BayWa AktiengesellschaftMünchenHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023
Halbjahresfinanzbericht 2023
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| In Mio. Euro | Q2/2023 | Q2/2022 | Veränderung in % | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % |
| Umsatz | 6.278,8 | 6.656,9 | - 5,7 | 12.559,2 | 12.913,9 | - 2,7 |
| EBIT | 95,1 | 183,6 | - 48,2 | 186,9 | 328,5 | - 43,1 |
Das EBIT im Geschäftsfeld Energie in Höhe von
107,7 Mio. Euro hat sich gegenüber dem Vorjahreswert
um 2 Prozent erhöht. Zurückzuführen ist
diese positive Entwicklung ausschließlich auf das
Segment Regenerative Energien: Im ersten Halbjahr erfolgten
Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund 120
Megawatt (MW) und auch das Handelsgeschäft mit
Photovoltaik-(PV-)Komponenten verzeichnete eine anhaltend
hohe Nachfrage. Zudem profitierte der Energiehandel von den
geschlossenen Stromkontrakten des Vorjahres und von
Stromerlösen aus eigenen Energieerzeugungsanlagen. Im
Segment Energie lag das operative Ergebnis zum 30. Juni
2023 erwartungsgemäß unter dem hohen Niveau des
Vorjahres. Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine
geringere Handelsmarge bei Holzpellets aufgrund stark
rückläufiger Preise zurückzuführen.
Zudem verzeichnete der Handel mit Kraft- und Schmierstoffen
konjunkturbedingte Rückgänge. Gegenläufig
entwickelte sich der Absatz von Heizöl, hier konnten
die Absatzvolumina des Vorjahres leicht gesteigert werden.
Ende Juni 2023 eröffnete die BayWa Power Liquids
GmbH in Zwickau ihre Tankstelle mit LNG (Liquefied Natural
Gas - flüssiges Erdgas) und baut damit das Angebot
für CO2-optimierte Lösungen aus. Insgesamt
betreibt die BayWa-Tochter 12 LNG-Tankstellen in
Deutschland.
Im Geschäftsfeld Agrar konnte das EBIT in der
Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahr
erwartungsgemäß nicht gesteigert werden.
Lediglich im Segment Technik sind Ergebniszuwächse
gegenüber dem Vorjahr erzielt worden, positiv wirkte
sich hier der hohe Auftragsbestand des Vorjahres auf das
Ergebnis aus. Die Segmente Cefetra Group und Agrar
profitierten von Preisvolatilitäten in einem insgesamt
fallenden Markt. Trotz stark rückläufiger Preise
kam es insbesondere aufgrund von pessimistischen Prognosen
und der Ungewissheit über die Erweiterung des
Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine zu
starken Preisschwankungen. Das Segment Agrar konnte hierbei
vor allem die Getreidekontrakte des Vorjahres zu guten
Konditionen abwickeln. Im Handel mit Betriebsmitteln
hingegen sind die Margen unter Druck geraten.
Rückläufige Betriebsmittelpreise, insbesondere
bei Düngemitteln, und eine u. a. witterungsbedingt
verhaltene Nachfrage haben das Ergebnis im Segment Agrar
belastet. Im Segment Cefetra Group trägt vor allem der
Handel mit Spezialitäten mit einem kontinuierlich
wachsenden Anteil zu der positiven Ergebnisentwicklung bei.
Die Ausnahmesituation im Segment Global Produce aufgrund
des Tropensturms "Gabrielle" in Neuseeland und den damit
verbundenen Kosten für die Beseitigung der
Schäden auf den Apfelplantagen werden die
Geschäftsentwicklung auch über das
Geschäftsjahr 2023 hinaus nachteilig beeinflussen, bis
die Bäume wieder in vollem Umfang Ernteertrag
abwerfen. Das geringere Handelsvolumen bei Äpfeln
dürfte nur partiell durch Preiseffekte kompensiert
werden können.
Im Segment Bau haben sowohl interne als auch externe
Faktoren zu einem niedrigen EBIT geführt. Extern ist
der Grund hierfür im Wesentlichen der Einbruch im
Wohnungsbau. Steigende Bau- und Finanzierungskosten haben
die Investitionsbereitschaft ausgebremst. Bis Ende April
wurde in Deutschland rund ein Drittel weniger
Wohnungsbauten im Vergleich zur Vorjahresperiode genehmigt.
Zudem war das zweite Quartal vor allem zu Beginn im April
von überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen
beeinträchtigt. Dies führte teilweise zu
Einschränkungen bei Bautätigkeiten im Freien.
Diesen Entwicklungen konnte sich die BayWa nicht entziehen.
Nahezu über die gesamte Produktpalette hinweg sind die
Absätze gesunken. Intern hatte das Segment auch die
Auszahlung der Sonderprämie für Mitarbeiter mit
rund 7 Mio. Euro zu tragen. Für das laufende
Geschäftsjahr 2023 dürfte sich die
Gesamtsituation nicht wesentlich ändern, und es ist
davon auszugehen, dass sich die EBIT-Entwicklung im Segment
Bau verglichen mit den vergangenen Bauboom-Jahren stark
reduzieren wird. Allerdings bleibt der Wohnbedarf
ungebrochen hoch und bei vielen Bestandsimmobilien sind
energetische Sanierungen zu erwarten.
Auf Basis der im ersten Halbjahr 2023 erreichten
Ergebnisse der Segmente bestätigt der Vorstand seine
Prognose, das geplante EBIT-Ziel des BayWa-Konzerns von 320
Mio. Euro bis 370 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 zu
erreichen.
Für das Gesamtjahr 2023 wird erwartet, dass der
weltweite Zubau von Windenergieanlagen knapp 109 Gigawatt
(GW) erreichen wird, was einem Anstieg gegenüber dem
Vorjahr um etwa 25 Prozent entspricht. Dabei dürfte
der Anteil an Onshore-Windenergie rund 93 GW und
Offshore-Windenergie knapp 16 GW betragen. Neben China als
dem größten Einzelmarkt dürfte das Wachstum
vor allem der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika)
zuzurechnen sein. Im Bereich Solarenergie ist laut globalen
Prognosen im laufenden Jahr ein Zubau von knapp 344 GW zu
erwarten. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem
Vorjahr um 36 Prozent. Neben den Wachstumstreibern China,
USA, Indien und Brasilien dürften rund 16 Prozent des
Zubaus bei PV-Anlagen der EMEA-Region zufallen. Als
Haupttreiber für den verstärkten Bau neuer Solar-
und Windanlagen ist neben der Erfüllung der
ambitionierten Klimaziele auch der Krieg gegen die Ukraine
anzusehen, um letztlich unabhängiger von Importen
fossiler Energieträger wie Gas und Öl zu werden.
Im ersten Halbjahr 2023 deckten erneuerbare Energien
57,7 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland ab, was
einem Anstieg von knapp 6 Prozent gegenüber dem
Vorjahr entspricht. Der höhere Anteil an erneuerbaren
Energien ist jedoch auf eine insgesamt niedrigere
Stromerzeugung als im Vorjahr zurückzuführen:
Während die Stromerzeugung aus fossilen
Energieträgern und Kernenergie rückläufig
war, blieb die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien
stabil. In Summe wurden im ersten Halbjahr 2023 knapp 130
Terawattstunden (TWh) und damit nahezu die gleiche Menge
Ökostrom wie im Vorjahreszeitraum ins Netz
eingespeist. Dabei konnte die Menge im witterungsbedingt
schwächeren ersten Quartal durch die Inbetriebnahme
neuer Anlagen kompensiert werden. Mit knapp 56 TWh
produzierte der Bereich Onshore-Windenergie den
größten Anteil an erneuerbaren Energien, gefolgt
von Solarenergie mit rund 30 TWh. Offshore-Windenergie hat
rund 11 TWh zur Gesamtstromerzeugung beigetragen. In
Deutschland gewinnt der Ausbau von Wind- und Solarenergie
an Dynamik. In den ersten sechs Monaten 2023 übertraf
der Zubau von Solarenergie mit 6,5 GW den Vorjahreswert um
rund 71 Prozent. Der Zubau von Windenergieanlagen lag im
selben Zeitraum bei knapp 1,7 GW und damit knapp 77 Prozent
über dem Vorjahreszeitraum. Dabei entfielen rund 1,5
GW auf Onshore- und 0,2 GW auf Offshore-Windenergieanlagen.
Während sich der Zubau bei Solar im Zielkorridor der
deutschen Klimaschutzziele von 9 GW bis Ende des Jahres wie
geplant entwickeln dürfte, gibt es bei
Onshore-Windenergie noch Aufholbedarf, um das Ziel von 4 GW
bis Ende 2023 zu erreichen. Nach wie vor stellen beim
Ausbau von Windenergie die verfügbaren Flächen
sowie die Akzeptanz in der Bevölkerung eine
Herausforderung dar. Letzteres wird durch verschiedene
Beteiligungsmodelle der einzelnen Bundesländer zu
stärken versucht: So werden z. B. Anwohnern von
Windparks vergünstigte Stromtarife angeboten. Das seit
dem 1. Februar 2023 geltende "Wind-an-Land-Gesetz" (WaLG)
soll den Ausbau von Windparks an Land zusätzlich
fördern. Das Gesetz sieht vor, dass bis 2027 1,4
Prozent und bis 2032 insgesamt 2 Prozent der
Landesflächen von den Bundesländern für
Windräder zur Verfügung gestellt werden
müssen. Ferner möchte die Bundesregierung mit der
neuen Raumordnungsnovelle die Planungs- und
Genehmigungsverfahren erleichtern. Die Novelle sieht u. a.
vor, dass in ausgewiesenen Gebieten, die bereits eine
Strategische Umweltprüfung (SUP) durchlaufen haben,
die Pflicht zu einer weiteren Umweltverträglichkeits-
und artenschutzrechtlichen Prüfung entfällt. Die
Bundesregierung geht davon aus, dass die neuen Regelungen
die Genehmigungsverfahren bei Windparks an Land von im
Durchschnitt fünf Jahre um etwa ein Jahr
verkürzen.
Im Mai 2023 lag der durchschnittliche Strompreis
für Deutschland am EPEX-Spotmarkt bei rund 82 Euro pro
Megawattstunde und damit rund 54 Prozent unter dem
Vorjahresniveau. Der starke Preisrückgang ist vor
allem auf einen geringeren Bruttostromverbrauch sowie
rückläufige Erdgaspreise und damit geringere
Produktionskosten für Strom zurückzuführen.
In Deutschland liegt der Anteil von Gas an der
Stromerzeugung bei rund 15 Prozent und trägt daher
maßgeblich zur Strompreisbildung bei.
Der Rohölpreis setzte im ersten Halbjahr 2023 seine
rückläufige Preisentwicklung fort. Nachdem im
Vorjahr infolge des Kriegs gegen die Ukraine die Preise an
den Energiemärkten stark angestiegen waren,
verzeichnete der Rohölpreis bereits im zweiten
Halbjahr 2022 mit aufkommenden weltweiten Rezessionssorgen
einen nahezu kontinuierlichen Preisverfall von 124
US-Dollar pro Barrel auf knapp 86 US-Dollar pro Barrel bis
Ende 2022. Im ersten Quartal 2023 bewegte sich der
Rohölpreis in einer Bandbreite von 78 bis 86 US-Dollar
pro Barrel. Ausgelöst durch die Bankenkrise in den USA
sowie die Notübernahme der Bank Credit Suisse Mitte
März, kam es erneut zu einem deutlichen
Rücksetzer am Rohölmarkt. So notierte Rohöl
mit knapp 73 US-Dollar pro Barrel auf dem niedrigsten Stand
seit Dezember 2021. In der Folge kürzte die OPEC+ die
Fördermengen ab Mai 2023 um 1,6 Mio. Barrel pro Tag
und kündigte an, die Menge ab Januar 2024 um weitere
1,4 Mio. Barrel pro Tag zu kürzen. Dies führte zu
einem kurzfristigen Preissprung von rund 73 US-Dollar pro
Barrel auf über 86 US-Dollar pro Barrel. Trotz des
reduzierten Angebots gaben die Rohölpreise im Verlauf
des zweiten Quartals 2023 erneut nach und lagen Ende Juni
mit knapp 75 US-Dollar pro Barrel rund 35 Prozent unter dem
Vorjahresniveau. Dies dürfte u. a. auf die Wirtschaft
Chinas, aber auch auf andere große Volkswirtschaften,
die sich langsamer erholen als erwartet,
zurückzuführen sein. Einen ähnlichen
Preisverlauf verzeichnete Heizöl in Deutschland. Ende
des ersten Halbjahres 2023 lag der Heizölpreis bei
rund 92 Eurocent pro Liter und damit knapp 36 Prozent unter
dem Vorjahresniveau. Seitens der Verbraucher wurde diese
Preisentwicklung als Kaufsignal genutzt. Somit erhöhte
sich der Absatz von Heizöl von Januar bis April 2023
um 6,2 Prozent. Die Nachfrage nach Ottokraftstoffen
dürfte ebenso von dem niedrigeren Preisniveau
gegenüber dem Vorjahr profitiert haben und stieg um
3,7 Prozent. Dagegen fiel der Absatz von Diesel um knapp 6
Prozent niedriger als im Vorjahr aus. Die Nachfrage nach
Schmierstoffen liegt konjunkturbedingt hinter dem Niveau
des Vorjahres. Die Preise für Holzpellets haben sich
im Vergleich zum September 2022 nahezu halbiert und lagen
zum Ende des ersten Halbjahres 2023 bei 382 Euro pro Tonne.
Neben rückläufigen Energie- und Rohstoffpreisen
dürfte auch ein bereits hoher Lagerbestand bei den
Kunden und damit eine geringere Nachfrage zu den
rückläufigen Preisen geführt haben.
Das Geschäftsfeld Energie des BayWa-Konzerns setzt
sich aus den Segmenten Regenerative Energien und Energie
zusammen. Das Segment Regenerative Energien deckt
wesentliche Teile der Wertschöpfungskette bei den
erneuerbaren Energien ab. Das Segment Energie umfasst den
Handel mit fossilen und nachwachsenden Brenn-, Kraft- und
Schmierstoffen und bietet Lösungen für Wärme
und Mobilität.
| Umsatz | EBIT | |||||
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % |
| Segment Regenerative Energien | 3.046,1 | 2.733,8 | 11,4 | 98,4 | 85,0 | 15,8 |
| Segment Energie | 1.329,2 | 1.477,2 | - 10,0 | 9,3 | 20,6 | - 54,9 |
| Geschäftsfeld Energie | 4.375,3 | 4.211,0 | 3,9 | 107,7 | 105,6 | 2,0 |
Im Segment Regenerative Energien liegt das EBIT zum 30.
Juni 2023 erheblich über dem Niveau des Vorjahres.
Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem
auf die Geschäftseinheit Independent Power Producer
(IPP), zu der auch der Bereich Energiehandel zählt.
Das Geschäft profitiert von dem sukzessiven Anstieg
der Anlagen im IPP-Portfolio. Dabei wirkt sich das
weiterhin überdurchschnittliche Energiepreisniveau
sowie das hohe Produktionsniveau der Anlagen positiv auf
das Ergebnis aus. Zudem konnte der Energiehandel, durch
neue Produkte im Bereich Stromlieferverträge einen
maßgeblichen Ergebnisbeitrag leisten.
Die Geschäftseinheit Solar Trade verzeichnete eine
steigende Nachfrage nach PV-Komponenten. In den ersten
sechs Monaten 2023 nahm der Absatz von PV-Komponenten
nochmals signifikant zu. Im Vergleich zur Vorjahresperiode
hat sich die Gesamtleistung der verkauften PV-Module um
25,3 Prozent erhöht. Entsprechend ist auch der Absatz
von Wechselrichtern gestiegen und lag 68,0 Prozent
über dem Vorjahreswert. Diese positive Entwicklung ist
neben der Effizienzsteigerung bei PV-Komponenten und der
damit einhergehenden verbesserten Wettbewerbsfähigkeit
gegenüber klassischen Energieträgern auch auf die
verbesserte Lieferfähigkeit im PV-Handelsgeschäft
gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Die
zunehmende Entspannung der weltweiten Lieferketten bei
gleichzeitig höheren Produktionsmengen hat den Handel
begünstigt, allerdings zu Lasten der Margen. Gesunkene
Frachtraten für Transporte aus China sowie die
Erholung des Wechselkurses zwischen Euro und Dollar hat zu
Preissenkungen bei PV-Modulen geführt. Neue
strategische Weichen konnten in den USA gelegt werden. Hier
unterzeichnete die BayWa r.e. AG einen Abnahmevertrag mit
dem schweizerischen Solarunternehmen Meyer Burger
Technology AG. Im Rahmen dieser Partnerschaft verpflichtet
sich die BayWa r.e. über einen Zeitraum von fünf
Jahren 1,25 GW an Hochleistungs-Solarmodulen aus der neuen
Meyer-Produktionsstätte in Goodyear, Arizona (USA), zu
beziehen. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, die
Fertigungsindustrie in den USA nach dem Inflation Reduction
Act zu unterstützen und aktiv zum Wachstum, zur
Nachhaltigkeit und zur Diversifizierung der
Solar-Lieferkette weltweit beizutragen.
