Rolls-Royce Power Systems AG

Friedrichshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2017

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2017

der RollsRoyce Power Systems AG

Überwachung und Beratung des Vorstands. Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher sowie mündlicher Form zeitnah und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren monatlich schriftliche Berichte über die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erhalten. In den Ausschüssen und im Aufsichtsrat sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse dazu gefasst.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Gremiensitzungen in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter berieten in getrennten Gesprächen vor den Plenarsitzungen die Themen der jeweiligen Tagesordnung.

Schwerpunkte der Beratungen im Plenum. Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt vier ordentliche und zwei außerordentliche Sitzungen abgehalten. In den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend oder entschuldigt. Stimmbotschaften der nicht anwesenden Mitglieder lagen dem Aufsichtsratsvorsitzenden vor. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren neben den nachfolgend genannten Themenschwerpunkten insbesondere die eingehende Berichterstattung über die Arbeit in den Ausschüssen, der Jahres- sowie Halbjahresabschluss und die Regelberichterstattung zum Risikomanagement.

Ein Schwerpunkt der Beratung war weiterhin die Integration des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns in den RollsRoyce-Konzern und die daraus resultierende Konzernstrategie, insbesondere in Bezug auf das Zukunftsprogramm RRPS 2018 "Shaping our Future". Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit der Markteinschätzung, der Geschäftsentwicklung und dem Budget, wobei hier der Schwerpunkt auf Investitionen, Forschung und Entwicklung sowie Vertriebs- und Verwaltungskosten lag. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über die Entwicklung psychischer Erkrankungen sowie den diesbezüglich getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung, über den Status zur Arbeitsplatzsicherheit und Unfallstatistik sowie über personelle Veränderungen im oberen Management regelmäßig informieren. Des Weiteren verfolgte der Aufsichtsrat umfänglich die Ergebnisse der Untersuchungen möglicher Compliance-Verstöße und deren Konsequenzen.

Aufgrund eines externen Hinweises wurde im Jahre 2011 eine interne Untersuchung im Zusammenhang mit auffälligen Zahlungsvorgängen bei der MTU Asia Pte. Ltd. durchgeführt. Diese Untersuchung wurde aufgrund von Auffälligkeiten im Jahre 2012 auf weitere Länder der Vertriebsorganisation Asien ausgeweitet. Die im Jahr 2014 begonnene Aufarbeitung weiterer etwaiger compliance-relevanter Vorgänge im Unternehmen wurde im Jahr 2017 fortgesetzt und ausgeweitet.

Die Untersuchungen ergaben insbesondere, dass es - in erster Linie in einzelnen Ländern u.a. in Asien - zu auffälligen Provisionszahlungen an Vertriebspartner gekommen ist bzw. gekommen sein könnte. Es liegen Hinweise bzw. Verdachtsmomente dafür vor, dass einzelne Vertriebspartner möglicherweise unlautere Zahlungen vorgenommen haben könnten. Während die interne Aufarbeitung im Berichtsjahr zunächst abgeschlossen werden konnte, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart erwartungsgemäß ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Auslandsbestechung, der Bestechung im privaten Sektor und der Steuerhinterziehung gegen unbekannte Verantwortliche betroffener Unternehmen eingeleitet. Die Ermittlungen sind an die Steuerfahndung Ulm abgegeben und auf die Zielmärkte Brasilien und Griechenland ausgeweitet worden. Schwerpunkt sind aus Sicht der Staatsanwaltschaft steuerstrafrechtliche Aspekte. Das Unternehmen kooperiert bei der Aufklärung der Sachverhalte weiterhin in vollem Umfang mit den Ermittlungsbehörden.

Die durch externe Beratungsgesellschaften durchgeführten Untersuchungen wurden eng durch den vom Aufsichtsrat beauftragten besonderen Sachverständigen im Sinne von § 111 Abs. 2 AktG begleitet. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss wurden in regelmäßigen Abständen umfassend über die Ergebnisse der Untersuchungen unterrichtet.

ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN. Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse (Präsidialausschuss, Prüfungsausschuss und Vermittlungsausschuss) gebildet. Die Ausschüsse bereiten Themengebiete zur Diskussion im Plenum und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Im gesetzlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen.

PRÄSIDIALAUSSCHUSS. Der Präsidialausschuss trat im Jahr 2017 zu insgesamt fünf Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich u. a. mit der Zielerreichung der Vorstände für 2016 sowie der Zielvereinbarung der Vorstände für das Berichtsjahr 2017. Weiterhin behandelte das Gremium die Entwicklung des Frauenanteils im Unternehmen und die Effizienz im Aufsichtsrat.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS. Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2017 insgesamt sechs Sitzungen ab. Er befasste sich insbesondere mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, mit der Erörterung des zusammengefassten Lageberichts, der prüferischen Durchsicht des zum Halbjahr aus dem Konzernabschluss abgeleiteten und nach IFRS erstellten Berichtspakets für das Geschäftsjahr 2017. Die Rechnungslegung und Risikoüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer wurden ebenfalls eingehend erörtert. Außerdem befasste sich der Prüfungsausschuss damit, den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung bezüglich der Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 vorzubereiten (KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart) und holte dessen Unabhängigkeitserklärung ein. Entsprechender Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2017 wurde erteilt. Darüber hinaus legte der Prüfungsausschuss gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Schwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 fest. Der Prüfungsausschuss überwachte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen den Prozess der Rechnungslegung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die Behandlung der möglichen Compliance-Verstöße innerhalb der Rolls-Royce Power Systems-Gruppe. Ebenso wurden die Qualitätssicherung der Konzernrevision, die Umsetzung der Weiterentwicklungen des bestehenden Compliance Management Systems sowie die Markt- und Wettbewerbersituation behandelt. Über die Umsetzung des vom Unternehmen aufgesetzte Transformationsprogramm RRPS 2018 "Shaping our Future" wurde der Prüfungsausschuss regelmäßig und vollumfänglich informiert. Auch hinsichtlich der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung ließ sich der Prüfungsausschuss durch den Datenschutzbeauftragten regelmäßig informieren.

VERMITTLUNGSAUSSSCHUSS. Sitzungen des Vermittlungsausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 nicht erforderlich.

INTERESSENKONFLIKTE. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen gewesen wären und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2017. Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte KPMG Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, prüfte den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Rolls-Royce Power Systems AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2017 und erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie die zu prüfenden Unterlagen lagen jedem Aufsichtsratsmitglied vor und wurden in der Bilanzsitzung am 16. März 2018 intensiv erörtert. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses erstattete dem Aufsichtsrat vollumfänglich Bericht. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 15. März 2018 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. März 2018 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat billigte mit Beschluss vom 16. März 2018 den von der Gesellschaft am 15. März 2018 aufgestellten Jahresabschluss und den von der Gesellschaft ebenfalls am 15. März 2018 aufgestellten Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt.

Veränderungen im aufsichtsrat und vorstand. Auf der Anteilseignerseite sind im Berichtsjahr folgende Mitglieder ausgeschieden: Harry Holt (bis 9. Mai 2017) und Colin Smith (bis 31. Januar 2018). In der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 wurde Simon Carlisle mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat gewählt. Die Nachbesetzung von Colin Smith erfolgt voraussichtlich in der ordentlichen Hauptversammlung am 16. März 2018.

Auf der Arbeitnehmerseite sind im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder ausgeschieden: Bernd Krüper (bis 31. Oktober 2017) und Lilo Rademacher (bis 1. November 2017). Mit Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 13. November 2017 wurden Dr. Andreas Kunz als Ersatzmitglied für Bernd Krüper sowie Helene Sommer als Ersatzmitglied für Lilo Rademacher zu Mitgliedern des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt.

Im Geschäftsjahr 2017 gab es im Vorstand folgende Veränderung: Andreas Schell ist seit 1. Januar 2017 Vorsitzender des Vorstands, nachdem Dr. Ulrich Dohle mit Ablauf des 31. Dezember 2016 ruhestandsbedingt aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihr Engagement im Geschäftsjahr 2017.

 

Friedrichshafen, 16. März 2018

Rolls-Royce Power Systems AG

Für den Aufsichtsrat

Axel Arendt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht und Lagebericht

der RollsRoyce Power Systems AG

(zusammengefasster Lagebericht)

In diesem Bericht können durch Rundung Differenzen zwischen den Einzelwerten und den daraus resultierenden Summen auftreten.

Grundlagen des Konzerns

Historie des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Die Geschichte des heutigen Rolls-Royce Power Systems-Konzerns (im Folgenden: »RRPS-Konzern«) reicht über ein Jahrhundert zurück. Keimzelle des Konzerns ist die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, die am 23. März 1909 von Karl Maybach und Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens war zunächst die Entwicklung und Produktion von Motoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Im Jahr 1918 firmierte das Unternehmen in Maybach-Motorenbau GmbH um. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs widmete sich das Unternehmen kurzzeitig dem Automobilbau sowie der Herstellung von Hochleistungsdieselmotoren. Seit dem Jahr 1969 firmiert die Gesellschaft unter dem Namen MTU Friedrichshafen GmbH (für »Motoren- und Turbinen-Union«). Bis zum Jahr 2006 hatte sich der Konzern mit seiner Muttergesellschaft MTU Friedrichshafen GmbH zu einem wesentlichen Bestandteil der Off-Highway-Aktivitäten des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns entwickelt. In 2006 wurde der Konzern an einen Finanzinvestor verkauft. Das Unternehmen wurde unter der Tognum AG gebündelt, die ab 2007 an der Börse (M-Dax) notierte. 2011 wurde das Unternehmen mehrheitlich durch ein Gemeinschaftsunternehmen der Rolls-Royce plc und Daimler AG übernommen. Im Jahr 2014 wurde die Tognum AG in Rolls-Royce Power Systems AG umfirmiert. Die Daimler AG verkaufte ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (RRPSH) im August 2014 an den Partner Rolls-Royce plc. Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wurde in 2015 auf die heutige Konzernmutter Rolls-Royce Power Systems AG verschmolzen.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen ist einer der weltweit führenden Anbieter von Kolbenmotoren, Antriebssystemen und dezentralen Energieanlagen. Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Konzern einen um Hedging Effekte bereinigten Umsatz von 3.334,5 Mio. Euro. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum 31. Dezember 2017 weltweit 10.794 Mitarbeiter.

PRODUKTPORTFOLIO. Das Produktportfolio umfasst schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme der Marke MTU für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie Pumpenantriebe für die Öl- und Gasindustrie. Unter der Marke MTU Onsite Energy vermarktet das Unternehmen Systemlösungen zur Energieversorgung auf Basis von Diesel- und Gasmotoren: von Anlagen für Notstrom-, Grund- und Spitzenlastversorgung bis hin zu leistungsfähigen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die norwegische Tochterfirma Bergen Engines AS stellt mittelschnelllaufende Motoren für Schiffe und Energieanlagen her. L'Orange rundet das Portfolio mit Kraftstoffeinspritzsystemen für Großmotoren ab.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNSTRUKTRUR. Die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, ist die alleinige Anteilseignerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das oberste Mutterunternehmen ist die RollsRoyce Holdings plc, London/Großbritannien. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, wurde am 2./15. Juli 2015 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2015 zugestimmt hat.

Zum RRPS-Konzern gehört neben der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernobergesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen eine weltumspannende Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestruktur. Sie umfasst neben der Konzernobergesellschaft weitere 34 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31. Dezember 2016: 33). Die größte Einzelgesellschaft des RRPS-Konzerns ist die MTU Friedrichshafen GmbH mit Sitz in Friedrichshafen. Weitere Konzernunternehmen, die wesentlich zum Geschäftsvolumen beitragen, sind Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, MTU America Inc., Detroit/USA, und MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, als Obergesellschaft des Teilkonzerns MTU Asia Group, in dem die asiatischen Tochterunternehmen gebündelt sind. Zentrale Produktionsstandorte des RRPS-Konzerns befinden sich in Deutschland, Norwegen, den USA und in China.

Der Konsolidierungskreis der Rolls-Royce Power Systems AG wurde im Vergleich zum 31. Dezember 2016 um eine Gesellschaft erweitert. Am 22. März 2017 wurde die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, von der RollsRoyce Power Systems AG gegründet. Im Dezember 2017 hat die Rolls-Royce Power Systems AG ihre Anteile an der MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, in die MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, eingebracht und ist zu 100 % an dieser Gesellschaft beteiligt. Bei der MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, handelt es sich um einen Teilkonzern, der die MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika, umfasst. Die Einbeziehung dieses Unternehmens hat keinen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

Berichtszeitraum und Vergleichsperioden

Wir berichten in diesem zusammengefassten Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2017 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2016. Der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des RRPS-Konzerns zusammengefasst. Die Chancen und Risiken der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernmutter sind untrennbar mit denen des RRPS-Konzerns verbunden. Im vorliegenden Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den RRPS-Konzern. Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Rolls-Royce Power Systems AG sind in einem separaten Kapitel enthalten.

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des RRPS-Konzerns stellen wir im Vergleich zu den Werten zum 31. Dezember 2016 dar. Sowohl die Abschlüsse der Berichtsperiode als auch die der Vergleichsperiode wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den gemäß § 315e HGB (Handelsgesetzbuch) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Wirtschaftsbericht

des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2017 erlebte die Weltwirtschaft einen gesunden Aufschwung, welcher die Erwartungen vom Jahresanfang übertraf. Die positive Entwicklung betraf hoch entwickelte und aufstrebende Volkswirtschaften gleichermaßen. Welthandel und Investitionen zogen an, und die Rohstoffpreise erholten sich.

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Im Jahr 2017 endete eine fünfjährige Schwächephase des Weltwirtschaftswachstums. Der Aufschwung war dynamischer als zu Jahresbeginn erwartet. Prognosen für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und wichtiger Industriezweige wurden daher über das Jahr nach oben korrigiert. Sowohl die Industriestaaten als auch die meisten Entwicklungsländer konnten von der Wachstumsdynamik profitieren.

Der gesamte Euroraum profitierte von der starken Exportnachfrage, die durch den zum Jahresanfang schwachen Euro sowie von der anhaltend expansiven Geldpolitik begünstigt wurde. Die Region zeigte sich 2017 widerstandsfähig gegenüber den politischen Unsicherheiten.

Das starke Wirtschaftswachstum in den USA entsprach den Erwartungen vom Jahresbeginn. Das Land setzte die ununterbrochene Erholung seit der Krise 2009 fort. Die Wirtschaft war nahezu voll ausgelastet. Die wirtschaftsfreundliche Politik der Trump-Administration beflügelte vor allem den Energiesektor.

Die japanische Wirtschaft entwickelte sich im Jahresverlauf, unterstützt durch ein fiskalpolitisches Konjunkturprogramm, sehr positiv. Konsum, Investitionen und Exporte zogen an.

Für die rohstoffexportierenden Länder waren die Erholung der Preise im Jahresverlauf und die höhere Nachfrage hilfreich. Der immer noch relativ niedrige Ölpreis und die niedrige Produktionsquoten der OPEC belasteten auch 2017 das Wachstum vieler erdölexportierender Länder.

Die chinesische Wirtschaft erreichte 2017 ein Wachstum von 6,7 % und übertraf das gesetzte Wachstumsziel deutlich, gestützt durch Konjunkturprogramme, Reformen und Exporte.

Indiens Maßnahmen zur Demonetisierung und die Einführung einer einheitlichen Mehrwertsteuer für das Land verursachten erwartete Turbulenzen und bremsten das insgesamt sehr dynamische Wachstum leicht.

Die russische Wirtschaft erreichte ein Wachstum von 1,7 %. Investitionen erfolgten vor allem im Energie- und im Transportsektor.

Brasilien konnte die tiefe Rezession überwinden, Konsum und Industrieproduktion nahmen zu.

Branchenentwicklung

Nach Schätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) wuchs der globale reale Umsatz des Maschinenbaus 2017 um 6 % und übertraf deutlich die Erwartungen zu Jahresbeginn (2 %).

In der EU stiegen die Maschinenbauumsätze insgesamt um 4 %. Haupttreiber waren osteuropäische Länder, die teilweise zweistellige Wachstumsraten erreichten. Deutschland und Italien erzielten 3 % Wachstum, Frankreich erreichte 2 %. Im Vereinigten Königreich wuchsen die Umsätze um 5 %, begünstigt durch den schwachen Wechselkurs des britischen Pfunds.

Die Maschinenproduktion in den USA stieg 2017 um 3 % analog zum gesamtwirtschaftlichen Aufschwung.

Japans Maschinenbauumsätze legten um 8 % zu, begünstigt durch steigende Investitionen im Land.

Die Prognose für Chinas Maschinenbauumsätze lag für 2017 bei 8 %. Haupttreiber ist der zunehmende Automatisierungsbedarf der Industrie.

Marktposition

Relevant für den RRPS-Konzern ist der Markt für schnelllaufende und mittelschnelllaufende Diesel- und Gasmotoren für Off-Highway-Anwendungen im Leistungsbereich von 75 Kilowatt bis 20 Megawatt. Die wichtigsten etablierten Wettbewerber von Rolls-Royce Power Systems sind Caterpillar (Geschäftsbereich Energy & Transportation), Cummins, Wärtsilä und MAN Diesel.

Im Jahr 2017 gab es eine Erholung in Märkten, die für Rolls-Royce Power Systems relevant sind.

BAUMASCHINEN & LANDTECHNIK. Durch die gute Konjunktur im Bausektor entwickelte sich der Markt vor allem in Europa und China sehr positiv und wuchs, getrieben durch eine Investitionswelle im Infrastrukturbereich, deutlich. Die Stimmung im Bereich Landtechnik verbesserte sich in den USA und Europa ebenfalls merklich. Der nordamerikanische Markt hat seine Talsohle durchschritten. Das Marktwachstum wurde hauptsächlich durch die aufstrebenden Märkte (BRIC) getrieben. Vom steigenden Bedarf an Landmaschinen konnte auch Rolls-Royce Power Systems profitieren.

RAIL, MINING, OIL & GAS. Während der Markt für Powerpacks (DMU) zunahm, schrumpfte der Markt für Lokomotivantriebe. Betreiber großer Minen steigerten im Vergleich zum niedrigen Vorjahresniveau ihre Investitionen spürbar. Der festere Ölpreis beflügelte Investitionen in Nordamerika, und die Zahl der aktiven nordamerikanischen Bohrgeräte (RigCount) nahm deutlich zu.

