![]() EnviTec Biogas AGLohneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Zusammengefasster Lagebericht des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AGZusammengefasster LageberichtGemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2009 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 zusammengefasst. ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMENGeschäftstätigkeitKomplettanbieter im BiogasbereichDie EnviTec Biogas AG ist ein führender Hersteller und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung. Mit unserer KUNDENORIENTIERTEN BAUWEISE haben wir Maßstäbe bei Zuverlässigkeit und Profitabilität gesetzt. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden: Landwirte, Finanzinvestoren, Projektentwickler, Industrieunternehmen und Energieversorger. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir WELTWEIT IN 18 LÄNDERN AKTIV. Die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas ist entsprechend der Segmentberichterstattung im Konzernanhang in DREI BEREICHE gegliedert, die strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft sind: Zielgruppengerechte AnlagenkonzeptionAnlagenbauIm Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir BIOGASANLAGEN FÜR DRITTE. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die KOMPLETTE PROZESSKETTE der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 KW EL. Dank des modularen Aufbaus aus standardisierten Elementen können wir alle Anlagen den betrieblichen Erfordernissen anpassen. Wir liefern maßgeschneiderte Angebote und sind damit optimal aufgestellt. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Folgekosten bei Wartung und Reparatur. Bis Ende 2009 waren insgesamt 305 ENVITEC-MODULE mit einer Nennleistung von 176,5 MW in Betrieb. Darüber hinaus waren zum Stichtag 27 MODULE MIT 15 MW Nennleistung IM BAU. Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG. Sofern im Folgenden Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau betroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss anzuwenden. Wachsende Bedeutung des EigenbetriebsEigenbetriebDer Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist verantwortlich für die ERZEUGUNG VON STROM, WÄRME UND GAS IN EIGENEN BIOGASANLAGEN IM IN- UND AUSLAND und ist mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Nach der Errichtung der Anlage erfolgt der Betrieb in der Regel durch langfristige Kooperationen mit lokalen PARTNERN aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. Wir beschaffen alle notwendigen Gutachten und die Genehmigungsdokumentation und errichten die schlüsselfertige Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Es werden darüber hinaus auch KOOPERATIONEN MIT KOMMUNEN, FONDSGESELLSCHAFTEN, INDUSTRIEUNTERNEHMEN UND ENERGIEVERSORGERN angestrebt. Im Ausland - beispielsweise in Italien und Frankreich - wollen wir die eigenen Projekte auch ALS WICHTIGE REFERENZEN nutzen, um potenzielle Kunden vor Ort von der Wirtschaftlichkeit der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für unser Unternehmen. Umfassendes ServiceangebotServiceWir bieten ALLE DIENSTLEISTUNGEN rund um den Betrieb einer Biogasanlage an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. Konzernstruktur![]() Die EnviTec Biogas AG ist die Holding der EnviTec Biogas-Gruppe. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft EnviTec Biogas alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen sie direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2009 umfasst 74 VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN. Dies sind 21 mehr als im Vorjahr. StrategieWir haben uns mit unserer technologischen Kompetenz und unserer langjährigen Erfahrung in den vergangenen Jahren die WELTWEIT FÜHRENDE POSITION im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Zielsetzung ist es jetzt, die für unseren Umsatz relevanten MÄRKTE NOCH ZIELGERECHTER zu bearbeiten und uns noch stärker auf die Länder zu fokussieren, in denen Biogas die größten Erfolgschancen hat. Mit unserer Strategie setzen wir uns, gemessen an Umsatz und Ergebnis, deutlich von anderen Marktteilnehmern ab, die nicht in vollem Umfang mit uns im Wettbewerb stehen. Anfang 2010 wurde ein Wettbewerber - die Schmack Biogas AG - nach seiner Insolvenz vom Heiztechnikspezialisten Viessmann übernommen. In Deutschland ist die Wettbewerbsintensität verglichen mit dem Ausland deutlich höher, so dass es zunehmend größerer Anstrengungen bedarf, den relevanten Zielgruppen unsere Alleinstellungsmerkmale zu verdeutlichen. Das tun wir verstärkt auf ausgewählten Messen und Fachtagungen sowie auf Anlagenbesichtigungen, mit PR-Aktionen und weiteren kundennahen Veranstaltungen. Fokussierung und StandardisierungUnsere führende Marktposition basiert sowohl auf unseren im Marktumfeld anerkannten und umfassenden FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN als auch auf der konsequenten STANDARDISIERUNG unserer Anlagen. Die Standardisierung ermöglicht es uns beispielsweise, im Segment der Bioerdgasanlagen die Kunden zunehmend vom Know-how-Zuwachs aus den Großprojekten, wie z. B. Güstrow, profitieren zu lassen. Mittlerweile kristallisieren sich beim Anlagenbau als Folge des neuen EEG DREI MARKTSEGMENTE HERAUS: 1. KLEINE HOFANLAGEN mit bis zu 250 kW, 2. VERSTROMUNGSANLAGEN in der Bandbreite von 370 kW bis zu etwa einem Megawatt und 3. GASAUFBEREITUNGSANLAGEN bis zu einer Größe von ca. 5 MWEL. Wir erwarten in den kommenden Jahren insbesondere im Segment Gasaufbereitungsanlagen in der Größenordnung von 350 Nm3 bis 700 Nm3 starkes Wachstum. In diesem Segment wollen wir unseren Marktanteil deutlich steigern. Darüber hinaus erwarten wir auch im Segment der 370 kW bis 850 kW Verstromungsanlagen eine weiterhin hohe Nachfrage aus dem landwirtschaftlichen Bereich, die von EnviTec Biogas direkt und über einige Projektentwicklungskunden bedient wird. Neue Technologien auf Messen vorgestelltIm November 2009 wurde unserem Unternehmen auf der weltweit größten Landtechnikausstellung AGRITECHNICA von der Technikredaktion des Deutschen Landwirtschaftsverlages (dlv) die Auszeichnung "MASCHINE DES JAHRES 2010" verliehen. EnviTec Biogas konnte sich in der Kategorie "Erneuerbare Energien" gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde für die Entwicklung der leistungsgeregelten Fütterung "ENVITEC FEEDCONTROL" geehrt. Das System steuert und überwacht die "Fütterung" von Biogasanlagen mit Einsatzstoffen wie Gülle, Energiemais und Ganzpflanzensilage. Eine KOSTENERSPARNIS VON BIS ZU 20.000 EURO PRO JAHR beim Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 500 Kilowatt ist durch "EnviTec Feedcontrol" möglich. Wir werden mit diesen Entwicklungen in weitere vielversprechende Märkte im In- und Ausland vordringen. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen sowie von Serviceleistungen in diesem Marktsegment auszubauen. Oberste Prämisse ist dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Um dies zu erreichen, haben wir folgende Eckpfeiler für unser Wachstum definiert: Deutschland weiterhin KernmarktWachstumschancen in Deutschland nutzenDeutschland ist der weltweit größte Markt für Biogas und wird dies auch bis auf weiteres bleiben. Nach vorläufigen Branchenzahlen des Bundesverbandes Bioenergie e. V., die am 29. März 2010 veröffentlicht wurden, steigerte der gesamte Bioenergiemarkt - zu dem Biogas gehört - in Deutschland 2009 seinen Marktanteil am Endenergieverbrauch von 6,8 Prozent in 2008 auf 7,0 Prozent. Damit stellt die BIOENERGIE EINEN MARKTANTEIL VON 70 PROZENT der gesamten in Deutschland erzeugten erneuerbaren Energien. So wuchs insbesondere die Stromproduktion aus biogenen Rohstoffen um 1,0 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent in 2009. Dies entspricht 32 Prozent der gesamten erneuerbar erzeugten Strommenge. Auch im Wärmemarkt konnte ein Marktwachstum von 7,3 Prozent in 2008 auf insgesamt 7,7 Prozent der Wärmenachfrage in 2009 erzielt werden. Die Biowärme stellt somit 92 Prozent der gesamten in Deutschland aus erneuerbaren Energien erzeugten Wärme zur Verfügung. Für EnviTec Biogas ist DEUTSCHLAND ebenfalls der Markt mit der größten Bedeutung. Wir haben im vergangenen Jahr ZAHLREICHE NEUE AUFTRÄGE im Inland akquiriert. Die neue Regierung in Berlin setzt vorrangig auf die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz und will das Marktanreizprogramm fortsetzen. Zusätzlich zur Förderung von Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas soll so auch die Nutzung von Biogas als Erdgassubstitut ausgebaut werden. Die Regierung hat darüber hinaus eine EEG-NOVELLE angekündigt, die den Einsatz organischer Reststoffe gegenüber nachwachsenden Rohstoffen stärker gewichten soll. Die Novellierung des Gesetzes soll zum 01. Januar 2012 erfolgen. Damit würde die Bandbreite möglicher Einsatzstoffe bei der Biomasseverstromung entsprechend steigen. Die Regierung schafft so die notwendigen Anreize, um die Branche nach den Krisenjahren 2008 und 2009 wieder auf Wachstumskurs zu bringen und sich technologisch weiter zu entwickeln. Hiervon wollen wir profitieren. Die Bundesregierung plant darüber hinaus in Kürze einen Gesetzentwurf vorzulegen und mittels dessen den Markt für BIOKRAFTSTOFFE, wozu auch Bioerdgas gehört, zu beleben. EnviTec Mitgründer des BiogasratsDie Wahrnehmung von Bioerdgas in der Öffentlichkeit steigt durch solche Maßnahmen. Dabei werden unserer Meinung nach bestehende Bedenken und Vorbehalte gegenüber Biogas noch zu wenig adressiert. Hier sehen wir auch den entscheidenden Ansatz für unser Unternehmen: Es muss uns im Rahmen unserer Aktivitäten gelingen, AUFKLÄRUNGSARBEIT in Bezug auf die Vorteile unserer Technologie zu leisten. Deutliche Energiekosteneinsparungen, der erhebliche Beitrag zum Klimaschutz und die im Gegensatz zu Wind- oder Solarenergie mögliche Entkopplung von Produktion und Nutzung der Energieressource sind entscheidende Argumente. Der intensive Dialog mit den Behörden, der Bevölkerung und den Banken ist dabei für uns essentiell. Wir sind überzeugt davon, dass uns dies gelingen wird. EnviTec hat im Juni 2009 gemeinsam mit 13 weiteren unternehmen den BIOGASRAT gegründet. Dieser vertritt als RATGEBER UND ANSPRECHPARTNER FÜR POLITIK UND WISSENSCHAFT von Berlin aus die Interessen seiner Mitglieder. Vorrangiges Ziel des Verbandes ist es, die landwirtschaftliche, industrielle und effiziente Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und das Thema Biogas in der Politik und Öffentlichkeit gemeinsam mit einer starken Stimme zu präsentieren. Darüber hinaus soll die Wettbewerbsfähigkeit auf nationaler und internationaler Ebene gestärkt werden. Europaweit sollen die jeweiligen Verantwortlichen bei der Festlegung gesetzlicher Rahmenbedingungen im Sinne eines nachhaltigen Klimaschutzes unterstützt werden. Kunibert Ruhe, Vorstand der EnviTec Biogas AG, gehört dem Vorstandsgremium des Biogasrats an. Ausbau der internationalen GeschäftstätigkeitAuch wenn sich der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz im Berichtsjahr von rund 25 auf 17,7 Prozent (21,2 Mio. EUR) reduzierte, haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Marktdurchdringung in anderen Ländern voranzutreiben. Das Auslandsgeschäft hat für EnviTec Biogas eine stetig steigende Bedeutung und das internationale Geschäft wird in Zukunft wesentlich zum Unternehmenswachstum beitragen. Roel Slotman in den Vorstand berufenImmer mehr Länder haben die Vorteile von Biogas als regenerativer und dezentral zu nutzender Energie erkannt und attraktive Rahmenbedingungen zur Förderung der Technologie geschaffen. Um von diesen Entwicklungen noch stärker zu profitieren, haben wir die Führungsmannschaft durch den VORSTAND ROEL SLOTMAN (CCO International) verstärkt, der die Leitung des internationalen Vertriebs übernommen hat. Der gebürtige Niederländer arbeitete zuvor bereits seit 2005 als Exportmanager im Vertrieb von EnviTec Biogas und hat seither maßgeblichen Anteil an unserem Erfolg in anderen Ländern. So haben wir im August die ersten Aufträge aus der SLOWAKEI und aus LETTLAND erhalten. Das Gesamtvolumen dieser Aufträge beläuft sich auf rund zehn Mio. Euro. Auch in ITALIEN gestaltet sich der Markt