![]() centrotherm international AGBlaubeurenJahresabschluss zum 31.12.2018Einzelabschluss nach HGB für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2018LageberichtVORBEMERKUNG ZUR BERICHTERSTATTUNG"centrotherm international" wird im Folgenden mit "centrotherm" oder "CTAG" abgekürzt. DIE CENTROTHERM INTERNATIONAL AGGESCHÄFTSTÄTIGKEITcentrotherm bietet als führendes, global agierendes Technologieunternehmen insbesondere Produktionslösungen für die Photovoltaik-, Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie an. Die Marke centrotherm steht seit über 50 Jahren für innovative thermische Prozesse und Produktionsanlagen, wie sie z.B. bei der Herstellung von kristallinen Solarzellen, Leistungshalbleitern und in der Mikroelektronik zur Anwendung kommen. Das Service- und Ersatzteilgeschäft rundet das Leistungsangebot der CT AG ab. GESCHÄFTSBEREICHE UND -ORGANISATIONDas operative Geschäft der CT AG konzentrierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf den Bereich Photovoltaik & Halbleiter. Seit der Entkonsolidierung der SiTec-Tochtergesellschaften zum 31.12.2017 im Konzern werden die Geschäftsaktivitäten im Bereich Silizium aufgrund des Branchen-Know-hows von der CT AG weiterverfolgt bzw. fortgeführt. Die unwesentlichen Aktivitäten im Bereich Silizium wurden zum Bilanzstichtag mit dem Bereich Photovoltaik & Halbleiter zusammengefasst, da die beiden Bereiche vergleichbare wirtschaftliche Merkmale aufweisen. Die neu ausgerichteten Angebote im Bereich Silizium entsprechen in ihrem Produkt- und Dienstleistungsportfolio, den Produktionsprozessen und dem Kundenkreis weitestgehend dem Bereich Photovoltaik & Halbleiter. So wird beispielsweise Polysilizium in unterschiedlichen Reinheitsgraden sowohl von der Photovoltaik- als auch der Halbleiterindustrie bei der Produktion von kristallinen Solarzellen oder Halbleitern verwendet. Die strategische Steuerung und Entwicklung der Geschäftsbereiche erfolgt durch den Vorstand der CT AG in Beratung mit dem operativen Führungskreis (oFK). Der oFK setzt sich aus den Vorstandsmitgliedern und Bereichsleitern der Vertriebsregionen, dem technischen Vertrieb, Produktion & Materialwirtschaft, Entwicklungszentrum, Auftragszentrum sowie Personal & Compliance Management zusammen. Die Vertriebsregionen sind unterteilt in Europa, USA, MENA und Indien (Commercial Sales I), China (Commercial Sales II) sowie Taiwan und Südostasien (Commercial Sales III). Die CT AG ist auch Schnittstelle zu weiteren Bereichen des Unternehmensumfeldes, insbesondere zum Kapitalmarkt und zu den Aktionären, der Politik und der interessierten Öffentlichkeit. Die CT AG als Muttergesellschaft nimmt alle zentralen Konzernfunktionen wahr und wird durch die lokalen Service- und Vertriebsgesellschaften unterstützt. Photovoltaik & HalbleiterDer Geschäftsbereich Photovoltaik & Halbleiter umfasst insbesondere die Entwicklung, Konstruktion, Fertigung und den Vertrieb von Einzelanlagen sowie integrierten Produktionslösungen zur Herstellung von mono- und multikristallinen Solarzellen. Hierzu gehören Produktionsanlagen für atmosphärische und Niederdruck-Diffusion, PECVD, Fast Firing und Regeneration. Je nach Kundenanforderung bieten wir auch integrierte Produktionslösungen für die Herstellung von Hochleistungssolarzellen mit den entsprechenden Prozess-, Technologie- und Servicepaketen an. Zudem ist das Leistungsangebot rund um den Halbleiter- und Mikroelektronikbereich im Bereich Photovoltaik & Halbleiter enthalten. Als einer der führenden Entwickler und Hersteller von Produktionsanlagen für die Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie bietet centrotherm ein breites Prozessspektrum für verschiedene Technologien und Anwendungen wie Logik- und Speicherbauelemente (z.B. Flash, DRAM), Leistungshalbleiter (z.B. Si, GaN und SiC basiert), VCSEL, LED, SMT, MEMS oder Sensortechnik an. Unsere Produktpalette für die Halbleiterindustrie umfasst Horizontal- und Vertikalöfen, Einzelwafer-Anlagen sowie Hochtemperaturöfen für Siliziumkarbidprozesse. Für die Mikroelektronikindustrie liefern wir Vakuumlötöfen und Durchlauföfen. Das Leistungsangebot im Geschäftsbereich Photovoltaik & Halbleiter wird zudem durch Prozess- und Engineering-Beratungsleistungen für Kunden aus der Siliziumindustrie abgerundet. Dazu zählt die Optimierung bestehender Silizium-Produktionsstätten im Hinblick auf Kostenreduktion, Kapazitätserweiterung, Produktqualität sowie Umweltverträglichkeit. Die Leistungen decken die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Trichlorsilan (TCS)-Synthese und Monosilanproduktion über die TCS Siemens CVD Technologie bis hin zur Vent-Gas-Recovery. Basis für die angebotenen Leistungen sind Siemens CVD-Reaktoren, Vent-Gas-Recovery sowie LAB-CVD-Reaktoren für die Qualitätssicherung in der TCS-Produktion. ABSATZMÄRKTE UND MARKTPOSITIONDas internationale Geschäft hat mit einem Exportanteil von 92,5 % im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahr: 85,5 %) für uns eine wesentliche Bedeutung. Dabei lagen unsere Hauptabsatzmärkte mit einem Anteil von 86,2 % im asiatischen Raum (Vorjahr: 66,8 %). Unsere Produktionslösungen wurden insbesondere aus China nachgefragt. Mit deutschen Kunden wurde ein Umsatz von 10.830 TEUR erzielt (Vorjahr: 10.876 TEUR). Dies entspricht einem Anteil von 7,5 % gegenüber 14,5 % im Vorjahr. Zu unseren Kunden im Geschäftsbereich Photovoltaik & Halbleiter zählen namhafte internationale Hersteller von Solarzellen sowie Halbleitern und Mikroelektronikbauteilen. Mit über 50 weltweit errichteten Produktionslinien für kristalline Solarzellen ist centrotherm nach wie vor Marktführer. Zuletzt wurden 2016 und 2017 schlüsselfertige Produktionslösungen und Anlagenpakete für Solarzellenlinien mit einer jährlichen Produktionskapazität von rund 600 MW nach Indien geliefert. Für die Prozessstufen Diffusion, PECVD und Firing liefert centrotherm Produktionsanlagen sowie die dazugehörige Prozesstechnologie und ist mit über 3.100 weltweit installierten Anlagen sehr gut im Photovoltaik-Markt etabliert. Bei PECVD-Anlagen ist centrotherm marktführend. Im Bereich Photovoltaik-Einzelanlagen für die Produktion von Solarzellen zählen die Meyer Burger (Germany) AG, Gebr. Schmid GmbH sowie Semco, Amtech-Tempress und Despatch Industries neben einigen chinesischen Herstellern wie Shenzen SC zu unseren wichtigsten Wettbewerbern. ORGANISATION UND FÜHRUNGSSTRUKTURDer Vorstand leitet die CT AG. Die Vorstandsressorts waren Ende 2018 wie folgt verteilt: Jan von SchuckmannVorstandsvorsitzender, Vorstand Vertrieb & Technologie, Finanzen, F&E Gunter FauthVorstand Produktion & Technik, Administration, IT, Recht MARKTENTWICKLUNG UND WIRTSCHAFTLICHES UMFELDGESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGNach Analyse des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat die Weltkonjunktur im Verlauf des Jahres 2018 an Fahrt verloren. Die wirtschaftliche Stimmung hat sich dem IfW zufolge nahezu überall deutlich eingetrübt. Neben der Verunsicherung durch zunehmende handelspolitische Konflikte nennen die IfW-Analysten die Straffung der Geldpolitik in den USA als Gründe für diese Entwicklung. Die Weltproduktion wuchs im Jahr 2018 um 3,7 %. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs der Winterprognose des IfW zufolge 2018 um lediglich 1,5 %. Als Gründe für die deutliche Korrektur der Prognose im Jahr 2018 nennt das IfW vor allem Produktions- und Auslieferungsprobleme der Autoindustrie im Zuge des Übergangs auf den neuen Zulassungsstandard WLTP und die Einschränkung der Binnenschifffahrt infolge niedriger Pegelstände. Die treibenden Kräfte für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland waren unverändert der starke Export, der private Konsum sowie die Bauinvestitionen. In unserem wichtigsten Absatzmarkt China hat sich der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts 2018 gegenüber 6,9 % im Vorjahr auf 6,6 % leicht verringert. Der Handelskonflikt mit den USA wirkte sich u.a. bremsend auf das BIP Chinas aus. Die indische Wirtschaft entwickelte sich 2018 mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 7,7 % weiterhin dynamisch. In Ostasien belief sich die kumulierte Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts auf 5,1 % gegenüber 5,2% im Jahr 2017. PHOTOVOLTAIKBRANCHENach Angaben der Analysten von IHS Markit wird der weltweite Zubau an neu installierter Modulkapazität im Jahr 2018 bei leicht über 100 GW liegen (Vorjahr: 95 GW). Das starke Wachstum wurde wie in den Vorjahren insbesondere von Neuinstallationen in China angetrieben. Trotz gedrosselter Ausbaupläne seitens der Regierung wurden 2018 in China rund 44,1 GW Photovoltaik neu installiert (Quelle: National Energy Administration / NEA, Januar 2019). Im Vorjahr waren es noch 53 GW. Weitere Gigawatt-Märkte im Jahr 2018 waren erneut die USA, Indien sowie Japan. Laut der aktuellen Internationalen Technologie Roadmap für Photovoltaik (ITRPV 2018) sind über 75 % der Produktionskapazitäten weltweit auf Standardsolarzellen (BSF) ausgelegt. Die Nachfrage für diese Solarzellen sinkt aufgrund ihres geringen Wirkungsgrades. Außerdem ist der Verkauf von Standard-Solarzellen bzw. -modulen für die meisten Hersteller aufgrund der gesunkenen Modulpreise nicht mehr rentabel. Viele führende asiatische Solarzellenhersteller investieren daher in den Ausbau von neuen Produktionskapazitäten mit hocheffizienten Zellkonzepten wie Mono-PERC, Heterojunction oder TOPCon. Die ITRPV 2018 prognostiziert insbesondere einen steigenden Marktanteil für hocheffiziente PERC-Solarzellen 2018 auf über 30% und bis 2020 auf 40%. Die Photovoltaikbranche bleibt durch einen sehr hohen Preisdruck auf allen Wertschöpfungsstufen geprägt. Es stehen weltweit hohe Produktionskapazitäten zur Verfügung, die den Großteil der Nachfrage nach Solarzellen und -modulen decken. Dieser Preisverfall verstärkt die Marktkonsolidierung in der Branche und erhöht den Preis- und Wettbewerbsdruck. Das gilt auch für die Polysiliziumindustrie, die mit niedrigerer Abnahme und Preisverfall konfrontiert ist. Die Solarzellenhersteller müssen weiter ihre Kosten senken, beispielsweise durch größere Produktionskapazitäten, die Optimierung von Produktionsprozessen oder höheren Anlagendurchsatz sowie die Integration neuer Zellkonzepte wie p-Typ-PERC oder bifaziale n-Typ-Zellen. Auch die Anlagenlieferanten spüren den Preisdruck. Gerade bei Standardanlagen haben sich in den letzten Jahren chinesische Anbieter neben den Wettbewerbern aus Europa und den USA etabliert. Die Investitionstätigkeit von Solarzellenherstellern in technologische Aufrüstung bestehender Produktionslinien oder in neue Linien wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich verfügt die Mehrzahl der Hersteller nur über einen engen finanziellen Spielraum. Daher sind die Finanzierungsmöglichkeiten der Solarzellenhersteller ausschlaggebend für ihre Investitionstätigkeit. Hinzu kommen politische Faktoren wie z.B. nationale Förderprogramme, Ausbauziele oder Strafzölle. Ebenso kann die Unsicherheit hinsichtlich staatlicher Solarförderungen und Auswirkungen von verhängten Strafzöllen auf Solarprodukte die Investitionstätigkeit von Solarzellenherstellern wesentlich beeinflussen. Das Gleiche gilt für mögliche Ausweitungen von Strafzöllen wie z.B. in den USA und in Indien. Das Risiko der hohen Volatilität der Investitionstätigkeit seitens unserer PV-Kunden ist unserer Meinung nach auch weiterhin gegeben. HALBLEITERBRANCHENeben der Produktionstechnik für die Photovoltaikindustrie zählt auch die Halbleitersparte zum Kerngeschäft der CT AG und soll weiter ausgebaut werden. Der Markt der Produktionstechnik für die Halbleiterindustrie unterteilt sich im Wesentlichen in die beiden Sparten Power und CMOS. Die Sparte Power umfasst Leistungshalbleiter für die Automobilindustrie sowie den Maschinenbau und die Sparte CMOS Halbleiter für den Massen- bzw. Endkundenmarkt. In der Sparte Power ist centrotherm gut positioniert und bietet thermische Produktionslösungen für Leistungshalbleiter aus Silizium, Galliumnitrid und Siliziumkarbid an. In der Sparte CMOS ist centrotherm ebenfalls gut positioniert und bietet thermische Produktlösungen für Sensorik aus Silizium an. Beide Märkte zeigen ein kontinuierliches Wachstum durch die erneuerbaren Energien, die zunehmende e-Mobilität und die digitale Vernetzung durch Mobiltelefone, Tablet Computer, das "Internet der Dinge" sowie Industrie 4.0 Anwendungen. ANALYSE DER FINANZWIRTSCHAFTLICHEN SITUATIONWICHTIGE HINWEISE UND VORBEMERKUNGENAlle Angaben beziehen sich auf die CT AG. Margen und Quoten beziehen sich - sofern im Text nicht anders angegeben - auf die Gesamtleistung. Zur besseren Lesbarkeit wird das Geschäftsjahr 2017 auch als "Vorjahr" bezeichnet. AUFTRAGSENTWICKLUNGIm Geschäftsjahr 2018 gingen Aufträge mit einem Gesamtvolumen von 63.060 TEUR (Vorjahr 129.241 TEUR) bei der CT AG ein. Insbesondere der Auftragseingang aus der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie erreichte mit 43.667 TEUR einen Rekord. Hingegen hatten die Ende Mai 2018 geänderten Förderbedingungen der chinesischen Regierung für den Photovoltaikzubau, erhebliche Auswirkungen auf geplante Investitionen der Solar- und Modulhersteller. Das zeigt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auch deutlich im Auftragseingang aus der Photovoltaikindustrie mit insgesamt 19.393 TEUR (Vorjahr: 102.330 TEUR). 2017 trug insbesondere ein Großauftrag von rund 45 Mio. EUR zu dem hohen Auftragseingang aus der Photovoltaikindustrie bei. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2018 verringerte sich im Wesentlichen aufgrund von erfolgten Abnahmen von Großprojekten auf 67.158 TEUR nach 145.463 TEUR zum Vorjahresstichtag. UMSATZ UND ERGEBNISENTWICKLUNGUmsatz und GesamtleistungIm Geschäftsjahr 2018 hat die CT AG einen Umsatz von 144.872 TEUR erzielt (Vorjahr: 74.952 TEUR). Das für 2018 gesteckte Umsatzziel von 100 bis 130 Mio. EUR wurde deutlich übertroffen, da insbesondere Großprojekte vor dem Bilanzstichtag von den Kunden abgenommen und der Umsatz aus diesen Projekten vollumfänglich realisiert wurde. Die wesentliche Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen spiegelt diesen Umstand wider. Die Gesamtleistung sank von 112.843 TEUR im Vorjahr auf 92.646 TEUR im Berichtsjahr. Umsatzerlöse nach Regionenscroll
