Rolls-Royce Power Systems AG

Friedrichshafen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2019

der Rolls-Royce Power Systems AG

ÜBERWACHUNG UND BERATUNG DES VORSTANDS.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht. Dabei hat sich der Aufsichtsrat von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugt. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher sowie mündlicher Form zeitnah und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat des Weiteren regelmäßig schriftliche Berichte über die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage erhalten. In den Ausschüssen und im Aufsichtsrat sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher oder mündlicher Vorstandsberichte erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat seine Beschlüsse dazu gefasst.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig in seinen Berichten zur Markeinschätzung und Geschäftsentwicklung über alle maßgeblichen wirtschaftlichen Entwicklungen des Konzerns und der Geschäftsfelder. Er unterrichtete den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum dabei auch fortlaufend über alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung einschließlich der aktuellen Finanz- und Investitionslage.

Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Gremiensitzungen in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen. Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter berieten in getrennten Gesprächen vor den Plenarsitzungen die Themen der jeweiligen Tagesordnung. Die Arbeit im Aufsichtsrat war von einem offenen und intensiven Austausch geprägt. Die Aufsichtsratsmitglieder bereiteten sich regelmäßig anhand von Unterlagen, die der Vorstand vorab Verfügung gestellt hatte, auf die anstehenden Sitzungen und Beschlussfassungen vor.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM PLENUM.

Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt vier ordentliche Sitzungen und fünf außerordentliche Sitzung abgehalten. Zusätzlich wurde ein Beschluss im Um laufverfahren gefasst. Bei den Sitzungen waren alle Mitglieder des Aufsichtsrats anwesend oder entschuldigt. In den meisten Fällen überreichten die entschuldigten Mitglieder Stimmbotschaften zur Teilnahme an den Beschlussfassungen.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren zunächst die Regelberichterstattungen über die Arbeit in den Ausschüssen, zur Markteinschätzung und Geschäftsentwicklung sowie zum Risikomanagement.

Der Vorstand berichtete daneben regelmäßig über die Konzernstrategie RRPS 2030, wobei die aktuellen Erfolge sowie Herausforderungen zur Zielerreichung dargestellt und diskutiert wurden. Der Aufsichtsrat befasste sich intensiv mit der Geschäftsentwicklung und der Budgetplanung. Dabei wurde auch die Personalentwicklung mit dem Vorstand diskutiert. Ferner ließ sich der Aufsichtsrat über den Status zur Arbeitsplatzsicherheit und Unfallstatistik informieren. Des Weiteren verfolgte der Aufsichtsrat umfänglich die Ergebnisse der Untersuchungen möglicher Compliance-Verstöße und deren Konsequenzen, worüber der Prüfungsausschuss umfassend berichtete.

Im Geschäftsjahr 2019 befasste sich der Aufsichtsrat mit zahlreichen durch den Vorstand zur Zustimmung vorgelegten Investitionsvorhaben. Darunter fiel auch eine M&A-Investition durch die Aufstockung der Beteiligung an der Qinous GmbH. Im Rahmen einer Folgeberichterstattung ließ sich der Aufsichtsrat über aktuelle Entwicklungen bestehender Joint Ventures in China und Indien berichten.

Der Aufsichtsrat befasste sich ebenfalls mit Personalangelegenheiten im Rahmen der Vorstandesbesetzung, die durch den Präsidialausschuss vorbereitet wurden.

ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN.

Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse (Präsidialausschuss, Prüfungsausschuss und Vermittlungsausschuss) gebildet. Die Ausschüsse bereiteten Themengebiete zur Diskussion im Plenum und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Im gesetzlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen.

PRÄSIDIALAUSSCHUSS.

Der Präsidialausschuss trat im Jahr 2019 zu insgesamt vier ordentlichen Sitzungen und vier außerordentlichen Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich u. a. mit der Zielerreichung der Vorstände für 2018 sowie der Zielvereinbarung der Vorstände für das Berichtsjahr 2019. Er befasste sich insbesondere mit Personalangelegenheiten und der Nachfolgeplanung für die Besetzung des Vorstands und führte Gespräche mit Kandidaten. Dabei gab er entsprechende Empfehlungen zur Beschlussfassung an den Aufsichtsrat. Aufgrund der stattfindenden Wechsel im Vorstand befasste sich der Präsidialausschuss zudem mit der Geschäftsverteilung zwischen den Vorstandsmitgliedern.

PRÜFUNGSAUSSCHUSS.

Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2019 insgesamt vier ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung ab. Der Prüfungsausschuss befasste sich damit, den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung bezüglich der Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2019 vorzubereiten (PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart) und holte dessen Unabhängigkeitserklärung ein. Entsprechender Prüfungsauftrag für das Geschäftsjahr 2019 wurde erteilt. Darüber hinaus legte der Prüfungsausschuss gemeinsam mit dem Abschlussprüfer die Schwerpunkte für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 fest. Er befasste sich insbesondere mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, mit der Erörterung des zusammengefassten Lageberichts und der prüferischen Durchsicht des zum Halbjahr erstellten Berichtspakets für das Geschäftsjahr 2019. Die Rechnungslegung und Risikoüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer wurden ebenfalls erörtert. Der Prüfungsausschuss überwachte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen den Prozess der Rechnungslegung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems.

Ein weiterer Schwerpunkt in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die Behandlung möglicher Compliance-Verstöße innerhalb der Rolls-Royce Power Systems-Gruppe. Der Prüfungsausschuss stimmte dabei einer vom Vorstand vorgeschlagenen einvernehmlichen Verfahrensbeendigung eines Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft Stuttgart zu. Hierzu ließ sich der Prüfungsausschuss umfassend durch eine externe Anwaltskanzlei beraten.

Ebenso wurden die Qualitätssicherung der Konzernrevision, die Umsetzung der Weiterentwicklungen des bestehenden Compliance Management Systems sowie die Markt- und Wettbewerbersituation behandelt. Daneben ließ sich der Prüfungsausschuss regelmäßig über den aktuellen Stand und die Planungen hinsichtlich Cyber-Security berichten und diskutierte ein entsprechendes Investitionsvorhaben zur Etablierung und Verbesserung der Cyber-Security im Unternehmen.

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS.

Sitzungen des Vermittlungsausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 nicht erforderlich.

INTERESSENKONFLIKTE.

Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen gewesen wären und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen.

VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT.

Auf der Anteilseignerseite ist im Berichtsjahr Mikael Makinen (bis 09. April 2019) als Mitglied ausgeschieden. Als Ersatzmitglied wurde Benjamin Story, Strategie Marketing Director bei Rolls-Royce Plc, durch die Hauptversammlung am 24. Mai 2019 gewählt.

VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND.

Nachdem Marcus Wassenberg im April 2019 aus dem Vorstand ausgeschieden ist, bestellte der Aufsichtsrat Wolfgang Widlewski zum 06. Mai 2019 interimistisch bis zum 31. Dezember 2019 zum Mitglied des Vorstands. Als Nachfolgerin wurde Louise Öfverström mit Beschlüssen des Aufsichtsrats vom 20. August 2019 sowie 07. Oktober 2019 zum 01. Januar 2020 zum Vorstandsmitglied bestellt.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2019.

Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfte den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Rolls-Royce Power Systems AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2019 und erteilte uneingeschränkte Bestätigungsvermerke.

Der Aufsichtsrat befasste sich eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019 sowie mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie die zu prüfenden Unterlagen lagen jedem Aufsichtsratsmitglied vor und wurden in der Bilanzsitzung am 03. April 2020 intensiv erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Prüfungsausschuss befasste sich vorbereitend in der Sitzung am 02. April 2020 mit dem Jahresabschluss und Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht und brachte das Ergebnis der Diskussion in die Aufsichtsratssitzung ein. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung des Prüfungsausschusses am 02. April 2020 und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 03. April 2020 teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und über besonders wichtige Prüfsachverhalte. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht und die Berichte des Abschlussprüfers eingehend geprüft und keine Einwände erhoben. Der Aufsichtsrat billigte mit Beschluss vom 03. April 2020 den aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019. Damit war der Jahresabschluss festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihr Engagement im Geschäftsjahr 2019.

 

Friedrichshafen, 03. April 2020

Für den Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG

Axel Arendt, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht und Lagebericht

der Rolls-Royce Power Systems AG

(zusammengefasster Lagebericht)

In diesem Bericht können durch Rundung Differenzen zwischen den Einzelwerten und den daraus resultierenden Summen auftreten.

Grundlagen des Konzerns

Historie des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Die Geschichte des heutigen Rolls-Royce Power Systems-Konzerns (im Folgenden: RRPS-Konzern) reicht über ein Jahrhundert zurück. Ursprung des Konzerns ist die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, die am 23. März 1909 von Wilhelm und Karl Maybach sowie Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens war zunächst die Entwicklung und Produktion von Motoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Im Jahr 1918 firmierte das Unternehmen in Maybach-Motorenbau GmbH um. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs widmete sich das Unternehmen kurzzeitig dem Automobilbau sowie der Herstellung von Hochleistungsdieselmotoren und legte damit die Basis für den heutigen Dieselmotorenbau. Im Jahr 1969 gründeten die Daimler-Benz AG (über die Maybach Mercedes-Benz GmbH) und die MAN AG (über die MAN Turbo GmbH) als Zusammenlegung der Triebwerks- und Dieselaktivitäten die MTU Friedrichshafen GmbH (für »Motoren- und Turbinen-Union«). Bis zum Jahr 2006 hatte sich der Konzern mit seiner Muttergesellschaft MTU Friedrichshafen GmbH zu einem wesentlichen Bestandteil der Off-Highway-Aktivitäten des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns entwickelt. 2006 wurde der Konzern an einen Finanzinvestor verkauft. Das Unternehmen wurde unter der neugegründeten Dachgesellschaft Tognum AG gebündelt, die ab 2007 an der Börse (M-Dax) notierte. 2011 wurde das Unternehmen mehrheitlich durch ein Gemeinschaftsunternehmen der Rolls-Royce plc und Daimler AG übernommen. Im Jahr 2014 wurde die Tognum AG in Rolls-Royce Power Systems AG umfirmiert. Die Daimler AG verkaufte ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (RRPSH) im August 2014 an den Partner Rolls-Royce plc. Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wurde 2015 mit der heutigen Konzernmutter Rolls-Royce Power Systems AG verschmolzen.

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Rolls-Royce Power Systems AG mit Sitz in Friedrichshafen ist einer der weltweit führenden Anbieter von Antriebssystemen und dezentralen Energieanlagen. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte der RRPS-Konzern einen um Hedging-Effekte bereinigten Umsatz 1 von 3.901,3 Mio. Euro und beschäftigte zum 31. Dezember 2019 weltweit 10.550 Mitarbeiter.

PRODUKTPORTFOLIO. Das Produktportfolio umfasst schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme der Marke MTU für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge sowie Pumpenantriebe für die Öl- und Gasindustrie. Bis Oktober 2019 vermarktete das Unternehmen unter der Marke MTU Onsite Energy Systemlösungen zur Energieversorgung auf Basis von Diesel- und Gasmotoren: von Anlagen für Notstrom-, Grund- und Spitzenlastversorgung bis hin zu leistungsfähigen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Im Zuge der Neuausrichtung der Markenpositionierung von Rolls-Royce und MTU werden diese Produkte ebenfalls unter der Marke MTU geführt. Die norwegische Tochterfirma Bergen Engines AS stellt mittelschnelllaufende Motoren für Stromerzeugung, für die Öl- und Gasindustrie und für Schiffanwendungen her.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNSTRUKTUR. Die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, ist die alleinige Anteilseignerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das oberste Mutterunternehmen ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, wurde am 2./15. Juli 2015 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2015 zugestimmt hat.

Zum RRPS-Konzern gehört neben der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernobergesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen eine global agierende Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestruktur. Sie umfasst neben der Konzernobergesellschaft weitere 36 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31. Dezember 2018: 33). Die größte Einzelgesellschaft des RRPS-Konzerns ist die MTU Friedrichshafen GmbH mit Sitz in Friedrichshafen. Weitere Konzernunternehmen, die wesentlich zum Geschäftsvolumen beitragen, sind Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, MTU America Inc., Detroit/USA, und MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, als Obergesellschaft des Teilkonzerns MTU Asia Group, in dem die asiatischen Tochterunternehmen gebündelt sind. Zentrale Produktionsstandorte des RRPS-Konzerns befinden sich in Deutschland, Norwegen, den USA und in China.

Die bislang at cost in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften MTU Israel Ltd., Nathanya/Israel, MTU Rus LLC, Moskau/Russland, und MTU Korea Ltd., Seoul/Südkorea, wurden in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Einbeziehung dieser Unternehmen hat keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des RRPS-Konzerns.

1 Eine Erläuterung des bereinigten Umsatzes ist im Abschnitt »Lage« aufgeführt.

Berichtszeitraum und Vergleichsperioden

Dieser zusammengefasste Konzernlagebericht beschreibt das Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2018. Der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des RRPS-Konzerns zusammengefasst. Die Chancen und Risiken der Rolls-Royce Power Systems AG als Konzernmutter sind untrennbar mit denen des RRPS-Konzerns verbunden. Im vorliegenden Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den RRPS-Konzern. Informationen zur Lage des Mutterunternehmens Rolls-Royce Power Systems AG sind in einem separaten Kapitel enthalten.

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des RRPS-Konzerns wird im Vergleich zu den Werten zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Sowohl die Abschlüsse der Berichtsperiode als auch die der Vergleichsperiode wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den gemäß § 315e HGB (Handelsgesetzbuch) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Wirtschaftsbericht des Rolls-Royce Power Systems-Konzerns

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft erlebte 2019 eine signifikante Wachstumseintrübung, die Erwartungen des Vorjahres wurden nicht erfüllt. Diese Entwicklung betraf entwickelte und aufstrebende Volkswirtschaften gleichermaßen.

Welthandel und Investitionen trübten deutlich ein. Die Rohstoffpreise waren überdurchschnittlich instabil und volatil. Das Investitionsklima verschlechterte sich, und die Zuversicht unter den Entscheidungsträgern nahm im Jahresverlauf kontinuierlich ab.

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Startete 2019 noch positiv, so trübte sich der Aufschwung zur Jahresmitte deutlich ein, und die Dynamik ließ erheblich nach.

Die Heterogenität der Endmärkte des RRPS-Konzerns halfen, die Effekte der Abkühlung deutlich zu dämpfen.

Prognosen für die Entwicklung der Gesamtwirtschaft und wichtiger Industriezweige wurden im Laufe des Jahres mehrfach nach unten korrigiert und lagen deutlich hinter den Erwartungen. Insbesondere Asien und Europa waren von der makroökonomischen Instabilität betroffen.

Das Wirtschaftswachstum in den USA war deutlich positiv, konnte die hohen Erwartungen zum Jahresende allerdings nicht mehr ganz erfüllen. Es entsprach jedoch ganzjährig betrachtet dennoch den Erwartungen. Das Land setzte die ununterbrochene Erholung seit der Krise 2009 fort. Die Wirtschaft war ausgelastet, die Beschäftigung auf hohem Niveau. Die wirtschaftsfreundliche Politik der Trump-Administration beflügelte vor allem Beschäftigung, Industrie und Konsum.

Die chinesische Wirtschaft konnte negative Effekte des Handelsstreits mit den USA zwar eindämmen, trotzdem verlangsamte sich das Wachstum deutlich.

Branchenentwicklung

Nach Einschätzungen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) stagnierte der globale reale Umsatz des Maschinenbaus 2019 und verfehlte die Erwartungen zu Jahresbeginn (von ursprünglich +3 %).

In der EU schrumpften die Maschinenbauumsätze insgesamt um 1 %. Haupttreiber waren die Rückgänge im internationalen Export.

Die Maschinenproduktion in den USA stagnierte erneut.

Chinas Maschinenbauumsätze lagen überraschend positiv bei 4 %. Haupttreiber war der zunehmende Automatisierungsbedarf der Industrie.

Marktposition

Relevant für den RRPS-Konzern ist der Markt für schnelllaufende und mittelschnelllaufende Diesel- und Gasmotoren für Off-Highway-Anwendungen im Leistungsbereich von 75 Kilowatt bis 20 Megawatt.

Die wichtigsten globalen Wettbewerber des RRPS-Konzerns sind Caterpillar, Deerfield/USA (Geschäftsbereich Energy & Transportation), Cummins, Columbus/USA, und in Teilbereichen auch Wärtsilä, Helsinki/Finnland.

Im Jahr 2018 gab es noch ein deutliches Wachstum in Märkten, die für den RRPS-Konzern relevant sind. 2019 nahm die Dynamik deutlich ab, und das Marktwachstum flachte stimmungsbedingt ab.

BAUMASCHINEN & LANDTECHNIK. Durch die gute Konjunktur im Bausektor entwickelte sich der Maschinenmarkt weiterhin positiv. Die Stimmung im Bereich Landtechnik trübte sich in den USA und Europa aufgrund des Handelskonflikts leicht ab. Vom dennoch steigenden Bedarf an Landmaschinen konnte auch der RRPS-Konzern profitieren.

RAIL, MINING, OIL & GAS. Der Markt für PowerPacks (für Dieseltriebwagen) ging projektgetrieben gegenüber dem hohen Vorjahresniveau leicht zurück. Hybridantriebe entwickelten sich dennoch positiv. Betreiber großer Minen verlangsamten die Investitionen zunehmend. Der volatile Ölpreis sowie Überkapazitäten bremsten Investitionen in Nordamerika, und die Zahl der aktiven nordamerikanischen Bohrgeräte (RigCount) ging leicht zurück.

