![]() Brüder Mannesmann AktiengesellschaftRemscheidJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Geschäftsbericht 2015Inhaltsverzeichnis Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Organigramm der Brüder Mannesmann AG Lagebericht Konzernabschluss Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel Konzern-Eigenkapitalspiegel Konzernanhang Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Jahresabschluss AG-Bilanz AG-Gewinn- und Verlustrechnung AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel AG-Anhang Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Vorwort des VorstandesSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre! Der Brüder Mannesmann-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 57,52 Mio. EUR nach 59,59 Mio. EUR im Vorjahr. Als Konzern-Betriebsergebnis wurde ein Betrag von 2,16 Mio. EUR nach 1,32 Mio. EUR im Vorjahr erzielt. Das Konzern-Jahresergebnis erreichte 0,32 Mio. EUR oder 11 Cent je Aktie. Bezogen auf das Betriebsergebnis wurden 72 Cent je Aktie erreicht. Der Umsatz der Werkzeugsparte erreichte 37,24 Mio. EUR nach 35,65 Mio. EUR im Vorjahr. Der Zuwachs um 4,46% wurde vor allem durch die Reaktivierung einiger in den Vorjahren kundenseits nicht durchgeführter Aktionsgeschäfte erzielt. Der Wegfall des Geschäfts per 30.6.2015 der in Mittelamerika und dem arabischen Raum tätigen Tochtergesellschaft konnte somit überkompensiert werden. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 1,07 Mio. EUR nach 0,79 Mio. EUR im Vorjahr und konnte somit um 35,44% gesteigert werden. Der Umsatz der Armaturensparte erreichte 20,00 Mio. EUR nach 23,66 Mio. EUR im Vorjahr. Sehr erfreulich war die Entwicklung im Bereich Industrietechnik, in dem trotz ausgeprägter Nachfrageschwäche ein Zuwachs um 9,19% verzeichnet werden konnte. Dem gegenüber stand ein weiterer Rückgang im Projektgeschäft in Höhe von 4,93 Mio. EUR, der in Veränderungen in der Energiepolitik sowie von Zurückhaltung bei Projektinvestitionen der Industrie begründet ist. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 0,02 Mio. EUR nach 0,04 Mio. EUR im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2016 wird in der Sparte Werkzeughandel mit einem in etwa gleichbleibenden Umsatz und Ergebnis gerechnet. Für die Entwicklung in der Armaturenbranche sind kurzfristig keine Anzeichen für eine Verbesserung der Lage erkennbar. Der Wettbewerbsdruck in der Branche dürfte sich fortsetzen und den bereits jetzt harten Preiskampf noch weiter verstärken. Aufgrund der guten Positionierung wird für das Geschäftsjahr 2016 eine Umsatzsteigerung erwartet, die insbesondere durch positive Impulse aus dem Projektgeschäft getragen werden sollte. Für das Geschäftsjahr 2016 wird in der Werkzeugsparte ein vergleichbar gutes und in der Armaturensparte ein signifikant besseres Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erwartet.
Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender Bernd Schafstein Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat seine im Gesetz und in der Satzung der Gesellschaft festgelegten Aufgaben wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat demzufolge den Vorstand bei der Geschäftsführung überwacht und beraten. Dabei überprüfte der Aufsichtsrat die Maßnahmen des Vorstands auf deren Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit sowie auf ihre Wirtschaftlichkeit. Zukunftsgerichtete Entscheidungen und Planungen wurden mit dem Vorstand auf der Grundlage von dessen Berichten, Geschäftsunterlagen und ausführlichen Analysen erörtert. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig über die Unternehmensentwicklung unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb von Sitzungen in laufendem und intensivem Informations- und Meinungsaustausch. Inhalt der Berichterstattung an den Aufsichtsrat waren u.a. die Geschäftspolitik und einzelne Geschäftsvorfälle, die Unternehmensplanung und deren Einhaltung, die Rentabilität und die Finanz- und Liquiditätssituation sowie der Geschäftsverlauf. Im Jahr 2015 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Darin wurden insbesondere relevante Geschäftsvorfälle geprüft und die Geschäftspolitik sowie grundsätzliche Fragen erörtert. In den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat auch über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften unterrichtet und hat hierüber beraten. Darüber hinaus wurden die strategische Orientierung und die wirtschaftliche Lage der beiden Unternehmenssparten und des Konzerns sowie die personelle Ausrichtung, die relevanten Planungen, die Finanzen und die Risikolage behandelt. Die einzelnen Sitzungen hatten folgende Schwerpunkte:
Die Hauptversammlung vom 2. Oktober 2014 hat die MORISON FRANKFURT AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2015 bestellt. Der Aufsichtsrat hat dem Abschlussprüfer den Prüfauftrag erteilt. Die MORISON FRANKFURT AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte wurden auf der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juli 2016 ausführlich besprochen. Der Abschlussprüfer berichtete in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Der Abschlussprüfer informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontroll- und Risikomanagement bezogen auf den Rechnungslegungsprozess. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann AG, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht ebenfalls geprüft. Als Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat sich dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer angeschlossen und festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Daraufhin hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt. Ebenfalls in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juli 2016 wurde dieser Bericht des Aufsichtsrats behandelt und förmlich verabschiedet. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens seinen Dank für ihren erfolgreichen Einsatz aus.
