![]() Brüder Mannesmann AktiengesellschaftRemscheidJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Vorwort des Vorstandes Bericht des Aufsichtsrates Organigramm der Brüder Mannesmann AG Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel Konzern-Eigenkapitalspiegel Konzernanhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Jahresabschluss AG-Bilanz AG-Gewinn- und Verlustrechnung AG-Anlagevermögen und Verbindlichkeitenspiegel AG-Anhang Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Vorwort des Vorstandes Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, werte Geschäftspartner und Mitarbeiter, das Geschäftsjahr 2023 stellte die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft und ihre Tochtergesellschaften vor erhebliche Herausforderungen. In dem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld, welches unser Unternehmen nicht unberührt ließ, haben wir Maßnahmen ergriffen, um unsere Position zu stärken und uns für die Zukunft optimal aufzustellen. Wir legen Ihnen hiermit den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Jahr 2023 vor, die sowohl die Herausforderungen als auch die ersten Schritte auf unserem Weg zu einer positiven Entwicklung im kommenden Jahr widerspiegeln. Unsere wirtschaftliche Leistung war beeinträchtigt durch mehrere Faktoren, darunter die anhaltend hohe Inflation, steigende Energiepreise und ein insgesamt schwaches Konsumverhalten in den für uns wichtigen Märkten. Die deutschen privaten Konsumausgaben sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, was auch unsere Umsätze negativ beeinflusste. Besonders betroffen war der Verkauf langlebiger Konsumgüter, wie Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte aber auch Produkte der DIY-Branche, deren Nachfrage deutlich zurückging. Trotz dieser Rückschläge haben wir jedoch schon heute durch gezielte Maßnahmen die Grundlagen für eine nachhaltige Verbesserung gelegt. Unser Konzern musste einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,92 Mio. EUR hinnehmen, nachdem im Vorjahr noch ein Überschuss von 2,03 Mio. EUR erzielt wurde. Das Betriebsergebnis sank von einem Plus von 0,12 Mio. EUR im Jahr 2022 auf -0,63 Mio. EUR im Jahr 2023. Die Konsolidierung der Verluste, insbesondere in unserer Werkzeugsparte, verdeutlicht die schwierige Lage, in der wir uns befinden. Die Verluste in der Werkzeugsparte entstanden hauptsächlich durch unsere Tochtergesellschaften der Brüder Mannesmann e-Commerce GmbH und der Brüder Mannesmann Niederlande BV. Bei der Brüder Mannesmann e-commerce GmbH handelt es sich um Anlaufverluste und wir erwarten, dass sich diese bereits ab 2024 durch entsprechende Umsätze abbauen werden. Wir sind zuversichtlich, dass die ergriffenen Maßnahmen bereits im Jahr 2024 zu einer Verbesserung führen werden. Die Reduzierung des Personalaufwands um 760 TEUR zeigt, dass unsere Kostensenkungsstrategien greifen. Besonders erfreulich ist die verbesserte Auftragslage der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH für 2024, die uns optimistisch in die Zukunft blicken lässt hinsichtlich eines möglichen konjunkturellen Aufschwungs in Europa. Auch die Brüder Mannesmann e-Commerce GmbH wird durch weitere Kostenreduzierungen und den Eintritt in neue Märkte eine bedeutende Rolle in unserer Wachstumsstrategie spielen. Für das Jahr 2024 ist es dennoch schwierig eine genaue Prognose abzugeben hinsichtlich unseres zu erwartenden Ergebnisses. Die ersten Anzeichen für eine Erholung sind zwar bereits erkennbar, und wir gehen davon aus, dass sich die positive Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen wird. Dennoch sind die seit Anfang 2024 stark angestiegenen Frachtraten / Containerkosten und die gesunkenen Roherträge ein enormes wirtschaftliches Hindernis. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern und neue Chancen nutzen werden sowie unsere Profitabilität wieder steigern werden, um die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft mit ihren Tochtergesellschaften wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Unser Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die auch in diesen schwierigen Zeiten mit ihrem Engagement und ihrer Loyalität einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Ihr Einsatz und ihre Innovationskraft sind entscheidend für unsere zukünftige Erholung und unser langfristiges Wachstum. Wir sind stolz auf unser Team und überzeugt, dass wir gemeinsam die kommenden Herausforderungen meistern werden. Wir danken auch unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen und ihre Geduld. Es ist unser Ziel, gestärkt aus dieser schwierigen Phase hervorzugehen und langfristig wieder positive Ergebnisse zu erzielen, die es uns auch wieder ermöglichen, eine Dividende auszuzahlen.
Remscheid, den 12. Juni 2024 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Moritz Schafstein Bericht des AufsichtsratesSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre! das Jahr 2023 hat uns alle wieder vor Herausforderungen gestellt. Krisen sorgten auch in 2023 für Verunsicherungen, bremsten bei immer noch erhöhten Inflationsraten und Zinswirren die Konsumlaune auf unseren Märkten. Auch das hervorragende Engagement von Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnte nicht verhindern, dass wir in Geschäfstjahr 2023 einen Verlust ausweisen mussten. Dieses anhaltende Engagement lässt uns als Aufsichtsrat aber positiv in die Zukunft blicken. Der Aufsichtsrat möchte sich persönlich bei Vorstand und allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für dieses Engagement bedanken. Um seiner durch Gesetz und Satzung festgelegten Kontroll- und Beratungsfunktionen gerecht zu werden, trat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2023 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm obliegenden Aufgaben stets mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und begleitete die strategischen Entscheidungen sowie wesentliche Einzelmaßnahmen der AG beratend. Dabei wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig sowohl schriftlich wie auch mündlich frühzeitig und umfänglich über alle für die Gesellschaft und die Gruppe relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung - insbesondere die Entwicklung der Finanz- und Liquiditätssituation, der Rentabilität sowie des operativen Geschäftsverlaufes -, der Risikolage sowie der Risikoentwicklung unterrichtet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für den Konzern bedeutsamen Geschäftsvorgänge intensiv erörtert und überprüft. Der Aufsichtsrat konnte sich dabei von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Vorstandsarbeit überzeugen. Es bestanden keine Interessenkonflikte von Vorstand- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich hätten offen gelegt und über die die Hauptversammlung hätte informiert werden müssen. Die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrates hat sich im Geschäftsjahr 2023 nicht verändert. Mit Wirkung zum 31. März 2023 legte Herr Frank Schafstein sein Vorstandsamt nieder. Mit Wirkung vom 1. April 2023 übernahm Herr Moritz Schafstein das Vorstandsamt. Sitzungen des Aufsichtsrates Im Jahr 2023 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Der Vorstand hat an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. scrollen
Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Die von der Hauptversammlung am 11. August 2023 zum Prüfer des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 sowie des Konzernabschlusses zum 31.12.2023 und des Konzernlageberichtes für das Geschäftsjahres 2023 der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft gewählte WUB Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023, die nach den Regeln des HGB aufgestellt wurden, erhielten ebenfalls einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der WUB Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte für das Geschäftsjahr 2023 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats am 12. Juni 2024 umfassend diskutiert. Der Abschlussprüfer berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Er informierte ferner über seine Feststellungen zum internen Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess sowie das Risikofrüherkennungssystem und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2023, den Konzernabschluss 2023 und den Konzernlagebericht 2023 sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns seinerseits geprüft und keine Einwendungen erhoben. Jahres- und Konzernabschluss wurden gebilligt. Damit ist der vom Vorstand der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft aufgestellte Jahresabschluss gemäß § 172 AktG festgestellt.
