EnviTec Biogas AG

Lohne

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. EnviTec hat seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 64,8 Prozent auf 243,9 Mio. Euro gesteigert. Dabei haben wir die Profitabilität erheblich verbessert und ein operatives Ergebnis in Höhe von 10,8 Mio. Euro erzielt. Wir beschäftigen inzwischen mehr als 450 Mitarbeiter und Biogasanlagen "Made by EnviTec" produzieren in zehn Ländern über 290 Megawatt saubere Energie. Die positive Entwicklung hat der Aufsichtsrat auch in 2011 intensiv begleitet.

Tätigkeitsbericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung, Geschäftsordnung und Corporate Governance-Kodex obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm beratend zur Seite. Der Aufsichtsrat wurde in alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig eingebunden. Hierzu hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Entwicklungen unterrichtet. Die Berichte wurden unter Beachtung der Erfordernisse des § 90 Abs. 2 AktG erstellt. Nach eingehenden Beratungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu.

Auch in der Zeit zwischen den Sitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Aufgrund der ausführlichen Berichterstattung durch den Vorstand sind wir von der Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns überzeugt und sahen uns nicht veranlasst, von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Bildung von Ausschüssen

Aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir weiterhin auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum behandelt. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat nach eigener Einschätzung der Meinung, dass er bereits effizient arbeitet. Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt unser Mitglied Hans-Joachim Jung wahr.

Sitzungen und Schwerpunkte der Beratung

Im Geschäftsjahr 2011 ist der Aufsichtsrat zu vier ordentlichen Sitzungen und einer außerordentlichen Sitzung zusammengetreten. Bei allen Sitzungen lag die Präsenz bei 100 Prozent. Im Vordergrund unserer Beratungen standen Fragen der strategischen Umsetzung des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes 2012 sowie die Veränderung der geschäftlichen Beziehungen zu einem ehemaligen Großkunden. Darüber hinaus haben wir kontinuierlich die Umsatz- und Ergebnisentwicklung, die Finanz- und Risikolage sowie die Compliance kontrolliert.

In der Sitzung am 19. April behandelten wir nach einer eingehenden Prüfung die Feststellung des Jahresabschlusses 2010 für die AG und den Konzern. Die Feststellung erfolgte im Umlaufverfahren in einer Telefonkonferenz am 26. April. Im Anschluss haben wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2011 der EnviTec Biogas AG festgelegt.

In der außerordentlichen Sitzung am 15. Juni haben wir die Chancen und Risiken des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes 2012 analysiert und die künftige strategische Ausrichtung der EnviTec Biogas konkretisiert.

In der Sitzung am 6. Juli erörterte der Aufsichtsrat den aktuellen Stand des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes 2012. Das daraus resultierende Konzept der dezentralen Wärmeversorgung mit BHKW sowie das Angebot der Direktvermarktung des von Biogasanlagen produzierten Stromes soll zukünftig durch die EnviTec Energy GmbH & Co. KG als eigenständiger Geschäftsbereich umgesetzt werden.

In der Sitzung am 21. September haben wir uns ausführlich mit der Verlängerung der Vorstandsverträge von Olaf von Lehmden, Jörg Fischer sowie Roel Slotman bis zum 31. Dezember 2016 sowie mit Fragen der Vorstandsvergütung befasst. Zudem wurde uns durch den Vorstand die Planung für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 für den Anlagenbau ausführlich erläutert.

Die letzte Aufsichtsratssitzung des Jahres am 7. Dezember stand ganz im Zeichen der Zukunft: Nach einem Rückblick auf das Geschäftsjahr stellte der Vorstand seine operative Planung sowie die Finanz- und Bilanzplanung für das Geschäftsjahr 2012 umfassend vor. Der Aufsichtsrat hat die Planzahlen einer intensiven Prüfung unterzogen und gebilligt.

In unseren vier ordentlichen Sitzungen sowie in zusätzlich enger Abstimmung mit dem Vorstand haben wir uns mit der geschäftlichen Beziehung zu einem ehemaligen Großkunden befasst. Wir haben uns nach Rücksprache mit dem Vorstand sowie spezialisierten Rechtsberatern vergewissert, dass etwaige Risiken im Konzernabschluss hinreichend bebrücksichtigt sind.

Corporate Governance und Entsprechenserklärung

Der Aufsichtsrat hat sich auch im Geschäftsjahr 2011 mit der Einhaltung und Weiterentwicklung der Corporate Governance bei EnviTec intensiv beschäftigt. Vorstand und Aufsichtsrat haben im April 2012 gemeinsam eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Der Aufsichtsrat hat vom Abschlussprüfer die Unabhängigkeitserklärung gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex eingeholt. Über die Prüfungsleistung hinaus war der Abschlussprüfer für die Gesellschaft in steuerlicher Beratung im Ausland tätig. Informationen zur Corporate Governance bei EnviTec finden Sie im Corporate Governance-Bericht auf Seite 15 in diesem Geschäftsbericht.

Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der AG, den gemäß § 315a HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft. Gegenstand der Prüfung waren zudem gemäß § 317 Abs. 4 HGB die Maßnahmen des Vorstands zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die den Erfolg und den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Der Prüfauftrag wurde entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Juli 2011 vergeben. Der Abschlussprüfer berichtete schriftlich über das Ergebnis seiner Prüfung, die zu keinen Einwendungen geführt hatte. Der Jahres- und der Konzernabschluss erhielten den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Dieser ist auf Seite 108 wiedergegeben.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 24.04.2012 von uns intensiv diskutiert. An der Sitzung nahm auch der Abschlussprüfer, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH, teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Anschließend stand er, genauso wie der Vorstand, für ergänzende Fragen zur Verfügung.

Nach einer intensiven Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts haben wir dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zugestimmt und den Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns haben wir geprüft und zugestimmt. Unter Berücksichtigung der Expansionspläne und der Finanzlage stimmen wir dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands zu.

Im Rahmen der Sitzung am 24.04.2012 haben wir auch den vom Vorstand gemäß § 312 AktG erstellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen eingehend geprüft. Diese Prüfung hat zu keiner Beanstandung geführt. Wir schließen uns dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und haben keine Einwände gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für den großen Einsatz im Jahr 2011. EnviTec verfügt über das Know-how und die finanziellen Mittel, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern und die führende Stellung im Biogasmarkt zu behaupten.

 

Lohne, den 24. April 2012

Bernard Ellmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Corporate Governance steht bei EnviTec für eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Sie fördert das Vertrauen von Mitarbeitern, Anlegern, Kunden und der Öffentlichkeit. Den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex entspricht EnviTec mit sechs begründeten Ausnahmen.

Transparenz in der Kommunikation

Mit einer zeitnahen und kontinuierlichen Kommunikation informieren wir unsere Aktionäre, Analysten, die Medien und die interessierte Öffentlichkeit über die aktuelle Geschäftsentwicklung von EnviTec Biogas. Sämtliche Unternehmens- und Ad-hoc-Mitteilungen und andere kapitalmarktrelevante Publikationen der EnviTec Biogas AG werden auf unserer Internetseite in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Ein Finanzkalender mit allen wichtigen Terminen wird ebenfalls auf der Homepage www.envitec-biogas.de publiziert und laufend aktualisiert.

Im Geschäftsjahr 2011 veröffentlichte die EnviTec Biogas AG keine Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, drei Mitteilungen gemäß § 26 Abs. 1 WpHG sowie elf Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG.

Aktionäre und Hauptversammlung

Jede Stückaktie der EnviTec Biogas AG gewährt eine Stimme. Die Aktionäre der Gesellschaft üben ihre Rechte auf der mindestens einmal im Jahr stattfindenden Hauptversammlung aus. Das Stimmrecht kann entweder persönlich auf der Hauptversammlung oder mittels eines weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreters der Gesellschaft oder eines bevollmächtigten Vertreters ausgeübt werden. Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung sowie eventuell zugänglich zu machende Gegenanträge und Wahlvorschläge von Aktionären werden unter www.envitec-biogas.de/investor-relations/hauptversammlung zur Einsicht und zum Download zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Hauptversammlung werden auf dieser Seite auch die Präsenz und die Abstimmungsergebnisse veröffentlicht.

Enge Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Die EnviTec Biogas AG hat eine duale Führungs- und Kontrollstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen und wird dabei vom Aufsichtsrat beraten und überwacht. Dies entspricht dem deutschen Aktienrecht. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG verfolgen ein gemeinsames Ziel: die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Dazu arbeiten sie eng zusammen und beraten gemeinsam über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Compliance- und Risikomanagement des Unternehmens. Auch darüber hinaus stehen der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig in Kontakt. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offen zu legen sind, traten im Berichtsjahr nicht ein.

Vorstand

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften leitet der Vorstand die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Zu seinen Aufgaben zählt die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat. Hierbei ist er an das Unternehmensinteresse gebunden und dem nachhaltigen Unternehmenserfolg verpflichtet. Darüber hinaus trägt der Vorstand die Verantwortung für die Compliance sowie ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.

Mit Olaf von Lehmden, Jörg Fischer, Jürgen Tenbrink, Roel Slotman besteht der Vorstand der EnviTec Biogas AG aus vier Mitgliedern. Eine Geschäftsordnung bestimmt die Verantwortungsbereich der einzelnen Mitglieder und regelt die Zusammenarbeit.

Die EnviTec Biogas AG verzichtet darauf, gemäß Ziffer 5.1.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder festzulegen. Dies würde den Aufsichtsrat in seiner Auswahl geeigneter Kandidaten einschränken.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Geschäftsführung entsprechend den Bestimmungen des Aktiengesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung. Er bestellt die Vorstandsmitglieder und plant langfristig deren Nachfolge. In grundlegenden Unternehmensentscheidungen ist das Gremium unmittelbar eingebunden, da sie seiner Zustimmung bedürfen.

Dem Aufsichtsrat gehören drei Mitglieder an. Er erfüllt damit die gesetzliche Mindestgrenze. Die Mitglieder werden von der Hauptversammlung gewählt und sind in ihren Entscheidungen ausschließlich den Interessen des EnviTec Biogas-Konzerns verpflichtet. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG Bernard Ellmann, Hans-Joachim Jung und Michael Böging an. Jedes Aufsichtsratsmitglied soll Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat gegenüber offenlegen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung. Über Einzelheiten seiner Tätigkeit und seiner Entscheidungen im Berichtsjahr informiert der Aufsichtsrat in seinem Bericht an die Hauptversammlung auf den Seiten 11 bis 14 in diesem Geschäftsbericht.

Aufgrund der geringen Mitgliederzahl wurde auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet, da dies nicht zu einer Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit führen würde.

Nach § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein unabhängiges Mitglied des Aufsichtsrats über spezielles Fachwissen in den Bereichen Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügen. Diese Funktion nimmt Hans-Joachim Jung wahr. Dem Aufsichtsrat gehören keine ehemaligen Vorstandsmitglieder an. In diesem Gremium gab es in 2011 keine personellen Veränderungen. Die Amtszeit der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endet mit der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahr 2012.

Vorstandsvergütung

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstands aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer variablen Vergütung. Der Aufsichtsrat hat die Vergütung ab 1.1.2011 für alle Vorstandsmitglieder so gestaltet, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen wurde. Grundlage für die Berechnung der variablen Vergütung ist der Konzernjahresgewinn vor Steuern für den 10 Mio. Euro übersteigenden Betrag. Der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden erhält eine variable Vergütung in Höhe von 0,65 Prozent, die übrigen Vorstände in Höhe von 0,5 Prozent auf den so ermittelten Konzern-Vorsteuerjahresgewinn. Die variable Vergütung wird im Folgejahr zu 50 Prozent ausgezahlt. Der verbleibende Vergütungsbetrag wird in den beiden darauf folgenden Jahren zu jeweils 25 Prozent ausgezahlt, sofern im jeweiligen Folgejahr ebenfalls ein Konzernjahresgewinn vor Steuern in Höhe von mindestens 10 Mio. Euro erreicht wird.

Für das Geschäftsjahr 2011 werden variable Vergütungen gezahlt, die der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen sind.

Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder als Nebenleistungen einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG die Prämien für eine bestehende D & O-Versicherung.

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder haben folgende Laufzeiten.

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Olaf von Lehmden 31.12.2016
Jörg Fischer 31.12.2016
Roel Slotman 31.12.2016
Jürgen Tenbrink 30.06.2013

Die Vergütung der einzelnen für das Geschäftsjahr 2011 tätigen Vorstandsmitglieder ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstige Bezüge *
  2011 2010 2011 2010 2011 2010
Olaf von Lehmde 141.750 141.750 3.077 0 12.281 5.907
Jörg Fischer 130.000 125.000 2.367 0 7.991 7.748
Roel Slotman 120.000 120.000 2.367 0 8.987 8.602
Jürgen Tenbrink 120.000 60.000 2.367 0 12.904 4.150
Kunibert Ruhe 0 70.875 0 0 0 3.995
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in EUR Gesamt
  2011 2010
Olaf von Lehmde 157.108 147.657
Jörg Fischer 140.358 132.748
Roel Slotman 131.354 128.602
Jürgen Tenbrink 135.271 64.150
Kunibert Ruhe 0 74.870

* sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D & O Versicherung

Aufsichtsratsvergütung

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in EUR Fixe Vergütung Variable Vergütung *
  2011 2010 2011 2010
Bernard Ellmann (Vorsitzender) 20.000 20.000 7.500 7.500
Hans-Joachim Jung (stellv. Vorsitzender) 10.000 10.000 7.500 7.500
Michael Böging 10.000 10.000 7.500 7.500

* Sitzungsgeld

Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die Aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Zum Bilanzstichtag hielten die Vorstände und Aufsichtsräte Aktien der EnviTec Biogas AG:

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Anzahl Aktien 31.12.2011 31.12.2010
Olaf von Lehmden * 7.288.317 6.645.017
Jörg Fischer 500 500
Roel Slotman 7.000 7.000
Jürgen Tenbrink 1.800 1.800
Bernard Ellmann 0 0
Hans-Joachim Jung 1.000 1.000
Michael Böging 0 0

* mittelbarer Aktienbesitz

Directors' Dealings

Grund der Mitteilungspflicht: Gesellschaft in enger Beziehung zu einer Person mit Führungsaufgaben, Mitteilungspflicht auslösende Person:

Olaf von Lehmden (Vorstandsmitglied)

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Datum Börsenplatz Geschäftsart Stückzahl Preis
(EUR)
Geschäftsvolumen
(EUR)
17.01.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 11,3873 1.138.731,66
14.03.2011 Außerbörslich Kauf 47.000 10,1604 477.540,56
05.05.2011 Außerbörslich Kauf 84.000 11,0201 925.691,42
08.06.2011 Außerbörslich Kauf 48.000 10,4527 501.727,52
21.07.2011 Außerbörslich Kauf 61.400 10,4152 639.494,89
03.08.2011 Außerbörslich Kauf 27.000 10,2822 277.618,38
12.08.2011 Außerbörslich Kauf 32.500 9,5296 309.680,60
29.08.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 9,7841 978.412,50
04.10.2011 Außerbörslich Kauf 22.000 9,7592 214.703,24
07.10.2011 Außerbörslich Kauf 100.000 9,5333 953.325,00
22.12.2011 Außerbörslich Kauf 21.400 8,8308 188.979,12

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Konzernzwischenberichte zum 31. März, 30. Juni und 30. September sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 erfolgten in Übereinstimmung mit den Internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS).

Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 wurde von der Hauptversammlung 2011 die Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, gewählt. Vor der Abschlussprüfung hat sich der Aufsichtsrat entsprechend den Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex von der Unabhängigkeit des Prüfers überzeugt.

Der Abschlussprüfer hat an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und Konzernabschluss teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

 

Lohne, im April 2012

Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG

Bernard Ellmann, Vorsitzender

Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG

Olaf von Lehmden, CEO

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der im Februar 2002 verabschiedete Deutsche Corporate Governance Kodex umfasst Empfehlungen und Anregungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in Bezug auf Aktionäre und Hauptversammlung, Vorstand und Aufsichtsrat, Transparenz sowie Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Das deutsche Aktienrecht verpflichtet Vorstand und Aufsichtsrat einer börsennotierten Gesellschaft, jährlich zu erklären, welche der Empfehlungen des Kodex nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Der Kodex wurde zuletzt im Jahr 2010 überarbeitet und liegt in der Fassung vom 26. Mai 2010 vor.

Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG geben hiermit die Entsprechenserklärung gem. § 161 Aktiengesetz zur aktuellen Fassung des Kodex ab. Vorstand und Aufsichtsrat sehen sich den Zielen des Kodex verpflichtet und fördern eine verantwortungsvolle, transparente und auf nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes gerichtete Unternehmensführung und -kontrolle.

Die Gesellschaft ist seit der letzten Entsprechenserklärung vom April 2010 grundsätzlich den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt und beabsichtigt, dies auch in Zukunft zu tun. Im Folgenden legen wir die Abweichungen von den Empfehlungen des Kodex dar und begründen diese:

1. Der Kodex empfiehlt in Ziffer 3.8, in einer D & O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung zu vereinbaren. Ein solcher Selbstbehalt war bisher nicht vereinbart, und es ist auch nicht beabsichtigt, einen solchen in Zukunft zu vereinbaren. Die Gesellschaft verfügt bereits seit mehreren Jahren über eine D & O-Versicherung ohne organspezifischen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrates wird nach Ansicht der Gesellschaft durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert.

2. Nach Ziffer 4.2.3 Absatz 4 des Kodex soll bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten; eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) soll 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. Diese Begrenzungen sind in den derzeit geltenden Vorstandsverträgen nicht enthalten. Eine vorzeitige Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund kann nur einvernehmlich erfolgen. Selbst wenn der Aufsichtsrat beim Abschluss oder der Verlängerung eines Vorstandsvertrags auf der Vereinbarung eines Abfindungs-Caps besteht, ist folglich nicht ausgeschlossen, dass anlässlich des Ausscheidens über den Abfindungs-Cap mitverhandelt wird.

3. Ziffern 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex empfehlen für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats die Festlegung einer Altersgrenze. Es ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat nicht einsichtig, warum qualifizierte Personen mit großer Berufs- und Lebenserfahrung allein aufgrund ihres Alters nicht für eine Organtätigkeit in Betracht gezogen werden sollen.

4. Der Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG besteht satzungsgemäß aus drei Mitgliedern. Da auch ein Aufsichtsratsausschuss mindestens drei Mitglieder haben muss, kommt die Gesellschaft der Empfehlung gemäß Ziffer 5.3 des Kodex, Ausschüsse zu bilden, nicht nach.

5. Ziffer 5.4.1 Absatz 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die derzeitige Zusammensetzung des Aufsichtsrats, dessen Mitglieder über langjährige Führungserfahrung in einem internationalen Großkonzern, in der Energieversorgung und in der landwirtschaftlichen Produktion verfügen, bildet unseres Erachtens die Tätigkeitsschwerpunkte der EnviTec Biogas AG hervorragend ab. Der Aufsichtsrat steht der weiteren Förderung von Vielfalt im Aufsichtsrat und insbesondere der Berufung von Frauen in den Aufsichtsrat positiv gegenüber, hat aber bisher keine konkreten Ziele formuliert. Die Auswahl von Aufsichtsratskandidaten wird wie bisher ausschließlich anhand der Qualifikation der Kandidaten erfolgen.

6. Entgegen Ziffer 5.4.6 des Kodex wird bei der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat ebenso wenig berücksichtigt wie - mangels gebildeter Ausschüsse - eine Ausschusstätigkeit. Eine erhöhte Vergütung des stellvertretenden Vorsitzes wird nicht als erforderlich erachtet, solange diese Funktion keine zusätzliche Arbeitsbelastung mit sich bringt. Des Weiteren wird Ziffer 5.4.6 des Kodex hinsichtlich der erfolgsorientierten Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats nicht entsprochen. Aufsichtsrat und Vorstand sind der Auffassung, dass eine erfolgsorientierte Vergütung nicht zur weiteren Verbesserung der Arbeit des Aufsichtsrats beiträgt.

7. Die Gesellschaft legt in Abweichung zu Ziffer 7.1.2 des Kodex den Konzernabschluss nicht binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende sowie die Zwischenberichte nicht binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums offen, sondern innerhalb der gesetzlich vorgesehenen Fristen.

 

Lohne, im April 2012

Für den Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG

gez. Bernard Ellmann, Vorsitzender

Für den Vorstand der EnviTec Biogas AG

gez. Olaf von Lehmden, CEO

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT des EnviTec-Konzerns und der EnviTec Biogas AG

Gemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2011 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 zusammengefasst.

Allgemeine Informationen zum Unternehmen

Konzernstruktur

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir in 18 Ländern vertreten.

Die EnviTec Biogas AG ist die Holding der EnviTec Biogas-Gruppe. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch den Anlagenbau in Deutschland und die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen sie direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2011 umfasst 134 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 13 mehr als im Vorjahr.

Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Operativ wird der Bereich Energy erst ab dem Jahr 2012 tätig sein, daher wird er in der Segmentberichterstattung in diesem Abschluss noch nicht berücksichtigt. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist im Wesentlichen deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG.

Anlagenbau

Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogasanlagen für Kunden. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 kWel. Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2011 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 294 MW am Netz. Weitere 34 MW befanden sich im Bau.

Der Geschäftsbereich Anlagenbau ist nahezu deckungsgleich mit dem Geschäft der EnviTec Biogas AG. Sofern im Folgenden Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss anzuwenden.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb.

EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen.

Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau.

Service

Durch wiederkehrende Umsätze zeichnet sich der Geschäftsbereich Service aus. Dort bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärrest auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen.

Neuer Geschäftsbereich Energy

Im Jahr 2011 hat EnviTec Biogas den neuen Geschäftsbereich Energy aufgebaut. Der Geschäftsbetrieb wird in 2012 aufgenommen. Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei plant EnviTec die dezentrale Erzeugung von Wärme aus selbst produziertem Biomethan in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW), die über langfristige Lieferverträge günstig verkauft wird. Damit können Industrie-, Gewerbe- und kommunale Kunden die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz einsetzen. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die neue Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG. Sie wird die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenfassen, diesen EEG-Strom bedarfsgerecht vermarkten sowie Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern anbieten. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der EGL Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns EGL AG.

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ANLAGEBAU SERVICE EIGENBETRIEB ENERGY
INLAND UND BELGIEN AUSLAND   PROJEKTENTWICKLUNG BESTANDSHALTUNG  
EnviTec Biogas AG EnviTec Nederland BV EnviTec Service GmbH & Co. KG EnviTec Projekt- entwicklung GmbH EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG * EnviTec Energy GmbH & Co. KG
  EnviTec France SARL   Second Biogas Operating Holding, S.r.l. EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG * EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG
  EnviTec Biogas Italia S.r.l.     Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG *  
  EnviTec UK Ltd.     eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG *  
  EnviTec Iberica S.L.        
  EnviTec Central Europe s.r.o        
  EnviTec Biogas SEE Kft (Ungarn)        
  und weitere Auslandsvertriebsgesellschaften        

* verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen,

Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang S.75 ff., "Liste des Anteilsbesitzes"

Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche.