Nach China (91.632 TEUR) war Indien mit einem Umsatz von 14.898 TEUR der zweitwichtigste Absatzmarkt im abgelaufenen Geschäftsjahr, gefolgt von Deutschland mit 10.830 TEUR. Umsatzerlöse nach Produktenscroll
Aufwands- und ErgebnisentwicklungAuszug aus der Bilanz- und Verlustrechnungscroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 3.660 TEUR nach 3.275 TEUR im Vorjahr. Darin enthalten sind insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 2.110 TEUR, eine Rückerstattung von 556 TEUR aus einer Rechtsstreitigkeit sowie Erträge aus Fördermitteln für F&E-Projekte mit 450 TEUR. Im Geschäftsjahr 2018 sank der im Zusammenhang mit der Gesamtleistung stehende Materialaufwand inklusive der Aufwendungen für bezogene Leistungen auf 48.461 TEUR nach 72.223 TEUR im Vorjahr. Dies ist wesentlich auf die Großprojekte zurückzuführen, für die der wesentliche Materialaufwand bereits im Vorjahr angefallen ist. Auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden Abschreibungen in Höhe von 2.182 TEUR vorgenommen. Im Berichtsjahr 2018 sank die an der Gesamtleistung gemessene Materialaufwandsquote von 64,0 % im Vorjahr auf 52,3 %. Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2018 betrug 24.168 TEUR und blieb gegenüber dem Vorjahr auf nahezu gleichem Niveau (2017: 24.313 TEUR). Das gilt auch für die 2018 vorgenommenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Sie beliefen sich auf 2.493 TEUR nach 2.532 TEUR im Vorjahreszeitraum. Auf außerplanmäßige Abschreibungen entfielen 116 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR). Im Geschäftsjahr 2018 betrugen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 19.679 TEUR (2017: 33.602 TEUR). Darin enthalten waren sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt CEEG in Algerien in Höhe von 3.759 TEUR (Vorjahr: 1 1.973 TEUR). Die Rechts- und Beratungskosten sanken auf 1.809 TEUR (Vorjahr: 2.492 TEUR). Das Ergebnis vor Ertragsteuern für das Jahr 2018 betrug 1.058 TEUR nach -16.655 TEUR im Vorjahr. Damit wurde die Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses vor Steuern übertroffen. Unter Berücksichtigung der Steuern verbuchte die CT AG einen Jahresüberschuss von 883 TEUR (Jahresfehlbetrag 2017: 16.778 TEUR). Damit wurde erstmals seit Ablauf des Geschäftsjahres 2011 wieder ein leicht positives Ergebnis nach Steuern erreicht. Der Bilanzverlust der CT AG sank leicht von 29.758 TEUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 28.875 TEUR zum 31. Dezember 2018. Im Geschäftsjahr 2018 betrug das Ergebnis je Aktie bei einer Anzahl von 21.162.380 Aktien 0,04 EUR nach -0,79 EUR im Vorjahr. Beurteilung des Vorstands über die GeschäftsentwicklungDie CT AG hat das für 2018 gesteckte Umsatzziel von 100 bis 130 Mio. EUR deutlich übertroffen, da insbesondere Großprojekte von den Kunden abgenommen und der Umsatz aus diesen Projekten vollumfänglich realisiert wurde. Der erfolgreichen Erfüllung dieser Großprojekte kommt eine hohe strategische Bedeutung zu, da die CT AG ihre Produktionslösung für PERC-Solarzellen im Markt etablieren konnte. Das bildet die Grundlage für Folgegeschäft im Geschäftsjahr 2019. Im Wesentlichen bedingt durch die geänderte Förderpolitik in China wurden im Geschäftsjahr 2018 größere Investitionen in neue Produktionskapazitäten für Hocheffizienzsolarzellen gebremst. Sehr positiv war hingegen die Nachfrage aus der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die CT AG verbuchte in diesem Geschäftsbereich mit rund 44 Mio. EUR den höchsten Auftragseingang in ihrer Geschichte. Insgesamt blieb der Auftragseingang unter den Erwartungen des Vorstands. Nach Steuern verbuchte die CT AG erstmals seit Ablauf des Geschäftsjahres 2011 wieder einen Jahresüberschuss. Dennoch belasteten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt in Algerien das Ergebnis. Die vom Vorstand gesetzten Ziele bei Umsatz und des Ergebnisses vor Steuern wurden erfüllt. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 2018 günstig verlaufen. VERMOEGENSLAGEAuszug aus der BilanzAktiva scroll
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Wesentliche Bilanzeffekte im BerichtszeitraumZum Bilanzstichtag sank das Umlaufvermögen der CT AG auf 77.570 TEUR nach 133.178 TEUR zum 31. Dezember 2017. Wesentlich verantwortlich für die Verringerung des Umlaufvermögens war die Abnahme der Vorräte. So resultiert die Abnahme bei den unfertigen Erzeugnissen von 89.973 TEUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 36.501 TEUR zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen aus den erzielten Projektabnahmen im Zusammenhang mit Großprojekten. Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben u.a. auch Abschreibungen in Höhe von 2.182 TEUR zur Verringerung auf 11.478 TEUR zum Bilanzstichtag geführt (31.12.2017: 18.141 TEUR). Des Weiteren haben abgeschlossene Kundenprojekte zur Verringerung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe geführt. Der Kassenbestand verringerte sich auf 18.906 TEUR gegenüber 20.944 TEUR zum Vorjahresstichtag. Auf der Passivseite der Bilanz stieg das Eigenkapital von 49.140 TEUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 50.023 TEUR zum 31. Dezember 2018. Die Eigenkapitalquote betrug 38,3 % gegenüber 26,3 % im Vorjahr. Zum Bilanzstichtag 31.Dezember 2018 sanken die sonstigen Rückstellungen auf 15.150 TEUR (31.12.2017: 28.146 TEUR). Die Abnahme dieses Bilanzpostens resultiert im Wesentlichen daraus, dass Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen aus der Insolvenz im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt CEEG in Algerien in den Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen werden. Aufgrund der Inanspruchnahme der Garantien durch den ehemaligen Kunden CEEG hat der Kreditversicherer die Garantien auch gegenüber der CT AG geltend gemacht und eine Ratenzahlungsvereinbarung getroffen. Aus dieser Vereinbarung sind für die CT AG im Geschäftsjahr 2018 Aufwendungen in Höhe von 3.759 TEUR entstanden. Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 verbleibende Rückzahlung in Höhe von 10.897 TEUR zuzüglich Zinsen erfolgt schrittweise bis Ende 2021. Die Verbindlichkeiten der CT AG sanken von 108.238 TEUR auf 64.631 TEUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018. Im Zusammenhang mit Endfakturierungen von Kundenaufträgen sanken insbesondere die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen um 65.137 TEUR auf insgesamt 29.587 TEUR (Vorjahr: 94.724 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen stiegen auf 18.203 TEUR (Vorjahresstichtag: 5.867 TEUR) aufgrund der Gewährung von Darlehen von nahe stehenden Unternehmen sowie aus dem Gesellschafterkreis. Der Anstieg der Sonstigen Verbindlichkeiten von 981 TEUR zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf 1 1.588 TEUR zum 31. Dezember 2018 ist insbesondere auf die Verbindlichkeiten gegenüber dem Kreditversicherer im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt CEEG in Algerien zurückzuführen (10.897 TEUR). LIQUIDITÄT UND FINANZIERUNGUnser Finanzmanagement setzt ein großes Augenmerk auf die Sicherung unserer Liquidität und finanziellen Flexibilität, um jederzeit über einen ausreichenden finanziellen Spielraum für die weitere Unternehmensentwicklung sowie die jederzeitige Erfüllung sämtlicher vertraglicher Verpflichtungen zu verfügen. Dabei zielen wir vor allem darauf ab, die aus dem operativen Geschäft resultierenden finanziellen Risiken aber auch Chancen zu identifizieren, zu bewerten und durch die Entwicklung sowie Umsetzung von Strategien den Risiken zu begegnen und die Chancen zu nutzen. Ausführliche Erläuterungen zum Management von Finanzrisiken sind im Chancen- und Risikobericht enthalten. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit -6.971 TEUR nach 3.400 TEUR im Vorjahr. Der negative Cashflow resultierte im Wesentlichen daraus, dass Anzahlungen für ein Großprojekt vorwiegend im Geschäftsjahr 2017 eingingen. Im Berichtszeitraum 2018 lag der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Saldo bei -319 TEUR gegenüber -97 TEUR im Vorjahr. Die Investitionen in Sachanlagen, in immaterielle Vermögenswerte und in Finanzanlagen betrugen 724 TEUR (Vorjahr: 581 TEUR). Gegenläufig waren Einzahlungen aus Gewinnausschüttung von nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 380 TEUR (Vorjahr: 475 TEUR). Im Geschäftsjahr 2018 verzeichnete die CT AG einen positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 5.250 TEUR (Vorjahr: -2.000 TEUR). Die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten betrugen 12.000 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) und betreffen den neuen Kredit eines nahe stehenden Unternehmens und Personen. Die Auszahlung in Höhe von 6.750 TEUR betrifft die erste Zahlung einer mit einem Kreditversicherer im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt CEEG in Algerien vereinbarten Ratenzahlung. Der Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2018 umfasste ausschließlich den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 18.906 TEUR (31. Dezember 2017: 20.944 TEUR). Der Finanzmittelfonds unterliegt zum Bilanzstichtag einer planmäßig kurzfristigen Verfügungsbeschränkung aufgrund von bar hinterlegten Avalen in Höhe von 6.749 TEUR. Die verfügbare, freie Liquidität betrug demnach zum Bilanzstichtag 12.157 TEUR. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 verfügte die CT AG über einen Avalrahmen in Höhe von 15.000 TEUR. Die Avale sind in voller Höhe mit Barmitteln zu unterlegen; die Ausnutzung der Avallinie betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 6.749 TEUR (Vorjahr: 6.078 TEUR). Ein Risiko aus der Inanspruchnahme ist aufgrund der aktuellen Projektstatusberichte nicht erkennbar. Seit Ende 2013 besteht eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft der CT AG in Höhe von 2.000 TEUR, die als Sicherheit für einen bis 30. März 2021 laufenden Multibank Rahmenkreditvertrag der FHR Anlagenbau GmbH dient. Zum Bilanzstichtag bestand eine Bankbürgschaft für die Tochtergesellschaft SiTec GmbH in Höhe von 6.300 TEUR zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen und Vertragserfüllung im Zusammenhang mit dem Großprojekt in Katar. Seit Januar 2016 haftete die CT AG im Rahmen einer selbstschuldnerischen Bürgschaft in Höhe von 7.500 TEUR als Sicherheit für diesen bis zum 30.05.2019 laufenden Avalkreditrahmen. Anfang Februar 2019 wurde die Bankbürgschaft in Höhe von 7.500 TEUR durch das Kreditinstitut zurückgegeben. Weitere Avale und Garantien gegenüber Dritten oder Tochtergesellschaften bestanden zum Stichtag nicht. Zur Sicherstellung der Finanzierung der Gesellschaft stehen Kredite von insgesamt 17.000 TEUR aus dem Gesellschafterkreis zur Verfügung mit Laufzeiten bis August 2020 und Ende Dezember 2021. WERTEMANAGEMENT UND LEISTUNGSINDIKATORENFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENDie Unternehmensstrategie und die daraus resultierenden Ziele werden vom centrotherm-Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt. In regelmäßigen Sitzungen gemeinsam mit dem operativen Führungskreis sowie den Führungskräften erfolgt die Überprüfung der Erreichung und Weiterentwicklung der Ziele. Zur Unternehmenssteuerung setzt centrotherm Umsatz und EBITDA ein. Diese Kennzahlen werden mit weiteren Kennzahlen wie Auftragseingang und Liquidität im Zuge von institutionalisierten, monatlich erstellten Reports an den Vorstand berichtet. Im Geschäftsjahr 2018 lag der Fokus erneut auf der Sicherung der Liquidität und ihrer weiteren Entwicklung. Auftragsbestand und damit einhergehend der Auftragseingang sind wichtige Kennzahlen, die nach Art und Inhalt des Auftrags detailliert an den Vorstand berichtet werden. Unseren Planumsatz leiten wir aus der erwarteten zeitlichen Abarbeitung des bestehenden Auftragsbestands und den für die Zukunft prognostizierten Auftragseingängen ab. MARKT UND WETTBEWERBFür uns ist das frühzeitige Erkennen von Chancen