DATRON AGMühltalJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019LAGEBERICHT DER DATRONAG zum 31.12.2019I. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell der DATRON-Unternehmensgruppe Die DATRON Gruppe mit Hauptsitz in Mühltal-Traisa hat sich auf die Entwicklung und Produktion von High-Speed CNC-Fräsmaschinen, Dentalfräsmaschinen, Dosiermaschinen, Werkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung, gerätespezifischer Software und After Sales Dienstleistungen wie Schulungen, Service, Zubehör- und Ersatzteilverkauf spezialisiert. Die Produkte zeichnen sich durch einen hohen Innovationsgrad und die fokussierte Ausrichtung am Kundennutzen aus. Rund ein Fünftel der Mitarbeiter sind mittelbar und unmittelbar im Bereich Technologie aktiv. Damit kann das Unternehmen rasch auf neue Markttrends und zukunftsorientierte Bearbeitungsansätze reagieren. Jeder Anwendungsbereich stellt die Fräsbearbeitung grundsätzlich vor eigene Herausforderungen. DATRON bietet kundenspezifische Lösungen für individuelle Anforderungen. Unabhängig davon, ob es um das 3-, 3+2-oder 5-achsige hochpräzise oder besonders kosteneffizientes Fräsen von Werkstücken geht. CNC-Fräsmaschinen von DATRON bieten soliden und langlebigen Maschinenbau mit innovativem Zubehör. Ob Aluminium, Kunststoffe, CFK etc. - mit hochtourigen Präzisionsspindeln erreichen DATRON CNC-Maschinen insbesondere im Zusammenspiel mit kleineren Werkzeugen hervorragende Ergebnisse. DATRON Maschinen bestechen nicht nur bei der Aluminium-Plattenbearbeitung und bei der gratarmen Fräs-Bearbeitung von dünnwandigen Aluminium-Profilen. Komplexe geometrische Freiformen, spiegelnde Oberflächen, präzise Kleinteile-Bearbeitung oder auch 3D-Gravuren gehören zu den Applikationen, die DATRON Maschinen in preiswerter Spitzenqualität bewerkstelligen. Besonders gefragt ist die für Einsteiger und als Beistellmaschine geeignete kompakte High-Speed Fräsmaschine DATRON neo neben der DATRON M8Cube als Universallösung sowie der DATRON MLCube zur Bearbeitung größerer Formate. Mit der industriefokussierten DATRON MXCube rundet die DATRON ihre High-Speed-Maschinensparte nach oben ab. Durch die Eigenentwicklung einer smarten, per Wischgesten gesteuerten Maschinen-Steuerung (fully native), mit der der Großteil des DATRON Maschinenportfolios bedient wird, hat sich DATRON seit 2016 eine bemerkenswerte Stellung im Markt erarbeitet. Mit dem ersten, außerhalb des Maschinen-Bearbeitungsraumes platzierten DATRON Werkzeugwechslers setzt DATRON mit dem DATRON ToolAssist neue Maßstäbe in puncto Bedienerfreundlichkeit, Effizienz und präsentiert eine intelligente Werkzeugorganisation mit innovativem Bedienkonzept. Die DATRON AG beschäftigt rund 270 Mitarbeiter und rund 35 Mitarbeiter bei den Beteiligungsunternehmen in Deutschland (DATRON Tool Technology GmbH), in Frankreich (DATRON France SAS), in Österreich (DATRON Austria GmbH) und seit 2019 in der Slowakei (DATRON-Technology s.r.o.). Die Tochterunternehmen in Frankreich, Österreich und Slowakei unterhalten eigenständige Vertriebs- und Servicestrukturen. ![]() Die Unternehmen der DATRON Gruppe vermarkten und verkaufen weltweit DATRON Industrie-Produkte über Direktvertriebswege und Handelspartner insbesondere an produzierende Betriebe, die Aluminium-, Komposit- und Kunststoff-Bauteile u.a. für die Elektroindustrie, die Automobilbranche, den Werkzeug- und Formenbau fertigen. Auch mit ihren High-Speed Fräswerkzeugen gilt die DATRON Gruppe als verlässlicher Partner auch für Kunden in der Dentalwelt. Zu den erfolgreichen Nischenprodukten gehören Dosieranlagen für Klebe- und Dichtanwendungen und Dentalfräsmaschinen für hochpräzise komplexe Indikationen wie Abutments für Implantate. Zielsetzungen der DATRON AG und ihrer Beteiligungen sind u.a. die Steigerung des internen technologischen Know-hows, die Stärkung der eigenen Marktposition und der Ausbau der erfolgreichen Patentierungsaktivitäten im Umfeld der High-Speed Zerspanungswerkzeuge. In der DATRON Tool Technology GmbH bündelt die Gesellschaft die Fräs- und Schleif-Expertise führender Know-how-Träger, um einen größtmöglichen Kundennutzen zu erzeugen. Die DATRON Expertise basiert auf einer langjährigen eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit auch in Kooperation mit führenden praxisnahen Instituten wie dem PTW (Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen) der TU-Darmstadt und erfolgreichen Schleiftechnik-Partnern. Mit der DATRON Tool Technology GmbH schuf die DATRON AG einen zentralen Punkt im Konzern, der Experten innerhalb und außerhalb des Unternehmens an einer Schnittstelle bündelt. Das Unternehmen DATRON AG ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 im mehrheitlichen Familienbesitz und hat sich in den vergangenen 50 Jahren vom kleinen Auftragsentwickler von Elektronik-Komponenten zu einem namhaften mittelständischen Spezialmaschinenbauer entwickelt. Die Zukunft der DATRON AG beruht auf dem Know-how und der anhaltenden Innovationskraft der Mitarbeiter. Ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit motiviert das DATRON Team dabei jeden Tag aufs Neue. 50 Jahre DATRON — 50 Jahre Innovationskraft, Teamgeist und der unbändige Wille, Komplexes für eine dauerhaft prozesssichere Produktivität zu vereinfachen. DATRON — 50 Jahre Leidenschaft für Technologie! 2. Forschung und Entwicklung Im zentralen Fokus unserer Forschung und Entwicklung standen im Jahr 2019 die Zubehörentwicklung und Fertigstellung der Automatisierung für die Premium Portalmaschine MXCube. Das automatische Be- und Entladen der Maschine mit Roh- und Fertigteilen über eine automatische Seitentür ist nun problemlos möglich. Auch in DATRONS eigener Fräserei hat die MXCube Einzug gehalten und bereichert seit 2019 den eigenen Maschinenpark prozesssicher und erfolgreich. Als ein weiteres Highlight für die Cube-Serie ist die Anbindungsentwicklung des DATRON ToolAssist zu nennen. Durch externe Positionierung ist die Bearbeitungsfläche im Maschinenraum vergrößert und die Zugänglichkeit - insbesondere bei Roboterbeladung - verbessert. Zudem ist er automatisch vor Spänen geschützt. Durch hauptzeitparalleles Be- und Entladen des Werkzeugmagazins können nichtproduktive Nebenzeiten wesentlich verkürzt werden. Bei der MXCube ist der Werkzeugwechsler bereits integriert. Die Anbindung an Maschinen der Baureihe M8Cube und MLCube ist seit 2019 ebenfalls möglich. Um den branchenübergreifenden Anforderungen unserer Kunden an Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden, können nun auch die Maschinen der Baureihe M8Cube und MLCube durch die Integration einer Seitenhubtür bestückt werden, sodass mit der Maschine ein mannloser Betrieb über die Nacht und über das Wochenende ermöglicht wird. Um die Fräsmaschinen bequem in einen Automationsverbund integrieren zu können, wurde die next-Software um eine Automationsschnittstelle erweitert. Darüber hinaus wurde eine neue automatische Fronttür entwickelt. Für spezielle Automatisierungen kooperiert DATRON mit einem renommierten Partner, der auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückblicken kann. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2019 wurde diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut und gefestigt. In 2019 wurde ebenso die DATRON neo Series 2 realisiert. Diese zeichnet sich durch einen schnelleren Ablauf der Simulation dank einer höheren Leistungsfähigkeit des Rechners aus. Zudem wurde die Maschine mit einem genaueren 3D-Taster ausgerüstet. Neben der Durchflussüberwachung des Kühlsystems und der Möglichkeit einer Füllstandskontrolle ist auch die Überwachung des anliegenden Vakuums an der Vakuumspannplatte umsetzbar. Die DATRON Axis4, die bereits in der neo Baureihe für Aufsehen auf der Maschinenbaumesse EMO im September 2019 sorgte, wurde nun auch für die M8Cube, die MLCube und die MXCube weiterentwickelt. Diese optionale Achse erweitert maßgeblich die Bearbeitungsmöglichkeiten insbesondere in der Mehrseitenbearbeitung und für Rundgravuren. Kunden mit breitem Anforderungsspektrum können bequem zwischen 3- und 4-achsigem Fräsen wechseln. Die Positionierung auf dem Tisch ist aufgrund modularer Spanntechnik und Plug- and Play Anschlüssen im Arbeitsraum einfach zu bewerkstelligen und über die Messsensorik auch für höchste Präzisionsanforderungen ausrichtbar. Die Softwareentwicklung hat in 2019 die next-Steuerung weiter ausgebaut. Zu nennen sind hier vor allem neue Funktionen zum Gravieren von Schriften, in der Schwesternwerkzeugverwaltung und beim mehrfachen Ausführen, sowie erweiterte Messgeometrien im Kamera-Feature. Zur Schaffung von Konnektivität als wichtige Grundlage für digitale Produkte und Anwendungsmodelle wurde eine neue Schnittstelle geschaffen. Sie bietet die Möglichkeit, dass Maschinendaten von Software-Systemen (z.B. ERP-Systeme oder Leitstandsysteme) zum Zweck der Betriebsdatenerfassung ausgelesen, oder durch Automationssysteme ferngesteuert werden können. Erfolgreich abschließen konnten wir 2019 im Bereich der App-Entwicklung die Cockpit-App zur Anzeige des Betriebszustands und der wichtigsten Parameter wie Rest-Laufzeit, Werkzeugverschleißinformationen, Kühlmittelstand, Vakuum und Druckluft und die Alert App zur Einrichtung von individuellen Benachrichtigungen bei wichtigen Ereignissen, beispielsweise zur Information im Störungsfall oder kurz vor Programmende. Ebenso erfolgreich umgesetzt wurde die Anzeige des Video-Streams der Maschine auf dem Smartphone innerhalb der Kamera-App. Nach umfangreichen Tests durch über 30 Kunden und Partner mit durchweg positivem Feedback planen wir die Veröffentlichung dieser Features im zweiten Quartal 2020. Die Anfragen im Bereich des Sondermaschinenbaus sind so groß, dass zusätzliche Ressourcen für die Anzahl der Projekte bereitgestellt werden mussten. Eine weitere Schutzrechtanmeldung wurde im ersten Halbjahr 2019 angemeldet. Neben den noch laufenden Forschungsprojekten mit universitären und industriellen Partnern „CFK-Strukturen in Werkzeugmaschinen" und „IntAKom" sind im Berichtsjahr die Projekte „SMARTRON" (Entwicklung einer Leichtbau-Motorspindel) und „Smarte Aufspannkontrolle" (Unterstützung des Bedieners bzgl. Spannmittel und Werkstückspannung) gestartet, von denen das Unternehmen einen weiteren deutlichen Innovationsschritt erwartet. Ein maßgeblicher Meilenstein innerhalb des Product-Lifecycle-Management-Systems (PLM) ist die automatisierte und zentrale Ablage von Zeichnungen und der dazugehörigen Dokumente bei der Artikelfreigabe. Hierdurch sind ausschließlich aktuelle Dokumente in der Ablagestruktur auffindbar, wovon vor allem die Bereiche Arbeitsvorbereitung und Konstruktion, sowie unserer Fräserei profitieren. Das PLM System dokumentiert zudem die komplette Änderungshistorie. Dadurch bleiben Anpassungen transparent und auch in vielen Jahren sehr einfach nachvollziehbar. Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung der DATRON AG betrugen im Jahr 2019 TEUR 3.831 (Vorjahr TEUR 3.899) und damit rund 7,5 % der Umsatzerlöse. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Die Weltwirtschaft verlor im Laufe des Jahres 2019 weiter an Schwung. Der zyklische Abschwung wurde durch den Wandel in der Automobilindustrie, die wirtschaftliche Neuausrichtung in China sowie den zunehmenden Protektionismus infolge politischer Umbrüche und die Erhebung von Handelszöllen verstärkt. Zu Jahresbeginn 2019 ging der Internationale Währungsfonds (IWF) noch von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,5 % aus. Die tatsächliche Entwicklung lag mit geschätzt 2,9 % deutlich unter der Prognose. Die industrielle Produktion stieg im Jahr 2019 um geschätzt 0,8 % (Vorjahr 2018 um 3,1 %). Im globalen Maschinenbau schien zu Beginn des Jahres 2019 ein preisbedingtes Umsatzplus von rund 3 % möglich. Doch zu viele politisch motivierte Umwälzungen verunsicherten potenzielle Investoren, zudem kam es durch den Transformationsprozess in der Automobilindustrie zu Nachfrageausfällen. Die am 14. Februar 2020 vom Branchenverband VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) veröffentlichten Zahlen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie für 2019 zeigten einen Branchenrückgang um 20 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Auslandsorders sanken um 20 %. Im Jahr 2019 sank der Auftragseingang insgesamt um 22 %. Das Inland notierte 21 % im Minus, das Ausland 22 %. Gegenüber dem Branchenverband konnte sich die DATRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 vor allem bei den Veränderungen im Auftragseingang deutlich positiv abheben. Der Auftragseingang reduzierte sich im Betrachtungszeitrum um rund 6 % auf TEUR 50.027 (Vorjahreswert TEUR 53.285). Der Fokusmarkt rund um die Aluminium-Zerspanung in der Elektroindustrie und der branchenunabhängigen Metall- und Kunststoffbearbeitung ist dank der Maschinen-Effizienz der DATRON High-Speed Fräsmaschinen mit kleinem Footprint bei vergleichsweise großem Arbeitsbereich, hoher Leistung und niedrigem Energieverbrauch ohne unmittelbare Konkurrenz. Hiermit grenzt sich das Unternehmen von Mitbewerbern wie Hermle und DMG Mori, die große Bearbeitungszentren anbieten, eindeutig ab. Technische Mehrwerte wie die Minimalmengenkühlschmierung mit Ethanol statt Schwallkühlung, sehr hohe Drehzahlen und der Einsatz kleiner Werkzeuge geben DATRON mit diesem Gesamtpaket einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil. Die modulare Bauweise der DATRON Maschinen ermöglicht die Konfiguration für individuelle Kundenanforderungen. Durch ihre innovative Leichtbauweise sind die Systeme von DATRON energieeffizienter und dadurch wirtschaftlicher als vergleichbare Maschinen bei gleicher Leistung. 2. Geschäftsverlauf der DATRON AG Insgesamt konnte die DATRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 310 Maschinen verkaufen, wobei der Schwerpunkt hier im Bereich der industriellen CNC Fräsmaschinen lag. Hierin sind über 120 Maschinen der kompakten „neo" Fräsmaschine und rund 140 Maschinen der Baureihe M8/MLCube enthalten. Die deutliche Mehrzahl der Maschinenverkäufe beinhaltete die (r)evolutionäre Steuerungssoftware „next". Mit der DATRON MXCube, die im Geschäftsjahr 2019 auf dem deutschem Markt eingeführt wurde, hat DATRON das Produktportfolio nach oben hin abgerundet und stellt sich der Konkurrenz der High-Performance Mitbewerber im Markt für Mann arme, automatisierbare Produktionslösungen. Um die Leistungsfähigkeit der kompakten Fräsmaschine DATRON neo noch weiter zu erhöhen, wurde das Modell weiterentwickelt und verspricht mit der zweiten Serie, die DATRON neo Series 2, eine noch höhere Produktivität und Prozesssicherheit. Der Geschäftsbereich Werkzeuge war im Jahr 2019 mit einem Umsatzniveau von knapp EUR 10,1 Mio. leicht rückläufig. Dentalwerkzeuge bilden innerhalb dieses Bereiches einen wichtigen Einzelmarkt. Kontinuierlich positiv entwickelten sich die Auftragseingangswerte aus den Bereichen Service und Sonstige die sich um rund 1 % steigerten. Die steigende Anzahl von DATRON Maschinensystemen im Feld bildet die Basis für diesen Geschäftsbereich. In der nachfolgenden Tabelle werden die einzelnen Geschäftsbereiche inklusive des Vorjahreswertes und der prozentualen Veränderung im Hinblick auf Umsatz und Auftragseingang dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden ab 2019 die beiden Geschäftsbereiche Dental-CAM Fräs-/Schleifmaschinen sowie DATRON Dosiersysteme mit dem Bereich CNC-Fräsmaschinen in den Bereich der DATRON Maschinensysteme zusammengefasst.
