![]() Bechtle AGNeckarsulmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010Konzernabschluss 2010BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat der Bechtle AG begleitete Vorstand und Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2010 gewohnt intensiv. Dabei standen Maßnahmen für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit von Bechtle im Vordergrund. Der Aufsichtsrat dankt vorstand und Mitarbeitern ausdrücklich für ihre unternehmerische Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.Der Aufsichtsrat nahm 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und
Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Wir haben den Vorstand bei der Unternehmensleitung
regelmäßig beraten und dabei die Geschäftsführung und -entwicklung der Gesellschaft
eng begleitet und überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender
Bedeutung waren oder in welche der Aufsichtsrat kraft Gesetzes oder Satzung einzubeziehen
war, wurden wir unmittelbar und frühzeitig einbezogen. Im Mittelpunkt der Beratungen
standen 2010 die strategische Ausrichtung des Konzerns, die im Berichtsjahr getätigten
Akquisitionen sowie neue Personalentwicklungsprogramme zur Sicherstellung des weiteren
Wachstums. Kennzeichnend für die Zusammenarbeit war ein intensiver und jederzeit offener
Dialog. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat sowohl mündlich als auch schriftlich regelmäßig,
zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte. Dazu zählten
vor allem die Geschäftsentwicklung des Konzerns, maßgebliche Investitionsvorhaben
und laufende Investitionen, die Risikosituation und das Chancen- und Risikomanagement
sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und -strategie. Zusätzlich zu den persönlichen Kontakten mit einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern unterrichtete
der Vorstand das gesamte Gremium monatlich in schriftlichen Berichten und Auswertungen
über Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag, die Erfüllung der Geschäftsplanung,
die Vorsteuerergebnisse und die Beschäftigungssituation - jeweils für den Konzern,
die Segmente sowie einzelne Tochtergesellschaften. In vierteljährlichen Sitzungen
haben wir zudem das abgelaufene Quartal sowie die kurz- bis mittelfristigen Perspektiven
intensiv erörtert. Darüber hinaus machte sich das Gremium selbst ein Bild vom Unternehmen. Regelmäßig
hat sich der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen anhand firmeninterner Auswertungen mit
der Geschäfts-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns und seiner Segmente sowie
mit der Vermögens- und Finanzlage, der Umsetzung der Strategie und der Risikosituation
beschäftigt. Zusätzlich lag das Augenmerk 2010 besonders auf der Mitarbeiterentwicklung,
der im Berichtsjahr initiierten Ausbildungsoffensive und den Personalentwicklungsprogrammen.
Wir haben zudem auch im Geschäftsjahr 2010 aktiv das Kontroll- und Risikomanagementsystem
der Bechtle AG begleitet und fortgeschrieben. Der Aufsichtsratsvorsitzende sowie sein
erster Stellvertreter setzten die bewährte Vorgehensweise aus den Vorjahren fort,
einzelne Tochterunternehmen an ihren Standorten persönlich zu besuchen. Sie verschafften
sich so in direkten Gesprächen mit den Geschäftsführern einen detaillierten Überblick
zum operativen Verlauf der Gesellschaften und informierten sich über Aufträge und
Projekte von besonderer Bedeutung. Zu den eigenständigen Prüfungs- und Überwachungsmaßnahmen durch Mitglieder des Aufsichtsrats
gehörten insbesondere auch die regelmäßige Prüfung der Gewinn- und Verlustrechnungen
einzelner Tochtergesellschaften, eine intensive Untersuchung auf Auffälligkeiten und
ein Soll-Ist-Abgleich wichtiger Kennzahlen sowie die Teilnahme an Strategiesitzungen,
Geschäftsführertagungen und an Sitzungen zum Risikomanagement. Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand sowie der
eigenständigen Prüfungen konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion
vollumfänglich nachkommen. Die Einsichtnahme in Bücher und Schriften im Sinne des
§ 111 Abs. 2 AktG war über die Abschlussprüfung hinaus nicht erforderlich. Sitzungen und SchwerpunkteIm Berichtsjahr fanden vier Plenumssitzungen des Aufsichtsrats statt: am 28. Januar,
16. März (Bilanzsitzung für den Abschluss 2009), 22. Juli und 21. Oktober. Außerordentliche
Sitzungen mussten nicht einberufen werden. Über Vorhaben oder Aspekte, die für die
Entwicklung des Unternehmens von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, hat
der Sprecher des Vorstands (später: Vorstandsvorsitzende) den Aufsichtsrat auch zwischen
den Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Sofern erforderlich, haben wir
Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Alle Maßnahmen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats oder seiner Ausschüsse
bedurften, haben wir in den Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen ausführlich behandelt.
So hat das Gremium in seiner Bilanzsitzung den Jahresabschluss des Vorjahres festgestellt,
den Konzernabschluss des Vorjahres gebilligt, dem Gewinnverwendungsvorschlag zugestimmt
und die Unternehmensplanung 2010 verabschiedet. Zu den wichtigsten Beratungsthemen im abgelaufenen Geschäftsjahr zählten:
Zusätzlich hat der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Ergebnis
ist, dass die Arbeitsabläufe und Prozesse der Entscheidungsfindung im Aufsichtsrat
effizient und zielorientiert ausgerichtet sind. Der Aufsichtsrat ist zu jeder Zeit
für den Vorstand erreichbar und steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. AusschüsseDer Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben drei Ausschüsse gebildet. Der Prüfungsausschuss
trat am 27. Januar, 1. und 15. März, 20. Mai, 21. Juli, 7. und 20. Oktober sowie 9.
Dezember zusammen. Zusätzlich tagte er im Rahmen von Telefonkonferenzen am 11. Mai,
8. Juni, 11. August und 11. November. Der Ausschluss beschäftigte sich 2010 vorrangig
mit den Quartalsberichten beziehungsweise dem Zwischenbericht, den vorbereitenden
Prüfungen von Jahres- und Konzernabschluss sowie mit der Überprüfung des internen
Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Gegenstand der Beratungen waren außerdem
die Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers sowie die Vereinbarung des
Prüfungshonorars. Daneben standen auch zustimmungspflichtige Geschäfte - wie Akquisitionen
und langfristige Verträge -sowie die Corporate Governance auf der Agenda. Neben den
Sitzungsbeschlüssen fasste der Ausschuss in sachlich gebotenen, insbesondere in eilbedürftigen
Fällen auch Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren. Der Personalausschuss trat 2010 in drei Sitzungen am 15. März, 21. Juli und 14. September
zusammen. Im Mittelpunkt seiner Beratungen stand das Vergütungssystem des Vorstands,
vor allem im Hinblick auf die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex, sowie
die Neuerungen durch das im Vorjahr in Kraft getretene VorstAG. Der Vermittlungsausschuss nach § 27 Abs. 3 MitbestG musste 2010 - ebenso wie in den
Vorjahren - nicht einberufen werden. Beim Vorsitz der Ausschüsse ergaben sich im Berichtsjahr keine Veränderungen: Dr.
Jochen Wolf steht dem Prüfungsausschuss vor, Gerhard Schick ist Vorsitzender des Personalausschusses.
In den Plenumssitzungen wurde das Gremium ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse
informiert. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt zudem die Bildung eines Nominierungsausschusses,
der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat
für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt.
Wir haben keinen Nominierungsausschuss gebildet, da wir ihn angesichts der derzeitigen
Größe und Besetzung des Gremiums für entbehrlich halten. Besetzung von Aufsichtsrat und VorstandWeder im Aufsichtsrat noch im Vorstand der Bechtle AG gab es im Berichtsjahr personelle
Änderungen. Am 16. Juni 2010 ernannte der Aufsichtsrat den bisherigen Sprecher des
Vorstands, Dr. Thomas Olemotz, zum Vorstandsvorsitzenden. Corporate Governance und EntsprechenserklärungWir haben uns intensiv mit dem Regelwerk des Deutschen Corporate Governance Kodex
auseinandergesetzt. Ein Schwerpunkt war dabei die Änderungen in der Fassung vom 26.
Mai 2010, vor allem die Empfehlungen und Anregungen zur sogenannten Diversity in Vorstand
und Aufsichtsrat. Zur Kontrolle der Einhaltung des Deutschen Corporate Governance
Kodex haben wir die Umsetzung der Empfehlungen überprüft. Aufsichtsrat und Vorstand
haben zuletzt im Februar 2011 die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG erneuert.
Die Abweichungen von den Empfehlungen der Regierungskommission sind im Corporate-Governance-Bericht
ausführlich erläutert. Sämtliche Entsprechenserklärungen sowie weitere Unterlagen
zur Corporate Governance sind den Aktionären im Internet unter www.bechtle.com/corporate-governance
dauerhaft zugänglich gemacht. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2010Zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 hat die
Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn,
gewählt. Sie hat nach der Auftragserteilung durch den Aufsichtsrat den Jahresabschluss
der Bechtle AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte der Bechtle AG und des
Bechtle-Konzerns für das Geschäftsjahr 2010 unter Einbeziehung der Buchführung und
des Risikomanagements- und früherkennungssystems geprüft und mit uneingeschränkten
Bestätigungsvermerken versehen. Der Konzernabschluss der Bechtle AG wurde nach IFRS
aufgestellt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass dieser Konzernabschluss die Bedingungen
für eine Befreiung von der Aufstellung eines Abschlusses nach deutschem Recht erfüllt.
Gegenstand der Prüfung waren auch das vom Vorstand einzurichtende Überwachungssystem
zur Risikofrüherkennung sowie das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im
Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass
die installierten Systeme geeignet sind. Die Unterlagen zu den Abschlüssen, der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands sowie
die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig
zugesandt und sowohl im Prüfungsausschuss als auch im Gesamtgremium eingehend behandelt.
An der Bilanzsitzung am 15. März 2011 nahm auch der Abschlussprüfer teil. Der Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer hat ausführlich über sämtliche wesentlichen
Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und sämtliche Fragen des Aufsichtsrats umfassend
beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte vor Durchführung der Abschlussprüfung mit dem
Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate
Governance Kodex vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats über sämtliche
während der Prüfung möglicherweise auftretenden Ausschluss- oder Befangenheitsgründe
unverzüglich zu unterrichten war. Ferner haben wir gemäß Ziffer 7.2.3 des Deutschen
Corporate Governance Kodex den Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer verpflichtet,
über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse
unverzüglich zu berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung möglicherweise
ergeben. Darüber hinaus trafen wir gemeinsam mit dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer
die Vereinbarung, dass er uns informiert beziehungsweise in den Prüfungsberichten
vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen
sollte, die eine Unrichtigkeit der vom Vorstand beziehungsweise Aufsichtsrat gemäß
§ 161 AktG abgegebenen Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Aufsichtsrat hat in eigener Verantwortung die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers
gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex überprüft und eine schriftliche
Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt. Darin wird über sämtliche
beruflichen, geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen
zwischen dem Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer beziehungsweise seinen Organen
und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits
Rechenschaft abgelegt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts
und des Konzernlageberichts hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den
Abschlussprüfer zugestimmt. In der Bilanzsitzung vom 15. März 2011 haben wir den Empfehlungen
des Prüfungsausschusses folgend den Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt
und den Konzernabschluss gebilligt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des
Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an. Wir sind mit
Lagebericht und Konzernlagebericht des Vorstands einverstanden und halten den Gewinnverwendungsvorschlag
für angemessen. Besondere Angaben nach § 171 Abs. 2 Satz 2 AktG, § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB,
die einer Stellungnahme beziehungsweise Erläuterung des Aufsichtsrats bedürfen, sind
im Lagebericht der Bechtle AG sowie im Konzernlagebericht des Bechtle-Konzerns nicht
enthalten. Unsere Überzeugung ist, dass die Bechtle AG gestärkt aus dem konjunkturell schwierigen
Jahr 2009 hervorgegangen ist. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen gezeigt, dass es
in der Lage ist, schnell und flexibel auf sich ändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen
und Marktanforderungen zu reagieren. 2010 wurde mit zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen
der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Fundament für künftiges ertragreiches Wachstum
gelegt. In diesen Maßnahmen spiegelt sich auch die dem Aufsichtsrat besonders wichtige
langfristige Planung und nachhaltige strategische Ausrichtung wider, die auch in der
Vision 2020 ihren Niederschlag findet. Für die erfolgreiche Arbeit und das große Engagement dankt der Aufsichtsrat den Mitgliedern
des Vorstands, den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften, den Bereichsvorständen
sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich und spricht ihnen große Anerkennung
für den sehr guten Geschäftsverlauf 2010 aus. Für den Aufsichtsrat scroll
Neckarsulm, 15. März 2011 KonzernlageberichtUNTERNEHMENKONZERNSTRUKTURDie Organisations- und Managementstruktur der Bechtle AG ist an der langfristigen
Strategie des Unternehmens ausgerichtet. Alle strukturellen Maßnahmen im Berichtsjahr
haben direkt oder indirekt zur Strategieumsetzung beigetragen und dienen vorrangig
einer besseren Marktdurchdringung sowie der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Mit
einer segmentübergreifenden leistungsstarken Logistik, einer zunehmend effizienten
Vernetzung der dezentral geführten Systemhausstandorte sowie der europaweiten Ausrichtung
im E-Commerce hat die Bechtle-Gruppe wesentliche organisatorische Voraussetzungen
für das profitable Wachstum der Zukunft geschaffen. Rechtliche StrukturDie Bechtle AG mit Hauptsitz in Neckarsulm übernimmt als Konzernmutter und Holding
für die Unternehmensgruppe die strategische Unternehmensplanung sowie die zentralen
Aufgaben in den Bereichen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation und
Investor Relations, IT-Rechenzentrum, Personal, Qualitätsmanagement, Recht sowie Compliance.
Eine weitere Konzernfunktion stellt die Bechtle Akademie dar, die für die Aus- und
Weiterbildung der Mitarbeiter sowie für die Personalentwicklung im Konzern zuständig
ist. Der Holding ebenfalls zugeordnet ist die Bechtle Logistik & Service GmbH, in
der vor allem die Funktionen Einkauf, Lager, Produktmanagement und die Katalogproduktion
organisiert sind. HOLDINGSTRUKTUR DER BECHTLE AGscroll
Unterhalb der Bechtle AG hat der Konzern eine weitere Ebene von Holdinggesellschaften
implementiert, in denen die Geschäftsfelder und Marken der beiden Reportingsegmente
IT-Systemhaus & Managed Services sowie IT-E-Commerce gebündelt werden:
Der dargestellten zweiten Holdingebene sind die rechtlich selbstständigen Tochtergesellschaften
zugeordnet. Die deutschen und österreichischen Unternehmen werden überwiegend als
GmbH oder GmbH & Co. KG geführt, die Schweizer Gesellschaften weitgehend in der Rechtsform
einer AG. Die Gesellschaften im sonstigen Ausland sind jeweils in einer der GmbH vergleichbaren
Rechtsform organisiert. An allen Tochtergesellschaften hält die Bechtle AG unmittelbar
oder über Beteiligungsgesellschaften 100 Prozent der Geschäftsanteile. Zweck dieser zweistufigen Holdingstruktur ist es, die dezentral agierenden Tochtergesellschaften
von administrativen und unternehmensübergreifenden Aufgaben weitgehend zu entlasten
sowie eine klare Führungsorganisation abzubilden. Darüber hinaus werden Kompetenzen
und Ressourcen gebündelt, um Synergien zu realisieren und im Einkauf sowie in der
Logistik Skaleneffekte zu erzielen. Im Berichtsjahr hat der Vorstand Veränderungen an der rechtlichen Struktur des Bechtle-Konzerns
vorgenommen. In der Schweiz wurden die Gesellschaften mit Sitz in Bern, Carouge (Genf),
Crissier (Lausanne), Dübendorf (Zürich) und Reinach unter dem Dach der Bechtle Schweiz
AG mit Sitz in Rotkreuz zusammengefasst. Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen,
die Aktivitäten der Schweizer Gesellschaften im Bereich Managed Services zu bündeln
und einen einheitlichen Marktauftritt zu gewährleisten. Darüber hinaus hat die Bechtle AG zur fachlichen und vertriebsseitigen Unterstützung
der Segmente sowie um eine standortübergreifende einheitliche Projektkoordination
im Konzern zu ermöglichen im Geschäftsjahr 2010 einen zentralen Geschäftsbereich Software
gegründet. Mit der dargestellten strategischen Holdingorganisation verfügt die Bechtle AG über
die wesentlichen strukturellen Voraussetzungen, die zukünftige Entwicklung des Unternehmens
erfolgreich zu gestalten. Dennoch deckt sich die rechtliche Struktur des Bechtle-Konzerns
noch nicht vollständig mit der Management- beziehungsweise Führungsstruktur des Unternehmens.
Die Führungsstruktur orientiert sich in erster Linie an den Erfordernissen des operativen
Geschäfts und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Märkte. Auf mittlere Sicht
sollen Rechts- und Managementstruktur allerdings weitgehend aufeinander abgestimmt
sein. ManagementstrukturIm Berichtsjahr wurden die Führungsstrukturen der Bechtle AG durch die Schaffung zusätzlicher
Leitungspositionen und die Ernennung von zusätzlichen Bereichsvorständen weiter der
Unternehmensgröße und den Markterfordernissen angepasst. Dabei waren neben der Stärkung
der Wettbewerbsposition vor dem Hintergrund eines unverändert sehr dynamischen wirtschaftlichen
Umfelds vor allem drei Gründe ausschlaggebend: erstens die Intensivierung der standortübergreifenden
Zusammenarbeit in Verbindung mit einer stärkeren Unterstützung der Systemhäuser durch
die zentralen Geschäftsbereiche, zweitens die Etablierung skalierbarer und modularer
Strukturen, die klar auf die künftigen Wachstumsfelder des Unternehmens ausgerichtet
sind, und drittens die führungsorganisatorische Absicherung des weiteren Wachstums
der Bechtle AG. MANAGEMENTSTRUKTUR DER BECHTLE AG![]() Wichtigstes Merkmal der Managementstruktur ist nach wie vor die hierarchische Trennung
der strategischen Konzernführung durch den Vorstand von der Leitung der operativen
Einheiten. Damit trägt Bechtle den stark gewachsenen Leitungsaufgaben Rechnung und
sichert eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns. Die beiden
Geschäftssegmente IT-Systemhaus & Managed Services und IT-E-Commerce sind nicht nur
von abweichenden internen Strukturen und Marktanforderungen geprägt, sondern haben
auch für ihre Expansion unterschiedliche Entwicklungsstrategien. Bechtle ist im Segment IT-Systemhaus & Managed Services mit über 60 Standorten ausschließlich
in der D-A-CH-Region vertreten. Im Segment IT-E-Commerce hingegen baut der Konzern
seine europaweite Aufstellung konsequent aus und ist Anfang 2011 in insgesamt 13 Ländern
präsent. Die Leitung der operativen Einheiten erfolgt in beiden Geschäftssegmenten durch Bereichsvorstände.
Neben den segmentübergreifenden Geschäftsbereichen verantworten die Bereichsvorstände
im Segment IT-Systemhaus & Managed Services jeweils die Aktivitäten der Bechtle IT-Systemhäuser
in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich sowie Managed Services. Im Segment
IT-E-Commerce werden durch sie die Handelsgeschäfte der Marken ARP sowie Bechtle direct
und das Softwarelizenzgeschäft der Comsoft direct-Gesellschaften gesteuert. Der zentrale Bereich Logistik & Service ist direkt dem Vorstandsvorsitzenden der Bechtle
AG zugeordnet, ebenso die zentralen Funktionen Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation
und Investor Relations, IT-Rechenzentrum, Personal und Personalentwicklung sowie Recht. StandorteDie Konzernzentrale der Bechtle-Gruppe ist in Neckarsulm. Hier haben neben der Bechtle
AG auch die zentralen Einheiten ihren Sitz. Das Finanzwesen hat seinen Sitz in Gaildorf. Im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft des Segments IT-Systemhaus & Managed
Services ist der Vor-Ort-Kontakt zum Kunden von entscheidender Bedeutung. Deshalb
hat Bechtle ein flächendeckendes Netz an IT-Systemhäusern, das sich auf über 60 Standorte
in Deutschland, Österreich und der Schweiz erstreckt. In dieser Struktur agieren die
Geschäftsführer der operativen Tochtergesellschaften als selbstständige Unternehmer
mit hoher Eigenverantwortung in ihrem jeweiligen lokalen Markt. Ein konsequent ergebnisorientiertes
Vergütungssystem unterstützt und fördert dabei das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer. Im Berichtsjahr hat der Konzern im Segment IT-Systemhaus & Managed Services seine
flächendeckende Marktposition in der D-A-CH-Region weiter ausgebaut. Mit der Übernahme
der mit vier Standorten in Norddeutschland vertretenen iits Systemhausgruppe verstärkt
sich Bechtle in Wachstumsbereichen wie dem Infrastruktur- und Lösungsgeschäft. Darüber
hinaus wurden durch die Akquisition der HTH Consulting, St. Pölten die Systemhausaktivitäten
in Österreich erweitert. HTH ist insbesondere auf Systemintegration und Virtualisierung
spezialisiert. Synergien zu Kunden aus entwicklungs- und konstruktionsintensiven Branchen
wie Maschinenbau, Transport und Automotive hebt Bechtle mit der Akquisition der Solidpro
Informationssysteme mit Sitz in Langenau. Durch die Besetzung des CAD-Marktsegments
erweitert die Gruppe vor allem ihr Lösungsportfolio als Komplettanbieter - von der
IT-Infrastruktur bis zur hochspezialisierten CAD-Software. Aufgrund der erreichten breiten Flächendeckung des Bechtle-Konzerns ist jedoch auch
eine fortlaufende Überprüfung der Effizienz und Effektivität der Standortstruktur
erforderlich. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde in diesem Zusammenhang die in
Wien ansässige Madras GmbH auf die Bechtle GmbH, Wien verschmolzen. Darüber hinaus
hat der Konzern die beiden Gesellschaften NBI GmbH, Duisburg und die Bechtle GmbH
& Co. KG, Oberhausen an einen gemeinsamen Sitz in Duisburg zusammengeführt. Die Bechtle-Gruppe
umfasst zum Zeitpunkt der Berichterstattung 48 IT-Systemhäuser sowie mehr als zehn
Vertriebsbüros in 13 Bundesländern Deutschlands. In der Schweiz verfügt die Bechtle
AG über zehn Systemhausstandorte in acht Kantonen und in Österreich über Lokationen
in Wien und St. Pölten sowie weitere Vertriebsstützpunkte in Graz und Innsbruck. SYSTEMHAUSSTANDORTE DER BECHTLE AG![]() Die Bechtle AG unterhält im Segment IT-E-Commerce mit der Marke Bechtle direct Standorte
in 13 europäischen Ländern. Der Konzern hat sich unter anderem aufgrund der Wachstumsaussichten
und der sozioökonomischen Rahmendaten im April 2010 für den Eintritt in den polnischen
Markt entschieden. Mit dem Start einer eigenen Handelsgesellschaft in Tschechien im
April 2011 ist Bechtle im Bereich E-Commerce in zwei osteuropäischen Ländern vertreten. Auch unter der Marke Comsoft erweiterte der Konzern im Berichtsjahr seine Softwareaktivitäten.
Nach dem Markteintritt in Belgien im März 2010 setzte Bechtle mit der Gründung weiterer
Gesellschaften in Italien und Spanien die Internationalisierungsstrategie in dieser
Sparte konsequent fort. Mit Comsoft ist Bechtle in acht und mit der Handelsmarke ARP
in fünf europäischen Ländern präsent. Darüber hinaus betreibt die ARP eine Einkaufsgesellschaft
in Taiwan. E-COMMERCE-STANDORTE DER BECHTLE AG![]() Zur Bechtle AG gehören damit insgesamt etwa 80 operative Unternehmen und Beteiligungen,
die in der Anlage A zum Anhang aufgeführt sind. Der überwiegende Teil der IT-Systemhäuser
sowie Service- und Handelsgesellschaften liegt in Deutschland sowie in der Schweiz.
Der größte der insgesamt fast 70 Standorte in Europa ist zugleich der Sitz der Firmenzentrale
in Neckarsulm mit mehr als 870 Mitarbeitern. GESCHÄFTSTÄTIGKEITDie IT ist mittlerweile zum Produktionsfaktor, oft sogar zum Motor und Herzstück der
Geschäftsprozesse der Unternehmen geworden. Ein enger Kontakt zum Kunden ist für einen
handeltreibenden Dienstleister wie Bechtle daher maßgeblich für den eigenen Erfolg.
zudem wird das Geschäft internationaler und technologisch vielschichtiger. Die Märkte
unterliegen einem stetigen Wandel. Kompetenz in der Breite und Tiefe aller relevanten
Themen sowie Know-how-Transfer und Flexibilität sind ausschlaggebend für eine erfolgreiche
Positionierung im Wettbewerb. Die Bechtle-Gruppe hat ihr Geschäftsmodell und die internen
Prozesse auf diese Komplexität und Dynamik konsequent ausgerichtet. Mit dem Ergebnis,
dass die Leistungsfähigkeit des Bechtle-Konzerns nicht nur mittelständische Unternehmen,
sondern zunehmend auch öffentliche Auftraggeber und international agierende Großkonzerne
überzeugt. GeschäftsfelderDie Bechtle AG gliedert ihre Aktivitäten in die beiden Segmente IT-Systemhaus & Managed
Services sowie IT-E-Commerce. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betreut
Bechtle die Kunden von der IT-Strategieberatung über die Lieferung von Hard- und Software,
Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services sowie Schulungen
bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Das Segment IT-ECommerce umfasst die auf Internet,
Katalog und Telefon gestützten Handelsaktivitäten des Konzerns. Mit den Marken ARP,
Bechtle direct und Comsoft direct verfolgt Bechtle in diesem Segment eine Mehrmarkenstrategie. Leistungsspektrum und ProzesseIT-Systemhaus & Managed Services.Die Bechtle-Gruppe ist ein Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Das Leistungsangebot
von Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst die gesamte Wertschöpfungskette
der IT. Wesentlich für das Dienstleistungsangebot ist, dass Bechtle "alles aus einer
Hand" anbietet. Die angebotenen Lösungen werden unmittelbar an den Bedürfnissen und
Wünschen der Kunden ausgerichtet. Durch die individuelle Zusammenstellung eines Angebots,
bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit Hard- und Software,
ist Bechtle in der Lage, für jeden Kunden eine individuelle Lösung zu erarbeiten.
Das Produktportfolio wird dabei kontinuierlich überprüft und den Markt- und Kundenerfordernissen
angepasst. Im Berichtsjahr hat Bechtle beispielsweise das CAD-Systemhaus Solidpro
akquiriert und ist damit nun in der Lage, auch Kunden aus entwicklungs- und konstruktionsintensiven
Branchen wie Maschinenbau, Transport und Automotive die komplette Bandbreite der IT-Dienstleistungen
anzubieten. BECHTLE IT-LÖSUNGENÜber 1.600 Servicemitarbeiter sowie zertifizierte Spezialisten und Systemingenieure
bieten den Kunden im IT-Lösungsbereich Fachwissen, hohe Detailkompetenz, langjährige
IT-Projekterfahrung und die Fähigkeit, individuelle Anforderungen schnell umsetzen
zu können. In überregional tätigen Competence Centern hat Bechtle Spezialisten-Know-how
zu komplexen Lösungsthemen gebündelt. Mehr als 200 Zertifizierungen aller namhaften
Hersteller garantieren höchste Qualifizierung bei unseren Serviceleistungen. Die Bechtle-IT-Lösungen
bieten ein vollständig integriertes Portfolio zu den folgenden Fokusthemen: Client Management.Das Angebot reicht von der IT-Architekturberatung bis zum Client Lifecycle Management
mit automatisierten Prozessen von der Beschaffung über den Rollout bis zum End-of-Life.
Für die Migration auf Windows 7 hält Bechtle zum Beispiel zertifizierte Spezialisten
und Rollout-Manager vor. Mit Print Solutions verfügt Bechtle über innovative Konzepte
auf Basis von Full-Service- oder Klick-Preis-Modellen. Server & Storage.Diese Leistungen umfassen die herstellerunabhängige Beratung, Projektierung und den
Betrieb virtualisierter Server- und Storage-Systeme durch automatisierte Lösungen.
Durch eine Energieeffizienzberatung und die Auswahl einer geeigneten Infrastrukturlösung
in Bezug auf technologische Leistungsfähigkeit, Stromversorgung und Kühlung, aktives
Energiemanagement, effiziente, skalierbare Server- und Storage-Systeme trägt Bechtle
dazu bei, die Energiekosten seiner Kunden oft deutlich zu senken. Networking Solutions.Skalierbare Lösungen für LAN- und Unified-Communication-Infrastrukturen bilden die
Schwerpunkte im Bereich "Networking Solutions". Zertifizierte Experten von Bechtle
sorgen von der Netzwerkanalyse bis hin zum Netzwerkbetrieb für eine hohe Verfügbarkeit
und Wirtschaftlichkeit der Netzwerkinfrastruktur. Gemeinsam mit führenden Herstellern
vertreibt Bechtle zum Thema "Collaboration" integrierte Konzepte für Konferenzlösungen,
IP-Kommunikation, Messaging, mobile Anwendungen und Telepresence. Virtualisierung.Bechtle bietet von der Beratung bis zum Betrieb Virtualisierungslösungen für Server,
Storage, Clients und Applikationen. Aufbauend auf der klassischen Konsolidierung und
der Optimierung hinsichtlich Verfügbarkeit, Sicherheit und Management ermöglicht Bechtle
seinen Kunden den größtmöglichen Virtualisierungsgrad im Data Center. Themen wie Automatisierung,
Service-Level-Vereinbarungen und Prozessmanagement sowie Self-Services stehen dabei
im Fokus. IT Security.Bechtle verfügt über hochqualifizierte Spezialisten für IT-Sicherheit, die darüber
hinaus hohe Kompetenz beim Design von sicheren LAN-Backbones und Weitverkehrsnetzen
(WAN) haben. Die zertifizierten IT-Sicherheitsexperten planen, implementieren und
betreuen IT-Sicherheitsinfrastrukturen. Darüber hinaus bietet Bechtle Beratung und
Lösungen rund um den betrieblichen Datenschutz und die IT-Sicherheitsstrukturen. Qualifizierte
Datenschutzbeauftragte mit Praxiserfahrung, IT-Sicherheitsbeauftragte und Juristen
übernehmen kompetent und zuverlässig Beratung, Konzeption und Realisierung. Business Applications.Bechtle Business Applications ist mit mehreren Standorten wichtiger Software- und
Beratungspartner für Industriekunden. Business Applications von Bechtle enthalten
Lösungen rund um Microsoft Dynamics, Business Intelligence, Dokumentenmanagement,
Groupware-/Lotus-Notes-/ Domino-Lösungen und CAD. Mit SolidWorks bietet Bechtle eine
breite Palette an Werkzeugen für mechanisches CAD, Konstruktionsprüfung, Produktdatenmanagement,
Konstruktionskommunikation sowie CAD-Produktivität. Mit Managed Services übernimmt Bechtle die Verantwortung für definierte Betriebsaufgaben
rund um die IT der Kunden. Abgestimmte Service-Level-Vereinbarungen stellen dabei
die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur sicher. Mit dem Remote-Betrieb oder der Vor-Ort-Betreuung
von Servern, Clients, Druckern und Netzwerken auf Basis standardisierter Betriebskonzepte
sowie einem ganzheitlichen Benutzerservice für die IT-Infrastruktur der Kunden gewährleistet
Bechtle über den gesamten Lebenszyklus eine optimale Funktionsfähigkeit der IT-Systeme.
Individuelle Finanzierungsmodelle wie Leasing ergänzen dabei die technischen Lösungen. LEISTUNGSANGEBOT MANAGED SERVICESscroll
Bechtle Installationszentrum.Das Installationszentrum bietet alle Möglichkeiten, Kundenanforderungen zeitnah und
kompetent zu erfüllen - von der individuellen Einzelinstallation bis zur Durchführung
landesweiter Rollouts mit einem Durchsatz von bis zu 1.000 Systemen pro Tag. Bechtle Field Services.Im Bereich Field Services bietet Bechtle eine große Zahl von Garantie- und Serviceleistungen
an, die über die gesetzlich geforderte Gewährleistungspflicht hinausgehen. Um im Rahmen
dieser Dienstleistung eine optimale Einsatzsteuerung zu gewährleisten, werden alle
Meldungen zentral an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr aufgenommen und an die
rund 300 Techniker weitergeleitet. Dadurch ist ein Service mit bis zu maximal zwei
Stunden Reaktionszeit vor Ort realisierbar. Bechtle Remote Services.Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens muss reibungslos funktionieren. Bechtle bietet
hierfür modulare Lösungen an, die sich optimal mit den notwendigen Vor-Ort-Leistungen
bei den Kunden kombinieren lassen. Bechtle versteht sich im Service Desk als zentrale
Anlaufstelle und kümmert sich um Störungsmeldungen und Serviceanfragen. Im Remote
Management überwacht und betreibt Bechtle IT-Infrastruktursysteme im Bereich Server
und Storage, LAN/WAN, Firewall und Security. Hier finden lückenlose Überwachung, Dokumentation
und Problemlösung statt mit dem Ziel, eine höchstmögliche Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur
sicherzustellen. Die modularen Lösungspakete bieten mehrstufige Service-Level-Vereinbarungen,
die auf die Belange der Kunden optimal zugeschnitten sind. Bechtle Onsite Services.Die Bechtle Onsite Services unterstützen die Serviceteams beim Kunden vor Ort dauerhaft
im Rahmen von Outtasking- und Outsourcing-Verträgen. Die Onsite Services werden durch
lokale Dienstleisterteams erbracht, die sich auf die Anforderungen der jeweiligen
Kunden spezialisiert haben. Zudem ist es möglich, dass der Kunde seine IT vollständig
auslagert und die Erbringung der IT-Prozesse Bechtle überlässt. Bechtle Mittelstands-Konzept.Besonders für die Anforderungen des lokalen Mittelstands hat Bechtle das Bechtle Mittelstands-Konzept
(BMK) entwickelt. Mit der Abhängigkeit von der IT steigt bei Ausfällen das Risiko
hoher finanzieller Schäden für die Unternehmen. Kleine und mittlere Firmen haben oft
nicht die Ressourcen, um die notwendige Breite an unterschiedlichen IT-Spezialgebieten
vorzuhalten. Zugleich steigen die rechtlichen Anforderungen bei zunehmender Komplexität
der IT-Systeme. Das BMK greift diese Anforderungen auf. Bechtle übernimmt mit diesem
Angebot die komplette IT-Verantwortung für Unternehmen mit bis zu 200 PC-Arbeitsplätzen
zu einem fixen monatlichen Preis. Die Kunden erhalten bei kalkulierbaren Kosten die
neueste Technologie und die Gewähr für einen professionellen, ausfallsicheren IT-Betrieb. Competence Center und Schulungszentren.Ein wichtiges Standbein im Leistungsspektrum von Bechtle sind die sogenannten Competence
Center. Bestimmte Schwerpunktdienstleistungen werden vom Markt stärker nachgefragt.
Um den Kunden für diese Services immer das aktuell nötige Expertenwissen zur Verfügung
stellen zu können, bündelt die Bechtle-Gruppe dieses Know-how in 13 Competence Centern.
Die Competence Center stehen grundsätzlich allen Standorten im Rahmen der Leistungserbringung
als interne Serviceeinheiten zur Verfügung. Das maßgeschneiderte Seminarkonzept der 19 bundesweiten Bechtle-Schulungszentren folgt
konsequent den Anforderungen des Markts. Bei mehr als 10.000 Seminarterminen zu 400
aktuellen Themen rund um die IT ist das Angebot breit gefächert. Für Kunden mit mehreren
Niederlassungen ermöglicht diese Präsenz firmeneinheitliche Schulungen jeweils direkt
vor Ort. Standortübergreifender Know-how-Transfer.Bei der zunehmenden Komplexität und Vielfalt in der IT ist es für ein einzelnes Systemhaus
schwierig, alle Themen in der nötigen Tiefe zu beherrschen. Um dennoch im regionalen
Wettbewerb zu bestehen, hat Bechtle im Geschäftsjahr 2010 weiter an der Fokussierung
der IT-Leitthemen sowie an dem Konzept zum standortübergreifenden Know-how-Transfer
gearbeitet. Ziel ist es, die Bereitstellung von Expertenwissen in allen Projekten
und Kundensituationen gleichermaßen zu gewährleisten, unabhängig vom Sitz des jeweiligen
Systemhauses. Ausgehend von den Competence Centern im Segment IT-Systemhaus & Managed
Services wird daher die künftige Zusammenarbeit mit den Standorten der regionalen
Cluster neu organisiert. Hier hat der Konzern im Bereich Networking Solutions und
Virtualisierung mit zwei von insgesamt sechs Fokusthemen im Berichtsjahr den Anfang
gemacht. Die projektverantwortlichen Systemhäuser investieren in die Vertriebs- und
Beratungsqualität der jeweiligen Schwerpunktthemen durch eine verstärkte Ausbildung
der Mitarbeiter, unterstützen andere Systemhäuser bei Kundenprojekten und organisieren
den erfolgreichen Wissenstransfer innerhalb eines Clusters. STANDORTÜBERGREIFENDER KNOW-HOW-TRANSFER![]() IT-E-Commerce.Im Segment IT-E-Commerce deckt Bechtle als Fachhändler mit über 44.000 Artikeln -von
der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln - alle gängigen Bereiche
der IT ab. Während der Fokus bei Bechtle direct eher auf die klassische Hardware der
marktführenden Hersteller gerichtet ist, findet der Kunde im Sortiment von ARP auch
innovative Nischenprodukte. Darüber hinaus vertreibt der Konzern mit ARP® und Claxan® Produkte unter eigenem Label und bietet den Kunden damit eine kostengünstige Alternative
zu anderen bekannten Marken bei gleichem Qualitätsstandard. Eine Besonderheit von Bechtle direct sind die sogenannten bios®-Shops. Hierbei handelt es sich um ein für die Bedürfnisse der Kunden maßgeschneidertes
Online-Beschaffungssystem, dessen Ziel es ist, Bestell- und Durchlaufzeiten zu verkürzen,
Rahmenverträge unternehmensweit optimal auszunutzen, IT-Bestände automatisiert zu
verwalten und dadurch Zeit und Kosten zu sparen. Über 21.000 Bechtle-Kunden haben
europaweit mit bios® bereits ihre Prozesskosten bei der Beschaffung und Verwaltung von IT-Produkten spürbar
reduziert. Bereits heute werden mehr als 40 Prozent aller Handelsaufträge der Bechtle-Gruppe
über bios®-Plattformen abgewickelt. Die angebotenen Leistungen beschränken sich dabei aber nicht
nur auf die Lieferung von Hard- und Software, sondern beginnen schon bei der umfassenden
Beratung zu Produkten und Lösungen sowie der Erstellung von individuell zugeschnittenen
Beschaffungskonzepten in Form von definierten Warenkörben und Rahmenverträgen. Die bios®-Kunden profitieren von der hohen Flexibilität in der Produktauswahl bei gleichzeitiger
Standardisierung und können so gleichzeitig bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit
der eigenen IT-Infrastruktur sicherstellen. Im Geschäftsjahr 2010 schloss der Konzern die Neugestaltung der bios®-Shops für Öffentliche Auftraggeber ab. Auch die neue Generation dieser Beschaffungsplattform
verfolgt das Prinzip der kundenspezifischen Ansprache konsequent weiter. Mit der Unterteilung
in die Themenbereiche Verwaltung, Gesundheitswesen, Forschung & Lehre sowie Kirche
& Wohlfahrt trägt der Konzern der heterogenen Branchenausprägung der öffentlichen
Hand stärker Rechnung. Die jeweiligen Bundes- und Landesbehörden, Kommunen, Kammern,
Verbände sowie Bildungseinrichtungen können so auch ohne Ausschreibungen und weitere
Verhandlungen auf die Sonderkonditionen der Hersteller zugreifen. Im stark prozessgesteuerten IT-E-Commerce hat Bechtle schlanke Abläufe etabliert,
die für den Erfolg dieses Segments von großer Bedeutung sind. In gewisser Hinsicht
sind die unterlegten Prozesse sogar Teil der eigentlichen Leistung. Beispielsweise
wird ein großer Teil der Bestellungen im IT-E-Commerce nach dem sogenannten Fulfilment-Prinzip
abgewickelt: Bechtle leitet eingehende Bestellungen direkt an Hersteller oder Distributoren
weiter. Diese übernehmen den Versand der Ware an den Kunden im Namen und auf Rechnung
von Bechtle. Die Qualität des Versands - sie wird vor allem durch die Geschwindigkeit
bestimmt - stellt Bechtle über Vereinbarungen mit den Partnern und über tägliche Audits
sicher. Bechtle hält mithilfe des Fulfilment-Prinzips den Lagerbestand niedrig und
reduziert das Risiko von Abwertungen der von sehr kurzen Innovationszyklen geprägten
IT-Produkte. Der Kunde profitiert dabei von einer kurzen Lieferzeit: Bestellungen,
die bis 16.30 Uhr eingehen, werden noch am selben Tag versendet und in der Regel am
nächsten Tag zugestellt. Schlanke Prozesse und eine leistungsstarke Logistik sichern dem Unternehmen im Handelsgeschäft
einen Wettbewerbsvorsprung. Denn die Zentralisierung von Produktmanagement, Einkauf
und Lager garantiert wettbewerbsfähige Preise und sofortige Verfügbarkeit. Daher sind
bei Bechtle diese Teilbereiche für alle EU-Länder im Bereich Logistik & Service in
Neckarsulm angesiedelt. Die Aktivitäten der Schweizer Systemhäuser sowie der ARP-
und Comsoft-Gesellschaften werden vom Logistikzentrum in Rotkreuz gesteuert. Ein weiterer wichtiger Geschäftsprozess betrifft das Waren- und Preissystem sowie
die einheitliche Artikeldatenbank, auf die europaweit alle Tochtergesellschaften zugreifen.
Das von Bechtle entwickelte Europäische Preissystem (EPS) liest jede Nacht mehr als
4,7 Millionen Preis- und Verfügbarkeitsinformationen von IT-Herstellern und Distributoren
ein und kalkuliert in den jeweiligen nationalen Preisen. Über die primären Kriterien
einer sofortigen europaweiten Lieferfähigkeit und des günstigsten Preises werden die
Lieferanten ausgewählt. Tages- und marktaktuelle Produktinformationen stehen vollautomatisiert
online für die landesspezifischen Webshops bereit. Neben den Onlineshops gelten die Produktkataloge als zweite wichtige Vertriebsschiene
im Handelsgeschäft von Bechtle. Der Hauptkatalog von Bechtle direct erscheint zweimal
im Jahr in acht Sprachen mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren. Der ARP-Katalog
erscheint in zwei Sprachen dreimal jährlich mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren.
Die Kataloge mit detaillierten technischen Daten, Produktabbildungen und direkten
Verweisen auf passendes Zubehör sind somit die optimale Ergänzung zur zentralen Onlineproduktdatenbank.
Sie haben sich seit der ersten Ausgabe 1988 zum anerkannten Standardnachschlagewerk
der Branche entwickelt. Softwarelizenzierung.Darüber hinaus intensivierte die Bechtle AG im Jahresverlauf die Aktivitäten im Bereich
Softwarelizenzierung und -management. Die in diesem Geschäftsfeld in sieben Ländern
tätigen Comsoft direct-Gesellschaften bieten den Kunden herstellerübergreifend ein
Full-Service-Lösungsportfolio für Softwarelizenzen an. Unternehmen ab einer Größe
von mindestens 250 PC-Arbeitsplätzen erhalten bei Comsoft direct individuell zugeschnittene
Softwareprodukte, Lösungen und Dienstleistungen. Das Angebot deckt dabei den gesamten
Softwarelifecycle ab: von der Beratung über den Verkauf und die Beschaffung bis zur
Wartung und zum entsprechenden Projektmanagement. Dieses Know-how wird immer wichtiger,
denn die Lizenz- und Preismodelle der Hersteller werden zusehends komplexer. Gerade
im Hinblick auf serviceorientierte Architekturen, in denen unterschiedliche Softwaremodule
mit unzähligen Lizenzmodellen zum Einsatz kommen, wird diese Fachkompetenz kundenseitig
zunehmend gefordert. Comsoft direct wählt aus seinem umfassenden Portfolio die optimalen
Lizenzierungsmodelle aus und gewährleistet, dass die Kunden ihre Softwareapplikationen
bestmöglich und kostenoptimiert einsetzen können. Teil des Angebots in diesem Geschäftsfeld
ist dabei auch die Analyse der Lizenzierungssituation bei den Kunden, um das Optimum
zwischen gesetzeswidriger Unterlizenzierung und unnötiger, kostenintensiver Überlizenzierung
schnell zu erreichen. Eine professionelle Bestandsverwaltung der beim Kunden eingesetzten Hardware und Softwarelizenzen
erreicht der Konzern mit bios® Asset. Dabei handelt es sich um eine modulare, kostengünstige IT-Assetmanagement-Lösung.
Das Programm kann auf die vorhandenen IT-Bestandsinformationen zurückgreifen und gibt
so umfangreich Auskunft über die gesamte Hardware- und Softwaretechnologie, die im
Unternehmen eingesetzt wird. Komplexe Abläufe wie der Lebenszyklus der Hardware -
Einkaufsplanung, Finanzierung, Beschaffung, Verteilung, Bereitstellung, Instandhaltung
bis hin zur Entsorgung - können so jederzeit abgebildet und kontinuierlich optimiert
werden. Forschung und EntwicklungAls reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschungsaktivitäten.
Auch Entwicklungsleistungen finden nur in sehr eingeschränktem Umfang statt und erfolgen
vornehmlich für eigene Zwecke. Kennzahlen zu F & E weist Bechtle aufgrund des geringen
Umfangs und der zu vernachlässigenden wirtschaftlichen Bedeutung der Entwicklungsleistungen
nicht aus. Entwicklungsarbeiten im Berichtsjahr betrafen die Pflege und Aktualisierung der Webseiten.
Zudem entfiel Programmieraufwand auf die beiden selbst erstellten Softwarelösungen
BELOS und structura dynamic. BELOS ist eine Ressourcenmanagementsoftware zur Planung
und Durchführung von Veranstaltungen, Schulungen und Meetings. Die für den eigenen
Bedarf entwickelte Software wird in geringem Umfang vermarktet. Mit structura dynamic
bietet Bechtle auf Basis der Unternehmenssoftware Microsoft Dynamics ein umfassendes
Gesamtpaket speziell für mittelständische Hersteller. Das Tool zeichnet sich unter
anderem durch eine hohe Funktionalität und Transparenz bei Projektmanagement, Ressourcen-
und Absatzplanung, Produktionssteuerung, Service- und Reklamationsabwicklung sowie
Benachrichtigungs- und Genehmigungsverfahren aus. Die Softwarelösungen werden regelmäßig
gepflegt und weiterentwickelt. Die Onlinelösungen der bestehenden Webshops von Bechtle direct und ARP wurden 1995
intern bei Bechtle entwickelt. Seitdem übernimmt ein Team von Programmierern die kontinuierliche
Pflege, die Weiterentwicklung der E-Commerce-Plattformen und die Implementierung neuer
Länderseiten wie beispielsweise im Rahmen der Markteinführungen in Polen sowie aktuell
in Tschechien. Auch auf die Unternehmensseite www.bechtle.com beziehungsweise auf
die Webshoplösungen, erreichbar unter den jeweiligen Landesdomains von Bechtle, entfielen
im Berichtsjahr weitere Entwicklungsleistungen. Darüber hinaus gab es im Berichtsjahr keine nennenswerten Entwicklungsleistungen. AbsatzmärkteDie Kernzielgruppe von Bechtle sind mittelständische Unternehmen. Dabei definiert
Bechtle den Mittelstand über die Anzahl der PC-Arbeitsplätze. Zum lokalen Mittelstand
zählen Kunden mit 20 bis 50 PC-Arbeitsplätzen, der regionale Mittelstand umfasst Unternehmen
mit 50 bis 250 PC-Arbeitsplätzen und im gehobenen Mittelstand sind Unternehmen mit
250 bis 2.000 PC-Arbeitsplätzen zusammengefasst. Neben dem klassischen Mittelstand
spricht Bechtle auch größere Unternehmen und Konzerne sowie öffentliche Auftraggeber
mit mehr als 2.000 PC-Arbeitsplätzen an. BRANCHENSEGMENTIERUNG DER BECHTLE AG NACH UMSATZ in %![]() Bechtle bearbeitet den IT-Markt grundsätzlich branchenunabhängig. Lediglich die Besonderheiten
der Ausschreibungsverfahren im Bereich der öffentlichen Auftraggeber haben dazu geführt,
in dieser Kundengruppe eine stärker fokussierte und damit spezialisierte Marktbearbeitung
umzusetzen. Ein zentraler Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber unterstützt in
dieser Funktion als interne Serviceeinheit die dezentralen Systemhäuser sowie die
Bechtle direct-Gesellschaften bei der Bearbeitung öffentlicher Ausschreibungen. Geografisch ist Bechtle im Segment IT-Systemhaus & Managed Services ausschließlich
in der D-A-CH-Region tätig. Im Segment IT-E-Commerce ist der Bechtle-Konzern derzeit
europaweit aufgestellt. WettbewerbspositionLaut den Angaben des Statistischen Bundesamtes boten im Berichtsjahr 2010 über 70.000
IT-Unternehmen in Deutschland ihre Produkte und Dienstleistungen an, wobei die Größe,
das Leistungsspektrum und die Spezialisierung der IT-Unternehmen stark differieren.
Die meisten sind rein lokal tätige Unternehmen, deren Jahresumsatz selten 5 Mio. €
übersteigt. Die Gruppe der mittelgroßen IT-Unternehmen mit einem Jahresumsatz von
circa 50 Mio. € bis 250 Mio. € besteht nach Angaben des Statistischen Bundesamtes
aus circa 100 Unternehmen. Zu den größeren in Deutschland aktiven Systemhäusern zählen
nur etwa 20 Unternehmen, darunter Bechtle. Bechtle hat in Deutschland eine hervorragende Marktposition. Laut dem Fachmedium ChannelPartner
belegte Bechtle 2010 im deutschen Systemhausgeschäft gemessen am inländischen Umsatz
den zweiten Platz unter den herstellerunabhängigen Systemhäusern, mit deutlichem Abstand
auf die folgenden Plätze. Wichtiger noch als die Höhe des Umsatzes ist die Wettbewerbsstärke.
Gemäß einer ebenfalls von ChannelPartner unter deutschen Systemhäusern durchgeführten
Umfrage zu den wichtigsten Wettbewerbern ist Bechtle das am häufigsten genannte Unternehmen. In der jährlichen Umfrage der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche unter
Anwenderunternehmen zur Kundenfreundlichkeit belegte die Bechtle AG 2010 in der Klasse
über 250 Mio. € Jahresumsatz einen führenden Platz unter den deutschen Systemhäusern.
Über 2.000 Projekte wurden in der dreiwöchigen Onlinebefragung beurteilt, davon über
900 von Bechtle. Die Fragen betrafen unter anderem die Qualität des Angebots des ausgewählten
Systemhauses. Anhand der Aussagen zum Projektmanagement, zur Kommunikation, zu Reaktionszeiten
und Kompetenz wurde die Güte des Projektverlaufs ermittelt. Eingehaltene Termine,
ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und die Betreuung nach Projektende (Wartung,
Schulung, etc.) waren ebenfalls Grundlage der Bewertung. In der Schweiz zählt Bechtle nach eigener Einschätzung im Systemhausgeschäft zu den
Marktführern. In Österreich ist die Bechtle AG mit zwei Systemhausstandorten in Wien
und St. Pölten sowie weiteren Vertriebsniederlassungen in Graz und Innsbruck vertreten. Unverändert verbuchen die kleineren und mittleren Unternehmen zusammen den weitaus
größten Marktanteil in der D-A-CH-Region. Darüber hinaus war im Berichtsjahr zu beobachten,
dass es weiterhin zu einer stärkeren Konsolidierung durch Fusionen und Übernahmen
kam und vor allem große Unternehmen ihre Marktposition ausbauten. Im Bereich IT-E-Commerce sieht sich der Konzern in Deutschland und der Schweiz in
der Spitzengruppe. In den übrigen europäischen Ländern ist Bechtle in einer gefestigten
Marktposition, wobei in Ländern mit erst kürzlich erfolgtem Markteintritt diese Position
noch untermauert werden muss. UmweltschutzDie Bechtle AG ist als Handels- und Dienstleistungsunternehmen von Anforderungen des
Umweltschutzes weniger betroffen als produzierende Unternehmen. Dennoch fühlt sich
Bechtle dem Umweltschutz verpflichtet. So unterstützt der Konzern im Rahmen seiner
Möglichkeiten einen verantwortungsvollen Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um
dieses Engagement zu unterstreichen und vor allem auch innerhalb des Unternehmens
zu verankern, plant die Bechtle AG im laufenden Geschäftsjahr, ein Umweltmanagementsystem
nach ISO 14001 zu etablieren. Damit wird es dem Unternehmen möglich sein, Umwelteinflüsse
systematisch zu erfassen und die Umweltsituation laufend verbessern zu können. Derzeit
erarbeitet Bechtle die entsprechende Qualitätspolitik, das Qualitätsprogramm und die
-ziele. Im Sommer 2011 will das Unternehmen dann die Zertifizierung durchführen. Die Gesellschaft bietet keine Produkte an, die Schadstoffe oder potenziell schädigende
Stoffe enthalten und damit ein Risiko für Endanwender und Umwelt darstellen. Bechtle
verpflichtet seine Lieferanten dazu, die Bestimmungen der EU-Richtlinie 2002/95/EG
zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten
(RoHS) vom März 2003 zu beachten. Neben der Vereinbarung werden regelmäßig alle eingekauften
Komponenten geprüft, um sicherzustellen, dass diese keine gefährlichen Stoffe enthalten.
Bechtle sorgt für eine umweltschonende Entsorgung der Produkte am Ende ihres Lebenszyklus
und kommt damit auch seinen Verpflichtungen im Rahmen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes
nach. Das Unternehmen ist bereits seit 2005 im Elektro-Altgeräte-Register erfasst. Ein wichtiges Thema für Bechtle ist die sogenannte Green IT. Unternehmen, die heute
noch nicht ausreichend für das Thema Green IT sensibilisiert sind, müssen in Zukunft
mit steigenden Energiekosten, höheren Abgaben und nicht zuletzt auch mit negativer
Presse rechnen. Eine professionelle Auseinandersetzung mit Green IT bietet dagegen
die Chance, sich der sozialen Verantwortung zu stellen und das Thema Umweltschutz
nicht nur als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, sondern gleichermaßen von niedrigeren
Betriebskosten zu profitieren. Viele Unternehmen entscheiden sich heutzutage nicht
mehr nur für den besten Angebotspreis, sondern betrachten die Kosten für den gesamten
Lifecycle, was auch die permanent steigenden Energiekosten berücksichtigt. Ein anderer
wichtiger Faktor ist der Mitarbeiter. Die Schulung der Mitarbeiter ergänzt die Zielsetzung,
auch am Arbeitsplatz eine Sensibilisierung für die IT und die damit verbundenen laufenden
Energiekosten nachhaltig zu gewährleisten. Das Unternehmen sieht sich als strategischer
Partner für Green IT. Neben der hohen Servicequalität und der Hochverfügbarkeit der
Systeme gehört die flexible Unterstützung der Geschäftsprozesse der Kunden zu den
Aufgaben von Bechtle. Der Konzern reagiert auf den gestiegenen Bedarf nach verbrauchsärmeren IT-Produkten
sowie energieeffizienten Konzepten auch mit einem erweiterten Dienstleistungs- und
Produktangebot an umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren IT-Umgebungen. Bechtle
deckt von der Beratung über die Beschaffung bis zur Umsetzung sämtliche Stufen der
wirtschaftlichen und ökologischen Optimierung von IT-Infrastrukturen ab. So werden
Rechenzentren im Hinblick auf ihren Energieverbrauch und mögliche Einsparpotenziale
analysiert. Einsparungen können beispielsweise durch Servervirtualisierung und -konsolidierung
erzielt werden. Darüber hinaus finden sich im aktuellen Produktangebot von Bechtle
zahlreiche energiesparende Hard- und Softwareprodukte. UNTERNEHMENSSTEUERUNGStrategie und Unternehmensorganisation der Bechtle-Gruppe orientieren sich an der
Vision 2020. Dabei ist dieses ambitionierte Zukunftsbild weit mehr als eine Hochrechnung
der Gegenwart. Der Konzern wird auf dem Weg zur Realisierung seiner Ziele sowohl durch
den organischen Zugewinn von Marktanteilen als auch durch weitere Akquisitionen wachsen.