Remscheid, den 12. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Prof. Dr. Michael Nelles, Vorsitzender Organigramm der Brüder Mannesmann AG zum 31. Dezember 2023 ![]() Konzernlageberichtder Brüder Mannesmann AktiengesellschaftI. Grundlagen des Konzerns Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft ist eine Holdinggesellschaft für operativ tätige Tochtergesellschaften. Derzeit konzentriert sich die operative Tätigkeit auf die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH. Die Tochtergesellschaft Brüder Mannesmann Grundbesitz GmbH ist ausschließlich als Vermietungsgesellschaft des vorhandenen Grundbesitzes in Remscheid tätig. Die Vermietung erfolgt überwiegend an die Werkzeugsparte und die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft sowie an fremde Mieter zu Wohn- und gewerblichen Zwecken. II. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Maßgebend für die Entwicklung unseres Konzerns ist die Entwicklung des Konsumverhaltens, insbesondere in Deutschland und im europäischen Ausland. Für das gesamte Jahr 2023 ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Die privaten Konsumausgaben erholten sich nach dem starken Rückgang im Winterhalbjahr 2022/2023 im Laufe des Jahres 2023 nur wenig. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahr, lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Dabei stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Auch die Energiepreise waren, im Unterschied zur Entwicklung auf der Erzeugerebene, noch höher als im Vorjahr. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die stärkeren Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben jedoch nicht verhindern. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Das gilt insbesondere für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, für die im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (-4,5 %). Für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, deren Preise 2023 weiterhin hoch waren, sanken die preisbereinigten Ausgaben sogar noch stärker (-6,2 %). Zudem kauften die privaten Haushalte auch weniger kurzlebige Güter wie Bekleidung und Schuhe (-0,8 %). Für internationale Vergleiche können aktuell nur Prognosen herangezogen werden. Die Europäische Kommission erwartet in ihrer Herbstprognose für die 27 EU-Mitgliedstaaten sowie für die 20 Staaten der Eurozone einen Anstieg des preisbereinigten BIP um 0,6 %. Unter den vier größten EU-Mitgliedstaaten ist Deutschland das einzige Land mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Jahr 2023. Für Spanien (+2,4 %), Frankreich (+1,0 %) und Italien (+0,7 %) erwartet die Europäische Kommission dagegen teils deutliche Zuwächse gegenüber dem Jahr 2022. Einen noch stärkeren Rückgang des preisbereinigten BIP als in Deutschland prognostiziert die Europäische Kommission unter anderem für Österreich (-0,5 %), Schweden (-0,5 %) und Ungarn (-0,7 %). Das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in der EU ist nach dem Corona-Tief wieder etwas positiver gestimmt, allerdings beurteilen die Verbraucherinnen und Verbraucher die gesamtwirtschaftliche und eigene finanzielle Lage der kommenden 12 Monate seit Beginn des Krieges in der Ukraine vielerorts noch schlechter als zu Beginn der Pandemie. Wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V. (BHB) berichtet, stehen in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz nach dem Abschluss des dritten Jahresquartals aufgelaufene Minuszahlen zu Buche. Die nach wie vor hohe Inflation und Preisbelastung der Bürger, Zinswirren und besonders die Zurückhaltung der Menschen bei zahlreichen Bauprojekten (aufgrund der unkalkulierbaren Finanzierbarkeit) drücken auf die Umsätze. Die politische Achterbahnfahrt rund um das Heizungsgesetz verunsichert die Menschen zusätzlich - was sich auch in der Analyse der entsprechenden Warengruppen widerspiegelt. Nach neun Monaten im Jahr 2023 weisen die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland ein Minus von -2,7 % (auf gleicher Fläche von -3,0 %) aus, dies bei einem Umsatz von 16,55 Mrd. Euro. Das kurze Zwischenhoch aus dem 2. Quartal lässt sich nicht halten - zu deutlich drücken die äußeren Einflüsse auf die Konsumstimmung der Bürgerinnen und Bürger. Auch in Österreich müssen die DIY-Händler mit sinkenden Umsätzen kämpfen. Zum Dreivierteljahr stehen dort Umsätze von 2,39 Mrd. EUR zu Buche, was einem Rückgang von -2,3 % entspricht. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch in den Schweizer Branchenmärkten: Bei einem Gesamtumsatz von 2,72 Mrd. CHF sinken die Werte um -4,8 % (auf gleicher Fläche um -3,4 %). Die Arbeitslosenquote in Deutschland betrug 2023 durchschnittlich 5,7 %. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone bewegte sich im Durchschnitt um 6,5 % und hält sich damit auf dem Niveau von 2022. Diese gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen haben auch das Geschäftsjahr des Brüder Mannesmann Konzerns geprägt. Werkzeugsparte Die Werkzeugsparte verkauft in Deutschland und dem europäischen Ausland ein Vollsortiment an Hand- und Elektrowerkzeugen für Heimwerker- und Gartenbedarf, die überwiegend von Wirtschaftspartnern aus China und Taiwan importiert werden. Zusammen mit diesen Partnern setzen wir durch eine qualitätsgesicherte Auftragsfertigung eine flexible, umfangreiche und marktgerechte Programmgestaltung um. Die Brüder Mannesmann Werkzeugsparte ist konsequent qualitäts-, innovations- und nachhaltigkeitsorientiert und gilt als einer der führenden Anbieter. Insbesondere das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis ist ausschlaggebend für den Erfolg. In Verbindung mit einer konsequenten Serviceausrichtung hat Brüder Mannesmann als kompetenter und zuverlässiger Handelspartner in der Branche seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf. Zusammen mit unseren langjährigen, für die Sparte tätigen Produzenten entwickeln wir innovative Problemlösungen und attraktive, verkaufsfördernde Verpackungsdesigns. Wir beobachten laufend Trends und analysieren stetig das Verhalten der für uns relevanten Verbraucher. Darauf aufbauend entwickeln wir z.B. neue Werkzeugsets, themenbezogene Artikelzusammenstellungen und innovative Elektrowerkzeuge wie die Greenline-Serie, die neue auf dem Nachhaltigkeitsgedanken basierende ECOLINE-Serie und die Quantool-Serie für die professionelle Käuferschicht oder auch die one-for-all Akkus für unsere Elektrowerkzeuge. In unserer strategischen Ausrichtung streben wir ein organisches Umsatzwachstum in der Werkzeugbranche an. Zur Grundlage unseres langfristigen strategischen Rahmens gehören die Nachhaltigkeit durch energiesparende Produkte und eine rohstoffschonende Produktion sowie die Digitalisierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit im Onlinehandel. Ziel ist es auch, den Free Cashflow weiter zu steigern, um unser Wachstum auch finanziell abzusichern. Über unsere e-Commerce-Plattform zielen wir u.a. auf eine Erweiterung unserer Abnehmerpalette hin zu den weltweit größten Baumarktketten und damit auf eine signifikante Ausweitung unseres europäischen Auslandsgeschäftes. Geschäftsverlauf 2023 Die weiterhin dämpfenden Faktoren der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere die zurückhaltende Konsumnachfrage, haben sich auch 2023 belastend auf den Geschäftsverlauf der Werkzeugsparte ausgewirkt. Der Umsatz der Werkzeugsparte erreichte mit 24,56 Mio. EUR nach 24,92 Mio. EUR das Vorjahresniveau. ![]() Werkzeughandel: Umsatz nach Kundengruppen scrollen
![]() Werkzeughandel: Umsatz nach Regionen scrollen
![]() Werkzeughandel: Einkauf nach Regionen scrollen
![]() Der Warenbezug erfolgt wie in Vorjahren fast ausschließlich über chinesische und taiwanesische Partnerunternehmen, mit denen seit Jahren enge, verlässliche Lieferbeziehungen bestehen. Die Materialquote stieg um 7 % Punkte, der absolute Rohertrag ging um rd. 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 2,2 Mio. EUR) zurück. Werkzeughandel: Aufwand scrollen
