DCI Database for Commerce and Industry AGStarnbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LageberichtGeschäft und RahmenbedingungenOrganisation und StrukturDie DCI Database for Commerce and Industry AG (kurz: DCI AG) ist operativ tätige Obergesellschaft
des DCI Konzerns. Zum Konsolidierungskreis der DCI AG gehören die im Jahre 2000 gegründete
100-prozentige Tochtergesellschaft DCI Database for Commerce and Industry Romania
S.R.L., Brasov/Rumänien (DCI Romania) und die im Jahre 2006 erworbene 50,6-prozentige
Beteiligung ITscope GmbH, Karlsruhe. Aufgrund einer in der Satzung der ITscope GmbH
gesellschaftsrechtlich vereinbarten Stimmrechtsklausel kann der Konzern zum 31.12.2010
aus seiner Stimmenmehrheit keinen beherrschenden Einfluss auf die ITscope GmbH mehr
ausüben. Daher wurde die ITscope GmbH im Konzern zum 31.12.2010 endkonsolidiert. Im
September 2009 wurde zudem die DCI Systems Engineering GmbH gegründet, an der die
DCI AG mit 51% beteiligt ist. DCI Systems Engineering konzentriert sich auf die Entwicklung
neuer und die Weiterentwicklung bestehender Produkte. Neben ihren operativen Tätigkeitsfeldern verantwortet die DCI AG wichtige übergreifende
Funktionsbereiche für den gesamten DCI Konzern. In diesem Zusammenhang befasst sich
die DCI AG vor allem mit personalpolitischen, rechtlichen, steuerlichen und strategischen
Fragestellungen. Dazu gehören des Weiteren das zentrale Finanzmanagement, die Koordination
der Rechnungslegung, das Controlling sowie das Investor Relations und die Öffentlichkeitsarbeit. Die Struktur der Geschäftstätigkeit des DCI Konzerns stellt sich wie folgt dar: Struktur der Geschäftstätigkeit im DCI Konzernscroll
GeschäftstätigkeitDie DCI AG ist seit dem Jahr 1993 auf dem Gebiet der digitalen Verkaufsförderung aktiv
und hat hier mit dem Push-Marketing (Präsentieren von Produkten und Aktionen) ein
höchst attraktives Geschäftsfeld besetzt. Push-Marketing ist heute noch weitgehend
auf traditionelle Werbeformen wie beispielsweise Fernsehen und Anzeigen im Printbereich
beschränkt. Speziell für die Hersteller mit ihren großen Kampagnen bietet das Internet
eine interessante Alternative. DCI bietet solche Lösungen für den professionellen
b2b-Handel und eröffnet Anbietern wie auch Mediatoren wie Portale, Messen und Verlage
völlig neue Vertriebswege. Wachstumsstärkstes Direktmarketinginstrument ist aktuell noch das E-Mail. Es hat allerdings
den gravierenden Nachteil, dass es nur mit Zustimmung des Empfängers verwendet werden
darf. Außerdem verliert dieses Medium angesichts der E-Mail-Flut immer mehr an Wirkung.
Die Schaffung vernetzter vertikaler Informationsstrukturen wird den Push-Ansatz im
Internet entscheidend voranbringen. DCI hat dies erkannt und mit dem Wide Area Infoboard
das E-Mail-Marketing faktisch auf das Internet übertragen, wobei die Nachteile des
E-Mails ausgeschaltet werden. Dies ermöglicht speziell dem Hersteller den Zugriff
auf eine innovative und besonders Erfolg versprechende Form des Aktionsmarketings,
mit der er über das Internet neue Produkte ganz gezielt vorstellen und Impulskäufe
generieren kann. Die Kundenansprache erfolgt dabei durch die Mediatoren, die sämtliche
Kanäle wie den Vertrieb über Distributoren und den Fachhandel oder den Direktvertrieb
bedienen (vgl. Grafik). ![]() DCI versteht sich in diesem Netzwerk als Technologieausrüster nicht nur der Hersteller,
sondern vor allem der Mediatoren, die zur Forcierung ihres Geschäfts mit den Herstellern
ebenfalls ein Interesse an der Platzierung der DCI-Technologie haben. Damit nimmt
DCI eine zentrale Schnittstellenfunktion ein, die durch eine herausragende Standardisierungskompetenz
fundiert ist. Daneben verfügt DCI über ein Datenuniversum mit rund einer Million Produkte
von etwa 2.000 Anbietern aus dem Bereich der Informations- und Telekommunikationsindustrie
(ITK) und eine Datenbank mit 70.000 potenziellen ITK-Businesskunden. Daten- und Standardisierungskompetenz
verbindet DCI zu innovativen Internetlösungen und Technologien, mit denen Hersteller
ihr Unternehmen und/oder ihre Produkte gezielt vermarkten können. Mit Unterstützung der im September 2009 gegründeten DCI Systems Engineering GmbH wird
die Standardisierung von Produkt- und Kunden-Daten sowie deren Verknüpfung weiter
vorangetrieben. Damit verfolgt DCI das Ziel, ein vollautomatisches "Machine to Machine-Commerce-Netzwerk"
zu schaffen. Ein solches Netzwerk würde das eCommerce im Internet perfektionieren.
Dadurch könnten alle Mediatoren in die eCommerce-Prozesse zwischen Hersteller und
End- sowie Firmenkunden eingebunden werden und davon profitieren. Für DCI ergäben
sich damit zusätzliche, außerordentliche Wachstumschancen. Das Segment Information Providing umfasst die drei Produktgruppen Medien, Data Services
und Wide Area Infoboard. Die Produktgruppe DCI Medien ist das traditionelle Kerngeschäft
der DCI AG und betrifft die Distribution von Werbeaussendungen per E-Mail im Kundenauftrag.
Auf diesem Wege werden insbesondere ITK-Unternehmen mit aktuellsten Preisinformationen
und Angeboten versorgt. Dabei greift DCI Medien auf einen Adresspool von insgesamt
rund 70.000 Kontakten zu, der in mehr als zehn Jahren sukzessive aufgebaut wurde und
seither permanent aktualisiert und ergänzt wird. Je nach Medium nutzen zwischen 20.000
und 35.000 ITK-Firmen diesen Service als Einkaufstool, über 77% der Empfänger bestellen
nahezu regelmäßig über DCI Medien. Zur Produktfamilie gehören auch die DCI Hotspots, mit denen sich der Kunde viermal
pro Woche jeweils um die Mittagszeit über brandaktuelle Angebote informieren kann.
DCI Product News ist ein exklusiv auf einen Produktbereich zugeschnittener Newsletter,
in dem ausgesuchte Angebote und Aktionen der Branche präsentiert werden. DCI Premium
HMTL E-Mails enthalten exklusive Angebote eines Anbieters; sie werden an unterschiedliche,
kundenspezifische Verteiler versendet. Schließlich informiert der DCI Informer wöchentlich
über neue Produkte, Wissenswertes, News und Tipps der gesamten ITK-Branche. Alle DCI
Medien gewährleisten eine zielgenaue, schnelle und kostengünstige Ansprache potenzieller
Kunden und sind darüber hinaus im Vergleich zu herkömmlichen Werbeformen höchst effizient. Die Produktgruppe Data Services wird im Wesentlichen repräsentiert durch die DCI Romania.
Hier werden Produktdaten aus den Branchen IT und Telekommunikation elektronisch erfasst
und in einer entsprechenden Datenbank permanent gepflegt. Von strategischer Bedeutung
ist die Anfang 2006 eingegangene Partnerschaft mit der US-Gesellschaft CNET Channel,
San Francisco, die weltweit führende unabhängige Datenbezugsquelle für Technologieprodukte.
Nach Abschluss der grundlegenden Integration des CNET-Datenbestands in die DCI-Produktdatenbank
im Jahre 2007 wurde diese anschließend von DCI kundenorientiert erweitert. Ein neues
Erfassungssystem wurde für den Content-Bereich installiert. Auf diesem erweiterten
Fundament wurde die Zusammenarbeit mit CNET verstärkt. Erste gemeinsame Projekte wurden
im vierten Quartal 2009 begonnen. Damit wurde die bereits zuvor umfassende Datenbasis
noch deutlich verbreitert. Damit sind zusätzliche Geschäftschancen verbunden. Des Weiteren sind in der DCI Romania wesentliche, im DCI Konzern anfallende Programmierarbeiten
gebündelt, und nach wie vor werden dort die Designs der Kunden-E-Mails entworfen.
Seit dem vierten Quartal 2009 wird in Brasov zusätzlich ein modernes, effizientes
Customer Service Center (CSC) betrieben, das die Kundenbetreuung sicherstellt. Im
Jahr 2010 wurde das CSC für die Verlagerung von administrativen Tätigkeiten durch
das Internal Service Center erweitert. Grundsätzlich profitiert DCI Romania vom Trend zur Auslagerung des Datenmanagements
auf externe, spezialisierte Dienstleister. In diesem konjunktursensiblen Geschäftsfeld
realisiert DCI Romania Projekte wie die Produktdatenerfassung z.B. bei einer Umstellung
auf elektronische Kataloge. Im Zuge der Produktklassifizierung wird die optimale Produktstruktur
für Web-Portale und -Shops erarbeitet; dabei werden z.B. die Klassifikationsschemata
UNSPSC und eCl@ss berücksichtigt. Die grafische Bearbeitung von Bilddaten und zahlreiche
weitere, individuell auf Kundenwünsche abgestimmte Dienstleistungen runden das Leistungsspektrum
der DCI Romania ab. Die Produktgruppe Wide Area Infoboard (WAi) basiert auf einer von DCI entwickelten
sowie in Deutschland und den USA patentierten Technologie. Mit dem WAi können Datenströme
zu bestimmten Themengebieten per E-Mail automatisiert auf Internetportale und mobile
Geräte übertragen werden. Über die Zusammenarbeit mit vielen Mediatoren ermöglicht DCI den Werbetreibenden mit
dem WAi die höchst aktuelle Darstellung von Angeboten, Newslettern und anderen, auch
komplexen Informationen auf relevanten Internetseiten durch bloßen Versand einer E-Mail.