Neben Themen wie der Erschließung neuer Geschäftsfelder und einer zukunftsgerichteten
Personalpolitik bestimmt auch die regelmäßige Verbesserung der Steuerungssysteme die
nachhaltig erfolgreiche Entwicklung von Bechtle. Insbesondere die im Berichtsjahr
weiterentwickelten Controllinginstrumente unterstützen eine fortlaufende Überprüfung
der Strategie in Bezug auf das Erreichen der langfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele. Ziele und StrategieDer Vorstand der Bechtle AG hat sich mit der Vision 2020 sehr ambitionierte Wachstumsziele
gesetzt. Danach strebt der Konzern bis 2020 einen Gesamtumsatz von 5 Mrd. € bei einer
Vorsteuermarge von 5 Prozent sowie eine Verdopplung der Beschäftigten auf 10.000 Mitarbeiter
an. Diese Zielstellung setzt ein durchschnittliches Wachstum der Erlöse von jährlich
10 bis 15 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Profitabilität voraus. Mit kompetenter Beratung, neuen Technologien, hochwertigen Dienstleistungen und einem
bedarfsorientierten Hardwareinfrastruktur- sowie Softwareangebot als Teil einer Lösung
für den Kunden möchte Bechtle auch künftig organisch wachsen. Dazu baut das Unternehmen
sein Portfolio konsequent aus: zum Teil aus eigener Kraft, zum Teil in enger Abstimmung
mit wichtigen Herstellern. Darüber hinaus soll das Wachstum auch weiterhin durch attraktive Akquisitionen oder
gezielte Neugründungen unterstützt werden. Bei den Akquisitionen stehen kleinere bis
mittelgroße Unternehmen im Fokus, die regional, kunden- und/oder leistungsbezogen
die Marktposition der Bechtle-Gruppe stärken. Zielsetzungen sind daher die Ergänzung
der IT-spezifischen Kompetenzen, die intensive Bearbeitung strategisch bedeutsamer
regionaler Märkte sowie Kundengruppen und damit die Gewinnung von Marktanteilen. Der
Konzern hat im Segment IT-Systemhaus & Managed Services das Ziel, bis 2020 flächendeckend
in der gesamten D-A-CH-Region vertreten zu sein und sich zum führenden IT-Partner
der Industrie sowie der öffentlichen Auftraggeber zu entwickeln. Im Segment IT-E-Commerce verfolgt Bechtle auf Basis einer Mehrmarkenstrategie eine
konsequente Internationalisierung. Das Unternehmen ist bereits heute in insgesamt
13 Ländern Europas vertreten. Der Konzern wird seine Präsenz weiter ausbauen und bis
2020 in Europa eine führende Position im E-Commerce einnehmen. Wesentlicher Bestandteil
der Strategie ist es, das Wachstum im Handel mit Hard- und Software auch jenseits
der europäischen Grenzen fortzusetzen. Die Personalentwicklung ist vor dem Hintergrund des absehbaren Fach- und Führungskräftemangels
in der gesamten IT-Branche ein kritischer Erfolgsfaktor bei der Umsetzung der Strategie
und dem Verfolgen der langfristigen Wachstumsziele. Der Anspruch ist, durch entsprechend
qualifiziertes Personal innovative, lösungsorientierte und effiziente Konzepte für
die Kunden-IT bereitzustellen und sich auf diesem Weg in einem sich stark verändernden
Umfeld wettbewerbsfähig zu positionieren. UNTERNEHMENSFÜHRUNG DER BECHTLE AG![]() Die in der Firmenphilosophie verankerten Grundwerte der Bechtle AG sind zentraler
Bestandteil der Unternehmenskultur. Diese Werte untermauern in Verbindung mit den
internen Führungsgrundsätzen und dem Verhaltenskodex die langfristigen strategischen
Zielsetzungen. Dabei geben diese formulierten Inhalte allen Mitarbeitern eine Anleitung
zur Zielerreichung an die Hand und bieten Orientierung im Managementprozess hinsichtlich
einer effizienten und nachhaltigen Unternehmensführung und -steuerung. Systeme und InstrumenteDer Vorstand der Bechtle AG zeichnet für die Gesamtplanung und die Realisierung der
langfristigen Konzernziele verantwortlich. Oberstes Ziel der Unternehmensentwicklung
ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch profitables Wachstum. Die zur Steuerung der operativen Einheiten dienende Kurz- und Mittelfristplanung sowie
die daraus resultierenden Maßnahmen leiten sich aus der langfristigen Unternehmensplanung
ab. Sie orientieren sich aber auch an der Entwicklung des Wettbewerbs- und Marktumfelds.
Oberste Maxime für die Mitarbeiter der Bechtle AG sind Wachstum und Renditeoptimierung
durch zufriedene Kunden sowie das Erreichen der Marktführerschaft am eigenen Standort. Als relevante Steuerungsgrößen für die wirtschaftlichen Ziele gelten Umsatz, Umsatzwachstum,
Vorsteuerergebnis sowie das Vorsteuerergebnis bezogen auf den Umsatz (EBT-Marge).
Über eine individuelle Erfolgsbeteiligung werden die Mitarbeiter motiviert, die vereinbarten
Ziele engagiert zu verfolgen. Auf jährlich stattfindenden Strategietagungen stellt der Vorstand Maßnahmen und messbare
Zwischenschritte vor, über die Bechtle das Erreichen seiner langfristigen Ziele anstrebt.
Die kurzfristige Steuerung erfolgt durch die jährliche Fokusplanung, ein Strategiepapier
der jeweiligen Gesellschaften sowie individuelle Planungsgespräche mit den Geschäftsführern.
Im Rahmen der Fokusplanung treffen die Verantwortlichen eine erste grobe Einschätzung
zur Entwicklung wesentlicher GuV-Posten wie Umsatz, Deckungsbeitrag, Personalkosten,
EBT und Firmenwertabschreibungen sowie Mitarbeiterstand. Die Fokusplanung wird im
neuen Planungs- und Reportingsystem "DeltaMaster" gepflegt und gibt für das bevorstehende
Geschäftsjahr den Benchmark für die Detailplanung vor. Plausibilisiert und untermauert
werden diese Inhalte durch die zwischen dem Konzerncontrolling und der Geschäftsführung
abgestimmten Personal-, Dienstleistungs- und Vertriebsplanungen. Die Daten hierfür
werden automatisch vom Warenwirtschaftssystem bereitgestellt. Das Ergebnis der jeweiligen
Prozessschritte fließt als operative Gesamtplanung in das eigens hierfür entwickelte
EDV-System "Planos" ein. Aus Gründen der Datensicherheit werden die Anwendungen "DeltaMaster"
und "Planos" systemseitig voneinander getrennt betrieben. Alle Einzelplanungen bilden
aggregiert die Basis für die Jahresplanung der Bechtle-Gruppe. Die aus den Einzelgesprächen abgeleiteten operativen Ziele und Aufgaben werden durch
die Geschäftsführer und Bereichsvorstände in die jeweiligen Einzelgesellschaften sowie
Unternehmensbereiche beider Segmente kommuniziert und den individuellen Leistungszielen
der Mitarbeiter zugrunde gelegt. Die unterjährige Entwicklung wird hierbei kontinuierlich
durch datenbankgestützte Führungsinstrumente analysiert, die im Berichtsjahr weiter
ausgebaut und optimiert wurden. Bei Planabweichungen kann das Management so umgehend
geeignete Maßnahmen einleiten. Die Auswertung findet - in Form eines Benchmarks -
mithilfe der sogenannten Bechtle-Scorecard statt, die unterschiedliche Performancekriterien
in ein für alle Gesellschaften und Bereiche transparentes Leistungsranking überführt.
Die operative Entwicklung aller IT-E-Commerce-Gesellschaften wird zusätzlich durch
ein individuelles Softwaretool, das European Sales Cockpit ("ESC"), erfasst und analysiert. Zur regelmäßigen Bewertung des Geschäftsverlaufs - auch im Vergleich zu anderen Lokationen
- stellt der Konzern den operativen Einheiten darüber hinaus mit dem Planungs- und
Reportingsystem "DeltaMaster" detaillierte Wochen- und Monatsberichte mit einheitlich
definierten Rentabilitätskennzahlen hinsichtlich Auftragseingang, Umsatz und Deckungsbeitrag
zur Verfügung. Die jeweiligen Informationen werden automatisiert von einem SQL-basierten
Datawarehouse bereitgestellt, das sich direkt aus dem SAP-Finanzbuchhaltungsmodul
speist. Ferner unterhalten einige Tochtergesellschaften ein eigenes Managementsystem
zur operativen Steuerung ihrer Vertriebsaktivitäten. Darin integriert sind Effektivitätskennzahlen
sowie auftrags- und kundenbezogene Größen, die eine unmittelbare Bewertung des Geschäftsverlaufs
ermöglichen. Neben den Erfahrungen der Vertriebsmitarbeiter hinsichtlich Nachfrageverhalten
und Investitionsneigung der Kunden wird zur zeitnahen Bewertung des Geschäftsverlaufs
die Entwicklung der Einkaufspreise sowie der Auftragseingänge als unternehmensspezifischer
Frühindikator gesehen. Die unmittelbar geschäftsbezogenen Kennzahlen werden im Rahmen der Steuerung der Gesellschaften
durch cashflowbasierte Kennzahlen wie Working Capital, Kapitalbindungsdauer, DSO und
DPO ergänzt. So wird beispielsweise die Entwicklung der wesentlichen Einflussfaktoren
des Cashflows jedem operativ verantwortlichen Geschäftsführer in Form eines sogenannten
Cashflow-Cockpits mit den entsprechenden internen Benchmarks monatlich zur Verfügung
gestellt, um frühzeitig auf mögliche Fehlentwicklungen einzuwirken. Neben den zentralen Managementinformationssystemen wie "DeltaMaster", "Planos" und
"ESC" setzt die Bechtle AG im Rahmen der ressourcenorientierten Steuerung der Geschäftsprozesse
die beiden ERP-(Enterprise Resource Planning-)Systeme Navision Financials und SAP
ein. Finanzbuchhaltung, Controlling wie auch die Steuerung der zentralen Logistik
erfolgen komplett über SAP. Die optimale Abbildung der Geschäftsprozesse und die Standardisierung
der angewandten Steuerungsinstrumente sind dabei wesentliche Kriterien für das Design
der implementierten IT. Damit ist sichergestellt, dass sowohl die Führungsstruktur
wie auch die eingesetzten Systeme problemlos, abhängig vom weiteren Unternehmenswachstum,
skalierbar bleiben. Im Rahmen von Monats- und Quartalsabschlüssen, die den Führungskräften für ihren jeweiligen
Verantwortungsbereich zur Verfügung gestellt werden, findet nicht nur ein Vergleich
der wirtschaftlichen Lage mit der Vergangenheit, sondern auch mit den Planwerten statt,
um frühzeitig Fehlentwicklungen zu erkennen. Das ERP-System Financials dient an allen
Standorten als zentrales Warenwirtschafts- und Vertriebsinformationssystem. Die beiden
miteinander verzahnten Systeme fassen die für den Vertriebserfolg wesentlichen Informationen,
wie etwa den Status der Vertriebsprozessphasen, die Koordination von Aufgaben im Vertriebsteam,
Rechnungslegung sowie Auslieferung der Ware und den Stand der Forderungen zusammen
und hinterlegen diese mit entsprechenden Kennzahlen (zum Beispiel Kundenkontaktfrequenz,
Angebotssumme beziehungsweise Deckungsbeitrag pro Vertriebsmitarbeiter und DSO). Aggregiert über alle operativen Einheiten werden die Daten aus den verschiedenen Reportingsystemen
auf Konzernebene für die Koordination von Investitions- und Finanzierungsentscheidungen,
das frühzeitige Erkennen von Soll-Ist-Abweichungen sowie zur Einleitung geeigneter
Maßnahmen genutzt. PLANUNGS- UND REPORTINGPROZESS DER BECHTLE AG![]() Viele erfolgskritische Kenngrößen sind jedoch nicht oder nur indirekt quantifizierbar.
Dazu zählen Faktoren wie die Reputation der Marke, Kundenzufriedenheit, Qualifikation,
Erfahrung und Motivation der Mitarbeiter sowie deren Führungsqualitäten, aber auch
die Unternehmenskultur, die allenfalls qualitativ beschrieben werden können. Zur besseren Abschätzung der Reputation im Markt orientiert sich das Management von
Bechtle zum Beispiel an Kundenbefragungen oder den Erhebungen und Auswertungen der
Fachmedien, Branchenverbände und Marktforschungsinstitute. Die Ergebnisse dieser Studien
werden unter anderem im Rahmen der strategischen Planung verwendet, um die Wahrnehmung
des Unternehmens in Relation zum Wettbewerb einzuschätzen. Der Faktor Kundenzufriedenheit
wird in beiden Segmenten des Unternehmens in regelmäßigen Zeitabständen analysiert.
Die Ergebnisse dienen als Indikator für die Qualität der Kundenbindung und werden
intern zur Ausrichtung der Vertriebsaktivitäten eingesetzt. Als deutliches Signal für eine erfolgreiche Kundenbindung wertet Bechtle die jährlichen
Umfrageergebnisse der Fachzeitschriften ChannelPartner und Computerwoche nach dem
kundenfreundlichsten Systemhaus in Deutschland. Von den insgesamt mehr als 2.000 bewerteten
Projekten entfielen über 900 auf Bechtle. In der Kategorie der Unternehmen über 250
Mio. € Umsatz wurde der Konzern von den befragten Anwendern mit einem Notendurchschnitt
von 2,05 (Vorjahr: 1,92) bewertet und erreichte damit einen führenden Platz im Gesamtranking.
In Verbindung mit einer zielgerichteten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter helfen
diese Analysen Bechtle, die Kunden auch künftig umfassend, flexibel und kompetent
zu beraten. Als unternehmensinterne Steuerungsgrößen finden dabei auch die personalbezogenen
Daten wie Fluktuation und Qualifikation Verwendung. Ziele sind die systematische Entwicklung
der Mitarbeiter in allen Qualifikationsfeldern sowie die Erhöhung der Motivation zur
Verbesserung der Mitarbeiterbindung. Über die dargestellten eher operativ ausgerichteten Managementsysteme hinaus ergänzen
weitere Systeme die geschäftspolitischen, strategischen Entscheidungen des Vorstands.
Vor allem die Systeme im Rahmen des Qualitätsmanagements, des Umweltmanagements, der
Compliance, des Risikomanagements und der Früherkennung sowie das Interne Kontrollsystem
(IKS) sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Damit ist neben der Soll-Ist-Überprüfung
der rein finanziellen Steuerungsgrößen auch eine Kontrolle der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
im Unternehmen möglich. Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Überprüfung, Steuerung
und Weiterentwicklung der strategischen Ziele ist mit diesen organisatorischen und
systemhinterlegten Sicherungsmaßnahmen eine bessere Koordination und konsequente Ausrichtung
der Aktivitäten aller Bereiche im Konzern im Sinne der nachhaltigen Entwicklung des
Unternehmens gegeben. MITARBEITERDie Bechtle AG hat 2010 über 400 neue Mitarbeiter eingestellt und damit eine wichtige
Grundlage für zukünftiges Wachstum gelegt. Die gute konjunkturelle Entwicklung der
IT-Branche hat allerdings nicht nur die wirtschaftlichen Perspektiven der Unternehmen
im Berichtsjahr verbessert, sondern auch zu einer weiteren Verschärfung im Wettbewerb
um gute Fachkräfte geführt. Vor diesem Hintergrund hat Bechtle im abgeschlossenen
Geschäftsjahr erfolgreich Themen wie Employer Branding, Personalmarketing und Recruitinginitiativen
weiterentwickelt. Darüber hinaus wurden spezielle Programme zur strategischen Personalentwicklung
implementiert und somit entschlossen in die Förderung und Qualifikation der Mitarbeiter
investiert. Entwicklung der MitarbeiterzahlenKonzernweit beschäftigte Bechtle zum 31. Dezember 2010 insgesamt 4.766 Mitarbeiter.
Gegenüber dem Vorjahr mit 4.354 Mitarbeitern erhöhte sich die Gesamtzahl der Beschäftigten
um 412 Personen. Durchschnittlich waren im Berichtsjahr 4.496 Mitarbeiter für Bechtle
tätig (Vorjahr: 4.396 Mitarbeiter). Der Anstieg der Mitarbeiter im Konzern ist sowohl
auf Akquisitionen als auch auf Neueinstellungen zurückzuführen. In Deutschland beschäftigte Bechtle zum Jahresende 2010 3.471 Mitarbeiter. Das sind
insgesamt 313 Menschen mehr als im Vorjahr (3.158 Mitarbeiter). Die Zahl der im Ausland
tätigen Mitarbeiter stieg von 1.196 auf 1.295. MITARBEITER NACH REGIONEN per 31. Dezember![]() Die Mitarbeiterzahlen beziehen sich auf sämtliche Beschäftigten (mit Ausnahme der
Aushilfen), einschließlich derjenigen in Elternzeit beziehungsweise in Wehr- oder
Zivildienst. Nach Aufgabenbereichen unterteilt waren konzernweit zum Stichtag 31. Dezember 2010
1.017 Mitarbeiter in der Verwaltung beschäftigt, 87 mehr als im Vorjahr. Im Bereich
Dienstleistung erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 118 auf 2.203 und im Vertrieb um
195 auf 1.458 Beschäftigte. MITARBEITER NACH BEREICHEN per 31. Dezember![]() Aus Gründen der internen Kostenrechnung sind bei den Angaben der Mitarbeiter nach
Bereichen diejenigen in Elternzeit beziehungsweise Wehr- oder Zivildienst nicht berücksichtigt. Auf Ebene der Geschäftssegmente stieg der Personalstand im Segment IT-Systemhaus &
Managed Services auf 3.763 Mitarbeiter, nach 3.443 im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce
belief sich die Anzahl auf 1.003 Beschäftigte (Vorjahr: 911). Das Wachstum der Mitarbeiterzahlen
lag im Handelssegment mit 10,1 Prozent leicht über dem Wert im Dienstleistungsgeschäft
(9,3 Prozent). MITARBEITER NACH SEGMENTEN per 31. Dezember![]() Die Mitarbeiterzahlen beziehen sich auf sämtliche Beschäftigten (mit Ausnahme der
Aushilfen), einschließlich derjenigen in Elternzeit beziehungsweise in Wehr- oder
Zivildienst. Personalaufwand und GehaltsmodellDer Aufwand für Löhne und Gehälter einschließlich Sozialabgaben stieg 2010 aufgrund
der höheren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 9,5 Prozent und belief sich auf
241,4 Mio. € (Vorjahr: 220,4 Mio. €). Vor dem Hintergrund der starken Umsatzentwicklung
sank die Personalaufwandsquote von 16,0 Prozent auf 14,0 Prozent. Die Personalintensität
hat sich reduziert und beträgt, gemessen am Rohertrag, 61,3 Prozent (Vorjahr: 64,2
Prozent). PERSONALKOSTENscroll
*
Ohne Mitarbeiter in Elternzeit beziehungsweise Wehr- oder Zivildienst. Das Gehaltsmodell einer Vielzahl von Mitarbeitern bei Bechtle besteht aus festen und
variablen Vergütungsbestandteilen. Die Höhe der variablen Vergütung richtet sich nach
dem Zielerreichungsgrad im jeweiligen Verantwortungsbereich beziehungsweise nach der
Entwicklung des Konzerns. Bei den Vertriebsmitarbeitern orientiert sich der variable
Anteil an der Höhe des erzielten Deckungsbeitrags, während bei den Mitarbeitern im
Dienstleistungssektor der Umsatz als Messgröße dient. Bei den Geschäftsführern richtet
sich die erfolgsabhängige Vergütung grundsätzlich nach dem Erreichen der jeweils zu
Jahresbeginn festgelegten Ergebnis- und Umsatzziele. Aus- und WeiterbildungBechtle setzt beständig auf die Ausbildung junger Menschen und sichert so den Bedarf
an qualifizierten Nachwuchskräften. Im Jahr 2010 bot das Unternehmen 14 kaufmännische
und technische Ausbildungsberufe in den Bereichen Fachinformatik, Systemelektronik
sowie Lagerwirtschaft an. Zusätzlich bildet Bechtle Studenten der Berufsakademie (Duale
Hochschule Baden-Württemberg) aus. Schwerpunkte sind hier die Studiengänge Informatik,
Wirtschaftsinformatik, Betriebswirtschaft und Handel. Mit rund 920 Bewerbungen auf die für das Folgejahr am Konzernsitz Neckarsulm ausgeschriebenen
52 Ausbildungsstellen lag das Interesse an einem Ausbildungsplatz bei Bechtle auf
einem im Vergleich zum Vorjahr sehr hohen Niveau. Zum Ende des Berichtsjahres befanden
sich insgesamt 306 junge Menschen in Ausbildung (Vorjahr: 289), davon 42 Nachwuchskräfte
im Ausland. Die Ausbildungsquote bezogen auf Vollzeitstellen verringerte sich vor
dem Hintergrund des starken Personalaufbaus leicht von 7,2 Prozent auf 7,0 Prozent. Bechtle sieht in einer bedarfsorientierten Ausbildung einen wichtigen Teil der Zukunftssicherung
des Unternehmens. So wurde auch im Berichtsjahr 2010 einem Großteil der Auszubildenden,
die sich erfolgreich qualifizieren konnten, ein unbefristetes Arbeitsverhältnis angeboten.
Bechtle hat sich zum Ziel gesetzt, die Ausbildungsquote in Deutschland von derzeit
8,5 Prozent bis 2012 auf etwa 12 Prozent zu erhöhen. Bechtle verfügt über eine im Branchenvergleich hohe Zertifizierungsdichte. Mit den
nach Herstellervorgaben zertifizierten Mitarbeitern gewährleistet Bechtle den Kunden
jederzeit eine hohe Beratungsqualität und Lösungskompetenz. Auch 2010 bildeten die
Maßnahmen zur Zertifizierung der Mitarbeiter einen Schwerpunkt im Rahmen der Personalarbeit. Die vom Unternehmen 1999 gegründete Bechtle Akademie ergänzt die individuelle Ausbildung
an den Konzernstandorten und bietet allen Mitarbeitern ein umfassendes Programm, das
von laufenden Fortbildungsmaßnahmen über den Erwerb zusätzlicher Qualifikationen bis
hin zu themenübergreifenden Seminaren reicht. Auch die monatlichen Einführungsveranstaltungen
für neue Mitarbeiter liegen in der Verantwortung der Bechtle Akademie. Seit dem Geschäftsjahr
2009 sind die Aktivitäten der Akademie in den neu geschaffenen Bereich Personalentwicklung
eingebettet, dessen Aufgabe vor allem darin besteht, das Erreichen der Vision 2020
durch geeignete Maßnahmen im Rahmen der strategischen Personalentwicklung zu unterstützen.
Einmalig in der Geschichte von Bechtle ist beispielsweise die 2010 angelaufene Initiative
unter dem Motto "Bei Bechtle in Führung gehen": ein mehrtägiges Führungskräfteentwicklungsprogramm
für alle inländischen und ausländischen Geschäftsführer des Bechtle-Konzerns. Im selben
Jahr startete auch das Programm "Sales Force", eine Fortbildungsmaßnahme speziell
ausgerichtet auf den Vertrieb im Segment IT-Systemhaus & Managed Services. Ziel ist
es, den Vertriebsmannschaften das nötige Wissen und die geeigneten Methoden an die
Hand zu geben, um das breite Lösungsportfolio des Unternehmens sowie die Outsourcing-
und Managed-Services-Dienstleistungen beim Kunden kompetent vermitteln zu können.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr legte die Bechtle AG auch den Grundstein für die Nachwuchsförderung
im Führungskräftebereich. Mit einem internationalen General-Management-Programm, das
im März 2011 beginnen wird, sollen vor allem Nachwuchskräfte gefördert werden, um
künftig vermehrt Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen zu können. Im Jahr 2010 führte die Bechtle Akademie 381 Veranstaltungen mit insgesamt 4.599 Teilnehmern
durch (Vorjahr: 324 Veranstaltungen mit 3.393 Teilnehmern) und leistete damit einen
entscheidenden Beitrag zur Qualifizierung der Bechtle-Mitarbeiter. Der Schwerpunkt
lag neben den regelmäßigen Einführungsveranstaltungen für neue Mitarbeiter auf Maßnahmen
zur fachlichen Weiterbildung sowie auf Seminaren zur Förderung von Sozial- und Führungskompetenz. Um die Qualität der Weiterbildungsangebote und damit die Kompetenz der Mitarbeiter
weiter zu verbessern, hatte der Konzern im Segment IT-E-Commerce bereits 2009 eine
neue Plattform für das vertriebsorientierte Schulungsportal iLearn eingeführt. iLearn
ist ein sowohl für Neueinsteiger als auch für Vertriebsprofis konzipiertes Schulungsangebot
mit aktuell über 80 Einzelkursen für IT-Produkte, Prozesse und Vertriebsleitlinien
in insgesamt acht Sprachen. Die eigenständig am PC zu absolvierenden Kurse werden
dabei auch mit Präsenzveranstaltungen der Bechtle Akademie und der sogenannten Ausbildungsroadmap
bei Bechtle direct kombiniert. iLearn wird aktuell von mehr als 680 Vertriebsmitarbeitern
in den europäischen E-Commerce-Standorten des Bechtle-Konzerns (Bechtle direct, ARP)
genutzt. Ziel ist es, mit iLearn eine einheitliche und dem technologischen Fortschritt
entsprechende Produktkenntnis an allen Standorten sicherzustellen und damit die Wettbewerbsfähigkeit
von Bechtle im europaweiten Handelsgeschäft weiter auszubauen. Das webbasierte Schulungsportal
ist seit 2009 zertifiziert nach DIN/ISO 9001 und wurde im Juli 2010 einer Qualitätssicherung
unterzogen. Die hierbei genutzten Qualitätskriterien wurden im Rahmen eines Projekts
zur Entwicklung von Benchmarks für E-Learning-Plattformen für Lernende in der Privatwirtschaft
und im sekundären Weiterbildungsbereich von bit media e-Learning solution und der
TU München erstellt. Vorrangig wurden didaktische und inhaltliche Qualitätskriterien
bezogen auf die Zielgruppen untersucht. Zusammenfassend wurde festgestellt, dass alle
wesentlichen Qualitätselemente im Bechtle-E-Learning-System berücksichtigt sind. CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTGrundlage für eine gute Corporate Governance bei Bechtle sind die effektive und effiziente
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus prägen die Achtung und
Wahrung der Belange aller Interessengruppen, eine verlässliche und kontinuierliche
Kommunikation mit der Öffentlichkeit, die ordnungsgemäße Rechnungslegung und Abschlussprüfung
sowie ein verantwortungsbewusster Umgang mit den Chancen und Risiken unternehmerischer
Entscheidungen die Unternehmenspolitik der Bechtle AG. Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG bekennen sich umfassend zu den Prinzipien
der Corporate Governance. Die Regeln sind für die Mitglieder beider Gremien wichtige
Orientierungsstandards bei der verantwortungsbewussten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Für Vorstand und Aufsichtsrat sind folgende Prinzipien der Corporate Governance von
besonderer Bedeutung:
Diese Prinzipien prägen seit Jahren sowohl das Selbstverständnis als auch das auf
eine nachhaltige Wertschöpfung gerichtete Handeln der Organe des Konzerns. Vorstand und Aufsichtsrat berichten im Folgenden gemeinsam über die Corporate Governance
bei der Bechtle AG gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK). Aktionäre und HauptversammlungDie Hauptversammlung ist ein zentrales Organ der internen Willensbildung der Bechtle
AG, über das die Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechte ausüben können.
Die Anteilseigner sind per Gesetz an grundlegenden Entscheidungen beteiligt - etwa
der Wahl der Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat, Satzungsänderungen, der
Verwendung des Bilanzgewinns, Ausgabe und Rückkauf von Aktien oder Wahl des Abschlussprüfers. Die Bechtle AG hat ausschließlich nennwertlose Inhaberstammaktien im Umlauf. Alle
Aktien haben das gleiche Stimmrecht. Um den Aktionären die Wahrnehmung ihrer Interessen
während der Hauptversammlung zu erleichtern, benennt der Vorstand Vertreter, denen
die Aktionäre ihr Stimmrecht weisungsgebunden übertragen können. Es wird sichergestellt,
dass die Stimmrechtsvertreter während der Hauptversammlung jederzeit erreichbar sind.
Die Tagesordnung einschließlich der notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung
wird den Aktionären im Internet zur Einsicht und zum Download bereitgestellt. Eine
Briefwahl ist in der Satzung der Bechtle AG nicht vorgesehen. Nach Ansicht des Unternehmens
sind die umfangreichen Möglichkeiten der Stimmrechtsvertretung ausreichend, damit
jeder Aktionär seine ihm zustehenden Rechte auch ohne persönliche Anwesenheit auf
der Hauptversammlung wahrnehmen kann. Die Bechtle AG ist darauf bedacht, die Hauptversammlung effizient zu organisieren
und nicht über Gebühr zeitlich auszudehnen. Dabei orientiert sich das Unternehmen
an den Vorgaben des DCGK, wonach eine ordentliche Hauptversammlung im Regelfall spätestens
nach vier bis sechs Stunden beendet sein sollte. Die Hauptversammlungen der letzten
Jahre haben sich alle in diesem zeitlichen Rahmen bewegt. Nach wie vor sehen Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG von einer kompletten Internetübertragung
der Hauptversammlung ab. Nach Meinung der Verwaltung übersteigen die Organisationskosten
sowie die rechtlichen Unsicherheiten den Nutzen für das Unternehmen und seine Aktionäre. Zusammenarbeit von Vorstand und AufsichtsratDas deutsche Aktiengesetz sieht eine strenge personelle Trennung von Leitung und Kontrolle
des Geschäfts vor. Zu den wichtigsten Aufgaben des Aufsichtsrats gehören die Beratung
und die Kontrolle des Vorstands bei der Führung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat
wird daher auf Basis einer Geschäftsordnung in alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen
eingebunden und steht dem Vorstand beratend zur Seite. Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG arbeiten zum Wohl des Unternehmens eng zusammen.
Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über
alle wesentlichen Fragen der Geschäftsentwicklung, der Unternehmensplanung, der Strategie
sowie über mögliche Risiken und Chancen der Unternehmensentwicklung und zu Compliance-Themen.
Bei Eintreten außergewöhnlicher Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung
oder die Leitung der Gesellschaft von Bedeutung sind, informiert der Vorstand den
Aufsichtsrat unverzüglich. Auch außerhalb der regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen
informiert sich der Aufsichtsrat in Gesprächen mit dem Vorstand und den Geschäftsführern
über die Lage des Unternehmens und die wesentlichen Geschäftsvorgänge. So kann er
das operative Geschäft auf einer angemessenen Informationsgrundlage mit wertvollen
Hinweisen und Empfehlungen begleiten. Der Vorstand legt dem Aufsichtsrat zu Beginn
jedes Geschäftsjahres seine Planungen zur Genehmigung vor. Über eventuelle Abweichungen
von vorausgegangenen Planungen und deren Gründe legt er vor dem Aufsichtsrat Rechenschaft
ab. Berichte, die der Vorstand gegenüber dem Aufsichtsrat mündlich abgibt, werden
durch die Vorlage schriftlicher Unterlagen begleitet. Grundsätzlich leitet der Vorstand
seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit
dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter, sodass sich
die Mitglieder angemessen auf die Sitzungen vorbereiten können. Für wichtige Geschäftsvorgänge
sieht die Geschäftsordnung Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats vor. VorstandDer Vorstand der Bechtle AG bestand im Geschäftsjahr 2010 aus Dr. Thomas Olemotz,
Michael Guschlbauer und Jürgen Schäfer. Dr. Thomas Olemotz war bis 16. Juni Vorstandssprecher.
Am 16. Juni wurde er zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Er ist verantwortlich für
die Bereiche Controlling und Finanzen, Unternehmenskommunikation, Investor Relations,
Zentrale IT, Logistik & Service, Personal und Personalentwicklung sowie Recht. Michael
Guschlbauer ist für das Segment IT-Systemhaus & Managed Services sowie Qualitätsmanagement
und Jürgen Schäfer für das IT-E-Commerce-Geschäft verantwortlich. Die Themen Compliance,
Risikomanagement sowie Unternehmensplanung und strategische Unternehmensentwicklung
liegen in der gemeinschaftlichen Verantwortung des gesamten Vorstands. Eine Geschäftsordnung regelt unter anderem die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit
im Vorstand sowie die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat. Die Geschäftsordnung sieht
für die Mitglieder des Vorstands eine Altersgrenze von 65 Jahren vor. Durch die jüngste Neufassung des DCGK wurden einige Regelungen in den Kodex aufgenommen,
die das Thema Vielfalt (Diversity) und hier vor allem die angemessene Berücksichtigung
von Frauen im Fokus haben. Die Bechtle AG begrüßt grundsätzlich eine stärkere Berücksichtigung
von Frauen auch in Führungs- und Managementpositionen. Bereits heute ist eine Vielzahl
von Führungsfunktionen bei der Gesellschaft mit Frauen besetzt. Es bestehen allerdings
noch keine expliziten Regelungen, die eine angemessene Berücksichtigung von Frauen
im Sinne des DCGK sicherstellen. Die Bechtle AG hält daher die Umsetzung der Ziffern
4.1.5 und 5.1.2 des DCGK noch nicht für möglich. Ungeachtet dessen achtet sie aber
weiterhin auf eine geschlechterbezogene heterogene Besetzung von Führungsteams. Vergütung des VorstandsIm Berichtsjahr setzte sich die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer
fixen und einer variablen, erfolgsabhängigen, kurzfristig orientierten Komponente
zusammen. Die Berechnung der erfolgsabhängigen Komponente fußt insbesondere auf dem
Vorsteuerergebnis des Bechtle-Konzerns beziehungsweise der Geschäftssegmente im Berichtsjahr
und orientiert sich am Erreichen festgelegter Schwellenwerte, die sich aus der Planung
des Geschäftsjahres ergeben. Die Tantieme ist in der Höhe begrenzt. Versorgungszusagen
der Gesellschaft gegenüber den Vorständen bestanden 2010 nicht. Mit dem im Jahr 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung
(VorstAG) hat der Gesetzgeber neue Anforderungen hinsichtlich der Gestaltung der Vorstandsvergütung
geschaffen (§ 87 Abs. 1 AktG). Ziel des VorstAG ist es unter anderem, die Vorstandsvergütung
börsennotierter Gesellschaften an einer nachhaltigen und auf Langfristigkeit angelegten
Unternehmensentwicklung auszurichten. Der Aufsichtsrat beziehungsweise Personalausschuss
der Bechtle AG hat Anfang 2011 die Vorstandsvergütung neu strukturiert und diese den
Anforderungen des VorstAG sowie den Empfehlungen in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 des DCGK angepasst. Die mit Wirkung zum 1. Januar 2011 um eine Langfristvereinbarung (vier Jahre) ergänzten
Vorstandsverträge sehen nunmehr eine variable Vergütung vor, die auf eine nachhaltige
und langfristige Anreizwirkung abstellt. Deutlich mehr als die Hälfte der Gesamtvergütung
des Vorstands der Bechtle AG entfällt damit auf variable Anteile, die sich sowohl
am kurzfristigen als auch langfristigen wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft orientieren.
Die Kriterien zur Bemessung entsprechender Zahlungen sind neben dem Vorsteuerergebnis
und Umsatzwachstum auch die EBT-Marge sowie eine Mindestverzinsung des Eigenkapitals.
Versorgungszusagen wird es hingegen auch in Zukunft nicht geben. Vereinbarungen der
Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Kontrollwechsels infolge
eines Übernahmeangebots wurden vom Aufsichtsrat ebenfalls nicht getroffen. Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 hat beschlossen, die seit 2006 geltende sogenannte
Opting-out-Klausel zu verlängern. Damit ist die Bechtle AG gemäß § 286 Abs. 5 HGB
bis einschließlich 2015 von der gesetzlichen Verpflichtung der individualisierten
Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit (Ziffer 4.2.4 DCGK). Bei der mit drei Personen
kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme
der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung in fixe und variable Anteile für
eine ausreichende Transparenz. Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen die festen Bezüge des Vorstands 805 Tsd. € (Vorjahr:
768 Tsd. €) und die variablen Bestandteile 1.101 Tsd. € (Vorjahr 498 Tsd. €). Die
Gesamtvergütung lag bei 1.906 Tsd. € (Vorjahr: 1.266 Tsd. €). VERGÜTUNG DES VORSTANDSscroll
Die Vorstandsmitglieder erhielten als Nebenleistungen jeweils ein der Position angemessenes
Dienstfahrzeug, das auch zum privaten Gebrauch genutzt werden durfte. Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Abfindung eines Vorstandsmitglieds
bei vorzeitiger Beendigung seiner Tätigkeit ohne wichtigen Grund auf zwei Jahresvergütungen
zu begrenzen (Abfindungs-Cap) beziehungsweise nicht mehr als die Restlaufzeit des
Vertrags zu vergüten (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK). Der Aufsichtsrat der Bechtle AG zielt
darauf ab, die Vorstandsmitglieder möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden.
Eine formale Begrenzung durch eine entsprechende Vereinbarung erachtet der Aufsichtsrat
der Bechtle AG als nicht praktikabel. Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen
Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen
den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds ausreichend
Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage bilden. Dies soll auch künftig
so gehandhabt werden. Es liegt nach Auffassung der Bechtle AG im Interesse der Gesellschaft,
in diesem Punkt von der Kodex-Empfehlung abzuweichen. Den Grundgedanken der Empfehlung
wird die Gesellschaft jedoch insoweit berücksichtigen, als im Falle der vorzeitigen
einvernehmlichen Aufhebung eines Vorstandsvertrags eine Abfindungsregelung mit dem
betroffenen Vorstandsmitglied angestrebt wird, die dem Gebot der Angemessenheit entspricht. AufsichtsratDer Aufsichtsrat der Bechtle AG besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Nach
dem deutschen Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) setzt er sich zu gleichen Teilen aus
Aktionärs- und Arbeitnehmervertretern zusammen. Dem Aufsichtsrat gehören vier Frauen
an, verschiedene Mitglieder haben einen besonderen internationalen Hintergrund und
die überwiegende Zahl der Mitglieder sind unabhängig. Keines der Aufsichtsratsmitglieder
steht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zum
Vorstand, sodass Interessenkonflikten vorgebeugt ist. Die Arbeitnehmervertreter stehen
teilweise in einem üblichen Anstellungsverhältnis mit der Gesellschaft. Im Berichtsjahr gab es keine personellen Veränderungen im Aufsichtsrat. Den Vorsitz des Aufsichtsrats hält Gerhard Schick. Außerdem ist er Vorsitzender des
Ausschusses gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG sowie des Personalausschusses. In seiner Funktion
als Aufsichtsratsvorsitzender koordiniert Gerhard Schick die Aufgaben des Aufsichtsrats,
leitet die Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats im Außenverhältnis wahr.
Darüber hinaus steht er in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand, um Fragen der strategischen
Ausrichtung, der Geschäftsentwicklung sowie des Risikomanagements intensiv zu beraten.
Den stellvertretenden Vorsitz des Aufsichtsrats hat Uli Drautz übernommen. Dr. Jochen
Wolf hat den Vorsitz des Prüfungsausschusses inne. Als promovierter Diplom-Kaufmann,
langjähriger Leiter Konzerncontrolling, kaufmännischer Geschäftsführer und Finanzvorstand
sowie aktuell Geschäftsführer einer Beteiligungsgesellschaft verfügt er über besondere
Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen
Kontrollverfahren (§ 100 Abs. 5 AktG, Ziffer 5.3.2 DCGK). Ein Nominierungsausschuss wurde nicht gebildet. In diesem Punkt weicht Bechtle von
der Empfehlung des DCGK (Ziffer 5.3.3) ab. Angesichts der Besetzung des Aufsichtsrats
hält der Aufsichtsrat die Bildung eines solchen Ausschusses derzeit für nicht notwendig. Die Sitzungen des Aufsichtsrats bereiten die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer
jeweils gesondert vor. Bei Bedarf tagt der Aufsichtsrat ohne den Vorstand. Im Berichtsjahr
war dies nicht der Fall. Bei der Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern hat der Aufsichtsrat der Bechtle AG
in der Vergangenheit eine kürzere Bestelldauer als fünf Jahre vereinbart. Dies soll
auch in Zukunft so gehandhabt werden. Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt wahrzunehmen.
Im dreijährlichen Turnus findet daher auf der Grundlage des Leitfadens der Deutschen
Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e. V. eine umfangreiche Effizienzprüfung seiner
Tätigkeit statt. Die letzte Befragung wurde 2009 durchgeführt und kam zu dem Ergebnis,
dass der Aufsichtsrat effizient arbeitet. Kommt das Plenum zu der Ansicht, dass sich
die Effizienz verschlechtert, wird die Effizienzprüfung jährlich durchgeführt. Hinsichtlich seiner zukünftigen Zusammensetzung hat der Aufsichtsrat seine Ziele in
Anlehnung an Ziffer 5.4.1 DCGK schriftlich fixiert. Der Aufsichtsrat strebt demnach
an, mindestens zwei Aufsichtsratsmandate für Personen, die im besonderen Maße das
Kriterium Internationalität erfüllen, vorzusehen. Der Aufsichtsrat hält es nicht für
sinnvoll, die Zahl der "unabhängigen" Mitglieder festzulegen. Derzeit erfüllt die
überwiegende Zahl von Aufsichtsratsmitgliedern der Bechtle AG das Merkmal "Unabhängigkeit",
da sie keine Beratungs- oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder
sonstigen Geschäftspartnern der Bechtle AG wahrnehmen. Der Aufsichtsrat hält es aber
durchaus für sinnvoll, auch weiterhin Vertreter von Geschäftspartnern als Aufsichtsratsmitglieder
vorzuschlagen, wenn deren spezifische Kenntnisse der Gesellschaft mehr nutzen als
mögliche Interessenkonflikte ihr schaden. Derzeit gehören dem zwölfköpfigen Aufsichtsrat
vier Frauen an. Bei dieser Größe und Zusammensetzung sieht der Aufsichtsrat von der
Festlegung konkreter Ziele zur angemessenen Berücksichtigung von Frauen derzeit noch
ab. Für eine Kandidatur in den Aufsichtsrat sieht die Geschäftsordnung eine Altersgrenze
von 70 Jahren vor. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele sind gegenwärtig bereits erfüllt. Sie werden
bei künftigen Wahlvorschlägen weiterhin beachtet werden. Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Diese regelt
insbesondere die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat. Nach der Neuregelung des DCGK im Mai 2010 sollen die Aufsichtsratsmitglieder bei der
eigenverantwortlichen Wahrnehmung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen von der Gesellschaft
angemessen unterstützt werden (Ziffer 5.4.1 Abs. 4 DCGK). Nach Ansicht der Bechtle
AG ist das Amt eines Aufsichtsrats mit einem hohen Maß an Verantwortung und Pflichten
verbunden. Sie ist deswegen der Auffassung, dass jeder, der sich für ein solches Amt
bewirbt, bei Eintritt in den Aufsichtsrat die notwendigen Kenntnisse besitzen und
sich während der Zugehörigkeit eigenständig weiterbilden muss. Die Aufsichtsratsmitglieder
werden dabei von der Gesellschaft in angemessener Form unterstützt. Vergütung des AufsichtsratsDie Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 hat eine Anpassung der Aufsichtsratsvergütung
beschlossen, die am 29. Juli 2010 mit der Eintragung ins Handelsregister wirksam wurde.
Bis zum Vortag berechnete sich die Vergütung nach der von der Hauptversammlung am
13. Juni 2003 verabschiedeten Regelung. Die Anpassung war notwendig, um dem geänderten
Geschäftsumfang und der gestiegenen Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung
zu tragen. Die Vergütung ist in § 11 der Satzung der Bechtle AG festgehalten. Die
Bechtle AG weist die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aus. Die
Vergütungsstruktur trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der einzelnen
Mitglieder Rechnung. Dabei werden der Vorsitz, der stellvertretende Vorsitz sowie
die Tätigkeit beziehungsweise der Vorsitz in den Ausschüssen berücksichtigt. Die Vergütung beinhaltet entgegen der Empfehlung des DCGK (Ziffer 5.4.6 Abs. 2) keine
erfolgsabhängige Komponente. Aus Sicht des Unternehmens ist es nicht notwendig, dass
der Aufsichtsrat für das erfolgreiche und verantwortungsvolle Wahrnehmen seiner Aufgaben
einer solchen Komponente bedarf. VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATSscroll
Kredite sowie sonstige Haftungserklärungen zugunsten der Aufsichtsratsmitglieder wurden
nicht gewährt. Gleiches gilt im Übrigen für die Vorstandsmitglieder. Für das Berichtsjahr
bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme
der Gesellschaft. D&O-VersicherungVorstand und Aufsichtsrat sind verpflichtet, den Grundsätzen einer ordnungsgemäßen
Unternehmensführung zu folgen. Verletzen sie ihre Sorgfaltspflicht schuldhaft, können
sie der Bechtle AG gegenüber auf Schadenersatz haften. Zur Abdeckung des Risikos hat
die Gesellschaft für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung
- eine sogenannte Directors & Officers-Versicherung - abgeschlossen. Entgegen der
Regelung im DCGK (Ziffer 3.8) war im Berichtsjahr ein Selbstbehalt weder für den Vorstand
noch für den Aufsichtsrat vorgesehen. Durch das VorstAG wurde diesbezüglich eine neue
Regelung eingeführt. Für Vorstandsverträge ist nunmehr ein Selbstbehalt von mindestens
10 Prozent des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen
Vergütung des Vorstandsmitglieds gemäß § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG gesetzlich vorgeschrieben.
Im Berichtsjahr nutzte Bechtle die Übergangsvorschrift von § 23 Abs. 1 des Einführungsgesetzes
zum Aktiengesetz, wonach bestehende Versicherungsverträge, bei denen sich die Gesellschaft
gegenüber dem Vorstandsmitglied im Anstellungsvertrag zur Gewährung einer Versicherung
ohne Selbstbehalt verpflichtet hat, weiter ohne Selbstbehalt geführt werden können.
Im Zuge der Verlängerung zweier Vorstandsverträge und der Vereinbarung einer mehrjährigen
Bemessungsgrundlage Anfang 2011 hat der Aufsichtsrat die D&O-Vorgaben für die Vorstände
den neuen Bestimmungen des AktG angepasst. Im Hinblick auf die D&O-Versicherung von
Aufsichtsräten empfiehlt der DCGK in Ziffer 3.8 Abs. 3 einen entsprechenden Selbstbehalt.
Derzeit folgt die Bechtle AG dieser Empfehlung nicht und ist der Ansicht, dass ein
angemessener Selbstbehalt nicht dazu beiträgt, das Verantwortungsbewusstsein und die
Motivation des Aufsichtsrats zu verbessern. InteressenkonflikteDie Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet.
Sie dürfen bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihrer Tätigkeit weder persönliche Interessen
verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Die
Vorstandsmitglieder legen etwaige Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich
offen und informieren die übrigen Vorstandsmitglieder. In seinem Bericht an die Hauptversammlung
informiert der Aufsichtsrat über eventuell aufgetretene Interessenkonflikte und die
Konsequenzen. Die Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für Bechtle einem umfassenden
Wettbewerbsverbot. Die Ausübung von Nebentätigkeiten - dazu zählt auch die Ausübung
von Aufsichtsratsmandaten außerhalb des Konzerns - bedarf der Zustimmung durch den
Aufsichtsrat. Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion
bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder Geschäftspartnern entstehen können, gab
es im abgelaufenen Geschäftsjahr weder bei Aufsichtsrats- noch Vorstandsmitgliedern.
Detaillierte Informationen zu den bestehenden Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten
und ähnlichen Kontrollgremien finden Sie im Konzern-Anhang. TransparenzZur Stärkung des Vertrauens der Aktionäre sowie der Öffentlichkeit setzt Bechtle auf
einen seriösen, zeitnahen und offenen Dialog mit allen Aktionären und anderen Zielgruppen.
Für Vorstand und Aufsichtsrat gehören Offenheit und Transparenz zu den obersten Verhaltensgrundsätzen.
Um eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer zu gewährleisten, werden alle wichtigen
kapitalmarktrelevanten Informationen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache
veröffentlicht und auf der Internetseite des Unternehmens zugänglich gemacht. Wichtige
Termine, Finanzberichte, Pressemitteilungen sowie Präsentationen werden Aktionären
und Interessierten ebenfalls auf der Firmenhomepage bereitgestellt. Darüber hinaus
bietet Bechtle seinen Aktionären weiterhin an, sich per Wochenbericht aktuell über
die Entwicklung der Bechtle-Aktie und wichtige Analysten- und Pressestimmen zu informieren.
Auf Wunsch sendet Bechtle interessierten Anlegern Publikationen wie Geschäfts- und
Quartalsberichte kostenfrei zu. Angaben nach dem WertpapierhandelsgesetzNach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen Personen, die Führungsaufgaben wahrnehmen
und befugt sind, wesentliche unternehmerische Entscheidungen des Emittenten zu treffen,
sowie natürliche und juristische Personen, die in enger Beziehung zu ihnen stehen,
den Erwerb oder Verkauf von Bechtle-Aktien unverzüglich offenlegen, sofern der Betrag
von 5.000 € innerhalb eines Kalenderjahres überschritten wird. Bechtle veröffentlicht
alle Transaktionen dieser Art auf der Website unter der Rubrik Directors' Dealings
und meldet sie der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Im Berichtsjahr gab es keine meldepflichtigen Transaktionen gemäß § 15a WpHG. Nach § 26 Abs. 1 WpHG in Verbindung mit § 21 Abs. 1 WpHG ist Bechtle auch verpflichtet,
über wesentliche Änderungen seiner Aktionärsstruktur zu informieren, sobald ein Anleger
durch Erwerb, Verkauf oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75
Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, über- oder unterschreitet. Bechtle
veröffentlicht diese Informationen nach Bekanntmachung durch den Aktionär gemäß den
gesetzlichen Bestimmungen. Im Geschäftsjahr 2010 erreichte uns folgende Meldung: Die Deutsche Bank AG London hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG in Verbindung
mit § 32 Abs. 2 InvG am 02.12.2010 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil ihrer Tochtergesellschaft,
der DWS Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland an der Bechtle AG, Neckarsulm,
Deutschland, ISIN: DE0005158703, WKN: 515870 am 30.11.2010 die Schwelle von 3 % der
Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,047 % (das entspricht 639.900 Stimmrechten)
betragen hat. Aktienbesitz von OrganmitgliedernDer Aktienbesitz von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern der Bechtle AG stellt
sich wie folgt dar: ANZAHL DER AKTIEN AN DER BECHTLE AG - VORSTANDscroll
ANZAHL DER AKTIEN AN DER BECHTLE AG - AUFSICHTSRATscroll
1
815.272 Aktien für Schick GmbH, 340.115 für Amaury Krief Rechnungslegung und AbschlussprüfungDen Konzernabschluss und die Zwischenberichte erstellt Bechtle nach den geltenden
Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden
sind, den Jahresabschluss der Bechtle AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs
(HGB). Geprüft wurden der Jahres- und der Konzernabschluss erneut durch die Ernst & Young
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heilbronn, die von der Hauptversammlung zum
Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2010 gewählt worden war. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat nach Ziffer 7.2.1 Abs.
1 des DCGK vor Unterbreitung des Wahlvorschlags eine Unabhängigkeitserklärung abgegeben.
Demnach bestehen keine geschäftlichen, persönlichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen
zwischen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und dem Bechtle-Konzern, die Zweifel
an der Unabhängigkeit der Prüfer begründen könnten. Auch hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
nicht an der Buchführung oder der Aufstellung des Jahres- oder Konzernabschlusses
mitgewirkt. Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des Aufsichtsrats über den Jahres- und
Konzernabschluss sowie an der Bilanzsitzung am 15. März 2011 teil und berichtet über
die Ergebnisse seiner Prüfung. Darüber hinaus steht er dem Aufsichtsrat für ergänzende
Auskünfte und Fragen zur Abschlussprüfung zur Verfügung. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance KodexAm 28. Februar 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung zum
Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung erneuert und den Aktionären
auf der Internetseite des Unternehmens dauerhaft zugänglich gemacht: Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Bechtle AG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 AktG.Die nachfolgende Entsprechenserklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 5. Februar
2010 bis zum 1. Juli 2010 auf die Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher
Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18. Juni 2009 und für den Zeitraum
vom 2. Juli 2010 bis zum Zeitpunkt dieser Erklärung auf die Kodexfassung vom 26. Mai
2010. Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG erklären, dass seit der letzten Entsprechenserklärung
am 5. Februar 2010 sämtlichen Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate
Governance Kodex" mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen wurde und
künftig entsprochen wird: Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen für Vorstand und Aufsichtsrat.Bei der D&O-Versicherung für den Vorstand ist seit dem 1. Januar 2011 ein Selbstbehalt
von mindestens 10 Prozent des Schadens bis mindestens der Höhe des Eineinhalbfachen
der festen jährlichen Vergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds vereinbart. Bis
zur Umstellung der D&O-Versicherung wurde seitens der Gesellschaft die gesetzliche
Übergangsvorschrift in Anspruch genommen. (Ziffer 3.8 Abs. 2 DCGK) Bei der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vereinbart. Die
Gesellschaft ist der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, das
Verantwortungsbewusstsein und die Motivation des Aufsichtsrats zu erhöhen. (Ziffer
3.8 Abs. 3 DCGK) Vielfalt (Diversity) bei der Besetzung des Vorstands und von Führungsfunktionen.Die Besetzung des Vorstands und von Führungsfunktionen der Bechtle AG wird ausschließlich
aufgrund der Qualifikation der Bewerber ohne Berücksichtigung ihres Geschlechts vorgenommen. Bereits heute sind bei der Bechtle AG zahlreiche Führungsfunktionen mit Frauen besetzt.
Da bisher jedoch noch keine Regelungen bestehen, die eine angemessene Berücksichtigung
von Frauen im Sinne des DCGK sicherstellen, hält die Gesellschaft die Umsetzung der
Ziffern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK auch noch nicht für möglich. Ungeachtet dessen achtet
sie aber weiterhin auf eine geschlechterbezogen heterogene Besetzung von Führungsteams.
(Ziffern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK) Nachhaltige Struktur der Vorstandsvergütung.Die Anstellungsverträge der Vorstandsmitglieder wurden mit Wirkung zum 1. Januar 2011
modifiziert. Sie enthalten nunmehr eine Vergütungsstruktur, die auf eine nachhaltige
Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist. Die variablen Vergütungsteile haben eine
mehrjährige Bemessungsgrundlage und tragen auch negativen Entwicklungen Rechnung.
