BayWa Aktiengesellschaft

München

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023

Halbjahresfinanzbericht 2023
BayWa-Konzern

Hinweis

Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.

Aus Gründen der Lesbarkeit wird auf geschlechtsspezifische Formulierungen und die formale Anzeige von Geschlechtsidentitäten verzichtet. Die gewählte Form steht für alle Geschlechter (m/​w/​d).

Konzernzwischenlagebericht

Überblick über den Geschäftsverlauf des BayWa-Konzerns

BayWa-Konzern bleibt auf Kurs; Segmente Regenerative Energien und Technik übertreffen Erwartungen

Nach den ersten sechs Monaten im laufenden Geschäftsjahr 2023 erreichte der Konzernumsatz rund 12,6 Mrd. Euro und lag damit 2,7 Prozent hinter dem Vorjahreswert. Deutlich niedrigere Verkaufspreise für Rohstoffe und Betriebsmittel waren der wesentliche Grund für den Umsatzrückgang. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich erwartungsgemäß um 141,6 Mio. Euro auf insgesamt 186,9 Mio. Euro. Das Vorjahr war von Vorzieheffekten begünstigt und geprägt von einer bisher nie gesehenen Verknappung von Produkten sowie von extremen Preissprüngen und teilweise irrationalem Verhalten vieler Marktteilnehmer. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2022 sind daher nur bedingt mit dem laufenden Geschäftsjahr vergleichbar. Der BayWa-Konzern verzeichnet trotz teilweise schwieriger Marktbedingungen das zweitstärkste Halbjahresergebnis in der Unternehmensgeschichte und dürfte das geplante EBIT-Ziel von 320 Mio. Euro bis 370 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 erreichen.

Während im Vorjahr alle Segmente zulegen konnten, sind im Berichtszeitraum insbesondere die Segmente Regenerative Energien und Technik die wesentlichen Ergebnistreiber im BayWa-Konzern. Beide Segmente profitierten von einer robusten Nachfrage und guten Handelsopportunitäten. Im Ergebnis des Segments Bau spiegelt sich der starke Rückgang im Wohnungsbau wider. Hier konnten die Ergebnisse der Vorjahre nicht erreicht werden. Einen Ergebnisrückgang verzeichnete auch das Segment Global Produce, insbesondere bedingt durch erhebliche Belastungen im Zusammenhang mit den Aufräumkosten nach dem Tropensturm (Zyklon) "Gabrielle" in Neuseeland. Die Segmente Agrar, Cefetra Group und Energie entwickelten sich im Rahmen der Erwartungen, allerdings wurden - wie erwartet - nicht die Rekordergebnisse des Vorjahres erzielt. Im Mehrjahresvergleich liegen die Ergebnisse jedoch deutlich über dem Durchschnitt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass bei der BayWa AG sowie einem Großteil der deutschen Tochtergesellschaften zusätzliche Personalaufwendungen von rund 27 Mio. Euro für eine Sonderprämie entstanden sind, die an die Mitarbeiter zum 100-jährigen Bestehen des BayWa-Konzerns ausgezahlt wurden.

Insgesamt verzeichnete der BayWa-Konzern ein starkes erstes Halbjahr 2023, trotz der geopolitischen Unsicherheiten und anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen für Unternehmen und Verbraucher. Das Geschäftsmodell des BayWa-Konzerns, das von Diversifikation geprägt ist und sich seit 100 Jahren bewährt, bleibt ein Schlüsselfaktor, um Unwägbarkeiten in einem komplexen Marktumfeld zu begegnen. Auch die zweite Jahreshälfte dürfte herausfordernd bleiben. Hohe Produktionskosten, eine geringere Kaufkraft durch die Inflation und hohe Zinsen werden Verbraucher und Unternehmen ausbremsen. Besonders schwer werden sich diese Effekte in der Bauwirtschaft niederschlagen. Zudem könnten das Ende des Abkommens über die ukrainischen Getreideexporte sowie die anhaltenden geopolitischen Konflikte zu hohen Preisvolatilitäten an den Rohstoffmärkten führen. Trotz turbulenter Marktentwicklungen wird die BayWa weiter die Chancen nutzen, die sich ihr auf dem Weg zu mehr Ernährungs- und Energiesicherheit in der Welt bieten.

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In Mio. Euro Q2/​2023 Q2/​2022 Veränderung in % Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in %
Umsatz 6.278,8 6.656,9 - 5,7 12.559,2 12.913,9 - 2,7
EBIT 95,1 183,6 - 48,2 186,9 328,5 - 43,1

Das EBIT im Geschäftsfeld Energie in Höhe von 107,7 Mio. Euro hat sich gegenüber dem Vorjahreswert um 2 Prozent erhöht. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung ausschließlich auf das Segment Regenerative Energien: Im ersten Halbjahr erfolgten Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 120 Megawatt (MW) und auch das Handelsgeschäft mit Photovoltaik-(PV-)Komponenten verzeichnete eine anhaltend hohe Nachfrage. Zudem profitierte der Energiehandel von den geschlossenen Stromkontrakten des Vorjahres und von Stromerlösen aus eigenen Energieerzeugungsanlagen. Im Segment Energie lag das operative Ergebnis zum 30. Juni 2023 erwartungsgemäß unter dem hohen Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine geringere Handelsmarge bei Holzpellets aufgrund stark rückläufiger Preise zurückzuführen. Zudem verzeichnete der Handel mit Kraft- und Schmierstoffen konjunkturbedingte Rückgänge. Gegenläufig entwickelte sich der Absatz von Heizöl, hier konnten die Absatzvolumina des Vorjahres leicht gesteigert werden.

Ende Juni 2023 eröffnete die BayWa Power Liquids GmbH in Zwickau ihre Tankstelle mit LNG (Liquefied Natural Gas - flüssiges Erdgas) und baut damit das Angebot für CO2-optimierte Lösungen aus. Insgesamt betreibt die BayWa-Tochter 12 LNG-Tankstellen in Deutschland.

Im Geschäftsfeld Agrar konnte das EBIT in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr erwartungsgemäß nicht gesteigert werden. Lediglich im Segment Technik sind Ergebniszuwächse gegenüber dem Vorjahr erzielt worden, positiv wirkte sich hier der hohe Auftragsbestand des Vorjahres auf das Ergebnis aus. Die Segmente Cefetra Group und Agrar profitierten von Preisvolatilitäten in einem insgesamt fallenden Markt. Trotz stark rückläufiger Preise kam es insbesondere aufgrund von pessimistischen Prognosen und der Ungewissheit über die Erweiterung des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine zu starken Preisschwankungen. Das Segment Agrar konnte hierbei vor allem die Getreidekontrakte des Vorjahres zu guten Konditionen abwickeln. Im Handel mit Betriebsmitteln hingegen sind die Margen unter Druck geraten. Rückläufige Betriebsmittelpreise, insbesondere bei Düngemitteln, und eine u. a. witterungsbedingt verhaltene Nachfrage haben das Ergebnis im Segment Agrar belastet. Im Segment Cefetra Group trägt vor allem der Handel mit Spezialitäten mit einem kontinuierlich wachsenden Anteil zu der positiven Ergebnisentwicklung bei. Die Ausnahmesituation im Segment Global Produce aufgrund des Tropensturms "Gabrielle" in Neuseeland und den damit verbundenen Kosten für die Beseitigung der Schäden auf den Apfelplantagen werden die Geschäftsentwicklung auch über das Geschäftsjahr 2023 hinaus nachteilig beeinflussen, bis die Bäume wieder in vollem Umfang Ernteertrag abwerfen. Das geringere Handelsvolumen bei Äpfeln dürfte nur partiell durch Preiseffekte kompensiert werden können.

Im Segment Bau haben sowohl interne als auch externe Faktoren zu einem niedrigen EBIT geführt. Extern ist der Grund hierfür im Wesentlichen der Einbruch im Wohnungsbau. Steigende Bau- und Finanzierungskosten haben die Investitionsbereitschaft ausgebremst. Bis Ende April wurde in Deutschland rund ein Drittel weniger Wohnungsbauten im Vergleich zur Vorjahresperiode genehmigt. Zudem war das zweite Quartal vor allem zu Beginn im April von überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen beeinträchtigt. Dies führte teilweise zu Einschränkungen bei Bautätigkeiten im Freien. Diesen Entwicklungen konnte sich die BayWa nicht entziehen. Nahezu über die gesamte Produktpalette hinweg sind die Absätze gesunken. Intern hatte das Segment auch die Auszahlung der Sonderprämie für Mitarbeiter mit rund 7 Mio. Euro zu tragen. Für das laufende Geschäftsjahr 2023 dürfte sich die Gesamtsituation nicht wesentlich ändern, und es ist davon auszugehen, dass sich die EBIT-Entwicklung im Segment Bau verglichen mit den vergangenen Bauboom-Jahren stark reduzieren wird. Allerdings bleibt der Wohnbedarf ungebrochen hoch und bei vielen Bestandsimmobilien sind energetische Sanierungen zu erwarten.

Auf Basis der im ersten Halbjahr 2023 erreichten Ergebnisse der Segmente bestätigt der Vorstand seine Prognose, das geplante EBIT-Ziel des BayWa-Konzerns von 320 Mio. Euro bis 370 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 zu erreichen.

Geschäftsverlauf in den Segmenten im ersten Halbjahr 2023

Geschäftsfeld Energie

Markt- und Branchenentwicklung

Entwicklung erneuerbare Energien

Für das Gesamtjahr 2023 wird erwartet, dass der weltweite Zubau von Windenergieanlagen knapp 109 Gigawatt (GW) erreichen wird, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 25 Prozent entspricht. Dabei dürfte der Anteil an Onshore-Windenergie rund 93 GW und Offshore-Windenergie knapp 16 GW betragen. Neben China als dem größten Einzelmarkt dürfte das Wachstum vor allem der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) zuzurechnen sein. Im Bereich Solarenergie ist laut globalen Prognosen im laufenden Jahr ein Zubau von knapp 344 GW zu erwarten. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 36 Prozent. Neben den Wachstumstreibern China, USA, Indien und Brasilien dürften rund 16 Prozent des Zubaus bei PV-Anlagen der EMEA-Region zufallen. Als Haupttreiber für den verstärkten Bau neuer Solar- und Windanlagen ist neben der Erfüllung der ambitionierten Klimaziele auch der Krieg gegen die Ukraine anzusehen, um letztlich unabhängiger von Importen fossiler Energieträger wie Gas und Öl zu werden.

Im ersten Halbjahr 2023 deckten erneuerbare Energien 57,7 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland ab, was einem Anstieg von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der höhere Anteil an erneuerbaren Energien ist jedoch auf eine insgesamt niedrigere Stromerzeugung als im Vorjahr zurückzuführen: Während die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern und Kernenergie rückläufig war, blieb die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stabil. In Summe wurden im ersten Halbjahr 2023 knapp 130 Terawattstunden (TWh) und damit nahezu die gleiche Menge Ökostrom wie im Vorjahreszeitraum ins Netz eingespeist. Dabei konnte die Menge im witterungsbedingt schwächeren ersten Quartal durch die Inbetriebnahme neuer Anlagen kompensiert werden. Mit knapp 56 TWh produzierte der Bereich Onshore-Windenergie den größten Anteil an erneuerbaren Energien, gefolgt von Solarenergie mit rund 30 TWh. Offshore-Windenergie hat rund 11 TWh zur Gesamtstromerzeugung beigetragen. In Deutschland gewinnt der Ausbau von Wind- und Solarenergie an Dynamik. In den ersten sechs Monaten 2023 übertraf der Zubau von Solarenergie mit 6,5 GW den Vorjahreswert um rund 71 Prozent. Der Zubau von Windenergieanlagen lag im selben Zeitraum bei knapp 1,7 GW und damit knapp 77 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Dabei entfielen rund 1,5 GW auf Onshore- und 0,2 GW auf Offshore-Windenergieanlagen. Während sich der Zubau bei Solar im Zielkorridor der deutschen Klimaschutzziele von 9 GW bis Ende des Jahres wie geplant entwickeln dürfte, gibt es bei Onshore-Windenergie noch Aufholbedarf, um das Ziel von 4 GW bis Ende 2023 zu erreichen. Nach wie vor stellen beim Ausbau von Windenergie die verfügbaren Flächen sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung eine Herausforderung dar. Letzteres wird durch verschiedene Beteiligungsmodelle der einzelnen Bundesländer zu stärken versucht: So werden z. B. Anwohnern von Windparks vergünstigte Stromtarife angeboten. Das seit dem 1. Februar 2023 geltende "Wind-an-Land-Gesetz" (WaLG) soll den Ausbau von Windparks an Land zusätzlich fördern. Das Gesetz sieht vor, dass bis 2027 1,4 Prozent und bis 2032 insgesamt 2 Prozent der Landesflächen von den Bundesländern für Windräder zur Verfügung gestellt werden müssen. Ferner möchte die Bundesregierung mit der neuen Raumordnungsnovelle die Planungs- und Genehmigungsverfahren erleichtern. Die Novelle sieht u. a. vor, dass in ausgewiesenen Gebieten, die bereits eine Strategische Umweltprüfung (SUP) durchlaufen haben, die Pflicht zu einer weiteren Umweltverträglichkeits- und artenschutzrechtlichen Prüfung entfällt. Die Bundesregierung geht davon aus, dass die neuen Regelungen die Genehmigungsverfahren bei Windparks an Land von im Durchschnitt fünf Jahre um etwa ein Jahr verkürzen.

Im Mai 2023 lag der durchschnittliche Strompreis für Deutschland am EPEX-Spotmarkt bei rund 82 Euro pro Megawattstunde und damit rund 54 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der starke Preisrückgang ist vor allem auf einen geringeren Bruttostromverbrauch sowie rückläufige Erdgaspreise und damit geringere Produktionskosten für Strom zurückzuführen. In Deutschland liegt der Anteil von Gas an der Stromerzeugung bei rund 15 Prozent und trägt daher maßgeblich zur Strompreisbildung bei.