und Risiken wichtig, um rechtzeitig und flexibel auf Marktentwicklungen reagieren zu können sowie aktiv Potenziale zu erkennen und zu nutzen. Daher betrachten wir nicht nur gesamtwirtschaftliche Indikatoren. Insbesondere kontinuierliche Kontakte mit Kunden, Forschungspartnern und Marktforschungsinstituten oder Verbänden ermöglichen es uns, Technologietrends sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbsstruktur zu erfassen und deren Einfluss auf unsere künftige Umsatz- und Ergebnissituation abzuschätzen. Ein wichtiger Indikator ist der politische Einfluss auf die Marktentwicklung. Sowohl die Verabschiedung von Solarförderprogrammen und Einspeisevergütungen (FiT = Feed-in-Tariffs) oder "local content"-Regelungen als auch Strafzölle, wie sie beispielsweise die USA auf chinesische oder taiwanesische Solarprodukte verhängt haben, gehören dazu. Auch wenn wir von Anpassungen der Förderprogramme oder von Strafzöllen nicht unmittelbar betroffen sind, analysieren wir diese und lassen mögliche Auswirkungen in unsere Planung und Vertriebsstrategie einfließen. MITARBEITERZum Stichtag 31. Dezember 2018 sank die Mitarbeiterzahl leicht auf 395 gegenüber 399 zum Vorjahresstichtag. Die Mitarbeiterzahl ist nach Köpfen angegeben. EINKAUF & BESCHAFFUNGOberstes Ziel des Einkaufs und der Beschaffung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in Bezug auf Technologie, Qualität, Liefertreue und Kosten in einem für die Photovoltaik-, Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie typisch zyklischen Marktumfeld abzusichern. Im Rahmen des Lieferantenmanagements bauen wir stetig die Beziehungen zu unseren qualitätsgeprüften Lieferanten aus und identifizieren darüber hinaus auch im Rahmen unserer Global-Sourcing-Strategie neue, sehr leistungsfähige Lieferanten in Osteuropa und China. Auch dadurch sind wir in der Lage, unsere Produkte technologisch weiterzuentwickeln. Über Zweit- oder Drittlieferanten stellen wir einerseits sicher, dass die Versorgung mit Bauteilen oder -gruppen nicht durch Lieferengpässe oder -ausfälle unterbrochen wird und minimieren andererseits mögliche Abhängigkeitsrisiken. Sowohl unsere Lieferanten als auch die Qualität der von ihnen gelieferten Waren werden kontinuierlich überwacht. Der Bereich Einkauf umfasst den strategischen Einkauf, das Lieferantenmanagement sowie den operativen Einkauf und die Disposition. Er ist organisatorisch so strukturiert, dass die Dynamik der Beschaffungsanforderungen effizient unterstützt wird. PRODUKTIONDie Effizienz und Flexibilität des operativen Bereichs Produktion hat wesentlichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der CT AG. Wir verfolgen daher konsequent das Ziel, die Qualität sowie die Liefertreue zu sichern und kontinuierlich zu erhöhen, bei gleichzeitig möglichst niedrigen Beschaffungskosten. Mit der neu gegründeten Tochtergesellschaft centrotherm Machinery (Kunshan) Co. Ltd. haben wir unsere Produktionskapazitäten im wichtigen Absatzmarkt China ausgebaut. Auf 600 m2 Produktionsfläche werden ab 2019 an diesem Standort Baugruppen von Produktionsanlagen für den chinesischen Markt produziert. Das Strategieprojekt "Lean Operations" in der Produktion wurde 2018 weiter vorangetrieben. Wesentliche Teilprojekte des Projekts sind der kontinuierliche Verbesserungsprozess, die Implementierung von e-Kanban-Regelkreisen, die Installation eines Qualitätszirkels sowie die Flexibilisierung des Mitarbeitereinsatzes durch bedarfsgerechte Qualifizierung. Mit dem Shop-Floor-Management werden die Produktionsteams durch Visualisierung wesentlicher Kennzahlen gezielt gesteuert bzw. informiert und können sich aktiv zur Optimierung der Produktionsprozesse einbringen. VERTRIEBDie Vertriebsstrukturen der CT AG sind auf das dominierende Auslandsgeschäft ausgerichtet. Wir sind mit Service- und Vertriebsgesellschaften in allen wichtigen Märkten vor Ort vertreten und so jederzeit nah am aktuellen Marktgeschehen. Durch unsere lokale Präsenz und unser Ersatzteilangebot erreichen wir ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit. Der Vertrieb erfolgt im Wesentlichen durch unsere lokalen Service- und Vertriebsgesellschaften und wird zentral von Blaubeuren insbesondere durch den technischen Vertrieb unterstützt. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Forschungs- und Entwicklungsarbeit (F&E) ist nach wie vor eine der wichtigsten Säulen zum Erhalt bzw. Ausbau unserer Marktposition und damit zur Sicherung unseres unternehmerischen Erfolgs. Dabei stehen insbesondere die Optimierung und die Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen sowie der Prozesse zur Herstellung von Solarzellen, Halbleiter- und Mikroelektronikbauteilen im Fokus unserer Teams im In- und Ausland. Im Berichtszeitraum hat centrotherm seine Entwicklungsziele mit seinen Technologen, Prozessingenieuren und Integrationsexperten konsequent weiterverfolgt. Insgesamt hat die CT AG 10.952 TEUR (2017: 7.944 TEUR) für Forschung & Entwicklung investiert. 91 Mitarbeiter waren zum Ende des Geschäftsjahres 2018 für Technologie und Forschung tätig. Schwerpunkte der F&E für neue TechnologienZur weiteren Diversifizierung der Geschäftstätigkeit der CT AG wurden neue thermische Prozesse für die Herstellung von Hochleistungsfasern aus Carbon und Keramik im Labor getestet. Basierend auf seiner Kernkompetenz bei thermischen Prozessen arbeitet centrotherm im Bereich Storage an einer Produktionslösung, die bei Hochleistungs- bzw. Hochenergiebatterien mittelfristig zum Tragen kommt. Diese erhöht nachweislich sowohl Belastungsfähigkeit als auch Lebensdauer der Batterien. centrotherm arbeitet mit verschiedenen Instituten an der Weiterentwicklung dieser Prozesse und sich hieraus ergebenden Produktionsanlagen. Erste Laboranlagen wurden bereits ausgeliefert. PHOTOVOLTAIK & HALBLEITERSchwerpunkte der F&E für die Photovoltaikindustriecentrotherm arbeitet in der Forschung & Entwicklung eng mit Forschungsinstituten zusammen. Dazu zählen insbesondere die Partnerschaften mit dem Institut für Solarenergieforschung GmbH Hameln (ISFH), dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg sowie dem International Solar Energy Research Center (ISC) in Konstanz. Kern der Kooperationen ist die Erprobung und Weiterentwicklung neuer Prozesse für die Massenproduktion von hocheffizienten-Solarzellenkonzepten wie z.B. bifaziale n-Typ-Solarzellen. Diese Solarzellen verfügen im Gegensatz zu p-Typ-Solarzellen über ein höheres Wirkungsgradpotenzial und verzeichnen auch ohne nachfolgende Behandlung keine lichtinduzierte Degradation. Auf nationaler Ebene ist centrotherm darüber hinaus auch an mehreren geförderten Forschungsprogrammen beteiligt. Diese Programme haben zum Ziel, neue Technologien zu entwickeln und Prozesse sowie dazugehörige Produktionsanlagen weiter zu entwickeln. Ein Beispiel ist die LPCVD Polysiliziumbeschichtung von Solarzellen zu deren weiteren Effizienzsteigerung. Wesentliches Element unserer Entwicklungsarbeit ist auch die Zusammenarbeit mit Pilotkunden. Gemeinsam entwickeln wir Prozesse neu oder weiter und erarbeiten Produktionslösungen für die Zukunft. So lag der Fokus unserer Entwicklungsarbeit 2018 in der Weiterentwicklung des PECVD-Prozesses für die Aluminiumoxid-Beschichtung (AlOx) und der Entwicklung einer neuen Anlagengeneration. Die AlOx-Beschichtung kommt bei der Herstellung von hocheffizienten PERC-Solarzellen zum Einsatz. Mit Hilfe von passivierten Kontakten soll der Wirkungsgrad der Solarzellen weiter gesteigert werden. Im Bereich Silizium wurden 2018 keine Aktivitäten in Forschung & Entwicklung getätigt. Schwerpunkte der F&E für die Halbleiter- und MikroelektronikindustrieZum Ausbau unseres Halbleitergeschäfts setzen wir auf eine Optimierung bestehender Prozesse und Anlagen sowie auf die Entwicklung neuer Lösungen für unsere Kunden aus der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie. An unseren Standorten Blaubeuren und Hannover betreiben wir die Entwicklungsarbeit für diese Industrie. In unserem Reinraumforschungslabor in Blaubeuren führen wir Demonstrationsreihen für unsere Kunden durch. So können wir die technologische Leistungsfähigkeit unserer Anlagen demonstrieren, aktuelle Prozesse charakterisieren sowie weitere neue Anwendungen erschließen. Auf europäischer Ebene ist centrotherm seit Ende November 2017 Partner für das europäische Entwicklungsprojekt REACTION. Es handelt sich um die Entwicklung der ersten Fabrik für Siliziumcarbid-Anwendungen auf 200 mm Wafern. Mit diesem Projekt wollen wir unsere weltweite Marktführerschaft für Siliziumcarbid-Anwendungen mit unseren Anlagen c.ACTIVATOR und c.OXIDATOR ausbauen und als 200 mm Plattform weiterentwickeln. Das Projekt hat eine Laufzeit bis 2020 und beinhaltet 25 Partner. Ein weiterer Schwerpunkt unserer F&E-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2018 stellte die Entwicklung einer neuen Anlagengeneration für die Bearbeitung von 200 und 300 mm Wafern dar. Für die Horizontalanlage c.HORICOO 200 wurde zudem ein neuer Hochtemperaturprozess entwickelt, der die Prozessdauer signifikant um 50 % reduziert und den Anlagendurchsatz verdoppelt. Für 300 mm Wafer bietet das Anlagencluster c.HORICOO 300 mit seinem neuen Anlagendesign und der Automatisierungslösung eine durchsatzstarke Produktionslösung für die Halbleiterindustrie. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTCHANCENVertrieb und AbsatzDer Marktanteil hocheffizienter Solarzellen steigt zunehmend und mono PERC wird im Jahr 2019 zum Mainstream in der Photovoltaikindustrie werden. Hieraus ergeben sich Chancen für centrotherm. Vor allem chinesische Solar- und Modulhersteller investieren in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten, um wettbewerbsfähig zu bleiben bzw. ihre Marktanteile auszubauen. Wir haben international eine gute Marktposition inne und erwarten, dass sich die Nachfrage nicht zuletzt aufgrund guter Kunden-Referenzen insbesondere aus China fortsetzt. Dies setzt voraus, dass die Expansionspläne der Hersteller nicht verschoben werden, wie z.B. aufgrund noch nicht gesicherter Finanzierung. Mit neuen durchsatzstarken Produkten wie der PECVD-Anlage c.PLASMA X und Prozessen wie der Niederdruck-Bor-Diffusion für bifaziale n-Typ-Solarzellen sowie LPCVD-Prozessen für die Produktion von PERC-Solarzellen sowie Solarzellen mit passivierten Kontakten ergeben sich positive Absatzchancen insbesondere im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Hocheffizienzsolarzellen. Die Halbleiterindustrie fragt zunehmend Produktionslösungen für die 300 mm Sensortechnologie nach. Der Ausbau entsprechender Produktionskapazitäten in der Chip-Industrie steht in den nächsten Jahren bevor. Aus einer erfolgreichen Evaluierung des neuen Anlagenclusters c.HORICOO 300 durch Kunden ergeben sich gute Absatzchancen für die kommenden Geschäftsjahre. Ebenso steigt die Nachfrage nach Leistungshalbleitern auf Siliziumkarbid-Basis. Vor diesem Hintergrund bieten sich Absatzchancen für Horizontalöfen, Hochtemperatur-Prozessanlagen c.ACTIVATOR 150 und c.OXIDATOR 150 sowie für die RTP-Anlage c.RAPID. Für den Vertrieb im Bereich Mikroelektronik ergeben sich u.a. für die automatisierten Vakuumlötanlagen und Durchlauföfen für Keramikvielschicht-Chipkondensatoren (MLCC: Multi Layer Ceramic Capacitor) auch in Asien zunehmend gute Absatzchancen. Im Geschäftsbereich Silizium ergeben sich Chancen aus der Nachfrage nach Polysilizium für die Photovoltaik und Halbleiterindustrie. Durch Preiskampf unter den wenigen Anbietern ist die Qualität des Endproduktes das entscheidende Kriterium für eine Margensichernde Fertigungsstrategie. Die CT AG sieht sich im Bereich Silizium in einer guten Position, Beratungsleistungen zur Kostenoptimierung von Polysiliziumproduktionsstätten oder Lab-Reaktoren zu liefern. Insgesamt ergibt sich vor dem Hintergrund der hohen weltweiten Installationsbasis von centrotherm Produkten weiteres Umsatzpotenzial aus dem After Sales-Geschäft mit Serviceleistungen und Upgrades. Die CT AG sieht im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt CEEG in Algerien (siehe Risikobericht im Geschäftsbericht 2017) mittel- bis langfristig die Chance, gegen die aus Sicht der Gesellschaft rechtsmissbräuchlich erfolgten Inanspruchnahme von Garantien durch den Kunden juristisch vorzugehen. RISIKENUmfeld- und BranchenrisikenDie Photovoltaikbranche bleibt durch einen sehr hohen Preisdruck auf allen Wertschöpfungsstufen geprägt. Es stehen weltweit hohe Produktionskapazitäten zur Verfügung, die den Großteil der Nachfrage nach Solarzellen und -modulen decken. Der Preisverfall bei Solarzellen und Modulen verstärkt die Marktkonsolidierung in der Branche und erhöht den Preis- und Wettbewerbsdruck. Neben den Solar- und Modulherstellern spüren das auch die Anlagenlieferanten. Gerade bei Standardanlagen haben sich in den letzten Jahren chinesische Anbieter neben den Wettbewerbern aus Europa und den USA etabliert. Die Investitionstätigkeit von Solarzellenherstellern in technologische Aufrüstung bestehender Produktionslinien oder in neue Linien wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst. Grundsätzlich verfügt