Rolls-Royce Power Systems AGFriedrichshafenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2021der Rolls-Royce Power Systems AGÜBERWACHUNGS- UND BERATUNGSTÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS.Der Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2021 in vollem Umfang wahrgenommen. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens regelmäßig beraten sowie seine Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und konnte sich so von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat regelmäßig schriftliche Berichte des Vorstands erhalten und wurde darin über die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie über wichtige Parameter aus Operations, Qualität und HSE unterrichtet. In den Ausschüssen und im Aufsichtsrat sind alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher oder mündlicher Vorstandsberichte erörtert worden. Soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war, hat der Aufsichtsrat nach sorgfältiger Prüfung seine Beschlüsse dazu gefasst, insbesondere zu Investitionsvorhaben, M&A-Transaktionen, Unternehmensverträgen und Kapitalmaßnahmen im Unternehmen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig in seinen zu den Sitzungen zur Verfügung gestellten Berichten zur Markteinschätzung und Geschäftsentwicklung über alle maßgeblichen wirtschaftlichen Entwicklungen des Konzerns und der Geschäftsfelder. Er unterrichtete den Aufsichtsrat im Berichtsjahr auch fortlaufend über alle grundsätzlichen Fragen der Unternehmensplanung einschließlich der aktuellen Finanz- und Investitionslage sowie der Personalplanung. Auch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Unternehmen und die eingeleiteten Gegenmaßnahmen waren Gegenstand intensiver Erörterung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Die Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Gremiensitzungen in regelmäßigem und engem Kontakt mit dem Vorstand und informierte sich über wesentliche Entwicklungen im Unternehmen. Die Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter berieten in getrennten Gesprächen vor den Plenarsitzungen die Themen der jeweiligen Tagesordnung. Bei den Gesprächen der Arbeitnehmervertreter nahm auch der Vorstand teil. Die Arbeit im Aufsichtsrat war von einem offenen und intensiven Austausch geprägt. Die Aufsichtsratsmitglieder bereiteten sich stets anhand von Unterlagen, die der Vorstand vorab zur Verfügung gestellt hatte, auf die anstehenden Sitzungen und Beschlussfassungen vor. SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM PLENUM.Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt vier ordentliche Sitzungen und vier außerordentliche Sitzungen abgehalten. Die Sitzungen wurden pandemiebedingt teilweise als Videokonferenz durchgeführt. Zusätzlich wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Die Sitzungsteilnahme war auf einem sehr hohen Niveau. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren zunächst die Regelberichterstattungen über die Arbeit in den Ausschüssen, zur Markteinschätzung, Geschäftsentwicklung, Operations, Qualität und HSE sowie zum Risikomanagement. Der Vorstand berichtete zudem regelmäßig über die Konzernstrategie "RRPS 2030" sowie über Organisationsveränderungen im Rahmen des Programms "EMPOWER 2030". So hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. Mai 2021 zum einen vertieft mit geplanten sowie bereits durchgeführten und sich in der Integrationsphase befindlichen M&A-Investitionen beschäftigt und zum anderen die Wachstumsambitionen des Unternehmens in Bezug auf nachhaltige Energielösungen diskutiert. Ergänzt wurde die strategische Diskussion durch eine umfassende Berichterstattung des Vorstands am 24. September 2021 im Hinblick auf die Ausrichtung des Unternehmens und die Investitionen in Nachhaltigkeit und sogenannte grüne Technologien zur Reduktion von CO2 -Emissionen. Wiederholt wurden mit dem Vorstand die Herausforderungen aufgrund von Engpässen in der Lieferkette sowie der Erhöhung der Transport- und Materialkosten diskutiert und dabei sowohl deren finanzielle Auswirkungen als auch die initiierten Abhilfemaßnahmen erörtert. In der Sitzung am 26. November 2021 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Thema Diversity im Vorstand und Aufsichtsrat. In diesem Zusammenhang wurden Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und Aufsichtsrat und Fristen zur Erreichung bestimmt. Der Aufsichtsrat hat hierbei seine Überzeugung vom gesellschaftlichen und unternehmerischen Nutzen von Diversity betont und dabei den Aktivitäten zur Förderung einer vielfältigen Belegschaft volle Unterstützung zugesprochen. Der Aufsichtsrat befasste sich auch in eigens hierfür anberaumten außerordentlichen Sitzungen intensiv mit der Geschäftsentwicklung und der Budgetplanung. Im Geschäftsjahr 2021 diskutierte der Aufsichtsrat zahlreiche durch den Vorstand zur Zustimmung vorgelegte Investitionsvorhaben und weitere zustimmungspflichtige Geschäfte. Dies waren beispielsweise Investitionen in Entwicklungsprüfstände, zur Errichtung eines Reman- und Overhaulcenters, als auch Investitionen im Kontext der Brennstoffzelle. Ebenfalls wurden dem Aufsichtsrat ein Unternehmensvertrag, die Verschmelzung von Tochtergesellschaften und die Veräußerung der Tochtergesellschaft Bergen Engines AS vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat nach sorgfältiger Prüfung und Beratung sämtlichen durch den Vorstand vorgelegten Geschäftsmaßnahmen zugestimmt. ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN.Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat drei Ausschüsse (Präsidialausschuss, Prüfungsausschuss und Vermittlungsausschuss) gebildet. Die Ausschüsse bereiteten Themengebiete zur Diskussion im Plenum und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats vor. Im gesetzlichen Rahmen hat der Aufsichtsrat in geeigneten Fällen Beschlusszuständigkeiten des Aufsichtsrats auf einzelne Ausschüsse übertragen. PRÄSIDIALAUSSCHUSS.Der Präsidialausschuss trat im Berichtsjahr 2021 zu insgesamt vier ordentlichen Sitzungen und neun außerordentlichen Sitzungen zusammen. Er beschäftigte sich u. a. mit der Zielerreichung der Vorstände für 2020 sowie der Zielvereinbarung der Vorstände für das Berichtsjahr 2021. Daneben befasste sich der Präsidialausschuss mit der Geschäftsverteilung zwischen den Vorstandsmitgliedern und bereitete die Auswertung der Effizienzprüfung des Aufsichtsrates auf. Weiterer Schwerpunkt war im Zusammenhang mit EMPOWER 2030 die Befassung mit der Anpassung der Organisations- und Führungsstruktur des Unternehmens. Der Präsidialausschuss hat die Themen detailliert vorbereitet und nach intensiver Behandlung jeweils Empfehlungen an den Aufsichtsrat ausgesprochen, denen der Aufsichtsrat in sämtlichen Angelegenheiten gefolgt ist. PRÜFUNGSAUSSCHUSS.Der Prüfungsausschuss hielt im Jahr 2021 insgesamt vier ordentliche Sitzungen und eine außerordentliche Sitzung ab. Der Prüfungsausschuss befasste sich damit, den Wahlvorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung bezüglich der Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 vorzubereiten. Er befasste sich daneben insbesondere mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, mit der Erörterung des zusammengefassten Lageberichts und der prüferischen Durchsicht des zum Halbjahr erstellten Berichtspakets für das Geschäftsjahr 2021. Die Rechnungslegung und Risikoüberwachung sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer wurden ebenfalls erörtert. Der Prüfungsausschuss überwachte entsprechend den gesetzlichen Anforderungen den Prozess der Rechnungslegung sowie die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Ein weiterer Schwerpunkt in den Sitzungen des Prüfungsausschusses war die Behandlung möglicher Compliance-Verstöße innerhalb der Rolls-Royce Power Systems-Gruppe. Ebenso wurden die Qualitätssicherung der Konzernrevision sowie die Umsetzung der Weiterentwicklungen des bestehenden Compliance Management Systems behandelt. Daneben bereitete der Prüfungsausschuss die zustimmungspflichtigen Investitionsvorhaben durch intensive Diskussion vor und berichtete dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse. VERMITTLUNGSAUSSCHUSS.Sitzungen des Vermittlungsausschusses gemäß §27Abs. 3 MitbestG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 nicht erforderlich. INTERESSENKONFLIKTE.Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern auf, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen gewesen wären und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen. VERÄNDERUNGEN IM AUFSICHTSRAT.Zum 31. Mai 2021 hat der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Axel Arendt seine Ämter im Aufsichtsrat und den Ausschüssen niedergelegt. Als Nachfolgerin wurde am 10. Juni 2021 Frau Jasmin Staiblin gewählt. Frau Staiblin ist seit dem 11. Juni 2021 sowohl Vorsitzende des Aufsichtsrats als auch Vorsitzende des Präsidialausschusses und des Prüfungsausschusses. Auf der Seite der Anteilseignervertreter ist im Berichtsjahr des Weiteren Herr Benjamin Story (bis 31. Dezember 2021) als Mitglied ausgeschieden. Als neues Aufsichtsratsmitglied wurde Herr Dr. Sebastian Resch (ab 11. Januar 2022) gewählt VERÄNDERUNGEN IM VORSTAND.Im Vorstand haben sich im Geschäftsjahr 2021 keine Veränderungen ergeben. JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS 2021.Die von der Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PWC) hat den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Rolls-Royce Power Systems AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2021 geprüft und uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner Bilanzsitzung am 18. März 2022 eingehend mit dem Jahresabschluss, dem Konzernabschluss und dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sowie mit dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns. Die Prüfungsberichte von PWC lagen jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor. Der Prüfungsausschuss befasste sich vorbereitend in der Sitzung am 17. März 2022 mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht und brachte das Ergebnis der Diskussion in die Aufsichtsratssitzung ein. Der Abschlussprüfer nahm an den Sitzungen des Prüfungsausschusses und an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und über besonders wichtige Prüfsachverhalte. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den zusammengefassten Lagebericht eingehend geprüft, sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat billigte mit Beschluss vom 18. März 2022 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2021 einschließlich des zusammengefassten Lageberichts. Damit war der Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG festgestellt. Anschließend beschloss der Aufsichtsrat auf dieser Grundlage, sich dem Vorschlag des Vorstands zu Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen. Der Aufsichtsrat verabschiedete ferner den Bericht des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im In- und Ausland sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihr Engagement im Geschäftsjahr 2021. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Aufsichtsratsvorsitzenden Herrn Axel Arendt für seine langjährige gute Arbeit, mit der er das Unternehmen durch sein engagiertes Wirken im Aufsichtsrat eng begleitet hat.
Friedrichshafen, 18. März 2022 Für den Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG Jasmin Staiblin, Ersitzende des Aufsichtsrats Rolls-Royce Power Systems AG FriedrichshafenKonzernlagebericht und Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG (zusammengefasster Lagebericht)Grundlagen des KonzernsHistorie des Rolls-Royce Power Systems-KonzernsDie Geschichte des heutigen Rolls-Royce Power Systems-Konzerns (im Folgenden: RRPS-Konzern) reicht über ein Jahrhundert zurück. Ursprung des Konzerns ist die Luftfahrzeug-Motorenbau GmbH, die am 23. März 1909 von Wilhelm und Karl Maybach sowie Graf Ferdinand von Zeppelin gegründet wurde. Gegenstand des Unternehmens war zunächst die Entwicklung und Produktion von Motoren für die Luftschiffe der Zeppelin-Werke. Im Jahr 1918 firmierte das Unternehmen in Maybach-Motorenbau GmbH um. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs widmete sich das Unternehmen kurzzeitig dem Automobilbau sowie der Herstellung von Hochleistungsdieselmotoren und legte damit die Basis für den heutigen Dieselmotorenbau. Im Jahr 1969 gründeten die Daimler-Benz AG (über die Maybach Mercedes-Benz GmbH) und die MAN AG (über die MAN Turbo GmbH) als Zusammenlegung der Triebwerks- und Dieselaktivitäten die MTU Friedrichshafen GmbH (für »Motoren- und Turbinen-Union«). Bis zum Jahr 2006 hatte sich der Konzern mit seiner Muttergesellschaft MTU Friedrichshafen GmbH zu einem wesentlichen Bestandteil der Off-Highway-Aktivitäten des damaligen DaimlerChrysler-Konzerns entwickelt. 2006 wurde der Konzern an einen Finanzinvestor verkauft. Das Unternehmen wurde unter der neu gegründeten Dachgesellschaft Tognum AG gebündelt, die ab 2007 an der Börse (M-Dax) notierte. 2011 wurde das Unternehmen mehrheitlich durch ein Gemeinschaftsunternehmen der Rolls-Royce plc und Daimler AG übernommen. Im Jahr 2014 wurde die Tognum AG in Rolls-Royce Power Systems AG umfirmiert. Die Daimler AG verkaufte ihren Anteil von 50 % am Gemeinschaftsunternehmen Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH (RRPSH) im August 2014 an den Partner Rolls-Royce plc. Die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH wurde 2015 mit der heutigen Konzernmutter Rolls-Royce Power Systems AG verschmolzen. Im Jahr 2021 erfolgte im Rahmen des Rebrandings eine Umbenennung aller Gesellschaften, die der Rolls-Royce Power Systems AG zugeordnet werden. In diesem Zuge wurde unter anderem die MTU Friedrichshafen GmbH in Rolls-Royce Solutions GmbH umbenannt. Konzernstruktur und GeschäftstätigkeitDie Rolls-Royce Power Systems AG (im Folgenden: RRPS AG) mit Sitz in Friedrichshafen ist ein weltweit agierender Anbieter von Antriebssystemen und dezentralen Energieanlagen. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte der RRPS-Konzern einen um Hedging-Effekte bereinigten Umsatz1 von 3.442,8 Mio. Euro und beschäftigte zum 31. Dezember 2021 weltweit 10.431 Mitarbeiter. PRODUKTPORTFOLIO. Das Produktportfolio umfasst schnelllaufende Motoren und Antriebssysteme der Marke mtu für Schiffe, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, militärische Fahrzeuge, Pumpenantriebe für die Öl- und Gasindustrie sowie Systemlösungen zur Energieversorgung auf Basis von Diesel- und Gasmotoren. Die Systemlösungen umfassen Anlagen für Notstrom-, Grund- und Spitzenlastversorgung bis hin zu leistungsfähigen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK). Der RRPS-Konzern stellt sich zunehmend für die Anforderungen einer emissionsfreien Gesellschaft auf. Zu diesem Zweck hat der Konzern im Jahr 2021 eine umfassende Reorganisation seiner Geschäftsfelder durchgeführt und mit einer neuen Business Unit Sustainable Power Solutions, seine emissionsarmen bzw. emissionsfreien Technologien für Antrieb, Energieerzeugung und -speicherung unter einem Dach gebündelt. Gleichzeitig hat der RRPS-Konzern die Ziele zur Dekarbonisierung seiner Produkte und Lösungen im Jahr 2021 definiert und veröffentlicht. Der RRPS-Konzern visiert im Rahmen seines Programms Net Zero at Power Systems an, bis zum Jahr 2030 mit seinen neu verkauften Produkten 35 % weniger CO2 zu emittieren als im Vergleichszeitraum 2019. Bis zum Jahr 2050 strebt das Unternehmen vollständige Klimaneutralität an und erfüllt damit die Anforderungen des Mutterkonzerns Rolls-Royce plc.