Im Projektgeschäft war die erste Jahreshälfte
2023 - wie in den Vorjahren - von der Projektierung und dem
Baustart einer Vielzahl von Wind- und Solarenergieanlagen
geprägt. In Summe sind für das Geschäftsjahr
2023 Projektverkäufe mit einer Gesamtleistung von rund
500 Megawatt (MW) geplant. Darüber hinaus ist
vorgesehen, Projektrechte mit einer Leistung von rund 650
MW zu veräußern und weitere 200 MW an
fertiggestellten Projekten in die eigene
Geschäftseinheit IPP zu überführen. Im
ersten Halbjahr wurden bereits folgende Projekte an Dritte
veräußert: ein Windprojekt in Italien mit einer
Leistung von rund 51 MW sowie zwei Windanlagen im
Bundesland Kärnten in Österreich mit insgesamt 26
MW. Die Anlagen in den Alpen in Kärnten gehören
zum ersten errichteten Windpark dort und können rund
13.000 Haushalte mit Strom versorgen. In
Großbritannien wurde der Windpark Dalquhandy
verkauft, der auf eine Gesamtleistung von 42 MW kommt. Rund
80 Prozent des erzeugten Stroms gehen über einen
langjährigen Stromabnahmevertrag (Power Purchase
Agreement - PPA) an den britischen
Telekommunikationskonzern BT. Zum Ende der Berichtsperiode
startete die BayWa r.e. zusammen mit ihrer
Tochtergesellschaft GroenLeven mit dem Bau von Europas
größtem "Fruitvoltaic-Projekt". Die Anlage, bei
der PV-Module über Himbeersträuchern angebracht
werden, verfügt über rund 24.200 Solarmodule und
erzielt eine Leistung von 8,7 Megawatt peak (MWp). Durch
die Doppelnutzung landwirtschaftlicher Flächen
für die Produktion von Nahrungsmitteln und die
Erzeugung erneuerbarer Energie ist Agri-PV ein Beispiel
für nachhaltige Landnutzung mit hoher
Flächeneffizienz.
Das EBIT des Segments Energie liegt im ersten Halbjahr
2023 erwartungsgemäß hinter dem Wert der
Vergleichsperiode 2022. Nach den volatilen
Rohölpreisentwicklungen des Vorjahres haben sich die
Rohölpreise auf dem Weltmarkt auf ein Preisniveau
eingependelt, das durchschnittlich 30 Prozent unter dem
Vorjahr liegt. Trotz des Preisrückgangs sind die
Absatzmengen bei Heizöl und Kraftstoffen nahezu
unverändert. Bei Heizöl ist dies auf einen milden
Winter, umsichtiges Heizverhalten und eine
auskömmliche Bevorratung der Konsumenten
zurückzuführen. Der leichte Rückgang beim
Kraftstoffabsatz dürfte von zunehmenden Zulassungen
von Elektrofahrzeugen und einer schwächelnden
Konjunktur beeinflusst worden sein. Die sich
abschwächende Konjunktur spiegelt sich am deutlichsten
im Schmierstoffgeschäft wider. Hier sind die
Handelsvolumina gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022
um knapp 15 Prozent zurückgegangen. Zudem dürfte
eine starke Bevorratung zum Ende des Vorjahres zu einer
anhaltenden Kaufzurückhaltung im ersten Halbjahr 2023
geführt haben. Dabei zeichnet sich ab, dass Kunden
ihre Kaufentscheidungen vermehrt von Preisaktionen
abhängig machen und geringere Mengen vorhalten.
Leichte Absatzsteigerungen wurden im Handel mit Holzpellets
realisiert. Hier baut die BayWa ihre führende
Marktstellung mit Auftragsproduktionen aus. Ende 2022 wurde
eine Kooperation mit der Danpower GmbH in Heidegrund in
Sachsen-Anhalt geschlossen. Die gesamte im Auftrag der
BayWa produzierte Holzpelletmenge liegt bei rund 360.000
Tonnen, wovon rund 60.000 Tonnen Holzpellets pro Jahr in
Heidegrund produziert werden. Die BayWa ist für die
Rohstoffbeschaffung und Vermarktung verantwortlich. Diese
strategischen Maßnahmen haben den Absatz im ersten
Halbjahr leicht gesteigert. Allerdings sind die
Handelsmargen sukzessive zurückgegangen, da die Preise
seit Beginn des Jahres 2023 insbesondere im ersten Quartal
stark zurückgegangen sind und sich mittlerweile auf
ein Normalniveau wie vor Ausbruch des Krieges gegen die
Ukraine eingependelt haben. Im zweiten Quartal des
laufenden Geschäftsjahres hat die BayWa Mobility
Solutions GmbH in dem niedersächsischen Ort
Großburgwedel einen der größten
Schnellladeparks Deutschlands für die EnBW
fertiggestellt: 16 Ladesäulen mit 32
Schnellladepunkten und einer Ladeleistung von jeweils bis
zu 300 Kilowatt stehen dort zur Verfügung. Die BayWa
gestaltet den Ausbau der Ladeinfrastruktur aktiv mit. Von
den rund 13.250 Schnellladepunkten, die laut
Bundesnetzagentur Anfang des Jahres 2023 in Betrieb waren,
hat die BayWa Mobility Solutions GmbH rund 10 Prozent
installiert.
Für das Getreidejahr 2023/24 wird laut Prognose des
US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) weltweit eine
Erzeugung von rund 2,31 Mrd. Tonnen Getreide (ohne Reis)
erwartet und damit ein Anstieg um knapp 3,5 Prozent
gegenüber dem Vorjahr. Dabei dürfte die
Weizenproduktion um 0,8 Prozent und die
Grobgetreideproduktion, überwiegend Mais, um 4,9
Prozent zunehmen. Dies ist vor allem auf ausgeweitete
Anbauflächen für Weizen und Mais in den USA
zurückzuführen. Zudem haben Regenfälle und
mildere Temperaturen Anfang Juli die Folgen der langen
Trockenheit im Vormonat insbesondere für Mais wohl
etwas gelindert. Gemäß erhöhten
Ertragsprognosen werden derzeit weltweit mit knapp 606 Mio.
Tonnen (Vorjahr: 593 Mio. Tonnen) leicht steigende
Endbestände für das Getreidejahr 2023/24
erwartet. Der Verbrauch von Getreide dürfte um 2,1
Prozent zunehmen. Daher ist noch immer mit einer knappen
Getreidebilanz zu rechnen. Für die globale
Ölsaatenproduktion erwartet die USDA eine Erntemenge
in Höhe von 667 Mio. Tonnen und damit eine Steigerung
um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach aktuellen
Prognosen wird die Sojaernte in Argentinien nach der
niedrigen Vorjahresernte wohl wieder höher ausfallen.
Die Getreideernte der Europäischen Union dürfte
insgesamt um knapp 5 Prozent auf etwa 281 Mio. Tonnen
steigen. Jedoch sind durch die Dürre vereinzelt
schlechtere Ernteaussichten vor allem in Frankreich,
Italien, Spanien und Deutschland zu erwarten. Als Folge des
extremen Wassermangels in großen
Getreideanbaugebieten prognostiziert die Europäische
Kommission für Spanien mit 14,5 Mio. Tonnen die
kleinste Getreideernte seit mindestens 18 Jahren. Für
Deutschland gehen die Experten vom Deutschen
Raiffeisenverband nach der langen Trockenheit im Mai und
Juni von einer unterdurchschnittlichen Getreideernte mit
großen regionalen Schwankungen aus. Besonders stark
von der Trockenheit betroffen sind die Regionen in Nord-
und Ostdeutschland. Hier dürften durch die Trockenheit
auch die Qualitäten gelitten haben. Insgesamt wird
eine Ernte mit 41,9 Mio. Tonnen - knapp 4 Prozent unter dem
Vorjahr und knapp 1 Prozent unter dem Durchschnitt der
Jahre 2018 bis 2020 - erwartet. Die Rapsernte dürfte
mit 4,1 Mio. Tonnen rund 4 Prozent niedriger ausfallen als
2022. In der Berichtsperiode lagen die Getreidepreise
insgesamt deutlich unter dem Niveau des
Vergleichszeitraums, nachdem im Vorjahr logistische
Engpässe und Versorgungsunsicherheiten infolge des
Kriegs gegen die Ukraine eine Preisrallye an den
Getreidemärkten ausgelöst hatten. Das
Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine sowie
eine verbesserte weltweite Angebots- und Nachfragebilanz
führten bereits im zweiten Halbjahr 2022 zu stetig
fallenden Preisen. So notierten zum Ende des ersten
Halbjahres 2023 die Preise für Raps um 35 Prozent,
für Weizen um 34 Prozent, für Mais um 29 Prozent
und für Sojaschrot um 14 Prozent unter dem Vorjahr.
Wegen der extremen Wetterbedingungen herrscht jedoch nach
wie vor große Unsicherheit an den
Getreidemärkten, was im Verlauf des ersten Halbjahres
2023 zu massiven Preisschwankungen geführt hat. Nach
knapp einem Jahr Laufzeit ist zudem die Verlängerung
des Getreideabkommens zwischen Russland und der Ukraine am
17. Juni 2023 von Russland gestoppt worden. Russland ist
erst bereit, das Getreideabkommen wieder zu akzeptieren,
wenn die Sanktionen des Westens gelockert werden und
Russland damit eigenes Getreide und Dünger unbegrenzt
exportieren kann. Die erneute Blockade der ukrainischen
Schwarzmeerhäfen durch Russland sowie anhaltende
Konflikte könnte die Situation an den internationalen
Getreidemärkten wieder verschärfen und zu
Preissteigerungen führen.
Der Start in die Apfelsaison 2022/23 war von schwierigen
Rahmenbedingungen geprägt. Wirtschaftliche
Unsicherheiten durch Kaufkraftverluste infolge der hohen
Inflation sowie höhere Energiekosten hemmten die
Konsumstimmung der Verbraucher. Vor allem die Nachfrage
nach Premiumware für Obst und Gemüse ging
zurück. Gleichzeitig fiel die europäische
Apfelernte 2022 mit 12,2 Mio. Tonnen rund 1 Prozent
höher als im Vorjahr aus und sorgte für ein
Überangebot am Markt. Angebote aus anderen
EU-Anbauregionen von nicht einlagerungsfähigen
Qualitäten drückten zudem auf die Preise.
Preiserhöhungen waren bis in den März 2023 hinein
nur schwer durchzusetzen. Zahlreiche Sonderverkäufe
und Werbeaktionen seitens des Lebensmitteleinzelhandels
führten schließlich am Ende des ersten Quartals
2023 dazu, dass eine große Menge Äpfel
geräumt werden konnte. Diese Entwicklung setzte sich
in den Folgemonaten insbesondere in Westeuropa fort. Zudem
ging ein Teil qualitativ schlechterer Ware zu geringeren
Preisen in die Industrie. Im Juni 2023 waren die
Apfelbestände in Europa um 26 Prozent und in
Deutschland um 28 Prozent niedriger als im Vorjahr. Infolge
der sinkenden Lagerbestände erholten sich die
Apfelpreise und lagen im Juni in der EU mit 0,85 Euro pro
Kilogramm rund 18 Prozent und in Deutschland mit 0,63 Euro
pro Kilogramm knapp 15 Prozent über dem
Vorjahresniveau. In Neuseeland fiel die Apfelernte 2023 mit
453.000 Tonnen knapp 12 Prozent geringer aus gegenüber
dem Vorjahr. Mitte Februar hat der Tropensturm "Gabrielle"
wichtige Anbaugebiete in Neuseeland beschädigt. Als
Folge der geringeren Erntemengen wird auch ein
Rückgang der Exportmenge um rund 21 Prozent erwartet.
Im Juni unterzeichnete die EU ein Freihandelsabkommen mit
Neuseeland. Es tritt 2024 in Kraft und dürfte die
Handelsgeschäfte beider Seiten positiv beeinflussen.
Durch das Freihandelsabkommen werden u. a. Zölle auf
EU-Ausfuhren abgeschafft. Die EU-Kommission schätzt,
dass der Handel zwischen der EU und Neuseeland um 30
Prozent wächst.
Der Betriebsmittelsektor in Deutschland profitierte im
ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zur Vorjahresperiode von
einer besseren Warenverfügbarkeit sowie geringeren
Produktionskosten. Derzeit nutzen einige
Stickstoffproduzenten die niedrigen Gaspreise und
produzieren annähernd auf dem Niveau vor dem Krieg
gegen die Ukraine. Gleichzeitig bleibt jedoch die Nachfrage
seitens der Landwirte verhalten und es werden nur
vereinzelt Kontrakte für die neue Düngesaison
abgeschlossen. Die Bereitschaft der Landwirte,
Düngemittel einzulagern, ist gering und dürfte
vor allem mit den Erfahrungen im vergangenen Jahr
zusammenhängen: Preisvolatilitäten und
Lieferunsicherheiten hatten zu nicht immer wirtschaftlichen
Düngemittelkäufen seitens der Landwirte
geführt. Auch geht die Ernte für dieses Jahr
ihrem Ende entgegen, während die Spitze des
Düngemittelverkaufs üblicherweise das
Frühjahr ist. Der Trend des Zurückhaltens
spiegelt sich auch in der Preisentwicklung für
Düngemittel wider. So notierten Ende des ersten
Halbjahres 2023 Kali-, Stickstoff- und Phosphatdünger
zwischen 30 und 60 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Zudem
dürften einige Kunden auf weiter fallende Preise
spekulieren. Im Bereich Pflanzenschutzmittel war
witterungsbedingt eine geringere Nachfrage zu verzeichnen.
Wegen der nasskalten Witterung bis April und der
anschließend anhaltenden Trockenheit im Mai war das
Ausbringungszeitfenster für Herbizid- und
Fungizid-Maßnahmen zu kurz, um alle Anwendungen
vollständig durchzuführen.
Die wirtschaftliche Stimmung unter den deutschen
Landwirten hatte sich ab Juni 2022 verbessert, ist jedoch
seit Beginn des Jahres 2023 wieder geringfügig
zurückgegangen. Das landwirtschaftliche
Konjunkturbarometer lag im Juni 2023 bei 13,2 Punkten und
damit 1,7 Punkte unter dem Niveau von Dezember 2022.
Gedrückt wird die Stimmung insbesondere durch
niedrigere Erzeugerpreise, gestiegene
Fremdkapitalzinssätze, aber auch durch die nationale
Agrarpolitik, die Unsicherheiten auslöst. Für das
zweite Halbjahr planen die Landwirte in Deutschland trotz
anhaltender Unsicherheiten, ihre Investitionen
gegenüber dem Vorjahresniveau um 0,9 Mrd. Euro auf 5,8
Mrd. Euro zu erhöhen. Dabei dürften vor allem
Investitionen in Maschinen und Geräte deutlich
steigen. Aufgrund der gestiegenen Zinsen für
Fremdkapital dürften allerdings neue Investitionen mit
einem höheren Eigenkapital-Anteil finanziert werden.
Planungen, in Zukäufe von Land zu investieren, gehen
hingegen zurück. Die Neuzulassungszahlen von Traktoren
in Deutschland stieg von Januar bis Juni 2023
gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Prozent auf 16.597
Traktoren. Dies dürfte vorrangig auf die verbesserte
Lieferfähigkeit seitens der Hersteller
zurückzuführen sein. In der Vorjahresperiode kam
es aufgrund von Teileknappheit zu Verzögerungen bei
der Auslieferung.
Das Geschäftsfeld Agrar gliedert sich in die vier
Segmente Cefetra Group, Agrar, Technik und Global Produce.
Die Segmente Cefetra Group und Agrar decken den
internationalen und nationalen Handel mit
landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln ab.
Das Segment Technik handelt mit landtechnischen Maschinen
und Anlagen und bietet umfangreiche Serviceleistungen an.
Das Segment Global Produce umfasst den weltweiten Handel
mit Obst und Fruchtgemüse.
| Umsatz | EBIT | |||||
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % |
| Segment Cefetra Group | 2.703,7 | 3.054,6 | - 11,5 | 30,3 | 36,6 | - 17,2 |
| Segment Agrar | 2.790,2 | 2.982,3 | - 6,4 | 39,8 | 134,2 | - 70,3 |
| Segment Technik | 1.182,2 | 1.033,9 | 14,3 | 43,9 | 35,1 | 25,1 |
| Segment Global Produce | 518,1 | 458,8 | 12,9 | - 2,1 | 16,4 | > - 100 |
| Geschäftsfeld Agrar | 7.194,2 | 7.529,6 | - 4,5 | 111,9 | 222,3 | - 49,7 |
Im Segment Cefetra Group konnte der Handel mit
Standarderzeugnissen und Spezialitäten ein
überdurchschnittliches Ergebnis erzielen, jedoch das
hohe Vorjahresniveau erwartungsgemäß nicht
erreichen. Die leicht rückläufige
Vermarktungsmenge gegenüber dem Vorjahr zeichnete sich
vor allem in den Benelux-Ländern durch eine
abschwächende Handelsdynamik ab, während das
Geschäft in den südeuropäischen
Gesellschaften zulegen konnte. Hier ist der Anstieg auf
alternative Beschaffungsmärkte
zurückzuführen, da im Vorjahr infolge des
Kriegsausbruchs der Bezug von Mais aus der Ukraine aufgrund
des Getreidekorridors limitiert war. Angesichts anhaltender
geopolitischer Spannungen und Unsicherheiten blieb der
Druck auf die Märkte überdurchschnittlich hoch
und bot dennoch Handelsopportunitäten trotz stark
rückläufiger Preise. Eine wesentlich stabilere
Entwicklung verzeichnete das Geschäft mit den
Spezialitäten, jedoch konnte das starke
Vorjahresniveau nicht in allen Tochtergesellschaften
erzielt werden. Rückgänge verzeichnete der Handel
mit Bio-Zutaten bei der Tochtergesellschaft Tracomex.