vielversprechend, was bereits zu erhöhten Auftragseingängen geführt hat. Die italienische Regierung hatte zuvor die Voraussetzungen für ein kräftiges Wachstum des Biogasmarktes geschaffen und will bis zum Jahr 2020 25 Prozent des nationalen Stromverbrauches aus erneuerbaren Energien decken. Für Biogas ist der Einspeisetarif im Juli 2009 auf 28 Cent pro Kilowattstunde Strom festgesetzt worden und wird für 15 Jahre ab Inbetriebnahme der Anlage garantiert. Damit hat ITALIEN MOMENTAN EINE DER HÖCHSTEN EINSPEISEVERGÜTUNGEN für Biogas in Europa. Darüber hinaus gewährt das Land Anlagenbetreibern steuerliche Vergünstigungen und sorgt so für insgesamt attraktive Rahmenbedingungen. ![]() Wir haben im Jahr 2009 erste Anlagen in Italien fertiggestellt, die uns bereits als wichtige Referenzen dienen. Italien erfährt in Sachen Biogas einen deutlichen Aufschwung, der infolge attraktiver Rahmenbedingungen und lohnender Investitionsmöglichkeiten auch neue Chancen für die Landwirte birgt. Wir rechnen daher mit einer positiven Marktentwicklung, die wir mit unserem Technologie- und Prozess-Know-how begleiten werden. Weitere Anlagenprojekte sind in Italien bereits in Planung. Auch der INDISCHE Markt bietet Potential, das wir nutzen wollen. In Indien haben wir im letzten Jahr die Strukturen aufgebaut, um einem Großauftrag gerecht zu werden. Wir bauen derzeit mit unserer indischen Firmentochter EnviTec Biogas Pvt. Ltd. an vier Standorten erste Anlagen in der Größenordnung von ein bis vier Megawatt. Nach dem Bau dieser insgesamt 12 MW in diesem Jahr sollen weitere 18 MW ab dem folgenden Geschäftsjahr in Indien gebaut werden. EnviTec reagiert auf zunehmende ProjektverzögerungenTrotz dieser positiven Entwicklungen mussten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr zur Kenntnis nehmen, dass die Markterschließung im Ausland LÄNGER DAUERT ALS GEPLANT. Aufgrund der fehlenden Erfahrung der örtlichen Partner und der Behörden und Banken mit dem Thema Biogas dauern Planung, Genehmigung und Finanzierung bei den ersten Anlagenprojekten wesentlich länger als in einem etablierten Markt wie Deutschland. Die Entwicklungen werden zudem durch die gestiegenen Finanzierungsanforderungen der Banken - insbesondere in Osteuropa - verzögert. Wir haben darauf reagiert und unterstützen unsere Kunden noch stärker bei den Finanzierungsprozessen. Begleitend arbeiten wir an der Standardisierung der Finanzierungsunterlagen und -prozesse. Dazu stehen wir in engem Kontakt mit vielen ausländischen Banken. Zielsetzung ist die Beschleunigung der Projektfinanzierung mit einem passenden Partner. Neben den genannten Aspekten wirkte sich in einigen Ländern auch die zögerliche Herangehensweise der Regierungen auf die Schaffung adäquater Förderkonditionen aus, denn nur dort, wo die Anleger attraktive Rahmenbedingungen vorfinden, entwickeln sich die Märkte positiv. Das hat im Ergebnis zu unterschiedlichen Marktbedingungen innerhalb Europas geführt. Wir passen daher schnell und flexibel unsere Schwerpunkte in Bezug auf die aussichtsreichsten Länder an. Forschung in eigenen AnlagenGezielter Ausbau des Eigenbetriebs insbesondere in Deutschland und ItalienAuch der Eigenbetrieb, das heißt der Betrieb eigener Anlagen im In- und Ausland, soll weiterhin konsequent ausgebaut werden und deutlich zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung im Konzern beitragen. Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist er eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Segment eine Verstetigung der Erlösbeiträge zu schaffen und von vergleichsweise HÖHEREN MARGEN als im Anlagenbau zu profitieren. Mit 31,3 Prozent fällt in diesem Segment eine hohe EBIT-Marge an. Leider sind wir auch im Eigenbetrieb nicht von den Marktstörungen, insbesondere bei der VERZÖGERTEN GENEHMIGUNGSERTEILUNG, verschont geblieben und haben statt den geplanten 40-60 Mio. Euro lediglich 10,5 Mio. Euro in Bestandsanlagen investiert. Die Erwartungen in diesem Segment wurden daher nicht erfüllt. Es gab auch Erfolge: Im vierten Quartal ist beispielsweise die erste Anlage in FRANKREICH in Bau gegangen. Nach Baubeginn gewannen wir in Frankreich bereits drei Anlagenbauaufträge. Für das Jahr 2010 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Erlöse aus diesem Segment. Unsere Projektpipeline ist gut gefüllt und es sollen in 2010 kontinuierlich neue Anlagen für den Eigenbetrieb in Bau gehen. Wir rechnen zwar auch weiterhin mit längeren Genehmigungsverfahren, stellen uns jedoch bei den Planungen darauf ein und begegnen damit den gewachsenen Anforderungen der Genehmigungsbehörden. EnviTec Biogas plant für 2010 im Eigenbetrieb ein Investitionsprogramm im Umfang von ca. 30-50 Mio. Euro. Stärkung der Innovations- und TechnologiekompetenzDer Ausbau unserer Technologiekompetenz ist neben den Chancen eines weiterhin starken nationalen Marktes, den Wachstumschancen im Ausland und dem Ausbau des Eigenbetriebs, der vierte Wachstumstreiber für die EnviTec Biogas AG. Technischer Fortschritt als WachstumstreiberDie Kombination aus FINANZKRAFT UND TECHNOLOGIEFÜHRERSCHAFT eröffnet uns entscheidende WETTBEWERBSVORTEILE gegenüber anderen Marktteilnehmern und sorgt dafür, dass unser Unternehmen auch bei Großprojekten Standards setzt, die vom Wettbewerb nicht einfach kopierbar sind. Mit dem NAWARO BioEnergie Park "Güstrow" ging im Juni 2009 beispielsweise die WELTGRÖSSTE BIOERDGASANLAGE ans Netz - errichtet von der EnviTec Biogas AG. Die Anlage verfügt über eine thermische Leistung von 55 Megawatt (MW). Nach der endgültigen Fertigstellung Anfang 2010 werden pro Jahr 46 Mio. Kubikmeter aufbereitetes Biogas in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Das entspricht dem Energiebedarf einer Kleinstadt mit rund 50.000 Einwohnern. Lizenz für Gasaufbereitungstechnologie erworbenBei Projekten wie diesen arbeiten wir auch mit TECHNOLOGIE-PARTNERN zusammen. So haben wir Ende 2009 mit der schwedisch-neuseeländischen Flotech Gruppe eine Lizenzvereinbarung über den Bau der Biogasaufbereitungsanlagen geschlossen. Damit können wir unseren Kunden künftig nicht nur eine ausgereifte Aufbereitungstechnologie anbieten, sondern vervollständigen auch unsere Wertschöpfungskette im Anlagenbau und können nunmehr die BIOGASANLAGE MIT VERSTROMUNG UND GASAUFBEREITUNG SOWIE DIE AUFBEREITUNG DER GÄRRESTE AUS EINER HAND anbieten. Insbesondere die gut aufeinander abgestimmten Anlagenkomponenten aber auch der umfassende Service dienen uns als entscheidendes Vertriebsargument. Innovationen reduzieren KostenDie Biogasbranche ist noch jung und bietet viel Raum für Fortschritt. Dies wollen wir nutzen und unsere hohe Innovations- und Technologiekompetenz durch gezielte FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSARBEIT kontinuierlich steigern. Ziel der Bemühungen ist stets eine verbesserte Handhabung der Anlagen sowie die Reduzierung der benötigten Substratmengen bei gleicher Leistung. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem eigentlichen Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Dazu gehören unter anderem Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise die Optimierung der Erntezeitpunkte, der Düngung und Saatgutentwicklung, aber auch der Aufbereitung der Gärreste. Außerdem forschen wir an der Optimierung der Biogasaufbereitung. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Finanzkennzahlen wie Umsatz, EBIT, Cashflow und Eigenkapitalrentabilität. Hohe Priorität der UnternehmensplanungDie operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen VORSTANDSSITZUNGEN REGELMÄSSIG WEITERE FÜHRUNGSKRÄFTE teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und festgelegt. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, in denen vorwiegend operative Themen diskutiert werden. Diesen Gremien werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden auch Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Die bereits Anfang 2008 initialisierten OPTIMIERUNGSMASSNAHMEN - beispielsweise die Einführung eines neuen ERP (Enterprise Resource Planning)-Systems zur besseren Planung der Unternehmensressourcen sowie die Abschaffung von Software-Insellösungen - haben sich im Geschäftsjahr 2009 positiv auf den Erfolg ausgewirkt. Alle Prozesse des Unternehmens wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing werden seither schnell und übersichtlich abgebildet. Die Darstellung der Unternehmensdaten ist wesentlich vereinfacht worden. Im Zuge der Systemumstellung haben wir das Projektcontrolling ausgebaut, um noch früher als bisher Indikatoren über den Erfolg und Misserfolg unserer Projekte zu erkennen, Gegenmaßnahmen ergreifen zu können und Konsequenzen für die Zukunft abzuleiten. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten im Hinblick auf die Unternehmenssteuerung waren die Steigerung der Effizienz im Forderungsmanagement und die Analyse der Kostenstrukturen unseres Konzerns. WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGENWirtschaftliches Umfeld in 2009 schwierigGesamtwirtschaftliche EntwicklungIm Jahr 2009 stand Deutschland noch erheblich unter dem Einfluss der FINANZ- UND WIRTSCHAFTSKRISE. Entsprechend einer Analyse des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitutes HWWI* war Deutschland bis zum Sommer 2009 aufgrund seiner ausgeprägten Exportorientierung besonders hart von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen. Die Ausfuhren waren binnen eines Jahres um fast 30 Prozent eingebrochen. Bei der Binnennachfrage schlugen vor allem die Investitionskürzungen der Unternehmen durch; die Ausrüstungsinvestitionen wurden allein im Winterhalbjahr 2008/2009 um 20 Prozent verringert. Obwohl einige Indikatoren im Frühjahr 2009 eine Bodenbildung signalisierten, war der Rest des Jahres noch durch Unsicherheit seitens der Unternehmen geprägt. Die Entwicklung im Jahr 2010 wird laut HWWI entscheidend davon abhängen, inwieweit die eventuell nachlassenden Impulse der Konjunkturmaßnahmen durch Festigung der selbsttragenden Auftriebskräfte kompensiert werden können. Damit ist zuallererst im Bereich der AUSLANDSNACHFRAGE zu rechnen. Die sich abzeichnende Wiederbelebung der Weltwirtschaft dürfte dem Export Auftrieb geben. Das würde die Investitionsneigung der Unternehmen stützen, von der auch die Biogasbranche profitieren könnte.
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Pressemitteilung "Erste Lichtblicke für 2010"
des HWWI vom 17. Juni 2009 Indikatoren der RohstoffmärkteBiomethanpreis trotz Gaspreisrückgang relativ stabilFür Biogasanlagenhersteller ist primär der Fördermechanismus des jeweiligen Tätigkeitsgebietes die wichtigste Rahmenbedingung. Darüber hinaus gewinnen vor allem durch den AUSBAU DER GASAUFBEREITUNG und der vermehrten NUTZUNG DER ABWÄRME die Indikatoren der Rohstoffmärkte (Erdöl und -gas) an Bedeutung.* Sie beeinflussen - neben den Entwicklungen auf den Kapitalmärkten und den Bedingungen zur Fremdkapitalfinanzierung, der Regulierung und den wirtschaftspolitischen Vorgaben - zunehmend die Nachfrage und damit den Preis. Steigende Preise für herkömmliches Erdgas oder Erdöl führen auch bei Alternativen wie Biomethan oder der Abwärme aus der Stromerzeugung mittelfristig zu höheren Preisen. Das Jahr 2009 war allerdings durch einen starken PREISVERFALL DES ERDGASES gekennzeichnet. Das statistische Bundesamt erhob, dass Erdgas im Dezember 2009 mit einem Rückgang von 42,1 Prozent erheblich günstiger war als im Dezember 2008.** Als ursächlich gilt die SINKENDE NACHFRAGE im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung, auf die beispielsweise der russische Anbieter Gazprom - Hauptlieferant für den europäischen Markt - mit sinkenden Preisen reagiert hatte. Von Preisrückgängen war auch der Konkurrenzenergieträger Erdöl betroffen, an dessen Preis der Erdgaspreis in Deutschland traditionell gekoppelt ist. Dennoch haben sich die Preise für Biomethan aufgrund der vorhandenen Knappheit und der indirekten Kopplung an das EEG sehr stabil gezeigt. Im Jahr 2010 dürften die Preise wieder steigen, sofern sich die europäischen Volkswirtschaften langsam wieder von den Rückschlägen der Finanz-und Wirtschaftskrise erholen. Dies wird jedenfalls von verschiedenen Instituten prognostiziert.
