![]() EnviTec Biogas AGLohneJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018KONZERNLAGEBERICHTder EnviTec Biogas AGDie EnviTec Biogas AG nimmt gemäß § 326 HGB für das Geschäftsjahr 2018 die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahr und verzichtet auf die Erstellung und Offenlegung eines Lageberichtes. Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der AG einbezogen ist, enthält keinen zusammengefassten Lagebericht der AG und des Konzerns, sondern es wird nur auf Konzernebene berichtet. Grundlagen des KonzernsUnternehmensbeschreibungDer EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso, wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogasproduzenten in Deutschland. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen weltweit in 16 Ländern (inkl. Deutschland) vertreten. Unsere hohen Qualitätsstandards sind nicht nur durch zufriedene Kunden und die beachtliche Effizienz der von uns betreuten Anlagen belegt, sondern auch durch international anerkannte Zertifizierungen. Unser Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015 setzen wir in der EnviTec Service GmbH erfolgreich um. Konzernstruktur und GeschäftsbereicheDie Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Der Mutterkonzern fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. Der Konsolidierungskreis für den Konzernabschluss 2018 umfasst 106 vollkonsolidierte Gesellschaften und damit zwei weniger als im Vorjahr (108). Anlagenbauscroll
Im Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Energieversorger. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogasproduktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kW. Wir setzen auf eine modulare Bauweise aus standardisierten Elementen, die je nach den Erfordernissen projektbezogen vor Ort zusammengestellt werden. Damit bieten wir maßgeschneiderte Lösungen und gleichzeitig erprobte Technik. Die Vorteile: Schnellere Inbetriebnahme, hohe Betriebssicherheit und geringere Betriebskosten. Mit EnviThan verfügen wir über eine hocheffiziente, innovative Technologie zur Biogasaufbereitung. Das Verfahren erhöht den Anteil des energiereichen Methans von ca. 50 auf über 97 Volumenprozent und ist im Vergleich zu anderen Technologien umweltschonender, deutlich energie- und kosteneffizienter und weitaus flexibler. Das aufbereitete Biomethan wird zur Einspeisestation geleitet und dort vom Netzbetreiber weiter behandelt oder direkt in das Erdgasnetz eingespeist. Zudem kann das hochreine Biomethan als umweltfreundliche Kraftstoffalternative (Bio-CNG - Compressed Natural Gas, oder bioLNG - Flüssigbiogas) verwendet werden. Neben Großanlagen bietet EnviTec seit 2014 auch ein Kompaktanlagenkonzept an, das unter der Bezeichnung "EnviFarm Compact"-Anlage vermarktet wird. Die Kleinanlagen mit einem Format von 75 bis 450 kW zielen vor allem auf den deutschen und italienischen Markt. Ende 2018 waren von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 435 MW (Vorjahr: 430 MW) am Netz. EigenbetriebIm Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaft zeichnet sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen und den technischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. Die Verknüpfung unseres technischen Wissens mit der Kompetenz unserer Partner auf regionaler Ebene ermöglicht hohe Effizienz und attraktive Renditen für EnviTec und ihre Partner. Für uns ist der Eigenbetrieb mit seinen regelmäßigen Cashflows der wesentliche Ergebnistreiber in der Gruppe. ServiceIm Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Als Biogas-Allrounder kennen wir alle Prozesse der Biogaserzeugung im Detail und unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst unser Angebot die regelmäßige Begehung der Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturkostenrisikos an. Die regelmäßige Wartung reduziert die Stand- und Ausfallzeiten und ist damit wesentlicher Faktor für den langfristig profitablen Betrieb einer Biogasanlage. Unsere Kunden profitieren vom Know-how unserer hochqualifizierten Fachleute, die 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche zur Verfügung stehen. EnviTec Biogas AGANLAGENBAUINLAND EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG AUSLAND EnviTec Nederland BV EnviTec France SARL EnviTec UK Ltd. EnviTec Biogas USA, Inc. EnviTec Central Europe s.r.o und weitere Auslandsvertriebsgesellschaften SERVICEINLAND EnviTec Service GmbH AUSLAND EnviTec Biogas Service UK Ltd. EnviTec Biogas s.r.l. EnviTec Biogas Service s.r.o. EnviTec Service ApS EIGENBETRIEBINLAND EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG * EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG * Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG * EnviTec Energy GmbH & Co. KG Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG * AUSLAND Second Biogas Operating Holding, s.r.l. * Biogas Operating Holding, s.r.l. * Strategie & WettbewerbWir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in 16 Ländern errichtet. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Aktuell sind für EnviTec die Märkte in Frankreich, Dänemark und Asien (insbesondere China) am attraktivsten. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Mittelfristig wollen wir durch die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte die Abhängigkeit von den jeweiligen Förderbedingungen verringern und bis zu 30 % des Konzernumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum haben wir definiert: Internationale Expansion als WachstumstreiberWir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. EnviTec hat frühzeitig die Internationalisierung vorangetrieben und ist heute neben Deutschland weltweit in 15 Ländern mit eigenen Gesellschaften, Vertriebsbüros, strategischen Kooperationen und Joint Ventures vertreten. Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 ist der deutsche Markt zum Erliegen gekommen, so dass der Auslandsumsatz die inländischen Erträge im Anlagenbau inzwischen deutlich übersteigt. Auch der nachgelagerte Servicebereich gewinnt im Rahmen der internationalen Expansion weiter an Bedeutung. Neben den etablierten Märkten wie Frankreich, Großbritannien und Italien ist die Dynamik aktuell in Dänemark hoch. Ebenfalls vielversprechend sind die Marktaussichten derzeit in Polen. Mittelfristig sehen wir zudem große Chancen in Asien und Nordamerika. Ziel ist es, den Anlagenbau und den nachgelagerten Servicebereich auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu betreiben und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Steigende Bedeutung erhalten dabei die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biomethan und die Verwendung neuer Inputstoffe aus der Reststoff- und Abfallvergärung. Gezielter Ausbau des EigenbetriebsEnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut und erwirtschaftet heute in diesem Geschäftsbereich den höchsten Umsatzanteil im Konzern. In Deutschland setzt EnviTec vor allem auf die Optimierung der Bestandsanlagen und einen selektiven Kapazitätsausbau. Mit seinem positiven Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es weiterhin, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. Im Jahr 2018 betrieb EnviTec 74 eigene Anlagen (Vorjahr: 74). Die Gesamtleistung der Eigenanlagen stieg von 61,9 MW auf 63,5 MW. Dabei setzt EnviTec auch auf den Verkauf von aufbereitetem Biomethan, das ins Gasnetz eingespeist wird. Erweiterung des Angebots im ServiceDer Geschäftsbereich Service hat in den vergangenen Jahren für EnviTec deutlich an Bedeutung gewonnen und soll weiter ausgebaut werden. Erklärtes strategisches Ziel ist der internationale Ausbau des biologischen und technischen Service sowie die Erweiterung des Angebots für Fremdanlagen. Zudem soll das Servicegeschäft, u.a. auch durch strategische Partnerschaften, sukzessive auf neue Technologien ausgeweitet werden. International rücken neben Italien und Tschechien weitere fortgeschrittene Biogasmärkte wie Dänemark und Frankreich in den Fokus. Dazu werden Schritt für Schritt technische wie personelle Ressourcen in wachsenden Bereichen und Märkten aufgebaut und nachfolgend positive Umsatz- und Ergebniseffekte erzielt. Stärkung unserer InnovationsführerschaftMit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung der EnviTec Biogas innerhalb der Branche gefestigt und unser Kernprodukt Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Wir sehen insbesondere in den Bereichen, die dem Gärprozess vor- und nachgelagert sind, noch große Entwicklungsmöglichkeiten, um die Wirtschaftlichkeit von Biogas weiter zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit den von uns präferierten Herstellern und in unseren Eigenanlagen treiben wir diese Entwicklungen voran. UnternehmenssteuerungZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz/ Gesamtleistung, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und Eigenkapitalrentabilität. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Je nach Gesprächs- und Planungsbedarf nehmen an den 14-tägigen Vorstandssitzungen weitere Führungskräfte teil. In diesen Meetings wird die strategische Unternehmensführung besprochen und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus erhält der Vorstand regelmäßig Auswertungen hinsichtlich der Entwicklung von Umsatz, Auftragsbestand, Kosten, Liquidität und Verschuldungsgrad. Dabei werden Soll-Ist-Vergleiche gezogen. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist das Qualitätsmanagementsystem unserer Gruppe gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Zudem ist seit 2016 das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Service GmbH gemäß ISO 9001:2015 organisiert. Im Bau befindliche Anlagen werden nur über Bestandsveränderungen in der Gesamtleistung ausgewiesen. Da dies zu wiederkehrenden Schwankungen beim Umsatz führt, erfolgt die im Geschäftsbericht aufzustellende Prognose für das Geschäftsjahr 2019 auf Basis der Gesamtleistung. Forschung und EntwicklungKontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Technologien zur Steigerung der Gasausbeute, an der Optimierung unseres Qualitätsmanagements sowie an der Erforschung möglicher alternativer Substrate. Weitere Schwerpunkte unserer F&E Aktivitäten sind die Herstellung biogenen Wasserstoffes und die Thermodruckhydrolyse zum Biomasseaufschluss. Unser Labor: die EigenbetriebsanlagenZum Stichtag 31. Dezember 2018 betrieb EnviTec Biogas 74 eigene Biogasanlagen mit einer elektrischen Leistung von 63,5 MW in Deutschland, Belgien, Frankreich und Italien. Sie sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. Neue Verfahren und Technologien erproben wir direkt in der Praxis in unseren Eigenbetriebsanlagen oder aber in enger Kooperation mit Herstellern und Kunden aus dem Servicesegment. Gasaufbereitung EnviThanIm Bereich der Gasaufbereitung erforschen bzw. erproben wir gemeinsam mit einem Hersteller laufend neue Membrantypen, um die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu steigern. Die Technik hat so in den vergangenen Jahren eine stetige Weiterentwicklung erfahren. Wurde anfangs Biomethan immer in bestehende Erdgasnetze eingespeist, wird mittlerweile in mehreren von EnviTec errichteten Anlagen Compressed Natural Gas aus Biogas - kurz bioCNG - für den Verkehrssektor hergestellt. Eine weitere Neuerung ist die Einspeiseverdichtung per EnviTec-Anlage. Der Verdichter, der 2017 erstmals in einem Projekt in Frankreich zum Einsatz kam, steigert den Druck des erzeugten Biomethans von rund 12 bar bis auf den erforderlichen Netzdruck, je nach Anforderung des Gasnetzes. Ebenfalls weiterentwickelt wurde die Bauweise kleinerer, kompakter Anlagen. RessourcenEnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neue Projekte werden direkt in den Geschäftsbereichen und in Kooperation mit Herstellern und Kunden vorangetrieben. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Hier arbeiten wir im Rahmen von Forschungsprojekten, aber auch bei der Erstellung von Bachelor- und Masterarbeiten, eng mit Studierenden und Lehrenden zusammen. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr auf rund 0,2 Mio. Euro. WirtschaftsberichtWirtschaftliche RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungNach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2018 ein deutliches Wachstum von 3,6 %. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Wirtschaftsleistung insgesamt um 4,5 % steigerten, legten die Volkswirtschaften der fünf ASEAN-Gründungsmitglieder Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand um 5,2 % zu. In der Gruppe der Industriestaaten wurde mit 2,2 % ebenfalls eine hohe Wachstumsdynamik verbucht. In den USA war ein Wachstum von 2,9 % zu verzeichnen, während in den Ländern der Eurozone das Wachstum 1,8 % betrug. Wichtige Märkte von EnviTec wie Deutschland (+1,5 %), Frankreich (+1,5 %) und Großbritannien (+1,4 %) entwickelten sich in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2018 ebenfalls durchweg positiv. Im Jahr 2018 war auf den globalen Agrarmärkten ein leicht steigendes Preisniveau zu beobachten. Dennoch sind die Rohstoffmärkte weiterhin von großem Preisdruck geprägt. In Deutschland verzeichnete der Agrarrohstoff-Index der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI), der die Preisentwicklung der 13 wichtigsten in Deutschland erzeugten Agrarprodukte abbildet, im April 2016 den tiefsten Stand seit Anfang 2010, konnte sich aber in der Folgezeit erholen und befindet sich seit 2017 in einer Seitwärtsbewegung. Im Berichtszeitraum sorgten insbesondere ein trockener Sommer und die damit verbundenen Ernteeinbußen in den betroffenen Regionen für steigende Preise sowie eine insgesamt angespanntere Versorgung mit Inputstoffen als im Vorjahr. EnviTec profitierte jedoch auf Basis langfristiger Lieferverträge, hoher Lagerbevorratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben auch in 2018 von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe und erreichte eine komfortable Rohstoffversorgung. BiogasmarktFür Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Seit der deutlichen Reduzierung der Einspeisevergütungen in der vierten EEG-Novelle von 2014 ist der Anlagenneubau in Deutschland fast vollständig zum Erliegen gekommen. In der 8. Reform des EEG, die zu Anfang 2017 in Kraft trat, wurde erstmals für die Zeit nach dem Auslaufen der bestehenden EEG-Vergütung für Altanlagen eine Anschlussregelung eingeführt, die mehr Investitionssicherheit schafft, wenn auch zu geringeren Vergütungssätzen als bisher. Mit der Aussicht auf eine Vergütungsverlängerung steigt zudem die Attraktivität einer Anlagenflexibilisierung. Hier wird die am tatsächlichen Bedarf orientierte Einspeisung zum Ausgleich der unsteten Einspeisung aus Wind und Sonne durch vom Gesetzgeber geschaffene Prämien belohnt. Die Flexibilisierung erfolgt zumeist über eine Leistungssteigerung eines Blockheizkraftwerks (BHKW) und die Schaffung von mehr Gasspeichervolumen. Dies kann durch Zubau eines BHKW oder den Austausch eines alten BHKW gegen ein neues mit höherer Leistung geschehen. Im Gegensatz dazu hat die Reform der EEG-Vergütung für Neuanlagen keine Impulse gesetzt. So wurden in den ersten beiden Ausschreibungsrunden für Biomasse nur 77 der möglichen 225 Megawatt (MW) installierter Leistung abgerufen. Immerhin wird durch das Ende 2018 verabschiedete Energiesammelgesetz Anlagenbetreibern durch zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr mehr Planungssicherheit und Flexibilität ermöglicht. Aus Sicht von EnviTec bestehen im Anlagenbau in Deutschland jedoch weiterhin nur punktuelle Chancen bei der Anlagenflexibilisierung mit Leistungsausbau. Diese Einschätzung deckt sich auch mit den aktuellen Prognosen für den deutschen Biogasmarkt. So geht der Fachverband Biogas davon aus, dass in 2018 lediglich ein geringfügiger Anstieg der arbeitsrelevanten Leistung deutscher Biogasanlagen um 20 MW auf 3.789 MW erfolgte. Allerdings wird beim Leistungsausbau durch Flexibilisierung ein deutliches Plus von knapp 300 MW kalkuliert. Insgesamt waren damit in Deutschland Ende 2018 schätzungsweise 9.494 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von 4.843 MW in Betrieb. Dies entspricht einer Stromproduktion von 33,13 Mrd. kWh oder 9,47 Mio. mit Biogas versorgten Haushalten. Der Anteil von Biomasse an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland lag laut Arbeitsgemeinschaft für Energiebilanzen bei 7,1 % (2017: 6,9 %). Gleichzeitig hat EnviTec frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt und insbesondere den Anlagenbau zukunftsfähig aufgestellt. So kann das Unternehmen heute schnell und effizient auf wechselnde Marktgegebenheiten sowie Kundenwünsche auf den internationalen Biogasmärkten reagieren. Der aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient dann zur Einspeisung ins Erdgasnetz und zur Verwendung als CO2-neutraler Treibstoff. EnviTec verfügt mit seiner EnviThan-Lösung über eine hocheffiziente und flexible Gasaufbereitungstechnologie, die bereits auf verschiedenen Märkten und bei unterschiedlichen Inputstoffen Einsatz findet. Die Deutsche Energieagentur (dena) beziffert das Potential der Erzeugung von Biomethan in Deutschland bis 2050 auf das Zehnfache der heutigen Produktion. Dieses Potential könne durch Umrüstung bestehender Biogasanlagen und durch die konsequente Erschließung von Rest- und Abfallstoffen, tierischen Exkrementen und in geringem Maße Energiepflanzen erreicht werden. Eine neue wichtige Rolle könnte die Biogasbranche insbesondere durch stärkeren Biomethan-Einsatz im Verkehrssektor einnehmen und so maßgeblich zu den deutschen und europäischen Klimaschutzzielen beitragen. Ein Schritt in die richtige Richtung ist die Neufassung der europäischen Erneuerbare-Energien-Richtlinie (RED II), der Governance-Verordnung und der Energieeffizienz-Richtlinie. Zwar wurde nur ein wenig ambitionierter Anteil von 14 % an regenerativen Kraftstoffen bis 2030 vorgesehen. Dennoch wurden damit erstmals europaweit verbindliche Quoten für Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen festgelegt. Mit dem Einsatz von Biomethan könnten nicht nur CO2-Emissionen im Verkehr eingespart, sondern auch der gesundheitsschädliche Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub um bis zu 95 % reduziert werden. In Europa gehört Frankreich aktuell zu den dynamischsten Ländern der Biogas- und Biomethanbranche. Feste Einspeisetarife für Biogas und das erklärte Ziel, den hohen Atomstromanteil von derzeit 75 % auf 50 % bis 2025 zu senken, sorgen hier für attraktive Rahmenbedingungen. Dennoch ist der Biogasanteil mit etwa 1 % noch weit von der Zielmarke von 10 % am Gasverbrauch bis 2030 entfernt. Ende März 2018 wurden daher von der Regierung neue Maßnahmen für eine stärkere Biogasnutzung in Frankreich vorgestellt, die zum weiteren Ausbau beitragen werden. Die Planungen in der französischen Energiepolitik zielen auch darauf ab, den Anteil von Biomethan im Erdgaskraftstoff von derzeit 8,7 % bis 2023 auf 20 % zu steigern. Auch in Dänemark sind die Rahmenbedingungen weiterhin günstig. Hier ist geplant, den Anteil regenerativer Quellen am Energiemix bis 2030 auf 55 % auszubauen. Für den Ausbau der Biogasherstellung sind dabei Fördergelder von mehr als 4 Mrd. DKK (mehr als 530 Mio. Euro) vorgesehen. In Großbritannien hatte die Unsicherheit über die weitere Ausrichtung der Erneuerbaren-Energien-Politik zwischenzeitlich in 2017/2018 zu einem weitgehenden Stillstand im Biogassektor geführt. Ende Mai 2018 wurden neue Regelungen zur Förderung und Genehmigung von Biogas- und Biomethananlagen verabschiedet. Aufgrund der Unsicherheiten rund um einen möglichen Brexit und der daraus resultierenden schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dennoch im britischen Biogassektor weiterhin eine große Investitionszurückhaltung zu konstatieren. In Italien, wo nach Kürzung der Einspeisetarife ab 2013 die Rentabilität neuer Anlagen zurückging, wurde im März 2018 ein neues Fördergesetz für die Produktion von Biomethan in Kraft gesetzt. Es sieht vor, dass von 2018 bis 2022 staatliche Mittel in Höhe von 4,7 Milliarden Euro für die Förderung der Biomethanproduktion bereitgestellt werden. Vor allem der nachhaltige Transport soll forciert werden. Biomethan trifft als Treibstoff für erdgasbetriebene Kfz in Italien auf großes Interesse, schließlich verfügt das Land über die größte Flotte von Erdgasfahrzeugen in Europa. In der italienischen Logistikbranche gewinnt zudem das Thema Flüssiggas (LNG) an Bedeutung. Ebenfalls positiv entwickelt sich der chinesische Bioenergiesektor. So soll gemäß den Planungen der chinesischen Regierung die Kapazität der chinesischen Biogasanlagen von 19 Milliarden Kubikmeter in 2015 auf 48 Milliarden Kubikmeter bis Ende 2020 ausgebaut werden. Dabei will diese statt kleinen dezentral verteilten Biogasanlagen künftig verstärkt zentralisierte mittlere und große Projekte fördern. In den USA hat sich die Marktentwicklung in den letzten Jahren eingetrübt. Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration (EIA) lagen die Gesamtinvestitionen in erneuerbare Energien im Jahr 2017 bei 40,2 Mrd. US-Dollar. Davon entfielen 19,8 Mrd. US-Dollar auf Solarkraft, 19,2 Mrd. US-Dollar auf Windkraft, 0,7 Mrd. US-Dollar auf die Herstellung von Biotreibstoffen, 0,4 Mrd. US-Dollar auf Biomasse. Ungeachtet dessen werden derzeit auf Bundesstaatsebene eine Vielzahl von Initiativen diskutiert, die in den kommenden Jahren wieder zu steigenden Investitionen in die Biogasproduktion führen könnten. Mitarbeiterscroll
Durch die Wertschätzung unserer Mitarbeiter und die Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale schaffen wir Zukunftsperspektiven für jeden Einzelnen und steigern die Werthaltigkeit der Gruppe als Ganzes. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital und die Basis für den Erfolg der EnviTec Biogas Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 sank die Zahl der Mitarbeiter von 447 auf 427 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2018. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Auslagerung der Bereiche Genehmigung und Statik sowie die Verschlankung der Projektabwicklung im Segment Anlagenbau zurückzuführen, wodurch die Zahl der Beschäftigten in diesem Geschäftsbereich von 98 auf 81 sank. Der Ausbau der Geschäftigkeit im Service-Segment resultierte in einem weiteren Anstieg der Mitarbeiterzahl auf 171 (Vorjahr: 168). Im Eigenbetrieb beschäftigte EnviTec 125 Mitarbeiter (Vorjahr: 130). In der Holdinggesellschaft, der EnviTec Biogas AG, waren 50 Beschäftigte zu verzeichnen (Vorjahr: 51). Der wesentliche Teil war mit 339 Beschäftigten weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr: 364). An den Auslandsstandorten waren zum Stichtag 88 Mitarbeiter für EnviTec Biogas im Einsatz (Vorjahr: 83). scroll
Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Wir wollen auch künftig jungen Absolventen die Chance bieten, in einer internationalen Zukunftsbranche Fuß zu fassen. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Zudem ermöglicht EnviTec jungen Menschen mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium den Einstieg in die Berufswelt. Dazu kooperiert das Unternehmen mit der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta (PHWT). Ausdrücklicher Dank von Seiten des Vorstands und Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeitern der EnviTec Gruppe, denn ihr individueller Einsatz macht den kontinuierlichen Erfolg des Unternehmens erst möglich. Entwicklung des Auftragsbestands im Segment Anlagenbauscroll
EnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2018 im Segment Anlagenbau über einen Auftragsbestand in Höhe von 84,4 Mio. Euro (Vorjahr: 102,9 Mio. Euro). Davon sind 51,2 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Im Stichtagsvergleich nahm der Bestand an Projekten mit ausländischen Kunden von 99,0 Mio. Euro auf 83,5 Mio. Euro ab. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Großbritannien und Frankreich. Weitere wichtige Märkte sind China und Dänemark. EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. 65,5 % der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 60,4 %). Der Auftragsanteil von industriell geprägten Kunden betrug rund 34,4 % (Vorjahr: 39,0%). scroll
Entwicklung in den SegmentenDer EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Anlagenbau, Eigenbetrieb und Service tätig. Im Berichtszeitraum lieferte der Eigenbetrieb mit einer Quote von 61,3 % (Vorjahr: 55,9 %) den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil des Anlagenbaus sank von 23,0 % auf 18,0 %. Der Anteil des Bereichs Service lag mit 20,7 % nahezu auf Vorjahresniveau (21,1 %). Die in diesem Abschnitt dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt. scroll
AnlagenbauAuf den internationalen Biogasmärkten waren in 2018 weiterhin schwierige Marktbedingungen zu konstatieren. Die wichtigsten Märkte der EnviTec-Gruppe im Anlagenbau waren Frankreich und Dänemark. Während in Großbritannien nicht die ursprünglich erhoffte Markterholung einsetzte, waren in Italien infolge regulatorischer Verbesserungen im Berichtszeitraum erste positive Impulse zu verzeichnen. In Deutschland lag der Fokus weiterhin auf der Flexibilisierung bestehender Anlagen. In China, einem der wichtigsten Zukunftsmärkte, wurde das fünfte erfolgreiche Bauprojekt des Unternehmens fertiggestellt. Eine sechste Anlage befindet sich derzeit in Planung, weitere vielversprechende Projekte sind avisiert. Zur weiteren Erschließung des noch jungen Biogasmarktes der Volksrepublik wurde am 5. September 2018 ein Kooperationsvertrag mit einem chinesischen Partnerunternehmen unterzeichnet. Die Kooperation beinhaltet einen Fünfjahresplan, der die Errichtung von 20 Biogasanlagen vorsieht. Der Kooperationspartner wird die Projektentwicklung vor Ort verantworten. Dazu gehört die Suche nach geeigneten Standorten wie auch die Erlangung erforderlicher Genehmigungen, die Finanzierung sowie die Antragstellung für mögliche Subventionen. EnviTec wird das komplette Engineering und Know-how zur Errichtung der geplanten Anlagen übernehmen. Größtes Wachstumsfeld sind derzeit EnviThan-Anlagen zur Aufbereitung von Biogas. Nach seiner Markteinführung in Deutschland 2012 wurden auf Basis des gemeinsam von EnviTec und Evonik Industries entwickelten Verfahrens bereits mehr als 20 EnviThan-Anlagen realisiert. Dank der konsequenten Klimapolitik der französischen Regierung gestaltet sich der französische Markt besonders attraktiv. Mit dem Start einer Anlage bei Coudun im nordfranzösischen Department Oise in 2018 speisen bereits drei EnviThan-Gasaufbereitungsanlagen ins französische Gasnetz ein - weitere Projekte befinden sich in der Abwicklung. Viel Potential verspricht künftig auch die Verwendung von Biomethan als CO2-neutraler Treibstoff bzw. als bioCNG (Compressed Natural Gas) im Verkehrssektor. Auf Basis einer in 2017 geschlossenen Kooperation mit BAUER Kompressoren als etabliertem Lieferanten von CNG-Anlagenkomponenten ist EnviTec mittlerweile in der Lage, das komplette Paket von der Resteverwertung bis hin zur CNG-Zapfsäule aus einer Hand zu liefern. Das All-in-One-Modell "Drive Biogas" soll insbesondere in Deutschland einen Beitrag zur Verkehrswende liefern und ermöglicht Betreibern von Biogas- und Gasaufbereitungsanlagen Biomethan zu bioCNG oder bioLNG auf Basis der EnviThan-Technologie weiterzuverarbeiten. Genutzt werden kann der Kraftstoff von diversen Erdgasfahrzeugen, die bereits heute serienreif auf dem Markt erhältlich sind. "Drive Biogas" ist ein attraktives Folgemodell für bestehende Biogasanlagen, deren Förderung demnächst ausläuft sowie für Stadtwerke interessant, die ihr Portfolio neu ausrichten möchten. Für seine Innovationskraft wurde EnviTec bereits ausgezeichnet. So prämierte die Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) das All-in-One-Modell "Drive Biogas" im Jahr 2017 mit der "Biogaspartnerschaft des Jahres" und auf der Agrarmesse EuroTier wurde das Geschäftsmodell im Herbst 2018 unter die Top 10 des Publikumspreises "Neuheit des Jahres" gewählt. Um den volatilen Rahmenbedingungen in einigen Kernmärkten zu begegnen und der wachsenden Bedeutung internationaler Märkte Rechnung zu tragen, hatte EnviTec im Anlagenbau Ende 2017 eine Strukturanpassung vorgenommen. Die Bereiche Genehmigung und Statik wurden ausgelagert sowie die Projektabwicklung verschlankt. Im ersten Geschäftsjahr nach der Neuausrichtung wurde nun gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Umsatzerlöse um 26,5 % auf 33,5 Mio. Euro verzeichnet. Im Zuge der Verschlankung wurde zudem eine Verringerung des Bestands, der den Wert der Anlagen im Bau erfasst, um 5,8 Mio. Euro verbucht. Die Gesamtleistung verringerte sich dadurch von 46,2 Mio. Euro auf 30,7 Mio. Euro. Damit entspricht die Geschäftsentwicklung im Anlagenbau noch nicht den avisierten Zielen der Gesellschaft, auf Basis der neuen Struktur eine durchschnittliche Gesamtleistung (oder Umsatz) von jährlich rund 40 Mio. Euro in diesem Segment zu erzielen. Gleichwohl konnte die Ergebnissituation aufgrund der veränderten Struktur bereits deutlich verbessert werden. So führte der erhebliche Rückgang der Materialkosten (-43,4 %), der Personalkosten (-17,9 %) und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (-14,8 %) zu einer Verbesserung des operativen Segmentergebnisses (EBIT) von -8,2 Mio. Euro auf -5,0 Mio. Euro. Das negative Ergebnis ist hauptsächlich auf weiterhin volatile Marktbedingungen und Projektverschiebungen im Anlagenbau zurückzuführen. Insgesamt hat sich jedoch die Lage auf den internationalen Biogasmärkten im Geschäftsjahr 2018 gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert. Auf Basis der neuen Struktur, der starken Auftragspipeline und einer im bisherigen Jahresverlauf 2019 guten Auslastung im Anlagenbau geht das EnviTec-Management davon aus, dass im Gesamtjahr 2019 erstmals seit Jahren wieder ein positives Segmentergebnis erreicht wird. EigenbetriebDer Eigenbetrieb ist das umsatzstärkste Segment im Konzern. Die Zahl der von EnviTec betriebenen Anlagen verblieb im Geschäftsjahr bei 74. Die Leistung der Eigenanlagen erhöhte sich durch Leistungssteigerungen von 61,9 MW auf 63,5 MW. Davon waren 36,6 MW vollkonsolidiert (Vorjahr: 36,6 MW) und 26,9 MW at-Equity bewertet (Vorjahr: 25,3 MW). Neun Anlagen mit einer Leistung von 10,7 MW werden im Ausland in Italien, Belgien und Frankreich betrieben. Der Segmentumsatz im Eigenbetrieb stieg im Geschäftsjahr 2018 um 3,0 % auf 114,5 Mio. Euro. Die Materialkosten stiegen leicht überproportional um 5,8 %, was im Wesentlichen auf im Vorjahr angefallene positive Einmaleffekte beim Warenbestand zurückzuführen ist. In der Folge lag das operative Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 16,5 Mio. Euro leicht unter dem Wert des Vorjahres von 16,7 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag mit 14,4 % weiterhin auf einem außerordentlich guten Niveau (Vorjahr: 15,0 %). Die eigenbetriebenen Anlagen waren somit dank der starken, operativen Performance weiterhin der wesentliche Ergebnis- und Cashflow-Treiber in der Gruppe. scroll
ServiceIm Bereich Service setzte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr der Ausbau der Geschäftstätigkeit in abgeschwächter Form fort. Zwar sanken die Umsätze um 7,8 % auf 38,7 Mio. Euro (2017: 42,0 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die auch in Umsetzung befindliche Repowering- bzw. Flexibilisierungsprojekte umfasst, stieg um 4,1 % auf 42,5 Mio. Euro. Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte dabei weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie Dänemark und Frankreich. Eine wichtige Rolle spielt im Bereich Service auch das Partner- und Dienstleistungsangebot. Zu den wichtigsten Partnern gehören im Bereich Blockheizkraftwerke 2G Energietechnik, GE Jenbacher, Pro2 und MAN Rollo. Im Bereich Gasaufbereitung kooperiert EnviTec mit der Malmberg Gruppe und im Bereich Material/Know-how mit MT Energy Service und Biogastechnik Süd. Mehr als 500 Anlagenbetreiber weltweit vertrauen mittlerweile auf die Erfahrung von EnviTec. Insgesamt wurden in Deutschland im biologischen Service Ende 2018 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 75 MW (Vorjahr: 77 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 257 MW (Vorjahr: 243 MW) betreut. Im Ausland betreute die EnviTec Gruppe Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 139 MW (Vorjahr: 104 MW), davon 92 MW (Vorjahr: 69 MW) im technischen und 47 MW (Vorjahr: 35 MW) im biologischen Bereich. Der Ausbau der Geschäftstätigkeit in diesem Segment führte im Berichtszeitraum zu einer weiteren Verbesserung der Profitabilität. Das ist zum einen auf nur leicht gestiegene Materialkosten (+3,7 %) sowie eine leichte Verringerung der Personalkosten (-2,9 %) zurückzuführen. Daraus resultiert ein operatives Segmentergebnis (EBIT) von -1,5 Mio. Euro (Vorjahr: -2,0 Mio. Euro). Wie in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin positiv. scroll
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageVergleich der tatsächlichen mit der ursprünglich in Aussicht gestellten EntwicklungDie EnviTec Gruppe verzeichnete im Jahr 2018 eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Während die Gesamtleistung leicht unter der im Geschäftsbericht 2017 für das Gesamtjahr 2018 aufgestellten Prognose einer Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau lag, wurde die für das Geschäftsjahr 2018 in Aussicht gestellte Guideline eines leicht verbesserten operativen Ergebnisses (EBIT) im Konzern erreicht. Umsatzentwicklungscroll
Im Geschäftsjahr 2018 entwickelten sich vor allem die Segmente Service und Eigenbetrieb positiv. Im größten Segment des Konzerns, im Eigenbetrieb, legte der Umsatz um 3,0 % auf 114,5 Mio. Euro, die Gesamtleistung um 3,2 % auf 119,2 Mio. Euro zu. Im Servicebereich sanken die Umsätze zwar um 7,8 % auf 38,7 Mio. Euro. Die Gesamtleistung, die auch in Umsetzung befindliche Repowering- bzw. Flexibilisierungsprojekte umfasst, stieg um 4,1 % auf 42,5 Mio. Euro. Im Anlagenbau sank auf Basis einer verschlankten Struktur der Umsatz um 26,5 % auf 33,5 Mio. Euro, die Gesamtleistung sank um 33,4 % auf 30,7 Mio. Euro und lag damit unter der Zielsetzung von rund 40 Mio. Euro jährlich. Aus der geschilderten Entwicklung auf Segmentebene resultierte ein Rückgang der Konzernumsätze um 6,0 % auf 186,8 Mio. Euro (Vorjahr: 198,8 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die zusätzlich den Wert noch im Bau befindlicher Projekte erfasst, sank um 5,0 % auf 192,5 Mio. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf weiterhin volatile Marktbedingungen und Projektverschiebungen im Anlagenbau zurückzuführen. Die in 2018 in Deutschland erzielten Umsätze betrugen 134,5 Mio. Euro (Vorjahr: 135,1 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz verminderte sich von 63,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 52,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018. Den größten Anteil an den Auslandsumsätzen hatten Italien und Großbritannien. Die dort realisierten Umsätze betrugen im Berichtszeitraum 19,1 Mio. Euro respektive 11,4 Mio. Euro. AufwandsentwicklungDer Materialaufwand ist der wesentliche Aufwandsposten des EnviTec Biogas Konzerns. Im Geschäftsjahr 2018 sank der Materialaufwand auf Konzernebene um 7,8 % auf 124,3 Mio. Euro. Hauptursächlich hierfür ist der deutliche Rückgang der Materialaufwendungen im Anlagenbau im Zuge der Verschlankung der Strukturen in diesem Geschäftsbereich. Das Rohergebnis lag folglich trotz leicht gesunkener Umsätze mit 68,2 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (67,7 Mio. Euro). Beim Personalaufwand war ein Rückgang um 7,5 % auf 19,6 Mio. Euro zu verzeichnen. Ursächlich hierfür war ebenfalls im Wesentlichen die Verschlankung im Anlagenbau, die zudem mit einer Auslagerung der Bereiche Genehmigung und Statik einherging. Die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz betrug 10,5 % (Vorjahr: 10,7 %). Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Quote 10,2 % (Vorjahr: 10,5 %). Die primär durch den Eigenbetrieb induzierten Abschreibungen lagen mit 17,2 Mio. Euro 4,7 % unter dem Wert des Vorjahres. Der sonstige betriebliche Aufwand, der sich aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammensetzt, sank um 2,9% auf 21,2 Mio. Euro. ErgebnisentwicklungDie EnviTec Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2018 trotz weiterhin schwieriger und volatiler Marktbedingungen auf den internationalen Biogasmärkten ihr bestes Ergebnis seit 2011 und das beste EBITDA der Firmengeschichte. Ausschlaggebend dafür war eine positive Entwicklung in den Bereichen Service und Eigenbetrieb, sowie eine deutliche Reduzierung der Kostenbasis im Anlagenbau. Insgesamt erhöhte sich das Ergebnis vor Abzug von Abschreibungen (EBITDA) von 24,6 Mio. Euro auf 27,3 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 6,5 Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro. Die für das Geschäftsjahr 2018 in Aussicht gestellte Guideline wurde damit erreicht bzw. das Ergebnis lag insgesamt über den ursprünglichen Planungen. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 3,3 % auf nunmehr 5,4 %. EnviTec weist damit eine im Branchenvergleich gute Rentabilität aus, die im laufenden Jahr bei verbesserter Effizienz im Anlagenbau weiter steigen sollte. Der Zinsaufwand stieg im Berichtszeitraum leicht um 1,4 % auf 2,6 Mio. Euro, die Zinserträge erhöhten sich um 20,1 % auf 1,7 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Finanzergebnis per Saldo von -0,9 Mio. Euro (Vorjahr: -1,3 Mio. Euro). Das Ergebnis aus teilkonsolidierten Beteiligungen (at-Equity) betrug 1,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,4 Mio. Euro), der Steueraufwand belief sich auf 3,6 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro). Aus den genannten Entwicklungen resultierte ein deutlicher Anstieg des Konzernjahresüberschusses von 5,0 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2018 beträgt 0,46 Euro (Vorjahr: 0,33 Euro). VermögenslageDie Bilanzsumme des EnviTec Konzerns lag zum 31. Dezember 2018 mit 251,6 Mio. Euro deutlich unter Vorjahresniveau. Auf der Aktivseite sank der Wert der langfristigen Vermögenswerte von 159,0 Mio. Euro auf 137,0 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen. Mit Sachanlagen im Wert von 94,2 Mio. Euro - im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen - verfügt der EnviTec Konzern weiterhin über erhebliche langfristige Vermögenswerte in seiner Bilanz. Bei den Finanzanlagen stieg der Wert der at-Equity bewerteten Beteiligungen von 13,4 Mio. Euro auf 13,8 Mio. Euro. Dem stand eine Verringerung der Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen zur Finanzierung von Nachinvestitionen und Substrateinkauf von 9,3 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro gegenüber. Insgesamt sank der Wert der Finanzanlagen um 15,1 % auf 28,9 Mio. Euro. Die Vorräte reduzierten sich von 61,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 auf 55,8 Mio. Euro zum Bilanzstichtag, was primär auf eine Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen ist. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen leicht auf 37,8 Mio. Euro. Insgesamt reduzierten sich die kurzfristigen Vermögenswerte von 112,8 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 106,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018. FinanzlageKapitalstrukturAuf der Passivseite ist die solide Finanzlage ablesbar an einem Eigenkapitalpolster in Höhe von 144,6 Mio. Euro. Der Rückgang um 8,7 Mio. Euro gegenüber Jahresende 2017 ist im Wesentlichen auf die in der Hauptversammlung beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von 14,9 Mio. Euro zurückzuführen. Die zu Buche stehenden Gesamtverbindlichkeiten lagen mit 92,5 Mio. Euro deutlich unter dem Niveau des Vorjahresstichtags (2017: 113,0 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich deutlich um 24,0 % auf 60,3 Mio. Euro, ebenso sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 6,5 % auf 14,9 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sanken um 13,9 % auf 1,6 Mio. Euro während die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern auf 1,8 Mio. Euro anstiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich weiter um 8,0 % auf 13,9 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde ein Teil der Verbindlichkeiten im Konzern auf günstigere Finanzierungen umgeschuldet. Die kurzfristigen Schulden sanken von 56,0 Mio. Euro auf 43,4 Mio. Euro. Die langfristigen Schulden lagen bei rund 49,2 Mio. Euro. Die Rückstellungen stiegen leicht von 9,4 Mio. Euro auf 10,3 Mio. Euro. Insgesamt verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag über eine weiterhin komfortable Eigenkapitalquote in Höhe von 57,5 % (31. Dezember 2017: 54,7%), die das Fundament für die Wahrnehmung von Wachstumschancen auf den internationalen Biogasmärkten bildet. Investitionenscroll
Die Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen beliefen sich in 2018 auf 6,7 Mio. Euro nach 15,6 Mio. Euro in 2017. Wie schon in den Jahren zuvor entfielen die Investitionen im Wesentlichen auf das Segment Eigenbetrieb. Für 2018 rechnet EnviTec mit Investitionen auf Vorjahresniveau. LiquiditätZum Jahresende 2018 standen liquide Mittel in Höhe von 12,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 20,7 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 11,1 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio. Euro) vollständig. Darüber hinaus stande EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 19,0 Mio. Euro zur Verfügung. scroll
Aussage zum CashflowDer Netto-Cashflow im EnviTec Konzern bewegte sich mit 31,9 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (19,6 Mio. Euro). Bei einem gestiegenen Brutto-Cashflow führte die schlechte Ernte zu einer deutlich geringeren Kapitalbindung für Substrate. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit sank deutlich von 13,5 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro. Der Abfluss aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum stieg deutlich von 5,2 Mio. Euro auf 29,9 Mio. Euro, aufgrund von Tilgungen von Bankverbindlichkeiten in Höhe von 22,2 Mio. Euro und der Dividendenzahlung in Höhe von 14,9 Mio. Euro. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageChancen- und RisikoberichtDer bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. ChancenBranchenspezifische ChancenDie weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche erhebliche Wachstumsperspektiven. Biogas dient als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, und ist ein flexibler Strom- und Wärmelieferant. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Viel Potential verspricht künftig auch die Verwendung als CO2-neutraler Kraftstoff (bioCNG oder bioLNG). Der Alleskönner Biomethan kann dabei in allen Verbrauchssektoren, insbesondere aber im Verkehrs- und Wärmebereich, in denen bislang keine befriedigenden Beiträge zur CO2-Reduzierung erzielt wurden, einen nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Durch eine gezielte Fortsetzung der Internationalisierung in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten wird EnviTec in den kommenden Jahren weiter versuchen, seine Marktposition auszubauen und zu stärken. Neben den Chancen in etablierten Märkten wie Frankreich, Dänemark und Großbritannien ist aktuell China einer der attraktivsten Märkte. Mittelfristig sehen wir Chancen insbesondere in aufstrebenden asiatischen Märkten wie den Philippinen, Malaysia und Indonesien und in den USA. In bereits etablierten Märkten bieten sich zusätzliche Chancen, wenn Mitbewerber auf kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen nicht adäquat reagieren können oder dem herrschenden Wettbewerb nicht gewachsen sind. Insbesondere in Deutschland wird es aufgrund der schwierigen Branchenentwicklung zu einer weiteren Marktbereinigung kommen. EnviTec eröffnen sich dadurch insbesondere im Bereich Service und im Bereich Eigenbetrieb punktuell Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden und Marktanteile. In Deutschland und Europa sieht EnviTec Biogas zudem in der Nutzung und dem weiteren Ausbau der bestehenden Gasinfrastruktur im Verkehrssektor eine enorme Chance. Unternehmensstrategische ChancenUnternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas insbesondere in einer weiteren Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der damit verbundenen Wahrnehmung zusätzlicher Chancen auf den internationalen Biogasmärkten. Im Fokus stehen dabei zum einen Märkte, in denen der Ausbau von Anlagen zur Biogasherstellung bzw. -aufbereitung voranschreitet und EnviTec als führender Anlagenbauer von dieser allgemeinen Entwicklung profitieren kann. Zum anderen ergeben sich Chancen aus der Expansion in reifere Biogasmärkte im Servicesegment. Im Eigenbetrieb bieten die fortschreitende Optimierung der bestehenden Anlagen sowie die selektive Ergänzung des Portfolios weiteres Potenzial. Unternehmensstrategische Chancen liegen außerdem in der Weiterentwicklung des Produktportfolios - bezogen auf den Umfang und die Qualität - und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Leistungswirtschaftliche ChancenLeistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Vermarktung. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität. RisikenRisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein international tätiges Unternehmen, das sich in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld bewegt. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der Anpassungen des in 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen. EnviTec konzentriert sich im Anlagenbau seither primär auf ausländische Wachstumsmärkte. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen und kontinuierlichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. So ist in Großbritannien durch die andauernde Unsicherheit über den Ausgang des Brexit-Prozesses derzeit sowohl das gesamtwirtschaftliche Klima als auch das Branchenumfeld negativ geprägt, weshalb EnviTec seine Geschäftstätigkeit vor Ort zurückgefahren hat. Sollte es zu einem wie auch immer ausgestalteten Austritt aus der Europäischen Union kommen, könnte dies auf längere Sicht die dortigen Marktaussichten weiter eintrüben. Mit Umsätzen in Großbritannien in Höhe von 11,4 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2018 ist die Bedeutung dieses Länderrisikos insgesamt jedoch gering für die EnviTec-Gruppe. Bestehende Währungsrisiken wurden durch Devisentermingeschäfte abgesichert (siehe "Währungsrisiken"). Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Bei der Vermarktung und dem Verkauf von aus Biogas erzeugtem Strom und Gas geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit das Auftrags- und Absatzrisiko als strategisches Risiko, dessen Eintritt unwahrscheinlich ist. Zudem werden die potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt. Insgesamt sieht EnviTec im Auftrags- und Absatzmanagement keine wesentlichen Risiken. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit Geschäften der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien und in den USA entstehen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Großbritannien wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 1,2 Mio. GBP abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge von Tochterunternehmen abgesichert. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Währungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt aufgrund der konservativen Hedgingstrategie unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt moderat wären. WettbewerbsrisikenBestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Wettbewerbsrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit technologische Risiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben und hohe Lagerbstände reduziert. Auch im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Beschaffungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt im Eigenbetrieb unwahrscheinlich sowie im Anlagenbau sehr unwahrscheinlich ist. Die potenziellen Auswirkungen auf den Konzern bewertet EnviTec im Eigenbetrieb als moderat und im Anlagenbau als gering. Unternehmenswachstum und interne RisikenDer EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert und in der Organisation umgesetzt wurden. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll-Systeme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus Unternehmenswachstum sowie die internen Risiken als Risiken, deren Eintritt unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. PersonalrisikenDie Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Personalrisiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat. Risiken aus FinanzierungsinstrumentenDie EnviTec Biogas AG hatte im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben, das planmäßig bzw. teilweise aufgrund der guten Liquiditätssituation vorzeitig in mehreren Tilgungsraten zurückgeführt wurde. Die letzte Tilgung in Höhe von 5,0 Mio. Euro erfolgt im September 2019. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen weiterhin positivDie Weltwirtschaft wird mit einem Wachstum von 3,3 % gemäß der aktuellen Prognose des IWF von April 2019 im laufenden Jahr deutlich an Dynamik verlieren. In den Schwellen- und Entwicklungsländern soll das Wachstum 4,4 % betragen, in den Industrieländern 1,8 %. Die Volkswirtschaften der fünf ASEAN-Gründungsmitglieder Indonesien, Malaysia, Philippinen, Singapur und Thailand (ASEAN-5) werden insgesamt um 5,1 % zulegen. In der Eurozone wird mit 1,3 % ein schwächeres Wirtschaftswachstum erwartet. Maßgeblich tragen dazu die schlechteren Aussichten für Deutschland (+ 0,8 %) und Frankreich (1,3 %) bei. In Großbritannien rechnet der IWF mit einem Zuwachs von 1,2 %. Branchenentwicklung - punktuelle Chancen in Deutschland, international weiterhin breit angelegtes WachstumAuf dem deutschen Biogasmarkt ergeben sich für EnviTec auf Basis der zum 1. Januar 2017 in Kraft getretenen EEG-Novelle primär im Servicesegment Wachstumschancen. Hinzu kommen ausgewählte Chancen in der Flexibilisierung von Biogasanlagen und in Bereichen außerhalb der reinen Stromproduktion, so etwa im Wärmemarkt und bei der Aufbereitung von Biogas, z.B. zu CNG-Treibstoff. In Europa sind nach wie vor primär Frankreich und Dänemark attraktive Biogasmärkte. Hinzu kommt Italien, wo sich zuletzt die Rahmenbedingungen deutlich verbessert haben, woraus sich neue Chancen im Anlagenbau ergeben. In Großbritannien wird die weitere Entwicklung davon abhängen, wann und ob es zu einer wirtschaftlich tragfähigen Lösung in der Brexit-Frage kommt. Die wichtigsten außereuropäischen Wachstumsmärkte sind derzeit China, die USA und die Staaten Südostasiens. Entwicklung von EnviTec BiogasDie EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung des Anlagenbaus strategische Weitsicht bewiesen und kann nun auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen. Ziel ist dabei, in allen Segmenten eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. Einen der Eckpfeiler einer künftigen positiven Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas bildet das stabile finanzielle Fundament des Unternehmens. Zum Jahresende 2018 standen liquide Mittel in Höhe von 12,7 Mio. Euro (Vorjahr: 14,9 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 20,7 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 11,1 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio. Euro) vollständig. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 19,0 Mio. Euro zur Verfügung. Entwicklung in den SegmentenIm Anlagenbau hat der deutsche Markt aufgrund der unattraktiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Neugeschäft von EnviTec kaum Bedeutung. Punktuelle Chancen ergeben sich dort nur aus der Flexibilisierung von Anlagen, die mit einem Leistungsausbau verbunden ist. Die wichtigsten Auslandsmärkte für EnviTec sind im Anlagenbau derzeit Frankreich und Dänemark, gefolgt von China. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass sich die Rahmenbedingungen auch im Ausland schnell ändern können. Daher müssen vorhandene Chancen schnell und konsequent genutzt und die mit dem Auslandsgeschäft verbundenen Risiken - wie etwa unterschiedliche Rechtssysteme, Bauvorschriften und Sprachbarrieren - effizient gemanagt werden. Auf Basis einer neuen verschlankten Struktur hat EnviTec im Geschäftsjahr 2018 bereits eine sichtbare Ergebnisverbesserung im Anlagenbau und nicht zuletzt dadurch das beste Ergebnis seit 2011 erzielt. Diese Entwicklung und die steigende Nachfrage auf den wichtigsten Märkten stimmen die Geschäftsführung optimistisch, die richtigen Schritte für eine nachhaltige Trendwende in diesem Segment eingeleitet zu haben und in 2019 bei einer Gesamtleistung (oder Umsatz) von rund 40 Mio. Euro ein positives Segmentergebnis (EBIT) zu erzielen. Die konkrete Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung wird wie in den Vorjahren davon abhängen, wie viele Projekte im Anlagenbau gemäß HGB zum Jahresende tatsächlich in der Bestandsveränderung eingebucht und wie viele Projekte schlussgerechnet werden können. Den cashflow-starken Eigenbetrieb wird EnviTec im In- und Ausland weiter moderat ausbauen. Der Fokus liegt dabei aktuell primär auf der Optimierung der eigenen Anlagen. Insgesamt geht EnviTec Biogas davon aus, im laufenden Geschäftsjahr im Segment Eigenbetrieb bei Umsatz und Ergebnis erneut das Vorjahresniveau zu erreichen. Die vormals zum Energy-Segment gehörigen Bereiche (Regelenergie-, Biomethan- und Stromdirektvermarktung) werden dabei ebenfalls einen positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag liefern. Im ergänzenden Geschäftsfeld Service wird sich im laufenden Geschäftsjahr das Wachstum erneut fortsetzen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die etablierten Märkte Deutschland und Italien, sondern auch andere reifere Märkte wie Frankreich und Dänemark, in denen wir unsere Servicetätigkeit erhöhen wollen. Zudem soll der Service für Fremdanlagen und die Kooperationen im In- und Ausland weiter ausgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2019 prognostiziert der Vorstand im Servicebereich insgesamt einen leichten Anstieg bei Gesamtleistung (oder Umsatz) und Ergebnis (EBIT). KonzernprognoseAuf Konzernebene wird im Geschäftsjahr 2019 auf Basis der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten eine Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau prognostiziert. Der EnviTec-Vorstand erwartet zudem eine weitere Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT). Ausschlaggebend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele wird der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein. Gesamtaussage zur zukünftigen EntwicklungBiogas wird sich in den kommenden Jahren schrittweise weg von einem klassischen Stromproduzenten hin zu einem flexiblen, multivariablen, klimafreundlichen Energieträger entwickeln, der über das Erdgasnetz eingespeist, als CO2-neutraler Treibstoff eingesetzt wird und als Wärmelieferant dienen kann. Als führender, integrierter Biogas-Allrounder ist die EnviTec Gruppe für diese Entwicklung gut gerüstet und geht von einer positiven Unternehmensentwicklung aus. Im Anlagenbau ist das Potential auf den internationalen Biogasmärkten bei weiterhin volatilen Rahmenbedingungen groß. Vor allem in Frankreich und Dänemark hat EnviTec auf Basis günstiger Rahmenbedingungen eine starke Position erarbeitet und eine Vielzahl neuer Projekte in Planung oder Aussicht. In China sind die Gegebenheiten ebenfalls sehr günstig. Im Eigenbetrieb wird EnviTec weiterhin gezielt in eine Optimierung des eigenen Anlagenbestand investieren. Auch für den Ausbau des ergänzenden Geschäftsfelds Service bieten sich in den kommenden Jahren günstige Rahmenbedingungen, die EnviTec nutzen möchte. Das Unternehmen wird zudem die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und die Exploration neuer Märkte weiter vorantreiben. Ziel ist, mittel- bis langfristig bis zu 30 % des Konzernumsatzes nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich zu generieren. Auch Anwendungen und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern und Produkten außerhalb der Biogasbranche werden verfolgt. Insgesamt sieht EnviTec sich dank eines starken technologischen sowie finanziellen Fundaments gut gerüstet für die Zukunft. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 erzielte gute Ergebnis belegt, dass EnviTec den volatilen Marktbedingungen erfolgreich begegnen kann. Ziel ist es, die Chancen in attraktiven Märkten konsequent zu nutzen, neue Märkte und Verfahren zu entwickeln und dabei eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. KONZERNABSCHLUSSKonzernbilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018scroll
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2018scroll
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KONZERNANHANG1. Allgemeine InformationenDie EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, das sich neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften mit dem Betrieb von eigenen Biogasanlagen, dem technischen und biologischen Service sowie der Vermarktung von Strom beschäftigt. Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 31. Dezember 2018 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board (vormals: Entry Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt. Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten worden. Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 2. Grundlagen des Konzernabschlusses2.1. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 wie folgt entwickelt: scroll
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Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 168 (31.12.2017: 171) Unternehmen, von denen 106 (31.12.2017: 108) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen resultieren sowohl aus der Liquidation der EnviTec Projektentwicklung GmbH i. L. sowie der ET Agro Trade GmbH i. L. als auch aus dem Verkauf von 89 % der Anteile an der Biogas Neutrebbin GmbH & Co. KG und aus dem Verkauf der gesamten Anteile an der Vierte Envitec Verwaltungs GmbH. Die Gesellschaften wurden zum 1. Oktober 2018 verkauft und endkonsolidiert. Der Verkauf der Anteile führte zu einem Veräußerungsgewinn auf Konzernebene in Höhe von TEUR 603 und einem Rückgang der Bilanzsumme in Höhe von TEUR 6.028. Die übrigen Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen resultieren aus der Verschmelzung/Anwachsung auf diverse Gesellschaften. Dies betrifft im Einzelnen:
Mit Vertrag vom 14. Februar 2018, der gleichzeitig dem Erwerbsstichtag entspricht, hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG weitere 41% des Kommanditkapitals der Biogas Horst GmbH & Co. KG zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 5 erworben. Der Konzernumsatz erhöhte sich aufgrund des Erwerbs um TEUR 1.009. Im Geschäftsjahr 2018 ist ein positives Jahresergebnis der Gesellschaft von TEUR 89 enthalten. Im Wesentlichen wurden Sachanlagen und Vorräte erworben. Die Differenz zwischen Kaufpreis und Buchwert des Eigenkapitals wurde direkt in das Periodenergebnis gebucht. Ebenfalls mit Vertrag vom 14. Februar 2018 wurden die restlichen 51 % der Anteile an der Biogas Horst Verwaltungs GmbH erworben. Beide Gesellschaften werden nunmehr vollkonsolidiert und nicht länger unter den at-Equity Beteiligungen ausgewiesen. Mit Gesellschaftsvertrag vom 15. Mai 2018 hat die EnviTec Biogas AG gemeinsam mit zwei Fremdgesellschaftern die ET Solar Gottesgabe GmbH, Neutrebbin, gegründet. Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von TEUR 25. Hieran hält die EnviTec Biogas AG 83 %. Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, der Bau und Betrieb von Solaranlagen. Mit Gesellschaftsvertrag vom 24. September 2018 hat die EnviTec Service GmbH die EnviTec Service ApS, Silkeborg/Dänemark gegründet. Die Gesellschaft hat ein Stammkapital von TEUR 10. Hieran hält die EnviTec Service GmbH 100 %. Der Gegenstand des Unternehmens ist Handel, Betrieb, Betreuung, Schulung und Beratung, Wartung, Reparatur und Instandhaltung, Optimierung und Erweiterung von Gesamtsystemen technischer Anlagen zur Energiegewinnung wie auch Einzelkomponenten einer solchen Anlage in technischer, biologischer und kaufmännischer Hinsicht sowie der Handel mit Hilfs- und Betriebsstoffen. Am 8. Januar 2018 haben die EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG und die EnviTec Service GmbH gemeinsam mit einem chinesischen Partner die EnviTec China Co. Ltd., Beijing/China gegründet. Das Kapital der Gesellschaft beträgt 1 Mio. CNY. Hieran halten die EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG sowie die EnviTec Service GmbH jeweils 30%. Gegenstand des Unternehmens ist die Wartung, Reparatur und Instandhaltung von technischen Anlagen zur Energiegewinnung. Neu als at-Equity Beteiligung wird seit dem 1. Januar 2018 die Methaisne Energies Vertes SAS, Courbevoie/ Frankreich ausgewiesen. Die Gesellschaft wurde bislang unter den Beteiligungen ausgewiesen. Zweck der Gesellschaft ist der Bau und der Betrieb einer Biogasanlage in Frankreich. Des Weiteren hat die EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG jeweils 100% an den nicht operativ tätigen Gesellschaften LZ Biogas GmbH & Co. KG und LZ Biogas Verwaltungs GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 38 erworben. Auf die Einbeziehung der Gesellschaften wird gem. § 296 Abs. 2 HGB verzichtet. 2.2. Vollkonsolidierte und assoziierte Unternehmen sowie BeteiligungenFolgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen: scroll
Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machen im Geschäftsjahr 2018 von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB sowie des § 264b HGB Gebrauch. Name und Sitz der Gesellschaft EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Sachsendorf Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Klein Mühlingen Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde Dritte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Biogas Horst GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Service GmbH, Lohne EnviTec Italia GmbH, Lohne 2.3. KonsolidierungsmethodenDer Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen. Mit Ausnahme der EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert wird, stellen alle Tochtergesellschaften ihre Einzelabschlüsse auf den 31. Dezember eines Jahres auf. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. SchuldenkonsolidierungWechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Aufwands- und ErtragskonsolidierungAufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet. ZwischenergebniseliminierungZwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und Entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden. Equity-BewertungNach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Zum 31.12.2018 wurden keine entsprechenden Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. 3. Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Konzernabschluss ist nach den allgemeinen Regelungen der §§ 264 ff. HGB, den Regelungen für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, den Regelungen für Konzernabschlüsse nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie den at-Equity bewerteten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf sieben Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögenswerte und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-Equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden nicht geändert. 3.1. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften, deren Unternehmenszweck der Betrieb von einer oder mehreren Biogasanlagen ist, aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen. Aufgrund der in den entsprechenden Gesetzen festgeschriebenen Förderdauer werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über die Restlaufzeit der Förderung (länger als 5 Jahre) abgeschrieben. 3.2. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen - mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar: scroll
3.3. FinanzanlagevermögenVermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3.4. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB Stoffe) werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. 3.5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. 3.6. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. 3.7. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. 3.8. Latente SteuernLatente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet. 3.9. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 3.10. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. 3.11. Passive RechnungsabgrenzungspostenDie Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. 4. Erläuterungen zur KonzernbilanzIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzernbilanz gemacht. 4.1. AnlagevermögenDie Posten des Anlagevermögens haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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4.2. Geschäfts- und FirmenwertPlanmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum i Höhe von TEUR 765 vorgenommen worden. 4.3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgestände enthalten Forderungen auf die Erstattung von Vorsteuern und geleisteten Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 4.047 (Vorjahr: TEUR 5.944) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 4.4. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden aufgenommene Disagien in Höhe von TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 301) ausgewiesen. Neben Disagien werden im Wesentlichen Zahlungen für Bearbeitungsgebühren von Darlehen, Pacht und Erbbauzins sowie Versicherungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag abgegrenzt. 4.5. Latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von zeitlichen Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge. Der Bewertung wurde der unternehmensindividuelle Steuersatz in Höhe von 28,08% zugrunde gelegt (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25% für die Gewerbesteuer). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 350%. Die nachfolgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden. scroll
4.6. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000,00 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
4.7. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Gewährte SicherheitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 53.250 durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Der Buchwert des als Sicherheit gewährten Sachanlagevermögens beträgt TEUR 58.222. 4.8. Derivative FinanzinstrumenteWährungsrisikenZur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Diese werden zur Absicherung einzelner Forderungen oder Verbindlichkeiten oder für eine Gruppe von Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet. Grundgeschäfte werden betragsmäßig in gleicher Höhe und in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte gesichert. Die einzelnen Hedge Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Zum 31.12.2018 waren Devisentermingeschäfte mit einem Wert von TGBP 1.243 abgeschlossen. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemacht. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse verteilen sich, unter der Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung, folgendermaßen auf Tätigkeitsbereiche und geographische Märkte: scroll
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AbschreibungenDie Abschreibungen im Konzernabschluss 2018 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 765. Außerplanmäßige Abschreibungen auf die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlagevermögens sowie das Sachanlagevermögen wurden nicht vorgenommen. 6. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Finanzmittelfonds zu Beginn und am Ende der Kapitalflussrechnung entsprechen dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (TEUR 12.718) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 645). Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge waren im Geschäftsjahr genauso wie Zugänge an liquiden Mitteln durch Unternehmenserwerbe nicht zu verzeichnen. Durch den Verkauf eines Tochterunternehmens sind dem Konzern TEUR 2.848 zugeflossen. Dagegen stand ein Abfluss von liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 1.270. Die Auszahlungen von Investitionen in at-Equity Beteiligungen betreffen die Kapitalerhöhung einer bestehenden und im Geschäftsjahr neu als at-Equity bewerteten Gesellschaft. Die Einzahlungen aus Entnahmen at-Equity Beteiligungen betreffen Entnahmen von untergeordneter Bedeutung ohne Auswirkung auf die Beteiligungsstruktur. Von den liquiden Mitteln unterliegen zum Stichtag 31. Dezember 2018 TEUR 2.344 (Vorjahr: TEUR 3.048) Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich um Reserveguthaben, deren Ansparung sich als Verpflichtung aus diversen Fremdfinanzierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen ergibt. 7. Sonstige ErläuterungenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseDer Konzern hat sich gegenüber der DKB in Höhe von TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 622) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Zudem hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 200) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Aus Konzernsicht besteht weiterhin eine Bürgschaft gegenüber der Oldenburgischen Landesbank AG zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmen für ein Substratdarlehen in Höhe von TEUR 700 (Vorjahr: TEUR 700), welches zum Stichtag mit TEUR 0 valutiert. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird mit weniger als 50% eingeschätzt. Zudem besteht für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen eine Bürgschaft aus Konzernsicht zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Weiterhin hat sich der Konzern für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150) verbürgt. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Außerdem ist aus Konzernsicht für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen eine weitere Bürgschaft zu Gunsten der DKB in Höhe von TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 100) vergeben worden. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Ferner wurde aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Kreissparkasse Steinfurt zu Gunsten eines at-Equity eingezogenen Unternehmens in Höhe von TEUR 225 vergeben. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Ansonsten besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50 %. Außerdem besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 125). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50 %. Zudem wurde aus Konzernsicht eine Bürgschaft bei der BNP Paribas zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens in Höhe von TEUR 500 vergeben. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Darüber hinaus bestehen bei den Eigenbetrieben vereinzelt weitere Miet- und Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. MitarbeiterzahlenBei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren durchschnittlich in 2018 weltweit beschäftigt: scroll
Organe der GesellschaftVorstandDer Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen: Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne, Sprecher des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe, Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007 Ingenieur Jürgen Tenbrink, Steinfurt Vorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2010 Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein Ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2018 folgende Vergütungen an: scroll
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AufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
Im Geschäftsjahr 2018 enthält der Aufwand keine festen Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG (Vorjahr: EUR 5.000). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: EUR 10.202) an. 8. GewinnverwendungVorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG werden den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 02. Juli 2019 eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht unter Berücksichtigung der eigenen Anteile einem Gesamtwert von TEUR 14.850. Da die Ausschüttung die Zustimmung der Hauptversammlung voraussetzt, ist eine Verpflichtung hierzu nicht in der Bilanz passiviert worden.
Lohne, den 10. Mai 2019 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 10. Mai 2019 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer EINZELABSCHLUSS 2018 der EnviTec Biogas AGBilanz zum 31. Dezember 2018Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018scroll
ANHANG1. Allgemeine AngabenFirma: EnviTec Biogas AG Sitz: Lohne Registergericht: Amtsgericht Oldenburg Nummer beim Handelsregister: HRB 201466 Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung2.1. Allgemeine AngabenGegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2.2. Bilanzierung und BewertungDie immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und - soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode. Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2018 wurden nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die in dem Posten Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2018 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. 3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz3.1. AnlagevermögenDas Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt (siehe nächste Seite): Anlagenspiegelzum 31. Dezember 2018scroll
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3.2. Forderungenscroll
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Die Forderungen gegen verbundene Unternehmer resultieren aus: scroll
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.3. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
3.4. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 237) sowie sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 192). 3.5. VerbindlichkeitenspiegelDie Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit wie folgt: scroll
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Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 4.173.006 (Vorjahr: EUR 7.629.220) durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr TEUR 2.250) abgesichert. Weiterhin haftet hierfür das Grundstück einer 100%igen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.000 Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.6. Latente SteuernDer gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 2.325.600,00 (Vorjahr: EUR 2.109.000,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. 3.7. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 13.415.052,57 (Vorjahr: EUR 16.102.516,25). Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf: scroll
Bei den oben genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%. 3.8. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
3.9. Geschäfte mit nahe stehenden PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Umsätze im Geschäftsjahr 2018 entfallen in Höhe von TEUR 3.112 (Vorjahr: TEUR 3.880) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 486) auf Lieferungen und Leistungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet. Lieferungen und Leistungen an und im Drittlandsgebiet sind in 2018 keine (Vorjahr: TEUR 2) erfolgt. 4.2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2018 entfallen im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 600) sowie auf Erträge aus Anlagenverkäufen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 696). Der verbleibende Betrag setzt sich aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 62), Versicherungserstattungen TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 11) sowie sonstige Positionen in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 51) zusammen. 4.3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2018 entfallen in Höhe von TEUR 1.006 (Vorjahr: TEUR 1.427) auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 352 (Vorjahr: TEUR 1.328) auf Vertriebskosten, in Höhe von TEUR 927 (Vorjahr: TEUR 1.031) auf Betriebskosten sowie in Höhe von TEUR 1.620 auf Forschungskosten (Vorjahr: 1.896). Aus der Währungsumrechung ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 9). 4.4. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 1.408 (Vorjahr: TEUR 118) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuern für Vorperioden in Höhe von TEUR 594 (Vorjahr: Steuererträge TEUR 781) enthalten. 5. Sonstige Pflichtangaben5.1. Organe der GesellschaftZum Vorstand sind bestellt: Olaf von Lehmden (Vorsitzender), Chief Executive Officer, Lohne Jörg Fischer, Chief Financial Officer, Weyhe-Erichshof Jürgen Tenbrink, Chief Technical Officer, Steinfurt, Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Landwirtschaftlicher Unternehmer Aufsichtsratsvorsitzender der AGRAVIS Raiffeisen AG Aufsichtsratsmitglied LVM Krankenversicherungs AG Aufsichtsratsmitglied LVM Lebensversicherungs AG Aufsichtsratsmitglied LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster e.G. Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2018 keinen Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG (Vorjahr: TEUR 5). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: TEUR 10). Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03. 5.2. Aufstellung des Anteilsbesitzesscroll
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5.3. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer in 2018 betrug 47 Personen und teilt sich wie folgt auf: scroll
5.4. KonzernverhältnisDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. 5.5. GewinnverwendungEs wird der Hauptversammlung am 2. Juli 2019 vorgeschlagen, vom in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 45.330.936,07 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 14.850.000,00 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von EUR 150.000,00.
Lohne, 10. Mai 2019 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den JahresabschlussDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des JahresabschlussesUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-ja-o-lb-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 10. Mai 2019 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, die EnviTec Biogas Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2018 das gute Ergebnis des Vorjahres übertreffen und die Profitabilität erneut steigern. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen das beste Ergebnis seit 2011, auf EBITDA-Basis sogar das Beste der Firmengeschichte. Ausschlaggebend dafür war die weiterhin positive Entwicklung in den Bereichen Service und Eigenbetrieb sowie eine deutliche Reduzierung der Kostenbasis im Anlagenbau. Im Eigenbetrieb, dem größten Segment des Konzerns, war durch gezielte Investitionen und daraus resultierende Leistungssteigerungen ein leichtes Umsatzwachstum zu verzeichnen. Aufgrund von im Vorjahr angefallenen positiven Einmaleffekten beim Warenbestand lag das operative Segmentergebnis leicht unter dem des Vorjahres. Insgesamt war die Performance der eigenbetriebenen Anlagen jedoch weiterhin überaus zufriedenstellend und das Segment der wesentliche Ergebnis- und Cashflow-Treiber der integrierten EnviTec Gruppe. Im Bereich Service setzte sich der Ausbau der Geschäftstätigkeit das vierte Jahr in Folge - wenn auch in abgeschwächter Form - fort. Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie in wachsendem Umfang Dänemark und Frankreich. Im Anlagenbau hatte EnviTec Ende 2017 eine Strukturanpassung vorgenommen und die Bereiche Genehmigung und Statik ausgelagert sowie die Projektabwicklung verschlankt. Im ersten Geschäftsjahr nach der Neuausrichtung wurde nun gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang bei Umsatz und Gesamtleistung verzeichnet, jedoch in größerem Umfang als geplant, was im Wesentlichen auf weiterhin volatile Marktbedingungen und Projektverschiebungen zurückzuführen war. Gleichwohl konnte die Ergebnissituation bereits deutlich verbessert werden. Zudem hat sich die Lage auf den internationalen Biogasmärkten im Geschäftsjahr 2018 gegenüber den Vorjahren deutlich verbessert. Auf Basis der neuen Struktur, der starken Auftragspipeline und einer im bisherigen Jahresverlauf 2019 guten Auslastung im Anlagenbau geht das EnviTec-Management davon aus, dass im Gesamtjahr 2019 erstmals seit Jahren wieder ein positives Segmentergebnis erreicht wird. Auf Konzernebene resultierte aus der geschilderten Entwicklung ein Rückgang der Konzernumsätze um 6,0% auf 186,8 Mio. Euro (Vorjahr: 198,8 Mio. Euro). Die Gesamtleistung sank um 5,0 % auf 192,5 Mio. Euro. Dem leichten Rückgang stand jedoch eine deutliche Verbesserung der Profitabilität gegenüber. Insgesamt verzeichnete die EnviTec Gruppe ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von 10,1 Mio. Euro. Mit 27,3 Mio. Euro wurde vor Abschreibungen das beste Ergebnis (EBITDA) der Firmengeschichte erzielt. Dies gelang dank einer diversifizierten Unternehmensstruktur, der kontinuierlich positiven Entwicklung in den Bereichen Service und Eigenbetrieb sowie einer deutlichen Reduzierung der Kostenbasis im Anlagenbau. Als führender Biogas-Allrounder ist die EnviTec Gruppe dank ihres erfahrenen Teams, starker und innovativer Partnerschaften und einer einzigartigen, integrierten Unternehmensstruktur für die Herausforderungen des Biogasmarktes gut gerüstet. Im Anlagenbau ist das Potential auf den internationalen Biogasmärkten bei anhaltend volatilen Rahmenbedingungen groß. Vor allem in Frankreich und Dänemark hat EnviTec sich auf Basis günstiger Rahmenbedingungen eine starke Position erarbeitet und eine Vielzahl neuer Projekte in Planung oder Aussicht. Im Eigenbetrieb wird EnviTec weiterhin gezielt in die weitere Optimierung des Anlagenbestands investieren. Und für den Ausbau des ergänzenden Geschäftsfelds Service bieten sich in den kommenden Jahren ebenfalls günstige Rahmenbedingungen, die wir nutzen möchten. Wir haben seit Gründung 2002 immer wieder unsere Wandelbarkeit unter Beweis gestellt, uns kontinuierlich weiterentwickelt und werden uns den Herausforderungen der Zukunft weiter erfolgreich stellen. Tätigkeitsbericht des AufsichtsratsAls Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2018 im Rahmen unserer Tätigkeit alle uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In allen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Bildung von AusschüssenAufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2018 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Sitzungen und Schwerpunkte der BeratungDer Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2018 zu fünf ordentlichen Sitzungen am 16. März, 27. April, 3. Juli, 13. September und 5. Dezember zusammen. Bis auf die Sitzung am 13. September, bei der ein Mitglied kurzfristig entschuldigt fehlte, war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas. Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden.
Prüfung von Jahres- und KonzernabschlussAuf der Hauptversammlung am 3. Juli 2018 wählten die Aktionäre die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steinfeld, zum Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfungsauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Michael Kohl GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2018 aufgestellten Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG und den Konzernlagebericht. Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, konnte die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2018 erneut die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahrnehmen und auf eine Prüfung des Jahresabschlusses verzichten. Das Unternehmen hat jedoch den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, einer freiwilligen Prüfung unterzogen. Die Prüfungen ergaben keine Einwendungen, so dass ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (siehe Seite 66) erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben Lagebericht, Abschlüsse und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 10. Mai 2019 von uns intensiv geprüft. An der Sitzung am 10. Mai 2019 nahm neben dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auch der Abschlussprüfer der Michael Kohl GmbH teil. Der Abschlussprüfer erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete ergänzende Fragen des Aufsichtsrats. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Michael Kohl GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2018 aufgestellten Jahres- sowie den Konzernabschluss gebilligt sowie den Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG festgestellt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im Geschäftsjahr 2018. Als führender, integrierter Biogas-Allrounder sehen wir EnviTec Biogas mit Ihrer Unterstützung gut gerüstet für die Zukunft und blicken voller Zuversicht ins Geschäftsjahr 2019.
Lohne, den 10. Mai 2019 Tobias Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrats ErgebnisverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2018 von insgesamt EUR 45.330.936,07 in Höhe von EUR 14.850.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 30.480.936,07 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lohne, den 2. Juli 2019 Für den Vorstand gez. Olaf von Lehmden, Vorsitzender |
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