Positiv entwickelte sich die Tochtergesellschaft Sedaco in
Dubai, die Spezialkulturen wie Saatgut, Nüsse und
Hülsenfrüchte aus afrikanischer Herkunft
vertreibt. Auch Cefetra Dairy konnte positive Beiträge
im Handel mit Milchprodukten und -alternativen für die
Nahrungsmittelindustrie erwirtschaften.
Das Segment Agrar verzeichnete im ersten Halbjahr 2023
eine heterogene Entwicklung. Während der Handel mit
Erzeugnissen von einer volatilen Preisentwicklung am
Getreidemarkt profitierte und durch die Getreidekontrakte
aus dem Vorjahr überdurchschnittliche Ergebnismargen
erzielen konnte, hatte der Handel mit Betriebsmitteln trotz
rückläufiger Preise mit einer verhaltenen
Nachfrage zu kämpfen. Gegenüber der
Vorjahresperiode verringerte sich der Absatz von
Düngemittel um rund 12 Prozent. Gesunkene
Produktionskosten sowie ein Überangebot am Markt und
damit eine im Vergleich zum Vorjahr verbesserte
Warenverfügbarkeit führte zu einer intensiven
Wettbewerbssituation und setzt die Düngemittelpreise
unter Druck. Dies belastete die Handelsmargen im Segment.
Witterungsbedingt liegt der Absatz von
Pflanzenschutzmitteln unter dem Niveau des Vorjahres. Die
nasskalte Witterung im April sowie die Trockenheit im Mai
verhinderten teilweise die Ausbringung von
Pflanzenschutzmaßnahmen. Auch bei Saatgut war der
rückläufige Absatz größtenteils vom
Wetter abhängig. Vor diesem Hintergrund verzeichnete
das EBIT im Segment Agrar im Vergleich zur Vorjahresperiode
einen starken Rückgang, liegt jedoch über dem
durchschnittlichen Ertragsniveau der Vorjahresperioden vor
2022.
Das Segment Technik profitierte im ersten Halbjahr 2023
von dem hohen Auftragsbestand zum Ende des Vorjahres. Die
Geschäftsentwicklung erreichte neue Bestmarken,
nachdem sich auch die Lieferfähigkeit der Hersteller
im Vergleich zum Vorjahr erheblich verbessert hat. So stieg
der Absatz von Neumaschinen in den ersten sechs Monaten des
laufenden Jahres um 6,6 Prozent. Allerdings ist dabei eine
Nachfrageverschiebung zu anderen Sortimentsbereichen wie
beispielsweise Anbaugeräten festzustellen.
Preissteigerungen seitens der Produzenten konnten an die
Kunden weitergereicht werden und führten zu besseren
Handelsmargen. Das Servicegeschäft verzeichnete
aufgrund einer hohen Nachfrage nach Wartungsleistungen und
Ersatzteilen eine stabile Auslastung. Zudem konnten
höhere Dienstleistungssätze erzielt werden. Vor
diesem Hintergrund stieg das EBIT im Segment Technik im
ersten Halbjahr 2023 gegenüber der Vorjahresperiode um
8,8 Mio. Euro auf 43,9 Mio. Euro.
Die Geschäftsentwicklung im Segment Global Produce
war im ersten Halbjahr 2023 von schwierigen
Rahmenbedingungen geprägt. Im Zentrum der Geschehnisse
standen die Folgen des Zyklons "Gabrielle" auf die
Anbauflächen und die Ernte bei der
neuseeländischen Tochter T&G Global Limited
(T&G Global), aber auch anderer neuseeländischer
Partner-Erzeuger. Der Sturm hat die zunächst gute
Ausgangslage für Erntemengen stark
beeinträchtigt. Es wird mit einer Volumenreduktion bei
Äpfeln (inklusive Partner-Erzeuger) von bis zu 30
Prozent gerechnet. Neben geringeren Vermarktungsmengen,
geringeren Einnahmen aus Lizenzgebühren von
Dritterzeugern und fehlenden Packgebühren kamen
zusätzliche Kosten für Aufräumarbeiten und
die Beseitigung der Zyklonschäden hinzu. Die
vollständige Ermittlung und Bewertung des Schadens
durch die Versicherungen sowie die Höhe der
Entschädigungssumme stehen noch aus. Die verbliebene
Ernte enthielt dennoch gute Qualitäten, insbesondere
bei Äpfeln der Sorte "Envy", die als Premium-Sorte in
der Vermarktung überdurchschnittliche Preise erzielen.
Insgesamt lag das Exportvolumen zwar um rund 40 Prozent
unter dem Vorjahr, aber das reduzierte Angebot hat auch
positive Preiseffekte am Markt mit sich gebracht.
Zielmärkte für den Obstverkauf sind Asien, die
USA sowie Europa mit Schwerpunkt Vereinigtes
Königreich. Im Mai hat die BayWa-Tochter
außerdem das neue Packhaus in Hawke's Bay in
Neuseeland in Betrieb genommen. Mit weltweit führender
Automatisierungstechnik und einer Packleistung von 125.000
Tonnen Äpfeln pro Saison nach Installation der zweiten
Packlinie ist es eines der größten
Packhäuser der südlichen Hemisphäre. Die
niederländische BayWa-Tochter TFC Holland B.V. (TFC)
hat nach einem schwachen ersten Quartal 2023 weiter die
inflationsbedingte Zurückhaltung der Konsumenten
für hochpreisiges exotisches Obst zu spüren
bekommen. Zudem führten widrige Witterungsbedingungen
zu einem schwächeren Angebot an Avocados und Mangos
aus den wesentlichen Bezugsgebieten. Um den Verpflichtungen
gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel nachzukommen,
musste teilweise über den Spotmarkt zu höheren
Preisen zugekauft werden, was die Handelsmargen
spürbar belastete. Positiv hingegen war die
Erweiterung der Kundenbasis. Im zweiten Quartal erhielt die
TFC einen Zuschlag für die zukünftige Belieferung
eines Großkunden mit Mangos. Im Mai 2023 wurde die
Immobilie am alten TFC-Standort planmäßig
verkauft und der daraus entstandene Buchgewinn im
Halbjahresergebnis vereinnahmt. In Deutschland hat sich der
starke Absatz von Äpfeln, u. a. mit vielen Aktionen im
Lebensmitteleinzelhandel im unteren Preissegment des
Marktes, auch im zweiten Quartal 2023 fortgesetzt.
Vorsichtige Preiserhöhungen konnten erst ab März
durchgesetzt werden. Nach teils erneut massiven
Preisschritten bis Ende des ersten Halbjahres 2023 notieren
die Preise inzwischen fest, nachdem der notwendige Abbau
der Apfelmenge am Markt vollzogen ist. Das Interesse der
Konsumenten an Premiumware blieb indessen schwach. Das
Segment Global Produce hat das erste Halbjahr 2023 mit
einem EBIT von rund minus 2,1 Mio. Euro abgeschlossen.
Neben witterungsbedingt gedämpfter
Bautätigkeit zu Beginn des Jahres waren es vor allem
stetig steigende Bauzinsen und Baupreise sowie unklare
Förderungsbedingungen durch ein überarbeitetes
Gebäudeenergiegesetz (GEG), die im ersten Halbjahr
2023 zu einem Einbruch der Investitionen in der
Bauindustrie geführt haben. Die Diskussion um das GEG,
mit welchem seit Ende 2020 die EU-Gebäude- und die
EU-Energieeffizienz-Richtlinien für mehr Klimaschutz
in Deutschland umgesetzt werden und dessen Änderung
2024 in Kraft treten soll, hält derzeit viele private
und gewerbliche Marktteilnehmer zurück, in geplante
Bauprojekte zu investieren. Erst nach der Sommerpause wird
der Gesetzgeber abschließend über die
Neuaufstellung der Förderung von Heizungen mit
erneuerbaren Energien im GEG sowie über
Ausnahmeregelungen und Übergangsfristen
beschließen. Der Entwurf des GEG sieht u. a. vor,
dass Heizungen, die neu in Gebäude eingebaut werden,
ab 2024 mit einem Anteil von 65 Prozent an erneuerbaren
Energien betrieben werden sollen, wofür der Staat
Förderungen bereitstellen wird. Ziel ist, ab 2045
keine Heizungen mehr mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas
und Heizöl zu betreiben. Weiter stellen die stetig
steigenden Bauzinsen, die das Bedienen eines Baukredits mit
jedem Zinsschritt wesentlich teurer machen, potenzielle
Eigenheimbauer vor Finanzierungsprobleme. Kaufkraftverluste
durch die Inflation beeinträchtigen wiederum die
Renditeerwartungen im Mietwohnungsbau. Hingegen gingen die
Preise für Baumaterialien im Mai 2023 gegenüber
der Vorjahresperiode wegen der geringeren Nachfrage, der
Verbesserung der Liefersituation und rückläufigen
Energiepreisen zurück. Eine Ausnahme bilden Preise
für energieintensive Produkte wie Bitumen und Zement,
die weiterhin steigen. Insgesamt liegen alle Preise
für Baumaterial noch immer spürbar über den
Preisen aus 2021, das heißt vor dem Krieg gegen die
Ukraine. Baugenehmigungen für neue Wohnungen
verzeichneten wegen der schlechten Investitionsstimmung in
der Bauindustrie in den ersten vier Monaten 2023,
verglichen mit dem Vorjahreszeitraum, einen Rückgang
um ca. 30 Prozent, im Nichtwohnbau um ca. 20 Prozent. Der
Auftragseingang im Wohnungsbau ging von Januar bis Mai 2023
real um rund 35 Prozent zurück und im Wirtschaftsbau
um ca. 4 Prozent, bei welchem im Wirtschaftstiefbau
Aufträge der Deutschen Bahn noch stabilisierend
gewirkt haben. Im öffentlichen Bau berichtet das
Bauhauptgewerbe von Auftragsrückgängen von real
ca. 12 Prozent. Der Umsatz im Bauhauptgewerbe nahm von
Januar bis Mai 2023 preisbereinigt um rund 9 Prozent ab.
Mit bestenfalls 250.000 fertiggestellten Wohnungen
(Vorjahr: 295.000) rechnen der Hauptverband der Deutschen
Bauindustrie (HDB) und der Zentralverband des Deutschen
Baugewerbes (ZDB) für 2023. Damit würde das Ziel
aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung,
jährlich 400.000 Wohnungen neu zu bauen, erneut weit
verfehlt.
| Umsatz | EBIT | |||||
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % |
| Segment Bau | 978,8 | 1.160,7 | - 15,7 | 0,7 | 43,5 | - 98,4 |
Der BayWa-Konzern fasst im Segment Bau im Wesentlichen
seinen Handel mit Baustoffen in Deutschland und
Österreich zusammen. In der Berichtsperiode des ersten
Halbjahres 2023 führten insbesondere steigende Zinsen
und die damit verbundenen strengeren
Kreditvergaberichtlinien zu einem starken Rückgang der
Bauinvestitionen und in der Folge auch der Nachfrage nach
Baumaterialien. Diese Entwicklung spiegelt sich vor allem
in den BayWa-Sortimentsbereichen Hochbau, Dach und Garten
wider, die für den Wohnungsbau wesentlich sind. Neben
der Zinsentwicklung haben steigende Preise für
energieintensive Baumaterialien die Nachfrage
zusätzlich gedrosselt, wovon auch das
BayWa-Geschäft betroffen ist. Auch die regulatorischen
Rahmenbedingungen im Hinblick auf die Ausgestaltung des
Gebäudeenergiegesetzes dürften zu Unsicherheiten
geführt und die Investitionsbereitschaft
beeinträchtigt haben. Nach Plan entwickelte sich die
BayWa Projekt GmbH und konnte neun Einheiten (Wohn- und
Gewerbeobjekte) vermarkten. Im zweiten Quartal kamen die
Wachstumsimpulse vermehrt aus dem Infrastruktursektor, der
von einem steigenden Investitionsspielraum der
öffentlichen Hand profitiert. Auch der Gewerbebau hat
die Absatzentwicklung im BayWa-Segment Bau positiv
beeinflusst. Allerdings reicht die solide Nachfrage in
diesen Bereichen nicht aus, um an das starke Vorjahr, das
sowohl von der Nachfrage als auch von der Preisentwicklung
profitierte, heranzukommen. Mit rund 3.200 Mitarbeitern in
der Muttergesellschaft hat keines der anderen
BayWa-Segmente eine so hohe Anzahl an Mitarbeitern.
Entsprechend fielen hier die höchsten
Sonderaufwendungen in Höhe von rund 7 Mio. Euro
für Sonderprämien an. Vor diesem Hintergrund ist
das EBIT im Segment Bau in den ersten sechs Monaten des
laufenden Geschäftsjahres gegenüber der
Vorjahresperiode stark zurückgegangen und erreichte
knapp 0,7 Mio. Euro. Aufgrund des drastischen
Rückgangs hat der BayWa-Konzern umgehend mehrere
Maßnahmen eingeleitet, die sich bereits im laufenden
Geschäftsjahr 2023 im Ergebnis positiv auswirken
sollten. Neben dem verhängten Stopp von
Neueinstellungen werden vier bis sechs strategisch nicht
relevante Standorte auf ihre Wirtschaftlichkeit
geprüft und als mögliche Folge geschlossen oder
verkauft. Darüber hinaus wird die BayWa den Vertrieb
stärker auf die Bereiche Tiefbau und öffentlicher
Bau ausrichten. Dadurch ist ein Ergebnisanstieg im zweiten
Halbjahr zu erwarten, aber Umsatz- und
Ergebnisrückstände zum Vorjahr dürften in
den kommenden Monaten nicht mehr aufgeholt werden.
Die Digitalisierung in der Landwirtschaft schreitet
weiter voran. Laut aktuellen Studien setzen bereits
über 80 Prozent der Landwirte digitale Technologien in
ihren Betrieben ein. Precision Farming zur
Prozessautomatisierung und Smart Farming zur vernetzten
Betriebssteuerung gehören dabei zum Standard. Neue
Entwicklungen wie der Einsatz von Satellitendaten,
KI-gestützte Entscheidungsunterstützung und
Robotik fördern die Digitalisierung zusätzlich.
Treiber sind optimierte Abläufe, Ressourceneffizienz
und Dokumentationspflichten. Für Software-Anbieter
bedeutet dies ein anhaltendes Marktwachstum. Gleichzeitig
steigt der Wettbewerb durch neue Anbieter und
Lösungen. Um langfristig erfolgreich zu sein, sind
für Software-Spezialisten Partnerschaften mit
etablierten Marktteilnehmern wie Landtechnikherstellern
wichtig.
| Umsatz | EBIT | |||||
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | Veränderung in % |
| Segment Innovation & Digitalisierung | 5,1 | 4,8 | 6,3 | - 3,2 | - 5,0 | 36,0 |
Das Segment Innovation & Digitalisierung
bündelt alle Aktivitäten des BayWa-Konzerns im
Bereich Digital Farming. Die Umsatzsteigerung in der
Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist
insbesondere auf den Ausbau des Kerngeschäfts mit
Software und Geodaten zurückzuführen. Das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist nach den
getätigten Investitionen für die Entwicklung von
Digital-Farming-Lösungen negativ, verzeichnet jedoch
gegenüber der Vorjahresperiode eine starke
Verbesserung. Die Verbesserung ist vor allem auf die seit
dem 1. Januar 2023 geltende direkte Umlage der wesentlichen
Kosten aus dem Bereich eBusiness auf die jeweiligen
operativen Segmente zurückzuführen.
Das EBIT der Sonstigen Aktivitäten umfasst neben
Ergebnisbeiträgen aus Randaktivitäten einen
Großteil der Verwaltungskosten des Konzerns sowie
Konsolidierungseffekte und beträgt zum 30. Juni 2023
minus 30,2 Mio. Euro (Vorjahr: minus 37,9 Mio. Euro). Die
Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ist im
Wesentlichen auf höhere Beteiligungserträge der
LWM Austria GmbH sowie Erlöse aus
Immobilienverkäufen zurückzuführen.