die Mehrzahl der Hersteller nur über einen engen finanziellen Spielraum. Daher sind die Finanzierungsmöglichkeiten der Solarzellenhersteller ausschlaggebend für ihre Investitionstätigkeit. Hinzu kommen politische Faktoren wie z.B. nationale Förderprogramme, Ausbauziele oder Strafzölle. Ebenso kann die Unsicherheit hinsichtlich staatlicher Solarförderungen und Auswirkungen von verhängten Strafzöllen auf Solarprodukte die Investitionstätigkeit von Solarzellenherstellern wesentlich beeinflussen. Das Gleiche gilt für mögliche Ausweitungen von Strafzöllen wie z.B. in den USA und in Indien. Das Risiko der hohen Volatilität der Investitionstätigkeit seitens unserer PV-Kunden ist unserer Meinung nach auch weiterhin gegeben. Eine Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China konnte sich zudem negativ auf die Investitionstätigkeit unserer Kunden auswirken. Den Umfeld- und Branchenrisiken begegnet centrotherm vor allem durch unternehmensstrategische, leistungswirtschaftliche und finanzwirtschaftliche Maßnahmen, die neben weiteren im Folgenden dargestellt sind. Unternehmensstrategische RisikenDie CT AG erwirtschaftet nach wie vor einen Großteil ihrer Umsätze mit Kunden aus der Photovoltaikbranche. Der Vorstand hat strategische Maßnahmen ergriffen, um diesem Marktrisiko durch Diversifizierung des Produktportfolios zu begegnen. Die Diversifizierungsstrategie sieht kurzfristig den weiteren Ausbau des Bereichs Halbleiter & Mikroelektronik vor und langfristig den Aufbau neuer Geschäftsfelder. Das Risiko der Fehleinschätzung der künftigen Absatzpotenziale besteht aber grundsätzlich weiter. Es besteht das Risiko, dass diese Ziele später als geplant umgesetzt werden und es daher zu einer Verzögerung der Diversifizierung der CT AG kommt. Insbesondere die sich eintrübende weltwirtschaftliche Entwicklung kann zu einer Verzögerung der Investitionsbereitschaft von Kunden in unseren Hauptmärkten führen. Durch die internationale Präsenz müssen auch die jeweiligen politischen, rechtlichen und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen beachtet werden. Hieraus können Risiken im Zusammenhang mit der Nichtbeachtung geltender Vorschriften und lokaler Gegebenheiten entstehen. Durch den Einsatz erfahrener Fach- und Führungskräfte vor Ort sowie einer sachorientierten Unterstützung durch externe Spezialisten, die über umfangreiche Kenntnisse der lokalen Märkte verfügen, wirkt centrotherm diesen Risiken entgegen. Leistungswirtschaftliche RisikenBeschaffung und Materialwirtschaftcentrotherm bezieht neben Bauteilen auch komplette Baugruppen von seinen Lieferanten aus dem In- und Ausland. Teilweise handelt es sich um Spezial- und Schlüsselequipment, welches nur von bestimmten Lieferanten bereitgestellt werden kann. Um zu gewährleisten, dass Lieferungen in ausreichender Menge und Qualität bei Bedarf zur Verfügung stehen, erfolgt eine kontinuierliche Überwachung, Bewertung und Qualifizierung der Lieferanten im Rahmen des Lieferantenmanagements. Das gilt auch im Hinblick auf die Liefertermintreue. Eine teilweise unvollständige Materialbereitstellung für die Produktion kann zu einem höheren Personalaufwand und in der Folge zu Produktionsverzögerungen bis hin zur Nichteinhaltung von Lieferterminen und möglicherweise zu Vertragsstrafen führen. centrotherm begegnet diesem Risiko insbesondere durch konsequentes Tracking von Fehlteilen sowie Lieferantenüberwachung zur Vermeidung von Lieferengpässen. Darüber hinaus minimieren wir Materialbeschaffungsrisiken durch genaue Planung von Produktionsslots und entsprechende Erzeugung von Bedarfen innerhalb der Wiederbeschaffungszeit des benötigten Materials. Beim Einkauf von Bauteilen aus dem Ausland besteht zudem das Risiko von längeren Lieferzeiten. Verzögerungen können auch durch Zollprüfungen auftreten. Damit bei einem etwaigen Wegfall eines Lieferanten oder die Abkündigung von Teilen weiterhin die Lieferfähigkeit aufrechterhalten werden kann, werden konsequent Zweit- und Drittlieferanten aufgebaut. Unterstützt wird diese Flexibilisierung durch die fortlaufende Standardisierung von Bauteilen und Komponenten. Zudem könnte auch die wirtschaftliche Situation der Lieferanten ein Risiko darstellen, insbesondere wenn Vorkasse-Zahlungen zu leisten sind. Diesem Risiko begegnen wir durch Monitoring des Kreditratings von Lieferanten und in Einzelfällen durch Anzahlungsbürgschaften oder Escrow-Vereinbarungen. Abhängigkeitsrisiken zu Lieferanten aufgrund langfristiger Beschaffungsverträge bestehen aktuell nur in geringem Umfang. Das gleiche gilt für Abkündigungen von Teilen durch Lieferanten. Ein weiteres Risiko besteht bezüglich der Entwicklung von Materialkosten. Insbesondere bei größeren Aufträgen, die über einen längeren Zeitraum realisiert werden, sind Preissteigerungen gegenüber den kalkulierten Budgets möglich. Durch regelmäßiges Monitoring der Preisentwicklungen wichtiger Komponenten wird diesem Risiko gegengesteuert. Die Risiken aus der Beschaffung und Materialwirtschaft sind derzeit als gering einzuschätzen. Maßnahmen zur Risikosteuerung sind implementiert. Qualitätsmanagement und QualitätssicherungWeitere Risiken ergeben sich auch als Folge von Konstruktions-, Montage- oder Installationsfehlern in Form von Produkthaftungsansprüchen oder Reputationsschäden. Wir begegnen diesen Risiken mit einer Qualitätsprüfung bei Wareneingang sowie durch permanente Produktionsüberwachung im Rahmen des Qualitätsmanagements und des Strategieprojekts Lean Operations. Darüber hinaus nehmen nur qualifizierte Servicetechniker und Ingenieure die Installation der Produktionsanlagen vor Ort vor. Zur Deckung verbleibender Risiken nach Maßnahmen wurden Rückstellungen gebildet. Zur Minimierung von Haftungsrisiken und zum Schutz vor den Auswirkungen aus Schadensfällen schließen wir entsprechende Versicherungen ab. Ehemaliges Großprojekt CEEG AlgerienZum Bilanzstichtag bestand eine Bankbürgschaft für die Tochtergesellschaft SiTec GmbH in Höhe von 6.300 TEUR zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen und Vertragserfüllung im Zusammenhang mit dem Großprojekt in Katar. Seit Januar 2016 haftete die CT AG im Rahmen einer selbstschuldnerischen Bürgschaft in Höhe von 7.500 TEUR als Sicherheit für diesen bis zum 30.05.2019 laufenden Avalkreditrahmen. Anfang Februar 2019 wurde die Bankbürgschaft in Höhe von 7.500 TEUR durch das Kreditinstitut zurückgegeben. Forschung und EntwicklungDer schnelle technologische Fortschritt u.a. in der Photovoltaik- und Halbleiter-Industrie kann zu Risiken im Forschungs- und Entwicklungsbereich führen. Zum einen besteht die Gefahr, dass centrotherm Produkte und Prozesse entwickelt, die zukünftig am Markt nicht nachgefragt werden. Zum anderen ist es möglich, dass centrotherm den technologischen Anforderungen des Marktes nicht oder nur mit zusätzlichem Aufwand gerecht wird. Es besteht darüber hinaus auch das Risiko, dass Produktionslösungen nicht rechtzeitig entwickelt werden können. Dies kann zu Umsatzausfällen und zum Verlust von Marktanteilen führen. Im Rahmen der Einführung neuer Prozesse und Produktionsanlagen kann es nach der Installation beim Kunden zu einem zusätzlichen Material- und Serviceaufwand kommen, sofern Anlagenkomponenten getauscht, durch neue ersetzt oder Prozessoptimierungen durchgeführt werden müssen. Die CT AG begegnet diesen Risiken durch ausgewählte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie durch Kooperationen mit Universitäten, Hochschulen, renommierten Forschungsinstituten und nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit Pilotkunden. Zudem werden alle Produkt- oder Prozessentwicklungen standardisierten Bewertungsverfahren unterworfen, in denen die strategische und die finanzielle Werthaltigkeit permanent überprüft und hinterfragt wird. Vertrieb und AbsatzInsbesondere bei der Realisierung von Großprojekten können sich besondere Risiken ergeben. Dazu gehören u.a. Fehler in der Auftragskalkulation, Mehrkosten aufgrund technischer Änderungen und Prozesserfahrung ("Lessons Learned", Technologierisiko), Nichterfüllung zugesicherter Produkt- und/oder Prozessspezifikationen und mögliche Auswirkungen auf zukünftige Marktentwicklungen, Gefahr kundenseitiger Projektverzögerungen, hohe Abhängigkeit vom Kunden und damit höheres Kreditrisiko, Lieferantenrisiko (Lieferverzug, unzureichende Qualität, steigende Materialkosten) sowie Steuer- und Transferpreisrisiken. Der kurze Planungshorizont der Kunden führt zu sehr kurzen Lieferterminvorgaben, welche ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Auftragsvergabe sind. Durch Standardisierung, Vorfertigung von Modulen und Optimierung des Beschaffungs- und Produktionsprozesses im In- und Ausland wird diesem Risiko entgegengewirkt. Personalrisikencentrotherm ist für die Erreichung seiner Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Der allgemeine Fachkräftemangel erschwert die Rekrutierung von qualifizierten Bewerbern am Arbeitsmarkt. Zur Verringerung des Risikos eines Fachkräftemangels setzt centrotherm neben der Präsenz auf Recruiting-Messen auch auf die Unterstützung von Personalvermittlern und Interimsberatern. Darüber hinaus nimmt die betriebliche Ausbildung als Instrument zur Nachwuchsförderung eine wichtige Rolle in der Personalpolitik von centrotherm ein. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verringerung des Fachkräftemangels. Auch vor dem Hintergrund eines robusten Arbeitsmarkts ergibt sich ein erhöhtes Fluktuationsrisiko. Beim Ausfall von Schlüsselpersonen besteht die Gefahr, dass der Geschäftsbetrieb beeinträchtigt wird und wertvolles Know-how verloren geht. Diesem Risiko begegnet die CT AG mit Maßnahmen zur Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität und durch individuelle Personalentwicklungspläne. Dazu zählen auch die Förderung eines guten Betriebsklimas und die Stärkung der Mitarbeitermotivation und Kommunikation. Auch im Zusammenhang mit der weiteren Diversifizierung der CT AG kann das Risiko auftreten, dass Schlüsselpositionen nicht entsprechend der zukünftigen Anforderungen besetzt werden können. Mittels der Implementierung eines Talentmanagements und der Nachfolgeplanung soll den Risiken zum Ausfall und zur erforderlichen Qualifizierung von Schlüsselpersonen entgegengewirkt werden. Informationstechnische RisikenDie Zuverlässigkeit und Sicherheit der Informationstechnologie zur Unterstützung unserer Geschäftsprozesse sowie der internen und externen Kommunikation sind von großer Bedeutung. Jede gravierende Störung dieser Systeme oder Datenverlust könnte zu einer Störung der Geschäfts- und Kommunikationsprozesse führen. Mögliche Ursachen könnten u.a. Elementarereignisse, technische Probleme, kriminelle Einflüsse sowie Viren- oder Schädlingsattacken sein. Die Datenverfügbarkeit und Datensicherheit zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen, ist zentrales Ziel unserer IT-Organisation. Dazu gehören auch die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter zum Thema Cyberkriminalität. Um Risiken eines Systemausfalls zu minimieren bzw. zu vermeiden, bestehen zwei redundante Rechenzentren, die laufend dem aktuellen Bedarf angepasst werden und sich an gehobenen marktüblichen Standards orientieren. Eine automatisierte Überwachung der IT-Systeme sowie eine Rufbereitschaft für Notfälle sind eingerichtet. Gängige Sicherheitsmechanismen wie Anti-Virussoftware, Firewall oder Datenverschlüsselung werden eingesetzt und ständig verbessert. Sachschäden an den Anlagen und Geräten der IT- und Kommunikationstechnik werden von der bestehenden Elektronikversicherung ersetzt. Schäden, die durch Brand, Blitz, Explosion, Sturm oder Hagel entstehen und zu einem Produktionsausfall führen, sind durch eine Betriebsunterbrechungsversicherung abgedeckt. Sicherheitsschlösser sowie Zutrittskontrollsysteme, regelmäßig zu ändernde komplexe Systemzugangsdaten, ein Data-Owner-Management und regelmäßige Datensicherung mit definierten Aufbewahrungszeiten sind wesentliche Maßnahmen zur Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit des Diebstahls, der Manipulation oder des Verlusts von Unternehmensdaten. Finanzwirtschaftliche RisikenAls weltweit agierendes Unternehmen ist centrotherm im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts-, Zins-, Währungs- und Rohstoffpreisrisiken ausgesetzt. Diese können einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus dem operativen Geschäft resultierenden finanziellen Risiken zu identifizieren, zu bewerten und diesen Risiken durch die Entwicklung sowie Umsetzung von Strategien zu begegnen. centrotherm setzt zur Risikokompensation - soweit notwendig - geeignete Finanzinstrumente ein. Zum Bilanzstichtag und zum Zeitpunkt der Freigabe des vorliegenden Abschlusses wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Zur Verminderung des Risikos aus der Nichteinhaltung von nationalen und EU-Gesetzen sowie Publizitätspflichten werden Schulungen zu Neuerungen durchgeführt und unterstützend Rechtsberater eingeschaltet. KreditrisikoDas Kreditrisiko, auch Bonitätsrisiko oder Ausfallrisiko genannt, besteht in der Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen oder Leistungen des Vertragspartners. Hieraus ergibt sich zum einen ein Bestandsrisiko in Bezug auf bereits gefertigte Anlagen oder bestellte Bauteile sowie ein Liquiditätsrisiko durch Zahlungsverschiebungen oder -ausfälle. Zur Vermeidung eines Forderungsausfalls prüfen wir bereits vor Vertragsabschluss die Bonität unserer Geschäftspartner. Zur weiteren Absicherung vereinbaren wir mit unseren Kunden regelmäßig Zahlungsbedingungen nach Leistungsfortschritt, die i.d.R. mittels Akkreditiv abgesichert werden. Die Überwachung der offenen Posten ist Aufgabe unseres Forderungsmanagements. In regelmäßigen Sitzungen des Finanzbereichs mit den Vertriebsverantwortlichen und dem Projektmanagement findet ein Monitoring der Einzelpositionen statt, um frühzeitig Maßnahmen zur Beibringung der Forderungen festzulegen. Das Ausfallrisiko in Bezug auf Geldanlagen und Zahlungsmittelbestände ist durch die Streuung bei verschiedenen Finanzdienstleistern reduziert. Deren Bonität wird regelmäßig überwacht. Liquiditäts- und FinanzierungsrisikoDas Liquiditätsrisiko besteht grundsätzlich darin, dass die CT AG möglicherweise finanziellen Verpflichtungen wie etwa der Tilgung laufender Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht fristgerecht oder ausreichend nachkommen kann. Um Liquiditätsengpässen frühzeitig durch Maßnahmen der Liquiditätssteuerung oder geeignete Finanzierungsaktivitäten begegnen zu können, bedarf es der Transparenz über die zukünftigen Zahlungsströme. Basis für die Ermittlung des Liquiditätsbedarfs ist unsere kurz- und mittelfristige rollierende Liquiditätsplanung, welche grundsätzlich wöchentlich aktualisiert und durch das Risikomanagement laufend überwacht wird. Bei neuem Auftragseingang besteht regelmäßig die Notwendigkeit, Materialbestellungen und einen Teil des Fertigungsprozesses vorzufinanzieren. Von Kunden werden teilweise Avale gefordert, die aktuell noch durch Barhinterlegung besichert werden müssen. Bei hohen Auftragseingängen könnten durch die erforderliche Vorfinanzierung bzw. Barhinterlegung Liquiditätslücken entstehen, die die Abwicklung von Aufträgen verzögern könnten oder durch externe Finanzierungslinien für Betriebsmittel zu schließen wären. Der Vorstand geht davon aus, dass mit den Kreditlinien der CT AG ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, um solche Vorfinanzierungen abzudecken. Darüber hinaus steht der Vorstand auch mit Finanzinstituten im Gespräch, um weitere Alternative zur langfristigen Finanzierung der Gesellschaft zu erschließen. ZinsänderungsrisikoBei den finanziellen Verpflichtungen besteht derzeit nur ein geringes Zinsänderungsrisiko. FremdwährungsrisikoFremdwährungsrisiken bestehen grundsätzlich, wenn Forderungen, Verbindlichkeiten, Schulden, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft - dem Euro - bestehen bzw. entstehen werden. Unsere Kundenaufträge werden auch außerhalb der Euro-Länder ganz überwiegend in Euro fakturiert und gleichzeitig die wesentlichen Komponenten und Rohmaterialien auf Basis der Euro-Währung eingekauft. Bei Großprojekten besteht vereinzelt die Notwendigkeit, Material oder Dienstleistungen lokal zu beschaffen und in anderer Währung als in Euro zu bezahlen. Zukünftig könnte durch die zunehmend globale Beschaffungsstrategie ein erhöhtes Fremdwährungsrisiko auftreten. centrotherm überwacht die Entwicklung der lokalen Währungen und antizipiert diese bei den fortlaufenden Kalkulationen. Sollten sich im Einzelfall wesentliche Fremdwährungsrisiken ergeben, werden diese mit Devisensicherungsgeschäften projektbezogen abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Devisensicherungsgeschäfte. Rohstoffpreisrisikocentrotherm benötigt für die Produktionsprozesse verschiedene Metalle, insbesondere Kupfer, Eisen, Silber und Platin sowie Rohmaterialien wie z.B. Quarz, Silizium und Energie. Risiken ergeben sich vor allem durch die hohe Volatilität der Energie- und Rohstoffpreise. Eine Preisänderung kann sich auf die Herstellkosten auswirken. Zur Minimierung der Risiken führen wir fortlaufend Analysen der Rohstoffpreisentwicklungen und deren Auswirkungen auf unsere Wertschöpfungskette durch. In der Vergangenheit bestand und aktuell besteht nach unserer Markteinschätzung kein Absicherungsbedarf. Rechtliche RisikenÄnderungen im politischen und regulatorischen Umfeld von Ländern, in denen wir präsent sind, wie Regelungen zu Import- und Exportkontrollen, Zollbestimmungen oder andere Handelshemmnisse sowie Preis- oder Devisenbeschränkungen, könnten unsere Geschäfte in den verschiedenen nationalen Märkten negativ beeinflussen, unsere Umsätze und Profitabilität beeinträchtigen sowie den Transfer von im Ausland anfallenden Gewinnen erschweren. Zudem könnte durch die in einigen Ländern bestehenden Rechtsunsicherheiten die Fähigkeit der CT AG stark eingeschränkt sein, ihre Ansprüche und Rechte durchzusetzen. Als international agierendes Unternehmen unterhalten wir Geschäftsaktivitäten mit Kunden in Ländern, die Exportkontrollregulierungen, Sanktionen oder anderen Formen von Handelsbeschränkungen unterliegen, die durch die USA, die Europäische Union oder andere Länder oder Organisationen auferlegt wurden. Dadurch könnten wir dem Risiko von Strafzahlungen, Sanktionen oder Reputationsschäden ausgesetzt sein. Die Umsätze in Schwellenländern tragen einen wesentlichen Anteil zu unserem Gesamtumsatz bei. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Bei Geschäftsaktivitäten in Schwellenländern bestehen verschiedene Risiken, wie politische und wirtschaftliche Instabilität, die Nichtbeachtung kultureller Unterschiede - zum Beispiel bei Geschäftspraktiken und Arbeitsverhältnissen -, die Volatilität des Bruttoinlandsprodukts, die mögliche Verstaatlichung von Privatvermögen, Unsicherheiten im Rechts- und Steuersystem sowie die Auferlegung von Devisenbeschränkungen. Darüber hinaus könnten unsere Geschäftsaktivitäten in den Schwellenländern durch staatliche Unterstützung der jeweiligen lokalen Industrie gehemmt werden. Insbesondere in China und der MENA-Region sind die Rechtssysteme noch in der Entwicklung und unterliegen vielfältigen Änderungen. Sollten solche oder ähnliche Risiken aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten eintreten, könnten diese unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erheblich negativ beeinflussen. Aufgrund komplexer steuerlicher Regelungen im In- und Ausland und einer möglichen abweichenden bzw. unterschiedlichen Auslegung durch in- und ausländische Steuerbehörden kann es zu einer von der CT AG erwarteten, abweichenden Besteuerung kommen. Ferner besteht ein Risiko bei der Abwicklung von Aufträgen im Ausland hinsichtlich der zutreffenden Anmeldung und buchhalterischen Abwicklung von steuerlichen Betriebsstätten. Weitere steuerliche Risiken könnten sich aus dem Sanierungserlass ergeben, wenn wider Erwarten nicht alle Voraussetzungen des Erlasses erfüllt sein sollten, die an die Steuerstundung bzw. den Steuererlass geknüpft sind. In diesen Fällen würde der tatsächliche von dem bilanzierten Steueraufwand abweichen und ggf. wären zusätzliche, bisher nicht bilanzierte Rückstellungen bzw. Aufwendungen für die Nachbesteuerung sowie Strafzahlungen notwendig. Wir begegnen diesen Risiken durch die Einschaltung in- und ausländischer Berater bei allen steuerlich relevanten Geschäftsvorfällen. Die Berater werden frühzeitig hinzugezogen, um steuerliche Aspekte bereits in die Vertragsgestaltung einfließen zu lassen. Rechtsstreitigkeiten und behördliche VerfahrenFür die CT AG bestehen verschiedene Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren, an denen sie aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dazu gehören etwa Rechtsstreitigkeiten und/oder ähnliche Verfahren, behördliche Untersuchungen und Verfahren aufgrund des Eintritts typischer Unternehmens- und Projektrisiken, wie insbesondere die nicht vertragsgemäße Lieferung von Waren oder Dienstleistungen, Produkthaftung, Produktmängel, Qualitätsprobleme, Verletzung geistigen Eigentums, Verstöße gegen umwelt- und/oder arbeitsrechtliche Schutzvorschriften, Nichtbeachtung steuerlicher Vorschriften und/oder behaupteter oder vermuteter Übertretungen geltenden Rechts. Auch bei den Verfahren, bei denen centrotherm berechtigte Ansprüche zustehen, ist der Ausgang der Verfahren von der Vollstreckung durch die Gegenseite abhängig. Auch solchen Fällen tragen wir durch Rückstellungen für Prozesskosten Rechnung. Es kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse dieser Rechtsstreitigkeiten und Verfahren unserem Geschäft, unserer Reputation oder unserer Marke erheblichen Schaden zufügen. Die CT AG bildet Rückstellungen für Verpflichtungen aus Rechtsstreitigkeiten und Verfahren entsprechend der Wahrscheinlichkeit und Höhe einer Inanspruchnahme, sofern diese hinreichend genau bestimmbar ist. Dennoch könnte sich nach Abschluss der jeweiligen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren herausstellen, dass sich unsere Rückstellungen als nicht ausreichend erweisen, um die hieraus resultierenden Verluste oder Ausgaben zu decken. Zudem könnten wir in wesentlichem Umfang Rechtsanwalts- und sonstige Rechtsverteidigungskosten zu tragen haben, auch wenn wir in diesen Rechtsstreitigkeiten bzw. Verfahren in der Hauptsache obsiegen sollten. centrotherm ist an einer Rechtsstreitigkeit wegen Feststellung von Forderungen zur Insolvenztabelle beteiligt. Insbesondere hat ein Gläubiger Klage auf die Feststellung der bestrittenen Forderungen zur Tabelle erhoben. Die CT AG hat diesen Fällen durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. PatentmanagementBei der Herstellung und dem Vertrieb unserer Produkte erhalten Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten Einblick in technische Details und Spezifikationen. Um unser geistiges Eigentum und Know-how zu schützen, werden unsere Entwicklungen ausreichend patentiert und grundsätzlich mit allen Beteiligten Geheimhaltungsverpflichtungen abgeschlossen. Bei der Neuentwicklung von Produkten können sich neben Vergütungsansprüchen von Angestellten patentrechtliche Verletzungen ergeben, die zur Zahlung von Lizenzgebühren oder im schlimmsten Fall zu einem Nutzungsverbot führen können. Wir haben diesen Fällen durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Zur Verminderung des Risikos führt unser Patentmanagement gründliche Patentrecherchen durch oder schaltet Kanzleien ein. Die in der Kategorie "Rechtliche Risiken" aufgeführten Risiken könnten erhebliche nachteilige Auswirkungen auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Sonstige RisikenBeim Betrieb der von uns hergestellten Anlagen durch unsere Kunden werden zum Teil auch gefährliche Stoffe verwendet. Um Unfällen und damit verbundenen Verletzungen Dritter vorzubeugen, führen wir im Rahmen des Konformitätsbewertungsverfahrens Risikobeurteilungen für alle Anlagen durch, bei der die geltenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen berücksichtigt werden. Die Ergebnisse der Risikobeurteilung werden genutzt um Gefährdungen bereits während des Entwicklungsprozesses konstruktiv zu beseitigen oder so weit wie möglich zu verringern. Unvermeidbare Restrisiken werden in Verbindung mit den, beim Betrieb zu beachtenden Schutzmaßnahmen wie z.B. Schutzausrüstung und dem sicherheitsgerechten Verhalten, in der Betriebsanleitung beschrieben. Unsere Kunden erhalten nach einer entsprechenden Unterweisung die Betriebsanleitungen inklusive Erläuterungen des Gefährdungspotenzials durch die Einsatzstoffe. Unsere Mitarbeiter schulen wir regelmäßig und umfassend im Umgang mit den Gefahrenstoffen und den damit verbundenen Risiken. Arbeitsschutzmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Zusätzlich beschäftigen wir Sicherheitsingenieure und haben Sicherheitsbeauftragte bestellt. Grundsätzlich schützen wir uns durch den Abschluss von Versicherungen gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gesamtbetrachtung der Chancen- und RisikosituationDie CT AG agiert grundsätzlich in Märkten mit hohem Wachstumspotenzial. Die Chancensituation des Unternehmens hat sich im Geschäftsjahr durch die Erweiterung des Produktportfolios im Bereich Photovoltaik & Halbleiter verbessert. Es wurden neue durchsatzstarke, automatisierte Produktionslösungen entwickelt, die beispielsweise bei der Herstellung von PERC-Solarzellen, CIGS-Modulen sowie bei der Bearbeitung von 300 mm Wafer zum Einsatz kommen. Zusammen mit dem bestehenden Produktportfolio verfügt die CT AG über ein vielseitiges Angebot, das die unterschiedlichen Anforderungen der Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie erfüllt. Deshalb profitieren wir von einer hohen Nachfrage, die sich im Auftragseingang 2018 widerspiegelt und aktuell fortsetzt. Über die 2018 gegründete centrotherm Machinery (Kunshan) Co. Ltd. verschafft sich die CT AG besseren Zugang zum wichtigen chinesischen Markt. Die Materialbeschaffung und Fertigung von Baugruppen für Produktionsanlagen ermöglicht neben Kostenvorteilen, eine Flexibilisierung der Produktion sowie kürzere Lieferzeiten. Darüber hinaus besteht höheres Potenzial für das After-Sales-Geschäft