ENERGIEANLAGEN. Der Markt für Anlagen zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme profitierte von der Zunahme erneuerbarer Energien im Netz. Der Markt für dieselgetriebene Anwendungen wurde vor allem vom Bedarf an Mission-Critical-Anwendungen getrieben, insbesondere der chinesische Markt wuchs aufgrund des Ausbaus von Rechenzentren stark. Der Markt für gasbetriebene Lösungen konnte die hohen Vorjahreswerte insbesondere aufgrund von Unsicherheiten um staatliche Incentivierungen nicht erreichen.

MARINE. Die Lage bezüglich Investitionen der Offshore-Öl- und -Gas-Industrie blieb weiterhin angespannt. Positive Impulse gab es durch Fähren, Passagierschiffe und Hafeninfrastruktur, der Yachtmarkt zeigte sich solide.

BEHÖRDENGESCHÄFT. Das Behördengeschäft bewegte sich weiterhin auf gutem Niveau, ist jedoch durch die Länder projekt- und budgetgetrieben.

MITTELSCHNELLLÄUFER. Das Wachstum im Markt für Systeme mit mittelschnelllaufenden Motoren zur Stromerzeugung erholte sich projektgetrieben deutlich. Die Nachfrage nach mittelschnelllaufenden Motoren aus der Schiffsindustrie war aufgrund anhaltender Überkapazitäten aufseiten der Betreiber weiterhin sehr niedrig.

Brexit

Insgesamt wird ein moderater Einfluss des Brexits auf den RRPS-Konzern erwartet. Zu den Risiken zählen Zölle und andere Handelsbeschränkungen infolge eines harten Brexits, die den grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehr in das Vereinigte Königreich behindern und verteuern würden. Ein weiteres Risiko stellt eine anhaltende Abwertung des britischen Pfund dar, wodurch Wettbewerber, die im Vereinigten Königreich produzieren, einen Vorteil hätten. Wartungsverträge beispielsweise im Bahnsegment könnten durch Handelsbarrieren und Währungsverschiebungen betroffen sein.

Wirtschaftliche und rechtliche Einflussfaktoren

Der RRPS-Konzern deckt mit seinem Produkt- und Serviceprogramm zahlreiche Anwendungsbereiche ab und ist so in vielen unterschiedlichen Industrien vertreten. Konjunkturellen Markteinflüssen in den Hauptabsatzregionen Europa, Amerika und Asien begegnet der RRPS-Konzern mit einem differenziert gepflegten Produktportfolio und einer globalen Ausrichtung. Ein übergreifender Markttrend ist die Forderung nach immer effizienteren, leistungsfähigeren und gleichzeitig schadstoffärmeren Motoren und dezentralen Energieanlagen. Diese Herausforderung erfordert von allen Marktteilnehmern eine permanente Weiterentwicklung und technische Optimierung der angebotenen Produkte. Mit hoher technologischer Kompetenz setzt der RRPS-Konzern Standards und treibt Innovationen voran, vor allem bei der eigenständigen Entwicklung und Herstellung von Schlüsselkomponenten der Dieselmotorenfertigung (Elektronik, Aufladung und Abgasnachbehandlung).

Auch Rohstoff- und Materialpreise beeinflussen die Geschäftsentwicklung des RRPS-Konzerns. Die hauptsächlich verwendeten Vormaterialien sind hochvergütete Stähle, Gusserzeugnisse, Halbzeuge, Aluminiumlegierungen sowie weitere Metalle und Legierungen. Darüber hinaus sind Erdöl (Diesel) und Strom von Bedeutung. Risiken aus Preissteigerungen begegnet der RRPS-Konzern durch langfristige Lieferverträge und Rohstoffsicherungen.

Wechselkursrelationen, insbesondere die des US-Dollar zum Euro, haben ebenfalls Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des RRPS-Konzerns. Der Jahresdurchschnittskurs des Euro im Verhältnis zum US-Dollar lag im abgelaufenen Jahr mit 1,12 US-Dollar etwa 5,2 % niedriger als im Vorjahr und wirkte sich daher unterstützend auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Der RRPS-Konzern sichert sich durch eine aktive Steuerung der Bezugs- und Fertigungsquellen (Natural Hedging) und Sicherungsgeschäfte gegen Wechselkursrisiken ab. Hierdurch werden Effekte aus Wechselkursveränderungen abgemildert.

In den Ländern, in denen der RRPS-Konzern aktiv ist, gelten unterschiedliche Gesetze und Vorschriften. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns haben Exportkontrollregelungen, umweltrechtliche Bestimmungen in Bezug auf Produktionsverfahren, Standorte und Erzeugnisse sowie die Vorschriften für das militärische Beschaffungswesen.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Abschnitt »Lage«. Der RRPS-Konzern nutzt für die interne Steuerung die finanziellen Leistungsindikatoren bereinigter Umsatz, bereinigtes EBIT und Cashflow. Es handelt sich dabei um die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, die im Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (im folgenden DRS 20) definiert sind. Über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Arbeitnehmer- und Umweltbelange berichten wir in den Kapiteln »Mitarbeiter« und »Nachhaltigkeitsbericht«. Für die interne Steuerung benutzen wir den nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitarbeiterzahl. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20.

Geschäftsentwicklung

Der RRPS-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2019 mit 3.901,3 Mio. Euro einen bereinigten Umsatz 2 , der 3,1 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Vor allem der hohe Leistungs- und Technologiestandard der Produkte war ausschlaggebend für den stetigen Erfolg des RRPS-Konzerns. Die Stärken liegen dabei in der Fähigkeit, kundenspezifische Antriebs- und Energiesysteme zu konzipieren und anzubieten, im umfangreichen Produktportfolio sowie in einer weltweit aktiven Vertriebsorganisation.

Mit dem seit 2017 geschaffenen Bereich Digital Solutions treibt der RRPS-Konzern die digitale Transformation des Unternehmens voran. Der Bereich agiert als Schnittstelle zwischen der klassischen Motorentechnologie und der digitalen Datenerfassung und Analytik. Digital Solutions schafft auch die Grundlage für neue digitale Geschäftsmodelle, mit denen der Hersteller von Antrieben für Schiffe, Züge und Stromaggregate seinen Kunden bessere Serviceleistungen anbietet. Produkte sind zum Beispiel die Smartphone-App »MTU Go! Act« und die Webapplikation »MTU Go! Manage«. Sie weisen Betreiber oder Servicemitarbeiter frühzeitig auf mögliche Reparatur- und Wartungsbedarfe hin. Das im Geschäftsjahr 2019 gegründete Kompetenzcenter für Daten und Analysen in München fokussiert sich auf den effizienteren Gebrauch von Daten und ermöglicht damit unter anderem die Schaffung digitaler Zwillinge.

Im Geschäftsjahr 2019 hat das neuen Yacht Competence Center und Yacht Customer Care Center von Rolls-Royce seinen Betrieb in La Spezia/Italien aufgenommen. Insgesamt gibt es mit Mankato/USA, Augsburg und La Spezia/Italien nun drei lokale Center, die die vier großen Customer Care Center (im Folgenden CCC) in den vier Hauptregionen (Friedrichshafen, Novi/USA, Singapur, Suzhou/China) entlasten. Alle arbeiten nach dem gleichen Prinzip und sind eng miteinander vernetzt. Zielsetzung der CCC ist es, durch 24/7-Verfügbarkeit mögliche Ausfallzeiten für MTU-Produkte so kurz wie möglich zu halten. Die CCC sind ein Meilenstein im Rahmen der Strategie PS 2030, die auch einen Ausbau des Servicebereichs fokussiert. Aufgrund der Standorte in unterschiedlichen Zeitzonen ist eine Serviceabdeckung rund um die Uhr gewährleistet, wovon die Kunden profitieren. Es ist geplant, durch Zusammenarbeit der Einheiten Digital Solutions und CCC weitere gemeinsame Kundenservices zu entwickeln.

Vergleich des tatsächlichen und des prognostizierten Geschäftsverlaufs.

Maßgeblichen Einfluss auf die positive wirtschaftliche Entwicklung hatte die erfolgreiche Umsetzung des Transformationsprogramms RRPS 2018, welches zum Ende des Geschäftsjahres 2018 abgeschlossen wurde. Die zahlreichen strukturellen Verbesserungen und Effizienzsteigerungen, die sich hieraus ergeben, bilden die Grundlage für die Umsetzung der Strategie PS 2030, mit der der RRPS-Konzern den Wandel vom Motorenhersteller zum integrierten Lösungsanbieter erreichen will. Hierzu wurde begleitend auch ein neues Zukunftsprogramm FIT2X gestartet, welches dazu dient, die Digitalisierung und den Ausbau neuer Technologien voranzutreiben, Prozesse zu vereinfachen und Kosten einzusparen.

Die ursprüngliche Prognose eines leichten Wachstums des bereinigten Umsatzes wurde erreicht und das Ergebnis auf dem niedrigen zweistelligen Margenniveau des Jahres 2018 gehalten. Das bereinigte EBIT entwickelte sich sehr positiv und lag mit 411,7 Mio. Euro um 3,2 % über dem Vorjahresergebnis.

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte sind bei der Ermittlung des bereinigten EBIT zu korrigieren:

2 Eine Erläuterung des bereinigten Umsatzes ist im Abschnitt »Lage« aufgeführt.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG EBIT

In Mio. Euro 2018 2019
EBIT 833,4 293,8
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,2 4,0
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften 2,2 - 5,0
Kosten für Transformation 66,6 26,8
Konzernumlage Rolls-Royce plc 11,9 5,9
Erstkonsolidierungseffekte 12,5
Verkauf von L'Orange & Fluid Mechanics - 531,8 5,8
Abwertung der Vermögenswerte der Bergen Engines AS 66,2
Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten 14,2
Bereinigtes EBIT 399,0 411,7

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 256,9 Mio. Euro (Vorjahr: 482,7 Mio. Euro) lag unter den Erwartungen.

Lage

Ertragslage

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN

In Mio. Euro 2018 2019 Veränderung
Auftragseingang 4.259,8 3.749,3 - 12,0 %
Umsatz 3.784,6 3.902,1 3,1 %
Bereinigter Umsatz 3.783,8 3.901,3 3,1 %
EBIT 833,4 293,8 - 64,7 %
Bereinigtes EBIT 399,0 411,7 3,2 %
Umsatzrendite (bereinigtes EBIT/Umsatz) 10,5 % 10,6 %

AUFTRAGSEINGANG. Im Jahr 2019 verzeichneten der RRPS-Konzern mit 3.749,3 Mio. Euro (Vorjahr: 4.259,8 Mio. Euro) einen Auftragseingang, der 12,0 % unter dem Vorjahresniveau lag. Dieser Rückgang wurde im Bereich Power Generation durch den Gewinn von einmaligen Großaufträgen im Jahr 2018 und Projektverschiebungen im Jahr 2019 in der Datencenter-Anwendung verursacht. Ferner war der Auftragseingang 2018 von Voraus-Aufträgen in der Anwendung Industrial aufgrund neu inkrafttretender Emissionsrichtlinien geprägt. Starkes Auftragswachstum verzeichneten die Anwendungen Navy und Commercial Authorities mit Projekten im asiatischen Raum. Darüber hinaus wird das After-Market-Geschäft durch eine steigende Population im Feld und die Erweiterung des Produktportfolios im Servicebereich getrieben und wächst weiterhin.

UMSATZ. Der bereinigte Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 3,1 % auf 3.901,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3.783,8 Mio. Euro). Das Wachstum resultierte im Wesentlichen aus einer stärkeren Nachfrage im Bereich Power Generation, mit Wachstum bei Notstromaggregaten für Rechenzentren und im chinesischen Raum. Ebenso positiv entwickelte sich das Servicegeschäft. Damit konnte der emissionsvorschriftsbedingte Rückgang in der Anwendung Industrial überkompensiert werden. Eine weitere Aufteilung des Umsatzes erfolgt im Konzernanhang in Abschnitt 3 »Umsatzerlöse«.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG UMSATZ

In Mio. Euro 2018 2019
Umsatz 3.784,6 3.902,1
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 0,8 - 0,8
Bereinigter Umsatz 3.783,8 3.901,3

ERGEBNISENTWICKLUNG. In der Berichtsperiode erzielte der RRPS-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 293,8 Mio. Euro (Vorjahr: 833,4 Mio. Euro). Die Kennziffer enthält im Vergleich zum Vorjahr in erheblichem Umfang Einmaleffekte bzw. nicht operative Sachverhalte. Im bereinigten EBIT sind diese Effekte nicht zu berücksichtigen. 2019 handelte es sich im Wesentlichen um Sondereffekte durch die außerplanmäßige Abwertung von Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, sowie Einmalkosten im Zusammenhang mit dem konzernweiten Transformationsprogramm.

Nach Bereinigung dieser Effekte ergibt sich für die Berichtsperiode ein bereinigtes EBIT von 411,7 Mio. Euro (Vorjahr: 399,0 Mio. Euro). Der Anstieg um 3,2 % resultierte vor allem aus dem Umsatzwachstum.

Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 10,6 % (Vorjahr: 10,5 %) auf dem Niveau des Vorjahres.

BRUTTOERGEBNIS. Das Bruttoergebnis in der Berichtsperiode betrug 961,0 Mio. Euro (Vorjahr: 975,3 Mio. Euro). Bereinigt um die für das Bruttoergebnis relevanten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte ergab sich im dargestellten Berichtszeitraum ein bereinigtes Bruttoergebnis von 1.008,0 Mio. Euro (Vorjahr: 997,9 Mio. Euro) und somit eine bereinigte Bruttoergebnismarge von 25,8 % (Vorjahr: 26,4 %).

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG BRUTTOERGEBNIS

In Mio. Euro 2018 2019
Bruttoergebnis 975,3 961,0
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,2 4,0
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften 0,6 - 7,0
Kosten für Transformation 17,8 12,1
Abwertung der Vermögenswerte der Bergen Engines AS 37,9
Bereinigtes Bruttoergebnis 997,9 1.008,0

FUNKTIONSKOSTEN. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten bewegten sich mit 410,6 Mio. Euro (Vorjahr: 399,4 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau. Die bereinigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 190,6 Mio. Euro (Vorjahr: 199,1 Mio. Euro). Wie in den Vorjahren investiert der RRPS-Konzern mehr als 5 % 3 seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, um mit neuen Motoren und Systemen das zukünftige Wachstum zu sichern.

3 Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSKOSTEN

In Mio. Euro 2018 2019
Vertriebs- und Verwaltungskosten - 459,3 - 456,9
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften - 0,3 1,2
Kosten für Transformation 60,2 26,2
Abwertung der Vermögenswerte der Bergen Engines AS 4,7
Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten 14,2
Bereinigte Vertriebs- und Verwaltungskosten - 399,4 - 410,6

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In Mio. Euro 2018 2019
Entwicklungsaufwand - 199,6 - 214,4
Kosten für Transformation 0,6 0,2
Abwertung der Vermögenswerte der Bergen Engines AS 23,7
Bereinigte Entwicklungsaufwand - 199,1 - 190,6

ZINSERGEBNIS. Der Zinsaufwand lag mit 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 20,4 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau. Dies ist hauptsächlich auf Zinsaufwände aus finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Die Zinserträge bewegten sich mit 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) auf dem Vorjahresniveau. Daraus ergibt sich ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 21,9 Mio. Euro (Vorjahr: 18,3 Mio. Euro).

BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich in der Berichtsperiode auf 186,2 Mio. Euro (Vorjahr: 701,4 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte vor allem aus dem Verkauf der Tochtergesellschaften L'Orange GmbH, Stuttgart, und Fluid Mechanics LLC, Novi/USA, im Jahr 2018. Unter Berücksichtigung der oben genannten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte sowie unter Anwendung einer Konzernsteuerquote von 31,5 % (Vorjahr: 13,9 %) ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis von 274,5 Mio. Euro (Vorjahr: 327,5 Mio. Euro).

Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte wurden bei der Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses unter Anwendung der Bereinigungslogik der Muttergesellschaft Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, berücksichtigt:

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG KONZERNERGEBNIS

In Mio. Euro 2018 2019
Konzernergebnis 701,4 186,2
Erhöhte Abschreibungen in Verbindung mit Akquisitionen (PPA) 4,2 4,0
Wechselkurseffekte aus Kredit-/Devisenbestandsbewertung und Sicherungsgeschäften 2,2 - 5,0
Pensionszinsen 11,9 13,6
Kosten für Transformation 66,6 26,8
Steueraufwand 60,5 - 40,7
Erstkonsolidierungseffekte 12,5
Verkauf von L'Orange & Fluid Mechanics - 531,8 5,8
Abwertung der Vermögenswerte der Bergen Engines AS 66,2
Kosten für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten 17,6
Bereinigtes Konzernergebnis 327,5 274,5

Vermögenslage

Abweichend zur Bilanzgliederung nach IFRS wird im Folgenden aus Gründen der Übersichtlichkeit eine auf die wesentlichen Positionen verkürzte Konzernbilanz dargestellt. Diese bildet auch die Grundlage für die weiteren Ausführungen.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BILANZ

Aktiva

In Mio. Euro 31.12.2018 31.12.2019
Langfristige Vermögenswerte 1.193,8 1.361,1
Vorräte 948,9 1.002,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 736,9 712,3
Flüssige Mittel 1.324,6 853,7
Übrige Vermögenswerte 131,0 155,2
Bilanzsumme 4.335,3 4.084,6

PASSIVA

In Mio. Euro 31.12.2018 31.12.2019
Eigenkapital 1.910,7 1.536,9
Rückstellungen 1.132,5 1.232,2
Finanzielle Verbindlichkeiten 188,6 291,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 542,6 455,9
Vertragsverbindlichkeiten 459,2 441,4
Übrige Verbindlichkeitspositionen 101,7 126,4
Bilanzsumme 4.335,3 4.084,6

Die Bilanzsumme sank leicht gegenüber dem Vorjahresstichtag um 5,8 %.