Deutschland ist der größte Biogasmarkt der Welt, entsprechend hoch ist dort die Wettbewerbsintensität. Das Wettbewerbsumfeld ist durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. Für die in 2011 in Deutschland neu installierten Biogasanlagen gehört EnviTec, nach eigener Einschätzung, mit einem Marktanteil von ca. 16,7 Prozent zu den beiden größten Anlagenbauern und hat damit Marktanteile hinzugewonnen. Mit einer elektrischen Leistung von 245,3 MW stammen rund neun Prozent aller in Deutschland am Netz befindlichen Biogasanlagen von EnviTec (Gesamtleistung 2.728 MW laut FNR, Vorjahr: 2.291 MW).

Die europäischen Auslandsmärkte für Biogasanlagen sind sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Während einige Märkte, wie Italien, Tschechien und Großbritannien sich aufgrund einer dauerhaft und langfristig angelegten Förderstruktur sehr positiv entwickeln, stagniert die Entwicklung in anderen Märkten wie Spanien, Skandinavien oder Polen. Diese Entwicklungen verfolgen wir sehr eng und reagieren zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen.

Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert:

Chancen in Deutschland nutzen

Deutschland wird bis auf weiteres der weltweit größte und wichtigste Markt für Biogas bleiben. Aufgrund des neuen EEGs wird sich der deutsche Biogasmarkt im Jahr 2012 verändern und den neuen Rahmenbedingungen anpassen. Insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms wird an Bedeutung gewinnen, wofür die Marktteilnehmer erst noch Geschäftsmodelle entwickeln und im Markt etablieren müssen. Als führendes Unternehmen der Branche, wollen wir diesen Prozess aktiv mitgestalten und die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Die Weichen dafür hat EnviTec mit der Gründung des Geschäftsbereichs Energy im Jahr 2011 gestellt. Zusätzlich zur Förderung der Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas wird die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz weiter an Bedeutung gewinnen.

Internationale Expansion als Wachstumstreiber

Weltweit gibt es zahlreiche Länder mit attraktiven Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 17 Ländern vertreten. In diesen Ländern besteht ausreichendes Wachstumspotenzial, um unseren Umsatz dort weiter zu erhöhen und damit die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu reduzieren. Besonders stark ist derzeit die Entwicklung in Italien und Frankreich. Darüber hinaus beobachten wir weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land nachhaltige Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann zeitnah über einen Markteintritt.

Gezielter Ausbau des Eigenbetriebs

Wir bauen konsequent den Betrieb eigener Anlagen im In- und Ausland aus und konnten alleine in 2011 den Anlagenbestand verdoppeln. Der Fokus liegt weiterhin auf Deutschland und Italien. Der Eigenbetrieb wird auch in Zukunft deutlich zur Umsatz- und Ergebnisverbesserung beitragen. Mit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es, mit diesem Segment eine Verstetigung der Erlösbeiträge zu erzielen.

Stärkung der Innovations- und Technologiekompetenz

Die Biogasbranche ist noch jung und das Innovationspotenzial entsprechend hoch. Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung.

Unternehmenssteuerung

Ziel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad.

Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen.

Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing.

Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2011 um 3,8 Prozent zu. Im Vorjahr lag die Steigerung der weltweiten Wirtschaftsleistung noch bei 5,2 Prozent, allerdings basierend auf dem niedrigeren Niveau des Jahres 2009, das unter dem Einfluss der Finanzkrise stand. Wachstumstreiber im Jahr 2011 waren wie in den vergangenen Jahren die Schwellen- und Entwicklungsländer, deren Output um 6,2 Prozent zulegte.

China verbuchte ein Plus von 9,2 Prozent, Indiens Wirtschaft wuchs um 7,4 Prozent. Im Gegensatz dazu verzeichnete Europas Wirtschaft 2011 lediglich ein Wachstum von 1,6 Prozent. Auch die amerikanische Wirtschaft konnte die optimistischen Erwartungen zu Beginn des Jahres 2011 nicht erfüllen und wuchs lediglich um gut 1,8 Prozent, wobei das vierte Quartal deutlich stärker ausfiel. Innerhalb Europas war ein großes Wachstumsgefälle zu beobachten. Während die Wirtschaft in Deutschland nach Angaben des IWF ein Wachstum von 3,0 Prozent erzielte, wiesen andere europäische Staaten wie Spanien (+0,7 Prozent) oder Italien (+0,4 Prozent) nur geringe Wachstumsquoten auf. In Portugal und Griechenland schrumpfte die Wirtschaft. Beide Länder leiden unter einer, gemessen am Bruttoinlandsprodukt, erheblichen Schuldenlast. Insgesamt wird die Lösung der europäischen Schuldenkrise den weiteren Konjunkturverlauf nicht nur im Euroraum, sondern weltweit bestimmen. Analog zur Wirtschaftsleistung hat sich das Wachstum des Welthandels im Vergleich zum starken Vorjahreswert abgeschwächt, blieb aber mit einem Zuwachs gemäß IWF von 6,9 Prozent auf hohem Niveau. Besonders in den westlichen Industrieländern wuchsen die Ausfuhren und das Importvolumen wesentlich schwächer als noch im Jahr 2010. Die Exporte legten um 5,5 Prozent zu nach 12,2 Prozent im Vorjahr.

Energie- und Rohstoffmärkte

Mit der Abschwächung der Weltwirtschaft hat auch die Nachfrage nach Energie und Rohstoffen nachgelassen. Der Preis für Erdgas entwickelte sich rückläufig, der Preis für Rohöl dagegen erhöhte sich unter anderem wegen der politischen Unruhen im Nahen Osten zu Beginn des Jahres. Der Ölpreis der Sorte Brent stieg im Jahresverlauf um 15,9 Prozent auf 108,09 US$ je Barrel (Quelle: Energy Information Administration). Der Erdgaspreis ist im Jahresverlauf hingegen leicht zurückgegangen. An der europäischen Energiebörse EXX sank der EGIX (European Gas Index) von 24,45 Euro Anfang 2011 bis zum Jahresende auf 22,60 Euro je Megawattstunde.

Nach dem Ernterückgang im Jahr 2010 wurde nach Schätzungen des HWWI 2011 weltweit wieder eine Rekordernte bei niedriger Qualität erzielt. Nach der anfänglichen Trockenheit im Frühjahr rechneten Marktbeobachter zunächst mit erheblichen Ertragsproblemen, was zu einem starken Preisanstieg führte. Über den Erwartungen liegende Ernten auf der Südhalbkugel ließen den Weizenpreis im zweiten Halbjahr wieder sinken. Unter dem Strich stieg der Agrarrohstoffpreis im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent. Mit dem höheren Preisniveau für Agrarrohstoffe nehmen auch die Kosten für die bei der Biogasproduktion notwendigen Inputstoffe zu. Diese Entwicklung kann EnviTec Biogas in der Entwicklung neuer Biogasprojekte für den Eigenbetrieb negativ beeinflussen. Dies gilt jedoch nicht für bestehende Anlagen, wo der Großteil der Substratsicherung mit langfristigen Verträgen, die Preisobergrenzen beinhalten, unterlegt ist. Grundsätzlich können höhere Inputkosten auch durch die Nutzung des Gärrestes als natürlicher Dünger teilweise kompensiert werden. Im Jahr 2011 hatten die Agrarrohstoffpreise nur unwesentliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von EnviTec.

Biogasmarkt

Der deutsche Biogasmarkt hat seine Spitzenposition im Jahr 2011 weiter ausgebaut. Laut der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) waren Ende 2011 rund 7.000 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 2.728 MW (Vorjahr: 2.291 MW) am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 1.100 Anlagen (Vorjahr: 920 Anlagen). Insgesamt wurden im Jahr 2011 rund 17,5 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert. 2010 waren es erst rund 14,5 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas an der gesamten deutschen Stromerzeugung inzwischen bei 2,9 Prozent. Innerhalb der Erneuerbaren Energien trägt Biogas mit rund 15 Prozent zur Stromproduktion bei. Mit der Leistung aller Biogasanlagen kann der Strombedarf von etwa 5,1 Millionen Haushalten gedeckt werden. Bezogen auf den Gesamtenergieverbrauch in Deutschland steuerte Biogas in 2011 1,4 Prozent bei - Tendenz steigend. Damit ersetzen die dezentralen Anlagen heute schon mindestens zwei Kernkraftwerke.

Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Im ersten Halbjahr 2011 hat die Bundesregierung die deutsche Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) novelliert. So hat der Gesetzgeber beschlossen den Anlagenbetreibern den Zugang zum Erdgasnetz zu erleichtern und hat die Kostenaufteilung sowie teilweise eine Kostendeckelung zugunsten der Anlagenbetreiber verändert.

Die Novellierung des EEG ist im Sommer 2011 gebilligt worden und zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen werden den deutschen Biogasmarkt deutlich verändern. Vor-Ort-Verstromungsanlagen bekommen weiterhin eine größenabhängige Grundvergütung. Dazu gibt es eine inputabhängige Einsatzstoffvergütung, die in zwei Einsatzstoffvergütungsklassen eingeteilt ist. Die Einsatzstoffvergütungsklasse I umfasst die eigens für die Biogasproduktion angebauten Pflanzen wie Mais, Zuckerrüben und Ganzpflanzensilage, während die Einsatzstoffvergütungsklasse II u.a. Gülle und Zwischenfrüchte enthält. Die Vergütung, die nach der Bemessungsleistung gestaffelt ist, kann der beigefügten Tabelle entnommen werden.

Biogasanlagen (ohne Bioabfall) und Festbrennstoffanlagen

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Anlagenleistungsäquivalent Grundvergütung 4 Einsatzstoffvergütung I 1 Einsatzstoffvergütung II 2 Zusatzvergütung für Biomethaneinspeisung 4
kwel ct/kwhel
≤ 150 14,3 6,0 8,0 ≤ 700 Nm³ /h: 3,0 ≤ 1.000 Nm³ /h: 2,0 ≤ 1.400 Nm³ /h: 1,0
≤ 500 12,3 6,0 8,0 ≤ 700 Nm³ /h: 3,0 ≤ 1.000 Nm³ /h: 2,0 ≤ 1.400 Nm³ /h: 1,0
≤ 750 11,0 5,0 8,0 6,0 3 ≤ 700 Nm³ /h: 3,0 ≤ 1.000 Nm³ /h: 2,0 ≤ 1.400 Nm³ /h: 1,0
≤ 5.000 11,0 4,0 8,0 6,0 3 ≤ 700 Nm³ /h: 3,0 ≤ 1.000 Nm³ /h: 2,0 ≤ 1.400 Nm³ /h: 1,0
≤ 20.000 6,0 - -   -

1 Nachwachsende Rohstoffe
2 Zwischenfrüchte
3 Gülle (spezielle Sorten)
4 Jährliche Degression 2%

Insgesamt kann eine 500 kW-Biogasanlage ohne externen Wärmeverkauf eine Vergütung zwischen 19 ct/kWh und 21 ct/kWh erhalten.

Des Weiteren gibt es eine Zusatzvergütung für Biomethaneinspeisung - den sog. Gasaufbereitungsbonus. Anlagen die aufbereitetes Biomethan aus dem Netz entnehmen und verstromen, erhalten in Abhängigkeit von der Größe der Aufbereitungsanlage eine Zusatzvergütung von 1 bis 3 ct/kWh. Dadurch ergibt sich für ein 500 kW-Biomethan-Blockheizkraftwerk eine Vergütungsspanne von ca. 19 bis 24 ct/kWh.

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Neuerungen bzw. Auflagen:

1. Es wurde der sog. Maisdeckel eingeführt, demnach darf Mais nur noch zu 60 Masseprozent eingesetzt werden.

2. Es muss eine Wärmenutzung von 60 Prozent nachgewiesen werden, wobei 25 Prozent pauschal als Eigenverbrauch angesetzt werden.

3. Das sog, Ausschließlichkeitsprinzip der EEG-Vorgänger, d.h. die strikte Trennung in NawaRo- und Kofermente-Anlagen, ist aufgegeben worden und wird künftig über Einsatzstoffvergütungsklassen geregelt. Damit werden Kunden flexibler in Bezug auf die Zusammenstellung ihrer Einsatzstoffe.

4. Anlagen>750 kWel müssen den produzierten Strom ab 1. Januar 2014 über eine Marktprämie direkt vermarkten.

Das Vergütungsmodell des Biogasmarktes wird durch das neue Gesetz deutlich komplexer und anspruchsvoller. Alleine schon dadurch, dass es neben der EEG-Vergütung künftig auch die alternative Inanspruchnahmemöglichkeit einer Marktprämie geben wird. Für EnviTec sind die Auswirkungen durch das novellierte EEG 2012 differenziert zu beurteilen. Die insgesamt gesunkene Vergütung für Vor-Ort-Verstromungsanlagen im Kernsegment von 500 kW ist herausfordernd. Unabhängig von dem Niveau der Vergütung hat sich jedoch durch die Neugestaltung der Vergütungsklassen eine bessere Vergütung für Anlagen>500 kW ergeben, was der EnviTec Biogas entgegenkommt. Der Grund: Das Segment deutlich unter 500 kW - in dem EnviTec nicht aktiv ist - wird durch die erhebliche Absenkung der Vergütung und wenig Möglichkeiten von wirtschaftlichen Wärmekonzepten unattraktiv für Betreiber. Sie werden, sofern möglich, künftig Anlagen>500 kW ordern. Der Bereich der Gasaufbereitung, wo in der Regel Biogasanlagen>1 MW errichtet werden, wurde im EEG 2012 ebenfalls gestärkt. In diesem Segment sind wir bereits aktiv und sehen hier weitere Wachstumschancen. Für den Eigenbetrieb ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen. EnviTec entwickelt nur Biogasanlagen>500 kW. Einige Gasaufbereitungsprojekte wurden in Erwartung einer weiterhin auskömmlichen Vergütung nach 2012 verschoben. Darüber hinaus können verschiedene Altprojekte auf das neue EEG 2012 umprojektiert werden. Der neue Geschäftsbereich Energy profitiert eindeutig vom neuen EEG, da die Direktvermarktung von Strom erstmals über eine Marktprämie überhaupt erst möglich ist und ein neues Geschäftsfeld öffnet, das auch zur Kundenbindung beiträgt. Für den Service ändert sich verhältnismäßig wenig durch das neue EEG.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen in dem für EnviTec Biogas wichtigen Markt sind weiterhin attraktiv und bieten Wachstumschancen.

Mitarbeiter

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage für ein erfolgreiches Wachstum der EnviTec Biogas. Wir sind stolz darauf, dass eine Vielzahl der Mitarbeiter bereits seit vielen Jahren im Konzern tätig ist. Sie sind das Rückgrat und die solide Grundlage für den Erfolg des Unternehmens. Neben der nachhaltigen Personalentwicklung sind wir ebenfalls bestrebt jungen Absolventen die Chance zu bieten, in einer interessanten Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der weiter voranschreitenden Internationalisierung brauchen wir flexible Mitarbeiter die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen.

Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt.

Zur Rekrutierung neuer Mitarbeiter und zur Erhöhung des Bekanntheitsgrades liegt dem Unternehmen ein Maßnahmenkatalog vor, der unter anderem die Präsenz von EnviTec auf Fachmessen beinhaltet. Neben den Fachmessen sind ebenfalls Hochschulmessen sowie weitere Maßnahmen innerhalb des Hochschulmarketings wichtige Themen im Bereich der Nachwuchskräfterekrutierung. Wir bieten hierbei Studenten die Möglichkeit interessante Praxissemester zu absolvieren bzw. Bachelor- /Master- und Diplomarbeiten zu den unterschiedlichen und weitreichenden Themen rund um Biogas anzufertigen.

EnviTec-Biogas beschäftigte zum 31. Dezember 2011 weltweit 459 Mitarbeiter (Vorjahr: 416). Davon ist mit 379 (Vorjahr: 334) der wesentliche Teil in Deutschland aktiv. 80 Mitarbeiter (Vorjahr: 82) sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Der Anstieg der Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr ist auf das Wachstum im In- und Ausland zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Kontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen.

Forschung nicht im Labor, sondern in der Praxis

EnviTec Biogas betrieb mehr als 60 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von über 30 MW in 2011. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben.

"Innovationspreis Münsterland" - Technologie "EnviTec Feedcontrol" überzeugt

Im November 2011 hat EnviTec Biogas für ihre innovative Technologie "EnviTec Feedcontrol" den "Innovationspreis Münsterland" des Münsterland e.V. in der Kategorie "Energie-innovativ" gewonnen. Mit dem Innovationspreis, der seit 1993 im Zweijahresrhythmus vergeben wird, motiviert der Münsterland e. V. Unternehmen zur Umsetzung zukunftsweisender Ideen. Insgesamt hatten sich 71 Unternehmen für den Innovationspreis beworben, sieben von ihnen gehören zu den diesjährigen Gewinnern des renommierten Regionalwettbewerbs. Die neu entwickelte Technologie "EnviTec Feedcontrol" trägt beim Einsatz in Biogasanlagen zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei, indem sie eine kontinuierlich gleichmäßige Gasproduktion ermöglicht. Auf diese Weise kann das Blockheizkraftwerk (BHKW) einer Biogasanlage konstant auf höchster Leistungsstufe Strom und Wärme erzeugen. Die Überwachung der biologischen Aktivität der Bakterien in einer Biogasanlage übernimmt bei "EnviTec Feedcontrol" eine Online-Prozesssonde, die direkt im Fermenter installiert wird. Das System passt die notwendigen Fütterungen der Bakterien dann während des Betriebs der Biogasanlage vollautomatisch an. Bislang finden diese Fütterungen meist in festen Intervallen statt, was in der Praxis jedoch zu Schwankungen in der Biogasproduktion aufgrund von unterschiedlichen Substratqualitäten führen kann. Mit der automatisierten Sensor- und Steuerungstechnik "EnviTec Feedcontrol" können Anlagenbetreiber diese Schwankungen weitestgehend ausschließen.

Kooperation mit Evonik Industries bei der Gasaufbereitungstechnologie

Seit Anfang 2012 statten wir unsere EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas in Bioerdgas mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Mit den Polymermembranen des Essener Konzerns lässt sich in Biogasanlagen erzeugtes Rohbiogas besonders effizient reinigen, um es als hochreines Biomethan direkt in das Erdgasnetz einzuspeisen. Biogasanlagenbetreiber können mit der neuen Technologie von den Vorteilen profitieren, die das novellierte EEG für aufbereitetes Biogas vorsieht. Bei der Aufbereitung von Bioerdgas sehen wir die Zukunft in der Membrantechnologie, die allen bisherigen Verfahren zur Aufbereitung von Bioerdgas weit überlegen ist. Mit Evonik Industries haben wir einen starken Partner gefunden, der mit den SEPURAN® Green Membranmodulen über eine hervorragende Technologie für unsere Bioerdgasaufbereitung EnviThan verfügt.

Entwicklung des Auftragsbestands

EnviTec Biogas verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2011 über einen Auftragsbestand im Anlagenbau in Höhe von 170,9 Mio. Euro (Vorjahr: 252,6 Mio. Euro). Der Rückgang von 81,7 Mio. Euro ist zum einen auf den hohen Abarbeitungsgrad von 201,0 Mio. Euro (Vorjahr: 116,1 Mio. Euro) und zum anderen auf Auftragsstornierungen in Höhe von 57,7 Mio. Euro (Vorjahr: 95,0 Mio. Euro) zurückzuführen. Mit einem Volumen von 87,2 Mio. Euro bzw. 51,0 Prozent hat das internationale Geschäft erstmals den größeren Anteil am Auftragsbestand gegenüber dem Inland. International hat der italienische Markt weiterhin die größte Bedeutung. Dort lag der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag bei 38,3 Mio. Euro (Vorjahr: 41,7 Mio. Euro). In Deutschland verfügt EnviTec über ein Ordervolumen von 83,7 Mio. Euro (Vorjahr: 161,5 Mio. Euro). Wie prognostiziert, stand für deutsche Kunden zunächst die Errichtung von Anlagen zum Jahresende 2011 bzw. deren Fertigstellung Anfang 2012 im Vordergrund. Neubestellungen sollten im zweiten Quartal 2012 wieder zunehmen, nachdem sich der Markt an das neue EEG angepasst hat.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Auftragsbestandes haben wir nicht nur die Gliederungstiefe bei der Kundensegmentierung erhöht, sondern auch die Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen des Auftragsbuchs im Jahresverlauf regelmäßig und kritisch überprüft. Aufgrund der konservativen Auftragsbewertung wurden potentielle Orders im Wert von 57,7 Mio. Euro im Berichtsjahr ausgebucht. Bei diesen potentiellen Aufträgen handelt es sich überwiegend um Projekte, die nicht mehr im Jahr 2011 realisiert werden konnten und auf dem EEG 2009 basierten.

EnviTec Biogas ist nicht von einzelnen Großkunden abhängig, sondern verfügt über eine sehr breite Kundenbasis. 52,3 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 57,6 Prozent). 19,7 Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern bekommen gegenüber 20,1 Prozent im Vorjahr. 16,6 Prozent stammen von industriell geprägten Kunden (Vorjahr: 13,6 Prozent) und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag 11,4 Prozent nach 8,6 Prozent zum Vorjahresstichtag.

Entwicklung in den Segmenten

EnviTec Biogas ist in den Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig und hat in allen drei Bereichen den Umsatz im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 64,8 Prozent erhöht. Der Geschäftsbereich Anlagenbau hat derzeit den größten Umsatzanteil. Der Bereich Energy wurde 2011 aufgebaut. Er wird ab dem Jahr 2012 zur Umsatz- und Ertragsentwicklung beitragen.

Anlagenbau

Die operative Entwicklung im Anlagenbau war in 2011 vom Jahresanfang bis Jahresende sehr erfreulich. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wurde an der Kapazitätsgrenze gearbeitet. Insgesamt stieg der Umsatz nach IFRS im Vergleich zu 2010 von 116,1 Mio. Euro um 73,1 Prozent auf 201,0 Mio. Euro. Das deutliche Wachstum machte sich auch beim operativen Ergebnis (EBIT) positiv bemerkbar. So stieg das EBIT auf 7,7 Mio. Euro, nach einem Verlust von 4,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Markt für den Anlagenbau und die hohe Inlandsnachfrage war insbesondere in diesem Jahr der Wachstumsmotor. Der Grund: Anlagen, die auf Basis des alten EEG geplant wurden, mussten noch in 2011 ans Netz gehen. So hat EnviTec im Berichtsjahr Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 72,8 MW in Deutschland errichtet und damit 137,9 Mio. Euro erlöst (Vorjahr: 72,4 Mio. Euro).

Im Ausland konzentriert sich EnviTec Biogas auf die Länder mit den stabilsten Rahmenbedingungen: Klare gesetzliche Vorgaben, Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichende lokale Inputstoffversorgung. Diese Strategie hat sich auch im Jahr 2011 ausgezahlt. So stieg der internationale Umsatz im Vergleich zum Jahr 2010 von 43,7 Mio. Euro um 44,4 Prozent auf 63,1 Mio. Euro. Der wichtigste Auslandmarkt ist weiterhin Italien. Dort hat EnviTec Anlagen mit einem Volumen von 26,2 Mio. Euro (Vorjahr: 26,5 Mio. Euro) realisiert. Weitere umsatzstarke Märkte sind Tschechien und Frankreich.

