BayWa AG

München

Quartalsmitteilung zum 30.September 2018

QUARTALS-MITTEILUNG

BayWa Konzern 3/2018

Quartalsmitteilung*

ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF DES BayWa KONZERNS

Geschäftsentwicklung im dritten Quartal im Rahmen der Erwartungen - Ausblick für das Gesamtjahr 2018 positiv

Operatives Konzernergebnis (EBIT) nach neun Monaten erwartungsgemäß noch unter Vorjahr

BayWa r.e. mit planmäßigem Rückstand; Ausgleich im vierten Quartal durch Projektverkäufe mit Gesamtleistung von über 450 MW

Ergebnissteigerung Segment Agrar: Internationaler Handel mit Getreide und Ölsaaten sowie Technikgeschäft als Treiber; inländischer Agrarhandel durch extreme Trockenheit beeinträchtigt

Baustoffhandel profitiert von anhaltend guter Baukonjunktur

Der internationale Handels- und Dienstleistungskonzern BayWa weist nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 einen leichten Umsatzanstieg um 1,8 Prozent auf rund 12,2 Mrd. Euro aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich erwartungsgemäß von 90,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 28,3 Mio. Euro zum 30. September 2018. Maßgeblich für den planmäßigen Rückstand gegenüber 2017 ist die im bisherigen Jahresverlauf noch deutlich geringere Anzahl an verkauften Projekten im Geschäftsfeld Regenerative Energien. Hier wird sich im Schlussquartal durch Veräußerungen von Wind- und Solarparks mit einer Gesamtleistung von über 450 Megawatt (MW) ein signifikanter Ergebnissprung ergeben. Im Segment Agrar wurden trockenheitsbedingte Mengenrückgänge im inländischen Betriebsmittelgeschäft und bei der Getreideerfassung durch deutliche Ergebniszuwächse im internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten sowie in der Landtechnik überkompensiert. Das Obstgeschäft wird im Schlussquartal u. a. von dem saisontypischen Nachfrageanstieg nach exotischen Früchten in der Vorweihnachtszeit profitieren und spürbare Aufholeffekte erzielen. Der Ergebnisvorsprung des Segments Bau ist vor allem auf konjunkturbedingte Absatzsteigerungen im Baustoffhandel zurückzuführen; dieser Trend dürfte bis zum Jahresende anhalten.

Der Konzern hält unabhängig vom Ergebnisrückstand nach neun Monaten an seinen Erwartungen für das Gesamtjahr fest. Im Geschäftsjahr 2018 soll sich das Konzernergebnis (EBIT) auf dem Vorjahresniveau bewegen. Dabei sollte der Sondereffekt (rund 20 Mio. Euro) aus dem Hochhausverkauf im Vorjahr operativ ausgeglichen werden.

* Die vorliegende Quartalsmitteilung wurde nach IFRS-Grundsätzen erstellt. Es handelt sich nicht um einen Zwischenabschluss nach IAS 34 oder einen Abschluss nach IAS 1.




Highlights des dritten Quartals 2018

Einweihung der neuen Düngerlagerhalle für 25.000 Tonnen Düngemittel mit Gleisanschluss im konzerneigenen Ostseehafen Vierow

Expansion in Lateinamerika: Übernahme des führenden Großhändlers für Photovoltaik(PV)-Komponenten DMSolar in Mexiko durch BayWa r.e.

Agro Innovation Lab: Auswahl der teilnehmenden Start-ups am diesjährigen Acceleration & Market Entry-Programm der AgTech-Innovationsplattform von BayWa und RWA

ERGEBNISENTWICKLUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2018

Die Umsatzerlöse des BayWa Konzerns belaufen sich bis zum 30. September 2018 auf 12.196,7 Mio. Euro und stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 216,4 Mio. Euro bzw. 1,8 Prozent. Ein Anstieg ist ebenso bei den sonstigen betrieblichen Erträgen zu verzeichnen. Diese liegen um 12,5 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres und belaufen sich auf 122,3 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist insbesondere auf erhöhte Erträge aus Anlageabgängen zurückzuführen.