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Pressemitteilung "Erste Lichtblicke für 2010"
des HWWI vom 17. Juni 2009 Großbritannien schafft gute RahmenbedingungenBiogasanlagenanbauer sind stark abhängig von VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNGEN UND WIRTSCHAFTSPOLITISCHEN ENTSCHEIDUNGEN in Bezug auf den Energiesektor. Das Scheitern der Kopenhagener Klimakonferenz hat bislang keine negativen Auswirkungen auf die zunehmend ehrgeizigen Zielsetzungen vieler europäischer Regierungen in Bezug auf das Ziel der CO2-Reduktion gehabt. Die Wirtschafts- und Finanzkrise in den USA hat den Handlungsspielraum für Präsident Obama, mit dessen Wahl hohe umweltpolitische Erwartungen verbunden waren, eingeschränkt. Dennoch gehen zahlreiche Analysten davon aus, dass die USA mittelfristig einen Weg zu einem OBLIGATORISCHEN EMISSIONSZERTIFIKATEHANDEL oder ähnlichen Mechanismen gehen müssen. Damit würde sich in den USA ein enormes Marktpotential auch für Biogas eröffnen. In Europa spiegelt die Implementierung von Anreizsystemen für erneuerbare Energien die wachsende Bedeutung dieses Sektors wider. Viele Volkswirtschaften wollen sich darüber hinaus von Unternehmen, die den Markt der herkömmlichen Gas- und Stromversorgung beherrschen, unabhängiger machen. Auch hier kommen regenerative Energien ins Spiel. So hat die ITALIENISCHE REGIERUNG beschlossen, bis zum Jahr 2020 25 Prozent des nationalen Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu decken und fördert diese mit entsprechenden Einspeisevergütungen. Auch in GROSSBRITANNIEN ist das Marktumfeld erfreulich. Neben dem eher marktorientierten Vergütungsmodell der Emissionsrechte wird die britische Regierung zum 1.4.2010 wahlweise einen Einspeisetarif anbieten und spätestens zum 1.4.2011 ein Gesetz verabschieden, das die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien sowie die Aufbereitung und Einspeisung von Bioerdgas fördert. Die Schaffung solcher Rahmenbedingungen erleichtert auch die Finanzierbarkeit von Biogasprojekten und etabliert dieses Segment. BranchenumfeldBiogasanlagen haben auf dem DEUTSCHEN MARKT im weltweiten Vergleich die mit Abstand größte Verbreitung. Laut Fachverband Biogas stieg die Zahl der Anlagen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 500 auf 4.500. Großprojekt "Güstrow" produziert erstes BiogasDie Hersteller kommen nahezu ausschließlich aus Deutschland und bedienen auch zum Großteil den europäischen Biogasmarkt. EnviTec hat sich in den vergangenen Jahren eine SPITZENPOSITION UNTER DEN BIOGASANLAGENHERSTELLERN IN EUROPA erarbeitet und beispielsweise Großprojekte wie den NAWARO BioEnergie Park "Güstrow" in Mecklenburg-Vorpommern mit einer thermischen Leistung von 55 Megawatt (MW) realisiert. Hier hat EnviTec als größter Subunternehmer alle Anlagen zur Biogaserzeugung errichtet. Bereits im Juni 2009 konnte erstmalig AUFBEREITETES BIOERDGAS in das Erdgasverbundnetz eingespeist werden. Der deutsche Biogasmarkt ist auf beiden Marktseiten stark fragmentiert. Die Angebotsseite ist durch viele kleine und regionale Anbieter gekennzeichnet, die zwar nicht wie EnviTec die komplette Wertschöpfungskette abdecken oder Großprojekte realisieren können, jedoch zunehmend Segmente wie Kleinanlagen besetzen und damit die Marktpräsenz erhöhen. Insgesamt sind die HERSTELLER AUS DEUTSCHLAND WELTWEIT VORREITER, sowohl im Bereich der Forschung und Entwicklung als auch in der Marktdurchdringung. Dies trägt auch zu einem wachsenden Export bei, bei dem die deutschen Anbieter in vielen Märkten ebenfalls unter sich sind. EnviTec beispielsweise generiert bereits ca. 22 Prozent seiner Anlagenbauumsätze im Ausland. Umgekehrt ist, anders als im Solar- und teilweise auch im Windsektor, im Biogassektor nicht zu erwarten, dass Konkurrenzunternehmen aus dem Ausland in den starken deutschen Markt eintreten. Die Nachfrageseite gliedert sich in die landwirtschaftlich geprägten Betriebe, Energieversorger, institutionelle Anleger sowie Projektentwickler und zunehmend auch industrielle Kunden, die ihre Ökobilanz aufbessern und/oder Reststoffe besser für die Energieerzeugung nutzen möchten. Dabei haben wir eine Vielzahl von Kunden, die mehr als eine Biogasanlage nachfragen. Perspektive für die BrancheHoher volkswirtschaftlicher Nutzen von BiogasDem EXPORT VON ANLAGENTECHNIK im Bereich der erneuerbaren Energien - zu dem auch der Biogasanlagenbau gehört - prognostiziert die Studie "Wege in die moderne Energiewirtschaft -Anforderungen an eine zukunftsfähige Energiepolitik" des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) vom Oktober 2009, eine perspektivisch gleich starke Bedeutung, wie sie heute die Automobilbranche für die deutsche Volkswirtschaft hat. Biogasanlagen haben daher ein enormes Potenzial. Neben der Stärkung einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Energiewirtschaft hat die Branche AUCH FÜR DIE GESAMTE VOLKSWIRTSCHAFT EINEN ERHEBLICHEN NUTZEN. Sie führt beispielsweise zu einer GERINGEREN ABHÄNGIGKEIT VON GASIMPORTEN. Wegen ihrer KONTINUIERLICHEN VERFÜGBARKEIT sorgt laut BEE die Bioenergie - zu der auch Biogas zählt - zudem für den höchsten Beitrag aller erneuerbaren Energien zu einer gesicherten Versorgung der Bevölkerung. Auch die ab 2009 bereits EEG-adaptierte Vergütung für aufbereitetes Biogas in Deutschland, die mit der Einspeisung des Biomethans in das öffentliche Gasnetz verbunden ist, bietet wirtschaftliche Perspektiven, die die Bedeutung der Branche für die Volkswirtschaft steigen lassen. Die Entwicklungen stehen dabei erst am Anfang: In den letzten Jahren haben Unternehmen damit begonnen, mit aufbereitetem Biogas auch Erdgas zu ersetzen. Für eine zügige Weiterentwicklung der Branche wird die Optimierung der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und anderen Absatzmärkten eine wichtige Rolle spielen. So könnte insbesondere ein europaweit einheitlich geregelter Zugang zum Erdgasnetz die Marktchancen für Biogas, vor allem in Osteuropa signifikant erhöhen. Neue Regierung steht Biogas positiv entgegenFür die Biogasbranche begann das Jahr 2009 mit dem Inkrafttreten des NOVELLIERTEN ERNEUERBARE-ENERGIEN-GESETZES (EEG) am 01. Januar 2009. Mit ihm wurden wieder VERLÄSSLICHE GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN für die Biogasproduktion geschaffen. So änderte sich die Vergütung durch Anhebung der NawaRo- und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)-Boni um je einen Cent pro Kilowattstunde. Des Weiteren wurden zwei neue Boni eingeführt: Anlagenbetreiber erhalten seither bei einem Mindesteinsatz von 30 Masseprozent Gülle einen Bonus in Abhängigkeit von der Anlagengröße von bis zu vier Cent je Kilowattstunde (kWh). Mit dieser zusätzlichen Vergütung sollen die Methan-Emissionen reduziert werden. Der Gülle-Bonus macht aber auch die Biogasproduktion für Landwirtschaftsbetriebe mit Viehhaltung noch attraktiver. Ebenso wird für die Einhaltung bestimmter Formaldehydgrenzwerte ein Bonus in Höhe von einem Cent/kWh gewährt. Neben dem neuen EEG wurde bereits im März 2008 die GASNETZZUGANGSVERORDNUNG GEÄNDERT. Demnach ist seither die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz gesetzlich geregelt und sieht eine Verteilung bestimmter Kosten der Gaseinspeisung auf die Netzbetreiber vor. Damit GEWINNT DIE EINSPEISUNG IN DAS ERDGASNETZ FÜR BIOGASPRODUZENTEN AN ATTRAKTIVITÄT. Die neue Regierung schaffte mit ihrem Koalitionsvertrag im Herbst 2009 darüber hinaus weitere notwendige Anreize, um die Branche nach den schwierigen Jahren 2008 und 2009 wieder auf Wachstumskurs zu bringen. Einen Schwerpunkt setzt die neue Regierung in Berlin auf die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz und beabsichtigt, das Marktanreizprogramm weiterhin fortzusetzen. Zusätzlich zur Förderung von Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas soll so auch die Nutzung von Biogas als Erdgassubstitut ausgebaut werden. Positiv ist auch die Entscheidung bezüglich der ALTANLAGENREGELUNG im Paragraph 19 des EEG. Das EEG fiel zuvor zu Ungunsten bestehender Anlagen aus und entsprach nicht dem Grundsatz des Bestandsschutzes. Das im Dezember 2009 verabschiedete Wachstumsbeschleunigungsgesetz revidierte diese Handhabung, so dass auch EnviTec Biogas eine RÜCKWIRKEND HÖHERE EINSPEISEVERGÜTUNG für ihre beiden Biogas-Parks für das Geschäftsjahr 2009 ausgezahlt bekam. EnviTec Biogas erwartet vom EEG und anderen Gesetzen auch weiterhin entscheidende Impulse, die die Chancen dieser noch jungen, durch ständige Innovationen geprägten Branche fördern. MITARBEITER![]() Engpass bei Finanzierungen in einigen MärktenIm Jahr 2009 spürte die Biogasbranche insbesondere beim Export die Auswirkungen der Finanzkrise. Gerade in noch jungen Märkten wie in Osteuropa oder Indien wurden Projektfinanzierungen mangels ausreichender Liquiditätsversorgung sowie der geringen Verfügbarkeit von Risikokapital deutlich schwieriger. Sofern sich die Finanzmärkte weiter stabilisieren, sollte sich die Finanzierung von Biogasanlagen in vielen Märkten wieder einfacher gestalten. In vielen jungen Biogasmärkten entwickelt sich die Finanzierungskultur für neue Themen wie Biogas erst langsam. EnviTec hat hier in der Vergangenheit sehr viel Pionierarbeit geleistet und zahlreiche Finanzierungsgespräche mit Banken im Ausland geführt, um die Wirtschaftlichkeit von Biogasprojekten verständlicher zu machen. Wir werden dies auch in Zukunft fortsetzen. GESCHÄFTSVERLAUF 2009MitarbeiterPersoneller Ausbau im BetriebFür das Wachstum des Konzerns brauchen wir qualifizierte und motivierte Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren. Um potentielle Mitarbeiter auf uns aufmerksam zu machen, sind wir auf Hochschulmessen wie der "Zukunftsenergien Nordwest 2010" und unterstützen universitäre Forschungsprojekte, beispielsweise an der Fachhochschule Vechta. Wir legen Wert auf eine Beschäftigungspolitik, die den Bedürfnissen unseres Unternehmens gerecht wird und auf individuelle Interessen der Beschäftigten eingeht. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme, beispielsweise Sonderzuschläge oder eine Vergütung mit einem variablen Anteil, der entsprechend des persönlichen Erfolges gestaltet ist. Darüber hinaus unterstützt unser Unternehmen Mitarbeiter auch durch eine Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten und Schulungssystemen auf persönlicher und fachlicher Ebene. In unserer jungen, innovativen Branche kommt es sehr darauf an, die technischen und kaufmännischen Kenntnisse im Unternehmen auf dem neuesten Stand zu halten und Engagement und Forschung zu fördern. Aber auch die Mitarbeitermotivation und Personalführung sind entscheidend und werden geschult. Ergänzt werden diese auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen durch Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen. Eine Vielzahl unserer Mitarbeiter ist bereits seit Jahren für EnviTec Biogas tätig. Besonders bereichernd sind für viele der Austausch mit den ausländischen Vertriebsstandorten und die Chance, in einem sehr innovativen Unternehmen an der Entwicklung einer Zukunftsbranche mitzuwirken. Zum 31. Dezember 2009 beschäftigten wir insgesamt 385 Mitarbeiter (Vorjahr: 307 Mitarbeiter), davon 310 in Deutschland. In den Niederlassungen und Vertriebsbüros im Ausland waren 75 Beschäftigte tätig. Im Konzern waren im Jahresdurchschnitt 373 Mitarbeiter beschäftigt. Der prozentuale Anstieg der Mitarbeiterzahl um gut 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2008: 307) ist im Wesentlichen auf die Übernahme der A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF) sowie den Ausbau des Vertriebs im In- und Ausland zurückzuführen. Forschung und EntwicklungLizenz für Gasaufbereitungstechnologie erworbenAls Technologieführer der Biogasbranche hat EnviTec Biogas den Bereich Forschung und Entwicklung auch im vergangenen Jahr weiter ausgebaut. Wir stehen in ständigem Austausch mit unseren Kunden und nehmen deren Wünsche zum Anlass, die eigenen Verfahren stetig zu optimieren. Dabei setzen wir auch auf Kooperationspartner. So hat EnviTec Biogas im Januar dieses Jahres mit Greenlane, einem Tochterunternehmen der schwedisch-neuseeländischen Flotech Gruppe, eine Lizenzvereinbarung über die Herstellung, den Bau und den Vertrieb von Biogasaufbereitungsanlagen geschlossen. Wir werden die von Greenlane Biogas entwickelte Technik für die Aufbereitung von Biogas in Erdgasqualität