Entwicklung Energie

Der Rohölpreis setzte im ersten Halbjahr 2023 seine rückläufige Preisentwicklung fort. Nachdem im Vorjahr infolge des Kriegs gegen die Ukraine die Preise an den Energiemärkten stark angestiegen waren, verzeichnete der Rohölpreis bereits im zweiten Halbjahr 2022 mit aufkommenden weltweiten Rezessionssorgen einen nahezu kontinuierlichen Preisverfall von 124 US-Dollar pro Barrel auf knapp 86 US-Dollar pro Barrel bis Ende 2022. Im ersten Quartal 2023 bewegte sich der Rohölpreis in einer Bandbreite von 78 bis 86 US-Dollar pro Barrel. Ausgelöst durch die Bankenkrise in den USA sowie die Notübernahme der Bank Credit Suisse Mitte März, kam es erneut zu einem deutlichen Rücksetzer am Rohölmarkt. So notierte Rohöl mit knapp 73 US-Dollar pro Barrel auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2021. In der Folge kürzte die OPEC+ die Fördermengen ab Mai 2023 um 1,6 Mio. Barrel pro Tag und kündigte an, die Menge ab Januar 2024 um weitere 1,4 Mio. Barrel pro Tag zu kürzen. Dies führte zu einem kurzfristigen Preissprung von rund 73 US-Dollar pro Barrel auf über 86 US-Dollar pro Barrel. Trotz des reduzierten Angebots gaben die Rohölpreise im Verlauf des zweiten Quartals 2023 erneut nach und lagen Ende Juni mit knapp 75 US-Dollar pro Barrel rund 35 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies dürfte u. a. auf die Wirtschaft Chinas, aber auch auf andere große Volkswirtschaften, die sich langsamer erholen als erwartet, zurückzuführen sein. Einen ähnlichen Preisverlauf verzeichnete Heizöl in Deutschland. Ende des ersten Halbjahres 2023 lag der Heizölpreis bei rund 92 Eurocent pro Liter und damit knapp 36 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Seitens der Verbraucher wurde diese Preisentwicklung als Kaufsignal genutzt. Somit erhöhte sich der Absatz von Heizöl von Januar bis April 2023 um 6,2 Prozent. Die Nachfrage nach Ottokraftstoffen dürfte ebenso von dem niedrigeren Preisniveau gegenüber dem Vorjahr profitiert haben und stieg um 3,7 Prozent. Dagegen fiel der Absatz von Diesel um knapp 6 Prozent niedriger als im Vorjahr aus. Die Nachfrage nach Schmierstoffen liegt konjunkturbedingt hinter dem Niveau des Vorjahres. Die Preise für Holzpellets haben sich im Vergleich zum September 2022 nahezu halbiert und lagen zum Ende des ersten Halbjahres 2023 bei 382 Euro pro Tonne. Neben rückläufigen Energie- und Rohstoffpreisen dürfte auch ein bereits hoher Lagerbestand bei den Kunden und damit eine geringere Nachfrage zu den rückläufigen Preisen geführt haben.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsfeld Energie des BayWa-Konzerns setzt sich aus den Segmenten Regenerative Energien und Energie zusammen. Das Segment Regenerative Energien deckt wesentliche Teile der Wertschöpfungskette bei den erneuerbaren Energien ab. Das Segment Energie umfasst den Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und Schmierstoffen und bietet Lösungen für Wärme und Mobilität.

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in % Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in %
Segment Regenerative Energien 3.046,1 2.733,8 11,4 98,4 85,0 15,8
Segment Energie 1.329,2 1.477,2 - 10,0 9,3 20,6 - 54,9
Geschäftsfeld Energie 4.375,3 4.211,0 3,9 107,7 105,6 2,0

Segment Regenerative Energien

Im Segment Regenerative Energien liegt das EBIT zum 30. Juni 2023 erheblich über dem Niveau des Vorjahres. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Geschäftseinheit Independent Power Producer (IPP), zu der auch der Bereich Energiehandel zählt. Das Geschäft profitiert von dem sukzessiven Anstieg der Anlagen im IPP-Portfolio. Dabei wirkt sich das weiterhin überdurchschnittliche Energiepreisniveau sowie das hohe Produktionsniveau der Anlagen positiv auf das Ergebnis aus. Zudem konnte der Energiehandel, durch neue Produkte im Bereich Stromlieferverträge einen maßgeblichen Ergebnisbeitrag leisten.

Die Geschäftseinheit Solar Trade verzeichnete eine steigende Nachfrage nach PV-Komponenten. In den ersten sechs Monaten 2023 nahm der Absatz von PV-Komponenten nochmals signifikant zu. Im Vergleich zur Vorjahresperiode hat sich die Gesamtleistung der verkauften PV-Module um 25,3 Prozent erhöht. Entsprechend ist auch der Absatz von Wechselrichtern gestiegen und lag 68,0 Prozent über dem Vorjahreswert. Diese positive Entwicklung ist neben der Effizienzsteigerung bei PV-Komponenten und der damit einhergehenden verbesserten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber klassischen Energieträgern auch auf die verbesserte Lieferfähigkeit im PV-Handelsgeschäft gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die zunehmende Entspannung der weltweiten Lieferketten bei gleichzeitig höheren Produktionsmengen hat den Handel begünstigt, allerdings zu Lasten der Margen. Gesunkene Frachtraten für Transporte aus China sowie die Erholung des Wechselkurses zwischen Euro und Dollar hat zu Preissenkungen bei PV-Modulen geführt. Neue strategische Weichen konnten in den USA gelegt werden. Hier unterzeichnete die BayWa r.e. AG einen Abnahmevertrag mit dem schweizerischen Solarunternehmen Meyer Burger Technology AG. Im Rahmen dieser Partnerschaft verpflichtet sich die BayWa r.e. über einen Zeitraum von fünf Jahren 1,25 GW an Hochleistungs-Solarmodulen aus der neuen Meyer-Produktionsstätte in Goodyear, Arizona (USA), zu beziehen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Fertigungsindustrie in den USA nach dem Inflation Reduction Act zu unterstützen und aktiv zum Wachstum, zur Nachhaltigkeit und zur Diversifizierung der Solar-Lieferkette weltweit beizutragen.

Im Projektgeschäft war die erste Jahreshälfte 2023 - wie in den Vorjahren - von der Projektierung und dem Baustart einer Vielzahl von Wind- und Solarenergieanlagen geprägt. In Summe sind für das Geschäftsjahr 2023 Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 500 Megawatt (MW) geplant. Darüber hinaus ist vorgesehen, Projektrechte mit einer Leistung von rund 650 MW zu veräußern und weitere 200 MW an fertiggestellten Projekten in die eigene Geschäftseinheit IPP zu überführen. Im ersten Halbjahr wurden bereits folgende Projekte an Dritte veräußert: ein Windprojekt in Italien mit einer Leistung von rund 51 MW sowie zwei Windanlagen im Bundesland Kärnten in Österreich mit insgesamt 26 MW. Die Anlagen in den Alpen in Kärnten gehören zum ersten errichteten Windpark dort und können rund 13.000 Haushalte mit Strom versorgen. In Großbritannien wurde der Windpark Dalquhandy verkauft, der auf eine Gesamtleistung von 42 MW kommt. Rund 80 Prozent des erzeugten Stroms gehen über einen langjährigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase Agreement - PPA) an den britischen Telekommunikationskonzern BT. Zum Ende der Berichtsperiode startete die BayWa r.e. zusammen mit ihrer Tochtergesellschaft GroenLeven mit dem Bau von Europas größtem "Fruitvoltaic-Projekt". Die Anlage, bei der PV-Module über Himbeersträuchern angebracht werden, verfügt über rund 24.200 Solarmodule und erzielt eine Leistung von 8,7 Megawatt peak (MWp). Durch die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln und die Erzeugung erneuerbarer Energie ist Agri-PV ein Beispiel für nachhaltige Landnutzung mit hoher Flächeneffizienz.

Segment Energie

Das EBIT des Segments Energie liegt im ersten Halbjahr 2023 erwartungsgemäß hinter dem Wert der Vergleichsperiode 2022. Nach den volatilen Rohölpreisentwicklungen des Vorjahres haben sich die Rohölpreise auf dem Weltmarkt auf ein Preisniveau eingependelt, das durchschnittlich 30 Prozent unter dem Vorjahr liegt. Trotz des Preisrückgangs sind die Absatzmengen bei Heizöl und Kraftstoffen nahezu unverändert. Bei Heizöl ist dies auf einen milden Winter, umsichtiges Heizverhalten und eine auskömmliche Bevorratung der Konsumenten zurückzuführen. Der leichte Rückgang beim Kraftstoffabsatz dürfte von zunehmenden Zulassungen von Elektrofahrzeugen und einer schwächelnden Konjunktur beeinflusst worden sein. Die sich abschwächende Konjunktur spiegelt sich am deutlichsten im Schmierstoffgeschäft wider. Hier sind die Handelsvolumina gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 um knapp 15 Prozent zurückgegangen. Zudem dürfte eine starke Bevorratung zum Ende des Vorjahres zu einer anhaltenden Kaufzurückhaltung im ersten Halbjahr 2023 geführt haben. Dabei zeichnet sich ab, dass Kunden ihre Kaufentscheidungen vermehrt von Preisaktionen abhängig machen und geringere Mengen vorhalten. Leichte Absatzsteigerungen wurden im Handel mit Holzpellets realisiert. Hier baut die BayWa ihre führende Marktstellung mit Auftragsproduktionen aus. Ende 2022 wurde eine Kooperation mit der Danpower GmbH in Heidegrund in Sachsen-Anhalt geschlossen. Die gesamte im Auftrag der BayWa produzierte Holzpelletmenge liegt bei rund 360.000 Tonnen, wovon rund 60.000 Tonnen Holzpellets pro Jahr in Heidegrund produziert werden. Die BayWa ist für die Rohstoffbeschaffung und Vermarktung verantwortlich. Diese strategischen Maßnahmen haben den Absatz im ersten Halbjahr leicht gesteigert. Allerdings sind die Handelsmargen sukzessive zurückgegangen, da die Preise seit Beginn des Jahres 2023 insbesondere im ersten Quartal stark zurückgegangen sind und sich mittlerweile auf ein Normalniveau wie vor Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine eingependelt haben. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat die BayWa Mobility Solutions GmbH in dem niedersächsischen Ort Großburgwedel einen der größten Schnellladeparks Deutschlands für die EnBW fertiggestellt: 16 Ladesäulen mit 32 Schnellladepunkten und einer Ladeleistung von jeweils bis zu 300 Kilowatt stehen dort zur Verfügung. Die BayWa gestaltet den Ausbau der Ladeinfrastruktur aktiv mit. Von den rund 13.250 Schnellladepunkten, die laut Bundesnetzagentur Anfang des Jahres 2023 in Betrieb waren, hat die BayWa Mobility Solutions GmbH rund 10 Prozent installiert.

Geschäftsfeld Agrar

Markt- und Branchenentwicklung

Entwicklung bei Getreide und Ölsaaten

Für das Getreidejahr 2023/​24 wird laut Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) weltweit eine Erzeugung von rund 2,31 Mrd. Tonnen Getreide (ohne Reis) erwartet und damit ein Anstieg um knapp 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei dürfte die Weizenproduktion um 0,8 Prozent und die Grobgetreideproduktion, überwiegend Mais, um 4,9 Prozent zunehmen. Dies ist vor allem auf ausgeweitete Anbauflächen für Weizen und Mais in den USA zurückzuführen. Zudem haben Regenfälle und mildere Temperaturen Anfang Juli die Folgen der langen Trockenheit im Vormonat insbesondere für Mais wohl etwas gelindert. Gemäß erhöhten Ertragsprognosen werden derzeit weltweit mit knapp 606 Mio. Tonnen (Vorjahr: 593 Mio. Tonnen) leicht steigende Endbestände für das Getreidejahr 2023/​24 erwartet. Der Verbrauch von Getreide dürfte um 2,1 Prozent zunehmen. Daher ist noch immer mit einer knappen Getreidebilanz zu rechnen. Für die globale Ölsaatenproduktion erwartet die USDA eine Erntemenge in Höhe von 667 Mio. Tonnen und damit eine Steigerung um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach aktuellen Prognosen wird die Sojaernte in Argentinien nach der niedrigen Vorjahresernte wohl wieder höher ausfallen. Die Getreideernte der Europäischen Union dürfte insgesamt um knapp 5 Prozent auf etwa 281 Mio. Tonnen steigen. Jedoch sind durch die Dürre vereinzelt schlechtere Ernteaussichten vor allem in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland zu erwarten. Als Folge des extremen Wassermangels in großen Getreideanbaugebieten prognostiziert die Europäische Kommission für Spanien mit 14,5 Mio. Tonnen die kleinste Getreideernte seit mindestens 18 Jahren. Für Deutschland gehen die Experten vom Deutschen Raiffeisenverband nach der langen Trockenheit im Mai und Juni von einer unterdurchschnittlichen Getreideernte mit großen regionalen Schwankungen aus. Besonders stark von der Trockenheit betroffen sind die Regionen in Nord- und Ostdeutschland. Hier dürften durch die Trockenheit auch die Qualitäten gelitten haben. Insgesamt wird eine Ernte mit 41,9 Mio. Tonnen - knapp 4 Prozent unter dem Vorjahr und knapp 1 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2020 - erwartet. Die Rapsernte dürfte mit 4,1 Mio. Tonnen rund 4 Prozent niedriger ausfallen als 2022. In der Berichtsperiode lagen die Getreidepreise insgesamt deutlich unter dem Niveau des Vergleichszeitraums, nachdem im Vorjahr logistische Engpässe und Versorgungsunsicherheiten infolge des Kriegs gegen die Ukraine eine Preisrallye an den Getreidemärkten ausgelöst hatten. Das Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine sowie eine verbesserte weltweite Angebots- und Nachfragebilanz führten bereits im zweiten Halbjahr 2022 zu stetig fallenden Preisen. So notierten zum Ende des ersten Halbjahres 2023 die Preise für Raps um 35 Prozent, für Weizen um 34 Prozent, für Mais um 29 Prozent und für Sojaschrot um 14 Prozent unter dem Vorjahr. Wegen der extremen Wetterbedingungen herrscht jedoch nach wie vor große Unsicherheit an den Getreidemärkten, was im Verlauf des ersten Halbjahres 2023 zu massiven Preisschwankungen geführt hat. Nach knapp einem Jahr Laufzeit ist zudem die Verlängerung des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine am 17. Juni 2023 von Russland gestoppt worden. Russland ist erst bereit, das Getreideabkommen wieder zu akzeptieren, wenn die Sanktionen des Westens gelockert werden und Russland damit eigenes Getreide und Dünger unbegrenzt exportieren kann. Die erneute Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen durch Russland sowie anhaltende Konflikte könnte die Situation an den internationalen Getreidemärkten wieder verschärfen und zu Preissteigerungen führen.

Entwicklung im Obsthandel

Der Start in die Apfelsaison 2022/​23 war von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Wirtschaftliche Unsicherheiten durch Kaufkraftverluste infolge der hohen Inflation sowie höhere Energiekosten hemmten die Konsumstimmung der Verbraucher. Vor allem die Nachfrage nach Premiumware für Obst und Gemüse ging zurück. Gleichzeitig fiel die europäische Apfelernte 2022 mit 12,2 Mio. Tonnen rund 1 Prozent höher als im Vorjahr aus und sorgte für ein Überangebot am Markt. Angebote aus anderen EU-Anbauregionen von nicht einlagerungsfähigen Qualitäten drückten zudem auf die Preise. Preiserhöhungen waren bis in den März 2023 hinein nur schwer durchzusetzen. Zahlreiche Sonderverkäufe und Werbeaktionen seitens des Lebensmitteleinzelhandels führten schließlich am Ende des ersten Quartals 2023 dazu, dass eine große Menge Äpfel geräumt werden konnte. Diese Entwicklung setzte sich in den Folgemonaten insbesondere in Westeuropa fort. Zudem ging ein Teil qualitativ schlechterer Ware zu geringeren Preisen in die Industrie. Im Juni 2023 waren die Apfelbestände in Europa um 26 Prozent und in Deutschland um 28 Prozent niedriger als im Vorjahr. Infolge der sinkenden Lagerbestände erholten sich die Apfelpreise und lagen im Juni in der EU mit 0,85 Euro pro Kilogramm rund 18 Prozent und in Deutschland mit 0,63 Euro pro Kilogramm knapp 15 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Neuseeland fiel die Apfelernte 2023 mit 453.000 Tonnen knapp 12 Prozent geringer aus gegenüber dem Vorjahr. Mitte Februar hat der Tropensturm "Gabrielle" wichtige Anbaugebiete in Neuseeland beschädigt. Als Folge der geringeren Erntemengen wird auch ein Rückgang der Exportmenge um rund 21 Prozent erwartet. Im Juni unterzeichnete die EU ein Freihandelsabkommen mit Neuseeland. Es tritt 2024 in Kraft und dürfte die Handelsgeschäfte beider Seiten positiv beeinflussen. Durch das Freihandelsabkommen werden u. a. Zölle auf EU-Ausfuhren abgeschafft. Die EU-Kommission schätzt, dass der Handel zwischen der EU und Neuseeland um 30 Prozent wächst.