Aktivseite. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 14,0 % auf 1.361,1 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.193,8 Mio. Euro). Diese Zunahme resultierte im Wesentlichen aus den, im Rahmen der Einführung von IFRS 16, erstmals enthaltenen Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von 122,2 Mio. Euro

Die Vorräte stiegen im Wesentlichen aufgrund des Umsatzwachstums und der strategischen Neuausrichtung, welche einen höheren Vorratsbestand erfordert, um 5,6 % auf 1.002,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 948,9 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich auf 712,3 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 736,9 Mio. Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 35,6 % auf 853,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.324,6 Mio. Euro).

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital belief sich auf 1.536,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.910,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 37,6 % (31. Dezember 2018: 44,1 %) und reduzierte sich im Wesentlichen durch die stark reduzierten Rücklagen aufgrund der Dividende in Höhe von 500 Mio. Euro.

Das Net Working Capital 4 stieg im Wesentlichen aufgrund der strategischen Neuausrichtung um 18,1 % auf 914,0 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 774,2 Mio. Euro). Durch den Wandel vom Motorenhersteller zum integrierten Lösungsanbieter sowie das Wachstum in China verlängern sich die Durchlaufzeiten und führen zu einem Anstieg des gebundenen Kapitals.

Die Rückstellungen erhöhten sich leicht auf 1.232,2 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.132,5 Mio. Euro). Die finanziellen Verbindlichkeiten stiegen aufgrund der erstmalig enthaltenen Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen im Rahmen von IFRS 16 um 54,8 % auf 291,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 188,6 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 16,0 % auf 455,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 542,6 Mio. Euro). Die Vertragsverbindlichkeiten reduzierten sich um 3,9 % auf 441,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 459,2 Mio. Euro). Die übrigen Verbindlichkeitspositionen stiegen auf 126,4 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 101,7 Mio. Euro).

4 Net Working Capital = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ./. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ./. Erhaltene Anzahlungen

Finanzlage

FINANZIERUNG. Der RRPS-Konzern hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen beläuft sich zum Bilanzstichtag noch auf einen Betrag von 7,7 Mio. Euro und enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Bei der Tochtergesellschaft MTU do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien, besteht ein Darlehen in Höhe von 12,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Januar 2022, das von einer Gesellschaft aus der Rolls-Royce-Gruppe begeben wurde. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zunächst 2020, die kurzfristig um 3 Jahre verlängert werden soll. Diese ist zum 31. Dezember 2019 nicht in Anspruch genommen worden und steht bis auf weiteres vollständig zur Verfügung.

FINANZIERUNGSINSTRUMENTE. Der RRPS-Konzern nutzt das Leasing bei Immobilien, beim Fuhrpark und im IT-Bereich, um die Kapitalbindung und Investitionsrisiken zu begrenzen. Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2019 Leasingaufwendungen in Höhe von 40,2 Mio. Euro (Vorjahr: 62,5 Mio. Euro) sowie erstmals Abschreibungen von Nutzungsrechten in Höhe von 32,2 Mio. Euro erfolgswirksam erfasst.

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: CASHFLOW

In Mio. Euro 2018 2019 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 482,7 256,9 - 46,8 %
Cashflow aus Investitionstätigkeit 455,1 - 175,8 - 138,6 %
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 15,3 - 552,0 - 3507,8 %

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank um 46,8 % auf 256,9 Mio. Euro (Vorjahr: 482,7 Mio. Euro). In der aktuellen Berichtsperiode lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 175,8 Mio. Euro (Vorjahr: 455,1 Mio. Euro) deutlich unter der Vergleichsperiode. Die Verschlechterung im Cashflow ist insbesondere auf die 2018 getätigte Veräußerung der Tochtergesellschaften L'Orange GmbH, Stuttgart, und Fluid Mechanics LLC, Novi/USA, zurückzuführen. Des Weiteren war der Cashflow von den strategischen Initiativen mit Anstieg des Net Working Capitals sowie höheren Investitionen im Vergleich zu 2018 geprägt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 552,0 Mio. Euro (Vorjahr: - 15,3 Mio. Euro) verringerte sich aufgrund der Dividendenausschüttung von 500 Mio. Euro an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien.

INVESTITIONEN. 5 In der Berichtsperiode tätigte der RRPS-Konzern Investitionen in Höhe von 178,3 Mio. Euro (Vorjahr: 119,1 Mio. Euro), davon entfielen 98,8 Mio. Euro auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 75,7 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum erwarb der RRPS-Konzern vor allem Produktions- und produktionsnahe Anlagen. Darüber hinaus umfassen die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 79,5 Mio. Euro (Vorjahr: 43,5 Mio. Euro), welche überwiegend die Entwicklung neuer Motorbaureihen und Software betreffen.

INVESTITIONSVERPFLICHTUNGEN. Der RRPS-Konzern erfasste Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro) und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 14,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro). Zu deren Finanzierung stehen ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls hat der RRPS-Konzern auch gesicherten Zugriff auf bestehende Kreditlinien.

NETTOFINANZIERUNGSSALDO. 6 Der Nettofinanzierungssaldo wies zum Stichtag aufgrund des positiven Free Cashflows (der sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und dem Cashflow aus Investitionstätigkeit zusammensetzt) einen Überhang an liquiden Mitteln gegenüber den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 832,9 Mio. Euro auf (31. Dezember 2018: 1.290,4 Mio. Euro). Die Quote des Nettofinanzierungssaldo zu bereinigtem EBITDA 7 in Höhe von 609,5 Mio. Euro (Vorjahr: 524,6 Mio. Euro) belief sich somit auf 1,4 (Vorjahr: 2,5).

5 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne Finanzanlagen und ohne Neuzugänge im Konsolidierungskreis
6 Zur Berechnung des Nettofinanzierungssaldo = zinstragende Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzierungsverbindlichkeiten aus Finance Lease) ./. Zahlungsmittel
7 Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation auf materielle und immaterielle Vermögenswerte

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den Vorstand

Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage hat sich dank dem erfolgreichen Abschluss des Transformationsprogramms RRPS 2018 und dem Start des neuen Zukunftsprogramms FIT2X die Ertragslage des RRPS-Konzerns im Jahr 2019 weiter positiv entwickelt. Die breite Aufstellung des Unternehmens in den Industrien Marine und Infrastruktur sowie der verstärkte Ausbau von Services haben zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Das Unternehmen besitzt ausreichend finanzielle Flexibilität, um die zukünftigen Investitionsanforderungen im Rahmen der Wachstums- und Produktstrategie konsequent umzusetzen. Der RRPS-Konzern investiert auch weiterhin stark in den Bereich Forschung und Entwicklung, um neue Technologien in das Portfolio als Lösungsanbieter zu integrieren. So bereitet sich das Unternehmen aktiv auf künftige, strengere Emissionsanforderungen vor. Darüber hinaus verbessert das Unternehmen seine Produkte in Bezug auf wesentliche kundenrelevante Eigenschaften wie Kraftstoffverbrauch, Emissionsausstoß und Lebenszykluskosten kontinuierlich weiter. Der RRPS-Konzern befindet sich zum Ende der Berichtsperiode in einer wirtschaftlich soliden Lage und ist auf profitables Wachstum ausgerichtet.

Lagebericht zum Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach HGB

Nachfolgend ist der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG dargestellt.

Lage

Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT): GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

In Mio. Euro 2018 2019
Umsatzerlöse 71,4 72,5
Sonstige betriebliche Erträge 3,7 1,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 21,9 - 22,8
Personalaufwand - 73,4 - 64,5
Abschreibungen des Umlaufvermögens 0,0 - 132,9
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 75,9 - 56,5
Finanzergebnis 818,0 - 8,3
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 64,1 - 31,6
Ergebnis nach Steuern 657,8 - 243,2
Sonstige Steuern - 0,3 - 0,1
Jahresüberschuss/Fehlbetrag 657,5 - 243,3
Entnahme aus/Einstellung in Gewinnrücklagen - 157,5 343,3
Bilanzgewinn 500,0 100,0

Die Rolls-Royce Power Systems AG erzielte im Geschäftsjahr 2019 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von - 243,3 Mio. Euro (Vorjahr: 657,8 Mio. Euro). Durch die infolge des deutlich und dauerhaften Rückgangs des Unternehmenswerts der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, und notwendige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurde das Finanzergebnis in Höhe von 224 Mio. Euro außergewöhnlich belastet. Dem entgegen wirkte die Gewinnabführung der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen, in Höhe von 207,8 Mio. Euro (Vorjahr: 821,5 Mio. Euro), welche im Jahr 2018 durch den Ertrag aus dem L'Orange Verkauf stark positiv beeinflusst wurde. Die Abschreibungen des Umlaufvermögens waren durch die Abschreibung des Darlehen der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, mit 132,9 Mio. Euro ebenfalls außergewöhnlich belastet. Zum Ergebnis der Rolls-Royce Power Systems AG trugen außerdem die Umsatzerlöse von 72,5 Mio. Euro (Vorjahr: 71,4 Mio. Euro) bei. Diese Position enthält vorwiegend Erträge aus konzerninternen Leistungsverrechnungen. Belastet wurde das Ergebnis durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 56,5 Mio. Euro (Vorjahr: 75,9 Mio. Euro), die im Wesentlichen Beratungskosten enthalten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Ertragsteuern in Höhe von 31,6 Mio. Euro (Vorjahr: 64,1 Mio. Euro) Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2019 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre umfassen.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN UND DES PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFS. Die Rolls-Royce Power Systems AG nutzt für die interne Steuerung den finanziellen Leistungsindikator Ergebnis nach Steuern. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20. Die wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns sollte sich in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG widerspiegeln. Das Ergebnis nach Steuern lag aufgrund der außerplanmäßigen Abschreibung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, unter den Erwartungen. Ohne diese Sondereffekte hätte das Unternehmen aus der geschäftsüblichen operativen Tätigkeit bei dem Ergebnis nach Steuern die Prognosen erfüllt.

AUSBLICK FÜR DIE ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG. Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns wird sich auch in der Ertragslage der Rolls-Royce Power Systems AG für das Jahr 2020 entsprechend widerspiegeln. Insbesondere erwartet die Rolls-Royce Power Systems AG einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis aus der Beteiligung an der MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen. Auch bei den Erträgen aus anderen Beteiligungen erwartet die Rolls-Royce Power Systems AG keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstige operative Geschäftstätigkeit und deren Umfang werden im Geschäftsjahr 2020 unverändert weiter bestehen. Ein vergleichbarer Sondereffekt im Finanzergebnis zeichnet sich im Geschäftsjahr 2020 nicht ab, insofern erwartet die Rolls-Royce Power Systems AG ein Ergebnis nach Steuern auf dem Niveau des Vorjahres. Weitere Informationen zur Prognose für den RRPS-Konzern befinden sich im Prognosebericht ab Seite 30.

Vermögenslage der Rolls-Royce Power Systems AG

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT): BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

Aktiva

In Mio. Euro 31.12.2018 31.12.2019
Anlagevermögen
Finanzanlagen 1.468,8 1.246,2
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 218,7 154,6
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.229,6 716,7
1.448,4 871,3
Rechnungsabgrenzungsposten 1,1 0,1
Bilanzsumme 2.918,2 2.117,7

PASSIVA

In Mio. Euro 31.12.2018 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 131,4 131,4
Kapitalrücklage 804,8 804,8
Gewinnrücklagen 492,0 148,7
Bilanzgewinn 500,0 100,0
1.928,2 1.184,9
Rückstellungen 111,7 122,4
Verbindlichkeiten 878,4 810,5
Bilanzsumme 2.918,2 2.117,7

Aktivseite. Zum 31. Dezember 2019 belief sich die Bilanzsumme der Rolls-Royce Power Systems AG auf 2.117,7 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 2.918,2 Mio. Euro). Die Bilanzsumme reduzierte sich insbesondere durch die Auszahlung der Dividende in Höhe von 500,0 Mio. Euro sowie durch die Abschreibung in Höhe von 223,8 Mio. Euro infolge des gesunkenen Marktwerts des Eigenkapitals der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen, sowie aufgrund der Abschreibung des Darlehens und Cash Positionen in Höhe von 132,9 Mio. Euro.

PASSIVSEITE. Das Eigenkapital der Rolls-Royce Power Systems AG belief sich auf 1.184,9 Mio. Euro (31. Dezember 2018: 1.928,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 56,0 % (31. Dezember 2018: 66,1 %). Die Reduzierung resultierte im Wesentlichen aus der Abwertung der Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen.

Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr vorwiegend Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten der Rolls-Royce Power Systems AG setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 785,7 Mio. Euro (31. Dezember 2017: 828,7 Mio. Euro) zusammen, die sich aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns ergeben.

Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems AG

FINANZIERUNG. Die Rolls-Royce Power Systems AG hat von der KfW IPEX-Bank ein Darlehen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit einer Laufzeit bis August 2020 erhalten. Das Darlehen beläuft sich zum Bilanzstichtag noch auf einen Betrag von 7,7 Mio. Euro und enthält bestimmte begrenzende Rahmenbedingungen. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis zunächst 2020, die kurzfristig um drei Jahre verlängert werden soll. Diese ist zum 31. Dezember 2019 nicht in Anspruch genommen worden und steht bis auf weiteres vollständig zur Verfügung.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2019 erbrachte der RRPS-Konzern im Berichtszeitraum bereinigte Entwicklungsleistungen 8 in Höhe von 240,7 Mio. Euro (Vorjahr: 212,3 Mio. Euro). Die bereinigten Entwicklungsaufwendungen sind mit 190,6 Mio. Euro (Vorjahr: 199,1 Mio. Euro) auf einem stabilen Niveau, was unseren neuen fokussierten Ansatz in der Entwicklung widerspiegelt. Darin sind Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 9,5 Mio. Euro) enthalten.

Der Fokus auf Systemlösungen ist ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie PS 2030. Die Aufstellung des Engineeringbereichs wurde entsprechend angepasst und beispielsweise die Aktivitäten zur Systementwicklung mit dem Thema Elektrik/Elektronik gebündelt. Ziel ist es, die Entwicklungseffizienz mithilfe von modularen Produktbaukästen zu steigern und somit kundenspezifische Lösungen flexibler und schneller realisieren zu können.

Bei hybriden Systemen für mobile Antriebslösungen wurden wichtige Meilensteine erreicht, zum Beispiel die mit den Bahnunternehmen Irish Rail und Porterbrook, Großbritannien, unterzeichneten Verträge zur Lieferung von MTU Hybrid-PowerPacks, die je nach Streckenprofil bis zu 25 % weniger Treibstoff verbrauchen und lokal die Geräuschemissionen über 75 % reduzieren. 2019 wurden die ersten Projektlösungen entwickelt, und im Oktober 2019 begann die Testphase auf dem MTU-Prüfstand. Die intensive Testphase dient der Validierung vor Übergabe der Projektlösung an die Kunden im Frühjahr 2020. Mit dem britischen Yachthersteller Sunseeker wurde ein Rahmenvertrag zur Entwicklung von Serien-Hybridantriebssysteme für den Yachtmarkt geschlossen.

Mit Blick auf die Energiewende setzt der RRPS-Konzern unter anderem auf Microgrids: autonome oder netzgekoppelte Energieversorgungssysteme, die effizient, zuverlässig und umweltfreundlich sind. Microgrids kombinieren erneuerbare Energiequellen wie Wind- oder Solarenergie mit zuverlässigen Stromaggregaten und Batteriespeichern. Sie sind unter anderem optimal auf die Bedürfnisse von Industrieunternehmen und Kommunen zugschnitten. In diesem Zusammenhang wurde eine eigene Microgrid-Validierungsanlage in Friedrichshafen eröffnet, für die der RRPS-Konzern 5 Mio. Euro investiert hat: ein Symbol der Transformation vom Motorenhersteller zum Anbieter integrierter Gesamtlösungen. Mit dieser Validierungsanlage kann der Betrieb eines solchen Systems für Kunden simuliert und auf deren spezifische Anforderungen konzipiert werden. Ein Baustein war die Entwicklung eines eigenen Batteriespeichercontainers für stationäre Energiesysteme. Dieser Batteriespeichercontainer wurde im Oktober 2019 in die Validierungsanlage eingebunden.

Ein weiteres unternehmenseigenes Microgrid errichtet der RRPS-Konzern derzeit im Werk in Aiken (South Carolina/USA). Damit deckt das Werk den eigenen Elektrizitätsbedarf aus regenerativen Quellen und macht sich unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz.

