![]() Ceotronics Aktiengesellschaft Audio . Video . Data CommunicationRödermarkJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.06.2018 bis zum 31.05.2019Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Juni 2018 bis 31. Mai 2019
Anhang für das Geschäftsjahr 2018/2019l. Angaben zum JahresabschlussDie CeoTronics AG hat ihren Sitz in Rödermark und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der Register-Nummer HRB 34104 eingetragen. Die Erstellung des Jahresabschlusses 2018/2019 erfolgte nach den Vorschriften des Aktiengesetzes sowie nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde um den Posten 'Aufwendungen für Forschung und Entwicklung' erweitert, da dieser Bereich für die Beurteilung der Ertragslage bedeutend ist. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Zur Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen wird auf den Anlagespiegel verwiesen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden bei Zugang mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die CeoTronics AG macht von dem Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch und aktiviert selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände. Es handelt sich hierbei um Eigenleistungen im Rahmen der Entwicklung neuer Produkte. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu den historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn die Wertminderung dauerhaft ist. Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Herstellungskosten werden neben den Materialeinzel- und den Fertigungseinzelkosten angemessene Gemeinkosten berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit und dergleichen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen sind mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Als uneinbringlich eingeschätzte Forderungen werden abgeschrieben. Allgemeine Risiken werden durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für das allgemeine Kreditrisiko beträgt aufgrund der geringen Forderungsausfälle in den letzten Geschäftsjahren 1%. Der auf der Aktivseite ausgewiesene Rechnungsabgrenzungsposten enthält insbesondere Ausgaben, die im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlt wurden, zum Teil jedoch bereits das neue Geschäftsjahr betreffen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Mittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zu den BilanzpositionenAnlagevermögenDie Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt. UmlaufvermögenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€ 219 (Vorjahr T€ 200) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit T€ 49 (Vorjahr T€ 54) Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft sowie mit T€ 450 (Vorjahr T€ 780) Darlehensforderungen. Aktive latente SteuernDie Entwicklung der saldiert ausgewiesenen aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich wie folgt:
Die im Vorjahr unberücksichtigte Passivierung latenter Steuern (€ 490.493,50) wurde im Geschäftsjahr 2018/2019 zulasten des laufenden Ergebnisses im Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (periodenfremder Aufwand) nachgeholt. In Deutschland beträgt der Körperschaftsteuersatz wie im Vorjahr 15,0% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag auf die berechnete Körperschaftsteuer. Der von dem Hebesatz der zuständigen Gemeinde abhängige Gewerbesteuersatz beträgt wie im Vorjahr rund 13,3%. Für die CeoTronics AG ergab sich somit insgesamt eine Ertragsteuerbelastung von ca. 29,1%. EigenkapitalGezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital der CeoTronics AG, Rödermark beträgt wie im Vorjahr € 6.599.994,00, aufgeteilt in 6.599.994 Stückaktien mit einem rechnerischen Wert am Grundkapital von je € 1,00. KapitalrücklageDie Kapitalrücklage beträgt wie im Vorjahr € 2.360.923,27. Genehmigtes Kapital gemäß § 202 AktGIn der Hauptversammlung vom 7. November 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 7. November 2019 das Grundkapital um insgesamt bis zu € 3.299.994,00 durch eine oder mehrmalige Ausgabe von nennbetragslosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die sonstigen Einzelheiten der Kapitalerhöhungen und ihrer Ausführung festzulegen. Gesetzliche RücklageDie gesetzliche Rücklage der CeoTronics AG ist in Übereinstimmung mit § 150 Abs. 2 AktG dotiert und beträgt zum 31. Mai 2019 € 15.813,87 (Vorjahr T€ 16). RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückzahlungsrisiken öffentlicher Aufträge (T€ 100, Vorjahr T€ 178), ausstehenden Urlaub (T€ 216, Vorjahr T€ 232), Garantieverpflichtungen (T€ 32, Vorjahr T€ 31), Mitarbeiterprämien, Tantiemen und Provisionen (T€ 106, Vorjahr T€40) sowie Prüfungskosten für den Jahresabschluss (T€ 40, Vorjahr T€ 44). VerbindlichkeitenÜber die Gliederung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gibt die folgende Aufstellung Aufschluss:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen mit einer Restvaluta per 31. Mai 2019 in Höhe von T€ 797 (Vorjahr T€ 897) enthalten, das durch Grundschulden auf Immobilien besichert ist. Das besicherte Darlehen wurde ursprünglich im Geschäftsjahr 2006/2007 zur Finanzierung der erworbenen Immobilie aufgenommen und im Geschäftsjahr 2016/2017 umfinanziert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen mit einer Restvaluta per 31. Mai 2019 in Höhe von T€ 362 (Vorjahr T€ 578) enthalten, das durch Grundschulden auf Immobilien besichert ist. Das Darlehen über ursprünglich T€ 1.500 wurde im Geschäftsjahr 2013/2014 aufgenommen. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist ein Darlehen mit einer Restvaluta per 31. Mai 2019 in Höhe von T€ 805 (Vorjahr T€ 1.018) enthalten, das durch Grundschulden auf Immobilien besichert ist. Das Darlehen über ursprünglich T€ 1.500 wurde im Geschäftsjahr 2015/2016 aufgenommen. Die CeoTronics AG hat im Geschäftsjahr 2017/2018 ein weiteres Darlehen aufgenommen, das durch Grundschulden auf Immobilien besichert ist. Die Restvaluta per 31. Mai 2019 beträgt T€ 1.232 (Vorjahr T€ 1.446). Im Geschäftsjahr 2016/2017 hat die CeoTronics AG ein Darlehen zur Finanzierung eines Speichersystems in Höhe von T€ 79 aufgenommen. Die Restvaluta zum 31. Mai 2019 beträgt T€ 32 (Vorjahr T€ 52). Die CeoTronics AG hat im Geschäftsjahr 2017/2018 ein Darlehen zur Finanzierung eines EMV-Labors in Höhe von T€ 60 aufgenommen. Die Restvaluta zum 31. Mai 2019 beträgt T€ 32 (Vorjahr T€ 47). Der Gesamtbetrag der besicherten Verbindlichkeiten bezieht sich ausschließlich auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und beläuft sich per 31. Mai 2019 auf T€ 3.268 (Vorjahr T€ 4.038). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit T€ 47 (Vorjahr T€ 15) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit T€ 170 (Vorjahr T€ 100) ein kurzfristiges Darlehen einer Tochtergesellschaft. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 2.203 um T€ 78 auf T€ 2.281 gestiegen. Davon wurden im Geschäftsjahr 2018/2019 T€ 1.085 (Vorjahr T€ 798) als selbst erstellte Vermögensgegenstände aktiviert, so dass in der Gewinn- und Verlustrechnung Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von T€ 1.196 (Vorjahr T€ 1.405) ausgewiesen wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 88 (Vorjahr T€ 12) sowie die Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 72 (Vorjahr T€ 101). Ergebnis je AktieIm Geschäftsjahr 2018/2019 hat die CeoTronics AG ein Ergebnis nach Steuern von € -0,06 je Aktie (Vorjahr €-0,03) erzielt. V. Sonstige AngabenDurchschnittliche Anzahl der ArbeitnehmerIm Jahresdurchschnitt 2018/2019 waren bei der CeoTronics AG insgesamt 102 (Vorjahr 104) Mitarbeiter beschäftigt. Die Aufteilung nach den unterschiedlichen Bereichen ergab sich wie folgt (in Klammern sind die entsprechenden Vollzeitäquivalente/FTE angegeben):