Trotz des in Relation zu den Umsatzerlösen überproportionalen Anstiegs des Materialaufwands um 397,0 Mio. Euro bzw. 3,6 Prozent auf 11.313,6 Mio. Euro erhöhte sich das Rohergebnis - im Wesentlichen bedingt durch die um 196,8 Mio. Euro erhöhten Bestandsveränderungen -um 28,9 Mio. Euro bzw. 2,3 Prozent auf 1.303,1 Mio. Euro.

Der Anstieg des Personalaufwands um 37,0 Mio. Euro bzw. 5,3 Prozent auf 731,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die erstmalig enthaltenen Geschäftsaktivitäten der Neuakquisitionen des laufenden Geschäftsjahres und der des Vorjahres sowie auf einen Anstieg der Mitarbeiterzahlen speziell im Geschäftsfeld Regenerative Energien zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte liegen mit 98,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 97,8 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 63,2 Mio. Euro bzw. 16,0 Prozent auf 458,0 Mio. Euro und sind im Wesentlichen auf gestiegene EDV-Kosten und Mieten zurückzuführen.

Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 15,0 Mio. Euro und liegt damit um 72,4 Mio. Euro unter dem Niveau des Vergleichszeitraums im Jahr 2017.

Das Beteiligungsergebnis in Höhe von 13,3 Mio. Euro liegt um 10,4 Mio. Euro über dem Vorjahr, was neben dem um 4,0 Mio. Euro gestiegenen Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen auch auf das übrige Beteiligungsergebnis zurückzuführen ist, das um 6,4 Mio. Euro über dem Vorjahr liegt.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des BayWa Konzerns beläuft sich zum dritten Quartal 2018 auf 28,3 Mio. Euro.

Das Zinsergebnis der ersten drei Quartale 2018 liegt mit minus 55,0 Mio. Euro um 2,9 Mio. Euro hinter dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres.

Unter Berücksichtigung eines Steuerertrags in Höhe von 7,7 Mio. Euro ergibt sich ein negativer Konzernüberschuss für die ersten drei Quartale 2018 in Höhe von 19,0 Mio. Euro, der um 47,0 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt.

VERMÖGENSENTWICKLUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2018

Die Bilanzsumme des BayWa Konzerns beträgt zum Ende des dritten Quartals 7.618,1 Mio. Euro und liegt somit um 1.130,1 Mio. Euro bzw. 17,4 Prozent über dem Wert zum Ende des Geschäftsjahres 2017. Geprägt ist dieser Anstieg im Wesentlichen vom saisontypischen Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte.

Das Eigenkapital des BayWa Konzerns verringerte sich in den ersten neun Monaten 2018 um 102,2 Mio. Euro bzw. 7,1 Prozent und beläuft sich zum 30. September 2018 auf 1.333,3 Mio. Euro.

Die langfristigen Schulden belaufen sich zum 30. September 2018 auf 2.131,0 Mio. Euro und bewegen sich damit leicht über dem Niveau zum Geschäftsjahresende 2017 in Höhe von 2.065,7 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im dritten Quartal 2018 um 1.167,0 Mio. Euro bzw. 39,1 Prozent auf 4.153,8 Mio. Euro. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen ist saisonal bedingt und spiegelt das Anwachsen der Vorratsbestände wider.