Zum 30. Juni 2023 beläuft sich die Bilanzsumme des
BayWa-Konzerns auf 12.787,1 Mio. Euro und liegt damit um
189,3 Mio. Euro unter dem Wert zum Geschäftsjahresende
2022. Dem Rückgang der Bilanzsumme liegen zwei
gegenläufige Entwicklungen zugrunde: Im Wesentlichen
begründet durch Investitionen in Sachanlagen (plus
256,5 Mio. Euro auf 3.314,6 Mio. Euro) und immaterielle
Vermögenswerte (plus 36,7 Mio. Euro auf 496,0 Mio.
Euro) sowie eine Zunahme der at-Equity-bilanzierten Anteile
(plus 28,4 Mio. Euro auf 307,1 Mio. Euro), erhöhte
sich das langfristige Vermögen des BayWa-Konzerns um
316,2 Mio. Euro auf 4.707,1 Mio. Euro. Demgegenüber
verminderte sich das kurzfristige Vermögen des
BayWa-Konzerns um 492,4 Mio. Euro und beläuft sich zum
30. Juni 2023 auf 8.076,7 Mio. Euro. Dies ist insbesondere
auf den Rückgang der Vorräte um 606,9 Mio. Euro
auf 4.149,9 Mio. Euro zurückzuführen.
Demgegenüber stiegen sowohl die kurzfristigen
übrigen Forderungen und sonstigen finanziellen
Vermögenswerte (plus 279,2 Mio. Euro auf 2.620,3 Mio.
Euro) als auch die Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente (plus 37,0 Mio. Euro auf
258,8 Mio. Euro). Darüber hinaus reduzierten sich
sowohl die kurzfristigen sonstigen nichtfinanziellen
Vermögenswerte um 142,0 Mio. Euro auf 415,5 Mio. Euro
als auch die kurzfristigen Vermögenswerte aus
Derivaten um 50,3 Mio. Euro auf 560,9 Mio. Euro.
Das Eigenkapital des BayWa-Konzerns verringerte sich im
ersten Halbjahr 2023 um 18,6 Mio. Euro auf 1.890,4 Mio.
Euro. Dies resultierte aus der Abnahme der sonstigen
Rücklagen um 52,8 Mio. Euro auf minus 19,0 Mio. Euro -
überwiegend bedingt durch die Dividendenzahlung der
BayWa AG in Höhe von 42,8 Mio. Euro und negative
Effekte aus der Währungsumrechnung von in
ausländischer Währung operierenden
Tochtergesellschaften in Höhe von minus 7,1 Mio. Euro.
Ebenso gingen die Anteile anderer Gesellschafter um 20,2
Mio. Euro auf 889,1 Mio. Euro zurück. Die
rückläufigen Effekte wurden teilweise durch die
zum 5. Mai 2023 emittierte Hybridanleihe, die als
Eigenkapital klassifiziert ist, mit einem Volumen von 60,0
Mio. Euro kompensiert.
Zum Ende des ersten Halbjahres 2023 belaufen sich die
langfristigen Schulden des BayWa-Konzerns auf 4.915,7 Mio.
Euro und liegen damit um 581,4 Mio. Euro unter dem
Vergleichswert zum 31. Dezember 2022. Der Rückgang
resultiert primär aus den langfristigen Finanzschulden
(minus 596,7 Mio. Euro auf 2.963,4 Mio. Euro) als Folge der
Umgliederung des Green Bonds in Höhe von 500,0 Mio.
Euro in die kurzfristigen Finanzschulden. Zusätzlich
verringerten sich die langfristigen Verbindlichkeiten aus
Derivaten um 39,0 Mio. Euro auf 68,4 Mio. Euro.
Demgegenüber stand eine Erhöhung der
langfristigen Leasingverbindlichkeiten um 45,3 Mio. Euro
auf 971,6 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Schulden des BayWa-Konzerns
erhöhten sich im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 um 410,7 Mio. Euro auf 5.981,0
Mio. Euro. Dazu trugen insbesondere die gestiegenen
kurzfristigen Finanzschulden (plus 497,9 Mio. Euro auf
2.216,6 Mio. Euro -Umgliederung des Green Bond) sowie
gestiegene kurzfristige übrige finanzielle
Verbindlichkeiten (plus 38,0 Mio. Euro auf 208,7 Mio. Euro)
bei. Gegenläufige Entwicklungen sind bei den
kurzfristigen übrigen Rückstellungen (minus 51,5
Mio. Euro auf 463,1 Mio. Euro), den kurzfristigen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
Verbundbeziehungen (minus 34,4 Mio. Euro auf 1.801,3 Mio.
Euro) und bei den kurzfristigen übrigen
nichtfinanziellen Verbindlichkeiten (minus 20,6 Mio. Euro
auf 739,1 Mio. Euro) zu verzeichnen.
Ausgehend von einem Halbjahresüberschuss von 23,2
Mio. Euro zum 30. Juni 2023 haben sich die Cash Earnings im
Vorjahresvergleich um 121,0 Mio. Euro auf 265,7 Mio. Euro
reduziert. Der Rückgang im Vorratsbestand, bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den
sonstigen Aktiva, die nicht der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, verursachte im
ersten Halbjahr 2023 einen Zahlungsmittelzufluss in
Höhe von 321,9 Mio. Euro. Gegenläufig führte
der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie der sonstigen Passiva, die nicht der
Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen
sind, zu einem Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 15,0
Mio. Euro. Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit beläuft sich somit nach
den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2023 auf
517,3 Mio. Euro und liegt damit um 575,0 Mio. Euro
über dem Wert des Vergleichszeitraums des Vorjahres.
Aus der Investitionstätigkeit des BayWa-Konzerns
resultierte in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2023 ein Zahlungsmittelabfluss in
Höhe von 203,0 Mio. Euro. Hierauf entfallen 15,7 Mio.
Euro auf die Unternehmenserwerbe der BayWa r.e. Solar
Systems SIA, Riga, Lettland, der Cefetra Premium Oils B.V.,
Spijkenisse, Niederlande, der Emmeringer Heizungsbau GmbH,
Emmering, sowie der Uwe Körner GmbH, Lachendorf, die
jeweils im Rahmen eines Share-Deals getätigt wurden.
Des Weiteren wurden liquide Mittel für den Erwerb von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen in
Höhe von 234,1 Mio. Euro aufgewendet.
Zahlungsmittelzuflüsse von 51,1 Mio. Euro resultierten
hingegen aus der Veräußerung von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Abgang von
Finanzanlagen führte im ersten Halbjahr zu einem
Zahlungsmittelzufluss von 2,7 Mio. Euro. Aus dem Zugang von
Finanzanlagen ergaben sich hingegen
Zahlungsmittelabflüsse von 16,3 Mio. Euro.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
beläuft sich auf minus 274,2 Mio. Euro. Neben der
Rückzahlung von Finanzschulden führten
Dividendenzahlungen der BayWa AG und weiterer
Konzerngesellschaften in Höhe von 79,2 Mio. Euro,
Auszahlungen für Leasingverpflichtungen in Höhe
72,2 Mio. Euro und Zinszahlungen in Höhe von 141,2
Mio. Euro zu Zahlungsmittelabflüssen. Gegenläufig
führte die erneute Begebung einer Hybridanleihe im Mai
2023 zu einem Zahlungsmittelzufluss von 59,5 Mio. Euro.
Insgesamt hat sich der Finanzmittelfonds seit dem 31.
Dezember 2022 aufgrund der Zahlungsmittelzu- und
-abflüsse aus der laufenden
Geschäftstätigkeit, der Investitions- sowie der
Finanzierungstätigkeit um 40,0 Mio. Euro auf 258,8
Mio. Euro erhöht.
Im ersten Halbjahr 2023 belief sich der Umsatz des
BayWa-Konzerns auf 12.559,2 Mio. Euro und lag damit um
354,7 Mio. Euro unter dem Niveau des Vergleichszeitraums
2022. Dabei konnte der Umsatz insbesondere im Segment
Regenerative Energien aufgrund des nachhaltig positiven
Geschäftsverlaufs um 312,3 Mio. Euro auf 3.046,1 Mio.
Euro gesteigert werden. Weitere Umsatzsteigerungen
verzeichneten die Segmente Technik (plus 148.3 Mio. Euro
auf 1.182,2 Mio. Euro) und Global Produce (plus 59,3 Mio.
Euro auf 518,1 Mio. Euro). Demgegenüber gingen die
Umsatzerlöse in den Segmenten Cefetra Group (minus
350,9 Mio. Euro auf 2.703,7 Mio. Euro), Agrar (minus 192,1
Mio. Euro auf 2.790,2 Mio. Euro) und Energie (minus 148,0
Mio. Euro auf 1.329,2 Mio. Euro) zurück. Im Segment
Innovation & Digitalisierung (plus 0,3 Mio. Euro auf
5,1 Mio. Euro) sowie in den Sonstigen Aktivitäten
(minus 2,0 Mio. Euro auf 5,8 Mio. Euro) lagen die
Umsatzerlöse annähernd auf dem Niveau des
Vorjahreszeitraums.
Unter Berücksichtigung einer Bestandserhöhung
von 36,7 Mio. Euro und anderen aktivierten Eigenleistungen
von 10,5 Mio. Euro sowie der sonstigen betrieblichen
Erträge in Höhe von 197,6 Mio. Euro - im
Wesentlichen getrieben durch positive Effekte aus der
Fremdwährungsumrechnung (plus 63,6 Mio. Euro) - konnte
der BayWa-Konzern im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2023 eine Gesamtleistung von 12.804,0
Mio. Euro (Q1-2/2022: 13.220,0 Mio. Euro) erzielen.
Nach Abzug eines Materialaufwands in Höhe von
11.212,7 Mio. Euro (Q1-2/2022: 11.608,5 Mio. Euro)
beläuft sich das Rohergebnis des BayWa-Konzerns zum
30. Juni 2023 auf 1.591,3 Mio. Euro und liegt damit um 20,2
Mio. Euro geringfügig unter dem Wert des
Vorjahreszeitraums. Bedingt durch gestiegene
Mitarbeiterzahlen - insbesondere im Segment Regenerative
Energien - erhöhte sich der Personalaufwand im
Berichtszeitraum um 95,6 Mio. Euro auf 797,3 Mio. Euro. Die
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte lagen mit 135,2 Mio. Euro
geringfügig über dem Niveau des
Vorjahreszeitraums von 126,5 Mio. Euro. Verglichen mit dem
ersten Halbjahr 2022 erhöhten sich die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen um 11,9 Mio. Euro auf 478,2 Mio.
Euro.
Aufgrund der dargestellten Effekte verringerte sich das
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit im
ersten Halbjahr 2023 um 136,4 Mio. Euro auf 180,6 Mio. Euro
(Q1-2/2022: 317,0 Mio. Euro).
Das Beteiligungsergebnis der ersten sechs Monate des
Jahres 2023 beläuft sich auf 6,3 Mio. Euro und liegt
damit um 5,2 Mio. Euro unter dem Wert des
Vorjahresvergleichszeitraums. Diese Entwicklung ist
primär auf den Rückgang des Ergebnisses aus
at-Equity-bilanzierten Anteilen um 3,6 Mio. Euro auf 5,8
Mio. Euro zurückzuführen.
Im ersten Halbjahr 2023 konnte im BayWa-Konzern ein
operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 186,9
Mio. Euro erzielt werden. Dieses liegt um 141,6 Mio. Euro
bzw. 43,1 Prozent unter dem stark von Sondereffekten sowie
von außergewöhnlichen wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen geprägten EBIT des
Vergleichszeitraums 2022 in Höhe von 328,5 Mio. Euro.
Verglichen mit dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2021 (EBIT: 144,6 Mio. Euro) konnte das EBIT zum 30. Juni
2023 um 42,2 Mio. Euro bzw. 29,3 Prozent gesteigert werden.
Aufgrund des nachhaltig hohen Zinsniveaus liegt das
Zinsergebnis des BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2023 mit minus
154,2 Mio. Euro um 76,3 Mio. Euro unter dem Zinsergebnis
des ersten Halbjahres 2022 in Höhe von minus 77,9 Mio.
Euro. Unter Berücksichtigung eines Steueraufwands von
9,5 Mio. Euro ergibt sich für das erste Halbjahr 2023
ein Konzernhalbjahresüberschuss von 23,2 Mio. Euro
nach 177,6 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im ersten Halbjahr
2023 um 787 Personen auf 23.037 gegenüber dem
Vergleichswert zum Ende 2022. Dieser Anstieg resultiert im
Wesentlichen aus einer Erhöhung der durchschnittlichen
Mitarbeiterzahl um 913 auf 4.374 Beschäftigte im
Segment Regenerative Energien.
Der BayWa-Konzern hat sich im ersten Halbjahr 2023
positiv entwickelt, obwohl sich als Folge der hohen
Inflation die Kaufkraft und damit die Nachfrage in einigen
Segmenten spürbar abschwächte.
Wirtschaftsinstitute rechnen damit, dass die Einkommen ab
der zweiten Jahreshälfte wieder stärker zulegen
könnten als die Preise - und der private Konsum an
Fahrt aufnehmen wird. Dies könnte sich in einigen
Segmenten der Geschäftsfelder Agrar und Energie
positiv auswirken. Im Geschäftsfeld Bau dürfte
diese mögliche Entwicklung von geringerer Bedeutung
sein, da kurzfristig keine Zinssenkungen zu erwarten sind.
Im Geschäftsfeld Energie sind die Perspektiven
für eine Fortsetzung der guten
Geschäftsentwicklung auch in der zweiten
Jahreshälfte 2023 gegeben. Der globale Trend, die
Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren, wird
sich angesichts der Energiekrise sowie der aktuellen
Rekordtemperaturen in vielen Regionen der Welt nochmals
verstärken. Hiervon sollten alle
Geschäftsbereiche im Segment Regenerative Energien
profitieren und in der zweiten Jahreshälfte am
stärksten im Konzern zulegen. In Summe sind für
das Geschäftsjahr 2023 Projektverkäufe mit einer
Gesamtleistung von rund 500 MW geplant. Darüber hinaus
ist vorgesehen, Projektrechte mit einer Leistung von rund
650 MW zu veräußern und weitere 200 MW an
fertiggestellten Projekten in die eigene
Geschäftseinheit IPP zu überführen. Die
Kernregionen, in denen die Projekte errichtet bzw. verkauft
werden, liegen überwiegend in Europa. Vor allem in
Spanien stehen Projekte mit größeren
Solarenergie-Anlagen mit insgesamt mehr als 220 MW zum
Verkauf an wie auch ein Solarprojekt in Japan mit einer
Gesamtleistung von rund 50 MW. Darüber hinaus wird der
stetige Ausbau des IPP-Portfolios entsprechend zum Anstieg
des Ergebnisses beitragen. Der Absatz im Handel mit
PV-Komponenten sollte im zweiten Halbjahr an die starke
Entwicklung der ersten sechs Monate des laufenden
Geschäftsjahres anknüpfen können. Dieser
Trend dürfte ungebrochen bleiben.
Materialengpässe für die Produktion von
Solarmodulen lösen sich langsam ebenso auf, wie sich
auch die Lieferengpässe damit weiter auflösen.
Im Segment Energie könnte der Handel mit
Wärmekraftstoffen im zweiten Halbjahr 2023 saisonal
bedingt zulegen, aber auch durch die geplante Steigerung
der CO2-Abgabe ab dem 1. Januar 2024 für fossile
Brenn- und Kraftstoffe. Dies könnte Konsumenten dazu
veranlassen, ihre Bestellungen vorzuziehen. Nach dem
rasanten Rückgang der Holzpelletpreise im ersten
Halbjahr dürfte die Normalisierung des Preisniveaus
die Kaufbereitschaft erhöhen. Zuwächse sind
darüber hinaus beim Absatz von Schmierstoffen zu
erwarten, da von einer leichten Erholung der Wirtschaft
ausgegangen wird. Durch die Erweiterung des
LNG-Tankstellennetzes (LNG - Liquefied Natural Gas) auf
insgesamt 12 Tankstellen und rückläufiger
Gaspreise ist auch hier eine Erholung in Sicht. Ein
Großauftrag des Energiekonzerns Vattenfall für
den Ausbau von rund 200 Standorten im halböffentlichen
Raum mit Schnellladepunkten sichert auch der BayWa Mobility
Solutions GmbH weiteres Wachstum.
Im internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten
ist mit anhaltenden Preisschwankungen zu rechnen. Nachdem
Russland die Vereinbarung für das Getreideabkommen mit
der Ukraine aufgekündigt hat, bleibt die Situation
angespannt. Mögliche Lieferunterbrechungen der
russischen Getreideernte würde die Gesamtsituation der
Ernährungssicherheit noch weiter destabilisieren.
Hinzu kommt, dass die Nachfrage aus China weiterhin hoch
bleiben dürfte. Ferner wurden die Prognosen für
die Getreideernte in einigen Regionen der Europäischen
Union aufgrund des heißen und trockenen Wetters
sukzessive gesenkt. Vor diesem Hintergrund ist weiterhin
mit hohen Preisvolatilitäten zu rechnen, die u. a.
durch Spekulationen an den Terminbörsen verstärkt
werden. Die komplexe Marktsituation bietet
Handelsopportunitäten für den in- und
ausländischen Erzeugnishandel. Das
Spezialitätengeschäft hat sich als relativ
krisenfest erwiesen, daher ist mit weiterem Wachstum zu
rechnen. Vor diesem Hintergrund wird die Cefetra Group ihre
gute Entwicklung im ersten Halbjahr weiter fortsetzen
können.
