BayWa AGMünchenQuartalsmitteilung Q1/2025 BayWa KonzernVorbemerkungen zu dieser QuartalsmitteilungLaufendes Sanierungs- und RestrukturierungsverfahrenWie aus der bisherigen Berichterstattung und den Medien
bekannt, befindet sich die BayWa AG in einer
Sanierungssituation. Zur Bewältigung dieser
Herausforderung wurde unter neuer Führung ein
umfassender Transformationsprozess eingeleitet und ein
Sanierungskonzept entwickelt. Das Sanierungskonzept umfasst
die Beseitigung von bestandsgefährdenden
Krisenursachen und die Umsetzung von Maßnahmen, die
zur Rückführung der hohen Verschuldung auf ein
nachhaltiges Niveau und zur Stärkung des Eigenkapitals
erforderlich sind. Damit soll sichergestellt werden, dass
der operative Betrieb der BayWa AG und ihrer
Gruppenunternehmen saniert und fortgeführt werden
kann. Die BayWa strebt aus gesamtstrategischen
Überlegungen eine Refokussierung auf ihr
traditionelles Kerngeschäft an.
Zum Zweck der Umsetzung und Implementierung des
Sanierungskonzepts hat der Vorstand der BayWa AG am 31.
Januar 2025 beim Amtsgericht München als
zuständigem Restrukturierungsgericht ein
öffentliches Restrukturierungsvorhaben
gemäß dem Gesetz über den Stabilisierungs-
und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen
(Unternehmensstabilisierungs- und Restrukturierungsgesetz -
StaRUG) angezeigt. Das Restrukturierungsverfahren ist
derzeit noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Dies
hat auch Auswirkungen auf die Fertigstellung und
Veröffentlichung der Konzernfinanzberichterstattung
für das Geschäftsjahr 2024. Die
Veröffentlichung des testierten Konzernabschlusses zum
31. Dezember 2024 und des Konzernlageberichts der BayWa AG
für das Geschäftsjahr 2024, einschließlich
einer Prognose für das Geschäftsjahr 2025, kann
erst nach rechtskräftigem Abschluss des
StaRUG-Verfahrens erfolgen. Aus diesem Grund kann diese
Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2025 weder in
der bislang praktizierten Form an Vortrags- bzw.
Vergleichswerte aus dem Geschäftsjahr 2024
anknüpfen noch bestimmte, aus der bisherigen
Finanzberichterstattung bekannte Finanzkennzahlen angeben.
Die vorliegende Mitteilung weicht daher vom bisher
bekannten Format ab und es ergeben sich auch inhaltliche
Besonderheiten.
Geänderte Segmentberichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2025Im Zuge der Erstellung des Sanierungsgutachtens wurde
die interne Steuerung und damit einhergehend auch die
externe Segmentberichterstattung ab dem Geschäftsjahr
2025 neu strukturiert. Die Segmente Regenerative Energien,
Cefetra Group und Global Produce bleiben dabei
unverändert, lediglich das Segment RWA wurde neu
definiert und wird ab dem Geschäftsjahr 2025 - bis zum
Vollzug des Verkaufs der Beteiligung (Closing) an der
Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG) Anfang Mai 2025 - als
eigenständiges Segment dargestellt. Bisher wurden die
Ergebnisbeiträge der RWA AG den operativen
BayWa-Segmenten zugeordnet. Der verbleibende Teil des
Konzerns wird in den Segmenten BayWa Agrar, BayWa Technik,
BayWa Wärme & Mobilität, BayWa Baustoffe und
BayWa Sonstiges berichtet.
Ab dem Geschäftsjahr 2025 werden somit neun statt
der bisher acht Segmente dargestellt und berichtet. Diese
neun Segmente werden zusammenfassend im BayWa-Konzern
konsolidiert. Diese Neugliederung trägt dem Umstand
Rechnung, dass im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen
einzelne Konzernbereiche veräußert werden sollen
bzw. bereits wurden. Durch die neue Struktur wird die
Vergleichbarkeit der Geschäftszahlen über
künftige Berichtszeiträume sichergestellt.
