![]() EnviTec Biogas AGLohneGeschäftsbericht 2009Wir sind Vorausschauend. Überzeugt. Praktisch. Fordernd. Wegweisend. Nachhaltig. Vernetzt. Aufmerksam. EnviTec. FINANZKENNZAHLENscroll
Verehrte Aktionäre, Kunden, Mitarbeiter und Freunde der EnviTec Biogas AG, im vergangenen Jahr stellten wir vor dem Hintergrund eines sehr herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes die Weichen für weiteres Wachstum. EnviTec Biogas nimmt eine Spitzenposition unter den Biogas-Anlagenherstellern in Europa ein. Im Gesamtjahr erzielten wir einen Umsatz von 120 Mio. Euro und ein EBIT von -0,5 Mio. Euro. Ursprünglich hatten wir einen höheren Umsatz in Höhe von 150 bis 200 Millionen Euro erwartet. Entgegen unserer Planung verschoben sich jedoch im Jahr 2009 einige unserer Anlagenbauprojekte in das Jahr 2010. Hintergrund ist, dass sich die Genehmigungsverfahren der Behörden für den Bau von Anlagen in den letzten Monaten insbesondere in Deutschland zum Nachteil der Anlagenbauer verlängerten. Dies wirkte sich sowohl auf den Verkauf als auch auf den Eigenbetrieb von Anlagen und damit auch deutlich auf den Umsatz aus. Darüber hinaus führten die erhöhten Finanzierungsanforderungen der Banken in einigen Ländern zu Projektverzögerungen. Vielversprechende Marktentwicklungen - Ertragspotenzial aus der Einspeisung von aufbereitetem BioerdgasWir blicken dennoch sehr zuversichtlich in die Zukunft. Im vergangenen Jahr reagierten wir zügig auf die geänderten Bedingungen und verbesserten unsere Abläufe im In- und Ausland im Hinblick auf deren Effizienz. Zusätzlich unterstützen wir unsere Kunden bei den Genehmigungsverfahren. Die Maßnahmen greifen und sie werden sich im Jahr 2010 weiter positiv auswirken. Auch der Auftragsbestand ist viel versprechend. Zum 31.12.2009 lag er bei 227,7 Mio. Euro, darunter Aufträge aus dem Ausland in Höhe von 57,7 Mio. Euro. Eines unserer Vorzeigeprojekte ist die weltweit größte Biogaseinspeiseanlage, der NAWARO BioEnergie Park "Güstrow" in Mecklenburg-Vorpommern. Unser Kunde konnte diese im vergangenen Jahr in Betrieb nehmen. Die Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas betrachten wir als einen Zukunftsmarkt, der ein immenses Umsatzpotenzial bietet. Die Bundesregierung schaffte mit ihrem Koalitionsvertrag im Herbst 2009 weitere Anreize, um die Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas in das Erdgasnetz voranzutreiben. Schwerpunkt auf Erfolg versprechende Länder und den Betrieb eigener AnlagenFür 2010 haben wir uns viel vorgenommen. Zielsetzung ist es, die für uns relevanten Märkte noch stärker zu bearbeiten und uns auf Länder zu konzentrieren, in denen Biogas die größten Erfolgsaussichten hat. Darüber hinaus wollen wir den ertragsstarken Betrieb eigener Biogas-Anlagen in Kooperation mit Partnern im In- und Ausland gezielt ausbauen. Im Jahr 2010 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Erlöse aus diesem Segment. Langfristig streben wir hier den Aufbau eines Portfolios von 100 MWel an, woraus jährliche Umsätze zwischen 180 Mio. und 200 Mio. Euro erzielt werden könnten. Weiterentwicklung unserer herausragenden TechnikEine unserer technologischen Innovationen wurde im November auf der weltgrößten Landtechnikausstellung AGRITECHNICA in Hannover mit der Auszeichnung "Maschine des Jahres 2010" des deutschen Landwirtschaftsverlags prämiert. Wir konnten uns in der Kategorie "Erneuerbare Energien" mit unserer Entwicklung "EnviTec Feedcontrol" durchsetzen. Das System steuert und überwacht die "Fütterung" von Biogasanlagen mit organischen Einsatzstoffen. Unsere Kunden profitieren mit "EnviTec Feedcontrol" davon, dass ihre Kosten beim Betrieb einer Biogasanlage erheblich sinken. Gewinnbringendes und nachhaltiges Wachstum erwartetDie Entwicklung des Marktumfeldes ist schwer vorhersehbar, was daran liegt, dass wir als Biogasanlagenbauer stark von volkswirtschaftlichen Entwicklungen und wirtschaftspolitischen Entscheidungen in den einzelnen Ländern abhängig sind. Der Vorstand hat deshalb die Entscheidung getroffen, gegenwärtig auf detaillierte Prognosen für das Geschäftsjahr 2010 zu verzichten. Wir erwarten gleichwohl, dass Umsatz und Ergebnis steigen. Im Jahr 2010 werden wir die Verlässlichkeit unserer Prognosen in enger Abstimmung mit dem Gesamtvorstand und den zuständigen Fachabteilungen weiter verbessern und die Unternehmensentwicklung anhand weiterer Kennzahlen messbar machen. Zielsetzung ist gewinnbringendes, nachhaltiges Wachstum durch den Verkauf und den eigenen Betrieb von Biogasanlagen und Dienstleistungen rund um deren Betrieb. Auf dieser Basis wollen wir attraktive Renditen für unsere Aktionäre erzielen. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit unserem zukunftsweisenden Geschäftsmodell und einer nachhaltigen Gewinnentwicklung die Anlageentscheidungen von Investoren und Privatanlegern positiv beeinflussen können. Wir kommunizieren daher intensiv mit Investoren, Analysten und Privatanlegern. Die Entwicklungen des Jahres 2009 zeigen, dass wir auch schwierige wirtschaftliche Phasen gut überstehen und sehr flexibel sind. Bereits in der Vergangenheit haben wir gezeigt, dass wir ein sehr gutes Gespür für die Chancen innerhalb des Biogas-Marktes haben. Wir blicken daher optimistisch in die Zukunft. Unternehmerisch denken, Teamgeist zeigen, anpacken und gewinnenBei allen unternehmerischen Vorhaben sind wir auf das Engagement unserer Mitarbeiter angewiesen. Wie bereits in den Jahren zuvor, haben sie im zurückliegenden Geschäftsjahr an allen Standorten die Ärmel hochgekrempelt und angepackt. Ihr Ideenreichtum und ihre Kreativität tragen wesentlich dazu bei, dass wir Arbeitsabläufe verbessern und unsere Wettbewerbsvorteile voll ausschöpfen. Wir sind froh, dass bei EnviTec Biogas ein Team arbeitet, das ganz im Sinne des Unternehmens unternehmerisch denkt, entscheidet und handelt. An dieser Stelle möchten wir allen Mitarbeitern für ihren Teamgeist, ihr engagiertes und zielstrebiges Handeln danken und ihnen unsere Wertschätzung für ihre Arbeit ausdrücken. Wer die Menschen hinter EnviTec Biogas sind, erfahren Sie in diesem Geschäftsbericht. Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen von den Entwicklungen des Unternehmens EnviTec Biogas zu profitieren.
Olaf von Lehmden Kunibert Ruhe Jörg Fischer Roel Slotman Qualitätsmanagement und SicherheitBei uns kommen Qualität und Sicherheit zuerst. Deshalb nehmen wir ausschließlich CE-gekennzeichnete Biogasanlagen in Betrieb. Unsere Anlagen erfüllen damit alle sicherheitstechnischen Vorschriften und sind vollständig TÜV-abnahmefähig. Außerdem führen wir ein Qualitätsmanagement-System ein, das sämtliche Produkte, Prozesse und Dienstleistungen erfasst. So können wir nicht nur die Qualität kontinuierlich optimieren, sondern auch schneller auf die Anforderungen unserer Kunden reagieren und deren Erwartungen regelmäßig voll erfüllen. An der Umsetzung unserer hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards ist jeder einzelne unserer Mitarbeiter beteiligt. Denn an die Spitze schafft man es nur als gutes Team. EigenbetriebEs war für uns nur folgerichtig, eines Tages Biogasanlagen nicht mehr nur zu bauen, sondern auch selbst zu betreiben. Inzwischen hat sich der Eigenbetrieb national und international zu einem erfolgreichen zweiten Geschäftsfeld entwickelt. Das haben wir nicht nur unserer eigenen Überzeugung zu verdanken, sondern auch der unserer Partner aus der Energie- und Landwirtschaft. Während wir für den Bau der Anlage, für das Anlagenmanagement, den technischen und biologischen Service zuständig sind, übernimmt der Partner vor Ort den laufenden Betrieb. Der Gewinn wird selbstverständlich partnerschaftlich geteilt. Ein Geschäftsmodell mit klarer Aufgabenteilung und dem verbindenden Glauben an die Sache. Biologischer und technischer ServiceWir wollen, dass die Anlagen unserer Kunden optimal laufen. Dafür tun wir eine Menge. Unsere wissenschaftlichen Fachkräfte begleiten den Kunden bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme und schulen seine Mitarbeiter. Während des laufenden Betriebs kontrollieren sie täglich die biologischen Prozesse, um aus den Analysen individuelle Empfehlungen zur Leistungssteigerung zu entwickeln. Um die Anlage selbst kümmert sich unser technischer Service. Regelmäßige Wartung und Instandhaltung gehören ebenso zu unserem Dienstleistungsangebot wie schnellstmögliche Reparaturen. Dank der standardisierten Komponentenbauweise sind wichtige Ersatzteile immer auf Lager und mit unseren Experten vom technischen Service rund um die Uhr einsatzbereit. Das verstehen wir unter praktisch. Die wichtigsten Bestandteile einer EnviTec-Biogasanlage im Überblick![]() ErdgasaufbereitungDer Markt für Biogas in Erdgasqualität ist noch jung, das Potenzial riesig. Bis 2020 will die Bundesregierung sechs Prozent des heutigen Erdgasverbrauchs durch Biogas ersetzen. 2.000 statt wie bisher 30 Biogasanlagen sind dazu nötig - ein großer Schritt auf dem Weg zur Unabhängigkeit von ausländischen Lieferanten und von umweltschädlichen Energieträgern. EnviTec nimmt die Herausforderung an: Nachdem wir 2009 in Güstrow die mit 10.000 nm Biogas/h weltgrößte Biogasaufbereitungsanlage erfolgreich in Betrieb genommen haben, werden wir 2010 mehrere Projekte in Größenordnungen ab 500 nm Biogas/h realisieren. Dabei setzen wir auf die wirtschaftlichste Aufbereitungstechnik, die derzeit verfügbar ist. Was natürlich nicht bedeutet, dass wir die Effizienz nicht noch weiter steigern werden. Schließlich sollte man die höchsten Anforderungen immer an sich selbst stellen. Schematische Darstellung der Erdgasaufbereitung![]() Beim Verfahren zur Biogasaufbereitung wird zunächst ein Großteil des Kohlendioxids entfernt, indem das Gas komprimiert und dann abgekühlt wird. Anschließend werden Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff mit Hilfe von Wasser abgeschieden. Der Methangehalt im Biogas erhöht sich durch die Aufbereitung von durchschnittlich 55 % auf mindestens 97 %. Das aufbereitete Biogas lässt sich in vorhandenen Gasspeichern und Rohrleitungen speichern und wird durch die Einspeisung ins Erdgasnetz genau dort genutzt, wo es gebraucht wird, beim Verbraucher. Beim Verfahren zur Biogasaufbereitung wird zunächst ein Großteil des Kohlendioxids entfernt, indem das Gas komprimiert und dann abgekühlt wird. Anschließend werden Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff mit Hilfe von Wasser abgeschieden. Der Methangehalt im Biogas erhöht sich durch die Aufbereitung von durchschnittlich 55 % auf mindestens 97 %. Das aufbereitete Biogas lässt sich in vorhandenen Gasspeichern und Rohrleitungen speichern und wird durch die Einspeisung ins Erdgasnetz genau dort genutzt, wo es gebraucht wird, beim Verbraucher. InnovationskompetenzEs ist ein schönes Gefühl, erfolgreich zu sein. Aber spannender ist es, immer wieder neue Wege zu gehen. Das macht zum Beispiel unsere Abteilung für Forschung und Entwicklung. Was hier von der gewagten Idee zur ausgereiften Technologie wächst, kann sich sehen lassen: So tragen unsere Forschungen in der Biogasaufbereitung und Gärrestaufbereitung dazu bei, die Wirtschaftlichkeit von Biogas kontinuierlich zu steigern. Um die Biogasproduktion noch effektiver zu machen, haben wir "EnviTec Feedcontrol" und den Kreisdissolver, ein hochwirksames neues Anmischsystem, entwickelt. Und mit der Schaffung von Mikrogasnetzen oder der Adaption heimischer Technologien an ausländische Gegebenheiten erhöhen wir die Einsatzmöglichkeiten von Biogas lokal und weltweit. Uns und unserer Branche stehen noch viele Wege offen. Man muss sie nur entdecken. ![]() EnviTec FeedcontrolEin sorgsamer Umgang mit Rohstoffen zählt zu den Kernzielen einer nachhaltigen Entwicklung. Besonders gefragt sind Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz, denn sie ermöglichen eine bessere Nutzung der Energie bei gleichem oder sogar geringerem Rohstoffeinsatz. Genau das war unser Ziel bei der Entwicklung von "EnviTec Feedcontrol", einer ausgeklügelten Sensor- und Steuerungstechnik, die die Fütterungsintervalle variabel der erforderlichen Biogasmenge anpasst. So können Betreiber dauerhaft die höchste Leistungsstufe ihres BHKW erreichen und gleichzeitig die benötigte Anbaufläche um bis zu zehn Prozent verringern. Ökologische und Ökonomische Vorteile in Einklang zu bringen - das ist Nachhaltigkeit im besten Sinne. StandorteWenn wir von uns sagen, dass wir gern Neuland betreten, dann ist das auch ganz wörtlich zu verstehen: Die Zahl unserer Standorte wächst kontinuierlich. Das liegt daran, dass sich die Vorteile von Biogas bei Regierungen, Landwirten und Investoren zunehmend herumsprechen. Aber auch daran, dass potenzielle Anlagenbetreiber bevorzugt erfahrene Partner suchen. Um Erfahrungen und Know-how auszutauschen und die Interessen der Branche wirksam zu vertreten, haben wir 2009 den Biogasrat e.V. mitgegründet. Seitdem steckt auf der EnviTec-Landkarte auch ein Fähnchen in der Hauptstadt Berlin. Denn ein sicheres Netz braucht feste Knoten. ![]() Anlagen nach MaßKein Kunde ist wie der andere. Deshalb ist bei uns kein Auftrag wie der andere. Mit serienmäßig gefertigten, modular aufgebauten Einzelkomponenten garantieren wir eine Vielfalt von Möglichkeiten beim Bau einer geeigneten Biogasanlage. Dank großer Stückzahlen sind die Preise trotzdem erfreulich günstig und stabil. Maßgeschneidert sind auch unsere Dienstleistungen. Individuelle Finanzierungsmodelle, Teilwartung oder Vollwartung, die EnviTec Assekuranz mit diversen Optionen oder das komplette Leistungspaket inklusive Planung, Finanzierung, Versicherung, Inbetriebnahme, Wartung und Betreuung stehen zur Wahl. Deshalb ist bei uns keine Beratung wie die andere. Aber immer ausführlich und aufmerksam. EnviTec KONZERNABSCHLUSSDie Aktie2009 - DAX, TecDAX und ÖkoDAX mit erfreulicher EntwicklungDas Jahr 2009 verlief für die Indizes DAX, TecDAX und ÖkoDAX unerwartet positiv. Analysten und Kapitalmarktteilnehmer waren Ende 2008 vor dem Hintergrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in ihren Erwartungen für die Kapitalmärkte des Jahres 2009 noch sehr zurückhaltend. Zunächst begann das Jahr auch verhalten: In den ersten beiden Monaten des Jahres hinterließ die Rezession an den Kapitalmärkten tiefe Spuren.* Die Aktienmärkte gingen weiter auf Talfahrt. Ab Mitte März erlebten die Kapitalmärkte dann eine nachhaltige Wende und Anleger wurden von positiven Nachrichten aus den Finanzmärkten überrascht. Hinzu kamen erste Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Unternehmen und Investoren fassten langsam wieder Vertrauen in die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen. Die Kurse von Aktien, Unternehmensanleihen und Anleihen der Schwellenländer stiegen daher seit März kontinuierlich an und markierten zwischenzeitlich immer neue Jahreshöchststände. Während des Jahres aufkommende Zweifel an einer nachhaltigen konjunkturellen Erholung ließen die Kurse kurzfristig immer wieder absinken. Insgesamt war das zweite Halbjahr dennoch von einer positiven Entwicklung geprägt. Der DAX stand seit Mitte Juli konstant über der 5.000-Punkte-Marke. Zum Jahresende notierte der DAX bei 5.930 Punkten. Auch TecDAX und ÖkoDAX entwickelten sich positiv. Der TecDAX konnte 2009 mit rund 60 Prozent seinen "großen Bruder" DAX outperformen. Mit 824 Zählern notierte er im Dezember so hoch wie noch nie im Jahr 2009. Im Jahr 2008 hatte er noch 47,82 Prozent verloren. Der ÖkoDAX schloss am 30.12.2009 bei 308,97 Punkten. Er beinhaltet die zehn an der Börse am schwersten gewichteten deutschen Unternehmen aus den Bereichen Wind-, Wasser-, Sonnen- und Biomasse-Energie. Im Gesamtjahr verzeichnete der ÖkoDAX einen Anstieg von 17,30 Prozent. Im Jahr zuvor verlor er noch um 62,43 Prozent. Die Aktie von EnviTec BiogasDie EnviTec-Aktie startete mit einem Aktienkurs von 15,84 Euro in das Jahr 2009. Das Jahreshoch lag am 27.01.2009 bei 17,80 Euro, das Jahrestief am 18.12 bei 11,02 Euro. Im ersten Halbjahr entwickelte sich die Aktie von EnviTec Biogas besser als der DAX, TecDAX und der ÖkoDAX. Auch im weiteren Verlauf des Jahres bis zum 20. Oktober 2009, dem Tag der Anpassung der Jahresprognose, entwickelte sich der Kurs von EnviTec Biogas positiv. Nach der Anpassung der Jahresprognose sank der Kurs hingegen deutlich und notierte zwischen 11 und 13 Euro. Am 30. Dezember stand der Kurs bei 12,68 Euro. EnviTec Biogas hatte in den Tagen nach der Anpassung der Jahresprognose zahlreiche Gespräche geführt, um die Hintergründe zu erläutern und die weiterhin vorhandenen Wachstumschancen aufzuzeigen. Hauptversammlung stimmt Dividendenausschüttung zuDie Aktionäre von EnviTec Biogas genehmigten auf der Hauptversammlung am 25. Juni 2009 die erstmalige Dividendenzahlung. Für das Geschäftsjahr 2008 wurde eine Dividende von 0,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Auch allen weiteren Tagesordnungspunkten stimmten die Aktionäre mit großer Mehrheit zu. Zu den zentralen Beschlüssen zählte neben der Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates auch ein neues Aktienrückkaufprogramm. EnviTec Biogas wurde ermächtigt, bis zum 24. Dezember 2010 eigene Aktien mit einem anteiligen Betrag von bis zu zehn Prozent am Grundkapital über die Börse zu erwerben. Der Vorstand hat am 12.01.2009 von der vorjährigen Ermächtigung zum Rückkauf von Aktien Gebrauch gemacht. Bis zum 30. Juni 2009 sollten Aktien der EnviTec Biogas im Gegenwert von bis zu zehn Mio. Euro über die Börse zurückgekauft werden. Die maximale Stückzahl des Rückkaufs war auf 1,5 Mio. Aktien begrenzt, was zehn Prozent des Grundkapitals entspricht. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms hat das Unternehmen bis zum 30. Juni 2009 insgesamt 150.000 Aktien zu durchschnittlich 13,88 Euro über die Börse erworben. Ein Verwendungsbeschluss ist von der Verwaltung noch nicht erfolgt.
