![]() EnviTec Biogas AGLohneJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Konzernlageberichtder EnviTec Biogas AGDie EnviTec Biogas AG nimmt gemäß § 326 HGB für das Geschäftsjahr 2017 die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahr und verzichtet auf die Erstellung und Offenlegung eines Lageberichtes. Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der AG einbezogen ist, enthält keinen zusammengefassten Lagebericht der AG und des Konzerns mehr, sondern es wird nur auf Konzernebene berichtet. Grundlagen des KonzernsUnternehmensbeschreibungDer EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. Die in den Anlagen produzierte grüne Wärme, Regelenergie und Biomethan können zudem direkt über EnviTec vermarktet werden. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogasproduzenten in Deutschland. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist neben Deutschland inzwischen in 15 Ländern weltweit vertreten. Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die beachtliche Effizienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifizierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015 setzen wir in der EnviTec Biogas AG, der EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG sowie der EnviTec Service GmbH erfolgreich um. Konzernstruktur und GeschäftsbereicheDie Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Mutterkonzern fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2017 umfasst 108 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit drei weniger als im Vorjahr (111). Anlagenbau![]() Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Energieversorger. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogasproduktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kW. Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen projektbezogen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: Schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Mit EnviThan verfügen wir über eine hocheffiziente, innovative Technologie zur Biogasaufbereitung. Das Verfahren erhöht den Anteil des energiereichen Methans von ca. 50 auf über 97 Volumenprozent und ist im Vergleich zu anderen Technologien umweltschonender, deutlich energie- und kosteneffizienter und weitaus flexibler. Das aufbereitete Biomethan wird zur Einspeisestation geleitet und dort vom Netzbetreiber weiter behandelt oder direkt in das Erdgasnetz eingespeist. Alternativ kann das hochreine Biomethan als umweltfreundliche Kraftstoffalternative (Bio-CNG - Compressed Natural Gas) verwendet werden. Neben Großanlagen bietet EnviTec seit 2014 auch ein Kompaktanlagenkonzept an, das unter der Bezeichnung "EnviFarm Compact"-Anlage vermarktet wird. Die Kleinanlagen mit einem Format von 75 bis 450 kW zielen vor allem auf den deutschen und italienischen Markt. Aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen in einigen Kernmärkten und der wachsenden Bedeutung internationaler Märkte wurde Ende 2017 eine Strukturanpassung vorgenommen. Die Bereiche Genehmigung und Statik wurden ausgelagert sowie die Projektabwicklung verschlankt. Ende 2017 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 430,0 MW (Vorjahr: 384,0 MW) am Netz. EigenbetriebIm Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaft zeichnet sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. EnviTec kümmert sich um die Projektplanung und schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen und den technischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows der wesentliche Ergebnistreiber in der Gruppe. ServiceIm Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturkostenrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen. ![]()
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verschiedene Projektgesellschaften von Biogasanlagen, Details zu den Beteiligungen und Beteiligungshöhen siehe Anhang Strategie & WettbewerbWir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in 16 Ländern errichtet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Aktuell sind für EnviTec die Märkte in Frankreich, Dänemark und Asien (China, Südostasien) am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Mittelfristig wollen wir durch die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte die Abhängigkeit von den jeweiligen Förderbedingungen verringern und bis zu 30 % des Konzernumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum haben wir definiert: internationale Expansion als WachstumstreiberWir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland weltweit in 15 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 ist der deutsche Markt zum Erliegen gekommen, so dass der Auslandsumsatz die inländischen Erträge im Anlagenbau inzwischen deutlich übersteigt. Auch der nachgelagerte Servicebereich gewinnt im Rahmen der internationalen Expansion weiter an Bedeutung. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien ist die Dynamik aktuell in Dänemark hoch. Mittelfristig sehen wir zudem große Chancen in Asien und Nordamerika. Ziel ist es, den Anlagenbau und den nachgelagerten Servicebereich auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu betreiben und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Steigende Bedeutung erhalten dabei die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biomethan und die Verwendung neuer Inputstoffe aus der Reststoff- und Abfallvergärung. Gezielter Ausbau des EigenbetriebsEnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut und erwirtschaftet heute in diesem Geschäftsbereich den höchsten Umsatzanteil im Konzern. In Deutschland setzt EnviTec vor allem auf die Optimierung der Bestandsanlagen und einen selektiven Kapazitätsausbau. Mit seinem positiven Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. Im Jahr 2017 betrieb EnviTec 74 eigene Anlagen (Vorjahr: 72). Die Gesamtleistung der Eigenanlagen stieg von 58,7 MW auf 61,9 MW. Dabei setzt EnviTec auch auf den Verkauf von aufbereitetem Biomethan, das ins Gasnetz eingespeist wird. Erweiterung des Angebots im ServiceDer Geschäftsbereich Service hat in den vergangenen Jahren für EnviTec deutlich an Bedeutung gewonnen und soll weiter ausgebaut werden. Erklärtes strategisches Ziel ist der internationale Ausbau des biologischen und technischen Service sowie die Erweiterung des Angebots für Fremdanlagen. Zudem soll das Servicegeschäft, u.a. auch durch strategische Partnerschaften, sukzessive auf neue Technologien ausgeweitet werden. International rücken neben Italien und Tschechien weitere fortgeschrittene Biogasmärkte wie Dänemark und Frankreich in den Fokus. Dazu werden Schritt für Schritt technische wie personelle Ressourcen in wachsenden Bereichen und Märkten aufgebaut und nachfolgend positive Umsatz- und Ergebniseffekte erzielt. Stärkung unserer InnovationsführerschaftMit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung der EnviTec Biogas innerhalb der Branche gefestigt und unser Kernprodukt Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit den von uns präferierten Herstellern und in unseren Eigenanlagen treiben wir diese Entwicklungen voran. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz/ Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Eigenkapitalrentabilität. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den 14-tägigen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Kosten, Liquidität und Verschuldungsgrad. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist unser Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Im Jahr 2016 wurde das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Gruppe auf Erfüllung der Forderungen der ISO 9001:2015 umgestellt und erfolgreich rezertifiziert. Bei EnviTec umfasst es nicht nur den Bau und Betrieb von Biogasanlagen, sondern auch unseren biologischen und technischen Service. Seit die Rechnungslegung im Konzern und der AG zum Geschäftsjahr 2015 vom internationalen Standard IFRS auf die Vorgaben des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) umgestellt wurde, können Umsätze im Anlagenbau erst nach Fertigstellung der Projekte realisiert werden. Im Bau befindliche Anlagen werden nur über die Bestandsveränderungen in der Gesamtleistung ohne den Ausweis einer Teilgewinnrealisierung ausgewiesen. Da dies zu wiederkehrenden Schwankungen beim Umsatz führt, wird die im Geschäftsbericht aufzustellende Prognose für das Gesamtjahr künftig bzw. erstmalig für das Geschäftsjahr 2018 auf Basis der Gesamtleistung erfolgen. Forschung und EntwicklungKontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Technologien zur Steigerung der Gasausbeute, an der Optimierung unseres Qualitätsmanagements sowie an der Erforschung möglicher alternativer Substrate. Weitere Schwerpunkte unserer F&E Aktivitäten sind die Prozessüberwachung und die Gasaufbereitung. Unser Labor: die EigenbetriebsanlagenZum Stichtag 31. Dezember 2017 betrieb EnviTec Biogas 74 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 61,9 MW in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. Neue Verfahren und Technologien erproben wir direkt in der Praxis in unseren Eigenbetriebsanlagen oder aber in enger Kooperation mit Herstellern und Kunden aus dem Servicesegment. Gasaufbereitung EnviThanIm Bereich der Gasaufbereitung erforschen bzw. erproben wir gemeinsam mit einem Hersteller laufend neue Membrantypen, um die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu steigern. Die Technik hat so in den vergangenen fünf Jahren eine stetige Weiterentwicklung erfahren. Wurde anfangs Biomethan immer in bestehende Erdgasnetze eingespeist, wird mittlerweile in mehreren von EnviTec errichteten Anlagen Compressed Natural Gas aus Biogas - kurz Bio-CNG - für den Verkehrssektor hergestellt. Eine weitere Neuerung ist die Einspeiseverdichtung per EnviTec-Anlage. Der Verdichter, der 2017 erstmals in einem Projekt in Frankreich zum Einsatz kam, steigert den Druck des erzeugten Biomethans von rund 12 bar bis auf den erforderlichen Netzdruck, je nach Anforderung des Gasnetzes. Ebenfalls weiterentwickelt wurde die Bauweise kleinerer, kompakter Anlagen. RessourcenEnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neue Projekte werden direkt in den Geschäftsbereichen und in Kooperation mit Herstellern und Kunden vorangetrieben. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Hier arbeiten wir im Rahmen von Forschungsprojekten, aber auch bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten, eng mit Studierenden und Lehrenden zusammen. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr auf rund 0,8 Mio. Euro. WirtschaftsberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungNach jüngsten Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von April 2018 verzeichnete die Weltwirtschaft in 2017 ein deutliches Wachstum von 3,8 %. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Wirtschaftsleistung insgesamt um 4,8 % steigerten, legten die Volkswirtschaften der fünf ASEAN-Gründungsmitglieder Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand um 5,3 % zu. In den Industriestaaten war mit einem Zuwachs um 2,3 % eine stärkere Wachstumsdynamik als in den Vorjahren zu beobachten. In den USA sowie in den Ländern der Eurozone war ebenfalls ein Wachstum von 2,3 % zu verzeichnen. Wichtige Märkte von EnviTec wie Deutschland (+2,5 %), Frankreich (+1,8 %) und Großbritannien (+1,8 %) entwickelten sich in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2018 ebenfalls durchweg positiv. Im Jahr 2017 war auf den globalen Agrarmärkten ein leicht ansteigendes Preisniveau zu beobachten. Insgesamt sind die Rohstoffmärkte jedoch weiterhin von großem Preisdruck geprägt. In Deutschland verzeichnete der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), der die Preisentwicklung der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarprodukte abbildet, im April 2016 den tiefsten Stand seit Anfang 2010, konnte sich aber in der Folgezeit erholen und in 2017 auf einem höheren Niveau stabilisieren. Auf Basis langfristiger Lieferverträge und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben profitierte EnviTec auch in 2017 von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe und erreichte eine komfortable Rohstoffversorgung. BiogasmarktFür Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Seit der deutlichen Reduzierung der Einspeisevergütungen in der vierten EEG-Novelle von 2014 ist der Anlagenneubau in Deutschland fast vollständig zum Erliegen gekommen. Am 8. Juli 2016 wurde eine weitere Reform des EEG vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Die endgültige Fassung trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Dabei ist zunächst positiv hervorzuheben, dass erstmals für die Zeit nach dem Auslaufen der bestehenden EEG-Vergütung für Altanlagen eine Anschlussregelung eingeführt wurde, die mehr Investitionssicherheit schafft, wenn auch zu geringeren Vergütungssätzen als bisher. Mit der Aussicht auf eine Vergütungsverlängerung steigt zudem die Attraktivität einer Anlagenflexibilisierung. Hier wird die am tatsächlichen Bedarf orientierte Einspeisung zum Ausgleich der unsteten Einspeisung aus Wind und Sonne durch vom Gesetzgeber geschaffene Prämien belohnt. Die Flexibilisierung erfolgt zumeist über eine Leistungssteigerung eines Blockheizkraftwerks (BHKW) und die Schaffung von mehr Gasspeichervolumen. Dies kann durch Zubau eines BHKW oder den Austausch eines alten BHKW gegen ein neues mit höherer Leistung geschehen. Im Gegensatz dazu wird die Reform der EEG-Vergütung für Neuanlagen keine Impulse setzen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde von Anfang September 2017. Von den 122 Megawatt (MW), die laut EEG 2017 hätten installiert werden können, wurden nur etwas mehr als 40 MW abgerufen, verteilt auf 33 Gebote, darunter 23 Bestandsanlagen und zehn Neuanlagen. Auch wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Zahl der Gebote und der Bezuschlagungen in der zweiten Angebotsrunde im September 2018 steigen werden, ergeben sich in Deutschland aus Sicht von EnviTec im Anlagenbau nur punktuelle Chancen bei der Anlagenflexibilisierung mit Leistungsausbau. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2017 nach vorläufiger Prognose des Fachverbandes Biogas rund 137 neue Biogasanlagen (2016: 195) errichtet. Zusammen mit den getätigten Anlagenerweiterungen und -flexibilisierungen betrug der Leistungszuwachs knapp 260 Megawatt (MW). Da davon nur 12 MW arbeitsrelevante Leistung sind, egalisieren die gleichzeitig vollzogenen Stilllegungen den Zuwachs fast vollständig. Insgesamt waren in Deutschland Ende 2017 rund 9.350 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von rund 4.500 MW in Betrieb. Dies entspricht einer Stromproduktion von 32,95 Mrd. kWh oder 9,41 Mio. mit Biogas versorgten Haushalte. Der Anteil von Biomasse an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland lag laut Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen bei 7,0 % (2016: 6,9 %). EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt, hat insbesondere den Anlagenbau zukunftsfähig aufgestellt und kann heute schnell und effizient auf wechselnde Marktgegebenheiten sowie Kundenwünsche reagieren. Der aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient dann zur Einspeisung ins Erdgasnetz und zur Verwendung als CO2 -neutraler Treibstoff. EnviTec verfügt mit seiner EnviThan Lösung über eine hocheffiziente und flexible Gasaufbereitungstechnologie, die bereits auf verschiedenen Märkten und bei unterschiedlichen Inputstoffen Einsatz findet. Die Deutsche Energieagentur, kurz dena, beziffert das Potenzial der Erzeugung von Biomethan in Deutschland bis 2050 auf das Zehnfache der heutigen Produktion. Dieses Potenzial könne durch Umrüstung bestehender Biogasanlagen und durch die konsequente Erschließung von Rest- und Abfallstoffen, tierischen Exkrementen und in geringem Maße Energiepflanzen erreicht werden. Auf dem europäischen Markt gestaltet sich der Neubau von Biogasanlagen derzeit vor allem in Frankreich und Dänemark attraktiv. Besonders ambitionierte Ziele hat die französische Regierung in ihrer mehrjährigen Programmplanung für den Ausbau der erneuerbaren Energien bei der Gaseinspeisung von Biomethan definiert. Bis 2030 sollen 10 % der Gasversorgung Frankreichs aus nicht-fossilen Ressourcen stammen. Dänemark plant, bis 2050 die vollständige Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erreichen. Im Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Energien bereits bis zu 40 % ausmachen. In Großbritannien hatte die konservative Regierung im Frühjahr 2017 regulatorische Anpassungen angekündigt, die jedoch im Zuge der Neuwahlen durch die neue, seit Sommer im Amt befindliche britische Minderheitsregierung vorerst ausgesetzt wurden. Die Unsicherheit über die weitere Ausrichtung der Erneuerbaren-Energien-Politik führte dazu, dass in 2017 kein nennenswerter Ausbau stattfand. Allerdings ist noch im Frühjahr 2018 mit einer neuen Regelung zu rechnen, weshalb sich die Rahmenbedingungen in Großbritannien im laufenden Jahr wieder deutlich aufhellen sollten. In Italien, wo nach Kürzung der Einspeisetarife ab 2013 die Rentabilität neuer Anlagen zurückging, wurde im März 2018 ein neues Fördergesetz für die Produktion von Biomethan in Kraft gesetzt. Dies könnte erhebliche Neuinvestitionen in technische Upgrades und den Bau von Neuanlagen nach sich ziehen. Außerhalb Europas gewinnt die Energiegewinnung durch Biogas vor allem auf den asiatischen Märkten an Bedeutung. So plant die indonesische Regierung, den nationalen Energieverbrauch bis 2025 zu 23 % durch erneuerbare Energien abzudecken (Stand 2014: 6 %). Besonders rasant entwickelt sich der chinesische Bioenergie-Sektor. Nach Prognosen des Kölner Beratungsunternehmens ecoprog wird sich China dank günstiger politischer Rahmenbedingungen, attraktiver Einspeisevergütungen und geringer Investitionskosten pro Megawatt zum wichtigsten Wachstumsmarkt für Bioenergie entwickeln. Ablesbar wird dies an einem ambitionierten Ausbauziel von 15.000 MW bis 2020. In den USA verlief die Marktentwicklung in den letzten Jahren nur schleppend. Für die kommenden Jahre rechnen Branchenexperten jedoch mit zunehmenden Geschäftschancen. Der US-Biogas-Verband sieht ausgehend von derzeit rund 2.200 existierenden Biogasanlagen an über 13.000 Standorten Potenzial für neue Projekte. Mitarbeiter![]() Durch die Wertschätzung unserer Mitarbeiter und die Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale schaffen wir Zukunftsperspektiven für jeden Einzelnen und steigern die Werthaltigkeit der Gruppe als Ganzes. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital und die Basis für den Erfolg der EnviTec Biogas Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 439 auf 447 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2017. Der Anstieg ist im Wesentlichen im Ausbau der Geschäftstätigkeit des Geschäftsbereichs Service begründet, der mit einer Erhöhung der Personalressourcen einherging. In der Folge stieg die Zahl der Beschäftigten im Service-Segment auf 168 Beschäftigte (Vorjahr 151). Im Anlagenbau beschäftigte EnviTec zum Bilanzstichtag 98 (Vorjahr 118) und im Eigenbetrieb 130 Mitarbeiter (Vorjahr 116). Der wesentliche Teil war mit 364 Beschäftigten weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr 349). An den Auslandsstandorten waren zum Stichtag 83 Mitarbeiter für EnviTec Biogas im Einsatz (Vorjahr 90). ![]() Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Wir wollen auch künftig jungen Absolventen die Chance bieten, in einer internationalen Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Ausdrücklicher Dank von Seiten des Vorstands und Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeitern der EnviTec Gruppe. Durch ihr Engagement hat die Gesellschaft ihre wirtschaftlichen Ziele für das abgelaufene Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht und blickt gestärkt auf die zukünftigen Herausforderungen. Entwicklung des Auftragsbestands im Segment Anlagenbau![]() EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2017 im Segment Anlagenbau über einen Auftragsbestand in Höhe von 102,9 Mio. Euro (Vorjahr: 103,3 Mio. Euro). Davon sind 57,5 Mio. Euro bereits in den unfertigen Erzeugnissen berücksichtigt. Im Stichtagsvergleich legte der Bestand an Projekten mit ausländischen Kunden von 94,8 Mio. Euro auf 99,0 Mio. Euro zu. Bei den Aufträgen aus dem Ausland entfallen die wesentlichen Teile auf Großbritannien und Frankreich. Weitere wichtige Märkte sind China und Dänemark. EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. 60,4 % der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 68,0 %). Der Auftragsanteil von industriell geprägten Kunden betrug rund 39,0 % (Vorjahr: 31,8 %). Die übrigen Aufträge entfallen auf Projektentwickler und auf den Eigenbetrieb. ![]() Entwicklung in den SegmentenDer EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig. Im Berichtszeitraum lieferte der Eigenbetrieb mit einer Quote von 55,9 % (Vorjahr: 62,4 %) den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil des Anlagenbaus stieg von 18,5 % auf 23,0 %. Der Anteil des Bereichs Service erhöhte sich auf 21,1 % (Vorjahr: 19,1 %). Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt. ![]() AnlagenbauIm Segment Anlagenbau verzeichnete EnviTec in 2017 auf den internationalen Biogasmärkten eine moderate Nachfrage. Insbesondere in Großbritannien war aufgrund der beschriebenen politischen Unsicherheiten vorerst eine deutliche Eintrübung der Geschäftslage zu verzeichnen. Weiterhin positiv verlief die Entwicklung in Frankreich und Dänemark. Auch in China erhöhte sich die Dynamik im Berichtszeitraum deutlich und es wurden bisher insgesamt vier Projekte fertiggestellt. In Deutschland lag der Fokus auf Flexibilisierung bestehender Anlagen. Größtes Wachstumsfeld sind derzeit EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas. Nach seiner Markteinführung in Deutschland 2012 wurde das gemeinsam von EnviTec und Evonik Industries entwickelte Verfahren in England, China und Dänemark und zuletzt auch bei zwei Projekten auf dem dynamischen französischen Markt eingesetzt. Insgesamt wurden seit 2012 bereits mehr als 20 EnviThan-Anlagen realisiert. Üblicherweise dient die Gewinnung und Aufbereitung von Biomethan der Einspeisung ins Gasnetz. Viel Potenzial verspricht künftig die Verwendung als CO2 -neutraler Treibstoff bzw. als Bio-CNG (Compressed Natural Gas aus Biomethan). Anfang 2017 ging EnviTec daher eine Kooperation mit BAUER Kompressoren als etablierten Lieferanten von CNG-Anlagenkomponenten ein. Durch die Kooperation ist EnviTec in der Lage, das komplette Paket von der Resteverwertung bis hin zur CNG-Zapfsäule aus einer Hand zu liefern. In China wurden bereits drei CNG-Gasaufbereitungsanlagen in Betrieb genommen. Im Dezember wurde EnviTec für das neue Angebot mit dem Titel "Drive Biogas - Bio-CNG aus Biogas" mit der "Biogaspartnerschaft des Jahres" 2017 der Deutschen Energie-Agentur (dena) ausgezeichnet. "Drive Biogas" soll insbesondere in Deutschland einen Beitrag zur Verkehrswende liefern und ist ein attraktives Folgemodell für bestehende Biogasanlagen, deren Förderung demnächst ausläuft, und für Stadtwerke interessant, die ihr Portfolio neu ausrichten möchten. Trotz der weiterhin großen Chancen auf den internationalen Märkten war die Geschäftsentwicklung im Segment Anlagenbau (inkl. Holding) im Jahr 2017 nicht zufriedenstellend. Zwar führte ein höherer Anteil schlussgerechneter Anlagen* zu einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse um 51,0 % auf 45,6 Mio. Euro. Gleichzeitig führte die gegenüber Vorjahr geringere Auslastung zu einem Bestandsrückgang um 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: +28,0 Mio. Euro). In der Folge war eine erhebliche Verringerung der Gesamtleistung von 63,3 Mio. Euro auf 46,2 Mio. Euro zu verzeichnen. Zudem waren bei mehreren Projekten erhebliche Termin- und Kostenüberschreitungen zu verbuchen. Aus den beschriebenen Faktoren resultierte eine Ausweitung des operativen Segmentverlusts (EBIT) von -2,8 Mio. Euro auf -8,2 Mio. Euro. Das ursprüngliche Ziel eines ausgeglichenen Segmentergebnisses wurde damit deutlich verfehlt. Um den volatilen Rahmenbedingungen in einigen Kernmärkten besser zu begegnen und der wachsenden Bedeutung internationaler Märkte Rechnung zu tragen, wurde daher Ende 2017 eine Strukturanpassung im Anlagenbau vorgenommen. Die Bereiche Genehmigung und Statik wurden ausgelagert sowie die Projektabwicklung verschlankt. Künftig soll der Anlagenbau bei einem durchschnittlichen Umsatz von jährlich rund 40 Mio. Euro trotz eines herausfordernden Marktumfelds einen positiven Ergebnisbeitrag zum Gesamtkonzern erreichen. EigenbetriebDer Eigenbetrieb ist das umsatzstärkste Segment im Konzern. Im Jahr 2017 wurden einige Bestandsanlagen in Deutschland akquiriert. Die Zahl der von EnviTec betriebenen Anlagen stieg von 72 auf 74. Die Leistung der Eigenanlagen erhöhte sich von 58,7 MW auf 61,9 MW. Davon waren 36,6 MW vollkonsolidiert (Vorjahr: 34,4 MW) und 25,3 MW at-equity bewertet (Vorjahr: 24,3 MW). Neun Anlagen mit einer Leistung von 10,7 MW werden im Ausland in Italien, Belgien und Frankreich betrieben. Der Segmentumsatz im Eigenbetrieb stieg in Folge der erstmaligen Einbeziehung neuer, leistungsstarker Anlagen ins Portfolio um 9,3 % auf 111,2 Mio. Euro. Im Vorjahr hatten zudem Umbaumaßnahmen und ein intensives Wartungsintervall Umsatz und Ertrag geschmälert. Im Berichtszeitraum trugen nun die gesteigerte Auslastung der Bestandsanlagen und eine gegenüber dem Leistungszuwachs unterproportional erhöhte Kostenbasis (Material: +5,3 %, Personal: +5,0 %) zur positiven Entwicklung bei. Dabei waren bei den Materialkosten allerdings auch positive Einmaleffekte beim Warenbestand zu verzeichnen. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg in der Folge deutlich von 10,5 Mio. Euro auf 16,7 Mio. Euro. Die EBIT-Marge stieg von 10,4 % auf rund 15,0 %. Insgesamt sieht EnviTec in diesem Segment weiteres Umsatz- und Ertragspotenzial durch den selektiven Ausbau des Bestands sowie Bestandsoptimierungen im In- und Ausland. ![]() ServiceDer Bereich Service umfasst Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen, vom Anfahren der Anlage und der fortlaufenden Kontrolle des Betriebs und der biologischen Prozesse bis hin zur regelmäßigen Begehung einer Anlage und der Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. Im Servicesegment setzte EnviTec im Berichtszeitraum seinen Wachstumskurs fort. Der Umsatz kletterte deutlich um 35,3 % auf 42,0 Mio. Euro. Ursächlich dafür sind im Wesentlichen die wachsende Zahl betreuter Biogasanlagen und eine Ausweitung der Aufgaben im Bereich RePowering/Flexibilisierung sowie bei kleineren Anlagenerweiterungen. Insgesamt wurden in Deutschland im biologischen Service Ende 2017 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 77 MW (Vorjahr: 80 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 243 MW (Vorjahr: 240 MW) betreut. Im Ausland betreute die EnviTec Gruppe Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 104 MW (Vorjahr: 98 MW), davon 69 MW (Vorjahr: 61 MW) im technischen und 35 MW (Vorjahr: 37 MW) im biologischen Bereich. Die wichtigsten Servicemärkte im Ausland sind Italien, Tschechien und Großbritannien. Wichtige Zielmärkte sind außerdem Frankreich und Dänemark. EnviTec hat in diesen Märkten im Zuge einer wachsenden Nachfrage seine Ressourcen und Marktpräsenz im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Die Ausweitung des Produkt- und Dienstleistungsangebots setzt sich ebenfalls fort. Zu den wichtigsten Partnern des Segments gehören im Bereich Blockheizkraftwerke 2G Energietechnik, GE Jenbacher, Pro2 und MAN Rollo. Im Bereich Gasaufbereitung kooperiert EnviTec mit der Malmberg Gruppe und im Bereich Material/Knowhow mit MT Energy Service und Biogastechnik Süd. Im Berichtszeitraum wurde zudem am Firmensitz in Lohne zusätzlich zu dem seit 2015 im italienischen Verona in Betrieb befindlichen Labor im Februar ein zweites Labor eröffnet. EnviTec kann nun auch deutschen Kunden biologischen Komplettservice aus einer Hand anbieten. Am Standort in Calbe/Saale wurden im Berichtszeitraum weitere Lagerkapazitäten geschaffen, die Anlagenbetreibern in der Region zwischen Braunschweig, Berlin und Leipzig eine bessere und schnellere Verfügbarkeit von Ersatzteilen und Verbrauchsartikeln ermöglicht und damit Stillstandzeiten ihrer Anlagen reduziert. Insgesamt führte der Ausbau der Geschäftstätigkeit zu einer weiteren Verbesserung der Profitabilität, da sich sowohl die Personalkosten (+15,0% auf 7,8 Mio. Euro) als auch die Materialkosten (+14,4 % auf 31,0 Mio. Euro) nur unterproportional erhöhten. Daraus resultiert ein deutlich gestiegenes operatives Segmentergebnis (EBIT) von -2,0 Mio. Euro (Vorjahr: -3,5 Mio. Euro). Wie in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin positiv. ![]() Ertrags-, Finanz- und VermögenslageUmsatzentwicklung![]() Die EnviTec Gruppe verzeichnete im Jahr 2017 eine solide Geschäftsentwicklung. Vor allem die Segmente Service und Eigenbetrieb entwickelten sich sehr positiv. Im größten Segment des Konzerns, im Eigenbetrieb, legte der Umsatz um 9,3 % auf 111,2 Mio. Euro zu. Der Servicebereich verbuchte das dritte Jahr in Folge ein deutlich zweistelliges Wachstum und legte beim Umsatz um 35,3 % auf 42,0 Mio. Euro zu. Zur positiven Umsatzentwicklung im Konzern trug auch eine höhere Zahl schlussgerechneter Projekte im Anlagenbau bei. Dort stieg der erzielte Segmentumsatz um 51,0 % auf 45,6 Mio. Euro. Aus der positiven Entwicklung auf Segmentebene resultierte ein Anstieg der Konzernumsätze um 22,0 % auf 198,8 Mio. Euro (Vorjahr: 162,9 Mio. Euro). Damit wurde die im Geschäftsbericht 2016 für das Gesamtjahr 2017 aufgestellte Prognose eines leicht steigenden Konzernumsatzes zwar übertroffen und es wurden die höchsten Umsatzerlöse seit dem Rekordjahr 2011 erzielt. Aber gleichzeitig war die Auslastung im Segment Anlagenbau aufgrund von Termin- und Projektverschiebungen insgesamt deutlich rückläufig. Dadurch reduzierte sich auf Konzernebene der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, der im Wesentlichen den Wert der noch im Bau befindlichen Projekte im Anlagenbau enthält, gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. Euro. Hiervon sind dem Anlagenbau 2,9 Mio. Euro und dem Service 2,1 Mio. Euro zuzuordnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken von 11,2 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro. In der Folge sank die Gesamtleistung im Konzern leicht um 1,1 % auf 202,6 Mio. Euro. Die in 2017 in Deutschland erzielten Umsätze betrugen 135,1 Mio. Euro (Vorjahr: 118,8 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz erhöhte sich von 44,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 63,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2017. Den größten Anteil an den Auslandsumsätzen hatten Italien und Dänemark. Die dort realisierten Umsätze betrugen im Berichtszeitraum 19,7 Mio. Euro respektive 15,1 Mio. Euro. AufwandsentwicklungDer Materialaufwand ist der wesentliche Aufwandsposten des EnviTec Biogas Konzerns. Im Geschäftsjahr 2017 stieg der Materialaufwand im Service bei einem deutlichen Ausbau der Geschäftstätigkeit nur unterproportional zur Umsatzsteigerung. Gleiches gilt für den Eigenbetrieb, wobei sich hier zusätzlich Einmaleffekte im Warenbestand mindernd auf den Materialaufwand auswirkten. Im Anlagenbau war aufgrund der geringeren Auslastung ein deutlicher Rückgang der Materialkosten zu verzeichnen. Im Konzern lag der Materialaufwand mit 134,9 Mio. Euro um 2,2 % niedriger als im Vorjahr. Das Rohergebnis erhöhte sich leicht von 67,0 Mio. Euro auf 67,7 Mio. Euro. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,2 % auf 21,2 Mio. Euro. Ursächlich hierfür waren die Expansion im Servicesegment und der Leistungsausbau im Eigenbetrieb. Die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz sank von 12,2 % auf 10,7 %. Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Quote 10,5 % (Vorjahr: 9,7 %). Die primär durch den Eigenbetrieb induzierten Abschreibungen lagen mit 18,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der sonstige betriebliche Aufwand, der sich aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammensetzt, sank deutlich von 25,0 Mio. Euro im Vorjahr um 12,7 % auf 21,9 Mio. Euro. Im Vorjahr war dieser Posten unter anderem durch einmalige Provisionsaufwendungen belastet gewesen. ErgebnisentwicklungDie EnviTec Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2017 trotz weiterhin schwieriger und volatiler Marktbedingungen auf den internationalen Biogasmärkten ihr bestes Ergebnis seit dem Rekordjahr 2011. Ausschlaggebend dafür war eine ausgesprochen positive Entwicklung in den Bereichen Service und Eigenbetrieb, wodurch das negative Ergebnis im Anlagenbau erneut überkompensiert werden konnte. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis vor Abzug von Abschreibungen (EBITDA) von 22,2 Mio. Euro auf 24,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 4,2 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro. Die für das Geschäftsjahr 2017 in Aussicht gestellte Guideline eines leicht verbesserten operativen Ergebnisses (EBIT) im Konzern wurde damit erreicht. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 2,6 % auf 3,3 %. EnviTec weist damit eine im Branchenvergleich solide Rentabilität aus, die im laufenden Jahr bei verbesserter Effizienz im Anlagenbau weiter steigen sollte. Der Zinsaufwand konnte im Berichtszeitraum um weitere 8,5 % auf 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) reduziert werden. Bei nahezu gleichbleibenden Zinserträgen belief sich das Finanzergebnis per Saldo auf -1,3 Mio. Euro (Vorjahr: -1,3 Mio. Euro). Das Ergebnis aus teilkonsolidierten Beteiligungen (at-equity) stieg von 0,7 auf 1,4 Mio. Euro. Der Steueraufwand sank von 1,9 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Aus den genannten Entwicklungen resultierte ein deutlicher Anstieg des Konzernjahresüberschusses von 1,7 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2017 beträgt 0,33 Euro (Vorjahr: 0,11 Euro). VermögenslageDie Bilanzsumme des EnviTec Konzerns lag zum 31. Dezember 2017 mit 279,8 Mio. Euro fast auf dem Niveau des Vorjahres. Auf der Aktivseite sank der Wert der langfristigen Vermögenswerte von 164,8 Mio. Euro auf 159,0 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen. Mit Sachanlagen im Wert von 109,9 Mio. Euro - im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen - verfügt der EnviTec Konzern weiterhin über erhebliche langfristige Vermögenswerte in seiner Bilanz. Bei den Finanzanlagen stieg der Wert der at-equity bewerteten Beteiligungen von 11,7 Mio. Euro auf 13,4 Mio. Euro. Dem stand eine Verringerung der Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen zur Finanzierung von Nachinvestitionen und Substrateinkauf von 13,1 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro gegenüber. Insgesamt sank der Wert der Finanzanlagen leicht um 4,7 % auf 34,0 Mio. Euro. Die Vorräte erhöhten sich von 55,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2016 auf 61,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag, was primär auf einen Zuwachs der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen ist. Der Forderungsbestand sank leicht auf 36,5 Mio. Euro. Insgesamt erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 110,7 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 112,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017. FinanzlageKapitalstrukturAuf der Passivseite ist die solide Finanzlage ablesbar an einem Eigenkapitalpolster in Höhe von 153,2 Mio. Euro. Der Rückgang um 4,1 Mio. Euro gegenüber Jahresende 2016 ist im Wesentlichen auf die in der Hauptversammlung beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von 8,9 Mio. Euro zurückzuführen, aus der ein Bilanzverlust in Höhe 11,8 Mio. Euro resultierte. Die zu Buche stehenden Gesamtverbindlichkeiten lagen mit 113,0 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahresstichtags (Vorjahr: 113,7 Mio. Euro). Während sich dabei die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 5,5 % auf 79,3 Mio. Euro erhöhten, sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 13,2 % auf 15,9 Mio. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen um 44,5 % auf 1,9 Mio. Euro. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 5,3 % auf 15,1 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde ein Teil der Verbindlichkeiten im Konzern auf günstigere Finanzierungen umgeschuldet. Die kurzfristigen Schulden sanken von 67,7 Mio. Euro auf 56,0 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden lagen bei rund 57,0 Mio. Euro. Die Rückstellungen sanken leicht von 11,0 Mio. Euro auf 9,4 Mio. Euro. Insgesamt verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag über eine weiterhin komfortable Eigenkapitalquote in Höhe von 54,7 % (31. Dezember 2016: 55,3 %), die das Fundament für die Wahrnehmung von Wachstumschancen auf den internationalen Biogasmärkten bildet. Investitionen![]() Die Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen beliefen sich in 2017 auf 15,6 Mio. Euro nach 9,0 Mio. Euro in 2016. Wie schon in den Jahren zuvor entfielen die Investitionen mit 8,7 Mio. Euro im Wesentlichen auf das Segment Eigenbetrieb (Vorjahr: 7,0 Mio. Euro). Maßgeblich war der Erwerb der gesamten Assets mehrerer bestehender Biogasanlagen in Deutschland. Darüber hinaus ergeben sich die Investitionen im Bereich Eigenbetrieb aus umfangreichen Erweiterungen und Repowering Maßnahmen sowie aus dem Erwerb einer Kaufoption auf einen landwirtschaftlichen Betrieb. Für 2018 rechnet EnviTec mit Investitionen auf Vorjahresniveau. LiquiditätZum Jahresende 2017 standen liquide Mittel in Höhe von 14,9 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 10,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 24,9 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 22,3 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro) vollständig. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 10,4 Mio. Euro zur Verfügung. ![]() Aussage zum CashflowDer Netto-Cashflow im EnviTec Konzern bewegte sich mit 19,6 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (20,0 Mio. Euro). Bei leicht reduziertem Brutto-Cash Flow konnte die höhere Kapitalbindung für Substratlager durch die Reduzierung der Forderungsbestände kompensiert werden. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit stieg durch Investitionen im Eigenbetrieb von 7,7 Mio. Euro auf 13,5 Mio. Euro. Der Abfluss aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum betrug nur 5,2 Mio. Euro, da die Tilgungen auf Bankverbindlichkeiten in Höhe von 26,1 Mio. Euro und die Dividendenzahlung in Höhe von 8,9 Mio. Euro durch Aufnahme von Kreditmitteln im Umfang von 32,8 Mio. Euro nahezu ausgeglichen wurden. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageChancen- und RisikoberichtDer bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. ChancenBranchenspezifische ChancenDie weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche Wachstumsperspektiven. Biogas als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, wird auch in Zukunft weltweit an Bedeutung gewinnen. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Viel Potenzial verspricht künftig auch die Verwendung als CO2 -neutraler Treibstoff (Bio-CNG). Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Durch eine gezielte Fortsetzung der Internationalisierung in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten wird EnviTec in den kommenden Jahren weiter versuchen, seine Marktposition auszubauen und zu stärken. Neben den Chancen in etablierten Märkten wie Frankreich, Dänemark und Großbritannien ist aktuell China einer der attraktivsten Märkte. Mittelfristig sehen wir Chancen insbesondere in aufstrebenden asiatischen Märkten wie den Philippinen, Malaysia und Indonesien und in den USA. In bereits etablierten Märkten bieten sich zusätzliche Chancen, wenn Mitbewerber auf kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen nicht adäquat reagieren können oder dem herrschenden Wettbewerb nicht gewachsen sind. Insbesondere in Deutschland wird es aufgrund der schwierigen Branchenentwicklung zu einer weiteren Marktbereinigung kommen. EnviTec eröffnen sich dadurch insbesondere im Bereich Service und im Bereich Eigenbetrieb punktuell Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden und Marktanteile. Unternehmensstrategische ChancenUnternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas insbesondere in einer weiteren Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der damit verbundenen Wahrnehmung zusätzlicher Chancen auf den internationalen Biogasmärkten. Im Fokus stehen dabei zum einen Märkte, in denen der Ausbau von Anlagen zur Biogasherstellung bzw. -aufbereitung voranschreitet und EnviTec als führender Anlagenbauer von dieser allgemeinen Entwicklung profitieren kann. Zum anderen ergeben sich Chancen aus der Expansion in reifere Biogasmärkte im Servicesegment. Im Eigenbetrieb bieten die fortschreitende Optimierung der bestehenden Anlagen sowie die selektive Ergänzung des Portfolios weiteres Potenzial. Unternehmensstrategische Chancen liegen außerdem in der Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition Leistungswirtschaftliche ChancenLeistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Vermarktung. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität. RisikenRisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein international tätiges Unternehmen, das sich in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld bewegt. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der Anpassungen des in 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen. EnviTec konzentriert sich im Anlagenbau seither primär auf ausländische Wachstumsmärkte. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen und kontinuierlichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Bei der Vermarktung und dem Verkauf von aus Biogas erzeugtem Strom und Gas geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um Forderungsausfällen vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit das Auftrags- und Absatzrisiko als strategisches Risiko, dessen Eintritt unwahrscheinlich ist. Zudem werden die potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt. Insgesamt sieht EnviTec im Auftrags- und Absatzmanagement keine wesentlichen Risiken. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit Geschäften der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien und in den USA entstehen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Großbritannien wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 3,6 Mio. Euro abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge von Tochterunternehmen abgesichert. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Währungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt aufgrund der konservativen Hedgingstrategie unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt moderat wären. WettbewerbsrisikenBestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Wettbewerbsrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit technologische Risiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben reduziert. Insbesondere im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Beschaffungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt im Eigenbetrieb unwahrscheinlich sowie im Anlagenbau sehr unwahrscheinlich ist. Die potenziellen Auswirkungen auf den Konzern bewertet EnviTec im Eigenbetrieb als moderat und im Anlagenbau als gering. Unternehmenswachstum und interne RisikenDer EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert und in der Organisation umgesetzt wurden. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontrollsysteme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus Unternehmenswachstum sowie die internen Risiken als Risiken, deren Eintritt unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. PersonalrisikenDie Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Knowhow durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Personalrisiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat. Risiken aus FinanzierungsinstrumentenDie EnviTec Biogas AG hat im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben. In diesem Zusammenhang hat sich die EnviTec zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen, sog. Financial Covenants, verpflichtet. Hierbei handelt es sich um eine Mindest-Eigenkapitalquote (wirtschaftliches Eigenkapital / bereinigte Bilanzsumme) und einen maximalen Verschuldungsgrad (Nettofinanzverschuldung / EBITDA). Die zugesagten Covenants werden von der EnviTec eingehalten. Eine Verletzung der Verpflichtung würde ein Kündigungsrecht der Banken auslösen. Das Schuldscheindarlehen wurde bisher planmäßig (13,0 Mio. Euro) und teilweise aufgrund der guten Liquiditätssituation vorzeitig (12,0 Mio. Euro) auf ein ausstehendes Volumen von 5,0 Mio. Euro getilgt (31. Dezember 2017). Die nächste und letzte planmäßige Tilgung erfolgt im September 2019. Auch die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem Fair-Value-Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus den genannten Finanzierungsinstrumenten hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und die Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat. AbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor. Die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG und des Konzerns diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen weiterhin positivDie Weltwirtschaft wird nach Prognosen des IWF im laufenden Jahr mit 3,9 % das stärkste Wachstum seit acht Jahren verzeichnen. In den Schwellen- und Entwicklungsländern soll das Wachstum 4,9 % betragen, in den Industrieländern 2,5 %. Die Volkswirtschaften der fünf ASEAN-Gründungsmitglieder Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand (ASEAN-5) werden insgesamt um 5,3 % zulegen. In der Eurozone wird mit 2,4 % das stärkste Wirtschaftswachstum seit 2007 erwartet. Maßgeblich tragen dazu die guten Aussichten für Deutschland (+ 2,5 %) und Frankreich (2,1 %) bei, zwei der wichtigsten Märkte der EnviTec Biogas. In Großbritannien rechnet der IWF mit einem etwas schwächeren Zuwachs von 1,6 %. Branchenentwicklung -Punktuelle Chancen in Deutschland, international weiterhin breit angelegtes WachstumDie zum 1. Januar 2017 in Kraft getretene EEG-Novelle sieht vor, dass bestehende Biogasanlagen in Deutschland über Ausschreibungen eine Anschlussvergütung für weitere zehn Jahre erhalten können, wodurch die langfristigen Rahmenbedingungen im Anlagenbetrieb verbessert wurden. Zudem wird die Vergütung für Neuanlagen erhöht, jedoch ohne maßgebliche Anreize für den Neubau von Biogasanlagen zu schaffen. Ausgewählte Chancen bieten sich in der Folge in Deutschland im Service, in der Flexibilisierung von Biogasanlagen und in Bereichen außerhalb der reinen Stromproduktion, so etwa im Wärmemarkt und bei der Aufbereitung von Biogas, z.B. zu CNG-Treibstoff. In Europa sind Frankreich und Dänemark weiterhin sehr attraktive Biogasmärkte. Durch das in 2015 in Frankreich verabschiedete Energiewendegesetz wurden deutliche Anreize für den Bau neuer Biogasanlagen - insbesondere zur Gasaufbereitung - gesetzt und die französische Regierung ist fest gewillt, den Anteil von Atomstrom künftig deutlich zu Gunsten erneuerbarer Energien zurückzufahren. In Dänemark sind trotz kürzlich erfolgter regulatorischer Anpassungen weiterhin günstige Rahmenbedingungen gegeben. In Großbritannien besteht kurzfristig die Aussicht, dass die Dynamik im Biogasmarkt noch im laufenden Jahr wieder deutlich zunehmen wird. Für das Frühjahr 2018 wird ein neues Gesetz zur Förderung für erneuerbare Energien erwartet, das neue Rechtssicherheit schaffen soll. Die wichtigsten außereuropäischen Wachstumsmärkte sind aus Sicht von EnviTec China, die USA und die Staaten Südostasiens. So wird sich China bis 2020 durch einen Zubau von rund 750 MWel pro Jahr zum umsatzstärksten Biomassemarkt der Welt entwickeln. In den USA bieten sich vor allem in Regionen mit hohen Strompreisen oder Metropolregionen mit hohen Umweltauflagen und Restriktionen bei der Verfügbarkeit von Deponieraum günstige Projektvoraussetzungen. EnviTec sieht auf Basis bereits vor Ort realisierter Referenzprojekte wesentliche Chancen, weitere Anlagen an solchen Standorten zu errichten. Weltweit geht das Beratungsunternehmen ecoprog bis 2025 vom Bau von 2.400 neuen Biogasanlagen mit einer Leistung von 26,5 GWel aus. Hauptgrund hierfür ist die Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, die mittlerweile in über 140 Ländern etabliert ist. Entwicklung von EnviTec BiogasDie EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung des Anlagenbaus strategische Weitsicht bewiesen und kann nun auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen. Einen der Eckpfeiler einer künftigen positiven Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas bildet das stabile finanzielle Fundament des Unternehmens. Zum Jahresende 2017 standen liquide Mittel in Höhe von 14,9 Mio. Euro (Vorjahr: 16,5 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 10,0 Mio. Euro (Vorjahr: 11,6 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 24,9 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 22,3 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro) vollständig. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 10,4 Mio. Euro zur Verfügung. Entwicklung in den SegmentenIm Anlagenbau hat der deutsche Markt aufgrund der unattraktiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Neugeschäft von EnviTec kaum Bedeutung. Punktuelle Chancen ergeben sich dort nur aus der Flexibilisierung von Anlagen, die mit einem Leistungsausbau verbunden ist. Weiterer Fokus in Deutschland sind Umbaumaßnahmen und Bestandsoptimierungen. Die wichtigsten Auslandsmärkte für EnviTec sind im Anlagenbau derzeit Frankreich und Dänemark, gefolgt von Großbritannien und China. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sich die Rahmenbedingungen auch im Ausland schnell ändern können. Daher müssen vorhandene Chancen schnell und konsequent genutzt und die mit dem Auslandsgeschäft verbundenen Risiken - wie etwa unterschiedliche Rechtssysteme, Bauvorschriften und Sprachbarrieren - effizient gemanagt werden. Die Ende 2017 durchgeführte Anpassung im Anlagenbau dient dazu, den volatilen Rahmenbedingungen in einigen Kernmärkten noch besser zu begegnen und der wachsenden Bedeutung der internationalen Märkte Rechnung zu tragen. Die optimierte Prozess- und Kostenstruktur hat sich im bisherigen Jahresverlauf bewährt. Nun gilt es, weiterhin kontinuierlich neue Projekte auf den internationalen Märkten zu akquirieren und die gute Projektpipeline im Volumen von 102,9 Mio. Euro auf Basis der neuen Struktur konsequenter und effizienter als in der Vergangenheit abzuarbeiten. Selbstgestecktes Ziel ist es, bei einer Gesamtleistung (oder Umsatz) von rund 40 Mio. Euro und sinkenden Kosten bereits in diesem Jahr ein positives Ergebnis (EBIT) zu erzielen. Den cashflow-starken Eigenbetrieb wird EnviTec im In- und Ausland weiter ausbauen, entweder durch Optimierung der eigenen Anlagen, oder den Bau neuer bzw. den selektiven Erwerb bestehender Anlagen. Im Fokus steht dabei weiterhin primär Deutschland. Insgesamt geht EnviTec Biogas davon aus, im laufenden Geschäftsjahr im Segment Eigenbetrieb erneut leicht steigende Umsatzerlöse zu erreichen. Da die Materialkosten in 2017 durch positive Einmaleffekte geprägt waren, wird das Betriebsergebnis (EBIT) im Gesamtjahr 2018 leicht unter Vorjahr liegen. Die vormals zum Energy-Segment gehörigen Bereiche (Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung) werden dabei einen positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern. Im ergänzenden Geschäftsfeld Service wird sich im laufenden Geschäftsjahr die Wachstumsdynamik der Vorjahre - allerdings in abgeschwächter Form - fortsetzen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die etablierten Märkte Deutschland und Italien, sondern auch andere reifere Märkte wie Frankreich und Dänemark, in denen wir unsere Servicetätigkeit erhöhen wollen. Zudem soll der Service für Fremdanlagen weiter ausgebaut werden. Ein neues Labor am Standort Lohne, neue Lagerkapazitäten und vielversprechende Kooperationen im In- und Ausland werden hier für weiteres organisches Wachstum sorgen. Für das Geschäftsjahr 2018 prognostiziert der Vorstand im Servicebereich insgesamt einen leichten Anstieg bei Umsatz und Ergebnis (EBIT). KonzernprognoseAuf Konzernebene wird im Geschäftsjahr 2018 auf Basis der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten eine Gesamtleistung auf Vorjahresniveau prognostiziert. Der EnviTec-Vorstand erwartet zudem eine leichte Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT). Ausschlaggebend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele wird der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein. Insgesamt sieht EnviTec sich dank eines starken technologischen sowie finanziellen Fundaments gut gerüstet für die Zukunft. Die positive Entwicklung seit 2014 belegt, dass EnviTec den volatilen Marktbedingungen erfolgreich begegnen kann. Ziel ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte und Verfahren zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. Gesamtaussage zur zukünftigen EntwicklungDer EnviTec Gruppe bieten sich in den kommenden Jahren große Chancen. Im Anlagenbau ist trotz des erneuten Verfehlens der wirtschaftlichen Ziele im abgelaufenen Geschäftsjahr das Potenzial auf den internationalen Biogasmärkten weiterhin erheblich. Dies zeigt sich insbesondere an den Aktivitäten auf den dynamischen europäischen Märkten sowie den aufstrebenden asiatischen Märkten. Hier bieten sich realistische Chancen, die Marktposition auszubauen. Auch der französische und der dänische Markt sind nach wie vor sehr vielversprechend und EnviTec hat eine sehr gute Präsenz und Reputation erreicht. Gleichzeitig sind die Risiken im Anlagenbau weiterhin hoch, weshalb das Unternehmen deutlich behutsamer und zielorientierter als in der Vergangenheit agieren wird, um das Kernziel einer segmentübergreifenden Profitabilität zu realisieren. Für die selektive Erweiterung des cashflowstarken Eigenbetriebs und den Ausbau des ergänzenden Geschäftsfelds Service bieten sich ebenfalls in den kommenden Jahren günstige Rahmenbedingungen, die EnviTec nutzen möchte. Biogas wird sich dabei weg von einem klassischen Stromproduzenten hin zu einem flexiblen, multivariablen, klimafreundlichen Energieträger entwickeln, der über das Erdgasnetz eingespeist, als CO2 -neutraler Treibstoff eingesetzt und als Wärmelieferant dienen kann. EnviTec Biogas wird daher die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und die Exploration neuer Märkte weiter betreiben. Ziel ist, mittel- bis langfristig bis zu 30 % des Konzernumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich zu generieren. Auch Anwendungen und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern und Produkten außerhalb der Biogasbranche werden verfolgt. KONZERNABSCHLUSSKonzernbilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