Damit ist diese Technologie äußerst schnell, sehr bedienungsfreundlich und kosteneffizient.
Die Basisversion ist bei zahlreichen großen Kunden wie Euronics, Sony, LG und Kaspersky
erfolgreich im Betrieb. Das WAi eröffnet dem Nutzer darüber hinaus eine zielgerichtete Alternative zu herkömmlichen
Online-Werbekonzepten. Gleichzeitig können Mediatoren ihr Informationsangebot mittels
WAi themenspezifisch anreichern und aufwerten. Damit birgt WAi auf vielen Ebenen großes
Potential, für dessen Realisierung im Rahmen einer intensiven Markteinführungsphase
das Fundament gelegt wird. Damit verfügt DCI über eine neuartige Technologie zur zielgruppenspezifischen Verbreitung
von Werbe- und Informations-E-Mails. Die 2009 gegründete Entwicklungsgesellschaft
DCI Systems Engineering trägt im Rahmen ihrer Aufgaben wesentlich mit dazu bei, die
dem WAi zugrunde liegenden Backendsysteme zu stärken. Hervorzuheben sind hier die
Adressdatenhaltung und die Registrierungsplattform. Mit diesen Entwicklungen wird
das WAi fundamental weiter vorangetrieben. Das Segment eCommerce wurde Ende 2006 durch die von DCI mehrheitlich übernommene ITscope
GmbH wiederbelebt. Wesentliches Produkt dieser Gesellschaft ist heute der MarketViewer,
der auf einer von ITscope entwickelten komfortablen und branchenweit einsetzbaren
Software zur tagesaktuellen Produktrecherche auf dem ITK-Markt basiert. Die Gesellschaft
wurde zum 31.12.2010 endkonsolidiert, da aufgrund einer in der Satzung der ITscope
GmbH gesellschaftsrechtlich vereinbarten Stimmrechtsklausel der Konzern zum 31.12.2010
aus seiner Stimmenmehrheit keinen beherrschenden Einfluss auf die ITscope GmbH mehr
ausüben kann. In der Produktgruppe Apps wird eine umfassende Online-Datenbank für ITK-Produkte betrieben,
die auf alle Produktdaten und Technologien des DCI Konzerns zugreift. Dazu gehört
insbesondere das WebTradeCenter, das von der DCI AG als Plattform weiterentwickelt
wird. Auf dieser Plattform werden alle Produkte der DCI vereint. Die DCI Systems Engineering
erweitert das WebTradeCenter substanziell, und zwar wird auf der Grundlage der WAi-Technologie
eine modular strukturierte Marktdatenbank aufgebaut, in der eine Vielzahl kleinerer
Lösungen zu einer komplexen Backendtechnologie zusammengefasst werden können. Daraus
resultieren vollkommen neue Perspektiven der Anwendung wie Marktübersichten, die von
der DCI Systems Engineering GmbH als eigenständige Produktgruppe betrieben wird. Die
Produktgruppe Marktübersichten wurde durch das Pooling von relevanten Informationen
möglich. Internes SteuerungssystemVon wesentlicher Bedeutung für die Steuerung des Unternehmens ist die nachhaltig erfolgreiche
Weiterentwicklung des DCI Konzerns. Auch resultierend aus den Erfahrungen vergangener
Jahre ist dabei der permanente Überblick über den Eingang von Aufträgen und die Fakturierung
von Umsätzen von zentraler Bedeutung. Dies erfolgt über den "Tagesmaster", der dem
Management der DCI AG und der Tochtergesellschaften bezogen auf die Steuerungsgrößen
Umsatz und Auftragseingang eine täglich aktuelle Übersicht verschafft. Im Rahmen des
Tagesmasters werden zudem täglich angepasste Hochrechnungen für den laufenden Monat
und das jeweilige Quartal zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus erfolgt eine höchst
umfangreiche Monatsplanung aller wichtigen Kennzahlen aus Erfolgsrechnung sowie zur
Vermögens- und Finanzlage. Auf dieser detaillierten Informationsgrundlage erkennt
das Management zeitnah Abweichungen von den Planungen und kann diesen in der Folge
mit entsprechenden Maßnahmen umgehend entgegenwirken. Wirtschaftliches UmfeldDeutlich verbesserte RahmenbedingungenDie Weltwirtschaft hat sich in 2010 deutlich von den Auswirkungen der tiefen Rezession
des Vorjahres erholt. Besonders stark war das Wachstum im Winterhalbjahr 2009/10.
Im weiteren Verlauf des Jahres 2010 hat sich das Tempo des Wiederaufschwungs allerdings
verringert. Vor allem in den USA und Japan verlor die Expansion der Wirtschaft im
Frühjahr deutlich an Fahrt. Wenig von ihrer Dynamik eingebüßt haben dagegen die Volkswirtschaften
in den asiatischen Schwellenländern. In den Ländern der Euro-Zone zeichnete sich nach
der jüngsten Gemeinschaftsdiagnose der großen deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute
nach einem recht hohen Produktionszuwachs im zweiten Quartal eine spürbare Verlangsamung
des Aufschwungs ab. In den Ländern der EU insgesamt belief sich das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes
nach einer Schätzung von Eurostat im Berichtsjahr auf 1,8%. Deutschland verzeichnete nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit plus 3,6%
innerhalb der EU ein deutlich überproportionales Wachstum. Damit ist die deutsche
Wirtschaft so stark gewachsen wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Getragen
wurde dieser Aufschwung insbesondere von der Zunahme der Ausrüstungsinvestitionen
um 10,9%. Die Exporte legten um 14,1% zu, während Importe um 12,6% stiegen. Die Bauinvestitionen
erhöhten sich nach dem durch stattliche Konjunkturprogramme getriebenen starken Wachstum
des Vorjahres um 2,8%. Der private Konsum kam mit plus 0,4% erneut nur kleine Schritte
voran. Aufwärtstrend bei den Online-Werbeausgaben ungebrochenDie Geschäftstätigkeit der DCI basiert auf einem sehr technologisch ausgerichteten
Leistungsspektrum, dessen erfolgreiche Vermarktung weniger von den gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen als vielmehr von spezifischen Marktfaktoren abhängt. Dabei sind
das Internet und die damit verbundenen Kommunikations- und Werbeformen von herausragender
Bedeutung. Nach dem OVK Online-Report 2010/02, in dem der Online-Vermarkterkreis (OVK) in Zusammenarbeit
mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. und der Arbeitsgemeinschaft
Online Forschung (AGOF) aktuelle Entwicklungen analysieren, hat sich das Bruttowerbevolumen
in den Bereichen klassische Online-Werbung, Suchwortvermarktung sowie Affiliate-Netzwerke
2010 in Deutschland abermals kräftig erhöht. Laut OVK-Prognose wuchsen die Ausgaben
für Online-Werbung gegenüber dem Vorjahr um 19% auf € 5,1 Mrd. Dieses Volumen unterstreicht
laut OVK die inzwischen erlangte Relevanz der Online-Werbung für die Zielgruppenkommunikation. Wesentliche Zielgruppe der DCI sind die Kunden der ITK-Branche. Insofern ist deren
Geschäftsverlauf für DCI von besonderer Relevanz. Nach den Prognosen des Bundesverbandes
Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) hat sich die
Branche im Jahr 2010 von dem herben Rückschlag im Vorjahr etwas erholen können. Von
der gesamtwirtschaftlichen Erholung besonders profitiert hat der Bereich Digitale
Consumer Electronics mit einem Zuwachs beim Marktvolumen um 3,4% auf 12,7 Mrd. Euro.