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WestLB Mellon Asset Management "Rückblick
2009 sowie Einschätzung der Marktentwicklung in 2010" Entwicklung der Envitec-Aktie im Vergleich![]() scroll
Investor Relations bei EnviTec BiogasIm Geschäftsjahr 2009 hat der Vorstand an einer Vielzahl von Investorenterminen und Analystenkonferenzen teilgenommen. Auch in Lohne gab es Einzelgespräche über das Unternehmen. Ferner hat der Vorstand Roadshows in London, Paris, Frankfurt, Kopenhagen und Zürich absolviert. Insbesondere im Nachgang zur Umsatz- und Gewinnwarnung vom 20.10.2009 hat das Investor-Relations Team eine Vielzahl erläuternder Gespräche mit allen Investorengruppen und der Finanzpresse geführt. EnviTec Biogas hat im Jahr 2009 am Eigenkapitalforum in Frankfurt teilgenommen. Im Dezember nahmen die Analysten der unabhängigen Wertpapierhandelsbank Steubing AG das Coverage der Gesellschaft auf und stuften EnviTec Biogas mit einem "Buy-Rating" ein. Die Dresdner Kleinwort Analysten veröffentlichten ihr letztes Research über EnviTec Biogas am 20. Januar 2009, bevor die Coverage im Zusammenhang mit der Übernahme durch die Commerzbank leider eingestellt wurde. Derzeit steht EnviTec Biogas im Zusammenhang mit der Vorbereitung neuer Analystenbewertungen anderer Banken im Gespräch. Das Interesse von Vertretern des Kapitalmarktes an der Entwicklung des Unternehmens ist im Jahr 2010 gleichbleibend stark. Im Rahmen unserer Investor Relations Aktivitäten haben wir die Kontakte mit Investoren und Analysten weiter vertieft. scroll
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AusblickEnviTec Biogas wird die aktive Kommunikation mit ihren Investoren und Analysten auch im Geschäftsjahr 2010 fortsetzen und hat in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 bereits an verschiedenen Investorenkonferenzen teilgenommen. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit einer hohen Transparenz, einem überzeugenden Geschäftsmodell und einer nachhaltigen Gewinnentwicklung die Anlageentscheidungen von Investoren und Privatanlegern positiv beeinflussen können. Gleichzeitig erwarten wir, dass sich all diese Faktoren auch vorteilhaft auf die Entwicklung des Aktienkurses auswirken. Zielsetzung für 2010 ist es, die Prognosequalität in enger Abstimmung mit dem Gesamtvorstand und den zuständigen Fachabteilungen zu verbessern und die Unternehmensentwicklung anhand weiterer Kennzahlen messbar zu machen. Bericht des AufsichtsratsSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, das vergangene Jahr hat das Unternehmen EnviTec Biogas vor größere Herausforderungen gestellt, aus denen es letztendlich gestärkt hervor geht. Die langfristigen Perspektiven für Biogas im Inland und auf ausgewählten ausländischen Märkten sind weiterhin hervorragend und bieten ein enormes Potential für EnviTec Biogas. Schwieriges UmfeldAuch wenn sich die neue Bundesregierung klar zu regenerativen Energien und der Förderung von biogas durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bekennt und sich die Nachfrage nach Biogasanlagen signifikant erhöht hat, verzögern sich Genehmigungsverfahren und lässt sich die Finanzierung durch Fremdkapital nicht immer unmittelbar realisieren. Aufträge werden dadurch nicht so schnell wie erwartet in Projekte umgesetzt und sind damit nicht im geplanten Zeitrahmen umsatz- und ergebniswirksam. Diese Aussagen gelten gleichermaßen für die ausländischen Märkte, wobei in den osteuropäischen Märkten die Finanzierung tendenziell problematischer ist, während im westeuropäischen Ausland die Dauer der Genehmigungsverfahren ein Hemmnis bilden kann. Als Konsequenz hatte der Vorstand daher am 20. Oktober seine Umsatz- und Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2009 deutlich nach unten angepasst. Wir haben den Vorstand darin unterstützt und empfohlen, die Prognoseinstrumente zu schärfen, sämtliche Kostenpositionen zu überprüfen und ein effizienteres Forderungsmanagement zu betreiben. Die Maßnahmen greifen bereits und wir erwarten, dass sie sich im Jahr 2010 weiter positiv auswirken. Darüber hinaus empfehlen wir eine stärkere Fokussierung auf jene Auslandsmärkte, die einen vorteilhaften Förderrahmen für Biogas entwickelt haben und über ein solides wirtschaftliches und politisches Umfeld verfügen. Hoher Auftragsbestand als Basis für künftiges WachstumTrotz dieses schwierigen Marktumfeldes ist es EnviTec Biogas gelungen, seine Marktposition zu halten. In den vergangenen Quartalen generierte das Unternehmen einen aus unserer Sicht hohen Auftragsbestand, der zum 31.12.2009 bei 227,7 Millionen Euro lag. Wir erwarten, dass dieser Auftragsbestand die Basis für ein erneutes Wachstum im Jahr 2010 bildet. Konsequenter Ausbau der TechnologieführerschaftAuch technologische Innovationen wurden konsequent vorangetrieben. Weltweit gibt es aus unserer Sicht keinen Wettbewerber, der ein derart ausgereiftes Spektrum an Leistungen anbietet und konsequent technologische Innovationen, wie beispielsweise die optimierte Fütterung "Envitec Feedcontrol" oder den kreisdissolver, umsetzt. Diese und zahlreiche andere Innovationen sichern die Technologieführerschaft von EnviTec auch in der Zukunft. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand im Jahr 2009 bei allen strategischen und wesentlichen operativen Maßnahmen beraten. Gleichzeitig haben wir den Vorstand - entsprechend unseren Aufgaben als Aufsichtsratsorgan - beaufsichtigt und kontrolliert. Sämtliche uns von Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Corporate Governance Kodex obliegenden Aufgaben haben wir wahrgenommen. An den fünf Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 haben jeweils alle Mitglieder teilgenommen. Aufgrund der Größe des Gremiums wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Aufsichtsrat und Vorstand setzen sich intensiv mit den Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Tätigkeit des Aufsichtsrats sowie des Berichtswesens des Unternehmens und die Unternehmenspolitik auseinander: Nach § 100 Abs. 5 AktG RegE BilMoG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt unser Mitglied Hans-Joachim Jung wahr. Aufgrund seiner umfassenden Berufserfahrung in kaufmännischen Führungspositionen großer Unternehmen erfüllt er alle Kriterien des BilMoG. Herr Jung steht in stetigem Kontakt mit dem Finanzvorstand und dem Leiter Rechnungswesen und hält sich umfassend über das interne Risikomanagement, die Organisation, das Rechnungswesen, die dafür verwendeten EDV-Systeme sowie über die materiellen Fragestellungen der Bilanzierung informiert. Aufsichtsrat ist nah am operativen GeschäftIn alle wesentlichen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat frühzeitig eingebunden und vom Vorstand sowohl schriftlich als auch mündlich zeitnah und umfassend unterrichtet. Nach eingehenden Beratungen stimmte der Aufsichtsrat den vorgeschlagenen Maßnahmen sowie den zustimmungspflichtigen Vorhaben zu. Im Mittelpunkt unserer intensiven Diskussionen standen die unternehmenspolitik, die Unternehmens- und Finanzplanung, die Branchensituation, das risikomanagement, die compliance und die Auswirkungen der Finanzmarktkrise. Auch außerhalb der Sitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in engem Kontakt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im Berichtsjahr nicht aufgetreten. Schwerpunkte der BeratungGegenstand regelmäßiger Beratungen im Plenum waren die Umsatz-, Ergebnis- und Personalentwicklung des Konzerns. Darüber hinaus kontrollierte der Aufsichtsrat kontinuierlich die Risiko- und Finanzlage. Ein weiteres Thema war die Neuberufung des Vorstandsmitgliedes Roel Slotman (CCO International), der die Leitung des internationalen Vertriebs übernommen hat. Großes Themenspektrum in den Sitzungen des AufsichtsratsIn der Sitzung am 10. März befassten wir uns vor allem mit dem Forderungsmanagement und den Investitionsentscheidungen im Bereich Eigenbetrieb. Die Sitzung am 15. April hatte den Jahres- und Konzernabschluss 2008 zum Inhalt. Die endgültige Feststellung des Jahres- und Konzernabschlusses 2008 erfolgte per fernmündlichen Beschluss am 24. April 2009. Darüber hinaus wurden am 10. März Investitionsentscheidungen in Osteuropa thematisiert. Am 24. Juni informierte uns der Vorstand in einer Aufsichtsratsitzung umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung, den Forderungsbestand und die mittelfristige Liquiditätsplanung. Die Sitzung am 23. September hatte die Planung 2010, die wirtschaftlichen Zukunftsperspektiven und die strategische Ausrichtung zum Inhalt. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat ein Konzept für ein großes Biogasanlagenprojekt vorgestellt und gemeinsam erörtert. Eine fünfte Sitzung fand am 08. Dezember statt. In dieser Sitzung wurden die Planungen für 2010 konkretisiert. Corporate GovernanceEnviTec entspricht ganz überwiegend dem Corporate Governance KodexWir messen der Weiterentwicklung der Corporate Governance bei EnviTec Biogas hohe Bedeutung bei. Entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex haben wir in Abwesenheit des Vorstands die Vergütungsregelungen für den vorstand erörtert, die Grundvergütungen im Einzelfall angepasst und dem Vergütungssystem einschließlich der wesentlichen Vertragselemente zugestimmt. Vorstand und Aufsichtsrat haben am 14.04.2010 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Die EnviTec Biogas AG entspricht fast allen Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009. Der Aufsichtsrat hat vom Abschlussprüfer die Unabhängigkeitserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Über die Prüfungsleistung hinaus war der Abschlussprüfer für die Gesellschaft in steuerlicher Beratung im Ausland tätig. JahresabschlussRödl & Partner setzt Prüfauftrag umDie Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der AG, den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Dieser ist auf Seite 160 wiedergegeben. Der Prüfauftrag wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 vergeben. In der Sitzung am 14.04.2010 wurden die Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen 2009 vom Aufsichtsrat intensiv behandelt. An der Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH, teil. Er berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Das gleiche gilt für den Vorstand. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Stärkung der Finanzkraft statt DividendeDem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir uns nach eigener Prüfung angeschlossen. Ferner hält der Aufsichtsrat den Gewinnverwendungsvorschlag für angemessen und folgt dem Vorschlag des Vorstandes, zwecks Stärkung der Finanzkraft des Unternehmens für das abgelaufene Geschäftsjahr keine DIVIDENDE auszuschütten. Im Rahmen der Sitzung am 14.04.2010 haben wir ebenfalls den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft. Diese Prüfung hat zu keiner Beanstandung geführt. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und haben nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Gerüstet für die ZukunftEnviTec ist mit seiner flächendeckenden Vertriebsstrategie und seiner Finanzkraft in einer sehr guten Ausgangslage, um das Potential der Biogasmärkte weiter für sich zu erschließen. Davon sind wir fest überzeugt. Dies alles ist nur durch den hohen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Vorstands möglich gewesen. Wir bedanken uns deshalb bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, mit Respekt und Anerkennung.
Lohne, den 14. April 2010 Bernard Ellmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats Corporate Governance BerichtCorporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. Dabei bilden die effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat die Grundlage für ein hohes Maß an Transparenz. Hinter dieser Transparenz steht unser Anspruch, die Aktionäre der Gesellschaft und die Öffentlichkeit schnell und umfänglich zu informieren. Die EnviTec Biogas AG und ihre Organe orientieren sich in allen Unternehmensbereichen an den Regelungen des Corporate Governance Kodex. Wir möchten dem Vertrauen, das uns Anleger, Geschäftspartner, Mitarbeiter und die Öffentlichkeit entgegenbringen, nachhaltig gerecht werden. Auch in Zukunft werden wir die Umsetzung der Richtlinien überprüfen, uns um eine kontinuierliche Optimierung in unserem Unternehmen bemühen und den Empfehlungen entsprechen, wo immer es aufgrund der unternehmensspezifischen Gegebenheiten sinnvoll ist. EnviTec Biogas folgt dem Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 18. Juni 2009 mit sieben Abweichungen. Die Entsprechenserklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat im April 2010 verabschiedet und auf der Internetseite von EnviTec Biogas sowie in diesem Geschäftsbericht veröffentlicht. Aktionäre und HauptversammlungJede Stückaktie der EnviTec Biogas AG gewährt eine Stimme. Aktionäre können ihr Stimmrecht entweder persönlich auf der Hauptversammlung oder mittels eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters ausüben. Unsere Internetseite ist die zentrale Informationsquelle für Aktionäre. Hier informieren wir in einem Finanzkalender über den Zeitpunkt der Hauptversammlung und die Erscheinungstermine der Zwischenberichte und des Geschäftsberichts. Die Hauptversammlung im Jahr 2010 findet am 24. Juni statt. Darüber hinaus stellen wir umfangreiches Material rund um die Hauptversammlung zur Verfügung. Die ordentliche Hauptversammlung 2009 fand am 25. Juni in Lohne statt. Sie bestätigte die Strategie des Vorstandes und stimmte allen Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit von jeweils über 99,9 Prozent zu, darunter auch der Beschluss zur Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals. Bereits im Vorfeld wurden die Aktionäre durch den Geschäftsbericht über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres umfassend unterrichtet. In der Einladung zur Hauptversammlung wurden die anstehenden Tagesordnungspunkte und die Teilnahmebedingungen erläutert. Alle relevanten Dokumente und Informationen standen auf unserer Internetseite zur Verfügung. Im Anschluss an die Hauptversammlung haben wir die Abstimmungsergebnisse und die Vorstandspräsentation im Internet veröffentlicht. Enge Zusammenarbeit zwischen Vorstand und AufsichtsratDie EnviTec Biogas AG hat eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen und wird dabei vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Dies entspricht dem deutschen Aktienrecht. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG verfolgen ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Dazu arbeiten sie eng zusammen und beraten gemeinsam über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Compliance- und Risikomanagement des Unternehmens. Auch darüber hinaus stehen der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig in Kontakt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind, traten im Berichtsjahr nicht ein. Der Vorstand setzte sich im Geschäftsjahr 2009 bis zum 30. September aus drei Mitgliedern zusammen. Mit Wirkung zum 01. Oktober verstärkte Roel Slotman (38) als neues Vorstandsmitglied die Unternehmensführung. Er ist innerhalb des Vorstandes für die Leitung des internationalen Vertriebs (CCO International) verantwortlich. Seither gehören dem Vorstand vier Mitglieder an. Dem Aufsichtsrat gehören drei Mitglieder an. Er erfüllt damit die gesetzliche Mindestgrenze. Aufgrund der geringen Mitgliederzahl wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. In diesem Gremium gab es in 2009 keine personellen Veränderungen. Die Amtszeit der amtierenden Aufsichtsratmitglieder endet mit der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahr 2012. VorstandsvergütungFür die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstandes aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer kurzfristigen variablen Vergütung. Die kurzfristig variable Vergütung besteht für Herrn von Lehmden und Herrn Ruhe grundsätzlich aus einer jährlichen Bonuszahlung, die hinsichtlich der Höhe im Ermessen des Aufsichtsrats liegt und bei der sowohl die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als auch die Leistungen der jeweiligen Vorstände Berücksichtigung findet. Die kurzfristige variable Vergütung für Herrn Fischer und Herrn Slotman beträgt 0,25 Prozent des Jahresgewinns vor Steuern für den 15 Mio. Euro übersteigenden Betrag - maximal jedoch 24.000 Euro. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden keine variablen Vergütungen bezahlt oder vereinbart. Weiterhin erhalten Vorstandsmitglieder als Nebenleistungen einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG Prämien für eine bestehende D&O-Versicherung. Die Dienstverträge haben eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2011. Die Vergütungen der einzelnen im Jahr 2009 tätigen Vorstandsmitglieder sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: scroll
Aufsichtsratsvergütungscroll
Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen. Transparenz in der KommunikationWir informieren unsere Aktionäre und die interessierte Öffentlichkeit mit einem Höchstmaß an Transparenz. Um dies zu gewährleisten, folgt unsere Unternehmenskommunikation dem Anspruch, alle Zielgruppen gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Im Internet können sich Aktionäre und potenzielle Anleger jederzeit über aktuelle Entwicklungen im Konzern informieren. Sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere kapitalmarktrelevante Publikationen der EnviTec Biogas AG werden auf unserer Internetseite in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Ein Finanzkalender mit allen wichtigen Terminen wird ebenfalls auf der Website publiziert und laufend aktualisiert. Wir haben im Berichtsjahr drei Ad-hoc-Mitteilungen veröffentlicht. Des Weiteren wurden Geschäfte von Führungspersonen gemäß § 15a WpHG unverzüglich nach Erhalt der Mitteilung auf unserer Internetseite im Bereich Corporate Governance/Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte publiziert: Meldepflichtige/r: von Lehmden Beteiligungs GmbHGrund der Mitteilungspflicht: Gesellschaft in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben, Mitteilungspflicht auslösende Person: Olaf von Lehmden (Vorstandsmitglied) scroll
Meldepflichtige/r: Ruhe Verwaltungs GmbHGrund der Mitteilungspflicht: Gesellschaft in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben Mitteilungspflicht auslösende Person: Kunibert Ruhe (Vorstandsmitglied) scroll
Alle zuvor genannten Informationen sind zusätzlich in einem jährlichen Dokument unter www.envitec-biogas.de/corporate-governance nachzulesen. Die Mitglieder des Vorstands hielten am 31. Dezember 2009 direkt und indirekt insgesamt 8.011.224 Aktien. Dies entsprach 53,41 Prozent aller Anteilsscheine. Der Aufsichtsrat hielt zu diesem Stichtag direkt oder indirekt insgesamt 1.000 der ausgegebenen Aktien. Die EnviTec Biogas verfügt über kein Aktienoptionsprogramm. Rechnungslegung und AbschlussprüfungDie Konzernzwischenberichte zum 31. März, 30. Juni und 30. September sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember erfolgten in Übereinstimmung mit den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 wurde von der ordentlichen Hauptversammlung 2009 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, gewählt. Vor der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat entsprechend den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt. Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
Lohne, im April 2010 Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG Bernard Ellmann, Vorsitzender Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG Olaf von Lehmden, CEO Entsprechenserklärung gemäss § 161 AKTGDer im Februar 2002 verabschiedete Deutsche Corporate Governance Kodex umfasst Empfehlungen und Anregungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Das deutsche Aktienrecht verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, jährlich zu erklären, welche der Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden. Der Kodex wurde zuletzt im Jahr 2009 überarbeitet und liegt in der Fassung vom 18. Juni 2009 vor. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG geben hiermit die Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz zur aktuellen Fassung des Kodex ab. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich den Zielen des Kodex verpflichtet und fördern eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. Die Gesellschaft folgt seit der letzten Veröffentlichung vom April 2009 grundsätzlich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Im Folgenden legen wir die Abweichungen vom Kodex dar: 1. Hinsichtlich Ziffer 2.3.2 wird die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen aufgrund der fehlenden Zustimmungserfordernisse noch nicht elektronisch übermittelt. 2. In den derzeitigen D&O-Versicherungsverträgen für Vorstand und Aufsichtsrat sind Selbstbehalte vereinbart, die unterhalb der neuerdings in Ziffer 3.8 des Kodex geforderten Höhe liegen. Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sieht hinsichtlich des Vorstands eine Übergangsfrist bis zum 30.06.2010 zur Anpassung bestehender Versicherungsverträge vor. Innerhalb dieser Frist sollen die Verträge von Vorstand und Aufsichtsrat an die neuen Anforderungen angepasst werden. 3. Bezug nehmend auf Ziffer 4.2.3 des Kodex liegt in den derzeitigen Vorstandsverträgen der variablen Vergütung nur eine einjährige Bemessungsgrundlage zugrunde. Bei einer anstehenden Verlängerung und beim Neuabschluss von Vorstandsverträgen soll die variable Vergütung an die neuen Anforderungen angepasst werden. 4. Ziffer 5.1.2 sowie 5.4.1 des Kodex empfehlen für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats die Festlegung einer Altersgrenze. Es ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht in Betracht gezogen werden sollen. 5. Der Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG besteht satzungsgemäß aus drei Personen. Im Hinblick darauf kommt die Gesellschaft der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, Ausschüsse zu bilden, nicht nach. Vorstand und Aufsichtsrat sind der festen Überzeugung, dass durch die Bildung von Ausschüssen die Kontrollfunktion des Aufsichtsrats nicht weiter verbessert werden kann. 6. Entgegen Ziffer 5.4.6 des Kodex wird der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat bei der Vergütung nicht berücksichtigt. Die Ausschusstätigkeit wird mangels gebildeter Ausschüsse ebenso nicht berücksichtigt. Eine besondere Vergütung des stellvertretenden Vorsitzes wird nicht als erforderlich erachtet, solange diese Funktion keiner zusätzlichen Arbeitsbelastung bedarf. Des Weiteren wird Ziffer 5.4.6 des Kodex hinsichtlich der erfolgsorientierten Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht entsprochen. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Auffassung, dass eine erfolgsorientierte Vergütung nicht zur weiteren Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats beiträgt. 7. Die Gesellschaft legt in Abweichung zu Ziffer 7.1.2 des Kodex den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums offen, sondern innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen.