Datenbasis und Vergleichbarkeit der Vortrags- bzw. VorjahreswerteDie vorliegenden Finanzinformationen für das erste
Quartal 2025 beinhalten Vortrags- bzw. Vergleichswerte aus
dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2024. Zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser
Quartalsmitteilung liegt noch kein testierter
Konzernabschluss und Konzernlagebericht der BayWa AG
für das Geschäftsjahr 2024 vor. Etwaige
Anpassungen oder neue Erkenntnisse aus der laufenden
Abschlussprüfung können Auswirkungen auf die
Vergleichswerte und Interpretation der aktuellen Ergebnisse
haben.
Hinweisescrollen
Sanierungsfortschritte sichtbar - operative Geschäftsentwicklung auf dem Weg zur Stabilisierungscrollen
Der BayWa-Konzern weist für die ersten drei Monate
des laufenden Geschäftsjahres 2025 einen
Umsatzrückgang von 9,2 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro
gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres aus
(Vorjahr: 5,2 Mrd. Euro). Der Rückgang ist im
Wesentlichen auf Sondereffekte im Zuge der laufenden
Transformation zurückzuführen. Die seit Beginn
des Transformationsprozesses im vergangenen Jahr
umgesetzten Personalmaßnahmen, einschließlich
des Abbaus von rund 700 Stellen, leisten einen wesentlichen
Beitrag zu einer nachhaltigen, operativen Verbesserung.
Ergänzend dazu wurden bereits erste
Standortschließungen - insbesondere im Segment BayWa
Baustoffe - umgesetzt, die künftig zu einer
schlankeren und effizienteren Kostenstruktur führen
sollen. Parallel dazu wurde mit einer gezielten
Sortimentsoptimierung begonnen, bei der der Fokus auf
margenstärkere Produkte gelegt wird. Bereinigt um
einmalige Sondereffekte aus dem Transformationsprozess,
insbesondere im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen
und Restrukturierungsaufwendungen, dürfte sich die
Ertragsqualität deutlich verbessern.
Neben den operativen Maßnahmen wurden im
Berichtszeitraum auch strukturelle Fortschritte erzielt. So
wurde zum einen am 2. Mai 2025 der am 27. Dezember 2024
angekündigte Verkauf der Beteiligung an der
österreichischen Raiffeisen Ware Austria AG (RWA AG)
in Höhe von 47,53 Prozent an ein Verbundunternehmen
der RWA Raiffeisen Ware Austria Handel und
Vermögensverwaltung eGen zu einem Kaufpreis von 176
Mio. Euro vollzogen. Der Anteilsverkauf führt zu einer
Reduzierung der Bankverbindlichkeiten des BayWa-Konzerns um
rund 500 Mio. Euro.
Restrukturierungsverfahren gemäß StaRUG schreitet voranDa bis Ende Januar 2025 einige wenige der insgesamt fast
300 Kreditgeber trotz wiederholter Aufforderung nicht
bereit waren, die nach intensiven Verhandlungen erarbeitete
Sanierungslösung mitzutragen, hat der Vorstand der
BayWa AG am 31. Januar 2025 ein Restrukturierungsvorhaben
nach dem StaRUG beim zuständigen Amtsgericht
München - Restrukturierungsgericht - angezeigt. Die
öffentliche Restrukturierungssache wird unter dem
Aktenzeichen 1501 RES 337/25 geführt.
