitt B.1.

(E. 2.) Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Aufteilung des Geschäftsbetriebs auf Segmente

Die Segmentberichterstattung gibt einen Überblick über die wesentlichen Geschäftsbereiche des BayWa Konzerns. Die Gliederung der Segmente folgt den Vorschriften des IFRS 8. Diese werden so vorgenommen, wie sie auch dem Hauptentscheidungsträger - dem Gesamtvorstand der BayWa AG - in entsprechenden Berichten regelmäßig vorgelegt werden und so die Grundlage für strategische Entscheidungen bilden. Damit ergibt sich eine stärkere Vereinheitlichung des internen und externen Berichtswesens. Sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen werden in einer gesonderten Spalte der Segmentberichterstattung gezeigt. Neben den dargestellten Abschreibungen bestehen keine wesentlichen zahlungsunwirksamen Posten, die in der Segmentberichterstattung gesondert auszuweisen sind.

Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern

Aufgrund einer seit Beginn des Geschäftsjahres 2016 geänderten internen Organisationsstruktur der Agrarhandelsaktivitäten des BayWa Konzerns haben sich Auswirkungen auf die Segmentberichterstattung in der dargestellten Berichtsperiode ergeben. Die bislang im Geschäftsfeld Agrarhandel zusammengefassten Agrarhandelsaktivitäten sind mit Wirkung zum 1. Januar 2016 in die zwei separaten Geschäftsfelder BayWa Agri Supply & Trade (BAST) und BayWa Agrar Vertrieb (BAV) aufgeteilt worden. BAST umfasst die nationalen und internationalen Handels-, Distributions- und Logistiktätigkeiten des BayWa Konzerns für Getreide, Ölsaaten und Zusatzprodukte. Im Geschäftsfeld BAV wurden das Erfassungsgeschäft und der Handel mit Betriebsmitteln sowie Futtermitteln gebündelt. Eine Anpassung der Vergleichswerte des Vorjahres an die geänderte Organisationsstruktur ist nicht erfolgt, da die hierfür erforderlichen Informationen nicht verfügbar sind und die Kosten für deren Erstellung in keinem sinnvollen Verhältnis zu deren Nutzen stehen. Die Zusammenfassung der Kennzahlen der Geschäftsfelder BAST und BAV für das Geschäftsjahr 2016 ist inhaltlich mit den im Vorjahr im Geschäftsfeld Agrarhandel ausgewiesenen Werten vergleichbar, so dass für Zwecke der Vergleichbarkeit die zusammengefassten Kennzahlen für den Agrarhandel ergänzend dargestellt werden. Im Geschäftsfeld Obst werden die Tätigkeiten des Konzerns im Bereich des Obst- und Gemüseanbaus und -handels zusammengefasst. Im Geschäftsfeld Technik werden neben dem Vertrieb von landwirtschaftlichen oder kommunalen Maschinen und Anlagen auch Werkstätten für Serviceleistungen betrieben.

Das Geschäftsfeld Energie beinhaltet im Wesentlichen den Handel von Mineralölen, Brennstoffen und Schmierstoffen sowie das Tankstellengeschäft. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien bündelt die Aktivitäten des Konzerns im Bereich der erneuerbaren Energien. Dabei liegen die Schwerpunkte in der Projektentwicklung sowie im Handel und im Angebot von Dienstleistungen für den Anlagenbetrieb von Photovoltaik-, Windkraft- und Biogasanlagen.

Im Segment Bau ist der Vertrieb von Baustoffen für den Hoch- und Tiefbau ausgewiesen. Zudem beinhaltet das Segment die Tätigkeiten der österreichischen Konzerngesellschaften im Einzelhandel.

Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 als Geschäftsfeld im Segment Agrar dargestellten Aktivitäten im Bereich Digital Farming werden aufgrund der darin zusammengefassten segmentübergreifenden Tätigkeiten sowie aufgrund der wachsenden Bedeutung für den BayWa Konzern im vorliegenden Konzernabschluss erstmalig als eigenständiges Segment Innovation & Digitalisierung dargestellt. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde die Segmentberichterstattung des Vorjahres entsprechend angepasst und die zum damaligen Zeitpunkt als Geschäftsfeld im Segment Agrar ausgewiesenen Tätigkeiten im Bereich Digital Farming als eigenständiges Segment abgebildet.

Die Sonstigen Aktivitäten umfassen neben Randaktivitäten überwiegend die Aktivitäten des BayWa Konzerns im Bereich der Immobilien.

Neben den in den Geschäftsfeldern ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden zusätzlich die Umsatzerlöse innerhalb und zwischen den Segmenten dargestellt. Eine Untergliederung der Umsatzerlöse nach einzelnen Produkten und Dienstleistungen wird auf Konzernebene aufgrund der Heterogenität der im Konzern abgesetzten Produkte nicht vorgenommen. Sowohl die Umsätze innerhalb als auch zwischen Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen und das Finanzergebnis pro Geschäftsfeld ausgewiesen. Dies gilt ebenso für das Segmentvermögen mit der separaten Darstellung der Vorräte und die Segmentverbindlichkeiten. Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Geschäftsfelder aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Geschäftsfeld im Jahresdurchschnitt.

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern

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in Mio. Euro 31.12.2016 BayWa Agri Supply & Trade BayWa Agrar Vertrieb Agrarhandel Obst Technik Agrar
Umsatzerlöse mit Dritten 6.144,358 2.824,004 8.968,362 659,289 1.256,839 10.884,490
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 570,999 273,773 844,772 0,034 19,876 864,682
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 58,474 44,203 102,677 - 0,992 103,669
Umsatzerlöse gesamt 6.773,831 3.141,980 9.915,811 659,323 1.277,707 11.852,841
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) - 8,037 54,635 46,598 57,162 21,808 125,568
Abschreibungen - 3,424 - 25,895 - 29,319 - 14,877 - 11,229 - 55,425
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 11,461 28,740 17,279 42,285 10,579 70,143
Finanzergebnis - 5,694 - 15,131 - 20,825 - 0,854 - 11,237 - 32,916
davon: Zinsergebnis - 6,765 - 15,950 - 22,715 - 5,848 - 9,769 - 38,332
davon: Equity-Ergebnis 0,743 - 0,743 4,804 - 0,289 5,258
Ergebnis vor Steuern (EBT) - 18,226 12,789 - 5,437 36,437 0,809 31,809
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag            
Jahresüberschuss            
Vermögen 1.722,465 1.263,154 2.985,619 475,034 621,673 4.082,326
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 21,687 1,039 22,726 14,762 1,310 38,798
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Vorräte 469,554 656,936 1.126,490 47,486 305,169 1.479,145
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 1.382,695 758,746 2.141,441 238,110 567,902 2.947,453
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 13,722 46,205 59,927 60,818 24,251 144,996
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 312 3.770 4.082 2.574 3.556 10.212
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in Mio. Euro 31.12.2016 Energie Regenerative Energien Energie Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten*
Umsatzerlöse mit Dritten 2.030,133 945,853 2.975,986 1.530,145 5,953 13,308
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 198,073 81,225 279,298 37,820 0,567 51,836
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 5,228 0,237 5,465 - 1,203 0,010 7,112
Umsatzerlöse gesamt 2.233,434 1.027,315 3.260,749 1.566,762 6,530 72,256
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 24,202 89,525 113,727 43,890 - 6,611 163,009
Abschreibungen - 8,416 - 22,184 - 30,600 - 15,344 - 1,949 - 15,843
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 15,786 67,341 83,127 28,546 - 8,560 147,166
Finanzergebnis - 0,105 1,397 1,292 - 9,133 0,024 148,616
davon: Zinsergebnis - 0,112 - 13,676 - 13,788 - 9,794 - 0,010 - 12,292
davon: Equity-Ergebnis - 14,138 14,138 - 0,016 - - 0,486
Ergebnis vor Steuern (EBT) 15,675 53,665 69,340 18,752 - 8,570 134,875
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag            
Jahresüberschuss            
Vermögen 255,618 2.599,455 2.855,073 555,233 8,021 3.984,672
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile - 10,311 10,311 0,209 - 165,843
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - 24,931
Vorräte 45,483 612,165 657,648 141,861 0,168 0,709
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 377,447 2.069,840 2.447,287 625,201 8,368 2.554,375
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 11,144 19,133 30,277 17,516 2,467 21,455
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 977 934 1.911 4.081 126 630
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in Mio. Euro 31.12.2016 Überleitung/Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten - 15.409,882
Umsatzerlöse innerhalb des Segments - 1.234,203 -
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten - 11 5,053 -
Umsatzerlöse gesamt - 1.349,256 15.409,882
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) - 167,015 272,568
Abschreibungen - 8,717 - 127,878
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) - 175,732 144,690
Finanzergebnis - 161,151 - 53,268
davon: Zinsergebnis - 0,867 - 75,083
davon: Equity-Ergebnis - 18,894
Ergebnis vor Steuern (EBT) - 176,599 69,607
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   - 16,892
Jahresüberschuss   52,715
Vermögen - 5.010,468 6.474,857
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile - 215,161
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - 24,931
Vorräte 100,758 2.380,289
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - -
Schulden - 3.206,172 5.376,512
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) - 216,711
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt - 16.960

* vor Konsolidierung

Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern

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in Mio. Euro 31.12.2015 Agrarhandel Obst Technik Agrar Energie Regenerative Energien
Umsatzerlöse mit Dritten 8.321,436 567,353 1.260,71 1 10.149,500 2.246,419 1.017,762
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 894,380 0,037 18,453 912,870 225,660 29,882
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 1,747 - 0,897 2,644 16,201 18,530
Umsatzerlöse gesamt 9.217,563 567,390 1.280,061 11.065,014 2.488,280 1.066,174
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 71,898 40,022 31,880 143,800 23,969 90,814
Abschreibungen - 30,308 - 13,005 - 10,404 - 53,717 - 8,579 - 29,004
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 41,590 27,017 21,476 90,083 15,390 61,810
Finanzergebnis - 20,657 - 1,008 - 10,311 - 31,976 - 0,109 - 15,073
davon: Zinsergebnis - 21,971 - 5,741 - 9,523 - 37,235 - 0,210 - 11,200
davon: Equity-Ergebnis - 0,029 4,032 0,311 4,314 - - 4,501
Ergebnis vor Steuern (EBT) 19,619 21,276 11,953 52,848 15,180 50,610
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag            
Jahresüberschuss            
Vermögen 2.821,566 412,505 549,733 3.783,804 224,639 2.084,607
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 3,164 14,555 6,620 24,339 - 10,964
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Vorräte 1.086,682 29,628 291,188 1.407,498 36,302 474,748
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 1.935,987 284,131 434,614 2.654,732 305,921 1.619,700
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 52,488 45,415 25,745 123,648 7,130 24,947
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 4.147 2.361 3.489 9.997 985 840
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in Mio. Euro 31.12.2015 Energie Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten* Überleitung/Konsolidierung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 3.264,181 1.496,434 5,182 12,832 - 14.928,129
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 255,542 35,521 0,846 49,805 - 1.254,584 -
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 34,731 1,403 - 4,308 - 43,086 -
Umsatzerlöse gesamt 3.554,454 1.533,358 6,028 66,945 - 1.297,670 14.928,129
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 114,783 42,202 - 2,222 141,514 -151,769 288,308
Abschreibungen - 37,583 - 14,753 - 0,655 - 16,560 - 6,893 - 130,161
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 77,200 27,449 - 2,877 124,954 - 158,662 158,147
Finanzergebnis - 15,182 - 9,956 - 0,104 147,072 - 152,373 - 62,519
davon: Zinsergebnis -11,410 - 9,984 - 0,006 - 9,720 - 1,739 - 70,094
davon: Equity-Ergebnis - 4,501 - - 3,471 - 3,284
Ergebnis vor Steuern (EBT) 65,790 17,465 - 2,883 115,234 - 160,401 88,053
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag           - 26,450
Jahresüberschuss           61,603
Vermögen 2.309,246 562,733 7,218 3.597,880 - 4.224,224 6.036,657
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 10,964 0,051 - 168,522 - 203,876
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - 9,796 - 9,796
Vorräte 511,050 138,722 0,225 0,833 83,213 2.141,541
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 1.925,621 556,719 5,083 2.412,878 - 2.594,277 4.960,756
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 32,077 26,240 9,154 22,746 - 213,865
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1.825 4.093 97 597 - 16.609

* vor Konsolidierung

Segmentberichterstattung nach Regionen

Über die geforderte Berichterstattung nach IFRS 8 hinaus, in dem kein Sekundärsegment erforderlich ist, werden auch die Informationen zur Segmentberichterstattung nach Regionen dargestellt. Hierbei richten sich die Außenumsätze nach dem Sitz der Kunden, wobei die Kernmärkte des Konzerns in Deutschland und Österreich liegen. Entsprechend werden die Außenumsätze für diese Länder gesondert gezeigt. Bei den Außenumsätzen wurde aufgrund der untergeordneten Bedeutung der Neuseeland zuzuordnenden Außenumsätze auf eine Angabe verzichtet.

Segmentinformationen nach Regionen

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Außenumsätze Langfristige Vermögenswerte
in Mio. Euro 2016 2015 2016 2015
Deutschland 6.231,968 6.414,126 1.445,420 1.489,772
Österreich 2.060,470 2.193,732 429,637 371,165
Neuseeland - - 272,415 258,747
Übriges Ausland 7.117,444 6.320,271 208,266 167,493
Konzern 15.409,882 14.928,129 2.355,738 2.287,177

(E. 3.) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die BayWa AG, München, wird über die niederländische Konzerngesellschaft Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande, 100 Prozent der Geschäftsanteile der Thegra Tracomex Group, Oosterhout, Niederlande, übernehmen. Die Anschaffungskosten für die Anteile betragen 14,500 Mio. Euro. Zudem enthält der Kaufvertrag bedingte Kaufpreisbestandteile, die sich in Abhängigkeit des in den Geschäftsjahren 2017 bis 2019 jeweils erzielten EBIT in einer Bandbreite zwischen 0,000 Mio. Euro und 13,892 Mio. Euro bewegen. Die Cefetra B.V. erwirbt insgesamt fünf Unternehmen, die von der Thegra Tracomex Holding gehalten werden. Die Akquisition ist Teil der Spezialisierungsstrategie des Geschäftsfelds BayWa Agri Supply & Trade (BAST). Die Thegra Tracomex Gruppe handelt mit Spezialitäten wie Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten sowie biologischen Erzeugnissen und besteht aus der Thegra Tracomex B.V. mit Hauptsitz in Oosterhout, Niederlande, und den Tochtergesellschaften Thenergy B.V., Thegra Polska Sp. z.o.o., Biocore Holding B.V. zusammen mit der Biocore B.V. und Riveka BVBA mit Niederlassungen in den Niederlanden, Belgien und Polen. Die Tochtergesellschaft Biocore B.V. hat eine führende Marktposition für Bio-Erzeugnisse in der Benelux-Region. Weitergehende Angaben gemäß IFRS 3.B66 können noch nicht gemacht werden, da die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses zum Zeitpunkt der Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung noch nicht vollständig ist.

