Bechtle AG

Neckarsulm

Zwischenbericht zum 30. Juni 2020

KONZERN-ZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Bechtle ist als IT-Komplettanbieter mit rund 75 Systemhäusern in der DACH-Region aktiv und zählt mit Tochtergesellschaften in 14 Ländern zu den führenden Onlinehändlern für Informationstechnologie in Europa. Mit dieser Kombination setzt Bechtle auf ein einzigartiges Geschäftsmodell, das IT-Dienstleistungen mit dem klassischen IT-Handelsgeschäft verbindet. Das 1983 gegründete Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm bietet seinen mehr als 70.000 Kunden aus Industrie und Handel, öffentlichem Dienst sowie dem Finanzsektor ein lückenloses, herstellerunabhängiges Angebot rund um die gesamte IT aus einer Hand.

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services reicht das Leistungsspektrum vom Vertrieb von Hard- und Software über Anwendungslösungen sowie Projektplanung und -durchführung, Systemintegration, Wartung und Schulung bis hin zum Angebot von Cloud Services oder zum Komplettbetrieb der Kunden-IT. Im zweiten Geschäftssegment, dem IT-E-Commerce, haben wir unser reines Handelsgeschäft gebündelt. Hier bieten wir unseren Kunden mit einer Mehrmarkenstrategie über Telefon und Internet Hardware sowie Standardsoftware an.

bechtle.com/portfolio

UMFELD

EU-weit stärkste Rückgänge seit 1945

IT-Branche unter Einfluss der COVID-19-Pandemie

Stimmungslage seit Mai allerdings verbessert

GESAMTWIRTSCHAFT

Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU war im ersten Halbjahr 2020 unter dem Einfluss der COVID-19-Pandemie und der Maßnahmen zu deren Bekämpfung stark rückläufig. Nach einer Prognose der Europäischen Kommission vom Juli 2020 ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2020 EU-weit um -3,2 % zurück. Im zweiten Quartal lag das Minus bei 13,1 %. Diese Entwicklung zeigte sich auch in den EU-Ländern mit Bechtle Präsenz, allerdings mit unterschiedlicher Ausprägung. Im ersten Quartal lagen die Werte zwischen einem Wachstum von +1,2 % in Irland bis hin zu Rückgängen von -5,3 % in Frankreich und Italien. Im zweiten Quartal zeigten alle Länder negative Wachstumsraten. Die Spanne reicht hier von -9,2 % in Polen bis -16,9 % in Spanien.

ec.europa.eu

In Deutschland waren die Rückgänge beim Wirtschaftswachstum nicht ganz so ausgeprägt wie in der gesamten EU. Im ersten Quartal lag das BIP-Wachstum bei -2,0 %, im zweiten Quartal bei -10,1 %.

ifo.de

Die Stimmungsindikatoren der deutschen Wirtschaft sind im März und April 2020 stark zurückgegangen. Seit Mai erholen sich die Werte aber wieder, wenn auch noch auf niedrigem Niveau. Nach 95,8 Punkten im Februar ging der Index bis April auf 74,3 Zähler zurück. Bis Juli erholte er sich dann wieder auf 90,5 Punkte. Dabei war die Erholung bei den Erwartungen für die nächsten Monate ausgeprägter als bei der Beurteilung der aktuellen Lage.

BRANCHE

gartner.de

Der IT-Markt zeigte im ersten Halbjahr 2020 zwei Gesichter. Auf der einen Seite war die COVID-19-Pandemie auch hier spürbar und zeigte sich beispielsweise in der Verschiebung von Projekten. Auf der anderen Seite stand eine hohe Nachfrage nach Endgeräten zur Ausstattung der Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiteten. Laut dem Marktforschungsinstitut Gartner sind die Stückzahlen verkaufter PCs in EMEA im zweiten Quartal um 20 % gestiegen.

Die Entwicklung des ifo-Geschäftsklimaindex für IT-Dienstleister verlief parallel zur Gesamtwirtschaft. Vom Februar mit 34,6 Punkten ging es bis April steil bergab auf -20,7 Zähler. Seit Mai setzte eine Erholung ein, die im Juli wieder auf ein Niveau von 13,1 Punkten führte.

GESAMTEINSCHÄTZUNG

Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa war im ersten Halbjahr 2020 von der COVID-19-Pandemie geprägt. Die Rückgänge beim BIP sind die schwersten seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Allerdings sind die Stimmungsindikatoren seit Mai wieder im Aufwind.

Der IT-Markt konnte sich dieser gesamtwirtschaftlichen Lage nicht entziehen. Gleichwohl scheint er nicht ganz so hart von der Krise getroffen worden zu sein wie andere Branchen. Das zeigte sich auch an dem hohen Anstieg der PC-Verkäufe im ersten Halbjahr. Und auch hier hat sich die Stimmung unter den deutschen IT-Dienstleistern seit Mai wieder gebessert.

In dem beschriebenen Marktumfeld hat sich Bechtle gut entwickelt. Im zweiten Quartal gingen die Wachstumsraten erwartungsgemäß spürbar zurück. Angesichts der Rahmenbedingungen ist es aber als Erfolg zu werten, überhaupt von Wachstum reden zu können. Bechtle liegt damit deutlich über dem Gesamtmarkt und gewinnt somit stetig weiter Marktanteile.

Die Bechtle AG veröffentlicht keine Prognosen für einzelne Quartale, insofern erübrigt sich ein Vergleich von Ist- mit Planzahlen. Gleichwohl können wir sagen, dass die Wachstumsraten wie auch die Margenentwicklung der ersten sechs Monate trotz der krisenbedingten Verwerfungen im Rahmen unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2020 liegen.

ERTRAGSLAGE

Umsatzwachstum bei 6,6 %

Unterschiedliche Entwicklung in Segmenten und Regionen

EBT-Marge leicht über Vorjahr

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Bechtle geht beim Verkauf von IT-Produkten und bei der Erbringung von Dienstleistungen sowohl kurzfristige als auch über einen längeren Zeitraum laufende Vertragsverhältnisse ein. Das Segment IT-E-Commerce ist fast vollständig durch den Abschluss reiner Handelsgeschäfte mit kurzen Bestell-und Lieferzeiten gekennzeichnet. Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services haben Projektgeschäfte Laufzeiten von einigen Wochen bis zu einem Jahr. Vor allem in den Bereichen Managed Services und Cloud Computing schließt Bechtle mit den Kunden Rahmen- und Betriebsführungsverträge ab, deren Laufzeiten meist mehrere Jahre betragen.

Im ersten Halbjahr 2020 lag der Auftragseingang bei rund 2.649 Mio. € und damit rund 8 % über Vorjahr (2.457 Mio. €). Der Zuwachs auf 1.725 Mio. € (Vorjahr: 1.568 Mio. €) im Segment IT-Systemhaus & Managed Services betrug 10 %. Im Segment IT-E-Commerce lag der Auftragseingang mit 924 Mio. € (Vorjahr: 889 Mio. €) um fast 4 % über Vorjahr.

Der Auftragsbestand lag zum 30. Juni bei 796 Mio. € (Vorjahr: 687 Mio. €). Davon entfallen 644 Mio. € (Vorjahr: 565 Mio. €) auf das Segment IT-Systemhaus & Managed Services sowie 152 Mio. € (Vorjahr: 122 Mio. €) auf das Segment IT-E-Commerce.

UMSATZENTWICKLUNG

Im ersten Halbjahr 2020 konnte Bechtle trotz der COVID-19-Pandemie den Umsatz um sehr gute 6,6 % auf 2.666,2 Mio. €. steigern. Die Dynamik ging im zweiten Quartal allerdings wie prognostiziert aufgrund der Auswirkungen der Pandemie zurück. Im ersten Quartal lag das Umsatzwachstum bei 9,3 % und im zweiten Quartal bei 3,9 %. Die organischen Wachstumszahlen zeigten eine ähnliche Entwicklung mit 8,2 % und 2,4 %. Damit liegt das organische Umsatzwachstum über beide Berichtsquartale bei 5,3 %.

Im Ausland waren die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einschränkungen aufgrund von Corona zum Teil deutlich stärker als im Inland. Insoweit entwickelten sich auch in der regionalen Betrachtung die inländischen Gesellschaften im ersten Halbjahr mit 7,9 % besser als die ausländischen Gesellschaften mit 4,5 %. Rein organisch lag das Umsatzwachstum im Inland bei 7,2 %o. Auch im zweiten Quartal lag das Wachstum im Inland mit 5,4 % höher als im Ausland mit 1,4 %o.

Das Segment IT-Systemhaus & Managed Services steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 9,8 % auf 1.753,1 Mio. € (Vorjahr: 1.597,1 Mio. €). Die organische Wachstumsrate lag bei 7,7 %o. Im zweiten Quartal konnten die Systemhäuser in Österreich und der Schweiz besonders eindrucksvoll zulegen, und zwar um 33,1 % beziehungsweise organisch um 22,8 %. Getragen wurde das Wachstum unter anderem von einer hohen Nachfrage der öffentlichen Auftraggeber.

Im Segment IT-E-Commerce lag das Umsatzwachstum in den ersten sechs Monaten bei 1,0 %, der Umsatz stieg von 903,7 Mio. € auf 913,1 Mio. €. Die ausländischen Gesellschaften verspürten die Auswirkungen der Pandemie besonders stark im zweiten Quartal mit einem Rückgang von -8,3 %. Im Inland lag der Umsatz in diesem Zeitraum bei -0,1 % und damit in etwa auf Vorjahresniveau.