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Eine Erläuterung des bereinigten Umsatzes ist im Abschnitt »Lage« aufgeführt. Die norwegische Tochterfirma Bergen Engines AS, die mittelschnelllaufende Motoren für die Stromerzeugung, die Öl- und Gasindustrie und für Schiffanwendungen herstellt, wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 an das Unternehmen Langley Holdings verkauft. KONSOLIDIERUNGSKREIS- UND KONZERNSTRUKTUR. Die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, ist die alleinige Anteilseignerin der RRPS AG. Das oberste Mutterunternehmen ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, wurde am 2./15. Juli 2015 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, dem die Hauptversammlung am 15. Juli 2015 zugestimmt hat. Zum RRPS-Konzern gehört neben der RRPS AG als Konzernobergesellschaft mit Sitz in Friedrichshafen eine global agierende Fertigungs-, Vertriebs- und Servicestruktur. Sie umfasst neben der Konzernobergesellschaft weitere 41 vollkonsolidierte Tochterunternehmen (31. Dezember 2020: 54). Der Rückgang ist auf den Verkauf der Bergen-Gruppe im Jahr 2021 zurückzuführen. Die größte Einzelgesellschaft des RRPS-Konzerns ist die Rolls-Royce Solutions GmbH (ehemals: MTU Friedrichshafen GmbH) mit Sitz in Friedrichshafen. Weitere Konzernunternehmen, die wesentlich zum Geschäftsvolumen beitragen, sind Rolls-Royce Solutions America Inc., Detroit/USA, und Rolls-Royce Solutions Asia Pte. Ltd., Singapur/Singapur, als Obergesellschaft des Teilkonzerns RRS Asia Group, in dem die asiatischen Tochterunternehmen gebündelt sind. Zentrale Produktionsstandorte des RRPS-Konzerns befinden sich in Deutschland, Belgien, den USA und in China. Die Rolls-Royce Solutions GmbH hat im Geschäftsjahr 2021 das Gemeinschaftsunternehmen MTU Cooltech Power Systems Co. Ltd., Shanghai/China, mitgegründet. Die Rolls-Royce Solutions GmbH hält 50 % der Anteile, und die Gesellschaft wird im RRPS-Konzern vollkonsolidiert. Die MTU Cooltech Power Systems Co. Ltd., Shanghai/China, hat im Jahr 2021 das Tochterunternehmen Shanghai MTU Diesel Systems Co. Ltd., Shanghai/China, gegründet und hält 100 % der Anteile, weshalb auch diese operative Gesellschaft im RRPS-Konzern vollkonsolidiert wird. Im Jahr 2021 hat es folgende Verschmelzungen innerhalb des RRPS-Konzerns gegeben: Kinolt Pte. Ltd. ist auf Rolls-Royce Solutions Asia Pte. Ltd. verschmolzen; Kinolt Hong Kong Ltd. ist auf Rolls-Royce Solutions Hong Kong Ltd. verschmolzen; Kinolt SAS ist auf Rolls-Royce Solutions SAS verschmolzen; Kinolt Ltd. ist auf Rolls-Royce Solutions UK Ltd. verschmolzen; Kinolt AS ist auf Rolls-Royce Solutions Enerji Denzi ve Savunma A.S. verschmolzen. Berichtszeitraum und VergleichsperiodenDieser zusammengefasste Konzernlagebericht beschreibt das Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020. Der Lagebericht der RRPS AG wird gemäß § 315 Abs. 3 HGB mit dem des RRPS-Konzerns zusammengefasst. Die Chancen und Risiken der RRPS AG als Konzernmutter sind untrennbar mit denen des RRPS-Konzerns verbunden. Im vorliegenden Lagebericht enthaltene Informationen beziehen sich, sofern nicht anders angegeben, auf den RRPS-Konzern. Informationen zur Lage des Mutterunternehmens RRPS AG sind in einem separaten Kapitel enthalten. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des RRPS-Konzerns wird im Vergleich zu den Werten zum 31. Dezember 2020 dargestellt. Sowohl die Abschlüsse der Berichtsperiode als auch die der Vergleichsperiode wurden nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie nach den gemäß § 315e HGB (Handelsgesetzbuch) zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Wirtschaftsbericht des Rolls-Royce Power Systems-KonzernsGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenNach dem Auftreten der COVID-19-Pandemie im Jahr 2020 und dem erfolgten Einbruch erholte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2021. Der Welthandel und Investitionen wuchsen deutlich. Das Investitionsklima verbesserte sich, und die Zuversicht unter den Entscheidungsträgern nahm zu. Die weltwirtschaftliche Erholung betraf entwickelte und aufstrebende Volkswirtschaften gleichermaßen. Das temporäre Aufflackern der COVID-19-Pandemie bremste die Erholung kurzzeitig in den jeweils betroffenen Regionen, es kam jedoch nicht mehr zu Rezessionstendenzen mit weltwirtschaftlichem Ausmaß, da die Ereignisse regional und zeitlich begrenzt waren. Das wirtschaftliche Wachstum im Jahr 2021 wurde allerdings durch Unsicherheiten in den globalen Lieferketten und der Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie dem Anstieg der Rohstoffpreise negativ beeinflusst. Durch den sprunghaften Anstieg der Nachfrage in Verbindung mit regional unterbrochenen Lieferketten aufgrund der COVID-19-Pandemie kam es insbesondere bei den Zulieferprodukten aus der Elektronikkomponenten- und Halbleiterindustrie zu Engpässen und starken Preiserhöhungen. Davon betroffen waren auch Rohstoffe wie Erze und Edelmetalle. Weltwirtschaftliche EntwicklungDie Erwartungen bezüglich des GDP-Wachstums waren bereits zum Jahreswechsel 2021 optimistisch. Das GDP wurde mit unter 5,8 %2 Wachstum erwartet. Gründe hierfür waren die vielfältigen verabschiedeten Konjunkturprogramme der großen Volkswirtschaften sowie die Aussicht auf ein Ende der COVID-19-Pandemie. China konnte die hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Starke staatliche Initiativen führten zu einem anhaltenden Aufschwung, dieser wurde jedoch zum Jahresende unerwartet leicht gedämpft, zuerst durch Sondereffekte auf dem Immobilienmarkt, gefolgt von Lieferketten-Problemen und Produktionsausfällen aufgrund von Energieverknappungen in den Sommermonaten. USA und Europa erlebten einen historischen Aufschwung. Teile Asiens und Lateinamerikas hatten länger unter den Auswirkungen von COVID zu leiden, sind zuletzt aber auch deutlich auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Alle Sub-Anwendungen und Teilmärkte konnten vom Aufschwung profitieren. Die starke Erholung der Nachfrage nach Rohstoffen führte zu deutlich höheren Rohstoffpreisen und damit einem deutlichen Anstieg der Investitionen unserer Endkunden in diesen Marktsegmenten. Werften wurden wieder geöffnet, industrielle Bauvorhaben intensiviert und Infrastruktur-Investments im Rahmen der Stimulus-Programme stark angeschoben.
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www.oxfordeconomics.com, Stand: 10.02.2022 BranchenentwicklungAuch die Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA)3 spiegeln die positiven Entwicklungen wider. Weltweit stieg die Nachfrage stark an. MarktpositionRelevant für den RRPS-Konzern ist der Markt für schnelllaufende und mittelschnelllaufende Diesel- und Gasmotoren für Off-Highway-Anwendungen im Leistungsbereich von 75 Kilowatt bis 20 Megawatt. Die wichtigsten globalen Wettbewerber des RRPS-Konzerns sind Caterpillar, Deerfield/USA (Geschäftsbereich Energy & Transportation), Cummins, Columbus/USA, und in Teilbereichen auch Wärtsilä, Helsinki/Finnland. Im Jahr 2020 hatte es, bedingt durch die COVID-19-Pandemie, starke Rückgänge gegeben. Im Gegensatz hierzu erholten sich die Märkte 2021 stark. BAUMASCHINEN & LANDTECHNIK. Die umfangreichen Stimulus-Maßnahmen der großen Volkswirtschaften führten zu einem starken Wiederanspringen der globalen Konjunktur im Bausektor. Insbesondere die Schwerpunkte Infrastrukturerneuerung wirkten sich sehr positiv aus - es kam gar zu leichten Überhitzungenreaktionen, die eine noch stärkere Erholung bremsten. Die Landtechnik war ebenfalls positiv beeinflusst. RAIL, MINING, OIL & GAS. Ressourcenmärkten erfolgte die Erholung zunächst im Servicegeschäft und wurde zuletzt auch durch deutliches Wiederanspringen der OE-Märkte verstärkt. Die projektgetriebene Nachfrage nach Hybrid Power Packs als kombinierter batterieelektrischer und Dieselantrieb bestätigte erneut das Aufkommen dieses durch verstärktes Umweltbewusstsein getriebenen Lösungsangebots. ENERGIEANLAGE. Der Markt für Anlagen zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme erholte sich deutlich. Die Umstellungen im Netz hin zu einem höheren Anteil erneuerbarer Energien trug hierzu stärkend bei. Die Nachfrage nach Notstrom zur Absicherung kritischer Industrieanwendungen und -zweige erholte sich stark. MARINE. Der Markt für Yachten und Fähren erholte sich, ebenso der Markt für Hafenschlepper und Arbeitsschiffe, wenn auch auf wesentlich niedrigerem Niveau. BEHÖRDEGESCHÄFT. Das Behördengeschäft bewegte sich weiterhin auf gutem Niveau, blieb jedoch durch die Länder projekt- und budgetgetrieben. Wirtschaftliche und rechtliche EinflussfaktorenDer RRPS-Konzern deckt mit seinem Produkt- und Serviceprogramm zahlreiche Anwendungsbereiche ab und ist so in vielen unterschiedlichen Industrien vertreten. Konjunkturellen Markteinflüssen in den Hauptabsatzregionen Europa, Amerika und Asien begegnet der RRPS-Konzern mit einem differenziert gepflegten Produktportfolio und einer globalen Ausrichtung. Ein übergreifender Markttrend ist die Forderung nach immer effizienteren, leistungsfähigeren und gleichzeitig schadstoffärmeren Motoren und dezentralen Energieanlagen. Diese Herausforderung erfordert von allen Marktteilnehmern eine permanente Weiterentwicklung und technische Optimierung der angebotenen Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte. Mit hoher technologischer Kompetenz setzt der RRPS-Konzern Standards und treibt Innovationen voran, vor allem bei der eigenständigen Entwicklung und Herstellung von Schlüsselkomponenten der Dieselmotorenfertigung (Elektronik, Aufladung und Abgasnachbehandlung). Auch Rohstoff- und Materialpreise beeinflussen die Geschäftsentwicklung des RRPS-Konzerns. Die hauptsächlich verwendeten Vormaterialien sind hochvergütete Stähle, Gusserzeugnisse, Halbzeuge, Aluminiumlegierungen sowie weitere Metalle und Legierungen. Darüber hinaus sind Erdöl (Diesel) und Strom von Bedeutung. Risiken aus Preissteigerungen begegnet der RRPS-Konzern durch langfristige Lieferverträge und Rohstoffsicherungen.
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Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., www.vdma.org Wechselkursrelationen, insbesondere die des US-Dollar zum Euro, haben ebenfalls Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des RRPS-Konzerns. Der Jahresdurchschnittskurs des Euro im Verhältnis zum US-Dollar lag im abgelaufenen Jahr mit 1,18 US-Dollar4 etwa 3,5 % höher als im Vorjahr und wirkte sich daher erneut leicht dämpfend auf die deutsche Exportwirtschaft aus. Der RRPS-Konzern begegnet Wechselkursrisiken durch die aktive Steuerung der Bezugs- und Fertigungsquellen (Natural Hedging) und Sicherungsgeschäfte. In den Ländern, in denen der RRPS-Konzern aktiv ist, gelten unterschiedliche Gesetze und Vorschriften. Besondere Bedeutung für die Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns haben Exportkontrollregelungen, umweltrechtliche Bestimmungen in Bezug auf Produktionsverfahren, Standorte und Erzeugnisse sowie die Vorschriften für das militärische Beschaffungswesen. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenÜber verschiedene finanzielle Leistungsindikatoren berichten wir im Abschnitt »Lage«. Der RRPS-Konzern nutzt für die interne Steuerung die finanziellen Leistungsindikatoren bereinigter Umsatz, bereinigtes EBIT und Cashflow. Es handelt sich dabei um die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren, die im Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 20 (im folgenden DRS 20) definiert sind. Über nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sowie Arbeitnehmer- und Umweltbelange berichten wir in den Kapiteln »Mitarbeiter« und »Nachhaltigkeitsbericht«. Für die interne Steuerung benutzen wir den nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitarbeiterzahl. Es handelt sich dabei um den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator im Sinne des DRS 20. GeschäftsentwicklungDer RRPS-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2021 mit 3.442,8 Mio. Euro einen bereinigten Umsatz5 , der 5,1 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Vor allem der hohe Leistungs- und Technologiestandard der Produkte und die breite Aufstellung am Markt waren ausschlaggebend für die Resilienz, die der RRPS-Konzern teilweise gegen die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bewies. Die Stärken liegen dabei in der Fähigkeit, kundenspezifische Antriebs- und Energiesysteme zu konzipieren und anzubieten, im umfangreichen Produktportfolio sowie in einer weltweit aktiven Vertriebsorganisation. Den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Lieferketten sowie den globalen Engpässen an den Rohstoffmärkten und in den Logistikstrukturen konnte der RRPS-Konzern durch vorausschauendes Supply Chain Management entgegenwirken. Um Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsabläufe entgegenzuwirken, wurde bereits im Jahr 2020 mit dem Business Major Incident Team (BMIT) ein konzernweiter Krisenstab eingeführt. Dieser kümmerte sich kontinuierlich um die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben sowie die Etablierung unternehmenseigener Richtlinien mit dem Ziel, ein Infektionsgeschehen in den Werken zu verhindern oder weitgehend zu vermeiden. Die Arbeit des BMIT wurde im Jahr 2021 fortgesetzt und weitere Maßnahmen zur Minimierung des Infektionsgeschehens sowie die Impfkampagne in Zusammenarbeit mit dem Werksärztlichen Dienst umgesetzt. Vergleich des tatsächlichen und des prognostizierten GeschäftsverlaufsNach den durch die COVID-19-Pandemie bedingten starken Umsatzeinbrüchen des Vorjahres erholte sich im Jahr 2021 das bereinigte Umsatz- und Margenniveau deutlich. Dennoch wurde die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin in Teilen durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst, sodass die starken Zuwächse in der zweiten Jahreshälfte nicht vollständig die schwächeren Monate am Jahres Anfang kompensieren konnten und die für 2021 prognostizierten Ergebnisziele nicht erreicht wurden.
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Jahresdurchschnittskurs 2021 der Europäischen Zentralbank Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte sind bei der Ermittlung des bereinigten EBIT zu korrigieren: ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG EBIT
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 379,8 Mio. Euro (Vorjahr: 321,8 Mio. Euro) lag infolge der nicht erreichten Umsatzprognose unter unseren Erwartungen. LageErtragslageROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN
AUFTRAGSEINGANG. Im Jahr 2021 verzeichnete der RRPS-Konzern mit 4.106,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3.375,3 Mio. Euro) einen Auftragseingang, der 22 % über dem Vorjahresniveau lag und von der Erholung der Gesamtwirtschaft sowie von einzelnen Großprojekten profitierte. In allen Anwendungen konnten Steigerungen erzielt werden. Dabei wurden die seit Pandemiebeginn aufgeschobenen Investitionen nachgeholt, was sich maßgeblich in der zweiten Jahreshälfte in den Auftragseingängen im Power Generation- und Industrial- sowie teilweise im Marine-Geschäft widerspiegelte. Die Lockerungen der Kontaktbeschränkungen spielten ebenfalls eine Rolle, da dies dem Service-Geschäft weiteren Auftrieb verlieh. Das Behördengeschäft konnte sich im Jahr 2021 stabilisieren und lag auf dem Niveau des Vorjahres. ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG UMSATZ
UMSATZ. Der Umsatz stieg in der Berichtsperiode um 5,1 % auf 3.444 Mio. Euro (Vorjahr: 3.276 Mio. Euro). Hierbei konnten sich vor allem die Anwendungen Power Generation, Industrial und Marine erholen, die unter der COVID-19-Pandemie besonders stark gelitten hatten. Dies trifft sowohl für das Neu- als auch für das ServiceGeschäft in diesen Anwendungen zu. Der Umsatz im Behördengeschäft lag auf dem Niveau des Vorjahres. ERGEBNISENTWICKLUNG. In der Berichtsperiode erzielte der RRPS-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 244,1 Mio. Euro (Vorjahr: 101,0 Mio. Euro). Darin enthalten ist ein (vorläufiger) Veräußerungsverlust in Höhe von 7,3 Mio. Euro aus dem Verkauf des Teilkonzerns Bergen Engines AS. Darüber hinaus enthält die Kennziffer im Vergleich zum Vorjahr weitere Einmaleffekte bzw. nicht operative Sachverhalte. Nach Bereinigung dieser Effekte ergibt sich für die Berichtsperiode ein bereinigtes EBIT von 305,4 Mio. Euro (Vorjahr: 211,9 Mio. Euro). Der Anstieg um 44,1 % resultierte maßgeblich aus der Umsatzerholung nach dem starken Einfluss der COVID-19-Pandemie im Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge lag mit 8,9 % (Vorjahr: 6,5 %) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. BRUTTOERGEBNIS. Das Bruttoergebnis in der Berichtsperiode betrug 930,6 Mio. Euro (Vorjahr: 750,3 Mio. Euro). Bereinigt um relevante Sondereffekte und nicht operative Sachverhalte ergab sich im dargestellten Berichtszeitraum ein bereinigtes Bruttoergebnis von 950,0 Mio. Euro (Vorjahr: 801,9 Mio. Euro) und somit eine bereinigte Bruttoergebnismarge von 27,6 % (Vorjahr: 24,5 %). ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG BRUTTO ERGEBNIS
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG VERTRIEBS- UND VERWALTUNGSKOSTEN
ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
FUNKTIONSKOSTEN. Die bereinigten Vertriebs- und Verwaltungskosten bewegten sich mit 479,0 Mio. Euro (Vorjahr: 413,3 Mio. Euro) über dem Vorjahresniveau. Maßgeblichen Einfluss hatte dabei das reduzierte Personalkostenniveau im Vorjahr aufgrund der durch die COVID-19-Pandemie bedingten Maßnahmen, branchenspezifische Tarifanpassungen sowie strategische Investitionen in die IT-Infrastruktur. Die bereinigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen mit 185,8 Mio. Euro (Vorjahr: 186,5 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau. Wie in den Vorjahren investiert der RRPS-Konzern mehr als 5 %6 seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung, um mit neuen Antriebs- und Energiesystemen das zukünftige Wachstum zu sichern. ZINSERGEBNIS. Der Zinsaufwand lag mit 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 17,1 Mio. Euro) leicht über und die Zinserträge mit 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro) deutlich unter dem Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf den gegenläufigen Effekt von reduzierten Zinserträgen und gestiegenen Zinsaufwendungen aus ertragsteuerlichen Nebenleistungen zurückzuführen. Daraus ergibt sich ein negatives Zinsergebnis in Höhe von 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,8 Mio. Euro). BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS. Das Konzernergebnis nach Steuern belief sich in der Berichtsperiode auf 155,9 Mio. Euro (Vorjahr: 53,1 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung der oben genannten Sondereffekte und nicht operativen Sachverhalte sowie unter Anwendung einer Konzernsteuerquote von 31,7 % (Vorjahr: 42,4 %) ergibt sich ein bereinigtes Konzernergebnis von 215,4 Mio. Euro (Vorjahr: 113,6 Mio. Euro). Die erhöhte Quote des Vorjahres ist auf steuerliche Sondereffekte zurückzuführen. Folgende Sondereffekte bzw. nicht operative Sachverhalte wurden bei der Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses unter Anwendung der Bereinigungslogik der Muttergesellschaft Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, berücksichtigt: ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: BEREINIGUNG KONZERNERGEBNIS
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Verhältnis der Entwicklungsleistungen zum Umsatz VermögenslageAbweichend zur Bilanzgliederung nach IFRS wird im Folgenden aus Gründen der Übersichtlichkeit eine auf die wesentlichen Positionen verkürzte Konzernbilanz dargestellt. Diese bildet auch die Grundlage für die weiteren Ausführungen. BILANZROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN:AKTIVA
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um 9,9 %. AKTIVSEITE. Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 5,3 % auf 1.572,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1.493,7 Mio. Euro), im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten. Der Anstieg in den Sachanlagen resultierte aus kundenprojektbezogenen Investitionen, Erhaltungsinvestitionen, Investitionen in Logistikstrukturen sowie Investitionen in Produktionsanlagen im Zuge der Neugründung der Shanghai MTU Diesel Systems Co. Ltd. Der Anstieg in den immateriellen Vermögenswerten ist maßgeblich auf Kapitalisierungszuführungen in Verbindung mit Entwicklungsleistungen zurückzuführen. Die Vorräte stiegen um 22,2 % auf 953,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 780,1 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 567,0 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 482,3 Mio. Euro). Die Erhöhung in den Vorräten und Forderungen sind maßgeblich auf den gestiegenen Umsatz und Auftragseingang im vierten Quartal zurückzuführen. Die flüssigen Mittel erhöhten sich um 39,8 % auf 900,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 644,5 Mio. Euro). Die Erhöhung ist maßgeblich auf den Bestand an flüssigen Mitteln der RRPS AG zurückzuführen7. Die Vermögenswerte der zum 31. Dezember 2021 verkauften Bergen Engines AS wurden im Jahr 2020 aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen separat unter zum Verkauf bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen (31. Dezember 2020: 201,4 Mio. Euro).