Weiterführende Informationen sind auf der Website der
BayWa AG www.baywa.com verfügbar. In dem am 15. Mai
2025 durchgeführten gerichtlichen Termin zur
Erörterung des Restrukturierungsplans und der
Stimmrechte der Planbetroffenen sowie zur Abstimmung
über den Restrukturierungsplan (Erörterungs- und
Abstimmungstermin - EAT) wurde der Restrukturierungsplan
mit den erforderlichen Mehrheiten angenommen. Die für
den Eintritt der Planwirkungen erforderliche
Bestätigung des Restrukturierungsplans durch das
Restrukturierungsgericht München stand zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung noch
aus und wird zeitnah erwartet. Das Restrukturierungsgericht
hat seine Entscheidung für den 6. Juni 2025
angekündigt. Damit ist ein zentraler Schritt zur
Umsetzung des Sanierungskonzepts gemacht. Die im
Sanierungskonzept vorgesehenen Maßnahmen werden
bereits vor Eintritt der Rechtskraft des gerichtlich
bestätigten Restrukturierungsplans schrittweise
umgesetzt und nach dessen Rechtskraft weitergeführt.
Die derzeit bestehende Stillhaltevereinbarung mit den
der Stillhaltevereinbarung beigetretenen Kreditgebern
läuft bis zum Ablauf des 30. Juni 2025. Bis dahin
rechnet die Gesellschaft mit dem erfolgreichen Abschluss
der Implementierung des Sanierungskonzepts über das
StaRUG-Verfahren und das Wirksamwerden der
Sanierungsvereinbarung. Die Laufzeit der verschiedenen
Finanzforderungen soll über den Restrukturierungsplan
und die Sanierungsvereinbarung einheitlich bis Ende 2028
verlängert werden.
Veränderungen im Vorstand der BayWa AGDer Aufsichtsrat hat mit Wirkung zum 1. März 2025
Dr. Frank Hiller zum Mitglied des Vorstands und
Vorstandsvorsitzenden und Prof. Dr. Matthias J. Rapp zum
Mitglied des Vorstands bestellt. Dr. Frank Hiller trat
damit die Nachfolge von Marcus Pöllinger an, der am
31. Oktober 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden war. Prof.
Dr. Matthias J. Rapp übernahm das Ressort des
bisherigen Finanzvorstands Andreas Helber, der nach kurzer
Übergabe am 31. März 2025 aus dem Vorstand
ausschied. Der Vorstand der BayWa AG besteht damit zum
Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser
Quartalsmitteilung aus Dr. Frank Hiller
(Vorstandsvorsitzender - CEO), Michael Baur (Chief
Restructuring Officer - CRO), Prof. Dr. Matthias J. Rapp
(Finanzvorstand - CFO), Dr. Marlen Wienert und Reinhard
Wolf.
Geschäftsverlauf in den Segmenten vom 1. Januar bis 31. März 2025Segment BayWa AgrarDas Segment Agrar umfasst im Wesentlichen den Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Betriebsmitteln.Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse
bewegten sich bei Getreide wie Weizen und Mais
gegenüber dem Vorjahreszeitraum seitwärts mit
leichter Aufwärtstendenz und bei den Ölsaaten wie
Raps über dem Vorjahreszeitraum. Bei Sojaschrot war
der Markt aufgrund eines guten Angebots
rückläufig. Zugleich verzeichneten die
Düngemittelpreise einen deutlichen Anstieg. Der
Haupttreiber für Preissteigerungen der
Stickstoffdünger liegt in höheren
Herstellungskosten aufgrund gestiegener Gaspreise. Die
deutlich fallenden Gaspreise ab Mitte des ersten Quartals
2025 schlagen verzögert auf die Düngerpreise
durch. Der Umsatz im Segment BayWa Agrar verringerte sich
zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf 615,8 Mio. Euro.
Ursächlich hierfür waren vor allem
rückläufige Ausliefermengen bei Getreide- und
Ölsaaten sowie geringere fakturierte Verkäufe im
Betriebsmittelbereich. Dabei stellten sowohl marktbedingte
Einflussfaktoren, wie ein im Vorjahresvergleich
verzögert einsetzendes Frühjahr, als auch
Maßnahmen zur aktiven Steuerung der Liquidität
die wesentlichen Treiber der Umsatzrückgänge im
Segment dar.
Segment BayWa TechnikDas Segment Technik handelt mit landtechnischen Maschinen und Anlagen und bietet umfangreiche Serviceleistungen an.Die Zulassungszahlen für Traktoren sind in
Deutschland im ersten Quartal 2025 gegenüber dem
Vorjahreszeitraum um 19,5 Prozent zurückgegangen - ein
Rückgang, der nach den starken Absätzen der
Vorjahre zu erwarten war. Diese Entwicklung spiegelte sich
auch in den reduzierten Umsätzen im Segment BayWa
Technik wider, das einen Umsatzrückgang von 521,7 Mio.
Euro auf 459,7 Mio. Euro verzeichnete (minus 11,9 Prozent).
Besonders betroffen war das Neumaschinengeschäft,
dessen Rückgang durch eine gezielte Vertriebsoffensive
weitgehend kompensiert werden konnte, insbesondere durch
die starke Nachfrage im Gebrauchtmaschinenmarkt. Trotz der
insgesamt geringeren Umsätze blieben die Margen
stabil, bei gleichzeitig hoher Auslastung der
BayWa-Werkstätten. Positiv hervorzuheben ist zudem die
beschleunigte Lagerumschlagshäufigkeit, wodurch die
Kapitalbindung reduziert und Bestandsprozesse effizienter
gestaltet wurden.
Das erste Quartal war geprägt von
Preisrückgängen am Rohölmarkt, das vor allem
auf ein Überangebot zurückzuführen ist und
entsprechend zu einem Rückgang der Heizölpreise
führte. Gleichzeitig blieb die Nachfrage nach
Kraftstoffen seitens der Landwirtschaft und Bauindustrie
teils wegen konjunktureller Unsicherheiten, teils wegen
saisonaler Effekte verhalten. Der Handel mit
Schmierölen verzeichnete rückläufige
Absatzzahlen, bedingt durch die vorübergehende
Schließung des Produktionswerks eines bedeutenden
Großkunden. Gegenläufig entwickelte sich der
Holzpelletmarkt, der sich nach dem Preis- und
Nachfrageeinbruch des Vorjahres deutlich erholte. Sowohl
Preise als auch Nachfrage zogen im Berichtsquartal an. Die
positive Entwicklung im Bereich Holzpellets trug
maßgeblich dazu bei, die rückläufigen
Umsätze in anderen Produktbereichen weitgehend zu
kompensieren. Insgesamt erzielte das Segment BayWa
Wärme & Mobilität einen Umsatz von 309,2 Mio.
Euro und lag damit nahezu auf Vorjahresniveau (Vorjahr:
323,2 Mio. Euro).
Segment BayWa BaustoffeDas Segment Baustoffe umfasst im Wesentlichen den Handel mit Baustoffen, ergänzt durch projektbezogene Aktivitäten im Rahmen der Bau- und Projektentwicklung.Der Auftragseingang für das deutsche
Bauhauptgewerbe verzeichnete in den ersten beiden Monaten
2025 einen inflationsbereinigten Zuwachs von 4,6 Prozent.
Für die meisten Baumaterialien liegen die Preise im
März 2025 zwischen 1 und 7 Prozent unter dem
Vorjahresquartal. Energieintensive Materialien bleiben
hingegen aufgrund anhaltend hoher Energiekosten über
dem Preisniveau von März 2024 und weiterhin deutlich
über dem Stand von 2021. In der weiterhin angespannten
Baubranche ging der Umsatz im Segment BayWa Baustoffe um
20,8 Prozent von 276,7 Mio. Euro auf 219,2 Mio. Euro
zurück. Zu dieser rückläufigen Entwicklung
trugen insbesondere ein eingeschränkter Warenbestand
sowie ein spürbarer Vertrauensverlust am Markt bei.
Das saisonbedingt schwache Auftaktquartal wurde für
die Umsetzung operativer Maßnahmen genutzt. Sowohl
der Personalabbau als auch die Standortschließungen
konnten schneller als geplant abgeschlossen werden. Durch
die aktive Steuerung des Sortimentsmix,
einschließlich der Rationalisierung von mehr als der
Hälfte der Lieferanten, sowie die Verlagerung hin zum
margenstärkeren Lagergeschäft konnte dem
Umsatzrückgang entgegengewirkt werden.
Segment BayWa SonstigesDer Umsatz im Segment BayWa Sonstiges umfasst im
Wesentlichen die Beteiligung "UNSER LAGERHAUS"
WARENHANDELSGESELLSCHAFT m.b.H. (WHG) und betrug zum 31.
März 2025 111,9 Mio. Euro (Vorjahr: 117,1 Mio. Euro).
Segment Regenerative EnergienDas Segment Regenerative Energien deckt wesentliche
Teile der Wertschöpfungskette im Bereich der
erneuerbaren Energien ab. Im Berichtszeitraum wurden in
Europa drei Solar- und zwei Windprojekte mit einer
Gesamtleistung von rund 178 Megawatt (MW)
veräußert. Im Vorjahr lag die realisierte
Gesamtleistung bei 242 MW, überwiegend durch den
Verkauf von Projektrechten. Die Verkäufe von
Solarmodulen und Wechselrichtern entwickelten sich
rückläufig, was auf eine geringere Nachfrage
sowie ein anhaltendes Überangebot am Markt
zurückzuführen ist. Die Absatzmengen gemessen in
installierter Leistung (MW) gingen bei Solarmodulen um 10,8
Prozent und bei Wechselrichtern um 2,5 Prozent zurück.
Insgesamt reduzierte sich der Umsatz im Segment um 10,2
Prozent auf 812,5 Mio. Euro (Vorjahr: 904,5 Mio. Euro).
Segment Global ProduceDas Segment Global Produce fasst sämtliche Aktivitäten des Konzerns im Bereich Obst- und Gemüseanbau und den Handel mit diesen Produkten zusammen.Der Handel mit Obst und Gemüse entwickelte sich
erfreulich und konnte den Umsatz gegenüber dem Vorjahr
um 10,7 Prozent auf 298,0 Mio. Euro steigern. In nahezu
allen Bereichen verzeichnet das Segment eine solide
Nachfrage. In der südlichen Hemisphäre wird eine
um 5,5 Prozent höhere Apfelernte im Vergleich zum
Vorjahr erwartet, bei gleichzeitig besseren
Qualitäten. Zudem entwickeln sich die asiatischen
Exportmärkte positiv, von denen T&G Global, die
neuseeländische Tochtergesellschaft, profitiert. In
den Niederlanden konnte die Tochtergesellschaft TFC ihre
Marktposition durch die Erschließung neuer
Absatzkanäle stärken und dadurch eine positive
Umsatzentwicklung verzeichnen. Der Obsthandel im Inland
verzeichnet einen saisontypischen Absatz bei gleichzeitig
überdurchschnittlichen Preisen, die auf die kleinere
Apfelernte im Vorjahr zurückzuführen ist.
Segment Cefetra GroupDas Segment Cefetra Group ist auf den internationalen Handel mit Getreide und Ölsaaten spezialisiert und deckt als Supply Chain Manager die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Logistik bis zum Vertrieb ab.Neben Agrarrohstoffen handelt die Gesellschaft mit
Lebensmittelzutaten wie Stärkeprodukten, Reis und
Hülsenfrüchten, aber auch mit Milchprodukten und
Bioprodukten. Im Rahmen der Transformation des
BayWa-Konzerns ist auch die Trennung von der Cefetra Group
vorgesehen. Die erforderlichen Maßnahmen wurden
eingeleitet; ein konkreter Zeitpunkt für den Vollzug
steht derzeit noch nicht fest. Im ersten Quartal erzielte
die Cefetra Group einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und lag
damit um 13,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (Vorjahr: 1,3
Mrd. Euro). Der Umsatzrückgang ist auf die folgend
genannten Marktbedingungen zurückzuführen.
Cefetra Iberica verzeichnete geringere Importe aus der
Schwarzmeerregion, da die heimische Getreideernte besser
ausfiel. In den Benelux-Staaten war die Marktdynamik
schwächer; eine zurückhaltende
Verkaufsbereitschaft der Landwirte führte zu
geringerer Handelsdynamik. In Großbritannien gingen
die Umsätze im Bioenergiesektor zurück, was sich
direkt auf den Absatz auswirkte. Bei Soja kam es zu
Verzögerungen bei den Exporten aus Südamerika
nach Europa. Diese Lieferungen werden voraussichtlich im
zweiten Quartal 2025 nachgeholt. Zudem führten
Marktunsicherheiten infolge der Zollentwicklungen in den
USA zu einer zurückhaltenden
Geschäftstätigkeit.
Segment RWADas Segment RWA ist als Produzent, Dienstleister und Händler in den Geschäftsfeldern Agrar, Technik, Energie, Baustoffe sowie Haus und Garten in Österreich und in ausgewählten osteuropäischen Ländern tätig.Diese Geschäftsfelder spiegeln nahezu die
Segmentstruktur der BayWa AG wider. Daher wurden die
Umsatz- und Ergebnisbeiträge in der Vergangenheit
nicht gesondert ausgewiesen, sondern in den Segmenten des
Teilkonzerns BayWa. Im Rahmen der strategischen
Transformation wurde der Verkauf der Beteiligung an der
österreichischen RWA AG mit dem Closing zum 2. Mai
2025 erfolgreich abgeschlossen. Entsprechend erfolgt die
Vollkonsolidierung der Beteiligung nur noch für das
erste und anteilig zweite Quartal des Geschäftsjahres
2025. Im ersten Quartal erzielte die österreichische
Tochtergesellschaft einen Umsatz in Höhe von 840,0
Mio. Euro (Vorjahr: 890,8 Mio. Euro). Der leichte
Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im
Wesentlichen auf einen rückläufigen Handel mit
Baustoffen und Landmaschinen zurückzuführen.
Zudem führte die milde Winterwitterung zu einer
geringeren Nachfrage nach Heizöl.
Über die BayWa AGDie BayWa AG wurde 1923 gegründet und hat ihren
Hauptsitz in München. Aus ihren Wurzeln im
genossenschaftlichen Landhandel heraus hat sich die BayWa
durch stetiges Wachstum und einen kontinuierlichen Ausbau
des Leistungsspektrums zu einem international tätigen
Konzern entwickelt. Der Konzern ist mit über 20.000
Mitarbeitern, eigenen Tochterunternehmen und
internationalen Beteiligungen weltweit aktiv. Die
Geschäftstätigkeit des BayWa-Konzerns umfasst
Aktivitäten wie Projektierung, Groß- und
Einzelhandel, Logistik sowie umfangreiche ergänzende
Beratungs- und Dienstleistungen. Die BayWa versorgt
unterschiedlichste Kundengruppen mit innovativen Produkten
und Dienstleistungen und bedient dabei essenzielle
menschliche Grundbedürfnisse nach Ernährung,
Energie, Mobilität und Wohnen. Weitere Informationen
unter www.baywa.com.
München, 30. Mai 2025
BayWa Aktiengesellschaft
Der Vorstand
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FinanzkalenderTermine 2025Konzernabschluss 2024
Hauptversammlung 2025 (Präsenz)
Veröffentlichung Zahlen zum ersten Halbjahr 2025
Veröffentlichung Zahlen zum 3. Quartal 2025
Änderungen vorbehalten.
Der Finanzkalender der BayWa AG wird laufend auf der
Website www.baywa.com (Investor Relations) aktualisiert.
KontaktBayWa AG
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