Die Löhne und Gehälter sind um 720 TEUR oder 16,5 % gesunken. Der Rückgang ist überwiegend auf die gegenüber 2022 geringeren Aufwendungen für Altersversorgung und im Übrigen auf Personalmaßnahmen zurückzuführen, die sich aber erst in 2024 ganzjährig auswirken. Die Anzahl der aktiven Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und ohne Auszubildende) lag bei durchschnittlich 59 (Vorjahr 57). Der Umsatz je Mitarbeiter erreichte 0,42 Mio. EUR nach 0,44 Mio. EUR im Vorjahr. Die Werkzeugsparte hat einen Jahresfehlbetrag (vor Ergebnisübernahme) in Höhe von -0,08 Mio. EUR nach 0,40 Mio. EUR Jahresüberschuss im Vorjahr erwirtschaftet. Hiervon betrifft die E-Commerce ein Betrag von -0,30 Mio. EUR, die Brüder Mannesmann Werkzeuge erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 0,22 Mio. EUR. Geschäftsverlauf des Konzerns Insgesamt wurde 2023 ein Konzernumsatz von 24,63 Mio. EUR nach 24,97 Mio. EUR im Vorjahr erzielt, der so gut wie ausschließlich auf die Werkzeugsparte zurückzuführen ist. Konzern: Umsatz ![]() Konzern: Ergebnis scrollen
Der Konzernrohertrag lag bei 7,80 Mio. EUR (Vorjahr: 9,51 Mio. EUR). Das Betriebsergebnis beläuft sich in 2023 auf -0,63 Mio. EUR, im Vorjahr wurde ein Überschuss in Höhe von 0,12 Mio. EUR erwirtschaftet. Das negative Finanzergebnis ist überwiegend auf die bestehenden Darlehen zur Finanzierung des Grundvermögens zurückzuführen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Vorjahres sind wesentlich beeinflusst durch die Auswirkungen latenter Steuern auf Verlustvorträge, die im Konzernabschluss nach der Durchführung der Verschmelzung der Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH auf die CHRONOS Beteiligungen GmbH aktiviert sind, sofern diese als in den kommenden fünf Jahren voraussichtlich steuermindernd geltend gemacht werden können. Insgesamt sind körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von ursprünglich 39,3 Mio. EUR sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von ursprünglich 8,7 Mio. EUR im Rahmen der bisherigen Steuerveranlagungen anerkannt. Aus dem erstmaligen Ansatz der latenten Steuern im Vorjahr ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von 2,33 Mio. EUR, der wesentlich den Konzernjahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 beeinflusst hat. Im laufenden Geschäftsjahr wurde ein Konzern-Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,92 Mio. EUR erwirtschaftet nach einem Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von 2,03 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Geschäftsjahr 2023 -20 Cent je Aktie (Vorjahr 45 Cent je Aktie). In unserer Prognose des Vorjahres haben wir bei einem leichten Umsatzwachstum einen Konzernjahresüberschuss von etwa einer halben Million Euro prognostiziert, der insbesondere wegen des Rückgangs beim Konzernrohertrag nicht erreicht werden konnte. Konzern: Aufwand scrollen
Der Personalaufwand konnte deutlich um 760 TEUR reduziert werden, hiervon betreffen die Werkzeugsparte 720 TEUR und die AG 40 TEUR. Konzern: Mitarbeiter scrollen
Vermögens- und Finanzlage Die Konzernbilanzsumme ist von 41,46 Mio. EUR auf 38,15 Mio. EUR zum 31.12.2023 gesunken. Das Working Capital entwickelte sich von 20,62 Mio. EUR auf 18,20 Mio. EUR. Konzern: Working Capital scrollen
Maßgebend für die geringere Kapitalbindung ist der gezielte Abbau des Vorratsvermögens um 4,00 Mio. EUR. Das Vorratsvermögen umfasst zum 31.12.2023 noch 42,7 % der Bilanzsumme nach 48,9 % im Vorjahr. Damit wurde das Ziel, die in Zeiten der Lieferengpässe aufgebauten Vorratsbestände wieder abzubauen, erreicht. Die Kreditoren sind stichtagsbedingt um 1,97 Mio. EUR gestiegen. Die Kontokorrentinanspruchnahme des Vorjahres konnte um 2,43 Mio. EUR reduziert werden. Die geringere Kapitalbindung im Working Capital hat wesentlich zur Erhöhung des Finanzmittelfonds zum 31.12.2023 beigetragen. Das bilanzielle Eigenkapital liegt bei 9,70 Mio. EUR (Vorjahr: 10,65 Mio. EUR). Es hat sich in Höhe des Konzern-Jahresfehlbetrages von 0,92 Mio. EUR sowie den erhöhten Betrag an eigenen Aktien in Höhe von 0,03 Mio. EUR vermindert. Die Eigenkapitalquote liegt zum 31.12.2023 bei 25,44 % (Vorjahr 25,69 %) der Bilanzsumme. Für Prozessrisiken sind weiterhin 0,50 Mio. EUR Rückstellungen gebildet, davon 0,40 Mio. EUR für Rückforderungsansprüche des Insolvenzverwalters der ehemaligen Tochtergesellschaft der Sparte Armaturenhandel. Es sind ausreichende kurzfristig verfügbare Kontokorrentlinien vorhanden, um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen des Konzerns zu erfüllen. Der Finanzmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung, definiert als liquide Mittel abzüglich jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, hat sich von -2,70 Mio. EUR um 3,48 Mio. EUR auf 0,78 Mio. EUR verbessert. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich von -10,35 Mio. EUR um 14,35 Mio. EUR auf 4,00 Mio. EUR verbessert. Der Investitionssaldo beträgt 2023 0,17 Mio. EUR (Vorjahr 0,06 Mio. EUR). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich von - 0,84 Mio. EUR auf -0,69 Mio. EUR verbessert. Die Verbesserung ist auf die Dividendenzahlung in 2022 in Höhe von 0,18 Mio. EUR zurückzuführen. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren werden unverändert Konzernumsatz, der erzielte Umsatz je Mitarbeiter und das Konzernergebnis sowie die Steuerung des Working Capital identifiziert. Angaben hierzu sind weiter oben bereits ausgeführt. Als nichtfinanzieller Leistungsindikator wird die Entwicklung der Mitarbeiter sowie die Einhaltung unserer Nachhaltigkeits- und Compliance- Richtlinien identifiziert. Gesamtaussage Die Konzernleitung beurteilt die operative Geschäftsentwicklung des Jahres 2023 als nicht zufriedenstellend und sieht hierbei die Gründe insbesondere in dem weiterhin zurückhaltenden Konsumentenverhalten, verursacht durch den anhaltenden Ukrainekonflikt, Spannungsfelder im Nahen Osten, noch nicht beigelegte Inflationsängste sowie Unsicherheiten in der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der privaten Haushalte. III. Prognosebericht Auch im Jahr 2024 wird die Geschäftsentwicklung ausschließlich durch die Entwicklung der Werkzeugsparte bestimmt. Corona, Ukraine-Krieg und jetzt der Nahostkonflikt - die Belastungen der Weltwirtschaft scheinen kein Ende zu nehmen. Laut Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland 2024 lediglich um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Im folgenden Jahr soll das BIP laut IWF um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr wachsen. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt entscheidet mit darüber, wie sich die Konjunktur und der Konsum entwickeln. Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche zeigt sich der Arbeitsmarkt derzeit relativ stabil. Die Prognosen der Arbeitslosenquote gehen für 2024 von 5,8 % und für 2025 von 4,5 % aus. Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich nach einer kurzen Verbesserung Anfang des Jahres 2024 derzeit wieder eingetrübt. Das Konsumklima in der Prognose des Konsumforschungsinstituts GfK weist im Februar 2024 den schlechtesten Wert seit März 2023 aus. Der starke Rückgang ist auch darauf zurückzuführen, dass die Sparneigung zu Beginn des Jahres deutlich gestiegen ist. Bei weiterhin hohen Preisen für Lebensmittel und Energie fehlen die finanziellen Mittel für andere Käufe, wie etwa elektronische Geräte. Allerdings rechnen Volkswirte damit, dass der Preisdruck im laufenden Jahr zurückgehen wird, wenn auch nicht so schnell wie erwartet. Für die Gesamtinflationsrate werden für 2024 2,3 % und für 2025 1,6 % geschätzt. Es wird daher erwartet, dass damit und auch bei höheren Tarifabschlüssen das Vertrauen der Verbraucher zurückkehren wird. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert, dass der private Konsum ab dem zweiten Quartal 2024 die Wirtschaft in Deutschland wieder nach vorne bringen wird. Für uns bedeutet dies, dass auch 2024 ein gegenüber dem Vorjahr besseres, aber weiterhin schwieriges Jahr wird. Im ersten Quartal konnten wir den Umsatz gegenüber 2023 um 13,3 % steigern. Der Auftragsbestand zum 31.12.2023 beläuft sich auf 9,0 Mio. EUR (Vorjahr 6,11 Mio. EUR), der Auftragseingang im ersten Quartal 2024 beträgt 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 9,5 Mio. EUR). Sollten sich die Prognosen bestätigen und der private Konsum weiter anziehen - was sich gerade andeutet - sehen wir Chancen, dass sich dies auch positiv auf unsere Umsätze auswirken wird. Gegenüber 2023 erwarten wir damit eine spürbare Verbesserung in Umsatz und Ergebnis. Mittelfristig erwarten wir deutliche Wachstumsimpulse im aufstrebenden e-Commerce-Markt. Wir haben in den vergangenen Jahren in die erforderliche Technik investiert und eine strategische Partnerschaft mit einem renommierten Anbieter von cloudbasierten e-Commerce-Plattformen geschlossen. Damit können wir unsere Produkte zentral verwalten und optimieren, um sie auf verschiedenen Online-Marktplätzen wie z.B. Amazon oder eBay zu verkaufen. Die Partnerschaft eröffnet uns vor allem auch die Möglichkeit, neue Märkte in der EU zu erschließen. Im Juni beginnen wir mit einer Kooperation mit Vepee, einer der größten Verkaufsplattformen in Frankreich. Im Juni/Juli planen wir die Kooperation mit B&Q, der größten Baumarktgruppe in Großbritannien, und für den Oktober eine Kooperation mit Leroy Merlin, einer der weltweit größten Baumarktgruppen für die Länder Frankreich, Spanien und Portugal. Ergebnisverbessernd wird sich auswirken, dass wir in 2024 weitere kostensenkende Maßnahmen bei den Personalkosten sowie bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen umsetzen werden. IV. Nachhaltigkeit und Compliance Wir sind überzeugt, dass in Zukunft nur nachhaltig ausgerichtete Unternehmen ausreichend Marktpotenzial haben. Seit Jahren entwickeln wir zusammen mit unseren Partnern, die unsere Produkte herstellen, umweltfreundliche Lösungen wie unsere ECOline-Serie. Auch ohne gesetzliche Verpflichtung achten wir darauf, nur mit Partnern zusammenzuarbeiten, die die Kriterien des Lieferkettengesetzes erfüllen. Wir werden auch weiterhin daran arbeiten, rohstoff- und energieschonende Produkte zu entwickeln. In unserem Konzern haben wir detaillierte Compliance-Regeln eingeführt, die wir laufend überwachen. V. Chancen- und Risikobericht Die Werkzeugsparte hat durch ihr ausgeprägt gutes Auftreten am Markt und die konsequente Weiterbildung des Brand Buildings weiterhin gute Chancen für die Generierung ihres Geschäftes. Chancen ergeben sich für uns, Markttrends wie etwa die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten durch die langjährige, enge Zusammenarbeit mit unseren Partnerunternehmen frühzeitig zu erkennen und produkttechnisch zeitnah umzusetzen. Die zunehmende Verlagerung des Vertriebskanals Onlinehandel kann zwar Risiken bergen, etwa in Form von Preistransparenz und einen verstärkten Konkurrenzkampf durch intelligente Algorithmen. Für die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH ergeben sich aber auch Chancen. Der Online B2B- und B2C-Store wird weiter ausgebaut und erlaubt bestehenden Kunden, aber auch Neukunden, vereinfachte Bestellmöglichkeiten sowie die komplette Übersicht über die Brüder Mannesmann-Produktwelt. Lieferungen FOB im Onlinehandel verkürzen die Lieferzeit und erlauben es, ganze Containerladungen noch im Ursprungsland dem Käufer zu übertragen. Über die eigene Online-Plattform "Brüder Mannesmann e-Commerce", auf der wir länderspezifisch und mit strategischen Partnerschaften eine auf unsere Marke fokussierte Verkaufsplattform darstellen und dabei auch die Logistik in vollem Umfang übernehmen, sind wir überzeugt, weitere Käuferschichten gewinnen zu können. Nach dem Ausbau der Plattform wollen wir im Geschäftsjahr 2024 in ausgewählten Ländern der EU vertreten sein. Haupteinkaufsregion ist nach wie vor Fernost, insbesondere China und Taiwan. In der Einkaufsregion ist die Handelswährung der US-Dollar, woraus Währungsrisiken resultieren, denen wir bei Bedarf durch Einsatz von Kurssicherungsgeschäften begegnen. Frachtkosten reagieren empfindlich auf globale Krisenherde wie aktuell den Nahost-Konflikt. Dadurch besteht das Risiko deutlich steigender Frachtkosten. Seit Anfang des neuen Geschäftsjahres haben sich die Aufwendungen versiebenfacht. Es ist daher für das Jahr 2024 mit einem gegenüber 2023 deutlichen Anstieg der Frachtkosten zu rechnen. Risiken können sich auch aus den zunehmenden Spannungen im China-Taiwan-Konflikt ergeben, mit der Folge eingeschränkter oder gestörter Lieferketten. Dank unserer Strategie, ein ausreichend großes Lager an unserem Firmensitz vorzuhalten, um schnell zu beliefernde Nachfragen ausführen zu können, sind wir auch gegen ähnliche Krisenentwicklungen in der Zukunft gewappnet. Trotzdem besteht das Risiko, dass bei einzelnen Artikeln auch einmal Lieferengpässe auftreten können. Liquiditätsrisiken können sich ergeben, wenn die geplanten Umsatzerlöse nicht realisiert werden können und aufgrund von Preissteigerungen oder politischer Spannungen ein Abbau des Lagerbestands nicht möglich ist. Risiken können sich auch aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2018 bis 2020 ergeben, die derzeit noch nicht abgeschlossen ist. Absehbaren Risiken wurde durch die Bildung einer Rückstellung in Höhe von 0,15 Mio. EUR Rechnung getragen. Möglichen Restrisiken aus dem Verkauf der Armaturensparte ist durch die Bildung von Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR Rechnung getragen. In erstinstanzlicher Entscheidung hat das Landgericht Düsseldorf den Betrag auf rd. 0,3 Mio. EUR einschließlich Zinsen festgesetzt, das Oberlandesgericht Düsseldorf hat die dagegen eingelegten Berufungen im Mai 2024 zurückgewiesen. Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr prozessiert gegen die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH auf Kaufpreiserstattung wegen behaupteter mangelhafter Lieferungen von Corona-Schutzmasken mit einem Streitwert von rd. 300 TEUR; die Chancen auf ein Obsiegen des Bundesamtes werden als marginal eingeschätzt. Die Konzernleitung geht davon aus, dass den geschäftsbedingt vorhandenen Risiken in angemessener Weise begegnet werden kann und dass keine bestandsgefährdenden Risiken vorliegen. VI. Berichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den genutzten Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Zum Zwecke der Kalkulierbarkeit von Schwankungen des Wechselkurses von Fremdwährungen werden bei Bedarf Devisenderivate genutzt. Am Bilanzstichtag bestehen elf Devisentermingeschäfte mit einer Restlaufzeit von bis zu zehn Monaten in Höhe von nominal 6,3 Mio. USD. Forderungsausfälle sind selten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken wird ein effizientes Forderungsmanagement betrieben. Zudem werden neue Geschäftsbeziehungen bonitätsgeprüft und es besteht eine Warenkreditversicherung. Auslandslieferungen werden soweit möglich ebenfalls ausfallversichert. Forderungen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen ausgeglichen. Im kurzfristigen Bereich erfolgt die Finanzierung über Bankkreditlinien. Langfristig bestehen festgeschriebene Darlehen.
Remscheid, den 12. Juni 2024 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Moritz Schafstein Konzern-BilanzAktiva scrollen