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Lagebericht zum Einzelabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG nach HGB PASSIVSEITE. Das Eigenkapital belief sich auf 1.601,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1.360,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag mit 38,7 % (31. Dezember 2020: 36,1 %) leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Rückstellungen nahmen mit 1.301,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1.305,1 Mio. Euro) gegenüber dem Vorjahr leicht ab. Die finanziellen Verbindlichkeiten lagen mit 208,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 291,9 Mio. Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen mit 96,1 % deutlich auf 491,2 Mio. Euro zu (31. Dezember 2020: 208,0 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den erhöhten Umsatz und Auftragseingang im vierten Quartal zurückzuführen. Die Vertragsverbindlichkeiten erhöhten sich leicht um 9,9 % auf 455,9 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 414,7 Mio. Euro). Die übrigen Verbindlichkeitspositionen sanken um 17,2 % auf 78,9 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 95,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten der zum 31. Dezember 2021 verkauften Bergen Engines AS wurden im Jahr 2020 aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen separat unter Schulden aus Veräußerungsgruppen ausgewiesen (31. Dezember 2020: 130,6 Mio. Euro). Das Net Working Capital8 sank um 2,3 % auf 672,9 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 689,0 Mio. Euro). Dies resultierte im Wesentlichen aus dem starken Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. FinanzlageFINANZIERUNG. Im RRPS-Konzern bestanden zum Stichtag ein Darlehen der Tochtergesellschaft Rolls-Royce Solutions Brasil Ltda., Sao Paulo/Brasilien, in Höhe von 8,6 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Januar 2022 sowie ein Darlehen der Tochtergesellschaft MTU India Pvt. Ltd., Pune/Indien, in Höhe von 0,6 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis August 2025, die jeweils von einer Gesellschaft aus der Rolls-Royce-Gruppe begeben wurden. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis April 2023. Diese ist zum 31. Dezember 2021 nicht in Anspruch genommen worden und steht bis auf Weiteres vollständig zur Verfügung. FINANZIERUNGSINSTRUMENTE: Der RRPS-Konzern nutzt das Leasing bei Immobilien, beim Fuhrpark und im IT-Bereich, um die Kapitalbindung und Investitionsrisiken zu begrenzen. Im Rahmen von Miet- und Leasingverträgen wurden im Geschäftsjahr 2021 Leasingaufwendungen in Höhe von 56,5 Mio. Euro (Vorjahr: 45,4 Mio. Euro) sowie Abschreibungen von Nutzungsrechten in Höhe von 34,3 Mio. Euro (Vorjahr: 31,5 Mio. Euro) erfolgswirksam erfasst. ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS-KONZERN: CASHFLOW
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöht sich gegenüber dem Vorjahr auf 379,8 Mio. Euro (Vorjahr: 321,8 Mio. Euro). In der aktuellen Berichtsperiode lag der Cashflow aus Investitionstätigkeit mit - 128,1 Mio. Euro (Vorjahr: -295,8 Mio. Euro) unter dem des Vorjahres, wobei das Vorjahr im Wesentlichen durch M&A-Aktivitäten belastet war. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 31,9 Mio. Euro (Vorjahr: -169,9 Mio. Euro) verringerte sich aufgrund der im Vorjahr geleisteten Dividendenausschüttung von 100 Mio. Euro an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien. INVESTITION.9 In der Berichtsperiode tätigte der RRPS-Konzern Investitionen in Höhe von 178,5 Mio. Euro (Vorjahr: 174,5 Mio. Euro), davon entfielen 102,8 Mio. Euro auf Investitionen in Sachanlagen (Vorjahr: 83,1 Mio. Euro). Darüber hinaus umfassen die Investitionen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 75,7 Mio. Euro (Vorjahr: 91,4 Mio. Euro). INVESTITIONSVERPFLICHTUNGEN. Der RRPS-Konzern erfasste Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 29,4 Mio. Euro (Vorjahr: 24,6 Mio. Euro) und Verpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 7,8 Mio. Euro). Zu deren Finanzierung stehen ausreichend liquide Mittel aus dem erwarteten positiven Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zur Verfügung. Gegebenenfalls hat der RRPS-Konzern auch gesicherten Zugriff auf bestehende Kreditlinien. NETTOFINANZIERUNGSSALDO.10 Der Nettofinanzierungssaldo wies zum Stichtag einen Überhang an liquiden Mitteln gegenüber den zinstragenden Finanzverbindlichkeiten von 886,9 Mio. Euro auf (31. Dezember 2020: 627,0 Mio. Euro). Die Quote des Nettofinanzierungssaldos zu bereinigtem EBITDA11 in Höhe von 459,9 Mio. Euro (Vorjahr: 399,9 Mio. Euro) belief sich somit auf 1,9 (Vorjahr: 1,6). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage durch den VorstandDie Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf unsere Endmärkte haben sich im Laufe des Jahres 2021 abgeschwächt, da die Impfprogramme eingeführt wurden und die mit der Pandemie verbundenen Risiken mit den wirtschaftlichen Bedürfnissen in Einklang gebracht wurden. Der RRPS-Konzern hat sein ausbalanciertes Kostenmanagement vom Vorjahr fortgesetzt. Der Fokus lag hierbei auf der Implementierung der EMPOWER 2030 Strategie und dem damit verbundenen Investment. Wir optimierten unsere organisatorische Aufstellung, um alle Prozesse von der Herstellung und Lieferung einzelner Motoren bis hin zu komplexen Projekten und dem Wandel zum Anbieter integrierter nachhaltiger Lösungen für seine Kunden abzubilden. Die Erholung der wirtschaftlichen Lage und die unterschiedlichsten Maßnahmen wirkten sich positiv auf die Liquidität und das EBIT des RRPS-Konzerns aus.
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Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, ohne Finanzanlagen und
ohne Neuzugänge im Konsolidierungskreis Lagebericht zum Einzelabschluss nach HGBder Rolls-Royce Power Systems AGNachfolgend ist der Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG dargestellt. LageErtragslage der Rolls-Royce Power Systems AGGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT):
Die RRPS AG erzielte im Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 70,3 Mio. Euro (Vorjahr: 54,8 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus dem höheren Finanzergebnis, das auf höhere Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen sowie Erträgen aus Beteiligungen zurückzuführen ist. Darin sind ebenfalls 9,9 Mio. Euro Dividendenzahlung der zum 31. Dezember 2021 verkauften Bergen Engines AS enthalten. Zum Ergebnis der RRPS AG trugen 2021 außerdem die gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 47,1 Mio. Euro bei (Vorjahr: 11,2 Mio. Euro). Darin sind Erträge in Höhe von 33,8 Mio. Euro aus dem Verkauf der Bergen Engines AS12 enthalten. Ein weiterer Ergebnisbeitrag ist auf die gestiegenen Umsatzerlöse mit 69,1 Mio. Euro (Vorjahr: 64,0 Mio. Euro) zurückzuführen. In der Position sind vorwiegend Erträge aus konzerninternen Leistungsverrechnungen enthalten. Belastet wurde das Ergebnis durch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 73,7 Mio. Euro (Vorjahr: 57,2 Mio. Euro). Darin sind 24,0 Mio. Euro Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Bergen Engines AS13 enthalten, die aus der Separierung der IT-Systeme sowie Rechts- und Beratungskosten resultieren.
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Rolls-Royce Power Systems AG, Jahresabschluss 2021, Anhang, Sonstige betriebliche
Erträge Die Ertragsteuern in Höhe von 53,8 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) umfassen die Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2021 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre. VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN UND DES PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUFS. Die RRPS AG nutzt für die interne Steuerung den finanziellen Leistungsindikator Ergebnis nach Steuern. Die wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns spiegelt sich in der Ertragslage der RRPS AG wider. AUSBLICK FÜR DIE ROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG: Die erwartete wirtschaftliche Entwicklung des RRPS-Konzerns wird sich auch in der Ertragslage der RRPS AG für das Jahr 2022 entsprechend widerspiegeln. Insbesondere erwartet die RRPS AG einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis aus der Beteiligung an der Rolls-Royce Solutions GmbH, Friedrichshafen. Die sonstige operative Geschäftstätigkeit und deren Umfang werden im Geschäftsjahr 2022 unverändert weiter bestehen. Es wird erwartet, dass die RRPS AG im Geschäftsjahr 2022 das Ergebnisniveau von vor der COVID-19-Pandemie leicht unterschreitet. Weitere Informationen zur Prognose für den RRPS-Konzern befinden sich im Prognosebericht. Vermögenslage der Rolls-Royce Power Systems AGROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS AG (EINZELGESELLSCHAFT): BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 202 1AKTIVA
AKTIVSEITE. Zum 31. Dezember 2021 belief sich die Bilanzsumme der RRPS AG auf 2.288,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 2.124,0 Mio. Euro). Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund der erhöhten kurzfristigen Geldanlage beim Mutterkonzern Rolls-Royce plc in Höhe von 702 Mio. Euro (Vorjahr: 448 Mio. Euro). Die Erhöhung ist auf den erwirtschafteten Cashflow in Verbindung mit dem Gewinnverwendungsbeschluss zurückzuführen, im Jahr 2021 keine Ausschüttung an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien, abzuführen (Ausschüttung im Jahr 2020: 100 Mio. Euro). PASSIVSEITE. Das Eigenkapital der RRPS AG belief sich auf 1.209,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 1.139,6 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug zum Ende des Berichtsjahres 52,9 % (31. Dezember 2020: 53,7 %). Die Rückstellungen setzen sich aus Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen zusammen. Die Steuerrückstellungen betreffen insbesondere noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die sonstigen Rückstellungen betreffen wie im Vorjahr vorwiegend Personalrückstellungen. Die Verbindlichkeiten der RRPS AG setzen sich im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 883,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 713,9 Mio. Euro) zusammen, die sich aus dem Finanzverkehr innerhalb des RRPS-Konzerns ergeben. Finanzlage der Rolls-Royce Power Systems AGFINANZIERUNG. Seit 2015 besteht eine konzerninterne Kreditlinie bei der Rolls-Royce plc über 300,0 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis April 2023. Diese ist zum 31. Dezember 2021 nicht in Anspruch genommen worden und steht bis auf Weiteres vollständig zur Verfügung. Forschung und EntwicklungIm Jahr 2021 erbrachte der RRPS-Konzern im Berichtszeitraum bereinigte Entwicklungsleistungen14 in Höhe von 215,9 Mio. Euro (Vorjahr: 241,1 Mio. Euro). Die bereinigten Entwicklungsaufwendungen sind mit 185,8 Mio. Euro (Vorjahr: 186,5 Mio. Euro) auf einem stabilen Niveau. Darin sind Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von 6,1 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro) enthalten. Die aktivierten eigenen Entwicklungskosten bewegten sich mit 23,7 Mio. Euro (Vorjahr: 38,2 Mio. Euro) unter dem Niveau des Vorjahres. Das Verhältnis von aktivierten eigenen Entwicklungskosten zu bereinigtem Entwicklungsaufwand betrug somit 12,8 % (Vorjahr: 20,5 %). Die Erträge aus bezahlten Entwicklungsleistungen lagen bei 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro). Die Entwicklungsquote (Verhältnis der Entwicklungsleistungen15 zum Umsatz) lag bei 7,4 % (Vorjahr: 8,9 %). Damit will der RRPS-Konzern auch in Zukunft den hohen Technologiestandard sicherstellen. Die erhöhte Quote im Vorjahr ist im Wesentlichen auf den im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie stehenden Umsatzrückgang und auf Impairment-Effekte zurückzuführen. Um zukünftige Kundenbedarfe realisieren zu können, ist der Ausbau der Kompetenz in Systemlösungen ein wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie Power Systems 2030. Die Aufstellung des Engineeringbereichs wurde weiter gestärkt, beispielsweise wurden die Aktivitäten zur Systementwicklung mit dem Thema Elektrik/Elektronik und Automation weiter ausgebaut. Ziel ist es, die Entwicklungseffizienz mithilfe von modularen Produktbaukästen zu steigern und somit kundenspezifische Lösungen flexibler und schneller realisieren zu können. Der RRPS-Konzern unternimmt große Anstrengungen, um sein Produkt- und Lösungsportfolio zunehmend emissionsfrei aufzustellen. Die Ziele wurden 2021 im Programm Net Zero at Power Systems beschrieben und definiert. Den wesentlichen Hebel zur Reduzierung der Emissionen des Produkt- und Lösungsportfolios stellt dabei die Entwicklung neuer Technologien dar. Erhebliche Fortschritte wurden bei der Entwicklung von hybriden Antriebslösungen erzielt. Das Antriebssystem für die Marineanwendung wurde erstmalig auf einem Prüfstand in Betrieb genommen und erfolgreich durch eine erste Testphase gebracht. Die elektrifizierten Antriebssysteme für die Bahnanwendung wurden einem intensiven Testprogramm unterzogen, in dem die ambitionierten Ziele in Bezug auf Emissions- und Geräuschreduzierung bestätigt werden konnten. Die ersten mtu Hybrid-Power-Packs wurden an den Kunden Porterbrook ausgeliefert und im Sommer 2021 im Rahmen einer öffentlichen Fahrt in England von Marylebone in London nach Bicester Village demonstriert. Mit Blick auf die Energiewende setzt der RRPS-Konzern unter anderem auf Microgrid-Lösungen, die sogenannten Flexigrids. Diese kombinieren erneuerbare Energiequellen wie Wind- oder Solarenergie mit zuverlässigen Stromaggregaten und Batteriespeichern. Zur weiteren Stärkung dieses Geschäfts hat der RRPS-Konzern 2020 die Mehrheit am Berliner Stromspeicherspezialisten unter dem damaligen Namen Qinous, heute Rolls-Royce Solutions Berlin GmbH, übernommen - ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Lösungsanbieter. In diesem Zusammenhang baut der RRPS-Konzern seine Kapazitäten zur Herstellung von Batteriespeichercontainern aus. Seit Jahr 2021 stellt der RRPS-Konzern die mtu EnergyPacks auf dem Gelände des Siemens Technopark im bayerischen Ruhstorf her. mtu EnergyPacks sind weit mehr als nur in Container eingebaute Batteriestapel. Sie enthalten über die Lithium-Ionen-Batteriemodule hinaus elektronische Steuerungen, Transformatoren und Kühleinrichtungen, sind also eine komplette Speicherlösung. mtu EnergyPacks sind bereits auf der ganzen Welt im Einsatz. Sie speichern elektrische Energie aus Solarparks in Ostdeutschland ebenso wie Solarstrom auf den Cookinseln oder in Costa Rica.
