BayWa AGMünchenQuartalsmitteilung - BayWa Konzern 1/2021BayWa Konzern 1/2021HinweiseBetragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden -
sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine
Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich
geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie
bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf
geschlechtsspezifische Formulierungen und formale Anzeige
von Geschlechtsidentitäten verzichtet. Die
gewählte Form steht für alle Geschlechter
(m/w/d).
Quartalsmitteilung 1Überblick über den Geschäftsverlauf des BayWa KonzernsStarker Jahresauftakt - Operative Segmente bestätigen Wachstumskursscrollen
Die BayWa AG weist für die ersten drei Monate des
laufenden Geschäftsjahres 2021 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum einen erheblichen Umsatzanstieg um 10,4
Prozent auf rund 4,3 Mrd. Euro aus (Vorjahr: 3,9 Mrd.
Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte in
der Berichtsperiode signifikant zu. Es konnte von minus
27,8 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf
45,1 Mio. Euro gesteigert werden. Der positive
Geschäftsverlauf wurde von allen drei operativen
Kernsegmenten Energie, Agrar und Bau getragen.
Einen wesentlichen Anteil an der starken
Ergebnisentwicklung hat das Geschäftsfeld Regenerative
Energien im Segment Energie. Hier führte vor allem der
Verkauf des 35 Megawatt (MW) großen Solarparks in
Japan zu einem signifikanten Ergebnissprung gegenüber
der Vorjahresperiode. Das Geschäftsfeld Klassische
Energie verzeichnete eine hohe Absatzsteigerung bei festen
Brennstoffen. Im Segment Agrar konnte die Cefetra Group den
regen Handel sowie die Preisrallye an den internationalen
Getreidebörsen nutzen und das Ergebnis gegenüber
dem Vorjahr ebenfalls deutlich steigern. Im
inländischen Agrarsektor erhöhte sich die
Investitionsbereitschaft der Landwirte. Gestiegene
Erzeugerpreise sowie die Zusicherung des Förderpakets
der Bundesregierung, die "Bauernmilliarde", führten u.
a. zu einer Erholung im Betriebsmittelhandel. Zudem
profitierte das Geschäftsfeld Agrar von höheren
Düngemittelpreisen. Auch im Geschäft mit
landtechnischen Maschinen lag das Ergebnis deutlich
über dem Rekordniveau des Vorjahres.
Im Geschäftsfeld Global Produce konnte das leicht
rückläufige Marktvolumen bei Äpfeln durch
eine überdurchschnittliche Preisentwicklung für
Tafelobst weitestgehend kompensiert werden. Das Segment Bau
konnte den saisonüblichen Auftaktverlust deutlich
verringern. Neben der relativ milden Witterung, die eine
nahezu uneingeschränkte Bautätigkeit im
Berichtsquartal erlaubte, profitierte der Baustoffhandel
der BayWa zudem von steigenden Preisen für
Baumaterialien.
Die unsicheren Marktbedingungen aufgrund der
Infektionskrankheit COVID-19 und die damit verbundenen
Herausforderungen konnten im Berichtsquartal bewältigt
werden. In Anbetracht der Corona-Pandemie und den daraus
resultierenden negativen Auswirkungen auf die
Weltwirtschaft sind Prognosen für die
Geschäftsentwicklung der BayWa AG im
Geschäftsjahr 2021 mit erhöhten Unsicherheiten
behaftet. Dennoch dürften die Perspektiven für
den BayWa Konzern aufgrund des breiten systemrelevanten
Geschäftsportfolios positiv bleiben.
Highlights des ersten Quartals 2021scrollen
Vermögensentwicklung vom 1. Januar bis 31. März 2021Die Bilanzsumme des BayWa Konzerns beträgt zum Ende
des ersten Quartals 9.908,0 Mio. Euro und liegt somit um
863,6 Mio. Euro bzw. 9,5 Prozent über dem Wert zum
Ende des Geschäftsjahres 2020. Diese Entwicklung ist
im Wesentlichen auf den saisontypischen Anstieg der
Vorräte zurückzuführen.