GESCHÄFTSVERLAUF NACH SEGMENTEN IN DEN ERSTEN DREI QUARTALEN 2018

Segment Agrar

Mitwirkung zum 1. Januar 2018 wurden die inländischen Vermarktungsaktivitäten des Geschäftsfelds BAST (BayWa Agri Supply & Trade) auf das Geschäftsfeld BAV (BayWa Agrar Vertrieb) übertragen, um den nationalen Erzeugnishandel von der Erfassung bis zur Vermarktung aus einer Hand steuern zu können. Im Zuge dessen wurde das Geschäftsfeld BAV in Geschäftsfeld Agrar umbenannt. Das Geschäftsfeld BAST umfasst die internationalen Handelsaktivitäten mit Getreide und Ölsaaten. Diese Veränderungen wirken sich in einer entsprechenden Umsatz- und Ertragsverschiebung von BAST auf das Geschäftsfeld Agrar aus. Das Geschäftsfeld Obst wurde zum 1. Januar 2018 in Global Produce umbenannt.

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Umsatz EBIT
in Mio. Euro Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in % Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in %
BAST 3.938,8 4.408,4 -10,7 23,2 -4,7 > 100
Agrar 2.574,7 2.218,4 16,1 -1,5 19,3 > -100
Global Produce 605,9 593,5 2,1 17,7 22,4 -21,0
Technik 1.182,8 1.026,8 15,2 16,3 12,6 29,4
Segment Agrar 8.302,2 8.247,1 0,7 55,7 49,6 12,3



Die Geschäftsentwicklung im Segment Agrar wurde in den ersten neun Monaten des laufenden Kalenderjahres von der extremen Trockenheit in weiten Teilen Europas im Frühling und Sommer geprägt. Im internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten profitierte der Konzern bei den bestehenden Handelskontrakten und Lagerbeständen von der starken Preisrallye bei Weizen, die im Juli und August wegen der erwarteten Ernterückgänge einsetzte. Darüber hinaus führte die trockenheitsbedingte Grundfutterknappheit zu einer erheblichen Nachfragesteigerung bei Futtergetreide, das vermehrt von der niederländischen Konzerngesellschaft Cefetra geliefert werden konnte. Der inländische Agrarhandel hingegen verzeichnete aufgrund der fehlenden Niederschläge nicht nur ein rückläufiges Betriebsmittelgeschäft, sondern auch im Vorjahresvergleich geringere Erfassungsmengen bei Getreide infolge einer unterdurchschnittlichen Ernte in Deutschland. Zudem belasteten erheblich gestiegene Logistikkosten aufgrund des Niedrigwassers der Flüsse das Ergebnis im Geschäftsfeld Agrar. Im Obstgeschäft konnte das Wachstum der internationalen Aktivitäten den negativen Ergebnisbeitrag der deutschen Handelstätigkeiten, die in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der desolaten Apfelernte 2017 beeinträchtigt waren, noch nicht ausgleichen. Bis Jahresende dürften sich die Aufholeffekte, die in den Sommermonaten durch die gute Entwicklung der Randsortimente (z. B. Trauben, Spargel) verzeichnet wurden, weiter verstärken. Die Ergebnisverbesserung im Geschäftsfeld Technik ist zurückzuführen auf einen deutlichen Nachfrageanstieg in Österreich infolge der diesjährigen Einführung neuer Produkte von John Deere sowie anhaltende Absatzzuwächse bei Erntetechnik der Marke Fendt in Deutschland mit entsprechend zunehmender Servicenachfrage.

Segment Energie

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Umsatz EBIT
in Mio. Euro Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in % Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in %
Klassische Energie 1.756,7 1.656,1 6,1 10,8 13,1 -17,6
Regenerative Energien 827,0 844,4 -2,1 -20,9 49,9 > -100
Segment Energie 2.583,7 2.500,5 3,3 - 10,1 63,0 >-100



Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren Energien, das in der BayWa r.e. renewable energy GmbH gebündelt ist. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum weist das Segment nach neun Monaten im Jahr 2018 eine geringfügige Umsatzsteigerung aus, die ausschließlich auf das durchweg höhere Ölpreisniveau zurückzuführen ist. Das operative Ergebnis (EBIT) des Segments verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode signifikant, da 2017 einen gegenläufigen Zyklus beim Abverkauf von Erneuerbaren-Energien-Projekten ausweist. Während nach neun Monaten im Vorjahr bereits Wind- und Solarparks mit einer Gesamtleistung von rund 250 MW verkauft waren, sind im Jahr 2018 bisher nur Projekte mit insgesamt 47 MW veräußert worden. Die Planung sieht bis zum Jahresende weltweit Verkäufe von weiteren Projekten mit einer Gesamtleistung von rund 450 MW vor. Entsprechend sollte die BayWa r.e. im Gesamtjahr 2018 das Vorjahresergebnis übertreffen, während das klassische Energiegeschäft trotz der in den Sommermonaten verbesserten Margenentwicklung im Kraftstoffgeschäft voraussichtlich nicht ganz an das Ergebnisniveau des Jahres 2017 herankommen dürfte.

Segment Bau

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Umsatz EBIT
in Mio. Euro Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in % Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in %
Segment Bau 1.292,6 1.218,6 6,1 22,3 21,6 3,2



Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im Wesentlichen der Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammengefasst. In den überwiegend trockenen und heißen Sommermonaten konnte der witterungsbedingte Absatzvorsprung aus der ersten Jahreshälfte weiter ausgebaut werden. Im Zuge der anhaltend positiven Baukonjunktur wurde neben Massenbaustoffen für den Geschosswohnungsbau insbesondere die Produktpalette für Tief- und Infrastrukturbau stark nachgefragt. Entsprechend lag der Umsatz nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr insgesamt deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraums 2017. Auch im Ergebnis des Segments Bau zum 30. September 2018 spiegelt sich die Mengensteigerung wider. Zudem profitierte das Eigenmarkensortiment mit einigen Produkten vom Nachfrageanstieg im Bereich Garten- und Landschaftsbau, so dass sich das operative Segmentergebnis (EBIT) im Vorjahresvergleich weiter erhöhte. Bei normalen Witterungsverhältnissen dürfte sich die positive Entwicklung im Schlussquartal fortsetzen, da im Bauhauptgewerbe von Januar bis August ein Plus von 3 Prozent im Auftragseingang verzeichnet wurde.

Segment Innovation & Digitalisierung

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Umsatz EBIT
in Mio. Euro Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in % Q1-Q3/2018 Q1-Q3/2017 Veränderung in %
Segment Innovation & Digitalisierung 7,2 4,8 50,0 -8,8 -7,9 -11,4



Das im zweiten Halbjahr 2016 neu gegründete Segment Innovation & Digitalisierung bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in den Bereichen Digital Farming und eBusiness. Die signifikante Umsatzsteigerung des Segments nach neun Monaten im laufenden Geschäftsjahr gegenüber der Vorjahresperiode ist auf den stetigen Ausbau des Produktangebots, die internationale Vertriebsausweitung und ein starkes Wachstum an Neukunden zurückzuführen. Bedeutende Zuwächse wurden insbesondere verzeichnet beim Absatz der Farm-Management-Software "NEXT Farming Office" inklusive Serviceverträgen und bei Digital Advisory Services, die in der Regel eine Erstellung von satellitengestütztem Kartenmaterial und den Bodenproben-Service umfassen. Im operativen Ergebnis (EBIT) wird dieses Wachstum durch die gegenüber dem Vergleichszeitraum im Jahr 2017 gestiegenen Investitionen insbesondere für innovative Digital-Farming-Lösungen jedoch wieder egalisiert. Entsprechend weist das Segment im Berichtsquartal plangemäß ein negatives EBIT unter dem Niveau des Vorjahres aus.

Sonstige Aktivitäten

Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten mitsamt Überleitung setzt sich im Wesentlichen aus den Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekten zusammen und beträgt zum 30. September 2018 minus 30,8 Mio. Euro (Vorjahr: minus 36,0 Mio. Euro).