Remscheid, 14. Juli 2016
Der Aufsichtsrat Reinhard C. Mannesmann, Vorsitzender ![]() LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft fungiert als Holdinggesellschaft für operative Tochtergesellschaften. Zwei eigenständig tätige Sparten sind unter dem Dach der Holding angesiedelt, die Sparte „Werkzeughandel" und die Sparte „Armaturenhandel". Die Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH ist ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes tätig, ohne dabei eine operative Funktion einzunehmen. Der Grundbesitz beschränkt sich auf seit Jahrzehnten vorhandene, heute noch zu einem großen Teil für den eigenen Geschäftsbetrieb genutzte Industrie- und Verwaltungsimmobilien. Geschäftsmodell des Unternehmens Unter dem Markennamen „Brüder Mannesmann" vertreibt die Sparte Werkzeughandel in Deutschland und im europäischen Ausland ein Vollsortiment an Hand-, Elektro- und Gartenwerkzeugen. Die Sparte konzentriert sich dabei ausschließlich auf den Handel, eine eigene Fertigung besteht nicht. Vielmehr wird durch eine qualitätsgesicherte Auftragsfertigung eine flexible, umfangreiche und marktgerechte Programmgestaltung ermöglicht. Die Marke „Brüder Mannesmann" ist konsequent qualitäts- und innovationsorientiert und gilt als einer der Marktführer. Insbesondere das sehr gute Preis/Leistungsverhältnis ist ausschlaggebend für den Erfolg. In Verbindung mit einer konsequenten Serviceausrichtung hat „Brüder Mannesmann" als kompetenter und zuverlässiger Handelspartner in der Branche seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf. Die Sparte Armaturenhandel umfasst den Vertrieb von Armaturen für industrielle und versorgungstechnische Anwendungen. Diese Anwendungen sind insbesondere die Kraftwerkstechnik sowie chemische und petrochemische Industrieanlagen. Hinzu kommt der große Bereich der Frischwasserversorgung und Abwasserentsorgung auf Ebene der Versorgungsunternehmen. Neben dem gängigen Programm von Standardarmaturen wird für Großkunden die Übernahme der kompletten Lagerhaltung und Lagerlogistik im Sinne eines Universaldienstleisters angeboten. Die Verbindung mit einer ausgeprägten technischen Beratungskompetenz ermöglicht eine außerordentliche Positionierung. Repräsentiert wird die Sparte Armaturenhandel durch das Unternehmen Schwietzke mit Sitz in Bottrop. Weitere Standorte sind Köln und Ludwigshafen. Forschung und Entwicklung In der Sparte Werkzeughandel werden innovative Problemlösungen und attraktive, verkaufsfördernde Verpackungsdesigns entwickelt. Darüber hinaus erfolgt eine Trendbeobachtung innerhalb der Kundensegmente und die Analyse von Verbraucherverhalten. Darauf aufbauend werden neue Werkzeug-Sets, themenbezogene Artikelzusammenstellungen und umweltschutzorientierte Produkte entwickelt und angeboten. In der Sparte Armaturenhandel wird keine Produktentwicklung im eigentlichen Sinne betrieben. Jedoch steht stets die Optimierung der Angebots- und Servicestruktur und der internen Ablaufprozesse im Fokus. Hinzu kommt die Aufrechterhaltung und der Ausbau der Beratungskompetenz durch ständige Nachverfolgung und Implementierung des technischen Fortschritts innerhalb der Branche. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen In der Sparte Werkzeughandel waren in einigen Auslandsmärkten anhaltend allgemeine und branchenspezifische konjunkturelle Probleme zu verzeichnen. Die Konsumkonjunktur im Inland war nahezu unverändert auf einem hohen Niveau. Für die Sparte Armaturenhandel war die Nachfrage von Seiten der Industriekunden und des kommunalen Sektors branchenweit rückläufig. Auch aus dem Projektgeschäft waren, anders als erwartet, keine positiven Geschäftsimpulse für die Branche zu verzeichnen. Geschäftsverlauf der Sparte Werkzeughandel Der Umsatz der Werkzeugsparte erreichte 37,24 Mio. EUR nach 35,65 Mio. EUR im Vorjahr. Der Zuwachs um 4,46% wurde vor allem durch die Reaktivierung einiger in den Vorjahren kundenseits nicht durchgeführter Aktionsgeschäfte erzielt. Der Wegfall des Geschäfts per 30.6.2015 der in Mittelamerika und dem arabischen Raum tätigen Tochtergesellschaft konnte somit überkompensiert werden. ![]() Strukturiert nach wesentlichen Kundengruppen zeigt die Umsatzentwicklung das folgende Bild: ![]() Die Verteilung des Geschäftsvolumens auf die einzelnen Kundengruppen zeigt bei der Gruppe Märkte, Einkaufsverbände