![]() DCI Database for Commerce and Industry AGStarnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtGeschäft und RahmenbedingungenOrganisation und StrukturDie DCI Database for Commerce and Industry AG (kurz: DCI AG) ist operativ tätige Obergesellschaft
des DCI Konzerns. Zum Konsolidierungskreis der DCI AG gehören die im Jahre 2000 gegründete
100-prozentige Tochtergesellschaft DCI Database for Commerce and Industry Romania
S.R.L., Brasov/Rumänien (DCI Romania) und die im Jahre 2006 erworbene 50,6-prozentige
Beteiligung ITscope GmbH, Karlsruhe. Aufgrund einer in der Satzung der ITscope GmbH
gesellschaftsrechtlich vereinbarten Stimmrechtsklausel kann der Konzern zum 31.12.2010
aus seiner Stimmenmehrheit keinen beherrschenden Einfluss auf die ITscope GmbH mehr
ausüben. Daher wurde die ITscope GmbH im Konzern zum 31.12.2010 endkonsolidiert. Im
September 2009 wurde zudem die DCI Systems Engineering GmbH gegründet, an der die
DCI AG mit 51% beteiligt ist. DCI Systems Engineering konzentriert sich auf die Entwicklung
neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte. Neben ihren operativen Tätigkeitsfeldern verantwortet die DCI AG wichtige übergreifende
Funktionsbereiche für den gesamten DCI Konzern. In diesem Zusammenhang befasst sich
die DCI AG vor allem mit personalpolitischen, rechtlichen, steuerlichen und strategischen
Fragestellungen. Dazu gehören des Weiteren das zentrale Finanzmanagement, die Koordination
der Rechnungslegung, das Controlling sowie das Investor Relations und die Öffentlichkeitsarbeit. Die Struktur der Geschäftstätigkeit des DCI Konzerns stellt sich wie folgt dar: Struktur der Geschäftstätigkeit im DCI Konzern zum 31.12.2010scroll
GeschäftstätigkeitDie DCI AG ist seit dem Jahr 1993 auf dem Gebiet der digitalen Verkaufsförderung aktiv
und hat hier mit dem Push-Marketing (Präsentieren von Produkten und Aktionen) ein
höchst attraktives Geschäftsfeld besetzt. Push-Marketing ist heute noch weitgehend
auf traditionelle Werbeformen wie beispielsweise Fernsehen und Anzeigen im Printbereich
beschränkt. Speziell für die Hersteller mit ihren großen Kampagnen bietet das Internet
eine interessante Alternative. DCI bietet solche Lösungen für den professionellen
b2b-Handel und eröffnet Anbietern wie auch Mediatoren wie Portale, Messen und Verlage
völlig neue Vertriebswege. Wachstumsstärkstes Direktmarketinginstrument ist aktuell noch das E-Mail. Es hat allerdings
den gravierenden Nachteil, dass es nur mit Zustimmung des Empfängers verwendet werden
darf. Außerdem verliert dieses Medium angesichts der E-Mail-Flut immer mehr an Wirkung.
Die Schaffung vernetzter vertikaler Informationsstrukturen wird den Push-Ansatz im
Internet entscheidend voranbringen. DCI hat dies erkannt und mit dem Wide Area Infoboard
das EMail-Marketing faktisch auf das Internet übertragen, wobei die Nachteile des
E-Mails ausgeschaltet werden. Dies ermöglicht speziell dem Hersteller den Zugriff
auf eine innovative und besonders Erfolg versprechende Form des Aktionsmarketings,
mit der er über das Internet neue Produkte ganz gezielt vorstellen und Impulskäufe
generieren kann. Die Kundenansprache erfolgt dabei durch die Mediatoren, die sämtliche
Kanäle wie den Vertrieb über Distributoren und den Fachhandel oder den Direktvertrieb
bedienen (vgl. Grafik). ![]() DCI versteht sich in diesem Netzwerk als Technologieausrüster nicht nur der Hersteller,
sondern vor allem der Mediatoren, die zur Forcierung ihres Geschäfts mit den Herstellern
ebenfalls ein Interesse an der Platzierung der DCI-Technologie haben. Damit nimmt
DCI eine zentrale Schnittstellenfunktion ein, die durch eine herausragende Standardisierungskompetenz
fundiert ist. Daneben verfügt DCI über ein Datenuniversum mit rund einer Million Produkte
von etwa 2.000 Anbietern aus dem Bereich der Informations- und Telekommunikationsindustrie
(ITK) und eine Datenbank mit 70.000 potenziellen ITK-Businesskunden. Daten- und Standardisierungskompetenz
verbindet DCI zu innovativen Internetlösungen und Technologien, mit denen Hersteller
ihr Unternehmen und/oder ihre Produkte gezielt vermarkten können. Mit Unterstützung der im September 2009 gegründeten DCI Systems Engineering GmbH wird
die Standardisierung von Produkt- und Kunden-Daten sowie deren Verknüpfung weiter
vorangetrieben. Damit verfolgt DCI das Ziel, ein vollautomatisches "Machine to MachineCommerce-Netzwerk"
zu schaffen. Ein solches Netzwerk würde das eCommerce im Internet perfektionieren.
Dadurch könnten alle Mediatoren in die eCommerce-Prozesse zwischen Hersteller und
End- sowie Firmenkunden eingebunden werden und davon profitieren. Für DCI ergäben
sich damit zusätzliche, außerordentliche Wachstumschancen. Das Segment Information Providing umfasst die drei Produktgruppen Medien, Data Services
und Wide Area Infoboard. Die Produktgruppe DCI Medien ist das traditionelle Kerngeschäft
der DCI AG und betrifft die Distribution von Werbeaussendungen per E-Mail im Kundenauftrag.
Auf diesem Wege werden insbesondere ITK-Unternehmen mit aktuellsten Preisinformationen
und Angeboten versorgt. Dabei greift DCI Medien auf einen Adresspool von insgesamt
rund 70.000 Kontakten zu, der in mehr als zehn Jahren sukzessive aufgebaut wurde und
seither permanent aktualisiert und ergänzt wird. Je nach Medium nutzen zwischen 20.000
und 35.000 ITK-Firmen diesen Service als Einkaufstool, über 77% der Empfänger bestellen
nahezu regelmäßig über DCI Medien. Zur Produktfamilie gehören auch die DCI Hotspots, mit denen sich der Kunde viermal
pro Woche jeweils um die Mittagszeit über brandaktuelle Angebote informieren kann.
DCI Product News ist ein exklusiv auf einen Produktbereich zugeschnittener Newsletter,
in dem ausgesuchte Angebote und Aktionen der Branche präsentiert werden. DCI Premium
HMTL E-Mails enthalten exklusive Angebote eines Anbieters; sie werden an unterschiedliche,
kundenspezifische Verteiler versendet. Schließlich informiert der DCI Informer wöchentlich
über neue Produkte, Wissenswertes, News und Tipps der gesamten ITK-Branche. Alle DCI
Medien gewährleisten eine zielgenaue, schnelle und kostengünstige Ansprache potenzieller
Kunden und sind darüber hinaus im Vergleich zu herkömmlichen Werbeformen höchst effizient. Die Produktgruppe Data Services wird im Wesentlichen repräsentiert durch die DCI Romania.
Hier werden Produktdaten aus den Branchen IT und Telekommunikation elektronisch erfasst
und in einer entsprechenden Datenbank permanent gepflegt. Von strategischer Bedeutung
ist die Anfang 2006 eingegangene Partnerschaft mit der US-Gesellschaft CNET Channel,
San Francisco, die weltweit führende unabhängige Datenbezugsquelle für Technologieprodukte.
Nach Abschluss der grundlegenden Integration des CNET-Datenbestands in die DCI-Produktdatenbank
im Jahre 2007 wurde diese anschließend von DCI kundenorientiert erweitert. Ein neues
Erfassungssystem wurde für den Content-Bereich installiert. Auf diesem erweiterten
Fundament wurde die Zusammenarbeit mit CNET verstärkt. Erste gemeinsame Projekte wurden
im vierten Quartal 2009 begonnen. Damit wurde die bereits zuvor umfassende Datenbasis
noch deutlich verbreitert. Damit sind zusätzliche Geschäftschancen verbunden. Des Weiteren sind in der DCI Romania wesentliche, im DCI Konzern anfallende Programmierarbeiten
gebündelt, und nach wie vor werden dort die Designs der Kunden-EMails entworfen. Seit
dem vierten Quartal 2009 wird in Brasov zusätzlich ein modernes, effizientes Customer
Service Center (CSC) betrieben, das die Kundenbetreuung sicherstellt. Im Jahr 2010
wurde das CSC für die Verlagerung von administrativen Tätigkeiten durch das Internal
Service Center erweitert. Grundsätzlich profitiert DCI Romania vom Trend zur Auslagerung des Datenmanagements
auf externe, spezialisierte Dienstleister. In diesem konjunktursensiblen Geschäftsfeld
realisiert DCI Romania Projekte wie die Produktdatenerfassung z.B. bei einer Umstellung
auf elektronische Kataloge. Im Zuge der Produktklassifizierung wird die optimale Produktstruktur
für Web-Portale und -Shops erarbeitet; dabei werden z.B. die Klassifikationsschemata
UNSPSC und eCl@ss berücksichtigt. Die grafische Bearbeitung von Bilddaten und zahlreiche
weitere, individuell auf Kundenwünsche abgestimmte Dienstleistungen runden das Leistungsspektrum
der DCI Romania ab. Die Produktgruppe Wide Area Infoboard (WAi) basiert auf einer von DCI entwickelten
sowie in Deutschland und den USA patentierten Technologie. Mit dem WAi können Datenströme
zu bestimmten Themengebieten per E-Mail automatisiert auf Internetportale und mobile
Geräte übertragen werden. Über die Zusammenarbeit mit vielen Mediatoren ermöglicht DCI den Werbetreibenden mit
dem WAi die höchst aktuelle Darstellung von Angeboten, Newslettern und anderen, auch
komplexen Informationen auf relevanten Internetseiten durch bloßen Versand einer E-Mail.
Damit ist diese Technologie äußerst schnell, sehr bedienungsfreundlich und kosteneffizient.
Die Basisversion ist bei zahlreichen großen Kunden wie Euronics, Sony, LG und Kaspersky
erfolgreich im Betrieb. Das WAi eröffnet dem Nutzer darüber hinaus eine zielgerichtete Alternative zu herkömmlichen
Online-Werbekonzepten. Gleichzeitig können Mediatoren ihr Informationsangebot mittels
WAi themenspezifisch anreichern und aufwerten. Damit birgt WAi auf vielen Ebenen großes
Potential, für dessen Realisierung im Rahmen einer intensiven Markteinführungsphase
das Fundament gelegt wird. Damit verfügt DCI über eine neuartige Technologie zur zielgruppenspezifischen Verbreitung
von Werbe- und Informations-E-Mails. Die 2009 gegründete Entwicklungsgesellschaft
DCI Systems Engineering trägt im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich mit dazu bei, die
dem WAi zugrunde liegenden Backendsysteme zu stärken. Hervorzuheben sind hier die
Adressdatenhaltung und die Registrierungsplattform. Mit diesen Entwicklungen wird
das WAi fundamental weiter vorangetrieben. Das Segment eCommerce wurde Ende 2006 durch die von DCI mehrheitlich übernommene ITscope
GmbH wiederbelebt. Wesentliches Produkt dieser Gesellschaft ist heute der MarketViewer,
der auf einer von ITscope entwickelten komfortablen und branchenweit einsetzbaren
Software zur tagesaktuellen Produktrecherche auf dem ITK-Markt basiert. Die Gesellschaft
wurde zum 31.12.2010 endkonsolidiert, da aufgrund einer in der Satzung der ITscope
GmbH gesellschaftsrechtlich vereinbarten Stimmrechtsklausel der Konzern zum 31.12.2010
aus seiner Stimmenmehrheit keinen beherrschenden Einfluss auf die ITscope GmbH mehr
ausüben kann. In der Produktgruppe Apps wird eine umfassende Online-Datenbank für ITK-Produkte betrieben,
die auf alle Produktdaten und Technologien des DCI Konzerns zugreift. Dazu gehört
insbesondere das WebTradeCenter, das von der DCI AG als Plattform weiterentwickelt
wird. Auf dieser Plattform werden alle Produkte der DCI vereint. Die DCI Systems Engineering
erweitert das WebTradeCenter substanziell, und zwar wird auf der Grundlage der WAi-Technologie
eine modular strukturierte Marktdatenbank aufgebaut, in der eine Vielzahl kleinerer
Lösungen zu einer komplexen Backendtechnologie zusammengefasst werden können. Daraus
resultieren vollkommen neue Perspektiven der Anwendung wie Marktübersichten, die von
der DCI Systems Engineering GmbH als eigenständige Produktgruppe betrieben wird. Die
Produktgruppe Marktübersichten wurde durch das Pooling von relevanten Informationen
möglich. Internes SteuerungssystemVon wesentlicher Bedeutung für die Steuerung des Unternehmens ist die nachhaltig erfolgreiche
Weiterentwicklung des DCI Konzerns. Auch resultierend aus den Erfahrungen vergangener
Jahre ist dabei der permanente Überblick über den Eingang von Aufträgen und die Fakturierung
von Umsätzen von zentraler Bedeutung. Dies erfolgt über den "Tagesmaster", der dem
Management der DCI AG und der Tochtergesellschaften bezogen auf die Steuerungsgrößen
Umsatz und Auftragseingang eine täglich aktuelle Übersicht verschafft. Im Rahmen des
Tagesmasters werden zudem täglich angepasste Hochrechnungen für den laufenden Monat
und das jeweilige Quartal zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erfolgt eine höchst
umfangreiche Monatsplanung aller wichtigen Kennzahlen aus Erfolgsrechnung sowie zur
Vermögens- und Finanzlage. Auf dieser detaillierten Informationsgrundlage erkennt
das Management zeitnah Abweichungen von den Planungen und kann diesen in der Folge
mit entsprechenden Maßnahmen umgehend entgegenwirken. Wirtschaftliches UmfeldDeutlich verbesserte RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich in 2010 deutlich von den Auswirkungen der tiefen Rezession
des Vorjahres erholt. Besonders stark war das Wachstum im Winterhalbjahr 2009/10.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2010 hat sich das Tempo des Wiederaufschwungs allerdings
verringert. Vor allem in den USA und Japan verlor die Expansion der Wirtschaft im
Frühjahr deutlich an Fahrt. Wenig von ihrer Dynamik eingebüßt haben dagegen die Volkswirtschaften
in den asiatischen Schwellenländern. In den Ländern der Euro-Zone zeichnete sich nach
der jüngsten Gemeinschaftsdiagnose der großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute
nach einem recht hohen Produktionszuwachs im zweiten Quartal eine spürbare Verlangsamung
des Aufschwungs ab. In den Ländern der EU insgesamt belief sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes
nach einer Schätzung von Eurostat im Berichtsjahr auf 1,8%. Deutschland verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit plus 3,6%
innerhalb der EU ein deutlich überproportionales Wachstum. Damit ist die deutsche
Wirtschaft so stark gewachsen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Getragen
wurde dieser Aufschwung insbesondere von der Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen
um 10,9%. Die Exporte legten um 14,1% zu, während Importe um 12,6% stiegen. Die Bauinvestitionen
erhöhten sich nach dem durch stattliche Konjunkturprogramme getriebenen starken Wachstum
des Vorjahres um 2,8%. Der private Konsum kam mit plus 0,4% erneut nur kleine Schritte
voran. Aufwärtstrend bei den Online-Werbeausgaben ungebrochenDie Geschäftstätigkeit der DCI basiert auf einem sehr technologisch ausgerichteten
Leistungsspektrum, dessen erfolgreiche Vermarktung weniger von den gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen als vielmehr von spezifischen Marktfaktoren abhängt. Dabei sind
das Internet und die damit verbundenen Kommunikations- und Werbeformen von herausragender
Bedeutung. Nach dem OVK Online-Report 2010/02, in dem der Online-Vermarkterkreis (OVK) in Zusammenarbeit
mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und der Arbeitsgemeinschaft
Online Forschung (AGOF) aktuelle Entwicklungen analysieren, hat sich das Bruttowerbevolumen
in den Bereichen klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung sowie Affiliate-Netzwerke
2010 in Deutschland abermals kräftig erhöht. Laut OVK-Prognose wuchsen die Ausgaben
für Online-Werbung gegenüber dem Vorjahr um 19% auf € 5,1 Mrd.. Dieses Volumen unterstreicht
laut OVK die inzwischen erlangte Relevanz der Online-Werbung für die Zielgruppenkommunikation. Wesentliche Zielgruppe der DCI sind die Kunden der ITK-Branche. Insofern ist deren
Geschäftsverlauf für DCI von besonderer Relevanz. Nach den Prognosen des Bundesverbandes
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat sich die
Branche im Jahr 2010 von dem herben Rückschlag im Vorjahr etwas erholen können. Von
der gesamtwirtschaftlichen Erholung besonders profitiert hat der Bereich Digitale
Consumer Electronics mit einem Zuwachs beim Marktvolumen um 3,4% auf € 12,7 Mrd..
Die Informationstechnik kam insgesamt um 2,7% auf € 65,4 Mrd. voran, während der Bereich
Telekommunikation einen Rückgang des Marktvolumens um 0,2% auf € 63,6 Mrd. verzeichnen
musste und damit den Abwärtstrend fortsetzte. Die Zeitschriftenverlage sind wichtige Mediatoren für die DCI. Daher wird der DCI-Konzern
auch von den hier herrschenden Rahmenbedingungen beeinflusst. Im Berichtsjahr hat
sich die Anzeigenentwicklung der Publikumszeitschriften nach Angaben der Nielsen-Werbestatistik
gegenüber dem krisenbedingt schwachen Vorjahr wieder verbessert. Insgesamt hat sich
bei den erfassten 415 Zeitschriften das Anzeigenvolumen in 2010 um 4,4% erhöht. Der
Bruttoumsatz legte um 5,2% zu. Dabei verzeichneten die für DCI wichtigen Zeitschriften
des Bereichs IT-/Telekommunikation jedoch einen kräftigen Rückgang beim Anzeigenvolumen
um 9,9%; der Bruttoumsatz sank um 6,9%. GeschäftsverlaufUmsatz und ErtragslageUmsatz deutlich gesteigertDer DCI-Konzern hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 6,9%
auf T€ 4.748 (Vorjahr: T€ 4.440) steigern können. scroll
Im Segment Information Providing erhöhte sich der Umsatz um 2,5% auf T€ 3.737 (Vorjahr:
T€ 3.647). Innerhalb des Segments haben sich die Gewichte verschoben. Zwar bleiben
die EMail Medien mit T€ 2.323 weiterhin die umsatzstärkste Produktgruppe; im Vergleich
zum Vorjahresvolumen von T€ 2.389 war allerdings ein Rückgang um 2,8% zu verzeichnen.