AUSBLICK

Der Konzern hält unabhängig vom Ergebnisrückstand nach neun Monaten an seinen Erwartungen für das Gesamtjahr fest. Im laufenden Geschäftsjahr wird das Ergebnis von einem sehr starken vierten Quartal bestimmt. Das Konzernergebnis (EBIT) 2018 dürfte sich auf dem Vorjahresniveau bewegen bzw. dieses leicht übertreffen. Dabei wird der Sondereffekt aus dem Hochhausverkauf im Vorjahr durch eine operative Verbesserung kompensiert. Dazu wird insbesondere das Geschäftsfeld Regenerative Energien beitragen, da weltweit bis zum Jahresende weitere Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 450 MW eingeplant sind. Darunter ist mit dem Solarpark "Don Rodrigo" (rund 175 MW) eines der ersten Solarprojekte in Europa, das vollständig ohne staatliche Förderung auskommt. Darüber hinaus sind im klassischen Energiebereich steigende Absätze bei den Wärmeenergieträgern Heizöl und Holzpellets in der bevorstehenden kalten Jahreszeit zu erwarten. Insgesamt wird das Segment Energie bis zum Jahresende einen signifikanten Ergebnissprung erzielen. Im Agrarhandel zeichnet sich eine heterogene Entwicklung ab: Das inländische Geschäft ist gekennzeichnet von einer trockenheitsbedingt geringeren Getreideerfassung und zudem in der Vermarktung durch niedrige Pegelstände der Binnengewässer stark beeinträchtigt. Um Zusatzkosten für Logistik zu umgehen, wird die Abwicklung bestehender Verkaufskontrakte teilweise vom Schlussquartal ins Jahr 2019 verschoben. Darüber hinaus reduzieren sich aufgrund der fehlenden Niederschläge voraussichtlich die Anbauflächen für Wintergetreide - insbesondere Raps-, wodurch die Betriebsmittelnachfrage entsprechend geringer ausfallen könnte. Im internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten dagegen sichern die strategischen Kontraktpositionierungen eine positive Geschäftsentwicklung im Schlussquartal und könnten von den anhaltenden Preisvolatilitäten profitieren. Das Geschäftsfeld Global Produce dürfte bis zum Jahresende eine deutliche Ergebnissteigerung erzielen, da die Vermarktung der guten Apfelernte in Deutschland frühzeitig angelaufen ist und die internationalen Aktivitäten von dem saisontypischen Nachfrageanstieg nach exotischen Früchten in der Vorweihnachtszeit profitieren. Eine optimistische Erwartungshaltung für das Gesamtjahr 2018 besteht auch im Landtechnikgeschäft, das aufgrund des weiter steigenden Auftragsbestands insbesondere bei Erntetechnik wieder an das hohe Ergebnisniveau der Jahre 2013 bis 2015 anknüpfen dürfte. Im Segment Bau sollte sich das mengenbedingte Umsatz- und Ergebniswachstum gegenüber dem Vorjahr bis zum Jahresende fortsetzen, wenn die Bautätigkeiten nicht durch außergewöhnlich ungünstige Witterungseinflüsse ausgebremst werden. Zusätzliche Ergebnisbeiträge sind hier aufgrund der Mehrheitsübernahme eines Großhändlers von Tiefbaustoffen in Ostdeutschland zu erwarten.

Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen in dem vorliegenden Dokument basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend heraussteilen sollten oder sich andere unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten, zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.

