![]() EnviTec Biogas AGLohneJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012LageberichtGemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2012 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 zusammengefasst. Allgemeine Informationen zum UnternehmenKonzernstrukturDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Mit eigenen Gesellschaften, Joint Ventures und Vertriebsbüros sind wir in 20 Ländern vertreten. Die Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Die wirtschaftliche Entwicklung wird maßgeblich durch den Anlagenbau und die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. Der Geschäftsbereich Anlagenbau entfällt dabei im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG. Weiterer Gesellschaftszweck der Muttergesellschaft ist darüber hinaus das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Sofern im Folgenden daher Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG anzuwenden. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2012 umfasst 143 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 9 mehr als im Vorjahr. Geschäftsbereich der EnviTec Biogas AG (Anlagenbau)Im Geschäftsbereich der EnviTec Biogas AG errichten wir Biogasanlagen für Kunden (Geschäftsbereich Anlagenbau). Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 370 kWel . Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2012 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 338 MW am Netz. Weitere 11 MW befanden sich im Bau. ![]() Geschäftsbereich EigenbetriebIm Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Geschäftsbereich EnergyAnfang 2012 hat der neue Bereich Energy seine Tätigkeit aufgenommen. Mit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei plant EnviTec die dezentrale Erzeugung von Wärme aus selbst produziertem Biomethan in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW), die über langfristige Lieferverträge günstig verkauft wird. Damit können Industrie-, Gewerbe- und kommunale Kunden die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz einsetzen. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG. Sie bündelt die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk und vermarktet diesen EEG-Strom bedarfsgerecht und bietet ferner Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern an. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der AXPO Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns AXPO Holding AG. Geschäftsbereich ServiceDurch wiederkehrende Umsätze zeichnet sich der Geschäftsbereich Service aus. Dort bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen. scroll
Strategie & WettbewerbWir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Wachstumsmarkt Biogas erarbeitet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen stark beeinflusst. ![]() Deutschland ist der größte Biogasmarkt der Welt, entsprechend hoch ist dort die Wettbewerbsintensität. Das Wettbewerbsumfeld ist durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. Für die in 2012 in Deutschland neu installierten Biogasanlagen von prognostizierten 182 MW (Quelle: Fachverband Biogas, kurz FVB) gehört EnviTec, nach eigener Einschätzung, mit einem Marktanteil von ca. 5,7 Prozent (Vorjahr 16,7 Prozent) weiterhin zu den größeren Anlagenbauern, auch wenn der Marktanteil deutlich abgenommen hat. Mit einer elektrischen Leistung von 255 MW stammen rund acht Prozent aller in Deutschland am Netz befindlichen Biogasanlagen von EnviTec (Gesamtleistung prognostiziert 3.179 MW, 2011: 2.997 MW laut FVB). Die europäischen Auslandsmärkte für Biogasanlagen sind sehr heterogen, was überwiegend an den deutlich unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Für EnviTec sind derzeit die Märkte in Italien, Frankreich und Großbritannien am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert: Chancen in Deutschland nutzenDeutschland ist weiterhin der weltweit größte und wichtigste Markt für Biogas. Das zu Beginn 2012 in Kraft getretene EEG hat zu einem dramatischen Einbruch der Nachfrage in Deutschland geführt. Künftig wird insbesondere die bedarfsgerechte Produktion von Strom in Biogasanlagen sowie die Direktvermarktung des generierten Stroms an Bedeutung gewinnen. Mit dem neuen Geschäftsbereich Energy haben wir darauf reagiert und wollen die neuen Chancen der Energie-Vermarktung nutzen. Zusätzlich zur Förderung der Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas wird die Biomethan-Einspeisung in das öffentliche Gasnetz weiter an Bedeutung gewinnen. Wie von EnviTec erwartet, braucht der Markt Zeit, um sich den neuen Rahmenbedingungen anzupassen. Dies wird allerdings länger dauern als angenommen, da die Rahmenbedingungen von der Politik laufend in Frage gestellt werden, so dass es der Branche an politischer und ökonomischer Planungssicherheit fehlt. Wir gehen davon aus, dass wir nach der Bundestagswahl im September diese verlässlichen Rahmenbedingungen vorfinden werden. Soll die Energiewende gelingen, wird der deutsche Biogasmarkt weiterhin Wachstumschancen bieten. Internationale Expansion als WachstumstreiberWeltweit gibt es zahlreiche Länder mit attraktiven Rahmenbedingungen für die Biogasproduktion. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 19 Ländern vertreten. Besonders attraktiv sind derzeit die Märkte in Italien, Frankreich und Großbritannien. Darüber hinaus beobachten wir weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land nachhaltige Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann übereinen Markteintritt. Gezielter Ausbau des EigenbetriebsMit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Ende 2012 waren Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 52 MW am Netz. Aufgrund der politischen Unsicherheit werden wir uns im Jahr 2013 auf die Optimierung der bestehenden Anlagen konzentrieren. Darüber hinaus sollen neue Anlagen mit mindestens fünf MW hinzukommen. Mittelfristig ist ein weiterer kontinuierlicher Kapazitätsausbau geplant - wenn die gesetzlichen Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen wieder zulassen. Stärkung der Innovations- und TechnologiekompetenzDie Biogasbranche ist noch jung und das Innovationspotenzial entsprechend hoch. Mit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe An an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungDas Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr erneut verlangsamt. Nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) legte die globale Wirtschaft im Jahr 2012 um 3,2 Prozent zu, verglichen mit 3,9 Prozent im Jahr 2011. Wie in den Jahren zuvor, wurde der Zuwachs im Wesentlichen von den Schwellen- und Entwicklungsländern getragen, deren Wirtschaftsleistung um 5,1 Prozent zunahm. China verbuchte ein Plus von 7,8 Prozent, Indien wuchs um 4,5 Prozent. Dagegen verbuchten die Industriestaaten lediglich ein Wachstum von 1,3 Prozent im vergangenen Jahr. Die US-amerikanische Wirtschaft erholte sich im Vergleich zum Vorjahr und legte um 2,3 Prozent zu. In der Eurozone schrumpfte die Wirtschaft nach IWF-Angaben um 0,4 Prozent und wird auch im Jahr 2013 noch nicht auf den Wachstumskurs zurückkehren. Insgesamt bleibt die Lösung der europäischen Schuldenkrise bestimmend für den weiteren weltweiten Konjunkturverlauf. In Frankreich verlangsamte sich das Wachstum im Jahr 2012 auf 0,2 Prozent, in Italien und Großbritannien schrumpfte die Wirtschaft um 2,1 Prozent bzw. 0,2 Prozent. Deutschland blieb mit einem Zuwachs von 0,9 Prozent trotz der anhaltenden Eurokrise die treibende Wirtschaftskraft innerhalb der Eurozone. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts war der Export erneut wichtigster Wachstumsmotor Deutschlands. Im vergangenen Jahr stieg das Außenhandelsvolumen in Deutschland um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die als Einsatzstoff für den Betrieb von Biogas notwendigen Agrarrohstoffe waren in 2012 auf einem unverändert hohen Niveau. BiogasmarktDie Nachfrage nach Biogasanlagen ist in Deutschland gemäß einer Schätzung des Fachverbandes Biogas (FVB) um mehr als 80 Prozent eingebrochen. Laut FVB waren Ende 2012 rund 7.589 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von 3.179 MW am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 269 Anlagen und 182 MW. Im Jahr 2011 lag der Zubau noch bei 1.415 Anlagen und 706 MW. Insgesamt wurden im Jahr 2012 rund 21,9 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert - genug um 6,3 Mio. Haushalte zu versorgen. 2011 lag die Stromproduktion bei rund 17,5 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas am gesamten deutschen Stromverbrauch inzwischen bei 3,6 Prozent (Vorjahr 2,9 Prozent). Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Zum 1. Januar 2012 ist das neue EEG in Kraft getreten. Die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen haben den deutschen Biogasmarkt deutlich verändert. Vor-Ort-Verstromungsanlagen bekommen weiterhin eine größenabhängige Grundvergütung. Dazu gibt es eine inputabhängige Einsatzstoffvergütung, die in zwei Einsatzstoffvergütungsklassen eingeteilt ist. ![]() Das Vergütungsmodell des Biogasmarktes ist durch das neue Gesetz deutlich komplexer und anspruchsvoller. Alleine schon dadurch, dass es neben der EEG-Vergütung auch die alternative Inanspruchnahmemöglichkeit einer Marktprämie gibt. Insgesamt sieht EnviTec auf Basis des neuen EEG weiterhin Chancen im deutschen Biogasmarkt. So wurde unter anderem der Geschäftsbereich Energy aufgebaut, da die Direktvermarktung von Strom erstmals über eine Marktprämie überhaupt möglich ist und ein neues Geschäftsfeld öffnet, das auch zur Kundenbindung beiträgt. Diese neuen Rahmenbedingungen wurden jedoch bereits in der zweiten Jahreshälfte 2012 seitens der Regierung wieder in Frage gestellt. Zahlreiche Vorschläge stehen im Raum, doch verbindliche Entscheidungen wird es voraussichtlich erst nach der Bundestagswahl 2013 geben. Fazit: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen des EEG 2012 in dem für EnviTec Biogas wichtigen deutschen Markt ermöglichen weiterhin Chancen. Der Markt wird jedoch erst wieder signifikant wachsen, wenn die Rahmenbedingungen von der Politik nicht mehr laufend in Frage gestellt werden und Planungs- und Investitionssicherheit besteht. In Italien haben sich die Rahmenbedingungen zwar nicht im Jahr 2012 aber zum 1. Januar 2013 verändert und werden im Prognosebericht beschrieben. Der Markt in Frankreich befindet sich noch ganz am Anfang. Anfang 2013 waren dort weniger als 100 Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 150 und 500 Kilowatt am Netz. Die Regierung hat das Ziel, die Anzahl bis 2020 auf 1.000 zu erhöhen. Damit soll nicht nur die Energiewende in Frankreich vorangetrieben werden, sondern Landwirte sollen mit dem Gärrest der Biogasproduktion einen Teil ihres Düngemittelbedarfs decken. MitarbeiterEnviTec-Biogas beschäftigte zum 31. Dezember 2012 weltweit 462 Mitarbeiter (Vorjahr 459). Mit 380 war der wesentliche Teil davon in Deutschland aktiv. 82 Mitarbeiter sind in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Für die EnviTec Biogas AG selbst waren im Durchschnitt 234 (Vorjahr 244) tätig. Die anhaltende politische Diskussion über die künftigen Rahmenbedingungen wird die Nachfrage nach Biogasanlagen in Deutschland weiterhin belasten. Dem muss sich auch EnviTec Biogas anpassen. Daher hat der Vorstand der EnviTec Biogas Anfang 2013 beschlossen, eine nachhaltige Struktur- und Personalanpassung im Segment Anlagenbau vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung erfolgt. Kürzungen werden bzw. wurden jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen. Darüber hinaus werden im ersten Halbjahr 2013 alle Auslandsniederlassung auf Nachhaltigkeit und Effizienz überprüft. Wir bedauern sehr, dass wir an den beiden Standorten Lohne und Saerbeck insgesamt knapp 70 Stellen reduzieren mussten und dadurch Mitarbeiter verloren haben. ![]() Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind aber weiterhin die Grundlage für eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung der EnviTec Biogas. Neben der nachhaltigen Personalentwicklung sind wir bestrebt, jungen Absolventen die Chance zu bieten, in einer interessanten Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Forschung und EntwicklungKontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen. Forschung nicht im Labor, sondern in der PraxisEnviTec Biogas betreibt zum Stichtag 31. Dezember 2012 70 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 52 MW in Deutschland und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben. Kooperation mit Evonik Industries bei der GasaufbereitungstechnologieSeit Anfang 2012 statten wir unsere EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas in Bioerdgas mit Membranmodulen von Evonik Industries aus. Mit den Membranen des Essener Konzerns lässt sich in Biogasanlagen erzeugtes Rohbiogas besonders effizient reinigen, um es als hochreines Biomethan direkt in das Erdgasnetz einzuspeisen. Biogasanlagenbetreiber können mit der neuen Technologie von den Vorteilen profitieren, die das novellierte EEG für aufbereitetes Biogas vorsieht. Bei der Aufbereitung von Bioerdgas sehen wir die Zukunft in der Membrantechnologie, die allen bisherigen Verfahren zur Aufbereitung von Bioerdgas weit überlegen ist. Mit Evonik Industries haben wir einen starken Partner gefunden, der mit den SEPURAN® Green Membranmodulen über eine hervorragende Technologie für unsere Bioerdgasaufbereitung EnviThan verfügt. Im Juni erhielt EnviTec den ersten Auftrag zum Bau einer EnviThan-Gasaufbereitungsanlage. Die Bioenergie Köckte GmbH & Co.KG in Sachsen-Anhalt gab den Startschuss für den Bau einer 349 Normkubikmeter großen Anlage. Entwicklung des Auftragsbestands![]() Die Unsicherheit über die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb von Biogasanlagen spiegelt sich im Auftragsbestand wider. EnviTec Biogas verfügt zum Ende des Geschäftsjahres 2012 über einen Auftragsbestand in Höhe von 93,0 Mio. Euro (Vorjahr 170,9 Mio. Euro). Davon stammen 61,4 Mio. Euro aus Deutschland (Vorjahr 83,7 Mio. Euro) und 31,6 Mio. Euro von internationalen Kunden (Vorjahr 87,2 Mio. Euro). Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen auf Frankreich 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,9 Mio. Euro). Aus Italien lagen zum Bilanzstichtag Orders im Wert von 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 38,3 Mio. Euro) vor. Dort muss sich die Branche noch auf die neuen Rahmenbedingungen zum 1. Januar 2013 einstellen. Hinsichtlich der Nachhaltigkeit des Auftragsbestandes hat EnviTec auch im Jahr 2012 die Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen des Auftragsbuchs im Jahresverlauf regelmäßig und kritisch überprüft. Aufgrund der konservativen Auftragsbewertung wurden Orders im Wert von 50,0 Mio. Euro im Berichtsjahr ausgebucht. ![]() EnviTec Biogas ist nicht von einzelnen Großkunden abhängig, sondern verfügt über eine sehr breite Kundenbasis. 58,4 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr 52,3 Prozent). 13,0 Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern erhalten (Vorjahr 19,7 Prozent). Von industriell geprägten Kunden stammen 8,5 Prozent (Vorjahr 16,6 Prozent) und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag 20,1 Prozent nach 11,4 Prozent zum Vorjahresstichtag. Entwicklung in den SegmentenEnviTec Biogas ist in den vier Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy tätig. Der Umsatz hat sich in diesen vier Bereichen im Berichtsjahr gegenüber dem starken Vorjahr sehr unterschiedlich entwickelt und hat auch zu einer deutlichen Verschiebung der Umsatzanteile im Konzern geführt. Während der Geschäftsbereich Anlagenbau im Geschäftsjahr 2011 noch mehr als 82 Prozent zum Konzernumsatz beitrug, nahm der Anteil in 2012 auf 65,4 Prozent ab. Die beiden anderen Geschäftsbereiche Eigenbetrieb und Service sind in 2012 gegenüber dem Vorjahr beide jeweils beim Umsatz gewachsen und haben ihre Umsatzanteile im Konzern zum Teil deutlich gesteigert. Insbesondere der Eigenbetrieb ist hervorzuheben, dessen Umsatzerlös um 42,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr anstieg und bereits 21,4 Prozent der Konzernerlöse beisteuert. AnlagenbauDie Umsatzentwicklung im Anlagenbau wurde im Jahr 2012 von mehreren, teils gegenläufigen Effekten geprägt. Während im ersten Halbjahr eine verhältnismäßig hohe Bauaktivität im deutschen Markt zu verzeichnen war, die durch Restabwicklungen der zum Stichtag 31. Dezember 2011 ans Netz gegangenen Biogasanlagen geprägt war, dominierte im zweiten Halbjahr die Bauaktivität im italienischen Biogasmarkt das Segment. Umsatztreiber in Italien war vor allem der Stichtag 31. Dezember 2012, ab dem sich die Einspeisevergütung insbesondere für die bislang präferierten 999 kW Anlagen verschlechtert. Das führte, wenn auch auf niedrigerem Niveau, zu ähnlichen Vorzieheffekten wie im Jahr zuvor auf dem deutschen Biogasmarkt. Durch diese beiden dominierenden Effekte hat sich in 2012 die saisonale Umsatzverteilung stark nivelliert. Insgesamt haben wir im Jahr 2012 im Segment Anlagenbau 124,6 Mio. Euro erlöst nach 201,0 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 38,0 Prozent. Diese Entwicklung