Lohne, im April 2010 Für den Aufsichtsrat gez. Bernard Ellmann, Vorsitzender Für den Vorstand gez. Olaf von Lehmden, Vorsitzender Zusammengefasster Lagebericht des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AGZusammengefasster LageberichtGemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2009 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zusammengefasst. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENGeschäftstätigkeitKomplettanbieter im BiogasbereichDie EnviTec Biogas AG ist ein führender Hersteller und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung. Mit unserer kundenorientierten Bauweise haben wir Maßstäbe bei Zuverlässigkeit und Profitabilität gesetzt. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden: Landwirte, Finanzinvestoren, Projektentwickler, Industrieunternehmen und Energieversorger. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir weltweit in 18 Ländern aktiv. Die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas ist entsprechend der Segmentberichterstattung im Konzernanhang in drei Bereiche gegliedert, die strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft sind: AnlagenbauZielgruppengerechte AnlagenkonzeptionIm Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir biogasanlagen für dritte. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette prozesskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 kw. Dank des modularen Aufbaus aus standardisierten Elementen können wir alle Anlagen den betrieblichen Erfordernissen anpassen. Wir liefern maßgeschneiderte Angebote und sind damit optimal aufgestellt. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Folgekosten bei Wartung und Reparatur. Bis Ende 2009 waren insgesamt 305 envitec-module mit einer Nennleistung von 176,5 MW in Betrieb. Darüber hinaus waren zum Stichtag 27 MODULE mit 15 MW Nennleistung im bau. Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG. Sofern im Folgenden Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau betroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss anzuwenden. EigenbetriebWachsende Bedeutung des EigenbetriebsDer Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist verantwortlich für die Erzeugung von Strom, Wärme und gas in eigenen biogasanlagen im In- und Ausland und ist mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Nach der Errichtung der Anlage erfolgt der Betrieb in der Regel durch langfristige Kooperationen mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. Wir beschaffen alle notwendigen Gutachten und die Genehmigungsdokumentation und errichten die schlüsselfertige Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Es werden darüber hinaus auch Kooperationen mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern angestrebt. Im Ausland - beispielsweise in Italien und Frankreich -wollen wir die eigenen Projekte auch als wichtige Referenzen nutzen, um potenzielle Kunden vor Ort von der Wirtschaftlichkeit der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für unser Unternehmen. ServiceUmfassendes ServiceangebotWir bieten alle Dienstleistungen rund um den Betrieb einer Biogasanlage an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Konzernstruktur![]() Die EnviTec Biogas AG ist die Holding der EnviTec Biogas-Gruppe. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft EnviTec Biogas alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen sie direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2009 umfasst 74 vollkonsolidierte Gesellschaften. Dies sind 21 mehr als im Vorjahr. StrategieWir haben uns mit unserer technologischen Kompetenz und unserer langjährigen Erfahrung in den vergangenen Jahren die weltweit führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Zielsetzung ist es jetzt, die für unseren Umsatz relevanten Märkte noch zielgerechter zu bearbeiten und uns noch stärker auf die Länder zu fokussieren, in denen Biogas die größten Erfolgschancen hat. Mit unserer Strategie setzen wir uns, gemessen an Umsatz und Ergebnis, deutlich von anderen Marktteilnehmern ab, die nicht in vollem Umfang mit uns im Wettbewerb stehen. Anfang 2010 wurde ein Wettbewerber - die Schmack Biogas AG - nach seiner Insolvenz vom Heiztechnikspezialisten Viessmann übernommen. In Deutschland ist die Wettbewerbsintensität verglichen mit dem Ausland deutlich höher, so dass es zunehmend größerer Anstrengungen bedarf, den relevanten Zielgruppen unsere Alleinstellungsmerkmale zu verdeutlichen. Das tun wir verstärkt auf ausgewählten Messen und Fachtagungen sowie auf Anlagenbesichtigungen, mit PR-Aktionen und weiteren kundennahen Veranstaltungen. Fokussierung und StandardisierungUnsere führende Marktposition basiert sowohl auf unseren im Marktumfeld anerkannten und umfassenden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch auf der konsequenten Standardisierung unserer Anlagen. Die Standardisierung ermöglicht es uns beispielsweise, im Segment der Bioerdgasanlagen die Kunden zunehmend vom Know-how-Zuwachs aus den Großprojekten, wie z. B. Güstrow, profitieren zu lassen. Mittlerweile kristallisieren sich beim Anlagenbau als Folge des neuen EEG drei MARKTSEGMENTE heraus: 1. kleine hofanlagen mit bis zu 250 kW, 2. Verstromungsanlagen in der Bandbreite von 370 kW bis zu etwa einem Megawatt und 3. gasaufbereitungsanlagen bis zu einer Größe von ca. 5 MWel. Wir erwarten in den kommenden Jahren insbesondere im Segment Gasaufbereitungsanlagen in der Größenordnung von 350 Nm bis 700 Nm starkes Wachstum. In diesem Segment wollen wir unseren Marktanteil deutlich steigern. Darüber hinaus erwarten wir auch im Segment der 370 kW bis 850 kW Verstromungsanlagen eine weiterhin hohe Nachfrage aus dem landwirtschaftlichen Bereich, die von EnviTec Biogas direkt und über einige Projektentwicklungskunden bedient wird. Neue Technologien auf Messen vorgestelltIm November 2009 wurde unserem Unternehmen auf der weltweit größten Landtechnikausstellung AGRITECHNICA von der Technikredaktion des Deutschen Landwirtschaftsverlages (dlv) die Auszeichnung "Maschine des Jahres 2010" verliehen. EnviTec Biogas konnte sich in der Kategorie "Erneuerbare Energien" gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde für die Entwicklung der leistungsgeregelten Fütterung "Envitec Feedcontrol" geehrt. Das System steuert und überwacht die "Fütterung" von Biogasanlagen mit Einsatzstoffen wie Gülle, Energiemais und Ganzpflanzensilage. Eine Kostenersparnis von bis zu 20.000 Euro pro Jahr beim Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 500 Kilowatt ist durch "EnviTec Feedcontrol" möglich. Wir werden mit diesen Entwicklungen in weitere vielversprechende Märkte im In- und Ausland vordringen. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen sowie von Serviceleistungen in diesem Marktsegment auszubauen. Oberste Prämisse ist dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Um dies zu erreichen, haben wir folgende Eckpfeiler für unser Wachstum definiert: Wachstumschancen in Deutschland nutzenDeutschland weiterhin KernmarktDeutschland ist der weltweit größte Markt für Biogas und wird dies auch bis auf weiteres bleiben. Nach vorläufigen Branchenzahlen des Bundesverbandes Bioenergie e. V., die am 29. März 2010 veröffentlicht wurden, steigerte der gesamte Bioenergiemarkt - zu dem Biogas gehört - in Deutschland 2009 seinen Marktanteil am Endenergieverbrauch von 6,8 Prozent in 2008 auf 7,0 Prozent. Damit stellt die bioenergie einen Marktanteil von 70 Prozent der gesamten in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien. So wuchs insbesondere die Stromproduktion aus biogenen Rohstoffen um 1,0 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent in 2009. Dies entspricht 32 Prozent der gesamten erneuerbar erzeugten Strommenge. Auch im Wärmemarkt konnte ein Marktwachstum von 7,3 Prozent in 2008 auf insgesamt 7,7 Prozent der Wärmenachfrage in 2009 erzielt werden. Die Biowärme stellt somit 92 Prozent der gesamten in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugten Wärme zur Verfügung. Für EnviTec Biogas ist DEUTSCHLAND ebenfalls der Markt mit der größten Bedeutung. Wir haben im vergangenen Jahr zahlreiche neue Aufträge im Inland akquiriert. Die neue Regierung in Berlin setzt vorrangig auf die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz und will das Marktanreizprogramm fortsetzen. Zusätzlich zur Förderung von Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas soll so auch die Nutzung von Biogas als Erdgassubstitut ausgebaut werden. Die Regierung hat darüber hinaus eine EEG-Novelle angekündigt, die den Einsatz organischer Reststoffe gegenüber nachwachsenden Rohstoffen stärker gewichten soll. Die Novellierung des Gesetzes soll zum 01. Januar 2012 erfolgen. Damit würde die Bandbreite möglicher Einsatzstoffe bei der Biomasseverstromung entsprechend steigen. Die Regierung schafft so die notwendigen Anreize, um die Branche nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wieder auf Wachstumskurs zu bringen und sich technologisch weiter zu entwickeln. Hiervon wollen wir profitieren. Die Bundesregierung plant darüber hinaus in Kürze einen Gesetzentwurf vorzulegen und mittels dessen den Markt für biokraftstoffe, wozu auch Bioerdgas gehört, zu beleben. EnviTec Mitgründer des BiogasratsDie Wahrnehmung von Bioerdgas in der Öffentlichkeit steigt durch solche Maßnahmen. Dabei werden unserer Meinung nach bestehende Bedenken und Vorbehalte gegenüber Biogas noch zu wenig adressiert. Hier sehen wir auch den entscheidenden Ansatz für unser Unternehmen: Es muss uns im Rahmen unserer Aktivitäten gelingen, Aufklärungsarbeit in Bezug auf die Vorteile unserer Technologie zu leisten. Deutliche Energiekosteneinsparungen, der erhebliche Beitrag zum Klimaschutz und die im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie mögliche Entkopplung von Produktion und Nutzung der Energieressource sind entscheidende Argumente. Der intensive Dialog mit den Behörden, der Bevölkerung und den Banken ist dabei für uns essentiell. Wir sind überzeugt davon, dass uns dies gelingen wird. EnviTec hat im Juni 2009 gemeinsam mit 13 weiteren unternehmen den biogasrat gegründet. Dieser vertritt als Ratgeber und Ansprechpartner für Politik und Wissenschaft von Berlin aus die Interessen seiner Mitglieder. Vorrangiges Ziel des Verbandes ist es, die landwirtschaftliche, industrielle und effiziente Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und das Thema Biogas in der Politik und Öffentlichkeit gemeinsam mit einer starken Stimme zu präsentieren. Darüber hinaus soll die Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene gestärkt werden. Europaweit sollen die jeweiligen Verantwortlichen bei der Festlegung gesetzlicher Rahmenbedingungen im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes unterstützt werden. Kunibert Ruhe, Vorstand der EnviTec Biogas AG, gehört dem Vorstandsgremium des Biogasrats an. Ausbau der internationalen GeschäftstätigkeitAuch wenn sich der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz im Berichtsjahr von rund 25 auf 17,7 Prozent (21,2 Mio. EUR) reduzierte, haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Marktdurchdringung in anderen Ländern voranzutreiben. Das Auslandsgeschäft hat für EnviTec Biogas eine stetig steigende Bedeutung und das internationale Geschäft wird in Zukunft wesentlich zum Unternehmenswachstum beitragen. Roel Slotman in den Vorstand berufenImmer mehr Länder haben die Vorteile von Biogas als regenerativer und dezentral zu nutzender Energie erkannt und attraktive Rahmenbedingungen zur Förderung der Technologie geschaffen. Um von diesen Entwicklungen noch stärker zu profitieren, haben wir die Führungsmannschaft durch den Vorstand Roel Slotman (CCO International) verstärkt, der die Leitung des internationale] Vertriebs übernommen hat. Der gebürtige Niederländer arbeitete zuvor bereits seit 2005 als Exportmanager im Vertrieb von EnviTec Biogas und hat seither maßgeblichen Anteil an unserem Erfolg in anderen Ländern. So haben wir im August die ersten Aufträge aus der Slowakei und aus Lettland erhalten. Das Gesamtvolumen dieser Aufträge beläuft sich auf rund zehn Mio. Euro. Auch in Italien gestaltet sich der Markt vielversprechend, was bereits zu erhöhten Auftragseingängen geführt hat. Die italienische Regierung hatte zuvor die Voraussetzungen für ein kräftiges Wachstum des Biogasmarktes geschaffen und will bis zum Jahr 2020 25 Prozent des nationalen Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien decken. Für Biogas ist der Einspeisetarif im Juli 2009 auf 28 Cent pro Kilowattstunde Strom festgesetzt worden und wird für 15 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantiert. Damit hat Italien momentan eine der höchsten einspeisevergütungen für Biogas in Europa. Darüber hinaus gewährt das Land Anlagenbetreibern steuerliche Vergünstigungen und sorgt so für insgesamt attraktive Rahmenbedingungen. ![]() Wir haben im Jahr 2009 erste Anlagen in Italien fertiggestellt, die uns bereits als wichtige Referenzen dienen. Italien erfährt in Sachen Biogas einen deutlichen Aufschwung, der infolge attraktiver Rahmenbedingungen und lohnender Investitionsmöglichkeiten auch neue Chancen für die Landwirte birgt. Wir rechnen daher mit einer positiven Marktentwicklung, die wir mit unserem Technologie- und Prozess-Know-how begleiten werden. Weitere Anlagenprojekte sind in Italien bereits in Planung. Auch der indische Markt bietet Potential, das wir nutzen wollen. In Indien haben wir im letzten Jahr die Strukturen aufgebaut, um einem Großauftrag gerecht zu werden. Wir bauen derzeit mit unserer indischen Firmentochter EnviTec Biogas Pvt. Ltd. an vier Standorten erste Anlagen in der Größenordnung von ein bis vier Megawatt. Nach dem Bau dieser insgesamt 12 MW in diesem Jahr sollen weitere 18 MW ab dem folgenden Geschäftsjahr in Indien gebaut werden. EnviTec reagiert auf zunehmende ProjektverzögerungenTrotz dieser positiven Entwicklungen mussten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Kenntnis nehmen, dass die Markterschließung im Ausland länger dauert als geplant. Aufgrund der fehlenden Erfahrung der örtlichen Partner und der Behörden und Banken mit dem Thema Biogas dauern Planung, Genehmigung und Finanzierung bei den ersten Anlagenprojekten wesentlich länger als in einem etablierten Markt wie Deutschland. Die Entwicklungen werden zudem durch die gestiegenen Finanzierungsanforderungen der Banken - insbesondere in Osteuropa - verzögert. Wir haben darauf reagiert und unterstützen unsere Kunden noch stärker bei den Finanzierungsprozessen. Begleitend arbeiten wir an der Standardisierung der Finanzierungsunterlagen und -prozesse. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit vielen ausländischen Banken. Zielsetzung ist die Beschleunigung der Projektfinanzierung mit einem passenden Partner. Neben den genannten Aspekten wirkte sich in einigen Ländern auch die zögerliche Herangehensweise der Regierungen auf die Schaffung adäquater Förderkonditionen aus, denn nur dort, wo die Anleger attraktive Rahmenbedingungen vorfinden, entwickeln sich die Märkte positiv. Das hat im Ergebnis zu unterschiedlichen Marktbedingungen innerhalb Europas geführt. Wir passen daher schnell und flexibel unsere Schwerpunkte in Bezug auf die aussichtsreichsten Länder an. Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs insbesondere in Deutschland und ItalienForschung in eigenen AnlagenAuch der Eigenbetrieb, das heißt der Betrieb eigener Anlagen im In- und Ausland, soll weiterhin konsequent ausgebaut werden und deutlich zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung im Konzern beitragen. Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist er eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Segment eine Verstetigung der Erlösbeiträge zu schaffen und von vergleichsweise höheren MARGEN als im Anlagenbau zu profitieren. Mit 31,3 Prozent fällt in diesem Segment eine hohe EBIT-Marge an. Leider sind wir auch im Eigenbetrieb nicht von den Marktstörungen, insbesondere bei der verzögerten genehmigungserteilung, verschont geblieben und haben statt den geplanten 40-60 Mio. Euro lediglich 10,5 Mio. Euro in Bestandsanlagen investiert. Die Erwartungen in diesem Segment wurden daher nicht erfüllt. Es gab auch Erfolge: Im vierten Quartal ist beispielsweise die erste Anlage in Frankreich in Bau gegangen. Nach Baubeginn gewannen wir in Frankreich bereits drei Anlagenbauaufträge. Für das Jahr 2010 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Erlöse aus diesem Segment. Unsere Projektpipeline ist gut gefüllt und es sollen in 2010 kontinuierlich neue Anlagen für den Eigenbetrieb in Bau gehen. Wir rechnen zwar auch weiterhin mit längeren Genehmigungsverfahren, stellen uns jedoch bei den Planungen darauf ein und begegnen damit den gewachsenen Anforderungen der Genehmigungsbehörden. EnviTec Biogas plant für 2010 im Eigenbetrieb ein Investitionsprogramm im Umfang von ca. 30-50 Mio. Euro. Stärkung der Innovations- und TechnologiekompetenzDer Ausbau unserer Technologiekompetenz ist neben den Chancen eines weiterhin starken nationalen Marktes, den Wachstumschancen im Ausland und dem Ausbau des Eigenbetriebs, der vierte Wachstumstreiber für die EnviTec Biogas AG. Technischer Fortschritt als WachstumstreiberDie Kombination aus Finanzkraft und Technologieführerschaft eröffnet uns entscheidende Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Marktteilnehmern und sorgt dafür, dass unser Unternehmen auch bei Großprojekten Standards setzt, die vom Wettbewerb nicht einfach kopierbar sind. Mit dem NAWARO BioEnergie Park "Güstrow" ging im Juni 2009 beispielsweise die weltgrösste bioerdgasanlage ans Netz - errichtet von der EnviTec Biogas AG. Die Anlage verfügt über eine thermische Leistung von 55 Megawatt (MW). Nach der endgültigen Fertigstellung Anfang 2010 werden pro Jahr 46 Mio. Kubikmeter aufbereitetes Biogas in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Das entspricht dem Energiebedarf einer Kleinstadt mit rund 50.000 Einwohnern. Lizenz für Gasaufbereitungstechnologie erworbenBei Projekten wie diesen arbeiten wir auch mit Technologie-Partnern zusammen. So haben wir Ende 2009 mit der schwedisch-neuseeländischen Flotech Gruppe eine Lizenzvereinbarung über den Bau der Biogasaufbereitungsanlagen geschlossen. Damit können wir unseren Kunden künftig nicht nur eine ausgereifte Aufbereitungstechnologie anbieten, sondern vervollständigen auch unsere Wertschöpfungskette im Anlagenbau und können nunmehr die Biogasanlage mit Verstromung und Gasaufbereitung sowie die Aufbereitung der Gärreste aus einer Hand anbieten. Insbesondere die gut aufeinander abgestimmten Anlagenkomponenten aber auch der umfassende Service dienen uns als entscheidendes Vertriebsargument. Innovationen reduzieren KostenDie Biogasbranche ist noch jung und bietet viel Raum für Fortschritt. Dies wollen wir nutzen und unsere hohe Innovations- und Technologiekompetenz durch gezielte Forschungs- und Entwicklungsarbeit kontinuierlich steigern. Ziel der Bemühungen ist stets eine verbesserte Handhabung der Anlagen sowie die Reduzierung der benötigten Substratmengen bei gleicher Leistung. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem eigentlichen Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Dazu gehören unter anderem Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise die Optimierung der Erntezeitpunkte, der Düngung und Saatgutentwicklung, aber auch der Aufbereitung der Gärreste. Außerdem forschen wir an der Optimierung der Biogasaufbereitung. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Finanzkennzahlen wie Umsatz, EBIT, Cashflow und Eigenkapitalrentabilität. Hohe Priorität der UnternehmensplanungDie operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen vorStandssitzungen regelmässig weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und festgelegt. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, in denen vorwiegend operative Themen diskutiert werden. Diesen Gremien werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden auch Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Die bereits Anfang 2008 initialisierten Optimierungsmassnahmen - beispielsweise die Einführung eines neuen ERP (Enterprise Resource Planning)-Systems zur besseren Planung der Unternehmensressourcen sowie die Abschaffung von Software-Insellösungen - haben sich im Geschäftsjahr 2009 positiv auf den Erfolg ausgewirkt. Alle Prozesse des Unternehmens wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing werden seither schnell und übersichtlich abgebildet. Die Darstellung der Unternehmensdaten ist wesentlich vereinfacht worden. Im Zuge der Systemumstellung haben wir das Projektcontrolling ausgebaut, um noch früher als bisher Indikatoren über den Erfolg und Misserfolg unserer Projekte zu erkennen, Gegenmaßnahmen ergreifen zu können und Konsequenzen für die Zukunft abzuleiten. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten im Hinblick auf die Unternehmenssteuerung waren die Steigerung der Effizienz im Forderungsmanagement und die Analyse der Kostenstrukturen unseres Konzerns. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche EntwicklungWirtschaftliches Umfeld in 2009 schwierigIm Jahr 2009 stand Deutschland noch erheblich unter dem Einfluss der Finanz- und Wirtschaftskrise. Entsprechend einer Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes HWWI* war Deutschland bis zum Sommer 2009 aufgrund seiner ausgeprägten Exportorientierung besonders hart von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Die Ausfuhren waren binnen eines Jahres um fast 30 Prozent eingebrochen. Bei der Binnennachfrage schlugen vor allem die Investitionskürzungen der Unternehmen durch; die Ausrüstungsinvestitionen wurden allein im Winterhalbjahr 2008/2009 um 20 Prozent verringert. Obwohl einige Indikatoren im Frühjahr 2009 eine Bodenbildung signalisierten, war der Rest des Jahres noch durch Unsicherheit seitens der Unternehmen geprägt. Die Entwicklung im Jahr 2010 wird laut HWWI entscheidend davon abhängen, inwieweit die eventuell nachlassenden Impulse der Konjunkturmaßnahmen durch Festigung der selbsttragenden Auftriebskräfte kompensiert werden können. Damit ist zuallererst im Bereich der auslandsnachfrage zu rechnen. Die sich abzeichnende Wiederbelebung der Weltwirtschaft dürfte dem Export Auftrieb geben. Das würde die Investitionsneigung der Unternehmen stützen, von der auch die Biogasbranche profitieren könnte.
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Pressemitteilung "Erste Lichtblicke für 2010"
des HWWI vom 17. Juni 2009 Indikatoren der RohstoffmärkteBiomethanpreis trotz Gaspreisrückgang relativ stabilFür Biogasanlagenhersteller ist primär der Fördermechanismus des jeweiligen Tätigkeitsgebietes die wichtigste Rahmenbedingung. Darüber hinaus gewinnen vor allem durch den AUSBAU der gasaufbereitung und der vermehrten Nutzung der Abwärme die Indikatoren der Rohstoffmärkte (Erdöl und -gas) an Bedeutung.* Sie beeinflussen - neben den Entwicklungen auf den Kapitalmärkten und den Bedingungen zur Fremdkapitalfinanzierung, der Regulierung und den wirtschaftspolitischen Vorgaben - zunehmend die Nachfrage und damit den Preis. Steigende Preise für herkömmliches Erdgas oder Erdöl führen auch bei Alternativen wie Biomethan oder der Abwärme aus der Stromerzeugung mittelfristig zu höheren Preisen. Das Jahr 2009 war allerdings durch einen starken preisverfall des Erdgases gekennzeichnet. Das statistische Bundesamt erhob, dass Erdgas im Dezember 2009 mit einem Rückgang von 42,1 Prozent erheblich günstiger war als im Dezember 2008.** Als ursächlich gilt die sinkende Nachfrage im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung, auf die beispielsweise der russische Anbieter Gazprom - Hauptlieferant für den europäischen Markt - mit sinkenden Preisen reagiert hatte. Von Preisrückgängen war auch der Konkurrenzenergieträger Erdöl betroffen, an dessen Preis der Erdgaspreis in Deutschland traditionell gekoppelt ist. Dennoch haben sich die Preise für Biomethan aufgrund der vorhandenen Knappheit und der indirekten Kopplung an das EEG sehr stabil gezeigt. Im Jahr 2010 dürften die Preise wieder steigen, sofern sich die europäischen Volkswirtschaften langsam wieder von den Rückschlägen der Finanz- und Wirtschaftskrise erholen. Dies wird jedenfalls von verschiedenen Instituten prognostiziert. Großbritannien schafft gute RahmenbedingungenBiogasanlagenanbauer sind stark abhängig von volkswirtschaftlichen Entwicklung und wirtschaftspolitischen Entscheidungen in Bezug auf den Energiesektor. Das Scheitern der Kopenhagener Klimakonferenz hat bislang keine negativen Auswirkungen auf die zunehmend ehrgeizigen Zielsetzungen vieler europäischer Regierungen in Bezug auf das Ziel der CO2-Reduktion gehabt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA hat den Handlungsspielraum für Präsident Obama, mit dessen Wahl hohe umweltpolitische Erwartungen verbunden waren, eingeschränkt. Dennoch gehen zahlreiche Analysten davon aus, dass die USA mittelfristig einen Weg zu einem obligatorischen emissionszertifikatehandel oder ähnlichen Mechanismen gehen müssen. Damit würde sich in den USA ein enormes Marktpotential auch für Biogas eröffnen. In Europa spiegelt die Implementierung von Anreizsystemen für erneuerbare Energien die wachsende Bedeutung dieses Sektors wider. Viele Volkswirtschaften wollen sich darüber hinaus von Unternehmen, die den Markt der herkömmlichen Gas- und Stromversorgung beherrschen, unabhängiger machen. Auch hier kommen regenerative Energien ins Spiel. So hat die italienische REGIERUNG beschlossen, bis zum Jahr 2020 25 Prozent des nationalen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken und fördert diese mit entsprechenden Einspeisevergütungen. Auch in GROSSBRITANNIEN ist das Marktumfeld erfreulich. Neben dem eher marktorientierten Vergütungsmodell der Emissionsrechte wird die britische Regierung zum 1.4.2010 wahlweise einen Einspeisetarif anbieten und spätestens zum 1.4.2011 ein Gesetz verabschieden, das die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien sowie die Aufbereitung und Einspeisung von Bioerdgas fördert. Die Schaffung solcher Rahmenbedingungen erleichtert auch die Finanzierbarkeit von Biogasprojekten und etabliert dieses Segment.