Ausgewählte Finanzinformationen

KONZERNBILANZ ZUM 30. SEPTEMBER 2018

Aktiva

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in Mio. Euro 30.09.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte 234,5 230,7
Sachanlagen 1.400,8 1.408,9
At-Equity-bilanzierte Anteile 216,0 214,6
Übrige Finanzanlagen 230,6 232,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 38,4 40,9
Ertragsteuerforderungen 0,0 0,0
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 28,1 34,7
Latente Steueransprüche 259,3 234,5

2.407,7 2.396,9
Kurzfristige Vermögenswerte

Wertpapiere 1,9 1,9
Vorräte 2.864,5 2.322,7
Biologische Vermögenswerte 8,7 16,1
Ertragsteuerforderungen 73,6 74,1
Finanzielle Vermögenswerte 302,0 139,7
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.854,5 1,417,4
Flüssige Mittel 99,8 105,5

5.205,0 4.077,4
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen 5,4 13,7
Summe Aktiva 7.618,1 6.488,0



Passiva

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in Mio. Euro 30.09.2018 31.12.2017
Eigenkapital

Ausgegebenes Kapital 89,6 89,6
Kapitalrücklage 111,5 111,5
Hybridkapital 296,3 296,3
Gewinnrücklagen 530,4 557,2
Sonstige Rücklagen -16,7 53,0
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 1.011,1 1.107,6
Anteile anderer Gesellschafter 322,2 327,9

1.333,3 1.435,5
Langfristige Schulden

Pensionsrückstellungen 628,1 635,8
Langfristige übrige Rückstellungen 83,9 87,8
Finanzschulden 965,8 884,4
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 152,6 157,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 6,0 3,1
Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,6 0,1
Finanzielle Verbindlichkeiten 29,1 3,9
Übrige Verbindlichkeiten 93,0 112,1
Latente Steuerschulden 171,9 180,6

2.131,0 2.065,7
Kurzfristige Schulden

Pensionsrückstellungen 29,4 29,5
Kurzfristige übrige Rückstellungen 258,5 198,4
Finanzschulden 1.877,6 1.438,9
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 8,4 8,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 1.370,7 904,0
Ertragsteuerverbindlichkeiten 22,4 28,0
Finanzielle Verbindlichkeiten 272,9 113,0
Übrige Verbindlichkeiten 313,9 267,0

4.153,8 2.986,8
Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten/Veräußerungsgruppen - -
Summe Passiva 7.618,1 6.488,0



KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG VOM 1. JANUAR BIS 30. SEPTEMBER 2018

Fortgeführte Geschäftsbereiche

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in Mio. Euro Q1-3/2018 Q1-3/2017
Umsatzerlöse 12.196,7 11.980,3
Bestandsveränderung 291,6 94,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 6,1 5,9
Sonstige betriebliche Erträge 122,3 109,8
Materialaufwand -11.313,6 -10.916,6
Rohergebnis 1.303,1 1.274,2
Personalaufwand -731,2 -694,1
Abschreibungen -98,9 -97,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -458,0 -394,9
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 15,0 87,3
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen 6,4 2,4
Übriges Beteiligungsergebnis 6,9 0,6
Zinsertrag 8,3 5,0
Zinsaufwand -63,3 -57,1
Finanzergebnis -41,7 -49,2
Ergebnis vor Steuern (EBT) -26,7 38,2
Ertragsteuern 7,7 -10,2
Konzernjahresüberschuss -19,0 28,0
davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter 19,1 20,2
davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens -38,1 7,8
EBIT 28,3 90,3
EBITDA 127,2 188,1
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) -1,09 0,22
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) -1,09 0,22



Finanzkalender

Termine 2019

Konzernabschluss 2018

28.03.2019, 10.30 Uhr - Bilanz-Pressekonferenz, München

29.03.2019, 11.00 Uhr - Analystenkonferenz, Frankfurt am Main

Veröffentlichung Zahlen zum 1. Quartal 2019

09.05.2019, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call 09.05.2019 - Pressemitteilung

Hauptversammlung 2019

28.05.2019, 10.00 Uhr - ICM, München

München, 8. November 2018

Der Vorstand

Prof. Klaus Josef Lutz (Vorsitzender des Vorstands)

Andreas Helber

Roland Schuler

Matthias Taft

Reinhard Wolf

Kontakt

Investor Relations

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81925 München

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www.baywa.com