HAEMATO AGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018Bericht des Aufsichtsrates2.1 Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2018 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. 2.2 Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2018 acht ordentliche Sitzungen ab, davon drei im ersten Halbjahr (13. März, 24. April, 8. Juni) und fünf im zweiten Halbjahr (3. Juli, 4. Juli, 21. Juli, 25. September, 11. Dezember). Alle Sitzungen waren beschlussfähig. Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren. 2.3 Jahresabschluss Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31.12.2018 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 30. April 2019 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 30. April 2019 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 30. April 2019 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 30. April 2019 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen. 2.4 Abhängigkeitsbericht Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2018 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt. In der Bilanzsitzung am 30. April 2019 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen. Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 30. April 2019 zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 30. April 2019 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt. 2.5 Besetzung des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellvertretende Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen. 2.6 Sonstiges Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen Herrn Uwe Zimdars und Herrn Daniel Kracht für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe und die angenehme, konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2018. Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement und die erzielten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, den 30. April 2019
Andrea Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht3.1 Grundlagen des Unternehmens3.1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel im versicherungsfinanzierten Markt. Schwerpunkte bilden Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Portfolio um Produkte für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken. 3.2.1 Forschung und Entwicklung Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch. ![]() 3.2 Wirtschaftsbericht3.2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 3.2.1.1 Gesamtwirtschaft Das Wachstum der europäischen Wirtschaft setzt sich nun im sechsten Jahr in Folge fort. Angesichts der zunehmenden Herausforderungen und der globalen Unsicherheit wird sehr deutlich, dass die derzeitige wirtschaftliche Dynamik eine Chance bietet, die nicht ungenutzt verstreichen darf.1 Das reale BIP des Euroraums erhöhte sich im dritten und vierten Jahresviertel 2018 um jeweils 0,2 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem das Wachstum in den beiden vorangegangenen Quartalen jeweils 0,4 % betragen hatte, was auf einen sinkenden Beitrag der Auslandsnachfrage und einiger Länder- und sektorspezifischen Faktoren zurückzuführen ist.2 Nach der ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2018 ergibt sich ein Anstieg des BIPs im Euroraum von 1,8 %.3 Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird in erster Linie durch einen Anstieg bei privaten Konsumausgaben und bei Investitionen gestützt. Im dritten Jahresviertel 2018 erhöhten sich die privaten Konsumausgaben um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem der Zuwachs im zweiten Vierteljahr etwas höher ausgefallen war. Die Unternehmensinvestitionen, ausgenommen des Baugewerbes, erhöhten sich im dritten Jahresviertel 2018 um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal, nachdem im zweiten Vierteljahr mit 1,7 % noch ein kräftiger Zuwachs verzeichnet worden war.4 Die Beschäftigungsquote stieg im zweiten Quartal 2018 auf 73,2 % und erreichte damit den höchsten Wert, der jemals innerhalb der EU verzeichnet wurde. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote (6,8 %) sowie die Anzahl der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen auf das Vorkrisenniveau.5 Trotz der abschwächenden Weltwirtschaft ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2018 um 1,5 % angestiegen. Die wirtschaftliche Dynamik wurde vor allem durch binnenwirtschaftliche Kräfte getragen. Bedingt durch den starken Ausbau der Arbeitsplätze und steigende Einkommen hat sich der private Konsum gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % erhöht.6 Die Erwerbstätigkeit erreichte mit 44,83 Millionen Beschäftigten den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung.7 Auch im Jahr 2018 erzielte die deutsche Wirtschaft einen Exportüberschuss. In den jeweiligen Preisen gerechnet hatte der Außenbeitrag einen Wert von 233,7 Milliarden Euro. Im Zeitraum von Januar bis Oktober stiegen die deutschen Warenausfuhren in die EU-Länder um 5,0 %. Die Warenausfuhren in die Länder der Eurozone stiegen etwas stärker um 5,9 %. Die Wareneinfuhren aus den Ländern der Europäischen Union erhöhten sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 7,1 %. Die Wareneinfuhren aus der Eurozone stiegen dagegen stärker (+7,8 %).8 3.2.1.2 Pharmamarkt Der weltweite Pharmamarkt betrug im Jahr 2017 934,8 Milliarden US-Dollar und wird im Jahr 2021 1.170 Milliarden US-Dollar erreichen. Dies entspricht einem Wachstum von 5,8 %. Dies geht aus einem kürzlich veröffentlichten Pharma-Marktforschungsbericht von The Business Research Company hervor.9 Deutschland bietet den perfekten Standort für die Entwicklung, Produktion und den Verkauf von Arzneimitteln. Mit seinem Anteil von 6,7 % an dem weltweiten Pharmamarkt folgt Deutschland den USA (44 %), China (9,8 %) und Canada (7,2 %) auf Rang vier.10 Laut EUROSTAT ist die pharmazeutische Industrie ein Technologiesektor mit der höchsten Wertschöpfung pro Beschäftigtem und liegt deutlich über dem Durchschnittswert der High-Tech- und Fertigungsindustrie. Die Pharmaindustrie ist auch die Branche mit dem höchsten Verhältnis von F&E-Investitionen zum Nettoumsatz.11 Seit dem krisenbedingten Rückgang im Jahr 2009 ist die deutsche Pharmaindustrie auf Wachstumskurs und verbucht seitdem ein Umsatzplus von fast 30 %. Im Jahr 2017 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um knapp 2 %. Die forschenden Pharmaproduzenten trugen mit 55 % des gesamten Branchenumsatzes zu dieser Entwicklung bei. Auch die Beschäftigung in der Pharmabranche wird von Jahr zu Jahr kontinuierlich aufgebaut. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland über 130 Tausend Personen in der Pharmaindustrie beschäftigt. Das ist ein Zuwachs an Mitarbeitern von 10 % gegenüber dem Jahr 2011.12 Zu den Faktoren, die sich auf die Größe des Pharmamarktes auswirken, zählen aktuelle und anhaltende Veränderungen im politischen, wirtschaftlichen, sozialen, technologischen, rechtlichen und ökologischen Bereich. Arzneimittel als ein bedeutender Ausgabenposten der gesetzlichen Krankenkassen spielen dabei eine Schlüsselrolle. Die Bevölkerungsalterung in Europa stellt die Renten-, Gesundheits- und Langzeitpflegesysteme vor große Herausforderungen. Die Verteilung der Altersgruppen in den 25 Mitgliedstaaten der EU deutet laut Prognosen auf einen Anstieg der Bürger ab 65 Jahren bis zu 23 % im Jahr 2025 und sogar 50 % im Jahr 2050 hin.13 Ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein hat die Nachfrage der Verbraucher nach Arzneimitteln und Therapien erhöht. Die Anzahl der Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ist seit 2012 konstant gewachsen und erreichte eine Zahl von 72,8 Millionen Versicherten im Jahr 2018.14 Laut GKV-Spitzenverband haben die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherungen im Jahr 2018 einen neuen Höchststand von 234,2 Milliarden Euro erreicht. In den ersten drei Quartalen 2018 sind die Ausgaben der GKV für Arzneimittel mit 28,99 Milliarden EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,5 % gestiegen und wachsen somit konstant seit 2013.15 Wie im Vorjahr entfällt der größte Teil davon auf unterschiedliche Krebstherapien (40 %) und Arzneimittel zur Schlaganfallprophylaxe (18 %). Die GKV konnte in den ersten drei Quartalen 2018 durch Herstellerzwangsabschläge 2,9 Milliarden Euro einsparen. Die Steigerung gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum im Vorjahr liegt bei 22 %. Dabei ergeben sich rund 57% dieses Volumens durch Einsparungen aus Erstattungsbeträgen, die in den ersten neun Monaten 2017 noch bei 47 % lagen.16 In den Monaten Januar bis September 2018 konnte der deutsche pharmazeutische Markt mit 32,5 Milliarden Euro Umsatz ein Wachstum von 6 % erzielen. Es wurden rund 73 Milliarden Packungen an Patienten in Apotheken und Krankenhäusern abgegeben. Damit verbucht die Mengenentwicklung einen geringeren Zuwachs: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wurden 1 % mehr Zähleinheiten an Patienten abgegeben.17 Der Apothekenbereich mit rezeptpflichtigen und rezeptfreien Arzneimitteln sowie der Apothekenversandhandel erreichten einen Anteil von 86 % des gesamten Pharmaumsatzes und ein Wachstum von 5 % in den ersten neun Monaten 2018. Rund ein Drittel des gesamten Apothekenumsatzes von 26,5 Milliarden Euro wurde mit den führenden zehn Präparategruppen generiert, deren Umsatz mit 8,7 Milliarden Euro um 8 % zugelegt hat. Verschiedene innovative Krebstherapien stehen dabei an der Spitze und erzielten im Dreivierteljahr 2018 einen zweistelligen Zuwachs: Antineoplastika +41 %, Proteinkinasehemmer +12 %, MAB Antineoplastika +13 % und zytostatische Hormonantagonisten +11 %.18 Der gesamte Krankenhaussektor ist mit einem Umsatz von 4,7 Milliarden Euro um 14 % gewachsen. Mehr als die Hälfte (54 %) des Umsatzvolumens entfiel auf die führenden zehn Präparatgruppen, die ein nennenswertes Wachstum von 25 % verbuchen konnten. Darunter sind Therapien gegen multiple Sklerose (+57 %), Immunsuppressiva (+53 %) und MAB Antineoplastika (+17 %).19 Für das Gesamtjahr 2018 wird ein Umsatz von 49,3 Milliarden Euro prognostiziert und damit eine konstante Steigerung seit 2009.20 Zwischen 1996 und 2016 wurden in Europa mehr als 98 neue Wirkstoffe im Bereich der Onkologie zugelassen. Im Jahr 2017 wurden 11 neue Krebsmedikamente mit einem neuen Wirkstoff hinzugefügt und unzählige weitere Medikamente befinden sich in der Entwicklung: ca. 30 % der biopharmazeutischen Wirkstoffe in Phase II und III fallen in den Bereich der Onkologie.21 Auch im Jahr 2018 spielten Krebsmedikamente eine große Rolle. Laut einer Statistik des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) waren rund ein Drittel der 36 durch die Pharmabranche im vergangenen Jahr neu auf den Markt gebrachten Wirkstoffe Therapien gegen Tumore und Leukämie. Insgesamt wurden 43 Medikamente 2018 in Deutschland zugelassen. Somit ist die Zahl der Neueinführungen und Medikamente deutlich höher als im Jahr 2017, in dem 31 neue Medikamente eine Zulassung erhielten. Zusätzlich wurden 2018 mehr als ein Dutzend Biosimilars – Nachahmerprodukte von Biotechmedikamenten – auf dem deutschen Markt zugelassen. Wie bei den Wirkstoff-Neueinführungen richten sich viele von ihnen gegen onkologische Erkrankungen sowie gegen Entzündungskrankheiten wie Rheuma oder Schuppenflechte.22 Wenn es um die einzelnen Marktsegmente geht, fiel die Entwicklung im ersten Dreiviertel des Jahres 2018 unterschiedlich aus: Geschützte Präparate legten um 11 % nach Umsatz und 7 % nach Absatz zu, zum Teil infolge von Therapieetablierungen neuer Präparate. Nicht länger geschützte Originale und Zweitanbieter verzeichnen Rückgänge (Wert -15 %; Menge -8 %). Der Umsatz mit Generika stieg um durchschnittlich 3 %, dabei sind jedoch Umsatzminderungen durch Rabatte aus Verträgen zu berücksichtigen.23 2018 waren in Deutschland 103.787 verschiedene Arzneimittel behördlich zugelassen. Jede Packungsgröße, Wirkstärke oder Darreichungsform zählt dabei als eigenständiges Arzneimittel, auch wenn der Markenname derselbe ist. Rund 48.377 von ihnen sind verschreibungspflichtig.24 Der Umsatz der pharmazeutischen Industrie in Österreich belief sich im Jahr 2017 auf rund 4,57 Milliarden Euro und ist somit im Vergleich zum Jahr 2016 um 3 % gestiegen.25 Im Jahr 2017 waren auf diesem Markt 10.786 verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie 4.827 rezeptfreie Medikamente (OTC) zugelassen.26 Dabei fielen laut IMS Health zwei Drittel des Arzneimittelumsatzes und rund 90 % des Arzneimittelabsatzes auf das Apothekengeschäft.27 3.2.1.3 Ausblick In den kommenden Jahren steht Europa sicherlich vor großen Herausforderungen. Neben globalen Themen wie dem Klimawandel und der Digitalisierung sind auch der Brexit und die zukünftige Gestaltung der Wirtschafts- und Währungsunion prägnante Punkte.28 Trotzdem dürfte Europas Wirtschaft im kommenden Jahr weiter wachsen. Die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum Europas sind bereits vorhanden, doch es bleibt weiterhin anfällig für globale Schwankungen sowie mittel- bis langfristige Herausforderungen. Der Euro – soweit seine Struktur weiterhin gestärkt wird – stellt einen Stabilitätsfaktor und ein Schutzschild gegen die wachsenden globalen Wirtschaftsrisiken dar.29 Laut Experten der Europäischen Zentralbank sind die im Dezember 2018 erstellten Prognosen für das Euro-Währungsgebiet optimistisch. Das jährliche reale BIP 2019 und 2020 dürfte jeweils um 1,7 % und 2021 um 1,5 %steigen. Gegenüber den gesamtwirtschaftlichen Projektionen vom September 2018 wurde der Ausblick für das Wachstum des realen BIP für die Jahre 2018 und 2019 leicht nach unten korrigiert.30 Die deutsche Konjunktur sollte 2019 ebenso stark zulegen wie die des Euroraums insgesamt. Das BIP dürfte im Jahresdurchschnitt 2019 um 1,7 % zunehmen. Die konjunkturelle Dynamik wird durch die Jahresverlaufsrate aussagekräftiger gemacht: Sie beträgt im Jahr 2019 2,0 %, nachdem sie bei 1,2 % im Jahr 2018 lag. Auch 2019 werden die binnenwirtschaftlichen Kräfte sowie zusätzliche fiskalische Impulse aus dem Koalitionsvertrag die Konjunktur stützen. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft wird jedoch durch die spürbare Verlangsamung des Welthandels und die Abschwächung der globalen Konjunktur gedämpft.31 Die Effektivlöhne dürften im Vergleich zu 2018 weniger stark steigen. Die Zunahme der Beschäftigung sollte nur etwas weniger dynamisch ausfallen, so dass die verfügbaren Einkommen um 3,6 % zunehmen werden. Außerdem wird die Sparquote, anders als in diesem Jahr, nicht mehr steigen und auf dem Niveau von 10,2 % verharren. Der private Konsum wird im Jahresdurchschnitt mit 1,9 % wieder höher ausfallen (2018: 1,3 %).32 2018 war für die pharmazeutische Industrie ein Jahr der Herausforderungen. Das dürfte sich in den kommenden Jahren nicht ändern. Basierend auf den stark zu erwartenden Volumentrends für die pharmazeutische Nachfrage bedingt durch demographische Veränderungen prognostiziert der Industriedatenanbieter EvaluatePharma bis 2024 eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate von 6,4 % für den globalen Pharmamarkt. Diese Prognose wird hauptsächlich von folgenden Faktoren getragen: Orphan Drugs, also Medikamente für seltene Krankheiten mit weniger als 200.000 Patienten, deren globale Einnahmen sich voraussichtlich bis 2024 auf 250 Milliarden US-Dollar verdoppeln werden; Innovationen, vor allem im Bereich der Immunonkologie, und die Entwicklung in Schwellenländern.33 Marktbeobachter MBI Research und IMS Health prognostizieren einen starken Anstieg der Nachfrage nach Pharmazeutika aus Emerging Markets (EM). Der Gesamtumsatz der Emerging Markets Pharma wird von derzeit rund 280 Milliarden USD auf voraussichtlich 490 Milliarden USD im Jahr 2025 wachsen.34 Der onkologische Bereich führt weiterhin unter den Therapiegebieten. Sein Anteil am weltweiten Pharmamarkt dürfte bis 2024 auf 18,6 % steigen. Das ist eine Entwicklung von +6 % im Vergleich zum Vorjahr.35 Die Marktgröße der Pharmamärkte in den EU-5 Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien) wird mit einem durchschnittlich jährlichen Wachstum im Bereich von 4,5 % zwischen 2017 und 2022 um insgesamt 25 % wachsen. Insgesamt werden die EU-5 Märkte im Jahr 2022 69 % des europäischen Pharmamarktes ausmachen, so die Projektionen vom September 2017 von EvaluatePharma. Deutschland soll dabei der Markt mit der voraussichtlich höchsten Wachstumsrate sein.36 Der Ausblick der deutschen pharmazeutischen Industrie auf 2021 ist ebenfalls optimistisch. Laut eines Branchenreports des Portals Statista wird eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 2,7 % prognostiziert, so dass der Umsatz der pharmazeutischen Industrie 2021 voraussichtlich 54,3 Milliarden EUR beträgt.37 Das IMS Institute for Healthcare Informatics prognostizierte Ende 2016 für den Zeitraum von 2016 bis 2021 ein durchschnittliches jährliches Wachstum des deutschen Arzneimittelmarktes um 2 % bis 5 %.38 Laut dem Forschungs- und Beratungsunternehmen GlobalData wird der deutsche Pharmamarkt auf rund 67,2 Milliarden EUR im Jahr 2021 ansteigen, was einer durchschnittlichen, jährlichen Wachstumsrate von 4,9 % entspricht.39 Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (vfa) teilte mit, dass 2019 in Deutschland mindestens 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff zugelassen werden sollen. Rund ein Drittel der neuen Medikamente wird wie in den Vorjahren gegen eine Krebserkrankung gerichtet sein. Weitere Medikamente im Zulassungsverfahren richten sich gegen Hautkrebs, bestimmte Leukämien und Formen des Lymphknotenkrebses sowie gegen Brust-, Eierstock- und Prostatakrebs.40 Der Anteil des Specialty-Bereichs in den Industrieländern wird weiter steigen, wenn auch langsamer als in den letzten Jahren, und die Hälfte der Arzneimittelausgaben im Jahr 2022 in den Vereinigten Staaten und in vier der fünf wichtigsten europäischen Länder (Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Spanien) übersteigen. Dabei gehören die folgenden Therapiegebiete zu den Führenden in Bezug auf ihren Anteil im Wachstum von 2018 bis 2022: Onkologie (41 %), Autoimmunerkrankungen (27 %), HIV (10,6 %).41 Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen, die die steigende Nachfrage nach kostengünstigen Arzneimitteln mit sich ziehen und Einsparbemühungen der Krankenkassen in den Vordergrund stellen, sieht sich die HAEMATO-Gruppe mit ihrem Fokus auf Generika, EU-Originalarzneimittel und kostengünstige Spezialmedikamente in einer stabilen Position für zukünftiges Wachstum. Dabei soll sich der zukünftige Schwerpunkt der HAEMATO von den Generika hin zu den Spezialmedikamenten verlagern. Dieser Arzneimittel-Bereich hat sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Megatrend entwickelt und wächst überproportional. Die HAEMATO-Gruppe ist in diesem Segment bereits sehr gut aufgestellt. Mit unserem direkten Zugang zu 4.800 Apotheken allein in Deutschland können wir in diesem Segment noch deutlich wachsen. Darüber hinaus werden künftig unter der HAEMATO Med pharmazeutische, medizinische und medizintechnische Produkte für ästhetische Behandlungen und Kosmetik entwickelt. Wir erwarten, dass sich diese Sortimentserweiterung in den kommenden Jahren positiv auf die Umsatz- und Margenentwicklung auswirkt. ![]() 3.3 GeschäftsverlaufDie HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten. Der Konzernumsatz ging im Jahr 2018 zurück auf Mio. EUR 274,12 (Vorjahr Mio. EUR 289,43) und sank somit um 5,3 %. Begründet ist dieser Effekt insbesondere durch die Bereinigung des Produktportfolios um margenschwache Produkte. Die Optimierungen im Portfolio und die stetige Verbesserung der Prozesse innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette führten zu einer Verbesserung der Wareneinsatzquote um knapp 1 % im Kalenderjahr 2018. Der Jahresüberschuss betrug im Jahr 2018 Mio. EUR 6,28 (Vorjahr Mio. EUR 6,96). Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums. 3.4 Lage3.4.1 Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) Die Umsätze des Unternehmens sind im Wesentlichen mit Parallelimporten und Original-Arzneimitteln erzielt worden. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik der Apotheker und Großhändler ab. Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe verringerte sich leicht auf 92,3 % in 2018 von 93,1 % im Jahr 2017. Die Personalkostenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht und liegt in 2018 bei 2,3 %. Dies bedeutet eine Erhöhung um 0,2 % im Vergleich zu 2017. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen. 3.4.2 Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist stabil. Das Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zu 2017 von TEUR 70.796 auf TEUR 75.676. Maßgeblicher Grund hierfür ist die Kapitalerhöhung der HAEMATO AG aus dem Juli 2018 im Zuge der Ablösung der Genussscheine durch Umwandlung in neue Aktien. Hierbei wurde das Gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 887.154 neuer Stückaktien im Nennwert von EUR 1,00 auf EUR 22.867.154,00 erhöht. Der darüber hinausgehende Erlös aus dem Verkauf der Anteile über Nennwert wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Eigenkapitalquote ist in 2018 auf 64,95 %, im Vergleich zu 57,18 % in 2017, gestiegen. Die Dividendenzahlung betrug TEUR 6.594. Dies entspricht EUR 0,30 je dividendenberechtigter Stückaktie zum 31.12.2017. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen 18,59 % (Vorjahr: 17,46 %) der Bilanzsumme. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.000 vermindert. Die Veränderung der Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten ist begründet in der Optimierung der Liquiditätssteuerung im abgelaufenen Kalenderjahr. So konnten durch geringere Ausnutzung der Kreditlinien die Finanzierungskosten deutlich gesenkt werden. Nahezu 70 % aller Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr ausgestattet. Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 7,27 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere Investitionstätigkeiten in Sachanlagen sind gering. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen liegen. Daneben werden wir Investitionen in neue Geschäftsfelder tätigen, welche aus dem laufenden Cashflow geleistet werden können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten Investitionen für die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU abgeschlossen werden. Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten aus den Genussscheinrechten wurden im Laufe des Geschäftsjahres durch Auszahlung der Genussscheine gemäß Genussscheinbedingungen abgelöst. Den Genussscheininhabern wurden neue Stückaktien aus der Kapitalerhöhung ausgegeben. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wie folgt dar: scroll