Im Umsatzbereich Service und Sonstige sind in dieser Darstellung auch die sonstigen Erlöse gem. BilRUG i.H.v. TEUR 697 inkludiert. Bei den Auftragseingängen werden diese sonstigen Erlöse jedoch nicht erfasst. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug (bereinigt um diesen BilRUGEffekt) für das Geschäftsjahr 2019 demnach 0,99 (Vorjahreswert 0,99). Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die DATRON AG umsatzseitig vor allem in der Europäischen Union, in Russland und den USA absolut als auch prozentual am deutlichsten zulegen. Bei der Herkunft des Umsatzes bzw. Auftragseingangs im Berichtszeitraum (Vergleich zum Vorjahr in Klammern) zeigte sich folgendes Bild:
Im Januar 2019 erfolgte die Übernahme von 80 % der Anteile der Vertriebsgesellschaft DATRON-Technology s.r.o. in der Slowakei (nebst einer 100 % Tochtergesellschaft in Tschechien). Die DATRON-Technology s.r.o. fokussiert sich seit 2004 nahezu vollständig auf die Vermarktung von DATRON Produkten in den Regionen Slowakei und Tschechien. Das Geschäftsjahr 2019 war in Sachen Marktansprache von den Themenkomplexen Kontinuität und Innovation unter dem Begriff „50 Jahre Leidenschaft für Technologie" (50 Years of Passion for Technology) geprägt. Ein halbes Jahrhundert Firmengeschichte zeigte sich u.a. in vielfältigen Kampagnen, die die DATRON AG marktseitig umsetzte. Das 1969 unter dem Namen DATRON-Electronic Pichl & Schulte KG gegründete Unternehmen entwickelte sich in den vergangenen 50 Jahren vom Hersteller und Zulieferer elektronischer Komponenten zum High-Tech-Maschinenbauer. Eine so kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung gelingt nicht jedem Unternehmen, daher standen die für die außerordentliche Innovationskraft verantwortlichen Erfolgsfaktoren vertreten durch die sehr gut entwickelte Infrastruktur aus hochkompetenten Mitarbeitern, der Nähe zur TU-Darmstadt und die faire Partnerschaft zu Kunden und Lieferanten im Zentrum der Kommunikation. „Von Beginn an standen bei DATRON die Mitarbeiter im Vordergrund. Ohne dieses Team hätten wir unser Wachstum und die Erweiterung unserer Kernkompetenzen nicht schaffen können.", so Dr. Arne Brüsch, CEO der DATRON AG. Online und offline repräsentierte sich das Unternehmen, seine zukunftsweisenden Technologien und sein markantes Maschinen-Design. Zentrale Zielsetzung dabei war die lebhafte Veranschaulichung, inwieweit das DATRON Potenzial die Produktivität jedes Kunden in unterschiedlichen Branchen und Industrien optimieren kann. Konsequent setzte DATRON diese Thematik im Geschäftsjahr 2019 in seiner Marktpräsenz auf rund 50 Kundenveranstaltungen, Messen und Events im In- und Ausland um. Zu den zahlenmäßig größten Veranstaltungen zählten der DATRON Tech Day zu Beginn des Jahres, zahlreiche Workshops in den Technologiezentren Isernhagen bei Hannover und Ulm, die EMO in Hannover, die Prodex in Basel, die WESTEC in Long Beach, die MSV in Brünn, der DATRON Kunden-Event in Berlin Adlershof und der CNC Outlet Center Event in München. Der Themenkomplex „Smarte Technologien made by DATRON" konnte national und international in diversen Abstufungen platziert werden. Praxisrelevantes Maschinen- und Werkzeug-Monitoring, neue Features der bedienerfreundlichen DATRON next Steuerung, Automationsoptionen und anwenderspezifische Neuigkeiten aus dem unternehmenseigenen Produktbereich der Fräswerkzeuge gehörten ebenfalls zu den Kernthemen in der Interaktion mit den Zielgruppen. Neben der Kundennähe spielte das Thema Anwender- und Nutzerorientierung bei allen DATRON Veranstaltung eine außerordentliche Rolle. Trotz der internationalen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen konnte die Gesellschaft im Direktkontakt mit Interessenten und Bestandkunden eine erhöhte Akzeptanz für neue, zukunftsorientierte Maschinen-, Werkzeug- und Service-Lösungen wahrnehmen. Dies zeigte sich insbesondere im Zuge des Marketing-Auftritts auf der EMO 2019 in Hannover, wo die Gesellschaft in ausgewählten Kundenkreisen erste belastbare Produktideen zu den browserbasierten Monitoring-Apps DATRON LIVE vorstellte. Die graduelle internationale Markteinführung der DATRON MXCube Hochleistungsfräsmaschine, die speziell für anspruchsvolle industrielle Anwendungen konzipiert wurde, erforderte zudem eine fortlaufende Erschließung von Marketing-Potenzialen in neuen bisher weitgehend unberührten Marktsegmenten. Dazu gehörte auch die Werbung für spezielle Automationslösungen, die in Kooperation mit langjährig erfahrenen Spezialisten in der Roboter-Applikation geschaffen wurden. Weiterhin lag ein DATRON Marketing-Fokus auf der Erarbeitung und Nutzung neuer Potenziale in bisher ungenutzten beziehungsweise weniger beleuchteten digitalen Kundenarenen. Das DATRON Marketing-Team bearbeitete über das Geschäftsjahr 2019 hinaus digitale Plattformen, die in den individuellen Nischenmärkten Anwendung finden. Die Zusammenarbeit mit diversen internationalen Vertriebsteams mittels der Customer-Relationship-Management-Lösung CAS und eine Detaillierung der Vorbereitungen zur Umsetzung zukünftiger Marketing-Automationsansätze gehörten weiterhin zur regulären Marktbearbeitungs-Agenda. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse reduzierten sich insgesamt um TEUR 3.244 (-5,9 %), wobei sich die Erlöse im Inland um TEUR 5.134 reduzierten, bei gleichzeitigem Anstieg der Erlöse im Ausland um TEUR 1.853. Die größte Abweichung bei den Erlösen ergaben sich aus der Region Russland (+TEUR 640) und den USA (+TEUR 697). Bei den Maschinensystemen reduzierten sich die Umsatzerlöse um TEUR 2.861 (-8,2 %). Dies beinhaltete den Rückgang bei den CNC- und Dental-Fräsmaschinen um TEUR 2.992 bei gleichzeitigem Anstieg der Erlöse bei den Dosiermaschinen um TEUR 132. Die Erlöse bei den CNC- / Dental-Fräswerkzeuge reduzierten sich um TEUR 516, bei gleichzeitigem Anstieg der After Sales Service Erlöse um TEUR 96. Die sonstigen Umsatzerlöse gemäß BilRUG erhöhten sich um TEUR 32. Die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrugen TEUR 1.420, wesentlich begründet durch den Anstieg der Demomaschinen des Vorratsvermögens und vorgebauten und noch nicht gelieferten Baugruppen und Maschinensystemen. Die Gesamtleistung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.824 (-3,3 %). Die sonstigen betrieblichen Erlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 778 (-89 %). Im Vorjahr war noch der Erlös aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 650 enthalten. Bereinigt um diesen Wert reduzierten sich daher 2019 die sonstigen betrieblichen Erlöse um TEUR 128. Weiterhin waren im Vorjahr die Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten enthalten (TEUR 177). Diese werden ab 2019 im Personalaufwand saldiert (TEUR 109). Bezogen auf die Umsatzerlöse lag die um die Bestandsveränderungen bereinigte Materialquote bei rund 42,9 % (Vorjahr 45,0 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr reduzierten Verwaltungsgemeinkostenzuschläge auf die Vorräte begründet, die mit TEUR 1.157 angesetzt waren. Bereinigt um diesen Wert hätte die Materialquote des Vorjahres inklusive der Bestandsveränderungen ebenfalls bei 42,9 % gelegen. Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR -389 (-2,3 %), hauptsächlich bedingt durch geringere Aufwendungen des Vorjahres in Zusammenhang mit Personalabgängen (TEUR 484) und durch die Saldierung der Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten (TEUR 109) bei gleichzeitigem Anstieg der allgemeinen Personalaufwendungen von TEUR 204. In Relation zu den Umsatzerlösen betrug die Personalquote rund 33 %, im Vorjahr 32 %. Die Aufwendungen für Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 59 (+6,8 %). Sie beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, auf Sachanlagen und die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Der Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich um TEUR 455. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg bei den Raumkosten (+TEUR 50) aufgrund der Anmietung neuer Flächen für die betriebseigene Fräserei und den EDV Kosten (+TEUR 433) im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen für IT-Dienstleistungen, hauptsächlich durch Cloud Dienste. Höhere Aufwendungen gab es ebenfalls bei den Versicherungen und Beiträgen (+TEUR 14), bei der Zuführung von Wertberichtigungen (+TEUR 105), den Kosten für die Warenabgabe (+TEUR 132) sowie den Werbe- und Reisekosten (+TEUR 222). Geringere Aufwendungen gab es bei den Fremdleistungen (./. TEUR 122), im Wesentlichen durch den reduzierten Einsatz von Fremdpersonal, bei den Rechts- und Beratungskosten (./. TEUR 223), dies im Wesentlichen bedingt durch die Beendigung von Beraterverträgen sowie bei den sonstigen verschiedenen Aufwendungen (./. TEUR 156). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei rund 15 % der Umsatzerlöse (VJ 13 %). Insgesamt kann die DATRON AG für den Berichtszeitraum ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 2.725 und einen Jahresüberschuss von TEUR 2.713 ausweisen. b) Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 233 (+8 %), im Wesentlichen bedingt durch Investitionen in Grundstücke (TEUR 542), in Kraftfahrzeuge (TEUR 172) in Bauten auf fremden Grundstücken (TEUR 31), in IT Software (TEUR 245) sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 163) bei gleichzeitiger Reduzierung aufgrund der planmäßigen Abschreibung (TEUR 920). Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen / Sachanlagen) betrug 13 %. Die Abschreibungsquote (Abschreibungen auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter / Sachanlagen) betrug 9 %. Die Finanzanlagen erhöhten sich um TEUR 223 (+12,9 %), im Wesentlichen bedingt durch Ausleihungen an verbundene Unternehmen (TEUR 365), den Erwerb der Anteile an der DATRON-Technology s.r.o (TEUR 200) bei gleichzeitiger Reduzierung bei den sonstigen Ausleihungen (TEUR 100) bei den Wertpapieren des AV (TEUR 242). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 1.002 (+3,5 %), im Wesentlichen resultierend aus dem Anstieg des Vorratsbestandes (TEUR 2.279), dies im Wesentlichen durch den Anstieg bei den Demomaschinen des Vorratsvermögens, den vorgebauten Baugruppen und dem Anstieg bei den geleisteten und erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte. Weiterhin aus dem Anstieg bei den Forderungen an verbundene Unternehmen (TEUR 334) sowie dem Anstieg bei den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 177) bei gleichzeitiger Reduzierung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 589) und bei den liquiden Mitteln (TEUR 1.200). Die Rechnungsabgrenzungsposten reduzierten sich um TEUR 2 (-1,1 %). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung reduzierte sich um TEUR 29 (-3,4 %), im Wesentlichen durch die Erhöhung der verpfändeten Finanzanlagen bei gleichzeitiger Erhöhung der saldierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Der Kapitalbedarf unseres Unternehmens ist im Wesentlichen eigenfinanziert. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 129 (-13,4 %) bei den Steuerrückstellungen und um TEUR 536 (-21 %) bei den sonstigen Rückstellungen. Die wesentlichen Rückstellungen betrafen Personal und Steuern sowie Gewährleistungsverbindlichkeiten und Drohverlustrückstellungen bei den verpfändeten Finanzanlagen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 525 (+33,5 %). Dies betrafen im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 113) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 413). Diese im Wesentlichen aufgrund von Kaufpreisverbindlichkeiten für die erworbenen Grundstücke. Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um TEUR 1.427 (+4 %) auf TEUR 36.093. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen. Unsere Finanzpolitik und die Liquiditätssituation sind darauf ausgerichtet, alle Verpflichtungen stets termingerecht und gegebenenfalls unter Skontoabzug zu erfüllen. Kennzahlen, die der Unternehmenssteuerung dienen
Insgesamt hat sich die VFE (Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage) im abgelaufenen Geschäftsjahr für die DATRON AG analog der Gesamtbranche leicht negativ entwickelt. Die dem Kapitalmarkt kommunizierten Planwerte im Hinblick auf die Umsatz- als auch Ertragslage konnten nicht erreicht werden, die Cash-Situation des Unternehmens entwickelte sich ebenfalls leicht negativ, ist aber insgesamt noch auf einem sehr guten Level. Im Jahresverlauf 2019 zeigten sich auf Quartalsebene zyklische Schwankungen, die aber eher typisch für den Geschäftsverlauf innerhalb eines Kalenderjahres für die DATRON sind. Gründe hierfür liegen unter anderem in der zeitlichen Struktur der teilweise marktbestimmenden Fachmessen. Diese finden häufig im dritten Quartal des Kalenderjahres statt und haben in der Regel steigende wirtschaftliche Kennzahlen in den folgenden Monaten zur Folge. Sonstige Abweichungen gegenüber den Einschätzungen im Geschäftsverlauf im Lagebericht 2018 haben sich nicht ergeben. „Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Marktteilnahme. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich dazu bei, dass wir ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit erreichen. Gerade im Anlagen- und im Maschinenbau sind technische Fachkräfte gesucht. Es ist eine intensive Ausbildung unseres Personals erforderlich. Die geringe Fluktuation und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit unserem Unternehmen gewährleisten als maßgebliche, nicht finanzielle Leistungsindikatoren einen nachhaltigen Unternehmenserfolg (CEO)." 4. Prognosebericht sowie Chancen und Risiken Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einem deutlichen Konjunktureinbruch in 2020, auf den eine starke Gegenbewegung folgt. Voraussetzung für diese Erholung ist, dass die Corona-Pandemie zur Jahresmitte abflaut, was den Weg für spürbare wirtschaftliche Aufholeffekte in der zweiten Jahreshälfte ebnet. Die sich am Horizont zaghaft andeutende Belebung der deutschen Konjunktur findet also zunächst ein jähes Ende. Stattdessen dürfte die Industrie infolge der Corona-Pandemie tiefer in die Rezession rutschen. Auch die Binnenwirtschaft, die bislang verlässliche Stütze der konjunkturellen Entwicklung war, gerät zunehmend unter Druck. Da global mit drastischen Rückgängen der Wertschöpfung zu rechnen ist, sind auch vom Welthandel derzeit keine positiven Impulse zu erwarten. Insgesamt dürfte das BIP 2020 um 0,1 % schrumpfen. Im ersten Quartal dürfte im beschriebenen Szenario das BIP um 0,4 % und im zweiten Quartal um 1 % schrumpfen, bevor ab dem dritten Quartal die Gegenbewegung einsetzt und das BIP zum Jahresende 2020 wieder nahezu sein Vorjahresniveau erreicht hat. Eine erhöhte Anzahl an Arbeitstagen im vierten Quartal begünstigt eine derartige Entwicklung. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau rechnete für 2020 auch vor Ausbruch der Corona-Krise mit einem erneuten Rückgang der Produktion. Der Auftragseingang lag 2019 mit 9 % im Minus. Im Januar 2020 übertraf er sein Vorjahresniveau um 7 %. Auch wenn das Plus hauptsächlich durch Großanlagengeschäft verursacht worden war, zeigte sich doch im saisonbereinigten Kurvenverlauf der letzten Monate, dass der Auftragseingang allmählich auf der Talsohle angelangt war. Dies wurde dadurch gestützt, dass einige Frühindikatoren ebenfalls auf der Talsohle angelangt waren. Der Rückgang der Produktion wäre daher mit einem Minus von 2 % (ursprüngliche Prognose vom Herbst 2019) einigermaßen moderat ausgefallen. Der Ausbruch der Corona-Krise kommt zu einer Zeit, die durch zahlreiche strukturelle Umbrüche und durch eine auch konjunkturell stark geschwächte Weltkonjunktur geprägt ist. Die durch Corona verursachten Verwerfungen entstehen gleich an mehreren Fronten: Die Nachfrage nach Maschinen leidet, da potenzielle Investoren sich mit der Auftragsvergabe zurückhalten werden und das Angebot an Maschinen leidet, weil zahlreiche Lieferketten reißen. Die Folgen dieser und auch anderer Beeinträchtigungen sind nicht wirklich zuverlässig kalkulierbar. Der VDMA hat seine Produktionsprognose im März auf minus 5 % revidiert. Bei dieser Prognose ist unterstellt, dass das Corona Virus die wirtschaftliche Aktivität vor allem in der ersten Jahreshälfte spürbar dämpft. Ihr haftet auch nicht zuletzt deswegen ein hohes Maß an Unsicherheit an. Für die DATRON AG ergeben sich für das Jahr 2020 unterschiedliche Chancen und Risiken, die den unternehmerischen Erfolg beeinflussen können. Branchenspezifische und unternehmensstrategische Chancen ergeben sich für unsere Gruppe aus dem vorhandenen Spektrum von technologisch und qualitativ führenden Produkten. Durch ein systematisches Chancen- und Risikomanagement wird die Auswirkung von eintretenden Risiken früh erkannt und entsprechend durch Gegenmaßnahmen eingedämmt. Chancen, wie zum Beispiel gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen, werden ebenso z.B. durch entsprechende Marketinganalysen identifiziert und anschließend fokussiert. Angesichts der Unsicherheit über den weiteren Verlauf, die Dauer sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gesamtweltwirtschaftliche Entwicklung ist es für die DATRON AG zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings nicht möglich eine Einschätzung der vorhandenen Risiken sowie Chancen anzugeben. Sämtliche Risiken und Chancen werden von der Corona-Pandemie überschattet bzw. maßgeblich beeinflusst. Die Dauer der Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Schwere der Beeinträchtigung für die Wirtschaft lassen sich derzeit weder für das Inland noch für die relevanten ausländischen Märkte für die DATRON AG abschätzen. Somit lässt sich die Entwicklung des Geschäftsverlaufs 2020 für die DATRON AG derzeit nicht seriös prognostizieren. 5a Risikoberichterstattung Der unternehmensweiten Risikobegrenzung (IKS) misst die DATRON AG einen hohen Stellenwert bei. Das Risikomanagement der Gesellschaft hat das Ziel, potenzielle Risiken sehr frühzeitig zu identifizieren, zu klassifizieren und systematisch zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen ab- zuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Zur Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken wird ein wöchentliches Risikomanagement- system mit einer aussagekräftigen Analyse der wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz genutzt. Abweichungen und Besonderheiten werden dadurch zeitnah festgestellt und unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Operative Risiken, die in den Bereichen Einkauf, Produktion, Service, Logistik und F & E möglicherweise entstehen können, werden durch Kontrollmechanismen des Qualitätsmanagementsystems (QM) der DATRON AG frühzeitig erkannt und offengelegt, so dass ein rasches Handeln und Gegensteuern ermöglicht wird. Das QM-System sichert zudem einen gleichbleibenden Standard des Workflows. Die gleichbleibende Qualität der Produkte und des Services der DATRON AG wird dadurch sichergestellt. Darüber hinaus räumt die DATRON AG dem Forderungsmanagement und der Planung der Liquiden Mittel höchste Priorität ein. Die Forderungslaufzeit (DSO) reduzierte sich zum Stichtag 31.12.2019 auf 43 Tage (Vorjahr 45 Tage). Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für die sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da die Geschäfte der DATRON Gruppe weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der liquiden Mittel erfolgen wöchentlich mit rollierenden 3-Monats Forecasts. Die DATRON AG wird sich auch in Zukunft auf die permanente Optimierung des Risikomanagements konzentrieren. 5b Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferrisiken Preisänderungsrisiken, denen teils auch nur bedingt begegnet werden kann, bestehen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf. Allerdings werden absehbare Lieferkontingente und Produkte teilweise durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert. Die DATRON AG überprüft regelmäßig zudem die Bonität der A-Lieferanten und vergrößert die Zuliefererbasis, um dem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie dem Qualitätsstandard der DATRON AG gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.