Im ersten Quartal 2021 stieg das Eigenkapital im
Vergleich zum Ende des Geschäftsjahres 2020 um 566,6
Mio. Euro bzw. 45,1 Prozent auf 1.822,7 Mio. Euro. Der
Anstieg beruht insbesondere auf der Kapitalerhöhung
bei der BayWa r.e. renewable energy AG (BayWa r.e.),
München. Mit einer Eigenkapitaleinlage in Höhe
von 530 Mio. Euro übernehmen Fonds, die von dem
Schweizer Investor Energy Infrastructure Partners AG
betreut werden, 49 Prozent der Anteile an der BayWa r.e.
Daneben trug auch der positive Konzernüberschuss des
ersten Quartals 2021 zu der Entwicklung bei.
Die langfristigen Schulden belaufen sich zum 31.
März 2021 auf 3.091,0 Mio. Euro und bewegen sich damit
leicht über dem Niveau zum Ende des
Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 3.036,0 Mio.
Euro. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich im
ersten Quartal 2021 um 5,1 Prozent auf 4.994,3 Mio. Euro.
Der Anstieg resultiert insbesondere aus den um 601,6 Mio.
Euro gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen. Die Entwicklung ist saisonal bedingt und
spiegelt das Anwachsen der Vorrats- und
Forderungsbestände wider. Gegenläufig wirkt sich
der Rückgang der Finanzschulden und der negativen
Marktwerte um insgesamt 426,3 Mio. Euro aus.
Ergebnisentwicklung vom 1. Januar bis 31. März 2021Die Umsatzerlöse des BayWa Konzerns lagen im ersten
Quartal 2021 um 402,0 Mio. Euro bzw. 10,4 Prozent über
dem Wert des Vorjahreszeitraums und belaufen sich auf
4.272,1 Mio. Euro. Demgegenüber lagen sowohl die
Bestandsveränderung in Höhe von 126,3 Mio. Euro
(minus 99,0 Mio. Euro) als auch die sonstigen betrieblichen
Erträge in Höhe von 75,0 Mio. Euro (minus 43,7
Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch
Währungskurseffekte) unter dem Wert des ersten
Quartals 2020. Die Gesamtleistung des BayWa Konzerns liegt
mit 4.476,9 Mio. Euro über der des
Vergleichszeitraums.
Im Einklang mit dem Anstieg der Umsatzerlöse
erhöhte sich der Materialaufwand um 184,9 Mio. Euro
bzw. 5,0 Prozent auf 3.919,2 Mio. Euro, sodass das
Rohergebnis im ersten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorjahr
um 75,3 Mio. Euro bzw. 15,6 Prozent auf 557,7 Mio. Euro
gesteigert werden konnte.
Die Zunahme des Personalaufwands um 24,1 Mio. Euro bzw.
8,9 Prozent auf 295,5 Mio. Euro geht in erster Linie auf
gestiegene Mitarbeiterzahlen speziell im Geschäftsfeld
Regenerative Energien zurück.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 29,1
Mio. Euro bzw. 15,7 Prozent auf 156,6 Mio. Euro,
insbesondere bedingt durch Währungskurseffekte. Die
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte liegen mit 57,9 Mio. Euro leicht
über dem Vorjahresniveau von 52,9 Mio. Euro.
Das Ergebnis der betrieblichen
Geschäftstätigkeit beläuft sich auf einen
Gewinn von 47,7 Mio. Euro und liegt damit um 75,3 Mio. Euro
über dem Niveau des ersten Quartals 2020.
Das Beteiligungsergebnis in Höhe von minus 2,6 Mio.
Euro liegt um 2,4 Mio. Euro unter dem Wert des
Vorjahreszeitraums von minus 0,2 Mio. Euro. Diese
Entwicklung ist im Wesentlichen auf das
rückläufige Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten
Beteiligungen im Vorjahr zurückzuführen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des
BayWa Konzerns beläuft sich im ersten Quartal 2021 auf
45,1 Mio. Euro und übertrifft das negative EBIT des
ersten Quartals 2020 um 72,9 Mio. Euro.
Das Zinsergebnis der ersten drei Monate des
Geschäftsjahres 2021 bewegt sich mit minus 24,2 Mio.
Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums (minus 24,7 Mio.
Euro).
Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands in
Höhe von 6,2 Mio. Euro ergibt sich ein positiver
Konzernüberschuss für das erste Quartal 2021 in
Höhe von 14,7 Mio. Euro, der um 54,2 Mio. Euro
über dem Wert des Vorjahreszeitraums liegt.
