![]() Bechtle AGNeckarsulmZwischenbericht zum 30. Juni 2016KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHTGESCHÄFTSTÄTIGKEITBechtle ist als IT-Komplettanbieter mit rund 70 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv
und zählt mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern
für Informationstechnologie in Europa. Mit dieser Kombination setzt Bechtle auf ein
einzigartiges Geschäftsmodell, das IT-Dienstleistungen mit dem klassischen IT-Handelsgeschäft
verbindet. Das 1983 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bietet seinen
mehr als 73.000 Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie dem Finanzsektor
ein lückenloses herstellerunabhängiges Angebot rund um die gesamte IT aus einer Hand. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reicht das Leistungsspektrum vom Vertrieb
von Hard- und Software über Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung,
Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud Services oder
zum Komplettbetrieb der Kunden-IT. Im zweiten Geschäftssegment, dem IT-E-Commerce,
haben wir unser Handelsgeschäft gebündelt. Hier bieten wir mit den Marken Bechtle
direct sowie ARP unseren Kunden über Internet und Telesales Hardware sowie Standardsoftware
an. Außerdem ist in diesem Segment die Marke Comsoft direct aktiv, unser Spezialist
für Software Asset Management. UMFELD
GesamtwirtschaftFür die wirtschaftliche Lage in der EU geht es weiter bergauf. Nach der Prognose der
Europäischen Kommission stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten sowie im zweiten
Quartal 2016 EU-weit jeweils um 0,5 Prozent und lag damit leicht über dem Niveau der
Vorquartale. Auch die EU-Länder mit Bechtle Präsenz verzeichnen durchweg positive
Wachstumsraten, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Die Spanne im ersten
Quartal ist recht eng und reicht von einem BIP-Wachstum von 0,2 Prozent in Portugal
bis zu 0,7 Prozent in Spanien. Im zweiten Quartal 2016 geht die Schere wieder etwas
weiter auseinander mit 0,2 Prozent in Belgien bis zu einem Wachstum von 1,1 Prozent
in Polen. Das deutsche Wirtschaftswachstum lag im ersten Quartal mit 0,5 Prozent gleichauf mit
dem der EU. Im zweiten Quartal blieb die inländische BIP-Entwicklung mit 0,3 Prozent
etwas hinter dem Durchschnitt der EU zurück. Die Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft waren zu Jahresbeginn zunächst rückläufig.
Ausgehend von 105,8 Punkten im Februar stieg der ifo-Index dann allerdings bis Juni
auf 108,7 Zähler. Dabei konnten vor allem die Erwartungen für die nächsten Monate
spürbar zulegen. BrancheDer IT-Markt zeigte im ersten Halbjahr 2016 Signale für eine positive Entwicklung.
So legte der GULP-IT-Projektmarktindex, der Projekte für freiberufliche IT-Fachkräfte
in Deutschland registriert, im ersten Quartal um 17,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal
zu und im zweiten Quartal um 26,2 Prozent. Auch der PC-Markt hat sich gut entwickelt.
In Westeuropa stabilisierten sich laut Marktforschungsinstitut IDC PC-Verkäufe im
zweiten Quartal mit einem nur leichten Minus von 0,8 Prozent. Dabei konnten Verkäufe
von Notebooks um 4,1 Prozent zulegen. Bei Unternehmenskunden lag das Wachstum sogar
bei 10,5 Prozent. Die Produktpreise haben im ersten Halbjahr 2016 weiter zugelegt. In den meisten Produktgruppen
war die Erhöhung sehr deutlich und lag im zweistelligen Bereich. Rückläufig waren
die Preise lediglich bei Druckern. Die Stimmungslage im deutschen IT-Markt stieg bis zum Ende des ersten Quartals von
38,7 Punkten im Januar bis auf 40,2 Zähler im März. Anfang des zweiten Quartals sank
der ifo-Index für IT-Dienstleister im April deutlich auf 34,9 Zähler, der bisher niedrigste
Wert im laufenden Jahr. Die Stimmungslage erholte sich aber schnell und die Werte
kletterten im Mai bereits wieder auf 39,9 Zähler. Der Juni bildet mit 40,5 Punkten
und somit dem höchsten Wert im laufenden Jahr einen soliden Schlusspunkt. GesamteinschätzungDas wirtschaftliche Umfeld war im ersten Halbjahr 2016 positiv. Die Wachstumsdynamik
in der EU hält sich konstant auf gutem Niveau. Die zahlreichen potenziellen Krisenherde
scheinen nach wie vor, zumindest derzeit, (noch) nicht auf die wirtschaftliche Entwicklung
durchzuschlagen. In Deutschland musste allerdings im zweiten Quartal ein Rückgang
beim BIP-Wachstum hingenommen werden. Auch auf dem IT-Markt überwiegen die positiven Signale. Sowohl bei den Services als
auch im Markt für Business-PCs wurden gute Wachstumszahlen erzielt. Die Bechtle AG hat sich in diesem Marktumfeld gut entwickelt. Die weitgehend organische
Wachstumsdynamik liegt bei über 9 Prozent und damit deutlich über dem Gesamtmarkt.
Ein Abflauen der Investitionsneigung auf Kundenseite ist derzeit nicht ersichtlich. Die Bechtle AG veröffentlicht keine Prognosen für einzelne Quartale, insofern erübrigt
sich ein Vergleich von Ist- mit Planzahlen. Gleichwohl können wir sagen, dass die
Zahlen der ersten sechs Monate vollauf im Einklang mit unserer Prognose für das Gesamtjahr
stehen, sowohl Umsatz als auch Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern. ERTRAGSLAGE
AuftragsentwicklungBechtle geht beim Verkauf von IT-Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen
sowohl kurzfristige als auch über einen längeren Zeitraum laufende Vertragsverhältnisse
ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte
mit sehr kurzen Bestell- und Lieferzeiten gekennzeichnet. Im Segment IT-Systemhaus
& Managed Services haben Projektgeschäfte Laufzeiten von einigen Wochen bis zu einem
Jahr. Vor allem in den Bereichen Managed Services und Cloud Computing schließt Bechtle
mit den Kunden Rahmen- und Betriebsführungsverträge ab, deren Laufzeiten meist mehrere
Jahre betragen. Im ersten Halbjahr 2016 lag der Auftragseingang bei rund 1.443 Mio.€ und damit 12,4
Prozent über Vorjahr (1.284 Mio. €). Der Zuwachs auf 956 Mio. € (Vorjahr: 843 Mio.
€) im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betrug 13,4 Prozent. Im Segment IT-E-Commerce
lag der Auftragseingang mit 487 Mio.€ (Vorjahr: 441 Mio. €) um 10,4 Prozent über Vorjahr. Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni bei 399 Mio. € (Vorjahr: 299 Mio. €). Davon entfallen
327 Mio. € (Vorjahr: 250 Mio. €) auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services
sowie 72 Mio. € (Vorjahr: 49 Mio. €) auf das Segment IT-E-Commerce. UmsatzentwicklungBechtle hat im ersten Halbjahr 2016 das Wachstumsniveau aus dem Geschäftsjahr 2015
nahezu gehalten und damit deutlich stärker als der Markt zugelegt. Der Umsatz des
Bechtle Konzerns stieg im ersten Halbjahr um 9,2 Prozent von 1.308,5 Mio. € auf 1.428,3
Mio. €. Getragen wurde das Wachstum vor allem von den inländischen Systemhäusern.
Mit 8,0 Prozent war der Großteil des Wachstums organisch. In der Quartalsbetrachtung
hat die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal nachgelassen, was auch einem überdurchschnittlich
starken zweiten Quartal 2015 als Vergleich geschuldet ist. Von April bis Juni stieg
der Umsatz um 5,4 Prozent, organisch um 4,7 Prozent. Aufgrund der hervorragenden Entwicklung der deutschen Systemhäuser konnte im Inland
der Umsatz überproportional um 12,1 Prozent von 879,9 Mio. € auf 986,6 Mio. € gesteigert
werden. Im zweiten Quartal lag das Wachstum im Inland bei 7,3 Prozent. Das Segment IT-Systemhaus & Managed Services steigerte den Umsatz um 11,5 Prozent
auf 952,1 Mio. € (Vorjahr: 854,2 Mio.€). Im zweiten Quartal betrug das Umsatzwachstum
immer noch gute 6,7 Prozent. Im Segment IT-E-Commerce verbesserte sich der Umsatz im Sechsmonatezeitraum um 4,8
Prozent von 454,3 Mio.€ auf 476,2 Mio.€. Das Wachstum verteilt sich dabei zu exakt
gleichen Teilen auf die inländischen sowie die ausländischen Handelsgesellschaften.
Von April bis Juni stieg der Umsatz in diesem Segment um 3,1 Prozent. Hintergrund
für diese schwächere Entwicklung sind vor allem herausfordernde Situationen in einigen
Ländermärkten. UMSATZ - KONZERN UND SEGMENTEscroll
Der Umsatz je Mitarbeiter im Konzern stieg im Halbjahr mit durchschnittlich 6.717
Voll- und Teilzeitkräften leicht auf 213 Tsd. €. Im Vorjahreszeitraum waren es 211
Tsd.€. Im Bereich IT-Systemhaus & Managed Services lag der Umsatz je Mitarbeiter bei
178 Tsd. €, nach 175 Tsd.€ im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce kletterte der Umsatz
pro Mitarbeiter von 340 Tsd. € auf 346 Tsd. €. ErgebnisentwicklungDie Umsatzkosten stiegen von Januar bis Juni mit 8,8 Prozent unterproportional zum
Umsatz. Grund dafür ist vor allem die Entwicklung des Materialaufwands sowie der Personalkosten
innerhalb der Umsatzkosten, die mit 8,8 Prozent bzw. 8,5 Prozent nur unterdurchschnittlich
zulegten. Die Bruttomarge stieg von 14,9 Prozent auf 15,2 Prozent. Das Bruttoergebnis
lag mit 216,6 Mio. € um 11,4 Prozent über dem Vorjahr (194,5 Mio.€). Im zweiten Quartal
stieg die Bruttomarge von 14,7 Prozent auf 15,5 Prozent. Hier hat sich der mit 4,2
Prozent nur unterdurchschnittlich gestiegene Materialaufwand bemerkbar gemacht. Unsere Funktionskosten haben sich im ersten Halbjahr mit unterschiedlicher Dynamik
entwickelt. Die Vertriebskosten stiegen unterproportional um 6,3 Prozent von 88,4
Mio.€ auf 94,0 Mio. €. Die entsprechende Quote sank von 6,8 Prozent auf 6,6 Prozent.
Die Verwaltungskosten hingegen sind überproportional um 10,0 Prozent angewachsen.
Sie stiegen von 65,9 Mio. € auf 72,5 Mio. €. Die Verwaltungskostenquote stieg leicht
von 5,0 Prozent auf 5,1 Prozent. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 9,1
Mio. € in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 9,0 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich
um 18,3 Prozent von 61,8 Mio. € auf 73,2 Mio. €. Unsere EBITDA-Marge erreicht damit
einen Wert von 5,1 Prozent, nach 4,7 Prozent im Vorjahr. Im zweiten Quartal liegt
die Marge bei 5,4 Prozent, nach 4,9 Prozent im Vorjahresquartal. Die Abschreibungen stiegen unterproportional und lagen mit 13,9 Mio. € 10,2 Prozent
über Vorjahr (12,7 Mio. €). Den größten Anteil hieran haben nach wie vor die Abschreibungen
auf Sachanlagen, die von 10,2 Mio.€ auf 11,5 Mio. € gestiegen sind. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 20,4 Prozent auf 59,2
Mio. € zulegen (Vorjahr: 49,2 Mio. €). Die Marge liegt bei 4,1 Prozent, nach 3,8 Prozent
im Vorjahr. Im Zeitraum April bis Juni stieg die Marge von 3,9 Prozent auf 4,5 Prozent. Das Finanzergebnis war weitgehend ausgeglichen, sodass der Konzern im ersten Halbjahr
2016 ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 59,0 Mio. € erzielte, 20,0 Prozent über Vorjahr
(49,2 Mio. €). Die EBT-Marge liegt bei 4,1 Prozent, nach 3,8 Prozent im Vorjahr. Die
EBT-Marge im zweiten Quartal stieg von 3,9 Prozent auf 4,4 Prozent. Der Steueraufwand stieg im Halbjahr unterproportional von 14,7 Mio. € auf 17,2 Mio.
€. Die Steuerquote ging von 29,9 Prozent im Vorjahr auf nun 29,1 Prozent zurück. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich um 21,4 Prozent von 34,5 Mio.€ auf 41,8 Mio.
€. Die Nettoumsatzrendite liegt damit bei 2,9 Prozent, nach 2,6 Prozent im Vorjahr.
Auf Basis von 21,0 Millionen Aktien stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) auf 1,99 € (Vorjahr:
1,64 €). Im zweiten Quartal lag das EPS bei 1,08 €, ein Plus von 21,3 Prozent gegenüber
Vorjahr (0,89 €). In der Segmentbetrachtung stellt sich die Ergebnissituation wie folgt dar: Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services stieg im ersten Halbjahr 2016
um 27,8 Prozent auf 38,7 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €). Die EBIT-Marge beträgt 4,1
Prozent, nach 3,5 Prozent im Vorjahr. Grund für die deutliche Margenverbesserung sind
zum einen Ergebnisbelastungen aus dem Vorjahr, die im Berichtszeitraum weggefallen
sind, und zum anderen ein gestiegener Anteil höherwertiger Dienstleistungen wie Managed
Services und Cloud Services. Das Segment IT-E-Commerce erwirtschaftete im Halbjahr ein EBIT von 20,5 Mio. €, ein
Plus von 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr (18,9 Mio. €). Die Marge stieg leicht von 4,2
Prozent auf 4,3 Prozent. Vor allem ein vorteilhafter Produktmix und eine sehr maßvolle
Personalpolitik haben zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. EBIT - KONZERN UND SEGMENTEscroll
VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme des Bechtle Konzerns lag zum 30. Juni 2016 bei 1.097,7 Mio. € und
damit etwas unter dem Wert vom 31. Dezember 2015 (1.150,4 Mio. €) Entwicklung der AktivaDie langfristigen Vermögenswerte sanken von 344,4 Mio. € auf 321,4 Mio. €. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen liegen um 12,8 Mio. € unter dem Wert vom 31. Dezember
2015. Hier macht sich das Geschäft der Bechtle Financial Services bemerkbar, die Forderungen
im Rahmen von Leasinggeschäften in der Regel forfaitiert. Die Geld- und Wertpapieranlagen
sind um 10,0 Mio. € auf 7,0 Mio. € zurückgegangen. Hier sind die Laufzeiten zum Teil
nun unter zwölf Monate, weshalb diese Anlagen zu den kurzfristigen Vermögenswerten
gerechnet wurden. Unsere Anlagenintensität ging leicht zurück und beträgt aktuell
29,3 Prozent (31. Dezember 2015: 29,9 Prozent). Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 29,8 Mio. € auf 776,2 Mio. €. Saisonal
bedingt erhöhten sich die Vorräte um 20,6 Mio. € auf 171,0 Mio. €. Die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 10,2 Mio. € auf 395,9 Mio. €. Die
durchschnittliche Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO) ging in den ersten sechs
Monaten 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 41,5 Tagen auf 40,1 Tage zurück.
Grund ist unter anderem der niedrigere Bestand an langfristigen Forderungen. Die liquiden
Mittel gingen vor allem aufgrund der Dividendenzahlung von 164,8 Mio. € auf 139,6
Mio. € zurück. Auch die Geld- und Wertpapieranlagen sind um 9,6 Mio. € gesunken. Die
Gesamtliquidität - der Wert der liquiden Mittel einschließlich der kurz- sowie langfristigen
Geld- und Wertpapieranlagen - lag zum Bilanzstichtag bei 161,9 Mio. €. Zusätzlich
zur Gesamtliquidität verfügt Bechtle über eine Liquiditätsreserve in Höhe von 37,2
Mio. € in Form nicht beanspruchter Bar- und Avalkreditlinien. Das Working Capital ist zum 30. Juni 2016 vor allem aufgrund der niedrigeren Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen und der höheren Vorräte von 294,9 Mio. € auf 331,8
Mio. € gestiegen. In Relation zur Bilanzsumme lag das Working Capital zum Bilanzstichtag
bei 30,2 Prozent, nach 25,6 Prozent zum 31. Dezember 2015. In Relation zum Umsatz
sank das Working Capital von 23,4 Prozent im Vorjahreszeitraum auf 23,2 Prozent zum
30. Juni 2016. Entwicklung der PassivaDie langfristigen Schulden lagen zum 30. Juni 2016 um 7,3 Mio.€ unter dem Niveau vom
31. Dezember 2015. Hier haben sich vor allem die Finanzverbindlichkeiten ausgewirkt,
die um 4,0 Mio. € gesunken sind. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich um 55,5 Mio. € auf 355,1 Mio. €. Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen gingen saisonbedingt um 28,0 Mio. € auf 176,1 Mio.
€ zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken stichtagsbedingt um 21,6 Mio. € auf
82,4 Mio. €. Hauptgrund hierfür waren niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber Personal
sowie gesunkene Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Das Eigenkapital stieg aufgrund des höheren Ergebnisses von 620,7 Mio. € auf 630,7
Mio. € zum 30. Juni 2016. Unsere Eigenkapitalquote erhöhte sich von 53,9 Prozent zum
31. Dezember 2015 auf jetzt 57,5 Prozent. Die annualisierte Rendite auf das Eigenkapital ist von 13,1 Prozent zum 30. Juni 2015
auf nun 14,1 Prozent gestiegen. Durch den hohen Anstieg des Eigenkapitals verbesserte sich der Anlagendeckungsgrad
zum 30. Juni 2016 im Vergleich zum 31. Dezember 2015 von 180,2 Prozent auf 196,2 Prozent.
Die Liquidität von Bechtle ist höher als die Summe der Finanzverbindlichkeiten, daher
weist die Nettoverschuldung des Konzerns mit 101,1 Mio. € einen negativen Wert aus.
Das heißt, Bechtle ist schuldenfrei. Die Abhängigkeit gegenüber externen Kreditgebern
konnten wir reduzieren. Zum 30. Juni 2016 liegt der Verschuldungsgrad mit 74,1 Prozent
unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2015 mit 85,4 Prozent. BILANZKENNZAHLEN DES BECHTLE KONZERNSscroll
Entwicklung des CashflowsDie von Januar bis Juni 2016 aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteten
Nettozahlungsmittel liegen bei 5,8 Mio. €, nach 17,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum.
Hauptgrund für den Rückgang sind Veränderungen im Nettovermögen, die zu einem insgesamt
höheren Mittelabfluss geführt haben als im Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss für
den Aufbau der Vorräte lag mit minus 20,8 Mio.€ deutlich über Vorjahr (minus 1,5 Mio.
€) und der Mittelabfluss aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen beträgt minus 27,5 Mio. €, nach minus 23,3 Mio.€ im Vorjahr. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit 5,2 Mio. € positiv (Vorjahr: minus
25,4 Mio. €). Er ist geprägt von den gestiegenen Einzahlungen aus dem Verkauf von
Geld- und Wertpapieranlagen und den gesunkenen Auszahlungen für Akquisitionen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt bei minus 35,7 Mio. €, nach minus 12,9
Mio. € im Vorjahr. Ursächlich für die Veränderung sind der geringere Mittelzufluss
aus der Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten sowie die Dividendenausschüttung. Der Free Cashflow hat sich von Januar bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum aufgrund
der niedrigeren Auszahlungen für Akquisitionen verbessert, ist aber immer noch negativ.
Er beträgt minus 8,9 Mio. € (Vorjahr: minus 10,3 Mio. €). Geprägt ist der Free Cashflow
vor allem vom operativen Cashflow sowie den Auszahlungen für Investitionen. MITARBEITER
Der Bechtle Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2016 insgesamt 7.328 Mitarbeiter,
davon 402 Auszubildende. Im Vergleich zum 30. Juni 2015 hat sich die Zahl der Beschäftigten
damit um 390 Personen erhöht, das bedeutet ein Plus von 5,6 Prozent. Gegenüber dem
31. Dezember 2015 hat sich die Mitarbeiterzahl um 123 Kollegen erhöht. Das Segment E-Commerce verzeichnete gegenüber dem 31. Dezember 2015 einen Anstieg
der Belegschaft um 86 Personen. Das ist ein Plus von 6,0 Prozent. Der Mitarbeiteraufbau
war im Inland etwas stärker als in den ausländischen E-Commerce-Gesellschaften. Im
Systemhaussegment wuchs die Mitarbeiterzahl geringfügig um 0,6 Prozent. Mit insgesamt 5.744 Personen arbeiteten zum 30. Juni 2016 über drei Viertel der Belegschaft
im Inland. Von Januar bis Juni 2016 belief sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
im Konzern auf 7.272. Das sind 531 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum, ein
Zuwachs um 7,9 Prozent. Der Personal- und Sozialaufwand lag im Zeitraum Januar bis Juni 2016 mit 222,0 Mio.
€ um 8,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum (204,5 Mio.€). Die Aufwandsquote sank
leicht von 15,6 Prozent auf 15,5 Prozent. Der Personal- und Sozialaufwand je Mitarbeiter
erhöhte sich im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 6.717 (Vorjahr: 6.211) Voll-
und Teilzeitarbeitskräften von 32,9 Tsd. € auf 33,1 Tsd. €. Die Bereiche Aus- und Weiterbildung bleiben Schwerpunkte unserer Personalarbeit. Zahlreiche
Ausbildungsmessen und andere Veranstaltungen bieten dem Unternehmen die Möglichkeit,
sich als Ausbildungsbetrieb zu profilieren. Im ersten Halbjahr präsentierte Bechtle
sich bei sieben Veranstaltungen in unserer Konzernzentrale in Neckarsulm, wie zum
Beispiel bei Hochschul-, Schulbesuchen und dem Girls Day. Im Berichtszeitraum begrüßten
wir 54 Schülerpraktikanten am Bechtle Platz 1, auch dies ein wichtiger Schritt, um
Nachwuchskräfte frühzeitig mit dem Unternehmen bekannt zu machen. Des Weiteren war
Bechtle bei sechs externen Messen im Umkreis von Neckarsulm und bei zwei Messen in
Würzburg und Essen vertreten, auf denen sich vor allem Schulabgänger über Ausbildungs-
und Studienmöglichkeiten informieren und erste Kontakte knüpfen konnten. Durch die
Präsenz auf Messen erhalten wir jedes Jahr eine Vielzahl an Bewerbungen für die zu
vergebenden Ausbildungsplätze. Alle 64 (Vorjahr: 56) Ausbildungs- und Studienplätze
in der Zentrale für 2016 wurden frühzeitig erfolgreich besetzt. Annähernd 1.000 eingegangene
Bewerbungen spiegeln das große Interesse an einer Ausbildung bzw. einem Studium bei
Bechtle wider. Die Bewerbungszeit für 2017 hat bereits begonnen. Auch hierfür liegen
schon erste Bewerbungen vor. Nach wie vor investiert Bechtle in die Förderung von Nachwuchsführungskräften. Am
5. April beendeten 13 Teilnehmer das General-Management-Programm zur Nachwuchsförderung
von Führungskräften. Außerdem schlossen 28 Teilnehmer am 3. März das Junior-Management-Programm
ab, bei dem Handlungs- und Entscheidungskompetenzen für die Rolle einer Führungskraft
im mittleren Management vermittelt werden. Am 9. Mai startete die vierte Staffel des
Junior-Management-Programms mit 19 Bechtle Mitarbeitern. Bereits zum vierten Mal in Folge erhielt die Bechtle AG von Absolventa das Traineesiegel
"Karriereförderndes & faires Trainee Programm". Auch in diesem Jahr startete am 1.
April das Traineeprogramm mit diesmal 12 Teilnehmern. Die interne Akademie von Bechtle bietet allen Mitarbeitern ein umfassendes Programm,
das von Fortbildungen über den Erwerb von Zusatzqualifikationen bis hin zu themenübergreifenden
Seminaren reicht. Im ersten Halbjahr 2016 fanden 165 Veranstaltungen der Akademie
mit insgesamt 2013 Teilnehmern statt. Die Akademie ist weiterhin dabei vom Präsenztraining
auf das E-Learning umzustellen, wobei die Teilnehmer online an einem Seminar oder
einer Schulung teilnehmen und den Arbeitsplatz nicht verlassen müssen. Dabei gab es
152 Teilnehmer bei E-Procurement Grundlagen, 83 Teilnehmer bei E-Procurement Administration
und 151 Teilnehmer bei NAVISION@work. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAls reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine Forschungsaktivitäten.
Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen finden vornehmlich zu
eigenen Zwecken und nur in sehr eingeschränktem Umfang statt. Im Geschäftsbereich
Software und Anwendungslösungen ist es jedoch Teil des Angebots, zum Beispiel bei
SharePoint-Projekten Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu
implementieren. Der Umfang der Entwicklungsleistungen war im Berichtszeitraum in Relation
zum Umsatz der gesamten Gruppe unwesentlich. CHANCEN UND RISIKEN
Strategie und Unternehmensführung des Bechtle Konzerns sind langfristig angelegt,
sodass die Chancen und Risiken für die kommenden Monate grundsätzlich identisch sind
mit den im Geschäftsbericht 2015 veröffentlichten Angaben. Im Verlauf des ersten Halbjahres
2016 haben sich im Vergleich zu den im letzten Geschäftsbericht dargestellten Sachverhalten
keine weiteren wesentlichen Chancen oder Risiken ergeben. Insbesondere sind derzeit
keine Risiken erkennbar, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des
Unternehmens gefährden. Darüber hinaus ergaben sich Änderungen der Risikolage beziehungsweise
der Einschätzung von Chancen wie folgt. Grundsätzlich hat sich an den im Geschäftsbericht beschriebenen Konjunkturrisiken
nichts geändert. Durch das Votum der Briten für einen Austritt aus der EU ist jedoch
zu den möglichen Konjunkturrisiken ein weiterer Aspekt hinzugekommen. Allerdings sind
die daraus möglicherweise entstehenden Risiken eher vage. Noch ist unklar, wann der
Brexit tatsächlich vollzogen wird und wie er konkret ausgestaltet sein wird. Eine
leichte Eintrübung der Wirtschaftslage sowohl in Großbritannien als auch in der EU
wird dennoch schon jetzt teilweise prognostiziert. Bechtle wäre von beiden Entwicklungen
betroffen. Allerdings sind die Auswirkungen einer Verschlechterung der Wirtschaftslage
im Vereinigten Königreich für den Bechtle Konzern eher geringfügig, da nur ein kleiner
Anteil des Konzernumsatzes dort erwirtschaftet wird. Mögliche Auswirkungen auf die
Wirtschaftslage in der gesamten EU bleiben abzuwarten. Insgesamt ist aus Sicht des
Bechtle Konzerns die Stimmung vor allem in der deutschen Wirtschaft nach wie vor gefestigt,
die Risikolage hat sich damit nicht wesentlich verändert. Darüber hinaus haben sich im ersten Halbjahr 2016 keine neuen Sachverhalte ergeben,
die zu einer Änderung der Risikolage beziehungsweise der Einschätzung von Chancen
geführt haben. AKTIE
Der Börsencrash in China zu Jahresbeginn, eine unklare Zinspolitik in den USA und
nicht zuletzt das eher unerwartete Votum über den Brexit bestimmten das Börsengeschehen
im ersten Halbjahr 2016. Die Aktienmärkte reagierten zunächst mit starken Kursverlusten,
erholten sich jedoch im weiteren Verlauf wieder leicht. Im April gelang dem DAX immerhin
der erneute Sprung über die Marke von 10.000 Punkten. Um diese Marke etablierte sich
bis in den Juni hinein dann eine Seitwärtsbewegung. Das Brexit-Votum ließ die Kurse
am deutschen Aktienmarkt schließlich abermals in den Keller rauschen. Am Ende des
ersten Halbjahres büßte der DAX gegenüber dem Jahresauftakt insgesamt 5,9 Prozent
ein. Noch stärker verlor der TecDAX mit einem Minus von 10,7 Prozent. Die Bechtle Aktie startete am 4. Januar 2016 mit einem Schlusskurs von 89,46 Euro
in das neue Jahr. Zu Beginn des ersten Halbjahres folgte sie dem allgemeinen Börsentrend
und verlor zunächst an Wert. Den tiefsten Stand erreichte das Papier am 11. Februar
bei 73,70 Euro. Ein kräftiger Kurssprung brachte die Aktie ab Mitte März auf einen
Wert von über 90 Euro. Hier hielt sich der Kurs konstant über mehrere Wochen, bevor
unser Papier am 1. Juni erstmals die 100-Euro-Marke überschritt. Am 6. Juni erreichte
die Bechtle Aktie mit einem Schlusskurs von 102,00 Euro den höchsten Wert im ersten
Halbjahr und gleichzeitig ein neues Allzeithoch. Das Brexit-Votum ließ auch die Bechtle
Aktie nicht unberührt. Dennoch verzeichnete sie mit einem Schlusskurs von 94,42 Euro
am 30. Juni ein Kursplus von 5,5 Prozent in den ersten sechs Monaten und entwickelte
sich damit deutlich besser als der Gesamtmarkt. Im ersten Halbjahr 2016 wurden börsentäglich im Schnitt 35.631 Aktien gehandelt. Im
Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 55.132 Aktien. Dementsprechend lag der Tagesumsatz
mit durchschnittlich 3.111.967 € unter dem Vorjahreswert. Beim TecDAX-Ranking der
Deutschen Börse rangierte Bechtle beim Börsenumsatz im Juni 2016 auf Platz 18 und
verlor damit im Vergleich zum Vorjahr einen Platz. Bei der Marktkapitalisierung wurde
das Unternehmen auf Platz 11 geführt und machte gegenüber dem Vorjahr einen Platz
gut. HANDELSDATEN DER BECHTLE AKTIEscroll
Kursdaten Xetra 1
Stand: 30. Juni Am 9. Juni 2016 fand die jährliche Hauptversammlung der Bechtle AG im Konzert- und
Kongresszentrum in Heilbronn statt. Alle Tagesordnungspunkte wurden von der Hauptversammlung
mit überwältigender Mehrheit beschlossen, so auch die Wahl von Sandra Stegmann zum
neuen Aufsichtsratsmitglied. Sie tritt die Nachfolge von Dr. Walter Jaeger an, der
den Aufsichtsrat nach acht Jahren aus persönlichen Gründen verließ. Die Hauptversammlung beschloss zudem die von Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle
AG vorgeschlagene Dividende von 1,40 € pro Aktie. Im Vorjahr schüttete die Bechtle
AG eine Dividende von 1,20 € aus. Die Auszahlung pro Anteilschein erhöhte sich damit
im Vergleich zum Vorjahr um 20 Eurocent. Auf Basis der Dividendenzahlung von 29,4
Mio. € wurden 31,7 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern an die Aktionäre ausgeschüttet.
Es ist die insgesamt zehnte Erhöhung der Regeldividende und die sechste in Folge.
Damit setzt sich die seit dem Börsengang im Jahr 2000 auf Kontinuität ausgerichtete
aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der Bechtle AG auch in diesem Jahr fort. Bezogen
auf den Halbjahresschlusskurs liegt die Dividendenrendite bei 1,5 Prozent. DIVIDENDEscroll
PROGNOSE
GesamtwirtschaftDie wirtschaftliche Entwicklung in der EU wird laut den Prognosen der Europäischen
Kommission in den nächsten Monaten konstant bleiben. Das Wachstum wird im dritten
und vierten Quartal bei 0,5 Prozent liegen. Innerhalb der Länder mit Bechtle Präsenz
in der EU liegen die Wachstumserwartungen für das dritte Quartal in einer Spanne von
0,3 Prozent in Belgien und Spanien bis 1,8 Prozent in Polen. Für das Gesamtjahr 2016
wird EU-weit ein BIP-Wachstum von 1,8 Prozent erwartet. Die Ausrüstungsinvestitionen
sollen hierbei um 4,3 Prozent zulegen. Auch im kommenden Jahr soll die Dynamik beibehalten
werden. Für die einzelnen Quartale werden für die EU Wachstumsraten von 0,4 bis 0,5
Prozent vorhergesagt, das Gesamtjahr 2017 läge damit bei einer Rate von 1,9 Prozent.
Die Ausrüstungsinvestitionen sollen mit 5,2 Prozent deutlich stärker wachsen. Diese
Prognosen wurden vor dem Brexit-Votum erstellt. Allgemein wird davon ausgegangen,
dass aufgrund dieses Votums die Wachstumsdynamik etwas schwächer wird, vor allem in
Großbritannien, aber auch in der EU insgesamt. In der Schweizer Wirtschaft überwiegen derzeit noch die Unsicherheiten. Zwar sieht
das Schweizerische Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) das BIP-Wachstum 2016 bei
guten 1,4 Prozent und die Ausrüstungsinvestitionen sollen um 1,3 Prozent zulegen.
Allerdings ist diese Entwicklung in den einzelnen Branchen sehr heterogen. Während
beispielsweise das Wachstum der Pharmaindustrie auch in den heftigsten Phasen der
Finanz- und Wirtschaftskrise nie wirklich zum Stillstand kam, erging es vielen anderen
Branchen deutlich schlechter: Teilweise liegt ihr Produktionsniveau 2016 tiefer als
noch vor der Krise von 2008/2009. Unsicherheiten bestehen insofern für den Rest des
Jahres 2016 sowie für 2017 vor allem hinsichtlich der möglichen Erholung in den Sektoren,
die in den letzten Jahren stark unter der schwachen europäischen Konjunktur und der
Frankenstärke gelitten haben. Die wirtschaftliche Dynamik in Deutschland soll im Jahresverlauf leicht zunehmen.
Das Wachstum im dritten und vierten Quartal erwartet die Kommission bei 0,4 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2016 liegen die aktuellen Prognosen für das BIP-Wachstum in Deutschland
zwischen 1,5 und 1,9 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen sollen laut Europäischer
Kommission um lediglich 1,8 Prozent steigen. Für 2017 wird das gesamtwirtschaftliche
Wachstum zwischen 1,3 Prozent und 2,1 Prozent gesehen. Ausrüstungsinvestitionen sollen
laut Europäischer Kommission wieder stärker um 3,8 Prozent zulegen. BrancheDer IT-Markt in der EU soll 2016 nach der aktuellen Prognose des Marktforschungsinstituts
EITO vom Juli 2016 um 2,7 Prozent wachsen. Hardwareumsätze sollen dabei mit 0,5 Prozent
rückläufig sein. Mehr als ausgeglichen wird das durch einen Zuwachs von 2,9 Prozent
bei den Serviceumsätzen und vor allem ein Plus von 5,1 Prozent bei Software. In den
Ländern mit Bechtle Präsenz geht die Schere bei den Hardwareumsätzen sehr weit auseinander.
Während einige Länder im Plus liegen werden - Portugal sogar mit 3,6 Prozent -, sollen
andere dem EU-Trend folgen und einen Rückgang erleben, zuvorderst Großbritannien mit
minus 2,3 Prozent und Italien mit minus 2,2 Prozent. In der Schweiz wird die Entwicklung des IT-Markts etwas positiver als in der EU gesehen.
Insgesamt soll der IT-Markt 2016 um 3,0 Prozent zulegen. Die Hardwareumsätze sollen
nur leicht um 0,4 Prozent wachsen, Services um 2,8 Prozent und Software um 4,8 Prozent. Der deutsche IT-Markt wird 2016 um 3,1 Prozent wachsen. Hier sind Hardwareumsätze
rückläufig, allerdings nur um 0,2 Prozent. Ausgelöst wird dieser Rückgang hauptsächlich
durch die Produktgruppen Desktop-PCs und mobile PCs, bei denen vor allem die Nachfrage
der Privatkonsumenten nachlassen soll. Im Businessumfeld sollen zwar auch Umsätze
mit Desktop-PCs rückläufig sein (minus 6,5 Prozent), allerdings wird bei Notebooks
ein Wachstum von 2,1 Prozent prognostiziert und bei Tablets sogar von 16,1 Prozent.
Dienstleistungsumsätze werden um 2,7 Prozent zulegen und Software als Wachstumstreiber
um 6,2 Prozent. Entwicklung des Bechtle KonzernsIn den ersten sechs Monaten 2016 ist die Bechtle AG erneut stark gewachsen und konnte
erfolgreich Marktanteile gewinnen. Die Wachstumsdynamik hat dabei wie erwartet im
zweiten Quartal nachgelassen. Insgesamt liegen wir beim Umsatz am oberen Ende des
Zielkorridors unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2016 und beim Ergebnis derzeit
sogar darüber. Wir bekräftigen unsere Prognose eines deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstiegs im Geschäftsjahr
2016. Trotz der sehr erfreulichen Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr gehen wir
aktuell (noch) nicht von einer Margenverbesserung aus. Zum einen hatten wir im Vorjahr
positive Einmaleffekte unter anderem aus dem Verkauf der Gate Informatic, die es im
laufenden Jahr zu kompensieren gilt. Zum anderen gibt es derzeit zahlreiche Unsicherheiten
bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Lage, die aus unserer Sicht eine gewisse Zurückhaltung
bei der Prognoseerstellung rechtfertigen. Erst mit Abschluss des dritten Quartals
werden wir daher voraussichtlich in der Lage sein, die Realisierung unserer Ziele
für das Geschäftsjahr 2016 verlässlicher einzuschätzen. Akquisitionen sind und bleiben fester Bestandteil unserer Wachstumsstrategie. Wir
prüfen kontinuierlich Möglichkeiten von Firmenübernahmen. Hierbei kommen sowohl kleinere
als auch größere Unternehmen in Betracht. Allerdings sind die Preise für Übernahmen
nach wie vor auf sehr hohem Niveau, weshalb wir davon ausgehen, dass das Umsatzwachstum
2016 primär organisch sein wird. Dies ist nicht zuletzt der kaufmännischen Sorgfalt
geschuldet, die neben strategischen Aspekten unverändert eine wesentliche Grundlage
unserer wirtschaftlichen Analysen im Vorfeld möglicher Akquisitionen ist. Ob sich
die Rahmenbedingungen für Akquisitionen in absehbarer Zeit ändern werden, bleibt abzuwarten.
Wir werden aber auch weiterhin unsere Rolle als Branchenkonsolidierer aktiv wahrnehmen
- sei es zur Ergänzung unserer regionalen Aufstellung oder zur Abrundung unseres Kompetenzprofils. Unabhängig von Akquisitionen planen wir für 2016 und darüber hinaus weiter steigende
Beschäftigtenzahlen. Der kontinuierliche Mitarbeiteraufbau dient vor allem der Realisierung
des Wachstums und damit der mittel- bis langfristigen Weiterentwicklung von Bechtle.
Wir gehen davon aus, dass die Dynamik beim Mitarbeiteraufbau gegenüber dem Umsatzwachstum
leicht unterdurchschnittlich sein wird. Im Segment IT-E-Commerce planen wir derzeit keine weiteren Neugründungen. Nach den
bislang abgeschlossenen erfolgreichen Vereinbarungen innerhalb unserer Global IT Alliance
liegt unser Hauptaugenmerk auf der Etablierung und dem weiteren Ausbau unseres internationalen
Netzwerks. Bechtle verfügt durch die nachhaltige Ertragskraft und die stabile Liquiditätsbasis
über die notwendigen finanziellen Mittel, um das geplante Wachstum auch in Zukunft
umzusetzen. Wesentliche Änderungen unserer Unternehmensstruktur und -organisation
beziehungsweise unserer Unternehmensziele und -strategien sind nicht geplant. Neckarsulm, 10. August 2016 Bechtle AG Der Vorstand KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
KONZERN-BILANZAKTIVAscroll
PASSIVAscroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGscroll
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
KONZERN-ANHANGI. ALLGEMEINE ANGABENDie Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, stellt als börsennotiertes Unternehmen
gemäß § 315 a HGB den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting
Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards
(IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Entsprechend wurde auch der vorliegende
Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 gemäß IFRS aufgestellt. Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht zum
30. Juni 2016 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende deutlich
verkürzter Berichtsumfang gewählt. Die über IAS 34 hinausgehenden Vorgaben gemäß Deutschem
Rechnungslegungsstandard Nr. 16 (DRS 16) und die Börsenordnung für die Frankfurter
Wertpapierbörse wurden dabei zusätzlich berücksichtigt und vollständig erfüllt. Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt im Jahresverlauf dem Einfluss bestimmter saisonaler
Schwankungen. In der Vergangenheit waren die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im ersten
Quartal tendenziell am niedrigsten und im vierten Quartal tendenziell am höchsten,
geprägt durch ein traditionell besonders starkes Jahresendgeschäft. Daher können die
Zwischenergebnisse nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten
Geschäftsjahres herangezogen werden. II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEIm ersten Halbjahr 2016 wurden keine weiteren Standards beziehungsweise Änderungen
an den Standards durch die EU übernommen. Die neuen beziehungsweise geänderten Standards
und Interpretationen mit verpflichtender Anwendung für das Geschäftsjahr 2016 hat
Bechtle bereits zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 vorzeitig angewendet. Im vorliegenden Zwischenbericht wurden dieselben Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze
angewendet wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Für weitere Informationen
verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015, der die Basis für den
vorliegenden Zwischenabschluss darstellt. Die Ermittlung des Steueraufwands erfolgt gemäß IAS 34 in der Zwischenberichtsperiode
auf Basis des effektiven Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet
wird. Steuern, die sich auf außergewöhnliche Sachverhalte beziehen, werden in dem
Quartal berücksichtigt, in dem der zugrunde liegende Sachverhalt eintritt. III. KONSOLIDIERUNGSKREISDer Konsolidierungskreis umfasst die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre beherrschten
Tochtergesellschaften. Die Bechtle AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten
Gesellschaften unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile und Stimmrechte. Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis
einbezogen bzw. entkonsolidiert: scroll
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNGAufwandsgliederungscroll
Der Anstieg sämtlicher Kostenarten gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen
aus dem deutlich höheren Geschäftsvolumen im Berichtszeitraum. Im Materialaufwand ist netto ein Ertrag aus Wechselkursschwankungen von 207 Tsd.€
enthalten (Vorjahr: netto 277 Tsd. € Aufwand). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Marketingzuschüsse und sonstige
Vergütungen von Lieferanten in Höhe von 7.921 Tsd. € (Vorjahr: 7.294 Tsd. €). Finanzerträge und FinanzaufwendungenDie Finanzerträge enthalten Erträge aus täglich verfügbaren Einlagen, aus Geldanlagen
und finanziellen Forderungen. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt
sich durch das niedrigere Zinsniveau. Die Finanzaufwendungen enthalten überwiegend Zinsaufwendungen der Finanzverbindlichkeiten.
Der Rückgang der Finanzaufwendungen im Vorjahresvergleich begründet sich durch die
weitere Tilgung der bisherigen Darlehensverbindlichkeiten. Die Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten
im Vorjahreszeitraum hat aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus zu keiner wesentlichen
Erhöhung der Zinsaufwendungen geführt. Ergebnis je AktieDie folgende Tabelle zeigt die Berechnung des den Aktionären der Bechtle AG zustehenden
Ergebnisses nach Steuern je Aktie: scroll
Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären
der Bechtle AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen
Aktien ermittelt. Eigene Aktien würden die Anzahl ausstehender Aktien entsprechend
verringern. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten
Ergebnis je Aktie. Sonstiges ErgebnisDas sonstige Ergebnis ist wesentlich durch die EUR/CHF-Wechselkursentwicklung geprägt.
Im Vorjahreszeitraum gewann der Schweizer Franken gegenüber dem Euro aufgrund der
Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizer Nationalbank deutlich an Wert, wohingegen
die Schweizer Währung in den ersten sechs Monaten 2016 leicht an Wert verlor. Darüber hinaus wird das sonstige Ergebnis durch die Absicherungen des Währungsrisikos
für zukünftige Wareneinkäufe in USD beziehungsweise von währungskursabhängigen Einkaufspreisen
sowie durch die Absicherung des Zinsrisikos bei einem variabel verzinslichen Darlehen,
die als Cashflow Hedge bilanziert werden, beeinflusst. Diese Hedges sind auch bei
realistischen Abweichungen vom Plan als effektiv zu betrachten. Die genaue Zusammensetzung des erfolgsneutral zu erfassenden sonstigen Ergebnisses
hinsichtlich seiner Veränderung und seines kumulierten Stands ist in Gliederungspunkt
V. "Erläuterungen zur Bilanz und zur Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGVermögenswerteDie Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtszeitraum resultiert
aus den saisonalen Schwankungen im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal.
Geld- und Wertpapieranlagen verzeichnen einen Rückgang, da diese im ersten Halbjahr
2016 teilweise fällig geworden sind und nicht wieder veranlagt wurden. Der Anstieg
der Vorräte begründet sich in dem weiter gestiegenen Geschäftsvolumen. EigenkapitalGewinnrücklagenIn der Hauptversammlung am 9. Juni 2016 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015
eine Dividende in Höhe von 1,40 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.
Die Dividendenauszahlung erfolgte am 10. Juni 2016. Das erfolgsneutral zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines
kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtszeitraum wie
folgt zusammen: scroll
scroll
SchuldenDer Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen
sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen auf die üblichen saisonalen Schwankungen
im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal zurückzuführen. Der Rückgang
in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten resultiert aus den gesunkenen Verbindlichkeiten
gegenüber Mitarbeitern. Diese waren zum 31. Dezember 2015 aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs
und der damit verbundenen erfolgsorientierten Vergütungsbestandteile der Mitarbeiter
angestiegen. Die Finanzverbindlichkeiten haben sich um die planmäßigen Tilgungen der bestehenden
Darlehen verringert. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGIm Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist der Rückgang des Cashflows aus betrieblicher
Tätigkeit im Wesentlichen durch die gestiegenen Auszahlungen für den Aufbau der Vorräte
sowie den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gekennzeichnet. Im Bereich der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum die fälligen Geld-
und Wertpapieranlagen nicht wieder investiert. Das geringere Akquisitionsvolumen führte
im Berichtszeitraum zu deutlich geringeren Auszahlungen als im Vorjahreszeitraum.
Die Einzahlungen der zu den langfristigen Forderungen aus Lieferung und Leistungen
gehörenden Zinserträge sind im operativen Cashflow ausgewiesen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird wesentlich durch die im Berichtszeitraum
vorgenommene Dividendenausschüttung bestimmt. Die Dividende für das Geschäftsjahr
2015 betrug 29.400 Tsd. €. Die Dividendensumme für das Geschäftsjahr 2014, die im
Vorjahr ausgezahlt wurde, betrug 25.200 Tsd. €. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres
erhöhten sich akquisitionsbedingt die Einzahlungen aus der Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten. VII. OPERATING-LEASINGVERHÄLTNISSEZum 30. Juni 2016 betrugen die zukünftigen Mindestleasingzahlungen aus Miet- und Leasingverträgen,
die nach IAS 17 als "Operating Lease" eingestuft sind, 74.049 Tsd. € (31. Dezember
2015: 75.048 Tsd. €). scroll
VIII. FINANCE-LEASINGVERHÄLTNISSEIn den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag Leasingforderungen
in Höhe von 12.683 Tsd. € (31. Dezember 2015: 16.159 Tsd. €). enthalten. Die Überleitung
der bilanzierten Nettoinvestition zur Bruttoinvestition unter Berücksichtigung der
Restwerte ist in folgender Tabelle dargestellt. scroll
Der Zinsanteil der Leasingzahlung entspricht dem noch nicht realisierten Finanzertrag.
In den Leasingforderungen sind keine Wertberichtigungen enthalten. IX. BEIZULEGENDER ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTENFinanzielle Vermögenswerte und Schulden (Finanzinstrumente) werden nach IFRS 7 in
Klassen zusammengefasst. Die Zuordnung der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen
Finanzinstrumente ist im vorliegenden Zwischenbericht analog zu der Zuordnung im Geschäftsbericht
2015. Nach IFRS 13 werden die Bewertungstechniken, abhängig von den wesentlichen Parametern,
auf denen die Bewertung basiert, in folgende drei Stufen eingeteilt: Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen
für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente
für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 sowie deren Bewertungsstufe nach
IFRS 13 einander gegenüber. scroll
Verwendete Abkürzungen für die Bewertungskategorien des IAS 39: KuF
= Kredite und Forderungen Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden
Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum
beizulegenden Zeitwert der Stufe 3. Die Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen
(Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen (IFRS 3.58). An der Berechnungsmethodik und
den Sensitivitäten erfolgten während des Berichtszeitraums keine wesentlichen Änderungen. Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen stellt sich wie folgt dar: scroll
scroll
Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 67 Tsd. € entfallen in voller Höhe auf
die zum 30. Juni 2016 bilanzierten in der Zukunft fälligen Zahlungen. X. SEGMENTINFORMATIONENFür die Aufstellung der Segmentinformationen gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss
zum Geschäftsjahr 2015. scroll
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Die Gesamtsegmentvermögenswerte sind nicht Bestandteil des internen Reportings, sodass
auf diese Anhangangabe gemäß IAS 34.16Agiv im Zwischenbericht verzichtet wird. XI. AKQUISITIONEN UND KAUFPREISALLOKATIONENNiederer Engineering AGMit Erwerbszeitpunkt 1. Januar 2016 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Niederer
Engineering AG in Abtwil, Kanton St. Gallen, erworben. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode
(IFRS 3.4 ff.) und ist noch als vorläufig zu werten (IFRS 3.45). Neben den bereits vom erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden,
deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurde dabei ein Kundenstamm
(665 Tsd. €) neu als identifizierbarer Vermögenswert angesetzt (IFRS 3.10 ff.) und
zu seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet (IFRS 3.18 ff.). Im Zuge der Aktivierung des Kundenstammes, der über fünf Jahre abgeschrieben wird,
wurden passive latente Steuern (133 Tsd. €) gebildet. Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen
Nettovermögens (602 Tsd. €) ein vorläufiger Unterschiedsbetrag in Höhe von 545 Tsd.
€, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und Firmenwert
wird steuerlich nicht anerkannt. Mit dem Erwerb der Niederer gewinnt Bechtle einen spezialisierten Berater und Dienstleister
rund um IT-Infrastrukturlösungen des Herstellers Hewlett Packard (HP). Neben Unternehmenskunden
betreut das Team von Niederer mehrere Fachhochschulen und Universitäten als "Higher
Education Partner" von HP. Der Unternehmenskaufvertrag zum Erwerb der Niederer Engineering AG enthält keine vom
zukünftigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens abhängige bedingte Kaufpreiszahlung. Die Anschaffungskosten (1.147 Tsd. €) führten zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen
zu berücksichtigen. scroll
XII. MITARBEITERDie Mitarbeiterzahlen stellen sich wie folgt dar: scroll
Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie
folgt auf: scroll
Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Elternzeit
und ohne Aushilfen) wie folgt auf: scroll
XIII. BESONDERE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMSMit Erwerbszeitpunkt 1. Juli 2016 hat Bechtle 100 Prozent der Geschäftsanteile der
als Holding agierenden SI Management AG in Mägenwil (Aargau, Schweiz) erworben. Die
SI Management AG hält ihrerseits 100 Prozent der Anteile an der Steffen Informatik
AG in Mägenwil (Aargau, Schweiz). Das 1989 gegründete IT-Systemhaus beschäftigt 120 Mitarbeiter an fünf Standorten.
Steffen Informatik bringt neben dem klassischen Systemhausgeschäft insbesondere Outsourcing,
Managed-Services-Kompetenzen und ein breites Spektrum an Cloud-Services ein. Dadurch
realisiert Bechtle eine kräftige Stärkung des eigenen Leistungsportfolios in strategisch
wichtigen Feldern. Steffen Informatik wiederum kann die starke Vertriebsorganisation
von Bechtle nutzen, um zusätzliches Wachstum im Servicegeschäft zu realisieren. Die Bilanzierung des Unternehmenskaufs wird unter Anwendung der Erwerbsmethode (IFRS
3.4 ff.) erfolgen. Die Bestimmung beziehungsweise Bewertung der erworbenen Vermögenswerte
und der übernommenen Schulden sowie der übertragenen Gegenleistung liegt aufgrund
der Kurzfristigkeit und Komplexität noch nicht vor (IFRS 3.B66). Entsprechende Wertangaben
werden voraussichtlich bis zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 auf vorläufiger
Basis (IFRS 3.45) vorliegen. Darüber hinaus sind nach Ende des Berichtszeitraums keine weiteren besonderen Ereignisse
bei Bechtle eingetreten. Neckarsulm, 10. August 2016 Bechtle AG Der Vorstand VERSICHERUNG DES VORSTANDSNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind. Neckarsulm, 10. August 2016 Bechtle AG Der Vorstand scroll
ANGABEN ZUR PRÜFERISCHEN DURCHSICHTDer vorliegende Zwischenbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen. Zukunftsbezogene AussagenDer vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung
der Bechtle AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen.
Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch
sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten,
die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten
abweichen. Rechnungslegung und Berichterstattung folgen den International Financial Reporting
Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Bei allen Prozentangaben im Bericht
sind gegenüber den genannten Beträgen in Millionen Euro Rundungsdifferenzen möglich.
Das Gleiche gilt bei Summen und Differenzen gegenüber den Einzelwerten. |
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