EnviTec Biogas hat im Jahr 2011 in Serbien den ersten Auftrag erhalten. Die Anlage in Serbien mit einer elektrischen Anschlussleistung von 635 kW entsteht in Curug, einem Dorf in der autonomen Provinz Vojvodina. Auftraggeber ist der Betreiber einer Milchviehfarm. Neben der Stromvergütung für den umweltfreundlich erzeugten Strom hat der Kunde noch zwei weitere Vorteile: Erstens kann der Betrieb künftig auf Mineraldünger verzichten, weil sich der Gärrest aus der Biogasanlage als wertvoller Dünger wieder auf die Felder fahren lässt. Zweitens kann mit der Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk (BHKW) das Trinkwasser der Rinder aufgewärmt und das von den Mitarbeitern der Farm genutzte Büro- und Sozialgebäude beheizt werden. Die Bedingungen für den Betrieb einer Biogasanlage sind im nördlichen Teil Serbiens ideal. Der fruchtbare Ackerboden und das gemäßigte Kontinentalklima bringen der Landwirtschaft hohe Ernteerträge. Im Schnitt liegt die Ausbeute bei 60 Tonnen Maissilage pro Hektar Ackerfläche. Zum Vergleich: In Deutschland sind je nach Lage und Witterung 40 bis 50 Tonnen pro Hektar üblich. Ökologisch erzeugter Strom aus Biogas wird in Serbien derzeit mit 15 Cent pro kWh vergütet. Dieser Einspeisetarif gilt für zwölf Jahre.

Das Erfolgsrezept ist wie in Deutschland ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, das den Netzzugang für Strom aus regenerativen Energieanlagen garantiert, langfristige Vergütungen festlegt und Investoren sowie Anlagenbauern auf diese Weise die notwendige Planungssicherheit gibt.

Eigenbetrieb

Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugt EnviTec -häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Daher investiert EnviTec kräftig in den Ausbau des Eigenbetriebs. Dabei liegt der regionale Fokus weiterhin auf Deutschland und Italien. In anderen Ländern dienen eigene Anlagen als Referenz und Türöffner für den Anlagenbau.

Allein im Jahr 2011 sind Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 20,5 MW erstmalig ans Netz gegangen. Damit wurde das Ausbauziel von 12 MW deutlich übertroffen. Insgesamt verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag über eine Produktionskapazität von rund 42 MW (Vorjahr: 21,5 MW). Bezogen auf die gesamten 42 MW werden 25 MW vollkonsolidiert und 17 MW at equity bilanziert. Rechnerisch und ohne Berücksichtigung der Bilanzierungsmethode entfallen 27 MW auf die EnviTec Biogas AG. Der Bereich wird weiter konsequent ausgebaut.

Den Umsatz im Eigenbetrieb hat EnviTec im Jahr 2011 von 22,1 Mio. Euro um 29,0 Prozent auf 28,6 Mio. Euro gesteigert. Dabei ist zu berücksichtigen, dass eine Vielzahl von Anlagen erst im Herbst und Winter ans Netz gegangen sind und damit noch keine - oder nur unwesentliche - Erlöse generiert haben. Darüber hinaus wurden im ersten Halbjahr bei zahlreichen Bestandsanlagen turnusmäßige Mehr-Jahres-Wartungen durchgeführt. Das EBIT des Segments sank daher von 5,3 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro. Damit lag die EBIT-Marge im Eigenbetrieb bei 16,1 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent).

Service

Der Umsatz im Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen entwickelte sich im Jahr 2011 erfreulich. Die Fachleute von EnviTec kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Ende 2011 hat das Unternehmen im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt ca. 54 MW (Vorjahr: 45 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 150 MW betreut (Vorjahr: 100 MW) betreut. Der Umsatz stieg in diesem Segment von 9,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 14,4 Mio. Euro. Nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr sank das operative Segmentergebnis auf -1,6 Mio. Euro. Grund dafür ist unter anderem der überproportionale Anstieg der Personalkosten insbesondere im Zusammenhang mit dem Aus- und Aufbau des internationalen Serviceangebotes.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatzentwicklung

Der Umsatz von EnviTec Biogas im Konzern hat im Jahr 2011 Rekordniveau erreicht. Allein im vierten Quartal wurden 72,1 Mio. Euro erlöst. Insgesamt ist der Umsatz im Jahr 2011 von 148,0 Mio. Euro auf 243,9 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer Steigerung von 64,8 Prozent. Zu der dynamischen Entwicklung haben alle Geschäftsbereiche beigetragen.

Wachstumstreiber war der Anlagenbau in Deutschland. Anlagen die auf Basis des alten EEG geplant wurden, mussten noch im Jahr 2011 ans Netz gehen. Daher stieg der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr von 101,1 Mio. Euro um 78,9 Prozent auf 180,8 Mio. Euro. Damit wurde der wesentliche Teil der Konzernerlöse im Inland erzielt. Der Auslandsumsatz entwickelte sich ebenfalls erfreulich und legte um 34,3 Prozent auf 63,1 Mio. Euro zu (Vorjahr: 47,0 Mio. Euro).

In den internationalen Märkten hat der Anlagenbau in Italien den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen leicht von 8,9 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro ab. Die Entwicklungen in den einzelnen Segmenten können dem Segmentbericht auf den Seiten 70-71 entnommen werden.

Der nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG nahm im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf 104,7 Mio. Euro zu. Aufgrund der zahlreichen im Bau befindlichen Anlagen zum Bilanzstichtag stieg die Bestandsveränderung an unfertigen Erzeugnissen im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 8,9 Mio. Euro auf 75,9 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 4,8 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro ab. Damit stieg die Gesamtleistung der AG im Jahr 2011 von 109,3 Mio. Euro auf 183,4 Mio. Euro.

Kostenentwicklung

Die wesentliche Aufwandsposition im EnviTec Biogas-Konzern ist der Materialaufwand. Aufgrund des Umsatzwachstums stieg dieser von 108,8 Mio. Euro um 61,5 Prozent auf 175,7 Mio. Euro. Die leicht unterproportionale Steigerung im Vergleich zum Umsatz ist auf Einmaleffekte im Vorjahr zurückzuführen die den Aufwand 2010 erhöht hatten. Die Rohertragsmarge lag bei 31,1 Prozent (Vorjahr: 32,5 Prozent). Der Rückgang der Bruttomarge ist größtenteils damit zu erklären, dass der margenstärkere Eigenbetrieb im Berichtsjahr einen geringeren Anteil am Gesamtumsatz hatte als im Vorjahr. Der Personalaufwand entwickelte sich in 2011 deutlich unterproportional zum Umsatz und stieg von 18,1 Mio. Euro um 18,8 Prozent auf 21,5 Mio. Euro. Entsprechend sank die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz von 12,2 Prozent auf 8,8 Prozent.

Die Erhöhung der Abschreibungen von 7,3 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, stieg im Berichtszeitraum von 21,7 Mio. Euro auf 34,0 Mio. Euro. Die Gründe dafür sind unter anderem höhere Verkaufsprovisionen, Aufwendungen für Leiharbeiter sowie Maschinenmieten und Kraftstoffkosten.

Im Einzelabschluss der AG stieg der Materialaufwand im Berichtsjahr von 85,6 Mio. Euro auf 140,0 Mio. Euro und damit deutlich überproportional zum Umsatz. Dies ist auf die deutliche Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnisse zurückzuführen. Der Personalaufwand nahm u. a. aufgrund der in 2011 erfolgten Sonderzahlung von 11,1 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro zu. Die Abschreibungen erhöhten sich von 2,2 Mio. Euro auf 2,7 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 23,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,5 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011 entfallen in Höhe von 3,1 Mio. Euro auf Verwaltungskosten, von 11,8 Mio. Euro auf Vertriebskosten und in Höhe von 8,9 Mio. Euro auf Betriebskosten.

Ergebnisentwicklung

Die kräftige Umsatzsteigerung im EnviTec Biogas-Konzern im Jahr 2011 hat sich auch auf der Ertragsseite positiv bemerkbar gemacht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass im Eigenbetrieb aufgrund der Mehr-Jahres-Wartungen sowie der Vielzahl der im Bau befindlichen Anlagen nicht die volle Ertragskraft erreicht werden konnte.

Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg dennoch von 8,3 Mio. Euro um 144,6 Prozent auf 20,3 Mio. Euro. Nachdem im Vorjahr beim operativen Ergebnis (EBIT) der Sprung in die Gewinnzone gelungen war, hat EnviTec die positive Ertragsentwicklung fortgesetzt und ein EBIT in Höhe von 10,8 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Aufgrund der hohen Investitionen in den Eigenbetrieb nahmen die liquiden Mittel von EnviTec Biogas ab und das Finanzergebnis sank von 1,5 Mio. Euro auf 0,2 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) stieg von 2,6 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro. Den Konzernjahresüberschuss hat EnviTec Biogas im Berichtsjahr ebenfalls deutlich erhöht. Er kletterte von 2,3 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,15 Euro auf 0,51 Euro.

Auf Einzelabschlussebene (HGB) stieg das Ergebnis vor Ertragsteuern in 2011 von 0,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Ertragsteuern ergibt sich für den Einzelabschluss EnviTec Biogas AG ein Jahresüberschuss von 5,5 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 0,2 Mio. Euro im Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2011 ist keine Dividendenzahlung geplant. Stattdessen soll der Ausbau des ertragsstarken Eigenbetriebs weiter vorangetrieben werden.

Investitionen

Der kräftige Ausbau des Eigenbetriebs hat im Jahr 2011 die Investitionstätigkeit des Konzerns geprägt. Insgesamt lag das Volumen im Berichtsjahr mit 34,8 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 18,5 Mio. Euro. Im Jahr 2011 hat EnviTec Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 20,5 MW neu in Betrieb genommen.

Die Investitionen im immateriellen Vermögen und im Sachanlagevermögen im Einzelabschluss betrugen im Jahr 2011 rund 1,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro). Sie betreffen in Höhe von 90.592 Euro Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 1,7 Mio. Euro Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2011 gegenüber dem Jahresende 2010 um 57,0 Mio. Euro auf 308,9 Mio. Euro erhöht. Der wesentliche Grund dafür sind die Investitionen in den Eigenbetrieb und damit in einen stabilen und margenstarken Bereich.

Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 111,9 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 84,2 Mio. Euro. Der Anstieg um 27,7 Mio. Euro beruht ganz wesentlich auf dem Ausbau des Eigenbetriebs. So stiegen die Sachanlagen und Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um insgesamt 27,7 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 29,4 Mio. Euro auf 197,0 Mio. Euro zu. Die zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlichen Biogasanlagen und damit die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo lagen mit 58,2 Mio. Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte beruht größtenteils auf der Zunahme der sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte um 16,6 Mio. Euro auf 61,8 Mio. Euro. Zudem stiegen die Vorräte um 9,4 Mio. Euro auf 34,4 Mio. Euro an. Auch die flüssigen Mittel erhöhten sich um 1,1 Mio. Euro auf 13,9 Mio. Euro.

Die Bilanzsumme im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG hat sich um 39,0 Mio. Euro auf 230,9 Mio. Euro erhöht. Wesentlich verändert haben sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Anstieg von 29,6 Mio. Euro (Vorjahr: 48,8 Mio. Euro) sowie der Finanzanlagen mit einem Plus von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: - 14,4 Mio. Euro). Bei den Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen haben sich insbesondere die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um 19,6 Mio. Euro auf insgesamt 62,5 Mio. Euro (Vorjahr: 42,8 Mio. Euro) erhöht. Demgegenüber haben sich die Vorräte um 1,0 Mio. Euro auf 40,4 Mio. Euro (Vorjahr: 41,4 Mio. Euro) vermindert.

Finanzlage

EnviTec verfügt weiterhin über eine solide Finanzausstattung und damit die nötige Grundlage für weitere Investitionen in den Eigenbetrieb. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2011 bei 183,9 Mio. Euro und damit um 7,8 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 59,5 Prozent (Vorjahr: 69,9 Prozent).

Das Fremdkapital insgesamt ist von 75,8 Mio. Euro auf 125,1 Mio. Euro gestiegen. Die kurzfristigen Schulden nahmen von 41,9 Mio. Euro auf 71,6 Mio. Euro zu. Der Anstieg beruht unter anderem auf dem Unternehmenswachstum, wodurch der Zwischenfinanzierungsbedarf, zum Beispiel für Vorräte, neue Anlagen im Eigenbetrieb und das Volumen erhaltener Anzahlungen naturgemäß ebenfalls zunimmt. Darüber hinaus wird der Bau eigener Biogasanlagen zunächst zwischenfinanziert bevor er in langfristige und zinsgünstige Projektfinanzierungen umgeschichtet wird. So stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 10,0 Mio. Euro auf 35,5 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 14,4 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro und die kurzfristigen Rückstellungen von 8,8 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro. Der Anstieg der langfristigen Schulden von 33,9 Mio. Euro auf 53,5 Mio. Euro ist ganz wesentlich auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um die Projektfinanzierungen der Biogasanlagen, die langfristig mit einem marktüblichen festen Zinssatz abgeschlossen worden sind.

Das Eigenkapital im Einzelabschluss hat sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Mio. Euro erhöht. Ausschlaggebend hierfür ist der Bilanzgewinn. Die Erhöhung der Bilanzsumme von 192,0 Mio. Euro auf 230,9 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 25,6 Mio. Euro auf 28,8 Mio. Euro zurückzuführen.

Liquiditätslage

Das Eigenkapital des EnviTec Biogas Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr 2010 um 7,8 Mio. Euro erhöht und beträgt nunmehr 183,9 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich um 10,4 Prozent und beträgt zum Bilanzstichtag 59,5 Prozent. Die Veränderung der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Bilanzsumme um 57,0 Mio. Euro zurückzuführen. Im Berichtsjahr 2011 sind die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 43,5 Mio. Euro auf 82,3 Mio. Euro gestiegen. Diese Veränderung ist sowohl auf die Inanspruchnahme der Kontokorrentlinien in Höhe von rd. 23,0 Mio. als auch auf die Refinanzierung der bestehenden Biogasanlagen zurückzuführen.

Die Auswirkungen einer Veränderung des Zinsniveaus im Bereich der kurzfristigen Darlehen sind aus Sicht der EnviTec Biogas AG als auch auf Konzernebene überschaubar. Im Falle eines Anstiegs oder eines Rückgangs des Zinsniveaus um jeweils 0,5 Prozentpunkte verschlechtert bzw. verbessert sich das Ergebnis um TEUR 119.

Hinsichtlich der Kontokorrentlinien besteht eine Covenants in Höhe einer Eigenkapital-Quote von mindestens 25,0 Prozent.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im EnviTec-Konzern belaufen sich im Berichtsjahr 2011 auf 35,5 Mio. Euro. Hiervon wurden 23,0 Mio. Euro durch Kontokorrentlinien in Anspruch genommen. Die Laufzeit der Kontokorrentlinien ist, bis auf eine Linie in Höhe von 10,0 Mio Euro, die zum Ende des Geschäftsjahres 2012 ausläuft, unbestimmt und wird daher als kurzfristig behandelt. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Verzinsung erfolgt auf der Grundlage des EONIA plus einer marktüblichen Marge. Zur nachhaltigen Sicherung der Liquidität hat EnviTec weitere langfristige Kredite in Höhe von 4,3 Mio. Euro in Anspruch genommen. Die Laufzeit der Kreditlinien liegt in einem Intervall zwischen 5-10 Jahren, das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen.

Um das internationale Engagement von EnviTec Biogas auf dem italienischen Markt weiter auszubauen, gibt es konkrete Planungen, die Finanzierung der Projekte mittels eines Schuldscheindarlehens zu realisieren. Das angestrebte Volumen beläuft sich auf 35,0 Mio. Euro. Gegenwärtig befinden sich acht 1 MW-Projekte in der Planung, von denen bereits sechs Projekte über eine entsprechende Genehmigung verfügen. Das Gesamtinvestment liegt bei rd. 41,5 Mio. Euro. Die Rahmenbedingungen in Italien haben sich aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation und der Refinanzierungsproblematik der Kreditinstitute massiv verschlechtert. Vor diesem Hintergrund ist es für EnviTec schwer, eine Projektfinanzierung zu akzeptablen Konditionen in Italien zu bekommen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns wird vom Management der EnviTec Biogas AG unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss 2011 ergebenden und oben dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des laufenden Geschäfts 2012 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts als positiv beurteilt.

Sie ermöglicht die konsequente Umsetzung operativer und strategischer Ziele: Den Ausbau des Eigenbetriebs, den Aufbau des Geschäftsbereichs Energy, die Auslandsexpansion sowie die Erforschung neuer Technologien.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)

Die EnviTec Biogas AG verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und auf den Rechnungslegungsprozess umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Risikobericht

Der Vorstand von EnviTec Biogas führt das Unternehmen mit Weitsicht und misst der gesicherten Entwicklung des Unternehmens höchste Priorität bei. Gleichzeitig stellt er durch risikobewusstes Verhalten sicher, dass mit dem Geschäftsmodell nachhaltig Gewinne erwirtschaftet werden. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und unterstützt beim Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. Zudem ist sichergestellt, dass sich die beschriebenen Risiken mit dem Risikomanagementsystems abstimmen lassen.

Entsprechend unserer Unternehmensstrategie gehen wir Risiken nur dann ein, wenn diesen entsprechende Chancen zur Wertschöpfung und langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes gegenüberstehen.

Das Risikomanagement

In einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft.

Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen.

Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken.

Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischen Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen.

Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:

das Entwickeln und Umsetzen des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Ergebnissteigerung ,

das Behaupten der Technologieführerschaft,

das Waren- und Dienstleistungsbeschaffungsmanagement als Grundlage des unternehmerischen Erfolgs,

die Sicherstellung der Liquidität.

Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung.

Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Derzeit sind keine für uns wesentlichen Änderungen erkennbar.

Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten.

EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert.

Auftrags-, Absatz- und Ausfallrisiko

Die Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der Offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet.

Von einem ehemaligen Großkunden werden Darlehensforderungen, Forderungen aus Maisverkauf sowie Bauforderungen bestritten. Die von der Gegenseite angeführten Argumente und Gegenforderungen sind haltlos und entbehren nach Einschätzung von EnviTec Biogas jedweder Grundlage. EnviTec sieht daher derzeit keinen Anlass für Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand.

Währungsrisiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und zukünftig in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und den USA wurden Devisentermingeschäfts in Höhe von 2,7 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen Tochterunternehmen abgesichert.

Wettbewerbsrisiken

Der Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt.

Technologische Risiken

Biogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern.

Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen.

Beschaffungsrisiken

Die Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor.

Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Bioanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten.

Unternehmenswachstum und interne Risiken

EnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher.

Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter.

Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung des lokalen IKS.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken.

Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter.

Personalrisiken

Das Unternehmenswachstum von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut gebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen, wird auch das Unternehmenswachstum gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 31. Dezember 2011 sind nicht aufgetreten.

Sonstige Angaben

Abhängigkeitsbericht

Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die Angaben nach § 315 II Nr. 4 HGB sind im Vergütungsbericht des Corporate Governance Berichts auf Seite 15 des Geschäftsberichts enthalten; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts der AG und des Konzernlageberichts.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabil

Das Wachstum der Weltwirtschaft wird sich nach Angaben der meisten Wirtschaftsforschungsinstitute im Jahr 2012 weiter verlangsamen. Unter dem Eindruck der europäischen Staatsschuldenkrise wurde zuletzt die Mehrzahl der Wirtschaftsprognosen nach unten korrigiert. Das Institut für Weltwirtschaft in Kiel reduzierte seine Prognose für das globale Wirtschaftswachstum 2012 auf 3,4 Prozent und warnt vor hohen Konjunkturrisiken. Für die Industrieländer insgesamt erwarten die Experten einen leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukt von 1,4 Prozent. Für den Euroraum sehen sie mit -0,1 Prozent sogar die Möglichkeit einer Rezession. Deutschland wird demnach nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent verzeichnen. Beeinflusst von der Abkühlung der Konjunktur in den westlichen Industriestaaten, fällt auch die Prognose für die Entwicklungs- und Schwellenländern schwächer als in den Jahren zuvor aus. Dennoch sollten diese Länder ihre Wirtschaftsleistung um mehr als 3,0 Prozent steigern.

Deutscher Biogasmarkt im Wandel

Wie bereits im Kapitel wirtschaftliche Rahmenbedingungen beschrieben, hat das neue EEG 2012 erheblichen Einfluss auf die Entwicklung der Biogasbranche in Deutschland. Der weltgrößte Biogasmarkt wird sich 2012 wandeln. Insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms wird an Bedeutung gewinnen, wofür die Marktteilnehmer erst noch Geschäftsmodelle entwickeln und im Markt etablieren müssen. Daher erwartet EnviTec Biogas, dass sich das Wachstum des deutschen Biogasmarktes nach dem Ausnahmejahr 2011 in 2012 deutlich abschwächen wird.

Als führendes Unternehmen der Branche, wollen wir den Wandel aktiv mitgestalten und die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Die Weichen dafür hat EnviTec mit der Gründung des Geschäftsbereichs Energy gestellt. Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Darüber hinaus wird die neue Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG EEG-Strom bedarfsgerecht vermarkten sowie Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern anbieten. Bei der Vermarktung haben wir mit der EGL Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns EGL AG, einen starken Partner gefunden.

Die Rahmenbedingungen im Bereich der Gasaufbereitung sind weiterhin gut. Diese wurden durch das EEG und die Gasnetzzugangsverordnung gestärkt. In diesem Segment erwartet EnviTec eine steigende Nachfrage. Mit der Anfang 2012 bekannt gegebenen Kooperation mit Evonik Industries haben wir uns technologisch weiterentwickelt und bieten mit der Membrantechnologie das aktuell effizienteste Verfahren an.

Auslandsentwicklung positiv

Das Auslandsgeschäft sollte auch im Jahr 2012 weiter wachsen und einen wichtigen Beitrag zur stabilen Entwicklung von EnviTec Biogas beitragen. So stammten Ende 2011 mit 87,2 Mio. Euro rund 51 Prozent unseres gesamten Auftragsbestandes von internationalen Kunden. Der wichtigste Auslandsmarkt wird weiterhin Italien sein. Daneben werden insbesondere Tschechien und Großbritannien zum internationalen Wachstum beitragen.

Deutliches Umsatz- und Ertragswachstum im Eigenbetrieb

Der kräftige Ausbau der Kapazitäten im Eigenbetrieb wird im Jahr 2012 bei Umsatz und Ertrag deutlich spürbar sein. Ende 2011 waren 42 MW erstmalig am Netz. EnviTec wird den margenstarken Eigenbetrieb weiter konsequent ausbauen. Insgesamt sollen im Jahr 2012 weitere eigene Anlagen mit einer elektrischen Leistung von mindestens 10 MW errichtet werden. Damit sollte die Kapazität im Eigenbetrieb zum Jahresende 2012 bei mindestens 52 MW liegen.