Die Informationstechnik kam insgesamt um 2,7% auf € 65,4 Mrd. voran, während der Bereich
Telekommunikation einen Rückgang des Marktvolumens um 0,2% auf € 63,6 Mrd. verzeichnen
musste und damit den Abwärtstrend fortsetzte. Die Zeitschriftenverlage sind wichtige Mediatoren für die DCI. Daher wird der DCI-Konzern
auch von den hier herrschenden Rahmenbedingungen beeinflusst. Im Berichtsjahr hat
sich die Anzeigenentwicklung der Publikumszeitschriften nach Angaben der Nielsen-Werbestatistik
gegenüber dem krisenbedingt schwachen Vorjahr wieder verbessert. Insgesamt hat sich
bei den erfassten 415 Zeitschriften das Anzeigenvolumen in 2010 um 4,4% erhöht. Der
Bruttoumsatz legte um 5,2% zu. Dabei verzeichneten die für DCI wichtigen Zeitschriften
des Bereichs IT-/Telekommunikation jedoch einen kräftigen Rückgang beim Anzeigenvolumen
um 9,9%; der Bruttoumsatz sank um 6,9%. GeschäftsverlaufUmsatz und ErtragslageUmsatz deutlich gesteigertDie DCI Database for Commerce and Industry AG hat im Geschäftsjahr 2010 den Umsatz
gegenüber dem Vorjahr um 13,8% auf T€ 4.343 (Vorjahr: T€ 3.816) steigern können. Umsatz nach Segmenten
scroll
Im Segment Information Providing erhöhte sich der Umsatz um 12,4% auf T€ 4.191 (Vorjahr:
T€ 3.729). Innerhalb des Segments haben sich die Gewichte verschoben. Zwar bleiben
die E-Mail Medien mit T€ 2.323 weiterhin die umsatzstärkste Produktgruppe; im Vergleich
zum Vorjahresvolumen von T€ 2.388 war allerdings ein Rückgang um 2,7% zu verzeichnen.
Ursächlich für die Entwicklung ist, dass sich die Investitionsbereitschaft in dem
für diese Produktgruppe besonders wichtigen ITK-Bereich das ganze Jahr über nicht
spürbar verbessert hat. Kräftig gestiegen ist dagegen der Umsatz der Produktgruppe Data Services, und zwar
um 64,1% auf T€ 1.196 (Vorjahr: T€ 729). Ein Großteil des Zuwachses ist auf Nachberechnungen
im Rahmen von Gegengeschäften mit der Tochtergesellschaft ITscope zurückzuführen.
Daneben wirkte sich die solide Entwicklung des laufenden Geschäfts positiv aus, und
es konnten Projekte, die in 2009 verschoben worden waren, im Berichtsjahr realisiert
werden. Nochmals zugelegt hat das Geschäft in der zukunftsträchtigen Produktgruppe WAi. Hier
wurde Umsatzzuwachs von 9,8% auf T€ 672 (Vorjahr: T€ 612) erwirtschaftet. Dies ist
nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass das Projektgeschäft mit größeren Lizenznehmern
im Berichtsjahr ausgeweitet werden konnte. Das Segment eCommerce, das ausschließlich die Produktgruppe Apps beinhaltet, konnte
im Berichtsjahr wieder deutlich zulegen. Der Segmentumsatz sprang um 74,7% auf T€
152 (Vorjahr: T€ 87) hoch. Darin spiegeln sich erste Erfolge der WAi-basierten Marktdatenbank,
die von der DCI Systems Engineering GmbH auf- und ausgebaut wird. EBITDA wieder leicht positivEinschließlich der Bestandsveränderungen erhöhte sich die Gesamtleistung um 14,7%
auf T€ 4.377 (Vorjahr: T€ 3.816). Dieser deutlich Anstieg wird teilweise kompensiert
durch die bezogenen Leistungen, die aufgrund der erwähnten Gegengeschäfte mit der
Tochtergesellschaft ITscope überproportional um 34,4% auf T€ 2.341 (Vorjahr: T€ 1.742)
gestiegen sind. Weitere wesentliche Faktoren für den kräftigen Anstieg der bezogenen
Leistungen resultieren aus Lizenzgebühren für Marktübersichten, der Erweiterung des
externen Vertriebs sowie sonstige Fremdleistungen; außerdem wirkte sich im Hinblick
auf erfolgte Umstrukturierungen eine im Jahresverlauf 2009 vollzogene Umgliederung
aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Dagegen verringerten sich die Personalaufwendungen
aufgrund von Umstrukturierungen im Vertrieb deutlich um 19,2% auf T€ 787 (Vorjahr:
T€ 974). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten mit T€ 1.294 gegenüber dem
Vorjahreswert von T€ 1.265 leicht reduziert werden. Dem standen sonstige betriebliche
Erträge von T€ 81 (Vorjahr: T€ 114) gegenüber. Vor diesem Hintergrund belief sich das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen
(EBITDA) im Berichtsjahr auf T€ 31 (Vorjahr: T€ -51). Die Abschreibungen stellten
sich auf T€ 108 (Vorjahr: T€ 119). Folglich verbesserte sich das Betriebsergebnis
vor Steuern und Zinsen (EBIT) auf T€ -77 gegenüber T€ -170 im Vorjahr. Verbessertes JahresergebnisDas Zinsergebnis war im Berichtsjahr aufgrund der weiterhin soliden Liquiditätslage
mit T€ 10 (Vorjahr: T€ 14) erneut positiv. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
lag bei T€ -63 (Vorjahr: T€ -156). Die außerordentlichen Aufwendungen von T€ 5 resultieren
aus Anpassungen der Archivierungskostenrückstellung auf Grund Einführung des BilMoG.
Steuern fielen keine an, so dass sich ein Jahresergebnis in Höhe von T€ -68 (Vorjahr:
T€ -156) ergab. VermögenslageWeiterhin solide BilanzstrukturDie Bilanz der DCI AG hat sich im Geschäftsjahr 2010 auf T€ 2.776 (Vorjahr: T€ 2.401)
verlängert. Bilanzverlängernd wirkten auf der Aktivseite insbesondere die Forderungen
gegenüber verbundene Unternehmen, die vor allem infolge der Gegengeschäfte mit ITscope
auf T€ 379 (Vorjahr: T€ 11) sprangen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
nahmen infolge des erhöhten Umsatzes auf T€ 297 (Vorjahr: T€ 212) zu. Die Vorräte
von T€ 34 (Vorjahr: T€ 0) betrafen projektbezogene unfertige Leistungen. Der Bestand
an liquiden Mitteln hat sich nur geringfügig auf T€ 1.327 (Vorjahr: T€ 1.373) vermindert
und dominierte mit einem Anteil an der Bilanzsumme von 47,8% (Vorjahr: 57,2%) weiterhin
die Vermögensseite der DCI AG. Einschließlich der sonstigen Vermögensgegenstände und
des Rechnungsabgrenzungspostens beläuft sich das kurzfristig gebundene Vermögen auf
T€ 2.089 (Vorjahr: T€ 1.638). Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich auf T€ 229 (Vorjahr: T€ 248) leicht
verringert. Das Sachanlagevermögen nahm ebenfalls ab, und zwar auf T€ 68 (Vorjahr:
T€ 125). Einschließlich der Finanzanlagen von T€ 389 (Vorjahr: T€ 390) verminderte
sich das langfristig gebundene Vermögen insgesamt auf T€ 687 (Vorjahr: T€ 763). Auf der Passivseite führte der Jahresfehlbetrag zu einem auf T€ 1.660 (Vorjahr: T€
1.728) verminderten Eigenkapital. Der aus den Verlusten in den Jahren bis 2005 resultierende
Bilanzverlust betrug T€ 81.826 (Vorjahr: T€ 81.758). Er wird überdeckt durch das Gezeichnete
Kapital von T€ 8.465 und die Kapitalrücklage von T€ 75.021. Die Eigenkapitalquote
sank auf 59,8% (Vorjahr: 72,0%). Bei diesem Rückgang ist die bilanzverlängernde Wirkung
der Gegengeschäfte mit ITscope zu berücksichtigen. Infolge dieser Gegengeschäfte haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen stark auf T€ 291 (Vorjahr: T€ 98) erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten
legten auf T€ 80 (Vorjahr: T€ 6) zu; darin enthalten sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer,
die ebenfalls aus den Gegengeschäften resultieren. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen stiegen umsatzgetrieben auf T€ 203 (Vorjahr: T€ 121). Der Rechnungsabgrenzungsposten
stieg geringfügig auf T€ 138 (Vorjahr: T€ 135). Die Rückstellungen wurden auf T€ 404 (Vorjahr: T€ 313) aufgestockt. Der Anstieg betrifft
eine Risikorückstellung, die unter konservativen Gesichtspunkten gebildet wurde. FinanzlageMittelabfluss im operativem Geschäft deutlich verringertIm Geschäftsjahr 2010 konnte der Mittelabfluss mit T€ 46 im Vergleich zum Vorjahr
(T€ -249) deutlich verringert werden. Dabei belief sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit
auf T€ -75 (Vorjahr: T€ -156). Der operative Cash Flow kam bedingt durch das verbesserte
Jahresergebnis auf T€ 29 (Vorjahr: T€ -93) voran. InvestitionenInvestitionen verringertDie Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010 in der DCI AG auf T€ 76 (Vorjahr:
T€ 156). Davon entfielen allein T€ 50 auf geleistete Anzahlungen im Bereich der immateriellen
Vermögensgegenstände. Weitere T€ 10 wurden für Software und T€ 16 für Betriebs- und
Geschäftsausstattung aufgewendet. Forschung und EntwicklungErste Erfolge der neuen EntwicklungsgesellschaftDas Jahr 2010 war geprägt von Optimierung und Forcierung des Vertriebs insbesondere
im Hinblick auf das WAi. Vor diesem Hintergrund beschränkten sich die Entwicklungsaktivitäten
im Wesentlichen auf die Fortführung der im Vorjahr eingeleiteten Projekte und Anpassungen
im bestehenden Produktportfolio. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sanken
im Berichtsjahr folglich auf T€ 56 (Vorjahr: T€ 111). Gezielt vorangetrieben wurde die Geschäftstätigkeit der DCI Systems Engineering GmbH,
die im September 2009 mit Fokus auf die Entwicklung neuer und die Weiterentwicklung
bestehender Produkte gegründet wurde und an der die DCI AG mit 51% beteiligt ist.