Innovationen sind ein tragendes Element zur Umsetzung der Strategie PS 2030. Mit dem unternehmenseigenen Green- und Hightech-Programm wurden Themen in unterschiedlichen Technologiefeldern vorangetrieben. Neben der Erarbeitung von Technologieoptionen zur Steigerung der Effizienz der Diesel- und Gasmotoren sind die wesentlichsten Meilensteine die Umsetzung von modellprädiktiven Reglern, die Untersuchung eines Brennverfahrens für Wasserstoff, die Erarbeitung von Grundlagen zur Erzeugung von alternativen Kraftstoffen (»Power-to-X«) und ein Neuaufsatz der Brennstoffzellenaktivitäten.

Bei den Landanwendungen der Baureihe 4000 konnten sich im Jahr 2019 die neuen leistungsgesteigerten Motoren im Anwendungsbereich Power Generation erfolgreich am Markt behaupten. Für diese Motoren wurde nach Serienanlauf nun auch die Freigabe für das wichtige Data-Center Lastprofil erteilt.

Die Entwicklungsaktivitäten an den emissionsoptimierten Motoren für den 60-Hertz-Power-Generation-Markt wurden fortgesetzt, ebenso die Arbeiten an den Motoren für die Oil & Gas- und Mining-Anwendungen in der Emissionsstufe EPA Tier 4.

Bei der Baureihe 4000 für den Marineeinsatz werden aktuell schwerpunktmäßig Motoren für die Emissionsstufen EPA Tier 4 und IMO3 entwickelt. Es werden sowohl die Arbeitsschiff- und Bordstrom- als auch die Hochleistungsanwendungen bedient.

2019 wurden die ersten ausgelieferten Arbeitsschiffsmotoren der Baureihe 4000 erfolgreich in Betrieb genommen, unter anderem bei der kalifornische Reederei WETA. Die »American Ship Review« kürte deren Katamaranfähre »Pyxis« zum Schiff des Jahres, weil es durch die weiterentwickelten MTU-Motoren der Baureihe 4000 mit dem speziell abgestimmten MTU-SCR-System besonders umweltfreundlich ist. Bei den Yachtanwendungen konnte die erste Antriebslösung mit 2x 12V4000 M65R mit SCR erfolgreich an den Kunden übergeben werden.

Im Marineprojekt IMO Tier 3 mit Drittanbieter-SCR wurden die ersten Systeme bei den Kunden in Betrieb genommen. Neben der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte ist die Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs ein zentrales Entwicklungsziel. Ein weiteres Ziel ist die Anhebung der Leistung auf 160 Kilowatt je Zylinder. Die Anforderungen der US-Gesetzgebung EPA Tier 4 zur Partikelemission wurden innermotorisch erfüllt, sodass die Kunden auf einen Dieselpartikelfilter verzichten können.

Die bewährten Gassysteme mit den Motoren der Baureihe 4000 bauten ihre gefestigte Marktposition weiter aus. Während zum Beispiel im asiatischen Raum Gasmotoren in der Regel zur Grundversorgung und damit im Dauerbetrieb verwendet werden, ist die Marke MTU in England sehr erfolgreich am Regelenergiemarkt, um kurzfristige hohe Energiebedarfe abzudecken. Zusätzlich zu den bereits im Jahr 2018 entwickelten 16-Zylinder »Fast Gas-Maschinen« konnte 2019 die Entwicklung der 20-Zylinder-Maschinen abgeschlossen werden. Sie können bereits zwei Minuten nach dem Start ihre volle elektrische Leistung bei hohem Wirkungsgrad ins Netz speisen. Darüber hinaus konnte 2019 ein Programm zur Erweiterung der Einsatzbedingungen des bestehenden Motorenprogramms bereits für erste Zylinderzahlen abgeschlossen werden. Eine weitere Anwendung für MTU-Gasmotoren befindet sich in der letzten Phase der Entwicklung: 2020 werden die ersten Schiffe mit MTU-Gasmotoren ihren Betrieb im holländischen Wattenmeer aufnehmen. Hier wird es eine 8-Zylinder- und eine 16-Zylinder-Variante geben.

Das Portfolio der MTU-Baureihe 1600 wurde weiter auf die Kundenbedürfnisse angepasst. Die 6R- und 8V-GenDrive-Varianten sowie die 10V- und 12V-C&I- und Lok-Varianten laufen aus. Die GenDrive-Motorenpalette wird um einen deutlich leistungsgesteigerten 12V1600 Genset-Motor erweitert, der Mitte 2020 auf den Markt kommt. Im Rahmen der Indienstrategie wird die Baureihe 1600 ab dem Jahr 2020 in einem Joint-Venture namens Force MTU Power Systems in Indien produziert. Damit einhergehend wird auch die entwicklungstechnische Betreuung der Produktion an eine MTU-Entwicklungsabteilung in Indien verlagert und dort parallel die Lokalisierung von Bauteilen weiter vorangetrieben. Im Bahn-Unterflur-Segment wird ab 2021 der erfolgreiche 12V1600 EU IIIb-Motor durch die in Entwicklung befindliche Variante mit Emissionsstufe V ergänzt.

Nach dem Start der Serienlieferung der Baureihe 1000 - 1500 in der EU-Emissionsstufe V im Juni 2018 wurde im Januar 2019 nun auch mit dem Bau und der Auslieferung dieser Motorvarianten gemäß der amerikanischen Richtlinien EPA TIER 4 begonnen.

Für die Baureihe 1800 wurden die Entwicklungsarbeiten als Unterflurantrieb gemäß EU Stage V (gemeinsam mit der Daimler AG) begonnen. Prototypen des Powerpacks mit dieser Antriebseinheit wurden bereits auf der Innotrans 2018 dem interessierten Fachpublikum - auch als Hybrid-Variante - vorgestellt.

Die aktivierten Entwicklungskosten bewegten sich mit 33,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Verhältnis von aktivierten Entwicklungskosten zu bereinigtem Entwicklungsaufwand betrug somit 17,8 % (Vorjahr: 4,5 %). Die bezahlten Entwicklungsleistungen lagen bei 16,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro).

Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz) lag bei 6,8 % (Vorjahr: 5,6 %). Damit will der RRPS-Konzern auch in Zukunft die Technologieführerschaft sicherstellen.

8 Entwicklungsleistungen = Entwicklungsaufwendungen + aktivierte Entwicklungskosten + bezahlte Entwicklungsleistungen

Mitarbeiter

Mitarbeiterentwicklung

ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: MITARBEITER NACH REGIONEN

31.12.2018 31.12.2019 Veränderung
Deutschland 6.635 6.900 4,0 %
EMEA (Europe, Middle East, Africa) ohne Deutschland 1.563 1.701 8,8 %
Amerika 902 939 4,1 %
Asien 932 1.010 8,4 %
Gesamtbelegschaft 10.032 10.550 5,2 %

Im RRPS-Konzern waren zum 31. Dezember 2019 insgesamt 10.550 Mitarbeiter (Vorjahr: 10.032 Mitarbeiter) beschäftigt. Gegen über dem Vorjahr ergab sich eine Veränderung von + 5,2 %. Dieser Aufbau ist auf die Ausweitung der strategischen Maßnahmen in Asien und auf die Konsolidierung der MTU Russland, MTU Israel und MTU Korea zurückzuführen.

Ausbildung und Weiterbildung

Der RRPS-Konzern hat 2019 das 100-jährige Bestehen seiner dualen Berufsausbildung gefeiert. Seit dem Jahr 1919 bietet das Unternehmen jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Karriere mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium zu beginnen. So schlossen im Zeitraum der letzten 100 Jahren mehr als 8.000 Mitarbeiter eine duale Berufsausbildung beim RRPS-Konzern oder seinen Vorgänger-Unternehmen ab. Zum 31. Dezember 2019 absolvierten insgesamt 340 Auszubildende eine Ausbildung oder ein duales Studium beim RRPS-Konzern. Dabei beschränkt sich die Berufsausbildung nicht nur auf die deutschen Standorte: An den Standorten beispielsweise in den USA und Südafrika ist die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild ebenfalls sehr gefragt.

Der RRPS-Konzern bietet den Beschäftigten darüber hinaus ein breites Spektrum an Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die hausinterne Akademie. Am größten Standort Friedrichshafen werden durch die Akademie mehr als 150 unterschiedliche Trainingsthemen angeboten, die in zahlreichen Präsenz- und E-Learning-Veranstaltungen mithilfe des Learning-Managementsystems »Training@Academy« durchgeführt werden. Dabei werden Fähigkeiten in den Bereichen soziale, methodische und interkulturelle Kompetenzen, Datenverarbeitung, Compliance, Sprachen, Recht etc. geschult.

Gesundheitsmanagement

Die Leistungsfähigkeit und Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten, wird heutzutage auch unter dem Aspekt der demografischen Veränderung zunehmend wichtiger. Seit Jahren baut der RRPS-Konzern das Gesundheitsmanagement aus und verbessert es kontinuierlich. Im Jahr 2019 wurde das Gesundheitsmanagement vom Institute EuPD-Research auditiert. Dabei wurde das Berufliche Gesundheitsmanagement mit dem höchsten Siegel ausgezeichnet, dem Exzellenz-Siegel. Zudem erzielte der Konzern in der Branche Schwerindustrie und Metallbau den ersten Platz.

Darüber hinaus nutzten die Mitarbeiter auch weiterhin die umfangreichen Angebote wie das firmeninterne Gesundheitsstudio, Gesundheitsseminare und viele weitere gesundheitsförderliche Angebote. Im Rahmen des Gesundheitskonzepts von Rolls-Royce plc wurden weitere internationale Standorte mit dem LiveWell Award ausgezeichnet.

Nachhaltigkeitsbericht

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit sind Bestandteil der Unternehmensgrundsätze des RRPS-Konzerns. Das Ziel ist profitables wirtschaftliches Wachstum bei gleichzeitiger Förderung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte.

NACHHALTIGKEITSSTRATEGIE UND -ZIELE. Die 2015 im RRPS-Konzern begonnene Implementierung des konzernübergreifenden Zieleprogramms hat das Unternehmen grundlegend verändert. Mit den Zielen schlanker, effizienter und zukunftsfähig zu werden, stellten Mitarbeiter das gesamte Unternehmen auf den Prüfstand. Sie haben es neu ausgerichtet und damit die Grundlage für die Strategie PS 2030 gelegt. Die Strategie PS 2030 enthält Ziele zur Nachhaltigkeit als Grundlage des Geschäftsmodells.

INTEGRITÄT UND COMPLIANCE. Ziel ist es, die Erwartungen der wichtigsten Stakeholder stets zu übertreffen. Vertrauen und muss jeden Tag aufs Neue gewonnen werden. Deshalb ist es wichtig, dass Zusagen gehalten und intern sichergestellt wird, dass höchste Standards erfüllt werden. Integrität ist daher ein sehr hohes Gut und einer der Kernwerte des RRPS-Konzerns. Dessen Mitarbeiter tun stets das Richtige, verhalten sich integer und achten das Gesetz. Sie handeln und leben nach den ethischen Grundsätzen und sind bei allem, was sie tun, ehrlich und umsichtig. Alle Stakeholder sollen sich darauf verlassen können, dass sich das Unternehmen der Bedeutung korrekten Verhaltens bewusst ist. Bestechung, die Beeinträchtigung eines fairen Wettbewerbs und andere Formen unrechtmäßigen Verhaltens werden nicht toleriert. Im Jahr 2019 wurde weiter intensiv an der Verbesserung und Optimierung des Compliance-Programms gearbeitet.

VERHALTENSKODEX. Die Entscheidungen und Handlungen des Unternehmens orientieren sich an Werten und Verhaltensweisen. Indem stets nach den Rolls-Royce-Grundwerten »Trusted to Deliver Excellence«, »Integres Verhalten« und »Sichere Betriebsführung« gehandelt wird, wird das Unternehmen stärker und erfolgreicher. 2019 ist im RRPS-Konzern der überarbeitete Globale Verhaltenskodex in Kraft getreten, in dem die Grundwerte verankert worden sind und auf den alle Mitarbeiter auch jederzeit per App von mobilen Endgeräten aus zugreifen können. Der Globale Verhaltenskodex und die zugehörigen Konzernrichtlinien geben den Mitarbeitern Orientierung und Handlungsanleitung, das Richtige zu tun.

EFFEKTIVES COMPLIANCE-PROGRAMM. Zur Sicherstellung eines wirksamen Compliance-Programms passt das Unternehmen das Programm den sich verändernden Rahmenbedingungen an und verbessert es kontinuierlich, unter anderem anhand kennzahlenbasierter Analysen. Zielsetzung des Compliance-Programms ist es, eine integre und regelgetreue Unternehmensführung sicherzustellen und systematisches Fehlverhalten und Compliance-Verstöße zu verhindern. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert darauf, den Mitarbeitern mit dem Globalen Verhaltenskodex und den zugehörigen Richtlinien sowie mit zielgruppenspezifischen Schulungen Orientierung und Handlungsanleitung für ihre tägliche Arbeit zu geben. Ebenso setzt die Compliance-Abteilung die notwendigen Kontrollen und Verfahren um, damit mögliches Fehlverhalten frühzeitig erkannt und konsequent geahndet werden kann. Die regelkonforme und redliche Abwicklung aller Geschäfte fordert eine entsprechend ausgebildete und weltweit aufgestellte Compliance-Organisation sowie wirksame Prozesse und Kontrollen. In diesem Zuge erfolgte 2019 eine weitere Optimierung und Harmonisierung von Richtlinien, Verfahren und Prozessen mit den Konzernregelungen von Rolls-Royce plc, insbesondere im Bereich der Beziehungen mit Geschäfts- und Vertriebspartnern. Dementsprechend wird die risikobasierte Prüfung von Geschäftspartnern Schritt für Schritt weiter intensiviert. Gleichzeitig ist und bleibt es die Aufgabe des Vorstands und aller Führungskräfte, das Bewusstsein für die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien, aber auch für die Geschäftsethik permanent im Unternehmen zu verankern und eine Kultur der Transparenz zu etablieren.

UMWELT- UND KLIMASCHUTZ. Im Rahmen einer periodischen Überprüfung wurde 2019 festgestellt, dass das Werk 1 und das Werk 2 der MTU Friedrichshafen GmbH aufgrund der aktuellen Lagerkapazitäten für Gefahrstoffe jeweils einen Betriebsbereich der unteren Klasse gemäß 12. BImSchV darstellen. Die Zuständigkeiten haben sich deshalb vom Landratsamt Bodenseekreis zum Regierungspräsidium Tübingen verlagert.

Mitte 2019 begannen erste Workshops zur Ausarbeitung von Umweltzielen über den Produktlebenszyklus von MTU-Produkten des RRPS-Konzerns in einzelnen Pilotbereichen. Auf Basis dieser Piloten werden Umweltaspekte und Umweltziele für alle Funktionsbereiche des RRPS-Konzerns weltweit ermittelt. Durch diesen Prozess soll die Umweltleistung des Unternehmens systematisch verbessert werden.

Am Standort Friedrichshafen wurde 2019 zum Beispiel der Ausbau der kostenlosen Trinkwasserspender weiter vorangetrieben, wodurch der Verkauf von Plastikflaschen deutlich gesunken ist.

Für Dienstfahrten wird innerhalb des Unternehmens Carsharing angeboten, um den Schadstoffausstoß zu reduzieren. Die Carpool-Flotte ist bereits größtenteils auf Elektrofahrzeuge umgestellt. Eine neue Dienstwagenregelung trägt ebenfalls dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern.

Die 2018 am Standort Friedrichshafen in Betrieb genommenen Blockheizkraftwerke (BHKW) arbeiteten im Jahr 2019 sehr gut. Der erzeugte Strom reduzierte den Eigenverbrauch im Stromnetz, gleichzeitig konnte die verfügbare Wärmeleistung zum Heizen von Gebäuden sowie für Fertigungsprozesse deutlich verbessert werden. Eine weitere Maßnahme war die hydraulische Optimierung des Nahwärmenetzes in Werk 1 und Werk 2 zur Verbesserung der Wärmebereitstellung und der Verringerung von Energieverlusten. Hierbei konnte die Laufzeiten der betriebenen BHKW deutlich erhöht werden. Durch die Inbetriebnahme der ersten Photovoltaikanlage im Werk 1 mit 550 Kilowatt Peak wurde die Strategie zum Ausbau der Eigenstromerzeugung fortgeführt. Ziel hierbei ist die Steigerung der Energieeffizienz und somit die CO2-Einsparung.

ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ. Fortwährend eingeleitete Präventionsmaßnahmen und ein konsequenter Wissensübertrag aus Gefährdungsbeurteilungen und Vorfalluntersuchungen haben im Berichtszeitraum wiederum zu einer konzernweiten Reduzierung von Arbeitsunfällen, aber auch deren Verletzungsschwere geführt. Insbesondere die Veranschaulichung von lebensrettenden Regeln im Schulterschluss mit dem Mutterkonzern und der Maßnahmen aus dem übergeordneten Projekt »Journey to Zero Harm« haben das Bewusstsein der Belegschaft in Sachen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz weiter geschärft. Eine auf die Belegschaftszahlen normierte Kennzahl zu Arbeitsunfällen ist Teil des Zielsystems für Führungskräfte. Als Teil des Rolls-Royce-Konzerns wurden auch RRPS-Standorte in einem risikoorientierten Ansatz mit so genannten »Safety Case«-Untersuchungen hinsichtlich Gefährdungen mit möglichen hohen Konsequenzen begutachtet. Hierbei wurden umfangreiche Chancen zur Verbesserung identifiziert. Eine wissenschaftlich anerkannte Methodik zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen wurde umgesetzt, und erkannte Handlungsschwerpunkte wurden mit professionell begleiteten Workshops bearbeitet. Die Vorbereitung zur Umstellung der Zertifizierungsgrundlage des bestehenden Arbeits- und Gesundheitsschutz-Managementsystems auf den neuen Standard ISO 45001 ist im Berichtszeitraum angelaufen.

