![]() Brüder Mannesmann AktiengesellschaftRemscheidJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Organigramm der Brüder Mannesmann AG Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel Konzern-Eigenkapitalspiegel Konzernanhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Jahresabschluss AG-Bilanz AG-Gewinn- und Verlustrechnung AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel AG-Anhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Vorwort des Vorstandes Liebe Aktionärinnen und Aktionäre! Geschäftsverlauf 2022 Das Geschäftsjahr 2022 war ein schwieriges Jahr für die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft. Wir hatten darauf bereits im Vorwort des Vorstandes zur vorjährigen Hauptversammlung hingewiesen. In 2021 haben wir von einem positiven Konsumentenverhalten im DIY-Segment profitiert, das sich teilweise gegenläufig zu anderen Wirtschaftssektoren entwickelt hatte. Der Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine im Februar 2022 hat das gesamte Weltwirtschaftssystem beeinflusst. Erhebliche steigende Energiepreise, eine auf Dauer hohe Inflation und die Unsicherheit, wie es persönlich bei vielen Endverbrauchern weitergeht, haben das Konsumklima stark belastet. Im Ausland sind unsere Lieferungen in die Ukraine und die EU-Oststaaten fast zusammengebrochen. Auf der Beschaffungsseite mussten wir immer noch bedingt durch die Corona Pandemie erheblich höhere Frachtkosten verkraften. Unsere Entscheidung, aus Gründen der Lieferfähigkeit die Lagerbestände über das normale Maß aufzubauen, hat sich als richtig erwiesen. Allerdings braucht es nun auch länger, die Bestände wieder zurückzuführen und bis dahin hat die Kapitalbindung zugenommen. Der Brüder Mannesmann-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in der Werkzeugsparte in Höhe von 24,9 Mio. EUR nach 32,9 Mio. EUR im Vorjahr. Der Auslandsumsatz ging dabei um 34,27 % zurück, der Inlandsumsatz um 16,41 %. Der Rohertrag ist um 2,2 Mio. gesunken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Frachtkosten im Geschäftsjahr 2022 bei 2,44 Mio. EUR lagen gegenüber 1,24 Mio. EUR im Vorjahr. Im Konzern weisen wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 2,0 Mio. EUR aus nach 1,3 Mio. EUR im Vorjahr. Das positive Ergebnis ist aber ausschließlich auf die Aktivierung latenter Steuer auf Verlustvorträge zurückzuführen, die sich aus der Verschmelzung der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH mit der CHRONOS Beteiligungen GmbH ergeben. Vor Steuern beträgt des Konzernergebnis -0,5 Mio. EUR nach 2,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. EUR aus. Im Vorjahr hatten wir einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,2 Mio. EUR erzielt. Im Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres enthalten ist ein positiver Sondereffekt aus der Verschmelzung in Höhe von 1,4 Mio. EUR; ohne diesen Effekt wäre das Ergebnis negativ. Aufgrund des schwierigen Geschäftsverlaufes des Jahres 2022, bei dem nur durch Sondereffekte positive Ergebnisse ausgewiesen werden, die zudem nicht liquiditätswirksam sind, haben wir uns entschlossen, den Jahresüberschuss des Jahres 2022 in voller Höhe den Gewinnrücklagen zuzuführen und auf eine Dividendenzahlung zu verzichten. Wir hoffen hierbei auf ihr Verständnis. Aktuelle Lage und Prognose Auch für das Jahr 2023 ist aus heutiger Sicht mit keiner wesentlichen Entspannung zu rechnen. Die europäische Wirtschaft wird wahrscheinlich an einer Rezession vorbeikommen, für Deutschland wird aber eine leicht rückläufige Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes um 0,4 % erwartet. Die Inflation wird wesentlich über der angestrebten Prozentmarke von 2 % liegen und der Konsumentenindex des Marktforschungsinstitutes GFK lag im Mai bei -25,8 Punkten. Für uns hat sich nach zwei ersten rückläufigen Monaten für März und April 2023 eine positive Umsatzentwicklung abgezeichnet. Die Frachtraten haben sich wieder auf ein vor Corona Niveau entwickelt. Für 2023 erwarten wir einen Jahresüberschuss, der jedoch noch nicht an die Vorjahre anknüpfen kann. Eine spürbare Verbesserung sehen wir erst wieder in den Folgejahren. Zugutekommen wird uns, dass mit der in 2022 vollzogenen Verschmelzung der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH mit der CHRONOS Beteiligungen GmbH steuerliche Verlustvorträge über Jahre hinweg mit zukünftigen Überschüssen aus dem Werkzeughandel verrechnet werden können.
Remscheid, den 14. Juni 2023 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Moritz Schafstein, Vorstand Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre! Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 die Aufgaben, die im Gesetz und in der Satzung der Gesellschaft festgelegt sind, wahrgenommen. Demzufolge hat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Zum 31. März 2023 ist der Vertrag von Herrn Frank Schafstein ausgelaufen und Herr Schafstein erklärte, seine Vorstandstätigkeit nicht weiter fortsetzen zu wollen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Frank Schafstein für seine Tätigkeit und die jederzeit vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat hat über die Nachfolge von Herrn Frank Schafstein beraten und sich in der außerordentlichen Sitzung vom 1. Februar 2023 entschlossen, Herrn Moritz Schafstein einstimmig mit Wirkung zum 1. April 2023 als neuen Vorstand zu bestellen. Herr Moritz Schafstein hat langjährige Erfahrung in der Werkzeugsparte und war schon in den letzten Jahren für die strategische Weiterentwicklung der Werkzeugbranche mitverantwortlich. Die Aufsichtsratsmitglieder sind überzeugt, mit Herrn Moritz Schafstein einen kompetenten Nachfolger für die Funktion des Vorstandes der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft gefunden zu haben. Der Aufsichtsrat wünscht Herrn Moritz Schafstein für die Zukunft viel Erfolg. Auf der Hauptversammlung am 24. Juni 2022 wurde der Aufsichtsrat neu gewählt. Herr Michael Reeder stellte sich nicht mehr zu Wahl; an seiner Stelle wurde Herr Reinhard Mannesmann in den Aufsichtsrat gewählt. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder bedanken sich bei Herrn Reeder für seine engagierte Mitwirkung und freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Herrn Mannesmann, der die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft bereits früher langjährig als Aufsichtsratsvorsitzender unterstützt hat. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen. Er hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung - insbesondere die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätssituation, der Rentabilität sowie des operativen Geschäftsverlaufes, der Risikolage sowie der Risikoentwicklung unterrichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Der Vorstand hat an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Sitzungen des Aufsichtsrates Im Jahr 2022 fanden insgesamt sechs Aufsichtsratssitzungen statt. In den Sitzungen wurden grundsätzliche Fragen behandelt, bedeutende Geschäftsvorfälle geprüft und die Geschäftspolitik beraten. Ebenso wurde der Aufsichtsrat über die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Tochtergesellschaften unterrichtet. Darüber hinaus wurden die wirtschaftliche Lage und die strategische Ausrichtung sowie die Finanzen und die Risikolage, die personelle Ausrichtung und die relevanten Planungen behandelt. scrollen
Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022 Die von der Hauptversammlung am 24. Juni 2022 zum Prüfer der Abschlüsse des Geschäftsjahres 2022 gewählte WUB Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und der Konzernlagebericht 2022, die nach den Regeln des HGB aufgestellt wurden, erhielten ebenfalls einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der WUB Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2022 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 14. Juni 2023 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie das Risikofrüherkennungssystem und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2022, den Konzernabschluss 2022 und den Konzernlagebericht 2022 sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Jahres- und Konzernabschluss wurden gebilligt. Damit ist der vom Vorstand der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft aufgestellte Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes, der für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Dividendenzahlung vorsieht, schließen wir uns an. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen herzlichen Dank für ihren erfolgreichen Einsatz in einem wieder herausfordernden Jahr aus.