Mühltal, den 30.03.2020
gez. Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender (CEO) gez. Michael Daniel, (CFO) gez. Thomas Frank (CSO) gez. Dr. Robert Rost (CTO) Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN DATRON AG Sitz: In den Gänsäckern 5 64367 Mühltal Registergericht Darmstadt HRB 86874 VORBEMERKUNGEN Gemäß § 264 HGB, § 160 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:
A. AKTIVSEITE DER BILANZ1. Der Ausweis des Anlagespiegels bzw. Anlagegitters erfolgt in der Anlage zum Anhang. 2. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Es wurde hauptsächlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Sachanlagen enthalten T€ 542 an Investition in Grundstücke. 3. Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten ausgewiesen. 4. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Herstellkosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten die angemessenen und notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Auf länger lagernde Bestände werden sachgerechte Abwertungen vorgenommen, die Vorräte unterliegen der verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Bewertung steht im Einklang mit § 255 Abs.2. HGB. 5. Die Bewertungen der Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten vorgenommen. 6. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. Der nach Abzug der zweifelhaften Forderungen verbleibende Gesamtbetrag von T€ 6.095 (VJ T€ 6.687) wurde mit T€ 65 (= ca. 1 %) pauschal wertberichtigt. Die Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 7. Es entstanden Forderungsverluste einschließlich der Einstellungen in die Pauschalwertberichtigung der Forderungen in Höhe von T€ 106 (VJ T€ 1). 8. Die Forderungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich auf T€ 745 (VJ T€ 410) und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an die DATRON France SAS (T€ 428), die DATRON Austria GmbH (T€ 169), die DATRON Tool Technology GmbH (T€ 24) und die DATRON Technology s.r.o. (T€ 152). 9. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufe sich auf T€ 565 (VJ T€ 388) und beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber Versorgungswerken (T€ 184), Bonusansprüche gegenüber Lieferanten (T€ 57), Forderungen aus Kautionszahlungen (T€ 101) und diverse sonstige Posten (T€ 223). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen (T€ 101). 10. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet worden. 11. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt. 12. Die Rechnungsabgrenzungsposten belaufen sich auf T€ 197 (VJ T€ 199) und beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen. Der größte Posten betrifft dabei vorausbezahlte EDV-Leistungen in Höhe von T€ 181. 13. Gemäß § 246 Abs.2 S.2 HGB sind für die Altersversorgungsverpflichtungen der Rückstellungswert und das Vermögen der Rückdeckungsversicherung zu saldieren, sofern die Vermögensgegenstände dem Zugriff der Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen. Dieser Betrag ist als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung auszuweisen. Die Vermögenswerte sind hierbei mit ihrem Zeitwert anzusetzen. 14. Der Saldo aus den im aktiven Unterschiedsbetrag saldierten Positionen ist in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen. 15. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß 246 Abs. 2 Satz 3 HGB setzt sich per 31.12.2019 wie folgt zusammen:
B. PASSIVSEITE DER BILANZ 16. Das gezeichnete Kapital i.H. v. € 4.000.000,00 ist zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus 4.000.000 Stückaktien zum rechnerischen Wert (Nennwert) von jeweils einem Euro. 17. Zur Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2019 vergleiche den beigefügten Eigenkapitalspiegel als Anlage zum Anhang. 18. Im Rahmen des DATRON öffentlichen Rückkaufangebots wurden im Oktober 2019 40.000 eigene Stückaktien erworben. Der übersteigende Nennbetrag aus dem Verkauf der Aktien wurde der Kapitalrücklage zugeführt. Die eigenen Aktien sind wie folgt im gezeichneten Kapital und den Gewinnrücklagen ausgewiesen:
Gegenüber dem Vorjahr wurde der Korrekturposten aus dem Erwerb eigener Anteile iHv. T€ 475 direkt mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Auswirkungen auf das Jahresergebnis oder die Bilanzsumme bestehen nicht. Eigene Anteile 2019
19. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 25. Juni 2020 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen bar und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 2.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). 20. Der Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in Höhe von € 7.183,81 vorgetragen, in Höhe von € 3.100.000,00 den Gewinnrücklagen zugeführt und in Höhe von € 798.604,00 als Dividende ausgezahlt. 21. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der Projected-Unit-Credit (PUC) Methode bewertet, mit einem Rechnungszins von 2,79 % und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Trendannahmen wurden nicht getroffen. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum 31.12.2019 T€ 707. Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer 13 dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert. 22. Nach § 253 Absatz 6 HGB muss der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitts und dem 7-Jahresdurchschnittssatz ermittelt werden. Der Unterschiedsbetrag betrug zum Stichtag 31.12.2019:
23. Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Steuerrückstellungen betreffen das Geschäftsjahr und verbleibende Rückstellungen aus den Vorjahren. 24. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
25. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst und führen nur zu unwesentlichen Abweichungen vom Nominalwert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 174 für den erwarteten Realisierungsverlust des zum Zeitwert zu bilanzierenden Finanzdepots (siehe Pos.15). 26. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeitenspiegel
27. Sonstige Verbindlichkeiten bestanden am Bilanzstichtag in Höhe von T€ 746 (VJ T€ 666). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten finanzielle Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von T€ 11 (VJ T€ 14), aus Steuern T€ 287 (VJ T€ 437), aus Verbindlichkeiten gegenüber kreditorischen Debitoren T€ 369 (VJ T€ 203) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 76 (VJ T€ 15). 28. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte, mit Ausnahme der Dienstleistungsrechnungen. 29. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. 30. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien (T€ 1084 p.a.), aus sonstigen Leasingverpflichtungen für Büro- und Geschäftsausstattung (T€ 124) und aus Bestellobligo im Anlagebereich (T€ 900). Es bestehen keine nichtbilanziellen Verbindlichkeiten für Altersversorgung oder gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. 31. Es besteht eine Kreditbürgschaft gegenüber einem Kreditinstitut für die DATRON Tool Technology GmbH über T€ 300 die zum Bilanzstichtag in voller Höhe valutiert. Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der positiv geplanten Geschäftsentwicklung nicht gerechnet. C. Gewinn- und Verlustrechnung1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275(1) HGB). 2. Die Umsatzerlöse wurden gemäß den Vorschriften des BilRUG (§277 Abs. 1 HGB) ermittelt. Die Umsatzaufteilung nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse (ohne sonstige Erlöse BilRUG) war wie folgt:
3. Der Personalaufwand beträgt für Löhne und Gehälter T€ 14.196 (VJ T€ 14.738) und für soziale Aufwendungen T€ 2.693 (VJ T€ 2.539), davon für Altersversorgung T€ 195 (VJ T€ 191). 4. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 96 (VJ T€ 874) Hierin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von (T€ 60) und sonstige verschiedene Erträge (T€ 36). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten (T€ 177). Diese werden seit 2019 im Personalaufwand saldiert (T€ 109). Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten außerdem periodenfremden Erträge aus der Wertberichtigungen der Forderungen in Höhe von T€ 650. 5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Die Fremdleistungen betrafen überwiegend Dienstleistungen im Bereich Verpackungsdienste (T€ 107), externe Entwicklungsdienste (T€ 48), Zeitarbeit (T€ 31) und sonstige verschiedene Dienstleistungen (T€ 219). Die Sonstigen Aufwendungen betrafen im Wesentlichen Aufwendungen für Werkzeuge und Kleingeräte (T€ 80), für gezahlte Zuschüsse (T€ 136), für die Zuführung zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (T€ 97), für Fortbildung (T€ 71), für Leasinggebühren (T€ 24) sowie sonstige verschiedene Aufwendungen (T€ 163). 6. Die Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gem. § 246 Abs. 2 S.2 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
D. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, bestehen nicht. E. ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat die folgende Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von € 2.720.531,28 vor: Auszahlung einer Dividende in Höhe von € 395.302,00, Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von € 2.300.000,00 und Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von € 25.229,28. F. Sonstige Angaben1. Als Vorstände waren im Geschäftsjahr 2019 berufen:
2. Der Aufsichtsräte waren im Geschäftsjahr 2019 folgende Personen:
3. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Wirtschaftsjahr 2019 T€ 1.126 (VJ T€ 1.099). 4. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen T€ 22 (VJ T€ 24). 5. Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers betrug T€ 39, davon für Abschlussprüfungsleistungen T€ 35 und für sonstige Leistungen T€ 4. 6. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter ohne Vorstände und Auszubildende (21) betrug im Jahr 2019 251 (VJ 237) und verteilte sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
7. Die DATRON AG besitzt zum Bilanzstichtag Anteile an den folgenden verbundenen Unternehmen:
An dieser Gesellschaft besteht eine mittelbare Beteiligung in Höhe von 80 %, die Geschäftsanteile werden zu 100 % von der DATRON Technology s.r.o. (SVK) gehalten. Das Eigenkapital betrug am 31.12.2019 T€ 8, der Jahresüberschuss betrug T€ 1.
Mühltal, den 27.03.2020
Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender Michael Daniel Thomas Frank Dr. Robert Rost AnlagenspiegelDatron AG, Mühltal-Traisa
Eigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 01.012018. bis 31.12.2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DATRON AG Bestätigungsvermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DATRON AG, Mühltal - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DATRON AG, Mühltal, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO" unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte: Überprüfung von Ansatz und Bewertung der Vorräte
Die Vorräte stellen im Jahresabschluss der DATRON AG mit über einem Drittel einen wesentlichen Teil der Vermögensgegenstände dar. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und deren Bewertung werden dabei mindestens jährlich zum 31. Dezember geprüft. Neben einer vollständigen, körperlichen Bestandsaufnahme erfolgt eine wertmäßige Überprüfung anhand tatsächlichen Einkaufspreisen und der jeweiligen wirtschaftlichen und technischen Verwertungsmöglichkeiten der Vorratsbestandteile.
Wir haben uns im Rahmen unserer Prüfungshandlungen mit den von der Gesellschaft etablierten Prozessen sowie den damit zusammenhängenden Kontrollen befasst. In diesem Rahmen haben wir die wesentlichen Ansatz- und Bewertungsparameter mit den gesetzlichen Vorgaben erarbeitet. Daneben wurden sogenannte cut-off-Tests zur periodengerechten Abgrenzung des Wareneingangs durchgeführt. Die Plausibilität des Wareneinsatzes wurde im Mehrjahresvergleich erörtert, um die portfolioabhängige Rohertragsentwicklung der letzten Jahre zu verstehen.
