BRÜDERMANNESMANN
REMSCHEID AKTIENGESELLSCHAFT

Remscheid

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Geschäftsbericht 2010

Inhaltsverzeichnis

 

Bericht des Aufsichtsrates

Organigramm der Brüder Mannesmann AG

Lagebericht

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Überleitung Periodenergebnis zum Gesamtergebnis

Konzern-Kapitalflussrechnung

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Bestätigungsvermerk

Jahresabschluss

AG-Bilanz

AG-Gewinn- und Verlustrechnung

AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel

AG-Anhang

Bestätigungsvermerk

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Über seine Tätigkeiten erstattet der Aufsichtsrat der Hauptversammlung folgenden Bericht:

Arbeitsweise des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Gesellschaft, also den Vorstand, zu überwachen. Dabei überprüfte der Aufsichtsrat die Maßnahmen des Vorstands auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit sowie auf ihre Wirtschaftlichkeit. Er kontrollierte die Tätigkeiten des Vorstands und erörterte zukunftsgerichtete Entscheidungen und Planungen auf der Grundlage von Berichten des Vorstands sowie unter Prüfung und Berücksichtigung von konkreten Geschäftsunterlagen und Vorlagen. Der Aufsichtsrat ließ sich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Unternehmensentwicklung berichten. Die Berichte erfolgten in schriftlicher und mündlicher Form, und zwar sowohl anlässlich von Sitzungen des Aufsichtsrates als auch bei Bedarf außerhalb von Sitzungen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand zudem mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem und intensivem Informations- und Meinungsaustausch, so dass durchgehend eine umfassende Information des Aufsichtsrates über die Entwicklung der Brüder Mannesmann AG und des Konzerns gewährleistet war.

Regelmäßiger Inhalt der Berichterstattung an den Aufsichtsrat waren die Geschäftspolitik und besondere Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung und deren Einhaltung sowie die Gründe für etwaige Abweichungen, die Rentabilität und die Finanz- und Liquiditätssituation sowie der Geschäftsverlauf insgesamt.

Wenn für Entscheidungen des Vorstands die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich war oder wenn der Vorstand für seine Maßnahmen um Erteilung einer Zustimmung des Aufsichtsrates ersuchte, wurde der Aufsichtsrat vorab hierüber und über die Hintergründe eingehend unterrichtet. Die Zustimmung wurde sodann nach Beratung im Aufsichtsrat erteilt. Bei Vorgängen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz teilte der Vorstand dem Aufsichtsrat neben der Information im Vorfeld der Einleitung von Maßnahmen regelmäßig auch den Stand der Durchführung erforderlicher Umsetzungsmaßnahmen mit. Der Aufsichtsrat hat überwacht, in welchem Maße seine Beschlüsse, Anregungen und Empfehlungen bei der Geschäftsführung Berücksichtigung gefunden haben. Der Aufsichtsrat hielt im Berichtszeitraum die Schaffung von besonderen Zustimmungsvorbehalten für die Vornahme von Geschäftsführungsmaßnahmen auf Grund des engen Kontakts zum Vorstand für nicht erforderlich.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr 2010 fanden sechs Sitzungen des Aufsichtsrates statt. In den Sitzungen unterrichtete sich der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften und hat hierüber beraten. Darüber hinaus wurden die strategische Orientierung und die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Geschäftsbereiche sowie die personelle Ausrichtung, die relevanten Planungen und die Risikolage behandelt.

Schwerpunkte der Sitzungen waren insbesondere folgende Themen:

In der Sitzung im März 2010 erfolgte seitens des Vorstandes ein zusammenfassender Rückblick auf die allgemeine und im besonderen die unternehmensspezifische Entwicklung des Jahres 2009, auch anhand vorläufiger Geschäftszahlen per 31. Dezember 2009. Zur Vorlage kamen Reportingunterlagen, die vorläufige Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Finanzierungsrechnungen, eine Liquiditätsübersicht sämtlicher Beteiligungsunternehmen sowie weitere Unterlagen. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat von fachjuristischer Seite über gesetzliche Änderungen und Neuerungen, wie etwa das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG), informieren. Weiterhin wurden erste organisatorische Vorbereitungen für die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft besprochen.

In der Sitzung im April 2010 erfolgte die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2009 unter Zugrundelegung des zusammengefassten Lageberichtes für die Gesellschaft und den Konzern und die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer der Gesellschaft erfolgte eine ausführliche Analyse des vorgelegten Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses per 31. Dezember 2009, jeweils unter Zugrundelegung des zusammengefassten Lageberichtes. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung.

In der Sitzung im Mai 2010 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführliche Informationen über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2010 und den vorläufigen Quartalsbericht per 31. März 2010 vor; es wurde eine eingehende Analyse vorgenommen. Der Vorstand berichtete weiterhin über den Fortschritt einzelner Projekte sowie über die aktuelle Geschäftslage.

In der Sitzung vom August 2010 erfolgte seitens des Vorstandes die Vorlage des vorläufigen Konzernzwischenabschlusses per 30. Juni 2010 und des darauf basierenden vorläufigen Halbjahresfinanzberichtes. Es erfolgte eine eingehende Erörterung der Entwicklung der Gesellschaft und der Unternehmensstrategie, auch auf Ebene der Beteiligungsunternehmen. Darüber hinaus fanden abschließende Vorbereitungen für die kurz bevorstehende ordentliche Hauptversammlung statt.

In seiner Sitzung im November 2010 diskutierte der Aufsichtsrat die vom Vorstand vorgelegten vorläufigen Zwischenabschlüsse der Beteiligungsunternehmen und den vorläufigen Quartalsbericht per 30. September 2010. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über den aktuellen Entwicklungsstand laufender Projekte. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienz seiner Arbeit. Hierzu wurde wie mittlerweile üblich eine Effizienzprüfung gemäß des Leitfadens „Effizienzprüfung im Aufsichtsrat" der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. vorgenommen.

In der Sitzung im Dezember 2010 fand ein Rückblick auf die geschäftliche Entwicklung des endenden Geschäftsjahres anhand vorläufiger Geschäftszahlen statt. Dabei wurde auch über den Erfolg der strategischen Ausrichtung im ablaufenden Jahr diskutiert und eine Projektion der Strategie in die Zukunft vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte die endgültige Festlegung der kapitalmarktrelevanten Termine für das Jahr 2011.

Weitere Einzelthemen wurden in allen Aufsichtsratssitzungen behandelt und mit dem Vorstand erörtert.

Corporate Governance

Gegenstand von Beratungen des Aufsichtrates bildete auch der Themenkreis Corporate Governance und die Weiterentwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie sich daraus ergebende Anpassungen. Es wurde über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung beraten und beschlossen. Besonderes Anliegen der Beratungen war es, die Empfehlungen des Kodex sinnvoll auf ein Unternehmen der eigenen Struktur anzuwenden, mit dem Ergebnis, dass den Kodex-Empfehlungen erneut weitgehend entsprochen wird.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Jahresabschlussprüfung

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Brüder Mannesmann AG und der nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Morison AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Der Abschlussprüfer war von der Hauptversammlung am 26. August 2010 gewählt und vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der Aufsichtsrat überwachte im Verlauf des Jahres auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers.

Sämtliche Abschlussunterlagen sowie die Prüfungsberichte wurden auf der Sitzung des Aufsichtsrates am 6. Mai 2011 unter Hinzuziehung des Abschlussprüfers ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht ebenfalls sorgfältig geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Daraufhin hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2010 und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Ebenfalls in der Sitzung des Aufsichtsrates am 6. Mai 2011 wurde dieser Bericht des Aufsichtsrates behandelt und förmlich verabschiedet.

Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern, auch aus deren sonstigen Mandatstätigkeiten, ergaben sich im Berichtszeitraum nicht.

Der Aufsichtsrat möchte seinen ausdrücklichen Dank und seine Anerkennung an die Belegschaft sowie die Vorstände für die im Geschäftsjahr geleistete Arbeit aussprechen.

 

Remscheid, 6. Mai 2011

Der Aufsichtsrat

Reinhard C. Mannesmann, Vorsitzender

Lagebericht

1. Vorbemerkungen zum Lagebericht

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Holdinggesellschaft für operative Tochtergesellschaften. Zwei eigenständig tätige Sparten sind unter dem Dach der Holding angesiedelt, die Sparte „Werkzeughandel" und die Sparte „Armaturenhandel". Die Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH fungiert ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes und ist nicht operativ am Markt tätig. Dieser Grundbesitz beschränkt sich auf seit Jahrzehnten vorhandene, heute noch zu einem großen Teil für den eigenen Geschäftsbetrieb genutzte Industrie- und Verwaltungsimmobilien.

Der vorliegende Lagebericht stellt als zusammengefasster Lagebericht die Lage des Brüder Mannesmann-Konzerns und der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft dar.

2. Geschäftsentwicklung der operativen Sparten

2.1. Werkzeughandel

2.1.1. Geschäftsentwicklung Werkzeughandel

Die Sparte Werkzeughandel ist in Deutschland und im europäischen Ausland als einer der führenden Anbieter von Hand- und Elektrowerkzeugen mit einem Vollsortiment vertreten. Ergänzend wird ein Programm an Gartenwerkzeugen, Druckluftgeräten und Hochdruckreinigern vertrieben. Die Marke „Brüder Mannesmann" ist als qualitäts- und innovationsorientiertes Programm im Markt positioniert, wobei insbesondere das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis ausschlaggebend ist für den Erfolg. In Verbindung mit einer konsequenten Serviceausrichtung hat „Brüder Mannesmann" als kompetenter und zuverlässiger Handelspartner in der Branche seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf.

Der Umsatz der Werkzeugsparte konnte nach den konjunkturbedingt umfangreichen Einbußen der Vorjahre erstmals wieder gesteigert werden, und zwar um 6,1 % auf 34,1 Mio. EUR (Vorjahr: 32,1 Mio. EUR). Hierfür war überwiegend die Erholung der Branchenkonjunktur in Deutschland maßgeblich. Die Lage in Griechenland, Spanien und Portugal war noch von Rückgängen gekennzeichnet. Die in jüngster Zeit eingeleiteten Auslandsaktivitäten in neuen Märkten konnten konjunkturbedingt noch nicht die geplanten Beiträge leisten. Dennoch konnte auch im Ausland das Geschäftsvolumen insgesamt vergrößert werden.

Die Umsatzqualität war weiterhin zufriedenstellend. Das kommt in dem Betriebsergebnis (EBIT) von über 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,5 Mio. EUR) zum Ausdruck. Die Umsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis (EBIT) ging zwar zurück, erreichte aber mit 3,3 % (Vorjahr: 4,8%) einen für den Bereich Handel immer noch respektablen Wert.

Strukturiert nach wesentlichen Kundengruppen zeigt die Umsatzentwicklung folgendes Bild:

Werkzeughandel: Umsatz nach Kundengruppen

2010 2009 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Märkte, Einkaufsverbände 14,90 43,7 13,37 41,6 1,53 11,4
Exporthandel 14,35 42,1 13,66 42,5 0,69 4,1
Großhandel/Versandhandel 4,83 14,2 5,11 15,9 -0,28 -5,5
34,08 32,14 1,94 6,1

Die Umsätze mit den Kundengruppen Märkte, Einkaufsverbände sowie Exporthandel konnten gesteigert werden, wohingegen Großhandel und Versandhandel leichte, in der Größenordnung nicht signifikante Abschläge hinnehmen mussten.

Werkzeughandel: Umsatz nach Regionen

2010 2009 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Inland 17,49 51,3 16,16 50,3 1,33 8,3
Ausland einschl. Export 16,59 48,7 15,98 49,7 0,61 3,8
34,08 32,14 1,94 6,1

Sowohl im Inland als auch im Ausland konnten die Umsätze gesteigert werden. Im Ausland waren allerdings in einigen Ländern, so insbesondere in Griechenland, Spanien und Portugal, noch konjunkturbedingte Rückgänge zu verzeichnen.

Werkzeughandel: Einkauf nach Regionen

in Prozent 2010 2009 Veränderung
Deutschland 9,8 10,7 -0,9
Fernost 89,5 87,1 2,4
Übriges Ausland 0,7 2,2 -1,5
100,0 100,0

Die Gewichtung der Einkaufsregionen hat sich erneut weiter zu Gunsten Fernost entwickelt.

Werkzeughandel: Aufwand

in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
Personalaufwand 4,45 4,41 0,04
Abschreibungen auf Anlagevermögen 0,16 0,15 0,01
Sonstiger betrieblicher Aufwand 5,65 5,10 0,55
10,26 9,66 0,60

Der Anstieg der Aufwandspositionen blieb moderat, insbesondere im Vergleich zur Ausweitung des Geschäftsvolumens.

Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 64 nach 70 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,53 Mio. EUR nach 0,46 Mio. EUR im Vorjahr.

Die Brutto-Handelsspanne erreichte 33,0% (Vorjahr: 32,1 %). Der Rohertrag lag bei 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR).

2.1.2. Zusammenfassung Werkzeughandel

Das Geschäftsvolumen der Sparte Werkzeughandel konnte nach mehreren Jahren konjunkturbedingter Umsatzrückgänge wieder ausgeweitet werden. Vor dem Hintergrund, dass die Auslandsaktivitäten noch nicht im gewünschten Umfang zum Umsatz beitragen konnten und auch die Binnenkonjunktur im Konsumsektor erfahrungsgemäß erst mit zeitlichem Abstand der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgt, ist die erreichte Umsatzsteigerung als gut zu bezeichnen. In einer zufriedenstellenden Größenordnung befindet sich der operative Ertrag (EBIT). Die Umsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis (EBIT) liegt trotz eines Rückganges zum Vorjahr auf einem im Branchenvergleich guten Niveau. Somit konnte erfolgreich an der branchenkonjunkturellen und gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstendenz partizipiert werden.

Werkzeugsparte: Ergebnis

in Mio. EUR 2010 2009
EBIT (Betriebsergebnis) 1,1 1,5

2.2. Armaturenhandel

2.2.1 Geschäftsentwicklung Armaturenhandel

Die Sparte Armaturenhandel umfasst den Vertrieb von Armaturen für industrielle und versorgungstechnische Anwendungen. Diese Anwendungen sind insbesondere die Kraftwerkstechnik sowie chemische und petrochemische Industrieanlagen. Hinzu kommt der große Bereich der Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung auf Ebene der Versorgungsunternehmen. Neben dem gängigen Programm von Standardarmaturen wird für Großkunden die Übernahme der kompletten Lagerhaltung und Lagerlogistik im Sinne eines Universaldienstleisters angeboten. Die Verbindung mit einer ausgeprägten technischen Beratungskompetenz ermöglicht eine außerordentliche Positionierung. Repräsentiert wird die Sparte Armaturenhandel durch das Unternehmen Schwietzke mit Sitz in Bottrop. Weitere Standorte sind Köln und Ludwigshafen.

Der Umsatz der Armaturensparte erreichte 31,1 Mio. EUR nach 29,7 Mio. EUR im Vorjahr und verzeichnete somit eine Steigerung um 4,8 %. Diese Zunahme des Geschäftsvolumens konnte trotz einer immer noch sehr ausgeprägten Zurückhaltung der Investitionstätigkeit bei Neuprojekten auf nationaler und internationaler Ebene erzielt werden.

Das Betriebsergebnis (EBIT) erreichte 0,8 Mio. EUR nach 1,8 Mio. EUR im Vorjahr und war damit noch zufriedenstellend. Die Umsatzrendite bezogen auf das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei 2,5% nach 6,2 % im Vorjahr.

Armaturenhandel: Umsatz nach Geschäftsfeldern

2010 2009 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Industrietechnik 18,91 60,8 18,22 61,4 0,68 3,8
Projektgeschäft 12,19 39,2 11,46 38,6 0,74 6,4
31,10 29,68 1,42 4,8

Die Umsatzverteilung auf die beiden Geschäftsfelder Industrietechnik und Projektgeschäft blieb nahezu konstant.

Der Rohertrag lag bei 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR). Das entspricht einer Bruttomarge von 20,6% (Vorjahr: 23,9 %).

Armaturenhandel: Aufwand

in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
Personalaufwand 3,43 3,28 0,15
Abschreibungen auf Anlage- vermögen 0,13 0,12 0,01
Sonstiger betrieblicher Aufwand 2,31 2,10 0,21
5,87 5,50 0,37

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 57. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,55 Mio. EUR (Vorjahr: 0,52 Mio. EUR).

2.2.2. Zusammenfassung Armaturenhandel

Der Anstieg des Geschäftsvolumens in der Sparte Armaturenhandel konnte entgegen der Branchentendenz erzielt werden. Hier wirkt sich die gute Positionierung des Geschäftsbereiches im Markt aus, die es erlaubt, auch in konjunkturell schwierigen Phasen Kontinuität zu bewahren. Die Ertragslage weist auf Basis des Betriebsergebnisses (EBIT) eine akzeptable Umsatzrentabilität aus, so dass die Sparte Armaturenhandel ein insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr verzeichnen kann.

Armaturensparte: Ergebnis

in Mio. EUR 2010 2009
EBIT (Betriebsergebnis) 0,8 1,8

3. Geschäftsentwicklung des Konzerns und der Aktiengesellschaft

Mit einem realisierten Konzernumsatz von 65,6 Mio. EUR (Vorjahr: 62,4 Mio. EUR) konnte im Geschäftsjahr 2010 eine Steigerung um 5,3 % erreicht werden. Dabei konnten beide Sparten Zuwächse verzeichnen.

Konzern: Umsatz

2010 2009 Veränderung
Mio. € % Mio. € % Mio. € %
Werkzeugsparte 34,08 51,9 32,14 51,5 1,94 6,1
Armaturensparte 31,10 47,4 29,68 47,6 1,42 4,8
Grundbesitz (spartenfremde Umsätze) 0,46 0,7 0,53 0,9 -0,20 -22,2
65,64 62,35 3,29 5,3

3.1. Ergebnis

Trotz der Steigerung des Geschäftsvolumens war ein Rückgang des Konzern-Betriebsergebnisses (EBIT) von 2,9 Mio. EUR auf 1,7 Mio. EUR zu verzeichnen. Diese Entwicklung ist im wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Bereich Armaturenhandel die Hereinnahme der wenigen im Markt befindlichen Projekte zu Lasten der Marge ging.

Der Konzernrohertrag erreichte 18,2 Mio. EUR (Vorjahr: 17,9 Mio. EUR) und konnte somit auf einem zufriedenstellenden Niveau gehalten werden.

Konzern: Ergebnis

in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
1. EBIT (Betriebsergebnis) 1,69 2,91 -1,22
./. Finanzergebnis -3,11 -2,47 -0,64
2. Ergebnis vor Steuern -1,42 0,44 -1,86
./. Steuern 0,28 -0,38 0,66
3. Konzern-Jahresergebnis -1,14 0,06 -1,20

Das Konzern-Jahresergebnis erreichte -1,14 Mio. EUR oder rund -0,38 EUR je Aktie, im Vorjahr lagen diese Werte bei 0,06 Mio. EUR oder rund 0,02 EUR je Aktie. Bezogen auf das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt das Ergebnis je Aktie 0,56 EUR nach 0,97 EUR im Vorjahr.

Der Geschäftsverlauf der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist wesentlich geprägt durch die Entwicklung ihrer Beteiligungen. Das Beteiligungsergebnis (Erträge und Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen) erreichte 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR).

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 einen Jahresfehlbetrag von -1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -0,5 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Verringerung des Beteiligungsergebnisses. Der Jahresfehlbetrag wurde durch Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen ausgeglichen.

3.2. Bilanz

Das Geschäftsjahr 2010 verzeichnet gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung der Konzernbilanzsumme von 62,9 Mio. EUR auf nunmehr 66,1 Mio. EUR.

Konzern: Working Capital

in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
Vorratsvermögen 13,56 11,54 2,02
Debitoren 10,87 9,89 0,98
Liquide Mittel und Wertpapiere 11,17 15,53 -4,36
Summe 35,60 36,96 -1,36
Kurzfristige finanzielle Schulden 1,43 1,04 0,39
Kreditoren 7,88 5,63 2,25
Summe 9,31 6,67 2,64
Working-Capital 26,29 30,29 -4,00

Das bilanzielle Eigenkapital des Geschäftsjahres 2010 weist mit rund 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR) eine Eigenkapitalquote von 10,3 % (Vorjahr: 12,6 %) aus. Zieht man nachrangige Darlehen (Mezzanine-Kapital) rechnerisch zum Eigenkapital hinzu, so ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von 24,1 Mio. EUR und somit eine Eigenkapital-Quote von 36,4% (Vorjahr: 39,9 %).

Die Bilanzsumme in der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat sich auf 35,1 Mio. EUR vermindert (Vorjahr: 35,5 Mio. EUR).

3.3. Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern lag bei durchschnittlich 126. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,52 Mio. EUR nach 0,47 Mio. EUR im Vorjahr.

Mitarbeiter Konzern

2010 2009 Veränderung
Gewerbliche Mitarbeiter 21 24 -3
Angestellte 105 108 -3
Beschäftigte 126 132 -6
Auszubildende 3 4 -1
Umsatz je Mitarbeiter in Mio. EUR 0,52 0,47 0,05

3.4. Aufwand

Konzern: Aufwand

in Mio. EUR 2010 2009 Veränderung
Personalaufwand 9,46 9,04 0,42
Abschreibungen auf Anlagevermögen 0,39 0,37 0,02
Sonstiger betrieblicher Aufwand 7,73 8,07 -0,34
17,58 17,48 0,10

Die Aufwandspositionen konnten somit trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens auf Vorjahresniveau gehalten werden.

4. Ausblick

4.1. Werkzeughandel

Im Geschäftsjahr 2010 ist es gelungen, erfolgreich an der branchenkonjunkturellen und gesamtwirtschaftlichen Aufwärtstendenz zu partizipieren. Grundlage hierfür war das Geschäftsmodell der Sparte. Danach wird ein breit gefächertes Angebotssortiment mit bestem Preis-/Leistungsverhältnis, in hoher Qualität und in Abstimmung mit den Markterfordernissen gestaltet. Die Ausweitung dieses erfolgreichen Modells auf weitere internationale Märkte soll auch in 2011 fortgesetzt werden. Darüber hinaus ist beabsichtigt, von der konjunkturellen Aufwärtstendenz des Binnenmarktes überdurchschnittlich zu profitieren. Ziel ist weiterhin eine Verbesserung der Ertragslage und Umsatzrendite.

Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2010 erreichte 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR). Beim Auftragseingang zum selben Stichtag konnten 39,8 Mio. EUR (Vorjahr: 33,8 Mio. EUR) erzielt werden.

Für den Gesamtverlauf des Jahres ist eine Stabilisierung des Geschäftsvolumens mit der Aussicht auf weitere Steigerungen zu erwarten. Dies sowohl im Inland aufgrund unserer guten Marktposition als auch im Ausland aufgrund der sich bessernden Weltkonjunktur. Besonderes Augenmerk bleibt auf der Sicherstellung der Rentabilität der Umsätze.

4.2. Armaturenhandel

In der Branche kam es auch im Jahr 2010 zu teilweise gravierenden Umsatzeinbrüchen. Der Sparte Armaturenhandel ist es dennoch gelungen, die eigene Marktposition zu behaupten und die Geschäftsentwicklung über dem Branchendurchschnitt zu halten. Ausgehend von der guten Marktpositionierung soll das Stammgeschäft ausgebaut werden und zumindest mit der erwartet positiven Branchenentwicklung wachsen. Zusätzliche Aufträge aus Russland und der Türkei für den Bereich Anlagen- und Kraftwerkstechnik, die in Zusammenarbeit mit Partner-Unternehmen ausgeführt werden sollen, lassen Wachstum darüber hinaus erwarten. Für das Industriegeschäft gilt weiterhin die Zielsetzung, bestehende Rahmenverträge fortzuführen und Neukunden zu gewinnen. Es besteht die Aussicht, dass sich der hier seit Jahren zu beobachtende Preisverfall nicht mehr fortsetzt.

Auftragsbestand bzw. Auftragseingang lagen per 31. Dezember 2010 bei 9,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,4 Mio. EUR) bzw. 31,4 Mio. EUR (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR). Diese Werte lassen einen Geschäftsverlauf mit einem Volumen erwarten, das an das Geschäftsjahr 2010 heranreicht.

Nachdem sich Anlagenbauer und Investoren im vergangenen Jahr deutlich zurückgehalten haben, ist vor dem Hintergrund einer sich abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Erholung jedoch ein gewisser Nachholbedarf vorhanden. Die Sparte Armaturenhandel befindet sich in sehr guter Position, um daran teilzuhaben.

4.3. Konzern

Die beiden operativ tätigen Sparten des Brüder Mannesmann-Konzerns konnten im Geschäftsjahr 2010 ihre Geschäftsvolumina im Einklang mit der positiven Konjunkturentwicklung steigern und ihre jeweiligen Marktpositionen ausbauen. Ausgehend von den Auftragseingängen und -beständen per Jahresende 2010 erfolgte eine Fortsetzung der Entwicklung zu Jahresbeginn 2011. Für das Gesamtjahr 2011 wird eine weitere Ausweitung des Konzern-Geschäftsvolumens erwartet, wobei es auch gelingen sollte, die Ertragslage des operativen Geschäftes auf Basis des Konzern-Betriebsergebnisses (EBIT) zu steigern.

Risiken verbleiben in der geopolitischen Lage und den Auswirkungen einer Veränderung der nationalen und womöglich auch internationalen Umorientierung der Energiepolitik. Daraus entstehende gesamtwirtschaftliche Kosten könnten die Konsumkonjunktur nachhaltig beeinträchtigen.

4.4. Weitere Angaben zur Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Bei der Tochtergesellschaft Chronos Technologie AG ist beabsichtigt, vorhandene Verlustvorträge ab dem Jahr 2012 zu nutzen.

Die Tochtergesellschaft OOO Mannesmann Instrument mit Sitz in Moskau befindet sich in der Phase des Markteintritts in Russland. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Aufträge mit einem Umsatzvolumen im unteren einstelligen Mio-RUB-Bereich mit absehbarem Folgevolumen abgewickelt. Die Gesellschaft hat sich ein gutes Renommee im Markt erworben. Ausgehend von der bisherigen Entwicklung ist geplant, im Geschäftsjahr 2011 ein Umsatzvolumen im höheren zweistelligen Mio-RUB-Bereich und positive Ergebnisbeiträge zu generieren.

5. Sonstige Angaben

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

Die Vorstandsvergütung besteht ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen. Diese enthalten auch Versorgungszusagen. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird im Übrigen auf die Darstellungen im Konzernanhang und unter Punkt 7.3. hingewiesen.

Die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB und § 315 Abs. 1 Satz 6 HGB ist im Anhang beziehungsweise im Konzernanhang enthalten.

6. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB zum Jahres- und Konzernabschluss 2010

1.

Zum 31.12.2010 beläuft sich das Grundkapital der Gesellschaft auf 9.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien.

2.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, liegen nicht vor bzw. sind dem Vorstand — soweit sie sich aus Vereinbarungen zwischen Aktionären ergeben könnten — auch nicht bekannt.

3.

Eine direkte Beteiligung am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreitet, hält nach Kenntnis der Gesellschaft der Vorstandsvorsitzende, Herr Jürgen Schafstein, mit 16,67 % der Aktien bzw. Stimmrechte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10% der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

4.

Es bestehen keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.

5.

Es erfolgt keine Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind.

6.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Nach § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus einem Mitglied oder aus mehreren Mitgliedern. Derzeit setzt er sich aus zwei Personen zusammen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Anzahl. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden oder Sprecher des Vorstandes ernennen. Die Änderung der Satzung erfolgt gemäß den Bestimmungen in §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179, 133 AktG durch Beschluss der Hauptversammlung.

Für eine Beschlussfassung genügt, soweit gesetzlich zulässig, gemäß § 179 Abs. 2 Satz 2 AktG in Verbindung mit § 21 Abs. 2 der Satzung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen und die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals anstelle der in § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG vorgesehenen Mehrheit von drei Vierteln des vertretenen Grundkapitals. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 17 der Satzung zu Änderungen der Satzung befugt, die nur die Fassung betreffen.

7.
Befugnisse des Vorstands hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen, bestehen wie folgt:

Der Vorstand ist gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 29. August 2012 mit Zustimmung des Aufsichtrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre nach näherer Maßgabe der Ermächtigung auszuschließen.

Die Hauptversammlung vom 27. August 2009 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 26. August 2014 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder Namen lautende Genussscheine zu begeben. Den Genussscheinen können Inhaberoptionsscheine beigefügt werden oder sie können mit einem Wandlungsrecht für den Inhaber verbunden werden. Die Options- beziehungsweise Wandlungsrechte berechtigen nach näherer Maßgabe der Options- beziehungsweise Wandelgenussrechtsbedingungen, Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Der Vorstand wurde weiter ermächtigt, bis zum 26. August 2014 anstelle von oder neben Genussscheinen einmalig oder mehrmals Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen zu begeben und den Inhabern von Optionsschuldverschreibungen Optionsrechte sowie den Inhabern von Wandelschuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Aktien der Gesellschaft nach näherer Maßgabe der Options- beziehungsweise Wandelanleihebedingungen zu gewähren. Das Grundkapital ist um bis zu 4.500.000 Euro bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Options- beziehungsweise Wandelgenussscheinen, Options- und Wandelschuldverschreibungen, die gemäß vorstehender Ermächtigung begeben werden. Die Genussscheine und Schuldverschreibungen sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre nach näherer Maßgabe der Ermächtigung auszuschließen.

Die Hauptversammlung vom 26. August 2010 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. August 2015 eigene Aktien zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen — zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind — zu keinem Zeitpunkt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die aufgrund der Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußert werden, und zwar bei Veräußerung gegen Sachleistung oder entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG.

8.

Es existieren keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

9.

Es existieren auch keine Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind.

7. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB . und zugleich Bericht gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (Corporate Governance-Bericht)

7.1. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

7.1.1. Erklärung gemäß § 161 AktG

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft setzt die Corporate Governance entsprechend den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in dem Maße um, wie sie für ein Unternehmen der eigenen Struktur und Größenordnung sinnvoll erscheinen. Der Kodex in der aktuellen Fassung vom 26. Mai 2010 war Grundlage für eine ausführliche Diskussion in Vorstand und Aufsichtsrat mit dem Ziel, erneut möglichst vielen der Empfehlungen und Anregungen unter Berücksichtigung der Neuerungen und Ergänzungen des Kodex zu entsprechen.

Nachfolgend ist die Erklärung gemäß § 161 AktG wiedergegeben, die Vorstand und Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2010 abgegeben haben:

Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Brüder Mannesmann AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 gemäß § 161 AktG

§ 161 AktG verpflichtet den Vorstand und den Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Die Erklärung nach § 161 AktG ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen.

Vergangenheitsbezogene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG erklären, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex seit der letzten Entsprechenserklärung vom 30. April 2010 bis zum Zeitpunkt dieser Erklärung in der dort dargestellten Form und mit Ausnahme der dort aufgeführten Abweichungen entsprochen wurde.

Zukunftsbezogene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010

Vorstand und Aufsichtsrat der Brüder Mannesmann AG erklären, dass dem Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 in Zukunft entsprochen werden soll, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Empfehlungen:

Briefwahl (Ziffer 2.3.3):

Die Satzung der Gesellschaft sieht bislang nicht die Möglichkeit der Briefwahl vor. Dieses Verfahren ist bislang nach Auffassung der Gesellschaft nicht ausreichend erprobt. Ohnehin bietet die Gesellschaft bereits heute ihren Aktionärinnen und Aktionären die Möglichkeit an, einen von der Gesellschaft benannten Stimmrechtsvertreter mit der Ausübung des Stimmrechts zu beauftragen. Bereits jetzt besteht also die Möglichkeit, Stimmrechte vor dem Tag der Hauptversammlung auszuüben. Die zusätzliche Möglichkeit einer Briefwahl würde die Wahrnehmung der Aktionärsrechte daher im Ergebnis nicht wesentlich erleichtern.

Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.3):

Die Vorstandsvergütung enthält keine variablen Vergütungsbestandteile. Die Gesellschaft kann nach erneuter Überprüfung keine Vorteile in variablen Vergütungsstrukturen erkennen, die eine zwingende Abkehr vom System der Festvergütung rechtfertigen würden.

Am 05. August 2009 ist das Gesetz zur „Angemessenheit der Vorstandsvergütung" (VorstAG) in Kraft getreten. Danach gilt, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist. Variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Auch die gesetzliche Neuregelung verbietet jedoch nicht, dass die Vorstandsvergütung ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen besteht.

Hinzuweisen ist dabei in besonderer Weise darauf, dass durch reine Festvergütungen gerade die Fehlanreize nicht gesetzt wurden, die den Gesetzgeber vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 dazu veranlasst haben, mit dem VorstAG gegen die negativen Entwicklungen vorzugehen, die durch nicht nachhaltig ausgerichtete variable Vergütungen hervorgerufen wurden und damit Unternehmen und Weltwirtschaft geschadet haben.

Vor diesem Hintergrund sah sich auch die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex veranlasst, die Empfehlungen zur variablen Vergütung im Jahr 2009 zu überarbeiten, die bis dahin den gezeigten Fehlentwicklungen nicht wirksam vorbeugen konnten. Ob die erfolgten Anpassungen des Aktienrechts und des Deutschen Corporate Governance Kodex erneuten Fehlentwicklungen tatsächlich vorbeugen, bleibt abzuwarten.

Ausweis der Vorstandsvergütung (Ziffer 4.2.4):

Eine Individualisierung der Angaben erfolgt derzeit nicht, da die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31. August 2006 gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB beschlossen hat, dass die individualisierte Offenlegung unterbleibt.

Altersgrenze für Vorstandsmitglieder (Ziffer 5.1.2):

Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder ist derzeit nicht festgelegt, da das Lebensalter nicht als primär geeignetes Kriterium anzusehen ist, über eine qualifizierte Wahrnehmung des Amtes zu entscheiden.

Bildung von Ausschüssen (Ziffer 5.3.1 bis 5.3.5):

Mit Blick auf die derzeitige Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsratsrates (drei) erscheint die Bildung von Ausschüssen als nicht sinnvoll.

Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.1):

Eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ist derzeit nicht festgelegt, da das Lebensalter allein ungeeignet ist, über eine sachgerechte Wahrnehmung des Amtes zu entscheiden.

Veröffentlichung des Konzernabschlusses und der Zwischenberichte (Ziffer 7.1.2):

Der Jahresfinanzbericht und der Konzernjahresfinanzbericht für ein Geschäftsjahr werden spätestens vier Monate nach Geschäftsjahresende dem Publikum zur Verfügung gestellt. Halbjahres- bzw. Quartalsfinanzberichte werden spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraumes öffentlich zugänglich gemacht. Diese Fristen entsprechen dem Regelwerk des Prime Standard der Deutschen Börse sowie den Regelungen des WpHG, denen wir Folge leisten.

Veröffentlichung einer Liste von Drittunternehmen, an denen eine Beteiligung von nicht untergeordneter Bedeutung gehalten wird (Ziffer 7.1.4):

Die Liste wird im Geschäftsbericht veröffentlicht und enthält Angaben über Namen und Sitz solcher Gesellschaften, die Höhe des gehaltenen Anteils und die Höhe des Eigenkapitals. Sie enthält nicht das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Mit der Veröffentlichung des Ergebnisses der Beteiligungsgesellschaften sind aus Sicht der Brüder Mannesmann AG nicht zwingend wesentliche Kapitalmarktinformationen verbunden, da die Ergebnisstruktur dabei im Einzelnen nicht transparent wird. Im Übrigen ist es jedoch gerade in mittelständisch geprägten Strukturen nicht unwahrscheinlich, dass solche Informationen im Einzelfall zum Nachteil der betroffenen Gesellschaften, z. B. durch deren Wettbewerber, genutzt werden könnten.

7.1.2. Angaben gemäß § 289a Abs. 2 Ziffer 2 und 3 HGB

Allgemeines zur Führungsstruktur

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und unterliegt den Vorschriften des deutschen Aktienrechts und den Kapitalmarktregelungen sowie den Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat. Die Verwaltung der Gesellschaft erfolgt durch Vorstand und Aufsichtsrat, die zum Wohle des Unternehmens und im Interesse der Aktionäre eng zusammenarbeiten. Mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat hat die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft eine zweigeteilte Leitungs- und Überwachungsstruktur. Die Hauptversammlung ist das dritte Organ des Unternehmens.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich nach den §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 des AktG zusammen und besteht nach der Satzung aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Maßnahmen der Geschäftsführung können dem Aufsichtsrat nicht übertragen werden. Die Satzung oder der Aufsichtsrat können jedoch bestimmen, dass bestimmte Arten von Geschäften vom Vorstand nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats vorgenommen werden dürfen. Verweigert der Aufsichtsrat seine Zustimmung, so kann der Vorstand verlangen, dass die Hauptversammlung über die Zustimmung beschließt.

Der Aufsichtsrat kann Ausschüsse bilden. Da der Aufsichtsrat mit der gesetzlichen Mindestzahl von drei Mitgliedern besetzt ist, würde die Einsetzung von Ausschüssen keine Vorteile erzeugen, weshalb der Aufsichtsrat von dieser Möglichkeit bisher keinen Gebrauch gemacht hat.

Der Vorstand

Der Vorstand der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, der aus einem oder mehreren vom Aufsichtsrat zu bestellenden Mitgliedern besteht, leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Der Vorstand besteht derzeit aus zwei Mitgliedern. Der Vorstand ist an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswerts verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Des Weiteren ist er verantwortlich für die Jahres- und Mehrjahresplanung der Gesellschaft sowie für die Aufstellung der gesetzlich erforderlichen Berichte, wie Jahres-/Konzernabschlüsse und Quartalsberichte.

Er trägt darüber hinaus Sorge für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling sowie eine regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung an den Aufsichtsrat, insbesondere über alle für den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Unternehmensplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Den Kern der Führungskultur bilden Werte, die in gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Regelungen verankert sind.

Unternehmensführung und Mitarbeiter haben das Verständnis, nachhaltiges Wachstum mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden und gleichzeitig durch hochwertige Produkte und verantwortungsbewusstes Handeln auch einen gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen.

Dabei sollen sich die Mitarbeiter bewusst sein, einen Beitrag zum Unternehmenserfolg und dessen Ansehen und zur Wertschöpfung leisten zu können und sollen Verantwortung hierfür übernehmen.

Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Veröffentlichung der Tagesordnung für die Hauptversammlung einschließlich der für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen erfolgt auch auf der Internetseite der Gesellschaft.

Zur Erleichterung der persönlichen Wahrnehmung ihrer Rechte stellt die Gesellschaft den Aktionären für Hauptversammlungen einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter zur Verfügung. In der Einberufung der Hauptversammlung bzw. in den Mitteilungen an die Aktionäre wird erläutert, wie im Vorfeld der Hauptversammlung Weisungen zur Stimmrechtsausübung erteilt werden können.

Daneben bleibt es den Aktionären unbenommen, sich durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl vertreten zu lassen.

7.1.3. Ergänzende Angaben zur Corporate Governance

Transparenz

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft nutzt zur zeitnahen Information der Aktionäre und Anleger die Website des Unternehmens www.bmag.de. Daneben erfolgen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen und Meldungen. Neben dem Konzern- und Jahresabschluss sowie den Halbjahres- und Quartalsberichten wird in Form von Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über aktuelle Entwicklungen informiert. Termine der Gesellschaft werden mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf veröffentlicht.

Die zusammengestellten börsen- und wertpapierhandelsrechtlichen Mitteilungen der Gesellschaft im Sinne des § 10 Wertpapierprospektgesetz (WpPG) sind ebenfalls auf der Website www.bmag.de abrufbar.

Rechnungslegung

Die Erstellung des Konzernabschluss erfolgt nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Jahresabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt.

Zusammensetzung des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat ist gemäß Ziffer 5.4.1 des Kodex so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenskonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt ("Diversity") berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die konkrete Zielsetzung des Aufsichtsrates zu seiner Zusammensetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden (Ziffer 5.4.1 Kodex).

Der Aufsichtsrat hat die Ziele bezüglich seiner Zusammensetzung wie folgt benannt:

Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, so dass sie das Mandat mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.

Aufsichtsratsmitglieder sollen über fachlichen und technischen Sachverstand und Branchenkenntnisse verfügen, namentlich in Bezug auf den Bereich des Werkzeughandels und des Armaturenhandels einschließlich der mit den Branchen des Werkzeughandels und Armaturenhandels verbundenen Besonderheiten sowie der besonderen Bedürfnisse von Herstellern, Handelspartnern und Kunden auch im internationalen Umfeld.

Mindestens ein Aufsichtsratsmitglied soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.

Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, sollen vermieden werden.

Es soll eine Berücksichtigung der künftig voraussichtlich weiter verstärkten internationalen Tätigkeit des Unternehmens und der Tochtergesellschaften stattfinden.

Mitgliedschaft von einer Frau im Aufsichtsrat.

Der Stand der Umsetzung in Bezug auf diese Ziele ist aus Sicht des Aufsichtsrates positiv zu beurteilen:

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder verfügen für die Wahrnehmung des Mandats über die notwendige Qualifikation und auch Zeit. Hervorzuheben ist, dass es der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat erforderlich macht, dass immer alle Aufsichtsratsmitglieder an den Beratungen und Beschlussfassungen teilnehmen, was stets gewährleistet wurde. In der Vergangenheit ist in der vorliegenden personellen Zusammensetzung auch in Fällen von Dringlichkeit eine kurzfristige Anberaumung einer Sitzung oder einer Telefonkonferenz des Aufsichtsrats möglich gewesen, was die gute Verfügbarkeit und effiziente Zusammenarbeit der Mitglieder unterstreicht.

Herr Mannesmann als erfahrener Kaufmann und Herr Nagel als Diplom-Wirtschaftsingenieur verfügen über umfassenden fachlichen und technischen Sachverstand und in langjähriger Tätigkeit erworbene Branchenkenntnisse in Bezug auf das Geschäft der Brüder Mannesmann AG und des Konzerns. Sie verfügen zudem auch international über geschäftliche Erfahrungen. Frau Coen hat auf Grund ihrer Tätigkeit ebenfalls substantielle Erfahrungen gewonnen, bringt aber vor allem auch ihre Expertise als Bankkauffrau ein, was einen weiteren notwendigen Kompetenzbereich abdeckt. Herr Mannesmann erfüllt nicht zuletzt auch auf Grund seiner umfangreichen Erfahrungen als Aufsichtsratsvorsitzender verschiedener Aktiengesellschaften die Anforderungen an den financial expert.

Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktionen oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens, wurden vermieden bzw. angemessen behandelt und werden künftig vermieden.

Entsprechend der Zielsetzung gehört mit Frau Coen eine Frau dem Aufsichtsrat an.

Der Aufsichtsrat wird die von ihm festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung bei der Suche nach geeigneten Kandidaten für etwaig vorzeitig ausscheidende Mitglieder im weitestgehend möglichen Umfang berücksichtigen, wobei Ersatzmitglieder mitunter auch unter großem Zeitdruck gefunden und bestellt werden müssen, um die Funktionsfähigkeit des dreiköpfigen Gremiums aufrecht zu erhalten.

Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft bestehen nicht.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Vorstandes hielten am 31. Dezember 2010 insgesamt 696.300 Stückaktien (Vorjahr: 696.300) entsprechend 23,21 % des Grundkapitals. Die Mitglieder des Aufsichtsrates hielten am 31. Dezember 2010 insgesamt 228.500 Stückaktien (Vorjahr: 228.500) entsprechend 7,62 % des Grundkapitals.

7.2. Risikomanagement und Zukunftssicherung

Das Unternehmen verfügt über ein System eines Berichts- und Kontrollwesens, um unternehmerische Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens oder das Erreichen strategisch wichtiger Ziele gefährden könnten, rechtzeitig zu identifizieren. Die aus diesem System gewonnenen Erkenntnisse gehen in die Planung der Geschäftsführung ein. Die Verantwortung für die Umsetzung gegensteuernder Maßnahmen obliegt der operativen Geschäftsführung der Sparten.

Beide operativ tätigen Sparten des Konzerns betreiben durch vielfältige Maßnahmen auf den Gebieten der Gewinnung neuer Kundensegmente, der Internationalisierung sowie einer innovativen Sortimentspolitik permanente Vorsorge für eine zukunftssichernde Entwicklung. In der Werkzeugsparte wird den geschäftsbedingt vorhandenen Währungsrisiken durch effizientes Management der Fremdwährungsverbindlichkeiten begegnet, teilweise unter Einsatz von Absicherungsgeschäften. Risikobehaftete Auslandsgeschäfte werden, soweit möglich, durch eine Exportversicherung abgesichert. Für die Absicherung der Warenströme aus Fernost besteht eine Generalpolice mit einer Transportversicherung. Hinsichtlich der Produkthaftungsrisiken besteht ebenfalls eine Versicherung. Preisänderungsrisiken wird durch eine zeitnahe Anpassung der Preiskalkulation im Rahmen der Möglichkeiten begegnet.

Der Konzern verfügt über ein EDV-gestütztes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem. Dabei werden die Daten aus der Finanzbuchhaltung der operativ tätigen Konzernunternehmen in monatlichen Abständen in das Rechnungslegungssystem übertragen und nach bestimmten Kennzahlen in Form von Abweichungsanalysen zur Ergebnisentwicklung und zum Finanzstatus ausgewertet. Die sich aus diesen Analysen ergebenden Konsequenzen bzw. Maßnahmen werden in regelmäßigen Besprechungen mit den operativ tätigen Konzernunternehmen kommuniziert. Darüber hinaus werden die Quartalszahlen der Konzernunternehmen vom Vorstand an den Aufsichtsrat weitergegeben.

Die operativen Entwicklungsmöglichkeiten der Beteiligungsunternehmen des Konzerns werden durch Funktionen der übergeordneten Holding unterstützt. Hierzu zählen insbesondere die Mithilfe bei Fragen der Strategie und die Sicherstellung von Finanzmitteln. Daraus ergibt sich auf Konzernebene weiterhin die Chance entsprechender Ergebnisbeiträge.

Das Risikomanagementsystem wird vom Vorstand kontinuierlich weiterentwickelt und an sich verändernde Rahmenbedingungen angepasst sowie von den Abschlussprüfern der Gesellschaft geprüft.

7.3. Vergütungsbericht (Angaben zum Vergütungssystem gemäß § 289 Abs. 2; § 315 Abs. 2 HGB)

Vergütung des Aufsichtsrates

Nach Ziffer 5.4.6 des Kodex sollen die Mitglieder des Aufsichtsrates neben einer festen auch eine erfolgsorientierte bzw. variable Vergütung erhalten. Nach § 18 der Satzung erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrates neben dem Ersatz seiner Auslagen eine feste Vergütung in Höhe von 12.000 EUR.

Ferner erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates eine veränderliche Vergütung in Höhe von 500 EUR für jedes von der Hauptversammlung beschlossene über 4 % des Grundkapitals hinausgehende Prozent Dividende (variable Vergütung). Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieser Beträge.