Ursächlich für die Entwicklung ist, dass sich die Investitionsbereitschaft in dem
für diese Produktgruppe besonders wichtigen ITK-Bereich das ganze Jahr über nicht
spürbar verbessert hat. Kräftig gestiegen ist dagegen der Umsatz der Produktgruppe Data Services, und zwar
um 15,0% auf T€ 743 (Vorjahr: T€ 646). Die solide Entwicklung des laufenden Geschäfts
wirkte sich positiv aus, und es konnten Projekte, die in 2009 verschoben worden waren,
im Berichtsjahr realisiert werden. Nochmals zugelegt hat das Geschäft in der zukunftsträchtigen Produktgruppe WAi. Hier
wurde ein Umsatzzuwachs von 9,6% auf T€ 671 (Vorjahr: T€ 612) erwirtschaftet. Dies
ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass das Projektgeschäft mit größeren Lizenznehmern
im Berichtsjahr ausgeweitet werden konnte. Das Segment eCommerce konnte im Berichtsjahr wieder deutlich zulegen. Der Segmentumsatz
sprang um 27,5% auf T€ 1.011 (Vorjahr: T€ 793) hoch. Darin spiegeln sich erste Erfolge
der WAi-basierten Marktdatenbank, die von der DCI Systems Engineering GmbH auf- und
ausgebaut wird. EBITDA spürbar verbessertEinschließlich der Bestandsveränderungen erhöhte sich die Gesamtleistung um 6,1% auf
T€ 5.084 (Vorjahr: T€ 4.791). Dieser deutliche Anstieg wird kompensiert durch den
Materialaufwand, der um 44,3% auf T€ 1.110 (Vorjahr: T€ 769) stieg. Wesentliche Faktoren
für den kräftigen Anstieg der Materialaufwendungen resultieren aus erhöhten Lizenzgebühren
und aus der Erweiterung des externen Vertriebs. Dagegen verringerten sich die Personalaufwendungen
aufgrund von Umstrukturierungen im Vertrieb um 4,5% auf T€ 2.380 (Vorjahr: T€ 2.491).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich mit T€ 1.385 gegenüber
dem Vorjahreswert von T€ 1.483 um 6,6%, die sonstigen betrieblichen Erträge sanken
auf T€ 87 (Vorjahr: T€ 172). Vor diesem Hintergrund belief sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen
(EBITDA) im Berichtsjahr auf T€ 329 (Vorjahr: T€ 47). Die Abschreibungen errechneten
sich mit T€ 232 (Vorjahr: T€ 234). Folglich verbesserte sich das Betriebsergebnis
vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf T€ 97 gegenüber T€ -187 im Vorjahr. Jahresergebnis wieder leicht positivDas Zinsergebnis war im Berichtsjahr aufgrund der weiterhin soliden Liquiditätslage
mit T€ 8 (Vorjahr: T€ 15) erneut positiv. Aus der Endkonsolidierung per 31.12.2010
der ITscope GmbH wurde ein Ertrag von T€ 120 realisiert, so dass sich das Ergebnis
vor Steuern auf T€ 105 (Vorjahr: T€ -172) stellte. Nach Steuern, die gezahlte Steuern
der Tochtergesellschaft in Rumänien sowie latente Steuern enthalten, konnte ein Periodenüberschuss
in Höhe von T€ 58 (Vorjahr: T€ -326) ausgewiesen werden. Das Konzernjahresergebnis
stellte sich nach Fremdwährungsdifferenzen auf T€ 50 (Vorjahr: T€ 333). Einschließlich
Verlustanteile auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss ergab sich ein auf die Aktionäre
der DCI entfallendes Konzerngesamtergebnis von T€ 46 (Vorjahr: Fehlbetrag T€ -327). Das Ergebnis je Aktie belief sich 2010 auf € 0,01 nach € -0,04 im Vorjahr. VermögenslageWeiterhin solide BilanzstrukturDie Bilanz der DCI AG hat sich im Geschäftsjahr 2010 auf T€ 3.072 (Vorjahr: T€ 2.792)
verlängert. Bilanzverlängernd wirkten auf der Aktivseite insbesondere die Forderungen
gegenüber assoziierten Unternehmen, die vor allem infolge der Gegengeschäfte mit ITscope
auf T€ 278 (Vorjahr: T€ 0) angewachsen sind. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
nahmen infolge des erhöhten Umsatzes auf T€ 297 (Vorjahr: T€ 254) zu. Die Vorräte
von T€ 35 (Vorjahr: T€ 0) betrafen projektbezogene unfertige Leistungen. Der Bestand
an liquiden Mitteln hat sich durch die Endkonsolidierung der ITscope GmbH nur geringfügig
auf T€ 1.542 (Vorjahr: T€ 1.624) vermindert und dominierte mit einem Anteil an der
Bilanzsumme von 50,7% (Vorjahr: 58,2%) weiterhin die Vermögensseite der DCI AG. Einschließlich
der sonstigen Vermögensgegenstände beläuft sich das kurzfristig gebundene Vermögen
auf T€ 2.235 (Vorjahr: T€ 1.961). Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich aufgrund des beschriebenen Endkonsolidierungseffektes
auf T€ 354 (Vorjahr: T€ 471) verringert. Aus dem gleichen Grunde nahm das Sachanlagevermögen
ab, und zwar auf T€ 155 (Vorjahr: T€ 269). Dagegen haben sich die Finanzanlagen auf
T€ 250 (Vorjahr: T€ 0) erhöht; diese resultieren aus der im Zuge der Endkonsolidierung
vorgenommen Neubewertung der Anteile an der ITscope GmbH. Insgesamt lag das langfristig
gebundene Vermögen mit T€ 837 (Vorjahr: T€ 831) weitgehend auf Vorjahresniveau. Die Passivseite weist mit T€ 1.867 (Vorjahr: T€ 1.869) ein nahezu unverändertes Eigenkapital
aus. Dabei standen dem Jahresüberschuss geringfügig gestiegene negative Fremdwährungsdifferenzen
sowie ein leicht auf T€ 61 (Vorjahr: T€ 36) erhöhter "Sonderposten für Stock Option
Plan" und die weitestgehend auf T€ 0 reduzierten Anteile ohne beherrschenden Einfluss
(Vorjahr: T€ 73) gegenüber. Der aus den Verlusten in den Jahren bis 2005 resultierende
Bilanzverlust betrug T€ 85.870 (Vorjahr: T€ 85.924). Er wird überdeckt durch das Gezeichnete
Kapital von T€ 8.465 und die Kapitalrücklage von T€ 79.254. Die Eigenkapitalquote
sank auf 60,8% (Vorjahr: 66,9%). Bei diesem Rückgang ist die bilanzverlängernde Wirkung
der Gegengeschäfte mit ITscope zu berücksichtigen. Infolge dieser Gegengeschäfte haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten
Unternehmen auf T€ 175 (Vorjahr: T€ 0) erhöht. Die sonstigen kurzfristigen Schulden
beliefen sich auf T€ 329 (Vorjahr: T€ 369). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen stiegen umsatzgetrieben auf T€ 212 (Vorjahr: T€ 129). Die kurzfristigen
Rückstellungen ergaben sich mit T€ 386 (Vorjahr: T€ 304). Der Anstieg betrifft im
Wesentlichen eine Risikorückstellung, die unter konservativen Gesichtspunkten gebildet
wurde. Addiert betrugen die kurzfristigen Schulden T€ 1.116 (Vorjahr: T€ 822). Die langfristigen Schulden verringerten sich aufgrund niedrigerer latenter Steuerschulden
auf T€ 89 (Vorjahr: T€ 101). FinanzlageMittelzufluss im operativen Geschäft gesteigertDie Cash-Flow Rechnung ist durch die Endkonsolidierung der einzelnen Vermögenswerte
und Schulden der ITscope GmbH zum 31.12.2010 belastet. Dennoch konnte im Geschäftsjahr
2010 der Mittelabfluss mit T€ 82 im Vergleich zum Vorjahr (T€ -228) deutlich verringert
werden. Dabei belief sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit auf T€ -315 (Vorjahr:
T€ -362). Der operative Cash Flow kam bedingt durch das verbesserte Jahresergebnis
auf T€ 237 (Vorjahr: T€ 163) voran. Aus der Finanzierungstätigkeit, die ausschließlich
aus Leasingverträgen resultiert, ergab sich ein verminderter Mittelabfluss von T€
4 (Vorjahr: T€ -29). Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag sowie zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichtes
über eine gute finanzielle Ausstattung. Durch diese finanzielle Ausstattung ist der
Konzern jederzeit in der Lage seinen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. Insgesamt
hat der Konzern die Verlustsituation, wie sie sich in 2009 ergeben hat, gut bewältigen
können und hat das Jahr 2010 mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. InvestitionenInvestitionen verringertDie Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 im DCI-Konzern auf T€ 311 (Vorjahr:
T€ 372). Davon entfielen T€ 252 auf immaterielle Vermögensgegenstände, und zwar im
Wesentlichen selbstgeschaffene sowie in Entwicklung befindliche selbstgeschaffene
Vermögenswerte. Weitere T€ 59 wurden für Betriebs- und Geschäftsausstattung aufgewendet. Forschung und EntwicklungErste Erfolge der neuen EntwicklungsgesellschaftNeben der Optimierung und Forcierung des Vertriebs war das Jahr 2010 im Bereich Forschung
und Entwicklung insbesondere geprägt von der Verbreiterung der Einsatzgebiete und
der Nutzung des WAi. Einen wesentlichen Beitrag leistete dabei die DCI Systems Engineering
GmbH, die im September 2009 mit Fokus auf die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung
bestehender Produkte gegründet wurde und an der die DCI AG mit 51% beteiligt ist.
Dies kommt auch in den Aufwendungen des DCI-Konzerns für Forschung und Entwicklung
zum Ausdruck, die im Berichtsjahr auf T€ 249 (Vorjahr: T€ 207) stiegen. Ein erster Beleg für die erfolgreiche Arbeit der DCI Systems Engineering GmbH ist
der deutliche Umsatzanstieg im Segment eCommerce, der vor allem auf die WAi-basierte
Marktdatenbank in der Produktgruppe Apps zurückzuführen ist, die von der neuen Beteiligungsgesellschaft
auf- und ausgebaut wird. Des Weiteren hat die DCI Systems Engineering GmbH die neue
Homepage der DCI AG konzeptioniert und dieses Konzept anschließend auch umgesetzt.
Die neue Homepage wird einen deutlich verbesserten Einblick in die aktuellen Produktbereiche
geben und zudem neben News auch einen Meilensteinplan für die DCI-Aktionäre beinhalten. MitarbeiterAm 31. Dezember 2010 beschäftigte der DCI-Konzern 98 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Beschäftigtenzahl damit um einen
Mitarbeiter erhöht. Unverändert 60 Mitarbeiter waren zum Bilanzstichtag in rumänischen
Tochtergesellschaft DCI Romania beschäftigt. In Brasov arbeitet ein junges Team von
Frauen und Männern, die mehrheitlich (etwa 60%) über einen Hochschulabschluss verfügen.
Entsprechend ihrer Arbeitsschwerpunkte sind viele der rumänischen Mitarbeiter Informatiker.
Die ITscope GmbH hat ihre personellen Kapazitäten weiter auf 18 Mitarbeiter (Vorjahr:
16) aufgestockt. Für die Tochtergesellschaft DCI Systems Engineering GmbH war 1 Mitarbeiter
(Vorjahr: 1) tätig. Bei der Muttergesellschaft DCI Database for Commerce and Industry
AG in Starnberg waren 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 20) beschäftigt. Die Produktivität bezogen auf den Umsatz hat sich im Konzern auf T€ 48,5 gegenüber
T€ 45,8 im Vorjahr verbessert. Der Pro-Kopf-Personalaufwand verringerte sich auf T€
24,3 (Vorjahr: T€ 25,7). Die DCI AG verfügt über ein Aktienoptionsprogramm, an dem bis zum Ende des Berichtsjahres
insgesamt 37 Mitarbeiter teilgenommen haben. Sie verfügten zum Bilanzstichtag 2010
zusammen über 479.000 ausstehende Optionen. Im Berichtsjahr wurden 90.000 neue Optionsrechte
ausgegeben. Der Vorstand hat bislang keine Optionsrechte erhalten. Personelle Kapazitäten wurden im Berichtsjahr in starkem Maße durch die Einführung
des CRM Systems "Salesforce" gebunden. Damit konnten die Vertriebs- und Produktionsabläufe
gleichermaßen verbessert werden. Durch Optimierung der internen Prozesse können nun
mit dem gleichen personellen Aufwand erheblich mehr Leads/Opportunities bearbeitet
werden. Darüber hinaus können Mitarbeiter weltweit auf das System zugreifen und Projekte
bearbeiten. Auf diesem neuen technologischen Fundament kann zudem die Internationalisierung
forciert werden. Der DCI-Konzern bewegt sich in einem Branchenumfeld, das durch ein ausgeprägtes Entwicklungstempo
gekennzeichnet ist. Um den damit verbundenen Herausforderungen begegnen und die sich
daraus ergebenden Chancen nutzen zu können, bedarf es einer hohen Qualifikation und
Motivation der Mitarbeiter. Daher hat die DCI wiederum diverse Weiterbildungsmöglichkeiten
angeboten und den unternehmensübergreifenden Austausch gefördert. Der Vorstand bedankt
sich an dieser Stelle ausdrücklich für das große Engagement aller Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der DCI AG, das auch im Geschäftsjahr 2010 maßgeblich zur gezielten
Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen hat. NachtragsberichtKeine weiteren berichtspflichtigen EreignisseNach dem Bilanzstichtag bis zum Redaktionsschluss dieses Lageberichts am 11.03.2011
sind keine Ereignisse eingetreten, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung
sind und somit berichtspflichtig wären. Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (§ 289 Abs. 5 HGB)Internes KontrollsystemDie DCI verfügt über ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS).
Es existiert ein zumeist informelles Regelwerk, welches folgenden Aufgaben dient:
Das Regelwerk besteht aus Arbeits-, Organisations- und Kontrollanweisungen und aus
Abstimmungen der Bankbestände und Kassenbücher. Die Anweisungen sind teilweise prozessintegriert,
so dass eine Beachtung sichergestellt ist. Das Rechnungswesen wird im Software-System
Office Line der Firma Sage Software GmbH & Co KG im eigenen Unternehmen geführt. Hier
kommen die Module für die Warenwirtschaft und für die Finanzbuchhaltung zum Einsatz.
Monatlich erfolgt eine Abstimmung zwischen diesen Bereichen. Die Abrechnungen für
Lohn- und Gehalt erfolgen extern über das System der Datev. Listen für die Planungsrechnung,
den Auftragsbestand sowie der monatliche Soll-Ist-Vergleich werden im Rahmen von excel-
oder word-Dateien geführt. Die Überwachung der Tochtergesellschaften erfolgt durch
ein monatliches Reporting-package, wobei zu beachten ist, dass das Rechnungswesen
der DCI Systems Engineering GmbH und der ITscope GmbH (bis 31.12.2010) von der DCI
mit erledigt wird. Daneben wird das IKS weitgehend durch Maßnahmen des Vorstandes ergänzt:
Eine Funktionstrennung ist bei der DCI aufgrund der geringeren Anzahl an Mitarbeitern
teilweise nur eingeschränkt möglich. Daher werden wichtige Vorgänge und Arbeitsabläufe
auch infolge der flachen Hierarchie häufig durch den Vorstand kontrolliert. Bei der externen Rechnungslegung finden bei der DCI die Vorschriften des Handelsgesetzbuches
und für den Konzern internationale Vorschriften nach IFRS Anwendung. Hier erfolgt
eine quartalsweise Veröffentlichung. RisikomanagementsystemDas DCI-Risikomanagementsystem ist in einem Handbuch dokumentiert. Es umfasst alle
wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung, Personalführung und -überwachung
sowie des Rechnungslegungsprozesses. Ziele des Systems sind die Kontrolle, Steuerung
und Planung aller Bestandsgrößen und Änderungen der Finanzmittel, die Sicherung der
wesentlichen Produktionsmittel (Software, Know-how), die Verhinderung betrügerischer
Eingriffe in Vermögenswerte und die Verhinderung von Kursmanipulationen und andere
Schädigungen des Unternehmens, seiner Aktionäre und des Publikums durch unzulässiges
Insiderhandeln. Das Finanzplanungssystem umfasst alle wesentlichen Bestands- und Entwicklungsgrößen
des Unternehmens. Es integriert Planungen für Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie den Cashflow. Diese werden jeweils monatlich mit den Ist-Werten verglichen,
analysiert und fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage sind die Entwicklung des Unternehmenserfolgs,
des Eigenkapitals und der Finanzmittel für einen Zeitraum von zwei Geschäftsjahren
planbar und jederzeit überprüfbar. Das System hat sich seit Jahren als sehr zuverlässig
erwiesen. Chancen- und RisikoberichtMarktchancen und MarktrisikenDie DCI AG ist in einem hoch innovativen und schnelllebigen Markt tätig. Der Wettbewerbsdruck
ist nach wie vor groß, die Lebenszyklen der IT-Branchenprodukte sind kurz. Im Einzelnen
bestehen folgende Marktchancen und -risiken: Segment Information Providing: In der Produktgruppe DCI Medien liegt das größte Marktrisiko
darin, dass sich das Selektionsverhalten der Werbeadressaten nachteilig verändern
könnte. Ursache ist der nach wie vor hohe Spam-Anteil eingehender E-Mails. Seit der Verschärfung des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb darf Push-Werbung nur
mit vorherigem Einverständnis der Adressaten zugesandt werden. Um dies sicherzustellen,
werden leistungsfähige Spam-Filter installiert. Diese eliminieren nicht selten aber
auch den Zugang von E-Mails, mit denen der Empfänger sich einverstanden erklärt hatte.
Ein weiteres Risiko sind Wettbewerbsdruck und Branchenkonzentration. Durch das WAi werden DCI Medien optional zusätzlich in den Newslettern und einigen
Portalen von Fachzeitschriften an deren Leser kommuniziert. Dies erhöht die Aufmerksamkeit
bzw. Reichweite zusätzlich. Als weitere Maßnahme gegen Risiken des Marktes werden Marktanalysen vorgenommen, mit
denen sich DCI einen Einblick dahingehend verschafft, welche Hersteller in welchen
Medien (insbesondere Printmedien) werben. Das Resultat dieser Recherchen zeigt, dass
der Markt noch ein umfangreiches Kundenpotential bietet. Das Anzeigen in Printmedien
dem Werbenden in der Regel keine Möglichkeit der Erfolgsmessung bieten, ist ein Vorteil
der DCI Medien, denn diese ermöglichen es, den Erfolg einer Werbeschaltung exakt zu
erfassen. In der Produktgruppe Data Services ist DCI nach eigenen Recherchen aufgrund des kostengünstigen
Produktionsstandorts Rumänien einer der Kostenführer. Dies sichert eine solide Marktposition.