OrganeVorstandIm Geschäftsjahr 2018/2019 wurde die CeoTronics AG von Herrn Thomas H. Günther, Rödermark, als Alleinvorstand geführt. Gemäß § 9 der Satzung wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Der Aufsichtsrat kann einem oder einzelnen Vorstandsmitgliedern Alleinvertretungsbefugnis erteilen und/oder von den Beschränkungen des § 181 BGB befreien. AufsichtsratNach § 10 der Satzung besteht der Aufsichtsrat aus drei Mitgliedern, die von der Hauptversammlung gewählt werden. Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2018/2019 an:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat auf T€ 83 (Vorjahr T€ 95). Davon betreffen T€ 66 (Vorjahr T€ 61) die feste Vergütung sowie T€ 17 (Vorjahr T€ 16) Sitzungsgelder. Im Vorjahr fielen weitere T€ 18 als variable Vergütung an. Angaben zum AbschlussprüferhonorarFür den gesetzlichen Abschlussprüfer wurden in den Geschäftsjahren 2018/2019 und 2017/2018 folgende Honorare vereinbart bzw. als Aufwand erfasst:
HaftungsverhältnisseDie CeoTronics AG hat eine gesamtschuldnerische Haftung im Rahmen einer Bank-Kreditlinie der CT-Video GmbH (verbundenes Unternehmen) in Höhe von T€ 200 übernommen. Die Kreditlinie wurde zum Abschlussstichtag mit T€ 196 (Vorjahr T€ 0) in Anspruch genommen. Ferner hat die CeoTronics AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für ein Darlehen der CT-Video GmbH in Höhe von T€ 377 übernommen; zum Abschlussstichtag valutiert das Darlehen noch mit T€ 26 (Vorjahr T€ 52). Das Darlehen ist zusätzlich mit einer Grundschuld besichert. Zusätzlich hat die CeoTronics AG eine harte Patronatserklärung zugunsten der CT-Video GmbH in Höhe von T€ 450 abgegeben. Die der Patronatserklärung zugrunde liegende Kreditlinie wurde zum Bilanzstichtag mit T€ 411 (Vorjahr T€ 336) in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der in den Folgejahren bei der CT-Video GmbH erwarteten positiven Ertragsaussichten und Liquiditätsüberschüsse in den oben genannten Haftungsfällen als gering eingestuft. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum 31. Mai 2019 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 6.393 (Vorjahr T€ 2.348). Der Betrag setzt sich aus Leasing- und langfristigen Mietverpflichtungen von T€ 297 (Vorjahr T€ 310) sowie aus Rahmenverträgen und offenen Bestellungen von T€ 6.096 (Vorjahr T€ 2.038) zusammen. Besondere Vorgänge nach dem Schluss des GeschäftsjahresBesondere Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018/2019 haben sich nicht ergeben. Angaben zu TochterunternehmenDie CeoTronics AG ist an den folgenden Unternehmen unmittelbar mehrheitlich beteiligt. Die Tochtergesellschaften sind daher verbundene Unternehmen gem. § 271 Abs. 2 HGB.
Angaben zu ausschüttungsgesperrten BeträgenDer nach § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrte Betrag in Höhe von T€ 3.267 (Vorjahr T€ 2.826) betrifft mit T€ 178 (Vorjahr T€ 183) die Aktivierung latenter Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, mit T€ 1.147 (Vorjahr T€ 957) latente Steuern aus Verlustvorträgen sowie mit T€ 1.942 (Vorjahr T€ 1.686 die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände (eigene Entwicklungsleistungen) nach Abzug der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern. ErgebnisverwendungsvorschlagDer ausschüttungsfähige Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:
Der Vorstand der CeoTronics AG schlägt im Rahmen der Gewinnverwendung dem Aufsichtsrat vor, der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Rödermark, den 30. August 2019 CeoTronics AG Audio - Video - Data Communication Thomas H. Günther Vorstand, CEO Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2018/2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018/2019I. Grundlagen des Unternehmens1. GeschäftsmodellDie CeoTronics AG ist führend in der Herstellung und dem Vertrieb im Bereich elektronischer Audio-Systeme sowie der Datenübertragung und -kommunikation unter erschwerten Bedingungen. Die CeoTronics AG entwickelt, produziert und vertreibt seit 1985 sowohl professionelles Zubehör zu Geräten anderer Funkgerätehersteller als auch selbst entwickelte Funknetze. Die CeoTronics-Produkte werden für professionelle Anwendungen beim Militär, der Polizei, der Feuerwehr, im Luftverkehr sowie der Industrie entwickelt und vertrieben. Die CeoTronics AG mit Sitz in Rödermark steht an der Spitze der CeoTronics-Gruppe. Als weitere Konzerngesellschaften fungieren die CT-Video GmbH sowie zwei ausländische Gesellschaften in Spanien und den USA. Zum 31. Mai 2019 beschäftigte die CeoTronics AG insgesamt 100 Mitarbeiter. 2. Forschung und EntwicklungDie CeoTronics AG investierte in den letzten Jahren zulasten der Ergebnisse massiv in neue Produktentwicklungen und berücksichtigte bei der Konstruktion die Notwendigkeit, schneller produzieren zu können und auch die Herstellungskosten nachhaltig zu senken. Viele dieser neuen Produkte (u.a. die neue Generation an CT-DECT-Systemen sowie eine neue multifunktionale Bedieneinheit für bis zu drei gleichzeitig angeschlossene Medien) werden ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 dem Vertrieb zur Verfügung stehen und die Wettbewerbsfähigkeit der CeoTronics AG unterstützen sowie die Profitabilität stärken. Die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung (vor der Aktivierung von Eigenleistungen) betrugen im Geschäftsjahr 2018/2019 T€ 2.281. Bezogen auf den Umsatz beläuft sich der Anteil auf 19,0%. Zum 31. Mai 2019 waren im Bereich Forschung und Entwicklung insgesamt 21 Mitarbeiter beschäftigt. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenÖkonomische Rahmenbedingungen, Auswirkungen auf die CeoTronics AGDie jüngste Verlangsamung des Weltwirtschaftswachstums und des Welthandels, die mit hoher handelspolitischer Unsicherheit einhergeht, drückt die Aussichten für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den Jahren 2019 und 2020 sowohl in Deutschland als auch in Europa. Entsprechend aktuellen Prognosen werden für die Jahre 2019 und 2020 in Deutschland jahresdurchschnittliche Zuwachsraten von ca. 0,6% und ca. 1,2% (bzw. im Euroraum von ca. 1,2% und ca. 1,5%) erwartet. Die immer noch positive Wirtschaftsentwicklung sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Risiken zuletzt zugenommen haben. Neben der Wirtschafts- und Finanzkrise in Italien und der Brexit-Problematik tragen hierzu insbesondere die seitens der USA verhängten bzw. für die weitere Zukunft angekündigten Zollerhöhungen bei. Es ist davon auszugehen, dass eine Eskalation der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China sowie zwischen den USA und Europa aufgrund der Exportlastigkeit gerade auch für deutsche Unternehmen mit zusätzlichen Risiken verbunden wäre. Für die Fortsetzung des globalen Wirtschaftswachstums ist ein reibungslos funktionierender Welthandel von zentraler Bedeutung. Eine Spirale aus protektionistischen Maßnahmen hätte deutliche negative Auswirkungen auf die globale und die deutsche Wirtschaft. Investitionen in die innere und äußere SicherheitDie Bedrohung durch den Terrorismus hält weiter an. Demzufolge müssen die staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräfte auch in Bezug auf die personenbezogene technische Ausstattung - inklusive moderner Audio-, Video- und Data-Kommunikationstechnik - nachrüsten. Die deutschen Innenminister, aber auch der Bundesinnenminister und die Verteidigungsministerin haben zugesagt, zukünftig deutlich mehr in die innere und äußere Sicherheit zu investieren. Auch die anderen europäischen NATO-Mitgliedsländer wollen sich nun relativ schnell dem vereinbarten Ziel, für die Landesverteidigung 2% des BIP auszugeben, nähern. Eine traditionelle Kernkompetenz der CeoTronics AG liegt in der erfolgreichen Akquise und Abwicklung von Aufträgen der staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräfte. Die BOS-Digitalfunkumstellung (BOS = Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) wurde in den meisten europäischen Ländern schon vor einigen Jahren begonnen und bereits abgeschlossen. Aufgrund unterschiedlicher mechanischer und elektronischer Schnittstellen der neuen Digitalfunkgeräte können die meisten bisher im Einsatz befindlichen Hör-/ Sprechsysteme für analoge Funkgeräte, aber oftmals auch die für ältere Digitalfunkgeräte nicht weiterverwendet werden. Die CeoTronics AG wird auch zukünftig in Deutschland und in Nordeuropa mit Headsets und Systemen für die Polizei, Feuerwehr und Industrie von der Umstellung auf die nächste Generation der Digitalfunkgeräte und auch der Umstellung auf LTE-Devices (PTTolP) profitieren. Die CeoTronics AG hat seit 1999 bereits über 174.000 Systeme zum Anschluss an die digitalen Tetra-/Tetrapol-Funkgeräte produziert und verkauft. Dieses Erfahrungspotenzial in der Kommunikationszubehör-Anpassung an Digitalfunkgeräte ist ein großer Wettbewerbsvorteil. Höhere Arbeitssicherheit und -effizienzArbeitsabläufe müssen, um die Effizienz/Produktivität zu erhöhen, immer besser koordiniert werden. Unter schwierigen Umgebungsbedingungen (z.B. bei Lärm) und sobald Menschen an einem Arbeits-/Koordinationsprozess beteiligt sind, trägt das bessere Kommunikationsequipment dazu bei, schneller und sicherer zu arbeiten. Die CeoTronics AG hat das Produktportfolio in den letzten Jahren mit Produkten ergänzt, die als "persönliche Schutzausrüstung" (PSA) zugelassen sind und somit zertifizierten Gehörschutz bei gleichzeitiger Nutzung modernster Kommunikationselektronik bieten. Im Juni 2018 wurde die CeoTronics AG erfolgreich nach den neuen PSA-Regularien als Unternehmen zertifiziert. Nicht nur in der Industrie, sondern auch bei den Feuerwehren, der Polizei und dem Militär sind CeoTronics-Produkte im Einsatz, die den Nutzer vor Lärm schützen, den Ei gen schütz durch bessere Kommunikation und Information erhöhen und so konstruiert sind, dass sie einer Beflammung standhalten. So wird der Nutzer durch schmelzende/tropfende/brennende Produktbestandteile nicht zusätzlich gefährdet. Produktentwicklungen dauern länger und werden teurerUnsere Produktneuentwicklungen "CT-MultiPTT 3C und 1C", "CT-ComLink®Headsets" und "CT-ComLink® Funkgeräte-/lnterkom-Anschlusskabel" und "CT-DECT Multi" sowie deren umsatzfördernde Erhältlichkeit hatten sich leider erneut verzögert. Größere und unvorhersehbare Herausforderungen bezüglich verschiedener neuartiger Technologie-Kombinationen, Alleinstellungsmerkmalen und Produktionsverfahren sowie zusätzliche auftragsspezifische Modifikationen erforderten zusätzliche Entwicklungszeiten und Investitionen für die Serienumsetzung. Diese Umstände belasten die Liquidität und führen zu einer Erhöhung der aktivierten Eigenentwicklungen. Gleichzeitig haben sich die Absatzpotenziale der genannten Produkte deutlich erhöht und zum Teil auch schon in den Projektvorbereitungen kundenseitig konkretisiert. 2. Geschäftsverlauf und LageDie Tätigkeit der Gesellschaft lässt sich in die zwei Hauptgeschäftsfelder "Audio-/ Data-Communication" und "Service" aufteilen. Das größte Geschäftsfeld "Audio-/Data-Communication" wird in die Geschäftsbereiche
unterteilt. Im Geschäftsbereich "Funk-Netze, -Headsets und -Systeme" konnte der Umsatz um 2,2% gesteigert werden. In dem Geschäftsbereich "Audio-Vibrationstechnologie, Heimkommunikation und weitere Produkte" reduzierte sich der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,6%. Der Umsatz mit den Produkten des Geschäftsbereiches "Im-Ohr-Headsets und Covert Communication" ging im Geschäftsjahr 2018/2019 um 54,2% zurück. Der Umsatz im Geschäftsbereich "Kabelgebundene Audio-Kommunikation und Zubehör" reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 31,8%. Im Geschäftsfeld "Service" konnte der Umsatz um 8,7% gesteigert werden. Die aktuell langen Lieferzeiten für bestimmte Elektronik-Bauteile/-Komponenten sind allgemein bekannt. Das betrifft aber leider auch bestimmte Steckverbindungen, deren Lieferzeiten sich auf 20 bis 30 Wochen fast verdreifacht haben. Auch Leiterplattenänderungen und -neuentwicklungen sind oftmals nicht vor 14 bis 18 Wochen realisierbar. Manche unserer Produktionsdienstleister haben eine Vollauslastung von drei bis vier Monaten. Des Weiteren reduzieren sich die life-time-cycles von bestimmten Elektronikkomponenten (im Worst Gase erfolgen alle zwei bis drei Jahre Abkündigungen); diese müssen entsprechend in sehr großen Stückzahlen (Mehrjahresbedarf) beschafft werden - teilweise auch, um überhaupt beliefert zu werden. Die Verwendung von Nachfolgekomponenten im Obsoleszenzfall kann weitere Hardware- und Softwareänderungen verursachen, die wiederum Auswirkungen auf Zulassungen (Funk, CE etc.) haben können. Es ist davon auszugehen, dass diese Situation auch durch die Hochkonjunktur in der Consumer- und Automotive-Elektronik (hohe Auslastung und Ressourcenknappheit), die rasante Weiterentwicklung von Elektronikkomponenten, aber auch durch eine marktbeherrschende "Konzentration" auf Herstellerseite verursacht wurde. Manche CeoTronics-Produkte sind davon weniger bis gar nicht betroffen, andere umso mehr. Alle Unternehmen der betreffenden Branchen, die Hightech-Produkte und kundenindividuelle Lösungen -insbesondere auch für Kleinserienmengen - anbieten, müssen sich dieser Problematik stellen. Das Risiko kann zumindest zum Teil mit dem Einkauf größerer Mengen (schon weit vor der kundenseitigen Auftragserteilung) abgefedert werden. Dazu müssen eine höhere Kapitalbindung und ein höherer