PRODUKTVERANTWORTUNG UND INNOVATIONEN. Mit großer Innovationskraft entwickelt der Konzern Lösungen, die sowohl den Kundennutzen erhöhen als auch die Umweltbilanz verbessern. Auch 2019 wurde das Produktportfolio in dieser Hinsicht weiter ausgebaut.

Im Rahmen der Unternehmensstrategie PS 2030 setzt der RRPS-Konzern auf eine zunehmende Elektrifizierung und Digitalisierung von Antriebs- und Energiesystemen, um aktiv die Energiewende zu unterstützen. Zu diesem Konzept gehören neben Microgrids auch moderne Hybridantriebe für verschiedene Anwendungsbereiche, beispielsweise Bahn und Marine.

Microgrids sind lokale Energienetze, in denen eine intelligente Steuerung mehrere verschiedene Energiequellen und Speicher miteinander verbindet, zum Beispiel Photovoltaik, Windenergieanlagen, Batteriespeicher und diesel- und gasbetriebene Stromgeneratoren. Microgrids sind ein wesentliches Element der Energiewende, weil sie CO2 vermeiden, damit klimafreundlich erneuerbare Energiequellen ausnutzen und trotzdem höchste Versorgungssicherheit bieten. Die Microgrids sind in vielen von RRPS bedienten Anwendungsbereichen einsetzbar.

RRPS hat für seine Produkt- und Lösungsmarke MTU im Jahr 2019 ein Microgrid-Validation-Center in Betrieb genommen. Die Anlage kann den Echtbetrieb von Microgrids unterschiedlicher Art und Größe wirklichkeitsgetreu simulieren. Das im MTU-Werk 1 in Friedrichshafen betriebene Microgrid besteht aus Photovoltaikanlagen auf dem Dach des Validation-Centers und auf einem Fabrikhallendach mit insgesamt 500 Kilowatt Peak, aus gasmotorbetriebenen Gensets, einem Diesel-Genset und dem vom Unternehmen neu entwickelten MTU-Batteriecontainer mit einer Kapazität von 2 Megawattstunden. Mit diesem Microgrid produziert RRPS einen großen Teil der elektrischen Energie für das MTU-Werk 1 selbst und nutzt auch die Wärme der Motoren. An einem normalen Werktag stellt das Microgrid im Werk 1 rund 30 % der Energieversorgung, am Wochenende bis zu 100 %. Mehrere hundert Tonnen CO2 werden damit jährlich vermieden.

Ein weiteres unternehmenseigenes Microgrid errichtet RRPS derzeit im MTU-Werk in Aiken (South Carolina/USA). Damit deckt das Werk den eigenen Elektrizitätsbedarf aus regenerativen Quellen und macht sich unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz.

Im Anwendungsbereich Bahn ist das Hybrid-PowerPack der Marke MTU ein umweltfreundliches Antriebssystem, das die Vorzüge von Batterie- und dieselbetriebenen Zügen vereint. Es verbindet einen MTU-Dieselmotor, der die zukünftige Emissionsrichtlinie EU-Stufe V einhält, mit einer elektrischen Maschine - die sowohl als Motor als auch als Generator eingesetzt werden kann - und dem Batteriesystem MTU EnergyPack, das die Energie speichert, die beim Bremsen zurückgewonnen wird. So wird unter anderem ein lokal emissionsfreier, batterieelektrischer Betrieb möglich. Im Bahnhofsbereich sinken die Antriebsgeräusche um etwa 75 % (20 dB(A)). Verbrauch und CO2-Emissionen sinken um bis zu 25 %. Auch sind die Betriebskosten von Fahrzeugen mit Hybridantrieb deutlich geringer, unter anderem weil die pneumatischen Bremsen durch die Rekuperation von Bremsenergie geschont werden. Dank der größeren Dynamik und zusätzlichen Antriebskraft des elektrischen Antriebs können Verspätungen aufgeholt und Verbindungen mit kürzerer Taktung oder zusätzlichen Halten geplant werden.

Der RRPS-Konzern hat diese Technologie in den vergangenen Jahren zur Serienreife gebracht. Ab 2020 werden die ersten Hybrid-PowerPacks an die Kunden Irish Rail und Porterbrook übergeben.

Auch im Anwendungsbereich Marine wird derzeit ein Hybridantrieb für Yachten unter anderem für den Yachthersteller Sunseeker entwickelt. Hier verfolgt RRPS mit der Marke MTU ebenfalls die Strategie, effiziente Komplettlösungen anzubieten.

Zudem wurde für die Anwendung Marine die neue Motorengeneration der Baureihe 4000 für die niedrigen Grenzwerte der Emissionsrichtlinien IMO III und EPA Tier 4 entwickelt, die einen effizienten, ressourcenschonenden Antrieb bietet. Damit werden die Stickoxidemissionen gegenüber IMO II um 75 % reduziert und die Partikelemissionen gegenüber EPA 3 um 65 %. Neben den geringeren Emissionen konnte im Vergleich zum Vorgängermodell auch der Kraftstoffverbrauch um 5 % verringert werden. Die Katamaranfähre »Pyxis« hat 2017 die ersten zwei MTU-Motoren der Baureihe 4000 mit dem speziell abgestimmten MTU-SCR-System erhalten und ist seit März 2019 im Einsatz.

Verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit sind Bestandteil der Unternehmensgrundsätze. Das Ziel ist profitables Wachstum bei gleichzeitiger Förderung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte.

IM DIALOG. Um den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Eigentümern, Medien, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu begegnen, pflegt das Unternehmen einen für alle Seiten konstruktiven Dialog.

Am Standort Friedrichshafen wurde ein zweistelliger Millionenbetrag für eine neue Kamin- und Filteranlage für Prüfstände investiert, um sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den Anliegen von Bürgern und Anwohnern gerecht zu werden. Das Projekt zur Errichtung eines Abgassammelkamins mit einer Abgasnachbehandlungsanlage wurde im Frühjahr 2016 gestartet. Als Pilotprojekt wurden die zwei größten Prüfstände mit einer Abgasnachbehandlungsanlage ausgerüstet, für die nach langer Suche ein geeigneter Lieferant gefunden wurde. Diese Anlage reduziert den Rußausstoß der angeschlossenen Prüfstände auf ein Minimum. Mit der Investition geht das Unternehmen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinaus, da bisher für eine solche Anlagenkonfiguration keine Grenzwerte festgelegt sind. Der RRPS-Konzern ist der einzige Motorenhersteller weltweit mit einer Anlage dieser Art und Größe. Baubeginn war im Dezember 2016. Die Anlagentechnik wurde im Laufe des Jahres 2017 aufgebaut und unter Realbedingungen getestet. Phase 2 des Projekts wurde 2019 beendet und der Öffentlichkeit präsentiert.

VERANTWORTUNG FÜR DIE GESELLSCHAFT. Neben der Förderung von Bildung, Gesundheit und Sicherheit engagiert sich der RRPS-Konzern auch vielfältig für soziale und gesellschaftliche Belange außerhalb des Unternehmens, beispielsweise mit Spenden für lokale gemeinnützige Vereine.

Mit Förderkonzepten und Spenden unterstützt das Unternehmen auch speziell technisch-naturwissenschaftliche Bildung für junge Menschen. Unter anderem unterstützt RRPS die Teilqualifizierung von Arbeitnehmern, welche sich auch speziell an Geflüchtete und Migranten aus dem Bodenseekreis richtet. Im Rahmen der Formula Student Germany ist RRPS einer der Hauptsponsoren sowie Stifter des Sonderpreises »Most Innovative Powertrain Award«.

Erklärung zur Unternehmensführung

Das »Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst« wurde am 6. März 2015 vom Deutschen Bundestag sowie am 27. März 2015 vom Bundesrat verabschiedet.

Das Gesetz verpflichtet börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen, verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den obersten Managementebenen festzulegen.

Der Vorstand hat am 24. Juni 2015 für die Führungsebene 2 eine (Mindest-) Zielgröße von null (0) Frauen und für die Führungsebene 3 eine (Mindest-) Zielgröße von acht (8) Frauen festgelegt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 15. Juli 2015 beschlossen, eine Zielgröße von null (0) Frauen im Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG festzulegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG hat der Aufsichtsrat in derselben Sitzung einen Frauenanteil von mindestens einer (1) Frau festgelegt.

Die Besetzungsziele für den Vorstand, die Führungsebenen 2 und 3 sowie für den Aufsichtsrat wurden im Geschäftsjahr 2019 nicht geändert. Die Erfüllung der festgelegten Besetzungsziele zum 31. Dezember 2019 wurde durch eine Selbstüberprüfung festgestellt. Die Ziele zur Frauenquote konnten in den Führungsebenen 2 und 3 deutlich übertroffen werden. Konkret liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte auf der Ebene 2 bei 22 % und auf der Ebene 3 bei 13 %. Insgesamt liegt der Frauenanteil unter den Führungskräften der ersten vier Ebenen im Unternehmen weltweit bei 12 %.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Neben den Risiken, denen der RRPS-Konzern ausgesetzt ist, bieten die globalisierten Teilmärkte dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen. Diese können sich - ebenso wie die Risiken - auf die Vermögenssituation des RRPS-Konzerns auswirken.

Systematische Erfassung und Nutzung der Chancen

Im RRPS-Konzern werden Chancen dezentral erfasst, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Auf der operativen Ebene erfasst der Konzern Markt- und Vertriebschancen. Außerdem werden im Rahmen des Effizienzprogramms FIT2X Effizienzsteigerungspotenziale erfasst. Dabei werden unter anderem die Methoden Benchmarking, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Kaizen und Lean Management verwendet. Die Potenziale, die hierbei zutage treten, werden ebenfalls konsequent weiterverfolgt.

Auf der strategischen Ebene werden Chancen im Rahmen der jährlichen strategischen Planung erfasst: In Strategieklausuren mit Szenario-Workshops werden Potenziale sowohl in den Märkten und Anwendungen als auch in Produktion, IT und Verwaltung aufgezeigt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Bei der langfristigen Produktplanung werden Chancen erfasst, die sich aus Neuentwicklungen oder der Anpassung bestehender Produkte an zusätzliche Kundenbedürfnisse ergeben. Darüber hinaus wird mit SWOT-Analysen gearbeitet.

Trends als Chancen

Aus den folgenden Trends leiten sich in den kommenden Jahren große Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung des RRPS-Konzerns ab:

URBANISIERUNG. Der Anteil der Weltbevölkerung in urbanen Regionen wird von über 50 % heute auf knapp 70 % im Jahr 2050 steigen. Dieser Trend betrifft vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer. Einkommen werden steigen, Bedürfnisse zunehmen und zu wachsendem Fracht- und Personenverkehr sowie Rohstoffbedarf führen.

DIGITALISIERUNG. Auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz wird die Bedeutung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Maschinen vernetzen sich, übermitteln permanent ihre Betriebsdaten, werden mit Geodaten optimal geleitet oder aus der Ferne gesteuert. Integrierte System- und Servicelösungen werden an Bedeutung gewinnen und neue Marktchancen entstehen. Der Bedarf an Notstrominfrastruktur steigt weiter.

EMISSIONSREGULIERUNG. Die politische Diskussion zielt auf eine weitere Reduzierung der Emissionen ab. Dieser Herausforderung wird die Industrie nur mit innovativen Motorkonzepten und leistungsfähigen Abgasnachbehandlungssystemen erfolgreich begegnen können.

DEZENTRALER ENERGIEBEDARF. In den Entwicklungs- und Schwellenländern kann die steigende Nachfrage nach Strom nur teilweise bedient werden. Auch in den Industrieländern gibt es zunehmende strukturelle Probleme aufgrund von alternder Infrastruktur und zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dies bietet Potenzial für dezentrale Energielösungen zur Erzeugung von Strom und Wärme.

ROHSTOFFKNAPPHEIT. Rohstoffe und Energie werden auf lange Sicht knapp. Dies wird zu steigender Nachfrage nach noch effizienteren Produktions- und Transportsystemen führen. Eine wichtige Entwicklung ist der Einsatz von neuen Technologien beim Ressourcenabbau, beispielsweise bei der Förderung von Schieferöl und -gas in den USA. Auch China hat diesbezüglich ambitionierte Pläne.

SICHERHEIT. Wachsende Migrationsströme bedingen steigende Verteidigungsbudgets in den Industriestaaten. Um die Handlungsfähigkeit sicherzustellen, müssen Systeme erneuert und beschafft werden, die zum Schutz nationaler und regionaler Grenzen, Küsten oder öffentlicher Einrichtungen benötigt werden.

Diese für unser Geschäft relevanten Megatrends können wir zum Vorteil für unsere Zielgruppen nutzen und dabei unsere Motoren, Systeme und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten noch besser positionieren.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Als international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich zum einen aus möglichen signifikanten Veränderungen auf den relevanten Märkten, in denen sich das Unternehmen bewegt, und zum anderen aus einer potenziellen Verschiebung der Wettbewerbsposition. In der Folge kann - abhängig von der jeweiligen Bedeutung dieser Risiken - die Vermögenssituation der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG mehr oder weniger stark betroffen sein.

Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hat auf Basis der Unternehmensstrategie eine Risikomanagementstrategie festgelegt, die im Risikomanagementsystem umgesetzt ist. Zudem berücksichtigt das Risikomanagementsystem die Anforderungen der Eigentümerin der Rolls-Royce Power Systems AG. Das Risikomanagement bewegt sich in einem Kontrollumfeld, das entscheidend für seine Wirksamkeit ist: Wichtige Einflussgrößen sind die Unternehmenskultur, die Sensibilität für risikobehaftete Entwicklungen und Ereignisse sowie die Fähigkeit, mit Risiken umzugehen und das Risikomanagementsystem effektiv einzusetzen. Es wird sichergestellt, dass negative bis hin zu existenzbedrohende Entwicklungen der Gesellschaft frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen zur Sicherung und Wahrung des Bestands ergriffen werden.

Die konzernweit erkannten Risiken werden vom zentralen Risikomanagement unter Berücksichtigung von definierten Wertgrenzen zusammengeführt, konsolidiert, analysiert und ausgewertet. Bei der Konsolidierung und Analyse wird besonderes Augenmerk auf die singuläre, kumulative oder additive Eigenschaft der Risiken gelegt. Eine Saldierung mit Chancen wird hierbei nicht vorgenommen. Das Risikomanagement wird bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken und der Gesamtrisikoposition des RRPS-Konzerns von einem Risk Review Panel unterstützt.

Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Ausmaßes des Risikos bei Eintritt (siehe Tabelle). Bei der Bewertung des Ausmaßes wird die Wirkung vor Maßnahmen (Bruttobewertung) sowie nach Gegenmaßnahmen und bilanzieller Vorsorge (Nettobewertung) grundsätzlich als Auswirkung auf den EBIT betrachtet. Qualitatives Bewertungskriterium ist die mögliche Auswirkung auf die Reputation des Unternehmens. Basierend auf der Bewertung erfolgt eine gestufte Berichterstattung, die den jeweiligen Erfordernissen der verschiedenen Adressaten gerecht wird.

Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit/Mögliches Ausmaß - 3-Jahres-Zeitraum

Stufe Eintrittswahrscheinlichkeit
Niedrig 0 % < Eintrittswahrscheinlichkeit ≤ 5 %
Mittel 5 % < Eintrittswahrscheinlichkeit ≤ 25 %
Hoch 25 % < Eintrittswahrscheinlichkeit ≤ 50 %
Sehr hoch 50 % < Eintrittswahrscheinlichkeit ≤ 80 %
Extrem hoch 80 % < Eintrittswahrscheinlichkeit < 100 %
Stufe Mögliches Ausmaß
Sehr niedrig 1 Mio. Euro ≤ Ausmaß < 7 Mio. Euro
Niedrig 7 Mio. Euro ≤ Ausmaß < 15 Mio. Euro
Mittel 15 Mio. Euro ≤ Ausmaß < 35 Mio. Euro
Hoch 35 Mio. Euro ≤ Ausmaß < 70 Mio. Euro
Sehr hoch Ausmaß ≥ 70 Mio. Euro

Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken werden zusätzlich monatlich analysiert und gesteuert. Detaillierte Informationen sind den Absätzen zu den Einzelrisiken unter dem Punkt »Finanzrisiken« und dem Konzernanhang unter dem Punkt »Finanzrisikomanagement« im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« zu entnehmen.

Die Risikomanagementprozesse im Unternehmen werden regelmäßig durch einen unabhängigen Dritten auf dessen Eignung und Ordnungsmäßigkeit geprüft. Zusätzlich befassen sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats des RRPS-Konzerns sowie der Prüfungsausschuss der Rolls-Royce plc für das Geschäftsfeld Power Systems mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems.

Risiken

Die Risiken werden im Folgenden in Markt- und Wettbewerbs-, Compliance-, Produktportfolio-, Beteiligungsportfolio- und unternehmensstrategische Risiken sowie Technologie-, Qualitäts-, Personal-, IT-, Finanz-, Umwelt-, Rechnungslegungs- und sonstige Risiken aufgegliedert.