Da die Nachfrage nach Produktion und Pflege elektronischer Daten langfristig voraussichtlich
weiter wachsen wird und einmal gewonnene Kunden mit großer Wahrscheinlichkeit ihre
Datenpflege eher in bewährten Händen lassen, bestehen in diesem Geschäftsfeld keine
signifikanten Risiken, sondern eher ein bedeutendes Chancenpotential. Zusätzlich können durch die Kooperation mit CNET die bestehende Datenbasis veredelt
und die Nutzung des erweiterten Content forciert werden. Darin besteht eine erhebliche
Chance, vorhandene Kundenbeziehungen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Mit der Produktgruppe Wide Area Infoboard verfügt DCI über ein neues innovatives Tool,
das im Markt bereits positive Reaktionen hervorgerufen hat. Das WAi liefert die Reichweite
über Fremdportale, die entweder direkt mit der DCI AG eine Vereinbarung getroffen
haben oder über Partner, die bereits über ein Netzwerk verfügen. Damit befindet sich
DCI voll im Trend vom Push zum Pull-Marketing, von dem das WAi künftig deutlich profitieren
sollte. Risiken bestehen darin, dass die Marktakzeptanz nicht in gewünschtem Maße
erfolgt. Segment eCommerce: Das eCommerce-Segment wird maßgeblich durch die Tätigkeit der DCI
Systems Engineering GmbH geprägt. Mit den Produktgruppen Apps und Marktübersichten
besteht Potential, das durch mit Hilfe der langjährigen Erfahrung der DCI AG im B2B-eCommerce
erfolgreich weiter vorangetrieben werden kann. Wenn die Prognosen von deutlich steigenden,
marktbezogenen Investitionen zutreffen, sollte das Segment eCommerce von dieser Entwicklung
profitieren. RechtsrisikenNach derzeitiger Informationslage sind keine Rechtsrisiken bekannt. PlanungsrisikenIn der Unternehmens- und Finanzplanung geht DCI generell davon aus, dass die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen für die Vermarktung der eigenen Produkte und Dienstleistungen förderlich
wirken. Die Planung für 2011 und 2012 beruht auf Erfahrungswerten mit dem bestehenden
Vertriebsstamm und einer Hochrechnung (auf niedrigem Niveau) mit einer geringfügig
vergrößerten Mitarbeiterzahl im Vertrieb. Sollte es zu nachhaltig ungünstigen und erheblichen Planabweichungen kommen, könnte
sich dies für die DCI AG existenzbedrohend auswirken. Dies ist aus heutiger Sicht
jedoch nicht zu erwarten. Preisänderungs-, Ausfall- und LiquiditätsrisikenEs bestehen Preisänderungsrisiken, denen DCI z.B. durch verschärften Wettbewerb, durch
Qualitätssteigerung und Detailinnovationen am jeweiligen Produkt begegnet. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand
abgedeckt. Daneben wird ein permanentes Forderungsmanagement nach Maßgabe bewährter
Standards betrieben. Hinsichtlich der Anlage der liquiden Mittel besteht kein Ausfallrisiko. Diese sind
bei mehreren deutschen Banken als Termingeldanlagen fest verzinst. Zins- und KursänderungsrisikenAufgrund der untergeordneten Bedeutung verzinslicher Vermögenswerte und Schulden kann
das Zinsänderungsrisiko vernachlässigt werden. Der Konzern wickelt einen Teil seiner
Warenbezüge in Rumänischen RON ab und ist in Folge dessen einem Fremdwährungsrisiko
ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen des RON basiert. Das Fremdwährungsrisiko
entsteht aus erwarteten zukünftigen Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und
Schulden. LiquiditätsrisikenWie bei der Beschreibung des internen Steuerungssystems näher erläutert betreibt die
DCI AG ein aktives Liquiditätsmanagement auf Basis einer detaillierten Unternehmens-
und Finanzplanung. Diese hat sich inzwischen schon über mehrere Jahre als zuverlässig
und aussagekräftig für Prognosen erwiesen. Der Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2010
hat zu keiner wesentlichen Minderung der vorhandenen finanziellen Reserven geführt. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB / § 315 Abs. 4 HGB1. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 8.464.592 auf den Inhaber lautende Stückaktien
zu einem Nennwert von je € 1,00. Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr
€ 8.464.592,00 und ist voll einbezahlt. 2. Es bestehen keine Beschränkungen zur Übertragung von Aktien. 3. Großaktionär im Sinne einer Beteiligung von über 10% des stimmberechtigten Kapitals
ist Michael Mohr mit 42,14%. 4. Aktien mit Sonderechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. 5. Stimmrechtskontrollen bei Aktien, die von Arbeitnehmern gehalten werden, bestehen
nicht. 6. Nach deutschem Gesetz bestellt und entlässt der Aufsichtsrat die Mitglieder des
Vorstands. Zusätzliche Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands
sind in der Satzung der DCI AG nicht getroffen. 7. In der Hauptversammlung vom 13. Juli 2006 wurde ein Aktienoptionsprogramm mit folgenden
Eckpunkten beschlossen: Der Vorstand, bzw. soweit die Mitglieder des Vorstands betroffen
sind der Aufsichtsrat, sind bis zum 31. Dezember 2011 ermächtigt, Aktienoptionen an
Mitarbeiter (504.000 Stück zum Nennwert von € 504.000,00), Mitglieder der Geschäftsführung
(84.000 Stück zum Nennwert von € 84.000,00) und Mitglieder des Vorstandes (252.000
Stück zum Nennwert von € 252.000,00) zu gewähren (Bedingtes Kapital 2006/I). Die Ausübung der Aktienoptionen ist an die Erreichung von Erfolgszielen (20% Kurssteigerung
der Aktie pro Jahr) und den Ablauf einer Wartefrist gebunden. Die Aktienoptionen haben
einen Mindestausgabebetrag je Aktie von € 1,00. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009) ist der Vorstand bis zum 30. April 2014 ermächtigt, das Grundkapital
mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stammaktien
gegen Bareinlage oder auch gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen,
insgesamt jedoch höchstens um einen Nennbetrag von T€ 4.200 durch Ausgabe von Stück
4.200.000 Aktien (genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt,
jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der
Aktionäre zu entscheiden. Am 27. Mai 2009 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die von der
Hauptversammlung am 13. Juli 2004 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen sowie zum Ausschluss des Bezugsrechts (bedingtes
Kapital 2009/I) zu erneuern (Eintragung im Handelsregister am 09. Juli 2009). Die
bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger
von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. April 2014 einmalig oder mehrmalig auf den
Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
im Gesamtnennbetrag von T€ 2.000 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben
und den Inhabern oder Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte
auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis
zu T€ 2.000 zu gewähren. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats,
das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der festzusetzende Wandlungspreis darf
80% des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem
(oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den zehn Börsenhandelstagen vor dem
Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandelschuldverschreibungen
ergibt; der Wandlungspreis muss mindestens € 1,00 betragen. Es bestehen keine Aktien-Rückkaufbefugnisse
für die Gesellschaft. 8. Nach deutschem Recht müssen Satzungsänderungen grundsätzlich von der Hauptversammlung
beschlossen werden. Abweichende Vereinbarungen wurden nicht getroffen. 9. Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand oder mit Arbeitnehmern für den Fall
eines Übernahmeangebotes wurden nicht getroffen. 10. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen Das in der Enzianstraße 2, 82319 Starnberg, befindliche Geschäftsgebäude steht im
Eigentum von Herrn Michael Mohr, Vorstand (CEO) der Gesellschaft, und ist zum Teil
an die Gesellschaft zu marktüblichen Konditionen vermietet. 2010 wurden insgesamt
T€ 167 (2009: T€ 197) für die anfallenden Mietzahlungen aufgewendet. Die DCI AG hat mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein, München, einen Dienstleistungsvertrag
für die Erledigung der Arbeiten im Rechnungswesen und steuerliche Beratungsleistungen
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Rainer Friedlein ist als Gesellschafter der
Sozietät Friedlein - Endrich - Stein tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt
T€ 12 (Vorjahr: T€ 59) Umsätze mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein zu marktüblichen
Preisen getätigt. Die DCI AG hat mit der IT ADVANTAGE AG, Nürtingen, einen Dienstleistungsvertrag geschlossen.
Das Aufsichtsratsmitglied Thorsten Köster ist als Vorstand für die IT ADVANTAGE AG
tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt T€ 16 (Vorjahr: T€ 0) Umsätze mit
der IT ADVANTAGE AG zu marktüblichen Preisen getätigt. Die DCI AG hat mit der Marc Antón - Medien, Marketing und Video GmbH, Neusäß, seit
dem Jahr 2008 einen Dienstleistungsvertrag für die Erledigung von redaktionellen Arbeiten
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Thomas Friedbichler ist als Gesellschafter
der Marc Antón GmbH tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG aufgrund des vorbenannten
Dienstleistungsvertrages insgesamt Honorare in Höhe von T€ 54 (Vorjahr: T€ 56) an
die Marc Antón GmbH entrichtet. Relevante Angaben zur Unternehmensführung nach § 289a HGBCorporate Governance versteht die DCI AG als das gesamte System der Leitung und Überwachung
eines Unternehmens. Dazu gehören die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien
sowie das System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen.
Eine gute und transparente Corporate Governance fördert das Vertrauen der Anleger,
Mitarbeiter, Geschäftspartner sowie der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung
der DCI AG. Die Struktur der Unternehmensleitung und Überwachung der DCI AG stellt sich im Einzelnen
wie folgt dar: 1. Aktionäre und Hauptversammlung Unser Ziel ist es, den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung so leicht
wie möglich zu machen. So werden alle zur Teilnahme notwendigen Unterlagen im Internet
vorab veröffentlicht. Den Aktionären wird für die Hauptversammlung ein Stimmrechtsvertreter
benannt, den Aktionäre mit der weisungsgebundenen Ausübung des Stimmrechts beauftragen
können. 2. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstandes. Er überwacht und berät den
Vorstand bei der Führung der Gesellschaft. Wesentliche Entscheidungen des Vorstandes
bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat tritt viermal jährlich
zusammen Er stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. 3. Vorstand 4. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Der Abschlussprüfer berichtet über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrates wesentlichen
Fragestellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich
an den Aufsichtsratsvorsitzenden. Des Weiteren wird der Vorsitzende informiert, wenn
der Abschlussprüfer Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand
und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben. 5. Transparenz Des Weiteren erfolgen Informationen durch Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen,
soweit dies gesetzlich erforderlich ist. Alle Meldungen und Mitteilungen sind im Internet
unter Investor Relations einsehbar. Die DCI AG hat das vorgeschriebene Insiderverzeichnis angelegt. Die betroffenen Personen
wurden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert. 6 .Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG Im Geschäftsjahr 2010 wurde und wird auch künftig in folgenden Punkten von den Empfehlungen
des Kodexes abgewichen: 1) In Punkt 3.8 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom
18. Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Schließt die Gesellschaft für Vorstand eine
D & O -Versicherung ab, so ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis
mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes
zu vereinbaren. In der D & O Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender
Selbstbehalt vereinbart werden". 2) In Punkt 4.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist zur Zusammensetzung des Vorstandes folgendes festgelegt: "Der Vorstand
soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben". 3) In Punkt 5.1.2. des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder
des Vorstandes. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes soll der Aufsichtsrat auch
auf Vielfalt (Diversity) achten." ... "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll
festgesetzt werden". Der Vorstand der DCI AG besteht aus einer Person. Einem vielfältigen
Auswahlkriterium kann daher nicht entsprochen werden. 4) In Punkt 5.3.1 und 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung
vom 18. Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat soll unabhängig von
den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich
qualifizierte Ausschüsse bilden. ... Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss
(Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit den Fragen der Rechnungslegung
des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers,
der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten
und der Honorarvereinbarung befasst." 5) In Punkt 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss
bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat
für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt." Aufgrund der geringen Größe des Unternehmens sind durch die Neufassung des Deutschen
Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 in Bezug auf Vorstand (Punkt 4) sowie
Aufsichtsrat (Punkt 5) keine unmittelbaren Änderungen veranlaßt. Das Unternehmen ist
auch bei einer übersichtlichen Anzahl von Organmitgliedern (1 Vorstand, 3 Aufsichtsräte)
in der Zukunft bemüht, dem Grundsatz der Vielfalt (Diversity) Rechnung zu tragen. Vergütungsbericht für Vorstand und AufsichtsratAusführliche Darstellungen der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung sind im Corporate-Governance-Bericht
enthalten, der auf der Website www.dci.de veröffentlicht und außerdem ein Teil dieses
Lageberichts ist. Die Vergütung des Aufsichtsrates wird durch die Hauptversammlung
beschlossen. Die Bezüge des Vorstands beinhalten ausschließlich fixe Bestandteile. PrognoseberichtWeltwirtschaft wächst langsamerDer Aufschwung der Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, in 2011 mit verlangsamtem Tempo fortsetzen.
Dabei bleibt die Entwicklung äußerst heterogen. Während die Wirtschaftsleistung in
den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen hat und bereits deutlich
über dem Vorkrisenniveau liegt, haben laut DIW von den entwickelten Volkswirtschaften
bisher nur die USA den krisenbedingten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wieder wettgemacht.
Deutschland wird seine massiven Produktionseinbußen erst gegen Ende dieses Jahres
wieder aufholen, der Euroraum insgesamt im Verlauf des Jahres 2012. Für Japan ist
ein Wiedererreichen der Produktion des Vorkrisenniveaus bis Ende 2012 nicht zu erwarten.
Vor diesem Hintergrund wird für 2011 eine etwas moderatere Expansion der Weltwirtschaft
von etwas über 4% erwartet. Für den Euroraum erwartet das DIW in 2011 ein Wirtschaftswachstum
von 1,5%. In Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt mit plus 2,2% im Euro-Vergleich
wiederum etwas stärker zulegen. Steigendes Marktvolumen in der InformationstechnikAm deutschen ITK-Markt deutet die im Verlauf des Jahres 2010 zunehmend verbesserte
Stimmung auf eine positive Geschäftsentwicklung in 2011 hin. Nach den Zahlen von BITKOM
wird sich das Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2,3% erhöhen. Dabei
wird der Bereich der Informationstechnik mit plus 4,3% überdurchschnittlich gut abschneiden,
während die Telekommunikation sich nur leicht um 0,3% verbessern dürfte. Auf europäischer Ebene wird das Marktvolumen in der Informationstechnik nach Einschätzung
des Marktforschungsinstituts European Information Technology Observatory (EITO) um
3,9% auf rund € 314 Mrd. zunehmen. Die Telekommunikationsbranche kam um 0,8% auf €
344 Mrd. voran, während bei den Consumer Electronics ein Rückgang um 6,7% auf € 56,3
Mrd. prognostiziert wird. DCI stärkt technologisches Fundament weiterDie DCI AG wird im Geschäftsjahr 2011 ihr technologisches Fundament weiter stärken,
sich zunehmend auf die Anforderungen der internationalen Märkte ausrichten und auf
diese Weise mittelfristig zusätzliches Geschäftspotential freilegen. Im Vordergrund
steht dabei das WAi, das sukzessive erweitert wird. Neben zahlreichen technischen
Verbesserungen im Backend wird eine Lösung zur Generierung von Leads aus den Realtime-Datenströmen
entwickelt. Damit treibt DCI die zweite, in dieser Produktgruppe patentierte Technologie
zur Marktreife voran. Künftig werden die User nicht mehr anonym die Infoboards nutzen,
es entsteht eine Community. Auf dieser Grundlage kann der User dann Mehrwertdienste
wie z.B. Rückrufoder Ausschreibungsservices nutzen. Durch die Vernetzung dieser Community
mit den Portalpartnern der DCI entstehen weitere, völlig neue Perspektiven für die
Hersteller. Gleichzeitig treibt die DCI AG die Entwicklung des WebTradeCenter als Plattform weiter
voran, auf der alle Produkte der DCI vereint werden. Dadurch werden u.a. neue Services
zur Leadgenerierung und für Ausschreibungen sowie den Content-Bereich ermöglicht. Die Produktgruppe Data Services wird sich im Content-Geschäft auf die Qualifizierung
von Hersteller-Daten konzentrieren. Hersteller werden dadurch in die Lage versetzt,
dass die richtigen Handelspartner mit besseren Daten unterstützt werden. Beispielsweise
können Hersteller ihre Produktdaten auf wichtigen Online-Vertriebsplattformen wie
Amazon mit diesem Service gezielt verbessern. Bei den Infoboards sieht DCI einen hohen Mehrwert in der Bündelung von Informationen
nach Themen und Zielgruppen. Das hat Vorteile für alle Marktteilnehmer. Die Hersteller
können eine Zielgruppenkommunikation betreiben und so viele Streuverluste vermeiden.
Die User finden zum Thema topaktuelle Informationen mit einer Marktübersicht. Verlage
und Portale können auf kleinstem Platz passend zum Thema rollierend mehr Werbung ausliefern.
Diese neuen Themen-Channel-Infoboards können einen großen Beitrag für einen erfolgreichen
Geschäftsverlauf in 2011 leisten. Zusätzliches Wachstum wird DCI über Partnerschaften generieren. Bestehende Verlagskooperationen
konnten in 2010 gefestigt und neue Partner gewonnen werden, welche die Lösungen der
DCI in 2011 vermarkten wollen. Neben der Deutschen Messe AG gibt es aussichtsreiche
Verhandlungen mit weiteren Messen. Kurz vor dem Abschluss stehen die Gespräche mit
zwei Kooperationspartnern in Österreich und der Schweiz. Beide Partner verfügen über
umfangreiche Adressbestände, die auch in der Produktgruppe DCI Medien genutzt werden
können, und spezifisches Vertriebs-Know how. Diese Kooperationen sollen im zweiten
Quartal 2011 starten. Neben den Möglichkeiten, die sich aus den neuen Kooperationen ergeben, wird die Produktgruppe
DCI Medien sich mit der Vermarktung von Partner-E-Mail-Verteilern befassen. Darüber
hinaus werden Social Media Plattformen in die Lösungen der DCI implementiert. Für
alle Medien werden Schnittstellen z.B. zu Facebook und Twitter zur Verfügung gestellt
und auf diesem Wege die Reichweite erweitert. Viele dieser Projekte werden sich voraussichtlich erstmals im kommenden Jahr stärker
in der Geschäftsentwicklung niederschlagen. Da durch die Endkonsolidierung der ITscope
GmbH der Umsatz des MarketViewers im Konzern im Jahr 2011 nicht mehr berücksichtigt
werden kann, ist im Segment eCommerce folglich mit einem Umsatzrückgang zu rechnen.
