![]() EnviTec Biogas AGLohneEinzelabschluss zum 31.12.2013LageberichtGemäß § 298 Abs. 3 i.V.m. § 315 Abs. 3 HGB wurde der Lagebericht für den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2013 mit dem Lagebericht für den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 zusammengefasst. Allgemeine Informationen zum UnternehmenDer EnviTec Biogas Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogas- und Biomethananlagen. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas und Biomethan ab - von der Planung und Projektierung über den schlüsselfertigen Bau bis zur Betriebsführung und dem biologischen Service. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen in 22 Ländern aktiv. Daneben betreibt EnviTec auch eigene Biogasanlagen. 2011 hat EnviTec Biogas mit der EnviTec Energy GmbH& Co. KG und deren hundertprozentigen Tochter EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG das Geschäftsfeld um die direkte Vermarktung von aufbereitetem Biomethan sowie die Grünstrom- und Regelenergievermarktung erweitert. Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die beachtliche Effizienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifizierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach der DIN EN ISO 9001:2008 setzen wir in der EnviTec Biogas AG und der EnviTec Service GmbH & Co. KG um. Konzernstruktur und GeschäftsbereicheDie Konzernstruktur ist entsprechend der vier Geschäftsfelder aufgebaut: Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Geschäftsbereich Anlagenbau entfällt im Wesentlichen auf die Muttergesellschaft EnviTec Biogas AG. Weiterer Gesellschaftszweck der Muttergesellschaft ist darüber hinaus das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Sofern im Folgenden daher Aussagen zur Entwicklung und Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Anlagenbau getroffen werden, sind diese entsprechend auf den Einzelabschluss der EnviTec Biogas AG anzuwenden. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2013 umfasst 131 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit 12 weniger als im Vorjahr. Anlagenbau (AG)Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Investoren. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogas-Produktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kWel . Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen projektbezogen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Ende 2013 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von 354 MW am Netz. ![]() EigenbetriebIm Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaften zeichnen sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Üblicherweise sind unsere Partner Landwirte, die die Anlagen auf ihren Höfen betreiben. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit Kommunen, Fondsgesellschaften, Industrieunternehmen und Energieversorgern zusammen. Im Ausland sind eigene Projekte auch ein wichtiger Türöffner, um potentielle Kunden vor Ort von dem ökonomischen und ökologischen Nutzen der Biogasproduktion und unserem Know-how zu überzeugen. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. EnergyMit der EnviTec Energy GmbH & Co. KG bieten wir im Geschäftsbereich Energy Wärmekunden sogenannte Contracting-Modelle an. Dabei verkaufen wir in effizienten Blockheizkraftwerken (BHKW) dezentral erzeugte Wärme aus selbst produziertem Biomethan über langfristige Lieferverträge. Die Käufer wie beispielsweise Industrie- und Gewerbeunternehmen oder Kommunenerhalten langfristig planbare Wärme zu einem attraktiven Preis und setzen die grüne Wärme zur Verbesserung ihrer CO2 -Bilanz ein. Unter dem Dach der EnviTec Energy befindet sich auch die Tochterfirma EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG. Sie bündelt die Leistung einer Vielzahl von Biogasanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk, vermarktet den EEG-Strom bedarfsgerecht und bietet ferner Regelenergie bei den Übertragungsnetzbetreibern an. Bei der Vermarktung kooperieren wir mit der AXPO Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft des Schweizer Stromkonzerns AXPO Holding AG. scroll
ServiceIm Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Neben Deutschland haben wir unter anderem auch starke Service-Teams in Italien und Tschechien. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüberhinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen. Strategie & WettbewerbWir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in zwölf Ländern errichtet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Prämisse hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Für EnviTec sind derzeit die Märkte in Frankreich, China und Großbritannien am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Für unser nachhaltiges Wachstum haben wir folgende Eckpfeiler definiert: Marktopportunitäten im Anlagenbau schnell nutzenIn den vergangenen Jahren haben sich die Rahmenbedingungen in den einzelnen Biogasmärkten immer wieder schnell verändert. Auch in Zukunft wird es voraussichtlich keine nachhaltig verlässlichen Rahmenbedingungen geben. Darauf haben wir im Jahr 2013 reagiert und unsere Unternehmensstrukturen angepasst. Ziel ist es, auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu sein und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Internationale Expansion als WachstumstreiberWir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und-betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland in 13 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros und Joint Ventures vertreten. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien sehen wir mittelfristig Chancen in den USA und China. In beiden Ländern baut EnviTec derzeit die ersten Anlagen. Gezielter Ausbau des EigenbetriebsMit seinem regelmäßigen Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau für Dritte. Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. EnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut. Ende 2013 waren Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 52 MW am Netz. Künftig ist ein weiterer kontinuierlicher Kapazitätsausbau geplant - sofern die gesetzlichen Rahmenbedingungen Investitionsentscheidungen wieder zulassen. Im Jahr 2014 sollen weitere fünf Megawatt errichtet werden. Stärkung der Innovations- und TechnologiekompetenzMit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung innerhalb der Branche gefestigt und Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. Zur Stärkung unserer Innovations- und Technologiekompetenz forschen wir auch im Bereich der Biobased Economy. Dabei geht es um mehr als die effiziente Nutzung von Pflanzen für die Biogasproduktion. Es wird vielmehr ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt: Die möglichst hohe Wertschöpfung von Einsatzstoffen beispielsweise einer Pflanze durch die intelligente Kombination verschiedener Verwendungszwecke (u.a. Nahrung, Biogas, Kraftstoff). Ein wichtiger Fokus liegt auf dem Test alternativer Einsatzstoffe wie organische Abfälle. Daneben arbeiten wir unter anderem an Verbesserungen im landwirtschaftlichen Bereich, beispielsweise an der Optimierung der Erntezeitpunkte und an der Saatgutentwicklung. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz, EBIT, Cashflow, Eigenkapitalrentabilität sowie Verschuldungsgrad. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den wöchentlichen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich zu diesen Sitzungen finden Zweimonatstreffen der Bereichsleiter mit dem Vorstand statt, dort werden vorwiegend operative Themen diskutiert. Diesem Gremium werden verschiedene Auswertungen und Vorlagen zur Verfügung gestellt, um Entscheidungen zu ermöglichen und Projekte zu planen. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Liquidität und Kosten. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resources Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die 2008 überarbeitete Norm DIN EN ISO 9001:2008 stellt hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service. Wirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie globale Wirtschaft wuchs im Jahr 2013 langsamer als ursprünglich erwartet. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das weltweite Wachstum im vergangenen Jahr bei 3,0% und damit 0,5 Prozentpunkte unter der ursprünglichen Jahresprognose von Januar 2013. Wichtige Gründe für das schwächere Wachstum waren die andauernde Staatsschuldenkrise vieler Industriestaaten, der Haushaltsstreit in den USA und die Unsicherheit über die weitere Geldpolitik der US-Zentralbank sowie gestiegene Wachstumsrisiken in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier lag das Wachstum im Jahr 2013 mit 4,7% deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 6,2%. 2013 war für die Landwirtschaft weltweit insgesamt ein gutes Erntejahr. Entsprechend sind die Preise für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe im Jahresverlauf gesunken. Biogasmarkt![]() Wie erwartet war das Jahr 2013 für den deutschen Biogasmarkt schwierig. Die anhaltende Diskussion um die künftigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und mögliche rückwirkende Eingriffe in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen sorgt für große Verunsicherung bei allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung über die Finanzierung bis hin zum Bau und dem Anlagenbetrieb. Das Ergebnis: Der Zubau neuer Biogasanlagen ist in Deutschland gemäß einer Schätzung des Fachverbandes Biogas (FVB) selbst im Vergleich zu dem schwachen Jahr 2012 weiterzurückgegangen. Laut Prognose des FVB aus November2013 waren Ende 2013 rund 7.720 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von 3.547 MW am Netz. Das entspricht einem Anstieg um 205 Anlagen und 195 MW. Im Jahr 2012 lag der Zubau noch bei 340 Anlagen und 255 MW. Die drastische Veränderung des deutschen Marktes zeigt sich bei einem Blick auf das Jahr 2011. Damals wurden 1.270 neue Anlagen mit 806 MW errichtet. Insgesamt wurden laut Prognose im Jahr 2013 in Deutschland rund 23,9 Milliarden kWh klimafreundliche Energie aus Biogas produziert - genug um 6,8 Mio. Haushalte zu versorgen. 2012 lag die Stromproduktion bei rund 22,8 Milliarden kWh. Damit liegt der Anteil von Biogas am gesamten deutschen Stromverbrauch inzwischen bei 4,02 Prozent (Vorjahr 3,85 Prozent). Für Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage für die Branche. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Im Laufe des Jahres 2014 wird ein neues EEG in Kraft treten. Während der Erstellung des Geschäftsberichts wurde die neue gesetzliche Grundlage noch nicht verabschiedet. Jedoch deuten die Gesetzentwürfe darauf hin, dass sich die Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland nicht verbessern werden. Daher werden für EnviTec die internationalen Märkte noch weiter an Bedeutung gewinnen. Der italienische Biogasmarkt wurde im Jahr 2013 von einer neuen gesetzlichen Förderung geprägt. Diese sieht nur noch eine attraktive Förderung von Biogasanlagen unter 300 kW vor. Daher ging die Nachfrage in Italien im vergangenen Jahr deutlich zurück. In den noch jungen Märkten Frankreich und Großbritannien sieht EnviTec eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen. In Frankreich waren Anfang 2013 weniger als 100 Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 150 und 500 Kilowatt am Netz. Die französische Regierung hat das Ziel, deren Anzahl bis 2020 auf 500 zu erhöhen. Damit soll nicht nur die Energiewende in Frankreich vorangetrieben werden, sondern Landwirte sollen mit dem Gärrest der Biogasproduktion einen Teil ihres Düngemittelbedarfs decken. Sowohl in Frankreich als auch Großbritannien werden vermehrt die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung gewürdigt und durch neue Anreizsysteme die Marktdurchdringung unterstützt. EnviTec ist in diesen Märkten bereits seit Jahren aktiv und hat sich auch dort eine sehr gute Marktstellung erarbeitet. Mitarbeiter![]() Bei allen Herausforderungen ist dem Vorstand weiterhin bewusst: Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung unserer nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Aufgrund der beschriebenen schwierigen Rahmenbedingungen in Deutschland, dem bisher größten Biogasmarkt der Welt, mussten wir im Jahr 2013 unsere Unternehmensstruktur und Kapazitäten anpassen. Ziel war es, eine Unternehmens- und Kostenstruktur zu etablieren, mit der EnviTec Biogas nachhaltig erfolgreich bestehen kann. Der überwiegende Teil der Personalanpassungen erfolgte im Bereich der Abwicklung. Kürzungen mussten jedoch auch in der Verwaltung und anderen Bereichen vorgenommen werden. Insbesondere aufgrund der Umstrukturierungsmaßnahmen reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2013 um 24,2% auf 350 (Vorjahr 462). Der wesentliche Teil der Beschäftigten war mit 270 weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr 380). 80 Mitarbeiter (Vorjahr 82) waren zum Stichtag in den Auslandsstandorten für EnviTec Biogas im Einsatz. Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Wir wollen auch künftig jungen Absolventen die Chance bieten, in einer internationalen Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Forschung und EntwicklungKontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Anlagentechnik, dem Qualitätsmanagement und neuen Inputstoffen. Forschung nicht im Labor, sondern in der PraxisZum Stichtag 31. Dezember 2013 betrieb EnviTec Biogas 65 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 52 MW in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. So stellen wir auch sicher, dass Innovationen Kunden erst angeboten werden, wenn sie ihren Nutzen im laufenden Betrieb bereits bewiesen haben. EnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neben dem Vorstand Jürgen Tenbrink arbeiten zwei festangestellte Mitarbeiter in der F&E Abteilung. Um möglichst frühzeitig den Bezug zur Praxis herzustellen, werden sie bei Bedarf von Kollegen aus anderen Abteilungen unterstützt. Darüber hinaus werden für unsere Entwicklungsprojekte auch Master- oder Bachelorarbeiten genutzt. Neue Entwicklungen und Weiterentwicklungen in 2013:Es wurde eine containerbasierte Anlagentechnik (Anmischcontainer, BHKW-Container, Hygienisierungscontainer) entwickelt. Sie spart Kosten und Zeit. Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen (F&E, Fertigung, Einkauf und Projektplanung) haben hieran gemeinsam gearbeitet. Zusammen mit dem Systempartner Evonik ist EnviThan weiterentwickelt worden. Dieses Gasaufbereitungsverfahren von EnviTec hat 2012 den Biogas-Innovationspreis der deutschen Landwirtschaft erhalten. Die neue Generation hat eine liegende Anordnung der Module im Container. Dadurch hat sich die Modulanzahl pro Container mehr als verdoppelt. Die Entwicklungsdauer lag bei vier Monaten. Nachdem in 2013 zwei EnviThan-Anlagen in Betrieb genommen wurde, ist mit der Errichtung der ersten Anlage der neuen Generation auf Basis des neuen Kartuschensystems von Evonik begonnen worden. Die Fertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2014 geplant. Hieran sieht man, dass wir sehr kurze Zeiträume von der Idee, über Entwicklung zur Umsetzung haben. Darüber hinaus haben wir in 2013 innerhalb mehrerer Monate eine EnviThan-Hochdruckvariante für die ausländischen Märkte entwickelt Entwicklung des Auftragsbestands![]() EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 67,6 Mio. Euro (Vorjahr: 93,0 Mio. Euro). Der Rückgang verdeutlicht zum einen die schwierige Situation im ehemaligen Hauptmarkt Deutschland. Dort nahmen die Orders im Stichtagsvergleich von 61,4 Mio. Euro auf 45,7 Mio. Euro ab. Zum anderen haben wir unseren Auftragsbestand hinsichtlich der Umsetzungswahrscheinlichkeiten der einzelnen Positionen regelmäßig überprüft und im Jahresverlauf um insgesamt 34,1 Mio. Euro bereinigt. Allein im letzten Quartal wurden - insbesondere im Hinblick auf das neue EEG - Projekte mit einem Volumen von 28,1 Mio. Euro ausgebucht. Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen auf Frankreich 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 11,3 Mio. Euro). Aus Italien lagen zum Bilanzstichtag Orders im Wert von 6,4 Mio. Euro (Vorjahr: 10,4 Mio. Euro) vor. Dort hat sich der Markt den neuen Rahmenbedingungen angepasst und die Nachfrage nach Biogasanlagen hat sich auf einem vernünftigen Niveau stabilisiert. Weitere wichtige Märkte sind China mit einem Auftragsbestand von 2,8Mio. Euro und die USA mit 1,4 Mio. Euro. ![]() EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. 