hat sich auch auf das Segmentergebnis ausgewirkt. In 2012 lag das operative Segmentergebnis (EBIT) bei minus 4,2 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde noch ein EBIT von 7,7 Mio. Euro erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es im Berichtsjahr zu negativen Einmaleffekten kam. Diesen beliefen sich auf 1,2 Mio. Euro höhere Abschreibungen aufgrund von Wertberichtigungen auf Vorratsvermögen und Finanzanlagen sowie in Höhe von 1,3 Mio. Euro um EBIT Belastungen durch die Beendigung der Rechtsstreitigkeiten mit einem Kunden. Die daraus resultierenden gegenläufigen Effekte in Höhe von 1,5 Mio. Euro spiegeln sich in den gestiegenen Zinserträgen wider. Die wichtigsten Märkte für den Anlagenbau waren im Jahr 2012 Deutschland und Italien. Aufgrund eines deutlichen Einbruches der Nachfrage und weiterhin intensivem Wettbewerb hat EnviTec im Inland einen Umsatzerlös von nur noch 41,4 Mio. Euro erzielt (Vorjahr: 137,9 Mio. Euro). In Italien haben wir in 2012 47,0 Mio. Euro erlöst (Vorjahr: 26,2 Mio. Euro). Damit hat erstmals ein Auslandsmarkt mehr Erlöse im Anlagenbau erzielt als der deutsche Biogasmarkt. Das Wettbewerbsumfeld ist insbesondere national durch eine Vielzahl von Anlagenbauern geprägt. EnviTec gehört nach eigener Einschätzung mit einem Marktanteil von 5,7 Prozent zu den drei größten Anlagenbauern in der Biogasbranche. ![]() ![]() Im Ausland haben wir im Jahr 2009 damit begonnen uns auf die Länder mit den stabilsten Rahmenbedingungen zu konzentrieren. Nur wenn klare gesetzliche Vorgaben, Finanzierungsmöglichkeiten und ausreichende Inputstoffe vorhanden sind, sind Anlagenbetreiber bereit zu investieren. Die Fokussierung hat sich im Jahr 2012 ausgezahlt, auch wenn das Auslandsgeschäft den dramatischen Nachfragerückgang in Deutschland nicht kompensieren konnte. So ist der internationale Umsatz von 63,1 Mio. Euro auf 83,2 Mio. Euro gestiegen. Neben Italien hat sich auch der französische Markt positiv entwickelt und die französische Regierung hat weiterhin ehrgeizige Ausbauziele im Biogasbereich, wie im Prognosebericht dargestellt. Dies zeigt sich auch in unserem Auftragsbestand: Frankreich hat derzeit einen Anteil von 12 Prozent am Gesamtauftragsbestand und ist damit der größte Auslandsmarkt im Orderbuch. Eigenbetrieb![]() Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugen wir - häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Wie im Geschäftsbericht 2011 angekündigt, haben wir im Berichtsjahr kräftig in den Ausbau des Eigenbetriebs investiert. Mit Erfolg: Im Jahr 2012 haben wir zwölf Anlagen in Betrieb genommen und damit die Anzahl der eigenen Anlagen auf 70 gesteigert. Die elektrische Leistung legte von 42 MW auf 52 MW zu. Im Eigenbetrieb haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch umfassend in die Bestandsoptimierung investiert und an zahlreichen Standorten Wärmekonzepte umgesetzt und damit sowohl die Ausnutzung der Primärenergie erhöht, als auch den Grundstein für eine Erlös- und Ertragswachstum in den nächsten Jahren im Eigenbetrieb gelegt. Den Umsatz im Eigenbetrieb hat EnviTec im Jahr 2012 von 28,6 Mio. Euro um 42,8 Prozent auf 40,8 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments legte von 4,6 Mio. Euro um 28,3 Prozent auf 5,9 Mio. Euro zu. Damit erzielen wir im Eigenbetrieb eine EBIT-Marge von 14,5 Prozent (Vorjahr: 16,1 Prozent). ServiceDas Geschäft mit Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen entwickelte sich im Jahr 2012 erfreulich. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Wir bieten neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Service wird auch vermehrt im Ausland angeboten und folgt damit dem Anlagenbau insbesondere in Märkte wie Italien, Tschechien und Großbritannien, wo wir auch im Anlagenbau erfolgreich sind. ![]() Ende 2012 haben wir im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 63 MW (Vorjahr: 54 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 202 MW (Vorjahr: 150 MW) betreut. Im Ausland betreuen wir Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 68 MW im Service, davon 38 MW (Vorjahr: 16 MW) im technischen und 30 MW (Vorjahr: 12 MW) im biologischen Service. Der Umsatz in diesem Segment stieg im Jahr 2012 von 14,4 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro. Mit einem ausgeglichenen EBIT hat das Segment deutlich besser als im Vorjahr, als ein EBIT von -1,6 Mio. Euro erzielt wurde, abgeschlossen. EnergyDas Segment Energy ist das jüngste Segment im EnviTec Konzern und weist im ersten operativen Jahr bei einem Umsatz von 7,6 Mio. Euro ein operatives Ergebnis von -0,4 Mio. Euro aus. Aufgrund des ersten operativen Jahres können keine Vergleichszahlen des Vorjahres dargestellt werden. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklungKonzernNach dem Rekordjahr 2011 wurde die Umsatzentwicklung von EnviTec Biogas im Jahr 2012 - wie erwartet - insbesondere von einem deutlichen Nachfragerückgang in Deutschland geprägt. So lag der Konzernumsatz im Jahr 2012 bei 190,5 Mio. Euro nach 243,9 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von 21,9 Prozent. Mit einer hohen rund 27%igen Bruttomarge im Anlagenbau erwarten wir keinen zunehmenden Preisdruck. ![]() Der größte Rückgang musste im Anlagenbau in Deutschland verzeichnet werden. Während in 2011 Vorzieheffekte für einen Rekordumsatz gesorgt hatten, musste sich der deutsche Markt auf das neue EEG einstellen. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussionen dauert dies länger als ursprünglich von EnviTec erwartet. Daher sank der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 43,7 Prozent auf 101,8 Mio. Euro deutlich. Der Auslandsumsatz entwickelte sich zufriedenstellend und legte um 40,6 Prozent auf 88,7 Mio. Euro zu. In den internationalen Märkten hatte der Anlagenbau in Italien erneut den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 7,6 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro. EinzelabschlussDer nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Umsatz der EnviTec Biogas AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 68,2 Prozent auf 176,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen ebenfalls und zwar von 2,7 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro. Die Bestandsveränderung bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen betrug im Jahr 2012 minus 63,5 Mio. Euro im Vorjahr plus 75,9 Mio. Euro. Damit ist die Gesamtleistung der AG im Jahr 2012 gegenüber dem Vorjahr von 183,4 Mio. Euro auf 116,0 Mio. Euro gesunken. AufwandsentwicklungKonzernDie wesentliche Aufwandsposition bei EnviTec Biogas ist der Materialaufwand. Aufgrund des Umsatzrückgangs hat dieser von 175,7 Mio. Euro um 24,5 Prozent auf 132,6 Mio. Euro abgenommen. Aufgrund des höheren Anteils des margenstärkeren Eigenbetriebs am Konzernumsatz legte die Rohertragsmarge bezogen auf den Umsatz von 31,1 Prozent auf 35,0 Prozent zu. Der Personalaufwand lag mit 22,2 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau von 21,5 Mio. Euro. Entsprechend stieg die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz von 8,8 Prozent auf 11,7 Prozent. Der Vorstand hat hierzu Anfang des Jahres 2013 entsprechend reagiert. Die Erhöhung der Abschreibungen von 9,5 Mio. Euro auf 13,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Darüber hinaus wurden außerordentliche Abschreibungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro vorgenommen. So wurden Fertigungsaufträge im Anlagenbau, nicht werthaltige Anlagegegenstände bei Projektgesellschaften in Italien sowie bei einer Anlage in Deutschland abgeschrieben. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, sank im Berichtszeitraum von 34,0 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro. Dies lag im Wesentlichen an dem Rückgang der Vertriebskosten von 15,1 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. EinzelabschlussIm Einzelabschluss der AG sank der Materialaufwand im Berichtsjahr von 140,0 Mio. Euro auf 82,4 Mio. Euro und damit proportional zur Gesamtleistung. Der Personalaufwand sank von 12,7 Mio. Euro auf 11,8 Mio. Euro. Die Abschreibungen stiegen leicht von 2,7 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr wurde auf die Unfertigen Erzeugnisse erstmalig eine unübliche Abschreibung in Höhe von 1,0 Mio. Euro vorgenommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 17,2 Mio. Euro. (Vorjahr 23,8 Mio Euro). Der Rückgang resultiert insbesondere aus geringeren Vertriebskosten. ErgebnisentwicklungKonzernDer deutliche Umsatzrückgang von EnviTec Biogas im Jahr 2012 hat sich auch deutlich auf die Ertragsentwicklung ausgewirkt. Der Einbruch im Anlagenbau konnte nur teilweise durch den Eigenbetrieb und den Service ausgeglichen werden. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sank von 20,3 Mio. Euro um 28,6 Prozent auf 14,5 Mio. Euro. Aufgrund der höheren Abschreibungen ist das operative Ergebnis (EBIT) von 10,8 Mio. Euro auf 1,3 Mio. Euro zurückgegangen. Aufgrund der soliden Kapitalausstattung von EnviTec stieg das Finanzergebnis von 0,2 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank von 10,9 Mio. Euro auf 3,0 Mio. Euro. Der Konzernjahresüberschuss lag 2012 bei 1,2 Mio. Euro nach 7,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,08 Euro für das Jahr 2012 (Vorjahr 0,51 Euro). Inflations- und Wechselkurseinflüsse mit Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des EnviTec Konzerns sind relativ gering, da die wesentlichen Geschäfte sowohl im Ein- als auch im Verkauf in Euro abgewickelt werden und man nicht in hochinflationären Ländern tätig ist. EinzelabschlussDer nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts ermittelte Jahresüberschuss der EnviTec Biogas AG sank um 0,2 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Aussage zur DividendeAufgrund der zukünftig geplanten geringeren Investitionen, der guten Liquiditätslage und der sehr soliden Eigenkapitalquote von 52 Prozent (per 31. Dezember 2012) werden Aufsichtsrat und Vorstand den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2013 eine Sonderdividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen. InvestitionenKonzernDer weiterhin konsequente Ausbau des Eigenbetriebs hat im Jahr 2012 die Investitionstätigkeit von EnviTec Biogas geprägt. Insgesamt lag das Volumen im Berichtsjahr mit 53,6 Mio. Euro nochmals über dem bereits hohen Vorjahreswert von 34,8 Mio. Euro. Im Jahr 2012 hat EnviTec Anlagen mit einer elektrischen Leistung 10 MW neu in den Bestand aufgenommen. Für die Jahre 2012 und 2013 fest eingeplante Investitionen in den Eigenbetrieb wurden aufgrund der schwierigen gesetzlichen Lage in Deutschland bis auf weiteres eingestellt. ![]() EinzelabschlussDie Investitionen im immateriellen Vermögen und im Sachanlagevermögen im Einzelabschluss betrugen im Jahr 2012 rund 1,3 Mio. Euro (Vorjahr 1,8 Mio. Euro). VermögenslageKonzernDie Bilanzsumme des EnviTec-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2012 gegenüber dem Jahresende 2011 um 43,9 Mio. Euro auf 352,8 Mio. Euro erhöht. Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 159,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 111,9 Mio. Euro. Der Anstieg um 47,3 Mio. Euro ist im ganz Wesentlichen auf den Ausbau des margenstarken Eigenbetriebs zurückzuführen. Entsprechend stiegen die Sachanlagen und Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um insgesamt 40,2 Mio. Euro. ![]() Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen leicht um 3,4 Mio. Euro auf 193,6 Mio. Euro ab. Die zum Bilanzstichtag noch im Bau befindlichen Biogasanlagen und damit die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo lagen aufgrund der veränderten Auftragslage mit 48,4 Mio. Euro um 9,8 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 7,8 Mio. Euro gestiegen. Grund für diesen Anstieg sind die schlussgerechneten Projekte in Italien. Parallel dazu sanken durch die Rückzahlung von Darlehensforderungen die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 5,2 Mio. Euro auf 56,6 Mio. Euro. Die Vorräte lagen mit 34,3 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau. Zum Bilanzstichtag standen EnviTec Biogas mit 20,7 Mio. Euro deutlich mehr flüssige Mittel zur Verfügung als im Vorjahr (13,9 Mio. Euro). Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Abschnitt zur Liquiditätslage. EinzelabschlussDie Bilanzsumme im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG erhöhte sich im Jahr 2012 von 230,9 Mio. Euro auf 236,6 Mio. Euro. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Finanzanlagen aufgrund der Neuklassifizierung ursprünglich kurzfristiger Darlehen in langfristige und der Gewährung weiterer Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen um 63,4 Mio. Euro. Im Gegenzug dazu verringerten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände durch die Umgliederungen sowie Darlehensrückzahlungen um 40,6 Mio. Euro. Resultierend aus dem Auftragsrückgang nahmen die Vorräte um 19,2 Mio. Euro ab. FinanzlageKonzernEnviTec verfügt weiterhin über eine solide Finanzausstattung. Dennoch ist, aufgrund der nicht absehbaren Nachfrageerholung im Anlagenbau, im Jahr 2013 eine nachhaltige Struktur- und Personalanpassung im Segment Anlagenbau nötig. Damit ist weiterhin eine solide Finanzlage von EnviTec gewährleistet, um in der Zukunft Chancen schnell und konsequent nutzen zu können. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2012 bei 184,5 Mio. Euro und damit um 0,6 Mio. Euro höher als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote von 52,3 Prozent (Vorjahr: 59,5 Prozent) zum Bilanzstichtag dokumentiert die solide Bilanzstruktur von EnviTec. Das Fremdkapital insgesamt ist im Jahr 2012 von 125,1 Mio. Euro auf 168,3 Mio. Euro - davon 114,1 Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten - gestiegen. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich von 71,6 Mio. Euro auf 81,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere kurzfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten zurückzuführen. So stiegen die kurzfristigen Rückstellungen für Gewährleistungen und noch nicht abgerechneter Leistungen der Lieferanten für schlussgerechnete Projekte von 9,5 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind insbesondere durch die Umsatzentwicklung in Italien von 16,6 Mio. Euro auf 28,1 Mio. angestiegen. Der Anstieg der langfristigen Schulden von 53,5 Mio. Euro auf 87,3 Mio. Euro ist ganz wesentlich auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um die Projektfinanzierungen der Biogasanlagen und ein im September 2012 erfolgreich platziertes Schuldscheindarlehen. Es hat ein Volumen von 30 Mio. Euro und wurde bei deutschen institutionellen Investoren platziert. Der Emissionserlös dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung und insbesondere dem Ausbau des margenstarken Eigenbetriebs. Die Bremer Landesbank hat die Transaktion als Sole Mandated Lead Arranger begleitet. Das Emissionsvolumen ist in Tranchen mit fixen und variablen Zinssätzen und Laufzeiten von drei, fünf und sieben Jahren eingeteilt, wobei der Schwerpunkt bei der mittleren Laufzeit liegt. Auf Basis des Zinsniveaus zum Emissionszeitpunkt - an dem sich in der Zwischenzeit nichts Wesentliches verändert hat - liegen die Zinssätze bei unter vier Prozent pro Jahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 weist der EnviTec Konzern kurzfristige variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten in Flöhe von 5,3 Mio. Euro (Vorjahr: 24,4 Mio. Euro) aus. Die langfristig variablen Darlehen werden mit einem variablen Zins auf Basis 6 Monats-EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Im Rahmen der Sensitivitätsanalyse wurde mit einer Schwankungsbreite von plus/minus 50 Basispunkten bzw. 0,5 Prozent pro Jahr gerechnet. Eine Erhöhung um 50 Basispunkte hätte einen mindernden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,1 Mio. Euro, ein Verfall einen erhöhenden Effekt auf das Finanzergebnis von 0,1 Mio. Euro zur Folge. Entsprechend würde sich das Eigenkapital um 0,1 Mio. Euro vermindern bzw. erhöhen. An langfristigen Darlehen werden zum Jahresende 76,4 Mio. Euro (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro) ausgewiesen. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4 Prozent und 6,23 Prozent. Langfristige variable Darlehen bestehen bis auf das oben genannte Darlehen nicht. EinzelabschlussDas Eigenkapital im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG stieg aufgrund des positiven Ergebnisses von 174,0 Mio. Euro auf 179,2 Mio. Euro. Die Rückstellungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. Dies resultiert aus Zuführungen zu den Rückstellungen für Gewährleistungen und für noch nicht abgerechnete Leistungen der Lieferanten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um 8,7 Mio. Euro auf 37,5 Mio. Euro. Dabei wurden Kontokorrentverbindlichkeiten abgebaut und durch das bereits im Konzernteil zur Finanzlage genannte 30 Mio. Euro Schuldscheindarlehen abgelöst. LiquiditätslageEnviTec Biogas verfügt zum Bilanzstichtag über eine sehr solide Liquiditätssituation. Uns standen flüssige Mittel in Flöhe von 20,7 Mio. Euro (Vorjahr: 13,9 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Flöhe von 56,6 Mio. Euro (Vorjahr: 61,8 Mio. Euro) zur Verfügung. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag bei 32,2 Mio. Euro (Vorjahr: 35,5 Mio. Euro). Davon sind 5,6 Mio. Euro in Anspruch genommene Kontokorrentlinien. Darüber hinaus verfügt EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag über nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Flöhe von 24,4 Mio. Euro. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen. Neben hohen flüssigen Mitteln verfügt EnviTec auch über einen starken Cashflow. Der Brutto-Cashflow lag im Jahr 2012 bei 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 19,1 Mio. Euro), der Netto-Cashflow sogar bei 32,5 Mio. Euro (Vorjahr: -3,3 Mio. Euro). Aufgrund der hohen Investitionen in den Eigenbetrieb stieg der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von 36,9 Mio. Euro auf 54,2 Mio. Euro. Diese Investitionen werden sich in Zukunft positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken. Die liquiden Mittel im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG sind um 2,9 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Liquiditätslage ist im Übrigen insbesondere durch die nicht ausgenutzten Kontokorrentlinien in Flöhe von 24,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,2 Mio. EUR) und durch das positive working capital gekennzeichnet. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDie wirtschaftliche Lage des Konzerns und der EnviTec Biogas AG wird vom Management unter Berücksichtigung der sich aus dem Konzernabschluss 2012 ergebenden und oben dargestellten Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage sowie unter Einbeziehung des laufenden Geschäfts 2013 zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts als solide beurteilt. Zwar ist die Umsatz- und Ertragsentwicklung aufgrund der politischen Unsicherheit derzeit nicht zufriedenstellend, jedoch verfügt EnviTec über eine solide Vermögenslage und hat die notwendig Struktur- und Personalanpassung eingeleitet. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (Bericht nach §§ 289 Absatz 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)Die EnviTec Biogas verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen sowie Prozesse definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Dies ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen zur Rechnungslegung sicher. Grundlagen des internen Kontrollsystems sind neben definierten Kontrollmechanismen unter anderem systemimmanente und manuelle Abstimmprozesse, die Trennung von Funktionen sowie die Einhaltung von Richtlinien und Arbeitsanweisungen. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochterunternehmen werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen, bestimmte Abstimmarbeiten und die Überwachung der Vorgaben erfolgen durch spezielle, eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Auf jeder Ebene gibt es zumindest ein Vier-Augen-Prinzip. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Chancen- und RisikoberichtDer bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. ChancenBranchenspezifische ChancenDie Biogasbranche befindet sich nach wie vor am Anfang. Die weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche langfristige Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Wichtige Märkte sind derzeit Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien. Unternehmensstrategische ChancenUnternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Dazu stehen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Qualitätssicherung sowie die Qualifikation der Mitarbeiter in unserem Fokus. Leistungswirtschaftliche ChancenLeistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion, den Vertrieb bis hin zum Marketing. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität. RisikenRisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein schnell wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologischen Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, "EEG"). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussion in Deutschland sind die Risiken daraus zum Zeitpunkt dieser Abschlusserstellung nicht einschätzbar. Details zu den Rahmenbedingungen sind im Prognosebericht dargestellt. Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und den Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensives Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem intensiven Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung verbessert. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der Offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Mit einem ehemaligen Großkunden hat sich EnviTec auf die Beendigung umfangreicher Rechtsstreitigkeiten sowie auf die plangemäße Rückführung offener Forderungen geeinigt. Der ehemalige Großkunde hat EnviTec umfassende Besicherungen gewährt. Daher sehen wir derzeit keinen Anlass für Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und zukünftig in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 2,4 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen Tochterunternehmen abgesichert. WettbewerbsrisikenDer Markt für Biogasanlagen verfügt über attraktive Zukunftsperspektiven. Daher könnten sowohl bestehende als auch zukünftige Wettbewerber versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. EnviTec hat auf diese Marktsituation Anfang 2013 reagiert. Diesbezüglich wird auf den Nachtragsbericht verwiesen. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Unternehmenswachstum und interne RisikenEnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit dem Wachstum der jüngsten Vergangenheit und dem geplanten weiteren Wachstum Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen IKS. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. PersonalrisikenDie Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist entscheidend vom Personalaufbau mit qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut gebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Fachhochschulen. Risiken aus FinanzierungsinstrumentenDie EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest- Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen. Aufgrund von variabel verzinslichen lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Flöhe von TEUR 17.303 ist die EnviTec Biogas AG grundsätzlich einem Zinsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko wird durch derivate Finanzinstrumente abgesichert. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. NachtragsberichtAufgrund der anhaltenden Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen für die Biogasbranche in Deutschland - aber auch darüber hinaus - wird es nach Ansicht des Vorstands im Jahr 2013 zu einem signifikanten Umsatzrückgang im Segment Anlagenbau von EnviTec Biogas kommen, der durch die Segmente Eigenbetrieb, Service und Energy nicht vollständig kompensiert werden kann. Aus diesem Grund hat sich der Vorstand im Januar 2013 dazu entschieden, im Segment Anlagenbau nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung zu verzeichnen, Kürzungen werden bzw. wurden jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen. Darüber hinaus werden alle Auslandsniederlassungen auf Nachhaltigkeit und Effizienz überprüft. Die Struktur- und Personalanpassungen werden im ersten Halbjahr 2013 voraussichtlich zu einmaligen Kosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro führen. Sonstige AngabenAbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht erläutert die Vergütung für den Vorstand im Geschäftsjahr 2012 und stellt die Struktur und Höhe der den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt gewährten Bezüge dar. Weiterhin sind in diesem Vergütungsbericht die Angaben zur Vergütung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2012 enthalten. VorstandsvergütungFür die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems und der Vorstandsvergütung der einzelnen Mitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Er berät und überprüft die Vergütungsstruktur regelmäßig auf ihre Angemessenheit. Entsprechend dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) sowie dem Corporate Governance Kodex setzt sich die Gesamtvergütung des Vorstands aus zwei Komponenten zusammen: einer jährlichen Festvergütung sowie einer variablen Vergütung. Der Aufsichtsrat hat die Vergütung ab 1.1.2011 für alle Vorstandsmitglieder so gestaltet, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen wurde. Grundlage für die Berechnung der variablen Vergütung ist der Konzernjahresgewinn vor Steuern für den 10 Mio. Euro übersteigenden Betrag. Der Vorstandsvorsitzende Olaf von Lehmden erhält eine variable Vergütung in Höhe von 0,65 Prozent, die übrigen Vorstände in Höhe von 0,5 Prozent auf den so ermittelten Konzerngewinn vor Steuern. Die variable Vergütung wird im Folgejahr zu 50 Prozent ausgezahlt. Der verbleibende Vergütungsbetrag wird in den beiden darauf folgenden Jahren zu jeweils 25 Prozent ausgezahlt, sofern im jeweiligen Folgejahr ebenfalls ein Konzernjahresgewinn vor Steuern in Höhe von 10 Mio. Euro erreicht wird. Für das Geschäftsjahr 2012 sind variable Vergütungen gezahlt worden, die der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen sind. Darüber hinaus erhalten die Vorstandsmitglieder als Nebenleistungen einen Dienstwagen, der auch privat genutzt werden kann. Des Weiteren zahlt die EnviTec Biogas AG die Prämien für eine bestehende D&O-Versicherung. Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder haben folgende Laufzeiten. scroll
