Delignit AGBlombergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016Delignit AG, Blomberg1. Allgemeine Beschreibung der Gesellschaft Der Delignit Konzern entwickelt, fertigt und vertreibt unter dem Markennamen Delignit ökologische, überwiegend laubholzbasierte Werkstoffe und Systemlösungen. Der Delignit Konzern ist anerkannter Entwicklungs- und Projektpartner sowie Serienlieferant für Technologiebranchen wie etwa die Automobil-, Luftfahrt- und Schienenverkehrsindustrie. Die Produkte verfügen über besondere technische Eigenschaften und werden u. a. als Einbausysteme in leichten Nutzfahrzeugen, Kofferraumladeböden in PKWs und Systemböden für Zugausstattungen eingesetzt. Der Delignit-Werkstoff basiert in der Regel auf europäischem Laubholz, ist in seinem Lebenszyklus CO2-neutral und somit nichtregenerativen Werkstoffen wie Kunststoff und Stahl ökologisch überlegen. Der Einsatz des Delignit-Werkstoffs verbessert daher die Umweltbilanz der Kundenprodukte und erfüllt deren steigende ökologische Anforderungen. Das Unternehmen wurde vor über 200 Jahren gegründet. Die Delignit AG notiert im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. 2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 wiederum durch ein solides und stetes Wirtschaftswachstum gekennzeichnet. So wuchs das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in den beiden ersten Quartalen des Jahres kumuliert um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr, während in den letzten beiden Quartalen des Jahres ein Wachstum von kumuliert 0,8 % erreicht wurde. Für das gesamte Jahr 2016 ergibt sich daraus ein Anstieg von 1,9 % (Quelle: Statistisches Bundesamt). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Jahr 2016 war die inländische Verwendung: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2 % im Vergleich deutlich stärker (Quelle: Statistisches Bundesamt). Trotz des Anstiegs globaler Krisen und der damit verbundenen Unsicherheiten hat sich der deutsche Außenhandel im Jahr 2016 erneut sehr gut entwickelt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden Waren im Rekordwert von 1.207,5 Mrd. Euro exportiert, ein Plus von 1,2 % im Vorjahresvergleich. Für das Jahr 2017 wird mit einem weiteren Wachstum der Ausfuhren um bis zu 2,5 % gerechnet. Dennoch können Unsicherheiten, wie der Austritt Großbritanniens aus der EU, das gescheiterte Referendum in Italien und tendenzielle Unwägbarkeiten in der US-Wirtschaftspolitik erhebliche Einflüsse auf die Ausfuhrentwicklung haben (Quelle: Außenhandelsverband BGA). Die Konjunkturdaten innerhalb der EU weisen für das Jahr 2016 moderate Wachstumsraten auf. In der am 09. November 2016 veröffentlichten Herbstprognose der Europäischen Kommission wird für den Euroraum ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,7 % im Jahr 2016 und in Höhe von 1,5 % im Jahr 2017 erwartet. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 auch hier weiterhin der Privatkonsum sein, der durch die Erwartung weiter steigender Beschäftigungszahlen und leicht steigender Löhne begünstigt wird (Quelle: European Kommission). Die speziellen Zielmärkte des Delignit Konzerns, also die Märkte im Bereich Automotive und der Holzwerkstoffindustrie, haben sich im Geschäftsjahr 2016 unterschiedlich entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen in Europa im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge die Zulassungszahlen um 11,9 % nach 11,6 % im Vorjahr. In Europas größten Märkten stiegen die Zulassungszahlen in Italien um 50,0 %, in Spanien um 11,2 % und in Frankreich um 8,2 %. Insgesamt haben die Zulassungszahlen in nahezu allen Ländern Europas zugelegt (Quelle: ACEA). Die Zulassungszahlen in dem für den Delignit Konzern noch immer bedeutsamsten deutschen Markt stiegen im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge um 8,5 % (Vj. 4,2 %) und im PKW-Markt um 4,5 % (Vj. 9,3 %) (Quelle: ACEA). Im Bereich der Holzwerkstoffindustrien reduzierte sich der Umsatz von Januar bis November 2016 moderat um 1,0 %. Während im ersten Halbjahr 2016 noch ein leichtes Wachstum in Höhe von 0,9 % erreicht werden konnte, war der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte deutlich schwächer im Vergleich zum Vorjahr. Einen ähnlichen Verlauf zeigte der Auslandsumsatz der Holzwerkstoffindustrien. Insgesamt sank der Umsatz im gleichen Zeitraum im Auslandsbereich um 0,3 %. 3. Marktumfeld des Delignit Konzerns Im Geschäftsjahr 2016 wurden die Umsatzerlöse im Delignit Konzern deutlich um 9,4 % gesteigert und erhöhten sich auf 48.565 T€. Damit konnte der Delignit Konzern im dritten Jahr in Folge einen neuen Umsatzrekord aufstellen. Der Umsatz steigerte sich seit dem Geschäftsjahr 2010 um jährlich durchschnittlich 11,2 % und hat sich im Mehrjahresvergleich wie in der folgenden Tabelle dargestellt entwickelt: ![]() Im Zielmarkt Automotive konnte der Umsatz insgesamt um 8,4 % (Vj. +7,8 %) gesteigert werden. Maßgeblich für diese Steigerung war das stark laufende OEM-Geschäft (OEM = Original Equipment Manufacturer; hier englisches Synonym für Automobilhersteller) sowie die zusätzlichen Umsätze aus den neu angelaufenen Serienaufträgen für Fahrzeughersteller. In den Zielmärkten der Technological Applications konnte ein deutliches Umsatzwachstum erreicht werden. Mit einem Wachstum von 12,1 % im Geschäftsjahr konnte der Umsatzrückgang des Vorjahres in Höhe von 5,2 % deutlich überkompensiert werden. Stärkster Wachstumsträger waren die Spezialwendungen, die auch die Schienenverkehrslösungen umfassen. Durch die geleistete Entwicklungsarbeit hat sich der Delignit Konzern in diesem Bereich ein weltweit hohes Ansehen verschafft, sodass er zu den wesentlichen Ausschreibungen eingeladen wird. Aus geografischer Sicht kann festgestellt werden, dass der Delignit Konzern sein Umsatzwachstum 2016 in den Exportmärkten generiert hat, während der innerdeutsche Umsatz konstant geblieben ist. So konnte die Exportquote abermals auf jetzt über 30 % gesteigert werden, sodass ein Exportumsatz von 14.599 T€ erreicht wurde. Die Exportentwicklung erkennt man an folgendem Schaubild: ![]() Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich der Delignit Konzern auf Basis seiner in der Regel holzbasierten Produkte im Geschäftsjahr 2016 weiterhin erfolgreich und teilweise im Vergleich zu den Zielmärkten überproportional entwickeln konnte. Dabei zeichnen sich die holzbasierten Produkte durch besondere technische und mechanische Eigenschaften (z. B. Abrieb- und Verschleißfestigkeit, Dimensionsstabilität und Bruchlast), aber auch durch ökologische Aspekte aus. Holzprodukte sind langfristige Speicher für das klimaschädliche CO2: Ein Kubikmeter Holz absorbiert nahezu eine Tonne Kohlendioxid. Das bereits über mehrere Jahre im Vergleich zur Entwicklung in den Zielmärkten erreichte stärkere Umsatzwachstum belegt die gute Marktpositionierung des Delignit Konzerns. Auf Basis von Werkstoffkompetenz, gepaart mit am Markt nicht üblicher Anwendungs- und Systemkompetenz, hat der Delignit Konzern die Rahmenbedingungen für weiteres zukünftiges Wachstum geschaffen. 4. Organisation a. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Delignit AG besteht aus Herrn Dr. Christof Nesemeier, Herrn GertMaria Freimuth sowie Herrn Anton Breitkopf. Der Aufsichtsrat ist in seiner derzeitigen Zusammensetzung bei Gründung der Gesellschaft am 09. Juli 2007 gewählt und in der Hauptversammlung vom 10. Juli 2012 in seiner bisherigen Zusammensetzung wiedergewählt worden. Der Aufsichtsrat hat Herrn Dr. Christof Nesemeier zum Vorsitzenden und Herrn Gert-Maria Freimuth zu seinem Stellvertreter gewählt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2016 beschließt. b. Vorstand Die Aufgabenfelder des Vorstands sind wie folgt verteilt: Dem Vorstandsvorsitzenden Herrn Markus Büscher obliegen die Geschäftsbereiche strategische Entwicklung, Controlling, Recht, Einkauf, IT, Produktion, F&E sowie der Bereich Investor Relations. Herr Thorsten Duray verantwortet die Bereiche Marketing und Vertrieb. Eine Geschäftsordnung für den Vorstand ist durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. Juli 2007 verabschiedet worden. In der Geschäftsordnung werden solche Geschäfte (z.B. Investitionsvorhaben ab einem gewissen Betrag sowie Erwerb und Veräußerung von Unternehmen und von Grundstücken ab einem bestimmten Betrag) festgelegt, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen. Der Vorstand ist bis zum 30. September 2018 bestellt. Gemäß Satzung wird die Gesellschaft gesetzlich durch zwei Mitglieder des Vorstands gemeinschaftlich oder durch ein Mitglied des Vorstands in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Die Vorstände übernehmen in allen Konzerngesellschaften gemeinsam mit dem lokalen Management auch die Geschäftsführung dieser Gesellschaften. c. Beteiligungsunternehmen Zum Stichtag war die Delignit AG direkt oder indirekt an folgenden Unternehmen beteiligt: ![]() d. Mitarbeiter Für die Delignit AG waren nur die zwei Vorstände im Rahmen des Konzernmanagements tätig. Die gute Auftragslage während des gesamten Geschäftsjahres führte zu einer hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Der Personalbestand wurde im Vergleich zum Jahresbeginn von 294 Mitarbeiter auf 318 Mitarbeiter aufgestockt. Darüber hinaus wurden bis zu 52 Leiharbeiter beschäftigt, um Engpässe im Produktionsbereich in Abhängigkeit von den Lieferterminen flexibel ausgleichen zu können. Weitere Auftragsspitzen wurden durch die Vergabe von Lohnaufträgen an andere Unternehmen abgedeckt. Bei den Tochtergesellschaften der Delignit AG handelt es sich um renommierte Ausbildungsbetriebe, die ihre Mitarbeiter auch auf Basis eines professionellen Qualitätsmanagementsystems systematisch weiter qualifizieren und in den kontinuierlichen Verbesserungsprozess betrieblicher Abläufe integrieren. Dieser Prozess wurde unter intensiver Einbindung der Belegschaft im Geschäftsjahr 2016 fortgesetzt. Die Gesellschaften der Delignit AG haben auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin ausgebildet und werden sich dieser Verantwortung auch in den folgenden Geschäftsjahren stellen. 5. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Der Delignit Konzern blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2016 zurück. Oberstes Ziel war es, neue Marktanteile durch die Entwicklung neuer Produkte und Anwendungen zu gewinnen, die Chancen des Exportgeschäftes zu nutzen und entsprechend Strukturen und Kapazitäten des Unternehmens weiter an die neuen Gegebenheiten anzupassen und zu verbessern. Dabei gilt und galt es unverändert, parallel zum dynamischen Wachstum die Reputation und Lieferfähigkeit der Unternehmensgruppe nicht zu gefährden. Der Delignit Konzern hat im Wirtschaftsjahr 2016 einen Umsatz in Höhe von 48.565 T€ (Vj. 44.402 T€) erreicht und bewegt sich somit innerhalb der Prognose. Die Betriebsleistung liegt unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge und Bestandsveränderungen bei 49.478 T€ (Vj. 45.929 T€). Die Materialkosten betrugen 58,5 % der Betriebsleistung und liegen annähernd auf dem Vorjahresniveau in Höhe von 58,2 %. Die Personalkosten sind in Höhe von 13.474 T€ (Vj. 12.670 T€) verbucht worden. Die absoluten Personalkosten sind vornehmlich durch die höhere Anzahl an Mitarbeitern angestiegen. Durch die deutlich verbesserte Betriebsleistung sank die Personalquote allerdings gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,4 Prozentpunkte auf 27,2 %. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (‚SBA‘) sind gegenüber dem Vorjahr um 9,1 % angestiegen. Dabei resultiert ein Teil der Kostensteigerung aus der Teilnahme an zwei Messen, und zwar an der Innotrans in Berlin und der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Trotz der zusätzlichen Messekosten konnte die SBA-Quote im Vergleich zum Vorjahr bei 6,8 % annähernd stabil gehalten werden (Vj. 6,7 %). Das EBITDA beträgt 3.722 T€ (Vj. 3.455 T€) und konnte somit um 7,7 % gesteigert werden. Die Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr 2016 bei 1.362 T€ (Vj. 1.491 T€), sodass im Berichtszeitraum ein EBIT in Höhe von 2.360 T€ (Vj. 1.964 T€) erreicht wurde. Im Bereich der Produktentwicklung sind auch im Geschäftsjahr 2016 nicht unerhebliche Kosten entstanden. Allein für externe Entwicklungsaufträge sind Kosten in Höhe von 107 T€ (Vj. 136 T€) verbucht worden. Hinzu kommen die Aufwendungen für interne Prüf- und Validierungskosten sowie die Kosten der Entwicklungsabteilung. Aufgrund des allgemeinen Charakters der Entwicklungstätigkeit des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Kosten nicht aktiviert, sondern wurden direkt als Aufwand verbucht. Das Eigenkapital des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 14.777 T€ (Vj. 13.677 T€) und führt zu einer Eigenkapitalquote an der Bilanzsumme von 45,5 % (Vj. 46,2 %). Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals auf: ![]() Der Finanzmittelbestand des Delignit Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag 1.544 T€ (Vj. 4.296 T€). Der Mittelabfluss ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Investitionen sowie der Erhöhung von Forderungsbeständen zurückzuführen. Insgesamt beliefen sich die Bankverbindlichkeiten auf 6.001 T€ (Vj. 6.698 T€). Die Nettoverschuldung betrug zum Stichtag 4.457 T€ (Vj. 2.402 T€). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weisen zum Bilanzstichtag 1.508 T€ kurzfristige Darlehen und 4.493 T€ langfristige Darlehen aus. Die Kreditzinsen konnten weiter auf einem niedrigen Niveau gehalten werden und liegen zwischen 0,9 % und 4,2 %. Der generierte operative Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 1.831 T€ (Vj. 1.594 T€) wurde im Wesentlichen für Investitionen in das Anlagevermögen verwendet. Dabei entfiel die Hauptinvestitionssumme auf die Erweiterung der CNC-Kapazitäten sowie auf die Anzahlung für eine neue Pressenanlage. Die Vorräte beliefen sich auf 9.030 T€ nach 8.508 T€ im Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Factoring für noch anzukaufende Rechnungen. Das Anlagevermögen belief sich zum Bilanzstichtag auf 15.156 T€ (Vj. 13.108 T€) und beinhaltet im Wesentlichen die Werte für Grund und Boden sowie Maschinen. Die kurzfristigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalkosten gebildet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern sowie aus Löhne und Gehälter. 6. Sicherungsgeschäfte Transaktionen innerhalb des Konzernkreises werden ausschließlich auf Euro-Basis durchgeführt. Da der Saldo ungesicherter Fremdwährungspositionen im Konzern aufgrund von Transaktionen mit fremden Unternehmen außerhalb des Euro-Raumes bisher nur einen geringen Umfang angenommen hat, betreibt der Delignit Konzern bislang noch keine aktive Kurssicherung gegenüber anderen Währungen. 7. Vergütungsbericht Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert. Der Vorstand erhält ferner einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung und nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Ferner wurde für den Vorstand ein virtuelles Aktienoptionsprogramm vereinbart. Weitere Leistungen (z. B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart. Der Aufsichtsrat wird fix vergütet. Der Aufsichtsrat erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jeweils einen jährlichen fixen Sockelbetrag. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Doppelte und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende das Eineinhalbfache dieses Sockelbetrages. Die Aufschlüsselung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat findet sich im Anhang des Konzernabschlusses. 8. Risikobericht Folgende wesentliche Risiken sind für die weitere Entwicklung zu nennen:
Diesen Risiken begegnet der Delignit Konzern mit diversen Maßnahmen. Exemplarisch seien folgende genannt:
9. Strategische Ausrichtung und Chancen des Delignit Konzerns Die Unternehmensstrategie basiert unverändert auf Megatrends in den technologischen Zielmärkten. So erkennt der Delignit Konzern zwei ökologisch getriebene Trends:
Parallel richtet sich der Delignit Konzern verstärkt auf die technologische Beantwortung drängender, zum Teil aus neuen Gesetzgebungen resultierenden, Anwenderfragen aus und entwickelt entsprechende Systemlösungen. Diese erfolgreiche Strategie der Kombination von Werkstoff-, Anwendungs- und Systemkompetenz wurde daher im Delignit Konzern gezielt fortgesetzt. Hierzu werden insbesondere die nachfolgend dargestellten Wege verfolgt:
10. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Nachhaltigkeit ist eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Bedingt durch die nachwachsende Hauptrohstoffquelle Holz entspricht die Delignit AG sowohl der ökologischen Interpretation des Begriffes als auch der perspektivischen Absicherung der Rohstoffbasis sicher in vorbildlicher Weise. Um darüber hinaus die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu stärken, wird stetig an der Verbesserung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistung gearbeitet:
11. Nachtragsbericht Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten. 12. Zusammenfassung des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Die Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen, nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass diese Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden. 13. Sonstige Angaben Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit jeweils einem rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft. Die Bestimmung der Anzahl sowie die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat ist weiterhin ermächtigt, Satzungsänderungen vorzunehmen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben. 14. Prognosebericht Auch für das Geschäftsjahr 2017 ist die Entwicklung der Gesamtwirtschaft trotz volkswirtschaftlich überwiegend positiver Einschätzungen von verschiedenen Unsicherheiten belastet. So rechnet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose 2016 mit einer weiterhin in moderatem Tempo wachsenden Wirtschaft. Hauptwachstumsmotor dürfte bis Ende 2018 weiterhin der Privatkonsum sein. Das Beschäftigungswachstum werde voraussichtlich weiterhin relativ stabil bleiben, auch wenn in 2017 und 2018 mit einer leichten Abschwächung zu rechnen sei. Das Investitionsniveau habe sich deutlich aufgehellt; es wird ein Anstieg der Investitionsausgaben im Jahr 2017 um 3,1 % und im Jahr 2018 um 3,5 % gerechnet (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission). Die Prognoserisiken haben allerdings zugenommen und neigen tendenziell in eine negative Richtung. Grund hierfür sind der Austritt Großbritanniens aus der EU, die unsicheren wirtschaftlichen Tendenzen in führenden Volkswirtschaften sowie die Gefahr der Eskalation geopolitischer Konflikte (Quelle: Herbstprognose 2016 der Europäischen Kommission). Die deutsche Wirtschaft blickt positiv in die Zukunft. So stellt die deutsche Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht für 2017 fest, dass sich die deutsche Wirtschaft in einer guten Verfassung befinde. Für 2017 wird mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 1,4 % gerechnet. Durch höhere Lohn- und Gehaltseinkommen werden sich die Konsumausgaben weiter erhöhen, es wird voraussichtlich kräftig in Wohnbauten investiert (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung). Die Delignit AG sieht insbesondere durch die im Geschäftsjahr 2016 erreichten Folgebeauftragungen sowie Neubeauftragungen aus dem Bereich Automotive gute Rahmenbedingungen für dynamisches Wachstum im Geschäftsjahr 2017 in diesem Marktbereich. Auch in den Märkten der Technological Applications konnte die Kundenbasis weiter verbreitert werden. Dies insbesondere dank der Neuaufträge im Bereich der Schienenverkehrslösungen. Vorbehaltlich einer stabilen Konjunktur in allen Märkten der Delignit AG, ausschreibungskonformen Abrufmengen aus den OEM-Verträgen sowie der stabilen Versorgung an den Beschaffungsmärkten geht die Delignit AG davon aus, den Umsatz im Geschäftsjahr 2017 um weitere 10 bis 15 % steigern zu können. Die EBITDAMarge soll sich dabei, auch abhängig vom effektiven Produktmix, zwischen 7,5 bis 8,3 % bewegen.
Blomberg, den 28. Februar 2017 Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender Thorsten Duray, Vorstand IFRS-Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016der Delignit AGAKTIVA scroll
IFRS-Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2016der Delignit AGscroll
IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016der Delignit AG, Blombergscroll
IFRS-Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2016der Delignit AG, Blombergscroll
Konzernanhang für 2016I. Methoden und GrundsätzeGrundlegende Informationen zur Bilanzierung 1. Informationen zum Unternehmen Die Delignit AG, Blomberg, mit Sitz im Königswinkel 2-6, 32825 Blomberg, Deutschland, ist Muttergesellschaft des Delignit Konzerns. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lemgo unter der Nummer HRB 5952 eingetragen. Die Delignit AG ist seit dem 26. September 2007 im Entry Standard des Freiverkehrs der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN A0MZ4B notiert. Die Geschäftstätigkeit der Delignit AG zusammen mit ihren Tochtergesellschaften umfasst unter anderem die Herstellung und den Vertrieb von Holzwerkstoffen. Der IFRS-Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wird voraussichtlich am 20. April 2017 durch den Aufsichtsrat der Delignit AG gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben. Der Abschluss der Delignit AG wird in den Abschluss des Mutterunternehmens, der MBB SE, Berlin, einbezogen. 2. Rechnungslegungsgrundsätze Grundlagen der Erstellung des Abschlusses Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 ist freiwillig in Ausübung des Wahlrechtes nach § 315a HGB nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Boards (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS), die International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zusätzlich sind die Anforderungen des § 315a HGB berücksichtigt. Die Delignit AG berücksichtigte alle zum 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Anwendung von neuen und geänderten Standards Folgende, nach EU-Recht im Geschäftsjahr 2016 erstmalig anzuwendende IAS/IFRS/IFRIC beziehungsweise Änderungen dieser Standards wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der Delignit AG gewürdigt und, soweit sie für den Konzernabschluss von Bedeutung waren, angewandt. Die folgenden Änderungen wurden geprüft, allesamt hatten sie aber keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Delignit AG: Anzuwenden ab dem 01.01.2016: IFRS 14 (IASB Veröffentlichung 30.01.2014; EU-Endorsement offen): Nur Unternehmen, die IFRS-Erstanwender sind und die nach ihren bisherigen Rechnungslegungsvorschriften regulatorische Abgrenzungsposten erfassen, ist gestattet, dies auch nach dem Übergang auf die IFRS weiterhin zu tun. Der Standard ist als kurzfristige Zwischenlösung gedacht, bis der IASB sein längerfristiges grundlegendes Projekt zu preisregulierten Geschäftsvorfällen abschließt. IFRS 11 Accounting for Acquisitions of Interests in Joint Operations (IASB Veröffentlichung 06.05.2014, EU-Endorsment 24.11.2015): Der Erwerber von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb darstellen wie in IFRS 3 definiert, hat alle Prinzipien in Bezug auf Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen aus IFRS 3 und anderen IFRS anzuwenden, solange diese nicht im Widerspruch zu den Leitlinien in IFRS 11 stehen. IAS 16/IAS 38 Clarification of Acceptable Methods of Depreciation and Amortisation (IASB Veröffentlichung 12.05.2014, EU-Endorsement 02.12.2015): Mit den Änderungen werden Leitlinien dazu zur Verfügung gestellt, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verwendet werden können, insbesondere was erlösbasierte Abschreibungsmethoden betrifft. IAS 16/IAS 41 Bearer Plants (IASB Veröffentlichung 30.06.2014, EU-Endorsement 23.11.2015): Mit den Änderungen werden fruchttragende Pflanzen, die nicht länger deutlichen biologischen Änderungen unterworfen sind, in den Anwendungsbereich von IAS 16 gebracht, sodass sie analog zu Sachanlagen bilanziert werden können. IAS 27 Equity Method in Separate Financial Statements (IASB Veröffentlichung 12.08.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Durch die Änderungen wird die Equity Methode als Bilanzposition für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen. IFRS 10/IAS 28 Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (IASB Veröffentlichung 11.09.2014, EU-Endorsement offen): Durch die Änderung wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Annual Improvements 2012-2014 (IASB Veröffentlichung 25.9.2014, EU-Endorsement 15.12.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. IAS 1 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 18.12.2015): Die Änderungen zielen darauf ab, Hürden zu beseitigen, die Ersteller in Bezug auf die Ausübung von Ermessen bei der Darstellung des Abschlusses wahrnehmen. IFRS 10, IFRS 12, IAS 28 Consolidation Exception (IASB Veröffentlichung 18.12.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Die Änderungen adressieren Sachverhalte, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsmaßnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben. IAS 19 Employee Contributions (IASB Veröffentlichung 21.11.2013, EU-Endorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Klarstellung der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen oder Beiträgen dritter Parteien, die mit der Dienstzeit verknüpft sind, sowie Schaffung einer Erleichterung, wenn der Betrag der Beiträge von der Anzahl der geleisteten Dienstjahre unabhängig ist. Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen: IFRS 5: Leitlinien zur Umklassifizierung in die Kategorie zu Ausschüttungszwecken gehalten bzw. anders herum. IFRS 7: Leitlinien, ob ein Verwaltungsvertrag ein fortgesetztes Engagement in Bezug auf einen übertragenen Vermögensgegenstand darstellt. IAS 34: Angaben von Informationen „an anderer Stelle“ im Zwischenbericht. Die Änderungen sind erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist. Annual Improvements 2010-2012 (IASB Veröffentlichung 12.12.2013; EUEndorsement 17.12.2014 mit abweichendem Inkrafttreten ab 01.02.2015): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. Anzuwenden ab dem 01.01.2017: IAS 12 Recognition of Deferred Tax Assets for Unrealised Losses (IASB Veröffentlichung 19.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen an IAS 12 zielen insbesondere darauf ab, die Bilanzierung latenter Steueransprüche aus unrealisierten Verlusten bei zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten klarzustellen, die in der Praxis derzeit unterschiedlich gehandhabt wird. IAS 7 Disclosure Initiative (IASB Veröffentlichung 29.01.