Umsatzrückgang im Übergangsjahr 2012 erwartet

Das Jahr 2012 wird ein Übergangsjahr für EnviTec sein. Nach dem Ausnahmejahr 2011 wird der Wandel des deutschen Marktes zu einem deutlichen Umsatzrückgang von EnviTec im Anlagenbau in Deutschland führen. Dieser wird teilweise durch das Wachstum im Ausland kompensiert werden können. Für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG bedeutet dies, dass die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgehen wird, das operative Ergebnis allerdings deutlich positiv bleibt. Auch in den Segmenten Eigenbetrieb und Service erwarten wir steigende Erlöse. Das operative Ergebnis wird weiterhin deutlich positiv sein. Sowohl die Umsatz- und Ertragsprognose soll im weiteren Jahresverlauf konkretisiert werden.

Gesamtaussage zur zukünftigen Entwicklung

EnviTec blickt optimistisch in die Zukunft. Wir verfügen über ein starkes technologisches und finanzielles Fundament, um unsere führende Stellung im Markt zu behaupten. Ziel ist es, die vorhandenen Unternehmensstrukturen zu flexibilisieren, um auf sich ändernde Rahmenbedingungen in einzelnen Ländern schneller reagieren zu können. Denn Wachstumspotentiale sind weiterhin vorhanden: In Deutschland bietet sowohl das neue EEG als auch der Gaseinspeisemarkt Chancen, die wir nachhaltig nutzen wollen. Darüber hinaus gibt es auch international Wachstumschancen in bestehenden und neuen Märkten. Daher sollte der Konzernumsatz in 2013 im Vergleich zu 2012 wieder steigen. Gleiches gilt auch für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG. Hierbei ist maßgeblich, dass sich der deutsche Markt an die neuen Rahmenbedingungen anpasst und die gesetzlichen Rahmenbedingungen im Ausland stabil bleiben.

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4 HGB

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme.

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen

Übertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen, die sich nicht bereits aus dem Gesetz ergeben, liegen nicht vor.

Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten:

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Beteiligungen am Kapital 2011 2010
Von Lehmden Beteiligungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 48,60 % 44,30 %
TS Holding GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 21,86 % 21,86 %
Ruhe Verwaltungs GmbH (unmittelbar gehaltene Anteile) 12,02 % 11,96 %

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten liegen nicht vor.

Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben

Eine solche Art der Stimmrechtskontrolle besteht nicht.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Gemäß § 76 Abs. 2 AktG und Nr. 6.1. der Satzung der EnviTec Biogas AG kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Amtszeit. Gemäß Nr. 6.1 der Satzung der EnviTec Biogas AG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat nach § 84 Abs. 2 AktG ein Mitglied zum Vorsitzenden ernennen.

Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG). Hiervon wurde in Nr. 16.3 der Satzung der EnviTec Biogas AG Gebrauch gemacht, wonach auch für Satzungsänderungen die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausreicht, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Bestimmungen oder der Satzung selbst eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 7.500.000,00 Euro durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:

bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen,

zum Ausgleich von Spitzenbeträgen,

zur Gewährung von Bezugsrechten an Inhaber von zu begebenden Wandlungs- und Optionsrechten aus Schuldverschreibungen,

um Aktien als Belegschaftsaktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder verbundener Unternehmen auszugeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen.

1. Gemäß Nr. 4.4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Aktien ausgegeben werden, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital I).

2. Die Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem darauf entfallenden anteiligen Betrag in Höhe von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals über die Börse zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d oder 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der bei Ausübung dieser Ermächtigung von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft um nicht mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden. Die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien spätestens am 23. Juni 2015.

Der Vorstand ist ermächtigt,

mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien in anderer Weise als ganz oder teilweise über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten Aktien insgesamt 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten dürfen, und zwar sowohl im Zeitpunkt des Wirksamwerdens als auch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Die Höchstgrenze von 10 Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden oder die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen erforderlich sind, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden;

mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, als (Teil-) Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder sonstigen Vermögensgegenständen zu verwenden;

eigene Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, zur Erfüllung von durch die Gesellschaft oder ihren Konzernunternehmen eingeräumten Umtausch- oder Bezugsrechten aus Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen zu verwenden;

die eigenen Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworben wurden, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise einzuziehen.

Das Bezugsrecht der Aktionäre ist im Vollzug der vorherigen Maßnahmen ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Verwendung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden Wirkungen

Es bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Es bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

befindet sich auf unserer Internetseite unter

WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE.

Konzernabschluss

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Anhang
1. Umsatzerlöse 243.910.084 148.015.410 21.
2. Sonstige betriebliche Erträge 7.617.709 8.891.341 22.
Gesamtleistung 251.527.793 156.906.751  
3. Materialaufwand 175.748.033 108.795.131 23.
Rohergebnis 75.779.760 48.111.620  
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 17.535.814 14.679.372  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und Unterstützung 3.989.948 3.420.317 24.
  21.525.762 18.099.689  
5. Abschreibungen 9.491.669 7.254.001 25.
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 34.003.386 21.711.893 26.
Operatives/betriebliches Ergebnis 10.758.944 1.046.037  
7. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -99.447 -90.096 27.
8. Zinserträge 2.372.293 3.465.916 28.
9. Zinsaufwendungen 2.085.162 1.864.626 29.
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.946.627 2.557.231  
10. Ertragsteuern 3.226.421 1.186.183 30.
11. Ergebnis vor Minderheitenanteil 7.720.206 1.371.048  
12. Minderheitenanteil 170.217 -919.125  
13. Konzernergebnis 7.549.989 2.290.173  
Ergebnis je Aktie in EUR      
Ergebnis je Aktie in EUR unverwässert 0,51 0,15  
Ergebnis je Aktie in EUR verwässert 0,51 0,15 31.
Gewogener Durchschnitt der Stückaktien      
unverwässert 14.850.000 14.850.000  
verwässert 14.850.000 14.850.000  

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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  31.12.2011
in EUR
31.12.2010
in EUR
Konzernergebnis 7.549.989 2.290.173
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zu sicherungszwecken eingesetzten Derivaten 34.870 -39.380
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Cash flow hedges) 34.870 -39.380
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren fianziellen Vermögenswerten 0 0
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 -37.034
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte) 0 -37.034
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechung ausländischer Tochtergesellschaften -20.009 -32.167
In die Gewinn- und Verlustrechnung umgebuchter Betrag 0 0
Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsumrechung) -20.009 -32.167
Summe der im Eigenkapital erfassten Wertänderungen 14.861 -108.581
Konzernergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 7.564.850 2.181.592

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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  31.12.2011
in EUR
31.12.2010
in EUR
Anhang
A. Langfristige Vermögenswerte      
I. Immaterielle Vermögenswerte 2.719.682 3.382.640 5.
II. Sachanlagen 86.961.021 60.825.361 5.
III. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen 6.972.520 5.360.158 6.
IV. Sonstige langfristige Forderungen 13.683.332 12.699.226 8.
V. Latente Steuern 1.544.403 1.966.108 30.
Summe langfristige Vermögenswerte 111.880.958 84.233.493  
B. Kurzfristige Vermögenswerte      
I. Vorräte 34.412.949 24.968.517 10.
II. Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 58.168.341 58.063.808 9.
III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.977.551 22.123.462 11.
IV. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 61.786.116 45.141.672 12.
V. Ertragsteuererstattungsansprüche 6.799.187 4.551.336 13.
VI. Flüssige Mittel 13.853.055 12.787.610 35.
Summe kurzfristige Vermögenswerte 196.997.199 167.636.405  
Summe Vermögenswerte 308.878.157 251.869.898  

Passiva

     
  31.12.2011
in EUR
31.12.2010
in EUR
Anhang
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 14.850.000 14.850.000  
II. Kapitalrücklage 132.995.741 132.995.741  
III. Gewinnrücklagen      
1. Währungsausgleichsposten -74.447 -54.438  
2. sonstige Rücklagen (IFRS) 478.452 443.582  
3. andere Gewinnrücklagen 10.000.000 10.000.000  
IV. Gewinnvortrag 18.497.937 16.207.764  
V. Anteile anderer Gesellschafter      
(Minderheitsanteile) -444.821 -665.773  
VI. Konzernergebnis 7.549.989 2.290.173  
Summe Eigenkapital 183.852.851 176.067.049 14.
B. Langfristige Schulden      
I. Langfristige Rückstellungen 594.000 505.000 15.
II. Langfristige Finanzverbindlichkeiten 46.784.594 28.861.615 16.
III. Latente Steuern 6.080.516 4.540.988 30.
Summe langfristige Schulden 53.459.110 33.907.603  
C. Kurzfristige Schulden      
I. Kurzfristige Rückstellungen 9.523.734 8.769.299 15.
II. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 35.499.564 9.994.616 16.
III. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.570.931 14.403.720 17.
IV. Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 3.645.129 3.332.672 9.
V. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 3.052.614 3.780.282 18.
VI. Ertragsteuerschulden 3.274.225 1.614.657 19.
Summe kurzfristige Schulden 71.566.196 41.895.246  
Summe Eigenkapital und Schulden 308.878.157 251.869.898  

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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  31.12.2011
in EUR
31.12.2010
in EUR
Ergebnis vor Minderheitenanteil 7.720.206 1.371.048
Ertragsteueraufwand 3.226.421 1.186.183
Zinsergebnis -287.131 -1.601.290
Gewinne (-)/Verluste (+) aus at-equity-bilanzierten Unternehmen 1.095.962 645.284
Gezahlte Ertragsteuern -3.003.477 -3.929.512
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 9.491.669 7.254.001
Zunahme der sonstigen Rückstellungen 843.435 2.870.431
Gewinne (-)/Verluste (+) aus Anlagenabgängen -27.304 3.898
Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang langfristiger Vermögenwerte 0 -456.564
Brutto Cashflow 19.059.781 7.343.479
Zunahme der Vorräte -9.444.432 -10.899.546
Zunahme der Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo -104.533 -17.697.573
Zu-/ Abnahme der Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 312.457 -486.125
Ab-/ Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 145.911 -3.620.388
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.167.211 3.869.555
Zunahme der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte -17.362.369 -22.297.729
Zu-/ Abnahme der sonstigen langfristigen Vermögenswerte -984.106 8.281.634
Ab-/ Zunahme der aktiven latenten Steuern 421.705 -446.882
Abnahme der finanziellen Vermögenswerte 0 12.000.000
Ab-/ Zunahme der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten -727.668 1.801.979
Zunahme der kurzfristigen Steuerforderungen -2.247.851 -2.683.906
Zunahme Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzügen 2.976.153 2.316.532
Sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge 65.596 -427.469
Zinseinnahmen 2.372.293 3.465.916
Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cashflow) -3.349.852 -19.480.523
Einzahlungen aufgrund Entkonsolidierung 439.124 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 136.180 307.198
Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte -131.934 -139.364
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -34.662.512 -18.377.529
Auszahlungen für Investitionen in at-equity-Beteiligungen -2.813.324 -4.271.340
Einzahlungen aus Entnahmen at-equity Beteiligungen 105.000 0
Einzahlungen aus dem Verkauf zur Veräußerung gehaltener Vermögenswerte 0 2.983.295
Abfluss aus investiver Tätigkeit -36.927.466 -19.497.740
Einzahlungen aus der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten 46.132.998 6.823.432
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten bei Kreditinstituten -3.808.439 -2.733.151
Zunahme der sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten 433.779 3.505.803
Zunahme der sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten (ohne kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) 669.588 4.272.072
Zinsausgaben -2.085.162 -1.864.626
Zufluss aus Finanzierungstätgkeit 41.342.764 10.003.530
Zahlungswirksame Veränderungen gesamt 1.065.445 -28.974.733
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 01.01. 12.787.610 41.762.343
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am 31.12. 13.853.055 12.787.610

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung zum 31. Dezember 2011

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in EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen inkl. OCI Andere Gewinnrücklagen Gewinnvortrag Jahresüberschuss
Eigenkapital am 01.01.2010 14.850.000 132.995.741 497.725 10.000.000 14.944.734 1.263.030
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 1.263.030 -1.263.030
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 0 0 -108.581 0 0 2.290.173
Eigenkapital am 31.12.2010 14.850.000 132.995.741 389.144 10.000.000 16.207.764 2.290.173
Eigenkapital am 01.01.2011 14.850.000 132.995.741 389.144 10.000.000 16.207.764 2.290.173
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0 0 2.290.173 -2.290.173
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 0 0 0 0 0
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 0 0 14.861 0 0 7.549.989
Eigenkapital am 31.12.2011 14.850.000 132.995.741 404.005 10.000.000 18.497.937 7.549.989
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in EUR Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen Minderheitenanteil Summe
Eigenkapital am 01.01.2010 174.551.230 572.240 175.123.470
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 -318.888 -318.888
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 2.181.592 -919.125 1.262.467
Eigenkapital am 31.12.2010 176.732.822 -665.773 176.067.049
Eigenkapital am 01.01.2011 176.732.822 -665.773 176.067.049
Umgliederungen Jahresüberschuss 0 0 0
Minderheitenanteil Eigenkapital 0 50.735 50.735
Periodenergebnis und erfolgsneutral erfasste Veränderungen der Periode 7.564.850 170.217 7.735.067
Eigenkapital am 31.12.2011 184.297.672 -444.821 183.852.851

ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS 2011

1. Allgemeine Informationen

Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2011 ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt worden.

Die EnviTec Biogas AG ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen als wichtigstem Geschäftsbereich über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen und dem technischen und biologischen Service beschäftigt.

Die EnviTec Biogas AG mit Sitz im niedersächsischen Lohne (Oldenburg), Industriering 10a, ist Mutterunternehmen des EnviTec-Konzerns und seit dem Juli 2007 eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Der zum 31. Dezember 2011 aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich sowie auf unserer Website www.envitec-biogas.de abrufbar.

Am 23. April 2012 hat der Vorstand der EnviTec Biogas AG den Konzernabschluss zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Segmentberichterstattung sowie der Kapitalflussrechnung als Anhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in vollen EUR angegeben oder auf TEUR gerundet.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgte nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, die innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie voraussichtlich länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte und Fertigungsaufträge werden grundsätzlich als kurzfristige Posten ausgewiesen. Latente Steuern werden grundsätzlich als langfristig dargestellt.

2. Auswirkungen von neuen Rechnungslegungsstandards

2.1. Im laufenden Geschäftsjahr erstmals angewendete Rechnungslegungsvorschriften

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben eine Reihe von Änderungen bestehender International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie einige neue IFRS und Interpretationen verabschiedet, die für den EnviTec-Konzern ab dem Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden sind.

Die Änderungen in IAS 24 " Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" beinhalten eine Klarstellung der Definition von nahe stehenden Unternehmen und Personen. Die neue Definition verstärkt den symmetrischen Ansatz bei der Bestimmung von Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen und stellt die Umstände klar, unter denen Personen und Personen in Schlüsselpositionen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen eines Unternehmens beeinflussen. Des Weiteren führt die Änderung zu einer partiellen Befreiung von den Angabepflichten des IAS 24 für Geschäfte mit öffentlichen Stellen und mit Unternehmen, die durch dieselbe öffentliche Stelle wie das berichtende Unternehmen beherrscht, gemeinschaftlich geführt oder wesentlich beeinflusst werden. Aus der Anwendung der Änderung ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec-Konzerns, aber erweitere Anhangangaben.

Die folgenden neuen oder überarbeiteten Standards und Interpretationen waren ebenfalls im Geschäftsjahr 2011 erstmals anzuwenden, ohne dass dies Auswirkungen auf die Darstellung im Konzernabschluss hatte.

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IFRS 1 Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben IFRS 7 (Änderung)
IFRS 32 Einstufung von Bezugsrechten (Änderung)
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen (Änderung)
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verpflichtungen durch Eigenkapitalverpflichtungen

Weiterhin wurden im Rahmen der jährlichen Verbesserungen (2008-2010) eine Vielzahl kleinerer Änderungen vorgenommen, die zu keinen Auswirkungen auf die dargestellten Werte des Konzernabschlusses geführt haben. Der Großteil der Änderungen ist erstmalig für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Sie betreffen:

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IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse
IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben
IAS 1 Darstellung des Abschlusses
IAS 27 Konzern- und Einzelabschluss
IAS 34 Zwischenberichterstattung
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme

2.2. Neu veröffentlichte Rechnungslegungs-Vorschriften, die aber noch nicht angewandt

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2011 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Die Anwendung dieser IFRS setzt voraus, dass die zum Teil noch ausstehende Anerkennung durch die EU erfolgt. Auf das Wahlrecht zur vorzeitigen freiwilligen Anwendung wurde verzichtet.

Folgende neue Standards, überarbeitete Standards und Interpretationen sind ab 2012 und vorbehaltlich eines EU-Endorsement zu berücksichtigen. Die Auswirkungen der Standards und ihre zeitliche Anwendung werden derzeit geprüft.

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Standard Regelung Zeitpunkt Erstanwendung
IFRS 7 Angaben zur Übertragung von Finanzinstrumenten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2012 beginnen
IFRS 1 Hyperinflation und fester Umstellungszeitpunkt Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2012 beginnen
IAS 12 Latente Steuern - Realisation des Buchwerts eines Vermögenswertes Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2012 beginnen
IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IFRS 7/ IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013/2014 beginnen
IFRS 9 Finanzinstrumente; Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2015 beginnen
IFRS 10 Konzernabschlüsse Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IAS 27 Einzelabschlüsse Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen
IFRIC 20 Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebes im Tagebau Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen

3. Grundlagen des Konzernabschlusses

3.1. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt.

Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IAS 27 (Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS) nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert; negative Unterschiedsbeträge nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam erfasst.

Wechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden.

Nach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Anhangsangaben des Konzernabschlusses enthalten weitere Informationen über die im EnviTec-Konzern bilanzierten at-equity Beteiligungen. Ein Werthaltigkeitstest für einen im Beteiligungsansatz enthaltenen Firmenwert wird einmal im Jahr sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung durchgeführt. Der Anteil am sonstigen Ergebnis der assoziierten Unternehmen wird anteilig im sonstigen Ergebnis des EnviTec-Konzerns ausgewiesen.

Die angewandten Konsolidierungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr unverändert.

Zu Veränderungen des Konsolidierungskreises und den einbezogenen Unternehmen wird im nachfolgenden Punkt eingegangen.

3.2. Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 wie folgt entwickelt:

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  Inland Ausland Gesamt
EnviTec Biogas AG und konsolidierte unternehmen      
31.12.2010 89 32 121
Zugänge von Tochterunternehmen 15 3 18
Abgänge von Tochterunternehmen 2 3 5
31.12.2011 102 32 134
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  Inland Ausland Gesamt
At-equity bewertete unternehmen      
31.12.2010 48 7 55
Zugänge von at-equity bewerteten Unternehmen 10 0 10
Abgänge von at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 0
31.12.2011 58 7 65

Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 199 (Vorjahr: 176) Unternehmen, von denen 134 (Vorjahr: 121) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Eine Aufstellung der Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen befindet sich unter Pkt. 7. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Veränderungen bei den vollkonsolidierten Unternehmen im Konsolidierungskreis des Geschäftsjahres 2011 werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

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Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil
in %
Zugänge Inland  
Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Weyhausen Verwaltungs GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Genshagen GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Genshagen Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin 100,00
Biogas Neutrebbin Verwaltungs GmbH, Neutrebbin 100,00
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Trüstedt Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel 100,00
Biogas Mühlengeez Verwaltungs GmbH, Garrel 100,00
Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel 100,00
Biogas Böddenstedt Verwaltungs GmbH, Salzwedel 100,00
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100,00
Biogas Schönwalde Verwaltungs GmbH, Schönwalde 100,00
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne 100,00
Zugänge Ausland  
EnviTec Biogas Service Italy, Italien 100,00
EnviTec Biogas Service UK, Ltd, Großbritannien 60,00
EnviTec Biogas USA, Inc., Vereinigte Staaten von Amerika 100,00
Abgänge  
EnviTec Biogas Korea Inc., Seoul/Republik Korea 100,00
EnviTec Biogas Romania s.r.l., Arad/Rumänien 100,00
EnviTec Biogas Polska Sp.z o.o., Posen/Polen 100,00

Zugänge

Durch Neugründungen sind im Laufe des Geschäftsjahres 15 inländische Gesellschaften und drei ausländische Gesellschaften neu zum Konsolidierungskreis hinzugekommen. Bei den neugegründeten Unternehmen handelt es sich um Gesellschaften des Geschäftsbereiches Eigenbetrieb, wobei Gegenstand der Projektgesellschaften der Betrieb von Biogasanlagen an einem oder teilweise auch an mehreren Standorten ist. Daneben wurde die EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG gegründet, die als Gegenstand ihres Unternehmens den Handel und die Vermarktung von elektrischer Energie und Regelenergiekapazitäten aus erneuerbaren Energien hat. Diese Erwerbe wurden nicht nach IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" behandelt, da die Definition eines Geschäftsbetriebs nicht erfüllt ist. Die Erwerbe wurden vielmehr als Erwerb einer Gruppe von Vermögenswerten dargestellt. Dabei wurden die Anschaffungskosten der Gruppe den einzelnen identifizierten Vermögenswerten und Schulden auf der Grundlage der beizulegenden Zeitwerte zugeordnet.

Weiterhin konnte ein Zugang aufgrund von Neugründungen von acht at-equity bewerteten Unternehmen verzeichnet werden, die ebenfalls den Betrieb von Biogasanlagen zum Gegenstand haben. Mit Vertrag vom 15. September 2011 hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG 25 Prozent der Kommanditanteile in Höhe von TEUR 25 an der Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG sowie 25 Prozent der Anteile des Stammkapitals von TEUR 25 an der Biogas Reinsfeld Verwaltungs GmbH zu einem Kaufpreis von insgesamt TEUR 50 veräußert. Mit dieser Veräußerung verbunden war der Kontrollverlust an den beiden Gesellschaften. Die erfolgswirksame Entkonsolidierung erfolgte gem. IAS 27.34d. Es erfolgt somit eine Übergang von der Vollkonsolidierung in die at-equity Bewertung. Aus der Entkonsolidierung ist ein Gewinn von TEUR 3 entstanden.

Weitere Veränderungen

Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 hat die EnviTec Biogas AG weitere 10,9 Prozent des Kommanditkapitals von TEUR 500 der eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG sowie weitere 10,9 Prozent des Stammkapitals von TEUR 25 der eeMaxx Verwaltungs GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 578 erworben. Gegenstand der Gesellschaften ist der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Energie aus Biomasse, insbesondere Biogas, sowie die Beteiligung an gleichartigen Gesellschaften. Durch den Zukauf kam es zu keinem Statuswechsel und wurde als erfolgsneutrale Transaktion zwischen den Kapitalgebern behandelt. Durch den Zukauf hat sich der Anteil nicht beherrschender Gesellschafter um TEUR 3 vermindert.

5 (Vorjahr: 5) Gemeinschaftsunternehmen sowie 60 (Vorjahr: 50) Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von jeweils über 20 Prozent werden entsprechend IAS 31 bzw. IAS 28 at-equity konsolidiert. Bei den assoziierten Unternehmen mit einer Beteiligungsquote von 50% liegt nur maßgeblicher Einfluss aufgrund vertraglicher und tatsächlicher Gegebenheiten vor.

Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2011 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch.

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Name und Sitz der Gesellschaft  
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel
GLC Biogas GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schinne GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang
sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne
EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG. Garrel
Biogas Sondershausen GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Genshagen GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel
Biogas Bad Wilsnack GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde
ETC EnviTec Technologie-Centrum GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt  

3.3. Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf sieben Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel sowie auf die Gesamtergebnisrechnung. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet.