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Pressemitteilung "Erste Lichtblicke für 2010"
des HWWI vom 17. Juni 2009 BranchenumfeldBiogasanlagen haben auf dem deutschen markt im weltweiten Vergleich die mit Abstand größte Verbreitung. Laut Fachverband Biogas stieg die Zahl der Anlagen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 500 auf 4.500. Großprojekt "Güstrow" produziert erstes BiogasDie Hersteller kommen nahezu ausschließlich aus Deutschland und bedienen auch zum Großteil den europäischen Biogasmarkt. EnviTec hat sich in den vergangenen Jahren eine Spitzenposition unter den Biogasanlagenherstellern in Europa erarbeitet und beispielsweise Großprojekte wie den NAWARO BioEnergie Park "Güstrow" in Mecklenburg-Vorpommern mit einer thermischen Leistung von 55 Megawatt (MW) realisiert. Hier hat EnviTec als größter Subunternehmer alle Anlagen zur Biogaserzeugung errichtet. Bereits im Juni 2009 konnte erstmalig aufbereitetes bioerdgas in das Erdgasverbundnetz eingespeist werden. Der deutsche Biogasmarkt ist auf beiden Marktseiten stark fragmentiert. Die Angebotsseite ist durch viele kleine und regionale Anbieter gekennzeichnet, die zwar nicht wie EnviTec die komplette Wertschöpfungskette abdecken oder Großprojekte realisieren können, jedoch zunehmend Segmente wie Kleinanlagen besetzen und damit die Marktpräsenz erhöhen. Insgesamt sind die Hersteller aus Deutschland weltweit vorreiter, sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch in der Marktdurchdringung. Dies trägt auch zu einem wachsenden Export bei, bei dem die deutschen Anbieter in vielen Märkten ebenfalls unter sich sind. EnviTec beispielsweise generiert bereits ca. 22 Prozent seiner Anlagenbauumsätze im Ausland. Umgekehrt ist, anders als im Solar- und teilweise auch im Windsektor, im Biogassektor nicht zu erwarten, dass Konkurrenzunternehmen aus dem Ausland in den starken deutschen Markt eintreten. Die Nachfrageseite gliedert sich in die landwirtschaftlich geprägten Betriebe, Energieversorger, institutionelle Anleger sowie Projektentwickler und zunehmend auch industrielle Kunden, die ihre Ökobilanz aufbessern und/oder Reststoffe besser für die Energieerzeugung nutzen möchten. Dabei haben wir eine Vielzahl von Kunden, die mehr als eine Biogasanlage nachfragen. Perspektive für die BrancheHoher volkswirtschaftlicher Nutzen von BiogasDem EXPORT von anlagentechnik im Bereich der erneuerbaren Energien - zu dem auch der Biogasanlagenbau gehört - prognostiziert die Studie "Wege in die moderne Energiewirtschaft - Anforderungen an eine zukunftsfähige Energiepolitik" des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) vom Oktober 2009, eine perspektivisch gleich starke Bedeutung, wie sie heute die Automobilbranche für die deutsche Volkswirtschaft hat. Biogasanlagen haben daher ein enormes Potenzial. Neben der Stärkung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiewirtschaft hat die Branche auch für die gesamte Volkswirtschaft einen erheblichen nutzen. Sie führt beispielsweise zu einer geringeren Abhängigkeit von Gasimporten . Wegen ihrer kontinuierlichen Verfügbarkeit sorgt laut BEE die Bioenergie - zu der auch Biogas zählt - zudem für den höchsten Beitrag aller erneuerbaren Energien zu einer gesicherten Versorgung der Bevölkerung. Auch die ab 2009 bereits EEG-adaptierte Vergütung für aufbereitetes Biogas in Deutschland, die mit der Einspeisung des Biomethans in das öffentliche Gasnetz verbunden ist, bietet wirtschaftliche Perspektiven, die die Bedeutung der Branche für die Volkswirtschaft steigen lassen. Die Entwicklungen stehen dabei erst am Anfang: In den letzten Jahren haben Unternehmen damit begonnen, mit aufbereitetem Biogas auch Erdgas zu ersetzen. Für eine zügige Weiterentwicklung der Branche wird die Optimierung der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und anderen Absatzmärkten eine wichtige Rolle spielen. So könnte insbesondere ein europaweit einheitlich geregelter Zugang zum Erdgasnetz die Marktchancen für Biogas, vor allem in Osteuropa signifikant erhöhen. Neue Regierung steht Biogas positiv entgegenFür die Biogasbranche begann das Jahr 2009 mit dem Inkrafttreten des novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 01. Januar 2009. Mit ihm wurden wieder verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion geschaffen. So änderte sich die Vergütung durch Anhebung der NawaRo- und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Boni um je einen Cent pro Kilowattstunde. Des Weiteren wurden zwei neue Boni eingeführt: Anlagenbetreiber erhalten seither bei einem Mindesteinsatz von 30 Masseprozent Gülle einen Bonus in Abhängigkeit von der Anlagengröße von bis zu vier Cent je Kilowattstunde (kWh). Mit dieser zusätzlichen Vergütung sollen die Methan-Emissionen reduziert werden. Der Gülle-Bonus macht aber auch die Biogasproduktion für Landwirtschaftsbetriebe mit Viehhaltung noch attraktiver. Ebenso wird für die Einhaltung bestimmter Formaldehydgrenzwerte ein Bonus in Höhe von einem Cent/kWh gewährt. Neben dem neuen EEG wurde bereits im März 2008 die Gasnetzzugangsverordnung geändert. Demnach ist seither die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz gesetzlich geregelt und sieht eine Verteilung bestimmter Kosten der Gaseinspeisung auf die Netzbetreiber vor. Damit gewinnt die Einspeisung in das Erdgasnetz für Biogasproduzenten an Attraktivität. Die neue Regierung schaffte mit ihrem Koalitionsvertrag im Herbst 2009 darüber hinaus weitere notwendige Anreize, um die Branche nach den schwierigen Jahren 2008 und 2009 wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Einen Schwerpunkt setzt die neue Regierung in Berlin auf die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz und beabsichtigt, das Marktanreizprogramm weiterhin fortzusetzen. Zusätzlich zur Förderung von Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas soll so auch die Nutzung von Biogas als Erdgassubstitut ausgebaut werden. Positiv ist auch die Entscheidung bezüglich der altanlagenregelung im Paragraph 19 des EEG. Das EEG fiel zuvor zu Ungunsten bestehender Anlagen aus und entsprach nicht dem Grundsatz des Bestandsschutzes. Das im Dezember 2009 verabschiedete Wachstumsbeschleunigungsgesetz revidierte diese Handhabung, so dass auch EnviTec Biogas eine rückwirkend höhere EINSPEISEVERGÜTUNG für ihre beiden Biogas-Parks für das Geschäftsjahr 2009 ausgezahlt bekam. EnviTec Biogas erwartet vom EEG und anderen Gesetzen auch weiterhin entscheidende Impulse, die die Chancen dieser noch jungen, durch ständige Innovationen geprägten Branche fördern. ![]() Engpass bei Finanzierungen in einigen MärktenIm Jahr 2009 spürte die Biogasbranche insbesondere beim Export die Auswirkungen der Finanzkrise. Gerade in noch jungen Märkten wie in Osteuropa oder Indien wurden Projektfinanzierungen mangels ausreichender Liquiditätsversorgung sowie der geringen Verfügbarkeit von Risikokapital deutlich schwieriger. Sofern sich die Finanzmärkte weiter stabilisieren, sollte sich die Finanzierung von Biogasanlagen in vielen Märkten wieder einfacher gestalten. In vielen jungen Biogasmärkten entwickelt sich die Finanzierungskultur für neue Themen wie Biogas erst langsam. EnviTec hat hier in der Vergangenheit sehr viel Pionierarbeit geleistet und zahlreiche Finanzierungsgespräche mit Banken im Ausland geführt, um die Wirtschaftlichkeit von Biogasprojekten verständlicher zu machen. Wir werden dies auch in Zukunft fortsetzen. GESCHÄFTSVERLAUF 2009MitarbeiterPersoneller Ausbau im BetriebFür das Wachstum des Konzerns brauchen wir qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Um potentielle Mitarbeiter auf uns aufmerksam zu machen, sind wir auf Hochschulmessen wie der "Zukunftsenergien Nordwest 2010" und unterstützen universitäre Forschungsprojekte, beispielsweise an der Fachhochschule Vechta. Wir legen Wert auf eine Beschäftigungspolitik, die den Bedürfnissen unseres Unternehmens gerecht wird und auf individuelle Interessen der Beschäftigten eingeht. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme, beispielsweise Sonderzuschläge oder eine Vergütung mit einem variablen Anteil, der entsprechend des persönlichen Erfolges gestaltet ist. Darüber hinaus unterstützt unser Unternehmen Mitarbeiter auch durch eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten und Schulungssystemen auf persönlicher und fachlicher Ebene. In unserer jungen, innovativen Branche kommt es sehr darauf an, die technischen und kaufmännischen Kenntnisse im Unternehmen auf dem neuesten Stand zu halten und Engagement und Forschung zu fördern. Aber auch die Mitarbeitermotivation und Personalführung sind entscheidend und werden geschult. Ergänzt werden diese auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen durch Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen. Eine Vielzahl unserer Mitarbeiter ist bereits seit Jahren für EnviTec Biogas tätig. Besonders bereichernd sind für viele der Austausch mit den ausländischen Vertriebsstandorten und die Chance, in einem sehr innovativen Unternehmen an der Entwicklung einer Zukunftsbranche mitzuwirken. Zum 31. Dezember 2009 beschäftigten wir insgesamt 385 Mitarbeiter (Vorjahr: 307 Mitarbeiter), davon 310 in Deutschland. In den Niederlassungen und Vertriebsbüros im Ausland waren 75 Beschäftigte tätig. Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 373 Mitarbeiter beschäftigt. Der prozentuale Anstieg der Mitarbeiterzahl um gut 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2008: 307) ist im Wesentlichen auf die Übernahme der A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF) sowie den Ausbau des Vertriebs im In- und Ausland zurückzuführen. Forschung und EntwicklungLizenz für Gasaufbereitungstechnologie erworbenAls Technologieführer der Biogasbranche hat EnviTec Biogas den Bereich Forschung und Entwicklung auch im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren Kunden und nehmen deren Wünsche zum Anlass, die eigenen Verfahren stetig zu optimieren. Dabei setzen wir auch auf Kooperationspartner. So hat EnviTec Biogas im Januar dieses Jahres mit Greenlane, einem Tochterunternehmen der schwedisch-neuseeländischen Flotech Gruppe, eine Lizenzvereinbarung über die Herstellung, den Bau und den Vertrieb von Biogasaufbereitungsanlagen geschlossen. Wir werden die von Greenlane Biogas entwickelte Technik für die Aufbereitung von Biogas in Erdgasqualität in Deutschland und anderen Ländern Europas anbieten. Dabei handelt es sich um das Verfahren der Druckwasserwäsche: Durch die Reinigung des Rohbiogases erhöht sich der Methangehalt von 55 Prozent auf mindestens 96 Prozent. So aufbereitet kann das Biomethan direkt ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Das Verfahren ist für den Einsatz in kleineren und industriellen Großanlagen geeignet und wird von Greenlane Biogas seit 1990 weltweit vertrieben. Leistungsangebot im Bereich Gärrestaufbereitung vervollständigtIm vergangenen Jahr hat EnviTec Biogas die Technologiekompetenz im Konzern auch durch Zukäufe erweitert: Im Januar übernahmen wir 70 Prozent an dem Wasseraufbereitungs-Spezialisten A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF), einem Hersteller von Membranmodulen. Mit dem Zukauf sicherten wir uns zusätzliche Kapazitäten und Spezial-Know-how für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Gärrestaufbereitung und vervollständigten so unser Leistungsangebot in diesem Bereich. Bei dieser Technologie werden die Reststoffe aus der Biogasgewinnung zu Düngerkonzentrat und einleitfähigem Wasser aufbereitet. Zudem reagierte das Unternehmen auf eine neue Anforderung im EEG, die die Einhaltung eines Formaldehydrichtwertes von 40 mg/N vorsieht. EnviTec Biogas hat frühzeitig verschiedene Varianten zur Formaldehydreduzierung sorgfältig geprüft, um dem zu entsprechen und die bestmögliche Lösung für die Anlagenbetreiber zu identifizieren. Wir haben dazu ein leistungsstarkes und wirtschaftliches Katalyseverfahren zur Formaldehydreduzierung entwickelt. Mit der Komplettlösung, die an die Technik der EnviTec-Anlagen angepasst ist, können bestehende Biogasanlagen nachgerüstet werden. Damit ermöglicht EnviTec Biogas seinen Anlagenbetreibern nicht nur, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, sondern auch umweltschonend erneuerbare Energie zu produzieren. Gleichzeitig wird die Rentabilität der Anlagen gesteigert, denn die zusätzliche Investition zur Einhaltung des neuen Formaldehydrichtwertes wird mit dem Emissionsminderungsbonus gefördert. ![]() Forschung nicht im Labor, sondern in der PraxisEnviTec Biogas betreibt inzwischen mehr als 20 eigene Biogasanlagen und nutzt dieses Portfolio verstärkt auch für die Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung der Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen erst für den Kunden freigegeben werden, wenn sie im Betrieb erfolgreich eingesetzt worden sind. Diese Art der angewandten Forschung und Entwicklung möchten wir mit dem Bau des Technologiezentrums in Lohne deutlich intensivieren, wo wir neue Technologien nicht nur entwickeln, sondern auch präsentieren wollen. ![]() EnviTec Biogas erhält auf der AGRITECHNICA 2009 den Preis "Maschine des Jahres 2010"Im November wurden wir auf der weltgrößten Landtechnikausstellung AGRITECHNICA in Hannover mit der Auszeichnung "Maschine des Jahres 2010" geehrt. Die Auszeichnung wird seit 1997 von der Technikredaktion des Deutschen Landwirtschaftsverlages (dlv) verliehen. EnviTec konnte sich in der Kategorie "Erneuerbare Energien" gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde für die Entwicklung der leistungsgeregelten Fütterung "EnviTec Feedcontrol" geehrt. Das System steuert und überwacht die "Fütterung" von Biogasanlagen mit Einsatzstoffen wie Gülle, Energiemais und Ganzpflanzensilage. Eine Kostenersparnis von bis zu 20.000 Euro pro Jahr beim Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 500 Kilowatt wird so möglich. AuftragsentwicklungEnviTec Biogas ist in den drei Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig. Der Geschäftsbereich Anlagenbau trägt derzeit am stärksten zum Umsatz des EnviTec-Konzerns bei. Hoher Auftragsbestand bei hoher LiquiditätTrotz schwieriger Finanzierungsbedingungen für Biogasanlagen und entsprechender Investitionszurückhaltung unserer Kunden verzeichneten wir am Ende des Berichtsjahres einen soliden Auftragsbestand in Höhe von 227,7 Mio. Euro. Davon entfielen 66,8 Prozent auf das Inland und 33,2 Prozent auf das Ausland. Bezogen auf die Zielgruppen entfallen 61,4 Prozent auf Projektentwickler, 27,1 Prozent auf landwirtschaftliche Betriebe und 7,5 Prozent auf Energieversorger und industrielle Kunden. Die verbleibenden 4,0 Prozent sind Aufträge des Segments Eigenbetrieb. Auch im vergangenen Jahr war Deutschland der mit Abstand größte Absatzmarkt, gefolgt von Märkten in Belgien, Tschechien und Italien. Wir konnten unsere Kunden mit neuen technologischen Entwicklungen, Referenzprojekten in den einzelnen Ländern, Engagement und einem guten Service überzeugen. Aufträge, die wir bis zum 31. Dezember 2009 erhielten, werden überwiegend in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 umsatz- und ergebniswirksam. Unsere Verträge im Segment Anlagenbau sind so gestaltet, dass mit unseren Kunden signifikante Anzahlungen vereinbart wurden und nach Projektabschnitten weitere Teilzahlungen erfolgen. Entwicklung in den Segmenten des KonzernsGeschäftsverlauf AnlagenbauAufklärung über gesetzliche Förderung soll Finanzierung einfacher machenGetrieben durch das Inkrafttreten des EEG zum Jahresbeginn stieg das Interesse an leistungsstarken Biogasanlagen im Vergleich zum Vorjahr weiter an. Wir bekamen insbesondere im zweiten Halbjahr 2009 deutlich mehr Kundenanfragen von allen Kundengruppen. Leider waren in einigen Teilmärkten sowohl Banken als auch Investoren noch zurückhaltend bei der Vergabe von Finanzmitteln. Aus diesem Grund haben wir gezielt den Kontakt zu ausgewählten Banken und Investoren gesucht, um intensiv über Chancen, Renditeaussichten und die Förderung der Biogasanlagen durch nationale Gesetzgebungen aufzuklären. Auch die längeren Laufzeiten der Genehmigungsverfahren haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Umsatzverschiebungen geführt und eine Anpassung unserer Prognose vom Jahresanfang notwendig gemacht. Dennoch konnten wir den Umsatz im Segment Anlagenbau von 85,5 Mio. Euro im Jahr 2008 um 10,7 Prozent auf 94,6 MIO. EURO im Berichtsjahr steigern. Der Geschäftsbereich trug mit 78,9 Prozent deutlich zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 84,6 Prozent). Das operative Segmentergebnis (EBIT) lag bei minus 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). Weltweit größte Bioerdgasanlage in GüstrowDeutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Anlagenbau. Das Interesse an Biogasanlagen ist hier besonders hoch. Wir konnten in DEUTSCHLAND unseren Umsatz im Segment Anlagenbau trotz hoher Wettbewerbsintensität von 60,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 73,4 Mio. Euro in 2009 um 21 Prozent steigern. Unser Anteil am deutschen Markt liegt somit weiterhin bei über 15 Prozent. Neben zahlreichen landwirtschaftlich ausgerichteten Biogasanlagen ging im Juni 2009 auch die größte Bioerdgasanlage der Welt in Güstrow ans Netz, die wir für unseren Kunden, die NAWARO BioEnergie AG, errichtet haben. Außerdem erhielten wir einen Großauftrag mit einem Volumen in Höhe von mehr als 25 Mio. Euro zum Bau einer Gasaufbereitungsanlage in Forst (Brandenburg). Das Unternehmen BKN Biostrom AG mit Sitz in Vechta erteilte uns darüber hinaus einen Auftrag mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. Euro zum Bau einer Biogasanlage mit Gasaufbereitung und Verstromungseinheit mit einem Gesamtäquivalent von 3,5 MWel im brandenburgischen Guben und für zwei Einzelanlagen mit je 500 kW elektrischer Anschlussleistung. Anlagenbau im AuslandSchwierige Rahmenbedingungen in AuslandsmärktenIm Segment Anlagenbau erwirtschafteten wir im Ausland einen Umsatz in Höhe von 21,2 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 24,8 Mio. Euro. Diese Entwicklung spiegelt die schwierigen Rahmenbedingungen insbesondere in den osteuropäischen Märkten wider. Leider hat sich auch in Italien die Ratifizierung des Einspeisetarifes von 28 Cent je kWh bis tief in die zweite Jahreshälfte hingezogen, so dass diese sich auf unseren Umsatz noch nicht positiv auswirken konnte. in Zukunft erwarten wir in diesem markt deutliche Steigungsraten. Es zeichnet sich deutlich ab, dass sich insbesondere diejenigen Auslandsmärkte positiv entwickeln, die eine attraktive und langfristig ausgerichtete Vergütung für Biogas implementiert haben. Wir fokussieren uns aus diesem Grund zunehmend auf Länder mit guten Marktbedingungen, beispielsweise Belgien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und der Slowakei. ![]() Geschäftsverlauf EigenbetriebErhöhter Umsatz bei Eigenbetrieb trotz MarktstörungenDer Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist verantwortlich für die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zum 31. Dezember 2009 hatten wir 19 eigene Anlagen mit 29 Modulen und einer elektrischen Leistung von 15,2 MW am Netz. Vier Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 2,1 MW waren zum Bilanzstichtag im Bau. Der Umsatz im Bereich Eigenbetrieb ist im Berichtsjahr gegenüber 2008 von 10,5 mio. euro auf 18,6 mio. euro gestiegen. Das EBIT erhöhte sich von 1,9 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 5,8 Mio. Euro im Jahr 2009. Der Geschäftsbereich machte 2009 15,5 Prozent (Vorjahr 10,4 Prozent) des Konzernumsatzes aus. Leider sind wir auch im Eigenbetrieb nicht von den Marktstörungen - insbesondere aufgrund verzögerter Genehmigungen - verschont geblieben. Das geplante Technologiezentrum in Lohne und eine Großanlage mussten aufgrund von Standortproblemen zeitlich verschoben werden. Als Konsequenz konnten wir statt der geplanten 40 bis 60 Mio. Euro bisher nur 10,5 Mio. Euro in Anlagen für den Eigenbetrieb investieren. im jahr 2010 wollen wir für 30-50 mio. euro anlagen im eigenbetrieb bauen. Geschäftsverlauf ServiceUmsatz durch Dienstleistungen und Wartungen gestiegenIm Geschäftsbereich Service sind unsere Dienstleistungen rund um den Betrieb einer Biogasanlage zusammengefasst. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Umsatz stieg in diesem Segment im Berichtsjahr gegenüber 2008 auf 6,7 mio. euro (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Das EBIT bewegte sich mit minus 0,58 Mio. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,64 Mio. Euro). ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEUmsatzentwicklungLetztes Quartal 2009 stärkster Umsatz in Unternehmensgeschichte2009 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 120 MIO. EURO und somit 18,6 Prozent mehr als im Vorjahr (101,1 Mio. Euro). Damit liegt EnviTec auch über der im Oktober 2009 bekannt gegebenen Prognose von ca. 110 Mio. Euro. Nachdem bereits im dritten Quartal mit 34,6 Mio. Euro deutlich mehr erlöst wurde als im ersten (19,2 Mio. Euro) und im zweiten Quartal (23,5 Mio. Euro), stieg der Umsatz im vierten Quartal nochmals deutlich auf 42,6 Mio. Euro (Vorjahr 36,6 Mio. Euro) an. Die letzten drei Monate des Jahres 2009 waren damit die umsatzstärksten in unserer unternehmensgeschichte. Obwohl der Konzernumsatz über dem Vorjahreswert lag, verfehlten wir unsere Prognose deutlich. Ursächlich dafür waren neben dem schwachen Umfeld im ersten Halbjahr insbesondere Verzögerungen bei Genehmigungs- und Finanzierungsprozessen, die zu Projekt- und somit Umsatzverschiebungen geführt haben. Es hat sich jedoch abgezeichnet, dass der Biogasmarkt in den letzten Monaten des Jahres wieder stark angezogen hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir im vierten Quartal eine Rückerstattung in Höhe von rund 2,1 Mio. Euro für unsere beiden Biogasparks erhalten haben. EnviTec Biogas hatte seit Januar 2009 zunächst eine reduzierte Einspeisevergütung für die Biogasparks erhalten. Nach der Bundestagswahl wurde im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes die Altanlagenregelung im § 19 des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zu unseren Gunsten revidiert. Die Rückerstattung verteilt sich anteilig auf das Gesamtjahr 2009. Verzögerungen durch Genehmigungs- und FinanzierungsprozesseDer nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG sank im Vergleich zum Vorjahr von 105,1 Mio. Euro auf 79,5 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen um 10,4 Mio. Euro (Vorjahr minus 14,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro), so dass die Gesamtleistung der EnviTec Biogas AG sich kaum veränderte. Diese lag im Jahr 2009 bei 91,2 Mio. Euro (2008 bei 91,4 Mio. Euro). KostenentwicklungGestiegener Material- und PersonalaufwandDie größte Aufwandsposition bildete wie in den Jahren zuvor der Materialaufwand. Er lag bei 81,6 Mio. Euro (Vorjahr: 70,6 Mio. Euro). Die Rohmarge stieg von 31,3 Prozent in 2008 auf 34,2 Prozent in 2009 an. Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der margenstarke Eigenbetrieb seinen Umsatzanteil im Konzern um 5 Prozentpunkte steigern konnte. Der personalaufwand stieg von 12,6 Mio. Euro auf 16,1 Mio. Euro. Der Anstieg der Kosten im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Übernahme der A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF) und den Ausbau des Vertriebs im In- und Ausland zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote lag bei 13,1 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Höhere Aufwendungen und AbschreibungenDer Anstieg der Abschreibungen von 3,8 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro resultiert insbesondere aus dem Ausbau des Eigenbetriebs. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 12,1 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro. Sie setzten sich im Wesentlichen aus Vertriebskosten in Höhe von 8,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,3 Mio. Euro), Betriebskosten, beispielsweise für die EDV und Personaldienstleistungen, in Höhe von 8,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,5 Mio. Euro) und Verwaltungskosten in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr 2,2 Mio. Euro) zusammen. Die Vertriebskosten haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Vertriebsprovisionen erhöht. Im Einzelabschluss der AG stieg der Materialaufwand von 61,5 Mio. Euro auf 64,6 Mio. Euro im Jahr 2009. Der Personalaufwand stieg von 10,2 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund weiterer Investitionen in die Infrastruktur der EnviTec Biogas AG von 1,7 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Des Weiteren stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,5 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro. Hauptsächlicher Grund hierfür waren erhöhte Provisionskosten im In- und Ausland. ![]() ErgebnisentwicklungMaßnahmen zur Kostensenkung angestrebtDer EnviTec Biogas Konzern erzielte ein operatives ergebnis vor Zinsen und steuern (EBIT) in Höhe von minus 0,5 mio. euro (Vorjahr plus 3,2 Mio. Euro). Auf das Ergebnis wirkten sich außerordentliche Abschreibungen im Segment Anlagenbau in Höhe von 1,8 Mio. aus. Ohne Berücksichtigung dieser einmaligen Abschreibungen liegt das EBIT bei 1,3 Mio. Euro. Das EBIT wurde im Jahr 2009 vor allem durch den Kapazitätsaufbau, der in Erwartung einer Ausweitung der Geschäftsaktivität durchgeführt wurde, und die aufgrund schwieriger Marktbedingungen nicht im erwarteten Umfang eingetroffen ist, belastet. Obwohl EnviTec Biogas im dritten und vierten Quartal wieder ein positives Betriebsergebnis erreicht hat, hat der Vorstand das Controlling intensiviert und Ansatzpunkte für Kostensenkungen identifiziert. Das EBITDA lag bei 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro). Nach Abzug der Ertragsteuern und Anteilen von Minderheitsgesellschaftern betrug der Konzernjahresüberschuss 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei 0,08 Euro (Vorjahr 0,38 Euro). Jahresüberschuss und Finanzergebnis niedriger als 2009Der Jahresüberschuss von EnviTec Biogas betrug gemäß HGB 3,4 Mio. Euro gegenüber 11,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag dabei bei 5,3 Mio. Euro (Vorjahr 15,0 Mio. Euro). Das Finanzergebnis ist aufgrund der Investitionsmaßnahmen, sowie insgesamt niedrigerer zu erzielender Zinsen, zum Vorjahr um 2,0 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro gesunken. Für das Geschäftsjahr ist keine Dividendenzahlung geplant. FinanzlageFinanzierung Eigenbetrieb mit möglichst hohem FremdkapitaleinsatzDer EnviTec Biogas Konzern hat eine sehr solide eigenkapitalausstattung: Das Eigenkapital beträgt 175,1 Mio. Euro (Vorjahr 179,8 Mio. Euro). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen von 12,6 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist zum einen auf die Refinanzierung eines Teilbestandes im Eigenbetrieb sowie der Fremdfinanzierung neuer Projekte im Eigenbetrieb zurückzuführen. EnviTec plant die Biogasprojekte im Eigenbetrieb künftig konsequent mit einem möglichst hohen Fremdkapitaleinsatz zu finanzieren. Die kurzfristigen schulden stiegen von 20,4 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. So erhielt EnviTec im Vergleich zum Vorjahr rund 3,3 Mio. Euro höhere Anzahlungen auf Anlagenaufträge. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um gut 2 Mio. Euro und die Steuerschulden um ca. 1,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Den kurzfristigen Verbindlichkeiten stehen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 151,8 Mio. Euro (Vorjahr: 172,3 Mio. Euro) gegenüber. Weitere Details zu den Verbindlichkeiten sind im Konzernanhang auf Seite 138 ff. dargestellt. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist ausschließlich auf die Fremdfinanzierung eigener Biogasanlagen zurückzuführen. Hinsichtlich der Darlehenskonditionen handelt es sich ausschließlich um festverzinsliche Darlehen, die mit einem marktüblichen Zinssatz abgeschlossen worden sind. Insofern bestehen keine Zinsrisiken bei den langfristigen Zinsverbindlichkeiten. Fremdkapitaleinsatz bei den Eigenanlagen wurde gesteigertIm Einzelabschluss weist die EnviTec Biogas AG für 2009 ein eigenkapital in Höhe von 170,7 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2008 von 171,7 Mio. Euro aus. Die Verbindlichkeiten setzen sich aus 1,8 Mio. Euro Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten (Vorjahr 2,2 Mio. Euro), 5,7 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 5,9 Mio. Euro), 3,3 Mio. Euro gegenüber verbundenen oder beteiligten Unternehmen (Vorjahr 1,3 Mio. Euro) und 0,9 Mio. Euro sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr 0,5 Mio. Euro) zusammen. Rückstellungen wurden in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr 5,1 Mio. Euro) gebildet. InvestitionenAuch im Jahr 2009 hat der EnviTec Biogas Konzern wieder in das Unternehmenswachstum investiert. Dafür wurden im Berichtsjahr 19,0 Mio. Euro (Vorjahr 24,8 Mio. Euro) inklusive der Zugänge aufgrund Unternehmenserwerbe eingesetzt. Der überwiegende Teil davon ist in den Ausbau des Eigenbetriebs geflossen. Netto-Cashflow deutlich verbessertDer brutto-cashflow erreichte im Berichtsjahr 2,3 Mio. Euro und blieb damit unterhalb des Vorjahreswertes von 5,8 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf den geringeren Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit wurde stark von der Zunahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte um 20,5 Mio. Euro sowie der Abnahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo in Höhe von 12,9 Mio. Euro beeinflusst und war mit -1,0 Mio. Euro zwar negativ, jedoch deutlich höher als der Vorjahreswert von -40,2 Mio. Euro. Insbesondere der weitere Ausbau des Eigenbetriebs führte zu einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 14,9 Mio. Euro (Vorjahr 16,9 Mio. Euro). Insgesamt ergab sich ein Zufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr -52,3 Mio. Euro) primär aufgrund der im Vorjahr erfolgten Umgliederung von Geldanlagen, die nicht als Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalent ausgewiesen wurden. Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 0,7 Mio. Euro abgeflossen (Vorjahr 0,3 Mio. Euro Zufluss). Einem Zufluss aufgrund der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11,3 Mio. Euro stehen insbesondere Abflüsse aus der Dividendenzahlung (4,4 Mio. Euro), der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (4,3 Mio. Euro) sowie dem Erwerb von eigenen Aktien (2,1 Mio. Euro) gegenüber. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG auf 24,3 Mio. Euro (Vorjahr -45,7 Mio. Euro) und ist im wesentlichen durch die Mittelzuflüsse im Bereich des Vorratsvermögens und der Forderungen begründet. Aus der Investitionstätigkeit sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von 42,2 Mio Euro (Vorjahr 13,1 Mio Euro) abgeflossen. Es handelt sich hierbei insbesondere um Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 37,5 Mio. Euro. Aus der Finanzierungstätigkeit sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von 4,9 Mio Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) abgeflossen. Bei dem Anstieg handelt es sich fast ausschließlich um die Dividendenzahlung in Höhe von 4,4 Mio. Euro. ![]() VermögenslageZahlungsziele konnten verkürzt werdenDie Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2009 auf 231,4 Mio. Euro (Vorjahr: 217,8 Mio. Euro). Die Struktur der Aktiva hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Investitionen in den Eigenbetrieb zugunsten der langfristigen Vermögenswerte verschoben. Die sonstigen langfristigen Forderungen stiegen auf 21,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) und enthalten besicherte und verzinsliche Darlehen, die überwiegend an Kunden und Vertriebspartner vergeben wurden. Die Vorräte erhöhten sich von 6,3 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert aus der gestiegenen Anzahl der errichteten und in der Umsetzung befindlichen Biogasanlagen im Eigenbetrieb. Darüber hinaus haben wir die günstigen Substratpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr genutzt, um unsere Vorräte aufzustocken. Fertigungsaufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, werden mit aktivischem Saldo ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 40,4 Mio. Euro (Vorjahr 52,8 Mio. Euro). Ursächlich für die Reduzierung des aktivischen Saldo war, dass sich die Zahlungsziele im Vergleich zum Vorjahr reduziert haben. Fertigungsaufträge, bei denen die realisierten Erträge von den teilabgerechneten Anzahlungen komprimiert werden, werden mit passivischem Saldo ausgewiesen. Diese lagen bei 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 12,0 Mio. Euro handelt es sich um Schuldverschreibungen der Bremer Landesbank. Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 150.000 Aktien zu durchschnittlich 13,88 Euro im Gesamtwert von 2,1 Mio. Euro über die Börse erworben. Die Bilanzsumme im einzelabschluss der EnviTec Biogas AG erhöhte sich von 186,7 Mio. Euro auf 188,6 Mio. Euro. Das Anlagevermögen setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen. Die immateriellen Vermögensgegenstände wiesen einen Wert von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro), die Sachanlagen 11,0 Mio. Euro (Vorjahr 8,7 Mio. Euro) und die Finanzanlagen 51,0 Mio. Euro (Vorjahr 13,7 Mio. Euro) aus. Die Vorräte nahmen um 10,4 Mio. Euro ab und hatten einen Wert von 28,6 Mio. Euro. Die Forderungen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 8,9 Mio. Euro (Vorjahr 17,2 Mio. Euro) und Forderungen gegen verbundenen oder beteiligten Unternehmen in Höhe von 31,6 Mio. Euro (Vorjahr 31,3 Mio. Euro) zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit einem Wert von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro) ausgewiesen. In dem Wertpapierposten in Höhe von 13,9 Mio. Euro (Vorjahr 12,0 Mio. Euro) sind 1,9 Mio. Euro (Vorjahr keine) eigene Anteile enthalten. Die EnviTec Biogas AG hatte zum 31.12.2009 einen Kassen- und Kontokorrentbestand von 30,8 Mio. Euro (Vorjahr 53,6 Mio. Euro). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Abweichung des Konzernumsatzes von den prognostizierten Werten ist primär auf die deutliche Verlängerung von Genehmigungsverfahren und Finanzierungsprozessen zurückzuführen. EnviTec Biogas verfügt dennoch über eine Hohe Eigenkapitalquote und die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen den Wert der kurzfristigen Schulden deutlich. Inklusive der Schuldverschreibung stehen flüssige mittel in Höhe von 53,8 Mio Euro (Vorjahr 70,3 Mio. Euro) zur Verfügung. Wir haben im Geschäftsjahr 2009 signifikant investiert. Diese Investitionen in Technik und Mitarbeiter werden sich in den kommenden Jahren auszahlen. Besonders positiv für die Zukunft stimmen uns die steigenden Ordereingänge, insbesondere aus dem Ausland, die für einen kontinuierlich hohen Auftragsbestand sorgen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Die EnviTec Biogas verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. RISIKOBERICHTDer Vorstand von EnviTec Biogas führt das Unternehmen mit Weitsicht und misst der gesicherten Entwicklung des Unternehmens höchste Priorität bei. Gleichzeitig stellt er durch risikobewusstes Verhalten sicher, dass mit dem Geschäftsmodell nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. Entsprechend unserer Unternehmensstrategie gehen wir Risiken nur dann ein, wenn diesen Risiken entsprechende Chancen zur Wertschöpfung und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes gegenüberstehen. Das RisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und es wird der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten, zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt Folgendes:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG"). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen vor, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen. Hieraus resultieren eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken kann. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Dies gilt insbesondere für Asien. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit ausländischen Tochtergesellschaften außerhalb der Euro-Zone entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in der jeweiligen Landeswährung anfallen. Zu nennen sind hier Märkte wie Tschechien, Großbritannien oder Ungarn, in denen EnviTec tätig ist. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. WettbewerbsrisikenDer Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle der für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substrate, also nachwachsenden Rohstoffen oder organischen Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Unternehmenswachstum und interne RisikenEnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Wir haben für die EnviTec Biogas AG sowie ausgewählte Tochtergesellschaften in 2009 einen Zertifizierungsprozess nach DIN EN ISO 9001:2008 eingeleitet, der in 2010 abgeschlossen werden soll. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. PersonalrisikenDas Unternehmenswachstum von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen, wird auch das Unternehmenswachstum gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen. Risiken aus FinanzinstrumentenDie EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Für die langfristigen Darlehen existieren feste Zinsvereinbarungen, welche keinem fair-value-Risko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellen. Bei einem Darlehen in Höhe von derzeit 696.662 EUR wurde ein variabler Zinssatz auf Basis des EURIBOR abgeschlossen. Hinsichtlich des abgeschlossenen Sicherungsgeschäftes verweisen wir auf Pkt. 22.2. NACHTRAGSBERICHTAnfang Februar 2010 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 2.983 an den Mehrheitsgesellschafter der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH verkauft. PROGNOSEBERICHTSeit dem Frühjahr 2009 befindet sich die in Folge der Finanzkrise angeschlagene Weltwirtschaft laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf Erholungskurs. Die raschen und umfangreichen Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors sowie eine stark expansive Geld- und Finanzpolitik verhinderten den Kollaps des Weltfinanzsystems und stützten Produktion und Handel. Mittlerweile blicken die verschiedenen Wirtschaftsinstitute wieder optimistisch in die Zukunft. Die Erholung dürfte sich nach Aussagen des IfW in den kommenden beiden Jahren fortsetzen. Allerdings wird die konjunkturelle Dynamik im Prognosezeitraum laut IfW insgesamt moderat bleiben. Wachstumsraten für das globale Bruttoinlandsprodukt von annähernd fünf Prozent, wie sie in den Jahren von 2004 bis 2007 verzeichnet wurden, werden bis auf weiteres nicht erwartet. Die Konjunktur entwickelt sich vorerst in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. Während die Produktion in den Schwellenländern 2010 und 2011 laut IfW recht kräftig zulegen dürfte, zieht die Konjunktur in den Industrieländern nur zögerlich an. In Ländern wie Japan und Deutschland, deren Konjunktur in den vergangenen Jahren vor allem vom Export getrieben war, wird die wirtschaftliche Dynamik wohl noch geraume Zeit durch die Umstellung der Wirtschaft auf eine niedrigere Nachfrage aus dem Ausland als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise gebremst. Die Schwellenländer bleiben über den gesamten Prognosezeitraum eine wichtige Triebkraft der Weltkonjunktur. Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) prognostiziert in seiner Konjunkturprognose 2010 im Euroraum den Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um ein Prozent und im Jahr 2011 um 0,9 Prozent. Auch für das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt gehen Institute von einem Wachstum aus. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut rechnet für das Jahr 2010 mit einem Anstieg um 1,5 Prozent. Für das Jahr 2011 erwartet das Institut ein Wachstum von 2 Prozent in Deutschland. Zu Jahresbeginn bewerten mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen ihre Lage als gut oder zumindest befriedigend, was einer deutlich besseren Stimmung als noch im Herbst 2009 entspricht. Dies geht aus der am 17. Februar 2010 veröffentlichten Jahresbeginn-Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) hervor. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen steige seit dem Frühsommer 2009 kontinuierlich an und der Export werde erneut zur Konjunkturlokomotive, so der DIHK. BranchenausblickModerates Wirtschaftswachstum erwartetDie Biogasbranche blickt zuversichtlich in die Zukunft. Nachdem im vergangenen Jahr mit rund 500 Neuanlagen und nunmehr 4.500 Anlagen erstmals seit 2006 wieder ein Aufwärtstrend im Anlagebau festzustellen war, gehen Experten davon aus, dass in diesem Jahr mehr als 5.000 Anlagen betrieben werden. Deutschland ist dabei nach wie vor der wichtigste Markt. Hier erwirtschafteten die Unternehmen der Branche gemäß einer Erhebung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Der Umsatz in Deutschland macht 76 Prozent des europäischen Gesamtmarktes aus. Es ist davon auszugehen, dass Deutschland seine Führungsrolle auch in den nächsten Jahren beibehalten wird. Positiver Ausblick für In- und AuslandAuch im ausländ gibt es positive Entwicklungen. Immer mehr Länder erkennen die Vorteile von Biogas als regenerative und dezentral nutzbare Energiequelle und schaffen attraktive Rahmenbedingungen zur Förderung der Technologie. Diese Fördermaßnahmen sind auch bei den Gesprächen mit Kapitalgebern wichtig. Die festen Einspeisevergütungen und damit gut kalkulierbare Erlöse erleichtern die Argumentation in den Bankenverhandlungen für die Projektfinanzierung. Der Biogasmarkt entwickelt sich wie zuvor andere Bereiche der öffentlichen und privaten Versorgung. Die erste Generation der Biogasanlagen erzeugte Wärme und Strom für den eigenen oder höchstens den örtlichen Bedarf. Heute gibt es Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Betreibern von Biogasanlagen sowie Stadt- und Gemeindewerken und Gewerbebetrieben, die im regionalen Umfeld ein optimiertes STROM- und Wärmeversorgungskonzept verwirklichen. Dank des Neuen EEG ist es bereits jetzt möglich, das im ländlichen Raum erzeugte Biogas über das Erdgasnetz zu Standorten zu transportieren, wo bei der Verstromung eine hohe Nutzung der Abwärme möglich ist. Dadurch lässt sich die Ausnutzung der Primärenergie des Biogases von unter 40 Prozent auf bis zu 85 Prozent steigern, was auch die Akzeptanz von Biogas in der Bevölkerung erhöhen sollte. Alle drei Versorgungsformen, die örtliche, die eher regionale und die nationale oder sogar europäische haben ihre Berechtigung und werden auf Dauer Bestand haben. In dieser Hinsicht wird sich der Biogasmarkt nicht von anderen Märkten für leitungsgebundene Energien unterscheiden. Politik und Anbieter sind in der Verantwortung, diesen noch jungen Markt ausschließlich unter den Gesichtspunkten der ökologischen und ökonomischen Effizienz zu organisieren. Chancen aus der Einspeisung von Biogas in die ErdgasnetzeEinspeisung von Biogas wird zunehmenDie Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz ist für die Branche von entscheidender Bedeutung, sie stellt eine zukunftsweisende Lösung für die Integration von erneuerbaren Energien in das bestehende Energiesystem dar. Derzeit stammt in Deutschland das Biomethan im Erdgasnetz aus rund 28 Biogasanlagen, die jährlich zusammen etwa 150 Millionen Kubikmeter Biomethan ins deutsche Erdgasnetz einspeisen. Diese Menge entspricht etwa 0,1 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs, der zurzeit etwa 85 Milliarden Kubikmeter jährlich beträgt. Der Anteil soll sich in den kommenden Jahren signifikant erhöhen. Biogas als "speicherbare" Quelle zur Stromproduktion im Erdgasnetz ist von der Bundesregierung ausdrücklich gewünscht.* CO2-Ziele erfordern Ausbau der NetzeDie Aktivitäten, um nationale Energiemärkte zusammenzuführen, weniger CO2 auszustoßen und die erneuerbaren Energien zu fördern, sind jedoch zum Teil noch unkoordiniert. Ein erster Schritt hin zu einem integrierten Energie-Binnenmarkt wäre es, Regeln für die grenzüberschreitende Einspeisung von Bioerdgas ins Erdgasnetz auf europäischer Ebene zu definieren. Deutschland ist dabei weit vorangeschritten und das System könnte nach Meinung von Experten weitgehend für die EU insgesamt übernommen werden. Der grenzüberschreitende Handel verdeutlicht das große Potential, den Markt um ein Vielfaches zu stimulieren. Diese Chance sollte genutzt werden. Unternehmensausblick und zukünftige ChancenPositive Umsatzentwicklung in 2010 und 2011 erwartetIm Jahr 2010 rechnet EnviTec Biogas mit steigendem Umsatz und Ergebnis. Zielsetzung ist gewinnbringendes, nachhaltiges Wachstum durch den Verkauf und den eigenen Betrieb von Biogasanlagen und anschließender Dienstleistungen. Wir gehen davon aus, dass sich die erwartete positive Entwicklung in allen operativen Segmenten in 2010 auch im Jahr 2011 fortsetzen wird. Prognoseinstrumente sollen weiter optimiert werdenUnser Markt ist von volkswirtschaftlichen Einflussfaktoren und wirtschaftspolitischen Entscheidungen in den einzelnen Ländern beeinflusst, die wir für das Jahr 2010 bisher nicht vorhersehen können. Daher haben wir uns entschieden, gegenwärtig auf dezidierte Prognosen für das Geschäftsjahr zu verzichten. In diesem Jahr werden wir weiter daran arbeiten, Instrumente einzuführen, die verlässlichere Prognosen ermöglichen und die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Segmenten und den Ländergesellschaften anhand zusätzlicher Kennzahlen messbarer machen. Dennoch werden wir zum Beispiel die unterschiedliche Dauer von Genehmigungsverfahren immer nur schätzen, nie aber sicher vorhersagen können. Sofern wir eine belastbare Grundlage für eine Prognose haben, werden wir diese kommunizieren. Die Entwicklung des Jahres 2009 zeigt, dass wir auch schwierige wirtschaftliche Phasen gut überstehen und sehr flexibel sind. Bereits in der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir ein sehr gutes Gespür für Chancen haben, die sich uns im Biogasmarkt eröffnen. Wir unterstützen unsere Kunden bei den Genehmigungsverfahren und den Vorbereitungen zu Bankengesprächen. Die Biogas-Branche entwickelt sich weiter und die Experten bei Finanzinstituten und Behörden informieren sich intensiv über den Markt. Für uns Biogasanlagenhersteller ist es wichtig, hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Diese Strategie werden wir auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Im vergangenen Jahr verbesserten wir unsere organisatorischen Abläufe im In- und Ausland im Hinblick auf deren Effizienz. Wir treffen unsere unternehmerischen Entscheidungen vorausschauend und reagieren schnell auf neue Bedingungen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Es ist auch zukünftig von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Prognosefähigkeit auf Basis der Informationen aus den einzelnen Segmenten und Ländern weiter schärfen.