Entwicklung bei Betriebsmitteln

Der Betriebsmittelsektor in Deutschland profitierte im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode von einer besseren Warenverfügbarkeit sowie geringeren Produktionskosten. Derzeit nutzen einige Stickstoffproduzenten die niedrigen Gaspreise und produzieren annähernd auf dem Niveau vor dem Krieg gegen die Ukraine. Gleichzeitig bleibt jedoch die Nachfrage seitens der Landwirte verhalten und es werden nur vereinzelt Kontrakte für die neue Düngesaison abgeschlossen. Die Bereitschaft der Landwirte, Düngemittel einzulagern, ist gering und dürfte vor allem mit den Erfahrungen im vergangenen Jahr zusammenhängen: Preisvolatilitäten und Lieferunsicherheiten hatten zu nicht immer wirtschaftlichen Düngemittelkäufen seitens der Landwirte geführt. Auch geht die Ernte für dieses Jahr ihrem Ende entgegen, während die Spitze des Düngemittelverkaufs üblicherweise das Frühjahr ist. Der Trend des Zurückhaltens spiegelt sich auch in der Preisentwicklung für Düngemittel wider. So notierten Ende des ersten Halbjahres 2023 Kali-, Stickstoff- und Phosphatdünger zwischen 30 und 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zudem dürften einige Kunden auf weiter fallende Preise spekulieren. Im Bereich Pflanzenschutzmittel war witterungsbedingt eine geringere Nachfrage zu verzeichnen. Wegen der nasskalten Witterung bis April und der anschließend anhaltenden Trockenheit im Mai war das Ausbringungszeitfenster für Herbizid- und Fungizid-Maßnahmen zu kurz, um alle Anwendungen vollständig durchzuführen.

Entwicklung bei der Landtechnik

Die wirtschaftliche Stimmung unter den deutschen Landwirten hatte sich ab Juni 2022 verbessert, ist jedoch seit Beginn des Jahres 2023 wieder geringfügig zurückgegangen. Das landwirtschaftliche Konjunkturbarometer lag im Juni 2023 bei 13,2 Punkten und damit 1,7 Punkte unter dem Niveau von Dezember 2022. Gedrückt wird die Stimmung insbesondere durch niedrigere Erzeugerpreise, gestiegene Fremdkapitalzinssätze, aber auch durch die nationale Agrarpolitik, die Unsicherheiten auslöst. Für das zweite Halbjahr planen die Landwirte in Deutschland trotz anhaltender Unsicherheiten, ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahresniveau um 0,9 Mrd. Euro auf 5,8 Mrd. Euro zu erhöhen. Dabei dürften vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte deutlich steigen. Aufgrund der gestiegenen Zinsen für Fremdkapital dürften allerdings neue Investitionen mit einem höheren Eigenkapital-Anteil finanziert werden. Planungen, in Zukäufe von Land zu investieren, gehen hingegen zurück. Die Neuzulassungszahlen von Traktoren in Deutschland stieg von Januar bis Juni 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 16.597 Traktoren. Dies dürfte vorrangig auf die verbesserte Lieferfähigkeit seitens der Hersteller zurückzuführen sein. In der Vorjahresperiode kam es aufgrund von Teileknappheit zu Verzögerungen bei der Auslieferung.

Geschäftsverlauf

Das Geschäftsfeld Agrar gliedert sich in die vier Segmente Cefetra Group, Agrar, Technik und Global Produce. Die Segmente Cefetra Group und Agrar decken den internationalen und nationalen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln ab. Das Segment Technik handelt mit landtechnischen Maschinen und Anlagen und bietet umfangreiche Serviceleistungen an. Das Segment Global Produce umfasst den weltweiten Handel mit Obst und Fruchtgemüse.

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in % Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in %
Segment Cefetra Group 2.703,7 3.054,6 - 11,5 30,3 36,6 - 17,2
Segment Agrar 2.790,2 2.982,3 - 6,4 39,8 134,2 - 70,3
Segment Technik 1.182,2 1.033,9 14,3 43,9 35,1 25,1
Segment Global Produce 518,1 458,8 12,9 - 2,1 16,4 > - 100
Geschäftsfeld Agrar 7.194,2 7.529,6 - 4,5 111,9 222,3 - 49,7

Segment Cefetra Group

Im Segment Cefetra Group konnte der Handel mit Standarderzeugnissen und Spezialitäten ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen, jedoch das hohe Vorjahresniveau erwartungsgemäß nicht erreichen. Die leicht rückläufige Vermarktungsmenge gegenüber dem Vorjahr zeichnete sich vor allem in den Benelux-Ländern durch eine abschwächende Handelsdynamik ab, während das Geschäft in den südeuropäischen Gesellschaften zulegen konnte. Hier ist der Anstieg auf alternative Beschaffungsmärkte zurückzuführen, da im Vorjahr infolge des Kriegsausbruchs der Bezug von Mais aus der Ukraine aufgrund des Getreidekorridors limitiert war. Angesichts anhaltender geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten blieb der Druck auf die Märkte überdurchschnittlich hoch und bot dennoch Handelsopportunitäten trotz stark rückläufiger Preise. Eine wesentlich stabilere Entwicklung verzeichnete das Geschäft mit den Spezialitäten, jedoch konnte das starke Vorjahresniveau nicht in allen Tochtergesellschaften erzielt werden. Rückgänge verzeichnete der Handel mit Bio-Zutaten bei der Tochtergesellschaft Tracomex. Positiv entwickelte sich die Tochtergesellschaft Sedaco in Dubai, die Spezialkulturen wie Saatgut, Nüsse und Hülsenfrüchte aus afrikanischer Herkunft vertreibt. Auch Cefetra Dairy konnte positive Beiträge im Handel mit Milchprodukten und -alternativen für die Nahrungsmittelindustrie erwirtschaften.

Segment Agrar

Das Segment Agrar verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 eine heterogene Entwicklung. Während der Handel mit Erzeugnissen von einer volatilen Preisentwicklung am Getreidemarkt profitierte und durch die Getreidekontrakte aus dem Vorjahr überdurchschnittliche Ergebnismargen erzielen konnte, hatte der Handel mit Betriebsmitteln trotz rückläufiger Preise mit einer verhaltenen Nachfrage zu kämpfen. Gegenüber der Vorjahresperiode verringerte sich der Absatz von Düngemittel um rund 12 Prozent. Gesunkene Produktionskosten sowie ein Überangebot am Markt und damit eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Warenverfügbarkeit führte zu einer intensiven Wettbewerbssituation und setzt die Düngemittelpreise unter Druck. Dies belastete die Handelsmargen im Segment. Witterungsbedingt liegt der Absatz von Pflanzenschutzmitteln unter dem Niveau des Vorjahres. Die nasskalte Witterung im April sowie die Trockenheit im Mai verhinderten teilweise die Ausbringung von Pflanzenschutzmaßnahmen. Auch bei Saatgut war der rückläufige Absatz größtenteils vom Wetter abhängig. Vor diesem Hintergrund verzeichnete das EBIT im Segment Agrar im Vergleich zur Vorjahresperiode einen starken Rückgang, liegt jedoch über dem durchschnittlichen Ertragsniveau der Vorjahresperioden vor 2022.

Segment Technik

Das Segment Technik profitierte im ersten Halbjahr 2023 von dem hohen Auftragsbestand zum Ende des Vorjahres. Die Geschäftsentwicklung erreichte neue Bestmarken, nachdem sich auch die Lieferfähigkeit der Hersteller im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert hat. So stieg der Absatz von Neumaschinen in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 6,6 Prozent. Allerdings ist dabei eine Nachfrageverschiebung zu anderen Sortimentsbereichen wie beispielsweise Anbaugeräten festzustellen. Preissteigerungen seitens der Produzenten konnten an die Kunden weitergereicht werden und führten zu besseren Handelsmargen. Das Servicegeschäft verzeichnete aufgrund einer hohen Nachfrage nach Wartungsleistungen und Ersatzteilen eine stabile Auslastung. Zudem konnten höhere Dienstleistungssätze erzielt werden. Vor diesem Hintergrund stieg das EBIT im Segment Technik im ersten Halbjahr 2023 gegenüber der Vorjahresperiode um 8,8 Mio. Euro auf 43,9 Mio. Euro.

Segment Global Produce

Die Geschäftsentwicklung im Segment Global Produce war im ersten Halbjahr 2023 von schwierigen Rahmenbedingungen geprägt. Im Zentrum der Geschehnisse standen die Folgen des Zyklons "Gabrielle" auf die Anbauflächen und die Ernte bei der neuseeländischen Tochter T&G Global Limited (T&G Global), aber auch anderer neuseeländischer Partner-Erzeuger. Der Sturm hat die zunächst gute Ausgangslage für Erntemengen stark beeinträchtigt. Es wird mit einer Volumenreduktion bei Äpfeln (inklusive Partner-Erzeuger) von bis zu 30 Prozent gerechnet. Neben geringeren Vermarktungsmengen, geringeren Einnahmen aus Lizenzgebühren von Dritterzeugern und fehlenden Packgebühren kamen zusätzliche Kosten für Aufräumarbeiten und die Beseitigung der Zyklonschäden hinzu. Die vollständige Ermittlung und Bewertung des Schadens durch die Versicherungen sowie die Höhe der Entschädigungssumme stehen noch aus. Die verbliebene Ernte enthielt dennoch gute Qualitäten, insbesondere bei Äpfeln der Sorte "Envy", die als Premium-Sorte in der Vermarktung überdurchschnittliche Preise erzielen. Insgesamt lag das Exportvolumen zwar um rund 40 Prozent unter dem Vorjahr, aber das reduzierte Angebot hat auch positive Preiseffekte am Markt mit sich gebracht. Zielmärkte für den Obstverkauf sind Asien, die USA sowie Europa mit Schwerpunkt Vereinigtes Königreich. Im Mai hat die BayWa-Tochter außerdem das neue Packhaus in Hawke's Bay in Neuseeland in Betrieb genommen. Mit weltweit führender Automatisierungstechnik und einer Packleistung von 125.000 Tonnen Äpfeln pro Saison nach Installation der zweiten Packlinie ist es eines der größten Packhäuser der südlichen Hemisphäre. Die niederländische BayWa-Tochter TFC Holland B.V. (TFC) hat nach einem schwachen ersten Quartal 2023 weiter die inflationsbedingte Zurückhaltung der Konsumenten für hochpreisiges exotisches Obst zu spüren bekommen. Zudem führten widrige Witterungsbedingungen zu einem schwächeren Angebot an Avocados und Mangos aus den wesentlichen Bezugsgebieten. Um den Verpflichtungen gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel nachzukommen, musste teilweise über den Spotmarkt zu höheren Preisen zugekauft werden, was die Handelsmargen spürbar belastete. Positiv hingegen war die Erweiterung der Kundenbasis. Im zweiten Quartal erhielt die TFC einen Zuschlag für die zukünftige Belieferung eines Großkunden mit Mangos. Im Mai 2023 wurde die Immobilie am alten TFC-Standort planmäßig verkauft und der daraus entstandene Buchgewinn im Halbjahresergebnis vereinnahmt. In Deutschland hat sich der starke Absatz von Äpfeln, u. a. mit vielen Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel im unteren Preissegment des Marktes, auch im zweiten Quartal 2023 fortgesetzt. Vorsichtige Preiserhöhungen konnten erst ab März durchgesetzt werden. Nach teils erneut massiven Preisschritten bis Ende des ersten Halbjahres 2023 notieren die Preise inzwischen fest, nachdem der notwendige Abbau der Apfelmenge am Markt vollzogen ist. Das Interesse der Konsumenten an Premiumware blieb indessen schwach. Das Segment Global Produce hat das erste Halbjahr 2023 mit einem EBIT von rund minus 2,1 Mio. Euro abgeschlossen.

Geschäftsfeld Bau

Markt- und Branchenentwicklung

Entwicklung Bau

Neben witterungsbedingt gedämpfter Bautätigkeit zu Beginn des Jahres waren es vor allem stetig steigende Bauzinsen und Baupreise sowie unklare Förderungsbedingungen durch ein überarbeitetes Gebäudeenergiegesetz (GEG), die im ersten Halbjahr 2023 zu einem Einbruch der Investitionen in der Bauindustrie geführt haben. Die Diskussion um das GEG, mit welchem seit Ende 2020 die EU-Gebäude- und die EU-Energieeffizienz-Richtlinien für mehr Klimaschutz in Deutschland umgesetzt werden und dessen Änderung 2024 in Kraft treten soll, hält derzeit viele private und gewerbliche Marktteilnehmer zurück, in geplante Bauprojekte zu investieren. Erst nach der Sommerpause wird der Gesetzgeber abschließend über die Neuaufstellung der Förderung von Heizungen mit erneuerbaren Energien im GEG sowie über Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen beschließen. Der Entwurf des GEG sieht u. a. vor, dass Heizungen, die neu in Gebäude eingebaut werden, ab 2024 mit einem Anteil von 65 Prozent an erneuerbaren Energien betrieben werden sollen, wofür der Staat Förderungen bereitstellen wird. Ziel ist, ab 2045 keine Heizungen mehr mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas und Heizöl zu betreiben. Weiter stellen die stetig steigenden Bauzinsen, die das Bedienen eines Baukredits mit jedem Zinsschritt wesentlich teurer machen, potenzielle Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Kaufkraftverluste durch die Inflation beeinträchtigen wiederum die Renditeerwartungen im Mietwohnungsbau. Hingegen gingen die Preise für Baumaterialien im Mai 2023 gegenüber der Vorjahresperiode wegen der geringeren Nachfrage, der Verbesserung der Liefersituation und rückläufigen Energiepreisen zurück. Eine Ausnahme bilden Preise für energieintensive Produkte wie Bitumen und Zement, die weiterhin steigen. Insgesamt liegen alle Preise für Baumaterial noch immer spürbar über den Preisen aus 2021, das heißt vor dem Krieg gegen die Ukraine. Baugenehmigungen für neue Wohnungen verzeichneten wegen der schlechten Investitionsstimmung in der Bauindustrie in den ersten vier Monaten 2023, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, einen Rückgang um ca. 30 Prozent, im Nichtwohnbau um ca. 20 Prozent. Der Auftragseingang im Wohnungsbau ging von Januar bis Mai 2023 real um rund 35 Prozent zurück und im Wirtschaftsbau um ca. 4 Prozent, bei welchem im Wirtschaftstiefbau Aufträge der Deutschen Bahn noch stabilisierend gewirkt haben. Im öffentlichen Bau berichtet das Bauhauptgewerbe von Auftragsrückgängen von real ca. 12 Prozent. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm von Januar bis Mai 2023 preisbereinigt um rund 9 Prozent ab.

Mit bestenfalls 250.000 fertiggestellten Wohnungen (Vorjahr: 295.000) rechnen der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) für 2023. Damit würde das Ziel aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung, jährlich 400.000 Wohnungen neu zu bauen, erneut weit verfehlt.