Cash-Abfluss durch die Erhöhung des Lagerbestandes in Kauf genommen werden. Aber gerade kleinere Unternehmen können sich eben nicht auf alle Eventualitäten einstellen, zumal, wenn technische Klärungen kundenindividueller Systemlösungen im Detail erst sehr spät erfolgen. Die CeoTronics AG wird bis zum Ende des Jahres 2019 ein ganzheitliches Obsoleszenz-Management-System implementieren, um die negativen Entwicklungen im Beschaffungsmarkt für Elektronikbauteile besser abfedern zu können. Aber das beste Obsoleszenz-Management-System kann nicht verhindern, dass ein Mangel an kontinuierlich und in angemessenen Stückzahlen zeitnah erhältlichen Elektronikbauteilen und Baugruppen (wie z. B. spezielle Stecker und Kabel) zu erhöhten Bevorratungen (Lagerbeständen) bei der CeoTronics AG zulasten der Liquidität und zu einer Erhöhung der Kapitalbindung führt und/oder sich die Lieferzeiten an den Kunden entsprechend verlängern. Die jahrelange Hochkonjunktur in der Unterhaltungs-/Telekommunikations-/Automotiveindustrie, die Elektronik-Durchdringung auch in den alltäglichen Haushaltsgeräten und Spielzeugen, die immer kürzeren Produkt-Lebenszyklen sowie die seitens der asiatischen Anbieter künstlich herbeigeführte Verknappung der Elektronikrohstoffe und -komponenten sind von der gesamten Branche als Herausforderung anzunehmen und zu bewältigen. Dazu gehört auch die proaktive und ehrliche Kommunikation gegenüber den Kunden. a.) ErtragslageDie wesentlichen Posten der Ertragslage ergeben sich wie folgt:
UmsatzerlöseDie CeoTronics AG hat das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Umsatz in Höhe von T€ 12.002 (Vorjahr T€ 12.609) abgeschlossen. Das entspricht einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr von T€ 607 bzw. 4,8%. Ursachen für die negative Umsatzentwicklung waren insbesondere Projektverzögerungen (intern/extern), die sich verschärfende Situation am Materialbeschaffungsmarkt sowie Engpässe bei Produktionsdienstleistern. Die Inlandsumsätze sind gegenüber dem Vorjahr von T€ 7.174 um T€ 1.377 (19,2%) auf T€ 8.551 angestiegen. Dabei erhöhte sich der Umsatz mit der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie um insgesamt T€449 auf T€ 3.756. Die Auslandsumsätze reduzierten sich von T€ 5.435 um T€ 1.984 (36,5%) auf T€ 3.451. Per Saldo stieg der Inlandsanteil am Gesamtumsatz auf 71,2% (Vorjahr 56,9%), während der Auslandsanteil auf 28,8% (Vorjahr 43,1%) sank. HerstellungskostenDer auf den Umsatz bezogene Herstellungskostenanteil reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 56,1% auf 50,9%. Der Rückgang des Herstellungskostenanteils ist insbesondere auf eine veränderte Auftragsstruktur sowie einen geringeren Fixkostenanteil im Bereich Operations zurückzuführen. Die Aufwendungen im Bereich Operations lagen mit T€ 1.838 um T€ 55 unter dem Vorjahreswert von T€ 1.893. Der Anteil am Umsatz beträgt nun 15,3% (Vorjahr 15,0%). Im Bereich Operations ging der Personalbestand zum 31. Mai 2019 gegenüber dem Vorjahr um fünf auf 35 (Vorjahr 40) Mitarbeiter zurück. Nach Vollzeitäquivalenten (FTE) ergibt sich ein Wert von 34 (Vorjahr 38). Aufwendungen für Forschung und EntwicklungDie Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.405 um T€ 209 auf T€ 1.196. Der Anteil am Umsatz ging auf 10,0% (Vorjahr 11,2%) zurück. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden selbst erstellte immaterieller Vermögensgegenstände (eigene Entwicklungsleistungen) in Höhe von T€ 1.085 (Vorjahr T€ 798) aktiviert. Ohne die Aktivierung eigener Entwicklungsleistungen hätten die Aufwendungen im Bereich Forschung und Entwicklung T€ 2.281 (Vorjahr T€ 2.203) betragen. Zum 31. Mai 2019 war ein Projekt mit einem Bilanzwert von T€ 145 abgeschlossen. Nach der Fertigstellung werden die Projekte über die voraussichtliche Nutzungsdauer (in der Regel vier bis zehn Jahre) abgeschrieben. Es ist vorgesehen, auch in den Folgejahren eigene Entwicklungsleistungen zu aktivieren, um dadurch den Entwicklungsaufwand über den voraussichtlichen Zeitraum der Nutzung zu verteilen. Im Bereich Forschung und Entwicklung betrug der Personalbestand zum 31. Mai 2019 insgesamt 21 Mitarbeiter (Vorjahr 20). Nach Vollzeitäquivalenten (FTE) ergab sich eine Erhöhung auf 21 FTE (Vorjahr 19). VertriebskostenDie Aufwendungen im Bereich Marketing und Vertrieb lagen mit T€ 3.617 um T€ 220 unter dem Vorjahreswert von T€ 3.837. Der Anteil am Umsatz reduzierte sich auf 30,1% (Vorjahr 30,4%). Im Bereich Marketing/Vertrieb reduzierte sich der Personalbestand zum 31. Mai 2019 gegenüber dem Vorjahr (31) um zwei auf 29 Mitarbeiter. Nach Vollzeitäquivalenten (FTE) ergab sich ein Wert von 28 (Vorjahr 30 FTE). Allgemeine VerwaltungskostenIm Geschäftsjahr 2018/2019 konnten die Kosten im Bereich der Allgemeinen Verwaltung gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.177 um T€ 59 auf T€ 1.118 gesenkt werden. Der Anteil am Umsatz beträgt wie im Vorjahr 9,3%. Im Bereich der allgemeinen Verwaltung hat sich der Personalbestand zum 31. Mai 2019 gegenüber dem Vorjahr um einen auf 15 (Vorjahr 14) Mitarbeiter erhöht. Nach Vollzeitäquivalenten (FTE) ergab sich ein Wert von 11 FTE (Vorjahr 10 FTE). Personalbestand der CeoTronics AGDer Personalbestand der CeoTronics AG (inkl. Auszubildende) reduzierte sich zum 31. Mai 2019 gegenüber dem Vorjahr von 105 um fünf auf 100 Mitarbeiter. Nach Vollzeitäquivalenten (FTE) ergab sich ein Wert von 94 (Vorjahr 98). Ergebnis vor SteuernDie CeoTronics AG hat das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Ergebnis vor Steuern von T€ 221 (Vorjahr T€ -687) abgeschlossen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Geschäftsjahr 2018/2019 T€ 614 (Vorjahr T€ -462). Die Steuern wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr neben der deutlichen Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern insbesondere durch die erstmalige Berücksichtigung der passiven latenten Steuern auf die Aktivierung von Eigenleistungen beeinflusst. JahresergebnisDas Geschäftsjahr 2018/2019 wurde mit einem Jahresergebnis von T€ -394 (Vorjahr T€ -226) abgeschlossen. AuftragsbestandDer Auftragsbestand zum 31. Mai 2019 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 4.757 deutlich um T€ 19.513 bzw. 410,2% auf T€ 24.270. b.) FinanzlageDie zusammengefasste Kapitalflussrechnung verdeutlicht die finanzielle Entwicklung der CeoTronics AG im Geschäftsjahr 2018/2019:
Brutto-CashflowDer Brutto-Cashflow zum Ende des Geschäftsjahres 2018/2019 reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 213 um T€ 17 auf T€ 196. Der Rückgang des Brutto-Cashflows resultiert insbesondere aus der laufenden Geschäftsentwicklung. Mittelabfluss aus InvestitionstätigkeitDie Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auf T€ 1.741 {Vorjahr T€ 1.415). Diesen Mittelabflüssen wirken Mittelzuflüsse aus Dividendenzahlungen von Tochtergesellschaften (T€ 150, Vorjahr T€ 70) sowie erhaltene Zinsen (T€ 19, Vorjahr T€ 17) entgegen. Weitere Erläuterungen ergeben sich aus der nachfolgenden Darstellung zur Vermögenslage. FinanzmittelfondsDer Finanzmittelfonds setzt sich zum Bilanzstichtag aus den liquiden Mitteln von T€ 172 (Vorjahr T€ 18) abzüglich der jederzeit fälligen Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 2.526 (Vorjahr T€ 1.218) zusammen. Der CeoTronics AG stehen darüber hinaus kurzfristige Kreditlinien bei den Hausbanken zur Verfügung, die bedarfsweise in Anspruch genommen werden können. c.) VermögenslageDie wesentlichen Posten der Vermögenslage ergeben sich wie folgt: Aktiva