Vergütung des Vorstands

Die Vorstandsvergütung besteht ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen. Diese enthalten auch Versorgungszusagen. Nebenleistungen wurden nicht erbracht. Bei der Bemessung der Vorstandsvergütung ist zu berücksichtigen, dass die Vorstandsmitglieder neben ihrer Funktion auf Holdingebene zusätzlich auch Geschäftsführungsfunktionen bei Tochtergesellschaften wahrnehmen.

Eine Individualisierung der Angaben erfolgt derzeit nicht, da die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 31. August 2006 gemäß §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB beschlossen hat, dass eine individualisierte Offenlegung der Vergütung des Vorstands unterbleibt.

Am 5. August 2009 ist das Gesetz zur „Angemessenheit der Vorstandsvergütung" (VorstAG) in Kraft getreten. Danach gilt, dass die Vergütungsstruktur bei börsennotierten Gesellschaften auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist. Variable Vergütungsbestandteile sollen daher eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Auch die gesetzliche Neuregelung verbietet jedoch nicht, dass die Vorstandsvergütung ausschließlich aus festen Gehaltsbestandteilen besteht.

Hinzuweisen ist dabei in besonderer Weise darauf, dass durch reine Festvergütungen gerade die Fehlanreize nicht gesetzt wurden, die den Gesetzgeber vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise im Jahr 2009 dazu veranlasst haben, mit dem VorstAG gegen die negativen Entwicklungen vorzugehen, die durch nicht nachhaltig ausgerichtete variable Vergütungen hervorgerufen wurden und damit Unternehmen und Weltwirtschaft geschadet haben. Vor diesem Hintergrund sah sich auch die Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex veranlasst, die Empfehlungen zur variablen Vergütung im Jahr 2009 zu überarbeiten, die bis dahin den gezeigten Fehlentwicklungen nicht wirksam vorbeugen konnten. Ob die erfolgten Anpassungen des Aktienrechts und des Kodex erneuten Fehlentwicklungen tatsächlich vorbeugen, bleibt abzuwarten.

 

Remscheid, 6. Mai 2011

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Konzernabschluss

Konzern-Bilanz

Aktiva

in TEUR Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 3.1. 3.845 3.845
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.1. 310 429
Sachanlagen 3.2. 9.858 7.480
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 3.3. 6.774 8.377
Finanzielle Vermögenswerte 3.4. 2.419 2.140
Latente Steueransprüche 3.5. 2.589 2.177
Sonstige Vermögenswerte 3.6. 86 137
25.881 24.585
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 3.7. 13.561 11.542
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.8. 10.862 9.891
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3.9. 4.656 1.309
Laufende Steuererstattungsansprüche 3.10. 57 82
Wertpapiere 3.11. 2.092 1.303
Zahlungsmittel 3.12. 9.083 14.229
40.311 38.356
Bilanzsumme 66.192 62.941

Passiva

in TEUR Anhang 31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.13. 9.000 9.000
Rücklagen 3.14. 770 770
Ergebnisvortrag -1.819 -1.883
Konzern-Jahresfehlbetrag /-überschuss -1.143 64
6.808 7.951
Langfristige Schulden
Mezzanine-Nachrangdarlehen 3.18. 17.248 17.148
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.16. 12.161 10.890
Finanzielle Schulden 3.18. 13.173 13.462
Übrige Verbindlichkeiten 3.19. 3.908 3.674
Latente Steuerschulden 3.20. 645 508
47.135 45.682
Kurzfristige Schulden
Übrige Rückstellungen 3.17. 722 740
Finanzielle Schulden 3.18. 1.430 1.044
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.21. 7.880 5.627
Übrige Verbindlichkeiten 3.19. 2.217 1.891
Laufende Ertragsteuerschulden 3.22. 0 6
12.249 9.308
Bilanzsumme 66.192 62.941

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 01.01.-31.12.2010 01.01.-31.12.2009
Umsatzerlöse 4.1. 65.639 62.347
Sonstige betriebliche Erträge 4.2. 1.056 1.886
Materialaufwand -47.426 -43.841
Personalaufwand 4.3. -9.455 -9.039
Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.4. -7.729 -8.066
EBITDA 2.085 3.287
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -393 -374
EBIT (Betriebsergebnis) 1.692 2.913
Ergebnis aus equity-Beteiligungen 4.5. 0 -9
Finanzerträge 4.5. 934 1.244
Finanzaufwendungen 4.5. -4.043 -3.704
Ergebnis vor Steuern -1.417 444
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4.6. 274 -380
Konzern-Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.143 64
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in EUR 4.7. -0,38 0,02
Ergebnis je Aktie (verwässert) in EUR 4.7. -0,38 0,02

Überleitung Periodenergebnis zum Gesamtergebnis

Angaben in
TEUR
01.01.-31.12.2010 01.01.-31.12.2009
Konzern-Periodenergebnis -1.143 64
Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen 0 0
Konzern-Gesamtergebnis -1.143 64

Konzern-Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2010 2009
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 1.692 2.913
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 393 374
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten -261 -367
Veränderung langfristiger Rückstellungen und übriger langfristigen Passiva 1.271 1.042
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 111 241
Gezahlte Zinsen -88 -245
Ertragsteuerzahlungen 18 281
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Änderung des kurzfristigen Nettovermögens 6.2. 3.136 4.239
Veränderung von Posten der kurzfristigen Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten
Vorräte -2.019 2.677
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -971 2.654
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 15 699
Finanzielle Schulden 347 139
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.253 -1.805
Übrige Verbindlichkeiten und sonstige Posten 607 -1.992
Mittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 6.2. 3.368 6.611
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen Vermögenswerten 973 1.170
Auszahlungen für Investitionen in langfristige Vermögenswerte -1.987 -1.930
Erhaltene Zinsen 227 117
Erhaltene Dividenden 10 12
Wertpapiere -1.047 -278
Auszahlung für Investitionen in kurzfristige Vermögenswerte -3.280 0
Kurzfristige Finanzinstrumente 7 -115
Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit 6.2. -5.097 -1.024
Veränderung langfristiger Finanzschulden
Aufnahme langfristiger Finanzschulden 649 0
Tilgung langfristiger Finanzschulden -899 -887
Tilgung übriger Verbindlichkeiten -388 -485
Gezahlte Finanzierungszinsen -2.779 -2.455
Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit 6.2. -3.417 -3.827
Zahlungswirksame Veränderung der flüssigen Mittel 6.2. -5.146 1.760
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 1. Januar 6.2. 14.229 12.469
Flüssige Mittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31. Dezember 6.2. 9.083 14.229

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in TEUR Aktienkapital Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Ergebnisvortrag Jahresergebnis Summe
Eigenkapital
Eigenkapital am 31.12.2008 9.000 770 0 -1.363 -520 7.887
Vortrag Jahresfehlbetrag 2008 -520 520
Jahresüberschuss 01.01. – 31.12.2009 64
Eigenkapital am 31.12.2009 9.000 770 0 -1.883 64 7.951
Vortrag Jahresüberschuss 2009 64 -64
Jahresfehlbetrag 01.01. – 31.12.2010 -1.143
Eigenkapital am 31.12.2010 9.000 770 0 -1.819 -1.143 6.808

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Holdinggesellschaft, deren operative Tochtergesellschaften im internationalen Handel mit Werkzeugen und Armaturen tätig sind.

Zwei eigenständig am Markt tätige Sparten sind etabliert, der „Werkzeughandel" und der „Armaturenhandel". Die Tochterfirma Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH fungiert ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes und ist nicht operativ am Markt tätig.

Die eingetragene Geschäftsadresse des Konzerns ist:

Lempstraße 24, 42859 Remscheid, Deutschland.

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichtes in Wuppertal unter der Nummer HRB 11838 eingetragen.

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine börsennotierte Gesellschaft und im Segment „Prime Standard" zugelassen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 wurde gemäß § 315a HGB in Verbindung mit der EU-Verordnung 1606/2002 vom 19. Juli 2002 nach den am Abschlussstichtag geltenden und von der EU übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Der Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf dem historischen Anschaffungsprinzip mit Ausnahme gewisser Positionen, wie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, derivativer Finanzinstrumente und bestimmter Wertpapiere, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) ausgewiesen werden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

In der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst. Sie werden im Anhang erläutert.

Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.

Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Vermögenswerte und Schulden werden dementsprechend als langfristig ausgewiesen, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, laufende Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden sowie Vorräte werden grundsätzlich als kurzfristig klassifiziert. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden als langfristig dargestellt.

Berichtswährung

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden neben der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft alle bis auf ein (Vorjahr: ein) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik durch die Mehrheit der Stimmrechte oder gemäß Satzung, Unternehmensvertrag oder vertraglicher Vereinbarung innehat.

Es sind sieben inländische (Vorjahr: sieben) und ein ausländisches (Vorjahr: ein) Tochterunternehmen einbezogen, die von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft gemäß IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) beherrscht werden.

Unternehmen, an denen die Brüder Mannesmann AG zwischen 20% und 50% beteiligt ist und einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausüben kann (assoziierte Unternehmen), werden at-equity bewertet. Ein Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: ein) wird at-equity bewertet.

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Anteil am Kapital in
Prozent
Eigenkapital in
TEUR
Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH, Remscheid 100 10.000
Brüder Mannesmann Nederland B.V., Doetinchem/Niederlande 100 329
CoCaCo Trading GmbH, Remscheid 100 1.559
Fernando Esser & Cia. GmbH, Remscheid 100 64
Corneta Export GmbH, Remscheid 100 26
Schwietzke Armaturen GmbH, Bottrop 100 4.000
CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH, Ludwigshafen 100 430
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH, Remscheid 100 126
Nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in TEUR
Chronos Technologie AG, Remscheid 100 1.030
Nach der equity-Methode bewertete Unternehmen Anteil am Kapital
in Prozent
Eigenkapital
in TEUR
OOO Mannesmann Instrument, Moskau/Russland 50 -1.191

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden in einheitlich aufgestellte, konsolidierungsfähige Abschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) übergeleitet.

Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Erstkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften wurde nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 HGB durchgeführt. Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaft mit dem Buchwert der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge wurden hierbei nach der eventuellen Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Firmenwerte aus Kapitalkonsolidierung aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ergebniswirksam abgeschrieben.

Mit Erstanwendung des IFRS 3 (Business Combinations) wurde die planmäßige, lineare Abschreibung dieser Geschäftswerte ab dem 1. Januar 2004 eingestellt. Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung werden ab diesem Zeitpunkt regelmäßig mindestens einmal pro Jahr auf eventuelle Wertminderungen hin geprüft (Impairmenttest) und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) abgeschrieben. Im Berichtsjahr ergab sich kein Abschreibungsbedarf.

Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen werden konsolidiert. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern gemäß IAS 12 (Income Taxes) abgegrenzt.

Währungsumrechnung

Bei allen einbezogenen Konzernunternehmen wurde der Euro als ihre funktionale Währung festgelegt. Somit war eine Umrechnung der Abschlüsse nicht notwendig.

Bei den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates) zu den im Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkursen umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, werden zum Stichtagskurs bewertet. Daraus resultierende Kursgewinne und -verluste werden erfolgswirksam erfasst.

2.2. Anwendung neuer Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Neue Standards und Interpretationen, die noch nicht angewandt wurden

Die folgenden Standards und Interpretationen waren zum 31.12.2010 veröffentlicht, aber zu diesem Stichtag gemäß den Übernahmevorschriften der EU noch nicht verpflichtend anzuwenden beziehungsweise noch nicht in europäisches Recht übernommen. Von der Möglichkeit der vorzeitigen Anwendung wurde kein Gebrauch gemacht.

Veröffentlichung IASB Übernahme
durch die EU
Erstmalige
Anwendung
Auswirkungen auf zukünftige Konzernabschlüsse
Neue Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden:
IFRS 9 Financial Instruments November 2009 Keine abschließende Prüfung der Auswirkungen dieses Standards auf den Konzernabschluss
Geänderte Standards, die bereits von der EU übernommen wurden:
IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen November 2009 19.07.2010 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben Januar 2010 30.06.2010 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung - Einstufung von Bezugsrechten Oktober 2009 23.12.2009 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Improvements to IFRSs (Issued by IASB in May 2010) Mai 2010 18.02.2011 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Geänderte Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden:
Amendments to IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures (Issued 7 October 2010) Oktober 2010 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Deferred tax: Recovery of Underlying Assets (Amendments to IAS 12) Dezember 2010 - Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-Time Adopters (Amendments to IFRS 1) Dezember 2010 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Neue Interpretationen, die bereits von der EU übernommen wurden:
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente November 2009 23.07.2010 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet
Geänderte Interpretationen, die bereits von der EU übernommen wurden:
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Minderdotierungsverpflichtungen November 2009 19.07.2010 GJ 2011 Keine wesentlichen Auswirkungen erwartet

Erstmalige Anwendung von Standards beziehungsweise Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2010 hatten folgende Änderungen von Standards und folgende Interpretationen erstmals verbindliche Geltung:

Veröffentlichung
IASB
Übernahme
durch die EU
Erstmalige
Anwendung
Auswirkungen auf den Konzernabschluss
2010
Geänderte Standards:
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS - Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender Juli 2009 23.06.2010 GJ 2010 Keine
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütung - Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden Juni 2009 23.03.2010 GJ 2010 Keine
Verbesserungen der IFRSs April 2009 23.03.2010 GJ 2010 Keine
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS November 2008 25.11.2009 GJ 2010 Keine
IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung - Geeignete Grundgeschäfte November 2008 15.09.2009 GJ 2010 Keine
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse Januar 2008 03.06.2009 GJ 2010 Keine
IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse Januar 2008 03.06.2009 GJ 2010 Keine
Neue Interpretationen:
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer November 2008 26.11.2009 GJ 2010 Keine

2.3. Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Annahme- oder Schätzungsgrundlage, wird die Bilanzierung des Postens erfolgswirksam geändert.

Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen unter anderem in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfungen und der Bewertung von Zinsoptimierungsgeschäften, der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten für derivative Finanzinstrumente, den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge, der Bildung von Rückstellungen für Versorgungsleistungen für Arbeitnehmer und für ungewisse Verpflichtungen, der Erfassung von zweifelhaften Forderungen sowie in der Vorratsbewertung.

2.4. Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 aktiviert und regelmäßig einmal pro Jahr — bei Vorliegen von Anhaltspunkten auch zwischendurch — auf Wertminderungen hin geprüft (Impairmenttest) und gegebenenfalls auf den niedrigeren erzielbaren Betrag (Recoverable Amount) abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zum Zwecke der Wertminderungsprüfung den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Werkzeuge (2.497 TEUR) und Armaturen (1.348 TEUR) zugeordnet. Zur Messung der Werthaltigkeit werden zukünftig erwartete Cash flows mit Abzinsungsfaktoren von 8,8 % bzw. 9 % vor Steuern (Vorjahr: 8,8% bzw. 9 %) diskontiert. Die erwarteten Cash flows basieren auf den Unternehmensplanungen. Der Detailplanungszeitraum umfasst grundsätzlich 3 Jahre.

Sonstige immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Liegen Gründe für eine über den planmäßigen Abschreibungen liegende Wertminderung vor, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sind die Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen entfallen, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 15 Jahren.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare, gegebenenfalls auch außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Für die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens gelten konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern:

Gebäude und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8-60 Jahre,

Technische Anlagen und Maschinen 2-15 Jahre,

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-15 Jahre.

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen ist in Übereinstimmung mit IAS 17 (Leases) in Verbindung mit IFRIC 4 dem Leasingnehmer zuzurechnen, wenn dieser alle wesentlich mit dem Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken trägt (Finanzierungsleasing).

Leasingverhältnisse, die als Finanzierungsleasing klassifiziert werden müssen, lagen nicht vor. Alle Leasingverhältnisse wurden als Operate Lease eingestuft, die Leasingraten wurden als laufender Aufwand verrechnet.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien umfassen nach IAS 40 (Investment Property) Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Sie werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bilanziert.

Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgt durch einen unabhängigen Sachverständigen und basiert auf dem — unter Abwägung aller Aspekte des Grundstücksmarktes — ermittelten Ertragswert.

Nach der equity-Methode bewertete Finanzanlagen

Die Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen sind nach der Equity-Methode bewertet. Die Kapitalkonsolidierung der nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligung erfolgt nach den gleichen Grundsätzen wie bei einer Vollkonsolidierung. Der Buchwert wird jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschüttete Dividenden oder sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Anteilige Jahresfehlbeträge werden nur bis zur Höhe des Buchwertes berücksichtigt, deshalb beträgt der Buchwert am Bilanzstichtag 0 TEUR.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in Anwendung von IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ausgewiesen.

Die finanziellen Vermögenswerte gliedern sich in folgende Kategorien:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte,

Kredite und Forderungen,

bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte,

zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Schulden werden in nachstehende Kategorien eingeordnet:

Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Schulden,

zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden.

Finanzinstrumente der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle Vermögenswerte" lagen zum Bilanzstichtag im Brüder Mannesmann-Konzern nicht vor.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten im Rahmen der marktüblichen Käufe und Verkäufe erfolgt zum Erfüllungstag, d.h. dem Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch den Brüder Mannesmann-Konzern geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt grundsätzlich zum Marktwert. Die Folgebewertung erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß IAS 39.

Finanzielle Vermögenswerte umfassen neben originären auch derivative Finanzinstrumente.

Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (unter Beachtung der Effektivzinsmethode) oder zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf die Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Brüder Mannesmann-Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Schuld wird der Betrag bezeichnet, mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Schuld bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde,

abzüglich eventueller Tilgungen und

abzüglich etwaiger Wertminderungen oder eventueller Uneinbringlichkeit sowie

abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (zum Beispiel Agio).

Das Agio wird mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Schuld ermittelt.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Der beizulegende Zeitwert entspricht im Allgemeinen dem Markt- oder Börsenwert. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden, z.B. durch Diskontierung der geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse mit dem Zinssatz ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts vorliegen.

Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten Anteile an einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie Ausleihungen an ein assoziiertes Unternehmen. Erstere sind mit den Anschaffungskosten angesetzt, weil für diese Gesellschaft kein aktiver Markt existiert und sich ein Zeitwert nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermitteln lässt. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren Fair Value bestehen, wird dieser angesetzt. Die Ausleihungen sind ebenfalls mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Latente Steueransprüche und -schulden

Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 12. Danach werden für temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten aus dem Konzernabschluss und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert. Erwartete Steuerersparnisse aus der Nutzung von als zukünftig realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen werden aktiviert. Aktive latente Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen werden in dem Umfang angesetzt, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ausreichend steuerpflichtiges Einkommen zur Realisierung des entsprechenden Nutzens erzielt wird.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden (Waren) und die im Rahmen der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).

Die als Vorräte bilanzierten Waren werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten folgt dabei grundsätzlich der Durchschnittskostenmethode. Die Bewertung der Waren am Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert (net realisable value). Bei den Waren werden individuelle Bewertungsabschläge vorgenommen, wenn die aus ihrem Verkauf zu realisierenden Erlöse voraussichtlich niedrigerer sind als die Buchwerte der Vorräte. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden direkten Vertriebskosten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen" klassifiziert und dementsprechend zu den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Die zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag angesetzt.

Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die in den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesenen Vermögenswerte, die gemäß IAS 39 als „Kredite und Forderungen" zu klassifizieren sind, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Unter den sonstigen Vermögenswerten werden unter anderem derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die gemäß IAS 39 mit dem Fair Value angesetzt werden.

Im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten werden hier transitorische Abgrenzungen ausgewiesen. Die Rechnungsabgrenzungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden unter den langfristigen Vermögenswerten (sonstige langfristige Vermögenswerte) ausgewiesen.

Zahlungsmittel, laufende Steuererstattungsansprüche und Wertpapiere

Die Zahlungsmittel beinhalten Schecks, Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit den jeweiligen Nennwerten bewertet.

Die laufenden kurzfristigen Steuererstattungsansprüche beinhalten Forderungen gegen Finanzbehörden aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Bei den Wertpapieren wurden Aktien dem Handelsbestand zugeordnet, die gemäß IAS 39 mit dem Fair Value angesetzt werden. Zertifikate sind aufgrund des eingebetteten Derivates zwecks Reduzierung der Komplexität der Kategorie „Fair Value-Option" zugeordnet und werden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet. Fair Value-Änderungen sind im Finanzergebnis ausgewiesen. Übrige Wertpapiere wurden den zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren zugeordnet und mit ihrem Fair Value angesetzt.

Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen basiert nach IAS 19 (Employee Benefits) auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Zusagen auf Altersversorgung. Hierbei werden die am Bilanzstichtag bestehenden Renten und erworbene Anwartschaften sowie die zukünftig zu erwartenden Erhöhungen von Gehältern und Renten berücksichtigt.

Sich am Jahresende ergebende versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden dabei nach der Korridormethode nur dann bilanziert, wenn sie außerhalb einer Bandbreite von 10% des Verpflichtungsumfanges liegen. In diesem Fall werden sie ab dem Folgejahr über die durchschnittliche Restdienstzeit der berechtigten Mitarbeiter verteilt und als Ertrag oder Aufwand erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand für unverfallbare Neuzusagen und bei Veränderung der Versorgungspläne wird gemäß IAS 19 sofort erfolgswirksam erfasst.

Übrige Rückstellungen werden nach IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen, die zuverlässig ermittelbar sind. Sie werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Finanzielle Schulden sind gemäß IAS 39 zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt, sofern es sich nicht um Positionen handelt, die nach IAS 39 zu ihrem Fair Value zu bilanzieren sind.

Erträge und Aufwendungen

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt erst dann, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der Waren verbunden sind, auf den Kunden übergehen.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfolgswirksam.

Die Fremdkapitalkosten werden nach IAS 23 in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Aktivierungspflichtige Fremdkapitalzinsen für die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr nicht angefallen.

3. Erläuterungen zur Konzernbilanz

3.1. Immaterielle Vermögenswerte

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte in
TEUR
Geschäfts- oder Firmenwerte Sonstige immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009 3.845 3.050 6.895
Zugänge 0 6 6
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2009 3.845 3.056 6.901
Stand 01.01.2009 3.845 3.056 6.901
Zugänge 0 7 7
Abgänge 0 0 0
Stand 31.12.2010 3.845 3.063 6.908
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2009 0 2.592 2.592
Planmäßige Abschreibungen 0 138 138
Zuschreibungen 0 -103 -103
Stand 31.12.2009 0 2.627 2.627
Stand 01.01.2010 0 2.627 2.627
Planmäßige Abschreibungen 0 126 126
Zuschreibung 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 2.753 2.753
Buchwerte
01.01.2009 3.845 458 4.303
31.12.2009 3.845 429 4.274
01.01.2010 3.845 429 4.274
31.12.2010 3.845 310 4.155

Unter der Position Geschäfts- oder Firmenwerte werden die Geschäftswerte aus Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Sie betreffen im Einzelnen die Buchwerte der folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

Geschäfts- oder Firmenwert in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Segment Werkzeuge 2.497 2.497
Segment Armaturen 1.348 1.348
3.845 3.845

Der für die Geschäftswerte durchgeführte Impairmenttest hat die angesetzten Buchwerte bestätigt.

Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind Namensrechte und Software-Lizenzen ausgewiesen.

3.2. Sachanlagen

Entwicklung der Sachanlagen in
TEUR
Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009 9.651 36 1.612 16 11.315
- Zugänge 281 6 40 374 701
- Abgänge 0 0 -53 0 -53
Stand 31.12.2009 9.932 42 1.599 390 11.963
Stand 01.01.2010 9.932 42 1.599 390 11.963
- Zugänge 746 128 152 0 1.026
- Abgänge 0 0 -55 0 -55
- Umbuchung 390 0 0 -390 0
- Zugänge aus Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 1.919 0 0 0 1.919
- Abgänge in Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -343 0 0 0 -343
Stand 31.12.2010 12.644 170 1.696 0 14.510
Kumulierte
Abschreibungen
Stand 01.01.2009 2.903 24 1.351 0 4.278
- Planmäßige Abschreibungen 150 6 80 0 236
- Abgänge 0 0 -31 0 -31
Stand 31.12.2009 3.053 30 1.400 0 4.483
Stand 01.01.2010 3.053 30 1.400 0 4.483
- Planmäßige Abschreibungen 174 5 87 0 266
- Abgänge 0 0 -31 0 -31
- Abgang aufgrund von Übertragungen in den Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien -66 0 0 0 -66
Stand 31.12.2010 3.161 35 1.456 0 4.652
Buchwerte
01.01.2009 6.748 12 261 16 7.037
31.12.2009 6.879 12 199 390 7.480
01.01.2010 6.879 12 199 390 7.480
31.12.2010 9.483 135 240 0 9.858

Der Konzern hat Sale-and-Mietkauf-back-Vereinbarungen für bewegliche Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte abgeschlossen. Die betreffenden Vermögenswerte werden unverändert bilanziert, da das wirtschaftliche Eigentum nicht übergegangen ist.

Der Konzern hat selbstgenutzte Grundstücke und Gebäude in Höhe von 9.483 TEUR zur Besicherung gewährter Darlehen grundpfandrechtlich übertragen.

3.3. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten nach IAS 40 bilanziert. Diese betrugen zum 31. Dezember 2010 6.774 TEUR (Vorjahr: 8.377 TEUR). Die Bewertung erfolgte durch einen unabhängigen Sachverständigen und basierte auf dem — unter Abwägung aller Aspekte des Grundstücksmarktes — ermittelten Ertragswert.

Der Konzern hat sämtliche als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zur Besicherung gewährter Darlehen grundpfandrechtlich übertragen.

Alle vom Konzern als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Rahmen eines Mietvertrages vermietet. Die daraus resultierenden Mieteinnahmen beliefen sich auf 343 TEUR (Vorjahr: 423 TEUR). Die direkt mit den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in Zusammenhang stehenden Aufwendungen betrugen 5 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es aufgrund von Nutzungsänderungen Zu- und Abgänge in den Bestand der vom Eigentümer selbst genutzten Immobilien. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts werden in der nachfolgenden Überleitungsrechnung dargestellt.

Überleitungsrechnung

2010 2009
beizulegender Zeitwert 01.01 8.377 8.377
Abgang aufgrund von Übertragungen in den Bestand der vom Eigentümer selbstgenutzten Immobilien -1.919 0
Zugang aufgrund von Übertragungen aus dem Bestand der vom Eigentümer selbstgenutzten Immobilien +277 0
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts +39 0
beizulegender Zeitwert 31.12. 6.774 8.377

3.4. Finanzielle Vermögenswerte

Entwicklung der finanziellen Vermögenswerte in
TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen Sonstige Beteiligungen Ausleihungen an assoziierte Unternehmen Wertpapiere des Anlagevermögens Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2009 623 160 0 21 0 1.451 2.255
- Zugänge 0 599 0 0 66 688 1.353
- Abgänge -8 0 0 0 0 -1.451 -1.459
- Umbuchungen -9 -759 9 0 759 0 0
Stand 31.12.2009 606 0 9 21 825 688 2.149
Stand 01.01.2010 606 0 9 21 825 688 2.149
- Zugänge 0 0 0 0 967 0 967
- Abgänge 0 0 0 0 0 -688 -688
Stand 31.12.2010 606 0 9 21 1.792 0 2.428
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2009 0 0 0 0 0 678 678
- Abschreibungen 0 0 9 0 0 0 9
- Abgänge 0 0 0 0 0 -678 -678
Stand 31.12.2009 0 0 9 0 0 0 9
Stand 01.01.2010 0 0 9 0 0 0 9
- Abschreibungen 0 0 0 0 0 0 0
- Abgänge 0 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2010 0 0 9 0 0 0 9
Buchwerte
01.01.2009 623 160 0 21 0 773 1.577
31.12.2009 606 0 0 21 825 688 2.140
01.01.2010 606 0 0 21 825 688 2.140
31.12.2010 606 0 0 21 1.792 0 2.419

3.5. Latente Steueransprüche

Die latenten Steueransprüche gliedern sich wie folgt:

Latente Steueransprüche in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Steueransprüche aus Verlustvorträgen 1.313 1.251
Latente Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden 1.003 804
Latente Steuern auf derivative Finanzinstrumente 257 104
Latente Steuern auf Konsolidierungsvorgänge 16 18
2.589 2.177

Auf die steuerlich nutzbaren Verlustvorträge wurden nach Einschätzung ihrer erwarteten Nutzungsmöglichkeit latente Steueransprüche angesetzt. Im Berichtsjahr wurden latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe von 62 TEUR zugeführt (Vorjahr: Zuführung 76 TEUR).

Im Konzern bestehen zum 31. Dezember 2010 körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von 6.409 TEUR (Vorjahr: 5.900 TEUR) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von 1.913 TEUR (Vorjahr: 2.031 TEUR), die in voller Höhe bewertet sind. Auf ausländische Verlustvorträge in Höhe von 214 TEUR sind keine aktiven latenten Steuern angesetzt.

Darüber hinaus enthalten die aktiven latenten Steuern zeitliche Ergebnisunterschiede aus Konsolidierungsmaßnahmen und zeitlichen Bewertungsunterschieden bei den Konzerngesellschaften, die sich aus Bewertungsunterschieden nach IFRS ergeben.

3.6. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte betreffen langfristige Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 86 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR).

3.7. Vorräte

Die Vorräte des Brüder Mannesmann-Konzerns in Höhe von 13.561 TEUR (Vorjahr: 11.542 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Handelswaren.

Der Konzern hat Waren mit einem Buchwert in Höhe von 2.356 TEUR (Vorjahr: 1.475 TEUR) zur Besicherung gewährter Darlehen gestellt.

3.8. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Abschreibungen in Höhe von 340 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) vorgenommen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt einen angemessenen Näherungswert für den Fair Value dar.

Der Konzern hat Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Buchwert in Höhe von 6.795 TEUR (Vorjahr: 3.881 TEUR) zur Besicherung gewährter Darlehen abgetreten.

Entwicklung der Wertberichtigungen aktivierter Finanzinstrumente in
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige Vermögenswerte
Stand 31.12.2008 / 01.01.2009 53 21
Inanspruchnahme 0 0
Zuführung/Auflösung 86 0
Stand 31.12.2009 / 01.01.2010 139 21
Inanspruchnahme 0 0
Zuführung/Auflösung 93 0
Stand 31.12.2010 232 21

Des Weiteren bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31. Dezember überfällig, aber nicht wertberichtigt sind. Diese gliedern sich wie folgt:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
1-30 Tage überfällig 1.060 1.218
31-60 Tage überfällig 486 353
61-90 Tage überfällig 641 139
über 90 Tage überfällig 334 941

Bei den Forderungen, die zwischen einem und 30 Tagen überfällig sind, treten in der Regel keine Zahlungsausfälle ein, da die Verzögerungen im Wesentlichen durch zeitliche Buchungsunterschiede verursacht wurden. Auch Forderungen, welche bereits länger überfällig sind, müssen erfahrungsgemäß nicht wertberichtigt werden, da es sich hauptsächlich um Usancen aus dem Exportgeschäft handelt, welche — wie die Vergangenheit gezeigt hat — in der Regel zur Gänze geleistet wurden.

3.9. Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die übrigen Forderungen und sonstige Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Forderung gegen verbundene Unternehmen 656 112
Diverse derivative Finanzinstrumente 353 435
Rechnungsabgrenzungsposten 69 156
Debitorische Kreditoren und Bonusgutschriften 515 280
Darlehensforderungen 2.900 53
Forderungen gegenüber Finanzbehörden 86 6
Übrige 77 267
4.656 1.309

3.10. Laufende Steuererstattungsansprüche

Die laufenden Steuererstattungsansprüche betragen 57 TEUR (Vorjahr: 82 TEUR) und betreffen Steuervorauszahlungen.

3.11. Wertpapiere

Diese Position beinhaltet Anteile an einem Geldmarktfond, Aktien an im DAX notierten Unternehmen sowie ein Zertifikat auf einen DAX-Wert. Zum 31. Dezember 2010 betrugen die Fair Values 2.092 TEUR (Vorjahr: 1.303 TEUR).

3.12. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich aus Schecks, Kassenbeständen und Bankguthaben zusammen und betragen 9.083 TEUR (Vorjahr: 14.229 TEUR).

3.13. Gezeichnetes Kapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31.12.2010 auf 9.000 TEUR (Vorjahr: 9.000 TEUR) und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende voll eingezahlte Stückaktien.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 29. August 2012 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2009 wurde das Grundkapital um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Genussscheinen mit Options- bzw. Wandlungsrechten, die bis zum 26. August 2014 von der Gesellschaft begeben werden oder der Erfüllung der Pflicht zur Wandlung aus Wandelgenussscheinen bzw. Wandelschuldverschreibungen, die bis zum 30. April 2014 von der Gesellschaft begeben werden. Zum 31. Dezember 2010 waren keine Genussscheine, Wandelgenussscheine oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

3.14. Rücklagen

Als Kapitalrücklage ist das Aufgeld aus den Kapitalerhöhungen ausgewiesen.

Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten die anteiligen thesaurierten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie in der Zeit der Zugehörigkeit zum Konzern erwirtschaftet wurden. Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr fanden keine Gewinnausschüttungen statt.

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt

3.15. Kapitalmanagement

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft beachtet im Rahmen des Kapitalmanagements die gesetzlichen Vorschriften zur Kapitalerhaltung. Ziel des Kapitalmanagements sind Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals.

Das Kapital wird auf Basis des Verhältnisses von Nettoschulden zum wirtschaftlichen Eigenkapital überwacht. Nettoschulden sind die mit Zahlungsmitteln und Wertpapieren saldierten Schulden. Wirtschaftliches Eigenkapital sind das bilanzielle Eigenkapital sowie nachrangige Darlehen.

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Schulden 42.136 37.842
Zahlungsmittel, Wertpapiere und laufende kurzfristige Steuererstattungsansprüche -11.232 -15.614
Nettoschulden 30.904 22.228
Eigenkapital 6.808 7.951
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.248 17.148
Wirtschaftliches Eigenkapital 24.056 25.099
Ratio (Schulden/Eigenkapital) 1,28 0,89

3.16. Leistungen an Arbeitnehmer

Die betriebliche Altersversorgung der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Die Pensionszusagen berücksichtigen für die Höhe der Leistungen das Entgelt und die Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter (Defined Benefit Plans).

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen werden jährlich von unabhängigen Gutachtern nach der „Projected Unit Credit Method" gemäß IAS 19 ermittelt.

Die wichtigsten Annahmen sind:

in Prozent 2010 2009
Diskontierungszins 5,02 5,51
Erwartete Gehaltssteigerungen 2,0-3,0 2,0-3,0
Zukünftige Rentensteigerungen 1,5-3,0 1,5-3,0

Die biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten wurden gemäß den „Richttafeln 2005 G" von Dr. K. Heubeck ermittelt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden über die durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen amortisiert, nachdem bis zu 10% der Bruttoverpflichtungen in einen nicht zu berücksichtigenden Korridor eingestellt sind.

Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Pensionsrückstellungen in
TEUR
2010 2009
Pensionsrückstellungen am 01.01. 10.890 9.848
Aufwendungen für Altersversorgung 1.271 1.042
Pensionsrückstellungen am 31.12. 12.161 10.890

Die bilanzierten Verpflichtungen leiten sich wie folgt ab:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 11.970 10.243
Nicht zu berücksichtigende versicherungsmathematische Gewinne / (-) Verluste 191 647
Bilanzrückstellung 12.161 10.890

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind im Personalaufwand folgende Aufwendungen für Altersversorgung enthalten:

in TEUR 2010 2009
Dienstzeitaufwand 293 248
Zinsaufwand 574 520
Tilgung von versicherungsmathematischen Gewinnen / Verlusten 0 -6
Tilgung des nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes 605 489
Gezahlte Versorgungsleistungen -175 -177
Abgeltungen -26 -32
Nettopensionsaufwand 1.271 1.042

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand ergibt sich im Wesentlichen aus einer Anpassung der Pensionspläne. Die Maßnahmen waren notwendig, um eine angemessene Versorgung zu gewährleisten.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 2010 2009
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 01.01. 10.243 9.165
Laufender Dienstzeitaufwand 293 248
Zinsaufwand 574 520
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 456 30
Gezahlte Leistungen -175 -177
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 605 489
Abgeltung -26 -32
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am 31.12. 11.970 10.243

Der Finanzierungsstatus der Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007 31.12.2006
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 11.970 10.243 9.165 7.589 7.806
Planvermögen 0 0 0 0 0
Finanzierungsstatus 11.970 10.243 9.165 7.589 7.806
Erfahrungsbedingte Anpassungen (in Prozent) 2,0 1,2 0,9 2,3 -2,9

3.17. Übrige Rückstellungen

Die Zusammensetzung und Entwicklung der übrigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

Rückstellungsspiegel nach IAS 37 in
TEUR
Anfangsbestand zum 01.01.2010 Verbrauch Geschäftsjahr Auflösung Geschäftsjahr Zuführung Geschäftsjahr Endbestand zum 31.12.2010
Rückstellungen für Personalaufwendungen 187 -173 -4 187 197
Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten 553 -266 -5 243 525
Rückstellungen gesamt 740 -439 -9 430 722
Anfangsbestand zum 01.01.2009 Verbrauch Geschäftsjahr Auflösung Geschäftsjahr Zuführung Geschäftsjahr Endbestand zum 31.12.2009
Rückstellungen für Personalaufwendungen 248 -212 -16 167 187
Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten 646 -499 0 406 553
Rückstellungen gesamt 894 -711 -16 573 740

Die Rückstellungen für Personalaufwendungen werden hauptsächlich für Urlaubslöhne und -gehälter sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft gebildet. Die Rückstellungen für übrige ungewisse Verbindlichkeiten beinhalten u.a. Rückstellungen für Versicherungsprämien, Jahresabschlusskosten, Werbekostenzuschüsse und Gewährleistungen.

3.18. Finanzielle Schulden

Die finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Langfristige finanzielle Schulden in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.248 17.148
Bankdarlehen 13.173 13.462
30.421 30.610

Der Anteil der langfristigen Finanzschulden mit einer Fristigkeit von mehr als 5 Jahren beträgt 9.799 TEUR (Vorjahr: 10.131 TEUR).

Die kurzfristigen finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

Kurzfristige finanzielle Schulden in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Im folgenden Jahr zu leistende Tilgung langfristiger Bankdarlehen 944 905
Kontokorrentkredite 486 139
1.430 1.044

Der gewichtete Durchschnittszinssatz für Finanzschulden beträgt 6,7 % für das Jahr 2010 (Vorjahr: 7,2 %).

Finanzielle Schulden in Höhe von 14.120 TEUR (Vorjahr: 14.838 TEUR) sind durch Grundpfandrechte, Grundschulden, Abtretung von Forderungen, sowie Sicherungsübereignung von Warenlagern besichert.

3.19. Übrige Verbindlichkeiten

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 3.908 TEUR (Vorjahr: 3.674 TEUR) beinhalten Rentenverpflichtungen sowie Verpflichtungen aus Mietkauf-Darlehen. Der Anteil dieser Verbindlichkeiten mit einer Fristigkeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0 TEUR

(Vorjahr: 254 TEUR).

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Derivative Finanzinstrumente 517 194
Kreditorische Debitoren 289 198
Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden 699 695
Rentenverpflichtungen 147 107
Provisionen 64 59
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 256 22
Sonstiges 245 616
2.217 1.891

3.20. Latente Steuerschulden

Die passiven latenten Steuern in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr: 508 TEUR) beinhalten die zeitlichen Unterschiede zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und des Konzernabschlusses und resultieren aus den Bewertungsunterschieden nach IFRS.

Gemäß IAS 1 (überarbeitet 2007) werden latente Steuerverbindlichkeiten ungeachtet ihrer Fristigkeit als langfristige Schulden ausgewiesen.

3.21. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 7.880 TEUR (Vorjahr: 5.627 TEUR). Ihre Zeitwerte entsprechen den Buchwerten.

3.22. Laufende Ertragsteuerschulden

Die laufenden Ertragsteuerschulden betragen im Berichtsjahr 0 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR).

4. Erläuterungen zur Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Umsatzerlöse

Die Außenumsätze des Konzerns gliedern sich wie folgt auf:

Umsätze in
TEUR
2010 2009
Inland 47.050 44.302
Europäische Union 11.804 11.580
Übriges Ausland 6.785 6.465
65.639 62.347

4.2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge in
TEUR
2010 2009
Kursgewinne und Erträge aus Kurssicherungsgeschäften 116 539
Erträge aus PKW-Nutzung 181 199
Delkredere 100 88
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 25 17
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 4 1
Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen 270 380
Erträge aus Schadensfällen 15 30
Übrige 345 632
1.056 1.886

4.3. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2010 waren im Brüder Mannesmann-Konzern durchschnittlich 126 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 132). Die Einbeziehung der Teilzeitkräfte erfolgte nach dem wirtschaftlichen Konzept.

2010 2009
Gewerbliche Arbeitnehmer 21 24
Angestellte 105 108
126 132
Auszubildende 3 4

4.4. Sonstiger betrieblicher Aufwand

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstiger betrieblicher Aufwand in
TEUR
2010 2009
Vertriebsaufwendungen 2.794 2.588
Aufwendungen für Kurssicherung 176 655
Aufwendungen für Reisen, Bewirtung, Repräsentation 823 924
Projektkosten Moskau 244 451
Bezogene Leistungen, Beratung, Rechtsschutz 674 618
Miet- und Leasingaufwendungen 845 812
Aufwendungen für Versicherungen und Telekommunikation 644 656
Aufwendungen für Instandhaltung, Reinigung, Entsorgung 255 202
Aufwendungen für Geld- und Kapitalverkehr 203 164
Rentenverpflichtungen 147 146
Übrige 924 850
7.729 8.066

4.5. Finanzergebnis

Das Finanzergebnis gliedert sich wie folgt auf:

Finanzergebnis in TEUR 2010 2009
Ergebnis aus equity-Beteiligungen 0 -9
Erträge aus anderen Beteiligungen 10 12
Erträge aus Ausleihungen und anderen Wertpapieren 13 134
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 911 1.098
Abschreibungen auf Wertpapiere -258 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.785 -3.704
-3.109 -2.469

Die bilanzierten Vermögenswerte des im Rahmen der equity-Methode erfassten assoziierten Unternehmens OOO Mannesmann Instrument betragen zum 31.12.2010 0,7 Mio. EUR, die bilanzierten Verbindlichkeiten 1,9 Mio. EUR. Die als Anlaufverluste zu klassifizierenden Verluste betragen anteilig 0,3 Mio. EUR für 2010 und kumuliert 0,6 Mio. EUR; der erfasste Verlustanteil beträgt zum 31.12.2010 9 TEUR.

4.6. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Dieser Posten setzt sich folgendermaßen zusammen:

in TEUR 2010 2009
Tatsächlicher Steueraufwand Inland -1 -16
(davon periodenfremd) (-1) (-16)
Tatsächlicher Steueraufwand Ausland 0 16
Latenter Steueraufwand -482 -1.081
(davon periodenfremd) (-21) (-76)
Latenter Steuerertrag +757 +701
(davon periodenfremd) (0) (0)
274 -380

Der Ertrag (Vorjahr: Aufwand) aus laufenden und latenten Ertragsteuern leitet sich folgendermaßen vom Konzernergebnis vor Steuern her:

in TEUR 2010 2009
Ergebnis vor Steuern -1.417 444
Erwarteter Ertragsteuerertrag/-aufwand Rechnerischer Ertragsteuersatz des Konzerns 31,5 % 446 -140
Überleitung:
Abweichende ausländische Steuer -39 -36
Steueranteil für:
Steuerfreie Erträge und steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -102 -100
Sonstige -9 -12
Periodenfremde Steuererträge/-aufwendungen -22 -92
Ausgewiesener Steuerertrag /-aufwand 274 -380

4.7. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Jahresergebnis und der Anzahl der umlaufenden Aktien (in beiden Jahren unverändert 3.000.000 Stück).

Verwässernde Optionen bestehen nicht. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht daher dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

5. Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen und Regionen

Die Segmentberichterstattung wurde nach den Vorschriften des IFRS 8 (Operating Segment) aufgestellt. IFRS 8 ersetzt IAS 14 für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2009 beginnen. Gemäß der internen Berichtsstruktur werden die Jahresabschlussdaten nach den Unternehmensbereichen Werkzeuge, Armaturen und Grundbesitz untergliedert dargestellt. Das Segment Werkzeuge umfasst den Vertrieb von Hand-, Elektro-, und Gartenwerkzeuge.

Das Segment Armaturen umfasst den Vertrieb von Armaturen für industrielle und versorgungstechnische Anwendungen, während das Segment Grundbesitz als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes fungiert. Geschäfte zwischen den Segmenten Werkzeuge und Armaturen erfolgen grundsätzlich nicht und wenn erfolgen sie zu marktüblichen Konditionen.

in TEUR Werkzeuge
31.12.2010
Armaturen
31.12.2010
Grundbesitz
31.12.2010
Überleitung
31.12.2010
Konzern
31.12.2010
Umsätze mit Fremden 34.082 31.101 456 0 65.639
Umsatz mit anderen Segmenten 0 0 742 -742 0
Umsatzerlöse gesamt 34.082 31.101 1.198 -742 65.639
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 17.488 29.106 456 0 47.050
Ausland 16.594 1.995 0 0 18.589
davon EU 9.976 1.828 0 0 11.804
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.309 893 812 -929 2.085
Abschreibungen -177 -131 -102 17 -393
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 1.132 762 710 -912 1.692
Ergebnis aus equity-Beteiliungen 0
Finanzerträge 934
Finanzaufwendungen -4.043
Ergebnis vor Steuern (EBT) -1.417
Steuern vom Einkommen und Ertrag 274
Periodenergebnis -1.143
Vermögen 27.858 12.774 13.324 12.236 66.192
Schulden 15.174 3.960 254 39.996 59.384
Investitionen 50 975 0 8 1.033
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen -621 -21 0 -844 -1.486
Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 64 57 0 5 126
in TEUR Werkzeuge
31.12.2009
Armaturen
31.12.2009
Grundbesitz
31.12.2009
Überleitung
31.12.2009
Konzern
31.12.2009
Umsätze mit Fremden 32.137 29.682 528 0 62.347
Umsatz mit anderen Segmenten 0 0 612 -612 0
Umsatzerlöse gesamt 32.137 29.682 1.140 -612 62.347
Umsatzerlöse nach Regionen
Inland 16.155 27.619 528 0 44.302
Ausland 15.982 2.063 0 0 18.045
davon EU 9.780 1.800 0 0 11.580
Ergebnis vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 1.735 1.963 767 -1.178 3.287
Abschreibungen -187 -116 -87 16 -374
Ergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern (EBIT) 1.548 1.847 680 -1.162 2.913
Ergebnis aus equity-Beteiliungen -9
Finanzerträge 1.244
Finanzaufwendungen -3.704
Ergebnis vor Steuern (EBT) 444
Steuern vom Einkommen und Ertrag -380
Periodenergebnis 64
Vermögen 29.927 10.208 13.275 9.531 62.941
Schulden 15.061 3.924 106 35.899 54.990
Investitionen 10 687 0 10 707
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen außer Abschreibungen -1.097 0 0 -683 -1.780
Mitarbeiterzahlen im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 70 57 0 5 132

Die Aufgliederung nach Segmenten entspricht der internen Berichtsstruktur und umfasst die Unternehmensbereiche Werkzeuge, Armaturen und Grundbesitz. Das Segmentvermögen, die Segmentschulden sowie die Segmentinvestitionen befinden sich fast ausschließlich in Deutschland.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde wie dem Konzernabschluss. Die Investitionen beziehen sich auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Unter den nicht zahlungswirksamen Posten werden im Wesentlichen Veränderungen von Rückstellungen gezeigt. Die Spalte Überleitung enthält die Konsolidierung sowie die keinem Segment zugeordnete Holding Brüder Mannesmann AG.

6. Ergänzende Angaben

6.1. Finanzinstrumente

Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (gegliedert nach den Kategorien von IAS 39):

in TEUR 2010 2009
Finanzielle Vermögenswerte
Darlehen und Forderungen
Finanzielle Vermögenswerte 1.792 825
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.862 9.891
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte 4.303 1.005
Zahlungsmittel 9.083 14.229
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte 627 627
Wertpapiere 1.006 1.004
Fair Value Option
Finanzielle Vermögenswerte 0 688
Wertpapiere 269 299
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente (in sonstigen Vermögenswerten) 353 435
Wertpapiere (Aktien) 817 0
29.112 29.003
Finanzielle Schulden
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Mezzanine-Nachrangdarlehen und finanzielle Schulden 31.851 31.654
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.880 5.627
Übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.631 5.650
Zu Handelszwecken gehaltene Schulden
Derivative Finanzinstrumente (in übrigen Verbindlichkeiten) 517 194
45.879 43.125

Buch- sowie Marktwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind:

in TEUR 2010
Buchwert
2010
Marktwert
2009
Buchwert
2009
Marktwert
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige finanzielle Vermögenswerte* 2.505 2.505 1.589 1.589
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.862 10.862 9.891 9.891
Sonstige Forderungen 4.217 4.217 868 868
Zahlungsmittel und Wertpapiere 9.272 9.272 15.233 15.233
26.856 26.856 27.581 27.581
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mezzanine-Nachrangdarlehen 17.248 17.248 17.148 17.148
Langfristige finanzielle Schulden 13.173 13.173 13.462 13.462
Kurzfristige finanzielle Schulden 1.430 1.430 1.044 1.044
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.880 7.880 5.627 5.627
Übrige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 5.631 5.631 5.650 5.650
45.362 45.362 42.931 42.931

* Diese Position beinhaltet zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, deren Marktwerte nicht zuverlässig ermittelt werden können und die zu Anschaffungskosten bewertet sind.

Nettoergebnisse der Finanzinstrumente (aufgeteilt nach den Kategorien von IAS 39):

in TEUR 2010 2009
Darlehen und Forderungen -212 -114
Zahlungsmittel 3 69
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 67 44
Fair Value Option -161 872
Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte -410 0
Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten -2.827 -2.388
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -107 -216
Sonstige Verbindlichkeiten -28 -312
Zu Handelszwecken gehaltene Schulden 60 67
-3.615 -1.978

Die Nettoergebnisse der Finanzinstrumente beinhalten die saldierten Erträge und Aufwendungen aus Zinsen, Fair-Value-Bewertungen, Währungsumrechnungen, Wertberichtigungen und Abgangserfolgen.

Zinserträge und -aufwendungen der nicht zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente:

in TEUR 2010 2009
Zinserträge 227 116
Zinsaufwendungen -2.827 -2.700
Zinserträge und -aufwendungen -2.600 -2.584

Wertminderungsaufwendungen der finanziellen Vermögenswerte nach Klassen:

in TEUR 2010 2009
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet (Derivative Finanzinstrumente und Aktien) -277 -396
Fair Value Option -132 0
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet -379 -129
Wertminderungsaufwendungen -788 -525

Die Wertminderungsaufwendungen betreffen Fair-Value-Bewertungen von Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten sowie Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Fair Value Hierarchie

Die zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden gemäß der in IFRS 7.27A angegebenen Hierarchie den folgenden drei Fair-Value-Bewertungskategorien zugeordnet.

Notierte Preise in aktiven Märkten (Level 1):

Diese Kategorie umfasst Finanzinstrumente, deren Werte direkt aus aktuellen Preisen auf funktionsfähigen Finanzmärkten ablesbar sind.

Bewertungsverfahren mittels beobachtbarer Parameter (Level 2):

Diese Kategorie umfasst Finanzinstrumente, bei denen nicht der Preis selbst, aber die wesentlichen Bewertungsparameter direkt oder in abgeleiteter Form als Marktdaten beobachtbar sind.

Bewertungsverfahren mittels wesentlicher nicht beobachtbarer Parameter (Level 3):

Die Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen — für die Ermittlung des Fair Values nicht nur unwesentliche — Bewertungsparameter auf, die nicht beobachtbar sind.

Die folgende Tabelle zeigt den Buchwert der zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien 1 und 2.

in TEUR In aktiven Märkten notierte Preise
Level 1
31.12.2010
Auf Marktdaten basierende Bewertung
Level 2
31.12.2010
Gesamt
31.12.2010
In aktiven Märkten notierte Preise
Level 1
31.12.2009
Auf Marktdaten basierende Bewertung
Level 2
31.12.2009
Gesamt
31.12.2009
Finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere (Langfristige finanzielle Vermögenswerte) 0 0 0 688 0 688
Wertpapiere (Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte) 2.092 0 2.092 1.303 0 1.303
Sonstige Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente 0 353 353 0 435 435
Zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.092 353 2.445 1.991 435 2.426
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente 178 339 517 0 194 194
Zum Fair Value bewertete Verpflichtungen 178 339 517 0 194 194

Nach Level 3 bewertete Finanzinstrumente bestehen nicht. Umklassifizierungen von Finanzinstrumenten zwischen Level 1 und Level 2 haben im Jahr 2010 nicht stattgefunden.

Derivative Finanzinstrumente

Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Zinscaps.

Die oben genannten Instrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Grundgeschäfte unterlegt sind. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich für den US-Dollar (USD). Die operative Sicherung bezieht sich auf die bereits gebuchten Verbindlichkeiten sowie fest abgeschlossene Beschaffungsverträge und umfasst im allgemeinen die Laufzeiten zwischen einem und vier Monaten, die strategische Sicherung umfasst den Zeitraum von maximal neun Monaten.

Darüber hinaus hat die Gesellschaft im Zusammenhang mit Zinsrisiken Zinsoptimierungsgeschäfte in Form von Zinsswaps und Devisenoptionen getätigt. Die Derivate werden unabhängig von ihrer Zwecksetzung zum Marktwert bzw. falls er sich nicht zuverlässig ermitteln lässt, gemäß IAS 39.A nach der Analyse von diskontierten Cash flows bewertet.

Die EZB ist der Geldstabilität verpflichtet. Zinsveränderungen richten sich daher primär an den Inflationserwartungen aus. Es gilt die Annahme, dass sich der EURIBOR bis 2017 im Korridor von 1% bis 5,2 % bewegt. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die noch zu erwartenden Zahlungsströme auswirken können. Bei schlechter Entwicklung können die Wertabweichungen auch zu negativen Zeitwerten führen.

Die Derivate werden in der Bilanz unter den sonstigen Vermögenswerten bzw. übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des Grundgeschäfts entweder im Betriebsergebnis (sonstige betriebliche Erträge/sonstige betriebliche Aufwendungen) oder im Zinsergebnis.

in TEUR 31.12.2010
Nominalwerte
31.12.2010
Marktwerte
31.12.2009
Nominalwerte
31.12.2009
Marktwerte
Währungsderivate 10.930 -314 5.592 35
Zinsderivate 19.000 150 30.125 207

Angaben zu Natur und Ausmaß von Risiken

Kreditrisiken

Die Kreditrisiken sind insgesamt gering, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und Geschäfte nur mit Geschäftspartnern durchgeführt werden, deren Bonität nicht zu beanstanden ist. Das Ausfallrisiko ist in allen Fällen auf die Buchwerte beschränkt. Einzelwertberichtigungen werden nur bei Kundenforderungen gebildet. Bei einem Forderungsbestand vor Wertberichtigungen von 11.092 TEUR (Vorjahr: 10.030 TEUR) bestehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 230 TEUR (Vorjahr: 139 TEUR). In den nicht einzelwertberichtigten Forderungen sind keine Forderungen enthalten, die wesentliche Zahlungsstörungen aufweisen.

Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen in fremder Währung gehaltenen Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2010 um 10 % aufgewertet / abgewertet gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und der Fair Value der Finanzinstrumente um 753 TEUR (Vorjahr: 231 TEUR) niedriger / höher gewesen.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko wird das Risiko subsumiert, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, da die Finanzmittel hierfür nicht ausreichen. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, vorhandene Liquiditätsreserven und nicht ausgenutzte Kreditlinien stellen jederzeit die Liquidität der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft sicher.

Die folgende Übersicht stellt die undiskontierten Zahlungsabflüsse aus Verzinsung und Tilgung der finanziellen Verbindlichkeiten dar.

Zahlungsmittelabfluss in
TEUR
bis zu 1 Jahr 2–5 Jahre über 5 Jahre
Darlehen mit langfristiger Zinsbindung 1.228 4.660 13.316
Darlehen mit variablen Zinsen 401 574 0
Mezzanine-Nachrangdarlehen 1.404 19.656 0
3.033 24.890 13.316

Zinsänderungsrisiko

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt.

Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen.

Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde:

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2010 um 100 Basispunkte höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 154 TEUR (Vorjahr: 9 TEUR) geringer/höher gewesen.

6.2. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cash flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und finanzieller Tätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen flüssigen Mittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich zusammen aus Schecks, Kassenbeständen und den Guthaben bei Kreditinstituten.

6.3. Haftungsverhältnisse

in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
Bürgschaften 79 100
Wechselobligo 0 49

6.4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen in
TEUR
31.12.2010 31.12.2009
Summe der in bis zu einem Jahr fälligen Leasingraten 513 418
Summe der in 1 bis 5 Jahren fälligen Leasingraten 409 177
Summe der in über 5 Jahren fälligen Leasingraten 0 0

6.5. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nach IAS 24 (Related Party Disclosures) müssen Personen oder Unternehmen, die den Brüder Mannesmann Konzern beherrschen oder von ihm beherrscht werden, angegeben werden, sofern sie nicht bereits als Verbundunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften und assoziierten Unternehmen, sowie anderen nahestehenden Unternehmen. Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Darlehensgewährungen, Zinserträgen und Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 571 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR) zu marktüblichen Konditionen. Zum Stichtag betrugen die Forderungen 655 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR). Die Geschäfte mit einem assoziierten Unternehmen resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Preisen und Konditionen sowie einer Darlehensgewährung, die zu 1 % Zinsen p. a. ausgegeben wurde. Dieser niedrige Zinssatz soll der Gesellschaft als Beteiligungsunternehmen der Brüder Mannesmann AG dazu dienen, sich in der Phase des Markteintritts günstige Rahmenbedingungen zu verschaffen. Der Umfang betrug 1.008 TEUR (Vorjahr: 787 TEUR), der Stand der Forderungen betrug am Stichtag 1.922 TEUR (Vorjahr: 947 TEUR). Die von einem Tochterunternehmen gewährten Darlehen (inkl. Zinsen) an Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats betrugen am Stichtag 678 TEUR (Vorjahr: 181 TEUR), die Verzinsung beträgt bei zwei Darlehen 6%, bei einem Darlehen 5%. Die Rückzahlung im Geschäftsjahr betrug 11 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR). Die im Geschäftsjahr gewährten Darlehen mit Fälligkeit 30.06.2011 belaufen sich auf 510 TEUR. Die Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen, Vermietungen sowie Darlehensgewährungen, die zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Sie hatten im Geschäftsjahr 2010 einen Umfang von 3.768 TEUR (Vorjahr: 1.491 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 2.987 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR). Hierbei sind Forderungen in Höhe von 2.775 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) abgesichert durch Abtretung von Forderungen, Sicherungsübereignungen und einer Briefgrundschuld.

Die Vorstände sind einzelvertretungsberechtigt.

Der Vorstand der Muttergesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Jürgen Schafstein

Vorstandsvorsitzender

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Aufsichtsratsvorsitzender der Saltus Technology AG, Solingen

Herr Bernd Schafstein

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 1.206 TEUR (Vorjahr: 1.197 TEUR). Die §§ 285 Satz 1 Nr. 9 Buchstabe a) Satz 5 bis 9, 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a) Satz 5 bis 9 HGB sehen vor, dass bei einer börsennotierten Aktiengesellschaft im Anhang zusätzlich zur Angabe der Gesamtvergütung des Vorstandes unter Namensnennung die Bezüge jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes gesondert anzugeben sind. Aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft am 31. August 2006 können diese Angaben gemäß §§ 286 Absatz 5, 314 Absatz 2 HGB unterbleiben.

Außerdem wurden 288 TEUR (Vorjahr: 243 TEUR) als laufender Dienstzeitaufwand den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.031 TEUR (Vorjahr: 1.933 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 107 TEUR (Vorjahr: 106 TEUR) Pensionsbezüge ausbezahlt.

Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 54 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR).

Mitteilung von Beteiligungen nach dem Wertpapierhandelsgesetz

Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 mitgeteilt, dass er 16,67 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt.

Frau Nicole Coen hat am 12. September 2002 mitgeteilt, dass sie 7,62 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt.

Herr Bernd Schafstein hat am 12. September 2002 mitgeteilt, dass er 7,39 % der Aktien der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft besitzt.

Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Reinhard C. Mannesmann

Vorsitzender

Kaufmann

Aufsichtsratsvorsitzender der Chronos Technologie AG

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen

Herr Michael Nagel

Stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Wirtschaftsingenieur

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen

Frau Nicole Coen

Bankkauffrau

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

6.6. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Für folgende Gesellschaften wurden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Erstellung des Lageberichtes (soweit gesetzlich erforderlich) sowie die Offenlegung in Anspruch genommen:

Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH

CoCaCo Trading GmbH

Fernando Esser & Cia. GmbH

Corneta Export GmbH

Schwietzke Armaturen GmbH

CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH

Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH.

Folgende Gesellschaften verzichten außerdem auf die Erstellung des Anhanges:

Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH

CoCaCo Trading GmbH

Fernando Esser & Cia. GmbH

Corneta Export GmbH

Schwietzke Armaturen GmbH

Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH.

6.7. Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.bmag.de) dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie ist Teil der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.

6.8. Abschlussprüfer

Als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Jahr 2010 für die Abschlussprüfungen 94 TEUR (Vorjahr: 84 TEUR) als Aufwand für die Abschlussprüfungen, 2 TEUR (Vorjahr: 11 TEUR) für Steuerberatungsleistungen und 26 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) für sonstige Leistungen erfasst.

6.9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns wesentlich wären, sind bis zur Freigabe des Abschlusses zur Weitergabe an den Aufsichtsrat im Mai 2011 nicht eingetreten.

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

7. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Remscheid, 6. Mai 2011

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Absatz 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 6. Mai 2011

MORISON AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer

Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss

AG-Bilanz

Aktiva

31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7,00 1
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.490,24 18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 23.305.066,22 23.305
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 473.079,20 672
3. Beteiligungen 8.763,00 9
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.792.287,76 825
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 558
25.598.693,42 25.387
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 57.683,91 6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.202.433,74 8.364
3. Sonstige Vermögensgegenstände 349.038,99 176
7.609.156,64 8.546
II. Sonstige Wertpapiere 1.082.405,17 297
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 423.147,23 794
9.114.709,04 9.638
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Disagio 248.809,69 349
2. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 89.386,18 126
338.195,87 475
35.051.598,33 35.500

Passiva

31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.000.000,00 9.000
II. Kapitalrücklage 1.292.930,53 1.293
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.235.321,84 2.428
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
11.528.252,37 12.721
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.629.401,00 1.790
2. Steuerrückstellungen 0,00 21
3. Sonstige Rückstellungen 219.000,00 216
2.848.401,00 2.026
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Mezzanine-Finanzierung 17.500.000,00 17.500
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 931.498,36 1.303
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.714,28 13
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 936.894,74 700
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.290.837,58 1.236
davon aus Steuern EUR 145.087,73 (31.12.2009 EUR 397.723,31)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (31.12.2009 EUR 0,00)
20.674.944,96 20.752
35.051.598,33 35.500

AG-Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.-31.12.2010
EUR
01.01.-31.12.2009
EUR
1. Umsatzerlöse 1.182.000,00 1.212
2. Sonstige betriebliche Erträge 757.830,97 559
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -664.406,82 -640
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung: EUR 699.106,00 (Vorjahr: EUR 776.961,00) -790.364,82 -754
-1.454.771,64 -1.394
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -7.139,58 -7
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.149.825,25 -2.428
6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.725.870,13 3.368
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 52.132,34 58
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 39.588,67 (Vorjahr: EUR 56.982,91)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 133.295,53 223
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 13.541,92 (Vorjahr: EUR 6.000,00)
9. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -126.188,90 0
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme -239.264,32 -480
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.903.927,83 -1.590
davon an verbundene Unternehmen: EUR 36.317,35 (Vorjahr: EUR 7.278,66)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.029.988,55 -480
13. Außerordentliche Aufwendungen -160.521,00 0
14. Außerordentliches Ergebnis -160.521,00 0
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -890,18 -16
16. Sonstige Steuern -1.493,00 -16
17. Jahresfehlbetrag -1.192.892,73 -512
18. Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 1.192.892,73 512
19. Bilanzgewinn 0,00 0

AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2010

Historische Anschaffungskosten
in EUR 01.01.2010 Zugänge Abgänge 31.12.2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.127,99 0,00 0,00 44.127,99
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.907,45 8.132,82 0,00 61.040,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.421.786,08 0,00 0,00 24.421.786,08
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 672.328,25 0,00 199.249,05 473.079,20
3. Beteiligungen 8.763,00 0,00 0,00 8.763,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 824.744,09 967.543,67 0,00 1.792.287,76
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 558.044,34 0,00 558.044,34 0,00
26.485.665,76 967.543,67 757.293,39 26.695.916,04
Anlagevermögen insgesamt 26.582.701,20 975.676,49 757.293,39 26.801.084,30
Abschreibungen Buchwerte
in EUR 01.01.2010 Zugänge 31.12.2010 31.12.2010 31.12.2009
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.454,99 666,00 44.120,99 7,00 673,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 35.076,45 6.473,58 41.550,03 19.490,24 17.831,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.116.719,86 0,00 1.116.719,86 23.305.066,22 23.305.066,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 473.079,20 672.328,25
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 8.763,00 8.763,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 1.792.287,76 824.744,09
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 558.044,34
1.116.719,86 0,00 1.116.719,86 25.579.196,18 25.368.945,90
Anlagevermögen insgesamt 1.195.251,30 7.139,58 1.202.390,88 25.598.693,42 25.387.449,90

Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2010

mit einer Restlaufzeit von
in TEUR Bilanzwert
31.12.2010
bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren davon gesichert Bilanzwert
31.12.2009
Verbindlichkeiten aus Mezzanine Finanzierung 17.500 0 17.500 0 0 17.500
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 931 376 555 0 0 1.303
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 16 0 0 0 13
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 937 937 0 0 0 700
Sonstige Verbindlichkeiten 1.291 501 427 363 0 1.236
- davon aus Steuern: 145 TEUR (Vorjahr: 398 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
Verbindlichkeiten insgesamt 20.675 1.830 18.482 363 0 20.752
mit einer Restlaufzeit von
in TEUR bis zu einem Jahr ein bis fünf Jahren mehr als fünf Jahren davon gesichert
Verbindlichkeiten aus Mezzanine Finanzierung 0 17.500 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 377 926 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 700 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 555 427 254 0
- davon aus Steuern: 145 TEUR (Vorjahr: 398 TEUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR)
Verbindlichkeiten insgesamt 1.645 18.853 254 0

AG-Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden erstmals angewendet. Auf Grund des Wahlrechts nach Artikel 67 Absatz 8 Satz 2 EGHGB sind die Vorjahreszahlen nicht angepasst worden.

Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

2. Nicht mit dem Vorjahr vergleichbare Beträge

Auf Grund der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergeben sich Änderungen gegenüber dem Vorjahr in der Bewertung bzw. im Ausweis folgender Posten:

Rückstellungen für Pensionen

Sonstige Verbindlichkeiten

Sonstige betriebliche Erträge

Personalaufwand

Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Außerordentliche Aufwendungen.

Die Beträge dieser Posten im Geschäftsjahr sind mit denen des Vorjahres nur bedingt vergleichbar.

3. Eigenkapital

3.1. Grundkapital

Das Grundkapital beträgt 9.000 TEUR und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

3.2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2007 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. August 2012 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 4.500 TEUR zu erhöhen.

3.3. Bedingtes Kapital

Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. August 2009 ist das Grundkapital um bis zu 4.500 TEUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Rechten an die Inhaber von Genussscheinen mit Options- bzw. Wandlungsrechten, die bis zum 26. August 2014 von der Gesellschaft begeben werden oder der Erfüllung der Pflicht zur Wandlung aus Wandelgenussscheinen bzw. Wandelschuldverschreibungen, die bis zum 30. April 2014 von der Gesellschaft begeben werden. Bis zum 31. Dezember 2010 waren keine Genussscheine, Wandelgenussscheine oder Wandelschuldverschreibungen ausgegeben.

4. Währungsumrechnung

Guthaben bei Kreditinstituten und Verbindlichkeiten in USD sowie Forderungen in CHF wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung oder dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR werden entsprechend der steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurs vom Bilanzstichtag angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Disagien werden entsprechend der Laufzeit der Mezzanine-Verbindlichkeiten durch planmäßige jährliche Abschreibungen getilgt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren — Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes von 5,15 % ermittelt. Bei der Berechnung wurden erwartete Gehalts- bzw. Rentensteigerungen mit jeweils 3 % berücksichtigt. Aus der geänderten Bewertung aufgrund der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergab sich zum 1. Januar 2010 ein Unterschiedsbetrag von 138 TEUR, der in Übereinstimmung mit der Übergangsregel gemäß Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB im Berichtsjahr mit einem Fünfzehntel (9 TEUR) angesammelt wurde und als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen ist. Der noch nicht zugeführte Betrag beträgt am Bilanzstichtag 129 TEUR.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, eine Kaufpreisrentenverpflichtung mit dem versicherungsmathematischen Barwert zum Stichtag unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinsfußes von 5,15 % sowie eines Rententrends von 2,5 %. Aus der geänderten Bewertung aufgrund der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergab sich zum 1. Januar 2010 ein Unterschiedsbetrag von 152 TEUR, der als außerordentlicher Aufwand ausgewiesen ist.

2. Angaben zur Bilanz

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Gewinnabführungsverträgen, Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Zinsabgrenzungen auf Derivate, Darlehen und Steuererstattungsansprüche.

Am Bilanzstichtag bestehen drei noch nicht abgeschlossene Zinsoptimierungsgeschäfte in Höhe von insgesamt nominal 19.000 TEUR. In der Bilanz sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen Zinsabgrenzungen mit 150 TEUR ausgewiesen. Der beizulegende Wert dieser Positionen beläuft sich im Rahmen eines diversifizierten Portfolioansatzes auf 150 TEUR und wurde aufgrund sonstiger fehlender Aussagekraft analog zu IAS 39 A 74 alternativ nach der Analyse der diskontierten Cash flows bewertet.

Die EZB ist der Geldwertstabilität verpflichtet. Zinsveränderungen richten sich daher primär an den Inflationserwartungen aus. Es gilt die Annahme, dass sich der EURIBOR bis 2017 im Korridor von 1 % bis 5,2 % bewegt. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die noch zu erwartenden Zahlungsströme auswirken können. Bei schlechter Entwicklung können die Wertabweichungen auch zu negativen Zeitwerten führen.

Die Wertpapiere betreffen Aktien und Zertifikate.

Aus Mezzanine-Finanzierungen werden gemäß § 250 Abs. 3 HGB nach planmäßiger Tilgung Disagien in Höhe von 249 TEUR ausgewiesen.

Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 2 verwiesen. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden 1.193 TEUR aus den anderen Gewinnrücklagen entnommen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die voraussichtlichen Kosten für die handelsrechtlichen Pflichtprüfungen, interne Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, für Resturlaubsansprüche, Beiträge zur Berufsgenossenschaft und anteilige noch nicht abgerechnete Projektkosten Russland.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften (umsatzsteuerliche Organschaft, Ergebnisabführung).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen eine Kaufpreisrentenverpflichtung, erhaltene Optionsprämien sowie Lohn- und Umsatzsteuerzahllasten.

Die für zwei Devisenoptionen (nominal insgesamt 4.000 TEUR) erhaltenen Prämien sind in voller Höhe (229 TEUR) unter den sonstigen Verbindlichkeiten passiviert. Der Marktpreis dieser Positionen beläuft sich auf -179 TEUR. Die Devisenoptionen haben kurze Laufzeiten (bis 17.06.2011 bzw. 23.10.2011).

Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel.

Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 81 TEUR, davon sind 56 TEUR in 2011 fällig.

C. Angaben zu Haftungsverhältnissen

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und gesamtschuldnerischer Haftung von 835 TEUR, davon 756 TEUR zugunsten verbundener Unternehmen und 79 TEUR zugunsten von konzernfremden Unternehmen.

Für die Zahlungsverpflichtungen zweier verbundener Unternehmen aus Mietkauf-back-Verträgen, die am Bilanzstichtag 3.775 TEUR betragen, hat die Gesellschaft eine Garantieerklärung abgegeben.

Außerdem wurden für zwei verbundene Unternehmen Patronatserklärungen abgegeben.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die verbundenen Unternehmen bzw. das konzernfremde Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen vornehmlich die Konzernumlagen an verbundene Unternehmen.

2. Sonstige Erträge

Die Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen, Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens, Mieteinnahmen, Kostenbeteiligung Projekt Russland und Erträge aus der Anpassung des Rentenbarwertes einer Rentenverpflichtung. Sie beinhalten 13 TEUR Erträge aus Währungsumrechnung.

3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Der Ausweis betrifft die für 2010 übernommenen Gewinne der verbundenen Unternehmen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge.

4. Aufwendungen aus Verlustübernahme

Der Ausweis betrifft die für 2010 übernommenen Verluste zweier verbundener Unternehmen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge.

5. Zinsen und ähnliche Erträge

In dem Posten sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von 14 TEUR enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In dem Posten sind Zinsen an verbundene Unternehmen von 36 TEUR und die Zinsanteile der Zuführungen zu den Rückstellungen für Pensionen und der Verbindlichkeit aus einer Kaufpreisrente mit 151 TEUR enthalten.

7. Außerordentliches Ergebnis

Aus der Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergaben sich Aufwendungen in Höhe von 161 TEUR. Im Vorjahr waren keine Geschäftsvorfälle im außerordentlichen Ergebnis auszuweisen.

8. Latente Steuern

Gemäß der durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geänderten Konzeption erfolgt die Berechnung der latenten Steuern nach dem Temporary-Konzept. Danach werden latente Steuern auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei Organgesellschaften bestehende zeitliche Unterschiede werden beim Organträger Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft berücksichtigt. Außerdem werden latente Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 31,5% zugrunde.

Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet. Soweit sich ein Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern ergibt, wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aufgrund zeitlicher Differenzen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen sowie aufgrund von körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen von 6.409 TEUR bzw. 1.913 TEUR. Dabei wurde aufgrund der Planungen davon ausgegangen, dass die Verlustvorträge innerhalb der nächsten fünf Jahre genutzt werden können.

E. Sonstige Angaben

In der nachfolgenden Aufstellung werden Unternehmen aufgelistet, an denen die Brüder Mannesmann AG unmittelbar oder mittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt.

Name und Sitz Anteil am Kapital in
Prozent
Eigenkapital in
TEUR
Jahresergebnis in
TEUR
Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH, Remscheid, mit 100 10.000 *
Brüder Mannesmann Nederland B.V., Doetinchem/Niederlande 100 329 *
CoCaCo Trading GmbH, Remscheid, mit 100 1.559 *
Fernando Esser & Cia. GmbH, Remscheid 100 64 *
Corneta Export GmbH, Remscheid 100 26 *
Schwietzke Armaturen GmbH, Bottrop, mit 100 4.000 *
CEA Chemie- und Energie-Armaturen GmbH, 100 430 *
Ludwigshafen
Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH, Remscheid 100 126 *
Chronos Technologie AG, Remscheid 100 1.030
OOO Mannesmann Instrument, Moskau/Russland 50 -1.191

* Diese Gesellschaft wurde in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Mit der Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, mit den übrigen inländischen Tochterunternehmen — mit Ausnahme der Chronos Technologie AG — bestehen Ergebnisabführungsverträge.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben dem Vorstand durchschnittlich noch 6 weitere Mitarbeiter. Die Geschäftsführung wird vom Vorstand wahrgenommen.

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für den Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Honorare des Abschlussprüfers im Jahr 2010 gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernanhang 2010 angegeben

Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften und assoziierten Unternehmen, sowie anderen nahestehenden Unternehmen. Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Darlehensgewährungen, Zinserträgen und Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 571 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR) zu marktüblichen Konditionen. Zum Stichtag betrugen die Forderungen 655 TEUR (Vorjahr: 112 TEUR). Die Geschäfte mit einem assoziierten Unternehmen resultieren aus einer Darlehensgewährung und wurde mit 1 % p. a. ausgegeben. Dieser niedrige Zinssatz soll der Gesellschaft als Beteiligungsunternehmen der Brüder Mannesmann AG dazu dienen, sich in der Phase des Markteintritts günstige Rahmenbedingungen zu verschaffen. Der Umfang betrug 968 TEUR (Vorjahr: 665 TEUR), der Stand der Forderungen betrug am Stichtag 1.792 TEUR (Vorjahr: 825 TEUR). Die Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen sowie Darlehensgewährungen, die zu marktüblichen Konditionen durchgeführt wurden. Sie hatten im Geschäftsjahr 2010 einen Umfang von 145 TEUR (Vorjahr: 130 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 140 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR).

F. Organe der Gesellschaft

Der Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Jürgen Schafstein

Vorstandsvorsitzender

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Aufsichtsratsvorsitzender der Saltus Technology AG, Solingen

Herr Bernd Schafstein

Kaufmann

Vorstand der Chronos Technologie AG, Remscheid

Der Aufsichtsrat setzt sich folgendermaßen zusammen:

Herr Reinhard C. Mannesmann

Vorsitzender

Kaufmann

Aufsichtsratsvorsitzender der Chronos Technologie AG

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen

Herr Michael Nagel

Stellvertretender Vorsitzender

Diplom-Wirtschaftsingenieur

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Mitglied des Aufsichtsrates der Saltus Technology AG, Solingen

Frau Nicole Coen

Bankkauffrau

Mitglied des Aufsichtsrates der Chronos Technologie AG, Remscheid

Die Vorstände haben im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 342 TEUR von der Gesellschaft erhalten. Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrugen 54 TEUR. Aufgrund Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2006 werden die Angaben nach § 285 Nr. 9a Satz 5 ff HGB i. V. m. § 286 Abs. 5 HGB unterlassen.

Mitteilung über bestehende Beteiligungen

Der Gesellschaft wurden folgende Meldungen mitgeteilt:

Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 einen Stimmrechtsanteil von 16,67 % gemeldet.

Frau Nicole Coen hat am 12. September 2002 einen Stimmrechtsanteil von 7,62 % gemeldet.

Herr Bernd Schafstein hat am 12. September 2002 einen Stimmrechtsanteil von 7,39 % gemeldet.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft (www.bmag.de) dauerhaft zugänglich gemacht worden. Sie ist Teil der im Lagebericht enthaltenen Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.

G. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Remscheid, 6. Mai 2011

Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft

Vorstand

Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender

Bernd Schafstein

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang — unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, den 6. Mai 2011

MORISON AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer

Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer