![]() Bechtle AGNeckarsulmZwischenbericht zum 30. September 2015KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSTÄTIGKEITBECHTLE ist als IT-Komplettanbieter mit rund 65 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv
und zählt mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern
für Informationstechnologie in Europa. Mit dieser Kombination setzt BECHTLE auf ein
einzigartiges Geschäftsmodell, das IT-Dienstleistungen mit dem klassischen IT-Handelsgeschäft
verbindet. Das 1983 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bietet seinen
mehr als 75.000 Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Sektor sowie Finanzmarkt
ein lückenloses herstellerunabhängiges Angebot rund um die gesamte it aus einer Hand. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reicht das Leistungsspektrum vom Vertrieb
von Hard- und Software über Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung,
Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud Services oder
zum Komplettbetrieb der Kunden-IT. Im zweiten Geschäftssegment, dem IT-E-Commerce,
haben wir unser Handelsgeschäft gebündelt. Hier bieten wir mit den Marken BECHTLE
DIRECT sowie ARP unseren Kunden über Internet und Telesales Hardware sowie Standardsoftware
an. Außerdem ist in diesem Segment die Marke COMSOFT DIRECT aktiv, unser Spezialist
für Softwaremanagement und Softwarelizenzierung. UMFELD
GesamtwirtschaftDie wirtschaftliche Lage in der EU war ungeachtet diverser Krisenszenarien ungebrochen
gut. Die Europäische Kommission sieht das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal
2015 EU-weit bei einem Plus von 0,4 Prozent und damit auf dem Niveau der Vorquartale.
Auch die EU-Länder mit BECHTLE Präsenz verzeichneten durchweg positive Wachstumsraten,
allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Die Spanne reicht von einem BIP-Wachstum
von 0,1 Prozent in der Tschechischen Republik bis zu 0,9 Prozent in Polen und Ungarn. Auch in Deutschland war die wirtschaftliche Entwicklung im dritten Quartal 2015 auf
annähernd konstantem Niveau, erreichte allerdings nicht ganz die Dynamik der EU. Das
BIP soll im dritten Quartal 2015 um 0,3 Prozent zugelegt haben, nach 0,4 beziehungsweise
0,3 Prozent in den beiden Vorquartalen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Verlauf des dritten Quartals
kontinuierlich verbessert. Ausgehend von 107,5 Punkten im Juni stieg der ifo-Index
bis September auf 108,5 Zähler. Während im September die Beurteilung der aktuellen
Lage rückläufig war, konnten die Erwartungen deutlich zulegen. Im Oktober ging der
Index nur leicht auf 108,2 Punkte zurück, wobei die Entwicklung der Teilsegmente unverändert
zum September war. BrancheAus dem IT-Markt kamen auch im dritten Quartal 2015 unterschiedliche Signale. So legte
der GULP-IT-Projektmarktindex, der Projekte für freiberufliche IT-Fachkräfte in Deutschland
registriert, im Berichtszeitraum um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal zu.
Gegenläufig hat sich der PC-Markt entwickelt. In Westeuropa sanken die Verkaufsstückzahlen
nach Angaben des Marktforschungsinstituts IDC um 18,4 Prozent. Bei Unternehmenskunden
war der Rückgang geringer und lag bei 12,7 Prozent. Der Markt litt unter den hohen
Vergleichszahlen des Vorjahres und zum Teil höheren Produktpreisen, die auf die Schwäche
des Euro zurückzuführen sind. In Osteuropa gingen PC-Verkäufe um 31,3 Prozent zurück.
In den BECHTLE Märkten Polen, Tschechische Republik und Ungarn war der Rückgang jedoch
nur einstellig. Die Produktpreise haben auch im dritten Quartal zugelegt. In den meisten Produktgruppen
lag die Erhöhung im niedrigen einstelligen Bereich. Bei Notebooks, Servern und Thin
Clients war der Preisanstieg deutlicher ausgeprägt. Die Stimmungslage im deutschen IT-Markt war im dritten Quartal schwankend. Ausgehend
von 37,8 Zählern im Juni stieg der ifo-Index für IT-Dienstleister im Juli und August
zunächst auf 42,4 beziehungsweise 45,8 Punkte, sank im September dann aber wieder
auf 40,8 Zähler. Diese Entwicklung betraf sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage
als auch die Geschäftsaussichten. Im Oktober ging die Stimmung weiter zurück und lag
bei 31,7 Punkten, dem niedrigsten Wert im laufenden Jahr. GesamteinschätzungDas wirtschaftliche Umfeld war auch im dritten Quartal 2015 positiv. Die Wachstumsdynamik
sowohl in der EU als auch in Deutschland hält sich konstant auf respektablem Niveau.
Der Einfluss der diversen Krisenherde scheint zumindest derzeit noch gering zu sein.
Auch auf dem IT-Markt überwiegen die positiven Signale. Einzig die PC-Verkäufe sind
aufgrund des hervorragenden Vorjahres nach wie vor stark unter Druck. Die BECHTLE AG hat die Impulse aus dem skizzierten Marktumfeld gut genutzt. Die weitgehend
organische Wachstumsdynamik liegt bei über 10 Prozent und damit deutlich über dem
Gesamtmarkt. Derzeit ist ein Abflauen der ausgeprägten Investitionsneigung auf Kundenseite
nicht ersichtlich. Die BECHTLE AG veröffentlicht keine Prognosen für einzelne Quartale, insofern erübrigt
sich ein Vergleich von Ist- mit Planzahlen. Gleichwohl können wir sagen, dass die
Zahlen der ersten neun Monate vollauf im Einklang mit unserer Prognose für das Gesamtjahr
stehen, sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern
und die Marge leicht zu verbessern. ERTRAGSLAGE
AuftragsentwicklungBECHTLE geht beim Verkauf von IT-Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen
sowohl kurzfristige als auch über einen längeren Zeitraum laufende Vertragsverhältnisse
ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte
mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet. Im Segment IT-Systemhaus
& Managed Services haben Projektgeschäfte Laufzeiten von einigen Wochen bis zu einem
Jahr. Vor allem in den Bereichen Managed Services und Cloud Computing schließt BECHTLE
mit den Kunden Rahmen- und Betriebsführungsverträge ab, deren Laufzeiten meist mehrere
Jahre betragen. In den ersten neun Monaten 2015 lag der Auftragseingang bei rund 1.970 MIO. € und
damit 7,7 Prozent über Vorjahr (1.828 MIO. €). Der Zuwachs auf 1.314 MIO. € (Vorjahr:
1.218 MIO. €) im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betrug 7,9 Prozent. Im Segment
IT-E-Commerce lag der Auftragseingang mit circa 655 MIO. € (Vorjahr: 610 MIO. €) um
7,5 Prozent über Vorjahr. Der Auftragsbestand lag zum 30. September bei 320 MIO. € und damit um 19,0 Prozent
über dem Vorjahr (269 MIO. €). Davon entfallen 269 MIO. € (Vorjahr: 231 MIO. €) auf
das Segment IT-Systemhaus & Managed Services sowie 51 MIO. € (Vorjahr: 38 MIO. €)
auf das Segment IT-E-Commerce. UmsatzentwicklungDie Wachstumsdynamik lag bei der BECHTLE AG auch im dritten Quartal 2015 auf einem
hohen Niveau und erreichte wie im Vorquartal zweistellige Werte. Der Umsatz des BECHTLE
Konzerns stieg im dritten Quartal um 11,0 Prozent von 618,3 MIO. € auf 686,2 MIO.
€. Beide Segmente haben mit etwa gleichem Anteil zu dieser Erhöhung beigetragen. Den
Großteil des Wachstums leistete BECHTLE organisch, die Rate liegt bei 9,7 Prozent.
Im Neunmonatezeitraum lag der Umsatz bei 1.994,7 MIO. €, 10,3 Prozent über Vorjahr. Aufgrund der hervorragenden Entwicklung der deutschen Systemhäuser konnte im Inland
der Umsatz überproportional um 11,9 Prozent von 439,1 MIO. € auf 491,1 MIO. € gesteigert
werden. Im Ausland legten die Umsätze um 8,8 Prozent von 179,2 MIO. € auf 195,0 MIO.
€ zu. Motor hier waren unsere ausländischen Handelsgesellschaften, deren Umsätze um
14,2 Prozent nach oben kletterten. Das Segment IT-Systemhaus & Managed Services steigerte den Umsatz um 11,2 Prozent
auf 467,6 MIO. € (Vorjahr: 420,6 MIO. €). Getragen wurde das Wachstum von der Entwicklung
im Inland, wo der Umsatz um sehr gute 13,4 Prozent von 376,3 MIO. € auf 426,7 MIO.
€ stieg. Die Entwicklung im Ausland war vor allem geprägt von den schwierigen Rahmenbedingungen
in der Schweiz. Der Umsatz lag mit 40,9 MIO. € um 7,6 Prozent unter Vorjahr (44,2
MIO. €). Im Segment IT-E-Commerce verbesserte sich der Umsatz im Berichtszeitraum um 10,6 Prozent
von 197,7 MIO. € auf 218,6 MIO. €. Wachstumsmotor waren in diesem Segment die ausländischen
Gesellschaften. Sie steigerten ihre Umsätze um herausragende 14,2 Prozent auf 154,2
MIO. € (Vorjahr: 135,0 MIO. €). Die Dynamik wird dabei weitgehend von allen Ländermärkten
der BECHTLE Gruppe getragen. Im Inland lag der Anstieg bei 2,7 Prozent, von 62,8 MIO.
€ auf 64,5 MIO. €. Hier haben sich unter anderem die rückläufigen PC-Verkäufe bemerkbar
gemacht. UMSATZ - KONZERN UND SEGMENTE
scroll
Der Umsatz je Mitarbeiter im Konzern stieg im dritten Quartal 2015 mit durchschnittlich
6.475 Voll- und Teilzeitkräften leicht auf 106 TSD. €. Im Vorjahresquartal waren es
105 TSD. €. Im Bereich IT-Systemhaus & Managed Services lag der Umsatz je Mitarbeiter
bei durchschnittlich 5.182 Voll- und Teilzeitkräften wie im Vorjahresquartal bei 90
TSD. €. Im Segment IT-E-Commerce kletterte der Umsatz pro Mitarbeiter von 161 TSD.
€ auf 169 TSD. €, bei durchschnittlich 1.293 Voll- und Teilzeitkräften. ErgebnisentwicklungDie Umsatzkosten erhöhten sich im Berichtsquartal mit 11,3 Prozent leicht überproportional
zum Umsatz. Während sich der Anstieg beim Materialaufwand auf dem Niveau des Umsatzes
bewegte, legten die Personalkosten innerhalb der Umsatzkosten überdurchschnittlich
zu. Die Bruttomarge ging leicht von 15,4 Prozent auf 15,2 Prozent zurück. Das Bruttoergebnis
lag mit 104,3 MIO. € um 9,4 Prozent über dem Vorjahr (95,3 MIO. €). Im Neunmonatezeitraum
ging die Bruttomarge marginal von 15,1 Prozent auf 15,0 Prozent zurück. Unsere Funktionskosten haben sich im dritten Quartal mit unterschiedlicher Dynamik
entwickelt. Die Vertriebskosten stiegen unterproportional um 8,8 Prozent von 39,7
MIO. € auf 43,2 MIO. €. Die entsprechende Quote sank von 6,4 Prozent auf 6,3 Prozent.
Die Verwaltungskosten hingegen sind überproportional um 11,8 Prozent angewachsen.
Sie stiegen von 29,7 MIO. € auf 33,2 MIO. €. Hintergrund ist wie bereits in den Vorquartalen
neben Neueinstellungen die interne Aufwandsverrechnung zulasten der Verwaltungskosten.
Die Verwaltungskostenquote blieb dennoch konstant bei 4,8 Prozent. Die sonstigen betrieblichen
Erträge lagen mit 5,4 MIO. € vor allem aufgrund des Veräußerungsgewinns der Gate Informatic
in der Schweiz um 28,0 Prozent über dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich
um 12,0 Prozent von 35,8 MIO. € auf 40,1 MIO. €. Unsere EBITDA-Marge erreicht damit
wie im Vorjahr einen Wert von 5,8 Prozent. Auch im Neunmonatezeitraum liegt die Marge
mit 5,1 Prozent auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen stiegen überproportional und lagen mit 6,9 MIO. € 19,7 Prozent
über Vorjahr (5,7 MIO. €). Den größten Anteil hieran haben nach wie vor die Abschreibungen
auf Sachanlagen, die von 4,7 MIO. € auf 5,3 MIO. € gestiegen sind. Hintergrund für
den Anstieg sind neben akquisitionsbedingten Abschreibungen vor allem wie im Vorquartal
Investitionen in die Optimierung der eigenen IT-Infrastruktur. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 10,5 Prozent auf 33,2
MIO. € zulegen (Vorjahr: 30,0 MIO. €). Die Marge liegt mit 4,8 Prozent nur knapp unter
Vorjahresniveau. Im Zeitraum Januar bis September war die Marge konstant bei 4,1 Prozent. Das Finanzergebnis hat sich im Vorjahresvergleich verbessert, sodass der Konzern in
den Monaten Juli bis September ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 33,1 MIO. € erzielte,
11,0 Prozent über Vorjahr (29,9 MIO. €). Die EBT-Marge liegt wie im Vorjahr bei 4,8
Prozent. Die EBT-Marge im Neunmonatezeitraum beträgt unverändert 4,1 Prozent. Der Steueraufwand stieg im Berichtsquartal unterproportional von 8,7 MIO. € auf 9,5
MIO. €. Hintergrund ist der Einmaleffekt des steuerfreien Veräußerungsgewinns der
Gate Informatic. Die Steuerquote ging von 29,2 Prozent im Vorjahr auf nun 28,7 Prozent
zurück. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 11,7 Prozent von 21,1 MIO. € auf 23,6 MIO.
€. Die Nettoumsatzrendite liegt wie im Vorjahresquartal bei 3,4 Prozent. Auf Basis
von 21,0 Millionen Aktien stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) auf 1,13 € (Vorjahr: 1,00
€). Im Neunmonatezeitraum lag das EPS bei 2,77 €, ein Plus von 10,9 Prozent gegenüber
Vorjahr (2,49 €). In der Segmentbetrachtung stellt sich die Ergebnissituation wie folgt dar: Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services stieg im dritten Quartal 2015
um 3,9 Prozent auf 20,3 MIO. € (Vorjahr: 19,6 MIO. €). Die EBIT-Marge beträgt 4,3
Prozent, nach 4,6 Prozent im Vorjahr. Grund für den Margenrückgang sind die bereits
im zweiten Quartal aufgetretenen ergebnisbelastenden Anlaufkosten für ein größeres
Projekt. Das Segment IT-E-Commerce erwirtschaftete im dritten Quartal ein EBIT von 12,9 MIO.
€, ein Plus von 22,8 Prozent gegenüber Vorjahr (10,5 MIO. €). Die Marge stieg von
5,3 Prozent auf 5,9 Prozent. Hier machten sich die Produktivität der zu Jahresbeginn
eingestellten Mitarbeiter, ein vorteilhafter Produktmix und die leicht gestiegenen
Herstellerboni bemerkbar. EBIT - KONZERN UND SEGMENTE
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VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme des BECHTLE Konzerns lag zum 30. September 2015 bei 1.027,8 MIO. €
und damit knapp über dem Wert vom 31. Dezember 2014 (1.016,6 MIO. €). Entwicklung der AktivaDie langfristigen Vermögenswerte stiegen von 321,9 MIO. € auf 338,7 MIO. €. Die Geschäfts-
und Firmenwerte erhöhten sich unter anderem akquisitionsbedingt um 19,0 MIO. € auf
163,5 Mio. €. Die Übernahme der Modus Consult AG war einer der Gründe für das Plus
bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten um 8,3 MIO. € auf 28,3 MIO. €. Die
Geld- und Wertpapieranlagen sind um 10,0 MIO. € auf 17,0 MIO. € zurückgegangen. Hier
sind die Laufzeiten zum Teil nun unter zwölf Monate, weshalb diese Anlagen zu den
kurzfristigen Vermögenswerten gerechnet wurden. Unsere Anlagenintensität hat sich
erhöht und beträgt aktuell 33,0 Prozent (31. Dezember 2014: 31,7 Prozent). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 5,6 MIO. € auf 689,1 MIO. €. Saisonal bedingt
erhöhten sich die Vorräte um 18,6 MIO. € auf 149,8 MIO. €. Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen reduzierten sich um 18,8 MIO. € auf 369,0 MIO. €. Die durchschnittliche
Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO) erhöhte sich in den ersten neun Monaten
2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 38,7 Tagen auf 41,1 Tage. Grund ist der höhere
Bestand an langfristigen Forderungen im Zusammenhang mit Managed-Services-Verträgen.
Die sonstigen Vermögenswerte sind aufgrund höherer Rechnungsabgrenzungsposten um 7,2
MIO. € auf 52,7 MIO. € gestiegen. Die liquiden Mittel gingen vor allem aufgrund der
Dividendenzahlung von 106,7 MIO. € auf 96,4 MIO. € zurück. Die Gesamtliquidität -
der Wert der liquiden Mittel einschließlich der kurz- sowie langfristigen Geld- und
Wertpapieranlagen - lag zum Bilanzstichtag bei 133,7 MIO. €. Zusätzlich zur Gesamtliquidität
verfügt BECHTLE über eine Liquiditätsreserve in Höhe von 36,5 MIO. € in Form nicht
beanspruchter Bar- und Avalkreditlinien. Das Working Capital ist zum 30. September 2015 vor allem aufgrund der niedrigeren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der höheren Vorräte von 291,3
MIO. € auf 319,6 MIO. € gestiegen. In Relation zur Bilanzsumme lag das Working Capital
zum Bilanzstichtag bei 31,1 Prozent, nach 28,7 Prozent zum 31. Dezember 2014. In Relation
zum Umsatz stieg das Working Capital von 15,5 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 16,0
Prozent zum 30. September 2015 an. Entwicklung der PassivaDie langfristigen Schulden lagen zum 30. September 2015 mit 115,7 MIO. € um 19,9 MIO.
€ über dem Niveau vom 31. Dezember 2014. Die Finanzverbindlichkeiten stiegen wegen
einer Neuaufnahme zur Akquisitionsfinanzierung um 10,8 MIO. € auf 58,4 MIO. €. Die
sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich akquisitionsbedingt um 4,6 MIO. € auf 7,2
MIO. €. Hintergrund sind an die künftige Entwicklung akquirierter Unternehmen gekoppelte
bedingte Kaufpreiszahlungen. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 44,7 MIO. € auf 322,0 MIO. €. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen gingen saisonbedingt um 14,4 MIO. € auf 164,2 MIO.
€ zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken stichtagsbedingt um 19,1 MIO. € auf
76,6 MIO. €. Hauptgrund hierfür waren niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber Personal
sowie gesunkene Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Die Abgrenzungsposten lagen mit 56,2
MIO. € um 10,8 MIO. € unter dem Wert vom 31. Dezember 2014. Das Eigenkapital stieg aufgrund des höheren Ergebnisses von 554,0 MIO. € auf 590,0
MIO. € zum 30. September 2015. Unsere Eigenkapitalquote erhöhte sich von 54,5 Prozent
zum 31. Dezember 2014 auf jetzt 57,4 Prozent. Die annualisierte Rendite auf das Eigenkapital ist leicht von 14,5 Prozent zum 30.
September 2014 auf nun 14,6 Prozent gestiegen. Durch den hohen Anstieg des Eigenkapitals verbesserte sich der Anlagendeckungsgrad
zum 30. September 2015 im Vergleich zum 31. Dezember 2014 von 172,1 Prozent auf 174,2
Prozent. Die Liquidität von BECHTLE ist höher als die Summe der Finanzverbindlichkeiten,
daher weist die Nettoverschuldung des Konzerns mit 66,1 MIO. € einen negativen Wert
aus. Das heißt, BECHTLE ist schuldenfrei. Die Abhängigkeit gegenüber externen Kreditgebern
konnten wir reduzieren. Zum 30. September 2015 liegt der Verschuldungsgrad mit 74,2
Prozent unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2014 mit 83,5 Prozent. BILANZKENNZAHLEN DES BECHTLE KONZERNSscroll
Entwicklung des CashflowsDie von Januar bis September 2015 aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteten
Nettozahlungsmittel liegen bei 27,3 MIO. €, nach 11,6 MIO. € im Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund für den starken Anstieg sind neben dem höheren Ergebnis Veränderungen im
Nettovermögen, die zu einem insgesamt geringeren Mittelabfluss geführt haben als im
Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss für den Aufbau der Vorräte lag mit minus 18,0
MIO. € deutlich unter Vorjahr (minus 37,1 MIO. €) und der Mittelabfluss aus der Reduzierung
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beträgt minus 16,0 MIO. €, nach
minus 34,7 MIO. € im Vorjahr. Die für Investitionen eingesetzten Nettozahlungsmittel sind in den ersten neun Monaten
2015 im Vergleich zum Vorjahr von 17,8 MIO. € auf 20,8 MIO. € gestiegen. Hier wirkt
sich vor allem der Kauf der Modus Consult mit einer Erhöhung der Auszahlungen für
Akquisitionen aus. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei 18,5 MIO. €, nach 30,7 MIO. € im
Vorjahr. Ursächlich für die Veränderung ist vor allem der höhere Mittelzufluss aus
der Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Der Free Cashflow hat sich von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum
aufgrund des höheren operativen Cashflows verbessert, ist aber immer noch negativ.
Er beträgt minus 6,1 MIO. € (Vorjahr: minus 8,3 MIO. €). Geprägt ist der Free Cashflow
vor allem von den Auszahlungen für Akquisitionen sowie den Auszahlungen für Investitionen. MITARBEITER
Der BECHTLE Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. September 2015 insgesamt 7.154 Mitarbeiter,
davon 493 Auszubildende. Im Vergleich zum 30. September 2014 hat sich die Zahl der
Beschäftigten damit um 620 Personen erhöht, das bedeutet ein Plus von 9,5 Prozent.
Gegenüber dem 31. Dezember 2014 hat sich die Mitarbeiterzahl um 582 Kollegen erhöht.
Der Anstieg von 8,9 Prozent ist sowohl auf Akquisitionen als auch auf Neueinstellungen
zurückzuführen. Der Großteil des Mitarbeiterwachstums fand im Systemhaussegment statt. Dort stieg
die Mitarbeiterzahl gegenüber dem 31. Dezember 2014 um 549 Beschäftigte, ein Plus
von 10,6 Prozent. Der Aufbau fand ausschließlich im Inland statt. Hier lag das Plus
bei 12,7 Prozent, getragen unter anderem auch von der Akquisition der Modus Consult.
In den ausländischen Systemhäusern war die Beschäftigtenzahl rückläufig. Das Segment IT-E-Commerce verzeichnete gegenüber dem 31. Dezember 2014 einen leichten
Anstieg der Belegschaft um 33 Personen. Das ist ein Plus von 2,3 Prozent. Mit insgesamt 5.569 Personen arbeiteten zum 30. September 2015 über drei Viertel der
Belegschaft im Inland. Von Juli bis September 2015 belief sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
im Konzern auf 7.011. Das sind 575 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum, ein
Zuwachs um 8,9 Prozent. Der Personal- und Sozialaufwand lag im Zeitraum Juli bis September 2015 mit 102,8
MIO. € um 12,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (91,6 MIO. €). Die Aufwandsquote
stieg infolge von 14,8 Prozent auf 15,0 Prozent. Der Personal- und Sozialaufwand je
Mitarbeiter erhöhte sich im dritten Quartal 2015 bei durchschnittlich 6.475 (Vorjahr:
5.913) Voll- und Teilzeitarbeitskräften von 15,5 TSD. € auf 15,9 TSD. €. Im dritten Quartal 2015 konnte BECHTLE ein besonderes Jubiläum feiern. Vor 30 Jahren
- bereits zwei Jahre nach Unternehmensgründung - begann die erste Auszubildende ihre
Karriere bei BECHTLE. Heute ist Ausbildung mit 14 unterschiedlichen Ausbildungsberufen
beziehungsweise dualen Studiengängen ein unverzichtbarer Bestandteil der Zukunftssicherung
des Unternehmens. Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich konzernweit 493 junge
Menschen in Ausbildung (Vorjahr: 476), davon 57 Nachwuchskräfte im Ausland. 140 junge
Frauen und Männer begannen am 1. September 2015 eine Ausbildung beziehungsweise ein
duales Studium bei der BECHTLE AG (Vorjahr: 130). Die Ausbildungsquote in Deutschland
lag zum Stichtag 30. September 2015 bei 8,0 Prozent (Vorjahr: 8,6 Prozent). Im Berichtszeitraum hat die BECHTLE AG die Karriereseiten auf BECHTLE.com neu gestaltet.
Hier haben nun alle Bewerber die Möglichkeit, über ein neu installiertes E-Recruiting-Tool
ihre Bewerbungen konzernweit zu platzieren und damit alle Vorteile des Karriereportals
zu nutzen. Es ist zum Beispiel möglich, den Stand der Bewerbung sowie den dazugehörigen
Schriftverkehr jederzeit einzusehen. Für die Personalverantwortlichen bietet das System
eine elektronische Unterstützung über den gesamten Rekrutierungsprozess: von der Personalanforderung
über die Anzeigenveröffentlichung bis zum Bewerbermanagement. Zum wiederholten Mal nahm die BECHTLE AG nach Ende des Berichtszeitraums am 15. Oktober
an der "Nacht der Ausbildung" teil. Über 300 Interessierte nutzten die Gelegenheit,
sich in der Neckarsulmer Konzernzentrale von unseren derzeitigen Auszubildenden und
Studenten über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen informieren
zu lassen und erste Kontakte zu knüpfen. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt BECHTLE keine Forschungsaktivitäten.
Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen finden vornehmlich zu
eigenen Zwecken und nur in sehr eingeschränktem Umfang statt. Im Geschäftsbereich
Software und Anwendungslösungen ist es jedoch Teil des Angebots, zum Beispiel bei
SharePoint-Projekten Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu
implementieren. Der Umfang der Entwicklungsleistungen war im Berichtszeitraum in Relation
zum Umsatz der gesamten Gruppe unwesentlich. CHANCEN UND RISIKEN
Strategie und Unternehmensführung des BECHTLE Konzerns sind langfristig angelegt,
sodass die Chancen und Risiken für die kommenden Monate grundsätzlich identisch sind
mit den im Geschäftsbericht 2014 veröffentlichten Angaben. Im Verlauf des dritten
Quartals 2015 haben sich im Vergleich zu den im letzten Geschäftsbericht dargestellten
Sachverhalten keine weiteren wesentlichen Chancen oder Risiken ergeben. Insbesondere
sind derzeit keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand
des Unternehmens gefährden. Darüber hinaus ergaben sich Änderungen der Risikolage
beziehungsweise der Einschätzung von Chancen wie folgt. Grundsätzlich hat sich an den im Geschäftsbericht beschriebenen Konjunkturrisiken
nichts geändert. Zum Ende des dritten Quartals warf die Abgasaffäre ein Schlaglicht
auf den Volkswagen Konzern. Diese Affäre könnte sich zu einer Krise der gesamten deutschen
Automobilindustrie ausweiten und damit zu einer Eintrübung der gesamtwirtschaftlichen
Situation führen. Allerdings war in unmittelbarer Folge keine Belastung der deutschen
Wirtschaft erkennbar, weder durch einen befürchteten Nachfragerückgang ausländischer
Pkw-Käufer noch durch die angekündigten Sparmaßnahmen bei Volkswagen. Insgesamt ist
aus Sicht des BECHTLE Konzerns die Stimmung in der deutschen Wirtschaft nach wie vor
gefestigt, die Risikolage hat sich nicht wesentlich verändert. BECHTLE unterhält mit dem Volkswagen Konzern auch direkte Geschäftsbeziehungen. Aus
dem im Mai abgeschlossenen Managed-Services-Vertrag ergeben sich für BECHTLE aber
keine unmittelbaren Risiken. Allerdings reduzieren sich angesichts der von Volkswagen
angekündigten Sparmaßnahmen die Chancen, über die vertraglich vereinbarten Dienstleistungen
hinaus zusätzliches Geschäft zu generieren. Darüber hinaus haben sich im dritten Quartal 2015 keine neuen Sachverhalte ergeben,
die zu einer Änderung der Risikolage beziehungsweise der Einschätzung von Chancen
geführt haben. AKTIE
Im dritten Quartal waren die Kapitalmärkte von einer hohen Volatilität gekennzeichnet.
Zunächst sorgte die Lösung im Schuldenstreit Griechenlands mit seinen Gläubigern für
steigende Kurse an den Börsen. Im weiteren Verlauf traten jedoch die erwartete US-Zinswende
sowie vor allem Ängste vor einer Eintrübung der Wirtschaft in China in den Vordergrund.
Die Ungewissheit über die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft setzten die Börsen unter
Druck. Der DAX büßte im Verlauf des dritten Quartals 13,6 Prozent ein. Besser entwickelte
sich der TecDAX, der ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnen konnte. Weitgehend unbeeinflusst von den Marktgegebenheiten blieb die BECHTLE Aktie. Unser
Papier startete am 1. Juli mit einem Kurs von 69,73 € in das neue Quartal, dem niedrigsten
Wert im Berichtszeitraum. Ein kräftiger Kurssprung brachte der Aktie im Juli Werte
nahe der Marke von 80 €. Diese wurde am 10. August mit einem neuen Allzeithoch von
81,41 € erstmals überschritten. Ende August konnte sich unsere Aktie dem allgemeinen
Abwärtstrend nicht ganz entziehen. Der Kurs fiel am 24. August auf 71,88 €, erholte
sich jedoch im weiteren Verlauf schnell und mündete im September in eine stabile Seitwärtsbewegung.
Ein leichter Kursanstieg zum Quartalsende bescherte der BECHTLE Aktie am 30. September
einen Schlusskurs von 80,54 € und damit einen deutlichen Kursgewinn von 15,5 Prozent
im Berichtszeitraum. Durchschnittlich wurden im dritten Quartal 2015 börsentäglich 41.650 Aktien gehandelt.
Im Vorjahr waren es 32.074 Aktien. Der Tagesumsatz betrug im Schnitt 3.182.155 € und
hat damit im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 1 MIO. € zugenommen. Beim TecDAX-Ranking
der Deutschen Börse rangierte BECHTLE beim Börsenumsatz im September auf Platz 16
und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze. Bei der Marktkapitalisierung
wurde das Unternehmen auf Platz 12 geführt und machte damit gegenüber dem Vorjahr
einen Platz gut. HANDELSDATEN DER BECHTLE AKTIEscroll
Kursdaten Xetra 1
Stand: 30. September ERGEBNIS JE AKTIEscroll
scroll
Bereits zum elften Mal fanden im September und Oktober die traditionellen Aktionärstage
der BECHTLE AG statt. An zwei Terminen nutzten rund 100 Besucher am Hauptsitz in Neckarsulm
die Gelegenheit zum intensiven Dialog mit Unternehmensvertretern. Die fest etablierte
Veranstaltungsreihe ermöglicht es dem Unternehmen, engen Kontakt mit seinen zahlreichen
Privataktionären und Interessierten zu halten. Im August hat die Baader Bank die Coverage der BECHTLE Aktie mit einer Kaufempfehlung
und einem Kursziel von 85€ aufgenommen. Damit wird das Unternehmen derzeit von zehn
Bankhäusern bzw. Researchgesellschaften beobachtet und regelmäßig bewertet. PROGNOSE
GesamtwirtschaftDie wirtschaftliche Entwicklung in der EU wird laut den Prognosen der Europäischen
Kommission in den nächsten Monaten leicht an Fahrt aufnehmen. Das Wachstum wird im
vierten Quartal bei 0,5 Prozent liegen. Innerhalb der Länder mit BECHTLE Präsenz in
der EU liegen die Wachstumserwartungen für das vierte Quartal in einer Spanne von
0,1 Prozent in Österreich bis 1,1 Prozent in Ungarn. Für das Gesamtjahr 2015 wird
EU-weit ein BIP-Wachstum von 1,9 Prozent erwartet. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen
hierbei um 5,4 Prozent zulegen. Auch im kommenden Jahr soll die Dynamik beibehalten
werden. Für die einzelnen Quartale werden Wachstumsraten von 0,5 bis 0,6 Prozent vorhergesagt,
das Gesamtjahr 2016 läge damit bei einer Rate von 2,0 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen
sollen mit 5,1 Prozent ihr hohes Niveau halten. Die Schweizer Wirtschaft wird noch den Rest des Jahres unter dem starken Schweizer
Franken leiden. Das Schweizerische Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) sieht das
Wachstum 2015 bei 0,9 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen allerdings stärker
um 2,2 Prozent steigen. 2016 soll laut SECO die Gesamtwirtschaft wieder um 1,5 Prozent
zulegen, die Ausrüstungsinvestitionen allerdings im gleichen Zeitraum nur noch um
1,4 Prozent. Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland wird im Schlussquartal leicht zunehmen.
Das Wachstum wird bei 0,4 Prozent gesehen. Für das Gesamtjahr 2015 liegen die aktuellen
Prognosen für das BIP-Wachstum in Deutschland zwischen 1,7 und 2,0 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen
sollen laut Europäischer Kommission um 4,6 Prozent steigen. Für 2016 wird das gesamtwirtschaftliche
Wachstum zwischen 1,3 Prozent und 2,1 Prozent gesehen. Ausrüstungsinvestitionen sollen
laut Europäischer Kommission um 3,2 Prozent zulegen. BrancheDer IT-Markt in der EU soll 2015 nach einer Prognose des Marktforschungsinstituts
EITO vom Juli 2015 um 2,1 Prozent wachsen. Hardwareumsätze sollen dabei mit 1,9 Prozent
rückläufig sein. Mehr als ausgeglichen wird das durch einen Zuwachs von 2,5 Prozent
bei den Serviceumsätzen und vor allem ein Plus von 4,5 Prozent bei Software. In den
Ländern mit BECHTLE Präsenz geht die Schere bei den Hardwareumsätzen sehr weit auseinander.
Während Irland mit 5,4 Prozent und Ungarn sogar mit 7,1 Prozent Wachstum gesehen werden,
folgen alle anderen Länder dem EU-weiten Trend ins Minus. Die größten Rückgänge erleben
Großbritannien mit 3,8 Prozent und Spanien mit 4,4 Prozent. Softwareumsätze werden
in allen Ländern mit BECHTLE Präsenz im Plus gesehen. Die Spanne reicht hier von 0,4
Prozent in Italien bis zu 5,7 Prozent Wachstum in Deutschland und Großbritannien.
Für 2016 wird für den IT-Markt in der EU eine leichte Steigerung des Wachstums auf
dann 2,3 Prozent prognostiziert. Hardwareumsätze sollen aber weiterhin zurückgehen,
und zwar um 1,8 Prozent. Das Wachstum bei Software soll 4,7 Prozent betragen. In der Schweiz wird die Entwicklung des IT-Markts weitgehend parallel zu der in der
EU gesehen. Insgesamt soll der IT-Markt um 2,7 Prozent zulegen. Zwar werden auch in
der Schweiz die Hardwareumsätze mit 2,0 Prozent zurückgehen, dafür wachsen die Segmente
Services mit 2,7 Prozent und Software mit 5,5 Prozent. 2016 soll der IT-Markt um 3,0
Prozent zulegen, wobei die Beiträge der einzelnen Teilsegmente in etwa ihr Niveau
halten werden. Der deutsche IT-Markt wird 2015 um 2,9 Prozent wachsen. Auch hier sind Hardwareumsätze
rückläufig, allerdings nur um 1,1 Prozent. Ausgelöst wird dieser Rückgang ausschließlich
durch die Produktgruppen Desktop-PCs und mobile PCs. Hier macht sich das extrem starke
Vorjahresergebnis bemerkbar. Diese Zahlen sind jedoch beeinflusst vom Rückgang der
Nachfrage bei Privatkonsumenten. Im Businessumfeld sollen zwar auch Umsätze mit Desktop-PCs
rückläufig sein (minus 12,9 Prozent), allerdings wird bei Notebooks ein leichtes Wachstum
von 1,8 Prozent prognostiziert. Alle anderen Produktgruppen werden im Plus gesehen,
insbesondere Server sowie Storage- und Netzwerkkomponenten. Dienstleistungsumsätze
werden um 3,0 Prozent zulegen und Software als Wachstumstreiber um 5,7 Prozent. 2016
soll die Dynamik etwas zurückgehen und das Wachstum bei 2,5 Prozent liegen. Hardwareumsätze
werden mit minus 3,3 Prozent deutlich schlechter gesehen, während Software und Services
in etwa die Dynamik aus 2015 beibehalten werden. Entwicklung des Bechtle KonzernsIn den ersten neun Monaten 2015 ist die BECHTLE AG deutlich stärker als der Gesamtmarkt
gewachsen und konnte somit erfolgreich Marktanteile gewinnen. Gestützt durch ein unerwartet
starkes drittes Quartal liegen wir insgesamt bei Umsatz und Ergebnis am oberen Ende
des Zielkorridors unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2015. Wir bekräftigen daher unsere Prognose eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstiegs
im Geschäftsjahr 2015. Wir rechnen bei beiden Größen mit hohem einstelligem bis niedrigem
zweistelligem Wachstum. Unsere EBT-Marge wollen wir dabei leicht erhöhen. Akquisitionen sind und bleiben fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Wir
prüfen kontinuierlich Möglichkeiten von Firmenübernahmen. Hierbei kommen sowohl kleinere
als auch größere Unternehmen in Betracht. Allerdings sind die Preise für Übernahmen
derzeit auf sehr hohem Niveau, weshalb wir davon ausgehen, dass das Umsatzwachstum
2015 primär organisch sein wird. Dies ist nicht zuletzt der kaufmännischen Sorgfalt
geschuldet, die neben strategischen Aspekten unverändert eine wesentliche Grundlage
unserer wirtschaftlichen Analysen im Vorfeld möglicher Akquisitionen ist. Ob sich
die Rahmenbedingungen für Akquisitionen 2016 ändern werden, bleibt abzuwarten. Wir
werden aber auch weiterhin unsere Rolle als Branchenkonsolidierer aktiv wahrnehmen
- sei es zur Ergänzung unserer regionalen Aufstellung oder zur Abrundung unseres Kompetenzprofils. Unabhängig von Akquisitionen planen wir für 2015 und darüber hinaus weiter steigende
Beschäftigtenzahlen. Der kontinuierliche Mitarbeiteraufbau dient vor allem der Realisierung
des Wachstums und damit der mittel- bis langfristigen Weiterentwicklung von BECHTLE.
Wir gehen davon aus, dass die Dynamik beim Mitarbeiteraufbau gegenüber dem Umsatzwachstum
leicht unterdurchschnittlich sein wird. Im Segment IT-E-Commerce planen wir kurzfristig keine weiteren Neugründungen. Nach
den bislang abgeschlossenen erfolgreichen Vereinbarungen innerhalb unserer Global
it Alliance liegt unser Hauptaugenmerk auf dem weiteren Ausbau unseres internationalen
Netzwerks. BECHTLE verfügt durch die nachhaltige Ertragskraft und die stabile Liquiditätsbasis
über die notwendigen finanziellen Mittel, um das geplante Wachstum auch in Zukunft
umzusetzen. Wesentliche Änderungen unserer Unternehmensstruktur und -organisation
beziehungsweise unserer Unternehmensziele und -strategien sind nicht geplant. Neckarsulm, 10. November 2015 BECHTLE AG KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVA
scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-ANHANGI. ALLGEMEINE ANGABENDie BECHTLE AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, stellt als börsennotiertes Unternehmen
gemäß § 315a HGB den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards
Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS),
wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Entsprechend wurde auch der vorliegende Zwischenbericht
zum 30. September 2015 gemäß IFRS aufgestellt. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht zum
30. September 2015 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende deutlich
verkürzter Berichtsumfang gewählt. Die über IAS 34 hinausgehenden Vorgaben gemäß Deutschem
Rechnungslegungsstandard Nr. 16 (DRS 16) und der Börsenordnung für die Frankfurter
Wertpapierbörse wurden dabei zusätzlich berücksichtigt und vollständig erfüllt. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt im Jahresverlauf dem Einfluss bestimmter saisonaler
Schwankungen. In der Vergangenheit waren die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im ersten
Quartal tendenziell am niedrigsten und im vierten Quartal tendenziell am höchsten,
geprägt durch ein traditionell besonders starkes Jahresendgeschäft. Daher können die
Zwischenergebnisse nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten
Geschäftsjahres herangezogen werden. II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEIm Berichtszeitraum erstmals angewendet hat BECHTLE die neuen beziehungsweise geänderten
Standards und Interpretationen der nachfolgend genannten neuen Rechnungslegungsverlautbarungen,
die vom IASB beziehungsweise IFRIC veröffentlicht und von der EU übernommen worden
waren (sogenanntes "Endorsement"). Der entsprechenden EU-Verordnung entstammt auch
das nachfolgend angegebene Datum zur verpflichtenden Anwendung ("Inkrafttreten"): scroll
Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Durch die Änderungen in IAS 19
wird eine Vereinfachungsregelung für bestimmte Arbeitnehmerbeiträge ermöglicht. Sind
die Arbeitnehmerbeiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre, kann der Dienstzeitaufwand
der Periode um den entsprechenden Arbeitnehmerbeitrag reduziert werden, in der die
korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird. Aus der Anwendung dieser Änderungen
ergeben sich bei BECHTLE keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
und deren Darstellung. Änderungen an den IFRS "Verbesserungen der international Financial Reporting Standards"
Zyklus 2010-2012. Im Rahmen des jährlichen Änderungsverfahrens werden Änderungen von
geringem Umfang und niedriger Dringlichkeit gesammelt und jährlich in einem einzigen
sogenannten Sammelstandard herausgegeben. Bei diesen Änderungen handelt es sich im
Wesentlichen um die Beseitigung von Inkonsistenzen zwischen verschiedenen Standards
und ungenauen Formulierungen. Aus diesen Änderungen an den IFRS ergeben sich für BECHTLE
keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren
Darstellung. Die neuen beziehungsweise geänderten Standards und Interpretationen mit verpflichtender
Anwendung für das Geschäftsjahr 2015 hat BECHTLE bereits zum Konzernabschluss für
das Geschäftsjahr 2014 vorzeitig angewendet. Im vorliegenden Zwischenbericht wurden dieselben Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze
angewendet wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014, der die Basis für den
vorliegenden Zwischenabschluss darstellt. Die Ermittlung des Steueraufwands erfolgt gemäß IAS 34 in der Zwischenberichtsperiode
auf Basis des effektiven Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Steuern, die sich auf außergewöhnliche Sachverhalte beziehen, werden in dem
Quartal berücksichtigt, in dem der zugrunde liegende Sachverhalt eintritt. III. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis umfasst die BECHTLE AG, Neckarsulm, und alle ihre beherrschten
Tochtergesellschaften. Die BECHTLE AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten
Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile und Stimmrechte. Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis
einbezogen: scroll
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Aufwandsgliederungscroll
Der Anstieg sämtlicher Kostenarten gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen
aus dem deutlich höheren Geschäftsvolumen im Berichtszeitraum. Im Materialaufwand ist netto ein Ertrag aus Wechselkursschwankungen von 505 TSD. €
enthalten (Vorjahr: netto 26 TSD. € Aufwand). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Marketingzuschüsse und sonstige
Vergütungen von Lieferanten in Höhe von 10.807 TSD. € (Vorjahr: 9.689 TSD. €). Im Berichtszeitraum wurde ein Teil einer Absicherung von Einkaufspreisen, der nach
IAS 39 als Cash-Flow Hedge designiert war, aufgelöst. Des Weiteren wurde im dritten
Quartal ein positiver Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung einer Gesellschaft
erzielt. Finanzerträge und FinanzaufwendungenDie Finanzerträge enthalten Erträge aus täglich verfügbaren Einlagen, aus Geldanlagen
und finanziellen Forderungen. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
ergibt sich aus den höheren Zinserträgen aus der Aufzinsung von langfristigen Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen. Im vergangenen Geschäftsjahr waren die langfristigen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen signifikant angestiegen. Die Finanzaufwendungen enthalten überwiegend Zinsaufwendungen der Finanzverbindlichkeiten.
Der Rückgang der Finanzaufwendungen im Vorjahresvergleich begründet sich durch die
weitere Tilgung der bisherigen Darlehensverbindlichkeiten. Die Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten
im Berichtszeitraum hat aufgrund des aktuell sehr niedrigen Zinsniveaus zu keiner
wesentlichen Erhöhung der Zinsaufwendungen geführt. Ergebnis je AktieDie folgende Tabelle zeigt die Berechnung des den Aktionären der BECHTLE AG zustehenden
Ergebnisses nach Steuern je Aktie: scroll
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären
der BECHTLE AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen
Aktien ermittelt. Eigene Aktien würden die Anzahl ausstehender Aktien entsprechend
verringern. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten
Ergebnis je Aktie. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis ist wesentlich durch die EUR/CHF-Wechselkursentwicklung geprägt.
Im Vorjahreszeitraum gewann der Schweizer Franken gegenüber dem Euro nur leicht an
Wert, wohingegen die Schweizer Währung in den ersten neun Monaten 2015 aufgrund der
Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank deutlich an Wert gewann. Darüber hinaus wird das sonstige Ergebnis durch die Absicherungen des Währungsrisikos
für zukünftige Wareneinkäufe in USD beziehungsweise von währungskursabhängigen Einkaufspreisen
sowie durch die Absicherung des Zinsrisikos bei variabel verzinslichen Darlehen, die
als Cashflow Hedge bilanziert werden, beeinflusst. Diese Hedges sind auch bei realistischen
Abweichungen vom Plan als effektiv zu betrachten. In der Berichtsperiode stieg der
Wert des USD gegenüber dem EUR deutlich. In der Berichtsperiode sind Ineffektivitäten,
die aus den zeitlichen Unterschieden zwischen den Fälligkeiten der Geschäfte und den
dazugehörigen Verbindlichkeiten resultieren, in Höhe von -33 TSD. € (Vorjahr: -10
TSD. €) im Finanzergebnis erfasst worden. Die genaue Zusammensetzung des erfolgsneutral zu erfassenden sonstigen Ergebnisses
hinsichtlich seiner Veränderung und seines kumulierten Stands ist in Gliederungspunkt
V. "Erläuterungen zur Bilanz und zur Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNGVermögenswerteDie Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum resultiert
aus den saisonalen Schwankungen im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal.
Der Anstieg der Vorräte begründet sich in dem weiter gestiegenen Geschäftsvolumen.
Ebenso resultiert der Anstieg der sonstigen Vermögenswerte, insbesondere der höheren
Abgrenzungsposten, aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen. EigenkapitalGewinnrücklagenAn der Hauptversammlung am 16. Juni 2015 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr
2014 eine Dividende in Höhe von 1,20 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Die Dividendenauszahlung erfolgte am 17. Juni 2015. Das erfolgsneutral zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines
kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtszeitraum wie
folgt zusammen: scroll
scroll
SchuldenDer Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen
sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf die üblichen saisonalen Schwankungen
im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal zurückzuführen. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich aufgrund der Neuaufnahme von Darlehensverbindlichkeiten
im Berichtszeitraum erhöht. Der Anstieg der sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten begründet sich insbesondere
in den langfristigen Kaufpreiszahlungen, die bei den im Berichtszeitraum neu akquirierten
Gesellschaften vereinbart wurden. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGIm Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Anstieg des Cashflows aus betrieblicher
Tätigkeit im Wesentlichen durch die deutlich geringeren Auszahlungen für Vorräte sowie
dem stichtagsbedingten geringeren Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen geprägt. Die höheren Auszahlungen im Bereich der passiven Abgrenzungsposten
sowie des übrigen Nettovermögens resultieren einerseits aus der Reduktion der sonstigen
Verbindlichkeiten, insbesondere der Verbindlichkeiten gegenüber Personal, sowie andererseits
aus den Auszahlungen zum Erwerb von übrigem Nettovermögen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist durch die Akquisition der Modus Consult
AG geprägt. Im Berichtszeitraum wurden die fälligen Geld- und Wertpapieranlagen nicht
wieder investiert. Die Einzahlungen der zu den langfristigen Forderungen aus Lieferung
und Leistungen gehörenden Zinserträge sind im operativen Cashflow ausgewiesen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird wesentlich durch die im Berichtszeitraum
vorgenommene Dividendenausschüttung bestimmt. Die Dividende für das Geschäftsjahr
2014 betrug 25.200 TSD. €. Die Dividendensumme für das Geschäftsjahr 2013, die im
Vorjahr ausgezahlt wurde, betrug 23.100 TSD. €. Im Berichtszeitraum erhöhten sich
akquisitionsbedingt die Einzahlungen aus der Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten. VII. OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSEZum 30. September 2015 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet-
und Leasingverträgen, die nach IAS 17 als "Operating Lease" eingestuft sind, 67.296
TSD. € (31. Dezember 2014: 68.620 TSD. €). scroll
VIII. FINANCE-LEASINGVERHÄLTNISSEIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag Leasingforderungen
in Höhe von 13.176 TSD. € (31. Dezember 2014: 9.787 TSD. €). enthalten. Die Überleitung
der bilanzierten Nettoinvestition zur Bruttoinvestition unter Berücksichtigung der
Restwerte in Höhe von null ist in folgender Tabelle dargestellt. scroll
Der Zinsanteil der Leasingzahlung entspricht dem noch nicht realisierten Finanzertrag.
In den Leasingforderungen sind keine Wertberichtigungen enthalten. IX. BEIZULEGENDER ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTENFinanzielle Vermögenswerte und Schulden (Finanzinstrumente) werden nach IFRS 7 in
Klassen zusammengefasst. Die Zuordnung der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen
Finanzinstrumente ist im vorliegenden Zwischenbericht analog zu der Zuordnung im Geschäftsbericht
2014. Nach IFRS 13 werden die Bewertungstechniken, abhängig von den wesentlichen Parametern,
auf denen die Bewertung basiert, in folgende drei Stufen eingeteilt: Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen
für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder
unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten
Preis nach Stufe 1 darstellen Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 sowie deren Bewertungsstufe nach
IFRS 13 einander gegenüber. scroll
Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39: KuF = Kredite und Forderungen Mit Ausnahme der folgenden Klasse entsprechen die Definitionen und Bewertungsmethoden
den im Geschäftsbericht 2014 beschriebenen: Die Festgeldanlagen innerhalb der Geldanlagen waren zum 31. Dezember 2014 innerhalb
der Klasse Schuldscheine dargestellt. Die Berechnung der Zeitwerte von Geldanlagen
und Schuldscheindarlehen unterscheiden sich nicht. Die Zeitwerte entsprechen den Barwerten
der Cashflows unter Berücksichtigung der laufzeitkongruenten, risikogewichteten Zinssätze
zuzüglich einer Bonitätswertberichtigung. Während der Berichtsperiode zum 30. September 2015 gab es keine Umbuchungen zwischen
Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen
in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3. Die Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen
(Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen (IFRS 3.58). An der Berechnungsmethodik und
den Sensitivitäten erfolgten während des Berichtszeitraums keine wesentlichen Änderungen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 56 TSD. € entfallen in voller Höhe auf
die zum 30. September 2015 bilanzierten in der Zukunft fälligen Zahlungen. X. SEGMENTINFORMATIONEN
Für die Aufstellung der Segmentinformationen gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss
zum Geschäftsjahr 2014. scroll
scroll
Die Gesamtsegmentvermögenswerte sind nicht Bestandteil des internen Reportings, sodass
auf diese Anhangangabe gemäß IAS 34.16Agiv in den Quartalsberichten verzichtet wird. XI. AKQUISITIONEN, KAUFPREISALLOKATIONEN UND DIVESTMENTSModus Consult AGMit Erwerbszeitpunkt 4. Mai 2015 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Modus Consult
AG, Gütersloh, erworben. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.) und ist noch als vorläufig zu werten (IFRS 3.45). Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei die Kundenserviceverträge
(2.300 TSD. €), Marke (1.800 TSD. €), zukünftige Auftragsbestände (700 TSD. €) und
ein Wettbewerbsverbot (2.100 TSD. €) neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt
(IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet
(IFRS 3.18 ff.). Die Identifizierung eines möglichen Kundenstammes konnte bis zum Berichtszeitpunkt
noch nicht abgeschlossen werden. Im Zuge der Aktivierung der Kundenserviceverträge, die über fünf Jahre abgeschrieben
werden, des Auftragsbestandes, welcher über zwölf Monate abgeschrieben wird und des
Wettbewerbsverbots, das über zwei Jahre abgeschrieben wird, wurden passive latente
Steuern (2.084 TSD. €) gebildet. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (8.321 TSD. €) ein vorläufiger Unterschiedsbetrag in Höhe von 12.763
TSD. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und
Firmenwert wird steuerlich nicht anerkannt. Mit dem Erwerb der Modus (184 Mitarbeiter) baut BECHTLE den Bereich Software & Anwendungslösungen
im Segment IT-Systemhaus & Managed Services weiter aus. Die Modus ist ein etablierter
Spezialist für Anwendungslösungen, zu dessen Angebotsspektrum im Schwerpunkt ERP-Softwarelösungen
auf Basis von Microsoft Navision und Axapta, Dokumentenmanagementsysteme (DMS), Collaboration-Lösungen
sowie Business Intelligence gehören. Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der Modus enthält eine vom zukünftigen Geschäftsverlauf
des erworbenen Unternehmens abhängige bedingte Kaufpreiszahlung bis zu 2.000 TSD.
€. Unter Berücksichtigung der validierten Geschäftsplanung der Modus betrug der zum
Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert dieser bedingten Kaufpreiszahlung
1.891 TSD. €. Die übrigen Anschaffungskosten (19.193 TSD. €) führten zu einem Abfluss von liquiden
Mitteln. Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen
zu berücksichtigen. In dem für die Berichtsperiode ausgewiesenen Umsatz und dem Ergebnis vor Steuern der
BECHTLE Gruppe ist die Modus mit einem Betrag von 11.735 TSD. € beziehungsweise -193
TSD. € enthalten (IFRS 3.B64qi). Common Sense Solutions AGMit Erwerbszeitpunkt 8. September 2015 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Common
Sense Solutions AG (CSS), Berlin, erworben. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.) und ist noch als vorläufig zu werten (IFRS 3.45). Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurde dabei die Erlaubnis
der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (1.200 TSD. €) neu als identifizierbarer
Vermögenswert angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt
bewertet (IFRS 3.18 ff.). Im Zuge der Aktivierung der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht,
die über eine unbegrenzte Nutzungsdauer verfügt, wurden passive latente Steuern (360
TSD. €) gebildet. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (946 TSD. €) ein vorläufiger Unterschiedsbetrag in Höhe von 2.558 TSD.
€, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und Firmenwert
wird steuerlich nicht anerkannt. Mit dem Erwerb der CSS (5 Mitarbeiter) beabsichtigt BECHTLE, ihren Kunden ein Angebot
an speziellen Leasingprodukten zur Verfügung zu stellen, die dazu geeignet sind, die
Kundenbindung und den Absatz der BECHTLE Gesellschaften zu fördern. Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der CSS enthält eine vom zukünftigen Geschäftsverlauf
des erworbenen Unternehmens abhängige bedingte Kaufpreiszahlung bis zu 3.450 TSD.
€. Unter Berücksichtigung der validierten Geschäftsplanung der CSS betrug der zum
Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert dieser bedingten Kaufpreiszahlung
3.104 TSD. €. Die übrigen Anschaffungskosten (400 TSD. €) führten zu einem Abfluss von liquiden
Mitteln. Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen
zu berücksichtigen. In dem für die Berichtsperiode ausgewiesenen Umsatz und dem Ergebnis vor Steuern der
BECHTLE Gruppe ist die CSS mit einem Betrag von 746 TSD. € beziehungsweise -14 TSD.
€ enthalten (IFRS 3.B64qi). Die bilanzielle Darstellung der Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum jeweiligen
Erstkonsolidierungszeitpunkt von Modus und CSS zeigt folgende Tabelle: scroll
Wäre der Akquisitionszeitpunkt der Neuakquisitionen Modus und CSS zu Beginn des Berichtsjahres
gewesen, läge der Umsatz des BECHTLE Konzerns für den Berichtszeitraum bei 2.004 MIO.
€. Das Ergebnis vor Steuern läge bei 83 MIO. € (IFRS 3.B64qii). Zum 13. Juli 2015 wurde die Schweizer Tochtergesellschaft Gate Informatic AG mit Sitz
in Ecublens verkauft. Die Gesellschaft beschäftigte 15 Mitarbeiter und war dem Segment
IT-Systemhaus & Managed Services (Cash Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services]
zugeordnet. Aus der Veräußerung resultierte ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen
ausgewiesener Veräußerungsgewinn von 1,4 MIO. €. Der Umsatz und Ergebnisbeitrag dieser
Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 und im ersten Halbjahr 2015 einzeln betrachtet
unwesentlich. Die Veräußerung dieser Gesellschaft ist kein Anlass für eine Wertminderung
des Geschäfts- und Firmenwerts der Cash Generating Unit IT-Systemhaus & Managed Services. XII. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahlen stellen sich wie folgt dar: scroll
Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie
folgt auf: scroll
Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Elternzeit
und ohne Aushilfen) wie folgt auf: scroll
XIII. BESONDERE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMSMit Erwerbszeitpunkt 30. Oktober 2015 hat BECHTLE sämtliche Geschäftsanteile der TRITEC
Technisches Vertriebsbüro für Elektronik- und Computersysteme GmbH in Künzelsau erworben. Das 1992 gegründete IT-Systemhaus beschäftigt 23 Mitarbeiter. TRITEC verfügt über
exzellente Kundenbindungen in der Wirtschaftsregion Hohenlohe. Das Künzelsauer IT-Unternehmen
wird eng mit dem BECHTLE IT-Systemhaus in Neckarsulm zusammenarbeiten. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs wird unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS
3.4 ff.) erfolgen. Die Bestimmung beziehungsweise Bewertung der erworbenen Vermögenswerte
und der übernommenen Schulden sowie der übertragenen Gegenleistung liegt aufgrund
der Kurzfristigkeit und Komplexität noch nicht vor (IFRS 3.B66). Entsprechende Wertangaben
werden voraussichtlich bis zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 auf vorläufiger
Basis (IFRS 3.45) vorliegen. Darüber hinaus sind nach Ende des Berichtszeitraums keine weiteren besonderen Ereignisse
bei BECHTLE eingetreten. Neckarsulm, 10. November 2015 BECHTLE AG VERSICHERUNG DES VORSTANDESNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Neckarsulm, 10. November 2015 BECHTLE AG scroll
ANGABEN ZUR PRÜFERISCHEN DURCHSICHT
Der vorliegende Zwischenbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Zukunftsbezogene AussagenDer vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung
der BECHTLE AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen.
Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch
sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten,
die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten
abweichen. Rechnungslegung und Berichterstattung folgen den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Bei allen Prozentangaben im Bericht
sind gegenüber den genannten Beträgen in Millionen Euro Rundungsdifferenzen möglich.
Das Gleiche gilt bei Summen und Differenzen gegenüber den Einzelwerten. FINANZKALENDERZwischenbericht zum 30. September/3. Quartal 2015Mittwoch, 11. November 2015 Geschäftsbericht 2015Mittwoch, 16. März 2016 BilanzpressekonferenzMittwoch, 16. März 2016, Stuttgart DVFA-AnalystenkonferenzMittwoch, 16. März 2016, Frankfurt am Main Zwischenbericht zum 31. März/1. Quartal 2016Freitag, 13. Mai 2016 HauptversammlungDonnerstag, 9. Juni 2016, 10:00 Uhr Dividendenzahlungab 10. Juni 2016 (vorbehaltlich der Zustimmung durch die Hauptversammlung) Zwischenbericht zum 30. Juni/2. Quartal 2016Donnerstag, 11. August 2016 Zwischenbericht zum 30. September/3. Quartal 2016Freitag, 11. November 2016 Weitere Termine und Terminaktualisierungen unter bechtle.com/events oder bechtle.com/finanzkalender |
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