Im Gegenzug wird jedoch im Segment Information Providing ein erneuter Umsatzanstieg
erwartet. Die Investitionen werden in 2011 weiter vorangetrieben; sie betreffend insbesondere
die Entwicklung von Produkten und Services innerhalb des WebTradeCenters. Trotz den
damit verbundenen Aufwendungen wird beim Ergebnis nach Steuern eine Verbesserung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2012 kann ein Umsatzwachstum in Aussicht gestellt werden, das
über dem Niveau des Jahres 2011 liegen sollte. Die Aufwendungen sollen sich weniger
stark als der Umsatz erhöhen, so dass beim Ergebnis nach Steuern von einem überproportionalen
Fortschritt ausgegangen werden kann. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Berichterstattung zum Geschäftsjahr der Jahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2011 beschrieben sind. Starnberg, 11.03.2011 Michael Mohr Vorstand (CEO)
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur DCI AG, zu ihren
Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie zum wirtschaftlichen Umfeld, die den
künftigen Geschäftsverlauf der DCI AG und des DCI Konzerns beeinflussen können. All
diese Aussagen basieren auf Annahmen, die der Vorstand anhand der ihm zum Berichtszeitpunkt
vorliegenden Informationen getroffen hat. Sofern diese Annahmen nicht oder nur teilweise
eintreffen oder weitere Risiken eintreten, kann die tatsächliche von der erwarteten
Geschäftsentwicklung abweichen. Eine Gewähr kann deshalb für die Aussagen des Lageberichts
nicht übernommen werden. KONZERNBILANZ
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Vorjahr |
|
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Anhang | TEUR | TEUR | TEUR |
| A. | Langfristig gebundene Vermögenswerte |
|
|
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|
I. | Immaterielle Vermögenswerte | C 11 |
|
|
|
|
|
|
1. Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte |
|
310 |
|
423 |
|
|
|
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
44 |
|
48 |
|
|
|
|
|
|
354 |
|
|
|
II. | Sachanlagen | C 11 |
|
|
|
|
|
|
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
|
0 |
|
2 |
|
|
|
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung |
|
155 | 155 | 267 |
|
|
III. |
Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
|
Anteile an assoziierten Unternehmen | C 11 |
|
250 | 0 |
|
|
IV. | Latente Steueransprüche | C 9 |
|
78 | 91 |
|
|
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|
|
|
837 | 831 |
| B. | Kurzfristig gebundene Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
|
I. | Vorräte | C 12 |
|
35 | 0 |
|
|
II. | Forderungen und sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
|
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C 13 | 297 |
|
254 |
|
|
|
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | C 14 | 278 |
|
0 |
|
|
|
3. Steuerforderungen |
|
0 |
|
4 |
|
|
|
4. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | C 15 | 83 |
|
79 |
|
|
|
|
|
658 |
|
|
|
|
III. Liquide Mittel | C 16 | 1.542 |
|
1.624 | |
|
|
|
|
|
|
2.235 | 1.961 |
|
|
|
|
|
|
3.072 | 2.792 |
|
|
|
|
|
|
|
Vorjahr |
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|
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|
Anhang | TEUR | TEUR | TEUR |
| A. | Eigenkapital | C 17 |
|
|
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|
I. | Gezeichnetes Kapital |
|
|
8.465 | 8.465 |
|
|
II. | Kapitalrücklage |
|
|
79.254 | 79.254 |
|
|
III. | Bilanzverlust |
|
|
-85.870 | -85.924 |
|
|
IV. | Sonderposten für Stock Option Plan |
|
|
61 | 36 |
|
|
V. | Fremdwährungsdifferenzen |
|
|
-43 | -35 |
|
|
VI. | Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
|
|
0 | 73 |
|
|
|
|
|
|
1.867 | 1.869 |
| B. | Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
|
1. | Sonstige Rückstellungen (langfristigen Anteil) | C 18 | 33 |
|
27 |
|
|
2. | Leasingverbindlichkeiten (langfristigen Anteil) | C 19 | 26 |
|
24 |
|
|
3. | Latente Steuerschulden | C 9 | 30 |
|
50 |
|
|
|
|
|
|
89 | 101 |
| C. | Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
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|
1. | Sonstige Rückstellungen (kurzfristiger Anteil) | C 18 | 386 |
|
304 |
|
|
2. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | C 20/C 21 | 212 |
|
129 |
|
|
3. | Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | C 20/C 22 | 175 |
|
0 |
|
|
3. | Leasingverbindlichkeiten (kurzfristiger Anteil) | C 19 | 14 |
|
20 |
|
|
4. | Sonstige kurzfristige Schulden | C 20/C 23 | 329 |
|
369 |
|
|
|
|
|
|
1.116 | 822 |
|
|
|
|
|
|
3.072 | 2.792 |
|
|
|
|
|
Vorjahr |
|
|
|
Anhang | TEUR | TEUR |
| 1. | Umsatzerlöse | C 1/C 24 | 4.748 | 4.440 |
| 2. | Andere aktivierte Eigenleistungen |
|
215 | 179 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | C 2 | 87 | 172 |
| 4. | Veränderungen des Bestandes an unfertigen Leistungen |
|
34 | 0 |
|
|
|
|
5.084 | 4.791 |
| 5. | Materialaufwand | C 3 |
|
|
|
|
a) Bezogene Waren |
|
0 | -1 |
|
|
b) Bezogene Leistungen |
|
-1.110 | -769 |
| 6. | Personalaufwand | C 4 |
|
|
|
|
a) Löhne und Gehälter |
|
-2.021 | -2.106 |
|
|
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung |
|
-359 | -385 |
| 7. | Abschreibungen | C 11 | -232 | -234 |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | C 5 | -1.385 | -1.483 |
|
|
|
|
-23 | -187 |
| 9. | Ertrag, der in Verbindung mit der Endkonsolidierung vorheriger Tochterunternehmen realisiert wurde |
C 6 | 120 | 0 |
| 10. | Zinsen und ähnliche Erträge | C 7 | 14 | 25 |
| 11. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | C 8 | -6 | -10 |
| 12. | Ertragsteuern | C 9 | -47 | -154 |
| 13. | Periodenergebnis |
|
58 | -326 |
| 14. | Fremdwährungsdifferenzen |
|
-8 | -7 |
| 15. | sonstiges Ergebnis |
|
-8 | -7 |
| 16. | Gesamtergebnis |
|
50 | -333 |
|
|
vom Periodenergebnis entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 4 | -6 | |
|
|
vom Periodenergebnis entfallen auf Aktionäre der DCI AG | 54 | -320 | |
|
|
vom Gesamtergebnis entfallen auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 4 | -6 | |
|
|
vom Gesamtergebnis entfallen auf Aktionäre der DCI AG | 46 | -327 | |
|
|
Ergebnis je Aktie in Euro: unverwässert und verwässert | C 10 | 0 | 0 |
|
|
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien: unverwässert und verwässert | C 10 | 8.464.592 | 8.464.592 |
|
|
|
|
Vorjahr |
|
|
Anhang | TEUR | TEUR |
| Cash Flow aus betrieblicher Tätigkeit |
|
|
|
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern |
|
105 | -166 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens planmäßig | C 11 | 232 | 234 |
| Gewinn/Verlust aus Anlagenabgang |
|
60 | 56 |
| Zinsaufwendungen | C 8 | -6 | -10 |
| Zinserträge | C 7 | 14 | 24 |
| Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge |
|
|
|
| Zuführung Stockoptions |
|
25 | 19 |
| Gewinn Endkonsolidierung ITsope GmbH | C 6 | -120 | 0 |
|
|
|
310 | 157 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C 13 | -43 | 91 |
| Veränderung der Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | C 14 | -278 | 0 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen Aktiva | C 15 | -35 | 546 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | C 18 | 88 | -102 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | C 21 | 83 | -550 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber assoziierte Unternehmen | C 22 | 175 | 0 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen Passiva | C 23 | -40 | 39 |
|
|
|
-50 | 24 |
| Übertrag |
|
260 | 181 |
|
|
Anhang | TEUR | TEUR |
| Übertrag |
|
260 | 181 |
| Gezahlte Zinsen | C 8 | 6 | 10 |
| Erhaltene Zinsen | C 7 | -14 | -24 |
| Gezahlte Ertragsteuern | C 9 | -15 | -4 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit |
|
237 | 163 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit |
|
|
|
| Veränderung Minderheitenanteile | C 17 | -4 | 6 |
| Mittelab/zufluss im Zusammenhang mit Konsolidierungen |
|
0 | 0 |
| Investitionen in immaterielles Vermögen / Sachanlagevermögen | C 11 | -311 | -372 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von Anlagevermögen | C 11 | 0 | 4 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel |
|
-315 | -362 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit |
|
|
|
| Erhöhung/Minderung Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | C 19 | -4 | -29 |
| Veränderung der liquiden Mittel |
|
-82 | -228 |
| Liquide Mittel am Anfang des Geschäftjahres |
|
1.624 | 1.852 |
| Liquide Mittel am Ende des Geschäftsjahres | C 16 | 1.542 | 1.624 |
| Zusammensetzung der liquiden Mittel |
|
|
|
| Frei verfügbare liquide Mittel |
|
1.364 | 1.411 |
| Gebundene liquide Mittel |
|
178 | 213 |
|
|
|
1.542 | 1.624 |
|
|
Grundkapital | Kapitalrücklage | Bilanzverlust | Sonderposten für Stock Option Plan |
Fremdwährungs- differenzen |
Anteile ohne beherrschenden Einfluss |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| Stand zum 31. Dezember 2007 | 8.465 | 79.254 | -86.016 | 0 | -13 | 93 |
| Gesamtergebnis 2008 | 0 | 0 | 411 | 0 | -15 | -26 |
| Sonstige Minderheitenanteile Veränderung 2008 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 0 | 0 | 0 | 10 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2008 | 8.465 | 79.254 | -85.605 | 10 | -28 | 67 |
| Gesamtergebnis 2009 | 0 | 0 | -320 | 0 | -7 | -6 |
| Minderheitenanteile Zugang in 2009 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 0 | 0 | 0 | 26 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 8.465 | 79.254 | -85.924 | 36 | -35 | 73 |
| Gesamtergebnis 2010 | 0 | 0 | 54 | 0 | -8 | 4 |
| Endkonsoliderung Abgang Minderheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -78 |
| Minderheitenanteile Zugang in 2010 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 0 | 0 | 0 | 25 | 0 | 0 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 8.465 | 79.254 | -85.870 | 61 | -43 | 0 |
|
|
Summe Eigenkapital |
|
|
TEUR |
| Stand zum 31. Dezember 2007 | 1.783 |
| Gesamtergebnis 2008 | 370 |
| Sonstige Minderheitenanteile Veränderung 2008 | 0 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 10 |
| Stand zum 31. Dezember 2008 | 2.163 |
| Gesamtergebnis 2009 | -333 |
| Minderheitenanteile Zugang in 2009 | 12 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 26 |
| Stand zum 31. Dezember 2009 | 1.869 |
| Gesamtergebnis 2010 | 50 |
| Endkonsoliderung Abgang Minderheiten | -78 |
| Minderheitenanteile Zugang in 2010 | 1 |
| Bewertung Stock Option Plan nach IFRS 2 | 25 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 1.867 |
Die DCI Database for Commerce and Industry AG (im Folgenden auch 'Gesellschaft' oder
'DCI' genannt) wurde am 3. März 1993 in Deutschland als DCI Database for Commerce
and Industry GmbH gegründet. Die DCI versteht sich als ein Dienstleistungsunternehmen
für digitale Verkaufsförderung. Sie übernimmt und optimiert Geschäftsprozesse in den
Bereichen Beschaffung, Vertrieb und Datenmanagement. Das Fundament der angebotenen
Leistungen bilden Push-Medien (E-Mail-Medien), die Erfassung und Pflege von Daten
in elektronischer Form (Data Services), sowie das DCI WebTrade-Center, eine Online-Handelsdatenbank
für ITK-Produkte (Produkte der Informations- und Telekommunikationsindustrie). Hauptkunden
sind Hersteller von ITK-Produkten sowie die Mitglieder der zugehörigen Handelskette:
Distributoren, Versandhandel und Fachhändler.
Seit 2005 wird auch ein Pull-Medium (Wide Area Infoboard) angeboten. Dieses ist branchenunabhängig
und soll auf Basis einer patentierten Technologie neue Märkte auch außerhalb des ITK-Bereichs
erschließen. Der Konzern ist in Deutschland und Rumänien tätig.
Durch Gesellschafterbeschluss vom 26. August 1999 mit gleichzeitiger Genehmigung der
Satzung in ihrer ergänzten Fassung vom 2. Dezember 1999 wurde die Muttergesellschaft
DCI Database for Commerce and Industry, Starnberg, von einer Gesellschaft mit beschränkter
Haftung (GmbH) in eine Aktiengesellschaft (AG) umgewandelt. Die Änderung der Rechtsform
wurde am 15. Dezember 1999 im Handelsregister in München eingetragen. Die Geschäftsräume
der Gesellschaft befinden sich in der Enzianstraße 2 in 82319 Starnberg.
Am 13. März 2000 ging die Gesellschaft mit einem Initial Public Offering (IPO) ihres
Grundkapitals an die Börse und ließ ihre Aktien am Neuen Markt der Frankfurter Börse
registrieren. Im Rahmen der Aktienmarktsegmentierung an der Frankfurter Wertpapierbörse
hatte die DCI AG die Zulassung zum Prime Standard erhalten. Die Aktien der DCI AG
wurden seit 1. Januar 2003 bis einschließlich 11. Januar 2006 in diesem Segment gehandelt.
Die DCI AG ist seit dem 22. November 2005 an der Börse München zugelassen, die Aktie
wird seit dem 1. Dezember 2005 im regulierten Markt an der Börse München gehandelt.
Der Konzernabschluss ist in EURO dargestellt, der funktionalen Währung der Muttergesellschaft
DCI Database for Commerce and Industry AG. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erfolgen
die Zahlenangaben in Tausend Euro (T€).
Für die Konzern Gesamtergebnisrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt entsprechend den Vorgaben des IAS 1 (Presentation
of Financial Statements) nach der Fristigkeit. Als kurzfristig gelten Vermögenswerte
und Schulden, die innerhalb eines Jahres fällig sind. Damit werden Vermögenswerte
und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Konzern
verbleiben.
Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden Posten der Konzernbilanz und
der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, soweit sinnvoll und möglich, zusammengefasst.
Diese Posten werden im Konzernanhang aufgegliedert und entsprechend erläutert.
Mit der Verabschiedung der Verordnung des Europäischen Parlaments und des Ministerrates
der Europäischen Union zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards am
6. Juni 2002 sind alle kapitalmarktorientierten Unternehmen verpflichtet, für Geschäftsjahre,
die nach dem 31. Dezember 2004 beginnen, ihren Konzernabschluss nach den International
Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen. Die DCI Database for Commerce and
Industry AG ist nach § 315 a HGB verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften
des IASB zu erstellen.
Der vorliegende Konzernabschluss der DCI AG, einschließlich der Vorjahresangaben,
wurde im Einklang mit den internationalen Financial Reporting Standards (IFRS), wie
sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den Auslegungen des International
Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC), sowie des Standing Interpretations
Committee (SIC), erstellt. Allen für das Geschäftsjahr 2010 in der Europäischen Union
verbindlichen IFRS bzw. IAS sowie Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) wurde
entsprochen.
Der Konzernabschluss wurde um einen Konzernlagebericht und weitere nach HGB bzw. AktG
erforderliche Erläuterungen ergänzt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge
in Euro (€) angegeben.
Neue oder geänderte Standards und Interpretationen, die vom International Accounting
Standards Board herausgegeben wurden, die im aktuellen Geschäftsjahr erstmalig anzuwenden
sind, haben keinen wesentlichen Effekt auf die im Konzernabschluss angegebenen Beträge.