Geschäftsverlauf

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in % Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in %
Segment Bau 978,8 1.160,7 - 15,7 0,7 43,5 - 98,4

Segment Bau

Der BayWa-Konzern fasst im Segment Bau im Wesentlichen seinen Handel mit Baustoffen in Deutschland und Österreich zusammen. In der Berichtsperiode des ersten Halbjahres 2023 führten insbesondere steigende Zinsen und die damit verbundenen strengeren Kreditvergaberichtlinien zu einem starken Rückgang der Bauinvestitionen und in der Folge auch der Nachfrage nach Baumaterialien. Diese Entwicklung spiegelt sich vor allem in den BayWa-Sortimentsbereichen Hochbau, Dach und Garten wider, die für den Wohnungsbau wesentlich sind. Neben der Zinsentwicklung haben steigende Preise für energieintensive Baumaterialien die Nachfrage zusätzlich gedrosselt, wovon auch das BayWa-Geschäft betroffen ist. Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Ausgestaltung des Gebäudeenergiegesetzes dürften zu Unsicherheiten geführt und die Investitionsbereitschaft beeinträchtigt haben. Nach Plan entwickelte sich die BayWa Projekt GmbH und konnte neun Einheiten (Wohn- und Gewerbeobjekte) vermarkten. Im zweiten Quartal kamen die Wachstumsimpulse vermehrt aus dem Infrastruktursektor, der von einem steigenden Investitionsspielraum der öffentlichen Hand profitiert. Auch der Gewerbebau hat die Absatzentwicklung im BayWa-Segment Bau positiv beeinflusst. Allerdings reicht die solide Nachfrage in diesen Bereichen nicht aus, um an das starke Vorjahr, das sowohl von der Nachfrage als auch von der Preisentwicklung profitierte, heranzukommen. Mit rund 3.200 Mitarbeitern in der Muttergesellschaft hat keines der anderen BayWa-Segmente eine so hohe Anzahl an Mitarbeitern. Entsprechend fielen hier die höchsten Sonderaufwendungen in Höhe von rund 7 Mio. Euro für Sonderprämien an. Vor diesem Hintergrund ist das EBIT im Segment Bau in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres gegenüber der Vorjahresperiode stark zurückgegangen und erreichte knapp 0,7 Mio. Euro. Aufgrund des drastischen Rückgangs hat der BayWa-Konzern umgehend mehrere Maßnahmen eingeleitet, die sich bereits im laufenden Geschäftsjahr 2023 im Ergebnis positiv auswirken sollten. Neben dem verhängten Stopp von Neueinstellungen werden vier bis sechs strategisch nicht relevante Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft und als mögliche Folge geschlossen oder verkauft. Darüber hinaus wird die BayWa den Vertrieb stärker auf die Bereiche Tiefbau und öffentlicher Bau ausrichten. Dadurch ist ein Ergebnisanstieg im zweiten Halbjahr zu erwarten, aber Umsatz- und Ergebnisrückstände zum Vorjahr dürften in den kommenden Monaten nicht mehr aufgeholt werden.

Segment Innovation & Digitalisierung

Markt- und Branchenentwicklung

Die Digitalisierung in der Landwirtschaft schreitet weiter voran. Laut aktuellen Studien setzen bereits über 80 Prozent der Landwirte digitale Technologien in ihren Betrieben ein. Precision Farming zur Prozessautomatisierung und Smart Farming zur vernetzten Betriebssteuerung gehören dabei zum Standard. Neue Entwicklungen wie der Einsatz von Satellitendaten, KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und Robotik fördern die Digitalisierung zusätzlich. Treiber sind optimierte Abläufe, Ressourceneffizienz und Dokumentationspflichten. Für Software-Anbieter bedeutet dies ein anhaltendes Marktwachstum. Gleichzeitig steigt der Wettbewerb durch neue Anbieter und Lösungen. Um langfristig erfolgreich zu sein, sind für Software-Spezialisten Partnerschaften mit etablierten Marktteilnehmern wie Landtechnikherstellern wichtig.

Geschäftsverlauf

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Umsatz EBIT
In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in % Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 Veränderung in %
Segment Innovation & Digitalisierung 5,1 4,8 6,3 - 3,2 - 5,0 36,0

Das Segment Innovation & Digitalisierung bündelt alle Aktivitäten des BayWa-Konzerns im Bereich Digital Farming. Die Umsatzsteigerung in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist insbesondere auf den Ausbau des Kerngeschäfts mit Software und Geodaten zurückzuführen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist nach den getätigten Investitionen für die Entwicklung von Digital-Farming-Lösungen negativ, verzeichnet jedoch gegenüber der Vorjahresperiode eine starke Verbesserung. Die Verbesserung ist vor allem auf die seit dem 1. Januar 2023 geltende direkte Umlage der wesentlichen Kosten aus dem Bereich eBusiness auf die jeweiligen operativen Segmente zurückzuführen.

Sonstige Aktivitäten

Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten umfasst neben Ergebnisbeiträgen aus Randaktivitäten einen Großteil der Verwaltungskosten des Konzerns sowie Konsolidierungseffekte und beträgt zum 30. Juni 2023 minus 30,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 37,9 Mio. Euro). Die Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ist im Wesentlichen auf höhere Beteiligungserträge der LWM Austria GmbH sowie Erlöse aus Immobilienverkäufen zurückzuführen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns

Vermögenslage zum 30. Juni 2023

Zum 30. Juni 2023 beläuft sich die Bilanzsumme des BayWa-Konzerns auf 12.787,1 Mio. Euro und liegt damit um 189,3 Mio. Euro unter dem Wert zum Geschäftsjahresende 2022. Dem Rückgang der Bilanzsumme liegen zwei gegenläufige Entwicklungen zugrunde: Im Wesentlichen begründet durch Investitionen in Sachanlagen (plus 256,5 Mio. Euro auf 3.314,6 Mio. Euro) und immaterielle Vermögenswerte (plus 36,7 Mio. Euro auf 496,0 Mio. Euro) sowie eine Zunahme der at-Equity-bilanzierten Anteile (plus 28,4 Mio. Euro auf 307,1 Mio. Euro), erhöhte sich das langfristige Vermögen des BayWa-Konzerns um 316,2 Mio. Euro auf 4.707,1 Mio. Euro. Demgegenüber verminderte sich das kurzfristige Vermögen des BayWa-Konzerns um 492,4 Mio. Euro und beläuft sich zum 30. Juni 2023 auf 8.076,7 Mio. Euro. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Vorräte um 606,9 Mio. Euro auf 4.149,9 Mio. Euro zurückzuführen. Demgegenüber stiegen sowohl die kurzfristigen übrigen Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte (plus 279,2 Mio. Euro auf 2.620,3 Mio. Euro) als auch die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (plus 37,0 Mio. Euro auf 258,8 Mio. Euro). Darüber hinaus reduzierten sich sowohl die kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerte um 142,0 Mio. Euro auf 415,5 Mio. Euro als auch die kurzfristigen Vermögenswerte aus Derivaten um 50,3 Mio. Euro auf 560,9 Mio. Euro.

Das Eigenkapital des BayWa-Konzerns verringerte sich im ersten Halbjahr 2023 um 18,6 Mio. Euro auf 1.890,4 Mio. Euro. Dies resultierte aus der Abnahme der sonstigen Rücklagen um 52,8 Mio. Euro auf minus 19,0 Mio. Euro - überwiegend bedingt durch die Dividendenzahlung der BayWa AG in Höhe von 42,8 Mio. Euro und negative Effekte aus der Währungsumrechnung von in ausländischer Währung operierenden Tochtergesellschaften in Höhe von minus 7,1 Mio. Euro. Ebenso gingen die Anteile anderer Gesellschafter um 20,2 Mio. Euro auf 889,1 Mio. Euro zurück. Die rückläufigen Effekte wurden teilweise durch die zum 5. Mai 2023 emittierte Hybridanleihe, die als Eigenkapital klassifiziert ist, mit einem Volumen von 60,0 Mio. Euro kompensiert.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2023 belaufen sich die langfristigen Schulden des BayWa-Konzerns auf 4.915,7 Mio. Euro und liegen damit um 581,4 Mio. Euro unter dem Vergleichswert zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang resultiert primär aus den langfristigen Finanzschulden (minus 596,7 Mio. Euro auf 2.963,4 Mio. Euro) als Folge der Umgliederung des Green Bonds in Höhe von 500,0 Mio. Euro in die kurzfristigen Finanzschulden. Zusätzlich verringerten sich die langfristigen Verbindlichkeiten aus Derivaten um 39,0 Mio. Euro auf 68,4 Mio. Euro. Demgegenüber stand eine Erhöhung der langfristigen Leasingverbindlichkeiten um 45,3 Mio. Euro auf 971,6 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden des BayWa-Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 um 410,7 Mio. Euro auf 5.981,0 Mio. Euro. Dazu trugen insbesondere die gestiegenen kurzfristigen Finanzschulden (plus 497,9 Mio. Euro auf 2.216,6 Mio. Euro -Umgliederung des Green Bond) sowie gestiegene kurzfristige übrige finanzielle Verbindlichkeiten (plus 38,0 Mio. Euro auf 208,7 Mio. Euro) bei. Gegenläufige Entwicklungen sind bei den kurzfristigen übrigen Rückstellungen (minus 51,5 Mio. Euro auf 463,1 Mio. Euro), den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen (minus 34,4 Mio. Euro auf 1.801,3 Mio. Euro) und bei den kurzfristigen übrigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten (minus 20,6 Mio. Euro auf 739,1 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Finanzlage im ersten Halbjahr 2023

Ausgehend von einem Halbjahresüberschuss von 23,2 Mio. Euro zum 30. Juni 2023 haben sich die Cash Earnings im Vorjahresvergleich um 121,0 Mio. Euro auf 265,7 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang im Vorratsbestand, bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, verursachte im ersten Halbjahr 2023 einen Zahlungsmittelzufluss in Höhe von 321,9 Mio. Euro. Gegenläufig führte der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 15,0 Mio. Euro. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich somit nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 auf 517,3 Mio. Euro und liegt damit um 575,0 Mio. Euro über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres.

Aus der Investitionstätigkeit des BayWa-Konzerns resultierte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 203,0 Mio. Euro. Hierauf entfallen 15,7 Mio. Euro auf die Unternehmenserwerbe der BayWa r.e. Solar Systems SIA, Riga, Lettland, der Cefetra Premium Oils B.V., Spijkenisse, Niederlande, der Emmeringer Heizungsbau GmbH, Emmering, sowie der Uwe Körner GmbH, Lachendorf, die jeweils im Rahmen eines Share-Deals getätigt wurden. Des Weiteren wurden liquide Mittel für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in Höhe von 234,1 Mio. Euro aufgewendet. Zahlungsmittelzuflüsse von 51,1 Mio. Euro resultierten hingegen aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Abgang von Finanzanlagen führte im ersten Halbjahr zu einem Zahlungsmittelzufluss von 2,7 Mio. Euro. Aus dem Zugang von Finanzanlagen ergaben sich hingegen Zahlungsmittelabflüsse von 16,3 Mio. Euro.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf minus 274,2 Mio. Euro. Neben der Rückzahlung von Finanzschulden führten Dividendenzahlungen der BayWa AG und weiterer Konzerngesellschaften in Höhe von 79,2 Mio. Euro, Auszahlungen für Leasingverpflichtungen in Höhe 72,2 Mio. Euro und Zinszahlungen in Höhe von 141,2 Mio. Euro zu Zahlungsmittelabflüssen. Gegenläufig führte die erneute Begebung einer Hybridanleihe im Mai 2023 zu einem Zahlungsmittelzufluss von 59,5 Mio. Euro.

Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds seit dem 31. Dezember 2022 aufgrund der Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- sowie der Finanzierungstätigkeit um 40,0 Mio. Euro auf 258,8 Mio. Euro erhöht.

Ertragslage im ersten Halbjahr 2023

Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der Umsatz des BayWa-Konzerns auf 12.559,2 Mio. Euro und lag damit um 354,7 Mio. Euro unter dem Niveau des Vergleichszeitraums 2022. Dabei konnte der Umsatz insbesondere im Segment Regenerative Energien aufgrund des nachhaltig positiven Geschäftsverlaufs um 312,3 Mio. Euro auf 3.046,1 Mio. Euro gesteigert werden. Weitere Umsatzsteigerungen verzeichneten die Segmente Technik (plus 148.3 Mio. Euro auf 1.182,2 Mio. Euro) und Global Produce (plus 59,3 Mio. Euro auf 518,1 Mio. Euro). Demgegenüber gingen die Umsatzerlöse in den Segmenten Cefetra Group (minus 350,9 Mio. Euro auf 2.703,7 Mio. Euro), Agrar (minus 192,1 Mio. Euro auf 2.790,2 Mio. Euro) und Energie (minus 148,0 Mio. Euro auf 1.329,2 Mio. Euro) zurück. Im Segment Innovation & Digitalisierung (plus 0,3 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro) sowie in den Sonstigen Aktivitäten (minus 2,0 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro) lagen die Umsatzerlöse annähernd auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung von 36,7 Mio. Euro und anderen aktivierten Eigenleistungen von 10,5 Mio. Euro sowie der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 197,6 Mio. Euro - im Wesentlichen getrieben durch positive Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung (plus 63,6 Mio. Euro) - konnte der BayWa-Konzern im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 eine Gesamtleistung von 12.804,0 Mio. Euro (Q1-2/​2022: 13.220,0 Mio. Euro) erzielen.

Nach Abzug eines Materialaufwands in Höhe von 11.212,7 Mio. Euro (Q1-2/​2022: 11.608,5 Mio. Euro) beläuft sich das Rohergebnis des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2023 auf 1.591,3 Mio. Euro und liegt damit um 20,2 Mio. Euro geringfügig unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Bedingt durch gestiegene Mitarbeiterzahlen - insbesondere im Segment Regenerative Energien - erhöhte sich der Personalaufwand im Berichtszeitraum um 95,6 Mio. Euro auf 797,3 Mio. Euro. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen mit 135,2 Mio. Euro geringfügig über dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 126,5 Mio. Euro. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2022 erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 11,9 Mio. Euro auf 478,2 Mio. Euro.

Aufgrund der dargestellten Effekte verringerte sich das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit im ersten Halbjahr 2023 um 136,4 Mio. Euro auf 180,6 Mio. Euro (Q1-2/​2022: 317,0 Mio. Euro).

Das Beteiligungsergebnis der ersten sechs Monate des Jahres 2023 beläuft sich auf 6,3 Mio. Euro und liegt damit um 5,2 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums. Diese Entwicklung ist primär auf den Rückgang des Ergebnisses aus at-Equity-bilanzierten Anteilen um 3,6 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2023 konnte im BayWa-Konzern ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 186,9 Mio. Euro erzielt werden. Dieses liegt um 141,6 Mio. Euro bzw. 43,1 Prozent unter dem stark von Sondereffekten sowie von außergewöhnlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geprägten EBIT des Vergleichszeitraums 2022 in Höhe von 328,5 Mio. Euro. Verglichen mit dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 (EBIT: 144,6 Mio. Euro) konnte das EBIT zum 30. Juni 2023 um 42,2 Mio. Euro bzw. 29,3 Prozent gesteigert werden.

Aufgrund des nachhaltig hohen Zinsniveaus liegt das Zinsergebnis des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2023 mit minus 154,2 Mio. Euro um 76,3 Mio. Euro unter dem Zinsergebnis des ersten Halbjahres 2022 in Höhe von minus 77,9 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von 9,5 Mio. Euro ergibt sich für das erste Halbjahr 2023 ein Konzernhalbjahresüberschuss von 23,2 Mio. Euro nach 177,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im ersten Halbjahr 2023 um 787 Personen auf 23.037 gegenüber dem Vergleichswert zum Ende 2022. Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 913 auf 4.374 Beschäftigte im Segment Regenerative Energien.