in Deutschland und anderen Ländern Europas anbieten. Dabei handelt es sich um das Verfahren der Druckwasserwäsche: Durch die Reinigung des Rohbiogases erhöht sich der Methangehalt von 55 Prozent auf mindestens 96 Prozent. So aufbereitet kann das Biomethan direkt ins öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Das Verfahren ist für den Einsatz in kleineren und industriellen Großanlagen geeignet und wird von Greenlane Biogas seit 1990 weltweit vertrieben. Leistungsangebot im Bereich Gärrestaufbereitung vervollständigtIm vergangenen Jahr hat EnviTec Biogas die Technologiekompetenz im Konzern auch durch Zukäufe erweitert: Im Januar übernahmen wir 70 Prozent an dem Wasseraufbereitungs-Spezialisten A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF), einem Hersteller von Membranmodulen. Mit dem Zukauf sicherten wir uns zusätzliche Kapazitäten und Spezial-Know-how für die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Gärrestaufbereitung und vervollständigten so unser Leistungsangebot in diesem Bereich. Bei dieser Technologie werden die Reststoffe aus der Biogasgewinnung zu Düngerkonzentrat und einleitfähigem Wasser aufbereitet. Zudem reagierte das Unternehmen auf eine neue Anforderung im EEG, die die Einhaltung eines Formaldehydrichtwertes von 40 mg/N3 vorsieht. EnviTec Biogas hat frühzeitig verschiedene Varianten zur Formaldehydreduzierung sorgfältig geprüft, um dem zu entsprechen und die bestmögliche Lösung für die Anlagenbetreiber zu identifizieren. Wir haben dazu ein leistungsstarkes und wirtschaftliches Katalyseverfahren zur Formaldehydreduzierung entwickelt. Mit der Komplettlösung, die an die Technik der EnviTec-Anlagen angepasst ist, können bestehende Biogasanlagen nachgerüstet werden. Damit ermöglicht EnviTec Biogas seinen Anlagenbetreibern nicht nur, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten, sondern auch umweltschonend erneuerbare Energie zu produzieren. Gleichzeitig wird die Rentabilität der Anlagen gesteigert, denn die zusätzliche Investition zur Einhaltung des neuen Formaldehydrichtwertes wird mit dem Emissionsminderungsbonus gefördert. AUFTRAGSBESTAND IN-/AUSLAND![]() Forschung nicht im Labor, sondern in der PraxisEnviTec Biogas betreibt inzwischen mehr als 20 eigene Biogasanlagen und nutzt dieses Portfolio verstärkt auch für die Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung der Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen erst für den Kunden freigegeben werden, wenn sie im Betrieb erfolgreich eingesetzt worden sind. Diese Art der angewandten Forschung und Entwicklung möchten wir mit dem Bau des Technologiezentrums in Lohne deutlich intensivieren, wo wir neue Technologien nicht nur entwickeln, sondern auch präsentieren wollen. EnviTec Biogas erhält auf der AGRITECHNICA 2009 den Preis "Maschine des Jahres 2010"Im November wurden wir auf der weltgrößten Landtechnikausstellung AGRITECHNICA in Hannover mit der Auszeichnung "Maschine des Jahres 2010" geehrt. Die Auszeichnung wird seit 1997 von der Technikredaktion des Deutschen Landwirtschaftsverlages (dlv) verliehen. EnviTec konnte sich in der Kategorie "Erneuerbare Energien" gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde für die Entwicklung der leistungsgeregelten Fütterung "EnviTec Feedcontrol" geehrt. Das System steuert und überwacht die "Fütterung" von Biogasanlagen mit Einsatzstoffen wie Gülle, Energiemais und Ganzpflanzensilage. Eine Kostenersparnis von bis zu 20.000 Euro pro Jahr beim Betrieb einer Biogasanlage mit einer elektrischen Anschlussleistung von 500 Kilowatt wird so möglich. AuftragsentwicklungEnviTec Biogas ist in den drei Segmenten ANLAGENBAU, EIGENBETRIEB UND SERVICE tätig. Der Geschäftsbereich Anlagenbau trägt derzeit am stärksten zum Umsatz des EnviTec-Konzerns bei. Hoher Auftragsbestand bei hoher LiquiditätTrotz schwieriger Finanzierungsbedingungen für Biogasanlagen und entsprechender Investitionszurückhaltung unserer Kunden verzeichneten wir am Ende des Berichtsjahres einen SOLIDEN AUFTRAGSBESTAND IN HÖHE VON 227,7 MIO. EURO. Davon entfielen 66,8 Prozent auf das Inland und 33,2 Prozent auf das Ausland. Bezogen auf die Zielgruppen entfallen 61,4 Prozent auf Projektentwickler, 27,1 Prozent auf landwirtschaftliche Betriebe und 7,5 Prozent auf Energieversorger und industrielle Kunden. Die verbleibenden 4,0 Prozent sind Aufträge des Segments Eigenbetrieb. Auch im vergangenen Jahr war Deutschland der mit Abstand größte Absatzmarkt, gefolgt von Märkten in Belgien, Tschechien und Italien. Wir konnten unsere Kunden mit neuen technologischen Entwicklungen, Referenzprojekten in den einzelnen Ländern, Engagement und einem guten Service überzeugen. Aufträge, die wir bis zum 31. Dezember 2009 erhielten, werden überwiegend in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 umsatz- und ergebniswirksam. Unsere Verträge im Segment Anlagenbau sind so gestaltet, dass mit unseren Kunden signifikante Anzahlungen vereinbart wurden und nach Projektabschnitten weitere Teilzahlungen erfolgen. Entwicklung in den Segmenten des KonzernsAufklärung über gesetzliche Förderung soll Finanzierung einfacher machenGeschäftsverlauf AnlagenbauGetrieben durch das Inkrafttreten des EEG zum Jahresbeginn stieg das Interesse an leistungsstarken Biogasanlagen im Vergleich zum Vorjahr weiter an. Wir bekamen insbesondere im zweiten Halbjahr 2009 deutlich MEHR KUNDENANFRAGEN von allen Kundengruppen. Leider waren in einigen Teilmärkten sowohl Banken als auch Investoren noch ZURÜCKHALTEND BEI DER VERGABE VON FINANZMITTELN. Aus diesem Grund haben wir gezielt den Kontakt zu ausgewählten Banken und Investoren gesucht, um intensiv über Chancen, Renditeaussichten und die Förderung der Biogasanlagen durch nationale Gesetzgebungen aufzuklären. Auch die längeren Laufzeiten der Genehmigungsverfahren haben im abgelaufenen Geschäftsjahr zu Umsatzverschiebungen geführt und eine Anpassung unserer Prognose vom Jahresanfang notwendig gemacht. Dennoch konnten wir den Umsatz im Segment Anlagenbau von 85,5 Mio. Euro im Jahr 2008 UM 10,7 PROZENT AUF 94,6 MIO. EURO IM BERICHTSJAHR STEIGERN. Der Geschäftsbereich trug mit 78,9 Prozent deutlich zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 84,6 Prozent). Das operative Segmentergebnis (EBIT) lag bei minus 5,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). Weltweit größte Bioerdgasanlage in GüstrowDeutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Anlagenbau. Das Interesse an Biogasanlagen ist hier besonders hoch. Wir konnten IN DEUTSCHLAND unseren Umsatz im Segment Anlagenbau trotz hoher Wettbewerbsintensität von 60,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 73,4 Mio. Euro in 2009 UM 21 PROZENT STEIGERN. Unser Anteil am deutschen Markt liegt somit weiterhin bei über 15 Prozent. Neben zahlreichen landwirtschaftlich ausgerichteten Biogasanlagen ging im Juni 2009 auch die größte Bioerdgasanlage der Welt in Güstrow ans Netz, die wir für unseren Kunden, die NAWA-RO BioEnergie AG, errichtet haben. Außerdem erhielten wir einen Großauftrag mit einem Volumen in Höhe von mehr als 25 Mio. Euro zum Bau einer Gasaufbereitungsanlage in Forst (Brandenburg). Das Unternehmen BKN Biostrom AG mit Sitz in Vechta erteilte uns darüber hinaus einen Auftrag mit einem Volumen von mehr als 10 Mio. Euro zum Bau einer Biogasanlage mit Gasaufbereitung und Verstromungseinheit mit einem Gesamtäquivalent von 3,5 MW EL im brandenburgischen Guben und für zwei Einzelanlagen mit je 500 kW elektrischer Anschlussleistung. Schwierige Rahmenbedingungen in AuslandsmärktenAnlagenbau im AuslandIm Segment Anlagenbau erwirtschafteten wir im Ausland einen Umsatz in Höhe von 21,2 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 24,8 Mio. Euro. Diese Entwicklung spiegelt die schwierigen Rahmenbedingungen insbesondere in den osteuropäischen Märkten wider. Leider hat sich auch in ITALIEN die Ratifizierung des Einspeisetarifes von 28 Cent je kWh bis tief in die zweite Jahreshälfte hingezogen, so dass diese sich auf unseren Umsatz noch nicht positiv auswirken konnte. IN ZUKUNFT ERWARTEN WIR IN DIESEM MARKT DEUTLICHE STEIGERUNGSRATEN. Es zeichnet sich deutlich ab, dass sich insbesondere diejenigen Auslandsmärkte positiv entwickeln, die eine attraktive und langfristig ausgerichtete Vergütung für Biogas implementiert haben. Wir fokussieren uns aus diesem Grund zunehmend auf Länder mit guten Marktbedingungen, beispielsweise Belgien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und der Slowakei. EIGENBETRIEB![]() Erhöhter Umsatz bei Eigenbetrieb trotz MarktstörungenGeschäftsverlauf EigenbetriebDer Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist verantwortlich für die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zum 31. Dezember 2009 hatten wir 19 eigene Anlagen mit 29 Modulen und einer elektrischen Leistung von 15,2 MW am Netz. Vier Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 2,1 MW waren zum Bilanzstichtag im Bau. Der Umsatz im Bereich Eigenbetrieb ist im Berichtsjahr gegenüber 2008 von 10,5 MIO. EURO AUF 18,6 MIO. EURO GESTIEGEN. Das EBIT erhöhte sich von 1,9 Mio. Euro im Jahr 2008 auf 5,8 Mio. Euro im Jahr 2009. Der Geschäftsbereich machte 2009 15,5 Prozent (Vorjahr 10,4 Prozent) des Konzernumsatzes aus. Leider sind wir auch im Eigenbetrieb nicht von den Marktstörungen - insbesondere aufgrund verzögerter Genehmigungen - verschont geblieben. Das geplante Technologiezentrum in Lohne und eine Großanlage mussten aufgrund von Standortproblemen zeitlich verschoben werden. Als Konsequenz konnten wir statt der geplanten 40 bis 60 Mio. Euro bisher nur 10,5 Mio. Euro in Anlagen für den Eigenbetrieb investieren. IM JAHR 2010 WOLLEN WIR FÜR 30-50 MIO. EURO ANLAGEN IM EIGENBETRIEB BAUEN. Umsatz durch Dienstleistungen und Wartungen gestiegenGeschäftsverlauf ServiceIm Geschäftsbereich Service sind unsere Dienstleistungen rund um den Betrieb einer Biogasanlage zusammengefasst. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Umsatz stieg in diesem Segment im Berichtsjahr gegenüber 2008 AUF 6,7 MIO. EURO (Vorjahr: 5,0 Mio. Euro). Das EBIT bewegte sich mit minus 0,58 Mio. Euro etwa auf dem Niveau des Vorjahres (minus 0,64 Mio. Euro). ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGEUmsatzentwicklungLetztes Quartal 2009 stärkster Umsatz in Unternehmensgeschichte2009 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 120 MIO. EURO und somit 18,6 PROZENT MEHR als im Vorjahr (101,1 Mio. Euro). Damit liegt EnviTec auch über der im Oktober 2009 bekannt gegebenen Prognose von ca. 110 Mio. Euro. Nachdem bereits im dritten Quartal mit 34,6 Mio. Euro deutlich mehr erlöst wurde als im ersten (19,2 Mio. Euro) und im zweiten Quartal (23,5 Mio. Euro), stieg der Umsatz im vierten Quartal nochmals deutlich auf 42,6 Mio. Euro (Vorjahr 36,6 Mio. Euro) an. Die letzten drei Monate des Jahres 2009 waren damit die UMSATZSTÄRKSTEN IN UNSERER UNTERNEHMENSGESCHICHTE. Obwohl der Konzernumsatz über dem Vorjahreswert lag, verfehlten wir unsere Prognose deutlich. Ursächlich dafür waren neben dem schwachen Umfeld im ersten Halbjahr insbesondere Verzögerungen bei Genehmigungs- und Finanzierungsprozessen, die zu Projekt- und somit Umsatzverschiebungen geführt haben. Es hat sich jedoch abgezeichnet, dass der Biogasmarkt in den letzten Monaten des Jahres wieder stark angezogen hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir im vierten Quartal eine Rückerstattung in Höhe von rund 2,1 Mio. Euro für unsere beiden Biogasparks erhalten haben. EnviTec Biogas hatte seit Januar 2009 zunächst eine reduzierte Einspeisevergütung für die Biogasparks erhalten. Nach der Bundestagswahl wurde im Rahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes die Altanlagenregelung im § 19 des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zu unseren Gunsten revidiert. Die Rückerstattung verteilt sich anteilig auf das Gesamtjahr 2009. Verzögerungen durch Genehmigungs- und FinanzierungsprozesseDer nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte UMSATZ der EnviTec Biogas AG sank im Vergleich zum Vorjahr von 105,1 Mio. Euro auf 79,5 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr veränderte sich die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen um 10,4 Mio. Euro (Vorjahr minus 14,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,0 Mio. Euro), so dass die Gesamtleistung der EnviTec Biogas AG sich kaum veränderte. Diese lag im Jahr 2009 bei 91,2 Mio. Euro (2008 bei 91,4 Mio. Euro). KostenentwicklungGestiegener Material- und PersonalaufwandDie größte Aufwandsposition bildete wie in den Jahren zuvor der MATERIALAUFWAND. Er lag bei 81,6 Mio. Euro (Vorjahr: 70,6 Mio. Euro). Die Rohmarge stieg von 31,3 Prozent in 2008 auf 34,2 Prozent in 2009 an. Der Anstieg ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der margenstarke Eigenbetrieb seinen Umsatzanteil im Konzern um 5 Prozentpunkte steigern konnte. Der PERSONALAUFWAND stieg von 12,6 Mio. Euro auf 16,1 Mio. Euro. Der Anstieg der Kosten im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Übernahme der A3 Water Solutions GmbH (A3) und deren Schwesterfirma MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH (MMF) und den Ausbau des Vertriebs im In- und Ausland zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote lag bei 13,1 Prozent (Vorjahr: 12,3 Prozent). Höhere Aufwendungen und AbschreibungenDer Anstieg der ABSCHREIBUNGEN von 3,8 Mio. Euro auf 5,5 Mio. Euro resultiert insbesondere aus dem Ausbau des Eigenbetriebs. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von 12,1 Mio. Euro auf 20,0 Mio. Euro. Sie setzten sich im Wesentlichen aus Vertriebskosten in Höhe von 8,4 Mio. Euro (Vorjahr 5,3 Mio. Euro), Betriebskosten, beispielsweise für die EDV und Personaldienstleistungen, in Höhe von 8,5 Mio. Euro (Vorjahr 4,5 Mio. Euro) und Verwaltungskosten in Höhe von 3,1 Mio. Euro (Vorjahr 2,2 Mio. Euro) zusammen. Die Vertriebskosten haben sich insbesondere aufgrund gestiegener Vertriebsprovisionen erhöht. Im Einzelabschluss der AG stieg der Materialaufwand von 61,5 Mio. Euro auf 64,6 Mio. Euro im Jahr 2009. Der Personalaufwand stieg von 10,2 Mio. Euro auf 10,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund weiterer Investitionen in die Infrastruktur der EnviTec Biogas AG von 1,7 Mio. Euro auf 1,9 Mio. Euro. Des Weiteren stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,5 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro. Hauptsächlicher Grund hierfür waren erhöhte Provisionskosten im In- und Ausland. UMSATZ H1/H2![]() ErgebnisentwicklungMaßnahmen zur Kostensenkung angestrebtDer EnviTec Biogas Konzern erzielte ein operatives ERGEBNIS VOR ZINSEN UND STEUERN (EBIT) in Höhe von MINUS 0,5 MIO. EURO (Vorjahr plus 3,2 Mio. Euro). Auf das Ergebnis wirkten sich außerordentliche Abschreibungen im Segment Anlagenbau in Höhe von 1,8 Mio. aus. Ohne Berücksichtigung dieser einmaligen Abschreibungen liegt das EBIT bei 1,3 Mio. Euro. Das EBIT wurde im Jahr 2009 vor allem durch den Kapazitätsaufbau, der in Erwartung einer Ausweitung der Geschäftsaktivität durchgeführt wurde, und die aufgrund schwieriger Marktbedingungen nicht im erwarteten Umfang eingetroffen ist, belastet. Obwohl EnviTec Biogas im dritten und vierten Quartal wieder ein positives Betriebsergebnis erreicht hat, hat der Vorstand das Controlling intensiviert und Ansatzpunkte für Kostensenkungen identifiziert. Das EBITDA lag bei 4,9 Mio. Euro (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) belief sich auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro). Nach Abzug der Ertragsteuern und Anteilen von Minderheitsgesellschaftern betrug der Konzernjahresüberschuss 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro). Entsprechend lag das Ergebnis je Aktie bei 0,08 Euro (Vorjahr 0,38 Euro). Jahresüberschuss und Finanzergebnis niedriger als 2009Der JAHRESÜBERSCHUSS von EnviTec Biogas betrug gemäß HGB 3,4 Mio. Euro gegenüber 11,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag dabei bei 5,3 Mio. Euro (Vorjahr 15,0 Mio. Euro). Das Finanzergebnis ist aufgrund der Investitionsmaßnahmen, sowie insgesamt niedrigerer zu erzielender Zinsen, zum Vorjahr um 2,0 Mio. Euro auf 4,5 Mio. Euro gesunken. Für das Geschäftsjahr ist keine Dividendenzahlung geplant. FinanzlageFinanzierung Eigenbetrieb mit möglichst hohem FremdkapitaleinsatzDer EnviTec Biogas Konzern hat eine sehr SOLIDE EIGENKAPITALAUSSTATTUNG: Das Eigenkapital beträgt 175,1 Mio. Euro (Vorjahr 179,8 Mio. Euro). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten stiegen von 12,6 Mio. Euro auf 24,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist zum einen auf die Refinanzierung eines Teilbestandes im Eigenbetrieb sowie der Fremdfinanzierung neuer Projekte im Eigenbetrieb zurückzuführen. EnviTec plant die Biogasprojekte im Eigenbetrieb künftig konsequent mit einem möglichst hohen Fremdkapitaleinsatz zu finanzieren. Die KURZFRISTIGEN SCHULDEN stiegen von 20,4 Mio. Euro auf 28,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. So erhielt EnviTec im Vergleich zum Vorjahr rund 3,3 Mio. Euro höhere Anzahlungen auf Anlagenaufträge. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um gut 2 Mio. Euro und die Steuerschulden um ca. 1,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Den KURZFRISTIGEN VERBINDLICHKEITEN stehen kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 151,8 Mio. Euro (Vorjahr: 172,3 Mio. Euro) gegenüber. Weitere Details zu den Verbindlichkeiten sind im Konzernanhang auf Seite 138 ff. dargestellt. Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist ausschließlich auf die Fremdfinanzierung eigener Biogasanlagen zurückzuführen. Hinsichtlich der Darlehenskonditionen handelt es sich ausschließlich um festverzinsliche Darlehen, die mit einem marktüblichen Zinssatz abgeschlossen worden sind. Insofern bestehen keine Zinsrisiken bei den langfristigen Zinsverbindlichkeiten. Im Einzelabschluss weist die EnviTec Biogas AG für 2009 ein EIGENKAPITAL in Höhe von 170,7 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2008 von 171,7 Mio. Euro aus. Die Verbindlichkeiten setzen sich aus 1,8 Mio. Euro Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten (Vorjahr 2,2 Mio. Euro), 5,7 Mio. Euro aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 5,9 Mio. Euro), 3,3 Mio. Euro gegenüber verbundenen oder beteiligten Unternehmen (Vorjahr 1,3 Mio. Euro) und 0,9 Mio. Euro sonstigen Verbindlichkeiten (Vorjahr 0,5 Mio. Euro) zusammen. Rückstellungen wurden in Höhe von 6,3 Mio. Euro (Vorjahr 5,1 Mio. Euro) gebildet. InvestitionenAuch im Jahr 2009 hat der EnviTec Biogas Konzern wieder in das Unternehmenswachstum investiert. Dafür wurden im Berichtsjahr 19,0 Mio. Euro (Vorjahr 24,8 Mio. Euro) inklusive der Zugänge aufgrund Unternehmenserwerbe eingesetzt. Der überwiegende Teil davon ist in den Ausbau des Eigenbetriebs geflossen. Netto-Cashflow deutlich verbessertDer BRUTTO-CASHFLOW erreichte im Berichtsjahr 2,3 Mio. Euro und blieb damit unterhalb des Vorjahreswertes von 5,8 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf den geringeren Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit wurde stark von der Zunahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte um 20,5 Mio. Euro sowie der Abnahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo in Höhe von 12,9 Mio. Euro beeinflusst und war mit -1,0 Mio. Euro zwar negativ, jedoch deutlich höher als der Vorjahreswert von -40,2 Mio. Euro. Insbesondere der weitere Ausbau des Eigenbetriebs führte zu einem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit von 14,9 Mio. Euro (Vorjahr 16,9 Mio. Euro). Insgesamt ergab sich ein Zufluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von 20,5 Mio. Euro (Vorjahr -52,3 Mio. Euro) primär aufgrund der im Vorjahr erfolgten Umgliederung von Geldanlagen, die nicht als Zahlungsmittel bzw. Zahlungsmitteläquivalent ausgewiesen wurden. Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 0,7 Mio. Euro abgeflossen (Vorjahr 0,3 Mio. Euro Zufluss). Einem Zufluss aufgrund der Aufnahme von langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11,3 Mio. Euro stehen insbesondere Abflüsse aus der Dividendenzahlung (4,4 Mio. Euro), der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (4,3 Mio. Euro) sowie dem Erwerb von eigenen Aktien (2,1 Mio. Euro) gegenüber. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit belief sich im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG auf 24,3 Mio. Euro (Vorjahr -45,7 Mio. Euro) und ist im Wesentlichen durch die Mittelzuflüsse im Bereich des Vorratsvermögens und der Forderungen begründet. Aus der Investitionstätigkeit sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von 42,2 Mio. Euro (Vorjahr 13,1 Mio. Euro) abgeflossen. Es handelt sich hierbei insbesondere um Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von 37,5 Mio. Euro. Aus der Finanzierungstätigkeit sind der Gesellschaft Mittel in Höhe von 4,9 Mio. Euro (Vorjahr 0,4 Mio. Euro) abgeflossen. Bei dem Anstieg handelt es sich fast ausschließlich um die Dividendenzahlung in Höhe von 4,4 Mio. Euro. EIGENKAPITAL![]() VermögenslageDie BILANZSUMME des EnviTec-Konzerns erhöhte sich zum 31. Dezember 2009 auf 231,4 Mio. Euro (Vorjahr: 217,8 Mio. Euro). Die Struktur der Aktiva hat sich im Berichtsjahr aufgrund der Investitionen in den Eigenbetrieb zugunsten der langfristigen Vermögenswerte verschoben. Die sonstigen langfristigen Forderungen stiegen auf 21,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) und enthalten besicherte und verzinsliche Darlehen, die überwiegend an Kunden und Vertriebspartner vergeben wurden. Die Vorräte erhöhten sich von 6,3 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert aus der gestiegenen Anzahl der errichteten und in der Umsetzung befindlichen Biogasanlagen im Eigenbetrieb. Darüber hinaus haben wir die günstigen Substratpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr genutzt, um unsere Vorräte aufzustocken. Zahlungsziele konnten verkürzt werdenFERTIGUNGSAUFTRÄGE, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, werden mit aktivischem Saldo ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 40,4 Mio. Euro (Vorjahr 52,8 Mio. Euro). Ursächlich für die Reduzierung des aktivischen Saldo war, dass sich die Zahlungsziele im Vergleich zum Vorjahr reduziert haben. Fertigungsaufträge, bei denen die realisierten Erträge von den teilabgerechneten Anzahlungen komprimiert werden, werden mit passivischem Saldo ausgewiesen. Diese lagen bei 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). Bei den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in Höhe von 12,0 Mio. Euro handelt es sich um Schuldverschreibungen der Bremer Landesbank. Im Rahmen eines AKTIENRÜCKKAUFPROGRAMMS hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 150.000 Aktien zu durchschnittlich 13,88 Euro im Gesamtwert von 2,1 Mio. Euro über die Börse erworben. Die BILANZSUMME IM EINZELABSCHLUSS der EnviTec Biogas AG erhöhte sich von 186,7 Mio. Euro auf 188,6 Mio. Euro. Das Anlagevermögen setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen. Die immateriellen Vermögensgegenstände wiesen einen Wert von 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 0,7 Mio. Euro), die Sachanlagen 11,0 Mio. Euro (Vorjahr 8,7 Mio. Euro) und die Finanzanlagen 51,0 Mio. Euro (Vorjahr 13,7 Mio. Euro) aus. Die Vorräte nahmen um 10,4 Mio. Euro ab und hatten einen Wert von 28,6 Mio. Euro. Die Forderungen setzen sich aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 8,9 Mio. Euro (Vorjahr 17,2 Mio. Euro) und Forderungen gegen verbundenen oder beteiligten Unternehmen in Höhe von 31,6 Mio. Euro (Vorjahr 31,3 Mio. Euro) zusammen. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit einem Wert von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr 10,4 Mio. Euro) ausgewiesen. In dem Wertpapierposten in Höhe von 13,9 Mio. Euro (Vorjahr 12,0 Mio. Euro) sind 1,9 Mio. Euro (Vorjahr keine) eigene Anteile enthalten. Die EnviTec Biogas AG hatte zum 31.12.2009 einen Kassen- und Kontokorrentbestand von 30,8 Mio. Euro (Vorjahr 53,6 Mio. Euro). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie Abweichung des Konzernumsatzes von den prognostizierten Werten ist primär auf die deutliche Verlängerung von Genehmigungsverfahren und Finanzierungsprozessen zurückzuführen. EnviTec Biogas verfügt dennoch über eine HOHE EIGENKAPITALQUOTE und die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen den Wert der kurzfristigen Schulden deutlich. Inklusive der Schuldverschreibung stehen FLÜSSIGE MITTEL in Höhe von 53,8 Mio. Euro (Vorjahr 70,3 Mio. Euro) zur Verfügung. Wir haben im Geschäftsjahr 2009 signifikant investiert. Diese Investitionen in Technik und Mitarbeiter werden sich in den kommenden Jahren auszahlen. Besonders positiv für die Zukunft stimmen uns die STEIGENDEN ORDEREINGÄNGE, insbesondere aus dem Ausland, die für einen kontinuierlich hohen Auftragsbestand sorgen. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Die EnviTec Biogas verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den RECHNUNGSLEGUNGSPROZESS, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. RISIKOBERICHTDer Vorstand von EnviTec Biogas führt das Unternehmen mit Weitsicht und misst der gesicherten Entwicklung des Unternehmens höchste Priorität bei. Gleichzeitig stellt er durch risikobewusstes Verhalten sicher, dass mit dem Geschäftsmodell nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. Entsprechend unserer Unternehmensstrategie gehen wir Risiken nur dann ein, wenn diesen Risiken entsprechende Chancen zur Wertschöpfung und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes gegenüberstehen. Das RisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und es wird der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten, zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt Folgendes:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, "EEG"). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen vor, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen. Hieraus resultieren eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken kann. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Dies gilt insbesondere für Asien. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit ausländischen Tochtergesellschaften außerhalb der Euro-Zone entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in der jeweiligen Landeswährung anfallen. Zu nennen sind hier Märkte wie Tschechien, Großbritannien oder Ungarn, in denen EnviTec tätig ist. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. WettbewerbsrisikenDer Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle der für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substrate, also nachwachsenden Rohstoffen oder organischen Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Unternehmenswachstum und interne RisikenEnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Wir haben für die EnviTec Biogas AG sowie ausgewählte Tochtergesellschaften in 2009 einen Zertifizierungsprozess nach DIN EN ISO 9001:2008 eingeleitet, der in 2010 abgeschlossen werden soll. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. PersonalrisikenDas Unternehmenswachstum von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen, wird auch das Unternehmenswachstum gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen. Risiken aus FinanzinstrumentenDie EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Für die langfristigen Darlehen existieren feste Zinsvereinbarungen, welche keinem fair-value-Risiko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellen. Bei einem Darlehen in Höhe von derzeit 696.662 EUR wurde ein variabler Zinssatz auf Basis des EURIBOR abgeschlossen. Hinsichtlich des abgeschlossenen Sicherungsgeschäftes verweisen wir auf Pkt. 22.2. des Konzernanhangs. NACHTRAGSBERICHTAnfang Februar 2010 hat die EnviTec Biogas AG ihre Anteile an der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 2.983 an den Mehrheitsgesellschafter der AC Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH verkauft. PROGNOSEBERICHTSeit dem Frühjahr 2009 befindet sich die in Folge der Finanzkrise angeschlagene Weltwirtschaft laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf Erholungskurs. Die raschen und umfangreichen Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors sowie eine stark expansive Geld- und Finanzpolitik verhinderten den Kollaps des Weltfinanzsystems und stützten Produktion und Handel. Mittlerweile blicken die verschiedenen Wirtschaftsinstitute wieder optimistisch in die Zukunft. Die Erholung dürfte sich nach Aussagen des IfW in den kommenden beiden Jahren fortsetzen. Allerdings wird die konjunkturelle Dynamik im Prognosezeitraum laut IfW insgesamt moderat bleiben. Wachstumsraten für das globale Bruttoinlandsprodukt von annähernd fünf Prozent, wie sie in den Jahren von 2004 bis 2007 verzeichnet wurden, werden bis auf weiteres nicht erwartet. Die Konjunktur entwickelt sich vorerst in den verschiedenen Regionen unterschiedlich. Während die Produktion in den Schwellenländern 2010 und 2011 laut IfW recht kräftig zulegen dürfte, zieht die Konjunktur in den Industrieländern nur zögerlich an. In Ländern wie Japan und Deutschland, deren Konjunktur in den vergangenen Jahren vor allem vom Export getrieben war, wird die wirtschaftliche Dynamik wohl noch geraume Zeit durch die Umstellung der Wirtschaft auf eine niedrigere Nachfrage aus dem Ausland als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise gebremst. Die Schwellenländer bleiben über den gesamten Prognosezeitraum eine wichtige Triebkraft der Weltkonjunktur. Das ifo Institut für Wirtschaftsforschung (ifo) prognostiziert in seiner Konjunkturprognose 2010 im Euroraum den Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes um ein Prozent und im Jahr 2011 um 0,9 Prozent. Auch für das reale deutsche Bruttoinlandsprodukt gehen Institute von einem Wachstum aus. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut rechnet für das Jahr 2010 mit einem Anstieg um 1,5 Prozent. Für das Jahr 2011 erwartet das Institut ein Wachstum von 2 Prozent in Deutschland. Zu Jahresbeginn bewerten mehr als drei Viertel der deutschen Unternehmen ihre Lage als gut oder zumindest befriedigend, was einer deutlich besseren Stimmung als noch im Herbst 2009 entspricht. Dies geht aus der am 17. Februar 2010 veröffentlichten Jahresbeginn-Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) hervor. Die Investitionsbereitschaft der Unternehmen steige seit dem Frühsommer 2009 kontinuierlich an und der Export werde erneut zur Konjunkturlokomotive, so der DIHK. BranchenausblickModerates Wirtschaftswachstum erwartetDie Biogasbranche blickt zuversichtlich in die Zukunft. Nachdem im vergangenen Jahr mit rund 500 Neuanlagen und nunmehr 4.500 Anlagen erstmals seit 2006 wieder ein AUFWÄRTSTREND IM ANLAGENBAU festzustellen war, gehen Experten davon aus, dass in diesem Jahr MEHR ALS 5.000 ANLAGEN betrieben werden. Deutschland ist dabei nach wie vor der wichtigste Markt. Hier erwirtschafteten die Unternehmen der Branche gemäß einer Erhebung der Unternehmensberatung Frost & Sullivan im Jahr 2009 einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde US-Dollar. Der Umsatz in Deutschland macht 76 Prozent des europäischen Gesamtmarktes aus. Es ist davon auszugehen, dass Deutschland seine Führungsrolle auch in den nächsten Jahren beibehalten wird. Positiver Ausblick für In- und AuslandAuch im AUSLAND gibt es positive Entwicklungen. Immer mehr Länder erkennen die Vorteile von Biogas als regenerative und dezentral nutzbare Energiequelle und schaffen attraktive Rahmenbedingungen zur Förderung der Technologie. Diese Fördermaßnahmen sind auch bei den Gesprächen mit Kapitalgebern wichtig. Die festen Einspeisevergütungen und damit gut kalkulierbare Erlöse erleichtern die Argumentation in den Bankenverhandlungen für die Projektfinanzierung. Der Biogasmarkt entwickelt sich wie zuvor andere Bereiche der öffentlichen und privaten Versorgung. Die erste Generation der Biogasanlagen erzeugte Wärme und Strom für den eigenen oder höchstens den örtlichen Bedarf. Heute gibt es Kooperationen zwischen Landwirtschaft, Betreibern von Biogasanlagen sowie Stadt- und Gemeindewerken und Gewerbebetrieben, die im regionalen Umfeld ein OPTIMIERTES STROM- UND WÄRMEVERSORGUNGSKONZEPT verwirklichen. Dank des NEUEN EEG ist es bereits jetzt möglich, das im ländlichen Raum erzeugte Biogas über das Erdgasnetz zu Standorten zu transportieren, wo bei der Verstromung eine hohe Nutzung der Abwärme möglich ist. Dadurch lässt sich die AUSNUTZUNG DER PRIMÄRENERGIE des Biogases von unter 40 PROZENT AUF BIS ZU 85 PROZENT steigern, was auch die Akzeptanz von Biogas in der Bevölkerung erhöhen sollte. Alle drei Versorgungsformen, die örtliche, die eher regionale und die nationale oder sogar europäische haben ihre Berechtigung und werden auf Dauer Bestand haben. In dieser Hinsicht wird sich der Biogasmarkt nicht von anderen Märkten für leitungsgebundene Energien unterscheiden. Politik und Anbieter sind in der Verantwortung, diesen noch jungen Markt ausschließlich unter den Gesichtspunkten der ökologischen und ökonomischen Effizienz zu organisieren. Chancen aus der Einspeisung von Biogas in die ErdgasnetzeEinspeisung von Biogas wird zunehmenDie Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz ist für die Branche von entscheidender Bedeutung, sie stellt eine zukunftsweisende Lösung für die Integration von erneuerbaren Energien in das bestehende Energiesystem dar. Derzeit stammt in Deutschland das Biomethan im Erdgasnetz aus rund 28 Biogasanlagen, die jährlich zusammen etwa 150 Millionen Kubikmeter Biomethan ins deutsche Erdgasnetz einspeisen. Diese Menge entspricht etwa 0,1 Prozent des deutschen Erdgasverbrauchs, der zurzeit etwa 85 Milliarden Kubikmeter jährlich beträgt. Der Anteil soll sich in den kommenden Jahren signifikant erhöhen. Biogas als "speicherbare" Quelle zur Stromproduktion im Erdgasnetz ist von der Bundesregierung ausdrücklich gewünscht.* CO2-Ziele erfordern Ausbau der NetzeDie Aktivitäten, um nationale Energiemärkte zusammenzuführen, weniger CO2 auszustoßen und die erneuerbaren Energien zu fördern, sind jedoch zum Teil noch unkoordiniert. Ein erster Schritt hin zu einem integrierten Energie-Binnenmarkt wäre es, Regeln für die grenzüberschreitende Einspeisung von Bioerdgas ins Erdgasnetz auf europäischer Ebene zu definieren. Deutschland ist dabei weit vorangeschritten und das System könnte nach Meinung von Experten weitgehend für die EU insgesamt übernommen werden. Der grenzüberschreitende Handel verdeutlicht das große Potential, den Markt um ein Vielfaches zu stimulieren. Diese Chance sollte genutzt werden. Unternehmensausblick und zukünftige ChancenPositive Umsatzentwicklung in 2010 und 2011 erwartetIm Jahr 2010 rechnet EnviTec Biogas mit STEIGENDEM UMSATZ UND ERGEBNIS. Zielsetzung ist gewinnbringendes, nachhaltiges Wachstum durch den Verkauf und den eigenen Betrieb von Biogasanlagen und anschließender Dienstleistungen. Wir gehen davon aus, dass sich die erwartete positive Entwicklung in allen operativen Segmenten in 2010 auch im Jahr 2011 fortsetzen wird. Prognoseinstrumente sollen weiter optimiert werdenUnser Markt ist von volkswirtschaftlichen Einflussfaktoren und wirtschaftspolitischen Entscheidungen in den einzelnen Ländern beeinflusst, die wir für das Jahr 2010 bisher nicht vorhersehen können. Daher haben wir uns entschieden, gegenwärtig auf dezidierte PROGNOSEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR ZU VERZICHTEN. In diesem Jahr werden wir weiter daran arbeiten, Instrumente einzuführen, die verlässlichere Prognosen ermöglichen und die Geschäftsentwicklung in den einzelnen Segmenten und den Ländergesellschaften anhand zusätzlicher Kennzahlen messbarer machen. Dennoch werden wir zum Beispiel die unterschiedliche Dauer von Genehmigungsverfahren immer nur schätzen, nie aber sicher vorhersagen können. Sofern wir eine belastbare Grundlage für eine Prognose haben, werden wir diese kommunizieren. Die Entwicklung des Jahres 2009 zeigt, dass wir auch schwierige wirtschaftliche Phasen gut überstehen und sehr flexibel sind. Bereits in der Vergangenheit haben wir bewiesen, dass wir ein sehr gutes Gespür für Chancen haben, die sich uns im Biogasmarkt eröffnen. Wir unterstützen unsere Kunden bei den Genehmigungsverfahren und den Vorbereitungen zu Bankengesprächen. Die Biogas-Branche entwickelt sich weiter und die Experten bei Finanzinstituten und Behörden informieren sich intensiv über den Markt. Für uns Biogasanlagenhersteller ist es wichtig, hier Aufklärungsarbeit zu leisten. Diese Strategie werden wir auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Im vergangenen Jahr verbesserten wir unsere organisatorischen Abläufe im In- und Ausland im Hinblick auf deren Effizienz. Wir treffen unsere unternehmerischen Entscheidungen vorausschauend und reagieren schnell auf neue Bedingungen in den Ländern, in denen wir tätig sind. Es ist auch zukünftig von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere Prognosefähigkeit auf Basis der Informationen aus den einzelnen Segmenten und Ländern weiter schärfen.