Mit einem neuen Joint Venture planen Barloworld Limited, Johannesburg, Südafrika, und die BayWa AG, München, ihre Kooperation für Landtechnik und Logistiktechnik weiter auszubauen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden nimmt das Joint Venture BHBW Holdings (Pty) Ltd Anfang 2017 sein operatives Geschäft auf. Barloworld South Africa und die BayWa AG sind jeweils zu 50 Prozent an der BHBW beteiligt. Das Joint Venture wird auf dem bestehenden Landtechnik- und Logistiktechnikgeschäft von Barloworld aufbauen. Dies umfasst etwa 400 Mitarbeiter, zehn Standorte sowie ein Handelsnetzwerk von 40 Vertriebspartnern für Südafrika und weitere Märkte im südlichen Afrika.

Die BayWa AG, München, hat im Januar 2017 im Rahmen eines Share-Deals die verbleibenden 30 Prozent der Bad und Heizung Krampfl GmbH, Plattling, übernommen. Der Kaufpreis beträgt 0,3 Mio. Euro. Am verkehrsgünstig gelegenen Standort verfügt der Fachbetrieb über 300 Quadratmeter Ausstellungs- und Bürofläche und rund 1.200 Quadratmeter Lagerfläche.

Die Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien, wurde im BayWa Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 als Gemeinschaftsunternehmen geführt. Zu diesem Zeitpunkt wurden 50 Prozent der Anteile von der ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited, Luton, Großbritannien, einer Tochtergesellschaft der Turners & Growers Global Limited, Auckland, Neuseeland, gehalten. Aufgrund einer am 2. Januar 2017 durchgeführten Neuverhandlung des Gesellschaftervertrags wurden der ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited, Luton, Großbritannien, mehr Kontrollrechte zugesprochen, wodurch die Kontrolldefinition des IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) erfüllt wird. Der Gesellschaftsvertrag sieht zukünftig vor, dass die ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited den jährlichen Businessplan und das Budget genehmigen wird, den Vorstandsvorsitzenden benennen und drei von sechs Aufsichtsräten stellen kann. Infolgedessen wird die Worldwide Fruit Limited ab Januar 2017 als vollkonsolidiertes Unternehmen in den BayWa Konzernabschluss aufgenommen.

Die BayWa AG, München, gründet gemeinsam mit der Al Dahra Holding LCC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, einem führenden Agrarunternehmen, ein Joint Venture in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die BayWa AG und die Al Dahra Holding LCC unterzeichneten am 7. März 2017 den Vertrag für das Projekt, in das rund 30 Millionen Euro investiert werden. Der Vertrag steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die neue Gesellschaft Al Dahra BayWa LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate, umfasst die Produktion von Premium-Fruchtgemüse wie Tomaten mittels modernster Gewächshaustechnologie sowie die Vermarktung in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Regional und nachhaltig produziertes Obst und Gemüse hat ein besonders großes Marktpotenzial in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch eine wachsende, kaufkräftige Verbraucherschicht. Das Joint Venture ist Teil der Spezialitätenstrategie im Segment Agrar der BayWa.

(E. 4.) Rechtsstreitigkeiten

Die Unternehmen des Konzerns sind Risiken im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, an denen sie zurzeit beteiligt sind oder in Zukunft beteiligt sein können. Derartige Rechtsstreitigkeiten entstehen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere aus der Geltendmachung von Ansprüchen aus Fehlleistungen und -lieferungen oder aus Zahlungsstreitigkeiten. Rechtliche Risiken können sich auch ergeben aus Verstößen gegen Compliance-Vorschriften durch einzelne Mitarbeiter. Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in Deutschland, u. a. auch bei der BayWa AG, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln. Zudem gab es im Jahr 2016 eine weitere Kartelluntersuchung bei verschiedenen Branchenunternehmen, darunter auch bei der BayWa AG, aufgrund des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik. Hinsichtlich des Ausgangs dieser Verfahren liegen der BayWa zum Bilanzstichtag keine näheren Erkenntnisse vor. Es wurden daher weder finanzielle Vorsorgen in Form von Rückstellungen getroffen noch ist eine Berücksichtigung in den Eventualschulden erfolgt.

Die BayWa AG oder eine ihrer Konzerngesellschaften sind nicht an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns haben könnten oder innerhalb der letzten zwei Jahre gehabt haben. Entsprechende Verfahren sind auch nicht absehbar. Für eventuelle finanzielle Belastungen aus anderen Gerichts- oder Schiedsverfahren sind bei der jeweiligen Konzerngesellschaft in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet worden bzw. besteht in angemessenem Umfang Versicherungsdeckung.

(E. 5.) Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Entsprechend dem deutschen Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) hat jeder Aktionär, der die Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 Prozent der Stimmrechte eines börsennotierten Unternehmens erreicht, überschreitet oder unterschreitet, dies dem Unternehmen und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) unverzüglich mitzuteilen. Der BayWa AG wurde das Bestehen folgender Beteiligungen mitgeteilt (der Stimmrechtsanteil bezieht sich jeweils auf den Zeitpunkt der Mitteilung und kann daher zwischenzeitlich überholt sein):

Gemäß § 41 Abs. 2 i.V.m. § 21 Abs. 1 WpHG hat uns die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, am 4. April 2002 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. April 2002 37,51 Prozent betragen hat.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von der Raiffeisen Agrar Invest GmbH gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen Agrar Holding GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen Agrar Holding GmbH über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG über die Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 8. September 2009 erhielten wir folgende Mitteilung der ,KORMUS' Holding GmbH, Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1, in 1020 Wien, Österreich, Firmenbuchnummer FN 241822X:

"Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der uns zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa Aktiengesellschaft, Arabellastraße 4, 81925 München, am 8. September 2009 die Schwelle von 25, 20, 15, 10, 5 und 3 Prozent unterschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil nunmehr 0 Prozent (das entspricht null Stimmrechten) beträgt.

Bislang war uns ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 25,12 Prozent (das entspricht 8.533.673 Stimmrechten) nach § 22 Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG zuzurechnen. In Folge einer entflechtenden Aufspaltung sind 16.329.226 bisher von uns gehaltene Aktien an der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (dies entspricht einem Anteil von 50,05 Prozent der Aktien und der Stimmrechte) auf unsere unmittelbare Muttergesellschaft, die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, mit Wirkung vom 8. September 2009 übertragen worden."

Am 16. Juli 2009 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH über die ,KORMUS' Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 16. Juli 2009 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H., Wien, Österreich, gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, Arabellastraße 4, 81925 München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) betrug. Der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. waren davon 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte, davon 8.389.785 Stimmrechte aus vinkulierten Namensaktien und 143.888 Stimmrechte aus Namensaktien) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Diese Stimmrechte waren der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H. über die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.

Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt:

1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele:

a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele;

b) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils;

c) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an;

d) Die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an.

2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel:

Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa Aktiengesellschaft weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt.

Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der ihr zugerechnete Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, zum 15. Juli 2009 insgesamt 25,12 Prozent (8.533.673 Stimmrechte) betrug und ihr diese Stimmrechte über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH (direkter Halter der Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet werden.

Vor diesem Hintergrund wurde uns gemäß § 27a Abs. 1 WpHG ergänzend Folgendes mitgeteilt:

1) Mit dem Erwerb verfolgte Ziele:

a) Der Erwerb der Stimmrechte an der BayWa Aktiengesellschaft diente der Umsetzung strategischer Ziele;

b) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen beabsichtigt, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen, jedoch nicht in signifikantem Umfang und vornehmlich zur Verhinderung einer Verwässerung ihres bestehenden Stimmrechtsanteils;

c) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine weitergehende Einflussnahme auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen des Emittenten an;

d) Die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen strebt derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung sowie die Dividendenpolitik an.

2) Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel:

Soweit der Erwerb der Stimmrechtsteile im Zuge der Verschmelzung der ehemaligen 100-prozentigen Tochtergesellschaft des Meldepflichtigen, der RWA Verbundservice GmbH, auf die Raiffeisen Agrar Invest GmbH erfolgte, wurde hinsichtlich des Erwerbs von Stimmrechten an der BayWa AG weder Fremd- noch Eigenmittel aufgewendet. Soweit seit der Verschmelzung weitere geringfügige Zukäufe erfolgt sind, wurden diese aus Eigenmitteln getätigt.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug.

Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Management, Service und Beteiligungen GmbH gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) werden der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug.

Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die ,LAREDO' Beteiligungs GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug.

Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) sind der ,LAREDO' Beteiligungs GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH, welche die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar hält, zuzurechnen.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug. Der vorgenannte Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) war der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft Wien, Österreich, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Kette Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Raiffeisen Agrar Invest GmbH (letztere hält die Stimmrechte an der BayWa AG unmittelbar) und gemäß § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zuzurechnen.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Holding GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug.

Dieser Stimmrechtsanteil von 25,12 Prozent (was 8.533.673 Stimmrechten entspricht) wird der Raiffeisen Agrar Holding GmbH gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Raiffeisen Agrar Invest GmbH zugerechnet.

Korrektur einer Stimmrechtsmitteilung vom 16. Juli 2009:

Am 10. Mai 2012 hat uns die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der von ihr gehaltene Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 15. Juli 2009 die Schwellen von 15, 20 und 25 Prozent überschritten hat und der gesamte Stimmrechtsanteil am 15. Juli 2009 25,12 Prozent, was 8.533.673 Stimmrechten entspricht, betrug.

Am 19. Januar 2016 hat uns die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien, Österreich, als Bestandsmitteilung gemäß § 41 Abs. 4f WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der BayWa AG, München, Deutschland, am 26. November 2015 25,10 Prozent betragen hat, was 34.783.980 Stimmrechten entspricht. Zum Zeitpunkt der letzten Mitteilung betrug der Anteil 25,12 Prozent.

(E. 6.) Nahestehende Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen jene Unternehmen und Personen, bei denen "eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren Finanz- und Geschäftspolitik auszuüben".

Maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 24 ist die Mitwirkung an der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens, aber nicht die Beherrschung dieser Politik. Ein maßgeblicher Einfluss kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, normalerweise durch einen Sitz im Geschäftsführungs- und/oder Aufsichtsorgan, aber beispielsweise auch durch die Mitwirkung an der Unternehmenspolitik durch konzerninterne Geschäfte mit erheblichem Umfang, den Austausch von Führungspersonal oder durch die Abhängigkeit von technischen Informationen. Ein maßgeblicher Einfluss kann durch Anteilsbesitz, durch Satzung oder vertragliche Vereinbarungen begründet werden. Bei einem Anteilsbesitz wird ein maßgeblicher Einfluss gemäß den in IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures [2011]) enthaltenen Vorschriften vermutet, wenn der Aktionär direkt oder indirekt 20 Prozent oder mehr der Stimmrechte hält, es sei denn, diese Vermutung kann eindeutig widerlegt werden. Unwiderlegbar vermutet wird dann ein maßgeblicher Einfluss, wenn die Politik des Unternehmens etwa durch eine entsprechende Besetzung der Aufsichtsorgane beeinflusst werden kann.

Bezogen auf den Aktionärskreis der BayWa AG besteht für die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries, sowie die Raiffeisen Agrar Invest GmbH, Wien, Österreich aufgrund ihres Anteilsbesitzes die Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auf die BayWa AG auszuüben. Diese Gesellschaften sind deshalb als nahestehende Unternehmen einzustufen. Neben den erfolgten Dividendenzahlungen der BayWa AG von 10,379 Mio. Euro (Vorjahr: 9,768 Mio. Euro) an die Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG sowie 7,443 Mio. Euro (Vorjahr: 6,965 Mio. Euro) an die Raiffeisen Agrar Invest GmbH wurden im Geschäftsjahr 2016 keine geschäftlichen Transaktionen im Sinne von IAS 24 durchgeführt, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

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in Mio. Euro 2016 Aufsichtsrat Vorstand Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Raiffeisen Agrar Invest GmbH Nicht konsolidierte Gesellschaften >50
%
Nicht konsolidierte Gesellschaften >20 % ≤50
%
Forderungen 0 0 0 11 14
Verbindlichkeiten 0 0 0 6 9
Zinserträge 0 0 0 0 0
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0
Umsatzerlöse 0 0 0 11 57
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in Mio. Euro 2015 Aufsichtsrat Vorstand Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Raiffeisen Agrar Invest GmbH Nicht konsolidierte Gesellschaften >50
%
Nicht konsolidierte Gesellschaften >20 % ≤50
%
Forderungen 0 0 0 10 14
Verbindlichkeiten 0 0 0 4 5
Zinserträge 0 0 0 0 0
Zinsaufwendungen 0 0 0 0 0
Umsatzerlöse 0 0 0 10 51

Die mit den nahestehenden Unternehmen getätigten Geschäftsvorfälle betreffen vorwiegend Warenlieferungen.

Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats der BayWa AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. Vorständen von anderen Unternehmen, mit denen die BayWa AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält.

(E. 7.) Honorare des Konzernabschlussprüfers

Folgende Honorare des Konzernabschlussprüfers Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden der BayWa AG und deren Tochtergesellschaften berechnet:

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in Mio. Euro 2016 2015
Für Abschlussprüfungen 1,298 0,854
Für andere Bestätigungsleistungen 0,056 0,044
Für Steuerberatungsleistungen - -
Für sonstige Leistungen 0,006 0,054
  1,360 0,952

(E. 8.) Organe der BayWa AG

AUFSICHTSRAT

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), Vorsitzender

Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V.