UMSATZ - KONZERN UND SEGMENTE

in Tsd. €

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H1/2020 Hl/2019 Veränderung Q2/2020 Q2/2019 Veränderung
Konzern 2.666.190 2.500.752 +6,6 % 1.310.516 1.260.804 +3,9 %
Inland 1.669.497 1.546.806 +7,9 % 840.749 797.727 +5,4 %
Ausland 996.693 953.946 +4,5 % 469.767 463.077 + 1,4 %
IT-Systemhaus & Managed Services 1.753.059 1.597.053 +9,8 % 893.943 814.834 +9,7 %
IT-E-Commerce 913.131 903.699 + 1,0 % 416.573 445.970 -6,6 %

Der Umsatz je Mitarbeiter im Konzern ist im Halbjahr mit durchschnittlich 10.886 Voll- und Teilzeitkräften von 258 Tsd. € auf 245 Tsd. € gesunken. Im Bereich IT-Systemhaus & Managed Services lag der Umsatz je Mitarbeiter bei 205 Tsd. €, nach 213 Tsd. € im Vorjahr. Im Segment IT-E-Commerce verringerte sich der Umsatz pro Mitarbeiter von 414 Tsd. € auf 390 Tsd. €. Hintergrund für diese Entwicklung ist der vor allem zum Quartalsende wieder stärkere Mitarbeiteraufbau bei gleichzeitig coronabedingt gebremstem Umsatzwachstum.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Die Umsatzkosten stiegen von Januar bis Juni 2020 mit 5,7 % etwas geringer als der Umsatz. Der Materialaufwand ist mit 4,3 % nur unterproportional gestiegen. Grund sind ein höherer Dienstleistungsanteil und gestiegene Bonuszahlungen der Hersteller. Die Erhöhung der Personalaufwendungen innerhalb der Umsatzkosten um 25,0 % ist auf die Qualifizierung zahlreicher Mitarbeiter im Vorjahr zurückzuführen, die Gehaltserhöhungen zur Folge hatten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um -17,2 % zurückgegangen. Hier hat sich der coronabedingte Rückgang der Kosten ausgewirkt, vor allem bei den Reise- und Kfz-Kosten. Die Bruttomarge erreichte 15,0 %, nach 14,3 % im Vorjahr. Das Bruttoergebnis lag mit 399,4 Mio. € um 11,8 % über dem Vorjahr (357,2 Mio. €).

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten entwickelten sich im ersten Halbjahr unterschiedlich. Die Vertriebskosten sind mit 5,7 % leicht unterproportional auf 155,2 Mio. € angewachsen, nach 146,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Quote sank von 5,9 % auf 5,8 %. Die Verwaltungskosten stiegen überproportional um 14,8 % von 123,3 Mio. € auf 141,5 Mio. €. Hintergrund sind insbesondere im ersten Quartal vorgenommene Wertberichtigungen auf Forderungen im Vorgriff auf mögliche wirtschaftliche Folgen der COVID-19-Pandemie, die sich im sonstigen betrieblichen Aufwand zeigen. Die Verwaltungskostenquote erhöhte sich von 4,9 % auf 5,3 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 9,5 Mio. € deutlich unter dem Vorjahr (16,4 Mio. €). Hier war im Vorjahr noch ein einmaliger positiver Sondereffekt in Höhe von 4,4 Mio. € enthalten. Außerdem sind die Marketingzuschüsse der Hersteller aufgrund ausgefallener Veranstaltungen geringer als im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Vorjahresvergleich um 13,1 % von 141,6 Mio. € auf 160,1 Mio. €. Die EBITDA-Marge liegt damit bei 6,0 % (Vorjahr: 5,7 %). Im zweiten Quartal stieg die Marge gegenüber dem Vorjahr von 6,1 % auf 6,4 %.

Die Abschreibungen sind akquisitionsbedingt sowie aufgrund von im Vorjahr in Anspruch genommenen Erleichterungen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 um 25,3 % angestiegen und lagen bei 47,9 Mio. €. Den größten Anteil hieran haben nach wie vor die Abschreibungen auf Sachanlagen, die von 31,9 Mio. € auf 40,2 Mio. € gewachsen sind.

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) konnte um 8,5 % auf 112,2 Mio. € zulegen (Vorjahr: 103,3 Mio. €). Die Marge liegt mit 4,2 % leicht über Vorjahr (4,1 %).

Das Finanzergebnis lag bei -3,1 Mio. €, sodass der Konzern im ersten Halbjahr 2020 ein Vorsteuerergebnis (EBT) von 109,1 Mio. € erzielte, 8,3 % über Vorjahr (100,7 Mio. €). Die EBT-Marge liegt bei 4,1 %, nach 4,0 % im Vorjahr. Im zweiten Quartal hielt die EBT-Marge ihr Niveau von 4,4 %.

Der Einmaleffekt aus dem Vorjahr in Höhe von 4,4 Mio. € konnte trotz der coronabedingten Belastungen damit komplett kompensiert werden.

Der Steueraufwand stieg in den Berichtsquartalen um 6,7 % auf 31,8 Mio. €. Die Steuerquote lag bei 29,2 %, nach 29,6 % im Vorjahr.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 9,0 % von 70,9 Mio. € auf 77,3 Mio. €. Die Nettoum-satzrendite lag damit bei 2,9 % (Vorjahr: 2,8 %). Auf Basis von 42 Millionen Aktien stieg das Ergebnis je Aktie (EPS) auf 1,84 € (Vorjahr: 1,69 €). Im zweiten Quartal lag das EPS bei 0,97 €, ein Plus von 4,1 % gegenüber dem Vorjahr (0,93 €).

In der Segmentbetrachtung stellt sich die Ergebnissituation wie folgt dar:

Das EBIT im Segment IT-Systemhaus & Managed Services wuchs im ersten Halbjahr 2020 um 19,8 % auf 72,7 Mio. € (Vorjahr: 60,6 Mio. €). Die EBIT-Marge stieg von 3,8 % im Vorjahr auf 4,1 %. Ursache für diese Entwicklung war der unterproportionale Anstieg des Materialaufwands. Hier wirken sich zum einen die höhere Nachfrage der Kunden nach Dienstleistungen sowie gestiegene Bonuszahlungen der Hersteller aus. Auch der bereits erwähnte Rückgang beim sonstigen betrieblichen Aufwand ist in diesem Segment stärker spürbar, da es naturgemäß hier zu mehr Dienstreisen kommt.

Das Segment IT-E-Commerce erwirtschaftete im Halbjahr ein EBIT von 39,5 Mio. €, ein Rückgang von 7,5 % gegenüber Vorjahr (42,7 Mio. €). Die Marge ging von 4,7 % auf 4,3 % zurück. Dieses Segment war vor allem im zweiten Quartal sehr viel stärker von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie betroffen, auch aufgrund seiner internationalen Präsenz. Ländermärkte außerhalb der Dach-Region, insbesondere der in diesem Segment wichtigste Markt Frankreich waren stark unter Druck. Das Wachstum der Deckungsbeiträge reichte nicht aus, um die Fixkosten zu kompensieren. Außerdem haben sich Einsparungen bei Kfz- und Reisekosten in diesem Segment bei weitem nicht so stark ausgewirkt.

EBIT - KONZERN UND SEGMENTE

in Tsd. €

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H1/2020 H1/2019 Veränderung Q2/2020 Q2/2019 Veränderung
Konzern 112.167 103.337 +8,5 % 59.540 57.059 +4,3 %
IT-Systemhaus & Managed Services 72.662 60.641 + 19,8 % 40.173 34.271 + 17,2 %
IT-E-Commerce 39.505 42.696 -7,5 % 19.367 22.788 -15,0 %

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

Bilanz zeigt finanzielle Stärke

Deutlicher Forderungsabbau führt zu verbessertem Cashflow

Die Bilanzsumme des Bechtle Konzerns lag zum Stichtag 30. Juni 2020 bei 2.448,5 Mio. € und damit 2,2 über dem Wert vom 31. Dezember 2019 (2.394,7 Mio. €).

ENTWICKLUNG DER AKTIVA

Die langfristigen Vermögenswerte stiegen um 10,8 % von 846,4 Mio. € auf 938,0 Mio. €. Die Geschäftsund Firmenwerte erhöhten sich akquisitionsbedingt um 46,1 Mio. € auf 443,7 Mio. €. Auch das Sachanlagevermögen nahm hauptsächlich aufgrund der Akquisitionen um 9,6 % auf 307,7 Mio. € zu. Die Anlagenintensität steigerte sich von 35,3 % auf 38,3 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 37,8 Mio. € auf 1.510,5 Mio. €. Zwar stiegen die Vorräte um 104,7 Mio. € auf 390,2 Mio. €. Gründe hierfür sind zum einen reservierte Bestände von Großprojekten und zum anderen ein höherer Warenbestand, der aufgrund der erwarteten Lieferengpässe bevorratet wurde. Dafür verringerten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 120,1 Mio. €. Die durchschnittliche Außenstandsdauer unserer Forderungen (DSO) hat sich in den ersten sechs Monaten 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 42,1 Tagen auf 41,9 Tage verbessert. Die liquiden Mittel inklusive Wertpapieranlagen sind aufgrund der Dividendenzahlung sowie der getätigten Akquisitionen von 272,2 Mio. € auf 236,8 Mio. € gesunken. Einschließlich freier Kreditlinien verfügt Bechtle insgesamt über eine Liquiditätsreserve in Höhe von 385,6 Mio. €.

Das Working Capital konnten wir weiter optimieren. Zwar hat es sich zum Stichtag 30. Juni 2020 gegenüber dem Jahresende aufgrund der durch coronabedingten Bevorratung sowie Projektverschiebungen gestiegenen Vorräte und niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 682,5 Mio. € erhöht. Im Vorjahresvergleich ist es allerdings um 3,1 % gesunken. In Relation zum Umsatz sank das Working Capital damit von 28,2 % im Vorjahreszeitraum auf 25,6 % zum 30. Juni 2020.

ENTWICKLUNG DER PASSIVA

Die langfristigen Schulden lagen zum 30. Juni 2020 mit 631,7 Mio. € um 65,0 Mio. € über dem Niveau vom 31. Dezember 2019. Grund dafür ist vor allem der Anstieg der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 57,4 Mio. €. Die Erhöhung auf 431,3 Mio. € ist primär auf die Kreditaufnahme für die Akquisitionsfinanzierung zurückzuführen.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 41,5 Mio. € auf 771,6 Mio. €. Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gingen unter anderem durch das niedrigere Geschäftsvolumen von 406,8 Mio. € auf 356,3 Mio. € zurück. Die sonstigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 12,3 % auf 203,4 Mio. €. Hintergrund sind die geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Personal aufgrund der im ersten Quartal ausgezahlten variablen Vergütungsbestandteile. Die Vertragsverbindlichkeiten stiegen vor allem akquisitionsbedingt um 15,9 % auf 122,1 Mio. € an.

Das Eigenkapital stieg zum 30. Juni 2020 von 1.014,8 Mio. € auf 1.045,2 Mio. €. Unsere Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht von 42,4 % am Jahresende 2019 auf 42,7 % zum Stichtag.

Die annualisierte Rendite auf das Eigenkapital ist von 17,1 % zum 30. Juni 2019 auf nun 16,1 % gesunken.

Der Anlagendeckungsgrad ging auf hohem Niveau von 119,9 % auf 111,4 % zurück. Die Nettoverschuldung des Konzerns beträgt 219,5 Mio. € zum Stichtag nach 115,5 Mio. € zum 31. Dezember 2019. Der Verschuldungsgrad liegt mit 134,3 % leicht unter dem Niveau zum Ende des Geschäftsjahres 2019 mit 136,0 %.

BILANZKENNZAHLEN DES BECHTLE KONZERNS

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30.06.2020 31.12.2019
Bilanzsumme Mio. € 2.488,5 2.394,7
Liquide Mittel inkl. Geld- und Wertpapieranlagen Mio. € 236,8 272,2
Eigenkapital Mio. € 1.045,2 1.014,8
Eigenkapitalquote % 42,7 42,4
Anlagendeckungsgrad % 111,4 119,9
Nettoverschuldung Mio. € 219,5 115,5
Verschuldungsgrad % 134,3 136,0
Working Capital Mio. € 682,5 647,7

ENTWICKLUNG DES CASHFLOWS

Die von Januar bis Juni 2020 aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschafteten Nettozahlungsmittel erhöhten sich nach -14,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 39,3 Mio. €. Der Mittelabfluss aus dem Aufbau der Vorräte erhöhte sich um 25,9 Mio. € auf 105,2 Mio. € (Vorjahr: 79,3 Mio. €). Auch der Mittelabfluss für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich und lag bei 52,1 Mio. € nach 25,8 Mio. € im Vorjahr. Positiv ausgewirkt hat sich die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach einem Mittelabfluss von 10,6 Mio. € im Vorjahr konnten wir zum 30. Juni 2020 einen Mittelzufluss von 98,4 Mio. € verbuchen. Auch im zweiten Quartal entwickelte sich der operative Cashflow positiv und lag bei 16,6 Mio. € (Vorjahr: 7,6 Mio. €).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag nach -52,3 Mio. € im Vorjahr bei -111,7 Mio. €. Grund dafür sind vor allem die Auszahlungen für Akquisitionen sowie Auszahlungen für den Erwerb von Geld - und Wertpapieranlagen.

Der Cashflow aus Finanztätigkeit beträgt -3,6 Mio. €, nach -60,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Grund für den Rückgang ist die Neuaufnahme von Finanzverbindlichkeiten.

Der Free Cashflow hat sich von Januar bis Juni 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verbessert. Er liegt bei -32,8 Mio. €, nach -72,7 Mio. € im Vorjahr.

MITARBEITER

Aus- und Weiterbildung auch in Krisenzeiten

Belegschaft wächst kontinuierlich

Der Bechtle Konzern beschäftigte zum Stichtag 30. Juni 2020 insgesamt 11.955 Mitarbeiter, davon 654 Auszubildende. Im Vergleich zum 30. Juni 2019 hat sich die Zahl der Beschäftigten damit um 1.040 Personen erhöht, ein Plus von 9,5 %. Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist sowohl auf Akquisi-tionen als auch auf Neueinstellungen zurückzuführen.

Im Segment IT-Systemhaus & Managed Services stieg die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr um 11,1 %. Mit einem Plus von 23,0 % war der Mitarbeiterzuwachs im Ausland stärker als im Inland. Hier wirken sich die in den vergangenen Monaten getätigten Akquisitionen spürbar aus. Das Segment IT-E-Commerce verzeichnete einen Zuwachs der Belegschaft um 4,0 %, wobei die ausländischen Gesellschaften etwas stärker wuchsen als die inländischen Gesellschaften.

Mit insgesamt 3.168 Personen arbeitete zum 30. Juni 2020 über ein Viertel der Belegschaft im Ausland.

Von Januar bis Juni 2020 belief sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Konzern auf 11.825. Das sind 1.289 Beschäftigte mehr als im Vorjahreszeitraum, ein Zuwachs um 12,2 %.

Der Personal- und Sozialaufwand lag im Zeitraum Januar bis Juni 2020 mit 401,4 Mio. € um 15,1 % über dem Vorjahreszeitraum (348,7 Mio. €). Die Aufwandsquote stieg von 13,9 % auf 15,1 %. Hintergrund sind zahlreiche im Vorjahr durchgeführte Qualifizierungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter. Der Personal- und Sozialaufwand je Mitarbeiter betrug im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 10.886 (Vorjahr: 9.699) Voll- und Teilzeitarbeitskräften 36,9 Tsd. €, nach 36,0 Tsd. € im Vorjahr.

Auch bei Bechtle wurde mit dem Beginn der coronabedingten Kontaktbeschränkungen Mitte März verstärkt von zu Hause aus gearbeitet. Die Umstellung verlief reibungslos, zeitweise arbeiteten rund 90 % der Kolleginnen und Kollegen zu Hause. Seit Anfang Mai begann die kontrollierte Rückkehr ins Büro unter Einhaltung aller Hygienevorschriften.

In einigen wenigen Bereichen beziehungsweise Gesellschaften mussten wir im zweiten Quartal zum Instrument der Kurzarbeit greifen. Es waren aber immer unter 10 % der Bechtle Mitarbeiter, die von Kurzarbeit betroffen waren. Die meisten sind mittlerweile auch wieder aus der Kurzarbeit zurück. Bechtle stockte zudem das Kurzarbeitergeld freiwillig auf 90 % des Gehalts auf, um seine Mitarbeiter vor größeren finanziellen Einbußen zu bewahren.

Die COVID-19-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf unsere Personalarbeit. Im Januar und Februar fanden in der Konzernzentrale noch Recruitingevents wie Schulbesuche und Infotage statt. Als im März sämtliche Präsenzveranstaltungen konzernweit abgesagt wurden, startete Bechtle eine an Absolventen und Berufseinsteiger gerichtete virtuelle Meet-up Reihe mit verschiedenen Themen, um die Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten im Unternehmen aufzuzeigen. Auch der Girls' Day fand dieses Jahr virtuell statt. Außerdem nahm Bechtle an der virtuellen Messe der DHBW Mosbach und Heilbronn teil.

Die Bewerberzahlen gingen zum Beginn der Pandemie zunächst stark zurück, stiegen zuletzt aber wieder kräftig an. Im Juni bewarben sich rund 2.900 Interessierte bei der Bechtle AG, so viele wie nie zuvor in einem Monat. Bereits das sechste Jahr in Folge wurde Bechtle in der IT-Branche mit dem "Best Recruiter" Siegel ausgezeichnet. Es wird an Unternehmen mit einer außergewöhnlichen Performance im Bereich der Mitarbeitergewinnung verliehen.

Mit einem vielfältigen Angebot an Seminaren, Webinaren und E-Learning-Kursen investiert Bechtle regelmäßig in die Weiterbildung aller Mitarbeiter. Die Themen reichen von Präsentationsmethoden über Projektmanagement bis hin zu Produktschulungen. An der Bechtle Akademie fanden im Januar und Februar des laufenden Geschäftsjahres 163 Veranstaltungen mit insgesamt 2.271 Teilnehmern statt. Ab März wurden die Präsenzseminare soweit möglich auf virtuelle Webinare umgestellt. E-Learning Kurse haben sich während der COVID-19-Pandemie besonders bewährt. Im ersten Halbjahr 2020 wurde dieses Angebot der internen Fortbildung 22.422 mal genutzt. Das regelmäßig stattfindende Traineeprogramm speziell für Absolventen und Quereinsteiger schlossen 20 Teilnehmer erfolgreich ab, 14 neue Trainees starteten im ersten Halbjahr 2020.

Das Junior Management Programm und das General Management Programm beendeten im ersten Halbjahr 2020 je 18 Teilnehmer. Beide Programme haben unter anderem zum Ziel, Führungskompetenzen zu vermitteln und auszubauen und damit sicherzustellen, auch in Zukunft strategisch wichtige Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen zu können. Sowohl das Junior Management Programm als auch das General Management Programm sind Bestandteil der neuen Führungsleitlinien der Bechtle AG, die bei der diesjährigen Strategietagung im Februar vorgestellt wurden.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt Bechtle keine eigene Forschung. Entwicklungsleistungen für Softwarelösungen und Applikationen werden jedoch sowohl zu eigenen Zwecken als auch im Rahmen von individuellen Kundenprojekten erbracht. Ebenso wird Software zur Abdeckung von speziellen Branchenanforderungen entwickelt und modular angeboten. Im Geschäftsbereich Software und Anwendungslösungen ist es Teil des Angebots, zum Beispiel bei SharePoint-oder ERP-Projekten, Software im Kundenauftrag zu konzipieren, zu entwickeln und zu implementieren. Der Umfang der Entwicklungsleistungen war im Berichtszeitraum in Relation zum Umsatz der gesamten Gruppe unwesentlich.

CHANCEN UND RISIKEN

Strategie und Unternehmensführung des Bechtle Konzerns sind langfristig angelegt, sodass die Chancen und Risiken für die kommenden Monate grundsätzlich identisch mit den im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichten Angaben sind. Allerdings wirken sich die im ersten Quartal 2020 ausgebrochene COVID-19-Pandemie und ihre weltweiten gesamtwirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen auch im Geschäft der Bechtle AG aus. Aus diesem Grund konkretisieren wir die im Geschäftsbericht 2019 veröffentlichten Angaben zu Chancen und Risiken wie folgt:

Als Marktteilnehmer im IT-Markt unterliegt Bechtle der Branchenkonjunktur sowie der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Das Risiko einer konjunkturellen Eintrübung hat sich durch die COVID-19-Pandemie tatsächlich konkret materialisiert. Die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsprognosen sind weltweit und in Europa eingebrochen. Es hat sich aber auch gezeigt, dass die Schadenshöhe durch den Eintritt dieses gesamtwirtschaftlichen Risikos bei der Bechtle AG - soweit man überhaupt von Schaden sprechen kann - limitiert ist. Sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis konnte Bechtle im ersten Halbjahr 2020 positive Wachstumsraten erzielen und zeigt damit keine größeren krisenbedingt negativen Effekte. Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das zweite Halbjahr 2020 und für 2021 sind wieder positiv, sodass das Risiko im weiteren Verlauf eher noch weniger Auswirkungen haben sollte. Als neues Risiko ist nun allerdings das einer sogenannten zweiten Welle von COVID-19 hinzugekommen. Sollte ein solches Risiko eintreten - mit allen Folgeerscheinungen wie einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lockdown - dann müsste davon ausgegangen werden, dass die Schadenshöhe auch bei Bechtle spürbarer wäre als bislang.

Infolge der COVID-19-Pandemie hat sich auch die Betrachtung der Chancen der Bechtle AG leicht geändert. Die Situation der Pandemie führte vor allem zum Ende des ersten Quartals zu einer erhöhten Nachfrage an Home-Office-Equipment, was zu einem Umsatzwachstum in diesem Bereich führte. In der Folge ist auch die Nachfrage nach Dienstleistungen rund um die Optimierung der neu gewachsenen Strukturen gestiegen. Bechtle konnte aufgrund seines breiten Portfolios, aber auch aufgrund der gerade in Krisenzeiten sehr gefragten finanziellen Solidität neue Kunden gewinnen sowie das Geschäft mit Bestandskunden ausbauen und so die Positionierung als verlässlicher Partner seiner Kunden weiter festigen. Durch die Notwendigkeit, Mitarbeitern das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen, hat sich auch der Trend zur Digitalisierung und die Wahrnehmung der IT und ihrer Relevanz erhöht. Gerade in diesen Krisenzeiten wurde deutlich, wie wichtig es ist, einen verlässlichen IT-Partner mit breitem Portfolio zu haben. Aus dieser Situation ergeben sich Chancen für Bechtle, mittel- bis langfristig Umsatzwachstum zu generieren und den Marktanteil sowie die Kundenbindung weiter auszubauen.

AKTIE

Aktie erreicht Allzeithoch

Virtuelle Hauptversammlung erfolgreich durchgeführt

Dividende steigt auf 1,20 €

Die COVID-19-Pandemie bescherte dem Kapitalmarkt ein selten schwieriges erstes Halbjahr 2020. Bis Mitte Februar verzeichneten die deutschen Leitindizes steigende Werte und erreichten sogar neue Höchststände. Mit Ausweitung der Pandemie und den damit verbundenen weltweiten Lock-downs folgte ein dramatischer Rückgang. Der DAX brach innerhalb eines Monats um fast 40 % ein und auch MDAX und TecDAX mussten ähnlich starke Verluste hinnehmen. Mit der Aufhebung vieler Lockdown-Maßnahmen und den von den Regierungen beschlossenen staatlichen Hilfsmaßnahmen erholten sich die Kurse bis zum Ende des ersten Halbjahres jedoch erstaunlich schnell. Der DAX schloss am 30. Juni 2020 mit einem Minus von 7,1 %o, der MDAX verlor 8,7 %. Besonders gefragt waren bei den Anlegern Tech-Aktien. So büßte der TecDAX im ersten Halbjahr letztendlich nur 2,0 % ein.

Auch die Bechtle Aktie erlebte ein turbulentes erstes Halbjahr 2020. Der Kurs kletterte zunächst kontinuierlich und erreichte im Februar immer wieder neue Höchstwerte. Die Marktkapitalisierung von Bechtle überschritt am 5. Februar 2020 erstmals die Schwelle von 6 Mrd. €. Mit der Ausbreitung der Corona-Krise verlief dann parallel zum globalen Aktienmarkt der Kursrutsch unserer Papiere auf den Tiefststand bei 85,05 € am 18. März. Nach Erreichen der Talsohle erfolgte ein ebenso rasanter Kursanstieg, der sogar zu neuen Höchstwerten bei rund 135 € führte. Mit Veröffentlichung der Geschäftszahlen zum ersten Quartal Mitte Mai stieg der Kurs weiter und pendelte sich in den letzten Wochen des zweiten Quartals zwischen 148 und 158 € ein. Ein neues Allzeithoch erreichte die Bechtle Aktie am 29. Mai bei 158,50 €. Mit einem Schlusskurs von 157,00 € am 30. Juni verzeichnete die Bechtle Aktie im bisherigen Jahresverlauf ein starkes Plus von 25,4 % und liegt damit deutlich vor den Auswahlindizes.

Im ersten Halbjahr 2020 wurden börsentäglich im Schnitt 156.811 Aktien gehandelt. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 115.453 Aktien. Der Tagesumsatz lag mit durchschnittlich 20.172.898 € doppelt so hoch wie im Vorjahr. Im Juni-Ranking der Deutschen Börse rückte Bechtle beim Börsenumsatz im MDAX auf Platz 66 vor (Vorjahr: Platz 78), im TecDAX auf Platz 15 (Vorjahr: Platz 19). Durch die positive Kursentwicklung erhöhte sich auch die Marktkapitalisierung deutlich; sie lag zum 30. Juni bei 6.594,0 Mio. €. Im Börsenranking belegte das Unternehmen damit im MDAX Platz 48 (Vorjahr: Platz 63), im TecDAX Platz 8 (Vorjahr: Platz 11).

HANDELSDATEN DER BECHTLE AKTIE

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H1/2020 H1/2019 H1/2018 H1/2017 H1/2016
Schlusskurs Halbjahresende 157,00 101,00 66,10 56,30 47,21
Performance % +25,4 +48,9 -4,9 + 13,8 +7,2
Höchstkurs (Schlusskurs) 158,50 110,60 77,75 58,10 51,00
Tiefstkurs (Schlusskurs) 85,05 62,30 63,85 46,50 36,85
Marktkapitalisierung - total1 Mio. € 6.594,0 4.242,0 2.776,2 2.362,5 1.982,8
Ø Umsatz je Handelstag2 Stück 156.811 115.453 76.370 28.971 35.631
Ø Umsatz je Handelstag2 20.172.898 10.002.420 5.443.012 2.989.478 3.111.967

Kursdaten Xetra

1 Stand: 30. Juni
2 Alle deutschen Börsen

Die jährliche Hauptversammlung der Bechtle AG konnte aufgrund der COVID-19-Pandemie dieses Jahr erstmals nicht als Präsenzveranstaltung stattfinden. Stattdessen nutzte Bechtle die durch das COVID-19-Gesetz geschaffene Möglichkeit einer virtuellen Hauptversammlung. Diese fand am 27. Mai 2020 am Firmensitz der Bechtle AG in Neckarsulm statt. Die Aktionäre oder deren Bevollmächtigte konnten die Hauptversammlung über ein Online-Portal live verfolgen und dort auch ihre Aktionärsrechte ausüben. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse. In der Spitze zählten wir 350 Teilnehmer. Rund 79 % des Grundkapitals haben sich an der Abstimmung im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung beteiligt. Das ist etwa der gleiche Wert wie bei einer Präsenz-Hauptversammlung. Alle Tagesordnungspunkte wurden mit großer Mehrheit beschlossen.

Die Hauptversammlung stimmte unter anderem der von Vorstand und Aufsichtsrat der Bechtle AG für das Geschäftsjahr 2019 vorgeschlagenen Dividende von 1,20 € pro Aktie zu. Im Vorjahr schüttete die Bechtle AG eine Dividende von 1,00 € aus. Die Auszahlung pro Anteilsschein erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 20 Eurocent. Auf Basis der Dividendenzahlung von 50,4 Mio. € wurden 29,6 % des Konzernergebnisses nach Steuern an die Aktionäre ausgeschüttet. Es ist die insgesamt 14. Erhöhung der Regeldividende und die zehnte in Folge. Damit setzt sich die seit dem Börsengang im Jahr 2000 auf Kontinuität ausgerichtete aktionärsfreundliche Dividendenpolitik der Bechtle AG auch in diesem Jahr fort. Bezogen auf den Halbjahresschlusskurs liegt die Dividendenrendite bei 0,8 %.

DIVIDENDE

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2020 2019 2018
Dividende 1,20 1,00 0,90
Ausschüttungsquote % 29,6 30,6 33,0
Dividendenrendite1 % 0,8 1,0 1,4

1 Stand: 30. Juni

PROGNOSE

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung unter Corona-Einfluss

Aussichten für 2021 positiv

Bechtle bekräftigt Prognose für 2020

GESAMTWIRTSCHAFT

ec.europa.eu

Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU wird laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission vom 30. Juni 2020 in den nächsten Monaten wieder deutlich positiver sein als im ersten Halbjahr. Das Wachstum soll im dritten Quartal bei +8,2 % und im vierten Quartal bei +3,2 % liegen. Bei den EU-Ländern mit Bechtle Präsenz liegen die Wachstumserwartungen für das dritte Quartal innerhalb einer Spanne von -1,5 % in Irland bis +14,7 % in Frankreich und im vierten Quartal von +2,1 % in Polen bis +5,2 % in Italien. Für das Gesamtjahr 2020 wird EU-weit ein BIP von -8,3 % erwartet. Im kommenden Jahr soll das BIP in der EU mit +5,8 % dann aber wieder stark zulegen.

Auch in Deutschland soll sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr wieder erholen. Nach einem nicht ganz so starken Einbruch im zweiten Quartal ist allerdings auch der Aufwärtstrend weniger ausgeprägt als in der EU. Im dritten Quartal soll das BIP um +4,5 % zulegen und im vierten Quartal um +3,2 %, so die Europäische Kommission. Für das Gesamtjahr 2020 soll das BIP bei -6,3 % liegen, 2021 dann aber wieder bei +5,3 %.

BRANCHE

eito.com

Der deutsche IT-Markt soll laut aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts EITO 2020 um -4,0 % zurückgehen. Den geringsten Rückgang mit -1,0 % sieht EITO bei Hardwareumsätzen. Gestützt wird dieses Segment von einer hohen Nachfrage nach mobilen Endgeräten. Dienstleistungsumsätze sollen um -5,4 % zurückgehen und Software um -4,0 %. 2021 soll das Wachstum des IT-Markts mit +2,3 % wieder positiv sein.

In Frankreich soll die Entwicklung des IT-Markts 2020 bei -5,1 % liegen. Hardwareumsätze werden bei -4,1 % gesehen, wobei auch hier das Segment von einer erhöhten Nachfrage nach mobilen Endgeräten im Businessumfeld profitiert. 2021 soll das Wachstum im IT-Markt bei +0,9 % liegen, Umsätze mit Hardware sollen aber überproportional um +8,8 % steigen. EU-weit soll der Rückgang im IT-Markt 2020 bei -4,5 % liegen. Dabei werden die Hardwareumsätze bei -3,3 %, Services bei -5,5 % und Software bei -3,4 % gesehen. Für das Jahr 2021 wird für die EU ein Wachstum des IT-Markts von +1,3 % prognostiziert, auch hier mit Hardware als Wachstumstreiber.

ENTWICKLUNG DES BECHTLE KONZERNS

Das erste Halbjahr 2020 stand weltweit unter den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Gleichwohl zeigte sich die Bechtle AG davon relativ unbeeindruckt und konnte bei Umsatz und Ergebnis deutlich wachsen. Insgesamt liegen wir bezüglich dieser beiden Kennzahlen damit im Zielkorridor unserer Erwartungen für das Gesamtjahr 2020. Derzeit bestehen allerdings noch zahlreiche und gewichtige gesamtwirtschaftliche Risikofaktoren, insbesondere das Risiko einer so genannten zweiten Welle. Auch ist nach wie vor der wachstumshemmende Einfluss der COVID-19-Pandemie auf die Gesamtwirtschaft spürbar. Vorausgesetzt, das Risiko einer zweiten Welle konkretisiert sich nicht, gehen wir gleichwohl davon aus, dass sich Bechtle auch im zweiten Halbjahr positiv entwickeln wird. Die Nachfrage nach IT-Infrastruktur und IT-Dienstleistungen ist auch in Zeiten von Corona gut und die Investitionsneigung nach wie vor relativ hoch. Die Wachstumsdynamik sollte nach unserer Einschätzung auch im zweiten Halbjahr bei über 5 % liegen.

Daher bestätigen wir unsere im März 2020 veröffentlichte Prognose, Umsatz und Ergebnis 2020 deutlich - also zwischen 5 % und 10 % - zu steigern und die EBT-Marge mindestens auf Vorjahresniveau zu halten.

Darüber hinaus gibt es keine Änderungen oder Konkretisierungen zur Prognose für das Geschäftsjahr 2020, wie wir sie im Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht haben.

Neckarsulm, 12. August 2020

Bechtle AG

Der Vorstand

KONZERN-GEWINN- UND -VERLUSTRECHNUNG

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30.06.2020
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01.01.-
30.06.2020
01.01.-
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Umsatz 1.310.516 1.260.804 2.666.190 2.500.752
Umsatzkosten 1.114.095 1.080.005 2.266.775 2.143.527
Bruttoergebnis vom Umsatz 196.421 180.799 399.415 357.225
Vertriebskosten 77.525 75.680 155.237 146.932
Verwaltungskosten 64.105 59.331 141.530 123.332
Sonstige betriebliche Erträge 4.749 11.271 9.519 16.376
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 59.540 57.059 112.167 103.337
Finanzerträge 283 255 507 579
Finanzaufwendungen 1.764 1.606 3.560 3.202
Ergebnis vor Steuern 58.059 55.708 109.114 100.714
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 17.259 16.515 31.846 29.844
Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) 40.800 39.193 77.268 70.870
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) in € 0,97 0,93 1,84 1,69
Durchschnittliche Anzahl Aktien (unverwässert und verwässert) in Tsd. Stück 42.000 42.000 42.000 42.000

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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01.01.-
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Ergebnis nach Steuern 40.800 39.193 77.268 70.870
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen 77 -80 -1.639 414
Ertragsteuereffekte -14 15 315 -79
Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten -77 -47 -123 -116
Ertragsteuereffekte 7 -3 4 1
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 1.119 -31 2.446 -756
Ertragsteuereffekte -333 9 -727 224
Währungsumrechnungsdifferenzen -2.093 912 3.189 1.7591
Sonstiges Ergebnis -1.314 775 3.465 1.4471
davon Ertragsteuereffekte -340 21 -408 146
Gesamtergebnis (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) 39.486 39.968 80.733 72.3171

1 Anpassung Vorjahr

KONZERN-BILANZ

AKTIVA

in Tsd. €

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwerte 443.671 397.592 365.570
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 120.249 119.303 125.517
Sachanlagevermögen 307.697 280.685 260.107
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.298 38.148 36.980
Latente Steuern 3.640 3.914 4.468
Sonstige Vermögenswerte 7.413 6.729 6.949
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 937.968 846.371 799.591
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 390.224 285.574 361.932
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 742.214 862.323 764.362
Forderungen aus Ertragsteuern 2.237 2.022 1.209
Sonstige Vermögenswerte 139.033 126.180 94.083
Geld- und Wertpapieranlagen 40.001 0 0
Liquide Mittel 196.834 272.197 118.378
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 1.510.543 1.548.296 1.339.964
Aktiva, gesamt 2.448.511 2.394.667 2.139.555

PASSIVA

in Tsd. €

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30.06.2020 31.12.2019 30.06.2019
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 42.000 42.000 42.000
Kapitalrücklagen 124.228 124.228 124.228
Gewinnrücklagen 878.947 848.614 747.293
Eigenkapital, gesamt 1.045.175 1.014.842 913.521
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen 31.335 30.702 18.651
Sonstige Rückstellungen 10.168 10.081 11.501
Finanzverbindlichkeiten 431.290 373.874 380.233
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 262 13 15
Latente Steuern 34.199 33.180 43.740
Sonstige Verbindlichkeiten 104.434 98.025 83.833
Vertragsverbindlichkeiten 18.690 19.353 16.698
Abgrenzungsposten 1.326 1.481 1.547
Langfristige Schulden, gesamt 631.704 566.709 556.218
Kurzfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 13.513 12.805 11.374
Finanzverbindlichkeiten 25.029 13.801 13.226
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 356.275 406.807 349.790
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 17.979 19.859 6.544
Sonstige Verbindlichkeiten 203.376 231.776 173.437
Vertragsverbindlichkeiten 122.076 105.369 94.233
Abgrenzungsposten 33.384 22.699 21.212
Kurzfristige Schulden, gesamt 771.632 813.116 669.816
Passiva, gesamt 2.448.511 2.394.667 2.139.555

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

in Tsd. €

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Gewinnrücklagen Eigenkapital, gesamt
(den Aktionären der
Bechtle AG zustehend)
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Angesammelte
Gewinne
Erfolgsneutrale
Eigenkapitalveränderung
Gesamt
Eigenkapital zum 1. Januar 2019 42.000 124.228 711.583 5.393 716.976 883.204
Gewinnausschüttung für 2018 -42.000 -42.000 -42.000
Ergebnis nach Steuern 70.870 70.870 70.870
Sonstiges Ergebnis 1.4471 1.4471 1.4471
Gesamtergebnis 0 0 70.870 1.4471 72.3171 72.3171
Eigenkapital zum 30. Juni 2019 42.000 124.228 740.453 6.840 747.293 913.521
Eigenkapital zum 1. Januar 2020 42.000 124.228 840.067 8.547 848.614 1.014.842
Gewinnausschüttung für 2019 -50.400 -50.400 -50.400
Ergebnis nach Steuern 77.268 77.268 77.268
Sonstiges Ergebnis 3.465 3.465 3.465
Gesamtergebnis 0 0 77.268 3.465 80.733 80.733
Eigenkapital zum 30. Juni 2020 42.000 124.228 866.935 12.012 878.947 1.045.175

1 Anpassung Vorjahr

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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01.04.-
30.06.2020
01.04.-
30.06.2019
01.01.-
30.06.2020
01.01.-
30.06.2019
Betriebliche Tätigkeit
Ergebnis vor Steuern 58.059 55.708 109.114 100.714
Bereinigung um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge
Finanzergebnis 1.481 1.351 3.053 2.623
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 24.339 19.590 47.897 38.234
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -1 -8 15 -30
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.739 -665 8.114 1.613
Veränderung des Nettovermögens
Veränderung Vorräte -15.320 -18.903 -105.190 -79.267
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.588 -51.428 98.408 -10.567
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -64.973 -986 -52.127 -25.761
Veränderung passive Abgrenzungsposten -11.092 -12.737 8.706 3.564
Veränderung übriges Nettovermögen 16.904 34.204 -42.382 -10.737
Gezahlte Ertragsteuern -19.153 -18.542 -36.281 -34.914
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 16.571 7.584 39.327 -14.528
Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Akquisitionen abzüglich übernommener liquider Mittel -47.224 -8.121 -49.784 -18.913
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -11.307 -22.938 -26.653 -40.088
Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2.099 596 4.323 841
Auszahlungen für den Erwerb von Geld- und Wertpapieranlagen 0 0 -40.001 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Geld- und Wertpapieranlagen sowie aus
Rückzahlungen von langfristigen Vermögenswerten
0 0 0 5.542
Erhaltene Zinszahlungen 247 57 446 319
Cashflow aus Investitionstätigkeit -56.185 -30.406 -111.669 -52.299
Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -3.192 -3.073 -6.516 -6.601
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 57.031 4.750 75.160 5.912
Dividendenausschüttung -50.400 -42.000 -50.400 -42.000
Geleistete Zinszahlungen -278 -859 -258 -1.525
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzierungsleasingverträgen -10.786 -8.990 -21.563 -16.584
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -7.625 -50.172 -3.577 -60.798
Wechselkursbedingte Veränderungen der liquiden Mittel -986 -205 556 624
Veränderung der liquiden Mittel -48.225 -73.199 -75.363 -127.001
Liquide Mittel zu Beginn der Periode 245.059 191.577 272.197 245.379
Liquide Mittel am Ende der Periode 196.834 118.378 196.834 118.378

KONZERN-ANHANG

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Bechtle AG, Bechtle Platz 1, 74172 Neckarsulm, stellt als börsennotiertes Unternehmen gemäß § 315 e HGB den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, auf. Entsprechend wurde auch der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 gemäß IFRS aufgestellt.

Im Einklang mit IAS 34 wurde für die Darstellung im vorliegenden Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 ein gegenüber dem Konzernabschluss zum Geschäftsjahresende deutlich verkürzter Berichtsum-fang gewählt.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt im Jahresverlauf dem Einfluss bestimmter saisonaler Schwankungen. In der Vergangenheit waren die Umsatz- und Ergebnisbeiträge im ersten Quartal tendenziell am niedrigsten und im vierten Quartal tendenziell am höchsten, geprägt durch ein traditionell besonders starkes Jahresendgeschäft. Daher können die Zwischenergebnisse nur eingeschränkt als Indikator für die Ergebnisse des gesamten Geschäftsjahres herangezogen werden.

II. BILANZIERUNGS-, BEWERTUNGSUND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

efrag.org

Für bereits bestehende und unveränderte IFRS stimmen die in der Erstellung des verkürzten KonzernZwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsgrundsätze mit denjenigen überein, die in der Erstellung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2019 angewandt wurden. Im ersten Halbjahr 2020 wurden keine weiteren Standards durch die EU übernommen. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem Konzernabschluss des Bechtle Konzerns für das Geschäftsjahr 2019 gelesen werden.

Die Ermittlung des Steueraufwands erfolgt gemäß IAS 34 in der Zwischenberichtsperiode auf Basis des effektiven Steuersatzes, der für das gesamte Geschäftsjahr erwartet wird. Steuern, die sich auf außergewöhnliche Sachverhalte beziehen, werden in dem Quartal berücksichtigt, in dem der zugrunde liegende Sachverhalt eintritt.

Aufgrund der derzeit unabsehbaren weltweiten Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung berücksichtigt. Diese Informationen wurden bei der Untersuchung der Werthaltigkeit finanzieller Vermögenswerte, insbesondere der Forderungen, einbezogen.

Die Bilanzansätze der Geschäfts- und Firmenwerte sowie die in den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Marken werden mit Ausnahme von Inmac WStore jährlich anhand von Impairments-Tests auf Basis der Nutzungswerte auf Werthaltigkeit geprüft. Aufgrund der getroffenen Annahmen und Sensitivitätsanalysen zum 31. Dezember 2019, sowie der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2020, ergeben sich keine Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf. Der nächste jährliche durchzuführende Impairment-Test gemäß IAS 36 wird auf Basis der zum 30. September 2020 vorliegenden Informationen durchgeführt.

III. KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis umfasst die Bechtle AG, Neckarsulm, und alle ihre beherrschten Tochtergesellschaften. Die Bechtle AG hält unverändert zum Vorjahr an sämtlichen konsolidierten Gesellschaften - mit Ausnahme der Codalis SA - unmittelbar oder mittelbar jeweils alle Anteile und Stimmrechte.

Nachfolgend genannte Unternehmen wurden im Berichtszeitraum erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen:

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Unternehmen Sitz Erstkonsolidierungszeitpunkt Erwerb
Wide Technology Partners AG Baar, Schweiz 1. Januar 2020 Erwerb
DPS Software AG Widnau, Schweiz 1. April 2020 Erwerb
DPS Software GmbH Leinfelden-Echterdingen, Deutschland 1. April 2020 Erwerb
DPS Software GmbH Wien, Österreich 1. April 2020 Erwerb

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR GESAMTERGEBNISRECHNUNG

AUFWANDSGLIEDERUNG

in Tsd. €

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Umsatzkosten Vertriebskosten Verwaltungskosten
01.01.-
30.06.2020
01.01.-
30.06.2019
01.01.-
30.06.2020
01.01.-
30.06.2019
01.01.-
30.06.2020
01.01.-
30.06.2019
Materialaufwand 2.036.618 1.952.268 0 0 0 0
Personal- und Sozialaufwand 190.185 152.186 124.866 117.423 86.356 79.075
Abschreibungen 20.481 15.541 10.977 8.910 16.439 13.783
Sonstige betriebliche Aufwendungen 19.490 23.532 19.394 20.599 38.736 30.474
Gesamtaufwendungen 2.266.774 2.143.527 155.237 146.932 141.531 123.332

Die Abschreibungen sind überwiegend akquisitionsbedingt sowie aufgrund von im Vorjahr in Anspruch genommenen Erleichterungen im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 16 angestiegen. Im Zuge der Erstanwendung von IFRS 16 wurde insbesondere bei geleasten Fahrzeugen, deren Restlaufzeit kleiner ein Jahr betrug, auf die Bilanzierung verzichtet und die damit verbundenen Leasingzahlungen weiterhin als Aufwand erfasst. Der Anstieg im Materialaufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Geschäftsvolumen. Der Personal- und Sozialaufwand erhöhte sich aufgrund der gestiegenen Anzahl an Mitarbeitern. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen existieren gegenläufige Effekte. Einerseits sind die Kfz- und Reisekosten aufgrund der COVID-19-Pandemie gesunken; andererseits sind die Aufwendungen im Zusammenhang mit der Bildung einer Risikovorsorge für Forderungen gestiegen. Aufgrund der verschlechterten volkswirtschaftlichen Prognosen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wurde im ersten Halbjahr 2020 die Risikovorsorge bei Forderungen um 7.856 Tsd. € erhöht.

Im Materialaufwand ist netto ein Aufwand aus Wechselkursschwankungen von 266 Tsd. € enthalten (Vorjahr: netto 89 Tsd. €).

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem Marketingzuschüsse und sonstige Vergütungen von Lieferanten in Höhe von 6.337 Tsd. € (Vorjahr: 9.274 Tsd. €). Der Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch einen Sondereffekt in Höhe von 4.350 Tsd. € im Vorjahr.

FINANZERTRÄGE UND FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzerträge enthalten Erträge aus täglich verfügbaren Einlagen, aus Geldanlagen und finanziellen Forderungen.

Die Finanzaufwendungen enthalten überwiegend Zinsaufwendungen der Finanzverbindlichkeiten.

ERGEBNIS JE AKTIE

Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des den Aktionären der Bechtle AG zustehenden Ergebnisses nach Steuern je Aktie:

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01.01.30.06.2020 01.01.30.06.2019
Ergebnis nach Steuern Tsd. € 77.268 70.870
Durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien Stück 42.000.000 42.000.000
Ergebnis je Aktie 1,84 1,69

Das Ergebnis je Aktie ist gemäß IAS 33 aus dem Ergebnis nach Steuern (den Aktionären der Bechtle AG zustehend) und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt im Umlauf befindlichen Aktien ermittelt. Eigene Aktien würden die Anzahl ausstehender Aktien entsprechend verringern. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist identisch mit dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

SONSTIGES ERGEBNIS

Das sonstige Ergebnis ist wesentlich durch die EUR/CHF-Wechselkursentwicklung geprägt. Im ersten Halbjahr 2020 hat der Schweizer Franken gegenüber dem EUR wie bereits im Vorjahreszeitraum erneut an Wert gewonnen.

Die genaue Zusammensetzung des erfolgsneutral zu erfassenden sonstigen Ergebnisses hinsichtlich seiner Veränderung und seines kumulierten Stands ist in Gliederungspunkt V. "Erläuterungen zur Bilanz und zur Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.

V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

VERMÖGENSWERTE

Die Geschäfts- und Firmenwerte sowie die sonstigen immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich durch die im ersten Halbjahr getätigten Akquisitionen. Der Rückgang liquider Mittel begründet sich vor allem durch die im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 erhöhte Dividendenausschüttung sowie durch den Anstieg der Vorräte aufgrund des weiter gestiegenen Geschäftsvolumens. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind zum 30. Juni 2020 Vertragsvermögenswerte mit einem Betrag von 37.067 Tsd. € enthalten (31. Dezember 2019: 34.622 Tsd. €).

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 30. Juni 2020 unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2019 in 42.000.000 voll eingezahlte, ausgegebene Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von 1,00 € eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Gewinnrücklagen

In der Hauptversammlung am 27. Mai 2020 wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende in Höhe von 1,20 € je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Dividendenauszahlung erfolgte am 2. Juni 2020.

Dividendenausschüttung

Das erfolgsneutral zu erfassende sonstige Ergebnis setzt sich hinsichtlich seines kumulierten Stands zum Bilanzstichtag und seiner Veränderung im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

in Tsd. €

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30.06.2020 31.12.2019
Vor Steuern Ertragsteuereffekt Nach Steuern Vor Steuern Ertragsteuereffekt Nach Steuern
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -12.870 2.696 -10.174 -11.231 2.381 -8.850
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten 1.365 -2 1.363 1.488 -6 1.482
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe -12.020 3.510 -8.510 -14.466 4.237 -10.229
Währungsumrechnungsdifferenzen 29.333 0 29.333 26.144 0 26.144
Sonstiges Ergebnis 5.808 6.204 12.012 1.935 6.612 8.547

in Tsd. €

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01.01.-30.06.2020 01.01.-30.06.2019
Vor Steuern Ertragsteuereffekt Nach Steuern Vor Steuern Ertragsteuereffekt Nach Steuern
Posten, die in Folgeperioden nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsrückstellungen -1.639 315 -1.324 414 -79 335
Posten, die in Folgeperioden in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Nichtrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten -123 4 -119 -116 1 -115
In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste -11 4 -7 -116 1 -115
Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust -112 0 -112 0 0 0
Absicherungen von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe 2.446 -727 1.719 -756 224 -532
In der laufenden Periode entstandene Gewinne und Verluste 2.446 -727 1.719 -756 224 -532
Umgliederungsbeträge in den Gewinn und Verlust 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 3.189 0 3.189 1.7591 0 1.7591
Sonstiges Ergebnis 3.873 -408 3.465 1.3011 146 1.4471

1 Anpassung Vorjahr

SCHULDEN

Für weitere Details der Darlehen siehe Geschäftsbericht 2019, S.172

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist im Wesentlichen auf die üblichen saisonalen Schwankungen im Jahresverlauf mit einem umsatzstarken Schlussquartal zurückzuführen. Der Anstieg in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist akquisitionsbedingt.

VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Erhöhung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit im Wesentlichen durch den starken Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begründet. Gegenläufig wirkten der Anstieg der Vorräte, der Abbau der Verbindlichkeiten sowie die Veränderung im übrigen Nettovermögen.

Im Bereich der Investitionstätigkeit sind insbesondere höhere Auszahlungen für Akquisitionen sowie für Festgeldanlagen im Berichtszeitraum zu verzeichnen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird zum einen wesentlich durch die im Berichtszeitraum vorgenommene Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten zur Akquisitionsfinanzierung bestimmt. Zum anderen führte die ausgeschüttete Dividende für das Geschäftsjahr 2019 von 50.400 Tsd. € zu einem Abfluss von liquiden Mitteln. Die Dividendensumme für das Geschäftsjahr 2018, die im Vorjahr ausgezahlt wurde, betrug 42.000 Tsd. €.

VII. LEASINGVERHÄLTNISSE

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Abschlussstichtag Leasingforderungen in Höhe von 59.965 Tsd. € (31. Dezember 2019: 56.795 Tsd. €) enthalten. Die nicht diskontierten, jährlich fälligen Leasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. €

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30.06.2020 31.12.2019
Fällig innerhalb eines Jahres 22.200 21.692
Fällig zwischen 1 und 2 Jahren 17.923 16.526
Fällig zwischen 2 und 3 Jahren 13.471 10.915
Fällig zwischen 3 und 4 Jahren 6.131 7.112
Fällig zwischen 4 und 5 Jahren 1.226 1.223
Fällig nach 5 Jahren 140 361
Mindestleasingzahlungen 61.091 57.829

Der Zinsanteil der Leasingzahlung entspricht dem noch nicht realisierten Finanzertrag.

Des Weiteren wurden Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 38.367 Tsd. € (31. Dezember 2019: 36.147 Tsd. €) unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie 102.629 Tsd. € (31. Dezember 2019: 87.270 Tsd. €) unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten passiviert.

VIII. BEIZULEGENDER ZEITWERT VON FINANZINSTRUMENTEN

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden (Finanzinstrumente) werden nach IFRS 7 in Klassen zusammengefasst. Die Zuordnung der in den einzelnen Bilanzpositionen enthaltenen Finanzinstrumente ist im vorliegenden Zwischenbericht analog zu der Zuordnung im Geschäftsbericht 2019.

Nach IFRS 13 werden die Bewertungstechniken, abhängig von den wesentlichen Parametern, auf denen die Bewertung basiert, in folgende drei Stufen eingeteilt:

Stufe 1: Bewertung mit auf aktiven Märkten notierten (nicht berichtigten) Preisen für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Stufe 2: Bewertung für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit erfolgt entweder unmittelbar oder mittelbar auf Basis beobachtbarer Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen

Stufe 3: Bewertung auf Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern

Nachfolgende Tabelle stellt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der Finanzinstrumente für die Klassen von Finanzinstrumenten nach IFRS 7 sowie deren Bewertungsstufe nach IFRS 13 und Bewertungskategorie nach IFRS 9 dar.

in Tsd. €

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Klasse gemäß IFRS 7 Bewertungskategorie nach IFRS 9 Buchwert 30.06.2020 Zeitwert 30.06.2020 Buchwert 31.12.2019 Zeitwert 31.12.2019 Stufe
Aktiva
Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AK 16.981 16.799 2.575 2.591 3
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AK 720.566 720.566 841.101 841.101 3
Langfristige Leasingforderungen AK 38.317 37.738 35.573 34.909 3
Kurzfristige Leasingforderungen AK 21.648 21.648 21.222 21.222 3
Geld- und Wertpapieranlagen AK 40.001 40.001 0 0 2
Sonstige finanzielle Vermögenswerte AK 76.722 76.722 85.843 85.843 3
Ausleihungen AK 0 0 311 311 3
Finanzderivate
Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 9 9 15 15 2
Derivate ohne Hedge-Beziehung EwzbZ 3.282 3.282 356 356 2
Liquide Mittel AK 196.834 196.834 272.197 272.197 1
Passiva
Darlehen AK 456.319 496.458 387.675 424.719 2
Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AK 262 263 13 13 3
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AK 356.275 356.275 406.807 406.807 3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AK 103.722 103.722 127.734 127.734 3
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen EwzbZ 9.378 9.378 13.640 13.640 3
Finanzderivate
Derivate ohne Hedge-Beziehung EwzbZ 582 582 223 223 2
Davon aggregiert nach Bewertungskategorie gemäß IFRS 9 AK 2.027.647 2.067.026 2.181.051 2.217.447
EwzbZ 13.242 13.242 14.219 14.219

Verwendete Abkürzungen für Bewertungskategorien des IFRS 9:

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AK = fortgeführte Anschaffungskosten
EwzbZ = Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert

Während der Berichtsperiode gab es keine Umbuchungen zwischen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 1 und Stufe 2 und keine Umbuchungen in oder aus Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3.

Die Verbindlichkeiten aus Akquisitionen sind bedingte, nachträgliche Kaufpreiszahlungen (Earn-outs) für erfolgte Akquisitionen. An der Berechnungsmethodik und den Sensitivitäten erfolgten während des Berichtszeitraums keine wesentlichen Änderungen.

Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Akquisitionen stellt sich wie folgt dar:

in Tsd. €

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Summe Gewinne und Verluste
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
in Stufe 3
01.01.2020 im Finanzergebnis
erfasst
erfolgsneutral im sonstigen
Ergebnis erfasst
im sonstigen betrieblichen
Ertrag erfasst
Zugänge Ausgleich/
Abrechnung
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen 13.640 220 100 0 353 -4.935
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Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Stufe 3 Umgliederung 30.06.2020
Verbindlichkeiten aus Akquisitionen 0 9.378

Die im Finanzergebnis als Aufwand erfassten 220 Tsd. € entfallen in voller Höhe auf die zum 30. Juni 2020 bilanzierten, in der Zukunft fälligen Zahlungen.

IX. SEGMENTINFORMATIONEN

Für die Aufstellung der Segmentinformationen gelten dieselben Grundsätze wie im Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2019.

in Tsd. €

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01.01.-30.06.2020 01.01.-30.06.2019
Nach Segmenten IT- Systemhaus &
Managed Services
IT- E-Commerce Konzern IT- Systemhaus &
Managed Services
IT- E-Commerce Konzern
Gesamtsegment-Umsatz 1.772.764 916.584 1.610.727 907.239
abzüglich des Umsatzes mit anderem Segment -19.705 -3.453 -13.674 -3.540
Umsatz 1.753.059 913.131 2.666.190 1.597.053 903.699 2.500.752
Abschreibungen -30.781 -9.376 -40.157 -23.975 -7.919 -31.894
Segmentergebnis 76.932 42.975 119.907 63.5611 46.116 109.677
Abschreibungen aus Akquisitionen -4.270 -3.470 -7.740 -2.920 -3.420 -6.340
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 72.662 39.505 112.167 60.641 42.696 103.337
Finanzergebnis -3.053 -2.623
Ergebnis vor Steuern 109.114 100.714
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -31.846 -29.844
Ergebnis nach Steuern 77.268 70.870
Investitionen 53.821 12.153 65.974 25.415 14.058 39.473
Investitionen durch Akquisitionen 56.975 625 57.600 30.194 0 30.194

1 inkl. nicht zahlungswirksamem passivem Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung

Im Segment IT-E-Commerce werden die Handelsumsätze zeitpunktbezogen realisiert, da die Erfüllung der Leistungsverpflichtung von Bechtle durch Übertragung der Ware an den Kunden erfolgt. Die Handelsumsätze des Geschäftssegments IT-Systemhaus & Managed Services werden ebenfalls zeitpunktbezogen realisiert, wenn es sich hierbei um Warenlieferungen handelt. Des Weiteren können Kombinationen aus Warenlieferung und Dienstleistung erbracht werden, die im Wesentlichen mittels Kundenabnahme realisiert werden. Lediglich bei IT-Dienstleistungsumsätzen kann eine zeitraumbezogene Realisierung vorliegen. Der Umsatzanteil der reinen Dienstleistungsumsätze liegt bei 24 bis 30 % in diesem Segment.

in Tsd. €

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01.01.-30.06.2020 01.01.-30.06.2019
Nach Regionen Inland Ausland Konzern Inland Ausland Konzern
Umsatz 1.669.497 996.693 2.666.190 1.546.806 953.946 2.500.752
Investitionen 50.775 15.199 65.974 30.152 9.321 39.473
Investitionen durch Akquisitionen 56.560 1.040 57.600 22.525 7.669 30.194

Die Gesamtsegmentvermögenswerte sind nicht Bestandteil des internen Reportings, sodass auf diese Anhangangabe gemäß IAS 34.16A(g/iv) im Zwischenbericht verzichtet wird.

X. AKQUISITIONEN UND KAUFPREISALLOKATIONEN

Im ersten Halbjahr 2020 hat Bechtle jeweils 100 % der Anteile an der Wide Technology Partners AG sowie an der DPS Software GmbH mit ihren Tochtergesellschaften erworben. Des Weiteren wurden die B2B-Aktivitäten der Ivizi B.V. en Ivizi XL B.V. im Rahmen eines Asset Deals gekauft. Die erforderlichen Angaben über die Transaktionen werden für die DPS Software GmbH einzeln, für die Wide Technology Partners AG und die Ivizi B.V. en Ivizi XL B.V. zusammengefasst dargestellt, da die Auswirkungen der beiden letztgenannten Akquisitionen in Summe betrachtet keinen wesentlichen Einfluss auf Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern haben.

Die Bilanzierung aller Unternehmenskäufe erfolgte unter Anwendung der Erwerbsmethode und ist noch als vorläufig hinsichtlich Identifizierung und Bewertung von neu identifizierten Vermögenswerten zu werten.

Mit Erwerbszeitpunkt 1. Januar 2020 wurden sämtliche Geschäftsanteile an der Wide Technology Partners AG in Baar, Schweiz, erworben. Im Zuge des Asset Deals mit der Ivizi B.V. en Ivizi XL B.V. in Maastricht, Niederlande, sind zum 1. Januar 2020 Mitarbeiter und Vermögenswerte an Bechtle übergegangen. Des Weiteren hat Bechtle mit Erwerbszeitpunkt 1. April 2020 die DPS Software GmbH in Leinfelden-Echterdingen, Deutschland und die dazugehörigen Tochterunternehmen DPS Software GmbH in Wien, Österreich, sowie DPS Software AG in Widnau, Schweiz, erworben.

Die vorläufige Kaufpreisallokation und bilanzielle Darstellung der Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum jeweiligen Erstkonsolidierungszeitpunkt zeigt folgende Tabelle:

in Tsd. €

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DPS Software GmbH Ivizi B.V./
Wide Technology
Partners AG
Summe
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- und Firmenwert 43.809 163 43.972
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 9.144 779 9.923
Sachanlagevermögen 3.607 98 3.705
Latente Steuern 31 0 31
Sonstige Vermögenswerte 0 32 32
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 56.591 1.072 57.663
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 40 17 57
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.850 472 3.322
Sonstige Vermögenswerte 26.519 113 26.632
Liquide Mittel 7.738 455 8.193
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 37.147 1.057 38.204
Summe Vermögenswerte 93.738 2.129 95.867
Langfristige Schulden
Sonstige Rückstellungen 322 0 322
Latente Steuern 2.700 170 2.870
Sonstige Verbindlichkeiten 1.865 0 1.865
Langfristige Schulden, gesamt 4.887 170 5.057
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.315 136 1.451
Sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 35.736 112 35.848
Abgrenzungsposten 0 75 75
Kurzfristige Schulden, gesamt 37.051 323 37.374
Summe Schulden 41.938 493 42.431
Summe Vermögenswerte - Summe Schulden = Anschaffungskosten 51.800 1.636 53.436

Neben den bereits von den erworbenen Unternehmen angesetzten Vermögenswerten und Schulden, deren Buchwerte ihren beizulegenden Zeitwerten entsprachen, wurden dabei Kundenbeziehungen in Höhe von 9.776 Tsd. € neu als identifizierbare Vermögenswerte angesetzt und zu ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet.

Im Zuge der Aktivierung der Kundenbeziehungen wurden passive latente Steuern (2.864 Tsd. €) gebildet.

Aus der Kapitalkonsolidierung resultierte unter Berücksichtigung des gesamten erworbenen Nettovermögens in Höhe von 9.464 Tsd. € in Summe ein vorläufiger Unterschiedsbetrag in Höhe von 43.972 Tsd. €, der als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen wird. Dieser Geschäfts- und Firmenwert wird steuerlich nicht anerkannt. Der Geschäfts- und Firmenwert basiert im Wesentlichen auf Synergien im Bereich Umsatz, die aus der Erweiterung des Portfolios und sich eröffnender Potenziale im Bereich von Managed-Service-Verträgen resultieren.

Die Anschaffungskosten der im ersten Halbjahr 2020 erworbenen Gesellschaften (53.436 Tsd. €) führten unter Berücksichtigung der übernommenen liquiden Mittel zu einem Abfluss von liquiden Mitteln in Höhe von 49.784 Tsd. €. Der Unternehmenskaufvertrag über den Erwerb der Wide Technology Partners AG enthält zwei vom zukünftigen Geschäftsverlauf des erworbenen Unternehmens abhängige bedingte Kaufpreiszahlungen. Diese Zahlungen knüpfen an bestimmte Zielvereinbarungen in den Geschäftsjahren 2020 und 2021 an und betragen insgesamt bis zu 400 Tsd. CHF, was zum Erwerbszeitpunkt eine in Euro ausgedrückte Verpflichtung von insgesamt 368 Tsd. € darstellt. Unter Berücksichtigung der validierten Geschäftsplanung betrug der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert dieser bedingten Kaufpreiszahlung 353 Tsd. €.

Bei den übernommenen Forderungen sind keine wesentlichen Beträge an Wertberichtigungen zu berücksichtigen.

Mit dem Erwerb der Wide Technology Partners AG baut Bechtle Kompetenzen im Bereich Managed Services rund um Cisco Lösungen aus. Das seit 2006 am Markt etablierte Unternehmen ist anerkannter Lösungsanbieter in den Bereichen Networking, Datacenter, Voice und Security mit Fokus auf den Produkten des Herstellers Cisco.

Des Weiteren verfügt Bechtle mit dem Erwerb der DPS Software GmbH, Deutschland sowie den dazugehörigen Standorten in Österreich und der Schweiz über einen zertifizierten Partner für SOLIDWORKS und SolidCAM, der das gesamte Produktspektrum der Hersteller abdeckt. Das 1997 gegründete Unternehmen ist als Lösungsanbieter am Markt etabliert und unterstützt die Kernprozesse von Kunden für alle Aufgaben und Phasen des Produktlebenszyklus. Das Software-, Beratungs- und Serviceangebot basiert auf Standardprodukten der Softwarehersteller Dassault Systèmes und SolidCAM sowie auf eigenen Modulen und Lösungen.

Mit dem Asset Deal von Ivizi B.V. en Ivizi XL B.V. verspricht sich Bechtle den Ausbau der Aktivitäten im wachstumsstarken Bereich der Mobile Solutions. Mit dem Erwerb der B2B-Aktivitäten von Ivizi B.V. en Ivizi XL B.V. verfügt das neue Apple Centre of Excellence in Maastricht über alle erforderlichen Zertifizierungen für den Vertrieb sowie den technischen Support und Service für Enterprise-Kunden. Über den Asset Deal kamen 19 Mitarbeiter zu Bechtle.

Seit dem Erwerb haben die Akquisitionen in Summe 15,8 Mio. € zu den Umsatzerlösen und -0,2 Mio. € zum Ergebnis nach Steuern beigetragen. Wäre der Akquisitionszeitpunkt der Neuakquisitionen zu Beginn des Berichtsjahres gewesen, läge der Umsatz des Bechtle Konzerns für den Berichtszeitraum bei 2.681 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern bei 76,4 Mio. €. Im Zuge der Akquisitionen sind Nebenkosten in unwesentlichem Umfang angefallen, die in den Verwaltungskosten erfasst wurden.

Erwerbe nach dem Stichtag. Mit Erwerbszeitpunkt 31. Juli 2020 wurden die restlichen 25 % der Anteile an der Codalis SA erworben. Der Kaufpreis betrug 5.000 Tsd. CHF und führte in selbiger Höhe zu einem Abfluss von liquiden Mitteln.

XI. MITARBEITER

Die Mitarbeiterzahlen stellen sich wie folgt dar:

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30.06.2020 31.12.2019 01.01.30.06.2020 01.01.30.06.2019
Voll- und Teilzeitkräfte ohne Abwesende 10.990 10.526 10.886 9.699
Auszubildende ohne Abwesende 652 697 656 599
Mitarbeiter in Abwesenheit 313 264 283 238
Aushilfen 346 348 338 372
Summe 12.301 11.835 12.163 10.908

Nach Segmenten und Regionen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Aushilfen) wie folgt auf:

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30.06.2020 31.12.2019 01.01.30.06.2020 01.01.30.06.2019
IT-Systemhaus & Managed Services 9.501 9.097 9.353 8.215
Inland 8.118 7.774 7.986 7.167
Ausland 1.383 1.323 1.367 1.048
IT-E-Commerce 2.454 2.390 2.472 2.321
Inland 669 650 678 655
Ausland 1.785 1.740 1.794 1.666

Nach Funktionsbereichen teilen sich die Mitarbeiterzahlen (ohne Mitarbeiter in Abwesenheit und ohne Aushilfen) wie folgt auf:

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30.06.2020 31.12.2019 01.01.30.06.2020 01.01.30.06.2019
Dienstleistung 5.633 5.440 5.617 4.818
Vertrieb 3.309 3.171 3.268 3.069
Verwaltung 2.700 2.612 2.657 2.411

XII. BESONDERE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine besonderen Ereignisse bei Bechtle eingetreten.

Neckarsulm, 12. August 2020

Bechtle AG

Der Vorstand

VERSICHERUNG DES VORSTANDS

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Neckarsulm, 12. August 2020

Bechtle AG

Der Vorstand

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Dr. Thomas Olemotz Michael Guschlbauer Jürgen Schäfer

ANGABEN ZUR PRÜFERISCHEN DURCHSICHT

Der vorliegende Zwischenbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Zukunftsbezogene Aussagen

Der vorliegende Zwischenbericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Bechtle AG beziehen. Diese Aussagen beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Obwohl der Vorstand davon überzeugt ist, dass die vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann dafür nicht garantiert werden. Die Annahmen bergen Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ereignisse wesentlich von den erwarteten abweichen.

Rechnungslegung und Berichterstattung folgen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Bei allen Prozentangaben im Bericht sind gegenüber den genannten Beträgen in Millionen Euro Rundungsdifferenzen möglich. Das Gleiche gilt bei Summen und Differenzen gegenüber den Einzelwerten.