Geschäftsverlauf in den Segmenten vom 1. Januar bis 31. März 2021Segment Energiescrollen
Im BayWa Konzern umfasst das Segment Energie neben dem
Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und
Schmierstoffen auch das Geschäft mit erneuerbaren
Energien, das in der BayWa r.e. gebündelt ist.
Bei der BayWa r.e. wurden im Berichtsquartal zwei
große Anlagenprojekte fertiggestellt und verkauft.
Mit dem Verkauf des 35 MW großen Solarparks Isohara
in Kita-Ibaraki City in Japan knüpft die BayWa r.e. an
die erfolgreiche Veräußerung des 11,9 MW starken
Solarparks Izumi im Dezember 2020 an. Mit dem 57,8 Hektar
großen Projekt Isohara, das im Januar 2021
vollständig in Betrieb genommen wurde, kann der
durchschnittliche Jahresverbrauch von rund 15.000
japanischen Haushalten abgedeckt werden. Darüber
hinaus veräußerte die BayWa r.e. einen Windpark
in Frankreich mit einer Gesamtleistung von 11 MW. Wie in
den Vorjahren wird die Anzahl der Verkäufe von
ErneuerbareEnergien-Anlagen im zweiten Halbjahr 2021
planmäßig stark ansteigen. Auch der Handel mit
Solarmodulen verzeichnete eine für die Jahreszeit rege
Nachfrage vor allem aus Europa und konnte den Absatz
gegenüber dem Vorjahr steigern. Insgesamt erzielte das
Geschäftsfeld Regenerative Energien eine signifikante
Steigerung des EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das EBIT im Geschäftsfeld Klassische Energie liegt
unter dem Wert der Vergleichsperiode 2020. Dieser
Rückgang ist insbesondere auf deutliche höhere
Rohölpreise zurückzuführen. Der
durchschnittliche Rohölpreis lag im ersten Quartal
2021 rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die
anstehende Verteuerung - auch bedingt durch die
Einführung der CO2-Bepreisung zu Beginn des
Kalenderjahres -hatte im Vorjahr zu einer Bevorratung bei
Heizöl geführt. Erwartungsgemäß hat
sich der Heizölabsatz im Geschäftsfeld Klassische
Energie daher gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu
halbiert. Im Kraftstoffbereich sind die Absatzmengen in
Folge des "Lockdowns" rückläufig. Hingegen konnte
der Absatz von Holzpellets durch die
Kapazitätserweiterungen im Vorjahr um rund 27 Prozent
gesteigert werden. Auch der Handel mit Schmierstoffen
konnte gegenüber der Vergleichsperiode um rund 10
Prozent zulegen.
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im
Segment Energie erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um rund 41,0 Mio. Euro auf insgesamt 37,0
Mio. Euro. Der starke Anstieg ist im Wesentlichen auf den
ertragreichen Verkauf des Solarparks in Japan
zurückzuführen. In den Folgemonaten wird das
Ergebnis insbesondere durch weitere Projektverkäufe im
Geschäftsfeld Regenerative Energien bestimmt werden.
Segment Agrarscrollen
1 Ehemals: BayWa Agri Supply & Trade (BAST)
Das Segment Agrar gliedert sich in die vier
Geschäftsfelder Cefetra Group (ehemals: BAST), Global
Produce, Agrar und Technik. Die Geschäftsfelder
Cefetra Group und Agrar decken den internationalen und
nationalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und
Betriebsmitteln ab. Das Geschäftsfeld Global Produce
umfasst den weltweiten Handel mit Obst und
Fruchtgemüse. Das Geschäftsfeld Technik handelt
mit landtechnischen Maschinen und Anlagen und bietet
umfangreiche Serviceleistungen an.
Das Segment Agrar erzielte in den ersten drei Monaten
des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der
Vorjahresperiode eine Steigerung des operativen Ergebnisses
(EBIT) um 21,3 Mio. Euro auf insgesamt 31,2 Mio. Euro.
Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistete die positive
Entwicklung im internationalen und nationalen Handel mit
Erzeugnissen, die vom starken Anstieg der Getreidepreise
profitierte. Weltweit lagen die Preise für die meisten
Getreidesorten um mindestens 20 Prozent über dem
Vorjahresniveau. Grund hierfür sind widrige
Witterungsbedingungen in einigen wichtigen Anbauregionen
und die Befürchtung, dass die Ernte in Nordamerika und
Europa kleiner ausfallen wird als erwartet. Zudem wurden
die Preise durch die anhaltend hohe Nachfrage aus China
gestützt. Die Unsicherheiten an den
Getreidemärkten führten zu stärkeren
Preisschwankungen, durch die sich vor allem bei der Cefetra
Group Handelsopportunitäten für
Standarderzeugnisse ergaben. Das
Spezialitätengeschäft verzeichnete ebenfalls eine
gute Entwicklung.