Der deutliche Umsatzanstieg im Segment eCommerce mit der Produktgruppe WebTradeCenter
ist vor allem auf die WAi-basierte Marktdatenbank zurückzuführen, die von der neuen
Beteiligungsgesellschaft auf- und ausgebaut wird. Das ist ein erster Beleg für die
erfolgreiche Entwicklungsarbeit der DCI Systems Engineering GmbH, die des Weiteren
die neue Homepage der DCI AG konzeptioniert und dieses Konzept anschließend auch umgesetzt
hat. Die neue Homepage wird einen deutlich verbesserten Einblick in die aktuellen
Produktbereiche geben und zudem neben News auch einen Meilensteinplan für die DCI-Aktionäre
beinhalten. MitarbeiterPersonelle Kapazitäten wurden im Berichtsjahr in starkem Maße durch die Einführung
des CRM Systems "Salesforce" gebunden. Damit konnten die Vertriebs- und Produktionsabläufe
gleichermaßen verbessert werden. Durch Optimierung der internen Prozesse können nun
mit dem gleichen personellen Aufwand erheblich mehr Leads/Opportunities bearbeitet
werden. Darüber hinaus können Mitarbeiter weltweit auf das System zugreifen und Projekte
bearbeiten. Auf diesem neuen technologischen Fundament kann zudem die Internationalisierung
forciert werden. Am 31. Dezember 2010 beschäftigte die DCI Database for Commerce and Industry AG in
Starnberg 19 Mitarbeiter. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Beschäftigtenzahl
damit um einen Mitarbeiter verringert. Die DCI AG bewegt sich in einem Branchenumfeld, das durch ein ausgeprägtes Entwicklungstempo
gekennzeichnet ist. Um den damit verbundenen Herausforderungen begegnen und die sich
daraus ergebenden Chancen nutzen zu können, bedarf es einer hohen Qualifikation und
Motivation der Mitarbeiter. Daher hat die DCI wiederum diverse Weiterbildungsmöglichkeiten
angeboten und den unternehmensübergreifenden Austausch gefördert. Der Vorstand bedankt
sich an dieser Stelle ausdrücklich für das große Engagement aller Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter der DCI AG, das auch im Geschäftsjahr 2010 maßgeblich zur gezielten
Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen hat. NachtragsberichtKeine weiteren berichtspflichtigen EreignisseNach dem Bilanzstichtag bis zum Redaktionsschluss dieses Lageberichts am 11.03.2011
sind keine Ereignisse eingetreten, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung
sind und somit berichtspflichtig wären. Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (§ 289 Abs. 5 HGB)Internes KontrollsystemDie DCI verfügt über ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem (IKS).
Es existiert ein zumeist informelles Regelwerk, welches folgenden Aufgaben dient:
Das Regelwerk besteht aus Arbeits-, Organisations- und Kontrollanweisungen und aus
Abstimmungen der Bankbestände und Kassenbücher. Die Anweisungen sind teilweise prozessintegriert,
so dass eine Beachtung sichergestellt ist. Das Rechnungswesen wird im Software-System
Office Line der Firma Sage Software GmbH & Co KG im eigenen Unternehmen geführt. Hier
kommen die Module für die Warenwirtschaft und für die Finanzbuchhaltung zum Einsatz.
Monatlich erfolgt eine Abstimmung zwischen diesen Bereichen. Die Abrechnungen für
Lohn und Gehalt erfolgen extern über das System der Datev. Listen für die Planungsrechnung,
den Auftragsbestand sowie der monatliche Soll-Ist-Vergleich werden im Rahmen von excel-
oder word-Dateien geführt. Die Überwachung der Tochtergesellschaften erfolgt durch
ein monatliches Reporting-package, wobei zu beachten ist, dass das Rechnungswesen
der DCI Systems Engineering GmbH und der ITscope GmbH (bis 31.12.2010) von der DCI
mit erledigt wird. Daneben wird das IKS weitgehend durch Maßnahmen des Vorstandes ergänzt:
Eine Funktionstrennung ist bei der DCI aufgrund der geringeren Anzahl an Mitarbeitern
teilweise nur eingeschränkt möglich. Daher werden wichtige Vorgänge und Arbeitsabläufe
auch infolge der flachen Hierarchie häufig durch den Vorstand kontrolliert. Bei der externen Rechnungslegung finden bei der DCI die Vorschriften des Handelsgesetzbuches
und für den Konzern internationale Vorschriften nach IFRS Anwendung. Hier erfolgt
eine quartalsweise Veröffentlichung. RisikomanagementsystemDas DCI-Risikomanagementsystem ist in einem Handbuch dokumentiert. Es umfasst alle
wesentlichen Bereiche der Unternehmenssteuerung, Personalführung und -überwachung
sowie des Rechnungslegungsprozesses. Ziele des Systems sind die Kontrolle, Steuerung
und Planung aller Bestandsgrößen und Änderungen der Finanzmittel, die Sicherung der
wesentlichen Produktionsmittel (Software, Know-how), die Verhinderung betrügerischer
Eingriffe in Vermögenswerte und die Verhinderung von Kursmanipulationen und andere
Schädigungen des Unternehmens, seiner Aktionäre und des Publikums durch unzulässiges
Insiderhandeln. Das Finanzplanungssystem umfasst alle wesentlichen Bestands- und Entwicklungsgrößen
des Unternehmens. Es integriert Planungen für Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie den Cashflow. Diese werden jeweils monatlich mit den Ist-Werten verglichen,
analysiert und fortgeschrieben. Auf dieser Grundlage sind die Entwicklung des Unternehmenserfolgs,
des Eigenkapitals und der Finanzmittel für einen Zeitraum von zwei Geschäftsjahren
planbar und jederzeit überprüfbar. Das System hat sich seit Jahren als sehr zuverlässig
erwiesen. Chancen- und RisikoberichtMarktchancen und MarktrisikenDie DCI AG ist in einem hoch innovativen und schnelllebigen Markt tätig. Der Wettbewerbsdruck
ist nach wie vor groß, die Lebenszyklen der IT-Branchenprodukte sind kurz. Im Einzelnen
bestehen folgende Marktchancen und -risiken: Segment Information Providing: In der Produktgruppe DCI Medien liegt das größte Marktrisiko
darin, dass sich das Selektionsverhalten der Werbeadressaten nachteilig verändern
könnte. Ursache ist der nach wie vor hohe Spam-Anteil eingehender E-Mails. Seit der Verschärfung des Gesetzes gegen unlauteren Wettbewerb darf Push-Werbung nur
mit vorherigem Einverständnis der Adressaten zugesandt werden. Um dies sicherzustellen,
werden leistungsfähige Spam-Filter installiert. Diese eliminieren nicht selten aber
auch den Zugang von E-Mails, mit denen der Empfänger sich einverstanden erklärt hatte.
Ein weiteres Risiko sind Wettbewerbsdruck und Branchenkonzentration. Durch das WAi werden DCI Medien optional zusätzlich in den Newslettern und einigen
Portalen von Fachzeitschriften an deren Leser kommuniziert. Dies erhöht die Aufmerksamkeit
bzw. Reichweite zusätzlich. Als weitere Maßnahme gegen Risiken des Marktes werden Marktanalysen vorgenommen, mit
denen sich DCI einen Einblick dahingehend verschafft, welche Hersteller in welchen
Medien (insbesondere Printmedien) werben. Das Resultat dieser Recherchen zeigt, dass
der Markt noch ein umfangreiches Kundenpotential bietet. Das Anzeigen in Printmedien
dem Werbenden in der Regel keine Möglichkeit der Erfolgsmessung bieten, ist ein Vorteil
der DCI Medien, denn diese ermöglichen es, den Erfolg einer Werbeschaltung exakt zu
erfassen. In der Produktgruppe Data Services ist DCI nach eigenen Recherchen aufgrund des kostengünstigen
Produktionsstandorts Rumänien einer der Kostenführer. Dies sichert eine solide Marktposition.
Da die Nachfrage nach Produktion und Pflege elektronischer Daten langfristig voraussichtlich
weiter wachsen wird und einmal gewonnene Kunden mit großer Wahrscheinlichkeit ihre
Datenpflege eher in bewährten Händen lassen, bestehen in diesem Geschäftsfeld keine
signifikanten Risiken, sondern eher ein bedeutendes Chancenpotential. Zusätzlich können durch die Kooperation mit CNET die bestehende Datenbasis veredelt
und die Nutzung des erweiterten Content forciert werden. Darin besteht eine erhebliche
Chance, vorhandene Kundenbeziehungen auszubauen und neue Kunden zu gewinnen. Mit der Produktgruppe Wide Area Infoboard verfügt DCI über ein neues innovatives Tool,
das im Markt bereits positive Reaktionen hervorgerufen hat. Das WAi liefert die Reichweite
über Fremdportale, die entweder direkt mit der DCI AG eine Vereinbarung getroffen
haben oder über Partner, die bereits über ein Netzwerk verfügen. Damit befindet sich
DCI voll im Trend vom Push zum Pull-Marketing, von dem das WAi künftig deutlich profitieren
sollte. Risiken bestehen darin, dass die Marktakzeptanz nicht in gewünschtem Maße
erfolgt. Segment eCommerce: Das eCommerce-Segment wird maßgeblich durch die Tätigkeit der DCI
Systems Engineering GmbH geprägt. Mit den Produktgruppen Apps und Marktübersichten
besteht Potential, das durch mit Hilfe der langjährigen Erfahrung der DCI AG im B2B-eCommerce
erfolgreich weiter vorangetrieben werden kann. Wenn die Prognosen von deutlich steigenden,
marktbezogenen Investitionen zutreffen, sollte das Segment eCommerce von dieser Entwicklung
profitieren. RechtsrisikenNach derzeitiger Informationslage sind keine Rechtsrisiken bekannt. PlanungsrisikenIn der Unternehmens- und Finanzplanung geht DCI generell davon aus, dass die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen für die Vermarktung der eigenen Produkte und Dienstleistungen förderlich
wirken. Die Planung für 2011 und 2012 beruht auf Erfahrungswerten mit dem bestehenden
Vertriebsstamm und einer Hochrechnung (auf niedrigem Niveau) mit einer geringfügig
vergrößerten Mitarbeiterzahl im Vertrieb. Sollte es zu nachhaltig ungünstigen und erheblichen Planabweichungen kommen, könnte
sich dies für die DCI AG existenzbedrohend auswirken. Dies ist aus heutiger Sicht
jedoch nicht zu erwarten. Preisänderungs-, Ausfall- und LiquiditätsrisikenEs bestehen Preisänderungsrisiken, denen DCI z.B. durch verschärften Wettbewerb, durch
Qualitätssteigerung und Detailinnovationen am jeweiligen Produkt begegnet. Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand
abgedeckt. Daneben wird ein permanentes Forderungsmanagement nach Maßgabe bewährter
Standards betrieben. Hinsichtlich der Anlage der liquiden Mittel besteht kein Ausfallrisiko. Diese sind
bei mehreren deutschen Banken als Termingeldanlagen fest verzinst. Zins- und KursänderungsrisikenAufgrund der untergeordneten Bedeutung verzinslicher Vermögenswerte und Schulden kann
das Zinsänderungsrisiko vernachlässigt werden. Der Konzern wickelt einen Teil seiner
Warenbezüge in Rumänischen RON ab und ist in Folge dessen einem Fremdwährungsrisiko
ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderungen des RON basiert. Das Fremdwährungsrisiko
entsteht aus erwarteten zukünftigen Transaktionen, bilanzierten Vermögenswerten und
Schulden. LiquiditätsrisikenWie bei der Beschreibung des internen Steuerungssystems näher erläutert betreibt die
DCI AG ein aktives Liquiditätsmanagement auf Basis einer detaillierten Unternehmens-
und Finanzplanung. Diese hat sich inzwischen schon über mehrere Jahre als zuverlässig
und aussagekräftig für Prognosen erwiesen. Der Mittelabfluss im Geschäftsjahr 2010
hat zu keiner wesentlichen Minderung der vorhandenen finanziellen Reserven geführt. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB1. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 8.464.592 auf den Inhaber lautende Stückaktien
zu einem Nennwert von je € 1,00. Das Grundkapital beträgt unverändert zum Vorjahr
€ 8.464.592,00 und ist voll einbezahlt. 2. Es bestehen keine Beschränkungen zur Übertragung von Aktien. 3. Großaktionär im Sinne einer Beteiligung von über 10% des stimmberechtigten Kapitals
ist Michael Mohr mit 42,14%. 4. Aktien mit Sonderechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. 5. Stimmrechtskontrollen bei Aktien, die von Arbeitnehmern gehalten werden, bestehen
nicht. 6. Nach deutschem Gesetz bestellt und entlässt der Aufsichtsrat die Mitglieder des
Vorstands. Zusätzliche Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands
sind in der Satzung der DCI AG nicht getroffen. 7. In der Hauptversammlung vom 13. Juli 2006 wurde ein Aktienoptionsprogramm mit folgenden
Eckpunkten beschlossen: Der Vorstand, bzw. soweit die Mitglieder des Vorstands betroffen
sind der Aufsichtsrat, sind bis zum 31. Dezember 2011 ermächtigt, Aktienoptionen an
Mitarbeiter (504.000 Stück zum Nennwert von € 504.000,00), Mitglieder der Geschäftsführung
(84.000 Stück zum Nennwert von € 84.000,00) und Mitglieder des Vorstandes (252.000
Stück zum Nennwert von € 252.000,00) zu gewähren (Bedingtes Kapital 2006/I). Die Ausübung der Aktienoptionen ist an die Erreichung von Erfolgszielen (20% Kurssteigerung
der Aktie pro Jahr) und den Ablauf einer Wartefrist gebunden. Die Aktienoptionen haben
einen Mindestausgabebetrag je Aktie von € 1,00. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009) ist der Vorstand bis zum 30. April 2014 ermächtigt, das Grundkapital
mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stammaktien
gegen Bareinlage oder auch gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen,
insgesamt jedoch höchstens um einen Nennbetrag von T€ 4.200 durch Ausgabe von Stück
4.200.000 Aktien (genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt,
jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der
Aktionäre zu entscheiden. Am 27. Mai 2009 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die von der
Hauptversammlung am 13. Juli 2004 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-
und/oder Optionsschuldverschreibungen sowie zum Ausschluss des Bezugsrechts (bedingtes
Kapital 2009/I) zu erneuern (Eintragung im Handelsregister am 09. Juli 2009). Die
bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber oder Gläubiger
von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft begeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. April 2014 einmalig oder mehrmalig auf den
Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
im Gesamtnennbetrag von T€ 2.000 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben
und den Inhabern oder Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte
auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis
zu T€ 2.000 zu gewähren. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats,
das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der festzusetzende Wandlungspreis darf
80% des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem
(oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den zehn Börsenhandelstagen vor dem
Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandelschuldverschreibungen
ergibt; der Wandlungspreis muss mindestens € 1,00 betragen. Es bestehen keine Aktien-Rückkaufbefugnisse
für die Gesellschaft. 8. Nach deutschem Recht müssen Satzungsänderungen grundsätzlich von der Hauptversammlung
beschlossen werden. Abweichende Vereinbarungen wurden nicht getroffen. 9. Entschädigungsvereinbarungen mit dem Vorstand oder mit Arbeitnehmern für den Fall
eines Übernahmeangebotes wurden nicht getroffen. 10. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen Das in der Enzianstraße 2, 82319 Starnberg, befindliche Geschäftsgebäude steht im
Eigentum von Herrn Michael Mohr, Vorstand (CEO) der Gesellschaft, und ist zum Teil
an die Gesellschaft zu marktüblichen Konditionen vermietet. 2010 wurden insgesamt
T€ 167 (2009: T€ 197) für die anfallenden Mietzahlungen aufgewendet. Die DCI AG hat mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein, München, einen Dienstleistungsvertrag
für die Erledigung der Arbeiten im Rechnungswesen und steuerliche Beratungsleistungen
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Rainer Friedlein ist als Gesellschafter der
Sozietät Friedlein - Endrich - Stein tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt
T€ 12 (Vorjahr: T€ 59) Umsätze mit der Sozietät Friedlein - Endrich - Stein zu marktüblichen
Preisen getätigt. Die DCI AG hat mit der IT ADVANTAGE AG, Nürtingen, einen Dienstleistungsvertrag geschlossen.
Das Aufsichtsratsmitglied Thorsten Köster ist als Vorstand für die IT ADVANTAGE AG
tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG insgesamt T€ 16 (Vorjahr: T€ 0) Umsätze mit
der IT ADVANTAGE AG zu marktüblichen Preisen getätigt. Die DCI AG hat mit der Marc Anton - Medien, Marketing und Video GmbH, Neusäß, seit
dem Jahr 2008 einen Dienstleistungsvertrag für die Erledigung von redaktionellen Arbeiten
geschlossen. Das Aufsichtsratsmitglied Thomas Friedbichler ist als Gesellschafter
der Marc Anton GmbH tätig. Im Berichtsjahr hat die DCI AG aufgrund des vorbenannten
Dienstleistungsvertrages insgesamt Honorare in Höhe von T€ 54 (Vorjahr: T€ 56) an
die Marc Anton GmbH entrichtet. Relevante Angaben zur Unternehmensführung nach § 289a HGBCorporate Governance versteht die DCI AG als das gesamte System der Leitung und Überwachung
eines Unternehmens. Dazu gehören die geschäftspolitischen Grundsätze und Leitlinien
sowie das System der internen und externen Kontroll- und Überwachungsmechanismen.
Eine gute und transparente Corporate Governance fördert das Vertrauen der Anleger,
Mitarbeiter, Geschäftspartner sowie der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung
der DCI AG. Die Struktur der Unternehmensleitung und Überwachung der DCI AG stellt sich im Einzelnen
wie folgt dar: 1. Aktionäre und Hauptversammlung Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft wahr.
Die jährliche Hauptversammlung findet in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
statt. Den Vorsitz der Hauptversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzende. Die Hauptversammlung
entscheidet über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben. Unser Ziel ist es, den Aktionären die Teilnahme an der Hauptversammlung so leicht
wie möglich zu machen. So werden alle zur Teilnahme notwendigen Unterlagen im Internet
vorab veröffentlicht. Den Aktionären wird für die Hauptversammlung ein Stimmrechtsvertreter
benannt, den Aktionäre mit der weisungsgebundenen Ausübung des Stimmrechts beauftragen
können. 2. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der DCI AG besteht aus drei Mitgliedern, die auf der Hauptversammlung
gewählt werden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wird aus der Mitte des Aufsichtsratsgremiums
gewählt. Der Aufsichtsrat wurde in der Hauptversammlung 2010 für ein Jahr gewählt. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstandes. Er überwacht und berät den
Vorstand bei der Führung der Gesellschaft. Wesentliche Entscheidungen des Vorstandes
bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat tritt viermal jährlich
zusammen Er stellt den Jahresabschluss fest und billigt den Konzernabschluss. 3. Vorstand Der Vorstand leitet die Gesellschaft unter eigener Verantwortung. Der Vorstand unterrichtet
den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der
Geschäftsentwicklung, der Planung, der Finanzierung und der Geschäftslage. Eine D&O-Versicherung
ist für den Vorstand und den Aufsichtsrat abgeschlossen worden. Ein Selbstbehalt ist
für den Vorstand ab dem Jahr 2010 verabredet. 4. Rechnungslegung und Abschlussprüfung Der Konzernabschluss wird nach IFRS-Richtlinien aufgestellt. Der Konzernabschluss
wird vom Vorstand aufgestellt, vom Abschlussprüfer geprüft und vom Aufsichtsrat festgestellt. Der Abschlussprüfer berichtet über alle für die Aufgabe des Aufsichtsrates wesentlichen
Fragestellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich
an den Aufsichtsratsvorsitzenden. Des Weiteren wird der Vorsitzende infor miert, wenn der Abschlussprüfer Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der vom
Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung ergeben. 5. Transparenz Eine einheitliche, umfassende und zeitnahe Information hat bei der DCI AG einen hohen
Stellenwert. Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse der DCI
AG erfolgt im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten und im Halbjahresfinanzbericht. Des Weiteren erfolgen Informationen durch Pressemitteilungen bzw. Ad-hoc-Meldungen,
soweit dies gesetzlich erforderlich ist. Alle Meldungen und Mitteilungen sind im Internet
unter Investor Relations einsehbar. Die DCI AG hat das vorgeschriebene Insiderverzeichnis angelegt. Die betroffenen Personen
wurden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert. 6. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG Vorstand und Aufsichtsrat der DCI Database for Commerce and Industry AG erklären gemäß
§ 161 AktG, dass den Verhaltensempfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate
Governance Kodex im Jahr 2010 - mit den nachfolgend bezeichneten Ausnahmen - entsprochen
wurde und auch in Zukunft entsprochen werden soll. Im Geschäftsjahr 2010 wurde und wird auch künftig in folgenden Punkten von den Empfehlungen
des Kodex abgewichen: 1) In Punkt 3.8 Absatz 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom
18. Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Schließt die Gesellschaft für Vorstand eine
D&O-Versicherung ab, so ist ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens
zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes
zu vereinbaren. In der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender
Selbstbehalt vereinbart werden". Die DCI Database for Commerce and Industry AG hat eine angemessene D&O-Versicherung
zugunsten von Organen des Unternehmens abgeschlossen. Eine Selbstbeteiligung wurde
entsprechend der Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung für
den Vorstand vereinbart. Das Unternehmen ist nicht der Meinung, dass eine Selbstbeteiligung
an der Versicherung die Verhaltensweise bzw. Arbeitsweise der betroffenen Versicherten
beeinflusst. Die DCI AG hält sich aber an die durch das VorstAG formulierte Neuregelung
in § 93 Absatz 2 AktG, erklärt aber in Bezug auf den Aufsichtsrat eine Abweichung
von der Empfehlung des Deutschen Corporate Governace Kodex. 2) In Punkt 4.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist zur Zusammensetzung des Vorstandes folgendes festgelegt: "Der Vorstand
soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben". Der Vorstand der DCI AG besteht aus einer Person. Aufgrund der derzeitigen Unternehmensgröße
sind sich Vorstand und Aufsichtsrat einig, dass eine Person als Vorstand ausreichend
ist. 3) In Punkt 5.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat bestellt und entlässt die Mitglieder
des Vorstandes. Bei der Zusammensetzung des Vorstandes soll der Aufsichtsrat auch
auf Vielfalt (Diversity) achten.".....Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll
festgesetzt werden". Der Vorstand der DCI AG besteht aus einer Person. Einem vielfältigen Auswahlkriterium
kann daher nicht entsprochen werden. Derzeit besteht eine Altersgrenze weder für Vorstandsmitglieder noch für Mitglieder
des Aufsichtsrates. Sämtliche Organmitglieder sind sich darüber einig, dass derzeit
die Notwendigkeit einer Altersbegrenzung nicht erforderlich ist. Sollte sich eine
Erfordernis abzeichnen, werden die Organe dem Rechnung tragen. 4) In Punkt 5.3.1 und 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung
vom 18. Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat soll unabhängig von
den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich
qualifizierte Ausschüsse bilden. ... Der Aufsichtsrat soll einen Prüfungsausschuss
(Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit den Fragen der Rechnungslegung
des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers,
der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten
und der Honorarvereinbarung befasst." Der Aufsichtsrat der DCI AG besteht aus lediglich drei Personen. Dies ist angesichts
der Größe und Komplexität des Unternehmens ausreichend und angemessen. Der Aufsichtsrat
stellte fest, dass angesichts der Größe des Aufsichtsrats im Hinblick auf Kosten und
Aufwand ein eigens eingerichteter Ausschuss nicht verhältnismäßig wäre. Das Aufsichtsratgremium
erörtert diesbezügliche Fragestellungen im Plenum. 5) In Punkt 5.3.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18.
Juni 2009 ist folgendes festgelegt: "Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss
bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat
für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt." Angesichts der Größe des Aufsichtsrats im Hinblick auf Kosten und Aufwand ist ein
eigens eingerichteter Nominierungsausschuss nicht verhältnismäßig. Aufgrund der geringen Größe des Unternehmens sind durch die Neufassung des Deutschen
Corporate Governance Kodex vom 26. Mai 2010 in Bezug auf Vorstand (Punkt 4) sowie
Aufsichtsrat (Punkt 5) keine unmittelbaren Änderungen veranlaßt. Das Unternehmen ist
auch bei einer übersichtlichen Anzahl von Organmitgliedern (1 Vorstand, 3 Aufsichtsräte)
in der Zukunft bemüht, dem Grundsatz der Vielfalt (Diversity) Rechnung zu tragen. Vergütungsbericht für Vorstand und AufsichtsratAusführliche Darstellungen der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung sind im Corporate-Governance-Bericht
enthalten, der auf der Website www.dci.de veröffentlicht und außerdem ein Teil dieses
Lageberichts ist. Die Vergütung des Aufsichtsrates wird durch die Hauptversammlung
beschlossen. Die Bezüge des Vorstands beinhalten ausschließlich fixe Bestandteile. PrognoseberichtWeltwirtschaft wächst langsamerDer Aufschwung der Weltwirtschaft wird sich nach Einschätzung des Deutschen Instituts
für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, in 2011 mit verlangsamtem Tempo fortsetzen.
Dabei bleibt die Entwicklung äußerst heterogen. Während die Wirtschaftsleistung in
den großen Schwellenländern seit Mitte 2009 kräftig angezogen hat und bereits deutlich
über dem Vorkrisenniveau liegt, haben laut DIW von den entwickelten Volkswirtschaften
bisher nur die USA den krisenbedingten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts wieder wettgemacht.
Deutschland wird seine massiven Produktionseinbußen erst gegen Ende dieses Jahres
wieder aufholen, der Euroraum insgesamt im Verlauf des Jahres 2012. Für Japan ist
ein Wiedererreichen der Produktion des Vorkrisenniveaus bis Ende 2012 nicht zu erwarten.
Vor diesem Hintergrund wird für 2011 eine etwas moderatere Expansion der Weltwirtschaft
von etwas über 4% erwartet. Für den Euroraum erwartet das DIW in 2011 ein Wirtschaftswachstum
von 1,5%. In Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt mit plus 2,2% im Euro-Vergleich
wiederum etwas stärker zulegen. Steigendes Marktvolumen in der InformationstechnikAm deutschen ITK-Markt deutet die im Verlauf des Jahres 2010 zunehmend verbesserte
Stimmung auf eine positive Geschäftsentwicklung in 2011 hin. Nach den Zahlen von BITKOM
wird sich das Marktvolumen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 2,3% erhöhen. Dabei
wird der Bereich der Informationstechnik mit plus 4,3% überdurchschnittlich gut abschneiden,
während die Telekommunikation sich nur leicht um 0,3% verbessern dürfte. Auf europäischer Ebene wird das Marktvolumen in der Informationstechnik nach Einschätzung
des Marktforschungsinstituts European Information Technology Observatory (EITO) um
3,9% auf rund € 314 Mrd. zunehmen. Die Telekommunikationsbranche kam um 0,8% auf €
344 Mrd. voran, während bei den Consumer Electronics ein Rückgang um 6,7% auf € 56,3
Mrd. prognostiziert wird. DCI stärkt technologisches Fundament weiterDie DCI AG wird im Geschäftsjahr 2011 ihr technologisches Fundament weiter stärken,
sich zunehmend auf die Anforderungen der internationalen Märkte ausrichten und auf
diese Weise mittelfristig zusätzliches Geschäftspotential freilegen. Im Vordergrund
steht dabei das WAi, das sukzessive erweitert wird. Neben zahlreichen technischen
Verbesserungen im Backend wird eine Lösung zur Generierung von Leads aus den Realtime-Datenströmen
entwickelt. Damit treibt DCI die zweite, in dieser Produktgruppe patentierte Technologie
zur Marktreife voran. Künftig werden die User nicht mehr anonym die Infoboards nutzen,
es entsteht eine Community. Auf dieser Grundlage kann der User dann Mehrwertdienste
wie z.B. Rückruf- oder Ausschreibungsservices nutzen. Durch die Vernetzung dieser
Community mit den Portalpartnern der DCI entstehen weitere, völlig neue Perspektiven
für die Hersteller. Gleichzeitig treibt die DCI AG die Entwicklung des WebTradeCenter als Plattform weiter
voran, auf der alle Produkte der DCI vereint werden. Dadurch werden u.a. neue Services
zur Leadgenerierung und für Ausschreibungen sowie den Content-Bereich ermöglicht. Die Produktgruppe Data Services wird sich im Content-Geschäft auf die Qualifizierung
von Hersteller-Daten konzentrieren. Hersteller werden dadurch in die Lage versetzt,
dass die richtigen Handelspartner mit besseren Daten unterstützt werden. Beispielsweise
können Hersteller ihre Produktdaten auf wichtigen Online-Vertriebsplattformen wie
Amazon mit diesem Service gezielt verbessern. Bei den Infoboards sieht DCI einen hohen Mehrwert in der Bündelung von Informationen
nach Themen und Zielgruppen. Das hat Vorteile für alle Marktteilnehmer. Die Hersteller
können eine Zielgruppenkommunikation betreiben und so viele Streuverluste vermeiden. Die User finden zum Thema topaktuelle Informationen mit einer Marktübersicht. Verlage
und Portale können auf kleinstem Platz passend zum Thema rollierend mehr Werbung ausliefern.
Diese neuen Themen-Channel-Infoboards können einen großen Beitrag für einen erfolgreichen
Geschäftsverlauf in 2011 leisten. Zusätzliches Wachstum wird DCI über Partnerschaften generieren. Bestehende Verlagskooperationen
konnten in 2010 gefestigt und neue Partner gewonnen werden, welche die Lösungen der
DCI in 2011 vermarkten wollen. Neben der Deutschen Messe AG gibt es aussichtsreiche
Verhandlungen mit weiteren Messen. Kurz vor dem Abschluss stehen die Gespräche mit
zwei Kooperationspartnern in Österreich und der Schweiz. Beide Partner verfügen über
umfangreiche Adressbestände, die auch in der Produktgruppe DCI Medien genutzt werden
können, und spezifisches Vertriebs-Know how. Diese Kooperationen sollen im zweiten
Quartal 2011 starten. Neben den Möglichkeiten, die sich aus den neuen Kooperationen ergeben, wird die Produktgruppe
DCI Medien sich mit der Vermarktung von Partner-E-Mail-Verteilern befassen. Darüber
hinaus werden Social Media Plattformen in die Lösungen der DCI implementiert. Für
alle Medien werden Schnittstellen z.B. zu Facebook und Twitter zur Verfügung gestellt
und auf diesem Wege die Reichweite erweitert. Viele dieser Projekte werden sich voraussichtlich erstmals im kommenden Jahr stärker
in der Geschäftsentwicklung niederschlagen. Jedoch wird für die DCI AG im Jahr 2011,
tangiert durch die Berücksichtigung der in 2010 abgewickelten Gegengeschäfte, weiter
mit stabilen Umsätzen gerechnet. Die Investitionen werden in 2011 erneut vorangetrieben;
sie betreffend insbesondere die Entwicklung von Produkten und Services innerhalb des
WebTradeCenters. Beim Ergebnis nach Steuern wird eine Verbesserung erwartet. Für das Geschäftsjahr 2012 kann ein Umsatzwachstum in Aussicht gestellt werden, das
über dem Niveau des Jahres 2011 liegen sollte. Die Aufwendungen sollen sich weniger
stark als der Umsatz erhöhen, so dass beim Ergebnis nach Steuern von einem überproportionalen
Fortschritt ausgegangen werden kann. Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Berichterstattung zum Geschäftsjahr der Jahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Unternehmens so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2011 beschrieben sind.
Starnberg, 11.03.2011 Michael Mohr Vorstand (CEO)
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur DCI AG, zu ihren
Tochter- und Beteiligungsgesellschaften sowie zum wirtschaftlichen Umfeld, die den
künftigen Geschäftsverlauf der DCI AG und des DCI Konzerns beeinflussen können. All
diese Aussagen basieren auf Annahmen, die der Vorstand anhand der ihm zum Berichtszeitpunkt
vorliegenden Informationen getroffen hat. Sofern diese Annahmen nicht oder nur teilweise
eintreffen oder weitere Risiken eintreten, kann die tatsächliche von der erwarteten
Geschäftsentwicklung abweichen. Eine Gewähr kann deshalb für die Aussagen des Lageberichts
nicht übernommen werden. Bilanz zum 31. Dezember 2010Aktivascroll
Passivascroll
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010scroll
Anhang für das Geschäftsjahr 2010I. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDie DCI Database for Commerce and Industry AG, Starnberg, ist eine große Kapitalgesellschaft
i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte erstmals
unter Beachtung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMog)
vom 29. Mai 2009. Die Vorjahreszahlen wurden nicht an die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes
angepasst, sondern unverändert übernommen. II. Bilanzierung und BewertungDie Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256 HGB vorgenommen;
die ergänzenden Vorschriften der §§ 264 bis 278 HGB für Kapitalgesellschaften betreffend
Gliederung, Ansatz und Bewertung wurden berücksichtigt. Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte aufgrund der von der Gesellschaft erwarteten
Geschäftsentwicklung unter Annahme einer positiven Fortführungsprognose. Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen
werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt. Die abnutzbaren Anlagen
werden linear über eine Nutzungsdauer zwischen zwei und zehn Jahren (immaterielle
Vermögensgegenstände) bzw. zwischen drei und zwanzig Jahren (Sachanlagen) abgeschrieben.
Bewegliche Anlagegüter bis zu einem Betrag von € 410,00 werden im Berichtsjahr voll
abgeschrieben. Bei sonstigen Zugängen zum Sachanlagevermögen erfolgen Abschreibungen
grundsätzlich zeitanteilig. Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden
niedrigeren Wert angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten
werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der notwendigen
Gemeinkosten eingerechnet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem
am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Uneinbringliche und zweifelhafte
Posten wurden einzelwertberichtigt. Für den restlichen Forderungsbestand wurde eine
pauschal ermittelte Wertberichtigung gebildet. Die internen Richtlinien zur Wertberichtigung der Forderungen wurde unverändert mit
folgenden Prämissen fortgesetzt: Einzelwertberichtigungscroll
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zur Abgrenzung von Ausgaben, die erst
im folgenden Geschäftsjahr als Aufwand zu berücksichtigen sind, gebildet. Die Bewertung des gezeichneten Kapitals erfolgte zum Nennwert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste
und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert und sind nicht durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Am Bilanzstichtag waren keine Fremdwährungsforderungen
und -verbindlichkeiten ausgewiesen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden den Mitgliedern des WebTradeCenters
berechnete Entgelte abgegrenzt, die zur Nutzung der Datenbank für ein Jahr im Voraus
berechnet werden. Der abgegrenzte Teil entspricht der anteiligen Nutzungsbefugnis
für die Zeit nach dem Bilanzstichtag. Weiterer Bestandteil sind Berechnungen an Kunden
der Produktgruppen Medien, Data Services und Wide-Area-Infoboard im Segment Information
Providing, die zu Vertragsbeginn die Leistungen berechnet bekommen und diese nach
Bedarf abrufen. Die Bewertungsverfahren sind gegenüber dem Vorjahr, mit Ausnahme der geänderten Bewertung
der geringwertigen Wirtschaftsgüter, unverändert. Die Bewertungsänderung führte zu
einem Aufwand von T€ 5 . Die Gewinn- und Verlustrechnung wird unverändert zum Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren
entwickelt und dargestellt. III. Angaben zur BilanzDie Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel am Ende des Anhangs
dargestellt. Die Finanzanlagen haben sich durch den Verkauf von Anteilen (4%) der DCI Systems Engineering
GmbH vermindert. Die ITscope GmbH wurde zum 31.12.2010 im Konzernabschluss aufgrund
fehlender Beherrschung endkonsolidiert, aus diesem Grunde werden die Anteile zum 31.12.2010
unter der Bilanzposition Beteiligungen in Höhe der Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Aktivierung von unfertigen Leistungen basiert auf Projektarbeiten, deren Realisierung
im ersten Quartal 2011 zu erwarten ist. Die Laufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie
folgt: scroll
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen kurzfristige Darlehen
sowie Erstattungsansprüche aus Leasingzahlungen. Zudem erhält der Posten Ansprüche
in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 4), die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Die liquiden Mittel bestehen aus Bank- und Kassenbeständen und sind zum Nennwert bilanziert. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Versicherungsprämien
und im Voraus bezahlte Leasing- und Lizenzgebühren, die erst im folgenden Geschäftsjahr
als Aufwendungen zu berücksichtigen sind. Die aufwandswirksame Auflösung des aktiven
Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt monatlich in gleichbleibenden Beträgen. Das Grundkapital ist eingeteilt in 8.464.592 auf den Inhaber lautende Stückaktien
zu je € 1,00. Das Grundkapital beträgt unverändert € 8.464.592. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009) ist der Vorstand bis zum 30. April 2014 ermächtigt, das Grundkapital
mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien
gegen Bareinlage oder auch gegen Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig zu erhöhen,
insgesamt jedoch höchstens um einen Nennbetrag von T€ 4.200 durch Ausgabe von Stück
4.200.000 Aktien (genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt,
jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats, über den Ausschluss des Bezugsrechts der
Aktionäre zu entscheiden. Das genehmigte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2010 unverändert
T€ 4.200. Am 27. Mai 2009 hat die Hauptversammlung der Gesellschaft beschlossen, die von der
Hauptversammlung am 13. Juli 2004 beschlossene Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel-
und/ oder Optionsschuldverschreibungen in Höhe von T€ 2.000 sowie zum Ausschluss des
Bezugsrechts (bedingtes Kapital 2009/I) zu erneuern (Eintragung im Handelsregister
am 09. Juli 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an
die Inhaber oder Gläubiger von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die von
der Gesellschaft begeben werden. Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 30. April 2014 einmalig oder mehrmalig auf den
Inhaber und/oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen
im Gesamtnennbetrag von T€ 2.000 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren zu begeben
und den Inhabern oder Gläubigern von Schuldverschreibungen Options- oder Wandlungsrechte
auf neue Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis
zu T€ 2.000 zu gewähren. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates,
das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Der festzusetzende Wandlungspreis darf
80% des Durchschnitts nicht unterschreiten, der sich aus den Schlusskursen im Xetra-Handelssystem
(oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den zehn Börsenhandelstagen vor dem
Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Wandelschuldverschreibungen
ergibt; der Wandlungspreis muss mindestens € 1,00 betragen. Es bestehen keine Aktien-Rückkaufbefugnisse
für die Gesellschaft. In der Hauptversammlung vom 13. Juli 2006 wurde ein Aktienoptionsprogramm mit folgenden
Eckpunkten beschlossen: Der Vorstand bzw. soweit die Mitglieder des Vorstands betroffen
sind der Aufsichtsrat, sind bis zum 31. Dezember 2011 ermächtigt, Aktienoptionen an
Mitarbeiter (504.000 Stück zum Nennwert von € 504.000,00), Mitglieder der Geschäftsführung
(84.000 Stück zum Nennwert von € 84.000,00) und Mitglieder des Vorstandes (252.000
Stück zum Nennwert von € 252.000,00) zu gewähren (bedingtes Kapital 2006/I). Die Ausübung
der Aktienoptionen ist an die Erreichung von Erfolgszielen (20% Kurssteigerung der
Aktie pro Jahr) und den Ablauf einer Wartefrist gebunden. Die Aktienoptionen haben
einen Mindestausgabebetrag je Aktie von € 1,00. Das Eigenkapital stellt sich zum 31.12.2010 wir folgt dar: scroll
Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Rückstellungen für die Hauptversammlung
2010 (T€ 24), Aufsichtsratsvergütungen (T€ 30), Jahresabschlussprüfung (T€ 42), Personalkosten
(T€ 29), Rechts- und Beratungskosten (T€ 39) sowie für ausstehende Rechnungen (T€
121). Des Weiteren wurden Rückstellungen für Leistungen im Rahmen von Gegengeschäften
mit unsere Beteiligungsgesellschaft ITscope GmbH gebildet (T€ 91), denen Umsatzerlöse
im Bereich Data Services gegenüberstehen. Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt: scroll
IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsätze der DCI AG wurden vornehmlich in Deutschland erzielt. Sie teilen sich
auf folgende Segmente auf: Information Providing T€ 4.191 (Vorjahr: T€ 3.729) und
eCommerce T€ 152 (Vorjahr: T€ 87). Der Umsatzanstieg in Segment Information Providing
ist im Wesentlichen auf eine Nachberechnung im Rahmen der Gegengeschäfte mit der ITscope
GmbH zurückzuführen. Diese Nachberechnung wurde aus bilanziellen Vorsichtsmaßnahmen
unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen teilweise wertberichtigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der Gesellschaft, ohne Vorstand, betrug im Geschäftsjahr
2010: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen in Höhe von T€ 38 (Vorjahr: T€ 29). Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinsen auf Festgelder in Höhe
von T€ 7 (Vorjahr: T€ 15). Abschreibungen auf Finanzanlagen waren im Berichtsjahr nicht erforderlich. Im Berichtsjahr 2010 sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Anlagevermögen
in Höhe von T€ 43 (Vorjahr: T€ 2) angefallen. Erlöse aus dem Abgang von Anlagevermögen
sind in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 2) enthalten. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen Anpassungen auf Grund der Anwendung des
Bilanzmodernisierungsgesetztes zum 01.01.2010. V. Sonstige AngabenAktive Steuerlatenzen aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen von T€ 81.723
werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Für
die Bewertung wäre ein Steuersatz von 27,5% maßgeblich. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus den Miet- und Leasingverträgen sind
in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
AktienoptionsplanDie Gesellschaft hat für ihren Aktienoptionsplan 2006 insgesamt 840.000 Stammaktien
reserviert (bedingtes Kapital). Die Gesellschaft gewährt den Mitgliedern des Vorstandes,
ihren Arbeitnehmern, den Mitgliedern der Geschäftsführungen und den Arbeitnehmern
verbundener Unternehmen Aktienoptionen. Die Aktien können frühestens zwei Jahre nach
Zuteilungszeitpunkt ausgeübt werden. Der Basispreis ist der durchschnittliche Börsenkurs
der Inhaber-Stammaktien an den letzten zehn Börsentagen vor Gewährung der Bezugsrechte,
jedoch mindestens € 1,00. Das Erfolgsziel, um die Optionen nach Ablauf der Wartefrist
ziehen zu können, ist eine Kurssteigerung des arithmetisch ermittelten durchschnittlichen
Schlusskurses der Aktie der DCI Database for Commerce and Industry AG im Xetra-Handel
(oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) im Zeitraum vom 6. bis 10. Handelstag
(je einschließlich) vor Beginn des Ausübungszeitraums, in dem die betroffenen Bezugsrechte
nach Ablauf der für sie geltenden Wartefrist erstmals ausgeübt werden können. In diesem
Zeitraum muss das Erfolgsziel von 20% Kurssteigerung pro Jahr seit Gewährung der Optionen
erzielt werden. Die Wartefristen sind wie folgt: zwei Jahre für die ersten 40%, danach
ein Jahr für 30%, für die letzten 30% ist ein weiteres Jahr zu warten. Im Geschäftsjahr 2010 gewährte die Gesellschaft 90.000 Aktienoptionen (Vorjahr: 0
Stück). Verfallen sind im Berichtsjahr 58.500 Optionen (Vorjahr: 3.500 Stück). Insgesamt
waren damit zum Bilanzstichtag 479.000 Optionen ausstehend. HaftungsverhältnisseEs bestehen Bank-Avale zu Lasten der Gesellschaft in Höhe von T€ 68 (Vorjahr: T€ 68),
außerdem wurden Festgeldguthaben in Höhe von T€ 110 (Vorjahr: T€ 110) zur Sicherung
von finanziellen Verpflichtungen verpfändet. Mit einer Inanspruchnahme wird, auf Grund
ausreichender finanzieller Mittel, nicht gerechnet. Des Weiteren bestanden zum Abschlussstichtag keine Haftungsverhältnisse. Organe:Der Vorstand setzt sich in 2010 wie folgt zusammen: scroll
Der Aufsichtsrat setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: scroll
Vergütungen an Organmitglieder: Aufsichtsrat
scroll
Vorstandscroll
Variable beziehungsweise erfolgsbezogene Vergütungen waren für Organmitglieder nicht
zu entrichten. Es wurde mit dem Vorstand nach dem Ausscheiden ein einjähriges Wettbewerbsverbot vereinbart,
welches in Höhe von 50% des durchschnittlichen festen Jahresgehalts der letzten drei
Jahre zu vergüten ist (ca. T€ 103). Abschlussprüfer (Einzel- und Konzernabschluss)scroll
Anteilsbesitz:scroll
Entsprechungserklärung gemäß § 161 AktG:Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Corporate Governance Kodex wurde
durch Vorstand und Aufsichtsrat am 21. Dezember 2010 abgegeben und den Aktionären
dauerhaft auf der Unternehmenswebsite (www.dci.de) zugänglich gemacht.
Starnberg, 11.03 2011 Michael Mohr Vorsitzender des Vorstands (CEO) DCI AG Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010Anschaffungs- und Herstellungskostenscroll
Kumulierte Abschreibungenscroll
Nettobuchwertescroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie
Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DCI Database for
Commerce an Industry AG, Starnberg für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31.
Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und
Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage
der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter
Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe die Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter
sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Ich bin der Auffassung,
dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Neuwied, den 18. März 2011 Dirk Klatt Wirtschaftsprüfer |
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