InvestitionenDie CeoTronics AG hat sich seit Jahren mit Investitionen in Personalkapazitäten, Markterschließungen, Technologien, Entwicklungen sowie Produktionstechniken und -verfahren im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf die Herausforderungen der Zukunft eingestellt. Die CeoTronics AG investierte in den letzten Jahren zulasten der Ergebnisse massiv in neue Produktentwicklungen und berücksichtigte bei der Konstruktion die Notwendigkeit, schneller produzieren zu können und auch die Herstellungskosten nachhaltig zu senken. Viele dieser neuen Produkte (u.a. die neue Generation an CT-DECT-Systemen sowie eine neue multifunktionale Bedieneinheit für bis zu drei gleichzeitig angeschlossene Medien) stehen dem Vertrieb als Prototypen seit Anfang 2019 zur Verfügung und werden die Wettbewerbsfähigkeit der CeoTronics AG sowie die Profitabilität ab Herbst 2019 stärken. Die Investitionen im Geschäftsjahr 2018/2019 lagen mit insgesamt T€ 1.741 um T€ 326 über dem Wert des Vorjahres (T€ 1.415). Die Aktivierung der eigenen Entwicklungsleistungen hat sich dabei mit T€ 1.085 (Vorjahr T€798) entsprechend ausgewirkt. Ohne Berücksichtigung der eigenen Entwicklungsleistungen hätten die Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 655 (Vorjahr T€ 617) betragen. Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Bilanzansätze der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen zum Bilanzstichtag um insgesamt T€ 1.148 erhöht. Ohne die Aktivierung eigener Entwicklungsleistungen wären die Bilanzansätze der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sachanlagen zum Bilanzstichtag um T€ 94 gestiegen. VorräteDer Lagerbestand hat sich zum Bilanzstichtag um T€ 428 bzw. 8,6% auf T€ 5.382 erhöht. Der Bestand der Vorräte korrespondiert mit dem Auftragsbestand, den Anforderungen aus den Order Forecasts sowie der Lieferfähigkeit neuer Produkte und Technologien. Zudem wurde bereits damit begonnen, zukünftig benötigte beschaffungskritische Komponenten früher und in größeren Stückzahlen als bisher zu bevorraten. Dieses Vorgehen ist mit dem Mangel an kontinuierlich und in angemessenen Stückzahlen zeitnah erhältlichen Elektronikbauteilen und Baugruppen (wie z. B. spezielle Stecker, Kabel, Platinen), aber auch mit der Vielzahl an größeren Zukunftsprojekten, die in den nächsten Quartalen zu Auftragseingängen führen, begründet. Eigenkapital und EigenkapitalquoteDas Eigenkapital der CeoTronics AG reduzierte sich zum 31. Mai 2019 auf T€ 10.125 (Vorjahr T€ 10.519). Die Eigenkapitalquote beträgt 51,8% (Vorjahr 55,0%). Somit zeichnet sich die CeoTronics AG nach wie vor durch eine sehr gute Eigenkapitalausstattung aus. 3. Finanzielle LeistungsindikatorenBei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus insbesondere auf der Entwicklung des Umsatzes, des Deckungsbeitrages, des EBIT, des Ergebnisses vor Steuern, des Ergebnisses nach Steuern sowie des Auftragsbestandes. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist der Umsatz um 4,8% gefallen. Insbesondere aufgrund des erhöhten Deckungsbeitrages von 49,1% (Vorjahr 43,9%) haben sich das EBIT deutlich auf T€ 223 (Vorjahr T€ -622) sowie das Ergebnis vor Steuern auf T€ 221 (Vorjahr T€ -687) verbessert. Der gestiegene Jahresfehlbetrag von T€ -394 (Vorjahr T€ -226) ist auf die erhöhte Steuerbelastung zurückzuführen. Der Auftragsbestand konnte allerdings sehr deutlich um 410,2% auf T€ 24.270 (Vorjahr T€ 4.757) gesteigert werden. 4. GesamtaussageDie im Prognosebericht des Geschäftsjahres 2017/2018 in Aussicht gestellte positive Umsatzentwicklung sowie ein positives Jahresergebnis konnte die CeoTronics AG im Geschäftsjahr 2018/2019 aus den oben genannten Gründen nicht erreichen. Der erwartete signifikante Anstieg des Auftragseingangs konnte allerdings realisiert werden. Trotz des Umsatzrückgangs konnten das EBIT und das Ergebnis vor Steuern aufgrund eines erhöhten Deckungsbeitrags sowie allgemeiner Kostensenkungen deutlich verbessert werden. Allein das Ergebnis nach Steuern hat sich im Geschäftsjahr 2018/2019 verschlechtert. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt durch die Inanspruchnahme der Kontokorrentkreditlinien gesichert. Die CeoTronics AG verfügt nach wie vor über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung. III. Chancen- und RisikoberichtDie CeoTronics AG versteht effizientes und vorausschauendes Risikomanagement als eine wichtige und wertsichernde Aufgabe. Risikomanagement gehört zu den Kernfunktionen unternehmerischen Handelns und ist ein wichtiges Element für den Erfolg der Geschäftstätigkeit. Wichtig ist, dass der Risikomanagement-Prozess nicht nur dokumentiert, sondern auch von der Unternehmensführung gelebt wird, wobei Aufsichtsrat, Vorstand, Führungskräfte und Mitarbeiter ihre Tätigkeit im Risikomanagement mit großem Verantwortungsbewusstsein wahrnehmen. Wie auch schon in den Vorjahren hat die CeoTronics AG im Laufe des Geschäftsjahres 2018/2019 ein aktives Risikomanagement gelebt. Im abgelaufenen Jahr haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Risikobeurteilung im Vergleich zum Vorjahr ergeben. Die bereits erkannten Risiken wurden erneut analysiert und entsprechend bewertet. Daraus abgeleitete Maßnahmen wurden umgesetzt und das Risikohandbuch wurde modifiziert. Unternehmerische Chancen werden nicht innerhalb des Risikomanagementsystems behandelt, sondern im Rahmen regelmäßiger Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen analysiert und gegebenenfalls innerhalb der jährlich erstellten operativen Planung erfasst. Aus der Gesamtheit der für die CeoTronics AG identifizierten Risiken erläutern die nachfolgenden Passagen Risikofelder bzw. Einzelrisiken, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CeoTronics AG wesentlich beeinflussen und zu einer negativen Zielabweichung führen können. Risiko des Geschäftsmodellsa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDas Geschäftsmodell der CeoTronics AG hat zur Konsequenz, dass die saisonunabhängigen unterjährigen Schwankungen im Auftragseingang und Umsatz - gerade auch durch die noch geringe Anzahl an Projektgeschäften, die aber einen relativ hohen Umsatzanteil haben - in den letzten Jahren stark zugenommen haben. Die entsprechenden positiven und negativen Ausschläge sind schwer planbar und seitens der CeoTronics AG kaum zu beeinflussen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungDie CeoTronics AG hat sich im Produktionsbereich mit einer höheren Flexibilisierung der Kostenstruktur und Wertschöpfungstiefe auf eine stark schwankende Auslastung eingestellt. Auch die solide Finanzierungsstruktur sowie die vertrauensvolle und zuverlässige Zusammenarbeit mit den Hausbanken tragen dazu bei, die Schwankungen in Umsatz und Ertrag bzw. die Folgen daraus aufzufangen. Zudem wird angestrebt, die Anzahl und die Verteilung in/aus den einzelnen Märkten der Projektgeschäfte zu erhöhen, um unabhängiger von einzelnen Projektverzögerungen zu werden. Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Kundengruppena.) Risikobeschreibung/AuswirkungTraditionell ist der Umsatzanteil mit staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräften mit 55% bis 65% sehr hoch. Dies kann zu deutlichen Umsatz- und Ergebnisschwankungen führen, wenn die öffentlichen Auftraggeber in Europa z. B. aufgrund von staatlichen Finanzkrisen ihre Ausgaben einschränken. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungAuch wenn Produkte und Dienstleistungen für staatliche Sicherheits- und Ordnungskräfte eine starke Kernkompetenz der CeoTronics AG darstellen, so beschränkt sich die CeoTronics AG bei der Produktentwicklung nicht nur auf die oben genannten Kundengruppen, sondern legt größten Wert darauf, Produkte zu entwickeln, die für erhöhte Umsätze auch bei anderen Kundengruppen sorgen sollen. Risiko des Nischenmarktesa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDie CeoTronics AG ist Marktführer in einem Nischenmarkt für hochwertige und größtenteils individuelle Systemlösungen. Naturgemäß sind die jeweils beauftragten Stückzahlen und somit der Zeitraum der Los-Auslieferungen nicht so groß, dass mit einer kontinuierlichen/langfristigen Produktionsauslastung und Berechnung von Lieferungen gerechnet werden kann. Dies kann zu deutlichen Umsatz- und Ergebnisschwankungen führen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungDie Vielzahl der kleinen bis mittelgroßen Auftragsvolumen, die Kundenanzahl und die Einzelmärkte reduzieren das Risiko eines Nischenmarktanbieters. Durch intelligente Kooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung, Produktion sowie Vertrieb können Kosten reduziert und der Wirkungsgrad deutlich erhöht werden. Ebenfalls zur Kostenreduzierung und Senkung der Herstellkosten beitragen wird die Berücksichtigung von kurzen Produktionszeiten und einer geringen Anzahl von Hardwarevarianten bereits bei der Entwicklung eines neuen Produktes. Technologierisikoa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDie hohe Qualität der CeoTronics-Produkte, das Know-How der CeoTronics-Mitarbeiter sowie der technische Vorsprung vor den Wettbewerbern sichern dem Konzern das zukünftige Absatzvolumen. Ein Nachlassen der permanenten Weiterentwicklung der CeoTronics-Produkte auf hohem Niveau kann dazu führen, dass Wettbewerber die Technologieführerschaft übernehmen. Dies kann mittelfristig zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang führen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungDer sehr hohe und in den letzten Jahren stetig steigende Forschungs- und Entwicklungsaufwand, die Bereitstellung eines attraktiven Arbeitsplatzes sowie die Sicherstellung einer hohen Motivation der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung sichern die Technologieführerschaft im CeoTronics-Nischenmarkt. Produktrisikoa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDie CeoTronics AG ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig. Die Entwicklung der innovativen CeoTronics-Produkte erfordert einen sehr hohen Zeitaufwand und eine relativ lange Entwicklungszeit. Fehlentwicklungen oder Entwicklungen, die nicht der Kunden nachfrage entsprechen, verursachen einen hohen Aufwand und gefährden die Technologieführerschaft der CeoTronics AG, da die für den Markt notwendigen Produkte nicht zeitgerecht entwickelt werden können. Dies kann mittelfristig zu einem Umsatz- und Ergebnisrückgang führen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungDie Hauptphilosophie bei der CeoTronics AG ist eine marktorientierte Arbeitsweise, d.h., der Markt, die Kunden und eine Wirtschaftlichkeitsanalyse bestimmen, was bei der CeoTronics AG entwickelt wird. Dazu finden ein intensiver und permanenter Kundenkontakt und Wissensaustausch statt. Liquiditätsrisiko/Risiko aus Zahlungsverkehrsschwankungena.) Risikobeschreibung/AuswirkungNicht nur Großprojekte in Millionenhöhe erfordern Warenzukäufe, die teilweise Monate vor der Rechnungsstellung an den Kunden erfolgen und vorfinanziert werden müssen. Des Weiteren führen saisonale Schwankungen im Geschäft der CeoTronics AG oder Auftragsverschiebungen zu Schwankungen der Liquidität. Bei nur unzureichender Liquiditätssicherung bestünde die Gefahr, dass CeoTronics nicht in der Lage wäre, finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten zu erfüllen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungDie CeoTronics AG führt eine rollierende Liquiditätsplanung durch, um Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen. Zudem stehen der CeoTronics AG kurzfristige Kreditlinien bei mehreren Hausbanken zur Verfügung, die bedarfsweise in Anspruch genommen werden können. Dadurch und durch weitere Optionen, kurzfristige Liquiditätsengpässe zu überbrücken, soll sichergestellt werden, dass die CeoTronics AG stets über ausreichende Mittel verfügt, um selbst unter schwierigen Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Ausfallrisikoa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDie CeoTronics-Kunden verfügen in der Regel über eine gute bis sehr gute Bonität. Dennoch besteht das Risiko, dass Kunden ihrer Zahlungsverpflichtung aus unterschiedlichen Gründen nicht nachkommen. Dies kann mittelfristig zu einem Ergebnisrückgang führen. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungUm das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu begrenzen, hat die CeoTronics AG ein umfangreiches Debitorenmanagement eingerichtet, welches sicherstellt, dass Kreditauskünfte eingeholt oder historische Daten aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, insbesondere dem Zahlungsverhalten, zur Vermeidung von Zahlungsausfällen genutzt werden. Soweit bei den einzelnen finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren wie im Vorjahr keine zusätzlichen Einzelwertberichtigungen erforderlich. Preisänderungsrisikoa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDer starke Wettbewerb in dem Nischenmarkt, in dem die CeoTronics AG tätig ist, übt einen permanenten Preissenkungsdruck aus. Insofern besteht das Risiko eines Umsatz- und/oder Margenrückgangs, was mittelfristig zu einem Ergebnisrückgang führen kann. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungUm das Preisänderungsrisiko zu minimieren, treibt die CeoTronics AG die Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Entwicklung neuer Produkte ständig voran. Ziel ist es dabei, den bestehenden technologischen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz zu festigen bzw. auszubauen. Ein hoher Innovations- und Technologiestand verhindert einen Preisverfall und begrenzt das Preisrisiko. Die dabei anfallenden hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung konnten bislang mittelfristig amortisiert werden. Produkthaftung/Qualitätsrisikoa.) Risikobeschreibung/AuswirkungDie Verwendung der CeoTronics-Produkte erfolgt meist in sensiblen Einsatzbereichen und unter äußerst schwierigen Bedingungen. Viele Produkte werden in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt. Dies kann dazu führen, dass durch CeoTronics-Produkte verursachte Schäden Schadenersatzansprüche in Millionenhöhe an die CeoTronics AG nach sich ziehen können. Dies könnte den Fortbestand der CeoTronics AG gefährden. b.) Maßnahmen zur RisikovermeidungUm nicht mit Forderungen im Rahmen der Produkthaftung konfrontiert zu werden, hat die CeoTronics AG ein Qualitätssicherungssystem installiert, das die gesetzlichen Erfordernisse in weiten Teilen übertrifft. So schreibt beispielsweise das interne Qualitätssicherungssystem vor Auslieferung eine 100%ige Stückprüfung aller eigengefertigten Produkte vor. Da einige Produkte auch in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, wird die Produktion und Reparatur derartiger Produkte einer Doppelprüfung unterzogen. Explosionsgeschützte Produkte werden ausschließlich in Deutschland hergestellt und repariert. Zusätzlich hat die CeoTronics AG eine umfangreiche Produkthaftpflichtversicherung abgeschlossen. Aufgrund der getroffenen Maßnahmen ist die Bestandsgefährdung unwahrscheinlich. Gesamtbeurteilung der RisikosituationAufgrund der bei der CeoTronics AG getroffenen Maßnahmen sind aus heutiger Sicht keine Risiken zu erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig negativ beeinträchtigen. IV. Prognoseberichta.) Markt- und BranchenentwicklungDie CeoTronics AG geht - gestützt auf Prognosen führender Wirtschaftsforschungsinstitute - für das Geschäftsjahr 2019/2020 insgesamt von einer positiven Konjunkturentwicklung in den Prioritätsmärkten aus. Die europäische Digitalfunkumstellung der Polizei, Feuerwehr und in der Industrie wird fortgesetzt. Die CeoTronics AG geht davon aus, dass in Europa die staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräfte teils erheblich mehr in die innere und äußere Sicherheit investieren werden. b.) UnternehmensentwicklungNach der enttäuschenden Geschäftsentwicklung der letzten Geschäftsjahre, insbesondere verursacht durch Projektverschiebungen auf Kundenseite, aber auch bedingt durch nicht absehbare Verzögerungen der internen CeoTronics-Entwicklungsprojekte, wird ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 der Umsatz stark ansteigen und über Jahre für deutlich positive Jahresergebnisse sorgen können. Während der vergangenen Geschäftsjahre hat die CeoTronics AG alle notwendigen Voraussetzungen geschaffen, um die Abarbeitung des sehr hohen Auftragsbestandes sowie der weiterhin im OrderForecast befindlichen Projekte sicherzustellen. c.) Chancen der zukünftigen GeschäftsentwicklungDie europaweite Fortführung der Digitalfunkumstellung seitens der Polizei, der Feuerwehren und der Industrie in Deutschland und in Nordeuropa sowie der Generationswechsel der Digitalfunkgeräte in der Schweiz und die Ersatz- und Ergänzungsbeschaffungen bieten der CeoTronics AG in den kommenden Jahren hohe Marktpotenziale für Audioprodukte. Die deutsche Bundeswehr soll zukünftig weitere Aufgaben im Rahmen der NATO und im Kampf gegen den Terrorismus übernehmen. Zudem soll sie technisch aufgerüstet und modernisiert werden, um als Arbeitgeber attraktiver zu sein und ihren Aufgaben (auch zur Landesverteidigung) gerecht werden zu können. Auch infolgedessen sollten die Budgets für die äußere Sicherheit erhöht werden. Die USA fordern schon seit Längerem einen größeren Beitrag zur europäischen Landesverteidigung. Die aktuelle US-Regierung hat entsprechende radikale Maßnahmen angekündigt und die europäischen Regierungen unter Druck gesetzt. Demzufolge werden voraussichtlich die Rüstungsausgaben nicht nur in Deutschland, sondern europaweit nachhaltig steigen. Aber auch die Gewährleistung der inneren Sicherheit in Deutschland erfordert höhere Investitionen bei der Bundespolizei, Landespolizei und den Diensten. Falls das Homeland-Security-Budget in den USA wieder erhöht werden sollte, verbessern sich die dortigen Marktpotenziale. Aufgrund des durch den US-amerikanischen Präsidenten ausgelösten Government Shutdowns funktionierten allerdings seit Anfang 2019 die staatlichen Institutionen und Behörden nur noch im Notbetrieb und müssen auch zurzeit noch das Liegengebliebene nacharbeiten. Entsprechend verzögerten sich Arbeits- und Entscheidungsprozesse auf Behördenseite (nicht nur für Auftragsvergaben, sondern auch für Produktzulassungen). Der vernünftig dosierte Ausbau des Dienstleistungsbereichs soll zu einer positiven Umsatzentwicklung beitragen und zusammen mit den kundenspezifischen Systemlösungen die Abgrenzung zu einem ausschließlichen "Headset-Anbieter" verdeutlichen. Eine noch schnellere und intensiver vorangetriebene Entwicklung des Dienstleistungsportfolios und der dazugehörenden Leistungserstellung ist unter den aktuell gegebenen Rahmenbedingungen noch nicht möglich. d.) Risiken der zukünftigen EntwicklungFalls die CeoTronics AG an der Fortführung der Digitalfunkumstellung der BOS, Feuerwehren und der Industrie nicht in ausreichendem Ausmaß partizipieren sollte oder diese sich aufgrund der Haushaltssituationen verzögert, könnte die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CeoTronics AG negativ beeinflusst werden. Wettbewerber, Funkgerätehersteller und Funkhändler sowie Importeure versuchen verstärkt, u. a. mit Billigwaren aus Asien, in die CeoTronics-Märkte einzudringen, um Ausschreibungen, z. B, im Rahmen der Digitalfunkumstellung, zu gewinnen. Die CeoTronics AG wird das Premiumsegment nicht verlassen und weiterhin versuchen, durch herausragende Qualität und Leistung die Preisakzeptanz und Wertschätzung für Ihre ausschließlich in Deutschland produzierten Produkte und Systeme hochzuhalten. Trotzdem wird die CeoTronics AG in speziellen Wettbewerbssituationen - insbesondere, wenn Kunden dem günstigsten Einstiegspreis die größte Bedeutung zumessen - günstigere Standardprodukte und Komponenten zulasten des European Contents anbieten und/oder Margenverluste hinnehmen müssen. Sollten sich die Konjunkturlage und die finanziellen Potenziale der öffentlichen Auftraggeber in Europa und in den USA verschlechtern, so besteht das Risiko, dass die CeoTronics AG in den jeweiligen Geschäftsjahren die Erwartungen nichterfüllt und die Umsatzentwicklung negativ beeinflusst wird. e.) AusblickDen Umsatzplanungen für die Geschäftsjahre 2019/2020 bis 2021/2022 liegen u. a. der sehr hohe Auftragsbestand und die Projekte aus den detaillierten Order Forecasts zugrunde. In den Geschäftsjahren 2019/2020 bis 2021/2022 erwarten wir in fast allen CeoTronics-Prioritätsmärkten eine erhöhte Investitionstätigkeit der staatlichen Sicherheits- und Ordnungskräfte, der Industrie sowie der Feuerwehren. Insgesamt rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes sowie entsprechend positiven Ergebnissen (EBIT, Ergebnis vor Steuern, Ergebnis nach Steuern).
Rödermark, den 30. August 2019 CeoTronics AG Audio - Video - Data Communication Thomas H. Günther Vorstand, CEO Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2018/2019Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, die Zusammenarbeit mit dem Vorstand der CeoTronics AG war auch im Geschäftsjahr 2018/2019 von einer vertrauensvollen Atmosphäre und einer offenen Kommunikation geprägt. Die Entwicklung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat eng begleitet und der Vorstand beratend unterstützt. Es haben im Berichtszeitraum acht Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden: 11. Juni 2018, 18. Juli 2018, 31. August 2018, 7. September 2018, 26. September 2018, 2. November 2018, 1. Februar 2019, 3. Mai 2019. Der Aufsichtsrat war in allen Sitzungen vollzählig vertreten. Auch im Zeitraum zwischen den Sitzungen wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand über wichtige Entwicklungen mündlich und schriftlich auf dem Laufenden gehalten. Ferner hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit dem Vorstand über geschäftspolitische Themen geführt. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten regelmäßig Kopien der Vorstandsprotokolle. Sich hieraus ergebende Fragestellungen wurden teilweise direkt angesprochen und u. a. in den anschließenden Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand intensiv erörtert bzw. es wurde hierzu vom Vorstand ein detaillierter Bericht erstattet. Schwerpunkte der Beratungstätigkeit des AufsichtsratesIn jeder Sitzung wurden jeweils zu Beginn innerhalb des Aufsichtsrates interne Themen behandelt und, wenn erforderlich, Tagesordnungspunkte des zweiten Sitzungsteils vorbesprochen. Danach wurde in Anwesenheit des Vorstandes u. a. folgendes beraten: Halbjahresbericht, Umsatzentwicklung, Entwicklung Auftragsbestand und -eingang, Analysen und Abweichungen vom Budget und Vergleich zum Vorjahr, G+V-Aufstellungen der Konzerngesellschaften, Forderungsausfälle, Konzernstatus, Banksalden, Kreditlinien, Verbindlichkeiten, Rating der Banken, Prognosen (Aufträge, Umsatz, Ergebnis und Großprojekte) und Cash-Planung zur weiteren Geschäftsentwicklung, Qualitätsmanagement, Reklamationsrate, Börsensituation, Aktienkurs-Entwicklung sowie Investor-Relations-Maßnahmen und Risikomanagement gem. KonTraG mit Risikoinventur inkl. strategischer, finanzmarktlicher und rechtlicher Risiken der Gesellschaft. In seiner außerordentlichen Sitzung am 11. Juni 2018 hat sich der Aufsichtsrat detailliert mit der Liquiditätsplanung des Unternehmens der nächsten sechs Monate vor dem Hintergrund des rapide angestiegenen Auftragseingangs befasst und mit dem Vorstand verschiedene Szenarien besprochen. In seiner außerordentlichen Sitzung am 18. Juli 2018 informierte sich der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der laufenden Wirtschaftsprüfung. In seiner Sitzung am 31. August 2018 hat der Aufsichtsrat - im Beisein des Vorstandes - vom Wirtschaftsprüfer den mündlichen Bericht entgegengenommen und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss nach HGB sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017/2018 behandelt. Zusammen mit dem Vorstand wurde die Tagesordnung der Hauptversammlung 2018 erstellt. In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 7. September 2018 wurde nach einer eigenständigen Prüfung über den Jahresabschluss und den Lagebericht der CeoTronics AG zum 31. Mai 2018 beraten und das Ergebnis festgestellt. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht des CeoTronics-Konzerns zum 31. Mai 2018 wurde nach einer eigenständischen Prüfung vom Aufsichtsrat beraten und das Ergebnis gebilligt. In der Sitzung am 26. September 2018 informierte sich der Aufsichtsrat u.a. ausführlich über die aktuelle Beschaffungswirtschaft des Unternehmens vor dem Hintergrund zunehmender internationale Verknappung einzelner elektronischer Bauteile. Im Anschluss an die Hauptversammlung vom 2. November 2018 trat der Aufsichtsrat zu einer a. o. Sitzung zusammen, um u. a. in einer Nachschau die in der Generaldebatte von den Aktionären aufgeworfenen Fragen und Vorschläge zu gewichten und zu bewerten. In der Sitzung am 1. Februar 2019 besprach der Aufsichtsrat detailliert die Halbjahreszahlen und der Vorstand stellte ausführlich die zu erwartende weitere Geschäftsentwicklung und seine Prognose zum Jahresende vor. Ergänzend hierzu berichtete der Vorstandssprecher von seinen letzten Besuchen bei den Auslandsgesellschaften und von seinen dort gewonnenen Eindrücken zur Geschäftsentwicklung. In der Sitzung am 3. Mai 2019 befasste sich der Aufsichtsrat u.a. schwerpunktmäßig mit der betrieblichen Ausfuhrkontrolle und dem Thema Cyber-Sicherheit vor dem Hintergrund allgemein wachsender Risiken in diesen Bereichen. Auch zwischen den Sitzungen haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrates persönlich und telefonisch informiert und gegenseitig Meinungen ausgetauscht. Die Berichtspflichten des Vorstandes und den Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte hat der Aufsichtsrat für den Vorstand festgelegt. Der Aufsichtsrat der CeoTronics AG hat während des gesamten Geschäftsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Arbeit des Vorstandes überwacht und dessen Entscheidungen mit seinem Rat begleitet. Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder bestanden und bestehen nicht. Die Gesamtvergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird im Anhang des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDie von der Hauptversammlung am 2. November 2018 für das Geschäftsjahr 2018/2019 als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uniTreu GmbH in Eschborn ist vom Aufsichtsrat nach Detailfestlegungen und Honorarvereinbarung mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und der Lageberichte beauftragt worden. Der Aufsichtsrat hat die vom Wirtschaftsprüfer erklärte Unabhängigkeit zur Kenntnis genommen und die Schwerpunkte der Abschlussprüfung bestimmt. Der Prüfungsauftrag umfasst auch die Pflicht zur Unterrichtung des Aufsichtsrates über während der Prüfung auftretende und nicht unverzüglich zu beseitigende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe. Ebenfalls zu berichten ist über wesentliche Feststellungen und Vorkommnisse. Der Konzernabschluss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Maßgabe der Regeln des HGB aufgestellt. Die Wirtschaftsprüfer der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft uniTreu GmbH haben den Jahres- und den Konzernabschluss der CeoTronics AG und die jeweiligen Lageberichte zum 31. Mai 2019 unter Einbeziehung des Rechnungswesens entsprechend den gesetzlichen Vorschriften geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den handelsrechtlichen Jahres- und Konzernabschluss und die Lageberichte rechtzeitig überreicht. In der Sitzung am 30. August 2019 haben im zweiten Teil der Sitzung die Wirtschaftsprüfer teilgenommen, über deren Prüfungsergebnisse berichtet und dem Aufsichtsrat zur Beantwortung von vertiefenden Fragen zur Verfügung gestanden. Sämtliche finalen Abschlussunterlagen der AG und des Konzerns, der Bericht des Aufsichtsrates und die Prüfberichte des Wirtschaftsprüfers haben dem Aufsichtsrat vor und während der Aufsichtsratssitzung am 30. August 2019 vorgelegen. In einer eigenständigen Prüfung hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 9. September 2019 den handelsrechtlichen Jahresabschluss und den Lagebericht der CeoTronics AG zum 31. Mai 2019 geprüft und keine Einwendungen erhoben. Gemäß § 172 AktG ist der Jahresabschluss der AG damit festgestellt. Auch hinsichtlich des Konzernabschlusses und des -lageberichts hat sich der Aufsichtsrat am 9. September 2019 dem Ergebnis des Wirtschaftsprüfers angeschlossen und als Ergebnis seiner eigenen Prüfung den Konzernabschluss und -lagebericht zum 31. Mai 2019 gebilligt. Wichtige Ereignisse nach dem BilanzstichtagKeine Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Führungskräften sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der CeoTronics-Gesellschaften im In- und Ausland für ihren persönlichen Einsatz und Beiträge zum Geschäftsjahr 2018/2019. Wir bedanken uns bei den Aktionärinnen und Aktionären für das entgegengebrachte Vertrauen und wünschen uns allen viel Erfolg für das Erreichen unserer neuen Ziele im Geschäftsjahr 2019/2020.
Rödermark, den 9. September 2019 Ihr Aufsichtsrat der CeoTronics AG Matthias Löw, Vorsitzender Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CeoTronics Aktiengesellschaft Audio Video Data Communication, RödermarkPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der CeoTronics Aktiengesellschaft Audio Video Data Communication, Rödermark, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Mai 2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2018 bis zum 31. Mai 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CeoTronics Aktiengesellschaft Audio Video Data Communication, Rödermark, für das Geschäftsjahr vom 01. Juni 2018 bis zum 31. Mai 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines SachverhaltsIn den Vorjahren hat die Gesellschaft von dem Wahlrecht zur Aktivierung von Entwicklungskosten in der Handelsbilanz Gebrauch gemacht und diese als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktiviert. Für diesen Sachverhalt besteht ein explizites Ansatzverbot in der Steuerbilanz und für den daraus resultierenden Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht eine Pflicht zur Bilanzierung passiver latenter Steuern. Die in den vergangenen Geschäftsjahren unberücksichtigte Bilanzierung dieser passiven latenten Steuern wurde zu Lasten des laufenden Ergebnisses im Jahresabschluss zum 31. Mai 2019 nachgeholt. Der Vorstand hat auf diesen Sachverhalt im Anhang unter "III. Erläuterungen zu den Bilanzposten" und dort bei den Ausführungen zu "Aktive latente Steuern" dargestellt und im Lagebericht unter Kapitel "II.2a.) Ertragslage" im Abschnitt "Steuern vom Einkommen und Ertrag" darauf hingewiesen. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 30. August 2019 uniTreu GmbH Harald Hoffmann, Wirtschaftsprüfer Stefan Sauerbier, Wirtschaftsprüfer |
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