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Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2017scroll
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Konzernanhang1. Allgemeine InformationenDie EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen, dem technischen und biologischen Service sowie der Vermarktung von Strom beschäftigt. Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 31. Dezember 2017 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board (vormals: Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt. Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten worden. Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Grundlagen des Konzernabschlusses2.1. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 wie folgt entwickelt: scroll
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Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 171 (31.12.2016: 175) Unternehmen, von denen 108 (31.12.2016: 111) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Bei der OxFa GmbH wurde im Jahr 2017 eine Kapitalerhöhung durchgeführt an der die EnviTec Biogas AG nicht teilgenommen hat. Die Beteiligungsquote hat sich hierdurch auf 25,10% verringert und die Gesellschaft wird per 31.12.2017 nicht mehr vollkonsolidiert sondern at-equity bewertet. Die EWS Biogas Projektentwicklungs-GmbH & Co. KG sowie die EWS Biogas Projektentwicklung Verwaltungs GmbH fallen aufgrund ihrer Liquidation aus dem Konsolidierungskreis heraus. Die übrigen Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen sowohl im In- als auch im Ausland resultieren aus der Verschmelzung auf diverse Gesellschaften. Es betrifft im Einzelnen:
Mit Vertrag vom 21. Februar 2017, der gleichzeitig dem Erwerbsstichtag entspricht, hat die Dritte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG (vormals Zweite Biogas Neese GmbH & Co. KG) 100 % des Kommanditkapitals der Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, 100% des Kommanditkapitals der Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, 54,4% des Kommanditkapitals der Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG sowie 60,5% des Kommanditkapitals der Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 796 erworben. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 4.536. Im Geschäftsjahr 2017 ist ein Überschuss der Gesellschaften von TEUR 395 enthalten. Im Wesentlichen wurden Sachanlagen und Vorräte erworben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert des Eigenkapitals wurde als Geschäfts- und Firmenwert mit TEUR 391 ausgewiesen. Mit gleichem Vertrag wurden 46,5% des Kommanditkapitals der Zweite Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG zu einem Kaufpreis von TEUR 189 erworben. Die Gesellschaft wird nunmehr unter den at-equity Beteiligungen ausgewiesen. Im Berichtszeitraum hat die EnviTec Biogas AG über ihre 100%ige Tochter EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG weitere 25% der Anteile an der Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG sowie der Biogas Löschenrod Verwaltungs GmbH erworben. Der Anteilsbesitz beträgt nunmehr 69% und beide Gesellschaften werden vollkonsolidiert. Als weiterer Abgang bei den at-equity Beteiligungen ist aufgrund ihrer Liquidation die ETFT EnviTec Filtration Technik GmbH zu nennen. 2.2. Vollkonsolidierte und assoziierte Unternehmen sowie BeteiligungenFolgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen: scroll
Aufgrund von Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag der EnviTec Biogas SEE kft. hat der EnviTec Konzern keine Möglichkeit der Beherrschung der Gesellschaft, sodass die EnviTec Biogas SEE kft. trotz Mehrheit der Anteile weitherhin nach der Equity-Methode bewertet wird. EnviTec hält keine Beteiligungen mit über 20% der Anteile von Gesellschaften, die nicht vollkonsolidiert oder at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden. Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machen im Geschäftsjahr 2017 von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch. Name und Sitz der GesellschaftEnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg EnviTec Service GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg ETBKN GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne eeMaxx Anlagen- und Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Vogelsang Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG, Neutrebbin Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde EnviTec Stromkontor GmbH & Co. KG, Lohne Dritte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Thomasburg GmbH & Co, KG, Lohne Biogas Hirl GmbH & Co, KG, Bresegard RePro Beber GmbH & Co, KG, Lohne Biogas Nieheim GmbH & Co, KG, Lohne Biogas Wanzleben GmbH & Co, KG, Wanzleben Biogas Angern GmbH & Co, KG, Lohne Biogas Osterburg GmbH & Co, KG, Lohne EnviTec Anlagenbau GmbH & Co, KG, Saerbeck Biogas Reinsfeld GmbH & Co, KG, Lohne Biogas Forst GmbH & Co, KG, Forst Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG , Bützow Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow 2.3. KonsolidierungsmethodenDer Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen. Mit Ausnahme der Envitec Biogas (India) Private Limited, Indien, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert wird, stellen alle Tochtergesellschaften ihre Einzelabschlüsse auf den 31. Dezember eines Jahres auf. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. SchuldenkonsolidierungWechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Aufwands- und ErtragskonsolidierungAufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet. ZwischenergebniseliminierungZwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und -entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden. Equity-BewertungNach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Zum 31.12.2017 wurden keine entsprechenden Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. 3. Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Konzernabschluss ist nach den allgemeinen Regelungen der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, den Regelungen für Konzernabschlüsse nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie den at-equity bewerteten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden nicht geändert. 3.1. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften, deren Unternehmenszweck der Betrieb von einer oder mehreren Biogasanlagen ist, aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen. Aufgrund der in den entsprechenden Gesetzen festgeschriebenen Förderdauer werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über die Restlaufzeit der Förderung (länger als 5 Jahre) abgeschrieben. 3.2. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten -sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar: scroll
3.3. FinanzanlagevermögenVermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3.4. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. 3.5 Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. 3.6. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. 3.7. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. 3.8. Latente SteuernLatente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet. 3.9. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 3.10. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. 4. Erläuterungen zur KonzernbilanzIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzernbilanz gemacht. 4.1. AnlagevermögenDie Posten des Anlagevermögens haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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4.2. Geschäfts- und FirmenwertDie Zugänge im Geschäftsjahr betreffen zum einen den Erwerb von Anteilen der Biogas Löschenrod GmbH &Co. KG mit TEUR 188 sowie zum anderen den Erwerb von Anteilen am Biopark Bützow. Planmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 753 vorgenommen worden Die Abschreibungsdauer der Zugänge beträgt bei der Biogas Löschenrod GmbH & Co, KG 11 Jahre und beim Biogaspark Bützow 12 Jahre und ergibt sich aus dem Lebenszyklus der neu erworbenen Anteile/Gesellschaften. 4.3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgestände enthalten Forderungen auf die Erstattung von Vorsteuern und geleisteter Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 5.944 (Vorjahr: TEUR 5.360) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 4.4. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden aufgenommene Disagien in Höhe von TEUR 301 (Vorjahr: TEUR 114) ausgewiesen. Neben Disagien werden im Wesentlichen Zahlungen für Bearbeitungsgebühren von Darlehen, Pacht und Erbbauzins sowie Versicherungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag abgegrenzt. 4.5. Latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von zeitlichen Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge. Der Bewertung wurde der unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,08% zugrunde gelegt (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25% für die Gewerbesteuer). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 350%. Die nachfolgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden: scroll
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000,00 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
4.7. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Gewährte SicherheitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 66.847 durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Der Buchwert des als Sicherheit gewährten Sachanlagevermögens beträgt TEUR 65.095. 4.8. Derivative FinanzinstrumenteWährungsrisikenZur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB gebildet. Diese werden zur Absicherung einzelner Forderungen oder Verbindlichkeiten oder für eine Gruppe von Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet. Grundgeschäfte werden betragsmäßig in gleicher Höhe und in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte gesichert. Die einzelnen Hedge Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Zum 31.12.2017 waren Devisentermingeschäfts mit einem Wert von TGBP 2.766 abgeschlossen. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung gemacht. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse verteilen sich, unter der Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung, folgendermaßen auf Tätigkeitsbereiche und geographische Märkte: scroll