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Bereinigte Entwicklungsaufwendungen + Aktivierte eigene Entwicklungsleistungen + Erträge
aus bezahlten Entwicklungsleistungen Die Strategie Power Systems 2030 wurde auch 2021 konsequent fortgesetzt. So werden ergänzend zu den bereits etablierten Energiespeicherlösungen, den mtu EnergyPacks, sukzessive Produkte und Lösungen ins Portfolio aufgenommen, die mit Wasserstoff - und damit potenziell CO2-frei - betrieben werden können: Generatoraggregate mit Wasserstoffverbrennungsmotoren und Brennstoffzellensystemen. Mit der Inbetriebnahme des ersten Brennstoffzellensystems am Microgrid Validation Centre am Standort Friedrichshafen in Verbindung mit unserem bereits in den Markt eingeführten Automationssystem für stationäre Lösungen wurden wichtige Meilensteine auf dem Weg zu Net Zero at Power Systems erreicht. Die Motoren für die Oil & Gas- und Mining-Anwendungen in der Emissionsstufe EPA Tier 4 wurden nach der Serieneinführung hinsichtlich Life Cycle Costs, Lebensdauer und Robustheit weiter verbessert. Die Mining-Motoren der BR4000 werden im Jahr 2022 auf eine Zertifizierung nach der EU Stage V-Richtlinie vorbereitet, mit einer geplanten Markteinführung im Jahr 2030. Bei der Baureihe 4000 für den Marineeinsatz werden aktuell schwerpunktmäßig Motoren für die Emissionsstufen EPA Tier 4 und IMO3 entwickelt. Es werden sowohl die Arbeitsschiff- und Bordstrom- als auch die Hochleistungsanwendungen bedient. In diesem Jahr wurde mit der erfolgreichen Zertifizierung gemäß IMO3 und EPA Tier 4 von weiteren Zylinderzahlen/Leistungen ein wichtiger Meilenstein erreicht. Derzeit arbeiten wir an einer firmeneigenen Abgasnachbehandlung. Eine weitere Anwendung für mtu Gasmotoren befindet sich in der letzten Phase der Entwicklung: In diesem Jahr haben die ersten Schiffe mit mtu 16-Zylinder-Gasmotoren ihren Betrieb im holländischen Wattenmeer aufgenommen. Wir erweitern den Einsatzbereich unserer Gasmotoren in Bezug auf die verwendbaren Gase (dies umfasst unter anderem auch die Wasserstoffzumischung und den Betrieb mit 100 % Wasserstoff). Eine weitere Anwendung für mtu Marine-Gasmotoren wird Anfang 2022 abgeschlossen. Bei der Baureihe 2000 werden aktuell für den Yachtbereich 12-Zylinder- und 16-Zylinder-Hochleistungsmotoren für die Emissionsstufe IMO3 entwickelt. Diese Motoren werden erstmals in dieser Leistungsdichte mit einem SCR-Abgasnachbehandlungssystem ausgerüstet. Die 16-Zylinder Variante kommt Mitte 2022 auf den Markt, erste Vorseriensysteme sind bereits ausgeliefert und nehmen im Frühjahr den Testbetrieb auf. Im Rahmen der Indienstrategie wird die Baureihe 1600 in einem Joint-Venture namens Force MTU Power Systems in Indien produziert. Damit einhergehend wird auch die entwicklungstechnische Betreuung der Produktion an eine mtu Entwicklungsabteilung in Indien verlagert und dort parallel die Lokalisierung von Bauteilen weiter vorangetrieben. Um die Marktpositionierung der Gendrive-Motoren der BR1600 zu verbessern, wurden deutlich leistungsgesteigerte 50Hz- und 60Hz-Varianten entwickelt und über Dauerläufe validiert. Anfang 2022 werden sie in angepassten Genset-Systemen in den Markt gebracht. Für den wichtigen Bahn-Unterflurbereich und die dort geltende neue Emissionsstufe EU Stage V sowie für gestiegene Leistungsanforderungen wurde in den letzten Jahren die Unterflurvariante des 12V1600R weiterentwickelt und dabei neben einer ca. fünfprozentigen Leistungssteigerung mit einem SCR-System und einem Dieselpartikelfilter sowie einer den Regularien entsprechenden neuen Software ausgerüstet. Im Dezember 2021 wurde das Zertifikat durch das Kraftfahrtbundesamt erteilt. Erste PowerPacks befinden sich in der Erprobung beim Kunden, die beiden neuen 1600er Produkte im Serienanlauf im Joint-Venture. Für die Baureihe 1800 laufen die Entwicklungsarbeiten als Unterflurantrieb gemäß EU Stage V (gemeinsam mit der Daimler AG). Prototypen des PowerPacks mit dieser Antriebseinheit wurden bereits auf der Innotrans 2018 dem interessierten Fachpublikum - auch als Hybrid-Variante - vorgestellt. Es liegen Serienaufträge für Standard- wie Hybridkonfigurationen vor, und Kundenerprobungen von Motor und PowerPack sind gestartet. Der von Daimler gelieferte 6V- und 8V-Rumpfmotor der Baureihe 500 aus der LKW-Sparte von Daimler wird nun in Lizenz in Friedrichshafen nachgebaut. Die Lizenzfertigung ist notwendig, weil Daimler die Produktion des insgesamt über eine Million Mal gefertigten und auch in mtu-Anwendungen bewährten Basismotors OM 500 eingestellt hat. Der erste gefertigte 8-Zylinder-Prototyp der Baureihe 199 hat den zur Qualifizierung erforderlichen 400-Stunden-Dauerlauf erfolgreich abgeschlossen. Die Planung der Montagelinie für den Serienanlauf im Jahr 2022 ist in vollem Gange. Somit wird sichergestellt, dass wir auch in Zukunft unsere Kunden in den verschiedenen Anwendungen mit dem bewährten Motor beliefern können. MitarbeiterMitarbeiterentwicklungROLLS-ROYCE POWER SYSTEMS KONZERN: MITARBEITER NACH REGIONEN
Im RRPS-Konzern waren zum 31. Dezember 2021 insgesamt 10.431 Mitarbeiter (31. Dezember 2020: 10.351 Mitarbeiter) beschäftigt. Durch die Umsatzerholung ergab sich ein leichter Anstieg von 0,8 % gegenüber dem Vorjahr, wesentlich in EMEA und Amerika. Ausbildung und WeiterbildungBerufsausbildung hat beim RRPS-Konzern Tradition. Seit über 100 Jahren bieten wir jungen Erwachsenen die Möglichkeit, ihre Karriere mit einer fundierten Ausbildung oder einem dualen Studium in unserem Unternehmen zu beginnen. So haben in diesem Zeitraum mehr als 8.000 Mitarbeiter eine duale Berufsausbildung beim RRPS-Konzern oder seinen Vorgängerunternehmen abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2021 befanden sich im RRPS-Konzern weltweit 314 Auszubildende in Ausbildung oder einem dualen Studium. Trotz massiver Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie konnte die Ausbildung durchgehend aufrechterhalten werden und so der gesamte Abschlussjahrgang auch fristgerecht seine Prüfungen erfolgreich absolvieren. Der RRPS-Konzern bietet den Beschäftigten darüber hinaus ein breites Spektrum an Trainings- und Qualifizierungsmaßnahmen durch die hausinterne Akademie. Am größten Standort Friedrichshafen werden sowohl individuelle als auch standardisierte Trainingsthemen angeboten, die in Präsenz- und E-Learning-Veranstaltungen mithilfe des Learning-Managementsystems »Training@Academy« durchgeführt werden. Dabei werden Fähigkeiten in den Bereichen soziale, methodische und interkulturelle Kompetenzen, Führung, Projektmanagement, Compliance, Sprachen etc. geschult. Zur Fokussierung auf neue Technologien wurden im letzten Jahr auch eine große Anzahl an Schulungen u. a. zum Thema Hochvolt und Wasserstoff angeboten. In Zeiten der COVID-19-Pandemie werden Trainings überwiegend virtuell durchgeführt und bei Präsenzveranstaltungen strikte Hygienevorgaben eingehalten. Der Schulungsbetrieb konnte auf diese Weise aufrechterhalten werden. GesundheitsmanagementGerade in der heutigen Zeit spielt die Erhaltung der Mitarbeitergesundheit eine noch entscheidendere Rolle: Neben der latenten Infektionsgefahr durch COVID-19 ist durch den signifikanten Anstieg an Homeoffice-Tagen der Aspekt der psychischen Gesundheit in den Mittelpunkt gerückt. Durch das seit Jahren bestehende und kontinuierlich geförderte Gesundheitsmanagement im RRPS-Konzern konnte auf eine Vielzahl bestehender Konzepte und Strukturen zurückgegriffen werden, um die Mitarbeiter auch während der COVID-19-Pandemie mit gesundheitsfördernden Angeboten unterstützen zu können. Die Balance von Arbeit und Familie spielt nicht nur in normalen Zeiten eine erhebliche Rolle. Im zweiten Jahr der Pandemie hat sich der Fokus für viele Mitarbeiter weiter ins Homeoffice verschoben. Um diese langfristige Entwicklung zu integrieren, hat der RRPS-Konzern mit der Initiative New Work den neuen Arbeitsumständen Rechnung getragen. Das New Work-Modell ist Teil unseres Transformationsprozesses und soll im ganzen Unternehmen gelebt werden, sofern die jeweilige Arbeitsaufgabe und die persönlichen Voraussetzungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür geeignet sind: Es ermöglicht ihnen, in Abstimmung mit ihren Vorgesetzten ihre Arbeitsleistung an bis zu zwölf Tage im Monat mobil zu erbringen. Infolge der COVID-19-Pandemie mussten, wie in sämtlichen Lebensbereichen, auch im Bereich Gesundheitsmanagement nahezu alle Präsenzveranstaltungen abgesagt werden. Gleichzeitig erfolgte bereits 2020 eine rasche Umstellung auf ein virtuelles Programm. Mit Blick auf das Pandemiegeschehen wurden in der Jahresplanung 2021 hybride Angebotslösungen direkt konzipiert und umgesetzt. Das digitale Angebot wurde zudem weiter ausgebaut - beispielsweise steht den Mitarbeitern seit Mitte des Jahres eine BGM App zur Verfügung, die eine gesundheitsfördernde Arbeits- und Lebensgestaltung unterstützt. Neben Onlinevorträgen und Seminaren sowie virtuellen Kursen und Veranstaltungen mit gesundheitsfördernden Inhalten wurde die Sommerzeit gezielt für Präsenzangebote wie ein großangelegtes Hautkrebsscreening genutzt. Unter Anwendung eines Hygienekonzepts und strenger Einhaltung aller Maßnahmen konnten die Mitarbeiter darüber hinaus das firmeninterne Gesundheitsstudio zeitweise nutzen. Die sich über das gesamte Jahr erstreckende Gesundheitskampagne »fokussiert - Gesunde Arbeit im Blick -Heute und in Zukunft« befasste sich mit den Kernthemen »Veränderung in der Arbeitswelt«, »Gesunder Umgang mit Medien« und »Psychische und soziale Gesundheit«. Die in diesem Rahmen durchgeführte virtuelle Erlebnisausstellung zum Thema »Stress und Achtsamkeit« war ein Highlight der Kampagne und wurde von mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besucht. Zusätzlich konnten die Mitarbeiter auf ein EAP-Programm (Employee Assistance Programme mit Onlineberatung in krisenhaften Lebenssituationen) zurückgreifen. Das internationale Gesundheitskonzept des RRPS-Konzerns »LIVE WELL« wird weiter fortgeführt. Der Akkreditierungsprozess soll im kommenden Jahr überarbeitet fortgesetzt werden. NachhaltigkeitsberichtVerantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Nachhaltigkeit sind Bestandteil der Unternehmensgrundsätze des RRPS-Konzerns. Das Ziel ist profitables wirtschaftliches Wachstum bei gleichzeitiger Förderung ökologischer, sozialer und gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsaspekte. Der RRPS-Konzern sieht zunehmend eine Chance in der Entwicklung und im Verkauf emissionsarmer und emissionsfreier Technologien und hat sich mit der Konzernstrategie PS 2030 auf die Transformation ausgerichtet. NACHHALTIGKEITSSTRATEGIEN UND -ZIELE. Die Umsetzung der Konzernstrategie PS 2030 ist eine der Kernaufgaben neben der Geschäftstätigkeit und soll den RRPS-Konzern bis zum Jahr 2030 zu einem Anbieter nachhaltiger, integrierter Lösungen wandeln. Im Jahr 2021 hat der RRPS-Konzern wesentliche Schritte dazu unternommen, zum einen mit der vollständigen Neuordnung der organisatorischen Strukturen und der damit verbundenen Gründung einer eigenen Geschäftseinheit Sustainable Power Solutions, die sich mit der Entwicklung und dem Vertrieb emissionsarmer und emissionsfreier Produkte befasst, zum anderen mit der Definition eines Fahrplans zur vollständigen Dekarbonisierung (Net Zero at Power Systems) bis zum Jahr 2050. INTEGRITÄT UND COMPLIANCE. Ziel ist es, die Erwartungen der wichtigsten Stakeholder stets zu übertreffen. Vertrauen muss jeden Tag aufs Neue gewonnen werden. Deshalb ist es wichtig, dass Zusagen gehalten und intern sichergestellt wird, dass höchste Standards erfüllt werden. Integrität ist daher ein sehr hohes Gut und einer der Kernwerte des RRPS-Konzerns. Alle Stakeholder sollen sich darauf verlassen können, dass sich das Unternehmen der Bedeutung korrekten Verhaltens bewusst ist. Bestechung, die Beeinträchtigung eines fairen Wettbewerbs und andere Formen unrechtmäßigen Verhaltens werden nicht toleriert. Im Jahr 2021 wurde weiter intensiv an der Verbesserung und Optimierung des Compliance-Programms gearbeitet. VERHALTENSKODEX. Die Entscheidungen und Handlungen des Unternehmens orientieren sich an Werten und Verhaltensweisen. Indem stets nach den Rolls-Royce-Grundwerten »Trusted to Deliver Excellence«, »Integres Verhalten« und »Sichere Betriebsführung« gehandelt wird, wird das Unternehmen stärker und erfolgreicher. Basis hierfür ist unser Globaler Verhaltenskodex, in dem die Grundwerte verankert sind und auf den alle Mitarbeiter auch jederzeit per App von mobilen Endgeräten aus zugreifen können. Der Globale Verhaltenskodex und die zugehörigen Konzernrichtlinien geben den Mitarbeitern Orientierung und Handlungsanleitung, das Richtige zu tun. EFFEKTIVES COMPLIANCE-PROGRAMM. Zur Sicherstellung eines wirksamen Compliance-Programms passt das Unternehmen das Programm den sich verändernden Rahmenbedingungen an und verbessert es kontinuierlich, unter anderem anhand kennzahlenbasierter Analysen. Zielsetzung des Compliance-Programms ist es, eine integre und regelgetreue Unternehmensführung sicherzustellen und systematisches Fehlverhalten und Compliance-Verstöße zu verhindern. Dabei legt das Unternehmen besonderen Wert darauf, den Mitarbeitern mit dem Globalen Verhaltenskodex und den zugehörigen Richtlinien sowie mit zielgruppenspezifischen Schulungen Orientierung und Handlungsanleitung für ihre tägliche Arbeit zu geben. Ebenso setzt die Compliance-Abteilung die notwendigen Kontrollen und Verfahren um, damit mögliches Fehlverhalten frühzeitig erkannt und konsequent geahndet werden kann. UMWELT- UND KLIMASCHUTZ. Als globaler Lösungsanbieter sieht sich Rolls-Royce Power Systems in der Verantwortung, klimafreundliche Lösungen für Antrieb und Energie zu entwickeln, gleichzeitig aber auch Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu verringern. Um dies zu unterstützen, wurden auf Basis der von Rolls-Royce festgelegten Nachhaltigkeitsziele auch für den Bereich Power Systems Umweltziele festgelegt. Zugehörige Kennzahlen, insbesondere in Bezug auf Abfall und Energie, werden unternehmensweit erfasst, ausgewertet und in regelmäßigen Abständen an den Vorstand berichtet. Darüber hinaus werden Umweltaspekte im Unternehmen hinsichtlich ihrer Signifikanz jährlich neu bewertet. Nachdem der Fokus hierbei bislang auf den operativen Bereichen lag, soll die Ermittlung und Bewertung von Umweltaspekten ab 2022 auch in anderen Bereichen intensiviert werden. Damit wird u. a. auch den Anforderungen an das 2021 erfolgreich nach ISO 14001 rezertifizierte Umweltmanagementsystem Rechnung getragen. Die in diesem Zusammenhang initiierten und umgesetzten Verbesserungsmaßnahmen tragen mit zur Erreichung der festgelegten Umweltziele bei. Beispielhaft sind hierbei nachfolgend aufgeführte Aktivitäten aus den Bereichen Facility, Fuhrparkmanagement sowie Gastronomiebetriebe zu nennen. Um größere Menschenansammlungen während der COVID-19-Pandemie zu verhindern, bietet die Betriebsgastronomie am Standort Friedrichshafen Essen zum Mitnehmen an. Hierfür werden kompostierbare Menüboxen to go aus dem Material Bagasse verwendet. So konnten große Mengen an Plastikmüll vermieden werden. Darüber hinaus wurde von Plastik-Einwegbesteck auf Holz-Einwegbesteck umgestellt. Die Wasserspender auf dem Werksgelände, insbesondere in den Kantinen, wurden wieder in Betrieb genommen. Hier werden Gläser kostenlos bereitgestellt. Für die Reinigungsmittel der Kantinen wurden automatische Dosieranlagen installiert. Dieses sichert zum einen die arbeitsschutzrelevante Dosierung der Gefahrstoffe, und zum anderen können hier Kosten und Material eingespart werden, da eine Falsch- oder Überdosierung ausgeschlossen ist. Um den Schadstoffausstoß zu senken, wird im Bereich Mobilität Carsharing mit Elektrofahrzeugen angeboten. Außerdem stehen Dienstwagennutzern bei SUV-Fahrzeugen ausschließlich Plug-in-Hybride oder rein elektrische Motorisierungen zur Auswahl. Der Anteil an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen liegt bereits bei 38 %. Auch wurde die Anzahl der Fahrzeuge stark reduziert und ist nun auf dem niedrigsten Stand seit sechs Jahren. 91 % der Fahrzeugbestellungen haben einen alternativen Antrieb. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur in den Werken und bei den Mitarbeitern zu Hause trägt zu einem nachhaltigen Klimaschutz bei. Die am Standort Friedrichshafen installierten Blockheizkraftwerke (BHKW) arbeiteten im Jahr 2021 kontinuierlich. Der erzeugte Strom reduzierte weiter den Fremdbezug im Stromnetz, gleichzeitig konnte die verfügbare Wärmeleistung zum Heizen und Kühlen von Gebäuden erhöht werden. Die Verbesserung der Wärme- und Kühlbereitstellung, die Verringerung von Energieverlusten und laufende Verbesserungen im Heizungsnetz von 120° C auf 90° C Wärmereduktion sowie ein hydraulischer Abgleich verbessern die energetischen Werte deutlich. Der Betrieb der Entwicklungsprüfstände mit elektrischen Generatoren führt nochmals zusätzlich zu einer Reduzierung des Energieeinkaufs, zum Ausbau der Eigenstromerzeugung sowie zur Ladung des Batteriecontainers. Ziele hierbei sind die weitere Steigerung der Energieeffizienz sowie der Live-Test des Microgrids. Parallel zu diesen Aktivitäten wurde im Rahmen des Programms Net Zero at Power Systems eine Roadmap zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Bezug auf die international festgelegten Kategorien (»Scopes«) 1-3 erarbeitet. Hierbei soll u. a. bis zum Jahr 2030 der CO2 -Ausstoß unserer neu verkauften Produkte und Lösungen gegenüber 2019 um 35 % reduziert werden. Übergeordnete Zielsetzung des Rolls-Royce Konzerns ist es, bis 2050 klimaneutral zu sein. ARBEITSSICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ. Zur Bewältigung der andauernden Pandemie durch den SARS-CoV-2-Virus und zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs wurden im Rahmen des bestehenden konzernweiten Krisenmanagements eine Vielzahl wirkungsvoller Maßnahmen getroffen, die auch ein umfangreiches Test- und Impfangebot beinhalten. Zur Förderung und Messung von Kennzahlen hinsichtlich präventiver Merkmale von Arbeits- und Gesundheitsschutz wurde der neue Kennzahlensatz »Safety Index« als Bestandteil der Regel-Berichterstattung eingeführt. Zur proaktiven Identifikation von Gefährdungen wurden Sicherheitsbegehungen durch Führungskräfte aller Ebenen insbesondere in operativen Bereichen verstärkt. Der Schwerpunkt der Maßnahmen im Berichtszeitraum leitet sich aus dem Vorfallgeschehen ab. Insbesondere wurde eine videobasierte Aufmerksamkeitskampagne im Sitcom-Format aufgesetzt, deren Handlung in den eigenen Räumlichkeiten den Bezug zu den aktuellen Arbeits- und Gesundheitsschutzthemen herstellt. Um den sich ständig weiterentwickelnden Rechtsvorschriften Rechnung zu tragen, wurde an den deutschen Standorten ein softwaregestütztes Rechtsanforderungsmanagement für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz eingeführt. PRODUKTVERANTWORTUNG UND INNOVATIONEN. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie Power Systems 2030 führt der Rolls-Royce Power Systems seine langfristige Strategie kontinuierlich weiter. Aufbauend darauf wurde mit dem Programm Net Zero at Power Systems ein Fahrplan entwickelt, um bis spätestens 2050 die Klimaneutralität zu erreichen. Bis zum Jahr 2030 soll der CO2 -Ausstoß der neu verkauften Produkte und Lösungen um mindestens 35 % gegenüber 2019 reduziert werden. Um diese Ziele zu erreichen, wird eine Mehr-Säulen-Strategie zur Emissionsreduzierung verfolgt. In den zentralen Bereichen nachhaltige Kraftstoffe, Elektrifizierung, Effizienzsteigerung, Systemintegration und Digitalisierung wird an den Lösungen von morgen gearbeitet. Im Rahmen dieses Programms investiert Rolls-Royce Power Systems insgesamt 500 Mio. Euro in die Entwicklung nachhaltiger Technologien und damit in eine Zukunft ohne fossile Kraftstoffe. Bis zum Jahr 2023 können die wichtigsten Motoren der Baureihen 2000 und 4000 mit nachhaltigen Kraftstoffen wie E- und Biokraftstoffen der zweiten Generation laufen. Einige der Motoren für industrielle Anwendungen sowie für die Stromerzeugung können schon heute mit E-Diesel oder Biokraftstoffen der zweiten Generation wie HVO betrieben werden. So ist jetzt bereits bei den Gasmotoren eine Beimischung von 10 % Wasserstoff möglich, von 2022 an können bei den Baureihen 500 und 4000 bereits 25 % Wasserstoff beigemischt werden, und ab 2023 kommen mtu-Motoren und Nachrüstsätze für den Betrieb mit 100 % Wasserstoff auf den Markt. Parallel arbeiten die Entwickler an der Einführung von Wasserstoff- und Methanol-Motoren für das gesamte Portfolio. Einen weiteren Beitrag zur Emissionsreduzierung leisten die Batterie- und Hybridsysteme, die bereits in Microgrids und Zügen zum Einsatz kommen. Bei Hybridsystemen macht die Verbindung von Diesel- und E-Motor die Antriebe sauberer, wirtschaftlicher und leiser. Auch in anderen Anwendungen wird mit Kunden am Einsatz von Hybridsystemen gearbeitet, so wie die Integration des Systems auf Yachten. Auch der Einsatz von Hybridsystemen auf Muldenkippern kann die CO2 -Emissionen bis zu 30 % senken, wie das mtu-Konzept zeigt. Ab dem Jahr 2025 werden CO2 -freie Brennstoffzellensysteme ein zentraler Teil des Produktportfolios von Rolls-Royce Power Systems sein. Als Teil des Validation Centers wurde im September 2021 am Standort Friedrichshafen ein Fuel Cell- (FC-) Demonstrator in Betrieb genommen. Zusätzlich ist vorgesehen, das Validation Center um einen Wasserstoffmotor zu erweitern. Die in diesem Zusammenhang erforderlichen Behördenentscheidungen werden für Q1/2022 erwartet. Zusammen mit einem Kooperationspartner ist geplant, skalierbare, integrierte Komplettlösungen im Megawatt-Bereich zu entwickeln. Diese sollen zunächst Regelenergie zum Ausgleich von Schwankungen im Netz liefern sowie für die Dauer- und Notstromversorgung in Krankenhäusern, Flughäfen oder Datencentern zum Einsatz kommen. Rolls-Royce präsentierte sein mtu-Brennstoffzellen-Element auf dem Stand des Unternehmens bei der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow - Stromaggregate auf Basis von Brennstoffzellen sind der nächste große Schritt in Richtung Energiewende. Eine Ausweitung der Brennstoffzellen Produktpalette auf Marine-Antriebslösungen ist ebenfalls geplant. Innovationen bei Motorkomponenten tragen ebenfalls zu nachhaltigeren Lösungen bei. So erhielt Rolls-Royce Power Systems den baden-württembergischen Umwelttechnikpreis für ein neuartiges Gleitlager: Durch einen besseren Gleitfilm werden Reibungsverluste um 35 % reduziert, und dies bewirkt eine Kraftstoffeinsparung von 1 % am Motor, welcher sich direkt positiv auf die Emissionen des Motors auswirkt. Auch an den Produkten der Baureihen 2000 und 4000 zeigt sich die Innovationskraft von Rolls-Royce Power Systems. Die Motorplattformen wurden seit der Markteinführung vor 25 Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, um die gestiegenen Anforderungen hinsichtlich Leistung, Verbrauch und Emissionen zu erfüllen. Mit E-Kraftstoffen und in Kombination mit Hybridsystemen sind sie auch weiterhin ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Antriebslösungen. Mit der Mehr-Säulen-Strategie und den unterschiedlichen Ansätzen zur CO2 -Reduktion wird es gelingen, sowohl die Ziele zu erreichen als auch gleichzeitig den Kunden die passende Lösung für ihren Anwendungsbereich anzubieten. IM DIALOG. Um den unterschiedlichen Erwartungen von Kunden, Geschäftspartnern, Mitarbeitern, Eigentümern, Medien, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen angemessen zu begegnen, pflegt das Unternehmen einen für alle Seiten konstruktiven Dialog. Die Entwicklung virtueller Kommunikationsplattformen und -formate stand im zweiten Jahr der COVID-19-Pandemie im Mittelpunkt der dialogischen Kommunikation. VERANTWORTUNG FÜR DIE GESELLSCHAFT. Der RRPS-Konzern engagiert sich vielfältig für soziale und gesellschaftliche Belange außerhalb des Unternehmens, beispielsweise mit Spenden für lokale gemeinnützige Vereine. Im Rahmen der COVID-19-Pandemie und als Reaktion auf die Flutkatastrophe im Ahrtal hat der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr eine Reihe von Einrichtungen mit Geld- und Sachspenden unterstützt. Erklärung zur UnternehmensführungDas »Gesetz zur Ergänzung und Änderung der Regelungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst« (FüPoG II) ist am 12. August 2021 in Kraft getreten. Es entwickelt das seit 2015 geltende Führungspositionen-Gesetz (FüPoG) weiter. Das Gesetz verpflichtet börsennotierte oder mitbestimmungspflichtige Unternehmen, verbindliche Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den obersten Führungsebenen festzulegen. Der Vorstand hat am 22. Oktober 2021 für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands jeweils eine (Mindest-) Zielgröße von 30 % Frauen festgelegt. Bei der aktuellen Anzahl Führungspositionen auf diesen Ebenen entspricht dies mindestens sieben (7) Frauen auf der ersten Führungsebene und mindestens 35 Frauen auf der zweiten Führungsebene. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 26. November 2021 beschlossen, einen (Mindest-) Zielgröße von 33,3 % Frauen im Vorstand der RRPS AG festzulegen. Für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der RRPS AG hat der Aufsichtsrat in derselben Sitzung eine (Mindest-) Zielgröße von 30 % Frauen festgelegt. Bei den aktuellen Zusammensetzungen entspricht dies mindestens einer (1) Frau im Vorstand und mindestens vier (4) Frauen im Aufsichtsrat der RRPS AG. Die Besetzungsziele für den Vorstand, die Führungsebenen eins und zwei sowie für den Aufsichtsrat sollen jeweils bis zum 31. Dezember 2025 erreicht werden. ANTEIL FRAUEN ZUM 31.12.2012 UND ZIELGRÖSSEN
Die bisher festgelegten Besetzungsziele zum 31. Dezember 2020 wurden erfüllt und deutlich übertroffen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. November 2021 folgende Erklärung zu Diversity bei der RRPS AG abgegeben: »Wir sind überzeugt vom gesellschaftlichen und unternehmerischen Nutzen von Diversity. Eine vielfältige Belegschaft versetzt Unternehmen in die Lage, besser mit Veränderungen umzugehen und nachhaltig wirtschaftlich erfolgreicher zu sein. Deswegen setzen wir uns für eine vielfältige Belegschaft bei der Rolls-Royce Power Systems AG ein und unterstützen Aktivitäten, die die Vielfalt weiter fördern. « Chancen- und RisikoberichtChancenberichtNeben den Risiken, denen der RRPS-Konzern ausgesetzt ist, bieten die globalisierten Teilmärkte dem Unternehmen auch zahlreiche Chancen. Diese können sich - ebenso wie die Risiken - auf die Vermögenssituation des RRPS-Konzerns auswirken. Systematische Erfassung und Nutzung der ChancenIm RRPS-Konzern werden Chancen dezentral erfasst, bewertet, gesteuert und kontrolliert. Auf der operativen Ebene erfasst der Konzern Markt- und Vertriebschancen. Außerdem werden im Rahmen des Effizienzprogramms FIT2X Effizienzsteigerungspotenziale erfasst. Dabei werden unter anderem die Methoden Benchmarking, Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP), Kaizen und Lean Management verwendet. Die Potenziale, die hierbei zutage treten, werden ebenfalls konsequent weiterverfolgt. Auf der strategischen Ebene werden Chancen im Rahmen der jährlichen strategischen Planung erfasst: In Strategieklausuren mit Szenario-Workshops werden Potenziale sowohl in den Märkten und Anwendungen als auch in Produktion, IT und Verwaltung aufgezeigt und entsprechende Prioritäten gesetzt. Bei der langfristigen Produktplanung werden Chancen erfasst, die sich aus Neuentwicklungen oder der Anpassung bestehender Produkte an zusätzliche Kundenbedürfnisse ergeben. Darüber hinaus wird mit SWOT-Analysen gearbeitet. Trends als ChancenAus den folgenden Trends leiten sich in den kommenden Jahren große Möglichkeiten für eine nachhaltige Weiterentwicklung des RRPS-Konzerns ab: URBANISIERUNG. Der Anteil der Weltbevölkerung in urbanen Regionen wird von heute über 50 % auf knapp 70 % im Jahr 2050 steigen. Dieser Trend betrifft vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer. Einkommen werden steigen, Bedürfnisse zunehmen und zu wachsendem Fracht- und Personenverkehr sowie Rohstoffbedarf führen. DIGITALISIERUNG. Auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizienz wird die Bedeutung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Maschinen vernetzen sich, übermitteln permanent ihre Betriebsdaten, werden mit Geodaten optimal geleitet oder aus der Ferne gesteuert. Integrierte System- und Servicelösungen werden an Bedeutung gewinnen und neue Marktchancen entstehen. Der Bedarf an Notstrominfrastruktur steigt weiter. EMMISIONSREGULIERUNG. Der Klimawandel und die Erreichung der im Pariser Klimaschutzabkommen zu dessen Eindämmung vereinbarten Ziele sind eine der größten Herausforderungen unserer globalen Gesellschaft. Die politische Diskussion zielt auf eine weitere Reduzierung der Emissionen ab. Dieser Herausforderung wird die Industrie nur mit innovativen, CO2 -armen Antriebs- und Energielösungen sowie in der Motorentechnologie mit leistungsfähigen Abgasnachbehandlungssystemen erfolgreich begegnen können. Für den RRPS-Konzern entstehen hierbei neue Marktchancen. Im Rahmen des Programms Net Zero at Power Systems strebt der RRPS-Konzern danach, bis zum Jahr 2030 mit seinen neu verkauften Produkten 35 % weniger CO2 zu emittieren als im Vergleichszeitraum 2019 und bis zum Jahre 2050 vollständige Klimaneutralität zu erreichen. In diesem Kontext arbeitet der RRPS-Konzern daran, das bestehende Produktportfolio unter anderem durch den Einsatz von CO2 -neutralen Kraftstoffen hinsichtlich Klimaneutralität zu wandeln, aber auch durch neue Technologie wie Microgrids, Batterie- und Brennstoffzellentechnologie seinen Kunden innovative, klimaneutrale Produktlösungen anzubieten. DEZENTRALER ENERGIEBEDARF. In den Entwicklungs- und Schwellenländern kann die steigende Nachfrage nach Strom nur teilweise bedient werden. Auch in den Industrieländern gibt es zunehmende strukturelle Probleme aufgrund von alternder Infrastruktur und zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Dies bietet Potenzial für dezentrale Energielösungen zur Erzeugung von Strom und Wärme. ROHSTOFFKNAPPHEIT. Rohstoffe und Energie werden auf lange Sicht knapp. Dies wird zu steigender Nachfrage nach noch effizienteren Produktions- und Transportsystemen führen. Eine wichtige Entwicklung ist der Einsatz von neuen Technologien beim Ressourcenabbau, beispielsweise bei der Förderung von Schieferöl und -gas in den USA. Auch China hat diesbezüglich ambitionierte Pläne. SICHERHEIT. Um die Handlungsfähigkeit sicherzustellen, müssen Systeme erneuert und beschafft werden, die zum Schutz nationaler und regionaler Grenzen, Küsten oder öffentlicher Einrichtungen benötigt werden. Diese für unser Geschäft relevanten Megatrends können wir zum Vorteil für unsere Zielgruppen nutzen und dabei unsere Technologien, Systeme und Dienstleistungen in den jeweiligen Märkten noch besser positionieren. RisikoberichtAls international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern vielfältigen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken ergeben sich zum einen aus möglichen signifikanten Veränderungen auf den relevanten Märkten, in denen sich das Unternehmen bewegt, und zum anderen aus einer potenziellen Verschiebung der Wettbewerbsposition. In der Folge kann - abhängig von der jeweiligen Bedeutung dieser Risiken - die Vermögenssituation der Eigentümerin der RRPS AG mehr oder weniger stark betroffen sein. Der Vorstand der RRPS AG hat auf Basis der Unternehmensstrategie eine Risikomanagementstrategie festgelegt, die im Risikomanagementsystem umgesetzt ist. Zudem berücksichtigt das Risikomanagementsystem die Anforderungen der Eigentümerin der RRPS AG. Das Risikomanagement bewegt sich in einem Kontrollumfeld, das entscheidend für seine Wirksamkeit ist: Wichtige Einflussgrößen sind die Unternehmenskultur, die Sensibilität für risikobehaftete Entwicklungen und Ereignisse sowie die Fähigkeit, mit Risiken umzugehen und das Risikomanagementsystem effektiv einzusetzen. Es wird sichergestellt, dass negative bis hin zu existenzbedrohenden Entwicklungen der Gesellschaft frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen zur Sicherung und Wahrung des Bestands ergriffen werden. Die konzernweit erkannten Risiken werden vom zentralen Risikomanagement unter Berücksichtigung von definierten Wertgrenzen zusammengeführt, konsolidiert, aggregiert, analysiert, ausgewertet und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Bei der Konsolidierung und Analyse wird besonderes Augenmerk auf die singuläre, kumulative oder additive Eigenschaft der Risiken gelegt. Eine Saldierung mit Chancen wird hierbei nicht vorgenommen. Das Risikomanagement wird bei der Analyse und Bewertung der Einzelrisiken und der Gesamtrisikoposition des RRPS-Konzerns von einem Risk Review Panel unterstützt. Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit und des möglichen Ausmaßes des Risikos bei Eintritt (siehe Tabelle). Bei der Bewertung des Ausmaßes wird die Wirkung vor Maßnahmen (Bruttobewertung) sowie nach Gegenmaßnahmen und bilanzieller Vorsorge (Nettobewertung) grundsätzlich als Auswirkung auf das EBIT betrachtet. Qualitatives Bewertungskriterium ist die mögliche Auswirkung auf die Reputation des Unternehmens. Basierend auf der Bewertung erfolgt eine gestufte Berichterstattung, die den jeweiligen Erfordernissen der verschiedenen Adressaten gerecht wird. BEURTEILUNG EINTRITTSWAHRSCHEINLICHKEIT UND MÖGLICHES AUSMASS (3-JAHRESZEITRAUM)
Liquiditäts-, Währungs- und Zinsrisiken werden zusätzlich monatlich analysiert und gesteuert. Detaillierte Informationen sind den Absätzen zu den Einzelrisiken unter dem Punkt »Finanzrisiken« und dem Konzernanhang unter dem Punkt »Finanzrisikomanagement« im Abschnitt »Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden« zu entnehmen. Die Risikomanagementprozesse im Unternehmen werden regelmäßig durch einen unabhängigen Dritten auf Eignung und Ordnungsmäßigkeit geprüft. Zusätzlich befassen sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats des RRPS-Konzerns sowie der Prüfungsausschuss der Rolls-Royce plc für das Geschäftsfeld Power Systems mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems. RisikenDie wesentlichen Risiken für die RRPS AG werden im Folgenden in den wichtigsten Risikoarten aufgegliedert. RISIKOARTENMARKT- UND WETTBEWERBSRISIKEN. Der Vertriebserfolg der Produkte des RRPS-Konzerns hängt grundsätzlich auch vom konjunkturzyklischen Nachfrageverhalten seiner Kunden ab. Aufgrund der starken Diversifikation der Zielmärkte und der globalen Ausrichtung des Unternehmens wird allerdings die Auswirkung einzelner Nachfragerückgänge auf das Ergebnis verringert. Allerdings können Risiken wie der Einbruch der weltweiten Finanzmärkte, eine abrupte Abschwächung der chinesischen Konjunktur, die Auswirkungen eines Handelskriegs oder Exportrestriktionen infolge politischer Spannungen die Weltkonjunktur kurzfristig bremsen und die Geschäftsentwicklung des RRPS-Konzerns beeinflussen. Zusätzlich zur konjunkturellen Situation wirken sich auch verschiedene andere Faktoren, beispielsweise öffentliche Budgets, auf den Erfolg des RRPS-Konzerns aus. Teilweise haben die verschiedenen Einflüsse gegenläufige Effekte. Es finden daher regelmäßig Markteinschätzungen unter besonderer Berücksichtigung der konjunkturellen Entwicklung, der sonstigen makroökonomischen Faktoren und des Wettbewerbsumfelds statt. Das Wettbewerbsumfeld des RRPS-Konzerns kann als fordernd beschrieben werden. Markteintritte von Wettbewerbern in das Kerngeschäft, gefördert von Unternehmenskooperationen, stellen ein Risiko dar. Diesem Risiko begegnet der RRPS-Konzern mit einer regelmäßigen Überprüfung der strategischen Ausrichtung. UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE RISIKEN. Strategische Entscheidungen beinhalten naturgemäß das Risiko von Fehlentscheidungen. Strategische Risiken können insbesondere aufgrund von Entscheidungen rund um die Produktentwicklung, von Investitionsentscheidungen wie der Standortwahl oder im Zusammenhang mit Fusions- und Übernahmeaktivitäten entstehen. Strategische Entscheidungen sind beim RRPS-Konzern mit Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen verbunden. Mit neuen Produkten ist allgemein das Risiko verbunden, dass sie unwirtschaftlich sein könnten, weil sie entweder in der Entwicklung zu teuer sind oder vom Markt nicht angenommen werden. Die Neuproduktentwicklung wird im Rahmen von Projekten durchgeführt. Um die Risiken auszuschließen bzw. diesen entgegenzuwirken, führt das Unternehmen im Rahmen des Projektauftrags Risikoanalysen durch. Zu sogenannten Milestones passieren die Projekte definierte Quality Gates. Bei Produktneuentwicklungen werden Markt- und Wettbewerbsanalysen vorgenommen. Bei Fusions- und Übernahmeaktivitäten setzt das Unternehmen ein Due-Diligence-Verfahren (Unternehmensprüfung) ein, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handhaben. Die Organisation des RRPS-Konzerns wird bei Bedarf an Strategieänderungen angepasst. Außerdem geht der Konzern davon aus, dass sich die Unternehmensstrategie auch in einem schwierigen Marktumfeld als tragfähig erweisen wird. Öffentliche Aufträge setzen regelmäßig lokale Wertschöpfungsanteile voraus. Dem Risiko, diese Aufträge nicht annehmen oder gar vertragliche Verpflichtungen nicht einhalten zu können, wirkt der RRPS-Konzern unter anderem mit einer Internationalisierung der Wertschöpfung entgegen. Gestützt wird die internationale Produktionsstrategie durch Werke unter anderem in den USA, in China und der Türkei. Mit der Umsetzung einer internationalen Produktionsstrategie geht eine produktionsstandortbezogene Beschaffungsstrategie einher. PRODUKTPORTFOLIORISIKEN. Um stets ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu ermöglichen, wird das Produktportfolio des RRPS-Konzerns an die Marktanforderungen angepasst und um neue Produkte und Services erweitert. Diese erhöhen einerseits die Attraktivität des Produkt- und Serviceportfolios, sind aber andererseits mit Markteinführungsrisiken verbunden. Diese Risiken werden in den relevanten Produktentstehungsprojekten kontinuierlich überwacht und gesteuert. Da es sich teilweise um die Erschließung neuer Märkte bzw. Technologien handelt, lassen sich Risiken nicht komplett ausschließen. RISIKEN AUS FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. Wachsende Anforderungen an die Leistungsfähigkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit unserer Lösungen sind die wesentlichen Herausforderungen bei der technischen Weiterentwicklung der Produkte. Der RRPS-Konzern begegnet diesen Risiken mit einer stetigen Optimierung des Entwicklungsprozesses und einem strategischen Fokus auf der Weiterentwicklung elektrifizierter Systemlösungen wie modernsten Hybridantrieben für Schienenfahrzeuge und Marineanwendungen, Lösungen für Microgrid-Anwendungen sowie CO2 -freien Brennstoffzellen für die stationäre Energieversorgung. BESCHAFFUNGS- UND LIEFERKETTENRISIKEN. Preissteigerungen bei Rohstoffen, Energie und Vorprodukten können aufgrund des starken Wettbewerbs in unseren Märkten nicht immer vollständig an Kunden weitergegeben werden und bergen demzufolge ein Risiko für das Unternehmen. Zur Verringerung von Preis- und Bezugsrisiken auf der Beschaffungsseite setzt der RRPS-Konzern deshalb auf weltweit koordinierte Einkaufsaktivitäten, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios. Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bei Rohstoffen werden zusätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Negative Entwicklungen auf unseren Beschaffungsmärkten, wie beispielsweise die derzeit begrenzte Verfügbarkeit von elektronischen Komponenten, können zu Produktionsunterbrechungen und einer daraus resultierenden verspäteten Auslieferung der Produkte an unsere Kunden führen. Dieser Herausforderung begegnet das Unternehmen mit einer kontinuierlichen Analyse der Entwicklungen, bedarfsweisen kurzfristige Anpassungen des Produktionsplans sowie einer äußerst engen Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden. Auch durch Flexibilisierung der Produktionskapazitäten sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Fixkosten werden mögliche Risiken aus Produktions- und Absatzschwankungen verringert. QUALITÄTSRISIKEN. Der RRPS-Konzern verfolgt stets das Ziel, eine hohe Produktqualität zu garantieren. Dies wird durch eine sorgfältige Produktentwicklung und ein effektives Qualitätsmanagementsystem unterstützt. Die komplexen technischen Spezifikationen der Produkte erfordern auch eine sehr hohe Qualität seitens der Zulieferer. Um diese sicherzustellen, wählt das Unternehmen die Lieferanten sorgfältig und nach definierten Kriterien aus. Trotz des umfassenden Qualitätsmanagementsystems können Produktmängel auftreten und damit Reputations-, Umsatzausfall- sowie Kosten- und Haftungsrisiken entstehen. Die auftretenden Mängel werden analysiert, durch effektive Maßnahmen beseitigt, und es wird sichergestellt, dass eine Wiederholung verhindert wird. Betroffene Kunden werden von einem kontinuierlich ausgebauten, globalen Servicenetz sorgfältig betreut, um ihre Zufriedenheit zu garantieren. Zusätzlich werden die Auswirkungen von Risiken durch Versicherungsverträge reduziert. INFORMATIONS- UND CYBER-SICHERHEITSRISIKEN. Auf dem Weg vom Antriebshersteller zum klimafreundlichen Lösungsanbieter gewinnen in einem zunehmend digitalisierten Umfeld Informationen und Daten eine immer größere Bedeutung für den RRPS-Konzern. Zentrale Geschäftsprozesse der Einzelunternehmen des Konzerns und der gesamten Gruppe sind in hohem Maße von verfügbaren und resilienten IT-Systemen und -Services abhängig. Weltweit steigende Cyber-Bedrohungen und verschärfte externe Compliance-Anforderungen im Kontext der Cyber-Sicherheit stellen das Unternehmen vor zusätzliche Herausforderungen. Dem nachhaltigen Schutz von geschäfts- und personenbezogenen Informationen und Daten sowie physischen und immateriellen Vermögenswerten kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Um diese Risiken zu minimieren, wird auf die Integrität von Prozessen, die Verfügbarkeit und Resilienz der unterstützenden IT-Systeme und des Datenbestands ein besonderer Fokus gelegt. Ein umfassendes IT-Restrukturierungsprogram wurde gestartet, um die IT-Organisation im Rahmen der globalen IT-Strategie zu optimieren und weiterzuentwickeln und gleichzeitig die Zuverlässigkeit der IT-Systeme durch eine konsequente Standardisierung in der gesamten Gruppe und die konsequente Anpassung an den Stand der Technik zu gewährleisten. Um darüber hinaus für das Unternehmen einen angemessenen Schutz im Kontext der Informations- und Cybersicherheit zu gewährleisten, verfolgt der RRPS-Konzern die Umsetzung einer ganzheitlichen Cybersicherheits-Strategie. Über das Programm »Cyber Security 4.0« werden systematisch die Cyberfähigkeiten ausgebaut, die Weiterentwicklung des Informations-Sicherheits-Management-Systems (ISMS) konsequent vorangetrieben und über Sensibilisierungsmaßnahmen die Awareness der Mitarbeiter nachhaltig gesteigert. PERSONALRISIKEN. Einem möglichen zukünftigen Personalbeschaffungsrisiko begegnet das Unternehmen, indem es sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert. Die Anpassung des Employer Branding auf die aktuellen und sich stetig ändernden Marktbedingungen, tarifliche Vereinbarungen, innovative Arbeitszeitmodelle, eine angemessene Entlohnung, Gesundheitsmanagement, Vereinbarungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Fortbildungsmöglichkeiten und das Bekenntnis zu Vielfalt und Inklusion sind wesentliche Bestandteile, das Unternehmen als modernen und attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Mit zielgruppengerechten Kommunikationsmaßnahmen digital und offline wirbt das Unternehmen aktiv um zukünftige Mitarbeiter. Talente insbesondere für unternehmenskritische und zukunftsrelevante Bereiche werden frühzeitig identifiziert und angesprochen. Einem möglichen Facharbeitermangel wird proaktiv begegnet, indem zahlreiche Ausbildungs- und Studienplätze angeboten werden. Das Unternehmen hat den Bedarf von Berufsbildern mit digitalem Hintergrund erkannt und baut entsprechende Ausbildungsgänge auf. Ein Aus- und Weiterbildungsprogramm mit internen und externen Veranstaltungen erhöht die Qualifizierung der Mitarbeiter und trägt zu deren beruflichen Weiterentwicklung bei. Die geringe Fluktuationsrate und eine lange durchschnittliche Betriebszugehörigkeit zeigen, dass die bestehenden Maßnahmen erfolgreich sind. Insgesamt verfolgt das Unternehmen im Bereich Personal eine präventive Risikostrategie. BETEILIGUNGSPORTFOLIORISIKEN. Das Beteiligungsportfolio des RRPS-Konzerns beschränkt sich größtenteils auf Unternehmen in 100-prozentigem Eigentum der RRPS AG oder ihrer Tochterunternehmen. Dadurch ergeben sich keine wesentlichen Beteiligungsportfoliorisiken, etwa in Form von Risiken durch absehbare Konflikte mit Minderheitsaktionären. Darüber hinaus bestehen Joint Ventures und Minderheitsbeteiligungen, bei denen der RRPS-Konzern jedoch in der Regel weitreichende Mitbestimmungs- und Informationsrechte hat. Im Hinblick auf das Beteiligungsportfoliorisiko im Einzelabschluss des Mutterunternehmens besteht ein Risiko hinsichtlich potenzieller Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen. FINANZRISIKEN. Als international agierendes Unternehmen ist der RRPS-Konzern im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeiten und bei der Finanzierung generell Finanzmarktrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden soweit möglich durch geeignete Gegenpositionen minimiert (Natural Hedging, zum Beispiel durch Bezug von Vorprodukten in der Währung der Umsatzlegung). Die verbleibenden Nettorisiken werden durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente begrenzt bzw. eliminiert. Alle notwendigen Sicherungsmaßnahmen ergreift grundsätzlich das Group Treasury des Konzerns. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten ist in einer konzernweit verbindlichen internen Richtlinie geregelt, die auch den konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung und Bestimmung der einzelnen Nettorisikopositionen für alle Konzerngesellschaften vorgibt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- und Spekulationszwecken genutzt. Die Effektivität der Risikoabsicherungen wird im Zuge des internen Reportings überwacht und gesteuert. Weitere Informationen zu Finanzierungs- und Finanzmarktrisiken befinden sich im Konzernanhang im Abschnitt »Finanzrisikomanagement«. WÄHRUNGS- UND ZINSÄNDERUNGSRISIKEN. Währungsrisiken können aus Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und erwarteten Zahlungsströmen entstehen, die auf eine andere Währung als den Euro lauten. Um diese Risiken einzudämmen oder gänzlich auszuschließen, setzt der RRPS-Konzern Devisentermingeschäfte und bei Bedarf Optionen ein. Diese Maßnahmen gelten vor allem für Währungsrisiken, die aus Engagements in US-Dollar resultieren. Der RRPS-Konzern verfügte zum Stichtag über keine variabel verzinslichen Bankdarlehen, die Zinsänderungsrisiken bergen würden. In Bezug auf das Management von Zinsänderungsrisiken sieht die konzernweite Richtlinie Zinsswaps, Caps und Floors (Ober- und Untergrenzen) als mögliche Sicherungsinstrumente vor. Aufgrund der aktuellen Zinslage ist hier jedoch mit einem nur sehr geringen Risiko für den RRPS-Konzern zu rechnen. Für die Sicherungsgeschäfte im Zins- und Währungsbereich besteht ein Kontrahentenrisiko bezüglich der Banken, die Vertragspartner sind. RISIKEN AUS FORDERUNGSFÄLLE. Risiken aus Forderungsausfällen, die beim RRPS-Konzern im geschäftsüblichen Umfang bestehen, werden mit gängigen Mitteln der Forderungsabsicherung sowie mit einem aktiven Forderungsmanagement abgesichert. Das Risiko wird bereits im Vorfeld minimiert, indem die wirtschaftliche Situation der Kunden überprüft und bewertet sowie mit Zahlungssicherungsinstrumenten wie Akkreditiven abgesichert wird. Darüber hinaus reagiert das Unternehmen bei erkennbaren Ausfallrisiken, welche beim RRPS-Konzern im Wesentlichen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, mit entsprechenden Wertberichtigungen. RECHNUNGSLEGUNGSRISIKEN. In den Konzernabschluss des RRPS-Konzerns wurden zum 31. Dezember 2021 neben dem Einzelabschluss der RRPS AG 47 Einzelabschlüsse von in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen. Die Einzelabschlüsse der Tochterunternehmen werden überwiegend dezentral erstellt. Die Konsolidierung des RRPS-Konzerns erfolgt weitgehend in der Konzernzentrale. Die länderspezifischen Rechnungslegungsstandards der Tochterunternehmen werden auf die International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet, soweit nicht bereits im jeweiligen Einzelabschluss des Tochterunternehmens nach IFRS bilanziert wird. Eine konzernweit einheitliche Rechnungslegung in Bezug auf Ansatz, Bewertung und Ausweis stellt das Unternehmen durch ein Bilanzierungshandbuch sicher, das quartalsweise aktualisiert wird. Unterstützt wird der Erstellungsprozess des Konzernabschlusses zum einen durch einen konzernweit gültigen Abschlusskalender, zum anderen durch eine auf die Bedürfnisse des RRPS-Konzerns entwickelte Konsolidierungssoftwarelösung. Themen wie Finanzierung und Steuern werden durch die Zentralbereichsfunktionen Group Treasury bzw. Group Taxes in der RRPS-Konzernzentrale gebündelt. Aufgrund der Anzahl an Gesellschaften und der unterschiedlichen regionalen Verteilung der Tochterunternehmen bestehen Risiken in Bezug auf das Ziel einer verlässlichen Rechnungslegung, die sich in einer zeitlich verspäteten Veröffentlichung, Falschaussagen im Jahres-/Konzernabschluss oder betrügerischen Manipulationen niederschlagen können. Um diese Risiken soweit wie möglich einzugrenzen und zu steuern, hat der RRPS-Konzern verschiedene Maßnahmen und Kontrollen etabliert. Für eine zutreffende Erfassung der Transaktionen in der Buchführung wurden Fehler vermeidende und aufdeckende, manuelle wie auch automatische Kontrollen (sogenannte interne Finanzkontrollen) implementiert. Des Weiteren werden die Tochterunternehmen von Fachexperten in der Konzernzentrale unterstützt, die eine Qualitätskontrolle bzw. Plausibilisierung für die übernommenen Daten bilden und den Tochterunternehmen bei komplexen Fragestellungen zur Seite stehen. Die Folgebewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer ist angesichts der Schätzungen, die im Rahmen der Bewertung vorzunehmen sind, und der zu treffenden Annahmen mit Unsicherheiten behaftet. Zur Prüfung der Bewertung wird mindestens einmal pro Jahr sowie zusätzlich bei Anzeichen einer Wertminderung unmittelbar ein Wertminderungstest durchgeführt. Wesentliche Annahmen werden dabei durch den Zugriff auf eine anerkannte Ratingagentur und Peer Group objektiviert, um die Zuverlässigkeit der Schätzungen und Bewertungen sicherzustellen. Aufgrund der produzierenden Geschäftstätigkeit des RRPS-Konzerns müssen vor allem die zur Produktion notwendigen Rohstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, wobei die betreffenden Vorratsbestände zur Kosten-, Cash- und Risikoreduzierung möglichst gering gehalten werden. Es ergeben sich Werthaltigkeits- und Inventurrisiken von Vorräten, die durch regelmäßige Inventuren sowie durch eine objektive Bewertung von Analysen künftiger Markt- und Absatzmöglichkeiten eingegrenzt werden. Im Konzernabschluss der RRPS AG bestehen versicherungsmathematische Bewertungsrisiken aus den Zusagen von Pensionsleistungen. Zur Einschränkung dieser Risiken werden externe Sachverständige mit der Erstellung von versicherungsmathematischen Gutachten beauftragt. Generell gelten konzernweit das Vier-Augen-Prinzip sowie die Funktionstrennung bei Arbeitsabläufen in der Rechnungslegung, sodass ein adäquater Qualitätssicherungs- und Genehmigungsprozess sichergestellt werden kann. UMWELTRISIKEN. Durch die Betriebsaktivitäten innerhalb des RRPS-Konzerns entstehen unterschiedliche Umweltrisiken, etwa beim Betrieb von Prüfständen oder Energieversorgungsanlagen sowie beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen wie Dieselkraftstoff oder Mineralölen. Ein frühzeitiges Erkennen und ein sicherer Umgang mit solchen Risiken trägt dazu bei, Umweltschäden und damit verbundene Schadenersatzforderungen zu vermeiden. Durch ein strukturiertes Umweltmanagementsystem an den Fertigungs- und Montagestandorten wird möglichen Umweltrisiken entgegengewirkt. Der RRPS-Konzern gestaltet alle Stufen der Produktion möglichst umweltverträglich und energieeffizient. Periodische Umweltaudits stellen sicher, dass sowohl gesetzliche als auch konzerninterne Umweltvorgaben jederzeit eingehalten werden und die für die Errichtung und den Betrieb umweltrelevanter Anlagen erforderlichen Genehmigungen in aktueller Form vorliegen. Darüber hinaus stellt sich der RRPS-Konzern den Anforderungen des Umweltschutzes und des wachsenden Energiebedarfs. Gesetzliche und behördliche Anforderungen werden in periodischen Abständen hinsichtlich Relevanz und Einhaltung sowie in Bezug auf mögliche Handlungsbedarfe überprüft. Daraus resultierende Maßnahmen werden entsprechend eingeleitet und umgesetzt. COMPLIANCE-RISIKEN. Die wesentlichsten Compliance-Risiken des RRPS-Konzerns ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit diversen Geschäftspartnern, insbesondere aus dem umfangreichen Partnernetzwerk des Unternehmens sowie aus Interaktionen mit staatlichen Stellen und Amtsträgern. Der Konzern ist weltweit tätig und wird mitunter selbst oder durch Partnerunternehmen in Ländern aktiv, die aus Antikorruptionssicht Hochrisikoländer darstellen. Verstöße gegen internationale Antikorruptionsgesetze können schwerwiegende rechtliche Sanktionen für das Unternehmen und dessen Entscheidungsträger, aber auch umfangreiche Imageschäden und finanzielle Verluste mit sich bringen. Das Compliance-Management-System des Konzerns wird daher fortlaufend optimiert. Ein wesentliches Element dieser Weiterentwicklung war die im Jahr 2020 Rolls-Royce-weit initiierte und 2021 weitgehend implementierte Richtlinie »Kenne deinen Partner«. SONSTIGE RISIKEN. Grundsätzlich besteht die Gefahr von diversen Rechtsstreitigkeiten aus unterschiedlichsten Bereichen. Bei behördlichen Zertifizierungen begegnet das Unternehmen einem hohen Regulierungsgrad. Die sich weltweit verschärfenden Emissionsregelungen führen zu erhöhten Entwicklungsbedarfen. Aufgrund der Vielfalt der Anwendungen und der Vielzahl von Märkten mit unterschiedlichsten Jurisdiktionen weltweit gelten für die Produkte verschiedenartige Emissionsregelungen, deren Erfüllung - auch aufgrund hoch komplexer Genehmigungsprozesse - Unsicherheiten unterworfen ist. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Emissionsregelungen in bestimmten Applikationen und Ländern aufgrund der öffentlichen Diskussion im Zusammenhang mit dem Dieselskandal kurzfristig verschärfen. Trotz der aktiven Sicherung der Technologieführerschaft kann es dabei zu Risiken insbesondere hinsichtlich der jederzeit vollständigen und fristgerechten Umsetzung der jeweils geltenden gesetzlichen Anforderungen kommen. Der Erhalt von Emissionszertifikaten ist in sehr vielen Ländern und Märkten Voraussetzung für den Zugang und den Vertrieb der Produkte. Der RRPS-Konzern ist mit einer Vielzahl an Themen konfrontiert, die verschiedene Gerichtsverfahren, Ansprüche und Anordnungen betreffen. Es handelt sich hierbei sowohl um Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der Beendigung/Nichtverlängerung von Partnerverträgen als auch um Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Produkten des Unternehmens. Diese sind aus Sicht des RRPS-Konzerns normale und in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit stehende Vorgänge. Wesentliche Risiken aus Rechtsstreitigkeiten sind aus heutiger Sicht nicht zu erwarten, können aber grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Bei Bedarf bildet der RRPS-Konzern im üblichen Rahmen Rückstellungen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Das Vertragsmanagement und eine hohe Produktqualität unterstützten dabei, mögliche Risiken rechtzeitig entgegenzuwirken. Die COVID-19-Pandemie und die damit einhergehenden negativen Folgen stellt die Rolls-Royce Power Systems AG vor großen Herausforderungen. Die Risikolage ist noch sehr dynamisch und wird deshalb kontinuierlich von einem multidisziplinären Krisenstab beobachtet und bewertet. Umfangreiche und angemessene Maßnahmen werden zeitnah getroffen und umgesetzt, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen und das Risiko für unseren Geschäftsbetrieb bestmöglich zu minimieren. Trotz weitgehender Einschränkungen in mehreren Ländern konnte die Betriebskontinuität des RRPS-Konzerns im Jahr 2021 sichergestellt werden. Allerdings können ungünstige Entwicklungen des Infektionsgeschehens die Auswirkungen der Pandemie und somit die Risikolage beeinträchtigen. Die aktuellen Auswirkungen der Pandemie liegen im Bereich der bisherigen COVID-19-bedingten Finanzplanung, was deren Vollständigkeit und Robustheit unterstreicht. GESAMTAUSSAGE ZUR RISIKOSITUATION. Die Gesamtrisikoposition des Unternehmens wird anhand des Risikoportfolios aller wesentlichen Einzelrisiken beurteilt. Dabei werden auch die Abhängigkeiten der Risiken untereinander berücksichtigt. Eine Aufrechnung der Risiken mit Chancen erfolgt hierbei nicht. Zum aktuellen Zeitpunkt hält der Vorstand der RRPS AG die Risikolage für beherrschbar, und eine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risikoexposition ist derzeit nicht erkennbar. Negative Trends auf den Märkten und eine mögliche Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können jedoch nicht ausgeschlossen werden und sich entsprechend auf die Risikolage auswirken. PrognoseberichtDas Jahr 2022 ist noch mit vielen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere die Unsicherheit bei den Lieferketten und der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie werden auch das Jahr 2022 beeinflussen. Die derzeitigen Wachstumsprognosen der für den RRPS-Konzern relevanten Märkte sind positiv optimistisch. Das Unternehmen rechnet aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2022 mit einem Wachstum beim bereinigten Umsatz sowie mit einer Ergebnismarge im niedrigen zweistelligen Bereich. Aufgrund der erhöhten Investitionstätigkeit wird sich die Entwicklung des Cashflows leicht unter der des Vorjahres bewegen. Es wird daher erwartet, das Niveau von vor der COVID-19-Pandemie im Geschäftsjahr 2022 leicht zu unterschreiten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bereiche Oil & Gas, Bergbaumaschinen und Energieerzeugungssysteme bzw. Motoren für Energieerzeugungssysteme auf lokale Rohstoffpreise und allgemeine Konjunktur- und Projektentwicklungen sensibel reagieren. Ob der RRPS-Konzern seine für 2022 gesetzten Ziele erreicht, hängt wesentlich von der weltwirtschaftlichen und insbesondere der branchenspezifischen Entwicklung ab. Ein konjunktureller Rückschlag oder negative Währungseinflüsse könnten dazu führen, dass die Erwartungen unterschritten werden. Sollte es jedoch zu einer Beschleunigung der konjunkturellen Entwicklung kommen, ergeben sich zusätzliche Umsatz- und Ertragschancen. Die bestehenden Engpässe und Unsicherheiten in den Lieferketten könnten sich hierbei jedoch gegenläufig dämpfend auf die Ertragslage auswirken. Die Transformation der Konzernstrategie PS 2030 und den Meilensteinen aus dem Programm Net Zero at Power Systems ist eine große Chance für uns, und wir stellen uns dieser Herausforderung. Unsere Endmärkte stellen sich in unterschiedlichem Tempo um. Die drei Märkte, die im Mittelpunkt des Wandels stehen, sind aktuell: Notstromversorgung für Rechenzentren, Energie für Bau und Infrastruktur (einschließlich der Umstellung unserer eigenen Standorte auf klimafreundliche Energie) sowie Schiffslösungen. Um den Übergang zu unterstützen, investieren wir in neue Technologien. Ziel ist es, klassische Verbrennungsmotoren durch neue Motorengenerationen, die mit synthetischen Kraftstoffen wie Wasserstoff und Methanol betrieben werden können, zu ersetzen und für die bestehenden Baureihen die Kompatibilität mit nachhaltigen Kraftstoffen wie kohlenstoffneutralem EDiesel sicherzustellen. Diese Entwicklung tragen wir bei der Transformation zur Umsetzung der Strategie PS 2030 hin zum integrierten Lösungsanbieter für die Kunden des RRPS-Konzerns weiter voran. Im Jahr 2022 planen wir, weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen. Der Personalbestand wird auf stabilem Niveau bleiben, es wird jedoch Verschiebungen zwischen den Bereichen geben. 2022 wird weiterhin ein herausforderndes Jahr. Allerdings erwarten wir ein anhaltendes, starkes Wachstum bei unseren Kunden, das durch das globale Wirtschaftswachstum und den Übergang zu kohlenstoffärmeren Lösungen unterstützt wird. Sollte es jedoch zu nachhaltigen Rückgängen an den Börsen und Rohstoffmärkten kommen, könnte dies erheblichen Gegenwind verursachen. Es ist außerdem zu erwarten, dass die momentanen Lieferkettenengpässe und der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie Einfluss auf das Geschäftsjahr 2022 nehmen. Auch der Ukraine Konflikt bringt neue Herausforderungen und wirtschaftliche Auswirkungen für den RRPS-Konzern, welche zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht einschätzbar sind.
Friedrichshafen, den 18. März 2022 Rolls-Royce Power Systems AG Der Vorstand Jahresabschluss 2021 der Rolls-Royce Power Systems AG, FriedrichshafenGewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
Bilanz zum 31. Dezember 2021der Rolls-Royce Power Systems AG, FriedrichshafenAktiva
Jahresabschluss 2021 der Rolls-Royce Power Systems AGAnhangDie Rolls-Royce Power Systems AG hat ihren Sitz in 88045 Friedrichshafen, Maybachplatz 1, und ist eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Ulm (HRB 721056). Grundlagen und MethodenDer Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Die in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefassten Posten werden im Anhang gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB i. V. m. § 266 bzw. § 275 HGB gesondert ausgewiesen. Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd. Euro) aufgestellt. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB). Im Finanzergebnis werden das Beteiligungsergebnis, das Zinsergebnis und das übrige Finanzergebnis zusammengefasst. Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt einen Konzernabschluss und einen zusammengefassten Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger offengelegt. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Unternehmen, insbesondere in den Tätigkeitsbereichen der Entwicklung, Herstellung sowie des Vertriebs von und des Kundendienstes für Verbrennungskraftmaschinen, Getriebe, Anlagen zur zentralen und dezentralen Energieerzeugung, Gelenkwellen, Einspritzanlagen, Brennstoffzellen und Gasmotoren sowie deren Regelungs- und Überwachungseinrichtungen einschließlich Zubehör und Ersatzteilen für Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge sowie für die stationäre Verwendung. Die Gesellschaft kann in den zuvor genannten Tätigkeitsbereichen auch selbst tätig werden. Gegenstand des Unternehmens ist ferner die entgeltliche Erbringung von finanziellen, administrativen und kaufmännischen Dienstleistungen im Konzern und an Dritte, soweit hierfür keine behördliche Genehmigung erforderlich ist. Bilanzierung und BewertungImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (von drei bis zehn Jahren) bewertet, Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (von drei bis 20 Jahren). Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Beteiligungen erfolgt zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind mit Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Wertaufholungen im Anlage- und Umlaufvermögen werden vorgenommen, sofern sie erforderlich sind. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten, Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und Zahlungsmittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit sie unverzinslich sind, werden Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr abgezinst. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt. Die Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Tafeln 2018 G ermittelt. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird ein Prognosezinssatz verwendet. Für den 31. Dezember 2021 wurde am 30. September 2021 ein Zinssatz in Höhe von 1,87 % p. a. (Vorjahr: 2,31 % p. a.) prognostiziert und der Bewertung zugrunde gelegt. Von der Deutschen Bundesbank wurde für eine Restlaufzeit von 15 Jahren ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Höhe von 1,87 % p. a. (Vorjahr: 2,30 % p. a.) veröffentlicht (§ 253 Abs. 2 HGB). Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2021 erfolgte zudem unter Berücksichtigung eines Gehaltstrends von 2,50 % p. a. (Vorjahr: 2,50 % p. a.) sowie eines Rententrends von 1,80 % p. a. (Vorjahr: 1,60 % p. a.). Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Die Verpflichtungen im Personal- und Sozialbereich werden - soweit sie ratierlich anzusammelnde Zukunftsleistungen betreffen - mit dem Barwert der erdienten Leistungen berechnet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Bei der Ermittlung der latenten Steuern werden Wertunterschiede von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz resultieren, und zukünftig steuerbelastende oder -entlastende wie auch quasi-permanente Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Für Zwecke der Bewertung der abzugrenzenden Steuern wird auf den unternehmensindividuellen Steuersatz abgestellt, der voraussichtlich zum Zeitpunkt der Umkehrung der zeitlichen Differenz Gültigkeit hat. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird. Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag hatte die Rolls-Royce Power Systems AG derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken im Bestand. Dabei handelt es sich um Devisentermingeschäfte, die primär den Tausch von Euro gegen die Währungen Singapur-Dollar und US-Dollar vorsehen. Soweit Derivate mit Tochtergesellschaften abgeschlossen wurden, dienen diese der Absicherung des Währungsrisikos der Tochtergesellschaft (in der Regel Währungsrisiken aus Umsatzlegung oder Wareneinkauf in Fremdwährung). Diese Derivate werden in der Regel (als "Grundgeschäfte") zur Neutralisierung des Währungsrisikos auf Ebene der Rolls-Royce Power Systems AG gespiegelt, d. h. deckungsgleich mit der Rolls-Royce plc abgeschlossen (als "Sicherungsgeschäfte"). Besteht ein solcher unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen zwei Derivaten (mit der Tochtergesellschaft einerseits und mit der Rolls-Royce plc andererseits), werden diese als Bewertungseinheit zusammengefasst. Die Ermittlung der prospektiven Wirksamkeit erfolgt anhand der Critical Terms Match-Methode. Aufgrund der 1:1-Beziehung (sogenannte Micro-Hedges) zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft kann auf die retrospektive Ermittlung der Unwirksamkeit verzichtet werden. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte über die nächsten Jahre (bis zum 1. Quartal 2026) vollständig ausgleichen, da sie demselben Risiko unterliegen und Nominalbetrag, Währung, Fälligkeitstermin und Terminkurs übereinstimmen. Die bilanzielle Abbildung erfolgt nach der sogenannten Einfrierungsmethode, d. h. soweit den Wertänderungen der "Grundgeschäfte" kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese bilanziell nicht erfasst. Die oben dargestellten "Grundgeschäfte" (Sicherungsgeschäfte mit Tochtergesellschaften) verfügten zum Bilanzstichtag über einen negativen Marktwert (beizulegender Zeitwert) von 1.680 Tsd. Euro, der aufgrund der gebildeten Bewertungseinheiten nicht in die Drohverlustrückstellungen eingestellt wurde. Soweit keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden die Devisentermingeschäfte nach dem Einzelbewertungsgrundsatz bewertet. Derivate mit positiven Marktwerten werden dabei nicht bilanziell erfasst. Die aus den einzelnen Geschäften resultierenden drohenden Verluste (negative Marktwerte) werden erfolgswirksam in die Drohverlustrückstellungen eingestellt. Die Marktwerte werden unter Anwendung der Barwertmethode auf Basis der Stichtagskurse, welche von der Europäischen Zentralbank veröffentlicht werden, sowie der jeweiligen am Finanzmarkt beobachteten Terminauf- oder Terminabschläge für das jeweilige Währungspaar zum jeweiligen Fälligkeitstermin ermittelt. Die Diskontierung erfolgt ebenfalls zu aktuellen Marktzinsen. Folgende Tabelle zeigt Art und Umfang der im Bestand befindlichen Devisentermingeschäfte einschließlich der ermittelten Marktwerte zum Bilanzstichtag und der gebildeten Drohverlustrückstellungen. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wider.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 | UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die wesentlichen Umsatzerlöse stammen aus konzerninternen Leistungsverrechnungen an die Tochtergesellschaften Rolls-Royce Solutions GmbH, Rolls-Royce Solutions Asia Pte. Ltd. sowie Rolls-Royce Solutions America Inc. und betreffen im Wesentlichen IT-, Personal- und sonstige Beratungsleistungen. 2 | Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 12.245 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.399 Tsd. Euro). Hierbei handelt es sich um die Auflösung von Rückstellungen und Kostenerstattungen von Dritten. Außerdem sind Erträge in Höhe von 33.848 Tsd. Euro aus dem Verkauf der Bergen Engines AS enthalten. Der Verkaufserlös ergibt sich aus dem erhaltenen Verkaufspreis in Höhe von 91.258 Tsd. Euro abzüglich dem Beteiligungsbuchwert von 55.936 Tsd. Euro (s. 11 | Finanzanlagen) und einer aus dem Verkauf resultierenden Verbindlichkeit gegenüber Rolls-Royce Solutions America Inc. von 1.474 Tsd. Euro. 3 | Aufwendungen für bezogene Leistungen
4 | PersonalaufwandPersonalaufwand
Anzahl Beschäftigte (Jahresdurchschnitt)
5 | Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten aus der Umstellung der Vorschriften des BilMoG anteilig mit einem Fünfzehntel den Aufwand gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB aus der Bewertungsanpassung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen in Höhe von unverändert 400 Tsd. Euro. Außerdem sind Aufwendungen in Höhe von 24.019 Tsd. Euro enthalten, die infolge des Verkaufs der Bergen Engines AS entstanden sind und im Wesentlichen aus der Separierung der IT-Systeme sowie Rechtsberatungs- und sonstigen Beratungskosten resultieren. 6 | Finanzergebnis
7 | Steuern vom Einkommen und ErtragDie Rolls-Royce Power Systems AG ist seit dem Geschäftsjahr 2015 körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organträgerin der deutschen Organschaft. Zu den Organgesellschaften gehören die Rolls-Royce Solutions GmbH, Rolls-Royce Solutions Magdeburg GmbH, Rolls-Royce Solutions Augsburg, Rolls-Royce Solutions Ruhstorf GmbH und Rolls-Royce Solutions Berlin GmbH. Hiernach wird das steuerliche Einkommen der Organgesellschaften der Rolls-Royce Power Systems AG zugerechnet und bei dieser der deutschen Körperschaft- und Gewerbesteuer unterworfen. Die im Geschäftsjahr 2021 ermittelten Ertragsteuern belaufen sich auf 53.840 Tsd. Euro (Vorjahr: 9.868 Tsd. Euro). Die laufenden Ertragsteuern umfassen die Steuervorauszahlungen für das Geschäftsjahr 2021 sowie Steuernachzahlungen und Steuererstattungen für Vorjahre. Hierin sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 12.629 Tsd. Euro (Vorjahr: 35.735 Tsd. Euro periodenfremder Ertrag) enthalten. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen des Organkreises. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Steuersatz von 28,425 %. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 159,6 Mio. Euro resultieren aus einer Gesamtbetrachtung der temporären Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Bilanzposten. Sie ergeben sich nach einer Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern innerhalb des Organkreises. Vom Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz von aktiven latenten Steuern wurde dahingehend Gebrauch gemacht, dass der nach Saldierung verbleibende Aktivsaldo nicht angesetzt wird. Die sich innerhalb des Organkreises ergebenden aktiven latenten Steuern vor Saldierung betreffen im Wesentlichen sonstige finanzielle Vermögenswerte, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten. Die passiven latenten Steuern vor Saldierung innerhalb des Organkreises ergeben sich überwiegend aus den Bilanzpositionen Sachanlagevermögen und Guthaben bei Kreditinstituten. 8 | BilanzgewinnAuf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 26. März 2021 wurde der vom Aufsichtsrat gebilligte und nach § 172 AktG festgestellte Jahresabschluss bezüglich der vorgeschlagenen Gewinnverwendung nicht geändert. Der Bilanzgewinn des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 24.968 Tsd. Euro wurde in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Vorstand schlägt vor den Bilanzgewinn in Höhe von 150.000 Tsd. Euro durch Zahlung einer Dividende an die alleinige Aktionärin der Gesellschaft Vinters International Ltd. auszuschütten. Der Unterschiedsbetrag aus der Pensionsrückstellung gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 9.200 Tsd. Euro führt zu keiner Ausschüttungssperre, da die nach einer Ausschüttung frei verfügbaren Rücklagen von 256.346 Tsd. Euro den Unterschiedsbetrag deutlich übersteigen. Erläuterungen zur Bilanz9 | Immaterielle VermögensgegenständeUnter den immateriellen Vermögensgegenständen ist ausschließlich Datenverarbeitungssoftware inklusive Lizenzen ausgewiesen.