RISIKOARTEN

MARKT- UND WETTBEWERBSRISIKEN

Der Vertriebserfolg der Produkte des RRPS-Konzerns hängt grundsätzlich auch vom konjunkturzyklischen Nachfrageverhalten seiner Kunden ab. Aufgrund der starken Diversifikation der Zielmärkte und der globalen Ausrichtung des Unternehmens wird allerdings die Auswirkung einzelner Nachfragerückgänge auf das Ergebnis verringert. Allerdings können Risiken wie der Einbruch der weltweiten Finanzmärkte, eine abrupte Abschwächung der chinesischen Konjunktur, die Auswirkungen eines Handelskriegs oder Exportrestriktionen infolge politischer Spannungen die Weltkonjunktur kurzfristig bremsen und die Geschäftsentwicklung des RRPS-Konzerns beeinflussen.

Zusätzlich zur konjunkturellen Situation wirken sich auch verschiedene andere Faktoren, beispielsweise öffentliche Budgets, auf den Erfolg des RRPS-Konzerns aus. Teilweise haben die verschiedenen Einflüsse gegenläufige Effekte. Es finden daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung, der sonstigen makroökonomischen Faktoren und des Wettbewerbsumfelds statt. Auch durch Flexibilisierung der Produktionskapazitäten sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Fixkosten werden mögliche Risiken aus Produktions- und Absatzschwankungen verringert.

Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Vorprodukten können aufgrund des starken Wettbewerbs im Markt nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden. Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzt das Unternehmen deshalb auf weltweit koordinierte Einkaufsaktivitäten, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Rohstoffen werden zusätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Das Wettbewerbsumfeld des RRPS-Konzerns kann als fordernd beschrieben werden. Markteintritte von Wettbewerbern in das Kerngeschäft, gefördert von Unternehmenskooperationen, stellen ein Risiko dar. Diesem Risiko begegnet der RRPS-Konzern mit einer regelmäßigen Überprüfung der strategischen Ausrichtung.

Teilweise sind Zulieferer und Kunden von einer grundsätzlich schwierigen Fremdfinanzierungssituation betroffen. Bei erhöhten Abrufen durch den RRPS-Konzern kann es zudem bei Lieferanten zu Lieferengpässen kommen.

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN

Strategische Entscheidungen beinhalten naturgemäß das Risiko von Fehlentscheidungen. Strategische Risiken können insbesondere aufgrund von Entscheidungen rund um die Produktentwicklung, von Investitionsentscheidungen wie der Standortwahl oder im Zusammenhang mit Fusions- und Übernahmeaktivitäten entstehen. Strategische Entscheidungen sind beim RRPS-Konzern mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbunden.

Mit neuen Produkten ist ganz allgemein das Risiko verbunden, dass sie unwirtschaftlich sein könnten, weil sie entweder in der Entwicklung zu teuer sind oder vom Markt nicht angenommen werden. Die Neuproduktentwicklung wird im Rahmen von Projekten durchgeführt. Um die Risiken auszuschließen bzw. diesen entgegenzuwirken, führt das Unternehmen im Rahmen des Projektauftrags Risikoanalysen durch. Zu sogenannten Milestones passieren die Projekte definierte Quality Gates. Bei Produktneuentwicklungen werden Markt- und Wettbewerbsanalysen vorgenommen. Bei Fusions- und Übernahmeaktivitäten setzt das Unternehmen ein Due-Diligence-Verfahren (Unternehmensprüfung) ein, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handhaben.

Die Organisation des RRPS-Konzerns wird bei Bedarf an Strategieänderungen angepasst. Außerdem geht der Konzern davon aus, dass sich die Unternehmensstrategie auch in einem schwierigen Marktumfeld als tragfähig erweisen wird.

Öffentliche Aufträge setzen regelmäßig lokale Wertschöpfungsanteile voraus. Dem Risiko, diese Aufträge nicht annehmen oder gar vertragliche Verpflichtungen nicht einhalten zu können, wirkt der RRPS-Konzern unter anderem mit einer Internationalisierung der Wertschöpfung entgegen. Gestützt wird die internationale Produktionsstrategie durch Werke unter anderem in den USA, in China und der Türkei. Mit der Umsetzung einer internationalen Produktionsstrategie geht eine produktionsstandortbezogene Beschaffungsstrategie einher.

PRODUKTPORTFOLIORISIKEN

Um stets ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu ermöglichen wird das Produktportfolio des RRPS-Konzerns an die Marktanforderungen angepasst und um neue Produkte und Services erweitert. Diese erhöhen einerseits die Attraktivität des Produkt- und Serviceportfolios, sind aber andererseits mit Markteinführungsrisiken verbunden. Diesen Risiken wirkt das Unternehmen mit konkreten Maßnahmen in den relevanten Produktentwicklungsprojekten entgegen. Da es sich teilweise um die Erschließung neuer Märkte bzw. Technologien handelt, lassen sich Risiken nicht komplett ausschließen.

TECHNOLOGIERISIKEN

Die Technologierisiken zählen zu den wesentlichen Risiken des RRPS-Konzerns. Wachsende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Produkte sowie zunehmend rigidere Abgasvorschriften sind wesentliche Herausforderungen bei der technischen Weiterentwicklung der Produkte. Der RRPS-Konzern begegnet diesen Risiken mit einer stetigen Optimierung des Entwicklungsprozesses und der Weiterentwicklung elektrifizierter Systemlösungen wie modernste Hybridantriebe für Schienenfahrzeuge und Marineanwendungen sowie Lösungen für Microgrid-Anwendungen in der Stromversorgung.

QUALITÄTSRISIKEN

Der RRPS-Konzern verfolgt stets das Ziel, eine hohe Produktqualität zu garantieren. Dies wird durch eine sorgfältige Produktentwicklung und ein effektives Qualitätsmanagementsystem unterstützt. Die komplexen technischen Spezifikationen der Produkte erfordern auch eine sehr hohe Qualität seitens der Zulieferer. Um diese sicherzustellen, wählt das Unternehmen die Lieferanten sorgfältig und nach definierten Kriterien aus.

Trotz des umfassenden Qualitätsmanagementsystems können Produktmängel auftreten und damit Reputations-, Umsatzausfall- sowie Kosten- und Haftungsrisiken entstehen. Diesen auftretenden einzelnen Mängeln wird aktiv durch effektive Maßnahmen begegnet, und betroffene Kunden werden von einem kontinuierlich ausgebauten globalen Servicenetz sorgfältig betreut. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Risiken durch Versicherungsverträge reduziert.

IT-RISIKEN

Die zentralen Geschäftsprozesse der Einzelunternehmen des RRPS-Konzerns und der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von IT-Prozessen und -Aktivitäten abhängig. Die Sicherheit der EDV-Systeme und der Daten unterliegen sowohl externen Risiken wie Infiltrationsversuchen und Schadsoftware als auch technischen Risiken wie einem Serverausfall oder fehlerhafter Software. Um diese Risiken zu minimieren, wurde die IT-Organisation im Rahmen der globalen IT-Strategie weiterentwickelt und entsprechend den Anforderungen kontinuierlich optimiert. Die Zuverlässigkeit der IT-Systeme wird dabei durch eine konsequente Standardisierung der IT-Infrastruktur in der gesamten Gruppe und deren stetige Anpassung an den Stand der Technik gewährleistet. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Sicherheit der EDV-Systeme und des Datenbestands gelegt. Diese Sicherheit wird durch redundante Hardware und den Einsatz aktueller Softwarelösungen gewährleistet und weiterentwickelt. Zudem identifiziert ein Information Technology Security Officer weltweit Risiken für die Informationssicherheit, leitet Gegenmaßnahmen ab und steuert deren Umsetzung.

PERSONALRISIKEN

Einem möglichen zukünftigen Personalbeschaffungsrisiko begegnet das Unternehmen, indem es sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Die Anpassung des Employer Branding auf die aktuellen und sich stetig ändernden Marktbedingungen, tarifliche Vereinbarungen, innovative Arbeitszeitmodelle, eine angemessene Entlohnung, Gesundheitsmanagement, Vereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Fortbildungsmöglichkeiten und das Bekenntnis zu Vielfalt und Inklusion sind wesentliche Bestandteile, das Unternehmen als modernen und attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Talente insbesondere für unternehmenskritische und zukunftsrelevante Bereiche werden frühzeitig durch gezielte Maßnahmen identifiziert und angesprochen. Mit zielgruppengerechten Kommunikationsmaßnahmen digital und offline wirbt das Unternehmen aktiv um zukünftige Mitarbeiter.

Um zukünftige Bedarfe bei Fach- und Führungskräften zu decken, wurden vielfältige Maßnahmen initiiert. Einem möglichen Facharbeitermangel wird proaktiv begegnet, indem zahlreiche Ausbildungs- und Studienplätze angeboten werden. Das Unternehmen hat den Bedarf von Berufsbildern mit digitalem Hintergrund erkannt und baut entsprechende Ausbildungsgänge auf. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen erhöht die Qualifizierung der Mitarbeiter und trägt zu deren beruflicher Weiterentwicklung bei.

Die geringe Fluktuationsrate und eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigen, dass die bestehenden Maßnahmen erfolgreich sind. Insgesamt verfolgt das Unternehmen im Bereich Personal eine präventive Risikostrategie.

BETEILIGUNGSPORTFOLIORISIKEN

Das Beteiligungsportfolio des RRPS-Konzerns beschränkt sich größtenteils auf Unternehmen in 100-prozentigem Eigentum der Rolls-Royce Power Systems AG oder ihrer Tochterunternehmen. Dadurch ergeben sich keine wesentlichen Beteiligungsportfoliorisiken, etwa in Form von Risiken durch absehbare Konflikte mit Minderheitsaktionären. Darüber hinaus bestehen Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, bei denen der RRPS-Konzern jedoch in der Regel weitreichende Mitbestimmungs- und Informationsrechte hat.

Im Hinblick auf das Beteiligungsportfoliorisiko im Einzelabschluss des Mutterunternehmens besteht ein Risiko hinsichtlich potenzieller Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen.

FINANZRISIKEN

Als international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeiten und bei der Finanzierung generell Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden soweit möglich durch geeignete Gegenpositionen minimiert (Natural Hedging, zum Beispiel durch Bezug von Vorprodukten in der Währung der Umsatzlegung). Die verbleibenden Nettorisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das Group Treasury des Konzerns.

Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer konzernweit verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen für alle Konzerngesellschaften vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherungen wird im Zuge des internen Reportings überwacht und gesteuert. Weitere Informationen zu Finanzierungs- und Finanzmarktrisiken befinden sich im Konzernanhang im Abschnitt »Finanzrisikomanagement«.

WÄHRUNGS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKEN. Währungsrisiken können aus Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten Zahlungsströmen entstehen, die auf eine andere Währung als den Euro lauten. Um diese Risiken einzudämmen oder gänzlich auszuschließen, setzt der RRPS-Konzern Devisentermingeschäfte und bei Bedarf Optionen ein. Diese Maßnahmen gelten vor allem für Währungsrisiken, die aus Engagements in US-Dollar resultieren.

Der RRPS-Konzern verfügte zum Stichtag über keine variabel verzinslichen Bankdarlehen, die Zinsänderungsrisiken bergen würden. In Bezug auf das Management von Zinsänderungsrisiken sieht die konzernweite Richtlinie Zinsswaps, Caps und Floors (Ober- und Untergrenzen) als mögliche Sicherungsinstrumente vor. Aufgrund der aktuellen Zinslage ist hier jedoch mit einem nur sehr geringen Risiko für den RRPS-Konzern zu rechnen. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind.

LIQUIDITÄTSRISIKEN. Der RRPS-Konzern verfolgt eine konservative Finanzierungsstrategie. Das Unternehmen verfügt über keine Nettofinanzverschuldung und eine ausreichend hohe Eigenkapitalquote sowie eine stabile Ertragskraft. Unterstützt durch die Rahmenfinanzierung der Rolls-Royce plc ist das Unternehmen damit im Bereich Finanzierung gut aufgestellt. Die Liquidität des Unternehmens wird durch ausreichende Kredit- und Avallinien bei einer größeren Anzahl von überwiegend europäischen Banken sichergestellt. Außerdem gewährleisten der gute Cashflow und das aktive Cashmanagement, dass finanzielle Mittel bedarfsgerecht zur Verfügung stehen.

RISIKEN AUS FORDERUNGSAUSFÄLLEN. Risiken aus Forderungsausfällen, die beim RRPS-Konzern im geschäftsüblichen Umfang bestehen, werden mit gängigen Mitteln der Forderungsabsicherung sowie mit einem aktiven Forderungsmanagement abgesichert. Das Risiko wird bereits im Vorfeld minimiert, indem die wirtschaftliche Situation der Kunden überprüft und bewertet sowie mit Zahlungssicherungsinstrumenten wie Akkreditiven abgesichert wird. Darüber hinaus reagiert das Unternehmen bei erkennbaren Ausfallrisiken, welche beim RRPS-Konzern im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, mit entsprechenden Wertberichtigungen.

RECHNUNGSLEGUNGSRISIKEN

In den Konzernabschluss des RRPS-Konzerns wurden zum 31. Dezember 2019 neben dem Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG 36 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden überwiegend dezentral erstellt. Die Konsolidierung des RRPS-Konzerns erfolgt weitgehend in der Konzernzentrale. Die länderspezifischen Rechnungslegungsstandards der Tochterunternehmen werden auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet, soweit nicht bereits im jeweiligen Einzelabschluss des Tochterunternehmens nach IFRS bilanziert wird. Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis stellt das Unternehmen durch ein Bilanzierungshandbuch sicher, das quartalsweise aktualisiert wird. Unterstützt wird der Erstellungsprozess des Konzernabschlusses zum einen durch einen konzernweit gültigen Abschlusskalender, zum anderen durch eine auf die Bedürfnisse des RRPS-Konzerns entwickelte Konsolidierungssoftwarelösung. Themen wie Finanzierung und Steuern werden durch die Zentralbereichsfunktionen Group Treasury bzw. Group Taxes in der RRPS-Konzernzentrale gebündelt.

Aufgrund der Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Jahres-/Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können. Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, wurden vom RRPS-Konzern verschiedene Maßnahmen und Kontrollen etabliert. Für eine zutreffende Erfassung der Transaktionen in der Buchführung wurden Fehler vermeidende und aufdeckende, manuelle wie auch automatische Kontrollen (sogenannte interne Finanzkontrollen) in der Rechnungslegungssoftware installiert. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Fachexperten in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle bzw. Plausibilisierung für die übernommenen Daten bilden und den Tochterunternehmen bei komplexen Fragestellungen zur Seite stehen.

Die Folgebewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist angesichts der Schätzungen, die im Rahmen der Bewertung vorzunehmen sind, und der zu treffenden Annahmen mit Unsicherheiten behaftet. Zur Prüfung der Bewertung wird jährlich und bei Anzeichen einer Wertminderung unmittelbar ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf eine anerkannte Ratingagentur und Peer Group objektiviert, um die Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen.

Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns müssen die Vorräte in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten-, Cash- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, die durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung von Analysen künftiger Markt- und Absatzmöglichkeiten eingegrenzt werden.

Im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken aus den Zusagen von Pensionsleistungen. Zur Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt.

Generell gelten konzernweit das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann.

UMWELTRISIKEN

Durch die Betriebsaktivitäten im RRPS-Konzern entstehen auch Umweltrisiken, etwa beim Betrieb von Prüfständen oder Energieversorgungsanlagen sowie beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Dieselkraftstoff und Mineralölen. Diesen Risiken werden unter anderem periodisch durchgeführte Umweltaudits entgegengesetzt, um sicherzustellen, dass sowohl nationale als auch konzerninterne Umweltvorgaben jederzeit eingehalten werden und die für die Errichtung und den Betrieb umweltrelevanter Anlagen erforderlichen Genehmigungen in aktueller Form vorliegen. Darüber hinaus werden die geltenden rechtlichen Anforderungen in regelmäßigen Abständen hinsichtlich eines Handlungsbedarfs für den RRPS-Konzern überprüft.

COMPLIANCE-RISIKEN

Die größten Compliance-Risiken des RRPS-Konzerns liegen weiterhin in der Zusammenarbeit mit diversen Geschäftspartnern und insbesondere dem umfangreichen Partnernetzwerk des Unternehmens. Diverse Sonderprojekte zur Compliance-Prüfung entsprechender Unternehmen wurden inzwischen abgeschlossen. Insofern konzentrierten sich die Aktivitäten zuletzt auf die Optimierung der fortlaufenden Überwachung dieser Unternehmen auf potenzielle Compliance-Risiken. Jüngst wurde gemeinsam mit der Rolls-Royce plc ein neuer Prozess zur Prüfung von Geschäftspartnern entwickelt, mit dessen Implementierung nun schrittweise begonnen wurde. Es besteht immer die Möglichkeit, dass Verträge beendet werden. Daraus können Umsatzrisiken und gegebenenfalls auch Ausgleichsforderungen von ehemaligen Partnern entstehen.

SONSTIGE RISIKEN

Im Geschäftsjahr 2019 wurden alle durchgeführten Untersuchungen zu möglichen Compliance-Sachverhalten der Vergangenheit durch die Ermittlungsbehörden abgeschlossen.