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AbschreibungenDie Abschreibungen im Konzernabschluss 2017 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 753. Weitere außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen wurden nicht vorgenommen. 6. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Finanzmittelfonds zu Beginn und am Ende der Kapitalflussrechnung entsprechen dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (TEUR 14.866) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 3.116). Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge waren im Geschäftsjahr genauso wie Zugänge an liquiden Mitteln durch Unternehmenserwerbe nicht zu verzeichnen. In den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Wirtschaftsgüter ist eine Anzahlung in Höhe von TEUR 6.000 für den Erwerb eines immateriellen Wirtschaftsgutes enthalten. Die Auszahlungen von Investitionen in at-equity Beteiligungen betreffen den Erwerb einer at-equity bewerteten Gesellschaft. Die Einzahlungen aus Entnahmen at-equity Beteiligungen betreffen Entnahmen von untergeordneter Bedeutung ohne Auswirkung auf die Beteiligungsstruktur. Von den liquiden Mitteln unterliegen zum Stichtag 31. Dezember 2017 TEUR 3.048 (Vorjahr: TEUR 2.991) Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich um Reserveguthaben, deren Ansparung sich als Verpflichtung aus diversen Fremdfinanzierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen ergibt. 7. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseDer Konzern hat sich gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 200) für Verpflichtungen eines at-equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Für Verpflichtungen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr TEUR 250) eines weiteren at-equity bewerteten Unternehmens hat sich der Konzern gegenüber der VR Bank Dinklage-Steinfeld eG verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Für ein konzernfremdes Unternehmen hat sich der Konzern zur Sicherung aller Forderungen der Bremer Landesbank in Höhe von TEUR 1.250 (Vorjahr TEUR 2.500) verpflichtet. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Aus Konzernsicht besteht weiterhin eine Bürgschaft gegenüber der Oldenburgischen Landesbank AG zu Gunsten eines at-equity einbezogenen Unternehmen zu TEUR 700 (Vorjahr 700 TEUR). Das Risiko einer Inanspruchnahme wird mit weniger als 50% eingeschätzt. Für ein weiteres at-equity einbezogenes Unternehmen ist in 2017 eine neue Bürgschaft aus Konzernsicht zu Gunsten der Oldenburgischen Landesbank in Höhe von TEUR 700 vergeben worden. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Darüber hinaus bestehen vereinzelt bei den Eigenbetrieben Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. MitarbeiterzahlenBei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren durchschnittlich in 2017 weltweit beschäftigt: scroll
Organe der GesellschaftVorstandDer Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen: Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne, Sprecher des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe, Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007 Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt Vorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2010 Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2017 folgende Vergütungen an: scroll
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AufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2017 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von EUR 5.000 (Vorjahr: EUR 40.000). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt EUR 10.202 (Vorjahr: EUR 18.000) an. 8. GewinnverwendungVorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG werden den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 03. Juli 2018 eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht unter Berücksichtigung der eigenen Anteile einem Gesamtwert von TEUR 14.850. Da die Ausschüttung die Zustimmung der Hauptversammlung voraussetzt, ist eine Verpflichtung hierzu nicht in der Bilanz passiviert worden.
Lohne, den 14. Mai 2018 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des Konzernabschluss-Wir haben den von der EnviTec Biogas AG, Lohne, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, die gesetzlichen Vorschriften zur Aufstellung des Konzernlageberichts wurden beachtet und der Konzernlagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Steinfeld, den 14. Mai 2018 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer EINZELABSCHLUSS 2017Bilanz zum 31. Dezember 2017der EnviTec Biogas AGAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017scroll
Anhang1. Allgemeine AngabenFirma: EnviTec Biogas AG Sitz: Lohne Registergericht: Amtsgericht Oldenburg Nummer beim Handelsregister: HRB 201466 Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung2.1. Allgemeine AngabenGegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2.2. Bilanzierung und BewertungDie Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode. Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis EUR 410,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2017 wurden nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschal-Wertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die in dem Posten Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2017 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. 3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz3.1. AnlagevermögenDas Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt (siehe nächste Seite): Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2017scroll
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3.2. Forderungenspiegelscroll
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Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.3. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
3.4. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 237 (Vorjahr: TEUR 221) sowie sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 192 (Vorjahr: TEUR 106). Die im Vorjahr ausgewiesene Drohverlustrückstellung über TEUR 78 wurde verbraucht. 3.5. VerbindlichkeitenspiegelDie Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit wie folgt: scroll
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Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 7.629.220 (Vorjahr: EUR 11.142.869) durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.250 abgesichert. Weiterhin haftet hierfür das Grundstück einer 100%igen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.000. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.6. Latente SteuernDer gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 2.109.000,00 (Vorjahr: EUR 1.884.600,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. 3.7. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 16.102.516,25 (Vorjahr: EUR 6.680.156,25). Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf: scroll
Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%. 3.8. Derivative FinanzinstrumenteZinsswapsIm September 2012 hat die Gesellschaft fünf Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 30 Mio. Euro aufgenommen. Ein Teilbetrag von TEUR 12.000 bestehend aus zwei Tranchen mit einer Restlaufzeit bis September 2015 bzw. 2017 war variabel verzinslich. Zur Absicherung des bestehenden Zinsänderungsrisikos aus der variablen Verzinsung hatte die Gesellschaft zwei Zinsswaps und einem Nominalvolumen von insgesamt TEUR 12.000 und einer Laufzeit bis 2015 bzw. 2017 abgeschlossen. Der zugehörige Zinsswap ist im September 2017 ausgelaufen. 3.9. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
3.10 Geschäfte mit nahe stehenden PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Umsätze im Geschäftsjahr 2017 entfallen in Höhe von TEUR 3.880 (Vorjahr: TEUR 3.793) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: TEUR 1.860) auf Lieferungen und Leistungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet. Lieferungen und Leistungen an und im Drittlandsgebiet sind in 2017 in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 22) erfolgt. 4.2. Sonstige betriebliche Erträge|Die sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2017 entfallen im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 2.949) sowie auf Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 696 (Vorjahr: TEUR 19). Der verbleibende Betrag setzt sich aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR 60), Versicherungserstattungen TEUR 11 (Vorjahr TEUR 13), Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr TEUR 2) sowie sonstige Positionen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 17) zusammen. 4.3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2017 entfallen in Höhe von TEUR 1.427 (Vorjahr: TEUR 1.651) auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 1.328 (Vorjahr: TEUR 3.309) auf Vertriebskosten, in Höhe von TEUR 1.031 (Vorjahr: TEUR 926) auf Betriebskosten sowie in Höhe von TEUR 1.896 auf Forschungskosten (Vorjahr: 0). Aus der Währungsumrechung ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 1). 4.4. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 1.921) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge für Vorperioden in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: Steueraufwand TEUR 124) enthalten. 5. Sonstige Pflichtangaben5.1. Organe der GesellschaftZum Vorstand sind bestellt: Olaf von Lehmden (Vorsitzender), Chief Executive Officer, Lohne Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof Jürgen Tenbrink, Chief Technical Officer, Steinfurt, Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2017 Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 40). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen in Höhe von insgesamt TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 18) an. Die EnviTec Biogas AG ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB und zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03. scroll
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen:scroll
5.3. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer in 2017 betrug 55 Personen und teilt sich wie folgt auf: scroll
5.4. KonzernverhältnisDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. 5.5. AbhängigkeitsberichtÜber die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen wurde gemäß § 312 AktG ein Abhängigkeitsbericht erstellt und dort abschließend erklärt: "Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, an dem Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens lagen nicht vor". Die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als Abschlussprüfer der EnviTec Biogas AG diesen Abhängigkeitsbericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. 5.6. GewinnverwendungEs wird der Hauptversammlung am 3. Juli 2018 vorgeschlagen, vom in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2017 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 57.513.804,47 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 14.850.000,00 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von EUR 150.000,00.