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KonzernanhangA. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss 1. Allgemeine Angaben Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in 42859 Remscheid, Lempstraße 24, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter der Handelsregisternummer HRB 11838 eingetragen. 2. Gesetzliche Grundlagen Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB angewandt. Seit 2012 ist die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 9.900 TEUR (Vorjahr 9.900 TEUR) und ist in 4.500.000 (Vorjahr 4.500.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,20 EUR je Aktie unterteilt. Der Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft beträgt 135.069 Stück (Vorjahr 115.069 Stück). Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 297.151,80 EUR (Vorjahr 253.151,80 EUR) und deren Anteil am Grundkapital 3,00 % (Vorjahr 2,56 %). Im Berichtsjahr wurden am 14.11.2023 an der Börse Frankfurt 20.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft zu einem Ausführungskurs in Höhe von 1,40 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 28.000 EUR zuzüglich 241,08 EUR Nebenkosten aus Gründen der Kurspflege erworben. Der gesamte Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wurde seit 2021 in 28 Käufen zu einem durchschnittlichen Ausführungskurs in Höhe von 1,61 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 217.307,45 EUR zuzüglich 1.974,79 EUR Nebenkosten erworben. Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 ermächtigt, bis zum 27. August 2025 eigene Aktien einmalig oder mehrmalig in Teilen von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandel- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende neue Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 6.750.000,00 EUR zu gewähren. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. Mit Wirkung der Kapitalherabsetzung wurde § 5 Absatz 3 Satz 1 der Satzung (genehmigtes Kapital 2018) aktualisiert. Demnach ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. August 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrates einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen um bis zu insgesamt 4.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. Weiterhin wurde mit Wirksamwerden der Kapitalherabsetzung § 5 Absatz 4 Satz 1 der Satzung (bedingtes Kapital 2018) aktualisiert. Demnach ist das Grundkapital bis zum 31. August 2023 um bis zu 4.950.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. 4. Abschlussstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens (31.12.) aufgestellt. Abweichende Abschlussstichtage einbezogener Unternehmen bestehen nicht. 5. Angaben zum Konsolidierungskreis scrollen
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Auf die Vollkonsolidierung der in 2021 gegründeten Gesellschaften BRM USA Holding Inc., Atlanta/USA und BR Mannesmann LLC, Atlanta/USA wurde gemäß § 296 Absatz 2 HGB wegen untergeordneter Bedeutung verzichtet, da diese im Geschäftsjahr noch keine aktive Geschäftstätigkeit entfaltet haben. 6. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden Für die bis zur erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) bereits vollkonsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Buchwertmethode gewählt und danach beibehalten (Art. 66 Absatz 3 Satz 4 EGHGB). Dabei wurde der Konzernanteil des Eigenkapitals der konsolidierten Tochtergesellschaft mit dem Buchwert der Beteiligung zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Verbleibende positive Unterschiedsbeträge wurden hierbei nach der eventuellen Zuordnung von stillen Reserven und stillen Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear ergebniswirksam abgeschrieben. Für die nach der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) neu konsolidierten Unternehmen wurde bei der Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode angewandt. Konzerninterne Gewinne und Verluste werden eliminiert, Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge sowie zwischen konsolidierten Konzernunternehmen bestehende Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften eliminiert. Auf Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Bei der Aufstellung der Abschlüsse der konsolidierten Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in Ansatz gebracht. 7. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (einschließlich Währungsumrechnung) Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss einheitlich ausgeübt. Der Konzernabschluss und die Jahresabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden in Euro aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Markenrechte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren, Bauten über einen Zeitraum von 8 bis 60 Jahren, Technische Anlagen über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren sowie Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über einen Zeitraum von 2 bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus der Kapitalkonsolidierung und wurden über eine Nutzungsdauer von 15 bzw. 20 Jahren linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungskosten (nach der Durchschnittsmethode) unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In Abhängigkeit von Lagerdauer und Marktgängigkeit werden Abschläge vorgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Die Vorauszahlungen für künftige Zeiträume sind im Rahmen der Rechnungsabgrenzungsposten zeitanteilig abgegrenzt. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie aufgrund von Verlustvorträgen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Steuerliche Verlustvorträge werden bei der Ermittlung aktiver latenter Steuern nur berücksichtigt, sofern diese innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich genutzt werden können. Abweichend von der Bilanzierung im Konzernabschluss werden im Einzelabschluss der Konzernunternehmen entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Barwertmethode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes auf der Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre von 1,83 % ermittelt. Der Rententrend wurde mit unverändert 3,0 % bzw. 1,9 % sowie 2,0 % angenommen. Der durchschnittliche Marktzins der letzten sieben Jahre beträgt 1,75 %. Der Unterschiedsbetrag zum 01.01.2010 aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde in Anwendung der Übergangsvorschriften in Art. 67 Absatz 1 EGHGB über maximal 15 Jahre verteilt zugeführt, wodurch zum 31.12.2023 keine nicht ausgewiesene Rückstellung verbleibt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden grundsätzlich zum vereinbarten Kurs bzw. zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Der Brüder Mannesmann Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) eingesetzt. Die genannten Instrumente werden nur dann eingesetzt, wenn sie durch Grundgeschäfte unterlegt sind. Kurssicherungen erfolgen ausschließlich für den US-Dollar (USD). Am Bilanzstichtag bestehen elf Devisentermingeschäfte mit Restlaufzeiten von bis zu zehn Monaten in Höhe von nominal 6,3 Mio. USD. Diese werden mit Verbindlichkeiten (3.595 TUSD) und mit schwebenden Geschäften (2.705 TUSD) zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Wegen vollständig gegenläufiger Wertänderungen wird auf die Anwendung von § 249 Abs. 1, § 252 Absatz 1 Nr. 3 und Nr. 4 HGB verzichtet. B. Erläuterungen zur Konzernbilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage 1 zum Konzernanhang beigefügten Anlagenspiegel. Sonstige Ausleihungen in den Finanzanlagen in Höhe von 564 TEUR ergeben sich aus der Umwandlung von Mietforderungen in besicherte Darlehen, die mit der Verrechnung von künftigen Pensionszahlungen über eine Restlaufzeit von voraussichtlich 1 bis 8 Jahren getilgt und mit 5 % verzinst werden. Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind den sonstigen Vermögensgegenständen zuzurechnen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Forderungen an die Finanzbehörden, debitorische Kreditoren und übrige Forderungen. Vom Gesamtbetrag der sonstigen Vermögensgegenstände haben 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die im Konzernabschluss gebildeten latenten Steuern nach § 274 HGB werden mit den nach § 306 HGB zu bildenden latenten Steuern zusammengefasst. Die sich ergebende Steuerentlastung wird unter den aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Der Ermittlung liegt ein kombinierter Steuersatz von 31,5 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zu Grunde. Die latenten Steuern beruhen am Bilanzstichtag auf folgenden Differenzen: scrollen
Zum Eigenkapital wird auf Teil A Ziffer 3 verwiesen. Der rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile (von 135.069 Aktien x rechnerischer Wert von 2,20 EUR je Stückaktie = 297.151,80 EUR) wurde in der Bilanz gemäß § 272 Absatz 1a HGB in der Vorspalte offen von dem Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Da der Kaufpreis um 79.844,35 EUR, davon entfallen 16.000,00 EUR auf die in 2023 erworbenen eigenen Anteile, unter dem rechnerischen Wert lag, hat dieser Betrag die anderen Gewinnrücklagen erhöht. Der Verlustvortrag aus dem Vorjahr beträgt 2.488 TEUR. Im Geschäftsjahr wurden 5 TEUR durch die Hauptversammlung vom 11. August 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde zum 01.01.2010 erstmals nach den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vorgenommen. Der Unterschiedsbetrag zur bisherigen Bewertung in Höhe von 1.820 TEUR wurde in Anwendung der Übergangsvorschriften über maximal 15 Jahre verteilt den Rückstellungen zugeführt. Aufgrund des Wahlrechtes in Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurden im Jahr 2023 letztmalig weitere 92 TEUR zugeführt. Der Fehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt 0 TEUR. Die reguläre Auflösung der Pensionsrückstellungen des Jahres 2023 von 211 TEUR (Vorjahr Zuführung 663 TEUR) wird aufgeteilt in Personalaufwand von -413 TEUR (Vorjahr 226 TEUR), Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungsbetrages in Höhe von 283 TEUR (Vorjahr 286 TEUR) sowie der Auflösung aufgrund der Rechnungszinsänderung in Höhe von -81 TEUR (Vorjahr Zuführung 151 TEUR). Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Basis des Zinssatzes der letzten zehn Jahre (1,83 %) ermittelt. Die Pensionsrückstellungen auf der Basis des Zinssatzes der letzten sieben Jahre (1,75 %) liegen um 130 TEUR (Vorjahr 595 TEUR) höher. Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre. Sie beinhalten 150 TEUR für Risiken aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2018 bis 2020, die auf Basis der aktuell vorliegenden Erkenntnisse ermittelt wurden. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Retouren, Personalaufwendungen (Resturlaubsansprüche und Beiträge zur Berufsgenossenschaft), interne und externe Jahresabschlusskosten, Instandhaltungen, Prozesskosten, Rücknahmeverpflichtungen, Zinsen auf Steuern und Liefer- und Leistungsverpflichtungen sowie eine Rückstellung in Höhe von unverändert 500 TEUR für Risiken aus vom Sachwalter der Schwietzke Armaturen GmbH gerichtlich geltend gemachten Zahlungsansprüchen (einschließlich Prozesskosten). Das Landgericht Wuppertal hat in dieser Sache im April 2023 ein Urteil gefällt. Die gegen das Urteil eingelegten Berufungen wurden am 23. Mai 2024 zurückgewiesen. Die sich aus diesem Urteil ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind durch die Rückstellung abgedeckt. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf liegt aktuell noch nicht vor. Bezüglich der Restlaufzeit und Sicherheiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den als Anlage 2 zum Konzernanhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. C. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Außenumsätze des Konzerns nach geographisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt auf: scrollen
Die Außenumsätze des Konzerns nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf: scrollen
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen resultieren 0 TEUR (Vorjahr 8 TEUR) aus dem Abgang von Sachanlagen und 329 TEUR (Vorjahr 117 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen sowie 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus Kursgewinnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Vertriebsaufwendungen, Aufwendungen für Reisen, Bewirtung und Repräsentation, Abschreibungen und Wertberichtigungen, Fremdleistungen, Beratung, Rechtsschutz, Miet- und Leasingaufwendungen, Aufwendungen für Versicherungen, Telekommunikation, Instandhaltung, Reinigung, Entsorgung sowie periodenfremde Aufwendungen. Sie beinhalten 30 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) Abschreibungen auf Forderungen und Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen, 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus Kursverlusten sowie 92 TEUR (Vorjahr 121 TEUR) Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB. Die Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind 202 TEUR (Vorjahr 438 TEUR) aus der Aufzinsung von Rückstellungen und 15 TEUR (Vorjahr 39 TEUR) Zinsen auf Steuern für Vorjahre enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten 0 TEUR (Vorjahr 16 TEUR) Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr und 60 TEUR Aufwendungen (Vorjahr 2.534 TEUR Erträge) aus latenten Steuern. Von den Erträgen aus latenten Steuern im Vorjahr entfielen 2.331 TEUR auf die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge. D. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wurde nach der indirekten Methode gemäß DRS 21 aufgestellt. Der Finanzmittelfonds (776 TEUR, Vorjahr -2.699 TEUR) umfasst die in der Bilanz unter der Position B. III. ausgewiesenen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1.442 TEUR (Vorjahr 410 TEUR) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -667 TEUR (Vorjahr -3.109 TEUR). E. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 367 TEUR, davon sind 187 TEUR in 2024 fällig. Die Geschäfte haben den Zweck, die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Vermögensgegenstände für einen überschaubaren Zeitraum anzumieten, ohne finanzielle Mittel in größerem Umfang zu binden. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug im Berichtsjahr rd. 64 Personen (Vorjahr 65), davon 26 Personen (Vorjahr 25) im gewerblichen Bereich. Darüber hinaus wurden drei Auszubildende (Vorjahr 3) beschäftigt. 3. Gesellschaftsorgane Der Vorstand der Muttergesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 371 TEUR. Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 90 TEUR (Vorjahr 90 TEUR). Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 15.693 TEUR (Vorjahr 12.737 TEUR) abzüglich der noch nicht verteilten Beträge aus der BilMoG-Umstellung in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr 53 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 906 TEUR (Vorjahr 868 TEUR) Pensionsbezüge gewährt. 4. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Für folgende Gesellschaften wurden die Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung des Anhangs und des Lageberichtes (soweit gesetzlich erforderlich) sowie die Offenlegung in Anspruch genommen: scrollen
5. Honorar des Abschlussprüfers Als Honorare des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Jahr 2023 für die Abschlussprüfungen 45 TEUR (Vorjahr 45 TEUR) erfasst. 6. Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten Der Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs- und Zinsrisiken ausgesetzt. In den Fällen, in denen gegen diese Risiken eine Absicherung vorgenommen wird, werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Es handelt sich dabei um elf Devisentermingeschäfte mit einem Nominalwert in Höhe von insgesamt 6.300 TUSD (Vorjahr keine) mit Restlaufzeiten von bis zu zehn Monaten, die mit Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von 3.595 TUSD und mit schwebenden Geschäften in Höhe von 2.705 TUSD zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst wurden. Die wegen der Bildung von Bewertungseinheiten nicht berücksichtigten Drohverluste betragen 46 TEUR. Grund- und Sicherungsgeschäft unterliegen den gleichen Währungsrisiken, sodass sich gemäß der angewendeten Einfrierungsmethode gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme ausgleichen. 7. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Remscheid, den 12. Juni 2024 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Moritz Schafstein Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse scrollen