Ausblick

Der BayWa-Konzern hat sich im ersten Halbjahr 2023 positiv entwickelt, obwohl sich als Folge der hohen Inflation die Kaufkraft und damit die Nachfrage in einigen Segmenten spürbar abschwächte. Wirtschaftsinstitute rechnen damit, dass die Einkommen ab der zweiten Jahreshälfte wieder stärker zulegen könnten als die Preise - und der private Konsum an Fahrt aufnehmen wird. Dies könnte sich in einigen Segmenten der Geschäftsfelder Agrar und Energie positiv auswirken. Im Geschäftsfeld Bau dürfte diese mögliche Entwicklung von geringerer Bedeutung sein, da kurzfristig keine Zinssenkungen zu erwarten sind.

Im Geschäftsfeld Energie sind die Perspektiven für eine Fortsetzung der guten Geschäftsentwicklung auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 gegeben. Der globale Trend, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, wird sich angesichts der Energiekrise sowie der aktuellen Rekordtemperaturen in vielen Regionen der Welt nochmals verstärken. Hiervon sollten alle Geschäftsbereiche im Segment Regenerative Energien profitieren und in der zweiten Jahreshälfte am stärksten im Konzern zulegen. In Summe sind für das Geschäftsjahr 2023 Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 500 MW geplant. Darüber hinaus ist vorgesehen, Projektrechte mit einer Leistung von rund 650 MW zu veräußern und weitere 200 MW an fertiggestellten Projekten in die eigene Geschäftseinheit IPP zu überführen. Die Kernregionen, in denen die Projekte errichtet bzw. verkauft werden, liegen überwiegend in Europa. Vor allem in Spanien stehen Projekte mit größeren Solarenergie-Anlagen mit insgesamt mehr als 220 MW zum Verkauf an wie auch ein Solarprojekt in Japan mit einer Gesamtleistung von rund 50 MW. Darüber hinaus wird der stetige Ausbau des IPP-Portfolios entsprechend zum Anstieg des Ergebnisses beitragen. Der Absatz im Handel mit PV-Komponenten sollte im zweiten Halbjahr an die starke Entwicklung der ersten sechs Monate des laufenden Geschäftsjahres anknüpfen können. Dieser Trend dürfte ungebrochen bleiben. Materialengpässe für die Produktion von Solarmodulen lösen sich langsam ebenso auf, wie sich auch die Lieferengpässe damit weiter auflösen.

Im Segment Energie könnte der Handel mit Wärmekraftstoffen im zweiten Halbjahr 2023 saisonal bedingt zulegen, aber auch durch die geplante Steigerung der CO2-Abgabe ab dem 1. Januar 2024 für fossile Brenn- und Kraftstoffe. Dies könnte Konsumenten dazu veranlassen, ihre Bestellungen vorzuziehen. Nach dem rasanten Rückgang der Holzpelletpreise im ersten Halbjahr dürfte die Normalisierung des Preisniveaus die Kaufbereitschaft erhöhen. Zuwächse sind darüber hinaus beim Absatz von Schmierstoffen zu erwarten, da von einer leichten Erholung der Wirtschaft ausgegangen wird. Durch die Erweiterung des LNG-Tankstellennetzes (LNG - Liquefied Natural Gas) auf insgesamt 12 Tankstellen und rückläufiger Gaspreise ist auch hier eine Erholung in Sicht. Ein Großauftrag des Energiekonzerns Vattenfall für den Ausbau von rund 200 Standorten im halböffentlichen Raum mit Schnellladepunkten sichert auch der BayWa Mobility Solutions GmbH weiteres Wachstum.

Im internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten ist mit anhaltenden Preisschwankungen zu rechnen. Nachdem Russland die Vereinbarung für das Getreideabkommen mit der Ukraine aufgekündigt hat, bleibt die Situation angespannt. Mögliche Lieferunterbrechungen der russischen Getreideernte würde die Gesamtsituation der Ernährungssicherheit noch weiter destabilisieren. Hinzu kommt, dass die Nachfrage aus China weiterhin hoch bleiben dürfte. Ferner wurden die Prognosen für die Getreideernte in einigen Regionen der Europäischen Union aufgrund des heißen und trockenen Wetters sukzessive gesenkt. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin mit hohen Preisvolatilitäten zu rechnen, die u. a. durch Spekulationen an den Terminbörsen verstärkt werden. Die komplexe Marktsituation bietet Handelsopportunitäten für den in- und ausländischen Erzeugnishandel. Das Spezialitätengeschäft hat sich als relativ krisenfest erwiesen, daher ist mit weiterem Wachstum zu rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Cefetra Group ihre gute Entwicklung im ersten Halbjahr weiter fortsetzen können.

In Deutschland haben sich die Aussichten für die Getreideernte aufgrund der Hitzeperiode verschlechtert. Die Ernteprognose liegt mit rund 42 Mio. Tonnen ca. 4 Prozent unter dem Vorjahr. Zudem bestehen in Deutschland ähnlich wie im Vorjahr starke Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen hinsichtlich der Niederschläge und Bodenverhältnisse. Dies könnte zu Qualitätsunterschieden in der Getreideernte führen, die für das Segment Agrar im inländischen Handel mit Erzeugnissen von Vorteil sein könnten. Im Betriebsmittelgeschäft sind rückläufige Absätze zu erwarten. Die Trockenheit der vergangenen Wochen dürfte die Nachfrage nach Pflanzenschutz- und Düngemitteln reduzieren. Zudem sind stagnierende bis rückläufige Düngemittelpreise infolge niedrigerer Produktionskosten zu erwarten. Die bessere Warenverfügbarkeit gegenüber der Sondersituation im Vorjahr hat die Wettbewerbssituation intensiviert und den Markt von einem Verkäufermarkt in einen Käufermarkt gedreht.

Der positive Trend im Segment Technik dürfte sich im zweiten Halbjahr 2023 zwar fortsetzen, allerdings nicht auf dem Niveau des sehr starken ersten Halbjahres. Hier ist insbesondere mit einer normalisierten Nachfrage nach landtechnischen Maschinen zu rechnen, nachdem die BayWa im ersten Halbjahr von einem erhöhten Auftragsbestand aus dem Vorjahr profitieren konnte. Indessen könnten die weltweit größte Landtechnik-Messe Agritechnica und der steigende Digitalisierungsgrad in der Landwirtschaft für zusätzliche Kaufimpulse sorgen. Das Servicegeschäft dürfte sich weiterhin stabil entwickeln.

Im Segment Global Produce wird auch das Ergebnis in der zweiten Jahreshälfte stark von den Auswirkungen des Wirbelsturms beeinflusst bleiben. Neben fehlenden Erträgen aufgrund des partiellen Ernteausfalls und Abschreibungen auf Baum- und Anlagenstrukturen, die durch das Ereignis zerstört wurden, wird die Zusammenarbeit mit den Versicherern zur Ermittlung der Entschädigungssumme eine zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus wurden Kostensenkungsprogramme eingeführt, um die Ertragsausfälle zumindest partiell zu kompensieren. Operativ dürfte der Obsthandel vor allem in Asien dank Nachfrageerholung (nach der Corona-Pandemie) an Fahrt gewinnen. Unterstützend wirkt sich dabei die termingerechte Belieferung der Kernmärkte aus, veranlasst durch die wieder größtenteils funktionierenden Logistikketten. Für den Handel mit exotischen Früchten ist das "Weihnachtsquartal" von besonderer Bedeutung, da zu dieser Zeit in der Regel der höchste Absatz erzielt wird. Auch im Inland dürften die begrenzten Apfelvorräte zu einer positiven Vermarktung - ohne Altbestände - im zweiten Halbjahr führen. Neu eintreffende Sommeräpfel dürften somit auf einen aufnahmefähigen Markt treffen, der gute Preise in Aussicht stellt. Das Ergebnis für das Gesamtjahr 2023 im Segment Global Produce wird stark von der Höhe der Entschädigungssumme sowie des Auszahlungszeitpunktes der Versicherungen abhängen. Derzeit wird von einem positiven Ergebnis im Segment ausgegangen, das jedoch stark hinter dem des Vorjahres liegen wird. Das Vorjahresergebnis profitierte dabei von dem Verkauf der Mehrheitsanteile am Klimagewächshaus in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) mit einem positiven Ergebniseffekt in Höhe von rund 3 Mio. Euro.

Der Bauboom der vergangenen Jahre wurde ausgebremst. Steigende Zinsen und hohe Inflation haben dazu geführt, dass deutlich weniger in Wohnbauprojekte investiert wird. Hinzu kommen Unsicherheiten über die weitere staatliche Förderung energieeffizienten Bauens durch das Gebäudeenergiegesetz. Von diesem Abwärtstrend sind der öffentliche- und der Wirtschaftsbau in nur geringem Ausmaß betroffen. Hier sollten sich für das Segment Bau Potenziale ergeben, die allerdings den Einbruch im Wohnungsbau nicht auffangen dürften. Die geplanten Ergebnisbeiträge aus den Bauprojekten der BayWa Bau Projekt GmbH sind von dieser schwachen Marktentwicklung nicht betroffen und werden ihre Ergebnisse für das Gesamtjahr 2023 erzielen. Das Management im Segment Bau hat Kostensenkungsprogramme eingeleitet, die bereits im zweiten Halbjahr greifen sollen. Dadurch wird das Segment in den verbleibenden zwei Quartalen zulegen, den Ergebnisrückstand zum starken Vorjahr aber nicht mehr aufholen können.

Das negative Ergebnis der Sonstigen Aktivitäten dürfte sich durch ein aktives Kostenmanagement, insbesondere in den administrativen Einheiten, um bis zu 10 Prozent reduzieren und sich damit gegenüber dem Vorjahr erheblich verbessern.

Insgesamt werden sich die operativen Geschäftsfelder des BayWa-Konzerns heterogen entwickeln, das geplante EBIT-Ziel von 320 Mio. Euro bis 370 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 jedoch erreichen.

Hinweis: Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und Planzahlen in dem vorliegenden Dokument basieren auf Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.

Verkürzter Konzernzwischenabschluss der BayWa AG zum 30. Juni 2023

Konzernbilanz

Aktiva

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In Mio. Euro 30.06.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 496,0 459,3
Sachanlagen 3.314,6 3.058,1
At-Equity-bilanzierte Anteile 307,1 278,7
Übrige Finanzanlagen 234,3 229,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 37,3 42,1
Ertragsteuerforderungen 5,6 4,7
Vermögenswerte aus Derivaten 90,7 97,9
Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 48,9 51,7
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 11,0 7,5
Latente Steueransprüche 161,6 161,9
4.707,1 4.390,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Wertpapiere 0,9 0,9
Vorräte 4.149,9 4.756,8
Biologische Vermögenswerte 5,6 16,5
Ertragsteuerforderungen 64,8 63,3
Vermögenswerte aus Derivaten 560,9 611,2
Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.620,3 2.341,1
Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte 415,5 557,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 258,8 221,8
8.076,7 8.569,1
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/​Veräußerungsgruppen 3,3 16,4
Summe Aktiva 12.787,1 12.976,4

Passiva

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In Mio. Euro 30.06.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Ausgegebenes Kapital 91,8 91,8
Kapitalrücklage 138,2 138,2
Hybridkapital 59,5 0,0
Gewinnrücklagen 730,8 735,9
Sonstige Rücklagen - 19,0 33,8
Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter 1.001,3 999,7
Anteile anderer Gesellschafter 889,1 909,3
1.890,4 1.909,0
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 517,6 519,8
Langfristige übrige Rückstellungen 83,2 86,9
Finanzschulden 2.963,4 3.560,1
Leasingverbindlichkeiten 971,6 926,3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 5,6 4,6
Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 68,4 107,4
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 12,8 0,3
Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 89,5 86,8
Latente Steuerschulden 203,6 204,9
4.915,7 5.497,1
Kurzfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 32,2 32,4
Kurzfristige übrige Rückstellungen 463,1 514,6
Finanzschulden 2.216,6 1.718,7
Leasingverbindlichkeiten 82,7 75,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 1.801,3 1.835,7
Ertragsteuerverbindlichkeiten 82,8 98,7
Verbindlichkeiten aus Derivaten 354,5 364,3
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 208,7 170,7
Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 739,1 759,7
5.981,0 5.570,3
Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen - -
Summe Passiva 12.787,1 12.976,4

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Fortgeführte Geschäftsbereiche

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In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022
Umsatzerlöse 12.559,2 12.913,9
Bestandsveränderung 36,7 62,7
Andere aktivierte Eigenleistungen 10,5 7,8
Sonstige betriebliche Erträge 197,6 235,6
Materialaufwand - 11.212,7 - 11.608,5
Rohergebnis 1.591,3 1.611,5
Personalaufwand - 797,3 - 701,7
Abschreibungen - 135,2 - 126,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 478,2 - 466,3
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 180,6 317,0
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen 5,8 9,4
Übriges Beteiligungsergebnis 0,5 2,1
Zinsertrag 8,1 5,7
Zinsaufwand - 162,3 - 83,6
Finanzergebnis - 147,9 - 66,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 32,7 250,6
Ertragsteuern - 9,5 - 73,0
Konzernhalbjahresüberschuss 23,2 177,6
davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter 22,7 53,2
davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,5 124,4
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) - 0,01 3,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) - 0,01 3,33

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Quartalsaufteilung

Fortgeführte Geschäftsbereiche

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In Mio. Euro Q1/​2023 Q2/​2023 Q1/​2022 Q2/​2022
Umsatzerlöse 6.280,4 6.278,8 6.257,0 6.656,9
Bestandsveränderung 37,4 - 0,7 - 121,6 184,3
Andere aktivierte Eigenleistungen 3,4 7,1 3,8 4,0
Sonstige betriebliche Erträge 84,9 112,7 97,2 138,4
Materialaufwand - 5.664,5 - 5.548,2 - 5.491,0 - 6.117,5
Rohergebnis 741,6 849,7 745,4 866,1
Personalaufwand - 373,7 - 423,6 - 338,0 - 363,7
Abschreibungen - 67,0 - 68,2 - 61,6 - 64,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 210,6 - 267,6 - 202,3 - 264,0
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit 90,3 90,3 143,5 173,5
Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen 1,6 4,2 1,2 8,2
Übriges Beteiligungsergebnis - 0,1 0,6 0,2 1,9
Zinsertrag 3,3 4,8 3,1 2,6
Zinsaufwand - 80,5 - 81,8 - 40,9 - 42,7
Finanzergebnis - 75,7 - 72,2 - 36,4 - 30,0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 14,6 18,1 107,1 143,5
Ertragsteuern - 4,2 - 5,3 - 30,5 - 42,5
Konzernhalbjahresüberschuss 10,4 12,8 76,6 101,0
davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter 5,9 16,8 34,8 18,4
davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 4,5 - 4,0 41,7 82,7

Überleitung zum Konzern-Gesamtergebnis

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In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022
Konzernhalbjahresüberschuss 23,2 177,6
Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen, die nicht nachträglich in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden 0,1 0,0
Umgliederungen von im OCI erfassten Bewertungseffekten in die Gewinnrücklagen (ohne Recycling) - -
Nettogewinn/​-verlust aus der Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (sog. OCI-Option) (ohne Recycling) - 2,5 - 44,8
Versicherungsmathematischer Gewinn/​Verlust aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - 2,8 182,2
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 5,2 137,4
Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen - -
Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs von at-Equity-bilanzierten Beteiligungen - -
Währungsumrechnungsdifferenzen - 5,9 - 4,5
Umgliederungen von Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung - 0,1 5,4
Cashflow Hedges - 24,2 - 75,3
Umgliederungen von Nettogewinnen/​-verlusten aus Cashflow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung 10,2 2,5
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden - 20,0 - 72,0
Gesamtsumme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen - 25,2 65,4
davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter - 20,5 - 73,2
davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens - 4,7 138,6
Konzern-Gesamtergebnis - 2,1 243,0
davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter 2,1 - 20,0
davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens - 4,2 263,0