3.4.3 Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS) Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns ist verglichen mit dem Bilanzstichtag vom Vorjahr weiterhin als gut zu bezeichnen. Die Vorräte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag unter Beachtung von IFRS 15 leicht auf TEUR 44.377 (Vergleich Vorjahr: TEUR 44.902). Das Anlagevermögen erhöhte sich in Summe auf TEUR 55.697 (Vorjahr: TEUR 54.543). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen von TEUR 8.320 in 2017 auf TEUR 7.320 im Geschäftsjahr 2018 zurück. Die Liquiditätslage ist nach wie vor gut. Der HAEMATO-Konzern verfügte in 2018 über Mio. EUR 5,60 (Vergleich Vorjahr: Mio. EUR 6,47) liquide Mittel. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens mit voraussichtlich kurzfristiger Haltedauer wurden im Geschäftsjahr 2018 verkauft. Der Wert beläuft sich folglich auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5.992). Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 3.4.4 Ertragslage der HAEMATO AG (HGB) Die HAEMATO AG konnte im Geschäftsjahr 2018 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.974 (Vorjahr: TEUR 2.714) erzielen. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2018 auf TEUR 7.343 (Vorjahr: TEUR 2.323). 3.4.5 Finanzlage der HAEMATO AG (HGB) Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt grundsätzlich durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 56.200 (Vorjahr: TEUR 48.611). Zum 31. Dezember 2018 verfügte die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 140). Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2017 über eine Eigenkapitalquote von 81,16 %. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2018, nach Auszahlung der Genussscheinrechte durch Kapitalerhöhung, auf 99,83 % gestiegen. Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2018 auf insgesamt TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 43). 3.4.6 Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB) Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch den Verkauf der im Umlaufvermögen gehaltenen Wertpapiere in Höhe von TEUR 4.288. 3.4.7 Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS) Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und EBIT heran. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr bei 10,3 % (Vorjahr 11,4 %). Das EBIT beträgt TEUR 8.503 (Vorjahr: TEUR 9.390), das EBITDA beträgt TEUR 9.959 (Vorjahr: TEUR 11.244). Der HAEMATO-Konzern arbeitet weiterhin erfolgreich, und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden. 3.5 PrognoseberichtWir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des HAEMATO-Konzerns weiter positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotential in den Bereichen Generika und europäische Importarzneimittel, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU mit Start 9. Februar 2019 wird Sicherheit im Bereich der Beschaffung und eine stabilere Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden. Wir erwarten im folgenden Geschäftsjahr 2019 eine weitere leichte Steigerung der Rohmarge durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. Ebenfalls erwarten wir eine leichte Steigerung des Umsatzvolumens. Den weiteren Ausbau der Kooperationen mit den gesetzlichen Versicherungsträgern werden wir mit einer optimierten Einkaufspolitik durch effizientere Nutzung der vorhandenen Datenbasis unterstützen. Durch die Erschließung neuer Absatzmärke werden wir versuchen, das Ertragspotential für zukünftige Berichtsperioden ebenfalls nachhaltig zu erhöhen. Geplante Änderungen an der Importförderklausel können Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben. Die teils divergierenden Bestrebungen in der Politik, der Gesundheitswirtschaft und bei den Versicherungsunternehmen lassen jedoch keine Prognose zu den Chancen und Risiken zu. Wir werden auch zukünftig immer in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 3.6 Risikobericht3.6.1 Branchenspezifische Risiken Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten Europäischen Union, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Original-Herstellerversuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder Single-Channel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden. Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen. Als Importeur gelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen. 3.6.2 Ertragsorientierte Risiken Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten. 3.6.3 Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt. Wir bedienen uns eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt. Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystems sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. 3.6.4 Risikomanagementsystem Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagement-system zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken. 3.6.5 Chancenbericht Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir an diesem Wachstum partizipieren. Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab. Dem Wettbewerb am Markt, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, werden wir weiterhin mit Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und mit einem hohen Maß an Qualität begegnen. 3.6.6 Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. 3.7 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenZu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden. 3.8 Bericht über ZweigniederlassungenZweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3.9 Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktGDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: „Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Schönefeld, 22. Februar 2019 HAEMATO AG Uwe Zimdars, Vorstand Daniel Kracht, Vorstand 4.1 Konzernbilanz - Aktivazum 31.12.2018scroll
4.2 Konzernbilanz - Passivazum 31.12.2018scroll
4.3 Konzerngesamtergebnisrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018scroll
4.4 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018scroll
4.5 Konzernkapitalflussrechnungfür die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018scroll
Anhang zum Konzernabschlussfür das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 20185.1 Grundlagen der Abschlusserstellung5.1.1 Berichtendes Unternehmen Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die MPH Health Care AG. Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich mit Fokus auf die Wachstumsmärkte der hochpreisigen Spezial-Pharmazeutika aus den Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig. 5.1.2 Grundlagen der Rechnungslegung Der Konzernabschluss der HAEMATO AG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Er wurde vom Vorstand am 18. März 2019 zur Veröffentlichung genehmigt. Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist. Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. 5.1.3 Funktionale und Darstellungswährung Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Euro gerundet. 5.1.4 Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet. Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmals für Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen:
Anwendung von IFRS15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden Im Mai 2014 hat das IASB den Standard IFRS 15 veröffentlicht. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die HAEMATO AG wendet IFRS15 erstmals auf das zum 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr an. Die Erstanwendung wurde rückwirkend vorgenommen. Die berichteten Vorjahreswerte wurden um die Effekte aus den Änderungen infolge des IFRS 15 angepasst. Vertragsverbindlichkeiten IFRS15 enthält Vorgaben zum Ausweis der auf Vertragsebene bestehenden Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen. Dies sind Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Kundenverträgen, die sich abhängig vom Verhältnis der vom Unternehmen erbrachten Leistung und der Zahlung des Kunden ergeben. Demnach ist eine Vertragsverbindlichkeit die Verpflichtung eines Unternehmens, Güter oder Dienstleistungen auf einen Kunden zu übertragen, für die das Unternehmen von diesem Kunden eine Gegenleistung erhalten hat (bzw. noch zu erhalten hat). Ein Unternehmen soll nach IFRS 15 die Umsatzerlöse erfassen, wenn es die Leistungsverpflichtung gegenüber dem Kunden durch Übertragung der Ware oder Erbringung der Dienstleistung erfüllt hat. Die HAEMATO erfüllt die Leistungsverpflichtung zum Zeitpunkt des Abschlusses des Vertrages. Zeitraumbezogene Leistungsverpflichtungen werden nicht eingegangen. Rückerstattungsverbindlichkeiten Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn HAEMATO von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird. Zur Schätzung der Produkte, die nicht zurückgegeben werden, hat der Konzern die Erwartungswertmethode angewandt. Für Güter, die voraussichtlich zurückgegeben werden, wies der Konzern eine Rückerstattungsverbindlichkeit und einen Vermögenswert für das Recht, Produkte von Kunden zurückzuerhalten, getrennt in der Bilanz aus. Rückerstattungsverbindlichkeiten ergeben sich bei HAEMATO insbesondere aus Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften (insbesondere Herstellerrabatte und Rabattforderungen aus Vereinbarungen mit den Krankenkassen) sowie Verkäufen mit Rückgaberecht. In Anwendung dieser Vorgaben wurden Umgliederungen der Verpflichtungen der Rabattverträge und Herstellerrabatte aus den Bilanzpositionen Rückstellungen in die Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten vorgenommen. Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert. Zudem wird in den Vorräten ein neuer Vermögenswert für den Anspruch auf Rückholung der Produkte ausgewiesen. Die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 15 auf die HAEMATO AG sind nachfolgend dargestellt. scroll
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Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumenten IFRS 9 legt die Anforderungen für Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten sowie finanziellen Schulden fest. Dieser Standard ersetzt IAS 39 Finanzinstrumente. Finanzielle Vermögenswerte Mit IFRS 9 wird ein einheitliches Modell zur Einstufung finanzieller Vermögenswerte eingeführt, mit dem finanzielle Vermögenswerte in drei Kategorien eingestuft werden: finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Unter IAS 39 wurden finanzielle Vermögenswerte in Kredite und Forderungen, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, unterteilt. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche unter IAS 39 ebenfalls als Kredite und Forderungen klassifiziert waren, werden nun ebenfalls mit den fortgeführten Anschaffungskosten nach IFRS 9 bewertet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellen nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen dar, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, und waren unter IAS 39 als Kredite und Forderungen klassifiziert und entsprechend zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sämtliche dieser Instrumente werden unter IFRS 9 in die Kategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet eingestuft und unterliegen der Effektivzinsmethode. Die bisher nach IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte werden nach IFRS 9 zwingend zum fair value through profit or loss bewertet. Finanzielle Verbindlichkeiten Kontokorrentkredite, Bankdarlehen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind sowohl nach IAS 39 bisher als auch nach IFRS 9 der Bewertungskategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zuzuordnen. Die erstmalige Anwendung des IFRS 9 hat in Bezug auf die finanziellen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:
Leasingverhältnisse Im Januar 2016 hat das IASB IFRS 16 Leasingverhältnisse veröffentlicht, mit dem unter anderem IAS 17 Leasingverhältnisse und IFRIC 4 abgelöst werden. IFRS16 schafft für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating und Finance Leases ab. Stattdessen führt IFRS16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für alle Leasingverträge einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit für die ausstehenden Mietzahlungen anzusetzen. Dies führt dazu, künftig grundsätzlich sämtliche Leasingverhältnisse – weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance Leases – in der Konzernbilanz zu erfassen. IFRS 16 räumt jedoch ein Wahlrecht ein, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) sowie für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte auf eine Erfassung des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit zu verzichten. Die mit diesen Leasing-verhältnissen verbundenen Leasingzahlungen sind entweder linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses oder auf einer anderen systematischen Basis als Aufwand zu erfassen. Die Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie gegebenenfalls erforderlicher Wertminderungen angesetzt. Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts ermitteln sich als Barwert sämtlicher zukünftiger Leasingzahlungen zuzüglich der Leasingzahlungen, die zu oder vor Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses getätigt werden sowie der Vertragsabschlusskosten und der geschätzten Kosten für die Demontage oder Wiederherstellung des Leasinggegenstandes. Zum Abzug kommen sämtliche erhaltene Leasinganreize. Sofern die zu berücksichtigenden Leasingzahlungen auch den Eigentumsübergang an dem zugrunde liegenden Vermögenswert zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses umfassen, einschließlich der Wahrnehmung einer Kaufoption, erfolgt die Abschreibung über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Andernfalls wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Der erstmalige Ansatz der den Finanzierungsverbindlichkeiten zugeordneten Leasingverbindlichkeiten bestimmt sich als Barwert der zu leistenden Leasing-zahlungen abzüglich geleisteter Vorauszahlungen. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. HAEMATO wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden. Dabei wird, in Einklang mit den Übergangsvorschriften, der modifiziert retrospektive Ansatz gewählt und auf die Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Die konzernweite Implementierungsvorbereitung zur erstmaligen Anwendung von IFRS 16 hat ergeben, dass mit der Umstellung zum 1. Januar 2019 Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten von voraussichtlich rund Mio. EUR 1,0 erstmalig in der Konzernbilanz erfasst werden. Hinsichtlich des Konzern-EBIT wird im Jahr 2019 eine Verbesserung von rund Mio. EUR 0,5 erwartet. 5.1.5 Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:
Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig. Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000,00. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 34.584 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert. Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00. Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00. Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag 31.12.2018 wie folgt dar: scroll
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Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH. Die HAEMATO ASIA Co. Ltd. mit Sitz in Thailand wurde im Geschäftsjahr 2018 liquidiert. Wesentliche Auswirkungen auf den Abschluss ergaben sich nicht. 5.1.6 Konsolidierungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt. Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden – mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden – mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet. Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht. 5.1.7 Schätzungen und Annahmen Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH die Bestimmung der Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden zum Zeitpunkt des Erwerbs sowie den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet: scroll
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten. 5.2 Angaben zur Konzernbilanz | AktivaBei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtagwerden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten. 5.2.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen. 5.2.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 7.320 (Vorjahr: TEUR 8.320) belaufen, werden mit dem Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden. 5.2.3 Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungs-wert ergibt sich aus dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden grundsätzlich nach der Einzelzuordnungsmethode ermittelt und beinhalten die Kosten des Erwerbs sowie diejenigen Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei gleichartigen Vorräten, die in einer größeren Stückzahl vorliegen und untereinander austauschbar sind, erfolgt die Zuordnung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten basierend auf einer Normalauslastung. scroll
5.2.4 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald HAEMATO Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten wählt HAEMATO den Handelstag sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für den bilanziellen Abgang. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente einer der in IFRS 9 Finanzinstrumente aufgeführten Bewertungskategorien (finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zugeordnet. Dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbare Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und beinhalten nur Tilgungen und Zinsen und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. 5.2.5 Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben, Rechnungsabgrenzungsposten sowie um debitorische Kreditoren. 5.2.6 Forderungen aus Ertragssteuern Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Ertragssteuer-erstattungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinserstattungen. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es überwiegend wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. 5.2.7 Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann. Eine Änderung von einer unbegrenzten auf eine begrenzte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden grundsätzlich linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis zehn Jahre). Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen bezüglich der erwarteten Nutzungsdauer werden als Schätzungsänderung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in den Funktionskosten berücksichtigt. scroll
5.2.8 Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt. Soweit relevant, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben. Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder – falls höher – dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cashflows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands. scroll
5.2.9 Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags. scroll
5.2.10 Sonstige langfristige Vermögensgegenstände Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind. 5.3 Angaben zur Konzernbilanz |Passiva5.3.1 Kurzfristige Rückstellungen Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind die der Verpflichtung inhärenten Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist. Der Rückstellungsspiegel stellt sich wie folgt dar: scroll
5.3.2 Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Darüber hinaus beinhalten die im Geschäftsjahr ausgewiesenen tatsächlichen Steuern auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinszahlungen und Strafen auf Steuernachzahlungen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). scroll
Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß § 8 Abs. 4 KStG/§ 10a GewStG nicht anzuerkennen. Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht, und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Klageverfahren; gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen. Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154. 5.3.3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen. 5.3.4 Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Kontokorrentkrediten, kreditorische Debitoren sowie im Geschäftsjahr 2017 um den Rückzahlungsbetrag der zum 31.12.2017 gekündigten Genussscheine in Höhe von Mio. EUR 5,2. 5.3.5 Kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. 5.3.6 Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften, die Finanzinstrumente darstellen. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn HAEMATO von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass dem Kunden diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird. In Anwendung dieser Vorgaben wurden Umgliederungen der Verpflichtungen der Rabattverträge und Herstellerrabatte aus den Bilanzpositionen Rückstellungen in die Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten vorgenommen. Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert. scroll
5.3.7 Langfristige Rückstellungen Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. 5.3.8 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. 5.3.9 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und -vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. HAEMATO nimmt eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern vor, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können. Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist. Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden. Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen. Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2018 beziehen sich auf folgende Sachverhalte: scroll
Im Zusammenhang mit der Fair Value-Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die nach Fair Value bewerteten IFRS-Wertansätze die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 310 (Vorjahr: TEUR 590). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % und anderer Komponenten ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 143). Die unterschiedlichen gesetzlichen Bewertungsmethoden nach Steuerrecht und Handelsrecht als auch beim Ansatz nach IFRS führen bei der Ermittlung der Rückstellungen zu Abweichungen. Zusammen mit der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag führen diese unterschiedlichen Wertansätze zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0). Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225 %), die sich zum Stichtag auf TEUR 254 (Vorjahr: TEUR 354) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2018 TEUR 1.046 (Vorjahr: TEUR 1.549) betragen. 5.3.10 Eigenkapital Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen. Gezeichnetes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 22.867.154,00 ist eingeteilt in 22.867.154 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. 2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 6,75 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 2,0 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 4,75 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben; es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen. Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis belief sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 4,6 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 1,1 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 3,5 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt. Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen. Im 2. Quartal 2017 wurde durch Ausgabevon 1.201.102 neuen Stückaktien im Nennwert von EUR 1,00 das Grundkapital auf EUR 21.980.000 erhöht. Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 6,20 ausgegeben. Das Agio wurde in Höhe von Mio. EUR 6,25 vollständig in die Kapitalrücklage eingestellt. Die HAEMATO AG hat mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 26.09.2017 alle von der Gesellschaft ausgegebenen Genussscheine (ISIN: DE000A0EQVT2/WKN: A0EQVT) gem. § 3 Abs. 1 der Genussscheinbedingungen in der Fassung der Beschlussfassung der Gläubigerversammlung vom 21. Dezember 2009 zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Die Gesellschaft machte gemäß § 03 Abs. (2) der Genussscheinbedingungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Genussscheininhabern anstelle des Rückzahlungsbetrags Aktien der HAEMATO AG zu gewähren. Dazu wurden im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 09.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/1) im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154,00 ausgegeben. Das Grundkapital beträgt jetzt EUR 22.867.154,00. Genehmigtes Kapital Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2023 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von insgesamt bis zu 10.990.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu EUR 10.990.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/1). Bedingtes Kapital Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 09.06.2016 um bis zu EUR 10.389.449,00 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 10.389.449 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 09.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/I) wurden im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154,00 ausgegeben. Erworbene eigene Anteile Die Gesellschaft hielt zum Zeitpunkt der Rückzahlung in 2018 1.030 Stück der gekündigten Genussscheine. Durch Rückzahlung in Form von Aktien erhielt die HAEMATO AG 17.201 eigene Aktien. Das Agio in Höhe von TEUR 85,8 aus der Wandlung der Genussscheine wurde in die Kapitalrücklage für eigene Anteile eingestellt. Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden sowie Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden. 5.3.11 Eventualverbindlichkeiten Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 7. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen. Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 3. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen. Gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem weiteren Schuld-scheindarlehen über Mio. EUR 4. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen. Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. 5.4 Angaben zur GesamtergebnisrechnungGrundsätze der Ertragsrealisierung Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diese erlangt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Produkten erlangt. In der Regel erfolgt der Übergang der Verfügungsgewalt zum Zeitpunkt der Übergabe der Ware an das Versandunternehmen. Grundsätzlich erfolgt die Zahlung aus dem Verkauf von Arzneimitteln durch den Kunden, wenn dieser die Verfügungsgewalt über diese erlangt. Segmentberichterstattung nach IFRS 8 IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind. Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar. Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt. Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment- Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind. Produkte und Dienstleistungen Sämtliche Produkte (diverse Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe. Geografische Informationen Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig. Wesentliche Kunden Von den Umsatzerlösen aus Direktverkäufen im Pharmabereich in Höhe von TEUR 274.121 (Vorjahr: TEUR 289.436) entfallen TEUR 41.005 (Vorjahr: TEUR 42.611) auf Umsätze mit den größten fünf Kunden des Konzerns. Kein einzelner Kunde hat im Geschäftsjahr 2018 jeweils 5 % oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden – unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung – berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann. 5.4.1 Umsatzerlöse Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln. 5.4.2 Bestandsveränderung Die Bestandsveränderung enthält Minderungen von ausstehenden Betriebskostenabrechnungen. 5.4.3 Sonstige betriebliche Erträge Von den sonstigen betrieblichen Erträgen, diesich insgesamt auf TEUR 3.677 (Vorjahr: TEUR 6.476) belaufen, entfallen auf die Bewertung von Finanzanlagen mit dem Zeitwert TEUR 1.943 (Vorjahr: TEUR 5.031). Die Gewinne aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen betragen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 546 (Vorjahr: TEUR 811). 5.4.4 Materialaufwand Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind. 5.4.5 Personalaufwand Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2018 enthaltene Personalaufwand beträgt TEUR 6.322,1 (Vorjahr: TEUR 6.209,4). scroll
5.4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 8.520,3 (Vorjahr: TEUR 8.947,9) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten. 5.4.7 Abschreibungen Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.456 (Vorjahr: TEUR 1.854). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben. 5.4.8 Erträge aus Beteiligungen Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Dividenden. scroll
5.4.9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus der Anlage von liquiden Mitteln bei deutschen Kreditinstituten. scroll
5.4.10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um Zinsaufwendungen für das in 2005 bzw. 2006 platzierte Genussscheinkapital. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 1.075 (Vorjahr: TEUR 1.960) belaufen, entfallen TEUR 239,6 (Vorjahr: TEUR 469) auf die Verzinsung der zum 31.12.2017 gekündigten Genussscheine, die nicht durch die HAEMATO AG gehalten werden. scroll
5.4.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. scroll
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung des anzuwendenden Effektivsteuersatzes in Höhe von derzeit 24,225 %. Der ausgewiesene Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %) unter Anwendung des aktuell gültigen Gewerbesteuerhebesatzes für die Gemeinde Schönefeld. 5.4.12 Sonstige Steuern Bei den sonstigen Steuern handelt es sich im Wesentlichen um die Kfz-Steuer. 5.4.13. Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen. Der gewichtete Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien ermittelt sich wie folgt: scroll
scroll
5.5 Angaben zur KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Der Finanzmittelfonds enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 5.599 (Vorjahr: TEUR 6.470). 5.6 Sonstige Angaben5.6.1 Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane Vorstand scroll
Aufsichtsrat scroll
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2018 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45). 5.6.2 Mitarbeiterzahl In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 194 Arbeitnehmer (Vorjahr: 195 Arbeitnehmer) beschäftigt. scroll
5.6.3 Finanzinstrumente Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten für die jeweiligen Klassen der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2018 nach IFRS 9 und zum 31. Dezember 2017 nach IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikatoren für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden. Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Nachfolgende Methoden und Prämissen wurden dabei zugrunde gelegt. Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die Marktwertermittlung der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte. Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird ebenfalls unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. scroll
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Nettoerträgen/-verlusten aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte: scroll
Die Erträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen erhaltene Zinsen. Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Bewertung dieser Instrumente. Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen für die kurz- und langfristigen Betriebsmittelkredite. 5.6.4 Management von Finanzrisiken Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i. d. R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren. Daneben ist die HAEMATO-Gruppe Marktpreisrisiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen; hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben. Der Konzern unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus dem operativen Geschäft (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts einhergehen. Sofern diese Finanzrisiken eintreten, wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns negativ beeinflusst. Die Leitlinien, die den Risikomanagementprozessen für die Finanzrisiken des Konzerns zugrunde liegen, sind darauf ausgerichtet, dass die Risiken konzernweit identifiziert und analysiert werden. Ferner zielen sie auf eine geeignete Begrenzung und Kontrolle der Risiken ab sowie auf deren Überwachung mithilfe verlässlicher und moderner Verwaltungs- und Informationssysteme. Die Leitlinien sowie die Systeme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktentwicklungen angepasst. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kontrahentseinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken. Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen, entsprechen deren Buchwerten (ohne Berücksichtigung gegebenenfalls vorhandener Kreditsicherheiten). Die maximale Risikoposition entspricht in diesen Fällen den erwarteten künftigen Auszahlungen. Liquide Mittel Die liquiden Mittel des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die liquiden Mittel werden vorwiegend bei Finanzinstituten mit hoher Bonität innerhalb Deutschlands gehalten. Die Limits und ihre Ausnutzungen werden laufend überprüft. Damit unterliegen die liquiden Mittel keinem wesentlichen Kreditrisiko. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus den Verkaufsaktivitäten von Arzneimitteln. Das Kreditrisiko beinhaltet das Ausfallrisiko der Kunden, zu denen unter anderem pharmazeutische Großhändler, Hersteller, Apotheken sowie Klinikapotheken gehören. Um Kreditrisiken zu identifizieren, prüft HAEMATO die Bonität von Kunden. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch verschiedene Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z. B. den Eigentumsvorbehalt sowie Kundenanzahlungen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann. Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zudem erfolgt eine Steuerung ergänzend durch eine Vorhaltung von ausreichend liquiden Mitteln und Kreditlinien bei Banken. In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cashflows der finanziellen Verbindlichkeiten (nicht diskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2018 und zum 31. Dezember 2017 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt. scroll
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 8.469 (Vorjahr: TEUR 7.522) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.023 (Vorjahr: TEUR 1.229) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2018 die in Anspruch genommenen Betriebsmittellinien. Im Geschäftsjahr 2017 sind im Cashflow bis 1 Jahr die zum 31.12.2017 gekündigten Genussscheine enthalten. Zinsänderungsrisiko Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2018 beliefen sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 21.656 (Vorjahr: TEUR 21.612). Davon sind TEUR 15.000 langfristige finanzielle Verbindlichkeiten. Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken. Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen, welche zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurde: scroll
Bei den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die einem Zinsänderungsrisiko unterliegen, ergibt sich Folgendes: scroll
Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 16.656 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 166. Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 166. Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind. Wechselkursrisiko Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d. h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie nachfolgend tabellarisch dargestellt. scroll
Sonstige Preisrisiken Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen. 5.6.5 Honorare des Abschlussprüfers Die Aktionäre der HAEMATO AG haben in der Hauptversammlung am 4. Juli 2018 den Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff zum Abschlussprüfer gewählt. Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse sowie alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen, der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der projektbegleitenden rechnungslegungsbezogenen IT- und Prozessprüfungen. Steuerberatungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht. Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2018 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 50 gebildet. 5.6.6 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 „Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der MPH Health Care AG gehören, in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt 5.6.1. Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden. Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt. Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt: scroll
scroll
5.6.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Bis zum 22. März 2019 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Schönefeld, den 22. März 2019
Uwe Zimdars, Vorstand Daniel Kracht, Vorstand 5.7 Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersPrüfungsurteile Ich habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der HAEMATO AG – bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.2018, Konzern-Gesamt-ergebnisrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018, Konzernanhang (notes) für die Zeit vom 01.01.2018 bis 31.12.2018 sowie dem Konzernlagebericht geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den Konzern-Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Jahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, den 9. April 2019
Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer |
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