In Deutschland haben sich die Aussichten für die
Getreideernte aufgrund der Hitzeperiode verschlechtert. Die
Ernteprognose liegt mit rund 42 Mio. Tonnen ca. 4 Prozent
unter dem Vorjahr. Zudem bestehen in Deutschland
ähnlich wie im Vorjahr starke Unterschiede zwischen
den einzelnen Regionen hinsichtlich der Niederschläge
und Bodenverhältnisse. Dies könnte zu
Qualitätsunterschieden in der Getreideernte
führen, die für das Segment Agrar im
inländischen Handel mit Erzeugnissen von Vorteil sein
könnten. Im Betriebsmittelgeschäft sind
rückläufige Absätze zu erwarten. Die
Trockenheit der vergangenen Wochen dürfte die
Nachfrage nach Pflanzenschutz- und Düngemitteln
reduzieren. Zudem sind stagnierende bis
rückläufige Düngemittelpreise infolge
niedrigerer Produktionskosten zu erwarten. Die bessere
Warenverfügbarkeit gegenüber der Sondersituation
im Vorjahr hat die Wettbewerbssituation intensiviert und
den Markt von einem Verkäufermarkt in einen
Käufermarkt gedreht.
Der positive Trend im Segment Technik dürfte sich
im zweiten Halbjahr 2023 zwar fortsetzen, allerdings nicht
auf dem Niveau des sehr starken ersten Halbjahres. Hier ist
insbesondere mit einer normalisierten Nachfrage nach
landtechnischen Maschinen zu rechnen, nachdem die BayWa im
ersten Halbjahr von einem erhöhten Auftragsbestand aus
dem Vorjahr profitieren konnte. Indessen könnten die
weltweit größte Landtechnik-Messe Agritechnica
und der steigende Digitalisierungsgrad in der
Landwirtschaft für zusätzliche Kaufimpulse
sorgen. Das Servicegeschäft dürfte sich weiterhin
stabil entwickeln.
Im Segment Global Produce wird auch das Ergebnis in der
zweiten Jahreshälfte stark von den Auswirkungen des
Wirbelsturms beeinflusst bleiben. Neben fehlenden
Erträgen aufgrund des partiellen Ernteausfalls und
Abschreibungen auf Baum- und Anlagenstrukturen, die durch
das Ereignis zerstört wurden, wird die Zusammenarbeit
mit den Versicherern zur Ermittlung der
Entschädigungssumme eine zentrale Rolle spielen.
Darüber hinaus wurden Kostensenkungsprogramme
eingeführt, um die Ertragsausfälle zumindest
partiell zu kompensieren. Operativ dürfte der
Obsthandel vor allem in Asien dank Nachfrageerholung (nach
der Corona-Pandemie) an Fahrt gewinnen. Unterstützend
wirkt sich dabei die termingerechte Belieferung der
Kernmärkte aus, veranlasst durch die wieder
größtenteils funktionierenden Logistikketten.
Für den Handel mit exotischen Früchten ist das
"Weihnachtsquartal" von besonderer Bedeutung, da zu dieser
Zeit in der Regel der höchste Absatz erzielt wird.
Auch im Inland dürften die begrenzten
Apfelvorräte zu einer positiven Vermarktung - ohne
Altbestände - im zweiten Halbjahr führen. Neu
eintreffende Sommeräpfel dürften somit auf einen
aufnahmefähigen Markt treffen, der gute Preise in
Aussicht stellt. Das Ergebnis für das Gesamtjahr 2023
im Segment Global Produce wird stark von der Höhe der
Entschädigungssumme sowie des Auszahlungszeitpunktes
der Versicherungen abhängen. Derzeit wird von einem
positiven Ergebnis im Segment ausgegangen, das jedoch stark
hinter dem des Vorjahres liegen wird. Das Vorjahresergebnis
profitierte dabei von dem Verkauf der Mehrheitsanteile am
Klimagewächshaus in den Vereinigten Arabischen
Emiraten (VAE) mit einem positiven Ergebniseffekt in
Höhe von rund 3 Mio. Euro.
Der Bauboom der vergangenen Jahre wurde ausgebremst.
Steigende Zinsen und hohe Inflation haben dazu
geführt, dass deutlich weniger in Wohnbauprojekte
investiert wird. Hinzu kommen Unsicherheiten über die
weitere staatliche Förderung energieeffizienten Bauens
durch das Gebäudeenergiegesetz. Von diesem
Abwärtstrend sind der öffentliche- und der
Wirtschaftsbau in nur geringem Ausmaß betroffen. Hier
sollten sich für das Segment Bau Potenziale ergeben,
die allerdings den Einbruch im Wohnungsbau nicht auffangen
dürften. Die geplanten Ergebnisbeiträge aus den
Bauprojekten der BayWa Bau Projekt GmbH sind von dieser
schwachen Marktentwicklung nicht betroffen und werden ihre
Ergebnisse für das Gesamtjahr 2023 erzielen. Das
Management im Segment Bau hat Kostensenkungsprogramme
eingeleitet, die bereits im zweiten Halbjahr greifen
sollen. Dadurch wird das Segment in den verbleibenden zwei
Quartalen zulegen, den Ergebnisrückstand zum starken
Vorjahr aber nicht mehr aufholen können.
Das negative Ergebnis der Sonstigen Aktivitäten
dürfte sich durch ein aktives Kostenmanagement,
insbesondere in den administrativen Einheiten, um bis zu 10
Prozent reduzieren und sich damit gegenüber dem
Vorjahr erheblich verbessern.
Insgesamt werden sich die operativen
Geschäftsfelder des BayWa-Konzerns heterogen
entwickeln, das geplante EBIT-Ziel von 320 Mio. Euro bis
370 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2023 jedoch erreichen.
Hinweis: Die in die Zukunft gerichteten Aussagen und
Planzahlen in dem vorliegenden Dokument basieren auf
Annahmen und unterliegen unvorhersehbaren Risiken. Soweit
sich diese Annahmen der Gesellschaft als unzutreffend
herausstellen sollten oder sich andere unvorhersehbare
Risiken ergeben, ist nicht auszuschließen, dass die
tatsächliche Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft von den in diesem Dokument dargestellten
zukunftsgerichteten Aussagen und Planzahlen abweicht.
| In Mio. Euro | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 496,0 | 459,3 |
| Sachanlagen | 3.314,6 | 3.058,1 |
| At-Equity-bilanzierte Anteile | 307,1 | 278,7 |
| Übrige Finanzanlagen | 234,3 | 229,0 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 37,3 | 42,1 |
| Ertragsteuerforderungen | 5,6 | 4,7 |
| Vermögenswerte aus Derivaten | 90,7 | 97,9 |
| Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 48,9 | 51,7 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 11,0 | 7,5 |
| Latente Steueransprüche | 161,6 | 161,9 |
| 4.707,1 | 4.390,9 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Wertpapiere | 0,9 | 0,9 |
| Vorräte | 4.149,9 | 4.756,8 |
| Biologische Vermögenswerte | 5,6 | 16,5 |
| Ertragsteuerforderungen | 64,8 | 63,3 |
| Vermögenswerte aus Derivaten | 560,9 | 611,2 |
| Übrige Forderungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2.620,3 | 2.341,1 |
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 415,5 | 557,5 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 258,8 | 221,8 |
| 8.076,7 | 8.569,1 | |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte/Veräußerungsgruppen | 3,3 | 16,4 |
| Summe Aktiva | 12.787,1 | 12.976,4 |
| In Mio. Euro | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Ausgegebenes Kapital | 91,8 | 91,8 |
| Kapitalrücklage | 138,2 | 138,2 |
| Hybridkapital | 59,5 | 0,0 |
| Gewinnrücklagen | 730,8 | 735,9 |
| Sonstige Rücklagen | - 19,0 | 33,8 |
| Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter | 1.001,3 | 999,7 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 889,1 | 909,3 |
| 1.890,4 | 1.909,0 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 517,6 | 519,8 |
| Langfristige übrige Rückstellungen | 83,2 | 86,9 |
| Finanzschulden | 2.963,4 | 3.560,1 |
| Leasingverbindlichkeiten | 971,6 | 926,3 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 5,6 | 4,6 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 68,4 | 107,4 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 12,8 | 0,3 |
| Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 89,5 | 86,8 |
| Latente Steuerschulden | 203,6 | 204,9 |
| 4.915,7 | 5.497,1 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Pensionsrückstellungen | 32,2 | 32,4 |
| Kurzfristige übrige Rückstellungen | 463,1 | 514,6 |
| Finanzschulden | 2.216,6 | 1.718,7 |
| Leasingverbindlichkeiten | 82,7 | 75,6 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 1.801,3 | 1.835,7 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 82,8 | 98,7 |
| Verbindlichkeiten aus Derivaten | 354,5 | 364,3 |
| Übrige finanzielle Verbindlichkeiten | 208,7 | 170,7 |
| Übrige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 739,1 | 759,7 |
| 5.981,0 | 5.570,3 | |
| Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen | - | - |
| Summe Passiva | 12.787,1 | 12.976,4 |
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 |
| Umsatzerlöse | 12.559,2 | 12.913,9 |
| Bestandsveränderung | 36,7 | 62,7 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 10,5 | 7,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 197,6 | 235,6 |
| Materialaufwand | - 11.212,7 | - 11.608,5 |
| Rohergebnis | 1.591,3 | 1.611,5 |
| Personalaufwand | - 797,3 | - 701,7 |
| Abschreibungen | - 135,2 | - 126,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 478,2 | - 466,3 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 180,6 | 317,0 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | 5,8 | 9,4 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | 0,5 | 2,1 |
| Zinsertrag | 8,1 | 5,7 |
| Zinsaufwand | - 162,3 | - 83,6 |
| Finanzergebnis | - 147,9 | - 66,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 32,7 | 250,6 |
| Ertragsteuern | - 9,5 | - 73,0 |
| Konzernhalbjahresüberschuss | 23,2 | 177,6 |
| davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter | 22,7 | 53,2 |
| davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 0,5 | 124,4 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | - 0,01 | 3,33 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in Euro) | - 0,01 | 3,33 |
| In Mio. Euro | Q1/2023 | Q2/2023 | Q1/2022 | Q2/2022 |
| Umsatzerlöse | 6.280,4 | 6.278,8 | 6.257,0 | 6.656,9 |
| Bestandsveränderung | 37,4 | - 0,7 | - 121,6 | 184,3 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3,4 | 7,1 | 3,8 | 4,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 84,9 | 112,7 | 97,2 | 138,4 |
| Materialaufwand | - 5.664,5 | - 5.548,2 | - 5.491,0 | - 6.117,5 |
| Rohergebnis | 741,6 | 849,7 | 745,4 | 866,1 |
| Personalaufwand | - 373,7 | - 423,6 | - 338,0 | - 363,7 |
| Abschreibungen | - 67,0 | - 68,2 | - 61,6 | - 64,9 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 210,6 | - 267,6 | - 202,3 | - 264,0 |
| Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit | 90,3 | 90,3 | 143,5 | 173,5 |
| Ergebnis aus at-Equity-bilanzierten Anteilen | 1,6 | 4,2 | 1,2 | 8,2 |
| Übriges Beteiligungsergebnis | - 0,1 | 0,6 | 0,2 | 1,9 |
| Zinsertrag | 3,3 | 4,8 | 3,1 | 2,6 |
| Zinsaufwand | - 80,5 | - 81,8 | - 40,9 | - 42,7 |
| Finanzergebnis | - 75,7 | - 72,2 | - 36,4 | - 30,0 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 14,6 | 18,1 | 107,1 | 143,5 |
| Ertragsteuern | - 4,2 | - 5,3 | - 30,5 | - 42,5 |
| Konzernhalbjahresüberschuss | 10,4 | 12,8 | 76,6 | 101,0 |
| davon: Gewinnanteil der Minderheitsgesellschafter | 5,9 | 16,8 | 34,8 | 18,4 |
| davon: Gewinnanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 4,5 | - 4,0 | 41,7 | 82,7 |
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 |
| Konzernhalbjahresüberschuss | 23,2 | 177,6 |
| Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen, die nicht nachträglich in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 0,1 | 0,0 |
| Umgliederungen von im OCI erfassten Bewertungseffekten in die Gewinnrücklagen (ohne Recycling) | - | - |
| Nettogewinn/-verlust aus der Neubewertung von finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" (sog. OCI-Option) (ohne Recycling) | - 2,5 | - 44,8 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | - 2,8 | 182,2 |
| Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | - 5,2 | 137,4 |
| Sonstige Ergebnisse aus at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | - | - |
| Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund des Abgangs von at-Equity-bilanzierten Beteiligungen | - | - |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | - 5,9 | - 4,5 |
| Umgliederungen von Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung | - 0,1 | 5,4 |
| Cashflow Hedges | - 24,2 | - 75,3 |
| Umgliederungen von Nettogewinnen/-verlusten aus Cashflow Hedges in die Gewinn- und Verlustrechnung | 10,2 | 2,5 |
| Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | - 20,0 | - 72,0 |
| Gesamtsumme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | - 25,2 | 65,4 |
| davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter | - 20,5 | - 73,2 |
| davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | - 4,7 | 138,6 |
| Konzern-Gesamtergebnis | - 2,1 | 243,0 |
| davon: Anteil der Minderheitsgesellschafter | 2,1 | - 20,0 |
| davon: Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | - 4,2 | 263,0 |
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 |
| Cash Earnings | 265,7 | 386,7 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 517,3 | - 57,7 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | - 203,0 | - 183,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | - 274,2 | 76,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 40,0 | - 164,2 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 221,8 | 399,1 |
| Zugang/Abgang von Finanzmitteln infolge von Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen | - 3,1 | - 1,4 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 258,8 | 233,5 |
| In Mio. Euro | Ausgegebenes Kapital | Kapitalrücklage | Hybridkapital | Bewertungsrücklage | Übrige Gewinnrücklagen | Sonstige Rücklagen |
| Stand 01.01.2023 | 91,8 | 138,2 | - | 63,7 | 672,2 | 33,8 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | - | - | - | - 13,0 | 4,5 | - 2,2 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Aufnahme Hybridkapital | - | - | 59,5 | - | - | - |
| Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - 1,2 | 0,0 | - |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | - | - | - | - | - 2,9 | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - | - | - | - 42,8 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - | - | - | - | - | - 7,1 |
| Cashflow Hedges | - | - | - | 6,5 | - | - |
| Dividende Hybridkapital | - | - | - | - | - | - |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | - | - | - | - | 0,9 | - 0,9 |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2023 | - | - | - | - | - | 0,5 |
| Stand 30.06.2023 | 91,8 | 138,2 | 59,5 | 56,1 | 674,8 | - 19,0 |
| Stand 01.01.2022 | 91,2 | 129,5 | 296,3 | 2,7 | 482,4 | 12,3 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | - | - | - | 0,2 | - 48,5 | 13,4 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | - | - | - | - 21,9 | 0,0 | - |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | - | - | - | - | 182,2 | - |
| Dividendenausschüttungen | - | - | - | - | - | - 37,2 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - | - | - | - | - | 3,4 |
| Cashflow Hedges | - | - | - | - 25,1 | - | - |
| Dividende Hybridkapital | - | - | - | - | - | - |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | - | - | - | - | - 1,6 | 1,6 |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2022 | - | - | - | - | - | 124,4 |
| Stand 30.06.2022 | 91,2 | 129,5 | 296,3 | - 44,1 | 614,5 | 117,9 |
| In Mio. Euro | Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter | Anteile anderer Gesellschafter | Eigenkapital |
| Stand 01.01.2023 | 999,7 | 909,3 | 1.909,0 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | - 10,7 | - 6,8 | - 17,4 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | - | 20,8 | 20,8 |
| Aufnahme Hybridkapital | 59,5 | - | 59,5 |
| Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | - 1,2 | - 1,2 | - 2,4 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | - 2,9 | 0,1 | - 2,8 |
| Dividendenausschüttungen | - 42,8 | - 36,4 | - 79,2 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - 7,1 | 1,1 | - 6,0 |
| Cashflow Hedges | 6,5 | - 20,5 | - 14,0 |
| Dividende Hybridkapital | - | - | - |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | - | - | - |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2023 | 0,5 | 22,7 | 23,2 |
| Stand 30.06.2023 | 1.001,3 | 889,1 | 1.890,4 |
| Stand 01.01.2022 | 1.014,4 | 801,7 | 1.816,1 |
| Unterschiede aus Konsolidierungskreisveränderungen und sonstige Effekte | - 34,9 | - 8,1 | - 43,0 |
| Kapitalerhöhung gegen Bareinlage/aktienbasierte Vergütung | - | 16,5 | 16,5 |
| Veränderung bei den erfolgsneutralen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten (Fair-Value-OCI-Option) und Ergebnissen aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | - 21,9 | - 22,9 | - 44,8 |
| Veränderung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste aus Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen | 182,2 | - 0,0 | 182,2 |
| Dividendenausschüttungen | - 37,2 | - 22,6 | - 59,8 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 3,4 | - 2,6 | 0,8 |
| Cashflow Hedges | - 25,1 | - 47,7 | - 72,8 |
| Dividende Hybridkapital | - | - | - |
| Einstellung/Entnahme Gewinnrücklagen | 0,0 | - | 0,0 |
| Konzernhalbjahresüberschuss 01.01. - 30.06.2022 | 124,4 | 53,2 | 177,6 |
| Stand 30.06.2022 | 1.205,4 | 767,4 | 1.972,8 |
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht des
BayWa-Konzerns zum 30. Juni 2023 wurde in
Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der
Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. In
Übereinstimmung mit IAS 34 wird der
Konzernzwischenabschluss in einer im Vergleich zum
Konzernjahresabschluss verkürzten Form
veröffentlicht und ist daher in Verbindung mit dem
Konzernabschluss der BayWa AG für das
Geschäftsjahr 2022 zu lesen. Alle neuen oder
geänderten IFRS und Interpretationen des IFRS
Interpretations Committee, die für den BayWa-Konzern
erstmals zum 1. Januar 2023 verpflichtend anzuwenden waren,
wurden beachtet. Für schon bestehende oder
unveränderte IFRS stimmen die Bilanzierungs-,
Bewertungs-, Konsolidierungs- und Ausweisgrundsätze
mit Ausnahme der unten aufgeführten Änderungen
mit denjenigen überein, die bei der Erstellung des
Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 angewandt wurden.