Die Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen sind in dem Abschnitt A.4. des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Verweise auf § 312 AktG. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 22. Juni 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 08. November 2018 vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der DATRON AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Karlsruhe, den 03. April 2020 RWM GmbH & Co. KG Weber, Wirtschaftsprüfer Mumm, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates der DATRON AG, Mühltal1. Das Jahr 2019 war als Jubiläumsjahr von den Themenkomplexen Kontinuität und Innovation unter dem Begriff „50 Jahre Leidenschaft für Technology" geprägt. Die kontinuierliche und erfolgreiche Unternehmensentwicklung wurde getragen durch eine außerordentliche Innovationskraft in Kombination mit einer sehr gut entwickelten Infrastruktur aus hochkompetenten Mitarbeitern, der Nähe zur TU-Darmstadt und die faire Partnerschaft zu Kunden und Lieferanten. Das Geschäftsjahr 2019 war gekennzeichnet durch fortlaufende Internationalisierungsaktivitäten. Der Schwerpunkt des Bereiches Forschung und Entwicklung lag im Jahr 2019 neben der technologischen Weiterentwicklung der innovativen, per Wischgesten gesteuerten Maschinen-Steuerung DATRON next in der Fertigstellung der Automatisierung für die Premium Portalmaschine MXCube sowie in der Zubehörentwicklung. Mit der DATRON Tool Technology GmbH — die ihren operativen Geschäftsbetrieb im Januar 2019 erfolgreich aufnehmen konnte schuf die DATRON AG einen zentralen Punkt im Konzern, der Experten innerhalb und außerhalb des Unternehmens an einer Schnittstelle bündelt. Ebenfalls im Januar erfolgte die Übernahme von 80% der Anteile der Vertriebsgesellschaft DATRON Technology s.r.o. in der Slowakei (nebst einer 100% Tochtergesellschaft in Tschechien) für eine noch gezieltere Marktansprache in diesen Regionen. Im Zusammenhang mit den Plänen der DATRON AG für eine mittelfristige Standort-Neugründung in Ober-Ramstadt wurden entsprechende Grundstücke erworben. All diese Aktivitäten wären ohne die Qualität und den Einsatz des Vorstandes der Gesellschaft und ihrer Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Der Aufsichtsrat dankt ihnen für die hervorragende Arbeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr befasste sich der Aufsichtsrat regelmäßig und intensiv mit der Lage und der Entwicklung der Gesellschaft. Er nahm alle ihm laut Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten wahr, beriet den Vorstand und überwachte seine Arbeit sorgfältig. In den Aufsichtsratssitzungen sowie durch schriftliche und mündliche Berichte zwischen den Sitzungen informierte uns der Vorstand zeitnah und ausführlich über den Gang der Geschäfte, die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft, die Strategie sowie alle wesentlichen Aspekte der Unternehmensplanung inklusive der Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Das Risikomanagement der Gesellschaft ist durch ein internes Kontrollsystem gewährleistet. 2. Der Aufsichtsrat bestand in dem gesamten Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 aus den Mitgliedern Dr. Thomas Milde (Vorsitzender), Manfred Krieg (Stellvertretender Vorsitzender) und Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele. Fand El-Nomany übte seine Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied bis zum 21.06.2019 aus. Achim Kopp ist seit dem 21.06.2019 Mitglied des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat trat zu ordentlichen Sitzungen am 25.02., 29.04., 05.09. und 28.11.2019 zusammen. 3. Bei seinen ordentlichen Sitzungen beschäftigte sich der Aufsichtsrat stets mit der aktuellen Geschäftsentwicklung der DATRON AG und insbesondere auch mit der Internationalisierungsstrategie sowie der technologischen Weiterentwicklung der Produktbereiche CNC-Fräsmaschinen und CNC/Dental Fräswerkzeuge sowie mit den mittelfristigen Plänen für eine Standort-Neugründung. Bei sämtlichen Sitzungen des Aufsichtsrates waren alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend, wobei dies in zwei Fällen für jeweils ein Aufsichtsratsmitglied lediglich durch telefonische Zuschaltung erfolgte. Alle Beschlüsse des Aufsichtsrates wurden einstimmig gefasst. 4. In seiner Sitzung am 21.04.2020 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft sowie den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2019, den jeweiligen Lagebericht und die jeweiligen Berichte des Abschlussprüfers, die beide einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk enthalten, geprüft, nachdem die Abschlüsse mündlich sowohl durch den Vorstand als auch durch den Abschlussprüfer nochmals erläutert wurden. Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen und im Rahmen des abschließenden Ergebnisses seiner eigenen Prüfung festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Er hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in dieser Sitzung einstimmig gebilligt und damit festgestellt. 5. Der Aufsichtsrat hat ferner den Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG, der vom Vorstand am 27.03.2020 erstellt wurde und vom Abschlussprüfer der Gesellschaft, Herrn WP StB Dipl.-Kaufmann Marcus Mumm, geprüft wurde, seinerseits überprüft. Der Aufsichtsrat hat zudem die Prüfberichte des Abschlussprüfers für die Gesellschaft und den Konzern geprüft. Der Abschlussprüfer hat in beiden Fällen die folgenden, uneingeschränkten Bestätigungsvermerke erteilt: „Wir haben den Konzernabschluss der DATRON AG, Mühltal, und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DATRON AG, Mühltal, für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat." Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärungen des Vorstandes und stimmt dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. 6. Der Aufsichtsrat schließt sich hinsichtlich der Verwendung des Bilanzgewinns dem Vorschlag des Vorstands an, welcher wie folgt lautet: Der Bilanzgewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 in Höhe von 2.720.531,28 € wird wie folgt verwendet:
Darmstadt, den 21.04.2020
gez. Dr. Thomas Milde, Aufsichtsratsvorsitzender KONZERNLAGEBERICHT DER DATRON AG ZUM 31.12.2019I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell der DATRON-Unternehmensgruppe Die DATRON AG-Gruppe mit Hauptsitz in Mühltal-Traisa hat sich auf die Entwicklung und Produktion von High- Speed CNC-Fräsmaschinen, Dentalfräsmaschinen, Dosiermaschinen, Werkzeugen für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung, gerätespezifischer Software und After Sales Dienstleistungen wie Schulungen, Service, Zubehör- und Ersatzteilverkauf spezialisiert. Die Produkte zeichnen sich durch einen hohen Innovationsgrad und die fokussierte Ausrichtung am Kundennutzen aus. Rund ein Fünftel der Mitarbeiter sind mittelbar und unmittelbar im Bereich Technologie aktiv. Damit kann das Unternehmen rasch auf neue Markttrends und zukunftsorientierte Bearbeitungsansätze reagieren. Jeder Anwendungsbereich stellt die Fräsbearbeitung grundsätzlich vor eigene Herausforderungen. DATRON bietet kundenspezifische Lösungen für individuelle Anforderungen. Unabhängig davon, ob es um das 3-, 3+2-oder 5-achsige hochpräzise oder besonders kosteneffizientes Fräsen von Werkstücken geht. CNC-Fräsmaschinen von DATRON bieten soliden und langlebigen Maschinenbau mit innovativem Zubehör. Ob Aluminium, Kunststoffe, CFK etc. - mit hochtourigen Präzisionsspindeln erreichen DATRON CNC-Maschinen insbesondere im Zusammenspiel mit kleineren Werkzeugen hervorragende Ergebnisse. DATRON Maschinen bestechen nicht nur bei der Aluminium-Plattenbearbeitung und bei der gratarmen Fräs-Bearbeitung von dünnwandigen Aluminium-Profilen. Komplexe geometrische Freiformen, spiegelnde Oberflächen, präzise Kleinteile-Bearbeitung oder auch 3D-Gravuren gehören zu den Applikationen, die DATRON Maschinen in preiswerter Spitzenqualität bewerkstelligen. Besonders gefragt ist die für Einsteiger und als Beistellmaschine geeignete kompakte High-Speed Fräsmaschine DATRON neo neben der DATRON M8Cube als Universallösung sowie der DATRON MLCube zur Bearbeitung größerer Formate. Mit der industriefokussierten DATRON MXCube rundet die DATRON ihre High-Speed-Maschinensparte nach oben ab. Durch die Eigenentwicklung einer smarten, per Wischgesten gesteuerten Maschinen-Steuerung (fully native), mit der der Großteil des DATRON Maschinenportfolios bedient wird, hat sich DATRON seit 2016 eine bemerkenswerte Stellung im Markt erarbeitet. Mit dem ersten, außerhalb des Maschinen-Bearbeitungsraumes platzierten DATRON Werkzeugwechslers setzt DATRON mit dem DATRON ToolAssist neue Maßstäbe in puncto Bedienerfreundlichkeit, Effizienz und präsentiert eine intelligente Werkzeugorganisation mit innovativem Bedienkonzept. Die DATRON Gruppe beschäftigt rund 280 Mitarbeiter in Deutschland (DATRON AG und DATRON Tool Technology GmbH), in Frankreich (DATRON France SAS), in Österreich (DATRON Austria GmbH) und seit 2019 in der Slowakei (DATRON-Technology s.r.o., inklusive der mittelbaren Beteiligung in Tschechien). Die Tochterunternehmen in Frankreich, Österreich und Slowakei unterhalten eigenständige Vertriebs- und Servicestrukturen. ![]() Die Unternehmen der DATRON Gruppe vermarkten und verkaufen weltweit DATRON Industrie-Produkte über Direktvertriebswege und Handelspartner insbesondere an produzierende Betriebe, die Aluminium-, Komposit- und Kunststoff-Bauteile u.a. für die Elektroindustrie, die Automobilbranche, den Werkzeug- und Formenbau fertigen. Auch mit ihren High-Speed Fräswerkzeugen gilt die DATRON Gruppe als verlässlicher Partner auch für Kunden in der Dentalwelt. Zu den erfolgreichen Nischenprodukten gehören Dosieranlagen für Klebe- und Dichtanwendungen und Dentalfräsmaschinen für hochpräzise komplexe Indikationen wie Abutments für Implantate. Die DATRON Tool Technology GmbH, das Fokus-Unternehmen im Bereich der Werkzeugentwicklung und -fertigung, beschäftigt sich seit Mai 2018 zentral mit Aspekten der Forschung und Entwicklung rund um die Hochgeschwindigkeits-Zerspanung. Mit der Gründung der DATRON Tool Technology GmbH wird der wachsende Stellenwert der Fräswerkzeuge im Unternehmensportfolio widergespiegelt. Zielsetzungen der DATRON sind u.a. die Steigerung des internen technologischen Know-hows, die Stärkung der eigenen Marktposition und der Ausbau der erfolgreichen Patentierungsaktivitäten im Umfeld der High-Speed Zerspanungswerkzeuge. In der DATRON Tool Technology GmbH bündelt die Gesellschaft die Fräs- und Schleif-Expertise führender Know-how-Träger, um einen größtmöglichen Kundennutzen zu erzeugen. Die DATRON Expertise basiert auf einer langjährigen eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit auch in Kooperation mit führenden praxisnahen Instituten wie dem PTW (Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen) der TU-Darmstadt und erfolgreichen Schleiftechnik-Partnern. Mit der DATRON Tool Technology GmbH schuf die DATRON einen zentralen Punkt im Konzern, der Experten innerhalb und außerhalb des Unternehmens an einer Schnittstelle bündelt. Das Unternehmen DATRON AG ist seit seiner Gründung im Jahr 1969 im mehrheitlichen Familienbesitz und hat sich in den vergangenen 50 Jahren vom kleinen Auftragsentwickler von Elektronik-Komponenten zu einem namhaften mittelständischen Spezialmaschinenbauer entwickelt. Die Zukunft der DATRON Gruppe beruht auf dem Know-how und der anhaltenden Innovationskraft der Mitarbeiter. Ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit motiviert das DATRON Team dabei jeden Tag aufs Neue. 50 Jahre DATRON — 50 Jahre Innovationskraft, Teamgeist und der unbändige Wille, Komplexes für eine dauerhaft prozesssichere Produktivität zu vereinfachen. DATRON — 50 Jahre Leidenschaft für Technologie! 2. Forschung und Entwicklung Im zentralen Fokus unserer Forschung und Entwicklung standen im Jahr 2019 die Zubehörentwicklung und Fertigstellung der Automatisierung für die Premium Portalmaschine MXCube. Das automatische Be- und Entladen der Maschine mit Roh- und Fertigteilen über eine automatische Seitentür ist nun problemlos möglich. Auch in DATRONS eigener Fräserei hat die MXCube Einzug gehalten und bereichert seit 2019 den eigenen Maschinenpark prozesssicher und erfolgreich. Als ein weiteres Highlight für die Cube-Serie ist die Anbindungsentwicklung des DATRON ToolAssist zu nennen. Durch externe Positionierung ist die Bearbeitungsfläche im Maschinenraum vergrößert und die Zugänglichkeit - insbesondere bei Roboterbeladung - verbessert. Zudem ist er automatisch vor Spänen geschützt. Durch hauptzeitparalleles Be- und Entladen des Werkzeugmagazins können nichtproduktive Nebenzeiten wesentlich verkürzt werden. Bei der MXCube ist der Werkzeugwechsler bereits integriert. Die Anbindung an Maschinen der Baureihe M8Cube und MLCube ist seit 2019 ebenfalls möglich. Um den branchenübergreifenden Anforderungen unserer Kunden an Effizienz, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit gerecht zu werden, können nun auch die Maschinen der Baureihe M8Cube und MLCube durch die Integration einer Seitenhubtür bestückt werden, sodass mit der Maschine ein mannloser Betrieb über die Nacht und über das Wochenende ermöglicht wird. Um die Fräsmaschinen bequem in einen Automationsverbund integrieren zu können, wurde die next-Software um eine Automationsschnittstelle erweitert. Darüber hinaus wurde eine neue automatische Fronttür entwickelt. Für spezielle Automatisierungen kooperiert DATRON mit einem renommierten Partner, der auf jahrzehntelange Erfahrungen zurückblicken kann. Insbesondere im zweiten Halbjahr 2019 wurde diese Zusammenarbeit weiter ausgebaut und gefestigt. In 2019 wurde ebenso die DATRON neo Series 2 realisiert. Diese zeichnet sich durch einen schnelleren Ablauf der Simulation dank einer höheren Leistungsfähigkeit des Rechners aus. Zudem wurde die Maschine mit einem genaueren 3D-Taster ausgerüstet. Neben der Durchflussüberwachung des Kühlsystems und der Möglichkeit einer Füllstandskontrolle ist auch die Überwachung des anliegenden Vakuums an der Vakuumspannplatte umsetzbar. Die DATRON Axis4, die bereits in der neo Baureihe für Aufsehen auf der Maschinenbaumesse EMO im September 2019 sorgte, wurde nun auch für die M8Cube, die MLCube und die MXCube weiterentwickelt. Diese optionale Achse erweitert maßgeblich die Bearbeitungsmöglichkeiten insbesondere in der Mehrseitenbearbeitung und für Rundgravuren. Kunden mit breitem Anforderungsspektrum können bequem zwischen 3- und 4-achsigem Fräsen wechseln. Die Positionierung auf dem Tisch ist aufgrund modularer Spanntechnik und Plug- and Play Anschlüssen im Arbeitsraum einfach zu bewerkstelligen und über die Messsensorik auch für höchste Präzisionsanforderungen ausrichtbar. Die Softwareentwicklung hat in 2019 die next-Steuerung weiter ausgebaut. Zu nennen sind hier vor allem neue Funktionen