10 | SachanlagenIm Geschäftsjahr wurden keine Investitionen getätigt.
11 | Finanzanlagen
Am 31. Dezember 2021 wurde die Bergen Engines AS verkauft: Die Finanzanlage war seit 2019 vollständig abgeschrieben. Gemäß Beschluss vom 8. Juli 2021 erfolgte im Geschäftsjahr die Wandlung des Darlehens an die Bergen Engines AS mit einem Buchwert in Höhe von 55.936 Tsd. Euro in die Beteiligung. Der Nennwert des gewandelten Darlehens belief sich auf 96.026 Tsd. Euro (1.000.000 Tsd. Norwegische Kronen). 12 | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen vorwiegend den Finanzverkehr. Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr bestanden zum Stichtag -wie im Vorjahr- nicht. 13 | Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt und betrugen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 34.576 Tsd. Euro (Vorjahr: 61.641 Tsd. Euro). Des Weiteren besteht ein kurzfristiges fälliges Termingeld bei Rolls-Royce plc in Höhe von 702.119 Tsd. Euro (Vorjahr: 447.827 Tsd. Euro). 14 | Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital beträgt 131.380 Tsd. Euro (Vorjahr: 131.380 Tsd. Euro) und entfällt auf 131.380.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem auf die einzelne Aktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von 1,00 Euro. Mit der Rolls-Royce plc, London/Großbritannien, besteht ein Beherrschungsvertrag. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 12. August 2015. Oberstes Mutterunternehmen der Rolls-Royce Power Systems AG ist die Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Rolls-Royce Holdings plc, London/Großbritannien, wird beim Companies House offengelegt. Die Rolls-Royce Power Systems AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt. 15 | KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beläuft sich auf 804.809 Tsd. Euro (Vorjahr: 804.809 Tsd. Euro). 16 | Andere GewinnrücklagenDie anderen Gewinnrücklagen belaufen sich auf 123.416 Tsd. Euro (Vorjahr: 178.429 Tsd. Euro). Der Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2021 beträgt 70.019 Tsd. Euro, zusätzlich wurde von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen 79.981 Tsd. Euro aus den anderen Gewinnrücklagen zu entnehmen. Damit beträgt der Bilanzgewinn 150.000 Tsd. Euro und wird an die Vinters International Ltd., Derby/Großbritannien ausgeschüttet. 17 | Rückstellungen
Die Versorgungsverpflichtungen sind vollständig durch Pensionsrückstellungen finanziert. Saldierungsfähiges Deckungsvermögen liegt nicht vor. Der zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahre beträgt 9.200 Tsd. Euro (Vorjahr: 11.164 Tsd. Euro). Die nicht ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB belaufen sich auf 1.199 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.599 Tsd. Euro). Die mittelbare Pensionsverpflichtung aus der Unterdeckung bei der Unterstützungseinrichtung beläuft sich auf 3.582 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.004 Tsd. Euro) abzüglich dem Kassenvermögen in Höhe von 363 Tsd. Euro (Vorjahr: 357 Tsd. Euro) und ist nicht passiviert. Rolls-Royce Power Systems AG stellt für jeden Mitarbeiter in jedem Jahr einen definierten Betrag zur Verfügung, der - umgerechnet in einen Kapitalbaustein - einem fiktiven Konto gutgeschrieben wird. Bei Rentenbeginn erfolgt die Umrechnung in und Auszahlung als eine lebenslängliche Rente. Im Rahmen der Versorgungszusage besteht darüber hinaus für die Mitarbeiter die Möglichkeit, durch Entgeltumwandlung das Versorgungskonto zu erhöhen. Die Steuerrückstellungen betreffen noch nicht endgültig veranlagte Steuern. Die Effekte aus Zinssatzänderung in Höhe von 6.938 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.638 Tsd. Euro) werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorwiegend Personalrückstellungen, welche unter anderem die Jubiläumsrückstellung von 2.651 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.590 Tsd. Euro), sowie die Rückstellungen für Altersteilzeitleistungen von 2.492 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.794 Euro) beinhalten. 18 | Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestanden zum Stichtag - wie im Vorjahr - nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vorwiegend den Finanzverkehr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Finanzamt aus Lohnsteuer und Umsatzsteuer aus Vorjahren ausgewiesen. Sonstige Angaben19 | HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestanden Gewährleistungen in Höhe von 508.546 Tsd. Euro (Vorjahr: 521.120 Tsd. Euro). Die zugunsten verbundener Unternehmen eingegangenen Verpflichtungen aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Dritten waren nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen ist. 20 | Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Leasing von Fitnessgeräten im Wert von 73 Tsd. Euro (Vorjahr: 84 Tsd. Euro). 21 | NachtragsberichtIm Januar 2022 hat das Management entschieden die Anteile an der Rolls-Royce Solutions Berlin GmbH zum 1. März 2022 vollständig zu übernehmen. Bisher hielt die Rolls-Royce Power Systems AG 85,8% der Anteile. Die vollständige Übernahme der verbleibenden Anteile war ursprünglich für 2023 geplant. Hintergrund des vorgezogenen Anteilserwerbs ist die angestrebte Transformation zum nachhaltigen Lösungsanbieter. Auch der Ukraine Konflikt bring neue Herausforderungen und wirtschaftliche Auswirkungen für den RRPS-Konzern, welche zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht einschätzbar sind. 22 | OrganeDie Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 1.628 Tsd. Euro. Für aktive Mitglieder des Vorstands waren zum Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.487 Tsd. Euro zurückgestellt. Die hierfür im Geschäftsjahr aufgewendeten Beträge beliefen sich auf 158 Tsd. Euro. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats bezifferten sich auf 573 Tsd. Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorständen und deren Hinterbliebenen wurden 24.515 Tsd. Euro zurückgestellt. Durch die Umstellung auf das BilMoG betragen aufgrund der Inanspruchnahme der Übergangsregelung gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB die hierfür in der Bilanz nicht ausgewiesenen Rückstellungen 329 Tsd. Euro. Die laufenden Bezüge und Einmalzahlungen für ehemalige Vorstände und deren Hinterbliebene betragen 936 Tsd. Euro. 23 | Prüfungs- und BeratungsgebührenWir verweisen auf die Angaben im Konzernabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG gemäß § 285 Nr. 17 HGB. 24 | Angaben gemäß § 160 Abs.1 Nr. 8 AktG1. Die Engine Holding GmbH, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs.1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1, Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. 2. Die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs.1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Daimler AG außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Daimler AG von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 3. Des Weiteren hat uns die Daimler AG, Stuttgart, Deutschland als Mutterunternehmen der Daimler Vermögensund Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1. WpHG i. V. m. § 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Daimler Vermögens- und Beteiligungsgesellschaft mbH an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 25 %, 20 %, 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (das entspricht 0 Stimmrechte) beträgt. 4. Die Vinters International Ltd., Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters International Ltd. außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters International Ltd. von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 5. Die Vinters Engineering plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters Engineering plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters Engineering plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 6. Die Vinters plc, Derby, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Vinters plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Vinters plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 7. Die Rolls-Royce plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce plc von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 8. Die Rolls-Royce Group plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Group plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Group plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. 9. Die Rolls-Royce Holdings plc, London, United Kingdom hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Tognum AG, Friedrichshafen, Deutschland, ISIN: DE000A0N4P43, WKN: A0N4P4, am 07.09.2011 die Schwelle von 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 97,71 % (das entspricht 128.361.297 Stimmrechte) beträgt. Davon wurde ein Stimmrechtsanteil von 0,95 % (entsprechend 1.250.000 Stimmrechten) durch Ausübung eines durch ein Finanzinstrument nach § 25 Abs. 1 Satz 1 WpHG verliehenen Rechts erlangt, Aktien zu erwerben. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Zugerechnete Stimmrechte werden dabei über folgende von ihr kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, gehalten: Rolls-Royce Group plc, Rolls-Royce plc, Vinters plc, Vinters Engineering plc, Vinters International Ltd., Engine Holding GmbH. Sämtliche der genannten Stimmrechte sind der Rolls-Royce Holdings plc außerdem gemäß § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen. Dabei werden der Rolls-Royce Holdings plc, von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Tognum AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, Stimmrechte zugerechnet: Engine Holding GmbH. Im Rahmen eines außergerichtlichen Vergleichs zwischen der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH und den Rechtsbeschwerdeführern wurde über die zu gewährende Abfindung Einigkeit erzielt und die Abfindung entsprechend auf 30,00 EUR bzw. 31,61 EUR erhöht, worauf die Beschwerdeführer ihre Beschwerde beim Bundesgerichtshof zurückgezogen haben. Somit hält die Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH seit 14. März 2013 100 % der Anteile an der Rolls-Royce Power Systems AG. Aufgrund der Verschmelzung der Rolls-Royce Power Systems Holding GmbH auf die Rolls-Royce Power Systems AG gemäß Verschmelzungsvertrag vom 15. Juli 2015 ist die Vinters International Limited, eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach dem Recht von England und Wales, registriert im Handelsregister des Companies House von England und Wales in Cardiff unter der Nummer 542021 mit Sitz in Moor Lane, Derby, Derbyshire alleinige Gesellschafterin der Rolls-Royce Power Systems AG. 25 | Der VorstandMITGLIEDER DES VORSTANDSDer Vorstand der Rolls-Royce Power Systems AG setzt sich wie folgt zusammen: ANDREAS SCHELL Vorsitzender des Vorstands Chief Executive Officer (CEO) und Arbeitsdirektor (bis 14. Januar 2022) DR. THELSE GODEWERTH (AB 14. JANUAR 2022) Chief People Officer (CPO) und Arbeitsdirektorin LOUISE ÖFVERSTRÖM (BIS 14. JANUAR 2022) Chief Financial Officer (CFO) DR. OTTO PREISS Chief Operating Officer (COO) 26 | Der AufsichtsratMITGLIEDER DES AUFSICHTSRATSDem Aufsichtsrat der Rolls-Royce Power Systems AG gehören folgende Aufsichtsratsmitglieder an: JASMIN STAIBLIN (AB 10. JUNI 2021: VORSITZENDE AB 11. JUNI 2021) CEO Condir AG AXEL ARENDT (VORSITZENDER; BIS 31. MAI 2021) Selbstständiger Unternehmensberater, Axel Arendt Management Consulting THOMAS BITTELMEYER* (STELLVERTRETENDER VORSITZENDER) Betriebsratsvorsitzender, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen BERND BAADER* Vice President Operations Engine and Facility, Rolls-Royce Solutions GmbH, Friedrichshafen ANDREAS BEMERL* Freigestellter Betriebsrat, Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen SIMON JOHN CARLISLE Strategy Director - Civil Aerospace bei Rolls-Royce plc, Derby/Großbritannien FIONA DOLAN (BIS 11. JANUAR 2022) CFO of Defense bei Rolls-Royce North America, Reston (Virginia)/USA SEBASTIAN FAY* Tarifsekretär IG Metall MARK GREGORY General Counsel bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien ASTRID HARTMANN (AB 12. JANUAR 2022) Director of Group Business Services bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien DR. SEBASTIAN RESCH (AB 12. JANUAR 2022) Operations Director bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien HELENE SOMMER* Gewerkschaftssekretärin, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben BENJAMIN STORY (BIS 31. DEZEMBER 2021) Strategie Marketing Director bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien DR. ROBERT WATSON Director Rolls-Royce Electrical bei Rolls-Royce plc, London/Großbritannien ACHIM ZINSER* Freigestellter Betriebsrat, Rolls-Royce Solutions GmbH, Friedrichshafen
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Arbeitnehmervertreter und -Vertreterinnen Innerhalb des Gesamtaufsichtsrats wurden ein Vermittlungsausschuss, ein Präsidialausschuss und ein Prüfungsausschuss gebildet. Der Vermittlungsausschuss setzt sich aus Jasmin Staiblin (Vorsitzende; ab 11. Juni 2021), Axel Arendt (Vorsitzender; bis 31. Mai 2021), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Simon John Carlisle und Helene Sommer zusammen. Der Präsidialausschuss setzt sich aus Jasmin Staiblin (Vorsitzende; ab 11. Juni 2021), Axel Arendt (Vorsitzender; bis 31. Mai 2021), Thomas Bittelmeyer (stellvertretender Vorsitzender), Mark Gregory und Helene Sommer zusammen. Dem Prüfungsausschuss gehören Jasmin Staiblin (Vorsitzende; ab 11. Juni 2021,) Axel Arendt (Vorsitzender; bis 31. Mai 2021), Achim Zinser (stellvertretender Vorsitzender), Andreas Bemerl und Mark Gregory (bis 14. Januar 2022) bzw. Astrid Hartmann (ab 14. Januar 2022) an.
Friedrichshafen, den 18. März 2022 Der Vorstand Vorsitzender des Vorstands, Chief Executive Officer (CEO) Dr. Thelse Godewerth, Mitglied des Vorstands, Chief People Officer (CPO) Dr. Otto Preiss, Mitglied des Vorstands, Chief Operating Officer (COO) 1 | Anteilsbesitz der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
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EAV mit der Rolls-Royce Power Systems AG BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Rolls-Royce Power Systems AG, Friedrichshafen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rolls-Royce Power Systems AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 18. März 2022 PricewaterhouseCoopers GmbH Kai Mauden, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Derosa, Wirtschaftsprüfer Veröffentlichung des Gewinnverwendungsbeschlusses nach § 325 Abs. 1b HGB:Der für das Geschäftsjahr 2021 für die Rolls-Royce Power Systems AG festgestellte Bilanzgewinn in Höhe von 150.000.000,00 EUR wird durch Zahlung einer Dividende in Höhe von 150.000.000,00 EUR an die alleinige Aktionärin der Gesellschaft Vinters International Ltd. ausgeschüttet. Der Anspruch auf die Dividende ist am 25. März 2022 fällig. (Beschluss der Hauptversammlung vom 18. März 2022) |
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