Die Vergütung der einzelnen für das Geschäftsjahr 2012 tätigen Vorstandsmitglieder ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen: Vorstandsvergütungscroll
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Aufsichtsratsvergütungscroll
Abweichend vom Corporate Governance Kodex enthält die Aufsichtsratsvergütung keine erfolgsorientierte Komponente. Auch eine höhere Vergütung für den stellvertretenden Vorsitzenden ist nicht vorgesehen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabilDas Wachstum der Weltwirtschaft zieht vorrausichtlich im Jahr 2013 wieder etwas an. In seiner aktuellen Prognose für 2013 stellt der IWF ein Plus von 3,5 Prozent in Aussicht. Für die Entwicklungs- und Schwellenländer wird ein Wirtschaftswachstum von 5,5 Prozent, für die Industrieländer dagegen lediglich ein Zuwachs von 1,4 Prozent prognostiziert. Während für die USA eine positive Entwicklung mit einem Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt wird, soll die Wirtschaft in der Eurozone im laufenden Jahr weiter unter den Auswirkungen der Finanz- und Schuldenkrise leiden. Zwar ist das Vertrauen in die Stabilität der Mitglieder der Euro-Gruppe zuletzt wieder gestiegen, dennoch rechnet der IWF mit einer leichten Abnahme der Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,2 Prozent. Besonders in den südeuropäischen Ländern dauert die rezessive Lage an. Die deutsche Wirtschaft kann sich diesem negativen Trend voraussichtlich nur teilweise entziehen und wird in 2013 nach Schätzungen der Bundesregierung im aktuellen Jahreswirtschaftsbericht nur um 0,6 Prozent zulegen. Zu diesem Wachstum kann vor allem die stabile Binnennachfrage beitragen. BranchenentwicklungTrotz des bestehenden EEG 2012 wird der deutsche Biogasmarkt im Jahr 2013 von großer Unsicherheit geprägt sein. Die anhaltende Diskussion um die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche rückwirkende Eingriffe in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen, sorgt für große Verunsicherung bei allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung, über die Finanzierung, bis hin zum Bau und dem Anlagenbetrieb. Das Ergebnis: Es fehlt an politischer und ökonomischer Planungssicherheit. Daher erwarten wir im Jahr 2013 einen weiteren Umsatzrückgang im Anlagenbau in Deutschland. Wir erwarten auch von der Bundestagswahl im Herbst 2013 keine positiven Signale für den Biogasmarkt. Dennoch wirken wir über Verbände und Eigeninitiative intensiv darauf hin, die Politik kurz- bis mittelfristig wieder zu einer verlässlichen Energiepolitik zu bewegen und sowohl ein klares Bekenntnis zur Energiewende abzugeben, als auch einen klaren und verbindlichen Fahrplan für die Novellierung des EEG zu benennen. In Italien ist zum 1.1.2013 eine Novellierung der gesetzlichen Förderung von Biogasanlagen in Kraft getreten. Diese bietet Chancen für Biogasanlagen unter 500 kW. EnviTec hat sich darauf frühzeitig eingestellt und bietet seitdem entsprechende Anlagenkonzepte an. Dennoch ist nach dem starken Jahr 2012 in einer Übergangsphase mit einem Nachfragerückgang zu rechnen. In Märkten wie Frankreich und Großbritannien sehen wir hingegen eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen. Hier werden vermehrt die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung gewürdigt und durch neue Anreizsysteme die Marktdurchdringung unterstützt. EnviTec ist in diesen Märkten bereits seit Jahren aktiv und hat sich auch dort eine gute Marktstellung erarbeitet. Wir gehen davon aus, dass diese Märkte in der Lage sind, den Umsatzrückgang in Deutschland zumindest teilweise zu kompensieren. Entwicklung von EnviTec BiogasEntwicklung in den SegmentenAls Reaktion auf die schwierige Entwicklung im Anlagenbau hat der Vorstand Anfang 2013 entschieden, nachhaltige Struktur- und Personalanpassungen im Segment Anlagenbau vorzunehmen. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen ist im Bereich der Abwicklung erfolgt, aber auch in der Verwaltung und anderen Bereichen wurden Kürzungen vorgenommen. Darüber hinaus überprüfen wir alle Auslandsniederlassung auf Nachhaltigkeit und Effizienz. Diese Struktur- und Personalanpassungen werden im ersten Halbjahr 2013 zu einmaligen Kosten in Höhe von rund 0,7 Mio. Euro führen. Angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheit in Deutschland und den neuen Rahmenbedingungen in Italien ist es verfrüht eine eindeutige Prognose abzugeben, wann die Nachfrage nach Biogasanlagen wieder zunehmen wird. Wir erwarten daher ein schwieriges Jahr 2013 im Segment Anlagenbau. Für das Jahr 2014 ist eine verlässliche Prognose aufgrund der politischen Unsicherheit in Deutschland und der noch nicht genau absehbaren Entwicklung in einigen europäischen Ländern momentan nur schwer möglich. Demzufolge stellt sich EnviTec hinsichtlich der Kapazität auch für das Jahr konservativ auf, wird aber die Märkte genau beobachten und die Markteinschätzung im Anlagenbausegment regelmäßig überprüfen. Im Segment Eigenbetrieb sollte die Umsatz- und die Ergebnisentwicklung im Jahr 2013 und darüber hinaus auch im Jahr 2014 positiv sein. Aufgrund des weiteren Ausbaus der Produktionskapazität auf 52 MW im Jahr 2012 erwarten wir einen Segmentumsatz von rund 55 Mio. Euro und ein deutlich positives Ergebnis in 2013 und 2014. EnviTec wird sich im Jahr 2013 auf die Optimierung der bestehenden Anlagen konzentrieren und darüber hinaus mindestens fünf Megawatt neu installieren. Damit sollte die Produktionskapazität Ende 2013 auf gut 57 MW steigen. Sofern sich die Vergütungssituation in Deutschland oder ausgewählten stabilen europäischen Märkten darüber hinaus vorteilhaft darstellt, werden wir unseren Anlagenbestand im Eigenbetrieb weiter ausbauen, uns aber auch in 2014 weiterhin auf die Bestandsoptimierung fokussieren. Das Segment Energy wird in den Jahren 2013 und 2014 weiter wachsen. Zum einen werden die bestehenden Geschäftsfelder "BHWK Contracting" und "Direktvermarktung" ausgebaut, zum anderen auch neue Bereiche wie der Direktverkauf von Strom erschlossen. Aufgrund weiterer Strukturaufbaukosten wird es in 2013 und 2014 noch zu keinen signifikanten Ergebnisbeiträgen durch das Segment Energy kommen." Die positive Umsatzentwicklung im Segment Service wird sich in 2013 weiter fortsetzen, da wir unseren Vertrieb im In- und Ausland intensivieren und die Servicequalität verbessern werden. Diese Entwicklung sollte sich auch in 2014 fortsetzen, hängt jedoch auch von der weiteren Entwicklung des Marktumfeldes in unseren Zielmärkten ab. Der zu erwartende Umsatzrückgang im Anlagenbau wird im laufenden Geschäftsjahr nicht vollständig durch die Segmente Eigenbetrieb, Service und Energy kompensiert werden können. Daher erwarten wir einen Konzernumsatz von 170 bis 180 Mio. Euro im laufenden Geschäftsjahr. Für das Jahr 2014 ist eine verlässliche Umsatzprognose aufgrund der politischen Unsicherheit in Deutschland und der im Detail noch nicht absehbaren Entwicklung in einigen EnviTec-Kernmärkten derzeit zwar noch nicht möglich, wir gehen aktuell jedoch von einem ähnlichen Niveau wie für das Geschäftsjahr 2013 aus. Beim Ergebnis erwartet der Vorstand trotz der Belastungen aus der Umstrukturierung und dem deutlichen Umsatzrückgang im Anlagenbau für das Gesamtjahr 2013 ein positives operatives Ergebnis. Eine Konkretisierung wird im zweiten Halbjahr erfolgen. Derzeit gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einem positiven operativen Ergebnis für den EnviTec-Konzern aus und werden auch diese Prognose regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren. Im Einzelabschluss wird der Umsatzrückgang im Anlagenbau nach