mit asiatischen Kunden. Insgesamt hat sich die Risikosituation der CT AG gegenüber dem Vorjahr verbessert. So hat ein Kreditinstitut die selbstschuldnerische Bürgschaft der CT AG in Höhe von 7.500 TEUR Anfang Februar 2019 zurückgegeben, die im Zusammenhang mit dem Großprojekt der Tochtergesellschaft SiTec GmbH zur Errichtung einer Polysiliziumfabrik in Katar bestand. Außerdem stehen der CT AG neue Kredite mit Laufzeiten bis August 2020 und Ende Dezember 2021 zur Verfügung. Darüber hinaus prüft der Vorstand auch weitere Alternativen zur langfristigen Finanzierung. Das Kreditrisiko bzw. Ausfallrisiko hat sich weiter reduziert. Das Management ist überzeugt, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist. Die Einführung von neuen Produktionslösungen und Prozessen birgt gleichzeitig auch Risiken. Aus Sicht des Vorstands ist es dennoch sinnvoll, diese Risiken einzugehen, um den hohen Innovationsgrad des Unternehmens zu halten und Marktchancen wahrzunehmen. Vorsorglich wurden Maßnahmen zur Risikominimierung implementiert. Den Risiken im Bereich Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement & Qualitätssicherung wird durch Rückstellungen Rechnung getragen. Wir setzen grundsätzlich ein systematisches Risiko- und Chancenmanagementsystem ein, um Risiken oder Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und konsequent zu managen. BERICHT ÜBER DIE BEZIEHUNG ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMENDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für den Berichtszeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2018 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Person oder eines mit dieser Person verbundenen Unternehmens sind nicht vorgenommen oder unterlassen worden. PROGNOSEBERICHTGESAMTWIRTSCHAFT UND BRANCHENENTWICKLUNGDie Zuwachsrate der Weltwirtschaft wird nach der Prognose des IfW im Jahr 2019 auf 3,4 % zurückgehen (2018: 3,7 %). Für 2020 erwarten die IfW-Konjunkturexperten unverändert einen Zuwachs um 3,4 %. Das IfW rechnet für die Jahre 2019 und 2020 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um jeweils 1,8 %. Für 2019 und 2020 prognostiziert das IfW für China Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts von 6,1 % bzw. 5,8 %. In Ostasien soll das kumulierte Bruttoinlandsprodukt um 4,7% bzw. 4,6 % in den Jahren 2019 und 2020 wachsen. Für die indische Volkswirtschaft rechnen die Konjunkturforscher des IfW mit einer Wachstumsrate von 7,5 % bzw. 7,0 % im gleichen Prognosezeitraum. Analysten von IHS Markit gehen davon aus, dass die jährliche, weltweit neu installierte Modulkapazität 2019 gegenüber dem Vorjahr um 18 % auf 123 GW steigen wird. Das deckt sich mit den Prognosen anderer Marktforschungsinstitute. Die wesentlichen Treiber für den Ausbau der Photovoltaik als Energiequelle sind unverändert politischer Natur. Viele Staaten wie China und Indien wollen die Photovoltaik aus energiepolitischen oder sozioökonomischen Motiven stärken und den Anteil der Photovoltaik in ihrem Energiemix fördern bzw. weiter steigern. Gleichzeitig führt die Kostenreduktion in der Photovoltaik zu einem weiter steigenden Endmarkt. Experten erwarten, dass die Energiegestehungskosten weiter gesenkt werden können und im Zeitraum 2020 bis 2030 den Kosten der Energiegewinnung bei Einsatz fossiler Energieträger entsprechen werden. Die Anzahl der Staaten, in denen Photovoltaik schon heute ohne Subventionen profitabel betrieben werden kann, nimmt Jahr für Jahr zu (Quelle: Renewable Infrastructure Investment Handbook des World Economic Forum, 2016). In den nächsten Jahren werden zwei Drittel aller Länder die Grid Parity erreichen. Im Photovoltaikmarkt zeichnet sich der Trend zum Ausbau von Produktionskapazitäten für hocheffiziente PERC-Solarzellen ab. Führende asiatische Solarzellen- und Modulhersteller investieren in den Aufbau neuer Produktionskapazitäten, um ihre Marktanteile weiter auszubauen. Dies setzt voraus, dass die Expansionspläne der Hersteller nicht verschoben werden, wie z.B. aufgrund noch nicht gesicherter Finanzierung oder geänderter Förderpolitik. Zuletzt hatte die geänderte Förderpolitik der chinesischen Regierung den Photovoltaikzubau im Jahr 2018 gebremst. Die Hersteller von Polysilizium rechnen mit weiter sinkenden Durchschnittspreisen für diesen Rohstoff. In der Halbleiterindustrie bereiten europäische Chip-Hersteller ihre Ausbaupläne in Produktionskapazitäten insbesondere für die 300 mm Sensortechnologie vor. Auch im asiatischen Markt rechnen wir mit steigender Nachfrage. Ebenso steigt die Nachfrage nach Leistungshalbleitern auf Siliziumkarbid-Basis und MEMS. UMSATZ- UND ERTRAGSLAGEDer Vorstand erwartet, dass die CT AG im Geschäftsjahr 2019 insbesondere mit ihren Produktionslösungen für die PERC-Zelltechnologie von den Ausbauplänen der Solarzellenhersteller profitieren kann. So erhielt centrotherm im Februar 2019 einen Großauftrag von einem asiatischen Kunden in Höhe von 40 Mio. EUR, der größtenteils im Geschäftsjahr 2020 umsatzwirksam wird. Der Vorstand geht deshalb für das Geschäftsjahr 2019 von einem deutlich geringeren Umsatz im Segment Photovoltaik & Halbleiter aus, trotz der weiterhin erwarteten guten Umsatzentwicklung im Bereich Halbleiter & Mikroelektronik. Aus der weiteren Diversifizierungsstrategie wird sich im Geschäftsjahr 2019 noch kein nennenswerter Umsatz ergeben. Die Ertragslage bleibt weiterhin aufgrund des Wettbewerbsumfelds insbesondere im Geschäftsbereich Photovoltaik & Halbleiter herausfordernd. Wir verfolgen daher konsequent unsere Strategie-Roadmap, in deren Fokus Investitionen in neue Produktionslösungen und eine höhere Produktivität bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten stehen. In diesem Zusammenhang kommt der neu gegründeten Tochtergesellschaft in Kunshan/China eine wichtige Rolle zu. Trotz des hohen Preis- und Wettbewerbsdrucks in der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie erwarten wir im Geschäftsbereich Photovoltaik & Halbleiter ein ausgeglichenes bis positives EBITDA. FINANZLAGE UND INVESTITIONENDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen18.906 TEUR zum 31. Dezember 2018. Mit den vorhandenen Kreditlinien sieht der Vorstand die Finanzierung der CT AG als auch das operative Geschäft gewährleistet. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist eine der wichtigsten Säulen zum Erhalt bzw. Ausbau unserer Marktposition und damit zur Sicherung unseres unternehmerischen Erfolgs. Im Geschäftsjahr 2019 plant die CT AG wie im Vorjahr Investitionen in neue Prozesstechnologien und Produktionsanlagen, um seine führende Stellung als Technologieanbieter auszubauen. Darüber hinaus investiert centrotherm weiter in die Diversifizierung seines Produkt- und Prozessportfolios. Für das Geschäftsjahr 2019 sind Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 680 TEUR geplant. GESAMTAUSSAGEcentrotherm ist in Wachstumsindustrien wie Halbleiter, Mikroelektronik und Photovoltaik etabliert. Mit neuen Produktionskonzepten für die Hochleistungsfaserindustrie diversifizieren wir unser Portfolio. Die Photovoltaik spielt in der weltweiten Energiegewinnung schon heute eine zunehmend wichtige Rolle und ist aus dem Energiemix der Zukunft nicht mehr wegzudenken. Auch die Halbleiter- und Mikroelektronikindustrie hat wesentlichen Anteil an der rasant zunehmenden Digitalisierung unserer Welt. Es ist ein wesentliches Ziel unserer Strategie, die Entwicklung in diesen Branchen technologisch mitzugestalten bzw. voranzutreiben und uns mit neuen Produktionslösungen neue Märkte zu erschließen. Für das Geschäftsjahr 2019 gehen wir von einer grundsätzlich positiven Entwicklung in allen Branchen aus. Aufgrund von Großprojekten, die größtenteils erst 2020 umsatzwirksam werden, liegt das Umsatzziel der CT AG für das Geschäftsjahr 2019 zwischen 70 und 120 Mio. EUR. Trotz des hohen Preis- und Wettbewerbsdrucks insbesondere in der Photovoltaikindustrie streben wir ausgeglichenes bis positives EBITDA an. Wie jedwede in die Zukunft gerichtete Aussage sind Prognosen mit bekannten und unbekannten Unsicherheiten behaftet, die dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis von der Prognose erheblich abweicht.
Blaubeuren, im März 2019 centrotherm international AG Der Vorstand Jan von Schuckmann Gunter Fauth BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Anhang zum 31. Dezember 2018für die centrotherm international AG (Einzelabschluss)1 ALLGEMEINE ANGABENDie centrotherm international AG (nachfolgend kurz als "CT AG" bezeichnet) hat ihren Sitz in Blaubeuren, Deutschland, und ist im Handelsregister Ulm unter HRB 720013 eingetragen. Die Aktien der Gesellschaft sind seit dem 01. März 2017 in den Freiverkehr, Basic Board, der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Inhaberaktien werden unter der ISIN DE000A1TNMM9 und die nicht notierten, von der Solarpark Blautal GmbH gehaltenen Aktien aus der Sachkapitalerhöhung unter der ISIN DE000A1TNMN7 geführt. Für eine bessere Darstellung der Vermögenslage wurden die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in gesonderten Posten gemäß § 265 Abs. 5 HGB in der Bilanz dargestellt. Die CT AG stellte den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften (§§ 238 ff. HGB i.V.m. §§ 242 ff., 264 ff. HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Der Anhang enthält die erforderlichen Einzelangaben bzw. Erläuterungen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie in den Vorjahren das Gesamtkostenverfahren gewählt. Aufgrund der Darstellung in TEUR können sich durch kaufmännisches Runden Abweichungen in der Darstellung der Summen in einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ergeben. 2 BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, im Wesentlichen unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend. 2.1 IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. gemäß § 253 Abs. 3 HGB um außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Die geschätzte betriebsindividuelle Nutzungsdauer beträgt zwischen 1 und 5 Jahren. Von dem Wahlrecht nach § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wird kein Gebrauch gemacht. 2.2 SACHANLAGEVERMÖGEN2.2.1 Grundstücke und BautenGrundstücke, Außenanlagen und Bauten werden grundsätzlich mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen auf die Gebäude und auf die Außenanlagen aktiviert. Soweit erforderlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geschätzte betriebsindividuelle Nutzungsdauer beträgt zwischen 2 und 55 Jahren. 2.2.2 Technische Anlagen, Maschinen, andere Anlagen und Betriebs- und GeschäftsausstattungBewegliche Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten vermindert um planmäßige Abschreibungen aktiviert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die geschätzte betriebsindividuelle Nutzungsdauer beträgt unverändert zwischen 2 und 21 Jahren. Die Abschreibungen für Abnutzung auf Zugänge ab 2011 erfolgen auf Basis der geschätzten betriebsindividuellen Nutzungsdauer linear in gleichen Jahresbeträgen. Anschaffungskosten aus Zugängen vor dem 01. Januar 2010 werden auch weiterhin unter Anwendung des Art. 67 Abs. 4 S.1 EGHGB degressiv abgeschrieben. Aufgrund der Gesetzesänderung zur Regelung Geringwertiger Wirtschaftsgüter werden diese mit der angepassten Wertgrenze aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250 EUR bis 800 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagenspiegel sowohl als Zu- als auch als Abgang ausgewiesen. Sammelposten wurden nicht gebildet. 2.3 FINANZANLAGENDie Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem geringeren beizulegenden Wert bewertet. Zur Übersicht des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2018 verweisen wir auf die Ziffer 4.8. 2.4 VORRÄTE2.4.1 Roh-, Hilfs- und BetriebsstoffeDie Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden gem. § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 4 HGB mit den Anschaffungskosten vermindert um notwendige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Gleichartige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Gruppen zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittspreis gem. § 256 Satz 2 HGB i.V.m. § 240 Abs. 4 HGB bewertet. 2.4.2 Unfertige und fertige ErzeugnisseDie unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den bis zum Bilanzstichtag angefallenen Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Zinsen für Fremdkapital sind nicht in den Herstellungskosten berücksichtigt. Vor dem Hintergrund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips und des damit verbundenen Grundsatzes der verlustfreien Bewertung der unfertigen und fertigen Öfen und sonstigen Anlagen werden die Wertansätze laufend überprüft. Soweit erforderlich wurde der niedrigere Wert nach § 253 Abs. 4 HGB angesetzt. 2.4.3 Geleistete AnzahlungenDer Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt in Höhe des Nennbetrags. 2.5 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEForderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände sind alle erkennbaren Risiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei kurzfristigen Fremdwährungsposten erfolgt gemäß § 256a HGB die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei langfristigen Posten erfolgt die Umrechnung unter Beachtung von den §§ 253 Abs. 1 Satz 1 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. 