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Financial Times Deutschland vom 9. März 2010,
"Klitzekleine Dosis" EnviTec Biogas ist im Bereich der Biogasaufbereitung und der Biogasanlagenherstellung technologisch führend und setzt Standards. Auch die öffentliche Meinung ist ein wichtiger Einflussfaktor für unsere Entwicklung. Um Vorbehalte seitens der Bevölkerung und von Interessengruppen auszuräumen, gründete EnviTec Biogas zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den biogasrat, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. Starker Ausbau des Eigenbetriebs30 - 50 Mio. Euro Investitionen in EigenbetriebIn den vergangenen Jahren hatte der Verkauf der Biogasanlagen den größten Umsatzanteil im Konzern. Der Eigenbetrieb von Anlagen bekommt zukünftig ein wesentlich stärkeres gewicht und im Jahr 2010 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Erlöse aus dem Segment Eigenbetrieb. EnviTec Biogas betreibt inzwischen gut 20 eigene Biogasanlagen. 2010 sollen kontinuierlich neue Anlagen gebaut werden. In ihnen verbessern wir die Anlagentechnik und bauen unser Know-how aus. Mittelfristig erwarten wir steigende Umsatzbeiträge in diesem Geschäftssegment. Insgesamt wollen wir 2010 zwischen 30 und 50 Mio. Euro in den Eigenbetrieb investieren. Der Eigenbetrieb lässt auch die Nachfrage von regionalen Anlagenbetreibern im Ausland steigen. Kurz nach Baubeginn unserer ersten Eigenbetriebs-Anlage im vierten Quartal gewannen wir beispielsweise in Frankreich drei neue Aufträge. Abnehmer kleinerer Anlagen profitieren von Erkenntnissen aus größeren ProjektenKnow-how-Zuwachs durch GroßanlagenAuch Abnehmer kleinerer Anlagen sprechen wir mit unseren Anlagen an. EnviTec Biogas bietet beispielsweise im Bereich Gasaufbereitung biogasanlagen ab einer Produktionsmenge von 500 KUBIKMETER biogas pro stunde an und beabsichtigt, den Kundenkreis in diesem Segment deutlich zu erweitern. Derzeit befinden sich mehrere Projekte in dieser Größenordnung in der Planungs- oder Genehmigungsphase. Der Kunde profitiert von Erkenntnissen, die wir zuvor in den großen Anlagen und im Eigenbetrieb gewinnen konnten. Fokussierung auf Erfolg versprechende LänderNachdem in den vergangenen Jahren neue Länder erschlossen wurden, konzentrierte sich EnviTec Biogas im Jahr 2009 darauf, diese Märkte intensiv zu bearbeiten. Wir werden im Jahr 2010 chancenreiche Länderpräsenzen ausbauen und uns gegebenenfalls aus einzelnen Ländern zurückziehen, sollte der Erfolg dort nicht absehbar sein. Mehrheitlich kommen unsere Kunden auch 2010 noch aus Deutschland. Wir erachten es als sinnvoll, hier unser Know-how weiter zu entwickeln und das Potential des weltweit größten Biogasmarktes zu nutzen. Auslandsanteil soll wachsenIm Ausland planen wir mittelfristig eine Steigerung des Umsatzanteils, der derzeit bei 17,7 Prozent liegt. Die Kunden in Ländern mit den größten Erfolgsaussichten, beispielsweise Indien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und der Slowakei, betreuen unsere lokalen Tochtergesellschaften. Sie werden durch das Marketing und die technischen Bereiche im Konzern unterstützt. Durch die Vertriebsaktivitäten und gute Referenzen gewinnen wir in diesen Ländern neue Kunden. Erhebliche Erträge aus der Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz erwartetDie Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas betrachten wir als einen zukunftsmarkt. Es ist ein relativ junger Sektor, der den Anbietern von Biogasanlagen ein riesiges Potenzial bietet. Die Bundesregierung hat mit ihrem Koalitionsvertrag im Herbst 2009 die Weichen gestellt, um die Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas in das Erdgasnetz voranzutreiben. In diesem Bereich wollen wir zukünftig erhebliche Erträge erwirtschaften. Dazu treffen wir jetzt die entsprechenden Vorbereitungen. Als Marktführer betrachten wir unsere Chancen als sehr positiv. SONSTIGE ANGABENAbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß §312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Grundzüge des VergütungssystemsDie Angaben nach § 315 II Nr. 4 HGB sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichts auf Seite 67 des Geschäftsberichts enthalten; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der AG und des Konzernlageberichts. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Namen lautende Aktien ohne Nennbetrag. Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme. Übertragungs- und StimmrechtsbeschränkungenÜbertragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen liegen nicht vor. scroll
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten liegen nicht vor. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenStimmrechtskontrollen bestehen nicht. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungGemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder, bestimmt ihre Zahl und ihre Amtszeit. Nach § 84 Abs. 2 AktG kann der Aufsichtsrat ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 AktG). Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenGemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 1. Juni 2012 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 6.000.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur zulässig
Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sindEs bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGBbefindet sich auf unserer Internetseite unter www.envitec-biogas.de/corporate-governance. KonzernabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2009scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2009scroll
KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009Aktiva scroll
KONZERN-KAPITALFULSSRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VON 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2009scroll
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EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2009scroll
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Anhang zum Konzernabschluss 20091. ALLGEMEINE INFORMATIONENDer Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2009 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden. Die EnviTec Biogas AG ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen als wichtigsten Geschäftsbereich, über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen und dem technischen und biologischen Service beschäftigt. Die EnviTec Biogas AG mit Sitz im niedersächsischen Lohne, Industriering 10a, ist Mutterunternehmen des EnviTec-Konzerns und seit dem Juli 2007 eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der zum 31. Dezember 2009 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.EnviTec-biogas.de abrufbar. Am 13. April hat der Vorstand der EnviTec Biogas AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Segmentberichterstattung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen Euro angegeben. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgte nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte und Fertigungsaufträge werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich als langfristig dargestellt. 2. AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS2.1. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr 2009 fanden die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen erstmals Anwendung. Keine der neuen Rechnungslegungsvorschriften hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie der laufenden Berichtsperiode. Die Änderungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" betreffen die Bewertung der Anschaffungskosten von Investitionen in Tochtergesellschaften, Unternehmen unter gemeinsamer Leitung und assoziierte Unternehmen bei der erstmaligen Anwendung der IFRS. Die Änderungen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die in diesem Abschluss berichteten Werte. Im November 2006 veröffentlichte das IASB IFRS 8 (Operating Segments), der den bisherigen Standard zur Segmentberichterstattung, IAS 14 (Segment Reporting), ersetzt. Nach IFRS 8 sind die zu veröffentlichenden Segementinformationen aus den Informationen, die das Management intern zur Beurteilung der Segmentleistung und Segmentabgrenzung nutzt, abzuleiten. Im März 2007 wurde eine Überarbeitung von IAS 23 "Fremdkapitalkosten" veröffentlicht, nach der Fremdkapitalkosten zu aktivieren sind, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugerechnet werden können. Die erstmalige Anwendung führte zu keinen Änderungen der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder auf das Ergebnis je Aktie. Im überarbeiteten IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" werden Struktur und Mindestinhalte von IFRS-Abschlüssen konkretisiert. IAS 1 in seiner überarbeiteten Fassung sieht vor, dass die Darstellung sämtlicher Veränderungen des Eigenkapitals, die nicht auf Transaktionen mit den Unternehmenseignern zurückzuführen sind, entweder in einer Unternehmensgesamterfolgsrechnung oder alternativ auf Grundlage von zwei separaten Darstellungen zu erfolgen hat. Die Anwendung von IAS 1 hat im EnviTec-Konzernabschluss zu Änderungen in der Darstellung und zu erweiterten Anhangangaben geführt. Im Januar 2008 wurden Änderungen zu IFRS 2 "Aktienbasierte Vergütung" veröffentlicht. Die neuen Regelungen beinhalten begriffliche Klarstellungen zur Definition von Ausübungsbedingungen sowie Reglungen zur vorzeitigen Beendigung von aktienorientierter Entlohnung. Es haben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec-Konzerns ergeben. Das IASB veröffentlichte im Februar 2008 Änderungen zu den IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" und IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" bezüglich der Behandlung von kündbaren Finanzinstrumenten sowie von bei Liquidation entstehenden Verpflichtungen. Die zuvor genannten Finanzinstrumente, die bislang als Verbindlichkeit definiert wurden, sind nach Änderung unter bestimmten Voraussetzungen als Eigenkapital zu klassifizieren. Aus der Anwendung der geänderten IAS 32 und IAS 1 haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG ergeben. Die im März 2009 veröffentlichten Änderungen des IFRS 7 "Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten" sehen erweiterte Anhangangaben zu Finanzinstrumenten vor. Insbesondere ist in einer sogenannten "Fair value Hierarchie" darzustellen, inwieweit beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten auf Basis von veröffentlichten Marktpreisen oder nicht beobachteten internen Unternehmensdaten ermittelt worden sind. Ferner werden die Angabepflichten zu Liquiditätsrisiken aus Finanzinstrumenten erweitert. Im EnviTec-Konzernabschluss hat die erstmalige Anwendung zu erweiterten Anhangangaben geführt. Weiterhin wurde im Jahr 2007 IFRIC 13 "Customer Loyalty Programmes" verabschiedet. Die Interpretation ist ab dem Geschäftsjahr, das nach dem 1. Juli 2008 beginnt, verpflichtend anzuwenden. Ab diesem Zeitpunkt sind bestimmte Umsätze nach der deferred revenue Methode zum beizulegenden Zeitwert abzugrenzen. Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzernabschlusses haben sich nicht ergeben. Im Juli 2008 verabschiedete das IFRIC die Interpretation IFRIC 15 (Immobilienaufträge). IFRIC 15 regelt die Ertragsrealisierung für bereits vor Fertigstellung verkaufte Immobilien. Die Interpretation definiert Kriterien für die Entscheidung, ob IAS 11 bzw. IAS 18 anzuwenden ist. Sie gilt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen. Im Juli 2008 wurde die Interpretation IFRIC 16 "Zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb" herausgegeben. IFRIC 16 stellt klar, dass lediglich das Risiko aus Kursänderungen zwischen der funktionalen Währung des ausländischen Geschäftsbetriebs und der funktionalen Währung eines übergeordneten Unternehmens (nicht aber der Darstellungswährung im Konzernabschluss) Gegenstand einer Sicherungsbeziehung sein kann. Auf welcher Stufe innerhalb der Konzernkette das übergeordnete Unternehmen steht, ist dabei unerheblich. Das Fremdwährungsrisiko aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb kann jedoch nur einmal innerhalb eines Konzerns Bestandteil einer Sicherungsbeziehung sein. Erfolgt eine Absicherung desselben Risikos mehrfach auf verschiedenen Ebenen des Konzernabschlusses, so qualifiziert nur eine dieser Absicherungen für ein Hedge Accounting. Die Anforderungen des IAS 21 sind auf das Hedge-Instrument anzuwenden. Es haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec-Konzerns ergeben. Im Januar 2009 wurde IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers" verabschiedet. Der Standard ist für Berichtsperioden ab 1. Juli 2009 anzuwenden. IFRIC 18 regelt die bilanzielle Darstellung von Vereinbarungen, bei denen Sachanlagevermögen oder Geldmittel zur Investition in Sachanlagevermögen von einem Kunden erhalten werden, um diese damit an ein Netzwerk anzuschließen oder diesen damit einen dauerhaften Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. IFRIC 18 legt fest, unter welchen Umständen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Wert das erhaltende Unternehmen einen Vermögenswert zu bilanzieren hat. Ferner stellt IFRIC 18 klar, wie die Verpflichtung des Unternehmens, eine oder mehrere eigenständige identifizierbare Dienstleistungen im Austausch für den übertragenen Vermögenswert zu erbringen, zu bestimmen ist, und ob und wann es Erträge zu erfassen hat. IFRIC 18 ist für Sachanlageübertragungen, die am oder nach dem 1. Juli 2009 von Kunden erhalten werden, prospektiv anzuwenden. Im März 2009 wurden Änderungen an IFRIC 9 "Reassessment of Embedded Derivates" und an IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" veröffentlicht. Damit wird die bilanzielle Behandlung von eingebetteten Derivaten für Unternehmen klargestellt, die von der Umklassifizierungsänderung Gebrauch machen, die das IASB im Oktober 2008 veröffentlicht hatte. Nach der Umklassifizierungsänderung ist es Unternehmen gestattet, bestimmte Finanzinstrumente unter bestimmten Umständen aus der Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert umzuklassifizieren. Mit den Änderungen wird klargestellt, dass bei Umklassifizierung aus der Kategorie der erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert alle eingebetteten Derivate neu beurteilt werden und wenn notwendig separat im Abschluss erfasst werden müssen. 2.2. Neu veröffentlichte RechnungslegungsvorschriftenDas International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. Auf das Wahlrecht zur vorzeitigen freiwilligen Anwendung wurde verzichtet. Der IASB hat im Rahmen des jährlichen Verbesserungsprozesses (Annual Improvement Process) im April 2009 einen weiteren Sammelstandard herausgegeben. Darin enthalten sind eine Vielzahl kleinerer IFRS-Änderungen, die darauf abzielen, Vorschriften zu konkretisieren und Inkonsistenzen zu beseitigen. Die meisten Änderungen sind für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Auswirkungen der nachfolgenden Standards werden derzeit geprüft. In 2008 wurden die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sowie IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" veröffentlicht. Der neue IFRS 3 umfasst Regelungen zum Anwendungsbereich, zu Kaufpreisbestandteilen, zur Behandlung von Minderheitenanteilen und des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie zum Umfang der anzusetzenden Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. Zudem enthält der Standard Regeln zur Bilanzierung von Verlustvorträgen und zur Klassifizierung von Verträgen des erworbenen Unternehmens. Die Änderungen im überarbeiteten IAS 27 betreffen primär die Bilanzierung von Anteilen ohne Beherrschungscharakter (Minderheitenanteile), die künftig in voller Höhe an den Verlusten des Konzerns beteiligt werden, und von Transaktionen, die zum Beherrschungsverlust bei einem Tochterunternehmen führen und deren Auswirkungen künftig erfolgswirksam zu behandeln sind. Demgegenüber sind Auswirkungen von Anteilsveräußerungen, die nicht zum Verlust der Beherrschung führen, erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. IFRS 3 und IAS 27 sind prospektiv für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist erlaubt, soweit beide überarbeiteten Standards gleichzeitig angewendet werden. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind abhängig von der Größe zukünftiger Unternehmenszusammenschlüsse und Anteilsverkäufe. Im November 2009 veröffentlichte das IASB IFRS 9 "Financial Instruments" zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Die Veröffentlichung stellt den Abschluss des ersten Teils eines dreiphasigen Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten dar. IFRS 9 definiert zwei anstatt vier Bewertungskategorien für aktivische Finanzinstrumente. Die Kategorisierung basiert zum einen auf dem Geschäftsmodell des Unternehmens, zum anderen auf den Eigenschaften der vertraglichen Zahlungsströme des jeweiligen finanziellen Vermögenswerts. Die Erstanwendung des IFRS 9 ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, verpflichtend vorzunehmen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Auswirkungen des neuen Standards auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden zurzeit geprüft. Die nachfolgenden Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2009 noch nicht anwendbar sind, werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG haben: IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" IFRS 2 "Share-based Payment" IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" IAS 24 "Related Party Disclosures" IFRIC 17 "Distribution of Non cash Assets to Owners" IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments" IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement" 3. GRUNDLAGEN DES KONZERNABSCHLUSSES3.1. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsmethodenDer Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert; negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam erfasst. Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden. Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangsangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-equity Beteiligungen. Ein Werthaltigkeitstest für einen im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwert wird einmal im Jahr sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt. Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Zu Veränderungen des Konsolidierungskreises und den einbezogenen Unternehmen wird im nachfolgenden Punkt eingegangen. 3.2. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009 wie folgt entwickelt: scroll
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Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 110 (Vorjahr: 74) Unternehmen, von denen 74 (Vorjahr: 53) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen befindet sich unter Pkt. 7. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Veränderungen bei den vollkonsolidierten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2009 werden in der folgenden Tabelle dargestellt: scroll
NeugründungenDurch Neugründungen sind im Laufe des Geschäftsjahres 5 inländische Gesellschaften und 12 ausländische Gesellschaften neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Bei den 5 inländischen und 7 ausländischen Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften des Geschäftsbereiches Eigenbetrieb, wobei Gegenstand der Projektgesellschaften der Betrieb von Biogasanlagen an einem oder teilweise auch an mehreren Standorten ist. Die Gründung der übrigen fünf ausländischen Gesellschaften dient vor allem der Erschließung neuer Absatzmärkte. Weiterhin konnte ein Zugang aufgrund von Neugründungen von 16 at-equity bewerteten Unternehmen verzeichnet werden, die ebenfalls den Betrieb von Biogasanlagen zum Gegenstand haben. UnternehmenserwerbeMit Wirkung zum 1. Januar 2009 hat die Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG 60 % des Stammkapitals von TEUR 25 der Biogas Nordholz GmbH sowie 60 % der atypisch stillen Gesellschaft in Höhe von TEUR 560 zu einem Kaufpreis von TEUR 384 erworben. Der Erwerb wurde als ein einheitlicher Vorgang dargestellt, da wirtschaftlicher Gegenstand des Erwerbs die Biogasanlage ist. Gegenstand der Gesellschaft ist der Betrieb einer Biogasanlage auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 920. Im Konzernergebnis ist ein Jahresüberschuss der Gesellschaft in Höhe von TEUR 47 enthalten. Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaft hat sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 54 ergeben, der nach erneuter Überprüfung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Anschaffungskosten gemäß IFRS 3.56 (b) erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Bei den Anschaffungskosten handelt es sich um die gezahlten Kaufpreise sowie um Notarkosten (TEUR 23) als direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten und waren vollständig zahlungswirksam. Gem. IFRS 3.67f erfolgt in der folgenden Tabelle die Angabe der für jede Klasse von Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Beträge und die unmittelbar vor dem Zusammenschluss bestimmten Buchwerte: scroll
Der erhöhte beizulegende Zeitwert bei den langfristigen Schulden ergibt sich aus der Bewertung der Ausgleichsverpflichtung der Gesellschafter. Mit Wirkung vom 1. Februar 2009 hat die EnviTec Biogas AG rd. 70 % des Stammkapitals in Höhe von TEUR 92 der A3 Water Solutions GmbH sowie 70 % des Stammkapitals in Höhe von TEUR 435 der MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH erworben. Der Erwerb der Gesellschaften wurde unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zu einer Einheit zusammengefasst. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 4.058. Hätte sich der Unternehmenserwerb bereits am 1. Januar 2009 ereignet, wäre der Umsatz des Konzerns nur unwesentlich höher ausgefallen. Im Konzernjahresüberschuss ist ein Fehlbetrag der Gesellschaften in Höhe von TEUR 481 enthalten. Der Konzernjahresüberschuss hätte sich entsprechend dem Ergebnis der A3 Water Solutions GmbH um ca. TEUR 78 erhöht, wenn der Unternehmenserwerb bereits zum 1. Januar 2009 erfolgt wäre. Gegenstand der Gesellschaften ist die Erstellung von Membran-Modulen sowie die Entwicklung, Planung und Vertrieb von Anlagentechnik zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung sowie zur Fest-Flüssig Separation im In- und Ausland, wobei die Membran-Module in der Anlagentechnik verarbeitet werden. Aufgrund der Vollkonsolidierung der Gesellschaften hat sich ein passivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 96 ergeben, der nach erneuter Überprüfung der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der Anschaffungskosten gemäß IFRS 3.56 (b) erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurde. Angaben gem IFRS 3.67f: scroll
Weiterhin hat die Gesellschaft am 16. Januar 2009 die restlichen 50 % des Kommanditkapitals von TEUR 100 der ETC EnviTec Technologie-Centrum GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von TEUR 50 erworben. Es erfolgte somit ein Übergang von der at-equity Bewertung in die Vollkonsolidierung. Auswirkungen auf Umsatz und Überschuss des Konzerns aufgrund des Unternehmenserwerbs waren unwesentlich und werden daher nicht weiter erörtert. 5 (Vorjahr: 5) Gemeinschaftsunternehmen sowie 31 (Vorjahr: 16) Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von jeweils über 20 % werden entsprechend IAS 31 at-equity konsolidiert. Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2009 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch. scroll
3.3. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf neun Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. 3.4. Wesentliche Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDen Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Als grundlegendes Bewertungskonzept wird im Konzernabschluss das Anschaffungskostenprinzip angewendet. Dort, wo die IFRS andere Bewertungskonzepte vorschreiben, werden diese verwendet; in den folgenden Ausführungen zur Bewertung von Aktiv- und Passivposten wird hierauf gesondert hingewiesen. Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche ErträgeUmsatzerlöse aus dem Verkauf von fertiggestellten Biogasanlagen - nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen - werden zum Zeitpunkt der Abnahme der Anlagen realisiert. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für Biogasanlagen, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt oder abgenommen worden sind, werden unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode (POC) ermittelt. Dabei wird einerseits der Anteil der erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, andererseits der Gewinn des gesamten Auftrags geschätzt. Umsatzerlöse aus Serviceleistungen sowie aus Eigenbetrieb werden - nach Abzug von Steuern und gegebenenfalls Erlösschmälerungen - im Zeitpunkt der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der entstehende ökonomische Nutzen zufließen wird, realisiert. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung, sowohl der voraussichtlichen Nutzungsdauer als auch der Abschreibungsverläufe, beruht auf Schätzungen im Bezug auf den Zeitraum und die Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitverlauf. Entwicklungskosten wurden nicht nach IAS 38 aktiviert, da zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Aktivierung nicht vorlagen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben und unterliegen jährlich Impairmenttests. Hinsichtlich der Werthaltigkeitstest verweisen wir auf den Pkt. 3.7. Werthaltigkeitsprüfung. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste ("impairment losses"). Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Kosten für die Reparatur von Sachanlagen, wie z. B. laufende Unterhaltungsaufwendungen, werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar: scroll
Finanzielle VermögenswerteDie finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die Kategorien
Die Zuweisung eines finanziellen Vermögenswertes zu einer bestimmten Kategorie hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Fair Value bewertete finanzielle VermögenswerteDie Kategorie der erfolgswirksam zum fair value bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst zum einen die dem Handelsbestand zuzurechnenden finanziellen Vermögenswerte (trading) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die von Anfang an durch das Management im Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zum fair value bewertet werden sollen. Die EnviTec Biogas AG weist im Jahresabschluss 2009 keine Vermögenswerte dieser Kategorie und Derivate mit einem Fair Value von TEUR 5 aus. Kredite und ForderungenBei den Krediten und Forderungen handelt es sich um originäre oder erworbene Darlehen und Forderungen mit feststehenden oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden üblicherweise durch Bereitstellung von Bargeld, durch Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen begründet. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Finanzinstrumente dieser Kategorie werden nach ihrem Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen langfristigen Forderungen enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugewiesen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Indikatoren zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs liegen insbesondere vor bei mehrjährigen operativen Verlusten einer Gesellschaft, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder dem Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Forderung. Kredite und Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte zeichnen sich durch feste oder bestimmbare Zahlungen, eine feste Laufzeit sowie die Absicht und Fähigkeit der EnviTec Biogas AG, diese Vermögenswerte tatsächlich bis zur Endfälligkeit zu halten, aus. Die EnviTec Biogas AG weist im Jahresabschluss 2009 keine Vermögenswerte dieser Kategorie aus. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Unter diese Kategorie fallen alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen drei Kategorien zuzurechnen sind oder aufgrund einer subjektiven Widmung durch das Management als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gelten. Diese Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, sofern es sich um dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. VorräteUnter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Vorräte) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Abwicklung von Fertigungsaufträgen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Liegt der aktuelle Einkaufspreis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten wird der niedrigere Wert angesetzt, es sei denn, sie gehen in Fertigungserzeugnisse ein, die voraussichtlich zu den Fertigungskosten oder darüber verkauft werden können (IAS 2.32). Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht. Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen. Noch nicht abgeschlossene FertigungsaufträgeFertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der für die Teilgewinnrealisierung zugrunde zu legende Fertigstellungsgrad wird nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die erhaltenen teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag ausgegangenen Teilabrechnungen die realisierten Erträge übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo. Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Latente Steuern, Steuerschulden, SteuererstattungsansprücheAls Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf das steuerpflichtige Einkommen der Gesellschaften sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Ertragsteuern). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz (Buchwerte) und der Steuerbilanz (Steuerwerte), aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf wahrscheinlich realisierbare Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetzen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft. Weitere Informationen zu Ertragsteuern sind im Anhang Pkt. 32 enthalten. RückstellungenRückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären. Etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre und derivative Verbindlichkeiten. Die originären Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Berichtstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab. Zum 31.12.2009 wurde ein Derivat erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, da von der Möglichkeit des Hedge Accounting kein Gebrauch gemacht wurde. Bei einem Devisentermingeschäft wurde von der Möglichkeit des Hedge Accounting Gebrauch gemacht. Es handelt sich um einen sog. Cash Flow Hedge. Cash Flow Hedges dienen der Absicherung gegen das Risiko, dass die mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbundenen zukünftigen Zahlungsströme schwanken. In diesem Fall werden die unrealisierten Gewinne und Verluste des Sicherungsgeschäfts im Other Comprehensive Income erfasst. Sie werden erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Sonstige Vermögenswerte und sonstige VerbindlichkeitenAbgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung. 3.5. KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 3.6. SegmentberichterstattungDie EnviTec Biogas AG hat IFRS 8 "Geschäftssegmente" mit Wirkung zum 1. Januar 2009 angewandt. Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Resourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird. Demgegenüber wurde gemäß dem bisherigen Standard von Unternehmen gefordert, zwei Segmentebenen (geschäfts- und geographische Segmente) unter Anwendung des Risk and Returns Approach zu identifizieren, wobei das ManagementInformationssystem für Personen in Schlüsselpositionen des Unternehmens nur als Ausgangspunkt zur Identifizierung dieser Segmentebenen diente. Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst. scroll
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Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den in Pkt. 3.4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dies gilt auch für Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten. Die regionale Segmentierung stellt sich wie folgt dar: scroll