Weitere Informationen über neue oder geänderte Standards und Interpretationen, die
zwar in diesem Konzernabschluss erstmalig angewendet wurden, jedoch keinen oder nur
geringen Einfluss auf die berichteten Beträge hatten, sind:
| Änderungen an IFRS 1 Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender |
Die Änderungen führen zwei neue Ausnahmen für Erstanwender in Bezug auf Vermögenswerte der Öl- und Gasbranche und in Bezug auf die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, ein. Die Anwendung der Änderungen an IFRS 1 hat keinerlei Einfluss auf diesen Konzernabschluss, da der Konzern kein IFRS Erstanwender ist. |
| Änderungen an IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen - Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden | Die Änderungen klären den Anwendungsbereich von IFRS 2 sowie die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Einzelabschluss eines Unternehmens, die vom Konzern in bar erfüllt werden und bei denen das Unternehmen die Güter oder Dienstleistungen erhält, aber das Mutterunternehmen oder ein anderes Konzernunternehmen die Zahlungsverpflichtung übernimmt. |
| Änderungen an IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche |
Die Änderungen sehen vor, dass alle Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens als zur Veräußerung gehalten einzustufen sind, falls das Mutterunternehmen an einen Verkaufsplan gebunden ist, der den Verlust der Beherrschung des Tochterunternehmens zur Folge hat, unabhängig davon, ob das Mutterunternehmen nach dem Verkauf einen nicht beherrschenden Anteil am Tochterunternehmen behält. |
| Überarbeitung von IAS 1 Darstellung des Abschlusses |
Die Änderungen an IAS 1 besagen: Wenn eine Schuld mit Bedingungen verbunden ist, nach denen diese aufgrund einer Option der Gegenpartei durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten erfüllt werden kann, so beeinflusst dies nicht die Einstufung der Schuld als kurz- oder langfristig. |
| Überarbeitung von IAS 7 Darstellung der Zahlungsströme |
Aus der Überarbeitung von IAS 7 ergibt sich, dass bei der Darstellung der Zahlungsströme lediglich solche Auszahlungen der Investitionstätigkeit zugeordnet werden können, die zum Ansatz eines Vermögenswertes führen. Entsprechend den Änderungen in IAS 7 wurden in der Konzernkapitalflussrechnung Auszahlungen umgegliedert, die im Zusammenhang mit Entwicklungskosten standen, welche nicht den Kriterien des IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte zum Ansatz eines selbst erstellten immateriellen Vermögenswerts genügten. Diese Änderung wurde retrospektiv angewandt. |
| Änderungen an IAS 17 Leasingverhältnisse / Grund und Boden | Vor der Änderung sah IAS 17 vor, dass Leasingverhältnisse über Grund und Boden mit einer unbestimmten Nutzungsdauer grundsätzlich als Operating-Leasingverhältnisse einzustufen sind. Dies stand nicht im Einklang mit den generellen Anforderungen des Standards, weshalb die diesbezüglichen Leitlinien entfernt wurden, um Bedenken Rechnung zu tragen, dass durch diese Leitlinien eine Bilanzierung veranlasst wird, die nicht die tatsachlichen Gegebenheiten der Vereinbarungen widerspiegelt. Gemäß den Änderungen werden Leasingverhältnisse über Grund und Boden anhand der generellen Anforderungen von IAS 17 entweder als Finanzierungsleasingverhältnis oder als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. |
| IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer | Die Interpretation beinhaltet Leitlinien zur angemessenen bilanziellen Behandlung für Fälle, in denen eine Gesellschaft unbare Sachausschüttungen an Eigentümer vornimmt. |
| IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden |
Die Interpretation betrifft die Bilanzierung aus Sicht der empfangenden Partei von Übertragungen von Vermögenswerten durch "Kunden" und trifft die Schlussfolgerung, dass in solchen Fällen, in denen der übertragene Vermögenswert die Definition eines Vermögenswertes aus Sicht der empfangenden Partei erfüllt, diese empfangende Partei den Vermögenswert zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Übertragung ansetzt. Die Gegenbuchung wird als Erlös im Einklang mit IAS 18 Erlöse erfasst. |
| Verbesserungen an den IFRS (2009) | Geringfügige Änderungen zu einer Vielzahl an Standards (IFRS 2, IFRS 5, IFRS 8, IAS 1, IAS 7, IAS 18, IAS 36, IAS 38, IAS 39, IFRIC 9, IFRIC 16) und daraus sich ergebende Folgeänderungen. |
Der Konzern hat folgende neue und geänderte Standards und Interpretationen, die verabschiedet,
aber noch nicht in Kraft getreten sind, nicht vorzeitig angewandt:
| Änderungen an IFRS 1 | Begrenzte Ausnahme bzgl. Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen) |
| Änderungen an IFRS 7 Angaben | Übertragung finanzieller Vermögenswerte (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen) |
| IFRS 9 (2010) | Finanzinstrumente (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen) |
| IAS 24 (2009) | Angaben zu Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen) |
| Änderungen an IAS 32 | Bilanzierung von Bezugsrechten (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen) |
| Änderungen an IFRIC 14 | Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen) |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente (Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen) |
| Jährliche Verbesserungen (2010) | Anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 bzw. 1. Januar 2011 beginnen, wie bestimmt. |
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass diese Änderungen in dem Abschluss der Unternehmensgruppe
angewendet werden, der sich auf die Berichtsperiode bezieht, die am 1. Januar 2011
beginnt. Die Geschäftsführung geht weiterhin davon aus, dass die Anwendung anderer
neuer oder veränderter Standards und Interpretationen keinen wesentlichen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hat.
Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht
vorzeitig angewendet.
Den Fortbestand des Unternehmens sehen wir aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Aus
den Prognoserechnungen für die Jahre 2011 und 2012 ergeben sich wieder positive Ergebnisse.
Gleichzeitig verfügt der Konzern über eine sehr gute Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung.
Aus diesem Grund wurde beim Ansatz und bei der Bewertung der Vermögenswerte und Schulden
daher von einer Fortführung der Geschäftstätigkeit des Konzerns ausgegangen.
Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über
die Finanz- und Geschäftspolitik innehat; regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil
von mehr als 50%. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden gegebenenfalls
Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar
sind, berücksichtigt. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss
einbezogen (Vollkonsolidierung), an welchem die Kontrolle auf den Konzern übergegangen
ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt endkonsolidiert, an dem die Kontrolle endet.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach IAS 27 (Konzern- und
Einzelabschlüsse) durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes mit dem neu bewerteten
Eigenkapital des Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbes (Neubewertungsmethode).
Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen
Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw.
übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt (date of exchange) zuzüglich der dem
Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei
der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet.
Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an
dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt.
Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete
Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag nach
nochmaliger Überprüfung direkt in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Veränderungen des Anteilsbesitzes an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust
des Beherrschungsverhältnisses geführt haben werden gemäß IAS 27 innerhalb des Eigenkapitals
abgebildet, ohne dass es zu einer Auswirkung auf den Geschäfts- oder Firmenwert oder
den Gewinn oder Verlust kommt.
Wenn die Beherrschung über ein Tochterunternehmen verloren geht infolge einer Transaktion,
eines Ereignisses oder aufgrund anderer Umstände, werden alle Vermögenswerte, Schulden
und Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum Buchwert ausbucht und die erhaltene
Gegenleistung zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Jeglicher zurückbehaltener Anteil
an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt
des Verlustes der Beherrschung bewertet. Die entstehende Differenz wird als Gewinn
oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Die beizulegenden Zeitwerte bemessen sich bei notierten Anteilen nach dem aktuellen
Angebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder
es sich um nicht notierte Vermögenswerte handelt, werden die beizulegenden Zeitwerte
mittels geeigneter Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich
stattgefundene Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung
aktueller Marktpreise anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten
Vermögenswert ähnlich sind, Discounted-Cash-Flow-Verfahren sowie Optionspreismodelle,
welche die speziellen Umstände des Emittenten berücksichtigen.
Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen
werden vom Zeitpunkt des Beginns bis zur Beendigung der Beherrschungsmöglichkeit in
die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Konzerninterne Transaktionen, Salden
und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen
werden eliminiert. Im Falle unrealisierter Verluste werden übertragene Vermögenswerte
auf eine etwaige Wertminderung überprüft. Der zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung
festgestellte beizulegende Zeitwert aller an dem ehemaligen Tochterunternehmen behaltenen
Anteile ist als, der beim erstmaligen Ansatz ermittelte beizulegende Zeitwert für
eine Folgebilanzierung gemäß IAS 39 Finanzinstrumente, Ansatz und Bewertung oder,
soweit einschlägig, als Anschaffungskosten beim erstmaligen Ansatz der Anteile an
einem assoziierten Unternehmen oder gemeinschaftlich geführten Unternehmen zu betrachten.
Der Abschlussstichtag der einbezogenen Unternehmen entspricht dem Jahresabschlussstichtag
des Mutterunternehmens.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften zugrunde. Wertansätze, die auf steuerlichen
Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Die Einzelabschlüsse
sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Die Verrechnung von Leistungen zwischen den Konzerngesellschaften basiert auf vertraglich
vereinbarten Verrechnungs- oder Marktpreisen. Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen
und Erträge zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden, ebenso wie wesentliche
Zwischengewinne, im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen
Einfluss hat und das weder ein Tochterunternehmen noch eine Beteiligung an einem Joint
Venture ist. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen
Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken.
Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung der Finanz- und
Geschäftspolitik vor.
|
|
Sitz | Kapitalanteil in % (direkt) |
Kapitalanteil in % (indirekt) |
Währung | Eigenkapital nach IFRS zum 31.12.10 |
Ergebnis 2010*) |
| Konzern-Muttergesellschaft |
|
|
|
|
|
|
| 1 DCI Database for Commerce and Industry AG | Starnberg | - |
- |
T€ | 1.545 | 8 |
| Konzern-Tochtergesellschaften |
|
|
|
|
|
|
| 2 DCI Database for Commerce and Industry Romania S.R.L., | Brasov | 100,00% | - |
T€ | 323 | 64 |
| 3 DCI Systems Engineering GmbH | Starnberg | 51,00% | - | T€ | -1 | -14 |
*
Das Ergebnis weist den Jahresüberschuss (-fehlbetrag) nach Steuern aus.
**
Berechnung des durchschnittlichen Bestands der Mitarbeiter erfolgte auf Basis des
Durchschnitts der Quartalsendwerte.
***
davon entfallen auf die zum 3.12.2010 endkonsolidierte ITscope GmbH T€ 859
Diese Gesellschaft ist das rumänische Tochterunternehmen der DCI Database for Commerce
and Industry AG und hat folgende Tätigkeitsschwerpunkte: Erzeugung, Verwaltung, Pflege
und Entwicklung von Datenbanken aus dem IT/TK-Bereich sowie die Erzeugung und Entwicklung
von Softwareprogrammen.
Das Unternehmen wurde im September 2009 mit einem Stammkapital von T€ 25 gegründet.
Tätigkeitsschwerpunkte dieser Tochtergesellschaft der DCI Database for Commerce and
Industry AG sind die Entwicklung und der Vertrieb von Software. Die DCI AG hält 51
% (Vorjahr: 55 %) der Anteile. Somit wird die DCI Systems Engineering GmbH im Konzern-Jahresabschluss
vollkonsolidiert, wobei gleichzeitig Anteile ohne beherrschenden Einfluss ausgewiesen
werden.
Das Unternehmen ist seit Ende September 2006 Tochtergesellschaft der DCI Database
for Commerce and Industry AG und hat die Tätigkeitsschwerpunkte Entwicklung und Vermarktung
der Software MarketViewer. Die DCI hält 50,6 % der Stimmrechte der ITscope GmbH. Diese
Gesellschaft wurde bis zum 31.12.2010 vollkonsolidiert, da die DCI die Möglichkeit
hatte, die Finanz- u. Geschäftspolitik der Gesellschaft auf Grund Ihrer Stimmrechtsmehrheit
zu bestimmen und konnte aus Ihrer Tätigkeit Nutzen ziehen (IAS 27.4). Auf Grund einer
in der Satzung der ITscope GmbH gesellschaftsrechtlich vereinbarten nunmehr greifenden
Stimmrechtsklausel kann der Konzern zum 31.12.2010 aus seiner Stimmenmehrheit keinen
beherrschenden Einfluss auf die ITscope GmbH mehr ausüben. Daher wurde die ITscope
GmbH im Konzern zum 31.12.2010 endkonsolidiert. Die Beteiligung wird als Anteile an
assoziierten Unternehmen im Konzern ausgewiesen, da weiterhin ein maßgeblicher Einfluss
auf die Finanz- und Geschäftspolitik der ITscope GmbH besteht.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis
der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem
das jeweilige Konzernunternehmen operiert, entspricht (funktionale Währung). Der Konzernabschluss
ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung des Unternehmens
darstellt.
Der Konzernabschluss wird in der Währung Euro (€) erstellt. Die Bilanzen der ausländischen
Konzerngesellschaft werden nach dem Konzept der funktionalen Währung mit dem Mittelkurs
am Bilanzstichtag, die Gesamtergebnisrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs (rumänischer
Lei (RON)/Euro) umgerechnet.
Sich hieraus ergebende Umrechnungsdifferenzen von T€ -8 (Vorjahr: T€ -7) werden ergebnisneutral
im Eigenkapital erfasst (IAS 21). Transaktionen in anderen als der Funktionswährung
Euro werden mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Gewinne
und Verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden im betrieblichen Ergebnis erfasst.
Der in der Gesamtergebnisrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasste
Verlust aus Fremdwährungstransaktionen beträgt im Geschäftsjahr 2010 T€ 14, der in
den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltene Gewinn T€ 14 (2009: Verlust T€ 21,
Gewinn T€ 25).
Sämtliche Fremdwährungstransaktionen im DCI Konzern wurden im Geschäftsjahr in Rumänischen
Lei abgewickelt. Der für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegte Wechselkurs des
Lei hat sich wie folgt entwickelt (Gegenwert für 1,00 €):
|
|
Stichtagkurs | ||
| 1 EURO | EUR | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Rumänien | RON | 4,2848 | 4,2296 |
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des
vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt.
Dabei sind die wesentlichen Bewertungsverfahren gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die Gesellschaft generiert Umsätze aus der Bereitstellung von Produktinformationen
und Wirtschaftsinformationen sowie aus Dienstleistungen (vorwiegend Erstellung und
Pflege elektronischer Daten - Data Services) und aus Lizenzvergabe (WebTradeCenter
- WTC, Marktübersichten sowie MarketViewer - MV) für die Nutzung von Software-Produkten.
Erlöse aus der Bereitstellung von Produktinformationen und Wirtschaftsinformationen
werden realisiert, nachdem die entsprechende Information bereitgestellt wurde. Umsätze
aus Lizenzvergabe, soweit sie auf Jahreslizenzen (Mitgliedschaften WTC und MV) beruhen,
die grundsätzlich in einem Einmalbetrag pro Jahr gezahlt werden, werden pro rata erlöst
und dementsprechend abgegrenzt. Die Abgrenzung der Erträge im korrekten Zeitraum und
die Auflösungen der abgegrenzten Erträge erfolgen monatlich. Zu einem kleinen Teil
erfolgt auch in den Produktgruppen Medien und Wide Area Infoboard eine Vorausberechnung
bei Auftragserteilung. Diese Umsätze werden ebenfalls erst bei Abruf realisiert. Im
Übrigen verbucht die Gesellschaft Umsätze aus Dienstleistungen, wenn die Dienstleistung
erbracht wurde, das heißt der Verbraucher Informationen von einer Datenbank oder einem
sonstigen Informationsmedium erhalten hat, bzw. aus der Lizenzierung von Software,
wenn diese zur Verfügung gestellt wurde.
Die Realisierung von Softwareumsätzen und den entsprechenden Serviceleistungen erfolgt
in Übereinstimmung mit IAS 18. Bei einer über mehrere Perioden vereinbarten befristeten
Lizenzierung von Schutzrechten wird von einer linearen Ertragsrealisierung ausgegangen.
Die Umsätze beinhalten T€ 1.011 (Vorjahr: T€ 793) aus Lizenzentgelten.
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht unter Berücksichtigung der
ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes gemäß der Effektivzinsmethode
abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten
künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes
auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.
Bei Finanzierungsleasing werden die geleisteten Zahlungen mit finanzmathematischen
Methoden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt.
Nicht bilanzierungsfähige Aufwendungen werden im Zeitpunkt ihres Anfallens aufwandswirksam
in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
Fremdkapitalkosten werden nach IAS 23 im Konzern in der Periode erfolgswirksam erfasst,
in der sie anfallen, da die Voraussetzungen für eine Aktivierung von Fremdkapitalposten
nicht vorliegen.
Der Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12 stellt die Summe des laufenden Steueraufwands
und der latenten Steuern dar.
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das
Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss
aus der Gesamtergebnisrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in
späteren Jahren oder niemals steuerpflichtig bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die
Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der
geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag verabschiedeten Steuersätze berechnet. Die latenten
Steuern wurden länderbezogen berechnet.
Latente Steuerverpflichtungen, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit
Beteiligungen an Tochterunternehmen entstehen, werden angesetzt.
Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen
der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im IFRS-Jahresabschluss und der Steuerbilanz
sowie auf wahrscheinlich realisierbare Verlustvorträge. Dabei kommt die bilanzorientierte
Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung.
Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen
und latente Steueransprüche insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass steuerpflichtige
Gewinne zur Verfügung stehen, gegen welche die abzugsfähigen temporären Differenzen
verrechnet werden können. Ist es unwahrscheinlich, dass steuerpflichtige Gewinne zur
Verfügung stehen, werden aktive latente Steuern gebildet, soweit passive latente Steuern
vorhanden sind.
Bestehende Verlustvorträge im Konzern werden aktiviert, wenn eine nachhaltige positive
Ergebnissituation des Konzerns gegeben ist. Grundlage für die Berechnung ist ein Planungshorizont
von fünf Jahren.
An den folgenden Bilanzstichtagen erfolgt eine Prüfung, ob die steuerlichen Verlustvorträge
zukünftig in dem zum Aktivierungszeitpunkt prognostizierten Umfang genutzt werden
können. Bei Bestehen steuerlicher Verlustvorträge kann das laufende steuerliche Ergebnis
in Deutschland bis zu einem Betrag von T€ 1.000 in vollem Umfang, darüber hinaus jedoch
nur noch zu 60 Prozent mit steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet werden.
Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber
der gleichen Steuerbehörde bestehen und fristenkongruent sind.
Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und
angepasst. Latente Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt
der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben.
Latente Steuern werden generell erfolgswirksam erfasst, außer für solche Positionen,
die direkt im Eigenkapital gebucht werden.
Die Ermittlung des Ergebnisses je Aktie erfolgt nach den Vorgaben des IAS 33 (Earnings
per Share) mittels Division des Konzernergebnisses durch die durchschnittliche gewichtete
Anzahl der während des Geschäftsjahres ausgegebenen Aktien. Ein verwässertes Ergebnis
je Aktie liegt dann vor, wenn aus dem Stammkapital neben Stamm- und Vorzugsaktien
auch Eigenkapitalinstrumente ausgegeben werden, die zukünftig zu einer Erhöhung der
Aktienzahl führen könnten. Dieser Effekt wird entsprechend ermittelt und angegeben.
Erworbene Patente, Lizenzen und gewerbliche Schutzrechte werden in Übereinstimmung
mit IAS 38 zu ihren historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfasst. Entsprechend
ihrer Nutzungsdauern erfolgt die Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten
abzüglich kumulierter Abschreibungen. Bei Erfüllung der Ansatzkriterien von IAS 38.57
werden die Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.
Bei Anzeichen einer Wertminderung werden die planmäßig abnutzbaren immateriellen Vermögenswerte
einem Impairment-Test unterzogen und gegebenenfalls auf den erzielbaren Betrag i.S.d.
IAS 36 abgewertet. Noch nicht betriebsbereite immaterielle Vermögenswerte (z.B. laufende
Entwicklungsprojekte) werden jährlich auf Wertminderungen getestet.
Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer, die für folgende
immaterielle Vermögenswerte einheitlich bestimmt wurde:
| ― |
Marken, Firmenlogos, ERP-Software und Internet Domain Namen: 2-10 Jahre. |
| ― |
Urheberrechtlich geschützte Software: 2-10 Jahre. |
Sämtliche Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach dem Anschaffungskostenmodell von IAS 16
bewertet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren
Anschaffungskosten. Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nur
dann als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes berücksichtigt,
wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen
zufließen wird und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können.
Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam
in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind.
Bei den Vermögenswerten erfolgt die Abschreibung linear, wobei die Anschaffungskosten
über die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte wie folgt auf den Restbuchwert
abgeschrieben werden:
| - Mietereinbauten: | 10 Jahre |
| - Betriebsausstattung: | 3 - 20 Jahre |
| - Geschäftsausstattung: | 3 - 20 Jahre |
Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag
überprüft und gegebenenfalls angepasst. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes
seinen geschätzten erzielbaren Betrag, so wird er sofort auf letzteren abgeschrieben.
Gewinne und Verluste aus den Abgängen von Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag
zwischen den Veräußerungserlösen und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 410 werden im Gegensatz zum
Vorjahr im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden gemäß IAS 36
auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der
Umstände anzeigen, dass der Buchwert ggf. nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust
wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare
Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich
Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte
auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cash-Flows separat identifiziert
werden können (Cash Generating Units).