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung

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In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022
Cash Earnings 265,7 386,7
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 517,3 - 57,7
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 203,0 - 183,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 274,2 76,9
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 40,0 - 164,2
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 221,8 399,1
Zugang/​Abgang von Finanzmitteln infolge von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen - 3,1 - 1,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 258,8 233,5

Verkürzte Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

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In Mio. Euro Ausgegebenes Kapital Kapitalrücklage Hybridkapital Bewertungsrücklage Übrige Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen
Stand 01.01.2023 91,8 138,2 - 63,7 672,2 33,8
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte - - - - 13,0 4,5 - 2,2
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/​aktienbasierte Vergütung - - - - - -
Aufnahme Hybridkapital - - 59,5 - - -
Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - - - - 1,2 0,0 -
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/​Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - - - - - 2,9 -
Dividendenausschüttungen - - - - - - 42,8
Währungsumrechnungsdifferenz - - - - - - 7,1
Cashflow Hedges - - - 6,5 - -
Dividende Hybridkapital - - - - - -
Einstellung/​Entnahme Gewinnrücklagen - - - - 0,9 - 0,9
Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2023 - - - - - 0,5
Stand 30.06.2023 91,8 138,2 59,5 56,1 674,8 - 19,0
Stand 01.01.2022 91,2 129,5 296,3 2,7 482,4 12,3
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte - - - 0,2 - 48,5 13,4
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/​aktienbasierte Vergütung - - - - - -
Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - - - - 21,9 0,0 -
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/​Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - - - - 182,2 -
Dividendenausschüttungen - - - - - - 37,2
Währungsumrechnungsdifferenz - - - - - 3,4
Cashflow Hedges - - - - 25,1 - -
Dividende Hybridkapital - - - - - -
Einstellung/​Entnahme Gewinnrücklagen - - - - - 1,6 1,6
Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2022 - - - - - 124,4
Stand 30.06.2022 91,2 129,5 296,3 - 44,1 614,5 117,9
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In Mio. Euro Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital
Stand 01.01.2023 999,7 909,3 1.909,0
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte - 10,7 - 6,8 - 17,4
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/​aktienbasierte Vergütung - 20,8 20,8
Aufnahme Hybridkapital 59,5 - 59,5
Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 1,2 - 1,2 - 2,4
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/​Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen - 2,9 0,1 - 2,8
Dividendenausschüttungen - 42,8 - 36,4 - 79,2
Währungsumrechnungsdifferenz - 7,1 1,1 - 6,0
Cashflow Hedges 6,5 - 20,5 - 14,0
Dividende Hybridkapital - - -
Einstellung/​Entnahme Gewinnrücklagen - - -
Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2023 0,5 22,7 23,2
Stand 30.06.2023 1.001,3 889,1 1.890,4
Stand 01.01.2022 1.014,4 801,7 1.816,1
Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte - 34,9 - 8,1 - 43,0
Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/​aktienbasierte Vergütung - 16,5 16,5
Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen - 21,9 - 22,9 - 44,8
Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/​Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen 182,2 - 0,0 182,2
Dividendenausschüttungen - 37,2 - 22,6 - 59,8
Währungsumrechnungsdifferenz 3,4 - 2,6 0,8
Cashflow Hedges - 25,1 - 47,7 - 72,8
Dividende Hybridkapital - - -
Einstellung/​Entnahme Gewinnrücklagen 0,0 - 0,0
Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2022 124,4 53,2 177,6
Stand 30.06.2022 1.205,4 767,4 1.972,8

Ausgewählte erläuternde Anhangangaben

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2023 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. In Übereinstimmung mit IAS 34 wird der Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich zum Konzernjahresabschluss verkürzten Form veröffentlicht und ist daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss der BayWa AG für das Geschäftsjahr 2022 zu lesen. Alle neuen oder geänderten IFRS und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee, die für den BayWa-Konzern erstmals zum 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwenden waren, wurden beachtet. Für schon bestehende oder unveränderte IFRS stimmen die Bilanzierungs-, Bewertungs-, Konsolidierungs- und Ausweisgrundsätze mit Ausnahme der unten aufgeführten Änderungen mit denjenigen überein, die bei der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 angewandt wurden. Diesbezüglich wird auf den Konzernabschluss der BayWa AG zum 31. Dezember 2022 verwiesen. Die Berichtswährung der BayWa AG ist der Euro. Die Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden - sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.

Annahmen und Schätzungen

Soweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und Schätzungen vorgenommen wurden, bleiben diese in der Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im Geschäftsjahresvergleich unverändert. Es gibt keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer wesentlichen Auswirkung auf die aktuelle Berichtsperiode.

Saison- und Konjunktureinflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Geschäftstypisch wirken sich saisonale Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis, die sich teilweise ausgleichen. In den Segmenten Agrar und Global Produce liegen die Hauptaktivitäten in den ersten drei Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im zweiten Quartal. Im Segment Energie führen mehr konjunkturelle Einflüsse zu Geschäftsschwankungen. Die Preisentwicklung beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und damit wesentlich die Umsatzentwicklung des Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im Mehrjahresverlauf auf. Im Segment Regenerative Energien ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit von Projektverkäufen. Zudem können sich politische Einflussfaktoren durch Änderungen von Fördermaßnahmen auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau verstärkt sich die Tätigkeit nach dem ersten Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb des vierten Quartals.

Änderungen im Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle wesentlichen Unternehmen einbezogen, auf die die BayWa AG direkt oder indirekt über Tochterunternehmen beherrschenden Einfluss nehmen kann.

Zum 30. Juni 2023 wurden insgesamt 569 Gesellschaften nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss berücksichtigt; zum 31. Dezember 2022 waren es 541 Gesellschaften. Daneben wurden 30 assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 einbezogen (Bilanzstichtag des Vorjahres: 27 Unternehmen).

Der Konsolidierungskreis hat sich im ersten Halbjahr 2023 wie folgt geändert:

Verbundene Unternehmen, die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden

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In Prozent Anteil am Kapital Anteil am Kapital Vorjahr Bemerkung
BayWa r.e. Class B Holdings LLC, Irvine, USA 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
BayWa r.e. Development Portfolio I LLC, Irvine, USA 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.04.2023
BayWa r.e. Solar Systems GmbH, Poggersdorf, Österreich 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
brüderl Projekt Dachau Hochstraße GmbH & Co. KG, Traunreut 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Capital Fruit Ltd, Tzaneen, Südafrika 50,0 50,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Cloud Hill Windfarm Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Hübnerstraße Grundbesitz GmbH, Kemnath 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
JPB Holding GmbH, Kemnath 51,0 51,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Maqueda Solar S.L.U., Barcelona, Spanien 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Oaklands Farm Solar Limited, London, Großbritannien 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Piccola ma carina Projekt GmbH, München 51,0 51,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Profruit Investments Ltd, Politsi, Südafrika 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Projekt Baierbrunn W13 GmbH, Augsburg 51,0 51,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Putlitzstraße Grundbesitz GmbH, Kemnath 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Regolo Rinnovabili S.r.l., Mailand, Italien 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Saintonge Energies SAS, Paris, Frankreich 100,0 80,00 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Seosan Iljo Bit Solar Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
SOLAR CASTUERA, S.L., Madrid, Spanien 80,0 80,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Solar-Planit Software GmbH, Tübingen 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Windpark Desloch GmbH & Co. KG, Gräfelfing 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Zonlocatie 4 B.V., Leeuwarden, Niederlande 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Zonnedak F3 B.V., Heerenveen, Niederlande 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Zonnepark PV27 B.V., Leeuwarden, Niederlande 100,0 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023

Erworbene Unternehmen, die aufgrund von Beherrschungserlangung erstmals in den Konzernabschluss einbezogen werden 1

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In Prozent Anteil am Kapital Bemerkung
BayWa r.e. Solar Systems SIA, Riga, Lettland 100,0 Erstkonsolidierung zum 02.02.2023
Cefetra Premium Oils B.V., Spijkenisse, Niederlande 100,0 Erstkonsolidierung zum 30.01.2023
ChaeGwang Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Emmeringer Heizungsbau GmbH, Emmering 100,0 Erstkonsolidierung zum 01.01.2023
Haneul Bit Energy Co., Ltd., Yogin, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Iljo Bit Energy 1 Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Iljo Bit Energy 2 Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Iljo Bit Energy 3 Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Jigok Bit Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Mirae Bit Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
RIGI PV d.o.o., Zagreb, Kroatien 100,0 Erstkonsolidierung zum 23.06.2023
Solar Tech Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Solar Wood Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Solarcell Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.04.2023
Uwe Körner GmbH, Lachendorf 100,0 Erstkonsolidierung zum 20.03.2023

1 Bei den dargestellten Unternehmen bestand jeweils kein Anteilsbesitz im Vorjahr.

Gegründetes Unternehmen, das erstmals in den Konzernabschluss einbezogen wird 1

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In Prozent Anteil am Kapital Bemerkung
BayWa r.e. Solar Systems Single Member SA, Marousi, Griechenland 100,0 Erstkonsolidierung zum 08.03.2023

1 Bei dem dargestellten Unternehmen bestand kein Anteilsbesitz im Vorjahr.

Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen werden

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In Prozent Anteil am Kapital Anteil am Kapital Vorjahr Bemerkung
BayWa r.e. Operation Services, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,0 100,0 Entkonsolidierung zum 01.01.2023
EVN-ECOWIND Sonnenstromerzeugungs GmbH, Maria Enzersdorf, Österreich 50,0 50,0 Änderung zu At-Equity zum 31.03.2023
Wessex Grain Ltd., Henstridge, Großbritannien 100,0 100,0 Entkonsolidierung zum 01.01.2023

Unternehmen, die aufgrund von Beherrschungsverlust nicht mehr in den Konzernabschluss einbezogen werden 1

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In Prozent Anteil am Kapital Vorjahr Bemerkung
Airies 2 Windfarm Ltd., Edinburgh, Großbritannien 100,0 Liquidation zum 30.05.2023
Blue Solar LLC, Irvine, USA 100,0 Verkauf zum 01.01.2023
brandpower S1 GmbH, Kilb, Österreich 100,0 Verkauf zum 23.05.2023
brandpower S2 GmbH, Kilb, Österreich 100,0 Verkauf zum 23.05.2023
Dalquhandy Wind Farm Ltd., Edinburgh, Großbritannien 100,0 Verkauf zum 06.06.2023
Eko-En Skibno Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 Verkauf zum 24.01.2023
Notch Peak Solar, LLC, Irvine, USA 100,0 Verkauf zum 24.05.2023
Serralonga Energia S.r.l., Turin, Italien 52,0 Verkauf zum 24.05.2023

1 Bei den dargestellten Unternehmen besteht jeweils kein Anteilsbesitz zum Ende des 1. Halbjahres 2023.

Zugänge durch Unternehmenserwerbe im ersten Halbjahr 2023

Zugang: Uwe Körner GmbH, Lachendorf

Die BayWa AG hat über die BayWa Agrar Beteiligungs GmbH, München, mit Wirkung zum 20. März 2023 100 Prozent der Anteile an der Uwe Körner GmbH, Lachendorf, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die Uwe Körner GmbH ist ein Projektierer und Händler im Bereich Bewässerungstechnik mit Schwerpunkt in der Tropfen- und Sprinklerbewässerung in Norddeutschland und stellt für die BayWa eine regionale Expansion in diesem Bereich dar. Der beherrschende Einfluss der BayWa Agrar Beteiligungs GmbH besteht seit dem 20. März 2023. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus Vereinfachungsgründen auf den 1. April 2023. Die Anschaffungskosten der Anteile belaufen sich auf 7,3 Mio. Euro. Gemäß der vorläufigen Kaufpreisallokation resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Die Transaktionskosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb angefallen sind, belaufen sich auf 0,1 Mio. Euro.

Zusammengefasst stellen sich die Zugänge der Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) und Schulden bewertet zu beizulegenden Zeitwerten (gegliedert nach Hauptgruppen) aus dem Erwerb der Uwe Körner GmbH wie folgt dar (vorläufige Werte):

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In Mio. Euro Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte)
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 1,5
Sachanlagen 1,0
Finanzanlagen 0,0
Vorräte 1,6
Finanzielle Vermögenswerte -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0,8
davon: Forderungen (brutto) 0,6
davon: als einbringlich betrachtete Forderungen 0,6
Latente Steueransprüche 0,0
Flüssige Mittel 0,5
Passiva
Langfristige Finanzschulden -
Langfristige übrige Verbindlichkeiten 0,0
Kurzfristige Finanzschulden 0,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen 1,1
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten -
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 0,7
Latente Steuerschulden 0,6
Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 2,9
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 2,9
Anteil Minderheitsgesellschafter -

Die Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung lautet wie folgt:

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In Mio. Euro Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte)
Übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 7,3
Nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen -
Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 2,9
Geschäfts- oder Firmenwert 4,4

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte.

Umsatz- und Ergebnisbeitrag der im Berichtszeitraum erstmals konsolidierten Gesellschaft

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In Mio. Euro Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte)
Umsatzerlöse ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 1,5
Gewinn/​Verlust ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 0,2
Pro-forma-Umsatzerlöse für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.23 3,0
Pro-forma-Gewinn/​-Verlust für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.2023 0,3

Weitere Erwerbe im ersten Halbjahr 2023

Die BayWa AG hat über die Konzerngesellschaft Tracomex B.V., Oosterhout, Niederlande, 100 Prozent der Anteile an der Cefetra Premium Oils B.V., Spijkenisse, Niederlande, erworben. Der beherrschende Einfluss der Tracomex B.V. besteht seit dem 30. Januar 2023. Seit diesem Zeitpunkt wird die Cefetra Premium Oils B.V. in den Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 1,5 Mio. Euro.

Die BayWa AG hat über die Konzerngesellschaft BayWa r.e. AG, München, 100 Prozent der Anteile an der Proelektro SIA, Riga, Lettland, erworben, die nun als BayWa r.e. Solar Systems SIA, Riga, Lettland, firmiert. Der beherrschende Einfluss der BayWa r.e. AG besteht seit dem 2. Februar 2023. Seit diesem Zeitpunkt wird die BayWa r.e. Solar Systems SIA in den Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Kaufpreis beläuft sich auf 2,2 Mio. Euro.