63,7 Prozent der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 58,4 Prozent). 5,7Prozent der Aufträge haben wir von Projektentwicklern erhalten (Vorjahr: 13,0 Prozent). Von industriell geprägten Kunden stammen 11,7 Prozent (Vorjahr: 8,5 Prozent)und auf den Eigenbetrieb entfielen zum Bilanzstichtag18,9 Prozent nach 20,1 Prozent zum Vorjahresstichtag. Entwicklung in den SegmentenEnviTec Biogas ist in den vier Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb, Service und Energy tätig. Die Verschiebung der Umsatzanteile im Vorjahr hat sich auch 2013 fortgesetzt. So hat der Anteil des Geschäftsbereichs Anlagenbau von 65,4 Prozent auf 31,8 Prozent weiter abgenommen und liegt damit erstmals unter 50 Prozent. Im Eigenbetrieb und im Service ist EnviTec gewachsen -entsprechend nahmen die Umsatzanteile im Konzern zu. Mit 41,9 Prozent hat der Eigenbetrieb erstmals den größten Anteil am Konzernumsatz von EnviTec. Der Bereich Energy hat mit 13,3 Prozent zum Konzernumsatz beigetragen. Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt. Die Entwicklung in den Segmenten entsprach im Wesentlichen den im Vorjahr prognostizierten Erwartungen. AnlagenbauDie schwierigen Rahmenbedingungen in den beiden wichtigen Märkten Deutschland und Italien hatten erheblichen Einfluss auf die Umsatzentwicklung im Anlagenbau im Jahr 2013. In Deutschland sank der Erlös aus dem Bau von Biogasanlagen von 41,4 Mio. Euro auf 21,7 Mio. Euro und in Italien von 47,0 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro. Mit dem Bau von Biogasanlagen in aufstrebenden Märkten wie Frankreich und Großbritannien konnte EnviTec den Einbruch in den beiden bisherigen Hauptmärkten bei weitem noch nicht kompensieren. So ist der internationale Segmentumsatz insgesamt von 83,2 Mio. Euro auf 25,6 Mio. Euro gesunken. Somit haben wir im Jahr 2013 im Segment Anlagenbau 47,3 Mio. Euro erlöst nach 124,6 Mio. Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 62,0 Prozent. ![]() ![]() Auch wenn EnviTec auf den Nachfragerückgang mit Anpassungen der Unternehmensstruktur reagiert hat, hat sich der Umsatzrückgang deutlich auf das Segmentergebnis ausgewirkt. So lag das operative Segmentergebnis (EBIT) im Anlagenbau in 2013 bei minus 12,1 Mio. Euro. Im Vorjahr wurde ein EBIT von minus 4,2 Mio. Euro erzielt. Dabei sind folgende negative Einmaleffekte zu berücksichtigen: Aufträge die aufgrund der EEG-Novelle nicht mehr realisierbar sind, wurden ausgebucht. Für diese entstanden jedoch bereits Aufwendungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro. Des Weiteren haben die umgesetzten Strukturanpassungen zu Aufwendungen für Abfindungen und Lohnfortzahlungen etc. in Höhe von 1,3 Mio. Euro geführt. Des Weiteren wurden Ausleihungen an ausländische Tochtergesellschaften sowie entsprechende Beteiligungsansätze im Wert berichtigt. Diese Wertberichtigungen hatten einen Umfang von 1,7 Mio. Euro. Davon unabhängig wurden Abschreibungen auf langfristige Darlehen gegen einen ehemaligen Kunden in Höhe von 2,0 Mio. Euro vorgenommen. Eigenbetrieb![]() Im Geschäftsbereich Eigenbetrieb erzeugen wir - häufig gemeinsam mit Partnern - Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland. Dieses Segment ist mit seinem regelmäßigen Cashflow eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Im Jahr 2013 haben wir 1 Anlage in Betrieb genommen und eine weitere Anlage in Belgien erworben. Damit stieg die Anzahl der eigenen Anlagen zwischenzeitlich auf 72. Die elektrische Leistung nahm so von 52 MW auf 56 MW zu. Zum Jahresende wurden 7 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von rund 4 MW zu einem Kaufpreis von 7,1 Mio. Euro verkauft. Der Gewinn aus dieser Transaktion beläuft sich auf 4,5 Mio. Euro. Neben dem Bau neuer Anlagen bietet die Bestandsoptimierung bestehender Standorte Umsatz- und Gewinnpotenzial. Diese nutzen wir seit dem Jahr 2012 verstärkt, indem beispielsweise Wärmekonzepte realisiert oder Blockheizkraftwerke ausgetauscht werden. Daher haben auch bestehende Anlagen zur deutlichen Umsatzsteigerung in 2013 beigetragen. Zudem haben die in 2012 errichteten Anlagen einen wichtigen Beitrag zur dynamischen Entwicklung geleistet. Insgesamt hat EnviTec den Umsatz im Eigenbetrieb im Jahr 2013 von 40,8 Mio. Euro um 53,1 Prozent auf 62,5 Mio. Euro gesteigert. Das EBIT des Segments legte von 5,9 Mio. Euro um 161,0 Prozent auf 15,4 Mio. Euro zu. Damit haben wir im Eigenbetrieb eine EBIT-Marge bezogen auf dem Umsatz von 24,6 Prozent (Vorjahr: 14,5 Prozent) erzielt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass neben dem Verkauf von sieben Biogasanlagen auch der Verkauf von Maissilage in Höhe von 2,7 Mio. Euro deutlich zum Ergebnis beigetragen hat. ServiceAuch im Jahr 2013 waren unsere Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen gefragt. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend den Betrieb und die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputstoffe und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit einer Anlage zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Wir bieten neben der Teilwartung nach Aufwand auch die Vollwartung mit der Übernahme des Reparaturrisikos an. Der Service wird auch vermehrt im Ausland angeboten und folgt damit dem Anlagenbau insbesondere in etablierten Märkten wie Italien und Tschechien, wo es bereits eine Vielzahl von Biogasanlagen gibt. ![]() Ende 2013 haben wir im biologischen Service Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 79 MW (Vorjahr: 63 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 211 MW (Vorjahr:202 MW) betreut. Im Ausland betreuen wir Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 73 MW im Service (Vorjahr: 68 MW), davon 41 MW (Vorjahr: 38 MW) im technischen und 32 MW (Vorjahr: 30 MW) im biologischen Bereich. Im Jahr 2013 haben wir im Segment Service 19,3 Mio. Euro umgesetzt was im Vergleich zu den 17,4 Mio. Euro im Vorjahr ein Plus von11,0 Prozent bedeutet. Nach einem ausgeglichenen EBIT in 2012 lag das operative Ergebnis in 2013 bei minus 0,9 Mio. Euro. Der überproportionale Anstieg der Personalkosten ist darauf zurückzuführen, dass wir uns auf den nächsten Wachstumsschritt in diesem Segment- insbesondere im Ausland - vorbereiten und daher zusätzliche Mitarbeiter eingestellt haben. EnergyDas Segment Energy ist das jüngste Geschäftsfeld im EnviTec Konzern und hat den Umsatz im zweiten Jahr der operativen Tätigkeit deutlich gesteigert. So stieg der Erlös von 7,6 Mio. Euro um 159,2 Prozent auf 19,7Mio. Euro. Das operative Ergebnis war mit -27 Tsd. Euro annähend ausgeglichen (Vorjahr: -0,4 Mio. Euro). Die Umsätze kommen im Wesentlichen aus dem margenengen Handelsgeschäft, so dass sich die deutlichen Umsatzzuwächse noch nicht im Ergebnis niederschlagen. ![]() Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklungKonzern![]() Wie erwartet war das Jahr 2013 für die Biogasbranche schwierig und insbesondere von einem anhaltenden Nachfragerückgang in Deutschland geprägt. Im Jahr 2013 hat EnviTec 148,8 Mio. Euro umgesetzt, nach 190,5 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um 21,9 Prozent. Damit hat das Unternehmen die im Mai reduzierte Umsatzprognose erreicht. Der wesentliche Grund für den Rückgang war die anhaltende Verunsicherung über die künftigen Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland. Trotzdem stieg der im Inland generierte Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent auf 103,7 Mio. Euro (Vorjahr:101,8 Mio. Euro). Der italienische - und damit der bisher zweitwichtigste - Markt für EnviTec war aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften schwächer als in 2012. So hat das Unternehmen im Jahr 2013 im Ausland 45,1 Mio. Euro umgesetzt, nach 88,7 Mio. Euro im Vorjahr. In den internationalen Märkten hatte der Anlagenbau in Tschechien den größten Anteil. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 8,7 Mio. Euro auf 15,7 Mio. Euro. Dieser deutliche Anstieg ist ganz überwiegend auf den Verkauf von Biogasanlagen, Maissilage sowie Erlösen aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen zurückzuführen. EinzelabschlussDie EnviTec Biogas AG stellt ihren Einzelabschluss nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechtesauf. Der Umsatz betrug im Jahr 2013 145,7 Mio. Euro und liegt damit um 30,4 Mio. Euro (-17,3%) unter dem Vorjahresumsatz von 176,1 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vorjahresvergleich um 1,9 Mio. Euro (-55,8%) von 3,4 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro gesunken. Dabei fehlen insbesondere die im Vorjahr um 1,0 Mio. Euro höheren Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und die, bedingt durch den deutlich geringeren Materialverbrauch, um 0,6 Mio. Euro geringen Rückvergütungen von Lieferanten. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen hat sich wie erwartet deutlich um 87,5 Mio. Euro vermindert. Die Bestandsveränderung bei den unfertigen Erzeugnissen betrug im Vorjahr minus 63,5 Mio. Euro. Damit ist die Gesamtleistung der AG im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr von 112,6 Mio. Euro auf 58,2 Mio. Euro gesunken. AufwandsentwicklungKonzernDer Materialaufwand ist die wesentliche Aufwandsposition von EnviTec Biogas. Mit dem Umsatzrückgang ist dieser im Jahr 2013 von 132,6 Mio. Euro um 24,0 Prozent auf 100,7 Mio. Euro gesunken. Aufgrund des höheren Anteils des margenstärkeren Eigenbetriebs am Konzernumsatz sowie dem beschriebenen deutlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge legte die Rohertragsmarge bezogen auf den Umsatz von 35,0 Prozent auf 42,9 Prozent zu. Der Personalaufwand lag mit 19,0 Mio. Euro um 14,4 Prozent unter den 22,2 Mio. Euro des Vorjahres. In den 19,0 Mio. Euro sind auch einmalige Kosten für die Personalanpassungen enthalten. Daher lag die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz mit 12,8 Prozent noch über dem Vorjahreswert von 11,7 Prozent. Der Anstieg der Abschreibungen von 13,2 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf den Ausbau des Eigenbetriebs zurückzuführen. Darin sind auch Abschreibungen auf langfristige Darlehen gegen einen ehemaligen Kunden in Höhe von 2,0 Mio. Euro enthalten. Der sonstige betriebliche Aufwand, zu dem Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten gehören, sank im Berichtszeitraum von 29,8 Mio. Euro auf 26,4 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf Kostenanpassungsmaßnahmen zurückzuführen. EinzelabschlussAuf Ebene des Einzelabschlusses ist der Materialaufwand der EnviTec Biogas AG um 50,5 Mio. Euro (-61,3%) von 82,4 Mio. Euro auf 31,9 Mio. Euro gesunken. Die Personalaufwendungen haben sich durch die, bereits im letzten Geschäftsbericht angekündigten, Struktur- und Personalanpassungen deutlich um 5,1Mio. Euro (-43,3%) von 11,8 Mio. Euro auf 6,7 Mio. Euro vermindert. Die aus diesen Anpassungen resultierenden Sondereffekte in Höhe von 1,07 Mio. Euro werden auf Einzelabschlussebene im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Hier werden ebenfalls notwendige Abschreibungen auf die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 0,97 Mio. Euro, bedingt durch die Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen ausgewiesen. Insgesamt weist die AG in ihrem handelsrechtlichen Jahresabschluss somit ein außerordentliches Ergebnis von - 2,05 Mio. Euro aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr von 17,2 Mio. Euro um 6,3 Mio. Euro (-36,5%) auf 10,9 Mio. Euro vermindert werden. Neben den deutlich geringeren Vertriebskosten, die mit 3,5 Mio. Euro um 3,9 Mio. Euro geringer als im Vorjahr sind, sind die Betriebskosten um 3,5 Mio. Euro auf 3,5 Mio. Euro gesunken. Die Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro gestiegen. ErgebnisentwicklungKonzernIm Jahr 2013 hat die starke Ertragsentwicklung von EnviTec im Eigenbetrieb - inklusive den Verkäufen von Anlagen und Maissilage - die Entwicklung auf Konzernebene geprägt und den Gewinneinbruch im Anlagenbau kompensiert. Das Ergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg von 14,5 Mio. Euro um 26,9 Prozent auf 18,4 Mio. Euro. Auch nach Abschreibungen legte der Ertrag zu. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat EnviTec im Jahr 2013 auf 2,4 Mio. Euro annähernd verdoppelt. Da EnviTec aufgrund der Rahmenbedingungen in den kommenden Jahren weniger in den Ausbau des Eigenbetriebs in Deutschland investieren wird als bisher geplant, wurde mit Zustimmung der Hauptversammlung durch die Ausschüttung einer Sonderdividende das Eigenkapital und die flüssigen Mittel bewusst reduziert. Daher sanken die Finanzerträge und das Finanzergebnis lag im Jahr bei minus 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) sank von 3,0 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis lag 2013 bei 0,3 Mio. Euro nach 1,2 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,02 Euro für das Jahr 2013 (Vorjahr: 0,08 Euro). Inflations- und Wechselkurseinflüsse mit Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des EnviTec Konzerns sind relativ gering, da die wesentlichen Geschäfte sowohl im Ein- als auch im Verkauf in Euro abgewickelt werden und man nicht in hochinflationären Ländern tätig ist. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,6 Mio. Euro abgeschlossen. EinzelabschlussDas Rohergebnis ist von 33,6 Mio. Euro um 5,8 Mio. Euro (-17,3%) auf 27,8 Mio. Euro gesunken. Die EnviTec Biogas AG hat nach handelsrechtlichen Vorschriften auf Ebene des Einzelabschlusses ein operatives Ergebnis (EBIT) von 8,2 Mio. Euro erzielt. Dies liegt mit 6,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss konnte von 5,2 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro auf 9,8 Mio. Euro gesteigert werden. Zum Jahresüberschuss hat das Finanzergebnis mit 8,6 Mio. Euro beigetragen. Darin enthalten sind Beteiligungserträge in Höhe von 7,3 Mio. Euro sowie gegenläufige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4,6 Mio. Euro. Außerdem haben außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 2,0 Mio. Euro aus der Wertminderung von unfertigen Erzeugnissen und Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen das Ergebnis belastet. FinanzlageKonzern![]() Zum Ende des Geschäftsjahres 2013 verfügen wir weiterhin über eine solide Finanzlage. Mit den Anpassungen der Unternehmens- und Personalstruktur haben wir die Voraussetzungen geschaffen, diese auch in Zukunft beizubehalten und Chancen zu nutzen. Auf der Passivseite lag das Eigenkapital Ende 2013 bei 169,4 Mio. Euro und damit um 15,1 Mio. Euro niedriger als im Vorjahr. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf die Ausschüttung der Sonderdividende in Höhe von 14,85 Mio. Euro zurückzuführen. Trotz dieser Ausschüttung lag die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag bei 57,4 Prozent (Vorjahr: 52,3 Prozent) und dokumentiert die solide Kapitalstruktur von EnviTec. Mit dem Verkauf der bisher zum Eigenbetrieb gehörenden Biogasanlagen wurde das Fremdkapital im Jahr 2013 deutlich reduziert. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 125,9 Mio. Euro - davon 94,7 Mio. Euro Finanzverbindlichkeiten - und damit 19,4 Mio. Euro weniger als im Vorjahr. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 36,5 Mio. Euro auf 44,5 Mio. Euro ab. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die um 15,0 Mio. Euro reduzierten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus haben wir die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 12,9 Mio. Euro und die sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten um 3,4 Mio. Euro reduziert. Die Reduzierung der langfristigen Schulden um 6,0 Mio. Euro auf 81,3 Mio. Euro beruht ebenfalls überwiegend auf gesenkten Finanzverbindlichkeiten. Diesen nahmen um 4,4 Mio. Euro auf 77,6 Mio. Euro ab. Darüber hinaus wurden die passiven latenten Steuern in Höhe von 3,8Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro reduziert. Im Geschäftsjahr 2013 weist der EnviTec Konzern kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) aus. An langfristigen Darlehen werden zum Jahresende 77,6 Mio. Euro (Vorjahr: 81,9 Mio. Euro) ausgewiesen. Davon waren Darlehen in Höhe von 12,0 Mio. Euro variabel verzinslich. Diese Darlehen werden mit einem variablen Zins auf Basis 6M-EURIBOR zuzüglich einer Marge verzinst. Die fest vereinbarten Zinssätze liegen zwischen 2,4 Prozent und 5,65 Prozent. Langfristige variable Darlehen bestehen bis auf das oben genannte Darlehen nicht. EinzelabschlussDas Eigenkapital der EnviTec Biogas AG ist durch die Ausschüttung in Höhe von 14,85 Mio. Euro in diesem Jahr gesunken. Bedingt durch das gute Jahresergebnis auf Einzelabschlussebene ist der Rückgang mit 5,0 Mio. Euro von 179,2 Mio. Euro auf 174,2 Mio. Euro insgesamt aber gering ausgefallen. Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 43,2 Mio. Euro. Davon bestehen 35,9 Mio. Euro gegenüber Kreditinstituten. Von den Verbindlichkeiten sind 9,1 Mio. Euro innerhalb des nächsten Jahres fällig, 27,9 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von ein bis vier Jahren. InvestitionenKonzern![]() Die Investitionen des Konzerns beliefen sich in 2013 auf 18,6 Mio. Euro nach 53,6 Mio. Euro im Vorjahr. Im Wesentlichen entfielen die Investitionen mit 15,7 Mio. Euro (Vorjahr: 51,6 Mio. Euro) auf das Segment Eigenbetrieb. Im Jahresverlauf haben wir neue Anlagenmit einer elektrischen Leistung von vier MW in den Bestand aufgenommen, gleichwohl zum Jahresende sieben Anlagen mit einer Leistung von rd. 4 MW veräußert. Für die kommenden Jahre planen wir den Bau weiterer Anlagen mit dem Fokus auf Deutschland und Großbritannien. Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen wird das Investitionsvolumen auf dem Niveau von 2013 bleiben. Die sonstigen Investitionen betreffen im Umfang von 0,5 Mio. Euro (Vorjahr: 1,5 Mio. Euro) den Anlagenbau und im Umfang von 2,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro) auf den Service und den Bereich Energy. EinzelabschlussInvestitionen wurden bei der EnviTec Biogas AG in 2013 vornehmlich in das Finanzanlagevermögen in Form von Ausleihungen an verbundene und Unternehmen mit Beteiligungsverhältnissen getätigt. In das Finanzanlagevermögen sind so 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: 57,4 Mio. Euro) mehr investiert worden als zurück geflossen sind. Darüber hinaus hat es eine Umgliederung von Darlehen aus dem Umlaufvermögen in das langfristige Finanzanlagevermögen in Höhe von 27,4 Mio. Euro gegeben. In das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen sind 0,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro) investiert worden. VermögenslageKonzernDie Bilanzsumme hat EnviTec zum 31. Dezember 2013 gegenüber dem Vorjahr um 57,6 Mio. Euro auf 295,2 Mio. Euro reduziert. Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte mit 175,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 159,2 Mio. Euro. Während die Sachanlagen aufgrund der gewöhnlichen Abschreibungen auf die Biogasanlagen im Eigenbetrieb um 8,4 Mio. Euro auf 117,6 Mio. Euro sanken, legten die Anteile an at-equity bewerteten Beteiligungen um 2,9 Mio. Euro, die sonstigen langfristigen Forderungen um 20,7 Mio. Euro und die latenten Steuern um 1,3 Mio. Euro zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte hat EnviTec im Berichtszeitraum deutlich reduziert: insbesondere die Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo um 38,5 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte um 29,8 Mio. Euro auf 26,8 Mio. Euro; Auch die Vorräte trugen mit 4,4 Mio. Euro zu dem deutlichen Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte bei. Demgegenüber legten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,1 Mio. Euro zu. EinzelabschlussZum 31.12.2013 hat die EnviTec Biogas AG eine Bilanzsumme von 225,7 Mio. Euro. Die Bilanzsumme hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Mio. Euro verringert. Auf der Aktivseite steht dabei ein Anstieg des Finanzanlagevermögens um 30,7 Mio. Euro von 111,4 Mio. Euro auf 142,1 Mio. Euro einer Verminderung des Umlaufvermögens um 39,2 Mio. Euro von 113,9 Mio. Euro auf 74,7 Mio. Euro entgegen. In den Veränderungen sind Umgliederungen von Darlehen aus dem kurzfristigen in den langfristigen Bereich in Höhe von rund 27,0 Mio. Euro enthalten. Das Anlagevermögen setzt sich aus dem immateriellen und Sachanlagevermögen, dass in Summe 8,8 Mio. Euro ausmacht, sowie dem Finanzanlagevermögen in Höhe von 142,1 Mio. Euro zusammen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 41,7 Mio. Euro sind der größte Posten des Umlaufvermögens. LiquiditätslageKonzernEnviTec Biogas verfügt zum Bilanzstichtag über eine sehr solide Liquiditätssituation. Es standen flüssige Mittel in Höhe von 19,0 Mio. Euro (Vorjahr: 20,7 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 26,7 Mio. Euro (Vorjahr: 56,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 45,7 Mio. Euro übersteigt die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 17,2 Mio. Euro (Vorjahr: 32,2 Mio. Euro) deutlich. Das Zinsniveau ist als marktüblich zu bezeichnen. Die Tilgungen erfolgen durch die Zahlungsmittelrückflüsse aus dem Umlaufvermögen. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von 21,3 Mio. Euro zur Verfügung. EinzelabschlussDie EnviTec Biogas AG verfügt mit 4,0 Mio. Euro finanziellen Mitteln über ausreichend Liquidität und konnte diese im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 0,9 Mio. Euro steigern. Darüber hinaus bestehen durch nicht aus genutzte Kreditlinien in Höhe von 21,3 Mio. Euro weitere kurzfristig verfügbare finanzielle Reserven. Aussage zum CashflowKonzernDie EnviTec konnte ihren Netto Cash-Flow gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Mio. Euro erhöhen. Er beläuft sich auf 37,8 Mio. Euro gegenüber 32,5 Mio. Euro Vorjahr. Der hohe Netto-Cashflow resultiert insbesondere aus dem Mittelzufluss aus der Abnahme der Fertigungsaufträge und der kurzfristigen Vermögenswerte. Dagegen stehen im Wesentlichen Mittelabflüsse aufgrund der Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit beträgt 20,4 Mio. Euro gegenüber 54,2 Mio. Euro im Vorjahr. Aufgrund der Entkonsolidierung von 7 Biogasanlagen sind liquide Mittel in Höhe von 7,1 Mio. Euro zugeflossen. Bei der Finanzierungstätigkeit ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem Abfluss in Höhe von 26,2 Mio. Euro gekommen. Neben den Tilgungen von Darlehen führte die Ausschüttung von 14,9 Mio. Euro zu diesem Abfluss. Im Vorjahr konnte ein Zufluss in Höhe von 28,5 Mio. Euro, insbesondere aufgrund der Aufnahme des Schuldscheindarlehens, verzeichnet werden. EinzelabschlussAus der laufenden Geschäftstätigkeit sind der EnviTec Biogas AG im Geschäftsjahr 24,3 Mio. Euro zugeflossen. Besonders das gute Ergebnis vor nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen in Höhe von 6,2 Mio. Euro und der Abbau des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen mit 13,5 Mio. Euro haben zu diesem positiven Ergebnis geführt. Aus Investitionstätigkeit sind liquide Mittel in Höhe von rd. 7,0 Mio. Euro abgeflossen. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein negativer Cashflow in Höhe von 16,4 Mio. Euro. Dieser umfasst die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 14,9 Mio. Euro und den Abbau von kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,6 Mio. Euro denen Neuaufnahmen von 2,0 Mio. Euro entgegenstehen. Insgesamt haben sich die liquiden Mittel der EnviTec Biogas AG im Geschäftsjahr noch einmal um 0,9 Mio. Euro erhöht. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageChancen- und RisikoberichtDer bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle leitenden Mitarbeiter sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. ChancenBranchenspezifische ChancenDie weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien sehen wir mittelfristig Chancen in den USA und China. Unternehmensstrategische ChancenUnternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Dazu stehen Investitionen in Forschung und Entwicklung, die Qualitätssicherung sowie die Qualifikation der Mitarbeiter in unserem Fokus. Leistungswirtschaftliche ChancenLeistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion, den Vertrieb bis hin zu Marketing. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität. RisikenRisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein wachsendes und international tätiges Unternehmen. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindungstehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählt folgendes:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare Energien Gesetz, ,,EEG''). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der anhaltenden politischen Diskussion in Deutschland sind die Risiken daraus zum Zeitpunkt dieser Abschlusserstellung nicht im Detail einschätzbar, jedoch kann derzeit nicht mit einem Marktwachstum in Deutschland gerechnet werden. Details zu den Rahmenbedingungen sind im Prognosebericht dargestellt. Darüber hinaus gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultieren eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Ferner werden die Prozesse und Dokumente in Vorbereitung der Genehmigungsverfahren länderspezifisch optimiert. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Im Bereich Energy geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns oder mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Mit einem ehemaligen Kunden hat sich EnviTec auf die Beendigung umfangreicher Rechtsstreitigkeiten sowie auf die plangemäße Rückführung offener Forderungen geeinigt. Der ehemalige Kunde hat EnviTec umfassende Besicherungen gewährt. Gleichwohl haben wir, um etwaige Restrisiken abzudecken, höchstvorsorglich eine Einzelwertberichtigung von 2,0 Mio. Euro vorgenommen. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit der tschechischen Tochtergesellschaft entstehen, da wesentliche Zahlungsströme sowohl in Euro als auch in tschechischen Kronen anfallen. Gleiches gilt für die Tochter in UK und in den USA. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Tschechien und USA wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 0,6 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge bei dem tschechischen bzw. dem US-amerikanischen Tochterunternehmen abgesichert. WettbewerbsrisikenBestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie Partnerschaften einzugehen. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Unternehmenswachstum und interne RisikenEnviTec Biogas hat interne Organisationsstrukturen und Managementprozesse aufgebaut, die mit den volatilen Rahmenbedingungen Schritt halten müssen. Hierzu zählt die Organisation zur Rechnungslegung nach IFRS, der notwendigen IT und eines strikten Forderungsmanagements. Der EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert wurden und in der Organisation umgesetzt sind. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung allergeschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionengewährleistet sind. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll Systeme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. PersonalrisikenDie Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen. Risiken aus FinanzierungsinstrumentenDie EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest- Eigenkapitalquote (Eigenkapital / Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen. Aufgrund von lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 12,0 Mio. Euro ist die EnviTec Biogas AG grundsätzlich einem Zinsrisiko ausgesetzt. Dieses Risiko wird durch derivate Finanzinstrumente abgesichert. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. NachtragsberichtWesentliche Ereignisse nach Abschluss des Bilanzstichtages 31. Dezember 2013 sind nicht aufgetreten. AbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsberichterstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen stabilDie Weltwirtschaft hat sich in der zweiten Jahreshälfte 2013 schneller erholt als in den Prognosen von Herbstletzten Jahres erwartet. Diverse Faktoren, die die Weltkonjunktur in den vergangenen Jahren belasteten, verloren in den letzten Monaten an Bedeutung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet daher gemäß aktueller Prognose einen Zuwachs der globalen Wirtschaftsleistung von 3,7 Prozent für 2014 und 3,9 Prozent für 2015. In den USA ist der Konsolidierungsprozess so weit vorangeschritten, dass die davon ausgehende dämpfende Wirkung auf die Weltwirtschaft spürbar nachlässt. Hier rechnet der IWF mit einem erhöhten Wachstumstempo von 2,8 Prozent im laufenden Jahr. Im Euroraum hat sich das Vertrauen in den Bestand des Währungsgebietes gefestigt, die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank hat den vorhergesehenen Turnaro und gebracht, was einen voraussichtlichen Zuwachs von 1,0 Prozent in 2014 sowie 1,4 Prozent in 2015 generiert. Für Deutschland prognostizieren die Experten ein Wachstum von 1,6 Prozent und 1,4 Prozent. Das verlangsamte Wachstumstempo der Schwellen- und Entwicklungsländer zieht laut der Prognose in 2014 des IWF mit 5,1 Prozent erneut an und wächst in 2015 voraussichtlich um 5,4 Prozent. China wird in 2014 und 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent und 7,3 Prozent der globale Wachstumsmotor bleiben, auch wenn sich das Tempo leicht reduziert. BranchenentwicklungDie große Unsicherheit über die künftigen Rahmenbedingungen für Biogas in Deutschland wird auch das Jahr 2014 prägen. Bis Ende Juli 2014 soll laut heutigem Stand das EEG 2012 gelten. Biogasanlagen, die bis dahin nicht am Netz sind, werden nach einem neuen Gesetz vergütet - wie dieses im Detail aussehen wird, ist weiterhin umstritten. Entsprechend verunsichert sind alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette von der Projektentwicklung, über die Finanzierung, bis hin zum Bau und dem Betrieb von Anlagen. Auch ein möglicher rückwirkender Eingriff in die Vergütung für Strom aus erneuerbaren Quellen kann noch nicht ausgeschlossen werden. Der jetzt von der Bundesregierung in den parlamentarischen Prozess eingebrachte Gesetzentwurf sieht eine deutliche Absenkung der Einspeisevergütungen und eine stärkere Förderung für die Nutzung von Abfällen vor. Zudem wird ein Deckel des Neub aus bei 100 MW diskutiert, der allerdings aufgrund der niedrigen Vergütungssätze nach Einschätzung von EnviTech irrelevant wäre, da der Ausbau deutlich unter dieser Grenze liegen würde. Die Prognose des Fachverbands für Biogas von neuen Anlagen mit insgesamt 180 MW wäre auf jeden Fall nicht zu erreichen. Unabhängig davon wie das neue EEG aussehen wird, werden die ausländischen Märkte für EnviTec weiter an Bedeutung gewinnen. In Italien besteht weiterhin die zum 1. Januar 2013 novellierte gesetzliche Förderung. Diese bietet insbesondere Chancen für Biogasanlagen bis zu 300 kW und teilweise auch für größere Anlagen. EnviTec hat sich darauf frühzeitig eingestellt und bietet seitdem entsprechende Anlagenkonzepte an. Nachdem sich der italienische Markt im Jahr 2013 auf die neuen Rahmenbedingungen erst einstellen musste, sollte sich die Nachfrage im Jahr 2014 stabilisieren. In Märkten wie Frankreich und Großbritannien sind die Rahmenbedingungen für die Produktion von Biogas weiterhin attraktiv. Insbesondere die positiven Aspekte der Biomethaneinspeisung werden hier erkannt und entsprechend gefördert. In den noch jungen Märkten USA und China bietet die Nutzung von Reststoffen zur Produktion von Energie für den Eigenverbrauch Chancen. Entwicklung von EnviTec BiogasDas finanzielle Fundament von EnviTec Biogas wird auch in den Jahren 2014 und 2015 solide sein. Es ermöglicht, die schwierige Situation in Deutschland zu überstehen und den Konzern gleichzeitig noch internationaler auszurichten, um die Chancen in ausländischen Märkten zu nutzen. EnviTec Biogas verfügte Ende 2013 über flüssige Mittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 45,7 Mio. Euro. Diese übersteigen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten deutlich. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von mehr als 20 Mio. Euro zur Verfügung. Eine dauerhafte Nutzung dieser Linien ist derzeit nicht geplant. Auch sind derzeit keine Fälligkeiten von Verbindlichkeiten bekannt, die die Liquiditätssituation von EnviTec spürbar belasten würden. Darüber hinaus ist es unser Ziel, den Forderungsbestand im Jahr 2014 weiter zu verringern und damit die Liquiditätssituation nochmals zu verbessern. Entwicklung in den SegmentenIn den kommenden Jahren muss EnviTec zwei wesentliche Herausforderungen im Anlagenbau begegnen: Internationalisierung und Flexibilität. Der deutsche Markt wird weiter an Bedeutung für unser Neugeschäft verlieren. Wir erwarten nicht, dass der inländische Markt auch nur an nähend zum alten Volumen zurückkehren wird. Dies bietet für EnviTec die Chance, dass Wettbewerber ohne ein solides finanzielles Fundament und starkes Auslandsgeschäft den Markt verlassen. Allerdings bleibt die Situation in Deutschland schwierig: Auch wenn es noch kein neues EEG gibt, Biogas als erneuerbare, verlässliche und dezentrale Alternative zu Erdgasimporten und Kohle scheint politisch nicht gewollt zu sein. EnviTec wird in den kommenden Jahren noch internationaler werden. Es gibt mehrere attraktive Märkte für Biogas und Biomethan. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sich die Rahmenbedingungen auch im Ausland schnell ändern können. Wir müssen vorhandene Chancen also schnell und konsequent nutzen und die mit dem Auslandsgeschäft verbundenen Risiken - wie etwa unterschiedliche Rechtssysteme, Bauvorschriften und Sprachbarrieren - effizient managen. Dafür haben wir uns im Jahr 2013 fit gemacht und die Unternehmens und Personalstruktur aber auch die Produktpalette angepasst. Neben Italien sind Frankreich und Großbritannien derzeit die wichtigsten Auslandsmärkte für EnviTec. Darüber hinaus haben wir in den USA und China die ersten Aufträge erhalten und teilweise auch schon realisiert. EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 67,6 Mio. Euro. Dieser ist eine gute Grundlage für ein stabiles Geschäft in 2014. Aufgrund der Unsicherheit in Deutschland und den sich insgesamt schnell verändernden Rahmenbedingungen ist insbesondere im Anlagenbau eine verlässliche quantifizierte Prognose schwierig - dies gilt insbesondere für den Auftragsbestand, gleichwohl gehen wir von einem Auftragsbestand auf gleichbleibendem Niveau Ende 2014 aus. Im Jahr 2014 soll der Umsatz im Segment Anlagenbau auf Vorjahresniveau liegen. Dabei ist eine deutliche Verbesserung des Segment-EBIT geplant. Für das Jahr 2015 wird mit dem Halbjahresabschluss 2014 eine Prognose veröffentlicht. Im Segment Eigenbetrieb sollte sich die stabile Situation von Umsatz, Kosten und Ergebnis im Jahr 2014 und darüber hinaus auch im Jahr 2015 fortsetzen. Derzeit erwarten wir keine signifikanten Preisänderungen für Inputstoffe. In 2014 sollte bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau das EBIT deutlich positiv sein. Wir werden unsere Produktionskapazität von 52 MW Ende 2013 weiter optimieren und gezielt neue Anlagen bauen. Sofern es die Rahmenbedingungen zulassen, soll die Produktionskapazität im Eigenbetrieb in 2014 und in 2015 um jeweils vier MW ausgebaut werden. Im Fokus stehen dabei Deutschland und Großbritannien. Jedoch ist auch der Bau in anderen Ländern nicht ausgeschlossen. Im Segment Service plant EnviTec im Jahr 2014 weiteres Wachstum. Zur Intensivierung des Vertriebs im In- und Ausland sowie der Verbesserung der Servicequalität haben wir 2013 unsere Mitarbeiterzahl in diesem Segment erhöht. Daher erwarten wir eine leichte Umsatzsteigerung und ein leicht verbessertes EBIT im Jahr 2014. In 2015 sollte sich die positive Entwicklung fortsetzen. In Deutschland ist Wachstum aufgrund der zukünftig - voraussichtlich - deutlich abnehmenden Neuanlagenzahl sehr begrenzt. Im Ausland sehen wir aufgrund des jeweiligen Ausbaus der Anlagenzahl hingegen Chancen. Die zukünftige Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Segment Energy ist abhängig von der zukünftigen Ausgestaltung des EEG in Deutschland. Das Geschäft im Segment Energy ist derzeit noch auf Deutschland ausgerichtet. Es ist von einer deutlichen Verschlechterung der Rahmenbedingungen für den Handel mit Biomethan aber auch für das Contracting auf Basis von Biomethan-BHKW's auszugehen. Chancen liegen hingegen im Bereich Direktvermarktung. Vor diesem Hintergrund gehen wir in 2014 von einer Umsatz- und Ertragsentwicklung auf Vorjahresniveau aus. Auf Konzernebene erwartet EnviTec aufgrund der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten im Jahr 2014 einen stabilen Geschäftsverlauf. Der Konzernumsatz sollte 2014 zwischen 145 Mio. Euro und 165 Mio. Euro liegen. Das EBIT sollte weiterhin positiv sein. Der Eigenbetrieb wird erneut den wesentlichen Teil zum Konzernumsatz und -gewinn beitragen. Die Entwicklung im Jahr 2015 wird maßgeblich von der Entwicklung der internationalen Märkte abhängen. Entsprechend werden wir mit dem Halbjahresbericht 2014 einen Ausblick auf 2015 geben. Derzeit gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von einer weiteren Verbesserung des operativen Ergebnisses aus. Prognose EinzelabschlussIm Einzelabschluss wird sich die Verlagerung des Anlagenbaus in die internationalen Märkte bemerkbar machen und nach Einschätzung des Vorstandes zu einem negativen operativen Ergebnis führen, das allerdings durch positive Effekte der Beteiligungen im Finanzergebnis kompensiert wird. Es wird daher in 2014 von einem positiven EBT unter Vorjahresniveau ausgegangen. Insoweit spiegelt sich die Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich der Entwicklung des Gesamtkonzerns auch im Einzelabschluss für 2014 und 2015 wider. Die Liquidität wird sich aufgrund eines verbesserten Working Capital Managements, geringerer Investitionstätigkeit sowie der Refinanzierung von bisher aus Eigenmitteln finanzierten Biogasprojekten verbessern. Die erste planmäßige Rückführung des 2012 aufgenommenen Schuldscheindarlehens wird 2015 aus dem laufenden Cash Flow erfolgen. Gesamtaussage zur zukünftigen EntwicklungInsgesamt überwiegen für EnviTec nach dem schwierigen Jahr 2013 die Chancen im Vergleich zu den Risiken. Zahlreiche Länder in Europa - wie auch die jungen Märkte USA und China - bieten der Biogasbranche Chancen. Jedoch wird die mittelfristige Planbarkeit immer schwieriger. Der deutsche Markt wird weiter an Bedeutung verlieren und EnviTec wird noch internationaler werden. Die attraktiven Märkte müssen schnell und effizient bedient werden. Darauf hat sich EnviTec Biogas eingestellt: Wir verfügen über ein starkes technologisches sowie finanzielles Fundament und haben unsere Unternehmensstruktur den volatilen Marktbedingungen angepasst. Ziel ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. EINZELABSCHLUSSBilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013scroll
Anhang1. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2013 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31.Dezember 2013 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung2.1. Allgemeine AngabenGegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2.2. Bilanzierung und BewertungDie Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode. Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von EUR 150,01 bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2013 wurden nach der linearen Methode abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Unfertige Erzeugnisse wurden entsprechend ihres Fertigstellungsgrades unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips mit anteiligen Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben direkt zurechenbaren Kosten auch produktionsbezogene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Nominalwert ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen von Kunden werden, soweit diese durch unfertige Erzeugnisse abgedeckt werden, von diesen offen aktivisch abgesetzt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung ergaben sich sonstige betriebliche Erträge mit TEUR 14 (Vorjahr TEUR 40) sowie sonstige betriebliche Aufwendungen mit TEUR 49 (Vorjahr TEUR 69). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden § 253 Abs. 1 Satz1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet (§ 256 a HGB). Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während dem Geschäftsjahr wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die in der Position Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember2013 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB in Höhe von TEUR 4.580 auf die Finanzanlagen vorgenommen. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. 3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel: Die in der Position Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2013 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung gem. § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB in Höhe von TEUR 4.580 auf die Finanzanlagen vorgenommen. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen wurden nicht vorgenommen. Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2013scroll