ENERGIEANLAGEN. Der Markt für Anlagen zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme profitierte vom verbesserten ökonomischen Umfeld und Investitionsklima. Der Markt für dieselgetriebene Anwendungen wurde vor allem vom Bedarf an Mission-Critical-Anwendungen getrieben, insbesondere der chinesische Markt wuchs aufgrund des Ausbaus von Datacentern stark. Der Markt für gasgetriebene Lösungen wurde durch den Bedarf an flexiblen Lösungen und den Ausbau der erneuerbaren Energien beflügelt, primär in den USA und Europa.

MARINE. Das nach wie vor schwierige Umfeld war von erheblichen Rückgängen bei den Investitionen der Offshore-Öl- und -Gas-Industrie geprägt, positive Impulse gab es durch Fähren, Passagierschiffe und Hafeninfrastruktur. Der Yachtmarkt zeigte sich solide.

BEHÖRDENGESCHÄFT. Das Behördengeschäft normalisierte sich 2017 verglichen mit dem hohen Vorjahresniveau.

MITTELSCHNELLLÄUFER. Das Wachstum im Markt für Systeme mit mittelschnelllaufenden Motoren zur Stromerzeugung erholte sich projektgetrieben deutlich. Die Nachfrage nach mittelschnelllaufenden Motoren aus der Schiffsindustrie war aufgrund anhaltender Überkapazitäten aufseiten der Betreiber weiterhin sehr niedrig.

EINSPRITZSYSTEME. Die fortgesetzte Schwäche im Marinemarkt der mittelschnelllaufenden Motoren führte zu einem schwierigen Marktumfeld. Diesem Trend entgegengesetzt zeigte sich eine Erholung im Öl- und Gas-Markt.

Brexit

Insgesamt wird ein moderater Einfluss des Brexit auf den RRPS-Konzern erwartet. Zu den Risiken zählen Zölle und andere Handelsbeschränkungen aufgrund eines harten Brexit, die den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr in das Vereinigte Königreich behindern und verteuern würden. Ein weiteres Risiko stellt eine anhaltende Abwertung des britischen Pfund dar, wodurch Wettbewerber, die im Vereinigten Königreich produzieren, einen Vorteil hätten. Wartungsverträge beispielsweise im Bahnsegment könnten durch Handelsbarrieren und Währungsverschiebungen betroffen sein.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Der RRPS-Konzern deckt mit seinem Produktprogramm zahlreiche Anwendungsbereiche ab und ist in vielen Märkten vertreten. Konjunkturelle Markteinflüsse in den Hauptabsatzregionen Europa, Amerika und Asien kann der RRPS-Konzern mit einem differenziert gepflegten Produktportfolio und dem global ausgewogenen Geschäft ausgleichen. Damit ist die Unternehmensgruppe für Entwicklungen, die nur in einzelnen Wirtschaftsregionen oder Anwendungsbereichen auftreten, vergleichsweise wenig anfällig.

Der Markt verlangt nach immer effizienteren, leistungsfähigeren und gleichzeitig schadstoffärmeren Motoren und dezentralen Energieanlagen. Dieser Trend erfordert von allen Wettbewerbern eine permanente Weiterentwicklung und technische Optimierung der angebotenen Produkte. Mit unserer hohen technologischen Kompetenz setzen wir Standards und treiben Innovationen voran, vor allem bei der eigenständigen Entwicklung und Herstellung von Schlüsselkomponenten der Dieselmotorenfertigung (Einspritzung, Elektronik, Aufladung und Abgasnachbehandlung).

Auch Rohstoff- und Materialpreise beeinflussen unsere Geschäftsentwicklung. Unsere hauptsächlich verwendeten Vormaterialien sind hochvergütete Stähle, Gusserzeugnisse, Halbzeuge, Aluminiumlegierungen sowie weitere Metalle und Legierungen. Darüber hinaus sind Erdöl (Diesel) und Strom von Bedeutung. Risiken aus Preissteigerungen begegnen wir durch langfristige Lieferverträge und Rohstoffsicherungen.

Auch Wechselkursrelationen, insbesondere die des US-Dollar zum Euro, haben Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des RRPS-Konzerns. Der Jahresdurchschnittskurs des Euro im Verhältnis zum US-Dollar lag im abgelaufenen Jahr mit 1,13 US-Dollar etwa 2 % höher als im Vorjahr und wirkte sich daher leicht dämpfend auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Der RRPS-Konzern sichert sich gegen Wechselkursrisiken durch eine aktive Steuerung der Bezugs- und Fertigungsquellen (Natural Hedging) und Sicherungsgeschäfte ab. Hierdurch konnte insbesondere der Wechselkursanstieg des Euro zum US-Dollar im zweiten Halbjahr deutlich abgemildert werden.

In den Ländern, in denen wir aktiv sind, gelten die unterschiedlichsten Gesetze und Vorschriften. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns haben Exportkontrollregelungen, umweltrechtliche Bestimmungen in Bezug auf Produktionsverfahren, Standorte und Erzeugnisse sowie die Vorschriften für das militärische Beschaffungswesen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Abschnitt »Lage«. Der RRPS-Konzern nutzt für die interne Steuerung die finanziellen Leistungsindikatoren bereinigter Umsatz und bereinigtes EBIT. Es handelt sich dabei um die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20. Über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Arbeitnehmer- und Umweltbelange berichten wir in den Kapiteln »Mitarbeiter« und »Nachhaltigkeitsbericht«. Für die interne Steuerung benutzen wir den nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitarbeiterzahl. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20.

Geschäftsentwicklung

Der RRPS-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2017 einen bereinigten Umsatz von 2,6 % über dem Niveau des Vorjahres. Vor allem der hohe Leistungs- und Technologiestandard unserer Produkte war ausschlaggebend für den stetigen Erfolg des RRPS-Konzerns. Unsere Stärken sehen wir dabei in unserer Fähigkeit, kundenspezifische Antriebs- und Energiesysteme zu konzipieren und anzubieten, in unserem umfangreichen Produktportfolio sowie in einer weltweit aktiven und renommierten Vertriebsorganisation. Mit diesem ausgewogenen Geschäftsmodell ist die Abhängigkeit von Konjunkturzyklen einzelner Anwendungsbereiche und Regionen begrenzt.

Nach dem erfolgreichen Start der Customer Care Center (CCC) an den Standorten Friedrichshafen und Novi/USA im zweiten Halbjahr 2017 wurde am 24. Januar 2018 das dritte CCC in Singapur eröffnet. Zielsetzung der CCC ist es, kritische Störungen wie Motorausfälle schnell zu beheben, um die Ausfallzeiten für den Kunden so kurz wie möglich zu halten. Durch die weltweite Präsenz an drei Standorten in jeweils unterschiedlichen Zeitzonen und mithilfe einer gemeinsamen, auf einer Cloud basierenden Plattform ist es uns möglich, Störungen rund um die Uhr kundenorientiert zu bearbeiten. Durch die CCC wird unser globales Servicenetzwerk konsequent weiter ausgebaut. Unsere Kunden profitieren nachhaltig. So wurde beispielsweise die Reaktionszeit für die Bearbeitung kritischer Motoren- und Systemschäden signifikant reduziert. Ein wesentlicher Erfolgsbeitrag zur weiteren Optimierung des Kundenservices und der Produkt-Konnektivität ist die Zusammenarbeit des CCC mit der Digitalen Einheit.

Seit April 2017 treibt der Bereich Digital Solutions die Digitalisierung im Unternehmen voran. Entwickelt werden primär digitale Produkte und Services, die einen weitreichenden Kundennutzen erzeugen. Die Arbeitsweise folgt dem Stil eines Start-ups, das heißt Denken in Lösungen, Schnelligkeit, Agilität und die Nähe zum Endkunden. Ein umfassender Kundenservice, unterstützt durch digitale Produkte, steht dabei im Vordergrund. Bereits 2017 wurden für unsere Kunden digitale Produkte für mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt. Diese Kundenlösungen entlasten unseren First-Level-Support erheblich und ermöglichen dem Endkunden ein zentrales Monitoring unserer Produkte.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN Und des PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFs.

Unter anderem verzeichneten wir im Jahr 2017 folgende produkt- und marktorientierten Erfolge:

Ein Vertrag für die regelmäßige Wartung der 30 MTU-Motoren der Baureihe 4000, die in Hitachi-Muldenkippern in der Kupfermine Lumwana in Sambia laufen, wurde abgeschlossen.

Bergen Engines, Bergen/Norwegen, eine Tochtergesellschaft der Rolls-Royce Power Systems AG, unterzeichnet Verträge über die Lieferung von zwei Kraftwerken nach Bangladesch mit einer Gesamtleistung von mehr als 262 Megawatt elektrischer Leistung sowie die Auslieferung von 100 PowerPacks für die Züge des Intercity-Express-Programms in Großbritannien.

Die Situation des RRPS-Konzerns war im Geschäftsjahr 2017 durch den erwarteten Aufschwung sowie Strukturveränderungsmaßnahmen im Rahmen unseres Transformationsprogramms »RRPS 2018« erfreulich. Das Programm zielt auf eine umfassende und tief greifende Neuausrichtung des RRPS-Konzerns bis 2018 und darüber hinaus ab. Ziel ist es, nachhaltig Kosten zu reduzieren, Vertrieb und Service zu stärken und die Nutzung der digitalen Möglichkeiten zur Entwicklung wertschöpfender Dienstleistungen voranzutreiben. Die ursprüngliche Prognose eines bereinigten Umsatzes und Ergebnisses leicht über dem Niveau des Jahres 2016 konnte übertroffen werden. Das bereinigte Ergebnis entwickelte sich sehr positiv und lag 41,8 % über dem Vorjahresergebnis.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 457,4 Mio. Euro (Vorjahr: 220,7 Mio. Euro) lag deutlich über den ursprünglichen Erwartungen. Positiv wirkte hier insbesondere die Weiterentwicklung des konzernweiten Cashmanagements. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit - 133,2 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: - 147,4 Mio. Euro).

Lage

Ertragslage

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN

In Mio. Euro 2016 2017 Veränderung
Auftragseingang 3.198,2 3.532,1 10,4 %
Umsatz 3.256,5 3.340,2 2,6 %
Bereinigter Umsatz 3.249,3 3.334,5 2,6 %
EBIT 174,7 327,9 87,7 %
Bereinigtes EBIT 269,7 382,4 41,8 %
Umsatzrendite (bereinigtes EBIT/Umsatz) 8,3 % 11,5 %  

AUFTRAGSEINGANG. Im Jahr 2017 verzeichneten wir mit 3.532,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3.198,2 Mio. Euro) einen Auftragseingang deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach einem schwachen Vorjahr kam es hauptsächlich projektbedingt im Behördengeschäft sowie durch die rohstoffpreisgetriebene Erholung im Öl- und Gas-Geschäft sowie im Bergbaugeschäft zu einem starken Wachstum. Das Geschäft für Mittelschnellläufer lag vor allem durch Aggregate für die Stromerzeugung ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau.

UMSATZ. Der bereinigte Konzernumsatz stieg in der Berichtsperiode um 2,6 % auf 3.334,5 Mio. Euro (Vorjahr: 3.249,3 Mio. Euro). Das Wachstum resultierte im Wesentlichen aus einer stärkeren Nachfrage im Industrial-Bereich nach kleinen, von Daimler im Auftrag der MTU entwickelten und gefertigten Motoren im unteren Leistungsbereich für Agriculture und C&I sowie durch die Erholung im Öl- und Gas-Geschäft. Ebenso positiv entwickelte sich das Service-Geschäft, welches ebenfalls von höheren Rohstoffpreisen profitierte. Dies spiegelte sich sowohl bei den Ersatzteilverkäufen als auch beim Reman-Geschäft (Wiederaufbereitung von Produkten wie z. B. Ersatzteilen oder Motoren am Ende ihres Lebenszyklus zum Standard eines neuwertigen Produkts) wider. Einen Umsatzrückgang musste der Bereich Marine mit Motoren in der Anwendung Yacht verbuchen. Das Defense-Geschäft lag projektbedingt, maßgeblich durch ein umsatzstarkes Geschäft 2016 für die deutsche Bundeswehr als Endkunde, ebenfalls unter dem Vorjahr. Eine weitere Aufteilung des Umsatzes erfolgt im Konzernanhang in Abschnitt 4 »Umsatzerlöse«.

ERGEBNISENTWICKLUNG. In der Berichtsperiode erzielte der RRPS-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 327,9 Mio. Euro (Vorjahr: 174,7 Mio. Euro). Diese Ergebnisgröße enthält jedoch periodenbezogene Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte. Diese Effekte sind im bereinigten EBIT nicht zu berücksichtigen und umfassen im Wesentlichen Einmalkosten im Zusammenhang mit dem konzernweiten Transformationsprogramm »RRPS 2018«. Nach Bereinigung dieser Effekte ergibt sich für die Berichtsperiode ein bereinigtes EBIT von 382,4 Mio. Euro (Vorjahr: 269,7 Mio. Euro).

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte sind bei der Ermittlung des bereinigten EBIT zu korrigieren:

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN: BEREINIGUNG EBIT

In Mio. Euro 2016 2017
EBIT 174,7 327,9
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,7 4,4
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 1,6 - 14,2
Kosten für Transformation 55,3 58,3
Konzernumlage Rolls-Royce plc 36,6 6,0
Bereinigtes EBIT 269,7 382,4

Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 11,5 % (Vorjahr: 8,3 %). Das bereinigte EBIT stieg um 41,8 % auf 382,4 Mio. Euro (Vorjahr: 269,7 Mio. Euro). Das gegenüber dem Vorjahr hohe bereinigte EBIT resultierte vor allem aus dem Umsatzwachstum, einem verbessertem Produktmix und den kostenreduzierenden Maßnahmen des Transformationsprogramms »RRPS 2018«. »RRPS 2018« realisierte auch 2017 weitere Fortschritte für den RRPS-Konzern.

BRUTTOERGEBNIS. Das Bruttoergebnis in der Berichtsperiode betrug 945,7 Mio. Euro (Vorjahr: 870,8 Mio. Euro). Bereinigt um die für das Bruttoergebnis relevanten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte ergab sich im dargestellten Berichtszeitraum ein bereinigtes Bruttoergebnis von 969,5 Mio. Euro (Vorjahr: 883,0 Mio. Euro) und somit eine bereinigte Bruttoergebnismarge von 29,0 % (Vorjahr: 27,2 %).

Funktionskosten. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten bewegten sich mit 395,5 Mio. Euro (Vorjahr: 395,5 Mio. Euro) auf dem Vorjahresniveau. Die bereinigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 199,5 Mio. Euro (Vorjahr: 216,3 Mio. Euro), was einen fokussierten Ansatz in der Produktentwicklung widerspiegelt. Wie in den Vorjahren investiert der RRPS-Konzern bewusst in die Zukunft, um mit neuen Motoren und Systemen unseren Technologievorsprung weiter auszubauen und damit das zukünftige Wachstum des RRPS-Konzerns zu sichern.

ZINSERGEBNIS. Der Zinsaufwand lag mit 14,8 Mio. Euro (Vorjahr: 20,0 Mio. Euro) unter dem Vorjahresniveau. Dies ist hauptsächlich auf die gesunkenen finanziellen Verbindlichkeiten durch die Tilgung eines Bankdarlehens sowie auf geringere Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die Zinserträge stiegen auf 2,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) leicht an. Daraus ergibt sich ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 18,2 Mio. Euro).

BEREINIGTES Konzernergebnis. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich in der Berichtsperiode auf 196,8 Mio. Euro (Vorjahr: 99,8 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte vor allem aus dem guten operativen Ergebnis im Jahr 2017. Unter Berücksichtigung der oben genannten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte sowie unter Anwendung einer Konzernsteuerquote von 37,6 % (Vorjahr: 36,2 %) ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis von 235,0 Mio. Euro (Vorjahr: 146,3 Mio. Euro).

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte wurden bei der Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses unter Anwendung der Bereinigungslogik der Muttergesellschaft Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, berücksichtigt:

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN: BEREINIGUNG KONZERNERGEB NIS

In Mio. Euro 2016 2017
Konzernergebnis 99,8 196,8
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,7 4,4
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 1,6 - 14,2
Pensionszinsen 14,4 12,6
Kosten für Transformation 55,3 58,3
Steueraufwand - 26,4 - 23,0
Bereinigtes Konzernergebnis 146,3 235,0

Vermögenslage

Abweichend zur Bilanzgliederung nach IFRS wird im Folgenden aus Gründen der Übersichtlichkeit eine auf die wesentlichen Positionen verkürzte Konzernbilanz dargestellt. Diese bildet auch die Grundlage für die weiteren Ausführungen.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS - KONZERN

Bilanz

AKTIVA

In Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 1.354,2 1.326,9
Vorräte 829,7 820,0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 745,3 729,9
Flüssige Mittel 282,7 400,3
Übrige Vermögenswerte 116,3 112,8
Bilanzsumme 3.328,2 3.389,9

PASSIVA

   
in Mio. Euro 31.12.2016 31.12.2017
Eigenkapital 1.175,2 1.188,6
Rückstellungen 1.167,1 1.245,9
Finanzielle und sonstige Verbindlichkeiten 209,0 134,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 405,7 391,1
Erhaltene Anzahlungen 277,0 297,7
Übrige Verbindlichkeitspositionen 94,3 131,8
Bilanzsumme 3.328,2 3.389,9

Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem Vorjahresstichtag um 1,9 %.

AKTIVSEITE. Die langfristigen Vermögenswerte sanken infolge der Reduzierung der Sachanlagen um 2,0 % auf 1.326,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.354,2 Mio. Euro). Die Vorräte bewegten sich mit 820,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 829,7 Mio. Euro) weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 2,1 % auf 729,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 745,3 Mio. Euro). Die flüssigen Mittel stiegen um 41,6 % auf 400,3 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 282,7 Mio. Euro) und damit auf das Niveau vom 31. Dezember 2015.