Bis zur Anpassung der Anstellungsverträge enthielten sie keine mehrjährige Bemessungsgrundlage
und trugen negativen Entwicklungen bei der Bestimmung der variablen Vergütungsteile
keine Rechnung. Sie waren jedoch nach Ansicht des Aufsichtsrates gleichwohl angemessen
und verleiteten nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. (Ziffer 4.2.3 Abs. 2 DCGK) Abfindungs-Cap beim Abschluss von Vorstandsverträgen.Der Aufsichtsrat hat mit den Vorstandsmitgliedern keine Vereinbarung für den Fall
der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund getroffen.
Damit gelten in diesem Fall die gesetzlichen Regelungen. Der Aufsichtsrat ist der
Auffassung, dass die gesetzlichen Regelungen den gegenseitigen Interessen beim Ausscheiden
eines Vorstandsmitglieds ausreichend Rechnung tragen und daher eine sachgerechte Grundlage
bilden. Dies soll auch künftig so gehandhabt werden. (Ziffer 4.2.3 Abs. 4 DCGK) Individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung.Die Bechtle AG veröffentlicht die Vorstandsvergütung im Corporate-Governance-Bericht
aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten. Diese Angaben
werden aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Juni 2010 nicht individualisiert
ausgewiesen. Dieser Beschluss behält seine Gültigkeit bis zur Hauptversammlung, die
über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 befindet, längstens jedoch bis zum
15. Juni 2015. Bei der mit drei Personen kleinen Vorstandsbesetzung sorgen aus Sicht
der Gesellschaft die Angabe der Gesamtsumme der Vorstandsvergütung sowie die Aufschlüsselung
in fixe und variable Anteile für eine ausreichende Transparenz. (Ziffer 4.2.4 DCGK) Bildung eines Nominierungsausschusses.Der Aufsichtsrat hält die Bildung eines Nominierungsaus-schusses, der ausschließlich
mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge
an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt, angesichts der Besetzung
des Aufsichtsrats derzeit nicht für notwendig. (Ziffer 5.3.3 DCGK) Zusammensetzung des Aufsichtsrats.Mit der Neufassung des DCGK vom 26. Mai 2010 wurden in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs.
3 des Kodex neue Empfehlungen eingeführt, wonach der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung
konkrete Ziele benennen soll, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation
die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine
festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen
vorsehen. Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese
Ziele berücksichtigen. Die Zielsetzung und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate-Governance-Bericht
veröffentlicht werden. Der Aufsichtsrat der Bechtle AG hat bereits in der Vergangenheit ein konkretes Ziel
hinsichtlich des maximalen Alters seiner Mitglieder bei Wahl durch die Hauptversammlung
vorgegeben. In seiner jetzigen Zusammensetzung sieht der Aufsichtsrat darüber hinaus
unter Berücksichtigung der Besonderheiten der Bechtle AG die Anforderungen an die
Internationalität und Unabhängigkeit seiner Mitglieder als gegeben an (Ziffer 5.4.1
Abs. 2 DCGK). Er entspricht insoweit der Empfehlung des DCGK. Von der Empfehlung,
konkrete Ziele zur angemessenen Beteiligung von Frauen zu formulieren, weicht der
Aufsichtsrat hingegen ab. Aufgrund seiner derzeitigen Größe und Zusammensetzung -
von zwölf Aufsichtsratsmitgliedern sind vier Frauen - sieht der Aufsichtsrat von der
Festlegung konkreter Ziele zur angemessenen Berücksichtigung von Frauen gegenwärtig
noch ab. (Ziffer 5.4.1 Abs. 2 und Abs. 3 DCGK) Erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats.Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats hat keinen erfolgsorientierten Bestandteil.
Die Bechtle AG ist der Überzeugung, dass alle Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Tätigkeit
mit einem Höchstmaß an Engagement und Leistungsbereitschaft sowie mit dem Blick auf
den langfristigen Unternehmenserfolg ausüben. Für eine verantwortungsvolle Aufsichtsratsarbeit
ist es aus Sicht der Gesellschaft daher nicht notwendig, zusätzlich eine erfolgsabhängige
Vergütung zu erbringen. Die Gesellschaft hält dies bis auf Weiteres für sachgerecht.
(Ziffer 5.4.6 Abs. 2 DCGK) Neckarsulm, 28. Februar 2011 Bechtle AG scroll
AKTIEDer deutsche Aktienmarkt stand 2010 im Spannungsfeld zwischen starkem Wirtschaftswachstum
und europäischer Schuldenkrise. Im Ergebnis haben alle deutschen Leitindizes im Berichtsjahr
zugelegt. Die Bechtle-Aktie konnte mit einem Wertzuwachs von über 55 Prozent die Entwicklung
der wichtigsten deutschen Leit- und Branchenindizes deutlich übertreffen. Neben der
Kursperformance bestätigen die Rekordergebnisse, die finanzielle Solidität, aber auch
der erhöhte Dividendenvorschlag von 0,75 € das Vertrauen der Aktionäre in Bechtle. AktienmarktIm Jahr 2010 setzten die internationalen Aktienmärkte ihre Erholung fort. Die expansive
Geldpolitik der US-Zentralbank, das gute Abschneiden der Finanzinstitute im europäischen
Bankenstresstest, starke deutsche und chinesische Konjunkturdaten, positive Unternehmensergebnisse
sowie ein spürbarer Anstieg der M&A-Aktivitäten waren dabei die Schlüsselfaktoren
der Aktienmarktentwicklung. Die Ankündigung der harten Sparmaßnahmen infolge des 750
Mrd. € schweren Rettungspakets für hoch verschuldete Euroländer, der schwache US-Arbeitsmarkt
und die straffere Geldpolitik in China schürten in der ersten Jahreshälfte 2010 vorübergehend
noch die Befürchtungen über eine drohende Verlangsamung der Weltwirtschaft. Ab dem
Sommer verfestigten sich jedoch die Anzeichen für eine nachhaltig positive konjunkturelle
Entwicklung und einer wirksamen Absicherung der Europäischen Währungsunion. In der
Folge stiegen die Indizes nochmals an, um im Dezember 2010 ihre Höchststände zu erreichen.
Unterstützt von den exportgetriebenen Unternehmen kam der DAX im Jahresverlauf auf
ein Plus von 14 Prozent und schloss am letzten Handelstag des Jahres mit 6.914 Punkten
nur knapp unterhalb der 7000er-Marke. Der SDAX stieg 2010 um fast 43 Prozent, der
MDAX schloss 32 Prozent höher als zu Jahresbeginn. Der TecDAX startete am 4. Januar
mit einem Schlusskurs von 834 Punkten, erreichte seinen Tiefststand von 691 Punkten
am 25. Mai und schloss am letzten Handelstag des Jahres mit einem leichten Plus von
2 Prozent bei einem Wert von 851 Zählern. Der Branchenindex DAXsubsector IT-Services,
in dem auch Bechtle gelistet ist, stieg 2010 um fast 22 Prozent auf 591 Punkte. KursentwicklungDie Bechtle-Aktie startete am 4. Januar 2010 mit einem Schlusskurs von 18,65 € in
das neue Börsenjahr. Bereits am 27. Januar sank der Wert der Aktie auf den Jahrestiefststand
von 17,01 €. Im weiteren Verlauf konnte die Aktie im Vergleich zum allgemeinen Trend
stärker zulegen und erreichte am 21. April den vorläufigen Höchstwert von 25,80 €.
Analog zum TecDAX verlor die Bechtle-Aktie danach etwas und bewegte sich von Ende
April bis Ende September auf einem Niveau von etwa 23,00 €. Ab Anfang Oktober erlebte
der Kurs einen kräftigen Anstieg, der am 22. Dezember in einem Höchstkurs von 30,65
€ gipfelte und damit den TecDAX und den Branchenindex DAXsubsector IT-Services deutlich
überflügelte. Bechtle schloss am letzten Handelstag des Jahres bei 28,99 €. Insgesamt
konnte das Papier im Berichtsjahr damit um über 55 Prozent zulegen. DIE BECHTLE-AKTIE - KURSENTWICKLUNG JANUAR 2010 BIS FEBRUAR 2011 in €![]() DIE BECHTLE-AKTIE - KURSENTWICKLUNG 2005 BIS 2010 in €![]() Die positive Kursentwicklung sorgte verglichen mit dem Vorjahr für eine höhere Marktkapitalisierung.
Diese lag zum Jahresende bei 608,8 Mio. € und damit um 214,2 Mio. € höher als Ende
2009. Gemessen am Freefloat belief sich der Börsenwert von Bechtle zum Stichtag auf
286,3 Mio. €, im Vorjahr lag er bei 185,5 Mio. €. Der durchschnittliche tägliche Börsensumsatz in Bechtle-Aktien betrug im Berichtsjahr
705,3 Tsd. € - eine Steigerung von 30,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Stückzahlen
gemessen entspricht das einem durchschnittlichen Handelsvolumen pro Tag von 30.543
Bechtle-Aktien (Vorjahr: 37.129). Im TecDAX-Ranking der Deutschen Börse wird Bechtle per 31. Dezember 2010 bei der Marktkapitalisierung
auf Rang 18 geführt. Das Unternehmen konnte sich damit im Jahresvergleich um sechs
Plätze verbessern. Infolge der verminderten Liquidität in der Aktie hat sich Bechtle
gemessen am Handelsvolumen hingegen von Rang 28 auf Rang 31 verschlechtert. HANDELSDATEN DER BECHTLE-AKTIEscroll
Kursdaten Xetra-Schlusskurse
1
Zum Jahresende AktionärsstrukturIm Verlauf des Jahres 2010 blieb die Aktionärsstruktur von Bechtle relativ konstant.
Größter Anteilseigner ist unverändert Karin Schick, die Tochter eines der Unternehmensgründer,
mit 34,33 Prozent. Hierbei sind auch Aktien der Schick GmbH berücksichtigt, deren
Gesellschafterin Karin Schick ist, sowie Aktien ihres minderjährigen Sohnes. Die bereits
vorbörslich in Bechtle investierte Unternehmensbeteiligungsgesellschaft BWK GmbH hält
weitere 18,65 Prozent der Bechtle-Anteile. Zum Streubesitz nach den Standards der Deutschen Börse zählen alle Aktien von Anteilseignern,
die weniger als 5 Prozent des Grundkapitals besitzen. Ausgenommen hiervon sind vom
Unternehmen selbst gehaltene Stücke. Zum 31. Dezember 2010 betrug der Streubesitz
unverändert 47,02 Prozent. Er verteilt sich auf eine breite Anlegerstruktur aus privaten
und institutionellen Investoren aus dem In- und Ausland. Im Berichtsjahr erreichte eine Stimmrechtsmitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG das Unternehmen.
Die DWS Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main hat ihre Anteile an der Bechtle
AG im November 2010 auf 3,05 Prozent erhöht. DividendeSeit dem Börsengang im Jahr 2000 betreibt Bechtle eine auf Kontinuität ausgerichtete
aktionärsfreundliche Dividendenpolitik. Im TecDAX gehört das Unternehmen nach wie
vor zu den wenigen Titeln, die seit Börsennotierung jährlich Gewinne an die Aktionäre
ausschütten. Die Dividendenkontinuität hat insbesondere für die privaten Aktionäre
der Bechtle AG einen hohen Stellenwert, daher sollen auch in diesem Jahr die Anteilseigner
angemessen am Unternehmenserfolg beteiligt werden. Für das Geschäftsjahr 2010 schlagen
Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 0,75 € je Aktie
vor. Das entspricht einer Anhebung der Dividende von 15 Eurocent je Aktie. Hintergrund
für diese Entscheidung ist zum einen die gute Liquiditätslage der Bechtle AG und zum
anderen das Rekordergebnis 2010. Zum 31. Dezember 2010 lag die Anzahl dividendenberechtigter Aktien bei 21.000.000
Stück. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2010 von 15,8
Mio. €. Die Dividendenquote läge demnach bei 33,9 Prozent des Konzernergebnisses nach
Steuern. Die Dividendenrendite beträgt bezogen auf den Jahresschlusskurs 2,6 Prozent
(Vorjahr: 3,2 Prozent). Ergebnis je AktieMit den operativen Ergebnisverbesserungen stieg auch entsprechend das Ergebnis je
Aktie (EPS). Es lag im Berichtsjahr bei 2,21 € und damit um 34,8 Prozent über dem
Vorjahr (1,64 €). Berechnungsgrundlage für das EPS sind die im Berichtsjahr durchschnittlich
21.000.000 im Umlauf befindlichen Aktien. KENNZAHLENscroll
1
Zum Jahresende HauptversammlungZur 10. ordentlichen Hauptversammlung der Bechtle AG, die am 16. Juni 2010 im Konzert-
und Kongresszentrum Harmonie in Heilbronn stattfand, begrüßten Vorstand und Aufsichtsrat
der Gesellschaft mehr als 500 Aktionäre. 70,73 Prozent der Stammaktien waren vertreten.
Nicht zuletzt trugen die Abstimmungsergebnisse der Aktionäre, die das hohe Vertrauen
in das Management dokumentieren, zum Erfolg der Veranstaltung bei. Vorstand und Aufsichtsrat
wurden mit einer Zustimmung von 99,98 und 99,86 Prozent der Stimmen entlastet. Im
Rahmen der Hauptversammlung ernannte der Aufsichtsrat den bisherigen Vorstandssprecher
Dr. Thomas Olemotz zum Vorstandsvorsitzenden der Bechtle AG. Damit kehrte die Bechtle
AG auch mit dem ersten nicht gründergeführten Vorstand zu der traditionellen Organisation
des Führungsgremiums zurück. Kommunikation mit dem KapitalmarktDie Sicht von Analysten auf ein Unternehmen hat einen wesentlichen Einfluss auf die
Meinungsbildung von Aktionären und Investoren. Insgesamt haben 2010 zehn Häuser regelmäßig
in ausführlichen Studien und aktuellen Kurzanalysen über Bechtle berichtet: Close
Brothers Seydler, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Landesbank Baden-Württemberg,
Merrill Lynch, Metzler, M. M.Warburg und WestLB. Die in Hamburg ansässige Privatbank
Hauck & Aufhäuser hat ihre Researchtätigkeit im Berichtsjahr neu aufgenommen. Das
Aktienresearch von Close Brothers Seydler wurde hingegen zum Jahreswechsel seitens
der Bank eingestellt. Zu allen Häusern steht Bechtle in regelmäßigem konstruktivem
Dialog, der durch Besuche von Analysten am Unternehmenssitz, verschiedene Konferenzen
und gemeinsame Roadshows intensiviert wurde. Die Empfehlungen der genannten Banken
lauteten im abgeschlossenen Geschäftsjahr überwiegend auf Kaufen oder Halten. Auch im Berichtsjahr 2010 gab es sehr intensive Kontakte zu bestehenden und potenziellen
Investoren. In Einzelgesprächen, Roadshows und auf Investorenkonferenzen informierte
Bechtle über die wirtschaftliche Situation, die Unternehmensstrategie und die Zukunftsaussichten
des Unternehmens. Darüber hinaus haben interessierte Investoren verstärkt das Angebot
genutzt, sich über Bechtle auch im Rahmen eines persönlichen Gesprächs am Konzernsitz
in Neckarsulm zu informieren. Ein wichtiger Bestandteil der Investor-Relations-Tätigkeit ist nicht zuletzt der persönliche
Kontakt mit Privatanlegern. Neben der Hauptversammlung hat Bechtle auch im abgelaufenen
Geschäftsjahr den Konzern im Rahmen der bereits zum sechsten Mal stattfindenden Aktionärstage
privaten Anlegern vorgestellt. An drei Terminen im August, September und Oktober nutzten
annähernd 100 Aktionäre die Gelegenheit, sich am Hauptsitz in Neckarsulm über die
Geschäfts- und Strategieausrichtung des Unternehmens zu informieren. Neben Präsentationen
und Rundgängen ermöglicht die Bechtle AG auf diesem Weg ihren Aktionären einen tiefen
Einblick in das Unternehmen und erreicht so eine noch engere Bindung zu ihren Anteilseignern. Der Internetauftritt der Bechtle AG, www.bechtle.com, ist eine wichtige Informationsplattform
für die Kommunikation mit Aktionären und dem Kapitalmarkt, die intensiv genutzt wird.
Die Homepage wird seitens der Gesellschaft konsequent weiterentwickelt und die Inhalte
werden regelmäßig aktualisiert. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABENIm Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben dargestellt: Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum 31. Dezember 2010 insgesamt 21.000.000
€. Es ist eingeteilt in 21.000.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der auf die
einzelne Aktie entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 1,00 €. Sämtliche Aktien
der Gesellschaft wurden als auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien)
ausgegeben. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen. Mit jeder Aktie sind
die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung
eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien,
aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem
Vorstand nicht bekannt. Der Gesellschaft sind folgende direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die
10 Prozent der Stimmrechte überschreiten, zum 31. Dezember 2010 bekannt:
Es existieren keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Mitarbeiterbeteiligungsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen, bei denen Mitarbeiter
am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben, liegen
nicht vor. Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern sind in den §§ 84 f. AktG
geregelt. Abweichende oder ergänzende Satzungsregelungen bestehen nicht. Im Berichtsjahr
gab es keine personellen Änderungen im Vorstand. Von der in § 84 Abs. 2 festgelegten
Möglichkeit, bei mehreren Vorstandsmitgliedern einen Vorsitzenden des Vorstands zu
ernennen, hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft im Berichtsjahr Gebrauch gemacht und
am 16. Juni 2010 Dr. Thomas Olemotz zum Vorstandsvorsitzenden ernannt. Der Deutsche Corporate Governance Kodex regelt in Ziffer 5.1.2 weitere Grundsätze
die Bestellung des Vorstands betreffend. Demnach soll der Aufsichtsrat bei der Zusammensetzung
des Vorstands auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene
Berücksichtigung von Frauen anstreben. Außerdem soll er gemeinsam mit dem Vorstand
für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Bei Erstbestellungen sollte die maximal
mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein. Eine Wiederbestellung
bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll bei Verträgen, deren Laufzeit
noch länger als ein Jahr ist, nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Eine
Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Die Bechtle AG beachtet
diese Empfehlungen. Jedoch wird die Besetzung des Vorstands der Bechtle AG ausschließlich
aufgrund der Qualifikation der Bewerber ohne Berücksichtigung ihres Geschlechts vorgenommen. Die Voraussetzungen einer Satzungsänderung sind vor allem in den §§ 179 bis 181 AktG
geregelt. Für eine Satzungsänderung ist ein mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit
des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasster Beschluss der Hauptversammlung
erforderlich. Die Satzungsänderung wird erst wirksam, wenn sie in das Handelsregister
des Sitzes der Bechtle AG eingetragen worden ist. Die Satzung kann eine von der gesetzlichen
Bestimmung abweichende Kapitalmehrheit bestimmen, für eine Änderung des Gegenstands
des Unternehmens jedoch nur eine größere, und weitere Erfordernisse aufstellen. Die
Satzung der Bechtle AG sieht keine derartige Regelung vor. Die Befugnis zu Änderungen,
die nur die Fassung der Satzung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat
übertragen. Dies ist bei der Gesellschaft durch die Regelung in Ziffer 10.4 der Satzung
geschehen. Der Vorstand ist gemäß §§ 202 ff. AktG ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft
mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe neuer, auf den
Inhaber lautender Aktien gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen um bis zu insgesamt 10.600.000
€ zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Der Vorstand entscheidet mit Zustimmung des Aufsichtsrats über einen Ausschluss des
Bezugsrechts sowie die Einzelheiten der Ausgabe der neuen Aktien. Ein Ausschluss des
Bezugsrechts ist zulässig:
Der Erwerb eigener Aktien ist ausschließlich nach Maßgabe von § 71 Abs. 1 AktG zulässig,
falls einer der dort geregelten Ausnahmetatbestände vorliegt. Die Gesellschaft verfügt
aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 über eine Ermächtigung
zum Erwerb eigener Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG. Die Ermächtigung wurde am 16.
Juni 2010 wirksam und gilt bis zum 15. Juni 2015. Der Erwerb von eigenen Aktien muss
über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots der Gesellschaft erfolgen.
Der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie darf dabei den durchschnittlichen
Schlusskurs für die Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel der letzten fünf Handelstage
vor dem Erwerb eigener Aktien beziehungsweise im Falle eines öffentlichen Kaufangebots
vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Kaufangebots um nicht mehr als 10
Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten (jeweils ohne
Erwerbsnebenkosten). Der Umfang der Ermächtigung ist auf bis zu 10 Prozent des Grundkapitals
beschränkt. Der Rückkauf ist nur zur Verfolgung der im Beschluss festgelegten Zwecke
zulässig. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
infolge eines Übernahmeangebots stehen, liegen nicht vor. Vereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für
den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots wurden nicht getroffen. RAHMENBEDINGUNGENGESAMTWIRTSCHAFTDie Wirtschaftsleistung im Euroraum zeigte sich im Berichtsjahr überraschend stark.
Nachdem im Krisenjahr 2009 noch ein Minus von 4,1 Prozent zu verzeichnen war, konnte
das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone 2010 um 1,7 Prozent zulegen. Dabei
war die Wachstumsdynamik in der ersten Jahreshälfte besonders stark, während sie ab
dem dritten Quartal auf hohem Niveau etwas abflachte. Ein wichtiger Wachstumsindikator,
auch für Bechtle, ist die Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen. Sie stiegen nach
Schätzungen der Europäischen Kommission 2010 um 4,9 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben
entwickelten sich leicht unterdurchschnittlich und lagen bei 1,0 Prozent. Nicht partizipiert
an der allgemeinen positiven Entwicklung haben neben Griechenland auch die Bechtle-Märkte
Spanien und Irland. In diesen beiden Ländern war das BIP mit minus 0,1 beziehungsweise
0,2 Prozent rückläufig. Während jedoch in Irland auch die Ausrüstungsinvestitionen
um minus 7,0 Prozent zurückgingen, konnte dieser Teilbereich in Spanien um 3,0 Prozent
zulegen. Außerhalb der Eurozone sind für Bechtle vor allem die Schweiz und Großbritannien
interessante Landesmärkte. Während sich die Schweizer Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum
von 2,6 Prozent überdurchschnittlich entwickelte, lag das Vereinigte Königreich mit
1,4 Prozent leicht unter dem Niveau der Eurozone. Auch die deutsche Wirtschaft erfuhr im Berichtsjahr mit einem BIP-Wachstum von 3,6
Prozent einen beeindruckenden Auftrieb. Es war der größte Aufschwung seit der Wiedervereinigung.
Im Vorjahr musste noch ein Rückgang um 4,7 Prozent verzeichnet werden. Die Dynamik
zeigte im Jahresverlauf eine ähnliche Entwicklung wie in der Eurozone: Nach dem Höhepunkt
im zweiten Quartal flachte das Tempo zum Jahresende hin etwas ab. Wachstumstreiber
über das Jahr hinweg waren vor allem die Exporte und die Ausrüstungsinvestitionen.
Letztere stiegen um 10,9 Prozent, nachdem sie 2009 um minus 22,6 Prozent eingebrochen
waren. Die staatlichen Konsumausgaben entwickelten sich mit einem Plus von 2,3 Prozent
ebenfalls positiv. BIP-ENTWICKLUNG in %![]() BRANCHEAuch die IT-Branche in der EU konnte im Berichtsjahr deutlich zulegen. Nach Angaben
des European Information Technology Observatory (EITO) erreichte die IT-Branche einen
Zuwachs von 2,8 Prozent. Als Wachstumstreiber etablierte sich überraschenderweise
das im Vorjahr stark eingebrochene Hardwaregeschäft -es wuchs um 7,2 Prozent. Der
Handel mit Softwareprodukten stieg um 0,9 Prozent. In den größeren IT-Märkten der
EU entwickelte sich das Hardwaregeschäft weitgehend überdurchschnittlich. Die Niederlande
lagen bei einem Plus von 8,3 Prozent und Frankreich bei 8,7 Prozent. Zweistellig waren
die Zuwächse in Großbritannien mit 11,3 Prozent und Spanien mit 12,5 Prozent. Italien
blieb mit 4,7 Prozent unter dem Durchschnitt. Der für Bechtle wichtige Schweizer Markt
erreichte nicht ganz die Dynamik der EU-Länder. Der gesamte IT-Markt wuchs um 1,8
Prozent, die Hardwareumsätze um 2,5 Prozent. Software legte um 1,3 Prozent zu und
die IT-Services um 1,5 Prozent. Innerhalb der Dienstleistungen konnten sich die Outsourcing-Services
mit 6,0 Prozent deutlich positiver entwickeln als die sonstigen Services. Der deutsche IT-Markt zeigte 2010 ein Wachstum, das mit 3,0 Prozent leicht über dem
europäischen Durchschnitt liegt. Wachstumstreiber war auch hier das Segment IT-Hardware
mit 5,1 Prozent. Das Softwaregeschäft konnte um 3,5 Prozent zulegen. IT-Services wuchsen
um 1,7 Prozent, wobei auch hier das Teilsegment Outsourcing-Services mit 3,2 Prozent
Wachstum Hauptträger dieser Entwicklung war. GESAMTEINSCHÄTZUNGDas Jahr 2010 war für alle Beobachter eine positive Überraschung. Dynamik und Intensität
des Aufschwungs waren zu Jahresbeginn von niemandem in dieser Ausprägung erwartet
worden. So mussten sämtliche Prognosen - sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch
für den IT-Markt - im Jahresverlauf immer wieder nach oben angepasst werden. Während
jedoch für die Gesamtwirtschaft die Dynamik im Jahresverlauf etwas nachließ, konnte
der IT-Markt gemessen an der Stimmungslage der Unternehmen von Quartal zu Quartal
zulegen. Besonders überraschend waren die starken Hardwareumsätze, die in den Vorjahren
regelmäßig hinter der Entwicklung der Bereiche Software und Dienstleistungen zurückblieben.
Die Bechtle AG hat von diesem Umfeld deutlich überdurchschnittlich profitiert. Von
Vorteil war hier vor allem, dass Bechtle im Krisenjahr 2009 sehr weitsichtig bei notwendigen
Personalmaßnahmen agierte und hauptsächlich auf das Mittel Kurzarbeit setzte. So war
es dem Unternehmen möglich, vor dem Hintergrund einer anspringenden Konjunktur im
Berichtsjahr nahtlos an die erfolgreiche Unternehmensentwicklung des Jahres 2008 anzuknüpfen
und die Wachstumschancen optimal zu nutzen. Neben der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem in fast allen Bechtle-Märkten
spürbaren Aufschwung gab es im vergangenen Geschäftsjahr keine wesentlichen Ereignisse
außerhalb des Bechtle-Konzerns, die sich nennenswert auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt
haben. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGEERTRAGSLAGEDie Bechtle AG kann auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr mit neuen Rekordwerten
zurückblicken. Die Gesellschaft profitierte dabei natürlich von den guten konjunkturellen
Rahmenbedingungen und der hohen Nachfrage in der IT-Branche. Darüber hinaus ist der
überzeugende Erfolg das Ergebnis kontinuierlicher strategischer Investitionen in die
nachhaltige Unternehmensentwicklung. Das profitable Wachstum wurde dabei im In- und
Ausland von beiden Geschäftssegmenten gleichermaßen getragen. AuftragsentwicklungBechtle geht beim Verkauf von Handelswaren und Dienstleistungen nach wie vor überwiegend
kurzfristige Vertragsverhältnisse ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig
durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten
gekennzeichnet, während Projektgeschäfte im Segment IT-Systemhaus & Managed Services
im Einzelfall auch Laufzeiten von bis zu einem halben Jahr aufweisen können. Die Laufzeiten
von Outsourcing-Betriebsverträgen oder Rahmenverträgen können mit bis zu fünf Jahren
deutlich darüber hinausgehen. Aufgrund der heutigen Geschäftsstruktur deckt sich der Auftragseingang weitgehend
mit dem Umsatz während eines Geschäftsjahres. Der Auftragseingang lag im Berichtsjahr
mit rund 1,78 Mrd. € mehr als 25 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 1,42 Mrd.
€). Organisch lag der Auftragseingang rund 24 Prozent über dem Vorjahr, wobei im vierten
Quartal ein Zuwachs von knapp 40 Prozent zu verzeichnen war. Beide Segmente haben
zur Steigerung des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr beigetragen. Im Segment
IT-Systemhaus & Managed Services lag er mit 1,22 Mrd. € (Vorjahr: 0,95 Mrd. €) um
rund 28 Prozent und im Segment IT-E-Commerce mit 0,56 Mrd. € (Vorjahr: 0,47 Mrd. €)
rund 19 Prozent über dem Vorjahr. Die Auftragsreichweite beträgt im Segment IT-Systemhaus
& Managed Services fast zwei Monate und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um mehr
als zehn Tage erhöht. Im IT-E-Commerce beträgt sie nach wie vor nur wenige Tage. Das Geschäftsfeld Managed Services ist im Rahmen der Übernahme der IT-Betriebsverantwortung
beim Kunden durch langfristige Vertragsbeziehungen gekennzeichnet. Für dieses Geschäftsfeld
werden jedoch keine separaten Zahlen veröffentlicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Großaufträge beim Bundesamt für Informationsmanagement
und Informationstechnik der Bundeswehr und bei Dataport, dem Dienstleister für Informations-
und Kommunikationstechnik der Trägerländer Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen,
weitergeführt. Diese Verträge sind für den Konzern von hoher Bedeutung, da deren Umsatzvolumen
über einen Zeitraum von bis zu sechs Jahren jeweils im größeren zweistelligen Millionenbereich
liegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben diese beiden Aufträge mit rund 65 Mio.
€ (Vorjahr: 17 Mio. €) zum Umsatz beigetragen. Der Auftragsbestand betrug zum Jahresende rund 194 Mio. € gegenüber 139 Mio. € im
Jahr zuvor. Vom gesamten Auftragsbestand entfallen circa 185 Mio. € auf das Segment
IT-Systemhaus & Managed Services (Vorjahr: 120 Mio. €) und etwa 9 Mio. € auf das Segment
IT-E-Commerce (Vorjahr: 19 Mio. €). UmsatzentwicklungIm Geschäftsjahr 2010 erzielte der Konzern mit einem Gesamtumsatz von 1,72 Mrd. €
einen neuen Rekordwert. UMSATZ in Mio. €![]() Der Umsatzanstieg von 1.379,3 Mio. € im Vorjahr auf 1.722,9 Mio. € im Berichtsjahr
betrug 24,9 Prozent. Mit 22,8 Prozent war der Großteil dieses Wachstums organisch. Haupttreiber des organischen Wachstums im Berichtszeitraum waren insbesondere die
deutschen Systemhäuser und die ausländischen E-Commerce-Gesellschaften, die jeweils
um rund 26 Prozent zulegten. Hier machen sich vor allem Investitionen aus den vorangegangenen
Jahren in den Ausbau und die weitere Qualifizierung der Vertriebsteams beider Segmente
bemerkbar. Ausgehend von der zunehmenden Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
im Jahresverlauf hat das Geschäft im zweiten Halbjahr 2010 im Vergleich zu den ersten
beiden Quartalen sogar nochmals an Dynamik gewonnen. Diese Entwicklung wird auch bei einer Betrachtung der einzelnen Quartale deutlich.
Die unterjährige Saisonalität des Bechtle-Geschäfts und die hohe Bedeutung des vierten
Quartals bestehen unverändert. So ist über das gesamte Jahr hinweg eine Steigerung
der Umsätze erkennbar. Allerdings haben die Beiträge des ersten und zweiten Quartals
zum Jahresumsatz um jeweils rund zwei Prozentpunkte abgenommen, während die beiden
Folgequartale in einer Größenordnung von rund 1,5 und 3 Prozentpunkten zugelegt haben.
Hierin zeigt sich weniger eine Verstärkung der Saisonalität als vielmehr der Einfluss
einer nachhaltigen Konjunkturentwicklung im Jahresverlauf. Der Umsatz des vierten
Quartals, der mit 566,3 Mio. € um 36,6 Prozent höher ausfiel als der Umsatz des vergleichbaren
bisherigen Rekordquartals 2009, ist daher besonders positiv zu bewerten. UMSATZENTWICKLUNGscroll
scroll
Angesichts der stark gestiegenen Erlöse, bei einer gleichzeitig unterproportionalen
Erhöhung der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl, konnte Bechtle 2010 eine deutliche
Produktivitätssteigerung im Konzern erzielen. Der Umsatz je Mitarbeiter belief sich
auf Basis von 4.137 Vollzeitkräften (Vorjahr: 4.058) auf 416 Tsd. € nach 340 Tsd.
€ im Vorjahr. Deutschland ist unverändert der wichtigste Markt für Bechtle und hat auch im abgeschlossenen
Berichtsjahr weiter an Bedeutung gewonnen. Die Umsätze im Inland kletterten erstmals
über die Milliardenmarke und erreichten mit 1.158,2 Mio. € (Vorjahr: 921,6 Mio. €)
einen Anteil von 67,2 Prozent (Vorjahr: 66,8 Prozent) am Gesamtumsatz. Der Auslandsanteil
lag mit 564,7 Mio. € (Vorjahr: 457,7 Mio. €) bei 32,8 Prozent (Vorjahr: 33,2 Prozent).
Damit verschob sich die Umsatzverteilung gegenüber dem Vorjahr leicht zugunsten des
Inlands. In dieser Entwicklung spiegelt sich auch wider, dass die Nachfrage in Deutschland
in stärkerem Maß von der allgemeinen Konjunkturerholung profitierte als im Ausland. REGIONALE UMSATZVERTEILUNG in Mio. €![]() Analog zur ungebremsten Investitionsstimmung im industriellen Bereich entwickelte
sich auch der Bereich der Öffentlichen Auftraggeber 2010 weiterhin sehr erfreulich.
Der Umsatz mit Kunden der öffentlichen Hand stieg im Konzern um 28,2 Prozent auf 488,3
Mio. € (Vorjahr: 380,9 Mio. €). Die Erlöse in diesem Kundensegment nehmen einen Anteil
am Gesamtumsatz von aktuell 28,3 Prozent ein (Vorjahr: 27,6 Prozent). Kosten- und ErtragsentwicklungUmsatzkosten.Der um 24,9 Prozent höhere Konzernumsatz führte im Berichtsjahr auch zu einem Anstieg
des Bruttoergebnisses um 18,5 Prozent auf 236,5 Mio. € (Vorjahr: 199,5 Mio. €). Da
die Umsatzkosten im Vergleich zum Umsatz mit 26,0 Prozent jedoch etwas stärker zunahmen,
verringerte sich die Bruttomarge entsprechend von 14,5 Prozent auf 13,7 Prozent. Der
leicht überproportionale Anstieg der Umsatzkosten ist im Wesentlichen dem deutlich
gestiegenen Anteil großvolumiger Projekte mit geringeren Handelsmargen geschuldet
sowie auf eine verstärkte Nachfrage von Hard- und Software im Berichtsjahr zurückzuführen.
Zusätzlich trug der allgemein anhaltende Margendruck in der Branche zu dieser Entwicklung
bei. UMSATZKOSTEN/BRUTTOERGEBNISscroll
Vertriebs- und Verwaltungskosten.Die Vertriebskosten lagen 2010 bei 99,0 Mio. € und damit 12,6 Prozent über Vorjahr
(87,9 Mio. €). Ursachen waren die durchschnittlich gestiegene Mitarbeiterzahl, die
höheren Provisionzahlungen und die intensivierten Vertriebs- und Marketingaktivitäten,
insbesondere in den neu erschlossenen Ländermärkten. Die Vertriebskostenquote reduzierte
sich im Zusammenhang mit dem starken Umsatzwachstum von 6,4 Prozent auf aktuell 5,7
Prozent. Die Verwaltungskosten legten um 9,8 Mio. € beziehungsweise 12,9 Prozent auf
86,0 Mio. € (Vorjahr: 76,2 Mio. €) zu. Der Aufwandsanstieg ist ebenfalls auf die im
Jahresdurchschnitt höhere Anzahl von Mitarbeitern im Verwaltungsbereich zurückzuführen.
Die Quote entwickelte sich mit 5,0 Prozent rückläufig (Vorjahr: 5,5 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich von 7,3 Mio. € auf 9,3 Mio. €. Ursächlich
hierfür sind im Wesentlichen gestiegene Erträge aus Wechselkursschwankungen sowie
zum Teil höhere Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten, die im
Zusammenhang mit der starken operativen Geschäftsentwicklung stehen. VERTRIEBSKOSTEN/VERWALTUNGSKOSTENscroll
Marketingkosten.Die Marketingaufwendungen der Bechtle AG sind Bestandteil der Vertriebskosten, mit
Ausnahme der Aufwendungen für den Bechtle-Katalog, die den Umsatzkosten zugeordnet
werden. Unterteilt auf die Segmente lagen die Marketingkosten im Berichtsjahr im IT-E-Commerce
bei 1,8 Mio. € (Vorjahr: 1,7 Mio. €) und im IT-Systemhaus & Managed Services bei 2,0
Mio. € (Vorjahr: 1,5 Mio. €). Als Handelsunternehmen vermarktet Bechtle im Segment IT-E-Commerce Produkte Dritter.
Wie in der Branche üblich stehen hier den Marketingkosten in den meisten Fällen Einnahmen
in Form von Zuschüssen der Hersteller gegenüber. Auch im Segment IT-Systemhaus & Managed
Services wird ein Großteil der Marketingaktionen von Herstellern unterstützt. Die
genannten Kosten wirken sich folglich nur unwesentlich auf die Ertragslage des Unternehmens
aus. Eines der wichtigsten Marketinginstrumente im IT-E-Commerce sind die Kataloge von
ARP und Bechtle direct. Sie erscheinen drei- beziehungsweise zweimal jährlich in einer
Auflage von 100.000 sowie 150.000 Stück in bis zu 13 Landesversionen. Die Kataloge
werden für alle Länder zentral erstellt. Die weiteren Marketingaktionen in diesem
Segment betreffen hauptsächlich Produktwerbung über Mailings und den wöchentlichen
Versand gedruckter Produktinformationen. Daneben betreibt Bechtle auch Onlinewerbung.
Die einzelnen Landesgesellschaften sind in der Auswahl ihrer Marketingmaßnahmen weitgehend
frei, um den spezifischen Erfordernissen der jeweiligen Länder Rechnung tragen zu
können. Zum Teil liegt der Schwerpunkt auf dem Onlinemarketing, in anderen Fällen
kann der Versand gedruckter Publikationen im Vordergrund stehen. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services führen die Systemhäuser die Marketingaktionen
in den jeweiligen Zielregionen eigenverantwortlich durch. So gab es im Berichtsjahr
wieder zahlreiche Veranstaltungen wie Kundenevents, IT-Foren und Hausmessen. Unterstützung
erhalten die IT-Systemhäuser vom zentralen Veranstaltungsmanagement der Bechtle AG
sowie von der Unternehmenskommunikation. Zusätzlich unterstützt die Holding in Bezug auf die strategischen Fokusthemen die
Competence Center sowie die Zentralbereiche Managed Services, Öffentliche Auftraggeber
und Software mit flankierenden Marketingaktivitäten. Sämtliche Aktionen dienen vor
allem der Präsentation des Produkt- und Dienstleistungsspektrums von Bechtle sowie
der Kundenbindung. Wichtige Bestandteile der zentralen Marketingaktionen sind das
Kundenmagazin Bechtle update und der Bechtle Competence Center Day (CC Day). Das Bechtle
update erscheint viermal jährlich und berichtet über aktuelle Ereignisse im Unternehmen
sowie über erfolgreiche Projekte und stellt die Standorte des Bechtle-Konzerns vor.
Am jährlich stattfindenden CC Day präsentiert Bechtle am Unternehmenssitz in Neckarsulm
den Kunden, aber auch den eigenen Mitarbeitern die ganze Bandbreite des Dienstleistungsangebots.
Im Berichtsjahr wurde der 6. CC Day von rund 1.600 Kunden, Herstellern und eigenen
Mitarbeitern besucht. Präsenz auf Fachmessen zeigt Bechtle in der Regel nicht mit eigenen Ständen, sondern in Kooperation mit Herstellern oder Partnern auf deren Standflächen. So war Bechtle beispielsweise im Berichtsjahr zum ersten Mal auf der "Cisco Expo" vertreten, die im Dezember 2010 in der O2 -World-Arena in Berlin stattgefunden hat. Ergebnissituation.Das Ergebnis vor Abschreibungen, Finanzergebnis und Steuern (EBITDA) erhöhte sich
im Vergleich zur Umsatzentwicklung überproportional um 33,6 Prozent auf 76,1 Mio.
€ (Vorjahr: 57,0 Mio. €). Die EBITDA-Marge stieg von 4,1 Prozent auf 4,4 Prozent. EBITDA in Mio. €![]() Die Abschreibungen lagen 2010 bei 15,4 Mio. € und damit um 1,1 Mio. € beziehungsweise
8,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahres (14,3 Mio. €). Mit 11,4 Mio. € entfiel wie
gewöhnlich der größte Teil auf Software und Sachanlagen (Vorjahr: 10,1 Mio. €). Bei
den Sachanlagen handelt es sich im Wesentlichen um die eigene EDV und die Büroausstattung.
Zusätzlich fallen Abschreibungen im Rahmen des Sachanlagevermögens auf Mietereinbauten
und Vermögenswerte an, die im Rahmen von längerfristigen Wartungsverträgen im Kundennutzen
stehen. Weitere Abschreibungen in Höhe von 3,8 Mio. € betrafen Kundenstämme und Kundenserviceverträge.
Trotz der im Berichtsjahr getätigten Übernahmen liegen die Abschreibungen für Kundenstämme
und Kundenserviceverträge damit unter dem Vorjahr (4,2 Mio. €). Das ist darauf zurückzuführen,
dass im Vorjahr für zahlreiche Akquisitionen aus dem Geschäftsjahr 2005 letztmalig
in vollem Umfang Abschreibungen verrechnet wurden. Die Abschreibungsquote entspricht mit 0,9 Prozent etwa dem Niveau des Vorjahres (1,0
Prozent) und ist gemessen an den übrigen Aufwandspositionen von nachrangiger Bedeutung.
Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte (Impairment-Test) ergaben
für 2010 auch weiterhin keinen Abwertungsbedarf. Das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) stieg um 42,2 Prozent
auf 60,7 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €). EBIT in Mio. €![]() Die Bechtle AG konnte das positive Finanzergebnis als Saldo aus Finanzaufwand und
-ertrag trotz rückläufiger Geldmarktzinsen auf 1,1 Mio. € steigern (Vorjahr: 1,0 Mio.
€). Zurückzuführen ist dies im Wesentlichen auf die erhöhten Geld- und Wertpapieranlagen
des Konzerns im Berichtsjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 41,5 Prozent auf 61,8 Mio. € (Vorjahr:
43,7 Mio. €). Die für den Konzern insbesondere für Steuerungszwecke maßgebliche Kenngröße
stieg 2010 um 18,1 Mio. € an. Der Bechtle-Konzern verzeichnete damit im Berichtsjahr
ein neues Rekordergebnis. Im Einklang mit der konjunkturellen Entwicklung und der
sehr guten Nachfrage verbesserte sich auch die Ergebnissituation im Jahresverlauf.
So verzeichnete die Bechtle AG allein im vierten Quartal einen Ergebnisbeitrag von
39,6 Prozent, der mit 24,5 Mio. € nochmals um 5,6 Mio. € über dem sehr starken Vorjahresquartal
(18,8 Mio. €) lag. EBT in Mio. €![]() Die EBT-Marge konnte im Berichtsjahr mit 3,6 Prozent ebenfalls deutlich gesteigert
werden (Vorjahr: 3,2 Prozent) und liegt nach wie vor auf einem für die Branche überdurchschnittlichen
Niveau. EBT-MARGE in %![]() Im Berichtsjahr erhöhte sich der Ertragssteueraufwand überproportional zur Ergebnisentwicklung
um 63,4 Prozent auf 15,4 Mio. € (Vorjahr: 9,4 Mio. €). Die Steuerquote beträgt 24,9
Prozent, nach 21,5 Prozent im Vorjahr. Zurückzuführen ist das im Wesentlichen auf
Sondereffekte im Zusammenhang mit der Aktivierung latenter Steuern im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern lag mit 46,4 Mio. € um 35,5 Prozent über dem Vorjahr (34,3
Mio. €). Das Ergebnis je Aktie (EPS) stieg um 34,8 Prozent auf 2,21 € (Vorjahr: 1,64
€). Ursächlich für den leicht höheren Anstieg beim Nachsteuerergebnis im Vergleich
zum EPS war die geringere Zahl durchschnittlicher Aktien im Jahr 2009 aufgrund der
von der Gesellschaft gehaltenen eigenen Anteile. EPS in €![]() Grundlage für die Gewinnverwendung und damit die Dividendenausschüttung ist der Einzelabschluss
der Bechtle AG. Er weist einen Jahresüberschuss von 20,6 Mio. € aus (Vorjahr: 17,7
Mio. €). Nach Einstellung von 4,8 Mio. € (Vorjahr: 5,3 Mio. €) in die Rücklagen beträgt
der Bilanzgewinn für 2010 15,8 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio. €). Der Vorstand schlägt
dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn an die Aktionäre auszuschütten und der Hauptversammlung
die Zahlung einer Dividende je Aktie von 0,75 € zu unterbreiten. Damit steigt die
Dividende je Aktie um 0,15 €. Die Zahl der dividendenberechtigten Aktien beläuft sich
zum Zeitpunkt der Berichterstellung am 3. März 2011 unverändert auf 21.000.000 Stück. SegmentberichtDie Aktivitäten des Bechtle-Konzerns werden den zwei Segmenten IT-Systemhaus & Managed
Services und IT-E-Commerce zugeordnet. Diese Aufteilung spiegelt die wesentlichen
Säulen des Geschäftsmodells wider, das herstellerunabhängig den zentralen Direktvertrieb
von IT-Produkten (IT-E-Commerce) mit der dezentralen Erbringung von Dienstleistungen
(IT-Systemhaus & Managed Services) verbindet. IT-Systemhaus & Managed Services.Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services ist es der Bechtle AG gelungen, die Marke
von einer Milliarde Euro Umsatz deutlich zu überschreiten. Das Segment erzielte 2010
einen Umsatz von 1.151,1 Mio. € (Vorjahr: 920,0 Mio. €). Das entspricht einer Steigerung
von 25,1 Prozent beziehungsweise 231,2 Mio. €. Das Segment hat deutlich von der konjunkturellen
Entwicklung profitiert. Hierbei konnten vor allem die hardwaregetriebenen Umsätze
überproportional zulegen. Außerdem zahlten sich die gute Wettbewerbsposition der Bechtle
AG sowie die kontinuierlichen Qualifizierungsmaßnahmen der Vertriebsmitarbeiter aus.
Insgesamt entfielen 66,8 Prozent der Konzernumsätze auf das Segment IT-Systemhaus
& Managed Services (Vorjahr: 66,7 Prozent). SEGMENTUMSATZ IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €![]() Auch im Berichtsjahr konnte die Produktivität im Segment IT-Systemhaus & Managed Services
erhöht werden. Grund sind neben der bereits erwähnten Weiterqualifizierung der Mitarbeiter
auch Effizienzsteigerungen in den Prozessen. Die Umsatzerlöse je Mitarbeiter stiegen
im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 3.243 Vollzeitbeschäftigten (Vorjahr: 3.178
Mitarbeiter) um 22,6 Prozent auf 355 Tsd. € (Vorjahr: 289 Tsd. €). Die inländischen Systemhäuser verzeichneten in der D-A-CH-Region die höchste Wachstumsdynamik
und trugen mit 985,6 Mio. € beziehungsweise 85,6 Prozent zum Segmentumsatz bei (Vorjahr:
779,3 Mio. € beziehungsweise 84,7 Prozent). Die Schweizer und österreichischen Systemhäuser steigerten die Erlöse 2010 um insgesamt
17,7 Prozent auf 165,5 Mio. € (Vorjahr: 140,7 Mio. €). Entsprechend verringerte sich
auch ihr Anteil am Segmentumsatz von 15,3 Prozent auf 14,4 Prozent. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €![]() Organisch lag der Umsatz in diesem Segment bei 1.121,6 Mio. € und damit 21,9 Prozent
über Vorjahr. Die im Berichtsjahr akquirierten Systemhausgesellschaften in Deutschland
und Österreich wurden mit einem anteiligen Umsatzvolumen von 29,6 Mio. € in den Konzernabschluss
einbezogen. Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services nahm 2010 um 39,1 Prozent auf
35,9 Mio. € (Vorjahr: 25,8 Mio. €) zu. Damit konnte der Wert aus dem Vorjahr deutlich
übertroffen werden. Ursächlich hierfür sind das absolut gestiegene Bruttoergebnis
und die unterproportionale Entwicklung des Personalaufwands. EBIT IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in Mio. €![]() Die EBIT-Marge verbesserte sich folglich von 2,8 Prozent auf 3,1 Prozent. Diese erfreuliche
Entwicklung spiegelt vor allem die effiziente Auslastung der Mitarbeiter im Segment
IT-Systemhaus & Managed Services und die damit einhergehende Produktivitätssteigerung
im abgeschlossenen Geschäftsjahr wider. EBIT-MARGE IM SEGMENT IT-SYSTEMHAUS & MANAGED SERVICES in %![]() IT-E-Commerce.Im Segment IT-E-Commerce konnte der Bechtle-Konzern im Geschäftsjahr 2010 die Marke
von einer halben Milliarde Euro deutlich überspringen. Der Umsatz in diesem Segment
ist ausschließlich auf organisches Wachstum zurückzuführen und stieg um 24,5 Prozent
auf 571,8 Mio. € (Vorjahr: 459,4 Mio. €). Hier haben sich vor allem die Neueinstellungen
von Vertriebsmitarbeitern in den Landesgesellschaften, deren effiziente Integration
in die Geschäftsprozesse sowie die zahlreichen Qualifizierungsmaßnahmen im Berichtsjahr
bemerkbar gemacht. Nach einem guten Jahresstart hat sich insbesondere in den beiden
letzten Quartalen die Dynamik im Handelsbereich nochmals eindrucksvoll gesteigert. SEGMENTUMSATZ IT-E-COMMERCE in Mio. €![]() Der Anteil des Handelsgeschäfts am Gesamtumsatz lag mit 33,2 Prozent auf dem Niveau
des Vorjahres (33,3 Prozent). Bechtle beschäftigte im Segment IT-E-Commerce 2010 auf Vollzeitbasis durchschnittlich
894 Arbeitskräfte (Vorjahr: 880). Der Umsatz pro Mitarbeiter legte im vergangenen
Jahr auf 640 Tsd. € zu (Vorjahr: 522 Tsd. €). Vor dem Hintergrund der erwähnten Neueinstellungen
und Qualifizierungsmaßnahmen konnte das erfolgreiche Wachstum im IT-E-Commerce maßgeblich
vorangetrieben werden. Aufgrund der Internationalisierungsstrategie steigt der Auslandsanteil im IT-E-Commerce
stetig an. Im Berichtsjahr lagen die Umsätze der ausländischen Gesellschaften bei
399,2 Mio. € und damit 25,9 Prozent über dem Vorjahr (317,1 Mio. €). Der Anteil am
Segmentumsatz beträgt damit 69,8 Prozent (Vorjahr: 69,0 Prozent). Die inländischen
Handelsgesellschaften steuerten mit einem Wachstum von 21,3 Prozent 172,6 Mio. € (Vorjahr:
142,3 Mio. €) bei, was einem Anteil von 30,2 Prozent (Vorjahr: 31,0 Prozent) am Segmentumsatz
entspricht. UMSATZVERTEILUNG IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in Mio. €![]() Im Segment IT-E-Commerce war im Berichtsjahr die allgemeine Konjunkturerholung deutlich
spürbar. Bechtle profitierte im Handelssegment klar von der hohen Investitionsbereitschaft
in der Branche und erzielte ein EBIT von 24,9 Mio. €, ein Plus von 46,8 Prozent gegenüber
Vorjahr (16,9 Mio. €). Ergebnismindernd haben sich die Anlaufkosten für den Start
mehrerer neuer Landesgesellschaften in diesem Segment ausgewirkt. EBIT IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in Mio. €![]() Die EBIT-Marge im Handelssegment verbesserte sich trotz der vorgenommenen Investitionen
im Berichtsjahr stark und beläuft sich auf 4,4 Prozent, nach 3,7 Prozent 2009. Mittelfristig
gilt auch im IT-E-Commerce unverändert eine Zielmarge von 5 Prozent. EBIT-MARGE IM SEGMENT IT-E-COMMERCE in %![]() VERMÖGENSLAGEDas Rekordjahr 2010 hat nicht nur zu einer signifikanten Zunahme des Unternehmenswerts,
sondern auch zu einer deutlichen Bilanzverlängerung bei der Bechtle AG geführt. Ungeachtet
dessen ist die Bilanzstruktur unverändert solide - alle wesentlichen Eckwerte und
Kennzahlen sind nach wie vor hervorragend. Die sehr gute Eigenkapitalquote von 56,8
Prozent und eine Eigenkapitalrentabilität von 14,2 Prozent belegen dies eindrucksvoll. Die Bilanzsumme des Bechtle-Konzerns ist im Berichtsjahr aufgrund des höheren Geschäftsvolumens
stark gestiegen. Sie betrug zum Stichtag 31. Dezember 2010 653,7 Mio. € und liegt
damit um 25,6 Prozent über dem Vorjahr. VERKÜRZTE BILANZscroll
Auf der Aktivseite lagen die langfristigen Vermögenswerte bei 206,3 Mio. € und damit
41,7 Mio. € über Vorjahr. Mit einem Zuwachs um 27,7 Mio. € gab es bei den Geld- und
Wertpapieranlagen die größte Veränderung. Diese Anlagen mit Laufzeiten von über zwölf
Monaten hat Bechtle aufgrund attraktiverer Renditen im Jahresverlauf stark ausgebaut.
Die Geschäfts- und Firmenwerte sind aufgrund der im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen
um 9,4 Mio. € auf 115,8 Mio. € gestiegen. Vor diesem Hintergrund nahmen auch die sonstigen
immateriellen Vermögenswerte um 2,8 Mio. € auf 17,7 Mio. € und das Sachanlagevermögen
um 1,4 Mio. € auf 29,2 Mio. € zu. Die Investitionen sind bei Bechtle weitgehend konstant
und betreffen hauptsächlich Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Im Berichtsjahr
lagen sie mit 11,8 Mio. € etwas unter dem Vorjahr (14,0 Mio. €), das von den Neubauten
in Gaildorf und Solingen beeinflusst war. Entsprechend sank die Investitionsquote
auf 26,4 Prozent (Vorjahr: 32,7 Prozent). Die Anlagenintensität liegt unverändert bei 31,6 Prozent. Der Deckungsgrad der langfristigen
Vermögenswerte durch das Eigenkapital ging im Berichtsjahr von 203,6 Prozent im Vorjahr
auf nach wie vor gute 180,1 Prozent zurück. Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 447,5 Mio. € und somit 91,3 Mio.
€ über Vorjahr. Hier haben sich in erster Linie die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen bemerkbar gemacht, die um 65,1 Mio. € auf 249,0 Mio. € gestiegen sind.
Zurückzuführen ist der Anstieg vor allem auf die 2010 stark angewachsene Geschäftstätigkeit
und insbesondere auf das sehr dynamische Jahresendgeschäft. Trotz des deutlich erhöhten
Volumens konnte die Außenstandsdauer der Forderungen (DSO) aufgrund des konsequenten
Forderungsmanagements der Bechtle AG weiter reduziert werden und lag im Berichtsjahr
bei 35,3 Tagen (Vorjahr: 36,2 Tage). Die Vorräte stiegen zum 31. Dezember um 15,7
Mio. € auf 75,1 Mio. €. Grund hierfür war der starke Auftragseingang zum Geschäftsjahresende,
der mit einer entsprechenden Bevorratung einherging. Die Vorratshaltung in Relation
zum Umsatz legte dennoch nur unwesentlich von 4,3 Prozent auf 4,4 Prozent zu. Der
Wert zeigt, dass Bechtle lediglich in geringem Umfang Kapital in Form von Warenbeständen
bindet. Zudem ist ein Großteil der Vorräte unmittelbar an Projekte gebunden und im
Kundenauftrag vorfinanziert. Die sonstigen Vermögenswerte stiegen um 2,7 Mio. €. Hintergrund
sind Rechnungsabgrenzungen für Wartungsverträge der Solidpro. Die Bilanzposition Liquide
Mittel stieg um 9,0 Mio. € auf 85,5 Mio. €. Einschließlich der kurz- und langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen erhöhte sich
die Liquidität von 95,0 Mio. € um 36,6 Prozent auf 129,8 Mio. €. Die Inflation hatte keinen entscheidenden Einfluss auf die Höhe des Vermögens. Die
Bilanzposten werden überwiegend in Euro berechnet und die Inflationsquoten im Berichtsjahr
waren in den wesentlichen Märkten auf einem niedrigen Niveau. Im Berichtsjahr wurde
das Vermögen durch erfolgsneutral erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen und die
Absicherungen von Nettoinvestitionen ausländischer Geschäftsbetriebe aufgrund des
stärkeren Schweizer Frankens mit 9,8 Mio. € positiv beeinflusst. Im wenig sachanlageintensiven Geschäft der Bechtle AG wird der ROCE (Return on Capital
Employed) wesentlich von der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte und Schulden
einerseits und der Ergebnisentwicklung andererseits geprägt. In den vorangegangenen
Jahren blieb der ROCE bei Bechtle mit einer Größenordnung von rund 20 Prozent weitgehend
stabil. Einzige Ausnahme ist das Vorjahr mit 15,7 Prozent. Im Berichtsjahr beläuft
er sich auf 21,0 Prozent und damit auf dem gewohnten Niveau. Hintergrund ist die deutliche
Ergebniserhöhung (42,2 Prozent) gegenüber einem nur moderaten Anstieg des durchschnittlich
eingesetzten Kapitals (6,0 Prozent). ROCE/CAPITAL EMPLOYEDscroll
Das Working Capital ist gegenüber dem Vorjahr absolut gestiegen, aber bezogen auf
die Bilanzsumme von 26,8 Prozent auf 25,0 Prozent gesunken. Zwar sind die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen sowie die Vorräte stark angestiegen. Teilweise kompensiert
wurde dies aber durch eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie der enthaltenen Anzahlungen in den Abgrenzungsposten zum Jahresende. WORKING CAPITALscroll
Auf der Passivseite sind die kurzfristigen Schulden um 82,1 Mio. € auf 235,5 Mio.
€ gestiegen (Vorjahr: 153,4 Mio. €). Mit einem Zuwachs von 49,6 Mio. € zeigten die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen die größte absolute Veränderung.
Sie lagen zum Stichtag bei 129,1 Mio. € und sind insbesondere vor dem Hintergrund
des Rekordumsatzes zu sehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen mit 64,6 Mio. €
um 22,2 Mio. € über dem Vorjahr. Der Anstieg ist unter anderem auf Verbindlichkeiten
gegenüber Personal zurückzuführen, da aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs auch
die erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter im Berichtsjahr höher
ausgefallen sind. Die Umsatzsteuerverbindlichkeiten sind um rund 7 Mio. € gestiegen.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nahmen um 2,3 Mio. € auf 4,8 Mio. € zu.
Ursächlich hierfür sind die Aufnahme eines Darlehens zur Kaufpreisfinanzierung einer
Akquisition sowie branchenübliche Lieferantendarlehen. Die Abgrenzungsposten erhöhten
sich von 19,6 Mio. € auf 25,3 Mio. €, was vor allem auf eine Zunahme der Rechnungsabgrenzungen
für Wartungsverträge und Garantieverlängerungen zurückzuführen ist. Die langfristigen Schulden lagen zum Stichtag bei 46,7 Mio. €, 14,4 Mio. € über Vorjahr.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten des Bechtle-Konzerns erhöhten sich aufgrund
der Aufnahme eines Darlehens zur Kaufpreisfinanzierung um 5,7 Mio. € auf 12,3 Mio.
€. Die Pensionsrückstellungen betreffen hauptsächlich Schweizer Gesellschaften. Sie
nahmen um 4,6 Mio. € zu und beliefen sich zum 31. Dezember 2010 auf 13,2 Mio. €. Der
Anstieg ist zum einen wechselkursbedingt, zum anderen aufgrund veränderter Berechnungsparameter
zustande gekommen. Der Anteil der langfristigen Schulden an der Bilanzsumme ist von
6,2 Prozent auf 7,1 Prozent gestiegen. Zum Abschlussstichtag existierten keine Haftungsverhältnisse gegenüber nicht in den
Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften sowie keine Investitionsverpflichtungen. Das Eigenkapital stieg im Berichtsjahr um 10,9 Prozent von 335,0 Mio. € auf 371,5
Mio. €. Die Erhöhung resultiert aus den gestiegenen Gewinnrücklagen. Aufgrund der
deutlichen Bilanzverlängerung sank die Eigenkapitalquote im Berichtsjahr von 64,3
Prozent auf 56,8 Prozent. Die Eigenkapitalrendite stieg jedoch aufgrund des deutlich
höheren Nachsteuerergebnisses auf 14,2 Prozent. EIGENKAPITAL- UND GESAMTKAPITALRENTABILITÄTscroll
Der Verschuldungskoeffizient des Bechtle-Konzerns ist im Berichtsjahr aufgrund der
Bilanzverlängerung gestiegen und belief sich auf 0,76 nach 0,55 im Vorjahr. Aufgrund
der nach wie vor herausragenden Liquiditätssituation ergibt die Nettoverschuldung
einen negativen Wert von 112,7 Mio. € (Vorjahr: minus 85,8 Mio. €). Die Gesamtkapitalrentabilität, die als Kennzahl die Verzinsung des gesamten eingesetzten
Kapitals widerspiegelt, hat sich im Berichtsjahr vor dem Hintergrund der Ergebnissteigerung
von 7,4 Prozent auf 8,7 Prozent verbessert. ZeitwertangabeDie Zeitwerte der kurzfristigen Vermögenswerte entsprechen grundsätzlich den Bilanzansätzen.
Das gilt gleichermaßen für die sonstigen immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter
Nutzungsdauer, das Sachanlagevermögen sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen,
die Forderungen aus Ertragssteuern, die sonstigen Vermögenswerte, die Geld- und Wertpapieranlagen
und die latenten Steuern im Rahmen der langfristigen Vermögenswerte. Grundsätzlich
nicht dem Zeitwert entsprechen die Bilanzansätze des Geschäfts- und Firmenwerts und
die in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesene Marke. Die Bilanzansätze
werden anhand des jährlich durchgeführten Impairment-Tests auf Basis der Nutzungswerte,
die unter Verwendung einer Discounted-Cashflow-Methode ermittelt wurden, auf Ihre
Werthaltigkeit geprüft. Die Nutzungswerte übersteigen die bilanzierten Wertansätze
sehr deutlich, sodass keine Wertminderungen auf diese Vermögenswerte entfallen. In
welcher Höhe die Überdeckung auf firmen- und geschäftswertbildende beziehungsweise
markenbildende Einflussfaktoren oder nicht bilanzierte immaterielle Vermögenswerte
entfällt, ist nicht quantifizierbar. Die Bilanzansätze der lang- und kurzfristigen
Schulden entsprechen ebenfalls grundsätzlich den Zeitwerten. Immaterielle WerteDas Vermögen eines Unternehmens besteht nicht nur aus quantifizierbaren Bestandteilen,
sondern auch aus Elementen, die nur qualitativ beschreibbar sind. Die Mitarbeiter
der Bechtle AG zählen hierbei zweifelsfrei zu den wichtigsten Werten. Der Konzern
berichtet dazu in einem gesonderten Kapitel. Darüber hinaus sind die Lieferantenbeziehungen in beiden Geschäftssegmenten von hoher
Bedeutung für den Erfolg des Unternehmens. Bechtle arbeitet mit über 300 Herstellern
und rund 600 Distributoren europaweit zusammen. Auf der Grundlage einer engen Lieferantenbeziehung
ist Bechtle in der Lage, seinen Kunden eine umfassende Angebotspalette mit transparenten
Marktpreisen sowie schneller Verfügbarkeit zu bieten. In der Regel erfolgt die Auslieferung
bestellter Ware binnen 24 Stunden über sogenannte Fulfilment-Lösungen direkt vom Hersteller
oder Distributor an den Kunden. Durch die enge Partnerschaft zu den Herstellern - unter anderem über Produktmanager
für die wichtigsten Hersteller im eigenen Haus - ist Bechtle auch über neue Produktentwicklungen
frühzeitig informiert und kann so sicherstellen, den Kunden immer eine optimale Lösung
anzubieten. Insbesondere im beratungsintensiven Dienstleistungsgeschäft sind Kundenbeziehungen
Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs. Gerade im Mittelstand sind Seriosität, Verlässlichkeit
und Kontinuität unentbehrliche Determinanten einer Kundenbeziehung. Bechtle ist seit
fast 30 Jahren im IT-Markt tätig und hat sich von Beginn an auf das Kernkundensegment
Mittelstand konzentriert. Das Unternehmen verfügt daher nicht nur über eine gewachsene
Kundenbasis, sondern ist auch aufgrund langjähriger Erfahrungen in der Lage, bei neuen
Kunden schnell eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung zu etablieren. Die zum Bechtle-Konzern gehörenden Marken ARP, Bechtle, Bechtle direct und Comsoft
direct stellen aufgrund der breiten Marktakzeptanz sowie der hohen Marktdurchdringung
einen immateriellen Wert für das Unternehmen dar. Das über Jahre erarbeitete positive
Image der Marken - sowohl bei Kunden als auch bei Herstellern und Mitarbeitern - ist
für den Geschäftserfolg des Konzerns daher von hoher Bedeutung. FINANZLAGEDie Bechtle AG konnte 2010 ihre finanzielle Flexibilität und Unabhängigkeit weiter ausbauen. Die komfortable Finanzausstattung sowie die solide Kapitalstruktur sind wichtige Voraussetzungen für das zukünftige organische und akquisitorische Wachstum. Darüber hinaus bildet diese wirtschaftliche Stärke die Basis für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Angebotsportfolios.Grundsätze und Ziele des FinanzmanagementsDie Finanzpolitik bei Bechtle hat zum Ziel, die Finanzkraft des Konzerns auf hohem
Niveau zu halten und damit die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens durch die
Sicherstellung ausreichender Liquidität zu wahren. Dabei sollen Risiken weitgehend
vermieden beziehungsweise wirkungsvoll abgesichert werden. Die Geschäftsordnung des
Vorstands sieht daher zum Beispiel vor, dass spekulative Termingeschäfte aller Art
nicht getätigt werden dürfen. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Devisen, Waren und
Wertpapiere sowie daran geknüpfte Termingeschäfte, soweit sie nicht der Absicherung
des laufenden Geschäftsbetriebs dienen. Bechtle nutzt derivative Finanzinstrumente grundsätzlich nur zur Absicherung des operativen
Geschäfts. Konkret waren dies im Berichtsjahr Devisentermingeschäfte sowie Zins- und
Devisenswaps. Einen Schwerpunkt des Finanzmanagements bildet die Sicherung der Konzernwährung
Euro. Bevorzugt werden Instrumente eingesetzt, die der Sicherung des Eigenkapitals
in Euro dienen und gleichzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung eine erfolgsneutrale
Wirkung haben. Sicherungsmaßnahmen werden hauptsächlich gegenüber dem Schweizer Franken
und dem Britischen Pfund getroffen, da Vermögenspositionen und Cashflows außerhalb
der Eurozone im Wesentlichen in den beiden genannten Währungen gehalten beziehungsweise
erwirtschaftet werden. Bei der Anlage überschüssiger Liquidität steht die kurzfristige Verfügbarkeit über
dem Ziel der Ertragsmaximierung, um beispielsweise im Falle möglicher Akquisitionen
oder großer Projektvorfinanzierungen schnell auf vorhandene liquide Mittel zugreifen
zu können. Damit werden rein finanzwirtschaftliche Ziele - wie die Optimierung der
Finanzerträge - der Akquisitionsstrategie und dem Wachstum des Unternehmens untergeordnet.
Diese finanzielle Flexibilität bildet die Grundlage dafür, sich in einem stark konsolidierenden
Markt erfolgreich behaupten zu können. Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation
erfolgen zentral durch das Treasury. Anlagegeschäfte werden nur mit Schuldnern durchgeführt, die ein Investmentgrade aufweisen. KapitalflussrechnungDer Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr um 11,8
Mio. € auf 59,1 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 47,3 Mio. €). Das um 18,1 Mio. € höher
ausgefallene Vorsteuerergebnis konnte allerdings den Anstieg des Working Capitals
als Folge der positiven Geschäftsentwicklung nicht vollständig kompensieren. Kennzeichnend für eine gestiegene Kapitalbindung war die Entwicklung der Vorräte und
Forderungen im Nettovermögen. Der Mittelabfluss durch den Aufbau der Vorräte stieg
von 7,3 Mio. € auf 14,2 Mio. €. Durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen verzeichnete der Konzern einen Mittelabfluss in Höhe von 53,3 Mio.
€, während im Vorjahr ein Mittelzufluss aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen von 5,2 Mio. € ausgewiesen wurde. Der Mittelzufluss durch den Aufbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lag bei 40,0 Mio. € (Vorjahr: Mittelabfluss 3,9 Mio. €). Die Veränderungen der sonstigen
zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge weisen eine Erhöhung von 3,3 Mio. € auf
(Vorjahr: Rückgang 0,5 Mio. €) und sind auf einen Anstieg der Rückstellungen und Wertberichtigungen
zurückzuführen. Bei der Position übriges Nettovermögen verzeichnete Bechtle einen
Zugang von 19,5 Mio.€ (Vorjahr: 0,8 Mio.€), der hauptsächlich aus einem Anstieg der
sonstigen Verbindlichkeiten aufgrund bevorstehender Provisions- und Umsatzsteuerzahlungen
resultiert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit stieg deutlich von 30,3 Mio. € auf 47,6
Mio. €. Hier wirkten sich vor allem die Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und
Wertpapieranlagen in Höhe von 31,0 Mio. € (Vorjahr: 18,0 Mio. €) aus, die vor dem
Hintergrund des hohen Bestands liquider Mittel und der Optimierung des Finanzergebnisses
getätigt wurden. Dem standen Einzahlungen in Höhe von 6,8 Mio. € (Vorjahr: 43 Tsd.
€) aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen gegenüber. Die Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen liegen mit 12,2 Mio. € in etwa auf dem
Niveau des Vorjahres (13,6 Mio. €). Die Auszahlungen für Akquisitionen betrugen im
Berichtsjahr 5,9 Mio. €, nach 0,6 Mio. € 2009. Darüber hinaus verzeichnete der Konzern
einen Mittelabfluss von 7,5 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €), der auf die Absicherung
der in Fremdwährungen gehaltenen Vermögenspositionen zurückzuführen ist. Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich 2010 auf 7,2 Mio.
€ nach 17,8 Mio. € im Vorjahr. Hier wirkten sich vor allem die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten
mit einem Zufluss von 12,0 Mio. € (Vorjahr: 3,9 Mio. €) und die geringere Tilgung
derselben mit einem Mittelabfluss von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €) mindernd aus. Die liquiden Mittel stiegen zum Ende des Berichtszeitraums um 9,0 Mio. € auf 85,5
Mio. € (Vorjahr: 76,5 Mio. €). Der Free Cashflow erhöhte sich von 34,4 Mio. € auf 41,8 Mio. €. Im Zusammenhang mit
einem gestiegenen Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ist die Höhe des Free Cashflows
im Wesentlichen durch die Akquisitionsstrategie der Bechtle AG im Berichtsjahr beeinflusst. CASHFLOWscroll
Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten werden im Anhang erläutert.
Eine Veränderung des Zinsniveaus hätte aufgrund der untergeordneten Bedeutung des
Finanzergebnisses für den Bechtle-Konzern keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente betreffen bei der Bechtle AG im Wesentlichen
Operating-Leasingverträge. Detaillierte Angaben hierzu sind im Konzern-Anhang dargestellt.
Weiterhin werden bei der Bechtle AG zur Optimierung der Bilanz- und Finanzierungsstruktur
im Einzelfall und mit vergleichsweise geringen Volumina Factoringgeschäfte vorgenommen. Der Vorstand der Bechtle AG sieht nach wie vor keinerlei Anzeichen für Liquiditätsengpässe
des Konzerns. Es stehen ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung, um organisch
und über Akquisitionen weiter zu wachsen. STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMENDie Finanzierung des laufenden Geschäfts und notwendiger Ersatzinvestitionen erfolgte
2010 durch liquide Mittel und den operativen Cashflow. Der Mittelbedarf für die im
abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen wurde zum Teil durch die liquiden
Mittel und die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten gedeckt. Mangels größerer Investitionsvorhaben
waren keine Finanzierungsmaßnahmen von strategischer Bedeutung wie Kapitalerhöhungen
oder die Ausgabe von Anleihen notwendig. Das Unternehmen weist mit 56,8 Prozent eine gute Eigenkapitalquote auf. Sie ist Ausdruck
einer Finanzierungsstrategie, die grundsätzlich auf eine weitgehende Unabhängigkeit
gegenüber Fremdkapitalgebern ausgerichtet ist. Dennoch sieht die Finanzierungsstrategie
auch eine kontinuierliche Überprüfung und gegebenenfalls Optimierung der Kapitalstruktur
vor. Um den Leverage und damit die Effizienz der Kapitalstruktur zu verbessern, wurden
zum Beispiel die kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten im abgelaufenen Geschäftsjahr
von 9,2 Mio. € auf 17,1 Mio. € erhöht und nehmen damit zum Stichtag 31. Dezember 2010
einen Anteil an der Bilanzsumme des Konzerns von 2,6 Prozent (Vorjahr: 1,8 Prozent)
ein. Gleichermaßen ist die stabile Eigenkapitalquote jedoch auch Grundlage für ein
höheres Verschuldungspotenzial und die finanzielle Flexibilität, um insbesondere sich
kurzfristig ergebende Akquisitionschancen nutzen zu können. Bechtle hält daher, neben
langfristig angelegten Geld- und Wertpapieranlagen von 30,7 Mio. €, mit 99,1 Mio.
€ auch den Großteil seiner Finanzmittel in kurzfristig verfügbaren liquiden Mitteln
sowie Geld- und Wertpapieranlagen vor. Grundsätzlich verfolgt Bechtle das Ziel, jederzeit ausreichend Zugang zu vielfältigen
Finanzierungsquellen zu haben. BILANZIELLE ERMESSENSENTSCHEIDUNGENIm Geschäftsjahr sind, soweit nicht nachfolgend aufgeführt, keine Wahlrechte ausgeübt
oder bilanzielle Sachverhaltsgestaltungen gebildet worden, die im Falle einer anderen
Ausübung beziehungsweise einer anderen bilanziellen Gestaltung einen wesentlichen
Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten. Angaben zum Einfluss der Verwendung von Schätzungen, der getroffenen Annahmen und
Ermessensentscheidungen insbesondere im Zusammenhang mit der Bewertung des Sachanlagevermögens
und der immateriellen Vermögenswerte, des Geschäfts- oder Firmenwerts, der zweifelhaften
Forderungen, Pensionsverpflichtungen, Rückstellungen und Eventualschulden sowie des
Steueraufwands finden sich im Kapitel Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen
des Konzern-Anhangs. Eine Entscheidung in der Vergangenheit von wesentlicher bilanzieller Bedeutung betraf
den Neubau der Konzernzentrale. Bechtle hat im Geschäftsjahr 2002 einen Leasingvertrag
über das zentrale Logistik- und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm abgeschlossen. Alternativ
wäre es denkbar gewesen, das Gebäude zu erwerben. In diesem Fall hätte das Gebäude
mit Anschaffungskosten von rund 31 Mio. € als Vermögenswert im Sachanlagevermögen
bilanziert werden müssen, sodass sich die langfristigen Vermögenswerte und die Anlagenintensität
auch in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend erhöht hätten. In Abhängigkeit
von der Art der Finanzierung hätte sich auch ein nicht unwesentlicher Einfluss auf
die Vermögens- und Finanzlage ergeben können. Im Falle einer Fremdfinanzierung hätten
sich die langfristigen Schulden erhöht und die daraus resultierende Bilanzverlängerung
auch zu einer geringeren Eigenkapitalquote geführt. Die Finanzierung über liquide
Mittel hätte eine Reduzierung der finanziellen Flexibilität zur Folge gehabt. Die
Finanzierung des Erweiterungsbaus in Neckarsulm erfolgte ebenfalls über bilanzunwirksames
Leasing. Das Volumen beläuft sich daher auf insgesamt 38 Mio. €. Eine bedeutende Anzahl von Tochtergesellschaften des Bechtle-Konzerns ist in der Schweiz
tätig sowie ansässig und führt ihre Bücher in lokaler Währung (Schweizer Franken).
Zur wirtschaftlichen Absicherung des EUR/CHF-Wechselkursrisikos in Bezug auf das Nettovermögen
dieser Schweizer Tochtergesellschaften bedient sich Bechtle entsprechender finanzieller
Sicherungsinstrumente wie zum Beispiel Devisentermingeschäften. Dabei soll neben der
wirtschaftlichen Absicherung auch eine Kompensation der aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen
ausländischer Tochtergesellschaften im Konzernabschluss (€) entstehenden und separat
direkt im Eigenkapital zu erfassenden Umrechnungsdifferenzen erreicht werden. Hierzu
qualifiziert beziehungsweise designiert Bechtle diese Sicherungsbeziehung für die
Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 und erfasst Gewinne oder Verluste
aus dem Sicherungsinstrument - soweit dieses effektiv absichert - entsprechend erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis. Ohne eine solche designierte Sicherungsbeziehung wären Gewinne
oder Verluste aus dem Sicherungsinstrument vollständig erfolgswirksam im Ergebnis
vor Steuern zu erfassen. Bei der Bilanzierung der Pensionsrückstellungen erfasst Bechtle die versicherungsmathematischen
Gewinne und Verluste nicht gemäß der sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern
gemäß IAS 19.93A stets in voller Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral
direkt im Eigenkapital. Somit sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen
Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der Korridormethode
würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste
in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden. Im Zeitpunkt des Zugangs finanzieller Vermögenswerte oder finanzieller Verbindlichkeiten
besteht ein einmalig ausübbares Wahlrecht, den Vermögenswert beziehungsweise die Verbindlichkeit
fortan erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten (IAS 39.9). Bechtle hat
von diesem Wahlrecht bislang keinen Gebrauch gemacht und bewertet ausgereichte Kredite
und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert. Eine Ausübung
des Wahlrechts zur erfolgswirksamen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert hätte bislang
keine wesentlichen Änderungen der Wertansätze zur Folge gehabt. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTZu den Grundsätzen einer wertorientierten, verantwortungsbewussten und nachhaltigen
Unternehmensführung gehört das Nutzen unternehmerischer Chancen bei gleichzeitig vorausschauender
Steuerung der damit verbundenen Risiken. Die Früherkennung, Bewertung und Überwachung
der Risiken sind bei Bechtle ebenso Bestandteil der Absicherung des langfristig profitablen
Wachstums wie das aktive Management von Chancen im Rahmen der Unternehmensentwicklung. RISIKO- UND CHANCENMANAGEMENTGrundverständnisIm Bechtle-Konzern sind Risiko- und Chancenmanagement bestimmungsgemäß eng miteinander
verzahnt. Unter einer Chance ist die Möglichkeit eines für das Unternehmen günstigen
Ereignisses oder Verlaufs ebenso zu sehen wie eine positive Abweichung von einem geplanten
Szenario. Das interne Chancenmanagement der Bechtle AG leitet sich im Wesentlichen
von der Strategie der Geschäftssegmente und deren Zielen ab. Die direkte Verantwortung
für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen
obliegt in erster Linie dem Konzernvorstand sowie der operativen Führungsebene in
den jeweiligen Geschäftssegmenten und Holdinggesellschaften in Form der Bereichsvorstände
und Geschäftsführer. Diese Aufgaben sind somit, wie auch das Risikomanagement, integraler
Bestandteil des konzernweiten Planungs- und Steuerungssystems. Das Management der
Bechtle AG beschäftigt sich intensiv mit detaillierten Auswertungen und umfänglichen
Szenarien zur Markt- und Konkurrenzsituation im Umfeld des Unternehmens sowie den
kritischen Erfolgsfaktoren für die Unternehmensentwicklung. Daraus werden konkrete
Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftssegmente abgeleitet und in Planungsgesprächen
zwischen Vorstand und den operativ verantwortlichen Führungskräften diskutiert sowie
entsprechende Ziele im Rahmen der Potenzialausschöpfung vereinbart. Die Möglichkeit, dass ein Ereignis negative Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf
und somit auf die Zukunft des Unternehmens hat, wird als Risiko bezeichnet. Ein Risiko
ist damit die Gefahr, dass Ziele nicht erreicht oder Strategien nicht erfolgreich
umgesetzt werden. Dies umfasst alle internen und externen Ereignisse, Handlungen oder
Versäumnisse, die eine potenzielle Bedrohung für den Erfolg oder die Existenz des
Unternehmens darstellen. Dabei ist der Risikobegriff nicht auf negative Entwicklungen
oder Ereignisse beschränkt, sondern bezieht ausdrücklich das Versäumen oder die mangelhafte
Nutzung positiver Entwicklungsmöglichkeiten ein. Risikomanagement wird bei der Bechtle AG definiert als Gesamtheit aller organisatorischen
Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer
Betätigung. Oberstes Ziel des Risikomanagements sind insbesondere das rechtzeitige
Erkennen wesentlicher und bestandsgefährdender Risiken, deren Bewertung sowie das
Initiieren entsprechender Maßnahmen im Rahmen der Risikosteuerung, damit die Schadensfolgen
aus dem möglichen Eintritt eines Risikos für das Unternehmen minimiert oder abgewendet
werden können. Effizientes Risikomanagement stellt sicher, dass Mitarbeiter und Ressourcen
so eingesetzt werden, dass das Erreichen der Unternehmensziele bestmöglich unterstützt
wird. Es ist hingegen nicht Aufgabe des Risikomanagements, alle Risiken zu vermeiden. Um
Chancen erfolgreich zu erschließen, muss ein Unternehmen innerhalb seiner unternehmerischen
Tätigkeit bewusst Risiken eingehen. Dabei ist wichtig, dass die Risiken auf ein akzeptables
Maß begrenzt und so gut wie möglich kontrolliert werden. Den Rahmen dafür setzt die
Risikopolitik beziehungsweise -strategie im Sinne einer übergeordneten Grundausrichtung
des Unternehmens. Die Risikostrategie gründet bei der Bechtle AG auf der Unternehmenskultur,
den Unternehmensgrundsätzen und den strategischen Unternehmenszielen, die das tägliche
Handeln bestimmen und auf unterschiedlichste Weise als Orientierungshilfe bei allen
Entscheidungen dienen. In der Bechtle-Firmenphilosophie, dem Bechtle-Verhaltenskodex
("Code of Conduct") sowie den Bechtle-Führungsgrundsätzen sind die wesentlichen Elemente
dieser kulturellen Grundprägung des Unternehmens verankert. Im Rahmen der Vision 2020 verfolgt die Bechtle AG das Ziel, im Segment IT-Systemhaus
& Managed Services flächendeckend in der D-A-CH-Region vertreten zu sein und dabei
der führende IT-Partner für Geschäftskunden und öffentliche Auftraggeber zu werden.
Im Segment IT-E-Commerce strebt der Konzern die Marktführerschaft in Europa an und
im nächsten Schritt die Internationalisierung jenseits der europäischen Grenzen. Das
angestrebte profitable Wachstum geht dabei zwingend einher mit dem Eingehen geschäftlicher
Risiken. Dem muss auch die Risikopolitik der Bechtle AG Rechnung tragen. OrganisationDie Risikomanagement-Organisation bildet den institutionellen Rahmen für das Risikomanagement.
Sie begleitet hinsichtlich des Risikoaspekts die Managementprozesse im Unternehmen.
Entsprechend dem organisatorischen Aufbau der Bechtle-Gruppe findet beim Risikomanagement
eine klare Trennung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten zwischen der Konzernholding
beziehungsweise den Zwischenholdings und den operativen Tochtergesellschaften statt.
Das Konzerncontrolling hat ein geeignetes Berichtswesen aufgebaut, das die frühzeitige
Identifizierung erfolgsgefährdender Entwicklungen ermöglicht. Neben der Bereitstellung
einer Vielzahl von Analysetools für die operativen Einheiten werden auf Grundlage
von periodischen Auswertungen und Statistiken Erkenntnisse gewonnen, die ein effektives
Risikomanagement in den einzelnen Tochterunternehmen unterstützen. Somit liegt ein
wesentlicher Teil der Verantwortung für das aktive Risikomanagement bei den Geschäftsführern
("Risk Owner") der Konzerngesellschaften. Dieses Grundprinzip entspricht im Übrigen
der Dezentralität des Geschäftsmodells und der Führungsphilosophie der Bechtle AG. Die Risikomanagement-Organisation übernimmt im Kern zwei Funktionen: • Prozessunabhängige Überwachung.Diese umfasst die Kontrolle der Funktionsfähigkeit aller Prozesse. Ein wichtiger Teil
der prozessunabhängigen Überwachung ist die interne Revision (Innenrevision). Sie
prüft nachträglich das betriebliche Geschehen im Hinblick auf Ordnungs- und Zweckmäßigkeit.
Die gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit der internen Revision ergibt sich aus
§ 91 Abs. 2 AktG. Bei der Bechtle AG werden Aufgaben der internen Revision fortlaufend
im Rahmen der Durchsicht der Monatsabschlüsse sowie anlassbezogen im Bereich Konzernrechnungswesen
wahrgenommen. Die Eignung des vom Vorstand eingerichteten Risikofrüherkennungssystems
sowie die Wirksamkeit der Einzelmaßnahmen zur Risikosteuerung und des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems (IKS) werden vom Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
und unterjährig durch die Unternehmensleitung beurteilt. • Frühwarn- und Überwachungssystem.Die Struktur der Systeme ist auf die strategischen und operativen Bedrohungen ausgerichtet
und gewährleistet die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und der sonstigen Unternehmensprozesse.
Frühwarnsysteme sind Instrumente, die das Unternehmen dabei unterstützen, Risiken
und Chancen rechtzeitig zu identifizieren. Bei der Identifikation latenter Risiken
richtet sich die Aufmerksamkeit besonders auf Frühindikatoren. Unter Überwachung wird
dabei die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit, Angemessenheit und Effizienz
der Maßnahmen einschließlich notwendiger Kontrollstrukturen im Hinblick auf die identifizierten
Risiken verstanden. Im Rahmen des Risikomanagements ist die effektive Kommunikation der wesentlichen Aufgaben
und Inhalte über die Hierarchiestufen hinweg von entscheidender Bedeutung für die
Verzahnung mit dem operativen Geschäft. Ein wichtiges Instrument zur Organisation
und Steuerung des notwendigen Informationsflusses ist in diesem Zusammenhang die Gremien-
und Teamarbeit. Auf der obersten Ebene der Bechtle AG sind dies die Aufsichtsrats-
und Vorstandssitzungen sowie die Risikomanagementsitzungen. Auf der Ebene der Geschäftsführung
sind es vor allem die Bereichsvorstandssitzungen, Geschäftsführertagungen, Strategietagungen
sowie Planungs- und Einzelgespräche mit dem Vorstand. KonzernrechnungslegungGemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB haben kapitalmarktorientierte Unternehmen im Konzernlagebericht
die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (IKS)
im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse
bei den in den Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.
Bechtle lehnt sich beim IKS an die Definition des Instituts der Wirtschaftsprüfer
in Deutschland e. V. an. Danach umfasst das IKS die vom Management eingeführten Grundsätze,
Verfahren und Maßnahmen, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der
Entscheidungen des Managements (i) zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit
der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich
der Verhinderung oder Aufdeckung von Vermögensschäden), (ii) zur Ordnungsmäßigkeit
und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung und (iii) zur Einhaltung
der für das Unternehmen maßgeblichen Vorschriften. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen sowie den
Konzernrechnungslegungsprozess sind bei der Bechtle AG folgende Strukturen und Prozesse
implementiert: Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das IKS im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse
der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess bei Bechtle. Über
eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss
einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftssegmente eingebunden. Die Grundsätze,
die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des konzernrechnungslegungsbezogenen
IKS sind konzernweit in Richtlinien und Organisationsanweisungen niedergelegt, die
in regelmäßigen Abständen aktuellen externen und internen Entwicklungen angepasst
werden. Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen
und den Konzernrechnungslegungsprozess erachtet das Management solche Merkmale des
IKS als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses
einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere
die folgenden Elemente:
Risikoidentifikation und -bewertungUm die relevanten Risiken der Bechtle AG möglichst vollständig zu erfassen, arbeitet
das Unternehmen mit einem Risikoerfassungsbogen. Dieser strukturiert verschiedene
Risikoarten in Form einer Checkliste. Diese Liste kann inhaltlich von den an der Risikoidentifikation
und -bewertung beteiligten Führungsverantwortlichen angepasst und ergänzt werden,
um möglichen Besonderheiten einzelner Geschäftsfelder Rechnung zu tragen. Der Risikoerfassungsbogen, der eine möglichst vollständige Übersicht denkbarer Risiken
geben soll, ist die Grundlage für die Risikobewertung: Jedes Risiko wird in Bezug
auf Eintrittswahrscheinlichkeit und erwartete Schadenshöhe (Risikopotenzial) bewertet
und in einer Risikomatrix hinsichtlich der Bedeutung (A-, B- und C-Risiken) positioniert.
Die Bewertung gibt an, wie wahrscheinlich der Risikoeintritt für das zugrunde liegende
Risikopotenzial ist. Das Ergebnis ist eine aggregierte Darstellung aller identifizierten
Risiken in Form einer "Risikolandkarte" und zwar sowohl für die Bechtle AG als Konzern
als auch für jedes ihrer Geschäftssegmente. RisikosteuerungAuf die identifizierten Risiken reagiert das Unternehmen fallbezogen und mit unterschiedlichen
Strategien:
Risikoberichterstattung und -dokumentationDas Management der Bechtle AG hält regelmäßig und mehrmals pro Jahr Risikomanagementsitzungen
ab, deren inhaltlicher Bezug stetig überprüft und weiterentwickelt wird. So finden
zusätzlich zur Risikomanagementsitzung der Bechtle AG für jedes Segment und die einzelnen
Führungsbereiche separate Sitzungen statt, in denen die Risiken explizit mit den Verantwortlichen
besprochen und kontinuierlich neu bewertet werden. Der Vorstandsvorsitzende und der
Aufsichtsratsvorsitzende wohnen jeder dieser Sitzungen bei. Die betreffenden Bereichsvorstände
sowie einzelne mit Controlling- und Risikomanagementaufgaben betraute Mitarbeiter
nehmen an Besprechungen ebenfalls teil. Mit diesem Teilnehmerkreis sind alle für den
Erfolg des Unternehmens wesentlichen Bereiche und Verantwortlichkeiten im Prozess
des Risikomanagements eingebunden. Ergänzend zu der regulären Berichterstattung und
der Bewertung von Risiken im Rahmen dieser Sitzungen ist eine Ad-hoc-Berichterstattung
vorgesehen, in der kritische Themen rechtzeitig an die zuständigen Gremien (Prüfungsausschuss,
Aufsichtsrat) und die übrigen im Risikomanagementprozess involvierten Personen kommuniziert
werden. CHANCENMarkt und WettbewerbAls ein Unternehmen der IT-Branche ergeben sich für die Bechtle AG bei einer positiven
Wirtschaftsentwicklung Chancen für ein erfolgreiches Wachstum. Aber auch bei einer
stagnierenden oder zurückgehenden Gesamtwirtschaft kann Bechtle über die Konsolidierung
der Wettbewerbslandschaft von dieser Entwicklung profitieren sowie den relativen Marktanteil
aus eigener Kraft ausbauen. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Konzern intensiv
mit strategischen Markt- und Wettbewerbsanalysen und leitet daraus konkrete Wachstumsoptionen
für die künftige Entwicklung ab. Darüber hinaus stehen selbstverständlich die Branchen-
und Technologietrends im Fokus der Betrachtung, die unmittelbar Konsequenzen für das
profitable Wachstum des Unternehmens haben. Der IT-Markt ist geprägt von einer hohen Innovationskraft und kurzen Produktzyklen.
Die Bedeutung der Informationstechnologie nimmt aufgrund der fortschreitenden Technisierung
stetig zu - sowohl im Alltagsleben, aber vor allem auch im industriellen Umfeld. Daher
liegt auch in den als saturiert geltenden Märkten wie den Ländern Westeuropas nach
wie vor ein großes und weiter steigendes Wachstumspotenzial. Vor allem hochwertige
Dienstleistungen werden aufgrund der Komplexität der IT immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Das Produkt- und Leistungsportfolio von Bechtle deckt alle aktuellen und derzeit absehbaren
Bedürfnisse industrieller Kunden ab. Die Voraussetzungen zur Erschließung der sich
daraus ergebenden Wachstumspotenziale sind aufgrund der strukturellen und strategischen
Aufstellung des Konzerns somit gegeben. Der Systemhausmarkt, insbesondere im deutschsprachigen Raum, befindet sich seit einigen
Jahren in einer starken Konsolidierungsphase, die Bechtle aktiv nutzt. Das Unternehmen
hat auf der Basis seiner soliden Finanzkraft und der guten Reputation seit dem Börsengang
etwa 40 Akquisitionen getätigt und damit seine Marktstellung kontinuierlich gestärkt.
Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Branchenbereinigung sowie der nach wie
vor sehr guten Vermögenslage und Finanzausstattung des Bechtle-Konzerns ergeben sich
für das Unternehmen auch in Zukunft Chancen, die Wettbewerbsposition weiter zu festigen
- etwa durch Zukäufe oder eine Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Auch
im Berichtsjahr hat Bechtle diese Chance genutzt und insgesamt drei Unternehmen, zwei
deutsche Systemhäuser und ein österreichisches, akquiriert. Der Bechtle-Konzern nimmt eine führende Wettbewerbsstellung ein und kann aufgrund
seiner dezentralen Struktur schnell und flexibel agieren, um die regionale Marktausschöpfung
zu erhöhen. Zusätzlich ermöglicht die finanzielle Solidität des Unternehmens, Schwächen
der Mitbewerber entschlossen auszunutzen. Der strategische Fokus im Berichtsjahr richtete
sich auf die sich bietenden Chancen beim Ausbau des relativen Marktanteils in den
jeweiligen Regionen. Aufgrund der sich nur zögerlich verbessernden Kreditversorgung und der zum Teil unzureichenden
Finanzausstattung vieler mittelständischer Unternehmen ergeben sich zusätzliche Chancen
für den Bechtle-Konzern. Die Notwendigkeit der Kunden, kurzfristig Kosten einzusparen,
bedingt eine wachsende Nachfrage nach innovativen IT-Konzepten und Serviceleistungen.
Parallel dazu steigen die Anforderungen an die Informationstechnologie, denn langfristig
werden Unternehmen nur dann einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil realisieren, wenn
sie die IT als Produktionsfaktor verstehen und den Wandel der IT zum wertschöpfenden
Unternehmensbereich erfolgreich gestalten. Das Segment IT-E-Commerce soll in den nächsten Jahren - vor allem auch im Hinblick
auf die Vision 2020 -überdurchschnittlich wachsen. Hier liegen die Chancen neben der
geplanten Entwicklung an den bereits existierenden Standorten vor allem in der weiteren
Internationalisierung des Geschäfts auf der Grundlage einer Mehrmarkenstrategie. Die
notwendigen Systeme und Prozesse wurden in den letzten Jahren fortlaufend verbessert
und bilden eine verlässliche Basis für weiteres Wachstum. Im Berichtsjahr hat der
Konzern mit der Marke Bechtle direct den Schritt nach Osteuropa vollzogen und eine
Tochtergesellschaft in Polen eröffnet. Ebenfalls im Berichtsjahr bereitete Bechtle
den Markteintritt in Tschechien vor und eröffnet im April 2011 eine eigene Landesgesellschaft
in Prag. Die Marke Comsoft - der Spezialist für Softwarelizenzierung und -management
- startete im Berichtsjahr in drei neuen europäischen Ländern: Belgien, Italien und
Spanien. Damit ist die Comsoft neben Deutschland in sieben europäischen Staaten vertreten.
Für alle drei Handelsmarken sind 2011 weitere Expansionsschritte in Europa geplant.
Mittelfristig stellen für die Marke Bechtle direct Lateinamerika und langfristig Asien
attraktive Wachstumsmärkte dar. Das Thema Klimaschutz hat sich unter dem Schlagwort Green IT bereits zu einer festen
Größe in der IT-Branche etabliert. Um den Anforderungen an eine umweltbewusste IT
gerecht zu werden und die sich daraus ergebenden Chancen zu nutzen, hat Bechtle ein
innovatives Angebot an emissionsarmen energiesparenden Produkten eingeführt. Ferner
bietet Bechtle im Dienstleistungssektor kundenspezifische Lösungen an, die beispielsweise
durch Serverkonsolidierung oder Virtualisierung ebenfalls zur Energieeinsparung der
IT-Infrastruktur beitragen. KundenIm Segment IT-Systemhaus & Managed Services bearbeitet Bechtle die deutschsprachigen
regionalen Märkte mit einem flächendeckenden Netz an Systemhäusern. Aufgrund der breit
gefächerten Kundenstruktur sind die Einflüsse aus branchenbezogenen Konjunktursonderverläufen
und speziellen investiven Rahmenbedingungen für das Unternehmen relativ gering. Zudem
stellt die langjährige Präsenz von Bechtle in diesem Segment für potenzielle Wettbewerber
eine hohe Markteintrittsbarriere dar. Die starke Wettbewerbsposition im Mittelstand
bietet für Bechtle die Chance, die Marktführerschaft in diesem Bereich auszubauen
und das eigene Geschäftsmodell branchenübergreifend auszurichten. Bechtle vermarktet seine Leistungen auch im Kundensegment der öffentlichen Auftraggeber
und hat in den letzten Jahren die Aktivitäten in diesem Geschäftsbereich konsequent
ausgebaut. Neben der grundsätzlichen Chance, die in der Verbreiterung des Kundenportfolios
und dem damit erreichbaren höheren Geschäftsvolumen liegt, eröffnen die Fokussierung
auf die Anforderungen der öffentlichen Auftraggeber und die Berücksichtigung der Besonderheiten
der Vergabepraxis in diesem Segment eine weitere Chance: Das Investitionsverhalten
dieser Kundengruppe ist weniger konjunkturanfällig und häufig sogar antizyklisch. Im Segment IT-E-Commerce ist Bechtle mit den Marken ARP, Bechtle direct und Comsoft
direct in ausgewählten Ländern Europas tätig. Als künftige Wachstumschance sieht Bechtle
in diesem Segment neben einer breiteren Kundenansprache auch die verstärkte Kundenbindung
durch den Einsatz von bios®-Shops. Neben Bechtle direct mit der Ausrichtung auf Unternehmenskunden wurde Bechtle ÖA direct
als Angebotsplattform für Kunden im öffentlichen Bereich etabliert. Auch hier bieten
sich die bereits angesprochenen Chancen aufgrund des antizyklischen Investitionsverhaltens
öffentlicher Auftraggeber und der überdurchschnittlichen Wachstumsraten, die Bechtle
in diesem Kundensegment in den letzten Jahren erzielt hat. Hersteller und DistributorenDie Bechtle AG unterhält enge Partnerschaften zu allen bedeutenden Lieferanten und
Herstellern der IT-Branche. Ein Beispiel dafür ist die Kooperation mit IBM im Bereich
Outsourcing. Die intensive Zusammenarbeit mit den Partnerunternehmen ermöglicht es
Bechtle, für die wachsende Bandbreite der Kundenanforderungen technologisch passende
Lösungen anzubieten. Vor allem durch ein umfangreicheres Angebot an individuellen
Servicelösungen für Unternehmenskunden und öffentliche Auftraggeber verbessert Bechtle
damit die eigenen Wachstumschancen. Darüber hinaus gehört die Bechtle AG zu den größten
HP-Partnern in Europa. Im Rahmen der Partnerschaften zu den bedeutendsten Lieferanten
und Herstellern kann der Konzern fast ausschließlich auf Zertifizierungen mit dem
höchsten Partnerstatus verweisen. Zur Unterstützung der Zusammenarbeit hat Bechtle für strategische Hersteller zusätzlich
sogenannte Vendor Integrated Product Manager (VIPM) etabliert, die gleichermaßen die
Interessen des Herstellers wie die von Bechtle vertreten. So können beispielsweise
Informationen der Hersteller zentral, zielgerichtet und unverzüglich an die zuständigen
Mitarbeiter in der Beschaffung, im Vertrieb und im Dienstleistungsbereich des Unternehmens
weitergegeben werden. Damit gewährleistet Bechtle ein Leistungsangebot, das aus Kundensicht
jederzeit dem neuesten Stand der Technik entspricht. Auf diese Weise steigt die Qualität
der Vertriebsaktivitäten und die Kunden profitieren darüber hinaus sofort von den
Vorteilen aus innovativen Produktaktionen der Hersteller. Im Gegenzug stellen beispielsweise
die Bechtle-Produktkataloge für die Hersteller und Distributoren seit Jahren einen
Vertriebskanal mit hohem Multiplikationseffekt dar. Durch die Standardisierung der logistischen Abläufe und die Vereinheitlichung der
Warenwirtschaftssysteme zwischen Bechtle und den Partnern werden darüber hinaus zahlreiche
Synergien realisiert. Dies führt nicht nur zu einer Verbreiterung des Produktangebots
bei zunehmender Verfügbarkeit der Ware, sondern erhöht auch die Attraktivität von
Bechtle für andere Distributoren und Hersteller. LeistungsspektrumUnternehmenskunden erwarten von ihrem IT-Dienstleister zunehmend Komplettlösungen
aus einer Hand. Bechtle verfügt mit der Kombination aus Handel und Dienstleistung
- sowie innerhalb der Dienstleistung mit der Mischung aus Projekt-, Service- und Finanzierungsgeschäft
- über gute Voraussetzungen, um von diesem Trend zu profitieren. Darüber hinaus hat
sich Bechtle durch Akquisitionen, strategische Abkommen und speziell auf die Bedürfnisse
und Trends des Markts ausgerichtete Competence Center entsprechend positioniert und
durch qualifizierte Mitarbeiter verstärkt. Bei der Beschaffung und beim Betrieb der IT haben viele Unternehmen die Realisierung
von Einsparpotenzialen im Fokus. Bestehende Geschäftsprozesse werden überprüft und
innovative IT-Managementmodelle wie beispielsweise Outsourcing gewinnen an Bedeutung.
Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, Betriebskosten
stärker zu variabilisieren und die Kapitalbindung in Form von IT-Investitionen zu
reduzieren. Aufgrund der stetig zunehmenden Relevanz der IT für alle Unternehmensprozesse
sowie einer gewissen Unsicherheit auf Kundenseite infolge von Insolvenzen selbst namhafter
Systemhäuser hinterfragen viele Outsourcing-Kunden die Verlässlichkeit ihrer Partner.
Dies hat unmittelbar Einfluss auf die Wahl der Dienstleister, die Preise sowie auf
die Art und Weise, von wem externe Services bezogen werden. Für Bechtle als wirtschaftlich
sehr soliden, verlässlichen Partner mit guter Reputation können sich aufgrund des
erweiterten Angebots an Outsourcing-Lösungen und Managed Services daher künftig attraktive
Wachstumsmöglichkeiten ergeben. Die Kundenbeziehungen in diesem sogenannten Betriebsgeschäft
sind meist langfristig angelegt, was der Planbarkeit der Geschäftsentwicklung zugutekommt.
Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts. Eine andere Art der Beschaffung und des Betreibens von IT-Infrastrukturen und deren
Anwendungen in Unternehmen hat unter dem Begriff Cloud Computing im vergangenen Jahr
Einzug in die Branche gehalten. Beim Cloud Computing werden Rechenleistung, Speicher,
Applikationen und IT-Services in Echtzeit über Datennetze bezogen. Der Preis der einzelnen
Leistungen orientiert sich dabei an deren tatsächlicher Nutzung. In dem neuen Geschäftsfeld
Cloud Computing sieht die IT-Branche ein großes Wachstumspotenzial, es stellt aber
insbesondere mittelständische Anbieter von Software und IT-Services vor völlig neue
Herausforderungen. So müssen nicht nur Produkte und Dienstleistungen, sondern ganze
Geschäftsmodelle, Vertriebsstrategien und Beratungsleistungen entsprechend an die
neue Technologie angepasst werden. Die künftige Rolle der Serviceprovider am IT-Markt
wird darin bestehen, Cloud Computing den Unternehmen nahezubringen. Dies kann entweder
mittels eigener Cloud-Services geschehen oder indem die Systemhäuser als Zwischenhändler
fungieren und eine vermittelnde Rolle zwischen den großen Cloud-Anbietern und den
Anwenderunternehmen einnehmen. Bechtle ist sowohl in Kooperation mit namhaften Partnern
als auch mit einem eigenständigen Lösungsangebot im Cloud-Computing-Markt tätig. Die
Bechtle-Systemhäuser können in diesem Zusammenhang auf ein breites Portfolio an Virtualisierungs-
und Servertechnologien, Infrastrukturlösungen und sicherheitsrelevanten Applikationen
verweisen und schaffen so die notwendigen kundenindividuellen Voraussetzungen für
den Bezug und das Betreiben der IT aus der "Wolke". Darüber hinaus bietet der Konzern
seinen Kunden Beratungs- und Integrationsleistungen rund um das Thema Cloud an, da
die spezifischen Services oft in die bestehenden Systeme integriert und damit vernetzt
werden müssen. Nach einer Studie der Experton Group für den BITKOM wird der Umsatz
mit Cloud Computing in Deutschland von 1,9 Mrd. € im Jahr 2011 auf 8,2 Mrd. € im Jahr
2015 steigen. Das Umsatzwachstum liegt somit bei durchschnittlich 48 Prozent pro Jahr.
In fünf Jahren werden danach etwa 10 Prozent der gesamten IT-Ausgaben auf diese Technologie
entfallen. Vor dem Hintergrund einer im Berichtsjahr immer noch erschwerten Kreditvergabe im
Umfeld des industriellen Mittelstands verzeichnen insbesondere die IT-Systemhäuser
mit einem technologischen Komplettlösungspaket und einem erweiterten Angebot an Finanzierungsleistungen
einen gewissen Wettbewerbsvorteil. Das Angebot von Leasingmodellen bietet besonders
in wirtschaftlich angespannten Phasen die Chance, wichtige IT-Projekte trotz sinkender
Budgets umzusetzen. Zudem fördert diese Finanzierungsalternative die langfristige
Kundenbindung und die Neukundengewinnung. UnternehmensorganisationDurch eine konsequente Ausrichtung der Unternehmensstruktur an der Strategie wurde
eine wesentliche Voraussetzung geschaffen, um die sich aus den skizzierten Marktentwicklungen
ergebenden Chancen nutzen zu können. Die mit rund 60 Lokationen flächendeckende Präsenz
in Deutschland und der Schweiz sowie die zwei Standorte in Österreich ermöglichen
es Bechtle, über die regionalen Systemhäuser sowohl lokale Mittelständler vor Ort
zu adressieren als auch - in der Gesamtheit als Bechtle-Gruppe - überregionale Unternehmen
und Konzerne als Kunden zu gewinnen, die einen großen IT-Dienstleister als zuverlässigen
Partner bevorzugen. Trotz der hohen Bedeutung dezentraler Verantwortungs- und Entscheidungsstrukturen
profitiert die Bechtle-Gruppe von ihrer Größe im Bereich der zentralisierten administrativen
Aufgaben sowie den gebündelten Einkaufs- und Logistikprozessen durch die Nutzung entsprechender
Skaleneffekte. Competence Center, spezialisierte Produktmanagementteams und Geschäftsfeldverantwortliche
bündeln zusätzlich Know-how, das zentral allen Standorten zur Verfügung gestellt wird. Über die gewonnene Marktposition und die Kombination aus dezentralen und zentralen
Strukturelementen hat Bechtle gute Voraussetzungen, sich bietende Marktchancen aktiv
wahrnehmen zu können. So hat der Konzern im Geschäftsbereich Öffentliche Auftraggeber
die Kompetenzen und Erfahrungen für dieses spezielle Marktsegment zentral gebündelt.
Aus dem organisierten Zusammenspiel zwischen zentraler Unterstützung und dezentraler
Marktbearbeitung durch die Systemhäuser ergeben sich verbesserte Chancen für Wachstum
in diesem Markt - ein bewährtes Grundprinzip, dem Bechtle im Übrigen auch bei dem
neu geschaffenen Geschäftsbereich Software und bei der Organisation des Bereichs Managed
Services folgt. PersonalFür Bechtle haben die langfristige Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen, eine
hohe Motivation und eine positiv wirkende Unternehmenskultur eine große Bedeutung.
Wesentliche Voraussetzung für ein gutes Klima im Unternehmen ist der praktizierte
Führungsstil. Das Management des Unternehmens lebt die in der Unternehmensphilosophie
verankerten Grundwerte vor und schafft ein offenes Klima des wechselseitigen Vertrauens.
Kurze Kommunikationswege gehören ebenso dazu wie der offene Austausch zwischen den
Unternehmensbereichen, Lokationen und Hierarchieebenen. Das ist wichtig, um vorhandenes
Wissen nutzbar zu machen und um bei Entscheidungen sowohl die strategische als auch
die operative Sicht angemessen berücksichtigen zu können. Die Auseinandersetzung mit einem drohenden Fachkräftemangel stellt für Bechtle ebenfalls
eine Herausforderung dar. Durch die Verknappung qualifizierter Mitarbeiter ergeben
sich möglicherweise jedoch auch Chancen - zum Beispiel wenn es dem Unternehmen gelingt,
zum einen genügend Fachkräfte selbst auszubilden und zum anderen Mitarbeiter langfristig
zu halten. So hat sich Bechtle zum Ziel gesetzt, die Ausbildungsquote in Deutschland
bis 2012 auf circa 12 Prozent zu erhöhen. Darüber hinaus investiert Bechtle regelmäßig
in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Die 1999 gegründete Bechtle Akademie
stellt im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um zukünftige Mitarbeiter einen wichtigen
Baustein dar. Der Bereich Personalentwicklung ergänzt seit etwa zwei Jahren die Aktivitäten
der Bechtle Akademie. Gleichzeitig stellt die Akademie eine bewährte organisatorische
Plattform für die programmatische Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Personalentwicklung
dar. 2010 initiierten Akademie und Personalentwicklung eine Reihe neuer Programme
für Fach- und Führungskräfte. Beispielsweise startete die Bechtle AG unter dem Motto
"Bei Bechtle in Führung gehen" eine Personalentwicklungsmaßnahme für Geschäftsführer
des Bechtle-Konzerns sowie das Programm "Sales Force", eine Fortbildungsmaßnahme für
Vertriebsmitarbeiter und Dienstleister. RISIKENDie nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung des Managements zum
Teil erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage,
den Aktienkurs sowie die Reputation des Unternehmens haben. Dennoch sind hier nicht
alle Risiken dargestellt, denen der Bechtle-Konzern ausgesetzt ist. Sonstige Risiken,
die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt
werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen. Gesamtwirtschaft und BrancheDie Bechtle AG vertreibt IT-Produkte in 13 europäischen Ländern und bietet IT-Dienstleistungen
in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Auch wenn vor allem eine hohe Abhängigkeit
vom inländischen Markt besteht, hat die Entwicklung der europäischen Wirtschaft insgesamt
entscheidenden Einfluss auf das Wachstum von Bechtle, da die Auslandsmärkte rund ein
Drittel des Konzernumsatzes ausmachen. Im Berichtsjahr hat sich die Wirtschaft in den meisten europäischen Ländern deutlich
erholt. Insbesondere in Deutschland war von der Krisenstimmung des Vorjahres nichts
mehr zu spüren. Inwieweit dieses Wachstum auch 2011 anhalten wird, ist nicht mit Gewissheit
vorherzusehen. Insofern bestehen bei einem theoretisch möglichen stagnierenden oder
gar rückläufigen Konjunkturverlauf entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens-
und Finanzlage des Bechtle-Konzerns. Bechtle agiert in einem äußerst wettbewerbsintensiven und technologisch schnelllebigen
Markt. Der hinsichtlich Preisbildung, Produkt- und Servicequalität herrschende Wettbewerb
prägt sowohl den IT-Handels- als auch den IT-Dienstleistungsbereich. Dabei wird Bechtle
mit einem steigenden Preis- und Margendruck sowie mit partiellen Nachfragerückgängen
und extrem konjunkturanfälligen Wachstumsverläufen konfrontiert. Ferner durchläuft
der IT-Markt nach wie vor eine Phase der Konsolidierung, die zu einer Stärkung einzelner
Wettbewerber und einer Veränderung der Marktanteile führen kann. Die Ertragslage des
Unternehmens hängt wesentlich davon ab, inwieweit Bechtle die Branchenkonsolidierung
zur Erzielung eines eigenen überdurchschnittlichen Wachstums nutzen kann und mit welcher
Effektivität und vor allem Effizienz es dem Konzern gelingt, den wachsenden Bedürfnissen
der Kunden nach intelligenteren IT-Lösungen gerecht zu werden. Den Marktrisiken begegnet Bechtle unter anderem durch eine Verstärkung von Geschäftsbereichen
mit überdurchschnittlichem Wachstumspotenzial - wie beispielsweise Managed Services.
Dieses Geschäftsfeld bietet durch seine Outsourcing-Dienstleistungen nicht nur attraktive
Wachstumsperspektiven, sondern reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die
kurzfristige Konjunkturabhängigkeit des Bechtle-Geschäfts. Um die Marktposition der Bechtle AG in Europa weiter zu stärken, erschließt das Unternehmen
im Segment IT-E-Commerce fortlaufend neue Ländermärkte. Dabei sieht sich Bechtle mit
politischen, volkswirtschaftlichen und rechtlichen Risiken in den jeweiligen Zielländern
konfrontiert. Die Etablierung neuer Handelsgesellschaften erfordert darüber hinaus
ein starkes Engagement im Vertrieb, das nicht immer erfolgreich sein muss. Die Umsätze
und Ergebnisse könnten durch Anlaufkosten für Gründung und Personal sowie Investitionen
in länderspezifische Verkaufs- und Marketingaktivitäten negativ beeinflusst werden.
Außerdem besteht das Risiko, dass die gewählten Maßnahmen sich später als nicht tragfähig
erweisen oder nicht die erwartete Marktakzeptanz finden. Die Bechtle AG grenzt derartige
Risiken sowie Risiken, die sich aus den rechtlichen, wirtschaftlichen oder unternehmensspezifischen
Rahmenbedingungen ergeben, durch umfangreiche Analysen und Prüfungen im Vorfeld des
Markteintritts, ein einheitliches Beteiligungscontrolling für alle E-Commerce-Gesellschaften
und einen sukzessiven Know-how-Transfer aus vorangegangenen Markterschließungen so
gut wie möglich ein. Zudem ist es Teil einer Markteintrittsstrategie, geeignetes Fachpersonal
sowie Führungskräfte zu gewinnen, die über detaillierte Kenntnisse des lokalen Marktes
und der sonstigen Rahmenbedingungen verfügen. Daher werden in der Regel die Führungspositionen
in den neuen Landesgesellschaften mit einheimischen Managern besetzt, die allerdings
vorab ein intensives Einarbeitungsprogramm in Deutschland durchlaufen. GeschäftstätigkeitKostenstruktur.Die Kostenstruktur der Bechtle AG ist von einem hohen Personalkostenanteil geprägt,
der nur mit zeitlicher Verzögerung an eine veränderte Auslastung angepasst werden
kann. In Phasen einer schwachen Konjunktur kann Bechtle, ohne wesentliche Beeinträchtigung
der Beschäftigung, die Funktionskosten nur mittelfristig in einem gewissen Umfang
senken. Zudem müssen Maßnahmen, die die Personalkosten betreffen, immer auch das bestehende
oder mögliche zukünftige Personalrisiko (Fachkräftemangel) berücksichtigen. Beschaffung.Den Risiken auf den Einkaufsmärkten begegnet die Bechtle AG mit einem gezielten Lieferantenmanagement
sowie einer speziell auf die Herstellerbelange ausgerichteten Organisation sogenannter
Vendor Integrated Product Manager (VIPM), die auch eine enge Verzahnung der logistischen
Prozesse im Konzern mit den Herstellern und Distributoren sicherstellen. Im Hinblick
auf die Entwicklung der internationalen Beschaffungsmärkte sind diesen Maßnahmen jedoch
Grenzen gesetzt. Sollte beispielsweise der branchenübliche Preisverfall aufgrund der
verschärften Wettbewerbssituation überdurchschnittlich hoch ausfallen und zudem noch
über einen längeren Zeitraum anhalten, kann dies die Profitabilität des Konzerns erheblich
beeinflussen. Bechtle bezieht seine Produkte von allen namhaften Herstellern und Distributoren der
IT-Branche. Europaweit beläuft sich ihre Zahl auf rund 300 Hersteller und mehr als
600 Distributoren. Fällt ein Partner als Lieferant aus, ist Bechtle grundsätzlich
kurzfristig in der Lage, vergleichbare Ersatzprodukte anzubieten. Der Konzern ist
wirtschaftlich und existenziell von keinem Einzellieferanten abhängig. Einen gewissen
Schwerpunkt im Angebotsportfolio der Bechtle AG stellen jedoch die Produkte der Firma
Hewlett Packard (HP) dar. Die Entwicklung auf dem IT-Markt weist auf einen ansteigenden Wettbewerbs-, aber auch
Preis- und Margendruck bei den Herstellern hin. Vor diesem Hintergrund haben im Berichtsjahr
Hersteller in manchen Teilbereichen entgegen dem jahrelang anhaltenden Trend Preiserhöhungen
durchgesetzt. Nicht in allen Fällen kann Bechtle solche Preiserhöhungen an den Kunden
in vollem Umfang weitergeben. Vor allem bei langfristigen Verträgen und Projekten
besteht daher ein Risiko für die Ertragssituation des Konzerns. Der Margendruck seitens
der Hersteller kann aber auch dazu führen, dass Hersteller die Zahlung von Boni an
weitergehende Voraussetzungen koppeln als bisher, die Boni insgesamt gekürzt werden
oder die Auszahlung vermehrt in Form von Sachwerten (beispielsweise kostenfreie Fortbildungen
für Mitarbeiter) erfolgt. Eine solche Entwicklung könnte - je nach dem Grad der Veränderung
- Einfluss auf die Ertragssituation der Bechtle AG haben. Über eine kontinuierliche Verbesserung der Beschaffungs-, Durchlauf- und Absatzprozesse
minimiert Bechtle Lagerrisiken und reduziert die Kapitalbindung. Dabei gilt der Grundsatz,
Güter erst kurz vor der Auslieferung an den Kunden zu beziehen oder Distributoren
als sogenannte Fulfilment-Partner zu beauftragen. Indem der Versand der bestellten
Artikel an den Kunden in vielen Fällen direkt vom Hersteller beziehungsweise Distributor
übernommen wird, hat das Unternehmen die Möglichkeit, Einsparungen im Bereich der
Prozesskosten und Lagerhaltung zu realisieren. Um bei der kurzfristigen Lagerhaltung Lieferengpässe zu vermeiden, sind die Beschaffungsprozesse
eng mit den Systemen der Hersteller und Distributoren verzahnt. Das gewährleistet
eine hohe Verfügbarkeit und ermöglicht einen schnellen Lieferservice zum Kunden. Über
die konzernweite Volumenbündelung durch zentrale Beschaffungs- und Logistikprozesse
profitiert Bechtle zudem von projektbezogenen, aber auch wirtschaftlichen Skaleneffekten. Leistungsspektrum.Im Bereich Managed Services bilden größtenteils Langzeitverträge die Geschäftsbasis.
Die in solchen Projekten häufig verankerte Festpreisgarantie kann beispielsweise durch
eine Änderung der Kostenbasis während der Laufzeit Einfluss auf die zu erzielende
Ergebnismarge haben. Darüber hinaus beinhalten derartige Verträge gewisse Anforderungen
hinsichtlich des Projektablaufs und der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Diese
Kriterien können bei Nichterfüllung eine Schadensersatzpflicht oder Vertragskündigung
nach sich ziehen. Zudem trägt Bechtle in der Funktion als Generalanbieter das Risiko
von Vertragsstrafen aufgrund von Terminüberschreitungen, unvorhersehbaren Entwicklungen
an den Projektstandorten sowie mangelnder Leistungserbringung von Subunternehmen und
eventuellen logistischen Schwierigkeiten. Kunden.Obwohl bei einzelnen Gesellschaften der Bechtle-Gruppe eine gewisse Abhängigkeit von
wenigen Kunden besteht, verfügt der Konzern insgesamt über eine sehr breite Kundenbasis.
Damit ist Bechtle von keinem Einzelkunden existenziell abhängig. Eine Konzentration
von Ausfallrisiken auf einzelne Großkunden besteht zwar, gefährdet den Konzern jedoch
im Eintrittsfall nicht. Die hohe Branchendiversität der Kunden streut darüber hinaus
das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Branchenkonjunkturen. Dem potenziellen Bonitätsrisiko
der Kunden begegnet Bechtle durch sorgsame Prüfungen vor Aufnahme der Geschäftsbeziehungen
und ein konsequentes Forderungsmanagement. IT.Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb
computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft,
Controlling und Finanzbuchhaltung. So könnte ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen,
wenn die Funktionsfähigkeit der für einen reibungslosen Bestellablauf notwendigen
IT-Systeme nicht mehr gewährleistet ist. Mögliche Ursachen könnten Hardwareausfälle,
Bedienungsfehler oder Störungen bei Geräten zur elektronischen Datenverarbeitung sein. Wahrscheinlichkeit und Ausmaß von Schäden durch Viren und Hacker sind nur sehr schwer
abzuschätzen. Durch Eindringen Unbefugter in das IT-System könnte ein Vertraulichkeitsrisiko
entstehen. Zur Wahrung vertraulicher Informationen beim elektronischen Versand verwendet
Bechtle Verschlüsselungs- und Authentifizierungstechnologien sowie Firewalls. Trotz
hoher Schutzmechanismen und Sicherheitsstandards besteht die Gefahr, dass interne
und vertrauliche Informationen widerrechtlich verwendet werden könnten. Datensicherung hat bei der Bechtle-Gruppe oberste Priorität. Das zentrale Rechenzentrum
in Neckarsulm, das für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit aller IT-Systeme
zuständig ist, hat deshalb ein Bündel von Sicherungsmaßnahmen auf verschiedenen Ebenen
entwickelt, das einen Ausfall der technischen IT-Systeme verhindert beziehungsweise
die Eintrittswahrscheinlichkeit sehr gering hält. Ein Integritätsrisiko, das sich
generell durch falsche Verarbeitung, Datenverlust oder fehlerhafte Datenspeicherung
ergeben könnte, besteht bei Bechtle, soweit erkennbar, nicht. Bechtle schützt die IT-Systeme unter anderem über Firewalls und strenge Sicherheitsvorschriften.
Die Verfügbarkeit der IT-Systeme entspricht dem neuesten Stand der Technik. Bechtle
sichert den Betrieb zusätzlich durch redundant ausgelegte Datenleitungen. Die Netzwerkanbindung
erfolgt an allen Standorten über Backupleitungen. Für die Stabilität der IT-E-Commerce-Systeme
setzt Bechtle immer mehrere Provider mit gegenseitiger Sicherungsfunktion ein. Alle
wesentlichen Produktionssysteme sind zweifach vorhanden und mit einem Hochverfügbarkeitsvertrag
durch den Hersteller versehen. Die Systeme sind zusätzlich durch eine unterbrechungsfreie
Stromversorgung und ein Notstromaggregat abgesichert. Personal.Ausbildung, Motivation und Servicebereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gelten als wesentliche Erfolgsfaktoren für den Bechtle-Konzern. Zu den größten Personalrisiken
zählen daher ein Know-how-Verlust infolge überdurchschnittlich hoher Fluktuation von
qualifiziertem Personal sowie mangelnde Qualifikation und Leistungsorientierung der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ferner besteht in den stark wachsenden Geschäftsfeldern
das Risiko, dass der Bedarf an qualifiziertem Personal nicht ausreichend gedeckt werden
kann. Bechtle ist daher nicht nur bestrebt, qualifizierte Fach- und Führungskräfte
für das Unternehmen zu gewinnen und sie erfolgreich zu integrieren, sondern diese
vor allem auch dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Außerdem wird Bechtle künftig
noch stärker in die Ausbildung junger Menschen investieren. Bis 2012 soll die Ausbildungsquote
in Deutschland bei rund 12 Prozent liegen. Durch die weiterhin anhaltende Konsolidierung im IT-Markt besteht derzeit noch keine
generelle Personalknappheit an gut ausgebildeten Vertriebsmitarbeitern. In einzelnen
Kompetenzbereichen ist ein Ersatz von hochqualifizierten IT-Spezialisten hingegen
schwieriger, was in diesen Fällen ein Risiko für den operativen Geschäftsablauf darstellen
kann. In der Branche wird Bechtle aber als attraktiver, stabiler Arbeitgeber wahrgenommen,
was sich an der hohen Zahl qualifizierter und erfahrener Bewerber zeigt. Neben der
Schaffung eines positiven Arbeitsumfelds stehen die betriebliche Aus- und Weiterbildung
sowie die Förderung des Managementnachwuchses mittels interner Entwicklungsprogramme
im Zentrum der Personalarbeit. Haftung.Bechtle übernimmt im Handelsgeschäft gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eine
branchenübliche Haftung und vertragliche Gewährleistung für gelieferte Hardware. In
diesem Zusammenhang reicht Bechtle allerdings die Herstellergarantien nur weiter.
Das Risiko von Kunden, im Rahmen der Gewährleistung in Anspruch genommen zu werden
- ohne dabei auf die Hersteller zurückgreifen zu können - ist gering. Für den Fall,
dass Garantieverlängerungen oder -erweiterungen gegenüber Kunden direkt übernommen
werden müssen, hat Bechtle entsprechende Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise
angemessene Rückstellungen bilanziert. Im Dienstleistungs- und Projektgeschäft, insbesondere
bei Managed-Services-Verträgen, strebt Bechtle zur Minimierung von Haftungsrisiken
stets die Vereinbarung von branchenüblichen und dem Vertragszweck angemessenen Haftungsbeschränkungen
an. Für Haftungsansprüche, die sich aus Managementfehlern ergeben, besteht im Rahmen
der gesetzlichen Regelungen eine D&O-Versicherung. Der Umfang des allgemeinen Versicherungsschutzes
wird regelmäßig geprüft und bei Bedarf angepasst. Negative finanzielle Auswirkungen
von versicherbaren Risiken auf das Unternehmen sollen damit ausgeschlossen oder zumindest
eingegrenzt werden. FinanzenFinanzinstrumente.Währungs-, Zins- und Liquiditätsrisiken unterliegen einem aktiven Management auf Basis
konzernweit geltender Richtlinien. Dabei werden die spezifischen Anforderungen an
die organisatorische Trennung der Funktionsbereiche zwischen Abwicklung und Kontrolle
beachtet. Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Sicherung operativer Grundgeschäfte
und betriebsnotwendiger Finanztransaktionen in Form von Devisentermingeschäften, Devisen-
und Zinsswaps. Das finanzbezogene Risikomanagement ist geprägt durch klare Zuordnungen von Verantwortlichkeiten,
zentrale Regeln zur grundlegenden Begrenzung finanzieller Risiken, die bewusste Ausrichtung
der eingesetzten Instrumente an den Erfordernissen der Geschäftstätigkeit und die
gesonderte Überwachung durch ein zentral gesteuertes Treasury. Fremdwährungen.Währungsrisiken existieren insbesondere dort, wo Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel
sowie geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Konzernmutter
bestehen beziehungsweise entstehen werden. Das Fremdwährungsrisiko ist im Wesentlichen
auf den Schweizer Franken beschränkt, da ein bedeutender Anteil des Auslandsgeschäfts
in der Schweiz generiert wird. Mit Ausnahme der Schweiz, Großbritanniens und Polens
erfolgt die Beschaffung überwiegend in den Euroländern und somit auf Eurobasis. Im
Einzelfall werden Waren in US-Dollar erworben. Zur Vermeidung des Währungsrisikos
tätigt der Bechtle-Konzern Termingeschäfte in Schweizer Franken und in Britischen
Pfund. Die Absicherung der fremdländischen Devisen bezieht sich auf die in der Schweiz
und Großbritannien erwirtschafteten Zahlungsströme beziehungsweise auf die von den
Landesgesellschaften gehaltenen Vermögenspositionen. Termingeschäfte zur Vermeidung
des Währungsrisikos in US-Dollar wurden fallweise getätigt, wenn Waren in US-Dollar
bezogen wurden oder Kunden sich die Zahlungen in US-Dollar ausbedungen haben. Liquidität.Um die uneingeschränkte Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten, muss dem Unternehmen jederzeit
ausreichende Liquidität zur Verfügung stehen. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation
erfolgt durch das Treasury als integrierten Bestandteil des Konzernrechnungswesens.
Bei der bestehenden Finanzlage des Bechtle-Konzerns zum Jahresende mit einem Bestand
an liquiden Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen in Höhe von 129,8 Mio. € (Vorjahr:
95,0 Mio. €) und einem positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von
59,1 Mio. € (Vorjahr: 47,3 Mio. €) ist der Eintritt eines Liquiditätsrisikos begrenzt.
Darüber hinaus verfügt die Bechtle AG über ein genehmigtes Kapital von bis zu 10,6
Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €), um bei Bedarf die Eigenkapitalbasis zu erhöhen. Der Bereich Treasury der Bechtle AG stellt die Liquiditätsversorgung für die Konzernbereiche
sowie die Tochterunternehmen in Form eines Cashpoolings sicher. Darüber hinaus steuert
er das Zinsänderungsrisiko und verantwortet die Bewertung, Analyse und Überwachung
marktrisikobehafteter Positionen. Forderungen.Auch ein Jahr nach der Wirtschaftskrise spielt die Bonität der Geschäftskunden bei
der Betrachtung der künftigen Risikosituation eine wichtige Rolle. Bechtle könnte
Risiken durch Forderungsausfälle ausgesetzt sein, weil die Kunden aufgrund unzureichender
Finanzierungsmöglichkeiten ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr fristgerecht oder
vollständig nachkommen könnten. Eine detaillierte Überwachung der Kundenbeziehungen
inklusive fortlaufender Bonitätsprüfungen sowie ein proaktives Forderungsmanagement
wirken den Risiken durch Forderungsausfälle entgegen und ersetzen den Abschluss einer
Warenkreditversicherung. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Anlage liquiditätsnaher Mittel werden
dadurch begrenzt, dass Anlagen nur bei erstklassigen Adressen erfolgen. Kreditrisiken
reduziert die Bechtle AG, indem sie Transaktionen ausschließlich im Rahmen festgelegter
Limite mit Banken sehr guter Bonität tätigt. Auch der Zahlungsverkehr wird nur über
Banken abgewickelt, deren Bonität außer Frage steht. Zinsen.Ein Zinsänderungsrisiko besteht grundsätzlich bei finanziellen Vermögenswerten und
Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr. Bechtle hat die langfristigen Finanzverbindlichkeiten
im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöht. Die Zinsrisiken des Bechtle-Konzerns werden
zentral analysiert und daraus folgende Maßnahmen durch das Konzernfinanzwesen aktiv
gesteuert. Dabei unterliegt das Vorgehen des Bereichs einer durch das Management festgelegten
regelmäßigen Überprüfung. Die Risiken aus Zinsschwankungen bei variabel verzinsten
Darlehen werden durch Zinsswaps eliminiert. SonstigeAkquisitionen.Seit dem Börsengang 2000 hat die Bechtle AG etwa 40 Gesellschaften akquiriert. Unternehmensübernahmen
sind essenzieller Bestandteil der auf langfristig profitables Wachstum ausgelegten
Unternehmensstrategie. Bechtle wird daher auch künftig die eigene Marktposition durch
Akquisitionen gezielt stärken und ausbauen. Grundsätzlich besteht jedoch bei der Entscheidung
für den Kauf einer Gesellschaft und deren Integration in den Konzernverbund immer
auch ein unternehmerisches Risiko. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die in
die Gesellschaft gesetzten Erwartungen sich nicht in Gänze erfüllen. Bechtle trägt
diesem Risiko durch umfangreiche Prüfungen im Vorfeld (Due Diligence) Rechnung. Die
Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle von Akquisitionen erfolgen nach festgelegten
Zuständigkeitsregelungen und Genehmigungsprozessen. Zudem verfügt Bechtle über langjährige
Erfahrung bei der Integration von Unternehmen. Das Unternehmen hat die dafür notwendigen
Strukturen und Prozesse etabliert und arbeitet nach einem Post-Merger-Konzept, das
die Bedürfnisse des Konzerns bei der Integration neu erworbener Unternehmen optimal
abdeckt. Das schnelle Unternehmenswachstum von Bechtle in den vergangenen Jahren birgt ebenfalls
Risiken. Einerseits binden die durch Zukäufe neu hinzugekommenen Unternehmen während
der Integrationsphase Managementressourcen. Andererseits macht das rasche Wachstum
eine kontinuierliche Anpassung und Erweiterung der Organisations- und Führungsstrukturen
an die sich verändernden Rahmenbedingungen notwendig. Hierfür hat Bechtle die entsprechenden
Ressourcen im Unternehmen und Schlüsselpositionen im Management in der Vergangenheit
stetig ausgebaut und verstärkt. Diesen Risiken stehen allerdings auch erhebliche unternehmerische
Chancen für die weitere Entwicklung des Konzerns gegenüber. Umweltschutz.Das Angebotsspektrum des Konzerns beschränkt sich auf das Erbringen von IT-Dienstleistungen
und den Handel mit Hard- und Software. Bechtle verfügt somit weder über eine eigene
technologische Entwicklung noch eine Produktion. Daher scheiden für das Unternehmen
Umweltrisiken beziehungsweise Risiken, die sich aus einer geänderten Gesetzgebung
im Bereich des Umweltschutzes ergeben, weitgehend aus. Steuern.Der Konzern ist in 13 europäischen Ländern operativ tätig und unterliegt somit unterschiedlichen
steuerlichen Regelungen. Änderungen der steuerlichen Gesetzgebungen können zu einem
höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können die geänderten
Rahmenbedingungen Auswirkungen auf die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten sowie
auf die aktiven und passiven latenten Steuern des Unternehmens haben. Der Konzern
verfügt über eine zentrale Steuerabteilung, die die Beachtung der steuerlichen Gesetzgebungen
und Regelungen im Inland sicherstellt. Im Ausland werden externe Berater hinzugezogen. Compliance.Der Umfang von Geschäften mit öffentlichen Auftraggebern und staatlichen Unternehmen
ist im zurückliegenden Geschäftsjahr weiter gestiegen. Demzufolge ist Bechtle auch
in zunehmendem Maße an Projekten beteiligt, die von staatlichen Behörden und Organisationen
finanziert werden. Um der sich verändernden Geschäftsstruktur Rechnung zu tragen und
somit das Risiko eines möglichen Fehlverhaltens gegenüber allen Geschäftspartnern
weitgehend einzugrenzen, hat die Bechtle AG im Geschäftsjahr 2010 einen Verhaltenskodex
("Code of Conduct") implementiert. Dieser soll die Einhaltung der geltenden internationalen
und nationalen Gesetze sowie Bestimmungen bei allen Tätigkeiten im Unternehmen gewährleisten
und darüber hinaus Mindeststandards für verantwortungsvolles Handeln darstellen. Um
auch im Rahmen öffentlicher Aufträge ein mögliches Fehlverhalten der Mitarbeiter beim
Umgang mit vertraulichen Daten auszuschließen, wurden die Bechtle AG sowie die verantwortlichen
Personen im Unternehmen einer Sicherheitsüberprüfung durch das Bundesministerium für
Wirtschaft und Technologie unterzogen. Die Bechtle AG befindet sich seitdem in der
Geheimschutzbetreuung des Bundes. Damit hat das Unternehmen die Voraussetzungen geschaffen,
um Projekte der öffentlichen Hand, die der Geheimhaltung unterliegen, entsprechend
den Kundenerwartungen abzuwickeln. Rechtliches Umfeld.Als international tätiger Konzern hat Bechtle unterschiedliche nationale Gesetze zu
beachten. Daraus können sich für Rechtsgeschäfte - etwa bei der Gestaltung von Verträgen
- Risiken ergeben, denen Bechtle nach Bedarf über das frühzeitige Einschalten der
zentralen internen Rechtsstelle oder externer Rechtsberater begegnet. Das Unternehmen ist derzeit in keine Rechtsstreitigkeiten involviert, durch die ein
negativer Effekt auf das Konzernergebnis zu erwarten wäre. Bei allen zukünftigen im
Zusammenhang mit dem Geschäft des Konzerns stehenden Rechtsstreitigkeiten würde die
Bechtle AG Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bilden, wenn die daraus resultierenden
Verpflichtungen wahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen hinreichend genau
bestimmbar sind. GESAMTRISIKOBETRACHTUNGDie Evaluierung der Gesamtrisikosituation des Konzerns ist das Resultat der konsolidierten
Betrachtung aller wesentlichen Risikokomplexe beziehungsweise Einzelrisiken. Nach
Überzeugung des Managements sind die dargestellten Risiken begrenzt und überschaubar.
Die Finanzbasis des Unternehmens ist solide. Die Eigenkapitalquote ist mit 56,8 Prozent
(Vorjahr: 64,3 Prozent) gut und die Liquiditätssituation komfortabel. Ein wichtiger Indikator für die Gesamtrisikoeinschätzung ist auch eine Bewertung durch
Dritte. Neben der internen, unternehmenseigenen Risikobewertung wird die Bonität beziehungsweise
das aggregierte Ausfallrisiko von Bechtle durch Banken und Wirtschaftsauskunfteien
regelmäßig eingeschätzt und überwacht. Bechtle wird dabei durchgängig mit einer sehr
geringen Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,07 bis 0,30 Prozent (bezogen auf den marktüblichen
Einjahreszeitraum) bewertet. Das deckt sich mit den bei den Wirtschaftsauskunfteien
Bürgel und Creditreform zugänglichen Bonitätsbewertungen für die Bechtle AG (Bonitätsindex
Bürgel: 1,3 und Bonitätsindex 1.0 Creditreform: 107 sowie Bonitätsindex 2.0 Creditreform:
105, Stand: Februar 2011). Anhand dieser Ausfallwahrscheinlichkeiten leitet sich für
Bechtle in der an den Finanzmärkten weltweit verbreiteten Ratingskala von Standard
& Poor's das Rating A- bis BBB+ ab. In der bankenübergreifenden sechsstufigen Ratingskala
IFD "Initiative Finanzstandort Deutschland" kann Bechtle in die beste Ratingstufe
I eingeordnet werden (Ausfallwahrscheinlichkeit bis 0,3 Prozent auf ein Jahr). Eine
Verschlechterung der Bewertungen beziehungsweise Ratings könnte zu erhöhten Kapitalkosten
führen und sich negativ auf die Geschäftsaktivitäten auswirken. Eine Bewertung der Bechtle AG hinsichtlich der Kreditwürdigkeit von den Ratingagenturen
Standard & Poor's, Moody's Investors Service, Fitch Ratings und Dominion Bond Rating
Service existiert derzeit noch nicht. Die Bechtle AG ist sich des eigenen Chancen- und Risikoprofils für ihre unternehmerische
Tätigkeit bewusst. Die dargestellten Maßnahmen tragen - in Verbindung mit einer tagesaktuellen
Auswertung des Geschäftsverlaufs anhand operativer Kennzahlen - entscheidend dazu
bei, dass Bechtle die Chancen zur Weiterentwicklung des Unternehmens nutzen kann,
ohne die damit einhergehenden Risiken aus den Augen zu verlieren. Mit Ausnahme der beschriebenen Risiken erwartet der Vorstand darüber hinaus keine
weiteren nennenswerten Beeinträchtigungen der Umsätze und Profitabilität des Unternehmens
aus sonstigen regulatorischen Risiken. In der Summe sind für die Bechtle AG keine
Risiken bekannt, die eigenständig oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand
des Unternehmens gefährden könnten. Der Vorstand ist davon überzeugt, die sich bietenden
Herausforderungen und Chancen auch zukünftig nutzen zu können, ohne dabei unvertretbar
hohe Risiken eingehen zu müssen. NACHTRAGSBERICHTVORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH BILANZSTICHTAGNach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 sind bei der Bechtle AG keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und
Finanzlage des Unternehmens gehabt hätten. Für Aussagen zur Lage zum Zeitpunkt der Berichterstellung vgl. Prognosebericht. PROGNOSEBERICHTDie Innovationsgeschwindigkeit in der IT-Branche wird auch in Zukunft sehr hoch bleiben. In der Folge werden auch die Anforderungen an die IT-Organisation der Unternehmen steigen und sich unverändert dynamisch entwickeln. Vor diesem Hintergrund ist von einer stabilen positiven Entwicklung der Nachfrage nach innovativen IT-Leistungen und intelligenten Lösungen auszugehen. Gestützt auf eine Steigerung des Geschäftsvolumens aus eigener Kraft und durch Akquisitionen wächst Bechtle seit Jahren stärker als der Gesamtmarkt und hat damit kontinuierlich den Marktanteil gesteigert. Die mittlerweile erlangte Wettbewerbsposition des Konzerns stellt eine sehr gute Basis für die Umsetzung der langfristigen Wachstumsziele des Unternehmens dar.RAHMENBEDINGUNGENDie Wirtschaft in der Eurozone wird nach Prognosen der Europäischen Kommission ihr
Wachstum in den nächsten beiden Jahren kontinuierlich fortsetzen. Das BIP soll 2011
um 1,6 Prozent zulegen, 2012 wird es bei 1,8 Prozent gesehen. Innerhalb der Bechtle-Märkte
im Euroraum ist das Bild für 2011 recht heterogen. In Portugal gehen die Experten
von einem Rückgang von 1,0 Prozent aus. Spanien befindet sich auf dem Weg der Erholung
und soll 2011 um 0,8 Prozent zulegen, ebenso Irland mit 0,9 Prozent. In den anderen
Ländern mit Bechtle-Präsenz liegt das Wachstum weitgehend im Durchschnitt der Eurozone.
Außerhalb des Euroraums kann sich Großbritannien mit 2,0 Prozent überdurchschnittlich
entwickeln. Die Schweiz soll nach Schätzungen von Eurostat um 1,8 Prozent zulegen.
Bei den Ausrüstungsinvestitionen sieht die Kommission für 2011 ein Wachstum von 5,0
Prozent in der Eurozone. Hier geht die Schere zwischen den einzelnen Ländern noch
weiter auseinander. Die Spanne reicht von minus 3,4 Prozent in Portugal und minus
3,2 Prozent in Irland bis zum Investitionsprimus Deutschland mit außerordentlichen
plus 10,3 Prozent. Das Wachstum in Deutschland soll sich in den nächsten beiden Jahren auf hohem Niveau
etwas verlangsamen. 2011 wird es nach Prognose der Europäischen Kommission bei 2,4
Prozent liegen, 2012 bei 2,0 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen werden auch weiter
der Wachstumsmotor sein. 2011 sollen sie wie erwähnt um 10,3 Prozent zulegen, 2012
immerhin noch um 8,2 Prozent. Die staatlichen Konsumausgaben sollen demgegenüber zwar
schwächer ausfallen, aber dennoch weiterhin zulegen, und zwar 2011 um 1,0 Prozent
und 2012 um 0,9 Prozent. Auch in der IT-Branche wird für 2011 mit einem deutlichen Wachstum gerechnet. Der
IT-Markt in der EU soll laut Marktforschungsinstitut EITO 2011 um 3,9 Prozent zulegen.
Das Wachstum wird dabei von allen drei Segmenten - Hardware, Software und Dienstleistungen
- zu annähernd gleichen Teilen getragen. Innerhalb der Hardware wird das Wachstum
besonders stark bei den Workstations und den mobilen Rechnern sein. Das künftige Hardwaregeschäft
in den größeren IT-Märkten der EU kann das hohe Wachstumstempo des Berichtsjahres
mit zum Teil zweistelligen Zuwachsraten allerdings nicht halten. Die Werte reichen
von rund 2 Prozent in den Niederlanden und Spanien bis zu rund 5 Prozent in Deutschland
und Frankreich. In der Schweiz wird der IT-Markt bei einem Plus von 3,2 Prozent gesehen.
Auch hier verteilen sich die Wachstumsbeiträge gleichmäßig auf die Teilsegmente. Der Branchenverband BITKOM prognostiziert für den deutschen IT-Markt im Jahr 2011
ein überdurchschnittliches Wachstum von 4,3 Prozent. Haupttreiber bleibt auch in diesem
Jahr das Segment Hardware mit einem Plus von 5,6 Prozent. Das größte Wachstum mit
9,0 Prozent wird im Hardwaregeschäft bei den Business Portable PCs gesehen, gefolgt
von Workstations mit 8,0 Prozent. Der Softwaremarkt wird um 4,5 Prozent zulegen, und
die Services steigen um 3,5 Prozent. 2012 sieht der BITKOM das Wachstum des deutschen
IT-Markts bei 4,4 Prozent. Mit 5,1 Prozent bleibt die Hardware das Segment mit der
größten Dynamik, dicht gefolgt von Software mit 4,9 Prozent. Die Services sollen um
3,8 Prozent zulegen. IT-AUSGABEN IN DEN BECHTLE-MÄRKTEN 2000-2011 in Mrd. €![]() In Bezug auf die künftige erwartete wirtschaftliche Situation in den relevanten Ländermärkten
sieht der Bechtle-Konzern weder durch eine Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen
oder die Wechselkursentwicklung noch durch die Umsetzung umweltpolitischer Maßnahmen
nennenswerte Einflüsse auf die Nachfrageentwicklung. ENTWICKLUNG DES KONZERNSProdukte und AbsatzmärkteDer europäische IT-Markt wird aufgrund der anhaltenden Konsolidierung stark in Bewegung
bleiben. Diese Konzentrationserscheinungen werden zu einer Verschärfung des Wettbewerbs
und damit zu einem steigenden Preis- und Margendruck in der Branche führen. Die Bechtle
AG geht jedoch ungeachtet dieser Entwicklung aufgrund ihrer Finanzstärke und Wettbewerbsposition
davon aus, auch zukünftig den Marktanteil überproportional steigern zu können. Um den technologischen Trends in der IT und den wachsenden Anforderungen der Kunden
gerecht zu werden, arbeitet Bechtle kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Etablierung
eines hochwertigen Produkt- und Dienstleistungsangebots. Eine Schlüsselstellung im
Segment IT-Systemhaus & Managed Services nimmt dabei der Ausbau des Angebots an speziellen
IT-Lösungen ein. Neue Service- und Beratungskonzepte sowie individuelle Projektlösungen
sollen angesichts hart umkämpfter Budgets und einer derzeit starken Fokussierung auf
Kosteneinsparpotenziale in der IT zu einer Effizienzsteigerung der Geschäftsprozesse
beim Kunden beitragen und Bechtle damit wachstumsträchtige Geschäftsfelder erschließen.
Konzepte wie Cloud Computing und Software-as-a-Service (SaaS), die auf besser skalierbare
und flexiblere IT-Kosten abstellen, werden insbesondere in den nächsten beiden Jahren
diese Entwicklung deutlich beschleunigen. Durch die konsequente leistungsbezogene
und vertriebliche Konzentration auf die aktuellen Fokusthemen Client Management, Server
& Storage, Networking Solutions, Virtualisierung, IT-Security sowie Business Applications
wird Bechtle das Geschäft der Systemhäuser in den nächsten Jahren konsequent weiterentwickeln. Die wichtigsten IT-Trends nach einer Umfrage des BITKOM in der ITK-Branche: scroll
Darüber hinaus sollen auch zukünftig das Produkt- und Dienstleistungsangebot sowie
die Marktpräsenz durch gezielte Zukäufe erweitert werden. Das vom technologischen Fortschritt getriebene hohe Innovationstempo in der IT-Branche
wird in Teilen unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Situation nicht nachlassen.
Im Bereich Beschaffung und Logistik intensiviert Bechtle daher kontinuierlich die
enge Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Lieferanten und Herstellern. Insbesondere
durch das bereits 2009 initiierte Partnerprogramm "SPARC" soll die europaweite Verzahnung
mit Herstellern und Distributoren auch weiterhin verbessert werden. Ziel ist, durch
länderübergreifende einheitliche Einkaufsbedingungen, Produktspezifikationen und Marketingmaßnahmen
Synergien in der Zusammenarbeit zu erschließen. Multinational tätige Unternehmen profitieren
so von den Vorteilen einer zentralen Logistik und Bechtle ist in der Lage, eine Ausstattung
mit identischen IT-Produkten zu festen Konditionen grenzüberschreitend zu gewährleisten.
Vor allem durch enge Herstellerkontakte kann Bechtle den Kunden immer technologisch
aktuelle Lösungen und Produkte anbieten. Der Bechtle-Konzern strebt an, die Marktposition in Europa im Segment IT-E-Commerce
weiter auszubauen und plant, seine Präsenz durch die Gründung weiterer Tochtergesellschaften
in Europa und mittelfristig auch auf anderen Kontinenten auszudehnen. So ist Bechtle
direct ab April 2011 mit einer neuen Landesgesellschaft in Tschechien vertreten. Das
Marktforschungsinstitut EITO schätzt den tschechischen IT-Markt 2011 auf ein Volumen
von etwa 3,4 Mrd. €, bei einem Wachstum von knapp 5 Prozent. Mit 1,6 Mrd. € entfallen
davon rund die Hälfte auf Investitionen in Hardware. Die Planungen für den nächsten
Markteintritt laufen bereits. Voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2012 wird Bechtle
auch in Ungarn vertreten sein. Der Konzern geht davon aus, dass die neuen E-Commerce-Gesellschaften
jeweils im dritten Jahr nach Markteintritt kostendeckend arbeiten. Mit den Marken
ARP und Comsoft sollen mittelfristig die Länder erschlossen werden, in denen Bechtle
direct bereits vertreten ist. Darüber hinaus plant der Konzern im Segment IT-E-Commerce unter der Marke Comsoft
direct ab dem zweiten Halbjahr 2011 eine bedeutende Erweiterung der Softwareproduktpalette.
Der zugehörige neue Onlineshop wird in diesem Zusammenhang zu einem kundenspezifischen
Procurement- und Informationsportal im B2B-Softwarebereich ausgebaut. Damit wird der
konzernweit zunehmenden Bedeutung des Softwaregeschäfts stärker Rechnung getragen. Wesentliche KenngrößenUmsatz.Bechtle geht davon aus, sich insgesamt in den beiden kommenden Jahren besser zu entwickeln
als der IT-Gesamtmarkt und in beiden Segmenten einen höheren Umsatz als im Berichtsjahr
zu erwirtschaften. Dies bedeutet aufgrund des üblichen Preisverfalls in der Branche
eine überdurchschnittliche Steigerung des Produktabsatzes. Im Segment IT-E-Commerce
sollen ein geschärftes Profil der Marken ARP, Bechtle direct und Comsoft direct, eine
voranschreitende Expansion in Europa sowie fokussierte Vertriebsaktivitäten zu diesem
Wachstum beitragen. Durch ein breiteres und vor allem hochwertigeres Leistungsangebot
an Managed Services, eine kontinuierliche Ausweitung der Aktivitäten in den Geschäftsbereichen
Öffentliche Auftraggeber und Software sowie die Konzentration auf wachstumsstarke
Geschäftsfelder im Systemhaus-Segment wird dieses Ziel ebenfalls unterstützt. In der
Vision 2020 strebt Bechtle einen Umsatz von 5 Mrd. € an, was einem durchschnittlichen
jährlichen Wachstum von 10 bis 15 Prozent entspricht. Im Rahmen der geplanten Entwicklung wird sich die regionale Verteilung der Erlöse
in den folgenden Jahren - bedingt durch die voranschreitende Internationalisierung
des Geschäfts und die zunehmende Anzahl von IT-E-Commerce-Gesellschaften - tendenziell
weiter zugunsten des Auslands verschieben. Von den Auslandsgesellschaften wird nach
wie vor die Schweiz einen überdurchschnittlichen Anteil am Konzernumsatz haben. Sowohl das Segment IT-Systemhaus & Managed Services wie auch IT-E-Commerce werden
zum Wachstum des Bechtle-Konzerns beitragen. Gleichwohl sollte die Dynamik bei IT-E-Commerce
in den kommenden Jahren wieder über der des Bereichs IT-Systemhaus & Managed Services
liegen. Langfristig verknüpft sich damit die Erwartung, dass beide Segmente den gleichen
Beitrag zum Gesamtumsatz des Konzerns leisten. Bei der künftigen Umsatzentwicklung
spielen auch strukturelle Verschiebungen zwischen den Segmenten eine Rolle. So bleibt
es aus Konzernsicht erklärtes Ziel, standardisierte Hardwarebeschaffungsprozesse zunehmend
aus dem Segment IT-Systemhaus & Managed Services in das IT-E-Commerce-Segment zu verlagern,
in dem die begleitenden Prozesse kostengünstiger abgebildet werden können. Kosten.Für die Bechtle AG als handeltreibenden Dienstleister sind im Rahmen der Unternehmenssteuerung
die Personalkosten von zentraler Bedeutung. Innerhalb der Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen
stellen sie mit rund 70 Prozent die größte Kostenposition dar. Eine flexible Gestaltung
der Personalkosten beispielsweise in konjunkturellen Schwächephasen ist angesichts
des beratungsintensiven Geschäftsmodells von Bechtle nur bedingt realisierbar. Im
Vertrieb weisen die Aufwendungen zudem eine hohe Korrelation zur Umsatzentwicklung
auf. Das Management geht für das laufende und kommende Jahr davon aus, dass die absoluten
Aufwendungen für die beiden Funktionsbereiche Vertrieb und Verwaltung weiter ansteigen
und jeweils circa 6 bis 7 Prozent des Umsatzes ausmachen werden. Ergebnis.Auch nach der Erzielung eines Rekordergebnisses im abgeschlossenen Geschäftsjahr rechnet
der Vorstand damit, dass sich die Ergebnissituation der Bechtle AG in den nächsten
beiden Jahren weiter verbessern wird. Bechtle arbeitet kontinuierlich daran, die Effizienz
in der Leistungserbringung weiter zu optimieren und damit die Ertragsstärke zu steigern.
Insgesamt ist der Vorstand überzeugt, dass es der Bechtle AG auch in Zukunft gelingen
wird, die im Branchenvergleich überdurchschnittliche Ergebnismarge sukzessive weiter
auszubauen. Die Ziel-EBT-Marge beträgt für beide Geschäftssegmente unverändert 5 Prozent. Die Bechtle AG plant, ihre Aktionäre auch weiterhin mit einer attraktiven Dividende
am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Die Ausschüttungsquote der vergangenen
Jahre beläuft sich auf circa 30 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern. Der aktuelle
Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2010 mit 0,75 € je Aktie bedeutet eine Quote
von rund 34 Prozent. Dies ist Ausdruck für die Zuverlässigkeit einer an den Interessen
der Aktionäre ausgerichteten Ausschüttungspolitik der Bechtle AG und ist vor dem Hintergrund
der exzellenten Liquiditätslage des Unternehmens und der auch außerordentlichen Ertragskraft
zu sehen. Grundsätzliche Änderungen in der Dividendenpolitik des Unternehmens sind
nicht geplant. Vermögens- und FinanzlageLiquidität.Die Bechtle AG verfügt über eine solide Bilanzstruktur und eine komfortable Liquiditätsausstattung.
Diese finanzielle Stärke ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Bechtle kontinuierlich
aus eigener Kraft wachsen und flexibel auf die Anforderungen der Märkte reagieren
kann. Vor allem die hohe Liquidität erweist sich auch in Wachstumsphasen als Wettbewerbsvorteil.
Auch aus Kundensicht sind die Finanzlage und damit die Solidität des IT-Partners zunehmend
wichtig und damit ein wesentliches Entscheidungskriterium insbesondere bei der Vergabe
von langfristigen Projekten. Dem Cashmanagement bei Bechtle wird daher auch künftig
eine besondere Bedeutung beigemessen. Die positive Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen
ist Beweis für das erfolgreiche Liquiditätsmanagement. Dies soll auch zukünftig fortgeführt
werden. Zusätzlich zur Liquidität von rund 130 Mio. € ist das Verschuldungspotenzial
der Bechtle AG erheblich. In Verbindung mit einer auch weiterhin positiven Entwicklung
des operativen Cashflows verfügt Bechtle damit über ausreichend Spielraum, um die
gesteckten Ziele zu erreichen und das Wachstum problemlos finanzieren zu können. Finanzierung.Das Finanzergebnis, als Saldo aus Zinserträgen und Zinszahlungen, ist trotz einer
positiven Entwicklung des Bestands der liquiden Mittel abhängig von der Entwicklung
des Zinsniveaus an den Finanzmärkten. Derzeit geht das Unternehmen für 2011 nicht
von einer merklichen Verbesserung der Anlagekonditionen aus. Das Finanzergebnis sollte
sich aber in etwa auf dem Niveau der Vorjahre halten können. Kleinere Akquisitionen
können wie bisher aus dem laufenden Cashflow und den vorhandenen Liquiditätsbeständen
finanziert werden, aber auch die Aufnahme von Fremdkapital - wie im Berichtsjahr geschehen
- ist möglich. Die Übernahme größerer Unternehmen könnte zu einem spürbaren Abfluss
liquider Mittel führen, aber wahrscheinlicher wäre in einem solchen Fall die Finanzierung
durch Aufnahme von Fremdkapital. Das wiederum könnte Einfluss auf die derzeitige Finanzierungsstruktur
der Bechtle AG haben, sodass ein negativer Finanzsaldo in diesem Fall grundsätzlich
denkbar wäre. Darüber hinaus könnte Bechtle auf die Eigenfinanzierungsmöglichkeiten
gemäß den gefassten Hauptversammlungsbeschlüssen zurückgreifen. Bis Juni 2014 ist
der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 10,6 Millionen
Aktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen. Sofern in den nächsten zwei Jahren keine größeren Übernahmen erfolgen, wird sich die
Bilanzstruktur nicht wesentlich verändern. Investitionen.Die Bechtle AG betreibt mit dem Handel von IT-Produkten und dem Angebot an IT-Dienstleistungen
kein anlageintensives Geschäft. Die Investitionsquote war bei Bechtle in den letzten
Jahren weitgehend konstant. Auch die zur Realisierung der Wachstumsziele erforderlichen
Investitionen werden in den nächsten beiden Jahren nicht zu einer wesentlichen Veränderung
der normalisierten Investitionsquote von rund 30,0 Prozent führen. Auch ohne Berücksichtigung möglicher Akquisitionen werden die geplanten Sachanlageinvestitionen
und die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 2011 und 2012 über dem Niveau
der Vorjahre liegen. Ein Schwerpunkt im Rahmen der Investitionstätigkeit der Bechtle
AG wird der mit über 8.000 Quadratmeter veranschlagte Kapazitätsausbau des Logistikzentrums
in Neckarsulm sein. Im Zuge der baulichen Maßnahmen setzt das Unternehmen auf eine
deutliche Effizienzsteigerung durch intelligente, IT-gestützte Logistikprozesse. Daher
wird Bechtle ein neues Lagerverwaltungssystem implementieren und eine innovative Fördertechnik
zum Einsatz bringen. Darüber hinaus ist der Neubau eines Verwaltungsgebäudes am Stammsitz
der Gesellschaft in Neckarsulm geplant. Das neue Bürogebäude mit einer Fläche von
6.500 Quadratmetern wird Platz für weitere 300 bis 400 Mitarbeiter bieten. Darüber
hinaus sind im laufenden Jahr übliche Ersatzinvestitionen geplant, die jedoch mit
rund 12 Mio. € auf dem Niveau der Abschreibungen liegen. Nicht geplante Investitionen
aufgrund von Akquisitionen sind grundsätzlich möglich. Bereits seit etlichen Jahren unterstützt die Bechtle AG einen verantwortungsvollen
Umgang mit den eingesetzten Ressourcen. Um dieses Engagement zu unterstreichen und
vor allem im Unternehmen stärker zu verankern, plant die Bechtle AG, im laufenden
Geschäftsjahr ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 einzuführen. Damit wird es
zukünftig möglich sein, Umwelteinflüsse systematisch zu erfassen und die Umweltsituation
kontinuierlich zu verbessern. Derzeit erarbeitet Bechtle ein entsprechendes Qualitätsprogramm,
dass unter anderem auch die Grundsätze und Ziele für die künftige Umweltpolitik des
Konzerns regelt. Im Sommer 2011 will das Unternehmen die entsprechende Zertifizierung
durchführen lassen. GESAMTEINSCHÄTZUNGDie gesamtwirtschaftliche Lage ist zu Jahresbeginn 2011 nach wie vor positiv. Der
ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal deutlich
gestiegen und kletterte erstmals seit Ende 2007 wieder über seinen langfristigen Durchschnitt.
Vor allem die aktuelle wirtschaftliche Situation, aber auch die Erwartungen für die
nächsten sechs Monate wurden günstiger bewertet als noch im vierten Quartal 2010.
Auch in Deutschland ist der ifo-Geschäftsklimaindex im Januar und Februar weiter gestiegen
und knüpft damit an die positive Entwicklung des vergangenen Jahres an. Die Beurteilung
der aktuellen Lage ist so gut wie seit Dezember 2006 nicht mehr, die Geschäftserwartungen
für die nächsten sechs Monate sogar auf dem höchsten Niveau seit der Wiedervereinigung. IFO-GESCHÄFTSKLIMAINDEX FÜR DIE GEWERBLICHE WIRTSCHAFT IN DEUTSCHLAND![]() Auch in der IT-Branche herrscht Anfang 2011 eine positive Stimmung. Der ifo-Index
für IT-Dienstleister stieg im Januar und im Februar und liegt mit 41 Zählern auf dem
höchsten Wert seit September 2007. Die aktuelle Lage wurde im Februar mit 42 Zählern
bewertet und damit etwas besser als im Vormonat. Deutlich gestiegen ist zu Jahresbeginn
der Ausblick auf die nächsten sechs Monate. Von 32 Punkten im Dezember kletterte der
Wert im Januar auf 41 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit Juli 2007. Im Februar
konnte der Ausblick sein hohes Niveau halten. Der Vorstand geht angesichts der unverändert guten wirtschaftlichen Lage, der verbesserten
Stimmungsindikatoren sowie der Stärke und Solidität des Konzerns aktuell davon aus,
dass die Geschäftsentwicklung der Bechtle AG in den kommenden zwei Jahren positiv
und im Branchenkontext überdurchschnittlich sein wird. Das Management hat mit einer
Reihe von strategischen Maßnahmen in den vergangenen Jahren eine gute Basis geschaffen,
um das ertragsorientierte Wachstum von Bechtle langfristig fortsetzen zu können. Akquisitionen werden in allen Geschäftsfeldern auch in Zukunft integraler Bestandteil
der Wachstumsstrategie bleiben. Im IT-E-Commerce setzt der Vorstand allerdings vor
allem auf organisches Wachstum und plant Markteintritte in den beiden kommenden Jahren
beispielsweise in Ungarn und weiteren Ländern. Im Segment IT-Systemhaus & Managed
Services werden hingegen selektive Akquisitionen die regionale Aufstellung und das
Kompetenzprofil der Bechtle AG sinnvoll ergänzen. Einen hohen Stellenwert werden nach wie vor die Zertifizierungsmaßnahmen sowie die
Aus- und Weiterbildung im Konzern haben. Mit einem erweiterten Qualifizierungsangebot
und dem im Geschäftsjahr 2011 anlaufenden internationalen General-Management-Programm
für den Führungsnachwuchs will Bechtle auch zukünftig verstärkt Fach- und Führungskräfte
aus den eigenen Reihen fördern. Vorbehaltlich einer positiven Entwicklung der Bechtle
AG in den nächsten beiden Jahren wird der Konzern weiterhin die Beschäftigung erhöhen
und deutlich in die Ausbildung junger Menschen investieren. In diesem Zusammenhang
hat sich die Bechtle AG das Ziel gesetzt, bis 2012 den Anteil der Auszubildenden von
aktuell rund 8 Prozent in Deutschland auf circa 12 Prozent auszubauen. KonzernabschlussKONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
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in Tsd.€ |
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Anhang | 2010 | 2009 |
| Umsatzerlöse | 1 | 1.722.919 | 1.379.307 |
| Umsatzkosten | 2 | 1.486.440 | 1.179.770 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz |
|
236.479 | 199.537 |
| Vertriebskosten | 2 | 99.015 | 87.944 |
| Verwaltungskosten | 2 | 86.001 | 76.171 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 9.265 | 7.290 |
| Betriebsergebnis |
|
60.728 | 42.712 |
| Finanzerträge | 4 | 1.727 | 1.503 |
| Finanzaufwendungen | 4 | 671 | 553 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
61.784 | 43.662 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5 | 15.362 | 9.404 |
| Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) |
|
46.422 | 34.258 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € | 6 | 2,21 | 1,64 |
| Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) in Tsd. Stück |
|
21.000 | 20.853 |
|
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
Anhang | 2010 | 2009 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
46.422 | 34.258 |
| Sonstiges Ergebnis |
|
|
|
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen |
|
-4.908 | 423 |
| Ertragssteuereffekte |
|
613 | 33 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren |
|
-62 | 121 |
| Ertragssteuereffekte |
|
25 | -30 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten |
|
150 | -20 |
| Ertragssteuereffekte |
|
-45 | 16 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe |
|
-5 | 846 |
| Ertragssteuereffekte |
|
0 | -66 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe |
|
-7.520 | -665 |
| Ertragssteuereffekte |
|
2.189 | 194 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung |
|
12.263 | -721 |
| Summe Sonstiges Ergebnis | 16 | 2.700 | 131 |
| davon Ertragssteuereffekte |
|
2.782 | 147 |
| Gesamtergebnis (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) |
|
49.122 | 34.389 |
|
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7 | 115.835 | 106.395 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 8 | 17.698 | 14.932 |
| Sachanlagevermögen | 9 | 29.162 | 27.740 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 231 | 145 |
| Forderungen aus Ertragssteuern |
|
156 | 171 |
| Latente Steuern | 10 | 10.652 | 9.874 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14 | 1.870 | 2.253 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 13 | 30.654 | 3.000 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt |
|
206.258 | 164.510 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| Vorräte | 11 | 75.056 | 59.322 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 249.046 | 183.979 |
| Forderungen aus Ertragssteuern |
|
2.380 | 1.656 |
| Sonstige Vermögenswerte | 14 | 21.880 | 19.221 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 13 | 13.619 | 15.510 |
| Liquide Mittel | 15 | 85.477 | 76.467 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt |
|
447.458 | 356.155 |
| Aktiva, gesamt |
|
653.716 | 520.665 |
|
|
|
|
in Tsd.€ |
|
|
Anhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Eigenkapital |
|
|
|
| Gezeichnetes Kapital |
|
21.000 | 21.000 |
| Kapitalrücklagen |
|
145.228 | 145.228 |
| Gewinnrücklagen |
|
205.255 | 168.733 |
| Eigenkapital, gesamt | 16 | 371.483 | 334.961 |
| Langfristige Schulden |
|
|
|
| Pensionsrückstellungen | 17 | 13.227 | 8.631 |
| Sonstige Rückstellungen | 18 | 810 | 232 |
| Finanzverbindlichkeiten | 19 | 12.266 | 6.604 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 0 | 97 |
| Latente Steuern | 10 | 13.209 | 11.598 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 650 | 302 |
| Abgrenzungsposten | 22 | 6.565 | 4.820 |
| Langfristige Schulden, gesamt |
|
46.727 | 32.284 |
| Kurzfristige Schulden |
|
|
|
| Sonstige Rückstellungen | 18 | 5.338 | 3.959 |
| Finanzverbindlichkeiten | 19 | 4.812 | 2.561 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 129.060 | 79.460 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern |
|
6.337 | 5.455 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 21 | 64.624 | 42.381 |
| Abgrenzungsposten | 22 | 25.335 | 19.604 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt |
|
235.506 | 153.420 |
| Passiva, gesamt |
|
653.716 | 520.665 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Eigene Anteile | ||
|
|
Angesammelte Gewinne | Erfolgsneutrale Eigenkapitalveränderung | Gesamt | |||
| Eigenkapital zum 1. Januar 2009 | 21.200 | 143.454 | 153.775 | -4.733 | 149.042 | -2.247 |
| Gewinnausschüttung für 2008 |
|
|
-12.445 |
|
-12.445 |
|
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
34.258 |
|
34.258 |
|
| Sonstiges Ergebnis |
|
|
|
131 | 131 |
|
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 34.258 | 131 | 34.389 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien |
|
|
|
|
|
-2.946 |
| Veräußerung erworbener eigener Aktien |
|
1.574 |
|
|
|
2.940 |
| Einziehung erworbener eigener Aktien | -200 | 200 | -2.253 |
|
-2.253 | 2.253 |
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 | 21.000 | 145.228 | 173.335 | -4.602 | 168.733 | 0 |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2010 | 21.000 | 145.228 | 173.335 | -4.602 | 168.733 | 0 |
| Gewinnausschüttung für 2009 |
|
|
-12.600 |
|
-12.600 |
|
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
46.422 |
|
46.422 |
|
| Sonstiges Ergebnis |
|
|
|
2.700 | 2.700 |
|
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 46.422 | 2.700 | 49.122 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien |
|
|
|
|
|
|
| Veräußerung erworbener eigener Aktien |
|
|
|
|
|
|
| Einziehung erworbener eigener Aktien |
|
|
|
|
|
|
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 | 21.000 | 145.228 | 207.157 | -1.902 | 205.255 | 0 |
|
|
in Tsd. € |
|
|
Eigenkapital, gesamt (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) |
|
|
|
| Eigenkapital zum 1. Januar 2009 | 311.449 |
| Gewinnausschüttung für 2008 | -12.445 |
| Ergebnis nach Steuern | 34.258 |
| Sonstiges Ergebnis | 131 |
| Gesamtergebnis | 34.389 |
| Erwerb eigener Aktien | -2.946 |
| Veräußerung erworbener eigener Aktien | 4.514 |
| Einziehung erworbener eigener Aktien | 0 |
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2009 | 334.961 |
| Eigenkapital zum 1. Januar 2010 | 334.961 |
| Gewinnausschüttung für 2009 | -12.600 |
| Ergebnis nach Steuern | 46.422 |
| Sonstiges Ergebnis | 2.700 |
| Gesamtergebnis | 49.122 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 |
| Veräußerung erworbener eigener Aktien | 0 |
| Einziehung erworbener eigener Aktien | 0 |
| Eigenkapital zum 31. Dezember 2010 | 371.483 |
|
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
Anhang | 2010 | 2009 |
| Betriebliche Tätigkeit |
|
|
|
| Ergebnis vor Steuern |
|
61.784 | 43.662 |
| Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge |
|
|
|
| Finanzergebnis |
|
-1.056 | -950 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
|
15.399 | 14.264 |
| Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
|
-9 | -17 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge |
|
3.308 | -542 |
| Veränderung des Nettovermögens |
|
|
|
| Veränderung Vorräte |
|
-14.215 | -7.276 |
| Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|
-53.302 | 5.206 |
| Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
40.002 | -3.939 |
| Veränderung Abgrenzungsposten |
|
451 | 9.534 |
| Veränderung übriges Nettovermögen |
|
19.520 | 803 |
| Gezahlte Ertragssteuern |
|
-12.768 | -13.415 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 23 | 59.114 | 47.330 |
| Investitionstätigkeit |
|
|
|
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich übernommener liquider Mittel |
|
-5.898 | -635 |
| Einzahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen |
|
520 | 1.000 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
|
-12.223 | -13.644 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
|
238 | 386 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen |
|
-31.000 | -17.977 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten |
|
6.777 | 43 |
| Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen |
|
-7.520 | -665 |
| Erhaltene Zinszahlungen |
|
1.481 | 1.200 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 24 | -47.625 | -30.292 |
| Finanzierungstätigkeit |
|
|
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| Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten |
|
-6.006 | -10.290 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten |
|
12.046 | 3.869 |
| Dividendenausschüttung |
|
-12.600 | -12.445 |
| Auszahlungen zum Erwerb eigener Aktien |
|
0 | -2.946 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf eigener Aktien |
|
0 | 4.514 |
| Geleistete Zinszahlungen |
|
-613 | -474 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 25 | -7.173 | -17.772 |
| Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel |
|
4.694 | -99 |
| Veränderung der liquiden Mittel |
|
9.010 | -833 |
| Liquide Mittel zu Beginn der Periode |
|
76.467 | 77.300 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode |
|
85.477 | 76.467 |
Die Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, ist eine Aktiengesellschaft deutschen
Rechts. Über ihre Tochtergesellschaften ist sie mit IT-Systemhäusern in Deutschland,
Österreich und der Schweiz tätig sowie als IT-E-Commerce-Anbieter in 13 europäischen
Ländern im IT-Handelsgeschäft aktiv und bietet so Unternehmenskunden herstellerübergreifend
ein umfassendes Angebot rund um die IT-Infrastruktur und den IT-Betrieb aus einer
Hand an.
Bechtle ist seit 2000 an der Börse im Prime Standard notiert und seit 2004 im Technologieindex
TecDAX gelistet. Die Aktien der Gesellschaft werden an allen deutschen Börsen gehandelt.
Der Konzernabschluss der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2010 wurde am 3. März 2011
durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben (IAS 10.17).
Die Bechtle AG veröffentlichte eine Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß
§ 161 des deutschen Aktiengesetzes. Der aktuelle Stand der Erklärung wurde auf der
Unternehmens-Website veröffentlicht.
Die Muttergesellschaft Bechtle AG ist als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315a
Handelsgesetzbuch verpflichtet, den Konzernabschluss auf Basis der vom International
Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind aufzustellen. Alle für das Geschäftsjahr
2010 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards wurden
übernommen. Die darüber hinaus vorzeitig angewandten International Financial Reporting
Standards werden in den Angaben zu den neuen Rechnungslegungsverlautbarungen aufgeführt.
Weiterhin wurden die nach § 315a Abs. 1 Handelsgesetzbuch erforderlichen Angaben im
Anhang dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Zugrundelegung historischer Anschaffungs-
oder Herstellungskosten aufgestellt. Ausnahmen bildeten Wertpapiere und derivative
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Die Darstellung
in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden.
Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb
eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen
aus leistungsorientierten Pensionsplänen werden als langfristige Posten dargestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt und auf volle Tausend gerundet (Tsd.
€). Abweichende Angaben werden explizit genannt.
In der Kapitalflussrechnung ist die Darstellung des Cashflows aus Investitionstätigkeit
um die Position "Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen" erweitert
worden. Im Vorjahresausweis wurden Zahlungen in Höhe von 665 Tsd. €, welche in der
Position "Veränderung übriges Nettovermögen" enthalten waren, entsprechend angepasst.
Im Berichtsjahr erstmals angewendet hat Bechtle die neuen beziehungsweise geänderten
Standards und Interpretationen der nachfolgend genannten neuen Rechnungslegungsverlautbarungen,
die vom IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht und von der EU übernommen worden
waren (sogenanntes "Endorsement"). Der entsprechenden EU-Verordnung entstammt auch
das nachfolgend jeweils angegebene Datum zur verpflichtenden Anwendung ("Inkrafttreten"):
| Verlautbarung | Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC | Endorsement | Inkrafttreten1 |
| Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Verlautbarungen |
|
|
|
| "Geeignete Grundgeschäfte" - Änderungen an IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" |
31. Juli 2008 | 15. September 2009 | 1. Juli 2009 |
| Änderungen zu IFRS 1 "Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender" |
23. Juli 2009 | 23. Juni 2010 | 1. Januar 2010 |
| Änderung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" |
18. Juni 2009 | 23. März 2010 | 1. Januar 2010 |
| IFRIC 17 "Sachdividenden an Eigentümer" | 27. November 2008 | 26. November 2009 | 1. November 2009 |
| IFRIC 18 "Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden" |
29. Januar 2009 | 27. November 2009 | 1. November 2009 |
| Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" (IASB 2009) |
16. April 2009 | 23. März 2010 | 1. Januar 2010 |
| Vorzeitige freiwillige Anwendung von Verlautbarungen |
|
|
|
| IAS 24 (überarbeitet) "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" und Folgeänderung an IFRS 8 "Geschäftssegmente" |
4. November 2009 | 19. Juli 2010 | 1. Januar 2011 |
| Änderung an IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" |
8. Oktober 2009 | 23. Dezember 2009 | 1. Februar 2010 |
| Änderung an IFRS 1 "Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7" und Folgeänderung an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
28. Januar 2010 | 30. Juni 2010 | 1. Juli 2010 |
| Änderungen an IFRIC 14 "Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen" |
15. November 2009 | 19. Juli 2010 | 1. Januar 2011 |
| IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" und Folgeänderung an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der IFRS" |
26. November 2009 | 23. Juli 2010 | 1. Juli 2010 |
Die Änderungen ergänzen die Regelungen in den Bereichen der Designation von Inflationsrisiken
als Grundgeschäft sowie der Designation von Sicherungsgeschäften zur Absicherung eines
einseitigen Risikos. Es wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil
der Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines Finanzinstruments
als Grundgeschäft zu designieren. Da bei Bechtle keine derartigen Sicherungsbeziehungen
bestehen, haben sich aus der Anwendung des geänderten Standards keine Auswirkungen
ergeben.
Der geänderte Standard gewährt Unternehmen aus der Öl- und Gasindustrie und erstmaligen
IFRS-Anwendern zusätzliche Ausnahmen bei der retrospektiven Anwendung aller zum Abschlussstichtag
des ersten IFRS-Abschlusses geltenden Standards und Interpretationen. Entsprechend
haben sich die Änderungen bei Bechtle nicht ausgewirkt.
Die Änderung betrifft die Behandlung von aktienbasierten Zahlungsvereinbarungen, die
unternehmenseigene Eigenkapitalinstrumente oder Eigenkapitalinstrumente eines Unternehmens
desselben Konzerns beinhalten. Im Zuge der Änderungen werden IFRIC 8 und IFRIC 11
in den IFRS 2 integriert. Da bei Bechtle keine aktienbasierten Vergütungstransaktionen
bestehen, hat die Anwendung des geänderten Standards zu keinen Auswirkungen geführt.
Diese Interpretation regelt die Bilanzierung von Sachdividendenausschüttungen an Eigentümer.
Geregelt werden durch diese Interpretation insbesondere der Zeitpunkt des Ansatzes
der Dividendenverpflichtung und deren Bewertung. Dabei ist der Unterschiedsbetrag
zwischen der geleisteten Dividende und dem Buchwert der ausgekehrten Vermögenswerte
erfolgswirksam zu erfassen. Da Sachdividendenausschüttungen bei Bechtle weder erfolgt
noch geplant sind, haben sich aus dieser Interpretation keine Auswirkungen ergeben.
Die Interpretation regelt die Bilanzierung von Vermögenswerten, die ein Unternehmen
von Kunden erhält, um diesen im Gegenzug Zugang zu Versorgungsgütern - wie z. B. Strom,
Gas, Wasser - oder Dienstleistungen zu verschaffen. Die neuen Regelungen sind vor
allem für Unternehmen der Versorgungswirtschaft relevant, können aber auch in anderen
Branchen vorkommen, wenn z. B. bei der Auslagerung informationstechnologischer Prozesse
der Kunde vorhandene Sachanlagen auf den Anbieter der ausgelagerten Tätigkeiten überträgt.
In Ermangelung entsprechender Transaktionen - die auch bei Bechtle als Auftragnehmer
nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden können - hat sich diese Interpretation im
vorliegenden Konzernabschluss nicht ausgewirkt.
Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von geringem Umfang
und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen sogenannten Sammelstandard
- auch Omnibus-Standard genannt - herausgegeben. Bei den Änderungen handelt es sich
im Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards
und ungenauen Formulierungen. Dieser zweite veröffentlichte Sammelstandard des jährlichen
Aktualisierungsverfahrens enthält Änderungen an diversen Standards und zwei Interpretationen
sowie zugehörigen Anwendungsleitlinien. Es handelt sich dabei zum einen um rechnungslegungsrelevante
Änderungen und zum anderen um terminologische oder redaktionelle Änderungen. Aus diesen
Aktualisierungen haben für Bechtle keine Auswirkungen bzw. Änderungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage resultiert.
Mit der Überarbeitung soll insbesondere die Verständlichkeit und Eindeutigkeit des
Standards erhöht werden, um damit eine einheitliche Anwendung in der Praxis sicherzustellen.
Präzisiert wurde vor allem die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen,
zudem wurde eine Erleichterungsvorschrift für Unternehmen, die unter einem maßgeblichen
Einfluss der öffentlichen Hand stehen, eingeführt. Zur Gewährleistung der Kohärenz
der IFRS wurde eine erforderliche Folgeänderung an IFRS 8 vorgenommen. Die Anwendung
dieser Überarbeitung und Folgeänderung hat bei Bechtle nicht zu Auswirkungen bzw.
Änderungen geführt.
Die Änderung betrifft den Ausweis von Bezugsrechten, die in einer fremden Währung
auf eine feste Anzahl eigener Anteile gewährt werden. Diese Bezugsrechte werden künftig
als Eigenkapitalinstrumente ausgewiesen und nicht wie bisher als finanzielle Verbindlichkeiten.
Da Bechtle keine Bezugsrechte auf eigene Anteile gewährt hat, haben sich aus der Anwendung
des geänderten Standards keine Auswirkungen ergeben.
Die Änderungen erlauben es IFRS-Erstanwendern, die für IFRS 7 geltenden Übergangsregelungen
in Anspruch zu nehmen. Diese Bestimmungen befreien im ersten Jahr der Anwendung von
der Pflicht, für die geforderten Angaben Vergleichsinformationen anzugeben. Bei Bechtle
haben sich diese Änderungen entsprechend nicht ausgewirkt.
Durch die Änderungen sollen nicht beabsichtigte Konsequenzen von IFRIC 14 bei der
Behandlung von Beitragsvorauszahlungen in Fällen, in denen Mindestdotierungsverpflichtungen
bestehen, beseitigt werden. Bei einer Mindestdotierungsverpflichtung für einen leistungsorientierten
Plan muss eine entsprechende Vorauszahlung nach den vorliegenden Änderungen nun wie
jede andere Vorauszahlung als Vermögenswert behandelt werden. Bei Bechtle bestehen
keine Überschüsse aus einem Pensionsplan und kein entsprechend angesetzter Vermögenswert
sowie auch keine Beitragsvorauszahlungen der genannten Art. Auswirkungen aus der Anwendung
dieser Änderungen haben sich so keine ergeben.
Diese Interpretation verdeutlicht die Anforderungen in den IFRS, wenn ein Unternehmen
die Bedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit mit dem Gläubiger neu aushandelt
und der Gläubiger dabei Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente des Unternehmens
zur vollen oder teilweisen Tilgung der finanziellen Verbindlichkeit akzeptiert. Da
bei Bechtle bislang keine Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente
erfolgt und auch für die Zukunft nicht geplant ist, hat sich die Interpretation nicht
ausgewirkt.
Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet,
die noch nicht verpflichtend anzuwenden ("Inkrafttreten") beziehungsweise von der
EU noch nicht anerkannt sind. Bei noch ausstehendem "Endorsement" entstammt das genannte
Datum zur verpflichtenden Anwendung den entsprechenden Verlautbarungen des IASB bzw.
IFRIC. Im Falle eines anschließenden "Endorsement" enthält die EU-Verordnung gegebenenfalls
ein eigenes Datum zur verpflichtenden Anwendung. Bei noch fehlenden offiziellen deutschen
Übersetzungen sind nachfolgend die originären englischen Bezeichnungen der Rechnungslegungsverlautbarungen
genannt:
| Verlautbarung | Veröffentlichung durch das IASB/IFRIC | Endorsement | Inkrafttreten1 |
| Veröffentlichte Verlautbarungen, die noch nicht angewendet werden |
|
|
|
| Änderungen an IAS 12 "Latente Steuern" | 20. Dezember 2010 | offen | 1. Januar 2012 |
| Änderungen an IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" |
20. Dezember 2010 | offen | 1. Juli 2011 |
| Änderungen an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" |
7. Oktober 2010 | offen | 1. Juli 2011 |
| IFRS 9 "Financial Instruments" | 12. November 2009, 28. Oktober 2010 |
offen | 1. Januar 2013 |
| Änderungen an den IFRS: "Verbesserungen der International Financial Reporting Standards" (IASB 2010) |
6. Mai 2010 | 18. Februar 2011 | 1. Juli 2010 - 1. Januar 2011 |
Diese Änderungen enthalten eine teilweise Klarstellung zur Behandlung temporärer steuerlicher
Differenzen in Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40. Im Hinblick
auf die bei als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien oftmals schwierige Beurteilung,
ob sich bestehende Differenzen im Rahmen der fortgeführten Nutzung oder im Zuge einer
Veräußerung umkehren, sehen die Änderungen nun vor, dass grundsätzlich eine Veräußerung
anzunehmen ist. Bechtle hält keine Immobilien als Finanzinvestition und hat auch keine
entsprechenden Halteabsichten für die absehbare Zukunft. Aus der Anwendung dieser
Änderungen sind daher bei Bechtle keine Auswirkungen zu erwarten.
Die Änderungen ersetzen bisher bestehende Verweise auf festgelegte Anwendungszeitpunkte
durch Verweis auf den Zeitpunkt des Übergangs auf IFRS. Daneben wird klargestellt,
wie die Bilanzierung gemäß IFRS nach einer Periode, in der die IFRS aufgrund einer
von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht eingehalten werden
konnten, wiederaufgenommen wird. Bechtle ist bereits IFRS-Anwender und eine Tätigkeit
in Hochinflationsländern ist weder gegeben noch in absehbarer Zukunft geplant. Entsprechend
wird sich die Anwendung der Änderungen bei Bechtle nicht auswirken.
Die Änderungen bestimmen umfangreiche neue qualitative und quantitative Angaben zu
übertragenen finanziellen Vermögenswerten, die nicht ausgebucht wurden, und zu dem
am Berichtsstichtag bestehenden anhaltenden Engagement bei übertragenen finanziellen
Vermögenswerten. Ein Transfer von finanziellen Vermögenswerten liegt beispielweise
beim Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Factoring) oder bei Transaktionen
mit sogenannten Asset-Backed-Securities (ABS) vor. Es sind zusätzliche Angabepflichten
vorgesehen, um zum einen bei übertragenen, aber nicht oder nicht vollständig ausgebuchten
finanziellen Vermögenswerten die Beziehung zwischen diesen Vermögenswerten und zugehörigen
Verbindlichkeiten sowie zum anderen bei übertragenen und ausgebuchten finanziellen
Vermögenswerten Art und Risiko aus dem anhaltenden Engagement zu zeigen. Die Anwendung
der Änderungen und ihre Auswirkungen werden derzeit bei Bechtle überprüft. Von einem
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist aber nicht auszugehen.
IFRS 9 enthält einen neuen Ansatz zur Kategorisierung, Bewertung und Ausbuchung von
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Der Abschluss dieses noch laufenden
Projekts um IFRS 9 wird für Mitte des Jahres 2011 erwartet. Erst danach können die
potenziellen Auswirkungen auf den Bechtle-Konzern sinnvoll untersucht und quantifiziert
werden.
Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von geringem Umfang
und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen sogenannten Sammelstandard
- auch Omnibus-Standard genannt - herausgegeben. Bei den Änderungen handelt es sich
im Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards
und ungenauen Formulierungen. Dieser dritte veröffentlichte Sammelstandard des jährlichen
Aktualisierungsverfahrens enthält Änderungen an diversen Standards und einer Interpretation
sowie zugehörigen Anwendungsleitlinien. Es handelt sich dabei zum einen um rechnungslegungsrelevante
Änderungen und zum anderen um terminologische oder redaktionelle Änderungen. Bechtle
prüft derzeit noch die etwaigen Auswirkungen aus der Anwendung der Aktualisierungen.
Es sind aber keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten.
Der Konzernabschluss basiert auf den nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden erstellten Abschlüssen der Bechtle AG und der einbezogenen Tochterunternehmen.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit
dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des
Erwerbs. Positive Unterschiedsbeträge werden entsprechend IFRS 3.51 als Geschäfts-
und Firmenwert angesetzt. Negative Unterschiedsbeträge sind nach IFRS 3.56 (b) erfolgswirksam
in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
berücksichtigt die Ergebnisse der erworbenen Gesellschaften ab dem Erwerbszeitpunkt,
d. h. ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung
in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen
nicht mehr besteht.
Konzerninterne Gewinne und Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen
und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die
erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen.
In den Konsolidierungskreis sind die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre mehrheitlich
gehaltenen und beherrschten Tochtergesellschaften einbezogen. Die Bechtle AG hält
an sämtlichen einbezogenen Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle
Anteile.
Eine Aufstellung der einbezogenen Tochterunternehmen ist in der Anlage A zu diesem
Anhang zu finden.
Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtsjahr erstmalig in den Konsolidierungskreis
einbezogen:
| Unternehmen | Sitz | Erstkonsolidierungszeitpunkt | Erwerb/Gründung |
| Bechtle direct Polska Sp. z. oo. | Wroclaw (Breslau), Polen | 01.01.2010 | Gründung |
| Bechtle Management E.u.r.l. | Molsheim, Frankreich | 01.01.2010 | Gründung |
| Bechtle Comsoft NV | Hamont-Achel, Belgien | 09.02.2010 | Gründung |
| ARP Management AG | Rotkreuz, Schweiz | 14.06.2010 | Gründung |
| intelligent IT solutions GmbH & Co. KG | Oldenburg | 23.06.2010 | Erwerb |
| intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH | Oldenburg | 23.06.2010 | Erwerb |
| Bechtle direct s.r.o. | Praha (Prag), Tschechien | 05.08.2010 | Gründung |
| HTH Consulting GmbH | St. Pölten, Österreich | 18.08.2010 | Erwerb |
| Comsoft direct s.r.l. | Bozen, Italien | 26.08.2010 | Gründung |
| Bechtle-Comsoft GmbH | Neckarsulm | 23.09.2010 | Gründung |
| SolidPro Informationssysteme GmbH | Langenau | 05.10.2010 | Erwerb |
| Comsoft direct SLU | Madrid, Spanien | 21.10.2010 | Gründung |
Weitere Angaben zu den erworbenen Unternehmen befinden sich in Gliederungspunkt VIII.
"Akquisitionen und Kaufpreisallokation".
Die im Geschäftsjahr 2010 neu gegründeten Unternehmen hatten keinen wesentlichen Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Tochtergesellschaften von Bechtle führen ihre Bücher in der lokalen Währung, mit
Ausnahme der Bechtle Holding Schweiz AG, die als nichtoperative, reine Holdinggesellschaft
mit hohen liquiden Mitteln in EUR ihre funktionale Währung im Vorjahr von CHF in EUR
umgestellt hat. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Stichtagskurs
zum Tag der Transaktion umgerechnet. Am Abschlusstag werden monetäre Vermögenswerte
und Schulden zum Stichtagskurs bewertet, nicht monetäre Bilanzposten werden mit dem
Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Kursgewinne und -verluste, die durch Wechselkursschwankungen
bei Fremdwährungstransaktionen entstehen, werden ergebniswirksam erfasst. Abweichend
davon werden Währungsumrechnungsdifferenzen, die auf Nettoinvestitionen in einen ausländischen
Geschäftsbetrieb einer Tochtergesellschaft beruhen, erfolgsneutral in einem separaten
Posten im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der Konsolidierung werden Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs
in die funktionale Währung Euro gemäß IAS 21 umgerechnet. Die Erlös- und Aufwandskonten
werden zum Durchschnittskurs des Berichtsjahres umgerechnet. Das Eigenkapital wird
auf der Basis historischer Kurse ermittelt. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen
werden in einem separaten Posten im Eigenkapital ausgewiesen.
Die Wechselkurse wichtiger Währungen veränderten sich zum Euro wie folgt:
|
|
|
Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||
|
|
Währung | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Schweiz | CHF | 1,25 | 1,48 | 1,38 | 1,51 |
| Großbritannien | GBP | 0,86 | 0,89 | 0,86 | 0,89 |
| USA | USD | 1,34 | 1,44 | 1,33 | 1,39 |
Die Umsatzerlöse enthalten Verkäufe von IT-Produkten sowie Dienstleistungen. Umsätze
werden gemäß IAS 18 zum beizulegenden Zeitwert des erhaltenen oder zu beanspruchenden
Entgelts abzüglich gewährter Skonti und Rabatte bewertet.
Umsätze aus dem Verkauf von IT-Produkten werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken
und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind,
auf den Käufer übergehen, die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann
und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Konzern der wirtschaftliche Nutzen
zufließen wird.
Umsätze aus Dienstleistungen werden nach der Erbringung der Leistung beziehungsweise
nach der Abnahme durch den Kunden erfasst. Erlöse aus angearbeiteten Dienstleistungen
werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad am Bilanzstichtag erfasst, soweit das
Ergebnis verlässlich geschätzt werden kann. Der Fertigstellungsgrad wird in Abhängigkeit
des zugrunde liegenden Vertrages auf Basis der erbrachten Arbeitsleistung oder als
Verhältnis der zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten bestimmt.
Sofern das Ergebnis der angearbeiteten Dienstleistungen nicht verlässlich geschätzt
werden kann, werden diese nur in Höhe der angefallenen Aufwendungen erfasst, die wahrscheinlich
einbringlich sind.
Wartungsverträge und andere im Voraus fakturierte Leistungen werden unter Berücksichtigung
der bereits erbrachten Leistung über die Laufzeit abgegrenzt.
Mit Ausnahme der Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit der Erstellung selbst
genutzter oder zum Verkauf bestimmter Software anfallen, sind keine wesentlichen Forschungs-
und Entwicklungskosten zu verzeichnen. Wir verweisen dazu auf unsere Ausführungen
zu selbst erstellter Software.
Als Leasingverhältnis gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer
gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts
für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung
ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung
getroffen.
Bei Finanzierungs-Leasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum
in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken trägt,
die mit dem Eigentum verbunden sind (IAS 17). Ist der Bechtle-Konzern Leasingnehmer,
wird der Leasinggegenstand zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren Barwert
der Mindestleasingzahlungen aktiviert und gleichzeitig bei den Verbindlichkeiten passiviert.
Der Leasinggegenstand wird linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer
oder über die kürzere Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Ist der Bechtle-Konzern
Leasinggeber, wird eine Leasingforderung in Höhe des Nettoinvestitionswertes erfasst.
Bei Operating-Leasingverhältnissen werden die zu zahlenden Leasingraten beim Leasingnehmer
als Aufwand und beim Leasinggeber als Ertrag erfasst.
Das Ergebnis je Stammaktie (Earnings per Share oder EPS) wird gemäß IAS 33 berechnet.
IAS 33 schreibt die Darstellung des Ergebnisses je Aktie für alle Gesellschaften,
die Stammaktien ausgegeben haben, vor. Das Ergebnis je Aktie ist das auf die Aktionäre
der Bechtle AG entfallende Ergebnis nach Steuern geteilt durch den gewichteten Durchschnitt
der ausstehenden Stammaktien.
Geschäfts- und Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem
Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als der Überschuss der Anschaffungskosten
des Unternehmenszusammenschlusses über den vom Erwerber gemäß IFRS 3 angesetzten Anteil
an dem beizulegenden Nettozeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden
und Eventualschulden darstellen. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss identifizierten
Geschäfts- und Firmenwerte stellen eine Zahlung dar, die in der Erwartung künftigen
wirtschaftlichen Nutzens aus Vermögenswerten, die nicht einzeln identifiziert oder
getrennt angesetzt werden können, geleistet wurde.
Geschäfts- und Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht abgeschrieben. Stattdessen werden
sie gemäß IAS 36 mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte umfassen in der Bechtle-Gruppe Marken, Kundenstämme,
erworbene Software, selbst erstellte Software, Kundenserviceverträge und Wettbewerbsverbote.
Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen erworbene Marken werden in der Höhe bewertet,
die dem aus den Markennamensrechten resultierenden Nutzen entspricht. Es ist von einer
unbegrenzten Nutzungsdauer auszugehen, da es nach einer Analyse aller relevanten Faktoren
keine vorhersehbare Begrenzung der Periode gibt, in der diese Markennamensrechte voraussichtlich
Netto-Cashflows für den Bechtle-Konzern erzeugen werden. Folglich dürfen die Markennamensrechte
gemäß IAS 38 nicht abgeschrieben werden, sondern sind gemäß IAS 36 mindestens jährlich
auf Wertminderung zu überprüfen.
Kundenstämme werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen
erworbene Kundenstämme werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenstämmen
resultierenden Nutzen entspricht. Kundenstämme werden linear über einen Zeitraum abgeschrieben,
der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich wird von langfristigen
Kundenbeziehungen ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen fünf und
zehn Jahren.
Erworbene Software wird zu Anschaffungskosten bewertet und linear über eine Nutzungsdauer
von drei bis acht Jahren abgeschrieben.
Selbst erstellte Software wird unter den Voraussetzungen des IAS 38 aktiviert, soweit
sowohl die technische Realisierbarkeit als auch die Vermarktung der neu entwickelten
Produkte sichergestellt sind, dem Konzern daraus ein wirtschaftlicher Nutzen zufließt
und entweder die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Die Aktivierung
erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, die alle direkt zurechenbaren Einzelkosten
sowie angemessene Zuschläge für Gemeinkosten und Abschreibungen beinhalten. Die Kosten,
die im Zeitraum vor der technischen Durchführbarkeit anfallen, werden als Forschungskosten
sofort als Aufwand erfasst. Die lineare Abschreibung dieser aktivierten Kosten erfolgt
ab dem Zeitpunkt der wirtschaftlichen Nutzung des Vermögenswertes über eine Nutzungsdauer
von drei bis fünf Jahren. Die Abschreibungen werden entsprechend ihrer Entstehung
in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen.
Kundenserviceverträge werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen
erworbene Kundenserviceverträge werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Kundenservice-verträgen
resultierenden Nutzen entspricht. Kundenserviceverträge werden über ihre jeweilige
Restlaufzeit entsprechend dem aus ihnen resultierenden Nutzen abgeschrieben.
Wettbewerbsverbote werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Rahmen von Unternehmensakquisitionen
erworbene Wettbewerbsverbote werden in der Höhe bewertet, die dem aus den Wettbewerbsverboten
resultierenden Nutzen entspricht. Wettbewerbsverbote werden linear über einen Zeitraum
abgeschrieben, der vom erwarteten Nutzen für das Unternehmen abhängt. Grundsätzlich
wird von langfristigen Wettbewerbsverboten ausgegangen. Die erwartete Nutzungsdauer
liegt zwischen einem und zwei Jahren.
Bei Geschäfts- und Firmenwerten sowie bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten
mit unbegrenzter Nutzungsdauer wird ein Werthaltigkeitstest mindestens jährlich durchgeführt.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Sachanlagen wird
ein Werthaltigkeitstest vorgenommen, wenn Ereignisse oder Veränderungen eintreten,
die auf eine geminderte Werthaltigkeit hindeuten. Dabei wird zur Prüfung der Werthaltigkeit
im Bechtle-Konzern grundsätzlich der nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelte
Nutzungswert herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle
Planung für die nächsten drei Geschäftsjahre. Die Planungsprämissen werden jeweils
an den aktuellen Erkenntnisstand auf Basis intern und extern verfügbarer Informationen
angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische
Entwicklungen berücksichtigt. Für die Ermittlung der Cashflows werden grundsätzlich
die erwarteten Wachstumsraten der betreffenden Märkte zugrunde gelegt.
Der Abschreibungsbedarf entspricht dem Betrag, um den der Buchwert des Vermögenswerts
den Fair Value übersteigt. Zum Zweck der Werthaltigkeitstests bei Geschäfts- und Firmenwerten
werden diese ihren entsprechenden Cash-Generating Units zugeteilt. Im Bechtle-Konzern
gibt es zwei Cash-Generating Units, die identisch mit den beiden Segmenten IT-Systemhaus
& Managed Services und IT-E-Commerce aus der Segmentberichterstattung sind. Vermögenswerte,
die nicht länger dem Geschäftsbetrieb zu dienen bestimmt sind, werden zum Buchwert
oder niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und um planmäßige Abschreibungen
vermindert. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Wertminderungen vorgenommen.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt zeitanteilig und hauptsächlich linear auf Grundlage
der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Den planmäßigen Abschreibungen
liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Büromaschinen | 3 - 5 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 - 20 Jahre |
| Fuhrpark | 3 - 6 Jahre |
| Gebäude | 25 - 50 Jahre |
Geringwertige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll
abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Kosten für Instandhaltung werden zum Zeitpunkt
ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst.
Erstreckt sich die Bauphase eines Vermögenswertes über einen längeren Zeitraum, werden
direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten grundsätzlich gemäß IAS 23 aktiviert. Aufgrund
der Finanzstruktur der Bechtle-Gruppe waren im Geschäftsjahr keine Fremdkapitalkosten
zu aktivieren.
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf alle temporären Differenzen zwischen den Buchwerten
in der Konzern-Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden
(Liability Method) sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet.
Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche
Verlustvorträge werden nur insoweit angesetzt, als mit hinreichender Wahrscheinlichkeit
davon ausgegangen werden kann, dass diese Unterschiede in der Zukunft zur Realisierung
des entsprechenden Vorteils führen. Eine Verrechnung von aktiven latenten Steuern
mit passiven latenten Steuern erfolgt, soweit eine Identität der Steuergläubiger besteht.
Der Ermittlung werden die im Jahr der Umkehrung geltenden Steuersätze zugrunde gelegt.
Änderungen der Steuersätze werden berücksichtigt, soweit sie verabschiedet sind.
Die Bewertung der Handelswaren erfolgt gemäß IAS 2 zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten
(Durchschnittsmethode). Soweit erforderlich werden Abschläge auf den niedrigeren realisierbaren
Nettoveräußerungswert vorgenommen. Diese Abschläge berücksichtigen neben der verlustfreien
Bewertung alle sonstigen Bestandsrisiken. Sofern die Gründe, die zu einer Abwertung
der Vorräte in der Vergangenheit führten, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung
vorgenommen.
Die im Vorratsvermögen ausgewiesenen angearbeiteten Dienstleistungen werden in Höhe
der angefallenen und wahrscheinlich einbringbaren Aufwendungen bewertet.
Die Gesamtkosten der erworbenen eigenen Aktien werden offen in einem separaten Posten
als Kürzung des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Anzahl ausstehender, d. h. sich im
Umlauf befindlicher Aktien der Gesellschaft verringert sich entsprechend der Anzahl
eigener Anteile. Unverändert bleibt dabei die Anzahl begebener, d. h. emittierter
Aktien. Bei der Wiederveräußerung eigener Aktien entstehende Gewinne oder Verluste
werden entsprechend IAS 32.33 erfolgsneutral mit der Kapitalrücklage verrechnet. Bei
der Einziehung erworbener eigener Aktien waren im Vorjahr das Gezeichnete Kapital
um den eingezogenen Anteil am Grundkapital entsprechend gekürzt und die Kapitalrücklagen
um denselben Betrag erhöht (§ 237 Abs. 5 AktG) sowie die Gewinnrücklagen schließlich
um die Gesamtkosten der eingezogenen erworbenen eigenen Anteile reduziert worden.
Die Bilanzierung und Bewertung von Verpflichtungen für Pensionen erfolgt gemäß IAS
19. Zu unterscheiden sind dabei grundsätzlich beitrags- und leistungsorientierte Pensionspläne.
Bei beitragsorientierten Plänen treffen den Arbeitgeber über die regelmäßige Entrichtung
bestimmter Beiträge hinaus keinerlei Verpflichtungen. Zur Bewertung von Verpflichtungen
oder Aufwendungen sind daher keine versicherungsmathematischen Annahmen erforderlich.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste können nicht entstehen. Bechtle hat
keine beitragsorientierten Pensionspläne in nennenswertem Umfang.
Dagegen sind die aus leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtungen mittels
versicherungsmathematischer Annahmen und Berechnungen unter Berücksichtigung biometrischer
Rechnungsgrundlagen zu bewerten. Dabei können versicherungsmathematische Gewinne oder
Verluste auftreten.
Bechtle erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht gemäß der
sogenannten Korridormethode (IAS 19.92), sondern gemäß IAS 19.93A stets in voller
Höhe in der Periode, in der sie anfallen, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter
Steuern direkt im Eigenkapital (sonstiges Ergebnis innerhalb Gewinnrücklagen). Somit
sind sämtliche bis zum Bilanzstichtag angefallenen versicherungsmathematischen Gewinne
und Verluste vollständig im Eigenkapital erfasst und ausgewiesen. Bei Anwendung der
Korridormethode würde nur ein bestimmter Teil der versicherungsmathematischen Gewinne
und Verluste in der betreffenden Berichtsperiode erfolgswirksam erfasst werden.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sofern gegenüber Dritten eine gegenwärtige
Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis besteht. Deren Höhe muss zuverlässig
geschätzt werden können und sie muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich zu einem
Abfluss künftiger Ressourcen führen. Rückstellungen werden nur für rechtliche und
faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Rückstellungen werden mit dem
Betrag angesetzt, der zum Bilanzstichtag die bestmögliche Schätzung des Ausgabenbetrags
darstellt, der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung voraussichtlich erforderlich
ist.
Sonstige Rückstellungen für Garantien werden entsprechend für die voraussichtliche
Inanspruchnahme auf Basis von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen und der Umsätze
gebildet.
Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter
Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf den Bilanzstichtag abgezinst, sofern
der Zinseffekt wesentlich ist.
Der Abgrenzungsposten beinhaltet bei Bechtle sämtliche Umsatz- und Ertragsabgrenzungen.
Dies beinhaltet insbesondere Anzahlungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf
Wartungsverträge und Garantieleistungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe der noch zu
erbringenden Leistungen.
Finanzinstrumente sind Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen
Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit führen.
Dazu gehören sowohl originäre Finanzinstrumente (z. B. Forderungen oder Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (Geschäfte zur
Absicherung gegen Wertänderungsrisiken).
Nach IAS 39 werden folgende Kategorien von Finanzinstrumenten unterschieden:
| ― |
Für Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte mit erfolgswirksamer Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (held for trading) |
| ― |
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen (held to maturity) |
| ― |
ausgereichte Kredite und Forderungen (loans and receivables) |
| ― |
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale) |
| ― |
finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (financial liabilities at amortised cost) |
| ― |
finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert (financial assets and liabilities at fair value through profit or loss) |
Finanzinstrumente werden, soweit nicht anders angegeben, zum beizulegenden Zeitwert
angesetzt. Der beizulegende Zeitwert eines originären Finanzinstruments ist in der
Regel der am Markt erzielbare Preis, d. h. der Preis, zu dem das Finanzinstrument
zwischen voneinander unabhängigen Parteien innerhalb einer Transaktion frei gehandelt
werden kann. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich
zum Erfüllungstag bilanziert. Ausgereichte Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bilanziert.
Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bei ihrem erstmaligen
Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte
beziehungsweise Verbindlichkeit zu designieren, hat die Bechtle-Gruppe bislang keinen
Gebrauch gemacht.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für
alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Langfristige Forderungen mit einer Restlaufzeit
von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze auf
den Bilanzstichtag abgezinst. Auch das allgemeine Kreditrisiko wird, sofern nachweisbar,
durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.
Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden grundsätzlich
über Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels
eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt
wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation sowie
den unterschiedlichen ggf. landesspezifischen Rahmenbedingungen ab. Diese Beurteilung
obliegt den einzelnen Portfolioverantwortlichen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten in der Bechtle-Gruppe ausschließlich
Finanzinstrumente. Die sonstigen Vermögenswerte enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.
Geldanlagen, bestehend aus Termingeldanlagen und ähnlichen Geldanlagen bei Banken
und anderen Finanzdienstleistungsinstituten mit ursprünglichen Fälligkeiten von mehr
als drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs, werden als finanzieller Vermögenswert zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Wertpapiere werden grundsätzlich als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum
Erfüllungstag. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgsneutral im Eigenkapital
abgegrenzt und erst bei Veräußerung sowie dauerhafter oder wesentlicher Wertminderung
erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen zuvor erfolgswirksam erfasster Wertminderungen
werden bis zur erfolgswirksamen Realisierung durch Verkauf erfolgsneutral im Eigenkapital
abgegrenzt.
Die liquiden Mittel werden als finanzieller Vermögenswert zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet. Sie beinhalten laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände
sowie kurzfristig liquidierbare Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von bis
zu drei Monaten ab dem Tag des Erwerbs.
Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten aus Finanzderivaten werden Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Langfristige Verbindlichkeiten mit einer
Laufzeit von mehr als einem Jahr werden unter Zugrundelegung der entsprechenden Zinssätze
auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten
in der Bechtle-Gruppe ausschließlich Finanzinstrumente. Die sonstigen Verbindlichkeiten
enthalten auch nichtfinanzielle Vermögenswerte.
Derivate Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert.
Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden nach der Methode der Bilanzierung zum
Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte werden
mithilfe standardisierter finanzmathematischer Verfahren (Mark-to-Market-Methode)
oder Marktwerte ermittelt.
Die Bechtle-Gruppe bedient sich Zinsswaps, um das aus zukünftigen Zinssatzschwankungen
resultierende Zinsänderungsrisiko bei Finanzschulden zu vermindern. Die Änderungen
des beizulegenden Zeitwerts werden bei den als wirksamen Cashflow-Hedge zu klassifizierenden
Zinsswaps erfolgsneutral unter Berücksichtigung der darauf entfallenden latenten Steuern
gebucht. Der Marktwert von Zinsswaps bestimmt sich durch Abzinsung der erwarteten
zukünftigen Zahlungsströme über die Restlaufzeit des Kontrakts auf Basis aktueller
Marktzinsen und der Zinsstrukturkurve. Die Erfassung von Änderungen des beizulegenden
Zeitwerts, die dem unwirksamen Sicherungsinstrument zuzurechnen sind, erfolgt erfolgswirksam
über die Gewinn- und Verlustrechnung.
Devisentermingeschäfte und Devisenswaps zur Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten
(= Grundgeschäft) in fremder Währung werden als Fair-Value-Hedge bewertet. Ein Fair-Value-Hedge
sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Schulden.
Die Änderung des Zeitwerts des Devisentermingeschäfts sowie die Marktwertänderung
des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich ergebniswirksam
erfasst.
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Konzerngesellschaften dienen
der Absicherung des Fremdwährungsrisikos aus Tochtergesellschaften mit von der Konzernwährung
Euro abweichenden funktionalen Währungen. Gewinne oder Verluste aus dem Sicherungsgeschäft,
die dem wirksamen Teil der Sicherungsgeschäfte zuzurechnen sind, werden erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis erfasst. Gewinne oder Verluste, die dem unwirksamen Teil des
Sicherungsinstruments zuzurechnen sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Gewinne und Verluste aus der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente,
die nicht im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 bilanziert sind, werden sofort
in der Gewinn- und Verlustrechnung mit ihrem Marktwert berücksichtigt.
| Position | Bewertungsmethoden |
| Aktiva |
|
| Geschäfts- und Firmenwerte | Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test) |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
| Kundenstämme | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Marken | Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment-Test) |
| Kundenserviceverträge | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Erworbene Software | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Selbst erstellte Software | (Fortgeführte) Herstellungskosten der Entwicklung auf Basis direkt zurechenbarer (Einzel- und Gemein-)Kosten |
| Sachanlagevermögen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sonstige Vermögenswerte | (Fortgeführte) Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert (Derivate) |
| Vorräte | Niedrigerer Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert |
| Geld- und Wertpapieranlagen |
|
| "Kredite und Forderungen" | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| "zur Veräußerung verfügbar" | Erfolgsneutral zum Fair Value |
| Liquide Mittel | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Passiva |
|
| Pensionsrückstellungen | Projizierte Einmalbeitragsmethode (IAS 19.64 ff.) mittels versicherungsmathematischer Gutachten |
| Sonstige Rückstellungen | Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit) |
| Finanzverbindlichkeiten | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (Fortgeführte) Anschaffungskosten |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (Fortgeführte) Anschaffungskosten bzw. Erfüllungsbetrag Beizulegender Zeitwert (Derivate) |
| Abgrenzungsposten | Erfüllungsbetrag |
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Vorstands,
die sich auf die ausgewiesene Höhe des Vermögens, der Schulden, der Erträge und Aufwendungen
im Konzernabschluss sowie den Ausweis der sonstigen finanziellen Verpflichtungen und
Eventualschulden auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene
Unsicherheit können Ergebnisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen
Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen. Alle
Schätzungen und Annahmen basieren jeweils auf dem aktuellen Kenntnisstand und sind
nach bestem Wissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zu vermitteln. Im Wesentlichen
sind die nachfolgenden Sachverhalte betroffen:
Der Werthaltigkeitstest für die Geschäfts- und Firmenwerte, die sonstigen immateriellen
Vermögenswerte und Sachanlagen erfordert zur Bestimmung deren Nutzungswertes Schätzungen
der künftigen Cashflows des Vermögenswertes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
sowie die Wahl eines angemessenen Abzinsungssatzes zur Ermittlung des Barwerts dieser
Cashflows. Für die Schätzungen der zukünftigen Cashflows sind langfristige Ertragsprognosen
vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Entwicklung der
Branche zu treffen.
Beim erstmaligen Ansatz von im Rahmen von Akquisitionen erworbenen Kundenstämmen,
Kundenserviceverträgen und Wettbewerbsverboten ist die Bewertung ebenfalls mit Schätzungen
zur Bestimmung der Nutzungswerte verbunden.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagevermögen erfordern Einschätzungen und
Annahmen bei der Festlegung konzerneinheitlicher wirtschaftlicher Nutzungsdauern der
Vermögenswerte.
Zur Bewertung der aktiven und passiven latenten Steuern des Konzerns sind wesentliche
Beurteilungen erforderlich. Insbesondere die aktiven latenten Steuern auf steuerliche
Verlustvorträge erfordern Einschätzungen über die Höhe und Zeitpunkte des künftig
zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien. Unsicherheiten
bestehen weiterhin bezüglich zukünftiger Änderungen des Steuerrechts. Wenn Zweifel
an der Realisierbarkeit der Verlustvorträge bestehen, werden diese nicht angesetzt
oder wertberichtigt.
Die Vorräte enthalten Wertberichtigungen auf den niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert.
Die Höhe der Wertberichtigungen erfordert Einschätzungen und Annahmen über den voraussichtlich
zu erzielenden Verkaufserlös.
Für zweifelhafte Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, um erwarteten Verlusten
Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Grundlage
für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind
die Struktur der Fälligkeit der Forderungssalden, Erfahrungen bezüglich der Ausbuchung
von Forderungen in der Vergangenheit, die Einschätzung der Kundenbonität sowie Veränderungen
im Zahlungsverhalten.
Die Bewertung von Pensionen und ähnlichen Personalverpflichtungen beruht auf Annahmen
über die zukünftige Entwicklung bestimmter Faktoren. Diese Faktoren umfassen unter
anderem versicherungsmathematische Annahmen wie z. B. den Diskontierungszinssatz,
erwartete Wertsteigerungen des Planvermögens, erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen,
Sterblichkeitsraten und frühestes Rentenalter. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung
solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten.
Ansatz und Bewertung der Rückstellungen sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen
verbunden. Die Beurteilung der Quantifizierung der möglichen Höhe von Zahlungsverpflichtungen
beruht auf der jeweiligen Situation und dem Sachverhalt. Für Verpflichtungen werden
Rückstellungen gebildet, wenn Verluste drohen, diese wahrscheinlich sind und deren
Höhe verlässlich geschätzt werden kann.
Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, erfordert eine
Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines
bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung
ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
In den Umsatzerlösen in Höhe von 1.722.919 Tsd. € (Vorjahr: 1.379.307 Tsd. €) werden
die den Kunden berechneten Entgelte für Lieferungen und Leistungen - vermindert um
Erlösschmälerungen und Skonti - ausgewiesen.
Kunden sind grundsätzlich (branchenunabhängig) nur gewerbliche Endabnehmer und öffentliche
Auftraggeber.
Im Geschäftssegment IT-E-Commerce werden dabei grundsätzlich ausschließlich IT-Handelsumsätze
erzielt. Im Geschäftssegment IT-Systemhaus & Managed Services bestehen die Umsatzerlöse
ganz überwiegend aus IT-Handelsumsätzen und zu einem Anteil von rund 20 Prozent aus
IT-Dienstleistungsumsätzen. Eine genauere betragsmäßige Aufteilung in Handel und Dienstleistung
ist aufgrund der teilweise sehr engen Verflechtung des Verkaufs von Handelswaren und
Dienstleistungen sowie der häufig im Projektgeschäft nicht eindeutig erfassten Trennung
nicht möglich. Bezüglich des Dienstleistungsanteils im Segment IT-Systemhaus & Managed
Services gab es von der genannten Größenordnung her keine Veränderung gegenüber dem
Vorjahr.
Die genaue betragsmäßige Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Geschäftssegmenten und
Regionen ergibt sich aus den Segmentinformationen (Gliederungspunkt VII.).
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|
|
|
in Tsd. € | ||
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|
Umsatzkosten | Vertriebskosten | Verwaltungskosten | |||
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2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Materialaufwand | 1.338.651 | 1.043.059 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Personalaufwand | 109.517 | 102.418 | 73.339 | 65.664 | 58.564 | 52.336 |
| Abschreibungen | 6.717 | 6.388 | 4.143 | 3.861 | 4.539 | 4.015 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 31.555 | 27.905 | 21.533 | 18.419 | 22.898 | 19.820 |
| Gesamtaufwendungen | 1.486.440 | 1.179.770 | 99.015 | 87.944 | 86.001 | 76.171 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für
Büro- und Gebäudemieten in Höhe von 18.672 Tsd. € (Vorjahr: 17.827 Tsd. €), Fahrzeugkosten
in Höhe von 16.250 Tsd. € (Vorjahr: 14.597 Tsd. €), Kommunikationskosten in Höhe von
4.643 Tsd. € (Vorjahr: 4.377 Tsd. €), Marketingkosten in Höhe von 3.791 Tsd. € (Vorjahr:
3.230 Tsd. €), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 3.110 Tsd. € (Vorjahr: 2.287
Tsd. €) und sonstige im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit anfallende Kosten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
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in Tsd. € |
|
|
2010 | 2009 |
| Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten | 5.719 | 5.276 |
| Erträge aus Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.300 | 918 |
| Erträge aus dem Betrieb einer Photovoltaikanlage | 196 | 213 |
| Erträge aus dem Abgang von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten | 135 | 96 |
| Mieterträge | 121 | 79 |
| Übrige | 794 | 708 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 9.265 | 7.290 |
Unter Verrechnung der in den Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten erfassten Aufwendungen
aus der Währungsumrechnung ergibt sich im Berichtsjahr netto ein Ertrag von 314 Tsd.
€ (Vorjahr: 150 Tsd. €).
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Schadensersatzleistungen,
Versicherungserstattungen, Kostenweiterbelastungen sowie Erträge aus der Kontenbereinigung.
Die Finanzerträge in Höhe von 1.727 Tsd. € (Vorjahr: 1.503 Tsd. €) enthalten Zinserträge
in Höhe von 1.606 Tsd. € (Vorjahr: 1.503 Tsd. €) und Kursgewinne aus dem Verkauf von
als zur Veräußerung verfügbar (available for sale) klassifizierten Wertpapieren in
Höhe von 121 Tsd. €. Die Finanzaufwendungen in Höhe von 671 Tsd. € (Vorjahr: 553 Tsd.
€) beinhalten Zinsaufwendungen in Höhe von 594 Tsd. € (Vorjahr: 553 Tsd. €) sowie
Wertberichtigungen in Höhe von 72 Tsd. € und Kursverluste aus dem Verkauf in Höhe
von 5 Tsd. € von als zur Veräußerung verfügbar (available for sale) klassifizierten
Wertpapieren.
Als Ertragssteuern sind die gezahlten und geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom
Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
|
|
|
in Tsd. € |
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2010 | 2009 |
| Gezahlte bzw. geschuldete Steuern |
|
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| Deutschland | 11.242 | 10.510 |
| Übrige Länder | 4.700 | 3.823 |
| Latente Steuern |
|
|
| aus zeitlichen Bewertungsunterschieden | -726 | -251 |
| aus Verlustvorträgen | 146 | -4.678 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 15.362 | 9.404 |
Die Abstimmung zwischen den tatsächlichen Steueraufwendungen und dem Betrag, der sich
unter Berücksichtigung eines gewichteten inländischen und ausländischen Steuersatzes
von rund 27 Prozent (Vorjahr: rund 28 Prozent) auf den Gewinn vor Ertragssteuern ergibt,
stellt sich für das Berichtsjahr wie folgt dar:
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
2010 | 2009 |
| Ergebnis vor Steuern | 61.784 | 43.662 |
| Erwarteter Steueraufwand | 16.391 | 12.100 |
| Steuerfreie Erträge | -12 | -30 |
| Steuersatzänderung auf latente Steuern | -173 | -4 |
| Steueraufwand frühere Jahre | 101 | 592 |
| Steuerertrag frühere Jahre | -415 | -69 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 690 | 770 |
| Nutzung bislang nicht erfasster Verlustvorträge | -2.625 | -4.777 |
| Nicht angesetzte latente Steuern auf Verlustvorträge des laufenden Jahres | 597 | 300 |
| Abwertung bislang angesetzter latenter Steuern auf Verlustvorträge | 474 | 418 |
| Sonstige | 334 | 104 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 15.362 | 9.404 |
Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses nach Steuern, welches den
Aktionären der Bechtle AG zusteht:
|
|
2010 | 2009 |
| Ergebnis nach Steuern (Tsd. €) | 46.422 | 34.258 |
| Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien (Stück) | 21.000.000 | 20.853.034 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 2,21 | 1,64 |
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären
der Bechtle AG zusteht) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen
Aktien ermittelt. Eigene Aktien verringern entsprechend die Anzahl ausstehender Aktien.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je
Aktie.
Die einzelnen Veränderungen der Geschäfts- und Firmenwerte im Berichtsjahr sowie deren
Zuordnung zu den beiden Cash-Generating Units zeigt die nachfolgende Tabelle.
|
|
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|
in Tsd. € |
|
|
IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Konzern |
| Cash-Generating Unit |
|
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|
| Stand 01.01.2010 | 78.423 | 27.972 | 106.395 |
| Zugänge aus Akquisitionen | 5.105 | 0 | 5.105 |
| intelligent IT Solutions GmbH & Co. KG | 1.110 | 0 | 1.110 |
| HTH Consulting GmbH | 732 | 0 | 732 |
| SolidPro Informationssysteme GmbH | 3.263 | 0 | 3.263 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.092 | 2.243 | 4.335 |
| Stand 31.12.2010 | 85.620 | 30.215 | 115.835 |
Die bisherigen Werthaltigkeitsprüfungen der Geschäfts- und Firmenwerte gemäß IAS 36
ergaben weder für die Cash-Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services noch für
die Cash-Generating Unit IT-ECommerce einen Abwertungsbedarf.