zum Gravieren von Schriften, in der Schwesternwerkzeugverwaltung und beim mehrfachen Ausführen, sowie erweiterte Messgeometrien im Kamera-Feature. Zur Schaffung von Konnektivität als wichtige Grundlage für digitale Produkte und Anwendungsmodelle wurde eine neue Schnittstelle geschaffen. Sie bietet die Möglichkeit, dass Maschinendaten von Software-Systemen (z.B. ERP-Systeme oder Leitstandsysteme) zum Zweck der Betriebsdatenerfassung ausgelesen, oder durch Automationssysteme ferngesteuert werden können. Erfolgreich abschließen konnten wir 2019 im Bereich der App-Entwicklung die Cockpit-App zur Anzeige des Betriebszustands und der wichtigsten Parameter wie Rest-Laufzeit, Werkzeugverschleißinformationen, Kühlmittelstand, Vakuum und Druckluft und die Alert App zur Einrichtung von individuellen Benachrichtigungen bei wichtigen Ereignissen, beispielsweise zur Information im Störungsfall oder kurz vor Programmende. Ebenso erfolgreich umgesetzt wurde die Anzeige des Video-Streams der Maschine auf dem Smartphone innerhalb der Kamera-App. Nach umfangreichen Tests durch über 30 Kunden und Partner mit durchweg positivem Feedback planen wir die Veröffentlichung dieser Features im zweiten Quartal 2020. Die Anfragen im Bereich des Sondermaschinenbaus sind so groß, dass zusätzliche Ressourcen für die Anzahl der Projekte bereitgestellt werden mussten. Eine weitere Schutzrechtanmeldung wurde im ersten Halbjahr 2019 angemeldet. Neben den noch laufenden Forschungsprojekten mit universitären und industriellen Partnern „CFK-Strukturen in Werkzeugmaschinen" und „IntAKom" sind im Berichtsjahr die Projekte „SMARTRON" (Entwicklung einer Leichtbau-Motorspindel) und „Smarte Aufspannkontrolle" (Unterstützung des Bedieners bzgl. Spannmittel und Werkstückspannung) gestartet, von denen das Unternehmen einen weiteren deutlichen Innovationsschritt erwartet. Ein maßgeblicher Meilenstein innerhalb des Product-Lifecycle-Management-Systems (PLM) ist die automatisierte und zentrale Ablage von Zeichnungen und der dazugehörigen Dokumente bei der Artikelfreigabe. Hierdurch sind ausschließlich aktuelle Dokumente in der Ablagestruktur auffindbar, wovon vor allem die Bereiche Arbeitsvorbereitung und Konstruktion, sowie unserer Fräserei profitieren. Das PLM System dokumentiert zudem die komplette Änderungshistorie. Dadurch bleiben Anpassungen transparent und auch in vielen Jahren sehr einfach nachvollziehbar. Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung (DATRON AG) betrugen im Jahr 2019 TEUR 3.831 (Vorjahr TEUR 3.899) und lagen bei rund 7,5 % der Konzernumsatzerlöse. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Die Weltwirtschaft verlor im Laufe des Jahres 2019 weiter an Schwung. Der zyklische Abschwung wurde durch den Wandel in der Automobilindustrie, die wirtschaftliche Neuausrichtung in China sowie den zunehmenden Protektionismus infolge politischer Umbrüche und die Erhebung von Handelszöllen verstärkt. Zu Jahresbeginn 2019 ging der Internationale Währungsfonds (IWF) noch von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,5 % aus. Die tatsächliche Entwicklung lag mit geschätzt 2,9 % deutlich unter der Prognose. Die industrielle Produktion stieg im Jahr 2019 um geschätzt 0,8 % (Vorjahr 2018 um 3,1 %). Im globalen Maschinenbau schien zu Beginn des Jahres 2019 ein preisbedingtes Umsatzplus von rund 3 % möglich. Doch zu viele politisch motivierte Umwälzungen verunsicherten potenzielle Investoren, zudem kam es durch den Transformationsprozess in der Automobilindustrie zu Nachfrageausfällen. Die am 14. Februar 2020 vom Branchenverband VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V.) veröffentlichten Zahlen der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie für 2019 zeigten einen Branchenrückgang um 20 % im Vergleich zum Vorjahr auf. Die Auslandsorders sanken um 20 %. Im Jahr 2019 sank der Auftragseingang insgesamt um 22 %. Das Inland notierte 21 % im Minus, das Ausland 22 %. Gegenüber dem Branchenverband konnte sich DATRON im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 vor allem bei den Veränderungen im Auftragseingang deutlich positiv abheben. Der Auftragseingang reduzierte sich im Betrachtungszeitrum um rund 3 % auf TEUR 53.163 (Vorjahreswert TEUR 54.765). Der Fokusmarkt rund um die Aluminium-Zerspanung in der Elektroindustrie und der branchenunabhängigen Metall- und Kunststoffbearbeitung ist dank der Maschinen-Effizienz der DATRON High-Speed Fräsmaschinen mit kleinem Footprint bei vergleichsweise großem Arbeitsbereich, hoher Leistung und niedrigem Energieverbrauch ohne unmittelbare Konkurrenz. Hiermit grenzt sich das Unternehmen von Mitbewerbern wie Hermle und DMG Mori, die große Bearbeitungszentren anbieten, eindeutig ab. Technische Mehrwerte wie die Minimalmengenkühlschmierung mit Ethanol statt Schwallkühlung, sehr hohe Drehzahlen und der Einsatz kleiner Werkzeuge geben DATRON mit diesem Gesamtpaket einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil. Die modulare Bauweise der DATRON Maschinen ermöglicht die Konfiguration für individuelle Kundenanforderungen. Durch ihre innovative Leichtbauweise sind die Systeme von DATRON energieeffizienter und dadurch wirtschaftlicher als vergleichbare Maschinen bei gleicher Leistung. 2. Geschäftsverlauf der DATRON-Unternehmensgruppe Insgesamt konnte die DATRON im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 310 Maschinen verkaufen, wobei der Schwerpunkt hier im Bereich der industriellen CNC Fräsmaschinen lag. Hierin sind über 120 Maschinen der kompakten „neo" Fräsmaschine und rund 140 Maschinen der Baureihe M8/MLCube enthalten. Die deutliche Mehrzahl der Maschinenverkäufe beinhaltete die (r)evolutionäre Steuerungssoftware „next". Mit der DATRON MXCube, die im Geschäftsjahr 2019 auf dem deutschen Markt eingeführt wurde, hat DATRON das Produktportfolio nach oben hin abgerundet und stellt sich der Konkurrenz der High-Performance Mitbewerber im Markt für Mann arme, automatisierbare Produktionslösungen. Um die Leistungsfähigkeit der kompakten Fräsmaschine DATRON neo noch weiter zu erhöhen, wurde das Modell weiterentwickelt und verspricht mit der zweiten Serie, die DATRON neo Series 2, eine noch höhere Produktivität und Prozesssicherheit. Der Geschäftsbereich Werkzeuge war im Jahr 2019 mit einem Umsatzniveau von knapp EUR 10,3 Mio. leicht rückläufig. Dentalwerkzeuge bilden innerhalb dieses Bereiches einen wichtigen Einzelmarkt. Kontinuierlich überproportional entwickelten sich, abermals mit einer Wachstumsrate von deutlich über 10 %, die Auftragseingangswerte aus den Bereichen Service und Sonstige. Die steigende Anzahl von DATRON Maschinensystemen im Feld bildet die Basis für dieses Wachstum. In der nachfolgenden Tabelle werden die einzelnen Geschäftsbereiche inklusive des Vorjahreswertes und der prozentualen Veränderung im Hinblick auf Umsatz und Auftragseingang dargestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurden ab 2019 die beiden Geschäftsbereiche Dental-CAM Fräs-/Schleifmaschinen sowie DATRON Dosiersysteme mit dem Bereich CNC-Fräsmaschinen in den Bereich der DATRON Maschinensysteme zusammengefasst.
Im Umsatzbereich Service und Sonstige sind in dieser Darstellung auch die sonstigen Erlöse gem. BilRUG i.H.v. TEUR 705 inkludiert. Bei den Auftragseingängen werden diese sonstigen Erlöse jedoch nicht erfasst. Das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz betrug (bereinigt um diesen BilRUGEffekt) für das Geschäftsjahr 2019 demnach 1,00 (Vorjahreswert 0,99). Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die DATRON Gruppe vor allem in der Europäischen Union absolut als auch prozentual am deutlichsten zulegen. Bei der Herkunft des Umsatzes bzw. Auftragseingangs im Berichtszeitraum (Vergleich zum Vorjahr in Klammern) zeigte sich folgendes Bild:
Während sich die Zahlen in Deutschland insgesamt rückläufig entwickelten, konnte der DATRON Konzern International nicht nur ein prozentuales, sondern auch ein absolutes Wachstum verzeichnen. Innerhalb der EU kamen Wachstumsimpulse aus Frankreich, Schweden und den Niederlanden. Eine schwächere Entwicklung verzeichnete das Vereinigte Königreich. Die Kennzahlen in den USA pendelten sich leicht unterhalb des Vorjahresniveaus ein. Die USA ist neben Deutschland weiterhin der zweitwichtigste Einzelmarkt für DATRON. Wachstumstreiber in der Region „Sonstige" waren die Schweiz sowie Russland. Die DATRON France SAS konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr an die erfolgreiche Entwicklung im Jahr 2018 nahtlos anknüpfen. Die Gesellschaft erwirtschaftete in 2019 ein erfreuliches Umsatzwachstum mit einer Steigerung von rund 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Trotz eines stagnierenden Auftragseingangs in 2019 konnte die DATRON Austria GmbH Umsatzsteigerungen von knapp 27 % im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Nach Bezug der neuen Räumlichkeiten und Ausbau eines deutlich größeren Technologiezentrums konnte die DATRON Austria GmbH ihren rückläufigen Kennzahlen auf Wirtschaftsebene aus dem Vorjahr entgegenwirken. Die DATRON Tool Technology GmbH nahm nach ihrer Neugründung im Mai 2018 plangemäß im Januar 2019 die Produktion auf und konnte bereits in ihrem ersten Produktionsjahr sehr positive Ergebnisse in den Bereichen Auftragseingang und Umsatzerlöse erzielen. Auf Ebene der wirtschaftlichen Kennzahlen hat die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2019 — bedingt durch Investitionen und hohe Abschreibungen — planmäßig mit einem negativen Geschäftsergebnis, jedoch mit einem sehr positiven EBITDA abgeschlossen. Die im Januar 2019 erfolgte mehrheitliche Übernahme der Vertriebsgesellschaft DATRON-Technology s.r.o. in der Slowakei (nebst einer 100 % Tochtergesellschaft in Tschechien) erzielte auf Konzernebene einen planmäßig erstmaligen Konsolidierungseffekt im Auftragseingang von rund TEUR 1.200. Die DATRON-Technology s.r.o. fokussiert sich seit 2004 nahezu vollständig auf die Vermarktung von DATRON Produkten in den Regionen Slowakei und Tschechien. Das Geschäftsjahr 2019 war in Sachen Marktansprache von den Themenkomplexen Kontinuität und Innovation unter dem Begriff „50 Jahre Leidenschaft für Technologie" (50 Years of Passion for Technology) geprägt. Ein halbes Jahrhundert Firmengeschichte zeigte sich u.a. in vielfältigen Kampagnen, die die DATRON AG marktseitig umsetzte. Das 1969 unter dem Namen DATRON-Electronic Pichl & Schulte KG gegründete Unternehmen entwickelte sich in den vergangenen 50 Jahren vom Hersteller und Zulieferer elektronischer Komponenten zum High-Tech-Maschinenbauer. Eine so kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung gelingt nicht jedem Unternehmen, daher standen die für die außerordentliche Innovationskraft verantwortlichen Erfolgsfaktoren vertreten durch die sehr gut entwickelte Infrastruktur aus hochkompetenten Mitarbeitern, der Nähe zur TU-Darmstadt und die faire Partnerschaft zu Kunden und Lieferanten im Zentrum der Kommunikation. „Von Beginn an standen bei DATRON die Mitarbeiter im Vordergrund. Ohne dieses Team hätten wir unser Wachstum und die Erweiterung unserer Kernkompetenzen nicht schaffen können.", so Dr. Arne Brüsch, CEO der DATRON AG. Online und offline repräsentierte sich das Unternehmen, seine zukunftsweisenden Technologien und sein markantes Maschinen-Design. Zentrale Zielsetzung dabei war die lebhafte Veranschaulichung, inwieweit das DATRON Potenzial die Produktivität jedes Kunden in unterschiedlichen Branchen und Industrien optimieren kann. Konsequent setzte DATRON diese Thematik im Geschäftsjahr 2019 in seiner Marktpräsenz auf rund 50 Kundenveranstaltungen, Messen und Events im In- und Ausland um. Zu den zahlenmäßig größten Veranstaltungen zählten der DATRON Tech Day zu Beginn des Jahres, zahlreiche Workshops in den Technologiezentren Isernhagen bei Hannover und Ulm, die EMO in Hannover, die Prodex in Basel, die WESTEC in Long Beach, die MSV in Brünn, der DATRON Kunden-Event in Berlin Adlershof und der CNC Outlet Center Event in München. Der Themenkomplex „Smarte Technologien made by DATRON" konnte national und international in diversen Abstufungen platziert werden. Praxisrelevantes Maschinen- und Werkzeug-Monitoring, neue Features der bedienerfreundlichen DATRON next Steuerung, Automationsoptionen und anwenderspezifische Neuigkeiten aus dem unternehmenseigenen Produktbereich der Fräswerkzeuge gehörten ebenfalls zu den Kernthemen in der Interaktion mit den Zielgruppen. Neben der Kundennähe spielte das Thema Anwender- und Nutzerorientierung bei allen DATRON Veranstaltung eine außerordentliche Rolle. Trotz der internationalen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen konnte die Gesellschaft im Direktkontakt mit Interessenten und Bestandkunden eine erhöhte Akzeptanz für neue, zukunftsorientierte Maschinen-, Werkzeug- und Service-Lösungen wahrnehmen. Dies zeigte sich insbesondere im Zuge des Marketing-Auftritts auf der EMO 2019 in Hannover, wo die Gesellschaft in ausgewählten Kundenkreisen erste belastbare Produktideen zu den browserbasierten Monitoring-Apps DATRON LIVE vorstellte. Die graduelle internationale Markteinführung der DATRON MXCube Hochleistungsfräsmaschine, die speziell für anspruchsvolle industrielle Anwendungen konzipiert wurde, erforderte zudem eine fortlaufende Erschließung von Marketing-Potenzialen in neuen bisher weitgehend unberührten Marktsegmenten. Dazu gehörte auch die Werbung für spezielle Automationslösungen, die in Kooperation mit langjährig erfahrenen Spezialisten in der Roboter-Applikation geschaffen wurden. Weiterhin lag ein DATRON Marketing-Fokus auf der Erarbeitung und Nutzung neuer Potenziale in bisher ungenutzten beziehungsweise weniger beleuchteten digitalen Kundenarenen. Das DATRON Marketing-Team bearbeitete über das Geschäftsjahr 2019 hinaus digitale Plattformen, die in den individuellen Nischenmärkten Anwendung finden. Die Zusammenarbeit mit diversen internationalen Vertriebsteams mittels der Customer-Relationship-Management-Lösung CAS und eine Detaillierung der Vorbereitungen zur Umsetzung zukünftiger Marketing-Automationsansätze gehörten weiterhin zur regulären Marktbearbeitungs-Agenda. 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage a) Ertragslage Die Umsatzerlöse reduzierten sich insgesamt um TEUR 1.936 (-3,5 %), wobei sich die Erlöse in Deutschland um TEUR 5.125 reduzierten bei gleichzeitiger Erhöhung um TEUR 1.761 in der EU und dem europäischen Ausland. Die sonstigen Auslandserlöse erhöhten sich ebenfalls um TEUR 1.265, welches sich aus mehreren Einzelabweichungen auf Landesebene ergeben hat. Die größte Abweichung bei den Erlösen ergab sich aus der Region Russland mit +TEUR 640 und den USA mit +TEUR 697. Bei den Maschinensystemen reduzierten sich die Umsatzerlöse um TEUR 2.419 (-6,8 %), überwiegend bedingt durch Nachfragerückgang bei den CNC-Fräsmaschinen im Inland. Die Erlöse bei den Fräswerkzeugen reduzierten sich um TEUR 519 (-5 %) während sich die Erlöse im Bereich und After Sales Service und Sonstige um TEUR 840 (+10 %) erhöhten. Die Außenumsätze der am 01.01.2019 erworbenen Beteiligung an der Datron Technology s.r.o, Slowakei, trugen mit TEUR 1.364 zum Ergebnis bei. Die sonstigen Erlöse erhöhten sich um TEUR 162. Die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrugen TEUR 1.785 und waren im Wesentlichen durch den Vorbau von Teilbaugruppen und die Fertigstellung von Verkaufsmaschinen begründet. Die Gesamtleistung reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 537 (-1 %). Die sonstigen betrieblichen Erlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 374 (-76 %). Im Vorjahr war noch der Erlös aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 242 enthalten. Bereinigt um diesen Wert reduzierten sich daher 2019 die sonstigen betrieblichen Erlöse um TEUR 132. Weiterhin waren im Vorjahr die Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten enthalten (TEUR 177). Diese werden ab 2019 im Personalaufwand saldiert (TEUR 109). Bezogen auf die Umsatzerlöse lag die um die Bestandsveränderungen bereinigte Materialquote bei rund 41,3 % (Vorjahr 44,3 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen durch die im Vorjahr reduzierten Verwaltungsgemeinkostenzuschläge auf die Vorräte begründet, die mit TEUR 1.157 angesetzt waren. Bereinigt um diesen Wert hätte die Materialquote des Vorjahres inklusive der Bestandsveränderungen bei 42,2 % gelegen. Der Personalaufwand reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 161 (1 %), hauptsächlich bedingt durch geringere Aufwendungen des Vorjahres in Zusammenhang mit Personalabgängen (TEUR 484) und durch die Saldierung der Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten (T€ 109) bei gleichzeitigem Anstieg der allgemeinen Personalaufwendungen von TEUR 536. Die hinzugekommenen Personalaufwendungen der DATRON-Technology s.r.o. sind in diesem Betrag mit TEUR 186 enthalten. In Relation zu den Umsatzerlösen betrug die Personalquote rund 33 %, im Vorjahr 32 %. Die Aufwendungen für Abschreibungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 365 (+40 %), dies im Wesentlichen durch die Abschreibungen auf die neu erworbenen Werkzeugmaschinen der DATRON Tool Technology GmbH. Sie beinhalten die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände, auf Sachanlagen und die Sofortabschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Der Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich um TEUR 849. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch den Anstieg bei den Raumkosten (+TEUR 156) aufgrund der Anmietung neuer Flächen u.a. für das Werkzeuglager, dem Anstieg der EDV Kosten (+TEUR 450), dies im Wesentlichen bedingt durch höhere Aufwendungen für IT-Dienstleistungen, hauptsächlich durch Cloud Dienste. Höhere Aufwendungen gab es ebenfalls bei den Versicherungen und Beiträgen (+TEUR 27), den Kosten für die Warenabgabe (+TEUR 86), diese im Wesentlichen bedingt durch höhere Frachtkosten, bei der Zuführung von Wertberichtigungen (+TEUR 95), sowie bei den Werbe- und Reisekosten (+TEUR 257), dies überwiegend durch den Aufwand für Leitmessen IDS und EMO. Geringere Aufwendungen gab es bei den Fremdleistungen (./. TEUR 35), im Wesentlichen durch den reduzierten Einsatz von Fremdpersonal sowie den Rechts- und Beratungskosten (./. TEUR 209), dies im Wesentlichen bedingt durch die Beendigung von Beraterverträgen. Die sonstigen verschiedenen Aufwendungen reduzierten sich ebenfalls (./. TEUR 62). Der Anteil der DATRON Technology s.r.o an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt TEUR 345. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei rund 16 % der Umsatzerlöse (VJ 13 %). Insgesamt kann der DATRON Konzern für den Berichtszeitraum ein Ergebnis nach Steuern von TEUR 2.805 und einen Jahresüberschuss von TEUR 2.790 ausweisen. b) Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen erhöhte sich im Bereich der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände um TEUR 878 (+18 %), im Wesentlichen bedingt durch Investitionen in die Werkzeugmaschinen der DATRON Tool Technology GmbH (TEUR 442), in sonstige technische Anlagen und Maschinen (TEUR 231), in die Grundstücke der DATRON AG (TEUR 542), in Kraftfahrzeuge (TEUR 172) in Bauten auf fremden Grundstücken (TEUR 56), in IT Software (TEUR 247) sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 40) bei gleichzeitiger Reduzierung aufgrund der planmäßigen Abschreibung (TEUR 1.284). Das Anlagevermögen der DATRON Technology s.r.o ist mit TEUR 130 enthalten. Die Investitionsquote (Investitionen in Sachanlagen / Sachanlagen) betrug 21 %. Die Abschreibungsquote (Abschreibungen auf Sachanlagen und geringwertige Wirtschaftsgüter / Sachanlagen) betrug 10 %. Die Finanzanlagen reduzierten sich bei den Wertpapieren des Anlagevermögens und sonstigen Ausleihungen um TEUR 342 (-97 %). Das Umlaufvermögen erhöhte sich um TEUR 1.561 (+5,2 %), im Wesentlichen resultierend aus dem Anstieg des Vorratsbestandes (TEUR 2.350), dies im Wesentlichen durch den Anstieg bei den Demomaschinen des Vorratsvermögens den vorgebauten Baugruppen und dem Anstieg bei den geleisteten und erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte, sowie dem Anstieg bei den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 346), im Wesentlichen Forderungen an Versorgungswerken sowie dem Rückgang bei den Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen (TEUR 11). Die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR 1.124. Die Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um TEUR 276 (+88 %). Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung reduzierte sich um TEUR 29 (-3,4 %), im Wesentlichen durch die Erhöhung der verpfändeten Finanzanlagen bei gleichzeitiger Erhöhung der saldierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Der Kapitalbedarf unseres Unternehmens ist im Wesentlichen eigenfinanziert. Es bestehen keine Bankverbindlichkeiten. Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 135 (-14 %) bei den Steuerrückstellungen und um TEUR 514 (-20,8 %) bei den sonstigen Rückstellungen. Die wesentlichen Rückstellungen betrafen Personal und Steuern sowie Gewährleistungsverbindlichkeiten und Drohverlustrückstellungen bei den verpfändeten Finanzanlagen. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um TEUR 1.304 (+49 %). Dies betrafen im Wesentlichen die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 284) für die Finanzierung des Maschinenparks der DATRON Tool Technology GmbH, die Erhöhung bei den Lieferungen und Leistungen (TEUR 400) sowie der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 629). Diese im Wesentlichen aufgrund von Kaufpreisverbindlichkeiten für die erworbenen Grundstücke (TEUR 331) aus kreditorischen Debitoren (TEUR 165) und sonstigen verschiedenen Verbindlichkeiten (TEUR 133). Insgesamt erhöhte sich die Bilanzsumme um TEUR 2.343 (+7 %) auf TEUR 37.655, darin enthalten ist die Bilanzsumme der neuen Beteiligung DATRON-Technology s.r.o mit TEUR 1.163. Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen im Wesentlichen Ersatzinvestitionen. Unsere Finanzpolitik und die Liquiditätssituation sind darauf ausgerichtet alle Verpflichtungen stets termingerecht und gegebenenfalls unter Skontoabzug zu erfüllen. c) Kennzahlen, die der Unternehmenssteuerung dienen
Insgesamt hat sich die VFE (Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage) im abgelaufenen Geschäftsjahr für die DATRON Gruppe analog der Gesamtbranche leicht negativ entwickelt. Die dem Kapitalmarkt kommunizierten Planwerte im Hinblick auf die Umsatz- als auch Ertragslage konnten nicht erreicht werden, die Cash-Situation des Unternehmens entwickelte sich ebenfalls leicht negativ ist aber insgesamt noch auf einem sehr guten Level. Im Jahresverlauf 2019 zeigten sich auf Quartalsebene zyklische Schwankungen, die aber eher typisch für den Geschäftsverlauf innerhalb eines Kalenderjahres für die DATRON sind. Gründe hierfür liegen unter anderem in der zeitlichen Struktur der teilweise marktbestimmenden Fachmessen. Diese finden häufig im dritten Quartal des Kalenderjahres statt und haben in der Regel steigende wirtschaftliche Kennzahlen in den folgenden Monaten zur Folge. Sonstige Abweichungen gegenüber den Einschätzungen im Geschäftsverlauf im Lagebericht 2018 haben sich nicht ergeben. „Gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Marktteilnahme. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich dazu bei, dass wir ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit erreichen. Gerade im Anlagen- und im Maschinenbau sind technische Fachkräfte gesucht. Es ist eine intensive Ausbildung unseres Personals erforderlich. Die geringe Fluktuation und eine hohe Identifikation der Mitarbeiter mit unserem Unternehmen gewährleisten als maßgebliche, nicht finanzielle Leistungsindikatoren einen nachhaltigen Unternehmenserfolg (CEO)." 4. Prognosebericht sowie Chancen und Risiken Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einem deutlichen Konjunktureinbruch in 2020, auf den eine starke Gegenbewegung folgt. Voraussetzung für diese Erholung ist, dass die Corona-Pandemie zur Jahresmitte abflaut, was den Weg für spürbare wirtschaftliche Aufholeffekte in der zweiten Jahreshälfte ebnet. Die sich am Horizont zaghaft andeutende Belebung der deutschen Konjunktur findet also zunächst ein jähes Ende. Stattdessen dürfte die Industrie infolge der Corona-Pandemie tiefer in die Rezession rutschen. Auch die Binnenwirtschaft, die bislang verlässliche Stütze der konjunkturellen Entwicklung war, gerät zunehmend unter Druck. Da global mit drastischen Rückgängen der Wertschöpfung zu rechnen ist, sind auch vom Welthandel derzeit keine positiven Impulse zu erwarten. Insgesamt dürfte das BIP 2020 um 0,1 % schrumpfen. Im ersten Quartal dürfte im beschriebenen Szenario das BIP um 0,4 % und im zweiten Quartal um 1 % schrumpfen, bevor ab dem dritten Quartal die Gegenbewegung einsetzt und das BIP zum Jahresende 2020 wieder nahezu sein Vorjahresniveau erreicht hat. Eine erhöhte Anzahl an Arbeitstagen im vierten Quartal begünstigt eine derartige Entwicklung. Der Deutsche Maschinen- und Anlagenbau rechnete für 2020 auch vor Ausbruch der Corona-Krise mit einem erneuten Rückgang der Produktion. Der Auftragseingang lag 2019 mit 9 % im Minus. Im Januar 2020 übertraf er sein Vorjahresniveau um 7 %. Auch wenn das Plus hauptsächlich durch Großanlagengeschäft verursacht worden war, zeigte sich doch im saisonbereinigten Kurvenverlauf der letzten Monate, dass der Auftragseingang allmählich auf der Talsohle angelangt war. Dies wurde dadurch gestützt, dass einige Frühindikatoren ebenfalls auf der Talsohle angelangt waren. Der Rückgang der Produktion wäre daher mit einem Minus von 2 % (ursprüngliche Prognose vom Herbst 2019) einigermaßen moderat ausgefallen. Der Ausbruch der Corona-Krise kommt zu einer Zeit, die durch zahlreiche strukturelle Umbrüche und durch eine auch konjunkturell stark geschwächte Weltkonjunktur geprägt ist. Die durch Corona verursachten Verwerfungen entstehen gleich an mehreren Fronten: Die Nachfrage nach Maschinen leidet, da potenzielle Investoren sich mit der Auftragsvergabe zurückhalten werden und das Angebot an Maschinen leidet, weil zahlreiche Lieferketten reißen. Die Folgen dieser und auch anderer Beeinträchtigungen sind nicht wirklich zuverlässig kalkulierbar. Der VDMA hat seine Produktionsprognose im März auf minus 5 % revidiert. Bei dieser Prognose ist unterstellt, dass das Coronavirus die wirtschaftliche Aktivität vor allem in der ersten Jahreshälfte spürbar dämpft. Ihr haftet auch nicht zuletzt deswegen ein hohes Maß an Unsicherheit an. Für die DATRON Gruppe ergeben sich für das Jahr 2020 unterschiedliche Chancen und Risiken, die den unternehmerischen Erfolg beeinflussen können. Branchenspezifische und unternehmensstrategische Chancen ergeben sich für unsere Gruppe aus dem vorhandenen Spektrum von technologisch und qualitativ führenden Produkten. Durch ein systematisches Chancen- und Risikomanagement wird die Auswirkung von eintretenden Risiken früh erkannt und entsprechend durch Gegenmaßnahmen eingedämmt. Chancen, wie zum Beispiel gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen, werden ebenso z.B. durch entsprechende Marketinganalysen identifiziert und anschließend fokussiert. Angesichts der Unsicherheit über den weiteren Verlauf, die Dauer sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die gesamtweltwirtschaftliche Entwicklung ist es für die DATRON Gruppe zum derzeitigen Zeitpunkt allerdings nicht möglich eine Einschätzung der vorhandenen Risiken sowie Chancen anzugeben. Sämtliche Risiken und Chancen werden von der Corona-Pandemie überschattet bzw. maßgeblich beeinflusst. Die Dauer der Einschränkungen für das öffentliche Leben und die Schwere der Beeinträchtigung für die Wirtschaft lassen sich derzeit weder für das Inland noch für die relevanten ausländischen Märkte für die DATRON Gruppe abschätzen. Somit lässt sich die Entwicklung des Geschäftsverlaufs 2020 für die DATRON Gruppe derzeit nicht seriös prognostizieren. 