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3.2. VorräteIm Geschäftsjahr wurde auf die Unfertigen Erzeugnisse eine über das gewöhnliche Maß hinausgehende Abschreibung in Höhe von TEUR 975 vorgenommen. Die Abschreibung wird unter dem außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen und ist auf nicht abschließbare Projekte durch die voraussichtlichen Änderungen des "Erneuerbaren Energien Gesetzes" (EEG) zurückzuführen. 3.3. Forderungenspiegelscroll
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Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.4. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von 1.752.000 EUR ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Gemäß Nr. 4.3 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 6. Juli 2016 einmalig oder mehrmals gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt EUR 7.500.000,00 durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht zu gewähren. Gemäß§ 186 Abs. 5 AktG können die neuen Aktien auch von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Ein Bezugsrecht ist in den folgenden Fällen ausgeschlossen:
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
3.5. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 2.962 (Vorjahr: TEUR 5.788), Gewährleistungsrückstellungen in Höhe von TEUR1.327 (Vorjahr: TEUR 1.331), sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 319 (Vorjahr: TEUR 813) sowie übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 1.467). 3.6. VerbindlichkeitenspiegelDie Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit und Besicherung wie folgt: scroll
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Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 3.673.866,66 durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft abgesichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.7. Latente SteuernDer gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 684.500,00 (Vorjahr: EUR699.200,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. 3.8. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 4.079.200,00 (Vorjahr: EUR 4.875.200,00). Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf: scroll
Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%. 3.9. Derivative FinanzinstrumenteDevisentermingeschäfteZum 31. Dezember 2013 bestehen bei der Bremer Landesbank Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos in Höhe von CZK 10.623.994,34 und USD 255.411,00. Abgesichert werden zukünftige Forderungen, die in der ausländischen Währung lauten. Die Devisentermingeschäfte in CZK haben insgesamt einen positiven beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2013 von EUR 24.953,68. Das Devisentermingeschäft in USD hat einen positiven Marktwert von EUR 8.875,73. Der Marktwert der Derivate wird im Falle von Termingeschäften durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit der Kontrakte auf Basis der aktuellen Zinsstrukturkurve berechnet. ZinsswapsGegenüber der Bremer Landesbank besteht ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.500 mit einer Laufzeit bis zum 28. September 2015. Es wird variabel verzinst (Euribor-6M) und wird am Ende der Laufzeit in voller Höhe getilgt. Die Risiken des variablen Zinssatzes aus dem Darlehen werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglichen TEUR 6.500 ist als Cashflow Hedge im Rahmen einer Bewertungseinheit anzusehen und als zu 100 Prozent, ermittelt nach der "critical term match-Methode", wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. EnviTec zahlt einen fixen Zinssatz von 0,82 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-6M. Das Laufzeitende ist auf den 28. September 2015 festgelegt. Der Marktwert des Zinsswaps am 31. Dezember 2013 betrug EUR -47.697,81. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Gegenüber der Bremer Landesbank besteht ein weiteres Darlehen in Höhe von TEUR 5.500 mit einer Laufzeit bis zum 26. September 2017. Es wird variabel verzinst (Euribor-6M) und wird am Ende der Laufzeit in voller Höhe getilgt. Die Risiken des variablen Zinssatzes aus dem Darlehen werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglichen TEUR 5.500 ist als Cashflow Hedge im Rahmen einer Bewertungseinheit anzusehen und als zu 100 Prozent, ermittelt nach der "critical term match - Methode", wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. EnviTec zahlt einen fixen Zinssatz von 1,21 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-6M. Das Laufzeitende ist auf den 26. September 2017 festgelegt. Der Marktwert des Zinsswaps am 31.Dezember 2013 betrug EUR -71.129,34. Die bilanzielle Abbildung der wirksamen Teile erfolgt nach der Einfrierungsmethode. 3.10. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
3.11. Geschäfte mit nahe stehenden PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Umsätze im Geschäftsjahr 2013 entfallen in Höhe von TEUR 77.131 (Vorjahr: TEUR 134.787) auf das Inland, in Höhe von TEUR 66.787 (Vorjahr: TEUR 41.148) auf Lieferungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet sowie in Höhe von TEUR 1.754 (Vorjahr: TEUR 150) auf Lieferungen in das Drittlandsgebiet. 4.2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2013 entfallen im Wesentlichen auf Bonuszahlungen von unseren Lieferanten in Höhe von TEUR 177 sowie auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 592 und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 197. Der verbleibende Betrag teilt sich auf Erlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von TEUR 239, Sachbezüge in Höhe von TEUR 216 sowie in sonstige Positionen in Höhe von TEUR 47 auf. 4.3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2013 entfallen in Höhe von TEUR 3.934 auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 3.485 auf Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 3.530 auf Betriebskosten. 4.4. Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen entfallen in Höhe von TEUR 975 auf die Abschreibungen von unfertigen Erzeugnissen und in Höhe von TEUR 1.070 auf die Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen der Anpassung des Geschäftsmodells an die veränderten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. 4.5. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 4.771 (Vorjahr: TEUR 2.221) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorperioden in Höhe von TEUR 628 (Vorjahr: TEUR 12) enthalten. 5. Sonstige Pflichtangaben5.1. Organe der GesellschaftZum Vorstand sind bestellt: Olaf von Lehmden (Vorsitzender), Chief Executive Officer, Lohne Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof Roel Slotman, Chief Customer Officer International, Enter Jürgen Tenbrink, Chief Technical Officer, Steinfurt, Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 64.000,00. 5.2. Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03. 5.3. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer zum 31.12.2013 betrug 161 Personen und teilt sich wie folgt auf: scroll
5.4. Honorare und Dienstleistungen des AbschlussprüfersAuf die Angaben zu den Honoraren des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 285 Nr. 17 Halbsatz 2 HGB verzichtet. 5.5. KonzernverhältnisDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. 5.6. GewinnverwendungEs wird der Hauptversammlung am 31. Juli 2014 vorgeschlagen, den in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 9.879.084,19 vollständig auf das neue Geschäftsjahr vorzutragen.
Lohne, 28. April 2014 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Roel Slotman Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 28. April 2014 Rödl & Partner GmbH gez. Hager, Wirtschaftsprüfer gez. Pantze, Wirtschaftsprüfer |
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