Remscheid, den 14. Juni 2023 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Michael Nelles, Vorsitzender DIE ZUKUNFT GESTALTEN. MIT BESTEN WERKZEUGEN. Organigramm der Brüder Mannesmann AG zum 31. Dezember 2022 ![]() Konzernlageberichtder Brüder Mannesmann AktiengesellschaftI. Grundlagen des Konzerns Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Holdinggesellschaft für operativ tätige Tochtergesellschaften. Derzeit konzentriert sich die operative Tätigkeit auf den Werkzeughandel. Die Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH ist ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes tätig, der sich auf seit Jahrzehnten vorhandene, heute noch zu einem großen Teil für den eigenen Geschäftsbetrieb genutzte Industrie- und Verwaltungsimmobilien beschränkt. II. Wirtschaftsbericht Das Jahr 2022 stand zu Beginn noch unter dem begrenzenden Einfluss der Coronakrise, insgesamt wurde jedoch mit einer Entspannung der gesamtwirtschaftlichen Situation gerechnet. Der Angriff Russlands auf die Ukraine führte dann aber zu einer bis heute andauernden Krise. Weltweit stiegen die Preise, insbesondere für Energie und Rohstoffe, was wiederum Kostensteigerungen in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft verursachte. Die Inflation stieg rasant an und lag im Jahresdurchschnitt in Deutschland bei 7,9 %. Neben den Energiekosten sorgte vor allem der Anstieg der Lebensmittelpreise für höhere Ausgaben. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg nur leicht um 1,9 % nach 2,6 % in 2021. Das Konsumverhalten privater Haushalte in Deutschland war stark von der hohen Inflation beeinflusst, wobei sich die Konsumausgaben in den verschiedenen Sektoren unterschiedlich entwickelten. Für die DIY Branche zeichnete sich in Deutschland zunächst eine gute Entwicklung ab. Das Umsatzplus lag im ersten Quartal bei etwas über 40 % schwächte sich ab dem zweiten Quartal jedoch in Folge der Kaufzurückhaltung in Folge des Ukrainekrieges sehr stark ab. Insgesamt konnte die Branche eine Steigerung von 8,9 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, wobei dieser Anstieg auch auf Preissteigerungen aufgrund der hohen Inflation zurückzuführen ist. Dieses Umsatzplus ist aber rein preisgetrieben. Der Online-Handel musste in 2022 erstmals nicht unerhebliche Einbußen hinnehmen. Die Lockdown Phasen und die Homeoffice Pflichten hatten in 2020 und 2021 zu einem erheblichen Anstieg des Konsumniveaus geführt. Nach zwei Jahren Covid Pandemie waren die Kunden nicht mehr bereit, in demselben Ausmaße wie zuvor Geld für Heimwerkerprodukte auszugeben. Die DIY Branche hatte in den Vorjahren zur Sicherung der Lieferfähigkeit ihre Lagerbestände stark aufgebaut, deren Abbau in 2022 zu nicht unerheblichen Preiskämpfen unter den Marktteilnehmern führte. Die Volkswirtschaften in der Europäischen Union wurden durch den Ukrainekrieg u.a. wegen ihrer hohen Abhängigkeit von russischen Gasimporten stark belastet. Die Energiekrise und eine hohe Inflation schwächte in 2022 die Kaufkraft der privaten Haushalte und belastete die verarbeitende Industrie. Trotz dieser belastenden Faktoren stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 3,5 %. Die Inflation ist in der Europäischen Union im Jahresdurchschnitt 2022 auf 10,4 % gestiegen gegenüber einer Inflationsrate im Vorjahr von 5,3 %. Zu diesen Faktoren kommen die zur Inflationsbekämpfung von der Europäischen Zentralbank durchgeführten Zinserhöhungen. Ende Oktober 2022 hat die EZB die Leitzinsen auf 2 % erhöht und im Mai 2023 auf 3,75 %. Die Erhöhung der Leitzinsen tragen zur weiteren Nachfragedämmung bei. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone ist weiterhin historisch niedrig. Im Dezember 2022 verharrte die Arbeitslosenquote bei 6,6 %. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im Dezember 2022 bei 5,4 %. Sparte Werkzeughandel Geschäftsmodell Unter dem rechtlich geschützten Markennamen "Brüder Mannesmann" vertreibt die Sparte Werkzeughandel in Deutschland und dem europäischen Ausland ein Vollsortiment an Hand- und Elektrowerkzeugen für Heimwerker- und Gartenbedarf. Die Sparte konzentriert sich dabei ausschließlich auf den Handel. Allerdings wird durch eine qualitätsgesicherte Auftragsfertigung überwiegend in Asien eine flexible, umfangreiche und marktgerechte Programmgestaltung umgesetzt. Die Marke "Brüder Mannesmann" ist konsequent qualitäts- und innovationsorientiert und gilt als einer der führenden Importeure. Insbesondere das sehr gute Preis/Leistungsverhältnis ist ausschlaggebend für den Erfolg. In Verbindung mit einer konsequenten Serviceausrichtung hat "Brüder Mannesmann" als kompetenter und zuverlässiger Handelspartner in der Branche seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf. Zusammen mit ihren langjährigen für die Sparte tätigen Produzenten werden permanent innovative Problemlösungen und attraktive, verkaufsfördernde Neuheiten entwickelt. Darüber hinaus erfolgen eine stete Trendbeobachtung innerhalb der Kundensegmente und die Analyse von Verbraucherverhalten. Darauf aufbauend werden neue Werkzeugsets, themenbezogene Artikelzusammenstellungen und innovative Elektrowerkzeuge entwickelt und angeboten wie die Greenline-Serie, die neue, auf dem Nachhaltigkeitsgedanken basierende ECOLINE-Serie und die Quantool-Serie für die professionelle Käuferschicht oder auch die one-for-all Akkus für die ganze Produktlinie. Immer größere Achtsamkeit wird auch auf die Nachhaltigkeit der Produkte gelegt. In unserer strategischen Ausrichtung streben wir ein organisches Umsatzwachstum in der Werkzeugbranche an. Zur Grundlage unseres langfristigen strategischen Rahmens gehören die Nachhaltigkeit durch energiesparende Produkte und eine rohstoffschonende Produktion sowie die Digitalisierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Onlinehandel. Ziel ist es auch, den free Cashflow zu steigern, um unser Wachstum auch finanziell abzusichern. Geschäftsverlauf 2022 Die dämpfenden Faktoren der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die zurückhaltende Konsumnachfrage haben sich nach den Nachholeffekten in den beiden letzten Vorjahren auch belastend auf den Geschäftsverlauf 2022 der Werkzeugsparte ausgewirkt. Der Umsatz der Werkzeugsparte erreichte lediglich 24,92 Mio. EUR nach 32,93 Mio. EUR im Vorjahr. Der Rückgang hat sich bei allen Kundengruppen ausgewirkt, neben den klassischen Vertriebskanälen war dabei auch der online Handel mit den etablierten Onlinehändlern stark betroffen. Nach Regionen war der Umsatz im Ausland sowohl absolut wie auch prozentual am stärksten rückläufig. Der Umsatz mit der Ukraine und den EU-Oststaaten ist fast völlig zusammengebrochen. Im eigenen B2C E-Commerce Vertrieb sind wir in 2022 mit einem Umsatz von 0,16 Mio. EUR gestartet und einem geplanten Verlust in Höhe von -0,10 Mio. EUR. ![]() Werkzeughandel: Umsatz nach Kundengruppen scrollen
![]() Werkzeughandel: Umsatz nach Regionen scrollen
![]() Werkzeughandel: Einkauf nach Regionen scrollen
![]() Der Warenbezug erfolgt wie in Vorjahren fast ausschließlich über chinesische und taiwanesische Lieferanten, mit denen seit Jahren enge, verlässliche Lieferbeziehungen bestehen. Die Materialquote konnte aufgrund von Preisverhandlungen zu einigen Produktgruppen sowie zusätzlicher Bonusvereinbarungen mit unseren Lieferanten um rd. 2,5 % gesenkt werden, der absolute Rohertrag ging jedoch um rd. 2,2 Mio. EUR zurück. Im Materialaufwand enthalten sind Frachtkosten Ausland in Höhe von 2,44 Mio. EUR gegenüber 1,24 Mio. EUR im Vorjahr. Ohne diese Erhöhung wäre unser Ergebnis um rund 1,2 Mio. EUR besser ausgefallen. Im laufenden Jahr 2023 rechnen wir damit, dass sich die Frachtkosten wieder auf das Niveau von 2021 absenken. Werkzeughandel: Aufwand scrollen
Die Löhne und Gehälter sind um 1,13 Mio. EUR gestiegen. Der Anstieg beruht mit 1,10 Mio. EUR auf der jährlichen versicherungsmathematischen Neuberechnung der Pensionsaltzusagen, insbesondere auch aufgrund des von 1,5 % auf 1,9 % angepassten Rententrends. Die Anzahl der aktiven Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) lag bei durchschnittlich 57 nach 58 im Vorjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,44 Mio. EUR nach 0,57 Mio. EUR im Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr stabil geblieben. Der Jahresüberschuss der Werkzeugsparte vor Ergebnisabführung erreichte 0,40 Mio. EUR nach 3,24 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis 2022 ist belastet mit einem Steueraufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von 16 TEUR, da nach der Verschmelzung die steuerliche Organschaft weggefallen ist und die bestehenden Verlustvorträge nur unter Berücksichtigung der Regelungen zur sogenannten "Mindestbesteuerung" genutzt werden können. Geschäftsverlauf des Konzerns Insgesamt wurde 2022 ein Konzernumsatz von 24,97 Mio. EUR nach 33,00 Mio. EUR im Vorjahr erzielt, der so gut wie ausschließlich auf die Werkzeugsparte zurückzuführen ist. Der Rückgang der Umsatzerlöse um rd. 24 % ist damit deutlich stärker ausgefallen als im Vorjahr erwartet (-10 %). ![]() Konzern: Umsatz scrollen
Ertragslage Konzern: Ergebnis scrollen
Der Konzernrohertrag lag bei 9,51 Mio. EUR (Vorjahr: 11,76 Mio. EUR). Als Betriebsergebnis wurde 2022 ein Betrag von 0,12 Mio. EUR nach 3,19 Mio. EUR im Vorjahr erwirtschaftet. Der Konzern-Jahresüberschuss beträgt 2,03 Mio. EUR oder 45 Cent je Aktie. Bezogen auf das Betriebsergebnis wurden 2,7 Cent je Aktie erreicht. Der Konzern-Jahresüberschuss wird wesentlich beeinflusst durch die Auswirkungen latenter Steuern auf Verlustvorträge, die im Konzernabschluss nach der Durchführung der Verschmelzung der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH auf die CHRONOS Beteiligungen GmbH aktiviert sind, sofern diese als in den kommenden fünf Jahren steuermindernd geltend zu machen eingeschätzt werden. Insgesamt sind körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 39,3 Mio. EUR sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 8,7 Mio. EUR im Rahmen der bisherigen Steuerveranlagungen anerkannt. In dem Einkommen- und Ertragsteueraufwand sind 150 TEUR Steuern eingestellt aus den zu erwartenden Mehrbelastungen der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2020. Die Steuerfreiheit des geltend gemachten Sanierungsgewinnes aus Verzichten von H.E.A.T Darlehen in Höhe von 1,8 Mio. EUR in 2017 wurde von der Veranlagungsstelle abgelehnt. Die AG geht gegen diese Entscheidung gerichtlich vor und hat aus Vorsichtsgründen einen Betrag in Höhe von 297 TEUR weiterhin zurückgestellt. Das Konzern-Jahresergebnis beträgt 2,03 Mio. EUR oder 0,45 Cent je gewinnbezugsberechtigte Aktie (Vorjahr 0,30 Cent). Das Konzernjahresergebnis vor Steuern beträgt -0,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,01 Mio. EUR). In unserer Prognose im Vorjahr haben wir einen deutlichen Rückgang des Konzernjahresüberschusses prognostiziert. Bedingt durch den unerwartet hohen Rückgang bei den Umsatzerlösen und dem Rohertrag hat sich im Berichtsjahr 2022, bei Außerachtlassung der Effekte aus latenten Steuern, jedoch ein negatives Konzernergebnis ergeben. Konzern: Aufwand scrollen
Von dem Anstieg der Personalaufwendungen entfallen 1,10 Mio. EUR auf Aufwendungen für Altersversorgung. Konzern: Mitarbeiter scrollen
Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme entwickelte sich auf 41,46 Mio. EUR nach 42,05 Mio. EUR im Vorjahr. Konzern: Working Capital scrollen
Das Working Capital entwickelte sich von 22,25 Mio. EUR auf 20,62 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen stieg stichtagsbedingt um 5,39 Mio. auf 20,28 Mio. EUR und macht 48,9 % der Bilanzsumme aus. Die Kreditoren wurden um 3,73 Mio. EUR zurückgeführt. Finanziert wurden diese Maßnahmen durch den Abbau der liquiden Mittel und die partielle Inanspruchnahme des Kontokorrentkreditrahmens. In der Hauptversammlung vom 28. August 2020 wurde eine vereinfachte Kapitalherabsetzung beschlossen, um Wertminderungen auszugleichen, sonstige Verluste zu decken und Beträge in die Kapitalrücklage einzustellen. Das Grundkapital wurde von 13,5 Mio. EUR um 3,6 Mio. EUR auf 9,9 Mio. EUR herabgesetzt. Der anteilige Betrag am Grundkapital beträgt nach der Kapitalherabsetzung EUR 2,20 je Aktie. Der Betrag von 3,6 Mio. EUR aus der Kapitalherabsetzung wurde mit 990 TEUR zur Einstellung in die Kapitalrücklage und mit 2.610 TEUR zum Ausgleich der bis zum 28. August 2020 aufgelaufenen Verluste der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft verwendet. Durch diese Maßnahme hat sich zwar die Zusammensetzung, nicht jedoch die absolute Höhe des Eigenkapitals verändert. Das bilanzielle Eigenkapital liegt bei 10,65 Mio. EUR (Vorjahr: 8,83 Mio. EUR). Es hat sich in Höhe des Konzern-Jahresüberschusses in Höhe 2,03 Mio. EUR erhöht und um die Ausschüttung in Höhe von 0,18 Mio. EUR sowie der Anpassung des Konsoldierungskreises in Höhe von 0,03 Mio. EUR vermindert. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2022 bei 25,69 % (Vorjahr: 20,99 %) der Bilanzsumme. Für Prozessrisiken sind weiterhin 0,50 Mio. EUR Rückstellungen gebildet, davon 0,40 Mio. EUR für Rückforderungsansprüche des Insolvenzverwalters der ehemaligen Tochtergesellschaft der Sparte Armaturenhandel. Das Landgericht Wuppertal hat in dieser Sache im April 2023 ein Urteil gefällt, gegen das jedoch noch Berufung eingelegt werden kann. Die sich aus diesem Urteil ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind durch die Rückstellung abgedeckt. Es sind ausreichende kurzfristig verfügbare Kontokorrentlinien vorhanden, um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns zu erfüllen. Der absehbare Abbau der Lagerbestände wird, auch unter Berücksichtigung möglicher Preissteigerungen, für eine Verbesserung der liquiden Mittel sorgen. Dabei hat es sich als richtig erwiesen, in der Lockdown Phase die Lagerbestände aufzubauen und so die Lieferfähigkeit sicherzustellen. Der Finanzmittelfonds in der Konzern- Kapitalflussrechnung, definiert als liquide Mittel abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, hat sich stichtags- und strategiebedingt um 11,13 Mio. EUR auf -2,70 Mio. EUR reduziert (Vorjahr +8,43 Mio. EUR). Die Verminderung betrifft mit 10,35 Mio. EUR den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Die Minderung ist überwiegend zurückzuführen auf die Zunahme des Handelswarenbestandes einschließlich dem Konzern zuzuordnender schwimmender Ware sowie den stichtagsbedingten Abbau der Lieferantenverbindlichkeiten. Der Investitionssaldo beträgt in 2022 0,06 Mio. EUR (Vorjahr -0,21 Mio. EUR). Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich von -1,17 Mio. EUR auf -0,84 Mio. EUR verbessert. Die Verbesserung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die geringere Dividendenzahlung sowie den Erwerb eigener Aktien mit 0,19 Mio. EUR in 2021. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden Konzernumsatz, der erzielte Umsatz je Mitarbeiter und der Konzern-Jahresüberschuss sowie die Steuerung des Working Capital identifiziert. Angaben hierzu sind weiter oben bereits ausgeführt. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Entwicklung der Mitarbeiter identifiziert. Gesamtaussage Die Konzernleitung beurteilt die operative Geschäftsentwicklung des Jahres 2022 als nicht zufriedenstellend und sieht hierbei die Gründe insbesondere in dem in 2022 gestörten Konsumentenverhalten, verursacht durch den Ukrainekonflikt mit den Folgen von hohen Inflationsraten, Existenzängsten und Unsicherheiten in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der Haushalte. III. Prognosebericht Der Konzernumsatz wird zurzeit ausschließlich von der Entwicklung der Werkzeugsparte bestimmt. Für 2023 erwarten die Wirtschaftsinstitute für Deutschland eine leicht rückläufige Entwicklung um ca. 0,4 % des Bruttoinlandproduktes. Die Inflation wird weiterhin über der 2 % Marke bleiben. Es wird aber mit einer nachlassenden Inflationsrate gerechnet mit einem Prognosespektrum von 5,4 bis 6,6 %. Anzeichen für eine Lohn-Preisspirale zeichnet sich laut Einschätzung der Gemeinschaftsdiagnose und des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Stand April 2023 nicht ab. Der deutsche Arbeitsmarkt ist im April 2023 weiterhin von einer hohen Nachfrage gekennzeichnet. Die europäische Wirtschaft wird 2023 wohl an einer Rezession vorbeikommen. Für 2023 rechnet die europäische Kommission mit einer Wachstumsrate von 1 %. Die Konsumstimmung in Deutschland liegt laut dem Marktforschungsinstitut GfK weiter auf niedrigem Niveau. Der GFK-Konsumklima-Index lag im Mai 2023 bei einen Indexwert von -25,8 Punkten. Für Juni prognostiziert die GfK für das Konsumklima einen Wert von -24,2 Punkten und damit insgesamt eine leichte Verbesserung bei der Stimmung der Konsumentinnen und Konsumenten. Nach rückläufigen ersten zwei Monaten hat sich für März und April 2023 eine positive Umsatzentwicklung abgezeichnet. Die Frachtraten haben sich auf das Niveau vor Corona und teilweise sogar darunter entwickelt. Auch im Auftragseingang zeichnet sich ein positives Bild ab. Speziell im Online-Kundengeschäft gibt es wieder positive Signale. Der Umsatz des Werkzeughandels beläuft sich im ersten Quartal 2023 auf ca. 6,2 Mio. EUR und liegt damit um 29 % unter dem Umsatz des ersten Quartals 2022 (8,7 Mio. EUR). Der Umsatz der Brüder Mannesmann e-Commerce beträgt dabei 139 TEUR. Damit wurde in diesem Bereich bereits in den ersten drei Monaten fast der gesamte Vorjahresumsatz übertroffen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2022 betrug 6,11 Mio. EUR nach 4,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Auftragseingang des 1. Quartals 2023 verzeichnet 9,5 Mio. EUR und liegt damit leicht über Vorjahresniveau (9,4 Mio. EUR). Angesichts der positiven Signale rechnen wir, trotz der rückläufigen Zahlen im 1. Quartal 2023, für das Gesamtjahr 2023 mit einem leichten Umsatzzuwachs im Vergleich zu 2022. Insgesamt sehen wir das Geschäftsjahr 2023 noch als schwierig an. Die Verunsicherung aus dem fortgeführten Ukrainekonflikt sowie die Unsicherheit im Konsumentenverhalten lässt uns einen Konzernjahresüberschuss in Höhe von etwa einer halben Million Euro erwarten. Eine spürbare Ergebnisverbesserung sehen wir erst wieder in den Folgejahren. IV. Chancen- und Risikobericht Die Werkzeugsparte hat durch ihr ausgeprägt gutes Auftreten am Markt und die konsequente Weiterbildung des Brand Buildings weiterhin gute Chancen für die Generierung ihres Geschäftes. Chancen ergeben sich für uns, Markttrends wie etwa die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten durch die langjährige enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten frühzeitig zu erkennen und produkttechnisch zeitnah umzusetzen. Die zunehmende Verlagerung auf den Vertriebskanal Onlinehandel kann zwar Risiken bergen etwa in Form von Preistransparenz und einen verstärkten Konkurrenzkampf durch intelligente Algorithmen. Für die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH ergeben sich aber auch Chancen. Der Online B2B-und B2C-Store wird weiter ausgebaut und erlaubt bestehenden Kunden, aber auch Neukunden vereinfachte Bestellmöglichkeiten sowie die komplette Übersicht über die Brüder Mannesmann-Produktwelt. Lieferungen FOB (Free on Board) im Onlinehandel verkürzen die Lieferzeit und erlauben es, ganze Containerladungen noch im Ursprungsland dem Käufer zu übertragen. Über die eigene online Plattform "Brüder Mannesmann e-Commerce", auf der wir länderspezifisch die auf unsere Marke fokussierte Verkaufsplattform darstellen und dabei auch die Logistik in vollem Umfang übernehmen, sind wir überzeugt, weitere Käuferschichten gewinnen zu können. Derzeit sind wir im Aufbau der Plattform und wollen noch im Geschäftsjahr 2023 in ausgewählten Ländern der EU an den Start gehen. Haupteinkaufsregion ist nach wie vor Fernost und hier insbesondere China und Taiwan. Die dortige Preisentwicklung ist tendenziell steigend. Risiken bestehen darin, dass wir diese Kostensteigerungen nicht immer in voller Höhe weiterbelasten können. In der Einkaufsregion ist die Handelswährung der US-Dollar, woraus Währungsrisiken resultieren, denen wir bei Bedarf durch Einsatz von Kurssicherungsgeschäften begegnen. Risiken können sich auch aus den zunehmenden Spannungen im China-Taiwan-Konflikt ergeben mit der Folge eingeschränkter oder gestörter Lieferketten. Dank unserer Strategie, ein ausreichend großes Lager an unserem Firmensitz vorzuhalten, um schnell zu beliefernde Nachfragen ausführen zu können, sind wir auch gegen ähnliche Krisenentwicklungen in der Zukunft gewappnet. Trotzdem besteht das Risiko, dass bei einzelnen Artikeln auch einmal Lieferengpässe auftreten können. Liquiditätsrisiken können sich ergeben, wenn die geplanten Umsatzerlöse nicht realisiert werden können und aufgrund von Preissteigerungen oder politischer Spannungen ein Abbau des Lagerbestands nicht möglich ist. Risiken können sich auch aus der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2020 ergeben, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Absehbaren Risiken wurde durch die Bildung einer Rückstellung in Höhe von 0,15 Mio. EUR Rechnung getragen. Möglichen Restrisiken aus dem Verkauf der Armaturensparte ist durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR Rechnung getragen. Eine erstinstanzliche Entscheidung ist zwar für die AG günstig ausgefallen, es ist jedoch damit zu rechnen, dass der Verfahrensgegner in Berufung geht. Die Konzernleitung geht davon aus, dass den geschäftsbedingt vorhandenen Risiken in angemessener Weise begegnet werden kann und dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. V. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zum Zwecke der Kalkulierbarkeit von Schwankungen des Wechselkurses von Fremdwährungen werden bei Bedarf Devisenderivate genutzt. Forderungsausfälle sind selten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken wird ein effizientes Forderungsmanagement betrieben. Zudem werden neue Geschäftsbeziehungen bonitätsgeprüft und es besteht eine Warenkreditversicherung. Auslandslieferungen werden soweit möglich ebenfalls ausfallversichert. Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Im kurzfristigen Bereich erfolgt die Finanzierung über Bankkreditlinien. Langfristig bestehen festgeschriebene Darlehen.
Remscheid, den 14. Juni 2023 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Moritz Schafstein, Vorstand Konzernabschluss Konzern-BilanzAktiva scrollen
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KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1. Allgemeine Angaben Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in 42859 Remscheid, Lempstraße 24, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter der Handelsregisternummer HRB 11838 eingetragen. 2. Gesetzliche Grundlagen Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB angewandt. Seit 2012 ist die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 9.900 TEUR (Vorjahr: 9.900 TEUR) und ist in 4.500.000 (Vorjahr: 4.500.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,20 EUR je Aktie unterteilt. Der Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft beträgt 115.069 Stück (Vorjahr: 115.069 Stück). Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 253.151,80 EUR (Vorjahr: 253.151,80 EUR) und deren Anteil am Grundkapital 2,56 % (Vorjahr: 2,56 %). Der gesamte Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wurde im Jahr 2021 über einem Zeitraum von mehreren Monaten in 27 Käufen zu einem durchschnittlichen Ausführungskurs in Höhe von 1,65 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 189.307,45 EUR zuzüglich 1.733,71 EUR Nebenkosten aus Gründen der Kurspflege erworben. Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 ermächtigt, bis zum 27. August 2025 eigene Aktien einmalig oder mehrmalig in Teilen von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandel- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende neue Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 6.750.000,00 EUR zu gewähren. Mit Wirkung der Kapitalherabsetzung wurde § 5 Absatz 3 Satz 1 der Satzung (genehmigtes Kapital 2018) aktualisiert. Demnach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen um bis zu insgesamt 4.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Weiterhin wurde mit Wirksamwerden der Kapitalherabsetzung § 5 Absatz 4 Satz 1 der Satzung (bedingtes Kapital 2018) aktualisiert. Demnach ist das Grundkapital bis zum 31. August 2023 um bis zu 4.950.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. 4. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens (31.12.) aufgestellt. Abweichende Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen bestehen nicht. 5. Angaben zum Konsolidierungskreis scrollen
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Die Liquidation der CoCaCo Trading GmbH (in Liquidation) wurde am 15. Juni 2022 beendet und die Gesellschaft im Handelsregister gelöscht. Mit Datum vom 14. April 2022 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH als übertragender Gesellschaft und der CHRONOS Beteiligungen GmbH als aufnehmender Gesellschaft geschlossen. Die Gesellschafterversammlung der CHRONOS Beteiligungen GmbH vom 4. Juli 2022 beschloss mit der Änderung des Gesellschaftsvertrages die Erhöhung des Stammkapitals von 25 TEUR um 475 TEUR auf TEUR 500 zum Zwecke der Verschmelzung mit der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH sowie die Änderung der Firma von der CHRONOS Beteiligungen GmbH in die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH. Die CHRONOS Beteiligungen GmbH ist am 14. September 2022 als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 14. April 2022 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom 4. Juli 2022 mit der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH mit Sitz in Remscheid verschmolzen. Der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wurde als Gegenleistung für die Übertragung des Vermögens der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH ein neu geschaffener Geschäftsanteil an der CHRONOS Beteiligungen GmbH in Form der Kapitalerhöhung von 25 TEUR um 475 TEUR auf 500 TEUR gewährt. In Folge der Verschmelzung wurde das Geschäft der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH an die CHRONOS Beteiligungen GmbH übergeben. Der am 5. Juli 2022 geschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wurde zudem mit der Eintragung im Handelsregister am 5. Oktober 2022 wirksam. Die 2021 gegründeten Gesellschaften BRM USA Holding Inc., Atlanta/USA und BR Mannesmann LLC, Atlanta/USA haben im Geschäftsjahr noch keine aktive Geschäftstätigkeit entfaltet. 6. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Für die bis zur erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Buchwertmethode gewählt und danach beibehalten (Art. 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB). Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaft mit dem Buchwert der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge wurden hierbei nach der eventuellen Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ergebniswirksam abgeschrieben. Für die nach der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) neu konsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode angewandt. Die CHRONOS Beteiligungen GmbH wurde im Rahmen mit der in Teil A Ziffer 5 erläuterten Verschmelzung erstmalig in den Konsoliderungskreis aufgenommen und rückwirkend zum Erwerbszeitpunkt im Jahr 2007 mit der Buchwertmethode erstkonsolidiert. Ein entstandener Firmenwert wurde hierbei vollständig abgeschrieben. Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften eliminiert. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Bei der Aufstellung der Abschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Ansatz gebracht. 7. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung) Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss einheitlich ausgeübt. Der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden in Euro aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer angesetzt. Markenrechte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren, Bauten über einen Zeitraum von 8 bis 60 Jahren, Technische Anlagen über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Kapitalkonsolidierung und wurden über eine Nutzungsdauer von 15 bzw. 20 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten (nach der Durchschnittsmethode) unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In Abhängigkeit von Lagerdauer und Marktgängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie aufgrund von Verlustvorträgen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern nur berücksichtigt, sofern diese innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich genutzt werden können. Abweichend von der Bilanzierung im Konzernabschluss werden im Einzelabschluss der Konzernunternehmen entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Barwertmethode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes auf der Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre von 1,78 % ermittelt. Der Rententrend wurde mit unverändert 3,0 % bzw. 1,9 % (Vorjahr: 1,5 %) sowie 2,0 % angenommen. Der durchschnittliche Marktzins der letzten sieben Jahre beträgt 1,44 %. Der Unterschiedsbetrag zum 01.01.2010 aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wird in Anwendung der Übergangsvorschriften in Art. 67 Absatz 1 EGHGB zum großen Teil über 15 Jahre verteilt zugeführt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich zum vereinbarten Kurs bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Brüder Mannesmann Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) eingesetzt. Die genannten Instrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Grundgeschäfte unterlegt sind. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich für den US-Dollar (USD). Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr erfolgten keine Absicherungen durch derivative Finanzinstrumente. B. Erläuterungen zur Konzernbilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. Sonstige Ausleihungen in den Finanzanlagen in Höhe von 724 TEUR ergeben sich aus der Umwandlung von Mietforderungen in besicherte Darlehen, die mit der Verrechnung von künftigen Pensionszahlungen über eine Restlaufzeit von voraussichtlich 2 bis 8 Jahren getilgt und mit 5 % verzinst werden. Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind den sonstigen Vermögensgegenständen zuzurechnen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 0 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Forderungen an die Finanzbehörden, debitorische Kreditoren und übrige Forderungen. Ein mit Grundschulden besichertes Darlehen stand im Vorjahr mit 295 TEUR zu Buche und wird im Berichtsjahr unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. Vom Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände haben 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die im Konzernabschluss gebildeten latenten Steuern nach § 274 HGB werden mit den nach § 306 HGB zu bildenden latenten Steuern zusammengefasst. Die sich ergebende Steuerentlastung wird unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Der Ermittlung liegt ein kombinierter Steuersatz von 31,5% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zu Grunde. Die latenten Steuern beruhen am Bilanzstichtag auf folgenden Differenzen: scrollen
Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 3 verwiesen. Der rechnerische Wert der in 2021 erworbenen eigenen Anteile von (115.069 Aktien x rechnerischer Wert von 2,20 EUR je Stückaktie = 253.151,80 EUR) wurde in der Bilanz gemäß § 272 Absatz 1a HGB in der Vorspalte offen von dem Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Da der Kaufpreis um 63.844,35 EUR unter dem rechnerischen Wert lag, hat dieser Betrag die anderen Gewinnrücklagen erhöht. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Verlustvortrag aus dem Vorjahr beträgt 3.891 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden 175 TEUR an Dividenden ausgeschüttet. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurden 633 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 01.01.2010 erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zur bisherigen Bewertung in Höhe von 1.820 TEUR wird in Anwendung der Übergangsvorschriften über 15 Jahre verteilt den Rückstellungen zugeführt. Aufgrund des Wahlrechtes in Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Jahr 2022 weitere 121 TEUR zugeführt. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2022 beträgt 92 TEUR. Die reguläre Zuführung der Pensionsrückstellungen des Jahres 2022 von 663 TEUR (Vorjahr; 179 TEUR) wird aufgeteilt in Personalaufwand von 226 TEUR (Vorjahr: -848 TEUR), Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungsbetrages in Höhe von 286 TEUR (Vorjahr: 346 TEUR) sowie der Zuführung aufgrund der Rechnungszinsänderung in Höhe von 151 TEUR (Vorjahr: 681 TEUR). Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Basis des Zinssatzes der letzten zehn Jahre (1,78 %) ermittelt. Die Pensionsrückstellungen auf der Basis des Zinssatzes der letzten sieben Jahre (1,44 %) liegen um 595 TEUR (Vorjahr: 894 TEUR) höher. Die Steuerrückstellungen beinhalten 16 TEUR für erwartete Steuern vom Einkommen und Ertrag auf das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 sowie 1.522 TEUR für Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Retouren, Personalaufwendungen (Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft), interne und externe Jahresabschlusskosten, Instandhaltungen, Prozesskosten, Rücknahmeverpflichtungen, Zinsen auf Steuern und Liefer- und Leistungsverpflichtungen sowie eine Rückstellung in Höhe von unverändert 500 TEUR für Risiken aus vom Sachwalter der Schwietzke Armaturen GmbH gerichtlich geltend gemachten Zahlungsansprüchen (einschließlich Prozesskosten). Das Landgericht Wuppertal hat in dieser Sache im April 2023 ein Urteil gefällt, gegen das jedoch noch Berufung eingelegt werden kann. Die sich aus diesem Urteil ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind durch die Rückstellung abgedeckt. Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Außenumsätze des Konzerns nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt auf: scrollen
Die Außenumsätze des Konzerns nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf: scrollen
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen resultieren 8 TEUR (Vorjahr: 2 TEUR) aus dem Abgang von Sachanlagen und 117 TEUR (Vorjahr: 324 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Kursgewinnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen, Aufwendungen für Reisen, Bewirtung und Repräsentation, Abschreibungen und Wertberichtigungen, Fremdleistungen, Beratung, Rechtsschutz, Miet- und Leasingaufwendungen, Aufwendungen für Versicherungen, Telekommunikation, Instandhaltung, Reinigung, Entsorgung sowie periodenfremde Aufwendungen. Sie beinhalten 16 TEUR (Vorjahr: 29 TEUR) Abschreibungen auf Forderungen und Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen, 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Kursverlusten sowie 121 TEUR (Vorjahr: 121 TEUR) Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 438 TEUR (Vorjahr: 1.027 TEUR) aus der Aufzinsung von Rückstellungen und 39 TEUR Zinsen auf Steuern für Vorjahre enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten 16 TEUR (Vorjahr: 800 TEUR) Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr und 2.534 TEUR Erträge aus latenten Steuern. Von den Erträgen aus latenten Steuern entfallen 2.331 TEUR auf die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge. D. Erläuterungen zur . Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds (-2.699 TEUR, Vorjahr: 8.434 TEUR) umfasst die in der Bilanz unter der Position B. III. ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 410 TEUR (Vorjahr: 8.457 TEUR) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 3.109 TEUR (Vorjahr: 23 TEUR). E. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 382 TEUR, davon sind 165 TEUR in 2023 fällig. Die Geschäfte haben den Zweck, die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Vermögensgegenstände für einen überschaubaren Zeitraum anzumieten, ohne finanzielle Mittel in größerem Umfang zu binden. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr rd. 65 Personen (Vorjahr: 64), davon 25 Personen (Vorjahr: 25) im gewerblichen Bereich. Darüber hinaus wurden drei Auszubildende (Vorjahr: 4) beschäftigt. 3. Gesellschaftsorgane Der Vorstand der Muttergesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr wird gemäß § 314 Absatz 3 HGB i. V. m. § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 90 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR). Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 12.737 TEUR (Vorjahr: 12.218 TEUR) abzüglich der noch nicht verteilten Beträge aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von 53 TEUR (Vorjahr: 128 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 868 TEUR (Vorjahr. 844 TEUR) Pensionsbezüge gewährt. 4. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Gesellschaften wurden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Anhangs und des Lageberichtes (soweit gesetzlich erforderlich) sowie die Offenlegung in Anspruch genommen: scrollen
5. Honorar des Abschlussprüfers Als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Jahr 2022 für die Abschlussprüfungen 45 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR) erfasst. 6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht eingesetzt und bestanden auch am Bilanzstichtag nicht. 7. Nachtragsbericht Herr Frank Schafstein schied auf eigenen Wunsch zum Ablauf des 31. März 2023 aus dem Vorstand der Brüder Mannesmann AG und als Geschäftsführer der Tochtergesellschaften der Brüder Mannesmann AG aus. Herr Moritz Schafstein wurde mit Wirkung zum 1. April 2023 zum Vorstand der Brüder Mannesmann AG bestellt. Er übernahm auch die Geschäftsführung der weiteren Tochtergesellschaften der Brüder Mannesmann AG als Nachfolger des Herrn Frank Schafstein. 8. Vorschlag über die Verwendung des Ergebnisses des MutterunternehmensDer Vorstand hat im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 633.287,45 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und schlägt vor, den restlichen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 4.602,76 EUR ebenfalls in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Remscheid, den 14. Juni 2023 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Moritz Schafstein, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend werden wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu abgeben. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen - sobald sie verfügbar sind - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 14. Juni 2023 W
U B Audit GmbH
Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer Jahresabschluss AG-BilanzAktiva scrollen
Passiva scrollen
AG-Gewinn- und Verlustrechnungscrollen
AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegelscrollen
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AG-AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1. Allgemeine Angaben Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in 42859 Remscheid, Lempstraße 24, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter der Handelsregisternummer HRB 11838 eingetragen. 2. Gesetzliche Grundlagen Der Jahresabschluss wurde weitestgehend nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Seit 2012 ist die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 9.900 TEUR (Vorjahr: 9.900 TEUR) und ist in 4.500.000 (Vorjahr: 4.500.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,20 EUR je Aktie unterteilt. Der Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft beträgt 115.069 Stück (Vorjahr: 115.069 Stück). Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 253.151,80 EUR (Vorjahr: 253.151,80 EUR) und deren Anteil am Grundkapital 2,56 % (Vorjahr: 2,56 %). Der gesamte Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wurde in 2021 über einem Zeitraum von mehreren Monaten in 27 Käufen zu einem durchschnittlichen Ausführungskurs in Höhe von 1,65 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 189.307,45 EUR zuzüglich 1.733,71 EUR Nebenkosten aus Gründen der Kurspflege erworben. Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 ermächtigt, bis zum 27. August 2025 eigene Aktien einmalig oder mehrmalig in Teilen von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandel- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende neue Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 6.750.000,00 EUR zu gewähren. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 in Verbindung mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 über die Anpassung von § 5 Absatz 4 Satz 1 der Satzung wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.950.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2018 bis zum 30. August 2023 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 in Verbindung mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 über die Anpassung von § 5 der Satzung wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen um bis zu insgesamt 4.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- . und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung sind gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigen Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Der niedrigere beizulegende Wert wurde nach der Dicounted Cashflow-Methode aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die künftigen Cashflows bzw. den Kapitalisierungszinsfuß und damit auf den niedrigeren beizulegenden Wert auswirken können. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert vom Bilanzstichtag angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Barwertmethode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes auf der Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre von 1,78 % ermittelt. Bei der Berechnung wurden erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt. Der durchschnittliche Marktzins der letzten sieben Jahre beträgt 1,44 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittzinssatzes beträgt zum Bilanzstichtag 140 TEUR (Vorjahr: 228 TEUR). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 HGB. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. C. Angaben zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. In der nachfolgenden Aufstellung werden Unternehmen aufgelistet, an denen die Brüder Mannesmann AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. scrollen
Die Liquidation der CoCaCo Trading GmbH (in Liquidation) wurde am 15. Juni 2022 beendet und die Gesellschaft im Handelsregister gelöscht. Mit Datum vom 14. April 2022 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH als übertragender Gesellschaft und der CHRONOS Beteiligungen GmbH als aufnehmender Gesellschaft geschlossen. Die Gesellschafterversammlung der CHRONOS Beteiligungen GmbH vom 4. Juli 2022 beschloss mit der Änderung des Gesellschaftsvertrages die Erhöhung des Stammkapitals von 25 TEUR um 475 TEUR auf 500 TEUR zum Zwecke der Verschmelzung mit der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH sowie die Änderung der Firma von der CHRONOS Beteiligungen GmbH in die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH. Die CHRONOS Beteiligungen GmbH ist am 14. September 2022 als übernehmender Rechtsträger nach Maßgabe des Verschmelzungsvertrages vom 14. April 2022 sowie der Zustimmungsbeschlüsse der Gesellschafterversammlungen vom 4. Juli 2022 mit der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH mit Sitz in Remscheid verschmolzen. Der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wurde als Gegenleistung für die Übertragung des Vermögens der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH ein neu geschaffener Geschäftsanteil an der CHRONOS Beteiligungen GmbH in Form der Kapitalerhöhung von 25 TEUR um 475 TEUR auf 500 TEUR gewährt. In Folge der Verschmelzung wurde das Geschäft der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH an die CHRONOS Beteiligungen GmbH übergeben. Der am 5. Juli 2022 geschlossene Ergebnisabführungsvertrag mit der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft wurde zudem mit der Eintragung im Handelsregister am 5. Oktober 2022 wirksam. Die vormalige CHRONOS Beteiligungen GmbH verfügte über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rd. 40,3 Mio. EUR sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rd. 9,7 Mio. EUR, die mit Überschüssen aus dem Werkzeughandel verrechnet werden. Der in den Vorjahren abgeschriebene Beteiligungsbuchwert wurde daher bis zu seinen ursprünglichen Anschaffungskosten um 1.439 TEUR auf 1.504 TEUR wertaufgeholt. Die 2021 gegründeten Gesellschaften BRM USA Holding Inc., Atlanta/USA und BR Mannesmann LLC, Atlanta/USA haben im Geschäftsjahr noch keine aktive Geschäftstätigkeit entfaltet. Sonstige Ausleihungen in den Finanzanlagen in Höhe von 426 TEUR ergeben sich aus der Umwandlung von Mietforderungen in ein besichertes Darlehen, das mit der Verrechnung von künftigen Pensionszahlungen über eine Restlaufzeit von voraussichtlich 8 Jahren getilgt und mit 5 % verzinst wird. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen. Die Forderungen sind mit 474 TEUR (Vorjahr: 469 TEUR) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 4.216 TEUR (Vorjahr: 5.020 TEUR) den Sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche und Sonstige Forderungen. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen führen zu aktiven latenten Steuern, für die gemäß § 274 HGB ein Aktivierungswahlrecht besteht, das nicht in Anspruch genommen wird. Der Ermittlung liegt ein kombinierter Steuersatz von 31,5% für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zu Grunde. Zum Eigenkapital wird auf Teil A. Ziffer 3 verwiesen. Der rechnerische Wert der in 2021 erworbenen eigenen Anteile von (115.069 Aktien x rechnerischer Wert von 2,20 EUR je Stückaktie = 253.151,80 EUR) wurde in der Bilanz gemäß § 272 Absatz 1a HGB in der Vorspalte offen von dem Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Da der Kaufpreis um 63.844,35 EUR unter dem rechnerischen Wert lag, hat dieser Betrag die anderen Gewinnrücklagen erhöht. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr beträgt 5 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR). Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres wurden 663 TEUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die reguläre Auflösung der Pensionsrückstellungen des Jahres 2022 von -58 TEUR (Vorjahr: Zuführung 96 TEUR) wird aufgeteilt in Personalaufwand von -170 TEUR (Vorjahr: -170 TEUR), Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungsbetrages in Höhe von 76 TEUR (Vorjahr: 91 TEUR) sowie der Zuführung aufgrund der Rechnungszinsänderung in Höhe von 36 TEUR (Vorjahr: 175 TEUR). Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und Ertrag für Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen betreffen in Höhe von 500 TEUR Risiken aus vom Sachwalter der Schwietzke Armaturen GmbH gerichtlich geltend gemachten Zahlungsansprüchen (einschließlich Prozesskosten). Das Landgericht Wuppertal hat in dieser Sache im April 2023 ein Urteil gefällt, gegen das jedoch noch Berufung eingelegt werden kann. Die sich aus diesem Urteil ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind durch die Rückstellung abgedeckt. Weitere sonstige Rückstellungen betreffen Zinsen auf Steuern, die voraussichtlichen Kosten für die handelsrechtlichen Abschlussprüfungen, ausstehende Rechnungen, interne Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, Mitwirkungspflicht für Betriebsprüfungen, Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft mit Beträgen von jeweils unter 100 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verrechnungskonten gegenüber Tochtergesellschaften (Vorlagen). Sie sind den Sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Körperschaftsteuer für das Jahr 2020, Lohnsteuer sowie Gehaltsabrechnungen. Bezüglich der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften von 1.500 TEUR (Vorjahr: 1.500 TEUR) gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Für ein verbundenes Unternehmen wurde eine Patronatserklärung abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen die Konzernumlagen und sonstige Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen. Die Sonstigen Erträge betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastung von Kosten sowie die Wertaufholung der Beteiligung an der vormaligen CHRONOS Beteiligungen GmbH, nachdem die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH auf die CHRONOS Beteiligungen GmbH verschmolzen wurde und somit körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rd. 40,3 Mio. EUR sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von rd. 9,7 Mio. EUR künftig mit Überschüssen aus dem Werkzeughandel verrechnet werden können sowie die Weiterbelastung von Kosten. Die Erträge aus der Wertaufholung (Zuschreibung) der Anteile an dem verbundenen Unternehmen stellen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verwaltungskosten, allgemeine Betriebsaufwendungen, Werbe- und Reisekosten und Sonstiges. Sie beinhalten 0 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) Abschreibungen auf Forderungen und Darlehen und Prozesskosten sowie 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus Kursverlusten. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen den für 2022 übernommenen Gewinn eines verbundenen Unternehmens im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die Gewinnabführung war in analoger Anwendung des § 58d Absatz 2 Satz 1 GmbHG auf 4 % des Stammkapitals der Tochtergesellschaft begrenzt. Die Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen von 19 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR), die Zinsanteile der Zuführungen zu der Rückstellung für Pensionen mit 112 TEUR (Vorjahr: 266 TEUR) und 39 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR) Zinsen auf Steuern für Vorjahre enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen den für 2022 übernommenen Verlust eines verbundenen Unternehmens im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 800 TEUR) das Geschäftsjahr und in Höhe von -45 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) Steuern für Vorjahre. Die Steuern für Vorjahre ergeben sich insbesondere aus Mindersteuern wegen Verlustrücktrag und Mehrsteuern für Risiken aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung. E. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 21 TEUR, davon sind 21 TEUR in 2023 fällig. Die Geschäfte haben den Zweck, die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Vermögensgegenstände für einen überschaubaren Zeitraum anzumieten, ohne finanzielle Mittel in größerem Umfang zu binden. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 7 Angestellte. 3. Gesellschaftsorgane Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 90 TEUR (Vorjahr: 90 TEUR). Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 4.002 TEUR (Vorjahr: 4.060 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 228 TEUR (Vorjahr: 221 TEUR) Pensionsbezüge gewährt. 4. Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers für das Jahr 2022 gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernanhang 2022 angegeben. 6. Nachtragsbericht Herr Frank Schafstein schied auf eigenem Wunsch zum Ablauf des 31. März 2023 aus dem Vorstand der Brüder Mannesmann AG und als Geschäftsführer der Tochtergesellschaften der Brüder Mannesmann AG aus. Herr Moritz Schafstein wurde mit Wirkung zum 1. April 2023 zum Vorstand der Brüder Mannesmann AG bestellt. Er übernahm auch die Geschäftsführung der weiteren Tochtergesellschaften der Brüder Mannesmann AG als Nachfolger von Frank Schafstein. 7 Vorschlag über die Verwendung des ErgebnissesDer Vorstand hat im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses den Jahresüberschuss 2022 in Höhe von 633.287,45 EUR in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und schlägt vor, den restlichen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 4.602,76 EUR ebenfalls in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Remscheid, den 14. Juni 2023 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Moritz Schafstein, Vorstand Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend werden wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu abgeben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen - sobald sie verfügbar sind - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 14. Juni 2023 W
U B Audit GmbH
Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Lempstraße 24 42859 Remscheid Telefon: 02191-93707-0 Telefax: 02191-93707-17 E-Mail: kontakt@bmag.de Internet: www.bmag.de Mitteilung über die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2022 Die Hauptversammlung vom 11.08.2023 hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von Euro 4.602,76 in die Gewinnrücklagen einzustellen.
Remscheid, den 14. August 2023 Brüder Mannesmann AG |
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