Diesbezüglich wird auf den Konzernabschluss der BayWa
AG zum 31. Dezember 2022 verwiesen. Die
Berichtswährung der BayWa AG ist der Euro. Die
Betragsangaben erfolgen in Millionen Euro und werden -
sofern nicht anderslautend vermerkt - auf eine
Nachkommastelle gerundet. Dadurch können sich
geringfügige Abweichungen bei Summenbildungen sowie
bei der Berechnung von Prozentangaben ergeben.
Soweit im Rahmen der Berichterstattung Annahmen und
Schätzungen vorgenommen wurden, bleiben diese in der
Methodik innerhalb des Geschäftsjahres und im
Geschäftsjahresvergleich unverändert. Es gibt
keine berichtspflichtigen Änderungen mit einer
wesentlichen Auswirkung auf die aktuelle Berichtsperiode.
Geschäftstypisch wirken sich saisonale
Einflüsse auf nahezu alle Kernaktivitäten des
Konzerns aus. Sie führen im Jahresverlauf zu
Schwankungen bei Umsatz und Ergebnis, die sich teilweise
ausgleichen. In den Segmenten Agrar und Global Produce
liegen die Hauptaktivitäten in den ersten drei
Quartalen eines Geschäftsjahres, mit Schwerpunkt im
zweiten Quartal. Im Segment Energie führen mehr
konjunkturelle Einflüsse zu
Geschäftsschwankungen. Die Preisentwicklung
beeinflusst maßgeblich das Verbraucherverhalten und
damit wesentlich die Umsatzentwicklung des
Geschäftsfelds. Nachfragestaus lösen sich dann im
Mehrjahresverlauf auf. Im Segment Regenerative Energien
ergeben sich Schwankungen in Abhängigkeit von
Projektverkäufen. Zudem können sich politische
Einflussfaktoren durch Änderungen von
Fördermaßnahmen auf die
Geschäftsentwicklung auswirken. Im Segment Bau
verstärkt sich die Tätigkeit nach dem ersten
Quartal und reduziert sich witterungsbedingt innerhalb des
vierten Quartals.
In den Konzernabschluss werden neben der BayWa AG alle
wesentlichen Unternehmen einbezogen, auf die die BayWa AG
direkt oder indirekt über Tochterunternehmen
beherrschenden Einfluss nehmen kann.
Zum 30. Juni 2023 wurden insgesamt 569 Gesellschaften
nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung im
Konzernabschluss berücksichtigt; zum 31. Dezember 2022
waren es 541 Gesellschaften. Daneben wurden 30 assoziierte
Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in den
Konzernabschluss nach der Equity-Methode gemäß
IAS 28 einbezogen (Bilanzstichtag des Vorjahres: 27
Unternehmen).
Der Konsolidierungskreis hat sich im ersten Halbjahr
2023 wie folgt geändert:
| In Prozent | Anteil am Kapital | Anteil am Kapital Vorjahr | Bemerkung |
| BayWa r.e. Class B Holdings LLC, Irvine, USA | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| BayWa r.e. Development Portfolio I LLC, Irvine, USA | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.04.2023 |
| BayWa r.e. Solar Systems GmbH, Poggersdorf, Österreich | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| brüderl Projekt Dachau Hochstraße GmbH & Co. KG, Traunreut | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Capital Fruit Ltd, Tzaneen, Südafrika | 50,0 | 50,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Cloud Hill Windfarm Limited, London, Großbritannien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Hübnerstraße Grundbesitz GmbH, Kemnath | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| JPB Holding GmbH, Kemnath | 51,0 | 51,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Maqueda Solar S.L.U., Barcelona, Spanien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Oaklands Farm Solar Limited, London, Großbritannien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Piccola ma carina Projekt GmbH, München | 51,0 | 51,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Profruit Investments Ltd, Politsi, Südafrika | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Projekt Baierbrunn W13 GmbH, Augsburg | 51,0 | 51,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Putlitzstraße Grundbesitz GmbH, Kemnath | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Regolo Rinnovabili S.r.l., Mailand, Italien | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Saintonge Energies SAS, Paris, Frankreich | 100,0 | 80,00 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Seosan Iljo Bit Solar Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| SOLAR CASTUERA, S.L., Madrid, Spanien | 80,0 | 80,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Solar-Planit Software GmbH, Tübingen | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Windpark Desloch GmbH & Co. KG, Gräfelfing | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Zonlocatie 4 B.V., Leeuwarden, Niederlande | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Zonnedak F3 B.V., Heerenveen, Niederlande | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Zonnepark PV27 B.V., Leeuwarden, Niederlande | 100,0 | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| In Prozent | Anteil am Kapital | Bemerkung |
| BayWa r.e. Solar Systems SIA, Riga, Lettland | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 02.02.2023 |
| Cefetra Premium Oils B.V., Spijkenisse, Niederlande | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 30.01.2023 |
| ChaeGwang Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Emmeringer Heizungsbau GmbH, Emmering | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| Haneul Bit Energy Co., Ltd., Yogin, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Iljo Bit Energy 1 Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Iljo Bit Energy 2 Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Iljo Bit Energy 3 Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Jigok Bit Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Mirae Bit Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| RIGI PV d.o.o., Zagreb, Kroatien | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 23.06.2023 |
| Solar Tech Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Solar Wood Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Solarcell Energy Co., Ltd., Seoul, Südkorea | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.04.2023 |
| Uwe Körner GmbH, Lachendorf | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 20.03.2023 |
1 Bei den dargestellten Unternehmen bestand
jeweils kein Anteilsbesitz im Vorjahr.
| In Prozent | Anteil am Kapital | Bemerkung |
| BayWa r.e. Solar Systems Single Member SA, Marousi, Griechenland | 100,0 | Erstkonsolidierung zum 08.03.2023 |
1 Bei dem dargestellten Unternehmen bestand kein
Anteilsbesitz im Vorjahr.
| In Prozent | Anteil am Kapital | Anteil am Kapital Vorjahr | Bemerkung |
| BayWa r.e. Operation Services, S. de R.L. de C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko | 100,0 | 100,0 | Entkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| EVN-ECOWIND Sonnenstromerzeugungs GmbH, Maria Enzersdorf, Österreich | 50,0 | 50,0 | Änderung zu At-Equity zum 31.03.2023 |
| Wessex Grain Ltd., Henstridge, Großbritannien | 100,0 | 100,0 | Entkonsolidierung zum 01.01.2023 |
| In Prozent | Anteil am Kapital Vorjahr | Bemerkung |
| Airies 2 Windfarm Ltd., Edinburgh, Großbritannien | 100,0 | Liquidation zum 30.05.2023 |
| Blue Solar LLC, Irvine, USA | 100,0 | Verkauf zum 01.01.2023 |
| brandpower S1 GmbH, Kilb, Österreich | 100,0 | Verkauf zum 23.05.2023 |
| brandpower S2 GmbH, Kilb, Österreich | 100,0 | Verkauf zum 23.05.2023 |
| Dalquhandy Wind Farm Ltd., Edinburgh, Großbritannien | 100,0 | Verkauf zum 06.06.2023 |
| Eko-En Skibno Sp. z o.o., Warschau, Polen | 100,0 | Verkauf zum 24.01.2023 |
| Notch Peak Solar, LLC, Irvine, USA | 100,0 | Verkauf zum 24.05.2023 |
| Serralonga Energia S.r.l., Turin, Italien | 52,0 | Verkauf zum 24.05.2023 |
Die BayWa AG hat über die BayWa Agrar Beteiligungs
GmbH, München, mit Wirkung zum 20. März 2023 100
Prozent der Anteile an der Uwe Körner GmbH,
Lachendorf, im Rahmen eines Share-Deals erworben. Die Uwe
Körner GmbH ist ein Projektierer und Händler im
Bereich Bewässerungstechnik mit Schwerpunkt in der
Tropfen- und Sprinklerbewässerung in Norddeutschland
und stellt für die BayWa eine regionale Expansion in
diesem Bereich dar. Der beherrschende Einfluss der BayWa
Agrar Beteiligungs GmbH besteht seit dem 20. März
2023. Die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss
im Rahmen der Vollkonsolidierung erfolgte aus
Vereinfachungsgründen auf den 1. April 2023. Die
Anschaffungskosten der Anteile belaufen sich auf 7,3 Mio.
Euro. Gemäß der vorläufigen
Kaufpreisallokation resultiert ein Geschäfts- oder
Firmenwert in Höhe von 4,4 Mio. Euro. Die
Transaktionskosten, die im Zusammenhang mit dem Erwerb
angefallen sind, belaufen sich auf 0,1 Mio. Euro.
Zusammengefasst stellen sich die Zugänge der
Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert)
und Schulden bewertet zu beizulegenden Zeitwerten
(gegliedert nach Hauptgruppen) aus dem Erwerb der Uwe
Körner GmbH wie folgt dar (vorläufige Werte):
| In Mio. Euro | Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte) |
| Aktiva | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1,5 |
| Sachanlagen | 1,0 |
| Finanzanlagen | 0,0 |
| Vorräte | 1,6 |
| Finanzielle Vermögenswerte | - |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0,8 |
| davon: Forderungen (brutto) | 0,6 |
| davon: als einbringlich betrachtete Forderungen | 0,6 |
| Latente Steueransprüche | 0,0 |
| Flüssige Mittel | 0,5 |
| Passiva | |
| Langfristige Finanzschulden | - |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,0 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 0,1 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | 1,1 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | - |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 0,7 |
| Latente Steuerschulden | 0,6 |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 2,9 |
| Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 2,9 |
| Anteil Minderheitsgesellschafter | - |
Die Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert
zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung lautet wie folgt:
| In Mio. Euro | Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte) |
| Übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile | 7,3 |
| Nicht beherrschende Anteile an dem erworbenen Unternehmen | - |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 2,9 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 4,4 |
Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert
beinhaltet nicht separierbare immaterielle
Vermögenswerte wie Fachwissen der Mitarbeiter und
erwartete Synergieeffekte.
| In Mio. Euro | Uwe Körner GmbH (vorläufige Werte) |
| Umsatzerlöse ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 1,5 |
| Gewinn/Verlust ab dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 0,2 |
| Pro-forma-Umsatzerlöse für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.23 | 3,0 |
| Pro-forma-Gewinn/-Verlust für den Zeitraum 01.01. bis 30.06.2023 | 0,3 |
Die BayWa AG hat über die Konzerngesellschaft
Tracomex B.V., Oosterhout, Niederlande, 100 Prozent der
Anteile an der Cefetra Premium Oils B.V., Spijkenisse,
Niederlande, erworben. Der beherrschende Einfluss der
Tracomex B.V. besteht seit dem 30. Januar 2023. Seit diesem
Zeitpunkt wird die Cefetra Premium Oils B.V. in den
Konzernabschluss der BayWa AG im Rahmen der
Vollkonsolidierung einbezogen. Der Kaufpreis beläuft
sich auf 1,5 Mio. Euro.
Die BayWa AG hat über die Konzerngesellschaft BayWa
r.e. AG, München, 100 Prozent der Anteile an der
Proelektro SIA, Riga, Lettland, erworben, die nun als BayWa
r.e. Solar Systems SIA, Riga, Lettland, firmiert. Der
beherrschende Einfluss der BayWa r.e. AG besteht seit dem
2. Februar 2023. Seit diesem Zeitpunkt wird die BayWa r.e.
Solar Systems SIA in den Konzernabschluss der BayWa AG im
Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Kaufpreis
beläuft sich auf 2,2 Mio. Euro.
Die Kaufpreisallokation der bereits im Januar 2022
erworbenen Sol in one GmbH, Kaiserslautern, war im
Konzernabschluss 2022 als vorläufig enthalten. Diese
wurde innerhalb des einjährigen Bewertungszeitraums an
den finalen Stand des Bewertungsverfahrens angepasst. Die
Auswirkungen der geänderten Kaufpreisallokation auf
die Konzernbilanz stellen sich wie folgt dar:
| in Mio. Euro | Vorläufige Zeitwerte bei Erstkonsolidierung | Anpassungen | Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Aktiva | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 4,5 | - 1,5 | 3,0 |
| Sachanlagen | 1,0 | - | 1,0 |
| Finanzanlagen | - | - | - |
| Vorräte | 1,0 | - 0,5 | 0,5 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 8,8 | - 5,7 | 3,1 |
| davon: Forderungen (brutto) | 2,8 | - | 2,8 |
| davon: als einbringlich betrachtete Forderungen | 2,7 | - 1,2 | 1,5 |
| Latente Steueransprüche | 0,1 | 0,1 | 0,2 |
| Flüssige Mittel | 0,5 | - | 0,5 |
| 15,9 | - 7,6 | 8,3 | |
| Passiva | |||
| Langfristige Finanzschulden | - | - | - |
| Langfristige übrige Verbindlichkeiten | - | - | - |
| Kurzfristige Finanzschulden | 3,9 | - | 3,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbundbeziehungen | - | - | - |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | 0,3 | - 0,3 | - |
| Kurzfristige übrige Verbindlichkeiten | 4,2 | 2,7 | 6,9 |
| Latente Steuerschulden | 1,9 | - 0,8 | 1,1 |
| 10,3 | 1,6 | 11,9 | |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 5,7 | - 9,3 | - 3,6 |
| Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens | 4,6 | - 7,4 | - 2,9 |
| Anteil Minderheitsgesellschafter | 1,1 | - 1,9 | - 0,7 |
Die Überleitung zum Geschäfts- oder Firmenwert
zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung - getrennt nach
vorläufiger und finaler Kaufpreisallokation - lautet
wie folgt:
| in Mio. Euro | Vorläufige Zeitwerte bei Erstkonsolidierung | Anpassungen | Zeitwerte bei Erstkonsolidierung |
| Übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Anteile | 12,0 | - 4,2 | 7,8 |
| Nicht beherrschende Anteile an den erworbenen Unternehmen | 1,1 | - 1,9 | - 0,7 |
| Erworbenes Nettovermögen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | 4,6 | - 7,4 | - 2,9 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7,5 | 3,1 | 10,6 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert, der im Abschluss
zum 31. Dezember 2022 noch unter dem Vorbehalt der
Vorläufigkeit bilanziert wurde, wurde von 7,5 Mio.
Euro auf 10,6 Mio. Euro angepasst.
Die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu
den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie stellt sich zum
Berichtsstichtag 30. Juni 2023 wie folgt dar:
| In Mio. Euro
30.06.2023 |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) | 116,5 | 533,9 | 1,3 | 651,6 |
| Wertpapiere | 24,2 | - | - | 24,2 |
| Wertpapiere (OCI-Option) | 55,9 | - | - | 55,9 |
| 196,6 | 533,9 | 1,3 | 731,8 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) | 115,1 | 260,4 | 47,5 | 422,9 |
| 115,1 | 260,4 | 47,5 | 422,9 |
| In Mio. Euro
31.12.2022 |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Vermögenswerte aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Aktiva) | 141,1 | 568,0 | - | 709,1 |
| Wertpapiere | 24,1 | - | - | 24,1 |
| Wertpapiere (OCI-Option) | 59,1 | - | - | 59,1 |
| 224,3 | 568,0 | - | 792,3 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Derivaten inkl. Derivate designiert als Sicherungsinstrument für Cashflow Hedge Accounting (Passiva) | 113,4 | 288,9 | 69,3 | 471,6 |
| 113,4 | 288,9 | 69,3 | 471,6 |
Die Level der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung
auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im
Folgenden beschrieben:
| ― |
Level 1: Die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten unverändert übernommenen Preise. |
| ― |
Level 2: Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Level 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. |
| ― |
Level 3: Nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren). |
Im Geschäftsjahr 2022 wurde zusammen mit einem
Einkaufskontrakt im Energiehandel gleichzeitig ein
Verkaufskontrakt abgeschlossen, sodass beide erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren sind.
Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr 2023
Einkaufskontrakte abgeschlossen, für welche die
Fair-Value-Option ausgeübt wurde. Die Bewertung der
Kontrakte erfolgt anhand eines internen Bewertungsmodells
auf Basis nicht beobachtbarer Inputfaktoren unter
Verwendung der Barwertmethode (Level 3). Die wesentlichen
nicht beobachtbaren Inputfaktoren umfassen das Basisrisiko,
den Market Value Advantage sowie die Capture Rate. Die
Abschläge auf das Basisrisiko werden mit der auf
historischen Marktpreisen basierenden
Profit-at-Risk-Methode abgeleitet. Der Market Value
Advantage und die Capture Rate werden durch einen Vergleich
des Typs des installierten Erzeugungssystems mit dem
Durchschnittswert vergleichbarer installierter Systeme
geschätzt.
Im Zuge der Sensitivitätsanalyse wurden die
Auswirkungen auf den beizulegenden Zeitwert bei einer
Änderung genannter nicht beobachtbarer Inputfaktoren
ermittelt. Eine gleichzeitige Änderung des
Basisrisikos und des Market Value Advantage um plus/minus 1
Prozent, führt zu einem abweichenden beizulegenden
Zeitwert von minus/plus 0,01 Prozent. Eine Veränderung
beider Faktoren um plus/minus 5 Prozent resultiert in einer
Veränderung von minus/plus 0,03 Prozent. Die im
Vergleich zum Vorjahr verringerte Sensitivität
resultiert aus der niedrigeren Risikobewertung dieser
Faktoren aufgrund des deutlich gefallenen Marktpreis- sowie
Volatilitätsniveaus. Die solitäre Änderung
des Market Value Advantage führt hingegen zu kaum
einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts.
Für den Inputfaktor Capture Rate werden keine
Änderungen erwartet, da die Capture Rate während
der Laufzeit des Vertrags konstant bleibt. Aus der Capture
Rate resultiert daher keine Sensitivität. Das
Basisrisiko ist somit als einziger wesentlicher Treiber der
Sensitivität zu identifizieren, sodass keine weiteren
alternativen Annahmen zu den verbleibenden Inputfaktoren
erforderlich sind. Es besteht ein direkter Zusammenhang
zwischen dem Basisrisiko und der
Marktpreisvolatilität. Eine Veränderung der nicht
beobachtbaren Inputfaktoren - insbesondere des Basisrisikos
- wirkt sich unwesentlich auf den beizulegenden Zeitwert
aus. Unter üblichen Marktbedingungen können sich
die Volatilitäten um plus/minus 10 Prozent
ändern.
Die beizulegenden Zeitwerte der Level 3 zugeordneten
Verträge entwickelten sich wie folgt:
| In Mio. Euro | Finanzielle Vermögenswerte (Level 3) | Finanzielle Verbindlichkeiten (Level 3) |
| Stand 01.01.2023 | - | 69,3 |
| Zugänge | 1,3 | 1,2 |
| Abgänge | - | - |
| Erfolgswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - 23,0 |
| Erfolgsneutrale Veränderung des beizulegenden Zeitwerts | - | - |
| Stand 30.06.2023 | 1,3 | 47,5 |
Am 5. Mai 2023 wurde eine Hybridanleihe (ISIN
DE000A351PD9) mit einem Volumen von 60,0 Mio. Euro
emittiert. Die Vertragsbedingungen beinhalten keinerlei
Zahlungsverpflichtungen der BayWa AG, die insgesamt oder in
Teilen zur Klassifizierung der Anleihe als finanzielle
Verbindlichkeit führen. Daher wurde die Anleihe im
Einklang mit IAS 32 als Eigenkapitalinstrument
klassifiziert und im Eigenkapital als gesonderter Posten
ausgewiesen. Sie hat eine unendliche Laufzeit und kann nur
seitens der BayWa ordentlich oder beim Eintritt bestimmter
Ereignisse auch außerordentlich gekündigt
werden. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt dann die
Rückzahlung. Hinsichtlich der Verzinsung im Zeitraum
zwischen Emission und Rückzahlung sind zwei Zinsphasen
zu unterscheiden: In der Zinsphase bis zum ersten
möglichen Rückzahlungstermin im Jahr 2028
beläuft sich der Zinssatz auf fixe 7,750 Prozent, in
der sich anschließenden zweiten Phase bis zur
Rückzahlung erfolgt die Verzinsung variabel mit vorab
festgelegter Marge. Das Disagio, die Bankgebühren und
die Transaktionskosten sowie die aktiven latenten Steuern
darauf wurden gemäß IAS 32.37 f. direkt vom
Eigenkapital abgesetzt. Seit der Emission im Mai 2023
wurden bislang noch keine dividendenähnlichen
Zahlungen geleistet.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 waren
keine Schuldscheindarlehen fällig. Es wurden aber zwei
neue Schuldverschreibungen mit einem Gesamtnominalvolumen
von 11,0 Mio. Euro und einer Laufzeit bis 10. Februar 2033
begeben. Die Verzinsung erfolgt mit 4,811 Prozent fix.
Die Hauptversammlung hat am 6. Juni 2023 folgende
Gewinnverwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres
2022 der BayWa AG beschlossen:
| In Euro | 2022 |
| 1,10 Euro Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie | 39.209.069,90 |
| 0,10 Euro Sonderdividende je dividendenberechtigter Stückaktie aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der BayWa AG | 3.564.460,90 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 122.970.910,22 |
| Bilanzgewinn | 165.744.441,02 |
Die Dividende wurde am 9. Juni 2023 ausgezahlt. Der an
die Aktionäre auszuschüttende Betrag verminderte
sich um den Teilbetrag, der auf die zum Zeitpunkt des
Gewinnverwendungsbeschlusses im Besitz der BayWa AG
befindlichen eigenen Aktien entfällt, da diesen
gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen.
Dieser Teilbetrag wurde in die anderen Gewinnrücklagen
eingestellt.
Das Ergebnis je Aktie resultiert aus der Division des
Ergebnisanteils der Aktionäre der BayWa AG nach
Berücksichtigung der Dividende auf das Hybridkapital,
geteilt durch die durchschnittliche Anzahl der im
Geschäftsjahr ausgegebenen und dividendenberechtigten
Aktien.
Effekte, die zu einer Verwässerung führten,
hat es nicht gegeben. Damit entsprechen sich das
verwässerte und das unverwässerte Ergebnis je
Aktie.
In der Halbjahresfinanzberichterstattung ist über
Sachverhalte zu berichten, die Vermögenswerte,
Schulden, Eigenkapital, Periodenergebnis oder Cashflows
beeinflusst haben und die aufgrund ihrer Art, ihres
Ausmaßes oder ihrer Häufigkeit ungewöhnlich
sind.
Im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2023 haben sich
keine wesentlichen berichtspflichtigen Sachverhalte
ereignet. Hinsichtlich bestehender Effekte aus
Unternehmenserwerben und
Unternehmensveräußerungen wird auf die zuvor
gemachten Ausführungen verwiesen.
Die Steuerberechnung erfolgt mit dem gewichteten
durchschnittlichen jährlichen Ertragsteuersatz,
getrennt nach Regionen. Die aktiven latenten Steuern
umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus
der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in
den Folgeperioden ergeben und deren Realisierung mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.
Im Dezember 2021 veröffentlichte die OECD
Musterregeln für einen neuen globalen Rahmen für
die effektive Mindestbesteuerung, um sicherzustellen, dass
die Gewinne multinationaler Konzerne mit einem
Gesamtjahresumsatz von mindestens 750 Mio. Euro mit einem
Mindestsatz von 15 Prozent pro Land besteuert werden. Die
Europäische Union hat sich im Dezember 2022 einstimmig
auf die Umsetzung dieses Rahmens in Form einer Richtlinie
geeinigt, der auch für rein inländische
Unternehmen mit einem gewissen Mindestumsatz gelten soll.
Die EU-Richtlinie muss bis zum 31. Dezember 2023 in das
nationale Recht der Mitgliedstaaten umgesetzt werden, damit
sie für Wirtschaftsjahre, die nach diesem Stichtag
beginnen, gilt. Einige Länder haben bereits
Gesetzentwürfe zu dem Rahmenwerk veröffentlicht,
für die deutsche Gesetzgebung besteht ein
Gesetzentwurf, der jedoch noch nicht in Kraft getreten ist.
Für den BayWa-Konzern soll der neue Rechtsrahmen ab
dem Geschäftsjahr 2024 gelten. Derzeit werden die
möglichen künftigen Auswirkungen der Vorschriften
auf den BayWa-Konzern einschließlich der Auswirkungen
auf die laufenden Steuern und die Steuerzahlungen
analysiert.
Der BayWa-Konzern macht von der vorübergehenden
Ausnahme, die aus der Implementierung der globalen
Mindestbesteuerungsregelungen resultiert, Gebrauch, latente
Steuern nicht bilanzieren zu müssen.
Weder bei den Eventualschulden noch bei den
Eventualforderungen haben sich wesentlichen
Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2022
ergeben.
Die Kapitalflussrechnung ist gemäß IAS 7 nach
der indirekten Methode erstellt und nach den
Zahlungsströmen aus der laufenden
Geschäftstätigkeit, der Investitions- und
Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Seit dem Bilanzstichtag am 30. Juni 2023 haben sich
keine sonstigen berichtspflichtigen Sachverhalte ergeben,
die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des BayWa-Konzerns haben und
hätten berichtet werden müssen.
Der Halbjahresfinanzbericht wurde keiner
prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Segmentberichterstattung ist im Vorjahresvergleich
unverändert. Lediglich die Reihenfolge der Darstellung
hat sich dahin gehend geändert, dass das Segment
Global Produce nun zwischen den Segmenten Technik und Bau
eingeordnet ist. Die Darstellung des Vorjahres wurde zur
besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst.
Entsprechend der operativen Geschäftsaktivitäten
des BayWa-Konzerns sind die berichtspflichtigen Segmente
gemäß IFRS 8 die Segmente Regenerative Energien,
Energie, Cefetra Group, Agrar, Technik, Global Produce und
Bau. Daneben werden - wie bisher - das Segment Innovation
& Digitalisierung sowie die Sonstigen Aktivitäten
gesondert ausgewiesen.
Die Geschäftsaktivitäten des Segments
Regenerative Energien gliedern sich unter dem Dach der
BayWa r.e. AG in die drei Bereiche Projects, Operations und
Solutions. Der Bereich Projects befasst sich weltweit mit
der Planung, Projektierung und dem Bau von Wind- und
Solarenergieanlagen sowie der Veräußerung der
betriebsfertigen Anlagen. Der Bereich Operations umfasst
planerische und technische Dienstleistungen, die Versorgung
mit Verbrauchsmaterialien, die technische und
kaufmännische Betriebsführung, die Instandhaltung
der Anlagen, den Energiehandel sowie die Vermarktung von
Strom aus eigenen Anlagen als Independent Power Producer
(IPP). Im Bereich Solutions werden Photovoltaiksysteme und
-komponenten vertrieben und maßgeschneiderte
Energielösungen für die Energieversorgung von
Gewerbe- und Industriekunden entwickelt.
Das Segment Energie beinhaltet die flächendeckende
Versorgung gewerblicher und privater Kunden mit
Heizöl, Kraft- und Schmierstoffen, AdBlue sowie
Holzpellets und Wärmelösungen. Daneben bietet das
Segment auch Lösungen in den Bereichen
Elektromobilität, LNG (Liquefied Natural Gas) und
digitale Mobilität.
Das Segment Cefetra Group ist auf den internationalen
Handel mit Getreide und Ölsaaten spezialisiert und
deckt als Supply Chain Manager die gesamte
Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik
bis zum Vertrieb ab. Zu den Kunden zählen lokale und
internationale Getreide- und Ölmühlen, Brauereien
und Mälzereien, Hersteller von Stärke- und
Futtermitteln sowie Hersteller von Biokraftstoffen und
Ethanol. Daneben wird im Segment Cefetra Group das
Geschäft mit Waren wie Stärkeprodukten, Reis und
Hülsenfrüchten, aber auch mit Bioprodukten
gezielt ausgebaut. Das Segment Cefetra Group bedient so die
wachsende Nachfrage der Lebens- und Futtermittelindustrie
nach diesen Produkten.
Schwerpunkt des Segments Agrar ist das direkte
Handelsgeschäft mit den Landwirten. Dazu versorgt es
landwirtschaftliche Kunden in Deutschland über das
ganze Jahr hinweg mit Betriebsmitteln, die für die
landwirtschaftliche Produktion notwendig sind, z. B. mit
Saatgut, Dünger, Pflanzenschutzmitteln sowie mit
Futter- und Hygienemitteln für die Tierhaltung. Zudem
erfasst das Segment nach der Ernte Agrarerzeugnisse wie
Getreide, Ölsaaten oder Hopfen und vermarktet diese an
lokale und regionale Verarbeiter, aber auch in
Exportmärkte. Dafür verfügt es über
eine hohe Lager- und Logistikleistung einschließlich
Anschluss zur Ostsee über zwei Häfen. Über
die Konzerngesellschaft RWA Raiffeisen Ware Austria AG, die
mit über 400 genossenschaftlichen Lagerhausstandorten
enge Geschäftsbeziehungen unterhält, ist das
Segment Agrar auch in Österreich flächendeckend
vertreten.
Im Segment Technik ist der Vertrieb von Maschinen,
Geräten und Anlagen für die Land-, Forst- und
Kommunalwirtschaft in Deutschland und Österreich
gebündelt. Das Segment deckt neben dem Verkauf von
Neu- und Gebrauchtmaschinen auch Wartungs- und
Reparaturleistungen inkl. Ersatzteilservice ab. Die BayWa
ist weltweit der größte Vertriebspartner des
AGCO-Konzerns mit den Marken Fendt, Massey Ferguson, Valtra
und Challenger sowie führend im globalen Vertrieb von
CLAAS-Landmaschinen. Zum Kundenkreis zählen neben
Agrar- und Forstbetrieben auch Wein- und Obstbauern,
Kommunen und gewerbliche Unternehmen. Angeboten werden hier
auch verschiedene Marken von Fahrzeugen für den Kehr-,
Reinigungs- und Winterdienst sowie Mäh- und
Sportplatztechnik. Darüber hinaus expandiert auch das
Segment Technik in internationale Märkte wie die
Niederlande, Südafrika und Kanada.
Das Segment Global Produce fasst sämtliche
Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obst- und
Gemüseanbau und den Handel mit diesen Produkten
zusammen. In Deutschland ist die BayWa der bedeutendste
Einzelvermarkter von heimischem Tafelkernobst für den
Lebensmitteleinzelhandel. Haupterfassungsgebiet ist die
Bodenseeregion. Im internationalen Kontext gehören zum
Segment auch die neuseeländische T&G
Global-Unternehmensgruppe mit Sitz in Auckland sowie der
niederländischen Südfrüchtehändler TFC
Holland B.V., Maasdijk, mit denen die gesamte
Wertschöpfungskette in der Obst- und
Gemüsevermarktung global abgedeckt wird.
Das Segment Bau deckt das komplette Baustoffsortiment ab
- von Tiefbau, Hochbau, Neubau, Renovierung und
Modernisierung über Garten- und Landschaftsbau bis hin
zu energetischen und baugesunden Lösungspaketen. Die
Kernregion des Segments Bau liegt in Süddeutschland
und Österreich. Das Produktspektrum richtet sich an
Bauunternehmen, Kommunen, Handwerks- und Gewerbebetriebe
sowie den privaten Endverbraucher. Ergänzend bietet
das Segment Bau den Kunden zahlreiche Spezialisierungen und
vielfältige Dienstleistungen sowie Kompetenz und
Unterstützung bei innovativen Themen wie gesundes
Bauen, Energieeffizienz oder Building Information Modeling
(BIM).
Mit dem Segment Innovation & Digitalisierung hat
sich die BayWa auf die digitale Zukunft eingestellt. Hier
werden zum einen die Aktivitäten im Bereich Digital
Farming gesteuert; dies umfasst insbesondere die
Entwicklung und Vermarktung der digitalen Angebote zur
Produktivitätssteigerung in der Landwirtschaft. Zum
anderen ist der Online-Vertrieb im BayWa-Konzern unter dem
Dach des BayWa Portals im Segment Innovation &
Digitalisierung gebündelt.
Die Sonstigen Aktivitäten umfassen neben
Randaktivitäten überwiegend die Aktivitäten
des BayWa-Konzerns im Bereich der Immobilien.
Neben den in den Segmenten ausgewiesenen
Umsatzerlösen mit Dritten werden zusätzlich die
Umsatzerlöse innerhalb und zwischen den Segmenten
dargestellt. Eine Untergliederung der Umsatzerlöse
nach einzelnen Produkten und Dienstleistungen wird auf
Konzernebene aufgrund der Heterogenität der im Konzern
abgesetzten Produkte nicht vorgenommen. Sowohl die
Umsätze innerhalb als auch zwischen den Segmenten
erfolgen zu marktüblichen Konditionen. In diesem
Zusammenhang eventuell entstehende Zwischengewinne werden
im Konzernabschluss eliminiert. Darüber hinaus werden
neben dem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA), dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und
dem Ergebnis vor Steuern (EBT) die Abschreibungen bzw.