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Von den Umsatzerlösen im Bereich Anlagenbau entfallen 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 24,3 Mio. EUR) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 7,5 Mio. EUR (Vorjahr 14,9 Mio. EUR) umgesetzt. Die Umsatzerlöse des Segments Eigenbetrieb entfallen mit 8,2 Mio. EUR auf Umsätze mit dem größten Kunden dieses Segments. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10 % lagen nicht vor. 3.7. WerthaltigkeitsprüfungGemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit den Standards IAS 36 und IAS 38 unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen. Ist einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d. h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen. In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand vor. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Zahlungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen der EnviTec-Gruppe. Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 8,7% und entspricht den durchschnittlichen Kapitalkosten des EnviTec-Konzerns (sog. WACC). Der Zinssatz beruht auf Annahmen und Schätzungen über spezifische Kapitalkosten. Die Risikoadjustierung erfolgt konzernspezifisch anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche. Bei der Sensitivitätsanalyse wurde eine Minderung der zukünftigen Cashflows und eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten um jeweils 15 % angenommen, da eine Veränderung bis zu dieser Höhe nach vernünftigem Ermessen möglich ist. Aufgrund dieser Annahmen kommt es im Rahmen des Werthaltigkeitstests zu keinem Wertminderungsbedarf. Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der EnviTec-Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen können. Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt in voller Höhe (TEUR 2.229) auf die fünf Biogasanlagen in Anklam. Weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor. 4. SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITENIm Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, in der Bewertung von Fertigungsaufträgen, der Einbringbarkeit von Forderungen und der Bildung für Rückstellungen für Gewährleistungen. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft sind in der Anhangsangabe Pkt. 3.4 des Konzernabschlusses beschrieben. Nicht alle wichtigen Rechnungslegungsregeln erfordern eine schwierige, subjektive oder komplexe Beurteilung von Sachverhalten. Dennoch können folgende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln als bedeutend betrachtet werden: Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenImmaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beruht auf Schätzungen des Zeitraums, in dem die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen Mittelzuflüsse generieren. Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen (Impairmenttest), wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswerts eventuell nicht werthaltig ist. Die Geschäftsführung hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die von der Geschäftsführung erwarteten Entwicklungen umkehren sollten. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse des Konzerns resultieren auch aus Erlösen aus Fertigungsaufträgen im Sinne von IAS 11 (Biogasanlagen). Zur Erfassung der Umsatzerlöse für die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen Aufträge (Projekte) ist es erforderlich, den Gesamtgewinn und den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Zur Ermittlung dieser Größen werden die einzelnen Projektkalkulationen und die Unterlagen aus dem Projektmanagement herangezogen. In diese Unterlagen gehen notwendigerweise Schätzungen ein, da die Größen Gesamtgewinn und Fertigstellungsgrad bei noch nicht abgeschlossenen Projekten von der weiteren Entwicklung der Projekte nach dem Bilanzstichtag abhängig sind. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ5. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE UND SACHANLAGENDie Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2009 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Grundstücke und Gebäude umfassen insbesondere die Bürogebäude auf eigenen Grundstücken in Saerbeck und in Lohne sowie Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit Biogasanlagen. Die Zugänge bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen zum einen den Kauf eines bebauten Grundstücks in Lohne (TEUR 830) sowie die Herstellungskosten der Büroerweiterung in Saerbeck (TEUR 1.400) sowie den Bau diverser Gebäude im Zusammenhang mit der Errichtung von Biogasanlagen. Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen die eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen Betriebsausstattung zum Bau von Biogasanlagen und Kraftfahrzeuge sowie Betriebsausstattung zur Erbringung von Serviceleistungen. Die Zugänge aufgrund Erstkonsolidierung entfallen in Höhe von TEUR 2.150 auf den Zukauf einer Biogasanlage sowie in Höhe von TEUR 1.881 auf den Kauf der Gesellschaften A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen und deren Schwestergesellschaft MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH. Sachanlagen unterliegen im Umfang von TEUR 24.424 (Vorjahr: TEUR 13.874) Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Die Abgänge von Sachanlagen ergaben sich aus der Veräußerung von Vermögenswerten. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten betreffen insbesondere Kosten für eine Lizenz zum Bau von Gasaufbereitungsanlagen (TEUR 630). 6. ANTEILE AN AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGENDie Entwicklung der Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen im Geschäftsjahr 2009 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die nachstehenden Übersichten zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Finanzangaben (Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Bilanzen) der at-equity bilanzierten Beteiligungen im EnviTec-Konzernabschluss. Die nach § 313 Abs. 2 Nr. 2, 3, 4 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen. 7. ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMENDie nachstehend aufgeführte nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Finanzangaben der at-equity bewerteten Beteiligungen zum 31. Dezember 2009scroll
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Liste des AnteilsbesitzesAufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009scroll
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Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. 8. SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGENDie sonstigen langfristigen Forderungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich vergebene festverzinsliche Darlehen an fremde Dritte mit einer Laufzeit von über einem Jahr. 9. FERTIGUNGSAUFTRÄGEDie Fertigungsaufträge zum 31.12.2009 stellen sich wie folgt dar: scroll
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf nicht werthaltige Fertigungsaufträge in Höhe von EUR 1.809.628 (Vorjahr: EUR 0) vorgenommen. 10. VORRÄTEDie Vorräte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von EUR 31.083 (Vorjahr: EUR 0) notwendig. 11. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt: scroll
Einzelwertberichtigungen wurden auf Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Wertminderungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand im Konzernergebnis erfasst. Die nicht fälligen Forderungen betragen TEUR 12.696 (Vorjahr TEUR: 4.192). Übersicht der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen: scroll
12. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTEDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
13. STEUERERSTATTUNGSANSPRÜCHEDie Steuererstattungsansprüche betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht von den Finanzbehörden zurückerstattet wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung zu erwarten ist. 14. ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTEAls zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte wird die Schuldverschreibung der Bremer Landesbank ausgewiesen. Die Schuldverschreibung hat eine Laufzeit bis zum 21. April 2010. Der Fair Value der Schuldverschreibung beträgt TEUR 12.000. Zum 31.12.2009 wurde die im Vorjahr vorgenommene erfolgsneutrale Abwertung eliminiert, indem gem. IAS 39.55b eine erfolgsneutrale Zuschreibung im Eigenkapital vorgenommen wurde. 15. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTEEnde Dezember hat die Geschäftsführung nach Genehmigung durch den Aufsichtsrat den Verkauf einer 26%igen Tochtergesellschaft des Segments Eigenbetrieb beschlossen. Die geplante Veräußerung wurde im Februar 2010 vollzogen. Aus dem Verkauf wird ein Gewinn in Höhe von ca. TEUR 317 in 2010 erzielt. 16. EIGENKAPITAL16.1. EigenkapitalentwicklungDie einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2008 und 2009 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 15.000. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR je Stück. Am 31. Dezember 2009 befanden sich 150.000 Stückaktien der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.082 wurden vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Unter Berücksichtigung des Erwerbs der eigenen Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2009 insgesamt 14.850.000 Stückaktien im Umlauf. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel. Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen das Agio anlässlich des Börsengangs vom 12. Juli 2007. Hierdurch hat sich die Kapitalrücklage nach Abzug der Kosten des Börsengangs (TEUR 7.092) gemäß IAS 32.37 um TEUR 133.479 erhöht. Weitere Einzelheiten zur Kapitalrücklage ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurden aus dem Gewinnvortrag 10.000.000,00 EUR in die neu gebildete Gewinnrücklage eingestellt. Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage in Höhe von -22.271 EUR (Vorjahr: 11.00 EUR) beinhaltet im Wesentlichen die Differenz aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Währung nicht auf Euro lautet. Es handelt sich hierbei um die Tochtergesellschaften in England, Tschechien, Kroatien, Türkei, Rumänien und Polen. Die Sonstigen Rücklagen umfassen die Effekte aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 480 zum 01. Januar 2005 und betrifft insbesondere die Aktivierung der Fertigungsaufträge sowie in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 31) die erfolgsneutrale Bewertung von "zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte". Der Ausgleichsposten für Minderheitenanteile in Höhe von TEUR 572 (Vorjahr TEUR -32) enthält die Anteile von Konzernfremden am Eigenkapital von vollkonsolidierten Unternehmen. Die für das Jahr 2008 ausgeschüttete Dividende belief sich lauf Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 auf 0,30 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie. Die Ausschüttung an die Aktionäre der EnviTec Biogas AG betrug insgesamt 4.455.000,00 EUR. 16.2. KapitalmanagementDie EnviTec Biogas AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu maximieren. Hierzu gehört auch die Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden. Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital. Das steuerungsrelevante Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen, dem Gewinnvortrag, den Minderheitsanteilen sowie dem Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen die gesamten Finanzschulden einschließlich der kurzfristigen Finanzschulden und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2009 75,7 % (Vorjahr: 82 %). Die EnviTec Biogas AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Externe Mindestkapitalanforderungen liegen für eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 15.000 TEUR vor. Hierfür wurde eine Eigenkapitalquote von mind. 25 % vereinbart. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Risikomanagement in unserem Lagebericht. 17. RÜCKSTELLUNGENDie einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2009 wie folgt entwickelt: scroll
Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2008 und 2009 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt: scroll
Bei den Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen handelt es sich um ausgeführte Leistungen von Dritten, bei denen die Höhe und/oder der Zeitpunkt der Abrechnung noch unsicher sind. Die Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen umfassen vertraglich vereinbarte Gewährleistungen aus dem Bau und dem Verkauf von Biogasanlagen. Die Rückstellungen basieren auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Gewährleistungen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte gemacht und kann aufgrund von neuen Materialien und/oder sonstigen Faktoren schwanken. Die Beträge wurden im Zuge der Rückstellungsbemessung nicht abgezinst, da der Effekt unwesentlich ist. 18. FINANZVERBINDLICHKEITENInsgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen: scroll
Die Finanzverbindlichkeiten zeigen insgesamt folgende Fälligkeiten: scroll
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen insgesamt 2.951.905 EUR (Vorjahr: 2.544.269 EUR). Ihr gewichteter durchschnittlicher Zins lag bei 4,4 %. In 2006 wurde durch eine Tochtergesellschaft ein Darlehen bei der Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg in Höhe von ursprünglich 1.140.000,00 EUR aufgenommen. Basis für die Zinsberechnung ist der jeweils gültige 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Kreditmarge von 1,25 % p.a. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bürogebäuden, Biogasanlagen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert. Im Einzelnen bestanden zum 31.12.2009 folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: scroll
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 155 um kurzfristige Darlehensgewährungen von Minderheitsgesellschaftern im Rahmen des Liquiditätsmanagements der eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5 %. In Höhe von TEUR 1.769 handelt es sich um Abfindungsansprüche von Minderheitsgesellschaftern. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 543 handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten, die keine Kreditinstitute oder Minderheitsgesellschafter sind. 19. VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. 20. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITENDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf: scroll
Bei den Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträgen handelt es sich um am Bilanzstichtag geschuldete Umsatzsteuer und abzuführende Lohn- und Kirchensteuer. Bei den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Darlehen von Dritten an diverse Tochtergesellschaften. Die Darlehen werden mit 5 % p.a. verzinst und dienen dem kurzfristigen Liquiditätsmanagement. 21. STEUERSCHULDENDie Steuerschulden betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht an die Finanzbehörden gezahlt wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung erwartet wird. 22. BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN22.1. Management von FinanzrisikenDie EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Für die langfristigen Darlehen existieren feste Zinsvereinbarungen, welche einem fair-value-Risiko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellen. Bei einem Darlehen in Höhe von derzeit 696.662 EUR wurde ein variabler Zinssatz auf Basis des EURIBOR abgeschlossen. Hinsichtlich des abgeschlossenen Sicherungsgeschäftes verweisen wir auf Pkt. 22.2. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet. Ein weiteres Zinsrisiko kann sich vor allem bei der variabel verzinslichen Schuldverschreibung in Höhe von nominell TEUR 12.000 ergeben. Durch Zinsänderungsrisiken kann der Marktwert dieses Finanzinstruments beeinflusst werden. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 100 Basispunkten bzw. 1 % pro Jahr gerechnet. Eine Erhöhung um 100 Basispunkte hätte eine Erhöhung des Ergebnisses vor Steuern von TEUR 120, ein Verfall eine Ergebnisbelastung von TEUR -120 zur Folge. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um TEUR 86 erhöhen bzw. vermindern. Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken bestehen hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Derivative Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die durch eine Funktionstrennung gewährleistet wird. In 2009 wurde ein Devisentermingeschäft über 33.000.000 CZK abgeschlossen. Hierdurch sollen zukünftige Zahlungsströme von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen abgesichert werden. Der abgesicherte Wechselkurs beträgt 26,40. Der durchschnittliche Wechselkurs betrug in 2009 26,455. Der beizulegende Zeitwert, bewertet nach der Marking-to-Market Methode betrug am 31.12.2009 TEUR 5. Die zukünftigen Zahlungsströme werden für das Jahr 2010 erwartet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts wurden im Berichtsjahr erfolgsneutral im Other Comprehensive Income erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehungen dar. Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn die Partner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die bilanzielle Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass Geschäftspartner ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Kreditrisiken werden durch eine laufende Überwachung der einzelnen Forderungen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen begrenzt. Für ein langfristiges Darlehen wurde als Sicherheit eine Verpfändung von Anteilen an Biogasanlagen vorgenommen. Die tatsächlichen Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit gering. Der EnviTec-Konzern unterhält zum Bilanzstichtag Fest- und Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen. Ein nennenswertes Bonitätsrisiko ist nicht vorhanden. Liquiditätsrisiken werden durch auftragsbezogene, dem Projektfortschritt angepasste Anzahlungen der Auftraggeber entgegengetreten. Die Finanzierung des Baus der Immobilien an den Standorten Lohne und Saerbeck erfolgte grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen mit festen Zinssätzen. Aufgrund der im Rahmen des Börsengangs zugeflossenen liquiden Mittel bestehen keine Liquiditätsrisiken. 22.2. Wirtschaftliche Sicherung und Hedge AccountingZum Jahresende bestand folgendes langfristiges Zins-Cap-Geschäft zur Zinssicherung eines gebuchten Geschäftes mit dem angegebenen Marktwert und der angegebenen Laufzeit. scroll
Zahler des variablen Betrages ist die Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg. Zahler des Festbetrages ist Biogas Angern GmbH & Co. KG. Die Berechnung der Festbeträge erfolgt auf Grundlage des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,25 %. Zum Bilanzstichtag betrug der Zinssatz 1,96 %. Das Cap-Geschäft dient der Absicherung eines bei der Landessparkasse zu Oldenburg aufgenommenen variabel verzinslichen Darlehens. Das Zins-Cap-Geschäft stellt wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar. Von der Möglichkeit des Hedge Accounting wird kein Gebrauch gemacht. Die Fair-Value-Änderung dieses Finanzinstrumentes wird direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. 22.3. Darstellung der FinanzinstrumenteDie finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern: scroll
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Der Fair Value der Schuldverschreibung in Höhe von TEUR 12.000 ergab sich aus dem aktuellen Marktpreis zum Bilanztag; Stufe 1 gem. IFRS 7.27a Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 691 wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Minderheitenausgleichsverpflichtung der atypischen stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Der zugrundegelegte WACC beträgt 7,9 %; Stufe 3 gem. IFRS 7.27c. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung23. UMSATZERLÖSEUmsätze werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Biogasanlagen erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten auch die Auftragserlöse aus am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades dieser Projekte. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von 6.661 TEUR (Vorjahr: 5.020 TEUR) sowie Erträge aus Stromeinspeisungen und Wärmelieferung in Höhe von 18.631 TEUR (Vorjahr: 10.537 TEUR) enthalten. Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt wie folgt entwickelt: scroll
Die Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Biogasanlagen enthalten fakturierte Umsatzerlöse in Höhe von 86.819 TEUR (Vorjahr: 71.938 TEUR) und Umsatzerlöse aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 7.812 TEUR (Vorjahr: 13.588 TEUR). Der Vertrieb der Anlagen erfolgt sowohl an einzelne Landwirte als auch an industrielle Investoren. 24. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Schuldenkonsolidierung in Höhe von 787 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von 287 TEUR (Vorjahr: 283 TEUR), Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen 51 TEUR (Vorjahr: 31 TEUR), Erträge aus weiterberechneten Kosten 617 TEUR (Vorjahr: 223), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 144 TEUR (Vorjahr: 139 TEUR), Erträge aus Gutschriften 58 TEUR (Vorjahr: 64) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen 194 TEUR (Vorjahr: 172 TEUR) scroll
25. MATERIALAUFWANDDer Materialaufwand enthält im Wesentlichen Materialkosten (72.660 TEUR, Vorjahr: 63.430 TEUR) sowie Kosten für Fremdleistungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen (1.088 TEUR, Vorjahr: 2.233 TEUR). Daneben sind Projektierungsaufwendungen (1.680 TEUR, Vorjahr: 1.260 TEUR) sowie Aufwendungen für Substrate (6.180 TEUR, Vorjahr: 3.716 TEUR) im Materialaufwand enthalten. Der Materialaufwand hat sich insgesamt wie folgt entwickelt: scroll
26. PERSONAL UND MITARBEITERPersonalaufwandDer Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von 13.134 TEUR (Vorjahr: 10.213 TEUR) sowie Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 2.924 TEUR (Vorjahr: 2.356 TEUR). Im Personalaufwand sind keine (Vorjahr: 779 TEUR) Sonderzahlungen an die Mitarbeiter enthalten. Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund des Ausbau der internationalen Aktivitäten sowie der Erfordernisse aufgrund des Börsengangs deutlich erhöht und sich insgesamt wie folgt entwickelt: scroll
MitarbeiterDie Zahl der Beschäftigten betrug 2009 durchschnittlich 373 Personen (Vorjahr: 279 Personen) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 34% erhöht. Von dem durchschnittlichen Personalbestand entfallen 296 Personen auf den Bereich Angestellte und 77 Personen auf den Bereich Arbeiter. Die Mitarbeiter sind überwiegend im Bereich Produktion/Technik beschäftigt. Ein Großteil des Anstiegs ist auf die erhöhten Auslands- sowie Verwaltungsaktivitäten sowie auf den Erwerb der A3 Water Solutions GmbH und deren Schwestergesellschaft MaxFlow Membran Filtration GmbH zurückzuführen. 27. ABSCHREIBUNGENDie Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht und sich wie folgt entwickelt: scroll
Nähere Details zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. 28. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich in Betriebskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten unterteilen. Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. Eine Ursache ist der weitere Ausbau der Vertriebsaktivitäten im In- und Ausland. Innerhalb der Vertriebskosten sind die Verkaufsprovisionen mit 3.141 TEUR (Vorjahr: 900 TEUR) gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen. Der Anstieg der Betriebskosten ist insbesondere auf das Segment Eigenbetrieb zurückzuführen, wo die Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen gegenüber dem Vorjahr angestiegen sind. Die Verwaltungskosten haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Rechts- und Beratungskosten um 744 TEUR auf 2.225 TEUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt. scroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern: scroll
29. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN BETEILIGUNGENDas Ergebnis aus at-equity einbezogenen Beteiligungen beinhaltet die anteiligen Ergebnisse aus 36 (Vorjahr 21) Gesellschaften. Verluste, die den Anteil an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden gem. IAS 28.29f nicht erfasst, sondern in einer Nebenrechnung fortgeführt und im Falle zukünftiger Gewinne mit diesen verrechnet. Die aufgrund dieser Vorschrift nicht berücksichtigten Verluste betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 28 (kumuliert TEUR 84). scroll
30. ZINSERTRAGEDie übrigen Zinserträge betreffen im Wesentlichen Termingeldzinsen. Der Rückgang spiegelt die niedrigeren erzielbaren Zinsen im Geschäftsjahr 2009 wider. Die übrigen Finanzerträge haben sich wie folgt entwickelt: scroll
31. ZINSAUFWENDUNGENDie Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen insbesondere für Bankverbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssteuerung von nahestehenden Personen. Die übrigen Finanzaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Zinsaufwendungen entfallen wie folgt auf langfristige Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten: scroll
32. ERTRAGSSTEUERNSteueraufwandAls Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern resultieren im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen aus zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten der Bilanzposten Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Der Steueraufwand hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der Steueraufwand lässt sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern: scroll
SteuerüberleitungsrechnungDer tatsächliche Steueraufwand des Jahres 2009 von 986 TEUR (Vorjahr: 2.129 TEUR) wich um 238 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR) von dem erwarteten Steueraufwand von 748 TEUR (Vorjahr: 2.159 TEUR) ab, der sich bei Anwendung eines Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Unternehmens ergeben würde. Dieser Durchschnittssteuersatz wird aus Körperschaftsteuer (15 %) Solidaritätszuschlag (5,5 %) und einem Gewerbesteuerhebesatz von 350 % ermittelt. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich wie folgt: scroll
Der Bestand der aktiven und passiven latenten Steuern setzt sich zum 31.12.2009 und 31.12.2008 wie folgt zusammen: scroll
Die Veränderung der latenten Steuern wurde im Wesentlichen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Daneben wurden TEUR 13 (Vorjahr TEUR 12) erfolgsneutral gegen das Eigenkapital gebucht. Auf die steuerlichen Verlustvorträge einzelner ausländischer Tochtergesellschaften sowie auf Gesellschaften des Segments Eigenbetrieb wurden aktive latente Steuern gebildet, da die Gesellschaften mit hinreichender Sicherheit ermitteln können, dass sie diese mit künftigen Gewinnen verrechnen können. 33. ERGEBNIS JE AKTIEDas unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn (2009: 1.263 TEUR, 2008: 5.775 TEUR) und dem gewichteten Durchschnitt ( 2009: 14.982.402, 2008: 15.000.000) der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Die in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 EUR dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung von der EnviTec Biogas AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Dieses Instrument kann das unverwässerte Ergebnis je Aktie in der Zukunft potentiell verwässern. Es wurde bei der Berechung des verwässerten Ergebnisses nicht berücksichtigt, da sich daraus noch keine Rechte Dritter auf Aktienbezug ergeben. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des EnviTec-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. 34. ZU-/ABFLUSS AUS OPERATIVER TÄTIGKEITDer Brutto Cashflow in Höhe von 2.299 TEUR (Vorjahr: 5.816 TEUR) zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) von 972 TEUR (Vorjahr Abfluss von 40.221 TEUR) wurden die Veränderungen im Working Capital, insbesondere im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im übrigen Netto-Vermögen sowie sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge zusätzlich berücksichtigt. Daneben wurde hierbei die alternative Geldanlage in einer Schuldverschreibung dargestellt. 35. ABFLUSS AUS INVESTIVER TÄTIGKEITIm Rahmen der investiven Tätigkeit sind in 2009 Mittel in Höhe von 20.525 TEUR (Vorjahr: Mittelabfluss 52.280 TEUR) insbesondere aufgrund von Einzahlungen für Finanzinvestitionen zugeflossen. Hierbei handelte es sich um die Geldanlage bei zwei inländischen Geldinstituten, die im Vorjahr gem. IAS 7.7 nicht der Definition von Zahlungsmitteläquivalenten entsprachen. Daneben sind Mittelabflüsse aufgrund von Investitionen in Sachanlagen (Technische Anlagen (Biogasanlagen) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung) zu verzeichnen. Es wurden Auszahlungen für Akquisitionen in Höhe von 384 TEUR (Vorjahr: 4.476 TEUR) vorgenommen. Wesentliche Akquisition waren der Erwerb von 60% der Anteile an einer Biogasanlage sowie rd. 70% der Anteile an den Schwestergesellschaften A3 Water Solutions GmbH und MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH. Die gesamten Auszahlungen wurden dabei in Form von Zahlungsmitteln erbracht. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der Tochtergesellschaften sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 361 TEUR übernommen worden. 36. ZUFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEITAus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 722 TEUR abgeflossen (Vorjahr: 329 TEUR). Einem Zufluss aufgrund der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11.346 TEUR stehen insbesondere Abflüsse aus der Dividendenzahlung (4.455 TEUR), der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (4.319 TEUR) sowie dem Erwerb von eigenen Aktien (2.082 TEUR) gegenüber. 37. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTEDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Anlagezeit von bis zu 3 Monaten. Daneben hatte die Gesellschaft im Vorjahr weitere Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 35.385, die der Definition gem. IAS 7.7 nicht entsprechen, da die Restlaufzeit mehr als drei Monate (gerechnet vom Erwerbszeitpunkt) beträgt. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN38. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENHaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt 1.000 TEUR für Verpflichtungen von fünf vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen. (Vorjahr TEUR: 989). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 3.261 TEUR (Vorjahr: 13.667 TEUR). Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. 39. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN/PERSONENUnternehmen mit gemeinschaftlicher Kontrolle oder wesentlichem Einfluss auf das UnternehmenDie Gesellschaften von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, Ruhe Verwaltungs GmbH, Lüsche, sowie TS Holding GmbH, Visbek, haben mit Datum vom 27. Juni 2007 einen Konsortialvertrag über die Bündelung von Stimmrechten abgeschlossen. Danach sind die von den Gesellschaften gehaltenen Anteile an der EnviTec Biogas AG im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Konsortilalvertrags sowie solche Stammaktien, die die Konsorten künftig erwerben, den jeweiligen Gesellschaften in voller Höhe zuzurechnen. Ausgeschlossen davon sind alle Stammaktien an der EnviTec Biogas AG, die ein Konsorte an der Börse erwirbt. Somit sind den o. g. Gesellschaften am 31. Dezember 2009 jeweils 67,71 % der Stimmrechte der EnviTec Biogas AG zuzurechnen. Transaktionen mit diesem Konsortium sind weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgt. Transaktionen mit einzelnen Gesellschaften des Konsortiums sind weiter unten aufgeführt. Personen in SchlüsselpositionenEs wird auf den Abschnitt "Organe der Gesellschaft" verwiesen. Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte UnternehmenEs wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis und den Konsolidierungsmethoden sowie auf den Anteilsbesitz verwiesen. Personen oder Unternehmen, die von der EnviTec Biogas AG beeinflusst werden können bzw. einen Einfluss auf die EnviTec Biogas AG haben könnten, werden nach IAS 24 als nahe stehende Personen oder Unternehmen bezeichnet. Im Rahmen des operativen Geschäftes bezieht die EnviTec Biogas AG Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche Unternehmen, die mit Organen oder Aktionären der Gesellschaft in Verbindung stehen. Die EnviTec Biogas AG war an keinen für sie oder ihnen nahe stehenden Unternehmen und Personen wesentlichen Transaktionen beteiligt, die in Ihrer Beschaffenheit unüblich waren, und beabsichtigt dies auch in Zukunft nicht. Unter die nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen fallen u. a. die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften. Mit weiteren nahe stehenden Personen wurden im Berichtszeitraum keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen unterhalten. scroll
Bei den Geschäftrsvorfällen handelt es sich bei den Beträgen mit einem vorangestellten Minuszeichen um Aufwendungen für den EnviTec-Konzern und bei den Geschäftsvorfällen mit positiven Vorzeichen handelt es sich um Erträge des EnviTec-Konzerns. Bei den zuvor genannten Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Managements handelt es sich um Berechnungen von Fahrzeugkosten sowie um die Veräußerung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei den Geschäften mit nahe stehenden Personen handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge sowie Erträge aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen. Die Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen resultieren vor allem aus Wareneinkäufen und Dienstleistungen. 40. HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERSFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Abschlusses der EnviTec Biogas AG. Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses. Bei den Steuerberatungsleistungen handelt es sich um umsatzsteuerliche Beratung im Zusammenhang mit Baustellen im Ausland. 41. ORGANE DER GESELLSCHAFTVorstandDer Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen: Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne, Vorsitzender des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Kunibert Ruhe, Bakum, Vorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Jörg Fischer, Bremen, Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Roel Slotman, Enter/Niederlande, Vorstand Vertrieb International (CCO) Seit 1. Oktober 2009 Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Vorstandvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen folgende Vergütungen an: scroll
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AufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2009 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von 40.000 EUR (Vorjahr: 40.000). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt 34.793 EUR (Vorjahr: 33.820 EUR) an. 42. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGAnfang Februar 2010 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 2.983 an den Mehrheitsgesellschafter der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH verkauft.