2.5.1 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung des Bedarfs der Einzelwertberichtigung erfolgt einzelfallbezogen entsprechend den Erkenntnissen über das kundenspezifische Kredit- und Ausfallrisiko. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wegen des allgemeinen Kreditrisikos eine 1 %ige Pauschalwertberichtigung vorgenommen worden. 2.5.2 Forderungen gegen verbundenen UnternehmenForderungen gegen verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen werden insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltend schwierigen Marktlage laufend auf Risiken überprüft und ggf. im Wert entsprechend angepasst. 2.5.3 Sonstige Forderungen und VermögensgegenständeSonstige Forderungen und Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 2.6 KASSENBESTAND, GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKSDer Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalwerten angesetzt. Bei kurzfristigen Fremdwährungsposten erfolgt gemäß § 256 a HGB die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. 2.7 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENAls Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen die vor dem Bilanzstichtag eingegangen sind, ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2.8 LATENTE STEUERNLatente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern werden zusätzlich die zum Bilanzstichtag bestehenden steuerlichen Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Wie zum 31. Dezember 2017 macht die Gesellschaft vom Ansatzwahlrecht bezogen auf einen sich ergebenen aktiven Überhang latenter Steuern gemäß § 274 HGB keinen Gebrauch. 2.9 EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. 2.10 RÜCKSTELLUNGENDie Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 2.11 VERBINDLICHKEITENVerbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei kurzfristigen Fremdwährungsposten erfolgt gemäß § 256 a HGB die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Bei langfristigen Posten erfolgt die Umrechnung unter Beachtung von den §§ 253 Abs. 1 Satz 2 und 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. 3 EINZELANGABEN ZU DEN POSITIONEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3.1 ANLAGEVERMÖGEN3.11 Immaterielle Vermögensgegenständescroll
1)
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte
sowie Lizenzen an solchen Rechten 3.1.2 Sachanlagenscroll
1)
Grundstücke, Bauten und Bauten auf fremden
Grundstücken 3.1.3 Finanzanlagenscroll
Die Investitionen im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 250 TEUR betrifft die Beteiligung an der centrotherm Machinery (Kunshan) Co. Ltd in Kunshan/China. 3.2 UMLAUFVERMÖGEN3.2.1 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden neben der Pauschalwertberichtigung Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Insgesamt sind Einzelwertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 6.785 TEUR berücksichtigt, die im Wesentlichen in Vorjahren gebildet wurden. Im Berichtszeitraum wurden weitere Einzelwertberichtigungen in Höhe von 438 TEUR gegenüber fremden Dritten und 253 TEUR gegenüber einem verbundenen Unternehmen gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von 3.513 TEUR Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr. 3.2.2 Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenDer Gesamtbetrag von 18.906 TEUR ist aufgrund gestellter Sicherheiten in Form der Barhinterlegung von Avalen zu 6.749 TEUR nicht frei verfügbar. 3.3 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt insgesamt 585 TEUR (31. Dezember 2017: 685 TEUR). Der Posten beinhaltet im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungskosten für Software und Hardware, vorausbezahlte Aufwendungen für Messen sowie Versicherungsbeiträge. 3.4 EIGENKAPITALDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Zum 31. Dezember 2018 beträgt das gezeichnete Kapital der CT AG wie im Vorjahr 21.162 TEUR. Es ist unverändert in 21.162.380 (31. Dezember 2017: 21.162.380) nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Im Geschäftsjahr 2018 wurden keine Zuführungen zur Kapitalrücklage vorgenommen. 3.5 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGENDie sonstigen Rückstellungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen: scroll
Die Berechnung der Gewährleistungsrückstellung erfolgt anhand von Erfahrungswerten mit 1,0 % der garantiebehafteten Umsätze über den Gewährleistungszeitraum von regelmäßig 12 bzw. 24 Monaten. Darüber hinaus erfolgt für bekannte Einzelrisiken eine Rückstellung in Höhe der erwarteten Inanspruchnahmen. Die Rückstellungen für Tantiemen/Jahressonderzahlungen ergeben sich überwiegend aus variablen Vergütungsbestandteilen, deren Höhe an die Erreichung individuell vereinbarter Ziele sowie Unternehmenszielen geknüpft ist. 3.6 VERBINDLICHKEITENZum 31. Dezember 2018 setzten sich die Verbindlichkeiten wie folgt zusammen: scroll
Die CT AG hat am 21. Juni 2018 einen Darlehensvertrag mit der TCH Invest GmbH in Höhe von 12.000 TEUR mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 abgeschlossen. Als Sicherheiten wurden Buchgrundschulden in gleicher Höhe gestellt. Zum 31. Dezember 2017 setzten sich die Verbindlichkeiten wie folgt zusammen: scroll
3.7 LATENTE STEUERNAktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus Buchwertunterschieden im Anlagevermögen und Umlaufvermögen aufgrund abweichend berücksichtigter Abschreibungen von Vermögensgegenständen in der Handels- und in der Steuerbilanz sowie der steuerlich nicht zulässigen Bildung von Drohverlustrückstellungen. Die Bewertung erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von insgesamt 30 %. Auf die Aktivierung des aktiven Überhangs der latenten Steuern wurde durch entsprechende Wahlrechtsausübung verzichtet. 3.8 RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTENDer passive Rechnungsabgrenzungsposten beträgt insgesamt 521 TEUR (31. Dezember 2017: 0 TEUR). Der Posten beinhaltet vorab ausgezahlte Fördergelder im Zusammenhang mit einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt, die nach Abrechnung der geförderten Aufwendungen ergebniswirksam vereinnahmt werden. 3.9 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG3.9.1 Aufgliederung Umsatzerlöse nach Regionenscroll
3.9.2 Aufgliederung Umsatzerlöse nach Produktgruppenscroll
3.9.3 Sonstige betriebliche ErträgeIm Posten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2.110 TEUR, sowie Erträge in Höhe von 556 TEUR aus einer Rechtsstreitigkeit wegen Feststellung der Forderungen zur Insolvenztabelle ausgewiesen. 3.9.4 Sonstige betriebliche AufwendungenIm Posten sind 3.759 TEUR Aufwendungen enthalten, die aus einer Inanspruchnahme von Garantien eines Kreditversicherers im Zusammenhang mit dem ehemaligen Großprojekt in Algerien angefallen sind. 3.9.5 Steuern vom Einkommen und vom ErtragFür das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sind aufgrund abweichender Bewertungsansätze in der Steuerbilanz keine Steuern vom Einkommen und Ertrag in Deutschland angefallen. Im Steueraufwand ist ein Betrag von 86 TEUR aus ausländischen Ertragsteuern enthalten. 4 ZUSÄTZLICHE ANGABEN4.1 HAFTUNGSVERHÄLTNISSEDie Gesellschaft verfügte zum Stichtag über einen Avalrahmen in Höhe von 15.000 TEUR (Vorjahr: 15.000 TEUR). Die Avale sind in voller Höhe mit Barmitteln zu unterlegen; die Ausnutzung der Avallinie betrug zum Stichtag 6.749 TEUR (Vorjahr: 6.078 TEUR). Ein Risiko aus Inanspruchnahme ist aufgrund der aktuellen Projektstatusberichte nicht erkennbar. Zum Bilanzstichtag bestand eine Bankbürgschaft für die Tochtergesellschaft SiTec GmbH in Höhe von 6.300 TEUR zur Absicherung von erhaltenen Anzahlungen und Vertragserfüllung im Zusammenhang mit dem Großprojekt in Katar. Seit Januar 2016 haftete die CT AG im Rahmen einer selbstschuldnerischen Bürgschaft in Höhe von maximal 7.500 TEUR als Sicherheit für diesen bis zum 30.05.2019 laufenden Avalkreditrahmen. Anfang Februar 2019 wurde die Bankbürgschaft in Höhe von 7.500 TEUR durch das Kreditinstitut zurückgegeben. Darüber hinaus besteht seit dem 17. Dezember 2013 eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft der CT AG in Höhe von 2.000 TEUR, die als Sicherheit für einen bis 30. März 2021 laufenden Multibank Rahmenkreditvertrag der FHR Anlagenbau GmbH dient. Ein Risiko aus der Inanspruchnahme ist aufgrund der gegenwärtigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der korrespondierenden Planung der FHR Anlagenbau GmbH nicht erkennbar. 4.2 ERTRAGSTEUERNIm Rahmen der in 2013 aufgehobenen Insolvenzverfahren haben bis auf eine Ausnahme sämtliche Finanzbehörden einem Erlass der Steuerforderungen aufgrund der realisierten Sanierungsgewinne zugestimmt und dieses Vorgehen im Zuge der im Geschäftsjahr 2016 beendeten Betriebsprüfung bestätigt. Die entsprechenden Steuerforderungen in Höhe von 24,2 Mio. Euro wurden vorab festgesetzt und sollten nach Abschluss des Besteuerungsverfahrens für das Kalenderjahr 2014 bzw. 2015 endgültig erlassen werden. Im Geschäftsjahr 2017 sind die noch ausstehenden Erlassbescheide ergangen. Soweit dem Erlass der Steuerforderungen nicht zugestimmt wurde, hat die Gesellschaft bereits in den vorangegangenen Geschäftsjahren Rückstellungen gebildet. 4.3 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren insbesondere aus Mietverträgen für Bürogebäude sowie PKW-Leasingverträge. Mietverlängerungs- oder Kaufoptionen bestehen nicht. Fälligkeit von Miet- und Leasingzahlungenscroll
Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2018 beträgt 24.707 TEUR (Vorjahr: 22.403 TEUR). 4.4 GENEHMIGTES KAPITALDer Vorstand ist ermächtigt, bis zum 13. Juni 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu 10.581.190 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind den Aktionären grundsätzlich zum Bezug anzubieten; das gesetzliche Bezugsrecht kann dabei auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien ganz oder teilweise von einem durch den Vorstand bestimmten Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Gesellschaft zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht gemäß § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung, insbesondere den Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe, festzulegen. Dabei kann die Gewinnberechtigung der neuen Aktien auch abweichend von § 60 Abs. 2 AktG festgelegt werden. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2016 und/oder dessen zeitlichen Ablauf entsprechend anzupassen, insbesondere in Bezug auf die Höhe des Grundkapitals und die Anzahl der bestehenden Stückaktien. Zum 31. Dezember 2018 verfügt die CT AG somit über genehmigtes Kapital von insgesamt 10.581.190 EUR, das in Teilbeträgen bis zum 13. Juni 2021 durch Ausgabe von bis zu 10.581.190 auf den Inhaber lautender Stückaktien ausgegeben werden kann. 4.5 DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEZum Stichtag bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. 4.6 MITARBEITERscroll
4.7 HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSZum Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Abschlusses zum 31. Dezember 2018 verweisen wir auf die Angaben in den Notes des IFRS-Konzernabschlusses der CT AG zum 31. Dezember 2018. 4.8 ANTEILSBESITZ - ÜBERSICHT BETEILIGUNGENZum 31. Dezember 2018 bestand folgender Anteilsbesitz: scroll
3)
IFRS-Werte 4.9 ÄNDERUNGEN NACH DEM BILANZSTICHTAGNach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind. 4.10 AKTIENZum 31. Dezember 2018 beträgt das Grundkapital der CT AG wie im Vorjahr 21.162 TEUR und ist unverändert in 21.162.380 nennwertlose Stückaktien aufgeteilt. Die Inhaberaktien werden unter der ISIN DE000A1TNMM9 (4.232.476 Stück) und die nicht notierten, von der Solarpark Blautal GmbH gehaltenen, Aktien unter der ISIN DE000A1TNMN7 (16.929.904 Stück) geführt. 4.11 ORGANE DER GESELLSCHAFT4.11.1 AufsichtsratDer Aufsichtsrat der CT AG besteht satzungsgemäß aus vier Mitgliedern und setzte sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Khalid Al Hajri hat mit Wirkung zum 26. März 2018 sein Mandat niedergelegt. Die ordentliche Hauptversammlung befasste sich am 26. Juni 2018 mit der Neuwahl des Aufsichtsrats. Neben Robert M. Hartung und Hans-Hasso Kersten wurden Saoud Al-Thani und Ibrahim Jaham Al Kuwari zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Beide haben mit Wirkung zum 17. Oktober 2018 ihr Mandat niedergelegt. Dr. Xinan Jia wurde für die Übergangszeit bis zur Hauptversammlung 2019 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Die Hauptversammlung wird 2019 über seine Bestellung beschließen. Kein Aufsichtsratsmitglied war im Berichtszeitraum in einem anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremium von Wirtschaftsunternehmen vertreten. Der Aufsichtsrat bezog im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 122 TEUR (Vorjahr: 138 TEUR). 4.11.2 VorstandDer Vorstand der CT AG besteht zum Bilanzstichtag aus zwei Mitgliedern.
Im Berichtszeitraum haben sich keine Änderungen in der Besetzung des Vorstands ergeben: Im Berichtszeitraum war Gunter Fauth Mitglied des Aufsichtsrats bei der IGT AG, Ettlingen. Darüber hinaus waren keine weiteren Vorstandsmitglieder in einem anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsrat oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremium von Wirtschaftsunternehmen vertreten. Der Vorstand bezog im Berichtszeitraum Vergütungen in Höhe von 1.105 TEUR (Vorjahr: 1.105 TEUR). 4.12 Vorschlag über ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 883 TEUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. 4.13 MUTTERUNTERNEHMENMuttergesellschaft der CT AG ist die Solarpark Blautal GmbH, Blaubeuren. 4.14 EINBEZIEHUNG IN EINEN KONZERNABSCHLUSSDie centrotherm international AG wird in den Konzernabschluss der Solarpark Blautal GmbH, Blaubeuren, einbezogen. Die Solarpark Blautal GmbH wird beim Amtsgericht Ulm unter HRB 4634 geführt. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger. 5 STIMMRECHTSMITTEILUNG NACH § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTGEntsprechend § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG werden nachfolgend die der Gesellschaft zugegangenen Mitteilungen über den meldepflichtigen Anteilsbesitz an der Gesellschaft wiedergegeben, soweit der meldepflichtige Anteilsbesitz zum Bilanzstichtag fortbesteht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich die Mitteilungen jeweils auf den in der Mitteilung genannten Stichtag beziehen. Der Aktienbesitz der Mitteilungspflichtigen kann sich bis zum Bilanzstichtag verändert haben, ohne dass eine erneute Mitteilung Aktiengesetz erforderlich war, sofern keine relevante Meldeschwelle berührt wurde. Zudem können nach dem Bilanzstichtag weitere Änderungen im meldepflichtigen Anteilsbesitz eingetreten sein, die in den nachfolgend wiedergegebenen Mitteilungen nicht enthalten sind. 5.1 STIMMRECHTSMITTEILUNG QATAR SOLAR TECHNOLOGIES, DOHA/KATAR, SEPTEMBER 2018Die Qatar Solar Technologies mit Sitz in Al Nasr Tower, West Bay, Doha, Katar hat uns gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihr keine Mehrheitsbeteiligung im Sinne des § 16 Abs. 1 AktG und damit einhergehend auch nicht mehr als der vierte Teil der Aktien an der centrotherm international AG mit Sitz in Blaubeuren gehört. 5.2 STIMMRECHTSMITTEILUNG DER SOLARPARK BLAUTAL GMBH, BLAUBEUREN, JANUAR 2016Die Solarpark Blautal GmbH mit Sitz in Blaubeuren hat uns gemäß § 20 Abs. 1,3 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S. v. § 16 Abs. 1 AktG und damit einhergehend auch mehr als der vierte Teil der Aktien an der centrotherm photovoltaics AG mit Sitz in Blaubeuren gehört. Die PMDL GmbH mit Sitz in Blaubeuren hat uns gemäß § 20 Abs. 1, 2 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S. v. § 16 Abs. 1 AktG und damit einhergehend auch mehr als der vierte Teil der Aktien an der centrotherm photovoltaics AG mit Sitz in Blaubeuren gehört. Herr Robert M. Hartung, wohnhaft in Blaubeuren, hat uns mitgeteilt, dass ihm gemäß § 20 Abs. 1, 2 und 4 AktG mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S. v. § 16 Abs. 1 AktG und damit einhergehend auch mehr als der vierte Teil der Aktien an der centrotherm photovoltaics AG mit dem Sitz in Blaubeuren gehört.
Blaubeuren, 27. März 2019 centrotherm international AG Der Vorstand Jan von Schuckmann Gunter Fauth 6 Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die centrotherm international AG: PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der centrotherm international AG, Blaubeuren, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der centrotherm international AG, Blaubeuren, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 27. März 2019 Mazars GmbH & Co. KG Udo Heckeler, Wirtschaftsprüfer Frank Pannewitz, Wirtschaftsprüfer DisclaimerDieser Bericht wurde von uns mit größter Sorgfalt erstellt. Er enthält Prognosen und/oder Angaben, die sich auf Prognosen beziehen. Prognosen beruhen auf Fakten, Erwartungen und/oder Erfahrungswerten. Wie jedwede in die Zukunft gerichtete Aussage sind Prognosen mit bekannten und unbekannten Unsicherheiten behaftet, die dazu führen können, dass das tatsächliche Ergebnis von der Prognose erheblich abweicht. Auch können von Dritten erstellte Prognosen oder von diesen in Bezug genommene Daten oder Wertungen, die in dieser Mitteilung genannt werden, unzutreffend, unvollständig oder verfälscht sein. Wir können nicht überprüfen, ob die von Dritten gemachten Angaben, Wertungen oder Prognosen zutreffend, vollständig und nicht irreführend sind. Soweit Informationen in diesem Bericht von Dritten übernommen wurden oder diese Grundlage eigener Wertungen sind, wurde dies in dem Bericht kenntlich gemacht. Aufgrund der vorgenannten Umstände können wir für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der von Dritten übernommenen und als solche kenntlich gemachten Angaben sowie für in die Zukunft gerichtete Aussagen, unabhängig davon, ob diese von Dritten oder von uns stammen, keine Gewähr übernehmen. Rundungsdifferenzen sind möglich. Dieser Bericht erscheint in deutscher Sprache. Er steht im Internet als Download zur Verfügung. Blaubeuren, im März 2019 ImpressumHerausgebercentrotherm international AG Württemberger-Str. 31 89143 Blaubeuren Deutschland T +49 7344 918-0 F +49 7344 918-8388 E-Mail info@centrotherm.de www.centrotherm.de Bericht des AufsichtsratsÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSTÄTIGKEITIm Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Gestaltung der Unternehmensstrategie beraten und die Geschäftstätigkeit und -entwicklung kontinuierlich überwacht. In regelmäßigen Präsenzsitzungen oder Telefonkonferenzen ist der Aufsichtsrat mit dem Vorstand zusammengekommen und hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegende Überwachungs- und Beratungstätigkeit sorgfältig wahrgenommen. Der Vorstand hat seine Informationspflichten erfüllt und insbesondere den Aufsichtsratsvorsitzenden auch außerhalb des festen Terminkalenders umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Bei allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat unmittelbar mit einbezogen. Seine Beschlüsse hat der Aufsichtsrat im Rahmen der regulären Sitzungen und in Einzelfällen auch im Wege von Umlaufverfahren gefasst. ZUSAMMENSETZUNG UND AUSSCHÜSSE ZUM 31.12.2018VORSITZ UND AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATSVorsitzender des Aufsichtsrats Robert M. Hartung Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats: Hans-Hasso Kersten Prüfungsausschuss: Hans-Hasso Kersten (Vorsitzender), Robert M. Hartung (Stellvertreter) WESENTLICHE INHALTE DER AUFSICHTSRATSSITZUNGEN UND -BESCHLÜSSEIm Geschäftsjahr 2018 fanden Aufsichtsrat und Vorstand in insgesamt zehn regulären Aufsichtsratssitzungen zusammen, wovon sechs Sitzungen als Telefonkonferenz abgehalten wurden. Die Präsenz der Aufsichtsratsmitglieder an den Sitzungen war hoch. Lediglich das Mitglied Dr. Khalid Al Hajri hat während seiner Zugehörigkeit an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Der Fokus unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 lag auf der Weiterentwicklung der Strategie und der damit verbundenen Sicherung der Unternehmenszukunft. Ein fester Tagesordnungspunkt jeder Sitzung ist der Bericht des Vorstands zur aktuellen Markt-, Geschäfts- und Auftragslage sowie zur Liquidität. Das monatliche Konzern-Reporting bildet die Basis für diesen Vorstandsbericht, der auch die Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaft FHR Anlagenbau sowie der asiatischen Auslandsgesellschaften einschließt. In den Aufsichtsratssitzungen im März und April 2018 standen die Jahres- und Konzernabschlüsse auf der Tagesordnung. Der Prüfungsausschussvorsitzende berichtete über die Prüfung der Abschlüsse an das Plenum. Ebenso informierte der Wirtschaftsprüfer den Aufsichtsrat über Art und Umfang sowie Ergebnisse seiner Prüfung. Der Aufsichtsrat billigte in seiner Sitzung am 26. April 2018 die Jahres- und Konzernabschlüsse für das Geschäftsjahr 2017. In seiner Telefonkonferenz am 14. Mai 2018 verabschiedete der Aufsichtsrat die Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung 2018. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung vom 26. Juni 2018 fand die konstituierende Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats statt. Die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr stand im Fokus der Aufsichtsratssitzung. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat sich über das eingetretene Risiko aus der rechtsmissbräuchlichen Inanspruchnahme der Garantien zum ehemaligen Großprojekt in Algerien beraten. In zwei Aufsichtsratssitzungen im August standen der Halbjahresabschluss sowie der Forecast für das Geschäftsjahr 2018 im Mittelpunkt der Beratungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Im September stand erneut das ehemalige Großprojekt in Algerien auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats. Anfang Dezember 2018 stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat seine Unternehmensplanung, das Budget für das Geschäftsjahr 2019 sowie seine Mittelfristplanung bis 2022 vor. Nach ausführlichen Beratungen genehmigte der Aufsichtsrat die Planung für 2019. Die künftige Unternehmensfinanzierung bildete einen weiteren wichtigen Punkt der Aufsichtsratssitzung. Außerdem stellte der Vorstand sein neues Strategieprogramm "Challenge 23" vor. Bis zum Jahr 2023 will centrotherm seine Kundenorientierung verbessern, Kernkompetenzen auch in neuen Geschäftsfeldern ausbauen und die Produktivität sowie die Effizienz der Organisation erhöhen. AUSSCHUSSTÄTIGKEITDer Prüfungsausschuss tagte zwei Mal und befasste sich im Wesentlichen mit der Prüfung der Konzern- und Jahresabschlüsse sowie mit dem Konzernhalbjahresabschluss. Des Weiteren wurden die Erkenntnisse des Risikomanagements sowie das Thema Compliance behandelt. BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTANDDer Aufsichtsrat der CT AG besteht satzungsgemäß aus vier Mitgliedern und setzte sich zum Bilanzstichtag aus folgenden Mitgliedern zusammen:
Das Aufsichtsratsmitglied Dr. Khalid Al Hajri hat mit Wirkung zum 26. März 2018 sein Mandat niedergelegt. Die ordentliche Hauptversammlung befasste sich am 26. Juni 2018 mit der Neuwahl des Aufsichtsrats. Neben Robert M. Hartung und Hans-Hasso Kersten wurden Saoud Al-Thani und Ibrahim Jaham Al Kuwari zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. Nachdem die Qatar Solar Technologies Ende August 2018 ihre Anteile an der Solarpark Blautal GmbH an die BlueSpring Invest GmbH veräußerte und damit keine indirekte Beteiligung an der CT AG mehr hielt, haben die Aufsichtsratsmitglieder Al-Thani und Al Kuwari mit Wirkung zum 17. Oktober 2018 ihr Mandat niedergelegt. Dr. Xinan Jia wurde für die Übergangszeit bis zur Hauptversammlung 2019 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt, um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats weiterhin sicherzustellen. Er vertritt im Aufsichtsrat die Markt- und Branchenkompetenz und bringt seine Erfahrungen aus den jahrelangen Tätigkeiten in verschiedenen asiatischen Märkten ein. Auf der Hauptversammlung 2019 wird Dr. Jia zur Wahl als Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der CT AG entspricht den Anforderungen des § 100 Abs. 5 AktG. Der Vorstand der CT AG besteht zum Bilanzstichtag aus zwei Mitgliedern.
Im Berichtszeitraum haben sich keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Vorstands ergeben. INTERESSENKONFLIKTEInteressenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten. Die CT AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß § 114 Abs. 1 AktG mit der PMDL GmbH am 16. September 2013 einen Vertrag zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen, der Beratungsleistungen im MENA-Raum umfasst. Robert M. Hartung ist Geschäftsführer der PMDL. PRÜFUNG VON JAHRES- UND KONZERNABSCHLÜSSENDie ordentliche Hauptversammlung hat am 26. Juni 2018 die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 bestellt. Mazars hat den vom Vorstand gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellten Einzelabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie den gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den oben genannten Berichtszeitraum geprüft. Sowohl dem handelsrechtlichen Einzelabschluss und dem entsprechenden Lagebericht als auch dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht erteilte der Abschlussprüfer einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer nahm an der gemeinsamen Sitzung des Prüfungsausschusses und des Gesamtaufsichtsrats am 27. März 2019 teil, der sich mit dem Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 befasste, und erstattete gemäß § 171 Abs. 1 Satz 2 AktG ausführlich Bericht. Darüber hinaus stand er für ergänzende Fragen und Auskünfte während der Erörterung der Einzelheiten der Abschlüsse und Lageberichte zur Verfügung. Nach der dem Aufsichtsrat vorgelegten Erklärung über berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zwischen dem Abschlussprüfer und centrotherm ergeben sich keine Zweifel an der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat die Ergebnisse seiner Prüfung vorgestellt und erörtert. Nach Auffassung des Prüfungsausschusses sprechen keine Gründe dagegen, die vorgelegten Abschlüsse zu billigen und festzustellen. Der Aufsichtsrat ist der Empfehlung des Prüfungsausschusses gefolgt und hat festgestellt, dass gegen das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen zu erheben sind und diesem Ergebnis zugestimmt. Mit Beschluss vom 27. März 2019 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der centrotherm international AG zum 31. Dezember 2018 gebilligt. Der Jahresabschluss der centrotherm international AG ist damit festgestellt. PRÜFUNG DES ABHÄNGIGKEITSBERICHTSDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für den Berichtszeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2018 aufgestellt. Der Bericht enthält die Schlusserklärung des Vorstands, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse der herrschenden Person oder eines mit dieser Person verbundenen Unternehmens sind nicht vorgenommen oder unterlassen worden. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht rechtzeitig erhalten und geprüft. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für ergänzende Auskünfte zur Verfügung gestanden. Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, hat diesen Bericht am 27. März 2019 mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen: "Da nach dem abschließenden Ergebnis unserer pflichtmäßigen Prüfung Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands der centrotherm international AG, Blaubeuren, über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 01.01.- 31.12.2018 nicht zu erheben sind, erteilen wir gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der centrotherm international AG nicht unangemessen hoch war." Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts zu erheben. DANK UND ANERKENNUNGIm Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2018 geleistete Arbeit. Mein Dank gilt auch meinen bisherigen Aufsichtsratskollegen Dr. Khalid Al Hajri, Saoud Al-Thani und Ibrahim Jaham Al Kuwari, die ihre Mandate niedergelegt haben. Den Aktionärinnen und Aktionären danke ich für ihr entgegengebrachtes Vertrauen.
Blaubeuren, den 27. März 2019 Für den Aufsichtsrat Robert M. Hartung, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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