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Financial Times Deutschland vom 9. März 2010,
"Klitzekleine Dosis" EnviTec Biogas ist im Bereich der Biogasaufbereitung und der Biogasanlagenherstellung TECHNOLOGISCH FÜHREND und setzt Standards. Auch die öffentliche Meinung ist ein wichtiger Einflussfaktor für unsere Entwicklung. Um Vorbehalte seitens der Bevölkerung und von Interessengruppen auszuräumen, gründete EnviTec Biogas zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den BIOGASRAT, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. Starker Ausbau des Eigenbetriebs30 - 50 Mio. Euro Investitionen in EigenbetriebIn den vergangenen Jahren hatte der Verkauf der Biogasanlagen den größten Umsatzanteil im Konzern. Der Eigenbetrieb von Anlagen bekommt ZUKÜNFTIG EIN WESENTLICH STÄRKERES GEWICHT und im Jahr 2010 erwarten wir einen deutlichen Anstieg der Erlöse aus dem Segment Eigenbetrieb. EnviTec Biogas betreibt inzwischen gut 20 eigene Biogasanlagen. 2010 sollen kontinuierlich neue Anlagen gebaut werden. In ihnen verbessern wir die Anlagentechnik und bauen unser Know-how aus. Mittelfristig erwarten wir steigende Umsatzbeiträge in diesem Geschäftssegment. Insgesamt wollen wir 2010 zwischen 30 und 50 Mio. Euro in den Eigenbetrieb investieren. Der Eigenbetrieb lässt auch die Nachfrage von regionalen Anlagenbetreibern im Ausland steigen. Kurz nach Baubeginn unserer ersten Eigenbetriebs-Anlage im vierten Quartal gewannen wir beispielsweise in Frankreich drei neue Aufträge. Abnehmer kleinerer Anlagen profitieren von Erkenntnissen aus größeren ProjektenKnow-how-Zuwachs durch GroßanlagenAuch Abnehmer kleinerer Anlagen sprechen wir mit unseren Anlagen an. EnviTec Biogas bietet beispielsweise im Bereich Gasaufbereitung BIOGASANLAGEN AB EINER PRODUKTIONSMENGE VON 500 KUBIKMETER BIOGAS PRO STUNDE an und beabsichtigt, den Kundenkreis in diesem Segment deutlich zu erweitern. Derzeit befinden sich mehrere Projekte in dieser Größenordnung in der Planungs- oder Genehmigungsphase. Der Kunde profitiert von Erkenntnissen, die wir zuvor in den großen Anlagen und im Eigenbetrieb gewinnen konnten. Fokussierung auf Erfolg versprechende LänderNachdem in den vergangenen Jahren neue Länder erschlossen wurden, konzentrierte sich EnviTec Biogas im Jahr 2009 darauf, diese Märkte intensiv zu bearbeiten. Wir werden im Jahr 2010 chancenreiche Länderpräsenzen ausbauen und uns gegebenenfalls aus einzelnen Ländern zurückziehen, sollte der Erfolg dort nicht absehbar sein. Mehrheitlich kommen unsere Kunden auch 2010 noch aus Deutschland. Wir erachten es als sinnvoll, hier unser Know-how weiter zu entwickeln und das Potential des weltweit größten Biogasmarktes zu nutzen. Auslandsanteil soll wachsenIm AUSLAND planen wir mittelfristig eine STEIGERUNG DES UMSATZANTEILS, der derzeit bei 17,7 Prozent liegt. Die Kunden in Ländern mit den größten Erfolgsaussichten, beispielsweise Indien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Tschechien und der Slowakei, betreuen unsere lokalen Tochtergesellschaften. Sie werden durch das Marketing und die technischen Bereiche im Konzern unterstützt. Durch die Vertriebsaktivitäten und gute Referenzen gewinnen wir in diesen Ländern neue Kunden. Erhebliche Erträge aus der Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz erwartetDie Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas betrachten wir als einen ZUKUNFTSMARKT. Es ist ein relativ junger Sektor, der den Anbietern von Biogasanlagen ein riesiges Potenzial bietet. Die Bundesregierung hat mit ihrem Koalitionsvertrag im Herbst 2009 die Weichen gestellt, um die Einspeisung von aufbereitetem Bioerdgas in das Erdgasnetz voranzutreiben. In diesem Bereich wollen wir zukünftig erhebliche Erträge erwirtschaften. Dazu treffen wir jetzt die entsprechenden Vorbereitungen. Als Marktführer betrachten wir unsere Chancen als sehr positiv. SONSTIGE ANGABENAbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß §312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zum Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor." Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Grundzüge des VergütungssystemsDie Angaben nach § 315 II Nr. 4 HGB sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichts auf Seite 67 des Geschäftsberichts enthalten; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der AG und des Konzernlageberichts. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Namen lautende Aktien ohne Nennbetrag. Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme. Übertragungs- und StimmrechtsbeschränkungenÜbertragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen liegen nicht vor. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten zum Stichtag 31.12.2009:scroll
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten liegen nicht vor. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenStimmrechtskontrollen bestehen nicht. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungGemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder, bestimmt ihre Zahl und ihre Amtszeit. Nach § 84 Abs. 2 AktG kann der Aufsichtsrat ein Mitglied des Vorstands zum Vorsitzenden ernennen. Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Kapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 AktG). Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenGemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 1. Juni 2012 einmalig oder mehrmals gegen Bareinlagen oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 6.000.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates jeweils über den Ausschluss der gesetzlichen Bezugsrechte der Aktionäre zu entscheiden. Ein Bezugsrechtsausschluss ist jedoch nur zulässig
Wesentliche Vereinbarung der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sindEs bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGBbefindet sich auf unserer Internetseite unter www.envitec-biogas.de/corporate-governance. BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2009Aktivseite scroll
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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| 2009 in EUR |
2008 in EUR |
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| 1. Umsatzerlöse | 79.536.667,86 | 105.104.556,27 |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 10.409.634,55 | (14.669.215,61) |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.275.669,60 | 947.797,93 |
| 4. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | (62.927.903,92) | (60.251.270,60) |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | (1.680.001,00) | (1.259.672,00) |
| (64.607.904,92) | (61.510.942,60) | |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | (8.907.122,71) | (8.368.156,02) |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | (1.884.928,01) | (1.831.239,82) |
| Davon für Altersversorgung | 108.173,47 | 107.226,43 |
| (10.792.050,72) | (10.199.395,84) | |
| 6. Abschreibung auf immaterielle vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (1.929.404,63) | (1.684.155,42) |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (13.095.274,64) | (9.518.220,83) |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 0,00 | 437.500,00 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.138.128,26 | 6.329.037,12 |
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | (430.021,98) | (60.000,00) |
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (251.159,19) | (155.681,23) |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5.254.284,19 | 15.021.279,79 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (1.733.668,84) | (3.728.834,64) |
| 14. Sonstige Steuern | (88.576,32) | (58.367,95) |
| 15. Jahresüberschuss | 3.432.039,03 | 11.234.077,20 |
| 16. Gewinnvortrag | 17.360.919,53 | 6.126.842,33 |
| 17. Ausschüttung | (4.455.000,00) | 0,00 |
| 18. Entnahme aus der Rücklagen für eigene Aktien | 179.539,79 | 0,00 |
| 19. Einstellung in Gewinnrücklagen | ||
| a) In die Rücklage für eigene Aktien | (2.081.539,79) | 0,00 |
| b) In andere Gewinnrücklagen | (10.000.000,00) | 0,00 |
| (12.081.539,79) | 0,00 | |
| 20. Bilanzgewinn | 4.435.958,56 | 17.360.919,53 |
Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2009 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden.
Die Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit zulässig - nach der degressiven Methode.
Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs mit einem Fünftel abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2009 wurden abweichend zum Vorjahr - soweit zulässig - nach der degressiven Methode abgeschrieben. Unverändert blieben die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäftsbauten, technische Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung bewertet. Eingetretene Verluste aus der Bewertung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten werden mit dem Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit Ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktpreis bewertet.
Die Bildung von Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 HGB.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten.
Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch produktionsbezogene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.
Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen.
Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.
Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe der voraussichtlichen Verpflichtungen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dotiert.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Rückzahlungsbetrag passiviert worden.
Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.
Die in der Position Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Eigenkapital, Kapitalanteile und Ergebnisse per 31. Dezember 2009 sind in einer gesonderten Übersicht am Ende des Anhangs aufgeführt.
Das Ergebnis wurde im Geschäftsjahr durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 226.482,19 belastet.
| Langfristige Vermögenswerte in EUR | Stand 01.01.2009 |
Zugänge 2009 |
Abgänge 2009 |
Umbuchungen 2009 |
Stand 31.12.2009 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 936.339,93 | 738.843,32 | 23.965,00 | 0,00 | 1.651.218,25 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 52.580,22 | 0,00 | 0,00 | 52.580,22 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.648.924,15 | 2.404.069,77 | 0,00 | 322.652,27 | 7.375.646,19 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 147.542,02 | 2.153,06 | 0,00 | 0,00 | 149.695,08 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.018.926,91 | 1.655.267,57 | 419.405,58 | 0,00 | 9.254.788,90 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 322.652,27 | 0,00 | 0,00 | -322.652,27 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.235.440,47 | 4.569.057,04 | 0,00 | 0,00 | 15.804.497,51 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 10.935.492,82 | 0,00 | 0,00 | 10.935.492,82 |
| 3. Beteiligungen | 2.438.277,44 | 1.047.875,00 | 0,00 | 0,00 | 3.486.152,44 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 400.000,00 | 0,00 | 0,00 | 400.000,00 |
| 5. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 20.562.624,39 | 0,00 | 0,00 | 20.562.624,39 |
| 27.748.103,19 | 42.367.963,19 | 443.370,58 | 0,00 | 69.672.695,80 | |
| Langfristige Vermögenswerte in EUR | Stand 01.01.2009 |
Zugänge 2009 |
Abgänge 2009 |
Stand 31.12.2009 |
| Abschreibungen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 173.531,93 | 234.781,32 | 20.638,00 | 387.675,25 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 423.283,47 | 270.757,92 | 0,00 | 694.041,39 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 67.444,02 | 20.071,06 | 0,00 | 87.515,08 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.912.332,91 | 1.403.794,33 | 268.681,34 | 5.047.445,90 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 222.150,91 | 0,00 | 222.150,91 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 4.298,45 | 4.331,28 | 0,00 | 8.629,73 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 5. sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4.580.890,78 | 2.155.886,82 | 289.319,34 | 6.447.458,26 | |
| Langfristige Vermögenswerte in EUR | Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2008 |
| Buchwerte | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.263.543,00 | 762.808,00 |
| 2. geleistete Anzahlungen | 52.580,22 | 0,00 |
| 1.316.123,22 | 762.808,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.681.604,80 | 4.225.640,68 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 62.180,00 | 80.098,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.207.343,00 | 4.106.594,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 322.652,27 |
| 10.951.127,80 | 8.734.984,95 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 15.582.346,60 | 11.235.440,47 |
| 2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | 10.935.492,82 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 3.477.522,71 | 2.433.978,99 |
| 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 400.000,00 | 0,00 |
| 5. sonstige Ausleihungen | 20.562.624,39 | 0,00 |
| 50.957.986,52 | 13.669.419,46 | |
| 63.225.237,54 | 23.167.212,41 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit | unter einem Jahr in EUR |
über einem Jahr in EUR |
gesamt in EUR |
| Forderungen aus Lieferungen | 8.875.987,78 | 0,00 | 8.875.987,78 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 21.404.937,33 | 0,00 | 21.404.937,33 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 10.203.017,49 | 0,00 | 10.203.017,49 |
| sonstige Vermögensgegenstände | 8.550.209,73 | 2.840.564,54 | 11.390.774,27 |
| Gesamt | 49.034.152,33 | 2.840.564,54 | 51.874.716,87 |
Am 31. Dezember 2009 befanden sich 150.000 Stückaktien der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Dies entspricht 1 % des Grundkapitals. Die eigenen Anteile wurden im Zeitraum vom 15. Januar 2009 bis 23. Juni 2009 zur Anregung der Handelsliquidität sowie als Potential für den Tausch von Anteilen angeschafft. Zum 31. Dezember 2009 wurde eine Wertberichtigung auf die eigenen Anteile in Höhe von EUR 179.539,79 vorgenommen.