Bei behördlichen Zertifizierungen begegnet das Unternehmen einem hohen Regulierungsgrad. Die sich weltweit verschärfenden Emissionsregelungen führen zu erhöhten Entwicklungsbedarfen. Aufgrund der Vielfalt der Anwendungen und der Bearbeitung von Märkten weltweit gelten für die Produkte verschiedenartige Emissionsregelungen, deren Erfüllung - auch aufgrund hoch komplexer Genehmigungsprozesse - Unsicherheiten unterworfen ist. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Emissionsregelungen in bestimmten Applikationen und Ländern aufgrund der öffentlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem »Diesel-Skandal« kurzfristig verschärfen. Trotz der aktiven Sicherung der Technologieführerschaft kann es dabei zu Risiken insbesondere hinsichtlich der jederzeit vollständigen und fristgerechten Umsetzung der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen kommen. Der Erhalt von Emissionszertifikaten ist in sehr vielen Ländern und Märkten Voraussetzung für den Zugang und den Vertrieb der Produkte.

Darüber hinaus sind Gerichtsverfahren anhängig, andere können anhängig werden. Es handelt sich hierbei sowohl um Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Beendigung/Nichtverlängerung von Partnerverträgen als auch um Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Produkten des Unternehmens. Aus Sicht des RRPS-Konzerns sind das normale und im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit stehende Vorgänge. Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, aber grundsätzlich möglich. Bei Bedarf bildet der RRPS-Konzern im üblichen Rahmen Rückstellungen. Im Übrigen wirkt das Unternehmen solchen Risiken durch Vertragsmanagement und eine hohe Produktqualität entgegen.

GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION

Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird anhand des Risikoportfolios aller wesentlichen Einzelrisiken beurteilt. Dabei werden auch die Abhängigkeiten der Risiken untereinander berücksichtigt. Eine Aufrechnung der Risiken mit Chancen erfolgt hierbei nicht.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich keine wesentliche Beeinträchtigung der Unternehmenslage durch Risiken abgezeichnet, ob durch Einzelrisiken oder auch durch Wechselwirkungen mehrerer Risiken. Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG hält die Risikolage für begrenzt und beherrschbar. Wie im vorangegangenen Jahr 2018 hat die Unternehmensleitung festgestellt, dass eine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikoexposition derzeit nicht erkennbar ist. Negative Trends auf den Märkten und eine mögliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können jedoch nicht ausgeschlossen werden und sich entsprechend auf die Risikolage auswirken.

Prognosebericht

Das Jahr 2020 ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Die derzeitigen Wachstumsprognosen der für den RRPS-Konzern relevanten Märkte sind angespannt. Das Unternehmen rechnet aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2020 mit einem leichten Wachstum beim bereinigten Umsatz und einer leicht steigenden Ergebnismarge. Relativ sensibel reagieren die Bereiche Öl und Gas, Bergbaumaschinen und Energieerzeugungssysteme bzw. Motoren für Energieerzeugungssysteme auf lokale Rohstoffpreise und allgemeine Konjunktur-/Projektentwicklungen.

Ob der RRPS-Konzern seine Ziele erreicht, hängt wesentlich von der weltwirtschaftlichen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklung ab. Ein konjunktureller Rückschlag oder negative Währungseinflüsse könnten dazu führen, dass die Erwartungen unterschritten werden. Sollte es jedoch zu einer Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung kommen, ergeben sich zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen.

Viele Teilmärkte befinden sich schon im Abschwung. Ohne baldige Impulse könnte sich dies flächendeckend entwickeln.

Positive Signale aus dem Handelsstreit der USA mit China sowie anhaltende positive Megatrends lassen dennoch eine Erholung im 2. Halbjahr erwarten, sodass das der globale reale Umsatz des Maschinenbaus 2020 auf das Gesamtjahr betrachtet gleichbleibend sein sollte.

Das neues Strategieprogramm PS 2030 stellt die Weichen, um sich zukünftig zu einem integrierten Lösungsanbieter für die Kunden des RRPS-Konzerns zu entwickeln. Im Jahr 2020 planen wir, weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen. Der Personalbestand wird sich zwischen den Bereichen verschieben.

2020 wird ein herausforderndes Jahr. Die erste Jahreshälfte wird durch Verunsicherung im Markt geprägt. Störfaktoren wie Brexit, Finanz- und Haushaltspolitik der USA, Italien oder Handelsauseinandersetzungen verunsichern Entscheidungsträger und sorgen für Verzögerungen bei Investitionen. Sollte dies in nachhaltigen Rückgängen an den Börsen und Rohstoffmärkten münden, könnte dies erheblichen Gegenwind verursachen. Auch der neuartige Coronavirus Covid-19 bringt neue Herausforderungen und wirtschaftliche Auswirkungen für den RRPS-Konzern, welche zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht einschätzbar sind. Die Risiken und Auswirkungen für den RRPS-Konzern hieraus werden aktuell intern bewertet und eingeschätzt. Erste Präventionsmaßnahmen wurden eingeleitet.

 

Friedrichshafen, den 12. März 2020

Rolls-Royce Power Systems AG

Der Vorstand

Jahresabschluss 2019 der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

IN TSD. EURO Anhang Nr. 01.01.-31.12.2018 01.01.-31.12.2019
Umsatzerlöse 1 71.386 72.479
Sonstige betriebliche Erträge 2 3.703 1.098
Aufwendungen für bezogene Leistungen 3 - 21.879 - 22.846
Personalaufwand 4 - 73.402 - 64.520
Abschreibungen des Umlaufvermögens 5 0 - 132.929
Sonstige betriebliche Aufwendungen 6 - 75.935 - 56.521
Finanzergebnis 7 818.015 - 8.326
Steuern vom Einkommen und Ertrag 8 - 64.098 - 31.637
Ergebnis nach Steuern 657.790 - 243.202
Sonstige Steuern - 299 - 92
Jahresüberschuss/Fehlbetrag 657.491 - 243.294
Einstellung in/ Entnahmen aus Gewinnrücklage - 157.491 343.294
Bilanzgewinn 9 500.000 100.000

Bilanz zum 31. Dezember 2019

der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Aktiva

IN TSD. EURO Anhang Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 10 0 0
Sachanlagen 11 0 0
Finanzanlagen 12 1.468.809 1.246.246
1.468.809 1.246.246
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 13 218.723 154.649
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 14 1.229.645 716.676
1.448.368 871.325
Rechnungsabgrenzungsposten 1.058 141
Bilanzsumme 2.918.235 2.117.712

Passiva

IN TSD. EURO Anhang Nr. 31.12.2018 31.12.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 15 131.380 131.380
Kapitalrücklage 16 804.809 804.809
Gewinnrücklagen 17 491.975 148.681
Bilanzgewinn 500.000 100.000
1.928.164 1.184.870
Rückstellungen 18 111.691 122.388
Verbindlichkeiten 19 878.380 810.454
Bilanzsumme 2.918.235 2.117.712

Jahresabschluss 2019 der Rolls-Royce Power Systems AG

Anhang

Die Rolls-Royce Power Systems AG hat ihren Sitz in 88045 Friedrichshafen, Maybachplatz 1, und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 721056).

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB i. V. m. § 266 bzw. § 275 HGB gesondert ausgewiesen. Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd. Euro) aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Im Finanzergebnis werden das Beteiligungsergebnis, das Zinsergebnis und das übrige Finanzergebnis zusammengefasst.

Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt einen Konzernabschluss und einen zusammengefassten Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Unternehmen, insbesondere in den Tätigkeitsbereichen der Entwicklung, Herstellung sowie des Vertriebs von und des Kundendienstes für Verbrennungskraftmaschinen, Getriebe, Anlagen zur zentralen und dezentralen Energieerzeugung, Gelenkwellen, Einspritzanlagen, Brennstoffzellen und Gasmotoren sowie deren Regelungs- und Überwachungseinrichtungen einschließlich Zubehör und Ersatzteilen für Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge sowie für die stationäre Verwendung. Die Gesellschaft kann in den zuvor genannten Tätigkeitsbereichen auch selbst tätig werden. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die entgeltliche Erbringung von finanziellen, administrativen und kaufmännischen Dienstleistungen im Konzern und an Dritte, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist.

Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (von drei bis zehn Jahren) bewertet, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (von drei bis 20 Jahren). Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Wertaufholungen im Anlage- und Umlaufvermögen werden vorgenommen, sofern sie erforderlich sind. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und Zahlungsmittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit sie unverzinslich sind, werden Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Tafeln 2018 G ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz berücksichtigt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gemäß dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie geänderten § 253 Abs. 2 Satz 1 (neu) HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen seit dem Geschäftsjahr 2016 mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn (statt sieben) Geschäftsjahre abzuzinsen.

Für den 31. Dezember 2019 wurde am 16. Oktober 2019 ein Zinssatz in Höhe von 2,71 % p. a. (Vorjahr: 3,21 % p. a.) prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2019 erfolgte zudem unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,50 % p. a. (Vorjahr: 2,50 % p. a.) sowie eines Rententrends von 1,50 % p. a. (Vorjahr: 1,85 % p. a.).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich werden - soweit sie ratierlich anzusammelnde Zukunftsleistungen betreffen - mit dem Barwert der erdienten Leistungen berechnet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden Wertunterschiede von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren, und zukünftig steuerbelastende oder -entlastende wie auch quasi-permanente Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich zum Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird.

Derivative Finanzinstrumente

Zum Bilanzstichtag hatte die Rolls-Royce Power Systems AG derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken im Bestand. Dabei handelt es sich um Devisentermingeschäfte, die primär den Tausch von Euro gegen die Währungen Schweizer Franken, Britische Pfund, Singapur-Dollar, Chinesische Renminbi, Norwegische Kronen und US-Dollar vorsehen.

Soweit Derivate mit Tochtergesellschaften abgeschlossen wurden, dienen diese der Absicherung des Währungsrisikos der Tochtergesellschaft (in der Regel Währungsrisiken aus Umsatzlegung oder Wareneinkauf in Fremdwährung). Diese Derivate werden in der Regel (als "Grundgeschäfte") zur Neutralisierung des Währungsrisikos auf Ebene der Rolls-Royce Power Systems AG gespiegelt, d. h. deckungsgleich mit der Rolls-Royce plc abgeschlossen (als "Sicherungsgeschäfte"). Besteht ein solcher unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen zwei Derivaten (mit der Tochtergesellschaft einerseits und mit der Rolls-Royce plc andererseits), werden diese als Bewertungseinheit zusammengefasst.

Die Ermittlung der prospektiven Wirksamkeit erfolgt anhand der Critical Terms Match-Methode. Aufgrund der 1:1-Beziehung (sogenannte Micro-Hedges) zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft kann auf die retrospektive Ermittlung der Unwirksamkeit verzichtet werden. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die nächsten Jahre (bis zum 1. Quartal 2022) vollständig ausgleichen, da sie demselben Risiko unterliegen und Nominalbetrag, Währung, Fälligkeitstermin und Terminkurs übereinstimmen.

Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode, d. h. soweit den Wertänderungen der "Grundgeschäfte" kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese bilanziell nicht erfasst. Die oben dargestellten "Grundgeschäfte" (Sicherungsgeschäfte mit Tochtergesellschaften) verfügen zum Bilanzstichtag über einen negativen Marktwert (beizulegender Zeitwert) von 9.793 Tsd. Euro, der aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten nicht in die Drohverlustrückstellungen eingestellt wurde.

Soweit keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden die Devisentermingeschäfte nach dem Einzelbewertungsgrundsatz bewertet. Derivate mit positiven Marktwerten werden dabei nicht bilanziell erfasst. Die aus den einzelnen Geschäften resultierenden drohenden Verluste (negative Marktwerte) werden erfolgswirksam in die Drohverlustrückstellungen eingestellt. Die Marktwerte werden unter Anwendung der Barwertmethode auf Basis der Stichtagskurse, welche von der Europäischen Zentralbank veröffentlicht werden, sowie der jeweiligen am Finanzmarkt beobachteten Terminauf- oder Terminabschläge für das jeweilige Währungspaar zum jeweiligen Fälligkeitstermin ermittelt. Die Diskontierung erfolgt ebenfalls zu aktuellen Marktzinsen.

Folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte einschließlich der ermittelten Marktwerte zum Bilanzstichtag und der gebildeten Drohverlustrückstellungen. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wider.

Nominal in Fremdwährung
in Tsd.
Marktwert
in Tsd. Euro
Drohverlust
in Tsd. Euro
In Bewertungseinheiten:
gegenüber verbundenen Unternehmen
CHF-Terminkäufe (gegen EUR) 20.000 454 0
CHF-Terminverkäufe (gegen EUR) 20.000 - 454 0
CHF-Terminkäufe (gegen USD) 3.000 36 0
CHF-Terminkäufe (gegen USD) 3.000 - 46 0
CHF-Terminverkäufe (gegen USD) 3.000 46 0
CHF-Terminverkäufe (gegen USD) 3.000 - 36 0
GBP-Terminkäufe (gegen EUR) 19.798 504 0
GBP-Terminverkäufe (gegen EUR) 19.798 - 504 0
SGD-Terminkäufe (gegen EUR) 52.000 1.435 0
SGD-Terminkäufe (gegen EUR) 11.000 - 7 0
SGD-Terminverkäufe (gegen EUR) 11.000 7 0
SGD-Terminverkäufe (gegen EUR) 52.000 - 1.435 0
USD-Terminkäufe (gegen EUR) 140.821 6.227 0
USD-Terminkäufe (gegen EUR) 111.251 - 1.084 0
USD-Terminverkäufe (gegen EUR) 111.251 1.084 0
USD-Terminverkäufe (gegen EUR) 140.821 - 6.227 0
Nicht in Bewertungseinheiten:
gegenüber verbundenen Unternehmen
GBP-Terminkäufe (gegen EUR) 1.500 5 0
NOK-Terminkäufe (gegen EUR) 38.000 26 0
NOK-Terminverkäufe (gegen EUR) 930.000 - 2.334 - 2.334
USD-Terminkäufe (gegen EUR) 388.000 - 2.945 - 2.945
USD-Terminverkäufe (gegen EUR) 100.000 344 0
gegenüber externen Kontrahenten
CNY-Terminkäufe (gegen EUR) 24.000 - 1 - 1

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 | Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Konzerninterne Leistungsverrechnungen (KIL) 71.024 72.233
Sonstige 362 246
71.386 72.479

2 | Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.684 Tsd. Euro). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Auflösung von Rückstellungen und Kostenerstattungen von Dritten.

3 | Aufwendungen für bezogene Leistungen

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Konzerninterne Leistungsverrechnungen (KIL) 21.879 22.846
21.879 22.846

4 | Personalaufwand

Personalaufwand

IN TSD. EURO 01.01.- 31.12.2018 01.01.- 31.12.2019
Entgelt 63.853 56.500
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.549 8.020
davon für Altersversorgung 2.360 726
73.402 64.520

Anzahl Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)

Anzahl 2018 Anzahl 2019
Indirekte Mitarbeiter 583 570
Auszubildende/Praktikanten 32 34
615 604

5 | Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Außerplanmäßige Abschreibung des Umlaufvermögens 0 132.929
0 132.929

Aufgrund voraussichtlicher dauernder Wertminderung von Darlehen an die Bergen Engines AS wurden 132.929 Tsd. Euro außerplanmäßige Abschreibungen auf das Umlaufvermögen vorgenommen.

6 | Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten aus der Umstellung der Vorschriften des BilMoG anteilig mit einem Fünfzehntel den Aufwand gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB aus der Bewertungsanpassung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen in Höhe von unverändert 400 Tsd. Euro.

7 | Finanzergebnis

IN TSD. EURO 01.01.-31.12.2018 01.01.-31.12.2019
Beteiligungsergebnis
Erträge aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags 821.531 207.803
Erträge aus Beteiligungen 2.632 2.800
aus verbundenen Unternehmen 824.163 210.603
Zinsergebnis
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.639 11.352
davon aus verbundenen Unternehmen 5.585 9.832
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 16.338 - 16.735
davon an verbundene Unternehmen - 3.605 - 3.585
davon Aufzinsung langfristiger Rückstellungen - 2.461 - 2.514
- 9.699 - 5.383
Übriges Finanzergebnis
Erträge aus Währungsumrechnungen 49.051 32.461
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen - 45.500 - 22.168
Abschreibung auf Finanzanlagen 0 - 223.839
3.551 - 213.546
Finanzergebnis gesamt 818.015 - 8.326

Durch die infolge des gesunkenen Marktwerts des Eigenkapitals der Bergen Engines AS notwendige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurde das Finanzergebnis in Höhe von 223.839 Tsd. Euro außergewöhnlich belastet.

8 | Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Rolls-Royce Power Systems AG ist seit dem Geschäftsjahr 2015 körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organträgerin der deutschen Organschaft. Hiernach wird das steuerliche Einkommen der Organgesellschaften der Rolls-Royce Power Systems AG zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuer unterworfen.

Die im Geschäftsjahr 2019 ermittelten Ertragsteuern belaufen sich auf 31.637 Tsd. Euro (Vorjahr: 64.098 Tsd. Euro).

Die laufenden Ertragsteuern umfassen die Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2019 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre. Hierin sind periodenfremde Erträge in Höhe von 7.777 Tsd. Euro (Vorjahr: 19.500 Euro) enthalten.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,43 %.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 66,7 Mio. Euro resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten. Sie ergeben sich nach einer Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Organkreises. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird.

Die sich innerhalb des Organkreises ergebenden aktiven latenten Steuern vor Saldierung betreffen im Wesentlichen Vorräte, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten.