Zuschreibungen ausgewiesen. Im BayWa-Konzern setzt sich das
operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aus dem
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
zuzüglich des Ergebnisses aus at-Equity-bilanzierten
Anteilen und dem übrigen Beteiligungsergebnis
zusammen. Nach der gleichen Logik ermittelt sich folglich
auch das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA).
Ein separater Ausweis pro Segment erfolgt weiterhin
für das Vermögen, die Vorräte sowie die
Verbindlichkeiten. Um die Aussagekraft der
Segmentinformationen zu erhöhen, werden die
Segmentverbindlichkeiten in den Segmenten Regenerative
Energien, Cefetra Group, Global Produce und Bau
konsolidiert dargestellt. Somit wird hier nicht auf die
reinen Meldedaten in Summe rekurriert und die
diesbezüglichen Konsolidierungseffekte werden nicht
der Überleitungsspalte zugeordnet.
Die getätigten Investitionen (ohne Finanzanlagen)
sind ebenfalls auf die Segmente aufgeteilt. Hierbei handelt
es sich um Investitionen in immaterielle
Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sowie
Zugänge aus Unternehmenserwerben. Die
Segmentinformationen enthalten darüber hinaus die
Anzahl der Mitarbeiter pro Segment im Jahresdurchschnitt.
Die Überleitung enthält im Wesentlichen die
Abschreibung auf die im Rahmen von Kaufpreisallokationen
aus Vorjahren aufgedeckten stillen Reserven und
immateriellen Vermögenswerte.
| Außenumsätze | Langfristige Vermögenswerte | |||
| In Mio. Euro | Q1-2/2023 | Q1-2/2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Deutschland | 4.779,8 | 4.695,7 | 1.972,1 | 1.841,4 |
| Österreich | 1.826,8 | 1.965,1 | 553,8 | 542,6 |
| Niederlande | 987,7 | 1.273,3 | 248,6 | 248,1 |
| Neuseeland | 157,0 | 167,7 | 321,4 | 321,7 |
| USA | 429,3 | 623,0 | 631,5 | 612,8 |
| Übriges Ausland | 4.378,6 | 4.189,1 | 979,6 | 824,3 |
| davon: restliches Europa | 3.907,4 | 3.819,8 | 665,2 | 506,7 |
| Konzern | 12.559,2 | 12.913,9 | 4.707,1 | 4.390,9 |
| In Mio. Euro Q1-2/2023 | Regenerative Energien | Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik | Global Produce |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 3.046,1 | 1.329,2 | 2.703,7 | 2.790,2 | 1.182,2 | 518,1 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 236,2 | 160,8 | 354,1 | 301,9 | 21,5 | 71,4 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 8,4 | 11,2 | 11,5 | 23,6 | 1,4 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 3.290,7 | 1.501,2 | 3.069,3 | 3.115,7 | 1.205,1 | 589,5 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 128,3 | 17,1 | 34,7 | 60,9 | 55,9 | 15,2 |
| Abschreibungen | - 29,9 | - 7,8 | - 4,4 | - 21,1 | - 12,0 | - 17,3 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 98,4 | 9,3 | 30,3 | 39,8 | 43,9 | - 2,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 34,4 | 7,6 | 14,0 | 9,1 | 28,0 | - 9,4 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||||
| Konzernhalbjahresüberschuss |
| In Mio. Euro Q1-2/2023 | Bau | Innovation & Digitalisierung | Sonstige Aktivitäten | Überleitung | Konzern |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 978,8 | 5,1 | 5,8 | - | 12.559,2 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 31,5 | 0,3 | 11,0 | - | 1.188,7 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,6 | 0,1 | 2,0 | - | 58,8 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.010,9 | 5,5 | 18,8 | - | 13.806,7 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 19,0 | - 1,6 | - 13,2 | 5,8 | 322,1 |
| Abschreibungen | - 18,3 | - 1,6 | - 16,8 | - 6,0 | - 135,2 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 0,7 | - 3,2 | - 30,0 | - 0,2 | 186,9 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | - 19,1 | - 4,1 | - 27,6 | - 0,2 | 32,7 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 9,5 | ||||
| Konzernhalbjahresüberschuss | 23,2 |
| In Mio. Euro Q1-2/2022 | Regenerative Energien | Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik | Global Produce |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 2.733,8 | 1.477,2 | 3.054,6 | 2.982,3 | 1.033,9 | 458,8 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 207,5 | 213,1 | 337,8 | 339,8 | 23,7 | 70,1 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,9 | 12,7 | 21,3 | 13,8 | 1,1 | - |
| Umsatzerlöse gesamt | 2.942,2 | 1.703,0 | 3.413,7 | 3.335,9 | 1.058,7 | 528,9 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 115,0 | 28,3 | 40,5 | 154,4 | 46,5 | 34,3 |
| Abschreibungen | - 30,0 | - 7,7 | - 3,9 | - 20,2 | - 11,4 | - 17,9 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 85,0 | 20,6 | 36,6 | 134,2 | 35,1 | 16,4 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 44,8 | 19,8 | 31,3 | 120,6 | 28,0 | 10,5 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||||
| Konzernhalbjahresüberschuss |
| In Mio. Euro Q1-2/2022 | Bau | Innovation & Digitalisierung | Sonstige Aktivitäten | Überleitung | Konzern |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.160,7 | 4,8 | 7,8 | - | 12.913,9 |
| Umsatzerlöse innerhalb des Segments | 32,4 | 0,6 | 9,1 | - | 1.234,1 |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 0,5 | 0,1 | 1,0 | - | 51,4 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.193,6 | 5,5 | 17,9 | - | 14.199,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 59,7 | - 2,4 | - 21,3 | - | 455,0 |
| Abschreibungen | - 16,2 | - 2,6 | - 15,4 | - 1,2 | - 126,5 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 43,5 | - 5,0 | - 36,7 | - 1,2 | 328,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 33,4 | - 5,3 | - 31,3 | - 1,2 | 250,6 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 73,0 | ||||
| Konzernhalbjahresüberschuss | 177,6 |
| In Mio. Euro 30.06.2023 | Regenerative Energien | Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik | Global Produce |
| Vermögen | 5.010,1 | 521,2 | 1.242,5 | 1.849,6 | 1.335,2 | 765,0 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 97,2 | 4,8 | 1,9 | 21,8 | 10,2 | 21,7 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | 0,3 | - | 3,0 |
| Vorräte | 1.604,3 | 81,9 | 503,9 | 581,6 | 824,4 | 82,0 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Schulden | 3.823,6 | 479,4 | 1.056,6 | 1.733,4 | 1.472,7 | 491,4 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | - | - | - | - | - | - |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 205,1 | 13,7 | 5,0 | 23,4 | 13,7 | 49,4 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 4.374 | 1.441 | 705 | 3.748 | 3.943 | 2.920 |
| In Mio. Euro 30.06.2023 | Bau | Innovation & Digitalisierung | Sonstige Aktivitäten | Überleitung | Konzern |
| Vermögen | 1.216,8 | 36,4 | 6.007,9 | - 5.197,6 | 12.787,1 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 4,9 | - | 144,6 | - | 307,1 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | - | 3,3 |
| Vorräte | 470,3 | 2,2 | 1,9 | - 2,6 | 4.149,9 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Schulden | 1.285,1 | 54,0 | 3.382,4 | - 2.881,9 | 10.896,7 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | - | - | - | - | - |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 20,2 | 1,9 | 24,0 | - | 356,4 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 4.700 | 150 | 1.056 | - | 23.037 |
| In Mio. Euro 31.12.2022 | Regenerative Energien | Energie | Cefetra Group | Agrar | Technik | Global Produce |
| Vermögen | 5.048,6 | 537,8 | 1.328,4 | 2.194,8 | 1.161,7 | 729,2 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 77,4 | 0,7 | 1,9 | 21,4 | 11,3 | 21,6 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | 0,3 | - | 15,1 |
| Vorräte | 1.774,7 | 98,6 | 643,1 | 1.102,9 | 686,5 | 37,8 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | - | - | - |
| Schulden | 3.857,6 | 528,2 | 1.151,3 | 2.084,5 | 1.293,3 | 423,4 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | - | - | - | - | - | - |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 176,1 | 19,9 | 31,6 | 124,7 | 41,8 | 112,8 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 3.754 | 1.411 | 623 | 3.630 | 3.826 | 3.151 |
| In Mio. Euro 31.12.2022 | Bau | Innovation & Digitalisierung | Sonstige Aktivitäten | Überleitung | Konzern |
| Vermögen | 1.112,5 | 45,1 | 6.025,0 | - 5.206,7 | 12.976,4 |
| davon: at-Equity-bilanzierte Anteile | 4,5 | - | 139,9 | - | 278,7 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | 1,0 | - | 16,4 |
| Vorräte | 414,3 | 1,2 | 0,5 | - 2,8 | 4.756,8 |
| davon: zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | - | - | - | - | - |
| Schulden | 1.202,1 | 58,0 | 3.370,6 | - 2.901,6 | 11.067,4 |
| davon: Schulden aus zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten | - | - | - | - | - |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzimmobilien (inkl. Unternehmenserwerbe) | 65,1 | 3,9 | 42,5 | - | 618,4 |
| Mitarbeiteranzahl im Jahresdurchschnitt | 4.661 | 220 | 1.017 | - | 22.293 |
| In Mio. Euro | Q1/2023 | Q2/2023 | Q1-2/2023 | Q1/2022 | Q2/2022 | Q1-2/2022 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | ||||||
| Regenerative Energien | 1.499,5 | 1.546,6 | 3.046,1 | 1.593,5 | 1.140,3 | 2.733,8 |
| Energie | 633,2 | 696,0 | 1.329,2 | 649,2 | 828,0 | 1.477,2 |
| Cefetra Group | 1.445,9 | 1.257,8 | 2.703,7 | 1.434,1 | 1.620,5 | 3.054,6 |
| Agrar | 1.484,8 | 1.305,4 | 2.790,2 | 1.397,9 | 1.584,4 | 2.982,3 |
| Technik | 539,9 | 642,3 | 1.182,2 | 476,0 | 557,9 | 1.033,9 |
| Global Produce | 257,1 | 261,0 | 518,1 | 224,3 | 234,5 | 458,8 |
| Bau | 414,4 | 564,4 | 978,8 | 477,4 | 683,3 | 1.160,7 |
| Innovation & Digitalisierung | 2,7 | 2,4 | 5,1 | 2,4 | 2,4 | 4,8 |
| Sonstige Aktivitäten | 2,9 | 2,9 | 5,8 | 2,2 | 5,6 | 7,8 |
| Gesamt | 6.280,4 | 6.278,8 | 12.559,2 | 6.257,0 | 6.656,9 | 12.913,9 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | ||||||
| Regenerative Energien | 70,8 | 57,5 | 128,3 | 78,4 | 36,6 | 115,0 |
| Energie | 8,3 | 8,8 | 17,1 | 12,2 | 16,1 | 28,3 |
| Cefetra Group | 18,9 | 15,8 | 34,7 | 19,0 | 21,5 | 40,5 |
| Agrar | 41,5 | 19,4 | 60,9 | 68,1 | 86,3 | 154,4 |
| Technik | 28,3 | 27,6 | 55,9 | 16,9 | 29,6 | 46,5 |
| Global Produce | - 3,9 | 19,1 | 15,2 | 15,9 | 18,4 | 34,3 |
| Bau | 0,0 | 19,0 | 19,0 | 6,8 | 52,9 | 59,7 |
| Innovation & Digitalisierung | - 0,3 | - 1,3 | - 1,6 | - 1,5 | - 0,9 | - 2,4 |
| Sonstige Aktivitäten | - 4,8 | - 8,4 | - 13,2 | - 9,3 | - 12,0 | - 21,3 |
| Überleitung | 0,0 | 5,8 | 5,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Gesamt | 158,8 | 163,3 | 322,1 | 206,5 | 248,5 | 455,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | ||||||
| Regenerative Energien | 53,0 | 45,4 | 98,4 | 63,9 | 21,1 | 85,0 |
| Energie | 4,5 | 4,8 | 9,3 | 8,4 | 12,2 | 20,6 |
| Cefetra Group | 17,1 | 13,2 | 30,3 | 17,1 | 19,5 | 36,6 |
| Agrar | 31,0 | 8,8 | 39,8 | 58,7 | 75,5 | 134,2 |
| Technik | 22,4 | 21,5 | 43,9 | 11,3 | 23,8 | 35,1 |
| Global Produce | - 12,6 | 10,5 | - 2,1 | 7,3 | 9,1 | 16,4 |
| Bau | - 9,1 | 9,8 | 0,7 | - 1,2 | 44,7 | 43,5 |
| Innovation & Digitalisierung | - 1,1 | - 2,1 | - 3,2 | - 2,8 | - 2,2 | - 5,0 |
| Sonstige Aktivitäten | - 13,3 | - 16,7 | - 30,0 | - 16,8 | - 19,9 | - 36,7 |
| Überleitung | - 0,1 | - 0,1 | - 0,2 | - 1,0 | - 0,2 | - 1,2 |
| Gesamt | 91,8 | 95,1 | 186,9 | 144,9 | 183,6 | 328,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | ||||||
| Regenerative Energien | 20,1 | 14,3 | 34,4 | 45,1 | - 0,3 | 44,8 |
| Energie | 3,6 | 4,0 | 7,6 | 7,9 | 11,9 | 19,8 |
| Cefetra Group | 7,4 | 6,6 | 14,0 | 14,2 | 17,1 | 31,3 |
| Agrar | 16,2 | - 7,1 | 9,1 | 51,8 | 68,8 | 120,6 |
| Technik | 14,8 | 13,2 | 28,0 | 7,6 | 20,4 | 28,0 |
| Global Produce | - 15,8 | 6,4 | - 9,4 | 4,8 | 5,7 | 10,5 |
| Bau | - 18,2 | - 0,9 | - 19,1 | - 6,6 | 40,0 | 33,4 |
| Innovation & Digitalisierung | - 1,5 | - 2,6 | - 4,1 | - 3,0 | - 2,3 | - 5,3 |
| Sonstige Aktivitäten | - 11,9 | - 15,7 | - 27,6 | - 13,9 | - 17,4 | - 31,3 |
| Überleitung | - 0,1 | - 0,1 | - 0,2 | - 0,8 | - 0,4 | - 1,2 |
| Gesamt | 14,6 | 18,1 | 32,7 | 107,1 | 143,5 | 250,6 |
| In Mio. Euro | Veränderung Q1-2 in % |
| Umsatzerlöse mit Dritten | |
| Regenerative Energien | 11,4 |
| Energie | - 10,0 |
| Cefetra Group | - 11,5 |
| Agrar | - 6,4 |
| Technik | 14,3 |
| Global Produce | 12,9 |
| Bau | - 15,7 |
| Innovation & Digitalisierung | 6,3 |
| Sonstige Aktivitäten | - 25,6 |
| Gesamt | - 2,7 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | |
| Regenerative Energien | 11,6 |
| Energie | - 39,6 |
| Cefetra Group | - 14,3 |
| Agrar | - 60,6 |
| Technik | 20,2 |
| Global Produce | - 55,7 |
| Bau | - 68,2 |
| Innovation & Digitalisierung | 33,3 |
| Sonstige Aktivitäten | 38,0 |
| Überleitung | > 100,0 |
| Gesamt | - 29,2 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | |
| Regenerative Energien | 15,8 |
| Energie | - 54,9 |
| Cefetra Group | - 17,2 |
| Agrar | - 70,3 |
| Technik | 25,1 |
| Global Produce | > - 100,0 |
| Bau | - 98,4 |
| Innovation & Digitalisierung | 36,0 |
| Sonstige Aktivitäten | - 18,3 |
| Überleitung | - 83,3 |
| Gesamt | - 43,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | |
| Regenerative Energien | - 23,2 |
| Energie | - 61,6 |
| Cefetra Group | - 55,3 |
| Agrar | - 92,5 |
| Technik | 0,0 |
| Global Produce | > - 100,0 |
| Bau | > - 100,0 |
| Innovation & Digitalisierung | 22,6 |
| Sonstige Aktivitäten | 11,8 |
| Überleitung | 83,3 |
| Gesamt | - 87,0 |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der
Konzernhalbjahreszwischenabschluss ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der
Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so
dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird
sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
München, 1. August 2023
Der Vorstand
Marcus Pöllinger
Andreas Helber
Dr. Marlen Wienert
Reinhard Wolf
09.11.2023, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call
09.11.2023, 10.30 Uhr - Telefon-Pressekonferenz
28.03.2024, 10.30 Uhr - Bilanz-Pressekonferenz,
München
28.03.2024, 14.00 Uhr - Analystenkonferenz, München
08.05.2024 - Pressemitteilung
08.05.2024, 8.30 Uhr - Analysten Conference Call
11.06.2024, 10.00 Uhr
BayWa AG
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