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 15.000.000,00. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück.
Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu EUR 4.500.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Entwicklung des Bilanzgewinns:
| TEUR | |
| Jahresüberschuss | 3.432 |
| Gewinnvortrag zum 1. Januar 2009 | 12.906 |
| Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien | 180 |
| Einstellung in die Rücklage für eigene Aktien | 2.082 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 10.000 |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2009 | 4.436 |
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von EUR 3.958.166,44, Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von EUR 796.000,00, Aufwendungen für sonstige Personalaufwendungen in Höhe von EUR 453.000,00 sowie übrige Rückstellungen in Höhe von EUR 643.892,32.
Die Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Laufzeit und Besicherung wie folgt:
| Restlaufzeit | unter
einem Jahr in EUR |
ein bis fünf Jahre in EUR |
über fünf Jahre in EUR |
insgesamt in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 387.725,59 | 1.057.149,21 | 329.443,14 | 1.774.317,94 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.679.828,91 | 0,00 | 0,00 | 5.679.828,91 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.227.084,85 | 0,00 | 0,00 | 3.227.084,85 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 65.550,84 | 0,00 | 0,00 | 65.550,84 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 927.252,86 | 0,00 | 0,00 | 927.252,86 |
| 10.287.443,05 | 1.057.149,21 | 329.443,14 | 11.674.035,40 |
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft abgesichert.
Zum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 1.154.200,00 (Vorjahr: EUR 989.000,00).
Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf:
| Bürgschaftsnehmer | Sicherungszweck | Sicherungsbetrag in EUR |
| Repro Beber GmbH & Co. KG und/oder Biogas Nieheim GmbH & Co. KG und/oder Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG und/oder Biogas Schönthal GmbH & Co. KG und/oder Biogas Hirl GmbH & Co. KG | Sicherung aller bestehenden und künftigen, auch bedingten oder befristeten Forderungen der Bremer Landesbank gegenüber den verbundenen Unternehmen | 1.000.000,00 |
| Biogas Nordholz GmbH | Auszahlungsvoraussetzungen zu Darlehensverträgen der Deutschen Kreditbank | 154.200,00 |
Zum 31. Dezember 2009 besteht bei der Commerzbank ein Devisentermingeschäft zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in Höhe von CZK 33.000.000,00. Abgesichert werden zukünftige Forderungen, die in der ausländischen Währung lauten. Der zum 31. Dezember 2009 positive beizulegende Zeitwert, ermittelt nach der "marking to market -Methode", beträgt EUR 4.510,00.
Aus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 3.261 (Vorjahr: TEUR 13.667).
Die Umsätze im Geschäftsjahr 2009 entfallen in Höhe von TEUR 43.074 (Vorjahr: TEUR 102.420) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 36.463 (Vorjahr: TEUR 2.685) auf Lieferungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von EUR 1.733.668,84 belastet.
Zum Vorstand sind bestellt:
Olaf von Lehmden (Vorsitzender), Chief Executive Officer, Lohne
Kunibert Ruhe, Chief Technical Officer, Bakum
Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Bremen
Roel Slotman, Chief Customer Officer International, Enter
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Geschäftjahr auf EUR 433.500,00.
Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen:
| Erfolgsunabhängig
2009 in EUR |
Erfolgsabhängig 2009 in EUR |
|
| Olaf von Lehmden | 141.750 | 0 |
| Kunibert Ruhe | 141.750 | 0 |
| Jörg Fischer | 120.000 | 0 |
| Roel Slotman | 30.000 | 0 |
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechen § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Bernard Ellmann (Vorsitzender), ehemaliger Group Vice President der Unilever Gruppe; Mitglied des Aufsichtsrats der Glidat Strauss Ltd., Israel; Mitglied des Beirats der Müller Gruppe.
Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender), ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft.
Michael Böging, Geschäftführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftjahr auf EUR 74.792,80.
Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2009
| A. Beteiligungen an Kapitalgesellschaften | Anteil in % |
Stammkapital in EUR |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis 2009 in EUR |
| EnviTec Service GmbH, Lohne | 100,00 | 25.000,00 | 1.523.103,15 | 282.773,52 |
| EnviTec Projektentwicklung GmbH, Lohne | 87,50 | 26.000,00 | 1.470.325,12 | 953.413,39 |
| EnviTec Biogas SEE kft., Kecskemet/Ungarn | 51,14 | 11.236,37 | 6.851,62 | 40.381,38 |
| EnviTec Biogas central Europe s.r.o., Velke Mezirici/Tschechien | 55,00 | 7.569,56 | -954.219,00 | -604.127,00 |
| EnviTec Biogas (India) Private Limited, Bangalore/Indien | 50,00 | 358.304,30 | 445.058,08 | 59.271,28 |
| EnviTec Filtration Technik GmbH, Lohne | 50,00 | 50.000,00 | -35.316,95 | -12.233,71 |
| EnviTec Biogas France SARL, Tregueux/Frankreich | 65,00 | 100.000,00 | 60.399,70 | 9.389,77 |
| Rentech Bioenergas S.A, Athen/Griechenland | 21,00 | 400.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| EnviTec UK Ltd., Rugeley/Großbritannien | 60,00 | 111.145,69 | -218.507,98 | -196.503,35 |
| EnviTec Biogas Nederland BV, Enter/Niederlande | 100,00 | 18.000,00 | -335.471,89 | -214.403,76 |
| EnviTec Biogas Italia GmbH, Lohne | 100,00 | 200.000,00 | -788.291,86 | -326.464,43 |
| EnviTec Biogas Italia srl, Romano di Lombardia/Italien | 100,00 | 100.000,00 | -304.188,53 | -403.226,31 |
| EnviTec Verwaltungs- GmbH, Lohne | 95,12 | 25.600,00 | 32.866,68 | 1.583,05 |
| Zweite EnviTec Verwaltungs- GmbH, Lohne | 100,00 | 25.000,00 | 27.938,24 | 1.462,04 |
| EnviTec Iberica S.L., Bilbao/Spanien | 100,00 | 10.000,00 | -323.760,07 | -234.045,27 |
| EnviTec Baltic SLA, Riga/Lettland | 100,00 | 9.891,20 | -251.270,31 | -219.981,63 |
| Biogas.it srl, Bozen/Italien | 66,00 | 100.000,00 | -255.210,24 | -520.077,13 |
| EnviTec Green Power Verwaltungs GmbH, Lohne | 100,00 | 25.000,00 | 25.071,58 | 311,38 |
| Ac Biogasanlagen Fünfzehn Management GmbH, Münster | 26,00 | 25.000,00 | 6.981.333,10 | 307.939,98 |
| P. Theunissen Holding B.V., Bergharen/Niederlande | 50,00 | 18.000,00 | -212.111,00 | -153.907,00 |
| EnviTec Biogas Korea Inc., seoul/Korea | 100,00 | 54.021,36 | 40.827,97 | -13193,39 |
| EnviTec Biogas Romania S.R.L., Arad/Rumänien | 100,00 | 10.498,81 | -89.327,81 | -99.970,45 |
| EnviTec Biogaz Ticaret ltd.sti, Ticaret/Türkei | 55,00 | 2.500,00 | -24.056,44 | -26.556,44 |
| Biogasanlagen Coevorden GmbH, Lohne | 100,00 | 25.000,00 | 23.489,08 | -1.510,92 |
| eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH, Friesoythe | 42,50 | 25.000,00 | 22.727,09 | -2.272,91 |
| A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen | 70,00 | 92.250,00 | 1.361.739,43 | -12.755,72 |
| MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen | 70,00 | 435.000,00 | 360.471,81 | 149.552,00 |
| EnviTec Biogas d.o.o, slatina/Kroatien | 85,00 | 2.887,12 | -2.556,27 | -5.443,39 |
| EnviTec Biogas Polska sp. z.o.o., Warschau/Polen | 100,00 | 24.131,86 | -26.516,73 | -50.648,59 |
| Biogas Varazdin d.o.o, slatina/Kroatien | 85,00 | 1.813,11 | 2.789,40 | 0,00 |
| B. Beteiligungen an Personengesellschaften | Konzernanteil in % |
Kommanditkapital in EUR |
Eigenkapital in EUR |
Ergebnis 2009 in EUR |
| Biogas Lüken-Feldmann KG, Lohne | 50,00 | 180.000,00 | 40.406,09 | 74.406,26 |
| Biogas Anklam GbR, Wolgast | 30 | 15.000,00 | 13.175,83 | 0,00 |
| EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG , Lohne | 94,92 | 500.000,00 | 1.614.593,69 | 43.971,59 |
| Zweite EnviTec Beteiligungs- GmbH & Co. KG, Lohne | 100,00 | 1.000.000,00 | 8.682.483,16 | 17.467,41 |
| EnviTec Green Power GmbH & Co. KG, Lohne | 100,00 | 1.000.000,00 | 1.042.395,89 | 33.154,38 |
| EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne | 91,50 | 1.000.000,00 | 911.550,53 | -94.445,83 |
| GLC Biogas GmbH & Co. KG, Lohne | 91,50 | 100.000,00 | 98.747,54 | 3.073,16 |
| eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Friesoythe | 42,50 | 850.000,00 | 853.104,88 | 3.104,88 |
Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich.
Die Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr im Durchschnitt 243 Personen.
| Durchschnitt 2009 | |
| Lohnempfänger | 79 |
| Gehaltsempfänger | 164 |
| 243 |
Es wird der Hauptversammlung am 24. Juni 2010 vorgeschlagen, den in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.435.958,56 auf neue Rechnung vorzutragen.
Die im Geschäftsjahr 2009 als Aufwand erfassten Honorare für Abschlussprüfungen für den Abschlussprüfer Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München betragen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20) und umfassen die Honorare für die gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlussprüfung.
Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wird zusammen mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 19. April 2010 abgegeben und wird den Aktionären auf unserer Website dauerhaft zugänglich gemacht werden.
1. Wir, Farringdon I (FFI), Luxembourg, Luxembourg, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 10. September 2009 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,64 % (546.716 Stimmrechte) beträgt.
2. Wir, Farringdon Capital Management Switzerland SA (FCMS), Geneva, Switzerland, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 10. September 2009 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,64 % (546.716 Stimmrechte) beträgt. Davon sind uns 3,64 % der Stimmrechte (546.716 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden uns über die Farringdon I zugerechnet, welche 3 % der Stimmrechte oder mehr hält.
3. Wir, Farringdon Capital Management SA (FCML), Luxembourg, Luxembourg, teilen hiermit gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, am 10. September 2009 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,64 % (546.716 Stimmrechte) beträgt. Davon sind uns 3,64 % der Stimmrechte (546.716 Stimmrechte) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte werden uns über die Farringdon I zugerechnet, welche 3 % der Stimmrechte oder mehr hält.
4. Die Deka Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23.10.2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der EnviTec Biogas AG, Lohne, Deutschland, ISIN: DE000A0MVLS8, WKN: A0MVLS am 21.10.2009 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,7886 % (das entspricht 418291 Stimmrechten) betragen hat.
5. Hiermit teile ich im Namen der von Lehmden Beteiligungs GmbH gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der von Lehmden Beteiligungs GmbH, Industriering 10a, D-49393 Lohne, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, am 22. Dezember 2009 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 75,49 % (11.324.028 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der von Lehmden Beteiligungs GmbH insgesamt 33,05 % (4.957.011 Stimmrechte) gem. §22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen, 21,87 % (3.280.000 Stimmrechte Stammaktien) von der TS Holding GmbH, Visbek, sowie 11,18 % (1.677.011 Stimmrechte) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum. Weitere 1,00 % (150.000 Stimmrechte) sind der von Lehmden Beteiligungs GmbH gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
6. Hiermit teile ich im eigenen Namen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Olaf von Lehmden, Tauschlag 9, D-49393 Lohne, an der EnviTec Biogas AG, Industriering 10a, D-49393 Lohne, am 22. Dezember 2009 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 75,49 % (11.324.028 Stimmrechte) beträgt. Davon sind Herrn Olaf von Lehmden 42,45 % (6.367.017 Stimmrechte) gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über das von ihm beherrschte Tochterunternehmen von Lehmden Beteiligungs GmbH zuzurechnen. Weitere 33,05 % (Stimmrechte aus 4.957.011 Stammaktien) sind Herrn Olaf von Lehmden gem. § 22 Abs. 2 WpHG über das von ihm beherrschte Tochterunternehmen von Lehmden Beteiligungs GmbH zuzurechnen, 21,87 % (3.280.000 Stimmrechte) von der TS Holding GmbH, Visbek, sowie 11,18 % (1.677.011 Stimmrechte) von der Ruhe Verwaltungs GmbH, Bakum.
Lohne, den 13. April 2010
EnviTec Biogas AG
Olaf von Lehmden
Kunibert Ruhe
Jörg Fischer
Roel Slotman
Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens, Finanz und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz und Ertragslage der Gesellschaft.
München, den 13. April 2010
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
gez. Prof. Dr. Jordan, Wirtschaftsprüfer
gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer