![]() EnviTec Biogas AGLohneJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Konzernlageberichtder EnviTec Biogas AGDie EnviTec Biogas AG nimmt gemäß § 326 HGB für das Geschäftsjahr 2019 die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahr und verzichtet auf die Erstellung und Offenlegung eines Lageberichtes. Der Konzernabschluss, in den der Jahresabschluss der AG einbezogen ist, enthält keinen zusammengefassten Lagebericht der AG und des Konzerns, sondern es wird nur auf Konzernebene berichtet. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des EnviTec KonzernsDer EnviTec Biogas-Konzern mit Sitz in Lohne ist einer der führenden Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen. EnviTec deckt als Biogas-Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Herstellung von Biogas ab. Dazu gehören die Planung und der schlüsselfertige Bau von Biogasanlagen und Biogasaufbereitungsanlagen ebenso wie deren Inbetriebnahme. Das Unternehmen übernimmt bei Bedarf den biologischen und technischen Service und bietet außerdem das gesamte Anlagenmanagement sowie die Betriebsführung an. EnviTec betreibt außerdem eigene Anlagen und ist damit einer der größten Biogas- und Biomethanproduzenten in Deutschland. Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Profitabilität. EnviTec-Anlagen können aus sämtlichen Inputstoffen, von organischen Abfällen bis zu nachwachsenden Rohstoffen, saubere Energie erzeugen. Das Unternehmen wurde 2002 gegründet und ist inzwischen weltweit in 16 Ländern (inkl. Deutschland) vertreten. Konzernstruktur und GeschäftsbereicheDie Konzernstruktur gliedert sich entlang der drei Bereiche Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau. Alle Bereiche sind strategisch, technisch und wirtschaftlich eng miteinander verknüpft. Das Konzern-Mutterunternehmen fungiert als Holding, die Leistungen wie beispielsweise Controlling, Personalmanagement, Rechtsberatung, Treasury und Marketing für die drei Geschäftsbereiche erbringt. Weiterer Geschäftszweck der Holding ist das Halten von Beteiligungen im Eigenbetrieb sowie die Anlauffinanzierung der jeweiligen Projektgesellschaften. EigenbetriebIm Geschäftsbereich Eigenbetrieb ist die Erzeugung von Strom, Wärme und Gas in eigenen Biogasanlagen im In- und Ausland gebündelt. Dies geschieht in der Regel in Kooperation mit lokalen Partnern aus der Landwirtschaft oder der Energiewirtschaft. Diese Partnerschaft zeichnet sich durch eine klare Aufgabenverteilung aus: Jeder konzentriert sich auf seine Stärken. Der Partner vor Ort stellt beispielsweise den Standort zur Verfügung, kümmert sich um die Beschaffung der Inputstoffe und übernimmt den laufenden Betrieb. Während des Betriebs führen wir alle notwendigen Wartungsarbeiten durch, kümmern uns um den biologischen und den technischen Service und übernehmen die kaufmännische Leitung. ServiceIm Geschäftsbereich Service bietet EnviTec alle Dienstleistungen rund um den Betrieb von Biogasanlagen an. Als Biogas-Allrounder kennen wir alle Prozesse der Biogaserzeugung im Detail und unsere Fachleute kümmern sich um das Anfahren der Anlage und kontrollieren fortlaufend die biologischen Prozesse. Im Labor werden Inputmaterial und Gärreste auf optimale Qualität hin untersucht, um Empfehlungen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu geben. Darüber hinaus umfasst das Angebot die regelmäßige Begehung einer Anlage und die Schulung von Betreibern und deren Mitarbeitern. EnviTec Biogas bietet neben der Teilwartung nach Aufwand auch eine Vollwartung mit Übernahme des Reparaturkostenrisikos an. AnlagenbauIm Geschäftsbereich Anlagenbau errichten wir Biogas- und Biomethananlagen für Kunden wie beispielsweise Landwirte, Industrieunternehmen und Energieversorger. Wir planen die Anlage, errichten sie und beginnen mit der Biogasproduktion. Unser Produktportfolio umfasst die komplette Wertschöpfungskette der Biogasanlagentechnik für Anlagen ab 75 kW. Neben Großanlagen bietet EnviTec zudem ein Kompaktanlagenkonzept an, das unter der Bezeichnung "EnviFarm Compact"-Anlage vermarktet wird. Mit EnviThan verfügt das Unternehmen zudem über eine hocheffiziente, innovative Technologie zur Biogasaufbereitung. Das aufbereitete Biomethan kann vom Netzbetreiber weiter behandelt, direkt in das Erdgasnetz eingespeist oder als umweltfreundliche Kraftstoffalternative (Bio-CNG - Compressed Natural Gas, oder Bio-LNG - Liquified Natural Gas = Flüssigbiogas) verwendet werden. Daneben beschäftigt sich EnviTec mit der Entwicklung von Photovoltaik-Projekten. Ziele, Strategie & WettbewerbWir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Biogasmarkt erarbeitet und bereits Anlagen in 17 Ländern errichtet. Die aktuell wichtigsten geographischen Märkte der Gruppe sind neben dem Hauptmarkt Deutschland das europäische Ausland und China. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als integrierter Anbieter und Betreiber von Biogasanlagen auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihrer Wünsche. Die kurz- bis mittelfristige strategische Ausrichtung wird durch die anhaltenden Diskussionen über die gesetzlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten stark beeinflusst. Insgesamt sind die einzelnen Märkte sehr heterogen, was überwiegend an den sehr unterschiedlich ausgestalteten Förderrahmen liegt. Wir verfolgen die Entwicklungen in den einzelnen Ländern sehr genau, um zeitnah auf Änderungen der Rahmenbedingungen reagieren zu können. Mittelfristig wollen wir durch die Ergründung neuer Anwendungen, Verfahren und der Exploration neuer Märkte die Abhängigkeit von den jeweiligen Förderbedingungen verringern und bis zu 30 % des Konzernergebnisses nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich generieren. Folgende Eckpfeiler für unser nachhaltiges Wachstum haben wir definiert: Gezielter Ausbau des EigenbetriebsEnviTec Biogas hat den Eigenbetrieb in den vergangenen Jahren ausgebaut und erwirtschaftet heute in diesem Geschäftsbereich den höchsten Umsatzanteil im Konzern. In Deutschland setzt EnviTec vor allem auf die Optimierung der Bestandsanlagen und einen selektiven Kapazitätsausbau. Mit seinem positiven Cashflow ist das Segment eine ideale Ergänzung zum Anlagenbau. Zielsetzung ist es weiterhin, mit diesem Geschäftsbereich eine Verstetigung der Erlösbeiträge für den Konzern zu erzielen. Die gesicherten Einspeisevergütungen der von EnviTec betriebenen Biogasanlagen laufen beginnend in 2025 bis 2031 aus. Internationale Expansion als WachstumstreiberWir beobachten weltweit die Entwicklungen der Rahmenbedingungen für Biogas. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese sehr genau und entscheiden dann über einen Markteintritt. Bei der Erschließung neuer Märkte setzen wir auf Partner aus der jeweiligen Region und verbinden auf diese Weise unsere langjährige Erfahrung im Anlagenbau und -betrieb mit den Kenntnissen über die regionalen Besonderheiten. Auch der nachgelagerte Servicebereich gewinnt im Rahmen der internationalen Expansion weiter an Bedeutung. Ziel ist es, den Anlagenbau und den nachgelagerten Servicebereich auch in einem schwierigen Marktumfeld profitabel zu betreiben und gleichzeitig die nötigen Kapazitäten vorzuhalten, um Marktopportunitäten schnell nutzen zu können. Steigende Bedeutung erhalten dabei die Errichtung von Anlagen zur Aufbereitung von Biomethan und die Verwendung neuer Inputstoffe aus der Reststoff- und Abfallvergärung. Erweiterung des Angebots im ServiceDer Geschäftsbereich Service hat in den vergangenen Jahren für EnviTec deutlich an Bedeutung gewonnen. Dieser Expansionsprozess soll fortgeführt werden. Erklärtes strategisches Ziel ist der Ausbau des Angebots. Dazu gehören der Ausbau des biologischen und technischen Services im europäischen Ausland und die Erweiterung des Angebots für Fremdanlagen. Zudem soll das Servicegeschäft, u.a. auch durch strategische Partnerschaften, sukzessive auf neue Technologien ausgeweitet werden. Stärkung unserer InnovationsführerschaftMit dem ständigen Ausbau unserer Technologiekompetenz soll die führende Stellung der EnviTec Biogas innerhalb der Branche gefestigt und unser Kernprodukt Biogas ökologisch und ökonomisch noch attraktiver gemacht werden. Ziel ist es, die Handhabung unserer Anlagen kontinuierlich zu verbessern sowie die benötigte Substratmenge bei gleicher Leistung zu reduzieren. Zudem setzt EnviTec in Kooperation mit etablierten Herstellern auf die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten von Biogas. So wird bereits heute in mehreren von EnviTec errichteten Anlagen Compressed Natural Gas aus Biogas -kurz bioCNG -für den Verkehrssektor hergestellt. SteuerungssystemZiel unseres unternehmerischen Handelns ist es, nachhaltig profitabel zu wachsen. Daraus leiten sich unsere wesentlichen Steuerungsgrößen ab: Umsatz/ Gesamtleistung und Eigenkapitalrentabilität. Als wichtigste Steuerungskennzahl stellt EnviTec ab dem Geschäftsjahr 2020 auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) ab. Im Gegensatz zum operativen Ergebnis (EBIT) berücksichtigt das EBT auch die Ergebnisse aus at-Equity-Beteiligungen sowie das primär aus dem Zinsmanagement für diese Gesellschaften resultierende Finanzergebnis. Dadurch ist eine höhere Aussagekraft über die Geschäftsentwicklung gegeben. Die operative und strategische Steuerung des Konzerns erfolgt über regelmäßige Sitzungen der Vorstandsmitglieder. Eine konzernweite ERP-Software (Enterprise Resource Planning) ermöglicht die schnelle und übersichtliche Darstellung aller Prozesse der Gruppe wie Materialwirtschaft, Finanz- und Rechnungswesen, Projektcontrolling, Verkauf und Marketing. Seit dem Jahr 2010 ist das Qualitätsmanagementsystem unserer Gruppe gemäß DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Zudem ist seit 2016 das Qualitätsmanagementsystem der EnviTec Service GmbH gemäß ISO 9001:2015 organisiert. Forschung und EntwicklungKontinuierliche Weiterentwicklung ist ein essentieller Faktor für nachhaltigen Erfolg. Dies nehmen wir sehr ernst und arbeiten ständig an der Verbesserung unserer Technologien zur Steigerung der Gasausbeute, an der Optimierung unseres Qualitätsmanagements sowie an der Erforschung möglicher alternativer Substrate. Weitere Schwerpunkte unserer F&E-Aktivitäten sind die Herstellung biogenen Wasserstoffes und die Thermodruckhydrolyse zum Biomasseaufschluss. Unser Labor: Die EigenbetriebsanlagenUnsere Eigenbetriebsanlagen sind ein wichtiger Wissenspool für Weiterentwicklung, Verbesserung und Anwendung neuer Anlagentechnik. Neue Verfahren und Technologien erproben wir direkt in der Praxis in unseren Eigenbetriebsanlagen oder aber in enger Kooperation mit Herstellern und Kunden aus dem Servicesegment. Gasaufbereitung EnviThanIm Bereich der Gasaufbereitung erforschen bzw. erproben wir gemeinsam mit einem Hersteller laufend neue Membrantypen, um die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie zu steigern. Die Technik hat so in den vergangenen Jahren eine stetige Weiterentwicklung erfahren. RessourcenEnviTec ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neue Projekte werden direkt in den Geschäftsbereichen und in Kooperation mit Herstellern und Kunden vorangetrieben. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung belief sich im Geschäftsjahr auf rund TEUR 92. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche EntwicklungNach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2019 eine deutlich geringere Wachstumsdynamik als in den Vorjahren. Mit 2,9 % war der Anstieg der Weltwirtschaftsleistung jedoch weiterhin deutlich positiv (2018: 3,6 %, 2017: 3,8 %). Während die Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Wirtschaftsleistung insgesamt um 3,7 % steigerten, legte die Gruppe der Industriestaaten um 1,7 % zu. In den Ländern der Eurozone betrug das Wachstum 1,2 %. Wichtige Märkte von EnviTec wie Deutschland (+0,6 %), Frankreich (+1,3 %) und Großbritannien (+1,4 %) entwickelten sich in Bezug auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2019 ebenfalls durchweg positiv. Entwicklung des Biogasmarkts und Auswirkungen auf den EnviTec KonzernTechnologieDer aktuell dynamischste Markt für Biogasanlagen ist die Biogasaufbereitung. Das gewonnene Biomethan dient dann zur Einspeisung ins Erdgasnetz. Zudem kann das Biomethan als CO2-armer Treibstoff insbesondere im Verkehrssektor eingesetzt werden. Dass dies sinnvoll und notwendig wäre, zeigt eindeutig eine neue vom Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Hamburg (TUHH) und dem Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien IREES GmbH herausgegebene Untersuchung. Das Ergebnis ist eindeutig: Biomethan weist die beste Treibhausgasbilanz auf. Als nachhaltiger gasförmiger (Bio-CNG) oder flüssiger (Bio-LNG) Treibstoff können bereits heute mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart und gleichzeitig fast 100 % der gesundheitsschädigenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden. Darüber hinaus ergeben sich für den Einsatz von Biomethan im Mobilitätssektor sogar negative Treibhausgasminderungspotenziale, sofern Gutschriften gemäß der europäischen Gesetzgebung (RED II) berücksichtigt werden. RohstoffmarktDie Inputversorgung von Biogasanlagen in Deutschland stand im Jahr 2019 im Zeichen eines leicht steigenden Preisniveaus auf den Rohstoffmärkten. So lag der Agrarrohstoff-Index für Deutschland der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) im Dezember 2019 um 5,8 Punkte (4,4 %) über dem Vorjahresniveau. Dabei sorgten im Berichtszeitraum ein erneut überwiegend trockener Sommer und die damit verbundenen Ernteeinbußen in den betroffenen Regionen für steigende Preise sowie eine insgesamt weiterhin angespannte Versorgung mit Inputstoffen. EnviTec profitierte jedoch auf Basis langfristiger Lieferverträge, hoher Lagerbevorratung und der engen Zusammenarbeit mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben auch in 2019 von moderaten Preisen für die als Einsatzstoff genutzten Agrarrohstoffe und erreichte eine komfortable Rohstoffversorgung. Geographische MärkteFür Biogasanlagenhersteller und -betreiber sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen von großer Bedeutung. In Deutschland ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die wesentliche Gesetzesgrundlage. Daneben regelt die Gasnetzzugangsverordnung die Einleitung von aufbereitetem Biogas in das Erdgasnetz. Seit der deutlichen Reduzierung der Einspeisevergütungen in der vierten EEG-Novelle von 2014 ist der Anlagenneubau in Deutschland fast vollständig zum Erliegen gekommen. In der 8. Reform des EEG, die zu Anfang 2017 in Kraft trat, wurde erstmals für die Zeit nach dem Auslaufen der bestehenden EEG-Vergütung für Altanlagen eine Anschlussregelung eingeführt, die mehr Investitionssicherheit schafft, wenn auch zu geringeren Vergütungssätzen als bisher. Im Gegensatz dazu hat die Reform der EEG-Vergütung für Neuanlagen keine Impulse gesetzt. So wurden in der neusten Ausschreibungsrunde von den möglichen rund 168 Megawatt (MW) nur ca. 90 MW abgerufen, da in den meisten Fällen die Ausschreibungsbedingungen nicht die tatsächlichen Kosten des Betriebs decken. Der Stillstand in Deutschland wird auch deutlich an den Zahlen des Fachverbands Biogas. Demnach erfolgte in 2019 erneut lediglich ein geringfügiger Anstieg der arbeitsrelevanten Leistung von Biogasanlagen um 25 MW auf 3.826 MW. Beim Leistungsausbau durch Flexibilisierung wird immerhin ein deutliches Plus von knapp 274 MW kalkuliert. Insgesamt waren damit in Deutschland Ende 2019 schätzungsweise 9.523 Biogasanlagen mit einer installierten Leistung (inkl. Stromeinspeisung durch Biomethan) von 5.228 MW in Betrieb. Dies entspricht einer Stromproduktion von 33,4 Mrd. kWh oder 9,5 Mio. mit Biogas versorgten Haushalten. Der Anteil von Biogas an der gesamten Bruttostromerzeugung in Deutschland lag laut Destatis im vierten Quartal 2019 bei 5,5 % (Q4 2018: 5,1 %). Aus Sicht von EnviTec bestehen im Anlagenbau in Deutschland daher weiterhin nur punktuelle Chancen bei der Anlagenflexibilisierung mit Leistungsausbau. Für eine nachhaltige Weiterentwicklung der gesamten Biogas- und Biomethanerzeugung in Deutschland und eine Sicherung der bestehenden Erzeugungsleistung wäre ein klarer Ausbaupfad bis zum Jahr 2030 und eine Anpassung der Gebotshöchstwerte im EEGAusschreibungsverfahren für neue und bestehende Biomassenanlagen notwendig. Darüber hinaus müssten die Instrumente zur Flexibilisierung bestehender Biomasseanlagen und die Gasaufbereitung von Biogas zu Biomethan gestärkt werden, damit diese ihren Beitrag zur Erreichung der erneuerbaren Ziele für den Anteil am Energieverbrauch und der Klimaschutzziele 2030 leisten können. EnviTec hat frühzeitig auf die Internationalisierung und Flexibilisierung seiner Geschäftstätigkeit gesetzt und erwirtschaftet heute in allen Unternehmenssegmenten maßgebliche Umsätze in internationalen Märkten. In Europa gehört Frankreich aktuell zu den dynamischsten Ländern der Branche. Feste Einspeisetarife für Biogas und Biomethan sorgen hier für attraktive Rahmenbedingungen. Die Verringerung des Kernenergieanteils auf 50 % der Stromerzeugung soll zwar gegenüber der bisherigen Strategie um zehn Jahre auf 2035 verschoben werden. Dennoch wird die Energiewende weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben, und die Rahmenbedingungen werden am französischen Markt auf absehbare Zeit als vorteilhaft eingeschätzt. Auch in Dänemark sind die Rahmenbedingungen weiterhin günstig. So wurde im Dezember 2019 ein neues Klimagesetz verabschiedet, das das Land verpflichtet, die Emissionen bis 2030 um 70 % unter den Stand von 1990 zu senken. Das Gesetz zielt zudem auf Klimaneutralität bis 2050 ab und beinhaltet ein robustes Überwachungssystem sowie rechtsverbindliche Zehnjahrespläne. Ebenfalls positiv entwickelt sich der Bioenergiesektor in China. Im Dezember 2019 stellte die chinesische Regierung einen neuen Leitfaden zur Entwicklung der Biogasindustrie vor. Die Ziele für die jährliche Biogasproduktion des Landes wurden zwar verringert, bleiben aber mit über 10 Milliarden Kubikmeter bis 2025 und über 20 Milliarden Kubikmeter bis 2030 weiterhin vielversprechend. In Großbritannien sorgten die fortgesetzten Unsicherheiten rund um den Brexit auch in 2019 für eine Investitionszurückhaltung im Biogassektor. Ende April 2020 kündigte die britische Regierung nach zweijährigem Stillstand an, den aktuellen Förderrahmen für erneuerbare Energien bis 31. März 2022 zu verlängern. Dadurch besteht zumindest in begrenztem Umfang die Aussicht auf neue Projekte. In Italien wurde im März 2018 ein neues Fördergesetz für die Produktion von Biomethan in Kraft gesetzt. Es sieht vor, dass von 2018 bis 2022 staatliche Mittel in Höhe von 4,7 Milliarden Euro für die Förderung der Biomethanproduktion bereitgestellt werden, was bereits in begrenztem Umfang zum Neubau von Anlagen und technischen Upgrades geführt hat. Geschäftsverlauf und SegmententwicklungDer EnviTec Konzern ist in den drei Segmenten Eigenbetrieb, Service und Anlagenbau tätig. Im Geschäftsjahr 2019 lieferte der Eigenbetrieb mit einer Quote von 51,6 % (Vorjahr: 61,3 %) weiterhin den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil des Bereichs Service stieg von 20,7 % auf 22,6 %. Der Anteil des Anlagenbaus (inkl. Holding) erhöhte sich deutlich von 18,0 % auf 25,8 %. Die in diesem Abschnitt und in der Ertragslage dargestellten Werte und Entwicklungen sind um konzerninterne Transaktionen bereinigt. EigenbetriebIm Segment Eigenbetrieb war im Berichtszeitraum trotz der teils sehr trockenen Witterung dank großzügiger Lagerkapazitäten sowie langfristiger Lieferverträge eine komfortable Inputversorgung gegeben. Aufgrund des niedrigeren Börsen-Strompreises hat sich der Umsatz im Teilbereich Energy deutlich vermindert, so dass der Segmentumsatz um 3,7 % auf 110,3 Mio. Euro sank. Der Materialaufwand verringerte sich um 3,4 %. Demgegenüber sanken die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 10,4 Mio. Euro um 24,6 % auf 7,8 Mio. Euro. In der Folge lag das operative Segmentergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 16,8 Mio. Euro leicht über dem Wert des Vorjahres von 16,5 Mio. Euro, woraus eine Steigerung der EBIT-Marge auf außerordentlich gute 15,2 % resultierte (Vorjahr: 14,4 %). Die eigenbetriebenen Anlagen waren somit auf Basis einer starken und operativen Performance weiterhin der wesentliche Ergebnis- und Cashflow-Treiber in der Gruppe. Die Zahl der von EnviTec betriebenen Anlagen stieg im Geschäftsjahr auf 76 (Vorjahr: 74). Die Leistung der Eigenanlagen erhöhte sich dadurch von 63,5 MW auf 65,6 MW. Davon waren 38,7 MW vollkonsolidiert (Vorjahr: 36,6 MW) und 26,9 MW at-Equity bewertet (Vorjahr: 26,9 MW). Neun Anlagen mit einer Leistung von 10,7 MW werden im Ausland in Italien, Belgien und Frankreich betrieben (Vorjahr 10,7 MW). ServiceIm Bereich Service war im Berichtszeitraum eine sehr gute Geschäftsentwicklung zu verzeichnen, die über den Planungen des Managements lag. Neben Deutschland sind die wichtigsten Märkte im Service weiterhin Italien, Tschechien und Großbritannien sowie Dänemark und Frankreich. Mehr als 500 Anlagenbetreiber weltweit vertrauen mittlerweile auf die Erfahrung von EnviTec. Eine wichtige Rolle spielt im Segment Service das Partner- und Dienstleistungsangebot. Die Umsätze im Service-Segment stiegen um 24,5 % auf 48,2 Mio. Euro (2018: 38,7 Mio. Euro). Dafür war neben einem Ausbau der Servicetätigkeit auch eine höhere Zahl schlussgerechneter Repoweri ng- bzw. Flexibilisierungsprojekte verantwortlich. Die Gesamtleistung, die auch den Bestandsrückgang der Anlagen im Bau berücksichtigt, wuchs um 6,7 % auf 45,3 Mio. Euro. Insgesamt wurden in Deutschland im biologischen Service Ende 2019 Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 74 MW und 7 MW äquivalent (EnviThan) (Vorjahr: 75 MW / 7 MW) und im technischen Service mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 267 MW und 12,6 MW äquivalent (EnviThan) (Vorjahr: 257 MW / 12,6 MW) betreut. Im Ausland betreute die EnviTec Gruppe Anlagen mit einer elektrischen Leistung von insgesamt 163 MW (Vorjahr: 139 MW), davon 117 MW (Vorjahr: 92 MW) im technischen und 46 MW (Vorjahr: 47 MW) im biologischen Bereich. Durch gestiegene Wartungsaufgaben für den Eigenbetrieb lag das operative Segmentergebnis (EBIT) mit -2,0 Mio. Euro unter dem Ergebnis des Vorjahres (2018: -1,5 Mio. Euro). Wie in den Vorperioden ist das negative Segmentergebnis primär durch die Bereinigung der Umsätze um Geschäfte mit Eigenbetriebsgesellschaften in der Konsolidierung auf Konzernebene zu erklären. In der Einzelbetrachtung ist das operative Ergebnis des Servicesegments weiterhin deutlich positiv. Anlagenbau (inkl. Holding)Im Anlagenbau war auf den internationalen Biogasmärkten 2019 bei weiterhin stark divergierenden Marktbedingungen ein deutlich positiver Trend zu konstatieren. Einer der dynamischsten Biogasmärkte weltweit und der derzeit wichtigste Markt im Segment Anlagenbau ist Frankreich. Auch in Dänemark und China ist EnviTec weiterhin sehr aktiv. Ein potenzialreiches, neues Geschäftsfeld ist die Herstellung und Verwendung von Biomethan als CO2-armer Treibstoff bzw. als bioCNG (Compressed Natural Gas) im Verkehrssektor. EnviTec Biogas setzt sich daher aktiv für eine Verbesserung der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biomethan als umweltschonendste und kostengünstigste Lösung im Verkehrssektor ein. Auf Basis einer in 2017 geschlossenen Kooperation mit BAUER Kompressoren als etabliertem Lieferanten von CNG-Anlagenkomponenten ist EnviTec mittlerweile in der Lage, das komplette Paket von der Resteverwertung bis hin zur CNG-Zapfsäule aus einer Hand zu liefern. Das All-in-One-Modell "Drive Biogas" soll dazu beitragen, die zurzeit noch lückenhafte Infrastruktur an CNG-Tankstellen in Deutschland zu verbessern und so einen Beitrag zur Verkehrswende liefern. Nach zwei gemeinsamen Projekten in Frankreich feierte die Kooperation mit der Erweiterung und Fertigstellung einer CNG-Erdgastankstelle im nordrhein-westfälischen Hürth im Februar 2020 erstmals Premiere in Deutschland. Insgesamt erzielte EnviTec im Berichtszeitraum einen Umsatzanstieg im Segment Anlagenbau (inkl. Holding) von 64,2 %o auf 55,1 Mio. Euro. Ursächlich hierfür war primär eine hohe Zahl schlussgerechneter Projekte. * Bei einer Bestandsverringerung um 14,8 Mio. Euro stieg die Gesamtleistung ebenfalls deutlich um 38,5 %o auf 42,6 Mio. Euro, was Ausdruck der gestiegenen Auslastung in diesem Segment ist. Die Materialkosten erhöhten sich um 35,1 %o auf 27,6 Mio. Euro, die Personalkosten stiegen um 6,5 %o auf 7,5 Mio. Euro. Aus der guten Auslastung und einer hohen Zahl schlussgerechneter Anlagen resultierte ein gegenüber den Vorjahren deutlich verbessertes operatives Segmentergebnis (EBIT) in Höhe von -1,6 Mio. Euro (2018: -5,0 Mio. Euro). Insgesamt waren Ende 2019 von EnviTec errichtete Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 458 MW (Vorjahr: 435 MW) am Netz. Entwicklung des Auftragsbestands im Segment AnlagenbauEnviTec Biogas verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2019 im Segment Anlagenbau über einen Auftragsbestand in Höhe von 124,3 Mio. Euro (Vorjahr: 84,4 Mio. Euro). Davon sind 61,2 Mio. Euro bereits im Bau und teilweise in der Bestandsveränderung berücksichtigt. Im Stichtagsvergleich nahm der Bestand an Projekten mit ausländischen Kunden von 83,5 Mio. Euro auf 123,4 Mio. Euro zu. Dabei handelt es sich zu wesentlichen Teilen um Aufträge in Frankreich, Dänemark und China. Weitere wichtige Märkte sind Estland und Griechenland. EnviTec Biogas verfügt über eine sehr breite Kundenbasis, eine Abhängigkeit von einzelnen Kunden besteht nicht. Rund 90 %o der Aufträge stammen aus dem landwirtschaftlichen Bereich (Vorjahr: 66 %o). Der Auftragsanteil von industriell geprägten Kunden betrug rund 10 % (Vorjahr: 34 %). MitarbeiterDurch die Wertschätzung unserer Mitarbeiter und die Förderung ihrer Fähigkeiten und Potenziale schaffen wir Zukunftsperspektiven für jeden Einzelnen und steigern die Werthaltigkeit der Gruppe als Ganzes. Gut ausgebildete, motivierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital und die Basis für den Erfolg der EnviTec Biogas Gruppe. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 stieg die Zahl der Mitarbeiter von 427 auf 433 Mitarbeiter zum Stichtag 31. Dezember 2019. Im Segment Anlagenbau wurde die Zahl der Beschäftigten aufgrund der sehr guten Auslastung von 81 auf 90 erhöht. Im Eigenbetrieb stieg die Zahl der Mitarbeiter aufgrund wachsender Wartungsaufgaben von 125 Mitarbeiter auf 134 Mitarbeiter. Im Service-Segment sank die Mitarbeiterzahl von 171 auf 162. In der Holdinggesellschaft, der EnviTec Biogas AG, waren 47 Beschäftigte zu verzeichnen (Vorjahr: 50). Der wesentliche Teil war mit 340 Beschäftigten weiterhin in Deutschland aktiv (Vorjahr: 339). An den Auslandsstandorten waren zum Stichtag 93 Mitarbeiter für EnviTec Biogas im Einsatz (Vorjahr: 88). Die nachhaltige Personalentwicklung hat weiterhin höchste Priorität. Aufgrund der sich schnell ändernden Rahmenbedingungen brauchen wir mehr denn je flexible Mitarbeiter, die bereit sind, im Ausland zu arbeiten und sich offen gegenüber anderen Kulturen zu präsentieren sowie das Unternehmen adäquat zu vertreten. Die Beschäftigungspolitik der EnviTec ist darauf ausgelegt, nicht nur den Bedürfnissen des Unternehmens zu entsprechen, sondern ebenfalls auf die individuellen Interessen und Leistungen der Beschäftigten einzugehen. Hierzu zählen in einigen Bereichen monetäre Anreizsysteme wie beispielsweise eine erfolgsabhängige Zusatzvergütung. Mit internen Weiter- und Ausbildungsmaßnahmen geben wir Mitarbeitern die Chance zur Weiterentwicklung und wollen sie langfristig für unser Unternehmen begeistern. Die auf den Beruf ausgerichteten Maßnahmen werden durch soziale Aktivitäten, die dem Gemeinschaftssinn und der Vermittlung unserer durch Verlässlichkeit und Fairness geprägten Unternehmenskultur dienen, ergänzt. Zudem ermöglicht EnviTec jungen Menschen mit einer Ausbildung oder einem dualen Studium den Einstieg in die Berufswelt. Dazu kooperiert das Unternehmen mit der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik Vechta (PHWT). ErtragslageVergleich der tatsächlichen mit der ursprünglich in Aussicht gestellten EntwicklungDie EnviTec Gruppe verzeichnete im Jahr 2019 eine sehr gute Geschäftsentwicklung. Sowohl die Entwicklung des Umsatzes als auch der Gesamtleistung im Konzern übertrafen aufgrund einer hohen Zahl schlussgerechneter Projekte im Anlagenbau die Planungen der Gesellschaft und die Prognose einer Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau wurde übertroffen. Das für das Geschäftsjahr 2019 in Aussicht gestellte Ziel eines verbesserten operativen Ergebnisses (EBIT) wurde erreicht. UmsatzentwicklungIm Geschäftsjahr 2019 sank der Umsatz im größten Segment des Konzerns, dem Eigenbetrieb, um 3,7 % auf 110,3 Mio. Euro. Die Gesamtleistung verringerte sich um 3,8 % auf 114,7 Mio. Euro zu. Im Service-Bereich stiegen die Umsätze um 24,5 % auf 48,2 Mio. Euro (2018: 38,7 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die auch den Bestandsrückgang der Anlagen im Bau berücksichtigt, wuchs um 6,7 % auf 45,3 Mio. Euro. Im Segment Anlagenbau (inkl. Holding) war ein Anstieg der Umsätze um 64,2 % auf 55,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Die Gesamtleistung erhöhte sich um 38,5 % auf 42,6 Mio. Euro. Aus der geschilderten Entwicklung auf Segmentebene resultierte ein Anstieg der Konzernumsätze um 14,3 % auf 213,6 Mio. Euro (Vorjahr: 186,8 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die zusätzlich den Wert noch im Bau befindlicher Projekte erfasst, stieg um 5,2 % auf 202,6 Mio. Euro. Der deutliche Anstieg ist auf den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit im Servicesegment sowie eine hohe Zahl schlussgerechneter Anlagen und Repowering-Projekte zurückzuführen. Die in 2019 in Deutschland erzielten Umsätze betrugen 137.3 Mio. Euro (Vorjahr: 134,5 Mio. Euro). Der Auslandsumsatz erhöhte sich deutlich von 52,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 76,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019. Den größten Anteil an den Auslandsumsätzen hatten Italien und Großbritannien. Die dort realisierten Umsätze betrugen im Berichtszeitraum 20,9 Mio. Euro respektive 28,9 Mio. Euro. AufwandsentwicklungDer Materialaufwand ist der wesentliche Aufwandsposten des EnviTec Biogas Konzerns. Im Geschäftsjahr 2019 erhöhte sich dieser Posten auf Konzernebene um 6,1 % auf 131,9 Mio. Euro. Das Rohergebnis stieg um 3,7 % auf 70,7 Mio. Euro. Der Personalaufwand im Konzern erhöhte sich um 5,6 % auf 20,7 Mio. Euro. Die Personalkostenquote bezogen auf den Umsatz betrug 9,7 % (Vorjahr: 10,5 %). Bezogen auf die Gesamtleistung betrug die Quote wie im Vorjahr 10,2 %. Die primär durch den Eigenbetrieb induzierten Abschreibungen lagen mit 17,1 Mio Euro ca. auf dem Niveau des Vorjahres. Hierin enthalten ist eine außerplanmäßige Abschreibung, die EnviTec aufgrund des deutlichen Preisverfalls für Biomethan auf die im Eigenbetrieb befindlichen Biomethananlagen in Höhe von 1,3 Mio. Euro vorgenommen hat. Der sonstige betriebliche Aufwand, der sich im Wesentlichen aus Betriebs-, Verwaltungs- und Vertriebskosten zusammensetzt, sank um 6,9 % auf 19,8 Mio. Euro. ErgebnisentwicklungDie EnviTec Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 trotz weiterhin schwieriger und volatiler Marktbedingungen auf den internationalen Biogasmärkten eines der besten Ergebnisse der Unternehmensgeschichte. Ausschlaggebend dafür war die weiterhin hohe Profitabilität im Eigenbetrieb, das positive Segmentergebnis im Service (vor Konsolidierung um interne Umsätze) und die deutliche Ergebnisverbesserung im Anlagenbau. Daraus resultierte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 30,2 Mio. Euro (2018: 27,3 Mio. Euro). Damit wurde das Rekord-EBITDA des Vorjahres noch einmal übertroffen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 10,1 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro. Die EBIT-Marge stieg auf starke 6,2 % nach 5,4 % im Vorjahr. Der Zinsaufwand sank im Berichtszeitraum deutlich von 2,6 auf 1,7 Mio. Euro, was unter anderem auf die Endtilgung eines Schuldscheindarlehens von 2012 sowie das niedrigere Zinsniveau zurückzuführen ist. Die Zinserträge sanken von 1,7 Mio. Euro auf 1,0 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Zinsergebnis per Saldo von -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: -0,9 Mio. Euro). Das Ergebnis aus teilkonsolidierten Beteiligungen (at-Equity) betrug 2,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,3 Mio. Euro). Aus Gründen größter Vorsicht sowie vor dem Hintergrund der derzeitigen Pandemie hat EnviTec eine Risikovorsorge zur Absicherung eventueller niedrigerer Verwertungserlöse von Sicherheiten in Höhe von 4,0 Mio. Euro gebildet, die das Unternehmen zur Absicherung von Darlehen gestellt bekommen hatte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag folglich mit 10,3 Mio. Euro knapp unter dem Niveau des Vorjahres von 10,4 Mio. Euro. Der Ertragsteueraufwand sank auf 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Aus den genannten Entwicklungen resultierte ein erneuter Anstieg des Konzernjahresüberschusses von 6,8 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2019 beträgt 0,49 Euro (Vorjahr: 0,46 Euro). Im Einzelabschluss der AG betrug der Bilanzgewinn 36,1 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2019 erneut eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie auszuschütten. VermögenslageDie Bilanzsumme des EnviTec Konzerns verminderte sich von 251,6 Mio. Euro im Vorjahr auf 240,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2019. Auf der Aktivseite sank der Wert der langfristigen Vermögensgegenstände von 137,0 Mio. Euro auf 126,0 Mio. Euro. Ausschlaggebend hierfür waren Abschreibungen auf Sachanlagen, deren Wert von 94,2 Mio. Euro auf 88,0 Mio. Euro sank. Mit Sachanlagen im Wert von 88,0 Mio. Euro -im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen -verfügt der EnviTec Konzern weiterhin über erhebliche langfristige Vermögensgegenstände in seiner Bilanz. Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände sank um 14,5 % auf 11,9 Mio. Euro. Bei den Finanzanlagen stieg der Wert der at-Equity bewerteten Beteiligungen von 13,8 Mio. Euro auf 14,6 Mio. Euro. Dem stand eine Verringerung der sonstigen Ausleihungen von 10,3 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro gegenüber. Insgesamt sank der Wert der Finanzanlagen um 9,4 % auf 26,2 Mio. Euro. Die Vorräte reduzierten sich von 55,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018 auf 46,6 Mio. Euro zum Bilanzstichtag, was primär mit der Verminderung der unfertigen Erzeugnisse in Verbindung mit der Schlussrechnung von im Bau befindlichen Projekten zusammenhängt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen deutlich von 37,8 Mio. Euro auf 49,8 Mio. Euro. Dies ist zum einen auf die deutlich erhöhte Auslastung im Anlagenbau zurückzuführen, wodurch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 17,8 % auf 31,1 Mio. Euro stiegen. Insgesamt stiegen die kurzfristigen Vermögensgegenstände von 106,3 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 107,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2019. FinanzlageAuf der Passivseite ist die solide Finanzlage ablesbar an einem Eigenkapitalpolster in Höhe von 136,3 Mio. Euro. Der Rückgang um 5,7 % gegenüber Jahresende 2018 ist im Wesentlichen auf die in der Hauptversammlung beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von 14,9 Mio. Euro zurückzuführen. Die zu Buche stehenden Gesamtverbindlichkeiten lagen mit 91,1 Mio. Euro 1,6 % unter dem Wert des Vorjahresstichtags (2018: 92,5 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 3,1 % auf 58,4 Mio. Euro, ebenso sanken die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 14,9 % auf 12,7 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um 20,9 % auf 2,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern erhöhten sich von 1,8 Mio. Euro zum Vorjahresstichtag auf 4,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2019. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich weiter um 1,8 % auf 13,6 Mio. Euro. Gleichzeitig wurde ein Teil der Verbindlichkeiten im Konzern auf günstigere Finanzierungen umgeschuldet. Die Rückstellungen lagen mit 10,1 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2018: 10,3 Mio. Euro). Insgesamt verfügte EnviTec zum Bilanzstichtag über eine weiterhin komfortable Eigenkapitalquote in Höhe von 56,8 % (31. Dezember 2018: 57,5%), die das Fundament für die Wahrnehmung von Wachstumschancen auf den internationalen Biogasmärkten bildet. InvestitionenDie Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen beliefen sich in 2019 auf 11,1 Mio. Euro nach 6,7 Mio. Euro in 2018. Wie schon in den Jahren zuvor entfielen die Investitionen im Wesentlichen auf das Segment Eigenbetrieb. Für 2020 rechnet EnviTec mit niedrigeren Investitionen. LiquiditätZum Jahresende 2019 standen liquide Mittel in Höhe von 11,4 Mio. Euro (Vorjahr: 12,7 Mio. Euro) und sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände in Höhe von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 8,0 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Summe von 24,2 Mio. Euro deckt die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten in Höhe von 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,1 Mio. Euro) vollständig. Darüber hinaus standen EnviTec Biogas zum Bilanzstichtag nicht ausgenutzte Kontokorrentlinien in Höhe von rund 8,1 Mio. Euro zur Verfügung. CashflowDer Netto-Cashflow im EnviTec Konzern bewegte sich mit 15,5 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (31,9 Mio. Euro). Bei einem gesunkenen Brutto-Cashflow führte die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Forderungen zu einer höheren Betriebsmittelbindung. Der Abfluss aus investiver Tätigkeit sank von 1,6 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro. Der Abfluss aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum sank deutlich von 29,9 Mio. Euro auf 19,1 Mio. Euro, aufgrund von Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 19,9 Mio. Euro und der Dividendenzahlung in Höhe von 14,9 Mio. Euro. Angaben betreffend den Erwerb und Bestand eigener AktienDas Mutterunternehmen des Konzerns, die EnviTec Biogas AG, Lohne, hält 150.000 eigene Aktien der Gesellschaft. Wir verweisen auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang gemäß § 315 Abs. 2 Satz 2 HGB und § 160 Absatz 1 Nr. 2 AktG. Chancen- und RisikoberichtDer bewusste und kontrollierte Umgang mit Chancen und Risiken ist die Grundlage für eine langfristig erfolgreiche Unternehmensentwicklung. In einem sich verändernden globalen Energiemarkt ergeben sich für EnviTec Biogas Chancen, die wir erfolgreich nutzen wollen. Den Chancen stehen naturgemäß Risiken gegenüber. Sie müssen angemessen gesteuert und minimiert werden, um eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. EnviTec Biogas hat daher ein Managementsystem eingeführt, das potenzielle Risiken systematisch erfasst und Maßnahmen zur Risikominimierung aufzeigt. Alle Führungskräfte sind darin geschult, Risiken zu erkennen und darauf zu reagieren. Sie halten ihre Mitarbeiter an, unternehmerisch zu denken und Risiken zu vermeiden. Das Risikomanagement ist Basis der Unternehmenssteuerung und dient dem Erreichen der Unternehmensziele. Es ist fest in allen Geschäftsprozessen und Unternehmensbereichen verankert. ChancenBranchenspezifische ChancenDie weltweit steigende Energienachfrage und die Herausforderungen des Klimawandels bieten der Branche erhebliche Wachstumsperspektiven. Biogas dient als grund- und spitzenlastfähige erneuerbare Energie, die dezentral produziert werden kann, und ist ein flexibler Strom- und Wärmelieferant. Zudem können mit der Produktion von Biogas biologische Reststoffe intelligent genutzt werden. Viel Potenzial verspricht künftig auch die Verwendung als CO2-armer Kraftstoff (Bio-CNG oder Bio-LNG). Der Alleskönner Biomethan kann dabei in allen Verbrauchssektoren, insbesondere aber im Verkehrs- und Wärmebereich, in denen bislang keine befriedigenden Beiträge zur CO2-Reduzierung erzielt wurden, einen nachhaltigen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Daraus ergeben sich weltweit Chancen für EnviTec. Durch eine gezielte Fortsetzung der Internationalisierung in den für Biogas und Biomethan vielversprechendsten Märkten wird EnviTec in den kommenden Jahren weiter versuchen, seine Marktposition auszubauen und zu stärken. Neben den Chancen in etablierten Märkten wie Frankreich, Dänemark, Italien und Großbritannien ist aktuell China einer der attraktivsten Märkte. In bereits etablierten Märkten bieten sich zusätzliche Chancen, wenn Mitbewerber auf kurzfristige Veränderungen der Rahmenbedingungen nicht adäquat reagieren können oder dem herrschenden Wettbewerb nicht gewachsen sind. Insbesondere in Deutschland wird es aufgrund der schwierigen Branchenentwicklung zu einer weiteren Marktbereinigung kommen. EnviTec eröffnen sich dadurch insbesondere im Bereich Service und im Bereich Eigenbetrieb punktuell Möglichkeiten zur Gewinnung neuer Kunden und Marktanteile. In Deutschland und Europa sieht EnviTec Biogas zudem in der Nutzung und dem weiteren Ausbau der bestehenden Gasinfrastruktur im Verkehrssektor eine enorme Chance. Unternehmensstrategische ChancenUnternehmensstrategische Chancen bieten sich für EnviTec Biogas insbesondere in einer weiteren Internationalisierung der Geschäftstätigkeit und der damit verbundenen Wahrnehmung zusätzlicher Chancen auf den internationalen Biogasmärkten. Im Fokus stehen dabei zum einen Märkte, in denen der Ausbau von Anlagen zur Biogasherstellung bzw. -aufbereitung voranschreitet und EnviTec als führender Anlagenbauer von dieser allgemeinen Entwicklung profitieren kann. Zum anderen ergeben sich Chancen aus der Expansion in reifere Biogasmärkte im Servicesegment. Im Eigenbetrieb bieten die fortschreitende Optimierung der bestehenden Anlagen sowie die selektive Ergänzung des Portfolios weiteres Potenzial. Unternehmensstrategische Chancen liegen außerdem in der Weiterentwicklung des Produktportfolios -bezogen auf den Umfang und die Qualität -und den Ausbau der technologisch führenden Marktposition. Leistungswirtschaftliche ChancenLeistungswirtschaftliche Potenziale ergeben sich für EnviTec Biogas entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Einkauf über die Produktion und den Vertrieb bis hin zur Vermarktung. Durch die Analyse und Optimierung ergeben sich Chancen bei der Erhöhung der Rentabilität. RisikenRisikomanagementIn einem Risiko-Management-Handbuch hat EnviTec Biogas die Aufgaben, Berichts- und Organisationsstrukturen verbindlich festgehalten. In diesem Handbuch werden Risiken definiert und der gesamte Risikomanagementprozess beschrieben. Aufgabe der Risikoverantwortlichen ist es, Risiken unter Berücksichtigung definierter Kategorien zu bewerten und zu überwachen und entsprechend gegenzusteuern. Anhand einer regelmäßig aktualisierten Risikoinventurliste werden diese vierteljährlich überprüft. Plötzlich auftretende Risiken, die hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und der Eintrittswahrscheinlichkeit nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung und auf den Unternehmenswert haben, werden dem Vorstand unverzüglich mitgeteilt. Dieser trifft daraufhin die notwendigen Entscheidungen. Im Rahmen der Berichterstattung an den Aufsichtsrat informiert der Vorstand fortlaufend über die wesentlichen Risiken und erörtert die ergriffenen Maßnahmen zur Steuerung dieser Risiken. Wir sind ein international tätiges Unternehmen, das sich in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld bewegt. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Konzern nicht eingegangen. Zu den Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:
Bestandsgefährdende Risiken sind dem Vorstand nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden könnten, beschrieben. Risiken aus Zugangs- und ReisebeschränkungenPotenzielle Risiken für EnviTec können aus restriktiven Zugangs- und Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemiebekämpfung bei grenzüberschreitenden Geschäftsabläufen erwachsen. Dies betrifft im Wesentlichen die dadurch eingeschränkte Reisetätigkeit von Mitarbeitern im Anlagen- und Servicebereich, sowie von Zulieferern und Subunternehmern. Dadurch können sich Verzögerungen im Bauablauf und bei Wartungsaufträgen ergeben. Bisher war nur eine moderate Beeinflussung des Geschäftsablaufs in 2020 gegeben und aktuell (Stand Mai 2020) werden die Beschränkungen in einigen Märkten deutlich zurückgefahren. Sollte der weitere Verlauf der Pandemie jedoch wiederholt in erheblichen und längerfristigen Einschränkungen münden, könnten sich dadurch signifikante Auswirkungen insbesondere im Anlagenbau ergeben. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Risiken aus der Corona-Pandemiebekämpfung als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein. Umfeld- und BranchenrisikenDer wirtschaftliche Erfolg der von EnviTec Biogas angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern und beim Betrieb der Biogasanlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich, vor. Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten, das Erweitern und den Betrieb von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von EnviTec Biogas auswirken. Aufgrund der Anpassungen des in 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen. EnviTec konzentriert sich im Anlagenbau seither primär auf ausländische Wachstumsmärkte. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. EnviTec Biogas hat daher zusammen mit anderen Unternehmen in Deutschland im Juni 2009 den Biogasrat gegründet, um der Politik, der Wirtschaft und anderen Interessengruppen als Ratgeber und Ansprechpartner zur Seite zu stehen und Vorurteile auszuräumen. Zielsetzung ist es, die landwirtschaftliche und industrielle Ausrichtung der Biogastechnologie zu fördern und im Hinblick auf die Gesetzgebung und Produkte die gemeinsamen Anliegen zu vertreten. EnviTec Biogas beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit von EnviTec Biogas auswirken können. In einem Teil der Länder, in denen das Unternehmen bereits tätig ist oder in denen es plant, tätig zu werden, herrschen im Vergleich zu den Mitgliedsstaaten der EU deutlich instabilere volkswirtschaftliche, politische und rechtliche Bedingungen. Unzureichend entwickelte Rechts- und Verwaltungssysteme können behördliche Genehmigungen erschweren oder gar verhindern, Kundenaufträge beeinträchtigen oder es erschweren, Forderungen und andere Ansprüche durchzusetzen. Das Unternehmen hat in den Ländervertretungen und im Konzernmanagement intensiv Know-how aufgebaut und versucht, die Veränderungen zu antizipieren und sich und die Kunden darauf vorzubereiten. Länder, in denen EnviTec Biogas nach einem umfangreichen und kontinuierlichen Monitoring keine Chancen sieht, zieht das Management nicht in Erwägung oder zieht sich aus diesen wieder zurück. So ist in Großbritannien durch die andauernde Unsicherheit über den Ausgang des Brexit-Prozesses derzeit sowohl das gesamtwirtschaftliche Klima als auch das Branchenumfeld negativ geprägt, weshalb EnviTec seine Geschäftstätigkeit vor Ort zurückgefahren hat. Mit Umsätzen in Großbritannien in Höhe von 28,9 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2019, die im Wesentlichen aus schlussgerechneten Projekten des Anlagenbaus bestehen, ist die Bedeutung dieses Länderrisikos insgesamt jedoch gering für die EnviTec-Gruppe. Bestehende Währungsrisiken wurden durch Devisentermingeschäfte abgesichert (siehe "Währungsrisiken"). Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar insgesamt wahrscheinlich ist, schätzt aber bei Eintritt eines Risikos die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als moderat ein. Auftrags- und AbsatzrisikoDie Auswirkungen der volkswirtschaftlichen Entwicklungen auf die Kunden und die Auftrags- und Absatzsituation sind schwer abzuschätzen. Ein Rückgang des Auftragsbestandes durch Stornierungen oder fehlende neue Auftragseingänge hätte Einfluss auf die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Zum frühzeitigen Erkennen von sich verschiebenden Aufträgen intensiviert EnviTec Biogas die Kommunikation mit den Kunden und unterstützt diese bei den Genehmigungsverfahren. Bei der Vermarktung und dem Verkauf von aus Biogas erzeugtem Strom und Gas geht das Unternehmen langfristige Kauf- und Verkaufspositionen ein. Dies könnte bei einem Angebotsüberhang (long) oder einer Angebotsunterdeckung (short) verbunden mit einer negativen Marktentwicklung zu erheblichen Verlusten führen. Derzeit sind alle etwaigen Positionen innerhalb des eigenen Konzerns mit erstklassigen Bonitäten gedeckt. Um Forderungsausfall vorzubeugen, hat das Unternehmen das Forderungsmanagement sowie die Bonitätsprüfung nachhaltig verbessert. Hierbei wird der Vorstand in einem wöchentlichen Reporting über den Stand der offenen Posten informiert. Zusätzlich wird jeder verantwortliche Projektleiter 14-tägig über die ausstehenden Forderungen in Kenntnis gesetzt. Anschließend wird ein entsprechender Mahnlauf gestartet. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit das Auftrags- und Absatzrisiko als strategisches Risiko, dessen Eintritt unwahrscheinlich ist. Zudem werden die potenziellen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Konzerns als gering eingeschätzt. Insgesamt sieht EnviTec im Auftrags- und Absatzmanagement keine wesentlichen Risiken. WährungsrisikenUmsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Konzernwährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht. Währungsrisiken können im Zusammenhang mit Geschäften der Tochtergesellschaften in Großbritannien, Tschechien und in den USA entstehen. Währungsrelationen werden von uns deshalb laufend beobachtet, um gegebenenfalls rechtzeitig Kurssicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Zur Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit Aufträgen in Großbritannien wurden Devisentermingeschäfte in Höhe von 1,0 Mio. GBP abgeschlossen. Hierdurch werden zukünftig erwartete Zahlungseingänge von Tochterunternehmen abgesichert. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Währungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt aufgrund der konservativen Hedgingstrategie unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt moderat wären. WettbewerbsrisikenBestehende oder auch zukünftige Wettbewerber können versuchen, über eine aggressive Preis- und Akquisitionspolitik Marktanteile hinzuzugewinnen. Durch das kontinuierliche Absenken der Mindestvergütungen für Strom aus netzgekoppelten Biogasanlagen nach dem EEG in Deutschland und dem damit verbundenen Zwang zu einer permanenten Kostenreduzierung und ähnlichen Entwicklungen im Ausland wird dieser Wettbewerb noch verstärkt. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Wettbewerbsrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. Technologische RisikenBiogasanlagen unterliegen einem raschen technologischen Wandel. Der Markt für Biogasanlagen wird durch stetig verbesserte neue Produkte und Serviceleistungen vorangetrieben. Kurze Produktlebenszyklen und sich häufig ändernde Kundenanforderungen prägen ihn. Wir gehen davon aus, dass dies auch zukünftig der Fall sein wird. Unsere Wettbewerber könnten dadurch, dass sie neue Produkte oder Serviceleistungen zeitlich früher oder günstiger einführen, einen Vorsprung erzielen oder sich exklusive Rechte an neuen Technologien sichern. Der künftige Erfolg von EnviTec Biogas hängt daher von der Fähigkeit ab, rechtzeitig und kontinuierlich Produkte und Serviceleistungen zu entwickeln und Technologie-Partnerschaften einzugehen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit technologische Risiken als strategische Risiken, deren Eintritt zwar wahrscheinlich, aber deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. BeschaffungsrisikenDie Gesellschaft bezieht die für den Bau der Biogasanlagen erforderlichen Komponenten zu einem großen Teil von Lieferanten. Insbesondere die eingesetzten Blockheizkraftwerke werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise steigen. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Lieferengpässe sind auch möglich durch Umweltkatastrophen oder flächendeckend schlechte Witterungsbedingungen und damit verbundene Ernteausfälle bei den für den Betrieb von Biogasanlagen eingesetzten Substraten, also nachwachsenden oder organischen Roh- bzw. Reststoffen. Aufgrund großer Nachfrage könnten die Preise für benötigte Einsatzstoffe steigen. Dadurch könnte die Wirtschaftlichkeit der Biogasanlagen im Eigenbetrieb gefährdet werden. Dieses Risiko wird unter anderem durch langfristige Lieferverträge mit regionalen landwirtschaftlichen Betrieben und hohe Lagerbestände reduziert. Auch im Ausland verfolgt EnviTec Biogas die Strategie, regionale Landwirte als Partner direkt an dem Betrieb der Anlagen zu beteiligen und so die Rohstoffversorgung zu gewährleisten. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Beschaffungsrisiken als operative Risiken, deren Eintritt im Eigenbetrieb unwahrscheinlich sowie im Anlagenbau sehr unwahrscheinlich ist. Die potenziellen Auswirkungen auf den Konzern bewertet EnviTec im Eigenbetrieb als moderat und im Anlagenbau als gering. Unternehmenswachstum und interne RisikenDer EnviTec Konzern verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, in dem geeignete Strukturen definiert und in der Organisation umgesetzt wurden. Es ist so konzipiert, dass eine zeitnahe, einheitliche und korrekte buchhalterische Erfassung aller geschäftlichen Prozesse beziehungsweise Transaktionen gewährleistet ist. Es stellt die Einhaltung der gesetzlichen Normen, der Rechnungslegungsvorschriften und der internen Anweisungen sicher. Auf Basis der Daten der in den Konsolidierungskreis einbezogenen Tochtergesellschaften werden die konsolidierten Rechenwerke zentral erstellt. Die Konsolidierungsmaßnahmen erfolgen dabei durch geschulte Mitarbeiter. Das Management in den Gesellschaften des Konzerns trägt die Verantwortung für die Umsetzung und Überwachung der lokalen Internen Kontroll-Systeme (IKS). Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein internes Kontrollsystem, unabhängig von der Größe und Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefert, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Es dient jedoch dazu, mit ausreichender Sicherheit zu verhindern, dass sich Unternehmensrisiken wesentlich auswirken. Die weiteren Prozesse stellen hohe Anforderungen an unsere Organisation und binden erhebliche Managementressourcen. Es besteht das Risiko, dass der Aufbau nicht mit den Anforderungen des Unternehmens Schritt halten kann. Das Unternehmen entwickelt daher die Organisations-, Informations- und Führungsstrukturen kontinuierlich und mit einer hohen Priorität weiter. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Risiken aus Unternehmenswachstum sowie die internen Risiken als Risiken, deren Eintritt unwahrscheinlich ist und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt gering wären. PersonalrisikenDie Unternehmensentwicklung von EnviTec Biogas ist von qualifizierten Mitarbeitern abhängig. Gelingt es nicht, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiter zeitnah einzustellen oder Schlüsselqualifikationen im Unternehmen zu halten, wird auch die Unternehmensentwicklung gebremst. Die Gesellschaft setzt kontinuierlich und intensiv Personalmarketinginstrumente ein und stimmt den Bedarf eng mit den Fachabteilungen ab. Gleichzeitig bildet das Unternehmen die Mitarbeiter gezielt weiter und steigert das Know-how durch die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Fakultäten der Hochschulen. Zusammengefasst beurteilt EnviTec derzeit Personalrisiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit als unwahrscheinlich und deren Auswirkungen auf den Konzern bei Eintritt als moderat. Risiken aus FinanzierungsinstrumentenDie EnviTec Biogas AG hatte im September 2012 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 30 Mio. Euro begeben, das planmäßig bzw. teilweise aufgrund der guten Liquiditätssituation vorzeitig in mehreren Tilgungsraten zurückgeführt wurde. Die letzte Tilgung in Höhe von 5,0 Mio. Euro erfolgte im September 2019. Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten sind festverzinslich und unterliegen somit einem fair-value Risiko, so dass mögliche Zinssteigerungen kein Risiko für das Unternehmen darstellen. PrognoseberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen durch Corona-Pandemie stark belastetIm Zuge der Corona-Pandemie erwartet der IWF im laufenden Jahr 2020 einen erheblichen Einbruch der Weltwirtschaft. Laut der aktuellen Prognose von April wird von einem Rückgang der weltweiten Wirtschaftsleistung um -3,0 % im Gesamtjahr 2020 ausgegangen. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird der Rückgang dabei mit -1,0 % deutlich schwächer ausfallen. In den Industrieländern erwartet der IWF hingegen eine Abschwächung um 6,1 %. In der Eurozone soll das Minus sogar 7,5 % betragen. Dabei wird in Deutschland die Wirtschaft um 7,0 % schrumpfen, in Frankreich wird mit einem Rückgang um 7,2 % gerechnet. Biogasmarkt - Reformbedarf in Deutschland, international weiterhin breit angelegtes WachstumInsbesondere aufgrund fester Vergütungen ist die Biogasbranche aktuell nur partiell von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. In Deutschland wurden zudem Ende April 2020 Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen, um einigen Herausforderungen aus der Corona-Pandemie zu begegnen. Gleichzeitig fehlen jedoch entscheidende, nachhaltige Maßnahmen, die sichere Rahmenbedingungen für die Zukunft von Biogas in Deutschland schaffen. Gerade die aktuelle Krise böte die Chancen für eine Klima- und Verkehrswende. Dazu müssten jedoch die Instrumente zur Flexibilisierung bestehender Biomasseanlagen und die Gasaufbereitung von Biogas zu Biomethan gestärkt werden, damit diese ihren Beitrag zur Erreichung der erneuerbaren Ziele für den Anteil am Energieverbrauch und der Klimaschutzziele 2030 in Deutschland leisten können. Gerade in den europäischen Märkten Dänemark und Frankreich sind die Rahmenbedingungen insbesondere für den Anlagenbau deutlich attraktiver, was primär auf eine konsequente, von der Politik vorangetriebene Energiewende in diesen Ländern zurückzuführen ist. Weitere interessante Märkte sind China, Italien sowie aktuell Estland, wo EnviTec derzeit neue Anlagen errichtet. Entwicklung von EnviTec BiogasDie EnviTec Gruppe hat mit der frühzeitigen internationalen Ausrichtung der Geschäftstätigkeit strategische Weitsicht bewiesen und kann nun auf Basis einer gesunden finanziellen Grundlage, ihrer technologischen Stärke und einem profitablen, integrierten Geschäftsmodell schnell und effizient Chancen auf den internationalen Biogasmärkten wahrnehmen. Ziel ist dabei, in allen Segmenten eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu erzielen. Gleichzeitig hält das Unternehmen daran fest, mittel- bis langfristig bis zu 30 % des Konzernergebnisses nicht mehr aus dem geförderten Biogasbereich zu generieren. Auch Anwendungen und Verfahren in neuen Geschäftsfeldern und Produkten außerhalb der Biogasbranche werden verfolgt, so beispielsweise die Errichtung von Photovoltaik-Projekten in Deutschland. Ein besonders chancenreicher Markt ist der Einsatz von Biomethan als CO2-armer Treibstoff. Ein signifikanter Ausbau scheitert jedoch bisher an der fehlenden politischen Unterstützung und einem entsprechenden regulatorischen Rahmen. Als mittelständischer Anlagenbauer möchte EnviTec daher auch im neuen Jahr einen Beitrag zur Herkulesaufgabe Klimaschutz leisten und sich insbesondere in Deutschland weiter aktiv an der Klimadebatte beteiligen. Insgesamt sieht sich EnviTec in der aktuell gesamtwirtschaftlich angespannten Lage als führender, integrierter Biogas-Allrounder gut gerüstet, um die Folgen der Corona-Pandemie weitestgehend unbeschadet zu überstehen. Der Start ins neue Geschäftsjahr 2020 ist bisher in allen Geschäftsbereichen sehr erfolgreich verlaufen und es sind bisher nur moderate Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs zu konstatieren. Gleichwohl könnten sich zusätzliche Beeinträchtigungen ergeben, sollten die restriktiven Zugangs- und Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemiebekämpfung wieder deutlich und auf einen längeren Zeitraum ausgeweitet werden. Dies würde sich insbesondere im Anlagenbau und in geringerem Ausmaß im Service-Segment negativ auswirken, wohingegen der Eigenbetrieb, der umsatzstärkste und profitabelste Geschäftsbereich des Konzerns, hiervon kaum betroffen sein dürfte. Das EnviTec Management hält aktuell das Szenario weiter gelockerter bzw. moderater Zugangs- und Reisebeschränkungen für realistischer, weshalb dieses Szenario als Basis für die folgende Segment- und Konzernprognose gewählt wurde. Entwicklung in den SegmentenIm Anlagenbau ergeben sich in Deutschland aktuell nur punktuelle Chancen aus der Flexibilisierung von Anlagen. Demgegenüber wird EnviTec auch im laufenden Jahr von den positiven Rahmenbedingungen in den europäischen Nachbarländern und außereuropäischen Märkten wie China profitieren. Bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Entwicklung im Anlagenbau deutlich dynamischer als in den Vorjahren. Mit einem Auftragsbestand in Höhe von 124,3 Mio. Euro (Vorjahr: 84,4 Mio. Euro) per Ende 2019 ist der Bereich aktuell voll ausgelastet, so dass das Ziel einer Gesamtleistung von mind. 40 Mio. Euro und einem positiven Segmentergebnis (EBIT) erneut angestrebt wird. Die konkrete Entwicklung von Umsatz und Gesamtleistung wird von der Entwicklung der Corona-Pandemie sowie wie in den Vorjahren davon abhängen, wie viele Projekte im Anlagenbau gemäß HGB zum Jahresende über die Bestandsveränderung berücksichtigt sind und wie viele Projekte schlussgerechnet werden können. Den cashflow-starken Eigenbetrieb wird EnviTec im Geschäftsjahr 2020 im In- und Ausland weiter moderat ausbauen. Der Fokus liegt dabei primär auf der Optimierung der eigenen Anlagen. Insgesamt geht EnviTec Biogas davon aus, im laufenden Geschäftsjahr im Segment Eigenbetrieb bei Umsatz und Ergebnis (EBT) erneut das Vorjahresniveau zu erreichen. Im Geschäftsfeld Service erwartet EnviTec im laufenden Geschäftsjahr einen gleichbleibenden bis leicht sinkenden Umsatz. Dabei soll der Rückgang im Repowering-Geschäft in Deutschland durch erhöhte Servicetätigkeit in Märkten wie Frankreich und Dänemark kompensiert werden. Zudem soll der Service für Fremdanlagen und die Kooperationen im In- und Ausland weiter ausgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2020 prognostiziert der Vorstand im Servicebereich insgesamt eine Gesamtleistung (oder Umsatz) und Ergebnis (EBT) auf gleichbleibendem bis leicht niedrigerem Niveau. KonzernprognoseAuf Konzernebene wird im Geschäftsjahr 2020 auf Basis der beschriebenen Entwicklung in den Segmenten eine Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau prognostiziert. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) erwartet der EnviTec-Vorstand ebenfalls das Niveau des Vorjahres zu erreichen. Ausschlaggebend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele wird der Verlauf der Corona-Pandemie bzw. der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein. Ausdrücklicher Dank von Seiten des Vorstands und Aufsichtsrats gilt allen Mitarbeitern der EnviTec Gruppe, denn ihr individueller Einsatz macht den kontinuierlichen Erfolg des Unternehmens erst möglich.
Lohne den 25. Mai 2020 Der Vorstand der EnviTec Biogas AG Olaf von Lehmden Jörg Fischer Jürgen Tenbrink KONZERNABSCHLUSSKonzernbilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva scroll
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019scroll
Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2019scroll
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KONZERNANHANG1. Allgemeine InformationenDie EnviTec Biogas AG, mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Amtsgericht Oldenburg im Handelsregister unter HRB 201466, ist ein in Deutschland ansässiges, international aufgestelltes Unternehmen, dessen Unternehmenszweck neben dem Bau und Vertrieb von Biogasanlagen über Tochtergesellschaften, auch der Betrieb von eigenen Biogasanlagen, der technische und biologische Service, die Vermarktung von Strom sowie der Kauf und Verkauf von Beteiligungen ist. Die EnviTec Biogas AG ist zum Stichtag 31. Dezember 2019 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Die Aktien werden im Basic Board der Frankfurter Wertpapierbörse der Deutschen Börse AG gehandelt. Die EnviTec Biogas AG stellt ihren Konzernabschluss nach den Vorschriften §§ 290 ff. HGB auf. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten worden. Die Konzernbilanz folgt dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema. Davon-Vermerke erfolgen vorrangig im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Grundlagen des Konzernabschlusses2.1. KonsolidierungskreisDer Konsolidierungskreis hat sich in der Zeit vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 wie folgt entwickelt: scroll
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Der EnviTec-Konzern umfasste zum Bilanzstichtag einschließlich der EnviTec Biogas AG 168 (31.12.2018: 168) Unternehmen, von denen 106 (31.12.2018: 106) im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. Die Abgänge bei den vollkonsolidierten Unternehmen resultieren aus der Verschmelzung der EnviTec Central Europe s.r.o. auf die EnviTec Service s.r.o. und dem Verkauf der Anteile an der ET Solar Gottesgabe GmbH. Die ET Solar Gottesgabe GmbH wurde zum 1. Oktober 2019 verkauft und entkonsolidiert. Mit Gesellschaftsvertrag vom 29. Mai 2019 wurde die Biogas Petersberg GmbH & Co. KG mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg unter der Nummer HRA 206295, gegründet. Das Kommanditkapital beträgt 1.000,00 Euro und wird wirtschaftlich zu 100 % von der EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb von Anlagen zur Erzielung und Verwertung regenerativer Energien, insbesondere von Biogasanlagen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, alle den Gesellschaftszweck fördernden und im Zusammenhang damit stehenden Geschäfte durchzuführen, insbesondere andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu übernehmen, sich an solchen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu errichten. Mit Gesellschaftsvertrag vom 29. Mai 2019 wurde die Biogas Petersberg Verwaltungs GmbH mit Sitz in Lohne, eingetragen beim Handelsregister Oldenburg unter der Nummer HRB 214251, gegründet. Das Stammkapital beträgt 25.000,00 Euro und wird wirtschaftlich zu 100 % von der EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist die Beteiligung sowie Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an Projekt- und Betriebsgesellschaften im Bereich Biomasseanlagen zur Energieerzeugung. Aus Wesentlichkeitsgründen wurden die EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien, sowie die LZ Biogas GmbH & Co. KG, Lohne, gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. 2.2. Vollkonsolidierte und assoziierte Unternehmen sowie BeteiligungenFolgende Unternehmen werden in den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen: scroll
Der Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG umfasst die folgenden assoziierten Unternehmen: scroll
EnviTec hält keine Beteiligungen mit über 20% der Anteile von Gesellschaften, die nicht vollkonsolidiert oder at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden. Folgende vollkonsolidierte deutsche Konzerngesellschaften machen im Geschäftsjahr 2019 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB sowie des § 264b HGB Gebrauch. Name und Sitz der Gesellschaft EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Zweite EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Schönthal GmbH & Co. KG, Willebadessen Biogas Heilemann GmbH & Co. KG, Rotenburg/Wümme Biogas Friedland GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Biogas Betriebs GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Zweite Biogas Anklam Betriebs GmbH & Co. KG, Anklam Biogas Herzberg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Lüchow GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Energy GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Groß Warnow GmbH & Co. KG, Karstädt Biogas Falkenberg GmbH & Co. KG, Falkenberg Biogas Heilemann-Holsten GmbH & Co. KG, Rotenburg Biogas Sachsendorf GmbH & Co. KG, Schwarz Biogas Dambeck GmbH & Co. KG, Friesoythe Biogas Schenkenhorst GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Kalbe GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Brehna GmbH & Co. KG, Lohne Fünfte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Klein Mühlingen GmbH & Co. KG, Kleinmühlingen Biogas Trüstedt GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Böddenstedt GmbH & Co KG, Salzwedel Biogas Schönwalde GmbH & Co. KG, Schönwalde Dritte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Thomasburg GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Hirl GmbH & Co. KG, Bresegard RePro Beber GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Nieheim GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Wanzleben GmbH & Co. KG, Wanzleben Biogas Angern GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Osterburg GmbH & Co. KG, Lohne EnviTec Anlagenbau GmbH & Co. KG, Saerbeck Biogas Reinsfeld GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Forst GmbH & Co. KG, Forst Biogas Neuburg Steinhausen GmbH & Co. KG, Lohne Vierte EnviTec Beteiligungs GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Löschenrod GmbH & Co. KG, Lohne Erste Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Dritte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Vierte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow Fünfte Biogas Bützow Betriebs GmbH & Co. KG, Bützow EnviTec Service GmbH, Lohne EnviTec Italia GmbH, Lohne Biogas Horst GmbH & Co. KG, Lohne Biogas Petersberg GmbH & Co. KG, Lohne 2.3. KonsolidierungsmethodenDer Konzernabschluss beinhaltet diejenigen Gesellschaften, bei denen die EnviTec Biogas AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte (Tochtergesellschaften) verfügt, soweit deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht von untergeordneter Bedeutung ist. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung wegfällt. Sofern erforderlich, werden die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen angepasst, um die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden anzugleichen. Mit Ausnahme der EnviTec Biogas (India) Private Limited, Indien, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert wurde (siehe 2.1), stellen alle Tochtergesellschaften ihre Einzelabschlüsse auf den 31. Dezember eines Jahres auf. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 HGB nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei werden Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein nach Kaufpreisallokation verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. SchuldenkonsolidierungWechselseitige Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gemäß § 303 HGB verrechnet. Aufwands- und ErtragskonsolidierungAufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen des Konzerns werden gemäß § 305 HGB verrechnet. ZwischenergebniseliminierungZwischenergebnisse gemäß § 304 HGB aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuerbe- und Entlastungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Konzerninterne Umsätze sind ebenso wie alle konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen ohne Erfolgsauswirkung verrechnet worden. Equity-BewertungNach der Equity-Methode werden Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen bewertet, bei denen die EnviTec Biogas AG die gemeinschaftliche Führung ausübt (Gemeinschaftsunternehmen) oder einen maßgeblichen Einfluss besitzt (assoziierte Unternehmen). Bei Beteiligungen, die at-Equity in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem EnviTec-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Zum 31.12.2019 wurden keine entsprechenden Unterschiedsbeträge ausgewiesen. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. 3. Angaben zur Bilanzierung und BewertungDer Konzernabschluss ist nach den allgemeinen Regelungen der §§ 264 ff. HGB für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB, den Regelungen für Konzernabschlüsse nach §§ 290 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie den at-Equity bewerteten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Forderungen und Verbindlichkeiten entstehen grundsätzlich auf Euro-Basis, so dass insoweit eine Währungsumrechnung entfällt. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind bis auf fünf Ausnahmen in Euro aufgestellt. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet, die Vermögensgegenstände und Schulden des in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlusses werden mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufwands- und Ertragsposten werden mithilfe von Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Entstandene Währungsdifferenzen werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Wir verweisen hierzu auf den Eigenkapitalspiegel. Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der at-Equity bewerteten Unternehmen werden ebenfalls nach der Stichtagskursmethode umgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden nicht geändert. 3.1. Immaterielle VermögensgegenständeEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit sie eine bestimmbare Nutzungsdauer haben, werden sie dieser entsprechend über einen Zeitraum von bis zu 10 Jahren linear abgeschrieben, sofern nicht durch den tatsächlichen Wertverzehr ein anderer Abschreibungsverlauf geboten ist. Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über 5 bis 20 Jahre linear abgeschrieben. Diese sind im Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG einzig beim Kauf von Gesellschaften, deren Unternehmenszweck der Betrieb von einer oder mehreren Biogasanlagen ist, aktiviert worden. Die Nutzungsdauer resultiert aus dem Lebenszyklus der erworbenen Unternehmen. Aufgrund der in den entsprechenden Gesetzen festgeschriebenen Förderdauer werden die Geschäfts- oder Firmenwerte über die Restlaufzeit der Förderung (länger als 5 Jahre) abgeschrieben. 3.2. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen -mit Ausnahme von Grund und Boden sowie grundstücksgleichen Rechten - sowie etwaige außerplanmäßige Wertverluste. Die Anschaffungskosten setzen sich aus dem Anschaffungspreis, den Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Anschaffungspreisminderungen zusammen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen oder soweit zulässig nach der degressiven Methode vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern entsprechen den geschätzten/erwarteten Nutzungsdauern im Konzern und stellen sich wie folgt dar: scroll
3.3. FinanzanlagevermögenVermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bzw. dem zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 3.4. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Unfertige Erzeugnisse und Leistungen sind zu Herstellungskosten bilanziert. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei der Bewertung nicht mit einbezogen. Das Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung der Erzeugnisse beachtet. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Erhaltene Anzahlungen werden, soweit sie für unfertige Erzeugnisse und Leistungen geleistet wurden und diese nicht übersteigen, von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt. 3.5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden angemessene Pauschalwertberichtigungen gebildet. 3.6. Kassenbestand und Guthaben bei KreditinstitutenDie Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. 3.7. Aktive RechnungsabgrenzungspostenDie Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. 3.8. Latente SteuernLatente Steuern sind auf temporäre Unterschiede zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz sowie auf steuerliche Verlustvorträge, die innerhalb von fünf Jahren verrechnet werden können, gebildet worden. Konzerneinheitlich wird ein Steuersatz von 28,08 % angewendet. 3.9. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 3.10. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. 3.11. Passive RechnungsabgrenzungspostenDie Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. 4. Erläuterungen zur KonzernbilanzIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzernbilanz gemacht. 4.1. AnlagevermögenDie Posten des Anlagevermögens haben sich wie folgt entwickelt: scroll
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4.2. Geschäfts- und FirmenwertlPlanmäßige Abschreibungen sind im Berichtszeitraum in Höhe von TEUR 826 vorgenommen worden. 4.3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgestände enthalten Forderungen auf die Erstattung von Vorsteuern und geleisteter Steuervorauszahlungen in Höhe von TEUR 6.294 (Vorjahr: TEUR 4.047) die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 4.4. Aktiver RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden aufgenommene Disagien in Höhe von TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 235) ausgewiesen. Neben Disagien werden im Wesentlichen Zahlungen für Bearbeitungsgebühren von Darlehen, Pacht und Erbbauzins sowie Versicherungen für Zeiträume nach dem Abschlussstichtag abgegrenzt. 4.5. Latente SteuernDie Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis von zeitlichen Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge. Der Bewertung wurde der unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,08% zugrunde gelegt (15,825% für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,25% für die Gewerbesteuer). Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 350%. Die nachfolgende Tabelle zeigt die latenten Steueransprüche und -schulden. scroll
4.6. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000,00. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000,00 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000,00 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
4.7. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Gewährte SicherheitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 50.077 durch Grundschulden, die Übereignung von Sachanlagevermögen, die Abtretung von Ansprüchen aus bestehenden Verträgen sowie die Verpfändung von Geschäftsguthaben besichert. Der Buchwert des als Sicherheit gewährten Sachanlagevermögens beträgt TEUR 53.339. 4.8. Derivative FinanzinstrumenteWährungsrisikenZur Absicherung des Fremdwährungsrisikos wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Diese werden zur Absicherung einzelner Forderungen oder Verbindlichkeiten oder für eine Gruppe von Forderungen und Verbindlichkeiten gebildet. Grundgeschäfte werden betragsmäßig in gleicher Höhe und in derselben Währung und Laufzeit durch Devisentermingeschäfte gesichert. Die einzelnen Hedge Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Zum 31.12.2019 waren Devisentermingeschäfte mit einem Wert von TGBP 979 abgeschlossen. 5. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungIm Folgenden werden die erforderlichen Angaben zu den Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gemacht. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse verteilen sich nach der Berücksichtigung der Aufwands- und Ertragskonsolidierung folgen dermaßen auf Tätigkeitsbereiche und geographische Märkte: scroll
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Die Umsatzerlöse enthalten Anteilsverkäufe aus Projektgesellschaften in Höhe von TEUR 6.121. AbschreibungenDie Abschreibungen im Konzernabschluss 2019 nach handelsrechtlichen Vorschriften umfassen planmäßige Abschreibungen auf aktivierte Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von TEUR 826. Außerdem wurden bei zwei vollkonsolidierten Tochterunternehmen aufgrund des deutlichen Preisverfalls für Biomethan außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.265 vorgenommen. 6. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDie Finanzmittelfonds zu Beginn und am Ende der Kapitalflussrechnung entsprechen dem Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks (TEUR 11.422) sowie jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 3.367). Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge waren im Geschäftsjahr genauso wie Zugänge an liquiden Mitteln durch Unternehmenserwerbe nicht zu verzeichnen. Durch den Verkauf eines Tochterunternehmens sind dem Konzern TEUR 4.150 zugeflossen. Dagegen stand ein Abfluss von liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 72. Die Einzahlungen aus Entnahmen at-Equity Beteiligungen betreffen Entnahmen von untergeordneter Bedeutung ohne Auswirkung auf die Beteiligungsstruktur. Von den liquiden Mitteln unterliegen zum Stichtag 31. Dezember 2019 TEUR 2.174 (Vorjahr: TEUR 2.344) Verfügungsbeschränkungen. Es handelt sich um Reserveguthaben, deren Ansparung sich als Verpflichtung aus diversen Fremdfinanzierungsvereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bau von Biogasanlagen ergibt. 7. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisseDer Konzern hat sich gegenüber der DKB in Höhe von TEUR 415 (Vorjahr: TEUR 518) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Zudem hat sich der Konzern gegenüber der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 200) für Verpflichtungen eines at-Equity bewerteten Tochterunternehmens verbürgt. Das Risiko einer Inanspruchnahme liegt bei unter 50%. Zudem besteht für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen eine Bürgschaft aus Konzernsicht zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Weiterhin hat sich der Konzern für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen zu Gunsten der Nord LB in Höhe von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 150) verbürgt. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Außerdem ist aus Konzernsicht für ein at-Equity einbezogenes Unternehmen eine weitere Bürgschaft zu Gunsten der DKB in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 100) vergeben worden. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Ferner wurde aus Konzernsicht eine Bürgschaft gegenüber der Kreissparkasse Steinfurt zu Gunsten eines at-Equity eingezogenen Unternehmens in Höhe von TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 225) vergeben. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Ansonsten besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Außerdem besteht aus Konzernsicht eine Bürgschaft zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens bei der Nord LB in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 125). Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50 %. Zudem wurde aus Konzernsicht eine Bürgschaft bei der BNP Paribas zu Gunsten eines at-Equity einbezogenen Unternehmens in Höhe von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500) vergeben. Auch hier liegt das Risiko der Inanspruchnahme bei unter 50%. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Darüber hinaus bestehen bei den Eigenbetrieben vereinzelt weitere Miet- und Pachtverträge von untergeordneter Bedeutung. Honorare des AbschlussprüfersFür die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. MitarbeiterzahlenBei den Konzerngesellschaften des EnviTec Konzerns waren durchschnittlich in 2019 weltweit beschäftigt: scroll
Organe der GesellschaftVorstandDer Vorstand setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr aus folgenden Mitgliedern zusammen: Kaufmann Olaf von Lehmden, Lohne,Sprecher des Vorstands (CEO) seit 1. Juli 2007 Kaufmann Jörg Fischer, Weyhe,Vorstand Finanzen (CFO) seit 1. Juli 2007 Ingenieur Jürgen Tenbrink, SteinfurtVorstand Technik (CTO) seit 1. Juli 2010 Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Vorstandsvergütung setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50% der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Für die Mitglieder des Vorstandes fielen im Einzelnen im Jahr 2019 folgende Vergütungen an: scroll
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AufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtszeitraum bestellt:
Im Geschäftsjahr 2019 enthält der Aufwand keine festen Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG (Vorjahr: EUR 0). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: EUR 0) an. 8. GewinnverwendungVorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG werden den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 07. Juli 2020 eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht unter Berücksichtigung der eigenen Anteile einem Gesamtwert von TEUR 14.850. Da die Ausschüttung die Zustimmung der Hauptversammlung voraussetzt, ist eine Verpflichtung hierzu nicht in der Bilanz passiviert worden.
Lohne, den 25. Mai 2020 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2019, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EnviTec Biogas AG, Lohne, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-konzern-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 25. Mai 2020 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer Einzelabschluss 2019der EnviTec Biogas AGBilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019scroll
ANHANG1. Allgemeine AngabenFirma: EnviTec Biogas AG Sitz: Lohne Registergericht: Amtsgericht Oldenburg Nummer beim Handelsregister: HRB 201466 Der Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt worden. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, ist gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten worden. Die EnviTec Biogas AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung2.1. Allgemeine AngabenGegenüber dem Vorjahr wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. 2.2. Bilanzierung und BewertungDie Immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen und -soweit nach steuerrechtlichen Vorgaben zulässig -nach der degressiven Methode. Die Abschreibung der Zugänge im immateriellen Anlagevermögen und im Sachanlagevermögen erfolgte im Anschaffungsjahr pro rata temporis. Zugänge mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2019 wurden nach der linearen Methode planmäßig abgeschrieben. Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert. Verzinsliche und unverzinsliche Ausleihungen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert ausgewiesen. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,5 % auf nicht einzelwertberichtigte Nettoforderungen gebildet. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert worden. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst und zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögensgegenstandes bzw. einer Verbindlichkeit in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. Der Aufwand und Ertrag aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern während des Geschäftsjahres wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" als sog. Davon-Vermerk ausgewiesen. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Die in dem Posten Finanzanlagen enthaltenen Gesellschaften sowie die entsprechenden Angaben über Sitz, Anteil, Eigenkapital und Ergebnis per 31. Dezember 2019 sind in einer gesonderten Übersicht im Anhang aufgeführt. 3. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz3.1. AnlagevermögenDas Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt (siehe nächste Seite): Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2019scroll
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3.2. Forderungenspiegelscroll
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Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.3. EigenkapitalDas Grundkapital der Gesellschaft beträgt insgesamt EUR 15.000.000. Mit einem Nennbetrag in Höhe von EUR 150.000 sind eigene Aktien vom Eigenkapital offen in der Bilanz abgesetzt und abgezogen. Der den Nennbetrag übersteigende Teil des Kaufpreises der eigenen Aktien in Höhe von EUR 1.752.000 ist mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Das Grundkapital ist eingeteilt in 15.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von EUR 1,00 je Stück. Entwicklung des Bilanzgewinnsscroll
3.4. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 560 (Vorjahr: TEUR 238) sowie sonstige Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 231). 3.5. VerbindlichkeitenspiegelDie Verbindlichkeiten gliedern sich hinsichtlich ihrer Restlaufzeit wie folgt: scroll
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Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 8.401.684 (Vorjahr: EUR 4.173.006) durch Grundschulden auf den Grundstücken der Gesellschaft in Höhe von TEUR 2.250 (Vorjahr TEUR 2.250) abgesichert. Weiterhin haftet hierfür das Grundstück einer 100%igen Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.000. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus: scroll
3.6. Latente SteuernDer gesondert ausgewiesene Posten "Passive latente Steuern" in Höhe von EUR 1.771.500,00 (Vorjahr: EUR 2.325.600,00) ergibt sich überwiegend aus temporär unterschiedlichen Beteiligungsansätzen von Personengesellschaften bei der Bewertung in Handels- und Steuerbilanz. 3.7. HaftungsverhältnisseZum Abschlussstichtag bestehen Bürgschaften in Höhe von EUR 13.293.739,15 (Vorjahr: EUR 13.415.052,57). Bei den unten genannten Bürgschaften ist aufgrund der mittelfristigen Planungen der Gesellschaften von einer selbständigen Erfüllung auszugehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Es liegt deutlich unterhalb von 50%. Die Bürgschaften gliedern sich im Einzelnen wie folgt auf: scroll
3.8. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich wie folgt: scroll
3.9. Geschäfte mit nahe stehenden PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Solche Geschäftsvorfälle werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. 4. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung4.1. UmsatzerlöseDie Umsätze im Geschäftsjahr 2019 entfallen in Höhe von TEUR 9.603 (Vorjahr: TEUR 3.112) auf das Inland sowie in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 96) auf Lieferungen und Leistungen in das EU-Gemeinschaftsgebiet. Lieferungen und Leistungen an und im Drittlandsgebiet sind in 2019 keine (Vorjahr: TEUR 0) erfolgt. 4.2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge im Geschäftsjahr 2019 entfallen im Wesentlichen auf periodenfremde Erträge aufgrund der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 340 (Vorjahr: TEUR 116). Der verbleibende Betrag setzt sich aus Sachbezügen in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr TEUR 60), Versicherungserstattungen TEUR 8 (Vorjahr TEUR 9) sowie sonstige Positionen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 14) zusammen. 4.3. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2019 entfallen in Höhe von TEUR 1.971 (Vorjahr: TEUR 1.006) auf Verwaltungskosten, in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 352) auf Vertriebskosten, in Höhe von TEUR 1.080 (Vorjahr: TEUR 927) auf Betriebskosten. Aus der Währungsumrechung ergaben sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1). 4.4. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Betrag von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 1.408) belastet. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuern für Vorperioden in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 594) enthalten. 5. Sonstige Pflichtangaben5.1. Organe der GesellschaftZum Vorstand sind bestellt:
Weitere Mandate werden durch den Vorstand nicht wahrgenommen. Die Bezüge des Vorstands setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Mitglieder des Vorstands erhalten als Ausgleich für ein ihnen auferlegtes Wettbewerbsverbot während der Dauer von bis zu einem Jahr nach regulärer Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied eine monatliche Karenzentschädigung in Höhe von 50 % der zuletzt bezogenen Festvergütung. Bei vorzeitiger Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied hängt die Zahlung der Karenzentschädigung entsprechend § 75 HGB von den Umständen der Beendigung ab. Zum Aufsichtsrat sind bestellt:
Der Aufwand für die Bezüge des Aufsichtsrats enthält im Geschäftsjahr 2019 keinen Aufwand für feste Vergütungen für die Aufsichtsratstätigkeit bei der EnviTec Biogas AG (Vorjahr: TEUR 0). Sonstige Bezüge (Sitzungsgelder und Auslagenersatz) fielen nicht an (Vorjahr: TEUR 0). Grundlage der Angaben zu Eigenkapital und Ergebnis sind die nach HGB bzw. lokalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse. Bis auf die EnviTec Biogas (India) Private Limited haben alle Gesellschaften ihren Abschluss auf den 31.12. des Jahres aufgestellt. Der Abschlussstichtag der EnviTec Biogas (India) Private Limited ist aufgrund nationaler Vorschriften der 31.03. 5.2. Aufstellung des Anteilsbesitzes (dem Konzernabschluss entnommen)scroll
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5.3. Anzahl der ArbeitnehmerDie durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer in 2019 betrug 47 Personen und teilt sich wie folgt auf: scroll
5.4. KonzernverhältnisDie EnviTec Biogas AG mit Sitz in Lohne ist Mutterunternehmen gemäß §§ 290 ff. HGB und stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sind über den elektronischen Bundesanzeiger und das Unternehmensregister zugänglich. 5.5. GewinnverwendungEs wird der Hauptversammlung am 7. Juli 2020 vorgeschlagen, vom in der Bilanz der EnviTec Biogas AG zum 31. Dezember 2019 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 36.133.939,82 einen Teilbetrag in Höhe von EUR 14.850.000,00 auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie unter Berücksichtigung der eigenen Anteile in Höhe von EUR 150.000,00.
Lohne, 25. Mai 2020 Olaf von Lehmden Jürgen Tenbrink Jörg Fischer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss der EnviTec Biogas AG, Lohne, -bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Grundlage für das PrüfungsurteilWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den JahresabschlussDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des JahresabschlussesUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-ja-o-lb-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.
Steinfeld, den 25. Mai 2020 MICHAEL KOHL GmbH Gez. Marcus Böhnke, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,die EnviTec Biogas AG hat in 2019 eines der besten Geschäftsjahre der Unternehmensgeschichte verzeichnet. Diesen Erfolg haben unsere engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unser diversifiziertes Geschäftsmodell möglich gemacht. Im Segment Eigenbetrieb war dank großzügiger Lagerkapazitäten sowie langfristiger Lieferverträge eine komfortable Inputversorgung gegeben, trotz der teils sehr trockenen Witterung in Deutschland. Aufgrund des niedrigeren Börsen-Strompreises im Teilbereich Energy sank der Segmentumsatz zwar leicht, wir waren dennoch in der Lage, die bereits hohe Profitabilität im Eigenbetrieb weiter zu verbessern. Dies wird insbesondere anhand der außerordentlich starken EBIT-Marge von über 15 % sichtbar. Im Bereich Service war im Berichtszeitraum ebenfalls eine sehr gute Geschäftsentwicklung zu verzeichnen, die über den Planungen des Managements lag. Dafür war neben einem kontinuierlichen Ausbau der Servicetätigkeit auch eine höhere Zahl schlussgerechneter Repowering- bzw. Flexibilisierungsprojekte verantwortlich. Im Anlagenbau (inkl. Holding) war auf den internationalen Biogasmärkten 2019 ein deutlich positiver Trend zu beobachten. Besonders hervorzuheben ist die weiterhin sehr gute Lage in Frankreich, Dänemark und China. In der Folge verzeichnete EnviTec im Berichtszeitraum einen erheblichen Umsatzanstieg in diesem Segment. Zudem resultierte aus der guten Auslastung auch ein gegenüber den Vorjahren deutlich verbessertes operatives Ergebnis. Die im bisherigen Jahresverlauf 2020 fortgesetzte hohe Auslastung bestätigt, dass die Vorzeichen im Anlagenbau sich zuletzt deutlich verbessert haben. Auf Konzernebene resultierte aus der geschilderten Entwicklung ein deutlicher Anstieg der Konzernumsätze um 14,3 % auf 213,6 Mio. Euro (Vorjahr: 186,8 Mio. Euro). Die Gesamtleistung, die zusätzlich den Wert noch im Bau befindlicher Projekte erfasst, stieg um 5,2 % auf 202,6 Mio. Euro. Daraus resultierte ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 30,2 Mio. Euro. Damit wurde das Rekord-EBITDA des Vorjahres noch einmal übertroffen (2018: 27,3 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) verbesserte sich von 10,1 Mio. Euro auf 13,1 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 10,3 Mio. Euro knapp unter dem Niveau des Vorjahres von 10,4 Mio. Euro. Ausschlaggebend für die sehr gute Ergebnisentwicklung waren die weiterhin hohe Profitabilität im Eigenbetrieb, die hohen Erträge aus Repowering-Projekten im Service sowie die deutlich erhöhte Auslastung im Anlagenbau. Vorstand und Aufsichtsrat der EnviTec Biogas AG schlagen aufgrund der guten Ergebnisentwicklung vor, für das Geschäftsjahr 2019 erneut eine Dividende in Höhe von 1,00 Euro je Aktie auszuschütten. Für 2020 sieht sich EnviTec in der aktuell gesamtwirtschaftlich angespannten Lage als führender, integrierter Biogas-Allrounder gut gerüstet, um die Folgen der Corona-Pandemie weitestgehend unbeschadet zu überstehen. Der Start ins neue Geschäftsjahr ist bisher in allen Segmenten sehr erfolgreich verlaufen und es sind bisher nur moderate Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs zu konstatieren. Gleichwohl könnten sich zusätzliche Beeinträchtigungen ergeben, sollten die restriktiven Zugangs- und Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Pandemiebekämpfung wieder deutlich und auf einen längeren Zeitraum ausgeweitet werden. Aktuell wird jedoch das Szenario weiter gelockerter bzw. moderater Zugangs- und Reisebeschränkungen als realistischer erachtet, weshalb auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtleistung (oder Umsatz) auf Vorjahresniveau prognostiziert wird. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) wird ebenfalls das Niveau des Vorjahres erwartet. Ausschlaggebend für das Erreichen der wirtschaftlichen Ziele wird der Verlauf der Corona-Pandemie bzw. der Geschäftsverlauf in den wichtigsten internationalen Märkten des Anlagenbau-Segments sein. Tätigkeitsbericht des AufsichtsratsAls Aufsichtsrat haben wir im Geschäftsjahr 2019 im Rahmen unserer Tätigkeit alle uns nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben wahrgenommen. Wir haben den Vorstand kontinuierlich überwacht und standen ihm bei der Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In alle Entscheidungen, die für die Gesellschaft von grundlegender Bedeutung waren, wurden wir vom Vorstand unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Zur Ausübung unserer Beratungs- und Überwachungstätigkeit hat uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher sowie mündlicher Form über alle für das Unternehmen wesentlichen Themen unterrichtet. Dazu zählten vor allem die Unternehmensplanung und strategische Weiterentwicklung, die Erschließung neuer Geschäftsfelder, der Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie die Risikolage, das Risikomanagement und die Compliance. Nach intensiven Prüfungen stimmte der Aufsichtsrat allen zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen zu. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen standen Vorstand und Aufsichtsrat in regelmäßigem Kontakt. Die ausführliche Berichterstattung durch den Vorstand überzeugte uns von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie Wirtschaftlichkeit der Führung des Unternehmens und des Konzerns. Wir sahen daher keine Veranlassung von unseren Prüfungsrechten nach § 111 Abs. 2 AktG Gebrauch zu machen. Interessenkonflikte von Vorstand und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung zu informieren ist, sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aufgetreten. Bildung von AusschüssenAufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats haben wir auch im Jahr 2019 auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Plenum erörtert. Sitzungen und Schwerpunkte der BeratungDer Aufsichtsrat kam im Geschäftsjahr 2019 zu fünf ordentlichen Sitzungen am 14. März, 10. Mai, 2. Juli, 13. September und 11. Dezember zusammen. Bis auf die Sitzung am 13. September, bei der ein Mitglied entschuldigt fehlte, war der Aufsichtsrat in Gesamtheit anwesend. Gegenstand der Sitzungen waren stets die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Investitionsvorhaben sowie die Risikolage und das Risikomanagement von EnviTec Biogas. Darüber hinaus standen im Wesentlichen folgende Themen auf der Tagesordnung, die gemeinsam mit dem Vorstand eingehend behandelt und erörtert wurden.
Prüfung von Jahres- und KonzernabschlussAuf der Hauptversammlung am 2. Juli 2019 wählten die Aktionäre die Michael Kohl GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steinfeld, zum Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019. Der Aufsichtsratsvorsitzende erteilte dem Abschlussprüfer nach Einholung der Unabhängigkeitserklärung den Prüfungsauftrag, traf mit ihm die Honorarvereinbarungen und legte die Prüfungsschwerpunkte fest. Auf dieser Grundlage und unter Einbeziehung der Buchführung prüfte die Michael Kohl GmbH den vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) zum 31. Dezember 2019 aufgestellten Konzernabschluss der EnviTec Biogas AG und den Konzernlagebericht. Da die EnviTec Biogas AG als Einzelgesellschaft die Größenkriterien des § 267 Abs. 1 HGB nicht überschritten hat, konnte die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2019 erneut die Erleichterungen für kleine Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung wahrnehmen und auf eine Prüfung des Jahresabschlusses der EnviTec Biogas AG verzichten. Das Unternehmen hat jedoch den Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, einer freiwilligen Prüfung unterzogen. Die Prüfungen ergaben keine Einwendungen, so dass jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (siehe Seite 64) erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben Lagebericht, Abschlüsse und Prüfungsberichte rechtzeitig erhalten. Diese wurden in der Aufsichtsratssitzung am 25. Mai 2020 von uns intensiv geprüft. An der Sitzung 25. Mai 2020 nahm neben dem Vorstand und Aufsichtsrat auch der Abschlussprüfer der Michael Kohl GmbH teil. Der Abschlussprüfer erläuterte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und beantwortete ergänzende Fragen des Aufsichtsrats. Nach der eigenen Prüfung und Gesprächen mit dem Abschlussprüfer und dem Vorstand bestanden keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat sich daraufhin dem Prüfungsergebnis der Michael Kohl GmbH angeschlossen und den vom Vorstand zum 31. Dezember 2019 aufgestellten Jahresabschluss festgestellt sowie den Konzernabschluss gebilligt. Darüber hinaus haben wir uns nach eingehender Prüfung dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Wir bedanken uns herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Vorstand für die große Einsatzbereitschaft im Geschäftsjahr 2019. Als führender, integrierter Biogas-Allrounder sehen wir EnviTec Biogas mit Ihrer Unterstützung trotz unruhiger Zeiten gut gerüstet für die Zukunft. Bleiben Sie gesund und halten Sie uns weiterhin die Treue.
Lohne, den 25. Mai 2020 Tobias Schulz, Vorsitzender des Aufsichtsrats ErgebnisverwendungsbeschlussDie Hauptversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2019 von insgesamt EUR 36.133.939,82 in Höhe von EUR 14.850.000,00 zur Zahlung einer Dividende von 1,00 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden sowie den Restbetrag in Höhe von EUR 21.283.939,82 auf neue Rechnung vorzutragen.
Lohne, den 7. Juli 2020 Für den, Vorstand gez. Olaf von Lehmden, Vorsitzender |
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