Bei anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes
(der Zahlungsmittel generierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag
erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert beschränkt, der bestimmt
worden wäre, wenn für den Vermögenswert (der Zahlungsmittel generierenden Einheit)
in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwandes
wird sofort erfolgswirksam erfasst.
Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die
Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen
auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als
Operating-Leasing klassifiziert.
Anlagevermögen, das gemietet bzw. geleast wurde und dessen wirtschaftliches Eigentum
bei der jeweiligen Konzerngesellschaft liegt ("Finance Lease"), wird mit dem Barwert
der Leasingraten bzw. einem niedrigeren Zeitwert gemäß IAS 17 aktiviert und entsprechend
seiner Nutzungsdauer abgeschrieben.
Ist zu Beginn des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, dass das Eigentum
auf den Leasingnehmer übergeht, so ist der Vermögenswert über den kürzeren der beiden
Zeiträume aus Laufzeit des Leasingverhältnisses oder Nutzungsdauer, vollständig abzuschreiben.
Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als
Verpflichtung aus Finanzierungsleasing unter den Verbindlichkeiten gegenüber anderen
Kreditgebern ausgewiesen. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und
Verminderung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der
verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird.
Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand
in der Gesamtergebnisrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst,
es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Verlauf
des Nutzens für den Leasingnehmer.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen
Einfluss hat und das weder ein Tochterunternehmen noch eine Beteiligung an einem Joint
Venture ist. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen
Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken.
Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung der Finanz- und
Geschäftspolitik vor.
Finanzielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien unterteilt:
erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (at
fair value through profit or loss), Darlehen und Forderungen (loans and receivables),
bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (held to maturity) und
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Kategorisierung
hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben
wurden. Das Management bestimmt die Kategorisierung der finanziellen Vermögenswerte
beim erstmaligen Ansatz und überprüft die Kategorisierung zu jedem Stichtag.
(a) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Diese Kategorie hat zwei Unterkategorien: Finanzielle Vermögenswerte, die von Beginn
an als zu Handelszwecken gehalten eingeordnet wurden (held for trading), und solche,
die von Beginn an als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" kategorisiert wurden.
Ein finanzieller Vermögenswert wird dieser Kategorie zugeordnet, wenn er prinzipiell
mit kurzfristiger Verkaufsabsicht erworben wurde oder der finanzielle Vermögenswert
vom Management entsprechend designiert wurde. Derivate gehören ebenfalls dieser Kategorie
an. Vermögenswerte dieser Kategorie werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen,
wenn sie entweder zu Handelszwecken gehalten oder voraussichtlich innerhalb von 12
Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
(b) Darlehen und Forderungen
Darlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen
bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen,
wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereitstellt,
ohne die Absicht, diese Forderungen zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten,
soweit deren Fälligkeit nicht 12 Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Letztere
werden als langfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Darlehen und Forderungen sind
in der Bilanz in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
enthalten.
(c) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle
Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie einer festen Laufzeit,
bei denen der Konzern die Absicht und Fähigkeit besitzt, diese bis zur Endfälligkeit
zu halten. Nach erstmaliger Erfassung werden bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
mit den fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode
abzüglich Wertminderungen bewertet.
(d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle
Vermögenswerte, die entweder dieser Kategorie zugeordnet wurden oder keiner der anderen
dargestellten Kategorien zugeordnet wurden. Sie sind den langfristigen Vermögenswerten
zugeordnet, sofern das Management nicht die Absicht hat, sie innerhalb von 12 Monaten
nach dem Bilanzstichtag zu veräußern.
Alle Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Handelstag angesetzt,
dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet.
Finanzielle Vermögenswerte, die nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert" angehören, werden anfänglich zu ihrem beizulegenden Zeitwert zuzüglich Transaktionskosten
angesetzt. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment
erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken
und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. Zur Veräußerung
verfügbare finanzielle Vermögenswerte und Vermögenswerte der Kategorie "erfolgswirksam
zum beizulegenden Zeitwert" werden nach ihrem erstmaligen Ansatz zu ihren beizulegenden
Zeitwerten bewertet. Darlehen und Forderungen und bis zur Endfälligkeit zu haltende
Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der
Effektivzinsmethode bilanziert.
Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste aus der Änderung des beizulegenden
Zeitwerts von Vermögenswerten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert"
werden in der Periode, in der sie entstehen, erfolgswirksam erfasst. Unrealisierte
Gewinne und unrealisierte Verluste aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts von
Wertpapieren der Kategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden
im Eigenkapital erfasst. Wenn Wertpapiere der Kategorie zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im
Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgswirksam als
Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögenswerten in der Gesamtergebnisrechnung
erfasst.
Die beizulegenden Zeitwerte notierter Anteile bemessen sich nach dem aktuellen Angebotspreis.
Wenn für finanzielle Vermögenswerte kein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht
notierte Vermögenswerte handelt, werden die beizulegenden Zeitwerte mittels geeigneter
Bewertungsmethoden ermittelt. Diese umfassen Bezugnahmen auf kürzlich stattgefundene
Transaktionen zwischen unabhängigen Geschäftspartnern, die Verwendung aktueller Marktpreise
anderer Vermögenswerte, die im Wesentlichen dem betrachteten Vermögenswert ähnlich
sind, Discounted-Cash-Flow-Verfahren sowie Optionspreismodelle, welche die speziellen
Umstände des Emittenten berücksichtigen.
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Anhaltspunkte für eine Wertminderung
eines finanziellen Vermögenswertes bzw. einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.
Im Falle von Eigenkapitalinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte klassifiziert sind, wird ein wesentlicher oder andauernder Rückgang
des beizulegenden Zeitwerts unter die Anschaffungskosten dieser Eigenkapitalinstrumente
bei der Bestimmung, inwieweit die Eigenkapitalinstrumente wertgemindert sind, berücksichtigt.
Wenn ein derartiger Hinweis für zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten existiert,
wird der kumulierte Verlust - gemessen als Differenz zwischen den Anschaffungskosten
und dem aktuellen beizulegenden Zeitwert - abzüglich davor im Hinblick auf den betrachteten
finanziellen Vermögenswert erfasster Wertminderungsverluste aus dem Eigenkapital ausgebucht
und in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Einmal in der Gesamtergebnisrechnung erfasste
Wertminderungsverluste von Eigenkapitalinstrumenten werden nicht ergebniswirksam rückgängig
gemacht.
Vorräte werden gemäß IAS 2 mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten
und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von
Vorräten werden nach der FIFO- (First In - First Out-) Methode bewertet. Der Nettoveräußerungswert
stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen
dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind gemäß IAS 39 zum Nennwert bzw. mit
dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Uneinbringliche und
zweifelhafte Posten wurden einzelwertberichtigt. Für den restlichen Forderungsbestand
wurde eine pauschal ermittelte Wertberichtigung gebildet.
| Einzelwertberichtigung |
|
| Forderungen > 90 Tage überfällig | 100% |
| Pauschalwertberichtigung | 1% |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen in Übereinstimmung mit IAS 7
Bargeld, Sichteinlagen, andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte
mit einer Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von maximal drei Monaten,
welche nicht einem Wertänderungsrisiko unterliegen.
Aktien werden gemäß IAS 1 und IAS 32 als Eigenkapital klassifiziert. Kosten, die direkt
der Ausgabe von neuen Aktien oder Optionen zuzurechnen sind, werden im Eigenkapital
netto nach Steuern als Abzug von den Emissionserlösen bilanziert.
Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 37 gebildet, wenn der Konzern eine
gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung hat, die aus einem vergangenen
Ereignis resultiert, die Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich zu einer Vermögensbelastung
führen wird und die Höhe verlässlich ermittelt werden kann. Wenn eine Anzahl gleichartiger
Verpflichtungen besteht, wird die Wahrscheinlichkeit einer Vermögensbelastung auf
Basis der Gruppe dieser Verpflichtungen ermittelt.
Langfristige Rückstellungen werden - sofern der Effekt wesentlich ist - abgezinst.
Der dabei zum Ansatz kommende Zinssatz ist ein Zinssatz vor Steuern, welcher der momentanen
wirtschaftlichen Situation des Marktumfeldes entspricht und das Risiko der Verpflichtung
berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten werden mit fortgeführten Anschaffungskosten nach IAS 39 bewertet.
Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungsbetrag
oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Verbindlichkeiten sowie Finanzschulden
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen
ausgewiesen.
Als kurzfristig werden Positionen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen;
langfristige Posten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Ein Geschäftssegment ist eine Gruppe von Vermögenswerten und betrieblichen Aktivitäten,
welches Produkte oder Dienstleistungen bereitstellt, die bezüglich ihrer Risiken und
Chancen unterschiedlich von denen anderer Geschäftsbereiche sind.
In der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 werden die operativen Segmente nach dem
sogenannten "management approach" identifiziert und bewertet. Der Ausweis erfolgt
auf Basis jener Information, die der leitende Entscheidungsträger intern für die Bewertung
der Performance von Geschäftssegmenten und die Zuordnung von Ressourcen auf diese
Segmente verwendet. Die Segmente im DCI Konzern sind die Bereiche Information Providing
und eCommerce. Die Segmentberichterstattung erfolgt in Übereinstimmung mit den Bilanzansatz-
und Bewertungsmethoden des zugrunde liegenden IFRS-Konzernabschlusses. Als Segmentabschreibungen
werden die Abschreibungen auf das immaterielle Vermögen und das Sachanlagevermögen
ausgewiesen.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu
treffen und Schätzungen gemäß IAS 1 vorzunehmen, die sich auf Höhe und Ausweis der
bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten
der Berichtsperiode ausgewirkt haben. Sie beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung
der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen, der konzerneinheitlichen
Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Den Annahmen und Schätzungen
liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand fußen.
Insbesondere wurden hinsichtlich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die
zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso
wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des Umfelds zugrunde gelegt.
Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements
liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge
von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den
gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können
von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Nach IAS 39 werden Finanzinstrumente in unterschiedliche Kategorien eingeteilt. IAS
39.67 sieht vor, dass bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung (Buchwert ist
größer als der beizulegende Zeitwert) diese nicht erfolgsneutral im Eigenkapital,
sondern erfolgswirksam zu erfassen ist.
Bei der Ermittlung des Ansatzes von Rückstellungen sind Annahmen über die Wahrscheinlichkeit
des Eintritts des Ressourcenabflusses zu treffen. Diese Annahmen stellen die bestmögliche
Einschätzung der dem Sachverhalt zugrunde liegenden Situation dar, unterliegen jedoch
durch die notwendige Verwendung von Annahmen einer gewissen Unsicherheit. Bei der
Bemessung der Rückstellungen sind ebenfalls Annahmen über die Höhe des möglichen Ressourcenabflusses
zu treffen. Eine Änderung der Annahmen kann somit zu einer abweichenden Höhe der Rückstellung
führen. Demnach ergeben sich durch die Verwendung von Annahmen auch hier gewisse Unsicherheiten.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten
Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, sodass aus gegenwärtiger Sicht
nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte
der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Jahr auszugehen ist.
Zielsetzung der Anhangsangaben gemäß IFRS 7 ist die Vermittlung von entscheidungsrelevanten
Informationen über die Höhe, den Zeitpunkt und die Wahrscheinlichkeit des Eintretens
der künftigen Cashflows, die aus Finanzinstrumenten resultieren sowie eine Abschätzung
der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken.
Der DCI Konzern setzt sich aus Gesellschaften zusammen, deren übliche Geschäftstätigkeit
eine Vielzahl vertraglicher Vereinbarungen beinhaltet, die zur Entstehung finanzieller
Vermögenswerte oder finanzieller Verbindlichkeiten führen.
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu
einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen
Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte
umfassen neben den liquiden Mitteln vor allem unverbriefte Forderungen wie Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen und Darlehensforderungen sowie verbriefte
Forderungen wie Schecks, Wechsel oder Schuldverschreibungen.
Ebenso können unter dem Begriff finanzielle Vermögenswerte auch bis zur Endfälligkeit
gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene Derivate verstanden
werden. Finanzielle Verbindlichkeiten hingegen begründen regelmäßig eine vertragliche
Verpflichtung zur Rückgabe liquider Mittel oder anderer finanzieller Vermögenswerte.
Hierunter zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener
Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel sowie geschriebene Optionen und derivative
Finanzinstrumente mit negativem Fair Value.
Durch die Nutzung von Finanzinstrumenten ist der Konzern spezifischen finanziellen
Risiken ausgesetzt, deren Art und Ausmaß durch die Anhangsangaben transparent gemacht
werden soll. Diese Risiken umfassen typischerweise das Kredit-, Liquiditäts- sowie
das Marktpreisrisiko, insbesondere Wechselkurs-, Zins- und sonstiges Preisrisiko.
Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die potenziell negativen
Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Das Risikomanagement erfolgt
durch zentral verabschiedete Weisungen.
Die Unternehmen des DCI Konzerns beliefern Kunden in weiten Teilen der EU. Ausfallrisiken
bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den sonstigen Forderungen
können dadurch entstehen, dass Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.
Erkennbare Ausfallrisiken im Forderungsbestand werden grundsätzlich durch Bildung
von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Die Entwicklung der Wertberichtigungen
auf "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" wird tabellarisch in der Anhangsangabe
13 "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" detailliert.
Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten nach Einschätzung
des Konzerns keine wesentlichen Ausfallrisiken. Die bestehenden Ausfallrisiken bei
den Forderungen gegen assoziierte Unternehmen wurden berücksichtigt.
Die Position sonstige kurzfristige Vermögenswerte enthält im Wesentlichen aktive Rechnungsabgrenzungsposten.
Insofern bestehen hier kaum Ausfallrisiken.
Als Liquiditätsrisiko wird im DCI Konzern das Risiko bezeichnet, Verpflichtungen aus
den Kategorien Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten
gegenüber assoziierten Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten resultierenden Zahlungsverpflichtungen
nicht termingerecht erfüllen zu können. Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt
daher das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln ein. Die nachstehende
Darstellung gibt Aufschluss über die finanziellen Verbindlichkeiten, eingeteilt nach
Restlaufzeitkategorien.
|
|
2010 Fälligkeiten | 2009 Fälligkeiten | ||||
| T€ |
Gesamt | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Gesamt | < 1 Jahr |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen | 212 | 212 | 0 | 0 | 129 | 129 |
| Verbindlichkeiten gg. assoziierten Unternehmen | 175 | 175 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 40 | 14 | 26 | 0 | 44 | 20 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 329 | 329 | 0 | 0 | 369 | 369 |
| Summe finanzieller Verbindlichkeiten | 756 | 730 | 26 | 0 | 542 | 518 |
|
|
2009 Fälligkeiten | |
| T€ |
1-5 Jahre | > 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gg. assoziierten Unternehmen | 0 | 0 |
| Leasingverbindlichkeiten | 24 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 |
| Summe finanzieller Verbindlichkeiten | 24 | 0 |
Eine detaillierte Darstellung der sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt in der Anhangsangabe
23.
Die Wechselkursrisiken beziehen sich hierbei auf in Fremdwährung lautende Forderungen,
Verbindlichkeiten und Schulden sowie künftige Cashflows in Fremdwährung, die aus antizipierten
Transaktionen resultieren.
Der Konzern wickelt einen Teil seiner Warenbezüge in Rumänischen Lei ab und ist in
Folge dessen einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen
des Rumänischen Lei basiert. Das Fremdwährungsrisiko entsteht aus erwarteten zukünftigen
Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und Schulden.
Von den im Konzern ausgewiesenen Finanzinstrumenten entfallen T€ 60 (Vorjahr: T€ 49)
auf in Fremdwährung lautende finanzielle Verbindlichkeiten. Die auf Fremdwährung bezogene
Risikokonzentration stellt sich wie folgt dar:
|
|
2010 | 2009 |
| Buchwert der finanziellen Vermögenswerte |
|
|
| T€ (Euro) | 146 | 45 |
| TRON (Rumänische Lei) | 626 | 190 |
|
|
2010 | 2009 |
| Buchwert der finanziellen Verbindlichkeiten |
|
|
| T€ (Euro) | 60 | 49 |
| TRON (Rumänische Lei) | 255 | 206 |
Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen
hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital
zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt der DCI Konzern Preisrisiken in den Tochterunternehmen.
Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen
der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen
werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ
für das Gesamtjahr ist.
Zum Bilanzstichtag unterliegt die DCI Database for Commerce and Industry AG als auch
ihre Beteiligungen Währungsrisiken, die in den Bilanzpositionen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, liquide Mittel, sonstige Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten reflektiert werden.
Wäre der Euro zum 31. Dezember 2010 gegenüber den Fremdwährungen, in denen der DCI
Konzern tätig ist, um 10 Prozent aufgewertet (abgewertet) gewesen, würde dieses zu
einer unwesentlichen Eigenkapitaländerung führen.
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie
sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten
auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse in Frage. Zum Bilanzstichtag
hatte der DCI Konzern jedoch keine Anteile an anderen börsennotierten Unternehmen.
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzpositionen auf die Klassen und
Kategorien gemäß IAS 39 sowie die Korrespondierenden Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte
der Finanzinstrumente:
| T€ | Bewertungskategorien nach IAS 39 |
Buchwert 2010 | Fair Value 2010 | Wertansatz nach IAS 39 | ||
|
|
|
|
|
Fortgeführte AK |
Fair Value Erfolgsneutral |
Fair Value Erfolgswirksam |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | AfS | 250 | 250 | 0 | 0 | 250 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 297 | 297 | 297 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen assoziierten Unternehmen | LaR | 278 | 278 | 278 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 1.542 | 1.542 | 1.542 | 0 | 0 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing |
|
26 | 26 | 26 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FL-AC | 212 | 212 | 212 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gg. assoziierten Unternehmen | FL-AC | 175 | 175 | 175 | 0 | 0 |
| T€ | Bewertungskategorien nach IAS 39 |
Buchwert 2009 | Fair Value 2009 | Wertansatz nach IAS 39 | ||
|
|
|
|
|
Fortgeführte AK |
Fair Value Erfolgsneutral |
Fair Value Erfolgswirksam |
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | AfS | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 254 | 254 | 254 | 0 | 0 |
| Forderungen gegen assoziierten Unternehmen | LaR | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 1.624 | 1.624 | 1.624 | 0 | 0 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Langfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing | FL-AC | 24 | 24 | 24 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
|
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FL-AC | 129 | 129 | 129 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gg. assoziierten Unternehmen | FL-AC | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| AfS | = zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte |
| LaR | = Darlehen und Forderungen |
| FL-AC | = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten |
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing fallen nicht in den Anwendungsbereich von
IAS 39 und werden daher gesondert ausgewiesen.