5a Risikoberichterstattung Der unternehmensweiten Risikobegrenzung (IKS) misst die DATRON Gruppe einen hohen Stellenwert bei. Das Risikomanagement der DATRON Gruppe hat das Ziel, potenzielle Risiken sehr frühzeitig zu identifizieren, zu klassifizieren und systematisch zu erkennen, um durch geeignete Maßnahmen drohenden Schaden für das Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen. Das Risikomanagement soll jederzeit sicherstellen, dass finanzielle Risiken, Rechtskonformitäts und Sicherheitsrisiken auf einem für das Unternehmen tragbaren Niveau gehalten werden. Zur Überwachung und Steuerung der relevanten Risiken wird ein wöchentliches Risikomanagement- system mit einer aussagekräftigen Analyse der wichtigsten Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz genutzt. Abweichungen und Besonderheiten werden dadurch zeitnah festgestellt und unterstützen den Vorstand dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Operative Risiken, die in den Bereichen Einkauf, Produktion, Service, Logistik und F & E möglicherweise entstehen können, werden durch Kontrollmechanismen des Qualitätsmanagementsystems (QM) der DATRON AG frühzeitig erkannt und offengelegt, so dass ein rasches Handeln und Gegensteuern ermöglicht wird. Das QM-System sichert zudem einen gleichbleibenden Standard des Workflows. Die gleichbleibende Qualität der Produkte und des Service der DATRON AG wird dadurch sichergestellt. Darüber hinaus räumt die DATRON Gruppe dem Forderungsmanagement und der Planung der Liquiden Mittel höchste Priorität ein. Die Forderungslaufzeit (DSO) reduzierte sich zum Stichtag 31.12.2019 auf 48 Tage (Vorjahr 46 Tage). Die regelmäßige Forderungsbestands- und Forderungsstrukturanalyse sind die Basis für die sehr geringen Forderungsausfälle. Währungsrisiken bestehen grundsätzlich nicht, da die Geschäfte der DATRON Gruppe weltweit in Euro fakturiert werden. Die Planung und Überwachung der liquiden Mittel erfolgen wöchentlich mit rollierenden 3-Monats Forecasts. Die DATRON Gruppe wird sich auch in Zukunft auf die permanente Optimierung des Risikomanagements konzentrieren. 5b Preisänderungs-, Ausfall- und Lieferrisiken Preisänderungsrisiken, denen teils auch nur bedingt begegnet werden kann, bestehen sowohl im Einkauf als auch im Verkauf. Allerdings werden absehbare Lieferkontingente und Produkte teilweise durch längerfristige Einkaufsvereinbarungen abgesichert. Die DATRON AG überprüft regelmäßig zudem die Bonität der A-Lieferanten und vergrößert die Zuliefererbasis, um dem Anspruch nach jederzeitiger Lieferfähigkeit sowie dem Qualitätsstandard der DATRON AG gerecht zu werden. Systemseitig wurde der Beschaffungsprozess durch eine Engpassbetrachtung optimiert.
Mühltal, den 30.03.2020
gez. Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender (CEO) gez. Michael Daniel (CFO) gez. Thomas Frank (CSO) gez. Dr. Robert Rost (CTO) Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2019DATRON AG Sitz: In den Gänsäckern 5 64367 Mühltal Registergericht Darmstadt HRB 86874 KonsolidierungsgrundsätzeAllgemeine Grundsätze Gemäß § 297 HGB, § 18 AktG legt die Gesellschaft den folgenden Anhang vor:
Konsolidierungskreis Die in diesen Konzernabschluss neben der Muttergesellschaft auf Grundlage der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind in nachfolgender Aufstellung aufgeführt:
Die DATRON Technology s.r.o hält darüber hinaus einen 100 % Anteil an der DATRON Technology s.r.o Tschechien, daher hält die DATRON AG an dieser Gesellschaft einen mittelbaren Anteil von 80 %. Das Stammkapital dieser Gesellschaft beträgt CZK 10.000. Die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz dieser Gesellschaft sind in der DATRON Technology s.r.o (SVK) konsolidiert. A. AKTIVSEITE DER BILANZ 1. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Es wurde hauptsächlich die lineare Abschreibungsmethode angewendet. Die geringwertigen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr einzeln erfasst und in voller Höhe abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. 2. Der Ausweis des Anlagespiegels bzw. Anlagegitters erfolgt in der Anlage zum Anhang. 3. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu den Herstellkosten. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten die angemessenen und notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Auf länger lagernde Bestände werden sachgerechte Abwertungen vorgenommen, die Vorräte unterliegen der verlustfreien Bewertung. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Die Bewertung steht im Einklang mit § 255 Abs.2. HGB. 4. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausgehend vom Nennwert unter Beachtung eines eventuellen Ausfallrisikos bewertet worden. 5. Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert bewertet worden. 6. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 758 (VJ T€ 411) und beinhalten Forderungen gegenüber Versorgungswerken (T€ 184), Bonusansprüchen gegenüber Lieferanten (T€ 57), Forderungen aus Kautionszahlungen (T€ 107), Forderungen aus Steuern (T€ 271), Forderungen gegenüber Personal (T€ 49) sowie diverse sonstige Posten (T€ 90). 7. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit Ausnahme der Kautionsforderungen in Höhe von T€ 107. 8. Der Bestand an liquiden Mitteln wurde zum Nominalwert angesetzt. 9. Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten vorausbezahlte, das neue Geschäftsjahr betreffende Aufwendungen. 10. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß 246 Abs. 2 Satz 3 HGB setzt sich per 31.12.2019 wie folgt zusammen:
11. Es wurden aktive latente Steuern in Höhe von T€ 330 angesetzt, diese wurden wie folgt ermittelt: Latente Steuern aus Zwischengewinneliminierung gem. § 306 HGB mit T€ 72 Latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe T€ 155 Latente Steuern aus Rückstellungen in Höhe von T€ 103. Bei der Ermittlung kam ein Gruppendurchschnittssteuersatz von 28,31 % zur Anwendung. B. PASSIVSEITE DER BILANZ 12. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens i.H.v. € 4.000.000,00 ist zum Nennbetrag bilanziert. Es besteht aus 4.000.000 Stückaktien zum Nennwert von je einem Euro. 13. Die Konzernergebnisverwendung ist in dem Konzern-Eigenkapitalspiegel des Geschäftsjahres 2019 dargestellt. 14. Der Vorstand des Mutterunternehmens ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital bis zum 25. Juni 2020 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 2.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). 15. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit größer 1 Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die sonstigen Rückstellungen enthalten eine Drohverlustrückstellung in Höhe von T€ 174 für den erwarteten Realisierungsverlust des zum Zeitwert zu bilanzierenden Finanzdepots (siehe Pos.10). 16. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der Projected-Unit-Credit (PUC) Methode bewertet, mit einem Rechnungszins von 2,79% und unter Zugrundelegung der biometrischen Annahmen gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Trendannahmen wurden nicht getroffen. Der Erfüllungsbetrag beträgt zum 31.12.2019 T€ 707. Die Pensionsrückstellung wurde gem. Ziffer 13 dieses Anhangs mit den Vermögensgegenständen des Deckungsvermögens saldiert. 17. Nach § 253 Absatz 6 HGB muss der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag in Form der Differenz zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 10-Jahresdurchschnitts und dem 7-Jahresdurchschnittssatz ermittelt werden. Der Unterschiedsbetrag betrug zum Stichtag 31.12.2019:
18. Für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte mit Ausnahme der Dienstleistungsrechnungen. Die Bankverbindlichkeiten sind durch Sicherungsübereignungen der entsprechend finanzierten maschinellen Anlagen besichert. 19. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. 20. Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: Verbindlichkeitenspiegel
21. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Mietverträgen für die genutzten Immobilien (T€ 1.218 p.a.) aus KFZ-Leasingverträgen (T€ 168) und aus sonstigen Leasingverpflichtungen für Büro- und Geschäftsausstattung (T€ 326). Es bestehen keine nichtbilanziellen Verbindlichkeiten für Altersversorgung oder gegenüber verbundenen oder assoziierten Unternehmen. C. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt (§ 275(1) HGB). 2. Die Umsatzerlöse wurden gemäß den Vorschriften des BilRUG (§277 Abs. 1 HGB) ermittelt. Die Umsatzaufteilung nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse (ohne sonstige Erlöse BilRUG) war wie folgt:
3. Der Personalaufwand betrug für Löhne und Gehälter T€ 15.062 (VJ T€ 15.171) und für soziale Aufwendungen T€ 2.953 (VJ T€ 2.684), davon für Altersversorgung T€ 195 (VJ T€ 190). 4. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 121 (VJ T€ 495). Hierin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von (T€ 74) und sonstige verschiedene Erträge (T€ 47). Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten im Vorjahr Personalkostenzuschüsse aus Förderprojekten (T€ 177). Diese werden seit 2019 im Personalaufwand saldiert (T€ 109). Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres enthielten außerdem periodenfremden Erträge aus der Wertberichtigungen der Forderungen in Höhe von T€ 242. 5. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Fremdleistungen betrafen überwiegend Dienstleistungen im Bereich Verpackungsdienste (T€ 107), externe Entwicklungsdienste (T€ 48), Zeitarbeit (T€ 31) und sonstige verschiedene Dienstleistungen (T€ 398). Die Sonstigen Aufwendungen betrafen Aufwendungen für Werkzeuge und Betriebsbedarf (T€ 97), für die Zuführung zur Pauschalwertberichtigung auf Forderungen (T€ 118) für Fortbildung (T€ 80), für Leasinggebühren und Kosten des Geldverkehrs (T€ 52), für Transportkosten (T€ 53), für Reinigungskosten (T€ 49) sowie sonstige verschiedene Aufwendungen (T€ 223). 6. Die Aufwendungen und Erträge aus der Saldierung gem. §246 Abs. 2 S.2 HGB setzen sich wie folgt zusammen:
D. NACHTRAGSBERICHT Bezüglich der Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, verweisen wir auf unsere Einschätzung bezüglich der Corona-Krise im Lagebericht. E. ERGEBNISVERWENDUNG Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat die folgende Verwendung des Bilanzgewinns der DATRON AG in Höhe von € 2.720.531,28 vor: Auszahlung einer Dividende in Höhe von € 395.302,00 Zuführung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von € 2.300.000,00 und Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von € 25.229,28. F. SONSTIGE ANGABEN 1. Als Mitglieder der Unternehmensorgane waren im Geschäftsjahr 2019 berufen:
2. Der Aufsichtsrat der DATRON AG bestand zum Stichtag 31.12.2019:
3. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen im Wirtschaftsjahr 2019 T€ 1.126 (VJ T€ 1.099). 4. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen T€ 22 (VJ T€ 24). 5. Das Gesamthonorar des Wirtschaftsprüfers betrug T€ 39 davon für Abschlussprüfungsleistungen T€ 35 und für sonstige Leistungen T€ 4. 6. Die durchschnittliche Zahl der Konzernmitarbeiter betrug 2019 ohne Berücksichtigung der Vorstände und Auszubildenden (26) insgesamt 282 und verteilte sich wie folgt auf die Unternehmensbereiche:
Mühltal, den 30.03.2020
Dr. rer.pol. Arne Brüsch, Vorstandsvorsitzender Michael Daniel Thomas Frank Dr. Robert Rost AnlagenspiegelDatron AG, Mühltal-Traisa
Konzern-Kapitalflussrechnung 2019 (Nach DRS21) vom 01. Januar bis 31. Dezember 2019
Konzerneigenkapitalspiegel für den Zeitraum vom 01.01.2018 bis 31.12.2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die DATRON AG Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernKonzernlageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der DATRON AG, Mühltal, und ihrer Tochtergesellschaften (Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Konzernbilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DATRON AG,Mühltal, für das Geschäftsjahr 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 03. April 2020 RWM GmbH & Co. KG Weber, Wirtschaftsprüfer Mumm, Wirtschaftsprüfer |
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