Das Net Working Capital1 sank um 3,5 % auf 861,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 892,3 Mio. Euro). Dies resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen erhaltenen Anzahlungen und den gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital belief sich auf 1.188,6 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.175,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 35,1 % (31. Dezember 2016: 35,3 %) und befindet sich damit auf einem soliden Niveau.

Die Rückstellungen erhöhten sich auf 1.245,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.167,1 Mio. Euro). Ursächlich dafür waren steigende Pensionsrückstellungen und sonstige kurzfristige Rückstellungen. Die finanziellen und sonstigen Verbindlichkeiten sanken vor allem aufgrund der Reduzierung von kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 35,5 % auf 134,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 209,0 Mio. Euro).

Finanzlage

FINANZIERUNG. Der RRPS-Konzern hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von nun noch 23,1 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Das im Vorjahr ausgewiesene Darlehen von der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 75,0 Mio. Euro wurde am 31. Juli 2017 vollständig zurückgeführt. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2020. Diese ist zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen worden und steht vollständig zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

AUSSERBILANZIELLE FINANZIERUNGSINSTRUMENTE. Wir nutzen das Leasing bei Immobilien, beim Fuhrpark und im IT-Bereich, um die Kapitalbindung und Investitionsrisiken zu begrenzen. Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2017 Leasingaufwendungen in Höhe von 65,9 Mio. Euro (Vorjahr: 65,0 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst.

1 Net Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ./. Erhaltene Anzahlungen

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: CASHFLOW

In Mio. Euro 2016 2017 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 220,7 457,4 107,2 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 147,4 - 133,2 9,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 193,4 - 181,4 6,2 %

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg um 107,2 % auf 457,4 Mio. Euro (Vorjahr: 220,7 Mio. Euro) und wurde vor allem durch das gestiegene Konzernergebnis positiv beeinflusst. Positiv wirkte sich auch der Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Auch der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen hatte einen positiven Effekt auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. In der aktuellen Berichtsperiode lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 133,2 Mio. Euro (Vorjahr: - 147,4 Mio. Euro) 9,6 % unter der Vergleichsperiode. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 181,4 Mio. Euro (Vorjahr: - 193,4 Mio. Euro) verringerte sich geringfügig.

INVESTITIONEN.2 In der Berichtsperiode tätigten wir Investitionen in Höhe von 121,3 Mio. Euro (Vorjahr: 148,5 Mio. Euro), davon entfielen 67,4 Mio. Euro auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 73,7 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum erwarben wir vor allem Produktions- und produktionsnahe Anlagen. Die Investitionen in Sonderbetriebsmittel dienen der Weiterentwicklung von bestehenden Baureihen und der Optimierung des Fertigungsprozesses.

Darüber hinaus umfassen die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 53,9 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro), welche überwiegend die Entwicklung neuer Motorbaureihen und Software betreffen.

Investitionsverpflichtungen. Wir haben Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 8,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,0 Mio. Euro) und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro) erfasst. Zu deren Finanzierung stehen uns ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls haben wir auch gesicherten Zugriff auf bestehende Kreditlinien.

NETTOFINANZVERSCHULDUNG.3 Die Nettofinanzverschuldung wies zum Stichtag aufgrund des positiven Free Cashflows (der sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt) einen Überhang an liquiden Mitteln gegenüber den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 368,6 Mio. Euro auf (31. Dezember 2016: 170,6 Mio. Euro). Die Quote von Nettofinanzverschuldung zu bereinigtem EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation auf materielle und immaterielle Vermögenswerte) belief sich somit auf - 0,7 (Vorjahr: - 0,4).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Dank der positiven wirtschaftlichen Lage und unseren konstanten Bemühungen zur Kostenoptimierung hat sich die Ertragslage 2017 stark positiv entwickelt. Der RRPS-Konzern besitzt ausreichend finanzielle Flexibilität, um die zukünftigen Investitionsanforderungen im Rahmen der Wachstums- und Produktstrategie konsequent umzusetzen. Wir investieren auch weiterhin stark in den Bereich Forschung und Entwicklung, um den Technologievorsprung weiter auszubauen. Auf die künftigen, strengeren Emissionsanforderungen ist unser Produktportfolio bestens vorbereitet - darüber hinaus verbessern wir unsere Produkte in Bezug auf wesentliche kundenrelevante Eigenschaften wie Kraftstoffverbrauch und Lebenszykluskosten kontinuierlich weiter. Der RRPS-Konzern befindet sich zum Ende der Berichtsperiode in einer wirtschaftlich soliden Lage und ist weiterhin auf profitables Wachstum ausgerichtet.

2 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne Finanzanlagen und ohne Neuzugänge im Konsolidierungskreis
3 Zur Berechnung der Nettofinanzverschuldung = zinstragende Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzierungsverbindlichkeiten aus Finance Lease) ./. Zahlungsmittel

Lagebericht zum Einzelabschluss

der Rolls-Royce Power Systems AG nach HGB

Nachfolgend ist der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG dargestellt.

Lage

Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT):

GEWINN - UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

In Mio. Euro 2016 2017
Umsatzerlöse 104,2 69,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,6 4,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 22,6 - 22,4
Personalaufwand - 67,0 - 65,4
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 0,2 - 0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 87,9 - 52,4
Finanzergebnis 214,6 137,0
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 19,0 - 62,4
Ergebnis nach Steuern 123,6 7,5
Sonstige Steuern - 0,3 - 0,8
Jahresüberschuss 123,4 6,7

Die Rolls-Royce Power Systems AG erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 7,5 Mio. Euro (Vorjahr: 123,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 93,9 %. Im Wesentlichen stützt sich das Ergebnis nach Steuern auf Umsatzerlöse von 69,3 Mio. Euro (Vorjahr: 104,2 Mio. Euro). Diese Position enthält vorwiegend Erträge aus konzerninternen Leistungsverrechnungen in Höhe von 68,9 Mio. Euro (Vorjahr: 103,4 Mio. Euro). Belastet wurde das Ergebnis durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 52,4 Mio. Euro (Vorjahr: 87,9 Mio. Euro), die im Wesentlichen Beratungskosten enthalten. Zum Ergebnis der Rolls-Royce Power Systems AG trugen außerdem die Erträge aus der Gewinnabführung der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, in Höhe von 303,6 Mio. Euro (Vorjahr: 211,7 Mio. Euro) bei, die im Finanzergebnis enthalten sind. Dem wirkt jedoch der Sondereffekt aus Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund der Abwertung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, in Höhe von 164,2 Mio. Euro entgegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Ertragssteuern in Höhe von 62,4 Mio. Euro (Vorjahr: 19,0 Mio. Euro) Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2017 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre umfassen.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN und des PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFs. Die Rolls-Royce Power Systems AG nutzt für die interne Steuerung den finanziellen Leistungsindikator Ergebnis nach Steuern. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20. Die wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns sollte sich in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG widerspiegeln. Das Ergebnis nach Steuern lag trotz des außergewöhnlich guten Ertrags aus Gewinnabführungen in Höhe von 303,6 Mio. Euro unter unserer Erwartung. Dies ist auf die außerplanmäßige Abwertung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, zurückzuführen. Ohne den Sondereffekt hätten wir aus unserer geschäftsüblichen operativen Tätigkeit unser Ergebnis nach Steuern gegenüber dem Vorjahrsniveau überschritten.

AUSBLICK FÜR DIE ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG. Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns wird sich auch in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG für das Jahr 2018 entsprechend widerspiegeln. Insbesondere erwarten wir einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen. Dieser Ergebnisbeitrag wird voraussichtlich das Niveau der Gewinnabführung des Jahres 2017 erreichen. Auch bei den Erträgen aus anderen Beteiligungen erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstige operative Geschäftstätigkeit und deren Umfang werden im Geschäftsjahr 2018 unverändert weiter bestehen. Ein vergleichbarer Sondereffekt im Finanzergebnis zeichnet sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ab, insofern erwarten wir ein Ergebnis nach Steuern moderat über dem Niveau des Vorjahres. Weitere Informationen zur Prognose für den RRPS-Konzern befinden sich im Prognosebericht ab Seite 25.

Vermögenslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT):

Bilanz zum 31. DEZEMBER 2017

AKTIVA

In Mio. Euro 2016 2017
Anlagevermögen    
Sachanlagen 0,4 0,0
Finanzanlagen 1.637,6 1.475,6
  1.638,0 1.475,6
Umlaufvermögen    
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 240,7 259,7
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 157,0 258,5
  397,8 518,2
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,5
Bilanzsumme 2.036,1 1.994,3

PASSIVA

   
in Mio. Euro 2016 2017
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 131,4 131,4
Kapitalrücklage 804,8 804,8
Gewinnrücklagen 327,8 327,8
Jahresüberschuss (Vorjahr: Bilanzgewinn) 100,0 6,7
  1.364,0 1.270,7
Rückstellungen 78,8 103,3
Verbindlichkeiten 593,3 620,3
Bilanzsumme 2.036,1 1.994,3

AKTIVSEITE. Zum 31. Dezember 2017 belief sich die Bilanzsumme der Rolls-Royce Power Systems AG auf 1.994,3 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 2.036,1 Mio. Euro). Auf der Aktivseite trug dazu insbesondere das Finanzanlagevermögen der Rolls-Royce Power Systems AG bei. Es besteht im Wesentlichen aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen. Die Beteiligung an der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, wurde um 164,2 Mio. Euro auf 223,8 Mio. Euro abgewertet.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen machen einen großen Teil des Umlaufvermögens aus. Sie resultieren aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns.

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital der Rolls-Royce Power Systems AG belief sich auf 1.270,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 1.364,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 63,7 % (31. Dezember 2016: 67,0 %) und befindet sich damit auf einem soliden Niveau. Der Rückgang resultiert aus der Dividendenausschüttung, welcher nicht aus dem durch den Sondereffekt belasteten Jahresüberschuss kompensiert werden konnte.

Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr vorwiegend Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten der Rolls-Royce Power Systems AG setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 570,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 463,0 Mio. Euro) zusammen, die sich aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns ergeben.

Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems AG

FINANZIERUNG. Die Rolls-Royce Power Systems AG hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe von nun noch 23,1 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Das im Vorjahr ausgewiesene Darlehen von der Europäischen Investitionsbank in Höhe von 75,0 Mio. Euro wurde am 31. Juli 2017 vollständig zurückgeführt. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis 2020. Diese ist zum 31. Dezember 2017 nicht in Anspruch genommen worden und steht vollständig zur Verfügung. Somit ist sichergestellt, dass Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllt werden können.

Forschung und Entwicklung

Zum Ende des Jahres 2017 widmeten sich im RRPS-Konzern rund 11 % der Gesamtbelegschaft Forschungs- und Entwicklungsaufgaben.

Um unsere Ziele zu erreichen, erbrachten wir im Berichtszeitraum bereinigte Entwicklungsleistungen in Höhe von 218,8 Mio. Euro (Vorjahr: 235,6 Mio. Euro). Die bereinigten Entwicklungsaufwendungen sind mit 199,5 Mio. Euro (Vorjahr: 216,3 Mio. Euro) weiterhin auf einem hohen Niveau. Darin enthalten sind Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 12,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,2 Mio. Euro).

Bei der Weiterentwicklung der Baureihen 2000 und 4000 wollen wir mit verstärkten Entwicklungsaufwendungen die Technologieführerschaft sicherstellen. Aus diesem Grund betrachten wir die zukünftig noch strengeren Emissionsrichtlinien als große Chance für uns.

Anfang Oktober 2014 haben wir die neueste Generation der Baureihe 2000 Genset-Motoren mit einem 2200 bar Common-Rail-Einspritzsystem und höheren Leistungen für die 50-Hertz-Märkte eingeführt. Seit Januar 2016 sind diese auch in einer 60-Hertz-Variante lieferbar. Anfang 2017 wurden die bereits am Markt befindlichen 12V/16V2000M96-Motoren für Hochleistungs-Marineanwendungen (Yacht, Sportsfishing), die die Emissionsstufe EPA3 erfüllen, durch die neu entwickelte 10V2000M96-Version ergänzt.

Bei den Landanwendungen der Baureihe 4000 sind seit 2015 die 12-Zylinder-Frac/Mining-Motoren in Serie, die 16V-Motoren folgen 2018. Diese Motoren erfüllen als einzige ihrer Klasse die Emissionsstufe US EPA Tier 4 final ohne Abgasnachbehandlung. Weiterhin konnten wir uns mit unserer AGR-Emissionsminderungstechnologie gegenüber unseren Konkurrenten durchsetzen und liefern ab Ende 2017 Bahnmotoren aus, die im Sonderbetrieb die aktuell gültigen Stickoxidemissionen (EU IIIB) um 50 % unterschreiten und dank Dieselpartikelfilter völlig rauchfrei laufen.

Bei der Baureihe 4000 der Anwendung Marine werden aktuell schwerpunktmäßig Motoren für die Emissionsstufe EPA Tier 4 und IMO3 entwickelt. Es werden sowohl die Arbeitsschiff- und Bordstromanwendungen als auch die Hochleistungsanwendungen bedient. Im Jahr 2017 konnten erste Motoren an Kunden ausgeliefert werden. Neben der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte ist die Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs ein zentrales Entwicklungsziel. Ein weiteres Ziel ist die Anhebung der Leistung auf 160 kW je Zylinder. Die Partikelanforderung bei EPA Tier 4 konnte innermotorisch dargestellt werden, sodass die Kunden auf einen Dieselpartikelfilter verzichten können.

Mit einem Marinemotor der Baureihe 4000Mx4 EPA Tier 3 konnte im November 2017 ein Zertifizierungslauf gemäß der ABS Naval Vessel Rules erfolgreich abgeschlossen werden. Diese Zulassung ist notwendig, um Motoren im US-Markt in behördlichen Schiffen zu platzieren.

Der erste Auftrag des neu entwickelten 4000er U-Boot-Motors konnte termingerecht abgenommen und ausgeliefert werden. Zusätzlich wurde der äußerst anspruchsvolle 1000-Stunden-Dauerlauf mit einem sehr positiven Ergebnis abgeschlossen.

Die bewährten Gassysteme von MTU Onsite Energy mit den Motoren der Baureihe 4000 haben eine gefestigte Marktposition erreicht. Im asiatischen Raum werden mehrere flexible Kraftwerke mit Gesamtleistungen von über 100 Megawatt betrieben. In England sind wir sehr erfolgreich mit der Teilnahme am Regelenergiemarkt, um kurzfristige hohe Energiebedarfe abzudecken. Die Motoren können in wenigen Minuten ihre volle elektrische Leistung bei hohem Wirkungsgrad ins Netz speisen. Ende 2017 endet die Felderprobung der Bi-Fuel Kits in den USA; hier wird bei Fracking-Systemen Dieselkraftstoff im Motor durch Zuführung von günstigem Gas ersetzt. Für Anfang 2018 erwarten wir die Serienfreigabe. Eine weitere Anwendung für Gasmotoren befindet sich in der letzten Phase der Entwicklung: 2018 werden die ersten Schiffe mit MTU-Gasmotoren ihren Betrieb im holländischen Wattenmeer aufnehmen.

Seit 2017 bietet MTU zusätzlich zur bisher verfügbaren 20-Zylinder-Version (bis 10.000 Kilowatt Leistung) einen 16-Zylinder-Motor der Baureihe 8000 an. Mit einer Leistung von bis zu 8.000 Kilowatt bei 1.150 Umdrehungen in der Minute ist der neue Motor vor allem für Behördenschiffe wie Patrouillenboote und militärische Schiffe, aber auch für Fähren und große Yachten geeignet.

Das Angebot unserer Baureihe 1600 für Industrie- und Agraranwendungen umfasst durch die Ergänzung einer 10V-Variante nun den Leistungsbereich von 561 bis 730 Kilowatt. Darüber hinaus ist dieser emissionsoptimierte Motor (US EPA Tier 4 final) mithilfe eines speziellen Kits in der Lage, bis zu einem Kraftstoffschwefelgehalt von 350 ppm betrieben zu werden. Damit ist die nahezu weltweite Einsetzbarkeit gewährleistet. Das Portfolio der Baureihe 1600 wurde konsequent auf die Kundenbedürfnisse angepasst und damit ein großer Beitrag zur Wertschöpfung geleistet. Die 6R und 8V GenDrive-Varianten sowie die 10V und 12V C&I- und Lok-Varianten werden ausgephast.

Aktuell werden die Baureihe 1000-1500 für die neue, ab Januar 2019 gültige Emissionsstufe Stage V weiterentwickelt. Im Zuge dieser Entwicklungsarbeiten werden auch die Maximalleistungen jeder Baureihe angehoben. Die Höchstleistung der Baureihe 1500 wird dann 480 Kilowatt betragen. Diese Motorsysteme werden auch nach Tier4-Regularien zertifiziert.

Die aktivierten Entwicklungskosten bewegten sich mit 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro) auf dem Niveau des Vorjahres. Das Verhältnis von aktivierten Entwicklungskosten zu bereinigtem Entwicklungsaufwand betrug somit 7,8 % (Vorjahr: 7,3 %). Die bezahlten Entwicklungsleistungen lagen bei 3,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,5 Mio. Euro).

Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz) lag bei 6,6 % (Vorjahr: 7,3 %). Damit wollen wir auch in Zukunft die Technologieführerschaft sicherstellen.

Mitarbeiter

Mitarbeiterentwicklung

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN:

MITARBEITER NACH REGIONEN

31.12.2016 31.12.2017 Veränderung
Deutschland 7.896 7.750 - 1,8 %
EMEA (Europe, Middle East, Africa) ohne Deutschland 1.447 1.410 - 2,6 %
USA 837 787 - 6,0 %
Asien 835 847 1,4 %
Gesamtbelegschaft 11.015 10.794 - 2,0 %

In dem RRPS-Konzern waren zum 31. Dezember 2017 insgesamt 10.794 Mitarbeiter (Vorjahr: 11.015 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Veränderung von -2,0 % gegenüber dem Vorjahr ist das Ergebnis der Maßnahmen im Rahmen unserer unternehmensweiten Transformation.

Ausbildung und Weiterbildung

Berufsausbildung hat bei uns Tradition - seit über 90 Jahren bieten wir jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Karriere mit einer fundierten Ausbildung oder einem dualen Studium in unserem Unternehmen zu beginnen. Insgesamt 392 Auszubildende absolvierten zum 31. Dezember 2017 eine Ausbildung oder ein duales Studium beim RRPS-Konzern weltweit. Unsere Leidenschaft für die Berufsausbildung macht auch vor unseren internationalen Tochtergesellschaften nicht Halt: An den MTU-Standorten z. B. in den USA und Südafrika ist unser Ausbildungsprogramm nach deutschem Vorbild ebenfalls sehr gefragt.

Nach der Ausbildung ist der Weg jedoch nicht zu Ende. Die Rolls-Royce Power Systems AG bietet den Beschäftigten darüber hinaus ein breites Spektrum an Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die hausinterne Academy an. Am größten Standort Friedrichshafen werden durch die Academy mehr als 200 unterschiedliche Trainingsthemen angeboten, die in zahlreichen Präsenz- und E-Learning-Veranstaltungen mithilfe des Learning-Managementsystems »Training@Academy« durchgeführt werden. Dabei werden Fähigkeiten in den Bereichen soziale, methodische und interkulturelle Kompetenzen, Datenverarbeitung, Compliance, Sprachen, Recht etc. geschult.

Gesundheitsmanagement

Die Leistungsfähigkeit und Gesundheit unserer Mitarbeiter zu erhalten wird heutzutage auch unter dem Aspekt der demografischen Veränderung zunehmend wichtiger. Seit Jahren bauen wir unser Gesundheitsmanagement aus und verbessern es kontinuierlich. Das ganzheitliche Konzept umfasst die Schwerpunkte Sport und Bewegung, gesunde Ernährung, Medizin und Prävention sowie Life-Balance. Es ist uns ein Anliegen, unsere Mitarbeiter auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen Gesundheitsbewusstsein zu begleiten und zu fördern.

Im Jahr 2017 widmeten wir uns im Rahmen unserer gesundheitlichen Schwerpunktkampagne dem Thema psychische Gesundheit. Unter dem Motto »Zeit für mich« wurde den Mitarbeitern eine Vielzahl an Aktionen geboten, die vornehmlich die psychische Gesundheit stabilisieren. Angefangen von einfachen Entspannungs- oder Bewegungsübungen, die in den Alltag integriert werden können, bis hin zu 1-3 tägigen intensiven Gesundheitsseminaren und Kursen war für jeden Mitarbeiter ein passender Inhalt dabei. Herauszuheben in diesem Jahr ist die Erlebnisausstellung »GRENZen erLEBEN«, in der die Mitarbeiter mithilfe auditiver, visueller und haptischer Reize in die Gefühlslage eines Depressionspatienten eintauchen konnten. Mit der Erlebnisausstellung, die von mehr als 1.000 Mitarbeitern und Führungskräften besucht wurde, konnte ein erster Schritte bei der Enttabui-sierung des Themas Depression/Burnout gesetzt werden.

Nachhaltigkeitsbericht

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit sind Bestandteil unserer Unternehmensgrundsätze. Unser Ziel ist profitables Wachstum bei gleichzeitiger Förderung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte.

Nachhaltigkeitsstrategie und - ziele. Die 2015 im RRPS-Konzern begonnene Implementierung des konzernübergreifenden Zieleprogramms wurde 2017 ausgebaut und weitere Maßnahmen wurden eingeleitet.

INTEGRITÄT UND COMPLIANCE. Im Januar 2017 unterzeichnete Rolls-Royce plc zwei Vereinbarungen mit den US-amerikanischen und britischen Behörden im Zusammenhang mit Bestechungs- und Korruptionsvorwürfen. Wesentliche Bestandteile dieser Vereinbarungen sind der Aufschub der Strafverfolgung für Rolls-Royce plc sowie die Verpflichtung, das unternehmensweite Compliance-Programm weiter auszubauen und dessen Wirksamkeit durch geeignete Anpassungen nachhaltig zu verbessern. Der RRPS-Konzern sieht in diesen Vereinbarungen die Chance, die Güte seiner Compliance-Prozesse weiter zu steigern und das Verständnis für regelkonformes Verhalten konzernweit und konsistent zu erhöhen. Alle Stakeholder sollen sich darauf verlassen können, dass sich das Unternehmen der Bedeutung korrekten Verhaltens bewusst ist. Für Bestechung und alle anderen Formen von unrechtmäßigem Verhalten ist kein Platz bei Rolls-Royce Power Systems. Integrität ist für uns ein sehr hohes Gut. Wir wollen mit der Qualität unserer Leistungen und Produkte überzeugen und im fairen Wettbewerb das Vertrauen unserer Kunden gewinnen.

VERHALTENSKODEX. Wer wir sind und wie wir handeln ist für unsere Mitarbeiter und unsere Stakeholder, die ein Interesse an unserem Unternehmen haben, von zentraler Bedeutung. Wir sehen das Vertrauen, das unsere Mitarbeiter, Partner und Kunden in uns setzen, als wichtigste Ressource und als Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges an. Das bedeutet für uns, dass wir das, was wir sagen, tun und es richtig tun. Unsere Unternehmensgrundsätze sind im Globalen Verhaltenskodex von Rolls-Royce plc für alle Mitarbeiter und Führungskräfte verbindlich festgehalten. Diese Grundsätze beziehen sich auf sämtliche Arbeitsbereiche im Unternehmen und sind Richtschnur für das unternehmerische Handeln aller Rolls-Royce-Unternehmensgruppen. Richtlinien, Handlungsanleitungen und Schulungen tragen dazu bei, dass die ethischen Grundsätze in den Geschäftsalltag übersetzt und von den Angehörigen des Unternehmens beachtet und eingehalten werden.

EFFEKTIVES COMPLIANCE-PROGRAMM. Zur Sicherstellung eines wirksamen Compliance-Programms passen wir das Programm den sich verändernden Rahmenbedingungen an und verbessern es kontinuierlich. Zielsetzung des Compliance-Programms ist es, Fehlverhalten und Compliance-Verstöße zu verhindern und eine integre und regelgetreue Unternehmensführung sicherzustellen. Dabei setzen wir die notwendigen Kontrollen und Verfahren um, damit mögliches Fehlverhalten frühzeitig erkannt und konsequent geahndet werden kann. Es geht uns aber auch darum, unseren Mitarbeitern mit dem Compliance-Programm und dem Globalen Verhaltenskodex Orientierung und Handlungsanleitung für ihre tägliche Arbeit zu geben. Der Vorstand des RRPS-Konzerns hat in diesem Zusammenhang beschlossen, seine Compliance-Aktivitäten noch weiter voranzutreiben - auch im Bereich der Beziehungen mit Geschäfts- und Vertriebspartnern. Der RRPS-Konzern ist heute in 130 Ländern mit eigenen Gesellschaften oder durch ihre Geschäftspartner aktiv. Die regelkonforme und redliche Abwicklung aller Geschäfte fordert eine entsprechend ausgebildete und weltweit aufgestellte Compliance-Organisation sowie wirksame Prozesse und Kontrollen. In diesem Zuge wurde die Abteilung 2017 personell verstärkt. Ebenso wurden die Erwartungen des RRPS-Konzerns bezüglich Integrität und Compliance an externe Vertriebspartner sowie an Lieferanten und Dienstleister kommuniziert. Durch stringente Prozesse wird deren Einhaltung als Grundlage jeglicher Zusammenarbeit nachgehalten und sichergestellt. Gleichzeitig ist und bleibt es die Aufgabe des Vorstands und aller Führungskräfte, das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch für die Geschäftsethik permanent im Unternehmen zu verankern und eine Kultur der Transparenz zu etablieren.

Umwelt - und Klimaschutz. Das MTU-Werk in Friedrichshafen ist Teil eines Modellprojekts für ökologische Nahwärme zur energieeffizienten Versorgung eines innerstädtischen Wohnquartiers. Seit Oktober 2016 liefert die MTU an das Stadtwerk am See Abwärme aus dem eigenen Betriebsnetz für die Heizung und das Warmwasser der Wohnhäuser.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Zur konsequenten Reduzierung der Arbeitsunfälle wurde ein unternehmensweites Projekt mit den Kernbereichen Risiko, Safety Culture und Leadership aufgesetzt. Weitere Maßnahmen sind für 2018 geplant.

produktverantwortung und innovationen. Unsere Innovationskraft nutzen wir für die Entwicklung von Lösungen, die sowohl den Kundennutzen erhöhen als auch die Umweltbilanz verbessern. Auch 2017 haben wir unser Produktportfolio im Hinblick darauf weiter ausgebaut.

Im Anwendungsbereich Marine bietet die neue Motorengeneration der Baureihe 4000 einen effizienten, ressourcenschonenden Antrieb, der für die niedrigen Grenzwerte der Emissionsrichtlinien IMO III und EPA Tier 4 entwickelt wurde. Damit werden die Stickoxidemissionen gegenüber IMO II um 75 % reduziert und die Partikelemissionen gegenüber EPA 3 um 65 %. Neben den geringeren Emissionen konnte im Vergleich zum Vorgängermodell auch der Kraftstoffverbrauch um 5 % verringert werden.

Mit der Entwicklung eines Gasmotors für die kommerzielle Schifffahrt sind wir Vorreiter für technologischen Wandel. Die ersten schnelllaufenden MTU Gasmotoren werden 2018 in Katamaranen im niederländischen Wattenmeer verkehren. Besonders geeignet ist der neue Gasmotor für Schlepper, Fähren, Schubboote und Spezialschiffe wie Forschungsboote, die auch in sensiblen und schützenswerten Gebieten verkehren. Der Gasmotor stößt im Vergleich zu einem Dieselmotor ohne Abgasnachbehandlung keinen Ruß und keine Schwefeloxide aus, 90 % weniger Stickoxide und 10 % weniger Treibhausgas. Damit hält er die seit 2016 geltenden IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung ein.

Das knüpft an unsere langjährigen Erfahrungen im stationären Bereich mit Gasaggregaten in KWK-Systemen (Kraft-Wärme-Kopplung) an. 2017 hat MTU Onsite Energy Gas Power Systems das fünftausendste Gasmotorenaggregat der Baureihen 400 und 4000 ausgeliefert. Seit über 40 Jahren entwickelt unsere Augsburger Tochter KWK-Anlagen. Mit dem Gasmotoren- und System-Know-how wurde der Wirkungsgrad der Anlagen sukzessive gesteigert, um den eingesetzten Brennstoff optimal zu nutzen. KWK-Anlagen mit Gasmotoren sind eine effiziente und umweltschonende Technologie, da elektrische und thermische Energie in den Anlagen parallel genutzt werden.

In der Anwendung Bahn steht mit dem MTU Hybrid PowerPack ein moderner Hybridantrieb zur Verfügung. Damit wird Bremsenergie in elektrische Energie umgewandelt, in einer Batterie zwischengespeichert und im weiteren Fahrtverlauf zur Beschleunigung oder als Unterstützung bei Anstiegen genutzt. Dadurch lassen sich bis zu 25 % des Dieselkraftstoffs einsparen, bei gleichzeitig deutlich geringeren Abgas- und Geräuschemissionen. Der Dieselmotor kann bei schwacher Auslastung in einem energetisch günstigeren Betriebspunkt genutzt oder ganz ausgeschaltet werden. So lassen sich Emissionen deutlich reduzieren: Pro Kilometer entstehen bis zu 230 Gramm weniger CO2 und bis zu 0,92 Gramm weniger NOx als bei konventionellen Systemen.

IM DIALOG. Um den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Eigentümern, Medien, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu begegnen, pflegen wir einen für alle Seiten konstruktiven Dialog.

Wir investieren am Standort Friedrichshafen einen zweistelligen Millionenbetrag für eine neue Kamin- und Filteranlage für Prüfstände, um sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Anliegen von Bürgern und Anwohnern gerecht zu werden. Das Projekt zur Errichtung eines Abgassammelkamins mit einer Abgasnachbehandlungsanlage wurde im Frühjahr 2016 gestartet. Als Pilotprojekt werden die zwei größten Prüfstände mit einer Abgasnachbehandlungsanlage ausgerüstet, für die nach langer Suche ein geeigneter Lieferant gefunden wurde. Diese Anlage soll den Rußausstoß der angeschlossenen Prüfstände auf ein Minimum reduzieren. Mit der Investition geht das Unternehmen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus, da bisher für eine solche Anlagenkonfiguration keine Grenzwerte festgelegt sind. Der RRPS-Konzern wird der einzige Motorenhersteller weltweit mit einer Anlage dieser Art und Größe sein. Der Baubeginn war im Dezember 2016. Die Anlagentechnik wurde im Laufe des Jahres 2017 aufgebaut und unter Realbedingungen getestet.

VERANTWORTUNG FÜR DIE GESELLSCHAFT. Neben der Förderung von Bildung, Gesundheit und Sicherheit engagieren wir uns beim RRPS-Konzern auch vielfältig für soziale und gesellschaftliche Belange außerhalb des Unternehmens, beispielsweise mit Spenden für lokale gemeinnützige Vereine.

Mit Förderkonzepten und Spenden unterstützen wir auch speziell technisch-naturwissenschaftliche Bildung für junge Menschen. Unter anderem wurde für junge Flüchtlinge eine neunmonatige berufliche Einstiegsqualifizierung konzipiert, die 2017 erfolgreich verlaufen ist. Dieses Programm wird auch 2018 fortgesetzt. Weiteren zehn Flüchtlingen wird der Weg in eine berufliche Zukunft geebnet und ein wichtiger Beitrag zur Integration in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft geleistet. Im Rahmen der Formula Student Germany ist Rolls-Royce Power Systems einer der Hauptsponsoren sowie Stifter des Sonderpreises »Most Innovative Powertrain Award«. Als Hauptsponsor der ersten Stunde unterstützen wir seit 2002 den vom VfB Friedrichshafen veranstalteten MTU-Hallencup. Das in Friedrichshafen ausgetragene internationale U15-Fußballturnier zählt zu den größten und beliebtesten Turnieren dieser Art in Europa. Auch sind wir Förderer des Friedrichshafener MTU-Leistungs-zentrums, eines Leistungsstützpunkts für talentierte Nachwuchsfußballer lokaler Vereine.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das »Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst« wurde am 6. März 2015 vom Deutschen Bundestag sowie am 27. März 2015 vom Bundesrat verabschiedet.

Das Gesetz verpflichtet börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen, verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den obersten Managementebenen festzulegen.

Der Vorstand hat am 24. Juni 2015 für die Führungsebene 2 eine (Mindest-) Zielgröße von null (0) Frauen und für die Führungsebene 3 eine (Mindest-) Zielgröße von acht (8) Frauen festgelegt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 15. Juli 2015 beschlossen, eine Zielgröße von null (0) Frauen im Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG festzulegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG hat der Aufsichtsrat in derselben Sitzung einen Frauenanteil von mindestens einer (1) Frau festgelegt.

Die Besetzungsziele für den Vorstand, die Führungsebenen 2 und 3 sowie für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2017 nicht geändert. Die Erfüllung der festgelegten Besetzungsziele zum 31. Dezember 2017 wurde durch eine Selbstüberprüfung festgestellt.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 wurde der Konsolidierungskreis der Rolls-Royce Power Systems AG um ein Unternehmen reduziert. Die MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 auf die MTU America Inc., Detroit/USA, verschmolzen. Die Verschmelzung der beiden Gesellschaften hat keinen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Neben den Risiken, denen der RRPS-Konzern ausgesetzt ist, bieten die Weltmärkte dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen. Diese können sich - ebenso wie die Risiken - auf die Vermögenssituation des RRPS-Konzerns auswirken.

Systematische Erfassung und Nutzung der Chancen

Im RRPS-Konzern werden Chancen dezentral erfasst, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Auf der operativen Ebene erfassen wir Markt- und Vertriebschancen. Dazu werden in den Regionen Auftrags- und Kundenprojekt-listen erstellt, die Projekte priorisiert und anschließend gemeinsam mit den Leitern der Anwendungsbereiche konsequent abgearbeitet. Außerdem erfassen wir in unserem Transformationsprogramm »RRPS 2018« Effizienzsteigerungspotenziale. Wir verwenden unter anderem die Methoden Benchmarking, Kontinuierlicher Ver-besserungsprozess (KVP), Kaizen und Lean Management. Die Potenziale, die hierbei zutage treten, verfolgen wir ebenfalls konsequent weiter. Der Gesamtvorstand wird vierteljährlich über den aktuellen Fortschritt aller Arbeitspakete unterrichtet.

Auf der strategischen Ebene werden Chancen im Rahmen der jährlichen strategischen Planung erfasst: In Strategieklausuren mit Szenario-Workshops werden Potenziale sowohl in den Märkten und Anwendungen als auch in Produktion, IT und Verwaltung aufgezeigt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Bei der langfristigen Produktplanung erfassen wir Chancen, die sich aus Neuentwicklungen oder der Anpassung bestehender Produkte an zusätzliche Kundenbedürfnisse ergeben, und priorisieren sie. Darüber hinaus arbeiten wir mit SWOT-Analysen.

Trends als Chancen

Aus den folgenden Trends leiten sich in den kommenden Jahren große Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung des RRPS-Konzerns ab:

URBANISIERUNG. Der Anteil der Weltbevölkerung in urbanen Regionen wird von über 50 % heute auf knapp 70 % im Jahr 2050 steigen. Dieser Trend betrifft vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer. Einkommen werden steigen, Bedürfnisse zunehmen und zu wachsendem Fracht- und Personenverkehr sowie Rohstoffbedarf führen.

DIGITALISIERUNG. Auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz wird die Bedeutung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Maschinen vernetzen sich, übermitteln permanent ihre Betriebsdaten, werden mit Geodaten optimal geleitet oder aus der Ferne gesteuert. Integrierte System- und Servicelösungen werden an Bedeutung gewinnen und neue Marktchancen entstehen. Der Bedarf an Notstrominfrastruktur steigt weiter.

EMISSIONSREGULIERUNG. Die politische Diskussion zielt auf eine weitere Reduzierung der Emissionen ab. Dieser Herausforderung wird die Industrie nur mit innovativen Motorkonzepten und leistungsfähigen Abgasnachbehandlungssystemen erfolgreich begegnen können.

DEZENTRALER ENERGIEBEDARF. In den Entwicklungs- und Schwellenländern kann die steigende Nachfrage nach Strom nur teilweise bedient werden. Auch in den Industrieländern gibt es zunehmende strukturelle Probleme aufgrund von alternder Infrastruktur und zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dies bietet Potenzial für dezentrale Energielösungen zur Erzeugung von Strom und Wärme.

ROHSTOFFKNAPPHEIT. Rohstoffe und Energie werden auf lange Sicht knapp. Dies wird zu steigender Nachfrage nach noch effizienteren Produktions- und Transportsystemen führen. Eine wichtige Entwicklung ist der Einsatz von neuen Technologien beim Ressourcenabbau, beispielsweise bei der Förderung von Schieferöl und -gas in den USA. Auch China hat diesbezüglich ambitionierte Pläne.

SICHERHEIT. Wachsende Migrationsströme bedingen steigende Verteidigungsbudgets in den Industriestaaten. Um die Handlungsfähigkeit sicherzustellen, müssen Systeme erneuert und beschafft werden, die zum Schutz nationaler und regionaler Grenzen, Küsten oder öffentlicher Einrichtungen benötigt werden.

Diese für unser Geschäft relevanten Megatrends können wir zum Vorteil für unsere Zielgruppen nutzen und dabei unsere Motoren, Systeme und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten noch besser positionieren.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Als international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich zum einen aus möglichen signifikanten Veränderungen auf den relevanten Märkten, in denen sich das Unternehmen bewegt, und zum anderen aus einer potenziellen Verschiebung der Wettbewerbsposition. In der Folge kann - abhängig von der jeweiligen Bedeutung dieser Risiken - die Vermögenssituation der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG mehr oder weniger stark betroffen sein.

Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hat auf Basis der Unternehmensstrategie eine Risikomanagementstrategie festgelegt, die im Risikomanagementsystem umgesetzt ist. Das Risikomanagementsystem berücksichtigt zudem die Anforderungen der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das Risikomanagement bewegt sich in einem Kontrollumfeld, das entscheidend für seine Wirksamkeit ist: Wichtige Einflussgrößen sind unsere Unternehmenskultur, die Sensibilität für risikobehaftete Entwicklungen und Ereignisse sowie unsere Fähigkeit, mit Risiken umzugehen und das Risikomanagementsystem effektiv einzusetzen.

Die konzernweit erkannten Risiken werden vom zentralen Risikomanagement zusammengeführt, konsolidiert, analysiert und ausgewertet. Bei der Konsolidierung und Analyse wird besonderes Augenmerk auf die singuläre, kumulative oder additive Eigenschaft der Risiken gelegt. Eine Saldierung mit Chancen wird hierbei nicht vorgenommen. Das Risikomanagement wird bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken und der Gesamtrisikoposition des RRPS-Konzerns von einem Risk Review Panel unterstützt.

Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Ausmaßes des Risikos bei Eintritt (siehe Tabelle). Bei der Bewertung des Ausmaßes wird die Wirkung vor Maßnahmen (Bruttobewertung) sowie nach Gegenmaßnahmen und bilanzieller Vorsorge (Nettobewertung) grundsätzlich als Auswirkung auf den EBIT betrachtet. Qualitatives Bewertungskriterium ist die mögliche Auswirkung auf die Reputation des Unternehmens. Basierend auf der Bewertung erfolgt eine gestufte Berichterstattung, die den jeweiligen Erfordernissen der verschiedenen Adressaten gerecht wird.

Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit/Mögliches Ausmaß - 3-Jahres-Zeitraum

Stufe Eintrittswahrscheinlichkeit
Niedrig 0 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 5 %
Mittel 5 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 25 %
Hoch 25 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 50 %
Sehr hoch 50 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 80 %
Extrem hoch 80 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 100 %
Stufe Mögliches Ausmaß
Sehr niedrig 1 Mio. Euro < Ausmaß < 7 Mio. Euro
Niedrig 7 Mio. Euro < Ausmaß < 15 Mio. Euro
Mittel 15 Mio. Euro < Ausmaß < 35 Mio. Euro
Hoch 35 Mio. Euro < Ausmaß < 70 Mio. Euro
Sehr hoch   Ausmaß > 70 Mio. Euro

Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken werden zusätzlich monatlich analysiert und gesteuert. Detaillierte Informationen sind den Absätzen zu den Einzelrisiken unter dem Punkt »Finanzrisiken« und dem Konzernanhang unter dem Punkt »Finanzrisikomanagement« im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« zu entnehmen.

Die Einhaltung der Risikomanagementprozesse im Unternehmen wird regelmäßig von unabhängigen Dritten geprüft. Zusätzlich befassen sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats des RRPS-Konzerns sowie der Prüfungsausschuss der Rolls-Royce plc für das Geschäftsfeld Power Systems mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Risiken

Bei der Betrachtung der Risiken unterscheiden wir im Folgenden zwischen Markt- und Wettbewerbs-, Compliance-, Produktportfolio-, Beteiligungsportfolio- und unternehmensstrategischen Risiken sowie Technologie-, Qualitäts-, Personal-, IT-, Finanz-, Umwelt-, Rechnungslegungs- und sonstigen Risiken.

RISIKOARTEN

MARKT - UND WETTBEWERBSRISIKEN

Der Vertriebserfolg der Produkte des RRPS-Konzerns hängt grundsätzlich auch vom konjunkturzyklischen Nachfrageverhalten unserer Kunden ab. Die deutliche Belebung der globalen Konjunktur und des Geschäftsklimas im vergangenen Jahr beflügelte die Nachfrage nach Investitionsgütern und bietet Unternehmenschancen. Einige Risiken könnten jedoch zumindest kurzfristig die Weltkonjunktur bremsen, z. B. der Einbruch der weltweiten Finanzmärkte, eine abrupte Abschwächung der chinesischen Konjunktur, die Auswirkungen eines Handelskriegs oder Exportrestriktionen infolge politischer Spannungen. Aufgrund der starken Diversifikation der Zielmärkte und der globalen Ausrichtung des Unternehmens verringern wir die Auswirkung einzelner Nachfragerückgänge auf das Ergebnis.

Zusätzlich zur konjunkturellen Situation wirken sich auch verschiedene andere Faktoren, beispielsweise öffentliche Budgets, auf den Erfolg des RRPS-Konzerns aus. Teilweise wirken die verschiedenen Einflüsse gegenläufig. Es finden daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung, der sonstigen makroökonomischen Faktoren und des Wettbewerbsumfelds statt. Auch durch die Flexibilisierung der Produktionskapazitäten sowie Maßnahmen zur Reduzierung der Fixkosten werden mögliche Risiken aus Produktions- und Absatzschwankungen verringert. Grundsätzlich können bei einer Auslastung der Produktion an den Kapazitätsgrenzen durch unvorhergesehene Ereignisse Lieferrisiken entstehen und zu Vertragsstrafen führen.

Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Vorprodukten können aufgrund des starken Wettbewerbs im Markt nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden. Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzen wir deshalb auf weltweit koordinierte Einkaufsaktivitäten, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Rohstoffen setzen wir zusätzlich derivative Finanzinstrumente ein.

Das Wettbewerbsumfeld des RRPS-Konzerns kann als fordernd beschrieben werden. Markteintritte in das Kerngeschäft gefördert von Unternehmenskooperationen stellen ein Risiko dar. Diesem Risiko begegnet das Unternehmen mit einer regelmäßigen Überprüfung der strategischen Ausrichtung sowie der Definition und Umsetzung diverser Maßnahmen.

Teilweise sind Zulieferer und Kunden von einer grundsätzlich schwierigen Fremdfinanzierungssituation betroffen. Bei erhöhten Abrufen durch den RRPS-Konzern kann es zudem bei Lieferanten zu Lieferengpässen kommen.

Die wesentlichen berichteten Marktrisiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer mittleren Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet.

COMPLIANCERISIKEN

Im Jahr 2016 fand eine risikoorientierte Integritätsprüfung von Geschäftspartnern statt, die 2017 fortgesetzt wurde. Aufgrund der starken Risikoaversion des RRPS-Konzerns im Hinblick auf Compliance-Risiken besteht die Möglichkeit, dass weitere Partnerverträge beendet werden. Daraus resultieren ein Umsatzrisiko und das Risiko möglicher Ausgleichsforderungen von ehemaligen Partnern. Diese Risiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer hohen Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet.

PRODUKTPORTFOLIORISIKEN

Die Präsenz im Bereich der Gasmotoren bauen wir durch Motoren für mobile Anwendungen aus. Die neuen MTU-Gasmotoren eignen sich aufgrund ihres dynamischen Beschleunigungsverhaltens, ihrer Umweltfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit ganz besonders für Schleppschiffe, Fähren, Schubboote sowie für Spezialschiffe für beispielsweise die Forschung und Behörden.

Die ersten Vorserienmotoren dieses Typs für den Schiffsbetrieb wurden bereits Ende 2017 an die Werft Strategic Marine in Vietnam ausgeliefert, die sie in Katamarane für die niederländische Reederei Doeksen einbauen wird. Ab 2018 verlassen die ersten zertifizierten Serien-Gasmotoren das Werk. Die Stadtwerke Konstanz erhalten Ende 2018 die ersten Motoren der 8-Zylinder-Version für eine neue Bodenseefähre. Die Werft Damen Shipyards wird 2019 einen neuen Hafenschlepper ausrüsten.

Der neue 16-Zylinder-Gasmotor von MTU wird ab 2018 als zertifizierter Serienmotor mit einem Leistungsbereich von etwa 1.500 bis 2.000 Kilowatt angeboten. Eine 8-Zylinder-Version mit einer Leistung von etwa 750 bis 1.000 Kilowatt wird folgen. Dieser Motor hält die seit 2016 geltenden IMO-III-Abgasnormen ohne zusätzliche Abgasnachbehandlung ein.

Diese Neuerungen erhöhen die Attraktivität unseres Produktportfolios, sind aber andererseits mit Markteinführungsrisiken verbunden.

BETEILIGUNGSPORTFOLIORISIKEN

Das Beteiligungsportfolio des RRPS-Konzerns beschränkt sich größtenteils auf Unternehmen in 100-prozentigem Eigentum der Rolls-Royce Power Systems AG oder ihrer Tochterunternehmen. Dadurch ergeben sich keine wesentlichen Beteiligungsportfoliorisiken, etwa in Form von Risiken durch absehbare Konflikte mit Minderheitsaktionären. Darüber hinaus bestehen Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, bei denen wir jedoch in der Regel weitreichende Mitbestimmungs- und Informationsrechte haben.

Im Hinblick auf das Beteiligungsportfoliorisiko im Einzelabschluss des Mutterunternehmens besteht ein Risiko hinsichtlich potenzieller Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Strategische Entscheidungen beinhalten naturgemäß das Risiko von Fehlentscheidungen. Strategische Risiken können insbesondere aufgrund von Entscheidungen rund um die Produktentwicklung, von Investitionsentscheidungen wie der Standortwahl oder im Zusammenhang mit Fusions- und Übernahmeaktivitäten entstehen. Strategische Entscheidungen sind beim RRPS-Konzern mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbunden.

Mit neuen Produkten ist ganz allgemein das Risiko verbunden, dass sie unwirtschaftlich sein könnten, weil sie entweder in der Entwicklung zu teuer sind oder vom Markt nicht angenommen werden. Die Neuproduktentwicklung wird im Rahmen von Projekten durchgeführt. Um die Risiken auszuschließen bzw. diesen entgegenzuwirken, führen wir im Rahmen des Projektauftrags Risikoanalysen durch. Zu sogenannten Milestones passieren die Projekte definierte Quality Gates. Bei Produktneuentwicklungen nehmen wir Markt- und Wettbewerbsanalysen vor. Bei Fusions- und Übernahmeaktivitäten setzen wir ein Due-Diligence-Verfahren (Unternehmensprüfung) ein, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handhaben.

Die Organisation des RRPS-Konzerns wird bei Bedarf an Strategieänderungen angepasst. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Unternehmensstrategie auch in einem schwierigen Marktumfeld als tragfähig erweisen wird.

Öffentliche Aufträge setzen regelmäßig lokale Wertschöpfungsanteile voraus. Dem Risiko, diese Aufträge nicht annehmen oder gar vertragliche Verpflichtungen nicht einhalten zu können, wirken wir unter anderem mit einer Internationalisierung unserer Wertschöpfung entgegen. Gestützt wird die internationale Produktionsstrategie durch unsere ausländischen Werke u. a. in den USA, in China und der Türkei. Mit der Umsetzung einer internationalen Produktionsstrategie geht eine produktionsstandortbezogene Beschaffungsstrategie einher, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von den westeuropäischen Zulieferermärkten zu reduzieren.

TECHNOLOGIERISIKEN

Die Technologierisiken zählen zu den wesentlichen Risiken des RRPS-Konzerns. Wachsende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produkte sowie zunehmend rigidere Abgasvorschriften sind wesentliche Herausforderungen bei der technischen Weiterentwicklung der Produkte. Der RRPS-Konzern begegnet diesen Risiken mit einer stetigen Optimierung des Entwicklungsprozesses.

QUALITÄTSRISIKEN

Nicht zuletzt aufgrund der anerkannten Qualität seiner Produkte und seiner weltweiten Servicepräsenz sieht sich der RRPS-Konzern gut positioniert. Die technische Spezifikation der Produkte erfordert eine hohe Qualität der Zulieferer. Um diese sicherzustellen, wählen wir die Lieferanten sorgfältig aus und überprüfen sie regelmäßig.

Bei Produktmängeln entstehen Reputations- und damit Umsatzausfall- sowie Kosten- und Haftungsrisiken. Diese Risiken wurden nach Maßnahmen (Nettobewertung) mit einer hohen Auswirkung und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit bewertet. Dies ist auf den sehr hohen Qualitätsanspruch des Unternehmens in allen Bereichen zurückzuführen. Wir begegnen diesen Risiken mit einer noch sorgfältigeren Produktentwicklung und einem effektiven Qualitätsmanagement. Auftretenden einzelnen Mängeln begegnen wir aktiv. Wir bieten unseren Kunden ein weltumspannendes und zuverlässiges Servicenetz. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Risiken durch Versicherungsverträge reduziert.

PERSONALRISIKEN

Im Bereich Personal unternehmen wir verschiedenste Maßnahmen, um dem Unternehmen zum einen die erforderliche Flexibilität für die Erreichung der Jahresziele zu ermöglichen und zum anderen sicherzustellen, dass wir auch die für die Zukunft erforderliche Personalressource halten bzw. entwickeln. Unser Fokus liegt auf dem Management von Personalressourcen und -kosten sowie der Personalentwicklung.

Einem möglichen zukünftigen Personalbeschaffungsrisiko begegnen wir, indem wir uns als Wunscharbeitgeber präsentieren. Zukünftige Ingenieure sprechen wir bereits während ihres Studiums gezielt an, z. B. sponsern wir seit zehn Jahren den jährlichen Formula Student Germany Event am Hockenheimring und unterstützten zusätzlich studentische Rennteams. Die angehenden Ingenieure wenden technisches Know -how an und konkurrieren mit ihrem Gesamtkonzept in verschiedenen internationalen Wettbewerben miteinander. Über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Xing, LinkedIn und kununu werden verschiedene Zielgruppen vom Schüler bis zum Berufserfahrenen angesprochen.

Um zukünftige Bedarfe bei Fach- und Führungskräften zu decken, haben wir vielfältige Maßnahmen initiiert. Einem möglichen Facharbeitermangel begegnen wir proaktiv, indem wir zahlreiche Ausbildungsplätze in mehr als zehn Ausbildungsberufen anbieten. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen erhöht die Qualifizierung unserer Mitarbeiter und trägt zu deren beruflicher Weiterentwicklung bei.

Die geringe Fluktuationsrate und eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigen, dass die be -stehenden Maßnahmen erfolgreich sind. Mit unserer Betriebskindertagesstätte am Standort Friedrichshafen positionieren wir uns in der Region noch besser als attraktiver Arbeitgeber. Insgesamt verfolgen wir im Bereich Personal eine präventive Risikostrategie.

IT-RISIKEN

Die zentralen Geschäftsprozesse unserer Einzelunternehmen und die der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von IT-Prozessen und -Aktivitäten abhängig. Die Sicherheit der EDV-Systeme und der Daten unterliegen sowohl externen Risiken wie Infiltrationsversuchen und Schadsoftware als auch technischen Risiken wie einem Serverausfall oder fehlerhafter Software. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir die IT-Organisation im Rahmen der globalen IT-Strategie weiterentwickelt und entsprechend den Anforderungen kontinuierlich optimiert. Die Zuverlässigkeit der IT-Systeme wird dabei durch eine konsequente Standardisierung der IT-Infrastruktur in der gesamten Gruppe und deren stetige Anpassung an den Stand der Technik gewährleistet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands gelegt. Diese Sicherheit wird durch redundante Hardware und den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet und weiterentwickelt. Zudem identifiziert ein Information Technology Security Officer weltweit Risiken für die Informationssicherheit, leitet Gegenmaßnahmen ab und steuert deren Umsetzung.

FINANZRISIKEN

Als international agierender Konzern ist der RRPS-Konzern im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeiten und bei der Finanzierung generell Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden soweit möglich durch geeignete Gegenpositionen minimiert (»Natural Hedging«, z. B. durch Bezug von Vorprodukten in der Währung der Umsatzlegung). Die verbleibenden Nettorisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das Group Treasury des Konzerns.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer konzernweit verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen für alle Konzerngesellschaften vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherungen wird im Zuge des internen Reportings überwacht und gesteuert. Weitere Informationen zu Finanzierungs- und Finanzmarktrisiken befinden sich im Konzernanhang im Abschnitt »Finanzrisikomanagement«.

währungs- und zinsänderungsrisiken. Währungsrisiken können aus Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten Zahlungsströmen entstehen, die auf eine andere Währung als den Euro lauten. Um diese Risiken einzudämmen oder gänzlich auszuschließen, setzt der RRPS-Konzern Devisentermingeschäfte und bei Bedarf Optionen ein. Diese Maßnahmen gelten vor allem für Währungsrisiken, die aus Engagements in US-Dollar resultieren.

Der RRPS-Konzern verfügte zum Stichtag über keine variabel verzinslichen Bankdarlehen, die Zinsänderungsrisiken bergen würden. In Bezug auf das Management von Zinsänderungsrisiken sieht die konzernweite Richtlinie Zinsswaps, Caps und Floors (Ober- und Untergrenzen) als mögliche Sicherungsinstrumente vor. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind.

LIQUIDITÄTSRISIKEN. Die Rolls-Royce Power Systems-Gruppe verfolgt eine konservative Finanzierungsstrategie. Das Unternehmen verfügt über keine Nettofinanzverschuldung und eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote. Dies trägt neben der stabilen Ertragskraft zu einer Bonitätsbewertung durch die refinanzierenden Banken bei, die dem Investment Grade entspricht. Diese Bewertung wirkt sich unmittelbar auf die Konditionen der von Banken bereitgestellten Avallinien aus. Unterstützt durch die mittelfristig zugesagte Rahmenfinanzierung der Rolls-Royce plc sind wir damit im Bereich Finanzierung gut aufgestellt. Die geschlossenen Kreditverträge beinhalten Vereinbarungen zur Einhaltung marktüblicher Kennzahlen (Covenants). Bei Nichteinhaltung der Covenants haben die Banken das Recht, die Kreditverträge zu kündigen. Die Liquidität des Unternehmens stellen wir durch eine fest zugesagte mittelfristige Kreditlinie sowie ausreichende Kredit- und Avallinien bei einer größeren Anzahl von überwiegend europäischen Banken sicher. Außerdem gewährleisten der gute Cashflow und das aktive Cashmanagement, dass finanzielle Mittel bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.

RISEKEN AUS FORDERUNGSAUSFÄLLEN. Risiken aus Forderungsausfällen, die beim RRPS-Konzern im geschäftsüblichen Umfang bestehen, sichern wir mit gängigen Mitteln der Forderungsabsicherung sowie mit einem aktiven Forderungsmanagement ab. Das Risiko minimieren wir bereits im Vorfeld, indem wir die wirtschaftliche Situation unserer Kunden überprüfen und bewerten sowie mit Zahlungssicherungsinstrumenten wie Akkreditiven absichern. Kreditlinien gewähren wir nur in begrenztem Umfang. Darüber hinaus reagieren wir bei erkennbaren Ausfallrisiken mit entsprechenden Wertberichtigungen.

UMWELTRISIKEN

Nicht zuletzt entstehen mit den Betriebsaktivitäten im RRPS-Konzern auch Umweltrisiken, etwa beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Dieselkraftstoff und Mineralölen. Den daraus entstehenden Risiken setzen wir regelmäßige Umweltschutz-Audits entgegen, die sicherstellen, dass sowohl nationale Umweltschutzvorschriften als auch die hohen konzerninternen Umweltvorgaben eingehalten werden.

RECHNUNGSLEGUNGSRISIKEN

In den Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wurden zum 31. Dezember 2017 neben dem Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG 34 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden überwiegend dezentral erstellt. Die Konsolidierung des RRPS-Konzerns erfolgt weitgehend in der Konzernzentrale. Die länderspezifischen Rechnungslegungsstandards der Tochterunternehmen werden auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet, soweit nicht bereits im jeweiligen Einzelabschluss des Tochterunternehmens nach IFRS bilanziert wird. Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis stellen wir durch ein Bilanzierungshandbuch sicher, das quartalsweise aktualisiert wird. Unterstützt wird der Erstellungsprozess des Konzernabschlusses zum einen durch einen konzernweit gültigen Abschlusskalender, zum anderen durch eine auf die Bedürfnisse des RRPS-Konzerns entwickelte Konsolidierungssoftwarelösung. Themen wie Finanzierung und Steuern werden durch die Zentralbereichsfunktionen Group Treasury bzw. Group Taxes in der Konzernzentrale gebündelt.

Aufgrund der Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Jahres-/Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können. Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden vom RRPS-Konzern verschiedene Maßnahmen und Kontrollen etabliert. Für eine zutreffende Erfassung der Transaktionen in der Buchführung wurden Fehler vermeidende und aufdeckende, manuelle wie auch automatische Kontrollen (sogenannte interne Finanzkontrollen) in der Rechnungslegungssoftware installiert. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Fachexperten in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle bzw. Plausibilisierung für die übernommenen Daten bilden und den Tochterunternehmen bei komplexen Fragestellungen zur Seite stehen.

Die Folgebewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist angesichts der Schätzungen, die im Rahmen der Bewertung vorzunehmen sind, und der zu treffenden Annahmen mit Unsicherheiten behaftet. Zur Prüfung derselben wird jährlich und bei Anzeichen einer Wertminderung unmittelbar ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf eine anerkannte Ratingagentur und Peer Group objektiviert, um die Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns müssen die Vorräte in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten-, Cash- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Aus diesem Grund ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, die durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung von Analysen künftiger Markt- und Absatzmöglichkeiten eingegrenzt werden.

Im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken aus den Zusagen von Pensionsleistungen. Zur Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Generell gelten konzernweit das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.

SONSTIGE RISIKEN

Aus der 2011 gestarteten umfangreichen internen und externen Untersuchung zu möglichen irregulären Zahlungen in Asien, die mittlerweile abgeschlossen sind, werden bestehende und durchsetzbare zivilrechtliche Ersatzansprüche gegenüber Dritte geltend gemacht. Nach Abschluss weiterer interner Untersuchungen zu möglichen irregulären Zahlungen außerhalb Asiens dauern die externen Untersuchungen an. Auch hier unterstützt das Unternehmen die Ermittlung der Behörden vollumfänglich. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird über den jeweiligen Stand der Untersuchungen stets unterrichtet.

Bei behördlichen Zertifizierungen begegnen wir einem hohen Regulierungsgrad. Sich ändernde Emissionsregelungen können bei Verschärfungen zu erhöhten Entwicklungsbedarfen führen, während Aufweichungen der erhöhten Anforderungen, beispielsweise durch Flexibilisierung in der Einführungsphase, Neubewertungen von Entwicklungen nach sich ziehen können. Insbesondere aufgrund der Vielfalt der Anwendungen und der Bearbeitung von Märkten weltweit gelten für unsere Produkte sehr vielfältige Emissionsregelungen, deren Erfüllung - auch aufgrund hoch komplexer Genehmigungsprozesse - Unsicherheiten unterworfen ist. Trotz unserer Technologieführerschaft kann es dabei zu Risiken insbesondere hinsichtlich der jederzeit vollständigen und fristgerechten Umsetzung der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen kommen.

Darüber hinaus sind Gerichtsverfahren anhängig, andere können anhängig werden. Es handelt sich jedoch aus unserer Sicht um normale und im Zusammenhang mit unserem Geschäft stehende Vorgänge. Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, aber natürlich grundsätzlich möglich. Bei Bedarf bilden wir im üblichen Rahmen Rückstellungen. Im Übrigen wirken wir solchen Risiken durch unser Vertragsmanagement und eine hohe Produktqualität entgegen.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION

Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird anhand des Risikoportfolios aller wesentlichen Einzelrisiken beurteilt. Dabei werden auch die Abhängigkeiten der Risiken untereinander berücksichtigt. Eine Aufrechnung der Risiken mit Chancen erfolgt hierbei nicht. Es bestehen weder konsolidierte noch nicht konsolidierte Zweckgesellschaften.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich keine wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmenslage durch Risiken, ob durch Einzelrisiken oder auch durch Wechselwirkungen mehrerer Risiken, abgezeichnet. Der Vorstand der RollsRoyce Power Systems AG hält die Risikolage für begrenzt und beherrschbar. Wie im vorangegangenen Jahr 2016 hat die Unternehmensleitung festgestellt, dass eine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikoexposition derzeit nicht erkennbar ist. Negative Trends auf den Märkten und eine mögliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können jedoch nicht ausgeschlossen werden und sich entsprechend auf die Risikolage auswirken.

Prognosebericht

Für 2018 wird erwartet, dass die gesunde Dynamik anhält und die Weltwirtschaft weiterhin mit über 3 % wächst. Für den weltweiten Maschinenbau liegt die Prognose des VDMA bei 4 % Wachstum 2018 nach 6 % im Jahr 2017.

Der Aufschwung in den europäischen Ländern setzt sich voraussichtlich auch 2018 fort. Neben der guten Binnenkonjunktur profitieren vor allem die Maschinenbauer von der stärkeren Nachfrage aus China, den USA und Russland.

Für die USA wird eine weitere Steigerung des Wirtschaftswachstums erwartet. Wichtige Treiber sind der schwache US-Dollar, der die Exporte stützt, und die Senkung der Unternehmenssteuern. In welchem Ausmaß die angekündigte Investitionsoffensive im Infrastrukturbereich 2018 umgesetzt wird, ist unsicher.

Die meisten Schwellenländer werden das robuste Wachstum von 2017 auch 2018 fortsetzen, unterstützt durch die insgesamt bessere Weltkonjunktur und gestiegene Rohstoffnachfrage.

China wird voraussichtlich auch 2018 weiter dynamisch wachsen und die Restrukturierung der Wirtschaft weg vom export- und investitionsgetriebenen Wachstum hin zu einer nachhaltigen Entwicklung fortsetzen.

Für Indien wird erwartet, dass das Land die Turbulenzen infolge der Steuerreform und der Maßnahmen zur Demonetisierung der Wirtschaft überwinden und die Wachstumsdynamik weiter steigern kann.

Brasilien und Russland setzen ihren Erholungskurs fort. Eine deutliche Zunahme der Investitionen wird in Brasilien erst nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2018 erwartet.

Die skizzierte Entwicklung wird durch eine Reihe von Risiken bedroht. Das politische Umfeld weist nach wie vor Unsicherheiten auf. Ein Paradigmenwechsel in der Handelspolitik erhöht die Gefahr eines Handelskriegs. Die Wahrscheinlichkeit von Reaktionen an den Finanzmärkten ist durch weltweit massive Schuldenstände und aufgrund restriktiver Geldpolitik und steigender Zinsen erhöht. Des Weiteren gefährden geopolitische Risiken die weltwirtschaftliche Entwicklung.

In 2016 haben wir im Rahmen eines unternehmensweiten Transformationsprojekts unsere Organisationsstruktur und unsere Prozesse einer intensiven Prüfung unterzogen. Zudem wurde im Zuge des Transformationsprogramms eine Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 2017 wurden weltweit einige strukturelle Anpassungen vorgenommen, die in 2018 fortgeführt werden. Wir rechnen mit einem leichten Rückgang der Mitarbeiterzahlen in 2018. Die Beschäftigungssituation können wir durch verschiedene personalpolitische Instrumente und Regelungen flexibel an den Bedarf anpassen.

Unsere Investitionen werden im Jahr 2018 leicht über dem Niveau von 2017 liegen. Dabei werden neben der Entwicklung neuer Baureihen auch größere Investitionsprojekte an unseren weltweiten Standorten fortgesetzt.

Sowohl für die geplanten Investitionen als auch für mögliche Zukäufe stehen dem RRPS-Konzern ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls haben wir auch gesicherten Zugriff auf bestehende konzerninterne Kreditlinien. Unsere solide Finanzierungsstruktur wollen wir beibehalten.

Das Jahr 2018 ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Sollten sich die derzeitigen Wachstumsprognosen der für den RRPS-Konzern relevanten Märkte einstellen, rechnen wir aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2018 mit einem hohen einstelligem Wachstum beim bereinigten Umsatz. Relativ sensibel reagieren die Bereiche Öl und Gas, Bergbaumaschinen und Energieerzeugungssysteme bzw. Motoren für Energieerzeugungssysteme auf lokale Rohstoffpreise und allgemeine Konjunktur-/Projektentwicklungen. Wir erwarten ein bereinigtes Bruttoergebnis sowie ein bereinigtes EBIT auf einem stabilen Margenniveau des Vorjahres.

Ob wir unsere Ziele erreichen, hängt wesentlich von der weltwirtschaftlichen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklung ab. Ein konjunktureller Rückschlag oder negative Währungseinflüsse könnten dazu führen, dass wir unsere Erwartungen unterschreiten. Sollte es jedoch zu einer Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung kommen, sehen wir zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.

 

Friedrichshafen, den 15. März 2018

Rolls-Royce Power Systems AG

Der Vorstand

Jahresabschluss 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

IN TSD.
EURO
Anhang Nr. 01.01.- 31.12.2016 01.01.- 31.12.2017
Umsatzerlöse 1 104.170 69.349
Sonstige betriebliche Erträge 2 1.589 4.179
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3 - 22.643 - 22.358
Personalaufwand 4 - 66.980 - 65.371
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5 - 200 - 400
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 - 87.891 - 52.420
Finanzergebnis 7 214.599 136.962
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8 - 19.030 - 62.419
Ergebnis nach Steuern   123.614 7.522
Sonstige Steuern   - 259 - 807
Jahresüberschuss   123.355 6.715

Bilanz zum 31. Dezember 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Aktiva

IN TSD.
EURO
Anhang Nr. 31.12.2016 31.12.2017
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände 9 0 0
Sachanlagen 10 400 0
Finanzanlagen 11 1.637.602 1.475.589
    1.638.002 1.475.589
Umlaufvermögen      
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12 240.742 259.713
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 13 157.038 258.478
    397.780 518.191
Rechnungsabgrenzungsposten   285 545
Bilanzsumme   2.036.067 1.994.325

Passiva

     
in TSD. EURO Anhang Nr. 31.12.2016 31.12.2017
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 14 131.380 131.380
Kapitalrücklage 15 804.809 804.809
Gewinnrücklagen 16 327.769 327.769
Jahresüberschuss (Vorjahr: Bilanzgewinn) 17 100.000 6.715
    1.363.958 1.270.673
Rückstellungen 18 78.814 103.333
Verbindlichkeiten 19 593.295 620.319
Bilanzsumme   2.036.067 1.994.325

Jahresabschluss 2017

der Rolls-Royce Power Systems AG

Anhang

Die Rolls-Royce Power Systems AG hat ihren Sitz in 88045 Friedrichshafen, Maybachplatz 1, und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 721056).

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd. Euro) aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Im Finanzergebnis werden das Beteiligungsergebnis, das Zinsergebnis und das übrige Finanzergebnis zusammengefasst.

Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt einen Konzernabschluss und einen zusammengefassten Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Unternehmen, insbesondere in den Tätigkeitsbereichen der Entwicklung, Herstellung sowie des Vertriebs von und des Kundendienstes für Verbrennungskraftmaschinen, Getriebe, Anlagen zur zentralen und dezentralen Energieerzeugung, Gelenkwellen, Einspritzanlagen, Brennstoffzellen und Gasmotoren sowie deren Regelungs- und Überwachungseinrichtungen einschließlich Zubehör und Ersatzteilen für Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge sowie für die stationäre Verwendung. Die Gesellschaft kann in den zuvor genannten Tätigkeitsbereichen auch selbst tätig werden. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die entgeltliche Erbringung von finanziellen, administrativen und kaufmännischen Dienstleistungen im Konzern und an Dritte, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (von drei bis zehn Jahren) bewertet, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (von drei bis 20 Jahren). Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Wertaufholungen im Anlage- und Umlaufvermögen werden vorgenommen, sofern sie erforderlich sind. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Zahlungsmittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit sie unverzinslich sind, werden Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Tafeln 2005 G ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gemäß dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie geänderten § 253 Abs. 2 Satz 1 (neu) HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen seit dem Geschäftsjahr 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn (statt sieben) Geschäftsjahre abzuzinsen.

Für den 31. Dezember 2017 wurde am 30. September 2017 ein Zinssatz in Höhe von 3,68 % p. a. (Vorjahr: 4,0 % p. a.) prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2017 erfolgte zudem unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,50 % p. a. (Vorjahr: 2,50 % p. a.) sowie eines Rententrends von 1,75 % p. a. (Vorjahr: 1,60 % p. a.).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich werden - soweit sie ratierlich anzusammelnde Zukunftsleistungen betreffen - mit dem Barwert der erdienten Leistungen berechnet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden Wertunterschiede von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren, und zukünftig steuerbelastende oder -entlastende wie auch quasi-permanente Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich zum Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag hatte die Rolls-Royce Power Systems AG derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Rohstoffpreisänderungsrisiken im Bestand. Dabei handelte es sich um Devisentermingeschäfte sowie Commodityswaps und hierbei sowohl um Micro- als auch Macro-Hedges.

Währungsbezogene derivative Finanzinstrumente

Devisentermingeschäfte bestehen in den Währungen Schweizer Franken, Britische Pfund, Singapur-Dollar, Norwegische Kronen, Indische Rupien und US-Dollar.

Devisentermingeschäfte wurden mit konzerninternen Kontraktpartnern abgeschlossen. Soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen den Sicherungsgeschäften besteht, werden diese als Bewertungseinheit zusammengefasst. Bei unmittelbarem Sicherungszusammenhang stimmen Nominalbetrag, Währung, Fälligkeitstermin und Terminkurs überein, sodass sich die Ergebnisse der zusammengefassten Geschäfte vollständig kompensieren (sogenannte Critical Terms Match-Methode). Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode.

Soweit keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden die Finanzgeschäfte zu Marktpreisen bewertet und die aus den einzelnen Geschäften resultierenden drohenden Verluste erfolgswirksam berücksichtigt. Zur Ermittlung der Marktwerte werden die zum Bilanzstichtag quotierten Terminkurse herangezogen.

Folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Währungssicherungsgeschäfte einschließlich der ermittelten Marktwerte zum Bilanzstichtag und der gebildeten Drohverlustrückstellungen:

Nominal in Fremdwährung in Tausend Marktwert
in Tsd. Euro
Drohverlust
in Tsd. Euro
In Bewertungseinheiten:      
gegenüber verbundenen Unternehmen      
CHF-Terminkäufe 35.000 - 1.500 0
CHF-Terminverkäufe 35.000 1.500 0
GBP-Terminkäufe 4.141 118 0
GBP-Terminkäufe 6.693 - 56 0
GBP-Terminverkäufe 6.693 56 0
GBP-Terminverkäufe 4.141 - 118 0
INR-Terminkäufe (NDF) 132.848 153 0
INR-Terminverkäufe (NDF) 132.848 - 153 0
SGD-Terminkäufe 24.000 50 0
SGD-Terminkäufe 61.000 - 1.182 0
SGD-Terminverkäufe 61.000 1.182 0
SGD-Terminverkäufe 24.000 - 50 0
USD-Terminkäufe 191.127 - 7.601 0
USD-Terminverkäufe 191.127 7.601 0
Nicht in Bewertungseinheiten:      
gegenüber verbundenen Unternehmen      
NOK-Terminverkäufe 930.000 2.719 0
USD-Terminkäufe 217.000 - 1.532 - 1.532
USD-Terminverkäufe 38.178 162 0

Rohstoffbezogene derivative Finanzinstrumente

Commodityswaps bestehen ausschließlich in Euro. Die im Bestand befindlichen Commodityswaps wurden sowohl mit konzerninternen als auch mit externen Kontraktpartnern abgeschlossen und dienen der Absicherung des Rohstoffpreisänderungsrisikos aus Einkaufsverträgen mit Zulieferern der operativen Konzerngesellschaften.

Es besteht daher bei sämtlichen mit externen Kontraktpartnern abgeschlossenen Rohstoffsicherungsgeschäften ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang mit Sicherungsgeschäften, die mit konzerninternen Kontraktpartnern abgeschlossen wurden. Diese werden als Bewertungseinheit zusammengefasst. Bei unmittelbarem Sicherungszusammenhang stimmen Rohstoffspezifikation, Absicherungs- und Referenzpreis, Mengen pro Monat sowie Abrechnungsmodalitäten und -termine überein, sodass sich die Ergebnisse der zusammengefassten Geschäfte vollständig kompensieren (sogenannte Critical Terms Match-Methode). Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode.

Zur Ermittlung der Marktwerte werden die zum Bilanzstichtag quotierten Terminpreise herangezogen. Zum Bilanzstichtag verfügten die bestehenden Commodityswaps teilweise über negative Marktwerte, die nach HGB-Bilanzierung ohne Bildung von Bewertungseinheiten zu einem Bilanzansatz geführt hätten (Drohverlustrückstellungen).

Folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Rohstoffsicherungsgeschäfte einschließlich der ermittelten Marktwerte zum Bilanzstichtag:

Rohstoffsicherungsgeschäft Absicherungsmenge in metrischen Tonnen Marktwert
in Tsd. Euro
Drohverlust
in Tsd. Euro
In Bewertungseinheiten:      
gegenüber verbundenen Unternehmen      
Commodityswap Diesel 660 - 115 0
Commodityswap Kupfer 90 - 191 0
gegenüber externen Kontrahenten      
Commodityswap Diesel 660 115 0
Commodityswap Kupfer 90 191 0

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 | Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Konzerninterne Leistungsverrechnungen (KIL) 103.388 68.938
Sonstige 782 411
  104.170 69.349

2| Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 905 Tsd. Euro (Vorjahr: 98 Tsd. Euro). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen.

3| Aufwendungen für bezogene Leistungen

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Konzerninterne Leistungsverrechnungen (KIL) 22.643 22.358
  22.643 22.358

4 | Personalaufwand

Personalaufwand

IN TSD.
EURO
01.01.- 31.12.2016 01.01.- 31.12.2017
Entgelt 58.966 56.884
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.014 8.487
davon für Altersversorgung 953 1.593
  66.980 65.371

Anzahl Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

Anzahl 2016 Anzahl 2017
Indirekte Mitarbeiter 610 573
Auszubildende/Praktikanten 34 34
  644 607

5 | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Abschreibungen auf Sachanlagen 75 33
Außerplanmäßige Abschreibung des Sachanlagevermögens 125 367
  200 400

6 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Vorjahr 589 Tsd. Euro periodenfremde Aufwendungen aus Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten aus der Umstellung der Vorschriften des BilMoG anteilig mit einem Fünfzehntel den Aufwand gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB aus der Bewertungsanpassung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen in Höhe von unverändert 400 Tsd. Euro.

7 | Finanzergebnis

IN TSD.
EURO
01.01.- 31.12.2016 01.01.- 31.12.2017
Beteiligungsergebnis    
Erträge aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 211.737 303.626
Erträge aus Beteiligungen 0 3.026
aus verbundenen Unternehmen 211.737 306.652
Zinsergebnis    
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.313 5.885
davon aus verbundenen Unternehmen 5.236 5.305
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 7.885 - 10.001
davon an verbundene Unternehmen - 14 - 1.161
davon Aufzinsung langfristiger Rückstellungen - 2.358 - 2.452
  - 1.572 - 4.116
Übriges Finanzergebnis    
Erträge aus Währungsumrechungen 45.380 53.355
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen - 40.946 - 54.684
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 - 164.245
  4.434 - 165.574
Finanzergebnis gesamt 214.599 136.962

Durch die infolge des gesunkenen Marktwerts des Eigenkapitals der Bergen Engines AS notwendige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert ist das Finanzergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 164.245 Tsd. Euro außergewöhnlich belastet.

8 | Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Rolls-Royce Power Systems AG ist seit dem Geschäftsjahr 2015 körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organträgerin der deutschen Organschaft. Hiernach wird das steuerliche Einkommen der Organgesellschaften der Rolls-Royce Power Systems AG zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuer unterworfen.

Die im Geschäftsjahr 2017 ermittelten Ertragsteuern belaufen sich auf 62.419 Tsd. Euro (Vorjahr: 19.030 Tsd. Euro).

Die laufenden Ertragsteuern umfassen die Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2017 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre. Hierin sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.434 Tsd. Euro (Vorjahr periodenfremde Erträge in Höhe von 929 Tsd. Euro) enthalten.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,43 %.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 49,8 Mio. Euro resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten. Sie ergeben sich nach einer Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Organkreises. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird.

Die sich innerhalb des Organkreises ergebenden aktiven latenten Steuern vor Saldierung betreffen im Wesentlichen Vorräte, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern vor Saldierung innerhalb des Organkreises ergeben sich überwiegend aus den Bilanzpositionen Sachanlagevermögen und Guthaben bei Kreditinstituten.

Erläuterungen zur Bilanz

9 | Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist ausschließlich Datenverarbeitungssoftware inklusive Lizenzen ausgewiesen.

IN TSD.
EURO
Nutzungsrechte und Lizenzen Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten    
Stand am 01.01.2017 401 401
Zugänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2017 401 401
Abschreibungen    
Stand am 01.01.2017 401 401
Laufendes Jahr 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2017 401 401
Buchwert    
Stand am 31.12.2016 0 0
Stand am 31.12.2017 0 0

10 | Sachanlagen

Im Geschäftsjahr wurden keine Investitionen getätigt.

IN TSD.
EURO
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten    
Stand am 01.01.2017 1.475 1.475
Zugänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2017 1.475 1.475
Abschreibungen    
Stand am 01.01.2017 1.075 1.075
Laufendes Jahr 400 400
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2017 1.475 1.475
Buchwert    
Stand am 31.12.2016 400 400
Stand am 31.12.2017 0 0

Aufgrund voraussichtlicher dauernder Wertminderung wurden im Geschäftsjahr 367 Tsd. Euro (Vorjahr:125 Tsd. Euro) außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen (gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB).

11 | Finanzanlagen

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.620.769 1.458.756
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 16.833 16.833
  1.637.602 1.475.589
IN TSD.
EURO
Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten      
Stand am 01.01.2017 1.704.586 21.676 1.726.262
Zugänge 8.422 0 8.422
Abgänge 6.190 0 6.190
Stand am 31.12.2017 1.706.818 21.676 1.728.494
Abschreibungen      
Stand am 01.01.2017 83.817 4.843 88.660
Laufendes Jahr 164.245 0 164.245
Abgänge 0 0 0
Stand am 31.12.2017 248.062 4.843 252.905
Buchwert      
Stand am 31.12.2016 1.620.769 16.833 1.637.602
Stand am 31.12.2017 1.458.756 16.833 1.475.589

Gemäß Einbringungsvertrag vom 21. Dezember 2017 wurden sämtliche Anteile an der MTU South Africa (Pty.) Ltd. als Sacheinlage in die neu gegründete MTU Africa (Pty.) Ltd. übertragen. Die eingebrachten Anteile wurden mit dem Zeitwert in Höhe von 8.422 Tsd. Euro bewertet. Hieraus ergab sich ein Ertrag aus dem Abgang der Beteiligung in Höhe von 2.232 Tsd. Euro.

12 | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 85 101
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 212.946 244.730
davon Restlaufzeit größer ein Jahr 750 375
Sonstige Vermögensgegenstände 27.711 14.882
davon aus Steuern 24.604 12.613
  240.742 259.713

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vorwiegend den Finanzverkehr.

13| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt und betrugen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 48.478 Tsd. Euro (Vorjahr: 42.038 Tsd. Euro). Des Weiteren besteht ein kurzfristiges fälliges Termingeld bei Rolls-Royce plc. in Höhe von 210.000 Tsd. Euro (Vorjahr: 115.000 Tsd. Euro).

14| Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 131.380 Tsd. Euro (Vorjahr: 131.380 Tsd. Euro) und entfällt auf 131.380.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, besteht ein Beherrschungsvertrag. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 12. August 2015.

Oberstes Mutterunternehmen der Rolls-Royce Power Systems AG ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, wird beim Companies House offengelegt. Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

15| Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 804.809 Tsd. Euro (Vorjahr: 804.809 Tsd. Euro).

16| Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich auf 327.769Tsd. Euro (Vorjahr: 327.769 Tsd. Euro).

17| Jahresüberschuss (Vorjahr: Bilanzgewinn)

Für das Geschäftsjahr 2017 weist die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von 6.715 Tsd. Euro aus. Im Vorjahr wurde der Abschluss unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Durch Einstellung in die Gewinnrücklagen in Höhe von 23.355 Tsd. Euro ergab sich im Vorjahr ein Bilanzgewinn in Höhe von 100.000 Tsd. Euro.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 16. März 2017 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von 100.000 Tsd. Euro zur Zahlung einer Dividende an die Vinters International Ltd. zu verwenden. Die Dividende wurde am 17. März 2017 an die Vinters International Ltd. überwiesen. Aufgrund der vollständigen Ausschüttung des Bilanzgewinns ergab sich für das laufende Geschäftsjahr ein Gewinnvortrag in Höhe von Null.

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 6.715 Tsd. Euro in die Gewinnrücklagen einzustellen. Aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr unterlassenen teilweisen Gewinnverwendung ist der Jahresüberschuss identisch mit dem Bilanzgewinn.

Der Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Absatz 6 HGB in Höhe von 9.258 Tsd. Euroführt zu keiner Ausschüttungssperre, da die nach einer Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von 470.641 Tsd. Euro diesen deutlich übersteigt.

18| Rückstellungen

IN TSD.
EURO
31.12.2016 31.12.2017
Rückstellungen für Pensionen 56.212 61.973
Steuerrückstellungen 6.911 25.155
Sonstige Rückstellungen 15.691 16.205
  78.814 103.333

Die Versorgungsverpflichtungen sind durch Pensionsrückstellungen, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurden, voll gedeckt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahre beträgt 9.258 Tsd. Euro (Vorjahr: 7.317 Tsd. Euro).

Die nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB belaufen sich auf 2.798 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.198 Tsd. Euro).

Die mittelbare Pensionsverpflichtung aus der Unterdeckung bei der Unterstützungseinrichtung in Höhe von 1.812 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.604 Tsd. Euro) ist nicht passiviert.

Rolls-Royce Power Systems AG stellt für jeden Mitarbeiter in jedem Jahr einen definierten Betrag zur Verfügung, der - umgerechnet in einen Kapitalbaustein - einem fiktiven Konto gutgeschrieben wird. Bei Rentenbeginn erfolgt die Umrechnung in und Auszahlung als eine lebenslängliche Rente. Im Rahmen der Versorgungszusage besteht darüber hinaus für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Entgeltumwandlung das Versorgungskonto zu erhöhen.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend Personalrückstellungen.

19 | Verbindlichkeiten

IN TSD.
EURO
31.12.2017 davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.291 7.907 15.384
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.561 9.561 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 570.412 570.412 0
Sonstige Verbindlichkeiten 17.055 11.455 5.600
davon aus Steuern 6.791 6.791 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 175 175 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 620.319 599.335 20.984
IN TSD.
EURO
31.12.2016 davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 106.618 83.541 23.077
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.097 7.097 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 462.953 462.953 0
Sonstige Verbindlichkeiten 16.627 11.027 5.600
davon aus Steuern 6.885 6.885 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 175 175 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 593.295 564.618 28.677

Verbindlichkeiten über fünf Jahre bestanden zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen den Finanzverkehr. Daneben betreffen 6.145 Tsd. Euro (Vorjahr: 35.911 Tsd. Euro) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen ein Darlehen an die Unterstützungskasse sowie Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer ausgewiesen.

Sonstige Angaben

20| Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Gewährleistungen in Höhe von 495.922 Tsd. Euro (Vorjahr: 316.229 Tsd. Euro). Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

21| Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Leasing von Fitnessgeräten im Wert von 3 Tsd. Euro (Vorjahr: 10 Tsd. Euro).

22| Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

23| Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 2.381 Tsd. Euro, darüber hinaus wurden Vorschüsse in Höhe von 432 Tsd. Euro an Vorstände ausbezahlt. Für aktive Mitglieder des Vorstands waren zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von 529 Tsd. Euro zurückgestellt. Die hierfür im Geschäftsjahr aufgewendeten Beträge beliefen sich auf 112 Tsd. Euro. Im Rahmen des aktienbasierten Vergütungskonzepts (Long-Term Incentive Concept, LTIC) beliefen sich die für aktive Vorstände gebildeten Rückstellungen auf 198 Tsd. Euro. Die hierfür im Geschäftsjahr aufgewendeten Beträge betrugen 79 Tsd. Euro. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats bezifferten sich auf 370 Tsd. Euro.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorständen und deren Hinterbliebenen wurden 20.280 Tsd. Euro zurückgestellt; durch die Umstellung auf das BilMoG betragen aufgrund der Inanspruchnahme der Übergangsregelung gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB die hierfür in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen 767 Tsd. Euro. Die laufenden Bezüge und Einmalzahlungen für ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene betragen 1.045 Tsd. Euro. Für ehemalige Vorstände beliefen sich die Rückstellungen im Rahmen des LTIC auf 257 Tsd. Euro. Die hierfür im Geschäftsjahr aufgewendeten Beträge betrugen 103 Tsd. Euro.

24| Prüfungs- und Beratungsgebühren

Wir verweisen auf die Angaben im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG gemäß § 285 Nr. 17 HGB.

25| Angaben gemäß § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

1. Die Engine Holding GmbH, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1, Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

2. Die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Daimler AG von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

3. Des Weiteren hat uns die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland als Mutterunternehmen der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1. WpHG i. V. m. § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (das entspricht 0 Stimmrechte) beträgt.

4. Die Vinters International Ltd., Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters International Ltd. von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

5. Die Vinters Engineering plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters Engineering plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

6. Die Vinters plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

7. Die Rolls-Royce plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc nach § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

8. Die Rolls-Royce Group plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Group plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

9. Die Rolls-Royce Holdings plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce Group plc, RollsRoyce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Holdings plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH und den Rechtsbeschwerdeführern wurde über die zu gewährende Abfindung Einigkeit erzielt und die Abfindung entsprechend auf 30,00 EUR bzw. 31,61 EUR erhöht, worauf die Beschwerdeführer ihre Beschwerde beim Bundesgerichtshof zurückgezogen haben. Somit hält die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH seit 14. März 2013 100 % der Anteile an der Rolls-Royce Power Systems AG.

Aufgrund der Verschmelzung der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH auf die Rolls-Royce Power Systems AG gemäß Verschmelzungsvertrag vom 15. Juli 2015 ist die Vinters International Limited, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht von England und Wales, registriert im Handelsregister des Companies House von England und Wales in Cardiff unter der Nummer 542021 mit Sitz in Moor Lane, Derby, Derbyshire alleinige Gesellschafterin der Rolls-Royce Power Systems AG.

26| Der Vorstand

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Der Vorstand der RRPS AG setzt sich wie folgt zusammen:

ANDREAS SCHELL

Vorsitzender des Vorstands - Chief Executive Officer (CEO) Ressort »Corporate Functions, Sales, Operations & Technology«

MARCUS A. WASSENBERG

Ressort »Corporate Services, HR, Integrity« - Chief Financial Officer (CFO)

AUFSICHTSRAT

Auf der Anteilseignerseite schieden im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder aus: Harry Holt (bis 9. Mai 2017) und Colin Smith (bis 31.01.2018).

In der Hauptversammlung am 10. Mai 2017 wurde Simon John Carlisle mit sofortiger Wirkung als Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt.

Auf der Arbeitnehmerseite schieden im Geschäftsjahr 2017 folgende Mitglieder aus: Bernd Krüper (bis 31. Oktober 2017) und Lilo Rademacher (bis 1. November 2017).

Mit Beschluss des Amtsgerichts Ulm vom 13. November 2017 wurden Dr. Andreas Kunz als Ersatzmitglied für Bernd Krüper sowie Helene Sommer als Ersatzmitglied für Lilo Rademacher zu Mitgliedern des Aufsichtsrats als Vertreter der Arbeitnehmer bestellt.

Dem Aufsichtsrat der RRPS AG gehören somit folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

AXEL ARENDT (Vorsitzender)

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsingenieur

Selbstständiger Unternehmensberater

ANDREAS BEMERL*

Betriebswirt (VWA)

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

FRANZ BENZ*

Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

THOMAS BITTELMEYER* (StellvertretenderVorsitzender)

Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

SIMON JOHN CARLISLE

Director - Strategy Civil Aerospace bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

MARK GREGORY

General Counsel bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

DR: ANDREAS KUNZ*

Doktor-Ingenieur

Entwicklungsleiter kommerzielle Motoren, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

MIKAEL MAKINEN

President - Marine bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

COLIN SMITH

Group President bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

HELENE SOMMER*

Politikwissenschaftlerin (BA)

Gewerkschaftssekretärin, zweite Bevollmächtigte und Kassiererin der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben

DR. ROBERT WATSON

Chief of Staff des Chief Executive bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

ACHIM ZINSER*

Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

* Arbeitnehmervertreter

Innerhalb des Gesamtaufsichtsrats wurden ein Vermittlungsausschuss, ein Präsidialausschuss und ein Prüfungs-ausschuss gebildet.

