![]() BayWa AGMünchenHalbjahresfinanzbericht des BayWa KonzernsZwischenlagebericht des BayWa Konzerns vom 1. Januar bis 30. Juni 2017Der Bericht informiert über die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im zweiten
Quartal sowie in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017. Ergebnisvorsprung soll im zweiten Halbjahr weiter zulegenscroll
Nach sechs Monaten erreichte der Konzernumsatz rund 8 Mrd. Euro und lag damit 7,9
Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte
sich um 17,5 Mio. Euro auf insgesamt 72,8 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg gegenüber dem Halbjahresergebnis des Vorjahres ist insbesondere
auf das Geschäftsfeld Regenerative Energien zurückzuführen. Hier konnte der Konzern
an die starke Entwicklung der Vorquartale anknüpfen und die Vermarktung seiner internationalen
Wind- und Solarparks vorantreiben. Das Geschäftsfeld BAST (BayWa Agri Supply & Trade)
profitierte im Vorjahr von einer günstigeren Bewertungssituation bei Sojakontrakten
zum Halbjahresstichtag, die sich in der zweiten Jahreshälfte allerdings revidierte.
Im laufenden Jahr dürfte die risikoärmere Kontraktpositionierung den in der zweiten
Jahreshälfte 2016 eingetretenen nachteiligen Effekt ausschließen. Zudem belastete
die Umstrukturierung der süd- und osteuropäischen Getreidehandelsstandorte das Ergebnis
des Geschäftsfelds im ersten Halbjahr 2017. Höhere Erzeugerpreise und ein weltweites Angebotsdefizit gegenüber dem Vorjahr sprechen
für eine hohe Verkaufsbereitschaft der Landwirte in der zweiten Jahreshälfte. Die
erwartete Wachstumsdynamik spiegelt sich in der Landtechnik bereits wider. Hier verzeichnete
die BayWa ein sehr starkes zweites Quartal und kehrt nach dem schwachen Vorjahr in
Gewinnzonen der vergangenen Rekordjahre zurück. Auch der Baubereich entwickelt sich
im Rahmen der Erwartungen und schloss zum Halbjahr über dem Vorjahreswert ab. Das Segment Agrar verzeichnete im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang zur Vorjahresperiode
in Höhe von minus 5,2 Mio. Euro auf 48,3 Mio. Euro (Vorjahr: 53,5 Mio. Euro). Der
Rückgang ist vor allem auf anfallende Einmalkosten bei BAST und einem erwarteten,
schwächeren Obstgeschäft zurückzuführen. Die Vermarktung der neuseeländischen Apfelernte
ist aufgrund von Ernteverzögerungen später gestartet und dürfte im dritten Quartal
verstärkt zum Tragen kommen. Zudem enthielt das Vorjahresergebnis des Geschäftsfelds
Obst einen Sonderertrag in Höhe von rund 7 Mio. Euro aus dem Verkauf der Verpackungslogistik
von T&G Global Limited in Neuseeland. Die Aussichten im Hinblick auf die Vermarktung
einer witterungsbedingt sehr schwachen deutschen Ernte trüben sich allerdings ein.
Gegenläufig entwickelte sich der Handel mit Landtechnik. Hier profitierte der Konzern
von einer hohen Nachfrage nach landtechnischen Maschinen im In- und Ausland. Der vollständige
Erwerb der Anteile an der Agrimec Group B.V. im Juli vergangenen Jahres hat auch zum
deutlichen Ergebnissprung beigetragen. Die positive Entwicklung in der Landtechnik
sowie die höheren Erzeugerpreise bestätigen die Erholung in der Landwirtschaft und
stimmen den Handel für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich. Das Segment Energie verzeichnete erneut ein sehr starkes erstes Halbjahr. Vor allem
im Geschäftsfeld Regenerative Energien hat der Verkauf mehrerer Solar- und Windparks
in Großbritannien und Obernwohlde bei Lübeck, der insgesamt 42,7 Megawatt (MW) umfasst,
zu einer Ergebnisverdoppelung gegenüber dem Vorjahr geführt. Zudem konnte der Handel
mit fossilen Brennstoffen infolge der robusten Konjunktur und weiterhin relativ niedriger
Ölpreise nochmals einen leichten Anstieg gegenüber dem starken Vorjahreszeitraum verzeichnen.
Nach sechs Monaten weist das Segment Energie ein EBIT in Höhe von 49,1 Mio. Euro aus
(Vorjahr: 23,0 Mio. Euro) und ist damit einer der wesentlichen Ergebnistreiber zum
Halbjahr im BayWa Konzern. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich die Umsatzdynamik
im Segment zwar verlangsamen, aber die solide weltweite Nachfrage nach erneuerbaren
Energien bleibt nicht zuletzt aufgrund des niedrigen Zinsniveaus weiterhin bestehen. Das Halbjahresergebnis im Segment Bau spiegelt den positiven Trend der Baukonjunktur
wider. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete der Bereich ein Plus im operativen Ergebnis
von rund 1,2 Mio. Euro auf insgesamt 6,8 Mio. Euro (Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Diese
positive Entwicklung dürfte sich im zweiten Halbjahr fortsetzen, da das gesamte Bauhauptgewerbe
eine hohe Auslastung für das zweite Halbjahr verzeichnet. Die bisherige Geschäftsentwicklung sowie die aktuellen Rahmenbedingungen - in allen
drei Segmenten - verschaffen dem Konzern eine gute Ausgangsbasis für das zweite Halbjahr.
Im Segment Agrar dürfte die Vermarktung der neuen Ernte für einen kräftigen Schub
sorgen. Die Landtechnik sollte aufgrund der höheren Erzeugerpreise an die gute Entwicklung
im ersten Halbjahr anknüpfen. Aufgrund der Missernte in Süddeutschland bleibt die
Geschäftsentwicklung im Obsthandel ungewiss, allerdings dürfte die bessere Entwicklung
in der Landtechnik den möglichen Rückgang im Obstgeschäft kompensieren. Die starke
Nachfrage nach klassischen Energieträgern dürfte sich saisonüblich in den Sommermonaten
abschwächen. Hingegen sollte das Geschäft mit erneuerbaren Energien auch in der zweiten
Jahreshälfte positiv verlaufen. Die stabilen Rahmenbedingungen für den Bausektor werden
den Handel mit Baustoffen auch im zweiten Halbjahr begünstigen. Vor diesem Hintergrund hat die BayWa gute Vorrausetzungen, Umsatz und Ergebnis gegenüber
dem Vorjahr deutlich zu steigern. Segment AgrarMarkt- und BranchenentwicklungMit der bevorstehenden Ernte im Getreidejahr 2017/18 dürfte der stetige Bestandsaufbau
nach vier Jahren enden: Jüngsten Schätzungen des United States Department of Agriculture
(USDA) zufolge wird die globale Getreideerzeugung das Rekordniveau des Vorjahres von
über 2,1 Mrd. Tonnen (ohne Reis) nicht erreichen können. Die Experten gehen dabei
unter anderem von rückläufigen Weizen- und Maisvolumina aus. Da weltweit eine mindestens
stabile Nachfrageentwicklung prognostiziert wird, könnte die erwartete Produktion
von 2,05 Mrd. Tonnen einen Abbau der Lagerbestände zur Folge haben. Auch bei Soja
dürfte die geschätzte Angebotsmenge von 494 Mio. Tonnen vom globalen Verbrauch aufgezehrt
werden. Begründet werden die verhaltenen Ernteaussichten neben Frostschäden in der
Schwarzmeerregion mit möglichen Einbußen aufgrund des anhaltend heißen und trockenen
Wetters vor allem in den USA, aber ebenso in Teilen Europas. Sowohl die europäische
als auch die deutsche Getreideernte 2017 dürften sich mit rund 303 Mio. Tonnen bzw.
46 Mio. Tonnen in etwa auf dem mäßigen Vorjahresniveau bewegen. Obwohl die globale
Getreideversorgung weitgehend komfortabel bleibt, hoffen die verarbeitenden Betriebe
hierzulande derzeit auf einen zügigen Verlauf der Erntearbeiten, da die letztjährige
Ernte fast vollständig vermarktet ist. Die Börsenkurse für Getreide entwickelten sich
in den Frühlingsmonaten uneinheitlich: Die Weizennotierung beschleunigte zum Ende
des Berichtsquartals ihren Aufwärtstrend auf über 180 Euro pro Tonne, sank jedoch
mittlerweile wieder leicht und hat sich damit seit April um rund 10 Euro auf aktuell
rund 170 Euro pro Tonne erhöht. Der Preis für Sojaschrot sank bis Ende Juni auf seinen
bisherigen Jahrestiefstand bei 287 Euro pro Tonne; seither erholte er sich und steht
derzeit bei rund 310 Euro pro Tonne. Der Maispreis hingegen zeigte im Berichtsquartal
eine Seitwärtsentwicklung, gab jedoch ab Anfang Juli nach auf zuletzt rund 160 Euro
pro Tonne. Insgesamt verbesserte sich aufgrund der Erzeugerpreisentwicklung die wirtschaftliche
Lage der deutschen Landwirte gegenüber der Vorjahresperiode. Im Betriebsmittelsektor wurde in der ersten Jahreshälfte 2017 ein normaler Saisonverlauf
verzeichnet. Der Branchenabsatz von Düngemitteln dürfte sich stabil entwickelt haben
und nahezu auf dem Niveau des Vergleichszeitraums in 2016 liegen, da meist die üblichen
drei Düngergaben ausgebracht wurden. Nachdem die Düngerpreise zu Jahresbeginn sukzessive
zugelegt hatten, schwächten sie sich zum Ende der Düngerapplikationen wieder ab und
schwanken derzeit leicht über dem Vorjahresniveau. Für die Landwirte ergeben sich
somit zum Start ins neue Wirtschaftsjahr 2017/18 attraktive Einlagerungspreise für
den Frühbezug von Düngemitteln. Der Absatz von Pflanzenschutzmitteln dürfte sich gegenüber
dem Vorjahreszeitraum nicht erhöht haben, da der Krankheitsbefall der Kulturen im
bisherigen Jahresverlauf relativ gering ausgeprägt war. Entsprechend dürfte zur Behandlung
der Getreidebestände überwiegend eine Pflanzenschutzanwendung weniger als üblich ausgereicht
haben. Bei Saatgut zeichnet sich bislang eine solide Nachfrage ab, allerdings auf
dem unterdurchschnittlichen Vorjahresniveau. Die Stimmung in der deutschen Landwirtschaft hellt sich weiter auf: Im Juni stieg
das Konjunkturbarometer der Agrarbranche um 5,6 Punkte auf den höchsten Wert seit
drei Jahren an. Auch wurden mit 14.134 Traktoren in Deutschland von Januar bis Juni
2017 etwas mehr Neumaschinen zugelassen als im Jahr davor (Vorjahr: 14.030 Schlepper).
Zudem erhöhte sich die Investitionsbereitschaft der Landwirte für die kommenden sechs
Monate: Das geplante Investitionsvolumen liegt aktuell mit insgesamt rund 4,3 Mrd.
Euro um 43 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die größte Steigerung verzeichneten
dabei die Investitionen im Bereich Ställe bzw. Stalltechnik, die um knapp 28 Prozent
auf 2,3 Mrd. Euro zulegten. Mit 0,9 Mrd. Euro fallen die vorgesehenen Maschineninvestitionen
im Vorjahresvergleich ebenfalls deutlich höher aus. Das Volumen des europäischen Landmaschinenmarkts
dürfte in 2017 laut dem Dachverband CEMA allenfalls gering zulegen. Im Obstsektor war das Berichtsquartal geprägt von Wetterextremen: Zur Zeit der Obstblüte
im April wurden weite Teile Europas von strengen Nachtfrösten erfasst; etwas später
im Mai kamen vor allem im Alpenraum noch regionaler Starkregen und Hagel hinzu. Da
nur Spanien und Großbritannien von den Wetterkapriolen größtenteils verschont geblieben
sind, dürften die EU-Erntemengen der meisten Obstsorten in 2017 rückläufig sein. Für
die europäische Apfelernte prognostizieren Experten insgesamt einen Rückgang um rund
20 Prozent auf knapp 10 Mio. Tonnen. Dabei könnte beispielsweise am Bodensee ein Volumenausfall
von bis zu 70 Prozent auftreten, wohingegen in Norddeutschland nur Mengenverluste
von 10 Prozent erwartet werden. Während in den Frühlingsmonaten der Abverkauf von
Apfelbeständen der letztjährigen Ernte bei stabilem Preisniveau erfolgte, kamen zeitgleich
die ersten Importäpfel aus Übersee auf den Markt. In der südlichen Hemisphäre schließt
die diesjährige Apfelernte positiv ab: Insgesamt könnte laut Prognosen eine Steigerung
um knapp 9 Prozent auf rund 5,4 Mio. Tonnen erreicht werden. In Neuseeland begannen
die Erntearbeiten nach herausfordernden Witterungsbedingungen zu Jahresbeginn später
als in den Vorjahren, so dass auch die Vermarktungssaison mit Verzögerungen startete.
Entsprechend ist aktuell noch keine endgültige Aussage möglich, ob die erwarteten
guten Qualitäten und das vorab geschätzte Volumenwachstum bei Äpfeln um 4,6 Prozent
gegenüber dem Vorjahr erreicht werden. GeschäftsverlaufDas Segment Agrar im BayWa Konzern gliedert sich in die vier Geschäftsfelder BAST
(BayWa Agri Supply & Trade), BAV (BayWa Agrar Vertrieb), Obst sowie Technik und deckt
damit die gesamte Wertschöpfungskette vom Feld bis zur Vermarktung der Erzeugnisse
ab. Das seit seiner Gründung im vierten Quartal 2015 diesem Segment zugeordnete Geschäftsfeld
Digital Farming wird seit dem zweiten Halbjahr 2016 als eigenständiges Entwicklungssegment
Innovation & Digitalisierung separat geführt. scroll
Im Segment Agrar wurde in der ersten Jahreshälfte 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein
leichter Umsatzanstieg erzielt, der im Wesentlichen auf die höheren Umsatzbeiträge
der Geschäftsfelder Obst und Technik zurückzuführen ist. Das operative Segmentergebnis
(EBIT) nach den ersten sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr liegt trotz einer
signifikanten Ergebnissteigerung in der Landtechnik unter dem Niveau des letzten Jahres,
da vor allem die Geschäftsfelder BAST und Obst die Vorjahreswerte noch nicht erreichten. Im Geschäftsfeld BAST lagen die Absatzmengen von Getreide und Ölsaaten in der ersten
Jahreshälfte 2017 um 3 Prozent unter dem Vorjahreswert. Dies ist auf die Verringerung
der bereitgestellten Mittel für den Handel mit Standarderzeugnissen wie beispielsweise
Weizen und Mais zugunsten des Spezialitätengeschäfts zurückzuführen. Aufgrund des
im Vergleich zu 2016 gestiegenen Durchschnittsniveaus der Getreidepreise weist das
Geschäftsfeld nach sechs Monaten im laufenden Kalenderjahr allerdings einen leichten
Umsatzanstieg aus. Trotz positiver Entwicklung im Spezialitätenhandel, nicht zuletzt
durch die erstmalige Einbeziehung der niederländischen Thegra Tracomex Gruppe, konnte
im operativen Ergebnis (EBIT) zum 30. Juni 2017 der Vorjahreswert noch nicht erreicht
werden. Gegenläufig wirkten sich hier insbesondere die Fokussierung auf den margenschwächeren
funktionalen Handel sowie die risikoärmere Handelsstrategie bei Soja aus. Darüber
hinaus wurde das Halbjahresergebnis des Geschäftsfelds BAST durch Einmalkosten beeinträchtigt,
die durch die Restrukturierung der ost- und südeuropäischen Handelstätigkeiten entstanden
sind. Da die Restrukturierungsmaßnahmen im Juli abgeschlossen wurden und die in der
zweiten Jahreshälfte 2016 angefallenen negativen Ergebnisbeiträge im laufenden Jahr
nicht zu erwarten sind, dürfte sich das Ergebnis des Geschäftsfelds im weiteren Jahresverlauf
signifikant verbessern. 1
Bereinigt um das ehemalige Geschäftsfeld Digital Farming Der Geschäftsverlauf im Bereich BAV (BayWa Agrar Vertrieb) war in den ersten sechs
Monaten des laufenden Kalenderjahres gekennzeichnet von einer etwas geringeren Getreidenacherfassung
im Kerngebiet der BayWa AG aufgrund der unterdurchschnittlichen Erntemengen. Im Betriebsmittelgeschäft
wurde im ersten Halbjahr 2017 in den deutschen Vertriebsregionen eine positive Nachfrageentwicklung
verzeichnet, wohingegen die von der österreichischen Konzerntochter Raiffeisen Ware
Austria AG gesteuerten osteuropäischen Gesellschaften teilweise die Volumina des Jahres
2016 verfehlten. Insgesamt bewegten sich die Absatzmengen sowohl bei Dünger als auch
bei Pflanzenschutzmitteln konzernweit in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die im
Berichtszeitraum durchschnittlich leicht gestiegenen Preise insbesondere für Harnstoffdünger
führten in der ersten Jahreshälfte 2017 zu einer geringfügigen Umsatzsteigerung des
Geschäftsfelds BAV gegenüber der Vergleichsperiode im Jahr 2016. Da im Verkauf von
Saatgut und Futtermitteln die Vorjahresmengen bisher nicht ganz erreicht wurden, lag
das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds zum 30. Juni 2017 leicht unter dem
Vorjahreswert. Das neue Joint Venture mit der Landhandel Knaup Gruppe in Borchen (Nordrhein-Westfalen)
dürfte vor allem dem Futter- und Betriebsmittelgeschäft in West- und Mitteldeutschland
zusätzliche Ertragspotenziale im weiteren Jahresverlauf eröffnen. Die Geschäftsentwicklung im Obsthandel in der ersten Jahreshälfte 2017 wurde von der
Apfelernte in Neuseeland begünstigt, wodurch die Konzerngesellschaft T&G Global Limited
(T&G) Absatzsteigerungen im Vergleich zu 2016 erzielen konnte. Da zudem der niederländische
Händler von Tropenfrüchten TFC Holland B.V. erstmals ganzjährig in den Konsolidierungskreis
einbezogen wird, erzielte das Geschäftsfeld Obst nach sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr
eine erhebliche Umsatzsteigerung gegenüber 2016. Im operativen Ergebnis (EBIT) zum
30. Juni 2017 spiegelt sich die laufende Vermarktungssaison von Überseeäpfeln nur
eingeschränkt wider, da die regenbedingt verspätete Ernte in Neuseeland zu einem verzögerten
Start der Exportaktivitäten führte. Die deutschen Handelserlöse in der Berichtsperiode
wurden aufgrund von witterungsbedingten Ernteausfällen bei Beeren- und Steinobst geschmälert.
Das Vorjahresergebnis profitierte darüber hinaus von einem einmaligen Sondereffekt
in Höhe von rund 7 Mio. Euro durch den Verkauf der Geschäftseinheit für Verpackungslogistik
von T&G. Vor diesem Hintergrund erreichte das Geschäftsfeld in der ersten Jahreshälfte
2017 erwartungsgemäß den Vorjahreswert im EBIT nicht. Im Technikgeschäft war die Entwicklung im ersten Halbjahr 2017 geprägt von der gegenüber
dem Vorjahr verbesserten Stimmungslage in der Landwirtschaft. Die gestiegene Investitionsbereitschaft
der Landwirte sowie die Spezialisierung im Vertrieb in Deutschland führten unter anderem
zu einer Nachfragebelebung bei Stallbauten und Stalltechnik sowie zu einer Steigerung
der Maschinenverkäufe. Verglichen mit der Vorjahresperiode erhöhte sich insbesondere
der Absatz von gebrauchten Traktoren um 42 Prozent signifikant, während sich die Anzahl
neuer Schlepper in etwa auf Vorjahresniveau bewegte. Im Vergleichszeitraum des letzten
Jahres nicht enthalten waren die Verkaufszahlen der niederländischen Agrimec Group
B.V., die seit 1. Juli 2016 vollkonsolidiert wird, sowie des im Sommer 2016 gegründeten
Joint Ventures für CLAAS-Maschinen in Kanada. Vor diesem Hintergrund übertraf der
Umsatz im Geschäftsfeld Technik zum 30. Juni 2017 den Vergleichswert aus 2016 deutlich.
Die internationale Expansion wird auch im laufenden Jahr weiter vorangetrieben: Durch
das im ersten Quartal 2017 mit Barloworld Limited gegründete Joint Venture BHBW Holdings
(Pty) Ltd wurde das Vertriebsgebiet für die AGCO-Marke Fendt auf Südafrika ausgeweitet.
Im operativen Ergebnis (EBIT) wirkte sich neben geringeren Maschinenbeständen zudem
die im Verlauf der Frühlingsmonate erhöhte Nachfrage für Reparatur- und Serviceleistungen
positiv aus. Entsprechend weist das Geschäftsfeld nach sechs Monaten im laufenden
Geschäftsjahr einen Ergebnissprung gegenüber dem Vorjahr aus. Segment EnergieMarkt- und BranchenentwicklungDie konjunkturelle Entwicklung in Deutschland war nach dem dynamischen Jahresstart
- im ersten Quartal 2017 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent - in
den Frühlingsmonaten weiter auf Wachstumskurs. Entsprechend hat die Deutsche Bundesbank
zuletzt ihre BIP-Wachstumsschätzung für das Jahr 2017 auf 1,9 Prozent erhöht. Der
Weltmarktpreis für Rohöl entwickelte sich - entgegen den Erwartungen - im Verlauf
des Berichtsquartals rückläufig. Obwohl die OPEC (Organization of the Petroleum Exporting
Countries) ihre im Jahr 2016 eingeführte Förderbegrenzung bis März 2018 verlängerte,
sank der Rohölpreis Anfang Juni unter die Vorjahresnotierung und schwankt derzeit
zwischen 45 und 50 US-Dollar pro Barrel. Einen ähnlichen Verlauf nahm der Preis für
Heizöl in Deutschland: Nachdem er im Juni auf das Niveau des Vorjahres zurückfiel,
lag er Anfang Juli bei rund 52 Eurocent pro Liter. Da Heizöl im ersten Quartal noch
deutlich teurer war und die hohe Preissensitivität der Verbraucher die Kaufentscheidung
dominiert, reduzierte sich der Heizölabsatz der Branchenunternehmen von Januar bis
April 2017 um 19 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Nachfrage
nach Kraft- und Schmierstoffen hingegen profitierte mit Mengenzuwächsen von 3,7 Prozent
und 1,8 Prozent von der guten Konjunkturentwicklung in Deutschland. Der Ausbau der regenerativen Energien geht in Deutschland schrittweise voran: Der
Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch lag von Januar bis Juni 2017 bei
15,2 Prozent (Vorjahr: 14,8 Prozent). Insbesondere bei Windenergie dürfte sich der
Onshore-Zubau 2017 und 2018 mindestens auf dem Rekordniveau von 4,6 Gigawatt (GW)
des letzten Jahres bewegen, da noch vor Inkrafttreten des neuen Erneuerbare-Energien-Gesetz
(EEG) am 1. Januar 2017 neue Kapazitäten von knapp 8,4 GW zu einer festen Vergütung
von rund 8 Eurocent je Kilowattstunde (kWh) durch die Behörden autorisiert wurden.
Im Mai 2017 hat die Bundesnetzagentur im Rahmen ihres Ausschreibungsverfahrens für
neue Windenergieanlagen an Land bereits weitere 807 Megawatt (MW) zu einem Zuschlagswert
von durchschnittlich 5,71 Eurocent je kWh genehmigt. Auf globaler Ebene, insbesondere
getrieben durch China und die USA, dürfte die installierte Windleistung im Jahr 2017
ähnlich wie im Vorjahr um rund 54 Gigawatt (GW) zunehmen. Bei Solarenergie dürften
in diesem Jahr weltweit rund 80 GW neue Kapazitäten zugebaut werden. Hierbei sind
die Wachstumstreiber neben China und den USA auch Indien und Japan, die voraussichtlich
insgesamt rund 73 Prozent der weltweiten Nachfrage auf sich vereinen. In Deutschland
weisen die Photovoltaik(PV)-Neuinstallationen 2017 erstmals seit Jahren wieder eine
steigende Tendenz auf: Von Januar bis Mai wurden mit über 0,6 GW rund 50 Prozent mehr
Solarleistung neu ans Netz gebracht als im Vorjahreszeitraum. Darüber hinaus nimmt
der Einbau von Energiespeichern als Systemkomponente stetig zu, so dass Photovoltaik
als die dazu passende Energiequelle entsprechend stärker nachgefragt werden dürfte.
Die Solarmodulpreise zogen zuletzt vor allem in den USA an - als Folge auch in Europa,
nachdem sie sich zuvor lange rückläufig entwickelt hatten. Die Ursache für den Preisanstieg
dürften die vermehrt auftretenden Vorratskäufe sein, da aufgrund der Insolvenz von
zwei Branchenunternehmen in den USA die Einführung von Mindestpreisen für Importmodule
im Raum steht. Geschäftsverlaufscroll
Das Segment Energie umfasst im BayWa Konzern den Handel mit fossilen und nachwachsenden
Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen sowie das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das
in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. In den ersten sechs Monaten
des laufenden Berichtsjahres weist das Segment verglichen mit der Vorjahresperiode
eine erhebliche Umsatzsteigerung aus, die vor allem durch die internationale Geschäftsausweitung
der BayWa r.e. sowie das durchschnittlich höhere Ölpreisniveau bedingt ist. Das operative
Ergebnis (EBIT) des Segments konnte gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2016
mehr als verdoppelt werden, da insbesondere der Ergebnisbeitrag der BayWa r.e. signifikant
angestiegen ist. Im klassischen Handels- und Distributionsgeschäft steigerte sich der Umsatz im ersten
Halbjahr vor allem aufgrund des gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr durchschnittlich
höheren Ölpreisniveaus. Während sich die gestiegenen Preise bei Heizöl in einem Nachfragerückgang
um 7 Prozent gegenüber 2016 bemerkbar machten, legten die Absatzmengen von holzbasierten
Wärmeenergieträgern in der ersten Jahreshälfte 2017 um 24 Prozent stark zu. Hier wirkte
sich insbesondere die letztjährige Übernahme des Holzpelletsgeschäfts von Dr. Gies
Vermögensverwaltungs-Future Energies GmbH positiv aus. Zudem wurde in der Berichtsperiode
die von der BayWa betriebene Hackschnitzel-Heizzentrale am Flugplatz Straubing in
Betrieb genommen. Im Tankstellengeschäft steht eine erfreuliche Nachfrageentwicklung
mit Kraftstoffabsätzen leicht über dem Vorjahr zu Buche. Auch die Schmierstoffvolumina
profitierten von der dynamischen Konjunkturentwicklung. Aufgrund des Absatzwachstums
bei Schmierstoffen sowie einer Verbesserung der Handelsmargen im Kraftstoffgeschäft
konnte das operative Ergebnis (EBIT) zum 30. Juni 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
leicht gesteigert werden. Das Geschäftsfeld Regenerative Energien setzte seinen weltweiten Wachstumskurs auch
in der ersten Jahreshälfte 2017 fort. Zur weiteren Stärkung der internationalen Handelsaktivitäten
mit Photovoltaik(PV)-Komponenten wurden vier neue Standorte in Polen, Frankreich,
Thailand und den Niederlanden eröffnet. Entsprechend konnte im bisherigen Jahresverlauf
beispielsweise die Gesamtleistung der verkauften PV-Module und Wechselrichter gegenüber
der Vorjahresperiode um jeweils rund 50 Prozent gesteigert werden. Darüber hinaus
erfolgten Inbetriebnahmen von 7 Solarparks in Großbritannien mit einer Leistung von
insgesamt rund 76 MW sowie von 16 PV-Dachanlagen in Deutschland, Irland und Schweden
mit rund 2,7 MW Gesamtleistung. Mit der Übernahme des Berliner Start-ups OneShore
Energy zum 1. April 2017 ergänzte die BayWa r.e. ihre Kompetenzen um die Planung und
den Betrieb von Solar-Diesel-Hybridanlagen, die vor allem in abgelegenen Regionen
zur Anwendung kommen. Infolge des Ausbaus der Geschäftstätigkeiten konnte die BayWa
r.e. in der Berichtsperiode eine signifikante Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr
erzielen. Das operative Ergebnis (EBIT) des Geschäftsfelds verdreifachte sich nach
sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr insbesondere durch die gestiegenen Erlöse
aus Projektverkäufen: Bereits im Anfangsquartal wurden zwei Solarparks in Großbritannien
(Gesamtleistung rund 75 MW) sowie die Biomethananlagen Dessau (3,5 MW) und Pessin
(3,1 MW) in Deutschland verkauft. Zudem konnten in den Frühlingsmonaten die Verkaufsprozesse
der deutschen Windparks Winterborn II (6,6 MW) in Rheinland-Pfalz und Obernwohlde
II-IV (42,7 MW) bei Lübeck abgeschlossen sowie der britische Windpark Bishopthorpe
(16,4 MW) veräußert werden. Segment BauMarkt- und BranchenentwicklungDie seit Februar 2017 schwungvolle Entwicklung der Bautätigkeiten in Deutschland setzte
sich in den Frühlingsmonaten fort. Der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe lag
von Januar bis April nominal um 4,7 Prozent über dem bereits hohen Vorjahreswert und
die Auftragseingänge im April erhöhten sich nochmals um 0,9 Prozent im Vergleich zum
Vormonat. Entsprechend reicht der Auftragsbestand der Unternehmen im Bauhauptgewerbe
derzeit durchschnittlich für 15 Wochen. Aufgrund der starken Nachfrage vor allem aus
dem Wohnungsneubau stiegen zuletzt neben den Wartezeiten für Handwerkerleistungen
auch die Lieferzeiten für Baumaterialien deutlich an. Zudem verteuerte sich der Neubau
von konventionell gefertigten Wohngebäuden im Mai bereits um 2,8 Prozent gegenüber
dem Vorjahr. Durch den Überhang von rund 600.000 genehmigten, aber aktuell noch im
Bau befindlichen Wohnungen rechnen Branchenexperten bis Ende 2017 mit einer Steigerung
der Fertigstellungszahlen auf 320.000 Einheiten. Im Jahr 2018 dürften die Fertigstellungen
laut dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) den jährlichen Bedarf von mindestens
350.000 neuen Wohneinheiten erstmals decken. Vor diesem Hintergrund hob der Branchenverband
kürzlich seine Wachstumsprognose für den Gesamtumsatz auf 6,0 Prozent für das Jahr
2017 und auf 5,5 Prozent für 2018 an. Im laufenden Jahr kommen dabei die maßgeblichen
Impulse nicht nur aus dem anhaltenden Boom im Wohnungsbau (plus 7,5 Prozent), sondern
ebenso aus dem öffentlichen Bau. Hier dürfte der Investitionsschub der öffentlichen
Hand im Infrastruktur- und Verkehrswegebau zu einem Anstieg um 6 Prozent führen. Auch
der Wachstumsbeitrag des Wirtschaftsbaus erhöhte sich auf 4 Prozent, da laut der Frühjahrsumfrage
des Instituts der deutschen Wirtschaft rund 44 Prozent der Industrieunternehmen dieses
Jahr die Investitionen in ihre Produktionskapazitäten ausweiten wollen. Geschäftsverlaufscroll
Im Segment Bau sind innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen
in Deutschland und Österreich zusammengefasst. In den Frühlingsmonaten konnte der
Vorsprung beim Absatz, der aufgrund der hohen Auftragsbestände im ausführenden Baugewerbe
im ersten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahr erzielt wurde, ausgebaut werden. Die
Absatzmengen des gesamten Baustoffportfolios profitierten von der hohen Auslastung
der Branchenunternehmen, insbesondere durch den boomenden Mehrgeschosswohnbau. Dadurch
nahmen sowohl der Verkauf von beispielsweise Baustahl, Beton und Mauerziegeln als
auch die Nachfrage nach vorgefertigten Bauelementen und Flachdächern weiter zu. In
diesen Produktbereichen macht sich zudem der Einsatz von spezialisierten Vertriebsteams
positiv bemerkbar. Die Sortimente für Tief- und Straßenbauarbeiten profitierten im
bisherigen Jahresverlauf von den vermehrt durchgeführten Reparaturen sowie Modernisierungen
der Verkehrsinfrastruktur. Vor diesem Hintergrund wurde in den ersten sechs Monaten
des laufenden Geschäftsjahres verglichen mit dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzanstieg
erwirtschaftet. Auch im operativen Ergebnis (EBIT) zum 30. Juni 2017 übertrifft das
Segment den Vorjahreswert: Neben der Absatzentwicklung trugen ebenso die kontinuierliche
Optimierung des Standortnetzes sowie die erfolgreiche Erweiterung des Eigenmarkensortiments
zur Ergebnisverbesserung bei. Segment Innovation & DigitalisierungMarkt- und BranchenentwicklungDer Markt für digitale Anwendungen in der Landwirtschaft umfasst im Wesentlichen die
Bereiche Precision Farming und Smart Farming. Der Fokus bei Precision Farming liegt
auf der Automatisierung von landwirtschaftlichen Prozessen: Laut einer aktuellen Umfrage
des IT-Branchenverbands Bitkom wenden bereits 51 Prozent der Landwirte digitale Technologien
an, um beispielsweise die Tierfütterung im Stall zu automatisieren. Smart Farming
baut darauf auf und zielt auf die Vernetzung sämtlicher Betriebsabläufe vom Stall
über die Feldbearbeitung bis hin zur Erntevermarktung ab. Der Vernetzungsgrad einzelner
Arbeitsschritte in der Landwirtschaft ist durch den Einsatz von Hightech, wie z. B.
halbautonom fahrenden Ernte- oder Bodenbearbeitungsmaschinen, bei 39 Prozent der Befragten
auch relativ weit fortgeschritten. Zur Vernetzung aller landwirtschaftlichen Bereiche
und Prozesse kommen Farmmanagement-Plattformen zum Einsatz, die jedoch erst von 12
Prozent der Landwirte verwendet werden. Hier gehen Experten in den kommenden Jahren
von zweistelligen Wachstumsraten aus: Das Umsatzpotenzial dürfte von derzeit weltweit
3,5 Mrd. Euro auf rund 6 Mrd. Euro im Jahr 2020 steigen. Geschäftsverlaufscroll
Im zweiten Halbjahr 2016 wurden die Aktivitäten des ehemaligen Geschäftsfelds Digital
Farming in das neugegründete Segment Innovation & Digitalisierung übertragen. Es bündelt
alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und E-Business.
Im Berichtszeitraum neu hinzugekommen ist eine Kooperation mit der europäischen Weltraumorganisation
ESA, um gemeinsam die Verwertung von Satellitendaten in der Landwirtschaft voranzutreiben.
In der ersten Jahreshälfte 2017 konnte das Segment die konzerninternen Serviceleistungen
und Absatzmengen durch andere Konzerngesellschaften gegenüber dem Vorjahr deutlich
ausweiten. Da innerhalb des Konzerns generierte Umsätze in der Außendarstellung nicht
gezeigt werden, weist das Segment nach sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr allerdings
einen leichten Umsatzrückgang aus. Aufgrund im Vorjahresvergleich gestiegener Investitionen
für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen sowie der neuen BayWa Online World
steht für das Segment zum 30. Juni 2017 ein planmäßiger EBIT-Rückgang in Höhe von
1,6 Mio. Euro zu Buche. Sonstige AktivitätenDas EBIT der Sonstigen Aktivitäten beinhaltet neben Ergebnisbeiträgen aus Randaktivitäten
einen Großteil der Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekte und
beträgt zum 30. Juni 2017 minus 26,1 Mio. Euro (Vorjahr: minus 23,1 Mio. Euro). 2
Beinhaltet den Wert des ehemaligen Geschäftsfelds Digital Farming Bericht zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageVermögenslageZum Ende des ersten Halbjahres des Geschäftsjahres 2017 beträgt die Bilanzsumme des
BayWa Konzerns 6.698,7 Mio. Euro und liegt somit um 223,8 Mio. Euro über dem Wert
zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Neben einem Anstieg der langfristigen
Vermögenswerte um 43,7 Mio. Euro trug vor allem die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte
um 183,3 Mio. Euro zu dieser Steigerung bei. Der Anstieg des langfristigen Vermögens von 2.355,7 Mio. Euro auf 2.399,4 Mio. Euro
entfällt mit 18,5 Mio. Euro auf die immateriellen Vermögenswerte, die sich zum Ende
der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2017 auf 231,2 Mio. Euro belaufen. Diese
Entwicklung ist dabei größtenteils auf den vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwert
aus der Akquisition der niederländischen Thegra Tracomex Gruppe zurückzuführen. Gegenläufig
wirkte sich die geringfügige Reduzierung des Sachanlagevermögens um 15,2 Mio. Euro
auf 1.387,5 Mio. Euro aus. In der Erhöhung der at-Equity-bilanzierten Beteiligungen
spiegelt sich neben laufenden Fortschreibungen bestehender Kapitalanteile insbesondere
der Zugang der Anteile an der BHBW Holdings (Pty) Ltd, einem südafrikanischen Joint
Venture im Geschäftsfeld Technik, wider. Dem steht der Abgang der Anteile an der BayWa
Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG gegenüber, wovon 40 Prozent gemäß vertraglicher
Vereinbarung aus dem Jahr 2011 zum 1. Januar 2017 veräußert wurden. Die verbliebenen
Anteile von 10 Prozent werden seither als Beteiligung in den übrigen Finanzanlagen
dargestellt. Weiterhin zur Erhöhung beigetragen hat ein über die Konzerngesellschaft
T&G Global Limited erfolgter Austausch der Anteile an den assoziierten Unternehmen
David Oppenheimer & Company I, L.L.C., sowie David Oppenheimer Transport Inc. gegen
Anteile am assoziierten Unternehmen Grandview Brokerage, L.L.C., das seinerseits wiederum
Anteile an den Unternehmen David Oppenheimer & Company I, L.L.C., sowie David Oppenheimer
Transport Inc. hält. Die at-Equity-bilanzierten Anteile erhöhten sich folglich um
9,2 Mio. Euro und betragen zum Berichtsstichtag 224,3 Mio. Euro. Die Steigerung der
übrigen Finanzanlagen um 32,3 Mio. Euro auf 221,4 Mio. Euro ist neben gestiegenen
Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen im Wesentlichen auf die erfolgsneutrale Bewertung
bestehender Geschäftsguthaben bei Genossenschaften zu deren beizulegendem Zeitwert
zurückzuführen. Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien haben sich aufgrund
von Veräußerungen sowie erfolgter Umgliederungen in die zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte von 41,6 Mio. Euro auf 39,3 Mio. reduziert. Die langfristigen
übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich aufgrund langfristiger
Forderungen aus Beteiligungs- und Projektveräußerungen um 5,7 Mio. Euro auf 54,3 Mio.
Euro. Die latenten Steueransprüche verringerten sich hingegen um 4,5 Mio. Euro auf
241,5 Mio. Euro. Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 183,3 Mio. Euro auf 4.277,5 Mio.
Euro. Ausschlaggebend für diese Veränderung sind neben dem saisonüblichen Anstieg
der kurzfristigen Forderungen aus Liefer- und Leistungsbeziehungen auch die gestiegenen
finanziellen Vermögenswerte, die im Wesentlichen die als Finanzinstrumente klassifizierten
Warentermingeschäfte von Konzerngesellschaften beinhalten. Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen erhöhten sich insbesondere aufgrund der saisonüblichen Verstärkung
der Geschäftsaktivitäten nach Ablauf der Wintermonate in den Segmenten Agrar und Bau
aber auch aufgrund einer stetigen Ausweitung der Geschäftsaktivitäten bei den regenerativen
Energien um 228,3 Mio. Euro auf 1.198,2 Mio. Euro. Insbesondere aufgrund im ersten
Halbjahr zugegangener Bonusforderungen und einer Verringerung sonstiger Forderungen
sanken die sonstigen Aktiva um 48,7 Mio. Euro. Gegenläufig wirkte sich eine Erhöhung
der Forderungen gegen Beteiligungen von 20,5 Mio. Euro aus. Das Vorratsvermögen reduzierte
sich von 2.380,3 Mio. Euro auf 2.176,4 Mio. Euro. Die Ausweitung der Vorratsbestände
in den Geschäftsfeldern Obst, Technik, Baustoffe sowie aufgrund fortschreitender Projektentwicklungen
im Geschäftsfeld Regenerative Energien wurde durch eine Reduzierung der Vorratsbestände
in den Geschäftsfeldern BAST (BayWa Agri Supply & Trade) und BAV (BayWa Agrar Vertrieb)
überkompensiert. Die flüssigen Mittel haben sich insbesondere aufgrund eines kurz
vor dem Bilanzstichtag erfolgten Zahlungseingangs aus Projektveräußerungen um 130,1
Mio. Euro auf 234,6 Mio. Euro erhöht. Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte bzw. Veräußerungsgruppen
haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um 3,3 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro
reduziert und beinhalten im Wesentlichen Immobilien, die nicht dem operativen Geschäftsbetrieb
dienen und für die eine Verkaufsabsicht besteht. Das Eigenkapital des BayWa Konzerns erhöhte sich seit dem Vorjahresultimo von 1.098,3
Mio. Euro um 13,3 Mio. Euro auf 1.111,6 Mio. Euro zum 30. Juni 2017. Einem Konzernjahresüberschuss
von 27,4 Mio. Euro stehen hierbei Dividendenzahlungen von insgesamt 37,9 Mio. Euro
gegenüber. Daneben wirkten sich Wertänderungen aus Beteiligungen, die als zur Veräußerung
verfügbar klassifiziert und erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
sowie Sicherungsgeschäfte mit effektivem Sicherungszusammenhang positiv auf das Eigenkapital
aus. Zudem haben Veränderungen im Konsolidierungskreis zu einer Erhöhung des Eigenkapitals
beigetragen, wohingegen Währungsumrechnungsdifferenzen eine Verringerung des Eigenkapitals
zur Folge hatten. Die langfristigen Schulden betragen zum Ende des Berichtszeitraums 2.181,9 Mio. Euro
und haben sich im Vergleich zum Geschäftsjahresende 2016 um 110,3 Mio. Euro reduziert.
Der Rückgang resultiert überwiegend aus der Verringerung langfristiger Finanzschulden
im Zuge der Veräußerung von Projektgesellschaften im Bereich der regenerativen Energien. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich in der Berichtsperiode um 320,9 Mio. Euro
von 3.084,3 Mio. Euro auf 3.405,2 Mio. Euro. Neben dem saisonal bedingten Anstieg
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist dies im Wesentlichen auf
gestiegene kurzfristige Finanzschulden zur Finanzierung des operativen Geschäfts zurückzuführen. FinanzlageAusgehend von einem um 12,7 Mio. Euro auf 27,4 Mio. Euro verbesserten Halbjahresüberschuss
haben sich die Cash Earnings im Vorjahresvergleich bei um 5,5 Mio. Euro erhöhten Abschreibungen
und aufgrund reduzierter Ertragsteuerzahlungen um 29,1 Mio. Euro auf 86,4 Mio. Euro
erhöht. Während der Vorratsbestand im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 rückläufig
ist, konnte der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen
Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, durch
einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen
Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, nahezu
ausgeglichen werden. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich
nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2017 somit auf 296,7 Mio. Euro.
Aufgrund eines Anstiegs der Vorratsbestände im ersten Halbjahr des vergangenen Geschäftsjahres,
lag der Zahlungsmittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Vergleichszeitraum
des Vorjahres mit 60,3 Mio. Euro um 236,4 Mio. Euro unter dem Wert der laufenden Berichtsperiode. Aus der Investitionstätigkeit des BayWa Konzerns resultierte im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2017 ein Zahlungsmittelabfluss von 52,2 Mio. Euro. Hiervon entfallen
16,7 Mio. Euro auf Unternehmenserwerbe und betreffen insbesondere die Auszahlung für
den Erwerb der Thegra Tracomex Gruppe. Weiterhin wurden liquide Mittel für den Erwerb
von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 56,6 Mio. Euro aufgebracht,
die insbesondere auf das Segment Agrar entfallen. Zudem wurden in der Berichtsperiode
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen von 25,3 Mio. Euro getätigt, die im
Wesentlichen auf den Erwerb der Anteile am assoziierten Unternehmen BHBW Holdings
(Pty) Ltd zurückgehen. Zahlungsmittelzuflüsse von 27,7 Mio. Euro resultierten hingegen
aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Abgang
von Finanzanlagen, insbesondere die Veräußerung von 40 Prozent der Anteile an der
BayWa Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG, hat im ersten Halbjahr zu einem Zahlungsmittelzufluss
von 12,9 Mio. Euro geführt. Der im Vorjahresvergleich um 28,4 Mio. Euro verringerte
Abfluss liquider Mittel aus der Investitionstätigkeit ist vorwiegend auf geringere
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe zurückzuführen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus 115,5 Mio. Euro
und ist neben Dividendenzahlungen der BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften
in Höhe von 37,9 Mio. Euro durch die Rückführung von Finanzschulden bedingt. Im Vorjahr
belief sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit aufgrund einer Ausweitung
der Finanzschulden im Vergleichszeitraum auf 19,4 Mio. Euro. Insgesamt haben sich die flüssigen Mittel aufgrund der Zahlungsmittelzu- und abflüsse
aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- sowie der Finanzierungstätigkeit
unter zusätzlicher Berücksichtigung von 1,1 Mio. Euro aus Konsolidierungskreis- und
Wechselkursveränderungen seit dem 31. Dezember 2016 um 130,1 Mio. Euro auf 234,6 Mio.
Euro erhöht. ErtragslageIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 beläuft sich der Umsatz des BayWa Konzerns
auf 8.044,0 Mio. Euro und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 587,6
Mio. Euro bzw. 7,9 Prozent erhöht. Das Geschäftsfeld BAST (BayWa Agri Supply & Trade) weist im Vorjahresvergleich einen
leichten Umsatzanstieg um 8,6 Mio. Euro bzw. 0,3 Prozent auf 2.966,7 Mio. Euro aus.
Die verstärkte strategische Ausrichtung hin zu den höhermargigen Nischenmärkten und
Spezialitäten führte zwar zu einem Rückgang des Handelsvolumens, jedoch wirkten sich
die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren durchschnittlichen Getreidepreise und
die erstmalige Einbeziehung der niederländischen Thegra Tracomex Gruppe, einem Spezialitätenhändler
für Agrarprodukte, positiv aus. Im Geschäftsfeld BAV (BayWa Agrar Vertrieb) stieg
der Umsatz im ersten Halbjahr 2017 leicht um 21,4 Mio. Euro bzw. 1,4 Prozent auf 1.595,4
Mio. Euro. Eine etwas geringere Getreidenacherfassung aufgrund unterdurchschnittlicher
Erntemengen wurde durch eine positive Entwicklung im Betriebsmittelgeschäft ausgeglichen.
Bei im Vorjahresvergleich in etwa konstanten Absatzmengen profitierte der Bereich
Betriebsmittel von leicht gestiegenen Preisen, so dass es im Geschäftsfeld BAV zu
einer leichten Umsatzsteigerung kam. Mit einer Steigerung um 73,7 Mio. Euro bzw. 23,6 Prozent auf 386,5 Mio. Euro entwickelten
sich die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Obst positiv. Zurückzuführen ist die Umsatzsteigerung
vor allem auf die Überseeaktivitäten der Konzerntochter T&G Global Limited zusammen
mit deren Tochtergesellschaften. Zusätzlich trug die erstmalig ganzjährige Einbeziehung
des im vergangenen Geschäftsjahr mehrheitlich erworbenen niederländischen Anbieters
für Tropenfrüchte TFC Holland B.V. zur Umsatzsteigerung bei. Im Geschäftsfeld Technik erhöhte sich der Umsatz um 72,2 Mio. Euro bzw. 12,2 Prozent
auf 666,1 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld profitierte im ersten Halbjahr 2017 von einer
gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Investitionsbereitschaft der Landwirte und der damit
verbundenen Nachfragebelebung bei Stalltechnik und Maschinen. Insbesondere der Absatz
von gebrauchten Traktoren erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr signifikant. Zusätzlich
trug die Mitte des Vorjahres erworbene und daher im Vorjahreszeitraum noch nicht enthaltene
Agrimec Group B.V. zusammen mit der Abemec B.V. zur Umsatzsteigerung bei. Im Segment Agrar belaufen sich die Umsatzerlöse für das erste Halbjahr 2017 insgesamt
auf 5.614,8 Mio. Euro und liegen somit um 175,9 Mio. Euro bzw. 3,2 Prozent über dem
Vergleichswert des Vorjahreszeitraums. Im Segment Energie ist insgesamt ein erheblicher Umsatzanstieg um 389,8 Mio. Euro
bzw. 30,6 Prozent auf 1.664,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Im Bereich der klassischen
Energie erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 129,9 Mio. Euro
bzw. 13,6 Prozent auf 1.088,0 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war das gegenüber der
Vergleichsperiode im Vorjahr durchschnittlich höhere Ölpreisniveau. Zusätzlich trug
neben der Absatzsteigerung von holzbasierten Wärmeenergieträgern der konjunkturbedingt
gesteigerte Absatz im Tankstellengeschäft und bei den Schmierstoffen bei. Die regenerativen Energien verzeichneten im Vorjahresvergleich einen Umsatzsprung
von 82,2 Prozent bzw. 259,9 Mio. Euro auf 576,0 Mio. Euro. Ursächlich für diese Entwicklung
sind neben den erweiterten Handelsaktivitäten mit Photovoltaikkomponenten vor allem
die gestiegenen Erlöse aus Projektverkäufen. So wurden im Berichtszeitraum mehrere
Wind- und Solarparks veräußert. Im Segment Bau erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21,1
Mio. Euro bzw. 2,9 Prozent auf 753,6 Mio. Euro. Neben dem aufgrund der hohen Auftragsbestände
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bestehenden Absatzvorsprung trugen vor allem die
vom verstärkten Mehrgeschosswohnbau profitierenden Sortimente für den Hoch- und Ausbau
sowie der gestiegene Absatz für Tief- und Straßenbau aufgrund höherer staatlicher
Investitionen in die Infrastruktur zum Umsatzwachstum bei. Das Segment Innovation & Digitalisierung verzeichnet einen Umsatz von 3,0 Mio. Euro
und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz in den Sonstigen Aktivitäten liegt mit 8,5 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro über
dem Vergleichswert des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge des BayWa Konzerns haben sich im Vergleich zum
ersten Halbjahr des Vorjahres um 17,2 Mio. Euro auf 70,0 Mio. Euro verringert. Dieser
Rückgang ist einerseits auf im Vorjahresvergleich gesunkene Erträge aus Kursgewinnen
aus Devisensicherungsgeschäften zurückzuführen. Andererseits war im Vorjahreszeitraum
ein Sondereffekt in den Erträgen aus Anlagenabgängen, bedingt durch die Veräußerung
der Geschäftseinheit für Verpackungslogistik in Neuseeland durch die Konzerngesellschaft
T&G Global Limited, enthalten. Unter Berücksichtigung der im Vorjahresvergleich verringerten
Bestandserhöhungen und der geringfügig gesunkenen anderen aktivierten Eigenleistungen
hat sich die Gesamtleistung des BayWa Konzerns im Vorjahresvergleich um 514,6 Mio.
Euro bzw. 6,7 Prozent auf 8.209,6 Mio. Euro erhöht. Bei einer Erhöhung des Materialaufwands um 441,9 Mio. Euro bzw. 6,4 Prozent erhöhte
sich das Rohergebnis um 72,8 Mio. Euro bzw. 9,2 Prozent auf 863,1 Mio. Euro. Der Personalaufwand stieg im ersten Halbjahr des laufenden Berichtszeitraums um 31,4
Mio. Euro bzw. 7,3 Prozent auf 462,8 Mio. Euro. Wesentliche Ursache hierfür sind die
im ersten Halbjahr des laufenden Jahres erstmalig enthaltenen Geschäftsaktivitäten
der Neuakquisitionen des Vorjahres und des laufenden Geschäftsjahres. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen mit 65,8
Mio. Euro um 7,2 Prozent oder 4,4 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau von 61,4 Mio.
Euro. Ursache für die Steigerung sind in erster Linie Abschreibungen auf stille Reserven
aus Akquisitionen des Vorjahres sowie die außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts-
und Firmenwerts sowie immaterieller Vermögenswerte bei der Konzerngesellschaft BayWa
r.e. Solar Systems Ltd. in Großbritannien aufgrund nicht mehr gegebener Werthaltigkeit. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 18,7 Mio. Euro bzw. 7,6
Prozent auf 264,5 Mio. Euro. Grund hierfür sind insbesondere gestiegene Fuhrpark-
und EDV-Kosten sowie erhöhte Rechts- und Beratungsaufwendungen. Gegenläufig entwickelten
sich hingegen die Kursverluste. Infolge der dargestellten Veränderungen hat sich das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
zum Ende des ersten Halbjahres 2017 um 18,2 Mio. Euro auf 70,0 Mio. Euro erhöht. Das Beteiligungsergebnis von 2,8 Mio. Euro liegt um 0,7 Mio. Euro unter dem Wert des
Vorjahres. Gestiegenen Erträgen aus at-Equity-bilanzierten Anteilen stand eine Verringerung
des übrigen Beteiligungsergebnisses gegenüber. Somit beträgt das EBIT des BayWa Konzerns für das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres
72,8 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einer Steigerung
um 31,7 Prozent bzw. 17,5 Mio. Euro. Das Zinsergebnis bewegt sich mit minus 35,9 Mio. Euro nach Ablauf von sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2017 auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von 9,4 Mio. Euro ergibt sich ein Konzernüberschuss
für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2017 von 27,4 Mio. Euro. Dies entspricht
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einer Steigerung um 12,7 Mio. Euro bzw. 86,5 Prozent. MitarbeiterZum Ende der Berichtsperiode waren im BayWa Konzern 17.399 Mitarbeiter und somit 688
Personen mehr als noch zum Vorjahresultimo beschäftigt. Hierbei hat sich die Anzahl
der Beschäftigten im Segment Agrar um 648 auf 10.539 Mitarbeiter erhöht. Während im
Geschäftsfeld BAST (BayWa Agri Supply & Trade) die Zahl der Beschäftigten um 31 Personen
auf nun 562 Mitarbeiter sank, erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten im Geschäftsfeld
BAV (BayWa Agrar Vertrieb) seit Jahresbeginn um 46 Mitarbeiter auf 3.475 Beschäftigte.
Im Geschäftsfeld Technik hat sich ein leichter Rückgang um 38 Beschäftigte auf 3.575
Mitarbeiter ergeben. Im Geschäftsfeld Obst stieg die Zahl der Beschäftigten überwiegend
aufgrund der Ernteperiode in Neuseeland um 671 Beschäftigte von 2.256 auf 2.927 Mitarbeiter
an. Im Segment Energie ist die Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Geschäftsjahresende
2016 um 8 Mitarbeiter auf nun 2.024 Beschäftigte gestiegen. Während die Anzahl der
Beschäftigten im Geschäftsfeld Regenerativen Energien um 27 angestiegen ist, reduzierte
sich diese im Bereich der klassischen Energie um 19 Personen. Im Segment Bau hat sich
die Anzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahresultimo um 56 erhöht und beläuft
sich zum 30. Juni 2017 auf 4.118 Beschäftigte. Die Mitarbeiterzahl im Geschäftssegment
Innovation & Digitalisierung stieg um 15 auf 149 Mitarbeiter. Die Anzahl der den Sonstigen
Aktivitäten zuzuordnenden Mitarbeiter hat sich um 39 auf 569 Beschäftigte verringert. AusblickDie Wachstumsdynamik dürfte in der zweiten Jahreshälfte - insbesondere im Agrarsektor
-zunehmen. Diese optimistische Erwartungshaltung ist auf aussichtsreiche Markt- und
Geschäftsbedingungen in allen drei Segmenten zurückzuführen. Im Segment Agrar sollte der sukzessive Anstieg der Erzeugerpreise in den vergangenen
Wochen zu einer stärkeren Abgabebereitschaft der Landwirte führen. Damit wäre im zweiten
Halbjahr ein größeres Vermarktungspotenzial bei gleichzeitig stabileren und höheren
Preisen gegenüber dem Vorjahr gewährleistet. Die niederländische Tochtergesellschaft Cefetra B.V. dürfte im zweiten Halbjahr ein
deutlich besseres Ergebnis gegenüber Vorjahr realisieren, da von einer normalisierten
Preisentwicklung bei Sojaschrot auszugehen ist. Darüber hinaus werden sich die Umstrukturierungen
der Handelsstandorte in Ost- und Südeuropa positiv im Agrarergebnis niederschlagen.
Das Spezialitätengeschäft entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen: Sowohl die Thegra
Tracomex Gruppe, die seit Januar 2017 in den Konsolidierungskreis einbezogen wird,
als auch die Evergrain Germany GmbH & Co. KG verzeichnen eine starke Auftragslage
und haben gute Chancen, ihre Planziele zu übertreffen. Im Betriebsmittelgeschäft zeigen sich insbesondere für den Handel mit Düngemitteln
gute Vermarktungspotenziale für die kommende Düngesaison. Neben der höheren Investitionsbereitschaft
der Landwirte dürfte die rückläufige Preisentwicklung zu einem regen Frühbezug führen.
Allerdings bleibt abzuwarten, wie sich das Nachfrageverhalten aufgrund der Düngemittelverordnung
entwickelt, die am 2. Juni 2017 in Kraft getreten ist. Zur anstehenden Herbstdüngung
greifen damit erstmals die strengeren Vorschriften, die Zeitpunkt und Ausbringungsmenge
regulieren. Der positive Trend im Landtechnikgeschäft sollte auch im zweiten Halbjahr anhalten.
Höhere Erzeuger- und Milchpreise sowie der zunehmende Digitalisierungsgrad in der
Landwirtschaft lassen eine stabilere Entwicklung als im Vorjahr erwarten. Von einem heterogenen Verlauf ist im Obstgeschäft auszugehen. Während die Apfelernte
auf der südlichen Hemisphäre überdurchschnittlich verlaufen ist, dürfte die deutsche
Kernobsternte in Folge von Frostnächten und nasskalter Witterung im Frühjahr stark
beeinträchtigt worden sein. Im Süden Deutschlands, vor allem in der Bodenseeregion,
wird mit Ernteeinbußen von bis zu 70 Prozent gerechnet. Der Ernteausfall wird das
inländische Obstgeschäft der BayWa insbesondere im Kalenderjahr 2018 nachteilig beeinflussen.
Die relativ schwache Obsternte im gesamten europäischen Raum könnte jedoch zu steigenden
Preisen führen und ein höheres Vermarktungspotenzial für die Obsternte aus der südlichen
Hemisphäre bieten. Für die Vermarktung tropischer Früchte dürfte die inländische Erntesituation
keine nachteiligen Auswirkungen haben, sondern zusätzliche Nachfrageimpulse schaffen. Im Segment Energie dürften die stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland
dem Geschäft mit klassischen Energieträgern zugutekommen. Es ist davon auszugehen,
dass der Absatz bei Heizöl in den Sommermonaten zurückgeht und sich die hohe Nachfrage
der vergangenen Monate nicht mehr fortsetzt. Zuwächse im Kraft- und Schmierstoffhandel
sollten diesen Nachfragerückgang teilweise kompensieren können. Die starke Entwicklung
bei den regenerativen Energien dürfte sich im zweiten Halbjahr fortsetzen. Während
das erste Halbjahr vom Verkauf einiger Großprojekte wie beispielsweise dem Windpark
in Obernwohlde geprägt war, wird das zweite Halbjahr von Verkäufen mehrerer Solarparks
in Großbritannien sowie von Windparks in Frankreich und in den USA bestimmt. Für das
Gesamtjahr 2017 sollte die verkaufte Leistung an Megawatt für Solar- und Windparks
den Vorjahreswert von rund 215 Megawatt übertreffen. Allerdings sind die operativen
Ergebnismargen durch den Rückgang der Einspeisevergütungen und durch festgesetzte
Ausschreibungen stärker unter Druck geraten. Vor diesem Hintergrund dürfte sich das
operative Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau einpendeln. Zusätzliche Ergebnispotenziale
könnten die verbesserte Marktlage im Solarhandel sowie der kontinuierliche Ausbau
des Servicegeschäfts bieten. Das Segment Bau dürfte im zweiten Halbjahr deutlich zulegen. Die konjunkturellen Marktdaten
lassen einen erfreulichen Verlauf im Baugeschäft erwarten. Für eine gute Baukonjunktur
sorgt vor allem die anhaltend starke Nachfrage nach Wohnimmobilien. Die damit verbundene
rege Bautätigkeit sichert der BayWa für das zweite Halbjahr eine gute Ausgangslage. Insgesamt dürfte die Geschäftsentwicklung des BayWa Konzerns im zweiten Halbjahr zulegen.
Diese optimistische Erwartungshaltung ist auf aussichtsreiche Markt- und Geschäftsbedingungen
in allen drei Segmenten zurückzuführen. Eine deutliche Steigerung von Umsatz und Ergebnis
gegenüber dem Vorjahr ist angesichts der gegenwärtigen Markt- und Nachfragesituation
erreichbar. Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen in dem vorliegenden Dokument
basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese
Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere
unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten,
zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht. Konzernabschluss der BayWa AG nach IFRSKonzernbilanz zum 30. Juni 2017 (verkürzt)in Mio. Euro
Aktivascroll
Passivascroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 30. Juni 2017 (verkürzt)scroll
Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis für das 1. Halbjahr 2017 (verkürzt)scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr 2017 (verkürzt)scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das 1. Halbjahr 2017 (verkürzt)scroll
scroll
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) 01.01. - 30.06.2017 (verkürzt)scroll
scroll
scroll
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) 01.01. - 30.06.2016 (verkürzt)scroll
scroll
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Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern (GuV) (verkürzt)scroll
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Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz)
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| in Mio. Euro | BayWa Agri Supply & Trade |
BayWa Agrar Vertrieb |
Technik | Obst | Agrar | Energie |
| Vermögen | 1.609,263 | 1.056,827 | 697,884 | 602,177 | 3.966,151 | 289,360 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 21,634 | 1,039 | 20,134 | 17,272 | 60,079 | -,--- |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Vorräte | 393,269 | 350,580 | 387,765 | 101,921 | 1.233,535 | 49,292 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Schulden | 1.238,230 | 699,186 | 678,829 | 350,566 | 2.966,811 | 408,919 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 20,401 | 22,006 | 4,507 | 22,603 | 69,517 | 3,266 |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 562 | 3.475 | 3.575 | 2.927 | 10.539 | 960 |
| in Mio. Euro | Regenerative Energien |
Energie | Bau | Innovation & Digitalisierung |
Sonstige Aktivitäten* |
Überleitung/ Konsolidierung |
| Vermögen | 3.199,616 | 3.488,976 | 586,148 | 8,785 | 4.115,673 | -5.467,080 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 8,498 | 8,498 | 0,253 | -,--- | 155,488 | -,--- |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | 21,681 | -,--- |
| Vorräte | 654,604 | 703,896 | 166,231 | 0,168 | 0,907 | 71,653 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Schulden | 2.644,180 | 3.053,099 | 654,141 | 9,103 | 2.524,239 | -3.620,301 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 4,554 | 7,820 | 6,947 | 2,373 | 6,765 | -,--- |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 1.064 | 2.024 | 4.118 | 149 | 569 | - |
| in Mio. Euro | Konzern |
| Vermögen | 6.698,653 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 224,318 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/ Veräußerungsgruppen | 21,681 |
| Vorräte | 2.176,390 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/ Veräußerungsgruppen | -,--- |
| Schulden | 5.587,092 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/ Veräußerungsgruppen | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 93,422 |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 17.399 |
| BayWa Agri Supply & Trade |
BayWa Agrar Vertrieb |
Technik | Obst | Agrar | Energie | |
| in Mio. Euro | ||||||
| Vermögen | 1.722,465 | 1.263,154 | 621,673 | 475,034 | 4.082,326 | 255,618 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 21,687 | 1,039 | 1,310 | 14,762 | 38,798 | -,--- |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Vorräte | 469,554 | 656,936 | 305,169 | 47,486 | 1.479,145 | 45,483 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Schulden | 1.382,695 | 758,746 | 567,902 | 238,110 | 2.947,453 | 377,447 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 13,722 | 46,205 | 24,251 | 60,818 | 144,996 | 11,144 |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 593 | 3.429 | 3.613 | 2.256 | 9.891 | 979 |
| Regenerative Energien | Energie | Bau | Innovation & Digitalisierung |
Sonstige Aktivitäten* |
Überleitung/ Konsolidierung |
|
| in Mio. Euro | ||||||
| Vermögen | 2.599,455 | 2.855,073 | 555,233 | 8,021 | 3.984,672 | -5.010,468 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 10,311 | 10,311 | 0,209 | -,--- | 165,843 | -,--- |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | 24,931 | -,--- |
| Vorräte | 612,165 | 657,648 | 141,861 | 0,168 | 0,709 | 100,758 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Schulden | 2.069,840 | 2.447,287 | 625,201 | 8,368 | 2.554,375 | -3.206,172 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 19,133 | 30,277 | 17,516 | 2,467 | 21,455 | -,--- |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 1.037 | 2.016 | 4.062 | 134 | 608 | - |
| Konzern | |
| in Mio. Euro | |
| Vermögen | 6.474,857 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 215,161 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | 24,931 |
| Vorräte | 2.380,289 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | -,--- |
| Schulden | 5.376,512 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen | -,--- |
| Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerben) | 216,711 |
| Mitarbeiter zum Monatsende | 16.711 |
| Außenumsätze | Langfristiges Vermögen | |||
| in Mio. Euro | 01.01. - 30.06.2017 | 01.01. - 30.06.2016 | 30.06.2017 | 31.12.2016 |
| Deutschland | 3.121,971 | 2.722,005 | 1.413,533 | 1.445,420 |
| Österreich | 1.243,478 | 1.174,349 | 461,333 | 429,637 |
| Neuseeland | -,--- | -,--- | 283,637 | 272,415 |
| Übriges Ausland | 3.678,557 | 3.560,066 | 240,944 | 208,266 |
| Konzern | 8.044,006 | 7.456,420 | 2.399,447 | 2.355,738 |
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht des BayWa Konzerns zum 30. Juni 2017 wurde
in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) unter Berücksichtigung des
zum Abschluss-Stichtag anzuwendenden gültigen Regelwerks der International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Konzernwährung lautet auf Euro. Gegenüber
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzernabschlusses zum 31. Dezember
2016 haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der
BayWa AG zum 31. Dezember 2016 verwiesen.
Aus der im Berichtsjahr erstmalig verpflichtenden Anwendung der nachfolgend genannten
geänderten Rechnungslegungsstandards haben sich im vorliegenden Zwischenabschluss
keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des BayWa Konzerns ergeben:
| ― |
Änderungen an IAS 12 (Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste) |
| ― |
Änderungen an IAS 7 (Angabeninitiative) |
| ― |
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Annual Improvements 2014 - 2016) |
In den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen,
auf die die BayWa AG direkt oder indirekt über Tochterunternehmen beherrschenden Einfluss
nehmen kann.
Folgende im Berichtsjahr gegründeten Gesellschaften wurden neu in den Kreis der vollkonsolidierten
Unternehmen aufgenommen: BayWa r.e. Solar Systems Co., Ltd., Bangkok, Thailand; BayWa
r.e. Solar Energy Systems International Cooperations GmbH, Tübingen.
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2017 nachfolgende Projektgesellschaften in den
Kreis der vollkonsolidierten Unternehmen aufgenommen: Free Mountain Systems SL, Barcelona,
Spanien; Les Landes Energies SARL, Paris, Frankreich; CPES Les Lacs Médocains de la
Redoune, Paris, Frankreich; CPES Les Lacs Médocains du Bourgh d'Hourtin, Paris, Frankreich;
CPES Les Lacs Médocains du Gartiou, Paris, Frankreich; Parc Eolien du Chemin du Roy,
Paris, Frankreich; Ruschberg Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing; Windpark Reichweiler
GmbH & Co. KG, Gräfelfing.
Des Weiteren wurden die BayWa Ravano Operation Services S.r.l., Genova, Italien, die
Kenergia Sviluppo S.r.l., Roma, Italien, und die Solesa Engineering S.r.l., Torino,
Italien, auf die BayWa r.e. Italia S.r.l., Milano, Italien, verschmolzen, so dass
die BayWa Ravano Operation Services S.r.l., die Kenergia Sviluppo S.r.l. und die Solesa
Engineering S.r.l. keine eigenständigen Gesellschaften im Konsolidierungskreis der
BayWa AG mehr darstellen.
Zudem wurde die Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG, München, auf die BayWa AG,
München, verschmolzen, so dass die Bauzentrum Westmünsterland GmbH & Co. KG keine
eigenständige Gesellschaft im Konsolidierungskreis der BayWa AG mehr darstellt.
Die BayWa AG, München, hat über die niederländische Konzerngesellschaft Cefetra B.V.,
Rotterdam, Niederlande, im Rahmen eines Share-Deals 100 Prozent der Anteile an der
Thegra Tracomex B.V., Oosterhout, Niederlande, übernommen. Die Akquisition ist Teil
der Spezialisierungsstrategie des Geschäftsfelds BAST (BayWa Agri Supply & Trade).
Die Thegra Tracomex B.V. mit ihren Tochtergesellschaften handelt mit Spezialitäten
wie Gerste, Hafer, Hülsenfrüchten sowie biologischen Erzeugnissen. Die beherrschende
Einflussnahme der Cefetra B.V. auf die Thegra Tracomex B.V. und deren Tochtergesellschaften
Thenergy B.V., Oosterhout, Niederlande, Riveka BvbA, Boom, Belgien, Thegra Poland
Sp. Z o.o., Warszawa, Polen, und BioCore B.V., Weesp, Niederlande, besteht seit dem
9. Januar 2017, dem Tag der Kaufpreiszahlung für die erworbenen Anteile. Die erstmalige
Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus
Gründen der Wesentlichkeit und Praktikabilität auf den 1. Januar 2017.
Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 25,790 Mio.
Euro. Diese beinhalten die vertraglich vereinbarte und im Januar zur Auszahlung gelangte
Kaufpreiskomponente über 15,590 Mio. Euro. Weiterhin beinhaltet der Kaufvertrag bedingte
Kaufpreisbestandteile, die sich in Abhängigkeit des jeweiligen EBIT für die Geschäftsjahre
2017 bis 2019 auf insgesamt maximal 13,900 Mio. Euro belaufen. Aufgrund der erwarteten
Ergebnisentwicklung der Thegra Tracomex B.V. und deren Tochtergesellschaften zum Erwerbszeitpunkt
wurden bedingte Kaufpreisbestandteile in Höhe von insgesamt 10,200 Mio. Euro angesetzt.
Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,660 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2017 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der Thegra Tracomex B.V. und deren
Tochtergesellschaften erworbene Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige
Werte):
| in Mio. Euro | Buchwert | Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Sachanlagen | 0,281 | -,--- | 0,281 |
| Finanzanlagen | 3,668 | -,--- | 3,668 |
| Vorräte | 10,449 | -,--- | 10,449 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 3,307 | -,--- | 3,307 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 15,505 | -,--- | 15,505 |
| Latente Steueransprüche | -,--- | -,--- | -,--- |
| Flüssige Mittel | -,--- | -,--- | -,--- |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -,--- | -,--- | -,--- |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 26,788 | -,--- | 26,788 |
| Latente Steuerschulden | -,--- | -,--- | -,--- |
| 6,422 | -,--- | 6,422 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) | 19,368 | ||
| Vorläufiger Gesamtkaufpreis inkl. bedingter Kaufpreisbestandteile | 25,790 |
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 15,505 Mio.
Euro. Diese wurden in voller Höhe als einbringlich betrachtet.
Seit dem 1. Januar 2017, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die Thegra Tracomex B.V. mit ihren Tochtergesellschaften bei einem Umsatz
von 118,313 Mio. Euro einen Überschuss in Höhe von 3,008 Mio. Euro.
Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Halbjahresfinanzberichts noch nicht abgeschlossen
war.
Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft "UNSER LAGERHAUS" WARENHANDELSGESELLSCHAFT
mbH, Klagenfurt, Österreich, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Segment Bau
von der Raiffeisenbank Neustift im Stubai reg.Gen.m.b.H., Neustift im Stubaital, Österreich,
mit Wirkung zum 1. Januar 2017 im Rahmen eines Asset-Deals den Teilbetrieb "Lagerhaus
Neustift im Stubaital" übernommen, der den Handel mit Baustoffen sowie Haus- und Gartenmarktartikeln
umfasst. Mit der Übernahme des Betriebs stärkt der BayWa Konzern sein Standortnetz
in Tirol. Die vorläufigen Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen
sich auf 0,605 Mio. Euro.
Die bisher im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb angefallenen Transaktionskosten
belaufen sich auf 0,001 Mio. Euro. Diese sind im Geschäftsjahr 2017 in der Gewinn-
und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Das im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):
| in Mio. Euro | Buchwert | Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Sachanlagen | 0,175 | -,--- | 0,175 |
| Finanzanlagen | -,--- | -,--- | -,--- |
| Vorräte | 0,479 | -,--- | 0,479 |
| Finanzielle Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Latente Steueransprüche | -,--- | -,--- | -,--- |
| Flüssige Mittel | -,--- | -,--- | -,--- |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 0,043 | -,--- | 0,043 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 0,006 | -,--- | 0,006 |
| Latente Steuerschulden | -,--- | -,--- | -,--- |
| 0,605 | -,--- | 0,605 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) | -,--- | ||
| Vorläufiger Gesamtkaufpreis | 0,605 |
Ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme des Geschäftsbetriebs
nicht entstanden.
Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktion als Asset-Deal und der aus diesem Grund
nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse
und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese seit Einbeziehung der erworbenen
Geschäftsaktivitäten ergeben haben, verzichtet.
Die BayWa AG, München, hat zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit im Segment Agrar
von der ZIMMERMANN GmbH Landmaschinenhandel, Metall und Service, Lübben, mit Wirkung
zum 1. Januar 2017 im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbetrieb übernommen, der
den Handel mit Forst-, Garten- und Kommunaltechnik umfasst. Die vorläufigen Anschaffungskosten
für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf 0,079 Mio. Euro.
Darüber hinaus hat die BayWa AG, München, zur Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit
im Segment Agrar von Herrn Jörg Helber, Horb am Neckar, mit Wirkung zum 1. April 2017
im Rahmen eines Asset-Deals den Geschäftsbetrieb übernommen, der den Handel mit Holzpellets
und Holzbriketts umfasst. Der Handel wird über die Webseite "Südpellets" betrieben.
Die vorläufigen Anschaffungskosten für das erworbene Reinvermögen belaufen sich auf
0,095 Mio. Euro.
Im Zusammenhang mit beiden Erwerben sind bislang keine Transaktionskosten angefallen.
Das im Zusammenhang mit der Übernahme der Geschäftsbetriebe erworbene Reinvermögen
setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):
| in Mio. Euro | Buchwert | Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | -,--- | 0,130 | 0,130 |
| Sachanlagen | 0,044 | -,--- | 0,044 |
| Finanzanlagen | -,--- | -,--- | -,--- |
| Vorräte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Finanzielle Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Latente Steueransprüche | -,--- | -,--- | -,--- |
| Flüssige Mittel | -,--- | -,--- | -,--- |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -,--- | -,--- | -,--- |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -,--- | -,--- | -,--- |
| Latente Steuerschulden | -,--- | -,--- | -,--- |
| 0,044 | 0,130 | 0,174 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) | -,--- | ||
| Vorläufiger Gesamtkaufpreis | 0,174 |
Ein vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert ist aus der Übernahme der Geschäftsbetriebe
nicht entstanden.
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation angesetzten stillen Reserven wurden aus Marktpreisen
abgeleitet.
Da die dargestellten Wertansätze der Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert auch
den steuerlichen Wertansätzen entsprechen, wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation
keine passiven latenten Steuern angesetzt.
Aufgrund der Ausgestaltung der Transaktionen als Asset-Deal und der aus diesem Grund
nicht gegebenen Verfügbarkeit an Informationen wurde auf eine Angabe der Umsatzerlöse
und des zurechenbaren Konzerngewinns, wie sich diese bei einer Einbeziehung der erworbenen
Geschäftsaktivitäten seit dem ersten Tag des Geschäftsjahres dargestellt hätten bzw.
wie sich diese seit dem Zeitpunkt der Einbeziehung darstellen, verzichtet.
Die BayWa AG, München, hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. renewable energy
GmbH, München, im Rahmen eines Share-Deals zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten
im Bereich der regenerativen Energien 100 Prozent der Anteile an der OneShore Energy
GmbH, Berlin, erworben. Die beherrschende Einflussnahme der BayWa r.e. renewable energy
GmbH auf die OneShore Energy GmbH besteht seit dem 1. April 2017. Die erstmalige Einbeziehung
in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte zu diesem Zeitpunkt.
Die vorläufigen Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile betragen 0,000 Mio.
Euro.
Bislang sind im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb keine Transaktionskosten angefallen.
Das im Zusammenhang mit dem Unternehmenserwerb der OneShore Energy GmbH erworbene
Reinvermögen setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):
| in Mio. Euro | Buchwert | Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,003 | -,--- | 0,003 |
| Sachanlagen | 0,005 | -,--- | 0,005 |
| Finanzanlagen | -,--- | -,--- | -,--- |
| Vorräte | -,--- | -,--- | -,--- |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0,011 | -,--- | 0,011 |
| Latente Steueransprüche | -,--- | -,--- | -,--- |
| Flüssige Mittel | 0,043 | -,--- | 0,043 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 1,395 | -,--- | 1,395 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 0,107 | -,--- | 0,107 |
| Latente Steuerschulden | -,--- | -,--- | -,--- |
| -1,440 | -,--- | -1,440 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) | 1,440 | ||
| Vorläufiger Gesamtkaufpreis | -,--- |
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 0,011 Mio. Euro.
Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 0,007 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.
Seit dem 1. April 2017, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die OneShore Energy GmbH bei einem Umsatz von 0,040 Mio. Euro einen Verlust
in Höhe von 0,050 Mio. Euro.
Wäre der Kauf der Gesellschaft bereits am ersten Tag des Geschäftsjahres abgeschlossen
worden, wäre der Anteil am Konzernumsatz um 0,031 Mio. Euro höher und der den Eigenkapitalgebern
zurechenbare Konzerngewinn um 0,125 Mio. Euro niedriger ausgefallen.
Die abschließende Kaufpreisallokation zu diesem Erwerb ist noch nicht erfolgt, da
eine endgültige Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden
zum Zeitpunkt der Erstellung des Halbjahresfinanzberichts noch nicht abgeschlossen
war.
Die BayWa AG, München hat über die Konzerngesellschaft ENZAFRUIT New Zealand (U.K.)
Limited, Luton, Großbritannien, einer Tochtergesellschaft der T&G Global Limited,
Auckland, Neuseeland, mit Wirkung zum 2. Januar 2017 die Beherrschung an der Worldwide
Fruit Limited, Spalding, Großbritannien, gemäß IFRS 10 erlangt, die bis zu diesem
Zeitpunkt als Gemeinschaftsunternehmen nach den Vorschriften der Equity-Methode bilanziert
wurde.
Nach einer Neugestaltung des Gesellschaftsvertrags besitzt die Konzerngesellschaft
T&G Global Limited über ihre Tochtergesellschaft ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited
unverändert 50 Prozent der Anteile an der Worldwide Fruit Limited. Die weiteren 50
Prozent werden weiterhin von der Fruition PO Ltd., Whitstable, Großbritannien, gehalten.
Da gemäß geändertem Gesellschaftsvertrag die operative Geschäftsführung der ENZAFRUIT
New Zealand (U.K.) Limited obliegt und diese das Recht besitzt, den jährlichen Businessplan
und das Budget zu genehmigen, den Vorstandsvorsitzenden zu benennen und drei von sechs
Aufsichtsräten zu stellen, wird die Gesellschaft nach den Kriterien des IFRS 10 durch
die ENZAFRUIT New Zealand (U.K.) Limited beherrscht, so dass sie in den Konzernabschluss
der BayWa AG nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung einzubeziehen ist. Die Einbeziehung
erfolgte mit Wirkung zum 2. Januar 2017.
Die im Rahmen der Konsolidierung zugrunde zu legenden vorläufigen Anschaffungskosten
bestehen aus den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten, bislang at-Equity-bilanzierten
Anteilen an der Worldwide Fruit Limited von 8,692 Mio. Euro. Aus der Bewertung der
an der Worldwide Fruit Limited gehaltenen Anteile zum beizulegenden Zeitwert hat sich
ein Buchgewinn von 4,587 Mio. Euro ergeben. Dieser ist in der Gewinn- und Verlustrechnung
in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.
Das im Zusammenhang mit der Transaktion zugegangene Reinvermögen der Worldwide Fruit
Limited setzt sich wie folgt zusammen (vorläufige Werte):
| in Mio. Euro | Buchwert | Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert |
Beizulegender Zeitwert |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,227 | 2,146 | 2,373 |
| Sachanlagen | 8,644 | -,--- | 8,644 |
| Finanzanlagen | 0,467 | -,--- | 0,467 |
| Vorräte | 2,862 | -,--- | 2,862 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 14,571 | -,--- | 14,571 |
| Flüssige Mittel | 1,386 | -,--- | 1,386 |
| Latente Steueransprüche | 0,029 | -0,029 | -,--- |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 3,478 | -,--- | 3,478 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 18,348 | -,--- | 18,348 |
| Latente Steuerschulden | -,--- | 0,400 | 0,400 |
| 6,360 | 1,717 | 8,077 | |
| Anteiliges Nettovermögen | 4,987 | ||
| Geschäfts- oder Firmenwert (vorläufig) | 3,705 | ||
| Vorläufige Anschaffungskosten | 8,692 | ||
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Anteil am Nettovermögen | 3,090 | ||
| Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens am vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwert | 2,741 |
Der auf nicht beherrschende Anteile an der Worldwide Fruit Limited entfallende Anteil
am Nettovermögen von 3,090 Mio. Euro beinhaltet die auf Minderheitsgesellschafter
entfallenden beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden.
Der Bruttobetrag der Forderungen belief sich zum Erwerbszeitpunkt auf 14,714 Mio.
Euro. Hiervon wurden Forderungen in Höhe von 14,571 Mio. Euro als einbringlich betrachtet.
Seit dem 2. Januar 2017, dem Zeitpunkt ihrer erstmaligen Einbeziehung in den Konzern-Konsolidierungskreis,
erzielte die Worldwide Fruit Limited bei einem Umsatz von 53,368 Mio. Euro einen Überschuss
in Höhe von 0,458 Mio. Euro.
Mit Wirkung zum 31. März 2017 hat die Delica Limited, Auckland, Neuseeland, eine Tochtergesellschaft
der T&G Global Limited, Auckland, Neuseeland, ihre Anteile an der Delica North America
Inc., Torrance, USA, von 100 Prozent auf 50 Prozent reduziert. Die veräußerten 50
Prozent werden seit dem 31. März 2017 von der Grandview Brokerage Ltd., Coquitlam,
Kanada, gehalten. Diese Reduzierung geht einher mit der Umstrukturierung der in den
USA ansässigen Tochtergesellschaften der T&G Global Limited. Damit sollen die Versorgung
und die Bedienung der nordamerikanischen und internationalen Kunden gestärkt werden.
Diese Beteiligungsveränderung führt zu keinem Verlust der Beherrschung der T&G Global
Limited über die Delica North America Inc., da T&G Global Limited über ihre Tochtergesellschaft
Delica Limited weiterhin 60 Prozent der Stimmrechte und Anrechte auf die Renditen
aus der Gesellschaft besitzt.
Die für die Anteile erhaltene Gegenleistung beträgt 8,284 Mio. Euro und führt zu einer
Erhöhung des den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbaren Eigenkapitals
aus der erfolgsneutralen Verrechnung im Eigenkapital. Im Gegenzug führt die Anteilsverringerung
zu einer Erhöhung der Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital von 3,421 Mio.
Euro, die wiederum mit einer Verringerung des den Gesellschaftern des Mutterunternehmens
zurechenbaren Eigenkapitals in selber Höhe einhergeht.
Am 26. Januar 2017 haben die Solarpark Vine Farm GmbH, Gräfelfing, 100 Prozent ihrer
Anteile an der Vine Farm Solar Wendy Ltd., London, Großbritannien, sowie die BayWa
r.e. Solar Projects GmbH, München, 100 Prozent ihrer Anteile an der Rose & Crown Solar
PV Limited, London, Großbritannien, veräußert.
Weiterhin hat am 22. Februar 2017 die BayWa r.e. Bioenergy GmbH, Regensburg, je 100
Prozent ihrer Anteile an der Aufwind BB GmbH & Co. Bioenergie Dessau Sechzehnte KG,
Regensburg, und an der Aufwind BB GmbH & Co. Sechsundzwanzigste Biogas KG, Regensburg,
veräußert.
Am 22. März 2017 hat die BayWa r.e. Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA, 100 Prozent
ihrer Anteile an der Coachella Wind, LLC, Wilmington (Delaware), USA, veräußert.
Weiterhin hat am 30. Juni 2017 die Bish (Holdings) Limited, London, Großbritannien,
100 Prozent ihrer Anteile an der Bishopthorpe Wind Farm Limited, London, Großbritannien,
veräußert.
Am 30. Juni 2017 hat die BayWa r.e. Wind GmbH, München, je 100 Prozent ihrer Anteile
an der Windpark Stockelsdorf GmbH & Co. KG, Gräfelfing, der Windpark Cashagen GmbH
& Co. KG, Gräfelfing, und der Windpark Dissau GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert.
Zusammen mit den genannten Gesellschaften wurden auch die von diesen gehaltenen Anteilen
an der WP OWD Infrastruktur GmbH & Co. KG, Gräfelfing, veräußert.
Die sich aufgrund der Beherrschungsverluste ergebenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss
stellen sich wie folgt dar (vorläufige Werte):
| in Mio. Euro | |
| Erhaltene Gegenleistung in Form von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für die veräußerten Anteile | 61,663 |
| in Mio. Euro | |
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0,086 |
| Sachanlagen | 1,821 |
| Finanzanlagen | -,--- |
| Aktive latente Steuern | 7,888 |
| 9,795 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 228,543 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 13,383 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 10,718 |
| 252,644 |
| in Mio. Euro | |
| Langfristige Schulden | |
| Langfristige Rückstellungen | 3,712 |
| Finanzschulden | 169,597 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | -,--- |
| Passive latente Steuern | 1,222 |
| 174,531 | |
| Kurzfristige Schulden | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 2,919 |
| Finanzschulden | 42,574 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | 18,846 |
| 64,339 | |
| Nettovermögen zum Verkaufszeitpunkt | 23,569 |
| in Mio. Euro | |
| Erhaltene Gegenleistung für 100 Prozent der Anteile | 61,663 |
| Aufgegebenes Nettovermögen | -23,569 |
| Veräußerungsergebnis | 38,094 |
Die Veräußerungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Umsatzerlösen und
in der Bestandsveränderung sowie in Bezug auf steuerliche Komponenten im Steuerergebnis
dargestellt.
| in Mio. Euro | |
| Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Kaufpreis | 61,663 |
| Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -10,718 |
| 50,945 |
Zum 30. Juni 2017 wurden insgesamt 301 Gesellschaften nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung
im Konzernabschluss berücksichtigt (31. Dezember 2016: 299 Gesellschaften). Zudem
sind 31 assoziierte Unternehmen und
Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28
berücksichtigt worden (31. Dezember 2016: 33 Gesellschaften).
Soweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und Schätzungen vorgenommen wurden,
bleiben diese in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich
unverändert. Es gibt keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer wesentlichen Auswirkung
auf die aktuelle Berichtsperiode.
Geschäftstypisch wirken sich saisonale Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des
Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis,
die sich teilweise ausgleichen. Im Segment Agrar liegen die Hauptaktivitäten in den
ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im zweiten Quartal. Im
Geschäftsfeld der klassischen Energie führen mehr konjunkturelle Einflüsse zu Geschäftsschwankungen.
Die Preisentwicklung beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und damit wesentlich
die Umsatzentwicklung des Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im Mehrjahresverlauf
auf. Im Bereich der regenerativen Energien ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit
von Projektverkäufen. Zudem können sich politische Einflussfaktoren durch Änderungen
von Fördermaßnahmen auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau verstärkt
sich die Tätigkeit nach dem ersten Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb
des vierten Quartals.
Für die finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
werden und deren Buchwerte nicht annähernd ihren beizulegenden Zeitwerten entsprechen,
stellen sich die jeweiligen Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte wie folgt dar:
| in Mio. Euro | 30.06.2017 | 31.12.2016 | ||
| Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
Buchwert | |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzschulden | 1.019,151 | 1.013,991 | 1.111,349 | 1.105,191 |
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte
und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum
Berichtsstichtag 30. Juni 2017 wie folgt dar:
| in Mio. Euro | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte | 57,974 | 157,243 | -,--- | 215,217 |
| Wertpapiere FAHfT | 1,966 | -,--- | -,--- | 1,966 |
| Finanzielle Vermögenswerte AfS | 5,224 | -,--- | -,--- | 5,224 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 65,164 | 157,243 | -,--- | 222,407 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert | ||||
| Derivate Finanzinstrumente und Warentermingeschäfte | 53,258 | 112,912 | -,--- | 166,170 |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 53,258 | 112,912 | -,--- | 166,170 |
In der Berichtsperiode wurden keine Emissionen, Rückkäufe oder Rückzahlungen getätigt,
weder bei Schuldverschreibungen noch bei sonstigen Eigenkapitaltiteln. Der Bestand
an eigenen Aktien beträgt seit dem Geschäftsjahr 2003 unverändert 19.500 Stückaktien.
Dies sind 49.920 Euro bzw. 0,06 Prozent des Grundkapitals.
Die Hauptversammlung hat am 23. Mai 2017 folgende Gewinnverwendung des Bilanzgewinns
des Geschäftsjahres 2016 der BayWa AG beschlossen:
| 0,85 Euro Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie: | 29.566.383,00 Euro |
| Vortrag auf neue Rechnung: | 22.655.520,52 Euro |
| Bilanzgewinn: | 52.221.903,52 Euro |
Die Dividende ist am 26. Mai 2017 zur Auszahlung gekommen.
Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag verminderte sich um den Teilbetrag, der
auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen
eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Dieser
Teilbetrag wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ergibt sich, indem der auf die Aktien entfallende
Periodenüberschuss (nach Fremdanteilen) durch die durchschnittliche Zahl der Aktien
dividiert wird. Sogenannte potenzielle Aktien (vor allem Aktienoptionen und Wandelanleihen),
die das Ergebnis je Aktie verwässern können, wurden nicht ausgegeben. Damit entsprechen
sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.
In der Halbjahresfinanzberichterstattung ist über Sachverhalte zu berichten, die Vermögenswerte,
Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflusst haben und die
aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit ungewöhnlich sind. Innerhalb
der Zwischenberichtsperiode ist über keine berichtspflichtigen Sachverhalte zu berichten.
Hinsichtlich bestehender Effekte aus Unternehmenserwerben und Unternehmensveräußerungen
wird auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.
Die Steuerberechnung erfolgt mit dem gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatz,
getrennt nach Regionen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche,
die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgeperioden
ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet
ist.
Eventualforderungen bestehen nicht. Bei den Eventualschulden sind keine wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem Berichtszeitpunkt 31. Dezember 2016 erfolgt.
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt und
nach den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Die im Segment Agrar dargestellten Aktivitäten im Bereich Digital Farming wurden aufgrund
der darin zusammengefassten segmentübergreifenden Tätigkeiten sowie aufgrund der wachsenden
Bedeutung für den BayWa Konzern im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 erstmalig
als eigenständiges Segment Innovation & Digitalisierung dargestellt. Diese Darstellung
findet sich auch im vorliegenden Halbjahresabschluss wieder. Um die Vergleichbarkeit
zu gewährleisten, wurde die Segmentberichterstattung des Vorjahres entsprechend angepasst
und die zum damaligen Zeitpunkt als Geschäftsfeld im Segment Agrar ausgewiesenen Tätigkeiten
im Bereich Digital Farming als eigenständiges Segment abgebildet.
Mit Kaufvertrag vom 25. Juli 2017 hat die BayWa AG 51 Prozent der Anteile an der VISTA
Geowissenschaftliche Fernerkundung GmbH, München, erworben. Der Kaufpreis für die
erworbenen Anteile beträgt 1,020 Mio. Euro. Die Gesellschaft ist spezialisiert auf
Dienste und Anwendungen der Satellitenfernerkundung in der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft
sowie bei Umweltthemen. Das Unternehmen entwickelt auf der Basis von Satellitendaten
digitale Lösungen wie beispielsweise flächengenaue Vorhersagen zum Nährstoff- und
Wasserbedarf oder Ernteprognosen für Forschung und kommerzielle Anwendung. Der Erwerb
dient der Erweiterung der bislang bereits vom BayWa Konzern angebotenen digitalen
Lösungen für die Landwirtschaft.
Die BayWa AG, München, übernimmt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde im
Rahmen eines Share-Deals 51 Prozent der Landhandel Knaup GmbH, Borchen-Alfen. Der
Kaufpreis beträgt 0,128 Mio. Euro. Mit der Übernahme des Betriebs ergänzt die BayWa
AG ihr Agrarportfolio. Die Kernkompetenz der Landhandel Knaup GmbH liegt darin, Kunden
aus Landwirtschaft und Industrie hochwertige Produkte, verlässlichen Service und eine
leistungsfähige Logistik für Aufträge aller Größenordnungen zu bieten. Im Zuge dieser
Übernahme wird die Landhandel Knaup GmbH, Borchen-Alfen, alle Geschäftsanteile an
der LHD Landhandel Drebkau Import und Export GmbH, Drebkau, im Rahmen eines Share-Deals
für einen Kaufpreis von 0,025 Mio. Euro übernehmen. Des Weiteren wird die Landhandel
Knaup GmbH, Borchen-Alfen, den Teilgeschäftsbetrieb "Fuhrpark und Logistik" von der
Landhandel Drebkau GmbH, Drebkau, im Rahmen eines Asset-Deals für einen Kaufpreis
von 0,012 Mio. Euro übernehmen.
Im Jahr 2015 gab es eine Kartelluntersuchung bei verschiedenen Agrarunternehmen in
Deutschland, u. a. auch bei der BayWa AG, im Bereich Großhandel mit Pflanzenschutzmitteln.
Zudem gab es im Jahr 2016 eine weitere Kartelluntersuchung bei verschiedenen Branchenunternehmen,
darunter auch bei der BayWa AG, aufgrund des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Absprachen
beim Vertrieb von Agrartechnik. Hinsichtlich des Ausgangs dieser Verfahren liegen
der BayWa zum Bilanzstichtag keine näheren Erkenntnisse vor. Es wurden daher weder
finanzielle Vorsorgen in Form von Rückstellungen getroffen noch ist eine Berücksichtigung
in den Eventualschulden erfolgt.
Der Halbjahresfinanzbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.
Nach bestem Wissen und Gewissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung
des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, 1. August 2017
Der Vorstand
Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender des Vorstands)
Andreas Helber
Roland Schuler
Matthias Taft
Reinhard Wolf