Lohne, 14. Mai 2018 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Steinfeld, den 14. Mai 2018 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017EnviTec Biogas AG, LohneErgebnisverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 von insgesamt EUR 57.513.804,47 in Höhe von EUR 14.850.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 42.663.804,47 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lohne, den 3. Juli 2018 Für den Vorstand gez. Olaf von Lehmden, Vorsitzender Bericht des AufsichtsratesSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,im Geschäftsjahr 2017 erzielte die EnviTec Gruppe das beste Ergebnis seit dem Rekordjahr 2011. Verantwortlich dafür war die überaus positive Entwicklung im Service sowie im Eigenbetrieb. Dabei war im Segment Eigenbetrieb im Berichtszeitraum eine hohe Laufleistung der eigenen Anlagen zu verzeichnen, nachdem im Vorjahr hier ein intensives Wartungsintervall die Auslastung geschmälert hatte. Positiv wirkten sich außerdem Einmaleffekte im Warenbestand sowie die erstmalige Konsolidierung erworbener Anlagen aus. Dadurch legten sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr maßgeblich zu. Im Servicebereich verbuchten wir bereits das dritte Jahr in Folge ein deutlich zweistelliges Wachstum. Dabei profitieren wir kontinuierlich von unserer Position als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogas- und Biogasaufbereitungsanlagen. Ein Teil des Umsatzwachstums im Servicebereich stammte dabei aus dem Ausbau der Geschäftstätigkeit in Frankreich und Dänemark. Sehr deutlich wuchs in Deutschland das Geschäftsvolumen durch Repowering-Projekte und die Betreuung zusätzlicher Anlagen. Im Segment Anlagenbau waren wir hingegen erneut mit großen Herausforderungen konfrontiert und konnten unserem eigenen Anspruch nicht gerecht werden. Unter dem Strich verfehlte der Anlagenbau bei sinkender Auslastung deutlich das Ziel eines positiven Segmentergebnisses. Auslöser dafür waren zum einen Termin- und Projektverschiebungen. Zum anderen waren weiterhin schwierige politische bzw. regulatorische Rahmenbedingungen auf den internationalen Biogasmärkten zu konstatieren. Vor allem in Großbritannien, wo wir in den Vorjahren stark gewachsen waren, führte eine unklare Rechtslage kurzfristig in 2017 zum Erliegen des Marktes für den Neubau von Biogasanlagen. Insgesamt stiegen im Geschäftsjahr 2017 die Konzernumsätze um 22,0 % auf 198,8 Mio. Euro (Vorjahr: 162,9 Mio. Euro). Aufgrund der schwächeren Auslastung im Segment Anlagenbau sank jedoch die Gesamtleistung im Konzern leicht um 1,1 % auf 202,6 Mio. Euro. Dank unserer diversifizierten Unternehmensstruktur und des positiven Geschäftsverlaufs in den Segmenten Service und Eigenbetrieb konnten wir die Entwicklung im Anlagenbau erneut überkompensieren und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 4,2 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro steigern. Unser Anspruch bleibt, alle Segmente, auch den Anlagenbau, profitabel zu betreiben. Dabei sind wir aller Unwägbarkeiten und Hürden zum Trotz weiterhin davon überzeugt, dass die fortschreitende Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit der entscheidende Schlüssel zu profitablem Wachstum ist. Im Fokus stehen dabei zum einen junge Märkte, in denen EnviTec als führender Anlagenbauer von einem allgemeinen Ausbautrend und positiven regulatorischen Rahmenbedingungen profitieren kann. Zum anderen ergeben sich im Servicesegment Chancen aus der Expansion in reiferen Biogasmärkten. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind derzeit Frankreich und Dänemark. Auch in Asien konnten wir zuletzt von einer stärkeren Präsenz und ersten erfolgreichen Projekten profitieren. Da die Ergebnisse im Anlagenbau zuletzt nicht zufriedenstellend waren, haben wir zudem gemeinsam mit dem Vorstand im zweiten Halbjahr 2017 eine ausführliche Evaluierung der vergangenen Geschäftsjahre vorgenommen. Darauf basierend wurden Ende letzten Jahres grundlegende Anpassungen in diesem Segment durchgeführt. Im Wesentlichen haben wir dabei die Bereiche Genehmigung und Statik ausgelagert und die Projektabwicklung verschlankt. Die optimierte Prozess- und Kostenstruktur hat sich im bisherigen Jahresverlauf bewährt. Nun gilt es, weiterhin kontinuierlich neue Projekte auf den internationalen Märkten zu akquirieren und den hohen Auftragsbestand auf Basis der neuen Struktur konsequenter und effizienter als in der Vergangenheit abzuarbeiten. Selbstgestecktes Ziel ist es, im Anlagenbau bei einer Gesamtleistung (oder Umsatz) von rund 40 Mio. Euro und sinkenden Kosten bereits in diesem Jahr ein positives Ergebnis (EBIT) zu erzielen. Als erfahrener Biogas-Spezialist haben wir seit Gründung 2002 immer wieder unsere Wandelbarkeit unter Beweis gestellt und uns kontinuierlich weiterentwickelt. Der Erfolg von EnviTec fußt auf einem erfahrenen Team, starken und innovativen Partnerschaften und einer einzigartigen Unternehmensstruktur mit einem höchst profitablem Eigenbetrieb, der gleichzeitig unser "Labor" für die Zukunft ist, einem expandierenden Servicesegment, sowie einem Anlagenbau, der für technisch führende, effiziente und kundenorientierte Bauweise steht. Aufbauend auf dieser Struktur wird EnviTec Biogas in den kommenden Jahren seine Unternehmensentwicklung weiter vorantreiben. Tätigkeitsbericht des AufsichtsratsAls Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2017 im Rahmen unserer Tätigkeit alle uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Bildung von AusschüssenAufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2017 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat nach eigener Einschätzung der Meinung, dass er effizient arbeitet. Sitzungen und Schwerpunkte der BeratungDer Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2017 zu fünf ordentlichen Sitzungen am 11. April, 11. Mai, 27. Juni, 26. September und 13. Dezember zusammen. Bei allen Sitzungen war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas. Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden.
GremienDer Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG besteht gemäß § 95 AktG aus drei Mitgliedern. Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Herr Bernard Ellmann (Aufsichtsratsvorsitzender), Herr Hans-Joachim Jung und Herr Michael Böging endete nach Ziffer 8.2 der Satzung der Gesellschaft mit der Beendigung der letztjährigen Hauptversammlung. In den Neuwahlen auf der Hauptversammlung am 27. Juni 2017 wurden Tobias Schulz, Kaufmann, Visbek, Franz-Josef Holzenkamp, landwirtschaftlicher Unternehmer, Garthe, und Herr Michael Böging, Kaufmann, Emstek, als Aufsichtsratsmitglieder der Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung wurden Tobias Schulz zum Vorsitzenden und Franz-Josef Holzenkamp zu seinem Stellvertreter bestimmt. Prüfung von Jahres- und KonzernabschlussAuf der Hauptversammlung am 27. Juni 2017 wählten die Aktionäre die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steinfeld, zum Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfungsauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Michael Kohl GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG und den Konzernlagebericht. Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, konnte die EnviTec Biogas AG für das Geschäftsjahr 2017 erneut die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahrnehmen und auf eine Prüfung des Jahresabschlusses der EnviTec Biogas AG verzichten. Das Unternehmen hat jedoch den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, einer freiwilligen Prüfung unterzogen. Die Prüfungen ergaben keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (siehe Seite 66) erteilt wurde. Darüber hinaus wurde der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht") geprüft und ebenfalls mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben Lagebericht, Abschlüsse und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in den Aufsichtsratssitzungen am 27.April und 14. Mai 2018 von uns intensiv geprüft. An der Sitzung am 27. April nahm neben dem Vorstand und Aufsichtsrat auch der Abschlussprüfer der Michael Kohl GmbH teil. Der Abschlussprüfer erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete ergänzende Fragen des Aufsichtsrats. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Michael Kohl GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Jahres- sowie den Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG ist damit festgestellt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im Geschäftsjahr 2017. Auch das kommende Jahr wird herausfordernd, jedoch haben wir die Voraussetzungen geschaffen, um uns in diesem Marktumfeld zu behaupten.
Lohne, den 14. Mai 2018 Tobias Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrats |
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