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderung gen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend werden wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu abgeben. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen - sobald sie verfügbar sind - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 12. Juni 2024 WUB
AUDIT GMBH
Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer AG-BilanzAktiva scrollen
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AG-AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss 1. Allgemeine Angaben Die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in 42859 Remscheid, Lempstraße 24, Deutschland. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Wuppertal unter der Handelsregisternummer HRB 11838 eingetragen. 2. Gesetzliche Grundlagen Der Jahresabschluss wurde weitestgehend nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Seit 2012 ist die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft im Freiverkehr (m:access) der Börse München notiert. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt 9.900 TEUR (Vorjahr 9.900 TEUR) und ist in 4.500.000 (Vorjahr 4.500.000) auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 2,20 EUR je Aktie unterteilt. Der Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft beträgt 135.069 Stück (Vorjahr 115.069 Stück). Der auf sie entfallende Betrag des Grundkapitals beträgt 297.151,80 EUR (Vorjahr 253.151,80 EUR) und deren Anteil am Grundkapital 3,00 % (Vorjahr 2,56 %). Im Berichtsjahr wurden am 14.11.2023 an der Börse Frankfurt 20.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft zu einem Ausführungskurs in Höhe von 1,40 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 28.000 EUR zuzüglich 241,08 EUR Nebenkosten aus Gründen der Kurspflege erworben. Der gesamte Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wurde seit 2021 in 28 Käufen zu einem durchschnittlichen Ausführungskurs in Höhe von 1,61 EUR zu einem Gesamtkurswert in Höhe von 217.307,45 EUR zuzüglich 1.974,79 EUR Nebenkosten erworben. Die Gesellschaft wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 ermächtigt, bis zum 27. August 2025 eigene Aktien einmalig oder mehrmalig in Teilen von bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandelschuldverschreibungen, Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrechten (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 EUR mit oder ohne Laufzeitbegrenzung zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandel- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende neue Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 6.750.000,00 EUR zu gewähren. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. Durch den Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 in Verbindung mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 über die Anpassung von § 5 Absatz 4 Satz 1 der Satzung wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.950.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2018). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2018 bis zum 30. August 2023 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden. Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2018 in Verbindung mit dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2020 über die Anpassung von § 5 der Satzung wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. August 2023 einmalig oder mehrmalig in Teilbeträgen um bis zu insgesamt 4.950.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 2.250.000 neuen auf den Inhaber lautende Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018). Die Ermächtigung wurde nicht ausgeübt. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung sind gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigen Wert anzusetzen, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Der niedrigere beizulegende Wert wurde nach der Discounted Cashflow-Methode aus der Unternehmensplanung abgeleitet. Trotz der begründeten Annahmen kann es zu Abweichungen kommen, die sich sowohl positiv wie negativ auf die künftigen Cashflows bzw. den Kapitalisierungszinsfuß und damit auf den niedrigeren beizulegenden Wert auswirken können. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert vom Bilanzstichtag angesetzt. Konkrete Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten und alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen ausschließlich in Euro. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach der Barwertmethode unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und eines Rechnungszinssatzes auf der Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre von 1,83 % ermittelt. Bei der Berechnung wurden erwartete Rentensteigerungen mit 3 % berücksichtigt. Der durchschnittliche Marktzins der letzten sieben Jahre beträgt 1,75 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des siebenjährigen und des zehnjährigen Durchschnittzinssatzes beträgt zum Bilanzstichtag 30 TEUR (Vorjahr 140 TEUR). Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Absatz 6 HGB. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die als sonstige Rückstellungen passivierten Beträge mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr wurden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. C. Angaben zur Bilanz Zur Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. In der nachfolgenden Aufstellung werden Unternehmen aufgelistet, an denen die Brüder Mannesmann AG unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist. scrollen
Die 2021 gegründete Gesellschaften BRM USA Holding Inc. Atlanta/USA und BR Mannesmann LLC Atlanta/USA haben im Geschäftsjahr noch keine aktive Geschäftstätigkeit entfaltet. Sonstige Ausleihungen in den Finanzanlagen in Höhe von 389 TEUR ergeben sich aus der Umwandlung von Mietforderungen in ein besichertes Darlehen, das mit der Verrechnung von künftigen Pensionszahlungen über eine Restlaufzeit von voraussichtlich 8 Jahren getilgt und mit 5 % verzinst wird. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen. Die Forderungen sind mit 485 TEUR (Vorjahr: 474 TEUR) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 3.488 TEUR (Vorjahr: 4.217 TEUR) den Sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen. Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche und Sonstige Forderungen. Von den Sonstigen Vermögensgegenständen haben 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Pensionsrückstellungen sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge führen grundsätzlich zu aktiven latenten Steuern, für die gemäß § 274 HGB ein Aktivierungswahlrecht besteht, das nicht in Anspruch genommen wird. Da in den nächsten fünf Jahren bei der Brüder Mannesmann AG nicht mit einem positiven zu versteuernden Einkommen gerechnet wird, ergeben sich aus den zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen insoweit keine Steuerentlastungen. Der Ermittlung liegt ein kombinierter Steuersatz von 31,5 % für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer zu Grunde. Zum Eigenkapital wird auf Teil A. Ziffer 3 verwiesen. Der rechnerische Wert der erworbenen eigenen Anteile (von 135.069 Aktien x rechnerischer Wert von 2,20 EUR je Stückaktie = 297.151,80 EUR) wurde in der Bilanz gemäß § 272 Absatz 1a HGB in der Vorspalte offen von dem Posten "gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet. Da der Kaufpreis um 79.844,35 EUR, davon entfallen 16.000,00 EUR auf die in 2023 erworbenen eigenen Anteile, unter dem rechnerischen Wert lag, hat dieser Betrag die anderen Gewinnrücklagen erhöht. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 5 TEUR wurde durch die Hauptversammlung vom 11. August 2023 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die reguläre Auflösung der Pensionsrückstellungen des Jahres 2023 von -119 TEUR (Vorjahr -58 TEUR) wird aufgeteilt in Personalaufwand von -172 TEUR (Vorjahr -170 TEUR), Zinsaufwand aus der Veränderung des Abzinsungsbetrages in Höhe von 71 TEUR (Vorjahr 76 TEUR) sowie der Auflösung aufgrund der Rechnungszinsänderung in Höhe von -19 TEUR (Vorjahr Zuführung 36 TEUR). Die Steuerrückstellungen betreffen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre. Sie beinhalten 150 TEUR für Risiken aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2018 bis 2020, die auf Basis der aktuell vorliegenden Erkenntnisse ermittelt wurden. Die sonstigen Rückstellungen bestehen in Höhe von 500 TEUR für Risiken aus vom Sachwalter der Schwietzke Armaturen GmbH gerichtlich geltend gemachten Zahlungsansprüchen (einschließlich Prozesskosten). Das Landgericht Wuppertal hat in dieser Sache im April 2023 ein Urteil gefällt. Die gegen das Urteil eingelegten Berufungen wurden am 23. Mai 2024 zurückgewiesen. Die sich aus diesem Urteil ergebenden Zahlungsverpflichtungen sind durch die Rückstellung abgedeckt. Ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf liegt aktuell noch nicht vor. Weitere sonstige Rückstellungen betreffen Zinsen auf Steuern, die voraussichtlichen Kosten für die handelsrechtlichen Abschlussprüfungen, interne Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten, Mitwirkungspflicht für Betriebsprüfungen und Resturlaubsansprüche mit Beträgen von jeweils unter 100 TEUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen (Konzernumlage), umsatzsteuerlicher Organschaft, Zinsen, weiterbelasteten Kosten und kurzfristigen Darlehen. Die Verbindlichkeiten sind mit 110 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit 1.359 TEUR (Vorjahr: 426 TEUR) den Sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausstehende Verbindlichkeiten für Beraterleistungen, Lohnsteuer sowie Gehaltsabrechnungen. Bezüglich der Restlaufzeit der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den als Anlage zum Anhang beigefügten Verbindlichkeitenspiegel. Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften von 0 TEUR (Vorjahr: 1.500 TEUR) gegenüber einem verbundenen Unternehmen. Für zwei verbundene Unternehmen wurden Patronatserklärungen abgegeben. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird als gering eingestuft, da die Unternehmen in der Vergangenheit ihre fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht getilgt haben und nach derzeitigem Kenntnisstand davon auszugehen ist, dass dies auch in der Zukunft erfolgen wird. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse betreffen die Konzernumlagen und sonstige Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen. Die Sonstigen Erträge betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastung von Kosten sowie im Vorjahr die Wertaufholung der Beteiligung an der vormaligen CHRONOS Beteiligungen GmbH, nachdem die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH auf die CHRONOS Beteiligungen GmbH verschmolzen wurde und somit körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von damals rd. 40,3 Mio. EUR sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von damals rd. 9,7 Mio. EUR künftig mit Überschüssen aus dem Werkzeughandel verrechnet werden konnten. Die Erträge aus der Wertaufholung (Zuschreibung) der Anteile an dem verbundenen Unternehmen im Vorjahr stellten Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung dar. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Verwaltungskosten, allgemeine Betriebsaufwendungen, Werbe- und Reisekosten und Sonstiges. Sie beinhalten 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) Abschreibungen auf Forderungen sowie 0 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) aus Kursverlusten. Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen den für 2022 und 2023 übernommenen Gewinn eines verbundenen Unternehmens im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die Gewinnabführung war in 2022 in analoger Anwendung des § 58d Absatz 2 Satz 1 GmbHG auf 4 % des Stammkapitals der Tochtergesellschaft begrenzt, sodass in 2023 auch der restliche Gewinn aus 2022 an die AG abgeführt wurde, nachdem die zwei Jahre über die Beschlussfassung über die Kapitalherabsetzung bei der Tochtergesellschaft verstrichen waren. Die Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten keine Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen. In dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen von 20 TEUR (Vorjahr 19 TEUR), die Zinsanteile der Zuführungen zu der Rückstellung für Pensionen mit 53 TEUR (Vorjahr 112 TEUR) und 15 TEUR (Vorjahr 39 TEUR) Zinsen auf Steuern für Vorjahre enthalten. Die Aufwendungen aus Verlustübernahme betreffen den für 2023 übernommenen Verlust eines verbundenen Unternehmens im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -165 TEUR (Vorjahr -45 TEUR) betreffen Steuern für Vorjahre. Die Steuern für Vorjahre betreffen insbesondere Erträge aus dem Verlustrücktrag. Die Steuern für Vorjahre im Vorjahr ergaben sich insbesondere aus Mindersteuern wegen Verlustrücktrag und Mehrsteuern für Risiken aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung. E. Sonstige Angaben 1. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden verschiedene Vermögensgegenstände geleast oder gemietet. Die künftigen Verpflichtungen aus diesen Miet- und Leasingverhältnissen betragen 38 TEUR, davon sind 19 TEUR in 2024 fällig. Die Geschäfte haben den Zweck, die für die Geschäftstätigkeit erforderlichen Vermögensgegenstände für einen überschaubaren Zeitraum anzumieten, ohne finanzielle Mittel in größerem Umfang zu binden. Das Risiko besteht in der Restlaufzeit der Verträge. 2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 5 Angestellte. 3. Gesellschaftsorgane Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr bzw. setzt sich folgendermaßen zusammen: scrollen
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 371 TEUR. Der Aufsichtsrat erhielt im Berichtsjahr eine Vergütung von 90 TEUR (Vorjahr 90 TEUR). Für frühere Mitglieder des Vorstandes bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.883 TEUR (Vorjahr 4.002 TEUR). Im Geschäftsjahr wurden 235 TEUR (Vorjahr 228 TEUR) Pensionsbezüge gewährt. 4. Angaben zum Mutterunternehmen Die Gesellschaft stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. 5. Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers für das Jahr 2023 gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernanhang 2023 angegeben. 6. Angabe der Verwendung des Ergebnisses Das Jahresergebnis wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Remscheid, den 12. Juni 2024 Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft Vorstand Moritz Schafstein Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Brüder Mannesmann Aktiengesellschaft, Remscheid, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das Prüfungsurteil Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend werden wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu abgeben. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen - sobald sie verfügbar sind - zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen scrollen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus scrollen
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Saarbrücken, den 12. Juni 2024 WUB
AUDIT GMBH
Karl-Heinz Barth, Wirtschaftsprüfer Bardo Bruchmüller, Wirtschaftsprüfer |
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