eine leichte Zunahme. Der Rückgang im Exporthandel ist in voller Höhe dem Wegfall der im klassischen Export tätigen Gesellschaft per 30.6.2015 zuzurechnen. In der Gruppe Groß- und Versandhandel sorgte im Wesentlichen die Reaktivierung kundenseitiger Aktionsgeschäfte für ein außerordentliches Umsatzwachstum. ![]() Das Inlandsgeschäft konnte von der freundlichen Inlands- und Verbraucherkonjunktur profitieren und verzeichnete einen leichten Zuwachs. In den Auslandsmärkten wurde trotz der dort anhaltenden konjunkturellen Probleme eine stabilisierte Geschäftsentwicklung mit deutlich positiver Tendenz erzielt. ![]() In der regionalen Einkaufsstruktur haben sich kaum Veränderungen ergeben. China stellt innerhalb der Region Fernost unverändert den Schwerpunkt dar. Werkzeughandel: Aufwand
Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 54 nach 60 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte somit 0,69 Mio. EUR nach 0,59 Mio. EUR im Vorjahr. Die Brutto-Handelsspanne lag bei 27,96% nach 30,15% im Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 1,07 Mio. EUR nach 0,79 Mio. EUR im Vorjahr und konnte somit um 35,44% gesteigert werden. Geschäftsverlauf der Sparte Armaturenhandel Der Umsatz der Armaturensparte erreichte 20,00 Mio. EUR nach 23,66 Mio. EUR im Vorjahr. Sehr erfreulich war die Entwicklung im Bereich Industrietechnik, in dem trotz ausgeprägter Nachfrageschwäche ein Zuwachs um 9,19% verzeichnet werden konnte. Dem gegenüber stand ein weiterer Rückgang im Projektgeschäft in Höhe von 4,93 Mio. EUR, der in Veränderungen in der Energiepolitik sowie von Zurückhaltung bei Projektinvestitionen der Industrie begründet ist. ![]() ![]() Bei der Umsatzverteilung auf die beiden Geschäftsfelder Industrietechnik und Projektgeschäft zeigt sich, dass der Rückgang im Projektgeschäft nicht durch die positive Entwicklung in der Industrietechnik kompensiert werden konnte. Armaturenhandel: Aufwand
Die Anzahl der Mitarbeiter lag bei durchschnittlich 62 (Vorjahr: 63). Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,32 Mio. EUR. (Vorjahr 0,38 Mio. EUR). Der Rohertrag konnte mit 4,63 Mio. EUR (Vorjahr: 5,08 Mio. EUR) im Vergleich zur Umsatzentwicklung stabilisiert werden. Die Bruttomarge erreichte 23,16% (Vorjahr: 21,46 %). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erreichte 0,02 Mio. EUR nach 0,04 Mio. EUR im Vorjahr. Geschäftsverlauf des Konzerns und der Aktiengesellschaft Die Werkzeugsparte des Konzerns konnte ihren Umsatz durch die Reaktivierung einiger in den Vorjahren kundenseits nicht durchgeführter Aktionsgeschäfte steigern und den Wegfall des Geschäfts der in Mittelamerika und dem arabischen Raum tätigen Tochtergesellschaft per 30.6.2015 überkompensieren. Die Armaturensparte konnte eine erfreuliche Entwicklung im Bereich Industrietechnik verzeichnen, musste aber einen Rückgang im Projektgeschäft hinnehmen, der in Veränderungen in der Energiepolitik sowie von Zurückhaltung bei Projektinvestitionen der Industrie begründet ist. Insgesamt wurde ein Konzernumsatz von 57,52 Mio. EUR nach 59,59 Mio. EUR im Vorjahr erzielt. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch die Aufgabe des klassischen Exportgeschäfts per 30.6.2015. ![]() Konzern: Umsatz
Ertragslage Als Betriebsergebnis wurde ein Betrag von 2,16 Mio. EUR nach 1,32 Mio. EUR im Vorjahr erzielt. Der Konzernrohertrag lag bei 15,35 Mio. EUR (Vorjahr: 16,10 Mio. EUR). ![]() Konzern: Ergebnis
Das Konzern-Jahresergebnis erreichte 0,32 Mio. EUR oder 11 Cent je Aktie. Bezogen auf das Betriebsergebnis wurden 72 Cent je Aktie erreicht. Der Geschäftsverlauf der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist wesentlich geprägt durch die Entwicklung ihrer Beteiligungen. Das Beteiligungsergebnis (Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen) erreichte 1,41 Mio. EUR (Vorjahr: 1,56 Mio. EUR. Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft verzeichnete einen Jahresüberschuss von 0,46 Mio. EUR (Vorjahr: -1,70 Mio. EUR). Die Steigerung geht im Schwerpunkt auf den Entfall von Belastungen aus dem klassischen Exportgeschäft zurück, die im Vorjahr einen Betrag von rund 0,86 Mio. EUR ausmachten und nun eliminiert wurden. Darin spiegelt sich die Richtigkeit der strategischen Entscheidung wider, die Aktivitäten im klassischen Export einzustellen. Die Konzernbilanzsumme reduzierte sich auf 42,38 Mio. EUR nach 44,37 Mio. EUR im Vorjahr. Konzern: Working Capital
