CR Capital Real Estate AGBerlinJahresabschluss zum 31.12.2011Bilanz zum 31.12.2011
Anhang 2011(1) Allgemeine Angaben Die CR Capital Real Estate AG wurde am 30. Mai 2008 gegründet. Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs‑, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des AktG beachtet. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB für kleine Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen. Die folgenden Grundsätze und Methoden wurden angewandt: 1. GliederungsgrundsätzeDer vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. BilanzierungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, werden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Die im Vorjahr bilanzierten passiven latenten Steuern aus unterschiedlichen steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen wurden aufgelöst, da ausreichend aktive Latenzen aus steuerlichen Verlustvorträgen bestehen und sich nach der Verrechnung keine passiven Latenzen mehr ergeben. Die Verrechnung entspricht der Darstellung im Konzernabschluss. 3. BewertungsmethodenBei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahrs sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: · Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, und soweit abnutzungsfähig, abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. · Grundlage der planmäßigen linearen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstands, die bei Software drei Jahre sowie bei anderen Sachanlagen zwischen drei und 13 Jahren betrug. · Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 410,00) wurden entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs voll aufwandswirksam erfasst. · Für die Anlagegüter, deren Anschaffungskosten mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 betragen, wurde im Jahr der Anschaffung bis zum 31. Dezember 2009 ein Sammelposten gebildet. Dieser wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit je 20 % aufgelöst. Es wird insofern auf § 6 Abs. 2a EStG 2008 verwiesen. Diese Regelung wird hilfsweise auch für den Jahresabschluss nach HGB verwandt. Nach Ansicht des IDW kann der Sammelposten auch in der Handelsbilanz übernommen werden, wenn er von untergeordneter Bedeutung ist. · Die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und ggf. um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. · Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen war. Bei den Herstellungskosten wurden die Grundsätze des § 255 Abs. 2 HGB beachtet. Fremdkapitalkosten und allgemeine Verwaltungskosten wurden nicht berücksichtigt. · Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbaren Risiken wird durch Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. · Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt. · Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind die Ausgaben vor dem Bilanzstichtag aktiviert, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. · Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst, vgl. § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB. · Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. (2) Erläuterungen zu einzelnen Posten der BilanzDie Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die unfertigen Leistungen betreffen die umlagefähigen Betriebskosten des jeweiligen Jahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen vor allem Forderungen aus dem Verkauf von Immobilien (TEUR 380) sowie aus Mietforderungen (TEUR 7). Erkennbaren Risiken wurde – sofern erforderlich – durch Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 2,0 % der relevanten Forderungen Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus noch abzuführenden Beteiligungserträgen (TEUR 2.782) sowie Darlehensvergaben (TEUR 370) bzw. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 50) jeweils gegen Tochtergesellschaften. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die liquiden Mittel sind frei verfügbar. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr EUR 15.000.000,00. Es ist eingeteilt in 15.000.000 stimmberechtigte Stückaktien gleicher Gattung. Auf der am 15. Juli 2008 stattgefundenen Hauptversammlung wurde beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 50.000,00 gegen Bareinlagen um EUR 14.950.000,00 auf EUR 15.000.000,00 durch Ausgabe von 14.950.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Ausgabepreis je Aktie belief sich dabei auf EUR 1,00. Die Kapitalerhöhung wurde am 26. August 2008 im Handelsregister eingetragen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2008 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats in der Zeit bis zum Ablauf des 13. Juli 2013 einmalig oder mehrfach durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2008/II). Die CR Capital Real Estate AG hält zum Stichtag unverändert 119.295 eigene Aktien. Die Ermächtigung zum Erwerb eigener Anteile ist im Vorjahr ausgelaufen. Nach § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG ergibt sich Folgendes:
Der Nominalbetrag der eigenen Anteile in Höhe von TEUR 119 wird offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten (TEUR -9) ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. 4 Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2008 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 26. August 2013 einmalig oder mehrmalig auf den Inhaber lautende Genussrechte auszugeben. Die Genussrechte können verbrieft werden. Der Gesamtnennbetrag aller ausgegebenen Schuldverschreibungen darf den Betrag von EUR 100.000.000,00 nicht übersteigen. Die Ausgabe von Wandlungs- und Optionsrechten auf Aktien der Gesellschaft ist für den Inhaber des Genussrechts nicht zulässig. Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2010 in Höhe von EUR 1.993.968,90 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Hinsichtlich der Höhe und der Entwicklung der Rückstellungen wird auf den folgenden Rückstellungsspiegel verwiesen:
Als erhaltene Anzahlungen werden die von den Mietern erhaltenen Betriebskostenvorauszahlungen (TEUR 29) sowie von Immobilienkäufern erhaltene Kaufpreisvorauszahlungen (TEUR 1.465) gezeigt. Die Aufgliederung, die Restlaufzeit und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel (6) ersichtlich. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird im Wesentlichen eine Verpflichtung aus der Bereitstellung eines Kredites (Mio. EUR 2,5) in Höhe von TEUR 64 ausgewiesen. Auf Verbindlichkeiten aus Steuern entfallen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 30). (4) Sonstige AngabenDas Unternehmen ist mit mindestens 20 % an folgenden Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar beteiligt:
Die CR Capital Management GmbH ist gleichzeitig geschäftsführende Komplementärin der oben genannten Personengesellschaften. Die CR Capital Real Estate AG erstellt einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), in den die oben aufgeführten verbundenen Unternehmen einbezogen werden. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. (5) Ergänzende Angaben1. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane: Vorstand
1) bis 30. März 2011 2) seit 30. März 2011 3) seit 9. Juni 2011 Aufsichtsrat
1) bis 12. Februar 2012 2) seit 13. Februar 2012 Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2011 EUR 33.750,00. 2. Mitarbeiter Bei der CR Capital Real Estate AG wurden im Berichtsjahr durchschnittlich drei Arbeitnehmer beschäftigt, zusätzlich waren zwei Vorstandsmitglieder entgeltlich angestellt. (6) Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Buchgrundschulden gesichert. (7) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Haftungsverhältnisse: Gegenüber der M.M.Warburg & Co. Hypothekenbank hat die Gesellschaft im Rahmen eines Schuldübernahmevertrages eines grundpfandrechtlich gesicherten Darlehens mit der Tochtergesellschaft CR Capital Claytower GmbH & Co. KG vom 23. Dezember 2010 in Höhe der Zahlung eines Geldbetrages von TEUR 770 die persönliche Haftung übernommen und sich insoweit der sofortigen Zwangsvollstreckung in ihr gesamtes Vermögen unterworfen sowie eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 3.500 übernommen. Die Bank kann die persönliche Haftung unabhängig von der Eintragung und dem Bestand der Grundschuld sowie ohne vorherige Zwangsvollstreckung in das Beleihungsobjekt geltend machen. Gegenüber der Hypovereinsbank UniCredit Group hat die Gesellschaft am 19. Mai 2010 bzw. 23. Juni 2010 jeweils selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaften (TEUR 1.000 bzw. TEUR 800) im Rahmen einer Baufinanzierung bzw. dem Erwerb von Immobilien bei den Tochtergesellschaften CR Capital Properties GmbH & Co. KG bzw. CR Capital Airport GmbH & Co. KG übernommen. Gegenüber der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam hat die Gesellschaft am 23. Februar 2010 eine selbstschuldnerische Höchstbetragsbürgschaft (TEUR 775) zum Erwerb einer Immobilie bei der Tochtergesellschaft CR Capital Airport GmbH & Co. KG übernommen. Des Weiteren bürgt die Gesellschaft gegenüber zwei Käufern für die Fertigstellung von drei vorab verkauften Eigentumswohnungen bei der Tochtergesellschaft CR Capital Properties GmbH & Co. KG. Die Bürgschaft könnte sich auf bis zu TEUR 758 belaufen. Nach dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen als eher unwahrscheinlich anzusehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Berlin, den 17. April 2012 Laura Elaine Reimer Axel Eggers Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 29.05.2012 |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||