Den im Rahmen der Werthaltigkeitstests ermittelten Nutzungswerten für die Geschäfts-
und Firmenwerte wurden in den beiden Cash-Generating Units Diskontierungszinssätze
(nach Steuern) in Höhe von rund 8,5 Prozent (Vorjahr: rund 8,7 Prozent) zugrunde gelegt,
die der geforderten Kapitalrendite beziehungsweise den Kapitalkosten im Bechtle-Konzern
entsprechen. Die verwendeten Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management genehmigten
individuellen Umsatz- und Kostenplanungen, die so auch in die variablen Vergütungssysteme
für die Führungskräfte einfließen und in Übereinstimmung mit den externen Informationsquellen
und Vergangenheitserfahrungen stehen. Bezüglich des Planungsprozesses und den Erwartungen
wird auf den Konzernlagebericht verwiesen (Kapitel "Unternehmenssteuerung" und "Prognosebericht").
Dies gilt so explizit für beide Cash-Generating Units gleichermaßen. Die Wachstumsraten
für die in der weiteren Zukunft liegenden Jahre sind sicherheitshalber durchgängig
sehr risikoavers mit Werten nahe 0 Prozent veranschlagt. Die im Berichtsjahr ermittelten
Nutzungswerte übersteigen die bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerte sehr deutlich.
Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen
Rahmens deutlich abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei den
Geschäfts- und Firmenwerten vorliegen würde.
Weitere Einzelheiten zu den im Berichtsjahr neu entstandenen Geschäfts- und Firmenwerten
aus Akquisitionen sind in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokation"
dargestellt.
Die Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte ist des Weiteren in den Anlagen B und
C zum Anhang abgebildet.
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Marken | 3.421 | 2.889 |
| Kundenstämme | 8.761 | 9.053 |
| Erworbene Software | 2.500 | 2.847 |
| Selbst erstellte Software | 141 | 143 |
| Kundenserviceverträge | 2.170 | 0 |
| Wettbewerbsverbote | 705 | 0 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 17.698 | 14.932 |
Die einzige bilanzierte Marke ARP hat eine unbegrenzte Nutzungsdauer und ist der Cash-Generating
Unit IT-E-Commerce zuzuordnen.
Der im Rahmen der Werthaltigkeitstests zur Ermittlung der Nutzungswerte für die Marke
verwendete Diskontierungszinssatz spiegelt die vermögenswertspezifischen Risiken wider
und wurde im Hinblick auf eine besonders vorsichtige Wertermittlung mit einem konkreten
Wert von 15 Prozent nach Steuern relativ hoch angesetzt. Den verwendeten Cashflow-Prognosen
liegen vom Management genehmigte Umsatz- und Kostenplanungen zu Grunde. Weitergehende
Wachstumsraten werden nur in inflationsausgleichender Höhe veranschlagt. Im Berichtsjahr
wie in den Vorjahren überstieg der für die Marke ermittelte Nutzungswert den Bilanzwert.
Durch Sensitivitätsanalysen wurde festgestellt, dass auch bei innerhalb eines realistischen
Rahmens abweichenden Schlüsselannahmen kein Wertminderungsbedarf bei der Marke ARP
vorliegen würde.
|
|
in Tsd. € |
|
|
2010 |
| Kundenstämme |
|
| Buchwert (31.12.2010) | 8.761 |
| Verbleibende Restnutzungsdauer (gewichteter Durchschnitt) | 2,2 Jahre |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen | 17.016 |
| Kumulierte Wertminderungen nach IAS 36 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen der kumulierten Abschreibungen | 1.334 |
| Planmäßige Abschreibung 2010 | 3.705 |
Die Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte ist im Einzelnen in den
Anlagen B und C zum Anhang dargestellt.
|
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in Tsd. € |
|
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Grundstücke und Bauten | 10.802 | 11.050 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.294 | 16.690 |
| Anzahlungen und Anlagen im Bau | 66 | 0 |
| Sachanlagevermögen | 29.162 | 27.740 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen wurden nur in unwesentlicher
Höhe vorgenommen.
Im Sachanlagevermögen zum 31. Dezember 2010 sind wie im Vorjahr keine geleasten Vermögenswerte
nach IAS 17.20 beziehungsweise IAS 17.25 (Finanzierungsleasing) enthalten.
Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im Einzelnen in den Anlagen B und C zum
Anhang dargestellt.
Nachstehend werden die Bestände der aktiven und passiven Steuerlatenzen dargestellt.
Neben Veränderungen des laufenden Jahres enthalten diese auch im Rahmen der Erstkonsolidierung
erworbener Unternehmen zu erfassende latente Steuern sowie Steuereffekte aus erfolgsneutralen
Eigenkapitalveränderungen.
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in Tsd. € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Verlustvorträge | 7.138 | 7.092 |
| Pensionsrückstellungen | 2.274 | 1.726 |
| Sonstige Rückstellungen | 636 | 707 |
| Sachanlagen | 343 | 226 |
| Übrige | 261 | 123 |
| Aktive latente Steuern | 10.652 | 9.874 |
|
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in Tsd. € |
|
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7.808 | 6.841 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.511 | 2.642 |
| Vorräte | 654 | 551 |
| Sachanlagen | 357 | 496 |
| Forderungen | 355 | 531 |
| Sonstige Rückstellungen | 271 | 334 |
| Beteiligungen | 138 | 140 |
| Übrige | 115 | 63 |
| Passive latente Steuern | 13.209 | 11.598 |
Ausschlaggebend für die Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern ist
die Einschätzung des Managements zur Realisierung der aktiven latenten Steuern. Dies
ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne, in denen sich
steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend
gemacht werden können.
Die inländischen Verlustvorträge gelten nach den derzeitigen steuerlichen Bestimmungen
als unbefristet. Die eingeschränkte Nutzung von Verlustverrechnungsmöglichkeiten (Mindestbesteuerung)
im deutschen Steuerrecht sowie zeitliche Befristungen der ausländischen Verlustvorträge
wurden bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge
berücksichtigt.
Bisher noch nicht genutzte Verlustvorträge, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch
angesetzt wurde, bestanden in Höhe von 1.661 Tsd. € (Vorjahr: 8.254 Tsd. €) für Körperschaftsteuer,
3.375 Tsd. € (Vorjahr: 9.156 Tsd. €) für Gewerbesteuer und 6.031 Tsd. € (Vorjahr:
8.128 Tsd. €) für Verluste von ausländischen Gesellschaften. Von den nicht genutzten
ausländischen Verlustvorträgen verfallen 1.986 Tsd. € (Vorjahr: 2.782 Tsd. €) innerhalb
eines Zeitraums von zwei Jahren.
Der latente Steueraufwand wurde aufgrund von in 2010 umgesetzten konzerninternen Umstrukturierungen
durch den Ansatz bisher nicht genutzter steuerlicher Verlustvorträge um 2.625 Tsd.
€ (Vorjahr: 4.777 Tsd. €) gemindert. Hierbei handelt es sich in Höhe von 2.159 Tsd.
€ (Vorjahr: 4.777 Tsd. €) um Verlustvorträge aus Unternehmenszusammenschlüssen aus
Vorjahren.
Zum 31. Dezember 2010 waren wie im Vorjahr keine latenten Steuerschulden für Steuern
auf nicht abgeführte Gewinne von Tochtergesellschaften von Bechtle erfasst, da diese
Gewinne entweder keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte
Zeit reinvestiert werden sollen.
Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften,
für die keine Steuerschulden bilanziert wurden, belaufen sich insgesamt auf 7.611
Tsd. € (Vorjahr: 6.050 Tsd. €).
Von den in der Bilanz erfassten latenten Steuern wurden insgesamt 593 Tsd. € eigenkapitalerhöhend
(Vorjahr: 47 Tsd. € eigenkapitalmindernd) erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung
zu beeinflussen.
Der Lagerbestand der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
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in Tsd. € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Handelswaren | 76.375 | 59.014 |
| Angearbeitete Dienstleistungen | 1.329 | 1.266 |
| Anzahlungen auf Vorräte | 145 | 30 |
| Wertberichtigungen | -2.793 | -1.946 |
| Vorräte | 75.056 | 59.322 |
Der Buchwert der wertberichtigten Vorräte belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 1.570
Tsd. € (Vorjahr: 1.797 Tsd. €). Im Geschäftsjahr wurden Wertberichtigungen in Höhe
von 847 Tsd. € aufwandswirksam (Vorjahr: 92 Tsd. €) erfasst.
Der Bilanzansatz der angearbeiteten Dienstleistungen entspricht den angefallenen Auftragskosten.
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto | 252.1 13 | 231 | 186.310 | 145 |
| Wertberichtigungen | -3.067 | 0 | -2.331 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 249.046 | 231 | 183.979 | 145 |
Die Fälligkeitsstruktur der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
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Buchwert | Ganz bzw. teilweise einzelwertberichtigt | Einzelwertberichtigung | Pauschalierte Einzelwertberichtigung | Nicht überfällig und nicht wertberichtigt | Überfällig und nicht wertberichtigt |
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weniger als 30 Tage | |||||
| 31.12.2010 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
249.046 | 1.040 | -923 | -2.144 | 190.586 | 53.644 |
| 31.12.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
183.979 | 884 | -783 | -1.548 | 141.803 | 38.793 |
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in Tsd. € |
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Überfällig und nicht wertberichtigt | |||
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zwischen 31 und 60 Tagen | zwischen 61 und 90 Tagen | zwischen 91 und 180 Tagen | größer 180 Tage |
| 31.12.2010 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
4.983 | 1.248 | 394 | 218 |
| 31.12.2009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
3.138 | 1.147 | 433 | 112 |
Die Gesellschaft gewährt branchen- und landesübliche Zahlungsziele. Hinsichtlich des
weder wertgeminderten noch überfälligen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner
ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die Forderungen der Gesellschaft sind mit Ausnahme der geschäftsüblichen Eigentumsvorbehalte
nicht besichert. Das Unternehmen trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte
zu Forderungsausfällen kommt. Die Gesellschaft musste in der Vergangenheit Ausfälle
von untergeordneter Bedeutung seitens Einzelkunden oder Kundengruppen hinnehmen. Zur
Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden angemessene Wertberichtigungen nach
den Erfahrungen der Vergangenheit vorgenommen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten
sich wie folgt:
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in Tsd. € |
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2010 | 2009 |
| Stand der Wertberichtigungen am 1. Januar | 2.331 | 2.816 |
| Kursdifferenzen/Konsolidierung | 236 | 2 |
| Verbrauch | 359 | 516 |
| Auflösungen | 311 | 775 |
| Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) | 1.170 | 804 |
| Stand der Wertberichtigungen am 31. Dezember | 3.067 | 2.331 |
Der Gesamtbetrag der Zuführung von 1.170 Tsd. € (Vorjahr: 804 Tsd. €) setzt sich zusammen
aus Zuführungen aufgrund von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 535 Tsd. € (Vorjahr:
546 Tsd. €) und pauschalierten Einzelwertberichtigungen in Höhe von 635 Tsd. € (Vorjahr:
258 Tsd. €).
Aufwendungen aus der sofortigen Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
bestehen in Höhe von 353 Tsd. € (Vorjahr: 448 Tsd. €). Erträge aus dem Zahlungseingang
auf ausgebuchte Forderungen bestehen nur in unwesentlicher Höhe.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden für die Angaben nach IFRS 7
wie im Vorjahr in voller Höhe der Klasse "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen"
zugeordnet.
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| Geldanlagen | 12.935 | 15.000 | 15.049 | 3.000 |
| Wertpapieranlagen | 684 | 15.654 | 461 | 0 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 13.619 | 30.654 | 15.510 | 3.000 |
Der Buchwert der Geldanlagen enthält Zinsabgrenzungen in Höhe von 235 Tsd. € (Vorjahr:
49 Tsd. €).
Weitere Angaben zu den zum beizulegenden Zeitwert anzusetzenden Wertpapieren zeigt
nachfolgende Tabelle:
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in Tsd. € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Anschaffungskosten | 16.135 | 445 |
| Buchwert | 16.338 | 461 |
| Unrealisierte Kursgewinne | 59 | 121 |
| Unrealisierte Kursverluste | -72 | -105 |
| Zinsabgrenzung | 216 | 0 |
Die unrealisierten Kursgewinne sind erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die unrealisierten Kursverluste betreffen aufwandswirksam erfasste wesentliche Wertminderungen
(IAS 39.67 ff.).
Für die Angaben nach IFRS 7 werden die Finanzinstrumente in Höhe von 27.935 Tsd. €
(Vorjahr: 18.049 Tsd. €) der Klasse "Geldanlagen" und in Höhe von 16.338 Tsd. € (Vorjahr:
461 Tsd. €) der Klasse "Wertpapieranlagen" zugeordnet.
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| Rückvergütung und sonstige Forderungen gegen Lieferanten | 12.733 | 0 | 13.689 | 0 |
| Mietkautionen | 87 | 819 | 124 | 557 |
| Ausgereichtes Darlehen an eine Vermietungsgesellschaft | 38 | 676 | 0 | 750 |
| Forderungen an Personal | 181 | 89 | 89 | 55 |
| Versicherungserstattungen | 118 | 0 | 119 | 0 |
| Zinsswap | 103 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsabgrenzungen | 9 | 0 | 280 | 0 |
| Arbeitsbeschaffungsreserven (Sperrkonto Schweiz) | 0 | 0 | 0 | 820 |
| Forderungen aus Verkauf TomTech | 0 | 0 | 521 | 0 |
| Übrige | 625 | 0 | 313 | 16 |
| Summe der Finanzinstrumente | 13.894 | 1.584 | 15.135 | 2.198 |
| Rechnungsabgrenzungsposten für Kundenwartungsverträge | 3.143 | 264 | 0 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.609 | 22 | 1.465 | 55 |
| Ansprüche aus Sozialkassen | 1.559 | 0 | 1.300 | 0 |
| Vorauszahlungen | 1.065 | 0 | 1.065 | 0 |
| Umsatzsteuerforderung | 534 | 0 | 125 | 0 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern | 76 | 0 | 131 | 0 |
| Summe der anderen Vermögenswerte | 7.986 | 286 | 4.086 | 55 |
| Sonstige Vermögenswerte | 21.880 | 1.870 | 19.221 | 2.253 |
Die sonstigen Vermögenswerte der Gesellschaft sind nicht besichert. Das Unternehmen
trägt damit das Risiko, dass es in Höhe der Buchwerte zu Forderungsausfällen kommen
kann.
Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente weisen
zum jeweiligen Bilanzstichtag folgende Fälligkeiten auf:
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Buchwert | Nicht überfällig | Überfällig | |||
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weniger als 30 Tage | zwischen 31 und 90 Tagen | zwischen 91 und 180 Tagen | zwischen 181 und 360 Tagen | ||
| 31.12.2010 Finanzinstrumente |
13.894 | 13.666 | 90 | 120 | 9 | 7 |
| 31.12.2009 Finanzinstrumente |
15.135 | 14.739 | 317 | 25 | 10 | 12 |
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in Tsd. € |
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Überfällig |
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über 360 Tage |
| 31.12.2010 Finanzinstrumente |
2 |
| 31.12.2009 Finanzinstrumente |
32 |
Zum Abschlussstichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner der nicht
überfälligen Vermögenswerte ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die in den sonstigen Vermögenswerten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die
Angaben nach IFRS 7 in Höhe von 15.375 Tsd. € der Klasse "Sonstige finanzielle Vermögenswerte"
(Vorjahr: 17.333 Tsd. €) und in Höhe von 103 Tsd. € der Klasse "Finanzderivate" (Vorjahr:
0 Tsd. €) zugeordnet.
Die liquiden Mittel in Höhe von 85.477 Tsd. € (Vorjahr: 76.467 Tsd. €) beinhalten
laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände sowie kurzfristig liquidierbare
Geldanlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten ab dem Tag
des Erwerbs.
Die liquiden Mittel werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller Höhe
der Klasse "Liquide Mittel" zugeordnet.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
als expliziter Abschlussbestandteil vor dem Konzern-Anhang dargestellt.
Das Grundkapital der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 ist unverändert gegenüber
dem 31. Dezember 2009 in 21.000.000 voll einbezahlte, ausgegebene Stammaktien, mit
einem rechnerischen Nennwert von 1,00 €, eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Im Vorjahr war das Grundkapital durch Einziehung von 200.000 Stückaktien in vereinfachter
Form nach § 237 Abs. 3 Nr. 2 AktG von 21.200.000 € auf 21.000.000 € herabgesetzt worden.
Gemäß § 237 Abs. 5 AktG war in Höhe des auf die eingezogenen Aktien entfallenden Anteils
am Grundkapital ein Betrag von 200.000 € der Kapitalrücklage zugeführt worden.
Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Bechtle AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital
der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. Juni 2014 durch Ausgabe
neuer, auf den Inhaber lautender Aktien um bis zu 10.600 Tsd. € zu erhöhen (genehmigtes
Kapital gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009). Die von der Hauptversammlung
am 11. Juni 2004 bis zum 10. Juni 2009 entsprechend erteilte Ermächtigung wurde durch
Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 aufgehoben.
Die Kapitalerhöhungen können gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen erfolgen. Der
Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Spitzenbeträge von dem
Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Bezugsrecht
mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen, sofern (1. Fall) die Kapitalerhöhungen
gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt
oder (2. Fall) die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt, zehn vom Hundert des
Grundkapitals zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt und der Ausgabekurs den Börsenpreis
nicht wesentlich unterschreitet oder (3. Fall) die Kapitalerhöhung zur Ausgabe von
Belegschaftsaktien erfolgt, wenn der anteilige Betrag zehn vom Hundert des Grundkapitals
zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht übersteigt.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten
der Durchführung von Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen
Die Kapitalrücklagen enthalten im Wesentlichen das Ausgabeaufgeld (Agio) aus durchgeführten
Kapitalerhöhungen und beliefen sich zum 31. Dezember 2010 unverändert gegenüber dem
31. Dezember 2009 auf 145.228 Tsd. €.
Im Vorjahr war ein Anstieg um 1.774 Tsd. € erfolgt, der in Höhe von 200 Tsd. € aus
der Einziehung eigener Aktien und in Höhe von 1.574 Tsd. € aus der Wiederveräußerung
eigener Aktien resultiert hatte.
Auf der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr
2009 eine Dividende in Höhe von 0,60 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Die Zahlung der Dividende erfolgte am 17. Juni 2010. Die ausgezahlte Dividendensumme
betrug 12.600 Tsd. € (Vorjahr: 12.445 Tsd. €).
Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn und den Gewinnrücklagen der Gesellschaft
geleistet werden, wie sie im Jahresabschluss der Bechtle AG nach deutschem Handelsrecht
ausgewiesen sind. Diese Beträge weichen von der Summe aus den Eigenkapitalien ab,
wie sie im Konzernabschluss nach IFRS dargestellt sind. Die Festlegung der Ausschüttung
künftiger Dividenden wird gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft
vorgeschlagen und von der Hauptversammlung beschlossen. Bestimmende Faktoren sind
insbesondere die Profitabilität, die Finanzlage, der Kapitalbedarf, die Geschäftsaussichten
sowie die allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gesellschaft. Da die
Strategie des Unternehmens auf internes und externes Wachstum ausgelegt ist, werden
hierfür Investitionen notwendig sein, die - soweit möglich - intern finanziert werden
sollen. Der Vorstand beschloss, dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen,
den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 15.750 Tsd. € zur Ausschüttung
einer Dividende in Höhe von 0,75 € je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden.
Neben der ausgezahlten Dividendensumme veränderten sich die Gewinnrücklagen im Berichtsjahr
noch um das aus dem Ergebnis nach Steuern (46.422 Tsd. €) und dem sonstigen Ergebnis
(2.700 Tsd. €) bestehende Gesamtergebnis in Höhe von 49.122 Tsd. €. Entsprechend beliefen
sich die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2010 auf 205.255 Tsd. € (Vorjahr: 168.733
Tsd. €). Im Vorjahr war neben der Dividendenausschüttung und der Veränderung aus dem
Gesamtergebnis (34.389 Tsd. €) noch eine Einziehung eigener Aktien (-2.253 Tsd. €)
erfolgt.
Zum Bilanzstichtag setzte sich das kumulierte erfolgsneutrale Ergebnis wie folgt zusammen:
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in Tsd. € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen | -14.071 | -9.163 |
| Ertragssteuereffekte | 2.528 | 1.915 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Wertpapieren | 59 | 121 |
| Ertragssteuereffekte | -5 | -30 |
| Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten | -239 | -389 |
| Ertragssteuereffekte | 69 | 114 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | 0 | 5 |
| Ertragssteuereffekte | 0 | 0 |
| Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe | -8.185 | -665 |
| Ertragssteuereffekte | 2.383 | 194 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 15.559 | 3.296 |
| Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis | -1.902 | -4.602 |
Entsprechend belief sich das sonstige Ergebnis innerhalb des Gesamtergebnisses im
Berichtsjahr auf 2.700 Tsd. € (Vorjahr: 131 Tsd. €). Das sonstige Ergebnis wie auch
das Gesamtergebnis stehen gänzlich den Aktionären der Bechtle AG zu.
Der Vorstand der Bechtle AG wurde zuletzt durch Beschluss der Hauptversammlung vom
16. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft
gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG zu erwerben. Ein Erwerb eigener Aktien hat dabei den
inhaltlichen Bedingungen des Hauptversammlungsbeschlusses zu entsprechen.
Im Berichtsjahr erfolgten keine Transaktionen in eigenen Aktien, sodass die Gesellschaft
zum 31. Dezember unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2009 keinen Bestand an eigenen
Aktien hielt.
Im Vorjahr hatte die Einziehung zuvor erworbener eigener Aktien zur Reduzierung des
gezeichneten Kapitals um 200 Tsd. €, bei gleichzeitiger Erhöhung der Kapitalrücklage
um denselben Betrag, geführt. Die Gewinnrücklagen hatten sich entsprechend um die
Anschaffungskosten der eingezogenen Aktien in Höhe von 2.253 Tsd. € verringert. Bei
der Veräußerung der erworbenen eigenen Aktien hatte der Verkaufserlös (4.514 Tsd.
€) die Anschaffungskosten (2.940 Tsd. €) um 1.574 Tsd. € überstiegen. Dieser Veräußerungsgewinn
war erfolgsneutral in den Kapitalrücklagen erfasst worden.
Die Anzahl ausstehender Aktien betrug zum 31. Dezember 2010, wie zum 31. Dezember
2009 21.000.000 Stück. Der gemäß IAS 33 ermittelte gewichtete Durchschnitt der ausstehenden
Aktien im Berichtsjahr belief sich entsprechend ebenso auf 21.000.000 Stück (Vorjahr:
20.853.034 Stück).
Im Berichtsjahr erfolgte keine Veränderung der - in der Vergangenheit Minderheitenanteile
genannten -nicht beherrschenden Anteile, sodass zum 31. Dezember 2010 unverändert
gegenüber dem 31. Dezember 2009 keine nicht beherrschenden Anteile existierten.
Bechtle verfügt mit einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme)
von 56,8 Prozent (Vorjahr: 64,3 Prozent) über eine solide Eigenkapitalstruktur. Zielsetzung
des Kapitalmanagements bei Bechtle ist die Beibehaltung der starken Eigenkapitalbasis,
um das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes zu erhalten und um
zukünftiges internes und externes Wachstum zu ermöglichen.
Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung
des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder
Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen
an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben beziehungsweise eigene Anteile
zurückkaufen und gegebenenfalls auch einziehen. Zum 31. Dezember 2010 beziehungsweise
31. Dezember 2009 wurden keine Änderungen der Ziele, Richtlinien und Verfahren vorgenommen.
Mit Ausnahme der Pensionspläne bei der Bechtle Holding Schweiz AG, Rotkreuz, Schweiz,
und ihren Tochtergesellschaften sowie bei der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm,
bestehen in der Bechtle-Gruppe keine leistungsorientierten Pensionspläne.
Beitragsorientierte Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen nur im Zusammenhang mit
der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Hier betrugen die Arbeitgeberbeiträge
zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland im Berichtsjahr 11.499 Tsd. € (Vorjahr:
10.792 Tsd. €).
Die Versorgungspläne der Bechtle Holding Schweiz AG und ihrer Tochtergesellschaften
sind zwar als beitragsorientierte Pläne vertraglich vereinbart, aber dennoch als leistungsorientierte
Pläne gemäß IAS 19 zu bilanzieren, da eine finanzielle Beteiligung seitens der Gesellschaften
im Falle einer Unterdeckung nicht ausgeschlossen werden kann.
Aufgrund nicht ausreichender Informationen seitens der von der Gruppe unabhängigen
Vorsorgeeinrichtungen (Kollektivversicherungen) wurden die Pensionspläne gemäß IAS
19.30 bis 31. Dezember 2005 nicht als leistungsorientierte Pläne bilanziert.
Seit 1. Januar 2006 besteht für die in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der Bechtle
Holding Schweiz AG die von der Gruppe unabhängige teilautonome "Bechtle Pensionskasse"
bei der es sich um eine Stiftung im Sinne von Art. 80 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches,
Art. 331 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts und Art. 48 ff. Bundesgesetz über
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) mit Sitz in Rotkreuz
handelt. Die nicht in der Schweiz ansässigen Gesellschaften der Bechtle Holding Schweiz
AG sind über externe staatliche (Deutschland, Frankreich und Österreich) und private
(Niederlande) Vorsorgeeinrichtungen abgedeckt. Mit der "Bechtle Pensionskasse" ist
seit 1. Januar 2006 die notwendige Transparenz vorhanden, um die Pensionspläne als
leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19.48 ff. bilanzieren zu können. Hierzu werden
seit 1. Januar 2006 regelmäßig versicherungsmathematische Gutachten erstellt.
Per 31. Dezember 2009 hatte sich so aus der Gegenüberstellung von Planvermögen (34.840
Tsd. €) und leistungsorientierter Verpflichtung (42.965 Tsd. €) eine Unterdeckung
und zu bilanzierende Nettoverpflichtung in Höhe von 8.125 Tsd. € ergeben, die entsprechend
als Pensionsrückstellung ausgewiesen wurde. Diese bilanzierte Nettoverpflichtung war
in Höhe von 9.291 Tsd. € auf versicherungsmathematische Verluste zurückzuführen, die
gemäß IAS 19.93A nach Berücksichtigung latenter Steuern erfolgsneutral direkt im Eigenkapital
(Gewinnrücklagen) erfasst wurden.
Im Laufe des Berichtsjahres fielen versicherungsmathematische Verluste in Höhe von
2.860 Tsd. € an. Unter Berücksichtigung der Wechselkursänderungen in Höhe von -2.007
Tsd. € ergaben sich so zum 31. Dezember 2010 in den Gewinnrücklagen ausgewiesene versicherungsmathematische
Verluste in Höhe von 14.158 Tsd. € abzüglich 2.553 Tsd. € aktive latente Steuern.
Im Berichtsjahr überstiegen die geleisteten Arbeitgeberbeiträge die erfolgswirksam
zu erfassenden Nettopensionsaufwendungen um einen Betrag in Höhe von 133 Tsd. €, der
entsprechend als Minderung des Personalaufwands (betrieblicher Aufwand) erfasst wurde.
Nach Berücksichtigung der übrigen Wechselkursänderungen in Höhe von 229 Tsd. € belief
sich die zum 31. Dezember 2010 insgesamt zu bilanzierende Nettoverpflichtung und damit
die Pensionsrückstellung auf 12.630 Tsd. €.
Die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, resultieren
aus einer Teilgeschäftsbetriebsübernahme zum 1. Oktober 2005 und wurden somit zum
31. Dezember 2005 auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens erstmals
im Bechtle-Konzern bilanziert.
Die Verpflichtungen dieses leistungsorientierten Pensionsplans werden als unmittelbare
Zusagen ohne Reservenauslagerung abgewickelt. Es handelt sich um ein rückstellungsfinanziertes
Versorgungssystem ohne Fondsdeckung. Für die Bewertung werden regelmäßig versicherungsmathematische
Gutachten erstellt. Zum 31. Dezember 2009 betrug die bilanzierte Pensionsrückstellung
506 Tsd. €. Die versicherungsmathematischen Gewinne beliefen sich auf 128 Tsd. € (passive
latente Steuern: 34 Tsd. €).
Zum 31. Dezember 2010 erhöhte sich die Pensionsrückstellung um 91 Tsd. € auf 597 Tsd.
€. Dieser Anstieg war in Höhe von 41 Tsd. € erfolgsneutral als versicherungsmathematischer
Verlust (latente Steuern: 9 Tsd. €) und in Höhe von 50 Tsd. € aufwandswirksam zu erfassen.
In Summe ergaben die Pensionsverpflichtungen der Bechtle Onsite Services GmbH und
der Bechtle Holding Schweiz AG mit Tochtergesellschaften per 31. Dezember 2010 die
in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen 13.227 Tsd. €.
Die Überleitungsrechnung für den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung stellt
sich wie folgt dar:
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in Tsd. € |
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2010 | 2009 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. | 43.471 | 39.692 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) | 2.697 | 2.724 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 1.378 | 1.104 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 1.879 | 1.754 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 2.246 | 651 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 0 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -1.855 | -2.638 |
| Wechselkursänderung | 8.567 | 184 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. | 58.383 | 43.471 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens wird wie folgt übergeleitet:
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in Tsd. € |
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2010 | 2009 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. | 34.840 | 30.833 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 1.540 | 1.187 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 1.879 | 1.754 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.618 | 2.444 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -655 | 1.097 |
| Unternehmenszusammenschlüsse | 0 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -1.855 | -2.638 |
| Wechselkursänderung | 6.789 | 163 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. | 45.156 | 34.840 |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung zu den in der Bilanz angesetzten
Pensionsrückstellungen:
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in Tsd. € |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | 31.12.2006 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. | 58.383 | 43.471 | 39.692 | 38.460 | 39.363 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. | 45.156 | 34.840 | 30.833 | 32.685 | 33.979 |
| Nettoverpflichtung | 13.227 | 8.631 | 8.859 | 5.775 | 5.384 |
| Bilanzierte Pensionsrückstellungen | 13.227 | 8.631 | 8.859 | 5.775 | 5.384 |
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Nettopensionsaufwendungen für die
leistungsorientierten Versorgungspläne setzen sich wie folgt zusammen:
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in Tsd. € |
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2010 | 2009 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) |
2.697 | 2.724 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 1.378 | 1.104 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -1.540 | -1.187 |
| Nettopensionsaufwand für Leistungszusagen | 2.535 | 2.641 |
Den leistungsorientierten Pensionsplänen und ihrer versicherungsmathematischen Bewertung
liegen die folgenden Parameter zugrunde:
|
|
Bechtle Holding Schweiz AG (Teilkonzern) | Bechtle Onsite Services GmbH |
| Diskontierungszinssatz | 2,50 % | 4,75 % |
| Inflationsrate | 1,50 % | n/a |
| Langfristig erwartete Wertsteigerung des Planvermögens | 3,25 % ab 2011 | n/a |
| Gehaltssteigerung (inkl. Inflationsrate) | 2,00 % | 0,00 % |
| Rentensteigerung | 0,00 % | 0,00 % |
| Austrittswahrscheinlichkeit, Sterblichkeit, Invalidität | BVG 2005 | Heubeck Richttafeln 2005 G; alters- und dienstzeitabhängige Austrittswahrscheinlichkeit |
| Verheiratungswahrscheinlichkeit | 80 % Mann, 30 % Frau; Altersdifferenz Ehemann zu Ehefrau beträgt 3 Jahre |
Heubeck Richttafeln 2005 G |
| Frühestes Rentenalter | Männer und Frauen zu 100 % im Alter von 64 Jahren | Männer und Frauen zu 100 % im Alter von 62 Jahren |
| Zuschlag für Langlebigkeit | 3,50 % | keiner |
Die insgesamt erwartete Rendite ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt der erwarteten
Erträge aus den durch das Planvermögen gehaltenen Anlagekategorien. Die Einschätzung
der erwarteten Erträge durch die Geschäftsführung basiert auf historischen Ertragsreihen
und Marktvorhersagen von Analysten für die jeweiligen Vermögenswerte für die nächsten
zwölf Monate.
Die Zusammensetzung des Planvermögens der Bechtle Holding Schweiz AG stellt sich hinsichtlich
der Investitionskategorien wie folgt dar:
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31.12.2010 |
| Schuldpapiere | 35,9 % |
| Eigenkapitalpapiere | 27,5 % |
| Immobilien | 23,2 % |
| Andere Vermögenswerte | 13,3 % |
| Liquidität | 0,1 % |
Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen beliefen sich im Berichtsjahr auf 885 Tsd.
€ (Vorjahr: 2.284 Tsd. €).
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der leistungsorientierten Verpflichtung und des
Planvermögens sind wie folgt:
|
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in Tsd. € |
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2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
| Erfahrungsbedingte Anpassung der leistungsorientierten Verpflichtung (Gewinn) | 107 | -196 | 4.075 | -344 | - |
| Erfahrungsbedingte Anpassung des Planvermögens (Gewinn) | -655 | 1.097 | -5.660 | -1.460 | - |
Die versicherungsmathematischen Gutachten für die Bechtle Holding Schweiz AG und die
Bechtle Onsite Services GmbH prognostizieren die nachfolgend dargestellten Werte für
das Jahr 2011:
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in Tsd. € |
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2011 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 01.01. | 58.383 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) | 3.165 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 1.440 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.112 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -2.636 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31.12. | 62.464 |
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|
in Tsd. € |
|
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2011 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 01.01. | 45.156 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 1.503 |
| Arbeitnehmerbeiträge | 2.112 |
| Arbeitgeberbeiträge | 2.943 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | -2.634 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 31.12. | 49.080 |
|
|
in Tsd. € |
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|
31.12.2011 |
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung | 62.464 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 49.080 |
| Nettoverpflichtung | 13.384 |
| Bilanzierte Pensionsrückstellung | 13.384 |
|
|
in Tsd. € |
|
|
2011 |
| Laufender Dienstzeitaufwand (für im Berichtszeitraum erdiente Versorgungsansprüche) | 3.165 |
| Zinsaufwand (für bereits erworbene Versorgungsansprüche) | 1.440 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -1.503 |
| Netto-Pensionsaufwand für Leistungszusagen | 3.102 |
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31.12.2009 | Währungsumrechnung und sonstige Veränderung |
Umgliederung | Verbrauch | Auflösung | Zuführung |
| Garantien und ähnliche Verpflichtungen | 1.980 | 84 | 0 | 1.437 | 41 | 2.601 |
| Personalkosten | 792 | 11 | 400 | 513 | 119 | 983 |
| Rechts- und Beratungskosten | 479 | 29 | 0 | 211 | 21 | 161 |
| Investor Relations | 180 | 0 | 0 | 180 | 0 | 180 |
| Übrige | 760 | 0 | -400 | 153 | 69 | 652 |
|
|
4.191 | 124 | 0 | 2.494 | 250 | 4.577 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 232 | 11 | 31 | 3 | 0 | 539 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 3.959 | 113 | -31 | 2.491 | 250 | 4.038 |
|
|
in Tsd. € |
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31.12.2010 |
| Garantien und ähnliche Verpflichtungen | 3.187 |
| Personalkosten | 1.554 |
| Rechts- und Beratungskosten | 437 |
| Investor Relations | 180 |
| Übrige | 790 |
|
|
6.148 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 810 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 5.338 |
Die Rückstellungen für Garantien und ähnliche Verpflichtungen werden für die voraussichtliche
Inanspruchnahme auf der Grundlage von unternehmensspezifischen Erfahrungssätzen gebildet.
Die Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Gehaltsnachzahlungen. Die Rechts- und
Beratungskosten betreffen zum größten Teil Kosten für die Rechtsberatung. Die Rückstellungen
für Investor Relations betreffen Kosten für Hauptversammlung und Geschäftsbericht.
Die übrigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen, Archivierungs-
und Entsorgungskosten sowie ungewisse Verpflichtungen.
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| - Kreissparkasse Heilbronn, Darlehen für diverse Akquisitionen 2010 | 1.071 | 6.161 |
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| - Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim, Darlehen für diverse Akquisitionen 2008 | 857 | 3.429 | 857 | 4.286 |
| - IKB Deutsche Industriebank, Darlehen zur Finanzierung der neuen Verwaltungsgebäude der Bechtle AG | 417 | 1.354 | 417 | 1.771 |
| - Lieferantendarlehen | 1.974 | 1.322 | 822 | 547 |
| - Sonstige langfristige Darlehen | 1 | 0 | 44 | 0 |
| Darlehen mit anfänglicher Laufzeit größer ein Jahr | 4.320 | 12.266 | 2.140 | 6.604 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 492 | 0 | 421 | 0 |
| Summe der Finanzverbindlichkeiten | 4.812 | 12.266 | 2.561 | 6.604 |
Das Darlehen gegenüber der Kreissparkasse Heilbronn in Höhe von 7.232 Tsd. € hat eine
Laufzeit bis 30. September 2017. Es wird variabel verzinst (Euribor-3M + 45 Basispunkte)
und mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von jeweils 268 Tsd. € zu jedem Quartalsende,
erstmals Ende Dezember 2010, getilgt. Sicherheiten bestehen in einer Negativerklärung
bzw. Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken des
variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der Zinsswap
mit Bezugsbetrag in Höhe des Darlehensbetrags ist als Cashflow-Hedge und als zu 100
Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen. Bechtle
zahlt den fixen Zinssatz von 1,86 Prozent und erhält als variablen Zinssatz den Euribor-3M.
Die Laufzeit von Zinsswap und Darlehen sind deckungsgleich. Nach Berücksichtigung
der Absicherung durch den Zinsswap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das
Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 2,31 Prozent. Der Marktwert des Zinsswaps betrug
zum 31. Dezember 2010 103 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) und wurde nach Berücksichtigung
latenter Steuern in Höhe von -30 Tsd. € (Vorjahr: 0 Tsd. €) erfolgsneutral direkt
im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst.
Ein Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim in Höhe von 4.286
Tsd. € hat eine Laufzeit bis 30. September 2015. Es wird variabel verzinst (Euribor-3M
+ 85 Basispunkte) und mit jährlichen Zahlungen in Höhe von 857 Tsd. € jeweils zum
30. September getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise
in der Gleichstellungsverpflichtung bei der Stellung von Sicherheiten. Die Risiken
des variablen Zinssatzes des Darlehens werden durch einen Zinsswap eliminiert. Der
Zinsswap mit einem Bezugsbetrag von anfänglich 6.000 Tsd. € ist als Cashflow-Hedge
und als zu 100 Prozent wirksam in der Absicherung gegen das Zinsänderungsrisiko anzusehen.
Bechtle zahlt den fixen Zinssatz von 4,8 Prozent und erhält als variablen Zinssatz
den Euribor-3M. Das Laufzeitende ist auf den 30. September 2015 festgelegt. Nach Berücksichtigung
der Absicherung durch den Zinsswap gegen das Zinsänderungsrisiko resultiert für das
Darlehen ein Zinssatz in Höhe von 5,65 Prozent. Der Marktwert des Zinsswaps am 31.
Dezember 2010 betrug -343 Tsd. € (Vorjahr: -389 Tsd. €) und wurde nach Berücksichtigung
latenter Steuern in Höhe von 99 Tsd. € (Vorjahr: 114 Tsd. €) erfolgsneutral direkt
im Eigenkapital (Gewinnrücklagen) erfasst. Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr ergaben
sich erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassende ineffektive
Marktwertänderungen.
Das Darlehen gegenüber der IKB Deutsche Industriebank AG in Höhe von 1.771 Tsd. €
hat eine Laufzeit bis 31. März 2015. Es wird fest verzinst (3,7 Prozent p. a.) und
mit vierteljährlichen Zahlungen in Höhe von 104 Tsd. € jeweils zum Ende eines Kalenderquartals
getilgt. Sicherheiten bestehen in der Negativerklärung beziehungsweise in der Gleichstellungsverpflichtung
bei der Stellung von Sicherheiten.
Mehrere Darlehen eines Lieferanten in Höhe von insgesamt 3.296 Tsd. € valutieren in
Schweizer Franken (4.129 Tsd. CHF) und sind unverzinslich mit Rückzahlungsterminen
am 1. Juli 2011 (649 Tsd. €), am 1. Oktober 2011 (1.325 Tsd. €) und am 1. November
2012 (1.322 Tsd. €).
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten (anfängliche Laufzeit kleiner ein Jahr) in Höhe
von 492 Tsd. € enthalten zinsgünstige Darlehen eines Lieferanten in Höhe von 297 Tsd.
€ (Vorjahr: 400 Tsd. €) und sonstige Kontokorrentschulden in Höhe von 195 Tsd. € (Vorjahr:
21 Tsd. €).
Die Gesellschaft verfügt über globale Kreditlinien in Höhe von 42.814 Tsd. €. Zum
Bilanzstichtag waren hiervon 0 Tsd. € durch Barkredite und 6.462 Tsd. € durch Avalkredite
beansprucht, sodass sich freie Kreditlinien in Höhe von 36.252 Tsd. € (Vorjahr: 34.709
Tsd. €) ergeben.
Die Finanzverbindlichkeiten werden für die Angaben nach IFRS 7 wie im Vorjahr in voller
Höhe der Klasse "Darlehen" zugeordnet.
|
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|
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
| kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 129.060 | 0 | 79.460 | 97 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 wie im Vorjahr
in voller Höhe der Klasse "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" zugeordnet.
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
|
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| Verbindlichkeiten gegenüber Personal | 27.913 | 0 | 20.091 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Factoringgesellschaft | 4.709 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 4.004 | 0 | 3.357 | 0 |
| Kundenbonus | 852 | 0 | 661 | 0 |
| Jahresabschlusskosten | 643 | 0 | 609 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Akquisitionen | 0 | 450 | 0 | 0 |
| Miete und Mietnebenkosten | 368 | 0 | 526 | 0 |
| Nichtrealisierte Verluste aus Finanzderivaten | 343 | 0 | 390 | 0 |
| Telefon/Internet | 245 | 0 | 223 | 0 |
| Kautionen | 35 | 200 | 50 | 302 |
| Reisekosten und Spesen | 221 | 0 | 166 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Währungssicherung | 218 | 0 | 0 | 0 |
| Versicherungen | 200 | 0 | 82 | 0 |
| Frachten | 185 | 0 | 161 | 0 |
| Werbung | 106 | 0 | 136 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Neubau | 0 | 0 | 446 | 0 |
| Übrige | 1.459 | 0 | 1.170 | 0 |
| Summe der Finanzinstrumente | 41.501 | 650 | 28.068 | 302 |
| Umsatzsteuer | 17.247 | 0 | 10.083 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 2.949 | 0 | 2.297 | 0 |
| Sozialabgaben | 2.528 | 0 | 1.680 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 399 | 0 | 253 | 0 |
| Summe der anderen Verbindlichkeiten | 23.123 | 0 | 14.313 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 64.624 | 650 | 42.381 | 302 |
Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen diverse im Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten.
Die in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden für die
Angaben nach IFRS 7 in Höhe von 41.590 Tsd. € (Vorjahr: 27.980 Tsd. €) der Klasse
"Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" und 561 Tsd. € (Vorjahr: 390 Tsd. €) der
Klasse "Finanzderivate" zugeordnet.
Die Abgrenzungsposten setzen sich wie folgt zusammen:
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in Tsd. € | |
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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kurzfristig | langfristig | kurzfristig | langfristig |
| Erhaltene Anzahlungen | 10.417 | 0 | 12.991 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 14.918 | 6.565 | 6.613 | 4.820 |
| Abgrenzungsposten | 25.335 | 6.565 | 19.604 | 4.820 |
Die Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Abgrenzungen für Wartungsverträge
und Garantieverlängerungen.
Die Kapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr 2010 und das Vorjahr entsprechend
IAS 7 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus
betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung
der Cashflows erfolgte nach der indirekten Methode.
Die liquiden Mittel beinhalten unverändert zum Vorjahr Kassenbestände, Schecks und
Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit von nicht mehr als drei Monaten
und entsprechen der Bilanzposition liquide Mittel. Effekte aus der Währungsumrechnung
der liquiden Mittel werden bei der Berechnung gesondert gezeigt.
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 59.114 Tsd. € (Vorjahr: 47.330
Tsd. €) wird ausgehend vom Ergebnis vor Steuern indirekt abgeleitet. Im Rahmen der
indirekten Ermittlung werden Finanzergebnis, Abschreibungen und andere nicht zahlungswirksame
Aufwendungen und Erträge sowie die Veränderung wesentlicher Bilanzpositionen und des
übrigen Nettovermögens berücksichtigt.
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge beinhalten wie im Vorjahr
im Wesentlichen die Veränderungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen werden um die aus Akquisitionen übernommenen
Vermögenswerte und Schulden sowie um Einflüsse aus der Währungsumrechnung bereinigt.
Die für Investitionen eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 47.625 Tsd. € (Vorjahr:
30.292 Tsd. €) beinhalten in 2010 im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in
immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Geld- und Wertpapieranlagen, den Erwerb
von konsolidierten Unternehmen sowie aus dem Zahlungsausgleich aus der Absicherung
der Nettoinvestitionen. Vermindert werden diese Auszahlungen durch Einzahlungen aus
dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen, Sachanlagen, konsolidierten Unternehmen
und anderen Vermögenswerten sowie erhaltene Zinszahlungen.
Die Kaufpreiszahlungen für die neu erworbenen Unternehmen in Höhe von 11.272 Tsd.
€ führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe. Im Rahmen dieser
Akquisitionen wurden langfristige Vermögenswerte in Höhe von 12.016 Tsd. €, kurzfristige
Vermögenswerte in Höhe von 17.974 Tsd. € (davon 5.374 Tsd. € liquide Mittel), langfristige
Schulden in Höhe von 2.119 Tsd. € und kurzfristige Schulden in Höhe von 16.149 Tsd.
€ übernommen. Weitere Angaben zu den erworbenen Unternehmen befinden sich in Gliederungspunkt
VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokation". Im Vorjahr waren nachträgliche Kaufpreiserhöhungen
und Zahlungsverpflichtungen für Akquisitionen aus vorherigen Jahren zur Auszahlung
gekommen.
Die Einzahlung aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen betrifft das 2008 verkaufte
Konzernunternehmen TomTech Gesellschaft für EDV und Büroorganisation mbH.
Die Bruttozahlungsströme für den Erwerb und Verkauf von langfristigen Geld- und Wertpapieranlagen
werden separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme kurzfristiger Geld- und Wertpapieranlagen
werden saldiert ausgewiesen.
Der Zahlungsausgleich aus der Absicherung der Nettoinvestitionen enthält Zahlungen
aus Devisentermingeschäften im Zusammenhang mit der Absicherung der Nettoinvestitionen
in die englische und schweizer Konzerngesellschaften. Weitere Erläuterungen zur Absicherung
der Nettoinvestitionen finden sich in Gliederungspunkt VI. "Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten
nach IFRS 7", "Angaben zum Risikomanagement von Finanzinstrumenten", "Währungsrisiko".
Die für Finanzierungstätigkeiten eingesetzten Nettozahlungsmittel in Höhe von 7.173
Tsd. € (Vorjahr: 17.772 Tsd. €) ergeben sich aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten,
der Dividendenausschüttung sowie geleisteten Zinszahlungen. Das Vorjahr enthält darüber
hinaus Zahlungen aus dem Kauf und Verkauf eigener Aktien.
Bei langfristigen Finanzverbindlichkeiten und eigenen Aktien werden Bruttoeinzahlungen
und -auszahlungen separat ausgewiesen. Die Zahlungsströme der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
werden saldiert ausgewiesen.
Nachfolgende Tabellen zeigen Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7:
|
|
|
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|
in Tsd. € | ||
| 31.12.2010 Klassen gemäß IFRS 7 |
Bewertungskategorie | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Zeitwert | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgwirksam | ||||
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AKuF | 249.277 | 249.277 |
|
|
249.277 |
| Wertpapiere | ZVvfV | 16.338 |
|
16.338 |
|
16.338 |
| Geldanlagen | AKuF | 27.935 | 27.935 |
|
|
27.935 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AKuF | 15.375 | 15.375 |
|
|
15.375 |
| Finanzderivate |
|
|
|
|
|
|
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 103 |
|
103 |
|
103 |
| Liquide Mittel | AKuF | 85.477 | 85.477 |
|
|
85.477 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Darlehen | FVzfA | 17.078 | 17.078 |
|
|
17.126 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FVzfA | 129.060 | 129.060 |
|
|
129.060 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FVzfA | 41.590 | 41.590 |
|
|
41.590 |
| Finanzderivate |
|
|
|
|
|
|
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 343 |
|
343 |
|
343 |
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FVezbZ | 218 |
|
|
218 | 218 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: | AKuF | 378.064 | 378.064 | 0 | 0 | 378.087 |
|
|
ZVvfV | 16.338 | 0 | 16.338 | 0 | 16.338 |
|
|
FVzfA | 187.728 | 187.728 | 0 | 0 | 187.776 |
|
|
FVezbZ | 218 | 0 | 0 | 218 | 218 |
|
|
|
|
|
in Tsd. € | ||
| 31.12.2009 Klassen gemäß IFRS 7 |
Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Zeitwert | ||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgsneutral | Fair Value erfolgwirksam | ||||
| Aktiva |
|
|
|
|
|
|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AKuF | 184.124 | 184.124 |
|
|
184.124 |
| Geldanlagen | AKuF | 18.049 | 18.049 |
|
|
18.049 |
| Wertpapieranlagen | ZVvfV | 461 |
|
461 |
|
461 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AKuF | 17.333 | 17.333 |
|
|
17.337 |
| Liquide Mittel | AKuF | 76.467 | 76.467 |
|
|
76.467 |
| Passiva |
|
|
|
|
|
|
| Darlehen | FVzfA | 9.165 | 9.165 |
|
|
9.195 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FVzfA | 79.557 | 79.557 |
|
|
79.557 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | FVzfA | 27.980 | 27.980 |
|
|
27.980 |
| Finanzderivate |
|
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|
| Derivate mit Hedge-Beziehung | n. a. | 390 |
|
390 |
|
390 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IAS 39: | AKuF | 295.973 | 295.973 | 0 | 0 | 295.977 |
|
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ZVvfV | 461 | 0 | 461 | 0 | 461 |
|
|
FVzfA | 116.702 | 116.702 | 0 | 0 | 116.732 |
|
|
FVezbZ | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39:
AKuF = Ausgereichte Kredite und Forderungen
ZVvfV = Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
FVzfA = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
FVezbZ = Finanzielle Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Die Klassen Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten
im Berichts- und im Vergleichsjahr als Fair-Value-Hedge bewertete, derivative Finanzinstrumente
zur Währungssicherung in unwesentlicher Höhe. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen
Laufzeiten weichen die Buchwerte der Klassen nur unwesentlich von den beizulegenden
Zeitwerten ab. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Vermögenswerten
und Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung
der jeweils aktuellen Zinsparameter.
Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente
dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Stufen
sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:
Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (unverändert übernommenen) Preisen
für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder
direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) auf Basis beobachtbarer
Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern
Die unter Stufe 1 enthaltenen Wertpapiere sind börsennotiert und wurden mit dem Börsenkurs
zum Bilanzstichtag angesetzt. Zur Bewertung der unter der Stufe 2 ausgewiesenen Finanzderivate
wird auf die Ausführungen unter den "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen" verwiesen.
|
|
|
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|
|||
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31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
| Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Summe | Stufe 1 | Stufe 2 | |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
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|
| Wertpapieranlagen | 16.274 | 64 |
|
16.338 | 461 |
|
| Finanzderivate |
|
103 |
|
103 |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
|
| Finanzderivate |
|
561 |
|
561 |
|
390 |
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
31.12.2009 | |
| Stufe 3 | Summe | |
| Finanzielle Vermögenswerte |
|
|
| Wertpapieranlagen |
|
461 |
| Finanzderivate |
|
|
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
|
|
| Finanzderivate |
|
390 |
Während der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2010 gab es keine Umbuchungen zwischen
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen
in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.
Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich
den folgenden Kategorien zuordnen (Nettoergebnis):
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in Tsd. € | |
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|
aus Zinsen | aus der Folgebewertung | aus Abgang | Nettoergebnis | ||
|
|
Währungs- umrechnung |
Wert- berichtigung |
2010 | 2009 | ||
| Ausgereichte Kredite und Forderungen | 990 | 319 | -859 | -353 | 97 | 842 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -548 | 213 |
|
|
-335 | -219 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 600 |
|
-72 | 116 | 644 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehalten (nur Derivate) |
|
-218 |
|
-747 | -965 | 0 |
| Summe | 1.042 | 314 | -931 | -984 | -559 | 623 |
Der Gesamtzinsertrag für finanzielle Vermögenswerte entspricht den oben dargestellten
Werten. Der Gesamtzinsaufwand für finanzielle Verbindlichkeiten ohne Berücksichtigung
der Zinsswaps beträgt 328 Tsd. € (Vorjahr: 365 Tsd. €). Im Rahmen des Verkaufs von
als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Wertpapieren wurden im Vorjahr erfolgsneutral
erfasste Gewinne in Höhe von 121 Tsd. € im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst.
Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten bestehen bei Forderungen, Verbindlichkeiten
und liquiden Mitteln, die nicht der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaften
entsprechen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten in fremder Währung bestehen in
der Bechtle-Gruppe aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit Konzernunternehmen in
der Schweiz, Großbritannien, Polen und Tschechien sowie in einzelnen Fällen aus in
US-Dollar fakturierten Lieferungen.
Zur Absicherung gegen Risiken aus Wechselkursschwankungen bei Forderungen und Verbindlichkeiten
in Fremdwährung bedient sich die Bechtle-Gruppe in Einzelfällen Devisentermingeschäften
und Devisenswaps. Das Volumen der im jeweiligen Geschäftsjahr abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte
ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:
|
|
|
2010 | 2009 | ||
| Währungspaar |
|
Kauf | Verkauf | Kauf | Verkauf |
| EUR/CHF | in Tsd. CHF | 5.000 | 5.000 | - | - |
| EUR/GBP | in Tsd. GBP | 474 | 511 | - | - |
| EUR/USD | in Tsd. USD | 9.133 | 9.032 | 600 | 534 |
| CHF/USD | in Tsd. USD | - | 290 | - | - |
| CHF/EUR | in Tsd. EUR | 5.360 | 1.160 | 5.560 | 880 |
Zum Bilanzstichtag bestand aus obigen Devisengeschäften, die als Fair-Value-Hedge
bewertet wurden, die Verpflichtung zum Verkauf von netto 1.718 Tsd. USD (Vorjahr:
290 Tsd. USD) und Einkauf von netto 176 Tsd. GBP. Die Bewertung zum Zeitwert ergibt
bei diesen Devisenderivaten einen Gewinn von netto 4 Tsd. €, welcher mit einem korrespondierenden
Verlust der Grundgeschäfte saldiert wurde. Weiterhin besteht bei schweizer Konzerngesellschaften
die Verpflichtung zum Kauf von netto 4.330 Tsd. € aus Sicherungsgeschäften, die gemäß
IAS 39 als zu Handelszwecken klassifiziert und damit erfolgswirksam bewertet wurden.
Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse zeigt den Einfluss einer Abwertung (beziehungsweise
Aufwertung) des Euro-Wechselkurses auf das Konzernergebnis vor Steuern. Berücksichtigt
werden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der zum jeweiligen Bilanzstichtag
ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufgrund des geänderten Umrechnungskurses.
Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung
bleiben unberücksichtigt.
|
|
|
|
in Tsd. € | |
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|
2010 | 2009 | ||
| Auswirkungen einer Abwertung (bzw. Aufwertung) des Euro um 10 % gegenüber |
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|
| CHF | +542 | (-542) | +129 | (-129) |
| USD | 14 | (-14) | +55 | (-55) |
| GBP | 12 | (-12) | +3 | (-3) |
| CZK | 1 | (-1) | - | - |
| PLN | 0 | (-0) | - | - |
Ferner können Schwankungen des EUR/CHF-Wechselkurses das Konzernergebnis wesentlich
beeinflussen, da ein bedeutender Anteil des Geschäfts in der Schweiz generiert wird.
Zur wirtschaftlichen Absicherung der von den Tochtergesellschaften in der Schweiz
im Jahr 2010 voraussichtlich erzielten Erträge gegen EUR/CHF-Wechselkursrisiken wurden
zu Beginn des Berichtsjahres 6 Mio. CHF (Vorjahr: 7 Mio. CHF) gegen EUR auf Termin
Berichtsjahresende verkauft, ohne diese Sicherungsbeziehung für die Bilanzierung von
Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 zu qualifizieren beziehungsweise zu designieren.
Da der Schweizer Franken gegenüber dem Euro im Berichtsjahr deutlich an Wert zulegte,
resultierten aus diesem Devisentermingeschäft eine Erfolgsauswirkung in Höhe von -747
Tsd. € vor Steuern (51 Tsd. € Ertragssteuereffekt) und im Gegenzug aus der Umrechnung
der schweizer Ergebnisse entsprechend positive Effekte. Im Vorjahr hatte das Devisentermingeschäft
aufgrund des nahezu unveränderten EUR/CHF-Wechselkurses keine nennenswerte Erfolgsauswirkung.
In gleicher Weise wurden im Berichtsjahr erstmals auch die in Großbritannien im Jahr
2010 voraussichtlich erzielten Erträge gegen EUR/GBP-Wechselkursrisiken gesichert.
Aus dem entsprechenden Devisentermingeschäft (Verkauf von 320 Tsd. GBP) ergab sich
keine nennenswerte Erfolgsauswirkung.
Aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften
entstehen im Konzernabschluss (EUR) Umrechnungsdifferenzen, die separat direkt im
Eigenkapital erfasst und ausgewiesen werden. Zur Kompensation dieser erfolgsneutralen
Währungsumrechnungsdifferenzen und als Absicherung einer Nettoinvestition in einen
ausländischen Geschäftsbetrieb (IAS 39.102, IFRIC 16) bediente sich Bechtle im Berichtsjahr
wieder eines entsprechenden EUR/CHF-Devisentermingeschäfts. Aus dem zu Berichtsjahresbeginn
getätigten Verkauf von 60 Mio. CHF auf Termin Berichtsjahresende resultierte ein erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag in Höhe von -7.495 Tsd. € (+2.182 Tsd. € Ertragssteuereffekt).
Im Gegenzug ergab sich im Konzerneigenkapital ein hoher positiver Effekt aus dem Anstieg
der Währungsumrechnungsdifferenzen um 12.263 Tsd. €, die größtenteils auf der EUR/CHF-Konversion
beruhen. Im Vorjahr hatte aus dem im Oktober 2009 getätigten Verkauf von 60 Mio. CHF
auf Termin Jahresende 2009 ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster Betrag
in Höhe von -665 Tsd. € (+194 Tsd. € Ertragssteuereffekt) resultiert.
In gleicher Weise wurde im Berichtsjahr erstmals auch das Nettovermögen in Großbritannien
gegen EUR/GBP-Wechselkursrisiken gesichert. Aus dem entsprechenden Devisentermingeschäft
(Verkauf von 1.000 Tsd. GBP) ergab sich ein erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasster
Betrag in Höhe von -25 Tsd. € (+7 Tsd. € Ertragssteuereffekt).
Das Zinsrisiko liegt für den Bechtle-Konzern vor allem bei den aus seinen liquiden
Mitteln sowie Geld- und Wertpapieranlagen erwirtschafteten Zinserträgen.
Sowohl das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Sparkasse Schwäbisch Hall-Crailsheim
als auch das variabel verzinsliche Darlehen gegenüber der Kreissparkasse Heilbronn
sind durch einen entsprechenden Zinsswap als Cashflow-Hedge vollständig gegen das
Zinsänderungsrisiko abgesichert. Zinsänderungen wirken sich hier lediglich auf die
erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zum beizulegenden Zeitwert erfolgende
Bewertung des Zinsswaps aus, da keine Ineffektivitäten bestehen. Nur in geringem Umfang
und daher mit nur unwesentlichem Zinsrisiko bestehen darüber hinaus variabel verzinsliche
Finanzinstrumente, bei denen ein Cashflow-Risiko aufgrund sich möglicherweise verschlechternder
Zinskonditionen gegeben ist sowie festverzinsliche Finanzinstrumente mit Fair-Value-Risiko
aufgrund in Abhängigkeit von Zinssätzen schwankender beizulegender Zeitwerte.
Die Sensitivitätsanalyse wurde auf Basis der liquiden Mittel sowie Geld- und Wertpapieranlagen
des Bechtle-Konzerns zum Bilanzstichtag sowie unter Berücksichtigung der hierfür relevanten
Zinssätze in den relevanten Währungen (EUR, CHF, GBP, USD) durchgeführt. Ein hypothetischer
Rückgang beziehungsweise Anstieg dieser Zinssätze ab Berichtsjahresanfang um 100 Basispunkte
beziehungsweise ein Prozent p. a. (bei konstanten Wechselkursen) hätte zu einer Verringerung
beziehungsweise Erhöhung der Zinserträge um 1.298 Tsd. € geführt (Vorjahr: 950 Tsd.
€).
Bei den bestehenden Zinsswaps hätte ein solcher Rückgang beziehungsweise Anstieg der
Zinssätze zu einer erfolgsneutral direkt über das Eigenkapital zu erfassenden Veränderung
des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von insgesamt -373 Tsd. € beziehungsweise +357
Tsd. € geführt (Vorjahr: -179 Tsd. € beziehungsweise +173 Tsd. €).
Das Liquiditätsrisiko aus Finanzinstrumenten ergibt sich aus zukünftigen Zins- und
Tilgungszahlungen für finanzielle Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten.
Nachfolgende Tabellen weisen die nicht abgezinsten Zahlungsverpflichtungen der entsprechenden
Bilanzpositionen zum Bilanzstichtag und Vorjahresstichtag entsprechend IFRS 7 aus.
Die Zahlungsströme der in Gliederungspunkt IV. Nr. 19 beschriebenen Darlehen und dazugehöriger
Zinsswaps werden als zu 100 Prozent wirksamer Cashflow-Hedge zusammengefasst. Auf
Basis des zum Bilanzstichtags gültigen Euribor-3M von 0,88 Prozent würden sich aus
den Zinsswaps zukünftige Zinszahlungen im Zeitraum von 2011 bis 2017 von insgesamt
512 Tsd. € ergeben (Vorjahr: 267 Tsd. € bei Euribor-3M von 0,75 Prozent im Zeitraum
von 2010 bis 2015). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten
derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung in unwesentlicher Höhe. Die in
den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen Finanzinstrumente werden abzüglich des
negativen Marktwerts der Zinsswaps in Höhe von 343 Tsd. € (Vorjahr 390 Tsd. €) ausgewiesen.
Die verbleibenden sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten derivative Finanzinstrumente
aus der Währungssicherung in Höhe von 218 Tsd. €, die in 2011 fällig sind.
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in Tsd. € | |
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|
Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | |
|
|
Darlehen und Zinsswaps | Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||
| Buchwert 31.12.2010 | 16.586 | 492 | 129.060 | 41.808 |
| Cashflow 2011 |
|
|
|
|
| Zinsen | 443 |
|
|
1 |
| Tilgung | 4.320 | 492 | 129.060 | 41.158 |
| Cashflow 2012 |
|
|
|
|
| Zinsen | 354 |
|
|
1 |
| Tilgung | 3.668 |
|
|
325 |
| Cashflow 2013 |
|
|
|
|
| Zinsen | 265 |
|
|
1 |
| Tilgung | 2.345 |
|
|
325 |
| Cashflow 2014 |
|
|
|
|
| Zinsen | 177 |
|
|
|
| Tilgung | 2.345 |
|
|
|
| Cashflow 2015 |
|
|
|
|
| Zinsen | 94 |
|
|
|
| Tilgung | 2.033 |
|
|
|
| Cashflow 2016 |
|
|
|
|
| Zinsen | 31 |
|
|
|
| Tilgung | 1.071 |
|
|
|
| Cashflow 2017 |
|
|
|
|
| Zinsen | 8 |
|
|
|
| Tilgung | 804 |
|
|
|
|
|
|
|
|
in Tsd. € | |
|
|
Finanzverbindlichkeiten | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | Sonstige Verbindlichkeiten | |
|
|
Darlehen und Zinsswaps | Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | |||
| Buchwert 31.12.2009 | 8.744 | 421 | 79.557 | 0 | 27.980 |
| Cashflow 2010 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 198 |
|
|
|
7 |
| Tilgung | 2.139 | 421 | 79.458 |
|
27.680 |
| Cashflow 2011 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 160 |
|
|
|
6 |
| Tilgung | 1.822 |
|
99 |
|
100 |
| Cashflow 2012 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 123 |
|
|
|
4 |
| Tilgung | 1.274 |
|
|
|
100 |
| Cashflow 2013 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 86 |
|
|
|
2 |
| Tilgung | 1.274 |
|
|
|
100 |
| Cashflow 2014 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 49 |
|
|
|
|
| Tilgung | 1.274 |
|
|
|
|
| Cashflow 2015 |
|
|
|
|
|
| Zinsen | 18 |
|
|
|
|
| Tilgung | 961 |
|
|
|
|
Die Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko.
Mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte auf Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie landesspezifischer Einlagensicherungsfonds auf liquide Mittel
und Geldanlagen bestehen keine Sicherungen. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten
Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.
Weitere Angaben zum Risikomanagement und zur Ermittlung von Risikokonzentrationen
des Bechtle-Konzerns für das Währungsrisiko, Zinsrisiko, Liquiditätsrisiko und andere
Marktrisiken einschließlich seiner Ziele, Methoden und Prozesse sind im Risikobericht
des Lageberichts dargestellt.
Die Segmentinformationen erfolgen wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente".
Der Bechtle-Konzern ist derzeit in zwei Geschäftssegmenten tätig, dem Segment IT-Systemhaus
& Managed Services und dem Segment IT-E-Commerce. Die zwei Segmente unterscheiden
sich in ihren Tätigkeitsbereichen und weisen unterschiedliche Abläufe im Handel mit
IT-Produkten auf. Die strategische Ausrichtung und die verfolgte Expansionsstrategie
sind verschieden.
Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services umfasst das Leistungsangebot von Bechtle
die gesamte Wertschöpfungskette der IT - von der IT-Strategieberatung über die Lieferung
von Hard- und Software, Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, IT-Services
sowie Schulungen bis hin zum Komplettbetrieb der IT. Durch die individuelle Zusammenstellung
eines Angebots, bestehend aus unterschiedlichen Dienstleistungen in Kombination mit
Hard- und Software, ist Bechtle hier in der Lage, für jeden Kunden eine unmittelbar
an dessen Bedürfnissen und Wünschen ausgerichtete Lösung zu erarbeiten. In diesem
Segment ist Bechtle in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, wo die flächendeckende
dezentrale Organisation mit über 60 Standorten für besondere Kundennähe sorgt.
Das Segment IT-E-Commerce umfasst die auf Internet, Katalog und Telefon gestützten
reinen Handelsaktivitäten des Konzerns. Bechtle deckt hier als Fachhändler mit über
44.000 Artikeln - von der Hardware über Standardsoftware bis zu Peripherieartikeln
- alle gängigen Bereiche der IT ab und verfolgt dabei eine Mehrmarkenstrategie. Die
Marke Bechtle direct ist derzeit in 13 europäischen Ländern vertreten und fokussiert
sich auf die klassische Hardware der marktführenden Hersteller. Dagegen hat die Marke
ARP auch innovative Nischenprodukte sowie Produkte unter eigenem Label im Sortiment.
Sie ist in fünf Ländern Europas aktiv und betreibt zudem eine Einkaufsgesellschaft
in Taiwan. Das Softwarelizenzgeschäft der Marke Comsoft ist in sieben europäischen
Ländern präsent.
Gesellschaften der Bechtle-Gruppe bestehen überwiegend in Deutschland. Ausländische
Gesellschaften befinden sich in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien,
Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, der Schweiz, Spanien, Taiwan und Tschechien.
Die Verwaltung und insbesondere die strategische Steuerung der einzelnen Gesellschaften
ist im Wesentlichen in Gaildorf und Neckarsulm bei der Bechtle AG als Konzernmutter
mit dem Konzernvorstand zentralisiert.
Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis- und Bewertungsmethoden
wie dem Konzernabschluss zugrunde. Eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten liegt
nicht vor.
Die verantwortliche Unternehmensinstanz im Sinne des IFRS 8.7 ist der Vorstand der
Bechtle AG, bestehend aus dem Vorstandsvorsitzenden, dem Vorstand für IT-Systemhaus
& Managed Services und dem Vorstand für IT-E-Commerce. Diese Instanz ist für die konzernweite
und bereichsübergreifende Überwachung und Steuerung des Konzernerfolgs sowie Ressourcenverteilung
verantwortlich. Strategische Entscheidungen hinsichtlich der Allokation von Ressourcen
für die beiden Segmente und die Bewertung der jeweiligen Ertragskraft werden ausschließlich
in den Vorstandssitzungen der Bechtle AG in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat
getroffen. Der Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services und der Vorstand für
IT-E-Commerce sind einzeln jeweils der Segmentmanager (IFRS 8.9) für das entsprechende
Geschäftssegment. Im Rahmen dieser Funktion obliegt ihnen die Steuerung der Ressourcen
und die Beurteilung der Leistungskraft für das von ihnen verantwortete Segment. Dabei
führt der Segmentmanager auch die ihm untergeordneten Bereichsvorstände und Geschäftsführer
in seinem Segment. Die Segmentmanager übernehmen gegenüber der leitenden Unternehmensinstanz
die Verantwortung für ihren Bereich und treten regelmäßig mit dieser in Kontakt, z.
B. in Vorstandssitzungen, um über die Aktivitäten, Ergebnisse und Planungen ihres
Segments zu berichten und zu diskutieren.
Die nachfolgend dargestellten Segmentinformationen entsprechen den im internen Berichts-
und Steuerungssystem verwendeten Größen, die insbesondere auch von der Konzernleitung
bzw. der leitenden Unternehmensinstanz zur Erfolgsbeurteilung und zur Ressourcenallokation
herangezogen werden. Die Erträge und Aufwendungen sowie Vermögenswerte und Schulden
der Zentraleinheiten/-funktionen des Bechtle-Konzerns sind dabei entsprechend der
Leistungs- beziehungsweise Nutzungsverhältnisse in den beiden Segmenten IT-Systemhaus
& Managed Services und IT-E-Commerce vollständig enthalten. Ergebnisbezogene Steuerungsgröße
der Segmente ist dabei das Betriebsergebnis als Ergebnis vor Finanzerträgen und -aufwendungen
sowie Steuern. Das Finanzergebnis wird nicht einbezogen, da die Segmente im Wesentlichen
über die Bechtle AG finanziert werden und externe Zinsaufwendungen/-erträge überwiegend
dort entstehen. Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend die Finanzerträge und Finanzaufwendungen
lediglich auf Konzernebene zum Finanzergebnis zusammengefasst ausgewiesen. Entsprechend
ergibt sich hieraus das Ergebnis vor Steuern im Bechtle-Konzern und unter Berücksichtigung
der Steuern auf Konzernebene schließlich das Ergebnis nach Steuern im Bechtle-Konzern.
Dabei besteht eine asymmetrische Allokation (IFRS 8.27f) insofern, dass die ausgewiesenen
Vermögenswerte und Schulden der Segmente zinstragende Vermögenswerte und Schulden
sowie Steuerforderungen und -schulden beinhalten. Bei symmetrischer Zuordnung wären
das Segmentvermögen und die Segmentschulden entsprechend niedriger beziehungsweise
die ergebnisbezogene Steuerungsgröße der Segmente entsprechend um Finanzerträge und
-aufwendungen sowie Steuern erweitert.
Zwischen den beiden Segmenten bestehen nur in unwesentlichem Umfang Transaktionen.
Sie werden zu Marktpreisen abgerechnet und sind der Vollständigkeit und Transparenz
halber nachfolgend hinsichtlich der Umsatzerlöse sowie der Forderungen und Verbindlichkeiten
auch explizit ausgewiesen. Die externen Umsatzerlöse stellen die Umsatzerlöse der
beiden Segmente mit Konzernexternen dar und damit in Summe die konsolidierten Umsatzerlöse
des Bechtle-Konzerns. Entsprechendes gilt für die Forderungen und Verbindlichkeiten
beziehungsweise die Vermögenswerte und Schulden der beiden Segmente und in Summe des
Bechtle-Konzerns.
Die ausgewiesenen Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf die immateriellen
Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte) und das Sachanlagevermögen.
In der Segmentierung nach Regionen (Inland oder Ausland) sind die Umsätze dem Land
zugeordnet, in dem die jeweilige Tochtergesellschaft ihren Firmensitz hat. Aus der
Sicht der jeweiligen Tochtergesellschaft werden ausschließlich Umsätze im eigenen
Land getätigt. Ausgewiesen werden nur Umsätze mit Konzernexternen. Entsprechend sind
die Vermögenswerte, Schulden und Investitionen basierend auf dem jeweiligen Firmensitz
dem Inland (Deutschland) oder Ausland zugeordnet.
|
|
|
|
|
in Tsd. € | ||
|
|
2010 | 2009 | ||||
|
|
IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern | IT-Systemhaus & Managed Services | IT-E-Commerce | Gesamtkonzern |
| Nach Segmenten |
|
|
|
|
|
|
| Gesamtsegment-Umsatzerlöse | 1.153.115 | 572.128 |
|
920.958 | 459.472 |
|
| abzüglich der Umsatzerlöse mit anderem Segment | -1.996 | -328 |
|
-1.002 | -121 |
|
| Externe Umsätze | 1.151.119 | 571.800 | 1.722.919 | 919.956 | 459.351 | 1.379.307 |
| Abschreibungen | 11.148 | 4.251 | 15.399 | 10.236 | 4.028 | 14.264 |
| Betriebsergebnis | 35.852 | 24.876 | 60.728 | 25.768 | 16.944 | 42.712 |
| Finanzergebnis |
|
|
1.056 |
|
|
950 |
| Ergebnis vor Steuern |
|
|
61.784 |
|
|
43.662 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
|
15.362 |
|
|
9.404 |
| Ergebnis nach Steuern |
|
|
46.422 |
|
|
34.258 |
| Investitionen | 9.387 | 2.435 | 11.822 | 11.279 | 3.266 | 14.545 |
| Investitionen durch Veränderung des Konsolidierungskreises | 11.612 | 0 | 11.612 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtsegment-Vermögenswerte | 435.676 | 218.134 |
|
344.374 | 176.524 |
|
| abzüglich der Forderungen gegenüber anderem Segment | -20 | -74 |
|
-230 | -3 |
|
| Vermögenswerte | 435.656 | 218.060 | 653.716 | 344.144 | 176.521 | 520.665 |
| Gesamtsegment-Schulden | 188.261 | 94.066 |
|
119.126 | 66.811 |
|
| abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber anderem Segment | -74 | -20 |
|
-3 | -230 |
|
| Schulden | 188.187 | 94.046 | 282.233 | 119.123 | 66.581 | 185.704 |
Über die planmäßigen Abschreibungen hinaus beschränkten sich die zahlungsunwirksamen
Posten in den beiden Segmenten im Berichtsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen auf
die gewöhnlichen Bewegungen im Rahmen des betrieblichen Geschäftsgangs (z. B. Veränderungen
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen).
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in Tsd. € | ||
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2010 | 2009 | ||||
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Inland | Ausland | Gesamtkonzern | Inland | Ausland | Gesamtkonzern |
| Nach Regionen |
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| Externe Umsatzerlöse | 1.158.213 | 564.706 | 1.722.919 | 921.578 | 457.729 | 1.379.307 |
| Investitionen | 9.105 | 2.717 | 11.822 | 12.519 | 2.026 | 14.545 |
| Investitionen durch Veränderung des Konsolidierungskreises | 9.708 | 1.904 | 11.612 | 0 | 0 | 0 |
| Vermögenswerte | 376.934 | 276.782 | 653.716 | 298.949 | 221.716 | 520.665 |
| davon langfristige Vermögenswerte | 101.959 | 60.736 | 162.695 | 92.423 | 56.644 | 149.067 |
| Schulden | 183.057 | 99.176 | 282.233 | 112.145 | 73.559 | 185.704 |
Von den externen Umsatzerlösen im Ausland entfallen 268.741 Tsd. € auf die Schweiz
(Vorjahr: 229.702 Tsd. €). Der Rest verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien,
Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,
Spanien, Taiwan und Tschechien, die einzeln jeweils unter fünf Prozent zu den externen
Umsatzerlösen des Bechtle-Konzerns beitragen.
Die hier ausgewiesenen langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen und immaterielle
Vermögenswerte (inklusive Geschäfts- und Firmenwerte). Von den langfristigen Vermögenswerten
im Ausland entfallen 37.607 Tsd. € auf die Schweiz (Vorjahr: 30.398 Tsd. €). Der Rest
verteilt sich auf die übrigen Länder Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland,
Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Taiwan und Tschechien,
die einzeln jeweils unter fünf Prozent der langfristigen Vermögenswerte des Bechtle-Konzerns
halten.
Sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als zehn
Prozent der Umsatzerlöse des Bechtle-Konzern getätigt (IFRS 8.34).
Angaben zu den Mitarbeiterzahlen nach Segmenten und Regionen befinden sich in Gliederungspunkt
X. "Sonstige Angaben", "Mitarbeiter".
Mit Erwerbszeitpunkt 23. Juni 2010 wurden sämtliche Anteile an der intelligent IT
solutions GmbH & Co. KG, Oldenburg, und der Komplementärgesellschafterin intelligent
IT solutions Beteiligungs-GmbH, Oldenburg, erworben.
Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.).
Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm
(1.030 Tsd. €) und Wettbewerbsverbote (345 Tsd. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte
angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt
bewertet (IFRS 3.18 ff.).
Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird,
und der Wettbewerbsverbote, die über zwei Jahre abgeschrieben werden, wurden passive
latente Steuern (399 Tsd. €) gebildet.
Zudem waren 302 Tsd. € an aktiven latenten Steuern im Zusammenhang mit einem steuerlich
abzugsfähigen Firmenwert (2.451 Tsd. €) anzusetzen.
Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (1.517 Tsd. €) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1.110 Tsd. €, der
als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.
Mit dem Erwerb der iits (66 Mitarbeiter) verstärkt sich die Bechtle-Gruppe innerhalb
des Segments IT-Systemhaus & Managed Services im wachstumsstarken IT-Infrastrukturlösungsgeschäft
rund um das Rechenzentrum. Die iits zählt zu den fünf größten IT-Systemhäusern in
Norddeutschland und ist neben dem Unternehmenssitz in Oldenburg auch in Bremen, Cloppenburg
und Hannover vertreten. Bechtle setzt damit die Strategie einer flächendeckenden Präsenz
im deutschsprachigen Raum fort.
Bilanziell stellt sich die Akquisition zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt
dar:
|
|
in Tsd. € |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 1.110 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.413 |
| Sachanlagevermögen | 274 |
| Latente Steuern | 302 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 3.099 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
| Vorräte | 524 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.605 |
| Sonstige Vermögenswerte | 688 |
| Liquide Mittel | 434 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 5.251 |
| Summe Vermögenswerte | 8.350 |
| Langfristige Schulden |
|
| Finanzverbindlichkeiten | 495 |
| Latente Steuern | 399 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 894 |
| Kurzfristige Schulden |
|
| Finanzverbindlichkeiten | 943 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.474 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 412 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 4.829 |
| Summe Schulden | 5.723 |
| Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten | 2.627 |
Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.
In den für das Berichtsjahr ausgewiesenen Umsatzerlösen der Bechtle-Gruppe beziehungsweise
im für das Berichtsjahr ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern der Bechtle-Gruppe ist
die iits mit einem Betrag von 24.005 Tsd. € beziehungsweise 10 Tsd. € enthalten (IFRS
3.B64qi).
Mit Erwerbszeitpunkt 18. August 2010 wurden sämtliche Anteile an der HTH Consulting
GmbH, St. Pölten, Österreich, erworben.
Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.).
Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm
(470 Tsd. €), Kundenserviceverträge (240 Tsd. €) und ein Wettbewerbsverbot (400 Tsd.
€) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem
beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).
Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird,
der Kundenservice-verträge, die über vier Jahre abgeschrieben werden, und des Wettbewerbsverbots,
das über zwei Jahre abgeschrieben wird, wurden passive latente Steuern (278 Tsd. €)
gebildet.
Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (1.258 Tsd. €) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 732 Tsd. €, der als
Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.
Mit dem Erwerb der HTH (10 Mitarbeiter) erweitert die Bechtle-Gruppe innerhalb des
Segments IT-Systemhaus & Managed Services ihre Geschäftsaktivitäten in Österreich.
Der IT-Lösungsspezialist HTH verfügt insbesondere über Know-how in der Beratung sowie
IT-Systemintegration und hat sich vor allem auf Virtualisierung spezialisiert. Die
Akquisition ist ein weiterer Schritt seitens Bechtle zum Ausbau der flächendeckenden
Präsenz in der D-A-CH-Region.
Bilanziell stellt sich die Akquisition zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt
dar:
|
|
in Tsd. € |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 732 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.111 |
| Sachanlagevermögen | 61 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 1.904 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
| Vorräte | 35 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 356 |
| Sonstige Vermögenswerte | 55 |
| Geld- und Wertpapieranlagen | 350 |
| Liquide Mittel | 206 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 1.002 |
| Summe Vermögenswerte | 2.906 |
| Langfristige Schulden |
|
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 10 |
| Latente Steuern | 278 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 288 |
| Kurzfristige Schulden |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 246 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 145 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 145 |
| Abgrenzungsposten | 92 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 628 |
| Summe Schulden | 916 |
| Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten | 1.990 |
Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der HTH enthält eine vom zukünftig erzielten
Ergebnis vor Steuern des erworbenen Unternehmens abhängige (bedingte) Kaufpreiszahlung
in Höhe von bis zu 500 Tsd. €. Unter Berücksichtigung der entsprechenden validierten
Ergebnisplanung der HTH betrug der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert
dieser bedingten Kaufpreiszahlung 450 Tsd. €. Dieser Betrag ist in den ausgewiesenen
Anschaffungskosten enthalten (IFRS 3.39). Die übrigen Anschaffungskosten (1.540 Tsd.
€) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln.
In den für das Berichtsjahr ausgewiesenen Umsatzerlösen der Bechtle-Gruppe beziehungsweise
im für das Berichtsjahr ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern der Bechtle-Gruppe ist
die HTH mit einem Betrag von 1.241 Tsd. € beziehungsweise -38 Tsd. € enthalten (IFRS
3.B64qi).
Mit Erwerbszeitpunkt 5. Oktober 2010 wurden sämtliche Anteile an der SolidPro Informationssysteme
GmbH, Langenau, erworben.
Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.).
Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei ein Kundenstamm
(1.365 Tsd. €), Kundenserviceverträge (2.000 Tsd. €) und ein Wettbewerbsverbot (150
Tsd. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem
beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.).
Im Zuge der Aktivierung des Kundenstamms, der über fünf Jahre abgeschrieben wird,
der Kundenserviceverträge, die über zehn Jahre abgeschrieben werden, und des Wettbewerbsverbots,
das über ein Jahr abgeschrieben wird, wurden passive latente Steuern (937 Tsd. €)
gebildet.
Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (3.842 Tsd. €) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 3.263 Tsd. €, der
als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird.
Mit dem Erwerb der SolidPro (98 Mitarbeiter) besetzt Bechtle die Nische der hoch spezialisierten
CAD-Software mit einem im Markt anerkannten CAD-Systemhaus und erweitert so sein Lösungsportfolio
um eine weitere Komponente. Die SolidPro verfügt einschließlich der Zentrale in Langenau
bei Ulm deutschlandweit über neun Niederlassungen. Bechtle ist damit auch für entwicklungs-
und konstruktionsintensive Branchen Komplettanbieter und erwartet durch die Akquisition
vor allem Synergien zu Kunden aus den entsprechenden Branchen Maschinenbau, Transport
und Automotive.
Bilanziell stellt sich die Akquisition zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wie folgt
dar:
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|
in Tsd. € |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
| Geschäfts- und Firmenwert | 3.263 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 3.521 |
| Sachanlagevermögen | 127 |
| Sonstige Vermögenswerte | 102 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 7.013 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
| Vorräte | 164 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.735 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 672 |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.416 |
| Liquide Mittel | 4.734 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 11.721 |
| Summe Vermögenswerte | 18.734 |
| Langfristige Schulden |
|
| Latente Steuern | 937 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 937 |
| Kurzfristige Schulden |
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.603 |
| Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.516 |
| Abgrenzungsposten | 6.573 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 10.692 |
| Summe Schulden | 11.629 |
| Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten | 7.105 |
Die Anschaffungskosten führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in gleicher Höhe.
In den für das Berichtsjahr ausgewiesenen Umsatzerlösen der Bechtle-Gruppe beziehungsweise
im für das Berichtsjahr ausgewiesenen Ergebnis nach Steuern der Bechtle-Gruppe ist
die SolidPro mit einem Betrag von 4.321 Tsd. € beziehungsweise 90 Tsd. € enthalten
(IFRS 3.B64qi).
Bei den übernommenen Forderungen der drei Unternehmenserwerbe waren nur unwesentliche
Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.
Wäre der Erwerbszeitpunkt der Neuakquisitionen jeweils zu Beginn des Berichtsjahres
gewesen, lägen die Umsatzerlöse des Bechtle-Konzerns für das Berichtsjahr bei 1.762.922
Tsd. € und das Ergebnis nach Steuern bei 46.856 Tsd. € (IFRS 3.B64qii).
Beim Erwerb der Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH, Duisburg, im
Geschäftsjahr 2008 hatte sich Bechtle vertraglich zur Zahlung bedingter, nachträglicher
Kaufpreiserhöhungen in Höhe von insgesamt bis zu maximal 500 Tsd. € verpflichtet -
in Abhängigkeit vom zukünftig (in den Jahren 2010 und 2011) erzielten Deckungsbeitrag
des erworbenen Unternehmens. Im Berichtsjahr wurde diese bedingte, nachträgliche Kaufpreiserhöhung
vertraglich auf eine maximale Höhe von 400 Tsd. € beschränkt und vom mit bestimmten
Kunden erzielten Deckungsbeitrag im Geschäftsjahr 2010 sowie bestimmten Kundenbeziehungen
in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 abhängig gemacht.
Wohnort: Rabenau
Vorstand für Controlling, Finanzen, Unternehmenskommunikation, Investor Relations,
Zentrale IT, Logistik & Service, Personal und Personalentwicklung sowie Recht
| ― |
Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― |
Vorsitzender des Verwaltungsrats |
Wohnort: Ludwigsburg
Vorstand für IT-Systemhaus & Managed Services
| ― |
Mitglied des Vorstands |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats |
Wohnort: Heilbronn
Vorstand für IT-E-Commerce
| ― |
Mitglied des Vorstands |
| ― |
Vorstand des Verwaltungsrats |
| ― |
Mitglied des Aufsichtsrats |
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Dr. Thomas Olemotz | 0 | 0 |
| Michael Guschlbauer | 0 | 0 |
| Jürgen Schäfer | 4.000 | 4.000 |
Die für die Tätigkeit des Vorstands der Bechtle AG gewährten Gesamtbezüge für das
Geschäftsjahr 2010 betrugen 1.906 Tsd. €. Die festen Bezüge betrugen 805 Tsd. € und
die variablen Bezüge 1.101 Tsd. €.
Aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Juni 2010 wird auf eine individualisierte
Offenlegung der Bezüge des Vorstands verzichtet.
Die Vergütungen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr betrugen 389 Tsd. €. Sämtliche übrigen
Angaben zum Aufsichtsrat, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften zu machen sind, werden
in der Anlage D zu diesem Anhang zusammengefasst.
Angaben aufgrund einer Empfehlung der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance
Kodex sind im Corporate-Governance-Bericht im Lagebericht dargestellt.
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, die nach IAS 17 als "Operating lease"
zu qualifizieren sind, mietet der Konzern Sachanlagen. Die hieraus resultierenden
Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Bechtle hat im Rahmen von in der Grundmietzeit unkündbaren Operating-Leasinggeschäften
Gebäude, Fahrzeuge und IT-Handelswaren gemietet. In den Aufwendungen im Rahmen von
Miet- und Leasingverträgen sind Zahlungen in Höhe von 25.608 Tsd. € (Vorjahr: 23.610
Tsd. €) erfasst worden.
Die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus den vorgenannten Verträgen betragen zum
31. Dezember 2010 88.807 Tsd. € (Vorjahr: 82.378 Tsd. €).
|
|
in Tsd. € |
| fällig innerhalb eines Jahres | 21.324 |
| fällig zwischen 1 und 5 Jahren | 42.126 |
| fällig nach 5 Jahren | 25.357 |
| Mindestleasingzahlungen | 88.807 |
Darin enthalten sind 34.237 Tsd. € aus dem Leasingvertrag über das zentrale Logistik-
und Verwaltungsgebäude in Neckarsulm aus dem Jahr 2002 sowie den entsprechenden Erweiterungsbau
aus dem Jahr 2008/2009. Eigentümer des Gebäudes und Leasinggeber ist die Fabiana Grundstücksverwaltungsgesellschaft
mbH, München, an der die Bechtle AG weder direkt noch indirekt beteiligt ist. Nach
Ablauf des Leasingvertrags im Jahr 2022 hat die Bechtle AG eine Kaufoption auf das
Gebäude.
Im Gegenzug tritt Bechtle als Leasinggeber im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen
auf. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von IT-Handelswaren.
Die Laufzeit der Leasingvereinbarungen beträgt in der Regel zwischen 3 und 4 Jahren.
Die entsprechenden Mindestleasingzahlungen aus diesen Verträgen betragen für das Jahr
2011 4.295 Tsd. € (Vorjahr für 2010: 4.979 Tsd. €), für 2012 bis 2015 4.966 Tsd. €
(Vorjahr für 2011-2014: 5.869 Tsd. €) und damit in Summe 9.261 Tsd. € (Vorjahr: 10.848
Tsd. €).
Nach IAS 37.86 sind der Gesellschaft hinsichtlich Rechtsstreitigkeiten keine Vorgänge
bekannt, die eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Ertrags-, Liquiditäts-
oder Finanzlage haben würden oder innerhalb der letzten zwei Jahre hatten.
Nicht als Schuld erfasste bedingte Kaufpreiserhöhungen standen zum 31. Dezember 2010
in Höhe von 450 Tsd. € aus, wie in Gliederungspunkt VIII. "Akquisitionen und Kaufpreisallokation"
näher erläutert.
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
2010 | 2009 |
| Löhne und Gehälter | 204.937 | 187.028 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 36.483 | 33.390 |
| Personalaufwand gesamt | 241.420 | 220.418 |
Im Personalaufwand (Löhne und Gehälter) sind Abfindungsleistungen in Höhe von 1.250
Tsd. € (Vorjahr: 1.612 Tsd. €) enthalten (IAS 19.142).
Die Mitarbeiterzahlen im Bechtle-Konzern stellen sich insgesamt zum Bilanzstichtag
und im Jahresdurchschnitt wie folgt dar:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| Vollzeitkräfte | 4.372 | 3.989 | 4.137 | 4.058 |
| Auszubildende | 306 | 289 | 277 | 269 |
| Mitarbeiter in Elternzeit bzw. Wehr- oder Zivildienst | 88 | 76 | 82 | 69 |
| Aushilfen | 138 | 113 | 130 | 105 |
| Summe | 4.904 | 4.467 | 4.626 | 4.501 |
In der oben aufgeführten durchschnittlichen Zahl von Vollzeitkräften sind 73 (Vorjahr:
70) Geschäftsführer beziehungsweise Vorstandsmitglieder von Tochtergesellschaften
enthalten.
Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie
folgt auf:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| IT-Systemhaus & Managed Services | 3.763 | 3.443 | 3.542 | 3.460 |
| Inland | 3.129 | 2.858 | 2.933 | 2.847 |
| Ausland | 634 | 585 | 609 | 613 |
| IT-E-Commerce | 1.003 | 911 | 954 | 936 |
| Inland | 342 | 300 | 316 | 317 |
| Ausland | 661 | 611 | 638 | 619 |
Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Elternzeit
beziehungsweise Wehr- oder Zivildienst und ohne Aushilfen) wie folgt auf:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | 2010 | 2009 |
| Dienstleistung | 2.203 | 2.085 | 2.110 | 2.107 |
| Vertrieb | 1.458 | 1.263 | 1.338 | 1.296 |
| Verwaltung | 1.017 | 930 | 966 | 924 |
Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Ernst
& Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wurden folgende Honorare als Aufwand
im Geschäftsjahr 2010 erfasst:
|
|
in Tsd. € |
|
|
2010 |
| Abschlussprüfungen | 514 |
| Sonstige Leistungen, die für die Bechtle AG oder Tochterunternehmen erbracht wurden | 42 |
| Honorar des Abschlussprüfers | 556 |
Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen die Honorare der Konzernabschlussprüfung
sowie der Prüfung der Abschlüsse der Bechtle AG und ihrer inländischen Tochterunternehmen.
Nach IAS 24 müssen Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst
werden beziehungsweise die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden,
soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen
wurden.
Als nahestehende Personen im Bechtle-Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands
und des Aufsichtsrats der Bechtle AG sowie deren nahe Angehörige in Betracht.
Im Berichtszeitraum wurden keine Geschäfte mit Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats
und deren Angehörigen durchgeführt.
Nachfolgende Gesellschaften, die verbundene konsolidierte Unternehmen der Bechtle
AG sind und für die der Konzernabschluss der Bechtle AG der befreiende Konzernabschluss
ist, nehmen die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 beziehungsweise des § 264b
HGB in vollem Umfang in Anspruch:
| Firma | Sitz |
| Bechtle GmbH | Berlin |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bielefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bonn |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Chemnitz |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Darmstadt |
| PSB GmbH | Dreieich |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Duisburg |
| Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH | Duisburg |
| ITZ Informationstechnologie GmbH | Essen |
| Bechtle GmbH | Freiburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Friedrichshafen |
| Bechtle GmbH | Hamburg |
| Bechtle GmbH | Hannover |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Karlsruhe |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Krefeld |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH | Krefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Mannheim |
| Bechtle GmbH | Meschede |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Münster |
| Bechtle E-Commerce Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Logistik & Service GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Managed Services AG | Neckarsulm |
| Bechtle Onsite Services GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Systemhaus Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG | Ober-Mörlen |
| intelligent IT solutions GmbH & Co. KG | Oldenburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Regensburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Rottenburg am Neckar |
| Bechtle GmbH | Schkeuditz |
| Bechtle GmbH | Solingen |
| Bechtle GmbH | Stuttgart |
| PP 2000 Business Integration AG | Stuttgart |
| Bechtle GmbH | Würselen |
| Bechtle GmbH | Würzburg |
Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 sind bei der Bechtle AG keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten.
Neckarsulm, 3. März 2011
Bechtle AG
Der Vorstand
| Dr. Thomas Olemotz | Michael Guschlbauer | Jürgen Schäfer |
| Firma | Sitz |
| Bechtle GmbH | Berlin |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bielefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Bonn |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Chemnitz |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Darmstadt |
| ARP Datacon GmbH | Dietzenbach |
| Bechtle GmbH | Dortmund |
| PSB GmbH | Dreieich |
| Netzwerk Beratung Informationssysteme Duisburg GmbH | Duisburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Duisburg |
| ITZ Informationstechnologie GmbH | Essen |
| Bechtle GmbH | Frankfurt |
| Bechtle GmbH | Freiburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Friedrichshafen |
| Bechtle Finanz- & Marketingservices GmbH | Gaildorf |
| Bechtle GmbH | Hamburg |
| Bechtle GmbH | Hannover |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Karlsruhe |
| Bechtle GmbH | Köln |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH | Krefeld |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Krefeld |
| SolidPro Informationssysteme GmbH | Langenau |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Mannheim |
| Bechtle GmbH | Meschede |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Münster |
| Bechtle Softwarelösungen GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Systemhaus Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle direkt GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle ÖA direkt GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Logistik & Service GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle E-Commerce Holding AG | Neckarsulm |
| Bechtle Onsite Services GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Managed Services AG | Neckarsulm |
| Bechtle Remote Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle GmbH | Nürnberg |
| PSB IT-Service GmbH | Ober-Mörlen |
| Bechtle IT-Systemhaus GmbH & Co. KG | Ober-Mörlen |
| Bechtle GmbH | Offenburg |
| intelligent IT solutions GmbH & Co. KG | Oldenburg |
| Bechtle GmbH | Radolfzell am Bodensee |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Regensburg |
| Bechtle GmbH & Co. KG | Rottenburg am Neckar |
| Bechtle GmbH | Schkeuditz |
| Bechtle GmbH | Solingen |
| Bechtle GmbH | Stuttgart |
| PP 2000 Business Integration AG | Stuttgart |
| Bechtle GmbH | Weimar |
| Bechtle GmbH | Würselen |
| Bechtle GmbH | Würzburg |
| Nicht operativ tätige Gesellschaften: |
|
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bielefeld |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Bonn |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Chemnitz |
| DA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Darmstadt |
| BO Bechtle Verwaltungs-GmbH | Duisburg |
| FH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Friedrichshafen |
| Bechtle Kapitalbeteiligungs- Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| Bechtle GmbH | Gaildorf |
| compartner systems GmbH | Gaildorf |
| compartner ASP ONE GmbH | Gaildorf |
| MS Mikro Software Gesellschaft für Systemanalyse und Engineering mbH | Gaildorf |
| MH Bechtle Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| Bechtle Data Verwaltungs-GmbH | Gaildorf |
| KA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Karlsruhe |
| OCR Datensysteme GmbH | Mannheim |
| MVis informationssysteme GmbH | Mannheim |
| MA Bechtle Verwaltungs-GmbH | Mannheim |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Münster |
| Bechtle-Comsoft GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services GmbH & Co. KG | Neckarsulm |
| Bechtle Field Services Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| HN Bechtle Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Remote Services Verwaltungs-GmbH | Neckarsulm |
| Bechtle Verwaltungs-GmbH | Ober-Mörlen |
| intelligent IT solutions Beteiligungs-GmbH | Oldenburg |
| REG Bechtle Verwaltungs-GmbH | Regensburg |
| RB Bechtle Verwaltungs-GmbH | Rottenburg am Neckar |
| Firma | Land | Sitz |
| Bechtle Comsoft NV | Belgien | Hamont-Achel |
| Bechtle direct NV | Belgien | Hamont-Achel |
| ARP SAS | Frankreich | Courtaboeuf |
| Bechtle Management E.u.r.l. | Frankreich | Molsheim |
| Bechtle direct SAS | Frankreich | Molsheim |
| Comsoft SOS Developers SAS | Frankreich | Sophia Antipolis |
| Bechtle direct Ltd. | Großbritannien | Chippenham-Wiltshire |
| Bechtle Direct Limited | Irland | Dublin |
| Bechtle direkt S.r.l. | Italien | Bozen |
| Comsoft direct s.r.l | Italien | Bozen |
| Bechtle direct B.V. | Niederlande | Eindhoven |
| Bechtle Holding B.V. | Niederlande | Eindhoven |
| Buyitdirect.com N.V. | Niederlande | Hoofddorp |
| Bechtle Management B.V. | Niederlande | Maastricht |
| ARP Nederland B.V. | Niederlande | Maastricht |
| ARP Supplies B.V. | Niederlande | Maastricht |
| Comsoft direct B.V. | Niederlande | Maastricht |
| Bechtle direkt GmbH | Österreich | Linz |
| HTH Consulting GmbH | Österreich | St. Pölten |
| Bechtle GmbH | Österreich | Wien |
| Comsoft direct GmbH | Österreich | Wiener Neudorf |
| ARP Datacon GmbH | Österreich | Wiener Neudorf |
| Bechtle direct Polska Sp.z.oo. | Polen | Wroclaw (Breslau) |
| Bechtle direct Portugal Unipessoal Lda | Portugal | Aveiro |
| Coma Services AG | Schweiz | Bremgarten |
| Gate Informatic AG | Schweiz | Ecublens |
| Bechtle direct AG | Schweiz | Gland |
| Bechtle Printing Solutions AG | Schweiz | Regensdorf |
| Bechtle Regensdorf AG | Schweiz | Regensdorf |
| Bechtle Marketing AG | Schweiz | Regensdorf |
| Bechtle Schweiz AG | Schweiz | Rotkreuz |
| ARP Management AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Holding Schweiz AG | Schweiz | Rotkreuz |
| ARP Datacon AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Comsoft direct AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle Management AG | Schweiz | Rotkreuz |
| Bechtle St. Gallen AG | Schweiz | St. Gallen |
| Comsoft direct S.L.U. | Spanien | Madrid |
| Bechtle S.L. | Spanien | Madrid |
| ARP Datacon Ltd. | Taiwan R.O.C. | Taipei Hsien |
| Bechtle direct s.r.o. | Tschechische Republik | Praha (Prag) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungskosten | |||||
|
|
Stand am 01.01.2010 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Sonstige Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/Umgliederung |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 106.395 | 5.105 | 0 | 4.335 | 0 | 0 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Marken | 2.889 | 0 | 0 | 532 | 0 | 0 |
| 2. Kundenstämme | 26.270 | 2.865 | 0 | 1.882 | 5.240 | 0 |
| 3. Erworbene Software | 13.811 | 45 | 1.518 | 745 | 587 | 0 |
| 4. Selbst erstellte Software | 2.026 | 0 | 68 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Kundenserviceverträge | 0 | 2.240 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Wettbewerbsverbote | 0 | 895 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
44.996 | 6.045 | 1.586 | 3.159 | 5.827 | 0 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 11.950 | 0 | 63 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.366 | 462 | 10.107 | 1.698 | 6.099 | 0 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 0 | 66 | 0 | 0 | 0 |
|
|
61.316 | 462 | 10.236 | 1.698 | 6.099 | 0 |
|
|
212.707 | 11.612 | 11.822 | 9.192 | 11.926 | 0 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
|
Stand am 31.12.2010 | Stand am 01.01.2010 | Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/Umgliederung |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 115.835 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Marken | 3.421 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Kundenstämme | 25.777 | 17.217 | 3.705 | 1.334 | 5.240 | 0 |
| 3. Erworbene Software | 15.532 | 10.964 | 1.985 | 639 | 556 | 0 |
| 4. Selbst erstellte Software | 2.094 | 1.883 | 70 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Kundenserviceverträge | 2.240 | 0 | 70 | 0 | 0 | 0 |
| 6. Wettbewerbsverbote | 895 | 0 | 190 | 0 | 0 | 0 |
|
|
49.959 | 30.064 | 6.020 | 1.973 | 5.796 | 0 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 12.013 | 900 | 311 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 55.534 | 32.676 | 9.068 | 1.397 | 5.901 | 0 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 66 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
67.613 | 33.576 | 9.379 | 1.397 | 5.901 | 0 |
|
|
233.407 | 63.640 | 15.399 | 3.370 | 11.697 | 0 |
|
|
|
|
in Tsd.€ |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |
|
|
Stand am 31.12.2010 | Stand am 31.12.2010 | Stand am 31.12.2009 |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 115.835 | 106.395 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
| 1. Marken | 0 | 3.421 | 2.889 |
| 2. Kundenstämme | 17.016 | 8.761 | 9.053 |
| 3. Erworbene Software | 13.032 | 2.500 | 2.847 |
| 4. Selbst erstellte Software | 1.953 | 141 | 143 |
| 5. Kundenserviceverträge | 70 | 2.170 | 0 |
| 6. Wettbewerbsverbote | 190 | 705 | 0 |
|
|
32.261 | 17.698 | 14.932 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 1.211 | 10.802 | 11.050 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 37.240 | 18.294 | 16.690 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 66 | 0 |
|
|
38.451 | 29.162 | 27.740 |
|
|
70.712 | 162.695 | 149.067 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungskosten | |||||
|
|
Stand am 01.01.2009 | Veränderung des Konsolidierungskreises | Sonstige Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/Umgliederung |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 105.823 | 0 | 500 | 72 | 0 | 0 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Marken | 3.479 | 0 | 0 | 10 | 600 | 0 |
| 2. Kundenstämme | 27.336 | 0 | 0 | 37 | 1.103 | 0 |
| 3. Erworbene Software | 12.824 | 0 | 1.224 | 10 | 247 | 0 |
| 4. Selbst erstellte Software | 1.916 | 0 | 110 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Kundenserviceverträge | 1.220 | 0 | 0 | 0 | 1.220 | 0 |
|
|
46.775 | 0 | 1.334 | 57 | 3.170 | 0 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 6.478 | 0 | 3.951 | 0 | 0 | 1.521 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 43.975 | 0 | 8.760 | 16 | 3.417 | 32 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 1.553 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.553 |
|
|
52.006 | 0 | 12.711 | 16 | 3.417 | 0 |
|
|
204.604 | 0 | 14.545 | 145 | 6.587 | 0 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Anschaffungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
|
Stand am 31.12.2009 | Stand am 01.01.2009 | Zugänge | Währungsdifferenzen | Abgänge | Umbuchungen/Umgliederung |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 106.395 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Marken | 2.889 | 600 | 0 | 0 | 600 | 0 |
| 2. Kundenstämme | 26.270 | 14.379 | 3.893 | 48 | 1.103 | 0 |
| 3. Erworbene Software | 13.811 | 9.454 | 1.721 | 17 | 228 | 0 |
| 4. Selbst erstellte Software | 2.026 | 1.849 | 34 | 0 | 0 | 0 |
| 5. Kundenserviceverträge | 0 | 934 | 284 | 2 | 1.220 | 0 |
|
|
44.996 | 27.216 | 5.932 | 67 | 3.151 | 0 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 11.950 | 692 | 208 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.366 | 27.556 | 8.124 | 63 | 3.067 | 0 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
|
|
61.316 | 28.248 | 8.332 | 63 | 3.067 | 0 |
|
|
212.707 | 55.464 | 14.264 | 130 | 6.218 | 0 |
|
|
|
|
in Tsd. € |
|
|
Kumulierte Abschreibungen | Buchwert | |
|
|
Stand am 31.12.2009 | Stand am 31.12.2009 | Stand am 31.12.2008 |
| I. Geschäfts- und Firmenwerte | 0 | 106.395 | 105.823 |
| II. Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
| 1. Marken | 0 | 2.889 | 2.879 |
| 2. Kundenstämme | 17.217 | 9.053 | 12.957 |
| 3. Erworbene Software | 10.964 | 2.847 | 3.370 |
| 4. Selbst erstellte Software | 1.883 | 143 | 67 |
| 5. Kundenserviceverträge | 0 | 0 | 286 |
|
|
30.064 | 14.932 | 19.559 |
| III. Sachanlagevermögen |
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten | 900 | 11.050 | 5.786 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 32.676 | 16.690 | 16.419 |
| 3. Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0 | 0 | 1.553 |
|
|
33.576 | 27.740 | 23.758 |
|
|
63.640 | 149.067 | 149.140 |
| Name | Zugehörigkeit seit | Ausgeübter Beruf | Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG |
| Kurt Dobitsch | 20. Mai 1999 | Unternehmer | Aufsichtsratsvorsitzender • United Internet AG, Montabaur • Nemetschek AG, München Mitglied des Aufsichtsrats • 1&1 Internet AG, Karlsruhe • DOCUWARE AG, Germering • Graphisoft S.E., Budapest, Ungarn Mitglied des Verwaltungsrats • Hybris AG, Zürich, Schweiz |
| Dr. Walter Jaeger | 17. Juni 2008 | Kaufmann | Aufsichtsratsvorsitzender • Wirthwein AG, Creglingen • Würth Finance International B.V., Amsterdam, Niederlande (bis 15.04.2010) Mitglied des Aufsichtsrats: • Kaufland Stiftung & Co. KG, Neckarsulm • Lidl Stiftung & Co. KG, Neckarsulm Beiratsvorsitzender • Hohenloher Spezialmöbelwerk Schaffitzel GmbH & Co. KG, Öhringen • Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim unter Teck • Vollert Anlagenbau GmbH & Co. KG, Weinsberg • Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG, Nordheim • GEMÜ Gebr. Müller GmbH & Co. KG, Ingelfingen |
| Gerhard Schick Aufsichtsratsvorsitzender |
22. März 2004 | Kaufmann |
|
| Karin Schick | 9. August 2004 | Kfm. Angestellte |
|
| Klaus Winkler | 20. Mai 1999 | Geschäftsführer | Mitglied des Aufsichtsrats • IMS Gear GmbH, Donaueschingen • Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen Mitglied des Beirats • Dieffenbacher GmbH & Co. KG, Eppingen • Kapp GmbH & Co. KG, Coburg |
| Dr. Jochen Wolf 2. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
2. Oktober 2003 | Geschäftsführer | Aufsichtsratsvorsitzender • Joma-Polytec GmbH, Bodelshausen • Storsack Holding GmbH, Viernheim (bis 15.02.2010) Mitglied des Aufsichtsrats • Bardusch GmbH + Co. KG, Ettlingen • Behr GmbH & Co. KG, Stuttgart (bis 30.09.2010) • IMS Gear GmbH, Donaueschingen • LTS Lohmann Therapie-Systeme AG, Andernach • R-Biopharm AG, Darmstadt Mitglied des Verwaltungsrats • E.G.O. Blanc & Fischer-Firmengruppe, Oberderdingen Mitglied des Beirats • C. Hafner GmbH & Co. KG, Pforzheim |
| Name | Zugehörigkeit seit | Ausgeübter Beruf | Mitgliedschaften in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien im Sinne § 125 Abs. 1 Satz 3 AktG |
| Udo Bettenhausen | 18. Januar 2007 | Vertriebsbeauftragter |
|
| Uli Drautz Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
15. Oktober 2003 | Ltd. kfm. Angestellter | Mitglied des Aufsichtsrats • Bechtle E-Commerce Holding AG, Neckarsulm • Bechtle Systemhaus Holding AG, Neckarsulm • Bechtle Managed Services AG, Neckarsulm • PP 2000 Business Integration AG, Stuttgart |
| Daniela Eberle | 15. Oktober 2003 | Kfm. Angestellte |
|
| Jürgen Ergenzinger | 17. Juni 2008 | Gewerkschaftssekretär IG Metall, Verwaltungsstelle Heilbronn-Neckarsulm | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender • Läpple AG, Heilbronn (vom 15.02.2010 bis 21.05.2010) |
| Sonja Glaser-Reuss | 17. Juni 2008 | Kfm. Angestellte |
|
| Barbara Greyer | 15. Oktober 2003 | Gewerkschaftssekretärin ver.di, Landesbezirk Baden-Württemberg |
|
| Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Vermittlungsausschuss (gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG) |
| Dr. Jochen Wolf (Vorsitz) Uli Drautz Daniela Eberle Gerhard Schick Klaus Winkler |
Gerhard Schick (Vorsitz) Uli Drautz Dr. Jochen Wolf |
Gerhard Schick (Vorsitz) Udo Bettenhausen Uli Drautz Dr. Walter Jaeger |
Zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk
erteilt:
"Wir haben den von der Bechtle AG, Neckarsulm, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend
aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Bilanz,
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Anhang
- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember
2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den
IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB
anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht
steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar."
Heilbronn, 3. März 2011
Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Strähle | Hieronymus |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-,
Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Neckarsulm, 15. März 2011
Bechtle AG
Der Vorstand
| Dr. Thomas Olemotz | Michael Guschlbauer | Jürgen Schäfer |