Auch der inländische Erzeugnishandel im
Geschäftsfeld Agrar profitierte von diesen
Marktentwicklungen und konnte gegenüber dem
Vorjahreszeitraum zulegen. Zudem verzeichnete der Handel
mit Betriebsmitteln nach den schwierigen Rahmenbedingungen
im Vorjahr eine Erholung. So erhöhte sich die
Nachfrage nach Saatgut und Düngemitteln, da steigende
Getreidepreise zu einer Ausweitung der Anbauflächen
geführt haben. Darüber hinaus legten die
Düngemittelpreise seit Anfang des Jahres aufgrund
steigender Energiepreise und kurzfristiger
Lieferengpässe zu. Die im Vorjahr zu günstigeren
Konditionen eingelagerten Düngemittel konnten im
Berichtsquartal zu besseren Preisen abgesetzt werden und
haben maßgeblichen Anteil an der positiven
Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Agrar. Beide
Geschäftsfelder konnten ihr operatives Ergebnis
gegenüber dem Vorjahreszeitraum erheblich steigern.
Das Geschäftsfeld Technik profitierte von einer
anhaltend hohen Investitionsbereitschaft der Landwirte und
konnte das EBIT gegenüber der Vorjahresperiode mehr
als verdoppeln. Neben der Steigerung des Absatzes bei
Gebrauchtmaschinen wurden vor allem mehr Wartungsarbeiten
und Serviceleistungen in den Werkstätten nachgefragt.
Dabei dürften von der "Bauernmilliarde" Kaufimpulse
ausgegangen sein, die sich auch im weiteren Jahresverlauf
noch verstärken könnten. Das neue
"Investitionsprogramm Landwirtschaft" ist eines der
größten Modernisierungsprogramme für die
Landwirtschaft in der Geschichte der Bundesrepublik. Das
Bundesministerium für Ernährung und
Landwirtschaft (BMEL) unterstützt damit gezielt
landwirtschaftliche Betriebe, die in moderne Technologie
investieren wollen, um mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz
umzusetzen.
Das Ergebnis im Geschäftsfeld Global Produce liegt
nahezu auf Vorjahresniveau. In der laufenden Saison liegen
die Preise für Äpfel aufgrund einer
unterdurchschnittlichen Ernte erwartungsgemäß
durchgehend über dem historischen Referenzzeitraum.
Für den weiteren Jahresverlauf wird insbesondere die
Erntemenge aus den neuseeländischen Anbauregionen von
Bedeutung sein. Aufgrund von Hagelschäden wird ein
Rückgang der Erntemengen im Vergleich zum Vorjahr
erwartet, allerdings dürfte die Angebotsverknappung zu
höheren Preisen führen. Im Handel mit exotischen
Früchten wurden zu Jahresbeginn die neu installierten
Softripe-Kammern zur punktgenauen Reifung von Avocados und
Mangos am Standort Maasdijk in Betrieb genommen. Dies
dürfte der TFC Holland B.V weitere Wettbewerbsvorteile
sichern. Zudem ist im Berichtsquartal die
Wiederöffnung des Gewächshauses in Al Ain,
Vereinigte Arabische Emirate, erfolgt. Das
Klimagewächshaus hatte den Betrieb aufgrund von
Flutschäden vorübergehend einstellen müssen.
Erste Lieferungen an die lokalen Handelsketten mit
verschiedenen Tomatensorten sind bereits im April des
laufenden Geschäftsjahres erfolgt.
Segment Bauscrollen
Im Segment Bau wird innerhalb des Konzerns im
Wesentlichen der Handel mit Baustoffen in Deutschland und
Österreich zusammengefasst. Der milde Winter
führte zu einem frühen und dynamischen
Saisonstart im Baustoffhandel. Wie im Vorjahr konnten
bereits zu Beginn des Kalenderjahres in einigen Regionen
die Aktivitäten auf den Baustellen wieder aufgenommen
werden. Die günstigen Witterungsbedingungen sowie die
weiterhin hohe Branchenauslastung führten zu
Absatzsteigerungen in der gesamten Produktpalette. Aufgrund
der milden Witterung verzeichneten insbesondere der Hochbau
sowie der Dachausbau eine für diese Jahreszeit
ungewöhnlich lebhafte Nachfrage. Zudem dürfte das
Geschäftsfeld als systemrelevanter Bereich davon
profitiert haben, dass die Baustoffstandorte im Inland von
den befristeten Betriebsschließungen zur
Eindämmung des Coronavirus nicht betroffen waren.