3.4. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde.

Als grundlegendes Bewertungskonzept wird im Konzernabschluss das Anschaffungskostenprinzip angewendet. Dort, wo die IFRS andere Bewertungskonzepte vorschreiben, werden diese verwendet; in den folgenden Ausführungen zur Bewertung von Aktiv- und Passivposten wird hierauf gesondert hingewiesen.

Umsatzerlöse bzw. sonstige betriebliche Erträge

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von fertiggestellten Biogasanlagen - nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen - werden zum Zeitpunkt der Schlussabnahme der Anlagen realisiert. Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen für Biogasanlagen, die am Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellt oder abgenommen worden sind, werden unter Anwendung der Percentage-of-completion-Methode (POC) ermittelt. Dabei wird einerseits der Anteil der erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtvolumen des Kundenauftrags, andererseits der Gewinn des gesamten Auftrags geschätzt und entsprechend realisiert. Umsatzerlöse aus Serviceleistungen sowie aus Eigenbetrieb werden - nach Abzug von Steuern und gegebenenfalls Erlösschmälerungen - im Zeitpunkt der Leistungserbringung und bei Vorliegen einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit, dass der entstehende ökonomische Nutzen zufließen wird, realisiert. Umsatzerlöse aus langfristigen Wartungsverträgen werden nur in dem Ausmaß erfasst, in dem die angefallenen Aufwendungen wiedererlangt werden können.

Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Die Festlegung, sowohl der voraussichtlichen Nutzungsdauer als auch der Abschreibungsverläufe, beruht auf Schätzungen im Bezug auf den Zeitraum und die Verteilung der Mittelzuflüsse aus den immateriellen Vermögenswerten im Zeitverlauf.

Entwicklungskosten wurden nicht nach IAS 38 aktiviert, da zum Bilanzstichtag die Voraussetzungen für die Aktivierung nicht vorlagen.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben und unterliegen jährlichen Impairmenttests. Hinsichtlich der Werthaltigkeitstest verweisen wir auf den Pkt. 3.7. Werthaltigkeitsprüfung.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten -sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste ("impairment losses").

Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen.

Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden in der Regel nicht angesetzt.

Kosten für die Reparatur von Sachanlagen wie z.B. laufende Unterhaltungsaufwendungen werden grundsätzlich erfolgswirksam verrechnet. Eine Aktivierung nachträglicher Anschaffungs- oder Herstellungskosten erfolgt dann, wenn durch die mit der Sachanlage verbundenen Kosten künftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird.

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar:

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  Nutzungsdauer
Gebäude 20 bis 40 Jahre
Andere Baulichkeiten 10 bis 20 Jahre
Technische Anlagen 6 bis 20 Jahre
Maschinen und Apparate 6 bis 12 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre
Fahrzeuge 5 bis 8 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre

Finanzielle Vermögenswerte

Die finanziellen Vermögenswerte werden grundsätzlich in die Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

eingeteilt.

Die Zuweisung eines finanziellen Vermögenswertes zu einer bestimmten Kategorie hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte umfasst zum einen die dem Handelsbestand zuzurechnenden finanziellen Vermögenswerte (trading) sowie alle finanziellen Vermögenswerte, die von Anfang an durch das Management im Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zum fair value bewertet werden sollen. Die EnviTec Biogas AG weist im Konzernabschluss 2011 Vermögenswerte dieser Kategorie in Höhe von 41 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus.

Kredite und Forderungen

Bei den Krediten und Forderungen handelt es sich um originäre oder erworbene Darlehen und Forderungen mit feststehenden oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden üblicherweise durch Bereitstellung von Bargeld, durch Lieferung von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen begründet. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, mit Ausnahme solcher, die erst 12 Monate nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Finanzinstrumente dieser Kategorie werden nach ihrem Zugang mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in den sonstigen langfristigen Forderungen enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen, die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zugewiesen. Liegen bei einer Forderung Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Indikatoren zur Ermittlung eines Abschreibungsbedarfs liegen insbesondere bei mehrjährigen operativen Verlusten einer Gesellschaft, einer substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit, einer hohen Wahrscheinlichkeit für die Insolvenz oder dem Erfordernis einer finanziellen Sanierung des Schuldners der Forderung vor. Kredite und Forderungen werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte

Die bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerte zeichnen sich durch feste oder bestimmbare Zahlungen, eine feste Laufzeit sowie die Absicht und Fähigkeit der EnviTec Biogas AG, diese Vermögenswerte tatsächlich bis zur Endfälligkeit zu halten, aus. Die EnviTec Biogas AG weist im Konzernabschluss 2011 keine Vermögenswerte dieser Kategorie aus.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Unter diese Kategorie fallen alle finanziellen Vermögenswerte, die keiner der anderen drei Kategorien zuzurechnen sind oder aufgrund einer subjektiven Widmung durch das Management als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte gelten. Diese Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, sofern es sich um dauerhafte beziehungsweise wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden.

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob objektive Hinweise für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes beziehungsweise einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen.

Vorräte

Unter den Vorräten werden gemäß IAS 2 (Vorräte) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die im Rahmen der Abwicklung von Fertigungsaufträgen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten. Liegt der aktuelle Einkaufspreis unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten wird der niedrigere Wert angesetzt, es sei denn, sie gehen in Fertigungserzeugnisse ein, die voraussichtlich zu den Fertigungskosten oder darüber verkauft werden können (IAS 2.32). Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten erfolgt nicht, weil die Voraussetzungen des IAS 23 nicht erfüllt sind.

Die Anschaffungskosten beinhalten alle Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu bringen.

Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach der Percentage-of-completion-Methode (POC-Methode) bilanziert. Der für die Teilgewinnrealisierung zugrunde zu legende Fertigstellungsgrad wird nach dem Cost-to-cost-Verfahren ermittelt. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag realisierten Erträge die erhaltenen teilabgerechneten Anzahlungen übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo. Der Ausweis der Aufträge, bei denen die zum Stichtag ausgegangenen Teilabrechnungen die realisierten Erträge übersteigen, erfolgt unter den Fertigungsaufträgen mit passivischem Saldo.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung hochwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen Klassifizierung abgeschlossen wird.

Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert sind, werden zu dem niedrigeren Betrag ihres ursprünglichen Buchwerts und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.

Latente Steuern, Steuerschulden, Steuererstattungsansprüche

Als Ertragsteuern werden die erhobenen Steuern auf das steuerpflichtige Einkommen der Gesellschaften sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, wie sie voraussichtlich bezahlt werden müssen.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Ertragsteuern). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz (Buchwerte) und der Steuerbilanz (Steuerwerte) sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze zugrunde. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag gültigen Steuergesetzen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.

Aktive latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass hierfür ein zu versteuerndes Ergebnis zukünftig verfügbar sein wird, und es damit hinreichend sicher erscheint, dass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern, die aus zeitlichen Unterschieden und Verlustvorträgen resultieren, unterliegt unternehmensindividuellen Prognosen, u.a. über die zukünftige Ertragssituation in der betreffenden Konzerngesellschaft.

Weitere Informationen zu Ertragsteuern sind im Anhang Pkt. 30 enthalten.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, die wahrscheinlich zu einer wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann.

Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach IAS 37 (Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen), mit der bestmöglichen Schätzung der Ausgaben, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich wären.

Etwaige Rechtsstreitigkeiten und Verwaltungsverfahren werden von uns auf Einzelfallbasis geprüft. Wir bewerten die möglichen Ergebnisse solcher Rechtsstreitigkeiten anhand der uns vorliegenden Informationen und in Rücksprache mit unseren Rechtsanwälten.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre und derivative Verbindlichkeiten.

Die originären Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Für kurzfristige Verbindlichkeiten bedeutet dies, dass sie mit ihrem Rückzahlungs- oder Erfüllungsbetrag angesetzt werden. Langfristige Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Berichtstag zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Hier hängt der Zeitpunkt der erfolgswirksamen Erfassung der Bewertungsergebnisse von der Art der Sicherungsbeziehung ab.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Sonstige Vermögenswerte und sonstige Verbindlichkeiten

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Auflösung erfolgt linear bzw. entsprechend der Leistungserbringung.

3.5. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

3.6. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 sind Geschäftssegmente auf Basis der internen Berichterstattung von Konzernbereichen abzugrenzen, die regelmäßig vom Hauptentscheidungsträger des Unternehmens im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesem Segment und der Bewertung seiner Ertragskraft überprüft wird.

Aufgrund der produktorientierten Steuerung des Geschäfts des EnviTec-Konzerns wurden bei der Einteilung der Segmente weiterhin die einzelnen Segmente Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service identifiziert, die auch der internen Berichterstattung dienen. Der Anlagenbau beinhaltet die Projektierung, Genehmigungsplanung und Errichtung von Biogasanlagen, während das Segment Service die technische und biologische Wartung von Biogasanlagen umfasst. In dem Segment Eigenbetrieb werden die selbstbetriebenen Biogasanlagen erfasst.

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in TEUR Anlagenbau Service Eigenbetrieb
  2011 2010 2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse            
- Fremdumsatz 201.004 116.074 14.352 9.804 28.554 22.137
- Innenumsatz 5.208 5.768 3.694 2.547 4.439 3.646
Operatives Ergebnis 7.729 -4.287 -1.577 -2 4.607 5.335
Materialaufwand 153.742 96.254 12.410 7.858 16.257 11.656
Personalaufwand 17.262 15.010 2.828 1.989 1.435 1.101
sonstige betriebliche Aufwendungen 26.930 16.624 1.595 982 9.535 7.264
Equity-Ergebnis 0 0 0 0 -99 -90
Zinserträge 2.130 3.201 2 30 240 23
Zinsaufwendungen 635 516 10 3 1.440 1.346
Ertragsteuern 2.477 845 180 185 569 156
Ergebnis nach Steuern 8.432 -900 -1.728 -160 3.125 3.978
Segmentvermögen 277.203 229.331 11.089 6.711 148.970 113.636
Segmentschulden 85.043 55.152 6.826 3.605 108.827 79.135
Abschreibungen 3.682 2.522 103 73 6.051 4.942
Investitionen 2.034 2.266 261 47 32.500 16.204
Wertminderungen auf Fertigungsaufträge 0 2.086 0 0 0 0
Wertminderungen 443 0 0 0 0 0
Buchwert der Anteile at-equity Beteiligungen 0 0 0 0 6.973 5.360
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in TEUR Überleitung Konzern
  2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse        
- Fremdumsatz 0 0 243.910 148.015
- Innenumsatz -13.341 -11.961 0 0
Operatives Ergebnis 0 0 10.759 1.046
Materialaufwand -6.661 -6.973 175.748 108.795
Personalaufwand 0 0 21.525 18.100
sonstige betriebliche Aufwendungen -4.057 -3.158 34.003 21.712
Equity-Ergebnis 0 0 -99 -90
Zinserträge 0 0 2.372 3.466
Zinsaufwendungen 0 0 2.085 1.865
Ertragsteuern 0 0 3.226 1.186
Ergebnis nach Steuern -2.279 -1.547 7.550 1.371
Segmentvermögen -128.384 -97.808 308.878 251.870
Segmentschulden -75.671 -60.269 125.025 77.623
Abschreibungen -344 -283 9.492 7.254
Investitionen 0 0 34.795 18.517
Wertminderungen auf Fertigungsaufträge 0 0 0 2.086
Wertminderungen 0 0 443 0
Buchwert der Anteile at-equity Beteiligungen 0 0 6.973 5.360

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente entsprechen den in Pkt. 3.4 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Dies gilt auch für Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten. Bei den Überleitungseffekten handelt es sich um konzerninterne Transaktionen.

Die Länderabgrenzung bei der regionalen Segmentierung erfolgte entsprechend dem Ort der Bautätigkeiten bzw. Dienstleistungen und stellt sich wie folgt dar:

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  Umsatzerlöse Segmentvermögen Anschaffungskosten
in TEUR 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Deutschland 180.775 101.056 117.002 80.779 33.471 16.947
Belgien - 0 - 1.571 - 0
Tschechien 16.948 12.379 868 1.198 47 56
Italien 26.150 26.505 4.166 3.296 1.168 203
sonstiges Ausland 20.037 8.075 661 3.618 109 1.311
Überleitung 0 0 -10.816 -6.228 0 0
Konzern 243.910 148.015 111.881 84.234 34.795 18.517

Von den Umsatzerlösen im Bereich Anlagenbau entfallen 16,6 Mio. EUR (Vorjahr: 10,1 Mio. EUR) auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,6 Mio. EUR) umgesetzt.

Die Umsatzerlöse des Segments Eigenbetrieb entfallen mit 8,7 Mio. EUR (Vorjahr: 8,4 Mio. EUR) auf Umsätze mit dem größten Kunden dieses Segments. Mit dem zweitgrößten Kunden wurden 8,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR) realisiert. Weitere Kunden mit einem Umsatzanteil von über 10% lagen nicht vor.

3.7. Werthaltigkeitsprüfung

Gemäß IFRS 3 im Zusammenhang mit den Standards IAS 36 und IAS 38 unterliegen Geschäfts- oder Firmenwerte regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.

Ist einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ein Geschäfts- oder Firmenwert zuzuordnen, so ist die Werthaltigkeitsprüfung jener Vermögenswerte jährlich oder, falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, auch häufiger durchzuführen. Dabei werden die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag, d.h. dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert, verglichen.

In den Fällen, in denen der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit höher als ihr erzielbarer Betrag (Nutzungswert) ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand vor. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der strategischen Geschäftseinheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der künftigen Zahlungen zur Ermittlung des erzielbaren Betrags stützt sich auf die aktuellen Planungen der EnviTec-Gruppe, dabei wurde bei der Berechnung von einem Planungszeitraum von 14 Jahren ausgegangen, der sich aufgrund der Restlaufzeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ergibt.

Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit beträgt zum 31.12.2011 TEUR 6.963 (Vorjahr: TEUR 6.173).

Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 7,65% und entspricht den durchschnittlichen Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (sog. WACC). Der Zinssatz beruht auf Annahmen und Schätzungen über spezifische Kapitalkosten. Die Risikoadjustierung erfolgt konzernspezifisch anhand von Vergleichsunternehmen derselben Branche. Eine Wachstumsrate wurde bei der Berechnung nicht berücksichtigt.

Bei der Sensitivitätsanalyse wurde eine Minderung der zukünftigen Cashflows und eine Erhöhung der durchschnittlichen Kapitalkosten um jeweils 10% angenommen, da eine Veränderung bis zu dieser Höhe nach vernünftigem Ermessen möglich ist. Aufgrund dieser Annahmen kommt es im Rahmen des Werthaltigkeitstests zu keinem Wertminderungsbedarf.

Die vorgenommenen Schätzungen werden in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte, die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in den Branchen, in denen der EnviTec-Konzern tätig ist, und die Schätzung der Barwerte künftiger Cashflows für angemessen erachtet. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen, die zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen können.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert entfällt in voller Höhe (TEUR 2.229) auf die fünf Biogasanlagen in Anklam. Weitere immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer liegen nicht vor.

4. Schätzungsunsicherheiten

Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, in der Bewertung von Fertigungsaufträgen, der Einbringbarkeit von Forderungen und der Bildung für Rückstellungen für Gewährleistungen. Unsere Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.

Als bedeutend sind solche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu betrachten, die die Darstellung der Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns maßgeblich beeinflussen sowie eine schwierige, subjektive und komplexe Beurteilung von Sachverhalten erfordern, die häufig von Natur aus ungewiss sind und sich in nachfolgenden Berichtsperioden ändern können und deren Folgen somit schwer abzuschätzen sind. Die wichtigsten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Gesellschaft sind in der Anhangangabe Pkt. 3.4 des Konzernabschlusses beschrieben. Nicht alle wichtigen Rechnungslegungsregeln erfordern eine schwierige, subjektive oder komplexe Beurteilung von Sachverhalten. Dennoch können folgende Bilanzierungs- und Bewertungsregeln als bedeutend betrachtet werden:

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer beruht auf Schätzungen des Zeitraums, in dem die immateriellen Vermögenswerte oder Sachanlagen Mittelzuflüsse generieren.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer und Sachanlagen sind auf ihre Werthaltigkeit zu prüfen (Impairmenttest), wenn Ereignisse oder veränderte Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert des Vermögenswerts eventuell nicht werthaltig ist.

Die Geschäftsführung hält die vorgenommenen Schätzungen in Bezug auf die voraussichtliche Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte und die Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der Branche, in der die Gesellschaft tätig ist, für angemessen. Gleichwohl können geänderte Annahmen oder veränderte Umstände Korrekturen notwendig machen. Diese können zu außerplanmäßigen Abschreibungen oder auch Wertaufholungen in der Zukunft führen, falls sich die von der Geschäftsführung erwarteten Entwicklungen umkehren sollten.

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns resultieren auch aus Erlösen aus Fertigungsaufträgen im Sinne von IAS 11 (Biogasanlagen). Zur Erfassung der Umsatzerlöse für die am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen Aufträge (Projekte) ist es erforderlich, den Gesamtgewinn und den Fertigstellungsgrad zu ermitteln. Zur Ermittlung dieser Größen werden die einzelnen Projektkalkulationen und die Unterlagen aus dem Projektmanagement herangezogen. In diese Unterlagen gehen notwendigerweise Schätzungen ein, da die Größen Gesamtgewinn und Fertigstellungsgrad bei noch nicht abgeschlossenen Projekten von der weiteren Entwicklung der Projekte nach dem Bilanzstichtag abhängig sind.

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen keinen bedeutenden Risiken, so dass aus gegenwärtiger Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung der in der Konzernbilanz ausgewiesenen Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden im folgenden Geschäftsjahr auszugehen ist.

Erläuterungen zur Bilanz

5. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2011 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Grundstücke und Gebäude umfassen insbesondere die Bürogebäude auf eigenen Grundstücken in Saerbeck und in Lohne sowie Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit Biogasanlagen. Die Zugänge 2011 bei den Grundstücken und Gebäuden betreffen im Wesentlichen den Bau diverser Gebäude im Zusammenhang mit der Errichtung von Biogasanlagen. Die technischen Anlagen und Maschinen betreffen im Wesentlichen die eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung umfasst im Wesentlichen Betriebsausstattung zum Bau von Biogasanlagen und Kraftfahrzeuge sowie Betriebsausstattung zur Erbringung von Serviceleistungen.

Sachanlagen unterliegen im Umfang von TEUR 47.379 (Vorjahr: TEUR 26.460) Verfügungsbeschränkungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Die Abgänge von Sachanlagen ergaben sich aus der Veräußerung von Vermögenswerten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 443 (Vorjahr: TEUR 0) vorgenommen. Betroffen ist eine Lizenz zum Bau von Gasaufbereitungsanlagen, für die eine Werthaltigkeit nicht mehr gegeben war.

6. Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen

Die Entwicklung der Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen im Geschäftsjahr 2011 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die nachstehenden Übersichten zeigen eine Zusammenfassung der aggregierten Finanzangaben (Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Bilanzen) der at-equity bilanzierten Beteiligungen im EnviTec-Konzernabschluss.

Die nach § 313 Abs. 2 Nr. 2,3 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an at-equity bewerteten Beteiligungen.

7. Anteile an verbundenen Unternehmen

Die nachstehend aufgeführte nach § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufzustellende Liste des Anteilsbesitzes enthält weitere Informationen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen.

Finanzangaben der at-equity bewerteten Beteiligungen zum 31. Dezember 2011

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Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2011
in EUR
2010
in EUR
Umsatzerlöse 16.232.254 7.367.123
Rohergebnis 10.383.882 4.491.330
Jahresergebnis -631.584 -543.651
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 100.385 -118.609
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Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 28 2011
in EUR
2010
in EUR
Langfristige Vermögenswerte 65.974.283 33.930.504
Kurzfristige Vermögenswerte 21.396.538 13.366.863
Langfristige Schulden 36.317.562 16.328.098
Kurzfristige Schulden 37.389.268 22.357.061
Eigenkapital 13.663.991 8.612.208
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 6.319.799 4.807.606
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Ergebnisdaten der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2011
in EUR
2010
in EUR
Umsatzerlöse 2.365.361 4.857.767
Rohergebnis 213.003 1.641.958
Jahresergebnis -375.190 412.772
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen -199.832 28.513
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Zusammengefasste Finanzinformationen der at-equity bewerteten Beteiligungen gem. IAS 31 2011
in EUR
2010
in EUR
Langfristige Vermögenswerte 2.121.189 2.183.882
Kurzfristige Vermögenswerte 3.285.878 2.441.006
Langfristige Schulden 4.259 0
Kurzfristige Schulden 3.676.027 2.846.261
Eigenkapital 1.726.781 1.778.627
Buchwert aus at-equity bewerteten Beteiligungen 652.721 552.552

Liste des Anteilsbesitzes

Aufstellung der in den Konzern einbezogenen Unternehmen und des sonstigen Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2011

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I. Tochterunternehmen (vollkonsolidiert) Konzernanteil
in %
Eigenkapital
in EUR
Ergebnis
in EUR
  2011 2010 2011 2010 2011 2010
EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 3.992.990 3.449.294 890.448 1.726.284
Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 8.900.626 8.732.921 167.706 50.437
Zweite EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 32.714 29.581 3.133 1.643
ET Agro Trade GmbH, Lohne 100 0 109.769 38.120 71.648 76.095
EnviTec Biogas Nederland B.V., Enter/Niederlande 100 100 -354.675 -118.504 -236.313 216.968
EnviTec Baltic SIA, Riga/Lettland 100 100 -718.024 -624.968 -181.240 -374.846
EnviTec Iberica S.L., Bilbao/Spanien 100 100 -592.792 -432.869 -147.547 -109.109
EnviTec Italia GmbH, Lohne 100 100 -839.591 -839.591 6.168 -6.168
EnviTec Italia S.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 693.528 157.167 535.515 121.708
EnviTec Energy Contracting GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 862.943 1.089.583 -226.640 47.187
EnviTec Energy Contracting Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 27.280 26.617 663 1.546
EWS Biogas Projektentwicklungs- GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 70.468 68.577 1.892 2.176
EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 33.204 31.506 1.698 1.664
Biogas Anklam Verwaltungs GmbH, Lohne 100 100 821.323 770.128 51.195 274.854
Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 93,85 93,85 520.006 358.611 161.395 206.495
Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 585.094 392.301 192.792 216.335
Dritte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 550.132 341.006 209.126 220.567
Vierte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 561.875 371.186 190.689 209.777
Fünfte Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 756.382 635.363 121.020 199.620
Sechste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam 100 100 96.204 97.822 -1.619 -2.178
Biogasanlage Coevorden GmbH, Lohne 100 100 13.338 19.072 -5.734 -4.417
ETC EnviTec Technologie-Centrum GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 38.038 40.534 -2.496 -55.101
EnviTec Biogas Korea Inc., Seoul/Republik Korea 100 100 0 -90.166 0 -138.513
EnviTec Biogas Romania s.r.l., Aras/Rumänien 100 100 0 -89.328 0 -99.756
EnviTec Biogas Polska Sp.z o.o., Poznan/Polen 100 100 0 -158.278 0 -130.820
Pieve D'Olmi Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -1.501 10.227 -181.729 -58.734
Stagno Lombardo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 22.942 10.135 -67.193 -86.827
EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne 94,92 94,92 1.438.825 1.295.943 242.882 181.350
EnviTec Verwaltungs GmbH, Lohne 95,12 95,12 35.977 34.321 1.657 1.454
Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg 91,5 100 460.083 524.929 -64.845 -12.653
Biogas Falkenberg Verwaltungs GmbH, Falkenberg 91,5 100 27.413 25.701 1.711 1.562
Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt 91,5 91,5 100.303 60.425 -60.122 -24.881
Biogas Groß Warnow Verwaltungs GmbH, Karstädt 91,5 91,5 27.959 26.357 1.602 1.484
EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 4.796.719 394.944 -539.225 -516.607
GLC Biogas GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 106.891 101.902 4.989 3.155
Biogas Herzberg GmbH & C o. KG, Lohne 91,5 91,5 41.869 26.508 -384.639 -512.585
Biogas Kalefeld GmbH & Co. KG, Kalefeld 91,5 91,5 97.258 101.212 -3.954 2.071
Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 100 564.198 97.579 -77.381 -2.117
Biogas Quakenbrück GmbH & Co. KG, Lohne 91,5 91,5 -4.143 72.784 -206.926 -119.389
EnviTec Projektentwicklung GmbH , Lohne 87,5 87,5 1.267.823 1.466.601 -198.777 516.276
Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 724.912 492.185 232.727 630.109
Biogas Bad Wilsnack GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 28.207 62.178 -33.972 -336
Biogas Böddenstedt GmbH & Co. KG, Salzwedel 100 0 277.646 0 -40.450 0
Biogas Böddenstedt Verwaltung GmbH, Salzwedel 100 0 26.587 0 1.006 0
Biogas sondershausen GmbH & Co. KG, Lohne 87,5 87,5 111.970 107.971 3.999 5.147
Biogas Friedland Verwaltungs GmbH, Lohne 87,4 87,4 76.422 55.487 20.936 15.455
EnviTec Biogas d.o.o., Zagreb/Kroatien 85 85 -41.675 -41.675 -39.607 -39.607
Biogas Varadzin d.o.o., Zagreb/Kroatien 85 85 0 0 0 0
Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen 79 79 131.723 340.927 90.796 81.684
Biogas Schönthal Verwaltungs GmbH, Willebadessen 79 79 31.925 30.262 1.663 1.584
Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne 87,6 87,6 418.579 608.404 210.175 287.201
Biogas Angern Verwaltungs GmbH, Lohne 87,6 87,6 33.688 31.000 1.663 1.624
Baura Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 57.021 63.847 -54.826 -14.369
Fabrico Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 23.045 40.812 -38.017 -11.155
Rolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 80 80 36.295 42.748 -6.453 -11.219
Malombra Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 75 75 847 9.243 -8.396 -23.962
Latina Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -420 3.630 -4.050 -6.370
Formignana Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -62.657 10.598 -203.255 -94.401
Brazzolo Biogas Soc. Agricola a.r.l., Bozen/Italien 100 100 -67.302 10.048 -177.349 -107.952
Biogas Operating Holding S.r.l., Sommacampagna/Italien 85 85 53.592 -10.447 -25.961 -20.447
Pressanna Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 11.467 11.010 -6.543 -5.990
Urbana Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 13.284 11.285 -23.001 -14.715
Schio Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 6.492 6.264 -6.508 -3.736
Cona Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -32.203 -2.773 -42.203 -35.273
Foresti Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 -30.329 -2.685 -47.279 -35.185
Caldogno Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 12.352 8.214 -7.648 -1.786
Merlara Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 20.110 12.438 -18.328 -22.562
Massa Fiscaglia Biogas Soc. a.r.l., Sommacampagna/Italien 100 100 3.049 10.483 -7.434 -4.517
A3 Water Solutions GmbH, Gelsenkirchen 70 70 1.332.662 1.232.424 100.238 -122.316
MMF MaxFlow Membran Filtration GmbH, Gelsenkirchen 70 70 -43.473 -29.562 -13.911 -348.431
Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Lohne 70 70 357.238 434.119 83.119 -146.600
Biogas Wanzleben Verwaltungs GmbH, Wanzleben 70 70 31.539 29.894 1.644 1.709
Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 70 70 94.878 -387.464 182.342 19.909
Biogas Heilemann Verwaltungs GmbH, Rotenburg/Wümme 70 70 34.275 31.408 2.867 2.177
Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme 100 100 290.441 -27.686 -101.873 -115.070
Second Biogas Operating Holding S.r.l., Sommacampagna/Italien 66 70 76.563 105.401 -218.839 10.612
Envitec France sarl, Tregueux/Frankreich 65 65 54.457 -503.032 15.104 -246.728
Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne 65,6 65,6 -275.796 -192.328 -83.468 -122.571
Biogas Thomasburg Verwaltungs GmbH, Lohne 65,6 65,6 32.085 30.300 1.785 1.663
Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne 64,8 64,8 658.936 582.196 76.739 119.878
Biogas Nieheim Verwaltungs GmbH, Lohne 64,8 64,8 31.754 30.144 1.610 1.583
RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne 64,6 64,6 340.534 125.040 215.494 63.757
RePro Beber Verwaltungs GmbH, Lohne 64,6 64,6 33.007 31.403 1.604 1.497
Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard 64 64 244.178 195.423 48.755 -59.715
Biogas Hirl Verwaltungs GmbH, Bresegard 64 64 30.753 28.593 2.160 1.444
Envitec Biogas UK ltd, Rugeley/Großbritannien 60 60 -136.768 -459.099 211.403 -189.734
Biogas Nordholz GmbH, Minden 60 60 158.629 132.450 26.179 74.994
EnviTec Biogas SK s.r.o., Levice/Slowakei 100 100 -104.926 4.742 -109.668 -258
EnviTec Biogas Central Europe s.r.o., Tschechien 55 55 -563.338 44.451 1.637.807 669.687
ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne 75 75 1.986.144 1.981.203 4.941 -18.797
ETBKN Verwaltungs GmbH, Lohne 75 75 25.437 24.677 760 -323
Biogas Gramzow GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 97.531 98.805 -1.273 -1.196
Biogas Wesenberg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 481.605 92.600 -10.995 -7.400
Biogas Ringleben GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 81.404 94.912 13.508 -5.088
Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne 100 100 511.040 98.892 -37.852 -1.108
Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang 100 100 351.863 97.177 -45.314 -2.823
Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde 100 0 468.975 0 -83.349 0
Biogas Schönwalde Verwaltung GmbH, Schönwalde 100 0 27.343 0 1.161 0
Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf 100 100 607.990 38.154 -426.363 -60.055
eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Garrel 61 50,1 6.757.768 4.923.112 75.070 36.255
eeMaxx Verwaltungs GmbH, Garrel 61 50,1 23.809 22.511 1.298 284
Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Garrel 85 85 1.833 161.628 -159.795 -34.036
Biogas Schenkenhorst Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.325 26.641 1.684 168
Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 392.106 524.488 -131.132 -25.512
Biogas Brehna Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 26.435 24.787 1.648 -213
Biogas Kuck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 27.923 26.471 1.451 -2
Biogas Düben GmbH & Co. KG, Garrel 90 90 11.021 22.780 -11.759 -2.220
Biogas Düben Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 26.083 24.293 1.790 -707
Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 569.391 511.898 57.492 -106.193
Biogas Dambeck Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.874 26.934 1.941 495
Biogas Kruse Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 25.041 23.982 1.059 -1.316
Biogas Schönhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 6.024 22.494 -16470 -2.506
Biogas Schönhausen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 26.505 24.272 2.233 -728
Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 529.210 336.981 56.229 -256.998
Biogas Kalbe Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 28.680 26.957 1.723 483
Biogas Glauzig GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 8.341 23.697 -15.356 -1.303
Biogas Glauzig Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 25.341 24.025 1.316 -975
Biogas Schinne GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 3.557 23.699 -20.142 -1.301
Biogas Schinne Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 25.127 24.025 1.101 -975
Biogas Dingelstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 100 -4.774 21.605 -26.379 -3.395
Biogas Dingelstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 100 25.538 24.325 1.212 675
Biogas Genshagen GmbH & Co. KG, Garrel 100 0 18.892 0 -6.108 0
Biogas Genshagen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 0 24.383 0 -647 0
Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Garrel 100 0 18.337 0 6.663 0
Biogas Trüstedt Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 0 24.079 0 -921 0
Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Garrel 100 0 1.268.982 0 -76.083 0
Biogas Neutrebbin Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 0 25.457 0 457 0
Biogas Mühlengeez GmbH & Co. KG, Garrel 100 0 18.105 0 -6.895 0
Biogas Mühlengeez Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 0 24.909 0 -91 0
Biogas Weyhausen GmbH & Co. KG, Garrel 100 0 18.730 0 -6.270 0
Biogas Weyhausen Verwaltungs- GmbH, Garrel 100 0 23.828 0 -1.172 0
EnviTec Biogas USA, Inc., Rochester/USA 100 0 -61.789 0 -62.044 0
EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG 100 0 48.540 0 -1.460 0
EnviTec Biogas Service Italy S.r.l., Sommacampagna/Italien 100 0 58.122 0 -41.878 0
EnviTec Biogas Service UK Ltd., Rugeley/Großbritannien 60 0 -21.679 0 -31.679 0
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II. Gemeinschaftsunternehmen (at-equity bewertet) Konzernanteil
in %
Eigenkapital
in EUR
Ergebnis
in EUR
EnviTec Biogas kft., Ungarn * 51,14 51,14 -417 -33.530 33.117 39.328
EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien 50 50 1.264.891 1.702.672 -437.781 340.815
ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH, Lohne 50 50 -59.538 -17.076 -7.145 -52.393
P. Theunissen Holding B.V., Niederlande 50 50 0 -58.204 0 -76.204
Envitec van de Velde Service B.V.B.A., Belgien 50 50 59.316 59.316 17.559 17.559

* Aufgrund von Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, so dass die EnviTec Biogas SEE kft trotz Mehrheit der Anteile weiterhin nach der Equity-Methode bewertet wird.

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III. Assoziierte Unternehmen (at equity bewertet) Konzernanteil
in %
Eigenkapital
in EUR
Ergebnis
in EUR
Biogas Lüken-Feldmann KG, Harkebrügge 50 50 290.652 222.159 130.437 142.513
EnviTec Assekuranzmakler GmbH, Lohne 50 50 65.122 58.337 6.785 21.911
Biogas Neu Sterley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 656.924 696.497 170.428 125.426
Biogas Neu Sterley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 31.703 29.929 1.774 2.488
Biogas Spekendorf GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 324.639 217.085 107.554 207.218
Biogas Spekendorf Verwaltung GmbH, Lohne 50 50 33.941 32.140 1.800 1.666
Biogas Golzow GmbH & Co. KG, Golzow 48 48 1.212.761 90.868 -116.507 -6.352
Biogas Golzow Verwaltungs GmbH, Golzow 48 48 28.566 25.445 3.121 620
Biogas Gut Rigterink GmbH & Co. KG, Bad Bentheim 46 46 268.391 385.250 -116.859 -284.252
Biogas Gut Rigterink Verwaltungs GmbH, Bad Bentheim 46 46 29.207 27.521 1.686 1.719
Biogas Putzar GmbH & Co. KG, Putzar 50 50 447.611 338.459 -90.849 -34.304
Biogas Putzar Verwaltungs GmbH, Putzar 50 50 28.820 27.155 1.665 1.801
Knipgas GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 489.990 473.256 16.734 -121.624
Knipgas Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 27.302 25.763 1.539 1.574
Biogas Güntner GmbH & Co. KG, Barßel-Harkebrügge 44 44 -50.604 -81.197 30.592 -53.561
Biogas Güntner Verwaltungs GmbH, Barßel-Harkebrügge 44 44 28.427 28.509 -82 1.550
Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne 44 44 42.349 57.542 -15.193 -80.928
Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH, Lohne 44 44 31.984 30.490 1.494 1.550
Biogas Dishley GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 539.758 426.952 112.806 -64.176
Biogas Dishley Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 26.575 25.061 1.514 1.376
Biogas Exter GmbH & Co. KG, Vlotho-Exter 49 0 632.647 0 -35.576 0
Biogas Exter Verwaltungs GmbH, Vlotho-Exter 49 0 27.922 0 801 0
Biowatt Sarl, Frankreich 50 50 853.834 784.451 160.038 -42.608
Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne 50 75 672.487 731.262 -98.775 -21.418
Biogas Reinsfeld Verwaltung GmbH, Lohne 50 75 27.980 26.381 1.599 1.154
Biogas Ihorst GmbH & Co. KG, Holdorf 27,5 27,5 313.302 283.908 29.394 30.770
Biogas Ihorst Verwaltungs GmbH, Holdorf 27,5 27,5 27.706 25.841 1.866 753
Rentech Bioenergas S.A., Athen/Griechenland 21 21 0 0 0 0
Helianthus srl, San Dona di Piave/Italien 50 50 0 0 0 0
Biogas Potthast GmbH & Co. KG, Beverungen 50 50 484.761 562.051 -77.289 -21.949
Biogas Potthast Verwaltungs GmbH, Beverungen 50 50 27.680 25.936 1.744 936
Biogas Kleve GmbH & Co. KG, Kleve 50 50 14.494 90.769 -76.275 -14.231
Biogas Kleve Verwaltungs GmbH, Kleve 50 50 26.522 25.048 1.474 48
Biogas Medebach GmbH & Co. KG, Medebach 50 50 83.662 96.411 -12.749 -3.589
Biogas Medebach Verwaltungs GmbH, Medebach 50 50 26.831 25.108 1.723 108
Biogas Altentreptow GmbH & Co. KG, Altentreptow 50 50 295.996 97.557 -116.561 -2.443
Biogas Altentreptow Verwaltungs GmbH, Altentreptow 50 50 26.766 25.184 1.582 184
Biogas Roga GmbH & Co. KG, Datzetal 50 50 512.896 565.876 -52.980 -8.887
Biogas Roga Verwaltungs GmbH, Datzetal 50 50 25.901 24.879 1.022 -121
Biogas Produktion Nonnendorf GmbH & Co. KG, Nonnendorf 50 50 88.119 98.282 -10.163 -1.718
Biogas Produktion Nonnendorf Verwaltungs GmbH, Nonnendorf 50 50 25.497 24.818 679 -182
Biogas Elm GmbH & Co. KG, Bremervörde 49 49 290.536 373.469 -82.933 -306.861
Biogas Elm Verwaltungs GmbH, Bremervörde 49 49 29.267 27.259 2.008 1.699
Biogas Brakel GmbH & Co. KG, Brakel 50 50 500.866 559.592 -58.726 -15.408
Biogas Brakel Verwaltungs GmbH, Brakel 50 50 26.869 25.035 1.834 35
Biogas Penzlin GmbH & Co. KG, Lohne 50 50 332.923 99.756 -86.832 -244
Biogas Penzlin Verwaltungs GmbH, Lohne 50 50 25.718 24.312 1.406 -688
Biogas Dirkes GmbH & Co. KG, Südmerzen 50 50 650.957 584.823 66.133 -14.665
Biogas Dirkes Verwaltungs GmbH, Südmerzen 50 50 26.841 25.343 1.498 851
Biogas Grieben GmbH & Co. KG, Grieben 49 0 240.118 0 -18.524 0
Biogas Grieben Verwaltungs GmbH, Grieben 49 0 26.331 0 1.586 0
Biogas Rönnau GmbH & Co. KG, Ahlhorn 50 50 345.866 408.430 -62.564 -89.251
Biogas Rönnau Verwaltungs GmbH, Ahlhorn 50 50 26.965 25.442 1.523 1.028
Biogas Kruse GmbH & Co. KG, Garrel 50 50 794.697 1.044.678 -249.981 -111.304
Biogas Meetzen GmbH & Co. KG, Holdorf 49 0 7.495 0 -2.505 0
Biogas Meetzen Verwaltungs GmbH, Holdorf 49 0 25.007 0 7 0
Biogas Talge Verwaltungs- GmbH, Garrel 49 49 26.040 24.241 1.798 -759
Biogas Talge GmbH & Co. KG, Garrel 49 49 517.426 21.836 -52.034 -3.164
Biogas Barby GmbH & Co. KG, Lohne 50 0 95.555 0 1.962 0
Biogas Barby Verwaltungs GmbH, Lohne 50 0 25.892 0 717 0
Biogas Kuck GmbH & Co. KG, Garrel 49 90 336.360 220.099 122.381 -104.658
Saergas GmbH & Co. KG, Saerbeck 33,33 0 875.051 0 -69.949 0

Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt.

8. Sonstige langfristige Forderungen

Die sonstigen langfristigen Forderungen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich vergebene festverzinsliche Darlehen an fremde Dritte mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.

9. Fertigungsaufträge

Die Fertigungsaufträge zum 31.12.2011 stellen sich wie folgt dar:

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Fertigungsaufträge 2011
in EUR
2010
in EUR
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit aktivischem Saldo    
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 194.662.668 112.493.163
Kumulierte angefallene Kosten 172.687.818 101.703.753
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 21.974.849 15.149.566
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -136.494.326 -58.789.511
Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo 58.168.341 58.063.808
In Bauausführung befindliche Biogasanlagen mit passivischem Saldo    
Im Geschäftsjahr erfasste Auftragserlöse 6.975.836 6.503.682
Kumulierte angefallene Kosten 5.889.360 2.471.635
Kumulierte ausgewiesene Gewinne 1.235.816 -437.464
Kumulierte erhaltene Anzahlungen -10.770.305 -5.366.843
Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo 3.645.129 3.332.672

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Abschreibungen auf nicht werthaltige Fertigungsaufträge (Vorjahr: EUR 2.085.683) vorgenommen.

10. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

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Vorräte 2011
in EUR
2010
in EUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 30.794.053 19.088.514
Geleistete Anzahlungen 3.618.896 5.880.003
  34.412.949 24.968.517

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von EUR 44.486 (Vorjahr: EUR 25.795) notwendig. Der Buchwert der abgewerteten Vorräte beträgt TEUR 3.038.

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig. Die Einzelwertberichtigungen für Forderungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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Forderungen 2011
in EUR
2010
in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 97.469 436.144
Zuführung 3.045.912 60.500
Auflösung 78.911 399.175
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 3.064.470 97.469

Einzelwertberichtigungen wurden auf Forderungen gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle. Die Wertminderungen wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand im Konzernergebnis erfasst.

Die nicht fälligen Forderungen betragen TEUR 6.511 (Vorjahr: TEUR: 6.438). Übersicht der überfälligen und nicht wertgeminderten Forderungen in TEUR:

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Forderungsanalyse 2011
in EUR
2010
in EUR
31 < 90 Tage 2.870 3.212
91> 180 Tage 1.418 2.935
181 < 360 Tage 894 5.362
> 360 Tage 10.284 4.176
Gesamt 15.466 15.685

Die Sicherung der überfälligen Forderungen erfolgt üblicherweise durch Vertragserfüllungsbürgschaften, die vom Kunden angefordert werden oder durch anderweitige Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. die Abtretung von Forderungen aus der Stromerzeugung oder durch Sicherungsübereignung von Geschäftsanteilen und/oder sonstigen Vermögenswerten. Der Betrag der tatsächlichen Forderungsausfälle betrug TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 421).

12. Sonstige kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2011
in EUR
2010
in EUR
Darlehen an Dritte 22.865.734 25.651.998
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 30.663.639 14.548.704
Zinsansprüche 47.005 67.126
Abgrenzungsposten 1.543.022 1.316.691
Forderungen an Mitarbeiter 101.499 79.650
Forderungen gegen Minderheitsgesellschafter 362.302 0
Erstattung Verkehrsteuern 147.190 1.189.916
Lieferantenrückerstattung 1.675.000 0
Ausstehende Gutschriften/ Weiterberechnungen 2.481.889 1.186.534
Devisentermingeschäft 67.347 0
Übrige kurzfristige Forderungen 1.831.489 1.101.053
Gesamt 61.786.116 45.141.672

Die Wertberichtigungen für sonstige kurzfristige Vermögenswerte haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Kumulierte Wertberichtigung 01.01. 307.785 0
Zuführung 79.715 307.785
Auflösung 0 0
Kumulierte Wertberichtigung 31.12. 387.500 307.785

Wertberichtigungen wurden auf kurzfristige Vermögenswerte gegenüber Dritten vorgenommen, die sich in unerwarteten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden. Die Bemessung der Wertberichtigungen erfolgt dabei entsprechend der erwarteten Netto-Zahlungsausfälle. Die Wertminderungen wurden in den Abschreibungen im Konzernergebnis erfasst.

13. Steuererstattungsansprüche

Die Steuererstattungsansprüche betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht von den Finanzbehörden zurückerstattet wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung zu erwarten ist.

14. Eigenkapital

14.1. Eigenkapitalentwicklung

Die einzelnen Bestandteile des Eigenkapitals sowie ihre Entwicklung in den Jahren 2010 und 2011 ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 15.000. Es ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR je Stück.

Am 31. Dezember 2011 befanden sich 150.000 Stückaktien (Vorjahr: 150.000) der EnviTec Biogas AG mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 EUR je Stück im Bestand der EnviTec Biogas AG. Die Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 2.082 wurden vom Buchwert des Eigenkapitals abgesetzt. Unter Berücksichtigung des Erwerbs der eigenen Aktien befinden sich zum 31. Dezember 2011 insgesamt 14.850.000 Stückaktien im Umlauf. Zur weiteren Entwicklung verweisen wir auf den Eigenkapitalspiegel.

Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 EUR beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options-bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Die Kapitalrücklage betrifft im Wesentlichen das Agio anlässlich des Börsengangs vom 12. Juli 2007. Hierdurch hat sich die Kapitalrücklage nach Abzug der Kosten des Börsengangs (TEUR 7.092) gemäß IAS 32.37 um TEUR 133.479 erhöht. Weitere Einzelheiten zur Kapitalrücklage ergeben sich aus dem Eigenkapitalspiegel.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 wurden aus dem Gewinnvortrag 10.000.000,00 EUR in die neu gebildete Gewinnrücklage eingestellt.

Die Fremdwährungsumrechnungsrücklage in Höhe von -74.447 EUR (Vorjahr: -54.438 EUR) beinhaltet im Wesentlichen die Differenz aufgrund der Umrechnung der Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen, deren Währung nicht auf Euro lautet. Es handelt sich hierbei um die Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien, Kroatien, Lettland und USA. Sie hat sich aufgrund der Entkonsolidierung von drei ausländischen Tochterunternehmen um 20.009 EUR erhöht.

Die Sonstigen Rücklagen umfassen die Effekte aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 480 zum 01. Januar 2005 und betrifft insbesondere die Aktivierung der Fertigungsaufträge sowie in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 35) die erfolgsneutrale Bewertung von "zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte" und der Devisentermingeschäfte.

Im Eigenkapital zum 31.12.2011 sind Ergebnisse aus dem other comprehensive income in Höhe von 14.861 EUR (Vorjahr: -108.581 EUR) enthalten.

Der Ausgleichsposten für Anteile nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von TEUR -445 (Vorjahr: TEUR -666) enthält die Anteile von konzernfremden am Eigenkapital von vollkonsolidierten Unternehmen.