Der Vermittlungsausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Simon Carlisle und Achim Zinser zusammen.

Der Präsidialausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Colin Smith und Helene Sommer zusammen.

Dem Prüfungsausschuss gehören Axel Arendt (Vorsitzender), Achim Zinser (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Bemerl und Mark Gregory an.

Friedrichshafen, den 15. März 2018

Der Vorstand

Andreas Schell

Vorsitzender des Vorstands

Chief Executive Officer (CEO)

Ressort »Corporate Functions, Sales, Operations & Technology«

Marcus A. Wassenberg

Mitglied des Vorstands

Chief Financial Officer (CFO)

Ressort »Corporate Services, HR, Integrity & Purchasing«

28| Anteilsbesitz

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, Zusatzangaben nach HGB

Name und Sitz der Gesellschaft Unmittelbarer/mittelbarer Anteilsbesitz: Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in Tsd. Euro
Anmerkungen1) Ergebnis
in Tsd. Euro
Anmerkungen1)
MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen 100 % 495.174   0 5)
MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 % 192.045   50.664  
MTU Hong Kong Ltd., Hongkong/China 100 % 37.400   5.900  
MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China 100 % 24.990   978  
MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100 % 7.220   1.565  
PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 % 15.451   1.341  
MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 100 % 11.824   495  
MTU China Co. Ltd., Shanghai/China 100 % 1.351   142  
Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China 49 % 27.110   - 2.467  
MEST Co. Ltd. 47 % 4.635   926 3)
MTU Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100 % 287   53  
L'Orange GmbH, Stuttgart 100 % 9.799   0 1)
L'Orange Fuel Injection Trading (Suzhou) Co. Ltd.,          
Suzhou/China 100 % 2.011 2) 1.108 2)
L'Orange Fuel Injection (Ningbo) Co. Ltd., Ningbo City/China 100 % 1.016 2) - 2.240 2)
L'Orange Unterstützungskasse GmbH, Glatten 100 % 32   - 9  
MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg 100 % 5.080   0 1)
MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien 100 % 23.111   1.759  
MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande 100 % 19.572   2.123  
MTU do Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien 100 % 6.546 4) - 2.514 4)
MTU America Inc., Detroit/USA 100 % 405.734   54.452  
MTU Onsite Energy Corp., Mankato/USA 100 % 66.485   4.533  
Fluid Mechanics LLC, Novi/USA 100 % - 542   - 594  
EPIX Power Systems LLC, Houston/USA 50 % 890   - 604 3)
Karl Maybach-Hilfe GmbH (Unterstützungskasse), Friedrichshafen 100 % 7.225   0  
MTU France SAS, Beauchamp/Frankreich 100 % 8.557 4) 929 4)
MTU Israel Ltd., Nathanya/Israel 100 % 1.330 2) 1.017 2)
MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.S., Hadimköy/Türkei 100 % 35.346   11.362  
MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg 100 % 11.783   0 1)
MTU Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 % 3.655   9  
MTU Yuchai Power Company Ltd. 50 % 19.183   - 2.225 3)
MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 6.222   - 66 3)
MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 9.310   - 3.346  
Prokura Diesel Services Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 12   1  
MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien 100 % 10.194   2.596  
MTU Ibérica Propulsión y Energía S.L., Coslada/Spanien 100 % 6.604   - 322  
MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf 100 % - 8.887   10.432  
Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen 100 % 41.301   - 23.092  
Bergen Engines BV, Rotterdam/Niederlande 100 % 3.814   - 779  
Bergen Engines Denmark A/S, Aalborg/Dänemark 100 % 2.974   1.301  
Bergen Engines India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien 100 % 12.694   119  
Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien 100 % 11.505   1.827  
Bergen Engines S.R.L., Genua/Italien 100 % 11.487   2.175  
Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien 100 % 1.294   731  
Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen 100 % 4.655   2.072  
Bergen Engines Bangladesh Private Limited,          
Dhaka/Bangladesch 100 % 4.059   - 84  
MTU Rus LLC, Moskau/Russland 100 % 4.232 4) 1.045 4)
MTU Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 % - 4.929   - 261  

1 EAV mit der MTU Friedrichshafen GmbH
2 Werte 2016
3 Erstmalige Einbeziehung 2017
4 Werte 31. Dezember 2017 vorläufig
5 EAV mit der RRPS AG

BESÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Konzernbilanz, Veränderung des Konzerneigenkapitals und Konzernanhang - sowie ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 16. März 2018

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mokier, Wirtschaftsprüfer

Dr. Faul, Wirtschaftsprüfer

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG

Statistische Angaben zum Unternehmen

Die Rolls-Royce Power Systems AG (RRPS) ist ein tarifgebundenes Unternehmen, das dem Tarifgebiet Südwüttemberg-Hohenzollern angehört. Die RRPS beschäftigt in diesem Tarifgebiet 660 Mitarbeiter (tariflich und außertariflich).

Die Mitarbeiterstruktur der Beschäftigten bei der Rolls-Royce Power Systems AG gestaltet sich dabei im Jahr 2016 wie folgt:

Vollzeit Teilzeit Gesamt
Männlich 373 14 387
Weiblich 171 102 273
Gesamtbelegschaft 544 116 660

Maßnahmen zur Förderung der Entgeltgleichheit

Aufgrund der Tarifbindung gelten für alle tariflichen Mitarbeiter die Grundlagen und Maßgaben des entsprechenden Manteltarifvertrages sowie des mitgeltenden ERA-Entgelttarifvertrages.

Gemäß den Vorgaben des ERA-Tarifvertrages werden alle Stellen einer Bewertung unterzogen, die den tariflichen Anforderungen entspricht. Hierbei kommt das tarifvertraglich vorgegebene Stellenbewertungssystem zum Einsatz, welches die unterschiedlichen Stellen bzw. Tätigkeiten den verschieden tarifvertraglichen Entgeltgruppen zuordnet. Bei diesem Stellenbewertungssystem handelt es sich um ein geschlechterunspezifisches Bewertungssystem, das auf Faktoren wie Art der Arbeit und Anforderungen an die Stelle, Qualifikationen und Ausbildungsanforderungen, Verantwortung und Handlungsrahmen abstellt. Hierdurch wird eine entsprechende Vergleichbarkeit der Stellen und Tätigkeiten zueinander hergestellt, welche sich aus den tatsächlichen, für die Tätigkeit wesentlichen Anforderungen ergibt. Der Wert der auszuübenden Tätigkeit bestimmt sich somit nicht anhand eines Personenvergleichs, sondern anhand eines Tätigkeitsvergleichs. Arbeitsbedingungen und Belastungen werden entsprechend den im Tarifvertrag vorgegebenen Regeln ermittelt, in betrieblichen Belastungsprofilen abgebildet und bei Bestehen von Belastungen geschlechterunspezifisch den Stellen zugeordnet.

Gemäß den Vorgaben des ERA-Tarifvertrages wird jeder Entgeltgruppe ein entsprechendes Grundentgelt zugeordnet. Alle Mitarbeiter, gleich welchen Geschlechts, deren Stelle bzw. Tätigkeit der gleichen Entgeltgruppe zugeordnet ist, erhalten das gleiche tarifvertragliche Grundentgelt ausgehend von einer 35-Stunden-Woche. Abweichungen innerhalb einer Entgeltgruppe treten somit nur aufgrund von unterschiedlichen tatsächlichen Arbeitszeiten auf.

Durch Abschluss eines Ergänzungstarifvertrags erhalten alle Mitarbeiter, gleich welchen Geschlechts, ein einheitliches Leistungsentgelt von 15% des jeweiligen monatlichen Grundentgeltes. Sämtliche Zulagen und sonstige Zahlungen sind entweder tarifvertraglich oder auf Grundlage einer Betriebsvereinbarung vorgegeben und werden geschlechterunspezifisch gemäß den entsprechenden Vorgaben gewährt, so z. B. Belastungszulage (sofern die Stelle bzw. Tätigkeit diese rechtfertigen), Schichtzulage (sofern die Mitarbeiterin bzw. der Mitarbeiter gewählt hat, in Schicht zu arbeiten), Funktionszulage etc.

RRPS hält für seine tariflich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine betriebliche Altersvorsorge vor. Der entsprechende Vorsorgeplan beinhaltet eine geschlechterunabhängige, einheitliche Berechnungsweise, auf deren Basis für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter ein Versorgungsbeitrag ermittelt und gewährt wird. Die Höhe des Versorgungsbeitrages orientiert sich am beitragsfähigen Einkommen der Mitarbeiterin bzw. des Mitarbeiters, welches sich hauptsächlich über die entsprechende Entgeltgruppe sowie die einheitlich für alle geregelten sonstigen Entgeltbestandteile definiert.

Die Gewährung des Dienstwagens erfolgt geschlechterneutral und ist an die Ernennung in eine Führungsposition gekoppelt. Firmenwagen hingegen sind gekoppelt an die spezifischen Anforderungen einer Stelle und werden ebenfalls geschlechterneutral gewährt. Hierbei handelt es sich um Firmenwagen, die für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Funktionen wie Außendienstmonteur/-in, Mitarbeiter/-in im Serviceaußendienst etc. zur Verfügung gestellt werden.

In Summe kann für die Gruppe der tariflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter attestiert werden, dass tarifvertragliche Regelungen in vollem Umfang umgesetzt werden und es somit zu keiner geschlechterspezifischen Diskriminierung kommt. Dies bedeutet, dass grundlegend jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter in der gleichen Entgeltgruppe das gleiche tarifvertraglich geregelte Grundentgelt, eine einheitlich zu Anwendung kommende Leistungsvergütung, sowie die gleichen sonstigen monetären und nicht-monetären Vergütungsbestandteile erhält. Schwankungen in den tatsächlichen monatlichen Verdiensten liegen in den individuellen Präferenzen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begründet. Dies beginnt mit der Wahl der Tätigkeit und einer mit dieser Tätigkeit etwaig verbundenen Belastungszulage, der gewünschten wöchentlichen Arbeitszeit und reicht hin bis zur individuellen Entscheidung, im Normal- oder Schichtbetrieb zu arbeiten.

Es existiert zudem ein Ergänzungstarifvertrag, der vormals individuell gewährte freiwillige übertarifliche Zulagen mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet, um eine weitergehende Angleichung der Vergütungen zu erhalten.

Neben der Gruppe der tariflichen Mitarbeiter gibt es ebenfalls außertariflich bezahlte Mitarbeiter. Diese sind einerseits die außertariflichen Fach- und Führungskräfte (Teamleiter, Projektleiter, Fachexperten) und andererseits die außertariflichen leitenden Führungskräfte.

Stellen bzw. Tätigkeiten von außertariflichen Fach- und Führungskräften werden bei RRPS einem einheitlichen Bewertungssystem für diese Managementebene unterworfen. Dieses seit vielen Jahren in der Praxis erprobte Bewertungssystem ist HAY-basiert und betrachtet in der Analyse von Stellenwertigkeiten - unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religionszugehörigkeit - die Art der Arbeit und Anforderungen an die Stelle, Qualifikationen und Ausbildungsanforderungen, Verantwortung und Handlungsrahmen. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb dieser Managementebene haben dahingehend vergleichbare Tätigkeiten, dass Komplexität der Stelle, Arbeitsbedingungen, Anforderungen an Ausbildung, Qualifikation und Denkleistung sowie Handlungsfreiheiten und Verantwortungen gleichwertig sind.

Auf Grundlage eines einheitlichen Gesamtvergütungssystems unterliegen alle außertarifliche Fach- und Führungskräfte einem einheitlichen Gehaltsband, Bonus- und Dienstwagenregelung sowie einheitlichen sonstigen monetären und nicht-monetären Vergütungskomponenten. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems und die Gewährung von Leistungen ist geschlechtsneutral.

Für alle außertarifliche Fach- und Führungskräfte gleichermaßen erfolgt die Gehaltsfindung auf Grundlage der geltenden Vergütungsregelung. Diese Regelung gibt unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religionszugehörigkeit genaue Kriterien und Parameter vor, wonach bei Gehaltsfindung und Gehaltsentwicklung stets eine Orientierung am Mittelpunkt des Gehaltsbandes zu erfolgen hat. Die zur Anwendung kommende Bonusregelung ist einheitlich für alle außertariflichen Fach- und Führungskräfte und umfasst die Berücksichtigung von unternehmerischer Leistung wie auch individueller Leistung. Zur Bestimmung von individueller Leistung werden geschlechterunspezifische Kriterien und Faktoren herangezogen, somit erfolgt die Leistungsbewertung objektiv und geschlechtsneutral.

Bei den leitenden Führungskräften kommt zur Bewertung des Arbeitsplatzes das seit vielen Jahren in der Praxis erprobte Stellenbewertungssystem Global Grading von Willis Towers Watson zum Einsatz. Dieses Bewertungssystem ist unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religionszugehörigkeit. Ebenso wie das tarifliche Verfahren zur Arbeitsplatzbewertung betrachtet dieses Verfahren die Arbeitstätigkeit vor dem Hintergrund von Art der Arbeit und Anforderungen an die Stelle, Qualifikationen und Ausbildungsanforderungen, Verantwortung und Handlungsrahmen. Analog der Einstufung in tarifliche Entgeltgruppen erfolgt hierbei eine Unterteilung der verschiedenen Stellen und Tätigkeiten in sogenannte Global Grades. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb eines Global Grades haben dahingehen vergleichbare Tätigkeiten, dass Komplexität der Stelle, Arbeitsbedingungen, Anforderungen an Ausbildung, Qualifikation und Denkleistung sowie Handlungsfreiheiten und Verantwortungen gleichwertig sind.

Auf Grundlage eines durchgängigen Gesamtvergütungssystems bei RRPS liegen hinter jedem Global Grade einheitliche Gehaltsbänder, Bonusregelungen, Dienstwagenregelungen sowie sonstige monetäre und nichtmonetäre Vergütungskomponenten. Dies bedeutet in der Praxis, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb eines Grades dem gleichen Gehaltsband, der gleichen prozentualen Ziel-Variabilität, der gleichen Dienstwagenregelung und den gleichen Nebenleistungen unterliegen. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems und die Gewährung von Leistungen ist geschlechtsneutral.

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen erfolgt die Gehaltsfindung auf Grundlage der geltenden Vergütungsregelung. Diese Regelung gibt unabhängig von Geschlecht, Herkunft und Religionszugehörigkeit genaue Kriterien und Parameter vor, wonach bei Gehaltsfindung und Gehaltsentwicklung stets eine Orientierung am Mittelpunkt des Gehaltsbandes zu erfolgen hat. Die zur Anwendung kommende Bonusregelung ist einheitlich für alle leitenden Führungskräfte und umfasst die Berücksichtigung von unternehmerischer Leistung wie auch individueller Leistung. Zur Bestimmung von individueller Leistung werden geschlechterunspezifische Kriterien und Faktoren herangezogen, somit erfolgt die Leistungsbewertung objektiv und geschlechtsneutral.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung und ihre Wirkung

Darüber hinaus wurden nachfolgende Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern getroffen:

Zu besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurde im Kalenderjahr 2016 mittels Betriebsvereinbarung zur lebensphasenorientierten Arbeitszeit die Möglichkeiten, durch mehr Flexibilität auf persönliche Lebenssituationen reagieren zu können, gestärkt.

Mitarbeiter der RRPS AG und der MTU können zukünftig verschiedene arbeitszeitliche Gestaltungsinstrumente nutzen, um je nach persönlicher Lebenssituation Ihre Arbeitszeit variabler ausgestalten zu können. So ermöglicht die RRPS AG und die MTU "berufliche Auszeiten" (z.B. zur freien Gestaltung familiärer oder individueller Bedürfnisse), die Möglichkeit befristet die Arbeitszeit abzusenken und später diese wieder auf die ursprüngliche Arbeitszeit zu erhöhen (z.B. aufgrund der Betreuung von Kindern), die Möglichkeit eines Sabbaticals (sog. MTU Auszeit) oder die Möglichkeit einer zusätzlichen Pflegezeitinanspruchnahme. Obwohl die unterschiedlichen Möglichkeiten erst seit kurzem in Kraft sind, stoßen sie überwiegend auf positive Resonanz in der Belegschaft.

Mobiles Arbeiten und Telearbeit wurde für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ermöglicht.

Dies soll zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen, indem unabhängig vom der Arbeitsstätte und unabhängig von den regulären Arbeitszeiten die Arbeitsleistung entsprechend der individuellen Bedürfnisse erbracht werden kann, soweit dies betrieblich möglich ist. Diese Maßnahme kam sehr gut in der Belegschaft an und wurde von Beginn an rege genutzt.

Es fanden regelmäßige AGG-Schulungen von Fach- und Führungskräften (insbesondere bei Einstellung bzw. Beförderung) statt.

Grundsätzlich wurden alle betrieblichen Regelungen und interne sowie externe Stellenbesetzungen ohne Differenzierung nach Geschlecht ausgestaltet bzw. ausgeschrieben und besetzt.

Zudem gibt es ein breites Angebot für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen von Vereinbarkeit Beruf & Familie, z.B. wurde ein Betriebskindergarten, die sogenannte "MiniTU" eingerichtet, es gibt über die RRPS AG und die MTU eine Ferienbetreuungsmöglichkeit für Kinder sowie im Rahmen des "Live aktive" Programmes gemeinsame Veranstaltungen für die ganze Familie (z.B. Schneeschuhwanderungen etc.). Die Angebote werden sehr gut angenommen und erfreuen sich großer Beliebtheit und großer Nachfrage.

Veröffentlichung des Gewinnverwendungsbeschlusses nach § 325 Abs. 1b HGB:

Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 16. März 2018 wurde der vom Aufsichtsrat gebilligte und nach § 172 AktG festgestellte Jahresabschluss bezüglich der vorgeschlagenen Gewinnverwendung nicht geändert. Der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2017 in Höhe von 6.715 Tsd. EUR wird somit in die Gewinnrücklagen eingestellt.