Weitere Mandate

AGCO GmbH, Marktoberdorf

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Vorsitzender)

Deutscher Genossenschafts-Verlag eG, Wiesbaden

KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg

Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat)

Raiffeisendruckerei GmbH, Neuwied (Vorsitzender)

R+V Vereinigte Tierversicherung Gesellschaft a.G., Wiesbaden (stellvertretender Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich

Klaus Buchleitner

Stellvertretender Vorsitzender

Generaldirektor der Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien reg.Gen.m.b.H und der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG

Weitere Mandate

AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (2. stellvertretender Vorsitzender)

LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, Österreich

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten, Österreich

NÖM AG, Baden, Österreich (Vorsitzender)

Raiffeisen Bank International AG, Wien, Österreich

Raiffeisen Software GmbH, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Wien, Österreich

Saint Louis Sucre S.A., Paris, Frankreich

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft e.G., Ochsenfurt

Gunnar Metz

Stellvertretender Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG

Wolfgang Altmüller

Dipl.-Betriebswirt, Vorstandsvorsitzender der VR meine Raiffeisenbank eG

Weitere Mandate

AERTICKET AG, Berlin (Vorsitzender bis 13.06.2016)

Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG, München (seit 18.03.2016)

Allianz Versicherungs-AG, München (stellvertretender Vorsitzender seit 15.03.2016)

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (stellvertretender Vorsitzender)

Fiducia & GAD IT AG, Karlsruhe

Theo Bergmann

Stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BayWa AG

Renate Glashauser

Betriebsratsvorsitzende Technik Ostbayern/Region Niederbayern

Monika Hohlmeier

Mitglied des Europäischen Parlaments

Peter König

Gewerkschaftssekretär ver.di, Bayern

Weiteres Mandat

ADLER Modemärkte AG, Haibach

Stefan Kraft M. A.

Bundessekretär ver.di-Bundesverwaltung

Michael Kuffner

Leiter Arbeitssicherheit (EH & S)

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mandate

Niederösterreichische Versicherung AG, St. Pölten, Österreich

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Vorsitzender)

RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und Vermögensverwaltung eGen, Wien, Österreich (Vorsitzender)

Wilhelm Oberhofer

Mitglied des Vorstands Raiffeisen Kempten-Oberallgäu eG

Weitere Mandate

Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries (Mitglied des Vorstands)

B L E, Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayern GmbH, München (Vorsitzender bis 31.05.2016)

Bayerische Beteiligungsgesellschaft an der FIDUCIA GmbH & Co. KG, Beilngries (stellvertretender Vorsitzender des Gesellschafterausschusses bis 30.06.2016)

Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall

GOS Grundstücksgesellschaft Oberallgäu-Süd mbH, Sonthofen (Beirat)

Münchener Hypothekenbank eG, München (Beirat)

Joachim Rukwied

Dipl.-Ing. agr. (FH), Landwirt und Weingärtner, Präsident des Deutschen Bauernverbands e. V. und des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg e. V.

Weitere Mandate

Buchstelle LBV GmbH, Stuttgart (Vorsitzender)

KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main (Verwaltungsrat)

Landwirtschaftliche Rentenbank, Frankfurt am Main (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Land-DATA GmbH, Visselhövede (Vorsitzender)

LBV-Unternehmensberatungsdienste GmbH, Stuttgart (Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Messe Berlin GmbH, Berlin

R+V Allgemeine Versicherung AG, Wiesbaden

Südzucker AG, Mannheim/Ochsenfurt

Josef Schraut

Leiter Vertrieb Schmierstoffe, stellvertretender Leiter Geschäftseinheit Schmierstoffe

Monique Surges

Chief Executive Officer New Zealand German Business Association Inc. (NZGBA), AHK Neuseeland, Auckland, Neuseeland

Schatzmeister beim New Zealand Europe Business Council (NZEBC), Auckland, Neuseeland

Werner Waschbichler

Vorsitzender des Betriebsrats der BayWa Zentrale

GENOSSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Manfred Geyer (bis 06.06.2016)

Vorsitzender

Vorsitzender des Vorstands der RaiffeisenVolksbank eG Gewerbebank Ansbach (bis 30.06.2016)

Karlheinz Kipke

Vorsitzender (seit 03.08.2016),

Vorsitzender des Vorstands der VR-Bank Coburg eG

Mitglieder laut § 28 Abs. 5 der Satzung

Manfred Nüssel

Dipl.-Ing. agr. (FH), stellvertretender Vorsitzender

Präsident des Deutschen Raiffeisenverbands e. V.

Dr. Johann Lang

Dipl.-Ing., Landwirt

Weitere Mitglieder

Michael Bockelmann

WP StB Dipl.-Kfm., Verbandspräsident und Vorstandsvorsitzender des Genossenschaftsverbands e. V.

Franz Breiteneicher

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Erdinger Land

Dr. Alexander Büchel

Mitglied des Vorstands des Genossenschaftsverbands Bayern e. V.

Albert Deß

Mitglied des Europäischen Parlaments

Martin Empl

Dipl.-Ing. agr., Landwirt

Dr. Roman Glaser

Vorsitzender des Vorstands des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands e. V.

Manfred Göhring (seit 03.08.2016)

Vorsitzender des Vorstands der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG

Marcus Grauer

Geschäftsführer der Raiffeisen-Waren GmbH Iller-Roth-Günz

Wolfgang Grübler

Vorsitzender des Vorstands der Agrarunternehmen "Lommatzscher Pflege" e.G.

Alois Hausleitner (seit 30.03.2016)

Ök.-Rat, Landwirt

Walter Heidl

Präsident des Bayerischen Bauernverbands

Franz-Xaver Hilmer (bis 06.05.2016)

Direktor der Raiffeisenbank Straubing eG (bis 23.03.2016)

Ludwig Hubauer

Landwirt

Konrad Irtel (bis 10.05.2016)

Sprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim-Chiemsee eG (bis 31.12.2015)

Martin Körner

Dipl.-Ing. (FH), Landwirt, Obstbauer

Alfred Kraus

Geschäftsführer der Raiffeisen-Handels-GmbH Rottal

Johann Kreitmeier

Vorsitzender des Landeskuratoriums für pflanzliche Erzeugung in Bayern e. V.

Franz Kustner

Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbands, Bezirksverband Oberpfalz

Franz Reisecker

Ök.-Rat Ing., Präsident der Landwirtschaftskammer Oberösterreich, Landwirt

Angelika Schorer

Mitglied des Landtags, Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag (Landwirtschaftsausschuss)

Claudius Seidl

Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Rottal-Inn eG, Bezirkspräsident des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Bezirksverband Niederbayern

Gerd Sonnleitner

Landwirt, ehem. Präsident des Europäischen Bauernverbands, des Deutschen Bauernverbands und des Bayerischen Bauernverbands

Dr. Hermann Starnecker

Sprecher des Vorstands der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG

Wolfgang Vogel

Präsident des Sächsischen Landesbauernverbands e. V.

Rainer Wiederer

Sprecher des Vorstands der Volksbank Raiffeisenbank Würzburg eG

Thomas Wirth

Sprecher des Vorstands der Raiffeisenbank im Stiftland eG

Maximilian Zepf

Dipl.-Betriebswirt, Mitglied des Vorstands der Raiffeisenbank Schwandorf-Nittenau eG

VORSTAND

Prof. Klaus Josef Lutz (Vorstandsvorsitzender)

Corporate Audit, Corporate Business Development, Corporate Compliance, Corporate Governance, Corporate HR, Corporate M & A, Corporate Marketing, PR/Corporate Communications/Public Affairs, BayWa Stiftung, BayWa Agri Supply & Trade (BAST), Obst, Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen

Externe Mandate

Euro Pool System International B.V., Rijswijk, Niederlande (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Giesecke & Devrient GmbH, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Beirats)

Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern (Vizepräsident seit 11.05.2016)

Konzernmandate

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (1. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland (Vorsitzender des Board of Directors)

"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Andreas Helber

CFO Agrar, CFO Projects, Corporate Controlling, Corporate Finance & Accounting, Corporate Insurance, Corporate Legal, Corporate Real Estate Management, Investor Relations, BayWa Services, Business Service Center (BSC), HR Shared Service Center, Konzerneinkauf Eigenbedarf & Services, Bau, Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agrar- und Obstbeteiligungen

Externe Mandate

Börse München (Mitglied des Börsenrates)

R+V Pensionsversicherung a.G., Wiesbaden (Mitglied des Aufsichtsrats)

Konzernmandate

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (3. stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland (Mitglied des Board of Directors)

"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)

Roland Schuler

BayWa Agri Services (BayWa Agrar Vertrieb, Agrar Technik, Digital Farming), Corporate ICC, Internationalisierung Agri Services, Informationssysteme (RI-Solution), Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Agri-Services-Beteiligungen

Externe Mandate

BAG-Hohenlohe-Raiffeisen eG (Mitglied des Aufsichtsrats)

Süddeutsche Zuckerrübenverwertungs-Genossenschaft eG, Ochsenfurt (Mitglied des Aufsichtsrats)

Konzernmandat

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)

Matthias Taft

Energie, Regenerative Energien (BayWa r.e. renewable energy GmbH), Vorsitz Führungs- und Aufsichtsgremien der internationalen Energie-Beteiligungen

Konzernmandate

BayWa r.e. Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur (Chairman of the Board)

BayWa r.e. Japan K.K., Tokyo, Japan (Chairman of the Board)

BayWa r.e. Nordic AB, Malmö, Schweden (Chairman of the Board)

BayWa r.e. renewable energy GmbH, München (Vorsitzender der Geschäftsführung)

BayWa r.e. Solar Projects LLC, Wilmington (Delaware), USA (Chairman of the Board)

BayWa r.e. Solar Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur (Chairman of the Board)

BayWa r.e. USA LLC, Wilmington (Delaware), USA (Chairman of the Board)

BayWa r.e. Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA (Chairman of the Board)

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (1. Ersatzmitglied des Aufsichtsrats)

Reinhard Wolf

RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich

Externe Mandate

Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)

Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H., St. Pölten, Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats)

Konzernmandate

Garant - Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha, Österreich (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Ressortverteilung, Stand: 31.12.2016

(E.9.) Gesamtbezüge des Vorstands und der Aufsichtsgremien

Die Vergütungen des Beirats betragen 0,106 Mio. Euro (Vorjahr: 0,125 Mio. Euro). Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich auf 0,761 Mio. Euro (Vorjahr: 0,686 Mio. Euro); davon sind 0,425 Mio. Euro (Vorjahr: 0,369 Mio. Euro) variabel. Über die Aufsichtsratsvergütung hinaus erhalten die Arbeitnehmervertreter, die Arbeitnehmer im BayWa Konzern sind, Entgeltleistungen, die nicht in Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit für den Aufsichtsrat stehen. In Summe erhielten die Arbeitnehmervertreter aus solchen Tätigkeiten 0,486 Mio. Euro (Vorjahr: 0,488 Mio. Euro). Die Bezüge des Vorstands summieren sich auf 6,910 Mio. Euro (Vorjahr: 6,326 Mio. Euro) und sind wie folgt ausgestaltet:

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in Mio. Euro 2016 2015
Gesamtbezüge des Vorstands 6,910 6,326
davon:    
laufende Bezüge 4,947 4,997
geldwerte Vorteile 0,409 0,224
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Altersversorgung) 1,555 1,105
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
Die laufenden Bezüge des Vorstands unterteilen sich in    
fixe Gehaltsbestandteile 2,911 2,734
variable Gehaltsbestandteile kurzfristig 1,036 1,012
variable Gehaltsbestandteile langfristig 1,000 1,250

An ehemalige Mitglieder des Vorstands der BayWa AG und deren Hinterbliebene wurden 3,372 Mio. Euro (Vorjahr: 3,360 Mio. Euro) ausbezahlt. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind mit 47,090 Mio. Euro (Vorjahr: 49,348 Mio. Euro) ausgewiesen.

In der Hauptversammlung vom 19. Mai 2015 hat die Hauptversammlung gemäß § 286 Abs. 5 HGB beschlossen, dass bei der Aufstellung von Jahres- und Konzernabschluss der BayWa AG die gemäß § 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB und gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben im Anhang bzw. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 201 5 und die weiteren vier folgenden Geschäftsjahre unterbleiben.

(E. 10.) Billigung des Konzernabschlusses und Offenlegung

Der Konzernabschluss wurde am 27. März 2017 durch den Vorstand der BayWa AG zur Veröffentlichung freigegeben.

Folgende in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen wenden gemäß § 264 III HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:

BayWa Agrar Beteiligungs GmbH, München

BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH, München

BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München

BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München

BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München

BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing

BayWa r.e. Bioenergy GmbH, Regensburg

BayWa r.e. Operation Services GmbH, München

BayWa r.e. renewable energy GmbH, München

BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH, Tübingen

BayWa r.e. Solar Projects GmbH, München

BayWa r.e. Wind GmbH, München

Diermeier Energie GmbH, München

EUROGREEN GmbH, Betzdorf

FarmFacts GmbH (ehemals: PC-Agrar Informations- und Beratungsdienst GmbH), Pfarrkirchen

TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart

Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg

renerco plan consult GmbH, München

RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München

Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld

Folgende in den Konzernabschluss der BayWa AG einbezogene Tochterunternehmen wenden gemäß § 264b HGB die Vorschriften zur Offenlegung (§§ 325 ff. HGB) nicht an:

Aufwind BB GmbH & Co. Bioenergie Dessau Sechzehnte KG, Regensburg

Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg

Aufwind BB GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg

Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, München

BayWa Agri GmbH & Co. KG, München

BayWa Obst GmbH & Co. KG, München

BayWa r.e. Solardächer II GmbH & Co. KG, Gräfelfing

CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg

CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Altenstadt

Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Evergrain Germany GmbH & Co. KG, Hamburg

Ketziner Lagerhaus GmbH & Co. KG, Ketzin

r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zehnte Biogas KG, Regensburg

r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zwölfte Biogas KG, Regensburg

r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Dreiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg

r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Vierundzwanzigste Biogas KG, Regensburg

Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden

Solarpark Aquarius GmbH & Co. KG, München

Solarpark Aries GmbH & Co. KG, München

Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Gräfelfing

SPM Solarpark Möhlau GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing

WealthCap Portfolio Finanzierungs-GmbH & Co. KG, Grünwald

Windpark Berschweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Cashagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Dissau GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Finkenbach-Gersweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Hettstadt GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Stockelsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Uphuser Mark GmbH & Co. KG, Gräfelfing

Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Gräfelfing

WP OWD Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing

(E. 11.) Gewinnverwendungsvorschlag

Die BayWa AG als Konzernobergesellschaft des BayWa Konzerns weist in ihrem nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellten und vom Aufsichtsrat am 29. März 2017 festzustellenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 einen Bilanzgewinn von 52.221.903,52 Euro aus. Der Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 vor, diesen Betrag wie folgt zu verwenden:

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in Euro
0,85 Euro Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 29.566.383,00
Vortrag auf neue Rechnung 22.655.520,52
  52.221.903,52

Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag vermindert sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Dieser Teilbetrag wird in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

(E. 12.) Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der BayWa AG haben am 4. November 2015 die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben und diese der Öffentlichkeit dauerhaft im Internet unter www.baywa.de zugänglich gemacht.

 

München, den 27. März 2017

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Klaus Josef Lutz

Andreas Helber

Roland Schuler

Matthias Taft

Reinhard Wolf

Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes (Anlage zum Konzernanhang) zum 31. Dezember 2016

der BayWa AG

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Name und Sitz Anteil am Kapital
in Prozent
In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen  
"UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H., Klagenfurt, Österreich 51,1
1076230 B.C. Ltd., Vancouver, Kanada 90,0
Abemec B.V., Veghel, Niederlande 100,0
AFS Franchise-Systeme GmbH, Wien, Österreich 100,0
Agrar- und Transportservice Kölleda GmbH, Kölleda 58,0
Agrarhandel Züssow Bohnhorst / Naeve Beteiligungs GmbH, Züssow 100,0
Agrimec B.V., Apeldoorn, Niederlande 100,0
Agrimec Group B.V., Apeldoorn, Niederlande 100,0
Agrimec Parts B.V., Veghel, Niederlande 100,0
Agrosaat d.o.o., Ljubljana, Slowenien 100,0
Agroterra Warenhandel und Beteiligungen GmbH, Wien, Österreich 100,0
Alisea S.r.l., Rovereto (ehemals: Roma), Italien 65,0
ALM Regio 1 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 2 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 3 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 4 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 5 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 6 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
ALM Regio 7 B.V., Veghel, Niederlande 100,0
Aludra Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
AMUR S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
Apollo Apples (2014) Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Arlena Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0
Åshults Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0
Aufwind BB GmbH & Co. Bioenergie Dessau Sechzehnte KG, Regensburg 100,0
Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind BB GmbH & Co. Zweiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
Aufwind Schmack Első Biogáz Szolgáltató Kft., Szarvas, Ungarn 100,0
AWS Entsorgung GmbH Abfall und Wertstoff Service, Luckau 100,0
B O R , s.r.o., Choceň, Tschechische Republik 92,8
Bad und Heizung Krampfl GmbH, Plattling 70,0
Baltic Logistic Holding B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
Bautechnik Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0
Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, München 100,0
Bayerische Futtersaatbau Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ismaning 79,2
BayWa Agrar Beteiligung Nr. 2 GmbH, München 100,01
BayWa Agrar Beteiligungs GmbH, München 100,01
BayWa Agrar International B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
BayWa Agrarhandel GmbH, Nienburg (ehemals: Steimbke) 100,0
BayWa Agri GmbH & Co. KG, München 100,0
BayWa Agri Romania S.r.l., București, Rumänien 98,8
BayWa Agro Polska Sp. z o.o., Grodzisk Mazowiecki, Polen 100,0
BayWa Canada Ltd., Vancouver, Kanada 100,0
BayWa Energie Dienstleistungs GmbH, München 100,0
BayWa Fruit B.V., De Lier, Niederlande 100,0
BayWa Handels-Systeme-Service GmbH, München 100,01
BayWa Marketing & Trading International B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
BayWa Obst Beteiligung GmbH (ehemals: BayWa-Lager und Umschlags GmbH), München 100,0
BayWa Obst GmbH & Co. KG, München 100,0
BayWa Ökoenergie GmbH, München 100,01
BayWa Pensionsverwaltung GmbH, München 100,01
BayWa r.e. (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand 100,0
BayWa r.e. 148. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. 203. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. 205. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. 206. Projektgesellschaft mbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Asia Pacific Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur 100,0
BayWa r.e. Asset Holding GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Asset Management GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Bioenergy GmbH, Regensburg 100,0
BayWa r.e. España S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
BayWa r.e. France SAS, Paris, Frankreich 100,0
BayWa r.e. Green Energy Products GmbH, München 100,0
BayWa r.e. Hellas MEPE, Athína, Griechenland 100,0
BayWa r.e. Italia Assets GmbH (ehemals: BayWa r.e. 149. Projektgesellschaft mbH), Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien 100,0
BayWa r.e. Japan K.K., Tokyo, Japan 100,0
BayWa r.e. Nordic AB, Malmö, Schweden 100,0
BayWa r.e. Operation Services GmbH, München 100,0
BayWa r.e. Polska Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
BayWa r.e. Progetti S.r.l., Milano, Italien 100,0
BayWa r.e. renewable energy GmbH, München 100,0
BayWa r.e. Rotor Service GmbH, Basdahl 100,0
BayWa r.e. Rotor Service Holding GmbH, München 100,0
BayWa r.e. Rotor Service Vermögensverwaltungs GmbH, Basdahl 100,0
BayWa r.e. Scandinavia AB, Malmö, Schweden 76,0
BayWa r.e. Solar Energy Systems GmbH, Tübingen 100,0
BayWa r.e. Solar Projects GmbH, München 100,01
BayWa r.e. Solar Projects LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BayWa r.e. Solar Pte. Ltd., Singapore, Republik Singapur 100,0
BayWa r.e. Solar Systems LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BayWa r.e. Solar Systems Ltd., Machynlleth, Großbritannien 90,0
BayWa r.e. Solar Systems Pty Ltd, Adelaide, Australien 100,0
BayWa r.e. Solar Systems S.à r.l., Wemperhardt, Luxemburg 100,0
BayWa r.e. Solardächer II GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Solarsystemer ApS, Svendborg, Dänemark 100,0
BayWa r.e. UK Limited, London, Großbritannien 100,0
BayWa r.e. USA LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BayWa r.e. Wind GmbH, München 100,0
BayWa r.e. Wind Verwaltungs GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 95,0
BayWa r.e. Windpark Arlena GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Windpark Gravina GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Windpark Guasila GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Windpark San Lupo GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Windpark Tessenano GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa r.e. Windpark Tuscania GmbH, Gräfelfing 100,0
BayWa Ravano Operation Services S.r.l., Genova, Italien 100,0
BayWa Rus LLC, Moskwa, Russland 100,0
BayWa Ukraine LLC, Kyjiw, Ukraine 100,0
BayWa Vorarlberg HandelsGmbH, Lauterach, Österreich 51,0
Berryfruit New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Berthllwyd Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
BGA Bio Getreide Austria GmbH, Wien, Österreich 100,0
Bilsborrow Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
Biogas Meden Ltd., London, Großbritannien 100,0
Biomethananlage Welbeck GmbH, Gräfelfing 100,0
Bish (Holdings) Limited, London, Großbritannien 100,0
Bishopthorpe Wind Farm Limited, London, Großbritannien 100,0
Bodwen Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
Breathe Energia in Movimento S.r.l., Trento (ehemals: Potenza), Italien 50,0
Burkes Agencies Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0
Cefetra B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
Cefetra Feed Service B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
Cefetra Hungary Kft., Budapest, Ungarn 100,0
Cefetra Ibérica S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0
Cefetra Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0
Cefetra Polska Sp. z o.o., Gdynia, Polen 100,0
Cefetra S.p.A., Roma, Italien 100,0
Cefetra Shipping B.V., Rotterdam, Niederlande 100,0
Chopin Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
CLAAS Main-Donau GmbH & Co. KG, Vohburg 90,0
CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG, Altenstadt 90,0
CLAAS Südostbayern GmbH, Töging am Inn 90,0
CLAAS Württemberg GmbH, Langenau 80,0
Coachella Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Cosmos Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
Delica (Shanghai) Fruit Trading Company Limited, Shanghai, Volksrepublik China 100,0
Delica Australia Pty Ltd, Tullamarine, Australien 100,0
Delica Domestic Pty Ltd, Tullamarine, Australien 80,0
Delica Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Delica North America, Inc., Torrance, USA 100,0
Diermeier Energie GmbH, München 100,0
Dörenhagen Windenergieanlagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
DRWZ-Beteiligungsgesellschaft mbH, München 64,3
Ebnal Lodge Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
ECOwind d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0
ECOWIND Handels- & Wartungs-GmbH, Kilb, Österreich 100,0
EEB7 Limited, London, Großbritannien 100,0
EFL Holdings Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Eko-En Drozkow Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0
Eko-En Iwonicz 2 Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0
Eko-En Kozmin Sp. z o.o., Poznań, Polen 100,0
Eko-En Polanow 1 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0
Eko-En Polanow 2 Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0
Eko-En Skibno Sp. z o.o., Koszalin, Polen 75,0
Eko-En Żary Sp. z o.o., Żary, Polen 60,0
Eko-Energetyka Sp. z o.o., Rezesów, Polen 100,0
Energia Rinnovabile Pugliese S.r.l., Milano, Italien 100,0
ENZA Fresh, Inc., Seattle, USA 100,0
ENZA Investments USA, Inc., Seattle, USA 100,0
ENZA Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
ENZAFOODS New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
ENZAFRUIT New Zealand (Continent) NV, Sint-Truiden, Belgien 100,0
ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited, Luton, Großbritannien 100,0
ENZAFRUIT New Zealand International Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
ENZAFRUIT Peru S.A.C., Lima, Peru 100,0
ENZAFRUIT Products Inc., Wilmington (Delaware), USA 100,0
ENZASunrising (Holdings) Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 67,0
Eole de Plan Fleury SAS, Paris, Frankreich 100,0
Eolica San Lupo S.r.l., Rovereto (ehemals: Milano), Italien 100,0
EUROGREEN AUSTRIA GmbH, Mondsee, Österreich 100,0
EUROGREEN CZ s.r.o., Jiřetín pod Jedlovou, Tschechische Republik 100,0
EUROGREEN GmbH, Betzdorf 100,0
EUROGREEN Schweiz AG, Zuchwil, Schweiz 100,0
Evergrain Germany GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0
Ewind Sp. z o.o., Rezesów, Polen 75,0
F. Url & Co. Gesellschaft m.b.H., Lannach, Österreich 100,0
FarmFacts GmbH (ehemals: PC-Agrar Informations- und Beratungsdienst GmbH), Pfarrkirchen 100,0
Frucom Fruitimport GmbH, Hamburg 100,0
Fruit Distributors Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Fruitmark NZ Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Fruitmark Pty Ltd, Mulgrave, Australien 100,0
Fruitmark USA Inc., Seattle, USA 100,0
Frutesa Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile 100,0
Frutesa, George Town, Kaimaninseln 100,0
Furukraft AB, Malmö, Schweden 100,0
FW Kamionka Sp. z o.o., Kamionka, Polen 100,0
Garant - Tiernahrung Gesellschaft m.b.H., Pöchlarn, Österreich 100,0
GENOL Gesellschaft m.b.H. & Co KG, Wien, Österreich 71,0
Great Lake Tomatoes Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Green Hedge Operational Services Limited, London, Großbritannien 100,0
Horticultural Corporation of New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Hunger Hill Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
Immobilienvermietung Gesellschaft m.b.H., Traun, Österreich 100,0
InterSaatzucht GmbH, Hohenkammer (ehemals: Intersaatzucht Verwaltungs GmbH, München) 100,0
Invercargill Markets Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Jannis Beteiligungsgesellschaft mbH, München 100,0
Karl Theis GmbH, München 100,0
Kenergia Sviluppo S.r.l., Roma, Italien 100,0
Kerifresh Growers Trust 2016, Kerikeri, Neuseeland 69,0
Ketziner Lagerhaus GmbH & Co. KG, Ketzin 100,0
Les Renardieres SAS, Paris, Frankreich 100,0
LTZ Chemnitz GmbH, Hartmannsdorf 90,0
Lyngsåsa Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0
MHH France SAS, Toulouse, Frankreich 99,0
Mozart Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Parco Solare Smeraldo S.r.l., Brixen, Italien 100,0
Park Eolian Limanu S.r.l., Sibiu, Rumänien 99,0
Parque Eólico La Carracha S.L., Zaragoza, Spanien 74,0
Parque Eólico Plana de Jarreta S.L., Zaragoza, Spanien 74,0
Peter Frey GmbH, Wartenberg 51,0
Quilly Guenrouet Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Dreiundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Vierundzwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zehnte Biogas KG, Regensburg 100,0
r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. Zwölfte Biogas KG, Regensburg 100,0
Raiffeisen Kraftfutterwerke Süd GmbH, Würzburg 100,0
Raiffeisen Waren GmbH Nürnberger Land, Hersbruck 52,0
Raiffeisen-Lagerhaus GmbH, Bruck an der Leitha, Österreich 89,9
Raiffeisen-Lagerhaus Investitionsholding GmbH, Wien, Österreich 100,0
Rasharkin Solar PV Ltd., London, Großbritannien 100,0
Real Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
RENERCO GEM 1 GmbH, Gräfelfing 100,0
RENERCO GEM 2 GmbH, Gräfelfing 100,0
renerco plan consult GmbH, München 100,0
RI-Solution Data GmbH, Wien, Österreich 100,0
RI-Solution GmbH Gesellschaft für Retail-Informationssysteme, Services und Lösungen mbH, München 100,0
Rock Power S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
Rose & Crown Solar PV Limited, London, Großbritannien 100,0
RUG Raiffeisen Umweltgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 75,0
RWA Hrvatska d.o.o. (ehemals: RWA RAIFFEISEN AGRO d.o.o.), Zagreb, Kroatien 100,0
RWA International Holding GmbH, Wien, Österreich 100,0
RWA Magyarország Kft. (ehemals: Raiffeisen-Agro Magyaroszág Kft.), Ikrény, Ungarn 100,0
RWA Raiffeisen Agro Romania S.r.l., Orțișoara, Rumänien 100,0
RWA Raiffeisen Ware Austria Aktiengesellschaft, Wien, Österreich 50,0
RWA SLOVAKIA spol. s r.o., Bratislava, Slowakei 100,0
RWA Srbija d.o.o. (ehemals: Raiffeisen Agro d.o.o.), Beograd, Serbien 100,0
Ryfors Vindkraft AB (ehemals: Ryfors Kraft AB), Malmö, Schweden 100,0
Safer Food Technologies Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Samsonwind Wirtsnock GmbH, Thomatal, Österreich 80,0
Sandhutton Solar Project Limited, London, Großbritannien 100,0
SC Puterea Verde S.r.l. (ehemals: Puterea Verde S.r.l.), Sibiu, Rumänien 75,3
Schradenbiogas GmbH & Co. KG, Gröden 94,5
Shieldhall Logistics Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0
Sinclair Logistics Limited, Glasgow, Großbritannien 100,0
Sjönnebol Kraft AB, Malmö, Schweden 100,0
Solarmarkt GmbH, Aarau, Schweiz 100,0
Solarpark Aquarius GmbH & Co. KG, München 100,0
Solarpark Aries GmbH & Co. KG, München 100,0
Solarpark Aston Clinton GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Homestead GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Lupus GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Solarpark Lynt GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Vine Farm GmbH, Gräfelfing 100,0
Solesa Engineering S.r.l., Torino, Italien 100,0
SPM Solarpark Möhlau GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Status Produce Favona Road Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Status Produce Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Stormon Energi AB, Malmö, Schweden 100,0
Sunshine Movement GmbH, München 100,0
T&G Fruitmark HK Limited (ehemals: ENZAFRUIT (Hong Kong) Limited), Hong Kong, Volksrepublik China 100,0
T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland 74,0
T&G Japan Ltd., Tokyo, Japan 100,0
T&G South East Asia Ltd., Bangkok, Thailand 100,0
T&G Vizzarri Farms Pty Ltd, Tullamarine, Australien 50,0
Taipa Water Supply Limited, Kerikeri, Neuseeland 65,0
TechnikCenter Grimma GmbH, Mutzschen 70,0
Tecno Spot - G.m.b.H., Bruneck, Italien 100,0
Tessennano Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0
TESSOL Kraftstoffe, Mineralöle und Tankanlagen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Stuttgart 100,01
TFC Holland B.V., De Lier, Niederlande 68,4
Tierceline Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Turners & Growers (Fiji) Limited, Suva, Republik Fidschi 70,0
Turners & Growers Fresh Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Turners & Growers New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Turners and Growers Horticulture Limited, Auckland, Neuseeland 100,0
Tuscania Energy S.r.l., Milano, Italien 100,0
Umspannwerk Klein Bünsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Unterstützungseinrichtung der BayWa Aktiengesellschaft in München GmbH, München 100,0
URL AGRAR GmbH, Premstätten (ehemals: Unterpremstätten), Österreich 100,0
Vine Farm Solar Wendy Ltd., London, Großbritannien 100,0
Vjetroelektrana Orjak d.o.o., Split, Kroatien 80,8
Wagner Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Wathegar 2 Limited, London, Großbritannien 100,0
WAV Wärme Austria VertriebsgmbH, Wien, Österreich 89,0
WealthCap Portfolio Finanzierungs-GmbH & Co. KG, Grünwald 100,0
Wessex Grain Ltd., Templecombe, Großbritannien 100,0
Windfarm Fraisthorpe GmbH, Gräfelfing 100,0
Windfarm Lacedonia GmbH, Gräfelfing 100,0
Windfarms Italia S.r.l., Milano, Italien 100,0
Windpark Bärofen GmbH, Kilb, Österreich 100,0
Windpark Berschweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Cashagen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Dissau GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Finkenbach-Gersweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Fürstkogel GmbH, Kilb, Österreich 100,0
Windpark Hettstadt GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Hiesberg GmbH, Kilb, Österreich 100,0
Windpark Holle-Sillium GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Kamionka GmbH, Gräfelfing 100,0
Windpark Kraubatheck GmbH, Kilb, Österreich 100,0
Windpark Melfi GmbH, Gräfelfing 100,0
Windpark Stockelsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Uphuser Mark GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Wilhelmshöhe GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Wingenfeld Energie GmbH, Hünfeld 100,0
WP OWD Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing 60,0
1 Ergebnisabführungsvertrag  
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen  
"Danufert" Handelsgesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 60,0
ABATIS Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0
Agrarproduktenhandel Gesellschaft m.b.H., Klagenfurt, Österreich 100,0
Agro Innovation Lab GmbH, Wien, Österreich 100,0
AGRO-CAD Software GmbH, Großbardau OT Kleinbardau 100,0
AGROMED AUSTRIA GMBH, Kremsmünster, Österreich 80,0
Agro-Property Kft., Kecskemét, Ungarn 100,0
Amadeus Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Aurora Solar Projects, LLC, Dover (Delaware), USA 100,0
Bauzentrum Westmünsterland Verwaltungs-GmbH, München 100,0
BayWa Agrar Verwaltungs GmbH, München 100,0
BayWa Agri Argentina S.A., Ciudad de Buenos Aires, Argentinien 100,0
BayWa CS GmbH, München 100,0
BayWa Forderungsmanagement GmbH (ehemals: BayWa Finanzservice GmbH), München 100,0
BayWa InterOil Mineralölhandelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, München 100,0
BayWa Obst Verwaltungsgesellschaft mbH, München 100,0
BayWa r.e. Bioenergy Betriebs GmbH, Gräfelfing (ehemals: Regensburg) 100,0
BayWa r.e. Desarrollos Solares S. de R.L. de C.V., Ciudad de México, Mexiko 100,0
BayWa r.e. Development, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BayWa r.e. EPC, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BayWa r.e. Mexico, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Bielstein S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
Big Timber Wind LLC, Missoula, USA 100,0
Biogasanlage Geislingen GmbH & Co. KG, Gröden 100,0
Bohnhorst Beteiligungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Niederer Fläming 100,0
Botsay Energie SARL, Paris, Frankreich 100,0
Brahms Wind Holdings, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Brands + Schnitzler Tiefbau-Fachhandel Verwaltungs GmbH, Mönchengladbach 100,0
Budge Haulage Limited, Templecombe, Großbritannien 100,0
BW DSG, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
BW Solar 216 G.K., Tokyo, Japan 100,0
BW Solar 615 G.K., Tokyo, Japan 100,0
BW Solar 815 G.K. (ehemals: Yaita Solar G.K.), Tokyo, Japan 100,0
C L G Computerdienst für Landwirtschaft und Gewerbe GmbH, Pfarrkirchen 100,01
CalCity Solar I LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Cefetra Este S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0
Cefetra Norte S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0
Cefetra Oeste S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0
Cefetra Sur S.L.U., Pozuelo de Alarcón, Spanien 100,0
Chestnut Solar LLC, Raleigh (North Carolina), USA 100,0
Clos Neuf Energies SARL, Paris, Franreich 100,0
Col des 3 Soeurs SARL, Paris, Franreich 100,0
Danugrain Lagerei GmbH, Krems an der Donau, Österreich 60,0
Decaenergia S.r.l., Trento, Italien 65,0
Delano Solar I, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
DIFWIND Farms II, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
DIFWIND Farms Limited I, a California Limited Partnership, North Palm Springs, USA 100,0
DIFWIND Farms Limited II, a California Limited Partnership, North Palm Springs, USA 100,0
DIFWIND Farms Limited V, a California Limited Partnership, North Palm Springs, USA 100,0
Eko Energetika Croatia d.o.o., Bribir, Kroatien 100,0
ELG Energie Logistik GmbH, München 100,0
Eoliennes de la Benate SARL, Paris, Frankreich 100,0
Erste Onshore Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH, Oldenburg 100,0
Eurogreen Italia S.r.l., Milano, Italien 51,0
Evergrain Verwaltungs GmbH, Hamburg 100,0
FarmFacts Beteiligungs GmbH, Pfarrkirchen 100,0
Freedom Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
GENOL Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 71,0
Genol Vertriebssysteme GmbH, Wien, Österreich 100,0
Gourvillette Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Grande Lande Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Graninger & Mayr Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0
Grasshopper Solar LLC, Glen Allen (Virginia), USA 100,0
Green Answers GmbH & Co. WP Vahlbruch KG, Gräfelfing 100,0
HERA Raiffeisen-Immobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 51,0
Heuberg S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
HXNAir Solar One, LLC, Raleigh (North Carolina), USA 100,0
K'IIN, S.A.P.I. de C.V., Ciudad de México, Mexiko 100,0
KALPIS, S.A.P.I. de C.V., Ciudad de México, Mexiko 100,0
Kelsey Creek Solar Farm Finco Pty Ltd, Cockburn Central, Australien 100,0
Kelsey Creek Solar Farm Holdco Pty Ltd, Cockburn Central, Australien 100,0
Keranna Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Kita-Ibaragi City PV Plant G.K., Tokyo, Japan 100,0
Konsultorey ES S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0
La Couture Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Lagerhaus e-Service GmbH, Wien, Österreich 100,0
Les Landiers Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Lesia a.s., Strážnice, Tschechische Republik 100,0
Magyar "Agrár-Ház" Kft., Székesfehérvár, Ungarn 100,0
MD-Betriebs-GmbH, München 90,0
NOB-Betriebs-GmbH, München 90,0
Notch Peak Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Nuevos Parques Eólicos La Muela A.I.E., Zaragoza, Spanien 100,0
PATIS Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0
Potencia Solar S.A. de C.V., San Salvador, Republik El Salvador 100,0
PT. Bumiraya Suria Abadi, Jakarta, Indonesien 49,0
Raiffeisen Trgovina d.o.o., Lenart, Slowenien 100,0
Ravel Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Renovables de América S.A. de C.V., San Salvador, Republik El Salvador 100,0
Ruschberg Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
S.C. Danugrain Romania S.r.l. (ehemals: K3 Agroinvest S.r.l.), Orțișoara, Rumänien 60,0
Saatzucht Gleisdorf Gesellschaft m.b.H., Gleisdorf, Österreich 66,7
Saint-Ferriol Energies SAS, Paris, Frankreich 100,0
San Jacinto Power Company, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
SBP Power Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 25,0
SBU Power Sdn. Bhd., Petaling Jaya, Malaysia 25,0
Schradenbiogas Betriebsgesellschaft mbH, Gröden 100,0
Schradenbiogas Sp. z o.o., Wrocław, Polen 100,0
Schumann Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
SEP S.A.G. Intersolaire 5 SNC, Mulhouse, Frankreich 100,0
Serralonga Energia S.r.l., Torino, Italien 65,0
Siri Energia S.r.l., Roma, Italien 65,0
Societe d'exploitation photovoltaique du Midi II SNC, Mulhouse, Frankreich 100,0
Solarpark Cetus GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: München) 100,0
Solarpark Günes GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Horus GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Horus Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Libra GmbH & Co. KG, München 100,0
Solarpark Lugh GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Lugh Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Malina GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Malina Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Mitra GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Mitra Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Perseus GmbH & Co. KG, München 100,0
Solarpark Samas GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Samas Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Sunna GmbH, Gräfelfing 100,0
Solarpark Sunna Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Solarpark Tucana GmbH & Co. KG, München 100,0
Solarpark Wega GmbH & Co. KG, München 100,0
SolarSolutions 1 GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Solarpark Aldebaran GmbH & Co. KG, München) 100,0
SPV Solarpark 101. GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: Solarpark Pavo GmbH & Co. KG, München) 100,0
SPV Solarpark 102. GmbH & Co. KG (ehemals: BayWa r.e. Solardächer I GmbH & Co. KG), Gräfelfing 100,0
SPV Solarpark 103. GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
SPV Solarpark 104. GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Strauss Wind, LLC, San Diego, USA 100,0
Studios Solar 2, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Studios Solar 3, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Studios Solar 4, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Studios Solar 5, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Studios Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
Süd-Treber GmbH, Stuttgart 100,01
Sunshine Bay GmbH & Co. KG, München 100,0
Sunshine Latin GmbH & Co. KG, München 100,0
Sunshine South GmbH & Co. KG, Gräfelfing (ehemals: München) 100,0
Taga Solar, LLC, Wilmington (Delaware), USA 100,0
TFC Maasland B.V., De Lier, Niederlande 100,0
Tout Vent Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Val de Moine Energies SARL, Paris, Frankreich 100,0
Varennes Solaire 2 SAS, Paris, Frankreich 100,0
VPI Enterprises, LLC, San Diego, USA 100,0
WHG LIEGENSCHAFTSVERWALTUNG BETRIEBS GMBH, Klagenfurt, Österreich 100,0
Wind Park Kotla Sp. z o.o., Warszawa, Polen 100,0
Wind Park Lipnica Sp. z o.o., Nowy Targ, Polen 100,0
Windfarm Serralonga GmbH (ehemals: Solarpark Kinmel GmbH), Gräfelfing 100,0
Windkraft Beteiligungsgesellschaft mbH, Düsseldorf 100,0
Windpark Bad Berleburg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Bedesbach GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Bella GmbH (ehemals: Windfarm Bonwick GmbH), Gräfelfing 100,0
Windpark Breva GmbH (ehemals: Windfarm Sewstern GmbH), Gräfelfing 100,0
Windpark Freimersheim GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Gronau Leine GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Gross Ziescht am Schwarzen Berg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Hellefelder Höhe GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Hodenbachwald GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Immenberg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Jembke GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Jettenbach GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Katzberg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Langenbrand GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Langenlonsheim GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Lauenbrück GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Molkenberg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Olsberg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Pferdsfeld GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Rehweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Reichweiler GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Rothhausen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark SBG V GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Schönberg GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Seershausen GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Sien GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Wilhelmshöhe II GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Wimmelburg 3 GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
Windpark Winterborn II GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0
1 Ergebnisabführungsvertrag  
Nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen  
AHG- Autohandelsgesellschaft mbH, Horb am Neckar 49,0
Allen Blair Properties Limited, Wellington, Neuseeland 33,3
Aufwind BB GmbH & Co. Zwanzigste Biogas KG, Regensburg 100,0
AUSTRIA JUICE GmbH, Allhartsberg, Österreich 50,0
Baltanás Cereales y Abonos, S.L., Baltanás, Spanien 50,0
Baltic Grain Terminal Sp. z o.o., Gdynia, Polen 50,0
BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, Dortmund 50,0
BayWa Hochhaus GmbH & Co. KG, Grünwald 99,0
BEEGY GmbH, Mannheim 25,1
BHBW Limited, Maidenhead, Großbritannien 50,0
biohelp - biologischer Pflanzenschutz-Nützlingsproduktions-, Handels- und Beratungs GmbH, Wien, Österreich 24,9
Biomethananlage Barby GmbH, Barby 25,1
Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim 25,1
BRB Holding GmbH, München 45,3
CRE Project S.r.l., Matera, Italien 49,0
David Oppenheimer and Company I, L.L.C., Seattle, USA 15,0
David Oppenheimer Transport Inc., Wilmington (Delaware), USA 15,0
Deutsche Raiffeisen-Warenzentrale GmbH, Frankfurt am Main 37,8
EAV Energietechnische Anlagen Verwaltungs GmbH, Staßfurt 49,0
Frisch & Frost Nahrungsmittel GmbH, Wien, Österreich 25,0
Hafen Vierow - Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Brünzow 50,0
Heizkraftwerke-Pool Verwaltungs-GmbH, München 33,3
LWM Austria GmbH, Hollabrunn, Österreich 25,0
McKay Shipping Limited, Auckland, Neuseeland 25,0
MoSagri B.V., Breda, Niederlande 25,0
Mystery Creek Asparagus Limited, Hamilton, Neuseeland 14,5
N.Z. Kumara Distributors Limited, Dargaville, Neuseeland 20,4
PURE Applikationen GmbH & Co. KG, Regensburg 25,0
Süddeutsche Geothermie-Projekte Verwaltungsgesellschaft mbH, Gräfelfing 50,0
Transhispania Agraria, S.L., Torquemada, Spanien 28,3
VIELA Export GmbH, Vierow 50,0
Wawata General Partner Limited, Nelson, Neuseeland 50,0
Worldwide Fruit Limited, Spalding, Großbritannien 50,0
Nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen von untergeordneter Bedeutung  
Agrosen Holding GmbH, Kremsmünster, Österreich 30,0
Agro-Service-Gröden GmbH, Gröden 20,0
B L E, Bau- und Land-Entwicklungsgesellschaft Bayern GmbH, München 25,0
BayWa BGM Verwaltungs GmbH, Dortmund 50,0
BayWa Hochhaus Verwaltung GmbH, Grünwald 50,0
Biogas Plant Operations Limited, London, Großbritannien 49,0
Biotech-Enterprises-Lizenzverwertungs-Gmbh, Fischamend, Österreich 24,9
Bonus Holsystem für Verpackungen GmbH & Co.KG, Kufstein, Österreich 26,0
Bonus Holsystem für Verpackungen GmbH, Kufstein, Österreich 26,0
Breva S.r.l., Trento, Italien 50,0
BRVG Bayerische Raiffeisen- und Volksbanken Verlag GmbH, München 25,0
Chemag Agrarchemikalien GmbH, Frankfurt am Main 33,3
DANUOIL Mineralöllager und Umschlags-Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 50,0
Decawind S.r.l., Trento, Italien 50,0
DRWZ Marken GmbH, Karlsruhe 32,8
EBULUM GmbH & Co. Objekt Baunatal KG, Pullach im Isartal 94,0
ISTROPOL SOLARY a.s., Horné Mýto, Slowakei 29,8
Kärntner Saatbau e.Gen., Klagenfurt, Österreich 27,9
Kartoffel Centrum Bayern GmbH, Rain am Lech 50,0
Lagerhaus Technik-Center GmbH & Co KG, Korneuburg, Österreich 34,1
Lagerhaus Technik-Center GmbH, Korneuburg, Österreich 34,1
Land24 Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Telgte 34,2
LLT - Lannacher Lager- und Transport GesmbH, Korneuburg, Österreich 50,0
Logistikzentrum Röthlein GmbH & Co. KG, Gräfelfing 94,0
Melfi Energie Rinnovabili S.r.l., Potenza, Italien 50,0
Mineralfutter-Produktionsgesellschaft mbH, Memmingen 50,0
Obst vom Bodensee Vertriebsgesellschaft mbH, Friedrichshafen (ehemals: Oberteuringen) 47,5
OÖ Lagerhaus Solidaritäts GmbH, Linz, Österreich 33,3
Projektentwicklung Windkraft Unterallgäu GmbH & Co. KG, Bad Wörishofen 31,3
Projektentwicklung Windkraft Unterallgäu Verwaltungs GmbH, Bad Wörishofen 31,2
Raiffeisen - Landhandel GmbH, Emskirchen 23,4
Raiffeisen-BayWa-Waren GmbH Lobsing-Siegenburg- Abensberg-Rohr, Pförring / Lobsing 22,8
Sewstern Lane Wind Farm Limited, Huddersfield, Großbritannien 50,0
Vetroline Handels GmbH, Göttlesbrunn-Arbesthal, Österreich 50,0
VR erneuerbare Energien eG, Kitzingen 33,3
VR-LEASING DIVO GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 47,0
VR-LEASING LYRA GmbH & Co. Immobilien KG, Eschborn 47,0
Wind Park Belzyce Sp. z o.o., Warszawa, Polen 50,0
Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften  
Südstärke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Schrobenhausen Eigenkapital in Tsd. Euro: 126.919 Jahresüberschuss/-fehlbetrag in Tsd. Euro: 105 6,5

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

München, 27. März 2017

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Klaus Josef Lutz

Andreas Helber

Roland Schuler

Matthias Taft

Reinhard Wolf

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der BayWa Aktiengesellschaft, München, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Überleitung zum Gesamtergebnis, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der BayWa Aktiengesellschaft, München, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 28. März 2017

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Götz, Wirtschaftsprüfer

Tauber, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats

In einem global herausfordernden Marktumfeld mit teilweise stark volatilen Preisen für Rohstoffe und Agrarerzeugnisse profitierte der BayWa Konzern im Berichtsjahr 2016 einmal mehr von seiner internationalen Aufstellung und seinem breit diversifizierten Geschäftsportfolio. Während die Entwicklung in den Segmenten Energie und Bau sowie im Geschäftsfeld Obst sehr erfolgreich verlief, standen die Agrarhandelsaktivitäten und das Technikgeschäft unter dem Eindruck ungünstiger Rahmenbedingungen. Insgesamt beurteilt der Vorstand die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im Jahr 2016 als noch zufriedenstellend.

Der Aufsichtsrat hat seine ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegende Verantwortung wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens stand er dem Vorstand regelmäßig beratend zur Seite, hat die Strategie mit dem Vorstand abgestimmt und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. Das gemeinsame Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets zeitnah und umfassend informiert. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen wurde der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die zustimmungsbedürftigen Maßnahmen wurden geprüft und die erforderlichen Beschlüsse sowohl in Sitzungen als auch in Umlaufverfahren gefasst. Zwischen den Sitzungen informierte der Vorstand schriftlich und mündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Zu den Berichten und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat jeweils nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats war laufend über wesentliche Entscheidungen durch den Vorstand unterrichtet und stand in engem Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden. Er wurde laufend mit detaillierten Berichten über die aktuelle Geschäftslage in Kenntnis gesetzt. Die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat sowie mit dem Vorstand war auch im Berichtsjahr 2016 konstruktiv und vertrauensvoll.

Schwerpunkte der Sitzungen des Aufsichtsrats

Themen der vier turnusgemäßen Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 waren insbesondere die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens, der Geschäftsverlauf einzelner Geschäftsfelder, die Finanz- und Investitionsplanung, personelle Entscheidungen, die Risikosituation, Fragen der Compliance sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat befasste sich auch intensiv mit den Beteiligungen an anderen Unternehmen, die die BayWa AG im Berichtszeitraum eingegangen ist. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat kontinuierlich mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung des Unternehmens sowie dem Risikomanagement und der Risikolage der BayWa AG. Besonderes Augenmerk wurde auf die Compliance-Überwachung im Konzern gelegt. Seitens des Vorstands wurde regelmäßig und umfassend zu diesen Themenbereichen berichtet sowie die aktuelle Lage des Konzerns erläutert.

In der Sitzung am 30. März 2016 hat sich der Aufsichtsrat zunächst mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2015 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses, des Strategie Ausschusses, des Nominierungsausschusses und des Vorstandsausschusses. Gegenstand der Sitzung war zudem die Tagesordnung der Hauptversammlung am 7. Juni 2016, wobei u. a. der Vorschlag an die Hauptversammlung zur Wahl eines Anteilseignervertreters im Aufsichtsrat und die Verlängerung eines Genehmigten Kapitals gegen Sacheinlage erörtert wurde. Des Weiteren wurden strategische Themen im BayWa Konzern diskutiert. In der Sitzung beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit den variablen Gehaltsbestandteilen der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2015 und beschloss die entsprechenden Erfolgsziele für die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2016, auch neue Langfristziele wurden festgelegt. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung waren eine detaillierte Berichterstattung zu Fragen der Compliance.

Am 31. März 2016 fand weiter eine Fortbildungsveranstaltung für den Aufsichtsrat zu aktuellen aktienrechtlichen und bilanzrechtlichen Fragen statt.

In der Sitzung am 11. Mai 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem ersten Quartalsabschluss, mit der Risikosituation in der BayWa Agrar-Gruppe sowie mit Fragen der Compliance. Des Weiteren berichtete die Leiterin des Geschäftsfeldes Obst, Christiane Bell, über Entwicklungen im Lebensmitteleinzelhandel.

In der Sitzung am 3. August 2016 befasste sich der Aufsichtsrat u. a. mit dem Halbjahresabschluss 2016. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem ausführlich über die Marktentwicklung im ersten Halbjahr 2016, die Entwicklung der einzelnen Einheiten sowie über die aktuelle Risikosituation in der BayWa Agrar-Gruppe. Des Weiteren erörterte und beschloss der Aufsichtsrat die Vertragsverlängerung und erneute Bestellung des Vorstandsvorsitzenden. Schließlich fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über die Erteilung der Zustimmung zu den Ausgabebedingungen für Belegschaftsaktien im Jahr 2016 im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2015.

Eine Erhöhung des Grundkapitals und die entsprechende Satzungsänderung wegen der Ausgabe von Mitarbeiteraktien im Jahr 2016 aus dem Genehmigten Kapital 2015 wurden im Zeitraum vom 21. September bis 6. Oktober 2016 im Umlaufverfahren beschlossen.

In der Sitzung am 9. November 2016 wurde der dritte Quartalsabschluss präsentiert und die Geschäftsentwicklung eingehend vom Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert. Der Vorstand erläuterte umfassend die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen. Des Weiteren wurden strategische Themen im BayWa Konzern diskutiert. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen der vorangegangenen Sitzungen des Prüfungsausschusses, des Kredit- und Investitionsausschusses und des Strategie Ausschusses. Weiterhin fasste der Aufsichtsrat einen Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Schließlich stimmte der Aufsichtsrat der Verlängerung der Amtszeit von 9 Mitgliedern des Genossenschaftlichen Beirats zu.

In der Bilanzsitzung am 29. März 2017 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit den Abschlüssen und dem Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie dem Bericht über die durchgeführte Prüfung befasst. Gegenstand der Sitzung war zudem u. a. die Tagesordnung der Hauptversammlung am 23. Mai 2017.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Zur Steigerung der Effizienz der Aufsichtsratsarbeit hat der Aufsichtsrat insgesamt sechs Ausschüsse errichtet. Diese bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Soweit gesetzlich zulässig, wurden in einzelnen Fällen Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats auf Ausschüsse übertragen. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat bis auf den Prüfungsausschuss in allen Ausschüssen den Vorsitz inne. Der Aufsichtsrat wurde in seinen Sitzungen stets über die Arbeit der Ausschüsse sowie deren Beschlüsse durch die Ausschussvorsitzenden informiert.

Dem Prüfungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Wolfgang Altmüller, Klaus Buchleitner, Gunnar Metz und Werner Waschbichler an. Vorsitzender des Prüfungsausschusses ist Wolfgang Altmüller. Damit folgt die BayWa AG der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex, wonach der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz im Prüfungsausschuss nicht innehaben soll. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers sowie des Vorsitzenden des Vorstands und des Finanzvorstands in seiner Sitzung am 29. März 2016 den Jahres- und den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2015, den Lagebericht und Konzernlagebericht sowie die Prüfberichte. Des Weiteren wurde die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Es wurden die Empfehlungsbeschlüsse an den Aufsichtsrat gefasst, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2015 festzustellen bzw. zu billigen sowie der Hauptversammlung am 7. Juni 2016 die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 vorzuschlagen.

Gegenstand der Sitzung am 8. November 2016 waren die Quartalszahlen des dritten Quartals 2016 sowie die Erteilung der Prüfungsaufträge und die Festlegung der Prüfungsschwerpunkte der Jahresabschlussprüfung 2016 und des Prüfungshonorars.

Der Prüfungsausschuss hat sich in seiner Sitzung am 28. März 2017 außerdem mit der Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 befasst und dem Aufsichtsratsplenum empfohlen, der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zur Wahl vorzuschlagen.

Dem Vorstandsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz und Wolfgang Altmüller an. Der Vorstandsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal, am 29. März 2016 und 3. August 2016. In der Sitzung am 29. März 2016 befasste sich der Vorstandsausschuss insbesondere mit Empfehlungen an den Aufsichtsrat über die variablen sowie festen Gehaltsbestandsteile der Vorstandsvergütung sowie die Empfehlung von Langfristzielen und befasste sich mit Mandatsübernahmen von Vorstandsmitgliedern. Hauptthema der Sitzung des Vorstandsausschusses am 3. August 2016 war die Erarbeitung einer Empfehlung an den Aufsichtsrat zur Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden.

Dem Strategie Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Dr. Johann Lang, Wilhelm Oberhofer, Joachim Rukwied, Michael Kuffner und Werner Waschbichler an. Der Strategie Ausschuss ist im Berichtsjahr dreimal zusammengetreten. Der Ausschuss widmete sich dabei in der Sitzung am 28. Januar 2016 der geplanten Unternehmenstransaktion TFC Holland B.V. In der Sitzung am 29. März 2016 bereitete der Strategie Ausschuss hauptsächlich die Aufsichtsratssitzung vor und in der Sitzung vom 8. November 2016 beschäftigte sich der Ausschuss mit der geplanten Unternehmensübernahme der Thegra Tracomex Gruppe, einem geplanten Joint Venture mit Barloworld Limited im südlichen Afrika sowie der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzung. Ferner befasste er sich mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens sowie mit aktuellen Unternehmensprojekten und Beteiligungsvorhaben.

Dem Kredit- und Investitionsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Monika Hohlmeier, Dr. Johann Lang, Monique Surges, Theo Bergmann, Renate Glashauser und Josef Schraut an. Der Kredit- und Investitionsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal, am 29. März 2016 und 8. November 2016. Der Ausschuss überwachte die Investitionstätigkeit und überprüfte die Kreditgewährungen und Außenstände entsprechend der ihm übertragenen Befugnisse. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss mit der Abrechnung des Investitionsetats 2015 und mit den Investitionsetats für 2016 und 2017.

Dem Nominierungsausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie Dr. Johann Lang und Wilhelm Oberhofer an. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, den Anteilseignervertretern im Aufsichtsrat Empfehlungen für die Vorschläge zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner durch die Hauptversammlung zu unterbreiten. Der Nominierungsausschuss tagte im Berichtszeitraum einmal, am 29. März 2016.

Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG, dem der Aufsichtsratsvorsitzende Manfred Nüssel sowie die Aufsichtsratsmitglieder Gunnar Metz, Monika Hohlmeier und Werner Waschbichler angehören, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.

Corporate Governance

In dem Bewusstsein, dass Corporate Governance einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung leistet, beschäftigt sich der Aufsichtsrat fortlaufend mit entsprechenden Fragen. Weitergehende Informationen zur Corporate Governance sind der Erklärung zur Unternehmensführung zu entnehmen. Angaben zur Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand sind im Konzernlagebericht enthalten.

Zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 beschlossen der Vorstand am 7. November 2016 und der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 9. November 2016 weiter, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 bis auf wenige Ausnahmen entsprochen wird. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG findet sich in der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB. Sie ist des Weiteren auf der Website der Gesellschaft unter www.baywa.com im Bereich Investor Relations veröffentlicht.

Im Berichtszeitraum haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats an mindestens der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offen. Im Geschäftsjahr 2016 sind bei Mitgliedern des Vorstands oder Mitgliedern des Aufsichtsrats keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der BayWa AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 sowie der Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns sind von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand nach HGB aufgestellten Jahresabschluss der BayWa AG sowie den gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anwendbaren handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss sowie den Lagebericht der BayWa AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 in der Sitzung vom 29. März 2017 intensiv geprüft und in Gegenwart des Abschlussprüfers mit diesem und dem ebenfalls anwesenden Vorstand erörtert. Gegenstand der ausführlichen Erörterung waren auch die vom Prüfungsausschuss für das Berichtsjahr 2016 festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Sämtliche Prüfberichte und Abschlussunterlagen standen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung in der Sitzung vom 29. März 2017 angeschlossen. Die Prüfberichte und Abschlussunterlagen wurden zuvor vom Prüfungsausschuss in seiner Sitzung vom 28. März 2017 intensiv behandelt. Der Prüfungsausschuss hat in Gegenwart des Abschlussprüfers in seiner Sitzung am 28. März 2017 den Jahres- und den Konzernabschluss, den Lagebericht und Konzernlagebericht, die Prüfberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Abschlüsse zu erheben. Der Aufsichtsrat hat daher am 29. März 2017 den Jahresabschluss der BayWa AG und den Konzernabschluss des BayWa Konzerns gebilligt. Damit wurde der Jahresabschluss festgestellt.

Der Abschlussprüfer berichtete ferner in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 29. März 2017 darüber, dass keine wesentlichen Schwächen des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess vorlägen. Der Vorstand hat insoweit alle ihm obliegenden Maßnahmen in geeigneter Form getroffen.

Den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit der Ausschüttung einer Dividende von 0,85 Euro pro Aktie hat der Aufsichtsrat geprüft und schließt sich ihm an.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Weder im Aufsichtsrat noch im Vorstand gab es im Berichtsjahr 2016 personelle Veränderungen. Auf Seiten der Anteilseignervertreter wurde Wilhelm Oberhofer, der am 6. August 2015 vom Amtsgericht München als Nachfolger von Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl bestellt worden war, von der Hauptversammlung am 7. Juni 2016 als Aufsichtsrat bestätigt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen der BayWa AG und allen Konzerngesellschaften für ihre Arbeit.

 

München, 29. März 2017

Für den Aufsichtsrat

Manfred Nüssel, Vorsitzender

Corporate-Governance-Bericht / Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG haben die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG am 4. November 2015 abgegeben. Vorstand und Aufsichtsrat der BayWa AG erklären, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 (bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 12. Juni 2015; nachfolgend "DCGK") mit den folgenden Abweichungen entsprochen wurde und wird:

1 Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 3.8 Abs. 3 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8 Abs. 3, bei Abschluss einer D & O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder einen Selbstbehalt vorzusehen. Die BayWa AG hat für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die keinen Selbstbehalt der Aufsichtsratsmitglieder vorsieht. Die BayWa AG ist nicht der Ansicht, dass die Motivation und Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen Selbstbehalt in der D & O-Versicherung verbessert werden.

2 Festlegung des angestrebten Versorgungsniveaus unter Berücksichtigung der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - Ziffer 4.2.3 Abs. 3 DCGK

Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat mit Wirkung zum 1. April 2015 Herrn Matthias Taft zum Mitglied des Vorstands bestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben das angestrebte Versorgungsniveau von Herrn Taft erörtert und festgelegt. Herr Taft erhält eine feste Altersversorgung von der BayWa AG, die nicht in Abhängigkeit von der Dauer seiner Vorstandszugehörigkeit steht. Der Aufsichtsrat hält diese Regelung im Hinblick auf die langjährige Zugehörigkeit von Herrn Taft zum BayWa Konzern für sachgerecht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die bisher zugunsten von Herrn Taft abgeschlossenen arbeitgeberfinanzierten Versicherungen und Pensionszusagen der Konzerngesellschaften von der BayWa AG nicht weiter fortgeführt werden.

3 Abfindungs-Cap - Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 4.2.3 Abs. 4, beim Abschluss von Vorstandsverträgen darauf zu achten, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder der BayWa AG enthalten keine solche Regelung, denn die Höhe einer möglichen Abfindung ist Gegenstand eines gegebenenfalls bei Beendigung der Vorstandstätigkeit abzuschließenden Aufhebungsvertrags und damit von einer Einigung mit dem Vorstandsmitglied abhängig. Selbst bei Aufnahme einer entsprechenden Vertragsklausel könnte ein Vorstandsmitglied daher darauf bestehen, sich die vollständigen Ansprüche aus dem Dienstvertrag auszahlen zu lassen, und ansonsten seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern. Die BayWa AG ist außerdem der Überzeugung, dass der Aufsichtsrat auch ohne eine solche Klausel das Unternehmensinteresse bei Verhandlungen mit einem ausscheidenden Vorstandsmitglied hinreichend berücksichtigen und keine übermäßigen Abfindungen gewähren wird.

4 Individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung - Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK

Nach Ziffer 4.2.5. Abs. 3 des Kodex wird empfohlen, für Geschäftsjahre, die ab dem 31. Dezember 2013 beginnen, die Vorstandsvergütung im Vergütungsbericht tabellarisch und individualisiert auszuweisen. Die Offenlegung der Vorstandsvergütung erfolgt bei der BayWa AG unter Berücksichtigung der diesbezüglich gesetzlichen Vorschriften. Die ordentliche Hauptversammlung 2015 hat einen erneuten Beschluss gem. §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 alte Fassung HGB gefasst, wonach die Vorstandsvergütung nicht individualisiert ausgewiesen wird. Während des Bestandes dieses Hauptversammlungsbeschlusses erfolgt daher keine individualisierte Ausweisung der Vorstandsvergütung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Abs. 3 DCGK.

5 Keine feste Altersgrenze für den Vorstand - Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGK

In der aktuellen Fassung der Geschäftsordnung für den Vorstand gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.1.2 Abs. 2 S. 3 DCGK keine feste Altersgrenze für die Mitgliedschaft im Vorstand. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Daher hält die BayWa AG starre Altersgrenzen, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.

6 Aufgaben des Prüfungsausschusses - Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK

Der Prüfungsausschuss soll nach Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK unter anderem mit der Compliance befasst sein, falls kein anderer Ausschuss damit betraut ist. Derzeit sind Compliance-Angelegenheiten in Abweichung zu Ziffer 5.3.2 S. 1 DCGK keinem bestimmten Ausschuss zugewiesen, vielmehr befasst sich der Aufsichtsrat unmittelbar mit diesem Thema. Aufgrund des hohen Stellenwerts von Compliance-Angelegenheiten ist die BayWa AG der Ansicht, dass sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats in die Behandlung entsprechender Fragen einbezogen werden sollten. Um somit eine umfassende und verantwortliche Aufgabenwahrnehmung in diesem Bereich zu gewährleisten, ist dieser Bereich weiterhin dem Aufsichtsrat als Gesamtgremium zugewiesen.

7 Keine feste Altersgrenze oder Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer für den Aufsichtsrat -Ziffer 5.4.1 Abs. 2 DCGK

Auch in der aktuellen Fassung der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat gibt es bei der BayWa AG entgegen den Empfehlungen in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 S. 1 DCGK keine feste Altersgrenze für die Mitgliedschaft im bzw. Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Die BayWa AG prüft laufend die Leistungsfähigkeit und Kompetenz ihrer Organmitglieder. Das Lebensalter sagt jedoch nichts über die Leistungsfähigkeit eines aktuellen oder potenziellen Organmitglieds aus. Weiter soll der BayWa AG auch die Expertise von erfahrenen und bewährten Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen. Daher hält die BayWa AG eine starre Altersgrenze und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer, die zudem die Flexibilität bei Personalentscheidungen und die Zahl möglicher Kandidaten einschränken, nicht für sinnvoll.

8 Benennung von konkreten Zielen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats - Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 die Benennung konkreter Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei der Benennung der konkreten Ziele soll unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation unter anderem die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2. DCGK sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigt werden. Vorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung sollen diese Ziele berücksichtigen. Die BayWa AG sieht von einer konkreten Zielsetzung und Quoten im vorgenannten Sinn ab. Aus Sicht der BayWa AG ist die Qualifikation der Aufsichtsratskandidaten maßgebliches Kriterium für die Übernahme eines Aufsichtsratsmandats und damit für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Bei den Vorschlägen für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats unterstützt und berücksichtigt die BayWa AG die in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK genannten Kriterien, sieht aber konkrete Zielvorgaben oder Quoten nicht als sinnvoll an.

9 Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen der Aufsichtsratskandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär - Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis Abs. 7 DCGK

Ziffer 5.4.1 Abs. 5 bis Abs. 7 DCGK enthält die Empfehlung, die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten für die Wahl des Aufsichtsrats zum Unternehmen, zu den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offenzulegen. Dieser Empfehlung folgt die BayWa AG nicht. Hinsichtlich der Bestimmung von Art und Umfang der bei Wahlvorschlägen offenzulegenden Umstände besteht in der Praxis derzeit noch Rechtsunsicherheit. Es ist daher zu befürchten, dass die mangelnde Bestimmtheit dieser Kodexregelung im Rahmen von Beschlussmängel klagen genutzt wird. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung hierzu beobachten und eine Anwendung dieser Kodexregelung bei künftigen Aufsichtsratswahlen erneut prüfen.

10 Angaben zur Ausgestaltung der erfolgsorientierten Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern - Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK

Nach Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2 DCGK soll eine den Aufsichtsratsmitgliedern gewährte erfolgsorientierte Vergütung auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichtet sein, mithin eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Neben einer jährlichen Fixvergütung kann den Mitgliedern des Aufsichtsrats der BayWa AG eine erfolgsorientierte variable Vergütung gezahlt werden. Da sich diese anhand der von der Hauptversammlung für das betreffende Geschäftsjahr beschlossenen Bardividende bestimmt, liegt eine Abweichung vom Erfordernis der Ausrichtung am nachhaltigen Unternehmenserfolg vor. Die BayWa AG hält eine Ausrichtung an der Bardividende des jeweiligen Geschäftsjahrs nach wie vor für sinnvoll. Durch diese Ausrichtung wird nach Ansicht der BayWa AG ein Gleichklang zwischen den Interessen des Aufsichtsrats und den Aktionären gewährleistet.

11 Angaben zur Offenlegung der Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder - Ziffer 5.4.6 Abs. 3

Entgegen der Empfehlung in Ziffer 5.4.6 Abs. 3 DCGK wurde und wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (einschließlich der vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen) nicht individualisiert, sondern aufgeteilt nach festen und erfolgsorientierten Bezügen jährlich im Anhang oder im Lagebericht ausgewiesen. Aus den im Anhang oder im Lagebericht gemachten Angaben ergibt sich die Struktur und Höhe der Vergütung für den Aufsichtsrat. Die BayWa AG erachtet diese Angaben für ausreichend, um dem Informationsinteresse des Kapitalmarkts und der Aktionäre zu genügen.

12 Angaben zur Teilnahme des Aufsichtsrats an Ausschusssitzungen - Ziffer 5.4.7 Satz 1 DCGK

Ziffer 5.4.7 Satz 1 DCGK sieht unter anderem vor, im Bericht des Aufsichtsrats zu vermerken, falls ein Mitglied des Aufsichtsrats nur an der Hälfte oder weniger als der Hälfte von Sitzungen der Ausschüsse, denen er angehört, teilgenommen hat. Der BayWa AG ist es wichtig, dass sich ein Mitglied des Aufsichtsrats auch in den Ausschüssen in den Entscheidungsfindungsprozess einbringt. In der Regel finden Sitzungen der Ausschüsse des Aufsichtsrats der BayWa AG zweimal im Jahr statt. Bereits ein einmaliges Fehlen würde bei Umsetzung von Ziffer 5.4.7 Satz 1 DGCK zu einem Vermerk im Bericht des Aufsichtsrats führen. Aufgrund der Anzahl der Ausschusssitzungen würde durch einen solchen Vermerk ein falsches Bild von der Sitzungsdisziplin des Mitglieds des Aufsichtsrats entstehen.

 

München, 9. November 2016

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Aufsichtsrat

Führungs- und Kontrollstruktur des Unternehmens

Vorstand und Aufsichtsrat

Als Unternehmen mit Sitz in München unterliegt die BayWa AG den Vorschriften des deutschen Rechts. Die Organe Vorstand und Aufsichtsrat bilden die duale Führungs- und Kontrollstruktur gemäß den Vorschriften des deutschen Aktienrechts. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gemeinsames Ziel ist es, für den Bestand des Unternehmens und seine nachhaltige Wertschöpfung zu sorgen.

Aufgaben und Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand besteht derzeit aus fünf Mitgliedern und leitet das Unternehmen eigenverantwortlich im Unternehmensinteresse, entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Er ist verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der Zwischenberichte, Jahres- und Konzernabschlüsse. Der Vorstand sorgt für die Einhaltung von Rechtsvorschriften, behördlichen Regelungen und der unternehmensinternen Richtlinien und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Themen der Planung, des Geschäftsverlaufs, der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage, der Risikosituation, des Risikomanagements und der Compliance. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen ist der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Für solche Entscheidungen sind zudem Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vorgesehen. Der Vorstand sorgt für eine offene und transparente Unternehmenskommunikation.

Der Vorstand führt die Geschäfte der Gesellschaft in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die Geschäftsführung. Jedem Vorstandsmitglied sind im Geschäftsverteilungsplan bestimmte Aufgaben zur besonderen Bearbeitung zugewiesen. Bestimmte Entscheidungen, insbesondere solche, bei denen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich ist oder für die der Vorstand nach Gesetz oder Satzung zuständig ist, sind nach der Geschäftsordnung dem Gesamtvorstand vorbehalten. Ein Beschluss des Gesamtvorstands ist außerdem in Angelegenheiten herbeizuführen, die dem Vorstand durch den Vorstandsvorsitzenden oder ein Vorstandsmitglied zur Entscheidung vorgelegt werden.

Die Sitzungen des Vorstands finden mindestens einmal im Monat statt. Sie werden vom Vorstandsvorsitzenden einberufen. Dieser setzt auch die Tagesordnung fest und leitet die Sitzungen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen sind und mindestens die Hälfte seiner Mitglieder, darunter der Vorsitzende, an der Beschlussfassung teilnimmt. Die Beschlüsse des Vorstands sind mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen gültig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorstandsvorsitzenden. Auf Anordnung des Vorstandsvorsitzenden können Beschlüsse auch außerhalb von Sitzungen durch Stimmabgabe in Textform oder telefonisch gefasst werden.

Aufgaben und Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG bestellt die Vorstandsmitglieder und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat gehören 16 Mitglieder an. Er ist gemäß dem deutschen Mitbestimmungsgesetz zu gleichen Teilen mit Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer besetzt. Dem Aufsichtsrat gehören eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder an. Als unabhängig ist ein Mitglied dann anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Im letzten Jahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Wilhelm Oberhofer, der am 6. August 2015 vom Amtsgericht München als Nachfolger von Prof. Dr. h. c. Stephan Götzl bestellt worden war, wurde von der Hauptversammlung am 7. Juni 2016 als Aufsichtsrat bestätigt. Informationen zu den personellen Veränderungen im Aufsichtsrat im Berichtszeitraum enthält auch der Bericht des Aufsichtsrats.

Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben des Aufsichtsrats, insbesondere die interne Organisation, die Tätigkeiten der Ausschüsse und die Zustimmungserfordernisse des Gremiums bei Vorstandsentscheidungen. Sitzungen des Aufsichtsrats finden mindestens alle Vierteljahre statt, darüber hinaus, so oft eine geschäftliche Veranlassung dazu vorliegt. Die Einberufung der Sitzungen erfolgt durch den Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung durch den stellvertretenden Vorsitzenden.

Der Aufsichtsrat ist außerdem einzuberufen, wenn eines seiner Mitglieder oder der Vorstand dies unter Angabe von Gründen beantragen. Der Aufsichtsrat ist nur beschlussfähig, wenn acht Mitglieder - unter ihnen der Vorsitzende - oder zwölf Mitglieder an der Sitzung und an der Beschlussfassung teilnehmen. Schriftliche, telegrafische, fernmündliche, elektronische oder per Telefax erfolgende Beschlussfassungen des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses sind zulässig, wenn der Vorsitzende des Aufsichtsrats oder im Verhinderungsfall ein Stellvertreter dies anordnet. Entscheidungen bedürfen grundsätzlich der einfachen Mehrheit. Bei Stimmengleichheit hat der Aufsichtsratsvorsitzende in einer zweiten Abstimmung bei erneuter Stimmengleichheit ein zweifaches Stimmrecht.

Der Aufsichtsrat tagt ohne die Vorstandsmitglieder, soweit dies für eine unabhängige Beratung und Entscheidungsfindung erforderlich ist. Zur regelmäßigen Überprüfung der Effizienz der Arbeit des Aufsichtsrats besteht ein standardisiertes Verfahren. Die BayWa AG hat für die Vorstands und Aufsichtsratsmitglieder eine D & O-Versicherung abgeschlossen, die das persönliche Haftungsrisiko für den Fall abdeckt, dass die Organmitglieder bei Ausübung ihrer Tätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen werden. Ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder ist bislang nicht vorgesehen (vgl. zur Begründung die zuvor wiedergegebene Entsprechenserklärung). Die BayWa AG sieht aber gemäß den Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung einen angemessenen Selbstbehalt bei der D & O-Versicherung der Vorstandsmitglieder vor.

Ausschüsse des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BayWa AG hat sechs fachlich qualifizierte Ausschüsse gebildet, um die Effizienz seiner Arbeit zu steigern. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Die genaue Zusammensetzung der einzelnen Ausschüsse ist auch dem Bericht des Aufsichtsrats zu entnehmen.

Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) befasst sich vor allem mit den Vorlagen des Abschlussprüfers hinsichtlich der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und bereitet deren Billigung durch den Aufsichtsrat vor. Außerdem überwacht der Ausschuss den Rechnungslegungsprozess, die Abschlussprüfung und die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystems. Er prüft die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, vereinbart die Prüfungsschwerpunkte mit dem Abschlussprüfer und trifft Honorarvereinbarungen mit diesem. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 hat die Hauptversammlung am 7. Juni 2016 die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, gewählt. Der Aufsichtsrat achtet darauf, dass die Ausschussmitglieder unabhängig und mit besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie den internen Kontrollverfahren vertraut sind. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, zwei Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Vorstandsausschuss befasst sich mit Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder wie der Ausgestaltung der Vorstandsverträge und der Genehmigung von Nebentätigkeiten. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist der Vorstandsausschuss vorbereitend tätig. Dem Ausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende sowie ein Vertreter der Anteilseigner und ein Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Strategie Ausschuss widmet sich der Vorbereitung der Aufsichtsratssitzungen. Zudem verfolgt und überwacht der Ausschuss die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie die Umsetzung aktueller Unternehmensprojekte. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, drei Vertreter der Anteilseigner sowie drei Vertreter der Arbeitnehmer an.

Der Kredit- und Investitionsausschuss beschäftigt sich mit den vom Aufsichtsrat zu genehmigenden Finanzierungsmaßnahmen und überwacht die Investitionstätigkeit. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, drei Vertretern der Anteilseigner und drei Vertretern der Arbeitnehmer.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch die Hauptversammlung vorzubereiten. Er besteht aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden und zwei Vertretern der Anteilseigner.

Der gesetzlich vorgeschriebene Vermittlungsausschuss tritt nach dem Mitbestimmungsgesetz nur zusammen, wenn bei der Abstimmung über die Bestellung oder Abberufung eines Vorstandsmitglieds im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen der Aufsichtsratsmitglieder nicht erreicht wird. Er setzt sich zusammen aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden, einem weiteren Vertreter der Anteilseigner sowie zwei Vertretern der Arbeitnehmer.

Die Arbeitsweise der Ausschüsse ist in der Satzung und in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Der Aufsichtsrat kann darüber hinaus aus seiner Mitte auch ein Mitglied oder mehrere Mitglieder mit besonderen Kontrollaufgaben betrauen. Weitere Informationen zur Tätigkeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse im Geschäftsjahr 201 6 befinden sich im Bericht des Aufsichtsrats. Dort sind die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse namentlich aufgeführt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Organisation und Durchführung der jährlichen Hauptversammlung der BayWa AG erfolgt mit dem Ziel, sämtliche Aktionäre vor und während der Veranstaltung schnell und umfassend zu informieren. Zur Teilnahme sind alle Aktionäre berechtigt, die im Aktienregister eingetragen sind und die sich rechtzeitig angemeldet haben. Die BayWa AG bietet ihren Aktionären die Möglichkeit, ihre Stimme nach Maßgabe ihrer persönlichen Weisungen durch von der Gesellschaft benannte Stimmrechtsvertreter ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden mit Ausnahme der Ausnutzung eines genehmigten Kapitals durch die Verwaltung ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen. Das Grundkapital der BayWa AG teilt sich auf in vinkulierte Namensaktien (rund 96 Prozent) und Namensaktien (rund 4 Prozent). Formal besteht bei der vinkulierten Namensaktie ein Zustimmungserfordernis des Vorstands bei der Übertragung der Aktie. Diese Zustimmung wurde in der Vergangenheit jedoch nie verwehrt. Jede Aktie der BayWa AG besitzt das gleiche Stimmrecht und vermittelt den gleichen Dividendenanspruch. Das Prinzip "one share, one vote, one dividend" wird damit befolgt.

Wertpapiergeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

Nach § 15a WpHG sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und ihnen nahestehende Personen gesetzlich verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der BayWa AG oder sich darauf beziehende Finanzinstrumente offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte, die sie innerhalb eines Kalenderjahrs getätigt haben, die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Das gilt auch für bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben (z. B. Generalbevollmächtigte).

Die im Geschäftsjahr 2016 mitgeteilten Geschäfte sind auf der Internetseite des Unternehmens unter www.baywa.com veröffentlicht.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Anteilsbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder an Aktien der BayWa AG betrug zum 31. Dezember 2016 weniger als ein Prozent der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien. Mitteilungspflichtiger Besitz nach Ziffer 6.2 des "Deutschen Corporate Governance Kodex" lag daher zum 31. Dezember 2016 nicht vor.

Vermeidung von Interessenkonflikten

Die Mitglieder des Vorstands sind nach dessen Geschäftsordnung verpflichtet, dem Aufsichtsrat gegenüber Interessenkonflikte unverzüglich offenzulegen und die anderen Mitglieder des Vorstands hierüber zu informieren. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben nach der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten oder Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 sind keine Interessenkonflikte bei Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats bei der Ausübung der Tätigkeit für die BayWa AG aufgetreten.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Hinblick auf die Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 201 6 wird auf den Vergütungsbericht verwiesen, der Bestandteil des Konzernlageberichts ist.

Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Die BayWa AG ist, wie etwa hundert weitere Unternehmen in Deutschland, eine börsennotierte und paritätisch mitbestimmte Aktiengesellschaft. Nach § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG setzt sich bei börsennotierten Gesellschaften, für die das Mitbestimmungsgesetz gilt, der Aufsichtsrat zu mindestens 30 Prozent aus Frauen und zu mindestens 30 Prozent aus Männern zusammen. Der Aufsichtsrat strebt einvernehmlich die Getrennterfüllung der Geschlechterquote durch Anteilseignervertreter und Arbeitnehmervertreter an. Dementsprechend hat die Seite der Anteilseignervertreter der Gesamterfüllung aufgrund eines einstimmig gefassten Beschlusses gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden gemäß § 96 Abs. 2 Satz 3 AktG am 30. März 2016 widersprochen. Da der Aufsichtsrat sich gemäß § 13 der Satzung und nach § 96 Abs. 1 AktG in Verbindung mit § 7 Abs. 1 Satz 1 Ziff. 2 MitbestG aus je acht Mitgliedern der Aktionäre und der Arbeitnehmer zusammensetzt, ist der Aufsichtsrat daher sowohl auf der Seite der Anteilseigner als auch auf der Seite der Arbeitnehmer jeweils mit mindestens zwei Frauen und mindestens zwei Männern zu besetzen, um das Mindestanteilsgebot nach § 96 Abs. 2 Satz 1 AktG zu erfüllen. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat insgesamt drei weibliche Mitglieder an, davon zwei Mitglieder auf der Seite der Anteilseigner und ein Mitglied auf der Seite der Arbeitnehmer. Das Mindestanteilsgebot ist daher durch die Anteilseignerseite erfüllt. Bestehende Mandate der Arbeitnehmerseite dürfen und werden bis zu ihrem regulären Ende weiterlaufen.

Der weiteren gesetzlichen Forderung, eine Zielgröße für eine Geschlechterquote für den Vorstand festzulegen und dieses Ziel bis spätestens 30. Juni 2017 zu erreichen, ist der Aufsichtsrat am 5. August 2015 nachgekommen. Der Aufsichtsrat hat hierbei als Zielgröße für Frauen im Vorstand 0 Prozent bis 30. Juni 2017 festgelegt.

Der Vorstand der BayWa AG hat sich weiter am 23. September 2015 als Zielgröße für Frauen in der Führungsebene 1 eine Quote von 18 Prozent und für Frauen in der Führungsebene 2 eine Quote von 12 Prozent gegeben, die bis zum 30. Juni 2017 erreicht werden soll.

Weitere Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Der Code of Conduct der BayWa AG bildet das Wertesystem der BayWa AG und hat als verbindlicher Kodex konzernweit Gültigkeit für alle Mitarbeiter. Der Code of Conduct ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.baywa.com öffentlich zugänglich. Darüber hinaus besteht ein internes Kontrollsystem zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien sowie zur Vermeidung geschäftsschädigender Handlungen (Compliance), das die Prävention, Überwachung und Intervention umfasst. Die Mitarbeiter haben außerdem die Möglichkeit, sich bei nicht gesetzeskonformen Vorgängen im Unternehmen oder Missständen in der Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern und Firmen an den Vertrauensanwalt der BayWa AG oder ein anonymes Hinweisgebersystem zu wenden.

Um Regelverstöße gegen das Insiderhandelsverbot nach Artikel 14 Marktmissbrauchsverordnung zu vermeiden, werden von der BayWa AG alle nach den gesetzlichen Regelungen als Insider anzusehende Personen in geeigneter Weise über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens belehrt und gleichzeitig schriftlich aufgefordert, schriftlich zu bestätigen, dass sie über die relevanten gesetzlichen Bestimmungen für den Handel mit Aktien des Unternehmens informiert wurden. In den Vorschriften entsprechenden Insiderlisten werden diejenigen konzernangehörigen Personen und externen Dienstleister aufgenommen, die aufgrund ihrer Tätigkeit und Befugnisse bestimmungsgemäß Zugang zu Insiderinformationen haben. Der Leiter der Rechtsabteilung überwacht als Insiderbeauftragter die ordnungsgemäße Führung der Insiderlisten.

Sonstige Aspekte guter Corporate Governance

Kommunikation und Transparenz

Die BayWa AG informiert regelmäßig und zeitnah über die Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Um einen kontinuierlichen Informationsaustausch mit dem Kapitalmarkt zu gewährleisten, finden im Rahmen der Investor-Relations-Arbeit regelmäßig Veranstaltungen des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands mit Analysten und institutionellen Anlegern in Form von Roadshows und Einzelgesprächen statt. Zu den Geschäftsergebnissen werden auf Quartalsbasis Pressekonferenzen abgehalten bzw. Presseinformationen herausgegeben sowie Conference Calls mit Analysten durchgeführt. Die Veröffentlichung des Jahresergebnisses erfolgt im Rahmen einer Bilanz-Pressekonferenz und eines Analystentreffens. Den Aktionären werden sämtliche neuen Informationen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten im Rahmen der beschriebenen Öffentlichkeitsarbeit mitgeteilt worden sind, unverzüglich zur Verfügung gestellt. Sämtliche Präsentationen und Pressemitteilungen hierzu werden zeitnah auf den Internetseiten der BayWa AG im Bereich Investor Relations veröffentlicht. Die BayWa AG legt äußersten Wert darauf, dass alle Aktionäre in Bezug auf Informationen gleich behandelt werden.

Die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u. a. Konzernfinanzbericht) und der Termin der Hauptversammlung sind im Finanzkalender mit ausreichendem Zeitvorlauf veröffentlicht. Über aktuelle Entwicklungen wird in Form von Pressemitteilungen und - soweit erforderlich - durch Ad-hoc-Mitteilungen berichtet. Sämtliche Informationen werden auch auf der Internetseite unter www.baywa.com bereitgestellt.

Verantwortungsvolles Handeln und Risikomanagement

Ziel des Risikomanagements der BayWa AG ist es, Risiken des unternehmerischen Handelns frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Das Risikomanagement ist dabei ein integraler Bestandteil der Planungs- und Steuerungsprozesse im Unternehmen. Das interne Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess wird vom Abschlussprüfer in Teilbereichen geprüft. Nähere Ausführungen zur Struktur und zu den Prozessen des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess finden sich im Konzernlagebericht.