14.2. Kapitalmanagement

Die EnviTec Biogas AG steuert ihr Kapital mit dem Ziel, die Kapitalrendite zu maximieren. Hierzu gehört auch die Optimierung des Verhältnisses von Eigenkapital zu Fremdkapital. Im Mittelpunkt steht dabei die langfristige Wertsteigerung im Interesse von Investoren, Mitarbeitern und Kunden.

Branchenüblich überwacht der Konzern sein Kapital auf Basis des Verschuldungsgrads, berechnet aus dem Verhältnis von Fremdkapital zu Gesamtkapital. Das steuerungsrelevante Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital und den Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital, der Kapitalrücklage, den Gewinnrücklagen, dem Gewinnvortrag, den Minderheitsanteilen sowie dem Konzernergebnis. Die Finanzverbindlichkeiten betreffen die gesamten Finanzschulden einschließlich der kurzfristigen Finanzschulden und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31. Dezember 2011 59,5% (Vorjahr: 69,9%).

Die EnviTec Biogas AG unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

Externe Mindestkapitalanforderungen liegen für eine Rahmenkreditlinie in Höhe von 25.000 TEUR vor. Hierfür wurde eine Eigenkapitalquote von mind. 25% vereinbart.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zum Risikomanagement in unserem Lagebericht.

15. Rückstellungen

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

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  Stand 1.01.2011
in EUR
Verbrauch 2011
in EUR
Auflösung 2011
in EUR
Zuführung 2011
in EUR
Stand 31.12.2011
in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 7.358.259 7.358.259 0 7.408.279 7.408.279
Davon kurzfristig 7.358.259 7.358.259 0 7.408.279 7.408.279
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 907.241 795.139 112.102 1.053.081 1.053.081
Davon kurzfristig 402.241 290.139 112.102 459.081 459.081
Übrige Rückstellungen 1.008.799 846.439 162.360 1.656.374 1.656.374
Davon kurzfristig 1.008.799 846.439 162.360 1.656.374 1.656.374
  9.274.299 8.999.837 274.462 10.117.734 10.117.734
Davon kurzfristig 8.769.299 8.494.837 274.462 9.523.734 9.523.734

Die einzelnen Rückstellungskategorien haben sich im Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:

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  Stand 1.01.2010
in EUR
Verbrauch 2010
in EUR
Auflösung 2010
in EUR
Zuführung 2010
in EUR
Stand 31.12.2010
in EUR
Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen 4.719.288 4.719.288 0 7.358.259 7.358.259
Davon kurzfristig 4.719.288 4.719.288 0 7.358.259 7.358.259
Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen 928.514 928.514 0 907.241 907.241
Davon kurzfristig 426.514 426.514 0 402.241 402.241
Übrige Rückstellungen 756.066 615.817 140.249 1.008.799 1.008.799
Davon kurzfristig 747.567 607.318 140.249 1.008.799 1.008.799
  6.403.868 6.263.619 140.249 9.274.299 9.274.299
Davon kurzfristig 5.893.369 5.753.120 140.249 8.769.299 8.769.299

Die erwarteten Mittelabflüsse für die im Geschäftsjahr 2010 und 2011 bilanzierten Rückstellungen ergeben sich wie folgt:

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Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2011
in EUR
Erwartete Mittelabflüsse 31.12.2010
in EUR
2012 9.523.734 2011 8.769.299
2013 594.000 2012 505.000
  10.117.734   9.274.299

Bei den Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen handelt es sich um ausgeführte Leistungen von Dritten, bei denen die Höhe und/oder der Zeitpunkt der Abrechnung noch unsicher sind.

Die Rückstellungen für Kulanzleistungen und Gewährleistungen umfassen vertraglich vereinbarte Gewährleistungen aus dem Bau und dem Verkauf von Biogasanlagen. Die Rückstellungen basieren auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des zukünftigen Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung aus Gewährleistungen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte gemacht und kann aufgrund von neuen Materialien und/oder sonstigen Faktoren schwanken.

Es erfolgte eine Abzinsung in Höhe von 28 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR). Dieser Effekt ist bei der Darstellung der Rückstellung in der Spalte Zuführung enthalten. Die Abzinsung erfolgte unter Zugrundelegung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssatzes bei einer Restlaufzeit von 2 Jahren. Er beträgt 3,94%.

16. Finanzverbindlichkeiten

Insgesamt setzen sich die Finanzverbindlichkeiten wie folgt zusammen:

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  Gesamt
in EUR
Davon kurzfristig
in EUR
Gesamt
in EUR
Davon kurzfristig
in EUR
  31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.935.469 30.084.953 28.610.909 5.249.593
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 5.569.088 158.330 5.917.438 552.114
Erhaltene Anzahlungen 5.066.419 5.066.419 3.322.252 3.322.252
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 713.182 189.862 1.005.632 870.657
  82.284.158 35.499.564 38.856.231 9.994.616

Die Finanzverbindlichkeiten zeigen insgesamt folgende Fälligkeiten:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2011
in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2010
in EUR
2012 35.499.564 2011 9.994.616
2013 4.937.537 2012 3.098.626
2014 4.935.191 2013 2.942.462
2015 4.782.646 2014 2.937.574
2016 4.421.128 2015 2.785.696
2017 und später 27.708.092 2016 und später 17.097.257
  82.284.158   38.856.231

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen insgesamt 35.499.564 EUR (Vorjahr: 9.994.616 EUR). Ihr gewichteter durchschnittlicher Zins lag bei 3,42 Prozent.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten im Wesentlichen Kredite zur Finanzierung von Bürogebäuden, Biogasanlagen und von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen gesichert.

Im Einzelnen bestanden zum 31.12.2011 folgende Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

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Darlehensgeber Schuld zum 31.12.2011 Schuld zum 31.12.2010 Art der Sicherheit Buchwert der Sicherheit 31.12.2011 Buchwert der Sicherheit 31.12.2010
Landessparkasse zu Oldenburg 239.243 295.028 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 347.347 1.157.020
Landessparkasse zu Oldenburg 326.699 402.687 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 474.320 1.579.229
Landessparkasse zu Oldenburg 333.567 401.033 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 484.291 1.572.743
Landessparkasse zu Oldenburg 4.000.000 0 Grundschuld in Höhe von 2.250.000 EUR am Grundstück Saerbeck, Boschstraße 2, sowie eine Grundschuld in Höhe von 2.000.000 EUR am Grundstück Lohne, Industriering 10a 5.807.417 0
Landessparkasse zu Oldenburg 340.904 386.360 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 312.897 332.406
Landessparkasse zu Oldenburg 542.041 614.315 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 497.510 528.528
Landessparkasse zu Oldenburg 21.775 56.435 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 19.986 48.554
Landessparkasse zu Oldenburg 992.724 1.116.816 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 911.168 960.857
Landessparkasse zu Oldenburg 363.632 409.088 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 333.758 351.960
Landessparkasse zu Oldenburg 63.700 90.700 Nachrangige Grundschuld in Höhe von 1.430.000 EUR am Grundstück Rotenburg, Kesselhofskamp 2, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 58.467 78.034
Landessparkass zu Oldenburg 568.126 722.794 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.100.000,00 EUR am Grundstück Angern, Loitscher Weg 5, Sicherungsübereignung Biogasanlage einschließlich Maschinen und Einrichtungen, Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 733.591 900.074
Bremer Landesbank 1.972.616 1.271.050 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am Schwarzen Weg, Sicherungsübereignung Biogasanlagen, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.633.627 2.886.652
Bremer Landesbank 3.000.000 782.605 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.725.000,00 EUR am Grundstück Friedland, Am Schwarzen Weg, Sicherungsübereignung Biogasanlagen, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.484.458 1.777.356
Bremer Landesbank 499.995 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 761.749 793.516
Bremer Landesbank 35.705 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 54.397 143.870
Bremer Landesbank 499.995 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 761.749 783.276
Bremer Landesbank 35.705 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 54.397 142.013
Bremer Landesbank 499.995 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 761.749 782.961
Bremer Landesbank 35.705 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 54.397 141.956
Bremer Landesbank 499.995 590.905 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 770.310 801.757
Bremer Landesbank 35.705 107.135 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 55.008 145.364
Bremer Landesbank 505.547 649.993 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 7.500.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Anklam, Konrad-Zuse-Str. 8; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 972.992 1.106.691
Oldenburgische Landesbank 1.577.313 1.800.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.800.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Wanzleben, Vor dem Schlosstor 2;, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.742.599 1.942.639
Oldenburgische Landesbank 1.590.909 1.750.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.750.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Thomasburg, Hagenweg;, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen, sowie diversen Ansprüchen aus dem Betrieb der Biogasanlage 1.656.953 1.957.832
Bremer Landesbank 1.600.316 1.768.772 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.003.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Willebadessen, Schönthal 25; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.601.097 1.754.462
Bremer Landesbank 1.727.270 1.909.090 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.350.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Nieheim, Steinheimer Straße 99; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.237.442 2.506.034
Bremer Landesbank 1.492.362 1.649.454 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.128.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Bresegard, Hauptstraße 42; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 1.549.022 1.790.436
Volksbank Gelsenkirchen 201.968 218.464 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.111.000,00 Euro am Grundstück Gelsenkirchen; Magdeburger Str. 16a 952.866 979.302
Deutsche Kreditbank 2.062.692 2.243.356 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.400.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Minden, Stemmer Landstraße 151; Sicherungsübereignung der Biogasanlage und Vorräte, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.067.992 2.205.715
Bremer Landesbank 1.926.086 1.504.362 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.726.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Beber, Zum Dachtelfeld 29; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 3.297.892 1.056.335
Oldenburgische Landesbank AG 1.660.909 1.740.000 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.740.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Kalbe, An der Bahn; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.323.631 2.314.835
Oldenburgische Landesbank AG 1.727.735 1.597.500 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.810.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Salzwedel, Im Dorf; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.302.948 2.085.601
Deutsche Kreditbank 5.409.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 5.609.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Gemarkung Neunaundorf, Sicherungsübereignung der Biogasanlage und, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 4.297.832 0
Oldenburgische Landesbank AG 1.802.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 1.802.000,00 EUR am Betriebsgrundstück Sandersdorf-Brehna, Quetzer Weg; Sicherungsübereignung der Biogasanlage, Abtretung von Ansprüchen gegenüber Energieversorgungsunternehmen 2.200.679 0
Landessparkasse zu Oldenburg 2.013.330 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.160.000 EUR am Blatt 574 des Grundbuches Bötersen,, Sicherungsübereignung Biogasanlagen einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.161.073 0
Bremer Landesbank 2.000.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 6.269.000 EUR an Gemarkung Groß Rosenburg-Sachsendorf, Blätter 409 und 312, 4.469.571 0
Bremer Landesbank 1.620.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.436.000 EUR an Gemarkung Schönwalde, Blatt 271, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger, 2.492.747 0
Bremer Landesbank 1.590.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.260.000 EUR an Gemarkung Salzwedel, Blatt 14046 Flur 80, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger, 2.458.638 0
Bremer Landesbank 1.964.000 0 Erstrangige Grundschuld in Höhe von 2.184.000 EUR an Gemarkung Osterburg, Blatt 10359 Flur 5, Sicherungsübereignung Biogasanlagen und Vorräte einschließlich Maschinen und Einrichtungen Abtretung von Ansprüchen der Stromerzeuger 2.896.490 0
  47.379.264 25.389.457   59.055.057 33.830.652

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 552) um kurzfristige Darlehensgewährungen von Minderheitsgesellschaftern im Rahmen des Liquiditätsmanagements der eigenbetriebenen Biogasanlagen. Die Verzinsung erfolgt mit einem Zinssatz von 5%. In Höhe von TEUR 5.519 (Vorjahr: TEUR 5.365) handelt es sich um Abfindungsansprüche von Minderheitsgesellschaftern. Bei den sonstigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 748 (Vorjahr: TEUR 543) handelt es sich um Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Dritten, die keine Kreditinstitute oder Minderheitsgesellschafter sind.

17. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vollständig innerhalb eines Jahres fällig.

18. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

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Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 31.12.2011 gesamt
EUR
31.12.2010 gesamt
EUR
Verbindlichkeiten aus der Entgeltabrechnung mit den Mitarbeitern 1.451.017 1.004.095
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 26.309 89.815
Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträge 267.985 859.872
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 362.111 172.806
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 945.192 1.653.694
  3.052.614 3.780.282

Bei den Verbindlichkeiten aus Verkehrssteuern und Steuerabzugsbeträgen handelt es sich um am Bilanzstichtag geschuldete Umsatzsteuer und abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

Bei den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um kurzfristige Darlehen von Dritten an diverse Tochtergesellschaften, um kreditorische Debitoren sowie um noch nicht abgerechnete Leistungen, bei denen die Höhe aber noch nicht der Zeitpunkt der Abrechnung feststeht. Die Darlehen werden mit 5% p.a. verzinst und dienen dem kurzfristigen Liquiditätsmanagement. Weiterhin ist hier der negative Marktwert des Devisentermingeschäfts in Höhe von TEUR 26 enthalten.

19. Steuerschulden

Die Steuerschulden betreffen Ertragsteuern des laufenden Geschäftsjahres, die bislang noch nicht an die Finanzbehörden gezahlt wurden. Sie sind mit dem Betrag angesetzt, in dessen Höhe eine Steuerzahlung erwartet wird.

20. Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

20.1. Management von Finanzrisiken

Die EnviTec Biogas AG ist aufgrund von variabel verzinslichen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einem Zinsrisiko, d.h. Wertänderungen künftiger Zahlungen aus einem Finanzinstrument, ausgesetzt. Das Zinsrisiko wird von der Geschäftsführung analysiert und gemanagt. Zur Absicherung des Zinsrisikos aus einem variabel verzinslichen langfristigen Darlehen wurde ein derivatives Finanzinstrument eingesetzt. Bei diesem Darlehen in Höhe von derzeit 568.126 EUR (Vorjahr: 669.662 EUR) wurde ein variabler Zinssatz auf Basis des EURIBOR abgeschlossen. Das Zins-Cap-Geschäft stellt wirtschaftlich betrachtet eine Absicherung dar. Von der Möglichkeit des Hedge Accounting wird kein Gebrauch gemacht. Die Fair-Value-Änderung dieses Finanzinstrumentes wird direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Zahler der Ausgleichszahlung der Differenz zwischen dem CAP und der variablen Verzinsung ist die Landessparkasse zu Oldenburg, Oldenburg. Die Berechnung der variablen Verzinsung erfolgt auf Grundlage des 3-Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge von 1,25%. Zum Bilanzstichtag betrug der Zinssatz 2,64%. Aus Gründen der Wesentlichkeit wird auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet. Für die langfristigen Darlehen existieren feste Zinsvereinbarungen, welche einem fair-value-Risiko unterliegen, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. Der EnviTec-Konzern versucht seine langfristigen Darlehen in Zeiten des Niedrigzinsniveaus festverzinslich abzuschließen, um eine möglichst hohe Planungssicherheit zu erreichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 weist der EnviTec Konzern kurzfristige variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 24.411 TEUR (Vorjahr: 697 TEUR) aus. Die Darlehen werden mit einem variablen Zins auf Basis EONIA zuzüglich einer Marge verzinst. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 50 Basispunkten bzw. 0,5% pro Jahr gerechnet. Eine Erhöhung um 50 Basispunkte hätte einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 119 TEUR, ein Verfall einen erhöhenden Effekt auf das Finanzergebnis von TEUR 119 zur Folge. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um TEUR 86 vermindern bzw. erhöhen. An langfristigen Darlehen werden zum Jahresende 46.534 TEUR (Vorjahr: 22.793) ausgewiesen. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4% und 5,65%. Langfristige variable Darlehen bestehen bis auf das oben genannte Darlehen nicht.

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken bestehen hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Derivative Finanzgeschäfte unterliegen einer strengen Überwachung, die durch eine Funktionstrennung gewährleistet wird.

In 2011 wurden Devisentermingeschäfte über insgesamt 64.398 TCZK (Vorjahr: 154.663 TCZK) abgeschlossen sowie über 678 TUSD (Vorjahr: 0 TUSD) Hierdurch sollen zukünftige Zahlungsströme von mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen abgesichert werden. Hierfür wurde kein Hedge Accounting angewendet. Die Wertänderungen wurden entsprechend in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten kann beeinträchtigt werden, wenn die Partner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung oder sonstigen Erfüllung nicht nachkommen. Die bilanzielle Höhe der finanziellen Vermögenswerte gibt das maximale Ausfallrisiko für den Fall an, dass Geschäftspartner ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Kreditrisiken werden durch eine laufende Überwachung der einzelnen Forderungen sowie geeignete Sicherungsmaßnahmen, wie z.B. Bonitätsüberprüfungen durch externe Agenturen und die Vorlage von Finanzierungszusagen durch finanzierende Banken begrenzt. Für ein Darlehen wurde als Sicherheit ein umfangreiches Paket an Sicherungsmaßnahmen vorgenommen. Die Höhe des Darlehens beträgt TEUR 8.875 (Vorjahr: TEUR 15.000). Die tatsächlichen Forderungsausfälle waren in der Vergangenheit gering. Der EnviTec-Konzern unterhält zum Bilanzstichtag Fest- und Tagesgeldkonten bei deutschen Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfonds unterliegen. Ein nennenswertes Bonitätsrisiko ist nicht vorhanden.

Liquiditätsrisiken wird durch auftragsbezogene, dem Projektfortschritt angepasste Anzahlungen der Auftraggeber entgegengetreten. Die Finanzierung des Baus der Immobilien an den Standorten Lohne und Saerbeck erfolgte grundsätzlich durch langfristige Bankdarlehen mit festen Zinssätzen. Eine tägliche Meldung des Liquidtätsstatus sowie die monatliche Liquiditätsplanung auf Grundlage der Unternehmensplanung gehören ebenso zu den Maßnahmen der Liquiditätssteuerung wie das Halten einer ausreichenden Reserve an flüssigen Mitteln. Aufgrund der bestehenden Kreditlinien bestehen keine Liquiditätsrisiken. Die freien Kreditlinien per 31.12.2011 betrugen TEUR 10.220 (Vorjahr: TEUR 20.594).

Die vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

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Fälligkeiten im Jahr 31.12.2011
in EUR
Fälligkeiten im Jahr 31.12.2010
in EUR
2012 73.410.292 2011 43.708.894
2013 7.151.449 2012 5.412.850
2014 6.346.532 2013 4.562.554
2015 5.986.807 2014 4.348.915
2016 5.446.655 2015 3.989.857
2017 und später 36.462.007 2016 und später 25.337.171
  134.803.742   87.360.241

20.2. Darstellung der Finanzinstrumente

Die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten lassen sich in Bewertungskategorien mit den folgenden Buchwerten untergliedern:

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Finanzinstrumente 2010 und 2011 Bewertungskategorie nach IAS 39 Buchwert
in TEUR
Fair Value
in TEUR
  2011 2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Aktiva            
Sonstige langfristige Forderungen LAR LAR 13.683 12.699 14.851 13.194
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LAR LAR 21.978 22.123 21.978 22.123
Darlehen an Dritte LAR LAR 22.866 25.652 22.866 25.652
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen LAR LAR 30.664 14.549 30.664 14.549
Zinsansprüche LAR LAR 47 67 47 67
Übrige kurzfristige Forderungen LAR LAR 6.203 3.479 6.203 3.479
Devisentermingeschäft HfT n.a. 67 0 67 0
Flüssige Mittel LAR LAR 13.853 12.788 13.853 12.788
Passiva            
Langfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 46.785 28.862 45.281 27.463
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten FLAC FLAC 35.400 9.995 35.540 9.995
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC FLAC 16.571 14.404 16.571 14.404
Devisentermingeschäft HfT n.a. 26 0 26 0

Finanzinstrumente 2011

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

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Loans and Receivables (LAR): 109.294 TEUR
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): 98.756 TEUR
Held for Trading: 41 TEUR

Finanzinstrumente 2010

Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39:

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Loans and Receivables (LAR): 91.357 TEUR
Financial Liabilities at Amortised Costs (FLAC): 53.261 TEUR

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den sonstigen Vermögensgegenständen (ohne derivate Finanzinstrumente) und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten wird aufgrund der kurzen Laufzeit angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Für die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (ohne derivative Finanzinstrumente) wird angenommen, dass der Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der beizulegende Zeitwert langfristiger Finanzschulden und Finanzforderungen ergibt sich als Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme. Die Abzinsung erfolgt auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze.

Der Fair Value der langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 691) wurde mittels eines DCF-Verfahrens ermittelt und betrifft die Ausgleichsverpflichtung der atypisch stillen Gesellschafter an der Biogas Nordholz GmbH, Minden. Der zugrundegelegte WACC beträgt 5,57%. Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich aus dem Bilanzansatz und beträgt TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 691). Entsprechend der in IFRS 7 vorgegebenen Fair Value Hierarchie handelt es sich hierbei um einen Fair Value der Stufe 3 (Bewertung mithilfe von nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierenden Faktoren). Die Veränderung des Fair Values in Höhe von TEUR 276 (Vorjahr: TEUR 0) wurde erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern betrugen insgesamt TEUR 5.569. Sie wurden nach der antizipierten Erwerbsmethode bilanziert.

Bei dem Fair Value der Devisentermingeschäfte handelt es sich um einen Fair Value der Stufe 2 (Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen. Die Ermittlung des Fair Values erfolgte anhand allgemein anerkannter Bewertungsmethoden durch externe Dritte.

Von den dargestellten finanziellen Vermögenswerten sind TEUR 2.019 (Vorjahr: 2.197) als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gestellt worden.

Nettoergebnis und Wertberichtigungen nach Bewertungskategorien:

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TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Darlehen und Forderungen -3.188 1.186
Davon Wertberichtigungen auf Darlehen und Forderungen -3.494 -415
Davon Zinserträge Darlehen und Forderungen 2.373 +3.466
Davon Zinsaufwendungen finanzielle Verbindlichkeiten -2.067 -1.865

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

21. Umsatzerlöse

Umsätze werden im Wesentlichen aus dem Verkauf von Biogasanlagen erzielt. Die Umsatzerlöse enthalten auch die Auftragserlöse aus am Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Projekten nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades dieser Projekte. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Serviceleistungen in Höhe von 14.352 TEUR (Vorjahr: 9.804 TEUR) sowie Erträge aus Stromeinspeisungen und Wärmelieferung in Höhe von 28.554 TEUR (Vorjahr: 22.137 TEUR) enthalten. Die Umsatzerlöse haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
243.910.084 148.015.410 +95.895 64,8

Die Umsatzerlöse aus der Herstellung und dem Verkauf von Biogasanlagen enthalten fakturierte Umsatzerlöse in Höhe von 122.769 TEUR (Vorjahr: 97.433 TEUR) und Umsatzerlöse aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 78.235 TEUR (Vorjahr: 18.641 TEUR). Der Vertrieb der Anlagen erfolgt sowohl an einzelne Landwirte als auch an industrielle Investoren.

22. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus dem Verkauf von Rohmaterial für Biogasanlagen 1.696 (Vorjahr: 4.918 TEUR), Erträge aus der dem Verkauf von Gesellschaftsanteilen 0 TEUR (Vorjahr: 457 TEUR), verrechnete Sachbezüge von Mitarbeitern in Höhe von 343 TEUR (Vorjahr: 300 TEUR), Erträge aus der Auflösung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen 79 TEUR (Vorjahr: 399 TEUR), Erträge aus weiterberechneten Kosten 822 TEUR (Vorjahr: 747 TEUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 274 TEUR (Vorjahr: 140 TEUR), Erträge aus Rückvergütung von Lieferanten 1.625 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR), Gutschriften 0 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR), Erträge aus der Weiterberechnung von Dienstleistungen 1.437 TEUR (Vorjahr: 393 TEUR), Erträge aus der Auflösung Ausgleichsverpflichtungen 276 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) sowie Erträge aus Versicherungsentschädigungen 249 TEUR (Vorjahr: 632 TEUR)

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
7.617.709 8.891.341 -1.274 -14,3

23. Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Materialkosten (161.519 TEUR, Vorjahr: 98.909 TEUR) sowie Kosten für Fremdleistungen für den Bau und den Betrieb von Biogasanlagen (1.998 TEUR, Vorjahr: 763 TEUR). Daneben sind Projektierungsaufwendungen (824 TEUR, Vorjahr: 1.277 TEUR) sowie Aufwendungen für Substrate (11.407 TEUR, Vorjahr: 7.846 TEUR) im Materialaufwand enthalten. Der Materialaufwand hat sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
175.748.033 108.795.131 +66.953 61,5

24. Personalaufwand und Mitarbeiter

Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält Löhne und Gehälter in Höhe von 17.536 TEUR (Vorjahr: 14.679 TEUR) sowie Soziale Aufwendungen und Aufwendungen für die Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 3.990 TEUR (Vorjahr: 3.420 TEUR). Im Personalaufwand sind Sonderzahlungen in Höhe von TEUR 503 (Vorjahr: 231 TEUR) an die Mitarbeiter enthalten. Der Personalaufwand hat sich insbesondere aufgrund des Ausbau der internationalen Aktivitäten, des Ausbaus des Segments Service sowie aufgrund geleisteter Mehrarbeit erhöht und sich insgesamt wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
21.525.762 18.099.689 +3.426 + 18,9

Mitarbeiter

Die Zahl der Beschäftigten betrug 2011 durchschnittlich 461 Personen (Vorjahr: 413 Personen) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 11,6% erhöht. Von dem durchschnittlichen Personalbestand entfallen 325 Personen auf den Bereich Angestellte und 136 Personen auf den Bereich Arbeiter. Die Mitarbeiter sind überwiegend im Bereich Produktion/Technik beschäftigt.

25. Abschreibungen

Die Abschreibungen haben sich insbesondere aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs deutlich gegenüber dem Vorjahr erhöht und sich wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
9.491.669 7.254.001 +2.238 +30,8

In den Abschreibungen sind Abschreibungen auf kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 718 TEUR (Vorjahr: 370 TEUR) sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Lizenzen in Höhe von 443 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) enthalten. Nähere Details zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

26. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich in Betriebskosten, Verwaltungskosten und Vertriebskosten unterteilen. Die Vertriebskosten haben sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der gestiegenen Verkaufsprovisionen (6.326 TEUR (Vorjahr: 1.172 TEUR)) erhöht. Die Erhöhung der Betriebskosten ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegenen Aufwendungen für Fremdarbeiter und Fremdleistungen im Bereich des Anlagenbaus zurückzuführen. Gleichzeitig sind auch die Reparatur- und Instandhaltungsaufwendungen im Bereich des Eigenbetriebs auf dem hohen Niveau des Vorjahres geblieben. Die Verwaltungskosten haben sich insbesondere aufgrund Wertberichtigungen auf Forderungen um 1.342 TEUR auf 5.032 TEUR erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt.

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
34.003.386 21.711.893 + 12.291 +56,6

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lassen sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Betriebskosten 13.856.313 10.918.872
Vertriebskosten 15.115.373 7.103.038
Verwaltungskosten 5.031.700 3.689.983
Gesamt 34.003.386 21.711.893

27. Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen

Das Ergebnis aus at-equity einbezogenen Beteiligungen beinhaltet die anteiligen Ergebnisse aus 65 (Vorjahr: 55) Gesellschaften.

Verluste, die den Anteil an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden gem. IAS 28.37g nicht erfasst, sondern in einer Nebenrechnung fortgeführt und im Falle zukünftiger Gewinne mit diesen verrechnet. Die aufgrund dieser Vorschrift nicht berücksichtigten Verluste betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 25 (kumuliert TEUR 76).

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
-99.447 -90.096 -9 -10,4

28. Zinserträge

Die übrigen Zinserträge betreffen im Wesentlichen Zinserträge aus vergebenen Darlehen. Der Rückgang spiegelt die niedrigeren erzielbaren Zinsen im Geschäftsjahr 2011 sowie den Anstieg der Investitionen wider. Die übrigen Finanzerträge haben sich wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
2.372.293 3.465.916 -1.094 -31,6

29. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen und ähnliche Aufwendungen insbesondere für Bankverbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten zur Liquiditätssteuerung von nahestehenden Personen. Die übrigen Finanzaufwendungen haben sich wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
2.085.162 1.864.626 +221 + 11,8

Die Zinsaufwendungen entfallen wie folgt auf langfristige Finanzverbindlichkeiten, kurzfristige Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten:

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.778.178 1.545.480
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 288.578 279.643
Sonstige Verbindlichkeiten 18.406 39.503
Gesamt 2.085.162 1.864.626

30. Ertragsteuern

Steueraufwand

Als Ertragsteuern sind die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die aktiven und passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die latenten Steuern resultieren im Geschäftsjahr und Vorjahr im Wesentlichen aus zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den Buchwerten und den Steuerwerten der Bilanzposten Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo und Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo. Der Steueraufwand hat sich wie folgt entwickelt:

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2011 2010 Veränderung
in EUR in EUR in TEUR in %
3.226.421 1.186.183 +2.040 + 172,0

Der Steueraufwand lässt sich im Einzelnen wie folgt aufgliedern:

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Latenter Steuerertrag/-aufwand 1.590.394 443.183
Gezahlte bzw. geschuldete Steuern 1.636.027 743.000
Gesamt 3.226.421 1.186.183

Steuerüberleitungsrechnung

Der tatsächliche Steueraufwand des Jahres 2011 von 3.226 TEUR (Vorjahr: 1.186 TEUR) wich um 152 TEUR (Vorjahr: 468 TEUR) von dem erwarteten Steueraufwand von 3.074 TEUR (Vorjahr: 718 TEUR). Für die Berechnung des erwarteten Steueraufwands wird ein Steuersatz in Höhe von 28,08% (Vorjahr 28,08%) herangezogen. Er umfasst einen Körperschaftsteuersatz von 15,0% zzgl. Solidaritätszuschlag (5,5% auf die Körperschaftsteuer) sowie die Gewerbesteuer in Höhe von 12,25%. Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand begründen sich wie folgt:

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  2011
in EUR
2010
in EUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 10.946.627 2.557.231
Anzuwendender Steuersatz 28,08% 28,08%
Erwarteter Steueraufwand 3.073.813 718.070
Steuerfreie Einnahmen 0 -128.727
Nicht nutzbare Verlustvorträge bzw. Nutzung von nicht bilanzierten Verlustvorträgen und Wertberichtigungen Verlustvorträge 840.660 379.170
Abweichungen zwischen angenommenen und tatsächlichen Gewerbesteuerhebesätzen -259.073 -64.309
Nur steuerlich zurechenbare Gewinne/Verluste 25.003 10.745
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 27.925 25.299
Abweichungen von Steuersätzen bei Tochterunternehmen anderer Rechtskreise -51.178 91.006
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 28.488 114.833
Periodenfremde Steuern -400.360 60.430
Sonstiges -58.857 -20.334
Tatsächlicher Steueraufwand 3.226.421 1.186.183

Der Bestand der aktiven und passiven latenten Steuern setzt sich zum 31.12.2011 und 31.12.2010 wie folgt zusammen:

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  31.12.2011
in TEUR
31.12.2010
in TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 1.312 1.799
Kurzfristige Vermögenswerte 44 12
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 188 155
Aktive latente Steuern 1.544 1.966
Sachanlagevermögen 1.450 1.205
Fertigungsaufträge 4.625 3.303
Sonstige Rückstellungen 6 33
Passive latente Steuern 6.081 4.541

Die Veränderung der latenten Steuern wurde im Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Auf die steuerlichen Verlustvorträge einzelner ausländischer Tochtergesellschaften sowie auf Gesellschaften des Segments Eigenbetrieb wurden aktive latente Steuern gebildet, da die Gesellschaften mit hinreichender Sicherheit ermitteln können, dass sie diese mit künftigen Gewinnen verrechnen können.

31. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzerngewinn (2011: 7.549 TEUR, 2010: 2.290 TEUR) und dem gewichteten Durchschnitt (2011: 14.850.000, 2010: 14.850.000) der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt.

Die in der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 beschlossene bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu 4.500.000,00 EUR dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung von der EnviTec Biogas AG oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Dieses Instrument kann das unverwässerte Ergebnis je Aktie in der Zukunft potentiell verwässern. Es wurde bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses nicht berücksichtigt, da sich daraus noch keine Rechte Dritter auf Aktienbezug ergeben.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Gegenüber dem Vorjahr wurde die Darstellung des Netto Cash-flows sowie die Darstellung des Cash-flows aus Finanzierungstätigkeit angepasst, in dem die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten mit 443.779 EUR (Vorjahr: 3.505.803 EUR) unter dem Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden. Dadurch verringert sich der Netto Cash-flow des Vorjahres von -15.974.720 EUR auf -19.480.523 EUR. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit des Vorjahres erhöhte sich von 6.497.727 EUR auf 10.003.530 EUR.

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des EnviTec-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. In Übereinstimung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer und investiver Tätigkeit sowie aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

32. Zu-/Abfluss aus operativer Tätigkeit

Der Brutto Cash-flow in Höhe von 19.060 TEUR (Vorjahr: 7.343 TEUR) zeigt den betrieblichen Einnahmenüberschuss vor jeglicher Mittelbindung. Im Abfluss aus operativer Tätigkeit (Netto Cash-flow) von -3.350 TEUR (Vorjahr: Abfluss von -19.481 TEUR) wurden die Veränderungen im Working Capital, insbesondere im Zusammenhang mit den Fertigungsaufträgen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im übrigen Netto-Vermögen sowie sonstige nichtzahlungswirksame Vorgänge zusätzlich berücksichtigt.

33. Abfluss aus investiver Tätigkeit

Im Rahmen der investiven Tätigkeit sind in 2011 Mittel in Höhe von 34.663 TEUR (Vorjahr: Mittelabfluss 18.378 TEUR) insbesondere aufgrund der Investitionen in Sachanlagen (Biogasanlagen) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung geflossen. 2.813 TEUR wurden in den weiteren Ausbau des Eigenbetriebs investiert (Vorjahr: 4.271 TEUR), indem weitere Projektgesellschaften gegründet oder mit weiterem Kapital ausgestattet wurden. Der im Vorjahr ausgewiesene Mittelzufluss in Höhe von 2.983 TEUR ergab sich aus einem Verkauf einer 26%igen Tochtergesellschaft des Segments Eigenbetrieb.

34. Zufluss aus Finanzierungstätigkeit

Aus Finanzierungstätigkeit sind Mittel in Höhe von 41.343 TEUR zugeflossen (Vorjahr: 10.004 TEUR). Den Zuflüssen aufgrund der Kreditaufnahme bei Kreditinstituten in Höhe von 46.133 TEUR (Vorjahr: 6.823 TEUR) sowie der Aufnahme von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 670 TEUR (Vorjahr: 4.272 TEUR) stehen insbesondere Abflüsse aus der der Tilgung von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 3.808 TEUR (Vorjahr: 2.733 TEUR) gegenüber.

35. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Anlagezeit von bis zu 3 Monaten.

Sonstige Erläuterungen

36. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Abschlussstichtag besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Bremer Landesbank in Höhe von insgesamt 1.000 TEUR für Verpflichtungen von vier vollkonsolidierten Tochterunternehmen und einem at-equity bewerteten Tochterunternehmen. (Vorjahr: TEUR: 1.000). Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Weiterhin hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von 200 TEUR (Vorjahr: 200 TEUR) für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%.

Für die Verpflichtungen in Höhe von 236 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) eines weiteren at-equity bewerteten Tochterunternehmens hat sich der Konzern gegenüber der Landessparkasse zu Oldenburg verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt unter 50%.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Projektierung und dem Bau von Biogasanlagen bestehen zum Abschlussstichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligo in Höhe von 6.188 TEUR (Vorjahr: 6.510 TEUR). Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

37. Beziehungen zu nahe stehenden unternehmen/ Personen

Unternehmen mit gemeinschaftlicher Kontrolle oder wesentlichem Einfluss auf das Unternehmen

Personen oder Unternehmen, die von der EnviTec Biogas AG beeinflusst werden können bzw. einen Einfluss auf die EnviTec Biogas AG haben könnten, werden nach IAS 24 als nahe stehende Personen oder Unternehmen bezeichnet.

Die Gesellschaften von Lehmden Beteiligungs GmbH, Lohne, Ruhe Verwaltungs GmbH, Lüsche, sowie TS Holding GmbH, Visbek, haben mit Datum vom 27. Juni 2007 einen Konsortialvertrag über die Bündelung von Stimmrechten abgeschlossen. Danach sind die von den Gesellschaften gehaltenen Anteile an der EnviTec Biogas AG im Zeitpunkt des Wirksamwerdens des Konsortialvertrags sowie solche Stammaktien, die die Konsorten künftig erwerben, den jeweiligen Gesellschaften in voller Höhe zuzurechnen. Ausgeschlossen davon sind alle Stammaktien an der EnviTec Biogas AG, die ein Konsorte an der Börse erwirbt. Somit sind den o.g. Gesellschaften am 31. Dezember 2011 jeweils 74,90% (Vorjahr: 70,56%) der Stimmrechte der EnviTec Biogas AG zuzurechnen. Transaktionen mit diesem Konsortium sind weder im abgelaufenen Geschäftsjahr noch im Vorjahr erfolgt. Transaktionen mit einzelnen Gesellschaften des Konsortiums sind weiter unten aufgeführt.

Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen

Es wird auf den Abschnitt "Organe der Gesellschaft" verwiesen. Hierunter fallen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. In diesem Zusammenhang werden auch Beziehungen mit Gesellschaften, die von Vorstandsmitgliedern beherrscht werden, dargestellt.

Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen

Es wird auf den Abschnitt zum Konsolidierungskreis und den Konsolidierungsmethoden sowie auf den Anteilsbesitz verwiesen.

Im Rahmen des operativen Geschäftes bezieht die EnviTec Biogas AG Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche Unternehmen, die mit Organen oder Aktionären der Gesellschaft in Verbindung stehen.

Unter die nahe stehenden Personen bzw. Unternehmen fallen u. a. die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Gesellschaften. Mit weiteren nahe stehenden Personen wurden im Berichtszeitraum keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen unterhalten.

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Tansaktionen mit nahe stehenden Personen Geschäftsvorfall
in EUR
Forderung
in EUR
Schuld
in EUR
  2011 2010 2011 2010 2011 2010
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Unternehmens            
Ruhe Verwaltungs GmbH 0 155 0 77 0 0
von Lehmden Beteiligungs GmbH -79.075 -1.738 707 734 135 0
Assoziierte Unternehmen/ Gemeinschaftsunternehmen            
Kummuliert 22.232.411 9.824.640 29.606.598 21.766.418 24.381 13.630
Sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen            
Schulz Systemtechnik GmbH -11.936.705 -8.473.664 0 1.152 -248.397 807.505
Agrico Handelsgesellschaft mbH 150.300 193.058 3.272.285 3.093.730 0 0
BGF GmbH & Co. KG 44.160 29.129 5.938 0 0 2.874
LvL GmbH -77.914 -102.993 0 0 7.140 5.929
MVL Verwaltungs GmbH -114.570 -79.716 0 601 8.711 7.283

Bei den Geschäftsvorfällen handelt es sich bei den Beträgen mit einem vorangestellten Minuszeichen um Aufwendungen für den EnviTec-Konzern und bei den Geschäftsvorfällen mit positiven Vorzeichen handelt es sich um Erträge des EnviTec-Konzerns.

Bei den zuvor genannten Geschäftsvorfällen mit Mitgliedern des Managements handelt es sich insbesondere um Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit einem unterjährig gewährten Darlehen stehen. Bei den Geschäften mit assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Zinserträge sowie Erträge aus der Veräußerung von Biogasanlagen und Maschinen.

Die Erträge aus Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen resultieren vor allem aus Wareneinkäufen und Dienstleistungen.

38. Deutscher Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Envitec Biogas AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben und auf der Internetseite www.envitec-biogas.de dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.

39. Honorare des Abschlussprüfers

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft München, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:

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  2011
in TEUR
2010
in TEUR
Abschlussprüfungen 126 91
Sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 28 23
Steuerberatungsleistungen 31 28
Sonstige Leistungen für die EnviTec Biogas AG oder Tochterunternehmen 0 0
Gesamt 185 142

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung des Abschlusses der EnviTec Biogas AG. Die Honorare für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen beziehen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf die prüferische Durchsicht des Halbjahresabschlusses. Bei den Steuerberatungsleistungen handelt es sich um umsatzsteuerliche Beratung im Zusammenhang mit Baustellen im Ausland.

40. Organe der Gesellschaft

Vorstand

Der Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen:

Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,

Vorsitzender des Vorstands (CEO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,

Vorstand Finanzen (CFO)

seit 1. Juli 2007

Kaufmann Roel Slotman, Enter/Niederlande,

Vorstand Vertrieb International (CCO)

seit 1. Oktober 2009

Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt

Vorstand Technik (CTO)

seit 1. Juli 2010

Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen.

Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Grundvergütung in Form eines monatlich zu zahlenden Gehalts

Variable Vergütung entsprechend dem operativen Ergebnis des EnviTec Konzerns

Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab.

Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2011 folgende Vergütungen an:

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in EUR Grundvergütung Variable Vergütung Sonstiges Bezüge *
  2011 2010 2011 2010 2011 2010
Olaf von Lehmden 141.750 141.750 3.077 0 12.281 5.907
Jörg Fischer 130.000 125.000 2.367 0 7.991 7.748
Roel Slotman 120.000 120.000 2.367 0 8.987 8.602
Jürgen Tenbrink 120.000 60.000 2.367 0 12.904 4.150
Kunibert Ruhe - 70.875 - 0 - 3.995
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in EUR Gesamt
  2011 2010
Olaf von Lehmden 157.108 147.657
Jörg Fischer 140.358 132.748
Roel Slotman 131.354 128.602
Jürgen Tenbrink 135.271 64.150
Kunibert Ruhe - 74.870

* Sonstige Bezüge enthalten geldwerte Vorteile aus der Nutzung von Dienstwagen sowie die auf die Vorstände entfallenden Anteile an der D & O-Versicherung

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:

Herr Kaufmann Bernard Ellmann (Vorsitzender)

ehemaliger Group Vice President der Unilever-Gruppe, Rotterdam/London

Mitglied des Aufsichtsrats der Unilever Deutschland Holding GmbH, Hamburg

Beiratsmitglied der Müller Gruppe - Aretsried & Zürich

Mitglied des Aufsichtsrats der Nordsee GmbH, Hamburg

Herr Kaufmann Hans-Joachim Jung (stellvertretender Vorsitzender)

ehemaliges Mitglied des Vorstands der KELAG Kärntner-Elektrizität Aktiengesellschaft,

Herr Kaufmann Michael Böging

Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Weiße Köpfe GmbH, Emstek

Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2011 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von 40.000 EUR (Vorjahr: 40.000 EUR).

Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt 28.465 EUR (Vorjahr: 29.117 EUR) an.

41. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es lagen keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Lohne, 23. April 2012

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des EnviTec Biogas Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht 2011 der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Lohne, 23. April 2012

Olaf von Lehmden

Jürgen Tenbrink

Jörg Fischer

Roel Slotman

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2011

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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 01.01.2011 Zugänge 2011 Abgänge 2011 Umbuchungen 2011 Stand 31.12.2011
  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Immaterielle Vermögensgegenwerte          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.901.650 131.934 237 0 2.033.347
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 0 0 2.229.147
  4.130.797 131.934 237 0 4.262.494
Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 18.563.544 7.556.235 0 284.886 26.404.665
2. Technische Anlagen und Maschinen 40.706.697 16.353.954 37.511 3.228.404 60.251.545
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.464.917 3.414.403 484.503 7.310 16.402.128
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.313.013 7.337.920 381.486 -3.520.601 8.748.846
  78.048.171 34.662.512 903.500 0 111.807.184
  82.178.968 34.794.446 903.737 0 116.069.678
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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 01.01.2011 Zugänge 2011 Abgänge 2011 Stand 31.12.2011
  Abschreibungen
Immaterielle Vermögensgegenwerte        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 748.156 794.655 0 1.542.812
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
  748.156 794.655 0 1.542.812
Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 1.935.124 841.054 0 2.776.179
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.223.714 5.044.654 938 14.267.430
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.063.973 2.093.380 354.799 7.802.554
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  17.222.811 7.979.088 355.737 24.846.163
  17.970.967 8.773.744 355.737 26.388.975
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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 31.12.2011
  Buchwerte
Immaterielle Vermögensgegenwerte  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 490.535
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147
  2.719.682
Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 23.628.487
2. Technische Anlagen und Maschinen 45.984.115
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.599.573
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.748.846
  86.961.021
  89.680.703

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2010

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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 Umbuchungen 2010 Stand 31.12.2010
  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Immaterielle Vermögensgegenwerte          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.765.807 139.364 3.521 0 1.901.650
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147 0 0 0 2.229.147
  3.994.954 139.364 3.521 0 4.130.797
Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 15.148.358 3.490.802 85.658 10.042 18.563.544
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.772.147 6.956.334 21.784 0 40.706.697
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.329.175 2.927.125 791.383 0 13.464.917
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 319.787 5.003.268 0 -10.042 5.313.013
  60.569.467 18.377.529 898.825 0 78.048.171
  64.564.421 18.516.893 902.346    
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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 Stand 31.12.2010
  Abschreibungen
Immaterielle Vermögensgegenwerte        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 408.375 340.451 670 748.156
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
  408.375 340.451 670 748.156
Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 1.281.261 737.049 83.186 1.935.124
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.358.740 3.866.790 1.816 9.223.714
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.629.625 1.939.926 505.578 6.063.973
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
  11.269.626 6.543.765 590.580 17.222.811
  11.678.001 6.884.216 591.250 17.970.967
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Langfristige Vermögenswerte
in EUR
Stand 31.12.2010
  Buchwerte
Immaterielle Vermögensgegenwerte  
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.153.493
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.229.147
  3.382.640
Sachanlagen  
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 16.628.420
2. Technische Anlagen und Maschinen 31.482.983
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.400.945
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.313.013
  60.825.361
  64.208.002

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der EnviTec Biogas AG zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1 .Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

München, den 23. April 2012

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Jordan, Wirtschaftsprüfer

gez. Ronald Hager, Wirtschaftsprüfer