Für die Bestimmung des Zeitwertes wurden folgende Bewertungsverfahren angewandt:
| 1. | DCF-Verfahren |
| 2. | Übliche Preisfindungsansätze |
Zu 1. DCF-Verfahren:
| 1. | Diskontierungssätze Die künftigen finanziellen Überschüsse wurden mit einem Zinssatz von 8% diskontiert. |
| 2. | Aus der Vergangenheit wurden die finanziellen Überschüsse für die Zukunft abgeleitet. |
| 3. | Bei der Ableitung sind wir von einer normalen wirtschaftlichen Entwicklung ausgegangen. |
Bei Erhöhung bzw. Verminderung des Diskontierungssatzes um 2 % ergibt sich eine Eigenkapitalauswirkung
von rd. +/- 5 %.
Eine Veränderung der künftigen finanziellen Überschüsse von z.B. 10 % hat eine entsprechende
Änderung des Eigenkapitals zur Folge.
Zu 2. Übliche Preisfindungsansätze:
Hierbei kam ein Multiple-Verfahren zum Einsatz. Es wurde ein üblicher aktueller EBIT-Multiple
für die Bewertung verwendet. Bei Anwendung einer üblichen Unter- bzw. Obergrenze der
Multiples würde sich eine Auswirkung auf das Eigenkapital zwischen T€ -50 / T€ +50
ergeben.
Angaben zu Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden (IFRS
7.27 a und b):
| T€ | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen |
|
|
|
| Stand 31.12.2010 | 0 | 0 | 250 |
| T€ | Stufe 3 | davon erfolgswirksam |
| Anteile an assoziierten Unternehmen |
|
|
| Stand 01.01.2010 | 0 |
|
| Umgliederung | 250 | 250 |
| Stand 31.12.2010 | 250 |
|
Der Gewinn aus der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts ist in der Nr. 9 der Gesamtergebnisrechnung
enthalten. Zu den Gründen der Umgliederung vergleiche Ausführungen zur Endkonsolidierung
ITscope GmbH vgl. Abschnitt A Änderungen des Konsoliderungskreises.
Die Steuerung der Kapitalstruktur erfolgt überwiegend dezentral in den Tochterunternehmen
und Geschäftseinheiten. Auf Konzernebene wird das Kapitalmanagement der einzelnen
Gesellschaften im Rahmen eines regelmäßigen Reportingprozesses überwacht und im Bedarfsfall
unterstützt und optimiert. Entscheidungen über Dividendenzahlungen oder Kapitalmaßnahmen
werden im Einzelfall auf Basis des internen Reportings und in Absprache mit den Tochterunternehmen
getroffen.
Das gemanagte Kapital umfasst sämtliche kurz- und langfristigen Schuld- und Verbindlichkeitspositionen
sowie die Eigenkapitalbestandteile. Die Entwicklung der Kapitalstruktur im Zeitverlauf
und die damit verbundene Veränderung der Abhängigkeit von externen Kreditgebern, werden
mit Hilfe des Verschuldungskoeffizienten (Gearing Ratio) gemessen. Die Ermittlung
des dargestellten Gearing Ratio erfolgt auf einer Stichtagsbetrachtung unter Einbeziehung
des bilanziellen Eigenkapitals.
Ziel des Unternehmens ist es, die Gearing Rate unter 100 zu halten.
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| langfristige Schulden | 89 | 101 |
| kurzfristige Schulden | 1.116 | 822 |
| Schulden | 1.205 | 923 |
| Eigenkapital | 1.867 | 1.869 |
| Gearing Ratio | 65 | 49 |
Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Erlöse Segment Information Providing | 3.737 | 3.647 |
| Erlöse Segment eCommmerce | 1.011 | 793 |
|
|
4.748 | 4.440 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 38 | 29 |
| Lohnfortzahlungserstattungen | 8 | 15 |
| Erträge aus Kursdifferenzen | 14 | 25 |
| Sonstige | 27 | 103 |
|
|
87 | 172 |
Die bezogenen Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Fremdleistungen | 845 | 605 |
| Kosten Internetservice | 55 | 49 |
| Lizenzgebühren | 195 | 113 |
| Sonstige | 15 | 2 |
|
|
1.110 | 769 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Löhne und Gehälter | 2.021 | 2.107 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 359 | 384 |
|
|
2.380 | 2.491 |
Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl (festangestellte Mitarbeiter, Kopfzahlen) des
Konzerns, ohne die Vorstände, betrug in den Geschäftsjahren 2009 und 2010:
|
|
2010 | 2009 |
| DCI AG | 19 | 20 |
| ITscope GmbH | 18 | 16 |
| DCI Systems Engineering GmbH | 1 | 1 |
| DCI Romania | 60 | 60 |
| Gesamt | 98 | 97 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Verwaltungskosten | 426 | 415 |
| Rechts- und Beratungskosten | 130 | 121 |
| Vertriebskosten | 596 | 735 |
| Verluste Anlagenabgängen | 60 | 56 |
| Sonstiges | 173 | 156 |
|
|
1.385 | 1.483 |
Die Verwaltungskosten betreffen im Wesentlichen Mietaufwand in Höhe von T€ 256 (Vorjahr:
T€ 267).
Die sonstigen Aufwendungen mit T€ 173 (Vorjahr: T€ 156) resultieren im Wesentlichen
aus:
| ― |
Patentaufwendungen T€ 54 |
| ― |
Kosten Büromaterial und Kommunikationsaufwand von T€ 32 |
| ― |
Kosten für Reparaturen und Wartungen T€ 16 |
| ― |
Aufwendungen aus Kursdifferenzen T€ 14 |
| Endkonsolidierung der ITscope GmbH nach IAS 27 | T€ |
| Vermögenswerte von ITscope zu Buchwerten | -529 € |
| Schulden von ITscope zu Buchwerten | 365 € |
|
|
-164 € |
| zuzüglich: |
|
| Ausbuchung der Buchwerte aller nicht beherrschenden Anteile | 78 € |
|
|
-86 € |
| zuzüglich: |
|
| Beizulegender Zeitwert der verbleibenden Anteile des ehemaligen Tochterunternehmens | 250 € |
| Endkonsolidierungserfolg i.e.S. | 164 € |
| Aufleben von Verbindlichkeiten/Forderungen | -44 € |
| Gesamterfolg aus der Beendigung der Vollkonsolidierung der ITscope GmbH | 120 € |
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 14 (Vorjahr: T€
25) resultieren im Wesentlichen aus der Verzinsung von Fest- und Tagesgeldern.
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von T€ 6 (Vorjahr: T€ 10) resultieren
im Wesentlichen aus der Verzinsung der Leasing Verträge in Rumänien.
Der Ertragsteuerertrag setzt sich wie folgt zusammen:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Latenter Steueraufwand auf temporäre Differenzen | 19 | 16 |
| Latenter Steuerertrag aus Aktivierung von Verlustvorträgen | 0 | 0 |
| Wertberichtigung auf Aktivierung von Verlustvorträgen | 13 | 134 |
| Latenter Steueraufwand Summe | 32 | 150 |
| Steueraufwand gemäß Veranlagung | 15 | 4 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag gesamt | 47 | 154 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte länderbezogen. Die latenten Steuerbeträge
waren ausschließlich auf Deutschland zu beziehen. Hier ergibt sich wie im Vorjahr
ein durchschnittlicher Steuersatz von 27,5 %.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| tatsächlicher Steueraufwand: |
|
|
| Deutschland | - | - |
| Ausland | 15 | 4 |
| Summe | 15 | 4 |
Im folgenden eine Überleitung des Aufwands aus Ertragsteuern nach IAS 12:
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Ergebnis vor Steuern | 105 | -172 |
| Theoretischer Steuerbetrag |
|
|
| Rumänien |
|
|
| Ergebnis vor Steuer T€ 80/ T€ 1 bei Steuersatz von 16 % | 13 | 0 |
| Deutschland |
|
|
| Ergebnis vor Steuer T€ 25/T€ -173 bei Steuersatz von 27,5 % | 7 | 0 |
| Erwarteter Steueraufwand | 20 | 0 |
| Überleitungsrechnung zum tatsächlichen Steueraufwand |
|
|
| Rumänien |
|
|
| Ergebnis vor Steuer | 80 | 1 |
| nichtabziehbare Aufwendungen | 12 | 21 |
| Zu versteuerndes Einkommen | 92 | 22 |
| Steueraufwand bei Steuersatz von 16 % | 15 | 4 |
| Deutschland |
|
|
| Ergebnis vor Steuer | 25 | -173 |
| Nutzung steuerlicher Verlustvorträge | -25 | 0 |
| Zu versteuerndes Einkommen | 0 | -173 |
| Steueraufwand bei Steuersatz von 27,5 % | 0 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand insgesamt | 15 | 4 |
Die latenten Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Aktive latente Steuern |
|
|
| aus steuerlichen Verlustvorträgen | 22.491 | 23.706 |
| Wertberichtigung darauf | 22.413 | 23.615 |
| Aktive latente Steuern gesamt: | 78 | 91 |
| Passive latente Steuern |
|
|
| Bewertungsunterschiede bei der Aktivierung selbstentwickelter Vermögenswerte |
30 | 50 |
| Passive latente Steuern gesamt: | 30 | 50 |
Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf
den folgenden Daten:
|
|
Summe | Summe |
|
|
2010 | 2009 |
| Anzahl Aktien unverwässert | 8.464.592 | 8.464.592 |
| Ergebnis T€ | 54 | -320 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie EUR | 0,01 | -0,04 |
| Optionsrechte | 479.000 | 451.000 |
| Potentiell verwässernde Aktien | 0 | 0 |
Die Entwicklung des Anlagevermögens nach Bilanzpositionen bis zum Bilanzstichtag am
31. Dezember 2010 ist dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen, der integraler Bestandteil
des Anhangs ist.
Die Zugänge bei den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten von T€ 215 erfüllen
die Ansatzkriterien von IAS 38.57.
Der Ausweis der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft die 50,6 %-ige Beteiligung
an der ITscope GmbH, Karlsruhe (vgl. Textziffer 6).
Angaben zu assoziierten Unternehmen:
|
|
31.12.2010 |
|
|
T€ |
| Vermögenswerte gesamt | 676 |
| Schulden gesamt | 460 |
| Nettoreinvermögen | 216 |
| Konzernanteil am Nettoreinvermögen der assoziierten Unternehmen | 109 |
| Umsatzerlöse gesamt | 1.117 |
| Jahresergebnis gesamt | 89 |
| Konzernanteil am Periodenergebnis der assoziierten Unternehmen | 45 |
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr 2010
auf insgesamt T€ 249 (Vorjahr: T€ 211). Darüber hinaus wurden Abschreibungen in Höhe
von T€ 70 (Vorjahr: T€ 55) auf aktivierte selbst geschaffene Vermögenswerte vorgenommen.
Die Aktivierung von unfertigen Leistungen basiert auf Projektarbeiten, deren Realisierung
im ersten Quartal 2011 zu erwarten ist.
Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 297 (Vorjahr:
T€ 254), resultieren aus Umsätzen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sämtliche Forderungen
werden innerhalb eines Jahres fällig. Darstellung gemäß IFRS 7:
| T€ | 2010 | 2009 |
| Forderungen LL vor Wertberichtigungen | 344 | 321 |
| Wertberichtigungen | -47 | -67 |
| Buchwert der Forderungen | 297 | 254 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie
folgt entwickelt:
| T€ | 2010 | 2009 |
| 01. Januar | -67 | -45 |
| Zuführung | 0 | -22 |
| Auflösung | 13 | 0 |
| Abgang ITscope GmbH | 7 | 0 |
| 31. Dezember | -47 | -67 |
Zum 31. Dezember 2010 stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen wie folgt dar:
| T€ | 2010 | 2009 |
| Buchwert | 344 | 321 |
| Davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 242 | 135 |
| Davon zum Abschlussstichtag wertgemindert | 57 | 77 |
| Davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig |
|
|
| bis 90 Tage überfällig | 45 | 109 |
| 90 Tage bis 180 Tage überfällig | 0 | 0 |
| mehr als 180 Tage überfällig | 0 | 0 |
Der Ausweis betrifft Forderungen gegen die ITscope GmbH i. H. v. T€ 428, die in mit
T€ 150 zum 31.12.2010 wertberichtigt wurden.
Die sonstigen Vermögenswerte in Höhe von T€ 83 (Vorjahr: T€ 79) beinhalten im Wesentlichen
aktive Rechnungsabgrenzungen.
In dieser Position werden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer
Fristigkeit von unter 3 Monaten ausgewiesen.
Diese betragen T€ 1.542 (Vorjahr: T€ 1.624). Von diesen sind T€ 178 (Vorjahr: T€ 213)
als Sicherheit für die Bankeinzugsermächtigungsverfahren, eine Mietbürgschaft sowie
ein Avalkonto verpfändet und stehen damit kurzfristig zur Liquiditätsdeckung nicht
zur Verfügung.
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 8.464.592 auf den Inhaber lautende Stückaktien
zu einem Nennwert von je € 1,00. Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr
€ 8.464.592,00 und ist voll einbezahlt.
Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009) ist der Vorstand bis zum 30. April 2014 ermächtigt, das Grundkapital
mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stammaktien
gegen Bareinlage oder auch gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen,
insgesamt jedoch höchstens um einen Nennbetrag von T€ 4.200 durch Ausgabe von Stück
4.200.000 Aktien (genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt,
jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der
Aktionäre zu entscheiden. Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 unverändert
T€ 4.200.
Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 13. Juli 2006 ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats bis zum 31. Dezember 2011 einmalig oder mehrmalig Bezugsrechte auf
bis zu 840.000 Stück Stammaktien an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer sowie
an Mitglieder der Geschäftsführungen und an Arbeitnehmer verbundener Unternehmen zu
gewähren (bedingtes Kapital 2006/I).
Zu den Bedingungen des Optionsplans siehe unten.
Am 27. Mai 2009 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die von der
Hauptversammlung am 13. Juli 2004 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-
und/ oder Optionsschuldverschreibungen in Höhe von T€ 2.000 sowie zum Ausschluss des
Bezugsrechts (bedingtes Kapital 2009/I) zu erneuern (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an
die Inhaber oder Gläubiger von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die von
der Gesellschaft begeben werden.
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. April 2014 einmalig oder mehrmalig auf den
Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
im Gesamtnennbetrag von T€ 2.000 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben
und den Inhabern oder Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte
auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis
zu T€ 2.000 zu gewähren. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats,
das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen.
Der festzusetzende Wandlungspreis darf 80 % des Durchschnitts nicht unterschreiten,
der sich aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem)
an den zehn Börsenhandelstagen vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand
über die Begebung der Wandelschuldverschreibungen ergibt; der Wandlungspreis muss
mindestens € 1,00 betragen. Es bestehen keine Aktien-Rückkaufbefugnisse für die Gesellschaft.
Der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2010 ermittelt sich wie folgt:
|
|
T€ |
| Verlustvortrag 31.12.2009 | -85.924 |
| Jahresergebnis 2010 | 54 |
| Bilanzverlust zum 31.12.2010 | -85.870 |
An der in 2009 gegründeten DCI Systems Engineering GmbH waren zum Stichtag Minderheitsgesellschafter
mit 49 % beteiligt.
Der Vorstand wurde in der Hauptversammlung vom 13. Juli 2006 ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats bis zum 31. Dezember 2011 einmalig oder mehrmalig Bezugsrechte auf
bis zu 840.000 Stück Stammaktien an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer sowie
an Mitglieder der Geschäftsführungen und an Arbeitnehmer verbundener Unternehmen zu
gewähren.
Die Optionsrechte können frühestens zwei Jahre nach Zuteilungszeitpunkt ausgeübt werden.
Dann können bis zu 40% der Optionsrechte und in jedem Folgejahr je bis zu 30% ausgeübt
werden. Die Ausübung der Optionsrechte ist einmal jährlich zulässig und auf einen
Zeitraum beschränkt, der mit dem Tag nach der jährlichen Hauptversammlung beginnt
und sechs Wochen andauert. Innerhalb eines Bezugsfensters können die Bezugsrechte
nur einmalig ausgeübt werden.
Der Basispreis ist der durchschnittliche Börsenkurs der Inhaber-Stammaktien an den
letzten zehn Handelstagen im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem)
vor Wirksamwerden der individuellen Optionsrechtsvereinbarung, jedoch nicht unter
€ 1,00. Der Bezugspreis ist der Durchschnittskurs der letzten zehn Handelstage zum
Zeitpunkt der Gewährung. Das vereinbarte Erfolgsziel ist eine Kurssteigerung von 20%
je Kalenderjahr im Verhältnis zum Basispreis. Wenn nach Ablauf der jeweiligen Wartefristen
das vereinbarte Erfolgsziel nicht erreicht wurde, verfallen die jeweiligen Optionen
für den Berechtigten und können erneut von der AG gewährt werden.
Die Optionen erlöschen, soweit sie nicht ausgeübt werden, innerhalb eines Zeitraums
von fünf Jahren ab Zuteilung.
Im Jahr 2010 wurden 90.000 neue Optionen gewährt (Vorjahr: 0). Verfallen sind im Berichtsjahr
58.500 (Vorjahr: 3.500). Zum 31. Dezember 2010 gab es 479.000 ausstehende Optionen
(Vorjahr: 447.500).
Die Bewegungen der ausstehenden Aktienoptionen in 2006 bis 2010 sind in der folgenden
Tabelle zusammengefasst:
|
|
Anzahl der Aktienoptionen |
gewichteter Durchschnittspreis in € |
gewichtete Restlaufzeit in Monaten |
| Gewährung 2006 | 155.000 | 1,00 | 35 |
| Verfallen im Geschäftsjahr 2006 | -1.000 | 1,00 |
|
| Ausstehend zum 31.12.2006 | 154.000 | 1,00 | 29 |
| Verfallen im Geschäftsjahr 2007 | -12.500 | 1,00 |
|
| Ausstehend zum 31.12.2007 | 141.500 | 1,00 | 17 |
| Gewährung 2008 | 332.500 | 1,00 | 35 |
| Verfallen im Geschäftsjahr 2008 | -23.000 | 1,00 |
|
| Ausstehend zum 31.12.2008 | 451.000 | 1,00 | 27 |
| Verfallen im Geschäftsjahr 2009 | -3.500 | 1,00 |
|
| Ausstehend zum 31.12.2009 | 447.500 | 1,00 | 17 |
| Gewährung 2010 | 90.000 | 1,00 | 35 |
| Verfallen im Geschäftsjahr 2010 | -58.500 | 1,00 |
|
| Ausstehend zum 31.12.2010 | 479.000 | 1,00 | 17 |
Der Ausübungspreis beträgt € 1,00. Zum 31. Dezember 2010 sind 479.000 Aktienoptionen
nicht ausübbar. Die gewährten Aktienoptionen wurden nach IFRS 2 bewertet. Der Fair
Value zum Zeitpunkt der Ausgabe betrug bei den in 2006 gewährten Optionen € 0,00,
der Wert der in 2008 ausgegebenen Optionen betrug am Tag der Ausgabe T€ 75. Der Kurs
der DCI Aktie betrug am Ausgabetag € 0,53. Die Bewertung erfolgte nach dem Black-Scholes-Verfahren
unter Berücksichtigung einer Volatility von 90 % und einem Zins von 3,2 %. Der Wert
der in 2010 ausgegebenen Optionen betrug am Tag der Ausgabe T€ 21. Der Kurs der DCI
Aktie betrug am Ausgabetag € 0,47. Die Bewertung erfolgte nach dem Black-Scholes-Verfahren
unter Berücksichtigung einer Volatility von 106 % und einem Zins von 2,09 %.
Der im Geschäftsjahr 2010 zu erfassende Personalaufwand betrug T€ 25.
Unter den langfristigen Rückstellungen ist die Rückstellung für Archivierung erfasst.
| T€ | 01.01.2010 | Auflösung | Zuführung | Verbrauch | 31.12.2010 |
| langfristig |
|
|
|
|
|
| Archivierung | 27 | 0 | 9 | -3 | 33 |
| kurzfristig |
|
|
|
|
|
| Ausstehende Rechnungen | 107 | -26 | 249 | -146 | 184 |
| Rechts- und Beratungskosten | 65 | -8 | 76 | -50 | 83 |
| Aufsichtsratsbezüge | 33 | -3 | 30 | -30 | 30 |
| Kosten Hauptversammlung | 32 | 0 | 24 | -32 | 24 |
| Rückstellungen für Personalaufwand | 38 | 0 | 12 | -21 | 29 |
| Übrige | 29 | -1 | 35 | -27 | 36 |
|
|
331 | -38 | 435 | -309 | 419 |
Bezüglich der Schätzmethoden bei Rückstellungen verweisen wir auf den Abschnitt "Annahmen
und Schätzungen bei der Bilanzierung und Bewertung" unter Abschnitt B.
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen
für Nachberechnungen im Rahmen von Gegengeschäften mit ITscope GmbH (T€ 91), für Renovierungskosten
(T€ 25) sowie für ausstehende Provisionsrechnungen (T€ 53).
Die Rückstellungen für Personalaufwand wurden größtenteils für noch bestehende Urlaubsansprüche
(T€ 21) gebildet.
Im Konzern sind Mietkaufverträge für Software und Kraftfahrzeuge abgeschlossen. Diese
laufen spätestens 2013 aus, sind aktiviert und unter den immateriellen Vermögenswerten
sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen
im Zusammenhang mit solchen Leasingverträgen betrugen für das Jahr 2010 insgesamt
T€ 36 (2009: T€ 35).
Im Folgenden sind die Leasingraten des Finanzierungsleasings bis 2013 (Zeitpunkt der
letzten Leasingrate) dargestellt:
| Leasingraten: | T€ | |
|
|
2011 | 14 |
|
|
2012 | 19 |
|
|
2013 | 7 |
|
|
Summe brutto | 40 |
| abzüglich Zinsanteil | -4 | |
|
|
Nettozahlungen | 36 |
|
|
kurzfristig (< 1 Jahr) | 14 |
|
|
langfristig (>1 Jahre) | 26 |
Im Folgenden weitere Angaben im Zusammenhang mit dem Finanzierungsleasing:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Anschaffungskosten | 219 | 215 |
| Kumulierte Abschreibungen | 145 | 128 |
| Restbuchwert | 74 | 87 |
Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Es bestehen
keine Sicherungen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 212 (Vorjahr:
T€ 129) bestehen gegenüber Dritten. Sie werden zum Nennbetrag bzw. Rückzahlungsbetrag
angesetzt und sind innerhalb eines Jahres fällig.
Da die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen allesamt kurzfristig sind,
entspricht der Rückzahlungsbetrag auch dem beizulegenden Zeitwert. Es wurden daher
keine Abzinsungseffekte berücksichtigt.
Die Verbindlichkeit i. H. v. T€ 175 besteht gegenüber der ITscope GmbH und wurde zum
Rückzahlungsbetrag bewertet.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 23 | 1 |
| Löhne und Gehälter | 25 | 25 |
| Steuerverbindlichkeiten | 139 | 55 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 138 | 286 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4 | 2 |
|
|
329 | 369 |
Die Steuerverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält von Mitgliedern des WebTradeCenters
geforderte Entgelte, die für die Nutzung der Datenbank ein Jahr im Voraus berechnet
werden. Der abgegrenzte Betrag entspricht der anteiligen Nutzungsbefugnis für die
Zeit nach dem Bilanzstichtag. Weiterer Bestandteil sind Berechnungen an Kunden der
Produktgruppen Apps, Medien, Data Services und WAI, die zu Vertragsbeginn die Leistungen
berechnet bekommen und diese nach Bedarf abrufen.
Die ausgewiesenen Positionen sind nicht verzinslich. Aufgrund der restlichen Laufzeit
von unter einem Jahr entsprechen die ausgewiesenen Rückzahlungsbeträge auch den Zeitwerten
der Verbindlichkeiten.
Gemäß IFRS 8 ist eine operative Segmentberichterstattung nach dem sogenannten "management-approach"
aufzuzeigen. Die Abgrenzung der einzelnen Segmente erfolgt auf der Basis der unterschiedlichen
Risiken und Chancen.
Das operative Segmentberichtsformat bildet die Geschäftsfelder. Der Konzern ist in
zwei Geschäftsfelder untergliedert:
In diesem Segment sind folgende Produktgruppen zusammengefasst:
| ― |
Medien: Pushmedien für den Produktabsatz von Industrie und Handel (zum Beispiel: DCI Highlight, Premium E-Mail (HTML) für Marketing und Vertrieb) |
| ― |
Data Services: Massendatenerfassung und -pflege, Veredelung, Klassifizierung und Lizenzierung von Produkt- und Adressdaten (angesiedelt in der rumänischen Tochtergesellschaft DCI Romania S.R.L.) |
| ― |
Wide Area Infoboard (WAI): eine patentierte Technologie, mit welcher per E-Mail Inhalte automatisiert auf Webportalen zugänglich gemacht werden können. |
| ― |
Online-Informationsdatenbank für ITK-Produkte (DCI WebTradeCenter) |
| ― |
Marktübersichten |
| ― |
Market Viewer |
| 2010 |
|
eCommerce | Information Providing |
nicht zugeordnet |
Konzern |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Externe Verkäufe | 1.011 | 3.737 | - |
4.748 | |
| Davon in Deutschland | 950 | 3.406 |
|
4.356 | |
| Davon im Ausland | 61 | 331 |
|
392 | |
| - | Österreich | 6 | 35 |
|
41 |
| - | Schweiz | 2 | 62 |
|
64 |
| - | Niederlande | 2 | 114 |
|
116 |
| - | USA | 1 | 15 |
|
16 |
| - | übrige | 50 | 105 |
|
155 |
| Anteil am Konzernumsatz | 21,3 % | 78,7 % |
|
100,0 % | |
| Segmentergebnis | -161 | 138 | - |
-23 | |
| Endkonsolidierungsertrag | 120 | - | - | 120 | |
| Zinserträge | - | 14 | - | 14 | |
| Zinsaufwendungen | - | -6 | - | -6 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -41 | 146 | - |
105 | |
| Ertragsteuern | -18 | -15 | -14 | -47 | |
| Minderheitenanteile | -4 |
|
|
-4 | |
| Ergebnis nach Steuern | -63 | 131 | -14 | 54 | |
| Sonstiges Ergebnis | - | -8 | - | -8 | |
| Gesamtergebnis | -63 | -123 | -14 | 46 | |
| Segmentvermögen | 407 | 1.156 | 1.509 | 3.072 | |
| Segmentschulden | 53 | 479 | 673 | 1.205 | |
| Investitionen | 201 | 78 | 32 | 311 | |
| Abschreibungen | 68 | 120 | 43 | 232 | |
| 2009 |
|
eCommerce | Information Providing | nicht zugeordnet |
Konzern |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Externe Verkäufe | 793 | 3.647 | - |
4.440 | |
| Davon in Deutschland | 752 | 3.305 |
|
4.057 | |
| Davon im Ausland | 41 | 342 |
|
383 | |
| - | Österreich | 24 | 22 |
|
46 |
| - | Schweiz | 6 | 45 |
|
51 |
| - | Niederlande |
|
149 |
|
149 |
| - | USA |
|
39 |
|
39 |
| - | übrige | 11 | 87 |
|
98 |
| Anteil am Konzernumsatz | 17,9 % | 82,1 % |
|
100,0 % | |
| Segmentergebnis | -68 | -119 | - |
-187 | |
| Zinserträge | 2 | 23 | - | 25 | |
| Zinsaufwendungen | - | -10 | - | -10 | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -66 | -106 | - |
-172 | |
| Ertragsteuern | -2 | -4 | -148 | -154 | |
| Minderheitenanteile | -6 |
|
|
-6 | |
| Ergebnis nach Steuern | -62 | -110 | -148 | -320 | |
| Sonstiges Ergebnis | - | -7 | - | -7 | |
| Gesamtergebnis | -62 | -117 | -148 | -327 | |
| Segmentvermögen | 418 | 699 | 1.676 | 2.792 | |
| Segmentschulden | 217 | 205 | 501 | 923 | |
| Investitionen | 155 | 158 | 58 | 372 | |
Die Zuordnung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte entsprechend
den Umsatzrelationen der Segmente sowie die Zuordnung des Anlagevermögens, der Investitionen
und der Abschreibungen entsprechend den Mitarbeiterzahlen der Segmente. Das nicht
zugeordnete Segmentvermögen betrifft im Wesentlichen die liquiden Mittel des Konzerns.
2010 wurden wie im Vorjahr keine Umsätze zwischen den Segmenten getätigt.
Die Umsätze des Konzerns wurden durch die DCI AG, Starnberg, (T€ 3.889), die ITscope
GmbH, Karlsruhe, (T€ 859) sowie die DCI Systems Engineering GmbH, Starnberg, (T€ 0)
erzielt.
Die in Rumänien ansässige DCI Database for Commerce and Industry Romania S.R.L., Brasov,
tätigt keine Außenumsätze. In Rumänien befinden sich zum 31. Dezember 2010 Vermögenswerte
in Höhe von T€ 430 (31. Dezember 2009: T€ 288). Alle anderen Vermögenswerte des Konzerns
befinden sich in Deutschland.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Finanzmittelfonds der DCI Database for
Commerce and Industry AG im Berichtsjahr und Vorjahr verändert hat. Dabei wurden Zahlungsströme
entsprechend IAS 7 nach dem Mittelzu-/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit, aus
der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus
Miet- und Leasingverträgen für Gebäude, Grundstücke, Maschinen, Werkzeuge, Büro- und
sonstige Einrichtungen. Die Summe der künftigen Zahlungen aus ungekündigten Verträgen
setzt sich nach Fälligkeiten wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Miet- und Leasingverpflichtungen, fällig |
|
|
| innerhalb eines Jahres | 326 | 432 |
| zwischen ein und fünf Jahren | 202 | 122 |
| nach fünf Jahren | 0 | 3 |
|
|
528 | 647 |
Die finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen die Büromiete und Leasingverbindlichkeiten.
Bankavale lagen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 35 (Vorjahr: T€ 44) vor. Des Weiteren
bestanden keine wesentlichen Haftungsverhältnisse.
|
|
T€ |
| Dirk Klatt StB/WP, Neuwied |
|
| Prüfung des Geschäftsjahres 2009 (in 2010 abgerechnet) | 36 |
| davon Inanspruchnahme Rückstellung 2009 | - 36 |
| Prüfung des Geschäftsjahres 2010 (Rückstellung) | 42 |
| Sonstige Leistungen im Geschäftsjahr 2010 | 1 |
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde
durch Vorstand und Aufsichtsrat am 21. Dezember 2010 abgegeben und den Aktionären
dauerhaft auf der Unternehmenswebsite (www.dci.de) zugänglich gemacht.
Das in der Enzianstraße 2, 82319 Starnberg, befindliche Geschäftsgebäude steht im
Eigentum von Herrn Michael Mohr, Vorstand (CEO) der Gesellschaft, und ist zum Teil
an die Gesellschaft zu marktüblichen Konditionen vermietet. 2010 wurden insgesamt
T€ 171 (2009: T€ 197) für die anfallenden Mietzahlungen aufgewendet.
Die DCI AG hat mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein, München, einen Dienstleistungsvertrag
für die Erledigung der Arbeiten im Rechnungswesen und steuerliche Beratungsleistungen
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Rainer Friedlein ist als Gesellschafter der
Sozietät Friedlein - Endrich - Stein tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt
T€ 12 (Vorjahr: T€ 59) Umsätze mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein zu marktüblichen
Preisen getätigt.
Die DCI AG hat mit der IT ADVANTAGE AG, Nürtingen, einen Dienstleistungsvertrag geschlossen.
Das Aufsichtsratsmitglied Thorsten Köster ist als Vorstand für die IT ADVANTAGE AG
tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt T€ 16 (Vorjahr: T€ 0) Umsätze mit
der IT ADVANTAGE AG zu marktüblichen Preisen getätigt.
Die DCI AG hat mit der Marc Antón - Medien, Marketing und Video GmbH, Neusäß, seit
dem Jahr 2008 einen Dienstleistungsvertrag für die Erledigung von redaktionellen Arbeiten
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Thomas Friedbichler ist als Gesellschafter
der Marc Antón GmbH tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG aufgrund des vorbenannten
Dienstleistungsvertrages insgesamt Honorare in Höhe von T€ 54 (Vorjahr: 56) an die
Marc Antón GmbH entrichtet.
Angaben zu den Gesellschaftsorganen
| Aufsichtsrat |
|
Sonstige Aufsichtsratsmandate |
| bis 19.05.2010 Michael Krings |
Vorsitzender Kaufmann Bad Honnef |
keine |
| Rainer Friedlein | Vorsitzender ab 19.05.2010 Wirtschaftsprüfer/Steuerberater Gräfelfing |
keine |
| bis 19.05.2010 Robin Schönbeck |
Stellvertretender Vorsitzender Kaufmann Karlsruhe |
keine |
| ab 19.05.2010 Thorsten Köster |
Stellvertretender Vorsitzender Kaufmann Grasbrunn |
keine |
| ab 19.05.2010 Thomas Friedbichler |
Kaufmann Neusäß/Westheim |
keine |
| Vorstand |
|
|
| Michael Mohr | Vorstandsvorsitzender (CEO) Kaufmann Berg |
TM1 - trademark one AG Starnberg |
Vergütungen an Organmitglieder
|
|
|
T€ |
| Aufsichtsrat |
|
|
| Michael Krings | Vorsitzender bis 19.05.2010 | 5,0 |
| Rainer Friedlein | Vorsitzender ab 19.05.2010 | 12,2 |
| Robin Schönbeck | Mitglied bis 19.05.2010 | 2,5 |
| Thorsten Köster | Mitglied ab 19.05.2010 | 4,7 |
| Thomas Friedbichler | Mitglied ab 19.05.2010 | 4,7 |
|
|
|
29,1 |
| Vorstand |
|
|
| Michael Mohr |
Vorsitzender(CEO) | 206 |
Variable beziehungsweise erfolgsbezogene Vergütungen waren für Organmitglieder nicht
zu entrichten.
Es wurde mit dem Vorstand nach dem Ausscheiden ein einjähriges Wettbewerbsverbot vereinbart,
welches in Höhe von 50 % des durchschnittlichen festen Jahresgehalts der letzten drei
Jahre zu vergüten ist (ca. T€ 103).
Starnberg, 11.03.2011
Der Vorstand der DCI AG
| Michael Mohr |
| Vorstand (CEO) |
|
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
|||||
|
|
01.01.10 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Endkonsolidierung ITscope |
31.12.10 |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Selbstgeschaffene Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 284 | 54 | 0 | 58 | 149 | 247 |
| In Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 286 | 161 | 60 | -58 | 168 | 161 |
|
|
570 | 215 | 60 | 0 | 317 | 408 |
| Sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 864 | 18 | 0 | 0 | 34 | 848 |
| in Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 19 | 0 | 0 | 0 | 19 |
|
|
864 | 37 | 0 | 0 | 34 | 867 |
|
|
1.434 | 252 | 60 | 0 | 351 | 1.275 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 31 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.363 | 59 | 97 | 0 | 87 | 1.238 |
|
|
1.394 | 59 | 97 | 0 | 87 | 1.269 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 250 | 0 | 0 | 0 | 250 |
|
|
2.828 | 561 | 157 | 0 | 438 | 2.794 |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Nettobuchwerte | ||||
|
|
01.01.10 | Zugänge | Abgänge | Endkonsolidierung ITscope |
31.12.10 | 31.12.10 |
|
|
TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Selbstgeschaffene Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 147 | 70 | 0 | 119 | 98 | 149 |
| In Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 161 |
|
|
147 | 70 | 0 | 119 | 98 | 310 |
| Sonstige Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 816 | 28 | 0 | 21 | 823 | 25 |
| in Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19 |
|
|
816 | 28 | 0 | 21 | 823 | 44 |
|
|
963 | 98 | 0 | 140 | 921 | 354 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 29 | 2 | 0 | 0 | 31 | 0 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.096 | 132 | 97 | 48 | 1.083 | 155 |
|
|
1.125 | 134 | 97 | 48 | 1.114 | 155 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 250 |
|
|
2.088 | 232 | 97 | 188 | 2.035 | 759 |
|
|
Nettobuchwerte |
|
|
31.12.09 |
|
|
TEUR |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
| Selbstgeschaffene Vermögenswerte |
|
| Selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 137 |
| In Entwicklung befindliche selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte | 286 |
|
|
423 |
| Sonstige Vermögenswerte |
|
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 48 |
| in Entwicklung befindliche gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 |
|
|
48 |
|
|
471 |
| II. Sachanlagen |
|
| Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 0 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 267 |
|
|
269 |
| III. Finanzanlagen |
|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 |
|
|
740 |
Ich habe den von der
aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung,
Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals und Konzernanhang
für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2010 sowie den Konzernlagebericht
für das Geschäftsjahr 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht
nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.
1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der
von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den
Konzernlagebericht abzugeben.
Ich habe meine Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartung über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung
werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie
Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf
der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.
Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach meiner Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Neuwied, den 18. März 2011
| Dirk Klatt |
| Wirtschaftsprüfer |