Die passiven latenten Steuern vor Saldierung innerhalb des Organkreises ergeben sich überwiegend aus den Bilanzpositionen Sachanlagevermögen und Guthaben bei Kreditinstituten.

9 | Bilanzgewinn

Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 15. März 2019 wurde der vom Aufsichtsrat gebilligte und nach § 172 AktG festgestellte Jahresabschluss bezüglich der vorgeschlagenen Gewinnverwendung nicht geändert. Der Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 500.000 Tsd. Euro wurde zur Zahlung einer Dividende an Vinters International verwendet. Die Dividende wurde am 27. März überwiesen. Der restliche Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 157.491 Tsd. Euro wurde somit in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2019 beträgt 243.294 Tsd. Euro. Aus den anderen Gewinnrücklagen wird weiterhin ein Betrag in Höhe von 343.294 Tsd. Euro entnommen, der zu einem Bilanzgewinn von 100.000 Tsd. Euro führt. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 100.000 Tsd. Euro durch Zahlung einer Dividende an die alleinige Aktionärin der Gesellschaft Vinters International Ltd. auszuschütten.

Der Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 10.441 Tsd. Euro führt zu keiner Ausschüttungssperre, da die nach einer Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen in Höhe von 280.369 Tsd. Euro diesen deutlich übersteigt.

Erläuterungen zur Bilanz

10 | Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen ist ausschließlich Datenverarbeitungssoftware inklusive Lizenzen ausgewiesen.

IN TSD. EURO Nutzungsrechte und Lizenzen Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2019 401 401
Zugänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2019 401 401
Abschreibungen
Stand am 01.01.2019 401 401
Laufendes Jahr 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2019 401 401
Buchwert
Stand am 31.12.2018 0 0
Stand am 31.12.2019 0 0

11 | Sachanlagen

Im Geschäftsjahr wurden keine Investitionen getätigt.

IN TSD. EURO Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2019 1.475 1.475
Zugänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2019 1.475 1.475
Abschreibungen
Stand am 01.01.2019 1.475 1.475
Laufendes Jahr 0 0
Abgänge 0 0
Stand am 31.12.2019 1.475 1.475
Buchwert
Stand am 31.12.2018 0 0
Stand am 31.12.2019 0 0

12 | Finanzanlagen

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.458.756 1.234.918
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.157 6.157
Beteiligungen 3.439 4.421
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 457 750
1.468.809 1.246.246
IN TSD. EURO Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Ausleihungen an Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis Gesamt
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 01.01.2019 1.706.818 11.000 3.439 457 1.721.714
Zugänge 0 0 982 293 1.275
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 1.706.818 11.000 4.421 750 1.722.989
Abschreibungen
Stand am 01.01.2019 248.062 4.843 0 0 252.905
Laufendes Jahr 223.838 0 0 0 223.838
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 471.900 4.843 0 0 476.743
Buchwert
Stand am 31.12.2018 1.458.756 6.157 3.439 457 1.468.809
Stand am 31.12.2019 1.234.918 6.157 4.421 750 1.246.246

13 | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 153 427
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.455 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 195.744 139.766
davon Restlaufzeit größer ein Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 16.371 14.456
davon aus Steuern 14.158 12.277
218.723 154.649

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vorwiegend den Finanzverkehr. Forderungen über 1 Jahr bestanden zum Stichtag -wie im Vorjahr- nicht.

14 | Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt und betrugen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 73.676 Tsd. Euro (Vorjahr: 106.645 Tsd. Euro). Des Weiteren besteht ein kurzfristiges fälliges Termingeld bei Rolls-Royce plc in Höhe von 643.000 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.123.000 Tsd. Euro).

15 | Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt 131.380 Tsd. Euro (Vorjahr: 131.380 Tsd. Euro) und entfällt auf 131.380.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, besteht ein Beherrschungsvertrag. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 12. August 2015.

Oberstes Mutterunternehmen der Rolls-Royce Power Systems AG ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, wird beim Companies House offengelegt. Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

16 | Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beläuft sich auf 804.809 Tsd. Euro (Vorjahr: 804.809 Tsd. Euro).

17 | Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen belaufen sich auf 148.681 Tsd. Euro (Vorjahr: 491.975 Tsd. Euro). Der restliche Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2018 in Höhe von 157.491 Tsd. Euro wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Vorstand und Aufsichtsrat haben die Entnahme aus den anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 343.294 Tsd. Euro für das Geschäftsjahr 2019 beschlossen. Damit beträgt der Bilanzgewinn 100.000 Tsd. Euro und wird an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien ausgeschüttet.

18 | Rückstellungen

IN TSD. EURO 31.12.2018 31.12.2019
Rückstellungen für Pensionen 72.320 79.718
Steuerrückstellungen 21.790 23.678
Sonstige Rückstellungen 17.581 18.992
111.691 122.388

Die Versorgungsverpflichtungen sind durch Pensionsrückstellungen, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurden, voll gedeckt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahre beträgt 10.441 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.331 Tsd. Euro).

Die nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB belaufen sich auf 1.999 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.398 Tsd. Euro).

Die mittelbare Pensionsverpflichtung aus der Unterdeckung bei der Unterstützungseinrichtung in Höhe von 2.601 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.359 Tsd. Euro) ist nicht passiviert.

Rolls-Royce Power Systems AG stellt für jeden Mitarbeiter in jedem Jahr einen definierten Betrag zur Verfügung, der - umgerechnet in einen Kapitalbaustein - einem fiktiven Konto gutgeschrieben wird. Bei Rentenbeginn erfolgt die Umrechnung in und Auszahlung als eine lebenslängliche Rente. Im Rahmen der Versorgungszusage besteht darüber hinaus für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Entgeltumwandlung das Versorgungskonto zu erhöhen.

Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend Personalrückstellungen.

19 | Verbindlichkeiten

IN TSD. EURO 31.12.2019 davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.764 7.764 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.240 5.240 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 785.674 785.674 0
Sonstige Verbindlichkeiten 11.776 11.776 0
davon aus Steuern 7.127 7.127 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 167 167 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 810.454 810.454 0
IN TSD. EURO 31.12.2018 davon Restlaufzeit
bis 1 Jahr über 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.528 7.836 7.692
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.504 13.504 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 828.723 828.723 0
Sonstige Verbindlichkeiten 20.625 20.625 0
davon aus Steuern 6.784 6.784 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 169 169 0
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 878.380 870.688 7.692

Verbindlichkeiten über fünf Jahre bestanden zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vorwiegend den Finanzverkehr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer ausgewiesen.

Sonstige Angaben

20 | Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden Gewährleistungen in Höhe von 510.668 Tsd. Euro (Vorjahr: 507.272 Tsd. Euro). Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist.

21 | Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Leasing von Fitnessgeräten im Wert von 38 Tsd. Euro (Vorjahr: 33 Tsd. Euro).

22 | Nachtragsbericht

Am 15. Januar 2020 hat die Rolls-Royce Power Systems AG weitere 49% zu den am 31. Dezember 2019 bereits bestehenden 24 % Anteilen am Kapital der Qinous GmbH für einen Kaufpreis von 9,8 Mio. EUR erworben. Des Weiteren übernimmt die Rolls-Royce Power Systems AG vorbehaltlich kartellrechtlicher Genehmigung 100% der Anteile an der Kinolt SA, Grâce-Hollogne, Belgien. Am 7. März 2020 wurde der Kaufvertrag dazu unterzeichnet. Durch den Erwerb der Kinolt Group treibt Rolls-Royce Power Systems Gruppe den Geschäftsbereich mit dezentralen Energieanlagen als Erweiterung des bestehenden Produktportfolios konsequent voran.

23 | Organe

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 1.488 Tsd. Euro. Für aktive Mitglieder des Vorstands waren zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von 520 Tsd. Euro zurückgestellt. Die hierfür im Geschäftsjahr aufgewendeten Beträge beliefen sich auf 50 Tsd. Euro. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats bezifferten sich auf 405 Tsd. Euro.

Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorständen und deren Hinterbliebenen wurden 23.875 Tsd. Euro zurückgestellt. Durch die Umstellung auf das BilMoG betragen aufgrund der Inanspruchnahme der Übergangsregelung gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB die hierfür in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen 548 Tsd. Euro. Die laufenden Bezüge und Einmalzahlungen für ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene betragen 909 Tsd. Euro.

24 | Prüfungs- und Beratungsgebühren

Wir verweisen auf die Angaben im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG gemäß § 285 Nr. 17 HGB.

25 | Angaben gemäß § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG

1. Die Engine Holding GmbH, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1, Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

2. Die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Daimler AG von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

3. Des Weiteren hat uns die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland als Mutterunternehmen der Daimler Vermögensund Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1. WpHG i. V. m. § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (das entspricht 0 Stimmrechte) beträgt.

4. Die Vinters International Ltd., Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters International Ltd. von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

5. Die Vinters Engineering plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters Engineering plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

6. Die Vinters plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

7. Die Rolls-Royce plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc nach § 22 Abs.1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

8. Die Rolls-Royce Group plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Group plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

9. Die Rolls-Royce Holdings plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt.

Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce Group plc, Rolls-Royce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH.

Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Holdings plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH.

Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH und den Rechtsbeschwerdeführern wurde über die zu gewährende Abfindung Einigkeit erzielt und die Abfindung entsprechend auf 30,00 EUR bzw. 31,61 EUR erhöht, worauf die Beschwerdeführer ihre Beschwerde beim Bundesgerichtshof zurückgezogen haben. Somit hält die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH seit 14. März 2013 100 % der Anteile an der Rolls-Royce Power Systems AG.

Aufgrund der Verschmelzung der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH auf die Rolls-Royce Power Systems AG gemäß Verschmelzungsvertrag vom 15. Juli 2015 ist die Vinters International Limited, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht von England und Wales, registriert im Handelsregister des Companies House von England und Wales in Cardiff unter der Nummer 542021 mit Sitz in Moor Lane, Derby, Derbyshire alleinige Gesellschafterin der Rolls-Royce Power Systems AG.

26 | Der Vorstand

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Der Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG setzt sich wie folgt zusammen:

ANDREAS SCHELL

Vorsitzender des Vorstands - Chief Executive Officer (CEO) und seit 16. April 2019 Arbeitsdirektor

MARCUS A. WASSENBERG (BIS 15. APRIL 2019)

Chief Financial Officer (CFO) und Arbeitsdirektor

WOLFGANG WIDLEWSKI (VOM 6. MAI BIS 31. DEZEMBER 2019)

Chief Financial Officer (CFO)

LOUISE ÖFVERSTRÖM (SEIT 1. JANUAR 2020)

Chief Financial Officer (CFO)

27 | Der Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2019 trat Mikael Makinen mit Ablauf des 9. April 2019 aus dem Aufsichtsrat aus. Am 24. Mai 2019 wurde Benjamin Story als neues Aufsichtsratsmitglied bestellt.

Dem Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG gehören somit folgende Aufsichtsratsmitglieder an:

AXEL ARENDT(Vorsitzender)

Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtschaftsingenieur

Selbstständiger Unternehmensberater

ANDREAS BEMERL *

Betriebswirt (VWA)

Freigestellter Betriebsrat, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

THOMAS BITTELMEYER * (Stellvertretender Vorsitzender)

Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

SIMON JOHN CARLISLE

Director - Strategy Civil Aerospace bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

FIONA DOLAN

Group Controller bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

MARK GREGORY

General Counsel bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

DR. ANDREAS KUNZ *

Doktoringenieur

Entwicklungsleiter kommerzielle Motoren, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

MIKAEL MAKINEN (BIS 9. APRIL 2019)

President - Marine bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

HELENE SOMMER *

Politikwissenschaftlerin (BA)

Gewerkschaftssekretärin, zweite Bevollmächtigte und Kassiererin der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben

BENJAMIN STORY (SEIT 24. MAI 2019)

Strategie Marketing Director bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

DR. ROBERT WATSON

Chief of Staff des Chief Executive bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien

ACHIM ZINSER *

Freigestellter Betriebsrat, MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen

ROMAN ZITZELSBERGER *

Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Stuttgart

* Arbeitnehmervertreter

Innerhalb des Gesamtaufsichtsrats wurden ein Vermittlungsausschuss, ein Präsidialausschuss und ein Prüfungsausschuss gebildet.

Der Vermittlungsausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Simon John Carlisle und Helene Sommer zusammen.

Der Präsidialausschuss setzt sich aus Axel Arendt (Vorsitzender), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Mark Gregory und Helene Sommer zusammen.

Dem Prüfungsausschuss gehören Axel Arendt (Vorsitzender), Achim Zinser (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Bemerl und Mark Gregory an.

 

Friedrichshafen, den 12. März 2020

Der Vorstand

Andreas Schnell Vorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer, CEO

Louise Öfverström Mitglied des Vorstands Chief Financial Officer, CFO

28 | Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Name und Sitz der Gesellschaft Unmittelbarer/mittelbarer Anteilsbesitz: Anteil am Kapital
in %
Eigenkapital
in Tsd. Euro
Anmerkungen Ergebnis
in Tsd. Euro
Anmerkungen
MTU Friedrichshafen GmbH, Friedrichshafen 100 % 504.005 0 1)
MTU Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur 100 % 185.948 45.384
MTU Hong Kong Ltd., Hongkong/China 100 % 39.816 8.744
MTU Engineering (Suzhou) Co. Ltd., Suzhou/China 100 % 22.056 - 416
MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien 100 % 11.550 2.846
PT MTU Indonesia, Jakarta/Indonesien 100 % 22.107 4.836
MTU Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 100 % 13.485 - 234
MTU China Co. Ltd., Shanghai/China 100 % 1.355 -93
MEST Co. Ltd., Gyeongsangnam-do, Süd Korea 47 % 8.958 2.795
Shanxi North MTU Diesel Co. Ltd., Datong/China 49 % 15.537 - 3.417
MTU Korea Ltd., Seoul/Südkorea 100 % 772 3) 105 3)
MTU Power Systems Sdn. Bhd, Kuala Lumpur, Malaysia 49 % 3.713 - 625
MTU Onsite Energy GmbH, Augsburg 100 % 5.080 0 2)
MTU Italia S.r.l., Arcola/Italien 100 % 22.655 3.068
MTU Benelux B.V., Dordrecht/Niederlande 100 % 21.039 3.602
MTU do Brasil Ltda., São Paulo/Brasilien 100 % 11.159 - 2.374
MTU America Inc., Detroit/USA 100 % 575.539 77.997
EPIX Power Systems LLC, Houston, Texas 50 % 1.027 - 53
Karl Maybach-Hilfe GmbH (Unterstützungskasse), Friedrichshafen 100 % 7.225 0
MTU France SAS, Beauchamp/Frankreich 100 % 7.863 1.851
MTU Israel Ltd., Nathanya/Israel 100 % 1.585 3) 72 3)
MTU Motor Türbin Sanayi ve Ticaret A.Ş., Hadımköy/Türkei 100 % 35.230 7.446
MTU Reman Technologies GmbH, Magdeburg 100 % 11.783 0 2)
MTU Polska Sp. z o.o., Warschau/Polen 100 % 3.602 7
MTU Yuchai Power Company Ltd., Yulin, Volksrepublik China 50 % 16.528 - 431
Force MTU Power Systems Private Ltd., Pune, Indien 49 % 12.968 - 2.817
MTU Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 6.738 688
MTU South Africa Pty. Ltd., Kapstadt/Südafrika 100 % 3.969 - 238
MTU UK Ltd., East Grinstead/Großbritannien 100 % 12.995 4.714
MTU Ibérica Propulsión y Energía S.L., Coslada/Spanien 100 % - 6.734 1.190
MTU Onsite Energy Systems GmbH, Ruhstorf 100 % - 18.885 1.163
Bergen Engines AS, Bergen/Norwegen 100 % - 66.139 - 96.906
Bergen Engines BV, Rotterdam/Niederlande 100 % 6.145 2.048
Bergen Engines Denmark A/S, Aalborg/Dänemark 100 % 5.370 864
Bergen Engines India Pvt. Ltd., Neu Delhi/Indien 100 % 12.779 446
Bergen Engines S.L., Tarragona/Spanien 100 % 10.180 3.112
Bergen Engines S.R.L., Genua/Italien 100 % 13.684 2.892
Bergen Engines Ltd., Bedford/Großbritannien 100 % 2.102 67
Bergen Engines Property Co AS, Bergen/Norwegen 100 % 2.173 1.813
Bergen Engines Bangladesh Pvt. Ltd., Dhaka/Bangladesch 100 % 3.994 247
MTU Rus LLC, Moskau/Russland 100 % 6.980 3) 1.618 3)
MTU Middle East FZE, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100 % - 6.184 544
Qinous GmbH, Berlin 24 % 636 - 2.766

1) EAV mit der Rolls-Royce Power Systems AG
2) EAV mit der MTU Friedrichshafen GmbH
3) Erstkonsolidierung 2019

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den. für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 13. März 2020

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer

ppa. Tobias Genz, Wirtschaftsprüfer

Veröffentlichung des Gewinnverwendungsbeschlusses nach § 325 Abs. 1b HGB:

Der nach Entnahme von 343.294.485,32 EUR aus den Gewinnrücklagen festgestellte Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2019, in Höhe von 100.000.000,00 EUR, wird durch Zahlung einer Dividende in Höhe von 100.000.000,00 EUR an die alleinige Aktionärin der Gesellschaft "Vinters International Ltd." ausgeschüttet (Beschluss der Hauptversammlung vom 03. April 2020; Ausschüttung erfolgte am 22. April 2020).