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen folgen der Zielsetzung, dass ein Unternehmen Angaben bereit zu stellen hat, die es Adressaten von Abschlüssen ermöglichen, Veränderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit beurteilen zu können. Anzuwenden ab dem 01.01.2018: IFRS 9 Financial Instruments (IASB Veröffentlichung 24.07.2014, EU-Endorsement 22.11.2016): Der Standard regelt umfassend die Bilanzierung von Finanzierungsinstrumenten. Gegenüber dem Vorgängerstandard IAS 39 hervorzuheben sind insbesondere die neuen und in der jüngsten Fassung von IFRS 9 überarbeiteten Klassifizierungsvorschriften für finanzielle Vermögenswerte. Diese beruhen auf den Ausprägungen des Geschäftsmodells sowie den vertraglichen Zahlungsströmen finanzieller Vermögenswerte. Ebenfalls grundlegend neu sind die Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen, welche nun auf einem Modell der erwarteten Verluste basieren. Auch die Abbildung bilanzieller Sicherungsbeziehungen ist unter IFRS 9 neu geregelt und darauf ausgerichtet, stärker das betriebliche Risikomanagement abbilden zu können. IFRS 15 Revenue from Contracts with Customers (IASB Veröffentlichung 28.05.2014, EU-Endorsement 22.09.2016): Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 „Erlöse“, IAS 11 „Fertigungsaufträge“ und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden - die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge. IFRS 2 Classification and Measurement of Share-based Payment Transactions (IASB Veröffentlichung 20.06.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen beschäftigen sich mit einzelnen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich. Die wesentlichsten Änderungen bzw. Ergänzungen bestehen darin, dass in IFRS 2 nur Vorschriften enthalten sind, die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der aus anteilsbasierten Vergütungen resultierenden Verpflichtungen betreffen. IFRS 4 Applying IFRS 9 Financial Instruments with IFRS 4 Insurance Contracts (IASB Veröffentlichung 12.09.2016, EU-Endorsement offen): Die Änderungen zielen darauf ab, die Auswirkungen aus unterschiedlichen Erstanwendungszeitpunkten von IFRS 9 und dem Nachfolgestandard zu IFRS 4 vor allem bei Unternehmen mit umfangreichen Versicherungsaktivitäten zu verringern. Eingeführt werden zwei optionale Ansätze, die bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen von Versicherer genutzt werden können: der Überlagerungsansatz und der Aufschubansatz. Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen: IFRS 2: Definition von Ausübungs- (vesting conditions) und Marktbedingungen (market conditions) IFRS 3: Bilanzierung bedingter Gegenleistungen (contingent consideration) im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen IFRS 8: Angaben zur Zusammenfassung von Segmenten und Erfordernis einer Überleitungsrechnung für Segmentvermögenswerte IFRS 13: Weiterhin Verzicht auf Abzinsung bei der Fair-Value-Bewertung kurzfristiger Forderungen und Verbindlichkeiten möglich, sofern der Effekt unwesentlich ist. IAS 16 und IAS 38: Neubewertungsmethode - Ermittlung der kumulierten Abschreibungen zum Zeitpunkt einer Neubewertung IAS 24: Erweiterung der Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen um Unternehmen, die Dienstleistungen im Bereich der Unternehmensführung erbringen (management entities) Die Änderungen sind in der EU erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen, wobei eine freiwillige vorzeitige Anwendung zulässig ist. Annual Improvements 2014-2016 (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EUEndorsement offen): Änderungen und Klarstellungen an verschiedenen IFRS. IFRIC 22 Foreign Currency Transactions and Advance Consideration (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EU-Endorsement offen): Diese Interpretation zielt darauf ab, die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten. IAS 40 Transfers of Investment Property (IASB Veröffentlichung 08.12.2016, EUEndorsement offen): Die Änderungen dienen der Klarstellung der Vorschriften in Bezug auf Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Insbesondere geht es darum, ob im Bau oder in der Erschließung befindliche Immobilien, die vorher als Vorräte klassifiziert wurden, in die Kategorie der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umgegliedert werden können, wenn es eine offensichtliche Nutzungsänderung gegeben hat. Anzuwenden ab dem 01.01.2019 IFRS 16 Leases (IASB Veröffentlichung 13.01.2016, EU-Endorsement offen): Der Standard regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. IFRS 16 ersetzt den bisher gültigen Standard IAS 17 sowie drei leasingbezogene Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 16 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt grundsätzlich für alle Leasingverhältnisse. Ausgenommen davon sind Verträge über die Erforschung von Mineralien, Öl, Gas und ähnlichen nicht regenerativen Ressourcen; Rechte aus Lizenzverträgen über Filme, Videoaufnahmen, Theaterstücke, Manuskripte, Patente und Urheberrechte, die in den Anwendungsbereich von IAS 38 fallen; Leasingvereinbarungen über biologische Vermögenswerte im Anwendungsbereich von IAS 41; Dienstleistungsvereinbarungen im Anwendungsbereich von IFRIC 12 sowie Lizenzvereinbarungen über geistiges Eigentum aus einem Leasingverhältnis im Anwendungsbereich von IFRS 15. Weiterhin erfolgten Klarstellungen zu folgenden Standards und Themenbereichen: IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS: Streichung einer kurzzeitige Erleichterungsvorschrift für Erstanwender - IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Klarstellung, dass die Angaben auch für Anteile gelten, die in den Anwendungsbereich von IFRS 5 fallen. IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Klarstellung, dass das Wahlrecht zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einer Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen beim erstmaligen Ansatz für jede Beteiligung unterschiedlich ausgeübt werden kann. Die Änderungen an IFRS 12 sind ab dem 1. Januar 2017, die Änderungen an IFRS 1 und IAS 28 ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig. 3. Konsolidierung Konsolidierungskreis Der konsolidierte Abschluss umfasst die Delignit AG sowie die nachfolgenden Tochter- und Enkelgesellschaften:
Des Weiteren bestehen noch direkte Beteiligungen an den im Jahr 2010 entkonsolidierten rumänischen Gesellschaften
Darüber hinaus hält die Delignit AG direkt über die S.C. Cildro S.A. 17,9 % der Anteile an der S.C. Cildro Service S.R.L. (at equity). Konsolidierungskreis Folgende Tochtergesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen: scroll
Die Beteiligungen an den folgenden Unternehmen wurden at equity in den Konzernabschluss einbezogen: scroll
Konsolidierungsgrundsätze Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt wie sie auch bei dem Abschluss des Mutterunternehmens angewendet werden. Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember des jeweils geltenden Geschäftsjahres. Die Vollkonsolidierung der Tochterunternehmen beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht, und endet, sobald diese Beherrschungsmöglichkeit nicht mehr gegeben ist. Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 durchgeführt. Nach dieser Methode werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Eigenkapital des erworbenen Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Dabei werden alle identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zu ihrem Zeitwert angesetzt und in die Konzernbilanz übernommen. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den Zeitwert des auf den Konzern entfallenden Reinvermögens wird als Firmenwert aktiviert. Ist der Zeitwert des auf die Delignit AG entfallenden Reinvermögens höher als die Anschaffungskosten der Anteile, ergibt sich ein passivischer Unterschiedsbetrag. Sollte ein solcher nach einer erneuten Überprüfung der Kaufpreisverteilung bzw. Bestimmung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verbleiben, so ist dieser sofort erfolgswirksam zu erfassen. Aufwendungen, Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den vollkonsolidierten Gesellschaften sowie Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. II. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. Allgemeines Die Bilanz wurde nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden strukturiert. Die Gesamtergebnisrechnung wird zur Ermittlung des Konzernjahresergebnisses nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Berichtswährung Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, da den überwiegenden Konzerntransaktionen diese Währung zugrunde liegt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (T€) auf- oder abgerundet. Aus rechnerischen Gründen können bei den ausgewiesenen Zahlen und Prozentsätzen Rundungsdifferenzen auftreten. Die Betragsangaben erfolgen in Euro (€) und Tausend Euro (T€). 3. Fremdwährungsumrechnung Im Geschäftsjahr waren Fremdwährungsumrechnungen nicht notwendig, da alle Vermögenswerte und Schulden nur in Euro abgerechnet wurden. Die at equity bilanzierten Beteiligungswerte werden nicht in Euro umgerechnet. Der Umrechnungskurs zum Stichtag betrug 4,53091 RON. Der durchschnittliche Umrechnungskurs betrug 4,52939 RON. 4. Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können. Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen dem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt. Für Zwecke der Folgebewertung werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen (ausgewiesen in den Abschreibungen). Immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum und die Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Der Konzern verfügt mit Ausnahme der Firmenwerte über keine immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer. Beträge, die für den Kauf von gewerblichen Schutzrechten und Lizenzrechten gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahren linear abgeschrieben. Kosten, die entstanden sind, um den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen, den die Gesellschaft ursprünglich erwartet hatte, wiederherzustellen oder zu bewahren, werden als Aufwand erfasst. Kosten für Forschung werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Kosten für Entwicklungstätigkeiten bei Projekten werden beim kumulativen Vorliegen der folgenden Kriterien als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Es muss die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des Projekts gegeben sein. Die Absicht und die Fähigkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes sowie dessen Nutzung bzw. des Verkaufs müssen gegeben sein. Eine Aktivierung erfolgt, wenn davon ausgegangen wird, dass mit dem immateriellen Vermögenswert voraussichtlich ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erzielt wird. Darüber hinaus verfügt die Delignit AG über die technischen, finanziellen und sonstigen Ressourcen, um die Entwicklungsarbeiten abzuschließen, und es besteht die Fähigkeit der verlässlichen Bestimmung der dem Projekt direkt zurechenbaren Ausgaben. Bei Nichterfüllung der Kriterien erfolgt eine Erfassung der Entwicklungsausgaben als Aufwand in der Periode, in der sie entstehen. 5. Geschäfts- und Firmenwerte Geschäfts- und Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ergeben sich als Residualgröße aus dem Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des erworbenen Unternehmens. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich entsprechend den Regelungen des IAS 36 auf ihre Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttests überprüft und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- und Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet. 6. Sachanlagen Sachanlagen werden zu ihren Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Werden Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die Anschaffungskosten einer Sachanlage umfassen den Kaufpreis und weitere im Zusammenhang mit dem Erwerb anfallende nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, die anfallen, um den Vermögenswert an seinen Standort und in einen betriebsbereiten Zustand für seine vorgesehene Verwendung zu bringen. Nachträgliche Ausgaben wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, die entstehen, nachdem die Vermögenswerte des Anlagevermögens in Betrieb genommen wurden, werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Wenn es wahrscheinlich ist, dass Ausgaben dazu führen, dass dem Unternehmen über die ursprünglich bemessene Ertragskraft des vorhandenen Vermögenswertes hinaus ein zusätzlicher künftiger wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten der Sachanlagen aktiviert. Abschreibungen werden linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer unter Annahme eines Restwertes von 0,00 € berechnet. Für die einzelnen Anlagegruppen werden folgende geschätzte Nutzungsdauern herangezogen: scroll
Die Nutzungsdauer, die Abschreibungsmethode für Sachanlagen sowie die Restwerte werden periodisch überprüft. Die Werthaltigkeit der Sachanlagen wird regelmäßig ggf. auf Basis von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) überprüft. Sofern erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen gemäß IAS 36 vorgenommen. 7. Bilanzierung der Leasingverhältnisse Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasinggeschäft ist oder enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswertes oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswertes einräumt. Die Delignit AG tritt nicht als Leasinggeber auf. Vermögenswerte aus Finanzierungs-Leasingverträgen, bei denen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen an dem übertragenen Vermögenswert auf die Delignit AG übertragen werden, werden zu Beginn des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist, aktiviert. Die Vermögenswerte werden planmäßig über den kürzeren der beiden Zeiträume aus der Laufzeit des Leasingverhältnisses oder der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts abgeschrieben. Leasingzahlungen werden so in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgung der Leasingschuld aufgeteilt, dass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Die verbleibenden Leasingverpflichtungen zum Bilanzstichtag werden entsprechend ihrer Fristigkeit gesondert in der Bilanz ausgewiesen. Leasingzahlungen für OperatingLeasingverhältnisse werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. 8. Wertminderungen von Vermögenswerten Im Geschäftsjahr 2016 sind keine Wertminderungen bei langfristigen Vermögenswerten eingetreten. 9. Fremdkapitalkosten Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind, es sei denn, die Fremdkapitalkosten fallen für den Erwerb, den Bau oder die Herstellung qualifizierter Vermögenswerte an. In dem Fall werden die Fremdkapital-kosten den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr wurden qualifizierte Vermögenswerte weder erworben noch produziert. 10. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt (Nettoveräußerungswert abzüglich notwendiger Vertriebskosten). Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren werden zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittspreismethode oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. In die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind neben den Kosten für Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Annahme einer Normalauslastung eingerechnet. Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und einer verminderten Verwertbarkeit wurden angemessene Wertabschläge vorgenommen. 11. Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens umfassen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rechnungsbetrag abzüglich einer bonitätsbedingten Wertberichtigung bilanziert. Eine Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird vorgenommen, wenn wahrscheinlich ist, dass nicht der gesamte Betrag der ursprünglichen Rechnungsstellung eingefordert werden kann. Die Höhe der Wertberichtigung entspricht dem Nominalwert abzüglich des erzielbaren Betrags, der dem Barwert der erwarteten Geldzuflüsse entspricht. Der Barwert der erwarteten künftigen Cashflows wird mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst. Der Buchwert des finanziellen Vermögenswertes wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert, und der Wertminderungsverlust wird erfolgswirksam erfasst. 12. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, wenn sie mit erkennbaren Risiken behaftet sind, einzelwertberichtigt. 13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Der Finanzmittelfonds in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung wird entsprechend der obigen Definition abgegrenzt. 14. Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn der Delignit Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Mitteln führt, die einen wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung vorgenommen werden kann. Sofern der Delignit Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft, an die gegenwärtig beste Schätzung angepasst und grundsätzlich mit dem Barwert angesetzt. Wenn der entsprechende Zinseffekt wesentlich ist, entspricht der Rückstellungsbetrag dem Barwert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Ausgaben. Die den Zeitablauf widerspiegelnde Erhöhung der Rückstellung wird bei den Fremdkapitalkosten erfasst. 15. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Die Pensionsverpflichtungen werden nach IAS 19 bewertet. Die Pensionszusagen werden hierbei als „defined benefit plan“ angesehen und daher mittels der „projected unit credit method“ versicherungsmathematisch bewertet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 1,0 % (Vj. 1,9 %) zugrunde gelegt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in jeder Periode erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital als „Other Comprehensive Income“ (OCI) ausgewiesen. Hieraus haben sich die folgenden Auswirkungen ergeben: scroll
16. Finanzielle Verbindlichkeiten Darlehen und andere langfristige Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden die verzinslichen Darlehen und langfristigen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden sowie im Rahmen von Amortisationen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen passiviert. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt; langfristige finanzielle Verbindlichkeiten werden mit jeweils entsprechend abgezinsten Beträgen ausgewiesen. 17. Ertragsrealisierung Erträge werden realisiert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Delignit Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich gewährter Skonti und Rabatte sowie der Umsatzsteuer oder anderer Abgaben bewertet. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus: Verkauf von Waren und Erzeugnissen Erträge werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge Zinserträge werden erfasst, sobald die Zinsen entstanden sind, unter Verwendung des Effektivzinssatzes, d. h. des Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswertes abgezinst werden. 18. Steuern Tatsächliche Ertragsteuern Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung werden Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Latente Steuern Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- und Firmenwertes oder eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Ausgenommen sind latente Steueransprüche aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gesamtergebnisrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. 19. Eventualschulden und Eventualforderungen Eventualschulden sind entweder mögliche Verpflichtungen, die zu einem Abfluss von Ressourcen führen können, oder gegenwärtige Verpflichtungen, die nicht die Ansatzkriterien einer Schuld erfüllen. Sie werden im Anhang separat angegeben, außer wenn die Möglichkeit eines Abflusses von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen sehr unwahrscheinlich ist. Es bestehen neben den Haftungsverhältnissen keine Eventualschulden. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen werden Eventualschulden nach IFRS 3.37 passiviert, wenn der beizulegende Zeitwert verlässlich ermittelt werden kann. Eventualforderungen werden im Abschluss nicht angesetzt. Sie werden jedoch im Anhang angegeben, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. 20. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen Für die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS müssen teilweise Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die ermittelten Beträge von Vermögenswerten, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie auf den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert. Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderung überprüft. Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf Werthaltigkeit untersucht, wenn Hinweise vorliegen, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Zur Ermittlung des Nutzungswertes schätzt das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit und wählt einen angemessenen Abzinsungssatz, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. Aktive latente Steuern Für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und auf aktive temporäre Differenzen werden aktive latente Steuern in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Der Aufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, erwarteten Erträgen aus Planvermögen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Rückstellungen Der Ansatz und die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt auf Basis einer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines zukünftigen Nutzenabflusses sowie anhand von Erfahrungswerten und der zum Bilanzstichtag bekannten Umstände. Die tatsächliche Verpflichtung kann von den zurückgestellten Beträgen abweichen. III. Erläuterungen zur KonzernbilanzKurzfristige Vermögenswerte 1. Vorräte Die Vorräte gliedern sich wie folgt: scroll
Die Wertminderungen auf Vorräte betrugen 209 T€ (Vj. 220 T€). Wertaufholungen wurden in der Berichtsperiode und der Vorperiode nicht vorgenommen. 2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden je nach Bedarf einzelwertberichtigt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickeln sich wie folgt: scroll
Eine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos bestand zum Abschlussstichtag nicht. 3. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 7 T€ (Vj. 8 T€) bestehen gegenüber OBO Werke GmbH. 4. Sonstige kurzfristige Forderungen/Vermögenswerte Die sonstigen kurzfristigen Forderungen/Vermögenswerte gliedern sich wie folgt: scroll
5. Liquide Mittel Die liquiden Mittel bestehen aus täglich verfügbaren Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen. Langfristige Vermögenswerte 6. Anlagevermögen Die Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwertes, der sonstigen immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte ist aus dem als Anlage angefügten Anlagenspiegel ersichtlich. 7. Konzerngeschäfts- oder -firmenwert Der zum Bilanzstichtag ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 2.178 T€ resultiert aus der Konsolidierung des Erwerbs der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH. Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Impairment-Tests der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Sperrholz zugeordnet. Grundlage der Impairment-Tests zur Bestimmung des erzielbaren Betrags war der Nutzungswert der ZGE, deren Berechnungen auf prognostizierten Erträgen aus einer vom Vorstand beschlossenen Fünfjahresplanung abgeleitet wurden. Bei der Ermittlung der Planzahlen wurden gegenwärtige und zukünftige Wahrscheinlichkeiten, Erfahrungswerte, die erwartete wirtschaftliche Entwicklung und sonstige Umstände berücksichtigt. Für das Normjahr (ewige Rente) wurden die Planzahlen des letzten Planjahres angesetzt. Als Diskontierungssatz wurden (wie im Vorjahr) 11,0 % verwendet, auf die Berücksichtigung eines möglichen Wachstums im Normjahr wurde aus Vorsichtsgründen verzichtet. Die durchgeführten Impairment-Tests führten nicht zu einer Wertminderung bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Aus Sicht des Vorstands führen vernünftigerweise denkbare Änderungen der Grundannahmen nicht dazu, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag der ZGE übersteigt. 8. Sonstige immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten, entgeltlich erworbene Software sowie gewerbliche Schutzrechte und Patente. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Bei der planmäßigen Abschreibung werden die entgeltlich erworbenen und gewerblichen Schutzrechte planmäßig über 3 Jahre abgeschrieben. 9. Sachanlagen Die Sachanlagen setzen sich aus entgeltlich erworbenen Grundstücken und Gebäuden, Maschinen, maschinellen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau zusammen. 10. Verpflichtungen aus Leasing und Miete Finance Lease Es wurden keine Vermögenswerte im Rahmen von Finance-Leasingverhältnissen genutzt. Operating Lease und Miete scroll
Die Operating-Leasingvereinbarungen beziehen sich auf verschiedene Kraftfahrzeuge für das Management und den Außendienst. Die Leasingverhältnisse werden mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3 bis 5 Jahren abgeschlossen. Verlängerungs- oder Kaufoptionen am Ende der Mietzeit bestehen nicht. Bei den Verpflichtungen aus Mietverhältnissen handelt es sich um angemietete Produktionshallen in Oberlungwitz. 11. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Vorauszahlungen an zwei OEM-Kunden für langfristige Lieferverträge. Die finanziellen Vermögenswerte werden über die Laufzeit der Verträge auf Basis der vereinbarten Liefermengen zukünftig im Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2016 sind Aufwendungen in Höhe von 6 T€ angefallen. 12. Latente Steuern Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2016 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung: scroll
Der Bestand an aktiven latenten und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 wurde wie folgt ausgewiesen: scroll
13. Rückstellungen Die kurz- und langfristigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt scroll
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Die Jubiläumsrückstellung wird gebildet für rechtlich zugesagte Leistungen an Arbeitnehmer. Nach 10-, 25-, 30-, 40-jähriger bzw. 50-jähriger Betriebszugehörigkeit besteht ein Anspruch der Arbeitnehmer auf eine monetäre Zuwendung. Eventualschulden liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. 14. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Fristigkeiten auf: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu Zinssätzen zwischen 0,9 % und 4,5 % (Vj. 1,0 % und 4,5 %) verzinst. Als Sicherheiten wurden Grundstücke und Gebäude, Maschinen und Vorräte sicherungsübereignet. Der Buchwert der verpfändeten Vermögenswerte beträgt zum Abschlussstichtag 5.606 T€ (Vj. 7.833 T€). 15. Rückstellung mit Verbindlichkeitscharakter Die kurzfristigen Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter setzen sich wie folgt zusammen: scroll
16. Sonstige Verbindlichkeiten Der Ausweis der kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten beinhaltet: scroll
17. Erhaltene Anzahlungen Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 2.469 T€ umfassen erhaltene Einzahlungen, die über die voraussichtliche Vertragsdauer aufgelöst werden. 18. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die betriebliche Altersversorgung besteht gegenüber ehemaligen Kommanditisten und Geschäftsführern der Blomberger Holzindustrie. scroll
Folgende versicherungsmathematische Annahmen wurden zugrunde gelegt: scroll
Sensitivitätsanalyse Die Sensitivitätsanalyse im Rahmen der Pensionsverpflichtungen zeigt auf, wie sehr sich Änderungen z. B. beim Zinssatz oder der Rentensteigerung auf die Pensionsverpflichtung auswirken: Bei einer Zinssteigerung von 1,5 Prozentpunkten und einer Rentensteigerung von 2,0 Prozentpunkten beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man den Zinsfuß um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€. Bei einer Zinssteigerung um 1,0 Prozentpunkte und einer Rentensteigerung um 1,5 Prozentpunkte beträgt die Verpflichtung 1.442 T€, d. h.: Ändert man die Rentensteigerung um einen halben Prozentpunkt, ändert sich die Verpflichtung um 56 T€. Bei einer Erhöhung der Lebenserwartung um ein Jahr: Wird die Lebenserwartung um durchschnittlich ein Jahr erhöht, steigt die Verpflichtung um 76 T€. Die Verbindlichkeiten entsprechen der Verpflichtung (DBO). Die Leistungspläne sind nicht kapitalgedeckt. Durch die Veröffentlichung der Änderungen des IAS 19 durch den IASB haben sich Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung der leistungsorientierten Pensionspläne im Konzernabschluss ergeben. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im Konzernabschluss erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst. Die Pensionsrücklage wurde für die Vergangenheit mit 491 T€ vorgetragen, sodass sich die Pensionsrücklage wie folgt entwickelt hat: scroll
Die erwarteten Pensionszahlungen aus den Pensionsplänen für das Jahr 2017 betragen 139 T€. Darüber hinaus besteht eine Unterstützungskasse. Das Versorgungswerk wurde zum 30. Mai 1994 geschlossen. Die entsprechenden Verpflichtungen werden unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 19. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der Delignit AG ausgewiesen. Das gezeichnete Eigenkapital in Höhe von 8.193.900,00 € ist aufgeteilt in 8.193.900 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) mit einem jeweils rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital der Gesellschaft. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ist der Vorstand unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 5 der Hauptversammlung vom 17. August 2011 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 4.096.950,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2015). Darüber hinaus wurde der Vorstand in der Hauptversammlung vom 26. August 2015 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 25. August 2020 auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelschuldverschreibungen und/oder Optionsschuldverschreibungen mit einem Gesamtbetrag von bis zu 81.939.000,00 € mit einer Laufzeit von längstens zehn Jahren auszugeben und den Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungsrechte auf neue Inhaber-Stückaktien der Delignit AG mit einem anteiligen Anteil am Grundkapital von bis zu insgesamt 4.096.950,00 € einzuräumen, und zwar nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (bedingtes Kapital 2015). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 06. August 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter Aufhebung des Beschlusses zu TOP 6 der Hauptversammlung vom 07. Juli 2010 gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 05. August 2018 in dem dort festgelegten Preisrahmen eigene Aktien bis zur Höhe von 10,0 % des Grundkapitals zu erwerben und unter Ausschluss des Handels in eigenen Aktien zu verkaufen. Auf den zulässigen Höchstbetrag von 10,0 % des jeweiligen Grundkapitals wird der rechnerische Anteil am Grundkapital von Aktien angerechnet, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine eigenen Aktien erworben. Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die gesonderte Anlage „IFRS-Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2016“ zu diesem Anhang. Die Geschäftsanteile werden wie folgt gehalten: scroll
20. Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage beinhaltet den Nettoemissionserlös aus der am 26. September 2007 durchgeführten Kapitalerhöhung im Rahmen der Erstnotiz im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in Höhe von 5.250 T€. Mit der Kapitalrücklage wurden die IPO-Kosten in Höhe von 442 T€ verrechnet. Außerdem enthält die Kapitalrücklage das Agio aus dem Erwerb von 18,3 % der Kommanditanteile der Blomberger Holzindustrie GmbH (vor Umwandlung am 18. Februar 2015 Blomberger Holzindustrie B. Hausmann GmbH & Co. KG) in Höhe von 2.516 T€. Mit der am 08. November 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung wurde ein das Grundkapital übersteigender Emissionserlös in Höhe von 198 T€ abzüglich der Aufwendungen für die Kapitalerhöhung von 41 T€ der Kapitalrücklage zugeführt. Mit Beschluss des Vorstands vom 28. Oktober 2011 wurde der bis zum 31. Dezember 2010 aufgelaufene Bilanzverlust im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit der Kapitalrücklage verrechnet. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilen sich auf folgende Regionen: scroll
Umsätze mit mehr als 10,0 % Anteil am Gesamtkonzernumsatz erwirtschaftet der Delignit Konzern mit insgesamt zwei OEM-Konzernen, wobei an unterschiedliche Konzerngesellschaften geliefert und fakturiert wird. Die Umsätze resultieren dabei aus unterschiedlichen Produkten und Modellserien innerhalb der OEM-Konzerne. Die Umsätze mit diesen beiden Konzernen erreichen bei dem größten OEM Kunden 40,3 % und bei dem zweitgrößten 10,7 %. 2. andere aktivierte Eigenleistungen scroll
3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt: scroll
4. Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen Die Abschreibungen setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Wertanpassungen gemäß IAS 36 wurden in 2016 (wie im Vorjahr) nicht vorgenommen. 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
7. Finanzerträge scroll
8. Finanzaufwendungen scroll
9. Steuern Die Steuern gliedern sich wie folgt: scroll
Einzelangaben zu den gebildeten aktiven bzw. passiven latenten Steuern sind dem vorhergehenden Abschnitt zu entnehmen. Bei der Bildung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 30,0 % für die inländischen Konzerngesellschaften zugrunde gelegt. Die Überleitungsrechnung zwischen dem Ertragsteueraufwand und dem Produkt aus bilanziellem Periodenergebnis und dem anzuwendenden Steuersatz des Konzerns für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 stellt sich wie folgt dar: scroll
10. Ergebnis je Aktie Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wird das den Inhabern von Stammaktien des Mutterunternehmens zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, geteilt. scroll
V. IFRS-KonzernkapitalflussrechnungErläuterungen zur IFRS-Konzernkapitalflussrechnung Die IFRS-Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des Delignit Konzerns durch Mittelzuflüsse und -abflüsse im Geschäftsjahr verändert haben. Entsprechend IAS 7 wird zwischen den Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts- und Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der IFRS-Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Nettofinanzposition umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel, Guthaben bei Kreditinstituten, soweit sie innerhalb von drei Monaten (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) ohne nennenswerte Wertschwankungen verfügbar sind. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt, d. h. zahlungsbezogen, ermittelt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit wird dagegen aus dem Periodenergebnis indirekt abgeleitet. Während des Geschäftsjahres hat der Konzern (wie im Vorjahr) keine nicht zahlungswirksamen Investitions- und Finanzierungstätigkeiten vorgenommen. VI. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements1. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Die im Konzern hauptsächlich bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten sind lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten. Die wesentlichen finanziellen Vermögenswerte des Konzerns bestehen aus liquiden Mitteln, Wertpapieren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Forderungen. Der Buchwert der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte abzüglich Wertminderungen stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Er beträgt insgesamt 6.657 T€ (Vj. 6.461 T€). Geschäftsverbindungen werden lediglich mit kreditwürdigen Vertragspartnern eingegangen. Zur Bewertung der Kreditwürdigkeit, insbesondere von Großkunden, werden verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber einer Anzahl von über unterschiedliche Branchen und Regionen verteilten Kunden. Ständige Kreditbeurteilungen werden hinsichtlich des finanziellen Bestands der Forderungen durchgeführt. Üblicherweise wird ein Zahlungsziel von 30 Tagen ohne Abzug gewährt. Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche zum Bilanzstichtag überfällig waren, wurden keine Wertberichtigungen gebildet, wenn keine wesentlichen Veränderungen in der Kreditwürdigkeit der Kunden festgestellt wurden und mit einer Zahlung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Zu den Fristigkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Gliederungspunkt III. 14. „Verbindlichkeiten“. Die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden des Delignit Konzerns ist unter den Gliederungspunkten II. 11. „Finanzielle Vermögenswerte des Umlaufvermögens" und II. 16. „Finanzielle Verbindlichkeiten“ in den Erläuterungen der allgemeinen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt. Von der Fair-value-Option macht der Konzern grundsätzlich keinen Gebrauch. Der Konzern verfügt weder am aktuellen noch am letzten Abschlussstichtag über zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. Derivate und Sicherungsgeschäfte wurden nicht eingegangen. Neueinstufungen/Umklassifizierungen wurden weder in 2016 noch in 2015 vorgenommen. 2. Kapitalrisikomanagement Der Konzern steuert sein Kapital (Eigenkapital plus Schulden abzüglich flüssiger Mittel) mit dem Ziel, durch finanzielle Flexibilität seine Wachstumsziele bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten zu erreichen. Die diesbezügliche Gesamtstrategie ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Das Management überprüft die Kapitalstruktur mindestens halbjährlich. Dabei werden die Kapitalkosten, die gegebenen Sicherheiten sowie die offenen Kreditlinien und Kreditmöglichkeiten überprüft. Der Konzern unterliegt keinen extern auferlegten Kapitalanforderungen. 3. Finanzrisikomanagement Die Überwachung des Finanzrisikos wird zentral durch das Management gesteuert. Die einzelnen Finanzrisiken werden mindestens vierteljährlich grundsätzlich überprüft. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Markt-, Liquiditäts- und Kreditrisiken. Das Kreditrisiko wird dadurch gesteuert, dass Geschäftsverbindungen grundsätzlich nur mit kreditwürdigen Vertragsparteien abgeschlossen werden. Des Weiteren werden zur Bewertung der Kreditwürdigkeit - insbesondere von Großkunden - Bewertungen von unabhängigen Ratingagenturen, andere verfügbare Finanzinformationen sowie eigene Handelsaufzeichnungen herangezogen. Die Kreditrisiken werden über Limits je Vertragspartner gesteuert, die jährlich überprüft und genehmigt werden. Darüber hinaus werden die Forderungsbeträge laufend überwacht, sodass der Delignit Konzern keinem wesentlichen Kreditrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den jeweiligen in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert der Vermögenswerte begrenzt. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch das Halten von angemessenen Rücklagen, Kreditlinien bei Banken sowie die Überwachung und Pflege der Kreditvereinbarungen. Es erfolgt eine sorgfältige Planung von Zahlungsströmen sowie eine Abstimmung der tatsächlichen und prognostizierten Mittelzu- und -abflüsse. Das Management erwartet, dass der Konzern seine sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. 4. Marktrisiken Marktrisiken können sich aus Änderungen von Wechselkursen (Wechselkursrisiko) oder Zinssätzen (Zinsrisiko) ergeben. Aufgrund der geringen Relevanz der Wechselkursrisiken für den Konzern wurden diese nicht durch derivative Finanzinstrumente abgesichert. Die Steuerung erfolgt durch eine kontinuierliche Überwachung. Wechselkursrisiken werden weitgehend dadurch vermieden, dass der Konzern im Wesentlichen in Euro bzw. lokaler Währung fakturiert. Der Konzern ist durch die Aufnahme von Finanzmitteln zu variablen Zinssätzen Zinsrisiken ausgesetzt. Das Risiko wird im Delignit Konzern durch ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Zinsvereinbarungen gesteuert. Eine Absicherung durch Derivate (z. B. Zinsswaps oder Zinstermingeschäfte) erfolgt nicht. Zum Abschlussstichtag bestanden variabel verzinsliche Verbindlichkeiten in Höhe von 534 T€ (Vj. 573 T€). Falls die Zinsen ceteris paribus bei Unterstellung einer entsprechenden durchschnittlichen Verschuldung 2 Prozentpunkte höher (niedriger) gewesen wären, wäre das Vorsteuerergebnis um 10,7 T€ niedriger (höher) gewesen. 5. Zeitwertrisiko Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Delignit Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Der Buchwert der Zahlungsmittel kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Kreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe. VI. Sonstige Pflichtangaben1. Sonstige Pflichtangaben Vorstand Folgende Personen gehörten dem Vorstand der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:
Aufsichtsrat Folgende Personen gehörten dem Aufsichtsrat der Delignit AG im Geschäftsjahr 2016 an:
2. Bezüge des Vorstands Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus einer fixen und variablen Komponente zusammen. Der Vorstand erhält zudem Auslagenerstattung gegen Beleg. Des Weiteren ist der Vorstand über eine Konzern-D&O Versicherung mit einer Selbstbeteiligung von 10,0 % und eine Unfallversicherung mitversichert und der Vorstand erhält einen Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Vorstand nutzt außerdem jeweils ein Firmenfahrzeug. Darüber hinaus erhalten die Vorstände eine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall von bis zu 6 Wochen. Weitere Leistungen (z.B. Altersgeldansprüche, Direktzusagen oder Abfindungen) sind nicht vereinbart. Aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm ist für das Geschäftsjahr 2016 ein zusätzlicher Anspruch auf 60.000 Aktien entstanden, so dass zum 31. Dezember 2016 ein Gesamtanspruch von 195.000 Aktien berücksichtigt werden muss. Der Startkurs für die Aktien aus dem Optionsprogramm wurde mit 1,30 €/Aktie angesetzt. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2016 wurde mit 4,45 €/Aktie ermittelt. Der für 2016 beizulegende Wert sämtlicher virtueller Aktienoptionen betrug zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 damit insgesamt 614 T€. Nach Abzug der bereits im Vorjahr auf Basis des Stichtagskurses von 3,55 €/Aktie zum 31. Dezember 2015 festgestellten Wertes in Höhe von 304 T€ ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 somit ein Zuwachs des Bonusanspruches aus dem virtuellen Aktienoptionsprogramm in Höhe von 311 T€. scroll
3. Transaktionen zwischen nahestehenden Unternehmen und Personen a) Nahestehende Unternehmen Die Delignit AG ist eine abhängige Gesellschaft im Sinne von § 17 AktG. Herrschende Gesellschaft ist die MBB SE, Berlin. Ein Beherrschungsvertrag besteht nicht. Die in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen sind als nahestehende Unternehmen zu betrachten. Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen wurden im Wege der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe nicht erläutert bzw. sind von untergeordneter Bedeutung und branchenüblich. b) Vorstand Es wird auf die Ausführungen zu den Bezügen des Vorstands verwiesen. Außer den genannten Bezügen wurden keine Geschäfte mit dem Delignit Konzern getätigt. c) Aufsichtsratsmitglieder der Delignit AG Die Aufsichtsratsmitglieder haben im Geschäftsjahr 2016 fixe Vergütungen in Höhe von 45 T€ erhalten. Die fixe Vergütung verteilt sich auf die Mitglieder wie folgt:
4. Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2016 waren durchschnittlich beschäftigt: scroll
Zum Stichtag beschäftigte der Delignit Konzern in Deutschland 318 Mitarbeiter. 5. Kosten Abschlussprüfer Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2016 erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: scroll
6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, die als wesentlich einzustufen sind. 7. Gewinnverwendung Über die Verwendung des Bilanzgewinns des Jahresabschlusses der Delignit AG des Jahres 2016 in Höhe von 580.358,69 € werden Vorstand und Aufsichtsrat in der am 20. April 2017 stattfindenden Aufsichtsratssitzung beraten. Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende in Höhe von 245.817,00 € bzw. 3 €-Cent (bezogen auf die bei der Veröffentlichung des Berichts im Umlauf befindlichen Aktien) auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von 334.541,69 € auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Versicherung der gesetzlichen Vertreter Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den angewandten Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernberichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Blomberg, den 28. Februar 2017 Markus Büscher, Vorstandsvorsitzender Thorsten Duray, Vorstand Entwicklung des IFRS-Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2016der Delignit AG, Blombergscroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Delignit AG, Blomberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Bestimmungen liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 28. Februar 2017 Rödl & Partner GmbH gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer gez. Kottenhagen, Wirtschaftsprüferin |
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