Hays AGMannheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis 30. Juni 2024I. UnternehmenDie Hays AG ist ein Personaldienstleister. Sie vermittelt Experten an Kunden in freiberuflicher Tätigkeit („Contracting“) oder in Festanstellung („Perm“). Zudem übernimmt die Gesellschaft im „Managed Service Providing“ Dienstleistungen („MSP“) für die Einkaufsabteilungen der Kunden, indem deren Einkauf von Freiberuflern gebündelt wird. Die Hays AG ist mit insgesamt 25 Niederlassungen in Deutschland vertreten. II. Wirtschaftsbericht1. Konjunkturelle Entwicklung und Umfeld Die preisbereinigte BIP-Entwicklung auf Quartalssicht für das Kalenderjahr 2023 und dem ersten Halbjahr für das Kalenderjahr 2024 ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:
Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr.289 vom 30. Juli 20241 Aus der Entwicklung der quartalsweisen Bruttoinlandsprodukts (BIP) Zahlen sieht man, dass die deutsche Wirtschaft sich fast in einer technischen Rezession befunden hat und sich nur schleppend von der Krise erholt. Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird von einer schwachen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage geprägt. Trotz merklich gestiegener Realeinkommen verzeichnete der private Konsum einen deutlichen Rückgang.2 Offensichtlich ist die Verunsicherung bei den Konsumenten immer noch so groß, dass eine Zurückhaltung beim Konsum beziehungsweise eine Sparneigung zu beobachten war. Die Industrie und die Baubranche haben nur geringfügig neue Aufträge verzeichnet.3 Nach einem Rückgang um 0,4% im Jahresendquartal 2023 legte das deutsche BIP zu Jahresbeginn 2024 um 0,2% zu. Maßgeblich hierfür waren die Exporte und die Bauinvestitionen, die recht deutlich ausgeweitet wurden.4 Die Bauinvestitionen haben aufgrund der milden Witterung keine sonst üblichen winterlichen Einschränkungen erfahren. So dürfte es sowohl Nachholeffekte aus dem witterungsbedingten schlechten Jahresendquartal 2023 als auch Vorzieheffekte aus dem noch vorhandenen Auftragsbestand gegeben haben.5 Aber auch das verarbeitende Gewerbe, der Handel und einige Dienstleistungsbereiche konnten ihre Wertschöpfung geringfügig ausweiten.6 Insgesamt sind die gesamtwirtschaftlichen Produktionskapazitäten immer noch spürbar unterausgelastet und liegen knapp unter ihrem langjährigen Mittelwert.7 Im Gesamtjahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 Prozent ab.8 Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Hinzu kam ein außergewöhnlich hoher Krankenstand, der das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen dämpfte.9 Alles dies belastete die deutsche Wirtschaft anhaltender als zu Beginn des vergangenen Jahres angenommen und verzögerte die wirtschaftliche Erholung. Trotz der konjunkturellen Probleme erwies sich der deutsche Arbeitsmarkt als robust. In der nachfolgenden Tabelle ist die Anzahl der Erwerbstätigen mit einem Arbeitsort in Deutschland ersichtlich:
Quelle: Statistisches Bundesamt, Konjunkturindikatoren Arbeitsmarkt 27. September 202410 Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit ist weiterhin positiv. Grundsätzlich ist aber ein Anstieg der Erwerbstätigkeit im 2. Quartal eines Jahres durch die allgemeine Belebung bei den Außenberufen im Frühjahr saisonal üblich. Im Vergleich zum 2. Quartal 2023 ist die Zahl der Erwerbstätigen bis zum 2. Quartal 2024 um 172.000 Personen (+0,4 %) gestiegen. Damit setzte sich der langfristige Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt fort. Am Ende des 2. Quartals 2024 hat sich die Wirtschaft in Deutschland kaum verändert beziehungsweise leicht verringert. Bremseffekt war weiterhin die restriktive Geldpolitik der EZB. Diese hatten ihren Ursprung in den hohen Inflationsquoten der vergangenen Perioden. Wenngleich auch eine Entwicklung nach unten erkennbar ist:
Quelle: Statistisches Bundesamt, veröffentlicht im Oktober 202411 Die positive Entwicklung der Inflationsraten haben die EZB veranlasst im Oktober 2024 bereits die dritte Zinssenkung durchzuführen. Falls die Konjunktur weiterhin schleppend verläuft, rechnen wir im Dezember mit der vierten Zinssenkung für das Kalenderjahr 2024. Diese dürfte auch die Konjunkturerwartungen positiv beeinflussen. Zusammengenommen wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 um 0,3 % steigen wird. Im kommenden Jahr wird der Zuwachs voraussichtlich 1,3 % betragen. Ausschlaggebend für die positiven Prognosen sind sowohl das starke erste Quartal 2024, als auch eine leicht stärkere Dynamik im Jahresverlauf, die davon profitieren dürfte, dass sich die Weltkonjunktur und insbesondere wichtige Handelspartner zügiger erholen.12 Die Inflationsrate dürfte weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9 % im Jahr 2023 auf 2,3 % im Jahr 2024 und 2,0 % im Jahr 2025.13 Naturgemäß ist die Nachfrage nach Arbeitskräften, unabhängig ihrer rechtlichen Einkleidung als Festanstellung, Arbeitnehmerüberlassung oder auf freiberuflicher Tätigkeit, sehr stark von konjunkturellen Entwicklungen abhängig. Der problematischen konjunkturellen Entwicklung stand der sich weiter verschärfende Fachkräftemangel der vergangenen Jahre gegenüber. Nach einer Anfang Juli 2024 veröffentlichten Studie des Beratungshauses „Staffing Industry Analysts“ wuchs der deutsche Personaldienstleistungsmarkt im Kalenderjahr 2023 um 2% gegenüber dem Kalenderjahr 2022.14 Dieser Trend wird sich unserer Erwartung nach weiter fortsetzen. Grundsätzlich ist aber der Mangel an qualifizierten Fachkräften in Deutschland, der die Großunternehmen dazu zwingt, bestimmte, dringend benötigte Expertise am Markt einzukaufen, weiterhin struktureller und damit langfristiger Natur. Dies trifft aufgrund der Struktur der deutschen Wirtschaft mit ihrer Exportorientierung insbesondere für IT-Spezialisten und Ingenieure zu. Für passgenaue Ressourcen, deren spezielle Kenntnisse dauerhaft oder zeitlich begrenzt für ein Projekt benötigt werden, existiert aus unserer Sicht ein permanenter Bedarf, zu dessen Deckung eine steigende Anzahl von Unternehmen bereit ist, spezialisierte Dienstleister zu beauftragen. Hinzukommt, dass die Corona Krise und der Lockdown in der Gesellschaft und auch in der Industrie einen Digitalisierungsschub angestoßen hat, der ohne zusätzliche IT-Spezialisten nicht machbar ist. Die Konkurrenz um qualifizierte Ressourcen ist unseres Erachtens nach wie vor extrem hoch. Sowohl Endkunden als auch große Personaldienstleister gehen verstärkt dazu über, Aus- und Weiterbildungen anzubieten oder zu finanzieren. Auch Ressourcen aus dem benachbartem und europäischem Ausland werden verstärkt gesucht und engagiert, wobei jedoch die Sprachbarriere unserer Erfahrung nach weiterhin der limitierende Faktor bleibt. Trotzdem trifft im deutschen Markt immer noch eine begrenzte Anzahl von hochqualifizierten Spezialisten auf eine deutlich höhere Nachfrage. Der Markt bietet einer Vielzahl von Anbietern mit ähnlichem Geschäftsmodell wie dem der Hays AG attraktive Chancen. Allerdings ist festzustellen, dass die Hays AG nach wie vor aus unserer Sicht im Vergleich zur Konkurrenz ein Alleinstellungsmerkmal darin besitzt, dass sie ihre Dienstleistung deutschlandweit für eine Vielzahl von Skills und für verschiedene Vertragsformen anbietet. 2. Geschäftsverlauf und Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Hays AG konzentriert sich mit ihren Dienstleistungen auf Unternehmen aus den TOP 500 der deutschen Wirtschaft mit einer Streuung über alle Branchen. Die größten 10 Kunden sind für weniger als 20% des Rohertrags verantwortlich. Das Ergebnis des am 30. Juni 2024 endenden Geschäftsjahres ist vor dem Hintergrund der dargestellten konjunkturellen Situation aus unserer Sicht als nicht zufriedenstellend zu beurteilen. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist hinter den ursprünglichen Erwartungen geblieben. Das Ergebnis und der Rohertrag haben unsere ursprünglichen Erwartungen bei weitem nicht erfüllt. Im Hinblick auf die Marktposition ist die Hays AG gemäß der letzten Lünendonk-Liste „Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland15 weiterhin mit großem Abstand der größte Anbieter. Die Hays AG ist in vielen nationalen Metropolen vertreten und bietet ihren Mitarbeitern Arbeitsplätze, die durch Wachstumsdynamik, Effizienz und hohe Eigenverantwortung geprägt sind. Die Mitarbeiterzahl sank in den vergangenen 12 Monaten von 2.304 auf 2.218 Personen zum Ende des Geschäftsjahres. Der Personalrückgang entspricht der Entwicklung der Umsatzerlöse bzw. der Ergebnisentwicklung. Die Gesellschaft ist weiterhin darauf fokussiert die Kundennachfragen mit einer ausreichenden Anzahl an eingearbeiteten Mitarbeitern und etablierten Prozessen zu bedienen. Alle Geschäftsfelder werden weiterbetrieben und sind auf Wachstum ausgerichtet. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung werden der Umsatz und der Rohertrag (Umsatz minus Materialaufwand) herangezogen. Des Weiteren wird das Ergebnis vor Steuern als bedeutsame Kennzahl zur internen Steuerung herangezogen. Im Rahmen der Unternehmensführung werden weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Unternehmens von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. 4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen des Berichtswesens werden für das Unternehmen auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch nur für die interne Steuerung erhoben werden und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Im Wesentlichen werden Kennzahlen aus dem Personalwesen einbezogen, wie zum Beispiel die Anzahl der Mitarbeiter und Schulungsstunden. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um Tsd. Euro 71.258 gesunken. Auf der Aktivseite sind im Wesentlichen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Tsd. Euro 57.350 auf Tsd. Euro 366.385 aufgrund geringerer Umsätze gesunken. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Tsd. Euro 14.025 auf Tsd. Euro 114.379 resultiert im Wesentlichen daraus, dass zum Stichtag die Forderungen aus dem Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Hays Holding GmbH um Tsd. Euro 92.234 auf Tsd. Euro 0 (Vorjahr Tsd. Euro 92.234) gesunken und im Gegenzug die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen um Tsd. Euro 78.208 gestiegen sind. Die sonstigen Rückstellungen sind um Tsd. Euro 7.488 gestiegen, im Wesentlichen aufgrund von höheren Personalrückstellungen und Rückstellungen für Miete und Nebenkosten. Korrespondierend zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um Tsd. Euro 33.520 gesunken. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von Tsd. Euro 41.263 (Vorjahr Tsd. Euro 105.994) und die Verbindlichkeit aus dem Cash Pool gegenüber der Hays Holding GmbH in Höhe von Tsd. Euro 11.867 (Vorjahr Tsd. Euro 0) enthalten. Mit der Hays Holding GmbH, Mannheim, wurde am 15. Juni 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft. Durch den vorliegenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht ab dem 1. Juli 2015 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft zur Hays Holding GmbH. Umsatzsteuerlich ist die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 Organgesellschaft der Hays Holding GmbH, die als Organträger fungiert hat. Seit Januar 2021 ist die Gesellschaft Organgesellschaft der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim die als Organträger des vorherigen Organkreises fungiert. Begründet durch den Rückgang der Bilanzsumme bei einem konstanten Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote auf 13,1 % (Vorjahr: 11,6 %) gestiegen. 6. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Hays AG in Höhe von Tsd. Euro 1.804.171 (Vorjahr: Tsd. Euro 1.869.203) sind in der Periode vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr um 3,5 % gesunken. In unseren Planungen gingen wir von einem Umsatzrückgang von -4 bis -6 % aus. Damit sind wir etwas unter unseren Erwartungen geblieben. Der Bereich der Vermittlung von freiberuflichen Experten ist um Tsd. Euro 56.443 bzw. 3,69 % auf Tsd. Euro 1.474.199 gesunken. Das Geschäft mit der Vermittlung von Experten in Festanstellung hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr einen Umsatz von Tsd. Euro 56.946 (Vorjahr: Tsd. Euro 61.136) erzielt und ist damit um 6,85 % gesunken. Auch im Bereich „Managed Service Providing“ sind die Umsatzerlöse um Tsd. Euro 4.400 auf Tsd. Euro 273.026 gesunken. Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) beträgt Tsd. Euro 287.014 (Vorjahr: Tsd. Euro 327.314) und wies eine Verringerung von 12,3 % auf. Ursprünglich gingen wir von einem Rückgang von 0 bis -2 % aus. Wesentlicher Grund für den höheren Rückgang bzw. die Abweichung des Rohertrages ist auch hier die schwierige Marktlage. Das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) von Tsd. Euro 42.097 liegt um 59,5 % unter dem Wert des Vorjahres (Tsd. Euro 103.938). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die negative Entwicklung des Rohertrages und auf die höheren Intercompany Weiterbelastungen sowie dem höheren Anstieg des Personalaufwandes zurückzuführen. Die Umsatzrendite (Betriebsergebnis zu Umsatzerlöse) liegt mit 2,3 % unter dem Wert des Vorjahres (Vorjahr: 5,6 %). Die Verschlechterung dieser Kennzahl ist ebenfalls im Wesentlichen auf die negative Entwicklung des Rohertrages und der anderen genannten Faktoren zurückzuführen. Das Ergebnis vor Steuern in Höhe von Tsd. Euro 42.095 ist gegenüber dem Vorjahr um Tsd. Euro 63.898 oder 60,3 % gesunken. Bei diesem finanziellen Leistungsindikator ging man in den Planungen von einer Steigerung in Höhe von 1-3 % aus. Die Ursachen für die Entwicklung sind die gleichen wie bei der Entwicklung des Betriebsergebnisses. 7. Finanzlage Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt Tsd. Euro 12.110 (Vorjahr: Tsd. Euro 94.646). Der Rückgang ist hauptsächlich auf das, um Tsd. Euro 64.730 niedrigere Periodenergebnis zurückzuführen. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt Tsd. Euro 97.228 (Vorjahr: Tsd. Euro -11.174). Die Forderungen aus dem Cash-Pooling haben um Tsd. Euro 92.234 abgenommen. Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen Tsd. Euro 9.964 (Vorjahr Tsd. Euro 12.942). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit besteht im Wesentlichen aus der Ergebnisabführung des Vorjahresergebnisses und hat sich entsprechend gemindert. Die Forderungsausfälle sind weiterhin im Promillebereich des Jahresumsatzes. Zum Geschäftsjahresende betrugen die Wertberichtigungen für insolvente Kunden auf Forderungen aus Lieferung und Leistungen Tsd. Euro 190. Im aktuellen Geschäftsjahr wurden Forderungen gegenüber insolventen Kunden in Höhe von Tsd. Euro 622 ausgebucht, denen eine entsprechende Verringerung der Wertberichtigung gegenüberstand. III. Chancen- und RisikoberichtDie Hays AG hat ihre führende Marktposition in der Rekrutierung und Vermittlung von IT-Experten in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut (siehe letzte Lünendonk-Liste 202316). Der Bedarf an IT-Experten wird neben dem Fachkräftemangel auch zusätzlich durch den Digitalisierungsschub, der durch die Corona-Krise und den Lockdown angestoßen wurde, weiterhin verstärkt werden. Nach wie vor bestehen für spezialisierte Personaldienstleistungen ein hohes Potenzial und gute Wachstumschancen. Die Vorteile, die diese Dienstleistungen sowohl Großunternehmen in Bezug auf Flexibilität und Kostenersparnis als auch selbständigen Spezialisten in Bezug auf erzielbaren Verdienst und abwechslungsreiche Arbeit bieten, sind unverändert vorhanden. Großunternehmen setzen nach unseren Beobachtungen ihre Bemühungen fort, ihre Einkaufsvolumina auf Preferred Supplier zu bündeln bzw. bestimmte klar abgegrenzte interne Prozesse auf externe Dienstleister zu verlagern. Nach unserer Ansicht wird sich damit die Anzahl der Lieferanten pro Kunde reduzieren und die bestehende Fragmentierung des Marktes mittelfristig zurückgehen. Die Hays AG unterstützt ihre Kunden aktiv in diesen Prozessen. Aus diesem Grund haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin stark in die Automatisierung der Abrechnungsprozesse investiert. Es ist anzunehmen, dass die Hays Gruppe sowohl aufgrund ihrer Größe, ihrer technischen Infrastruktur als auch der Dauer ihrer Kundenbeziehungen von dieser Entwicklung profitieren wird. Die Marktkonsolidierung wird nach u.E. auch durch die aktuell unsicheren Marktverhältnisse noch einen Schub erhalten. Unternehmen, die keine ausreichende Kapitalausstattung haben, oder aus Kundensicht nicht genug Risikobeständigkeit haben, werden Marktanteile an die großen Anbieter verlieren. Die Hays AG verfügt über ein implementiertes Risikomanagementsystem. Dies beinhaltet ein internes Reporting und Frühwarnsystem, mittels dessen alle relevanten Risiken regelmäßig vom Vorstand analysiert werden und auf dessen Basis Entscheidungen zur Unternehmensteuerung getroffen werden. Primäres Ziel des Risikomanagements ist die Vermeidung von Einzelrisiken oder Gruppen von Einzelrisiken mit einer hohen Korrelation hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, die ein Schadenspotential bergen, das geeignet ist, den Fortbestand der Hays AG zu gefährden. Zusätzlich soll gewährleistet werden, dass geltende Gesetze und Vorgaben eingehalten werden. Die Erreichung dieses Primärziels der Unternehmensfortführung ist mit allen sachlich und ökonomisch vertretbaren Mitteln zu gewährleisten und stellt somit das nicht aufhebbare Minimalziel des Risikomanagements dar. Risiken bestehen sowohl aufgrund genereller konjunktureller und politischer Entwicklungen als auch marktspezifischer Gegebenheiten. Im Falle eines Konjunktureinbruches und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung von Großkunden, würde das Geschäft von Hays direkt negativ beeinflusst werden. Die aktuelle Wirtschaftslage wird auch vor dem Hinblick der andauernden kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine intensiv beobachtet. Die weiterhin hohen Energiepreise, und beobachtbare Konsumentenzurückhaltung werden sicherlich einen wachstumsverzögernden Effekt haben. Politische Veränderungen vor allem im Bereich der Arbeits- und Sozialgesetzgebung können einen negativen Einfluss ausüben, wobei die Gefahr darin besteht, dass der Unterschied im Liberalisierungsgrad weiter zunimmt. Hier sind sowohl die Unterschiede zu den europäischen Nachbarn als aber auch zu den neuen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittskandidaten in Osteuropa relevant. Durch Nearshoring sind insbesondere Großunternehmen in der Lage, ihre IT-Abteilungen aber auch andere Servicefunktionen wie Buchhaltung, Controlling und Reporting in diese Länder zu verlagern und damit den Faktor Arbeit billiger, aber auch flexibler zu gestalten. Durch den Ausbau des Permanent Geschäftes sowie die Hinzunahme des Finance und Marketing & Sales sowie des Life Science und Legal Geschäftes hat sich jedoch das Risikoprofil der Hays AG in den vergangenen Jahren positiv geändert. Die Abhängigkeit vom IT/Engineering Geschäft hat sich, obwohl nach wie vor vorhanden, weiter reduziert. Der Eintritt insbesondere großer international tätiger ausländischer Personaldienstleister in den deutschen Markt wird sich noch verstärken, wodurch sich die Konkurrenzsituation weiter verschärfen wird. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass dadurch sowohl auf der Einkaufs- als auch auf Kundenseite Risiken entstehen, die den Gewinn von Hays negativ beeinflussen können. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sind zum einen wegen der diversifizierten Kundenstruktur und zum anderen aufgrund der guten Bonität der Kunden von Hays als weniger relevant einzustufen, allerdings ist das Risiko durch die unsichere konjunkturelle Entwicklung für die kommenden Jahre als wesentlich höher einzustufen. Diesem Risiko wird zukünftig mit einem noch intensiveren Forderungsmanagement begegnet. Wesentliche Risiken aus Verbindlichkeiten sind nicht zu erkennen, da große Teile aus Lieferungen und Leistungen resultieren und in Euro fakturiert sind. Sie stellen somit kein wesentliches Währungskursrisiko dar. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden im Rahmen einer Liquiditätsplanung erfasst und überwacht. Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf “Corona/COVID-19“ beziehungsweise dem Risiko, dass das Infektionsgeschehen wieder vergangene Niveaus erreicht, besteht grundsätzlich zwar eine gewisse Unsicherheit, diese wird aber bei weitem nicht das Niveau früherer Perioden erreichen. Für die Hays AG bestehen dabei direkte Risiken vor allem im Abschluss von neuem Geschäft aufgrund der Zurückhaltung der Kunden bei neuen Projekten und den vorgenannten potenziellen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden deren Liquiditätspolster nicht mehr ausreichen könnten. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht verlässlich quantifiziert werden. Wir, der Vorstand, gehen davon aus, dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. IV. PrognoseberichtZur Erreichung der im Vorjahr getroffenen Prognosen berichten wir im Abschnitt zur Ertragslage. Für das kommende Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einem Rückgang der Umsatzerlöse in Höhe von -2 bis -4 %, und beim Rohertrag mit einem Rückgang von -1 bis -3 % im Vergleich zum abgeschlossenen Geschäftsjahr. Das Ergebnis vor Steuern wird sich aufgrund sinkender Betriebsaufwendungen um 28 bis 30 % erhöhen. Die Planungen sehen einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit vor, der ausreichen wird, um alle Investitionen leisten zu können sowie zur Aufstockung des Cash-Pool Guthabens beitragen wird. Investitionen sind nur in dem Maße geplant, wie es das Wachstum der stMitarbeiterzahl erfordert. Zusammenfassend befindet sich die Hays AG unserer Ansicht nach vor einem herausfordernden Marktumfeld und gesamtwirtschaftlichen Kontext, aber mit einer soliden Ausgangslage. Allerdings befindet sich die gesamte Branche in derselben Situation. Im Vergleich ist aber die Hays AG aufgrund ihrer strategischen Ausrichtung und finanziellen Stärke in einer besseren Situation, um sowohl in einem Szenario einer stagnierenden Gesamtwirtschaft als auch bei einer positiven Entwicklung der Konjunktur zu bestehen und die sich ergebenden Chancen eines dynamischen Marktes bestmöglich zu nutzen. Ziel ist es mit hochmotivierten Mitarbeitern, wieder den Expansionskurs der vergangenen Jahre weiter fortzusetzen. Gefahren für eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung der letzten Jahre stellen im Wesentlichen eine Verschlechterung der oben angesprochenen exogenen Faktoren dar, die von Hays direkt nicht beeinflussbar sind. V. Erklärung der UnternehmensführungGem. dem „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ ist sich die Geschäftsführung der Hays AG dessen Anforderung bezüglich der Frauenquote im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie in den zwei darunterliegenden Führungsebenen bewusst. Der Vorstand hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil der Führungsebenen schrittweise zu steigern. Für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2028 wurde als Zielgröße für den Frauenanteil der ersten Führungsebene 30 % und der zweiten Führungsebene 40 % festgelegt. Bis zum 30. Juni 2024 wurde bei der ersten Führungsebene 24% und bei der zweiten Führungsebene 36% erreicht. Im Aufsichtsrat beträgt der Frauenanteil zum Stichtag ein Drittel. Im Vorstand haben wir die Größe von einem Drittel seit dem 01. Juli 2023 erreicht. Die bis zum 31. Dezember 2024 zu erreichende Zielgröße für den Aufsichtsrat wurde auf 33,3% festgelegt. Im Vorstand soll bis zum 31. Dezember 2024 eine Zielgröße von 40% erreicht werden.
Mannheim, 11. November 2024 Vorstand Alexander Heise Vorstandsvorsitzender Markus Auer Imke Mahner Ivonne Gassmann Johannes Becker
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/07/PD24_289_811.html Bilanz zum 30. Juni 2024
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024 (01.07.2023 - 30.06.2024)
Anhang für das Geschäftsjahr 2024Allgemeine GrundlagenDie Hays AG (Gesellschaft) wurde am 15. November 1999 gegründet. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Mannheim und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim (HRB 8258). Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 ist nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt worden. Die Hays AG ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 und 4 HGB. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert ausgewiesen. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Beträge werden in Tausend Euro (Tsd. Euro) ausgewiesen. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni (abweichendes Wirtschaftsjahr). Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Am 30. Juni 2015 wurden die Anteile der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien) an der Hays AG an die neu gegründete Tochtergesellschaft Hays Holding GmbH, Mannheim (Deutschland) übertragen. Es besteht seit dem 15. Juni 2016 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Hays Holding GmbH, Mannheim. Dieser trat rückwirkend zum 1. Juli 2015 in Kraft. Die Gesellschaft gehört zum umsatzsteuerlichen und zum ertragsteuerlichen Organkreis der Hays Holding GmbH, Mannheim. Umsatzsteuerlich war die Gesellschaft seit dem 1. April 2016 Organgesellschaft der Hays Holding GmbH, die als Organträger fungiert hat. Seit Januar 2021 ist die Gesellschaft Organgesellschaft der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim die als Organträger des vorherigen Organkreises fungiert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet. Die Bewertungsmethoden der Vorjahre wurden unverändert beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt wesentlichen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die geleisteten Anzahlungen betreffen im Wesentlichen Kosten für entgeltlich erworbene Software und deren Customizing, die zum Bilanzstichtag über das Gesamtprojekt betrachtet noch nicht betriebsbereit war. Die geleisteten Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. Sachanlagen sind zu den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Mietereinbauten, die zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt waren.
Auf die Zugänge zum beweglichen Sachanlagevermögen wurde die Jahresabschreibung pro rata temporis verrechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert unter 800 Euro werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Ein niedrigerer beizulegender Wert am Bilanzstichtag wird durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Latente Steuern wurden aufgrund des nunmehr seit dem 1. Juli 2015 bestehenden Organschaftsverhältnisses auf Ebene der Organträgerin Hays Holding GmbH, Mannheim, berechnet und gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften ausgewiesen. Seit Januar 2021 werden die latenten Steuern auf Ebene der neuen Organträgerin Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim, ausgewiesen. Das sogenannte Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetz wurde am 27. Dezember 2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am Tag nach der Veröffentlichung, d.h. am 28. Dezember 2023, in Kraft getreten. Kernstück des Gesetzes ist das sog. Mindeststeuergesetz. Flankiert wird dieses durch Anpassungen an anderen Gesetzen, u.a. auch am Handelsgesetzbuch (HGB) und am Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB). Die Änderungen am HGB sehen bis auf Weiteres eine Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern im handelsrechtlichen Jahresabschluss für Sachverhalte, die aus in- oder ausländischen Mindeststeuergesetzen resultieren, vor (§§ 274 Abs. 3, 306 Satz 5 HGB). § 285 Nr. 30a HGB verlangt die Angabe des tatsächlichen Steueraufwands oder -ertrags, der sich aus einem entsprechenden Mindeststeuergesetz für das Geschäftsjahr ergibt. Sofern ein solches Gesetz noch nicht in Kraft getreten ist, sind stattdessen die erwarteten Auswirkungen eines solchen Mindeststeuergesetzes auf die Gesellschaft zu erläutern. Auf den laufenden Steueraufwand des Wirtschaftsjahres hat die Mindestbesteuerung keine Auswirkung, da sie auf das Wirtschaftsjahr zum 30.06.2024 keine Anwendung findet. Für latente Steuern zum 30.06.2024 hat dies ebenfalls keine Auswirkungen, da es um eine Mindestbesteuerung geht, und der für die latente Steuern bei der Hays AG angesetzte Steuersatz grundsätzlich höher ist als der Mindeststeuersatz von 15% wäre. Da die Hays AG keine nutzbaren Verlustvorträge hat sowie in eine ertragsteuerliche Organschaft eingegliedert ist, erfolgte außerdem dem Grunde nach keine Bildung von latenten Steuern. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Erläuterungen zur Bilanz1 Immaterielle Vermögensgegenstände Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen. 2 Sachanlagen Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen. 3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 0 Tsd. Euro (Vorjahr: 92.475 Tsd. Euro) die Gesellschafterin Hays Holding GmbH aus einer Cash Pool Vereinbarung. Die Forderung aus dem Vorjahr in Höhe von 92.475 Tsd. Euro besteht nicht mehr und wird in diesem Berichtsjahr aufgrund einer Verbindlichkeit in den Verbindlichkeiten in Höhe von 12.901 Tsd. Euro ausgewiesen. Die weiteren 114.379 Tsd. Euro (Vorjahr: 35.929 Tsd. Euro) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 94.127 Tsd. Euro sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft 20.252 Tsd. Euro. Alle Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 4.360 Tsd. Euro (Vorjahr: 5.123 Tsd. Euro) beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von 990 Tsd. Euro (Vorjahr: 717 Tsd. Euro) sowie Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Ertragssteuern, Lohnsteuer sowie Zinsen in Höhe von 2.927 Tsd. Euro (Vorjahr: 3.847 Tsd. Euro) und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 4 Flüssige Mittel Die Flüssigen Mittel beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind 446 Tsd. Euro (Vorjahr: 410 Tsd. Euro) treuhänderisch gebunden. Aufgrund der Cash Pooling Vereinbarung mit der Hays Holding GmbH werden die Euro Guthaben bei Kreditinstituten täglich an die Hays Holding GmbH übertragen. Fremdwährungsbestände werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet und sind nicht Gegenstand der Cash-Pool-Vereinbarung. 5 Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus erhaltenen Rechnungen, deren Leistungszeiträume die Folgejahre betreffen. 6 Eigenkapital
Zum Bilanzstichtag beträgt das Grundkapital Euro 7.073.360,00, eingeteilt in 7.073.360 Inhaber-Stückaktien mit einem Nennbetrag von Euro 1 je Stückaktie. Am 4. April 2007 wurde der Gesellschaft von der Hays International Holdings Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an der Hays AG gehört. Gleichzeitig hat die Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, London (Großbritannien), mitgeteilt, dass ihr keine Beteiligung an der Hays AG mehr gehört. Mit Abspaltungsvertrag vom 29. Februar 2016 wurden die von der Hays AG als Alleingesellschafterin gehaltenen Aktien der Hays (Schweiz) AG mit einem Buchwert von 63 Tsd. Euro rückwirkend zum 1. Juli 2015 im Wege einer Abspaltung zur Aufnahme ohne Gewährung neuer Geschäftsanteile an die alleinige Anteilseignerin Hays Holding GmbH, Mannheim übertragen. Gleichzeitig fand eine Reduktion der Kapitalrücklage um den Buchwert von 63 Tsd. Euro statt. Die Handelsregistereinträge erfolgten am 2. März 2016 beim Amtsgericht Mannheim. Die Hays plc., London, Großbritannien, ist alleinige Anteilseignerin sowohl der Hays International Holdings Limited, als auch der Hays Specialist Recruitment (Holdings) Limited, beide London (Großbritannien). Die Hays International Holdings Limited, London/Großbritannien, ist seit Januar 2021 Kommanditistin der neugegründeten Hays Beteiligungs GmbH & Co.KG, Mannheim. Diese ist alleinige Anteilseignerin der Hays Holding GmbH, Mannheim, die wiederum alleinige Anteilseignerin der Hays AG, Mannheim, ist. In der Kapitalrücklage in Höhe von 1.186 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.186 Tsd. Euro) ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von 708 Tsd. Euro (Vorjahr: 708 Tsd. Euro) enthalten. Die anderen Gewinnrücklagen in Höhe von 142 Tsd. Euro resultieren aus der erstmaligen Anwendung des § 274 HGB i.d.F. des BilMoG im Jahr 2011. 7 Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Mitarbeiterboni und nicht genommener Urlaub enthalten. 8 Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 19.115 Tsd. Euro (Vorjahr 79.200 Tsd. Euro). Des Weiteren sind in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber der Anteilseignerin in Höhe von 41.263 Tsd. Euro (Vorjahr: 105.994 Tsd. Euro) aus Ergebnisabführung enthalten sowie aus einer Cash Pool Vereinbarung in Höhe von 12.901 Tsd. Euro (Vorjahr: 0 Tsd. Euro). Im Vorjahr bestand hier noch eine Forderung in Höhe von 92.475 Tsd. Euro, die unter den Forderungen ausgewiesen wurde. Weiterhin sind Umlageverbindlichkeiten in Höhe von 82.658 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.679 Tsd. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von 9.260 Tsd. Euro (Vorjahr: 15.699 Tsd. Euro) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 7.340 Tsd. Euro (Vorjahr: 8.549 Tsd. Euro) enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.359 Tsd. Euro (Vorjahr: 2.608 Tsd. Euro). 9 Rechnungsabgrenzungsposten Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen in Rechnung gestellte aber noch nicht als Umsatz realisierte Erlöse aus Vermittlungen im Permanentgeschäft für das Folgejahr in Höhe von 4.960 Tsd. Euro (Vorjahr: 6.602 Tsd. Euro). 10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung11 Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Inland und Ausland, stellen sich wie folgt dar:
Die Umsatzerlöse, gegliedert nach Geschäftsbereichen, stellen sich wie folgt dar:
Die übrigen Erlöse beinhalten im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an Konzernunternehmen in Höhe von 5.155 Tsd. Euro (Vorjahr: 4.081 Tsd. Euro) und Umlageweiterbelastungen an Konzernunternehmen in Höhe von 95.667 Tsd. Euro (Vorjahr: 87.977 Tsd. Euro). 12 Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:
13 Materialaufwand Bei dem Materialaufwand (Aufwendungen für bezogene Leistungen) handelt es sich um Aufwendungen für die vermittelten Fachkräfte. 14 Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode nach § 267 Absatz 5 HGB waren im Geschäftsjahresdurchschnitt 2.308 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 2.288) die sich den Bereichen Backoffice (679; Vorjahr: 573), Sales/Recruitment Management (1.403; Vorjahr: 1.514) und Special Sales (226; Vorjahr: 201) zuordnen lassen. 15 Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel dargestellt. 16 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 15 Tsd. Euro (Vorjahr: 136 Tsd. Euro) enthalten. 17 Finanzergebnis Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt:
Das Finanzergebnis beinhaltet mit 4 Tsd. Euro (Vorjahr: 1.919 Tsd. Euro) Zinserträge gegenüber dem Finanzamt. 18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von 831 Tsd. Euro aufgrund von Steuernachforderungen für das Jahr 2016 enthalten. Sonstige Angaben und AnlagenKonzernbeziehungen Das Mutterunternehmen der Hays AG, Mannheim, ist die Hays Holding GmbH, Mannheim, die alle Anteile an der Gesellschaft hält. Die Gesellschaft ist nach § 291 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts befreit. Für den größten Kreis und kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die Hays PLC., London, Großbritannien den befreienden Konzernabschluss auf, der im Companies House für England und Wales in Cardiff, Großbritannien, unter der Nummer 2150.950 registriert ist. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im deutschen Unternehmensregister veröffentlicht. Im Wesentlichen bestehen bei den immateriellen Vermögensgegenständen abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach HGB und IFRS in Höhe von 7.097 Tsd. Euro. Aufsichtsrat Aufsichtsräte der Gesellschaft sind:
Die Aufsichtsratsmitglieder haben keine Vergütung für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr erhalten. Vorstand Vorstände der Gesellschaft sind:
Die Vorstände erhalten keine Vorstandsvergütung von der Hays AG. Honorare des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt 130 Tsd. Euro (Vorjahr: 100 Tsd. Euro). Dabei handelt es sich ausschließlich um Abschlussprüfungsleistungen. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. Aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, der weiterhin risikobehafteten Energieversorgung und den Folgewirkungen der COVID-19-Pandemieentwicklung, besteht grundsätzlich die Unsicherheit einer weiteren negativen Auswirkung im gesamtwirtschaftlichen Kontext. Für die Hays AG bestehen dabei direkte Risiken vor allem in Abschluss von neuem Geschäft aufgrund der Zurückhaltung der Kunden bei neuen Projekten und den vorgenannten potenziellen Zahlungsschwierigkeiten von Kunden deren Liquiditätspolster nicht mehr ausreichen könnten. Diese Risiken können aus heutiger Sicht nicht quantifiziert werden.
Mannheim, 11. November 2024 Vorstand Alexander Heise Vorstandsvorsitzender Markus Auer Imke Mahner Ivonne Gassmann Johannes Becker Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2024 (01.07.2023 - 30.06.2024)
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hays AG, Mannheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hays AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hays AG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 11. November 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Christian Landau, Wirtschaftsprüfer ppa. Birgit Pflumm, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2024 wurde am 29. November 2024 festgestellt. |
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