Die dynamische Preisentwicklung bei einigen
Baumaterialien wie beispielsweise Holz, Dämmstoffen
und Stahl ist auf unterschiedliche Gründe
zurückzuführen. Einerseits dürfte die hohe
Nachfrage aus den USA und China nach Holz zu Engpässen
geführt haben. Hinzu kommt, dass coronabedingt
Produktionskapazitäten für etliche Baustoffe
reduziert und Lieferketten gestört wurden. Derzeit
kann die weltweit steigende Nachfrage durch die laufende
Produktion daher nicht gedeckt werden. Andererseits sind
steigende Energie- und Transportkosten u. a. durch die
CO2-Bepreisung zu verzeichnen. In Summe haben diese Effekte
in Kombination mit der guten Auslastung des Bausektors in
den vergangenen Monaten zu erheblichen Preiserhöhungen
und Lieferengpässen geführt.
Das Segment Bau konnte diese Sondersituation aufgrund
seiner Lagerbestände und eines sehr diversifizierten
und stabilen Lieferantennetzwerks nutzen und höhere
Handelsspannen erzielen. Somit verringerte sich das
saisonübliche negative EBIT gegenüber dem
Vorjahreszeitraum.
scrollen
Das Segment Innovation & Digitalisierung
bündelt alle Aktivitäten des BayWa Konzerns in
den Bereichen Digital Farming und eBusiness. Die leichte
Umsatzsteigerung des Segments in der Berichtsperiode
gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist auf den stetigen
Ausbau des Produktangebots, die internationale
Vertriebsausweitung und auf einen Zugewinn an Neukunden
zurückzuführen. Im operativen Ergebnis wird
dieses Wachstum durch die Investitionen insbesondere
für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen
jedoch egalisiert. Entsprechend weist das Segment im
Berichtsquartal mit minus 3,2 Mio. Euro ein negatives EBIT
auf dem Niveau des Vorjahres aus.
Sonstige AktivitätenDas EBIT der Sonstigen Aktivitäten mitsamt
Überleitung setzt sich im Wesentlichen aus den
Verwaltungskosten des Konzerns sowie
Konsolidierungseffekten zusammen und betrug zum 31.
März 2021 minus 14,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 18,2
Mio. Euro). Die Verbesserung gegenüber der
Vorjahresperiode ist im Wesentlichen auf geringere
Aufwendungen für Absicherungsgeschäfte für
Währungsrisiken und Einsparungen von Reisekosten,
geringere Anzahl an Schulungen und den Ausfall von
Großveranstaltungen zurückzuführen.
AusblickDas erste Quartal kann aufgrund der saisonal bedingt
eingeschränkten Aussagekraft nicht als Maßstab
für die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im weiteren
Jahresverlauf herangezogen werden. In Anbetracht der
Corona-Pandemie und den daraus resultierenden negativen
Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind Prognosen für
die Geschäftsentwicklung der BayWa AG im
Geschäftsjahr 2021 mit erhöhten Unsicherheiten
behaftet. Dennoch dürften die Perspektiven für
den BayWa Konzern aufgrund des breiten systemrelevanten
Geschäftsportfolios positiv bleiben und der Vorstand
ist optimistisch, die geplanten Jahresziele des Konzerns zu
erreichen.
Ausgewählte FinanzinformationenKonzernbilanz zum 31. März 2021Aktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. März 2021Fortgeführte Geschäftsbereichescrollen
München, 6. Mai 2021
BayWa Aktiengesellschaft
Der Vorstand
FinanzkalenderTermine 2021Virtuelle Hauptversammlung 202111.05.2021, 10.00 Uhr
Veröffentlichung Zahlen zum 2. Quartal 202105.08.2021, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call
05.08.2021, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz
Veröffentlichung Zahlen zum 3. Quartal 202111.11.2021, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call
11.11.2021, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz
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