Lohne, 13. April 2010 Olaf von Lehmden Kunibert Ruhe Jörg Fischer Roel Slotman VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec Biogas Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht 2008 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Lohne, 13. April 2010 Der Vorstand Olaf von Lehmden Kunibert Ruhe Jörg Fischer Roel Slotman ANLAGESPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2009scroll
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BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Konzernsabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie Konzernanhang (inkl. Segmentberichterstattung) - und den Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungs-legungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 13. April 2010 Rödl & Partner GmbH gez. Prof. Dr. Jordan, Wirtschaftsprüfer Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer GlossarAAbbaugeschwindigkeit Geschwindigkeit der Zersetzung der organischen Substanz. Sie hängt ab von zustand, Oberfläche und Zusammensetzung der Ausgangsstoffe sowie der Temperatur im Fermenter und der Aktivität der Biologie. Ablagerung Sedimentationsvorgang, der besonders bei heterogenen, zur Entmischung neigenden Stoffen auftritt. Mit optimaler Rührwerkstechnik wird diesem bestmöglich entgegen gewirkt. Adaption Fähigkeit von Mikroorganismen, sich veränderten Fermenterbedingungen, wie z. B. veränderten Inputstoffen, anzupassen, ohne dass nachhaltig Störungen der Prozessbiologie auftreten. Anlagensicherheit Besondere Anforderung an Gefährdungsbereiche durch Explosionsschutzkonzept, Einrichtung von Schutzzonen u. ä. Anaerobier Organismen, die zeitweilig oder dauernd ohne freien Sauerstoff leben können und Biomasse in Biogas umwandeln. Antibiotika In erster Linie Medikamente zur Behandlung von bakteriellen Erkrankungen; können in hoher Konzentration die Fermenterbiologie beeinträchtigen. Ausbreitungsrechnung Rechnung zur Immissionsprognose von Luftschadstoffen, Schall und Gerüchen. Sie berücksichtigt Windrichtung, Windgeschwindigkeit, vertikale Temperaturschichtung u. a. BBauGB Baugesetzbuch, rechtlicher Rahmen für Bautätigkeit und zulässigkeit von Bauvorhaben. Bauleitplanung Die Bauleitplanung umfasst alle Maßnahmen der Gemeinde zur Regelung der Nutzung von Grund und Boden sowie zur geordneten städtebaulichen Entwicklung des Ortes. Sie wird von den Städten und Gemeinden selbstständig und eigenverantwortlich durchgeführt. Besiedlungsflächen Standort/Oberfläche, der Bakterien als Lebensraum dient. BHKW > Blockheizkraftwerk Biogas Gas, das beim anaeroben Abbau von organischer Substanz entsteht. Biogasreinigung Abscheidung von Feuchtigkeit und Schadgasen aus dem Biogas Biomasse Energieträger aus organischen Stoffen. Bei der Verbrennung setzt Biomasse lediglich die Menge an CO2 frei, die sie während des Wachstums der Atmosphäre entnommen hat. Daher trägt die Stromerzeugung aus Biomasse nicht zum Treibhauseffekt bei. Blockheizkraftwerk Motor mit direkt angebautem Generator zur Erzeugung von elektrischem Strom und Wärme. Brennstoffzelle Wandelt Wasserstoff und Sauerstoff unter Freisetzung von elektrischer Energie und Wärme in Wasser um. Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) Gesetz mit dem ziel, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre, Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen. CCellulose Mikrobiell schwer abbaubare Zellwände. DDampferzeugungsanlage Anlage zur Herstellung von Heißdampf und Prozessdampf. Desodorierung Beseitigung von störendem Geruch und geruchsintensiven Stoffen. Drehkolbenpumpe zwangsförderer, der pumpfähiges Material fördert. Druckwächter für Rohrleitungen Sicherheitstechnische Einrichtung zur Drucküberwachung. Düngemittelrecht Gesetz, das die Verwertung von Düngemitteln regelt. Düngewert Qualität des Gärrückstands in Bezug auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kali etc. Durchsatzleistung Kapazität einer Anlage oder eines Anlagenteils in t und m. DVGW-Richtlinien Richtlinien, die alle Bereiche des Baus und Betriebs von Gasanlagen umfassen. EEigenstrombedarf Strombedarf der Anlage, um den Betrieb aufrecht zu erhalten. Eiweiß >Proteine Emissionen Abgabe von Schadstoffen, Staub, Schall oder Gerüchen in die Umwelt. Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Gesetz, das die Gebietsmonopole in der Stromversorgung in Deutschland aufhob. Das EnWG trat 1998 in Kraft. Entschwefelung Abscheidung von Schwefelwasserstoff aus Biogas. Erneuerbare Energien >Regenerative Energiequellen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Gesetz zur Förderung der Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne, Geothermie oder Biomasse. Essigsäure Wichtiger Eingangsstoff für die Methanbildung. FFackel Sicherheitstechnische Einrichtung zur schadlosen Verbrennung überschüssiger Gase Faulraum > Fermenter Faulraumbelastung Menge der Zugabe an organischer Trockensubstanz pro m3 Fermentervolumen und Tag Fermentation Biochemischer Prozess, bei dem durch anaerobe Mikroorganismen organische Substanz umgesetzt wird. Fermenter Luftdicht abgeschlossener, beheizter Raum für den anaeroben Abbau von organischer Substanz. Fermenter-Heizung Heizsystem im Fermenter zur Regelung der Prozesstemperatur. Fernwärme Wärme, die bei der Stromerzeugung in Blockheizkraftwerken entsteht. Sie wird über eine Fernwärmeleitung externen Wärmeabnehmern als Warmwasser zur Verfügung gestellt. Feststoffabtrennung Auftrennung der Gärreste in fester und flüssiger Phase durch Zentrifugen oder Separatoren. Feuerungswärmeleistung Thermische Leistung, die bei der Verbrennung entsteht Flexo-Dach Foliendachabdeckung für Fermenter und Lagerbehälter mit oder ohne integrierter Gasspeicherblase. FOS (flüchtige organische Säuren) Menge der verschiedenen Säuren im Fermenter, gemessen in mg/l Fossiler Energieträger Energieträger, die im Gegensatz zu den erneuerbaren Rohstoffen nicht nachwachsen. Zu den fossilen Energieträgern zählen Braun- und Steinkohle, Erdgas und Erdöl. Fotovoltaik Stromerzeugung durch Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen, die Licht in elektrischen Strom umwandeln. GGasmembran Gasdichte Folie zum Auffangen und speichern des Biogases Gasmotor Kolbenkraftmaschine, die durch ein brennbares Gas angetrieben wird. Er wird u. a. zur Strom- und Wärmegewinnung in Blockheizkraftwerken sowie als Antrieb für Kraftfahrzeuge verwendet und benötigt keine Stützfeuerung. Gärrestaufbereitung Aufbereitung der Gärreste in Feststoffe, Düngerkonzentrat und Wasser in speziellen Aufbereitungsanlagen. Bei der Verwertung müssen die Anforderungen des Düngemittelgesetzes (DüngeMG) und der Düngemittelverordung (DüMV) erfüllt werden. Generationszeiten Zeitraum der Vermehrung von Bakterienkulturen Güteüberwachung Regelmäßige Überwachung und Kontrolle der Outputstoffe HHammermühle Maschine zur Aufbereitung von Inputstoffen durch Zerkleinerung des Materials Heizwert Energieinhalt von Brenngas; Einheit: Kilowattstunde pro Normkubikmeter trocken Hemmung Vorgang, bei dem biologische Prozesse verlangsamt werden, z. B. durch Säuren Hydrolyse Biochemischer Teilprozess bei der Vergärung von Biomasse, bei dem feste Bestandteile in Lösung gebracht werden. Hygienisierung Pasteurisierung, d. h. Erhitzung des Inputmaterials für eine Stunde auf 70 Grad zur Abtötung von Baktereien und Keimen IInbetriebnahme Offizieller Start von Anlagen oder Anlagenteilen, in aller Regel Beginn des Gewährleistungszeitraumes Inputmaterial Stoffe, die für den Betrieb einer Biogasanlage geeignet sind, wie Gülle, Mist, Bioabfälle, nachwachsende Rohstoffe u. a. Isolierung Wärmedämmung von Bauteilen gegen Frost; Schutz vor Wärmeverlusten und Verhinderung von Temperaturspannungen KKlärschlammverordnung Verordnung, die u. a. Grenzwerte für die Belastung des Klärschlamms mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen festlegt. Kohlendioxid Gas, das u. a. bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas entsteht. CO2 ist der Hauptverursacher des klimaverändernden Treibhauseffekts. Kondensation Übergang vom gasförmigen in flüssigen Aggregatzustand Kondensat Durch Kondensation entstandene Flüssigkeit Kondensatschacht Schacht zum Sammeln und Abpumpen des anfallenden Kondensats Korrosion chemische Veränderung im Material an der Oberfläche fester Körper Kraft-Wärme-Kopplung Verfahren, bei dem Strom erzeugt und gleichzeitig die Abwärme des BHKWs genutzt wird. KWK-Anlagen reduzieren im vergleich zu herkömmlichen Technologien die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen um 30 bis 40 Prozent. LLärmemission Geräuschabsonderung. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens einer Biogasanlage werden auch die voraussichtlichen Lärmimmissionen ermittelt, die bestimmte Werte nicht überschreiten dürfen. Lärmminderung Bauliche Maßnahmen zur Schallemissionsbegrenzung, z. B. durch Wahl des Standorts, der Baustoffe und der Ausführung Liberalisierung des Strommarkts Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen im ehemals monopolistisch regulierten Strommarkt aufgrund des Energiewirtschaftsgesetzes. Lignin Holzstoff; Bestandteil des Holzes, der im anaeroben Prozess nicht abgebaut werden kann. Luftreinhaltung Anforderungen vor allem betreffend Geruchs-, Schadstoff- und Staubimmissionen, die im Bundesimmissionsschutzgesetz und in der TA-Luft geregelt sind. MMaisannahme Annahmetechnik zur Vorratshaltung und gleichmäßigen Beschickung einer Biogasanlage mit Maissilage. Mannloch Revisionsöffnung in der Behälterwand Membranverfahren Filtrationsverfahren mit Porenmembranen zur Reinigung von Abwasser Methan Brennbares Gas, das bei der bakteriellen Zersetzung von Biomasse entsteht. Methan ist der energetisch nutzbare Stoff im Biogas. Je höher sein Anteil, desto wertvoller, d. h. energiereicher, ist das Biogas. Methanbildung Schritt bei der Entstehung von Biogas. NNachwachsende Rohstoffe Land- und forstwirtschaftlich erzeugte Produkte, die für die Industrie oder die Erzeugung von Wärme, Strom und andere Energieformen verwendet werden. Nassvergärungsanlage Anlage, in der Substrate zu Flüssigkeit vergoren werden. NawaRo > nachwachsende Rohstoffe Neuanlagen Anlagen, die neu errichtet werden. Als Neuanlagen gelten im Sinne des EEG auch Altanlagen, die mindestens 50 Prozent der Gesamtinvestition neu errichten. OOrganic-Rankine-Anlage (ORC) Anlage zur Nutzung des Abgasstroms eines BHKW zur Erzeugung elektrischer Energie PPasteurisierung > Hygienisierung pH-Wert Maßzahl für die Konzentration der Wasserstoffionen in einer Lösung. Für die Methanbildung ist ein pH-Wert um den Neutralpunkt ideal, darunter und darüber liegende Werte stören die Prozessbiologie. Pressschneckenseparator Maschine zur Abtrennen von festen Stoffen aus Suspensionen Privilegierun Bestimmte bauplanrechtliche Voraussetzungen, unter denen Biogasanlagen in einer Umgebung errichtet werden dürfen, die nicht von vorhandener baulicher Nutzung geprägt sind. Propionsäure Im Prozess nicht erwünschte Säure. Reichert sich in der Regel bei Prozessstörungen an und hemmt den Stoffwechsel zusätzlich. Proteine Vorwiegend aus Aminosäuren aufgebaute Eiweißkörper, die neben Fetten und Kohlehydraten zu den wichtigsten Inputstoffen gehören. RRaumbelastung > Faulraumbelastung Regenerative Energiequellen Ressourcen, die im Gegensatz zu fossilen Energieträgern nicht erschöpflich sind, z. B. Wasser, Wind, Fotovoltaik und Biomasse. Sie sind zudem klima- und umweltfreundlich. Regulierungsbehörde Behörde, die seit dem 01.07.2004 dafür verantwortlich ist, den Stromanbietern einen sicheren Netzzugang zu gewähren und angemessene Netzentgelte festzulegen. Rezirkulationsschacht Wärmegedämmter Behälter zur Entnahme von Gärsubstrat aus dem Fermenter. Erforderlich z. B. bei der Nutzung von Gärsubstrat zum Anmischen des Fermenterinputmaterials. Rohglycerin Material, das bei der Herstellung von Biodiesel anfällt Rückkühlung Abkühlung des in der Hygienisierung erhitzten Materials vor dem Eintrag in den Fermenter Rührwerk Maschine zum gleichmäßigen Durchmischen von Materialien in Behältern SSauerstoff farb-, geschmack- und geruchloses Gas, kommt in freiem zustand als Bestandteil der Luft, in der er zu 20,8 Volumenprozent enthalten ist, in gebundenem zustand im Wasser und in zahlreichen Mineralien vor. Insgesamt ist er zu 49,5 Gewichtsprozent auf der Erdoberfläche vertreten und damit das am häufigsten vorkommende Element. Säurespiegel Konzentration an Gesamtsäure im Fermenter. Hohe Raumbelastungen des Fermenters in der Startphase führen zu sehr hohen Säurekonzentrationen. Schaltwarte Aufstellungsraum der zentralen Steuerungs- und Leittechnik einer Biogasanlage. Schwefelwasserstoff Gas, das bei der Biogasproduktion entsteht und vor der Nutzung durch Entschwefelung vom Biogas getrennt werden muss, da es bei der Verbrennung im Motor zu Korrosionsschäden führen kann. Sedimentation > Ablagerung Stalldesinfektionsmittel Wirkstoffe, die bei überdosierung die Biogasproduktion hemmen können. Störstoffe Stoffe, die die Funktionsfähigkeit der Anlage beeinträchtigen können und manuell oder mechanisch beseitigt werden. Stromvergütung Gesetzlich garantierte Vergütung für die Erzeugung von Strom. TTA Lärm Technische Anleitung zur Ermittlung und Beurteilung von Schallimmissionen TA Luft Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft Tauchmotorrührwerk Schnell laufende Propeller, die mit 300-400 U/min. die Inputstoffe gleichmäßig verrühren und variabel im Behälter angebracht werden. Trockenmasse Organischer und anorganischer Bestandteil der Inputmaterialien. Nur der organische Anteil der Trockenmasse kann zur Methanproduktion genutzt werden. Trockenvergärung Anlage, in der vorwiegend trockene Substrate stichfest und nicht rührfähig vergoren werden. Sie bringt weniger Gasertrag als die Nassvergärung. UUmweltverträglichkeitsprüfung Gesetzlich geregelte Prüfung (UVP), die bei der Behandlung bestimmter Stoffe und Mengen erforderlich ist, z. B. bei der Behandlung von täglich mind. 10 t überwachungsbedürftiger Abfälle Ultrafiltration Verfahren zur Gärreststoffaufbereitung. Sie findet in der Regel nach der ersten Fest-/Flüssigtrennung statt und ist die Vorstufe der Umkehrosmose. VVDI-Richtlinien Regelwerk, das den Stand der Technik beschreibt, der bei der Planung einer Anlage zu berücksichtigen ist. Darin geht es u. a. um die Luftreinhaltung sowie um den Biogasertrag und die Optimierung der Einsatzstoffe. Verdampfungsanlage Anlage zur Verdampfung von z. B. Wasser, um den Wassergehalt in einem Produkt zu senken. Vergärung Prozess zur Umwandlung der Biomasse in Biogas mithilfe von Mikroorganismen. Vergütungssätze Durch das EEG garantiertes Entgelt für die in der Biogasanlage erzeugte elektrische Energie. Vertikalströmung Vertikal gerichtete Bewegung des Substratstroms in einem Behälter. Verweilzeit Zeitraum, in der die Substanz im Fermenter verbleibt und dem organischen Abbau unterliegt. Vorlauftemperatur Temperatur im Heizwasser vor dem Entzug der Wärme bei der Wärmenutzung. WWärmetauscher Apparat zur Übertragung von Wärmeenergie zwischen zwei Heizsystemen. Wartung Regelmäßige Überprüfung, Kontrolle, Ersatz und Instandsetzung von Anlagenteilen. Wasserkraft Natürliche Energiequelle zur Stromerzeugung. über 20 Prozent des weltweit erzeugten Stroms stammen aus Wasserkraftanlagen, dabei werden bisher nur 20 Prozent der weltweit verfügbaren Wasserkraftreserven genutzt. Watt Maßeinheit für Stromleistung, nach James Watt (1736-1819), dem Erfinder der Dampfmaschine. 1 kW = 1.000 Watt; 1 Megawatt (MW) = 1.000.000 Watt. Windkraft Unerschöpfliche Energiequelle, bei der die natürliche Strömungsenergie des Windes zur Stromgewinnung genutzt wird. ZZerkleinerer Aufbereitungsmethode mit dem ziel, grobe Inputstoffe vor der Einbringung zu zerkleinern. Zündstrahlmotor Motor auf Basis eines Dieselmotors, der für den Biogaseinsatz umgerüstet wurde. Er benötigt eine Stützfeuerung und ist nicht so langlebig wie ein Gasmotor. Finanzkalender19. APRIL 2010 BERICHTERSTATTUNG ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2009 27. MAI 2010 BERICHTERSTATTUNG 1. QUARTAL 2010 24. JUNI 2010 HAUPTVERSAMMLUNG 26. AUGUST 2010 BERICHTERSTATTUNG 2. QUARTAL 2010 25. NOVEMBER 2010 BERICHTERSTATTUNG 3. QUARTAL 2010 NOVEMBER 2010 ANALYSTENKONFERENZ -EIGENKAPITALFORUM IN FRANKFURT AM MAIN ImpressumHERAUSGEBEREnviTec Biogas AG Industriering 10 a 49393 Lohne Tel.: +49 (0) 44 42 / 8065-100 Fax: +49 (0) 44 42 / 8065-110 E-Mail: info@EnviTec-biogas.de www.EnviTec-biogas.de INVESTOR RELATIONSOlaf Brandes Tel.: +49 (0) 44 42 / 8065-118 Fax: +49 (0) 44 42 / 8065-103 E-Mail: ir@EnviTec-biogas.de MARKETINGKatrin Selzer Tel.: +49 (0) 25 74 / 8888-810 Fax: +49 (0) 25 74 / 8888-100 E-Mail: k.selzer@EnviTec-biogas.de KONZEPT, REALISATION, TEXTKreutzmann Unternehmenskommunikation, Hamburg TEXTHOSCHKE & CONSORTEN Public Relations GmbH, Hamburg DRUCKDruckhaus Cramer, Greven PAPIERBavaria/Cycle Offset (100 Prozent Altpapier) |
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