Ergänzende Angaben zu den Unternehmenserwerben des Vorjahres

Sol in one GmbH, Kaiserslautern

Die Kaufpreisallokation der bereits im Januar 2022 erworbenen Sol in one GmbH, Kaiserslautern, war im Konzernabschluss 2022 als vorläufig enthalten. Diese wurde innerhalb des einjährigen Bewertungszeitraums an den finalen Stand des Bewertungsverfahrens angepasst. Die Auswirkungen der geänderten Kaufpreisallokation auf die Konzernbilanz stellen sich wie folgt dar:

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in Mio. Euro Vorläufige Zeitwerte bei Erstkonsolidierung Anpassungen Zeitwerte bei Erstkonsolidierung
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte 4,5 - 1,5 3,0
Sachanlagen 1,0 - 1,0
Finanzanlagen - - -
Vorräte 1,0 - 0,5 0,5
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 8,8 - 5,7 3,1
davon: Forderungen (brutto) 2,8 - 2,8
davon: als einbringlich betrachtete Forderungen 2,7 - 1,2 1,5
Latente Steueransprüche 0,1 0,1 0,2
Flüssige Mittel 0,5 - 0,5
15,9 - 7,6 8,3
Passiva
Langfristige Finanzschulden - - -
Langfristige übrige Verbindlichkeiten - - -
Kurzfristige Finanzschulden 3,9 - 3,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen - - -
Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten 0,3 - 0,3 -
Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten 4,2 2,7 6,9
Latente Steuerschulden 1,9 - 0,8 1,1
10,3 1,6 11,9
Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 5,7 - 9,3 - 3,6
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 4,6 - 7,4 - 2,9
Anteil Minderheitsgesellschafter 1,1 - 1,9 - 0,7

Die Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung - getrennt nach vorläufiger und finaler Kaufpreisallokation - lautet wie folgt:

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in Mio. Euro Vorläufige Zeitwerte bei Erstkonsolidierung Anpassungen Zeitwerte bei Erstkonsolidierung
Übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile 12,0 - 4,2 7,8
Nicht beherrschende Anteile an den erworbenen Unternehmen 1,1 - 1,9 - 0,7
Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung 4,6 - 7,4 - 2,9
Geschäfts- oder Firmenwert 7,5 3,1 10,6

Der Geschäfts- oder Firmenwert, der im Abschluss zum 31. Dezember 2022 noch unter dem Vorbehalt der Vorläufigkeit bilanziert wurde, wurde von 7,5 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro angepasst.

Finanzinstrumente

Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum Berichtsstichtag 30. Juni 2023 wie folgt dar:

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In Mio. Euro
30.06.2023
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) 116,5 533,9 1,3 651,6
Wertpapiere 24,2 - - 24,2
Wertpapiere (OCI-Option) 55,9 - - 55,9
196,6 533,9 1,3 731,8
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) 115,1 260,4 47,5 422,9
115,1 260,4 47,5 422,9
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In Mio. Euro
31.12.2022
Level 1 Level 2 Level 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte
Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) 141,1 568,0 - 709,1
Wertpapiere 24,1 - - 24,1
Wertpapiere (OCI-Option) 59,1 - - 59,1
224,3 568,0 - 792,3
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) 113,4 288,9 69,3 471,6
113,4 288,9 69,3 471,6

Die Level der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

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Level 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise.

Level 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen.

Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren).

Im Geschäftsjahr 2022 wurde zusammen mit einem Einkaufskontrakt im Energiehandel gleichzeitig ein Verkaufskontrakt abgeschlossen, sodass beide erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2023 Einkaufskontrakte abgeschlossen, für welche die Fair-Value-Option ausgeübt wurde. Die Bewertung der Kontrakte erfolgt anhand eines internen Bewertungsmodells auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren unter Verwendung der Barwertmethode (Level 3). Die wesentlichen nicht beobachtbaren Inputfaktoren umfassen das Basisrisiko, den Market Value Advantage sowie die Capture Rate. Die Abschläge auf das Basisrisiko werden mit der auf historischen Marktpreisen basierenden Profit-at-Risk-Methode abgeleitet. Der Market Value Advantage und die Capture Rate werden durch einen Vergleich des Typs des installierten Erzeugungssystems mit dem Durchschnittswert vergleichbarer installierter Systeme geschätzt.

Im Zuge der Sensitivitätsanalyse wurden die Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert bei einer Änderung genannter nicht beobachtbarer Inputfaktoren ermittelt. Eine gleichzeitige Änderung des Basisrisikos und des Market Value Advantage um plus/​minus 1 Prozent, führt zu einem abweichenden beizulegenden Zeitwert von minus/​plus 0,01 Prozent. Eine Veränderung beider Faktoren um plus/​minus 5 Prozent resultiert in einer Veränderung von minus/​plus 0,03 Prozent. Die im Vergleich zum Vorjahr verringerte Sensitivität resultiert aus der niedrigeren Risikobewertung dieser Faktoren aufgrund des deutlich gefallenen Marktpreis- sowie Volatilitätsniveaus. Die solitäre Änderung des Market Value Advantage führt hingegen zu kaum einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts. Für den Inputfaktor Capture Rate werden keine Änderungen erwartet, da die Capture Rate während der Laufzeit des Vertrags konstant bleibt. Aus der Capture Rate resultiert daher keine Sensitivität. Das Basisrisiko ist somit als einziger wesentlicher Treiber der Sensitivität zu identifizieren, sodass keine weiteren alternativen Annahmen zu den verbleibenden Inputfaktoren erforderlich sind. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Basisrisiko und der Marktpreisvolatilität. Eine Veränderung der nicht beobachtbaren Inputfaktoren - insbesondere des Basisrisikos - wirkt sich unwesentlich auf den beizulegenden Zeitwert aus. Unter üblichen Marktbedingungen können sich die Volatilitäten um plus/​minus 10 Prozent ändern.

Die beizulegenden Zeitwerte der Level 3 zugeordneten Verträge entwickelten sich wie folgt:

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In Mio. Euro Finanzielle Vermögenswerte (Level 3) Finanzielle Verbindlichkeiten (Level 3)
Stand 01.01.2023 - 69,3
Zugänge 1,3 1,2
Abgänge - -
Erfolgswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts - - 23,0
Erfolgsneutrale Veränderung des beizulegenden Zeitwerts - -
Stand 30.06.2023 1,3 47,5

Schuldverschreibung/​Eigenkapitaltitel

Am 5. Mai 2023 wurde eine Hybridanleihe (ISIN DE000A351PD9) mit einem Volumen von 60,0 Mio. Euro emittiert. Die Vertragsbedingungen beinhalten keinerlei Zahlungsverpflichtungen der BayWa AG, die insgesamt oder in Teilen zur Klassifizierung der Anleihe als finanzielle Verbindlichkeit führen. Daher wurde die Anleihe im Einklang mit IAS 32 als Eigenkapitalinstrument klassifiziert und im Eigenkapital als gesonderter Posten ausgewiesen. Sie hat eine unendliche Laufzeit und kann nur seitens der BayWa ordentlich oder beim Eintritt bestimmter Ereignisse auch außerordentlich gekündigt werden. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt dann die Rückzahlung. Hinsichtlich der Verzinsung im Zeitraum zwischen Emission und Rückzahlung sind zwei Zinsphasen zu unterscheiden: In der Zinsphase bis zum ersten möglichen Rückzahlungstermin im Jahr 2028 beläuft sich der Zinssatz auf fixe 7,750 Prozent, in der sich anschließenden zweiten Phase bis zur Rückzahlung erfolgt die Verzinsung variabel mit vorab festgelegter Marge. Das Disagio, die Bankgebühren und die Transaktionskosten sowie die aktiven latenten Steuern darauf wurden gemäß IAS 32.37 f. direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Seit der Emission im Mai 2023 wurden bislang noch keine dividendenähnlichen Zahlungen geleistet.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 waren keine Schuldscheindarlehen fällig. Es wurden aber zwei neue Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnominalvolumen von 11,0 Mio. Euro und einer Laufzeit bis 10. Februar 2033 begeben. Die Verzinsung erfolgt mit 4,811 Prozent fix.

Gewinnverwendung des Bilanzgewinns 2022

Die Hauptversammlung hat am 6. Juni 2023 folgende Gewinnverwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2022 der BayWa AG beschlossen:

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In Euro 2022
1,10 Euro Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 39.209.069,90
0,10 Euro Sonderdividende je dividendenberechtigter Stückaktie aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der BayWa AG 3.564.460,90
Vortrag auf neue Rechnung 122.970.910,22
Bilanzgewinn 165.744.441,02

Die Dividende wurde am 9. Juni 2023 ausgezahlt. Der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag verminderte sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, da diesen gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Dieser Teilbetrag wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie resultiert aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG nach Berücksichtigung der Dividende auf das Hybridkapital, geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten Aktien.

Effekte, die zu einer Verwässerung führten, hat es nicht gegeben. Damit entsprechen sich das verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je Aktie.

Berichtspflichtige Sachverhalte

In der Halbjahresfinanzberichterstattung ist über Sachverhalte zu berichten, die Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows beeinflusst haben und die aufgrund ihrer Art, ihres Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit ungewöhnlich sind.

Im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2023 haben sich keine wesentlichen berichtspflichtigen Sachverhalte ereignet. Hinsichtlich bestehender Effekte aus Unternehmenserwerben und Unternehmensveräußerungen wird auf die zuvor gemachten Ausführungen verwiesen.

Steuerberechnung

Die Steuerberechnung erfolgt mit dem gewichteten durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatz, getrennt nach Regionen. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den Folgeperioden ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Im Dezember 2021 veröffentlichte die OECD Musterregeln für einen neuen globalen Rahmen für die effektive Mindestbesteuerung, um sicherzustellen, dass die Gewinne multinationaler Konzerne mit einem Gesamtjahresumsatz von mindestens 750 Mio. Euro mit einem Mindestsatz von 15 Prozent pro Land besteuert werden. Die Europäische Union hat sich im Dezember 2022 einstimmig auf die Umsetzung dieses Rahmens in Form einer Richtlinie geeinigt, der auch für rein inländische Unternehmen mit einem gewissen Mindestumsatz gelten soll. Die EU-Richtlinie muss bis zum 31. Dezember 2023 in das nationale Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt werden, damit sie für Wirtschaftsjahre, die nach diesem Stichtag beginnen, gilt. Einige Länder haben bereits Gesetzentwürfe zu dem Rahmenwerk veröffentlicht, für die deutsche Gesetzgebung besteht ein Gesetzentwurf, der jedoch noch nicht in Kraft getreten ist.

Für den BayWa-Konzern soll der neue Rechtsrahmen ab dem Geschäftsjahr 2024 gelten. Derzeit werden die möglichen künftigen Auswirkungen der Vorschriften auf den BayWa-Konzern einschließlich der Auswirkungen auf die laufenden Steuern und die Steuerzahlungen analysiert.

Der BayWa-Konzern macht von der vorübergehenden Ausnahme, die aus der Implementierung der globalen Mindestbesteuerungsregelungen resultiert, Gebrauch, latente Steuern nicht bilanzieren zu müssen.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Weder bei den Eventualschulden noch bei den Eventualforderungen haben sich wesentlichen Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2022 ergeben.

Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach der indirekten Methode erstellt und nach den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.

Sonstige berichtspflichtige Sachverhalte nach dem Bilanzstichtag

Seit dem Bilanzstichtag am 30. Juni 2023 haben sich keine sonstigen berichtspflichtigen Sachverhalte ergeben, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben und hätten berichtet werden müssen.

Prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts

Der Halbjahresfinanzbericht wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

Segmentberichterstattung

Die Segmentberichterstattung ist im Vorjahresvergleich unverändert. Lediglich die Reihenfolge der Darstellung hat sich dahin gehend geändert, dass das Segment Global Produce nun zwischen den Segmenten Technik und Bau eingeordnet ist. Die Darstellung des Vorjahres wurde zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Entsprechend der operativen Geschäftsaktivitäten des BayWa-Konzerns sind die berichtspflichtigen Segmente gemäß IFRS 8 die Segmente Regenerative Energien, Energie, Cefetra Group, Agrar, Technik, Global Produce und Bau. Daneben werden - wie bisher - das Segment Innovation & Digitalisierung sowie die Sonstigen Aktivitäten gesondert ausgewiesen.

Die Geschäftsaktivitäten des Segments Regenerative Energien gliedern sich unter dem Dach der BayWa r.e. AG in die drei Bereiche Projects, Operations und Solutions. Der Bereich Projects befasst sich weltweit mit der Planung, Projektierung und dem Bau von Wind- und Solarenergieanlagen sowie der Veräußerung der betriebsfertigen Anlagen. Der Bereich Operations umfasst planerische und technische Dienstleistungen, die Versorgung mit Verbrauchsmaterialien, die technische und kaufmännische Betriebsführung, die Instandhaltung der Anlagen, den Energiehandel sowie die Vermarktung von Strom aus eigenen Anlagen als Independent Power Producer (IPP). Im Bereich Solutions werden Photovoltaiksysteme und -komponenten vertrieben und maßgeschneiderte Energielösungen für die Energieversorgung von Gewerbe- und Industriekunden entwickelt.

Das Segment Energie beinhaltet die flächendeckende Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen, AdBlue sowie Holzpellets und Wärmelösungen. Daneben bietet das Segment auch Lösungen in den Bereichen Elektromobilität, LNG (Liquefied Natural Gas) und digitale Mobilität.

Das Segment Cefetra Group ist auf den internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten spezialisiert und deckt als Supply Chain Manager die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb ab. Zu den Kunden zählen lokale und internationale Getreide- und Ölmühlen, Brauereien und Mälzereien, Hersteller von Stärke- und Futtermitteln sowie Hersteller von Biokraftstoffen und Ethanol. Daneben wird im Segment Cefetra Group das Geschäft mit Waren wie Stärkeprodukten, Reis und Hülsenfrüchten, aber auch mit Bioprodukten gezielt ausgebaut. Das Segment Cefetra Group bedient so die wachsende Nachfrage der Lebens- und Futtermittelindustrie nach diesen Produkten.

Schwerpunkt des Segments Agrar ist das direkte Handelsgeschäft mit den Landwirten. Dazu versorgt es landwirtschaftliche Kunden in Deutschland über das ganze Jahr hinweg mit Betriebsmitteln, die für die landwirtschaftliche Produktion notwendig sind, z. B. mit Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmitteln sowie mit Futter- und Hygienemitteln für die Tierhaltung. Zudem erfasst das Segment nach der Ernte Agrarerzeugnisse wie Getreide, Ölsaaten oder Hopfen und vermarktet diese an lokale und regionale Verarbeiter, aber auch in Exportmärkte. Dafür verfügt es über eine hohe Lager- und Logistikleistung einschließlich Anschluss zur Ostsee über zwei Häfen. Über die Konzerngesellschaft RWA Raiffeisen Ware Austria AG, die mit über 400 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten enge Geschäftsbeziehungen unterhält, ist das Segment Agrar auch in Österreich flächendeckend vertreten.

Im Segment Technik ist der Vertrieb von Maschinen, Geräten und Anlagen für die Land-, Forst- und Kommunalwirtschaft in Deutschland und Österreich gebündelt. Das Segment deckt neben dem Verkauf von Neu- und Gebrauchtmaschinen auch Wartungs- und Reparaturleistungen inkl. Ersatzteilservice ab. Die BayWa ist weltweit der größte Vertriebspartner des AGCO-Konzerns mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra und Challenger sowie führend im globalen Vertrieb von CLAAS-Landmaschinen. Zum Kundenkreis zählen neben Agrar- und Forstbetrieben auch Wein- und Obstbauern, Kommunen und gewerbliche Unternehmen. Angeboten werden hier auch verschiedene Marken von Fahrzeugen für den Kehr-, Reinigungs- und Winterdienst sowie Mäh- und Sportplatztechnik. Darüber hinaus expandiert auch das Segment Technik in internationale Märkte wie die Niederlande, Südafrika und Kanada.

Das Segment Global Produce fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obst- und Gemüseanbau und den Handel mit diesen Produkten zusammen. In Deutschland ist die BayWa der bedeutendste Einzelvermarkter von heimischem Tafelkernobst für den Lebensmitteleinzelhandel. Haupterfassungsgebiet ist die Bodenseeregion. Im internationalen Kontext gehören zum Segment auch die neuseeländische T&G Global-Unternehmensgruppe mit Sitz in Auckland sowie der niederländischen Südfrüchtehändler TFC Holland B.V., Maasdijk, mit denen die gesamte Wertschöpfungskette in der Obst- und Gemüsevermarktung global abgedeckt wird.

Das Segment Bau deckt das komplette Baustoffsortiment ab - von Tiefbau, Hochbau, Neubau, Renovierung und Modernisierung über Garten- und Landschaftsbau bis hin zu energetischen und baugesunden Lösungspaketen. Die Kernregion des Segments Bau liegt in Süddeutschland und Österreich. Das Produktspektrum richtet sich an Bauunternehmen, Kommunen, Handwerks- und Gewerbebetriebe sowie den privaten Endverbraucher. Ergänzend bietet das Segment Bau den Kunden zahlreiche Spezialisierungen und vielfältige Dienstleistungen sowie Kompetenz und Unterstützung bei innovativen Themen wie gesundes Bauen, Energieeffizienz oder Building Information Modeling (BIM).

Mit dem Segment Innovation & Digitalisierung hat sich die BayWa auf die digitale Zukunft eingestellt. Hier werden zum einen die Aktivitäten im Bereich Digital Farming gesteuert; dies umfasst insbesondere die Entwicklung und Vermarktung der digitalen Angebote zur Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft. Zum anderen ist der Online-Vertrieb im BayWa-Konzern unter dem Dach des BayWa Portals im Segment Innovation & Digitalisierung gebündelt.

Die Sonstigen Aktivitäten umfassen neben Randaktivitäten überwiegend die Aktivitäten des BayWa-Konzerns im Bereich der Immobilien.

Neben den in den Segmenten ausgewiesenen Umsatzerlösen mit Dritten werden zusätzlich die Umsatzerlöse innerhalb und zwischen den Segmenten dargestellt. Eine Untergliederung der Umsatzerlöse nach einzelnen Produkten und Dienstleistungen wird auf Konzernebene aufgrund der Heterogenität der im Konzern abgesetzten Produkte nicht vorgenommen. Sowohl die Umsätze innerhalb als auch zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden neben dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und dem Ergebnis vor Steuern (EBT) die Abschreibungen bzw. Zuschreibungen ausgewiesen. Im BayWa-Konzern setzt sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus dem Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit zuzüglich des Ergebnisses aus at-Equity-bilanzierten Anteilen und dem übrigen Beteiligungsergebnis zusammen. Nach der gleichen Logik ermittelt sich folglich auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA).

Ein separater Ausweis pro Segment erfolgt weiterhin für das Vermögen, die Vorräte sowie die Verbindlichkeiten. Um die Aussagekraft der Segmentinformationen zu erhöhen, werden die Segmentverbindlichkeiten in den Segmenten Regenerative Energien, Cefetra Group, Global Produce und Bau konsolidiert dargestellt. Somit wird hier nicht auf die reinen Meldedaten in Summe rekurriert und die diesbezüglichen Konsolidierungseffekte werden nicht der Überleitungsspalte zugeordnet.

Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen) sind ebenfalls auf die Segmente aufgeteilt. Hierbei handelt es sich um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die Anzahl der Mitarbeiter pro Segment im Jahresdurchschnitt.

Die Überleitung enthält im Wesentlichen die Abschreibung auf die im Rahmen von Kaufpreisallokationen aus Vorjahren aufgedeckten stillen Reserven und immateriellen Vermögenswerte.

Segmentinformationen nach Regionen

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Außenumsätze Langfristige Vermögenswerte
In Mio. Euro Q1-2/​2023 Q1-2/​2022 30.06.2023 31.12.2022
Deutschland 4.779,8 4.695,7 1.972,1 1.841,4
Österreich 1.826,8 1.965,1 553,8 542,6
Niederlande 987,7 1.273,3 248,6 248,1
Neuseeland 157,0 167,7 321,4 321,7
USA 429,3 623,0 631,5 612,8
Übriges Ausland 4.378,6 4.189,1 979,6 824,3
davon: restliches Europa 3.907,4 3.819,8 665,2 506,7
Konzern 12.559,2 12.913,9 4.707,1 4.390,9

Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) für das erste Halbjahr 2023

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In Mio. Euro Q1-2/​2023 Regenerative Energien Energie Cefetra Group Agrar Technik Global Produce
Umsatzerlöse mit Dritten 3.046,1 1.329,2 2.703,7 2.790,2 1.182,2 518,1
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 236,2 160,8 354,1 301,9 21,5 71,4
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 8,4 11,2 11,5 23,6 1,4 -
Umsatzerlöse gesamt 3.290,7 1.501,2 3.069,3 3.115,7 1.205,1 589,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 128,3 17,1 34,7 60,9 55,9 15,2
Abschreibungen - 29,9 - 7,8 - 4,4 - 21,1 - 12,0 - 17,3
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 98,4 9,3 30,3 39,8 43,9 - 2,1
Ergebnis vor Steuern (EBT) 34,4 7,6 14,0 9,1 28,0 - 9,4
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Konzernhalbjahresüberschuss
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In Mio. Euro Q1-2/​2023 Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Überleitung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 978,8 5,1 5,8 - 12.559,2
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 31,5 0,3 11,0 - 1.188,7
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0,6 0,1 2,0 - 58,8
Umsatzerlöse gesamt 1.010,9 5,5 18,8 - 13.806,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 19,0 - 1,6 - 13,2 5,8 322,1
Abschreibungen - 18,3 - 1,6 - 16,8 - 6,0 - 135,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 0,7 - 3,2 - 30,0 - 0,2 186,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) - 19,1 - 4,1 - 27,6 - 0,2 32,7
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 9,5
Konzernhalbjahresüberschuss 23,2

Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (GuV) für das erste Halbjahr 2022

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In Mio. Euro Q1-2/​2022 Regenerative Energien Energie Cefetra Group Agrar Technik Global Produce
Umsatzerlöse mit Dritten 2.733,8 1.477,2 3.054,6 2.982,3 1.033,9 458,8
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 207,5 213,1 337,8 339,8 23,7 70,1
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0,9 12,7 21,3 13,8 1,1 -
Umsatzerlöse gesamt 2.942,2 1.703,0 3.413,7 3.335,9 1.058,7 528,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 115,0 28,3 40,5 154,4 46,5 34,3
Abschreibungen - 30,0 - 7,7 - 3,9 - 20,2 - 11,4 - 17,9
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 85,0 20,6 36,6 134,2 35,1 16,4
Ergebnis vor Steuern (EBT) 44,8 19,8 31,3 120,6 28,0 10,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Konzernhalbjahresüberschuss
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In Mio. Euro Q1-2/​2022 Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Überleitung Konzern
Umsatzerlöse mit Dritten 1.160,7 4,8 7,8 - 12.913,9
Umsatzerlöse innerhalb des Segments 32,4 0,6 9,1 - 1.234,1
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 0,5 0,1 1,0 - 51,4
Umsatzerlöse gesamt 1.193,6 5,5 17,9 - 14.199,4
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 59,7 - 2,4 - 21,3 - 455,0
Abschreibungen - 16,2 - 2,6 - 15,4 - 1,2 - 126,5
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 43,5 - 5,0 - 36,7 - 1,2 328,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 33,4 - 5,3 - 31,3 - 1,2 250,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 73,0
Konzernhalbjahresüberschuss 177,6

Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) zum 30. Juni 2023

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In Mio. Euro 30.06.2023 Regenerative Energien Energie Cefetra Group Agrar Technik Global Produce
Vermögen 5.010,1 521,2 1.242,5 1.849,6 1.335,2 765,0
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 97,2 4,8 1,9 21,8 10,2 21,7
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - 0,3 - 3,0
Vorräte 1.604,3 81,9 503,9 581,6 824,4 82,0
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 3.823,6 479,4 1.056,6 1.733,4 1.472,7 491,4
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 205,1 13,7 5,0 23,4 13,7 49,4
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 4.374 1.441 705 3.748 3.943 2.920
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In Mio. Euro 30.06.2023 Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Überleitung Konzern
Vermögen 1.216,8 36,4 6.007,9 - 5.197,6 12.787,1
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 4,9 - 144,6 - 307,1
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - 3,3
Vorräte 470,3 2,2 1,9 - 2,6 4.149,9
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - -
Schulden 1.285,1 54,0 3.382,4 - 2.881,9 10.896,7
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 20,2 1,9 24,0 - 356,4
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 4.700 150 1.056 - 23.037

Verkürzte Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern (Bilanz) zum 31. Dezember 2022

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In Mio. Euro 31.12.2022 Regenerative Energien Energie Cefetra Group Agrar Technik Global Produce
Vermögen 5.048,6 537,8 1.328,4 2.194,8 1.161,7 729,2
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 77,4 0,7 1,9 21,4 11,3 21,6
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - 0,3 - 15,1
Vorräte 1.774,7 98,6 643,1 1.102,9 686,5 37,8
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - - -
Schulden 3.857,6 528,2 1.151,3 2.084,5 1.293,3 423,4
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 176,1 19,9 31,6 124,7 41,8 112,8
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 3.754 1.411 623 3.630 3.826 3.151
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In Mio. Euro 31.12.2022 Bau Innovation & Digitalisierung Sonstige Aktivitäten Überleitung Konzern
Vermögen 1.112,5 45,1 6.025,0 - 5.206,7 12.976,4
davon: at-Equity-bilanzierte Anteile 4,5 - 139,9 - 278,7
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - 1,0 - 16,4
Vorräte 414,3 1,2 0,5 - 2,8 4.756,8
davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - -
Schulden 1.202,1 58,0 3.370,6 - 2.901,6 11.067,4
davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten - - - - -
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) 65,1 3,9 42,5 - 618,4
Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt 4.661 220 1.017 - 22.293

Verkürzte Segmentberichterstattung nach Geschäftsfeldern (GuV) - Quartalsaufteilung

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In Mio. Euro Q1/​2023 Q2/​2023 Q1-2/​2023 Q1/​2022 Q2/​2022 Q1-2/​2022
Umsatzerlöse mit Dritten
Regenerative Energien 1.499,5 1.546,6 3.046,1 1.593,5 1.140,3 2.733,8
Energie 633,2 696,0 1.329,2 649,2 828,0 1.477,2
Cefetra Group 1.445,9 1.257,8 2.703,7 1.434,1 1.620,5 3.054,6
Agrar 1.484,8 1.305,4 2.790,2 1.397,9 1.584,4 2.982,3
Technik 539,9 642,3 1.182,2 476,0 557,9 1.033,9
Global Produce 257,1 261,0 518,1 224,3 234,5 458,8
Bau 414,4 564,4 978,8 477,4 683,3 1.160,7
Innovation & Digitalisierung 2,7 2,4 5,1 2,4 2,4 4,8
Sonstige Aktivitäten 2,9 2,9 5,8 2,2 5,6 7,8
Gesamt 6.280,4 6.278,8 12.559,2 6.257,0 6.656,9 12.913,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
Regenerative Energien 70,8 57,5 128,3 78,4 36,6 115,0
Energie 8,3 8,8 17,1 12,2 16,1 28,3
Cefetra Group 18,9 15,8 34,7 19,0 21,5 40,5
Agrar 41,5 19,4 60,9 68,1 86,3 154,4
Technik 28,3 27,6 55,9 16,9 29,6 46,5
Global Produce - 3,9 19,1 15,2 15,9 18,4 34,3
Bau 0,0 19,0 19,0 6,8 52,9 59,7
Innovation & Digitalisierung - 0,3 - 1,3 - 1,6 - 1,5 - 0,9 - 2,4
Sonstige Aktivitäten - 4,8 - 8,4 - 13,2 - 9,3 - 12,0 - 21,3
Überleitung 0,0 5,8 5,8 0,0 0,0 0,0
Gesamt 158,8 163,3 322,1 206,5 248,5 455,0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Regenerative Energien 53,0 45,4 98,4 63,9 21,1 85,0
Energie 4,5 4,8 9,3 8,4 12,2 20,6
Cefetra Group 17,1 13,2 30,3 17,1 19,5 36,6
Agrar 31,0 8,8 39,8 58,7 75,5 134,2
Technik 22,4 21,5 43,9 11,3 23,8 35,1
Global Produce - 12,6 10,5 - 2,1 7,3 9,1 16,4
Bau - 9,1 9,8 0,7 - 1,2 44,7 43,5
Innovation & Digitalisierung - 1,1 - 2,1 - 3,2 - 2,8 - 2,2 - 5,0
Sonstige Aktivitäten - 13,3 - 16,7 - 30,0 - 16,8 - 19,9 - 36,7
Überleitung - 0,1 - 0,1 - 0,2 - 1,0 - 0,2 - 1,2
Gesamt 91,8 95,1 186,9 144,9 183,6 328,5
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Regenerative Energien 20,1 14,3 34,4 45,1 - 0,3 44,8
Energie 3,6 4,0 7,6 7,9 11,9 19,8
Cefetra Group 7,4 6,6 14,0 14,2 17,1 31,3
Agrar 16,2 - 7,1 9,1 51,8 68,8 120,6
Technik 14,8 13,2 28,0 7,6 20,4 28,0
Global Produce - 15,8 6,4 - 9,4 4,8 5,7 10,5
Bau - 18,2 - 0,9 - 19,1 - 6,6 40,0 33,4
Innovation & Digitalisierung - 1,5 - 2,6 - 4,1 - 3,0 - 2,3 - 5,3
Sonstige Aktivitäten - 11,9 - 15,7 - 27,6 - 13,9 - 17,4 - 31,3
Überleitung - 0,1 - 0,1 - 0,2 - 0,8 - 0,4 - 1,2
Gesamt 14,6 18,1 32,7 107,1 143,5 250,6
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In Mio. Euro Veränderung Q1-2 in %
Umsatzerlöse mit Dritten
Regenerative Energien 11,4
Energie - 10,0
Cefetra Group - 11,5
Agrar - 6,4
Technik 14,3
Global Produce 12,9
Bau - 15,7
Innovation & Digitalisierung 6,3
Sonstige Aktivitäten - 25,6
Gesamt - 2,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)
Regenerative Energien 11,6
Energie - 39,6
Cefetra Group - 14,3
Agrar - 60,6
Technik 20,2
Global Produce - 55,7
Bau - 68,2
Innovation & Digitalisierung 33,3
Sonstige Aktivitäten 38,0
Überleitung > 100,0
Gesamt - 29,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Regenerative Energien 15,8
Energie - 54,9
Cefetra Group - 17,2
Agrar - 70,3
Technik 25,1
Global Produce > - 100,0
Bau - 98,4
Innovation & Digitalisierung 36,0
Sonstige Aktivitäten - 18,3
Überleitung - 83,3
Gesamt - 43,1
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Regenerative Energien - 23,2
Energie - 61,6
Cefetra Group - 55,3
Agrar - 92,5
Technik 0,0
Global Produce > - 100,0
Bau > - 100,0
Innovation & Digitalisierung 22,6
Sonstige Aktivitäten 11,8
Überleitung 83,3
Gesamt - 87,0

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernhalbjahreszwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, 1. August 2023

BayWa Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Marcus Pöllinger
Andreas Helber
Dr. Marlen Wienert
Reinhard Wolf

Finanzkalender

Termine 2023

Veröffentlichung Zahlen zum 3. Quartal 2023

09.11.2023, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call

09.11.2023, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz

Termine 2024

Konzernabschluss 2023

28.03.2024, 10.30 Uhr - Bilanz-Pressekonferenz, München

28.03.2024, 14.00 Uhr - Analystenkonferenz, München

Veröffentlichung Zahlen zum 1. Quartal 2024

08.05.2024 - Pressemitteilung

08.05.2024, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call

Hauptversammlung 2024

11.06.2024, 10.00 Uhr

Kontakt

BayWa AG
Investor Relations
Arabellastraße 4
81925 München
investorrelations@baywa.de
www.baywa.com