Einschätzung des Vorstands zu einem negativen operativen Ergebnis führen, das allerdings durch positive Effekte der Beteiligungen durch das Finanzergebnis kompensiert werden kann. Insoweit spiegelt sich die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der Entwicklung des Gesamtkonzerns auch im Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG wieder. Dies gilt auch für 2014. Gesamtaussage zur zukünftigen EntwicklungDie Rahmenbedingungen in Deutschland werden derzeit von der Politik laufend in Frage gestellt und widersprechen klar dem Bekenntnis zur Energiewende. Der Biogasbranche - wie auch den anderen Erneuerbaren Energien - fehlt damit die gesetzliche und ökonomische Planungssicherheit für Investitionen. Um dem Marktumfeld gerecht zu werden und weiterhin profitabel bleiben zu können, sind die vom Vorstand beschlossenen Struktur- und Personalanpassungen unabdingbar. Damit verfügt EnviTec Biogas, neben einem starken technologischen und finanziellen Fundament, über eine schlanke, flexible Struktur. Dies ist die Voraussetzung, um unsere führende Stellung im Markt zu behaupten und diese herausfordernde Phase zu überstehen. Von den mittel- und langfristigen Wachstumschancen in Europa und neuen Märkten, wie beispielsweise den Vereinigten Staaten, sind wir weiterhin überzeugt. Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB bzw. § 315 Abs. 4HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas Grundkapital der EnviTec Biogas AG ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien). Es gibt keinerlei verschiedene Aktiengattungen. Jede Aktie ist voll stimm- und dividendenberechtigt. Dabei gewährt jede Aktie in der Hauptversammlung eine Stimme. Übertragungs- oder StimmrechtsbeschränkungenÜbertragungs- oder Stimmrechtsbeschränkungen, die sich nicht bereits aus dem Gesetz ergeben, liegen nicht vor. Direkte oder indirekte1 Beteiligungen am Kapital, die 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten zum Stichtag 31.12.2012: scroll
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Es sind im Folgenden auch indirekte Beteiligungen
von über 10% anzugeben. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihenAktien mit Sonderrechten liegen nicht vor. Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausübenEine solche Art der Stimmrechtskontrolle besteht nicht. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungGemäß § 76 Abs. 2 AktG und Nr. 6.1. der Satzung der EnviTec Biogas AG kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Gemäß § 84 Abs. 1 AktG bestellt der Aufsichtsrat die Vorstandsmitglieder und bestimmt ihre Amtszeit. Gemäß Nr. 6.1 der Satzung der EnviTec Biogas AG bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Vorstandsmitglieder. Werden mehrere Personen zu Vorstandsmitgliedern bestellt, kann der Aufsichtsrat nach § 84 Abs. 2 AktG ein Mitglied zum Vorsitzenden ernennen. Nach § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG bedarf jede Satzungsänderung eines Beschlusses der Hauptversammlung. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen gemäß § 179 Abs. 2 Satz 1 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen (§ 179 Abs. 2 Satz 2 AktG). Hiervon wurde in Nr. 16.3 der Satzung der EnviTec Biogas AG Gebrauch gemacht, wonach auch für Satzungsänderungen die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausreicht, soweit nicht nach zwingenden gesetzlichen Bestimmungen oder der Satzung selbst eine höhere Mehrheit erforderlich ist. Gemäß Nr. 11 der Satzung der EnviTec Biogas AG ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenGemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. 1. Gemäß Nr. 4.4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.500.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.500.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem die Aktien ausgegeben werden, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/ oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Flauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen begeben werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen (Bedingtes Kapital I). 2. Die Flauptversammlung vom 24. Juni 2010 hat die Gesellschaft gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 eigene Aktien mit einem darauf entfallenden anteiligen Betrag in Flöhe von bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Flauptversammlung bestehenden Grundkapitals über die Börse zu erwerben. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71 d oder 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden. Der bei Ausübung dieser Ermächtigung von der Gesellschaft gezahlte Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Börsenhandelstag durch die Eröffnungsauktion im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG (oder einem an dessen Stelle tretenden funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft um nicht mehr als 10 Prozent über- bzw. unterschreiten. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden. Die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien endet, ohne dass es einer ausdrücklichen Aufhebung bedarf, mit Wirksamkeit einer neuen Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Unabhängig davon endet die am 24. Juni 2010 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien spätestens am 23. Juni 2015. Der Vorstand ist ermächtigt,
Das Bezugsrecht der Aktionäre ist im Vollzug der vorherigen Maßnahmen ausgeschlossen. Die Ermächtigungen zur Verwendung der aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien können ganz oder in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, und die hieraus folgenden WirkungenEs bestehen keine wesentlichen Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sindEs bestehen derartige Vereinbarungen bei der EnviTec Biogas AG nicht. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBbefindet sich auf unserer Internetseite unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE. EINZELABSCHLUSSBilanz zum 31. Dezember 2012Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012scroll
Anhang1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2012 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung2.1. Allgemeine AngabenGegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2.2. Bilanzierung und BewertungDie Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig - nach der degressiven Methode. Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 150,01 bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2012 wurden gegenüber dem Vorjahr nur noch nach der linearen Methode abgeschrieben. Unverändert blieben die Abschreibungssätze im immateriellen Anlagevermögen sowie für Geschäftsbauten, technische Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch produktionsbezogene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Flöhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 H G B bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Flöhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 40 (Vorjahr TEUR 13) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 69 (Vorjahr TEUR 10). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 S. 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet (§ 256 a HGB). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz sowie für steuerliche Verlustvorträge, deren Verrechnung mit zu versteuernden Ergebnissen innerhalb von fünf Jahren erwartet wird. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während dem Geschäftsjahr wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. 3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz3.1. Das Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:Die in der Position Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2012 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB in Höhe von TEUR 937 auf die Finanzanlagen vorgenommen. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2012scroll
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3.2. VorräteIm Geschäftsjahr wurde auf die Unfertigen Erzeugnisse erstmalig eine über das gewöhnliche Maß hinausgehende Abschreibung in Höhe von TEUR 1.015 vorgenommen. 3.3. Forderungenspiegelscroll
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.4. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von 1.752.000 EUR ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 hat die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um einen Betrag bis zu EUR 4.500.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital 2007/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber und Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 von der Gesellschaft oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen bis zum 25. Juni 2012 einmalig oder mehrmalig begeben werden. Die Ausgabe der Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe der vorstehenden Ermächtigung jeweils festzulegenden Options- bzw. Wandlungspreis. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus gegen bar ausgegebene Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Wandlungspflichten aus solchen Schuldverschreibungen erfüllt werden und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien zur Bedienung eingesetzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß § 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Sicherungsinstrumentescroll
3.5. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Flöhe von TEUR 5.788, Gewährleistungsrückstellungen in Flöhe von TEUR 1.331, sonstige Personalaufwendungen in Flöhe von TEUR 813 sowie übrige Rückstellungen in Flöhe von TEUR 1.467. 3.6. VerbindlichkeitenspiegelDie Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit und Besicherung wie folgt: scroll
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 3.673.866,66 durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.7. Latente SteuernDer gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 699.200,00 (Vorjahr: EUR 616.500,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. 3.8. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 4.875.200,00 (Vorjahr: EUR 2.738.724,90). Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf: scroll
Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%. 3.9. Derivative FinanzinstrumenteDevisentermingeschäfteZum 31. Dezember 2012 bestehen bei der Bremer Landesbank Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in Flöhe von CZK 40.256.512,30 und USD 422.040,00. Bei der Commerzbank besteht ein Devisentermingeschäft ebenfalls zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in Flöhe von CZK 11.918.757,36. Abgesichert werden zukünftige Forderungen, die in der ausländischen Währung lauten. Der bei der Commerzbank für das Devisentermingeschäft in CZK positive beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2012 beträgt EUR 3.259,40, der bei der Bremer Landesbank für ein Devisentermingeschäft in USD positive beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2012 beträgt EUR 933,16. Weiter wurde für die eine zweite USD-Absicherung und eine weitere CZK-Absicherung bei der Bremer Landesbank zum 31. Dezember 2012 eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Flöhe von EUR 45.910,00 gebildet. Der Marktwert der Derivate wird im Falle von Termingeschäften durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Kontrakte auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve berechnet. ZinsswapsGegenüber der Bremer Landesbank besteht ein Darlehen in Flöhe von TEUR 6.500 mit einer Laufzeit bis zum 28. September 2015. Es wird variabel verzinst (Euribor-6M) und wird am Ende der Laufzeit in voller Flöhe getilgt. Die Risiken des variablen Zinssatzes aus dem Darlehen werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglichen TEUR 6.500 ist als Cashflow Hedge im Rahmen einer Bewertungseinheit anzusehen und als zu 100 Prozent, ermittelt nach der "criticai term match - Methode", wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. EnviTec zahlt einen fixen Zinssatz von 0,82 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-6M. Das Laufzeitende ist auf den 28. September 2015 festgelegt. Der Marktwert des Zinsswaps am 31. Dezember 2012 betrug EUR - 71.281,63. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Gegenüber der Bremer Landesbank besteht ein weiteres Darlehen in Flöhe von TEUR 5.500 mit einer Laufzeit bis zum 26. September 2017. Es wird variabel verzinst (Euribor-6M) und wird am Ende der Laufzeit in voller Flöhe getilgt. Die Risiken des variablen Zinssatzes aus dem Darlehen werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglichen TEUR 5.500 ist als Cashflow Hedge im Rahmen einer Bewertungseinheit anzusehen und als zu 100 Prozent, ermittelt nach der "criticai term match - Methode", wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. EnviTec zahlt einen fixen Zinssatz von 1,21 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-6M. Das Laufzeitende ist auf den 26. September 2017 festgelegt. Der Marktwert des Zinsswaps am 31. Dezember 2012 betrug EUR - 134.147,16. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile erfolgt nach der Einfrierungsmethode. 3.10. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
3.11. Sonstige finanzielle VerpflichtungenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Umsätze im Geschäftsjahr 2012 entfallen in Höhe von TEUR 134.787 (Vorjahr: TEUR 67.412) auf das Inland, in Höhe von TEUR 41.148 (Vorjahr: TEUR 37.296) auf Lieferungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet sowie in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 4) auf Lieferungen in das Drittlandsgebiet. 4.2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2012 entfallen im Wesentlichen auf Bonuszahlungen von unseren Lieferanten in Höhe von TEUR 755 sowie auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.549. Der verbleibende Betrag teilt sich auf die Positionen Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 149, Erlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 246, Sachbezüge in Höhe von TEUR 279 sowie in sonstige Positionen in Höhe von TEUR 376 auf. 4.3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 entfallen in Höhe von TEUR 2.804 auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 7.402 auf Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 7.028 auf Betriebskosten. 4.4. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 2.221 belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 12 enthalten. Periodenfremde Erträge aus Steuererstattungen sowie aus der Auflösung des nicht verbrauchten Teils der Steuerrückstellungen für die Jahre 2006 bis 2010 entstanden in Höhe von TEUR 452. 5. Sonstige Pflichtangaben5.1. Organe der GesellschaftZum Vorstand sind bestellt: Olaf von Lehmden (Vorsitzender), Chief Executive Officer, Lohne Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof Roel Slotman, Chief Customer Officer International, Enter Jürgen Tenbrink, Chief Technical Officer, Steinfurt, Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 584.767,00. Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 76.000,00. 5.2. Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03. 5.3. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer zum 31.12.2012 betrug 234 Personen und teilt sich wie folgt auf: scroll
5.4. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersAuf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB verzichtet. 5.5. KonzernverhältnisDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. 5.6. GewinnverwendungEs wird der Hauptversammlung am 27. Juni 2013 vorgeschlagen, den in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.885.652,65 wie folgt zu verwenden: scroll
Der genannte Ausschüttungsbetrag basiert auf dem am 26. April 2013, dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, dividendenberechtigten Grundkapital der Gesellschaft. Eigene Aktien sind nicht dividendenberechtigt. Soweit sich die Zahl nicht dividendenberechtigter eigener Aktien bis zum Tag der Hauptversammlung weiter erhöht, wird der obige Beschlussvorschlag dergestalt angepasst werden, dass bei einer unveränderten Dividende von EUR 1,00 je dividendenberechtigter Stückaktie der auf die weiteren eigenen Aktien entfallende Ausschüttungsbetrag auf neue Rechnung vorgetragen wird. 5.7. Entsprechenserklärung nach § 161 AktGDie Entsprechenserklärung nach § 161 AktG wird zusammen mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 30. April 2013 abgegeben und wird den Aktionären auf unserer Website unter WWW.ENVITEC-BIOGAS.DE/IR/CORPORATE-GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLAERUNGEN dauerhaft zugänglich gemacht werden.
Lohne, 26. April 2013 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Roel Slotman "Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der EnviTec Biogas Aktiengesellschaft ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagerbericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Lohne, 26. April 2013 Der Vorstand Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Roel Slotman BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 26. April 2013 Rödl & Partner GmbH gez. Hager, Wirtschaftsprüfer gez. Pantze, Wirtschaftsprüfer |
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