Das Working Capital entwickelte sich von 18,39 Mio. EUR auf 15,64 Mio. EUR. Die kurzfristigen finanziellen Schulden berücksichtigen bereits eine in 2016 getroffene Abrede zur Prolongation von ursprünglich zum 31. Dezember 2016 fälliger Verbindlichkeiten in Höhe von 5,20 Mio. EUR bis zum 30. September 2017. Die langfristigen Verbindlichkeiten haben sich - ebenfalls bereits unter Berücksichtigung der Abrede zur Prolongation von 5,20 Mio. EUR - von 11,80 Mio. EUR im Jahr 2014 auf 10,91 Mio. EUR im Jahr 2015 geändert. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren gingen von 6,55 Mio. EUR in 2014 auf 5,66 Mio. EUR in 2015 zurück. Insgesamt wurde somit ein Rückgang der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten um 1,78 Mio. EUR erreicht. Das bilanzielle Eigenkapital lag bei 1,93 Mio. EUR (Vorjahr: 1,62 Mio. EUR), somit beträgt die Eigenkapitalquote 4,56% (Vorjahr: 3,64 %). Die Eigenkapitalquote konnte somit wieder an die angestrebte Mindestgrößenordnung herangeführt werden. Die Bilanzsumme in der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft lag bei 24,89 Mio. EUR (Vorjahr: 25,13 Mio. EUR). Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern lag bei durchschnittlich 121 (Vorjahr: 128). Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,47 Mio. EUR (Vorjahr: 0,47 Mio. EUR). Mitarbeiter Konzern
Konzern: Aufwand
Die Aufwendungen konnten um 0,88 Mio. EUR reduziert werden. III. Nachtragsbericht Mit der Nationalbank wurde im Jahr 2016 ein gerichtlicher Vergleich abgeschlossen. Demgemäß hat die Gesellschaft an die Nationalbank noch einen Betrag in Höhe von 1,20 Mio. EUR zu zahlen. Die Risiken waren bereits im Geschäftsjahr 2013 berücksichtigt worden. Zur Erreichung der angestrebten mittel- und langfristigen Finanzstruktur des Konzerns hat die Gesellschaft zu einem ursprünglich zum 31. Dezember 2016 fälligen Darlehen in Höhe von 5,20 Mio. EUR eine Abrede zur Prolongation des Darlehens bis zum 30. September 2017 getroffen. IV. Prognosebericht In der Sparte Werkzeughandel lag der Auftragsbestand per 31. Dezember 2015 bei 2,20 Mio. EUR (Vorjahr: 2,38 Mio. EUR). Für das Gesamtjahr 2016 wird in der Sparte Werkzeughandel mit einem in etwa gleichbleibenden Umsatz gerechnet. Die Sparte verzeichnete in 2015 ein hohes Aktionsgeschäft, dessen Wiederholung in 2016 noch nicht als gesichert gelten kann. In der Sparte Armaturenhandel lag der Auftragsbestand per 31. Dezember 2015 bei 5,96 Mio. EUR (Vorjahr: 4,56 Mio. EUR). Für die Entwicklung in der Armaturenbranche sind kurzfristig keine Anzeichen für eine Verbesserung der Lage erkennbar. Der Wettbewerbsdruck in der Branche dürfte sich fortsetzen und den bereits jetzt harten Preiskampf noch weiter verstärken. Demgegenüber liegt der Wettbewerbsvorteil in der ausgeprägten Beratungs- und Servicekompetenz, die innerhalb dieser schwierigen Rahmenbedingungen bedeutsamer ist denn je. Aufgrund der guten Positionierung wird für das Geschäftsjahr 2016 eine Umsatzsteigerung erwartet, die insbesondere durch positive Impulse aus dem Projektgeschäft getragen werden sollte. In 2016 rechnen wir in der Werkzeugsparte mit einem vergleichbaren und in der Armaturensparte mit einem signifikant besseren Ergebnis gegenüber dem Vorjahr. V. Chancen- und Risikobericht Die Chancen und Risiken der Gesellschaft sind im Wesentlichen von der Geschäftsentwicklung der beiden operativen Sparten Werkzeughandel und Armaturenhandel geprägt. VI. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zum Zwecke der Kalkulierbarkeit von Schwankungen des Wechselkurses von Fremdwährungen werden Devisenderivate genutzt. Forderungsausfälle sind selten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken wird ein effizientes Forderungsmanagement betrieben. Zudem werden neue Geschäftsbeziehungen bonitätsgeprüft und es besteht eine Warenkreditversicherung. Auslandslieferungen werden soweit möglich ebenfalls ausfallversichert. Zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken werden für nennenswerte Handelsgeschäfte individuelle Liquiditätsplanungen erstellt. Forderungen aus Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Im kurzfristigen Bereich erfolgt die Finanzierung über Bankkreditlinien. Langfristig bestehen festgeschriebene Darlehen.
Remscheid, 13. Juli 2016 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Vorstand Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender Bernd Schafstein KonzernabschlussKonzern-BilanzAktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Anlagevermögen und VerbindlichkeitenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015
Konzern-Eigenkapitalspiegel
KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1. Gesetzliche Grundlagen Seit 2012 ist die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. Für börsennotierte Aktiengesellschaften geltende besondere Sondervorschriften sind nicht mehr zu beachten. Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt worden. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB angewandt. 2. Eigenkapital 2.1. Grundkapital Das Grundkapital beträgt 9.000 TEUR und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. 2.2. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. 3. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Abweichende Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen bestehen nicht. 4. Angaben zum Konsolidierungskreis
Die Chronos Technologie AG wird gemäß § 296 Absatz 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Die Chronos Technologie AG ist ein Unternehmen, das keine operative Tätigkeiten ausführt und keine Anteile an anderen Unternehmen hält. Zudem wird es in den Bereichen Finanzierung und Investition nicht tätig. Auch sind keine unternehmenstypischen Funktionen im Gesamtkonzern auf die Chronos Technologie AG übertragen worden. Der Nutzen der Chronos Technologie AG für den Konzern beschränkt sich hauptsächlich auf die mögliche Nutzung bestehender Verlustvorträge. Die bestehenden Verlustvorträge sind jedoch nicht in die Berechnung der latenten Steuern einbezogen worden. Die Chronos Technologie ist insofern nicht in die wirtschaftliche Tätigkeit des Konzernverbundes eingebunden. Der relative Beitrag am Konzernvermögen liegt bei unter 1 %. Die Anteile wurden aufgrund des Fehlbetrages um 21 TEUR vermindert. Die bisher vollkonsoliderte CoCaCo Trading GmbH i.L. Remscheid wurde mit Beginn der Liquidation aufgrund eines nunmehr fehlenden unmittelbaren oder mittelbaren Einflusses sowie der Tatsache, dass kein Liquidationserlös zu erwarten ist, zum 1. Juli 2015 entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultiert ein Ertrag nach Verrechnung des bis zum 1. Juli 2015 im Konzernabschluss auf die CoCaCo Trading GmbH entfallenden Jahresfehlbetrages in Höhe von 82 TEUR. Im Juli wurden von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft die Handelsmarken repräsentierenden Gesellschaften Fernando Esser & Cia. GmbH sowie Corneta Export GmbH zum Kaufpreis in Höhe des buchmäßigen Eigenkapitals (64 TEUR bzw. 26 TEUR) erworben. Aus der Änderung des Konsolidierungskreises ergaben sich nicht zahlungswirksame Verringerungen von Vorräten um 34 TEUR, Forderungen 609 TEUR, Rückstellungen und Pensionen 879 TEUR sowie Verbindlichkeiten 408 TEUR. 5. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Für die bis zur erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Buchwert-methode gewählt und danach beibehalten (Art. 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB). Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaft mit dem Buchwert der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge wurden hierbei nach der eventuellen Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ergebniswirksam abgeschrieben. Für die nach der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) neu konsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode angewandt. Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Haftungsverhältnisse werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften eliminiert. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Bei der Erstellung der Abschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Ansatz gebracht. 6. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung) Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss einheitlich ausgeübt. Die Einhaltung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und der für die Übernahme in den Konzernabschluss maßgeblichen Vorschriften werden durch eine für alle Unternehmen des Konzerns verbindliche Konzernbilanzierungsrichtlinie sichergestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Markenrechte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren, Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung über einen Zeitraum von 15 bzw. 20 Jahren, Bauten über einen Zeitraum von 8 bis 60 Jahren, Technische Anlagen über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die voraussichtliche Bestandsdauer der Unternehmen sowie der Lebenszyklus der Produkte der erworbenen Unternehmen rechtfertigen eine Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte über einen Zeitraum von 20 bzw. 15 Jahren. Die Produkte sind zum Teil mehr als 30 Jahre im Einsatz. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 410,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorjahren angeschaffte Anlagegüter mit einem Wert von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR wurden entsprechend der steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und werden einheitlich bis zum Ablauf der 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (nach der Durchschnittsmethode) unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In Abhängigkeit von Lagerdauer und Marktgängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert, Barwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach dem Projected Unit Credit (PUC) Verfahren unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Der Rententrend wurde mit 1,5 — 3,0 % und die erwarteten Lohn- und Gehaltssteigerungen mit 3,0% angenommen. Für die Abzinsung der Pensionsrückstellungen wurde ein Zinssatz von 3,89 % zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag zum 01.01.2010 aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wird in Anwendung der Übergangsvorschriften in Art. 67 Absatz 1 EGHGB zum großen Teil über 15 Jahre verteilt zugeführt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten aus der im Rahmen der Neuordnung der Mezzaninedarlehen (H.E.A.T. II und H.E.A.T. III) begebenen Besserungsscheine über max. 3.000 TEUR aus H.E.A.T. II bzw. 1.200 TEUR aus H.E.A.T. III werden nach HGB erst nach Eintritt der Bedingungen für ihre Bedienung aufwandswirksam passiviert. Die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden in Euro erstellt. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens des Konzerns ist Euro. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassakurses am Abschlussstichtag, angesetzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden zum Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden — soweit keine Bewertungseinheiten gebildet wurden — zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurs, unter Zugrundelegung des Devisenkassakurses am Abschussstichtag, bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte. Die oben genannten Instrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Grundgeschäfte unterlegt sind. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich für den US-Dollar (USD). Die operative Sicherung bezieht sich auf die bereits gebuchten Verbindlichkeiten sowie fest abgeschlossene Beschaffungsverträge und umfasst im Allgemeinen die Laufzeiten zwischen einem und vier Monaten. B. Erläuterung zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Kapitalkonsolidierung und werden über eine Nutzungsdauer von 15 bzw. 20 Jahren linear abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte haben sich um die planmäßigen Abschreibungen in der Höhe von 107 TEUR (Vorjahr: 107 TEUR) vermindert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Darlehen, Debitorische Kreditoren und Forderungen an die Finanzbehörden. Vom Gesamtbetrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben 2.579 TEUR (Vorjahr: 729 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 2 verwiesen. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Ermittlung nur berücksichtigt, sofern diese innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich genutzt werden können. Bei den Organgesellschaften bestehende Verlustvorträge werden nicht berücksichtigt, da die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge während der Organschaft nicht möglich ist. Auf Verlustvorträge bei Konzerngesellschaften, die nicht zum ertragsteuerlichen Organkreis der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft gehören, sind keine latenten Steuern abgegrenzt, da deren Verrechenbarkeit in den nächsten fünf Jahren nicht mit hinreichender Sicherheit absehbar ist. Die latenten Steuern nach § 274 HGB werden mit den nach § 306 HGB zu bildenden latenten Steuern zusammengefasst. Die sich ergebende Steuerentlastung wird unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Der Ermittlung liegt ein kombinierter Steuersatz von 31,5 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zu Grunde. Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Differenzen oder steuerlichen Verlustvorträgen:
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 01.01.2010 erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zur bisherigen Bewertung in Höhe von 1.864 TEUR wird in Anwendung der Übergangsvorschriften über 15 Jahre verteilt den Rückstellungen zugeführt. Aufgrund des Wahlrechtes in Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden im Jahr 2015 weitere 121 TEUR zugeführt. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2015 beträgt 942 TEUR. Die reguläre Zuführung zu den Pensionsrückstellungen des Jahres 2015 von 733 TEUR (Vorjahr: 695 TEUR) wird aufgeteilt in Personalaufwand von 164 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR) und Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungsbetrages und des Diskontierungssatzes in Höhe von 569 TEUR (Vorjahr: 622 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalaufwendungen (Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft), interne und externe Jahresabschlusskosten und Beratungskosten. Die im Jahr 2013 gebildete Rückstellung für drohende Verluste wurde aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs aufgelöst. Der Vergleichsbetrag in Höhe von TEUR 1.200 ist unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen zwei Darlehensverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.900 bzw. 2.180 aus der Umstrukturierung der H.E.A.T.-Mezzanine-Finanzierung sowie Lohn- und Gewerbesteuer. Die Darlehen sind mit 6,5% verzinst. Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den in der Anlage beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 383 TEUR (Vorjahr 369 TEUR), davon sind 279 TEUR (Vorjahr 211 TEUR) in 2016 fällig. Die Geschäfte haben den Zweck, die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Vermögensgegenstände für einen überschaubaren Zeitraum anzumieten, ohne finanzielle Mittel in größerem Umfang zu binden. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge. C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungDie Außenumsätze des Konzerns nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt auf:
Die Außenumsätze des Konzerns nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen resultieren 323 TEUR (Vorjahr 57 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen und 0 TEUR (Vorjahr 5 TEUR) aus dem Abgang von Sachanlagen und 1 TEUR (Vorjahr 5 TEUR) aus Kursgewinnen sowie aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft 501 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen, Aufwendungen für Reisen, Bewirtung und Repräsentation, Abschreibungen und Wertberichtigungen, bezogene Leistungen, Beratung, Rechtsschutz, Miet- und Leasingaufwendungen, Aufwendungen für Versicherungen, Telekommunikation, Instandhaltung, Reinigung, Entsorgung, sowie periodenfremde Aufwendungen. Sie beinhalten 56 TEUR (Vorjahr 91 TEUR) Abschreibungen auf Forderungen und Darlehen und Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen sowie 21 TEUR (Vorjahr 7 TEUR) Kursverluste. Die Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 569 TEUR (Vorjahr 622 TEUR) aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie 48 TEUR (Vorjahr 42 TEUR) aus der Abzinsung langfristiger Debitoren enthalten. Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 669 TEUR (Vorjahr 106 TEUR) betreffen die Auflösung von Rentenverpflichtungen. Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von -121 TEUR (Vorjahr -255 TEUR) betreffen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen aufgrund der durch das BilMoG geänderten Bewertungsvorschriften (Wahlrecht zur Ansammlung des Unterschiedsbetrages in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel gemäß Art. 67 Absatz 1 EGHGB). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belasten das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 149 TEUR (Vorjahr 0 TEUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten 283 TEUR Erträge aus latenten Steuern (Vorjahr 78 TEUR). Steueraufwendungen von 2 TEUR betreffen Steuern für Vorjahre (Vorjahr 19 TEUR). D. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfond umfasst die in der Bilanz unter der Position B. IV. ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1.995 TEUR. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 1.257 TEUR (Vorjahr 1.550 TEUR) Zinsen gezahlt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden 0 TEUR an Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erstattet (Vorjahr 0 TEUR). E. Haftungsverhältnisse Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:
Außerdem wurde eine Patronatserklärung für ein verbundenes Unternehmen abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die konzernfremden Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird bzw. mit der Inanspruchnahme der der Bürgschaft zugrundeliegen-den Haftungsverhältnisse nicht zu rechnen ist. Im Rahmen der Neuordnung von Mezzanine-Darlehen wurden zwei unbefristete Besserungsscheine aus der Partizipation an den möglichen Veräußerungserlösen von Anteilen an zwei verbundenen Unternehmen über max. 3.000 TEUR bzw. max. 1.200 TEUR gewährt. Die Ansprüche aus den Besserungsscheinen sind über diese Geschäftsanteile abgesichert. F. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Der durchschnittliche Personalbestand betrug im Berichtsjahr rd. 121 Personen (Vorjahr: 128), davon 22 Personen (Vorjahr: 22) im gewerblichen Bereich. Darüber hinaus wurden 5 Auszubildende (Vorjahr: 4) beschäftigt. 2. Gesellschaftsorgane Der Vorstand der Muttergesellschaft setzt sich folgendermaßen zusammen:
Der Aufsichtsrat setzt sich folgendermaßen zusammen:
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 1.272 TEUR (Vorjahr 1.269 TEUR). Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 54 TEUR (Vorjahr 54 TEUR). Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.305 TEUR (Vorjahr 2.123 TEUR) abzüglich der noch nicht verteilten Beträge aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von 291 TEUR (Vorjahr 323 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 114 TEUR (Vorjahr 113 TEUR) Pensionsbezüge ausbezahlt. 3. Angaben zum Mutterunternehmen und zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen/Personen Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften und anderen nahestehenden Unternehmen. Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Das von einem Tochterunternehmen gewährte Darlehen (inkl. Zinsen) an ein Mitglied des Aufsichtsrats betrug am Stichtag 119 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR), die Verzinsung betrug 5,5 %. Die Rückzahlung im Geschäftsjahr betrug 13 TEUR (Vorjahr: 20 TEUR). Die Geschäfte mit anderen nahestehenden Unternehmen resultieren hauptsächlich aus Liefer- und Leistungsbeziehungen und Vermietungen sowie Darlehen. Sie hatten im Geschäftsjahr 2015 einen Umfang von 341 TEUR (Vorjahr: 562 TEUR). Zum Stichtag betrugen die Forderungen 2.584 TEUR (Vorjahr: 2.254 TEUR). 4. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Gesellschaften wurden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Lageberichtes (soweit gesetzlich erforderlich) sowie die Offenlegung in Anspruch genommen:
Folgende Gesellschaften verzichten außerdem auf die Aufstellung eines Anhanges:
5. Honorar des Abschlussprüfer Als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Jahr 2015 für die Abschussprüfungen 75 TEUR (Vorjahr 111 TEUR) als Aufwand für die Abschlussprüfungen, 40 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) für Steuerberatungsleistungen und 0 TEUR (Vorjahr 20 TEUR) für sonstige Leistungen erfasst. 6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 9.545 TUSD (Vorjahr 2.902 TUSD), die mit Fremd-währungsverbindlichkeiten in Höhe von 1.192 TUSD (Vorjahr 886 TUSD) und mit schwebenden Geschäften in Höhe von 4.457 TUSD (Vorjahr 3.718 TUSD) sowie in Höhe von 3,9 Mio. USD für voraussichtlich mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen bis Mai 2016 zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst wurden. Die wegen der Bildung von Bewertungseinheiten nicht berücksichtigten Drohverluste betragen rd. 26 TEUR. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen den gleichen Währungsrisiken, sodass sich gemäß der angewendeten Einfrierungsmethode gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme ausgleichen. Die im Jahr 2013 gebildete Rückstellung für drohende Verluste wurde aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs aufgelöst. Der Vergleichsbetrag in Höhe von TEUR 1.200 ist unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. 7. Mitteilung über bestehende Beteiligungen Der Gesellschaft wurden folgende Meldungen mitgeteilt: Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 einen Stimmrechtsanteil von 16,67 % gemeldet. Herr Bernd Schafstein hat am 18. März 2011 einen Stimmrechtsanteil von 8% gemeldet.
Remscheid, 13. Juli 2016 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender Bernd Schafstein Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalfluss-rechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 13. Juli 2016 MORISON FRANKFURT GmbH Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer AG-BilanzAktiva
AG-Gewinn- und Verlustrechnung
AG-Anlagevermögen und VerbindlichkeitenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2015
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2015
AG-AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1 Gesetzliche Grundlagen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Bei der Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Am Bilanzstichtag ist die Brüder Mannesmann AG im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. 2. Eigenkapital 2.1. Grundkapital Das Grundkapital beträgt 9.000 TEUR und ist eingeteilt in 3.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. 2.2. Genehmigtes Kapital Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. August 2011 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 29. August 2016 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 4.500 TEUR durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. 2.3. Bedingtes Kapital Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 02. Oktober 2014 ist das Grundkapital um bis zu 4.500 TEUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 1.500.000 Stück neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). 3. Währungsumrechnung Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten und alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 410,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. In den Vorjahren angeschaffte Anlagegüter mit einem Wert von mehr als 150,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR wurden entsprechend der steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst und werden einheitlich bis zum Ablauf der 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Kurs vom Bilanzstichtag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwert-verfahren — Projected Unit Credit Method) unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes von 3,89 % ermittelt. Bei der Berechnung wurden erwartete Gehalts- bzw. Rentensteigerungen mit jeweils 3 % berücksichtigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus im Rahmen der Neuordnung von zwei „H.E.A.T."-Mezzaninedarlehen begebenen Besserungsscheinen werden nach HGB erst nach Eintritt der Bedingungen für ihre Bedienung aufwandswirksam passiviert. Die unbefristeten Besserungsscheine sind auf einen Betrag von max. TEUR 3.000 (H.E.A.T. II) bzw. TEUR 1.200 (H.E.A.T. III) begrenzt. 2. Angaben zur Bilanz Von den Finanzanlagen wurden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 21 wegen dauerhafter Wertminderung abgeschrieben. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Gewinnabführungsverträgen, Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten überwiegend Steuererstattungsansprüche. Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 2 verwiesen. Der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 459 TEUR wurde mit dem Verlustvortrag verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen betreffen die voraussichtlichen Kosten für die handelsrechtlichen Pflichtprüfungen, interne Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, Mitwirkungspflicht für Betriebsprüfungen, für Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie Prozess- und Rechtsanwaltskosten. Die im Jahr 2013 gebildete Rückstellung für drohende Verluste wurde aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs aufgelöst. Der Vergleichsbetrag in Höhe von TEUR 1.200 ist unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften (umsatzsteuerliche Organschaft, Ergebnisabführung). Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen zwei Darlehensverpflichtungen in Höhe von TEUR 5.900 bzw. TEUR 2.180 aus der Umstrukturierung der H.E.A.T.-Mezzanine-Finanzierungen sowie Lohn- und Gewerbesteuer. Die Darlehen sind mit 6,5 % verzinst. Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 59 TEUR, davon sind 29 TEUR in 2016 fällig. C. Angaben zu Haftungsverhältnissen Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften von 24 TEUR zugunsten von konzernfremden Unternehmen. Außerdem wurden für zwei verbundene Unternehmen Patronatserklärungen abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die verbundenen Unternehmen bzw. die konzernfremden Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird. Im Rahmen der Umstrukturierung der „H.E.A.T."-Darlehen (H.E.A.T. II bzw. H.E.A.T. III) wurden zwei unbefristete Besserungsscheine aus der Partizipation an den möglichen Verkaufserlösen von Anteilen an zwei verbundenen Unternehmen über maximal 3.000 TEUR bzw. 1.200 TEUR gewährt. Die Ansprüche aus den Besserungsscheinen sind über diese Geschäftsanteile abgesichert. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlös( Die Umsatzerlöse betreffen die Konzernumlagen an verbundene Unternehmen. 2. Sonstige Erträge Die Erträge betreffen im Wesentlichen Kostenweiterbelastungen an verbundene Unternehmen, Mieteinnahmen und Erträge aus der Anpassung des Rentenbarwertes einer Rentenverpflichtung und aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Der Ausweis betrifft die für 2015 übernommenen Gewinne zweier verbundenen Unternehmen im Rahmen der Ergebnisabführungsverträge. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Ausweis betrifft einen für 2015 übernommenen Verlust eines verbundenen Unternehmens im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In dem Posten sind Zinsen an verbundene Unternehmen von 34 TEUR und die Zinsanteile der Zuführungen zu der Rückstellung für Pensionen mit 151 TEUR (Vorjahr: 186 TEUR) enthalten. 6. Außerordentliches Ergebnis Der außerordentliche Ertrag in Höhe von 669 TEUR resultiert aus dem Wegfall einer sonstigen Verbindlichkeit in Zusammenhang mit einer Kaufpreisrente. Die Steuern von Einkommen und Ertrag belasten in Höhe von 149 TEUR das außerordentliche Ergebnis. 7. Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach dem Temporary-Konzept. Danach werden latente Steuern auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten gebildet, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Bei Organgesellschaften bestehende zeitliche Unterschiede werden beim Organträger Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft berücksichtigt. Außerdem werden latente Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Der Ermittlung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer von 31,5% zugrunde. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet. Soweit sich ein Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuern ergibt, wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aufgrund zeitlicher Differenzen bei den Pensionsrückstellungen, den sonstigen Rückstellungen und den sonstigen Verbindlichkeiten sowie aufgrund von körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen. Der Verlustvortrag am 31. Dezember 2015 betrug 3.423 TEUR (Vorjahr: 4.983 TEUR). E. Sonstige Angaben In der nachfolgenden Aufstellung werden Unternehmen aufgelistet, an denen die Brüder Mannesmann AG unmittelbar oder mittelbar mindestens den fünften Teil der Anteile besitzt.
* Diese Gesellschaft wurde in den Konsolidierungskreis einbezogen, auf die Angabe des Jahresergebnisses wird gemäß § 286 Absatz 3 Satz 1 Nr. 2 HGB verzichtet Mit der Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, mit der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH und der Schwietzke Armaturen GmbH bestehen Ergebnisabführungsverträge. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr neben dem Vorstand durchschnittlich noch 6 weitere Mitarbeiter. Die Geschäftsführung wird vom Vorstand wahrgenommen. Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für den Konzernabschluss. Der Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Honorare des Abschlussprüfers im Jahr 2015 gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernanhang 2015 angegeben. Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen unseres operativen Geschäftes haben wir Geschäftsbeziehungen zu nicht konsolidierten Gesellschaften. Die Geschäfte mit einer nicht konsolidierten Tochtergesellschaft resultieren aus Liefer- und Leistungsbeziehungen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR) zu marktüblichen Konditionen. Zum Stichtag betrugen die Forderungen 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). F. Organe der Gesellschaft Der Vorstand setzt sich folgendermaßen zusammen:
Der Aufsichtsrat setzt sich folgendermaßen zusammen:
Die Vorstände haben im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 394 TEUR von der Gesellschaft erhalten. Die Aufwendungen für Aufsichtsratsvergütungen betrugen 54 TEUR. Mitteilung über bestehende Beteiligungen Der Gesellschaft wurden folgende Meldungen mitgeteilt: Herr Jürgen Schafstein hat am 28. März 2007 einen Stimmrechtsanteil von 16,67 % gemeldet. Herr Bernd Schafstein hat am 18. März 2011 einen Stimmrechtsanteil von 8 % gemeldet.
Remscheid, 13. Juli 2016 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Jürgen Schafstein, Vorstandsvorsitzender Bernd Schafstein Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersAn die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid: Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes und der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 13. Juli 2016 MORISON FRANKFURT GmbH Karl-Heinz Wolf, Wirtschaftsprüfer i.V. Rolf Peter Krukenkamp, Wirtschaftsprüfer Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Lempstraße 24 42859 Remscheid Telefon: 02191-93707-0 Telefax: 02191-30084 E-Mail: kontakt@bmag.de Internet: www.bmag.de |
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